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KRONES AG Annual Report 2012

Jun 4, 2013

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Annual Report

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Krones AG

Neutraubling

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Profitabel wachsen

Highlights 2012

KRONES steigert den Umsatz um 7,4 % auf 2.664,2 Mio. €
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbessert sich von 74,6 Mio. € im Vorjahr auf 97,9 Mio. €
KRONES beendet US-Rechtsstreitigkeiten durch Vergleich. Das belastete das EBT 2012 mit 37,8 Mio. €.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,75 € je Aktie (Vorjahr: 0,60 € je Aktie) vor.

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2012 2011 Veränderung
Umsatz Mio. € 2.664,2 2.480,3 +7,4 %
Auftragseingang inkl. Lifecycle Service Mio. € 2.721,1 2.514,0 +8,2 %
Auftragsbestand zum 31.12. inkl. Lifecycle Service Mio. € 999,3 942,4 +6,0 %
EBIT Mio. € 92,3 70,6 +30,7 %
EBT Mio. € 97,9 74,6 +31,2 %
Konzernergebnis Mio. € 67,0 43,7 +53,3 %
Ergebnis je Aktie 2,22 1,45 +53,1 %
Dividende je Aktie 0,75* 0,60 +25,0 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 110,9 106,0 +4,9 Mio. €
Free Cashflow Mio. € 30,6 -7,4 +38,0 Mio. €
Nettofinanzvermögen Mio. € 132,9 125,5 +7,4 Mio. €
ROCE % 9,9 7,9
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 11.963 11.389 + 574
Inland 9.076 8.887 +189
Ausland 2.887 2.502 +385

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES erzielte 2012 mit dem Strategieprogramm Value wichtige Fortschritte. Wir haben unsere Kostenstrukturen verbessert, die Modulbauweise unser Maschinen ausgebaut und die internationale Präsenz im Servicegeschäft gestärkt. Gemeinsam mit unseren fast 12.000 Mitarbeitern werden wir 2013 weitere Maßnahmen des Value-Programms konsequent umsetzen.

Bei allen Anstrengungen orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen der Kunden. Die Zufriedenheit jedes einzelnen Kunden ist oberstes Ziel von KRONES. Wir wollen unseren Partnern aus aller Welt nicht nur zuverlässige Maschinen und Anlagen in Top-Qualität liefern, sondern auch den schnellsten und besten Service bieten.

Deshalb wird KRONES vor allem in den Emerging Markets noch näher an die Kunden heranrücken. Damit stärken wir die Position des Unternehmens in den wirtschaftlichen Boom-Regionen und unterstützen den nachhaltigen und profitablen Wachstumskurs von KRONES.

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

»KRONES ist auf den Emerging Markets sehr gut positioniert. Das ist eine solide Basis für weiteres Wachstum.« Volker Kronseder Vorstandsvorsitzender

ein aufregendes Jahr 2012 liegt hinter uns. Sowohl gesamtwirtschaftliche als auch unternehmensspezifische Ereignisse sorgten dafür, dass bei uns keine Langeweile aufkam. Als sich die Lage in der Euro-Zone vorübergehend zuspitzte, machten wir uns große Sorgen. Es hätte unvorhersehbare Folgen für KRONES und die komplette Wirtschaft gehabt, wenn der Euro-Raum auseinandergebrochen wäre. Glücklicherweise sieht es zumindest nach heutigem Ermessen danach aus, als ob der Euro auf Dauer erhalten bliebe. Die wirtschaftliche Lage in Europa dürfte sich zumindest stabilisieren.

Außerordentlich wichtig war, wenn auch schmerzhaft, dass wir 2012 einen Schlussstrich unter die seit 2008 laufenden Rechtsstreitigkeiten gegen KRONES in den USA ziehen konnten. Gegenstand der Verfahren, über die wir Sie im vergangenen Jahr ausführlich informierten, waren Schadensersatzforderungen mehrerer amerikanischer Finanzdienstleister, einer Hedgefonds-Gruppe und eines Insolvenzverwalters. Sie standen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den Konkurs des US-Unternehmens Le-Nature's. Um dieses leidige Thema abschließen und wieder mit voller Kraft nach vorne blicken zu können, haben wir uns mit den Klägern verglichen. KRONES hatte bereits im Jahresabschluss 2011 Rückstellungen für das Verfahren gebildet. Im dritten Quartal 2012 mussten wir die Rückstellung aufstocken. Dadurch entstand ein Sondereffekt in den Aufwendungen, der das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsjahres 2012 mit 37,8 Mio. € belastete.

Operativ lief es für unser Unternehmen 2012 trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds gut. Weil wir auf den Emerging Markets sehr gut positioniert sind, ist KRONES weiter gewachsen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zu 2011 um 7,4 % auf 2.664,2 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern kletterte von 74,6 Mio. € im Vorjahr auf 97,9 Mio. €. Aufgrund der positiven operativen Entwicklung haben wir uns entschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 mit 0,75 € je Aktie eine um 0,15 € höhere Dividende als im Vorjahr vorzuschlagen.

Der Wohlstand nimmt weltweit zu. Davon profitiert KRONES.

KRONES will auch mittel- und langfristig profitabel wachsen. Das Fundament hierfür ist unser Strategieprogramm Value, mit dem wir 2012 gut vorankamen. Näheres hierzu lesen Sie bitte auf den Seiten 18 bis 39. Große Wachstumschancen bieten uns die Megatrends. Alleine in China entkamen in den vergangenen 30 Jahren laut Untersuchungen der Weltbank 500 Millionen Menschen der Armut. Das bedeutet zwar nicht, dass diese Menschen bereits jetzt nach westlichen Maßstäben konsumieren. Doch die Nachfrage nach verpackten Getränken und Lebensmitteln dürfte in den kommenden Jahren durch den steigenden Wohlstand kontinuierlich anziehen. Das gilt nicht nur für China, sondern auch für andere Regionen in Asien sowie für Afrika und Südamerika. Dort schreitet auch die Urbanisierung voran. Immer mehr Menschen strömen in die Städte und passen sich der dortigen Lebensform und dem Konsumverhalten an. Damit KRONES all diese Marktchancen nutzen kann, haben wir 2012 wieder kräftig in unser internationales Servicegeschäft investiert. Das zeigt sich auch an der Mitarbeiterzahl im Ausland, die 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 385 stieg. Auch in den kommenden Jahren werden wir die Belegschaft in wichtigen Märkten aufstocken, denn Kundennähe ist in unserer Branche ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Das heißt aber keinesfalls, dass sich KRONES vom Standort Deutschland abwendet. Ganz im Gegenteil. Auch in die Standorte hierzulande investieren wir kräftig. Zum Beispiel haben wir 2012 damit begonnen, in Nittenau eine eigene Produktionsstätte für die EVOGUARD Ventile zu bauen. In Neutraubling entsteht gerade ein zentrales Logistikzentrum für das Servicegeschäft. Persönlich sehr am Herzen liegt mir das neue und doppelt so große Ausbildungszentrum an unserem Konzernsitz, das unsere jungen Nachwuchskräfte im Juli 2012 beziehen konnten.

In das Geschäftsjahr 2013 ist KRONES mit viel Elan gestartet. Schließlich findet von 16. bis 20. September die "drinktec" statt. Die internationale Leitmesse für die Getränke- und Verpackungsindustrie wird alle vier Jahre in München veranstaltet und liefert unserer Branche wichtige Impulse. Wir werden dort einige Highlights aus unserer innovativen Produktpalette präsentieren.

KRONES hat sich in der Materialflusstechnik neu aufgestellt.

Im Januar hat sich KRONES in der Materialflusstechnik neu aufgestellt und 26 % an der profitablen KLUG GMBH erworben. Darüber hinaus haben wir einen Kooperationsvertrag mit dem Anbieter von Intralogistiklösungen abgeschlossen, damit KRONES seinen Kunden diese Leistung weiter anbieten kann. Die eigenen Aktivitäten in der Materialflusstechnik werden wir im Laufe des Geschäftsjahres 2013 aufgeben. In diesem Bereich hat KRONES trotz relativ geringer Umsätze dauerhaft beträchtliche Verluste erwirtschaftet.

Zu guter Letzt bedanke ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich bei den mittlerweile 11.963 Mitarbeitern für ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2012. Unsere qualifizierten und motivierten Mitarbeiter sind der Garant dafür, dass wir 2013 und darüber hinaus "Gemeinsam Werte schaffen".

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender

Die Mitglieder des Vorstands

Rainulf Diepold

geb. 1955

Seit 1996 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Vertrieb und Marketing

Thomas Ricker

geb. 1968

Seit 2012 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Technik, Forschung und Entwicklung

Werner Frischholz

geb. 1951

Seit 2003 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Materialwirtschaft, Produktion und Service

Christoph Klenk

geb. 1963

Seit 2003 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Finanzen und Informationsmanagement

Volker Kronseder

geb. 1953

Seit 1989 Mitglied des Vorstands, seit 1996 Vorstandsvorsitzender;

Ressorts Personal und Unternehmenskommunikation

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

2012 war für KRONES sehr anspruchsvoll. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen entwickelte sich das operative Geschäft gut. Ein Sondereffekt in den Aufwendungen belastete jedoch das Unternehmensergebnis im vergangenen Jahr. Dieser entstand durch die Vergleichszahlungen, mit denen KRONES seine US-Rechtsstreitigkeiten beendete. Die Verfahren standen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den Konkurs des US-Unternehmens Le-Nature's. Der Aufsichtsrat befasste sich mit den US-Rechtsstreitigkeiten der Gesellschaft im Berichtsjahr intensiv.

Trotz der Ergebnisbelastung begrüßt der Aufsichtsrat, dass die Gesellschaft das Verfahren, das seit Oktober 2008 andauerte, durch Vergleiche abschließen konnte und damit das Risiko eines noch größeren Schadens für KRONES abgewendet wurde.

Beratung und Überwachung

Ernst Baumann Vorsitzender des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Es fanden fünf ordentliche und zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens und über das Risikomanagement informieren.

Am 21. März 2012 traf sich der Aufsichtsrat zu seiner ersten Sitzung. Dort stellte der Vorstand dem Gremium den vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 vor und erläuterte die wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns. Im Anschluss präsentierte der Vorstand den wirtschaftlichen Bericht, der die aktuelle Geschäftslage und die Aussichten des KRONES Konzerns beinhaltete. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der Rechtsstreitigkeiten in den USA.

An der Aufsichtsratssitzung am 23. April 2012 nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2011 und gaben einen detaillierten Überblick über die Prüfungsschwerpunkte. Im Anschluss an die umfangreichen Ausführungen stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2011 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 fest. Danach befassten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 13. Juni 2012. Es wurde entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,60 € je Aktie auszuschütten. Ein weiteres Thema der Aufsichtsratssitzung war die Strategie von KRONES auf Basis des Leitbilds und des Value-Programms sowie die strategische Positionierung der Unternehmenssegmente.

Am 13. Juni 2012 traf sich der Aufsichtsrat im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft zu seiner konstituierenden Sitzung. Das Gremium wählte Ernst Baumann erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Werner Schrödl zu dessen Stellvertreter. Als neues Mitglied im Aufsichtsrat begrüßte Herr Baumann Klaus Gerlach, der von den Arbeitnehmern als Arbeitnehmervertreter in das Gremium gewählt wurde. Er ersetzte Anton Schindlbeck, bei dem sich Ernst Baumann für sein langjähriges Engagement bedankte.

Auf der vierten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 19. September 2012 erläuterte der Vorstand dem Gremium den aktuellen Geschäftsverlauf und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr 2012. Über den aktuellen Status der Rechtsstreitigkeiten in den USA wurde der Aufsichtsrat ebenfalls informiert.

Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 15. Oktober 2012 statt. Einziger Tagesordnungspunkt waren die Rechtsstreitigkeiten in den USA. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat detailliert über den aktuellen Sachverhalt. Es zeichnete sich ab, dass das Unternehmen die Verfahren durch Vergleiche beenden kann. Der Aufsichtsrat und der Vorstand beschlossen, die Rückstellung für Vergleichszahlungen zu erhöhen.

Am 20. November 2012 traf sich der Aufsichtsrat zu einer Arbeitssitzung. Dabei befasste er sich unter anderem mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit. Der Aufsichtsratsausschuss legte dem Gremium den Bericht zum Risikomanagement der Gesellschaft vor.

Zu seiner fünften ordentlichen Sitzung 2012 trat der Aufsichtsrat am 21. November zusammen. Neben den Zahlen zum dritten Quartal 2012 war die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2013 Schwerpunktthema der Sitzung. Der Vorstand legte unter anderem die Vertriebs-, Produktions- und Personalplanung vor. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat, wie die Flexibilität von KRONES gesteigert werden soll und erläuterte die Steuerung der Liquidität des Unternehmens.

Arbeit des Aufsichtsratsausschusses

Dem Aufsichtsratsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Der Aufsichtsratsausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und bereitet entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat vor. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Aufsichtsratsausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Aufsichtsratsausschuss bereitete vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung, die am 23. April 2012 stattfand, die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2011 durch den Aufsichtsrat vor.

Auf der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 13. Juni 2012 berief der Aufsichtsrat Graf Philipp von und zu Lerchenfeld zum Vorsitzenden des Aufsichtsratsausschusses.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2012 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2012 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 19. April 2013 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2012.

Neutraubling, im April 2013

Der Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ab 03.04.2012

ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* ab 01.01.2012

VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Bereichsleiter Materialwirtschaft

ab 13.06.2012

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

* HOYER GMBH

* ab 01.10.2012

CONSORTIUM GASTRONOMIE GMBH

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdL, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Johann Robold**

Betriebsrat

Anton Schindlbeck**

Vertriebsleiter LCS

bis 13.06.2012

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Josef Weitzer**

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

* SPARKASSE REGENSBURG

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Das KRONES Jahr 2012

1. Quartal

Gut liefen die Geschäfte von KRONES in den ersten drei Monaten 2012. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf 648,6 Mio. €. Um 5,0 % auf 659,8 Mio. € legte der Auftragseingang zu. Von Januar bis März erwirtschaftete KRONES ein Ergebnis vor Steuern von 32,5 Mio. €.

Ende Januar veröffentlichte KRONES Neuigkeiten zu den US-Rechtsstreitigkeiten des Unternehmens. KRONES trat mit mehreren Klägern in Mediationsverhandlungen ein, um eine Beendigung der langjährigen Rechtsstreitigkeiten auszuloten.

Auf der Messe Anuga FoodTec in Köln präsentierte das Unternehmen sein Zweistrom-Verfahren, bei dem Saft und Fruchtstücke in der Prozesstechnik getrennte Wege gehen und erst beim Abfüllen zusammengebracht werden. Dieses Verfahren schont die teuren Fruchtbestandteile und spart Ressourcen ein.

Stark schwankte der Kurs der KRONES Aktie im ersten Quartal. Erst stieg er innerhalb weniger Wochen von rund 37 € bis auf 44 €. Danach verlor die Aktie wieder an Wert und stand Ende des ersten Quartals mit 37,62 € nur um rund 2 % höher als zu Jahresbeginn.

2. Quartal

Im zweiten Quartal verschlechterten sich die Aussichten für die Weltwirtschaft. KRONES schlug sich in dem schwierigen Umfeld gut. Mit 641,1 Mio. € unterschritt der Quartalsumsatz das Vorjahresniveau zwar um 1,5 %, bewegte sich aber innerhalb der Planungen. Dasselbe galt für das Ergebnis vor Steuern, das mit 31,5 Mio. € um 2,5 Mio. € niedriger ausgefallen war als im zweiten Quartal 2011.

Am 13. Juni fand in Neutraubling die Hauptversammlung des Unternehmens statt. Der Vorstand informierte die Aktionäre über den aktuellen Stand des Strategieprogramms Value und erläuterte die Ziele von KRONES. Für das Geschäftsjahr 2011 erhielten unsere Anteilseigner eine Dividende je Aktie von 0,60 € und damit um 0,20 € mehr als im Vorjahr.

An den Aktienbörsen war die Stimmung von April bis Juni schlecht. Schuld daran war hauptsächlich die Angst um den Euro. Der DAX verlor im zweiten Quartal rund 8 %, der Mid Cap-Index MDAX büßte 3,3 % ein. Wesentlich besser entwickelte sich die KRONES Aktie, die von April bis Juni um 5,7 % stieg.

3. Quartal

Am 6. Juli eröffnete KRONES im Beisein von Vorstandschef Volker Kronseder sein neues Ausbildungszentrum in Neutraubling, das doppelt so groß ist wie die bisherige Ausbildungsstätte. Den jungen Nachwuchskräften stehen dort modernste Maschinen zur Verfügung, auf denen sie wichtige Fertigkeiten und Kenntnisse für ihr künftiges Berufsleben erlernen können. Die Investition in das neue Ausbildungszentrum unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Ausbildung junger Menschen bei KRONES traditionell einnimmt.

Für das dritte Quartal 2012 musste KRONES einen Verlust ausweisen. Grund hierfür war, dass das Unternehmen die Rückstellung für die US-Rechtsstreitigkeiten erhöhte und deshalb ein Sondereffekt in den Aufwendungen anfiel. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT), also das um den Sondereffekt bereinigte EBT, stieg im dritten Quartal von 14,9 Mio. € im Vorjahr auf 27,0 Mio. €.

Weiter zulegen konnte der Kurs der KRONES Aktie im dritten Quartal. Insgesamt ging es von Juli bis September um 4,7 % auf 41,65 € nach oben.

4. Quartal

Anfang November konnte KRONES seine seit Oktober 2008 andauernden US-Rechtsstreitigkeiten beenden. Um etwaige Risiken aus den ansonsten möglicherweise noch Jahre andauernden Verfahren zu vermeiden, hat sich das Unternehmen mit den Klägern verglichen.

Stark vertreten war KRONES auf den Messen, die alljährlich im Herbst stattfinden. Die Nürnberger Brau Beviale, eine wichtige Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft, verlief vor allem für KOSME sehr gut. Die Produkte unseres kleinsten Segments fanden bei den Kunden regen Zuspruch.

Von Oktober bis Dezember verbesserte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % auf 766,6 Mio. €. Damit ist KRONES 2012 insgesamt um 7,4 % gewachsen. Das Ergebnis vor Steuern betrug im vierten Quartal 47,5 Mio. €.

Ein gutes Schlussquartal verzeichnete die KRONES Aktie. Unser Papier profitierte hauptsächlich von der allgemein guten Börsenstimmung. Der KRONES Aktienkurs kletterte im letzten Jahresviertel 2012 um knapp 13 % auf 47,00 €.

KRONES auf einen Blick

KRONES bietet Maschinen und komplette Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Vom Bau von Getränkefabriken bis zur Auslieferung des fertigen Produkts bietet KRONES alle dafür nötigen Leistungen aus einer Hand. Das Unternehmen ist in drei Segmente untergliedert.

Segment Produktabfüllung und -ausstattung

Im Kerngeschäft und dem mit Abstand größten und ertragsstärksten Segment bietet KRONES Maschinen und komplette Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, verpacken, etikettieren und transportieren. Maschinen, auf denen PET-Behälter hergestellt und gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling), gehören dem Segment ebenfalls an.

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2012 2011
EBT (Mio. €) 119,2 108,9
EBT-Marge (%) 5,3 5,1
Mitarbeiter* 10.513 10.045

* Konsolidierungskreis

Umsatz in Mio. €

Segment Getränkeproduktion/ Prozesstechnik

Dieses Segment umfasst zum einen die Sudhaus- und Kellertechnologie, also Produkte für Brauereien. Zum anderen gehören Anlagen, mit denen sensible Getränke wie Milch behandelt und Milchmischgetränke und Fruchtsäfte produziert werden, zu diesem KRONES Segment. Die Materialflusstechnik/Intralogistik ist ebenfalls in der "Getränkeproduktion/Prozesstechnik" angesiedelt.

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2012 2011
EBT (Mio. €) -13,6 - 19,3
EBT-Marge (%) -4,5 -7,4
Mitarbeiter* 671 664

Umsatz in Mio. €

Segment unterer Leistungsbereich (KOSME)

Unsere Tochter KOSME bietet ein ähnliches Produktspektrum wie das Segment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" an, aber für den niedrigeren Leistungsbereich. Mit KOSME erreichen wir auch kleinere und mittelständische Kunden, die keine Hochleistungsmaschinen benötigen, aber trotzdem auf Qualität setzen. Deshalb ergänzt KOSME das Kerngeschäft von KRONES ideal.

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2012 2011
EBT (Mio. €) -7,6 -15,0
EBT-Marge (%) -8,1 -17,9
Mitarbeiter* 495 477

Umsatz in Mio. €

KRONES nutzt die Vorteile des Standorts Deutschland und produziert den Großteil seiner Maschinen und Anlagen im Inland. Die Tochter KOSME fertigt in Österreich und Italien.

KRONES mit Linienkompetenz

Eine Abfülllinie von KRONES setzt sich aus innovativen Einzelmaschinen und Anlagen zusammen. Auf diesen werden Flaschen produziert, abgefüllt, etikettiert und verpackt. Maßgeschneiderte IT-Lösungen von KRONES steuern und dokumentieren alle Abläufe innerhalb der Linie.

10 Intralogistik

Vor ihrer Auslieferung werden die Produkte in einem modernen Hochregallager abgelegt. Eine ausgeklügelte Software verwaltet alle Bestände und wickelt Kundenaufträge vollautomatisch "just in time" ab.

5 Transporttechnik

Auf den Anlagen von KRONES werden die Behälter zwischen den einzelnen Produktionsschritten schnell und zuverlässig transportiert. Unsere Transporteure sind mit modernster Steuerungstechnik ausgestattet.

9 Pack- und Palettiertechnik

Der Hochleistungspalettierer Robogrip von KRONES ist ein vielseitiger Roboter, der zuverlässig zupackt. Mittels Klemmgreifer nimmt er die Gebinde reihenweise auf und setzt sie zielsicher auf der Palette ab.

8 Pack- und Palettiertechnik

Das Gebindegruppierystem Robobox positioniert und verteilt Einweg-Gebinde blitzschnell und vollautomatisch. Damit steht einer zuverlässigen und exakten Palettierung nichts mehr im Weg.

Start des Produktionsprozesses

3 Prozesstechnik

In den Anlagen zur Produktbehandlung entstehen aus verschiedenen Bestandteilen abfüllfertige Getränke wie Limonaden und Saftschorlen.

4 Fülltechnik

Abhängig von Getränk, Behälterart- und -form gibt es verschiedene Füllverfahren. Beim KRONES Füller Volumetic wird die abzufüllende Menge mit einem induktiven Durchflussmessgerät exakt bestimmt.

2 Etikettiertechnik

Flaschen müssen attraktiv aussehen, damit sie der Verbraucher kauft. Das Etikett spielt dabei eine entscheidende Rolle. KRONES bietet eine breite Palette leistungsstarker Etikettiermaschinen an.

1 Kunststofftechnik

Auf dieser Maschine werden PET-Rohlinge (Preforms) zu Flaschen aufgeblasen. Mit der neuen Generation der Maschine, der Contiform 3, können in der Stunde bis zu 2.250 PET-Behälter pro Kavität hergestellt werden.

6 Pack- und Palettiertechnik

Es gibt viele Verpackungsvarianten. Deshalb müssen Verpackungsanlagen sehr flexibel sein. Die verschiedenen Modelle der vollautomatischen Packmaschine Variopac Pro von KRONES decken sämtliche Verpackungsarten ab.

7 Pack- und Palettiertechnik

Im Schrumpftunnel wird die Folie, die die zu einem Gebinde zusammengestellten Behälter umhüllt, erwärmt. Dadurch zieht sich die Folie zusammen und fixiert die Behälter.

3 Prozesstechnik

Tanks spielen in der Getränkeherstellung eine zentrale Rolle. KRONES bietet seinen Kunden individuelle Lager- und Produktionsbehälter in höchster Qualität.

Bestandteil des Konzernlageberichts

Strategie

Value - gemeinsam Werte schaffen

Die Weltwirtschaft schwankt zunehmend stärker. Unsere Märkte sowie die Anforderungen der Kunden verändern sich ebenfalls rasant. Die Antwort von KRONES auf diese Herausforderungen ist das Strategieprogramm Value. Mit den in Value gebündelten Maßnahmen wollen wir unsere führende Marktposition nachhaltig ausbauen und unsere ehrgeizigen Ziele bis 2015 erreichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte KRONES bereits gute Fortschritte. Wir wissen aber, dass wir erst am Anfang des langen Value-Weges stehen und werden 2013 das Programm weiter konsequent umsetzen.

Beilegung der Rechtsstreitigkeiten in den USA

»Wachstum und Profitabilität sind weiterhin die zentralen Säulen unseres Strategieprogramms Value.« Christoph Klenk Finanzvorstand

Wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie von KRONES ist seit jeher, Chancen und Risiken sorgfältig abzuwägen. Dies war auch der Grund, warum wir die seit Oktober 2008 laufenden Rechtsstreitigkeiten in den USA im Berichtsjahr endgültig durch einen Vergleich beigelegt haben. Die Verfahren standen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den Konkurs des US-Unternehmens Le-Nature's.

Der Vergleich ist kein Schuldeingeständnis. Die Risiken hätten aber die im November 2012 geschlossenen Vergleiche um ein Vielfaches übersteigen können. Diesen Risiken wollten wir unser Unternehmen nicht aussetzen. So verblieb, nach Berücksichtigung von Versicherungsleistungen, bei KRONES eine Nettogesamtbelastung der Ertragslage vor Steuern in Höhe von 74,5 Mio. € (rund 100 Mio. US-Dollar), wovon bereits 36,7 Mio. € (47 Mio. US-Dollar) im Vorjahr ergebnismindernd berücksichtigt wurden.

Obwohl die Vergleichszahlungen KRONES sehr schmerzen, sind wir erleichtert, dass wir dieses Kapitel endgültig abgeschlossen haben und uns wieder voll auf die Umsetzung der Value-Strategie konzentrieren können.

Das Ziel: 7/7/20

Um KRONES auf einem nachhaltigen und profitablen Wachstumskurs zu halten, haben wir uns ambitionierte Ziele gesteckt: 7/7/20 steht für:

5 bis 7 Prozent mehr Umsatz pro Jahr
7 Prozent Umsatzrendite vor Steuern
20 Prozent ROCE (Return on Capital Employed)

Auch in Zukunft wird sich der Verpackungsmaschinenmarkt schneller und stabiler entwickeln als die Weltwirtschaft. Die größten Wachstumstreiber bleiben die stetig wachsenden Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen vom Land in die Stadt. Dies führt zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken und damit zu einer steigenden Nachfrage nach KRONES Produkten, die auch in einer volatilen Weltwirtschaft relativ stabil bleibt.

In den reifen Märkten wie Europa und Nordamerika müssen sich die Lebensmittelund Getränkehersteller verstärkt über verschiedene Verpackungsvarianten von den Wettbewerbern abheben. Viele Getränkehersteller planen daher, die Variantenvielfalt der Endprodukte in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Hierfür benötigen sie ebenfalls innovative Lösungen von KRONES.

Aus diesen Gründen sind wir zuversichtlich, dass wir das Wachstumsziel von durchschnittlich 5 bis 7 Prozent pro Jahr - unter normalen konjunkturellen Bedingungen - erreichen und unsere Position als Marktführer festigen.

Zudem wollen wir eine EBT-Marge, also ein Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, von 7 Prozent erwirtschaften. 2012 lag diese Kennzahl, bereinigt um den Aufwand in Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten in den USA, bei 5,1 Prozent.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed) ist eine bedeutende Ziel- und Steuerungsgröße des Value-Programms. Hier streben wir einen Wert von 20 Prozent an (2012, bereinigt um den Aufwand für die US-Rechtsstreitigkeiten: 13,6 %). Damit wir diese Kennzahl verbessern, müssen wir neben einem höheren Ergebnis, gemessen am EBIT, auch das eingesetzte Kapital optimieren. Hier wird KRONES vor allem beim Working Capital den Hebel ansetzen und dieses im Vergleich zum Umsatz weiter verringern.

Der Weg: Value

Value gemeinsam Werte schaffen

Value orientiert sich stark an den individuellen Bedürfnissen der Märkte und Kunden vor Ort. Die Zufriedenheit der Kunden steht bei uns im Mittelpunkt. Wir liefern Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen von hoher Qualität und Verfügbarkeit. Angefangen vom ersten Kontaktgespräch, über die Produktion, Auslieferung bis hin zur Wartung und Ersatzteillieferung wollen wir unseren Kunden den besten und schnellsten Service bieten. Hierfür investierte KRONES 2012 viel in den internationalen Aufbau von Service-Mitarbeitern vor Ort. Aber auch unsere Innovationen (siehe S. 80) orientieren sich an den Anforderungen der Kunden, damit diese ihre Produkte in hoher Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen herstellen können.

Entscheidender Erfolgsfaktor für die Umsetzung aller in Value gebündelten Maßnahmen sind unsere Mitarbeiter. Ihre Qualifikation und Motivation trägt maßgeblich dazu bei, dass KRONES die Chancen, die der Getränke- und Lebensmittelverpackungsmarkt bietet, nutzen kann. Mit den im Jahr 2012, vor allem im Ausland, aufgestockten Mitarbeiterzahlen sehen wir uns gut gerüstet, das angestrebte Wachstum stemmen zu können - und gemeinsam Werte zu schaffen.

Profitabilität weiter im Fokus

Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir in allen drei Segmenten die Kosten weiter senken.

Der Weg hin zu mehr Profitabilität und einem höheren ROCE führt über verbesserte Kostenstrukturen. Kostensenkungen in allen drei Segmenten sind und bleiben ein wichtiges Value-Thema. Hier sind wir im Berichtszeitraum einen guten Schritt vorangekommen.

Im Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung haben wir dies mit schnelleren und einfacheren Abläufen erreicht. Hauptthema ist hier die Modularisierung von Baugruppen und Maschinen. Je modularer wir unsere Anlagen gestalten, desto kürzer werden die Durchlaufzeiten und um so attraktiver werden unsere Einkaufskonditionen. Auch die Investitionen in Logistik und Taktmontagen führten 2012 bereits zu Produktivitätssteigerungen und geringerer Kapitalbindung.

2013 wird KRONES in seinem Kernsegment die Kostenstrukturen weiter optimieren. Wir werden den lokalen Einkauf ausbauen; also Material zunehmend an unseren internationalen Standorten vor Ort beschaffen, um die Materialkosten zu senken. Außerdem verbessern unsere zusätzlichen Mitarbeiter beim Kunden in den Regionen die Kostenstrukturen bei der Installation und Inbetriebnahme unserer Anlagen. Ebenfalls eine wichtige Maßnahme für 2013 ist der Ausbau des internationalen Wertschöpfungsverbundes. So werden bestimmte Teile nur am dafür optimal geeigneten Standort gefertigt.

Im Segment Prozesstechnik verbesserten wir im Berichtszeitraum das Risikomanagement nochmals deutlich, indem wir das Projektmanagement von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung signifikant ausbauten. Darüber hinaus hatten wir uns für 2012 vorgenommen, strukturelle Themen in der Prozesstechnik abzuarbeiten. Mit der Neuaufstellung der Materialflusstechnik zum Jahresanfang 2013 haben wir auch hier einen ersten wichtigen Schritt zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität dieses Segments gemacht. Durch die Beteiligung an der KLUG GMBH (siehe Seite 102) und der damit einhergehenden Kooperation werden wir auch künftig unseren Kunden vollumfänglich Intralogistiklösungen anbieten können. Da KRONES die eigenen Aktivitäten im Laufe des Jahres 2013 einstellt, werden aus dem Bereich Materialflusstechnik ab 2013 keine wesentlichen Verluste mehr zu Buche schlagen.

Im laufenden Jahr wollen wir die Strukturen in der Prozesstechnik weiter optimieren. Ziel ist es zudem, durch eine höhere Auslastung die Ressourcen besser zu nutzen und Fortschritte beim Preisniveau zu machen. Außerdem bauen wir im Bereich Prozesstechnik das Service-Geschäft mit Komponenten und Software-Upgrades weiter aus.

Auch bei KOSME, dem Segment für den unteren Leistungsbereich, kamen wir 2012 gut voran. So stellten wir die Vertriebsstruktur um und überarbeiteten das Produktportfolio. Insgesamt haben wir unser 2012er-Ziel für KOSME, also eine Halbierung des Verlustes gegenüber 2011, erreicht und sind zuversichtlich, 2013 aus den roten Zahlen zu kommen. Hierfür werden wir die Kosten weiter senken und den Service neu strukturieren.

Wachstum durch Internationalisierung

Die aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien, Südamerika und Afrika bieten auch in unserem Markt die größten Wachstumschancen. Neben dem Neumaschinengeschäft will KRONES auch im Service-Bereich seine starke Position auf diesen Märkten weiter festigen. 2012 erzielte KRONES 62 Prozent des Umsatzes auf den Emerging Markets.

Um unsere hohen Wachstumsziele zu erreichen und uns auf die jeweiligen volatilen Märkte noch besser einstellen zu können, ist der Ausbau der globalen Servicestrukturen eine der wichtigsten Maßnahmen. Damit wir weiterhin den besten Service der Branche bieten können, braucht KRONES mehr Mitarbeiter vor Ort. Dadurch sind wir noch näher und schneller beim Kunden. Deshalb stockt KRONES vor allem die LCS (Lifecycle Service)-Center sowie lokale Service-Niederlassungen mit qualifiziertem Personal aus der jeweiligen Region auf. Wir legen großen Wert darauf, dass die Mitarbeiter die jeweilige Sprache der Kunden sprechen und ihre Kultur verstehen.

Beispiel China

Unser LCS-Center im chinesischen Taicang haben wir in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und werden es 2013 nochmals deutlich vergrößern. Ende 2013 sollen dann knapp 500 Mitarbeiter in China beschäftigt sein, nach rund 200 Mitarbeitern im Jahr 2010. Nach diesem Vorbild wollen wir auch unsere anderen internationalen LCS-Standorte ausbauen und so die Marktanteile im After-Sales-Geschäft, vor allem in den Emerging Markets, erhöhen.

Wachstum im Komponentengeschäft

Das profitable Komponentengeschäft von KRONES soll in den kommenden Jahren wachsen.

In der Prozesstechnik steht der Ausbau des Komponentengeschäfts im Vordergrund. Als Beispiel ist hier die EVOGUARD Ventiltechnik zu nennen. Das Gesamtprogramm umfasst alle im Getränkebetrieb erforderlichen Ventile. Mit den Aseptikventilen der EVOGUARD Serie kann KRONES auch andere Branchen wie Chemie, Pharma und Biotech beliefern. Deshalb haben wir uns entschlossen, EVOGUARD als eigenständige Gesellschaft auf eigene Beine zu stellen. Ziel für 2013 ist es, mit der Ventilserie schnell in anderen Branchen Fuß zu fassen und die EVOGUARD Produktpalette um weitere Komponenten zu erweitern.

Unsere Mannschaft weiß um die Bedeutung des Value-Programms für die Zukunftsfähigkeit von KRONES. Wir sind daher zuversichtlich, auch 2013 wieder ein gutes Stück auf dem Value-Weg zurückzulegen. Die folgenden Seiten sollen Ihnen Beispiele zeigen, mit welchen konkreten Maßnahmen Value im Berichtszeitraum bei KRONES umgesetzt wurde.

Christoph Klenk, Finanzvorstand

Profitabel wachsen

KRONES verfolgt mit dem Value-Programm wichtige strategische Ziele. Im Fokus steht nachhaltiges und profitables Wachstum. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen anhand von Beispielen, wie wir das Value-Programm in verschiedenen Unternehmensbereichen umsetzen.

Value gemeinsam Werte schaffen

Profitabel wachsen

... durch Internationalisierung

Die aufstrebenden Volkswirtschaften in China, Asien-Pazifik, Südamerika und Afrika bieten KRONES hohe Wachstumschancen. Insgesamt sind wir mit einem Umsatzanteil von 62 % in den Emerging Markets bereits stark vertreten. Neben dem Neumaschinengeschäft will KRONES auch im Service-Bereich seine starke Position auf den internationalen Märkten weiter festigen.

Value gemeinsam Werte schaffen

Um unsere Präsenz auf den Emerging Markets weiter stärken zu können, bauen wir unsere Kapazitäten vor Ort aus. Im Fokus steht das Servicegeschäft. Damit wir Kunden den bestmöglichen Service bieten können, braucht KRONES mehr Mitarbeiter vor Ort, die die Sprache und Kultur des jeweiligen Landes verstehen. Dadurch sind wir noch näher und schneller beim Kunden.

Bestes Beispiel: Unser LCS-Center im chinesischen Taicang haben wir in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut. Ende 2013 werden knapp 500 Mitarbeiter in China unsere Kunden schnell mit hochwertigen Produkten und Services versorgen.

Profitabel wachsen

... durch Komponentengeschäft

KRONES will im Rahmen des Value-Programms verstärkt im profitablen Komponentengeschäft wachsen. Wir erhöhen damit nicht nur die eigene Wertschöpfung bei der Produktion unserer Maschinen und Anlagen, sondern können die Komponenten auch Kunden außerhalb unserer derzeitigen Zielmärkte anbieten. Mit der eigenentwickelten EVOGUARD Ventiltechnik haben wir hier einen wichtigen ersten Schritt gemacht.

Value gemeinsam Werte schaffen

Die EVOGUARD Ventiltechnik von KRONES umfasst alle im Getränkebetrieb erforderlichen Ventile. Das breite Produktprogramm ist auch für Anwendungen außerhalb der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie, wie beispielsweise in der Chemie-, Pharma- oder Biotechbranche, bestens geeignet. Damit erschließen wir uns völlig neue Kundenpotenziale. Darüber hinaus können wir mit den EVOGUARD Ventilen auch im Segment Prozesstechnik das lukrative Servicegeschäft bedienen.

Profitabel wachsen

... durch hohe installierte Basis

In den reifen Volkswirtschaften unterstützt die zunehmende Variantenvielfalt der Produkte unserer Kunden das Wachstum von KRONES. Um dem steigenden Wettbewerbsdruck standzuhalten, müssen die Getränkehersteller bestehende Anlagen nach- und aufrüsten. KRONES bietet hierfür die passenden Leistungen an.

Value gemeinsam Werte schaffen

Der Konkurrenzdruck in der internationalen Getränkeindustrie ist hoch. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, benötigen die Kunden von KRONES flexible Anlagen, auf denen sie individuelle Verpackungen effizient verarbeiten können.

KRONES hat die Kompetenz, um mit Nachrüstungen und Umbauten auf schnell geänderte Anforderungen der Kunden zu reagieren. Ein Beispiel hierfür sind Umbaumaßnahmen, damit bestehende Maschinen noch leichtere PET-Flaschen mit kürzeren Schraubverschlüssen verarbeiten können. Ein Mehrwert, der sich auszahlt. Denn damit sparen Kunden teures Verpackungsmaterial ein.

Profitabel wachsen

... durch Innovationen

Wer profitabel wachsen will, muss sich mit innovativen Produkten von der Konkurrenz absetzen. Die Kunden brauchen zuverlässige, leistungsstarke und effiziente Anlagen. An diesen Bedürfnissen orientiert sich KRONES bei allen Neu- und Weiterentwicklungen. Ziel ist es, unseren Kunden Lösungen zu bieten, mit denen sie ihre Produkte sicher und kostengünstig herstellen können.

Value gemeinsam Werte schaffen

Ein Beispiel für unsere Innovationsfähigkeit ist der Nassteilblock ErgoBloc L, mit dem bis zu 81.000 Behälter pro Stunde abgefüllt werden können. KRONES hat die in der Anlage integrierten Einzelmaschinen mit gezielten Innovationen für ihren Einsatz im Block optimiert und mittels einer intelligenten Steuerung miteinander vernetzt.

Durch diese ausgeklügelten Maßnahmen arbeitet der ErgoBloc L deutlich wirtschaftlicher als bisherige Anlagenkonzepte. Die gesamten Betriebskosten liegen deutlich niedriger als bei konventionellen Abfülllinien. Darüber hinaus benötigt der Block 25 % weniger Platz.

Die Aktie

2012 war insgesamt ein sehr gutes Aktienjahr. Beflügelt wurden die Märkte von der expansiven Geldpolitik der Notenbanken. Um 27,9 % stieg der Kurs der KRONES Aktie 2012.

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Tiefstkurs Höchstkurs
35,75 € 47,25 €

Zur KRONES Aktie

Lockere Geldpolitik der Notenbanken beflügelt Börsen
Kurs der KRONES Aktie klettert um 27,9 %
Dividende steigt um 0,15 € auf 0,75 € je Aktie

Im vergangenen Jahr schwankten die Aktienbörsen wegen der Schulden- und Eurokrise heftig. Erst nachdem sich die Europäische Zentralbank als kompromissloser Euro-Retter positioniert hatte, gingen die Aktienbörsen nachhaltig nach oben. Der Kurs der KRONES Aktie stieg 2012 um 27,9 % auf 47,00 €.

Das Börsenjahr 2012

»Bei KRONES hat sich 2012 einiges getan. Wir haben den Kapitalmarkt stets schnell und transparent informiert.« Olaf Scholz Leiter Investor Relations

Die Euro- und Schuldenkrise hatte die internationalen Aktienmärkte 2012 fest im Griff. Im zweiten Quartal drohte die Situation in Europa zu eskalieren und die Aktienkurse schmierten kräftig ab. Aus Angst, dass die Euro-Zone auseinanderbricht, trennten sich Anleger von Aktien und investierten ihr Geld vor allem in Bundesanleihen. Der wichtigste deutsche Aktienindex DAX fiel von März bis Anfang Juni 2012 von rund 7.200 auf weniger als 6.000 Punkte. Dass 2012 am Ende doch noch ein sehr gutes Aktienjahr wurde, ist vor allem der Europäischen Zentralbank (EZB) zu verdanken. Ende Juli versprach EZB-Präsident Mario Draghi, die EZB werde alles tun, um den Euro zu erhalten und unbegrenzt Staatsanleihen notleidender Euro-Staaten aufkaufen.

Diese Aussage war die Initialzündung für eine kräftige und anhaltende Rallye an den Aktienmärkten. Da auch die US-Notenbank FED an ihrer lockeren Geldpolitik festhielt, stand den internationalen Investoren viel günstige Liquidität für Aktienkäufe zur Verfügung. Deshalb kletterten die Kurse trotz zunehmend schlechter Konjunktur- und Unternehmensnachrichten. Der DAX kam 2012 um 29,1 % auf 7.612 Punkte voran. So stark zog der deutsche Leitindex zuletzt vor sieben Jahren an. Vom steigenden Risikoappetit der Investoren profitierten auch die Aktien im übrigen Europa. Selbst bei den Papieren der krisengeschüttelten europäischen Finanzunternehmen griffen die Anleger beherzt zu. Insgesamt stieg der EURO STOXX 50 im vergangenen Jahr um 13,8 %.

In den USA stand neben der Präsidentschaftswahl die Konsolidierung des Haushalts im Mittelpunkt des Interesses der Börsianer. Mit einem Plus von 7,3 % konnte der US-Leitindex Dow Jones 2012 mit der Performance deutscher und europäischer Aktien nicht Schritt halten. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Dow Jones 2011 leicht zugelegt hatte, während der DAX um mehr als 20 % eingebrochen war. Ein sehr gutes Aktienjahr hat die Börse in Tokio hinter sich. Beflügelt vom schwachen Yen, von dem die japanischen Exporteure profitierten, und von Konjunkturprogrammen kletterte der Nikkei-Index 2012 um 23,0 %.

Kurs der KRONES Aktie steigt kräftig

Sehr gefragt waren 2012 Aktien aus dem MDAX, also dem Index für mittelgroße Werte, dem auch KRONES angehört. Im MDAX notieren viele Aktien von Unternehmen mit sehr guter Marktstellung und soliden Finanzen. Weil sich Investoren zunehmend auf solche Titel fokussierten, erreichte der MDAX 2012 einen neuen historischen Höchststand. Ende 2012 stand der Index mit 11.914 Punkten um 33,9 % höher als im Vorjahr.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2012

2012 legte der Kurs der KRONES Aktie fast so stark zu wie der MDAX. Der Mid Cap-Index erreichte ein neues Rekordhoch.

WWW

Weitere aktuelle Informationen unter www.krones.com/de/ investor-relations.php

Nach einem guten Start ins Börsenjahr 2012 kam unser Kurs im Verlauf des ersten Quartals massiv unter Druck. Offenbar verunsicherten Investoren die US-Rechtsstreitigkeiten von KRONES, über die wir den Markt Ende Januar umfassend informiert hatten. Ihr Jahrestief markierte die Aktie am 10. April bei 35,75 €. Von diesem niedrigen Niveau aus erholte sich der Kurs und stieg bis Ende Juni 2012 auf knapp 40 € an. Im zweiten Quartal lief die KRONES Aktie insgesamt bedeutend besser als der Gesamtmarkt. Unser Ergebnis des ersten Quartals 2012 sowie der Ausblick auf das Gesamtjahr stimmte die Anleger zuversichtlich.

Im zweiten Halbjahr 2012 profitierte die KRONES Aktie von der insgesamt guten Stimmung an der Börse. Darüber hinaus war positiv, dass wir unsere US-Rechtsstreitigkeiten im vierten Quartal durch Vergleiche beenden konnten. Am 13. Dezember erreichte die KRONES Aktie mit 47,25 € ihren höchsten Schlusskurs im Jahr 2012. Mit 47,00 € stand der KRONES Aktienkurs Ende 2012 um 27,9 % höher als zu Jahresanfang.

Kennzahlen der KRONES Aktie

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zum 31.12. 2012 2011 2010
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Free Cashflow je Aktie* 1,01 -0,25 0,09
Eigenkapital je Aktie* 27,72 26,04 25,16
Ergebnis je Aktie* 2,22 1,45 1,68
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 21,2 25,4 27,9
Dividende je Aktie 0,75** 0,60 0,40
Höchstkurs 2012 47,25 59,06 47,05
Tiefstkurs 2012 35,75 33,87 34,35
Jahresschlusskurs 47,00 36,76 46,95

* Basis: Gesamtzahl der Aktien abzüglich 1,43 Mio. eigene Aktien

** Angaben gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES Aktie im Profil

KRONES Aktien sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien. Die Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 46.000 Aktien auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Mehr als 98 % der Umsätze wurden über das elektronische Handelssystem XETRA abgewickelt. Die KRONES Aktie ist Mitglied im MDAX, dem Index der Deutschen Börse für mittelgroße Werte.

Stammdaten der KRONES Aktien

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Mit 53,09 % besitzt die Familie Kronseder die Mehrheit am Grundkapital der Gesellschaft. KRONES hatte im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 1.425.421 eigene Aktien zurückgekauft und hält diese weiterhin. Das entspricht 4,51 % des Grundkapitals. Der Streubesitz beträgt somit insgesamt 42,40 %.

Aktionärsstruktur (Stand März 2013)

WWW

www.krones.com/de/investor_relations/aktionaersstruktur.php

Dividende soll von 0,60 € auf 0,75 € je Aktie steigen

Die langfristige Dividendenpolitik von KRONES hat zum Ziel, 20 % bis 25 % des Gewinns auszuschütten. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 war aufgrund der US-Rechtsstreitigkeiten einmalig belastet. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich entschlossen, als Basis für die Dividende das operative Ergebnis heranzuziehen. Sie werden der Hauptversammlung am 19. Juni 2013 für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,75 € je Aktie (Vorjahr: 0,60 €) vorschlagen.

Dividende je Aktie in €

* Angaben gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES setzt auf offene Finanzkommunikation

KRONES wird seine Finanzkommunikation noch weiter verbessern

Wir werden weiterhin alles daran setzen, die steigenden Anforderungen der internationalen Investoren und Analysten zu erfüllen. Dazu zählt eine transparente, zeitnahe und ehrliche Kommunikation. Ein Beispiel hierfür ist, dass KRONES den Kapitalmarkt im vergangenen Jahr mehrmals umfassend über die US-Rechtsstreitigkeiten des Unternehmens informierte und die Auswirkungen auf das Ergebnis explizit erläuterte.

2012 waren Finanzvorstand Christoph Klenk und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz auf mehreren Roadshows in den internationalen Finanzzentren wie New York, London, Paris, Zürich, Stockholm und Frankfurt unterwegs und besuchten dort Investoren und Analysten. Aktuelle Informationen zu unserem Value-Programm standen dabei im Mittelpunkt des Interesses der Börsenprofis. Darüber hinaus nahmen wir auch 2012 wieder an zahlreichen Investorenkonferenzen im In- und Ausland teil.

Vom 16. bis 20. September 2013 findet in München die "drinktec" statt. Die wichtigste Messe für die internationale Getränke- und Verpackungsindustrie wird alle vier Jahre veranstaltet. Auf der "drinktec" 2009 führten wir ein Analystentreffen durch, bei dem der Vorstand die Börsianer auch über den KRONES Messestand führte. Weil die Resonanz auf diese Veranstaltung erfreulich positiv ausfiel, planen wir dieses Jahr ein ähnliches Ereignis.

Hauptversammlung 2012 beschließt Dividendenerhöhung

Am 13. Juni 2012 fand die 32. ordentliche Hauptversammlung der KRONES AG in Neutraubling statt. Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2011 eine im Vergleich zum Vorjahr um 0,20 € höhere Dividende von 0,60 € je Aktie auszuschütten, stimmte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit zu. Das galt auch für die übrigen zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte.

Wirtschaftliches Umfeld

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war 2012 herausfordernd. Im Euro-Raum rutschte die Wirtschaft aufgrund der Schuldenkrise in die Rezession und in den Schwellenländern verlangsamte sich das Wachstum deutlich. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft 2012 nur noch um 3,2 % (Vorjahr: 3,8 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2012

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Deutschland Euro-Raum USA China
0,7 % -0,4 % 2,3 % 7,8%

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Mittlerer Osten Russland Indien Japan
5,2 % 3,6 % 4,5 % 2,0 %

Konzernlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft wächst 2012 um 3,2 %
Rezession im Euro-Raum
Deutsche Maschinenbaubranche robust

Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft nimmt ab

Um 3,2 % ist die Weltwirtschaft 2012 im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Die Euro- und Schuldenkrise bremste die globale Wirtschaft im vergangenen Jahr. Wegen der insgesamt unsicheren Lage und der Angst vor einer lang anhaltenden Krise verringerten Unternehmen ihre Investitionen. Die politisch instabile Lage in den USA belastete die Konjunktur ebenfalls. Debatten über Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen, mit denen die USA ihr Verschuldungsproblem lösen wollen, verdarben den Konsumenten die Kauflust. Der Konsum ist die wichtigste Komponente des US-Bruttoinlandsprodukts. Aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten schraubte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im Jahresverlauf zurück. Unterm Strich reichte es 2012 für ein globales Wachstum von 3,2 % (Vorjahr: 3,8 %).

Weil sich die Euro- und Schuldenkrise auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern auswirkte, nahm dort die Wirtschaftsdynamik ab. In China wuchs die Wirtschaft 2012 um 7,8 %. Ein Jahr davor betrug das Plus noch 9,3 %. Um 4,5 % erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Indien im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 (Vorjahr: + 7,4 %). Stark angestiegen ist das BIP 2012 in der Region Mittlerer Osten/ Nordafrika (+ 5,2 %).

Von solchen Steigerungsraten ist Japan weit entfernt. Das BIP der wichtigen Industrienation legte 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 % zu. 2011 war Japan infolge der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in die Rezession abgeglitten. In den USA expandierte die Wirtschaft im vergangenen Jahr um 2,3 %. Für deutlichere Wachstumsimpulse war die Arbeitslosenzahl in den USA zu hoch und die Konsumfreude der Verbraucher zu niedrig.

Im Euro-Raum ging das BIP 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % zurück. Hauptverantwortlich für die Rezession im gemeinsamen Währungsraum waren Italien mit einem BIP-Rückgang von 2,1 % und Spanien. Dort schrumpfte das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %. Ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,2 % verzeichnete Frankreich 2012.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: Eurostat, IWF

BIP in Deutschland steigt 2012 um 0,7 %

Die deutsche Wirtschaft profitierte 2012 vom starken Export und der Konsumfreude der inländischen Verbraucher.

In Deutschland litt die Konjunktur nicht so stark unter der Schulden- und Eurokrise wie im Rest der Euro-Zone. Ein Grund hierfür ist, dass die deutschen Industrieunternehmen auf den Emerging Markets gut positioniert sind. Die deutschen Exporte sind 2012 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 3,4 % gestiegen. Einen positiven Wachstumsbeitrag leistete auch der Konsum, was besonders dem robusten Arbeitsmarkt in Deutschland zu verdanken war. Geschrumpft sind die Investitionen. Darin spiegeln sich die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft wider. Insgesamt verbesserte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 nach vorläufigen Berechnungen um 0,7 % (Vorjahr: + 3,0 %).

Schwieriges Jahr für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau

Stark sinkende Orderzahlen aus den Euro-Mitgliedsländern sowie ein schwaches Inlandsgeschäft machten den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern 2012 zu schaffen. Dennoch lief das Jahr für die Branche insgesamt ein wenig besser als erwartet. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erhöhte im September seine Produktionsprognose für 2012 von 0 % auf plus 2 %. Dieses Ziel erreichte die Branche nach vorläufigen Zahlen. Der Wert der Waren, die die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer produzierten, belief sich 2012 demnach auf insgesamt rund 196 Mrd. €.

Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst nachhaltig

Die weltweite Nachfrage nach Verpackungsmaschinen wächst jährlich um durchschnittlich 5 bis 7 %.

Der Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2011 ein globales Volumen von rund 26,5 Mrd. € und dürfte 2012 weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von rund 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. Rund 20 % des Umsatzes entfallen auf die Getränkeindustrie. Weil die Nachfrage der Endverbraucher nach Lebensmitteln und Getränken kaum vom Konjunkturverlauf abhängt, ist der Verpackungsmaschinenmarkt weniger zyklisch als andere Teilbereiche des Maschinenbaus.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Quelle: VDMA, 2011

In den vergangenen Jahren verzeichnete die Branche lediglich 2009, also dem Jahr der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, einen deutlichen Nachfragerückgang. Wir gehen davon aus, dass der Markt für Verpackungsmaschinen langfristig im Durchschnitt um 5 % bis 7 % pro Jahr wächst. Die Wachstumstreiber leiten sich aus den Megatrends ab. Zum einen wird in den kommenden Jahrzehnten die Weltbevölkerung stetig zunehmen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Zum anderen steigen in den stark wachsenden Entwicklungs- und Schwellenländern Wohlstand und Konsum überdurchschnittlich. Das fördert die Nachfrage nach verpackten Getränken und Lebensmitteln ebenso wie die zunehmende Urbanisierung in diesen Regionen. In Asien und Afrika strömen immer mehr Menschen vom Land in die Großstädte und passen sich dem dortigen Lebensstil und Konsumverhalten der Bevölkerung an.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung

Quelle: Vereinte Nationen

Afrika Bier Wasser

Auf einem steilen Wachstumspfad befindet sich der afrikanische Getränkemarkt. Die Nachfrage nach abgefüllten Getränken legte von 2009 bis 2012 im Durchschnitt jährlich um rund 7 % zu. Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Überproportional stark dürfte weiterhin der Konsum von Wasser klettern.

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Bier Wasser
5,2 % 8,1 %
Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten 2011 bis 2016

Quelle: Euromonitor

Vietnam Wasser Bier

In Vietnam dürfte die Nachfrage nach abgefüllten Getränken in den kommenden Jahren stark steigen. Nationale und internationale Getränkekonzerne bauen deshalb ihre Produktionskapazitäten aus. Vor allem in Brauereien fließt viel Geld. Der Biermarkt ist um ein Vielfaches größer als der Markt für abgefülltes Wasser. Die Nachfrage nach Wasser wächst aber wesentlich stärker.

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Bier Wasser
+7%* +17%*

* Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten 2012 bis 2016

Abgefülltes Volumen in Millionen Liter

Quelle: Euromonitor

Der Anteil der Region Asien/Pazifik an der weltweiten Nachfrage nach Verpackungsmaschinen dürfte künftig weiter zunehmen. Bereits in den vergangenen Jahren hat diese Region stark an Gewicht gewonnen. KRONES ist in Asien/Pazifik stark vertreten und verfügt über eine gute Marktposition.

Weltmarkt Verpackungsmaschinen 2011 nach Regionen

Die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen ist in Asien in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Der asiatische Markt ist inzwischen nahezu so groß wie der europäische.

Quelle: Schätzung VDMA, Februar 2013

Als weltweit führender Anbieter von Getränkeabfüllanlagen profitiert KRONES hauptsächlich von der stetig zunehmenden Nachfrage nach verpackten Getränken. 2012 erwirtschaftete das Unternehmen rund 94 % des Konzernumsatzes mit Kunden aus der Brau-, Softdrink- und Mineralbrunnenindustrie. Der Rest der Erlöse entfiel größtenteils auf die Nahrungsmittelbranche. Für Kunden aus diesem Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Lebensmittel wie Milch und Milchmischgetränke, Öl, Marmelade oder Ketchup abgefüllt und verpackt werden. Darüber hinaus bietet KRONES seine Produkte und Dienstleistungen Kunden aus der Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie an.

Nachfrage nach abgepackten Getränken zieht stetig an

Weltweit konsumieren die Menschen immer mehr verpackte Getränke. Der seit Jahren anhaltende Wachstumstrend setzte sich 2012 unvermindert fort. Nach vorläufigen Zahlen der Marktforscher von Euromonitor stieg der weltweite Verzehr abgepackter Getränke 2012 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,7 % auf knapp 988 Mrd. Liter an. Bis zum Jahr 2015 soll der gesamte Konsum verpackter Getränke nach Euromonitor-Schätzung im Durchschnitt um jährlich 3,4 % auf rund 1.100 Mrd. Liter wachsen.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke (in Mrd. Litern) 2012

Überproportional stark wächst der weltweite Konsum von abgefülltem Wasser.

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Betrachtet man die Nachfrage nach den verschiedenen Getränkearten, so sticht das starke Wachstum bei Wasser hervor. Im vergangenen Jahr wurden weltweit fast 242 Mrd. Liter abgepacktes Wasser getrunken, also um rund 6 % mehr als 2011. Mit einem Anteil von 24,5 % am gesamten globalen Getränkekonsum rangierte Wasser 2012 fast gleichauf mit den alkoholischen Getränken (Anteil: 24,6 %).

Mittlerweile gibt es sehr viele Wasservarianten, wobei Wasser mit Geschmack und Wasser mit Zusatznutzen immer beliebter werden. Deshalb zieht der Wasserkonsum auch wegen des steigenden Gesundheitsbewusstseins der Menschen in den Industrieländern an. Darüber hinaus profitiert die Wassernachfrage vom zunehmenden Bedarf an verpacktem Wasser in den Schwellenländern. Insgesamt dürfte der globale Konsum von abgepacktem Wasser von 2012 bis 2015 um durchschnittlich 5,2 % im Jahr steigen.

Damit wird der Wasserkonsum bereits Ende 2013 höher sein als der Verbrauch abgepackter alkoholischer Getränke, der im vergangenen Jahr bei 243,2 Mrd. Litern lag. Davon waren knapp 194 Mrd. Liter Bier. In China ist der Gerstensaft überaus beliebt und die Nachfrage steigt dort kräftig. Die Märkte in Nordamerika und Europa sind dagegen gesättigt. Deshalb dürfte der weltweite Bierkonsum, und damit auch die Nachfrage nach alkoholischen Getränken, bis 2015 langsamer wachsen als der gesamte Getränkeverbrauch.

China Wasser

China ist hinter Nord- und Südamerika der drittgrößte Getränkemarkt. Chinesen lieben Bier. Von keinem anderen abgefülltem Getränk verzehren sie mehr. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnet Wasser, der zweitbeliebteste Durstlöscher im Reich der Mitte. Um durchschnittlich rund 9 % soll der Konsum von abgefülltem Wasser jährlich bis 2017 steigen.

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2010 2014 2017
22,9 Mrd. Liter 34,6 Mrd. Liter 44,3 Mrd. Liter
Konsum von abgepacktem Wasser in China, in den Jahren 2010/2014/2017

Quelle: Euromonitor

Lateinamerika Softdrink Bier

Bier-/Softdrink-Konsum (in Millionen Hektoliter)

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Kolumbien 2012 2016
Bier 18,1 22,5
Softdrink 32,3 34,8

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Brasilien 2012 2016
Bier 136,9 169,4
Softdrink 163,9 1.96,1

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Mexiko 2012 2016
Bier 68,7 77,1
Softdrink 162,5 175,2

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Venezuela 2012 2016
Bier 19,9 23,1
Softdrink 19,5 20,7

Quelle: Euromonitor

Lateinamerika ist ein großer Markt für Getränkehersteller. Herausragend ist Brasilien. Bei Bier zählt das Land, gemessen am Konsum, zu den Top 5 weltweit. Die beiden anstehenden sportlichen Großereignisse, also die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016, dürften die Investitionslust in Brasilien zusätzlich beflügeln.

Ein weiteres großes Marktsegment sind kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD). 2012 dürften davon weltweit rund 220 Mrd. Liter getrunken worden sein. Das entspricht einem Anteil von 22,3 % am Gesamtmarkt. Beliebt sind die Softdrinks vor allem in Nord- und Südamerika. Künftig dürften Softdrinks aber Marktanteile verlieren. Die Experten von Euromonitor gehen davon aus, dass der Konsum von abgepackten kohlensäurehaltigen Softdrinks von 2012 bis 2015 mit im Durchschnitt 1,7 % nur halb so stark wächst wie der globale Getränkekonsum.

Bei den Milch- und Milchmischgetränken, die 2012 einen Anteil von 15,7 % am gesamten Getränkemarkt einnahmen, besteht ein differenziertes Bild. Während die Nachfrage nach reiner Milch nur unterproportional wächst, werden Milchgetränke mit Fruchtgeschmack zunehmend beliebter. Insgesamt dürfte die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bei Milch- und Milchmischgetränken bis 2015 bei 2,8 % liegen.

Der restliche Getränkemarkt entfällt auf Frucht- und Gemüsesäfte (Anteil 2012: 7,2 %) und die sogenannten New Drinks (Anteil 2012: 5,7 %), also trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Energie- und Sportgetränke. Vor allem weil in Asien die Nachfrage nach trinkfertigem, abgepacktem Tee deutlich zunimmt, dürfte der Konsum von New Drinks in den kommenden drei Jahren mit durchschnittlich 5,8 % kräftig zulegen. Beim Konsum abgepackter Frucht- und Gemüsesäfte erwartet Euromonitor eine durchschnittliche jährliche Steigerungsrate von 3,0 %.

Getränkekonsum nach Regionen

Die Nachfrage nach abgepackten Getränken steigt in China kräftig. Auch die Regionen Asien/Pazifik und Afrika/Mittlerer Osten sind Boom-Märkte.

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Verpackte Getränke Anteil am globalen Konsum 2012 2015 durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter % Mrd. Liter % 2012-2015
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 187,6 19,0 190,4 17,5 0,5
Südamerika 154,3 15,6 172,3 15,8 3,7
China 152,3 15,4 186,0 17,0 6,9
Asien/Pazifik 151,3 15,3 178,3 16,3 5,6
Westeuropa 138,7 14,0 142,5 13,1 0,9
Russland/GUS/Osteuropa 83,0 8,4 88,6 8,1 2,2
Afrika/Mittlerer Osten 67,4 6,8 79,3 7,3 5,6
Mitteleuropa 53,2 5,5 53,6 4,9 0,3
Global 987,8 100,0 1.091,0 100,0 3,4

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

In den stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern zieht die Nachfrage nach abgepackten Getränken überproportional an. Deshalb werden sich die regionalen Anteile am gesamten Verbrauch in den kommenden Jahren weiter von Europa und Amerika in Richtung Asien/Pazifik und China verschieben.

Indonesien

Abgefülltes Wasser ist das beliebteste Getränk in Indonesien.

Wenig nachgefragt werden bislang Softdrinks, doch der Konsum nimmt von niedrigem Niveau aus überproportional zu. Auch die Nachfrage nach Fertigtees wächst kräftig.

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Wasser Softdrinks Fertigtee
5,7% 8,0 % 7,1 %
Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten 2012 - 2016

Quelle: Euromonito

Die Anteile der Verpackungsmaterialien

Im Berichtsjahr baute PET seine führende Stellung unter den Verpackungsmaterialien weiter aus. Nach 39,7 % im Vorjahr flossen 2012 auf Basis vorläufiger Zahlen 41,1 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens in Behälter aus PET. Der anhaltend steigende Konsum von Wasser, das wie kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke häufig in PET-Flaschen verpackt wird, unterstützte den Trend zu PET. Von 2012 bis 2015 dürfte das in PET-Behälter abgefüllte Getränkevolumen jährlich um durchschnittlich 4,5 % wachsen.

Leicht zugelegt hat der Anteil von Glas, dem zweithäufigsten Verpackungsmaterial, im vergangenen Jahr. 22,8 % (Vorjahr: 22,7 %) des global verpackten Getränkevolumens wurde 2012 in Glasbehälter abgefüllt. Glas ist bei alkoholischen Getränken das führende Verpackungsmaterial. Weil der globale Bierkonsum nur leicht wächst, dürfte die Nachfrage nach Getränkeverpackungen aus Glas künftig nur unterproportional steigen. Von 2012 bis 2015 sollte das in Glasverpackungen abgefüllte Getränkevolumen mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,5 % klettern.

Den dritten Platz bei den Verpackungsmaterialien nahmen im Berichtsjahr Dosen aus Metall ein. Ihr Anteil am abgefüllten Getränkevolumen lag bei 11,3 %. In Dosen werden hauptsächlich Bier und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke abgefüllt. Bei beiden Getränkearten dürfte die Nachfrage in den kommenden Jahren nur leicht wachsen. Deshalb prognostizieren die Marktforscher von Euromonitor, dass das in Dosen abgefüllte Getränkevolumen bis 2015 jährlich nur um durchschnittlich 2,2 % zunimmt.

Mit Steigerungsraten von durchschnittlich 3,6 % im Jahr dürften Verpackungen aus Karton bis 2015 in etwa proportional zum Gesamtmarkt wachsen. 2012 flossen 9,5 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens in Kartonverpackungen. Häufig in Karton abgefüllt werden Milch- und Milchmischgetränke sowie Frucht- und Gemüsesäfte.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2012 (Basis: abgefülltes Getränkevolumen)

Der Trend zu Getränkeverpackungen aus PET hält unvermindert an.

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

KRONES in Zahlen

Im Geschäftsjahr 2012 legte KRONES bei allen wesentlichen Kennzahlen zu. Der Konzernumsatz stieg um 7,4 % auf 2.664,2 Mio. €. Von 74,6 Mio. € im Vorjahr auf 97,9 Mio. € legte das Ergebnis vor Steuern zu. Für 2012 will KRONES eine Dividende von 0,75 € je Aktie ausschütten (Vorjahr: 0,60 € je Aktie).

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Deutschland Mitteleuropa Westeuropa Osteuropa Mittlerer Osten/Afrika
8,4 % 3,6 % 13,5 % 4,1 % 14,4 %

KRONES Konzern Umsatz nach Regionen 2012

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Russland Asien/Pazifik China Nord- und Mittelamerika Südamerika
4,3 % 12,8 % 13,5 % 12,3 % 13,1 %

KRONES in Zahlen

KRONES bleibt 2012 auf Wachstumskurs
Operative Ertragskraft verbessert
Dividende soll von 0,60 € auf 0,75 € je Aktie steigen

Umsatz von KRONES steigt 2012 um 7,4 %

KRONES ist international gut aufgestellt. Das unterstützte unser Wachstum 2012.

Trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen setzte KRONES im Geschäftsjahr 2012 sein Wachstum fort. Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zu 2011 um 7,4 % von 2.480,3 Mio. € auf 2.664,2 Mio. €. Weil die Geschäfte im vierten Quartal 2012 sehr gut liefen, haben wir unser Wachstumsziel von bis zu 4 % übertroffen. Insgesamt profitierte KRONES 2012 von seinem breiten Produkt- und Dienstleistungsangebot. Darüber hinaus zahlte sich aus, dass das Unternehmen international gut aufgestellt ist. Nachfrageschwächen in Teilen Europas konnten wir durch Umsatzzuwächse in den Emerging Markets überkompensieren. In Regionen wie Asien, Lateinamerika und Afrika bauen die internationalen Getränke- und Lebensmittelkonzerne ihre Kapazitäten aufgrund der steigenden Nachfrage der Konsumenten stetig aus.

Der Trend, Getränke und flüssige Lebensmittel zunehmend in Verpackungen aus Kunststoff abzufüllen, setzte sich im Berichtszeitraum fort. Davon profitierte KRONES als führender Anbieter von effizienten Maschinen und Anlagen, mit denen Flaschen aus dem Kunststoff PET hergestellt, abgefüllt und verpackt werden. Auch andere Produktbereiche trugen zum Unternehmenswachstum bei. So zog die Nachfrage nach Maschinen, auf denen Getränke in Glasflaschen abgefüllt werden, im Berichtsjahr an.

Großen Wert legen unsere Kunden darauf, dass die Mitarbeiter von KRONES schnell vor Ort sind, um Wartungs- und Servicearbeiten an den Produktionsanlagen durchzuführen. Deshalb bauen wir seit Jahren unsere weltweiten Serviceaktivitäten aus.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Seit der Finanzkrise 2009 hat der Umsatz von KRONES im Durchschnitt um jährlich 12,6 % zugelegt.

Umsatz nach Segmenten

Anteil am KRONES Konzernumsatz

Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete KRONES 85 % des Konzernumsatzes in seinem Kernsegment.

In unserem Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" stieg der Umsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % von 2.137,0 Mio. € auf 2.258,3 Mio. € an. Damit betrug der Anteil des Segments am Konzernumsatz 84,8 % (Vorjahr: 86,1 %).

Mit "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" erzielte KRONES im Berichtsjahr einen im Vergleich zu 2011 um 20,1 % höheren Umsatz von 311,9 Mio. € (Vorjahr: 259,7 Mio. €). Der Anteil am Konzernumsatz legte auf 11,7 % (Vorjahr: 10,5 %) zu.

Um 12,6 % von 83,6 Mio. € im Vorjahr auf 94,0 Mio. € verbesserte sich der Umsatz im Segment "Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)". Zum Konzernumsatz von KRONES steuerte das kleinste Segment 3,5 % (Vorjahr: 3,4 %) bei.

Weitere Erläuterungen finden Sie unter "Bericht aus den Segmenten" ab Seite 74 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 126.

Umsatz nach Regionen

2012 erzielte KRONES 62 % des Konzernumsatzes in den Emerging Markets.

Auf dem Heimatmarkt sank die Investitionsbereitschaft der Kunden von KRONES aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage. Der Umsatz, den das Unternehmen 2012 in Deutschland erwirtschaftete, ging um 11,5 % von 253,2 Mio. € im Vorjahr auf 224,1 Mio. € zurück. Damit erzielte KRONES nur noch 8,4 % (Vorjahr: 10,2 %) des Konzernumsatzes im Inland.

Unser europäisches Geschäft (ohne Deutschland) entwickelte sich 2012 trotz der Konjunkturkrise in weiten Teilen des Kontinents im Berichtszeitraum insgesamt zufriedenstellend. Während der Umsatz in Westeuropa im Vergleich zu 2011 um 2,3 % auf 358,2 Mio. € sank, kletterten die Erlöse in Osteuropa um 13,1 % auf 110,4 Mio. €. Die gute Marktstellung unserer Tochtergesellschaften KOSME unterstützten das Wachstum in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande). In dieser Region legte der Umsatz 2012 um 16,5 % auf 95,5 Mio. € zu. In Russland und den Staaten der früheren Sowjetunion ging der Umsatz von relativ hoher Basis um 9,9 % auf 116,0 Mio. € zurück. Der gesamte europäische Umsatz (ohne Deutschland) von KRONES verbesserte sich 2012 von 675,2 Mio. € im Vorjahr auf 680,2 Mio. €. Der Umsatzanteil des europäischen Geschäfts (ohne Deutschland) betrug im Berichtszeitraum 25,5 % (Vorjahr: 27,2 %).

Regionale Umsatzverteilung des KRONES Konzerns

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Anteil am Konzernumsatz 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 224,1 8,4 253,2 10,2 -11,5
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 95,5 3,6 82,0 3,3 +16,5
Westeuropa 358,2 13,5 366,8 14,8 -2,3
Osteuropa 110,4 4,1 97,6 3,9 +13,1
Russland, Zentralasien (GUS) 116,0 4,3 128,7 5,2 -9,9
Mittlerer Osten/Afrika 383,0 14,4 348,5 14,0 +9,9
Asien/Pazifik 340,3 12,8 334,2 13,5 +1,8
China 359,8 13,5 260,7 10,5 +38,1
Nord- und Mittelamerika 327,7 12,3 277,3 11,2 +18,2
Südamerika/Mexiko 349,2 13,1 331,3 13,4 +5,4
Gesamt 2.664,2 2.480,3 +7,4

Den größten Teil zum Unternehmenswachstum 2012 trugen die außereuropäischen Aktivitäten von KRONES bei. Auf den Emerging Markets besitzen wir eine sehr gute Marktposition, die wir konsequent ausbauen. Am stärksten legte der Umsatz in China zu. Auch aufgrund unseres guten Servicegeschäftes vor Ort entschieden sich auch 2012 viele nationale und internationale Anbieter im Reich der Mitte für Produkte und Dienstleistungen von KRONES. Mit 359,8 Mio. € übertraf der Umsatz in China das gute Vorjahresniveau um 38,1 %. Der Anteil des China-Geschäfts am Konzernumsatz legte von 10,5 % im Vorjahr auf 13,5 % zu. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum kletterten die Erlöse um 1,8 % auf 340,3 Mio. €. Zu einem wichtigen Markt entwickelte sich in den vergangenen Jahren für KRONES die Region Mittlerer Osten/Afrika. Dort entstehen viele Getränkefabriken. 2012 kletterte unser Umsatz in der Region um 9,9 % auf 383,0 Mio. €. Mit einem Anteil von 14,4 % zählt dieser Markt zu den wichtigsten für KRONES.

Auf Wachstumskurs blieb KRONES 2012 in Lateinamerika. Die steigende Nachfrage in wichtigen Märkten wie Brasilien trug dazu bei, dass der Umsatz in Südamerika 2012 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 5,4 % auf 349,2 Mio. € zulegte. Sehr gut entwickelte sich das Geschäft von KRONES im abgelaufenen Geschäftsjahr in Nord- und Mittelamerika, weil vor allem in den USA die Nachfrage deutlich ansprang. Insgesamt verbesserte sich unser Umsatz in Nord- und Mittelamerika 2012 um 18,2 % auf 327,7 Mio. €. Unterm Strich nahm der Anteil des außereuropäischen Geschäftes am Konzernumsatz von KRONES im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr von 62,6 % auf 66,1 % zu.

Umsatz nach Branchen

WWW

Weitere Informationen unter: www.krones.com/de/ihre-branche.php

Mit Unternehmen, die alkoholfreie Getränke wie Wasser, Softdrinks und Säfte produzieren und verarbeiten, setzte KRONES im Berichtsjahr 1.461,1 Mio. € um. Damit verbesserte sich der Umsatz mit dieser Kundengruppe im Vergleich zu 2011 um 0,9 % und trug mit 54,8 % (Vorjahr: 58,4 %) wieder den größten Teil zum Konzernumsatz bei.

Um 26,0 % auf 1.048,9 Mio. € stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, den KRONES 2012 mit Herstellern alkoholischer Getränke erzielte. In der hohen Steigerungsrate spiegelt sich die anziehende Nachfrage von Brauereien nach Produkten der Prozesstechnik sowie der Abfüll- und Verpackungstechnik wider. Der Anteil der Erlöse am Konzernumsatz, den wir 2012 mit Kunden aus der Branche "alkoholische Getränke" erzielten, betrug 39,4 % (Vorjahr: 33,5 %).

Der Umsatz mit Kunden aus den Bereichen Milch und Milchmischgetränke, Lebensmittel sowie Chemie, Pharma und Kosmetik verringerte sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 23,1 % auf 154,2 Mio. €. Der Anteil am Konzernumsatz ging auf 5,8 % (Vorjahr: 8,1 %) zurück.

Umsatz nach Branchen KRONES Konzern

Auftragseingang und Auftragsbestand

Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES wächst

Um 8,2 % stieg der Wert des Auftragseingangs von KRONES.

Der Auftragseingang von KRONES verbesserte sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % von 2.514,0 Mio. € auf 2.721,1 Mio. €. Im ersten Halbjahr überschritt der Wert der Bestellungen das Vorjahresniveau nur leicht. Danach beschleunigte sich das Wachstum kräftig. Von Oktober bis Dezember 2012 lag der Ordereingang mit 753,8 Mio. € um mehr als ein Fünftel höher als im Schlussquartal 2011. Darin spiegelt sich auch wider, dass die Nachfrage zum Jahresende hin in zunehmend mehr Regionen anzog.

Einen wesentlichen Beitrag zum höheren Auftragseingang leisteten die Emerging Markets. In China, Asien, Afrika und Lateinamerika überstiegen die Auftragseingänge ihr Vorjahresniveau teilweise deutlich.

Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

KRONES verfügt über Aufträge im Wert von rund 1 Mrd. €

Wegen des hohen Auftragseingangs stieg auch der Auftragsbestand von KRONES. Zum 31. Dezember 2012 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 999,3 Mio. € (Vorjahr: 942,4 Mio. €) in den Büchern. Damit verfügen wir über eine solide Basis, um unsere Produktionskapazitäten in den kommenden Monaten ausgewogen auszulasten.

Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Ertragslage des KRONES Konzerns

KRONES verbessert seine Ertragskraft

Die Ertragslage von KRONES wurde 2012 erheblich von der außergerichtlichen Beendigung unserer US-Rechtsstreitigkeiten (Le-Nature's) beeinflusst. Vor dem Hintergrund etwaiger Risiken aus dem ansonsten möglicherweise noch Jahre andauernden US-Verfahren hat sich KRONES entschlossen, mit den wesentlichen Klageparteien die Verfahren abschließend durch Vergleiche zu beenden und zugleich auch mit der Staatsanwaltschaft eine Einigung herbeizuführen. Das belastete das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2012 mit 37,8 Mio. €. Im Vorjahr betrug der negative Ergebniseffekt 36,7 Mio. €. Die Zahlungen aus den Vergleichen wurden komplett im Geschäftsjahr 2012 geleistet.

EBT KRONES Konzern in Mio. €

Rückstellungen für die US-Rechtsstreitigkeiten belasteten das Ergebnis vor Steuern von KRONES in den Jahren 2011 und 2012.

Mit 97,9 Mio. € übertraf das EBT 2012 das Vorjahresergebnis von 74,6 Mio. € um 31,2 %. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich von 3,0 % im Vorjahr auf 3,7 %. Bereinigt um den Sondereffekt innerhalb des Aufwands erwirtschaftete KRONES 2012 eine EBT-Marge von 5,1 % (Vorjahr: 4,5 %). Damit haben wir im Berichtsjahr unser operatives Margenziel von mehr als 5 % erreicht.

Konzernergebnis KRONES in Mio. €

Bereinigt um den Sondereffekt beträgt das Ergebnis je Aktie 3,07 € (Vorjahr: 2,33 €).

Um 53,3 % von 43,7 Mio. € im Vorjahr auf 67,0 Mio. € stieg das Ergebnis nach Steuern von KRONES 2012. Es legte deutlich stärker zu als das EBT, weil sich die Steuerquote des Unternehmens von 41,5 % im Vorjahr auf 31,5 % verringerte. 2011 musste KRONES nach einer Betriebsprüfung Steuern für die Vorjahre nachzahlen.

Bereinigt um den Sondereffekt beträgt das Ergebnis je Aktie 3,07 € (Vorjahr: 2,33 €).

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie bleiben die eigenen Aktien, die sich im Besitz des Unternehmens befinden (rund 1,43 Mio. Stück), unberücksichtigt. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis je Aktie von 2,22 € (Vorjahr: 1,45 €).

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr aufgrund der guten operativen Entwicklung auf 0,75 € je Aktie zu erhöhen (Vorjahr: 0,60 € je Aktie).

Ertragsstruktur des KRONES Konzerns

Deutlich verbessert hat KRONES 2012 seine Ertragskennziffern.

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in Mio. € 2012 2011 Veränd.
Umsatzerlöse 2.664,2 2.480,3 +7,4 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse -16,9 +2,8
Gesamtleistung 2.647,3 2.483,1 +6,6 %
Materialaufwand -1.325,3 -1.271,8 +4,2 %
Personalaufwand -777,4 -738,4 +5,3 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen -375,6 -332,0 +13,1 %
EBITDA 169,0 140,9 +19,9 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen -76,7 -70,3 +9,1 %
EBIT 92,3 70,6 +30,7 %
Finanzergebnis 5,6 4,0 +40,0 %
EBT 97,9 74,6 +31,2 %
Ertragsteuern -30,9 -30,9 ±0
Konzernergebnis 67,0 43,7 +53,3 %

2012 weitete KRONES sein Geschäft deutlich aus. Der Umsatz zog im Vergleich zu 2011 um 7,4 % auf 2.664,2 Mio. € an. Um 6,6 % von 2.483,1 Mio. € im Vorjahr auf 2.647,3 Mio. € legte die Gesamtleistung des Unternehmens 2012 zu.

Unterproportional zur Gesamtleistung stieg der Materialaufwand. Mit 1.325,3 Mio. € übertraf der größte Aufwandsposten von KRONES 2012 den Wert des Vorjahres (1.271,8 Mio. €) lediglich um 4,2 %. Weil wir zunehmend identische Baugruppen und Module in unseren Maschinen verbauen, konnten wir die Materialaufwandsquote, also den Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, 2012 von 51,2 % im Vorjahr auf 50,1 % verringern. Die Modulbauweise ist Teil des Value-Programms von KRONES. Darüber hinaus wirkte sich der Produktmix günstig auf den Materialaufwand aus.

Material- und Personalaufwand sind unterproportional zur Gesamtleistung gestiegen.

Der Personalaufwand erhöhte sich nur um 5,3 % von 738,4 Mio. € im Vorjahr auf 777,4 Mio. €. Damit stieg auch dieser Aufwandsposten weniger stark als die Gesamtleistung. Das spiegelt sich in der Personalaufwandsquote wider. Mit 29,4 % unterschritt sie den bereits niedrigen Vorjahreswert von 29,7 %, obwohl im Konzern gegenüber dem Vorjahr 493 mehr eigene Mitarbeiter tätig waren. Daran hatte die sehr hohe Leistung im vierten Quartal 2012 einen maßgeblichen Anteil. Insgesamt zahlte sich aus, dass die vielen neuen Mitarbeiter, die KRONES 2011 und 2012 einstellte, nach der Anlernphase zunehmend produktiver arbeiten.

Um 9,1 % von 70,3 Mio. € im Vorjahr auf 76,7 Mio. € nahmen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen im Berichtszeitraum zu. Eine außerplanmäßige Abschreibung von 2,8 Mio. € in der Materialflusstechnik, die wir aufgrund der Maßnahmen innerhalb des Bereichs vornehmen mussten, trug zu dem Anstieg bei. Die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz, erhöhte sich nur leicht auf 2,9 % (Vorjahr: 2,8 %).

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sowie den aktivierten Eigenleistungen verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2012 von minus 332,0 Mio. € im Vorjahr auf minus 375,6 Mio. €. Hierin enthalten ist die Ergebnisbelastung aus dem Sondereffekt Le-Nature's in Höhe von 37,8 Mio. €. Im Vorjahr hatte KRONES 36,7 Mio. € für die Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt, was das 2011er-EBIT entsprechend belastete. Insgesamt verbesserte sich das EBIT 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 Mio. € auf 92,3 Mio. €.

Einen nur geringen Ergebniseinfluss hat traditionell das Finanzergebnis von KRONES, weil das Unternehmen solide finanziert ist. Im Geschäftsjahr 2012 trug es 5,6 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) zum Ergebnis vor Steuern (EBT) von 97,9 Mio. € bei (Vorjahr: 74,6 Mio. €) bei. Für 2012 musste KRONES 30,9 Mio. € für Ertragsteuern aufwenden, was einer Steuerquote von 31,5 % entspricht. Damit blieb die absolute Steuerlast des Unternehmens 2012 trotz des deutlich höheren EBT im Vergleich zu 2011 konstant.

EBITDA KRONES Konzern in Mio. €

EBIT KRONES Konzern in Mio. €

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2012 2011 Veränd.
Ergebnis vor Steuern 97,9 74,6 +23,3
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 136,6 94,1 +42,5
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -106,0 -101,5 -4,5
Free Cashflow 30,6 -7,4 +38,0
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit -20,0 -14,1 -5,9
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 10,6 -21,5 +32,1
Sonstige Veränderung des Finanzmittelfonds -3,2 -0,4 -2,8
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 125,5 147,4 -21,9
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 132,9 125,5 +7,4

Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung S. 124

KRONES hat 2012 trotz der Vergleichszahlung 30,6 Mio. € Free Cashflow erwirtschaftet.

KRONES steigerte im Berichtszeitraum die Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zu 2011 um 42,5 Mio. € auf 136,6 Mio. €. Neben dem höheren Ergebnis vor Steuern trug ein deutlicher Abbau des Working Capital, also des betriebsnotwendigen Kapitals, zu dem Anstieg bei. Der negative Effekt durch den zahlungswirksamen Verbrauch von Rückstellungen aufgrund der Vergleichszahlung für Le-Nature's konnte dadurch sogar überkompensiert werden. Das Working Capital in Relation zum Umsatz ging 2012 von 22,8 % im Vorjahr auf 19,4 % zurück. Wichtiger als diese stichtagsbezogene Kennzahl ist ihr Wert im Jahresdurchschnitt. Im Durchschnitt der vier Quartale des Geschäftsjahres 2012 betrug das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz 25,0 % (Vorjahr: 26,0 %).

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit KRONES Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz KRONES Konzern in Prozent (Durchschnitt über 4 Quartale)

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhte KRONES im Berichtsjahr auf 110,9 Mio. € (Vorjahr: 106,0 Mio. €). Die Mittel wurden unter anderem für die Erweiterung der internationalen LCS-Center, für neue Fertigungsmaschinen sowie den Ausbau der Logistik- und IT-Infrastruktur verwendet. Wegen des deutlich gestiegenen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielte KRONES 2012 nach Abzug der Investitionen einen positiven Free Cashflow von 30,6 Mio. € nach minus 7,4 Mio. € im Vorjahr.

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

Die Dividendenausschüttung in Höhe von 18,1 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten über 1,9 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) führten 2012 zu einem höheren Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Wechselkurs- und konsolidierungsbedingte Änderungen wirkten sich 2012 mit minus 3,2 Mio. € (Vorjahr: minus 0,4 Mio. €) auf den Finanzmittelbestand aus. Insgesamt kletterten im Berichtszeitraum bei KRONES die liquiden Mittel von 125,5 Mio. € im Vorjahr auf 132,9 Mio. €.

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € zum 31. Dezember 2012 2011 2010 2009 2008
Langfristige Vermögenswerte 625 597 569 542 534
davon Anlagevermögen 587 555 519 496 482
Kurzfristige Vermögenswerte 1.445 1.443 1.317 1.248 1.291
davon Zahlungsmittel 133 125 147 136 108
Eigenkapital 836 785 759 696 790
Fremdkapital 1.234 1.255 1.127 1.094 1.035
langfristige Verpflichtungen 155 134 125 125 144
kurzfristige Verpflichtungen 1.079 1.121 1.002 969 891
Bilanzsumme 2.070 2.040 1.886 1.790 1.825

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 122/123

Zum 31. Dezember 2012 war die Bilanzsumme von KRONES mit 2.069,6 Mio. € um 1,5 % höher als im Vorjahr. Damit stieg die Bilanzsumme deutlich geringer als die Gesamtleistung des Unternehmens (+6,6 %). Der Wert des Anlagevermögens betrug Ende des Berichtszeitraums 586,5 Mio. € und übertraf den Vorjahreswert von 554,6 Mio. € um 5,8 %. Zurückzuführen ist der Anstieg auf den Zuwachs bei den Sachanlagen. Deren Buchwert legte von 441,3 Mio. € im Vorjahr auf 464,9 Mio. € Ende 2012 zu. Darin spiegeln sich die Investitionen in die Fertigung und Logistik im Geschäftsjahr 2012 wider. Die immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens, bei denen es sich im Wesentlichen um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, stiegen zum 31. Dezember 2012 auf 119,1 Mio. € (31. Dezember 2011: 110,7 Mio. €) an. Insgesamt lag der Buchwert der langfristigen Vermögenswerte von KRONES Ende 2012 mit 625,1 Mio. € um 4,7 % höher als im Vorjahr (597,2 Mio. €).

Auf 1.444,5 Mio. € summierten sich zum Bilanzstichtag 2012 die kurzfristigen Vermögenswerte des Unternehmens. Sie blieben trotz des ausgeweiteten Geschäftsvolumens annähernd auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2011: 1.442,6 Mio. €). Nur leicht um 0,9 % von 642,8 Mio. € auf 648,4 Mio. € stiegen die Vorräte an. Mit 559,9 Mio. € lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ende 2012 um 1,4 % niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen Vermögenswerte, größtenteils geleistete Anzahlungen und Steuererstattungsansprüche, gingen 2012 im Vergleich zum Vorjahr von 102,0 Mio. € auf 90,6 Mio. € zurück. Zum 31. Dezember 2012 erhöhten sich die liquiden Mittel von 125,5 Mio. € im Vorjahr auf 132,9 Mio. €, obwohl das Unternehmen im vierten Quartal 2012 die Vergleichszahlung für die US-Rechtsstreitigkeiten beglich.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des positiven Konzernergebnisses 2012 auf 836,2 Mio. € (31.12.2011: 785,5 Mio. €). Damit verbesserte KRONES die Eigenkapitalquote von 38,5 % im Vorjahr auf 40,4 %. Die langfristigen Schulden des Unternehmens summierten sich Ende 2012 auf insgesamt 155,1 Mio. € (31. Dezember 2011: 133,6 Mio. €). Die Pensionsrückstellungen legten im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Mio. € auf 87,6 Mio. € zu, die passiven latenten Steuern erhöhten sich von 3,9 Mio. € auf 21,1 Mio. €. Langfristige Bankschulden hatte das Unternehmen zum Bilanzstichtag 2012 keine.

KRONES verfügte Ende 2012 über eine Nettoliquidität von 132,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens betrug 40,4 %.

Von 1.120,7 Mio. € im Vorjahr auf 1.078,4 Mio. € verringerten sich die kurzfristigen Schulden von KRONES zum 31. Dezember 2012. Während die erhaltenen Anzahlungen auf 497,2 Mio. € (31. Dezember 2011: 443,5 Mio. €) anstiegen, verminderten sich die sonstigen Rückstellungen auf 128,7 Mio. € (31. Dezember 2011: 176,1 Mio. €). Diese bestehen im Wesentlichen aus Vorsorgen für Garantieverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen gegenüber Ende 2011 von 201,3 Mio. € auf 197,8 Mio. € zurück. Kurzfristige Bankschulden hatte KRONES Ende 2012 keine. Damit betrug die Nettoliquidität von KRONES, also die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Bankschulden, am 31. Dezember 2012 132,9 Mio. € (31. Dezember 2011: 125,5 Mio. €).

KRONES hat seine Kapitalrendite verbessert

Der Return on Capital Employed (ROCE), also das EBIT im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, verbesserte sich aufgrund des deutlich gestiegenen Ergebnisses auf 9,9 % (Vorjahr: 7,9 %). Bereinigt um den Ergebniseffekt aus Le-Nature's betrug der ROCE 13,6 % (Vorjahr: 11,9 %). Unser mittelfristiges Ziel und elementarer Teil des Value-Programms ist es, einen ROCE von 20 % zu erwirtschaften.

ROCE KRONES Konzern in Prozent

Bericht aus den Segmenten

Segment Produktabfüllung und -ausstattung

Segmentumsatz

Unser größtes Segment legte außerhalb Europas kräftig zu und konnte dabei die Gewinnmarge leicht steigern

Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" kletterte der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 5,7 % von 2.137,0 Mio. € im Vorjahr auf 2.258,3 Mio. €. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus dem außereuropäischen Ausland unterstützte das Wachstum. Hier konnte KRONES gegenüber dem Vorjahr um 11,7 % zulegen, während der Segmentumsatz in Europa (inkl. Deutschland) leicht rückläufig war. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2012 betrug 84,8 % (Vorjahr: 86,1 %).

Umsatz Segment Produktabfüllung und -ausstattung

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Die Ertragsstärke des Kernsegments "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" litt, wie auch im Vorjahr, unter den Rückstellungen für die US-Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 37,8 Mio. € (Vorjahr: 36,7 Mio. €). Insgesamt verbesserte sich das Segmentergebnis vor Steuern (EBT) 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 % von 108,9 Mio. € auf 119,2 Mio. €. Damit stieg die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, von 5,1 % auf 5,3 %. Bereinigt um den Sondereffekt Le-Nature's lag die EBT-Marge im Berichtsjahr bei 7,0 % (Vorjahr: 6,8 %).

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Segment Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Segmentumsatz

Das Segment Getränkeproduktion/Prozesstechnik hat sich im Berichtszeitraum planmäßig entwickelt. Der Umsatz legte überdurchschnittlich zu und der Verlust konnte deutlich verringert werden.

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" überstieg der Umsatz 2012 mit 311,9 Mio. € den Wert aus dem Vorjahr (259,7 Mio. €) um 20,1 %. Die Nachfrage aus dem Ausland war sehr hoch und konnte den Rückgang in Deutschland deutlich überkompensieren. So erhöhte sich der Anteil des Segments zum gesamten Umsatz von KRONES im Geschäftsjahr 2012 auf 11,7 % (Vorjahr: 10,5 %).

Umsatz Segment Getränkeproduktion/Prozesstechnik

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Die Ertragssituation im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik" entwickelte sich im Jahr 2012 planmäßig. Unser Ziel, den Verlust im Vergleich zu 2011 deutlich zu verringern, haben wir erreicht. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich im Berichtszeitraum von minus 19,3 Mio. € im Vorjahr auf minus 13,6 Mio. €. Hierin ist eine außerplanmäßige Abschreibung von 2,8 Mio. € im Zuge der Maßnahmen im Bereich Materialflusstechnik enthalten. Neben den abgeschlossenen Maßnahmen in der Intralogistik werden wir die Strukturen in der Prozesstechnik weiter optimieren, um 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Weiter werden wir unser Komponentengeschäft ausbauen und unser Produktportfolio in der Prozesstechnik verstärken. Grundsätzlich ist die Prozesstechnik für KRONES als Komplettanbieter strategisch wichtig und soll deshalb weiter ausgebaut werden. Die EBT-Marge des Segments betrug 2012 minus 4,4 % (Vorjahr: minus 7,4 %).

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Segment unterer Leistungsbereich (KOSME)

Segmentumsatz

In unserem kleinsten Segment haben wir gute Fortschritte gemacht und unsere Ziele für 2012 erreicht. KRONES ist zuversichtlich, bei KOSME 2013 aus den roten Zahlen zu kommen.

Im kleinsten Segment von KRONES "Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)" stieg der Umsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 % von 83,6 Mio. € auf 94,0 Mio. €. KOSME konnte in allen Regionen zulegen und profitierte davon, dass wir die Vertriebsstruktur umstellten und das Produktportfolio überarbeiteten. Im Geschäftsjahr 2012 steuerte KOSME 3,5 % zum Konzernumsatz von KRONES bei (Vorjahr: 3,4 %).

Umsatz Segment KOSME

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Das Ergebnis vor Steuern des Segments "Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)" verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus 15,0 Mio. € auf minus 7,6 Mio. €. Insgesamt haben wir unser 2012er-Ziel für KOSME, also eine Halbierung des Verlustes gegenüber 2011, erreicht und sind zuversichtlich 2013 aus den roten Zahlen zu kommen. Hierfür ist eine ausgewogene Produktionsauslastung ebenso ausschlaggebend wie die Neupositionierung auf dem Markt für Körperpflege und Reinigungsmittel. Außerdem werden wir neben Kostenoptimierungen unser LCS-Geschäft weiterentwickeln.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Forschung und Entwicklung (F&E)

KRONES entwickelt innovative, zuverlässige und ressourcenschonende Maschinen und Anlagen.

Innovative Einzelmaschinen Fundament für KRONES Linienkompetenz
Zahl der Patente und Gebrauchsmuster stark gestiegen
Kunden profitieren von neuen Produkten

Anspruch von KRONES ist es, die Nachfrage der Kunden nach modernen und effizienten Produktionssystemen und Dienstleistungen komplett zu bedienen. Deshalb bauen wir unser Produktportfolio kontinuierlich aus und verbessern die am Markt etablierten Maschinen und Anlagen permanent. Bei KRONES engagieren sich mehr als 1.800 hoch qualifizierte Mitarbeiter in Neu- und Weiterentwicklungsprojekten und optimieren bestehende Produkte, um den Nutzen für die Kunden weiter zu steigern.

Der Ideenreichtum der Beschäftigen von KRONES sowie gezielte Innovationsprozesse, wie beispielsweise der "Ideenraum Erfindung" und spezielle Innovationsworkshops, zahlten sich auch 2012 aus. Um gut 25 % auf mehr als 2.750 erhöhte sich die Anzahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster im Vergleich zum Vorjahr. Sehr erfreulich ist, dass die Zahl der erteilten Patente und Patentanmeldungen in allen Kerntechnologiebereichen des Unternehmens zulegte. Bezüglich quantitativer Angaben verweisen wir auf die Darstellung im Anhang.

Zuverlässige Einzelmaschinen Basis für den Erfolg

Früher wurden einzelne Maschinen mittels Transporttechnik zu einer Abfüll- und Verpackungslinie verbunden. Mittlerweile sind daraus komplette Systeme aus Prozess-, Abfüll- und Verpackungs- sowie Materialflusstechnik entstanden, die durch intelligente Informationstechnologie miteinander vernetzt werden. KRONES beherrscht alle Technologien, die nötig sind, um moderne Produktionslinien zu konzipieren, aufzubauen und zu betreiben. Mit unserer einzigartigen Anlagenkompetenz haben wir uns einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil erarbeitet. Basis für den Erfolg von KRONES als Markt- und Innovationsführer sind aber nach wie vor zuverlässige und innovative Einzelmaschinen. Sie bilden die Grundlage für effiziente Produktionssysteme unserer Kunden.

Deshalb setzen wir mit unseren F&E-Aktivitäten bei den Einzelmaschinen an. Wesentliches Ziel unserer Innovationen ist es, den Kunden wartungsarme, leicht bedienbare Maschinen mit niedrigen Stillstandszeiten zu liefern. Darüber hinaus sollen die Einzelmaschinen einfach zu integrierten Einheiten verschmolzen werden können, um die Komplexität von Produktionslinien gering zu halten und die Effizienz der Anlage zu steigern.

Ein Beispiel hierfür ist der Nassteilblock ErgoBloc L, mit dem bis zu 81.000 Behälter pro Stunde abgefüllt werden. KRONES hat die Technik der Contiform 3 Small Cavity, also der Streckblasmaschine für kleine Behälter, mit der Contiroll Etikettiertechnik mit automatischem Rollenmagazin Multireel sowie Füllern aus der neuen Modulfill-Baureihe in ein abgestimmtes Gesamtkonzept integriert. Die einzelnen Maschinen haben wir vorher mit gezielten Innovationen für ihren Einsatz im Block optimiert und mittels einer intelligenten Steuerung miteinander vernetzt. Durch diese ausgeklügelten Maßnahmen arbeitet der ErgoBloc L deutlich wirtschaftlicher als bisherige Anlagenkonzepte. Die gesamten Betriebskosten liegen deutlich niedriger als bei konventionellen Abfülllinien. Darüber hinaus benötigt der Block 25 % weniger Platz.

Gebündeltes Know-how zum Vorteil der Kunden

Bei KRONES sind alle Technologien und die damit verbundenen Kompetenzen zentral gebündelt. Fachübergreifende Standards und einheitliche Schnittstellen, ob mechatronischer oder verfahrenstechnischer Art, werden auf kurzem Weg schnell und durchgängig vereinbart. Gerade bei stark vernetzten Technologien und zusammenwachsenden Maschinen in Block- und Anlagenlösungen ist die intensive Kommunikation während der gesamten Produktentwicklung sehr wichtig. Damit vermeiden wir Fehlerquellen und schaffen die Basis, dass unsere Kunden später störungsfrei auf den Anlagen produzieren können.

Ausgewählte Innovationen

LavaClassic

Moderne Flaschenreinigungsmaschinen überzeugen durch sparsamen Umgang mit Energie. Die LavaClassic von KRONES bietet Qualität zum günstigen Preis.

Die Anforderungen der Kunden an moderne Flaschenreinigungsmaschinen sind hoch. Gefragt ist robuste Technik, die auch unter sehr anspruchsvollen Bedingungen optimale Reinigungsergebnisse erzielt. Mit der LavaClassic erweitert KRONES sein Portfolio an Flaschenreinigungsmaschinen um eine sehr wirtschaftliche Baureihe. Der modulare Aufbau der Maschine bildet die Basis für hohe Flexibilität zu einem günstigen Preis. Bei der Qualität gibt es trotz des Preisvorteils keine Abstriche. Dafür bürgt, dass wir zahlreiche Erfahrungen und Funktionen aus der bewährten Lavatec-Baureihe von KRONES in die LavaClassic übernommen haben. Die Maschine verfügt über eine zuverlässige Technik, ist leicht zugänglich sowie einfach zu warten und zu bedienen. Insgesamt garantiert das maximale Verfügbarkeit und höchste Produktionssicherheit.

CombiCube F

Der modular aufgebaute Combi Cube F eignet sich für Filterkeller mittelständischer Brauereien optimal.

Mit dem Kompaktsudhaus CombiCube B machte KRONES den ersten Schritt in Richtung innovativer Anlagen speziell für den Mittelstand. Das modulare Konzept der CombiCube-Reihe wurde 2012 mit dem CombiCube F für den Filterkeller um einen weiteren Prozessbereich der Brauerei ergänzt. Die Filtrationsleistung dieser Anlage deckt den Bereich von 25 bis 108 Hektoliter pro Stunde ab und ist damit optimal auf die Kapazität des CombiCube B Sudhauses abgestimmt. Mit dem CombiCube F steht mittelständischen Brauereien mit einer jährlichen Produktion von bis zu 250.000 Hektolitern in einem weiteren Produktionsbereich bewährte KRONES Technologie in kompakter Bauweise zur Verfügung. Der Mittelstands-Filter ist in fünf einzelne Module aufgeteilt, die je nach Bedarf der Brauerei miteinander kombinierbar sind.

Contiform 3-Baureihe

Bereits ein Jahr nach der erfolgreichen Markteinführung der neuesten Generation der KRONES Streckblasmaschine, der Contiform 3, haben wir das Produktportfolio nahezu vervollständigt. Dem Markt stehen jetzt neben den Maschinentypen für die Standardanwendungen auch die ersten Varianten für die Herstellung von heiß befüllbaren Behältern (Heatset), mit Preformsterilisation (Contipure) sowie Maschinen für den Höchstleistungsbereich von bis zu 81.000 Behältern pro Stunde zur Verfügung (Small Cavity).

Bis zu 81.000 Behälter mit einer Füllgröße von maximal 0,75 Liter können auf der Contiform (SC) in der Stunde hergestellt werden.

Small Cavity (SC): Die Hochleistungsstreckblasmaschine für Behälter bis zu 0,75 Liter ist mit einer neu entwickelten Formträgereinheit ausgestattet, die komplett ohne Schmierung arbeitet. Dadurch wurde die Zeit für das manuelle Abschmieren der Maschine im Vergleich zum Vorgängermodell um 70 % reduziert und die Verfügbarkeit der Maschine erhöht.

Mit der schon mehrfach ausgelieferten C336 SC markiert KRONES nicht nur ein weiteres Mal den Weltrekord in der Ausstoßleistung von Streckblasmaschinen, sondern bietet auch die niedrigsten Betriebskosten. Die Modelle C324 SC, C328 SC und C332 SC runden 2013 die Kleinkavitäten-Reihe ab.

Die Contiform Heatset ist speziell für die Produktion von heiß befüllbaren Behältern konzipiert.

Heatset: Neben allen Innovationen der Contiform 3 besitzt die neue Variante der Maschine, mit der heiß befüllbare Behälter hergestellt werden, zusätzlich integrierte Temperiergeräte. Das spart Platz und erhöht die Stabilität des Fertigungsprozesses. Darüber hinaus ist die Maschine mit der schmierungsfreien Formträgereinheit ausgestattet. Durch die neuartige Anordnung des Druckkissens wird die Flaschenqualität verbessert. Mit der Contiform 3-Heatset kommt erstmals eine Heatset-Maschine auf den Markt, die mit elektromagnetischen Recken arbeitet. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten, Qualität und Leistung zu steigern. Ab 2013 ist die neue Maschinenlösung über das komplette Leistungsspektrum von 18.000 bis 58.500 Behälter je Stunde erhältlich.

Contipure – Preformentkeimung auf höchstem technischen Niveau.

Contipure: KRONES hat das aus der Contiform 2 bekannte Preformentkeimungsmodul Contipure weiterentwickelt und bereits die ersten Maschinen ausgeliefert. Die Prozesseinheit für die Wasserstoffperoxid-Aufbereitung wurde in das Modul integriert und das Hygienic Design weiter verbessert. Die Contiform 3 mit Contipure ist insgesamt eine sehr wirtschaftliche Lösung, um Highacid-Produkte wie Eistee und Fruchtsäfte abzufüllen. Für den wirtschaftlichen Einsatz in allen Leistungsbereichen werden die Contipure-Module noch um zwei weitere Baugrößen ergänzt.

Neue Generation Flascheninspektoren

Ein modularer Baukasten bildet die Basis für die moderne Generation von Leer- und Vollflascheninspektoren von KRONES. Die Maschinen in Geradläuferausführung sind kostengünstig und bieten qualitätsbewussten Abfüllern optimale Produktsicherheit. Bereits sehr erfolgreich in den Markt eingeführt haben wir die Inspektionsmaschine Linatronic EBI für Leerflaschen aus PET und Glas. Exakte Inspektionsergebnisse sorgen für minimale Fehlausleitung. Die technischen Highlights der Maschine sind ihr durchgängiges Hygienic Design, eine langlebige LED-Beleuchtung, sehr schnelle Formatwechsel durch automatisch verstellbare Transportriemen und Kameraeinheiten sowie das platzsparend integrierte Ausleitsystem Ecopush, das keine Luft verbraucht. Insgesamt konnten wir den Energieverbrauch und Wartungsaufwand der Maschine signifikant verringern. Darüber hinaus setzt die Funktionalität und Ergonomie der Linatronic EBI neue Maßstäbe. Für unsere Kunden bietet der Modulbaukasten optimale Flexibilität, da die Basismaschine bei geänderten Anforderungen in den Funktionen einfach erweitert werden kann. Auf das gleiche Baukastensystem zurückgreifen wird die Vollflascheninspektion Linatronic FBI, die wir 2013 fertig entwickeln.

Die Linatronic EBI von KRONES untersucht leere Flaschen aus Glas und PET auf Beschädigungen und Verunreinigungen.

Die Linatronic EBI von KRONES untersucht leere Flaschen aus Glas und PET auf Beschädigungen und Verunreinigungen.

Lifecycle Service (LCS)

Kundennähe im Fokus der Strategie
Ausbau der dezentralen Kompetenz
Investitionen in Logistik

"Die Welt mit den Augen unserer Kunden zu sehen" - dieser Anspruch steht für das Selbstverständnis des Geschäftsfeldes Lifecycle Service (LCS) von KRONES. In den Augen der Kunden besteht der LCS-Zyklus einer KRONES Anlage aus folgenden Phasen.

WWW

Weitere Informationen unter: www.krones.com/de/lcs.htm

Produzieren

KRONES bietet seinen weltweiten Kunden umfangreiche Serviceprodukte- und -dienstleistungen auf höchstem Niveau an.

Unsere Kunden erwarten, dass sie auf Maschinen und Anlagen von KRONES dauerhaft ohne Qualitätsverluste produzieren können. Um das zu gewährleisten, stellen wir unseren Kunden Originalersatzteile und vielfältige Dienstleistungen zur Verfügung. KRONES ist rund um die Uhr für seine Abnehmer da. Dieser 24/7-Support stellt einen Mehrwert für den Kunden dar, der sich für ihn in verringerten Stillstandzeiten auszahlt.

Erhalten

Eine Anlage ist ein Investitionsgut, die über ihre Lebensdauer abgeschrieben wird. Deshalb ist es auch aus kaufmännischen Gründen notwendig, den Wert dieser Investition zu erhalten. KRONES bietet hierfür die passenden Leistungen. Ob es um innovative Instandhaltungsstrategien geht oder um Line Tuning. Mit den LCS-Produkten von KRONES bleiben die Anlagen über ihre komplette Nutzungsdauer leistungsfähig und bewahren ihren Wert.

Optimieren

Die Maschinen von KRONES sind bei ihrer Auslieferung technisch auf dem neuesten Stand. Die Bedürfnisse unserer Kunden können sich aber nach dem Kauf jederzeit ändern. Sie benötigen neue Produkte oder Verpackungen, müssen strengere Umweltschutzauflagen erfüllen oder brauchen für neue Investitionen ein anderes Hallenlayout. KRONES hat stets ein passendes Angebot und besitzt die Kompetenz, um mit Nachrüstungen und Umbauten solch komplexe Projekte erfolgreich abzuwickeln. Eine weitere Herausforderung leitet sich aus dem rasanten technischen Wandel - speziell in der Elektronik - ab. Die Entwickler von KRONES legen deshalb Wert darauf, dass neue Technologien auch in vorhandenen Maschinen nachgerüstet werden können. Diese Upgrades bieten oft einen erheblichen Mehrwert für den Kunden. Beispielsweise arbeitet ihre Abfüllanlage nach dem Upgrade wirtschaftlicher oder die Qualität der hergestellten Produkte steigt.

Kundennähe als Erfolgsmodell

Die Nähe zum Kunden ist im Servicegeschäft der entscheidende Erfolgsfaktor.

Um die Bedürfnisse unserer Kunden zu befriedigen, setzen weltweit mehr als 2.000 hoch qualifizierte Mitarbeiter das breite Serviceangebot von KRONES in die Tat um. Wir stehen im ständigen Dialog mit unseren Kunden. Das hilft uns, Markttrends und künftige Anforderungen zu erkennen und frühzeitig geeignete Produkte zu entwickeln oder bereits vorhandene Produkte zu optimieren.

Im Strategieprogramm Value sind Maßnahmen definiert, mit denen sich KRONES für die Herausforderungen der Zukunft rüstet. Von herausragender Bedeutung für den Bereich LCS ist die noch stärkere Internationalisierung des Servicegeschäfts. Der typische Kunde von KRONES agiert in globalen Organisationen und investiert vor allem in den weltweiten Wachstumsmärkten. Ob in China, Afrika, Indien oder Südamerika. Für KRONES ist die Nähe zum Kunden stets das entscheidende Erfolgskriterium.

Kurze Reaktionszeiten, Kommunikation in Landessprache und dauerhafte Betreuung durch einen festen regionalen Technikerstamm bieten Kunden echten Mehrwert. Deshalb werden wir unsere Kompetenz vor Ort im Rahmen der dezentralen Strategie massiv ausbauen und noch mehr lokale Servicemitarbeiter einstellen. Bereits heute sind mehr als 50 % der KRONES Servicetechniker nicht mehr am Konzernsitz in Neutraubling, sondern in den weltweiten LCS-Centern oder Niederlassungen stationiert. Durch die forcierte Internationalisierung wird dieser Anteil in den kommenden Jahren steigen. KRONES legt höchsten Wert darauf, dass die Servicetechniker stets über Wissen und Können auf höchstem Niveau verfügen. Hierfür investieren wir weltweit kräftig in die Aus- und Weiterbildung der Servicekräfte.

Zu unserer dezentralen Strategie gehört auch, zunehmend Ersatz- und Rüstteile in den LCS-Centern zu produzieren und den Kunden direkt aus den Centern und Niederlassungen anzubieten. Zum einen vermeiden wir damit lange Lieferzeiten. Zum anderen können wir Rückfragen an den Kunden ohne Umwege und Zeitverzögerung klären, schnell auf Kundenanforderungen reagieren und Angebote optimal an die individuellen Bedürfnisse unserer Abnehmer anpassen.

Nicht nur bei akutem Servicebedarf profitieren die Kunden von der KRONES Kompetenz vor Ort. Durch die räumliche Nähe steht unseren Geschäftspartnern immer ein Spezialist zur Seite, der sie in allen Fragen zu "Produzieren, Erhalten und Optimieren" fachkundig unterstützt. Das stärkt das Vertrauensverhältnis und bildet die Basis für nachhaltige Serviceumsätze.

Investitionen in Logistik

Um lange Stillstandszeiten von Anlagen zu vermeiden, müssen Ersatzteile schnell beim Kunden vor Ort sein.

Um Kunden eine optimale Teileverfügbarkeit zu gewährleisten, investiert KRONES viel in die Logistik. Sowohl weltweit in den LCS-Centern als auch am Konzernsitz in Neutraubling. Schon heute können wir je nach Region bis zu 8 von 10 Kundenbestellungen aus den dezentralen Lägern der LCS-Center bedienen. Um diese Quote zu erhöhen, investiert KRONES in intelligente Systeme, die oft benötigte Ersatzteile ermitteln. Dabei greifen wir nicht nur auf Dispositionsstrategien zurück, die auf historischen Teileverbräuchen basieren. Auch mithilfe von statistisch ermittelten Ausfallquoten identifizieren wir Teile, die unbedingt gelagert werden sollten. Mit dieser Methodik statten wir unsere Lager in den LCS-Centern mit Teilen aus, schon bevor die Kunden Bedarf anmelden.

Dieses Know-how bieten wir auch unseren Abnehmern an, um deren eigene Lagerhaltung zu optimieren. Mit dem sogenannten "SPAC-Konzept" (Spare parts availability concept) kann der Kunde einerseits den Bestand wichtiger Teile für den Notfall erhöhen und lange Anlagenstillstände vermeiden. Andererseits wird dank "SPAC" der komplette Lagerbestand optimiert und weniger Kapital gebunden.

Neues LCS-Logistikzentrum in Neutraubling

Auch am Standort Neutraubling investieren wir erheblich in die Logistikprozesse. Mit dem neuen LCS-Logistikzentrum, das im Laufe des Jahres 2013 seinen Betrieb aufnimmt, beschleunigen wir die Auftragsabwicklung erheblich. 38.000 Lagerplätze für die Bevorratung von Ersatzteilen, die räumliche Zusammenfassung aller logistischen Prozesse rund um das Ersatzteil, die Reduzierung interner Schnittstellen und die Erfüllung der Anforderung für das Luftfrachtsicherheitsprogramm sorgen dafür, dass KRONES seine Kunden künftig noch besser mit Ersatzteilen versorgen kann.

Die KRONES Akademie

Wichtiger Bestandteil des KRONES Lifecycle Service ist die KRONES Akademie. Dort bieten wir ein breites und praxisorientiertes Schulungsangebot an. Mehr als 50 qualifizierte Ausbilder vermitteln dem Bedienpersonal unserer Kunden die Grundlagen von Maschinen und Anlagen, führen spezielle Kurse für individuelle Aufgaben durch und trainieren Führungskräfte. Durchgeführt werden die Kurse am Hauptsitz der Einrichtung in Neutraubling sowie an den internationalen Schulungszentren in den Service Centern von KRONES. Alle Angebote verfolgen das Ziel, dass unsere Abnehmer die Maschinen und Anlagen von KRONES perfekt beherrschen und diese sicher und wirtschaftlich betreiben können. 2012 besuchten 14.691 Teilnehmer (Vorjahr: 14.126) die Veranstaltungen der Akademie.

Kursteilnehmer KRONES Akademie

Die Teilnehmerzahl an der KRONES Akademie steigt seit 2009 kontinuierlich an.

Erfolgreicher KRONES Expertendialog

Rund 40 Mitarbeiter aus 30 verschiedenen Kundenunternehmen folgten im September 2012 der Einladung von LCS und Akademie zum zweiten KRONES Expertendialog nach Neutraubling. Dort tauschten sich die Teilnehmer praxisnah über aktuelle Trends und Herausforderungen der Branche aus. So berichteten Brauereiexperten, wie sie den wachsenden Herausforderungen im Bereich des Energiemanagements mithilfe von neuen IT-Systemen begegnen und auf Grundlage genauer Analysen der Energie- und Medienströme Einsparpotenziale erschließen. Bei einem Werksrundgang zeigte KRONES an konkreten Beispielen, welche Ergebnisse sich durch die Anwendung des Total Productive Management (TPM) erzielen lassen.

Der KRONES Expertendialog ist eine gute Plattform, um den Dialog mit den Kunden sowie die Kundenbindung zu stärken.

Mitarbeiter

KRONES stockt Mitarbeiterzahl weiter auf

KRONES investiert stark in den Ausbau der internationalen Belegschaft.

Im Berichtsjahr stieg die Belegschaft bei KRONES weiter an. Ende 2012 beschäftigte das Unternehmen 11.963 Mitarbeiter nach 11.389 im Vorjahr. KRONES investiert damit im Rahmen von Value weiterhin in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und legt mit dem Mitarbeiteraufbau den Grundstein für weiteres Wachstum. Da KRONES den Service beim Kunden vor Ort stärken will, ist die Internationalisierung der Belegschaft ein strategisches Unternehmensziel. Der Personalaufbau erfolgte deshalb überwiegend im Ausland, so dass der Anteil ausländischer Arbeitnehmer von 22,0 % im Vorjahr auf 24,1 % zum Ende des Berichtszeitraums kletterte.

Mitarbeiter nach Regionen

Aufgrund des demografischen Wandels ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Personalpolitik, den Nachwuchs an jungen qualifizierten Mitarbeitern dauerhaft zu sichern und das Qualifikationsniveau der Belegschaft - auch der älteren - weiter zu verbessern. Ziel ist es, KRONES als internationale Arbeitgeber-Marke in den kommenden Jahren weiter auf- und auszubauen.

Das hohe Ausbildungsniveau unserer Mitarbeiter spiegelt sich in der Qualifikationsstruktur wider. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium liegt bei 17,4 %. Knapp ein Viertel der Belegschaft sind Fachkaufleute, Techniker oder Meister. Nahezu 60 % der Belegschaft in den deutschen Werken verfügen über eine qualifizierte Berufsausbildung.

KRONES investiert in gute Nachwuchskräfte

Um junge qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, setzt KRONES auf gute Nachwuchsarbeit im eigenen Haus. Das Unternehmen bietet attraktive Angebote für junge motivierte Menschen, die über eine Ausbildung, Praktikum oder Studienarbeiten den Start ins Berufsleben bei KRONES schaffen.

Qualifikationsstruktur nach Ausbildungsart in Prozent

Der Anteil der Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium nimmt an den deutschen Standorten stetig zu.

KRONES bietet Jahr für Jahr vielen jungen Leuten eine attraktive und anspruchsvolle Ausbildung in 20 verschiedenen Berufen an. Hierfür investieren wir im Durchschnitt rund 70.000 Euro in jeden Auszubildenden. Im Herbst 2012 starteten nach einem langen und anspruchsvollen Auswahlprozess 150 junge Menschen ihre Ausbildung bei KRONES.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES

KRONES bietet jungen Menschen attraktive Ausbildungsangebote.

Insgesamt bildete KRONES Ende 2012 in Deutschland 517 junge Menschen aus. Damit liegt die Ausbildungsquote bei respektablen 5,8 %. Ziel von KRONES ist es, den Auszubildenden neben den vorgeschriebenen Lerninhalten zusätzliche Qualifikationen wie Präsentationstechniken oder Auslandserfahrungen durch Aufenthalte in ausländischen Tochtergesellschaften zu vermitteln.

Neues Ausbildungszentrum eröffnet

Fast 4 Mio. € investierte KRONES in den neuen "Ausbildungscampus" in Neutraubling und hat damit die Ausbildungsfläche mehr als verdoppelt.

Im Juli 2012 wurde das neu gebaute Ausbildungszentrum am Hauptsitz in Neutraubling eröffnet. Durch das neue Gebäude sowie weiteren Flächen aus den angrenzenden Gebäuden wurde die Fläche des gesamten Ausbildungsbereichs mehr als verdoppelt. Knapp 4 Mio. € hat KRONES in den neuen "Ausbildungscampus" investiert. Damit unterstreichen wir, dass KRONES auch künftig stark auf den eigenen, bestens ausgebildeten Nachwuchs setzt.

Enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Studenten

KRONES arbeitet seit Jahren intensiv mit Hochschulen zusammen, um frühzeitig den Kontakt zu Hochschulabsolventen zu knüpfen. Das Unternehmen organisiert Veranstaltungen, auf denen sich angehende Ingenieure und Akademiker über die verschiedenen Berufsbilder und die Karrierechancen bei KRONES informieren können. Da KRONES einen sehr guten Ruf als attraktiver Arbeitgeber bei Hochschülern genießt, sind diese Veranstaltungen regelmäßig gut besucht.

Abschlussarbeiten bei KRONES

Mit der Hochschule und der Universität Regensburg arbeiten wir seit Jahren im wissenschaftlichen Bereich zusammen. KRONES gibt hier einer Vielzahl von Nachwuchswissenschaftlern mit Praxissemestern und Abschlussarbeiten die Chance, Theorie und Praxis zu verbinden.

2012 betreuten wir insgesamt 263 Abschlussarbeiten und 717 Praktikanten in verschiedenen praxisorientierten Projekten. Auch 2012 konnte KRONES wieder viele hoch qualifizierte Berufsanfänger aus diesem Pool gewinnen.

Praktikanten KRONES

Nachhaltiges Wirtschaften

Unternehmerisches Handeln sowie wirtschaftlicher und technischer Fortschritt sind eng mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung verbunden. Das hat KRONES bereits früh erkannt und daher die soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, Geschäftspartnern, der Gesellschaft sowie Umwelt immer als Grundlage seiner Unternehmenskultur betrachtet.

Die Grundwerte für das nachhaltige Denken und Handeln unserer Mitarbeiter haben wir in Verhaltensregeln, Kodizes und im Leitbild integriert.

KRONES wird Mitglied im UN Global Compact

Mit dem Beitritt zum UN Globa Compact untermauert KRONES sein Bekenntnis zur nachhaltigen Unternehmensführung.

Um unser Bekenntnis zu wirtschaftsethischen Themen auch nach außen zu kommunizieren, ist die KRONES AG im Mai 2012 dem United Nations (UN) Global Compact beigetreten. Übergeordnetes Ziel des UN Global Compact ist die Schaffung internationaler und universeller Prinzipien und Werte für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er legt weltweit gültige Richtlinien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung fest und verpflichtet die Unternehmen, diese einzuhalten. Mitglied sind weltweit mehr als 6.000 Unternehmen, darunter auch viele Kunden von KRONES.

Dialog mit allen Interessengruppen

Wegen der sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen für Unternehmen gilt es, neue Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Auf der Basis des kontinuierlichen Austauschs mit unseren Interessengruppen (Kunden, Lieferanten, Aktionäre, Mitarbeiter, Politik, Verbände, Wissenschaft usw.) und den zusätzlichen Dialogmöglichkeiten durch den Beitritt zum Global Compact analysiert und bewertet KRONES die Chancen und Risiken der CSR (Corporate Social Responsibility)-Themenfelder. Damit minimieren wir Risiken für das Unternehmen und stärken gleichzeitig das Vertrauen, das unsere Partner in uns setzen.

CSR-Strategie

Die CSR-Strategie ist in die übergeordnete Unternehmensstrategie Value eingebettet. Denn mit unseren CSR-Zielen wollen wir auch "Mehr Wert" schaffen, für uns, unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Lieferanten, unsere Investoren und die Gesellschaft.

Weitere interessante Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und zu unserer CSR-Strategie entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente

Risikomanagementsystem wird umgesetzt und stetig ergänzt

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems von KRONES ist ein internes Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen. Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Bereits vor der Auftragsannahme unterziehen wir Angebote einer Rentabilitätsprüfung. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird. Das KRONES Risikomanagement setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg turnusgemäß detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen. Darüber hinaus führen wir jedes Jahr für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch, die zu entsprechenden Maßnahmen und Aktionen zur Risikoreduzierung führen. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in turnusgemäßen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES formell im Controlling verankert. Hier laufen alle relevanten Informationen zusammen und werden dem Vorstand aufbereitet als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Risikocontrolling

Operative und finanzielle Risiken werden von KRONES permanent analysiert, diskutiert und dokumentiert. Auch bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen werden im Rahmen unterjähriger Controllingprozesse auf ihre Wirksamkeit überwacht. Neben Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz werden sämtliche Aufwandsarten, der Cashflow sowie wesentliche Bestandteile des Umlaufvermögens und der Bilanz dargestellt. Aus den Zahlen ergeben sich Risikoeinschätzungen hinsichtlich des laufenden Geschäfts und Optionen hinsichtlich zukünftiger Projekte.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen vor allem durch das Controlling übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. Darüber hinaus führt die eingesetzte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Risikokategorien

Finanzielle Risiken

Angaben zu IFRS 7 Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten.

Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen bezüglich der unten genannten Risikokategorien.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen der Finanzinstrumente zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaig vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen.

Bedingt durch die Komplexität unserer Maschinen und Anlagen kommt es zu Verschiebungen bei den Zahlungseingängen. Die, gemessen am Gesamtvolumen, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2012 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 568.317 391.104 96.277 28.157 22.651 30.128
31.12.2011 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 585.116 402.476 97.421 26.581 30.879 27.759

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht im ausreichenden Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2013 Cashflow 2014-2017 Cashflow nach 2017
31.12.2012 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 1.244 0 1.089 0 155 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.377 24 588 18 789 0 0
Diskontierte Kundenwechsel 17.056 0 14.879 0 2.177 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11.092 0 10.426 133 666 0 0
30.769 24 26.982 151 3.787 0 0

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in T€ Buchwert Cashflow 2012 Cashflow 2013-2016 Cashflow nach 2016
31.12.2011 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 12.251 0 11.405 0 846 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.794 403 501 117 1.293 0 0
Diskontierte Kundenwechsel 41.757 0 34.723 0 7.034 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.280 20 12.644 127 636 0 0
69.082 423 59.273 244 9.809 0 0

3. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderung der Marktpreise schwanken.

3.1 Zinsänderungsrisiken

KRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können.

3.2 Währungsrisiken

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung AUD
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 262 742 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.188 2.555 2.510
Sonstige Finanzforderungen 654 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 0 0 0
Ausleihungen 0 0 0
Summe Aktiva 8.104 3.297 2.510
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen 4.418 -197 382
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0
Derivate mit negativen Marktwerten 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten 0 0 0
Summe Passiva 4.418 -197 382
Saldo Aktiva und Passiva 12.522 3.100 2.892
Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Positionen 0 0 0
Netto-Exposure per 31.12.2012 12.522 3.100 2.892

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde im Ergebnis folgende Auswirkungen verursachen:

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(+) Fremdwährungsgewinn/ (-) -aufwand in Höhe von T€ -1.138 -282 -263

3.3 Aktienkursrisiken

KRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen von Aktienkursen ergeben können.

3.4 Rohstoffpreisrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Das Unternehmen begegnet diesen möglichen Risiken durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden.

4. Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen aus dem operativen Geschäft rechtliche Risiken. Bezüglich der rechtlichen Risiken aus dem Rechtsstreit Le-Nature's verweisen wir auf die Seite 154.

Operative Risiken und Chancen

1. Preis

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge; entstehende Mehrkosten sind von uns zu tragen. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

2. Beschaffung

Den Risiken auf der Beschaffungsseite wirkt KRONES mit einem gezielten Material- und Lieferanten-Risikomanagement entgegen. Hinsichtlich Lieferanten besteht ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein eigens entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt zur Risikominimierung bei.

3. Kosten

Um unsere Ergebnissituation kontinuierlich zu verbessern, müssen wir die Kostenstrukturen nachhaltig optimieren. Dabei geht es in erster Linie darum, durch intelligente Arbeitszeit- und Wertschöpfungsmodelle klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu variabilisieren, um mit starken Marktveränderungen in beide Richtungen zurechtzukommen.

4. Personal

KRONES benötigt hoch qualifizierte Mitarbeiter. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern sichern wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Diplomanden und Praktikanten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater zur Personalfindung ein.

Durch die am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Betriebsvereinbarung ist es uns gelungen - im Gegenzug für eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis 2012 -, dem Personalkostendruck durch längere und flexiblere Arbeitszeiten zu begegnen.

Aufgrund der einheitlichen Ausrichtung am Absatz- und Beschaffungsmarkt werden keine abweichenden Chancen und Risiken für die Segmente des KRONES Konzerns gesehen.

Zusammenfassende Beurteilung

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir stellen uns auf die geänderte Risikolage ein, indem wir umfangreiche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung eingeleitet haben.

Langfristig sind in unseren Märkten weiterhin Wachstumschancen zu erwarten. Wir sind mit unseren Produkten und Leistungen für den Bereich "Essen und Trinken" sehr nahe am Konsum und profitieren indirekt vom globalen Bevölkerungswachstum und einem weltweit zunehmenden Wohlstand.

Durch unsere Innovationsstärke, unser einzigartiges Geschäftsmodell und unsere Produkt- und Servicequalität sowie durch ständige Prozessverbesserungen werden wir den Wettbewerbsvorteil erhalten und weiter ausbauen können.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

KLUG GMBH - die neue KRONES Beteiligung

Die Materialflusstechnik/Intralogistik von KRONES entwickelte sich in den vergangenen Jahren unbefriedigend. Deshalb haben wir diesen Bereich Anfang 2013 neu aufgestellt und 26 % der Anteile der KLUG GMBH integrierte Systeme erworben. Das 1995 gegründete Unternehmen mit Sitz im bayerischen Teunz ist ein führender Spezialist für komplette Logistiklösungen. Kernkompetenz von KLUG ist die Projektierung hochautomatisierter Logistiksysteme mit den Schwerpunkten Software und Anlagensteuerung. Die KLUG GMBH beschäftigte Ende 2011 rund 250 Mitarbeiter und setzte 2011 etwa 25 Mio. € um. Das Unternehmen arbeitet profitabel.

KRONES schloss einen Kooperationsvertrag mit KLUG ab, so dass wir unseren Kunden über die KLUG GMBH weiterhin Top-Leistungen im Bereich Materialflusstechnik/Intralogistik anbieten können.

KLUG hat Erfahrungen mit Kunden aus der Nahrungsmittelindustrie, ist aber grundsätzlich auf keine spezielle Branche fokussiert. Die Angebotspalette des Unternehmens ähnelt jener der KRONES Materialflusstechnik/Intralogistik. Als reiner Anbieter von kompletten Intralogistiklösungen hat KLUG aber deutlich günstigere Kostenstrukturen und ist auch deshalb profitabel. Weil KRONES in den vergangenen Jahren erhebliche Verluste im Bereich Materialflusstechnik/Intralogistik erwirtschaftete, wird sich die Beteiligung und Kooperation in den nächsten Jahren nachhaltig positiv auf unser Konzernergebnis auswirken.

In den kommenden Jahren will die KLUG GMBH weiter wachsen. Wir sind davon überzeugt, dass KRONES dieses Wachstum unterstützen kann. Mit unserem Zugang zu internationalen Wachstumsmärkten kann KLUG weltweit Kundenaufträge akquirieren, die das Unternehmen ansonsten nicht abschließen hätte können.

Ab dem 31.12.2016 kann KRONES weitere 26 % an der KLUG GMBH erwerben. Der Preis dafür ist abhängig davon, wie sich das Ergebnis von KLUG bis dahin entwickelt.

Prognosebericht

Unsicherheiten prägen Weltwirtschaftsausblick
Deutsche Maschinenbauer erwarten höhere Produktion
KRONES will profitabel wachsen

Weltwirtschaft soll 2013 stärker zulegen als im Vorjahr

Die Wirtschaft in China und Indien soll 2013 wieder stärker wachsen als 2012.

Die Notenbanken in den USA, Japan und Europa haben 2012 mit ihrer expansiven Geldpolitik die Folgen der Euro- und Schuldenkrise bekämpft. Nach Ansicht der Konjunkturexperten des Internationalen Währungsfonds (IWF) stehen deshalb die Chancen gut, dass die Weltwirtschaft 2013 ein wenig an Fahrt gewinnt. Gleichzeitig warnen sie jedoch vor beträchtlichen Abwärtsrisiken. So könnte die Euro-Krise erneut aufflammen oder eine übermäßige kurzfristige Konsolidierung des US-Haushaltes die Wirtschaft bremsen. Unter der Annahme, dass die Politik diese Gefahrenherde im Griff behält, prognostiziert der IWF für 2013 einen Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums von 3,2 % im Vorjahr auf 3,5 %.

Als wichtigste Wachstumsquelle 2013 bezeichnet der IWF die Emerging Markets. So soll beispielsweise die chinesische Wirtschaft 2013 um 8,2 % (Vorjahr: 7,8 %) expandieren. In Indien dürfte sich das Wachstum von 4,5 % im Vorjahr auf 5,9 % im laufenden Jahr beschleunigen. Insgesamt soll die Steigerungsrate der Wirtschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2013 im Vergleich zu 2012 von 5,1 % auf 5,5 % zulegen.

In den entwickelten Industrieländern bleibt die Euro-Zone 2013 voraussichtlich in der Rezession. Der IWF rechnet damit, dass die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraums in diesem Jahr um 0,2 % schrumpft. Innerhalb Europas sollte die deutsche Wirtschaft weiter robust bleiben. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2013 um 0,6 % steigen. Für die weltweit größte Volkswirtschaft, also die USA, ist der IWF trotz der Haushaltsprobleme relativ optimistisch. 2,0 % lautet die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft. In Japan dürften 2013 die anhaltend expansive Geldpolitik und staatliche Konjunkturmaßnahmen für ein BIP-Wachstum von 1,2 % sorgen.

Neben dem Wirtschaftswachstum in den einzelnen Regionen beeinflussen auch die Arbeitslosenquote und die Inflation in den Ländern das Orderverhalten der Kunden von KRONES. Wir rechnen damit, dass 2013 von der Arbeitslosenquote und der Inflation in den wichtigsten Absatzmärkten von KRONES nur geringe negative Effekte auf unsere Geschäfte ausgehen.

Produktionswert der deutschen Maschinenbauer soll 2013 um 2 % steigen

Die Situation bei den Auftragseingängen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich Anfang 2013 leicht verschlechtert. Im Januar unterschritt der Wert der Bestellungen das Vorjahresniveau um 2 %. Als Stütze erwies sich dabei das Auslandsgeschäft, das leicht zulegte. Trotz des verhaltenen Jahresauftakts geht der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) davon aus, dass die Branche 2013 leichte Zuwächse erzielt. Der Produktionswert soll im Vergleich zum Vorjahr um 2 % steigen.

Bei den einzelnen Teilbranchen des Verbandes erwartet der VDMA deutliche Spreizungen. Besser als die gesamte Branche dürfte sich 2013 der Bereich "Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen" entwickeln.

Produktionswert im deutschen Maschinenbau in Mrd. €

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt

KRONES will 2013 profitabel wachsen

KRONES will 2013 von seiner guten Position in den Wachstumsmärkten profitieren.

Die mittelfristigen Rahmenbedingungen für das Geschäft von KRONES bleiben trotz der heftigen Schwankungen der Weltwirtschaft insgesamt gut. Langfristig wird der Verpackungsmaschinenmarkt stärker und stabiler wachsen als die globale Wirtschaft. Die größten Wachstumstreiber bleiben die stetig wachsenden Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen vom Land in die Stadt. Dies führt zur einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Zudem müssen sich die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über verschiedene Verpackungsvarianten von den Wettbewerbern abheben. Auch das führt zu einer erhöhten Nachfrage nach innovativen Verpackungslösungen.

KRONES sieht die wirtschaftlichen Aussichten für 2013 verhalten optimistisch. Die Märkte in Asien, Südamerika, Afrika und im Nahen Osten bieten nach wie vor gute Wachstumsperspektiven. In diesen Regionen will KRONES von seiner starken Marktposition profitieren und auch im After-Sales-Geschäft wachsen. Den dafür nötigen Aufbau von personellen Ressourcen in den jeweiligen Regionen wird KRONES 2013 fortsetzen und seine Personalstrategie weiter internationalisieren.

Der nordamerikanische Markt, der sich 2012 bereits erholte, sollte auch 2013 stabil sein. In den Märkten des Euro-Raums rechnen wir wegen der anhaltenden Euro- und Schuldenkrise weiterhin mit einer spürbaren Investitionszurückhaltung.

Ergebnis soll sich 2013 weiter verbessern

KRONES fokussiert sich 2013 im Rahmen seiner Value-Strategie auf die Säulen Wachstum und Profitabilität. In unserem Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung wollen wir die Kostenstrukturen weiter verbessern und flexibilisieren, um künftige Kostensteigerungen zu kompensieren. Hierfür werden wir den Einkauf stärker internationalisieren und unsere Baugruppen und Maschinen weiter modularisieren. Wichtiger Bestandteil für profitables Wachstum ist der Ausbau unserer internationalen Servicestrukturen und LCS-Center, um unsere Kunden schnell mit den besten Dienstleistungen und Produkten bedienen zu können.

Das Segment Prozesstechnik ist für KRONES strategisch wichtig, weil viele Kunden die Verknüpfung von Getränkeproduktion und Produktabfüllung fordern. Im laufenden Jahr wollen wir die Strukturen in der Prozesstechnik weiter optimieren. Mit der Neuaufstellung der Materialflusstechnik zum Jahresanfang 2013 haben wir einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung des Segmentes gemacht. Nach den abgeschlossenen Maßnahmen in der Materialflusstechnik/Intralogistik werden in diesem Bereich ab 2013 keine wesentlichen Verluste mehr im Segmentergebnis enthalten sein.

Zudem wollen wir das Komponentengeschäft mit seinem Serviceanteil sowie das Produktportfolio ausbauen. Zusammen mit einer höheren Auslastung sollen diese Maßnahmen dazu führen, dass das Segment 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet.

Das Segment für den unteren Leistungsbereich "KOSME" soll 2013 ebenfalls keine Verluste mehr ausweisen. Schlüsselthemen sind hier eine stabile Produktionsauslastung und der Ausbau der LCS-Aktivitäten. Zudem repositionieren wir KOSME im Markt für Körperpflege und Reinigungsmittel. Alle Maßnahmen gemeinsam werden das Segment aus den roten Zahlen führen.

Trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten will KRONES 2013 weiter wachsen.

Insgesamt prognostizieren wir auf Basis der Entwicklung der KRONES Märkte und den weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten für 2013 ein Umsatzwachstum um 4 %. Vom Preisniveau erwartet KRONES keine unterstützenden Effekte.

Die Ertragskraft wird erneut steigen. So erwartet KRONES, dass 2013 die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, über 5,5 % liegen wird.

Dies liegt weiter unter unserem Ziel von 7 %, das wir mittelfristig erreichen wollen. Unsere dritte Zielgröße, den ROCE, wollen wir im laufenden Jahr auf 15 % steigern (2012: 13,6 %, bereinigt um Le-Nature's). Mittel- bis langfristig streben wir einen Wert von 20 % an. Aufgrund des höheren Ergebnisses und des angestrebten niedrigeren Working Capitals plant KRONES außerdem eine Verbesserung des Free Cashflows.

Gemäß den Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute dürften sich 2014 die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern. Unter diesen Voraussetzungen rechnen wir aus heutiger Sicht mit einer Verbesserung der wesentlichen Kennzahlen.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Name Direkter Anteil der Stimmrechte

in %
Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH 15,00
Volker Kronseder 12,02
Harald Kronseder 10,09

Stand: 28. Februar 2013

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (28. Februar 2013) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 15. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden.

Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind und
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long-Term Incentive) mit Risikofaktor

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Für das Geschäftsjahr 2012 betrug die direkte fixe Vergütung der fünf aktiven Vorstandsmitglieder T€ 2.593 (Vorjahr: T€ 2.912). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet in der Regel im Rahmen der Verhandlung über die Vertragsverlängerung statt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 74 (Vorjahr: T€ 91).
Die variable Vergütung basiert auf der Erreichung von unternehmerischen Zielwerten. Die Bezugsgrößen sind Konzern-Jahresüberschuss (Schwerpunkt), Konzernumsatz und Konzernauftragseingang. Die Staffelung der Zielwerte wird durch den Aufsichtsrat jährlich neu bestimmt. Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 betrug T€ 1.605 (Vorjahr: T€ 2.167).
Entsprechend den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17.03.2005 als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter einen sogenannten "Performance Incentive-Plan" (Long-term Incentive) verabschiedet. Demnach erhält jedes Vorstandsmitglied einen Performance Incentive, der nach mindestens zehnjähriger Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der KRONES AG zur Auszahlung kommt. Bei einer kürzeren Vertragslaufzeit als zehn Jahre verfällt der Anspruch. Im Geschäftsjahr 2012 wurde wie im Vorjahr keine Vergütung nach 10-jähriger Wartefrist planmäßig zur Auszahlung fällig.
Der Performance Incentive errechnet sich aus der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der Bestellung zum Vorstand und der jeweiligen Entwicklung des Unternehmenswertes vom Zeitpunkt des Eintritts bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Vergütung.
Als Berechnungsgrundlage für den Unternehmenswert werden EBIT, EBITDA und Konzernumsatz verwendet. Sofern der aktuelle Unternehmenswert unter den Unternehmenswert zum Zeitpunkt des Eintritts fällt, verfällt der Performance Incentive für das jeweilige Vorstandsmitglied.
Die Performance Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.092 (Vorjahr: T€ 1.022).
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, wertpapierorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6.568 (Vorjahr: T€ 3.389) gebildet.
Die gem. Ziffer 4.2.4 des Deutschen Corporate Governance Kodex und gemäß §§ 285 S.1 Nr. 9a S. 5-9; 314 S.1 Nr. 6a S. 5-9 HGB geforderte individualisierte Offenlegung der Bezüge wird dagegen nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der KRONES AG widerspräche eine derartige Offenlegung dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.

Die Angaben zur Struktur der Vergütung sind dagegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 768 (Vorjahr: T€ 510) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 380 (Vorjahr: T€ 693) gebildet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2011 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 geänderte Satzung.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus zwei Komponenten, nämlich einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 20.000 sowie einer variablen Vergütung. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Die variable Vergütung basiert auf dem Konzernjahresüberschuss je Aktie. Hierbei erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden über den Betrag von € 1,00 hinausgehenden Betrag von € 0,30 des Konzernjahresüberschuss je Aktie eine Vergütung von jeweils € 2.000 pro erreichtem € 0,30. Die variable Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beträgt maximal € 14.000 pro Geschäftsjahr.

Für das Geschäftsjahr 2012 errechnet sich auf dieser Berechnungsgrundlage eine variable Vergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied in Höhe von € 8.000.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.000.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 428 (Vorjahr: T€ 356) inklusive T€ 96 (Vorjahr: T€ 24) variabler Bezüge.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.000 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. §§ 297 Abs. 2 Satz 3 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Neutraubling, den 28. März 2013

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Werner Frischholz

Thomas Ricker

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com zugänglich.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

"Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 15. Mai 2012 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird, mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung, wird entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung nicht individualisiert ausgewiesen (Tz. 4.2.4 DCGK).

KRONES gibt die Struktur der Vergütung des Vorstands an. Die Angaben zu fixen und variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsanteilen sind wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

Wir sind davon überzeugt, dass die individualisierte Offenlegung der Bezüge dem Schutz der Persönlichkeitsrechte widerspräche. Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.
Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben. (Tz. 5.1.3 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet.(Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden.
Die erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist derzeit nicht auf eine mehrjährige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Zudem werden die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder derzeit nicht individualisiert ausgewiesen. Sonstige Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden derzeit nicht ausgewiesen (Tz. 5.4.6 DCGK).

Die erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder hängt entsprechend der Satzung der Gesellschaft derzeit vom Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres ab. Der Aufsichtsrat hat mit seinen Handlungen und Entscheidungen einen wesentlichen Anteil am nachhaltigen Erfolg des Unternehmens. Der wirtschaftliche Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sind auch am Jahresüberschuss messbar. Der Aufsichtsrat hat gleichwohl beschlossen, dieser Empfehlung in Zukunft zu folgen und wird der Hauptversammlung im Jahr 2014 zusammen mit dem Vorstand eine Änderung der Satzung vorschlagen. Die Summe der gezahlten Aufsichtsratsvergütungen ist im Vergütungsbericht getrennt nach fixen und variablen Bezügen dargestellt. Ein individualisierter Ausweis der Vergütung führt nach unserer Ansicht zu keinerlei kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen. Das gilt auch für persönlich erbrachte Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.6 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis.

Im Geschäftsbericht der KRONES AG geben wir jedoch den Aktienbesitz der Familien Kronseder an, die in Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten sind.
Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2 DCGK).

Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.

Neutraubling, den 28. März 2013

Für den Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Für den Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied, eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Kenntnisse der englischen Sprache, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

e) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Die Kandidatur von Frauen ist erwünscht und soll bei der Wahl der Vertreter der Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt werden.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2012 alle unter a) bis e) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG besteht aus fünf Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 6 und 158). Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage. Neben dem Aufsichtsratsausschuss kann der KRONES Aufsichtsrat weitere Ausschüsse bilden. Darauf hat er bislang verzichtet.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 11 und 158) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsratsausschusses

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen Aufsichtsratsausschuss, der sich regelmäßig trifft.

Neben dem Vorsitzenden des Aufsichtsratsausschusses Graf Philipp von und zu Lerchenfeld gehören dem Ausschuss der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Josef Weitzer und Johann Robold an. Der Aufsichtsratsausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und bereitet entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat vor. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Aufsichtsratsausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

KRONES Konzernabschluss 2012

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2012 2011
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 19 2.664.194 2.480.308
Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -16.926 2.803
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 41.802 33.377
Sonstige betriebliche Erträge 21 104.353 2.793.423 98.743 2.615.231
Materialaufwand 22
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.086.061 -1.035.675
Aufwendungen für bezogene Leistungen -239.244 -1.325.305 -236.101 -1.271.776
Personalaufwand 23
Löhne und Gehälter -645.117 -613.470
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -132.244 -777.361 -124.973 -738.443
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/2 -76.685 -70.270
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -521.781 -464.196
EBIT 92.291 70.546
Erträge aus Beteiligungen 25 2.137 1.422
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 28 10
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 6.925 11.035
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 -3.468 -8.423
5.622 4.044
Ergebnis vor Steuern 97.913 74.590
Ertragsteuern 7/26 -30.885 -30.936
Konzernergebnis 67.028 43.654
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0 0
Ergebnisanteil KRONES Konzern 67.028 43.654
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 27 2,22 1,45

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Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

in T€
2012 2011
Anhang
--- --- --- ---
Konzernergebnis 67.028 43.654
Unterschied aus Währungsumrechnung -5.282 841
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente 11 7.028 -5.014
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 1.746 -4.173
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 68.774 39.481
davon Anteile KRONES Konzern 68.774 39.481

Bilanz

Aktiva

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31.12.2012 31.12.2011
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1 119.116 110.718
Sachanlagen 2 464.885 441.295
Finanzanlagen 3 2.520 2.564
Anlagevermögen 586.521 554.577
Aktive latente Steuern 7 21.605 13.523
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 8.455 17.366
Tatsächliche Steuerforderungen 7 6.624 8.071
Sonstige Vermögenswerte 5 1.937 3.708
Langfristige Vermögenswerte 625.142 597.245
Vorräte 4 648.442 642.826
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 559.862 567.750
Tatsächliche Steuerforderungen 7 12.603 4.521
Sonstige Vermögenswerte 5 90.634 101.990
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 132.920 125.496
Kurzfristige Vermögenswerte 1.444.461 1.442.583
Bilanzsumme 2.069.603 2.039.828
Passiva
Anhang T€ T€ T€ T€
31.12.2012 31.12.2011
Gezeichnetes Kapital 8 40.000 40.000
Kapitalrücklage 9 66.807 66.750
Gewinnrücklagen 10 368.819 373.383
Sonstige Rücklagen 11 1.389 -5.639
Konzernbilanzgewinn 359.152 311.000
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 836.167 785.494
Anteile anderer Gesellschafter 12 0 0
Eigenkapital 8 836.167 785.494
Rückstellungen für Pensionen 13 87.557 82.278
Passive latente Steuern 7 21.142 3.869
Sonstige Rückstellungen 14 35.537 32.250
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 6.829 0
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 2.177 7.034
Sonstige Verpflichtungen 15 1.811 8.189
Langfristige Schulden 155.053 133.620
Sonstige Rückstellungen 14 128.666 176.065
Steuerrückstellungen 14 14.030 10.682
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 0 0
Erhaltene Anzahlungen 15 497.163 443.452
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 197.849 201.326
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 7 558 201
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 14.879 34.723
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 15 225.238 254.265
Kurzfristige Schulden 1.078.383 1.120.714
Bilanzsumme 2.069.603 2.039.828

Kapitalflussrechnung

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Anhang 2012

T€
2011

T€
Ergebnis vor Steuern 97.913 74.590
Abschreibungen und Zuschreibungen 1/2 76.685 70.270
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 14/15 -56.715 31.218
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 7 -4.419 -4.516
Zinsaufwendungen und Zinserträge 25 -3.457 -2.612
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 21/24 -221 -1.338
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1.340 -3.252
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 28.379 -55.795
Erhöhung der Vorräte 4 -8.090 -59.894
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 38.502 67.368
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 167.237 116.039
gezahlte Zinsen -2.779 -2.992
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern -27.837 -18.976
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 136.621 94.071
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -39.123 -34.555
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 11 64
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -71.732 -71.477
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 1.983 2.381
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -47 -652
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 91 225
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen 12 0 -853
erhaltene Zinsen 707 1.956
erhaltene Dividenden 2.137 1.422
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit -105.973 -101.489
Auszahlungen an Unternehmenseigner -18.101 -12.067
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten 15 -1.904 -2.061
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit -20.005 -14.128
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 10.643 -21.546
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -3.219 -675
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 270
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 125.496 147.447
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6 132.920 125.496

Entwicklung des Eigenkapitals

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Mutterunternehmen
Gezeichnetes

Kapital

T€
Kapitalrücklage

T€
Gewinnrücklagen

T€
Währungs-

differenzen

d. Eigenkapitals

T€
Sonstige

Rücklagen

T€
Konzern-

bilanzgewinn

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Anhang 8 9 10 11
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2011 40.000 66.645 389.078 8.043 -625 254.939
Dividendenzahlung (0,40 € je Aktie) -12.067
Konzernergebnis 2011 43.654
Entnahme aus Gewinnrücklagen -25.000 25.000
Einstellung in Gewinnrücklagen 421 -421
Einstellung in die Kapitalrücklage 105 -105
Änderung im Konsolidierungskreis
Währungsdifferenzen 841
Hedge Accounting -5.014
Stand 31. Dezember 2011 40.000 66.750 364.499 8.884 -5.639 311.000
Dividendenzahlung (0,60 € je Aktie) -18.101
Konzernergebnis 2012 67.028
Entnahme aus Gewinnrücklagen 0 0
Einstellung in Gewinnrücklagen 718 -718
Einstellung in die Kapitalrücklage 57 -57
Währungsdifferenzen -5.282
Hedge Accounting 7.028
Stand 31. Dezember 2012 40.000 66.807 365.217 3.602 1.389 359.152

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Mutterunternehmen Eigenkapital

T€
Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital

T€
Konzerneigenkapital

T€
Anhang 12
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2011 758.080 853 758.933
Dividendenzahlung (0,40 € je Aktie) -12.067 -12.067
Konzernergebnis 2011 43.654 43.654
Entnahme aus Gewinnrücklagen 0 0
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis 0 -853 -853
Währungsdifferenzen 841 841
Hedge Accounting -5.014 -5.014
Stand 31. Dezember 2011 785.494 0 785.494
Dividendenzahlung (0,60 € je Aktie) -18.101 -18.101
Konzernergebnis 2012 67.028 67.028
Entnahme aus Gewinnrücklagen 0 0
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0
Währungsdifferenzen -5.282 -5.282
Hedge Accounting 7.028 7.028
Stand 31. Dezember 2012 836.167 0 836.167

Konzernanhang für die KRONES AG

Segmentberichterstattung

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Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)
2012

T€
2011

T€
2012

T€
2011

T€
2012

T€
2011

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 2.258.252 2.137.023 311.902 259.735 94.039 83.550
davon Deutschland 195.408 222.121 25.745 30.011 2.967 1.115
davon übriges Europa 563.952 572.585 60.552 52.532 55.682 50.049
davon sonstige Gebiete 1.498.893 1.342.317 225.606 177.193 35.390 32.386
Abschreibungen 66.443 63.532 8.475 4.673 1.767 2.065
davon außerplanmäßige Abschreibung 0 0 2.796 0 0 0
Zinserträge 25 43
Zinsaufwendungen 226 598
EBT 119.170 108.909 -13.649 -19.334 -7.608 -14.985
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen 898 3.525 562 129 -120 -402
Vermögen 1.732.583 1.764.922 252.983 206.562 79.489 71.868
davon Deutschland 1.284.070 1.369.671 252.983 206.562 0 0
davon übriges Europa 93.769 87.863 0 0 79.489 71.868
davon sonstige Gebiete 354.745 307.388 0 0 0 0
Schulden 909.347 964.566 266.907 249.860 58.456 55.481
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 100.820 94.427 8.093 10.343 1.942 1.261
davon Deutschland 93.810 82.050 8.093 10.343 0 0
davon übriges Europa 692 795 0 0 1.942 1.261
davon sonstige Gebiete 6.319 11.582 0 0 0 0
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 5,3 % 5,1% -4,4 % -7,4% -8,1 % -17,9%

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Summe der Segmente Konsolidierung Sonstiges
2012

T€
2011

T€
2012

T€
2011

T€
2012

T€
2011

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Abschreibungen
davon außerplanmäßige Abschreibung
Zinserträge 6.900 10.992
Zinsaufwendungen 3.242 7.825
EBT
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen
Vermögen 2.065.056 2.043.352 -37.004 -30.325 41.551 26.801
davon Deutschland 1.537.053 1.576.233 -21.960 -21.560 41.551 26.801
davon übriges Europa 173.258 159.731 -14.426 -7.878 0 0
davon sonstige Gebiete 354.745 307.388 -618 -887 0 0
Schulden 1.234.710 1.269.907 -37.004 -30.325 35.730 14.752
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz)

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KRONES Konzern
2012

T€
2011

T€
--- --- ---
Umsatzerlöse 2.664.194 2.480.308
davon Deutschland 224.119 253.247
davon übriges Europa 680.186 675.165
davon sonstige Gebiete 1.759.889 1.551.896
Abschreibungen 76.685 70.270
davon außerplanmäßige Abschreibung 2.796 0
Zinserträge 6.925 11.035
Zinsaufwendungen 3.468 8.423
EBT 97.913 74.590
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen 1.340 3.252
Vermögen 2.069.603 2.039.828
davon Deutschland 1.556.644 1.581.474
davon übriges Europa 158.832 151.853
davon sonstige Gebiete 354.127 306.501
Schulden 1.233.436 1.254.334
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 110.856 106.031
davon Deutschland 101.903 92.393
davon übriges Europa 2.634 2.056
davon sonstige Gebiete 6.319 11.582
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 3,7 % 3,0%

Allgemeine Angaben

■ Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG ("KRONES Konzern") zum 31. Dezember 2012 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befinden sich auf Seite 156. Am 28. März 2013 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden gegebenenfalls in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter gegebenenfalls Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gegebenenfalls gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist gegebenenfalls um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

■ Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2012 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KRONES AG mehr als 50 % der Stimmrechte zustehen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden weitere 50 % an der KONPLAN S.R.O., Prag, Tschechische Republik erworben. Die KRONES AG ist somit unmittelbar zu 100 % an dieser Gesellschaft beteiligt. Des Weiteren wurde die KRONES Makina Sanayi ve Ticaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Die Erstkonsolidierung der neu gegründeten Gesellschaft wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

■ Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 ("Business Combinations"), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode ("purchase method") zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert ("fair value") anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden gegebenenfalls als "Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

■ Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,319 1,293 1,286 1,393
Britisches Pfund GBP 0,816 0,837 0,811 0,868
Schweizer Franken CHF 1,207 1,217 1,205 1,233
Dänische Kronen DKK 7,461 7,434 7,444 7,451
Kanadischer Dollar CAD 1,312 1,319 1,285 1,377
Japanischer Yen JPY 113,650 100,070 102,646 111,040
Brasilianischer Real BRL 2,700 2,414 2,510 2,326
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 8,215 8,144 8,116 9,002
Mexikanischer Peso MXN 17,206 18,073 16,912 17,287
Ukrainischer Griwna UAH 10,614 10,363 10,391 11,120
Südafrikanischer Rand ZAR 11,187 10,476 10,553 10,083
Kenianischer Schilling KES 113,593 110,223 108,692 123,642
Nigerianischer Naira NGN 205,960 209,840 204,178 216,949
Russischer Rubel RUB 40,249 41,687 39,925 40,872
Thailändischer Baht THB 40,334 40,829 39,929 42,433
Indonesische Rupiah IDR 12.707,500 11.730,600 12.039,824 12.201,906
Angolanischer Kwanza AOA 126,640 122,920 122,658 130,571
Türkische Lira TRY 2,356 2,446 2,315 2,335

■ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

■ Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

■ Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,60 % aktiviert.

■ Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

■ Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

■ Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume "Vertragslaufzeit" oder "Nutzungsdauer" des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

■ Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus Finanzanlagen

zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S. d. IFRS 7.27 A).

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

■ Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als "zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als "bis zur Endfälligkeit gehalten" findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die "fair value Option" nach IAS 39 angewendet.

■ Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, australischer Dollar und kanadischer Dollar sowie britisches Pfund.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 7.27 A. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

■ Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

■ Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

■ Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt ("Percentage-of-Completion-Methode") bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

■ Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method") angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

■ Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der folgenden Barwerte überstieg:

a) 10 % des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (vor Abzug des Planvermögens); und

b) 10 % des beizulegenden Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt.

■ Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

■ Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

■ Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen.

■ Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den "Allgemeinen Angaben" beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand v. a. durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Erläuterung der Bilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Aktivierte Entwicklungskosten Summe
01.01.2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 88.815 162.562 251.377
Kumulierte Abschreibungen 74.227 76.568 150.795
Nettobuchwert 14.588 85.994 100.582
Veränderungen in 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 83 0 83
Zugänge 10.567 23.988 34.555
Abgänge 3.876 0 3.876
Währungsdifferenzen -75 0 -75
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 22 0 22
Zugänge 8.116 16.287 24.403
Abgänge 3.812 0 3.812
Währungsdifferenzen -62 0 -62
Nettobuchwert 31.12.2011 17.023 93.695 110.718
01.01.2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 95.514 186.550 282.064
Kumulierte Abschreibungen 78.491 92.855 171.346
Nettobuchwert 17.023 93.695 110.718
Veränderungen in 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 11.157 27.966 39.123
Abgänge 1.922 0 1.922
Währungsdifferenzen -153 0 -153
Abschreibungen
Zugänge 5.777 24.926 30.703
Abgänge 1.911 0 1.911
Währungsdifferenzen -142 0 -142
Nettobuchwert 31.12.2012 22.381 96.735 119.116
31.12.2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 104.596 214.516 319.112
Kumulierte Abschreibungen 82.215 117.781 199.996
Nettobuchwert 22.381 96.735 119.116

Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 27.966 (Vorjahr: T€ 23.988). Darin enthalten sind Fremdkapitalkosten in Höhe von T€ 100 (Vorjahr: T€ 302). Im Geschäftsjahr 2012 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 121.168 (Vorjahr: T€ 123.064) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 2.796 (Vorjahr: T€ 0) und betrifft das Segment Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik. Hierbei handelt es sich um aktivierte Entwicklungsprojekte, denen kein weiterer Nutzen zugeordnet werden kann.

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2012 sowie im Vorjahr waren keine Wertminderungen in den Abschreibungen und keine Zuschreibungen gemäß IAS 36 erforderlich.

Im Geschäftsjahr 2012 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 211 (Vorjahr: T€ 261) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind keine Zuschreibungen (Vorjahr: T€ 272) enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.472 (Vorjahr:

T€ 13.203) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zuzurechnen sind.

Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Bauten inkl. der auf fremden Grundstücken 767 12.353
Technische Anlagen und Maschinen 91 231
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 614 619
Gesamt 1.472 13.203

Im Berichtsjahr erfolgten keine Zugänge aufgrund IFRS 3 oder IFRS 5.

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe
01.01.2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten 394.179 236.712 209.758 5.215 845.864
Kumulierte Abschreibungen 119.895 158.975 150.694 0 429.564
Nettobuchwert 274.284 77.737 59.064 5.215 416.300
Veränderungen in 2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 0 293 0 293
Zugänge 12.565 20.605 29.865 8.442 71.477
Abgänge 352 8.628 36.295 46 45.321
Umbuchungen 3.605 2.530 352 -6.487 0
Währungsdifferenzen 663 531 205 97 1.496
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 0 79 0 79
Zugänge 11.378 13.427 21.334 0 46.139
Abgänge 329 8.442 35.507 0 44.278
Zuschreibungen 272 0 0 0 272
Währungsdifferenzen 409 543 330 0 1.282
Nettobuchwert 31.12.2011 279.579 87.247 67.248 7.221 441.295
01.01.2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 410.660 251.750 204.178 7.221 873.809
Kumulierte Abschreibungen 131.081 164.503 136.930 0 432.514
Nettobuchwert 279.579 87.247 67.248 7.221 441.295
Veränderungen in 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 0 74 0 74
Zugänge 6.764 18.070 22.890 24.008 71.732
Abgänge 855 7.441 27.890 4 36.190
Umbuchungen 1.156 1.569 477 -3.202 0
Währungsdifferenzen -165 -665 -490 -20 -1.340
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 0 32 0 32
Zugänge 11.491 11.224 23.267 0 45.982
Abgänge 280 7.045 27.103 0 34.428
Währungsdifferenzen -165 -388 -347 0 -900
Nettobuchwert 31.12.2012 274.371 93.596 65.999 30.919 464.885
31.12.2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 416.498 261.890 198.778 30.919 908.085
Kumulierte Abschreibungen 142.128 168.294 133.778 0 443.200
Nettobuchwert 274.371 93.596 65.999 30.919 464.885

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen.

4 Vorräte

Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 176.132 189.473
Unfertige Erzeugnisse 222.475 207.036
Fertige Erzeugnisse 139.731 169.192
Handelswaren 100.455 69.253
Sonstiges 9.649 7.872
Gesamt 648.442 642.826

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2012 in Höhe von T€ 25.902 (Vorjahr: T€ 14.832) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 55.325 (Vorjahr: T€ 61.641).

5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 568.317 585.116
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 8.455 17.366
Sonstige Vermögenswerte 92.571 105.698
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 1.937 3.708

Bei den Kundenforderungen entsprechen die Marktwerte den bilanzierten Werten.

Das Wertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt:

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Stand 01.01.2012 23.305
Veränderung Konsolidierungskreis und Währungseffekte -609
Zuführungen 6.979
Auflösungen 7.971
Stand 31.12.2012 21.704

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2012 sind Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit aktivischem Saldo in Höhe von T€ 44.649 (Vorjahr: T€ 27.712) enthalten. Diese beziehen sich auf Fertigungsaufträge, bei denen die angefallenen Kosten plus ausgewiesene Gewinne abzüglich der Summe der ausgewiesenen Verluste, die Teilabrechnungen und erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit passivischem Saldo sind nicht vorhanden.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 18.824; Vorjahr: T€ 23.605), Steuererstattungsansprüche (T€ 47.465; Vorjahr: T€ 39.730), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 5.261; Vorjahr: T€ 4.772) und debitorische Kreditoren (T€ 1.361; Vorjahr: T€ 2.013).

Die zu Marktwerten bewerteten derivativen Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, betrugen im Geschäftsjahr 2012 T€ 3.170 (Vorjahr: T€ 21).

6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 132.920 (Vorjahr: T€ 125.496) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 232 (Vorjahr: T€ 209) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnung" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 124 dargestellt.

7 Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge (-) 4.419 4.516
Laufende Steueraufwendungen 26.466 26.420
Gesamt 30.885 30.936

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %.

Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 20 % und 38 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2012 gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 28 219 26.966 25.954
Sachanlagen 45 60 12.703 15.200
Finanzanlagen 1 6 1 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 65 0 1.454 2.927
Vorräte 3.224 2.477 129 480
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 7.770 5.496 4.938 3.442
Steuerliche Verlustvorträge 20.746 25.633 0 0
Rückstellungen, langfristig 9.807 8.543 0 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 216 3.173 727 840
Rückstellungen, kurzfristig 13.927 11.489 1.827 1.902
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 123 416 6.642 604
Cashflow Hedging 297 2.796 1.220 6
Konsolidierung 821 701 0 0
Zwischensumme 57.070 61.009 56.607 51.355
Saldierung (-) -35.465 -47.486 -35.465 -47.486
Gesamt 21.605 13.523 21.142 3.869

Die erfolgsneutral über das Eigenkapital gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 458 (Vorjahr: T€ 4.341) und resultieren aus Sicherungsgeschäften. Die latenten Steuern auf vortragsfähige Verluste betreffen die KRONES AG und die KRONES INC., USA. Nach der Ergebnisplanung ist zukünftig mit positiven steuerlichen Ergebnissen zu rechnen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 44.996 wurden nicht gebildet.

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von T€ 30.885 ist um T€ 4.155 höher als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Ergebnis vor Steuern 97.913 74.590
Steuersatz der Muttergesellschaft KRONES AG 27,30 % 27,30 %
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand 26.730 20.363
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes -4.928 1.158
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen -8.367 -13.232
Steuerliche Verlustvorträge 2.091 3.557
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 13.886 15.087
Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre 388 2.930
Sonstiges 1.085 1.073
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.885 30.936

Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2012 Steuererhöhungen. Diese sind vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie auf steuerliche Betriebsprüfungen zurückzuführen. Steuerzinsen werden unter den Steueraufwendungen dargestellt.

8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2012 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben dieses Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wird mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung wirksam und gilt bis zum Ablauf des 15.06.2015. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16.06.2010 (Tagesordnungspunkt 6) beschlossene Ermächtigung endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots (der "maßgebliche Kurs") um nicht mehr als 20 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Kurs, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird der maßgebliche Kurs nach dem entsprechenden Kurs am letzten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung bestimmt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Falle einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden:

Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen.

Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse veräußert werden, wenn die Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Diese Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden.

Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung gegen Sachleistungen veräußert oder in einer anderen Weise als über die Börse veräußert werden.

Auf die eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigungen der vorangegangenen Hauptversammlungen bereits erworben hat, finden die Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien und bzgl. des Bezugsrechts der Aktionäre Anwendung.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre jedoch für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ 1.746 (Vorjahr: T€ -4.173) und setzt sich aus den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings in den sonstigen Rücklagen zusammen. Die Summe der ergebnisneutralen und - wirksamen Veränderungen beträgt T€ 68.774 (Vorjahr: T€ 39.481).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert.

9 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 66.807 (Vorjahr T€ 66.750). In der Kapitalrücklage sind keine anderen Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB enthalten.

10 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten neben der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften auch die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen.

11 Sonstige Rücklagen

Unter den sonstigen Rücklagen sind die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern ausgewiesen.

Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Cashflow Hedges sowie die Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren entwickelten sich wie folgt:

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T€ Rücklage für Cashflow Hedges Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere Summe
Stand 01.01.2011 -619 -6 -625
Erfolgsneutrale Bewertungsänderung -7.157 -3 -7.160
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 2.280 1 2.281
Währungsdifferenz -135 -135
Stand 31.12.2011 -5.631 -8 -5.639
Erfolgsneutrale Bewertungsänderung 11.445 9 11.454
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition -4.362 -3 -4.365
Währungsdifferenz -61 -61
Stand 31.12.2012 1.391 -2 1.389

12 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2012 waren wie im Vorjahr keine Anteile anderer Gesellschafter vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2012 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 125 dargestellt.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Plans") besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2005, folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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in % Deutschland ø Übrige Länder
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Abzinsungsfaktor 3,60 4,40 6,93 6,90
Gehaltstrend 0,00 0,00 6,60 6,60
Rententrend 2,00 2,00 0,00 0,00

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Wirtschaftsjahres von der Heubeck AG, der Mercer Deutschland GmbH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellte wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Für lange Laufzeiten war eine starke Reduzierung der Anzahl hochwertiger Unternehmensanleihen zu beobachten. Zum 31. Dezember 2012 wurden daher die Kriterien für die Auswahl der einzubeziehenden hochwertigen, festverzinslichen Unternehmensanleihen mit AA-Rating angepasst, um die Anzahl der einbezogenen Anleihen zu erhöhen und weiterhin verlässliche Schätzungen der Abzinsungsfaktoren vornehmen zu können. Der Barwert der Versorgungszusage wäre bei einem 0,6 % niedrigeren Diskontierungssatz um 20,2 Mio. € höher gewesen. Eine Auswirkung auf die Pensionsrückstellung bzw. auf die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung würde sich hieraus nicht ergeben.

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 124.533 101.820
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 44.751 39.917
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 169.284 141.737
Zeitwert des Planvermögens -28.229 -27.020
Barwert der Versorgungszusagen (Nettoverpflichtungen) 141.055 114.717
Saldo der nicht in der Bilanz erfassten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste -53.498 -32.439
Bilanzwert zum 31. Dezember 87.557 82.278

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 86.263 (Vorjahr: T€ 80.927) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG.

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 9.995 (Vorjahr: T€ 10.301) sowie die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 169.284 (Vorjahr: T€ 141.737) und der Vermögenswerte mit T€ 28.229 (Vorjahr: T€ 27.020) stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Dienstzeitaufwand der Periode 3.506 3.828
Zinsaufwand 6.102 5.691
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen -862 -671
erfasste Gewinne und Verluste 1.249 1.453
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 9.995 10.301

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Barwert der Versorgungszusagen zum 1. Januar 141.737 136.676
Konsolidierter Zugang 0 0
Dienstzeitaufwand der Periode 3.506 3.828
Zinsaufwand 6.102 5.691
Saldo der nicht in der Bilanz erfassten versicherungsmathematischen Verluste (+)/Gewinne (-) 22.389 -691
gezahlte Versorgungsleistungen -4.289 -3.864
Währungsdifferenzen -161 97
Barwert der Versorgungszusagen zum 31. Dezember 169.284 141.737

Die Aufwendungen für die Pensionsverpflichtungen werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Die tatsächliche Rendite des Planvermögens beträgt 8,47 %. Das Planvermögen besteht aus Wertpapieren. Im Jahr 2012 fallen voraussichtlich keine Einzahlungen in den Plan an. Die erwartete Rendite zwischen 2,5 % und 3,6 % wurde auf Basis von zukünftigen Zinsentwicklungen des Fondsverwalters eingeschätzt. Für betragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Arbeitgeberanteil von T€ 46.345 (Vorjahr: T€ 43.326) aufgewendet.

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Überleitung der Vermögenswerte

in T€
31.12.2012 31.12.2011
Vermögen am Jahresanfang 27.020 21.589
erwarteter Ertrag 862 671
Einzahlungen des Arbeitgebers 2.354 6.388
gezahlte Versorgungsleistungen -1.997 -2.005
Saldo der nicht erfassten Gewinne des Vermögens 41 338
Währungsdifferenzen -51 39
Vermögen am Jahresende 28.229 27.020

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T€ 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 169.284 141.737 136.676 111.843 98.936
Zeitwert des Planvermögens 28.229 27.020 21.589 19.170 18.007
Unterdeckung des Planvermögens -16.522 -12.897 -17.216 -13.580 -14.470
Erfahrungsbedingte Abweichung 4,9% 1,2 % 3,0 % 1,9 % 0,9 %

14 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 178.233 (Vorjahr: T€ 218.997) sind in einer Höhe von T€ 142.696 (Vorjahr: T€ 186.747) innerhalb eines Jahres fällig. Diese sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Posten:

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T€ 01.01.2012 Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs-

differenzen
31.12.2012 fällig innerhalb 1 Jahr
Steuerverpflichtungen Verpflichtungen aus dem 11.120 8.375 1.277 14.544 -184 15.828 14.030
Personalbereich Verpflichtungen aus dem 19.976 855 76 4.831 -13 23.863 522
Verwaltungsbereich Sonstige übrige 2.217 730 638 1.078 -174 1.753 827
Rückstellungen 185.684 75.361 24.021 51.900 -1.413 136.789 127.317
Gesamt 218.997 85.321 26.012 72.353 -1.784 178.233 142.696

In den Rückstellungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit (T€ 16.592; Vorjahr: T€ 13.286) enthalten. Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Garantieverpflichtungen und für Drohverluste. Schätzungen beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 3,7 % und 4,8 % abgezinst.

15 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum

31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 497.163 0 0 497.163
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 197.849 6.829 0 204.678
Sonstige Finanzverpflichtungen 14.879 2.177 0 17.056
Sonstige Verpflichtungen 225.238 1.811 0 227.049
Gesamt 935.129 10.817 0 945.946

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum

31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 443.452 0 0 443.452
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 201.326 0 0 201.326
Sonstige Finanzverpflichtungen 34.723 7.034 0 41.757
Sonstige Verpflichtungen 254.265 8.189 0 262.454
Gesamt 943.766 15.223 0 958.989

Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln. Diese stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 16.317 (Vorjahr: T€ 40.712) als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 219.565; Vorjahr: T€ 260.015) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 7.484; Vorjahr: T€ 2.439).

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum

31.12.2012
Verbindlichkeiten aus Steuern 15.670 331 16.001
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.645 7.645
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 18.770 18.770
Kreditorische Debitoren 10.880 10.880
Finanzierungsleasing 413 55 468
Abgegrenzte Schulden 149.341 149.341
Sonstige 15.035 1.425 16.460
Gesamt 217.754 1.811 219.565

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 149.341 (Vorjahr: T€ 169.029) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum

31.12.2011
Verbindlichkeiten aus Steuern 19.904 4.816 24.720
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.989 7.989
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 18.720 18.720
Kreditorische Debitoren 12.203 12.203
Finanzierungsleasing 501 1.293 1.794
Abgegrenzte Schulden 169.029 169.029
Sonstige 23.480 2.080 25.560
Gesamt 251.826 8.189 260.015

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwandes unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich, nach Fälligkeiten getrennt, wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 612 904
von 1 bis 5 Jahre 807 1.410
1.419 2.314
In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
bis 1 Jahr 24 403
von 1 bis 5 Jahre 18 117
42 520
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 588 501
von 1 bis 5 Jahre 789 1.293
1.377 1.794

16 Haftungsverhältnisse

Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte.

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 14.732 14.253
von 1 bis 5 Jahre 13.067 14.364
27.799 28.617
künftige Wartungen
bis 1 Jahr 10.890 10.338
von 1 bis 5 Jahre 6.091 9.417
16.981 19.755

Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2012 Zahlungen in Höhe von T€ 20.883 (Vorjahr: T€ 18.211 ) geleistet.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

18 Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 1.926 (Vorjahr: T€ -12.230) - hiervon kurzfristig: T€ 2.069 (Vorjahr: T€ -11.396) - decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds und des Euro ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von 221,3 Mio. € (Vorjahr: 256,9 Mio. €) - hiervon kurzfristig: 219,8 Mio. € (Vorjahr: 241,7 Mio. €) - zusammen. In diesem Volumen ist ein Nominalvolumen für kurzfristige Cashflow Hedges von 74,6 Mio. € (Vorjahr: 66,2 Mio. €) enthalten und mit einem Fair Value von 74,0 Mio. € (Vorjahr: 64,5 Mio. €) bewertet. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv.

Der Nettogewinn aus diesen Finanzinstrumenten beträgt im Berichtsjahr T€ 108 (Vorjahr: Nettoverlust T€ 442).

Erläuterung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 2.664.194 (Vorjahr: T€ 2.480.308) stellen an Kunden berechnete Lieferungen und Leistungen abzüglich Erlösschmälerungen dar. In der Segmentberichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen aufgeteilt und nach geografischen Märkten detailliert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2011 sind aus Fertigungsaufträgen Erlöse in Höhe von T€ 1.440.378 (Vorjahr: T€ 1.225.769) entstanden. Aus laufenden Projekten sind Kosten und Gewinne (abzüglich etwaiger ausgewiesener Verluste) in Höhe von T€ 878.560 (Vorjahr: T€ 789.922) angefallen. Hierauf sind erhaltene Anzahlungen von T€ 88.837 (Vorjahr: T€ 65.196) angefallen.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 104.353 (Vorjahr: T€ 98.743) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 19.087; Vorjahr: T€ 25.195), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 644; Vorjahr: T€ 1.560) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 4.631; Vorjahr: T€ 8.889) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 35.069 (Vorjahr: T€ 31. 315). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 3.291; Vorjahr: T€ 5.637) und Kursverluste in Höhe von T€ 47.355 (Vorjahr: T€ 33.412) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.086.061 (Vorjahr: T€ 1.035.675) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 239.244 (Vorjahr: T€ 236.101) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 11.487 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.799) inkl. Auszubildende (604; Vorjahr: 466) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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2012 2011
Außertarifliche Mitarbeiter 2.721 2.525
Tarifmitarbeiter 8.766 8.274
Gesamt 11.487 10.799

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 423 (Vorjahr: T€ 222), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 3.291; Vorjahr: T€ 5.637) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 4.210 (Vorjahr: T€ 3.793) vor allem Frachtkosten (T€ 98.928; Vorjahr: T€ 84.559) und Miete und Reinigungskosten (T€ 26.127; Vorjahr: T€ 27.690) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 5.622 (Vorjahr: T€ 4.044) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 28 10
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.925 11.035
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.468 -8.423
Zinsergebnis 3.457 2.612
Wertminderungen auf Finanzanlagen 0 0
Erträge aus Beteiligungen 2.137 1.422
Finanzergebnis 5.622 4.044

26 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2012 T€ -30.885 (Vorjahr: T€ -30.936). Weitere Informationen sind unter der Position 7 "Ertragsteuern" (Seite 140 bis 142) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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2012 2011
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 67.028 43.654
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 30.167.651 30.167.651
Ergebnis je Aktie (in €) 2,22 1,45

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Erläuterungen

■ Prüfhonorar des Konzernprüfers

Für die Abschlussprüfungsleistungen des KRONES Konzerns sowie der Muttergesellschaft durch den Konzernabschlussprüfer sind im Geschäftsjahr 2012 Aufwendungen in Höhe von T€ 448 angefallen. Zuzüglich sind für die Muttergesellschaft T€ 61 Steuerberatungsleistungen angefallen. Für sonstige Leistungen sind keine Aufwendungen angefallen. Für die deutschen Tochtergesellschaften wurden für die Abschlussprüfungsleistungen T€ 36 aufgewendet.

■ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

■ Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der KRONES AG sowie die der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen ("at arm's length") getätigt. Aus Verkäufen an nahestehende Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2012 T€ 21.102 (Vorjahr: T€ 19.130) angefallen. Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein passivischer Saldo in Höhe von T€ 8.230 (Vorjahr: passivischer Saldo T€ 10.530). Aus Bürgschaften besteht ein Haftungsverhältnis von T€ 2.760 (Vorjahr: T€ 4.147).

■ Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Vergütungsbericht findet sich auf den Seiten 110 bis 112 des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2012.

■ Sonstiges

Die US-Gesellschaft der KRONES Gruppe, die Firma KRONES INC. in Franklin/Wisconsin (USA), sowie die KRONES AG, Neutraubling, Deutschland, haben die seit Oktober 2008 laufenden Rechtsstreitigkeiten in den USA beigelegt. Lediglich mit einem Kläger wird noch über Anwaltskosten gestritten. Gegenstand der Verfahren waren Schadensersatzforderungen mehrerer amerikanischer Finanzdienstleister, einer Hedgefonds-Gruppe und eines Insolvenzverwalters sowie zuletzt auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Pennsylvania. Die Verfahren standen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den Konkurs des US-Unternehmens Le-Nature's.

Vor dem Hintergrund etwaiger Risiken aus den ansonsten möglicherweise noch Jahre andauernden US-Verfahren hat sich KRONES entschlossen, mit allen wesentlichen Klageparteien die Verfahren abschließend durch Vergleiche zu beenden und zugleich auch mit der Staatsanwaltschaft eine Einigung herbeizuführen.

Die Einigungen beinhalten Vergleichszahlungen in Höhe von etwa 110 Mio. USD an die verschiedenen Klageparteien zuzüglich einer Zahlung von KRONES INC. an die US-Staatskasse in Höhe von 15 Mio. USD im Rahmen der Einstellung des Ermittlungsverfahrens. Nach Berücksichtigung von Versicherungsleistungen verbleibt bei KRONES eine Nettogesamtbelastung der Ertragslage vor Steuern in dem Geschäftsjahr 2011 in Höhe von ca. 36,7 Mio. € und im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 37,8 Mio. €.

Die Zahlungen aus den Vergleichen wurden komplett im Geschäftsjahr 2012 geleistet.

■ Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

■ Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 94 bis 101.

Standards/Interpretationen

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Nachfolgende vom IASB herausgegebene und von der europäischen Union übernommene Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen) wurden von der KRONES AG auch nicht vorzeitig angewandt:

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IAS 1 "Darstellung von Sachverhalten im sonstigen Ergebnis"
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"
IAS 27 "Einzelabschlüsse"
IAS 32 "Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden"
IFRS 7 "Anhangangaben - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden"
IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen"
IFRS 13 "Fair Value-Bewertung"

Die Änderungen an IAS 19 werden insgesamt zu folgenden wesentlichen Effekten führen: Da die KRONES AG derzeit die Korridormethode anwendet, wird die Änderung - bei Anwendung auf die Verhältnisse zum 31. Dezember 2012 - zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung um ca. 53 Mio. € führen. In gleicher Höhe würde sich das Eigenkapital innerhalb des sonstigen Ergebnisses verringern. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (z. B. aufgrund von Zinssatzschwankungen).

Aus den übrigen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Die folgenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist, sind für den Konzernabschluss der KRONES AG voraussichtlich nicht relevant:

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IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen"
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Tätigkeiten"
IFRIC 20 "Abraumbeseitigungskosten in der Produktionsphase eines Tagebergbaus"

Änderungen aufgrund eines neuen Standards oder einer neuen Interpretation bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen (erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen):

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IAS 12 "Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte"
IFRS 1 "Hochinflation und Ersetzung des festen Umstellungszeitpunktes für IFRS-Erstanwender"
IFRS 7 "Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte"

Diese Änderungen sind bei KRONES nicht anwendbar oder führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen in der Berichtsperiode.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Summe und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG in %*
■ neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
■ KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
■ ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
■ MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 100,00
■ S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
■ MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 100,00
■ KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
■ KRONES S.A.R.L., Lyon, Frankreich 100,00
■ KRONES UK Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
■ KRONES S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
■ KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
■ KRONES Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
■ KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
■ MAINTEC Service Ges.m.b.H., Dorf an der Pram, Österreich 100,00
■ KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
■ KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
■ KRONES O.O.O., Moskau, Russische Föderation 100,00
■ KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
■ KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
■ KRONES Iberica, S. A., Barcelona, Spanien 100,00
■ KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
■ KONPLAN S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
■ KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
■ KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
■ KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola 100,00
■ KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
■ KRONES do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
■ KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
■ KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
■ KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
■ KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
■ KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
■ PT. KRONES Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
■ KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
■ KRONES Machinery Co. Ltd., Brampton, Ontario, Kanada 100,00
■ KRONES LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
■ KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
■ KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
■ KRONES Mex S. A. de C. V., Mexiko D. F., Mexiko 100,00
■ KRONES LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
■ KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
■ KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
■ KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
■ Maquinarias KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Aufsichtsrat und Vorstand

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ab 03.04.2012

ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* ab 01.01.2012

VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Bereichsleiter Materialwirtschaft

ab 13.06.2012

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

* HOYER GMBH

* ab 01.10.2012

CONSORTIUM GASTRONOMIE GMBH

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdL, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Johann Robold**

Betriebsrat

Anton Schindlbeck**

Vertriebsleiter LCS bis 13.06.2012

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Josef Weitzer**

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

* SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Volker Kronseder

Vorsitzender

Ressorts Personal und Unternehmenskommunikation

Christoph Klenk

Ressorts Finanzen und Informationsmanagement

Rainulf Diepold

Ressorts Vertrieb und Marketing

Werner Frischholz

Ressorts Materialwirtschaft, Produktion und Service

Thomas Ricker

Ressorts Technik, Forschung und Entwicklung

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2012 74.039.625,73 €.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Juni 2013 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 0,75 22.625.738,25
Vortrag auf neue Rechnung 51.413.887,48

Neutraubling, 28. März 2013

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Werner Frischholz

Thomas Ricker

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 28. März 2013

**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Braun, Wirtschaftsprüfer

Herr, Wirtschaftsprüfer

Kaufmännisches Glossar

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Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, indem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Free Float Streubesitz, also der Teil des Aktienkapitals, der sich nicht in festen Händen von Großaktionären befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Latente Steuern Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf Bewertungsdifferenzen zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz mit dem Ziel, den Steueraufwand entsprechend dem Ergebnis nach IFRS auszuweisen.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs, multipliziert mit der Anzahl der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE (passivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem der Deutschen Börse AG.

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block-Lösungen Es werden mindestens zwei Einzelmaschinen, zum Beispiel eine Streckblasmaschine und ein Füller, direkt miteinander verbunden. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Contipure Modul der Streckblasmaschine Contiform, mit dem Preforms vor dem Aufblasen zu PET-Behältern entkeimt werden. Dazu werden die aufgeheizten Preforms in einer abgeschlossenen Kammer mit gasförmigem Wasserstoffperoxid (H2 O2 ) behandelt.
Contiroll Etikettiermaschine von KRONES, die auf Glas-, Kunststoff- und Metallbehältern Rundumetiketten anbringt.
EHEDG Die European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) ist eine Expertengemeinschaft von Maschinen- und Komponenten-Herstellern, Fachleuten aus der Nahrungsmittelindustrie sowie Forschungsinstituten und Gesundheitsbehörden. Hauptaufgabe der EHEDG ist es, zur hygienegerechten Konstruktion und Gestaltung in allen Bereichen der Nahrungsmittelproduktion beizutragen und damit eine sichere Herstellung von Lebensmitteln zu gewährleisten.
Filterkeller Nach dem Lagern in speziellen Tanks wird Bier filtriert, also von festen und trüben Bestandteilen getrennt. Der Prozess läuft in Filtrationsanlagen ab, die im Filterkeller einer Brauerei stehen.
HygienicDesign Hygienisch optimiertes Design für leicht zu reinigende Maschinen und Anlagen.
Inspektionsmaschine Maschine, die überprüft, ob leere oder volle Flaschen bzw. andere Behälter beschädigt oder verschmutzt sind.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Multireel Maschine, die mehrere Etikettenrollen aufnehmen kann und der Etikettiermaschine automatisch zuführt.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Preforms Rohlinge aus PET, die in Form und Größe Reagenzgläsern ähneln. Aus den Preforms werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt.
Recken Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus PET hergestellt. Das Recken ist ein Teil des Streckblasverfahrens. Sobald die Blasform mit einem vortemperierten Preform bestückt und verschlossen ist, wird eine Reckstange von oben in die Mündung des Preforms eingeführt und der Preform mechanisch in die Länge gestreckt. Gleichzeitig wird das PET-Material mittels Druckluft an die Wände der Blasform gepresst. Dadurch erhält der Behälter die gewünschte Form.
Small Cavity Blasform für PET-Behälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 0,75 Liter.
Streckblasmaschine Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen.
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Die Herstellung und das Papier des Geschäftsberichts 2012 des KRONES Konzerns sind zertifiziert nach den Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC). Der FSC schreibt strenge Kriterien bei der Waldbewirtschaftung vor und vermeidet damit unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt. Da die Produkte mit FSC-Siegel verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung durchlaufen, werden auch Verarbeitungsbetriebe von Papier, z. B. Druckereien, nach den Regeln des FSC zertifiziert.

Impressum

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Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG, Juliane Zitzlsperger
Druck, Litho Mediahaus Biering GmbH
Papier PhoeniXmotion, Gmund Colors
Auflage 2.500 in deutscher Sprache 1.800 in englischer Sprache

Auf einen Blick: Umsatz, Ergebnis, Mitarbeiter, Dividende

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

EBT KRONES Konzern in Mio. €

Mitarbeiterentwicklung KRONES

Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Konzernzahlen 2008 - 2012

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2012 2011 2010 2009 2008
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 2.664 2.480 2.173 1.865 2.381
davon Inland in Mio. € 224 253 234 191 300
davon Ausland in Mio. € 2.440 2.227 1.939 1.674 2.081
Exportanteil in % 92 90 89 90 87
Ertragslage
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 98 75 71 -39 156
Konzernergebnis in Mio. € 67 44 51 -34 107
Ergebnis je Aktie in € 2,22 1,45 1,68 -1,13 3,39
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 625 597 569 542 534
davon Anlagevermögen in Mio. € 587 555 519 496 482
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.445 1.443 1.317 1.248 1.291
davon Zahlungsmittel in Mio. € 133 125 147 136 108
Eigenkapital in Mio. € 836 785 759 696 790
Fremdkapital in Mio. € 1.234 1.255 1.127 1.094 1.035
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 155 134 125 125 144
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 1.079 1.121 1.002 970 891
Bilanzsumme in Mio. € 2.070 2.040 1.886 1.790 1.825
Cashflow/Investitionen
Free Cashflow in Mio. € 31 -7 3 83 78
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 111 106 82 88 112
Abschreibungen in Mio. € 77 70 61 60 51
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 133 125 147 136 108
Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen
EBT-Marge in % 3,7 3,0 3,3 -2,1 6,6
Eigenkapitalrendite vor Steuern in % 12,1 9,7 9,7 -5,3 20,8
ROCE (passivisch) in % 9,9 7,9 8,1 -3,5 19,1
ROCE (aktivisch) in % 7,7 6,2 6,5 -2,8 13,2
Mitarbeiter (per 31.12.) 11.963 11.389 10.575 10.238 10.333
davon Inland 9.076 8.887 8.280 8.165 8.286
davon Ausland 2.887 2.502 2.295 2.073 2.047
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 0,75* 0,60 0,40 0,00 0,60

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Segmente und Produktsparten des KRONES Konzerns

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Produktbehandlungstechnik
Systemtechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik

Sudhaus- und Filtrationstechnik
Informationstechnologie
Intralogistik
Materialflusstechnik

Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)

Etikettiertechnik
Fülltechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

Telefax +49 9401 70-911169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

Finanzkalender

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24.04.2013 Geschäftsbericht 2012 Zwischenbericht zum 31. März Bilanzpressekonferenz
19.06.2013 Hauptversammlung
25.07.2013 Zwischenbericht zum 30. Juni
24.10.2013 Zwischenbericht zum 30. September