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KRONES AG Annual Report 2014

Jun 10, 2015

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Annual Report

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Krones AG

Neutraubling

Geschäftsbericht 2014

Geschäftsbericht 2014

Der Erfolg unserer Kunden ist unser Antrieb.

Highlights 2014

KRONES hat seine für 2014 gesetzten Ziele erreicht.
Umsatz steigt um 4,9 % auf 2,95 Mrd. €.
Die Ertragskraft, gemessen an der EBT-Marge, legt von 6,0 % auf 6,5 % zu.
Dividende für 2014 steigt gegenüber der »Regeldividende« des Vorjahres von 1,00 € je Aktie auf 1,25 €.

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2014 2013 Veränderung
Umsatz Mio. € 2.953,4 2.815,7 + 4,9 %
Auftragseingang Mio. € 3.040,0 2.808,8 + 8,2 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.079,1 992,4 + 8,7 %
EBITDA Mio. € 276,3 257,6 + 7,3 %
EBIT Mio. € 185,1 172,8 + 7,1 %
EBT Mio. € 191,8 169,7 + 13,1 %
EBT-Marge % 6,5 6,0 -
Konzernergebnis Mio. € 135,7 119,4 + 13,6 %
Ergebnis je Aktie 4,30 3,84 + 12,0 %
Dividende je Aktie 1,25* 2,00**
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 94,6 108,1 - 13,5 Mio. €
Free Cashflow Mio. € 152,1 67,0 + 85,1 Mio. €
Nettoliquidität*** zum 31.12. Mio. € 336,4 239,9 + 96,5 Mio. €
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 12.624 12.285 + 339
Inland 9.344 9.098 + 246
Ausland 3.280 3.187 + 93

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden

Seit 2011 setzt KRONES das Strategieprogramm Value um. Das Unternehmen verbesserte sich in den vergangenen Jahren in allen Bereichen. Das spiegelt sich in den Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 wider. KRONES konnte sein profitables Wachstum fortsetzen. Die guten Zahlen sind das Ergebnis strikter Kundenorientierung.

Der Erfolg unserer Kunden ist unser Antrieb. Dies ist auch der Titel des Geschäftsberichts 2014. Wie wir auf die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und welchen Mehrwert Maschinen und Anlagen von KRONES Kunden bieten, veranschaulichen wir Ihnen anhand von konkreten Projekten.

Brief des Vorstands

»KRONES ist 2014 in einem schwierigen Umfeld profitabel gewachsen.«

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

die Zeiten, in denen sich weltweit agierende Unternehmen in ruhigem Fahrwasser bewegen konnten, sind längst vorbei. Unsicherheit ist mittlerweile die einzige Konstante. Im Jahr 2014 führten geopolitische Risiken zu starken gesamtwirtschaftlichen Schwankungen, die vielen Firmen das Leben schwer machten. KRONES schaffte es, in diesem schwierigen Umfeld profitabel zu wachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % auf 2.953,4 Mio. €, das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 13,1 % auf 191,8 Mio. €. Die Basis für diesen Erfolg war und bleibt das Strategieprogramm Value, mit dem wir uns frühzeitig auf die Herausforderungen der Märkte vorbereitet haben. Ausführliche Informationen zu Value erfahren Sie auf den Seiten 30 bis 33 von meinem Vorstandskollegen Christoph Klenk.

KRONES orientiert sich bei Innovationen an den Bedürfnissen der Kunden

Unsere Erfolge auf der »drinktec 2013« haben die Geschäfte auch im ersten Jahr nach der Messe positiv beeinflusst. KRONES präsentierte dort der internationalen Getränke- und Verpackungsindustrie viele Innovationen. Eine davon war der neue Füller »Viscofill« für die Lebensmittelindustrie. Ab Seite 54 lesen Sie, wie sich die Maschine im Praxiseinsatz bewährt und welche Vorteile sie unseren Kunden bietet.

Auch im vergangenen Jahr zeigte sich, dass es trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten immer wieder Trends gibt, von denen KRONES profitieren kann. Ein Beispiel hierfür ist das starke Wachstum der »Craft Brewer«, also kleinerer, konzernunabhängiger Brauereien. Sie produzieren wesentlich weniger Bier als Großbrauereien und benötigen hierzu eine spezielle Ausrüstung. Wir haben uns mit Produkten wie dem kompakten Sudhaus CombiCube B frühzeitig auf diesem attraktiven Markt positioniert.

Ebenfalls erkannte KRONES rechtzeitig, dass der sparsame Umgang mit Ressourcen für die Kunden zunehmend wichtiger wird. Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms enviro bieten wir immer mehr Maschinen und Anlagen an, die weniger Energie und andere Ressourcen verbrauchen. Damit verringern sich die Total Cost of Ownership, also die Kosten, die neben dem Anschaffungspreis auch die laufenden Betriebskosten beinhalten. Ein tolles Beispiel hierfür finden Sie auf den Seiten 34 bis 43 mit der österreichischen Brauerei Murau.

Erfreulich ist, dass unsere umfangreichen Tätigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit auch von externen Beobachtern honoriert werden. In dem weltweit anerkannten, jährlichen Nachhaltigkeits-Rating von oekom research konnten wir uns 2014 weiter verbessern. Die Ratingagentur stuft KRONES nun als »Industry Leader« ein.

Wettbewerbsfähigkeit von KOSME gestärkt

Den Bereich Prozesstechnik hat KRONES weiter ausgebaut.

KOSME, das kleinste der drei Unternehmenssegmente, produziert an Standorten in Italien und Österreich Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich. Trotz vieler Anstrengungen schafften wir es in der Vergangenheit nicht, den Standort Italien und damit das Segment nachhaltig in die Gewinnzone zu führen. Deshalb haben wir uns 2014 entschieden, KOSME neu aufzustellen. Der Standort Roverbella wird sich künftig auf die Abfüll- und Etikettiertechnik konzentrieren. KOSME wird aber weiterhin komplette Produktionslinien anbieten und bei Bedarf Produkte von qualifizierten Zulieferern zukaufen. Aufgrund des Kapazitätsabbaus mussten wir uns in Roverbella leider von mehr als 100 Mitarbeitern trennen. Dieser schmerzhafte Schritt war nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit von KOSME zu stärken und den italienischen Standort langfristig zu sichern.

Auch im Segment Prozesstechnik konnten wir im vergangenen Jahr einiges bewegen. Zum einen gründeten wir die SYSKRON Holding GmbH. Unter dem Dach dieser Gesellschaft bietet KRONES künftig wieder eigene Produkte und Dienstleistungen im Bereich Intralogistik an. Zu diesem Schritt hatten wir uns entschlossen, nachdem die klug GmbH, an der wir eine Minderheitsbeteiligung hielten, insolvent gegangen war. Ich freue mich, dass wir Werner Frischholz als Geschäftsführer der SYSKRON Holding GmbH gewinnen konnten. Er ist am 1. September 2014 nach 40 Jahren erfolgreicher Arbeit, davon mehr als ein Jahrzehnt als Mitglied des KRONES Vorstands, aus der KRONES AG ausgeschieden. Extern wuchs die Prozesstechnik 2014 mit dem Kauf der HST Maschinenbau. Das Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und fertigt Homogenisatoren und Kolbenpumpen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Mit dem Zukauf stärkte KRONES das Geschäft der Prozesstechnik im nichtalkoholischen Bereich, das sich mit der Herstellung von Saft und Milch beschäftigt. Insgesamt sind wir mit der Performance der Prozesstechnik noch nicht zufrieden. Wir werden daher weiter daran arbeiten, die Ertragskraft des Segments zu stärken.

In unserem Kerngeschäft, also dem Segment Maschinen und Anlagen für die Produktabfüllung und -ausstattung, konnten wir 2014 durch einen Zukauf eine wichtige Innovation weiter voranbringen. KRONES erwarb die Mehrheit der Anteile an der TILL GmbH. Das Technologie-Unternehmen aus Hessen entwickelt Systeme für den digitalen Direktdruck auf Behältern. Mit der Beteiligung an TILL können wir die eigenen Kompetenzen im aussichtsreichen Bereich Direktdruck ausweiten.

Neue Konzernorganisation greift

KRONES startete mit einer neuen Konzernorganisation in das Geschäftsjahr 2014.

Um die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden noch schneller und zielgenauer zu erfüllen, haben wir sie stark regional ausgerichtet. Selbstverständlich läuft noch nicht alles ganz rund. Aber bereits im ersten Jahr der Umsetzung brachte die neue Organisation in der täglichen Arbeit erhebliche Vorteile. Diese werden künftig zunehmen. Unterm Strich wird die neue Konzernorganisation einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass KRONES weiter erfolgreich wirtschaftet.

Das geht aber nicht ohne unsere 12.624 Mitarbeiter, bei denen ich mich an dieser Stelle im Namen des gesamten Vorstands für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2014 herzlich bedanke. Die KRONES Mannschaft wird nicht locker lassen und weiterhin engagiert zu Werke gehen, damit wir die Chancen unserer Märkte nutzen und gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreichen Zeiten entgegengehen.

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender

Die Mitglieder des Vorstands

Volker Kronseder

geb. 1953

Seit 1989 Mitglied des Vorstands,

seit 1996 Vorstandsvorsitzender;

Personal, Kommunikation und Qualität

Christoph Klenk

geb. 1963

Seit 2003 Mitglied des Vorstands;

Finanzen, Controlling und Informationsmanagement

Thomas Ricker

geb. 1968

Seit 2012 Mitglied des Vorstands;

Abfüll- und Verpackungstechnik

Rainulf Diepold

geb. 1955

Seit 1996 Mitglied des Vorstands;

Vertrieb und Marketing

Markus Tischer

geb. 1968

Seit 01.01.2014 Mitglied des Vorstands;

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

geb. 1970

Seit 01.09.2014 Mitglied des Vorstands;

Anlagen und Komponenten

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2014 stellte KRONES wichtige Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Zum einen führte der Vorstand unter Begleitung des Aufsichtsrats die neue Konzernorganisation ein. Darüber hinaus wurde das Strategieprogramm Value weiter umgesetzt. Der Aufsichtsrat diskutierte mit dem Vorstand über einzelne Value-Maßnahmen. Hier ist vor allem die Optimierung des Produktprogramms von KOSME zu nennen, die leider zu einem Mitarbeiterabbau in Italien führte. Der Aufsichtsrat trägt diese für die betroffenen Mitarbeiter sehr schmerzhafte Entscheidung voll mit.

KRONES hat 2014 bewiesen, dass das Unternehmen auch in einem insgesamt schwierigen Umfeld erfolgreich wirtschaften kann. Der Aufsichtsrat sieht es als eine der zentralen Aufgaben an, seinen Beitrag für eine weiter erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu leisten.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten.

Es fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens und über das Risikomanagement informieren.

Am 18. März 2014 fand die erste Aufsichtsratssitzung des Berichtsjahres statt. Dort wurde zunächst die Verlängerung der Vorstandsverträge von Herrn Rainulf Diepold und Herrn Thomas Ricker beschlossen. Im Anschluss stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 vor und erläuterte alle wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns. Im wirtschaftlichen Bericht informierte der Vorstand das Gremium über die aktuelle Geschäftslage und gab einen Statusbericht zur neuen Konzernorganisation. Zudem wurden die aktuelle Situation und verschiedene Handlungsalternativen bei der klug GmbH und der Tochter KOSME erläutert. Auf der Tagesordnung stand auch der Dividendenvorschlag. Es wurde entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine »normale« Dividende von 1,00 € je Aktie und zusätzlich 1,00 € je Aktie als »Sonderdividende« aus dem Erlös durch den Verkauf der eigenen Aktien auszuschütten.

An der Aufsichtsratssitzung am 25. April 2014 nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat Prüfungsauftrag und Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2013 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Danach stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2013 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 fest. Zudem wurde auf dieser Sitzung der Vorschlag zur Änderung der Aufsichtsratsvergütung angenommen und auf die Tagesordnung für die kommende Hauptversammlung gesetzt. Es wurde darüber hinaus beschlossen, Herrn Ralf Goldbrunner ab dem 1. September 2014 als ordentliches Vorstandsmitglied zu berufen. Neben der Erläuterung der wesentlichen Finanzkennzahlen des ersten Quartals gab der Vorstand einen Ausblick auf das Jahr 2014. Darüber hinaus legte das Gremium gemeinsam mit dem Vorstand die Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 25. Juni 2014 fest.

Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 25. Juni 2014 die dritte und zugleich konstituierende Aufsichtsratssitzung statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende verabschiedete die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Klaus Heimann und Herr Dr. Jochen Klein und würdigte sie für ihre Arbeit in dem Gremium. Anschließend wurden die beiden neuen Aufsichtsratsmitglieder Frau Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern sowie Herr Hans-Jürgen Thaus, ehemals stellvertretender Vorstandsvorsitzender von KRONES, begrüßt. Herrn Dr. Alexander Nerz gratulierte der Aufsichtsratsvorsitzende zu seiner Wiederwahl in das Gremium.

Die vierte Aufsichtsratssitzung fand am 24. September 2014 in Flensburg statt. Dort produziert KRONES unter anderem Flaschenreinigungsmaschinen und Pasteure. Bei einer Betriebsführung wurde dem Aufsichtsrat das Produktportfolio und die Fertigung des Flensburger Werkes vorgestellt. Zu Beginn der Aufsichtsratssitzung informierte Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder das Gremium, wie sich die Märkte von KRONES verändern und welche Herausforderungen daraus entstehen. Im Anschluss erläuterte der Vorstand den aktuellen Geschäftsverlauf und wie sich die einzelnen Unternehmenssegmente entwickeln. Aufgrund der unbefriedigenden Ertragslage bei KOSME hat sich der Vorstand entschlossen, das Produktportfolio des Segments zu optimieren. Auf der Sitzung informierte der Vorstand das Gremium über den Stand des Maßnahmenpakets bei KOSME. Darüber hinaus legte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Eckpunkte für die Jahresplanung 2015 vor.

Am 19. November 2014 traf sich das Gremium zur fünften und letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2014. Der Vorstand berichtete über den Auftritt und die Erfolge von KRONES auf wichtigen internationalen Messen. Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung war der Bericht von Graf von und zu Lerchenfeld. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses des Aufsichtsrats erläuterte das Risikomanagement von KRONES und die 10 größten Einzelrisiken des Unternehmens. Als Fazit zog Graf Lerchenfeld, dass sich das Risikoprofil des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert hat. Der aktuelle wirtschaftliche Bericht des Vorstands sowie Informationen zum Markt und Wettbewerb sowie die Jahresplanung 2015 waren ebenfalls Themen der fünften Aufsichtsratssitzung.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss traf sich 2014 zu zwei Sitzungen. Am 24. April bereitete er vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung, die am 25. April 2014 stattfand, die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2013 durch den Aufsichtsrat vor. In der Sitzung am 18. November 2014 wurde auf Basis der entsprechenden Vorlagen zum internen Kontrollsystem, der internen Revision und des Compliance Managements der Bericht für die fünfte Aufsichtsratssitzung vorbereitet.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Ernst Baumann. Der Ausschuss befasst sich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Im Geschäftsjahr 2014 bereitete der Ständige Ausschuss in insgesamt zwei Sitzungen Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Durchführung einer Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats, zur Entgeltplanung und zu Nachfolgethemen in Aufsichtsrat und Vorstand vor.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 29. April 2015 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2014 der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre hervorragende Arbeit im Jahr 2014.

Neutraubling, im April 2015

Der Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International Operations and Services

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

(bis 14. Juli 2014)

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

* HOYER GMBH

* CONSORTIUM GASTRONOMIE GMBH

(bis 25. Juni 2014)

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

(seit 14. Juli 2014)

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

* COMMERZBANK AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG METALL Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG

(seit 25. Juni 2014)

* MASCHINENFABRIK RHEINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von den Mitarbeitern gewählt

Zur KRONES Aktie

»2014 war die KRONES Aktie ein klarer Outperformer im MDAX. Damit konnten wir uns in der MDAX-Rangliste weiter nach oben arbeiten.«

Olaf Scholz

Leiter Investor Relations

Weltbörsen mit leichten Pluszeichen
KRONES Aktie steigt 2014 um 29,4 %
Dividende von 1,25 € je Aktie soll ausgeschüttet werden

2014 war erneut ein gutes Jahr für KRONES Aktionäre. Unsere Papiere legten im Jahresverlauf um 29,4 % auf 80,76 € zu und ließen damit die beiden wichtigsten deutschen Aktienindizes DAX und MDAX weit hinter sich, die sich nur um wenige Prozent verbesserten.

Das Börsenjahr 2014

Größter Kurstreiber an den Weltbörsen war 2014 wieder die lockere Geldpolitik der Notenbanken. Allerdings wurden die von der hohen Liquidität gespeisten Aktienmärkte immer wieder durch verschiedene Negativmeldungen eingebremst, so dass an den meisten Weltbörsen im vergangenen Jahr nach heftigem Auf und Ab »nur« ein Plus im einstelligen Bereich zu verbuchen war. Zu Jahresbeginn belastete die Ukraine-Krise die Kurse, ehe auf die Erholung zur Jahresmitte schwächere Wirtschaftsdaten und eine drohende Eskalation des Westens mit Russland die Kurse drückten. Zudem sorgten Ängste vor einer Straffung der US-Notenbankpolitik, das tödliche Ebola-Virus und die Terrorgruppe Islamischer Staat immer wieder für Unsicherheit. Mitte Oktober notierten die meisten Indizes im Minus und markierten ihren Jahrestiefststand. Die weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa und Japan sowie die Hoffnung auf eine spätere Straffung in den USA sorgten ab Mitte Oktober für einen Stimmungsumschwung und stark steigende Kurse zum Jahresende.

So schloss der deutsche Aktienindex DAX mit einem Plus von 2,7 % bei 9.805 Punkten, nachdem er am 5. Dezember ein Rekordhoch von 10.093 Punkten markierte. Der Euro-Stoxx- 50, mit den größten Werten aus dem Euro-Raum, schaffte es mit 1,1 % gerade noch ins positive Terrain. Besser liefen die Börsen außerhalb von Europa. Der US-Leitindex Dow Jones stieg 2014 auf ein neues Rekordhoch und stand Ende des Börsenjahres mit 17.983 Punkten um 9,0 % höher als zu Jahresbeginn. Der japanische Nikkei-Index kletterte trotz der fulminanten Vorjahresrallye nochmals um 7,1 %.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2014

Nahezu das komplette Jahr 2014 hat die KRONES Aktie den MDAX hinter sich gelassen. Die fulminante Erholung ab Mitte Oktober hat den Vorsprung unserer Aktie nochmals vergrößert.

KRONES deutlich besser als MDAX

Die KRONES Aktie profitierte davon, dass wir die Jahresprognosen für 2014 trotz wirtschaftlicher Herausforderungen eingehalten haben.

Der MDAX, dem auch KRONES angehört, verzeichnete 2014 ein Plus von 2,2 %, nachdem er in den beiden Vorjahren kräftig zulegte. Nach dem Rekordhoch am 10. Juni bei 17.204 Punkten bewegte sich der Index für mittelgroße Werte (in Deutschland) bis zum Jahresende unter Schwankungen seitwärts und schloss das Jahr bei 16.935 Punkten. Neben dem Roboterhersteller KUKA (+ 73 %) waren im MDAX Immobilienwerte die Top-Performer. Dass es 2014 nur zu einem leichten Plus beim MDAX reichte, lag an den hohen Verlusten bei den Indexschwergewichten BILFINGER, METRO und AIRBUS.

Mit einem Plus von 29,4 % hat sich die KRONES Aktie deutlich besser entwickelt als der MDAX. Bei sofortiger Wiederanlage der Dividende von 2,00 € errechnet sich für 2014 eine Performance von 32,9 %. Damit legte unser Papier auch stärker als der DAX All-Industrial-Index zu. Der Branchenindex der Deutschen Börse, dem klassische Industriewerte wie Maschinenbauer angehören, kletterte vergangenes Jahr um 17 %.

Nach einem schwachen Jahresauftakt markierte die KRONES Aktie am 4. Februar bei 56,43 € den Jahrestiefstkurs. Unterstützt durch die Veröffentlichung der Geschäftszahlen und dem Dividendenvorschlag für 2013 nahm die Aktie Fahrt auf und war zur Jahresmitte mit 16 % im Plus. Bis Mitte Oktober rutschte der Titel aufgrund der allgemeinen Börsenschwäche zwar ins Minus. Die Aktie legte aber dann, unterstützt durch gute 9-Monats-Zahlen und der Bestätigung der Jahresprognosen, eine beeindruckende Jahresendrallye hin und schloss das Jahr bei einem Kurs von 80,76 € nahe dem Jahres- und Allzeithoch von 81,99 €.

Kennzahlen der KRONES Aktie

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zum 31.12. 2014 2013 2012
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Free Cashflow je Aktie 4,82 2,12 1,01
Eigenkapital je Aktie 31,29 30,20 26,50
Ergebnis je Aktie 4,30 3,84 2,26
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 18,8 16,3 20,8
Dividende je Aktie 1,25* 2,00** 0,75
Höchstkurs 81,99 67,58 47,25
Tiefstkurs 56,43 45,02 35,75
Jahresschlusskurs 80,76 62,43 47,00

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

Langfristig ist die KRONES Aktie ebenfalls eine gute Anlage

Nicht nur 2014, sondern auch langfristig hat sich der Kurs der KRONES Aktie sehr erfreulich entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren verdreifachte sich der Wert unserer Papiere nahezu. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Aktie in diesem Zeitraum beträgt 10,9 % und liegt damit über dem Wertzuwachs des MDAX-Kursindex (+ 9,8 %), also der MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Performance von 12,3 % (MDAX 12,2 %).

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2005 bis 2014

KRONES Aktie feiert 30. Börsen-Geburtstag

Die Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 notiert. Damit feierte das Papier in diesem Jahr seine 30-jährige Börsennotiz. Unsere Aktie ist an allen deutschen Börsen handelbar und seit Gründung des MDAX Mitglied im Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse. KRONES Aktien sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien.

Für die Zugehörigkeit zu den Indizes der deutschen Börse AG ist neben dem Börsenwert des Streubesitzes auch das Handelsvolumen maßgebend, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. In der Rangliste, die für die MDAX-Zugehörigkeit herangezogen wird, verbesserte sich die KRONES Aktie Ende 2014 aufgrund der guten Kursentwicklung beim Börsenwert auf Rang 39 (Vorjahr: 43); beim Handelsvolumen belegten wir Rang 50 (Vorjahr: 46).

Im Gesamtjahr 2014 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 42.000 Aktien auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt (Vorjahr: rund 48.300 Aktien). In den vergangenen Jahren verringerte sich das Handelsvolumen an den offiziellen Börsen stetig, obwohl das Interesse der Anleger gestiegen ist. Grund hierfür ist, dass institutionelle Investoren zunehmend an außerbörslichen Plattformen, sogenannten »Dark Pools«, handeln. Dies ist kein KRONES spezifisches Phänomen, sondern gilt für fast alle Aktien aus dem DAX und MDAX.

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Das Familie Kronseder Konsortium ist mit 51,67 % weiterhin stabiler Mehrheitsaktionär der KRONES AG. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, langfristig und nachhaltig zu planen und nicht in Quartalen zu denken. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, liegt bei 48,33 %.

Aktionärsstruktur (Stand März 2015)

KRONES will für 2014 Dividende von 1,25 € je Aktie ausschütten

Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im vergangenen Jahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Juni 2015 für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 1,25 € je Aktie vorschlagen. Dies liegt zwar unter den 2,00 €, die im Vorjahr ausgeschüttet wurden, als KRONES seine Anteilseigner einmalig mit 1,00 € je Aktie am Erlös aus dem Verkauf der eigenen Aktien beteiligte. Gegenüber der »normalen«, also um diesen Sondereffekt bereinigten Dividende des Vorjahrs von 1,00 € je Aktie ergibt sich eine Steigerung von 25 %.

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES im intensiven Dialog mit Investoren

Das Analystentreffen im Werk Rosenheim zeigte den Finanzprofis die Chancen im Bereich Pack- und Palettiertechnik auf.

Als MDAX-Unternehmen wird KRONES von vielen internationalen Analysten und Investoren beobachtet. Um ihre Anlageentscheidungen treffen zu können, benötigen die Kapitalmarktteilnehmer aussagekräftige und transparente Informationen zu unserem Unternehmen. Den gestiegenen Anforderungen trugen wir unter anderem mit einem neuen Web-Auftritt des Investor-Relations-Bereichs auf unsere Homepage Rechnung, wo alle wichtigen Informationen zur KRONES Aktie zu finden sind.

Zudem führte KRONES auch 2014 regelmäßig nach Quartalszahlen einen Conference Call durch, bei dem wir Analysten und Investoren die Zahlen anhand einer Präsentation erläutern, die auf unserer Internetseite frei zugänglich ist. Ergänzend hierzu waren Finanzvorstand Christoph Klenk und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz 2014 wieder auf mehreren Roadshows in den internationalen Finanzzentren wie New York, London, Zürich, Stockholm und Frankfurt unterwegs. Dort besuchten und informierten sie Investoren und Analysten vor Ort.

Am 17. September 2014 veranstaltete KRONES im Werk Rosenheim ein Analystentreffen. Rund 20 Finanzprofis nahmen an der Veranstaltung teil. Themenschwerpunkt des Treffens war der Bereich Pack- und Palettiertechnik, der überdurchschnittlich stark wachsen soll. Neben dem theoretischen Teil erhielten die Analysten während eines Werkrundgangs einen Einblick in die einzelnen Produktionsschritte in der Pack- und Palettiertechnik. Zudem erläuterte Finanzvorstand Christoph Klenk die künftige Strategie und Positionierung von KRONES, bevor das Treffen mit einer ausführlichen Frage-Antwort-Runde endete.

Gute Stimmung auf der Hauptversammlung 2014

Am 25. Juni 2014 fand in Neutraubling die Hauptversammlung von KRONES statt. Das Aktionärstreffen verlief wie immer sehr harmonisch. Für beste Stimmung sorgte der Dividendenvorschlag. Für das Geschäftsjahr 2013 zahlte KRONES eine Dividende von 2,00 € (Vorjahr: 0,75 €) je Aktie. Die Dividende enthielt 1,00 € je Aktie, mit dem wir unsere Anteilseigner am Erlös aus dem Verkauf eigener Aktien beteiligten. Insgesamt schüttete das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre 63,2 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €) aus. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag bei hohen 82 % (Vorjahr 80 %). Die rund 200 anwesenden Aktionäre stimmten allen zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu - auch der Wahl der beiden neuen Aufsichtsräte Dr. Verena Di Pasquale und Hans-Jürgen Thaus.

Das KRONES Jahr 2014

1. Quartal

Im Januar nahm die EVOGUARD GmbH, in die KRONES den Bereich Ventiltechnik ausgründete, die Geschäftstätigkeit auf. In der eigenständigen Gesellschaft mit günstigen Kostenstrukturen will KRONES das Komponentengeschäft weiter forcieren. EVOGUARD Ventile sind optimal auf die Bedürfnisse der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie sowie Molkereien abgestimmt. Darüber hinaus eignen sie sich auch für die Pharma- und Biotechbranche. Mittlerweile bietet die EVOGUARD GmbH auch Pumpen an.

KRONES ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2014 gestartet und konnte die Ertragskraft wie geplant stärken. In den ersten drei Monaten legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % auf 703,0 Mio. € zu, das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 10,8 % auf 43,1 Mio. €. Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestätigte KRONES die Umsatz- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr 2014.

Viel besser als der Gesamtmarkt entwickelte sich der Kurs der KRONES Aktie im ersten Quartal 2014. Von Januar bis März kletterte der Kurs um 11,0 %. Einen Beitrag hierzu leisteten die vorläufigen Umsatz- und Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2013, die die Erwartungen der Analysten erfüllten.

2. Quartal

Das Wachstum von KRONES beschleunigte sich im zweiten Quartal. Von April bis Juni 2014 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 %. Aufgrund der Erfolge des Strategieprogramms Value kletterte das Ergebnis vor Steuern um 13,5 %. Insgesamt schaffte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2014 eine solide Basis, um die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.

Am 25. Juni fand in Neutraubling die Hauptversammlung des Unternehmens statt. Mit großer Mehrheit stimmte diese dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, für 2013 eine Dividende von insgesamt 2,00 € je Aktie (Vorjahr: 0,75 €) auszuschütten. In der deutlich höheren Dividende spiegelt sich neben dem besseren Ergebnis auch die neue Ausschüttungspolitik des Unternehmens wider, anstatt wie bislang 20 bis 25 % nun 25 bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre auszuzahlen. Darüber hinaus beteiligte KRONES seine Anteilseigner mit 1,00 € je Aktie am Erlös aus dem Verkauf der eigenen Aktien.

Auch im zweiten Quartal zeigte die KRONES Aktie relative Stärke gegenüber den großen deutschen Aktienindizes. Ende Juni war die Aktie 72,39 € wert und beendete damit das erste Halbjahr 2014 mit einem Kursgewinn von 16,0 %.

3. Quartal

Im dritten Quartal entwickelten sich die Geschäfte von KRONES sehr gut. Vorübergehende Nachfrageschwankungen in einzelnen Regionen konnten wir aufgrund unserer breiten internationalen Aufstellung ausgleichen. Mit 728,9 Mio. € überstieg der Umsatz den Vorjahreswert um 11,2 %. Um 26,5 % auf 47,3 Mio. € kletterte das Ergebnis vor Steuern.

Um die Wettbewerbsfähigkeit von KOSME zu stärken, hat KRONES ein Maßnahmenpaket für den italienischen Standort der Tochter beschlossen und das Produktprogramm optimiert. Das kleinste der drei Unternehmenssegmente stellt künftig nur noch Abfüll- und Etikettiermaschinen her. Pack- und Palettieranlagen werden nicht mehr produziert. KOSME bietet aber weiterhin komplette Linien an und kauft bei Bedarf Maschinen bei Dritten zu.

Geopolitische Spannungen belasteten die Aktienbörsen im dritten Quartal. Auch unsere Aktie musste einen Teil der hohen Kursgewinne des ersten Halbjahrs abgeben und verlor im dritten Quartal wie der MDAX 4,9 % an Wert. Im Vergleich zum Jahresanfang stand der KRONES Aktienkurs Ende September um 10,3 % höher.

4. Quartal

Beim weltweit anerkannten, jährlichen Nachhaltigkeits-Rating von oekom research konnte sich KRONES von einem C+ Prime auf ein B -Prime verbessern. Mit diesem Rating gehört KRONES jetzt zu den drei besten Unternehmen in der Kategorie »Machinery« und wird somit von oekom research als »Industry Leader« gelistet.

Von 11. bis 13. November fand in Nürnberg die Brau Beviale statt. Auf der Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie stellten wir den neuen Krones.shop vor. Die Informationsplattform mit Online-Shop für Ersatzteile und Dienstleistungen stärkt das Servicegeschäft von KRONES. Über den Shop kommen Kunden noch bequemer und schneller an Ersatzteile.

Das vierte war zugleich das beste Quartal des Geschäftsjahres 2014. Bei einem Umsatz von 789,0 Mio. € erwirtschaftete KRONES ein Ergebnis vor Steuern von 55,1 Mio. €. Um 19,5 % auf 842,2 Mio. € stieg der Auftragseingang im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr.

Am 4. Dezember erreichte die KRONES Aktie bei 81,99 € ihren historischen Höchststand. Das Jahr 2014 beendete das Papier bei 80,76 €. Unterm Strich legte das Papier 2014 um 29,4 % zu und zählte damit zu den Top-Performern im MDAX.

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

KRONES berichtet über die drei Segmente »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«, »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« sowie »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)«.

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Im dem mit Abstand größten und ertragsstärksten Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).

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2014 2013
EBT (Mio. €) 193,2 174,5
EBT-Marge (%) 7,7 7,5
Mitarbeiter* 11.148 10.841

* Konsolidierungskreis

Umsatz in Mio. €

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Dieses Segment umfasst zum einen die Sudhaus- und Kellertechnologie, also Produkte für Brauereien. Zum anderen gehören Anlagen, mit denen sensible Getränke wie Milch behandelt und Milchmischgetränke und Fruchtsäfte produziert werden, zu diesem KRONES Segment. Das Komponentengeschäft, also die Ventile und Pumpen der Marke EVOGUARD, ist ebenfalls in der »Getränkeproduktion/Prozesstechnik« angesiedelt.

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2014 2013
EBT (Mio. €) 3,3 - 2,5
EBT-Marge (%) 0,9 - 0,6
Mitarbeiter* 822 620

Umsatz in Mio. €

Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)

KOSME bietet in der Abfüll- und Etikettiertechnik ein ähnliches Produktspektrum wie das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« an, aber für den niedrigeren Leistungsbereich. 2014 wurde das Produktprogramm optimiert und die Produktion von Pack- und Palettieranlagen eingestellt. Mit KOSME erreichen wir auch kleinere und mittelständische Kunden, die keine Hochleistungsmaschinen benötigen, aber trotzdem auf Qualität setzen.

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2014 2013
EBT (Mio. €) - 4,7 - 2,3
EBT-Marge (%) - 4,6 - 2,3
Mitarbeiter* 400 503

Umsatz in Mio. €

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Anteil von rund 90 % erwirtschaftet KRONES einen Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt von Unternehmen aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftet KRONES rund 40 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 60 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter buhlen vor allem auf deren Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge, zunehmend aber auch auf den internationalen Märkten.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

Standorte des KRONES Konzerns

KRONES hat seinen Hauptsitz in Neutraubling und produziert den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in Deutschland. Die Tochter KOSME fertigt in Österreich und Italien. In den Lifecycle Service (LCS) Centern in Franklin (USA), Taicang (China) und São Paulo (Brasilien) stellt KRONES Ersatzteile her. Neben insgesamt 7 LCS Centern an strategisch wichtigen Punkten verfügt das Unternehmen darüber hinaus über ein weltweites Netz an Service- und Vertriebsniederlassungen.

KRONES mit Linienkompetenz

Als Full-Service-Anbieter liefert KRONES Kunden aus der Getränkeindustrie komplette Fertigungsstätten aus einer Hand. Eine Produktionslinie zur Herstellung, Abfüllung und Verpackung sowie Lagerung von Getränken besteht aus innovativen Einzelmaschinen und Anlagen. Maßgeschneiderte IT-Lösungen steuern und dokumentieren alle Abläufe innerhalb der Linie.

Am Beispiel einer kompletten Brauerei, die wir 2014 unserem Kunden Petropolis lieferten, stellen wir unsere Linienkompetenz schematisch dar. Das Bier wird in Mehrweg-Glasflaschen abgefüllt. Die Leistung der Anlage beträgt 62.000 Flaschen in der Stunde.

Prozesstechnik

KRONES bietet alle Produkte an, die Brauereien brauchen, um Bier herzustellen. Hierzu zählt das Sudhaus, in dem das Getränk aus den Grundstoffen Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen und Behältern wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Danach ist das Bier aber noch nicht fertig. Vor der Abfüllung durchläuft es noch Gär- und Lagertanks sowie Filter. All das liefert KRONES aus einer Hand.

Abfüllung und Verpackung

Der Entpalettierer der Reihe Pressant hebt die Kästen, in denen sich die leeren Mehrwegflaschen befinden, schichtweise von der Palette und setzt sie auf dem Fördertisch ab.

Im nächsten Schritt entnimmt der vollautomatische Aus- und Einpacker Smartpac die Flaschen aus den Kästen und platziert sie sicher auf dem Förderband (blau). Die leeren Kästen nehmen einen anderen Weg und werden in die Kastenwaschanlage befördert.

Bevor die gebrauchten Glasflaschen abgefüllt werden, müssen sie absolut sauber sein. Diese Aufgabe übernimmt die Reinigungsmaschine Lavatec, die sehr sparsam mit Wasser und Chemikalien umgeht.

Um zu garantieren, dass keinerlei Rückstände in den gereinigten Flaschen sind, durchlaufen die Behälter einen Linatronic Leerflascheninspektor. Kameras und Sensoren erkennen geringste Verunreinigungen. Kontaminierte Flaschen werden sicher aus dem Produktionsprozess geleitet.

Das Bier, das über Rohre aus der Brauerei in die Abfüllhalle kommt, wird mit dem Modulfill HRS in die Flaschen abgefüllt. Die leistungsstarke Maschine hat 176 Füllventile.

Ob die Flaschen ordnungsgemäß abgefüllt und verschlossen sind, überprüft das Kontrollsystem Checkmat FM-G.

Damit das Bier länger haltbar ist, durchlaufen die abgefüllten Flaschen einen Tunnelpasteur mit verschiedenen Temperaturzonen. Im Rückkühler wird die Temperatur wieder heruntergefahren.

Ihr Etikett erhalten die Flaschen auf der modularen Etikettiermaschine Solomodul. Die flexible Maschine ermöglicht verschiedene Flaschenausstattungen.

Ob das Etikett an der richtigen Stelle und einwandfrei sitzt, überprüft eine Kontrolleinheit aus der Checkmat Baureihe.

Der Aus- und Einpacker Smartpac greift die Flaschen und stellt sie in die sauberen Kästen, die aus der Kastenwaschanlage kommen.

Ein Modulpal Roboter schichtet die befüllten Kästen auf Paletten. Diese werden anschließend in das Hochregallager befördert, das die KRONES Intralogistik lieferte und installierte.

KOSME

Unser Segment KOSME bietet für die Abfüllung und Verpackung von Getränken ebenfalls komplette Linien an, aber für den unteren Leistungsbereich.

Lifecycle Service (LCS)

Entscheidungskriterien der Kunden wandeln sich
Überholungsstrategie als tragende Säule für niedrigere Betriebskosten
Upgrades halten Bestandsmaschinen technisch auf dem aktuellen Niveau
Industrie 4.0 als Chance für unsere Kunden

In den für KRONES relevanten Märkten ändern sich die Beurteilungskriterien der Kunden für Maschinen und Anlagen. In der Vergangenheit waren die Anschaffungskosten und die Leistungsdaten entscheidend. Mittlerweile rückt der Wirkungsgrad, also wie viel eine Maschine oder Anlage im Verhältnis zur theoretisch möglichen Menge tatsächlich produziert, in den Fokus der Betreiber. Möglichst geringe Störungs- und Stillstandszeiten erhöhen nicht nur den Wirkungsgrad, sondern senken auch insgesamt die Betriebskosten für den Kunden.

KRONES sieht im Wandel der Marktanforderungen große Chancen für den Bereich LCS (Lifecycle Service). Wir bieten in allen drei Segmenten unseren Kunden ein Bündel an Produkten, mit denen sie ihren Betrieb für die Herausforderungen der Zukunft fit machen können.

Anteil an den Total Cost of Ownership je abgefüllter 1,5 Liter PET-Wasserflasche

Instandhaltungsmaßnahmen haben einen nur geringen Anteil an den TCO; also den gesamten Kosten, die beim Kauf und Betrieb einer Abfüllanlage anfallen.

Analysen zeigen, dass der Aufwand für Instandhaltungsmaßnahmen lediglich einen Anteil von 2- 5 % (je nach Produkt und Verpackung) an den Gesamtkosten je abgefüllter Flasche entspricht. Mit diesem niedrigen Anteil kann der Kunde jedoch die großen Kostenblöcke Personal, Energie und Medien sowie Verpackungsmaterial reduzieren. Somit ergibt sich ein enormer Hebel für Einsparungen bei den Betriebskosten. Hierfür bieten wir unseren Kunden LCS Produkte an, die exakt auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Aus diesem Bündel an Produkten möchten wir mit der Überholung und den Upgrades zwei explizit herausgreifen.

Überholung

Regelmäßiger Service verringert teure, ungeplante Maschinenausfälle und erhöht den Wirkungsgrad der Produktionsanlage.

Die regelmäßige Wartung und Überholung von Maschinen ist die Basis für einen langfristig hohen Wirkungsgrad der Anlage. Dabei besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit einer Anlage und dem investierten Aufwand für geplante Instandhaltungsmaßnahmen.

Geplante Überholungen mit dem präventiven Austausch von Teilen reduzieren das Risiko von ungeplanten Ausfällen in der Anlage erheblich.

Ungeplante Ausfälle bedingen in der Regel einen längeren Produktionsausfall und haben einen negativen Einfluss auf den Wirkungsgrad der Anlage.

Investitionen in geplante Überholungen erhöhen den Wirkungsgrad und senken so die Betriebskosten für die Kunden.

Bei der Planung von Überholungen gibt es nicht die eine perfekte Lösung. Vielmehr müssen neben den Besonderheiten jeder Anlage auch die spezifischen Anforderungen unserer Kunden berücksichtigt werden. In der Kombination dieser Rahmenbedingungen kann dann gemeinsam die optimale Instandhaltungsstrategie definiert werden. KRONES bietet dabei für jede Lösung die geeigneten Tools sowie Kompetenz.

Upgrades

Mit unseren Upgrades bleibt das KRONES Equipment unserer Kunden technisch auf dem aktuellsten Stand. Um die Vorteile optimal aufzeigen zu können, ist für alle Upgrades der kundenorientierte Nutzen angegeben. Dies können folgende Optimierungspotenziale sein:

Effizienz

Erhöhung Wirkungsgrad
Steigerung Verfügbarkeit
Optimierung Produktionszeit
Reduzierung Störungen
Optimierung Umrüstzeiten

Umwelt

Einsparung Energie oder Medien
Reduzierung Verbrauchsmaterial
Reduzierung Hilfs- oder Verbrauchsstoffe

Material

Senkung Materialbedarf (Klebstoffe, Folien)
Höhere Toleranz für eingesetzte Materialien

Medien

Einsparung Wasser
Einsparung Strom
Einsparung Hilfsgase

Personal

Einfachere Bedienbarkeit
Flexible und schnelle Umrüstung
Erhöhung Arbeitssicherheit

Qualität

Verbesserung des Produktes
Gesteigerte Hygiene
Optimierung der Ausstattung

Aktuell stehen rund 260 Upgrades für die verschiedenen Maschinentechnologien zur Verfügung. Ein typisches Beispiel ist das Upgrade zur Isolierung des Leimwalzengehäuses der Etikettiermaschine Contiroll HS. Mit diesem Upgrade können einerseits bis zu 25 % Energie eingespart werden, andererseits schützt die Isolierung vor Verbrennungen, verringert die Leimdampfemissionen und steigert so den Wirkungsgrad der KRONES Contiroll HS.

Mit einem Upgrade erhöht KRONES die Effizienz der Etikettiermaschine Contiroll HS und die Sicherheit des Bedienpersonals.

Industrie 40 mit Fokus auf Kundennutzen

Industrie 4.0, also die Digitalisierung der Fertigungsindustrie, birgt große Chancen, um die Fertigungs- und Wertschöpfungsprozesse in der Industrie weiter zu optimieren. KRONES stellt sich bereits seit Längerem dieser Herausforderung und arbeitet an vielen neuen Produktideen. Hierzu kooperieren wir mit einem renommierten Forschungsinstitut, um Algorithmen zu entwickeln, die unseren Kunden künftig große Vorteile bieten. Noch sind diese Produkte nicht serienreif, aber wir sehen Industrie 4.0 als großes Zukunftsthema, das unseren Kunden noch viel Nutzen bringen wird.

Strategie und Steuerungssystem

Stabile Absatzmärkte dank Megatrends

»Die neue Konzernstruktur unterstützt unser Value Programm hervorragend. Wir werden effizienter und flexibler und sind noch näher am Kunden.«

Christoph Klenk

Finanzvorstand

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung von KRONES im Berichtsjahr zufrieden. Trotz aller wirtschaftlicher und politischer Störfeuer erreichte KRONES seine Ziele. Die Absatzmärkte waren 2014 insgesamt stabil. Konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Regionen hielten sich die Waage. Im Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung konnten wir mit 7,0 % stärker wachsen als der Markt (+ 4 %). In der Prozesstechnik entwickelte sich der Bierbereich leicht rückläufig, während Anlagen zur Herstellung von Säften und Softdrinks etwas stärker nachgefragt wurden.

Das Unternehmen profitiert mit seinen Produkten und Dienstleistungen von drei wichtigen Megatrends:

wachsenden Mittelschichten in den aufstrebenden Ländern
Abwanderung der Menschen vom Land in die Stadt
Zahl der unterschiedlichen Verpackungsformen steigt

Trotz des guten Marktwachstums gab es im abgelaufenen Jahr bei den Absatzpreisen erneut keine Fortschritte. Nur durch niedrigere Kosten konnte das Unternehmen 2014 die Profitabilität verbessern.

Marktposition international ausbauen

Grundlage des Erfolgs ist unser Strategieprogramm Value mit den vier Kernthemen Innovation, Qualität, Profitabilität und Wachstum. Unterstützt wird Value seit 2014 von unserer neuen Konzernstruktur. Auch wenn die Neu-Organisation noch nicht in allen Bereichen perfekt umgesetzt ist, bestätigt sich, dass wir mit der neuen Führungsstruktur noch effizienter, flexibler und näher am Kunden sind und gezielt auf seine Bedürfnisse eingehen können.

Hierzu setzen wir im Rahmen unserer Regionalisierungsstrategie auf gut ausgebildete lokale Fachkräfte, die unseren Kunden vor Ort schnell helfen. Deshalb wird die Zahl der ausländischen Mitarbeiter in den kommenden Jahren weiter steigen, während die Mitarbeiterzahl am Standort Deutschland stabil bleibt. Aber auch mit neuen Produkten und Services wollen wir bei den Kunden punkten. Diese achten verstärkt auf die Gesamtkosten und die Effizienz der Anlagen. Diesen Anforderungen werden wir durch innovative Produkte und immer neue Services gerecht. So kommt der auf der drinktec 2013 vorgestellte Aseptbloc aufgrund seiner niedrigen Betriebskosten und hoher Zuverlässigkeit gut am Markt an. Neue Services und Upgrades aus dem Lifecycle Service (LCS) helfen den Kunden ebenfalls, mehr aus seinen Anlagen rauszuholen.

Dem Ziel 7/7/20 ein gutes Stück nähergekommen

Unser mittelfristiges Ziel 7/7/20, das für

5 bis 7 Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
7 Prozent Umsatzrendite vor Steuern
20 Prozent ROCE (Return on Capital Employed)

steht, ist durch das insgesamt gute Jahr 2014 in Reichweite. Beim Umsatzwachstum liegen wir mit 4,9 % leicht unter dem Zielkorridor von durchschnittlich 5 bis 7 %.

Die EBT-Marge steigerten wir von 6,0 auf 6,5 %. Der ROCE lag mit 16,4 % innerhalb unserer Prognose für 2014.

Value-Strategie weiter umsetzen

Flexibilisierung der Kosten und Produktinnovationen bleiben wichtige Value-Themen.

Da von den Preisen für 2015 nur geringe Unterstützung zu erwarten ist, bleiben Kostensenkungen, neue Produkte und Dienstleistungen sowie weitere Qualitätsverbesserungen wichtige Value-Themen, um profitabel zu wachsen.

Im Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung werden wir weiter das regionale LCS Geschäft ausbauen. Hier sind wir 2014 gut vorangekommen, vor allem in Afrika. Aber nicht nur das LCS Geschäft wollen wir stärker »lokalisieren«, sondern auch andere Angebote. So werden wir künftig beispielsweise in China einen Palettierer mit hohem lokalen Wertschöpfungsanteil anbieten. Den Modularisierungsgrad unserer Produkte wollen wir weiter erhöhen, um schneller zu fertigen und zu montieren. Außerdem gilt es, unsere globale Einkaufsstrategie unter Berücksichtigung aller wichtiger Kosten (Logistik, Lohn, Zoll, Steuern) zu optimieren und breiter aufzustellen. In der Etikettiertechnik verstärkten wir mit der Übernahme der Mehrheit an der TILL GmbH unser Technologieportfolio im digitalen Direktdruck.

In der Prozesstechnik ist KRONES beim Umsatz hinter dem Vorjahr zurückgeblieben, da wir zwei größere Projekte nicht mehr 2014 abschließen konnten. Zu berücksichtigen ist zudem, dass das Segment 2013 stark gewachsen ist. Unterm Strich lag der Umsatz 2014 im Rahmen unserer Planungen. Mit dem Auftragseingang sind wir auch zufrieden, so dass das zweitgrößte Segment 2015 bei Umsatz und Ertrag wieder zulegen sollte.

Wichtiger Meilenstein im Segment Prozesstechnik war die Gründung der SYSKRON Holding, nachdem unser Kooperationspartner, die klug GmbH, im ersten Quartal 2014 in die Insolvenz rutschte und KRONES nicht einen zu hohen Preis für die insolvente klug GmbH zahlen wollte. Die SYSKRON Holding umfasst künftig das komplette Intralogistikgeschäft von KRONES. Mit der neu gegründeten Gesellschaft wird KRONES Unternehmen aus der Getränkeabfüll- und Verpackungsbranche weltweit ganzheitliche Lösungen für die Intralogistik anbieten. Dieser Bereich soll 2015 auf 75 Mitarbeiter aufgestockt und weiter ausgebaut werden. Dass die Intralogistik ein wichtiger Bestandteil der KRONES Konzernstrategie bleibt, zeigt auch, dass wir im Februar 2015 die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH gekauft haben. Mit dem Erwerb von TRIACOS baut SYSKRON seine Kompetenz in der Beratung und Implementierung von SAP-Lösungen mit dem Schwerpunkt in der Produktions- und Intralogistik aus.

Das 2014 in die eigenständige EVOGUARD GmbH ausgegliederte Komponentengeschäft hat sich erfolgreich entwickelt. Die Ventiltechnik ist auch außerhalb der Getränkebranche voll akzeptiert. Als weitere wichtige Komponente hat EVOGUARD Pumpen etabliert. Mit der neuen Pumpenbaureihe werden wir 2015 auf den Markt gehen. Durch die erfolgreiche Integration der Ende 2013 erworbenen HST Maschinenbau GmbH, einem Hersteller von technologisch führenden Homogenisatoren, verbesserten wir in der Prozesstechnik unser Angebot für die Herstellung von Milch und Saft deutlich. Ziel für das Segment Prozesstechnik bleibt es, den Bereich Softdrink und Wasser in den kommenden Jahren zu stärken. Beim Ausbau der lokalen Servicestrukturen für Gesamtprojekte sind wir nicht wie gewünscht vorangekommen. Hier gilt es, weiteres Potenzial auszuschöpfen.

KOSME, das Segment für den unteren Leistungsbereich, haben wir Mitte 2014 aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung neu aufgestellt. Betroffen von der neuen Organisation war ausschließlich KOSME Italien. Um den Standort in Roverbella zu sichern und dort nachhaltig profitabel wirtschaften zu können, wurde der Bereich Pack- und Palettiertechnik aufgegeben und die Kapazitäten entsprechend angepasst. Leider mussten wir uns hierbei von gut 100 Mitarbeitern trennen. KOSME Italien konzentriert sich seither auf seine Kernkompetenzen Abfüll- und Etikettiertechnik. Insbesondere die Etikettiertechnik werden wir in den kommenden Jahren am Standort Italien ausbauen. Die Tochtergesellschaft bleibt für KRONES weiterhin ein strategisch wichtiges Segment, um die Marktposition im wichtigen unteren und mittleren Leistungsbereich zu festigen. Trotz der Maßnahmen haben sich die Umsätze bei KOSME 2014 zufriedenstellend entwickelt. Ab 2015 sollte KOSME eine EBT-Marge von 4 bis 5 % erreichen.

Insgesamt erwarten wir, dass die Value-Maßnahmen auch 2015 wieder Wirkung zeigen und wir bei einem Umsatzwachstum von rund 4 % die Profitabilität weiter steigern können. Die EBT-Marge von KRONES soll 2015 auf 6,8 % zulegen.

Starke finanzielle Basis ermöglicht Investitionen

Unsere Mitarbeiter sorgen täglich für den Erfolg der Value-Strategie.

KRONES ist finanziell bestens aufgestellt. Der gestiegene Free Cashflow sowie die hohe Netto-Cash-Position geben uns die Flexibilität, interessante Investitionschancen schnell zu nutzen. Neben unseren »normalen« internen Investitionen werden wir verstärkt Mittel für das Thema Industrie 4.0 einsetzen. Hierbei geht es darum, aus den Daten der kompletten Wertschöpfungskette des Kunden Informationen und Zusammenhänge zu gewinnen, um die Effizienz der KRONES Maschinen und Anlagen weiter zu steigern. Hierfür werden wir geeignete Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln.

Einen Teil der liquiden Mittel werden wir für Akquisitionen verwenden. Interessant sind für KRONES Unternehmen aus den Bereichen Prozesstechnik und Informationstechnologie. Aber auch in unserem Kernsegment sehen wir, wie bei TILL, Chancen für sinnvolle Ergänzungen. KRONES achtet bei Akquisitionen darauf, dass das Risiko überschaubar ist und die Zukäufe schnell zu integrieren sind. Hierfür analysiert das Unternehmen den Markt laufend. 25 bis 30 % der erwirtschafteten Gewinne wird KRONES als Dividende ausschütten.

Jede Strategie ist nur so gut, wie die Menschen, die sie umsetzen. Unsere rund 12.600 Mitarbeiter machen einen hervorragenden Job. Mit ihrem Einsatz bringen sie KRONES täglich ein Stück weit voran. Wir wollen diesen KRONES Spirit aufrechterhalten und pflegen. Das KRONES Team wird sich deshalb nicht auf den bisherigen Erfolgen der Value-Strategie ausruhen, sondern 2015 weiter daran arbeiten, das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Nur gemeinsam können wir nachhaltig Werte schaffen.

Christoph Klenk, Finanzvorstand

Das Steuerungssystem von KRONES

Das Management von KRONES steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatz
Ergebnis vor Steuern (EBT)
EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz)
ROCE (Return on Capital Employed)

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss der Konzern die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.

Die Profitabilität, gemessen an der EBT-Marge, ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der drei Segmente.

Eine weitere wichtige Steuerungsgröße ist der ROCE (Return on Capital Employed).

Er gibt an, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist und berechnet sich aus dem EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Verhältnis zum durchschnittlichen betriebsnotwendigen Kapital (Capital Employed).

Zusätzlich zu den Steuerungsgrößen orientieren wir uns darüber hinaus an der Entwicklung des Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Anzahlungen) sowie dem Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit).

Ziel für 2015 ist es, die wichtigen Parameter Kundenzufriedenheit und Qualität genau zu kategorisieren, um sie künftig als nicht finanzielle Messgrößen im Konzern zu verankern.

Rein regeneratives Bier

Bier schmeckt kühl am besten. Zum Brauen braucht man aber Hitze. Und die Wärmeerzeugung geht ins Geld. Wer sein Sudhaus energieeffizient betreibt, kann kräftig sparen.

Die österreichische Brauerei Murau nutzt hierzu das EquiTherm System von KRONES und die Wärme des Biomasse-Heizkraftwerkes der Murauer Stadtwerke.

Innovation trifft Tradition

Die Brauerei Murau blickt auf eine mehr als 500-jährige Tradition zurück und ist seit 1910 eine Genossenschaft von rund 500 Wirten und Kaufleuten. Damit ist die Murau eGen die größte der insgesamt drei Genossenschaftsbrauereien Österreichs. Seit Ende April 2014 produziert die Brauerei ihr Bier zu 100 Prozent mit Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke GmbH. Hierfür setzt sie mit dem EquiTherm System innovative Brautechnik von KRONES ein.

Das Heizwerk sichert im Endausbau eine Wärmelieferung von 20 Millionen Kilowattstunden. Das Hackgut stammt aus Durchforstungsholz und Blockholzverarbeitung. Es wird ausschließlich von heimischen Forstbetrieben angeliefert.

Seit Ende April 2014 produziert die direkt an der Mur gelegene Genossenschaftsbrauerei mit einem Ausstoß von rund 280.000 Hektolitern ihr Bier zu 100 % mit Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke.

»Diese Energieschaukel wurde von KRONES zur Perfektion getrieben und es funktioniert so toll, dass jedes Technikerherz auflebt«, urteilt Stadtwerke-Direktor Kurt Woitischek über das Equitherm System von KRONES.

Bierbrauen ohne fossile Brennstoffe

Bis zu 700.000 Liter Heizöl im Jahr verbrauchte die Genossenschaftsbrauerei Murau früher zur Bierproduktion. Seit Ende April 2014 setzt die österreichische Brauerei mit einem jährlichen Ausstoß von rund 280.000 Hektolitern beim Brauen und Abfüllen des Gerstensaftes zu 100 Prozent auf Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke GmbH. Der Ölhahn bleibt seitdem zu. KRONES sorgte dafür, dass die regenerativ erzeugte und CO2 -neutrale Wärmeenergie auch im Sudhaus genutzt werden kann. Die Herausforderung bestand darin, den kompletten Brauvorgang auf Niedertemperatur-Prozesswärme, die das Biomasse-Heizkraftwerk liefert, umzustellen. EquiTherm macht's möglich.

EquiTherm spart nachhaltig Energie

Das EquiTherm System besteht aus den drei Bauteilen Würzekühler, Energiespeichertank und dem Maischgefäß ShakesBeer EcoPlus, die KRONES geschickt miteinander verbunden hat. Das im technischen Detail sehr komplizierte Gebilde funktioniert vereinfacht gesagt so: Der erhitzten Würze wird Energie, die nicht mehr benötigt wird, in Form von Heißwasser entzogen und im Energiespeicher zwischengelagert. Dadurch wird auch Energie für die Würzekühlung gespart. Bei Bedarf wird das Maischgefäß vom Energiespeicher mit heißem Wasser versorgt, um die Maische zu erhitzen. Mit der so geschaffenen »Energieschaukel«, also dem intelligenten Austausch von Wärmeenergie, spart die Brauerei Murau im Sudhaus bis zu 30 Prozent an thermischer und 20 Prozent an elektrischer Energie ein.

Insgesamt spart das Unternehmen durch die energietechnische Erneuerung der Brauerei etwa 210.000 Liter Heizöläquivalent pro Jahr. Ein guter Grund, ein kühles Bier zu genießen.

Abb. rechts:

»Die Wertschöpfung bleibt hier in der Region, die Wege werden kurz gehalten und der Konsument wird dies sehr wohlwollend zur Kenntnis nehmen«, ist Josef Rieberer (links), Geschäftsführer der Brauerei Murau eGen, überzeugt.

100 % Wärme aus Biomasse
minus 30 % thermische Energie
minus 100 % fossile Brennstoffe
minus 20 % elektrische Energie

Energieeinsparung und Ressourceneffizienz sind Top-Themen bei unseren Kunden. Mit dem enviro Programm bieten wir Maschinen und Anlagen, die in allen Nachhaltigkeitskriterien branchenweit Standards setzen. Unser EquiTherm System trägt das enviro Siegel.

Doppelpack in Brasilien

Zwei komplett neue Brauereien mit einer Kapazität von jeweils sechs Millionen Hektolitern Bier hat die Grupo Petrópolis in Betrieb genommen. Die zweitgrößte Brauereigruppe Brasiliens setzte hierfür voll auf das Rundum-Sorglos-Paket von KRONES. So kann Petrópolis den rasanten Wachstumskurs ungehindert fortsetzen.

Kontinuierliches Wachstum

Gegründet in der Provinz Petrópolis, einer ländlichen Region im Bundesstaat Rio de Janeiro, zählt die Grupo Petrópolis zu den aufstrebenden Unternehmen am Zuckerhut. Mit zwölf Prozent Marktanteil und einem Ausstoß von 16 Millionen Hektolitern pro Jahr schaffte es die Privatbrauerei vom Getränke-Großhändler zu einem Big-Player auf dem brasilianischen Bier-Markt. In den sechs Werken der Petrópolis-Gruppe arbeiten mehr als 22.000 Menschen. KRONES begleitet seit 2001 als Lieferant den Aufstieg des Unternehmens.

Alles aus bester Hand

Petrópolis errichtete 2013 und 2014 zwei neue Braustätten mit je zwei Abfüllanlagen und einer Kapazität von jeweils sechs Millionen Hektolitern. KRONES setzte beide Projekte komplett um; von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Die Produktionsstätte in Salvador de Bahia nahm Ende Juli 2013 nach rund einjähriger Bauzeit ihren Betrieb auf. In der zweiten Brauerei, 750 Kilometer weiter nördlich in Itapissuma bei Recife im Bundesstaat Pernambuco, wurde der erste Sud Anfang April 2014 gebraut. »Unsere Partnerschaft mit KRONES besteht schon viele Jahre, und wir entscheiden uns immer wieder neu für KRONES wegen der Innovationskraft und der Effizienz der Maschinen«, erklärt Walter Faria, Besitzer von Petrópolis, die enge Zusammenarbeit mit KRONES. »Darüber hinaus ist ein guter After-Sales-Service für uns entscheidend.«

Top-Technologie in allen Bereichen

Die Prozessbereiche der beiden Standorte wurden mit den modernsten Steinecker Lösungen zur Bierherstellung ausgestattet. Im Kaltbereich verbaute KRONES ausschließlich Evoguard Ventiltechnik für hygienische Prozessanwendungen. Jede Brauerei erhielt eine Mehrwegglas-Linie für 62.000 Flaschen pro Stunde mit einem vereinbarten Mindest-Wirkungsgrad von 90 Prozent. Ebenfalls läuft in jeder der beiden Braustätten eine Dosenlinie für 128.000 Dosen pro Stunde mit einem Mindest-Wirkungsgrad von 92 Prozent.

Wichtig war für Petrópolis bei beiden Linien, dass der Energie- und Wasserverbrauch sowie der Einsatz von Hilfs- und Betriebsstoffen auf niedrigem Niveau gehalten und die Umrüstzeiten optimiert werden. »Wir sind sehr zufrieden mit dem Ressourcenverbrauch und der Effizienz der KRONES Abfüllanlagen. Unsere Wirkungsgrade liegen alle im Bereich der weltweiten Benchmarks«, sagt Walter Faria. Kein Wunder also, dass Petrópolis inzwischen 15 Abfülllinien von KRONES installiert hat.

12 Mio. Hektoliter Kapazität
62.000 Flaschen pro Stunde
128.000 Dosen pro Stunde
90 % Mindest-Wirkungsgrad

Die Biernachfrage in Brasilien steigt stetig (Angaben in Milliarden Litern)

* erwartetes Wachstum

(Quelle: Euromonitor 2014)

Der ideale Füller

Während Getränke meist problemlos in ihre Verpackung rauschen, ist die Abfüllung von Marmelade, Soßen und Milchprodukten, die oft auch Stücke enthalten, sehr knifflig. Auf der drinktec 2013 stellte KRONES den Kolbendosierer Viscofill erstmals vor. Das jüngste Mitglied unserer Füllerfamilie ist speziell auf die Bedürfnisse der Lebensmittelindustrie zugeschnitten. Er ist flexibel einsetzbar und meistert jede Herausforderung. Diese Eigenschaften haben auch die Freiburger Schwarzwaldmilch GmbH überzeugt.

Flexibler Alleskönner

Viskose, also zähflüssige Lebensmittel, in die Verpackung zu bringen, ist eine schwierige Aufgabe. Denn sie bilden beim Abfüllen Fäden oder hartnäckige Tropfen. Diese Herausforderung meistert der Viscofill. Er füllt viskose Lebensmittel präzise und schonend ab und garantiert höchste Hygiene- und Produktsicherheit. Die Freiburger Schwarzwaldmilch GmbH hat den Viscofill bereits im Einsatz.

Der Genossenschaftsbetrieb verarbeitet täglich 600.000 Liter Milch und füllt auf einer der insgesamt sechs Produktionslinien Milch, Naturjoghurt, Fruchtjoghurt, Kakao und Sahne in Mehrwegglas ab. Und das in je drei verschiedenen Glasgrößen. »Wir haben nach einem Hersteller gesucht, der das alles mit einem einzigen Füller abdecken kann«, blickt Schwarzwaldmilch-Molkereimeister Andreas Haberstroh zurück. Nicht zuletzt aufgrund seiner außerordentlich hohen Flexibilität fiel die Wahl auf den KRONES Viscofill.

Viel Leistung auf wenig Raum

Ein weiteres Kaufargument für die Freiburger war, dass der innovative Füller kompakt gebaut ist und wenig Platz einnimmt. Und die Schwarzwaldmilch GmbH hat die Investition nicht bereut. »Der neue Füller läuft ruhiger als der alte und gewährleistet eine größere Produktsicherheit. Insgesamt macht der Viscofill einfach mehr Spaß. Wo früher viele Handgriffe nötig waren, gehen wir heute nur noch ins Bedienmenü und wählen die Parameter aus, die wir brauchen«, sagt Haberstroh zufrieden. Ein weiterer Pluspunkt der Viscofill Baureihe: Die Reinigung bei Sortenwechsel und nach Produktionsende erledigt der Füller automatisch. Dem Personal bleibt mehr Zeit für die wesentlichen Aufgaben im Betrieb. Denn Arbeit gibt es in dem wachstumsstarken Traditionsbetrieb genug.

»Der Viscofill macht einfach Spaß«, findet Molkermeister Andreas Haberstroh.

Viscofill arbeitet mit einem Kolben, der das Füllgut aktiv fördert. Der Füllvorgang ist dabei in zwei Schritte unterteilt. Zuerst wird die richtige Menge abgemessen, dann bewegt sich der Kolben zurück und schiebt das Füllgut aus.

Verarbeitung von drei verschiedenen Milchqualitäten: Biomilch, Weidemilch und konventionelle Milch.

Flexible Einsatzmöglichkeiten
Höchste Hygiene - und Produktsicherheit
Einfache und schnelle Bedienung
Vollautomatische Reinigung
Kompakte, platzsparende Bauweise
Die Schwarzwaldmilch GmbH Genossenschaftlicher Betrieb der Schwarzwälder Milchbauern
100 Prozent Anteilseigner aus der umliegenden Region
84 Jahre alte Traditionsmolkerei
300 Mitarbeiter
Starke Fokussierung auf regionale und saisonale Produkte
Deutschlandweiter Vertrieb
National führend bei laktosefreier Frischmilch, Platz zwei bei Bio-Frischmilch

Forschung und Entwicklung (F&E)

F&E mit schlagkräftiger neuer Organisation
Industrie 4.0 eröffnet neue Chancen
Alle Innovationen steigern den Nutzen für unsere Kunden

KRONES hat 2014 den Bereich Forschung und Entwicklung neu organisiert. Die Mitarbeiter des Zentralbereichs fokussieren sich in erster Linie auf Forschung und Vorentwicklung bis zur Prototypenreife sowie grundlegende Technologien und segmentübergreifende Automatisierungslösungen. Kern der Aktivitäten abseits des Zentralbereichs ist die eigentliche Entwicklung von speziellen Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen für die einzelnen Segmente des Unternehmens. Insgesamt trägt die neue Organisation dazu bei, dass die knapp 2.000 Mitarbeiter noch effizienter und zielgerichteter an Innovationen für unsere Kunden arbeiten können.

Zudem stärkt unser professionelles Innovationsmanagement, mit unternehmensweiten Ideenwettbewerben und bereichsübergreifenden Entwicklermessen, die Innovationskraft von KRONES. Die Anzahl der erteilten Patente stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent auf 3.730. KRONES nimmt damit eine Spitzenposition unter den deutschen Maschinenbauern ein.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten 149 Mio. € (Vorjahr: 132 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Das entspricht 5,0 % des Umsatzes.

Industrie 40 birgt Chancen - Nachhaltigkeitsprogramm enviro stark verankert

Strategisches Ziel von KRONES ist, die Möglichkeiten des »Industrial Internet« - in Deutschland besser bekannt als Industrie 4.0 - zu nutzen. Hierfür entwickeln wir das Produktportfolio weiter und entwerfen neue Geschäftsmodelle. Industrie 4.0 wird aufgrund der umfassenden Datenerhebung und -analyse die vorausschauende Störungserkennung und Fehlerbehebung signifikant verbessern und im Ergebnis werden Stillstand- und Ausfallzeiten deutlich verkürzt. Ebenso wird die Flexibilität der Maschinen und Anlagen positiv beeinflusst, die Umstellung einer Anlage auf ein neues Getränk oder Flaschenformat kann somit deutlich beschleunigt werden. Erste Lösungen hierfür bieten wir schon heute mit Line X Press und Format X Press.

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms enviro reduzieren wir weiter die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und sorgen für einen noch ressourcenschonenderen Einsatz beim Kunden.

Alle diese Maßnahmen führen insgesamt dazu, dass wir unseren Kunden noch wirtschaftlichere Lösungen anbieten können.

Anlagen werden an spezielle Kundenbedürfnisse angepasst

Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt legt KRONES darauf, den Kunden für die regional unterschiedlichen Anforderungen kostengünstige und zuverlässige Maschinen und Anlagen bereitzustellen. Beispiel hierfür ist der ErgoBloc L, den wir inzwischen mehr als 80 mal verkauft haben. Auf der kompakten Anlage werden PET-Behälter hergestellt, etikettiert, abgefüllt und verschlossen. Die erfolgreiche Modellreihe erweitern wir nun um eine Einstiegsvariante, die den Anforderungen von Kunden in Schwellenländern Rechnung trägt.

Direktbedruckung von Behältern gewinnt an Bedeutung

Die Markteinführung der Exponate der letztjährigen drinktec, auf der KRONES erneut seine Technologieführerschaft unter Beweis stellen konnte, prägte das F&E-Jahr 2014 mit. Dafür steht beispielhaft die neue DecoType: eine Maschine zur Direktbedruckung von Behältern aus Glas und Kunststoff. Im vergangenen Jahr wurde die erste Maschine bei einem Kunden installiert, der sie nun in der Praxis testet.

Darüber hinaus hat sich KRONES durch die Beteiligung an der TILL GmbH, einem Technologieunternehmen für Direktdruck, in diesem Bereich verstärkt. Gemeinsam treiben wir die Entwicklung im Direktdruck voran, um künftig Maschinen für unterschiedliche Anforderungen in allen Leistungsbereichen anbieten zu können.

Ausgewählte Innovationen

Auf den folgenden Seiten stellen wir Maschinen und Anlagen vor, die beispielhaft für erfolgreiche Innovationen stehen und den Nutzen für unsere Kunden steigern.

Füllventil - Double Fill

Die Getränkevielfalt nimmt rasant zu, das Füllventil Double Filling Valve sorgt für die notwendige Flexibilität bei der Abfüllung. Aufgrund verlässlicher Durchflussmesstechnik garantiert es höchste Dosiergenauigkeit modularer Getränke, unabhängig von Viskosität und Zusammensetzung. Beispiel: Bei der Abfüllung von Fruchtsäften mit Partikeln führt das neue Füllventil den Saft- und den Fruchtanteil des Getränks auf getrennten Wegen. So lassen sich die beiden Komponenten beim Erhitzen separat behandeln und anschließend in der Aseptikanlage zusammen abfüllen. Dieses Verfahren bietet erhebliche Vorteile. Ein wesentlicher Pluspunkt ist, dass beide Produktbestandteile in nur einem Füllventil verarbeitet werden können. Darüber hinaus können auch Aromakomponenten über das Ventil zugefügt werden.

Sleevematic Inline TS

Vor allem in der Region Asien/Pazifik und China wächst der Konsum von Milch- und Milchmischgetränken sowie RTD (Ready to drink)-Getränken, also zum Beispiel trinkfertig abgepackter Tee, stark. Im Gleichschritt legt auch die Nachfrage nach Sleeve-Etiketten, also Schlauchfolien, die auf Behälter aufgeschrumpft werden und lichtempfindliche Produkte schützen, zu. Mit der neuen Sleevematic Inline TS von KRONES können die Kunden ihre Behälter deutlich wirtschaftlicher etikettieren. Die Maschine stattet bis zu 50.000 Behälter pro Stunde mit Sleeves aus. Diese Leistung war bislang nur mit zwei Aggregaten erreichbar. Mit der Sleevematic Inline TS spart sich der Kunde also ein Aggregat. Zudem beschleunigt sie die Etikettierung erheblich. Denn anders als bei der bisherigen Sleevematic, die zum Schneiden der Sleeves einen Stop-and-Go-Betrieb des Folienantriebs benötigt, wird der Schlauch mittels einer Vorperforierung auf die entsprechende Länge gebracht.

Contiroll ED

Mit dem neuen Contiroll ED Aggregat für Rundumetiketten von der Rolle haben wir ein weiteres Modul für Etikettiermaschinen unserer Ergo-Baureihe entwickelt. Contiroll ED ist einfach aufgebaut, gut zugänglich und ergonomisch optimiert. Darüber hinaus profitiert der Kunde von niedrigen Verbrauchs- und Betriebskosten. Der Energiebedarf des Leimwerks und der Leimverbrauch sind niedriger als bei vergleichbaren Maschinen. Kurze Umrüstzeiten tragen ebenfalls zum wirtschaftlichen Betrieb bei.

Linearer Vollflascheninspektor FBI

Ein modularer Baukasten bildet die Basis für die neue Generation von Leer- (EBI) und Vollflascheninspektoren (FBI) von KRONES. Die Maschinen in Geradläuferausführung sind kostengünstig und bieten Abfüllern optimale Produktsicherheit. Die Linatronic FBI für die Vollflascheninspektion entdeckt selbst kleinste Fremdkörper und entfernt betroffene Behälter aus der Produktion. Für die Inspektion unterschiedlicher Flaschengrößen werden keine speziellen Garniturenteile benötigt. Deshalb sind Formatwechsel schnell durchführbar. Kunden bleiben nach dem Kauf des KRONES Vollflascheninspektors flexibel, weil zusätzliche Module für künftigen Inspektionsbedarf nachrüstbar sind.

Hydronomic

Für KRONES beginnt die Getränkeherstellung bereits am Brunnen. Mit den verschiedenen Ausführungen der Membran-Wasseraufbereitungsanlage Hydronomic bietet KRONES ein breites Programm für die Aufbereitung von Wasser an. Die Anlage ist modular aufgebaut und, abhängig von der erforderlichen Wasserqualität des Abfüllbetriebs, beliebig konfigurierbar. Aufgrund der Modulbauweise kann die Kapazität der Hydronomic verändert werden, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen. Die Anlage ist vom Brunnen bis zum Produkttank durchgängig mit Heißwasser entkeimbar. Auf Chemie kann insgesamt weitgehend verzichtet werden. Gemeinsam mit der innovativen Verfahrenstechnik erhöht dies die Lebensdauer der Membrane und senkt die Betriebskosten. Bei der Konstruktion der Anlage haben wir darüber hinaus darauf geachtet, dass sie leicht zugänglich und wartungsfreundlich ist.

Varioline

Um neue Funktionen hat KRONES die Verpackungsstraße Varioline erweitert. Die KRONES Varioline kombiniert verschiedene Einzelmodule nach individuellen Kundenanforderungen zu einer kompakten Verpackungsstraße. Sie ist auf eine Leistung von bis zu 52.000 Behältern pro Stunde ausgelegt. Geringer Platzbedarf, kurze Umstellungszeiten und hohe Funktionssicherheit machen die Varioline zur attraktiven All-in-One-Lösung für alle Verpackungstrends. Diese Lösung schätzen vor allem Kunden, wie zum Beispiel die nordamerikanischen »Craft Brewer«, die bei ihren Kunden mit individuellen Verpackungskonzepten punkten wollen.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft wächst 2014 um 3,3 %
Stabile Inlandskonjunktur
Gute Bedingungen für Anbieter von Abfüll- und Verpackungstechnik

Internationale Krisenherde bremsen Wachstumstempo

Der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft lief 2014 nicht auf Hochtouren.

Die globale Wirtschaft ist 2014 weniger stark gewachsen, als die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu Jahresanfang erwartet hatten. Geopolitische Krisen wie in der Ukraine und in Nahost bremsten das Wachstum der Weltwirtschaft ebenso wie die unerwartet schlechte Konjunkturentwicklung in Japan, Europa und einigen Schwellenländern. Unterm Strich wuchs die Weltwirtschaft 2014 um 3,3 %. Die ursprüngliche Wachstumsprognose des IWF lag bei 3,7 %.

Positiv wirkte sich aus, dass die weltweit größte Volkswirtschaft, also die USA, im Laufe des vergangenen Jahres an Fahrt gewonnen hat. Niedrige Energiepreise unterstützten die US-Konjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 % zu. Damit wuchs die US-Wirtschaft wesentlich stärker als andere Industrieländer. Laut IWF expandierte die Wirtschaft in den Industrieländern 2014 um insgesamt 1,8 %. Unterdurchschnittlich entwickelte sich das BIP im Euro-Raum (+ 0,8 %) und in Japan (+ 0,1 %). Während Teile der Euro-Zone noch unter den Auswirkungen der Finanzkrise litten, verdarb in Japan eine Mehrwertsteuererhöhung den Konsumenten die Kauflust.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern verlangsamte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auf 4,4 % (Vorjahr: 4,7 %). Verantwortlich hierfür war neben den schwer gebeutelten Volkswirtschaften Russland und Brasilien das schwächere Wachstum in China. Mit 7,4 % wuchs das chinesische BIP 2014 nicht so stark wie im Vorjahr (7,8 %).

Wirtschaft in Deutschland legt um 1,6 % zu

Die heimische Wirtschaft ist 2014 deutlich stärker gewachsen als im Vorjahr. Um 1,6 % verbesserte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. 2013 hatte es nur zu einem Miniwachstum von 0,1 % gereicht. Den größten Wachstumsbeitrag lieferten 2014 die privaten Verbraucher, die aufgrund der relativ guten Lage auf dem Arbeitsmarkt fleißig konsumierten. Trotz der zahlreichen Krisenherde investierten Unternehmen 2014 mehr, was dem Wirtschaftswachstum ebenfalls zugute kam. Auch anziehende Exporte trugen dazu bei, dass sich die deutsche Wirtschaft 2014 angesichts der schwierigen globalen Bedingungen insgesamt wacker schlug.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Destatis

Deutsche Maschinenbauproduktion legt leicht zu

Mit großen Hoffnungen startete der VDMA (Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ins Jahr 2014. Nach einem schwachen Vorjahr sollte die Branche wieder besser in Gang kommen und die Produktion um 3 % steigen, so die VDMA-Prognose. Doch der Bestelleingang entwickelte sich im ersten Halbjahr 2014 schwächer als erwartet. Darüber hinaus belastete der Einbruch der russischen Wirtschaft etliche Maschinenbauer hierzulande. Dem VDMA blieb im Juli 2014 nichts anderes übrig, als die Wachstumsprognose auf 1 % zu reduzieren. Laut vorläufiger Zahlen ist der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % gestiegen.

Besser entwickelt als die gesamte Branche hat sich 2014 der Bereich Nahrungsmittel-und Verpackungsmaschinen. In diesem Fachzweig des VDMA legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4 % zu.

Der Markt für Verpackungsmaschinen

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2013 laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Volumen von 30,3 Mrd. €. Zahlen für 2014 lagen zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht vor, doch der Markt dürfte weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. Rund 20 % des gesamten Umsatzes mit Verpackungsmaschinen entfallen auf die Getränkeindustrie, mit der KRONES 2014 rund 90,4 % des Konzernumsatzes erwirtschaftete.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Quelle: VDMA, Schätzung für 2013

Megatrends treiben Marktwachstum an

Megatrends treiben die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen. Langfristig wächst der Markt um 5 bis 7 % pro Jahr.

KRONES ist grundsätzlich in einem attraktiven, langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Wir rechnen damit, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen langfristig durchschnittlich um 5 bis 7 % pro Jahr wächst. Als Wachstumstreiber erweisen sich mehrere Megatrends.

Zum einen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Weltbevölkerung stetig steigen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Zum anderen entkommen in den stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen der Armut. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird sich allein in der Region Asien/Pazifik die Mittelschicht im Vergleich zu 2009 bis 2020 um rund 1,2 Mrd. Menschen erhöhen. Weltweit dürfte die Mittelschicht in diesem Zeitraum um 1,4 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen dieser Bevölkerungsschicht nimmt auch deren Konsum zu.

Die Mittelschicht wächst (Angabe in Millionen Menschen)

Viele Menschen aus den Schwellenländern klettern in den kommenden Jahren die Wohlstandsleiter hoch in die Mittelschicht.

* Der Begriff »Mittelschicht« beinhaltet Menschen, die zwischen 10 und 100 US-Dollar pro Tag verdienen oder ausgeben (bezogen auf die Kaufkraft von 2005)

Quelle: Brooking Institution 2012

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach verpackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung. Während in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika bereits heute viele Menschen in Städten wohnen, schreitet die Urbanisierung in Afrika und Asien mit großen Schritten voran. Dort strömen zunehmend mehr Menschen in die Städte und passen sich der dortigen Lebensform und dem Konsumverhalten an.

»Craft Brewer« - ein wachstumsstarker Nischenmarkt

Vor rund 30 Jahren war die Anzahl der Brauereien in den USA sehr überschaubar. Dies hat sich dramatisch geändert. 2013 gab es mehr als 2.800 US-Brauereien. Verantwortlich für das gigantische Wachstum sind alleine die »Craft Brewer«.

Anzahl der »Craft Brewer« in den USA wächst rasant

»Craft Beer« ist reine Handarbeit

Der globale Bierkonsum nimmt langsamer zu als der gesamte Verbrauch verpackter Getränke. Grund hierfür ist, dass in vielen Industriestaaten die Nachfrage nach dem Gerstensaft gesättigt ist. Mit »Craft Beer« gibt es aber eine Nische, die unabhängig vom Gesamtmarkt kräftig wächst. Zu dieser Kategorie zählen Biere von kleineren, konzernunabhängigen Brauereien, die ihre Produkte handwerklich (englisch: craft) herstellen.

Eine international einheitlich gültige Definition von »Craft Brewer« gibt es nicht. In den USA zählt eine Brauerei mit einer Jahresproduktion von weniger als sieben Millionen Hektolitern als klein und wird als »Craft Brewer« eingestuft. Solche Dimensionen erreichen nur wenige deutsche Großbrauereien. Die »Craft Brewer« selbst verstehen sich als Brauer, die großen Wert auf die Rohstoffe legen und Spezialbiere anbieten, die sich in Stil und Geschmacksrichtung vom Mainstream unterscheiden.

Die USA sind das Geburtsland von »Craft Beer«

Wie viele andere Trends hat auch »Craft Beer« seinen Ursprung in den USA. Als Folge eines massiven Verdrängungswettbewerbs gaben Anfang der 80er-Jahre eine Handvoll Großbrauereien den Ton an. Die Konzerne kredenzten den Verbrauchern überwiegend leichte, schwach gehopfte Biere. Kreativen Brauern war das zu wenig. Sie setzten sich zum Ziel, Konsumenten Bierkultur und Geschmacksvielfalt wieder näherzubringen. Die anfangs kleine Craft-Brewer-Szene breitete sich zunehmend aus.

2013 zählte die US Brewers Association unter den insgesamt 2.822 Brauereien des Landes 2.768 »Craft Brewer«. Auf sie entfielen fast 8 % der gesamten US-Bierproduktion 2013. Der Umsatzanteil der meist höherpreisigen Biere betrug rund 14 %. Beeindruckend ist das Wachstumstempo der amerikanischen »Craft Brewer«. Während der gesamte US-Bierabsatz 2013 um 1,9 % schrumpfte, verkauften sie um 17,2 % mehr Bier als im Vorjahr.

US-Bierabsatz 2013

Quelle: www.brewersassociation.org/category/insights/

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2011 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen

Europa und Asien sind die größten Märkte für Verpackungsmaschinen

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen in den Schwellenländern überdurchschnittlich gewachsen. Daran dürfte sich künftig nichts ändern und Asien wird Europa auf absehbare Zeit als größten Einzelmarkt ablösen.

Weltmarkt Verpackungsmaschinen 2013 nach Regionen

Quelle: Schätzung VDMA, September 2014

Nachfrage nach abgefüllten Getränken legt stetig zu

Fast unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nimmt die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken kontinuierlich zu. 2014 stieg der weltweite Konsum abgepackter Getränke gemäß vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf rund 1.075 Mrd. Liter. Das Wachstum dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen, denn der Durst der steigenden Weltbevölkerung muss auch in Zukunft gestillt werden. Euromonitor erwartet, dass der globale Konsum verpackter Getränke von 2014 bis 2017 im Durchschnitt um jährlich 3,6 % auf rund 1.194 Mrd. Liter klettert.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2014 (in Mrd. Litern)

2014: 1.074,9 Mrd. Liter (Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen)

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Seit 2014 erfasst die Statistik von Euromonitor auch in Plastikbeutel abgefülltes Wasser. Deshalb hat das Volumen des Wassermarktes zugenommen.

Bei abgepackten Getränken ist Wasser weltweit der Durstlöscher Nummer eins. 2014 tranken die Menschen gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor insgesamt 305 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Dies entspricht 28,4 % am gesamten Konsum verpackter Getränke. Wasser ist aber nicht nur ein großer, sondern auch ein sehr wachstumsstarker Teil des Getränkemarktes. Dies liegt zum einen daran, dass in den Schwellenländern die Nachfrage nach sauberem, verpacktem Wasser stark anzieht. Zum anderen greifen die Menschen in den Industrieländern immer öfter zur Wasserflasche, weil sie gesünder leben wollen. Unterm Strich dürfte der Konsum von abgepacktem Wasser von 2014 bis 2017 durchschnittlich um 6,1 % pro Jahr steigen.

250,5 Mrd. Liter abgefüllte alkoholische Getränke nahm die Weltbevölkerung 2014 zu sich (Anteil am Gesamtkonsum: 23,3 %). Diese Getränkeart umfasst neben Bier, das einen Anteil von rund 80 % hat, auch Wein und Spirituosen. Mit erwarteten jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 2,1 % nimmt die Nachfrage nach alkoholischen Getränken unterproportional zum Gesamtmarkt zu. Die Chinesen leisten einen wesentlichen Beitrag, dass die Nachfrage nach alkoholischen Getränken überhaupt wächst. Denn während in vielen Industrieländern der Bierverzehr mehr oder weniger stagniert, boomt der Biermarkt in China.

Bierkonsum und Anzahl Mikrobrauereien in Europa (EU 28)

Quelle: The Brewers of Europe

Craft Brewer breiten sich in Europa aus

Als Vorreiter der europäischen Craft Beer-Bewegung gilt Dänemark. Im Jahr 2000 gab es dort 19 Brauereien, 2014 bereits 150. Dies bestätigt zwei gegenläufige Trends, die in Europa zu beobachten sind: Während der Bierkonsum in den vergangenen Jahren gesunken ist, hat die Anzahl der Brauereien zugenommen. Ursache hierfür ist der starke Zuwachs von Mikrobrauereien, die zumindest teilweise klassische »Craft Brewer« sind. Gemäß den Zahlen der europäischen Branchenvereinigung »The Brewers of Europe« gab es Ende 2013 in der Europäischen Union insgesamt 3.616 Mikrobrauereien. Fünf Jahre davor waren es lediglich 1.755.

Deutschland ist traditionell von kleinen und mittelständischen Brauereien geprägt. Die Anzahl der unterschiedlichen Bierstile und Geschmacksrichtungen halten Branchenkenner aber für noch relativ begrenzt. Unterm Strich steht die Craft Beer-Bewegung hierzulande erst am Anfang.

KRONES hat für kleine Brauereien das passende Equipment

Kleine Brauereien setzen auf Vielfalt und bieten verschiedene Bierspezialitäten in geringen Mengen an. Sie benötigen Brautechnik, die häufige Sortenwechsel und unterschiedliche Produktionsmengen problemlos bewältigen. Mit der CombiCube-Produktfamilie hat KRONES seine in Großbrauereien bewährte Hochleistungstechnik den speziellen Anforderungen von »Craft Brewern« angepasst.

Das kompakte Sudhaus CombiCube B eignet sich ideal für Spezialitäten-Brauereien mit einer Produktion von bis zu 250.000 Hektolitern im Jahr. Auch für den Gär- und Filterkeller von Kleinbrauereien hat KRONES die passende Technik. Das Gärkellersystem CombiCube C bietet Brauereien, die verschiedene Biersorten mit unterschiedlichen Ausstoßmengen verarbeiten, die beste Lösung. Stark variierbar und auf große Sortenvielfalt ausgelegt ist die Leistung der Bierfilteranlage CombiCube F von KRONES.

Das drittgrößte Marktsegment sind kohlensäurehaltige Softdrinks. Im vergangenen Jahr stillten die Menschen ihren Durst mit 216,7 Mrd. Litern Cola, Limonaden und Ähnlichem. Der Anteil der Softdrinks am Gesamtmarkt (2014: 20,2 %) ist seit Jahren rückläufig. Ursache hierfür ist das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten, was zulasten zuckerhaltiger Softdrinks geht. Die Marktforscher von Euromonitor gehen davon aus, dass der Konsum von abgepackten Softdrinks bis 2017 mit durchschnittlich 1,4 % im Jahr weiter unterproportional wächst.

Weltweit verzehrten die Menschen vergangenes Jahr 161,3 Mrd. Liter (Anteil am Gesamtkonsum: 15,0 %) abgepackte Milch- und Milchmixgetränke. Dieser Markt wächst durchschnittlich um 2,4 %. Pure Milch bildet zwar das größte Segment (Anteil: 80 %) innerhalb dieser Getränkeart, beim Wachstum dominieren aber die gemischten Produkte. Während die Nachfrage nach purer Milch künftig nur unterproportional zum Getränkemarkt wachsen dürfte, erwartet Euromonitor beim Konsum von Milchmixgetränken mit Fruchtgeschmack Steigerungsraten von 6,8 % und bei Trinkjoghurt von 6,3 %.

Überproportional wächst die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften (Anteil 2014: 7,1 %) sowie nach sogenannten New Drinks (Anteil 2014: 6,0 %). Dies ist der Sammelbegriff für trinkfertigen Tee und Kaffee sowie Energie- und Sportgetränke. Bis 2017 soll der Konsum von New Drinks um durchschnittlich 6,2 % pro Jahr klettern. Hauptgrund hierfür ist die rasant wachsende Nachfrage nach trinkfertigem, abgepacktem Tee in Asien. Mit erwarteten jährlichen durchschnittlichen Steigerungsraten von 4,1 % dürfte der Verzehr von abgepackten Frucht- und Obstsäften in den kommenden Jahren nicht ganz so kräftig zulegen.

Starkes Wachstum in den Schwellenländern

Da sich die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung und zunehmende Mittelschicht sowie die Urbanisierung - hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern abspielen, wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesen Regionen überproportional. Deshalb dürften sich die regionalen Anteile am globalen Konsum abgefüllter Getränke künftig insgesamt weiter in Richtung China, Asien/Pazifik und Afrika/Mittlerer Osten verschieben. In all diesen Regionen ist KRONES sehr gut aufgestellt.

Verpackte Getränke

In den Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach verpackten Getränken stark.

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Anteil am globalen Konsum 2014 2017 durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter % Mrd. Liter % 2014 - 2017
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 188,5 17,5 189,5 15,9 0,2
China 179,9 16,7 220,2 18,4 7,0
Asien/Pazifik 169,9 15,8 198,7 16,6 5,4
Südamerika 160,1 14,9 175,8 14,7 3,2
Westeuropa 139,4 13,0 144,4 12,1 1,2
Afrika/Mittlerer Osten 99,2 9,2 122,8 10,3 7,4
Russland/GUS/Osteuropa 84,5 7,9 89,5 7,5 1,9
Mitteleuropa 53,4 5,0 53,3 4,5 - 0,1
Global 1.074,9 100,0 1.194,2 100,0 3,6

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Verpackungen aus PET dominieren den globalen Getränkemarkt

Der Anteil der verschiedenen Verpackungsmaterialien am Gesamtmarkt lässt sich grundsätzlich auf zwei Arten ermitteln. Als Basis kann das abgefüllte Getränkevolumen oder die Anzahl der abgefüllten Einheiten, also Behälter, herangezogen werden. KRONES hat bislang an dieser Stelle stets das abgefüllte Getränkevolumen verwendet. In anderen kapitalmarktorientierten Schaubildern nehmen wir hingegen Bezug auf die abgefüllten Einheiten. Um einheitlich zu kommunizieren, wollen wir künftig auch im Geschäftsbericht auf abgefüllte Einheiten umstellen.

Dieses Mal stellen wir beide Verfahren dar und erläutern kurz die unterschiedlichen Ergebnisse. Eines vorweg: Unabhängig von der Wahl der Basis ist PET (Polyethylenterephthalat) das führende Verpackungsmaterial und wächst überproportional. Dies liegt hauptsächlich daran, dass mit Wasser das beliebteste Getränk zum größten Teil in PET-Behälter abgefüllt wird und der Wasserkonsum neben New Drinks am stärksten steigt.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2014 (Basis: abgefülltes Getränkevolumen)

Rund 42 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens fließt in Verpackungen aus PET - Tendenz steigend.

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

2014 flossen auf Basis vorläufiger Zahlen von Euromonitor 42,3 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens in Verpackungen aus PET. Damit setzte sich der Trend zu den leichten, bruchsicheren und vielseitig gestaltbaren Getränkebehältern fort. Daran dürfte sich in den kommenden Jahren nichts ändern, denn das PET-Segment wächst mit dem zunehmenden Wasserkonsum überproportional. Die Marktforscher von Euromonitor rechnen damit, dass das in PET abgefüllte Getränkevolumen von 2014 bis 2017 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 4,3 % zunimmt.

Bei Glas, mit einem Anteil von 21,3 % am global verpackten Getränkevolumen und somit 2014 das zweithäufigste Verpackungsmaterial, rechnet Euromonitor hingegen nur mit einer jährlichen Steigerungsrate von durchschnittlich 1,8 %. In Glasflaschen fließen überwiegend alkoholische Getränke, bei denen die Nachfrage unterproportional zum gesamten Getränkekonsum zulegt.

In Dosen aus Metall werden häufig kohlensäurehaltige Softdrinks und Bier abgefüllt; also Getränkearten, deren Konsum ebenfalls nur unterdurchschnittlich wächst. Der Dosenanteil am gesamten Verpackungsmarkt lag 2014 bei 11,0 %. Von 2014 bis 2017 soll das Getränkevolumen, das in Dosen fließt, um durchschnittlich jährlich 2,6 % ansteigen.

Frucht- und Obstsäfte sowie Milch- und Milchmixgetränke werden oft in Kartonverpackungen abgefüllt. Bei anderen Getränkearten spielt dieses Verpackungsmaterial kaum eine Rolle. Insgesamt wurden vergangenes Jahr 9,6 % des kompletten abgefüllten Getränkevolumens in Karton abgepackt. Die Wachstumserwartungen liegen bis 2017 bei durchschnittlich 3,1 % im Jahr.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2014 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Die Anzahl von PET-Getränkeverpackungen steigt stark.

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Analysiert man den Anteil der verschiedenen Verpackungsmaterialien auf Basis der abgefüllten Einheiten, verschieben sich die Gewichte zulasten von PET stark in Richtung Dosen und Glas. Dies lässt sich hauptsächlich folgendermaßen erklären: Vor allem Bier und kohlensäurehaltige Softdrinks, also oft in Dosen und Glas abgefüllte Getränke, werden überwiegend in volumenmäßig kleineren Verpackungen angeboten als zum Beispiel Wasser, das meist in größere PET-Behälter verpackt wird. Die gleiche Menge Wasser fließt also in weniger Behälter als Bier und Softdrinks.

Auch wenn der PET-Anteil an den gesamten Getränkeverpackungen 2014 mit 31,3 % deutlich niedriger lag als bei der Volumenbetrachtung (42,3 %), war der Kunststoff auch auf dieser Basis das führende Verpackungsmaterial. Daran dürfte sich künftig nichts ändern. Im Gegenteil: Während Euromonitor bis 2017 bei der Gesamtzahl aller abgefüllten Getränkebehälter mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 3,6 % rechnet, liegt die Erwartung für das PET-Segment bei 4,9 %.

Gemäß den vorläufigen Zahlen von Euromonitor waren im vergangenen Jahr 27,0 % aller Getränkeverpackungen aus Glas. Mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,1 % sind die Wachstumsaussichten aber im Vergleich zum Gesamtmarkt nur unterdurchschnittlich.

Ähnlich sieht es beim dritthäufigsten Verpackungsmaterial Dosen aus. 2014 handelte es sich bei 18,5 % aller abgefüllten Getränkeverpackungen um Metalldosen. Das Verpackungsmaterial dürfte laut Euromonitor in den kommenden Jahren bei den abgepackten Einheiten auf Zuwachsraten von durchschnittlich 2,6 % pro Jahr kommen.

Kräftiger soll laut Euromonitor die Nachfrage nach Kartonverpackungen zulegen. Karton profitiert von der stark wachsenden Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften und Milchmixgetränken. Bis 2017 dürfte die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 4,9 % pro Jahr steigen. 2014 bestanden 11,3 % aller abgefüllten Getränkeverpackungen aus Karton.

KRONES in Zahlen

KRONES setzt profitables Wachstum fort
Sehr solide Kapital- und Finanzstruktur
Aktionäre sollen eine Dividende von 1,25 € je Aktie erhalten

KRONES hat 2014 alle Prognosen für wichtige Finanzkennzahlen erreicht bzw. übertroffen

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Prognose für 2014 Ist-Wert 2014
Umsatzwachstum + 4 % + 4,9 %
EBT-Marge um 6,2 % 6,5 %
ROCE (passivisch) > 16,0 % 16,4 %

Umsatz von KRONES steigt 2014 um 4,9 %

Die Märkte, auf denen KRONES tätig ist, sind 2014 insgesamt gewachsen. Trotz des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds war die Investitionsbereitschaft der Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie zufriedenstellend. Als Anbieter innovativer Produkte und Dienstleistungen konnten wir davon profitieren und den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % von 2.815,7 Mio. € auf 2.953,4 Mio. € steigern. Das Wachstumsziel für 2014 von plus 4 % hat KRONES damit übertroffen.

Positiv wirkte sich aus, dass das Unternehmen eine komplette Produktpalette anbietet und international breit aufgestellt ist. Vorübergehende Nachfrageschwankungen bei einzelnen Produkten sowie in einzelnen Regionen konnten wir gut ausgleichen. Zum Wachstum 2014 trug sowohl das Neumaschinen- als auch das Servicegeschäft bei. Überproportional verbesserte sich der Umsatz, den KRONES im vergangenen Jahr in den Emerging Markets erwirtschaftete.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

KRONES setzte 2014 den Wachstumskurs fort.

Umsatz nach Segmenten

Anteil am KRONES Konzernumsatz

Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz betrug im Berichtsjahr 84,4 %.

In unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« stieg der Umsatz 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 % von 2.330,3 Mio. € auf 2.492,7 Mio. € an. Damit betrug der Anteil des Segments am Konzernumsatz 84,4 % (Vorjahr: 82,8 %).

Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« erzielte KRONES im Berichtsjahr einen im Vergleich zu 2013 um 7,6 % niedrigeren Umsatz von 358,7 Mio. € (Vorjahr: 388,2 Mio. €). Der Anteil am Konzernumsatz ging auf 12,1 % (Vorjahr: 13,8 %) zurück.

Um 4,9 % von 97,2 Mio. € im Vorjahr auf 102,0 Mio. € verbesserte sich der Umsatz im Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)«. Zum Konzernumsatz von KRONES steuerte das kleinste Segment 3,5 % (Vorjahr: 3,4 %) bei.

Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 96 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 146/147.

KRONES mit international ausgewogener Umsatzverteilung

In den Emerging Markets erwirtschaftete KRONES 60,4 % des Konzernumsatzes 2014.

2013 hatte das inländische Geschäft von KRONES stark angezogen. Wie erwartet konnten wir 2014 das sehr hohe Vorjahresniveau nicht ganz erreichen. Mit 282,1 Mio. € gingen die Erlöse auf dem Heimatmarkt um 3,5 % zurück. Der Anteil des inländischen Umsatzes am Konzernumsatz verringerte sich von 10,4 % im Vorjahr auf 9,6 %.

Obwohl die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa 2014 herausfordernd war, konnte KRONES sein Geschäft in der Region ausweiten. Insgesamt stieg der europäische Umsatz (ohne Deutschland) im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 % auf 810,3 Mio. €. Die höchste Steigerungsrate (+ 80,2 %) erreichten wir in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande). In Osteuropa erholten sich die Geschäfte vom schwachen Vorjahr. Der Umsatz legte dort um 18,0 % zu. Trotz des starken Wachstums im Vorjahr ging der Umsatz im großen westeuropäischen Markt 2014 nur um 1,9 % zurück. Von den Problemen in der Region Russland/GUS wurden die Geschäfte von KRONES 2014 kaum beeinflusst (Umsatz: - 1,3 %). Der Anteil des gesamten europäischen Umsatzes (ohne Deutschland) am Konzernumsatz kletterte 2014 von 26,1 % im Vorjahr auf 27,4 %.

Regionale Umsatzverteilung des KRONES Konzerns

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Anteil am Konzernumsatz 31.12.2014 31.12.2013 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 282,1 9,6 292,4 10,4 - 3,5
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 163,3 5,5 90,6 3,2 + 80,2
Westeuropa 450,8 15,2 459,3 16,4 - 1,9
Osteuropa 87,7 3,0 74,3 2,6 + 18,0
Russland, Zentralasien (GUS) 108,5 3,7 109,9 3,9 - 1,3
Mittlerer Osten/Afrika 422,8 14,3 454,1 16,1 - 6,9
Asien/Pazifik 532,7 18,0 378,6 13,4 + 40,7
China 258,6 8,8 246,8 8,8 + 4,8
Nord- und Mittelamerika 274,0 9,3 331,1 11,8 - 17,2
Südamerika/Mexiko 372,9 12,6 378,6 13,4 - 1,5
Gesamt 2.953,4 100,0 2.815,7 100,0 + 4,9

In der Region Mittlerer Osten/Afrika belebten sich die Geschäfte im vierten Quartal deutlich. Das hohe Umsatzminus der ersten neun Monaten 2014 (minus 22,6 %) hat KRONES aber nicht mehr ganz aufgeholt. Unterm Strich unterschritten die Erlöse mit 422,8 Mio. € im Gesamtjahr 2014 den hohen Vorjahreswert um 6,9 %.

Nach deutlichen rückläufigen Umsätzen im Vorjahr stabilisierten sich 2014 die Geschäfte von KRONES in China. Der Umsatz verbesserte sich im Vergleich zu 2013 um 4,8 % auf 258,6 Mio. €. Stark gewachsen ist KRONES im übrigen asiatisch/pazifischen Raum. Ein Teil des Umsatzanstiegs von 40,7 % auf 532,7 Mio. € ist auf die hohe Nachfrage in Japan zurückzuführen.

Verschlechtert haben sich die Erlöse von KRONES auf dem amerikanischen Kontinent. Während sich der Umsatzrückgang in Südamerika/Mexiko mit minus 1,5 % auf 372,9 Mio. € in Grenzen hielt, schrumpften die Erlöse in Nord- und Mittelamerika um 17,2 % auf 274,0 Mio. €. Ein Grund hierfür ist, dass die großen US-Getränkekonzerne stark in den Schwellenländern investieren und die heimischen Kapazitäten nur zögerlich modernisieren. Wir rechnen aber damit, dass sich das Geschäft in Nord- und Mittelamerika 2015 spürbar belebt.

Unterm Strich erwirtschaftete KRONES 2014 in den Emerging Markets 60,4 % (Vorjahr: 58,2 %) des Konzernumsatzes. 39,6 % (Vorjahr: 41,8 %) zum Gesamtumsatz trugen die reifen Märkte (Deutschland, West- und Mitteleuropa, Nord- und Mittelamerika) bei.

Umsatz mit Brauereien geht auf übliches Niveau zurück

Kräftig angezogen hat 2014 der Umsatz von KRONES mit Unternehmen, die alkoholfreie Getränke wie Wasser, Softdrinks und Säfte produzieren und verarbeiten.

Um 28,7 % von 1.284,4 Mio. € im Vorjahr auf 1.653,2 Mio. € legten die Erlöse mit dieser Kundengruppe zu. Ihr Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 56,0 % (Vorjahr: 45,6 %).

Der Umsatz mit Herstellern alkoholischer Getränke verringerte sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 % auf 1.017,2 Mio. €. Zu berücksichtigen ist dabei, dass 2013 internationale Brauereien Produkte der Prozesstechnik sowie der Abfüll- und Verpackungstechnik von KRONES außergewöhnlich stark nachgefragt hatten. 2014 normalisierte sich die Nachfrage lediglich. Der Anteil am Konzernumsatz, den KRONES mit Herstellern alkoholischer Getränke erwirtschaftete, betrug im Berichtsjahr 34,4 % (Vorjahr: 46,0 %).

Mit Kunden aus dem Non-Beverage-Bereich (Food, Chemie, Pharma, Kosmetik) erzielte KRONES 2014 einen im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 % höheren Umsatz von 283,0 Mio. €. Damit trägt unsere Strategie Früchte, verstärkt Maschinen und Anlagen für Kunden außerhalb der Getränkeindustrie anzubieten. Der Anteil des Non-Beverage-Bereichs am Konzernumsatz legte 2014 auf 9,6 % (Vorjahr: 8,4 %) zu.

Umsatz nach Branchen KRONES Konzern

Auftragseingang und Auftragsbestand

Auftragseingang steigt mit 8,2 % stärker als der Umsatz

Der Auftragseingang von KRONES überschritt 2014 erstmals die Marke von 3 Mrd. €.

Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES legte 2014 weiter zu. Aufgrund sehr hoher Bestellungen im vierten Quartal stieg der Auftragseingang im Gesamtjahr stark an. Mit 3.040,0 Mio. € übertraf der Wert der Bestellungen 2014 das Vorjahresniveau von 2.808,8 Mio. € um 8,2 %. Erwartet hatten wir, dass der Auftragseingang in etwa gleich stark wächst wie der Umsatz.

Beschleunigt hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Nachfrage in unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«. In der »Prozesstechnik« verringerte sich der Auftragseingang wie erwartet. Am stärksten zogen die Bestellungen des KRONES Konzerns in Asien/Pazifik und in Mitteleuropa an.

Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

Auftragsbestand weiter angewachsen

Ende Dezember 2014 hatte KRONES Aufträge im Wert von 1.079,1 Mio. € in den Büchern. Damit überstieg der Auftragsbestand den Wert des Vorjahres (992,4 Mio. €) um 8,7 %. Das komfortable Auftragspolster erhöht die Planungssicherheit des Unternehmens und ist eine solide Basis für weiteres Umsatzwachstum.

Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Ertragslage des KRONES Konzerns

Profitabilität von KRONES steigt

KRONES startete in das Geschäftsjahr 2014 mit dem Ziel, die Profitabilität des Unternehmens weiter zu steigern. Auf wettbewerbsintensiven Märkten, die keinen Rückenwind von den Preisen zuließen, erreichten wir dieses Ziel. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 % von 169,7 Mio. € auf 191,8 Mio. €. Zwei gegenläufige Einmaleffekte sind im EBT enthalten: Im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich belastete die Restrukturierung der KOSME Italien das Ergebnis. In etwa gleicher Höhe wirkte sich positiv aus, dass wir die Rückstellung für abgeschlossene Rechtsstreitigkeiten in den USA ertragswirksam auflösen konnten.

EBT KRONES Konzern in Mio. €

Um 13,1 % auf 191,8 Mio. € legte das Ergebnis vor Steuern 2014 zu.

Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, erhöhte KRONES 2014 von 6,0 % im Vorjahr auf 6,5 %. Damit haben wir die Prognose von »um 6,2 %« übertroffen und uns dem mittelfristigen Margenziel von 7,0 % weiter angenähert. Ausschlaggebend hierfür waren Maßnahmen des Strategieprogramms Value, mit denen wir die Effizienz des Unternehmens verbesserten.

Konzernergebnis KRONES in Mio. €

Weil sich die Steuerquote von KRONES 2014 auf 29,3 % (Vorjahr: 29,6 %) leicht verringerte, legte das Konzernergebnis im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr mit plus 13,6 % auf 135,7 Mio. € ein wenig stärker zu als das Ergebnis vor Steuern. Das Ergebnis je Aktie stieg von 3,84 € im Vorjahr auf 4,30 €.

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Von 3,84 € im Vorjahr auf 4,30 € verbesserte sich das Ergebnis je Aktie 2014.

KRONES will für 2014 eine Dividende von 1,25 € je Aktie zahlen

Um die Anteilseigner angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 1,25 € je Aktie vorschlagen. Die geplante Ausschüttung befindet sich mit 29 % des Konzerngewinns am oberen Rand des Zielkorridors.

Im Vorjahr erhielten die Aktionäre neben einer »Regeldividende« von 1,00 € eine zusätzliche »Sonderausschüttung« von 1,00 € je Aktie, mit der KRONES die Anteilseigner am Erlös aus dem Verkauf der eigenen Aktien beteiligte. Damit will KRONES die »Regeldividende« 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 25 % erhöhen.

Ertragsstruktur des KRONES Konzerns

Material- und Personalaufwand sind nahezu proportional zur Gesamtleistung gestiegen.

KRONES baute 2014 das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr weiter aus. Während der Umsatz um 4,9 % auf 2.953,4 Mio. € stieg, legte die Gesamtleistung des Unternehmens um 4,8 % auf 2.930,0 Mio. € zu. Die Ertragskraft konnte ebenfalls wie geplant gesteigert werden.

Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr weniger stark als die Gesamtleistung. Mit 1.440,8 Mio. € gab KRONES 2014 um 4,6 % mehr für Material und bezogene Leistungen aus als 2013. Folglich verringerte sich 2014 die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, leicht von 49,3 % im Vorjahr auf 49,2 %.

Der Personalaufwand legte im Berichtszeitraum trotz Tariferhöhungen nur leicht überproportional zum Geschäftsvolumen zu. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % auf 853,3 Mio. €. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, kletterte von 29,0 % im Vorjahr auf 29,1 %.

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in Mio. € 2014 2013 Veränd.
Umsatzerlöse 2.953,4 2.815,7 + 4,9 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse - 23,4 - 18,6 + 25,8 %
Gesamtleistung 2.930,0 2.797,1 + 4,8 %
Materialaufwand - 1.440,8 - 1.377,8 + 4,6 %
Personalaufwand - 853,3 - 810,7 + 5,3 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen - 359,7 - 351,1 + 2,4 %
EBITDA 276,3 257,6 + 7,3 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 91,2 - 84,8 + 7,5 %
EBIT 185,1 172,8 + 7,1 %
Finanzergebnis + 6,7 - 3,1 -
EBT 191,8 169,7 + 13,1 %
Ertragsteuern - 56,2 - 50,2 + 11,9 %
Konzernergebnis 135,7 119,4 + 13,6 %

Mit 7,5 % auf 91,2 Mio. € kletterten 2014 die Abschreibungen auf das Anlagevermögen überproportional zum Geschäftsvolumen. Hier schlagen sich die hohen Investitionen der vergangenen Jahre nieder. Die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen auf das Anlagevermögen im Verhältnis zum Umsatz, erhöhte sich leicht auf 3,1 % (Vorjahr: 3,0 %).

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen stieg im Geschäftsjahr 2014 geringfügig um 2,4 % von minus 351,1 Mio. € im Vorjahr auf minus 359,7 Mio. €. Neben höheren sonstigen betrieblichen Erträgen machte sich auch der unterproportionale Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen positiv bemerkbar.

EBITDA KRONES Konzern in Mio. €

KRONES hat 2014 alle operativen Ergebnisgrößen verbessert.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 172,8 Mio. € im Vorjahr auf 185,1 Mio. €. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 um 9,8 Mio. € auf plus 6,7 Mio. €. Neben einem deutlich besseren Zinsergebnis von 5,0 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) ist dies auch auf die Abschreibung der Beteiligung an der klug GmbH von rund 5 Mio. € im Vorjahr zurückzuführen. Inklusive des Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 191,8 Mio. €, das 13,1 % über dem Vorjahreswert von 169,7 Mio. € liegt. Daraus errechnet sich eine EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, von 6,5 % gegenüber dem Vorjahreswert von 6,0 %.

Die Steuerquote ging im Berichtszeitraum leicht auf 29,3 % zurück (Vorjahr: 29,6 %), so dass KRONES unterm Strich 2014 ein Ergebnis nach Steuern von 135,7 Mio. € (Vorjahr: 119,4 Mio. €) erzielte.

EBIT KRONES Konzern in Mio. €

Kapitalflussrechnung

Weitere Informationen siehe ausführliche S. 144

KRONES hat 2014 den Free Cashflow um 85,1 Mio. € auf 152,1 Mio. € gesteigert.

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in Mio.€ 2014 2013
Ergebnis vor Steuern 191,8 169,7
zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge + 137,2 + 126,4
Veränderung Working Capital - 38,9 - 85,4
Sonstiges (hauptsächlich Ertragsteuern) - 41,3 - 36,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 248,8 174,6
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 94,6 - 108,1
Sonstiges - 2,1 + 0,5
Free Cashflow 152,1 67,0
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 63,2 + 50,0
wechselkursbedingte Veränderung der Finanzmittel + 7,4 - 10,0
konsolidierungskreisbedingte Veränderungen der Finanzmittel + 0,2 0
Gesamte Änderung der Liquidität + 96,5 + 107,0
Liquidität am Ende des Jahres 336,4 239,9

KRONES verbesserte den operativen Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) im Berichtsjahr von 174,6 Mio. € im Vorjahr auf 248,8 Mio. €. Verantwortlich für den deutlichen Anstieg war neben dem um 22,2 Mio. € höheren Ergebnis ein geringerer Aufbau von Working Capital, also betriebsnotwendigem Kapital. Dies verminderte den operativen Cashflow 2014 nur um 38,9 Mio. € (Vorjahr: 85,4 Mio. €). Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz kletterte leicht von 24,2 % im Vorjahr auf 24,6 %. Damit sind wir in der Nähe unserer Zielgröße für 2014 für diese Kennzahl von 24 %. Damit sind die Hauptziele unseres Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES weiter gestärkt.

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit KRONES Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz KRONES Konzern in Prozent (Durchschnitt der 4 Quartale)

Die Investitionen in Relation zu den Abschreibungen haben sich vom 1,3-Fachen auf das 1,0-Fache verringert.

Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen insgesamt 94,6 Mio. € (Vorjahr: 108,1 Mio. €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Sowohl die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (40,2 Mio. €) als auch in Sachanlagen (54,4 Mio. €) waren 2014 planmäßig gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Im Berichtsjahr investierte KRONES verstärkt in Informationstechnologie und die Optimierung von Prozessen. Die Investitionen des jeweiligen Segments sind in der Segmentberichterstattung (Seite 96 - 100) ersichtlich. Den Free Cashflow, also den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss liquider Mittel, verbesserte das Unternehmen 2014 deutlich im Vergleich zum Vorjahr um 85,1 Mio. € auf 152,1 Mio. €.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

Bei der Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit macht sich die außerordentlich hohe Dividendenzahlung bemerkbar. 2014 schüttete das Unternehmen 63,2 Mio. € an die Aktionäre (Vorjahr: 23,7 Mio. €) aus. Unterm Strich betrug die Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit minus 63,2 Mio. € nach einem Plus von 50,0 Mio. € im Vorjahr. 2013 flossen KRONES aus dem Verkauf eigener Aktien 73,7 Mio. € zu - der Grund für die »Sonderdividende« im Jahr 2014. Wechselkursbedingte Veränderungen erhöhten die Liquidität 2014 aufgrund der Kursentwicklung der lokalen Währungen bei den Tochtergesellschaften um 7,4 Mio. € (Vorjahr: minus 10,0 Mio. €). Insgesamt stiegen die liquiden Mittel von KRONES im vergangenen Jahr um 96,5 Mio. € auf 336,4 Mio. €.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Vermögens- und Kapitalstruktur

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S.142 bis 143

KRONES verfügte Ende 2014 über ein komfortables Liquiditätspolster und hat keine Bankschulden. Das gibt dem Unternehmen die erforderliche finanzielle Flexibilität.

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in Mio. € zum 31. Dezember 2014 2013 2012
Langfristige Vermögenswerte 672 642 625
davon Anlagevermögen 624 605 587
Kurzfristige Vermögenswerte 1.756 1.596 1.445
davon Zahlungsmittel 336 240 133
Eigenkapital 989 954 798
Fremdkapital 1.439 1.284 1.272
langfristige Verpflichtungen 275 213 193
kurzfristige Verpflichtungen 1.164 1.071 1.079
Bilanzsumme 2.428 2.238 2.070

Die Bilanzsumme von KRONES kletterte aufgrund des größeren Geschäftsvolumens zum 31. Dezember 2014 gegenüber dem Wert vom Jahresende 2013 um 8,5 % auf 2.427,5 Mio. €.

Langfristige Vermögenswerte standen mit 672,0 Mio. € in der Bilanz (Vorjahr: 641,8 Mio. €). Das Anlagevermögen stieg um 3,2 % auf 624,2 Mio. € (Vorjahr: 605,1 Mio. €). Der Großteil hiervon entfällt auf Sachanlagen, die zum 31. Dezember 2014 mit 479,2 Mio. € um 0,9 % höher waren als im Vorjahr. Die immateriellen Vermögenswerte von KRONES, bei denen es sich im Wesentlichen um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, stiegen um 15,1 Mio. € von 128,2 Mio. € im Vorjahr auf 143,3 Mio. €.

Ende 2014 lagen die kurzfristigen Vermögenswerte des Unternehmens mit 1.755,5 Mio. € um 10,0 % über dem Vorjahreswert von 1.596,3 Mio. €. Der Grund hierfür war hauptsächlich, dass 2014 die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, also die liquiden Mittel, im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des erwirtschafteten freien Cashflows um 96,6 Mio. € auf 336,4 Mio. € angewachsen sind. Zudem erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 80,7 Mio. € auf 691,7 Mio. € und die Vorräte um 9,0 Mio. € auf 650,0 Mio. €.

Auf der Passivseite legten die langfristigen Schulden von KRONES im Berichtsjahr deutlich auf 274,9 Mio. € (31. Dezember 2013: 213,2 Mio. €) zu. Ausschlaggebend hierfür war der starke Anstieg der Rückstellungen für Pensionen von 145,9 Mio. € auf 211,3 Mio. €. Dieser wurde durch den erheblichen Rückgang des Abzinsungsfaktors und des damit verbundenen Anstiegs des Barwerts der Pensionsverpflichtungen verursacht. Ende 2014 hatte KRONES keine langfristigen Bankschulden.

Die kurzfristigen Schulden kletterten im Berichtszeitraum gegenüber 2013 von 1.070,7 Mio. € auf 1.164,1 Mio. €. Hierfür waren gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie höhere erhaltene Anzahlungen verantwortlich. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten hatte KRONES Ende 2014 ebenfalls keine. Damit verfügte KRONES unter dem Strich am Bilanzstichtag 2014 über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von 336,4 Mio. € (Vorjahr: 239,9 Mio. €). Zudem bestehen im Konzern nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 283 Mio. € (Vorjahr: 240 Mio. €). Des Weiteren steht eine Reservelinie (Back-up-Fazilität) von 250 Mio. € zur Verfügung.

Das Eigenkapital stieg 2014 trotz des positiven Konzernergebnisses von 135,7 Mio. € nur um 34,3 Mio. € auf 988,5 Mio. €. Die Bilanzposition wurde vor allem durch die erfolgsneutrale Bewertungsänderung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 45,9 Mio. € negativ beeinflusst. Ende 2014 lag die Eigenkapitalquote bei 40,7 % (Vorjahr: 42,6 %). KRONES kann somit weiterhin eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur ausweisen.

Kapitalrendite (ROCE) liegt bei 16,4 % - Ziel erreicht

KRONES hat mit einem ROCE von 16,4 % das gesteckte Ziel für 2014 von mehr als 16 % erreicht.

2014 war der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, zwar leicht rückläufig. Er verringerte sich von 16,7 % im Vorjahr auf 16,4 %. Dennoch haben wir das ROCE-Ziel für 2014 von »> 16,0 %« erreicht. Für den leichten Rückgang des ROCE war vor allem der im Vergleich zum EBIT überproportionale Anstieg des gebundenen Kapitals ausschlaggebend.

ROCE KRONES Konzern in Prozent

Bericht aus den Segmenten

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Segmentumsatz

Das Kernsegment von KRONES hat 2014 wesentlich zum Konzernwachstum beigetragen.

Wie prognostiziert stieg der Umsatz im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« 2014 überproportional zum Konzernerlös. Der Segmentumsatz legte um 7,0 % von 2.330,3 Mio. € im Vorjahr auf 2.492,7 Mio. € zu. Zum Wachstum beigetragen haben Produktinnovationen, die wir unseren Kunden beispielsweise in der Füll- und Etikettiertechnik im Berichtszeitraum anbieten konnten. Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz wuchs 2014 von 82,8 % im Vorjahr auf 84,4 %.

Segmentumsatz in Mio. €/Prozent

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Weiter verbessert hat sich das Ergebnis des größten Segments 2014. Um 10,7 % von 174,5 Mio. € im Vorjahr auf 193,2 Mio. € kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT). Im EBT enthalten ist ein positiver einmaliger Ertrag von rund 5 Mio. €, den wir 2014 durch die Auflösung der Rückstellung für abgeschlossene US-Rechtsstreitigkeiten realisierten. Die EBT-Marge, also das Segmentergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, stieg 2014 von 7,5 % im Vorjahr auf 7,7 %.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Segmentumsatz

Während der Umsatz in der Prozesstechnik 2014 unter dem hohen Vorjahresniveau lag, verbesserte sich das Segmentergebnis wie geplant.

Trotz eines guten vierten Quartals konnte KRONES im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« den hohen Umsatzrückstand (- 25,4 %) aus den ersten neun Monaten 2014 gegenüber dem Vorjahr nicht mehr komplett aufholen. Im Gesamtjahr verringerte sich der Segmentumsatz im Vergleich zu 2013 um 7,6 % von 388,2 Mio. € auf 358,7 Mio. €. Unser Ziel, beim Umsatz 2014 an das sehr hohe Vorjahresniveau heranzureichen, haben wir damit nicht ganz geschafft. Zum Konzernumsatz steuerte das Segment 12,1 % (Vorjahr: 13,8 %) bei.

Segmentumsatz in Mio. €/Prozent

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Aufgrund der Erfolge des Value-Programms ist die Ertragskraft des Segments 2014 trotz rückläufiger Umsätze gestiegen und KRONES erzielte wie geplant ein positives Segmentergebnis. Wir haben das Projektmanagement in der Prozesstechnik verbessert und das Servicegeschäft ausgebaut. Unterm Strich legte das Ergebnis vor Steuern von minus 2,5 Mio. € im Vorjahr auf plus 3,3 Mio. € zu. Dies entspricht einer EBT-Marge von 0,9 % (Vorjahr: minus 0,6 %).

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)

Segmentumsatz

Im kleinsten Unternehmenssegment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« kam es wegen der Neuordnung des italienischen Standortes Roverbella 2014 streikbedingt zu vorübergehenden Produktionsausfällen. Dennoch erhöhte sich der Segmentumsatz im Berichtszeitraum um 4,9 % von 97,2 Mio. € im Vorjahr auf 102,0 Mio. € aufgrund der gestiegenen Nachfrage. Der Anteil am Konzernumsatz betrug 3,5 % (Vorjahr: 3,4 %).

Segmentumsatz in Mio. €/Prozent

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

KOSME erwirtschaftete 2014 ein operativ ausgeglichenes Ergebnis.

Für die Ausgaben wegen der Restrukturierung des Standortes Roverbella sind für KRONES 2014 Aufwendungen von rund 5 Mio. € angefallen, die das Segmentergebnis belasteten. Deshalb schrieb KOSME 2014 rote Zahlen. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich von minus 2,3 Mio. € im Vorjahr auf minus 4,7 Mio. €. Das operative Ergebnis von KOSME, also bereinigt um diesen Aufwand, war 2014 aber wie erwartet ausgeglichen.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Mitarbeiter

KRONES Belegschaft wächst um 2,8 %

KRONES stockte in den Emerging Markets die Belegschaft um knapp 10 % auf. Aber auch im Inland stieg die Mitarbeiterzahl aufgrund von Zukäufen und Neugründungen deutlich.

Mit attraktiven Ausbildungsangeboten will KRONES dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegentreten.

Um nachhaltig profitabel wachsen zu können sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist das Ziel von KRONES, kontinuierlich die Qualität sowie die Performance der Mitarbeiter zu steigern. Dazu beitragen wird der Mitarbeiteraufbau, der überwiegend im Ausland erfolgen wird.

Mitarbeiter nach Regionen

Ende 2014 beschäftigte das Unternehmen weltweit 12.624 Mitarbeiter nach 12.285 im Vorjahr. Da KRONES mehr Mitarbeiter in der Nähe der internationalen Kunden vor Ort haben will, ist der Ausbau der internationalen Belegschaft ein strategisches Unternehmensziel. 2014 stieg der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter zum Ende des Berichtszeitraums allerdings nur leicht von 25,9 % auf 26,0 %. Dies hat zwei Gründe: Im Inland wuchs die Belegschaft aufgrund der Übernahmen TILL und HST sowie den Neugründungen von EVOGUARD und SYSKRON stark an. Im Ausland kletterte die Zahl der KRONES Mitarbeiter zwar von 3.187 auf 3.280. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass sich die Mitarbeiterzahl von KOSME Italien im 2014 aufgrund der Kapazitätsanpassung um gut 100 Beschäftigte verringerte.

Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2010 - 2014

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Jahr Südamerika Afrika Asien GUS/Osteuropa China Gesamt
2010 384 193 159 92 202 1.030
2011 406 225 198 109 258 1.196
2012 438 285 293 121 298 1.435
2013 485 339 400 132 325 1.681
2014 501 363 453 136 385 1.838

Im Zuge unserer Wachstums- und Regionalisierungsstrategie haben wir die Zahl der Mitarbeiter in den Emerging Markets im Berichtsjahr um 157 Personen auf 1.838 weiter aufgestockt. KRONES hat damit den Mitarbeiteraufbau 2014 wie geplant umsetzen können.

Auch die Qualität der Mitarbeiter steigt stetig. Hierfür bietet KRONES umfangreiche Schulungs- und Weiterbildungsprogramme an. Nahezu die komplette Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Knapp ein Viertel der Belegschaft sind Fachkaufleute, Techniker oder Meister. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium liegt bei 17,7 % nach 17,6 % im Vorjahr.

KRONES bildet eigene Nachwuchskräfte aus

Wegen der Überalterung der Gesellschaft in den entwickelten Ländern und dem Fachkräftemangel in Deutschland ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Personalpolitik, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen. Hierfür setzt KRONES auf eine gute Nachwuchsarbeit im eigenen Haus. Das Unternehmen bietet jungen motivierten Menschen die Möglichkeit, über eine Ausbildung, Praktikum oder Studienarbeit bei KRONES ins Berufsleben zu starten.

KRONES bietet eine attraktive und anspruchsvolle Ausbildung in verschiedenen Berufen und Bachelorstudiengängen an. Im Herbst 2014 starteten 150 Berufsanfänger ihre Ausbildung bei KRONES, zehn mehr als im Vorjahr. Insgesamt bildete KRONES Ende 2014 in Deutschland 536 junge Menschen aus. 78 davon absolvieren ein duales Studium und 100 eine »Profil 21«-Ausbildung. Neben dem Facharbeiterbrief haben die »Profil 21«-Leute innerhalb von 4,5 Jahren auch zusätzlich den staatlich geprüften Service-Techniker in der Tasche.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Um den Kontakt zu Hochschulabsolventen frühzeitig zu knüpfen, arbeitet KRONES intensiv mit Hochschulen zusammen. Das Unternehmen nimmt an Hochschulmessen teil und organisiert Veranstaltungen, auf denen Studenten über die verschiedenen Berufsbilder und Karrierechancen bei KRONES informiert werden.

Zudem werden schon während des Studiums angehende Ingenieure und Absolventen anderer Fachrichtungen an KRONES herangeführt. Im Berichtsjahr absolvierten 724 Studenten ein Praktikum und 288 schrieben ihre Master- oder Bachelorarbeit bei KRONES.

Praktikanten und Abschlussarbeiten KRONES

KRONES zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands

KRONES wird von den Mitarbeitern sehr positiv wahrgenommen und als Arbeitgeber weiterempfohlen.

Sowohl die Nachwuchskräfte als auch die Professionals mit Berufserfahrung schätzen an KRONES, dass das Unternehmen die Stabilität eines Familienunternehmens mit der Gestaltungskraft eines Markt- und Technologieführers vereint.

Dies belegt auch eine Studie, nach der KRONES zu den besten Arbeitgebern Deutschlands zählt. Dies ermittelte das Nachrichtenmagazin »Focus« in Zusammenarbeit mit Xing, dem führenden beruflichen Netzwerk im deutschsprachigen Raum sowie Kununu, dem größten deutschsprachigen Arbeitgeberbewertungsportal, auf Basis einer unabhängigen Datenerhebung.

Abgefragt wurde unter anderem, wie zufrieden Mitarbeiter mit dem Führungsverhalten ihrer Vorgesetzten, ihren beruflichen Perspektiven, dem Gehalt sowie dem Image ihres Arbeitgebers sind. Es wurde zudem die Weiterempfehlungsbereitschaft für den eigenen Arbeitgeber abgefragt. Im Branchenranking »Maschinen- und Anlagenbau, Multitechnologien« belegt die KRONES AG bundesweit Platz 18, in Bayern Platz 4.

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften

Nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich zu wirtschaften, ist schon seit jeher Teil der Unternehmensphilosophie von KRONES. Aufgrund der stabilen Aktionärsbasis, mit der Familie Kronseder Konsortium GbR als Großaktionär, kann das Unternehmen langfristige Ziele verfolgen. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte für das nachhaltige Denken und Handeln unserer Mitarbeiter verankert.

Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten gliedern wir in ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Für diese Bereiche erarbeiten wir konkrete Ziele und die dazugehörigen Maßnahmen, um unserer Verantwortung als Unternehmen gegenüber allen Interessengruppen gerecht zu werden.

2014 viele wichtige Maßnahmen umgesetzt

KRONES hat 2014 viele wichtige Nachhaltigkeitsthemen umgesetzt. Von oekom Research erhielt KRONES erneut ein »Prime«-Ranking.

Schwerpunkte waren 2014 die Themenfelder Compliance, Work-Life-Balance sowie Einsparung von Ressourcen. So wurde zeitgleich mit dem Aufbau des Ressorts Compliance eine breit aufgestellte Informationskampagne durchgeführt. Ein Baustein dabei war die für alle Mitarbeiter der deutschen Standorte verpflichtende Teilnahme am Compliance-Schulungsprogramm. Der Bereich Personal wiederum bot unseren Mitarbeitern zahlreiche Angebote zur Weiterentwicklung sowie Programme zur ausgewogenen Lebensgestaltung. Im Themenfeld Ökologie haben wir die Reduzierung der CO2 -Emissionen als wichtiges Ziel definiert. In den vergangenen Jahren konnte KRONES die CO2 -Emissionswerte deutlich verringern - trotz höherer Umsätze.

KRONES ist »Industry Leader«

Die KRONES Nachhaltigkeitsleistung wird regelmäßig von oekom Research, einer der weltweit führenden Ratingagenturen im Themenfeld Nachhaltigkeit, geprüft. 2014 wurde KRONES nun zum zweiten Mal in Folge mit »Prime« bewertet. KRONES weist damit eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Leistung im Bereich Corporate Social Responsibility auf und wird von oekom Research als »Industry Leader« in der Kategorie »Machinery« gelistet.

2015 wollen wir in allen Aufgabenbereichen unsere Nachhaltigkeitsleistung verbessern. Hierfür haben wir uns wieder ehrgeizige Ziele gesetzt und wollen diese mit den dafür notwendigen Maßnahmen erreichen. Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 zu verstehen. Innerhalb der drei Segmente des KRONES Konzerns bestehen aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte auch die gleichen Risiken und Chancen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES teilt Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanzielle Auswirkungen in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

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- Jahresplanung - Produktionsplanung
- Mittelfristplanung - Kapazitätsplanung
- Strategische Planung - Projektcontrolling
- Rollierende Prognoserechnung - Debitorenmanagement
- Monats- und Quartalsreports - Wechselkursabsicherungsgeschäfte
- Investitionsplanung - Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

KRONES teilt die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein.

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Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken niedrig niedrig
Branchenspezifische Risiken niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig
Währungsrisiko niedrig niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko mittel mittel
Beschaffungsrisiken mittel niedrig
Kostenrisiko niedrig mittel
Personalrisiko mittel niedrig
Rechtliche Risiken mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig niedrig

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine erneute Verschärfung der Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 711.719 542.315 97.716 27.242 28.510 15.936
31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 623.580 431.518 125.341 29.965 26.106 10.652

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch.

Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Cashflow 2015 Cashflow 2016 - 2019 Cashflow nach 2019 Cashflow nach 2019
Buchwert 31.12.2014 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 5.860 0 5.860 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 523 22 252 22 271 0 0
Diskontierte Kundenwechsel 21.720 0 12.021 0 9.699 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12.032 0 11.303 146 729 0 0
40.135 22 29.436 168 10.699 0 0

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in T€ Cashflow 2014 Cashflow 2015 - 2018 Cashflow nach 2018 Cashflow nach 2018
Buchwert 31.12.2013 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 437 0 437 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 987 13 525 13 462 0 0
Diskontierte Kundenwechsel 11.220 0 9.505 0 1.715 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.447 0 7.750 139 697 0 0
21.091 13 18.217 152 2.874 0 0

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2014 keine Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung AUD Währung GBP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 496 1.878 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 207 5.138 614 769
Sonstige Finanzforderungen 145 1 5 0
Derivate mit positiven Marktwerten 0 0 0 0
Ausleihungen 0 0 0 0
Summe Aktiva 848 7.017 619 769
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 4.147 - 263 - 245 - 129
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten - 10.773 - 345 0 - 11.353
Derivate mit negativen Marktwerten 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0
Summe Passiva - 14.920 - 608 - 245 - 11.482
Saldo Aktiva und Passiva - 14.072 6.409 374 - 10.713
Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Positionen 0 0 0 0
Netto-Exposure per 31.12.2014 - 14.072 6.409 374 - 10.713

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde im Ergebnis folgende Auswirkungen verursachen:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung AUD Währung GBP
(+) Fremdwährungsgewinn/(-) -aufwand in Höhe von T€ 1.279 - 583 - 34 1.642

Auswirkung des Währungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken in Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine schnelle und kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum könnte zu einem über unserer Prognose liegendem Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit wesentlichen positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Veränderungen im Vorstand der KRONES AG

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der KRONES AG, hat sich entsprechend den internen Regeln des Unternehmens entschlossen, seinen am 31.12.2015 endenden Vorstandsvertrag nicht zu verlängern. Hierüber hat er den Aufsichtsrat der KRONES AG informiert.

Volker Kronseder will auch künftig seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens leisten und weiterhin Verantwortung in der KRONES AG übernehmen. Er teilte dem Aufsichtsrat deshalb mit, dass er sich auf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 für die Wahl in den Aufsichtsrat der KRONES AG zur Verfügung stellt.

Der Aufsichtsrat ernannte Christoph Klenk mit Wirkung zum 01.01.2016 zum Vorstandsvorsitzenden der KRONES AG. Christoph Klenk ist seit 2003 Vorstandsmitglied und seit 2012 Finanzvorstand der KRONES AG. Als Nachfolger von Christoph Klenk im Amt des Finanzvorstands bestellte der Aufsichtsrat einen externen Kandidaten, der in einem internationalen Konzern seine Eignung erfolgreich bewiesen hat und über langjährige Erfahrung in der Verpackungsindustrie verfügt.

Der neue Finanzvorstand hat heute gegenüber dem Aufsichtsrat die Annahme der Bestellung erklärt. Name und Eintrittsdatum werden bekannt gegeben, sobald er mit seinem gegenwärtigen Arbeitgeber Einvernehmen über den Zeitpunkt seines Ausscheidens erzielt hat.

KRONES Tochter SYSKRON erwirbt Anbieter von SAP-Lösungen

Mit Wirkung zum 02.02.2015 hat die SYSKRON Holding GmbH, das im Bereich Intralogistik tätige Tochterunternehmen von KRONES, die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH komplett gekauft. Mit dem Erwerb von TRIACOS baute SYSKRON seine Kompetenz in der Beratung und Implementierung von SAP-Lösungen mit dem Schwerpunkt in der Produktions- und Intralogistik aus. Neben den eigenen Softwareprodukten kann SYSKRON nun auch SAP-Standardlösungen für die Getränkeindustrie anbieten. Die Integration von SAP-Softwarelösungen ist für die künftige Entwicklung von Geschäftsmodellen im Bereich »Industrie 4.0« wichtig.

Die TRIACOS GmbH mit Sitz in Altenstadt an der Waldnaab (Oberpfalz) erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 2 Mio. € und beschäftigt 22 SAP-Spezialisten, die schwerpunktmäßig Projekte für mittelständische Kunden in Deutschland realisieren. Der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

KRONES AG erwirbt SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH

Mit Wirkung zum 05.03.2015 hat die KRONES AG die SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH komplett erworben. Das Unternehmen fokussiert sich seit 2014 auf Ingenieurdienstleistungen und Service für Palettierlösungen für die Getränkeindustrie.

Prognosebericht

Weltwirtschaft soll 2015 um 3,5 % zulegen
Gute Bedingungen für Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen
KRONES will 2015 profitabel wachsen

Globale Konjunktur mit Licht und Schatten

Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind 2015 insgesamt gut.

Im »World Economic Outlook« vom Januar 2015 beurteilte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Weltwirtschaft weniger optimistisch als zuvor. Grund hierfür ist vor allem die Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern. Auch die schlechte Wirtschaftslage in Japan und im Euro-Raum bremsen die globale Konjunktur. Andererseits erhält die Weltwirtschaft vom niedrigen Ölpreis einen Wachstumsschub. Unterm Strich rechnet der IWF damit, dass die Weltwirtschaft 2015 um 3,5 % wächst. Im Oktober 2014 lag die Prognose noch bei 3,8 %.

Zur globalen Konjunkturlokomotive entwickeln sich zunehmend die USA. Günstige Öl- und Energiepreise pushen dort den Konsum. Darüber hinaus profitiert die weltweit größte Volkswirtschaft von niedrigen Zinsen. Der IWF erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % steigt. Weniger zuversichtlich ist der IWF für andere Industriestaaten. Japan traut der IWF trotz staatlicher Konjunkturprogramme und sehr expansiver Geldpolitik gerade mal eine BIP-Zuwachsrate von 0,6 % zu. In Europa gibt es noch eine Reihe ungelöster Probleme. Um 1,2 % soll das BIP laut IWF in der Euro-Zone zulegen. Für Deutschland erwarten die IWF-Experten mit 1,3 % einen nur geringfügig höheren BIP-Anstieg.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte sich das Wachstum 2015 ein wenig verlangsamen. Einige Öl exportierende Länder, vor allem Russland, leiden unter dem niedrigen Ölpreis. Negativ schlägt sich auch die nachlassende Wachstumsdynamik in China nieder. Das chinesische BIP wird laut IWF 2015 mit 6,8 % deutlich schwächer zulegen als in den Vorjahren. Die IWF-Wachstumsprognose für Indien liegt bei 6,3 %. Für die Region Mittlerer Osten/Afrika rechnen die Experten mit einem BIP-Anstieg von 3,3 %. Insgesamt prognostiziert der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer 2015 ein Wirtschaftswachstum von 4,3 % (Vorjahr: 4,4 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2015 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Niedrige Inflationsraten und gute Arbeitsmarktbedingungen

Als Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist KRONES mit seinen Produkten nah am Konsum. Deshalb beeinflussen die Arbeitslosenquote und die Inflation in den einzelnen Absatzregionen die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Eine niedrige Arbeitslosenquote wirkt sich auf den privaten Konsum und damit auch auf die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln positiv aus. Geringe Inflationsraten stützen die Kaufkraft der Konsumenten. Wir rechnen insgesamt damit, dass 2015 beide Faktoren keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben werden.

Nachfrage nach Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen steigt

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich das Wachstum der Branche 2015 im Vergleich zu 2014 beschleunigt. Die niedrigen Rohstoffpreise stimulieren die Weltwirtschaft und der schwache Euro hilft den deutschen Anbietern zusätzlich, so das Kalkül des VDMA. Risiken bergen dagegen die Russland/Ukraine-Krise sowie unzureichende Reformen in Europa. Insgesamt geht der VDMA davon aus, dass der Produktionswert der Branche 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2 % steigt. 2014 betrug das Produktionsplus 0,7 %.

Bei den einzelnen Fachzweigen erwartet der Verband teilweise starke Abweichungen von der Gesamtprognose. Die Nachfrage im für KRONES wichtigen Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen dürfte sich überdurchschnittlich verbessern.

Reale Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

Attraktiver Markt stimmt KRONES für 2015 verhalten optimistisch

Trotz vieler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht KRONES die Geschäftsaussichten für 2015 verhalten optimistisch. Der Verpackungsmaschinenmarkt wächst stärker und stabiler als die globale Wirtschaft. Denn die wichtigsten Wachstumstreiber sind nahezu konjunkturunabhängige Megatrends. Stetig wachsende Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen in den Emerging Markets vom Land in die Stadt führen zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Da sich darüber hinaus die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über innovative Verpackungslösungen von den Wettbewerbern abheben müssen, bleiben die Voraussetzungen für eine stabil wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES 2015 insgesamt gut.

Dies gilt insbesondere für die Emerging Markets in Asien und Afrika. Auch die Aussichten für den Mittleren Osten bleiben gut, so lange sich dort die Sicherheitslage nicht verschlechtert. Die Nachfrage in China dürfte 2015 weiter stabil bleiben.

In den etablierten Märkten erwarten wir vor allem in Nordamerika eine Belebung des Geschäfts. Der Umsatz in Europa sollte sich insgesamt auf einem guten Niveau entwickeln. Wenn sich die politische Lage im Russland-Ukraine-Konflikt nicht weiter verschärft, erwarten wir für die Region zwar 2015 eine rückläufige Geschäftsentwicklung, die wir jedoch auf Konzernebene kompensieren können.

KRONES will 2015 Ertragskraft weiter stärken

KRONES setzt auch 2015 auf die Value-Säulen Profitabilität, Wachstum, Innovation und Qualität.

KRONES will 2015 Umsatz, Ergebnis und ROCE steigern.

Von den Absatzpreisen für 2015 erwartet KRONES nur eine geringe Unterstützung. Daher bleiben Kostensenkungen, neue Produkte und Dienstleistungen sowie weitere Qualitätsverbesserungen wichtige Value-Themen, um profitabel zu wachsen und den nächsten Schritt in Richtung 7 % EBT-Marge zu machen.

Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« werden wir 2015 die Kostenstrukturen weiter verbessern und flexibilisieren sowie neue Umsatzpotenziale erschließen. KRONES wird im laufenden Geschäftsjahr mehr lokale Produkte anbieten, die auch lokal eingekauft werden. Parallel bauen wir unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center aus. So können wir unsere Kunden schnell mit unseren Dienstleistungen und Produkten bedienen und die Kundenbindung erhöhen. Vor allem in den Emerging Markets will KRONES seine starke Marktposition nutzen, um im profitablen After-Sales-Geschäft weiter zu wachsen. Hierfür wird KRONES 2015 das Personal in den jeweiligen Regionen mit qualifizierten Fachkräften weiter ausbauen.

Nach dem überproportional starken Wachstum im Vorjahr plant KRONES für das Kernsegment 2015 einen Umsatzanstieg von rund 4 %. Die Ertragskraft soll weiter in Richtung der EBT-Zielmarge von 8 % verbessert werden.

Im Segment »Prozesstechnik« wollen wir in allen Produktbereichen Fortschritte erzielen. Damit wir im attraktiven Markt für kleinere Projekte vorankommen, baut KRONES die lokalen Strukturen vor Ort weiter aus. Auch in diesem Segment wollen wir 2015 erste Produkte »lokalisiert« haben; also die Wertschöpfung vor Ort stärken. Ein wichtiger Bestandteil der KRONES Strategie ist die Intralogistik, die wir 2015 unter dem Dach der SYSKRON Holding erweitern wollen.

Bei einem steigenden Umsatz von rund 7 % erwarten wir, dass das Segment »Prozesstechnik« 2015 ein leicht positives Ergebnis erwirtschaftet. Um das mittelfristige Margenziel von 4 % zu erreichen, werden wir 2015 zusätzliche strukturelle Maßnahmen einleiten. KRONES wird die Kostenstrukturen und den Produktmix optimieren, damit das Segment im intensiver werdenden Wettbewerbsumfeld nachhaltig erfolgreich wirtschaften kann.

Im Segment für den unteren Leistungsbereich »KOSME« haben wir 2014 den Standort Roverbella neu aufgestellt. Wir erwarten, dass die Neuordnung 2015 greift. Bei einem stabilen Umsatz sollte das kleinste Segment aufgrund niedrigerer Kosten ein positives Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erwirtschaften. Auch die Optimierung des Produktportfolios, insbesondere die Stärkung der Etikettiertechnik am Standort Roverbella, ist ein wesentlicher Baustein für diese positive Entwicklung.

Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte erwarten wir für 2015 im Konzern ein Umsatzwachstum von 4 %.

Die Ertragskraft des Unternehmens soll im laufenden Jahr erneut steigen. So prognostiziert KRONES, dass 2015 die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, auf 6,8 % zulegen wird. Damit kommen wir unserem Ziel von 7 %, das wir uns bei der Auflage des Value-Programms mittelfristig gesetzt haben, sehr nahe. Unsere dritte Zielgröße, den ROCE, wollen wir im laufenden Jahr auf rund 17 % steigern. Mittelfristig streben wir einen Wert von 20 % an.

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Prognose für 2015 Ist-Wert 2014
Umsatzwachstum + 4 % + 4,9 %
EBT-Marge 6,8 % 6,5 %
ROCE 17 % 16,4 %

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Deutschland 51,67 % 51,67 %

Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (März 2015) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179 ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden.

Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und am geschäftlichen Erfolg orientiert sind und
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Für das Geschäftsjahr 2014 betrug die direkte fixe Vergütung der sieben im Geschäftsjahr 2014 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 3.028 (Vorjahr: T€ 2.591). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet in der Regel im Rahmen der Verhandlung über die Vertragsverlängerung statt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 85 (Vorjahr: T€ 75).

Aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen und eines durchgeführten Benchmarks wurde das Vergütungssystem für den Vorstand überarbeitet. Der Aufsichtsrat stimmte in seiner Sitzung am 25. September 2013 der neuen Vergütungsstruktur zu. Diese Neuordnung wurde der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 zur Billigung vorgelegt.

Die Eckpunkte dieser Neuregelung sind ein reduzierter Anteil des Fixgehalts an der Gesamtvergütung, eine Verkürzung der langfristigen Erfolgskomponente von zehn auf fünf Jahre und die Einführung einer mittelfristigen Erfolgskomponente zulasten der kurzfristigen Zielvereinbarung.

Die Angemessenheit wurde und wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das Incentive-Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 wie folgt zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 betrug T€ 892 (Vorjahr: T€ 1.346).

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.480 (Vorjahr: T€ 0), davon entfallen T€ 774 als Vergütung auf das Jahr 2014.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Festbezüge p. a. bei 100 %, Auszahlung erst ab 110 % (Entwicklung des Unternehmenswertes zwischen Start und Ende)
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.897 (Vorjahr: T€ 985).

Insgesamt besteht die neue Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer (alt: 63 %) und zu 41 % (alt: 37 %) aus variabler Vergütung.

Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, wenn außergewöhnliche Ereignisse es als angemessen erscheinen lassen.

In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. Dabei bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, wertpapierorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 7.420 (Vorjahr: T€ 5.991) gebildet.

Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 561 im Geschäftsjahr 2014 geleistet.

Die gem. Ziffer 4.2.4 des Deutschen CG-Kodex und gemäß §§ 285 S.1 Nr. 9a S. 5 - 9; 314 Abs. 1, S.1 Nr. 6a S. 5 - 9 HGB geforderte individualisierte Offenlegung der Bezüge wird dagegen nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der KRONES AG widerspräche eine derartige Offenlegung dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.

Die Angaben zur Struktur der Vergütung sind dagegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 820 (Vorjahr: T€ 797) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.428 (Vorjahr: T€ 416) gebildet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2014 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 628 (Vorjahr: T€ 553).

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. §§ 297 Abs. 2 Satz 3 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Neutraubling, den 31. März 2015

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Ralf Goldbrunner

Thomas Ricker

Markus Tischer

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com zugänglich.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 24. Juni 2014 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprochen wurde und wird, mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung, wird entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung nicht individualisiert ausgewiesen (Tz. 4.2.4 DCGK) und in Tabellenform veröffentlicht (Tz. 4.2.5 DCGK).

KRONES gibt die Struktur der Vergütung des Vorstands an. Die Angaben zu fixen und variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsanteilen sind wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

Wir sind davon überzeugt, dass die individualisierte Offenlegung der Bezüge dem Schutz der Persönlichkeitsrechte widerspräche. Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.
Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben (Tz. 5.1.3 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.
Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt. Zudem werden die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder derzeit nicht individualisiert ausgewiesen. Sonstige Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden derzeit nicht ausgewiesen (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. Die Summe der gezahlten Aufsichtsratsvergütungen ist im Vergütungsbericht dargestellt. Ein individualisierter Ausweis der Vergütung führt nach unserer Ansicht zu keinerlei kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen. Das gilt auch für persönlich erbrachte Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.3 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis.
Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2 DCGK).

Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.«

Neutraubling, den 25. März 2015

Für den Vorstand

Für den Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender

Ernst Baumann, Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2. des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2. des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2. DCGK sein.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied, eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Kenntnisse der englischen Sprache, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

e) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Die Kandidatur von Frauen ist erwünscht und soll bei der Wahl der Vertreter der Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt werden.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2014 alle unter a) bis e) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus sechs Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 6 bis 7 und 182). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 11 und 182) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ausschusses ist Ernst Baumann. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Konzernabschluss Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2014 2013
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 19 2.953.405 2.815.710
Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 23.392 - 18.560
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 35.917 40.916
Sonstige betriebliche Erträge 21 95.319 3.061.249 82.527 2.920.593
Materialaufwand 22
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.172.746 - 1.102.757
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 268.036 - 1.440.782 - 275.005 - 1.377.762
Personalaufwand 23
Löhne und Gehälter - 714.603 - 674.631
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und Unterstützung - 138.680 - 853.283 - 136.088 - 810.719
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/2 - 91.167 - 84.796
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 - 490.892 - 474.527
EBIT 185.125 172.789
Erträge aus Beteiligungen 25 2.221 1.681
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 36 10
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 7.914 5.201
Abschreibungen auf Finanzanlagen 25 - 508 0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 - 5.036
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 - 2.948 - 4.978
Finanzergebnis 6.715 - 3.122
Ergebnis vor Steuern 191.840 169.667
Ertragsteuern 7/26 - 56.188 - 50.226
Konzernergebnis 135.652 119.441
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - 228 0
Ergebnisanteil KRONES Konzern 135.880 119.441
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 27 4,30 3,84

Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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Anhang 2014

T€
2013

T€
Konzernergebnis 135.652 119.441
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 11 - 45.852 - 34
- 45.852 - 34
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 10.968 - 15.133
Derivative Finanzinstrumente 11 - 4.250 1.386
6.718 - 13.747
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 - 39.134 - 13.781
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 96.518 105.660
davon Anteile anderer Gesellschafter - 228 0
davon Anteile KRONES Konzern 96.746 105.660

Bilanz

Aktiva

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31.12.2014 31.12.2013
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1 143.343 128.216
Sachanlagen 2 479.208 475.078
Finanzanlagen 3 1.686 1.828
Anlagevermögen 624.237 605.122
Aktive latente Steuern 7 22.337 17.340
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 20.016 12.653
Tatsächliche Steuerforderungen 7 3.408 5.071
Sonstige Vermögenswerte 5 2.021 1.570
Langfristige Vermögenswerte 672.019 641.756
Vorräte 4 650.021 640.989
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 691.703 610.928
Tatsächliche Steuerforderungen 7 3.743 7.470
Sonstige Vermögenswerte 5 73.607 97.040
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 336.444 239.880
Kurzfristige Vermögenswerte 1.755.518 1.596.307
Bilanzsumme 2.427.537 2.283.063
Passiva
31.12.2014 31.12.2013
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 8 40.000 40.000
Kapitalrücklage 9 141.724 141.724
Gewinnrücklagen 10 363.703 352.728
Sonstige Rücklagen 11 - 89.483 - 39.381
Konzernbilanzgewinn 531.798 459.111
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 987.742 954.182
Anteile anderer Gesellschafter 12 757 0
Eigenkapital 988.499 954.182
Rückstellungen für Pensionen 13 211.321 145.896
Passive latente Steuern 7 2.539 22.303
Sonstige Rückstellungen 14 49.774 39.069
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 0 3.324
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 9.699 1.715
Sonstige Verpflichtungen 15 1.571 906
Langfristige Schulden 274.904 213.213
Sonstige Rückstellungen 14 162.839 154.679
Steuerrückstellungen 14 14.713 7.995
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Erhaltene Anzahlungen 15 493.725 468.817
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 214.855 192.005
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 7 6.466 3.653
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 12.021 9.505
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 15 259.515 234.014
Kurzfristige Schulden 1.164.134 1.070.668
Bilanzsumme 2.427.537 2.238.063

Kapitalflussrechnung

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Anhang 2014

T€
2013

T€
Ergebnis vor Steuern 191.840 169.667
Abschreibungen und Zuschreibungen 1, 2 91.167 84.796
Erhöhung der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 14, 15 48.077 51.713
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 7 6.147 - 19.886
Zinsaufwendungen und Zinserträge 25 - 4.966 - 223
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 21, 24 - 15 242
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 3.183 9.726
Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 65.002 - 58.802
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Vorräte 4 - 5.549 3.132
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 31.662 - 29.747
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 290.178 210.618
gezahlte Zinsen - 1.119 - 3.659
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern - 40.218 - 32.404
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 248.841 174.555
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1 - 40.198 - 43.132
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 69 908
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 - 54.392 - 64.933
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 1.541 1.162
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen - 128 - 802
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 25 275 1.458
Auszahlungen für der Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen - 10.280 - 5.000
erhaltene Zinsen 4.188 1.087
erhaltene Dividenden 2.221 1.681
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit - 96.704 - 107.571
Auszahlungen an Unternehmenseigner - 63.186 - 23.695
Verkauf von eigenen Anteilen 0 73.722
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten 15 0 0
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 63.186 50.027
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 88.951 117.011
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 7.423 - 10.051
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 190 0
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 239.880 132.920
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6 336.444 239.880

Entwicklung des Eigenkapitals

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Mutterunternehmen
Anhang Gezeichnetes Kapital T€ 8 Kapitalrücklage T€ 9 Gewinnrücklagen T€ 10 Währungsdifferenzen d. Eigenkapitals

T€
Sonstige Rücklagen T€ 11 Konzernbilanzgewinn

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2013 40.000 66.807 365.217 3.602 - 40.733 363.603
Dividendenzahlung (0,75 € je Aktie) - 23.695
Konzernjahresüberschuss 2013 119.441
Verkauf eigener Aktien 74.906 - 1.184
Einstellung in Gewinnrücklagen 226 - 226
Einstellung in die Kapitalrücklage 11 - 11
Währungsdifferenzen - 15.133
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 34
Hedge Accounting inkl. AfS 1.386
Stand 31. Dezember 2013 40.000 141.724 364.259 - 11.531 - 39.381 459.111
Dividendenzahlung (2,00 € je Aktie) - 63.186
Konzernjahresüberschuss 2014 135.880
Einstellung in Gewinnrücklagen 7 - 7
Währungsdifferenzen 10.968
Änderung im Konsolidierungskreis
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 45.852
Hedge Accounting inkl. AfS - 4.250
Stand 31. Dezember 2014 40.000 141.724 364.266 - 563 - 89.483 531.798

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Mutterunternehmen Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
Anhang Eigenkapital

T€
T€ 12 T€
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2013 798.496 0 798.496
Dividendenzahlung (0,75 € je Aktie) - 23.695 - 23.695
Konzernjahresüberschuss 2013 119.441 119.441
Verkauf eigener Aktien 73.722 73.722
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0
Währungsdifferenzen - 15.133 - 15.133
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 34 - 34
Hedge Accounting inkl. AfS 1.386 1.386
Stand 31. Dezember 2013 954.182 0 954.182
Dividendenzahlung (2,00 € je Aktie) - 63.186 - 63.186
Konzernjahresüberschuss 2014 135.880 - 228 135.652
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Währungsdifferenzen 10.968 10.968
Änderung im Konsolidierungskreis 0 985 985
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 45.852 - 45.852
Hedge Accounting inkl. AfS - 4.250 - 4.250
Stand 31. Dezember 2014 987.742 757 988.499

Konzernanhang

für die KRONES AG

Segmentberichterstattung

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Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)
2014

T€
2013

T€
2014

T€
2013

T€
2014

T€
2013

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 2.492.690 2.330.292 358.723 388.199 101.992 97.218
davon Deutschland 234.622 259.287 46.718 28.394 769 4.709
davon übriges Europa 664.138 610.758 88.122 81.710 58.027 41.542
davon sonstige Gebiete 1.593.930 1.460.247 223.883 278.095 43.196 50.967
Abschreibungen 80.067 74.951 8.993 7.970 2.107 1.875
Außerplanmäßige Abschreibung 5.278 4.504 0 149 0 0
Zinserträge 39 15
Zinsaufwendungen 44 78
EBT 193.158 174.458 3.345 - 2.515 - 4.663 - 2.276
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 3.803 - 4.752 - 214 - 56 - 406 118
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 - 5.036
Vermögen 2.081.224 1.878.977 278.109 289.497 67.051 73.942
davon Deutschland 1.441.794 1.364.620 278.109 289.497 0 0
davon übriges Europa 107.352 113.523 0 0 67.051 73.942
davon sonstige Gebiete 532.078 400.834 0 0 0 0
Schulden 1.292.185 1.128.844 115.738 102.865 36.451 53.207
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 82.540 88.870 9.455 17.347 2.594 1.847
davon Deutschland 72.868 77.234 9.455 17.347 0 0
davon übriges Europa 729 568 0 0 2.594 1.847
davon sonstige Gebiete 8.944 11.069 0 0 0 0
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 7,7 % 7,5 % 0,9 % - 0,6 % - 4,6 % - 2,3 %

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Summe der Segmente Konsolidierung Sonstiges
2014

T€
2013

T€
2014

T€
2013

T€
2014

T€
2013

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Abschreibungen
Außerplanmäßige Abschreibung
Zinserträge 7.875 5.186
Zinsaufwendungen 2.904 4.900
EBT
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
Vermögen 2.426.384 2.242.416 - 29.054 - 34.986 30.207 30.633
davon Deutschland 1.719.903 1.654.117 - 14.365 - 21.737 30.207 30.633
davon übriges Europa 174.403 187.465 - 14.289 - 12.290 0 0
davon sonstige Gebiete 532.078 400.834 - 400 - 959 0 0
Schulden 1.444.374 1.284.916 - 29.054 - 34.986 23.718 33.951
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz)

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KRONES Konzern
2014

T€
2013

T€
--- --- ---
Umsatzerlöse 2.953.405 2.815.710
davon Deutschland 282.109 292.390
davon übriges Europa 810.287 734.010
davon sonstige Gebiete 1.861.009 1.789.310
Abschreibungen 91.167 84.796
Außerplanmäßige Abschreibung 5.278 4.653
Zinserträge 7.914 5.201
Zinsaufwendungen 2.948 4.978
EBT 191.840 169.667
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 3.183 - 4.690
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 - 5.036
Vermögen 2.427.537 2.238.063
davon Deutschland 1.735.745 1.663.013
davon übriges Europa 160.114 175.175
davon sonstige Gebiete 531.678 399.875
Schulden 1.439.038 1.283.881
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 94.590 108.065
davon Deutschland 82.323 94.581
davon übriges Europa 3.323 2.415
davon sonstige Gebiete 8.944 11.069
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 6,5 % 6,0 %

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 31. Dezember 2014 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befinden sich auf Seite 180. Am 31. März 2015 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden gegebenenfalls in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter gegebenenfalls Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gegebenenfalls gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist gegebenenfalls um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2014 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die KRONES AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden die HST Maschinenbau GmbH, Dassow, Deutschland und 50,97 % an der TILL GmbH, Hofheim, Deutschland erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Des Weiteren wurde die ALBATROS GmbH, Neutraubling, Deutschland gegründet und in die SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf, Deutschland unfirmiert und der Sitz verlegt und ebenso wurde die SYSKRON GmbH, Wackersdorf, Deutschland gegründet. Außerdem wurde die KRONES Kazakhstan TOO, Almaty, Kasachstan gegründet. Die Gesellschaften wurden in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Die Erstkonsolidierung der neuen Gesellschaften wurde auf den Erwerbs- bzw. Gründungszeitpunkt vorgenommen.

Mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an der HST Maschinenbau GmbH, Dassow, Deutschland, mit Wirkung zum 27. März 2014 verstärkt KRONES mit Homogenisatoren das Produktportfolio im Bereich der Prozesstechnik und baut das Service- und Wartungsgeschäft in diesem Bereich weiter aus. Mit Wirkung zum 31. Oktober 2014 hat KRONES 50,97 % der Anteile an der TILL GmbH, Hofheim, Deutschland, erworben. Diese Akquisition verstärkt das Technologieportfolio der KRONES AG im Bereich der Entwicklung des digitalen Direktdruck.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar. Außerdem zeigt sie die Anteile anderer Gesellschafter zum Erwerbszeitpunkt.

Beizulegender Zeitwert in T€

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Geschäfts- oder Firmenwerte 7.881
Langfristige Vermögenswerte 6.287
Kurzfristige Vermögenswerte 2.198
(davon Forderungen T€ 1.220)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 190
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 16.556
Schulden - 4.623
Insgesamt erworbene Schulden - 4.623
Erworbenes Reinvermögen 11.933
Anteile anderer Gesellschafter 985
Kaufpreise 10.948
davon durch Zahlungsmittel beglichen 10.280
davon Kaufpreisverbindlichkeiten 668

Die Kaufpreisverbindlichkeiten sind innerhalb von vier Jahren zahlbar und an eine positive Entwicklung des erworbenen Geschäfts geknüpft.

Die direkt den Akquisitionen zurechenbaren Kosten betragen T€ 220; sie wurden als Aufwand erfasst.

Unter der Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen und nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter haben die erworbenen Gesellschaften bei KRONES bis zum 31. Dezember 2014 einen Nettoverlust von T€ 9 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 6.660 beigetragen. Wären die Gesellschaften schon zum 1. Januar 2014 konsolidiert worden, wären in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 7.622 ausgewiesen worden und der Nettoverlust hätte T€ 589 betragen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2014 31.12.2013 2014 2013
--- --- --- --- --- ---
US-DOLLAR USD 1,216 1,376 1,329 1,328
Britisches Pfund GBP 0,779 0,836 0,806 0,849
Schweizer Franken CHF 1,202 1,227 1,215 1,231
Dänische Kronen DKK 7,445 7,460 7,455 7,458
Kanadischer Dollar CAD 1,407 1,474 1,467 1,368
Japanischer Yen JPY 145,030 144,750 140,406 129,633
Brasilianischer Real BRL 3,230 3,204 3,120 2,869
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,437 8,344 8,168 8,226
Mexikanischer Peso MXN 17,864 18,000 17,664 16,950
Ukrainischer Griwna UAH 19,226 11,190 15,835 10,829
Südafrikanischer Rand ZAR 14,043 14,460 14,401 12,814
Kenianischer Schilling KES 110,302 118,900 116,810 114,370
Nigerianischer Naira NGN 222,430 215,620 219,178 211,556
Russischer Rubel RUB 72,700 45,105 50,927 42,312
Thailändischer Baht THB 39,967 45,150 43,166 40,818
Indonesische Rupiah IDR 15.053,300 16.787,000 15.736,344 13.871,618
Angolanischer Kwanza AOA 125,027 134,382 130,472 128,055
Türkische Lira TRY 2,829 2,940 2,905 2,531
Kasachische Tenge KZT 222,260 212,928 238,164 202,141

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,46 % aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus Finanzanlagen

zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72).

Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer Yen, britisches Pfund sowie Euro.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Method«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Zudem wird der Nettozinsansatz eingeführt. Damit wird die Nettopensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

Erläuterung der Bilanz

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen Summe
01.01.2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 104.596 0 214.516 0 319.112
Kumulierte Abschreibungen 82.215 0 117.781 0 199.996
Nettobuchwert 22.381 0 96.735 0 119.116
Veränderungen in 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 11.590 0 31.542 0 43.132
Abgänge 1.091 0 0 0 1.091
Währungsdifferenzen - 236 0 0 0 - 236
Abschreibungen
Zugänge 7.315 0 25.792 0 33.107
Abgänge 183 0 0 0 183
Währungsdifferenzen - 218 0 - 1 0 - 219
Nettobuchwert 31.12.2013 25.730 0 102.486 0 128.216
01.01.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 114.859 0 246.058 0 360.917
Kumulierte Abschreibungen 89.129 0 143.572 0 232.701
Nettobuchwert 25.730 0 102.486 0 128.216
Veränderungen in 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 5.273 7.881 0 0 13.154
Zugänge 12.457 0 27.678 63 40.198
Abgänge 3.450 0 0 0 3.450
Währungsdifferenzen 76 0 0 0 76
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 42 0 0 0 42
Zugänge 9.877 0 28.243 0 38.120
Abgänge 3.381 0 0 0 3.381
Währungsdifferenzen 70 0 0 0 70
Nettobuchwert 31.12.2014 33.478 7.881 101.921 63 143.343
31.12.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 129.215 7.881 273.736 63 410.895
Kumulierte Abschreibungen 95.737 0 171.815 0 267.552
Nettobuchwert 33.478 7.881 101.921 63 143.343

Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software.

Die Geschäfts- und Firmenwerte sind durch die Akquisitionen der HST Maschinenbau GmbH, Dassow, Deutschland (T€ 4.258) und der TILL GmbH, Hofheim, Deutschland (T€ 3.623) im Geschäftsjahr 2014 entstanden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den erwarteten Synergien aus der Eingliederung der Unternehmen und der Belegschaften. Es wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2014 vorgenommen.

Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt. Zum Zweck der Überprüfung auf Wertminderung ist dem erworbenen Tochterunternehmen HST GmbH der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Akquisition der TILL GmbH zum Bilanzstichtag wurde auf einen Werthaltigkeitstest verzichtet.

Die dem Werthaltigkeitstest zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der von der für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Umsatzplanung. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.

Weiterhin wurde ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum im Planungszeitraum von 18,6 % p. a. und ein Umsatzwachstum nach Ende des Planungszeitraums von 1,0 % p. a. unterstellt. Der verwendete Abzinsungssatz nach Steuern betrug 6,7 %. Als Basis hierfür dient der Zinssatz für zwanzigjährige Staatsanleihen. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das erhöhte allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der CGU widerspiegelt. Auch bei einer deutlichen, nicht zu erwartenden Reduzierung der Annahmen zur Umsatzentwicklung im Detailplanungszeitraum und des Abzinsungssatzes nach Steuern ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender Betrag.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 27.678 (Vorjahr: T€ 31.542). Darin enthalten sind Fremdkapitalkosten in Höhe von T€ 33 (Vorjahr: T€ 166). Im Geschäftsjahr 2014 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 148.693 (Vorjahr: T€ 132.438) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 4.831 (Vorjahr: T€ 3.991) und betrifft das Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung (Vorjahr: T€ 3.842). Hierbei handelt es sich neben Wertminderungen auf Softwarelizenzen, die aufgrund fehlender weiterer Nutzung entstanden sind, um aktivierte Entwicklungsprojekte, denen kein weiterer Nutzen zugeordnet werden kann.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 13.112; darin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 7.881.

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2014 waren Wertminderungen gemäß IAS 36 in den Abschreibungen in Höhe von T€ 447 (Vorjahr: T€ 662) erforderlich. Hierbei handelt es sich um Gebäude, die abgerissen worden sind und um den Abbau einer Versuchsanlage. Diese Abschreibungen sind im Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2014 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 112 (Vorjahr: T€ 162) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 4.961 (Vorjahr: T€ 1.332) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zuzurechnen sind.

Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.174 749
Technische Anlagen und Maschinen 156 16
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631 567
Gesamt 4.961 1.332

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten der Sachanlagen in Höhe von T€ 1.056 (Vorjahr: T€ 0).

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
01.01.2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 416.498 261.890 198.778
Kumulierte Abschreibungen 142.127 168.294 132.779
Nettobuchwert 274.371 93.596 65.999
Veränderungen in 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 12.187 27.089 19.529
Abgänge 1.809 7.855 15.793
Umbuchungen 16.890 10.288 1.044
Währungsdifferenzen - 1.050 - 1.331 - 1.740
Abschreibungen
Zugänge 12.994 14.972 23.723
Abgänge 1.305 7.482 15.277
Währungsdifferenzen - 468 - 844 - 1.176
Nettobuchwert 31.12.2013 289.368 115.141 61.769
01.01.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 442.716 290.081 201.818
Kumulierte Abschreibungen 153.348 174.940 140.049
Nettobuchwert 289.368 115.141 61.769
Veränderungen in 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 672 627 747
Zugänge 9.967 12.701 22.105
Abgänge 482 6.584 15.826
Umbuchungen 4.030 1.264 1.323
Währungsdifferenzen 2.899 3.585 2.422
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 135 470 385
Zugänge 13.259 16.434 23.354
Abgänge 476 6.462 14.428
Währungsdifferenzen 1.441 2.314 1.912
Nettobuchwert 31.12.2014 292.095 113.978 61.317
31.12.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 459.802 301.674 212.589
Kumulierte Abschreibungen 167.707 187.696 151.272
Nettobuchwert 292.095 113.978 61.317

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in T€ Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
01.01.2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.919 0 908.085
Kumulierte Abschreibungen 0 0 443.200
Nettobuchwert 30.919 0 464.885
Veränderungen in 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 6.128 0 64.933
Abgänge 11 0 25.468
Umbuchungen - 28.222 0 0
Währungsdifferenzen - 14 0 - 4.135
Abschreibungen
Zugänge 0 0 51.689
Abgänge 0 0 24.064
Währungsdifferenzen 0 0 - 2.488
Nettobuchwert 31.12.2013 8.800 0 475.078
01.01.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 8.800 0 943.415
Kumulierte Abschreibungen 0 0 468.337
Nettobuchwert 8.800 0 475.078
Veränderungen in 2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 0 2.046
Zugänge 6.391 3.228 54.392
Abgänge 0 0 22.892
Umbuchungen - 6.514 - 103 0
Währungsdifferenzen 16 0 8.922
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 0 990
Zugänge 0 0 53.047
Abgänge 0 0 21.366
Währungsdifferenzen 0 0 5.667
Nettobuchwert 31.12.2014 8.693 3.125 479.208
31.12.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 8.693 3.125 985.883
Kumulierte Abschreibungen 0 0 506.675
Nettobuchwert 8.693 3.125 479.208

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen.

4 Vorräte

Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 195.530 183.775
Unfertige Erzeugnisse 197.863 232.951
Fertige Erzeugnisse 154.551 116.795
Handelswaren 95.177 96.887
Sonstiges 6.900 10.581
Gesamt 650.021 640.989

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2014 in Höhe von T€ 37.192 (Vorjahr: T€ 28.553) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 81.019 (Vorjahr: T€ 58.168).

5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 711.719 623.581
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 20.016 12.653
Sonstige Vermögenswerte 75.628 98.610
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 2.021 1.570

Bei den Kundenforderungen entsprechen die Marktwerte den bilanzierten Werten.

Das Wertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt:

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T€
Stand 01.01.2014 25.233
Veränderung Konsolidierungskreis und Währungseffekte 450
Zuführungen 6.444
Auflösungen 8.817
Stand 31.12.2014 23.310

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2014 sind Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit aktivischem Saldo in Höhe von T€ 75.963 (Vorjahr: T€ 76.683) enthalten. Diese beziehen sich auf Fertigungsaufträge, bei denen die angefallenen Kosten plus ausgewiesene Gewinne abzüglich der Summe der ausgewiesenen Verluste, die Teilabrechnungen und erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit passivischem Saldo sind nicht vorhanden.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 15.932; Vorjahr: T€ 17.983), Steuererstattungsansprüche (T€ 39.714; Vorjahr: T€ 50.332), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 3.646; Vorjahr: T€ 3.844) und debitorische Kreditoren (T€ 1.866; Vorjahr: T€ 1.601).

Die zu Marktwerten bewerteten derivativen Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, betrugen zum Stichtag T€ 660 (Vorjahr: T€ 4.900).

6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 336.444 (Vorjahr: T€ 239.880) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 262 (Vorjahr: T€ 112) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 »Kapitalflussrechnung« bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 144 dargestellt.

7 Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 2014 2013
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge (-) - 6.147 19.886
Laufende Steueraufwendungen 62.335 30.340
Gesamt 56.188 50.226

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %.

Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 15 % und 42 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2014 gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 23 102 28.667 28.739
Sachanlagen 88 58 11.916 12.660
Finanzanlagen 72 1 57 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 427 86 8.360 8.427
Vorräte 2.782 4.181 871 46
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5.596 5.343 15.865 9.203
steuerliche Verlustvorträge 71 2.293 0 0
Rückstellungen, langfristig 13.188 10.011 83 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.499 78 755 664
Rückstellungen, kurzfristig 33.904 18.028 27.616 1.512
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 26.235 3.499 5.916 3.890
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 34.008 15.937 180 1.188
Konsolidierung 1.191 1.749 0 0
Zwischensumme 120.084 61.366 100.286 66.329
Saldierung (-) - 97.747 - 44.026 - 97.747 - 44.026
Gesamt 22.337 17.340 2.539 22.303

Die erfolgsneutral über das Eigenkapital gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 35.055 (Vorjahr: T€ 16.112). In diesem Betrag ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS 19 in Höhe von T€ 33.042 (Vorjahr: T€ 15.831) enthalten. Der Betrag in Höhe von T€ 2.013 (Vorjahr: T€ 281) resultiert aus Sicherungsgeschäften. Die latenten Steuern auf vortragsfähige Verluste betreffen die KRONES AG. Nach der Ergebnisplanung ist zukünftig mit positiven steuerlichen Ergebnissen zu rechnen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 50.676 (Vorjahr: T€ 48.417) wurden nicht gebildet.

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von T€ 56.188 ist um T€ 3.815 höher als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 2014 2013
Ergebnis vor Steuern 191.840 169.667
Steuersatz der Muttergesellschaft KRONES AG 27,30 % 27,30 %
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand 52.373 46.319
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes 2.582 975
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen - 7.347 - 6.924
Steuerliche Verlustvorträge 230 1.321
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 12.395 9.905
Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre - 1.834 - 903
Sonstiges - 2.211 - 467
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56.188 50.226

Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2014 Steuererhöhungen. Diese sind vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zurückzuführen. Steuerzinsen werden unter den Steueraufwendungen dargestellt.

8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2014 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2014 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.

Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wird mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung wirksam und gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Juni 2010 (Tagesordnungspunkt 6) beschlossene Ermächtigung endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Maßgeblich ist der Tag, an dem die Verpflichtung zum Erwerb eingegangen wird.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots (der »maßgebliche Kurs«) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Kurs, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird der maßgebliche Kurs nach dem entsprechenden Kurs am letzten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung bestimmt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Falle einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile können kaufmännische Rundungen und eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär unter insoweit partiellem Ausschluss eines etwaigen Rechts der Aktionäre zur Andienung ihrer Aktien vorgesehen werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden:

Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen.

Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse oder durch ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf in diesem Fall auch bei mehreren Veräußerungsvorgängen insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Auf diese Höchstgrenze ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder sinngemäßer Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist ferner der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Schuldverschreibungen auszugeben sind, soweit die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die Aktien können zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten oder entsprechenden Pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen verwendet werden, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft ausgegeben worden sind oder werden.

Die Aktien können im Falle eines an alle Aktionäre gerichteten Angebots oder bei einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht den Inhabern von Options- oder Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft in dem Umfang gewährt werden, in dem diese Inhaber nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der entsprechenden Pflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft hätten.

Diese Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden.

Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung gegen Sachleistungen veräußert, in einer anderen Weise als über die Börse veräußert oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten sowie eines an alle Aktionäre gerichtetes Angebot gewährt werden.

Auf die eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigungen der vorangegangenen Hauptversammlungen bereits erworben hat, finden die Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien und bzgl. des Bezugsrechts der Aktionäre Anwendung.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre jedoch für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ - 39.134 (Vorjahr: T€ - 13.781) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen zusammen. Zusätzlich erhöhte sich das Eigenkapital durch die Änderung des Konsolidierungskreises und der hierdurch entstandenen Anteile anderer Gesellschafter um T€ 757. Die Summe der ergebnisneutralen und wirksamen Veränderungen beträgt T€ 97.503 (Vorjahr: T€ 105.660).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert.

9 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 37.848 enthalten.

10 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten neben der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften auch die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen.

11 Sonstige Rücklagen

Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Pensionsverpflichtungen, Cashflow Hedges sowie die Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren entwickelten sich wie folgt:

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T€ Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage für Cashflow Hedges Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere Summe
Stand 01.01.2013 - 42.122 1.391 - 2 - 40.733
Erfolgsneutrale Bewertungsänderung - 47 1.679 5 1.637
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 13 - 251 - 1 - 239
Währungsdifferenz - 46 - 46
Stand 31.12.2013 - 42.156 2.773 2 - 39.381
Erfolgsneutrale Bewertungsänderung - 63.596 - 6.215 2 - 69.809
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 17.744 2.089 0 19.833
Währungsdifferenz - 126 - 126
Stand 31.12.2014 - 88.008 - 1.479 4 - 89.483

12 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2014 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ 757 (Vorjahr: T€ 0) vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2014 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 145 dargestellt.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2005, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %. Zu beachten ist weiterhin eine Besitzstandsregelung zum Neuordnungszeitpunkt 31. Dezember 1982. Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.

Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im KRONES Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.

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in % Konzerndurchschnitt
2014 2013
--- --- ---
Abzinsungsfaktor 2,0 3,6
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rententrend 2,0 2,0

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Wirtschaftsjahres von der Heubeck AG, der Mercer Deutschland GmbH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 20 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre).

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 189.991 130.342 124.533
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 50.869 44.206 44.751
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 240.860 174.550 169.285
Zeitwert des Planvermögens - 29.539 - 28.654 - 28.239
Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) 211.321 145.896 141.046

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 209.210 (Vorjahr: T€ 144.712) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG.

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 6.005 (Vorjahr: T€ 9.069) stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
Dienstzeitaufwand der Periode 4.182 4.068 3.506
Zinsaufwand 6.210 6.009 6.102
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen - 1.022 - 1.007 - 1.183
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen - 3.365 0 0
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 6.005 9.069 8.425

Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 240.860 (Vorjahr: T€ 174.550) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 29.539 (Vorjahr: T€ 28.654), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegen der Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2013 169.285 - 28.239 141.046
Dienstzeitaufwand der Periode 4.068 4.068
Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (-) 6.015 - 1.007 5.008
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste - 332 285 - 47
Einzahlungen des Arbeitgebers - 2.076 - 2.076
Gezahlte Versorgungsleistungen - 4.201 2.269 - 1.932
Währungsdifferenzen - 285 114 - 171
Stand 31. Dezember 2013 174.550 - 28.654 145.896
Dienstzeitaufwand der Periode 4.182 4.182
Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (-) 6.210 - 1.022 5.188
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 63.787 - 191 63.596
Einzahlungen des Arbeitgebers - 1.954 - 1.954
Gezahlte Versorgungsleistungen - 4.543 2.286 - 2.257
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 3.365 - 3.365
Währungsdifferenzen 39 - 4 35
Stand 31. Dezember 2014 240.860 - 29.539 211.321

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der KRONES Unterstützungs-Fonds e.V. verantwortlich. Die KRONES AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.

Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2014 29,5 Mio. € (Vorjahr: 28,7 Mio. €). Dabei entfallen 20,1 Mio. € (Vorjahr: 18,2 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt auf den KRONES Unterstützungs-Fonds e.V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz GI verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst. Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2014 war der AGI-Fonds zu 36,6 % in Staatsanleihen, zu 23,6 % in Pfandbriefen und zu 20,4 % in Unternehmensanleihen Investment Grade investiert. 0,4 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren Aktienfonds in Höhe von 13,5 % und Rentenfonds in Höhe von 5,5 % enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 2,99 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist A+. Das Planvermögen der KRONES AG ist zu 68 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert und zu 32 % aus dem KRONES Unterstützungs-Fonds.

Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen in 2015 betragen T€ 1.906. Die erwarteten Rentenzahlungen in 2015, die nicht aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 2.328.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr2014 ein Arbeitgeberanteil von T€ 46.368 (Vorjahr: T€ 44.744) aufgewendet.

Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
--- --- --- ---
Rechnungszins 0,50 % Verminderung um 12,0% Erhöhung um 12,1 %
Rententrend 0,50 % Erhöhung um 7,6 % Verminderung um 7,6 %
Einkommenstrend 0,50 % Erhöhung um 0,1 % Verminderung um 0,1 %

Die obige Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

14 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 227.326 (Vorjahr: T€ 201.743) sind in einer Höhe von T€ 177.552 (Vorjahr: T€ 162.674) innerhalb eines Jahres fällig. Diese sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Posten:

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T€ 01.01.2014 Konsolidierter Zugang Verbrauch Auflösung
Steuerverpflichtungen 9.997 34 6.053 1.043
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 26.665 940 31
Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich 3.877 20 2.343 1.100
Sonstige übrige Rückstellungen 161.204 99 49.786 17.379
Gesamt 201.743 153 59.122 19.553

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T€ Zuführung Währungsdifferenzen 31.12.2014 fällig innerhalb 1 Jahr
Steuerverpflichtungen 14.492 - 76 17.351 14.713
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 8.881 16 34.591 911
Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich 3.755 - 25 4.184 2.628
Sonstige übrige Rückstellungen 76.317 745 171.200 159.300
Gesamt 103.445 660 227.326 177.552

In den Rückstellungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit (T€ 23.487; Vorjahr: T€ 19.341) enthalten. Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Garantieverpflichtungen und für Drohverluste. Schätzungen beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 2,8 % und 4,3 % abgezinst.

15 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 493.725 0 0 493.725
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 214.855 0 0 214.855
Sonstige Finanzverpflichtungen 12.021 9.699 0 21.720
Sonstige Verpflichtungen 259.515 1.571 0 261.086
Gesamt 980.116 11.270 0 991.386

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 468.817 0 0 468.817
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 192.005 3.324 0 195.329
Sonstige Finanzverpflichtungen 9.505 1.715 0 11.220
Sonstige Verpflichtungen 234.014 906 0 234.920
Gesamt 904.341 5.945 0 910.286

Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln. Diese stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 14.399 (Vorjahr: T€ 10.284) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 250.339; Vorjahr: T€ 228.314) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 10.747; Vorjahr: T€ 6.606).

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2014
Verbindlichkeiten aus Steuern 17.562 17.562
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.133 7.133
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 20.448 20.448
Kreditorische Debitoren 11.303 11.303
Abgegrenzte Schulden 174.363 174.363
Sonstige 17.959 1.571 19.530
Gesamt 248.768 1.571 250.339

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 174.363 (Vorjahr: T€ 163.980) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Steuern 13.867 13.867
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.587 7.587
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 20.626 20.626
Kreditorische Debitoren 7.952 7.952
Abgegrenzte Schulden 163.980 163.980
Sonstige 13.396 906 14.302
Gesamt 227.408 906 228.314

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten getrennt wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 252 525
von 1 bis 5 Jahre 270 462
522 987
In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
bis 1 Jahr 22 13
von 1 bis 5 Jahre 22 13
44 26
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 230 512
von 1 bis 5 Jahre 248 449
478 961

16 Haftungsverhältnisse

Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte.

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 15.237 13.751
von 1 bis 5 Jahre 12.687 13.794
27.924 27.545
künftige Wartungen
bis 1 Jahr 8.694 11.213
von 1 bis 5 Jahre 11.215 1.148
Mehr als 5 Jahre 137 0
20.046 12.361

Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2014 Zahlungen in Höhe von T€ 23.036 (Vorjahr: T€ 21.796) geleistet.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

18 Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ - 5.200 (Vorjahr: T€ 4.463) - hiervon kurzfristig: T€ - 5.200 (Vorjahr: T€ 4.163) - decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, des kanadischen Dollars und des britischen Pfunds sowie des japanischen Yen und des Euro ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von 198,4 Mio. € (Vorjahr: 141,0 Mio. €) - hiervon kurzfristig: 198,4 Mio. € (Vorjahr: 138,5 Mio. €) - zusammen. In diesem Volumen ist ein Nominalvolumen für kurzfristige Cashflow Hedges von 59,4 Mio. € (Vorjahr: 64,4 Mio. €) enthalten und mit einem Fair Value von 59,1 Mio. € (Vorjahr: 64,4 Mio. €) bewertet. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv.

Der Nettogewinn aus diesen Finanzinstrumenten beträgt im Berichtsjahr T€ 211 (Vorjahr: Nettoverlust T€ 81).

Erläuterung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 2.953.405 (Vorjahr: T€ 2.815.710) stellen an Kunden berechnete Lieferungen und Leistungen abzüglich Erlösschmälerungen dar. In der Segmentberichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen aufgeteilt und nach geografischen Märkten detailliert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2014 sind aus Fertigungsaufträgen Erlöse in Höhe von T€ 1.481.454 (Vorjahr: T€ 1.400.692) entstanden. Aus laufenden Projekten sind Kosten und Gewinne (abzüglich etwaiger ausgewiesener Verluste) in Höhe von T€ 797.599 (Vorjahr: T€ 1.207.102) angefallen. Hierauf sind erhaltene Anzahlungen von T€ 246.844 (Vorjahr: T€ 208.614) angefallen.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 95.319 (Vorjahr: T€ 82.527) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 15.793; Vorjahr: T€ 18.924), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 308; Vorjahr: T€ 317) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 7.248; Vorjahr: T€ 3.761) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 26.856 (Vorjahr: T€ 44.466). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 4.066; Vorjahr: T€ 8.450) und Kursverluste in Höhe von T€ 36.307 (Vorjahr: T€ 28.579) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.172.746 (Vorjahr: T€ 1.102.757) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 268.036 (Vorjahr: T€ 275.005) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 12.147 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.841) inkl. Auszubildende (532; Vorjahr: 657) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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2014 2013
Außertarifliche Mitarbeiter 2.414 2.394
Tarifmitarbeiter 9.733 9.447
Gesamt 12.147 11.841

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 293 (Vorjahr: T€ 511), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 4.066; Vorjahr: T€ 8.450) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 5.626 (Vorjahr: T€ 7.320) vor allem Frachtkosten (T€ 87.284; Vorjahr: T€ 82.156) und Miete und Reinigungskosten (T€ 33.780; Vorjahr: T€ 33.342) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 6.715 (Vorjahr: T€ - 3.122) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 2014 2013
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 36 10
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.914 5.201
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 2.948 - 4.978
Zinsergebnis 4.966 223
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 - 5.036
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 508 0
Erträge aus Beteiligungen 2.221 1.681
Finanzergebnis 6.715 - 3.122

Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen durch gestiegene Zinserträge in Höhe von T€ 7.914 (Vorjahr: T€ 5.201) geprägt, denen verminderte Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 2.948 (Vorjahr: T€ 4.978) gegenüberstehen. Ein Ergebnis aus nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligungen war in 2014 nicht vorhanden, da sich die Gesellschaft in Liquidation befindet.

Aus diesem Grund ergeben sich keine weiteren Auswirkungen aus etwaigen nicht angesetzten Verlusten auf den Konzernabschluss der KRONES AG.

26 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2014 T€ - 56.188 (Vorjahr: T€ - 50.226). Weitere Informationen sind unter der Position 7 »Ertragsteuern« (Seite 163 bis 165) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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2014 2013
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 135.880 119.441
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 31.593.072 31.143.961
Ergebnis je Aktie (in €) 4,30 3,84

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Erläuterungen

Prüfhonorar des Konzernprüfers

Für die Abschlussprüfungsleistungen des KRONES Konzerns sowie der Muttergesellschaft durch den Konzernabschlussprüfer sind im Geschäftsjahr 2014 Aufwendungen in Höhe von T€ 466 (Vorjahr: T€ 468) angefallen. Zuzüglich sind für die Muttergesellschaft T€ 66 (Vorjahr: T€ 24) Steuerberatungsleistungen angefallen. Für die deutschen Tochtergesellschaften wurden für die Abschlussprüfungsleistungen T€ 44 (Vorjahr: T€ 37) aufgewendet. Des Weiteren sind sonstige Leistungen in Höhe von T€ 27 (Vorjahr: T€ 0) und andere Bestätigungsleistungen in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 0) erbracht worden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 18. März 2015 hat KRONES gemeldet, dass der Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder seinen am 31.12.2015 endenden Vorstandsvertrag nicht verlängern wird. Nachfolger von Volker Kronseder wird Christoph Klenk, den der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 01.01.2016 zum Vorstandsvorsitzenden der KRONES AG ernannte.

KRONES hat Anfang Februar 2015 100 % der Anteile an der TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab, Deutschland erworben. Aufgrund einer nicht vollständigen erstmaligen Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung erfolgen die Anhangsangaben ohne Erwerb der TRIACOS Consulting & Engineering GmbH.

Mit Wirkung zum 05.03.2015 hat die KRONES AG die SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH komplett erworben. Das Unternehmen fokussiert sich seit 2014 auf Ingenieurdienstleistungen und Service für Palettierlösungen für die Getränkeindustrie.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der KRONES AG sowie die der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt. Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Gesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2014 T€ 39.110 (Vorjahr: T€ 24.948) angefallen. Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein aktivischer Saldo in Höhe von T€ 8.081 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 4.548). Aus Bürgschaften besteht ein Haftungsverhältnis von T€ 2.631 (Vorjahr: T€ 2.350).

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht findet sich auf den Seiten 126 bis 128 des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2014.

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 25. März 2015 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 106 bis 115.

Standards/Interpretationen

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Nachfolgende vom IASB herausgegebene und von der Europäischen Union übernommene Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen), wurden von der KRONES AG auch nicht vorzeitig angewandt:

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IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer«
IFRIC 21 »Abgaben«
Improvements IFRS 2010 - 2012 »Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3 , IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, IAS 38«
Improvements IFRS 2011 - 2013 »Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40«

Aus diesen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Neu anzuwendende Standards/Interpretationen

Änderungen aufgrund eines neuen Standards oder einer neuen Interpretation bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen (erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen):

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IFRS 10 »Konzernabschlüsse«
IFRS 11 »Gemeinsame Vereinbarungen«
IFRS 12 »Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen«
IFRS 10, IFRS 11 UND IFRS 12 »Übergangsvorschriften«
IFRS 10, IFRS 12 UND IAS 27 »Investmentgesellschaften«
IAS 27 »Einzelabschlüsse«
IAS 28 »Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen«
IAS 32 »Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden«
IAS 36 »Angaben zum erzielbaren Betrag nichtfinanzieller Vermögenswerte«
IAS 39 »Novation von Derivativen und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften«

Diese Änderungen sind bei KRONES nicht anwendbar oder führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen in der Berichtsperiode.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG

in %*
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
EVOGUARD GmbH, Nittenau 100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 100,00
KLUG GmbH Integrierte Systeme, Teunz 26,00
SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON GmbH, Wackersdorf 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
TILL GmbH, Hofheim 50,97
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Lyon, Frankreich 100,00
KRONES UK Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
KRONES Kazakhstan TOO, Almaty, Kasachstan 100,00
KRONES Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES O.O.O., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S. A., Barcelona, Spanien 100,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KONPLAN S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola 100,00
KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
PT. KRONES Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex S. A. DE C. V., Mexiko D. F., Mexiko 100,00
KRONES LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International Operations and Services

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

(bis 14. Juli 2014)

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

* HOYER GMBH

* CONSORTIUM GASTRONOMIE GMBH

(bis 25. Juni 2014)

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

(seit 14. Juli 2014)

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

* COMMERZBANK AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG METALL Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG

(seit 25. Juni 2014)

* MASCHINENFABRIK RHEINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Volker Kronseder

Vorsitzender Personal, Kommunikation und Qualität

Christoph Klenk

Finanzen, Controlling und Informationsmanagement

Rainulf Diepold

Vertrieb und Marketing

Werner Frischholz

Anlagen und Komponenten

(bis 31. August 2014)

Thomas Ricker

Abfüll- und Verpackungstechnik

Markus Tischer

International Operations and Services

(seit 1. Januar 2014)

Ralf Goldbrunner

Anlagen und Komponenten

(seit 1. September 2014)

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2014 € 85.976.831,43.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Juni 2015 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

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Dividende € 1,25 39.491.340,00
Vortrag auf neue Rechnung 46.485.491,43

Neutraubling, 31. März 2015

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Ralf Goldbrunner

Thomas Ricker

Markus Tischer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 31. März 2015

**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Braun, Wirtschaftsprüfer

Herr, Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kaufmännisches Glossar

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Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Free Float Streubesitz, also der Teil des Aktienkapitals, der sich nicht in festen Händen von Großaktionären befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE (passivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Total Cost of Ownership (TCO) Bezeichnet die Gesamtkosten einer Investition während der kompletten Nutzungsdauer. Sie setzt sich aus den Anschaffungskosten und den Betriebskosten der Maschine oder Anlage zusammen.
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem der Deutschen Börse AG.

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block-Lösungen Es werden mindestens zwei Einzelmaschinen, zum Beispiel eine Streckblasmaschine und ein Füller, direkt miteinander verbunden. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Craft Brewer/Craft Beer Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV Süd zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Füller Als Füller werden Maschinen und Anlagen bezeichnet, mit denen das fertige Produkt in die Verpackung dosiert wird.
Inspektionsmaschine Maschine, die überprüft, ob leere oder volle Flaschen bzw. andere Behälter beschädigt oder verschmutzt sind.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Linie Als Linie wird eine komplette Anlage bezeichnet, die aus mehreren Einzelmaschinen und Modulen besteht. Mit einer kompletten KRONES Linie werden fertige Getränke gemischt, Flaschen produziert, abgefüllt, etikettiert, transportiert und verpackt.
Pasteurisation Kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf Temperaturen bis 100 Grad Celsius. Dadurch werden Mikroorganismen abgetötet und Getränke wie Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte haltbar gemacht.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Preforms Rohlinge aus PET, die in Form und Größe Reagenzgläsern ähneln. Aus den Preforms werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt.
Sleeve Folienetiketten für Behälter, die entweder als Stretch-Variante gedehnt und aufgebracht oder durch Erwärmung aufgeschrumpft werden.
Streckblasmaschine Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen.
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.
Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad ist ein Maß für die Effizienz. Er beschreibt das Verhältnis von genutzter Leistung zu zugeführter Leistung und wird meistens in Prozent (0 bis 100 %) angegeben. Im Maschinen- und Anlagenbau wird diese Kennzahl verwendet, um den tatsächlichen Output ins Verhältnis zur nominalen bzw. theoretisch möglichen Leistung zu setzen. Beispiel: Auf einer Abfüllanlage mit einer Nennleistung von 50.000 Flaschen/Stunde werden tatsächlich aufgrund von Störungen/Schwankungen durchschnittlich nur 45.000 Flaschen/Stunde abgefüllt. So errechnet sich ein Wirkungsgrad von 90 % (45.000/50.000).

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Die Herstellung und das Papier des Geschäftsberichts 2014 des KRONES Konzerns sind zertifiziert nach den Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC). Der FSC schreibt strenge Kriterien bei der Waldbewirtschaftung vor und vermeidet damit unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt. Da die Produkte mit FSC-Siegel verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung durchlaufen, werden auch Verarbeitungsbetriebe von Papier, z. B. Druckereien, nach den Regeln des FSC zertifiziert.

Impressum

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Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG
Druck, Litho G. Peschke Druckerei GmbH
Papier Metapaper Smooth/Rough
Auflage 2.500 in deutscher Sprache 1.800 in englischer Sprache

Auf einen Blick: Umsatz, Ergebnis, Mitarbeiter, Dividende

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Ergebnis vor Steuern KRONES Konzern in Mio. €

* angepasst gemäß IAS 19R

Mitarbeiterentwicklung KRONES

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Konzernzahlen 2010 - 2014

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2014 2013 2012* 2011* 2010
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 2.953 2.816 2.664 2.480 2.173
davon Inland in Mio. € 284 292 224 253 234
davon Ausland in Mio. € 2.669 2.524 2.440 2.227 1.939
Exportanteil in % 90 90 92 90 89
Ertragslage
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 192 170 99 75 71
Konzernergebnis in Mio. € 136 119 68 44 51
Ergebnis je Aktie in € 4,30 3,84 2,26 1,45 1,68
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 672 642 625 603 569
davon Anlagevermögen in Mio. € 624 605 587 555 519
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.756 1.596 1.445 1.443 1.317
davon Zahlungsmittel in Mio. € 336 240 133 125 147
Eigenkapital in Mio. € 989 954 798 763 759
Fremdkapital in Mio. € 1.438 1.284 1.272 1.283 1.127
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 275 213 193 162 125
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 1.163 1.071 1.079 1.121 1.002
Bilanzsumme in Mio. € 2.428 2.238 2.070 2.046 1.886
Cashflow/Investitionen
Free Cashflow in Mio. € 152,1 67 31 - 7 3
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 95 108 111 106 82
Abschreibungen in Mio. € 91 85 77 70 61
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 336 240 133 125 147
Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen
EBT-Marge in % 6,5 6,0 3,7 3,0 3,3
Eigenkapitalrendite vor Steuern in % 19,7 19,4 12,2 9,8 9,7
ROCE (passivisch) in % 16,4 16,7 10,0 7,9 8,1
ROCE (aktivisch) in % 14,1 13,8 7,8 6,2 6,5
Mitarbeiter (per 31.12.) 12.624 12.285 11.963 11.389 10.575
davon Inland 9.344 9.098 9.076 8.887 8.280
davon Ausland 3.280 3.187 2.887 2.502 2.295
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 1,25** 2,00*** 0,75 0,60 0,40

* angepasst gemäß IAS 19R

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

*** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

Segmente und Produktsparten des KRONES Konzerns

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Produktbehandlungstechnik
Systemtechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Sudhaus- und Filtrationstechnik
Informationstechnologie
Intralogistik
Materialflusstechnik

Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)

Etikettiertechnik
Fülltechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon + 49 9401 70 - 1169

Telefax + 49 9401 70 - 911169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

Finanzkalender

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30.04.2015 Geschäftsbericht 2014
Zwischenbericht zum 31. März 2015
Bilanzpressekonferenz
17.06.2015 Hauptversammlung
23.07.2015 Zwischenbericht zum 30. Juni 2015
22.10.2015 Zwischenbericht zum 30. September 2015