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KRONES AG Annual Report 2009

May 19, 2010

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Annual Report

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Krones AG

Neutraubling

Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Mit dem »Conversion« Programm hat KRONES schnell auf die neuen Herausforderungen der Märkte reagiert. Deshalb schnitt das Unternehmen im Krisenjahr 2009 besser ab als viele andere Maschinenbauer.

Damit das so bleibt, arbeitet KRONES in allen Bereichen unverändert daran, noch besser zu werden. Mit dem Erreichten geben wir uns nie zufrieden. Getreu unserem Motto »We do more.«

Konzernzahlen 2005 - 2009

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2009 2008 2007 2006 2005
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 1.865 2.381 2.156 1.911 1.695
davon Inland in Mio. € 191 300 347 289 229
davon Ausland in Mio. € 1.674 2.081 1.809 1.622 1.466
Exportanteil in % 90 87 84 85 87
Ertragslage
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -39 156 154 110 91
Jahresüberschuss in Mio. € -34 107 102 78 63
Ergebnis je Aktie in € -1,13 3,39 3,25 2,45* 2,00*
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 543 534 475 430 403
davon Anlagevermögen in Mio. € 496 482 422 374 357
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.248 1.291 1.209 1.042 880
davon Zahlungsmittel in Mio. € 136 108 54 58 57
Eigenkapital in Mio. € 696 790 708 629 572
Fremdkapital in Mio. € 1.094 1.035 976 843 711
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 125 144 155 147 155
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 970 891 821 696 556
Bilanzsumme in Mio. € 1.790 1.825 1.684 1.472 1.283
Cashflow/Investitionen
Brutto-Cashflow in Mio. € 25 158 149 127 110
Investitionen in Mio. € 88 112 98 78 78
Abschreibungen in Mio. € 60 51 48 50 47
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 136 108 53 57 52
Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen
EBT-Marge in % -2,1 6,6 7,1 5,7 5,4
Eigenkapitalrendite vor Steuern in % -5,3 20,8 23,0 18,3 16,6
ROCE in % -3,5 19,1 20,2 16,1 14,7
Mitarbeiter (per 31.12.) 10.238 10.333 9.588 9.165 9.029
davon Inland 8.165 8.286 7.857 7.531 7.409
davon Ausland 2.073 2.047 1.731 1.634 1.620
Ausschüttung
Dividende je Stammaktie in € 0,00** 0,60 0,70 0,53* 0,47*

* Anpassung an Aktiensplit

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Auf einen Blick: Umsatz, Ergebnis, Mitarbeiter, Dividende

Auf einen Blick: Auftragseingang, Auftragsbestand, Investitionen, Ergebnis je Aktie

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

nach einer sehr erfolgreichen Unternehmensentwicklung mit neun Rekordjahren in Folge litt KRONES 2009 unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Unser Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. €. Beim Konzernergebnis müssen wir ein Minus von 34,5 Mio. € ausweisen. Schlimmeres verhinderte das Conversion-Programm, mit dem KRONES bereits im vierten Quartal 2008 auf den Markteinbruch reagiert hatte. Das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres ist unerfreulich. Die Folgen der Wirtschaftskrise bringen uns aber, im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, nicht in Existenznot. Wir haben in der Vergangenheit unsere Hausaufgaben erledigt und sind daher gut aufgestellt in die schwierige Phase gegangen. Besonders zahlt sich nun aus, dass KRONES solide finanziert ist und keine Bankschulden hat. Insgesamt meisterte KRONES die Krise bislang besser als viele Konkurrenten und hat Marktanteile hinzugewonnen. Zudem haben wir nicht wie andere Branchen mit einer Strukturkrise zu kämpfen, sondern unser Einbruch ist konjunkturbedingt. An den langfristig guten Aussichten für die Abfüll- und Verpackungstechnik hat sich nichts geändert. Dennoch dürfen wir uns nicht zurücklehnen und auf bessere Zeiten warten. Es bedarf großer Anstrengungen, damit das Geschäftsjahr 2009 ein Ausrutscher bleibt und wir in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Herausforderungen sind unverändert groß. Mit der Wirtschaft geht es zwar wieder aufwärts, dennoch besteht kein Grund zur Euphorie. Es ist gefährlich, nur auf die nackten Wachstumsraten der Konjunktur zu blicken, denn der Aufschwung geht nach dem starken Einbruch von sehr niedrigem Niveau aus.

Kunden wollen ihre Getränkefabriken noch effizienter auslasten. KRONES bietet die passenden Technologien dafür.

KRONES stellt sich auf eine längere Schwächeperiode ein. Deshalb werden wir alles daran setzen, das Unternehmen weiter zu stärken. Dazu gehören auch Sparmaßnahmen, die Teil unseres Conversion-Programms sind. Aber mit Sparen allein bringen wir das Unternehmen sicher nicht voran. Traditionell verfolgen wir langfristige Ziele und sind nicht auf kurzfristige Ergebnisoptimierung aus. KRONES wird trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtige Aufgaben, die für das langfristige Unternehmenswachstum bedeutend sind, nicht aus den Augen verlieren. Ein zentrales Thema ist, dass unsere Kunden aus der Getränkeindustrie ihre Fabriken noch effizienter auslasten wollen. Diese Anforderung erfüllen wir mit unserem Produktportfolio, das neben leistungsstarken Maschinen und Anlagen auch intelligente Logistiklösungen und maßgeschneiderte Informationstechnologie beinhaltet. Unser einzigartiges Angebot werden wir mit Investitionen in die Materialfluss- und Prozesstechnik weiter ausbauen, um uns noch stärker vom Wettbewerb zu differenzieren.

Bei uns wird Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten gelebt und verliert auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht an Bedeutung.

Auch unsere enviro-Produkte, also Maschinen und Anlagen von KRONES, die sparsamer mit Ressourcen umgehen, bleiben 2010 ein Kernthema. Wir sind stolz darauf, dass das enviro-Programm 2009 ebenso von TÜV SÜD zertifiziert wurde wie das integrierte Managementsystem und der Nachhaltigkeitsbericht 2008. Auch den Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2009 werden wir, übrigens als einziges Unternehmen unserer Branche, wieder extern validieren lassen. Bei KRONES wird Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten gelebt und verliert auch im Abschwung nicht an Bedeutung. Dass wir trotz des kurzfristig geschrumpften Geschäftes an unserer Kernbelegschaft festhalten wollen, ist nur ein Beweis dafür.

Das mit Abstand erfreulichste Ereignis im Geschäftsjahr 2009 war die weltweit größte Branchenmesse drinktec (siehe Seite 12). Wir hatten viel Zeit und Arbeit in die Messe investiert und große Hoffnungen in sie gesetzt. Die Messetage im September übertrafen unsere Erwartungen. Viele hochrangige Entscheidungsträger informierten sich ausführlich über unser Angebot. Zudem haben wir viele Aufträge auf der Messe abgeschlossen. KRONES präsentierte sich auf der drinktec als Lösungsanbieter, der die Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Kunden steigern kann. Getreu unserem Motto »We do more«.

An dieser Stellte möchte ich mich auch im Namen des gesamten Vorstands bei allen Mitarbeitern für den Zusammenhalt und die hohe Motivation im schwierigen Geschäftsjahr 2009 bedanken. Das Können und Wissen unserer Mitarbeiter sind das Fundament von KRONES. Nur gemeinsam mit der kompletten Mannschaft können wir den Abschwung überwinden und wieder an alte Erfolge anknüpfen. Ich bin überzeugt, dass wir das schneller als andere Unternehmen schaffen.

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement und die strategische Ausrichtung des Unternehmens informieren.

Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auf KRONES sowie mögliche Maßnahmen und Strategien, wie das Unternehmen auf die schrumpfende Nachfrage reagieren kann, bildeten 2009 einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats.

Im Berichtszeitraum fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Auf der ersten Sitzung 2009 am 18. März verlängerte das Gremium den Ende 2009 auslaufenden Vertrag des Vorstandsmitglieds Rainulf Diepold bis zum 31.12.2014. Danach legte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 vor und erläuterte die wesentlichen Kennzahlen. Im Anschluss ging er auf die aktuelle Geschäftslage ein. Der Vorstand erläuterte in seinen Ausführungen die Maßnahmen, mit denen er auf die schwierige Marktsituation reagiert. Aufsichtsrat und Vorstand waren sich darüber einig, dass trotz des Abschwungs an der Stammbelegschaft festgehalten werden soll. Mit dem Ausblick auf das erste Halbjahr 2009 vervollständigte der Vorstand seine umfangreichen Informationen zur Geschäftslage.

An der zweiten Aufsichtsratssitzung am 24. April nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Unternehmens teil. Diese erläuterten den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2008 und standen dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung. Nach den detaillierten Ausführungen der Wirtschaftsprüfer stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2008 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 fest. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung der Gesellschaft am 17. Juni 2009 sowie der Verwendung des Bilanzgewinns. Beide Gremien waren sich einig, wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Dividende je Aktie im Vergleich zum Vorjahr um 0,10 € auf 0,60 € zu kürzen.

Im Anschluss an die Hauptversammlung traf sich der Aufsichtsrat am 17. Juni zu seiner konstituierenden Sitzung. Mit Ablauf der Hauptversammlung schied neben Herbert Gerstner auch der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Lorenz M. Raith aus dem Gremium aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Philipp Graf von und zu Lerchenfeld sowie als Arbeitnehmervertreter Johann Robold. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wählte das Gremium einstimmig Ernst Baumann.

Auf der Sitzung am 22. September informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick auf den voraussichtlichen Abschluss der ersten neun Monate 2009. Das Gremium befasste sich zudem mit dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandvergütung.

Die letzte Aufsichtsratssitzung 2009 fand am 25. November statt. Der Vorstand legte den Abschluss für das dritte Quartal 2009 vor und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Danach wurde dem Aufsichtsrat die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2010 detailliert erläutert. Der vom Vorstand vorgelegte Investitionsplan für das Jahr 2010 wurde vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen.

Aufsichtsrat stellt Jahres- und Konzernabschluss 2009 fest

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2009 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2009 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 26. April 2010 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Ergebnisses gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie der Konzernabschluss gebilligt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2009, das alle vor große Herausforderungen stellte.

Neutraubling, im April 2010

Der Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KRONES auf einen Blick

Fabrikplanung Produkte zur Getränkeherstellung

Planung und Bau von kompletten Abfüll- und Verpackungsbetrieben
Total Cost of Ownership-Berechnungen
Erweiterungen, Modernisierungen
Sudhaus- und Kellertechnologie
Produktbehandlung

Anlagen zum Abfüllen und Verpacken

Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Pasteurtechnik
Transporttechnik
Etikettiertechnik
Pack- und Palettiertechnik

KRONES plant, entwickelt, fertigt und installiert Maschinen und komplette Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Vom Bau von Getränkefabriken bis zur Auslieferung des fertigen Produkts bietet KRONES alle dafür nötigen Leistungen aus einer Hand. Unser weltweites Servicenetz ist ein elementarer Bestandteil dieses einzigartigen Angebots.

KRONES ist innovativ, entwickelt Produkte sowie Dienstleistungen schnell und flexibel und verbessert interne Abläufe kontinuierlich. Das ist die Basis für unseren Erfolg.

IT-Lösungen

für die Fabrikplanung und Produktherstellung
für die Intralogistik
für die Produktabfüllung und Verpackung
für Lifecycle Service

Intralogistik

Lagersysteme
Kommissioniersysteme
Fördersysteme

Lifecycle Service

Produzieren
Erhalten
Optimieren
Aus- und Weiterbildung in der KRONES Akademie

Strategie

Wir kämpfen mit Intelligenz und Kreativität für den Erfolg von KRONES.

Das Jahr 2009 war von der globalen Wirtschaftskrise geprägt. Für KRONES war das vergangene Geschäftsjahr wohl das Schwierigste in der 59-jährigen Unternehmensgeschichte. Wir sind gut vorbereitet in das Krisenjahr 2009 gegangen. Bereits Ende 2008 hatten wir damit begonnen, das komplette Unternehmen den schrumpfenden Märkten anzupassen. Eine Antwort auf die neuen Herausforderungen war und ist das Programm »Conversion«. Dieses steht für »Umdenken und Umbauen«. Im Geschäftsjahr 2009 konnten wir aufgrund umfangreicher Maßnahmen, die Bestandteil von »Conversion« sind, Kosten von mehr als 140 Mio. € einsparen.

KRONES stellt sich den Herausforderungen

Auch wenn wir vorerst das Schlimmste hinter uns haben dürften, gehen wir davon aus, dass der Weg aus der Talsohle lang und holprig wird. Die globale gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt unklar. Die Prognosen reichen von optimistisch bis kritisch. Es gibt keine verlässlichen Trends, die eine klare Richtung vorgeben.

Die Risikofaktoren sind vielschichtig:

globales Wirtschaftswachstum (China, Indien, USA, Russland, Europa, Südamerika)
Geldpolitik
Währungspolitik
Neuer Protektionismus
Finanzmärkte
Rohstoffe, Beschaffungsmarkt, Energie, Umwelt
Arbeitsmarkt

Die lineare Planung aus der Vergangenheit funktioniert unter den geänderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr. Strategische Planung - und damit die Unternehmensführung - muss heute von schnellen Trendumbrüchen ausgehen und die Reaktionsgeschwindigkeit und Veränderungsfähigkeit im Unternehmen steigern (Szenarioplanung). Gefordert ist eine höhere Flexibilität, um auf die raschen Veränderungen von außen noch besser und schneller reagieren zu können. Darüber hinaus müssen wir in der Lage sein, zunehmend komplexe interne Prozesse sicher zu beherrschen. Dafür ist eine konsequente Restrukturierung unerlässlich.

Conversion: Restrukturierung durch »Umdenken und Umbauen«

Wir stellen uns diesen Herausforderungen mit aller Konsequenz mit der Erweiterung des KRONES Conversion-Programms. Dessen Elemente sind

eine weitere umfassende operative Restrukturierung
eine strategische Restrukturierung
der Aufbau von neuem strategischen Wachstum

Wir arbeiten mit Elan an der Umsetzung eines langfristigen und belastbaren Konzepts, um die erfolgreiche Zukunft von KRONES auch unter geänderten globalen Rahmenbedingungen zu sichern.

KRONES verfügt über eine starke Position

Wir haben unsere unternehmerische Stärke und Wettbewerbsfähigkeit mit neun Rekordjahren von 2000 bis 2008 nachhaltig unter Beweis gestellt. KRONES gab sich während dieser erfolgreichen Zeit nie mit dem Erreichten zufrieden. Das Unternehmen hat seine Produkte und Dienstleistungen, den Service und Vertrieb sowie interne Prozesse ständig verbessert. Wegen dieser Anstrengungen verfügt KRONES heute über eine hervorragende Wettbewerbsposition. Wir sind davon überzeugt, dass wir kurz- und mittelfristig noch große Potenziale mobilisieren können. Mit »Conversion« wird KRONES dieses Ziel nachhaltig verfolgen.

Gute langfristige Wachstumsaussichten

Die langfristigen Wachstumsaussichten sind für KRONES unverändert gut, weil die Megatrends für unsere Branche sprechen. Die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, der Wohlstand in vielen Ländern, und damit auch der Konsum, steigt. Essen und Trinken zählt zu den Grundbedürfnissen aller Menschen. Zudem steigen die Anforderungen an unsere Kunden, weil sie immer mehr unterschiedliche Produkte anbieten müssen, um auf teilweise gesättigten Märkten bestehen zu können. KRONES profitiert davon, weil wir Kunden mit unserem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsportfolio immer eine passende Lösung bieten können.

Der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel eingebrochen. KRONES rechnet damit, dass der Markt künftig wieder wächst. Das Niveau von 2008 dürfte er aber erst mittelfristig wieder erreichen.

Entwicklung des Verpackungsmaschinenmarktes, weltweit in Mrd. € (eigene Prognose)

Quellen: Freedonia, Euromonitor, VDMA, Roland Berger, Presse, KRONES

Strategisch »komplett« aufgestellt

Nur wer Lösungen für ganze Fabriken, also neben den Maschinen und Anlagen auch die gesamte Logistik sowie die passenden IT-Lösungen aus einer Hand in Top-Qualität anbieten kann, wird langfristig erfolgreich sein. KRONES kann das schon heute. Mit dem weiteren Ausbau der Materialfluss- und Prozesstechnik wollen wir uns noch stärker vom Wettbewerb absetzen. Darüber hinaus will KRONES seinen Kunden weitere Vorteile bieten, indem wir Aufträge noch schneller und flexibler abwickeln sowie das Serviceangebot ausbauen.

Ziele klar im Visier

Wir haben die Krise als Chance verstanden und verfolgen klare Ziele. Wir kämpfen mit Engagement, Intelligenz und Kreativität für den zukünftigen Erfolg von KRONES.

Hans-Jürgen Thaus

stv. Vorstandsvorsitzender

Die Mitglieder des Vorstands

Christoph Klenk

*1963

Seit 2003 Mitglied des Vorstands.

Ressorts Forschung & Entwicklung, Konstruktion und Sparten.

Werner Frischholz

*1951

Seit 2003 Mitglied des Vorstands.

Ressorts Materialwirtschaft, Montage, Fertigung, Kundendienst und Qualität.

Rainulf Diepold

*1955

Seit 1996 Mitglied des Vorstands. Ressorts Vertrieb und Marketing.

Hans-Jürgen Thaus

*1949

Seit 1997 Mitglied des Vorstands und stv. Vorstandsvorsitzender.

Ressorts Finanzen und Rechnungswesen, Controlling, Informationsmanagement, Prozessmanagement.

Volker Kronseder

*1953

Seit 1989 Mitglied des Vorstands, seit 1996 Vorstandsvorsitzender.

Ressorts Personal und Soziales, Unternehmenskommunikation.

Das KRONES Jahr 2009

Quartal 1

Wegen der Wirtschaftskrise war die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im ersten Quartal gering. Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber 2008 um 31,7 % auf 414,5 Mio. €. Mit 482,3 Mio. € lag der Umsatz um 19,0 % unter dem Vorjahreswert. KRONES rutschte im ersten Quartal in die Verlustzone.

Im Januar startete das Unternehmen in Tver rund 150 Kilometer nordöstlich von Moskau sein LCS-Center für die Region Russland.

Die Finanzkrise und schlechte Konjunkturdaten schickten die Aktienkurse zu Jahresbeginn auf Talfahrt. Bis Anfang März büßte der DAX ein Viertel seines Wertes ein. Danach erholten sich die Börsen. Zum Quartalsende betrug das Minus beim DAX rund 15 %.

Neben der allgemeinen Börsenschwäche belasteten schlechte Zahlen aus der Maschinenbau-Branche die KRONES Aktie. Mit 23,98 € lag der Kurs Ende März um 22,8 % niedriger als zu Jahresbeginn.

Quartal 2

Auf der Hauptversammlung des Unternehmens, die am 17. Juni in Neutraubling stattfand, verabschiedeten die Aktionäre alle zum Beschluss vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit. Wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage schüttete KRONES für 2008 mit 0,60 € je Aktie eine um 0,10 € geringere Dividende als im Vorjahr aus.

Unbefriedigend entwickelten sich die Geschäfte im zweiten Quartal. Von April bis Juni erwirtschafteten wir ein Ergebnis vor Steuern von minus 11,8 Mio. €. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz um 23,3 % auf 924,4 Mio. € zurück. Für erste Lichtblicke sorgte die Entwicklung des Auftragseingangs, der im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 11 % stieg.

Anfang Juni verließ die tausendste Contiform Streckblasmaschine unser Werk in Neutraubling. Als KRONES 1997 bekanntgab, dass das Unternehmen in die Kunststofftechnik einsteigt, war das für die Getränkeindustrie eine kleine Sensation. Seitdem hat sich die Contiform zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.

Quartal 3

Von 14. bis 19. September traf sich die internationale Getränke- und Verpackungsindustrie auf der drinktec in München. Für KRONES verlief die Messe äußerst erfolgreich. Wir haben uns auf der Messe getreu unserem Motto »We do more« als Systemanbieter präsentiert (siehe Seite 12).

TÜV SÜD hat KRONES auf der drinktec mit drei bedeutenden Zertifikaten ausgezeichnet. Die KRONES Vorstände Volker Kronseder, Christoph Klenk und Werner Frischholz durften die Zertifikate für das integrierte Managementsystem (IMS), den Nachhaltigkeitsbericht sowie das Nachhaltigkeitsprogramm enviro vom Vorstandsvorsitzenden der TÜV SÜD AG, Dr. Axel Stepken, entgegennehmen.

Der Auftragseingang zog im dritten Quartal weiter an. Von Juli bis September kletterte der Ordereingang im Vergleich zum zweiten Quartal um 17,6 % auf 540,4 Mio. €. Weiter angespannt blieb die Lage auf der Ertragsseite. Das Ergebnis vor Steuern betrug im dritten Quartal minus 11,1 Mio. €.

Quartal 4

Im Oktober bezogen rund 700 Beschäftigte den zweiten »Tower« des neuen Technologiezentrums von KRONES. In dem Gebäude sind Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen wie Lifecycle Service, IT-Solutions und Materialflusstechnik untergebracht. Kurze Wege zwischen den Abteilungen und die moderne Büroarchitektur verbessern die Abläufe und erleichtern den Beschäftigten die Arbeit.

Am 9. November wurde KRONES für sein Engagement im Arbeitsschutz von der Bayerischen Staatsregierung mit dem OHRIS-Zertifikat ausgezeichnet. OHRIS ist ein betriebliches Arbeitsschutzmanagementsystem, das nationale und internationale Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz berücksichtigt.

Das vierte Quartal war das beste des Geschäftsjahres 2009. Nach drei verlustträchtigen Quartalen in Folge erwirtschaftete KRONES von Oktober bis Dezember ein nahezu ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT). Stark angezogen hat der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr.

Das Highlight des Jahres - die drinktec 2009

Selten hatten wir ein Ereignis so herbeigesehnt wie die drinktec 2009, die vom 14. bis 19. September 2009 in München stattfand. Die gesamte Getränke- und Verpackungsindustrie hoffte, dass die weltweit wichtigste Messe neuen Schwung in die Branche bringt. Für KRONES hat sich diese Hoffnung mehr als erfüllt. Die drinktec 2009 war die beste drinktec aller Zeiten. Die Messe wurde ihrem Ruf als Impulsgeber für die Getränkebranche und als Weltwirtschaftsgipfel der Verpackungs- und Getränkeindustrie gerecht. Von Krisenängsten und Investitionszurückhaltung war auf dem KRONES Messestand nichts zu spüren. Vielmehr waren die Kunden begeistert von unserem Angebot. Obwohl die drinktec vorrangig eine Informations- und keine Verkaufsmesse ist, konnten wir dort einige interessante Abschlüsse unter Dach und Fach bringen.

Damit machten sich die monatelangen Vorbereitungen der vielen fleißigen KRONES Mitarbeiter bezahlt. Dank des unermüdlichen Einsatzes des gesamten Teams waren wir optimal auf die Messe vorbereitet. Als einziger Aussteller hatte KRONES eine komplette Halle für sich. Dort stellten wir mit dem ErgoBloc L, der Verpackungsstraße Varioline und dem automatischen Kommissioniersystem EOP einige Highlights aus unserem Produktprogramm aus. Getreu unserem Motto »We do more.« präsentierte KRONES auf dem Stand aber nicht nur Maschinen und Anlagen, sondern komplette Lösungen. In gesonderten Bereichen informierten wir die Besucher über Segmente wie Lifecycle-Service, Intralogistik und IT-Lösungen. Durch das raffinierte Standkonzept konnten sich die Interessenten aus aller Welt von unserer Kompetenz als Komplettanbieter überzeugen, obwohl wir weniger Exponate auf der Messe hatten als gewöhnlich. Für Besucher, die sich auch über nicht ausgestellte KRONES Anlagen ein genaues Bild machen wollten, organisierten wir Busfahrten zu unseren Produktionsstandorten in Neutraubling, Raubling und Freising. Dort konnten sie ausgewählte Produkte in der Montage betrachten und sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit von KRONES überzeugen.

Erfreulich war die überaus hohe Qualität der Messebesucher. Sehr viele Entscheidungsträger informierten sich auf dem KRONES Stand. So durften wir kurz nach Eröffnung der drinktec Indra Nooyi, Chairman und Chief Executive Officer des PepsiCo-Konzerns, bei uns begrüßen. Auch andere Getränkehersteller waren mit ihrem Top-Management bei uns vor Ort.

Ein besonderes Messe-Schmankerl war das KRONES Bierzelt. Dort konnten sich unsere Kunden in gemütlicher Atmosphäre davon überzeugen, dass KRONES ein Weltmarktführer mit bayerischer Tradition ist. Nicht nur wegen der guten Stimmung, die jeden Tag im Bierzelt herrschte, freuen wir uns schon heute auf die nächste drinktec im September 2013.

Indra Nooyi (zu sehen auf dem ersten Bild ganz rechts), ceo von PepsiCo., zählte zu den ersten Besuchern auf dem KRONES Stand. Dort nutzten Menschen aus aller Welt die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen - auch mit unseren Vorständen.

Zur KRONES Aktie

Kurs der KRONES Aktie steigt um 14,3 %
Wegen Verlust keine Dividende geplant
Aktienrückkaufprogramm 2009 abgeschlossen

Im Jahr 2009 trieben die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken und zunehmend bessere Konjunkturdaten die Aktienmärkte ab dem zweiten Quartal kräftig an. Der Kurs der KRONES Aktie legte im vergangenen Jahr um 14,3 % auf 35,50 € zu.

Das Börsenjahr 2009

Nach dem sehr schwachen Jahr 2008 litten die Aktienmärkte auch zu Beginn des Börsenjahres 2009 stark unter der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Investoren plagten Ängste, dass sich die Konjunktur nicht erholt und vom angeschlagenen Finanzsystem neue Turbulenzen ausgehen könnten. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stürzte bis Anfang März um fast 25 % auf rund 3.650 Punkte ab. Dem Tiefpunkt folgte eine beeindruckende Trendwende. Optimistische Äußerungen einiger Bankvorstände zum Geschäftsverlauf ihrer Institute sowie die Absicht der US-Notenbank fed, erstmals seit 40 Jahren amerikanische Staatsanleihen kaufen und den Markt mit Liquidität zu fluten, lösten eine massive Kurserholung aus. Die zunehmend besseren Konjunkturdaten sowie anhaltend niedrige Zinsen sorgten dafür, dass die weltweite Aktienhausse den gesamten Jahresverlauf anhielt. Kurze Rückschläge nutzen die Anleger für neue Käufe. In der Folge notierten die wichtigsten Aktienindizes Ende 2009 deutlich höher als zu Jahresbeginn.

Der DAX, der Ende Dezember die 6.000-Punkte-Marke überwinden konnte, stieg um 23,8 % auf den Jahresschlussstand von 5.957 Punkten. Der EURO STOXX 50 kletterte 2009 um 21,2 %. Der bekannteste US-Börsenidex Dow Jones schaffte 2009 ein Plus von 20,2 %. Auch in Asien stiegen die Aktienkurse im vergangenen Jahr kräftig. Der japanische Nikkei-Index gewann 19,0 %. Wesentlich stärker fielen die Gewinne der chinesischen Börse aus, wo die Indizes teilweise um mehr als 100 % anstiegen.

Weil Investoren auf überwiegend spekulative und weniger substanzstarke Werte setzten, konnte die KRONES Aktie 2009 mit dem MDAX nicht Schritt halten.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2009

KRONES Aktie gewinnt 14,3 %

Mit 35,50 € lag der Kurs der KRONES Aktie Ende 2009 um gut 14 % höher als zu Jahresbeginn.

Ein kräftiges Auf und Ab kennzeichnet den Kursverlauf der KRONES Aktie 2009. Gleich zu Beginn des Jahres tauchte die Notiz im Sog der allgemeinen Börsenschwäche ab. Schlechte Nachrichten aus der Maschinenbaubranche belasteten unsere Aktie zusätzlich. Am 20. März markierte der Kurs bei 22,00 € den tiefsten Stand 2009. Damit notierte die Aktie nicht nur um rund 30 % niedriger als zu Jahresanfang, sondern unter ihrem Buchwert des Eigenkapitals. Von dem sehr niedrigen Niveau aus erholte sich der Kurs, für einen nachhaltigen Aufschwung reichte es aber nicht. Ein Grund hierfür war, dass Investoren spekulative und weniger substanzstarke Aktien bevorzugten. Erst Mitte August erreichte die KRONES Aktie wieder das Kursniveau von Jahresbeginn. Danach ging es steil bergauf. Dass sich die Geschäfte von KRONES erholten, stützte den Kursaufschwung. Sein Jahreshoch erreichte der Kurs am 12. Oktober bei 38,83 €. Dieses Niveau konnte die Aktie nicht ganz halten und schloss das Börsenjahr 2009 mit 35,50 € und einem Kursgewinn von 14,3 % ab. Mit dem MDAX, der im gleichen Zeitraum um 34,0 % zulegte und hauptsächlich von sehr zyklischen Werten getrieben wurde, konnte die KRONES Aktie 2009 nicht Schritt halten.

Kennzahlen der KRONES Aktie

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zum 31.12. 2009 2008 2007
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Cashflow je Aktie** 1,24 4,98 4,73
Eigenkapital je Aktie** 22,65 25,00 22,36
Ergebnis je Aktie** -1,13 3,39 3,25
Höchstkurs 38,83 59,79 64,09
Tiefstkurs 22,00 27,52 37,40
Jahresschlusskurs 35,50 31,07 54,99
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) - 9 17
Dividende je Stammaktie 0,00* 0,60 0,70

* Angaben gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** Basis: Gewichteter Durchschnitt in Umlauf befindlicher Aktien von 30,68 Mio. Stück

Die KRONES Aktie im Profil

KRONES Aktien sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien. Die Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Durchschnitt täglich knapp 80.000 Aktien auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Im Jahr zuvor waren es rund 112.000 Aktien. Die KRONES Aktie ist Mitglied im MDAX, dem Index für mittelgroße Unternehmen aus klassischen Branchen.

Stammdaten der KRONES Aktien

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Stammstückaktien 31.593.072
Wertpapierkennnummer WKN 633500
ISIN DE 0006335003
Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Mit 54,04 % hält die Familie Kronseder die Mehrheit am Grundkapital der Gesellschaft. Das Unternehmen hält 4,51 % an eigenen Aktien. Somit beträgt der Streubesitz 41,45 %. Die größten der Gesellschaft bekannten Aktionäre innerhalb des Streubesitzes waren per 1. März 2010 die US-Investmentgesellschaft Tweedy, Browne mit 5,19 % sowie die Schadeberg GbR mit 3,28 %.

Aktionärsstruktur (Stand März 2010)

Keine Dividende für 2009 geplant

Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG werden der Hauptversammlung am 16. Juni 2010 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 aus dem Bilanzgewinn keine Dividende (Vorjahr: 0,60 €) auszuschütten. Aufgrund des Verlustes halten wir es für angemessen, dass die Dividende ausfällt. Die langfristige Dividendenpolitik von KRONES hat zum Ziel, 20 % bis 25 % des Gewinns auszuschütten. Von dieser Politik haben die Aktionäre in den vergangenen, sehr erfolgreichen Jahren profitiert.

KRONES mit Prime Status von oekom research ausgezeichnet

Das Thema »Nachhaltige Investments« gewinnt in der internationalen Finanzbranche zunehmend an Bedeutung. Weltweit werden etwa 5.000 Mrd. € ausschließlich in Aktien von Firmen investiert, die sehr hohe Anforderungen im Umgang mit ihren Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt erfüllen. KRONES freut sich, dass die unabhängige Rating-Agentur oekom research das Unternehmen 2009 mit dem Prime Status ausgezeichnet hat. Nur Firmen, die im Rahmen des oekom Corporate Ratings zu den führenden Unternehmen ihrer Branche zählen und die branchenspezifischen Mindestanforderungen erfüllen, erhalten den Prime Status. Mit dieser Auszeichnung hat sich der potenzielle Investorenkreis von KRONES deutlich erweitert.

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Sehr aktive Kommunikation mit Investoren und Analysten

KRONES nimmt die Interessen aller Aktionäre sehr ernst und betreibt eine offene Informationspolitik.

Anleger und Analysten von KRONES haben sich in den vergangenen Jahren an Rekordzahlen gewöhnt, die sie nur fortschreiben mussten. Umso größer war daher deren Informationsbedarf im wenig erfolgreichen Geschäftsjahr 2009. KRONES ist diese Aufgabe aktiv angegangen. Vorstand und Vertreter der Abteilung Investor Relations führten viele Einzelgespräche mit Investoren und Analysten und präsentierten sich den Börsenprofis auf zahlreichen Roadshows in den internationalen Finanzzentren.

Ein besonderes Highlight war der Capital Market Day, den KRONES auf der drinktec veranstaltete. Fast 30 Analysten folgten der Einladung und informierten sich vor Ort vor allem über die neuen Produkte und die Strategie des Unternehmens. Interessiert verfolgten sie die Vorträge des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Hans-Jürgen Thaus und des für Forschung und Entwicklung zuständigen Vorstands Christoph Klenk. Nach den Präsentationen zeigten die beiden Vorstände den Analysten auf dem Messestand die KRONES Produkte in der Praxis.

Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen

Am 17. Juni 2009 fand die Hauptversammlung von KRONES statt. Die Aktionäre haben dort alle zur Abstimmung vorgelegten Tagungsordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen. Da der Vorstand auf der Hauptversammlung auch zu einem neuen Aktienrückkaufprogramm ermächtigt wurde, beendete KRONES den bis dahin laufenden Aktienrückkauf. Von 21. Januar bis 17. Juni 2009 erwarb die Gesellschaft insgesamt 1.425.421 eigene Aktien. Das entspricht rund 4,5 % des Grundkapitals. Der durchschnittliche Kaufpreis je Aktie lag bei 25,93 €.

One-stop-shop.

KRONES ist mehr als ein Maschinenbauer. Mit den Geschäftsbereichen Prozesstechnik, Abfüll- und Verpackungstechnik, Intralogistik sowie IT bieten wir den Kunden komplette Lösungen aus einer Hand. KRONES beherrscht alle Prozesse der Getränkeproduktion und -verarbeitung.

Konzernlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft 2009 in der Rezession
BIP in Deutschland bricht um 5,0 % ein
Maschinenbau-Konjunktur in tiefer Krise

Globale Wirtschaft schrumpft um 0,8 %

Milliardenschwere Konjunkturprogramme verhinderten, dass die Weltwirtschaft 2009 noch stärker abstürzte.

Das vergangene Jahr war für die Weltkonjunktur eines der Schwierigsten in der Nachkriegsgeschichte. Bereits Ende 2008 wurde die Realwirtschaft von der Banken- und Finanzkrise erfasst und stürzte regelrecht ab. Diese Tendenz setzte sich zu Jahresbeginn 2009 fort. Die Angst vor weiteren schlechten Nachrichten aus dem weltweiten Finanzsystem lähmte die Wirtschaft. Unternehmen leerten ihre Lager und fuhren Investitionen massiv zurück. Das hatte zur Folge, dass die Nachfrage weltweit kollabierte.

Den Absturz bremsten milliardenschwere Konjunkturprogramme rund um den Globus. Ebenso positiv wirkte sich die weltweit expansive Geldpolitik aus. Diese Maßnahmen führten dazu, dass die Rezession nicht ganz so stark ausfiel wie befürchtet. Die Weltwirtschaft schrumpfte 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %.

In den USA scheuten sowohl die Regierung als auch die Notenbank fed vor keinem Mittel zurück, um sich gegen den Abschwung zu stemmen. Nicht nur der schwer angeschlagenen Immobilienwirtschaft wurde kräftig unter die Arme gegriffen, auch andere Sektoren profitierten vom massiven staatlichen Konjunkturprogramm. Zudem flutete die fed die Märkte mit Liquidität. Damit konnte das Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr auf 2,4 % begrenzt werden.

Weitaus schlimmer erwischte es die europäische Wirtschaft. Vor allem Länder mit hoher Exportquote wie Deutschland und Italien litten unter dem stark rückläufigen Welthandel. Den Boden unter den Füßen riss die Krise den osteuropäischen Volkswirtschaften weg. In Spanien und Irland brach mit dem Bausektor ein wesentlicher Wirtschaftssektor der beiden Länder ein. Insgesamt schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone 2009 im Vorjahresvergleich um rund 4 %.

Dass China sein Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr fortsetzen konnte, lag nicht zuletzt am großzügigen Konjunkturprogramm der Regierung. Mit 8,7 % fiel die Wachstumsrate des BIP 2009 aber deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Während Indien mit einem BIP-Wachstum von 5,6 % im vergangenen Jahr zu den wenigen prosperierenden Volkswirtschaften zählte, erlitt die russische Konjunktur einen kräftigen Rückschlag. Probleme in der Energie- und Finanzbranche sowie der Einbruch ausländischer Investitionen führten zu einem BIP-Rückgang von 9,0 %. Nur wenig besser schnitt die japanische Volkswirtschaft ab. Obwohl auch die dortige Regierung umfangreiche Konjunkturprogramme auflegte, verringerte sich das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %.

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts in Prozent (Euroraum und Deutschland)

Deutschlands Wirtschaftsleistung verringert sich um 5,0 %

Als sehr stark exportorientierte Volkswirtschaft litt die deutsche Konjunktur 2009 massiv unter der globalen Wirtschaftsschwäche. Neben den Exporten brachen auch die Ausrüstungsinvestitionen ein. Vom Konjunkturprogramm profitierte der öffentliche Bau ebenso wie Teile des Konsums. Die bekannteste Maßnahme der Regierung war die Abwrackprämie für Autos, die vor allem den Verkauf von Kleinwagen massiv ankurbelte. Der größte Wirtschaftseinbruch seit Ende des Zweiten Weltkriegs ließ sich dennoch nicht verhindern. 2009 schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 5,0 %.

Maschinenbau-Konjunktur im tiefen Tal

Dass die deutsche Maschinenbau-Branche 2009 nach einer fünf Jahre andauernden Wachstumsphase einen Einbruch erleiden wird, stand bereits Anfang des Jahres fest. Das Ausmaß der Krise übertraf die anfänglichen Befürchtungen aber deutlich. Mit 151 Mrd. € lag die Produktion im vergangenen Jahr um knapp 25 % niedriger als 2008. Um 38 % schrumpfte der Auftragseingang. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche ging 2009 um 34.000 auf 920.000 zurück.

Der Markt für Verpackungsmaschinen

Der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen profitiert langfristig von der steigenden Weltbevölkerung.

KRONES bedient mit seinen Produkten den weltweiten Markt für Verpackungsmaschinen, im Wesentlichen für Getränke. Wegen des globalen Konjunktureinbruchs schrumpfte das Marktvolumen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Viertel auf rund 20 Mrd. €. Da die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen von Trends wie der ständig steigenden Weltbevölkerung und des zunehmenden Wohlstands profitiert, rechnen wir damit, dass sich der Markt von dem Einbruch erholt und künftig wieder kontinuierlich wächst. Die höchste Nachfrage nach Verpackungsmaschinen kommt aus der Nahrungsmittelbranche, an die rund 40 % aller Maschinen geliefert werden. Jeweils rund ein Fünftel entfallen auf die Getränkeindustrie sowie den Bereich Pharma, Kosmetika, Körper- und Haushaltspflege. Die restlichen 20 % der Maschinen gehen an sonstige Branchen wie die Tabak- und Baustoffindustrie.

Für KRONES ist die Getränkebranche der bedeutendste Markt. Mit Unternehmen aus der Brau-, Softdrink- sowie Mineralbrunnenindustrie erwirtschafteten wir 2009 rund 85 % der Umsätze. Die übrigen 15 % des Umsatzes stammen aus dem Verkauf von Anlagen und Dienstleistungen an Unternehmen der Nahrungsmittelbranche sowie der Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

2009 ging das weltweite Marktvolumen für Verpackungsmaschinen im Vergleich zum Vorjahr um rund 25 % auf rund 20 Mrd. € zurück.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach Anwendungsbereichen

Getränkekonsum legt stetig zu

Essen und Trinken zählen unabhängig von Konjunkturzyklen zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Trotz der Wirtschaftskrise stieg der weltweite Konsum von verpackten Getränken 2009 Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % auf rund 905 Mrd. Liter an. Dieser Trend sollte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Für den Zeitraum von 2009 bis 2012 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Wachstum des Konsums von jährlich 2,8 %.

Der weltweite Getränkekonsum steigt mit jährlichen Wachstumsraten von knapp 3 %.

Cetränkekonsum (verpackte Getränke) weltweit in Mrd. Litern 2009

Im vergangenen Jahr tranken die Menschen weltweit mehr als 212 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Das entspricht 23,5 % des gesamten Getränkekonsums. Auch bei den Steigerungsraten ist Wasser auf den vorderen Rängen. Bis 2012 dürfte der Wasserkonsum mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 3,9 % zulegen. Unterstützt wird das Wachstum vom Trend zu Wasser mit Geschmack und zu Wasser mit Zusatznutzen (Functional Water).

Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) waren 2009 der zweitbeliebteste Durstlöscher. Weltweit wurden davon rund 202 Mrd. Liter CSD konsumiert, was gemessen am Gesamtverzehr einem Anteil von 22,4 % entspricht. Die Nachfrage nach CSD ist weitgehend gesättigt und dürfte künftig nur noch leicht steigen.

Fast 185 Mrd. Liter Bier wurden im vergangenen Jahr getrunken. Damit nimmt das alkoholhaltige Getränk einen Anteil von einem Fünftel am gesamten Konsum ein. Da Bier vor allem in China zunehmend beliebt wird, dürfte die Nachfrage bis 2012 um durchschnittlich 2,8 % im Jahr zulegen. Der Markt für Milch und Milchmixgetränke bleibt mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 2,4 % auf absehbare Zeit das viertgrößte Segment im Getränkebereich. Im vergangenen Jahr wurden rund 126 Mrd. Liter abgepackte Milch (Anteil am Gesamtkonsum: 14,0 %) verzehrt. Darüber hinaus werden Milchmixgetränke zunehmend beliebter.

Getränkekonsum nach Regionen

Der größte Markt für verpackte Getränke ist der amerikanische Kontinent. Am stärksten wächst der Konsum in China.

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Verpackte Getränke 2009 2012
Anteil am globalen Konsum Mrd. Liter % Mrd. Liter % jährliches

Wachstum

in %
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 187,6 20,8 185,8 18,9 -0,3
Südamerika 146,1 16,2 163,2 16,6 3,8
Westeuropa 132,4 14,6 135,2 13,8 0,7
Asien/Pazifik (inkl. Japan) 130,4 14,4 145,6 14,8 3,7
China 118,8 13,1 149,3 15,2 7,9
Afrika/Mittlerer Osten 56,5 6,3 68,5 7,0 6,6
Mitteleuropa 52,6 5,8 52,9 5,4 0,2
Russland/GUS 42,7 4,7 42,3 4,3 -0,3
Osteuropa 37,4 4,1 39,2 4,0 1,6
Global 904,5 100,0 982,0 100,0 2,8

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Der amerikanische Kontinent ist der größte Markt für verpackte Getränke. Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 330 Mrd. Liter getrunken, was knapp 37 % des globalen Konsums entspricht. Während die Nachfrage in Südamerika kräftig anzieht, ist der nordamerikanische Markt bereits gesättigt. Das durchschnittliche Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent dürfte bis 2012 mit jährlich 1,5 % nur rund halb so groß sein wie das des Gesamtmarkts. Ähnlich sieht es in Europa aus. Die Region ist mit einem Anteil von rund einem Viertel am kompletten Konsum der zweitgrößte Getränkemarkt. Die wachstumsstärkste Region ist China. 2009 wurden dort knapp 120 Mrd. Liter verpackte Getränke verzehrt. Gemessen am Weltkonsum entspricht dies einem Anteil von rund 13 %. Bis 2012 dürfte dieser Wert auf mehr als 15 % klettern, was jährlichen Steigerungsraten von fast 8 % entspricht. Ähnlich stark wächst die Nachfrage in der Region Afrika/Mittlerer Osten.

PET - ein Verpackungsmaterial mit Zukunft

Getränke werden überwiegend in Verpackungen aus Kunststoff, Glas, Metall und Karton abgefüllt. Lange waren Flaschen aus Glas die mit Abstand führende Verpackungsart. Das schwere und brüchige Material wird aber zunehmend durch Kunststoff, vor allem durch Polyethylenterephthalat (PET), ersetzt.

Der Trend zu PET hat hauptsächlich Kostengründe. Um PET-Flaschen herzustellen, wird immer weniger Kunststoffgranulat benötigt. Da bei der Getränkeproduktion der größte Teil der Kosten auf die Verpackung entfällt, lohnt es sich für die Getränkeindustrie zunehmend, PET einzusetzen. Darüber hinaus senkt das geringe Gewicht der Flaschen positiv die Transportkosten.

Behälter aus PET sind leicht, bruchsicher und können günstig hergestellt werden. Darüber hinaus sind sie vollständig recycelbar.

Form und Größe von PET-Behältern sind individuell gestaltbar. Dadurch haben Getränkehersteller die Chance, sich von Konkurrenzprodukten zu differenzieren. Für die Verbraucher ist vorteilhaft, dass PET-Flaschen bruchfest und leicht sind. Auch unter Umweltaspekten schneidet PET gut ab, da die Flaschen vollständig recycelbar sind. Auf der PET-Recyclinganlage von KRONES können die gebrauchten Behälter zu lebensmitteltauglichem Granulat verarbeitet werden, das als Grundstoff für neue Flaschen dient.

Im vergangenen Jahr wurden knapp 40 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens in PET verpackt. Vor allem Wasser und kohlensäurehaltige Getränke werden häufig in Kunststoffflaschen abgefüllt. Dass der Wasserkonsum stark steigt, kommt deshalb PET zugute. Von 2009 bis 2012 dürfte das in PET verpackte Getränkevolumen jährlich um durchschnittlich 3,8 % steigen. Die entsprechende Wachstumsrate bei Glasbehältern, mit einem Anteil von einem Viertel das zweithäufigste Verpackungsmaterial, sollte im gleichen Zeitraum bei 1,6 % im Jahr liegen.

Dosen nahmen 2009 mit einem Anteil von 12,6 % den dritten Platz in der Rangliste der Verpackungen ein, gefolgt von Karton mit 10,2 %. Während in Dosen, auch aufgrund des stark steigenden Bierkonsums in China, bis 2012 jährlich gut 4 % mehr Getränke abgefüllt werden dürften, liegt die erwartete Steigerungsrate bei Karton nur bei 2,8 %.

Auf den Maschinen von KRONES können Getränke in Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Dosen abgefüllt werden. Den größten Teil unseres Umsatzes erzielen wir mit Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Flaschen hergestellt und abgefüllt werden.

Weltweit werden die meisten Getränke in Verpackungen aus PET abgefüllt.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2009

Anteil der Verpackungsmaterialien nach Regionen

Im Folgenden geben wir einen Überblick, welchen Anteil die verschiedenen Verpackungsmaterialien auf den wichtigsten regionalen Getränkemärkten einnehmen. Als Basis dient jeweils das abgefüllte Getränkevolumen.

Die Region Amerika

Nordamerika

In Nordamerika werden kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke überwiegend in Dosen und PET-Flaschen abgefüllt.

In Nordamerika sind kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (CSD) sehr beliebt. Rund ein Drittel aller verpackten Getränke, die im Jahr 2009 auf dem Kontinent konsumiert wurden, waren CSD. Abgefüllt werden diese fast zu gleichen Teilen in Dosen und PET-Flaschen. Wasser, das zweitbeliebteste Getränk der Amerikaner, fließt meistens in PET-Behälter. Insgesamt nimmt PET mit 42,5 % einen hohen Anteil bei den Verpackungsarten ein. Auf Dosen entfielen 2009 gut 23 %, auf Glasverpackungen rund 12 %. Verpackungen aus Karton spielen in Nordamerika keine wesentliche Rolle (Anteil: 3,5 %).

Anteil Verpackungsarten Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) 2009

Südamerika

Auch in Südamerika konsumieren die Menschen am häufigsten kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (CSD). Mit 31,5 % ist der Anteil fast so hoch wie in Nordamerika. Anders als dort werden CSDs in Südamerika aber überwiegend in PET-Flaschen abgefüllt. Dosen spielen bei CSD kaum eine Rolle. Insgesamt ist PET mit einem Anteil von rund 42 % das führende Verpackungsmaterial in Südamerika. Auf Glasverpackungen entfielen 2009 rund 25,4 %, auf Dosen 7 %. Gasflaschen rangieren weit vor Dosen, weil in Südamerika Glas das führende Behältnis für Bier ist.

Der Wasserkonsum in Südamerika nimmt stetig zu. Deshalb sollten dort in den kommenden Jahren Verpackungen aus PET mit im Durchschnitt mehr als 4 % die höchsten Steigerungsraten aufweisen.

Die Region China

In China sind Glas und PET die führenden Verpackungsmaterialien.

China ist für die gesamte Getränkeindustrie sehr interessant. Mit jährlichen Steigerungsraten von fast 8 % wächst der Getränkekonsum dort dynamisch. Das führende Verpackungsmaterial in China ist mit einem Anteil von gut 37 % Glas. Bier, das beliebteste Getränk der Chinesen, wird derzeit meistens in Gasflaschen abgefüllt. In den kommenden Jahren dürfte sich das verstärkt zugunsten von Dosen ändern.

Nach Glas war PET mit rund einem Drittel Anteil am Gesamtvolumen 2009 das am zweithäufigsten verwendete Verpackungsmaterial. In China wird, wie im Rest der Welt, Wasser häufig in PET abgefüllt. Darüber hinaus kommt Kunststoff bei der Verpackung von Tee sowie Frucht- und Gemüsesäften oft zum Einsatz. Beide Getränkearten sind in China sehr beliebt. Dass der Konsum von Frucht- und Gemüsesäften in den kommenden Jahren zweistellig wachsen dürfte, ist ein Grund für die hohen Steigerungsraten von PET. Erwartet wird ein durchschnittliches Wachstum von 8,6 %. Ähnlich stark zulegen werden Kartonverpackungen, die 2009 auf einen Anteil von 11,4 % kamen. Karton profitiert vom zunehmenden Verzehr von Milchmixgetränken in China.

Anteil Verpackungsarten China 2009

Die Region Europa

Westeuropa

Mehr als 75 % des Wassers, das in Westeuropa abgefüllt wird, fließt in Behälter aus PET.

Mit einem Anteil von einem Drittel am Gesamtkonsum war abgefülltes Wasser 2009 das mit Abstand beliebteste Getränk in der Region, gefolgt von Milch (18,2 %) und kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken (17,3 %). Auch weil in Westeuropa mehr als drei Viertel des Wassers in Behältern aus PET abgefüllt wird, ist PET mit einem Anteil von insgesamt 43,5 % das am häufigsten verwendete Verpackungsmaterial in der Region. Auf den nächsten Plätzen folgen Glas mit 22,3 % sowie Karton mit 15,4 %. Da der Wasserkonsum in den kommenden Jahren weiter überproportional steigen dürfte, wird PET gegenüber Glas und Karton weiter an Bedeutung gewinnen.

Mitteleuropa

Auch in Mitteleuropa ist Wasser das am meisten verzehrte Getränk. Rund ein Viertel des gesamten Getränkekonsums 2009 entfiel auf abgefülltes Wasser. Auf Platz zwei lag Bier mit 21,7 % noch vor CSD (18,6 %). Dass Bier in Mitteleuropa beliebt ist, spiegelt sich auch im mit 35,4 % hohen Anteil von Glas bei den Verpackungsarten wider. Führend ist aber auch in dieser Region PET mit 40,2 % Anteil. Rund 17 % aller Getränke, vorrangig Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte, wurden in Mitteleuropa im vergangenen Jahr in Karton verpackt.

Anteil Verpackungsarten West-, Mittel und Osteuropa 2009

Osteuropa

Der Bierdurst ist in Osteuropa sehr groß. Mit fast 30 % Anteil am Gesamtkonsum wurde 2009 in der Region deutlich mehr Gerstensaft als Wasser (23,5 %) getrunken. Künftig dürfte der Bierverbrauch aber kaum noch wachsen, während bei Wasser jährliche Steigerungsraten von fast 4 % erwartet werden. Damit wird PET seine führende Rolle als Verpackungsmaterial in Osteuropa weiter festigen. Im vergangenen Jahr flossen 43,3 % der abgepackten Getränke in PET-Behälter. Da Bier meist in Glasfaschen abgefüllt wird, liegt der Anteil von Glasverpackungen in Osteuropa bei fast 30 %.

Die Region Asien/Pazifik

Mit jährlichen Wachstumsraten von fast 6 % baut PET in der Region Asien/Pazifik seine führende Rolle bei den Verpackungsmaterialien aus.

In Asien/Pazifik legt die Nachfrage nach verpacktem Wasser mit jährlichen Raten von fast 7 % zu. Damit wird Wasser seine Position als beliebtestes Getränk in der Region ausbauen. 2009 lag der Wasseranteil am Konsum bei mehr als einem Viertel. Von dem starken Trend zu Wasser profitiert PET. Bereits heute werden rund 36 % aller Getränke in Asien/Pazifik in Verpackungen aus PET abgefüllt. In den kommenden Jahren dürfte das in PET verpackte Getränkevolumen um jährlich rund 6 % steigen. Die erwarteten Zuwächse bei Glas, das am zweithäufigsten verwendete Verpackungsmaterial, liegen bei lediglich 2,7 % im Jahr.

Anteil Verpackungsarten Asien/Pazifik 2009

Die Region Russland/GUS

Wie im übrigen Osteuropa ist Bier auch in Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion äußerst beliebt. 2009 entfielen fast 35 % des gesamten Getränkekonsums auf Bier. Obwohl abgepacktes Wasser mit einem Anteil von 14,3 % in Russland/ GUS deutlich weniger begehrt ist als in den meisten anderen Regionen der Welt, wird als Verpackungsmaterial in der Region sehr häufig PET verwendet. So wurden 2009 mehr als 43 % aller Getränke in PET abgefüllt. Das liegt daran, dass in Russland/GUS, anders als in den meisten Teilen der Welt, auch Bier oft aus PET-Flaschen getrunken wird. Da sich in den kommenden Jahren der Trend weg von Bier in Glas hin zu PET fortsetzen dürfte, erwarten wir für PET-Verpackungen hohe Steigerungsraten.

Anteil Verpackungsarten Russland/GUS 2009

Top-Qualität.

Einwandfreie Getränke kann nur produzieren, wer auf allen Stufen der Wertschöpfungskette zuverlässige Mitarbeiter und Fertigungsmittel einsetzt. KRONES steht für Produkte und Dienstleistungen mit Top-Qualität.

KRONES in Zahlen

Rezession drückt Umsatz um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. €
KRONES weist 34,5 Mio. € Verlust aus
Unternehmen ist sehr solide finanziert

Umsatz sinkt um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. €

Das Geschäft von KRONES litt 2009 unter der globalen Wirtschaftskrise.

Im Jahr 2009 litt das Geschäft von KRONES unter den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen. Unternehmen aus der internationalen Getränke- und Lebensmittelindustrie investierten wegen der schwachen Konjunktur deutlich weniger als in den Vorjahren. Weil der Gesamtmarkt stark schrumpfte, verschlechterte sich die Preisqualität. Die zaghafte Kreditvergabe von Banken erschwerte vor allem die Finanzierung größerer Investitionen. Insgesamt ging der Umsatz des Unternehmens 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. € zurück.

Das für KRONES relevante Marktvolumen verringerte sich im vergangenen Jahr um rund 25 %. Wir konnten 2009 Marktanteile gewinnen, weil viele Unternehmen in der wirtschaftlich schwierigen Zeit verstärkt auf solide und zuverlässige Anbieter setzten. Erfreulich hohe Umsätze erzielte KRONES in Afrika und China. Schwach entwickelte sich unser Geschäft im Berichtszeitraum dagegen in den USA sowie in Regionen, in denen die Konjunktur stark eingebrochen war. Beispiele hierfür sind West- und Osteuropa.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Umsatz nach Segmenten

In allen drei Segmenten von KRONES war der Umsatz rückläufig.

Im größten Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« fiel der Umsatz von KRONES 2009 um 23,7 % auf 1.511,8 Mio. €. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz lag bei 81,1 %. Der Umsatz des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« ging um 11,6 % auf 274,1 Mio. € zurück. Zum Konzernumsatz trug das Segment 14,7 % bei. In unserem kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich« KOSME, das 4,2 % zum Gesamtumsatz des Jahres 2009 beisteuerte, verringerte sich der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 11,0 % auf 79,0 Mio. €.

Anteil am KRONES Konzernumsatz

Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 48 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 98.

Umsatz nach Regionen

Die Exportquote von KRONES lag 2009 bei 89,8 %.

In Deutschland ging der Umsatz von KRONES 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 36,2 % von 299,9 Mio. € auf 191,3 Mio. € zurück. Der starke Wirtschaftseinbruch im Inland belastete unser Geschäft. Darüber hinaus war der Umsatz auch abrechnungsbedingt stark rückläufig. Der Inlandsanteil am gesamten Konzernumsatz betrug im vergangenen Geschäftsjahr 10,2 % (Vorjahr: 12,6 %).

Im übrigen Europa verringerte sich der Umsatz 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 40,6 % auf 564,9 Mio. € (Vorjahr: 950,6 Mio. €). Am stärksten schrumpfte der Umsatz in Regionen, in denen die Konjunktur im vergangenen Jahr massiv eingebrochen ist. Dazu zählen vor allem die osteuropäischen Staaten. Auch in Russland, wo der Umsatz von KRONES in den Jahren vor der Wirtschaftskrise kontinuierlich stark zulegte, schrumpfte unser Geschäft 2009 deutlich. Auf das europäische Geschäft (ohne Deutschland) entfielen im Berichtszeitraum 30,3 % (Vorjahr: 39,9 %) des Gesamtumsatzes.

Regionale Umsatzverteilung KRONES Konzern in Prozent

Außerhalb Europas entwickelten sich die Umsätze des Unternehmens deutlich besser als auf dem europäischen Kontinent. Obwohl KRONES in den Boomjahren viele große Projekte im außereuropäischen Ausland gewonnen hat, unterschritt der Umsatz 2009 mit 1.108,7 Mio. € den hohen Vorjahreswert von 1.130,9 Mio. € um lediglich 2,0 %. Grund hierfür ist, dass unsere Geschäfte im vergangenen Jahr in den Regionen Afrika, Mittlerer und Naher Osten und China sehr gut liefen. In Nord- und Südamerika erzielten wir hingegen deutlich weniger Umsatz als im Vorjahr. Insgesamt erwirtschaftete KRONES 59,5 % des Konzernumsatzes 2009 außerhalb Europas (Vorjahr: 47,5 %).

Umsatz nach Branchen

KRONES erzielte im vergangenen Jahr 85 % seiner Umsätze mit Unternehmen aus der Getränkeindustrie.

Der Umsatz mit Verarbeitern von Softdrinks, Wasser und Säften sank 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 26,1 % von 1.169,2 Mio. € auf 864,3 Mio. €. Wegen der globalen Wirtschaftskrise setzte sich, anders als in den Vorjahren, die hohe Nachfrage der Mineralbrunnenindustrie 2009 nicht fort. Gemessen am Konzernumsatz ging der Anteil des Geschäftes von KRONES mit Unternehmen aus der Branche nichtalkoholischer Getränke 2009 von 49,1 % auf 46,3 % zurück.

Um 11,9 % auf 720,5 Mio. € (Vorjahr: 817,4 Mio. €.) verringerte sich der Umsatz mit Unternehmen aus der Branche »Alkoholische Getränke«. Einige größere Aufträge von Herstellern und Abfüllern von Bier aus Afrika begrenzten das Umsatzminus im vergangenen Jahr. Der Anteil am Konzernumsatz kletterte von 34,3 % auf 38,6 %.

Im Non-Beverage-Bereich (Food, Chemie, Pharma und Kosmetik) erfasst KRONES unter »Food« auch die Umsätze mit der Milchindustrie, die zu den Wachstumsbranchen zählt. 2009 konnte sich aber auch der Non-Beverage-Bereich der Wirtschaftskrise nicht entziehen. Der Umsatz von KRONES in diesem Bereich verschlechterte sich um 29,1 % auf 280,1 Mio. € (Vorjahr: 394,9 Mio. €). Das entspricht 15,1 % (Vorjahr: 16,6 %) des Konzernumsatzes.

Umsatz nach Branchen KRONES Konzern in Prozent

Auftragseingang und Auftragsbestand

Auftragseingang um 17,6 % unter Vorjahr

Nach einer sehr schwachen Orderbereitschaft unserer Kunden in den ersten sechs Monaten verbesserte sich der Auftragseingang im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 zunehmend.

Wegen der schlechten Konjunkturaussichten haben viele Unternehmen Investitionen komplett gestrichen oder in die Zukunft verschoben. Deshalb unterschritt der Auftragseingang von KRONES besonders in den ersten sechs Monaten 2009 das Vorjahresniveau deutlich. Ab dem dritten Quartal belebte sich die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen zunehmend. Ein Grund dafür war die gute Resonanz auf der für die Getränkebranche weltweit wichtigsten Messe drinktec. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009 überstieg der Wert der eingegangenen Aufträge das Vorjahresniveau um 10,0 %. Besonders aus China trafen von Oktober bis Dezember viele Orders ein. Insgesamt verringerte sich 2009 unser Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 % auf 1.916,0 Mio. €.

Regional betrachtet war die Orderlage neben China auch in Afrika gut. Darüber hinaus verbesserte sich die Investitionsbereitschaft unserer Kunden in Mittel- und Westeuropa sowie in Südamerika im Jahresverlauf zunehmend. In den USA und in Osteuropa blieb die Nachfrage dagegen über den kompletten Berichtszeitraum schwach.

Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

Auftragsbestand Ende 2009 bei 888,5 Mio. €

Zum 31. Dezember 2009 hatte KRONES Aufträge im Wert von 888,5 Mio. € in den Büchern. Damit übertraf der Auftragsbestand das Vorjahresniveau um 6,1 %. Seit Ende des ersten Halbjahres 2009 wuchs das Auftragspolster um rund 100 Mio. € an.

Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. €

Ertragslage des KRONES Konzerns

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in Mio. € 2009 2008 Veränd.
Umsatzerlöse 1.864,9 2.381,4 -21,7 %
Bestandsveränderung FE/UFE -7,4 22,6
Gesamtleistung 1.857,5 2.404,0 -22,7 %
Materialaufwand -996,2 -1.255,4 -20,6 %
Personalaufwand -615,3 -661,4 -7,0 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen -216,0 -278,6 -22,5 %
EBITDA 30,0 208,6 -85,6 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen -59,6 -51,0 16,9 %
EBIT -29,6 157,6
Finanzergebnis -9,6 -1,5
EBT -39,2 156,1
Ertragsteuern 4,7 -49,6
Konzernergebnis -34,5 106,5

KRONES hat schnell auf den Wirtschaftseinbruch reagiert und das Programm »Conversion« aufgelegt. Damit konnten wir 2009 rund 140 Mio. € einsparen.

Besonders in den ersten sechs Monaten 2009 waren die marktbedingten Mengen- und Preisrückgänge erheblich. Trotz umfangreicher Maßnahmen, mit denen wir mehr als 140 Mio. € einsparten, konnte KRONES im Geschäftsjahr 2009 einen Verlust nicht vermeiden.

Die Gesamtleistung des Unternehmens schrumpfte 2009 um 22,7 % auf 1.857,5 Mio. €. Weil der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (FE/UFE) leicht zurückging, sank die Gesamtleistung stärker als der Umsatz, der sich im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % verminderte.

Um 20,6 % von 1.255,4 Mio. € auf 996,2 Mio. € ging der Materialaufwand im vergangenen Jahr zurück. Im Materialaufwand erfassen wir auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen wie externes Personal. Dieser Posten verringerte sich 2009 um 30,7 % auf 171,9 Mio. €, da wir uns im Berichtszeitraum von den meisten unserer einst rund 900 Zeitarbeitskräften trennten. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, lag 2009 bei 53,6 % (Vorjahr: 52,2 %).

KRONES hielt trotz des vorübergehenden Geschäftseinbruchs an seinem Stammpersonal fest. Deshalb hat sich der Personalaufwand im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2008 nur um 7,0 % auf 615,3 Mio. € vermindert. Die Personalaufwandsquote stieg zwar von 27,5 % im Vorjahr auf 33,1 %, aber seit Jahresmitte verbesserte sich die Kennzahl deutlich. Im zweiten Halbjahr führten wir in vielen Unternehmensbereichen Kurzarbeit ein. Das führte ebenso zu Einsparungen wie der Verzicht der Mitarbeiter auf ergebnisabhängige Gehaltsbestandteile.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Wesentlichen infolge unseres Programms »Conversion« um 35,8 Mio. € auf 348,2 Mio. € zurück.

EBITDA und EBIT des KRONES Konzerns

Von 208,6 Mio. € im Vorjahr auf 30,0 Mio. € schrumpfte im Berichtszeitraum das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Die EBITDA-Marge, also das EBITDA im Verhältnis zum Konzernumsatz, verschlechterte sich von 8,8% auf 1,6 %. Dass KRONES in den vergangenen Jahren kräftig investiert hat, spiegelt sich auch bei den Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte wider. Mit 59,6 Mio. € übertrafen diese 2009 den Vorjahreswert von 51,0 Mio. € um 16,9%. Daraus resultiert ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftjahr 2009 von minus 29,6 Mio. € (Vorjahr: 157,6 Mio. €).

EBT des KRONES Konzerns

Von 156,1 Mio. € auf minus 39,2 Mio. € verschlechterte sich das Ergebnis vor Steuern.

Eine Wertminderung auf langfristige finanzielle Vermögenswerte belastete das Finanzergebnis 2009. Aus diesem einmaligen, nicht liquiditätswirksamen Effekt resultierte trotz positiven Zinsergebnisses ein Finanzergebnis von minus 9,6 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging 2009 von 156,1 Mio. € im Vorjahr auf minus 39,2 Mio. € zurück.

EBT KRONES Konzern in Mio. €

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009 erwirtschaftete KRONES jeweils ein deutlich negatives EBT. Bereinigt um die einmalige Wertminderung auf langfristige finanzielle Vermögenswerte erzielte das Unternehmen im vierten Quartal mit 0,9 Mio. € ein leicht positives EBT.

Konzernergebnis des KRONES Konzerns

Wegen der globalen Wirtschaftskrise erwirtschaftete KRONES 2009 einen Verlust von 34,5 Mio. €

Das Unternehmen wies aufgrund der negativen Ertragslage einen Steuerertrag von 4,7 Mio. € aus. Deshalb liegt das Konzernergebnis mit minus 34,5 Mio. € über dem Ergebnis vor Steuern. Im Jahr 2008 lag der Konzerngewinn von KRONES bei 106,5 Mio. €.

Konzernergebnis KRONES Konzern in Mio. €

Ergebnis je Aktie

Das Grundkapital von KRONES ist in 31.593.072 Aktien eingeteilt. Aufgrund des Erwerbs von 1.425.421 eigener Aktien in 2009 resultiert ein gewogener Durchschnitt von 30.678.043 in Umlauf befindlicher Aktien. Daraus errechnet sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis je Aktie von minus 1,13 €. Der entsprechende Vorjahreswert lag bei 3,39 €.

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2009 2008 Veränd.
EBT -39,2 156,1 -195,3
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 169,7 183,8 -14,1
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -87,2 -105,4 18,2
Free Cashflow 82,5 78,4 4,1
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit -58,0 -23,9 -34,1
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 24,5 54,5 -30,0
sonstige Veränderung des Finanzmittelfonds 2,6 0,1 2,5
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 108,4 53,8 54,6
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 135,5 108,4 27,1

KRONES hat das Working-Capital-Management in den vergangenen Jahren stark verbessert.

Obwohl sich das Ergebnis vor Steuern von KRONES 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 156,1 Mio. € auf minus 39,2 Mio. € verschlechterte, erwirtschafteten wir einen operativen Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) von 169,7 Mio. € (Vorjahr: 183,8 Mio. €). Erheblich dazu beigetragen hat unser Working-Capital-Management, wodurch sich der Saldo aus Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten 2009 um 111,2 Mio. € verringerte (Vorjahr: Erhöhung um 46,0 Mio. €). Dass die Kundenanzahlungen infolge einiger Großaufträge um 145,6 Mio. € stiegen, trug ebenfalls zum guten operativen Cashflow des Unternehmens bei.

Operativer Cashflow KRONES Konzern in Mio. €

KRONES investierte im Berichtszeitraum mit 88,2 Mio. € um 23,7 Mio. € weniger in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte als im Vorjahr. Unser Technologiezentrum in Neutraubling, in dessen Ausbau 2008 noch erhebliche Mittel flossen, haben wir im vergangenen Jahr fertiggestellt. Im März 2009 hat KRONES seinen Anteil an der Tochter KOSME von 70 % auf 100 % erhöht.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €

Trotz Verlust erwirtschaftete KRONES im vergangenen Jahr 82,5 Mio. € Free Cashflow.

Der Free Cashflow, also der operative Cashflow, vermindert um die gesamten Investitionen, verbesserte sich trotz der angespannten Ertragslage 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 78,4 Mio. € auf 82,5 Mio. €.

Im Juni 2009 schüttete das Unternehmen an seine Aktionäre 18,1 Mio. € Dividende für das Geschäftsjahr 2008 aus (Vorjahr: 22,1 Mio. €). Darüber hinaus hat das Unternehmen im Berichtszeitraum für insgesamt 37,1 Mio. € rund 1,4 Mio. eigene Aktien an der Börse erworben.

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

Unter Berücksichtigung der wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds stiegen die liquiden Mittel von KRONES per Ende 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 108,4 Mio. € auf 135,5 Mio. €.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. €

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € 2009 2008 2007 2006 2005
Langfristige Vermögenswerte 542 534 475 430 403
davon Anlagevermögen 496 482 422 374 357
Kurzfristige Vermögenswerte 1.248 1.291 1.209 1.042 880
davon Zahlungsmittel 136 108 54 58 57
Eigenkapital 696 790 708 629 572
Fremdkapital 1.094 1.035 976 843 711
langfristige Verpflichtungen 125 144 155 147 155
kurzfristige Verpflichtungen 969 891 821 696 556
Bilanzsumme 1.790 1.825 1.684 1.472 1.283

Die Nettoliquidität von KRONES betrug zum Bilanzstichtag 2009 135,5 Mio. €.

Trotz der Verringerung des Geschäftsvolumens von über 20 % war die Bilanzsumme von KRONES per 31.12.2009 mit 1.790,5 Mio. € um knapp 2 % niedriger als zum Bilanzstichtag 2008. KRONES verfügte Ende 2009 über langfristige Vermögenswerte von insgesamt 542,5 Mio. € (31.12.2008: 534,3 Mio. €). Der Buchwert des Anlagevermögens übertraf mit 495,8 Mio. € das Vorjahresniveau von 482,0 Mio. € um 2,9 %. Der Buchwert der Sachanlagen lag bei 407,4 Mio. € (Vorjahr: 386,7 Mio. €). Der Großteil der immateriellen Vermögenswerte, die sich zum Bilanzstichtag 2009 auf 86,1 Mio. € (Vorjahr: 79,8 Mio. €) summierten, sind aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen.

Ende 2009 lagen die kurzfristigen Vermögenswerte mit 1.248,0 Mio. € um 3,3 % niedriger als ein Jahr davor. Um 46,7 Mio. € auf 521,9 Mio. € verringerten sich die Vorräte von KRONES. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 70,8 Mio. € auf 458,3 Mio. € zurück. Damit zahlten sich unsere in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital Managements weiter aus. Von 27,6 % auf 22,5 % hat sich die Kennzahl Working Capital zu Umsatz verbessert. Die sonstigen Vermögenswerte, die überwiegend geleistete Anzahlungen und Steuererstattungsansprüche beinhalten, stiegen von 79,7 Mio. € auf 127,0 Mio. € an. Obwohl KRONES 2009 für 37,1 Mio. € eigene Aktien kaufte und eine Dividende von 18,1 Mio. € auszahlte, verfügte das Unternehmen Ende des Geschäftsjahres über liquide Mittel von 135,5 Mio. € (31. Dezember 2008: 108,4 Mio. €).

Dass das Eigenkapital 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 790,0 Mio. € auf 695,7 Mio. € sank, liegt neben dem negativen Konzernergebnis auch am Aktienrückkaufprogramm, da die für den Erwerb der Aktien aufgewendeten Mittel vom Eigenkapital abgesetzt wurden. Unsere Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 38,9 % (31. Dezember 2008: 43,3 %). Bereinigt um den Effekt des Aktienrückkaufprogramms betrug die Kennzahl 40,1 %.

Die langfristigen Verpflichtungen von KRONES verringerten sich von 144,1 Mio. € auf 125,0 Mio. €. Größte Einzelposten sind mit 76,8 Mio. € Rückstellungen für Pensionen sowie mit 37,7 Mio. € sonstige Rückstellungen, die im Wesentlichen für langfristige Personalverpflichtungen gebildet wurden. Langfristige Bankschulden hatte das Unternehmen zum 31. Dezember 2009 keine.

Vor allem, weil die Kundenanzahlungen 2009 aufgrund diverser Großaufträge deutlich gestiegen sind, erhöhten sich die kurzfristigen Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr von 891,0 Mio. € auf 969,8 Mio. €. Auch kurzfristige Bankschulden hatte KRONES Ende 2009 keine.

Bericht aus den Segmenten

Segment Produktabfüllung und -ausstattung

Im Kerngeschäft und dem mit Abstand größten Segment bietet KRONES Maschinen und komplette Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, verpacken, etikettieren und transportieren.

Segmentumsatz

Um 23,7 % reduzierte sich der Umsatz in unserem Kernsegment.

In unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« verringerte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 % auf 1.511,8 Mio. € (Vorjahr: 1.982,6 Mio. €). Unter der geringen Investitionsbereitschaft der internationalen Getränkeindustrie infolge der weltweiten Wirtschaftskrise litt besonders die Nachfrage nach kompletten Abfülllinien. Der Bereich Kunststofftechnik, also Maschinen und Anlagen auf denen PET-Flaschen hergestellt, befüllt und verpackt werden, trug den größten Teil zum Segmentumsatz bei. Der Anteil des Segments am gesamten Umsatz von KRONES betrug 81,1 % (Vorjahr: 83,3 %).

Umsatz Segment Produktabfüllung und -ausstattung in Mio. €

Segmentergebnis

Von 154,3 Mio. € im Vorjahr auf minus 19,5 Mio. € verschlechterte sich 2009 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«. Dass unsere Produktionskapazitäten im Berichtszeitraum nicht ausgelastet waren, belastete das Segmentergebnis ebenso wie die allgemein schlechte Preisqualität. Auch eine einmalige Wertminderung (siehe S. 43) schlug sich im Ergebnis unseres Kernsegments nieder. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, lag im Geschäftsjahr 2009 bei minus 1,3 % (Vorjahr: 7,8 %).

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) in Prozent

Segment Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Dieses Segment umfasst die Sudhaus- und Filtrationstechnik, also die Brauereitechnologie ebenso wie die Pasteurisiertechnologie. Auch Anlagen, mit denen sensible Getränke wie Milch behandelt und Milchmixgetränke und Fruchtsäfte produziert werden, zählen zum Segment »Getränkeproduktion/Prozesstechnik«. Im Bereich Intralogistik bietet KRONES Anlagen und Dienstleistungen an, mit denen Unternehmen ihren kompletten Materialfluss effizienter gestalten können.

Segmentumsatz

Bei 11,6 % lag das Umsatzminus im Segment Prozesstechnik.

Mit 274,1 Mio. € lag der Umsatz im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« 2009 um 11,6 % niedriger als im Vorjahr (310,0 Mio. €). Nach einem schwachen Jahresstart entwickelte sich das Geschäft des Segments im zweiten Halbjahr, auch abrechnungsbedingt, zunehmend besser. Besonders von Brauereien aus Afrika kam rege Nachfrage nach Sudhäusern und anderen Produkten der Prozesstechnik. Der Umsatzanteil des Segments stieg von 13,0 % im Vorjahr auf 14,7 %.

Umsatz Segment Getränkeproduktion/Prozesstechnik in Mio. €

Segmentergebnis

Das Ergebnis vor Steuern im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« ging von 1,7 Mio. € im Jahr 2008 im Berichtszeitraum auf minus 14,9 Mio. € zurück. Um das Segmentergebnis, das im vergangenen Jahr von einem ungünstigen Produktmix beeinflusst wurde, nachhaltig zu verbessern, will KRONES den eigenen Wertschöpfungsanteil weiter ausbauen. Die EBT-Marge reduzierte sich 2009 von 0,5 % im Vorjahr auf minus 5,4 %.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) in Prozent

Segment unterer Leistungsbereich (KOSME)

Unsere Tochter KOSME bietet ein ähnliches Produktspektrum wie das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« an, jedoch für weniger anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Mit KOSME erreichen wir auch Kunden aus kleineren Betrieben. Dies ergänzt das anspruchsvolle Kerngeschäft von KRONES ideal.

Segmentumsatz

In unserem kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % auf 79,0 Mio. € (Vorjahr: 88,8 Mio. €). Damit schnitt KOSME besser als der Gesamtmarkt ab. Das Segment profitierte von der verhältnismäßig guten Nachfrage nach Einzelmaschinen. Dieser Bereich litt nicht so stark unter der weltweiten Wirtschaftskrise wie komplette Abfülllinien. Zum Konzernumsatz von KRONES trug KOSME 4,2 % (Vorjahr: 3,7 %) bei.

Umsatz Segment KOSME in Mio. €

Segmentergebnis

Das Ergebnis vor Steuern von KOSME rutschte 2009 auf minus 4,8 Mio. € ab.

KRONES baute seine Beteiligung an KOSME Anfang 2009 auf 100 % aus. Damit einhergehend erhielt das Unternehmen eine neue Führung und wurde mit dem Ziel umstrukturiert, die Produktion effizienter zu gestalten. Auch weil diese Maßnahmen 2009 noch nicht vollständig wirkten, lag das Ergebnis vor Steuern des Segments bei minus 4,8 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Daraus ergibt sich eine EBT-Marge von minus 6,1 % (Vorjahr: 0,2 %).

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) in Prozent

Forschung und Entwicklung (F&E)

Effiziente Lösungen für Gesamtfabriken im Fokus
Viele Innovationen im drinktec-Jahr 2009 vorgestellt

KRONES investiert nachhaltig in F&E, damit laufend neue Produkte und Technologien entstehen.

Als technikgetriebenes Unternehmen nimmt der Bereich Forschung und Entwicklung bei KRONES eine zentrale Rolle ein. Wir investieren nachhaltig in f&e. Damit sichern wir mit Innovationskraft und technologischem Vorsprung die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Bei KRONES nehmen rund 350 Mitarbeiter strategische Entwicklungsaufgaben wahr. Darüber hinaus sorgen rund 1.350 Beschäftigte dafür, dass KRONES seinen Kunden permanent verbesserte Produkte und Dienstleistungen anbieten kann.

KRONES verfolgt in der Forschung und Entwicklung vorrangig die Ziele:

Reduzierung der Total Cost of Ownership (TCO) beim Kunden
Geringere Komplexität der Maschinen und Anlagen
Kunden sollen ihre Produktion noch effizienter auslasten können

Bei den Kunden stehen nicht mehr nur die einmaligen Anschaffungskosten im Vordergrund, sondern die Total Cost of Ownership (TCO). Diese beinhalten auch die laufenden Kosten, die beim Betrieb einer Anlage anfallen. Diesen Anforderungen wird KRONES durch kontinuierlich weiterentwickelte Prozesse bei der Produktentstehung gerecht. Einen erheblichen Beitrag, die TCO zu senken, leistet unser im Jahr 2008 gestartetes enviro Programm. Dieses haben wir im vergangenen Jahr weiter forciert. Darüber hinaus wurde das enviro Programm 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Produkte mit dem enviro Siegel zeichnen sich dadurch aus, dass sie nachhaltig weniger Energie und andere Medien (Wasser, Gas usw.) verbrauchen als vergleichbare Maschinen. Im vergangenen Jahr erhielten die Streckblasmaschine Contiform, die Etikettiermaschine Starmodul mit dem Contiroll-Aggregat, die Füllerbaureihe Volumetic VODM und das Gebindegruppiersystem Robobox das enviro Siegel.

Erfolg mit System

Innovative Maschinen und Anlagen reichen heute nicht mehr aus, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen. Der Schlüssel, um die Produktion von Getränkefabriken effizienter zu machen, liegt in der Integration von Prozesstechnik, Abfüllung und Verpackung sowie der Materialflusstechnik zu einem kompletten System. Im Fokus unserer F&E-Arbeit steht daher die Gesamtfabrikintegration. Um diese Aufgabe zu bewältigen, benötigen wir neben unseren leistungsstarken Maschinen und Anlagen eine ausgefeilte Informationstechnologie (IT). KRONES investiert viel Zeit und Geld in die IT-Entwicklung. Schon heute kann unsere Software aus dem ERP-System des Kunden gesamte Prozesse ableiten. Das ist die Basis, um von der Rohstoffanlieferung über die Getränkeproduktion bis zur Auslieferung sämtliche Abläufe höchst effizient zu gestalten.

Innovationen im Geschäftsjahr 2009

KRONES hat in den vergangenen Jahren die Anmeldung von Patenten forciert. Wegen der langen Bearbeitungszeiten der Patentämter dürfte sich das erst ab 2010 in deutlich steigenden Patenteinträgen widerspiegeln. Allein 2009 hat das Unternehmen 490 Patente angemeldet. Ende des Berichtsjahres hatte KRONES mehr als 1.600 Patente und Gebrauchsmuster eingetragen. Im drinktec-Jahr 2009 konnten wir, wie die folgende Auswahl zeigt, mit innovativen Maschinen und Anlagen aufwarten.

Im Bereich Prozesstechnik brachte KRONES die Wasseraufbereitungsanlage Hydronomic auf den Markt. Kernstück der Wasseraufbereitung ist die Umkehrosmose-Anlage, die das Wasser weitgehend entsalzt. Bei der Hydronomic ist die Umkehrosmose so aufgebaut, dass sie wenig Energie, Wasser und Reinigungschemikalien benötigt. Ein weiterer Vorteil ist die Option, Hydronomic an das Linien-Dokumentations-System LDS von KRONES anzubinden. Das LDS erkennt Servicebedarf wie die Membranreinigung der Maschine automatisch und frühzeitig.

Speziell kleine und mittelgroße Brauereien adressiert KRONES mit der neuen Kurzzeiterhitzungsanlage VarioFlash B. Um Getränke für längere Zeit haltbar zu machen, werden verschiedene Verfahren angewendet. Eine davon ist die Pasteurisation mittels Kurzzeiterhitzung. Dabei kommt es vor allem auf die Temperatur und die Dauer des Pasteurisiervorgangs an. Die VarioFlash B ist flexibel und behandelt die Getränke äußerst geschmacksschonend.

Mit dem ErgoBloc L präsentierte KRONES im vergangenen Jahr einen Nassteilblock, der Blasmaschine, Etikettiermaschine und Füller vereint. Auf der kompakten Anlage können PET-Behälter hergestellt, etikettiert, abgefüllt und verschlossen werden. Ein Kernelement der Anlage ist die völlig neue Antriebs- und Steuerungstechnik, die eine Blockung erst möglich machte. Im Vergleich zu konventionellen Linien hat der ErgoBloc L wegen des optimierten Materialflusses einen höheren Wirkungsgrad. Das neue Bedienkonzept und die Platzersparnis sind weitere Vorteile. Der ErgoBloc L ist für eine Leistung von bis zu 45.000 Behältern pro Stunde ausgelegt und kann sowohl für stille als auch für kohlensäurehaltige Getränke eingesetzt werden.

Ein hochflexibles Verpackungssystem haben wir mit der Verpackungsstraße Varioline entwickelt. Auf dieser Anlage lassen sich mehrstufige Verpackungsprozesse abbilden. Je nach Ausprägung der Maschine sind Erst- und Zweitverpackungen kombinierbar. So können zum Beispiel lose Behälter wie Gasflaschen, PET-Behälter oder Dosen zu Multipacks zusammengestellt und anschließend in Kunststoffkästen, Karton-Faltschachteln oder Wrap-around-Kartons verpackt werden. Die Varioline ist modular aufgebaut. Abhängig von Kombination und Anzahl der eingesetzten Module können viele unterschiedliche Endverpackungen erstellt werden. Die Varioline ist nicht nur sehr flexibel, sondern besticht auch durch ihren geringen Platzbedarf.

Lifecycle Service (LCS)

Das Servicegeschäft von KRONES

Umfangreiches Produktportfolio
Service-Center in Russland eröffnet
KRONES Akademie erweitert Schulungsprogramm

Aufgrund der aus Kundensicht steigenden Bedeutung der Gesamtkosten für den Betrieb einer Abfüllanlage (Total Cost of Ownership - TCO) stellt in der strategischen Ausrichtung der KRONES AG der LCS-Bereich einen untrennbaren Bestandteil des kompletten Neumaschinengeschäfts dar.

KRONES Kunden wollen die Kapazitäten ihrer Anlage optimal nutzen, ihre Produktionskosten nachhaltig senken, die Produktqualität steigern sowie höchste Hygiene- und Sicherheitsbedingungen schaffen.

Um die hohen Ansprüche der Kunden zu erfüllen, hat KRONES das komplette Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft, individuell kombinierbare Dienstleistungen, Ersatz- und Rüstteile, Schulungen sowie Software im Geschäftsbereich »Lifecycle Service (LCS)« gebündelt. Mehr als 1.800 hochqualifizierte Mitarbeiter setzen sich dafür ein, dass den Kunden von KRONES unabhängig von Zeit und Ort ein umfangreiches Serviceangebot in Top-Qualität zur Verfügung steht. Je nach Bedarf können sich unsere Abnehmer daraus ihr individuelles Programm zusammenstellen. Darüber hinaus bieten wir den Kunden an, ihre Maschinen und Anlagen über die komplette Laufzeit ganzheitlich zu betreuen.

Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Kunden zu, die auf die Inhouse-Überholung und dem Austausch ganzer Funktionsbaugruppen zurückgreifen. Bei diesem LCS-Konzept liefern Kunden KRONES komplette Baugruppen, die dann bei uns repariert und gewartet werden. Dadurch verkürzen sich die Instandhaltungsarbeiten und es werden weniger Service-Techniker vor Ort benötigt. Beides zahlt sich für den Kunden aus.

KRONES bietet im Servicegeschäft ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsspektrum an.

Das LCS Produktportfolio von KRONES

LCS Services

OnSite: Klassische Wartung und Instandhaltung vor Ort beim Kunden.
Productivity: Mit modernen Analysemethoden optimieren wir Anlagen und machen sie wirtschaftlicher.
Support: Schnelle Hilfe im Notfall durch 24/7-Service Line und Fernwartung.
Training: Kundenorientierte Schulungen für das Bedien- und Wartungspersonal.
Design: Rundumbetreuung beim Gestalten neuer PET-Behälter.

LCS Parts + Software

Unser Angebot ist modular aufgebaut. Die Kunden können sich daraus ihr individuelles Serviceprogramm zusammenstellen.

Original Spares: Originale Ersatz- und Verschleißteile sowie von KRONES überholte Ersatzteile höchster Qualität liefern wir schnell und zuverlässig.
Retrofitting: Schnelles und effizientes Umrüsten von Anlagen. Darüber hinaus erhöhen wir die Produktivität von Maschinen durch neu entwickelte Bauteile oder Steuerungsprogramme.
Consumables: Hochwertige Betriebsstoffe, die optimalen Betrieb von Maschinen gewähren sowie Klebstoffe von KIC KRONES für Etikettiermaschinen.
SoftTools: Software, die verschiedene Maschinendaten erfasst und analysiert. Damit wird Instandhaltungsbedarf frühzeitig erkannt.

KRONES baut internationales Servicenetz weiter aus

Ein wichtiges Element des LCS-Geschäfts sind die weltweit strategisch positionierten Service Center von KRONES. Sie dienen den mehr als 40 Niederlassungen als zentrale Stützpunkte. Um unseren Kunden einen Top-Service zu garantieren, haben wir in den vergangenen Jahren viel in den Auf- und Ausbau der Service Center investiert.

KRONES unterhält derzeit weltweit sieben Service Center. Diese sind die zentralen Stützpunkte für das Lifecycle Service-Geschäft des Unternehmens.

2009 hat KRONES nicht nur die bestehenden Center zum Teil erweitert, sondern darüber hinaus in Tver für die Region Russland/GUS ein Neues eröffnet. Mit den Standorten Neutraubling (Region Europa), Franklin (Region Nordamerika), São Paulo (Südamerika), Taicang (Region China), Johannesburg (Region Afrika) und Bangkok (Asien/ Pazifik) verfügt KRONES nun über sieben Service Center.

Die KRONES Akademie

Mehr als 50 qualifizierte Ausbilder unterrichten in der KRONES Akademie das Führungs- und Bedienpersonal von Kunden.

Integraler Bestandteil des Lifecycle Service ist die KRONES Akademie. Dort weisen wir sowohl das Führungs- als auch das Bedienpersonal unserer Kunden in praxisorientierten Schulungen in die Funktionsweise der Maschinen und Anlagen von KRONES ein. So gewährleisten wir, dass die Betreiber die Anlagen sicher beherrschen und wirtschaftlich den höchsten Erfolg erzielen. Die KRONES Akademie hat mehr als 50 qualifizierte Ausbilder, die am Hauptsitz der Einrichtung in Neutraubling sowie an den verschiedenen internationalen Schulungszentren vor Ort unterrichten. 2009 hat die Akademie ihr Angebot um das Trainingspaket »KRONES Automation Engineer« erweitert. In der praxisorientierten Schulung vermitteln wir den Teilnehmern, wie man Probleme schneller löst und Stillstandszeiten von Maschinen minimiert. Im vergangenen Jahr besuchten insgesamt 9.388 Teilnehmer die Veranstaltungen der KRONES Akademie.

Kursteilnehmer KRONES Akademie

Mitarbeiter

KRONES meistert die Krise ohne Kündigungen

Oberstes Ziel des Unternehmens war für 2009, die Stammbelegschaft zu halten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Dieses wichtige Ziel wurde aufgrund verschiedener Maßnahmen wie Kurzarbeit, Altersteilzeit und flexibler Arbeitszeit erreicht. Dennoch ging im Krisenjahr 2009 erstmalig seit Jahren fluktuationsbedingt die Zahl der Mitarbeiter um 95 auf 10.238 zurück.

KRONES setzt weiterhin alles daran, die hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Aufgrund dieser langfristig orientierten Personalpolitik nehmen wir zwar kurzfristige Ergebniseinbußen in Kauf, aber wir wissen, dass nur motivierte und nicht verängstigte Mitarbeiter unsere Produkte und Dienstleistungen in der Qualität herstellen und anbieten können, wie es die Kunden von KRONES gewöhnt sind.

Mitarbeiter nach Regionen

Alle KRONES Mitarbeiter sind für ihre anspruchsvollen Aufgaben bestens ausgebildet. Nahezu unsere vollständige Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit Studium steigt stetig und liegt mittlerweile bei 16,4 %.

Die Mitarbeiter von KRONES sind sehr gut ausgebildet.

Qualifikationsstruktur Mitarbeiter in Deutschland

Personalentwicklung und -weiterbildung

KRONES legt großen Wert auf fachübergreifende Fortbildungsangebote.

Der Bereich Personalentwicklung kümmert sich intensiv um die kontinuierliche Weiterbildung und Förderung der Beschäftigten. Neben rein fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen bieten wir den Arbeitnehmern zunehmend auch fachübergreifende und interkulturelle Fortbildungsangebote wie Präsentationstechniken und Sprachkurse an.

Im Berichtsjahr wurde die Zahl der internen Seminare deutlich erhöht. Über alle Schulungen und Trainings, die KRONES anbietet, können sich die Beschäftigten seit 2009 flächendeckend im SAP-Trainingsportal informieren. Zu mehr als 100 Themen werden in verschiedenen Fachbereichen Mitarbeiterschulungen durchgeführt. So nahmen 2009 rund 6.700 Beschäftigte an internen (3.458 Mitarbeiter) und (3.241 Mitarbeiter) an externen Weiterbildungsmaßnahmen teil.

Gute Ausbildung - auch in schwierigen Zeiten ein lohnendes Investment

Das Fundament für eine qualifizierte Belegschaft ist eine erstklassige Berufsausbildung der Mitarbeiter. In derzeit 25 verschiedenen Ausbildungsberufen werden sie auf höchstem Niveau auf ihren Beruf vorbereitet. Wir investieren jährlich im Durchschnitt zwischen 65.000 und 70.000 € in die Ausbildung jedes jungen Auszubildenden.

Zahl der Ausbildungsanfänger KRONES AG

Bei der Auswahl der Auszubildenden ist KRONES anspruchsvoll. Von den rund 1.600 Schulabgängern, die sich für eine Ausbildung im Jahr 2009 beworben hatten, luden wir etwa 600 zu berufsspezifischen Einstellungstests ein. Die Hälfte davon erhielt die Chance, uns in einem persönlichen Vorstellungsgespräch von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Im Herbst 2009 starteten nach dem Auswahlprozess 136 junge Menschen ihre Ausbildung bei KRONES.

Zum Jahresende 2009 bildete KRONES in Deutschland insgesamt 527 junge Menschen aus. Damit liegt die Ausbildungsquote bei sehr respektablen 5 %. KRONES übernahm 2009 aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation erstmalig seit Langem die Auszubildenden nicht unbefristet, sondern vorerst befristet für 12 Monate.

KRONES arbeitet konstruktiv mit Hochschulen zusammen

Für Unternehmen ist es wichtig, sich frühzeitig den Zugang zu den besten Mitarbeitern zu sichern. KRONES arbeitet seit Jahren intensiv mit Hochschulen zusammen und organisiert Veranstaltungen, auf denen sich angehende Ingenieure und Akademiker über die verschiedenen Berufsbilder und die Karrierechancen bei KRONES informieren können.

Ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist unsere langjährige Kooperation mit der Hochschule und der Universität Regensburg. KRONES gibt den Nachwuchswissenschaftlern mit Praxissemestern und Diplomarbeiten Einblick in die industrielle Praxis. Im Mai 2009 präsentierten zum Beispiel 20 Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Regensburg, ihre Ergebnisse zum Thema »Optimierungen in der Montage und Fülltechnik«. Das Ergebnis nach sechs Monaten Arbeit konnte sich mehr als sehen lassen. Die einzelnen Prozesse konnten in der Praxis deutlich verbessert und die Produktivität gesteigert werden.

Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2009. Dieser ist im Internet unter www.krones.com abrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften

Für KRONES ist nachhaltiges Wirtschaften seit jeher ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. Nachhaltigkeitsmanagement bedeutet für KRONES: Ressourcen effizient und schonend einzusetzen sowie gesellschaftlich verantwortlich zu handeln. Dem Unternehmen sind langfristige und faire Beziehungen zu allen Geschäftspartnern wichtiger als kurzfristige Gewinnoptimierung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen wir uns derzeit zweifelsohne befinden, zeigt sich, wie wichtig gute Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären sind.

In den Unternehmensleitlinien haben sich der KRONES Konzern und seine Mitarbeiter auf gemeinsame Werte festgelegt und sich verpflichtet, nachhaltig und verantwortlich zu handeln. Für KRONES ist entscheidend, dass die gemeinsamen Werte nicht nur niedergeschrieben, sondern von allen Mitarbeitern gelebt werden.

Unternehmensleitlinien

Wir wirtschaften nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich
Wir stehen für exzellente Qualität und technologische Marktführerschaft
Wir sind erfolgreich durch unsere Mitarbeiter
Wir setzen Ressourcen sparsam bei höchster Qualität ein
Wir achten auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter
Wir produzieren umweltverträglich
Wir handeln langfristig und transparent

Das Nachhaltigkeitsprogramm enviro wurde 2009 ebenso von TÜV SÜD zertifiziert wie der Nachhaltigkeitsbericht.

KRONES begreift Nachhaltigkeit schon immer als Chance - und davon haben wir auch 2009 einige genutzt. Ein wichtiger Meilenstein war die Zertifizierung des Nachhaltigkeitsprogramms enviro von TÜV SÜD. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro Siegel für Energie- und Medieneffizienz (Gas, Wasser) sowie Umweltverträglichkeit zu verleihen. Zudem bietet KRONES mit dem enviro Pass seinen Kunden eine hohe Transparenz, um die Verbrauchsdaten unterschiedlicher Maschinen zu vergleichen. Auf der drinktec 2009 zeigten die Kunden aus aller Welt größtes Interesse an den enviro Produkten.

Nicht zuletzt wurde im Berichtszeitraum auch der Nachhaltigkeitsbericht 2008 erstmals von TÜV SÜD zertifiziert.

Weitere interessante Informationen zum Thema Nachhaltigkeit entnehmen Sie bitte unserem erneut von TÜV SÜD zertifizierten Nachhaltigkeitsbericht für 2009. Dieser ist im Internet unter www.krones.com abrufbar.

Nachhaltigkeit.

Gemeinsam Werte leben - zusammen Werte schaffen. Das nachhaltige Denken, Handeln und Wirtschaften aller Mitarbeiter ist die Basis des Erfolgs von KRONES. Zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von KRONES ist das enviro Programm.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente

Risikomanagementsystem wird permanent ausgebaut

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems von KRONES ist ein internes Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen. Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent ausbauen und verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Bereits vor der Auftragsannahme unterziehen wir Angebote einer Rentabilitätsprüfung. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird. Das KRONES Risikomanagement setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg turnusgemäß detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen. Darüber hinaus führen wir jedes Jahr für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch, die zu entsprechenden Maßnahmen und Aktionen zur Risikoreduzierung führen. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in turnusgemäßen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES formell im Controlling verankert. Hier laufen alle relevanten Informationen zusammen und werden dem Vorstand aufbereitet als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Risikocontrolling

Operative und finanzielle Risiken werden von KRONES permanent analysiert, diskutiert und dokumentiert. Auch bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen werden im Rahmen unterjähriger Controllingprozesse auf ihre Wirksamkeit überwacht. Neben Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz werden sämtliche Aufwandsarten, der Cashflow sowie wesentliche Bestandteile des Umlaufvermögens und der Bilanz dargestellt. Aus den Zahlen ergeben sich Risikoeinschätzungen hinsichtlich des laufenden Geschäfts und Optionen hinsichtlich zukünftiger Projekte.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen vor allem durch das Controlling übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. Darüber hinaus führt die eingesetzte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Risikokategorien

Finanzielle Risiken

Angaben zu IFRS 7 Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten.

Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen bezüglich der unten genannten Risikokategorien.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen der Finanzinstrumente zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaig vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert zum

Abschlussstichtag

nicht überfällig
bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 477.085 320.143 57.690 22.476 39.102 37.674
31.12.2008 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 553.769 383.700 80.525 21.508 30.731 37.305

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollar, des Neuseeland-Dollar und des chinesischen Remninbi Yuan gegenüber dem Euro entstehen können. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig. Die Ausleihung besteht im Wesentlichen gegenüber einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat ein unwesentliches Ausfallrisiko.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht im ausreichenden Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2009 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert

31.12.2009
Zinsen Cashflow

2010

Tilgung
Zinsen Cashflow

2011-2014

Tilgung
Zinsen Cashflow

nach 2015

Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 1.102 0 1.102 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 4.687 583 710 1.011 3.977 0 0
Diskontierte Kundenwechsel 8.779 0 5.888 0 2.891 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.410 9 8.829 116 581 0 0
23.978 592 16.529 1.127 7.449 0 0

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in T€ Buchwert

31.12.2008
Zinsen Cashflow

2009

Tilgung
Zinsen Cashflow

2010-2013

Tilgung
Zinsen Cashflow

nach 2014

Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 2.929 0 2.929 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 731 24 83 66 361 15 287
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 6.254 622 844 1.600 5.410 0 0
Diskontierte Kundenwechsel 44.194 0 37.111 0 7.083 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.700 14 7.144 111 556 0 0
61.808 660 48.111 1.777 13.410 15 287

3. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderung der Marktpreise schwanken.

3.1 Zinsänderungsrisiken

KRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können.

3.2 Währungsrisiken

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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in T€ Währung

USD
Währung

CHF
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 880 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.737 -3
Sonstige Finanzforderungen 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 0 0
Ausleihungen 0 0
Summe Aktiva 4.617 -3
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen -423 -1.167
gegenüber Kreditinstituten 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0
Derivate mit negativen Marktwerten 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0
Summe Passiva -423 -1.167
Saldo Aktiva und Passiva 4.194 -1.170
Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Positionen 3.013 0
Netto-Exposure per 31.12.2009 1.181 -1.170

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde eine Auswirkung im Ergebnis in Höhe von insgesamt T€ -107 beim USD und T€ 106 beim CHF verursachen.

3.3 Aktienkursrisiken

KRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen von Aktienkursen ergeben können.

3.4 Rohstoffpreisrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Das Unternehmen begegnet diesen möglichen Risiken durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden.

4. Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen aus dem operativen Geschäft rechtliche Risiken. KRONES rechnet derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme.

Operative Risiken und Chancen

1. Preis

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge; entstehende Mehrkosten sind von uns zu tragen. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine dreidimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen und den regionalen Risiken beurteilt.

2. Beschaffung

Den Risiken auf der Beschaffungsseite wirkt KRONES mit einem gezielten Material- und Lieferanten-Risikomanagement entgegen. Hinsichtlich Lieferanten besteht ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein eigens entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt zur Risikominimierung bei.

3. Kosten

Um unsere Ergebnissituation kontinuierlich zu verbessern, müssen wir die Kostenstrukturen nachhaltig optimieren. Dabei geht es in erster Linie darum, durch intelligente Arbeitszeit- und Wertschöpfungsmodelle klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu variabilisieren, um mit starken Marktveränderungen in beide Richtungen zurechtzukommen.

4. Personal

KRONES benötigt hoch qualifizierte Mitarbeiter. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern sichern wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Diplomanden und Praktikanten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater zur Personalfindung ein.

Durch die am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Betriebsvereinbarung ist es uns gelungen - im Gegenzug für eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis 2012 -, dem Personalkostendruck durch längere und flexiblere Arbeitszeiten zu begegnen.

Zusammenfassende Beurteilung

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir stellen uns auf die geänderte Risikolage ein, indem wir umfangreiche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung eingeleitet haben.

Langfristig sind in unseren Märkten wieder Wachstumschancen zu erwarten. Wir sind mit unseren Produkten und Leistungen für den Bereich »Essen und Trinken« sehr nahe am Konsum und profitieren indirekt vom globalen Bevölkerungswachstum und einem weltweit zunehmenden Wohlstand.

Service ohne Grenzen.

Unsere Servicemitarbeiter sind in allen wichtigen Regionen der Welt zu Hause. KRONES ist nah am Kunden und garantiert unabhängig von Ort und Zeit schnelle und effiziente Serviceleistungen. Ein Mehrwert, den Kunden gerne beanspruchen.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres/Ausblick

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009 sind keine Ereignisse eingetreten, die für KRONES von wesentlicher Bedeutung sind. Der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Jahres 2010 bestätigt die im »Ausblick« getroffenen Aussagen.

Ausblick

Weltwirtschaft erholt sich
Deutscher Maschinenbau kommt langsam aus dem Tal
KRONES erwartet für das Geschäftsjahr 2010 Gewinn

Rezession gilt als beendet

Die meisten Konjunkturexperten erwarten, dass sich die Weltwirtschaft 2010 von ihrem tiefen Fall im Vorjahr erholt. Unterstützt wird der Aufschwung von den milliardenschweren Konjunkturprogrammen in den großen Industrie- und Schwellenländern. Darüber hinaus wirkt sich die expansive Geldpolitik der wichtigsten internationalen Notenbanken positiv auf die Wirtschaft aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Weltwirtschaft 2010 um 3,9 % wächst. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die staatlichen Konjunkturhilfen nicht zu früh beendet werden. Denn der Aufschwung ist nach Ansicht des IWF noch nicht selbsttragend.

Im Jahr 2010 soll sich die globale Wirtschaft erholen. Starkes Wachstum erwarten die Experten in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern.

Große Hoffnungen setzen die Konjunkturexperten des IWF 2010 vor allem in die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer. So soll in China die Wirtschaft im laufenden Jahr um 10 % und in Indien um knapp 8 % wachsen. Nachdem die Konjunktur in Japan im vergangenen Jahr kräftig eingebrochen war, dürfte sie 2010 um 1,7 % zulegen.

Auch die größte Volkswirtschaft der Welt nimmt wieder Fahrt auf. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA wird nach IWF-Prognosen um 2,7 % steigen, obwohl die hohe Arbeitslosigkeit und der schwache Immobilienmarkt der US-Wirtschaft unverändert Probleme bereiten. Ein nur bescheidenes Wachstum von 1,0 % erwarten die Experten für den Euroraum.

Wirtschaft in Deutschland wächst überproportional

Als Exportnation dürfte Deutschland davon profitieren, dass der Welthandel im laufenden Jahr deutlich steigt. Darüber hinaus erhält die heimische Wirtschaft Rückenwind durch das Konjunkturprogramm der Regierung, die vor allem Bereiche wie die Bauwirtschaft unterstützt. Anfang des Jahres hat der IWF seine Wachstumsprognose 2010 für das deutsche BIP auf 1,5 % hochgeschraubt.

Deutscher Maschinenbau hat das Schlimmste hinter sich

Die deutsche Maschinenbaubranche dürfte nur zögerlich aus der Krise kommen.

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geht davon aus, dass die Krise der Branche noch nicht vorüber, aber zumindest der tiefe Fall beendet ist. Das Minus bei den Auftragseingängen hatte sich zuletzt verringert. Nun hofft die Branche, dass die Nachfrage an Fahrt gewinnt. Denn während die Unternehmen 2009 von bestehenden Orders zehren konnten, ist dieses Polster mittlerweile aufgebraucht. Der VDMA rechnet damit, dass die Produktion im laufenden Jahr stagniert.

Vorsichtiger Optimismus für das Geschäftsjahr 2010

KRONES will 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Nach der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg zeigte die Weltwirtschaft Ende 2009 wieder erste Erholungsansätze. Es bestehen aber nach wie vor Gefahren für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung, so dass sehr unterschiedliche Szenarien für die Entwicklung der weltweiten Konjunktur diskutiert werden. Während von vielen Experten in Asien/Pazifik ein Wachstum des realen BIP von über 5 % erwartet wird, sind die Wachstumsannahmen für den Rest der Welt und insbesondere Europa, GUS und Nordamerika deutlich verhaltener. Es gibt somit keine wirklich verlässlichen Trends oder Prognosen, die eine klare Richtung vorgeben.

Die weltweiten Risikofaktoren sind vielschichtig:

globales Wirtschaftswachstum
Geldpolitik, Inflationsrisiken und Währungspolitik
Finanzmärkte/Finanzmarktregulierungen
Neuer Protektionismus
Rohstoffe, Beschaffungsmarkt, Energie, Umwelt
Arbeitsmarkt

Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ist daher unverändert mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Die langfristigen Wachstumsaussichten sind für KRONES unverändert gut, weil die Megatrends für unsere Branche sprechen. Die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, der Wohlstand in vielen Ländern, und damit auch der Konsum, steigt. Essen und Trinken zählt zu den Grundbedürfnissen aller Menschen. Diese Anforderungen und die zunehmende Komplexität unserer Kunden in den gesättigten Märkten decken wir mit unserem Produkt- und Leistungsportfolio vollständig ab. Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte unserer Kunden (Schwerpunkt: Getränkeindustrie) auch in Zukunft vergleichsweise stabil entwickeln werden. Unser Geschäftsmodell und die klare Unternehmensstrategie haben sich bewährt. Wir haben die Lehren aus der Krise gezogen, werden mit dem Veränderungsprogramm »Conversion«, das für »Umdenken und Umbauen« steht, noch weitere spürbare Potenziale mobilisieren und sind dabei, KRONES auf volatilere Märkte einzustellen.

Aufgrund der Entwicklung der vergangenen Monate ist KRONES für das Jahr 2010 vorsichtig optimistisch. Wir erwarten für das erste Halbjahr 2010 eine Trendumkehr und damit einhergehend für das Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzwachstum von 5 % bis 15 % sowie die Rückkehr zu einem positiven Konzernergebnis im zweistelligen Millionenbereich. Für das Geschäftsjahr 2011 gehen wir bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen von einer weiteren positiven Entwicklung aus.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch Bevollmächtigte ausgeübt werden, wobei diese nur stimmberechtigt sind, wenn die Vollmacht in Schriftform, elektronischer Form gemäß § 126 a BGB oder in Form eines ausgedruckten Telefaxes nachgewiesen wird. In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Name Direkter Anteil

der Stimmrechte

in %
Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH 15,00
Volker Kronseder 11,16
Harald Kronseder 10,44
Stand: März 2010

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (März 2010) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr.5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bar -ein lagen um bis zu 10 Millionen Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 16. Dezember 2010 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu ins gesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen.

Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht, Bestandteil des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2009, findet sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite 87.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. §§ 297 Abs. 2 Satz 3 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Neutraubling, 29. März 2010

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Hans-Jürgen Thaus, stv. Vorsitzender

Rainulf Diepold

Werner Frischholz

Christoph Klenk

Werte und Vertrauen.

KRONES liegt viel an langfristigen, vertrauensvollen Kundenbeziehungen. Unser Vertriebsmitarbeiter sind keine Verkäufer, die den schnellen Vertragsabschluss suchen. Sie sind Berater, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Kunden orientieren.

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com zugänglich.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance-Kodex ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten, deren Ziel die systematische und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 18. Juni 2009 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossenen d&o-Versicherung bestand bislang nicht und ist für den Aufsichtsrat auch künftig nicht vorgesehen (Tz. 3.8 DCGK).

Für den Vorstand der KRONES AG wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Bislang war kein Selbstbehalt vereinbart, da der Vorstand unabhängig von einem Selbstbehalt jederzeit verantwortungsvoll und pflichtgemäß handelt. Die Gesellschaft hat ab dem Jahr 2010 die D&O-Versicherung des Vorstands entsprechend der gesetzlichen Regelungen gem. § 93 Abs. 2 Aktiengesetz angepasst. Auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine D&O-Versicherung. Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Eine gesonderte Information über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen erfolgte bislang nur im Geschäftsbericht, künftig auch in der Hauptversammlung (Tz. 4.2.3 DCGK).

Die Aktionäre der KRONES AG finden alle relevanten Informationen im Geschäftsbericht. Ab dem Jahr 2010 werden wir hierüber auch in der Hauptversammlung berichten.
Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung, wird entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung nicht individualisiert ausgewiesen (Tz. 4.2.4 DCGK).

KRONES gibt die Struktur der Vergütung des Vorstands an. Die Angaben zu fixen und variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsanteilen sind wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

Wir sind davon überzeugt, dass die individualisierte Offenlegung der Bezüge dem Schutz der Persönlichkeitsrechte widerspräche. Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2006 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis zum Ablauf des 20. Juni 2011.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet. (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden.
Die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder werden derzeit nicht individualisiert ausgewiesen. Sonstige Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden derzeit nicht ausgewiesen (Tz. 5.4.6 DCGK).

Die Summe der gezahlten Aufsichtsratsvergütungen ist im Vergütungsbericht getrennt nach fixen und variablen Bezügen dargestellt. Ein individualisierter Ausweis der Vergütung führt nach unserer Ansicht zu keinerlei kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen. Das gilt auch für persönlich erbrachte Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird im Corporate Governance-Bericht nicht angegeben (Tz. 6.6 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis im Corporate Governance-Bericht. Im Geschäftsberichts der KRONES AG geben wir jedoch den Aktienbesitz der Familien Kronseder an, die in Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten sind.
Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2 DCGK).

Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.

Gezeichnet: Vorstand und Aufsichtsrat, Neutraubling den 30. März 2010

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG besteht aus fünf Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 10 und 128). Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage. Neben dem Präsidium kann der KRONES Aufsichtsrat weitere Ausschüsse bilden. Darauf hat er bislang verzichtet.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 128) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie in der Hauptversammlung.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Präsidiums

Dem Präsidium gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrates Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Phillip von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an.

Das Präsidium überwacht die Rechnungslegung und Berichterstattung und bereitet entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat vor. Darüber hinaus analysiert es das Controlling- und Risikomanagementsystem. Der Ausschuss bereitet die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus.

Unternehmensleitlinien

In den Unternehmensleitlinien haben sich der KRONES Konzern und seine Mitarbeiter auf gemeinsame Leitlinien festgelegt und sich verpflichtet, nachhaltig und verantwortlich zu handeln - von der Forschung bis zum Kundenservice. Für KRONES ist entscheidend, dass die gemeinsamen Werte nicht nur niedergeschrieben, sondern von allen Mitarbeitern gelebt werden.

Unternehmensleitlinien

Wir wirtschaften nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich

In den gelebten Unternehmensleitlinien spiegelt sich der Charakter des Unternehmens wider.

Um die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern, prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind.

Wir stehen für exzellente Qualität und technologische Marktführerschaft

Unser technologischer Vorsprung aufgrund unserer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist für viele Kunden der Grund für die oft schon jahrzehntelange Zusammenarbeit. Ergänzt durch die anhaltend hohe Qualität unserer Maschinen, Anlagen und Services ergibt sich die weltweite Marktführerschaft des KRONES Konzerns.

Wir sind erfolgreich durch unsere Mitarbeiter

Qualifizierte Mitarbeiter bilden das Rückgrat für den Unternehmenserfolg von KRONES. Als Arbeitgeber stehen wir in einer besonderen Verantwortung für die weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern nicht nur die fachlichen, sondern auch die persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter. Denn wir wissen: Unsere Mitarbeiter sichern die Zukunft des Unternehmens.

Wir setzen Ressourcen sparsam bei höchster Qualität ein

Ressourcen einzusparen bedeutet keineswegs, auf Qualität zu verzichten. Aufgrund schlankerer Produktionsprozesse, technischer Innovationen, motivierter und gut ausgebildeter Mitarbeiter produziert der KRONES Konzern Top-Qualität mit hoher Wertschöpfung.

Wir achten auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter

Unsere Unternehmenskultur lässt es in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenreduzierte, ergonomische Arbeitsplätze.

Wir produzieren umweltverträglich

Soweit wirtschaftlich vertretbar, nutzen wir alle Möglichkeiten, um unsere Produktion umweltverträglich zu gestalten. Dabei halten wir die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Wir handeln langfristig und transparent

Im KRONES Konzern werden alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit geprüft. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Dadurch ist KRONES für alle Interessengruppen ein verlässlicher Partner, auch wegen der offenen Kommunikation ihnen gegenüber.

Lieferantenkodex

Bei der Auswahl der Geschäftspartner berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Internet unter www.krones.com abrufbar ist. Nachdem der Kodex Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von KRONES ist, haben alle unsere Lieferanten, also 100 % des Einkaufsvolumens, den Kodex unterzeichnet.

Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption. Um die Einhaltung der Richtlinien zu überprüfen, führt unser Qualitätsmanagement Audits vor Ort bei den Lieferanten durch und vereinbart anschließend, falls erforderlich, Verbesserungsmaßnahmen.

Darüber hinaus ist KRONES bestrebt, Lieferanten einzusetzen, die selbst von einem unabhängigen Institut zertifiziert werden.

Compliance

KRONES hat sich in den letzten Jahrzehnten zielstrebig zu einem globalen Unternehmen entwickelt. Die Welt, in der wir als Unternehmen agieren, ihre Wirtschaft sowie ihre Rechts- und Sozialsysteme wurden dadurch in den letzten Jahren immer komplexer und international verwoben. Gleichzeitig wurde sie dadurch auch immer weniger durchschaubar. Das kann negative Entwicklungen fördern, zu denen beispielsweise das weltweite Phänomen der Korruption gehört.

Korruption nützt nur wenigen Menschen, ihre negativen Auswirkungen treffen alle übrigen umso schwerer: Korruption verstärkt die Armut ganzer Völker, Staaten und Regionen. Darüber hinaus schadet Korruption der Wirtschaft. Anstelle eines offenen Wettbewerbs führt sie zu einem versteckten Wettbewerb der Bestechung, der den Markt als Regulativ zerstört. KRONES lehnt eine solche Entwicklung ab.

Wir von KRONES unterstützen deshalb alle Bemühungen um hohe ethische Standards im Geschäftsverkehr und sind bestrebt, korruptes Verhalten weder in unserem Unternehmen zu tolerieren noch bei unseren Geschäftspartnern hinzunehmen (Lieferantenkodex).

Bestandteil des Lageberichts

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden.

Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind und
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long-Term Incentive) mit Risikofaktor

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Für das Geschäftsjahr 2009 betrug die direkte fixe Vergütung der fünf aktiven Vorstandsmitglieder T€ 2.450 (Vorjahr: T€ 2.250). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet in der Regel im Rahmen der Verhandlung über die Vertragsverlängerung statt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 89 (Vorjahr: T€ 87).
Die variable Vergütung basiert auf der Erreichung von unternehmerischen Zielwerten. Die Bezugsgrößen sind Konzern-Jahresüberschuss (Schwerpunkt) und Konzernumsatz. Die Staffelung der Zielwerte wird durch den Aufsichtsrat jährlich neu bestimmt. Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Für das Geschäftsjahr erhalten die Vorstände aufgrund der Verlustsituation im Geschäftsjahr 2009 keine variable Vergütung. (Vorjahr: T€ 1.837).
Entsprechend den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17.03.2005 als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter einen sogenannten »Performance Incentive-Plan« (Long-term Incentive) verabschiedet. Demnach erhält jedes Vorstandsmitglied einen Performance Incentive, der frühestens nach mindestens zehnjähriger Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der KRONES AG zur Auszahlung kommt. Bei einer kürzeren Vertragslaufzeit als zehn Jahre verfällt der Anspruch.
Der Performance Incentive errechnet sich aus der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der Bestellung zum Vorstand und der jeweiligen Entwicklung des Unternehmenswertes vom Zeitpunkt des Eintritts bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Vergütung.
Als Berechnungsgrundlage für den Unternehmenswert werden EBIT, EBITDA und Konzernumsatz verwendet. Sofern der aktuelle Unternehmenswert unter den Unternehmenswert zum Zeitpunkt des Eintritts fällt, verfällt der Performance Incentive für das jeweilige Vorstandsmitglied.
Die Performance Incentive-Rückstellung ist in Höhe von T€ 1.489 (Vorjahr: T€ 1.790) gebildet worden.
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, wertpapierorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 9.188 (Vorjahr: T€ 7.668) gebildet.
Die gem. Ziffer 4.2.4 des Deutschen CG-Kodex und gemäß §§ 285 S.1 Nr. 9a S. 5-9; 314 S.1 Nr. 6a S. 5-9 HGB geforderte individualisierte Offenlegung der Bezüge wird dagegen nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der KRONES AG widerspräche eine der artige Offenlegung dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.
Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2006 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis zum Ablauf des 20. Juni 2011.
Die Angaben zur Struktur der Vergütung sind dagegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 688 (Vorjahr: T€ 671) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 848 (Vorjahr: T€ 664) gebildet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2009 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 geänderte Satzung.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus zwei Komponenten, nämlich einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 10.000 sowie einer variablen Vergütung. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Doppelte und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Die variable Vergütung basiert auf dem Konzernjahresüberschuss je Aktie. Hierbei erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden über den Betrag von € 1,00 hinausgehenden Betrag von € 0,30 des Konzernjahresüberschuss je Aktie, eine Vergütung von jeweils € 2.000 pro erreichtem € 0,30.

Für das Geschäftsjahr 2009 errechnet sich ein Konzernergebnis von minus € 1,13 je Aktie. Auf dieser Berechnungsgrundlage erhält kein Aufsichtsratsmitglied eine variable Vergütung.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 10.000 und einen pauschalen Auslagensatz.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 175 (Vorjahr: T€ 343) inklusive T€ 0 (Vorjahr: T€ 168) variabler Bezüge.

Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 600 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.

Transparenz.

Transparenz ist für uns keine Pflicht, sondern selbstverständlich. KRONES ist sich seiner Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Aktionären und der Gesellschaft bewusst. Wir stehen im aktiven Dialog mit allen Interessengruppen und kommunizieren nach innen und außen stets offen.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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Gewinn- und-Verlust-Rechnung 2009 2008
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 19 1.864.921 2.381.407
Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -7.428 22.645
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 28.896 36.275
Sonstige betriebliche Erträge 21 103.289 1.989.678 69.073 2.509.400
Materialaufwand 22
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -824.321 -1.007.287
Aufwendungen für bezogene Leistungen -171.868 -996.189 -248.100 -1.255.387
Personalaufwand 23
Löhne und Gehälter -512.088 -558.806
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -103.226 -615.314 -102.586 -661.392
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -59.576 -51.006
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -348.204 -383.985
EBIT -29.605 157.630
Erträge aus Beteiligungen 25 969 1.564
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 8 22
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 6.800 3.663
Wertminderungen auf Finanzanlagen 25 -13.188 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 -4.232 -6.809
-9.643 -1.560
Ergebnis vor Steuern -39.248 156.070
Ertragsteuern 26 4.767 -49.527
Konzernergebnis -34.481 106.543
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 169 -449
Ergebnisanteil KRONES Konzern -34.650 106.992
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 27 -1,13 3,39

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Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

in T€
2009 2008
Anhang
--- --- --- ---
Konzernergebnis -34.481 106.543
Unterschied aus Währungsumrechnung 4.291 -3.262
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente -1.776 850
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 2.515 -2.412
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 -31.966 104.131
davon Anteile anderer Gesellschafter 169 -449
davon Anteile KRONES Konzern -32.135 104.580

Bilanz

Aktiva

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31.12.2009 31.12.2008
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1 86.118 79.815
Sachanlagen 2 407.416 386.739
Finanzanlagen 3 2.296 15.470
Anlagevermögen 495.830 482.024
Aktive latente Steuern 7 12.005 9.334
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 18.827 24.754
Tatsächliche Steuerforderungen 7 10.853 12.082
Sonstige Vermögenswerte 5 4.955 6.079
Langfristige Vermögenswerte 542.470 534.273
Vorräte 4 521.949 568.634
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 458.257 529.015
Tatsächliche Steuerforderungen 7 5.348 5.075
Sonstige Vermögenswerte 5 126.955 79.720
Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente 6 135.519 108.376
Kurzfristige Vermögenswerte 1.248.028 1.290.820
Bilanzsumme 1.790.498 1.825.093
Passiva
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 8 40.000 40.000
Kapitalrücklage 9 66.645 103.703
Gewinnrücklagen 10 483.811 467.755
Sonstige Rücklagen 11 -233 1.543
Konzernbilanzgewinn 104.680 175.824
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 694.903 788.825
Anteile anderer Gesellschafter 12 753 1.161
Eigenkapital 8 695.656 789.986
Rückstellungen für Pensionen 13 76.751 74.469
Passive latente Steuern 7 2.182 14.754
Sonstige Rückstellungen 14 37.668 40.703
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 0 648
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 0 55
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 2.891 7.083
Sonstige Verpflichtungen 15 5.503 6.435
Langfristige Schulden 124.995 144.147
Sonstige Rückstellungen 14 183.860 121.356
Steuerrückstellungen 14 8.099 17.174
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 0 83
Erhaltene Anzahlungen 15 434.245 288.686
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 162.259 160.458
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 5.889 37.110
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 15 175.495 266.093
Kurzfristige Schulden 969.847 890.960
Bilanzsumme 1.790.498 1.825.093

Kapitalflussrechnung

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Anhang 2009

T€
2008

T€
Ergebnis vor Steuern -39.248 156.070
Abschreibungen und Zuschreibungen 72.764 51.006
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Rückstellungen und abgegrenzten Schulden -17.000 59.691
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern -14.406 2.790
Zinsaufwendungen und Zinserträge -2.568 3.146
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -174 -755
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -787 3.018
Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 61.515 19.446
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Vorräte 49.719 -65.413
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 78.742 12.812
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 188.557 241.811
gezahlte Zinsen -3.695 -8.522
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern -15.156 -49.460
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 169.706 183.829
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -28.345 -37.797
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 293 8
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -59.902 -74.075
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 1.881 2.270
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -224 -1.022
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 210 6
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen -7.205 0
erhaltene Zinsen 5.126 3.627
erhaltene Dividenden 969 1.564
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit -87.197 -105.419
Auszahlungen an Unternehmenseigner -18.101 -22.115
Erwerb von eigenen Anteilen -37.058 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Finanzverbindlichkeiten -731 -79
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten -2.142 -1.710
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit -58.032 -23.904
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 24.477 54.506
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 2.666 -1.125
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 1.245
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 108.376 53.750
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6 135.519 108.376

Entwicklung des Eigenkapitals

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Mutterunternehmen
Gezeichnetes

Kapital

T€
Kapital-

rücklage

T€
Gewinn-

rücklagen

T€
Währungs-

differenzen d.

Eigenkapitals

T€
Sonstige

Rücklagen

T€
Konzern-

bilanzgewinn

T€
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Anhang 8 9 10 11
Stand 1. Januar 2008 40.000 103.703 409.263 -5.701 693 158.402
Dividendenzahlung (0,70 € je Aktie) -22.115
Konzernergebnis 2008 106.992
Einstellung in Gewinnrücklagen 67.455 -67.455
Währungsdifferenzen -3.262
Hedge Accounting 850
Stand 31. Dezember 2008 40.000 103.703 476.718 -8.963 1.543 175.824
Dividendenzahlung (0,60 € je Aktie) -18.101
Konzernergebnis 2009 -34.650
Erwerb eigene Aktien -37.058
Einstellung in Gewinnrücklagen 18.507 -18.507
Änderung im Konsolidierungskreis -6.628
Währungsdifferenzen 4.177 114
Hedge Accounting -1.776
Stand 31. Dezember 2009 40.000 66.645 488.597 -4.786 -233 104.680

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Mutterunternehmen

Eigenkapital

T€
Anteile anderer

Gesellschafter

Eigenkapital

T€
Konzern-

eigenkapital

T€
Anhang 12
Stand 1. Januar 2008 706.360 1.610 707.970
Dividendenzahlung (0,70 € je Aktie) -22.115 -22.115
Konzernergebnis 2008 106.992 -449 106.543
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Währungsdifferenzen -3.262 -3.262
Hedge Accounting 850 850
Stand 31. Dezember 2008 788.825 1.161 789.986
Dividendenzahlung (0,60 € je Aktie) -18.101 -18.101
Konzernergebnis 2009 -34.650 169 -34.481
Erwerb eigene Aktien -37.058 -37.058
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis -6.628 -577 -7.205
Währungsdifferenzen 4.291 4.291
Hedge Accounting -1.776 -1.776
Stand 31. Dezember 2009 694.903 753 695.656

Konzernanhang für die KRONES AG

Segmentberichterstattung

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Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)
2009

T€
2008

T€
2009

T€
2008

T€
2009

T€
2008

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.511.800 1.982.583 274.126 310.057 78.995 88.767
davon Deutschland 163.377 241.567 26.209 55.300 1.692 3.027
davon übriges Europa 460.902 771.295 56.940 111.478 47.083 67.865
davon sonstige Gebiete 887.521 969.721 190.977 143.279 30.220 17.875
Segmentergebnis (EBIT) -10.453 154.474 -14.933 1.659 -4.219 1.497
Abschreibungen 55.557 46.933 1.945 1.216 2.074 2.812
Zinserträge 155 77
Zinsaufwendungen 779 1.442
EBT -19.476 154.275 -14.933 1.659 -4.839 136
übrige wesentliche, nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen -37 -3.446 984 536 -160 -108
Vermögen 1.529.784 1.568.180 194.808 188.497 69.507 70.752
davon Deutschland 1.261.223 1.292.266 194.808 188.497 0 0
davon übriges Europa 71.120 82.060 0 0 69.507 70.752
davon sonstige Gebiete 197.441 193.854 0 0 0 0
Schulden 958.065 895.634 93.757 91.535 55.330 58.285
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 80.743 102.383 5.787 7.880 1.716 1.609
davon Deutschland 69.318 95.495 5.787 7.880 0 0
davon übriges Europa 575 926 0 0 1.716 1.609
davon sonstige Gebiete 10.850 5.962 0 0 0 0
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) -1,3 % 7,8 % -5,4 % 0,5 % -6,1 % 0,2 %

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Summe der Segmente Konsolidierung Sonstiges
2009

T€
2008

T€
2009

T€
2008

T€
2009

T€
2008

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Segmentergebnis (EBIT)
Abschreibungen
Zinserträge 6.645 3.586
Zinsaufwendungen 3.453 5.367
EBT
übrige wesentliche, nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen
Vermögen 1.794.098 1.827.429 -32.591 -43.007 28.991 40.671
davon Deutschland 1.456.031 1.480.763 -26.129 -30.664 28.991 40.671
davon übriges Europa 140.626 152.812 -5.484 -11.852 0 0
davon sonstige Gebiete 197.441 193.854 -978 -491 0 0
Schulden 1.107.152 1.045.454 -32.591 -43.007 20.281 32.659
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz)

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KRONES Konzern
2009

T€
2008

T€
--- --- ---
Umsatzerlöse 1.864.921 2.381.407
davon Deutschland 191.278 299.894
davon übriges Europa 564.925 950.638
davon sonstige Gebiete 1.108.718 1.130.875
Segmentergebnis (EBIT) -29.605 157.630
Abschreibungen 59.576 51.006
Zinserträge 6.800 3.663
Zinsaufwendungen 4.232 6.809
EBT -39.248 156.070
übrige wesentliche, nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 787 -3.018
Vermögen 1.790.498 1.825.093
davon Deutschland 1.458.893 1.490.770
davon übriges Europa 135.142 140.960
davon sonstige Gebiete 196.463 193.363
Schulden 1.094.842 1.035.107
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 88.246 111.872
davon Deutschland 75.105 103.375
davon übriges Europa 2.291 2.535
davon sonstige Gebiete 10.850 5.962
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) -2,1 % 6,6 %

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 31. Dezember 2009 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befinden sich auf Seite 126.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn- und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2009 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KRONES AG mehr als 50 % der Stimmrechte zustehen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde die SMEFIN S.R.L., Roverbella, Italien erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Erstkonsolidierung der neuen Anteile wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Die KRONES AG ist an dieser Gesellschaft unmittelbar mit 100 % beteiligt. Durch den Erwerb der SMEFIN S.R.L., Roverbella, Italien ist die KRONES AG mittel- und unmittelbar zu 100 % an der KOSME S.R.L., Roverbella, Italien beteiligt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,441 1,398 1,395 1,471
Britisches Pfund GBP 0,890 0,959 0,892 0,796
Schweizer Franken CHF 1,484 1,488 1,510 1,587
Dänische Kronen DKK 7,442 7,452 7,447 7,456
Kanadischer Dollar cad 1,510 1,717 1,587 1,559
Japanischer Yen JPY 133,060 126,400 130,404 152,450
Brasilianischer Real BRL 2,510 3,257 2,785 2,674
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 9,830 9,536 9,540 10,224
Mexikanischer Peso MXN 18,826 19,259 18,820 16,291
Ukrainischer Griwna UAH 11,591 10,692 11,360 7,832
Südafrikanischer Rand ZAR 10,675 13,170 11,711 12,059
Kenianischer Schilling KES 109,285 108,660 111,376 104,518
Nigerianischer Naira NGN 215,260 189,650 210,631 176,705

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus

Finanzanlagen
zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S. d. IFRS 7.27 A).

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen ist im Wesentlichen die Währung US-Dollar.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 7.27 A. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

In Montage befindliche kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Auftrags. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der folgenden Barwerte überstieg:

a) 10 % des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (vor Abzug des Planvermögens); und

b) 10 % des beizulegenden Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand v. a. durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBIT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Erläuterung der Bilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Aktivierte

Entwicklungskosten
Summe
01.01.2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten 69.446 83.772 153.218
Kumulierte Abschreibungen 56.653 38.121 94.774
Nettobuchwert 12.793 45.651 58.444
Veränderungen in 2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 7.028 30.770 37.798
Abgänge 184 0 184
Währungsdifferenzen -103 0 -103
Abschreibungen
Zugänge 5.598 10.812 16.410
Abgänge 176 0 176
Währungsdifferenzen -94 0 -94
Nettobuchwert 31.12.2008 14.206 65.609 79.815
01.01.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 76.187 114.542 190.729
Kumulierte Abschreibungen 61.981 48.933 110.914
Nettobuchwert 14.206 65.609 79.815
Veränderungen in 2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 4.911 23.434 28.345
Abgänge 344 763 1.107
Währungsdifferenzen 166 0 166
Abschreibungen
Zugänge 5.889 15.880 21.769
Abgänge 331 482 813
Währungsdifferenzen 145 0 145
Nettobuchwert 31.12.2009 13.236 72.882 86.118
31.12.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 80.920 137.213 218.133
Kumulierte Abschreibungen 67.684 64.331 132.015
Nettobuchwert 13.236 72.882 86.118

Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG sowie der KOSME Gruppe. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 23.434 (Vorjahr: T€ 30.770). Im Geschäftsjahr 2009 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 97.467 (Vorjahr: T€ 116.381) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 6.020 (Vorjahr: T€ 88) und betrifft das Segment »Maschinen und Anlagen für Produktabfüllung und -ausstattung«.

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2009 waren Wertminderungen in Höhe von T€ 115 (Vorjahr: T€ 207) in den Abschreibungen und keine Zuschreibungen gemäß IAS 36 erforderlich. Die Wertminderungen betreffen das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«.

Im Geschäftsjahr 2009 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 361 (Vorjahr: T€ 411) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50) ertragswirksam aufgelöst.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 19.195 (Vorjahr: T€ 15.735) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zu zu rechnen sind.

Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Bauten inkl. der auf fremden Grundstücken 17.942 14.255
Technische Anlagen und Maschinen 616 948
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 637 532
Gesamt 19.195 15.735

Im Berichtsjahr erfolgten keine Zugänge aufgrund IFRS 3 oder IFRS 5.

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke

und Bauten
Technische

Anlagen und

Maschinen
Andere Anlagen,

Betriebs- und

Geschäftsausstattung
Anlagen

im Bau
Summe
01.01.2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten 332.969 194.274 160.035 1.575 688.853
Kumulierte Abschreibungen 89.128 135.133 115.424 0 339.685
Nettobuchwert 243.841 59.141 44.611 1.575 349.168
Veränderungen in 2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 0 155 0 155
Zugänge 12.441 21.168 23.343 16.967 73.919
Abgänge 1.285 6.262 7.261 9 14.817
Umbuchungen 2.552 1.833 140 -4.525 0
Währungsdifferenzen 1 684 -732 0 -47
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 0 81 0 81
Zugänge 9.665 8.844 16.087 0 34.596
Abgänge 351 6.215 6.817 0 13.383
Umbuchungen 10 0 -10 0 0
Währungsdifferenzen 273 596 -524 0 345
Nettobuchwert 31.12.2008 247.953 73.339 51.439 14.008 386.739
01.01.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 346.678 211.697 175.680 14.008 748.063
Kumulierte Abschreibungen 98.725 138.358 124.241 0 361.324
Nettobuchwert 247.953 73.339 51.439 14.008 386.739
Veränderungen in 2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge 25.690 14.876 17.068 2.268 59.902
Abgänge 1.394 2.795 3.997 19 8.205
Umbuchungen 12.301 468 24 -12.793 0
Währungsdifferenzen -213 -291 490 -6 -20
Abschreibungen
Zugänge 10.312 11.522 15.973 0 37.807
Abgänge 900 2.113 3.485 0 6.498
Währungsdifferenzen -178 -330 199 0 -309
Nettobuchwert 31.12.2009 275.103 76.518 52.337 3.458 407.416
31.12.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 383.062 223.955 189.265 3.458 799.740
Kumulierte Abschreibungen 107.959 147.437 136.928 0 392.324
Nettobuchwert 275.103 76.518 52.337 3.458 407.416

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen.

4 Vorräte

Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 130.095 158.706
Unfertige Erzeugnisse 176.603 157.864
Fertige Erzeugnisse 145.813 178.685
Handelswaren 61.855 64.217
Sonstiges 7.583 9.162
Gesamt 521.949 568.634

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Zum Bilanzstichtag im Bestand befindliche Fertigungsaufträge haben keine aktivischen/passivischen Salden, da nach Leistungsfortschritt abgerechnet wird.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2009 in Höhe von T€ 41.505 (Vorjahr: T€ 18.537) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 85.461 (Vorjahr: T€ 17.290).

5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 477.084 553.769
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 18.827 24.754
Sonstige Vermögenswerte 131.910 85.799
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 4.955 6.079

Bei den Kundenforderungen entsprechen die Marktwerte den bilanzierten Werten.

Das Wertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt:

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Stand 01.01.2009 26.575
Veränderung Konsolidierungskreis und Währungsumrechnungseffekte 642
Zuführungen 8.457
Auflösungen 10.785
Stand 31.12.2009 24.889

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 25.711; Vorjahr: T€ 28.363), Steuererstattungsansprüche (T€ 23.846; Vorjahr: T€ 27.575), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 3.868; Vorjahr: T€ 7.219) und debitorische Kreditoren (T€ 2.055; Vorjahr: T€ 3.332).

Die zu Marktwerten bewerteten derivativen Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, betrugen im Geschäftsjahr 2009 T€ 444 (Vorjahr: T€ 1.683).

6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 135.519 (Vorjahr: T€ 108.376) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 162 (Vorjahr: T€ 81) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 »Kapitalflussrechnung« bilden, ist in der Kapitalflussrechnung Seite 96 dargestellt.

7 Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Latente Steueraufwendungen/ Steuererträge (-) -14.406 2.790
Laufende Steueraufwendungen 9.639 46.737
Gesamt -4.767 49.527

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %. Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 25 % und 42 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2009 gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 204 788 19.853 18.389
Sachanlagen 129 130 15.150 14.333
Finanzanlagen 0 466 25 13
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.252 1.398 26 4.961
Vorräte 1.386 762 2.910 3.448
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6.715 12.565 1.316 543
steuerliche Verlustvorträge 7.857 1.080 0 0
Rückstellungen, langfristig 5.379 6.936 0 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.350 3.415 583 668
Rückstellungen, kurzfristig 25.537 9.152 1.212 600
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 336 2.347 238 177
Cash-Flow Hedging 190 735 291 590
Konsolidierung 0 0 1.908 1.472
Zwischensumme 53.335 39.774 43.512 45.194
Saldierung (-) -41.330 -30.440 -41.330 -30.440
Gesamt 12.005 9.334 2.182 14.754

Die erfolgsneutral über das Eigenkapital gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ -1.003 (Vorjahr: T€ -541) und resultieren aus Sicherungsgeschäften. Die latenten Steuern auf vortragsfähige Verluste betreffen die KRONES AG, KRONES USA, KOSME Italien und KOSME Österreich. Nach der Ergebnisplanung ist zukünftig mit positiven steuerlichen Ergebnissen zu rechnen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 7.368 wurden nicht gebildet.

Der ausgewiesen Steuerertrag im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 4.767 ist um T€ 5.948 niedriger als der erwartete Steuerertrag, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Steuersatz der Muttergesellschaft KRONES AG 27,30 % 27,30 %
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand -10.715 42.607
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes 1.160 473
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen -162 -2.252
Steuerliche Verlustvorträge 19 38
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 8.529 7.015
Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre -4.360 2.532
Sonstiges 762 -886
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.767 49.527

Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2009 Steuererhöhungen. Diese sind vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zurückzuführen.

8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2009 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben dieses Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wird mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung wirksam und gilt bis zum Ablauf des 16. Dezember 2010. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. Juni 2008 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft überschreiten. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots (der »maßgebliche Kurs«) um nicht mehr als 20 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Kurs, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird der maßgebliche Kurs nach dem entsprechenden Kurs am letzten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung bestimmt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Falle einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden:

Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen.

Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse veräußert werden, wenn die Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Diese Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden.

Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung gegen Sachleistungen veräußert oder in einer anderen Weise als über die Börse veräußert werden.

Auf die eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigungen der vorangegangenen Hauptversammlungen bereits erworben hat, finden die Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien und bzgl. des Bezugsrechts der Aktionäre Anwendung.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ 2.515 (Vorjahr: T€ -2.412) und setzt sich aus den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings zusammen. Die Summe der ergebnisneutralen und -wirksamen Veränderungen beträgt T€ -31.966 (Vorjahr: T€ 104.131).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert.

9 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 66.645 (Vorjahr T€ 103.703). Die Verminderung resultiert aus dem Kauf eigener Aktien in Höhe von T€ 37.058. In der Kapitalrücklage sind keine anderen Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB enthalten.

10 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten neben der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften auch die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen.

11 Sonstige Rücklagen

Unter den sonstigen Rücklagen sind die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern ausgewiesen.

Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Cashflow Hedges sowie die Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren entwickelten sich wie folgt:

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T€ Rücklage für

Cashflow Hedges
Rücklage für

Marktbewertung

Wertpapiere
Summe
Stand 01.01.2008 697 -4 693
Erfolgsneutrale Bewertungsänderung 1.218 -15 1.203
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition -432 5 -427
Währungsdifferenz 74 74
Stand 31.12.2008 1.557 -14 1.543
Erfolgsneutrale Bewertungsänderung -2.578 7 -2.571
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 806 -2 804
Währungsdifferenz -9 -9
Stand 31.12.2009 -224 -9 -233

12 Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausgleichsposten in der Konzernbilanz für Anteile anderer Gesellschafter enthält Kapital und Ergebnisanteile Dritter der MAINTEC GmbH, Collenberg/Main.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2009 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 97 dargestellt.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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in % Deutschland Übrige Länder
2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Abzinsungsfaktor 5,00 5,85 8,00 8,00
Gehaltstrend 0,00 0,00 3,50 5,90
Rententrend 2,00 2,50 0,00 0,00

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 79.093 66.459
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 32.750 32.477
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 111.843 98.936
Zeitwert des Planvermögens -19.170 -18.007
Barwert der Versorgungszusagen (Nettoverpflichtungen) 92.673 80.929
Saldo der nicht in der Bilanz erfassten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste -15.922 -6.445
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -15
Bilanzwert zum 31. Dezember 76.751 74.469

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 76.184 (Vorjahr: T€ 73.999) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG.

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 7.515 (Vorjahr: T€ 7.111) sowie die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 111.843 (Vorjahr: T€ 98.936) und der Vermögenswerte mit T€ 19.170 (Vorjahr: T€ 18.007) stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Dienstzeitaufwand der Periode 2.569 2.662
Zinsaufwand 5.647 5.203
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen -728 -758
erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 27 4
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 7.515 7.111

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Barwert der Versorgungszusagen zum 1. Januar 98.936 96.477
Dienstzeitaufwand der Periode 2.569 2.662
Zinsaufwand 5.647 5.203
Saldo der nicht in der Bilanz erfassten versicherungsmathematischen Verluste (+)/Gewinne (-) 8.290 905
gezahlte Versorgungsleistungen -3.587 -6.152
erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 27 4
Währungsdifferenzen -39 -163
Barwert der Versorgungszusagen zum 31. Dezember 111.843 98.936

Die Aufwendungen für die Pensionsverpflichtungen werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Die tatsächliche Rendite des Planvermögens beträgt 4,41 %. Das Planvermögen besteht aus Wertpapieren. Im Jahr 2010 fallen voraussichtlich keine Einzahlungen in den Plan an. Die erwartete Rendite wurde auf Basis von zukünftigen Zinsentwicklungen des Fondsverwalters eingeschätzt. Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Arbeitgeberanteil von T€ 39.497 (Vorjahr: T€ 37.961) aufgewendet.

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Überleitung der Vermögenswerte

in T€
31.12.2009 31.12.2008
Vermögen am Jahresanfang 18.007 18.918
erwarteter Ertrag 728 758
Einzahlungen des Arbeitgebers 3.883 3.946
gezahlte Versorgungsleistungen -2.219 -2.228
Saldo der nicht erfassten Gewinne des Vermögens -1.207 -3.497
Währungsdifferenzen -22 110
Vermögen am Jahresende 19.170 18.007

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T€ 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 111.843 98.936 96.477 113.246 111.109
Zeitwert des Planvermögens 19.170 18.007 18.918 19.137 19.810
Unterdeckung des Planvermögens -13.580 -14.470 -12.509 -7.464 -7.893

14 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 221.253 (Vorjahr: T€ 161.809) sind in einer Höhe von T€ 183.860 (Vorjahr: T€ 121.356) innerhalb eines Jahres fällig. Diese sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Posten:

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T€ 01.01.2009 Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs-

differenzen
31.12.2009 fällig

innerhalb

1 Jahr
Steuerverpflichtungen 17.424 11.178 3.459 5.577 10 8.374 8.099
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 39.913 4.196 419 1.115 16 36.429 117
Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich 137 137 0 136 -1 135 135
Sonstige übrige Rückstellungen 121.759 36.601 7.429 104.854 2.106 184.689 183.608
Gesamt 179.233 52.112 11.307 111.682 2.131 229.627 191.959

In den Rückstellungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit (T€ 29.962; Vorjahr: T€ 33.823) enthalten. Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Garantieverpflichtungen sowie für Drohverluste. Schätzungen beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 4,0 % und 5,0 % abgezinst.

15 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit

bis ein Jahr
Restlaufzeit

über 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit

über 5 Jahre
Gesamt zum

31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 434.245 0 0 434.245
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 162.259 0 0 162.259
Sonstige Finanzverpflichtungen 5.889 2.891 0 8.780
Sonstige Verpflichtungen 175.495 5.503 0 180.998
Gesamt 777.888 8.394 0 786.282

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T€ Restlaufzeit

bis ein Jahr
Restlaufzeit

über 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit

über 5 Jahre
Gesamt zum

31.12.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 83 361 287 731
Erhaltene Anzahlungen 288.686 0 0 288.686
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160.458 55 0 160.513
Sonstige Finanzverpflichtungen 37.110 7.083 0 44.193
Sonstige Verpflichtungen 266.093 6.435 0 272.528
Gesamt 752.430 13.934 287 766.651

Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln. Diese stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 6.213 (Vorjahr: T€ 42.225) als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 173.432; Vorjahr: T€ 269.901) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 7.566; Vorjahr: T€ 2.627).

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit

bis ein Jahr
Restlaufzeit

über 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit

über 5 Jahre
Gesamt zum

31.12.2009
Verbindlichkeiten aus Steuern 9.949 301 10.250
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.089 4.089
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 10.216 10.216
Kreditorische Debitoren 8.479 8.479
Finanzierungsleasing 783 3.955 4.738
Abgegrenzte Schulden 125.564 125.564
Sonstige 8.849 1.247 10.096
Gesamt 167.929 5.503 173.432

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 125.564 (Vorjahr: T€ 202.755) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände.

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T€ Restlaufzeit

bis ein Jahr
Restlaufzeit

über 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit

über 5 Jahre
Gesamt zum

31.12.2008
Verbindlichkeiten aus Steuern 25.727 217 25.944
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.908 4.908
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 10.494 10.494
Kreditorische Debitoren 6.717 6.717
Finanzierungsleasing 864 5.422 6.286
Abgegrenzte Schulden 202.755 202.755
Sonstige 12.001 796 12.797
Gesamt 263.466 6.435 269.901

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwandes unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten getrennt wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 1.292 1.467
von 1 bis 5 Jahre 4.989 7.010
über 5 Jahre 0 0
6.281 8.477
in künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
bis 1 Jahr 509 603
von 1 bis 5 Jahre 1.034 1.588
über 5 Jahre 0 0
1.543 2.191
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 783 864
von 1 bis 5 Jahre 3.955 5.422
über 5 Jahre 0 0
4.738 6.286

16 Haftungsverhältnisse

Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Diese bestehen aus Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken in Höhe von T€ 182 (Vorjahr: T€ 949), bei denen es sich um Anzahlungs- oder Restkaufpreisabsicherungen handelt.

17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte.

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 12.608 14.490
von 1 bis 5 Jahre 11.548 13.778
24.156 28.268
künftige Wartungen
bis 1 Jahr 7.820 7.073
von 1 bis 5 Jahre 9.713 4.804
über 5 Jahre 0 1
17.533 11.878
Sonstiges
bis 1 Jahr 75 180
von 1 bis 5 Jahre 201 293
über 5 Jahre 33 38
309 511

Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2009 Zahlungen in Höhe von T€ 15.212 (Vorjahr: T€ 15.522) geleistet.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

18 Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ -658 (Vorjahr: T€ -1.246) - hiervon kurzfristig: T€ -658 (Vorjahr: T€ -1.246) - decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollar und Neuseeland-Dollar sowie des chinesischen Renminbi Yuan und des Euro ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von 72,9 Mio. € (Vorjahr: 84,1 Mio. €) - hiervon kurzfristig: 72,6 Mio. € (Vorjahr: 84,1 Mio. €) - zusammen. In diesem Volumen ist ein Nominalvolumen für kurzfristige Cashflow Hedges von 36,5 Mio. € (Vorjahr: 41,9 Mio. €) enthalten und mit einem Fair Value von 36,8 Mio. € (Vorjahr: 40,2 Mio. €) bewertet. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv.

Der Nettogewinn aus diesen Finanzinstrumenten beträgt im Berichtsjahr T€ 270.

Erläuterung der Gewinn- und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 1.864.921 (Vorjahr: T€ 2.381.407) stellen an Kunden berechnete Lieferungen und Leistungen abzüglich Erlösschmälerungen dar. In der Segmentberichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen aufgeteilt und nach geografischen Märkten detailliert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2009 sind aus Fertigungsaufträgen Erlöse in Höhe von T€ 942.976 entstanden. Aus laufenden Projekten sind Kosten in Höhe von T€ 233.060 angefallen. Hierauf sind erhaltene Anzahlungen von T€ 122.509 angefallen.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 103.289 (Vorjahr: T€ 69.073) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 11.307; Vorjahr: T€ 14.433) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 7.841; Vorjahr: T€ 5.615) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 30.150 (Vorjahr: T€ 19.003). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführung zu Wertberichtigungen (T€ 7.054; Vorjahr: T€ 8.633) und Kursverluste in Höhe von T€ 33.525 (Vorjahr: T€ 31.892) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 824.321 (Vorjahr: T€ 1.007.287) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 171.868 (Vorjahr: T€ 248.100) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 10.001 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.834) inkl. Auszubildende (527) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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31.12.2009 31.12.2008
Gehaltsempfänger 5.762 5.622
Lohnempfänger 4.239 4.212
Gesamt 10.001 9.834

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 684 (Vorjahr: T€ 122), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 7.054; Vorjahr: T€ 8.633) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 2.204 (Vorjahr: T€ 2.577) vor allem Frachtkosten (T€ 54.592; Vorjahr: 68.783) und Miete und Reinigungskosten (T€ 20.988; Vorjahr: 22.092) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ -9.643 (Vorjahr: T€ -1.560) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2009 31.12.2008
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8 22
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.800 3.663
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.232 -6.809
Zinsergebnis 2.568 -3.124
Wertminderungen auf Finanzanlagen -13.188 0
Erträge aus Beteiligungen 969 1.564
Finanzergebnis -9.643 -1.560

Die Wertminderungen auf Finanzanlagen resultieren aus Wertberichtigungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte.

26 Ertragsteuern

Das Ertragsteuerergebnis betrug im Geschäftsjahr 2009 T€ 4.767 (Vorjahr: T€ -49.527). Weitere Informationen sind unter der Position 7 »Ertragsteuern« (Seite 112-114) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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T€ 2009 2008
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) -34.650 106.992
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 30.678.043 31.593.072
Ergebnis je Aktie (in €) -1,13 3,39

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Erläuterungen

Prüfhonorar des Konzernprüfers

Für die Abschlussprüfungsleistungen des KRONES Konzerns sowie der Muttergesellschaft durch den Konzernabschlussprüfer sind im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von T€ 380 (Vorjahr: T€ 380) angefallen. Zuzüglich sind für die Muttergesellschaft T€ 158 (Vorjahr: T€ 106) Steuerberaterleistungen angefallen. Für die Tochtergesellschaften wurden für die Abschlussprüfungsleistungen T€ 56 (Vorjahr: T€ 58) und für sonstige Leistungen T€ 57 (Vorjahr: T€ 55) aufgewendet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes der KRONES AG sowie die der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt. Aus Verkäufen an nahestehende Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2009 T€ 37.533 (Vorjahr: T€ 43.061) angefallen. Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein passivischer Saldo in Höhe von T€ 14.071 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 3.726).

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht findet sich auf den Seiten 87 bis 89 des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 als Teil des Corporate Governance-Berichts.

Sonstiges

Seit 2008 ist die KRONES AG zusammen mit anderen Parteien Beklagte in verschiedenen Verfahren, welche aus einem Konkurs eines früheren Kunden entstanden sind. Die KRONES AG ist der Ansicht, es sei verfrüht, eine abschließende Beurteilung abzugeben, betrachtet jedoch die Vorwürfe als gegenstandslos.

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

Standards/Interpretationen

Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die von der KRONES AG auch nicht vorzeitig angewandt wurden:

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IFRS 3 »Unternehmenszusammenschlüsse«
IAS 27 »Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS«
IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung: Geeignete Grundgeschäfte«
IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung: Umgliederung finanzieller Vermögenswerte - Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften«

Aus diesen neuen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Die folgenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist, sind auf den Konzernabschluss der KRONES AG nicht anwendbar:

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IAS 32 »Finanzinstrumente: Darstellung: Einstufung von Bezugsrechten«
IFRIC 12 »Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen«
IFRIC 15 »Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien«
IFRIC 16 »Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb«
IFRIC 18 »Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden«

Änderungen aufgrund eines neuen Standards oder einer neuen Interpretation:

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IAS 1 »Darstellung des Abschlusses«
IAS 23 »Fremdkapitalkosten«
Änderung des IFRS 1 »Erstmalige Anwendung der IFRS« sowie IAS 27 »Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS«
Änderung des IFRS 2 »Anteilsbasierte Vergütung« (Ausübungsbedingungen und Annullierungen)
Änderung des IAS 32 »Finanzinstrumente: Darstellung« und IAS 1 »Darstellung des Abschlusses (überarbeitet)«
IFRIC 13 »Kundenbonusprogramme«
IFRIC 14 »IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung«
IFRIC 17 »Sachausschüttungen an Eigentümer«

Diese Änderungen sind bei KRONES nicht anwendbar oder führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen in der Berichtsperiode.

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Änderungen des IFRS 7 »Finanzinstrumente: Darstellung«
IFRS 8 »Geschäftsegmente«

Die Anwendung des IFRS 7 und IFRS 8 hat zu weiteren Angaben im Anhang bzw. der Segmentberichterstattung geführt.

Anteilsbesitz

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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der

Beteiligung der

KRONES AG

in %
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 51,00
S.A. KRONES n.v., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Lyon, Frankreich 100,00
KRONES UK ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
KOSME UK ltd., Burton on Trent Staffordshire, Großbritannien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
SMEFIN S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
KRONES Nederland b.v., Bodegraven, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft mbh, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES o.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S.A., Barcelona, Spanien 100,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
MAINTEC Service eood, Sofa, Bulgarien 51,00
MAINTEC Service Ges.m.b.H., Dorf an der Pram, Österreich 51,00
KRONES Surlatina S.A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES do Brazil ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S.A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Brampton, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex S.A. DE C.V., Mexiko d. f., Mexiko 100,00
KRONES LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias KRONES de Venezuela s. a., Caracas, Venezuela 100,00
Beverage Consulting and Engineering. Co. Ltd., Bangkok, Thailand 49,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Aufsichtsrat und Vorstand

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Vorsitzender
Dr. Lorenz M. Raith

Vorsitzender

bis 17.06.09

* LEISTRITZ AG

MOLL AG

PRÜFTECHNIK AG

HEITEC AG
Werner Schrödl**

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

stv. Vorsitzender
Herbert Gerstner**

Betriebsrat

bis 17.06.09
Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Funktionsbereichs

(FB) Jugend-, Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

* MAN AG
Dr. Jochen Klein

Vorsitzender des Beirats der DÖHLER HOLDING GMBH

* DÖHLER GRUPPE

HOYER-GRUPPE
Prof. Dr. Ing. Erich Kohnhäuser

* MAX AICHER STAHL AG

Norman Kronseder

KRONSEDER FAMILY OFFICE

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdL, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

seit 17.06.09
Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt
Johann Robold**

Betriebsrat

seit 17.06.09
Anton Schindlbeck**

Vertriebsleiter LCS
Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer

IG METALL Verwaltungsstelle

Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG
Josef Weitzer**

Betriebsratsvorsitzender

* Mitglied des Verwaltungsrats der Sparkasse Regensburg

Vorstand

Volker Kronseder

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Personalmanagement und Soziales

* KRONES INC., USA
Hans-Jürgen Thaus

stv. Vorsitzender

Finanzen, Controlling, Informations- und Prozessmanagement

* KURTZ GMBH

KRONES INC., USA

MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
Rainulf Diepold

Marketing und Vertrieb
Werner Frischholz

Materialwirtschaft und Produktion
Christoph Klenk

Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Sparten

* WINKLER & DÜNNEBIER AG

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG

** von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzverlustes der KRONES AG

Der Bilanzverlust der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2009 € -80.718.196,93.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Juni 2010 vor, diesen Betrag vorzutragen.

Des Weiteren schlagen wir der ordentlichen Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende auszuschütten.

Neutraubling, 30. März 2010

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Hans-Jürgen Thaus, stv. Vorsitzender

Rainulf Diepold

Werner Frischholz

Christoph Klenk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durch geführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 30. März 2010

**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Rupprecht, Wirtschaftsprüfer

Medick, Wirtschaftsprüfer

Glossar

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Anlagevermögen Vermögenswerte, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelequivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Die verantwortliche und auf eine langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite Verhältnis Jahresüberschuss zu Eigenkapital.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Float Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
KGV Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Es errechnet sich, indem der Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie dividiert wird. Je niedriger das KGV, umso günstiger ist die Aktie.
Latente Steuern Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf Bewertungsdifferenzen zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz mit dem Ziel, den Steueraufwand entsprechend dem Ergebnis nach IFRS aus zuweisen.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs, multipliziert mit der Anzahl der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROI Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Gesamt kapital (Return on investment).
ROS Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu Umsätzen (Return on Sales).
Tochterunternehmen Alle Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar von einer Muttergesellschaft aufgrund einer Mehrheitsbeteiligung und/oder einer einheitlichen Leitung beherrscht werden.
Verbundene Unternehmen Vgl. Tochterunternehmen
Working Capital Das Working Capital errechnet sich aus dem Umlaufvermögen abzüglich der liquiden Mittel und abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt.

Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen.

Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Produktsparten und Segmente des KRONES Konzerns

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Systemtechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik

Sudhaus- und Filtrationstechnik
Informationstechnologie
Intralogistik
Produktbehandlungstechnik

Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)

Etikettiertechnik
Fülltechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Impressum

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Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Hermann Graf Castell, Leiter Konzernkommunikation
Redaktionsleitung Kristina Ebenbeck CSR-Beauftragte
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos Uwe Moosburger, Jessica Pfleiderer, KRONES AG
Druck, Litho Mediahaus Biering GmbH
Papier PhoeniXmotion, Munken Polar
Auflage 2.500 in deutscher Sprache 1.500 in englischer Sprache

Die Herstellung und das Papier des Geschäftsberichts 2009 des KRONES Konzerns sind zertifiziert nach den Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC). Der FSC schreibt strenge Kriterien bei der Waldbewirtschaftung vor und vermeidet damit unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt. Da die Produkte mit FSC- Siegel verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung durchlaufen, werden auch Verarbeitungsbetriebe von Papier, z. B. Druckereien, nach den Regeln des FSC zertifiziert.

Finanzkalender

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27.04.2010 Geschäftsbericht 2009 Zwischenbericht zum 31. März Bilanzpressekonferenz
16.06.2010 Hauptversammlung
28.07.2010 Zwischenbericht zum 30. Juni
27.10.2010 Zwischenbericht zum 30. September

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

Telefax +49 9401 70-3205

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland