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KRONES AG Annual Report 2011

May 10, 2012

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Annual Report

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Krones AG

Neutraubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

AG 2011 Geschäftsbericht der KRONES AG 2011

KRONES KOMPAKT

Vorwort des Vorstands

»KRONES investiert weiter viel Geld in seine inländische Produktionstätten, um die Vorteile des Standorts Deutschland zu sichern.« Volker Kronseder Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

2011 befassten sich Politiker, Volkswirte und Medien hauptsächlich mit der Schulden- und Eurokrise. Die Misere könne noch schlimmere Folgen für die globale Wirtschaft haben als die Lehman-Pleite im Jahr 2008, befürchteten einige Experten. Angesichts solch düsterer Aussichten herrschte an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr vorübergehend Weltuntergangsstimmung und die Kurse schwankten sehr stark. Von dem hektischen Treiben an den Börsen ließ sich KRONES ebenso wenig anstecken wie vom Konjunkturpessimismus. Ganz im Gegenteil: Wir haben im Jahr 2011 wichtige Schritte im Rahmen unserer werteorientierten Strategie »Value« (mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 12 bis 15) unternommen.

Nach außen hin am deutlichsten zeigt sich das an der Mitarbeiterzahl von KRONES, die im vergangenen Jahr weltweit um mehr als 800 auf 11.389 stieg. Wir haben nicht nur alle Auszubildenden nach ihrem Abschluss übernommen, sondern viele unserer hoch qualifizierten Zeitarbeitnehmer als feste Mitarbeiter eingestellt. Mit unserer weitsichtigen und nachhaltigen Personalpolitik vermeiden wir Personalengpässe, die vielen Unternehmen in Deutschland schon bald drohen. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter werden immer rarer. Diese Gefahr hat KRONES ebenso frühzeitig erkannt wie die Vorteile, die unserem Unternehmen der Standort Deutschland bietet. Wir sind seit jeher davon überzeugt, dass wir unsere hochkomplexen Maschinen und Anlagen nirgendwo sonst auf der Welt in Top-Qualität produzieren können. Um die Standortvorteile zu sichern und die Produktivität ständig zu verbessern, investieren wir hierzulande auch viel. Ein Beispiel hierfür ist das neue »Zentrum für Logistik und Modulproduktion Pack- und Palettiertechnik« an unserem Standort Rosenheim. Wir erweitern das dortige Werk, um künftig noch flexibler und wirtschaftlicher zu fertigen - und im Sinne von »Value« Werte zu schaffen.

Weiter ausgebaut haben wir 2011 das ertragsstarke Servicegeschäft. Die Anforderungen unser Abnehmer sind gerade beim Thema Service sehr hoch. Wir müssen rund um die Uhr schnell vor Ort bei unseren Kunden sein - und das weltweit. Deshalb erweiterte KRONES im Berichtsjahr seine LCS-Center. Ein Teil der Investitionen floss in das LCS-Center in China, wo KRONES auch Ersatzteile produziert. Damit können unsere Servicetechniker die dortigen Kunden schneller bedienen. Darüber hinaus steigt der »Local Content« an, womit wir dem zunehmenden Protektionismus vorbeugen.

Zum Jahreswechsel gab es Änderungen im Vorstand von KRONES.

Wichtige Weichen stellte unser Aufsichtsrat auf der Vorstandsebene im vergangenen Jahr. Ende 2011 verließ der Finanzvorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans-Jürgen Thaus nach 15 Jahren äußerst erfolgreicher Arbeit aus Altersgründen KRONES. Für ihn wurde frühzeitig ein geeigneter Nachfolger bestimmt. Mit Christoph Klenk (48) wechselte unser bisheriger Vorstand für Technik, Forschung und Entwicklung zum 1. Januar 2012 in das Finanzressort. Das Vorstandsressort Technik, Forschung und Entwicklung übernahm Thomas Ricker (44), der seit vielen Jahren für KRONES tätig ist. Ich freue mich, dass sich der Aufsichtsrat für eine interne Lösung der neu zu besetzenden Vorstandsposten entschieden hat. Denn frischer Wind gepaart mit Kontinuität sind wesentliche Faktoren einer erfolgreichen Führungsarbeit.

Unsere Geschäfte liefen im ereignisreichen Jahr 2011 insgesamt befriedigend. Der Umsatz der KRONES AG legte im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % auf 2.066,2 Mio. € zu. Mit 2.192,9 Mio. € überstieg der Auftragseingang 2011 den Vorjahreswert um 15,2 %. Obwohl wir unsere operative Ertragskraft verbessern konnten, haben wir unser Gewinnziel mit einem Ergebnis vor Steuern von +0,8 Mio. € leider nicht erreicht.

Ein Grund hierfür ist, dass die US-Gesellschaft der KRONES Gruppe, die Firma KRONES Inc. in Franklin/Wisconsin (USA), sowie die KRONES AG, Neutraubling (d) einen ersten Schritt zur Beilegung von seit Oktober 2008 laufenden Rechtsstreitigkeiten unternommen haben. Gegenstand sind Schadensersatzforderungen mehrerer amerikanischer Finanzdienstleister, einer Hedgefonds-Gruppe und eines Insolvenzverwalters.

Mehrere Kläger sind im Januar 2012 mit KRONES in eine Mediation eingetreten, um Möglichkeiten zur Beendigung der Verfahren auszuloten. Obwohl die gegnerischen Klageforderungen nach Auffassung von KRONES unbegründet sind, soll der Vergleichsversuch durch Mediation auf Rat der US-Anwälte von KRONES auch im Hinblick auf die besonderen Risiken des amerikanischen Rechtssystems fortgeführt werden.

Dieser Rechtsstreit belastet das Ergebnis der KRONES AG zum 31.12.2011.

Unsere Mitarbeiter haben 2011 wieder herausragende Leistungen erbracht.

Abschließend will ich die gute Arbeit aller Beschäftigten würdigen. Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich herzlich bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre herausragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2011. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserer engagierten und deutlich vergrößerten Mannschaft »Gemeinsam Werte schaffen«.

Volker Kronseder

Vorstandsvorsitzender

KRONES verabschiedet Hans-Jürgen Thaus

15 Jahre war Hans-Jürgen Thaus Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG. Gemeinsam mit seinen Vorstandkollegen trug er in dieser Zeit entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Zum 31. Dezember 2011 schied Herr Thaus altersbedingt aus dem Vorstand aus. Im Namen der gesamten Belegschaft bedankt sich der Vorstand herzlich bei Hans-Jürgen Thaus für die hervorragende Arbeit, die er in den vergangenen 15 Jahren leistete und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.

Hans-Jürgen Thaus

geb. 1949

Von 1997 bis Ende 2011 stellvertretender Vorstandsvorsitzender; Ressorts Finanzen und Informationsmanagement

Die Mitglieder des Vorstands

Rainulf Diepold

geb. 1955

Seit 1996 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Vertrieb und Marketing

Thomas Ricker

geb. 1968

Seit 2012 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Technik, Forschung und Entwicklung

Christoph Klenk

geb. 1963

Seit 2003 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Finanzen und Informationsmanagement

Werner Frischholz

geb. 1951

Seit 2003 Mitglied des Vorstands;

Ressorts Materialwirtschaft, Produktion und Service

Volker Kronseder

geb. 1953

Seit 1989 Mitglied des Vorstands, seit 1996 Vorstandsvorsitzender;

Ressorts Personal und Unternehmenskommunikation

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement und die strategische Ausrichtung des Unternehmens informieren. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Jahr 2011 waren mögliche Maßnahmen und Strategien, mit denen KRONES auf die geänderten globalen Rahmenbedingungen reagiert. Hierzu begleitete und unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Erarbeitung und Umsetzung des Strategieprogramms »Value«.

Am 16. März 2011 traf sich der Aufsichtsrat zu seiner ersten von insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen im Berichtsjahr. Dort stellte der Vorstand dem Gremium den vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 vor und erläuterte die wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns. Danach befassten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der aktuellen Geschäftslage im laufenden ersten Quartal 2011. Im Anschluss stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat das neue KRONES Strategieprogramm »Value« umfassend vor. Zur Vorbereitung der anstehenden Aufsichtsratswahlen auf der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 wurden die Amtsperioden der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats erläutert. Das Gremium war sich einig, bei den Neuwahlen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zum Thema »Diversity« besonders zu beachten und eine Frau mit fachlicher Expertise zur Wahl zu stellen.

Der Aufsichtsratsausschuss bereitete vor der zweiten Aufsichtsratssitzung, die am 21. April stattfand, die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2010 durch den Aufsichtsrat vor. An der Aufsichtsratssitzung nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2010 und gaben einen detaillierten Überblick über die Prüfungsschwerpunkte. Im Anschluss an die umfangreichen Ausführungen stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2010 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 fest. Danach befassten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 15. Juni 2011. Es wurde entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,40 € je Aktie auszuschütten.

Am 15. Juni 2011 traf sich das Gremium im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft zu seiner konstituierenden Sitzung. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde wieder Ernst Baumann gewählt. Neu in den Aufsichtsrat wählte die Hauptversammlung Petra Schadeberg-Herrmann, die erste Frau im Aufsichtsrat der KRONES AG. Danach befasste sich das Gremium mit Vorstandsangelegenheiten und nahm zur Kenntnis, dass unter enger Mitwirkung des Aufsichtsratsausschusses ein Nachfolger für den zum Jahresende ausscheidenden stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand Hans-Jürgen Thaus gefunden wurde. Als Nachfolger wurde Herr Christoph Klenk bestimmt, der bisher als Vorstand für das Ressort Forschung und Entwicklung verantwortlich war. Der Aufsichtsrat begrüßte diese Entscheidung. Darüber hinaus bestellte der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Aufsichtsratsausschusses Herrn Thomas Ricker mit Wirkung zum 1. Januar 2012 einstimmig zum neuen Vorstand Forschung und Entwicklung.

Schwerpunkt der vierten Aufsichtsratssitzung am 21. September war die aktuelle Geschäftslage. Der Vorstand gab einen Ausblick auf den Verlauf des dritten Quartals 2011.

Die fünfte und letzte Aufsichtsratssitzung 2011 fand am 23. November statt. Neben den Zahlen zum dritten Quartal 2011 war die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2012 Hauptthema der Sitzung. Der Vorstand erläuterte unter anderem die Vertriebs-, Produktions- und Personalplanung. Der vom Vorstand vorgelegte Investitionsplan für das Jahr 2012 wurde vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2011 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2011 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 23. April 2012 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2011.

Neutraubling, im April 2012

Der Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KRONES auf einen Blick

Fabrikplanung

Planung und Bau von kompletten Abfüll- und Verpackungsbetrieben
Total Cost of Ownership-Berechnungen
Erweiterungen, Modernisierungen

Produkte zur Getränkeherstellung

Sudhaus- und Kellertechnologie

Anlagen zum Abfüllen und Verpacken

Produktbehandlung
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Transporttechnik
Etikettiertechnik
Pack- und Palettiertechnik

KRONES plant, entwickelt, fertigt und installiert Maschinen und komplette Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Vom Bau von Getränkefabriken bis zur Auslieferung des fertigen Produkts bietet KRONES alle dafür nötigen Leistungen aus einer Hand. Unser weltweites Servicenetz ist ein elementarer Bestandteil dieses einzigartigen Angebots.

KRONES ist innovativ, entwickelt Produkte sowie Dienstleistungen schnell und flexibel und verbessert interne Abläufe kontinuierlich. Das ist die Basis für unseren Erfolg.

IT-Lösungen

für die Fabrikplanung und Produktherstellung
für die Intralogistik
für die Produktabfüllung und Verpackung
für Lifecycle Service

Intralogistik

Lagersysteme
Kommissioniersysteme
Fördersysteme

Lifecycle Service

Produzieren
Erhalten
Optimieren
Aus- und Weiterbildung an der KRONES Akademie

KRONES mit Linienkompetenz

Station 5 Pack- und Palettiertechnik

Es gibt viele Verpackungsvarianten. Deshalb müssen Verpackungsanlagen sehr flexibel sein. Die verschiedenen Modelle der vollautomatischen Packmaschine Variopac Pro von KRONES decken sämtliche Verpackungsarten ab.

Station 4 Transporttechnik

Auf den Anlagen von KRONES werden die Behälter zwischen den einzelnen Produktionsschritten schnell und zuverlässig transportiert. Unsere Transporteure sind mit modernster Steuerungstechnik ausgestattet.

Station 3 Etikettiermaschine

KRONES bietet eine breite Palette von Etikettiermaschinen an. Für die Behälterausstattung mit Rundumetiketten von der Rolle setzt die Contiroll seit vielen Jahren Maßstäbe. Die High-Speed-Variante der Maschine, die Contiroll HS, etikettiert bis zu 66.000 Behälter pro Stunde und Aggregat.

Station 2 Füllmaschine

Abhängig von Getränk, Behälterart- und -form gibt es verschiedene Füllverfahren. Die Baureihe Volumetic VODM bietet für leitfähige Füllprodukte die ideale Lösung. Bei diesem System wird die Füllmenge mit einem induktiven Durchflussmessgerät exakt bestimmt.

Station 1 Streckblasmaschine

Auf dieser Maschine werden PET-Rohlinge zu Flaschen aufgeblasen. Mit der neuen Generation der Maschine, der Contiform 3, können bis zu 63.000 PET-Behälter in der Stunde hergestellt werden.

Eine Abfülllinie von KRONES setzt sich aus innovativen Einzelmaschinen und Anlagen zusammen. Auf diesen werden Flaschen produziert, abgefüllt, etikettiert und verpackt. Maßgeschneiderte IT-Lösungen von KRONES steuern und dokumentieren alle Abläufe innerhalb der Linie.

Bestandteil des Lageberichts Strategie

»Mit dem>Value<-Programm will KRONES auch in Zukunft profitabel wachsen.« Christoph Klenk Finanzvorstand

Erfolgreiche Vergangenheit mit »Impulse« und »Conversion«

In den vergangenen Jahren hat KRONES seine Zukunft mit innovativen Technologien, höchster Qualität und kundenorientierten Serviceleistungen erfolgreich gestaltet. Dabei waren und sind die Mitarbeiter die Basis für Innovationen und steigende Produktivität. Die einzelnen Maßnahmen, mit denen wir unsere Ziele erreichten, waren in den Strategieprogrammen »Impulse« und »Conversion« zusammengefasst.

Die beiden Programme gaben KRONES einen sicheren Handlungsrahmen, um die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre zu erfüllen. Das galt sowohl für die starke Wachstumsphase in den Jahren 1999 bis 2008 (»Impulse«) als auch für die Zäsur im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 (»Conversion«). Insgesamt hat sich der Börsenwert des Unternehmens in den vergangenen 15 Jahren trotz einiger Turbulenzen an den Finanzmärkten in etwa verfünffacht.

Der Markt von KRONES ist attraktiv

Die Märkte, in denen KRONES agiert, sind langfristig auch in einer volatilen Weltwirtschaft stabil. Dies geht auch aus einer Studie des Statistischen Bundesamts hervor, in der die Umsatzstabilität verschiedener Branchen in den Krisenjahren 2008/2009 untersucht wurde. Während manche Industrien in dieser Zeit bis zu 50 % ihrer Erlöse verloren, konnte die Getränkeindustrie ihr Vorkrisenniveau fast halten und musste nur Einbußen in Höhe von rund 5 % hinnehmen.

Die Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Getränkeindustrie wie KRONES bekamen die Krise aber wesentlich stärker zu spüren als ihre Abnehmer. Das lag besonders daran, dass die Getränkehersteller die Folgen der Finanzkrise nicht eindeutig bewerten konnten und aus Furcht vor einer lang anhaltenden Krise nur noch wenig investierten. Heute steht dagegen fest, dass die Abfüller, die auch in der Krise investiert haben, die großen Gewinner sind. Denn sie haben Marktanteile hinzugewonnen. Nachdem sich diese Erkenntnis bei fast allen Marktteilnehmern durchgesetzt haben dürfte, gehen wir davon aus, dass das Nachfrageverhalten unserer Kunden künftig auch in einer volatilen Weltwirtschaft relativ stabil bleibt.

Ein wichtiger Wachstumstreiber für die Nachfrage nach KRONES Produkten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind die wachsenden Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften der Erde. In Zusammenhang mit der zunehmenden Urbanisierung in diesen Ländern ergibt sich daraus für KRONES ein enormes Potential.

Aber auch die reifen Märkte bieten mittel- und langfristig gute Chancen, denn die Getränkeabfüller müssen auf allen Ebenen diversifizieren. So bieten sie zum Beispiel immer mehr unterschiedliche Produkte in verschiedenen Verpackungsvarianten an. Dazu benötigen sie innovative Lösungen von KRONES, um die Qualität und die Preise für den Endkunden attraktiv gestalten zu können.

»Value« - Fundament für eine profitable Zukunft

»Value« ist unsere Antwort auf die veränderten Rahmenbedingungen für die Geschäfte von KRONES. Unsere Märkte und die Anforderungen der Kunden verändern sich ebenfalls rasant. Deshalb hat der Vorstand gemeinsam mit den in- und ausländischen Führungskräften ein Strategieprogramm entwickelt, mit dem KRONES flexibel auf die individuellen Herausforderungen reagieren kann.

Mit den im »Value«-Programm gebündelten Maßnahmen wollen wir unsere führende Marktposition auch in einer zunehmend volatilen Weltwirtschaft nachhaltig ausbauen. »Value« orientiert sich stark an den individuellen Bedürfnissen der Märkte und Kunden vor Ort.

Insgesamt steht »Value« dafür, die Zukunft des Unternehmens aktiv zu gestalten und an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen. Wir werden KRONES auf einem nachhaltigen und profitablen Wachstumskurs halten.

KRONES strebt Umsatzwachstum von durchschnittlich 5 bis 7 % an

Wir haben die besten Voraussetzungen, um die Chancen, die uns der Markt bietet, zu nutzen. KRONES hat erstklassige Produkte und Dienstleistungen, mit denen wir alle Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden befriedigen können. Wir streben ein nachhaltiges Wachstum an. Unser Umsatz soll in den kommenden Jahren um durchschnittlich 5 bis 7 % steigen.

Dabei steht neben innovativen Lösungen und Produkten vor allem der weitere lokale Ausbau unserer Serviceleistungen im Vordergrund.

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Erweiterung und Optimierung unseres Maschinenportfolios im unteren und mittleren Leistungsbereich sein.

Profitabilität im Fokus

Die Basis für die zukünftige Profitabilität wurde mit einzelnen Maßnahmenprogrammen, die in den vergangenen Jahren intern vorangetrieben wurden, gelegt. Diese zielen auf verschiedene Themenaspekte ab. Im Vordergrund stehen Komplexitätsreduzierung, Transparenz und eine verbesserte Marktausschöpfung. Heute sind diese Maßnahmen fest im KRONES »Value«-Programm verankert. Sie werden ihren Beitrag dazu leisten, dass wir unser mittelfristiges Ziel einer EBT-Rendite von 7 % im Konzern erreichen können.

Im Jahr 2012 steht für KRONES im Vordergrund, die Kostenstrukturen in unserem wichtigsten Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik effizienter zu gestalten, um auch in den preissensiblen Märkten nachhaltig profitabel agieren zu können. Darüber hinaus wollen wir unsere Strukturen weiter flexibilisieren, um auf etwaige künftige Schwankungen der Weltmärkte reagieren zu können. Basis unserer Strategie ist die Modularisierung von Baugruppen und Maschinen, ohne die die notwendige Komplexitätsreduzierung nicht möglich ist.

Bei der Realisierung von Materialkosteneinsparungen ist die Modularisierung eine wichtige Voraussetzung, um neue kostengünstigere Einkaufsquellen erschließen zu können.

Investitionen in Logistik und Taktmontagen werden deutliche Produktivitätssteigerungen ermöglichen und dazu beitragen, Potentiale im Working Capital zu heben.

Der Bereich Prozesstechnik ist für KRONES von hoher strategischer Bedeutung, weil Kunden die Verknüpfung von Getränkeproduktion und Produktabfüllung fordern.

Um die Profitabilität des Bereichs zu steigern, haben wir bereits in der Vergangenheit wichtige Maßnahmen eingeleitet um an dem grundsätzlich attraktiven Markt für Komponenten zu partizipieren. Der Aufbau der KRONES Ventiltechnik ist hierbei ein wichtiger Schritt. Mit eigenen Ventilen kann KRONES sowohl in der Erstausrüstung als auch im After Sales Geschäft wichtige positive Effekte generieren.

Es ist darüber hinaus notwendig, auch strukturelle Themen abzuarbeiten, um die Prozesstechnik zukunftsfähig und profitabel zu gestalten.

Maschinen und Lösungen für den unteren Leistungsbereich »KOSME« sind für KRONES wichtig, weil die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen für den unteren und mittleren Leistungsbereich künftig überdurchschnittlich stark wachsen dürfte. In den vergangenen Jahren hat sich das Ergebnis von KOSME schlecht entwickelt. Wichtige Schritte zur profitablen Gestaltung dieses Segments sind die neue Vertriebsstruktur, die auf eine Vertreterstruktur vollkommen verzichtet, ein fast komplett überarbeitetes Produktportfolio sowie die Integration des After Sales Geschäftes in die KRONES Strukturen.

Mit den im Personalbereich umgesetzten Maßnahmen haben wir eine solide Basis für unser Wachstum der Zukunft geschaffen. So sehen wir uns mit den heutigen Ressourcen gut gerüstet, mittelfristige Engpässe bei qualifizierten Mitarbeitern gut bewältigen zu können. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf den gezielten Aufbau von Ressourcen im Ausland, um weitere Potentiale in unserem Servicegeschäft erschließen zu können.

Die globalen Servicestrukturen haben für KRONES zentrale Bedeutung, um unser Lifecycle Geschäft zu sichern und weiter auszubauen. Dies umfasst die weitere Expansion unserer Service Center ebenso wie den Ausbau lokaler Engineering Ressourcen, um bei Wechsel- und Ersatzteilen die gleichen Reaktionsgeschwindigkeiten realisieren zu können, wie unsere lokalen Wettbewerber.

Wir arbeiten zusätzlich an Maßnahmen, um unsere Gemeinkostenbereiche weiter kostenmäßig zu optimieren.

»Value« - gemeinsam Werte schaffen

Unsere Ziele können wir nur gemeinsam mit unseren Mitarbeitern schaffen. Sie setzen die strategischen Maßnahmen operativ um. Bei all ihrem Handeln orientieren sich alle Beschäftigten an den Werten, für die KRONES steht und die auch im »Value«-Programm verankert sind.

Christoph Klenk

Finanzvorstand

Zur KRONES Aktie

Die Schulden- und Eurokrise zog die Börsen 2011 nach unten. Der Deutsche Aktienindex DAX sank um knapp 15 %. Neben Finanztiteln standen die Titel von Unternehmen aus zyklischen Branchen besonders unter Druck. In diesem negativen Umfeld fiel der Kurs der KRONES Aktie um 21,7 % auf 36,76 €.

Zur KRONES Aktie

»Transparente, zeitnahe und ehrliche Kommunikation ist ein wesentliches Ziel unserer Investor-Relations-Aktivitäten.« Olaf Scholz Leiter Investor Relations

- Schuldenkrise zieht Börsen nach unten - Aktienkurs von KRONES verliert 21,7 % - Dividende von 0,60 € je Aktie geplant

Die Schulden- und Eurokrise verdarb den Anlegern 2011 die Stimmung. Auch die zunehmende Angst vor einer Rezession in Europa belastete die Aktienmärkte. In diesem negativen Umfeld fiel der Kurs der KRONES Aktie um 21,7 % auf 36,76 €.

Das Börsenjahr 2011

Gleich mehrere negative Ereignisse lasteten 2011 auf den internationalen Aktienmärkten. Wegen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan mit ihren verheerenden Folgen rauschten die Kurse im März in die Tiefe. Weil sich die Weltwirtschaft gut entwickelte und die Notenbanken die Märkte mit Liquidität fluteten, erholten sich die Kurse von diesem Schock relativ schnell. Ende des ersten Halbjahres standen die meisten wichtigten internationalen Aktienindizes sogar höher als Anfang 2011.

Der Rest des Börsenjahres verlief weniger erfreulich. Zum bestimmenden Thema wurde die Schulden- und Eurokrise. Aufgrund desolater öffentlicher Haushalte stuften die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit von europäischen Staaten reihenweise ab. Aber auch die USA blieben nicht ungeschoren. Im August entzog die Rating-Agentur Standard & Poor's den USA die Top-Bonitätsnote AAA. Die Kurse der Anleihen von Staaten wie Griechenland, Italien und Spanien fielen rapide, also die Anleiherenditen stiegen an. Darüber hinaus verlor der Euro im Vergleich zu den meisten Währungen stark an Wert. Mit Verzögerung zog die Krise an den Finanzmärkten auch die Realwirtschaft nach unten. Immer mehr Volkswirte warnten im Verlauf des Jahres davor, dass die Wirtschaft in Europa 2012 in eine Rezession abdriftet.

In diesem Umfeld scheuten die Investoren das Risiko und trennten sich von Aktien. Der Deutsche Aktienindex DAX, der mit gut 6.900 Punkten ins Jahr 2011 startete, fiel im September unter die Marke von 5.000 Zählern. Von diesem Tiefschlag konnte sich der Index erholen, aber mit 5.898 Punkten stand der DAX Ende 2011 um 14,7 % niedriger als zu Jahresanfang. Noch mehr büßte der EURO STOXX 50 ein - auch wegen außerordentlich hoher Verluste bei Aktien von europäischen Finanzinstituten. Insgesamt verlor der EURO STOXX 50 im vergangenen Jahr 17,0 %. Ähnliche Verluste erlitt der japanische Nikkei-Index, der um 17,3 % fiel. Mit einem Plus von 5,5 % schloss der Dow Jones das Börsenjahr 2011 ab. Es wirkte sich positiv aus, dass sich die Wirtschaft in den USA zunehmend verbesserte und sich die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt ein wenig entspannte.

Im zweiten Halbjahr stand der Kurs der KRONES Aktie stark unter Druck. Deshalb verlor unsere Aktie 2011 mehr als der MDAX.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2011

WWW

Weitere aktuelle Informationen unter www.KRONES.com/de/investor-relations.htm

KRONES Aktie verliert deutlich an Wert

Mit knapp 37 € stand der Kurs der KRONES Aktie Ende 2011 um mehr als 20 % niedriger als zu Jahresanfang.

Der MDAX, also der Index, der die Kursentwicklung von 50 mittelgroßen Werten abbildet und dem auch KRONES angehört, schnitt 2011 ein wenig besser ab als der DAX. Mit 8.898 Punkten stand der MDAX Ende Dezember um 12,1 % niedriger als zu Beginn des Jahres 2011.

Der Verlauf des Kurses der KRONES Aktie im Jahr 2011 gleicht einer Berg- und Talfahrt. Nach einem verhaltenen Start ins neue Börsenjahr zog der Kurs bis Ende Juni im Vergleich zu Jahresanfang um 24,3 % auf 58,38 € stark an. Damit honorierten die Anleger die gute Geschäftsentwicklung und die sehr solide Finanzstruktur von KRONES, die in Zeiten angespannter Kreditmärkte in den Vordergrund rückte. Am 13. Juli markierte unsere Aktie bei 59,06 € den höchsten Schlusskurs im Jahr 2011. Bald darauf ging es steil bergab mit der Notiz. Viele Anleger verkauften in der allgemeinen Börsenschwäche vor allem Aktien, bei denen sich hohe Gewinne angesammelt hatten. Darüber hinaus wuchs die Sorge, dass die Konjunktur in wichtigen Industrieländern in eine Rezession abgleiten könnte. Diese Angst führte vorübergehend zu einem Ausverkauf bei zyklischen Werten wie Auto- und Maschinenbauern, der auch vor KRONES nicht halt machte. Negativ auf den Aktienkurs wirkte sich auch aus, dass wir mit unseren Zahlen für die ersten neun Monate 2011 die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllen konnten. Am 23. November verzeichnete die KRONES Aktie bei 33,87 € ihren Jahrestiefststand. Von diesem sehr niedrigen Niveau aus erholte sich der Kurs ein wenig. Ende Dezember stand die KRONES Aktie mit 36,76 € um 21,7 % tiefer als zu Jahresbeginn.

Kennzahlen der KRONES Aktie

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zum 31.12. 2011 2010 2009
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Brutto-Cashflow je Aktie* 3,78 3,70 1,24
Eigenkapital je Aktie* 26,04 25,16 22,65
Ergebnis je Aktie* 1,45 1,68 -1,13
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 25,4 27,9 -
Dividende je Aktie 0,60** 0,40 0,00
Höchstkurs 59,06 47,05 38,83
Tiefstkurs 33,87 34,35 22,00
Jahresschlusskurs 36,76 46,95 35,50

* Basis: Gesamtzahl der Aktien abzüglich eigene Aktien

** Angaben gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Daten beziehen sich auf KRONES Konzern nach IFRS

KRONES Aktie im Profil

KRONES Aktien sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien. Die Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt knapp 82.000 Aktien auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt (Vorjahr: rund 60.000). Mit rund 95 % wurde der Großteil der Umsätze über das elektronische Handelssystem XETRA abgewickelt. Die KRONES Aktie ist Mitglied im MDAX, dem Index für mittelgroße Werte.

Stammdaten der KRONES Aktien

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Stammstückaktien 31.593.072
Wertpapierkennnummer WKN 633500
ISIN DE0006335003
Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Mit 53,28 % besitzt die Familie Kronseder die Mehrheit am Grundkapital der Gesellschaft. KRONES hatte im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 1.425.421 eigene Aktien zurückgekauft und hält diese weiterhin. Das entspricht 4,51 % des Grundkapitals. Der Streubesitz beträgt 42,21 %.

WWW

www.KRONES.com/de/investor_relations/aktionaersstruktur.htm

Aktionärsstruktur (Stand 29. Februar 2012)

Dividende von 0,60 € je Aktie geplant

Die langfristige Dividendenpolitik von KRONES hat zum Ziel, 20 % bis 25 % des Konzernergebnisses auszuschütten. Damit wollen wir unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG wollen der Hauptversammlung am 13. Juni 2012 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,60 € je Aktie (Vorjahr: 0,40 €) zu zahlen.

Dividende je Aktie in €

KRONES verstärkt Investor Relations

KRONES nimmt die Interessen aller Aktionäre sehr ernst und betreibt eine offene Informationspolitik.

Transparente, zeitnahe und ehrliche Kommunikation mit allen Aktionären ist ein wesentliches Ziel unserer Investor-Relations-Aktivitäten. Als MDAX-Mitglied stellen die internationalen Investoren und Analysten hohe Ansprüche an unsere Finanzkommunikation. Diese Aufgabe erfüllen wir gerne - zunehmend im persönlichen Dialog. Mehr als ein Dutzend Roadshows führten uns im vergangenen Jahr zu Investoren in den internationalen Finanzzentren wie London, New York, Paris, Zürich und Frankfurt sowie den Hauptstädten in Skandinavien. Dort standen der Vorstand beziehungsweise der Leiter Investor Relations den Börsenprofis Rede und Antwort. Im Geschäftsjahr 2011 nahmen wir an zahlreichen Investorenkonferenzen im In- und Ausland teil.

Auf sehr positive Resonanz stieß der Capital Market Day, den wir am 27. April 2011 erstmals vor Ort in Neutraubling durchführten. Mehr als 40 Analysten und Investoren folgten unserer Einladung in die Konzernzentrale. Dort erläuterten der Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Thaus den Teilnehmern die an diesem Tag veröffentlichten Geschäftszahlen sowie erstmalig das neue Strategieprogramm »Value«. Bei einem Rundgang durch die Fertigungshallen konnten sich die Börsenprofis davon überzeugen, dass das »Value«-Programm nicht nur auf dem Papier besteht, sondern Teile davon bereits im Unternehmen gelebt werden. So erklärte ihnen Christoph Klenk (Vorstand Technik, Forschung und Entwicklung) zum Beispiel die modulare Bauweise in der Produktion von Füllern. Auch das neue Rohrbearbeitungszentrum war eine interessante Anlaufstelle während des Rundgangs.

Emotionale Hauptversammlung

Am 15. Juni 2011 fand die 31. ordentliche Hauptversammlung der KRONES AG in Neutraubling statt. Auf der Veranstaltung gedachten die Aktionäre dem Firmengründer Hermann Kronseder, der am 9. Juli 2010 verstorben war. Emotionen kamen aber auch während der »Abschiedsrede« des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Hans-Jürgen Thaus auf, der KRONES Ende 2011 nach 15 Jahren verließ und sich auf der Hauptversammlung letztmalig den Aktionären präsentierte. Die Anteilseigner haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen, also auch die Ausschüttung von 0,40 € je Aktie für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2010.

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Die Schuldenkrise im Euro-Raum und die Angst vor einer neuen Misere im Finanz- und Bankensektor bremsten die Konjunktur 2011 zunehmend. Mit 3,8 % wuchs die globale Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr weniger stark als erwartet. Den höchsten Wachstumsbeitrag lieferten die Schwellen- und Entwicklungsländer.

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2011

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USA 1,8 %
Deutschland 3,0 %
Europa 1,6 %
Indien 7,4 %
China 9,2 %
Schulden- und Eurokrise bremsen die Weltwirtschaft
Deutsches BIP steigt 2011 um 3,0 %
Maschinenbauproduktion zieht kräftig an

Globale Wirtschaft wächst um 3,8 %

Die Weltwirtschaft entwickelte sich 2011 schwächer als erwartet.

Die Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres 2011 zunehmend abgeschwächt. Schuld daran war hauptsächlich die Schuldenkrise im Euroraum. Darüber hinaus rückte im August auch die desolate Verfassung des US-Haushalts ins Rampenlicht, weil die Ratingagentur Standard & Poor's den USA die Bonitätsbestnote AAA entzog. Die Angst vor einer neuen Krise im weltweiten Finanz- und Bankensektor setzte der Realwirtschaft immer stärker zu. Wegen der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten und den damit verbundenen Risiken mussten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre Wachstumsprognose für 2011 zwei Mal verringern. Ursprünglich rechnete der IWF damit, dass die globale Konjunktur 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % zulegt. Tatsächlich waren es dann nur 3,8 % (Vorjahr: 5,2 %). Vor allem in den USA, in Japan und im Euroraum entwickelte sich die Wirtschaft schwächer als zu Jahresanfang prognostiziert.

Den höchsten Wachstumsbeitrag lieferten 2011 die aufstrebenden Länder Asiens und Lateinamerikas. In China reichte es 2011 aber nicht mehr für zweistellige Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Weil sich der Export in die schwächelnde Eurozone erschwerte und die chinesische Regierung die Inflation mit höheren Zinsen bekämpfte, legte das BIP um »nur« 9,2 % zu. Das indische BIP stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 %. Eine Sonderstellung in Asien fiel 2011 Japan zu. Das Erdbeben im März mit seinen schlimmen Folgen lähmte die Wirtschaft Nippons. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das BIP 2011 um 0,9 %.

In den USA kam der private Konsum, also die wichtigste Komponente der weltgrößten Volkswirtschaft, lange nicht in Schwung. Schuld daran war die hohe Arbeitslosenzahl. Weil sich die Lage am US-Arbeitsmarkt im zweiten Halbjahr 2011 besserte, gewann auch die Wirtschaft ein wenig an Fahrt. Insgesamt legte das BIP in den USA im Berichtsjahr um 1,8 % zu.

Die Eurokrise spiegelt sich auch in den Wachstumszahlen im Euro-Raum wider. Griechenland und Portugal glitten in eine tiefe Rezession ab und in Staaten wie Italien, Spanien und Frankreich legte das BIP nur leicht zu. Unterm Strich betrug das Wirtschaftswachstum im Euroraum im vergangenen Jahr 1,6 %.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts in Prozent

Deutsche Wirtschaft sehr robust

In Deutschland litt die Konjunktur wesentlich weniger unter der Schulden- und Eurokrise als im Rest Europas.

Für viele Experten überraschend widersetzte sich die deutsche Wirtschaft 2011 größtenteils den negativen Einflüssen der europäischen Schuldenkrise. Lediglich im Jahresschlussquartal schwächelte die inländische Konjunktur ein wenig. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal im Vergleich zum dritten Quartal um 0,2 %. Im Gesamtjahr 2011 stieg das deutsche BIP im Vergleich zu 2010 jedoch um 3,0 %. Damit blieb das Wachstum nur leicht hinter dem hohen Vorjahrswert von 3,6 % zurück.

Deutsche Maschinenbaubranche wächst schwächer als erwartet

Steigerungsraten von mehr als einem Drittel verzeichneten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer beim Auftragseingang in den ersten Monaten 2011. Im weiteren Jahresverlauf ließ das Wachstum spürbar nach. Von Oktober bis Dezember 2011 schrumpfte der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr sogar. Das vom VDMA (Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für 2011 ausgerufene Wachstumsziel für die Produktion (+14 %) verfehlte die Branche. Im vergangenen Jahr produzierten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer Waren im Wert von rund 187 Mrd. €. Damit übertrafen sie die Vorjahreszahl um 12,1 %. Mit 948.000 lag die Zahl der Beschäftigten im deutschen Maschinen- und Anlagenbau Ende 2011 um 35.000 höher als zu Jahresbeginn.

Der Markt für Verpackungsmaschinen profitiert von Megatrends

2011 stieg die weltweite Nachfrage nach Verpackungsmaschinen um rund 10 %.

Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst mittel- bis langfristig stärker als die Gesamtwirtschaft. Die gesamte Branche profitiert von der stetig steigenden Weltbevölkerung und dem zunehmenden Wohlstand in den Schwellenländern. Überproportional stark sollte künftig die Nachfrage aus der Getränkeindustrie wachsen. Zum einen nimmt die Nachfrage nach sauberem, verpacktem Wasser unvermindert zu. Zum anderen gibt es immer mehr unterschiedliche Getränke und Getränkeverpackungen.

Die höchste Nachfrage nach Verpackungsmaschinen kommt aus der Nahrungsmittelbranche (Umsatzanteil: 40 %). Jeweils 20 % entfallen auf das Segment Pharma, Kosmetika, Körper- und Haushaltspflege sowie auf sonstige Branchen wie die Tabak- und Baustoffindustrie. Eben so groß ist der Anteil, den die Getränkeindustrie nachfragt. Mit Kunden aus dieser Branche erzielt KRONES den größten Teil seiner Erlöse. 2011 erwirtschaftete KRONES 91,9 % seines Umsatzes mit Unternehmen aus der Brau-, Softdrink- sowie Mineralbrunnenindustrie. Die übrigen 8,1 % stammen aus dem Verkauf von Anlagen und Dienstleistungen an Unternehmen der Nahrungsmittelbranche sowie der Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Konsum von abgepackten Getränken steigt stetig an

Essen und Trinken zählen zu den Grundbedürfnissen der Menschen, die sie nahezu unabhängig vom Auf und Ab der Wirtschaft befriedigen. Mit der zunehmenden Weltbevölkerung werden deshalb auch mehr verpackte Getränke verbraucht. Dieser Wachstumstrend hielt 2011 an. Die Marktforscher von Euromonitor schätzen, dass der globale Konsum von abgepackten Getränken im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % auf 951,8 Mrd. Liter stieg. Bis 2014 rechnen die Marktforscher mit jährlichen durchschnittlichen Wachstumsraten von rund 4,0 %.

Überproportional stark wächst die Nachfrage nach verpacktem Wasser, dem weltweit beliebtesten Getränk. 2011 verzehrten die Menschen rund 228 Mrd. Liter abgepacktes Wasser, also um gut 6 % mehr als im Vorjahr. Das entspricht 23,9 % des gesamten weltweiten Getränkekonsums. Immer stärker nachgefragt werden Wasser mit Geschmack und »Functional Water«, also Wasser mit Zusatznutzen. Ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Von 2011 bis 2014 soll der Wasserkonsum mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 5,1 % klettern.

Der weltweite Konsum abgepackter Getränke steigt mit jährlichen Wachstumsraten von rund 4,0 %.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke (in Mrd. Litern) 2011

Deutlich schwächer wächst der Verzehr von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken (Carbonated Soft Drinks, CSD), die 2011 mit 210,3 Mrd. Litern einen Anteil am Gesamtverbrauch von 22,1 % aufwiesen. Damit tranken die Menschen vergangenes Jahr um 1,1 % mehr CSD als 2010. Marktforscher erwarten, dass der Konsum von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken bis 2014 mit jährlichen Zuwachsraten von durchschnittlich 1,7 % steigt.

239 Mrd. Liter verpackte alkoholische Getränke konsumierten die Menschen 2011. Davon waren rund 190 Mrd. Liter Bier. Weil die großen Märkte in Europa und Nordamerika gesättigt sind, wächst die Nachfrage nach Bier im Vergleich zum gesamten Getränkemarkt seit Jahren nur unterproportional. Insgesamt soll der Konsum von alkoholischen Getränken in den kommenden drei Jahren um durchschnittlich 2,7 % pro Jahr zulegen. Nur geringfügig höhere Wachstumsraten (2,8 %) erwarten Marktforscher für das viertgrößte Marktsegment, Milch- und Milchmischgetränke (Anteil am Gesamtkonsum 2011: 15,8 %).

Getränkekonsum nach Regionen

Die Nachfrage nach verpackten Getränken wächst regional betrachtet sehr unterschiedlich. In Westeuropa (durchschnittliches jährliches Wachstum 2011 bis 2014: 0,9 %) sowie Nord- und Mittelamerika (durchschnittliches jährliches Wachstum 2011 bis 2014: 0,5 %) sind die Steigerungsraten gering. Um durchschnittlich 8,2 % dürfte hingegen im gleichen Zeitraum der Getränkekonsum in China klettern. Deutlich überproportional zum Gesamtmarkt wird auch die Nachfrage in den Regionen Asien/Pazifik (durchschnittliches Wachstum: 5,6 %) und Mittlerer Osten/Afrika (durchschnittliches Wachstum: 5,7 %) zulegen.

Volles Programm

KRONES begleitet mit seinem Know-how und seinen Technologien Flaschen aus dem Kunststoff PET während ihres kompletten Lebenszykluses. Es beginnt beim Design der Behälter, bei dem das Gewicht der Flaschen aus Kostengründen bei den Getränkerstellern im Fokus steht. Hinter dem KRONES »Lightweighting« verbergen sich Methoden, die bei der Flaschengestaltung den minimalen Materialverbrauch stets berücksichtigen.

Auf der KRONES Streckblasmaschine Contiform werden aus PET-Rohlingen unter geringem Energieverbrauch abfüllbereite Flaschen gefertigt.

Einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung leistet die PET-Recyclinganlage von KRONES. Auf ihr werden gebrauchte PET-Flaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat - also zu Rohstoff für neue Flaschen - wiederverwertet.

In China boomt die Nachfrage nach verpackten Getränken ebenso wie in der Region Asien/Pazifik. Andere große Märkte wie Nord- und Mittelamerika sowie Westeuropa wachsen nur unterproportional.

Verpackte Getränke Anteil am globalen Konsum

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2011 2014 durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter % Mrd. Liter % 2011 - 2014
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 183,4 19,3 186,3 17,6 0,5
Südamerika 147,9 15,5 165,4 15,7 3,8
China 143,6 15,1 181,8 17,2 8,2
Asien/Pazifik (inkl. Japan) 142,0 14,9 167,1 15,8 5,6
Westeuropa 138,1 14,5 141,8 13,4 0,9
Russland/GUS/Osteuropa 83,2 8,7 89,2 8,4 2,4
Afrika/Mittlerer Osten 60,5 6,4 71,4 6,8 5,7
Mitteleuropa 53,1 5,6 53,6 5,1 0,3
Global 951,8 100,0 1.056,6 100,0 3,5

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Im Berichtsjahr wurden rund 331 Mrd. Liter, also gut ein Drittel des weltweiten Getränkekonsums, auf dem amerikanischen Kontinent verbraucht. Mit rund 144 Mrd. Litern tranken die Menschen in China 2011 erstmals mehr verpackte Getränke als die Bewohner Westeuropas (138 Mrd. Liter). Gemessen am weltweiten Konsum im vergangenen Jahr kam China auf einen Anteil von 15,1 %. Ähnlich groß ist der regionale Getränkemarkt in Asien/Pazifik. Dort wurden vergangenes Jahr 142 Mrd. Liter oder 14,9 % der weltweit abgepackten Getränke verbraucht.

Die Materialien für Getränkeverpackungen

Getränke werden hauptsächlich in Behälter aus dem Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat), Glas, Metall (Dosen) und Karton abgefüllt. Rund 85 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens floss 2011 in eine dieser vier Verpackungsarten. Die übrigen 15 % wurden im wesentlichen in Behälter aus anderen Kunststoffen wie zum Beispiel HDPE abgefüllt. Auf den Maschinen und Anlagen von KRONES können Getränke in Kunststoff- und Glasflaschen sowie in Dosen abgefüllt werden. Den größten Teil des Umsatzes erzielen wir mit Maschinen, auf denen PET-Flaschen hergestellt, abgefüllt und verpackt werden.

Verpackungen aus PET bieten viele Vorteile

PET-Flaschen sind

günstig zu erzeugen
leicht zu transportieren
recycelbar
attraktiv gestaltbar

In der Vergangenheit haben sich die Anteile der verschiedenen Verpackungsarten stark verschoben. Lange war Glas das führende Verpackungsmaterial. Seit mehreren Jahren nehmen Verpackungen aus PET die Spitzenposition ein. Der Siegeszug von PET-Flaschen hat vor allem wirtschaftliche Gründe. Denn bei der Getränkeproduktion entfällt der größte Teil der Kosten auf die Verpackung. Für den Getränkehersteller gilt vereinfacht ausgedrückt die Erfolgsformel »Je leichter die Flasche, desto höher die Rendite«. Mittels innovativer Fertigungsverfahren werden Kunststoffflaschen aus immer weniger Granulat hergestellt. KRONES hat eine PET-Flasche mit einem Fassungsvermögen von 0,33 Liter entwickelt, die lediglich 4,4 Gramm wiegt.

Auch aus ökologischen Gesichtspunkten spricht einiges für PET-Behälter. Beim Transport von PET-Flaschen wird im Vergleich zu den schweren Glasflaschen wesentlich weniger Treibstoff verbraucht. Das zahlt sich auch wirtschaftlich aus. PET-Flaschen sind recycelbar. Das auf der Recyclinganlage von KRONES gewonnene lebensmitteltaugliche Granulat dient als Grundstoff, um neue Flaschen zu produzieren. Das ist gut für die Umwelt und schont wertvolle Ressourcen.

PET-Flaschen bieten Getränkeherstellern gute Chancen, um sich im hartumkämpften Handel vom Wettbewerb zu differenzieren. Denn die Flaschen können in vielen unterschiedlichen Formen und Größen hergestellt werden. Auch beim Flaschendesign steht KRONES seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite.

Die Anteile der Verpackungsmaterialien

Im Jahr 2011 wurde fast 40 % des weltweiten Getränkevolumens in Behälter aus PET abgefüllt. Vor allem Wasser und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke verpacken die Hersteller häufig in PET-Flaschen. Weil fast drei Viertel des weltweit abgefüllten Wassers in solche Behälter fließt, ist der stetig steigende Wasserkonsum ein wichtiger Wachstumstreiber für PET-Verpackungen. Marktforscher gehen davon aus, dass das Getränkevolumen, das in PET-Behälter fließt, von 2011 bis 2014 jährlich um durchschnittlich 4 % zunimmt.

Mit einem Anteil am weltweit abgefüllten Getränkevolumen von 22,7 % war Glas 2011 das zweithäufigste Verpackungsmaterial. Alkoholische Getränke, vor allem Bier, finden oft den Weg in Glasflaschen. Der Bierkonsum wächst weltweit insgesamt unterproportional. Auch deshalb liegt die erwartete durchschnittliche jährliche Steigerungsrate bei Glasverpackungen bei nur 2,2 %.

Dosen, die vergangenes Jahr den dritten Rang (Anteil: 12,2 %) bei den Verpackungsmaterialien einnahmen, werden hauptsächlich mit Bier und kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken befüllt. Der Anteil am gesamten Biervolumen, das in Dosen strömt, dürfte künftig zu Lasten von Glasflaschen zunehmen. Das ist der wesentliche Grund, dass das in Dosen abgefüllte Getränkevolumen bis 2014 jährlich um durchschnittlich 3,0 % klettern soll.

Vor allem Milch- und Milchmischgetränke sowie Frucht- und Gemüsesäfte werden häufig in Karton verpackt. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 10,2 % der kompletten Getränkemenge in dieses Verpackungsmaterial abgefüllt.

Getränke werden am häufigsten in Behälter aus PET abgefüllt.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2011 (Basis: abgefülltes Getränkevolumen)

Natürlicher Genuss ohne Zusatzstoffe

Alkoholfreie Getränke wie Säfte, Schorlen und Milchmischgetränke sind mikrobiologisch empfindlich. Soll auf den Zusatz von Konservierungsstoffen verzichtet werden, muss man sie deshalb keimfrei abfüllen. KRONES bietet als einziges Unternehmen der Branche beide Verfahrensweisen zum Entkeimen von PET-Flaschen an, die sich auf dem Markt etabliert haben: Die Nassentkeimung unter Verwendung von Peressigsäure im Sterilisationsprozess für Flaschen und Verschlüsse (KRONES PET-Asept L) sowie die Trockensterilisation mit dem Einsatz von Wasserstoffperoxid als Gas (KRONES PET-Asept D).

Microbreweries - klein aber fein

In den USA wird zunehmend Bier kleiner Brauereien sogenannter »Microbreweries«, beliebt. Deshalb wächst die Nachfrage solcher Betriebe nach speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittener Technik stark. KRONES ist hier gut positioniert. Wir bieten zum Beispiel mit dem CombiCube B ein kompaktes Sudhaus für Brauereien mit einem Jahresausstoß zwischen 50.000 und 150.000 hl an. CombiCube B ist auf Sudgrößen zwischen 50 und 100 Hektoliter ausgelegt. Damit lassen sich verschiedene Bierspezialitäten in optimaler Qualität wirtschaftlich herstellen.

Die Märkte von KRONES

Im Folgenden geben wir einen Überblick, welche Getränke die Menschen in unseren wichtigsten Vertriebsregionen bevorzugt trinken und wie hoch der Anteil der verschiedenen Verpackungsmaterialien auf den regionalen Getränkemärkten ist. Basis dafür ist das abgefüllte Getränkevolumen in Litern.

Die Region Amerika

Nord- und Mittelamerika

Kohlensäurehaltige Softdrinks wie Cola und Limonaden sind in Nord- und Mittelamerika der beliebteste Durstlöscher.

Die Menschen in Nord- und Mittelamerika lieben kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (CSD). Rund 60 Mrd. Liter tranken sie im vergangenen Jahr davon. Das entspricht rund einem Drittel des gesamten Getränkekonsums in der Region. Wasser ist der zweitbeliebteste Durstlöscher (Anteil: 20,2 %). Wasser und CSD werden in Nord- und Mittelamerika überwiegend in PET-Flaschen abgefüllt. Deshalb hat PET mit rund 46 % dort einen sehr hohen Anteil bei den Verpackungsmaterialien. Dosen (Anteil: 23,9 %) profitieren vom hohen CSD-Verbrauch, weil Dosen nach PET das zweithäufigste Verpackungsmaterial für diese Getränke sind. Kartonverpackungen spielen mit einem Anteil von 3,2 % in der Region keine wesentliche Rolle.

Anteil Verpackungsarten Nord- und Mittelamerika 2011

Südamerika

Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (Anteil am Gesamtkonsum 2011: 33,7 %) sind auch in Südamerika überaus beliebt. Sie werden dort im Gegensatz zu Nordamerika nur selten in Dosen abgefüllt. Mit einem Anteil von gut 37 % ist PET das führende Verpackungsmaterial in Südamerika. Mit rund 25 % hatten Glasverpackungen 2011 in Südamerika einen wesentlich höheren Anteil als in Nordamerika. Grund hierfür ist, dass in Südamerika Bier häufig in Glasflaschen verpackt wird.

Chinesen greifen immer öfter zu Saft

Rund 16 Mrd. Liter abgepackte Frucht- und Gemüsesäfte tranken die Chinesen laut den Zahlen von Euromonitor im Jahr 2011. Damit kam diese Getränkeart gemessen am gesamten Verbrauch auf einen Anteil von gut 11 %. In den kommenden Jahren dürfte dieser Wert deutlich zunehmen. Denn in China spiegelt sich der steigende Wohlstand auch in den Konsumgewohnheiten wider, wovon hochwertige Produkte wie Fruchtsäfte profitieren. Marktforscher erwarten, dass der Verbrauch abgepackter Frucht- und Gemüsesäfte in den kommenden fünf Jahren um durchschnittlich rund 12 % pro Jahr steigt.

Anteil Verpackungsarten Südamerika 2011

Die Region China

Weil Bier in China sehr beliebt ist, ist dort der Glasanteil bei den Verpackungen hoch.

Der Konsum von verpackten Getränken steigt in China stark an. Sehr beliebt ist Bier bei den Chinesen. Im Berichtsjahr tranken sie insgesamt rund 48 Mrd. Liter Bier. Der Anteil am kompletten Getränkeverzehr in China lag damit bei rund einem Drittel. Ein Ende des Bierdurstes der Chinesen ist nicht abzusehen. Markforscher erwarten jährliche Wachstumsraten von mehr als 5 %. Abgefüllt wird der Gerstensaft in China überwiegend in Glasflaschen. Deshalb war dort der Anteil von Glasverpackungen vergangenes Jahr mit 31,5 % deutlich höher als in anderen Regionen.

Auf einen noch größeren Anteil kam PET. 2011 wurde 34,7 % des gesamten Getränkevolumens in China in PET-Behälter abgefüllt. Wasser, nach Bier der zweithäufigste Durstlöscher der Chinesen, strömt auch dort überwiegend in PET-Flaschen. Gleiches gilt für Tee sowie Frucht- und Gemüsesäfte, die in China zunehmend beliebt sind. Von 2011 bis 2014 dürfte die Nachfrage nach PET-Verpackungen in China um durchschnittlich fast 10 % klettern.

Karton und Dosen, die auf den Plätzen drei und vier bei den Verpackungsmaterialien rangieren, weisen ähnlich hohe Wachstumsraten aus. Während Karton vom starken Zulauf bei Milch- und Milchmischgetränken profitiert, werden Dosen zunehmend als Verpackungsmaterial für Bier verwendet.

Anteil Verpackungsarten China 2011

Wasserboom nimmt kein Ende

Die Nachfrage nach abgefülltem Wasser nahm in den vergangenen Jahren stark zu. Daran wird sich künftig nichts ändern. 2011 wurden nach den Zahlen von Euromonitor weltweit fast 230 Mrd. Liter abgefülltes Wasser getrunken. Für die kommenden Jahre erwarten die Marktforscher jährliche Steigerungsraten von durchschnittlich rund 5 %. Kein Wunder, denn Wasser ist der ideale Durstlöscher. Es ist gesund und in vielerlei Varianten erhältlich. Ein neuer Trend ist, dass Gourmet Restaurants erlesenes, teures Mineralwasser in edlen Flaschen anbieten.

Die Region Europa

Westeuropa

Wasser wird in Westeuropa überwiegend in PET-Flaschen abgefüllt.

Wasser ist das beliebteste Getränk in Westeuropa. Im vergangenen Jahr nahm abgefülltes Wasser in der Region einen Anteil am Gesamtkonsum von einem Drittel ein. Abgefüllt wird das Getränk zu rund 80 % in PET-Flaschen. Das leichte Verpackungsmaterial ist in Westeuropa mit einem Anteil von 42,8 % führend. Der Wasserkonsum in Westeuropa und damit auch die Nachfrage nach PET-Flaschen dürfte in den kommenden Jahren überproportional zunehmen. Gern getrunken wird in der Region auch Milch (Anteil am Gesamtkonsum 2011: 19,5 %), die hauptsächlich in Karton verpackt wird. Damit tranken die Westeuropäer vergangenes Jahr mehr Milch als kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (Anteil: 17,1 %). Leicht rückläufig ist der Alkoholgenuss der Westeuropäer. Weil Bier, Wein und Spirituosen meist in Glas abgefüllt werden, nimmt der Glasanteil bei den Verpackungsmaterialien ab. Im vergangenen Jahr lag er bei rund 20 %, gefolgt von Karton mit fast 14 %.

Anteil Verpackungsarten Westeuropa 2011

Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Niederlande, Schweiz)

In Mitteleuropa sind die Verpackungsmaterialien deutlich anders verteilt als in Westeuropa. Auffallend hoch ist der Anteil von Glas (2011: 35,1 %). Das liegt daran, dass in der Region Bier (Anteil am Gesamtkonsum 2011: 20,9 %) nach Wasser (Anteil: 25,2 %) das zweitbeliebteste Getränk ist und zu rund 90 % in Glasflaschen abgefüllt wird. In Dosen strömt der Gerstensaft in Mitteleuropa, anders als in Westeuropa, nur selten. Deshalb lag der Anteil von Dosen bei den Verpackungsmaterialien 2011 nur bei 2,5 %. Führendes Verpackungsmaterial in der Region ist PET (40,7 % Anteil). Neben Wasser werden in Mitteleuropa auch kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke größtenteils in PET-Flaschen abgefüllt. Der Konsum beider Getränkearten dürfte in den kommenden Jahren überproportional steigen, was PET-Verpackungen weiter zugute kommt. In Karton wurden im vergangenen Jahr in Mitteleuropa 16,5 % aller Getränke, vor allem Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte, abgefüllt.

Italiener mit Pioniergeist

In Italien kommt Frischmilch mittlerweile - anders als im Rest Europas - überwiegend in PET-Flaschen zu den Verbrauchern. Damit nutzen die italienischen Milchverarbeiter als erste in großem Umfang die Vorteile, die ihnen PET im Vergleich zu anderen Verpackungen wie Karton zu bieten hat. So kann zum Beispiel auf einer PET-Abfüllanlage von KRONES in gleicher Zeit mehr Milch abgefüllt werden als mit einer Kartonverpackungsmaschine.

Der Wachstumstrend bei PET-Verpackungen ist in Mitteleuropa ungebrochen.

Anteil Verpackungsarten Mitteleuropa 2011

Osteuropa (inklusive Russland und GUS)

Bier ist mit einem Anteil von 30 % am Getränkekonsum der bevorzugte Durstlöscher in der Region. Der Bierverbrauch legt aber nur noch leicht zu. Bemerkenswert ist, dass in Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS) rund ein Viertel des Biervolumens in PET-Flaschen abgefüllt wird. Im Rest der Welt fließt Bier nur selten in Kunststoffflaschen. Gemessen am gesamten Konsum verpackter Getränke wurden vergangenes Jahr 42,6 % in Behältnisse aus PET abgefüllt. Einen wesentlichen Teil dazu trug Wasser bei. Ein Fünftel des Getränkeverbrauchs entfiel 2011 auf abgefülltes Wasser. Das Getränk wird in Osteuropa zunehmend beliebt, der Konsum steigt im Durchschnitt um jährlich 4,5 %. Das spiegelt sich auch in der Steigerungsrate für PET-Verpackungen wider, die von 2011 bis 2014 bei jährlich 3,7 % liegen dürfte.

Leicht schrumpfen soll dagegen in den kommenden Jahren die Nachfrage nach dem Verpackungsmaterial Glas (Anteil 2011: 27,6 %), das vor allem für alkoholische Getränke verwendet wird. Bei Bier verliert Glas zu Gunsten von PET-Behältern und Dosen leicht an Boden. Kartonverpackungen (Anteil 2011: 13,9 %) profitieren davon, dass die Osteuropäer zunehmend Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte trinken. In Dosen wird in der Region fast nur Bier abgefüllt. Deshalb lag der Dosenanteil 2011 bei lediglich 7 %.

Anteil Verpackungsarten Osteuropa/Russland/GUS 2011

In Vietnam tut sich was

Der Konsum von abgefüllten, alkoholfreien Getränken steckt in Vietnam noch in den Kinderschuhen. In den kommenden Jahren dürfte der Verbrauch aber stark wachsen. So erwarten die Marktforscher von Euromonitor, dass die Nachfrage nach Fertigtees von 2011 bis 2015 im Durchschnitt um jährlich 19 % steigt. Bei verpacktem Wasser, von dem in Vietnam 2011 etwa 550 Millionen Liter getrunken wurden, soll der Verbrauch bis 2015 auf knapp eine Milliarde Liter wachsen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von rund 16 %.

Die Region Asien/Pazifik

Wasser und Milch profitieren vom Gesundheitsbewusstsein der Asiaten.

Dass die Menschen im asiatisch/pazifischen Raum gesundheitsbewusst leben, spiegelt sich auch in ihren Trinkgewohnheiten wider. Der Wasseranteil am Konsum lag 2011 bei 28,3 %, auf Milch entfielen 17,1 %. Die Nachfrage nach verpacktem Wasser dürfte jährlich um durchschnittlich mehr als 10 % steigen. Bei ebenfalls beliebten Getränken wie Bier (Anteil 2011: 14,2 %) und kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken (Anteil 2011: 14,2 %) werden mit jeweils 3 % deutlich geringere Wachstumsraten erwartet.

Bei den Verpackungsmaterialien dominiert PET mit einem Anteil von 39,5 %. Auch beim erwarteten Wachstum haben PET-Flaschen mit jährlichen Steigerungsraten von 6,4 % die Nase vorn. Zurückzuführen ist das hauptsächlich auf den boomenden Wassermarkt. Den zweiten Platz nahmen 2011 Verpackungen aus Glas ein (Anteil: 21,6 %), gefolgt von Dosen (Anteil: 15,7 %).

Anteil Verpackungsarten Asien/Pazifik 2011

KRONES AG in Zahlen

In einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld setzte KRONES 2011 sein Wachstum fort. Der Umsatz verbesserte sich um 9,8 % auf 2.066,2 Mio. €. Wegen Sonderbelastungen ging das Ergebnis auf minus 6,3 Mio. € (Vorjahr: minus 2,7 Mio. €) zurück. Trotzdem will KRONES seinen Aktionären eine Dividende von 0,60 € je Aktie ausschütten.

Regionale Umsatzverteilung KRONES AG 2011

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Deutschland 11,4%
Europa 27,5 %
Sonstige Gebiete 61,1 %

KRONES AG in Zahlen

Umsatz 2011 wächst um fast 10 %
Ergebnis vor Steuern wegen Einmalbelastung bei nur +0,8 Mio. €
KRONES plant Dividende von 0,60 € je Aktie

Umsatz wächst um 9,8 % von 1.882,4 Mio. € auf 2.066,2 Mio. €

KRONES setzte 2011 sein Wachstum fort

KRONES konnte 2011 beim Umsatz um fast 10% zulegen. Damit knüpfte das Unternehmen an das starke Wachstum 2010 an. Der Umsatz stieg 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % von 1.882,4 Mio. € auf 2.066,2 Mio. €.

In den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas sowie in Russland, also in Regionen, in denen KRONES sehr gut positioniert ist, boomte die Wirtschaft. Dort investierten die internationalen Getränke- und Lebensmittelkonzerne weiterhin stark in Abfüll- und Verpackungstechnik. KRONES kam bei Auftragsvergaben oft zum Zug, weil wir Kunden nicht »nur« Maschinen und Anlagen, sondern komplette Lösungen für all ihre Anforderungen bieten können. Dazu zählen unter anderem auch maßgeschneiderte IT- und Logistikleistungen.

Weiterhin hohe Nachfrage herrschte im Berichtszeitraum nach unseren Maschinen und Anlagen, auf denen Flaschen aus dem Kunststoff PET hergestellt, abgefüllt und verpackt werden. In diesem wachstumsstarken Marktsegment baute KRONES seine führende Stellung durch neue, innovative Produkte aus. Einen bedeutenden Beitrag zum Unternehmenswachstum leistete im Geschäftsjahr 2011 das Servicegeschäft, das wir konsequent erweitern.

Umsatz KRONES AG in Mio. €

Umsatz nach Regionen

Trotz der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Jahr 2011 erhöhte sich der Inlandsumsatz nur gering. Um 1,8 % von 230,9 Mio. € im Vorjahr auf 235,1 Mio. € legte der Umsatz des Unternehmens im Berichtszeitraum auf seinem Heimatmarkt zu. Der Inlandsanteil am Umsatz betrug vergangenes Jahr 11,4 % (2010: 12,3 %).

Die Exportquote der KRONES AG lag 2011 bei 88,6 %.

Innerhalb Europas erzielte KRONES in Russland, Ost- und Mitteleuropa im Geschäftsjahr 2011 die höchsten Steigerungsraten beim Umsatz. Insgesamt stiegen die Erlöse in Europa (ohne Deutschland) im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 von 422,5 Mio. € um 34,5 % auf 568,4 Mio. € an. Gemessen am gesamten Umsatz des Unternehmens entfielen damit 27,5 % (2010: 22,4 %) des Umsatzes auf die Region Europa (ohne Deutschland).

Der außereuropäische Umsatz von KRONES verbesserte sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf 1.262,7 Mio. € (Vorjahr: 1.229,0 Mio. €). In Südamerika und in Asien (ohne China) zog das Geschäft überproportional stark an. Im Geschäftsjahr 2011 verringerte sich der Anteil am Umsatz, den KRONES auf den außereuropäischen Märkten erwirtschaftete, im Vergleich zu 2010 von 65,3 % auf 61,1 %.

Regionale Umsatzverteilung KRONES AG in Prozent

Umsatz nach Branchen

Der Umsatz mit Verarbeitern von Softdrinks, Wasser und Säften ging 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,0 % von 1.215,9 Mio. € auf 1.204,0 Mio. € zurück. Gemessen am Umsatz reduzierte sich der Anteil des Geschäfts von KRONES mit Unternehmen aus der Branche nicht-alkoholischer Getränke 2011 von 64,6 % auf 58,3 %.

Der Absatz von Maschinen und Anlagen zur Herstellung und Verpackung alkoholischer Getränke erhöhte sich 2011 um 36,4 % auf 691,8 Mio. € (Vorjahr: 507,0 Mio. €). Hier wirkte sich die gestiegene Nachfrage aus Osteuropa und Russland sowie aus Südamerika positiv aus. Der Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 33,5 % (Vorjahr: 26,9 %).

Im Non-Beverage-Bereich (Food, Chemie, Pharma und Kosmetik) erfasst KRONES unter »Food« auch die Umsätze mit der Milchindustrie, die zu den Wachstumsbranchen zählt. Der Umsatz von KRONES in diesem Bereich erhöhte sich um 6,8 % auf 170,4 Mio. € (Vorjahr: 159,5 Mio. €). Das entspricht 8,2 % (Vorjahr: 8,5 %) des Umsatzes.

Umsatz nach Branchen KRONES AG in Prozent

Auftragseingang und Auftragsbestand

Auftragseingang legt um 15,2 % zu

Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES war 2011 hoch.

In den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2011 war die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen außerordentlich hoch. Das verlangte uns alles ab, um die Kunden fristgerecht in Top-Qualität beliefern zu können. Wie erwartet normalisierte sich die Nachfrage im weiteren Jahresverlauf und die Zuwachsrate bei den Bestellungen nahm ab. Insgesamt stieg der Auftragseingang 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 % von 1.903,1 Mio. € auf 2.192,9 Mio. €. Die Nachfrage belebte sich in weiten Teilen der KRONES Produktpalette. Stark gefragt waren komplette Abfülllinien, aber auch das Einzelmaschinengeschäft übertraf das Vorjahresniveau. Der Anteil der Serviceaufträge am gesamten Auftragseingang erhöhte sich im Berichtsjahr.

2011 kletterte der Auftragseingang in den meisten Vertriebsregionen von KRONES im Vergleich zum Vorjahr. Die höchsten Steigerungsraten verzeichneten wir in den Regionen Afrika/Nahost, Osteuropa und den GUS-Staaten. Weniger gut entwickelten sich die Bestellungen in den Teilen Europas, die stark von der Euro- und Schuldenkrise betroffen waren. Den in absoluten Zahlen höchsten Wert hatten im Geschäftsjahr 2011 die Bestellungen aus China.

Auftragseingang KRONES AG in Mio. €

Auftragsbücher von KRONES sind voll

KRONES startete mit einem Auftragsbestand von 862,1 Mio. € in das Geschäftsjahr 2011. Aufgrund des hohen Auftragseingangs wuchs dieser bis zum 31. Dezember 2011 trotz der deutlichen Umsatzsteigerung auf 988,8 Mio. € an. Die vollen Auftragsbücher erhöhen unsere Planungssicherheit für das Geschäftsjahr 2012.

Auftragsbestand KRONES AG in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG

Ergebnis von Sondereffekt belastet

Das Ergebnis der KRONES AG wurde im Geschäftsjahr 2011 durch eine Rückstellung belastet, die das Unternehmen im Jahresabschluss 2011 für einen potentiellen Vergleichsabschluss aus dem Rechtsstreit Le-Nature's gebildet hat (näheres siehe Seite 68). Das Ergebnis vor Steuern 2011 belief sich deshalb nur auf +0,8 Mio. € (Vorjahr -4,2 Mio. €). Die operative Ertragskraft, also bereinigt um den Sondereffekt, konnte KRONES trotz des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds im vergangenen Jahr stärken. Darin spiegeln sich auch erste Erfolge unseres neuen Strategieprogramms »Value« wider.

Wegen Belastungen aus einer turnusmäßigen Betriebsprüfung ergab sich nach Steuern ein Verlust von -6,3 Mio. € (Vorjahr -2,7 Mio. €).

Das Ergebnis der KRONES AG verschlechterte sich 2011 von minus 2,7 Mio. € auf minus 6,3 Mio. €.

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in Mio. € 2011 2010 Veränd.
Umsatzerlöse 2.066,2 1.882,4 +9,8 %
Bestandsveränderung FE/UFE 70,5 30,0 +135,0 %
Gesamtleistung 2.136,7 1.912,4 +11,7 %
Materialaufwand -1.223,1 -1.057,7 +15,6 %
Personalaufwand -605,4 -565,4 +7,1 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen -254,0 -230,8 +10,1 %
EBITDA 54,2 58,5
Abschreibungen auf Anlagevermögen -46,8 -42,6 +9,9 %
EBIT 7,4 15,9 -53,5 %
Finanzergebnis -6,6 -8,4
Außerordentliches Ergebnis -0,0 -11,7
EBT 0,8 -4,2
Ertragsteuern -6,0 2,5
Sonstige Steuern -1,1 -1,0
Ergebnis -6,3 -2,7

Die Gesamtleistung der KRONES AG stieg 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 % von 1.912,4 Mio. € auf 2.136,7 Mio. €. Mit dem zunehmenden Geschäftsvolumen erhöhte sich auch der Wert des Materials und der Leistungen, die das Unternehmen von Dritten bezieht. Auch die Aufwendungen für die Zeitarbeitnehmer, von denen wir 2011 in der Spitze bis zu knapp 1.000 beschäftigten, sind im Materialaufwand erfasst. Insgesamt legte der Materialaufwand 2011 überproportional zur Gesamtleistung zu. Mit 1.223,1 Mio. € übertraf er das Vorjahresniveau von 1.057,7 Mio. € um 15,6 %. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, stieg von 55,3 % im Vorjahr auf 57,2 %. Weil wir im Rahmen unseres »Value« Programms die Produktionsstrukturen weiter optimierten, konnten wir den Anstieg beim Materialaufwand begrenzen. Einen besseren Wert verhinderte die allgemein hohe, preistreibende Nachfrage nach wichtigen Vorprodukten, die KRONES zukauft. Ein Beispiel hierfür sind Elektronik-Komponenten.

Um 7,1 % von 565,4 Mio. € auf 605,4 Mio. € legte der Personalaufwand von KRONES 2011 im Vergleich zu 2010 zu. Wir haben unsere Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 388 Personen (+5,1%) erhöht.

Weil neue Mitarbeiter anfangs noch nicht so produktiv sind wie langjährige Beschäftigte, stieg die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, im Geschäftsjahr 2011 vorübergehend an. Wegen der hohen Betriebsleistung im vierten Quartal verringerte sich die Personalaufwandsquote leicht von 29,6 % im Vorjahr auf 28,3 %. Durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern konnten Rückstellungen für Überstunden/Mehrarbeit zum Jahresende abgebaut werden.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sowie den aktivierten Eigenleistungen erhöhte sich von minus 230,8 Mio. im Vorjahr auf minus 254,0 Mio. € im Berichtszeitraum.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen stiegen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 % auf 46,8 Mio. € (Vorjahr: 42,6 Mio. €). Mit 2,3 % blieb die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz, unverändert.

Obwohl KRONES sehr solide finanziert ist, erwirtschaftete das Unternehmen 2011 ein negatives Finanzergebnis von -6,6 Mio. € (Vorjahr: -8,4 Mio. €). Dies ist zum einen auf Abzinsungseffekte für langfristige Rückstellungen verursacht. Weiterhin belasteten Abschreibungen auf Finanzanlagen das Finanzergebnis.

Nach Abzug der Ertragssteuern und sonstigen Steuern verblieb der KRONES AG 2011 unter dem Strich ein Ergebnis von minus 6,3 Mio. € (Vorjahr: -2,7 Mio. €).

Finanzlage der KRONES AG

Wie bereits zum Vorjahresstichtag verzeichnete die KRONES AG auch zum 31.12.2011 trotz der Finanzierung eines deutlichen Umsatzwachstums keine Bankverbindlichkeiten. Diese solide Position wurde durch Vereinbarung entsprechender Anzahlungen, eine weitere Verkürzung der betrieblichen Abläufe und ein weiter verbessertes Forderungs- bzw. Working-Capital-Management erreicht. Der Rückgang der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag von 75,9 Mio. € auf 53,5 Mio. € ist durch die Finanzierung des Umsatzwachstums bedingt. Der Cashflow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) der KRONES AG betrug 2011 +52,5 Mio. € (+56,0 Mio. € im Vorjahr).

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € 2011 2010
Anlagevermögen 447,2 431,7
Umlaufvermögen, RAP 771,0 716,1
davon Liquide Mittel 53,5 75,9
Eigenkapital 479,8 498,2
Fremdkapital 738,4 649,6
Rückstellungen 458,8 435,6
Verbindlichkeiten 279,6 214,0
Bilanzsumme 1.218,2 1.147,8

Bei einem Umsatzanstieg von 9,8 % ist die Bilanzsumme unterproportional um 6,1 % auf 1.218,2 Mio. € angestiegen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich leicht um 3,6 % auf 447,2 Mio. €. Investiert wurde hauptsächlich in neue Fertigungsmaschinen, IT, den Neubau von Ausbildungszentren in Rosenheim und Neutraubling und in das neue Zentrum für Logistik und Modulproduktion in Rosenheim. Eine detaillierte Darstellung zur Entwicklung des Anlagevermögens finden Sie im Anhang auf Seite 92. Bedingt durch die Geschäftsausweitung erhöhte sich das Umlaufvermögen um 7,7 % auf 771,0 Mio. €. Diese Ausweitung betraf hauptsächlich die Vorräte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen sogar etwas zurück.

Zum 31. Dezember 2011 verfügte die KRONES AG über liquide Mittel in Höhe von 53,5 Mio. €.

Das Eigenkapital der KRONES AG reduzierte sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahresstichtag um 18,4 Mio. €. Dies ist neben dem leicht negativen Ergebnis durch die unterjährige Ausschüttung der Dividenden an die Anteilseigner bedingt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 39,4 % weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Die KRONES AG hatte Ende 2011 eine Eigenkapitalquote von 39,4 % und rund 53,5 Mio. € Nettoliquidität. Bereinigt um den Sondereffekt Le-Nature's konnte die KRONES AG ihr operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 5,3 % auf 458,8 Mio. €. Darin enthalten sind, wie ad-hoc berichtet, Sonderbelastungen in Zusammenhang mit dem Rechtsfall »Le-Nature's, USA«, sowie Rückstellungen für Nachzahlungen aus einer turnusmäßigen Betriebsprüfung.

Die Verbindlichkeiten stiegen um 65,6 Mio. € auf 279,6 Mio. € an. Ein überwiegender Teil der Erhöhung resultiert stichtagsbedingt aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Erfreulicherweise konnte KRONES auch das Jahr 2011 ohne Bankverbindlichkeiten abschließen.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Mehrwert für Kunden bei Innovationen im Fokus
KRONES führt neues Ideenmanagement ein
Contiform 3 - höhere Leistung bei niedrigerem Energieverbrauch

KRONES entwickelt innovative, zuverlässige und ressourcenschonende Maschinen und Anlagen.

Der intensive Dialog mit unseren Kunden, neue technologische Möglichkeiten sowie Megatrends liefern KRONES Impulse für Innovationen. Für den Produktentstehungsprozess nutzen wir gezielt das Know-how unserer leistungsfähigen Lieferanten und Partner.

KRONES baut seine Kompetenzen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) konsequent aus. Mehr als 1.750 Mitarbeiter fokussieren sich auf Vor- und Serienentwicklungen und verbessern bestehende Produkte kontinuierlich. Dafür wenden wir rund 5 % der Umsätze auf.

Wir setzen nur F&E-Projekte um, mit denen wir unseren Kunden einen Mehrwert bieten können. Ein direkter Kundennutzen entsteht, wenn die Verfügbarkeit der Anlagen steigt und der Energie- und Medienverbrauch sinkt. Deshalb befassen sich zahlreiche Entwicklungsprojekte von KRONES mit reduzierten Rüstzeiten, automatischen Fehlerbehebungen und geringerem Reinigungs- und Wartungsaufwand. Die Produkte müssen innovativ, zuverlässig und ressourcenschonend sein. Darüber hinaus fließen in alle Neuentwicklungen die Anforderungen unseres Nachhaltigkeitsprogramms »enviro« ein, das ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Mit »enviro« hat KRONES in der Verpackungsindustrie einen Standard für die Energie- und Medieneffizienz von Maschinen und Anlagen geschaffen.

Ein Gewinn für die Kunden als auch für KRONES sind unsere Aktivitäten, mit denen wir die Inbetriebnahmezeiten reduzieren. Dazu testen wir zum Beispiel Gesamtsysteme wie den ErgoBloc L komplett bei uns vor Ort. Auch mit optimierten Maschinenkonstruktionen unterstützen wir schnellere Inbetriebnahmen.

Neues KRONES Ideenmanagement - viele neue Patente für KRONES

Mit unserem neugeschaffenen, professionellen Ideenmanagement können wir die wertvollen Ideen all unserer Mitarbeiter noch besser erfassen und zielgerichtet bearbeiten. Die moderne Plattform ermöglicht sowohl die Integration von neuen Ideen unserer Mitarbeiter als auch von unseren Kunden, um innovative Lösungen zu entwickeln.

Sehr wichtig ist, dass wir unsere Innovationen durch Patente absichern. 2011 stieg die Anzahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster auf mehr als 2.200 an. Die Zahl der laufenden Patentanmeldungen erhöhte sich um rund 30 %. Sehr stark nahmen die Patente in den KRONES Kerntechnologien wie Füll-, Etikettier-, Kunststoff-, Pack- und Palettiertechnik zu. Auch viele anlagen- und systembezogene Entwicklungen konnten wir im vergangenen Jahr patentrechtlich schützen.

Ausgewählte Innovationen

Contiform 3

Die Contiform 3 ist leistungsstärker, sparsamer, einfacher zu bedienen und leichter zu warten als das Vorgängermodell.

Mit der dritten Generation der Streckblasmaschine Contiform setzt KRONES neue Maßstäbe bei der Produktion von Kunststoffbehältern (PET-Flaschen). Ein Highlight der Contiform 3 ist das neu entwickelte Blasmodul, mit dem die Leistung der Maschine von 2.000 Behältern pro Stunde und Blasstation auf bis zu 2.250 Behälter steigt. Um rund ein Drittel wurde der Druckluftverbrauch reduziert. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten innovative Technologien wie das elektromagnetische Recksystem und die neue Zwischendruckstufe. 15 % weniger Energiebedarf für das Aufheizen der Preformen, mehr Bedienerfreundlichkeit, verbessertes Hygienic Design und kürzere Blasformenwechselzeiten sind weitere wesentliche Vorteile, die KRONES seinen Kunden mit der Contiform 3 bieten kann.

Modulfill

Der modulare Aufbau des Füllers erleichtert die Blockung mit anderen Maschinen.

Unter dem Namen Modulfill haben wir ein umfassendes Modulkonzept entwickelt und eine neue Füllergeneration etabliert. Sie zeichnet sich zum einen durch ihre hohe Marktabdeckung bei gleichzeitig niedriger Teilevielfalt aus und zum anderen durch ihre geringen »Total Cost of Ownership«. Mit Modulfill setzt KRONES neue Standards für die Energie- und Medieneffizienz von Abfüllmaschinen. Der Modulfill bringt Ökonomie und Ökologie in Einklang. Er ist für Kunden durch seine Flexibilität und geringen Betriebskosten eine sichere Investition in die Zukunft.

Sleevematic ES

Die neue Etikettiermaschine Sleevematic ES verarbeitet hochelastische Folien.

Mit Stretch Sleeves, also Schlauchfolien, die über Behälter gezogen werden, können Flaschen sehr individuell gestaltet werden. Die neue Etikettiermaschine Sleevematic ES verarbeitet Sleeves aus dem Kunststoff LDPE, die eine sehr hohe Stretchrate von 55 % besitzen. Mit ihrer deutlich geringeren Dichte und kleineren Fläche ermöglichen Triple S Sleeveetiketten Einsparungen beim Folienmaterial von rund 50 %. Darüber hinaus entfällt das energieaufwändige Anschrumpfen der Etiketten auf die Flasche. Damit wird der CO2 -Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen PET-Schrumpfsleeves um bis zu 75 % reduziert und zudem bis zu 40 % der Kosten eingespart. Weil die LDPE-Etiketten rückstandsfrei von gebrauchten Flaschen getrennt werden können, werden auch die Anforderungen der Recyclingindustrie erfüllt.

Variostick

Mit dem KRONES Variostick werden Tragegriffe auf Schrumpfgebinde angebracht.

Der neue Handle-Applicator Variostick ist ein modular aufgebautes Maschinenkonzept, das mit einer Leistung von bis zu 80 Takten pro Minute Tragegriffe auf Schrumpfgebinde anbringt. Mit optimierten Schnittstellen ermöglicht der Variostick effiziente und flexible Trockenteil-Lösungen innerhalb kompletter Anlagen. Bei seiner Entwicklung hat KRONES von Anfang an darauf geachtet, dass er die »enviro« Anforderungen erfüllt.

Zusätzlich zu dem freistehenden Handle-Applicator haben wir eine Lösung entwickelt, die in den Einwegpacker Variopac Pro integriert wird und beispielsweise im Trockenteil-Block ErgoBloc D zum Einsatz kommt. Damit wird das Anlagenlayout vereinfacht und die Zugänglichkeit der Anlage deutlich verbessert. Weil weniger Transporteure benötigt werden, sinken die Anschaffungskosten des Kunden.

Beide Innovationen runden das Trockenteil-Portfolio von KRONES ab und bieten integrierte Lösungen in der Pack- und Palettiertechnik.

EvoLite/LitePac

Das Verpackungskonzept der Zukunft - LitePac in Verbindung mit der Maschine EvoLite.

Mit LitePac hat KRONES eine neue Sekundärverpackung mit minimalem Material- und Energieverbrauch als Alternative zur Schrumpfverpackung vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Gebinde mit einem horizontalen Umreifungsband und einer vertikalen Umreifung als Tragegriff. Durch das »Easy-open«-Konzept kann der Verbraucher LitePac ohne zusätzliche Hilfsmittel öffnen.

Parallel dazu haben wir die zugehörige Maschinentechnik entwickelt, die EvoLite. Mit dem Gesamtkonzept EvoLite/LitePac sinken die Verpackungskosten im Vergleich zu Schrumpfgebinden um mehr als 65 %. Bei den Energiekosten werden mehr als 90 % eingespart, weil kein Schrumpftunnel gebraucht wird. EvoLite/LitePac ist ein weiteres Beispiel, wie sich die durchgängige Umsetzung von enviro in direkten Kundennutzen wandelt.

Lifecycle Service (LCS)

Dezentrale LCS-Strategie weiter ausgebaut
Neue Produkte und Dienstleistungen bieten Kunden Mehrwert
KRONES Akademie mit interessantem Schulungsangebot

Mehr als 1.800 hochqualifizierte Mitarbeiter verkörpern das Servicegeschäft von KRONES, das im Bereich Lifecycle Service (LCS) gebündelt ist. LCS umfasst das komplette Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft, Ersatz- und Rüstteile, individuelle Dienstleistungen, Softwaretools sowie Schulungen.

WWW

Weitere Informationen unter: www.KRONES.com/de/lcs.htm

Das LCS Produktportfolio im Überblick

LCS Services

Unser Angebot ist modular aufgebaut. Die Kunden können sich daraus ihr individuelles Serviceprogramm zusammenstellen.

OnSite: Klassische Wartung und Instandhaltung vor Ort beim Kunden.
Productivity: Mit modernen Analysemethoden optimieren wir Anlagen und machen sie wirtschaftlicher.
Support: Schnelle Hilfe im Notfall durch 24/7-Service Line und Fernwartung.
Training: Kundenorientierte Schulungen für das Bedien- und Wartungspersonal.
Design: Rundumbetreuung beim Gestalten neuer PET-Behälter.

LCS Parts + Software

Original Spares: Originale Ersatz- und Verschleißteile sowie von KRONES überholte Ersatzteile höchster Qualität liefern wir schnell und zuverlässig.
Retrofitting: Schnelles und effizientes Umrüsten von Anlagen. Darüber hinaus erhöhen wir die Produktivität von Maschinen durch neu entwickelte Bauteile oder Steuerungsprogramme.
Consumables: Hochwertige Betriebsstoffe, die optimalen Betrieb von Maschinen gewähren sowie Kleb-, Schmierstoffe und Reinigungsmittel von KIC KRONES.
SoftTools: Software die verschiedene Maschinendaten erfasst und analysiert und so zum Bespiel Instandhaltungsbedarf frühzeitig erkennt.

Mit diesem umfangreichen Angebot begleitet KRONES seine Geschäftspartner über den kompletten Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen. Das beginnt bereits in der Planungs- und Investitionsphase, in der wir die Anforderungen gemeinsam mit dem Kunden genau definieren und die Anlage sicher in Betrieb nehmen. Nach dem Start der Produktion geht es nicht nur darum, die Anlage sicher am Laufen zu halten, servicebedingte Stillstandzeiten zu minimieren und den Wert der Produktionsanlage zu bewahren. Wir sehen es auch als unsere Aufgabe an, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der Anlagen unserer Kunden kontinuierlich zu verbessern.

So rüsten wir zum Beispiel ältere Streckblasmaschinen, auf denen PET-Flaschen hergestellt werden, mit optimierten Heizkästen aus, um ihren Energieverbrauch deutlich zu senken. Andere Umbaumaßnahmen ermöglichen, dass Kunden auf ihren bestehenden Maschinen noch leichtere PET-Flaschen mit kürzeren Schraubverschlüssen verarbeiten können. Ein Mehrwert, der sich auszahlt. Denn damit sparen Kunden Verpackungsmaterial ein, das ein wesentlicher Kostenfaktor ist.

Auch das eigene Service- und Produktangebot optimiert KRONES ständig. Dabei setzen wir verstärkt auf den Dialog mit unseren Kunden. In gemeinsamen Projektteams definieren und verfolgen wir Ziele und Maßnahmen, damit wir unseren Kunden einen noch besseren Service bieten können. So haben wir zum Beispiel vergangenes Jahr eine neue Methode entwickelt, mit der wir unseren Kunden bei der Ersatzteillagerung wertvolle Hilfe leisten. Dazu betrachten wir Maschinenbauteile systematisch unter verschiedenen Gesichtspunkten, wie zum Beispiel wie hoch deren spontane Ausfallwahrscheinlichkeit ist. Wir sind nun in der Lage, spezielle, kundenspezifische Ersatzteilpakete zu definieren, die Anlagenbetreiber unter Kosten- und Nutzenaspekten vor Ort lagern sollten.

KRONES investiert kräftig in dezentrales Servicegeschäft

KRONES bietet seinen Kunden weltweit und rund um die Uhr beste Serviceleistungen.

Für unsere internationalen Kunden ist es wichtig, dass ihre Maschinen und Anlagen störungsfrei laufen und sie ihre Produkte dauerhaft in höchster Qualität fertigen können. Um zu gewährleisten, dass unsere Abnehmer reibungslos produzieren können, betreuen wir sie kontinuierlich. Dazu müssen unsere Service-Spezialisten weltweit vor Ort und Ersatzteile global verfügbar sein. KRONES unterhält rund um die Welt mehr als 40 Niederlassungen. Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Jahren an strategisch wichtigen Punkten Service Center errichtet, die den Niederlassungen als dezentrale Stützpunkte dienen.

Diese Service Center bauten wir 2011 weiter aus. Ein großer Teil der Investitionen floss wie in den Vorjahren in unseren chinesischen Stützpunkt in Taicang. Insgesamt stellte KRONES vergangenes Jahr rund 300 neue Mitarbeiter in den Service-Niederlassungen ein. Wir legen großen Wert darauf, dass die Mitarbeiter die jeweilige Sprache der Kunden sprechen und deren Kultur verstehen. Weil wir die Teileverfügbarkeit in den dezentralen Lagern vor Ort verbesserten, konnten wir 2011 das Serviceniveau unserer internationalen Service Center weiter erhöhen.

Die KRONES Akademie

Ein wichtiger Bestandteil des KRONES Lifecycle Service ist die KRONES Akademie. Dort bieten wir ein breites, praxisorientiertes und permanent verbessertes Schulungsangebot an. Mehr als 50 qualifizierte Ausbilder vermitteln dem Bedienpersonal unserer Kunden die Grundlagen von Maschinen und Anlagen, führen spezielle Kurse für individuelle Aufgaben durch und trainieren Führungskräfte. Alle Angebote verfolgen das Ziel, dass unsere Abnehmer die Maschinen und Anlagen von KRONES perfekt beherrschen, um diese sicher und wirtschaftlich betreiben zu können. Im vergangenen Jahr zog die Teilnehmerzahl deutlich an. 2011 besuchten insgesamt 14.126 Menschen (Vorjahr: 12.436) die Veranstaltungen der KRONES Akademie am Hauptsitz der Einrichtung in Neutraubling sowie an den internationalen Schulungszentren, die auch in den Service Centern von KRONES untergebracht sind.

2011 stieg die Teilnehmerzahl an der KRONES Akademie stark an.

Kursteilnehmer KRONES Akademie

Ein wichtiges Schulungselement der Akademie ist »Train the Trainer«, also die Fortbildung von KRONES Kundentrainern. Mit dem an der Akademie neu gewonnenen Wissen unterstützen sie die Anlagenbetreiber vor Ort. Die Anzahl der Kundentrainer blieb mit 72 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Ihre Leistungen wurden 2011 aber insgesamt öfter in Anspruch genommen als 2010.

KRONES Kundentrainer

Mitarbeiter

Fast 600 Mitarbeiter mehr bei KRONES AG

KRONES investiert stark in die Akquise sowie Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern.

Im Geschäftsjahr 2011 investierte KRONES stark in den Aufbau der Stammbelegschaft. So stieg die Mitarbeiterzahl im Berichtszeitraum auf einen neuen Höchststand von 8.127 zum Vorjahresstichtag auf 8.709 am 31.12.2011. Diese Investition in hoch qualifizierte Mitarbeiter ist mittelfristig notwendig, um das im »Value«-Programm angestrebte Wachstum bewältigen zu können. In unserem Verständnis sind Mitarbeiter in erster Linie ein Erfolgs- und kein Kostenfaktor.

Mitarbeiter KRONES AG zum 31.12.

KRONES setzt auch bei Mitarbeitern auf höchste Qualität

Der demografische Wandel in den westlichen Industrieländern stellt eine der größten Herausforderungen für die Personalpolitik bei KRONES dar. Daher ist es eine der wichtigsten Aufgaben, den Nachwuchs an jungen qualifizierten Mitarbeitern dauerhaft zu sichern und das Qualifikationsniveau der Belegschaft - auch der älteren -weiter zu verbessern. Mehr als 10.000 Bewerbungen im Berichtsjahr belegen, dass KRONES weiterhin ein beliebter und angesehener Arbeitgeber ist. Unser Ziel ist es, KRONES als internationale Arbeitgeber-Marke in den kommenden Jahren weiter auf- und auszubauen.

Die Qualifikationsstruktur unsere Mitarbeiter zeigt, dass sie für ihre anspruchsvollen Tätigkeiten bestens ausgebildet sind. Nahezu die komplette Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium liegt mittlerweile bei 17,1 %. Der Anteil an Fachkaufleuten, Technikern oder Meistern beträgt 23,4 %..

Sehr gut ausgebildet sind unsere Mitarbeiter.

Qualifikationsstruktur Mitarbeiter in Deutschland

KRONES setzt auf eigenen Nachwuchs

Eine hervorragende berufliche Ausbildung unserer Mitarbeiter ist die Basis für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von KRONES. Wir bieten Jahr für Jahr vielen jungen Leuten eine attraktive und anspruchsvolle Ausbildung in 20 verschiedenen Berufen an. So starteten nach einem langen und anspruchsvollen Auswahlprozess 147 junge Menschen im Herbst 2011 ihre Ausbildung bei KRONES.

Insgesamt bildete KRONES Ende 2011 in Deutschland 491 junge Menschen aus. Davon waren 432 Jugendliche in gewerblich-technischen und 59 in kaufmännischen Ausbildungsberufen tätig. Positiv ist, dass im Berichtsjahr alle Auszubildenden (52 im Winter und 98 im Sommer) nach dem Abschluss ihrer Lehre in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen wurden.

Bau eines größeren Ausbildungszentrums

Das neue Ausbildungszentrum wertet die Attraktivität für neue Nachwuchskräfte weiter auf.

Im September 2011 startete KRONES mit den Bauarbeiten für ein größeres Ausbildungszentrum. Für rund 2,2 Mio. € erweitert das Unternehmen die Ausbildungsfläche um ein gutes Drittel.

Auf rund 1.400 Quadratmetern können hier die Auszubildenden in heller und freundlicher Umgebung arbeiten. Da in dem neuen Gebäude auch die Monteursausbildung und die KRONES Akademie beheimatet ist, entsteht eine Art Ausbildungscampus, von dem alle Nachwuchskräfte profitieren.

Enge Zusammenarbeit mit Hochschulen

»KRONES hat interessante Produkte und ist als Arbeitgeber bekannt. Der Standort Regensburg ist für viele Studenten sogar attraktiver als München.« Martina Heim, Career-Service Hochschule Deggendorf

Um frühzeitig den Kontakt zu Hochschulabsolventen zu knüpfen, arbeitet KRONES seit Jahren intensiv mit Hochschulen zusammen. Das Unternehmen organisiert Veranstaltungen, auf denen sich angehende Ingenieure und Akademiker über die verschiedenen Berufsbilder und die Karrierechancen bei KRONES informieren können. Neben der Präsenz auf Hochschulmessen versucht KRONES die Studenten über Werksführungen, gemeinsame Projekte mit den Fachabteilungen, Fachvorträge oder auch Kundenbesuche das Unternehmen und die Vielfalt der Berufe näher zu bringen. Da KRONES einen sehr guten Ruf als attraktiver Arbeitgeber bei Hochschülern genießt, sind diese Veranstaltungen regelmäßig gut besucht.

Abschlussarbeiten bei KRONES

Unsere langjährige Kooperation mit der Hochschule und der Universität Regensburg ist ein weiteres gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft. KRONES gibt hier einer Vielzahl von Nachwuchswissenschaftlern mit Praxissemestern und Abschlussarbeiten die Chance erste wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln.

Praktikanten KRONES

2011 betreuten wir insgesamt 269 Abschlussarbeiten und 735 Praktikanten in verschiedenen praxisorientierten Projekten. Aus diesem Pool gewinnt KRONES jedes Jahr eine Vielzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter.

Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2010. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften

Wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie von KRONES ist es, nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich zu wirtschaften. Sich von grundlegenden Werten wie Ehrlichkeit, Transparenz, Fairness und Authentizität leiten zu lassen, ist das übergeordnete Ziel unserer CSR (Corporate Social Responsibility)-Strategie. Mit ihr wollen wir soziale und ökologische Aspekte in die Geschäftsprozesse aufnehmen und damit langfristig zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen.

Die Grundwerte für das nachhaltige Denken und Handeln unserer Mitarbeiter haben wir in Leitlinien, Verhaltensregeln und Kodizes integriert.

Dialog mit allen Interessengruppen

Wegen der sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen für Unternehmen, gilt es, neue Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Durch den kontinuierlichen Austausch mit unseren Interessengruppen (Kunden, Lieferanten, Aktionäre, Mitarbeiter, Politik, Verbände, Wissenschaft usw.) analysieren wir systematisch Chancen und Risiken der CSR-Themenfelder und bewerten sie. Das hilft uns, eventuelle Schwachstellen oder neue Anforderungen rechtzeitig zu erkennen. Damit minimieren wir Risiken für das Unternehmen und stärken gleichzeitig das Vertrauen, das unsere Partner in uns setzen.

KRONES will aber auch die Chancen des Wandels nutzen und neue Geschäfte sowie Mitarbeiter akquirieren. So entwickeln wir unter der Marke »enviro« für unsere Kunden besonders Ressourcen schonende Produkte und Dienstleistungen. Außerdem ziehen wir durch hohe Investitionen in den Standort Deutschland und unsere mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur qualifizierte Arbeitskräfte an - einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Zukunft von KRONES.

Die KRONES CSR-Strategie

Die CSR-Strategie ist Bestandteil von »Value«.

Unsere im vergangenen Jahr kommunizierte CSR-Strategie haben wir in die übergeordnete Unternehmensstrategie »Value« eingebettet. Denn mit unseren CSR-Zielen wollen wir auch unsere Markenwerte

Zukunftsstark und wertsichernd
Lösungsstark und wertschaffend
Dialogstark und wertschätzend

stärken sowie »Mehr Wert« schaffen, für uns, unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Lieferanten, unsere Investoren und die Gesellschaft.

Weitere interessante Informationen zum Thema Nachhaltigkeit entnehmen Sie bitte unserem von TÜV SÜD zertifizierten Nachhaltigkeitsbericht für 2010. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com aufrufbar.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente

Risikomanagementsystem wird umgesetzt und ständig ergänzt

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems von KRONES ist ein internes Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen. Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Bereits vor der Auftragsannahme unterziehen wir Angebote einer Rentabilitätsprüfung. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird. Das KRONES Risikomanagement setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg turnusgemäß detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen. Darüberhinaus führen wir jedes Jahr für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch, die zu entsprechenden Maßnahmen und Aktionen zur Risikoreduzierung führen. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken, sondern erfasst darüberhinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in turnusgemäßen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES formell im Controlling verankert. Hier laufen alle relevanten Informationen zusammen und werden dem Vorstand aufbereitet als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Risikocontrolling

Operative und finanzielle Risiken werden von KRONES permanent analysiert, diskutiert und dokumentiert. Auch bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen werden im Rahmen unterjähriger Controllingprozesse auf ihre Wirksamkeit überwacht. Neben Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz werden sämtliche Aufwandsarten, der Cashflow sowie wesentliche Bestandteile des Umlaufvermögens und der Bilanz dargestellt. Aus den Zahlen ergeben sich Risikoeinschätzungen hinsichtlich des laufenden Geschäfts und Optionen hinsichtlich zukünftiger Projekte.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Bei KRONES besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen vor allem durch das Controlling übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. Darüber hinaus führt die eingesetzte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Risikokategorien

Finanzielle Risiken

Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen bezüglich der unten genannten Risikokategorien.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen der Finanzinstrumente zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaig vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen.

Bedingt durch die Komplexität unserer Maschinen und Anlagen kommt es zu Verschiebungen bei den Zahlungseingängen. Die, gemessen am Gesamtvolumen, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des britischen Pfunds und des kanadischen Dollars gegenüber dem Euro entstehen können.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig. Die Ausleihung besteht im Wesentlichen gegenüber einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat ein unwesentliches Ausfallrisiko.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht im ausreichenden Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten.

3. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderung der Marktpreise schwanken.

3.1 Zinsänderungsrisiken

KRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können.

3.2 Währungsrisiken

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

3.3 Aktienkursrisiken

KRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen von Aktienkursen ergeben können.

3.4 Rohstoffpreisrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Das Unternehmen begegnet diesen möglichen Risiken durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden.

4. Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen aus dem operativen Geschäft rechtliche Risiken. Bezüglich der rechtlichen Risiken aus dem Rechststreit Le-Nature's verweisen wir auf die Seite 68. KRONES rechnet darüberhinaus nicht mit einer Inanspruchnahme.

Operative Risiken und Chancen

1. Preis

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge; entstehende Mehrkosten sind von uns zu tragen. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

2. Beschaffung

Den Risiken auf der Beschaffungsseite wirkt KRONES mit einem gezielten Material- und Lieferanten-Risikomanagement entgegen. Hinsichtlich Lieferanten besteht ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein eigens entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt zur Risikominimierung bei.

3. Kosten

Um unsere Ergebnissituation kontinuierlich zu verbessern, müssen wir die Kostenstrukturen nachhaltig optimieren. Dabei geht es in erster Linie darum, durch intelligente Arbeitszeit- und Wertschöpfungsmodelle klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu variabilisieren, um mit starken Marktveränderungen in beide Richtungen zurechtzukommen.

4. Personal

KRONES benötigt hoch qualifizierte Mitarbeiter. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern sichern wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Diplomanden und Praktikanten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater zur Personalfindung ein.

Durch die am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Betriebsvereinbarung ist es uns gelungen - im Gegenzug für eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis 2012 -, dem Personalkostendruck durch längere und flexiblere Arbeitszeiten zu begegnen.

Zusammenfassende Beurteilung

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir stellen uns auf die geänderte Risikolage ein, indem wir umfangreiche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung eingeleitet haben.

Langfristig sind in unseren Märkten weiterhin Wachstumschancen zu erwarten. Wir sind mit unseren Produkten und Leistungen für den Bereich »Essen und Trinken« sehr nahe am Konsum und profitieren indirekt vom globalen Bevölkerungswachstum und einem weltweit zunehmenden Wohlstand.

Durch unsere Innovationsstärke, unser einzigartiges Geschäftsmodell und unsere Produkt- und Servicequalität sowie durch ständige Prozessverbesserungen werden wir den Wettbewerbsvorteil erhalten und weiter ausbauen können.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Die US-Gesellschaft der KRONES Gruppe, die Firma KRONES Inc. in Franklin/ Wisconsin (USA), sowie die KRONES AG, Neutraubling (D) haben einen ersten Schritt zur Beilegung von seit Oktober 2008 laufenden Rechtsstreitigkeiten unternommen. Gegenstand sind Schadensersatzforderungen mehrerer amerikanischer Finanzdienstleister, einer Hedgefonds-Gruppe und eines Insolvenzverwalters.

Die Klagen stehen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den Konkurs des US-Unternehmens Le-Nature's, dessen Direktorium zwischenzeitlich rechtskräftig wegen Betrugs verurteilt wurde. KRONES hatte im Zeitraum 2005/2006 für den Standort von Le-Nature's in Phoenix/Arizona (USA) Abfüllanlagen mit einem Gesamtvolumen von rund 100 Mio. US-Dollar produziert, geliefert und erfolgreich in Betrieb genommen.

Mehrere Kläger sind im Januar 2012 mit KRONES in eine Mediation eingetreten, um Möglichkeiten zur Beendigung der Verfahren auszuloten. Obwohl die gegnerischen Klageforderungen nach Auffassung von KRONES unbegründet sind, soll der Vergleichsversuch durch Mediation auf Rat der US-Anwälte von KRONES auch im Hinblick auf die besonderen Risiken des amerikanischen Rechtssystems fortgeführt werden.

Diese Rechtsstreitigkeiten belasten das Ergebnis der KRONES AG zum 31.12.2011. Weitergehende Angaben zu diesen Rechtsstreitigkeiten und des damit für das Unternehmen verbundenen Risikos, insbesondere der in diesem Zusammenhang getroffenen Maßnahmen werden nicht gemacht, um das Ergebnis der Verfahren nicht zu beeinträchtigen.

Ansonsten bestätigt der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten 2012 die im Ausblick getroffenen Aussagen.

Ausblick

Globale Wirtschaft stagniert
Produktion der deutschen Maschinenbauer stagniert
KRONES will Ertragskraft stärken

Weltwirtschaft soll nur schwach wachsen

Die Experten des Internationalen Währungsfonds prophezeien dem Euroraum für 2012 eine Rezession.

Die Aussichten für die Weltwirtschaft 2012 sind insgesamt durchwachsen. Größtes Sorgenkind ist weiterhin Europa. Für den Euroraum erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Schulden- und Eurokrise eine Rezession. Um 0,5 % soll die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraums im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen. In Japan leidet die Wirtschaft noch immer unter den Folgen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe sowie dem starken Yen. Deshalb dürfte das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2012 im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahr nur um 1,7 % steigen. Damit bremsen dieses Jahr gleich zwei große Wirtschaftsräume die globale Konjunktur. Auch deshalb rechnet der IWF damit, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2012 nur um 3,3 % wächst (2011: 3,8 %).

Zunehmend besser entwickelte sich in den vergangenen Monaten die größte Volkswirtschaft der Welt, die USA. Die Befürchtung, dass die US-Konjunktur in eine Rezession abgleitet, bestätigte sich nicht. Dennoch liegt die für 2012 erwartete Steigerungsrate beim US-BIP mit 1,8 % weit unter ihrem langfristigen Niveau. Beim deutschen Bruttoinlandsprodukt erwartet der IWF für dieses Jahr ein Plus von 0,3 %. Damit sind die Experten des IWF deutlich pessimistischer als die deutsche Bundesregierung, die mit 0,7 % Wachstum rechnet.

Den größten Beitrag zum Wachstum der Weltwirtschaft werden nach IWF-Prognosen 2012 wieder die Schwellen- und Entwicklungsländer liefern. Aber auch dort nehmen die Steigerungsraten ab. Beispiel China: Nach einem BIP-Wachstum von 9,2 % im Jahr 2011 erwartet der IWF für dieses Jahr eine Steigerung um 8,2 %. In Indien soll die BIP-Steigerungsrate von 7,4 % auf 7,0 % sinken.

Neben dem Wirtschaftswachstum beeinflussen in den einzelnen Vertriebsregionen erfahrungsgemäß auch die Arbeitslosenquote und die Inflation das Orderverhalten der Kunden von KRONES. Je niedriger beide Werte sind, umso stärker ist der private Konsum. Das beflügelt die Nachfrage bei unseren Abnehmern und auch deren Investitionsbereitschaft. Wir rechnen damit, dass von der Arbeitslosenquote und der Inflation in den wichtigsten Absatzmärkten von KRONES keine negativen Effekte auf unsere Geschäfte ausgehen.

Deutscher Maschinenbau erwartet Stagnation

Ende 2011 trübten sich die Geschäfte der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer nach einer längeren Wachstumsphase ein. Das spiegelt sich in rückläufigen Auftragseingängen im vierten Quartal wider. Während das Inlandsgeschäft stabil blieb, unterschritten die Orders aus dem Ausland das Vorjahresniveau deutlich. Weil vor allem in Europa weiter Unsicherheiten bestehen und sich die Konjunktur in China abflacht, hat der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) seine Produktionsprognose für 2012 nach unten revidiert. Die Produktion der Branche soll auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren und nicht wie ursprünglich erwartet um vier Prozent steigen.

Besser als der gesamte Maschinenbau dürfte sich nach Ansicht des VDMA der Bereich »Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen« entwickeln.

Produktionswert im deutschen Maschinenbau in Mrd. €

KRONES strebt 2012 deutliches Ergebniswachstum an

Die langfristigen Rahmenbedingungen für KRONES sind gut. Unser Markt wird langfristig wachsen. Mit unserer globalen Präsenz, unseren innovativen Produkten, dem hohen Know-how unserer Mitarbeiter und unserer gesunden Finanzstruktur verfügen wir über eine grundsolide Basis.

Die wirtschaftlichen Aussichten für 2012 sehen wir verhalten optimistisch. Die Märkte in Asien, Südamerika, Afrika und im Nahen Osten bieten nach wie vor gute Wachstumsperspektiven. Weil wir dort über eine starke Marktposition verfügen, hat KRONES die Möglichkeit, an dem Wachstum in diesen Regionen zu partizipieren. Der nordamerikanische Markt, der sich 2011 moderat erholte, sollte 2012 einen ähnlich positiven Beitrag leisten wie im vergangenen Jahr.

Im Gegensatz dazu stehen die Märkte des Euroraumes, die wegen der Euro- und Schuldenkrise eine deutliche Investitionszurückhaltung erkennen lassen.

Das Ergebnis der KRONES AG soll 2012 steigen.

Für KRONES steht 2012 im Vordergrund, die Kostenstrukturen effizienter zu gestalten, um auch in preissensiblen Märkten nachhaltig profitabel agieren zu können. Darüberhinaus wollen wir unsere Strukturen weiter flexibilisieren, um auf etwaige künftige Schwankungen der Weltmärkte reagieren zu können. Nicht im Fokus steht Volumenwachstum, das zu Lasten der Profitabilität geht. Deshalb erwarten wir 2012 nur moderat steigende Umsätze von rund 5 %. Der Bereich Prozesstechnik ist für KRONES von hoher strategischer Bedeutung, weil die Kunden die Verküpfung von Getränkeproduktion und Produktabfüllung fordern. Um diesen Bereich zukunftsfähig und profitabel zu gestalten, ist es notwendig, strukturelle Themen abzuarbeiten.

Wir gehen davon aus, dass wir unser profitables After Sales-Geschäft 2012 in allen Märkten weiter ausbauen können. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir in 2012 ein EBIT in einem mittleren zweistelligen Millionbereich realisieren werden. Investitionen werden wir insbesondere für Ersatzbeschaffungen und für die weltweite Supply Chain von KRONES tätigen.

Gemäß den Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute dürften sich 2013 die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern. Unter diesen Voraussetzungen rechnen wir aus heutiger Sicht damit, unseren Wachstumskorridor von durchschnittlich 5 %-7 % wieder erreichen zu können. Unter diesen positiven Rahmenbedingungen planen wir für 2013 eine weitere Ergebnisverbesserung.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Name Direkter Anteil der Stimmrechte

in %
Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH 15,00
Volker Kronseder 12,02
Harald Kronseder 10,09

Stand: 29. Februar 2012

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (29. Februar 2012) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Millionen Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 15. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen.

Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht, Bestandteil des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2011, findet sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite 85 bis 87.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KRONES AG vermittelt und im Lagebericht der KRONES AG der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der KRONES AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.«

Neutraubling, 30. März 2012

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Werner Frischholz

Thomas Ricker

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.KRONES.com zugänglich.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten, deren Ziel die systematische und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 26. Mai 2010 entsprechend dem auf der Website der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung, wird entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung nicht individualisiert ausgewiesen (Tz. 4.2.4 DCGK).

KRONES gibt die Struktur der Vergütung des Vorstands an. Die Angaben zu fixen und variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsanteilen sind wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

Wir sind davon überzeugt, dass die individualisierte Offenlegung der Bezüge dem Schutz der Persönlichkeitsrechte widerspräche. Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.
Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben. (Tz. 5.1.3 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet. (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden.
Die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder werden derzeit nicht individualisiert ausgewiesen. Sonstige Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden derzeit nicht ausgewiesen (Tz. 5.4.6 DCGK).

Die Summe der gezahlten Aufsichtsratsvergütungen ist im Vergütungsbericht getrennt nach fixen und variablen Bezügen dargestellt. Ein individualisierter Ausweis der Vergütung führt nach unserer Ansicht zu keinerlei kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen. Das gilt auch für persönlich erbrachte Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird im Corporate Governance-Bericht nicht angegeben (Tz. 6.6 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis im Corporate Governance-Bericht. Im Geschäftsbericht der KRONES AG geben wir jedoch den Aktienbesitz der Familien Kronseder an, die in Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten sind.
Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2. DCGK).

Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.«

Neutraubling, den 30. März 2012

Für den Vorstand: Für den Aufsichtsrat:

Volker Kronseder Vorsitzender Ernst Baumann Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1. DCGK soll der Aufsichtsrat konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Pozentielle Interessenskonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenskonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Darüber hinaus sollen dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Bei Bestehen etwaiger Interessenskonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied zudem, eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenskonflikte über einen längeren Zeitraum, oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Kenntnisse der englischen Sprache, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

e) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Die Kandidatur von Frauen ist erwünscht und soll bei der Wahl der Vertreter der Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt werden.

Die Ziele a) bis d) hatte der Aufsichtsrat bereits in den vergangenen Jahren umgesetzt. Am 15. Juni 2011 wählte die KRONES Hauptversammlung Frau Petra Schadeberg-Herrmann in den Aufsichtsrat der KRONES AG. Seitdem werden alle unter a) bis e) genannten Ziele vom Aufsichtsrat der KRONES AG umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG besteht aus fünf Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 5 und 159). Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage. Neben dem Aufsichtsratsausschuss kann der KRONES Aufsichtsrat weitere Ausschüsse bilden. Darauf hat er bislang verzichtet.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 109) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsratsausschusses

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen Aufsichtsratsausschuss, der sich regelmäßig trifft.

Dem Ausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Der Aufsichtsratsausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und bereitet entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat vor. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Aufsichtsratsausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Unternehmensleitlinien

KRONES Unternehmensleitlinien spiegeln Werte wider

Langfristig ist nur derjenige erfolgreich, der seine eigenen Stärken genau kennt und optimal nutzt. Deshalb haben wir unsere Kernstärken analysiert und daraus folgende Unternehmenswerte formuliert. KRONES ist

Zukunftsstark und wertsichernd
Lösungsstark und wertschaffend
Dialogstark und wertschätzend

Unsere Mitarbeiter füllen die Unternehmenswerte mit Leben.

All unser Streben, jede tägliche Anstrengung hat ein Kernziel: »Mehr Wert« zu schaffen. Für KRONES, für die Mitarbeiter, unsere Kunden und unsere Aktionäre.

Die Werte von KRONES finden sich auch in unseren Unternehmensleitlinien, in denen wir uns verpflichtet haben, nachhaltig und verantwortlich zu handeln. Für KRONES ist entscheidend, dass die Unternehmenswerte nicht nur niedergeschrieben, sondern von allen Mitarbeitern täglich von Neuem gelebt werden.

Wir wirtschaften nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich

Um die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern, prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind.

Zukunftsstark und wertsichernd

Wir stehen für exzellente Qualität und technologische Marktführerschaft

Unser technologischer Vorsprung aufgrund unserer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist für viele Kunden der Grund für die oft schon jahrzehntelange Zusammenarbeit. Ergänzt durch die anhaltend hohe Qualität unserer Maschinen, Anlagen und Services ergibt sich die weltweite Marktführerschaft des KRONES Konzerns.

Lösungsstark und wertschaffend

Wir sind erfolgreich durch unsere Mitarbeiter

Qualifizierte Mitarbeiter bilden das Rückgrat für den Unternehmenserfolg von KRONES. Als Arbeitgeber stehen wir in einer besonderen Verantwortung für die weltweit mehr als 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern nicht nur die fachlichen, sondern auch die persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter. Denn wir wissen: Unsere Mitarbeiter sichern die Zukunft des Unternehmens.

Dialogstark und wertschätzend

Wir setzen Ressourcen sparsam bei höchster Qualität ein

Ressourcen einzusparen bedeutet keineswegs, auf Qualität zu verzichten. Aufgrund schlankerer Produktionsprozesse, technischer Innovationen, motivierter und gut ausgebildeter Mitarbeiter produziert der KRONES Konzern Top-Qualität mit hoher Wertschöpfung.

Lösungsstark und wertschaffend

Wir achten auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter

Das PDF-Dokument zu den Unternehmensleitlinien finden Sie im Internet unter http://www.KRONES.com/de/ unternehmen/leitbild.htm

Unsere Unternehmenskultur lässt es in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenreduzierte, ergonomische Arbeitsplätze.

Dialogstark und wertschätzend

Wir produzieren umweltverträglich

Soweit wirtschaftlich vertretbar, nutzen wir alle Möglichkeiten, um unsere Produktion umweltverträglich zu gestalten. Dabei halten wir die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Zukunftsstark und wertsichernd

Wir handeln langfristig und transparent

Im KRONES Konzern werden alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit geprüft. Kurzfristige Gewinn- oder Cashflowoptimierung spielt bei uns keine Rolle. Dadurch ist KRONES für alle Interessengruppen ein verlässlicher Partner, auch wegen der offenen Kommunikation ihnen gegenüber.

Dialogstark und wertschätzend

Lieferantenkodex

Bei der Auswahl der Geschäftspartner berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Internet unter http://www.KRONES.com/de/einkauf.htm abrufbar ist.

Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption. Um die Einhaltung der Richtlinien zu überprüfen, führt unser Qualitätsmanagement Audits vor Ort bei den Lieferanten durch und vereinbart anschließend, falls erforderlich, Verbesserungsmaßnahmen.

Darüber hinaus ist KRONES bestrebt, Lieferanten einzusetzen, die selbst von einem unabhängigen Institut zertifiziert werden.

Code of Conduct von KRONES

Wir achten streng darauf, dass alle Mitarbeiter von KRONES Gesetze, Normen und Richtlinien einhalten.

KRONES als Marktführer will und muss Maßstäbe setzen - auch durch die Art und Weise, wie wir ethisch agieren. Nachhaltigkeit ist für KRONES seit jeher ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. Das ist eine hohe Anforderung an jeden Einzelnen von uns. Wir wollen garantieren, dass unser Handeln jederzeit einwandfrei, korrekt und vorbildlich ist.

Deshalb haben wir auf der Basis unserer gemeinsamen Unternehmensleitlinien einen Verhaltenskodex erarbeitet (engl.: Code of Conduct). Ziel dieses Kodex ist es, die Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien unternehmensweit sicherzustellen, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Integrität, Respekt und ein faires und verantwortungsvolles Verhalten auszeichnen. Er ist für jeden KRONES Beschäftigten gültig und bindend - für Vorstand, Führungskräfte und alle Beschäftigten weltweit.

Die Handlungsvorgaben des Verhaltenskodex sollen deshalb von allen Beschäftigten nicht nur formal eingehalten, sondern ihrem Sinn und Zweck entsprechend verinnerlicht und gelebt werden. Nur so wird er zur Grundlage einer offenen und rechtskonformen Unternehmenskultur, die wir jeden Tag aufs Neue mit Leben erfüllen. Verstöße gegen den Verhaltenskodex werden daher im Interesse aller Beschäftigten konsequent verfolgt und geahndet.

KRONES will nicht nur als Markt- und Technologieführer wahrgenommen werden, sondern auch als seriöser, glaubhafter und zuverlässiger Partner - bei Kunden, Beschäftigten, Lieferanten und Aktionären ebenso wie bei Behörden, Institutionen und in der Öffentlichkeit. Dies ist eine der wesentlichen Voraussetzungen, um unser unternehmerisches Ziel zu erreichen: Die Marktführerschaft weiter zu behaupten und auszubauen.

Der komplette Code of Conduct von KRONES ist unter http://www.KRONES.com/de/unternehmen/nachhaltigkeit.htm abrufbar.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden.

Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind und
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long-Term Incentive) mit Risikofaktor

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes

Für das Geschäftsjahr 2011 betrug die direkte fixe Vergütung der fünf aktiven Vorstandsmitglieder T€ 2.912 (Vorjahr: T€ 2.520). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet in der Regel im Rahmen der Verhandlung über die Vertragsverlängerung statt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 89).
Die variable Vergütung basiert auf der Erreichung von unternehmerischen Zielwerten. Die Bezugsgrößen sind Konzernergebnis (Schwerpunkt), Konzernumsatz und Konzernauftragseingang. Die Staffelung der Zielwerte wird durch den Aufsichtsrat jährlich neu bestimmt. Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 betrug T€ 2.167 (Vorjahr: T€ 2.503).
Entsprechend den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17.03.2005 als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter einen so genannten »Performance Incentive-Plan« (Long-term Incentive) verabschiedet. Demnach erhält jedes Vorstandsmitglied einen Performance Incentive, der nach mindestens zehnjähriger Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der KRONES AG zur Auszahlung kommt. Bei einer kürzeren Vertragslaufzeit als zehn Jahre verfällt der Anspruch. Im Geschäftsjahr 2011 wurde keine (Vorjahr: T€ 2.275) Vergütung nach 10-jähriger Wartefrist planmäßig zur Auszahlung fällig.
Der Performance Incentive errechnet sich aus der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der Bestellung zum Vorstand und der jeweiligen Entwicklung des Unternehmenswertes vom Zeitpunkt des Eintritts bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Vergütung.
Als Berechnungsgrundlage für den Unternehmenswert werden EBIT, EBITDA und Konzernumsatz verwendet. Sofern der aktuelle Unternehmenswert unter den Unternehmenswert zum Zeitpunkt des Eintritts fällt, verfällt der Performance Incentive für das jeweilige Vorstandsmitglied.
Die Performance Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.022 (Vorjahr: T€ 689).
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, wertpapierorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.350 (Vorjahr: T€ 5.238) gebildet.
Die gem. Ziffer 4.2.4 des Deutschen CG-Kodex und gemäß §§ 285 S.1 Nr. 9a S. 5-9; 314 S.1 Nr. 6a S. 5-9 HGB geforderte individualisierte Offenlegung der Bezüge wird dagegen nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der KRONES AG widerspräche eine derartige Offenlegung dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.
Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2014.
Die Angaben zur Struktur der Vergütung sind dagegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 510 (Vorjahr: T€ 697) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 644 (Vorjahr: T€ 661) gebildet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2011 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 geänderte Satzung.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus zwei Komponenten, nämlich einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 20.000 sowie einer variablen Vergütung. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Die variable Vergütung basiert auf dem Konzernergebnis je Aktie. Hierbei erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden über den Betrag von € 1,00 hinausgehenden Betrag von € 0,30 des Konzernergebnisses je Aktie, eine Vergütung von jeweils € 2.000 pro erreichtem € 0,30. Die variable Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beträgt maximal € 14.000 pro Geschäftsjahr.

Für das Geschäftsjahr 2011 errechnet sich auf dieser Berechnungsgrundlage eine variable Vergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied i. H. v. € 2.000.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.000.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 356 (Vorjahr: T€ 243) inklusive T€ 24 (Vorjahr: T€ 48) variabler Bezüge.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.000 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.

Jahresabschluss der KRONES AG 2011

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2011 2010
Anhang T€ T€ T€ T€
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1. Umsatzerlöse 14 2.066.247 1.882.404
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 70.498 29.963
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9.338 7.388
4. sonstige betriebliche Erträge 15 85.536 55.646
2.231.619 1.975.401
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -940.051 -809.306
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -283.005 -248.360
-1.223.056 -1.057.666
6. Personalaufwand 16
a) Löhne und Gehälter -513.442 -470.611
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -91.951 -94.852
-605.393 -565.463
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17 -46.803 -42.572
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 18 -348.888 -293.824
9. Erträge aus Beteiligungen 19 10.288 10.572
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19 893 504
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 1.908 3.919
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 19 -12.003 -16.059
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19 -7.718 -7.386
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 847 7.426
15. außerordentliches Ergebnis 0 -11.657
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 -6.066 2.518
17. sonstige Steuern 20 -1.122 -956
18. Jahresfehlbetrag -6.341 -2.669
19. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 4.545 -80.718
20. Entnahme aus Gewinnrücklagen, aus anderen Gewinnrücklagen 25.000 100.000
21. Bilanzgewinn 23.204 16.613

Bilanz

Aktiva

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31.12.2011 31.12.2010
Anhang T€ T€ T€ T€
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.021 13.568
II. Sachanlagen 2
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 212.915 208.421
2. technische Anlagen und Maschinen 52.956 47.772
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.457 43.777
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.708 3.827
325.036 303.797
III. Finanzanlagen 3
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87.409 82.548
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.348 30.509
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 34 37
4. sonstige Ausleihungen 1.351 1.271
106.142 114.365
447.199 431.730
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 156.965 120.597
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 181.964 162.275
3. fertige Erzeugnisse und Waren 260.836 207.959
4. geleistete Anzahlungen 14.759 18.736
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -426.412 -391.662
188.112 117.905
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 387.310 396.084
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 79.166 69.254
3. sonstige Vermögensgegenstände 60.710 55.735
527.186 521.073
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6 53.548 75.941
768.846 714.919
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.145 1.139
Bilanzsumme 1.218.190 1.147.788
Passiva
31.12.2011 31.12.2010
Anhang T€ T€ T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7
1. Stammaktien 40.000 40.000
2. Rechnerischer Wert eigener Anteile -1.805 -1.805
38.195 38.195
II. Kapitalrücklage 103.703 103.703
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 51 51
2. andere Gewinnrücklagen 8 314.635 339.635
314.686 339.686
IV. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 9
1. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 4.545 -80.718
2. Jahresfehlbetrag -6.341 -2.669
3. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 25.000 100.000
23.204 16.613
479.788 498.197
B. Rückstellungen 10
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 89.487 87.326
2. Steuerrückstellungen 11.254 6.546
3. sonstige Rückstellungen 358.069 341.717
458.810 435.589
C. Verbindlichkeiten 11
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 144.734 123.308
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.106 52.660
3. sonstige Verbindlichkeiten 42.752 38.034
279.592 214.002
Bilanzsumme 1.218.190 1.147.788

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Stand 01.01.11

T€
U Umbuchung Zugang

T€
Nachaktivierung

T€
U Umbuchung Abgang

T€
Stand 31.12.11

T€
Stand 31.12.11

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.761 10.097 0 3.795 90.063 74.042
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken U 1.687 U 65
317.478 10.697 572 279 330.090 117.175
2. technische Anlagen und Maschinen U 56
205.468 18.118 0 8.428 215.214 162.258
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung U 90
176.344 23.286 56 33.508 166.268 116.811
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau U 1.768
3.827 7.649 0 0 9.708 0
U 1.833 U 1.833
703.117 59.750 628 42.215 721.280 396.244
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen U 16.007
148.257 853 0 0 165.117 77.708
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen U 389 U 16.000
30.509 2.850 0 400 17.348 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 41 0 0 0 41 7
U 396
4. sonstige Ausleihungen 1.271 477 0 1 1.351 0
U 16.396 U 16.396
180.078 4.180 0 401 183.857 77.715
U 18.229 U 18.229
966.956 74.027 628 46.411 995.200 548.001

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Buch-/Bilanzwerte
Stand 31.12.11

T€
Stand 31.12.10

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.021 13.568
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
212.915 208.421
2. technische Anlagen und Maschinen
52.956 47.772
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
49.457 43.777
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
9.708 3.827
325.036 303.797
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
87.409 82.548
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
17.348 30.509
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 34 37
4. sonstige Ausleihungen 1.351 1.271
106.142 114.365
447.199 431.730

Anhang

der KRONES AG

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2010 erstmaligen Anwendung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Währungsumrechnung

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Dabei wurden auf Zugänge im Geschäftsjahr 2011 im Inland die aktuellen AfA-Tabellen angewendet. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 25-50
Maschinen 5-20
Technische Anlagen 5-25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-20
EDV-Programme/sonstige Rechte 3-20

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € sofort aufwandswirksam verbucht. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 € und nicht mehr als 410 € betragen, erfolgt im Jahr des Zugangs eine Aktivierung und vollständige Abschreibung sowie im Folgejahr eine Darstellung als Abgang.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen bilanziert.

Wertpapiere und Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder niedrigerem Zeitwert angesetzt; Wertaufholungen sind in erforderlichem Umfang erfolgt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Altforderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen. Exportforderungen in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Einbuchungstages bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bilanziert.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Passiva

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag abgestellt. Bei der Bewertung sind somit zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet.

Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.

Bei der Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit wird der gesetzliche Anspruch auf teilweise Erstattung des Aufstockungsbetrages rückstellungsmindernd berücksichtigt.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Nicht kursgesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags passiviert.

Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Dabei werden die Buch/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 10.085).

2 Sachanlagen

Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen an den Standorten Neutraubling (T€ 8.877) und Freising (T€ 1.808). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 49.109 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.

3 Finanzanlagen

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen den Erwerb von Anteilen an der MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main sowie Ausleihungen an die KOSME S.R.L., Roverbella/ Italien und die KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird durch den elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.

4 Vorräte

Der Wert des Vorratsvermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um 20,6 % gestiegen. Es wurde zu rund 69,4 % durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2011 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2010 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 387.310 10.320 396.084 14.373
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 79.166 69.254
sonstige Vermögensgegenstände 60.710 18.054 55.735 18.572
527.186 28.374 521.073 32.945

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 10,9 % gegen inländische und zu 89,1 % gegen ausländische Kunden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % der risikobehafteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenständen mit längeren Laufzeiten erfolgt mit einem Zinssatz von 3,94 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. T€ 77.951 resultieren aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.

6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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T€ 31.12.2011 31.12.2010
Kassenbestand 11 11
Guthaben bei Kreditinstituten 53.537 75.930
53.548 75.941

7 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.

Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.

Die KRONES AG hielt am Bilanzstichtag 1.425.421 Stück eigene Aktien. Im Geschäftsjahr 2011 sind keine weiteren eigenen Aktien erworben worden. Der rechnerische Wert der erworbenen Eigenen Anteile, der offen von dem Posten »Gezeichnetes Kapital« abzusetzen war, beträgt € 1.804.726,05.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2016 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 15. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 20 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

8 Andere Gewinnrücklagen

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T€ 2011 2010
Stand 01.01. 339.635 437.830
Auflösung der Rücklage für eigene Anteile 0 37.058
Entnahme auf Bilanzgewinn -25.000 -100.000
Unterschiedsbetrag zu rechnerischem Wert eigener Anteile 0 -35.253
314.635 339.635

9 Bilanzgewinn

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T€ 2011 2010
Gewinnvortrag/Verlustvortrag 4.545 -80.718
Jahresfehlbetrag -6.341 -2.669
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 25.000 100.000
23.204 16.613

10 Rückstellungen

Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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2011 2010
Bewertungsstandard Projected Unit Credit Method Teilwertverfahren
Berechnungsgrundlagen »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck
Abzinsungssatz 5,14 % 5,15 %
Gehaltsdynamik 0,00 % 0,00 %
Rentendynamik 2,00 % 2,00 %
Fluktuation 2,00 % abhängig von Alter und Geschlecht

Da die abgeschlossenen Pensionszusagen unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.

Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 104.286. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, betrug T€ 14.798. Die verrechneten Erträge und Aufwendungen betrugen T€ 1.090 bzw. T€ 4.906.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, bestehen in Höhe von T€ 7.452.

Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus der im Berichtsjahr durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 3,94 % - 4,93 %.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 5,14 %.

Es sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal inkl. Altersteilzeit (T€ 104.804), sowie auftragsbezogene Rückstellungen (T€ 229.647) enthalten, die insbesondere noch zu erbringende Montageleistungen, Gewährleistungen, Schadenersatz, drohende Verluste und ausstehende Lieferantenrechnungen beinhalten.

11 Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2011 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2010 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 144.734 144.734 123.308 123.308
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 92.106 92.106 52.660 52.660
sonstige Verbindlichkeiten 42.752 41.651 38.034 37.056
279.592 278.491 214.002 213.024

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren i. H. v. T€ 32.393 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 10.999 (Vorjahr T€ 10.682), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 4.305 (Vorjahr T€ 4.942).

12 Haftungsverhältnisse

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T€ 31.12.2011 31.12.2010
Wechselobligo 41.957 15.610
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 2.720 0
44.677 15.610

Das Wechselobligo resultiert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln. Bei den Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken, hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 2.720, handelt es sich um eine harte Patronatserklärung.

Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

13 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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T€ 31.12.2011 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr 31.12.2010 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr
Miet- und Leasingverträge 28.338 13.436 0 30.098 16.421 0
Wartungsverträge 19.229 9.000 0 15.225 6.977 0
47.567 22.436 0 45.323 23.398 0

Leasingverpflichtungen, hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0, resultieren hauptsächlich aus einer Leasingvereinbarung mit Vorkaufsrecht über ein Grundstück mit Produktionshalle in Neutraubling.

Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.

14 Umsatzerlöse

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Aufgliederung nach Regionen 2011 2010
Deutschland 11,4% 12,3%
übriges Europa 27,5% 22,4%
sonstige Gebiete 61,1% 65,3%

15 Sonstige betriebliche Erträge

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T€ 2011 2010
Erträge aus Währungsumrechnung 13.948 12.364
Periodenfremde Erträge 36.409 20.752
davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.464 298
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 25.621 13.604
davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 5.507 5.400
davon Erträge aus der Herabsetzung der Abzinsung von Forderungen 110 0
davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 2.215 421
davon Erträge aus Anpassung an steuerliche Betriebsprüfung 871 0
davon sonstige periodenfremde Erträge 621 1.029

16 Personalaufwand

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T€ 2011 2010
Löhne und Gehälter 513.442 470.611
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 91.951 94.852
davon für Altersversorgung 6.855 10.803
Gesamt 605.393 565.463

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt: (ohne Auszubildende)

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2011 2010
Tarifmitarbeiter 6.005 5.756
Außertarifliche Mitarbeiter 1.974 1.835
Gesamt 7.979 7.591

Es befanden sich 2011 durchschnittlich 463 Mitarbeiter (Vorjahr: 465) in Ausbildung.

17 Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Höhe von T€ 7.644 auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten vorgenommen worden.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 39.007 entfallen auf Grundstücke und Bauten (T€ 8.476), Technische Anlagen und Maschinen (T€ 12.947) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 17.584). Außerplanmäßigen Abschreibungen auf Gebäude sind in Höhe von T€ 151 vorgenommen worden.

18 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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T€ 2011 2010
Betriebsaufwendungen 120.577 84.530
Verwaltungsaufwendungen 43.235 44.150
davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung 15.401 18.138
Vertriebsaufwendungen 183.970 164.147
Periodenfremde Aufwendungen 1.106 997
davon aus Verlusten aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 21 33
davon aus Forderungsverlusten 594 828

19 Finanzergebnis

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T€ 2011 2010
Ergebnis aus Beteiligungen
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 10.288 10.572
Zinsergebnis
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 893 504
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
aus verbundenen Unternehmen 21 107
aus übrigen Unternehmen 1.842 3.778
aus Abzinsungen 45 34
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an verbundene Unternehmen -868 -866
an übrige Unternehmen -2.002 -1.724
aus Abzinsungen -4.848 -4.796
Summe Zinsergebnis -4.917 -2.963
Abschreibungen auf Finanzanlagen -12.003 -16.059
Finanzergebnis -6.632 -8.450

Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in Höhe von T€ 12.000 auf Anteile an verbundenen Unternehmen und in Höhe von T€ 3 auf Wertpapiere des Anlagevermögens vorgenommen worden.

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (T€ 3.816), der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 673) und der Abzinsung der Rückstellung für Jubiläen (T€ 225).

20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern

Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragssteueraufwand enthält periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 7.100 sowie periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 2.472.

Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.

21 Latente Steuern

Im Einzelabschluss der KRONES AG würden sich zum 31. Dezember 2011 aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 40.437 ergeben.

Aufgrund temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 14.809. Diese betreffen Unterschiede bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, den sonstigen Rückstellungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten.

Des Weiteren ergeben sich zum 31. Dezember 2011 aktive latente Steuern auf die Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerverlustvorträge der Gesellschaft in Höhe von insgesamt T€ 25.628.

Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 328 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragssteuersatz von 27,3 %.

Aufgrund des Aktivüberhanges von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs.1 S.2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

22 Corporate Governance Kodex

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 30. März 2012 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

23 Mitteilungen

Folgende Beteiligungen sind nach §§ 21 ff WpHG per 09. Juli 2004 mitgeteilt worden:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Herr Volker Kronseder Deutschland 54,04 % 43,91 %
Herr Harald Kronseder Schweiz 54,04 % 43,92 %
Herr Norman Kronseder Deutschland 54,04 % 43,85 %
Herr Gunther Kronseder Deutschland 54,04 % 49,82 %
Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH Deutschland 54,04 % 34,85 %
Kronseder Holding GmbH Deutschland 54,04 % 53,84 %

Beziehungen zu nahestehenden Personen:

Die in der Meldung nach § 21ff WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.

24 Honorar des Abschlussprüfers

Für die gesetzlich vorgeschriebene Jahres- und Konzernabschlussprüfung sind im Geschäftsjahr 2011 Aufwendungen in Höhe von T€ 465, für Steuerberatung in Höhe von T€ 153 angefallen.

25 Derivative Finanzinstrumente

Die KRONES AG nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken im operativen Geschäft und praktiziert somit reines Micro-Hedging. Die Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts gleichen sich über die Laufzeit weitgehend aus, da die wesentlichen Vertragsspezifika (Laufzeit, Betrag) von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend identisch sind. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Die derivativen Finanzinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ -5.218 (Vorjahr T€ 310) decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des Britischen Pfund, des Kanada- sowie des US-Dollars ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Die Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von T€ 164.688 (Vorjahr T€ 52.478) zusammen.

26 KRONES in Mediation mit amerikanischen Finanzunternehmen

Die US-Gesellschaft der KRONES Gruppe, die Firma KRONES Inc. in Franklin/Wisconsin (USA), sowie die KRONES AG, Neutraubling (D) haben einen ersten Schritt zur Beilegung von seit Oktober 2008 laufenden Rechtsstreitigkeiten unternommen. Gegenstand sind Schadensersatzforderungen mehrerer amerikanischer Finanzdienstleister, einer Hedgefonds-Gruppe und eines Insolvenzverwalters.

Die Klagen stehen im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den Konkurs des US-Unternehmens Le-Nature's, dessen Direktorium zwischenzeitlich rechtskräftig wegen Betrugs verurteilt wurde. KRONES hatte im Zeitraum 2005/2006 für den Standort von Le-Nature's in Phoenix/ Arizona (USA) Abfüllanlagen mit einem Gesamtvolumen von rund 100 Mio. US-Dollar produziert, geliefert und erfolgreich in Betrieb genommen.

Mehrere Kläger sind im Januar 2012 mit KRONES in eine Mediation eingetreten, um Möglichkeiten zur Beendigung der Verfahren auszuloten. Obwohl die gegnerischen Klageforderungen nach Auffassung von KRONES unbegründet sind, soll der Vergleichsversuch durch Mediation auf Rat der US-Anwälte von KRONES auch im Hinblick auf die besonderen Risiken des amerikanischen Rechtssystems fortgeführt werden.

Diese Rechtsstreitigkeiten belasten das Ergebnis der KRONES AG zum 31.12.2011. Weitergehende Angaben zu diesen Rechtsstreitigkeiten und des damit für das Unternehmen verbundenen Risikos, insbesondere der in diesem Zusammenhang getroffenen Maßnahmen, werden nicht gemacht, um das Ergebnis der Verfahren nicht zu beeinträchtigen.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die grundlegende Ausgestaltung des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht erläutert. Der Vergütungsbericht ergänzt den Corporate Governance-Bericht und ist Bestandteil des Lageberichts.

Für das Geschäftsjahr 2011 betrug die direkte fixe Vergütung der fünf aktiven Vorstandsmitglieder T€ 2.912 (Vorjahr: T€ 2.520). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 89). Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 betrug T€ 2.167 (Vorjahr: T€ 2.503).

Entsprechend den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17.03.2005 als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter einen so genannten »Performance Incentive-Plan« (Long-term Incentive) verabschiedet. Im Geschäftsjahr 2011 wurde keine (Vorjahr: T€ 2.275) Vergütung nach 10-jähriger Wartefrist planmäßig zur Auszahlung fällig. Die Performance Incentive-Rückstellung ist in Höhe von T€ 1.022 (Vorjahr: T€ 689) gebildet worden.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.350 (Vorjahr: T€ 5.238) gebildet.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 510 (Vorjahr: T€ 697) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 644 (Vorjahr: T€ 661) gebildet.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 356 (Vorjahr: T€ 243) inklusive T€ 24 (Vorjahr: T€ 48) variabler Bezüge.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.000 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2011 € 23.204.187,63. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Juni 2012 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 0,60* für 30.167.651 Stammstückaktien 18.100.590,60
Vortrag auf neue Rechnung 5.103.597,03

* nach Berücksichtigung eigener Aktien von 1.425.421 Stück zum Stand 31. Dezember 2011

Neutraubling, 30.März 2012

Volker Kronseder (Vorsitzender)

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Werner Frischholz

Thomas Ricker

Organe der Gesellschaft

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

Werner Schrödl**

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

HOYER GMBH

Prof. Dr. Ing. Erich Kohnhäuser

(bis 15. Juni 2011)

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdL, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Finance GmbH,

Schawei GmbH,

Diversum Holding GmbH & Co. KG

(ab 15. Juni 2011)

Anton Schindlbeck**

Vertriebsleiter LCS

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Josef Weitzer**

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

* SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Volker Kronseder

Vorsitzender

Ressorts Personal und Unternehmenskommunikation

Hans-Jürgen Thaus

stv. Vorsitzender

Ressorts Finanzen und Informationsmanagement

(bis 31.12.2011)

* KURTZ GMBH

MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

Rainulf Diepold

Ressorts Vertrieb und Marketing

Werner Frischholz

Ressorts Materialwirtschaft, Produktion und Service

Christoph Klenk

Ressorts Finanzen und Informationsmanagement

Thomas Ricker

Ressorts Technik, Forschung und Entwicklung

(seit 01.01.2012)

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG

** von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 30. März 2012

**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft

Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Herr, Wirtschaftsprüfer

Medick, Wirtschaftsprüfer

Glossar

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Anlagevermögen Vermögenswerte, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Die verantwortliche und auf eine langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite Verhältnis Jahresüberschuss zu Eigenkapital.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Float Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
KGV Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Es errechnet sich, indem der Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie dividiert wird. Je niedriger das KGV, umso günstiger ist die Aktie.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs, multipliziert mit der Anzahl der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROI Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Gesamtkapital (Return on investment).
ROS Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu Umsätzen (Return on Sales).
Tochterunternehmen Alle Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar von einer Muttergesellschaft aufgrund einer Mehrheitsbeteiligung und/oder einer einheitlichen Leitung beherrscht werden.
Verbundene Unternehmen Vgl. Tochterunternehmen
Working Capital Das Working Capital errechnet sich aus dem Umlaufvermögen abzüglich der liquiden Mittel und abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem

Impressum

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Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG, Roman Graggo, Uwe Moosburger, Markus Schwab, Juliane Zitzlsperger

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt.

Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen.

Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

Telefax +49 9401 70-3205

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

Bestandteil des Anhangs Zusammensetzung des Bestandes der verbundenen Unternehmen am Bilanzstichtag 31.12.2011

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Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis
T€ T€ % T€
--- --- --- --- ---
Inland
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 2.890 2.890 100,0 1.005
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 8.394 8.394 100,0 2.223
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 1.963 1.963 100,0 465
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 961 961 100,0 83
14.208 14.208 3.776
Ausland
KRONES Angola Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola -58 -58 100,0 200
KRONES Surlatina S.A., Buenos Aires/Argentinien 1.313 1.313 100,0 192
S.A. KRONES N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien 2.642 2.642 100,0 142
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo/Brasilien 33.999 33.999 100,0 6.124
KRONES S.A., São Paulo/Brasilien 214 214 100,0 6
MAINTEC Service eood, Sofia/Bulgarien* 205 205 100,0 98
KRONES Asia Ltd., Hongkong/China -306 -306 100,0 43
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang/China 19.836 19.836 100,0 3.815
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang/China 12.597 12.597 100,0 2.920
KRONES Nordic ApS, Holte/Dänemark 17.640 17.640 100,0 1.393
KRONES S.A.R.L., Lyon/Frankreich 1.405 1.405 100,0 136
KRONES UK Ltd., Westhouton, Bolton/Großbritannien 8.964 8.964 100,0 1.352
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 3.555 3.555 100,0 682
PT KRONES Machinery Indonesia, Jakarta/Indonesien 417 417 100,0 431
KOSME S.R.L., Roverbella/Italien 2.303 2.303 100,0 -15.214
KRONES S.R.L., Garda (VR)/Italien 3.915 3.915 100,0 429
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 4.717 4.717 100,0 -627
KRONES Machinery Co. Ltd., Brampton, Ontario/Kanada -2.382 -2.382 100,0 66
KRONES LCS Center East Africa Ltd., Nairobi/Kenia 1.684 1.684 100,0 641
KRONES Andina Ltda., Bogota/Kolumbien 1.491 1.491 100,0 364
KRONES Korea Ltd., Seoul/Korea 3.123 3.123 100,0 246
KRONES Mex S.A. de C.V., Mexiko D. F./Mexiko 5.944 5.944 100,0 1.743
KRONES Nederland B.V., Bodegraven/Niederlande 1.384 1.384 100,0 12
KRONES LCS Center West Africa Ltd., Lagos/Nigeria 386 386 100,0 -64
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau/Österreich 24.150 24.150 100,0 3.803
MAINTEC Service Ges.m.b.H., Dorf an der Pram/Österreich* 177 177 100,0 -19
KRONES Spólka z.o.o., Warschau/Polen 1.451 1.451 100,0 428
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena/Portugal 66 66 100,0 -46
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest/Rumänien 2.017 2.017 100,0 409
KRONES o.o.o., Moskau/Russische Föderation 5.974 5.974 100,0 1.319
KRONES AG, Buttwil/Schweiz 4.399 4.399 100,0 1.055
KRONES Iberica S.A., Barcelona/Spanien 7.089 7.089 100,0 416
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 6.492 6.492 100,0 1.725
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 10.090 10.090 100,0 1.357
konplan S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik 76 38 50,0 11
KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik 804 804 100,0 187
KRONES Ukraine LLC., Kiew/Ukraine 1.200 1.200 100,0 556
KRONES Inc., Franklin, Wisconsin/USA 50.034 50.034 100,0 7.183
Maquinarias KRONES de Venezuela S.A., Caracas/Venezuela 2.265 2.265 100,0 772
241.272 241.234 24.286
255.480 255.442 28.062

* mittelbare Beteiligung