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KRONES AG Annual Report (ESEF) 2023

Apr 25, 2024

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KRONES Aktiengesellschaft

LAGEBERICHT DER KRONES AG

Grundlagen des Konzerns

Krones auf einen Blick. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Das Krones Jahr 2023 57 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anlagen und Lifecycle Service 61 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Strategie und Steuerungssystem 64 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Forschung und Entwicklung (F&E). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
Nichtfinanzielle Erklärung 85 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Wirtschaftlicher Umfeld

Wirtschaftliches Umfeld. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
Krones AG in Zahlen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 161 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Krones AG Beschäftigte 162 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Risiko- und Chancenbericht 163 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prognosebericht 176 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB) 181 . . . . . . .
Abhängigkeitsbericht 185 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .


1 | AN UNSERE AKTIONäRE

2 | LAGEBERICHT

3 | ERKLäRUNG ZUR

4 | JAHRESABSCHLUSS

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Grundlagen

Krones auf einen Blick

Krones auf einen Blick

2 | 53

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Krones (KRONES AG mit ihren Tochtergesellschaf- ten) bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränke- produktion an. Darüber hinaus komplettieren die Prozesstechnologie sowie innovative Digitalisie- rungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produkt- palette. Kunden von Krones sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetik- industrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäfs- modells von Krones sind Service-Leistungen. Krones unterhält rund um die Welt Servicezentren mit und -niederlassungen. Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich Krones als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.

Krones berichtet seit 2022 über drei Segmente: »Abfüll- und Verpackungstechnologie«, »Prozesstech- nologie« sowie »Intralogistik«. Das Segment »Intralogistik« war bis 2021 dem Segment »Prozesstechnologie« zugeordnet.

  • Alle Angaben innerhalb »Krones auf einen Blick« beziehen sich auf den Krones Konzern.

Organisationsstruktur

Den Großteil des Umsatzes erwirtschafet Krones mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage- Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

Krones ist stark exportorientiert und erzielt rund 90% des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirt- schafete Krones im Berichtszeitraum 53,6%, auf den stark wachsenden Schwellen- und Entwick- lungsländern 46,4% der Erlöse.

Krones Konzern Umsatzverteilung 2023

Schwellenländer Industrieländer
46,4 % 53,6 %

Wettbewerb

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen wie zum Beispiel KHS (Salzgitter) und Sidel (Tetra Laval Group) konkurriert Krones mit einer Reihe von Firmen, die nicht die gesamte Produktpalette der Abfüll- und Verpackungstech- nik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit Krones um Aufräge. In den beiden kleineren Segmenten »Prozesstechno- logie« und »Intralogistik« konkurriert Krones welt- weit mit den großen Anbietern wie beispielsweise Gea und Kion sowie mit kleineren regionalen Wettbewerbern.


Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

2 | 54

In dem mit Abstand größten Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmittel- tauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling). Zudem ist das Servicegeschäft wichtiger Teil des Segments.

  • Produktbehandlungs-
  • Reinigungstechnik
  • Kunststofftechnik
  • Etikettiertechnik
  • Pack- und Palettiertechnik
  • Inspektionstechnik
  • Transporttechnik
  • Fülltechnik
  • Kunststoff-Recycling
Umsatz in Mio. € EBITDA (Mio. €) EBITDA-Marge (%)
2021 3.045,6 283,2 9,3
2022 3.497,3 332,7 9,5
2023 3.924,0 402,3 10,3

Segment Prozesstechnologie

2 | 55

In diesem Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte, Milch- und Milchmisch- getränke sowie alternative Proteine hergestellt und behandelt werden. Neben der Wasseraufereitung ist das Komponentenan- gebot der Marken Evoguard und Ampco Pumps sowie das Service- geschäft ebenfalls Teil des Segments »Prozesstechnologie«.

  • Sudhaus- und Filtrationstechnik
  • Wasseraufereitung
  • alternative Proteine
  • Komponenten (Ventile, Pumpen usw.)
Umsatz in Mio. € EBITDA (Mio. €) EBITDA-Marge (%)
2021 296,6 18,6 6,3
2022 367,5 20,4 5,5
2023 453,3 34,7 7,7

Segment Intralogistik

2 | 56

Seit 2022 berichtet Krones über das Intralogistik-Geschäft als eigenständiges Segment. Unter dem Dach der Tochter System Logistics bietet Krones in diesem Segment die Planung und Konstruktion von vollautomatischen Lager-, Kommissionier- und Materialflusssystemen mit Hochgeschwindigkeits-Zubringern, Transporteuren und fahrerlosen Transportsystemen an. Zudem sind Servicedienstleistungen Teil des Segments.

  • Lager- und Materialflusstechnik
  • System- und Softwarelösungen
  • Transporteure und fahrerlose Transportsysteme

Das Krones Jahr 2023

1. Quartal 2023

2 | 57

Die Kundennachfrage war im ersten Quartal 2023 weiterhin außerordentlich hoch. Von Januar bis März erhielten wir Bestellungen im Wert von 1.513,1 Mio. €. Der Umsatz kletterte gegenüber dem stark von Lieferkettenproblemen beeinflussten Vorjahres- zeitraum um 21,4% auf 1.198,8 Mio. €. Die Material- verfügbarkeit war auch im ersten Quartal 2023 knapp. Dies stellte Krones vor große Herausforde- rungen. Die Ertragskraf verbesserte sich dennoch deutlich. Mit 114,9 Mio. € übertraf das EBITDA den Wert des ersten Quartals 2022 um 32,1 %.

Am 22. März 2023 veröffentlichte Krones den Geschäfsbericht 2022. In diesem war erstmalig die Nichtfinanzielle Erklärung als Teil des Konzernlage- berichts integriert. Durch die Verschmelzung der finanziellen und nichtfinanziellen Berichterstat- tung unterstreicht Krones, dass bei allen unterneh- merischen Entscheidungen das Thema Nachhaltig- keit einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

An den Aktienbörsen ging es von Jahresanfang bis Mitte März tendenziell aufwärts. Dann lösten meh- rere Pleiten von US-Banken sowie der Kollaps der Schweizer Großbank Credit Suisse einen Kursrutsch aus.

Auftragseingang Q1 in Mio. € Umsatz Q1 in Mio. € Aktienkurs am 31.03. in € EBITDA Q1 in Mio. €
2019 983,5 874,6 75,45 89,5
2020 942,0 841,1 69,20 76,5
2021 1.041,6 1.068,8 78,55 86,0
2022 1.513,1 1.198,8 108,70 114,9
2023 1.513,1 1.198,8 76,5 114,9

LAGEBERICHT DER KRONES AG

Das Krones Jahr 2023

Schnell geschnürte Rettungspakete wichtiger Staaten und Notenbanken beruhigten die Märkte, die unterm Strich im ersten Quartal deutlich zulegen konnten. Der Kurs der Krones Aktie stieg nach der starken Performance im vierten Quartal 2022 nicht ganz so stark wie der Gesamtmarkt. Ende März 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 stand unser Papier bei 108,70 € und damit um 3,5% höher als zu Jahresanfang.

  • Alle Angaben innerhalb »Das Krones Jahr 2023« beziehen sich auf den Krones Konzern.

Am 23. Mai hielt Krones die 43. ordentliche Hauptversammlung (HV) ab. Nach pandemiebedingt drei virtuellen Hauptversammlungen fand das Aktionärstreffen erstmals wieder vor Ort in Neutraubling statt. Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vor- gelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen. Für das Geschäftsjahr 2022 erhielten die Anteilseigner eine gegenüber dem Vorjahr um 25% höhere Dividende je Aktie von 1,75 €.

Auch von April bis Juni entwickelten sich die Geschäfte von Krones positiv. Der Aufragseingang normalisierte sich auf hohem Niveau und lag mit 1.272,8 Mio. € in der geplanten Spanne von 1,2 bis 1,3 Mrd. € je Quartal. Trotz der angespannten Lage bei der Beschaffung von Elektrokomponenten legten Umsatz und Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr zu. Der Umsatz stieg um 12,5% auf 1.122,1 Mio. €. Über- proportional um 20,9% auf 106,5 Mio. € kletterte das EBITDA. Durch den Zukauf des US-Unternehmens Ampco Pumps Inc. im April haben wir das Komponentengeschäft in der Prozesstechnologie mit hochwertigen Pumpen ausgebaut und unsere Vertriebskraft im US-Markt deutlich gestärkt.

Im zweiten Quartal bewegten sich die Kurse an den internationalen Aktienbörsen unter teils hefigen Schwankungen leicht nach oben. Mit einem Plus von 2,2% (inklusive Dividende: +3,8%) legte die Krones Aktie von April bis Juni überproportional zum MDAX (–0,2%) und SDAX (+1,9%) zu. Unser Papier profitierte von den guten Geschäftszahlen und positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen.

2. Quartal 2023

Auftragseingang Q2 in Mio. € Umsatz Q2 in Mio. € Aktienkurs am 30.06. in € EBITDA Q2 in Mio. €
1.552,6
1.272,8 1.122,1 111,10 106,5
1.122,1 88,1 88,1
997,0 997,6 75,35 75,35
975,5 905,8 72,80 72,80
845,5 756,6 70,95 70,95
616,2 61,2 61,2
57,10 57,10
30,9 30,9
29,0 29,0
2019 2020 2021 2022
2023 2019 2020 2021
2022 2023

Das KRONES Jahr 2023

Von Juli bis September zog der Aufragseingang gegenüber dem Vorquartal an und erreichte 1.327,7 Mio. €. Die anhaltend hohe Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Krones führte zu einem Aufragsbestand, der im dritten Quartal erstmals die Marke von 4 Mrd. € überschritt. Auch beim Umsatz und Ergebnis ging es trotz herausfordernder Produktionsbedingungen weiter nach oben. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 10,0% auf 1.164,7 Mio. €, das EBITDA kam um 16,7% auf 110,9 Mio. € voran. Die Prognose für das Umsatzwachstum 2023 erhöhte Krones am 17. Juli auf 11 bis 13% (vorher: 8 bis 11%).

Die Krones Klimastrategie schreibt dem gesamten Konzern ambitionierte Reduktionszahlen bei den Treibhausgasemissionen vor. Am 26. Juli veröffentlichte das Unternehmen den Carbon Transition Plan – zu Deutsch: Klimaübergangsplan –, in dem Krones Maßnahmen, Zwischenergebnisse und weitere Pläne zur Erreichung der Klimaziele offenlegt.

Nach leichten Zugewinnen in den ersten beiden Quartalen entwickelte sich der Aktienkurs von Krones von Juli bis September unterdurchschnittlich. Trotz guter Unternehmenszahlen kam unsere Notiz kräftig unter Druck. Hauptsächlich die allgemeine Schwäche von Titeln aus der Maschinenbaubranche belastete den Wert der Krones Aktie. Insgesamt ging es mit dem Kurs im dritten Quartal um 12,2% nach unten.

3. Quartal 2023

Auftragseingang Q3 in Mio. € Umsatz Q3 in Mio. € Aktienkurs am 30.09. in € EBITDA Q3 in Mio. €
1.058,9
1.000,4 1.493,3 110,9 110,9
922,9 1.327,7 97,55 97,55
1.148,3 1.058,9 95,0 95,0
750,4 1.000,4 90,65 90,65
919,3 1.148,3 84,55 84,55
843,6 750,4 74,9 74,9
919,3 55,45 55,45
843,6 52,95 52,95
47,4 47,4
28,8 28,8
2019 2020 2021 2022
2023 2019 2020 2021
2022 2023

Das KRONES Jahr 2023

Im vierten Quartal entspannte sich die Lage auf den Beschaffungsmärkten. Das wird sich jedoch weitgehend erst 2024 im Umsatz bemerkbar machen. Von Oktober bis Dezember erreichten die Erlöse mit 1.235,1 Mio.€ (+ 6,0% ggü. Vorjahr) den höchsten Quartalswert des Berichtsjahres. Auch der Aufragseingang war mit 1.263,0 Mio. € erneut auf hohem Niveau und lag 6,8 % über Vorjahr. Am stärksten stieg von Oktober bis Dezember die Ertragskraft. Das EBITDA kletterte um 21,1 % auf 125,0 Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte Krones von 8,9 % auf 10,1 %.

Nach zwei Silbermedaillen in Folge wurde Krones im Nachhaltigkeits-Rating der Agentur EcoVadis im Oktober 2023 mit Gold ausgezeichnet. Krones zählt zu den besten fünf Prozent der bewerteten Unternehmen seiner Branche. Ein Messe-Highlight des vierten Quartals war die BrauBeviale, die vom 28. bis 30. November in Nürnberg stattfand. Krones präsentierte dort innovative Technik aus den verschiedenen Unternehmensbereichen.

Zu Beginn des vierten Quartals ging es mit der Notiz der Krones Aktie gemeinsam mit dem Gesamtmarkt nach unten. Die Veröffentlichung der guten Zahlen der ersten neun Monate 2023 führte aber Anfang November zu einem starken Kursschub. Dieses positive Momentum konnte die Krones Aktie bis zum Jahresende mitnehmen. Der Kurs legte im vierten Quartal überproportional zum Gesamtmarkt um 14,6% auf den Jahresschlusskurs von 111,80 € zu. Damit stand die Aktie um 6,5% höher als zu Jahresbeginn.

4. Quartal 2023

Auftragseingang Q4 in Mio. € Umsatz Q4 in Mio. € Aktienkurs am 31.12. in € EBITDA Q4 in Mio. €
1.165,6
1.069,2 1.235,1 111,80 125,0
991,5 1.263,0 105,00 105,00
1.263,0 1.165,6 103,2 103,2
873,7 1.069,2 100,0 100,0
1.183,1 991,5 95,90 95,90
1.125,9 1.263,0 67,50 67,50
1.006,1 1.165,6 66,05 66,05
1.069,2 –14,1 –14,1
991,5
2019 2020 2021 2022
2023 2019 2020 2021
2022 2023

Grundlagen

Anlagen und Lifecycle Service – nachhaltig, zuverlässig und leistungsstark produzieren

Krones liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how und unserer Linienkompetenz senken wir die Gesamtbetriebskosten (TCO) unserer Kunden. Zudem sorgen wir als verlässlicher Partner dafür, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können. Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die die Abläufe innerhalb der Produktion steuern und optimieren. Darüber hinaus unterstützen unsere Lifecycle Service (LCS) Experten die Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Service- und Beratungsleistungen. Wir gewährleisten, dass

bei den Getränkeherstellern die Produktion beständig auf dem höchstmöglichen Leistungslevel läuft. Die LCS Teams finden gemeinsam mit dem Kunden Lösungen für eine effiziente, sichere, kostengünstige und nachhaltige Produktion – gemäß unserem Zielbild »Solutions beyond tomorrow«. Sie stehen ihnen aber auch bei Instandhaltung und Nachrüstung mit qualifizierter Beratung zur Seite. Um die Gesamtanlageneffizienz weiter zu steigern, spielen die digitalen Services von Krones, auf die unsere Kunden über das Portal »Krones.world« zugreifen können, eine immer bedeutendere Rolle. Die modularen Servicepakete von Krones sind optimal auf die Anlagen und Kundenbedürfnisse abgestimmt. Das Service-Team analysiert die Produktionsdaten und findet gemeinsam mit den Kunden Lösungen, die die Performance der Produktion nachhaltig verbessern. Anhand der beiden Schaubilder einer kompletten Getränkefabrik sowie einer Abfüll- und Verpackungslinie stellen wir LCS unser Portfolio kurz vor.

  • Alle Angaben innerhalb »Anlagen und Lifecycle Service« beziehen sich auf den Krones Konzern.

Partner for Performance

Krones liefert komplette Getränkefabriken

Abfüll- und Verpackungs- technologie

Prozesstechnologie

Versorgungstechnik

Produkttanks

Behältertransport

Compact Mixer

Hydronomic

SynCo

Checkmat

ErgoBloc L

Variopac Pro TFS

MultiCo

Folienwickler (OEM)

Warenein- und -ausgang, Versand

Rohmateriallager

Hochregallager

Logistik-Bereich

Abwasserreinigungs- anlage

PET-Abfüll- und Verpackungslinie für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke

Strategie und Steuerungs- system

Auf Basis seiner Technologieführerschaf und und Digitalisierung langfristig für hohe Nachfrage.# Krones AG – Grundlagen

Strategie und Steuerungssystem

Als international führender Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik ist Krones mit seinem »Solutions beyond tomorrow« 2022 ein neues, ambitioniertes Zielbild entwickelt. Obwohl wir erst am Anfang eines langen Weges stehen, verzeichnen wir bereits Erfolge durch unser Handeln, das wir an dem neuen Zielbild ausrichten. Bei allen Veränderungen, die wir als Unternehmen anstreben oder die sich durch die hohe wirtschaftliche Volatilität ergeben, hilft uns die enorme Flexibilität und Motivation der gesamten Belegschaft.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr waren die Herausforderungen für das Krones Team anspruchsvoll. Es galt den extrem hohen Auftragseingang in 2022, trotz der noch schwierigen Materialversorgung in 2023, termingerecht und in gewohnt hoher Qualität abzuarbeiten. Das ist uns durch das hohe Engagement der Belegschaft gelungen, wie die sehr guten Geschäftszahlen für das Jahr 2023 zeigen.

Stabile Nachfrage aus attraktiven Märkten

Unterstützung kommt von unseren attraktiven Absatzmärkten aus der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln steigt stabil. Hierfür sorgen bedeutende Megatrends wie die zunehmende Weltbevölkerung, eine wachsende Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern sowie der kontinuierliche Anstieg der Stadtbevölkerung, vor allem im Globalen Süden.

  • Alle Angaben innerhalb »Strategie und Steuerungssystem« beziehen sich auf den Krones Konzern.

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLÄRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN
DER KRONES AG UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG
Grundlagen Strategie und Steuerungs- system
2 | 65

Konflikte wie in der Ukraine und im Nahen Osten haben in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Die Spannungen zwischen den USA und China könnten mittel- und langfristig ebenfalls zu deutlichen Verschiebungen der Weltordnung und einer Deglobalisierung der Weltwirtschaft führen. Langfristig stellen der Klimawandel, die Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen sowie die Digitalisierung – wie für nahezu alle Unternehmen – Risikofaktoren dar. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung bieten aber auch riesige Chancen für das Geschäft von Krones.

»Krones ist auf einem stabil wachsenden Markt sehr gut positioniert. Mit dem Zielbild ›Solutions beyond tomorrow‹ beschreibt Krones seinen Weg in eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft.«
Christoph Klenk
CEO

Flexibler und widerstandsfähiger durch verbesserte Kostenstruktur

Wachstum ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft von Krones. Aber es muss profitabel sein. Daher ist es eine unserer strategischen Kernaufgaben, die Kosten- und Organisationsstruktur von Krones weiter zu verbessern. Hierfür setzen wir in nahezu allen Bereichen Kostensenkungsprogramme um. Parallel beschleunigen und digitalisieren wir die internen Prozesse und Abläufe.

Der Ausbau des globalen Wertschöpfungsverbundes liefert einen weiteren bedeutenden Beitrag für verbesserte Kostenstrukturen. Je globaler und redundanter die Beschaffung und Produktion von Krones aufgestellt ist, umso flexibler kann das Unternehmen auf verschiedenste Krisenszenarien, wie beispielsweise protektionistische Maßnahmen, regionale Lieferkettenprobleme oder Produktionsausfälle reagieren. Der in den vergangenen Jahren vorangetriebene Aufbau der Produktionsstandorte und der dazu gehörigen Lieferketten in Ungarn und China bringt dem Unternehmen deutliche Kostenvorteile. In den kommenden Jahren wollen wir den Anteil der internationalen Wertschöpfung im Krones Konzern kontinuierlich ausbauen.

Ziel des Unternehmens ist es, den Anteil der Fixkosten an den Gesamtkosten zu verringern. So können wir auf die mittlerweile stärker schwankenden wirtschaftlichen Bedingungen noch flexibler reagieren und unsere Widerstandsfähigkeit in Krisensituationen weiter stärken.

Innovationen sind der Kern für den langfristigen Erfolg von Krones

Ausschlaggebend für eine nachhaltig gute Preisqualität sind qualitativ hochwertige und innovative Produkte und Services. Sie müssen den Kunden einen signifikanten und messbaren Mehrwert bieten und sie bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen. Um die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu verstehen, tauschen wir uns regelmäßig mit ihnen aus und entwickeln gemeinsam Lösungen. Krones konzentriert sich bei Neuentwicklungen, basierend auf dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow«, auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen. Unsere F&E-Strategie sowie eine Auswahl der Innovationen des Berichtsjahres stellen wir auf den Seiten 79 bis 84 vor.

Solutions beyond tomorrow – Zukunft nachhaltig und erfolgreich gestalten

Der Fokus von »Solutions beyond tomorrow« liegt auf drei wesentlichen Herausforderungen der Menschheit. Den Klimawandel aufhalten, die Weltbevölkerung ernähren und verantwortungsbewusst mit Verpackungsmaterialien umgehen. Abgeleitet davon bildet das neue Zielbild die Basis für die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Hier setzen wir den Fokus auf die Kernthemen: Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Diese drei Themen bestimmen auch die strategische Ausrichtung unserer drei Segmente.

Solutions beyond tomorrow – unser strategischer Fokus

  • Abfüll- und Prozesstechnologie
  • Intralogistik
  • Verpackungstechnologie

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Grundlagen Strategie und Steuerungs- system
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Nachhaltigkeit

Dosenfüller und -verschließer

Modulfill Bloc FS-C – eine der vielen nachhaltigen Lösungen von Krones

Nachhaltigkeit – Top-Thema bei Kunden und Krones

Größter Innovations- und Wachstumstreiber der nächsten Dekade sind nachhaltige Produkte. Die Nachfrage unserer Kunden nach Maschinen, Anlagen, Linien und kompletten Getränkefabriken, mit denen sich wertvolle Ressourcen einsparen und der CO2-Ausstoß senken lassen, nimmt stark zu. Krones unterstützt die Kunden bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele und ermöglicht ihnen eine ressourcenschonende und kreislauforientierte Produktion von Getränken und Lebensmitteln.

Schon seit Jahren profitieren die Kunden vom niedrigeren Energie- und Ressourcenverbrauch unserer enviro Produkte. Zudem unterstützen die Krones Nachhaltigkeitsberater unsere Kunden mit einem ganzheitlichen und fabrikübergreifenden Ansatz, ihren ökologischen Fußabdruck messbar zu verkleinern – egal ob bei einem Neubau oder einer existierenden Anlage.

Unser Anspruch – zu einer klimafreundlichen Industrie beitragen

Krones hat sich dazu verpflichtet, einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz beizusteuern. Details zur Umsetzung unserer Klimastrategie haben wir Mitte 2023 erstmals im »Public Carbon Transition Plan« veröffentlicht. Darin legt der Konzern seine Ziele, Maßnahmen und Fortschritte sowie weitere Umsetzungspläne zur Erreichung seiner Klimaziele offen und wird dieses Dokument künftig jährlich updaten.

Neben der Optimierung der eigenen Prozesse ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir nachhaltige Lösungen für unsere Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie entwickeln und umsetzen. Mit dem TÜV-zertifizierten und dynamisch weiterentwickelten Nachhaltigkeitsprogramm enviro unterstützt Krones die Kunden optimal bei der Umsetzung ihrer ehrgeizigen Klimaziele. Denn die energie- und medieneffiziente Produktreihe spart dem Kunden beim Betrieb unserer Maschinen und Anlagen nachweislich und messbar wertvolle Ressourcen ein.

Krones hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, dass die von uns produzierten Anlagen und Maschinen beim Kunden bis 2030 weitere 25% an Energie und Nachhaltigkeit Ressourcen in absoluten Mengen gegenüber 2019 einsparen. Da Krones den Absatz neuer Maschinen und Anlagen in den vergangenen beiden Jahren deutlich gesteigert hat und auch künftig wachsen will, müssen die Einsparungen je Maschine oder Anlage erheblich über diesen 25 % liegen. Die Erreichung dieses Ziels erfordert noch viel Arbeit, aber die starke Nachfrage nach enviro Produkten spornt uns an.

Um das Problem mit dem Plastikmüll auf unserem Planeten zu lösen, müssen wir weg vom einmaligen Gebrauch hochwertiger Kunststoffe hin zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Viele Getränkehersteller werden daher den Anteil von recyceltem PET (rPET) in ihren Flaschen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, um den Verbrauch der wertvollen Ressource PET deutlich zu verringern. Krones wird seine Kunden dabei unterstützen: vom Material sparenden Verpackungsdesign sowie der Preform- (Spritzgießen) und Behälter-

Absatzpreise auf angemessenem Niveau halten

Wichtige Stellschraube für die Profitabilität von Krones sind die Absatzpreise. Mit Hilfe unserer innovativen Lösungen und der zuverlässigen Abwicklung von internationalen Kundenprojekten ist es uns in den beiden vergangenen Geschäftsjahren gelungen, die Absatzpreise an das gestiegene Kosten niveau anzupassen. Trotz des weiterhin intensiven Wettbewerbs werden wir an unserer Pricing-Strategie festhalten und steigende Kosten für Material und Personal weitergeben. Der hohe Auftragsbestand bietet die Chance, auch bei möglichen Nachfragerückgängen unsere Preisdisziplin durchzuhalten.# KRONES AG – JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT

2 | LAGEBERICHT

Grundlagen

Strategie und Steuerungssystem

Nachhaltigkeit

Streckblasen-
technologie
Spritzgieß-
technologie
Verpackung
Sekundär-
Verpackung
Krones Portfolio
Dritter
Logistik
Leistung

Digitalisierung – hilft Ressourcen sparen und ist Basis für neue Geschäftsmodelle

Die Digitalisierung der Getränkefabrik schreitet unvermindert voran. Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Getränkehersteller ihre Anlagen auf Effizienz trimmen. Die Digitalisierung ist hierfür ein entscheidender Faktor. Krones hat diesen Trend sehr früh erkannt und liefert schon seit Jahren digitalfähige Maschinen und Anlagen aus. Wir profitieren bei der Digitalisierung der Getränkefabriken von unserer Linien- und Fabrikkompetenz, also dem Wissen vom Zusammenspiel vieler einzelner Maschinen und Anlagen zu einem großen Ganzen.

Insgesamt kümmern sich im Krones Konzern rund 1.500 Beschäftigte um Digitalisierungsthemen. In der 2022 etablierten Einheit Krones.digital entwickeln rund 500 Software- und IT-Ingenieure ausschließlich digitale Produkte und Services für unsere Kunden. Bis 2025 wollen wir die Digitalisierungseinheit auf knapp 700 Fachkräfte ausbauen.

Digitale Produkte und Services müssen beim Kunden einen Mehrwert schaffen, entweder durch höhere Produktsicherheit, durch zuverlässigere Produktion oder durch geringere Betriebskosten. Das Unternehmen hat alle seine digitalen Services auf einem browser-basierten Online-Portal gebündelt, der Krones.world. Von dort aus können die Anlagenbetreiber auf alle digitalen Services zugreifen. Ziel von Krones ist es, das gesamte Leben einer Maschine oder Anlage digital zu begleiten. So will sich das Unternehmen vom Maschinen- und Anlagenhersteller stärker zu einem Service-Dienstleister entwickeln – von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones«. Über gestaffelte Dienstleistungsverträge erbringt Krones für den Anlagenbetreiber gemeinsam festgelegte Leistungen, mit denen die Effizienz der Anlage messbar verbessert wird. Im Gegenzug erhält das Unternehmen vom Kunden eine Servicegebühr.

Aber auch intern verändert die Digitalisierung viele Produkte und Prozesse. Diese wird Krones mit Hilfe digitaler Werkzeuge, wie beispielsweise künstlicher Intelligenz (KI), verbessern und beschleunigen. So hat unser Team unter anderem eine KI-basierte Lösung entwickelt, mit der sich für unseren Vertrieb die Angebotserstellung deutlich verkürzt und den Kunden sowie Krones viel Zeit spart.

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen 2019–2023

Jahr Südamerika Nordamerika Afrika Asien/ Pazifik Osteuropa China Gesamt
2019 782 745 671 1.009 933 792 4.932
2020 778 1.011 639 974 922 742 5.066
2021 803 1.046 633 959 1.006 732 5.179
2022 871 1.206 671 1.023 1.092 802 5.665
2023 943 1.430 681 1.143 1.345 915 6.457

Mit weltweit rund 3.000 Service-Beschäftigten immer nah am Kunden

Für die praktische Umsetzung der digitalen Services sowie aller anderen Servicedienstleistungen sorgen unsere rund 3.000 Service-Beschäftigten in mehr als 70 Ländern. So können wir uns schnell und direkt um die Anliegen der Kunden vor Ort kümmern – ein wesentliches Kriterium für nachhaltige Kundenzufriedenheit. Den Kunden kommt die gute Ausbildung unserer Service-Beschäftigten sowie deren Anlagenexpertise und Linienkompetenz zu Gute.

Mit Hilfe unserer weltweit strategisch gut platzierten LCS Center können wir die Anlagenbetreiber zudem überall auf dem Planeten schnell mit Ersatzteilen versorgen. Langfristiger Wachstumstreiber des attraktiven LCS Geschäfts ist die wachsende installierte Anlagen-Basis. Zusätzlich will Krones den Anteil der betreuten eigenen Linien weiter steigern.

Wachstum durch weitere Internationalisierung

Um den ansteigenden Servicebedarf zu bedienen, wird Krones unvermindert in den Ausbau der Vertriebs- und Servicestrukturen investieren und das Service-Team weiter aufstocken. Der Schwerpunkt liegt hier in den internationalen Märkten, weil dort die Wachstumsraten weiter überdurchschnittlich hoch sein werden. In diesen Märkten wird Krones stark in die Standorte und Beschäftigte aus diesen Regionen investieren. Vor allem die Regionen Asien-Pazifik und Afrika dürfen langfristig am deutlichsten zulegen. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten in den in der Tabelle aufgeführten Regionen um 792 auf 6.457 erhöht.

Globale Fleischmarktprognose (in Mrd. USD, global)*

2025 2030 2035 2040
Kultiviertes Fleisch (Laborfleisch) 10% 23% 35% 90%
Neuartiger veganer Fleischersatz*** 18% 25% 40% 55%
Konventionelles Fleisch 72% 80% 77% 65%
  • Zahlen sind auf Hundertmilliarden gerundet Quelle: Statista 2024
    ** durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Veröffentlichung: 2. Januar 2024)
    *** Der Konsum von veganem Fleischersatz dürfte von 2025 bis 2040 jährlich im Durchschnitt um 9 % steigen. Damit ist das Wachstumstempo um den Faktor 3 höher als beim gesamten Fleischkonsum.
Emissionen und Plastik einsparen durch geschlossene Kunststoff-Kreisläufe

herstellung (Streckblasen) über das Abfüllen, Etikettieren und Verpacken bis hin zum Recycling von gebrauchten Kunststoffbehältern und deren erneuten Einsatz in der Lebensmittelindustrie. Im Februar 2024 haben wir den Vertrag zum Kauf des Schweizer Spritzgießtechnologie-Unternehmens Netstal unterzeichnet. Den endgültigen Abschluss der Transaktion (Closing) erwarten wir in der ersten Hälfte 2024. Nach dem Closing haben wir den Kunststoff-Kreislauf geschlossen und verfügen dann über alle wesentlichen Produkte, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue Behälter für die Abfüllung von Getränken herzustellen. Mit der Recycling-Technologie von Krones lassen sich auch andere hochwertige Verpackungskunststoffe (HDPE, LDPE, PP, PS) wiederverwerten. Somit leisten wir einen wichtigen Beitrag, damit die wertvolle Ressource Kunststoff nicht verloren geht und die Plastikmüllmenge verringert wird (Bottle-to-Bottle-Recycling).

Um das Potenzial unserer Recyclingtechnologie noch besser auszuschöpfen, werden wir diesen Bereich 2024 ausgliedern und als eigenständige Gesellschaft aufstellen (Carve-out). Bei dem Carve-Out der Brauereiaktivitäten haben wir das Primär- bereits erfolgreich umgesetzt.

Verpackung
Mit alternativen Proteinen das Klima schützen und die Menschheit nachhaltig ernähren

Eine der drei großen globalen Herausforderungen, der sich Krones gemeinsam mit seinen Kunden stellt, ist die nachhaltige und klimafreundliche Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. Der vor allem in den Industrieländern sehr hohe Verzehr von tierischem Eiweiß verursacht einen enormen Ausstoß an Treibhausgasen. Die Lösung dieses Problems liegt in der Herstellung hochwertiger pflanzlicher Proteine als Alternative zum tierischen Eiweiß.

In diesem mittel- und langfristig aufstrebenden Markt, der laut Analysten bis 2030 um jährlich 15% wachsen soll, will Krones künftig eine bedeutende Rolle einnehmen. Bereits etabliert ist der Markt für alternative Milchprodukte aus Pflanzen (Soja, Hafer, Nüsse usw.). Hier nutzt Krones sein umfangreiches Milch- Know-how und unterstützt die Produzenten mit der kompletten Prozesstechnik. Bei der Herstellung fester pflanzlicher Proteine profitiert das Unternehmen von der jahrzehntelangen Erfahrung in der Fermentation (biologischer Umwandlungsprozess). Krones ist damit in dem wichtigen zukunftsträchtigen Markt für alternative Proteine gut positioniert.

Die betriebsbezogenen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2) will das Unternehmen bis 2030 gegenüber 2019 um 80 % senken, die Emissionen aus der Wertschöpfungskette (Scope 3) um 25 %. Im Geschäftsjahr 2023 stehen wir für Scope 1 und Scope 2 bei etwa 50 % Reduktion und sehen auch für Scope 3 positive Effekte der lieferketten- und produktbezogenen Einsparungen. Unsere Klimastrategie haben wir Anfang 2024 um ein Netto-Null-Emissionsziel bis 2040 erweitert.

Krones Global Footprint

Ein wichtiger strategischer Baustein von Krones ist der kontinuierliche Ausbau des Global Footprint. Das Unternehmen verfügt nicht nur im Service, sondern auch in der Produktion über eine breite internationale Aufstellung.

Service Deutschland: Barbing Dassow
Laatzen Flensburg Freising
Wackersdorf
Herxheim
Hochheim/Main
Bodegraven
Louvain-la-Neuve | Charleroi
Milton Keynes
Glendale (2)
Rochester
Trevor
Erie
Stockton
Ontario
Houston
Santa Catarina
Guadalajara
Mexico City
Caracas
Bogotá
Lima
São Paulo
Buenos Aires
Santiago de Chile

Produktions- standorte:
Nittenau (2)
Holte
Herne
Schwarzenbek
Malmö
Warsaw
Bratislava
Sollenau
Moscow
Debrecen
Kiev
Belgrade
Bucharest (2)
Sofia
Tirana
Elroy
Buttwil | Baar
Katerini
Lyon
Franklin
Taicang
Arden
Castellón
Casablanca
Tel Aviv
Barcelona
Rosh ha’Aijn
Cairo
Tampa
Viviers-du-Lac
Fiorano Modenese
Roverbella
Grosuplje
Garda
Secunderabad
Guatemala City
Accra
Lagos
Luanda
Johannesburg
Auckland

Weitere Tochtergesellschaften und Repräsentanten:
Wackersdorf
Prague
Debrecen
Sollenau
Bodegraven
Milton Keynes
Glendale (2)
Rochester
Almaty
Istanbul
Beijing
Tashkent
Madrid
Hazmieh
Lahore
Peachtree
Seoul
San Antonio
Delhi
Shanghai (2)
Dubai (2)
Riyadh
Hanoi
Mumbai
Yangon
Khartoum
Manila
Bengaluru (2)
Ho Chi Minh City
Kelaniya
Kuala Lumpur
Singapore
Nairobi
Jakarta
Phnom Penh
Bangkok (2)
Ho Chi Minh City
Shenzhen
Taipei
Dhaka
Hanoi
Bengaluru (2)
Ho Chi Minh City
Singapore

Center Engineering-Standorte
* Pilsen
* Neutraubling (5)
* Buttwil | Baar
* Glendale (2)
* Bucharest (2)
* Dubai (2)
* Shanghai (2)
* Bengaluru (2)
* Bangkok (2)

Krones AG – Global Footprint

  • Center Engineering: Pilsen, Neutraubling (5), Buttwil | Baar, Glendale (2), Bucharest (2), Dubai (2), Shanghai (2), Bengaluru (2), Bangkok (2)
  • Produktionsstandorte: Nittenau (2), Holte, Herne, Schwarzenbek, Malmö, Warsaw, Bratislava, Sollenau, Moscow, Debrecen, Kiev, Belgrade, Bucharest (2), Sofia, Tirana, Elroy, Buttwil | Baar, Katerini, Lyon, Franklin, Taicang, Arden, Castellón, Casablanca, Tel Aviv, Barcelona, Rosh ha’Aijn, Cairo, Tampa, Viviers-du-Lac, Fiorano Modenese, Roverbella, Grosuplje, Garda, Secunderabad, Guatemala City, Accra, Lagos, Luanda, Johannesburg, Auckland
  • Weitere Tochtergesellschaften und Repräsentanten: Wackersdorf, Prague, Debrecen, Sollenau, Bodegraven, Milton Keynes, Glendale (2), Rochester, Almaty, Istanbul, Beijing, Tashkent, Madrid, Hazmieh, Lahore, Peachtree, Seoul, San Antonio, Delhi, Shanghai (2), Dubai (2), Riyadh, Hanoi, Mumbai, Yangon, Khartoum, Manila, Bengaluru (2), Ho Chi Minh City, Kelaniya, Kuala Lumpur, Singapore, Nairobi, Jakarta, Phnom Penh, Bangkok (2), Ho Chi Minh City, Shenzhen, Taipei, Dhaka, Hanoi, Bengaluru (2), Ho Chi Minh City, Singapore
  • Service Deutschland: Barbing, Dassow, Laatzen, Flensburg, Freising, Wackersdorf, Herxheim, Hochheim/Main, Bodegraven, Louvain-la-Neuve | Charleroi, Milton Keynes, Glendale (2), Rochester, Trevor, Erie, Stockton, Ontario, Houston, Santa Catarina, Guadalajara, Mexico City, Caracas, Bogotá, Lima, São Paulo, Buenos Aires, Santiago de Chile# ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Grundlagen

Strategie und Steuerungssystem

2 | 71

Segmente

Abfüll- und Verpackungstechnologie: Segmente

PET ist weiterhin sehr gefragt und auch Dosen und Aseptik stützen Wachstum

Getränkeverpackungen aus PET sind bei unseren Kunden und den Konsumen-
ten weiterhin sehr beliebt. Die Nachfrage nach PET-Linien bleibt stabil auf hohem Niveau.
Die Gründe liegen auf der Hand. PET-Behälter sind leicht und handlich, aber auch stabil
und strapazierfähig. Zudem erzeugt dieses Verpa-
ckungsmaterial einen relativ geringen CO2-Fußabdruck und ist in der Herstel-
lung vergleichsweise günstig, was sich positiv auf den Verkaufspreis der End-
produkte auswirkt. Damit sorgen wir mit unseren PET-Linien für nachhaltige und bezahlbare
Getränke, wie in unserem Zielbild festgeschrieben. Mit noch besserer Performance bei
gleichzeitig niedrigerem Ressourcenverbrauch der Anlagen wollen wir unsere führende
Position bei PET-Linien festigen und aus-
bauen. Damit PET langfristig das beliebteste Verpackungsmaterial für Getränke bleibt,
muss künfig ein Großteil der Verpackungen aus recyceltem PET stammen. Hier ist Krones
bestens positioniert und kann die Kunden mit seinen Recyclinganla-
gen unterstützen. Zudem haben wir bereits viele Linien bei Kunden, die rPET, das leicht
veränderte Eigenschafen zum originären PET aufweist, problemlos verarbeiten.

1 | AN UNSERE AKTIONäRE
2 | LAGEBERICHT
3 | ERKLäRUNG ZUR
4 | JAHRESABSCHLUSS
5 | ANHANG
6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG
UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG
DER KRONES AG
Grundlagen
Strategie und Steuerung-
system
2 | 72

Segmente

Auch der Markt für die aseptische, also keimfreie, Abfüllung in PET-Behälter
bietet gute Wachstumschancen für das Kernsegment. Vor allem in den USA
dürfe die Nachfrage hoch bleiben, da dort bislang das Hotfill-Verfahren, also
das keimfreie Abfüllen unter Hitze mit hohem Energieaufwand, der Standard
war. Dieses Verfahren wollen die US-Getränkehersteller verstärkt durch techno-
logisch hochwertige und nachhaltige Aseptikanlagen ablösen. Mit ihnen lässt
sich der CO2-Fußabdruck und der Plastikverbrauch deutlich reduzieren.

Den Trend zur Dose hat Krones vor einigen Jahren erkannt und ist mittlerweile
weltweit Markt-
führer. Die Aluminium-Getränkedose ist die meist recycelte Getränkeverpa-
ckung der Welt und lässt sich ohne Qualitätsverlust nahezu unbegrenzt wieder-
verwerten. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.
Krones will die Position bei Dosenlinien mit flexiblen, hygienischen sowie
platz- und ressourcensparenden Anlagen stärken.

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Grundlagen
Strategie und Steuerung-
system
2 | 73

Segmente

Prozesstechnologie:

Intralogistik:
Energieeffiziente Lösungen und alternative Proteine sind Märkte der Zukunft
Markt mit Potenzial

Der in den Vorjahren eingeleitete Umbau des Segments Prozesstechnologie
schreitet gut voran. Technologien zur Produktion pflanzlicher Proteine sowie
energieeffizienter Lösungen zur Getränkeherstellung werden an Bedeutung
gewinnen. Die Nachfrage nach beiden Technologien wird mittel- und lang-
fristig überdurchschnittlich zulegen, da sie den weltweiten CO2-Ausstoß
verringern. Darüber hinaus werden wir in diesem Segment das LCS und Kom-
ponenten-Geschäf ausbauen. Beide Bereiche sollen zum Umsatz- und Ergeb-
niswachstum der Prozesstechnologie beitragen. Mit dem Zukauf des Pumpen-
herstellers Ampco Pumps in den USA im 2. Quartal 2023 haben wir unser
Pumpenportfolio komplettiert und so das Komponentengeschäf gestärkt
sowie die Vertriebskraf im US-amerikanischen Markt ausgebaut.

Das Segment Intralogistik profitiert neben dem dynamischen Wachstum des
Logistikmarktes ebenfalls vom Megatrend Nachhaltigkeit. Dabei wird das
Potenzial der Intralogistik von den Kunden ofmals noch unterschätzt. Mit
Lösungen unserer Konzerngesellschaf System Logistics lassen sich bis zu 40 %
Energie sowie bis zu 20% der Betriebskosten einsparen. Zudem entlasten unsere
automatisierten Lösungen die Logistik-Beschäfigten und verringern das not-
wendige Betriebspersonal – in Zeiten des Arbeitskräfemangels ein großer
Mehrwert für die Kunden.

Mittelfristig wird Krones das Intralogistik-Geschäf stärker internationalisieren
und auch auf Kundengruppen außerhalb des Getränke- und Liquid-Food-Mark-
tes ausweiten. Ein höherer Umsatzanteil von automatischen Kommissioniersys-
temen und autonomen mobilen Robotern wird die Ertragskraf des Segments
weiter stärken, genauso wie der Ausbau des Servicegeschäfs.

Finanzposition sorgt für Resilienz und ermöglicht Zukunftsinvestitionen

Finanzen

Nach dem Durch die gute Geschäfsentwicklung hat Krones im Berichtsjahr seine Kapi-
tal- und Finanzkraf weiter auf sehr hohem Niveau gehalten. Zum Jahresende
2023 wies das Unternehmen eine sehr solide Eigenkapitalquote von 38,3%
sowie eine Netto-Cash-Position von 445 Mio. € aus. Zusätzlich verfügt die
Gesellschaf über freie Kreditlinien von rund 850 Mio. €. Die Finanz- und
Kapitalstruktur gibt dem Unternehmen und seinen Beschäfigten in diesen
wirtschaflich und politisch unruhigen Zeiten die nötige Stabilität und
Sicherheit. Mit der komfortablen Kapitalausstattung kann Krones zudem
wichtige Wachstums- und Zukunfsinvestitionen aus eigener Kraf umsetzen.
Rund 5% des Umsatzes wird Krones weiterhin in Forschung & Entwicklung in-
vestieren. Darüber hinaus plant der Vorstand in den kommenden Jahren je-
weils zwischen 2,5% und 3,5% des Umsatzes für langfristige Vermögenswerte
auszugeben. Die Gelder werden hauptsächlich in die Optimierung der Pro-
zesse und Produktionsstrukturen sowie in IT-Systeme fließen. Ein bedeuten-
der Teil der Investitionen wird auch künfig für interne Nachhaltigkeitspro-
jekte (Scope 1+2) verwendet.

Zukäufe sind und bleiben Teil der Wachstumsstrategie von Krones. Bei poten-
ziellen Akquisitionen legen wir den Fokus auf mittelgroße profitable Unter-
nehmen, die das bestehende Portfolio technologisch und regional stärken
oder Märkte außerhalb der Getränke- und Liquid-Food-Industrie erschließen.
Hierzu zählt beispielsweise das Abfüllen und Verpacken von Speisen sowie
Pharma- und Kosmetikprodukten. Wir haben im Berichtsjahr und auch im lau-
fenden Jahr unsere Akquisitionsstrategie weiter umgesetzt. Durch den Zu-

kauf des US-Unternehmens Ampco Pumps im zweiten Quartal 2023 haben wir das Komponentengeschäf in der Prozesstechnologie mit hochwertigen Pum-
pen ausgebaut und den Zugang zum US-Markt deutlich verbessert. Nach dem
für die erste Hälfe 2024 geplanten finalen Abschluss der Akquisition des
schweizerischen Spritzgießtechnologie-Unternehmens Netstal wird Krones den
Kunden alle wichtigen Maschinen, Anlagen und Services für den kompletten
PET-Verpackungskreislauf anbieten können. Zudem untermauert Netstal die Gesellschaf
Strategie von Krones, den Kundenfokus auf die Branchen Medizin/Pharma,
Kosmetik und Lebensmittel zu erweitern.

Die Anteilseigner wird Krones weiterhin über Dividendenausschüttungen
angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Die Dividendenstrategie der
Gesellschaf sieht vor, dass ein Beitrag in Höhe von 25 bis 30 % des erzielten Kon-
zerngewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet wird, wobei sich das Unterneh-
men seit mehreren Jahren am oberen Ende der Spanne orientiert.

Liquiditätsreserven

31.12.2023 Nettoliquidität in Mio. € zum 31.12.
Liquide Mittel 448 Mio. €
Benutzte Kreditlinien 4 Mio. €
Freie Kreditlinien 847 Mio. €
Gesamt 1.295 Mio. €
38 2019 2020 2021 2022 2023
378
445
847Mio. €
1.295 Mio. €
185
38,3%

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5 | ANHANG
6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG
UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG
DER KRONES AG
Grundlagen
Strategie und Steuerung-
system
2 | 75

Free Cashflow und ROCE verbessern – Working Capital optimieren

Finanzen

Um nachhaltig erfolgreich zu sein, will das Unternehmen weiter profitabel wachsen. Nur wer ausreichend Gewinne erwirtschafet, kann die nötigen Zu-
kunfsinvestitionen tätigen sowie mögliche Krisen überstehen. Das Unterneh-
men strebt mittelfristig eine EBITDA-Marge von 10 bis 13% an (2023: 9,7 %).
Der Vorstand ist zuversichtlich, mit den eingeleiteten Maßnahmen dieses Ziel, trotz
der stark steigenden Material- und Personalkosten, zu erreichen.

Der ROCE (Return on Capital Employed), als Zielgröße für die Effizienz des einge-
setzten Kapitals, soll bis 2025 mindestens 20% betragen (2023: 16,3%). Um dieses
Ziel zu erreichen, werden wir sowohl das EBIT steigern, als auch das im Working
Capital gebundene Kapital mittelfristig weiter optimieren. Hierfür
hat das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, die das Working Capital ent-
lasten. Ein niedrigeres Working Capital wirkt sich positiv auf die Kapitalren-
dite ROCE aus.

Auch für den Free Cashflow stellt das Working Capital einen wichtigen Ein-
flussfaktor dar. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto
mehr freie Finanzmittel stehen dem Unternehmen zur Verfügung.

Die Umsätze sollen bis 2025 organisch, also ohne Zukäufe, durchschnittlich um 5%
jährlich wachsen. Inklusive Akquisitionen peilt das Unternehmen für 2025
einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € an (2023: 4,72 Mrd. €). Aufgrund des star-
ken Umsatzanstiegs in den Jahren 2022 und 2023 sowie des hohen Aufragsbe-
stands erwartet Krones, dieses Ziel bereits im Geschäfsjahr 2024 zu erreichen.# 1 | AN UNSERE AKTIONÄRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLÄRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG Grundlagen Strategie und Steuerungs- system 2 | 76

Nach dem außerordentlich hohen Free Cashflow im Jahr 2022 ging dieser im Berichtsjahr, hauptsächlich aufgrund des starken Aufbaus von Working Capital, erwartungsgemäß deutlich zurück. 2024 sollte der Free Cashflow wieder steigen und mittelfristig zulegen. Krones ist auf einem sehr guten Weg die mittelfristigen Ziele bis 2025 zu erreichen – teilweise auch schon früher.

Das Unternehmen hat sich Ende 2021 ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2025 gesetzt.

Mittelfristige Ziele bis 2025

Umsatzwachstum EBITDA-Marge ROCE
5 % p.a. 10–13 % ≥20 %
(ohne Zukäufe)

setzten Kapitals, will Krones bis 2025 auf mindestens 20 % steigern (2023: 16,3%). Insgesamt sieht Krones derzeit deutlich mehr Chancen als Risiken, die mittelfristigen Ziele bis 2025 zu erreichen.

Krones Team macht den Unterschied – wichtigster Erfolgsfaktor von Krones Mitarbeiter

Das komplette Krones Team hat in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Job gemacht. In den verschiedensten Krisen (Corona, Ukraine-Konflikt, Materialengpässe) haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewiesen, dass sie sich auf plötzlich verändernde Rahmenbedingungen schnell und flexibel einstellen können. Sie haben auch in den schwierigen Zeiten für unsere Kunden deren Projekte termingetreu umgesetzt und dadurch viel Vertrauen bei den Kunden gewonnen. Im laufenden Jahr gilt es, die Aufträge zügig und in gewohnter Qualität abzuarbeiten. Wir sind zuversichtlich, auch diese Herausforderung zur Zufriedenheit der Kunden zu bewältigen. Der enorme Teamgeist, das einzigartige Know-how gepaart mit hoher Kreativität und Einsatzbereitschaft der Belegschaft, machen Krones widerstandsfähig und erfolgreich. Um weiterhin über ausreichend motivierte und qualifizierte Beschäftigten zu verfügen, wird Krones weiterhin in die Aus- und Weiterbildung des Personals investieren und die Belegschaft in den kommenden Jahren, vor allem in den Bereichen IT, Software, Service sowie in den Schwellen- und Entwicklungsländern, verstärken.

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLÄRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG Grundlagen Strategie und Steuerungs- system 2 | 77

Das Steuerungssystem von Krones

Entwicklung der Steuerungsgrößen in den vergangenen 5 Jahren

2019 2020 2021 2022 2023
Umsatzwachstum ggü. Vorjahr 2,7% –16,1% 9,4% 15,8% 12,2%
EBITDA-Marge 5,7% 4,0% 8,6% 8,9% 9,7%
ROCE (ab Geschäftsjahr 2022) 2,2% –2,2% 10,0% 14,1% 16,3%
Working Capital/Umsatz 26,9% 28,3% 24,8% 19,0% 17,8%

Das Management von Krones steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren: Umsatzwachstum, EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) sowie ROCE – Return on Capital Employed – Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital.

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, werden wir auch mittelfristig in allen drei Segmenten ein profitables Wachstum generieren. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten. Unsere dritte Steuerungsgröße ist seit dem Geschäftsjahr 2022 der ROCE (Return on Capital Employed), der auf Konzernebene ermittelt wird. Er errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Der ROCE ist eine für den Kapitalmarkt sehr wichtige Rentabilitäts-Kennziffer. Sie zeigt den Investoren, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist, also wie effizient das Unternehmen das eingesetzte Kapital nutzt. Bis zum Geschäftsjahr 2021 war das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, unsere dritte Steuerungsgröße.

Weitere wichtige Finanzkennzahlen

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für Krones der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiter- hin am EBT, dem Ergebnis vor Steuern, an der EBT-Marge (EBT im Verhältnis zum Umsatz) und am Working Capital im Verhältnis zum Umsatz.

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLÄRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG Grundlagen Strategie und Steuerungs- system 2 | 78

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Neben finanziellen Steuerungsgrößen sind auch nichtfinanzielle Zielgrößen, die im Detail in der Nichtfinanziellen Erklärung (Seite 85 bis 145) dargestellt sind, stark in der Unternehmensstrategie von Krones verankert. Das Thema Nachhaltigkeit hat einen sehr hohen Stellenwert und steht auch im Fokus des Krones Zielbildes.

Wichtige nichtfinanzielle Kennzahlen sind die Treibhausgasemissionen (Scope 1, Scope 2 und Scope 3), der Wasserverbrauch, gefährliche Abfälle, Arbeitsunfälle sowie der Frauenanteil in Führungspositionen. Im Zuge der Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns, die der Vorstand im Geschäftsjahr 2020 offiziell verabschiedete, hat sich das Unternehmen ambitionierte Emissionsreduktionsziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesetzt.

Unseren eigenen CO2-Fußabdruck (Scope 1 und Scope 2) wollen wir bis 2030 um 80% reduzieren, bezogen auf das Basisjahr 2019.

Die ungemein höheren Scope 3 Emissionen, die überwiegend durch den Einsatz unserer Maschinen und Anlagen beim Kunden verursacht werden, wollen wir im gleichen Zeitraum um 25 % verringern, ebenfalls bezogen auf das Basisjahr 2019.

Weitere Nachhaltigkeitsziele sind:

  • Trinkwasserverbrauch bis 2030 um zehn Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.
  • Wir reduzieren sowohl die Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage nach Arbeitsunfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden im Krones Konzern um 30 Prozent bis 2030, verglichen mit dem Basisjahr 2020.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Nachhaltigkeit bleibt wesentlicher Innovationstreiber

„ »Line of the future« im Fokus

„ Internationalisierung und Partnerschaften stärken F&E

Innovationen sichern die Zukunft unseres Unternehmens. Nur mit kreativen Produkten und Dienstleistungen kann Krones die Vision des neuen Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« in die Tat umsetzen. Ausschlaggebend hierfür ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E). Er genießt bei Krones seit jeher einen hohen strategischen Stellenwert und bleibt die Grundlage für den nachhaltigen Unternehmenserfolg.

4,1% des Umsatzes investierte Krones 2023 in F&E

Hoch qualifizierte Krones Beschäftigte treiben weltweit Neu- und Weiterentwicklungen von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen voran. Um das Innovationstempo zu halten, investiert das Unternehmen hohe Summen in F&E. 2023 flossen 194 Mio. € (Vorjahr: 178 Mio. €) oder 4,1% des Konzernumsatzes (Vorjahr: 4,2%) in den Bereich F&E. Hiervon wurden 21,7 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.

Innovative F&E sorgt für starkes Patentportfolio und sichert technologischen Vorsprung

Die Innovationsstärke der Krones F&E-Beschäftigten spiegelt sich in der Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster wider. Sie stiegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich und lagen zum Jahresende 2023 bei 7.058 (Vorjahr: 6.855). Krones achtet bei seiner aktiven Patentstrategie darauf, alle wichtigen Neu- und Weiterentwicklungen rechtlich stark abzusichern und so den technologischen Vorsprung zu schützen.

F&E-Aufwand Krones Konzern in Mio. € und in % vom Umsatz

2019 2020 2021 2022 2023
Mio. € 174 168 178 195 194
% 4,8% 4,2% 4,1% 5,0% 4,9%

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Krones Konzern

2019 2020 2021 2022 2023
Anzahl 6.108 5.877 6.441 6.855 7.058

* Alle Angaben innerhalb »Forschung und Entwicklung (F&E)« beziehen sich auf den Krones Konzern.

Die F&E-Strategie von Krones

Programme der F&E-Strategie

Bei allen F&E-Aktivitäten steht der Kundenutzen im Fokus. Neue Produkte und Services müssen beim Kunden Mehrwert schaffen. Durch den intensiven Austausch mit unseren Kunden kennen wir deren Bedürfnisse und Visionen. Wir wollen für sie Lösungen über das Erwartbare hinaus entwickeln.

Die F&E-Strategie und -Werttreiber definieren die F&E-Programme von Krones. Diese haben das klare Ziel, unsere in »Solutions beyond tomorrow« festgelegten Visionen in marktfähige Lösungen für unser Kunden möglichst schnell umzusetzen.# GRUNDLAGEN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG (F&E)

Ziel ist es, auf der drinktec 2025 die hochinnovative Krones »Line of the future«, also die Abfüll- und Verpackungslinie der Zukunft, vorzustellen. Der Entwicklungsfokus der »Line of the future« liegt, gemäß unserem Zielbild, auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Effizienz.

Krones konzentriert sich in seiner F&E-Strategie auf drei Schwerpunktthemen:
* Nachhaltigkeit
* Systemlösungen
* Digitalisierung

Das gesamte Entwicklungsportfolio wird für alle Segmente und Bereiche durch einen klar definierten und zielgerichteten Innovationsprozess gesteuert. In den Entwicklungsprojekten werden Beschäftigte aus verschiedenen Organisationseinheiten aktiv eingebunden. Die Entwicklungsfortschritte werden vom gemeinsamen Komitee, in dem der Vorstand und Führungskräfte verschiedener technischer Bereiche eingebunden sind, regelmäßig analysiert und bewertet.

Um der Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für die Kunden und Krones Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen eine eigene Einheit »Sustainability« innerhalb des F&E-Bereichs etabliert. Sie befasst sich mit allen produkt- und unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsfragen.

Die Digitalisierungs- und Automatisierungsaktivitäten haben wir 2021 in der Einheit »Krones.digital« zusammengeführt und harmonisiert. Hier arbeiten insgesamt rund 500 Beschäftigte an verschiedenen Standorten und aus unterschiedlichen Krones Gesellschaften sehr koordiniert zusammen und kooperieren eng mit dem F&E-Team, das Maschinen und Anlagen entwickelt.

KLare F&E-Organisation beschleunigt und verbessert den Innovationsprozess

Wichtigster Innovationstreiber ist das Thema Nachhaltigkeit. Ressourcen schonen und Emissionen verringern, haben bei unseren Kunden höchste Priorität. Zudem spielen kurze Umrüstzeiten, weniger Bedienpersonal sowie eine verbesserte Anlageneffizienz eine wichtige Rolle. Einen ebenfalls starken Fokus legen wir bei unseren F&E-Aktivitäten auf die Digitalisierung. Sie ist die Basis für neue Geschäftsmodelle. Dabei sind die digitalen Daten die Grundlage, um verbesserte Services anzubieten.

Krones verfolgt bei Neu- und Weiterentwicklungen einen »Top-Down-Ansatz«. Das heißt, wir haben bei allen Entwicklungsprojekten zunächst die gesamte Getränkefabrik im Blick, also Getränkeproduktion, -abfüllung und -verpackung sowie Intralogistik. Im Anschluss brechen wir die angestrebten Verbesserungen auf die einzelnen Linien-Bestandteile herunter. Wichtig ist zudem, dass alle Neu- und Weiterentwicklungen nachrüstbar sind, also auch in bereits bestehende Maschinen und Anlagen der Kunden eingesetzt werden können und dem Kunden Mehrwert liefern.

Internationalisierung und eigene Innovationseinheiten im In- und Ausland bringen zusätzlichen Schub

Krones stellt die F&E-Aktivitäten zunehmend internationaler auf. Diese Strategie haben wir im Berichtsjahr mit der Gründung der Krones Digital Solutions India (KDSI) im indischen Bengaluru weiter umgesetzt. Die neue Konzerngesellschaft spielt eine wichtige Rolle in der Digitalisierungsoffensive des Unternehmens. Rund 120 Beschäftigte kümmern sich vor Ort nicht nur um die interne IT, sondern entwickeln auch digitale Lösungen für Kunden unter der Einheit Krones.digital. Zudem hat Krones neben dem Ausbau der tschechischen Tochter Konplan (Ingenieurdienstleister) in Prag einen zweiten IT-Standort im Nachbarland aufgebaut. Auch die Kapazitäten im F&E-Hub in Parma (Italien) wurden erweitert. Hier werden mit der dortigen Universität beispielsweise die Lebenszyklen (z. B. CO2-Fußabdruck) von verschiedenen Verpackungsarten analysiert.

Unser Innovation Lab, das in der TechBase in Regensburg und damit außerhalb des Stammsitzes beheimatet ist, stößt neue Projekte in einer sehr frühen Phase des Innovationsprozesses an. Es führt in interdisziplinären Teams Vorstudien zur technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit durch. Der Fokus des Innovation Labs liegt auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung. 2023 zählte das Krones Innovation Lab zu den besten Digital Innovation Units, also besten Innovationseinheiten, unter den produzierenden Unternehmen. Die im deutschsprachigen Raum führende Studie zu diesem Thema erstellte die Beratungsgesellschaft Infront in Zusammenarbeit mit dem Magazin Capital.

Teamwork mit Partnern steigert F&E-Qualität

Krones setzt bei Innovationen nicht nur auf das eigene Know-how, sondern kooperiert hier national und international neben Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auch mit vielen F&E-Abteilungen anderer Unternehmen sowie mit Kunden. Zudem ist Krones in mehreren Forschungsnetzwerken aktiv und fördert die Grundlagenforschung in verschiedenen Projekten.

Die großen ökologischen und gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit machen weder vor Branchen noch vor regionalen Grenzen halt. Um sie zu lösen, braucht es auch Teamwork außerhalb des eigenen Unternehmens, also eine branchenübergreifende internationale Zusammenarbeit. Aus diesem Grund ist Krones in vielen Verbänden und Initiativen als aktives Mitglied engagiert.

Im Berichtjahr hat sich Krones dem Nachhaltigkeitsnetzwerk »econsense« angeschlossen. Der Initiative gehören rund 50 international tätige Unternehmen an, die auf dieser Plattform ihr praxisrelevantes Wissen zu Nachhaltigkeitsthemen austauschen und dadurch gegenseitig voneinander lernen. Neben econsense nutzt Krones weitere Verbände und Initiativen zur nachhaltigkeitsfördernden Kooperation. So ist das Unternehmen zum Beispiel auch Mitglied der European Circular Economy Stakeholder Platform sowie der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne.

Innovative Neu- und Weiterentwicklungen – das Ergebnis erfolgreicher F&E-Aktivitäten

Im Folgenden stellen wir auszugsweise einige Innovationen von Krones aus dem Berichtsjahr 2023 vor.

LitePac Top Strap – stabil, plastikfrei und 100 % recycelbar

Die jüngste Innovation aus der LitePac Top-Reihe ist die vollständig wiederverwertbare und plastikfreie Sekundär-Verpackung LitePac Top Strap. Eine Banderole aus reißfestem Kraftpapier, die um das Gebinde gewickelt wird, sorgt dafür, dass auch große PET-Flaschen (bis 2,0 Liter) in Formation gehalten werden. Sie gibt dem Gebinde noch mehr Transportsicherheit und bietet eine zusätzliche Funktionsfläche, zum Beispiel für Barcodes oder individuelle Werbebotschaften. Zusätzlich zur Banderole werden die PET-Flaschen in den Gebinden, wie bei LitePac Pro Verpackungen üblich, durch Kartonclips mit integriertem Tragegriff unterhalb des Flaschenhalses stabilisiert.

Die Banderolen und Kartonclips bestehen zu 100 % aus nachwachsenden und recycelbaren Rohstoffen. LitePac Top Strap erfüllt damit komplett die Anforderungen einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Zudem sparen die Kunden mit dieser Verpackungslösung Material und verringern den Energieverbrauch. Ein weiterer Vorteil: Die Maschinentechnik lässt sich problemlos in bestehende Anlagen integrieren. Umgesetzt wird diese Innovation auf der Verpackungsmaschinenplattform Variopac Pro.

Linatronic – hochpräzise Flascheninspektion dank Deep Learning

Inspektionsmaschinen für Leerflaschen (PET und Glas) arbeiten bereits sehr genau. Dennoch werden oftmals Flaschen als fehlerhaft aussortiert, obwohl keine Beschädigungen oder Verschmutzungen vorliegen. Um das »Auge« der Inspektionsmaschine Linatronic noch besser zu schulen, setzt Krones auf künstliche Intelligenz, genauer gesagt auf Deep Learning. Im Unterschied zu maschinellem Lernen verbessert das System seine Genauigkeit durch eigenständiges Lernen. Hierfür setzt Krones ein neues Kamerasystem sowie die Inspektionssoftware DART ein. Dass die jüngste Linatronic-Generation beim Aussortieren hochpräzise vorgeht, belegt die extrem geringe Fehlausleitquote von nur noch 0,3 %.

Neu an diesem System ist die 4-Kamera-Ansicht. Zwei Module mit je zwei Kameras erstellen während des Durchlaufs insgesamt acht Ansichten jedes Behälters. Dadurch sind keine separaten Module für die Seitenmündung und das Gewinde mehr nötig. Das spart Kosten. Zudem nimmt die Genauigkeit deutlich zu. Es werden nochmals weniger Behälter fälschlicherweise ausgemustert und nahezu alle defekten Flaschen aussortiert, die beim Füllvorgang zerbrechen und Maschinenstopps verursachen würden. Insgesamt führt die neue Kamera- und Software-Technologie gegenüber dem bisherigen Produkt zu einer weiteren Reduzierung der Fehlausleitungen um 50 %, also einer deutlichen Abfall- und Kostenverringerung, sowie einer zusätzlichen Steigerung der Anlagenleistung.

Contiform Asept Speed – keimfreie Behälterproduktion auf höchstem Niveau

Mit der 2013 erstmals präsentierten Contiform Asept können PET-Flaschen unter komplett sterilen Bedingungen, also aseptisch, hergestellt werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt, um diese Technologie noch energie- und ressourceneffizienter zu gestalten, ist die Anpassung des Sterilisationsprozesses. Anstatt die fertigen Flaschen nach dem Blasprozess zu sterilisieren, werden bei der Contiform Asept Speed die Material-Vorformen (Preforms) mittels heißem Wasser und Wasserstoffperoxid (H2O2) sterilisiert und nicht erst die aufgeblasenen Flaschen. Dies spart Zeit, Energie sowie Sterilisationsmittel. Alle direkt am Blasprozess beteiligten Komponenten der Blasstation werden ebenfalls trocken mit gasförmigem Stoff sterilisiert.# Im Berichtsjahr hat Krones die zweite Generation der Maschine entwickelt. Diese vereint die flexible, kompakte und ressourcenschonende Technologie der jüngsten Conti- Die zweite Generation der Contiform Asept verfügt über eine neu gestaltete form-Reihe mit den weiterentwickelten Hygiene-Features der ersten Generation Schleuse, die die Probenahme der aufgeblasenen Flaschen ohne Sterilitätsver- der Contiform Asept. lust garantiert. Je nach Ausführung hat die Contiform Asept zwischen vier und 30 Blasstationen. In der Speed-Version liegt ihre maximale Leistung bei 72.500 Das grundsätzliche Konzept der aseptischen Streckblasmaschine blieb unverän- Behältern pro Stunde. dert: Es werden bereits die Preforms (PET-Rohlinge) mit gasförmigem Wasser- H2O2 sterilisiert.

Nichtfinanzielle Erklärung

Seite 206

Die Nichtfinanzielle Erklärung für den Krones Konzern bildet das zentrale Medium, um die Nachhaltigkeitsleistung der Krones AG und des Krones Konzerns transparent darzustel- len. Die Konsolidierung unserer Gruppengesellschaften er- folgt dabei parallel zur Finanzberichterstattung. Sie enthält die qualitativen und quantitativen nichtfinanziellen Infor- mationen zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen. Die zukunftsbezogenen Aussagen im Kon- text der Nachhaltigkeitsziele fokussieren im Gegensatz zu anderen Aussagen innerhalb des Konzernlageberichts nicht nur ein Jahr, sondern nehmen eine deutlich umfassendere Zeitspanne in den Blick. Die nichtfinanzielle Berichterstat- tung des Krones Konzerns orientiert sich an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) (»with reference to«). Bei diesem Kapitel handelt es sich um eine für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste Nichtfinanzi- elle Erklärung nach §§ 289b ff. HGB, §§ 315b ff. HGB sowie Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung. 2020/852 für das Geschäftsjahr 2023.

Nichtfinanzielle Erklärung Performance 2023

Seite 86

Indikator Einheit 2023 2022 Veränderung
Treibhausgasemissionen Scope 1 t CO2 e 15.866 17.583 –10%
Treibhausgasemissionen Scope 2 t CO2 e 8.432 9.152 –8%
Treibhausgasemissionen Scope 1 & 2 t CO2 e 24.298 26.735 –9%
Treibhausgasemissionen Scope 3 Upstream (Lieferkette) t CO2 e 1.102.362 1.112.024 –1%
Eingekaufte Waren und Dienstleistungen t CO2e 991.679 970.227 +2%
Kapitalgüter t CO2 e 284 159 +79%
Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten t CO2 e 6.245 7.214 –13%
Transport und Distribution t CO2 e 67.073 99.192 –32%
Abfall t CO2 e 931 886 +5%
Geschäftsreisen t CO2 e 36.150 34.346 +5%
Treibhausgasemissionen Scope 3 Downstream (Produkte) t CO2 e 5.672.475 6.287.635 –10%
Nutzung der verkauften Produkte t CO2 e 5.672.475 6.287.635 –10%
Treibhausgasemissionen Scope 3 gesamt t CO2 e 6.774.837 7.399.659 –8%
Treibhausgasemissionen gesamt t CO2 e 6.799.135 7.426.394 –8%
Wasserverbrauch 189.878 202.366 –6%
Gefährliche Abfälle t 1.963 1.660 +18%
Ausgaben für Spenden und Sponsoring 974.614 1.113.745 –12%
Teilnahme an Weiterbildungsangeboten absolut 62.700 60.300 +4%
Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden Quote 7,22 7,31 –1%
Ausfallzeit nach Arbeitsunfällen je 1 Mio. Arbeitsstunden Quote 161,85 150,55 +8%
Frauenanteil (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte) % 17,4 16,7 +4%
Frauenanteil unter Führungskräften allgemein % 11,9 10,6 +12%

Unsere Scope 1 und 2 Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent gesunken. Damit haben wir im Ver- gleich zum Basisjahr 2019 bereits 51 Prozent Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht.

In der vorgelagerten Lieferkette liegt der Treibhausgas- ausstoß – nach einem Wechsel der Berechnungsmethode – auf dem Niveau des Vorjahres, 24 Prozent über dem Wert des Basisjahres.

Die Treibhausgasemissionen aus der Nutzungsphase unserer Produkte konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent, zum Basisjahr um 7 Prozent reduzieren und liegen damit auf dem Zielpfad für das Jahr 2030.

Während die Zahl der gefährlichen Abfälle, die wir kon- zernweit verursachen, im Jahresvergleich gestiegen ist, ist der Wasserverbrauch um 6 Prozent gesunken. Bei beiden Werten liegen wir über der zur Zielerreichung notwendigen Reduktion.

Die Teilnahme an Weiterbildungsangeboten im Krones Konzern steigt kontinuierlich. Die Arbeitsunfälle sind im Jahresvergleich leicht gesunken, während die Ausfalltage in 2023 höher lagen als im Vor- jahr. Bei beiden Kennzahlen liegen wir dennoch auf dem Weg zur Zielerreichung.

Sowohl in Führungpositionen als auch unter Mitarbeiten- den haben 2023 mehr Frauen im Krones Konzern gearbei- tet als 2022.

Die hier dargestellten Indikatoren beziehen sich auf den Krones Konzern, bilden jedoch nur einen Teil aller nachhaltigkeitsbezogenen Kennzah- len, die wir in der Krones AG und im Krones Konzern erheben, ab. Die grün markierten Prozentzahlen zeigen eine positive Veränderung im Sinne der Nachhaltigkeit, die rot markierten eine negative.

Sustainability Management

Seite 87

(GRI 3-1, 3-2, 3-3)

Nachhaltige Unternehmensstrategie

Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns sind in die Unternehmensstrate- gie integriert. Das Zielbild »Solutions beyond tomorrow« zeigt, wie die nach- haltige Entwicklung den Antrieb des Unternehmens bildet. Der Krones Konzern will seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Welt leisten, wobei wir Digitalisierung als »Enabler« der Nachhaltigkeit betrachten – sowohl bezogen auf unsere eigene Wertschöpfung als auch auf das Geschäf unserer Kunden.

Effiziente und umweltfreundliche Technologien für sichere und hochwertige Getränke: Das ist der Aufrag, den sich der Krones Konzern in Sachen Produkt- nachhaltigkeit gesetzt hat. Unsere Kunden erwarten nachhaltige technologi- sche Lösungen für ihre Produktion. Denn auch die Endkonsumenten orientie- ren sich heute mehr denn je an Nachhaltigkeit als Kaufriterium. Neben der Effizienz, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Dienstleistungen bauen wir Schritt für Schritt die Nachhaltigkeit unserer eigenen Betriebs- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wir sind davon überzeugt, dass uns der konsequente Weg in Richtung Nachhaltigkeit dabei helfen wird, neue Wachstumspotenziale zu heben.

Sustainability Governance

Das Nachhaltigkeitsmanagement im Krones Konzern wird von einem zentralen Sustainability Team gesteuert und koordiniert. Es fungiert als Strategie-, Con- trolling- und Reporting-Instanz für Nachhaltigkeit entlang der Wertschöp- fungskette. Im Zentrum steht die Kooperation mit den für die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen zuständigen Fachabteilungen und Experten. Im Jahr 2023 wurde zusätzlich ein Regional Sustainability Competence Team aus regio-

nalen Nachhaltigkeitsexperten aufgebaut, mit dem Ziel, die internationale Zu- sammenarbeit für das Thema Nachhaltigkeit zu stärken. Für die Belegschaf vor Ort sind die Sustainability-Koordinatoren die direkten Kontaktpersonen bei allen Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Das zentrale Sustainability Team ist im Bereich Corporate Research and De- velopment angesiedelt und berichtet damit an den Vorstand International Ope- rations and Services. Parallel berichten Sustainability Team und Sustainability Steering Board direkt an den CEO.

Vorstand
Sustainability Steering Board
Sustainability Team

Regional Sustainability Competence Team
Fachabteilungen
Sustainability Koordinatoren

Nichtfinanzielle Erklärung

Seite 88

Strategie: Nachhaltigkeitsziele in der Vorstandsvergütung

Nachhaltigkeitsaspekte bilden einen Bestandteil der Vergütungsrichtlinien des Vorstands. Seit dem Geschäfsjahr 2023 entfallen 15 Prozent des Zielbeitrags der lang- fristigen Vergütungsbestandteile (Long Term Incentives = LTIs) auf ESG- Ziele, wobei die ESG-Ziele sukzessive erweitert werden. Neben den Treibhausgas- emissionen aus Scope 1 und Scope 2 fließt seit dem Geschäfsjahr 2023 der Frau- enanteil in Führungspositionen (Krones AG und Krones Konzern) in die Bemessung der LTIs ein. Dabei wird der Treibhausgasausstoß mit 70 Prozent gewichtet, der Frauenanteil in Führungspositionen des Krones Konzerns mit 20 Prozent und der Frauenanteil in Führungspositionen der Krones AG mit 10 Prozent.

Nichtfinanzielle Risikoanalyse

Zu den Kernaufgaben des Sustainability Teams im Bereich Strategie gehören die Durchführung von Wesentlichkeits- und Risikoanalysen, die Be- richterstattung zu Nachhaltigkeit an den Vorstand sowie die Koordination des Sustainability Steering Boards. Dort beraten Vertreter aus dem Management zentraler Unternehmensbereiche über die strategische Ausrichtung in Sachen Nachhaltigkeit und entwickeln Empfehlungen und Entscheidungsvorlagen für den Vorstand.

Controlling: Das Sustainability Team fungiert darüber hinaus als Controlling- Instanz für ESG (Environmental, Social, Governance). Neben der konzernweiten Konsolidierung der nachhaltigkeitsbezogenen Kennzahlen und dem Monito- ring des Fortschritts der Zielerreichung gehört dazu auch die Durchführung regelmäßiger Reviews mit den Fachabteilungen. Fragebögen, Ratings und Ran- kings zu Nachhaltigkeit werden zentral bearbeitet und deren Ergebnisse an die Fachabteilungen gespiegelt.# AN UNSERE AKTIONÄRE

2 | LAGEBERICHT DER KRONES AG

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG DER KRONES AG

DER GRUNDSATZ DER DOPPELTEN WESENTLICHKEIT

Der Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit sieht vor, nicht nur die wesentli-
chen Nachhaltigkeitsthemen auf finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen
zu bewerten, sondern auch Risiken des Unternehmens in dieser Perspektive zu
betrachten. Im Prozess des konzernweiten Risikomanagements des Finanzbe-
reichs werden quartalsweise Risiken gemeldet und bewertet. Die im Zuge dessen
identifizierten Risiken von außen für das Unternehmen (outside-in) werden an-
schließend durch das Sustainability Team auf ihre potenziell negativen Auswir-
kungen des Unternehmens auf Nachhaltigkeitsthemen (inside-out) bewertet.

Als Ergebnis wurden für das Geschäfsjahr 2023 keine sehr wahrscheinlichen Risiken identifiziert, die mit schwerwiegenden negativen Auswirkungen der
eigenen Geschäfstätigkeit, der Geschäfsbeziehungen, Produkte oder Dienst-
leistungen verknüpf wären.

SUSTAINABILITY EXECUTIVE REVIEWS

Um die Nachhaltigkeitsziele auf oberster Management-Ebene zu steuern, findet
im sechswöchigen Turnus ein Abstimmungstermin zu Sustainability-Themen
im Gesamtvorstand statt. Darin werden die wichtigsten Nachhaltigkeitskenn-
zahlen getrackt und strategische Entscheidungen zur nachhaltigen Entwicklung des
Unternehmens getroffen.

MATERIALITÄTSANALYSE (GRI 3-1, 3-2, 3-3)

Im Geschäfsjahr 2023 wurde die Wesentlichkeitsmatrix des Krones Konzerns
dem jährlich stattfindenden Review unterzogen. Dabei wurden die 2022 als
wesentlich identifizierten Themen durch das Sustainability Steering Board
überprüf. Der Review zeigt, dass das Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse 2022
weiterhin gültig ist. Um die künfigen Anforderungen zur Durchführung einer
Wesentlichkeitsanalyse im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Di-
rective (CSRD) zu erfüllen, wird Krones nochmals auf ihre Geschäfsrelevanz
überprüf. Der Review zeigt, dass das Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse 2022
weiterhin gültig ist. Um die künfigen Anforderungen zur Durchführung einer
Wesentlichkeitsanalyse im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Di-
rective (CSRD) zu erfüllen, wird Krones nochmals auf ihre Geschäfsrelevanz
überprüfen.

Dimensionen und Themenfelder
Lieferkette
Geschäftsbetrieb
Kunden
Endkonsumenten
CO2-Emissionen
Ressourcennutzung
Wasserverbrauch
Arbeits- und Menschenrechte
Wohlbefinden der Beschäftigten
Diversität
Digitale Verantwortung
Ethisches Geschäftsverhalten

Die unterschiedlichen Größen der Kreise spiegeln die relative Wesentlichkeit des jeweiligen Themas wider.

NACHHALTIGKEITSZIELE 2030

Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns wurden im Geschäfsjahr 2020
vom Vorstand offiziell verabschiedet. Soweit nicht anders gekennzeichnet, be-
ziehen sich die Ziele auf das Basisjahr 2020 sowie das Zieljahr 2030 und gelten
konzernweit. Reviews der Ziele finden anlassbezogen auf Basis neuer Wesent-
lichkeitsanalysen, Gesetzesanforderungen sowie Stakeholder-Interessen statt.

Environmental

Ziel Reduktion
Wir reduzieren unsere Treibhausgasemissionen aus unserem eigenen Geschäftsbetrieb –80%
Wir senken die Treibhausgasemissionen in unserer vor- und nachgelagerten Wert- schöpfungskette und konzentrieren uns dabei auf eingekaufte Waren und Produkt- nutzung (Basisjahr: 2019). –25%
Wir reduzieren die Erzeugung gefährlicher Abfälle und den Wasserverbrauch in unserer Produktion. (Basisjahr: 2019). –10%

Social

Ziel Reduktion
Wir ergreifen Maßnahmen, die Vielfalt unserer Belegschaft zu fördern. –30%
Wir motivieren unsere Beschäftigten, indem wir ein attraktives Arbeitsumfeld und mit Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung bieten.
Wir reduzieren Arbeitsunfälle und die daraus resultierenden Ausfalltage.

Governance

Ziel Prozentsatz
Wir verfolgen null Toleranz gegenüber Compliance- und Menschenrechtsverstößen entlang der Wert- schöpfungskette. 0
Wir bewerten kritische Lieferanten nach Nachhaltigkeitskriterien und steigern die Effizienz unserer Rohmaterialien. 100%
Wir stellen die Vertraulichkeit persönlicher Daten sicher und errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur entlang der Wert- schöpfungskette. 100%

BEITRAG ZU DEN SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS

Die Sustainable Development Goals (kurz »SDGs«) der Vereinten Nationen gelten als die wichtigsten globalen Zielsetzungen für eine nachhaltige Ent- wicklung. Im September 2015 wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele im Zuge der UN-Agenda 2030 veröffentlicht. Sie formulieren die zentralen Herausforderungen und Vorsätze einer globalen Nachhaltigkeitspolitik und bilden somit das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaf, Kultur und Wirtschaf. Als Teil globaler Wertschöpfungsketten beeinflusst auch der Krones Konzern ökonomische, ökologi- sche und gesellschafliche Entwicklungen – teils unmittelbar und wesentlich, teils nur indirekt und geringfügig. Im Zuge unseres Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« haben wir analysiert, auf wel- che SDGs unsere strategischen Ziele einen Einfluss haben.

  • KEINE ARMUT
  • KEIN HUNGER
  • GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN
  • HOCHWERTIGE BILDUNG
  • GESCHLECHTER- GLEICHHEIT
  • SAUBERES WASSER UND SANITÄR- EINRICHTUNGEN
  • BEZAHLBARE UND SAUBERE ENERGIE
  • ARBEIT UND WIRTSCHAFTS- WACHSTUM
  • INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR
  • WENIGER UNGLEICHHEITEN
  • NACHHALTIGE STÄDTE UND GEMEINDEN
  • NACHHALTIGE/R MASSNAHMEN KONSUM UND PRODUKTION
  • KLIMASCHUTZ
  • LEBEN UNTER WASSER
  • LEBEN AN LAND
  • FRIEDEN, GERECHTIGKEIT UND STARKE INSTITUTIONEN
  • PARTNER- SCHAFTEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE

SUSTAINABILITY-NETZWERK

Wir setzen auf vereinte Kräfe: Seit 2012 ist der Krones Konzern Mitglied des UN Global Compact. Wir kooperieren mit anderen Unternehmen unserer Bran- che im Rahmen diverser nachhaltigkeitsbezogener Projektgruppen des Ver- bands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und sind offizieller Part- ner der »Blue Competence«-Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA. Wir haben die Sustainability-Charta des ABMI (Association of the Beverage Machinery Indus- try) unterzeichnet und kooperieren in diesem Verband mit anderen Unterneh- men, um Nachhaltigkeit gemeinsam voranzutreiben. Zudem sind wir seit April
2023 Mitglied bei econsense, dem Nachhaltigkeitsnetzwerk der deutschen Wirt-
schaf, um uns branchenübergreifend zu
Reporting-, Klima- und Lieferketten-
themen sowie zu Sustainable Finance auszutauschen und Wissen zu transferie-
ren. Unsere Klimastrategie 2030 wurde von der
zugehörigen Initiative als Science Based Target bestätigt, wir haben uns zur Entwicklung eines Net-Zero-
Emissionsziels bekannt und sind Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampa-
gne. Um Transparenz gegenüber Kunden, Investoren und Analysten zu schaffen,
nehmen wir an anerkannten Rating- und Auditformaten teil. Bei CDP erhielten
wir 2023 ein »A-«-Rating in den Kategorien »Climate Change« (»Water Security«: B). Unsere EcoVadis Scorecard wurde mit einer Gold-Medaille ausgezeichnet.

Standards & Memberships Commitments Rankings
UN Global Compact
VDMA Blue Competence
ABMI Sustainability Charter
econsense
Science Based Target A– 2023
Net-Zero Emissionsziel
Business Ambition for 1.5°C
CDP Climate Change B (Water)
EcoVadis Gold Medal

CO2-EMISSIONEN BEI UNSEREN KUNDEN (GRI 302-5, 305-3, 305-5)

1. EINFLUSS UND WESENTLICHKEIT

Als Technologiekonzern ist der Krones Konzern Enabler in Sachen Klimaschutz.
Unsere Maschinen und Anlagen benötigen eine relevante Menge an Strom und
Wärme, hauptsächlich für die Produktion, Abfüllung, Verpackung von Geträn-
ken und flüssigen Lebensmitteln sowie das Recycling von Kunststoffen. Der
Großteil der Treibhausgase, für die wir direkt oder indirekt verantwortlich sind,
entsteht nicht an den eigenen Standorten, sondern bei unseren Kunden – durch
Nutzung der Krones Maschinen und Anlagen. Aufgrund dieses großen Impacts treiben
die internen und externen Stakeholder dieses Thema als sehr wesentlich
bewertet – sowohl hinsichtlich Geschäftsrelevanz als auch hinsichtlich Einfluss-
möglichkeit.

2. STRATEGIE UND ZIELE

Die Krones AG tagt regelmäßig, um die Maßnahmen zur Reduktion der produkt-
bezogenen Scope-3-Treibhausgasemissionen zu koordinieren. Sie fungieren als
dezentrale Ansprechpartner und Paten des enviro Nachhaltigkeitsprogramms
für energieeffiziente und umweltfreundliche Maschinen und Anlagen und tra-
gen die zentral koordinierten Nachhaltigkeitsanforderungen in die einzelnen
Fachbereiche. Über die Krones AG hinaus tauscht sich das Product Sustainability
Team regelmäßig mit den Produktspezialisten der Tochterunternehmen aus,
um klima- und umweltrelevante Verbesserungen bei den Produkten voranzu-
treiben. Die Berichterstattung zu Scope 3 bei unseren Produkten erfolgt zentral auf
den direkten und indirekten Ausstoß von Treibhausgasen unserer Kunden über
das Sustainability Team. In diesem Rahmen gibt es quartalsweise eine Ab-
stimmung mit dem Vorstand zu unseren Scope-3-Downstream-Emissionen.

Reporting: Im Rahmen der Nachhaltigkeitskommunikation bereitet das Sus-
tainability Team zusammen mit der Unternehmenskommunikation die Inhalte
für die verschiedenen Kanäle auf – sowohl für interne als auch für externe
Stakeholder. Die vom Vorstand freigegebene Nichtfinanzielle Erklärung be-
schreibt die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, weiterführende Informatio-
nen finden sich auf den Sustainability-Seiten der Corporate Website.

3. GESCHÄFTSBETRIEB
4. KUNDEN
5. LIEFERKETTE
6. WEITERE INFORMATIONEN

3 | ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

4 | JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN# Risiken und Chancen

Im Zuge unserer Klimastrategie 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgendes Ziel für vor- und nachgelagerte Scope-3-Treibhausgasemissionen definiert: Klimabezogene Aspekte in Bezug auf Scope-3-Downstream-Treibhausgasemis- sionen betrachtet der Krones Konzern nicht in erster Linie als Risiko, sondern als Chance. Im Rahmen unseres Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« adres-sieren wir drei globale Herausforderungen – Klimawandel, Plastikverschmut-zung und Ernährung der Weltbevölkerung – und ordnen jeder dieser Challenges unsere Lösungsbeiträge zu. Auf die Bekämpfung des Klimawandels wollen wir durch unsere enviro Produktreihe sowie unsere Nachhaltigkeitsberatung einwirken. Wenn wir in diesen Geschäfts-tätigkeiten wachsen, bewirken wir Positives für die Klimaschutz-Bemühungen unserer Kunden – und generieren gleichzeitig Umsatz.

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhaus-gasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Die von uns bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereichten Near-Term-Klimaziele wurden nach dem dortigen offiziellen Prüfverfahren validiert und offiziell als konform mit dem 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen bestätigt. Insofern sich die SBTi an den etablierten Referenzszenarien des IPCC (Intergo-vernmental Panel on Climate Change) orientiert, lehnen sich auch unsere Scope-3-Reduktionsziele daran an. Der Krones Konzern ist Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne, wir berichten jährlich an CDP (Score: A-).

3. Governance und Ressourcen

Die Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns wurde offiziell vom Vorstand ver-abschiedet. Eine Gruppe aus Experten der verschiedenen Portfolio-Abteilungen

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE
2 | LAGEBERICHT
3 | ERKLÄRUNG ZUR
4 | JAHRESABSCHLUSS
5 | ANHANG
6 | WEITERE INFORMATIONEN

DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

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weltfreundlichkeit mit speziellem Fokus auf Treibhausgasemissionen bildet einen zentralen Wertetreiber, nach dem Entwicklungsprojekte initiiert und priorisiert werden.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Nachhaltigkeitsprogramm für Produkte – enviro (GRI 302-5, 305-5)

Das Nachhaltigkeitsprogramm enviro greift schon im Produktentstehungsprozess aktiv ein und integriert gezielt Ökodesign-Aspekte anhand des EcoDesign-Leitfadens. Damit Neuentwicklungen in Richtung ökolo-gischer Nachhaltigkeit gelenkt werden, werden laufende Entwicklungsprojekte anhand einer Checkliste bewertet und über Meilensteine gesteuert, sodass die enviro Anforderungen bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.

Ein zentraler Baustein unserer Produktnachhaltigkeit ist seit vielen Jahren un-ser enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen. Es wurde in Zusammenarbeit mit TÜV SÜD entwickelt und fokussiert sich auf den Energie- und Medienverbrauch sowie die Umweltverträglichkeit von Krones Maschinen, Anlagen und Lösungen. Die dazugehörigen Prozesse sind im enviro Manage-mentsystem fixiert. Das zugrundeliegende enviro Handbuch definiert die Leit-linien des Managementsystems, zeigt die Bewertungskriterien auf und fungiert somit als unternehmensweite Richtlinie für klimafreundliche Produktgestal-tung und -optimierung.

Bevor eine Krones Maschine das enviro Siegel tragen darf, muss sie in einem festgelegten und dokumentierten Prüfverfahren beweisen, dass sie sowohl spar-sam mit Energie und Medien umgeht als auch umweltverträglich produziert. Um die Objektivität dieses Prüfverfahrens zu forcieren, wurde für jeden enviro relevanten Produktaspekt – beispielsweise Druckluf und Umweltverträglich-keit – ein verbindlicher Bewertungsmaßstab festgelegt. Die darin enthaltenen Kriterien sollen sicherstellen, dass die enviro Produkte mindestens dem von TÜV SÜD definierten EME-Standard entsprechen (»Energy and Media Efficiency Environmental Sustainability«). Das enviro Managementsystem und das dazu-gehörige Prüfverfahren werden regelmäßig von TÜV SÜD als unabhängigem

Investitionen in kohlenstoffarme Technologien (GRI 302-5)

Im Zuge der Produktentwicklungsprozesse investieren wir große Summen und Personalressourcen in emissionsarme Technologien. Ein Beispiel für einen posi-tiven Beitrag zum Klimaschutz und im Sinne der Kreislaufwirtschaft bildet die Anlage zur Biomasse-Konversion Phoenix BMC unseres Tochterunternehmens Steinecker, da sich mit diesem Verfahren Brau-Reststoffe verwerten lassen und schlussendlich Biomasse zur Energieerzeugung verwendet werden kann. Als Beispiel für eine digitale Lösung lässt sich Contiloop AI anführen: Das intelli-gente Regelsystem überwacht die Prozesse der Streckblasmaschine und justiert im laufenden Betrieb vollautomatisch deren Parameter. In der Endausbaustufe des Systems lassen sich auf diese Weise Fehleinstellungen beim Betrieb der Ma-schine verhindern, wodurch sowohl Materialausschuss sowie Energie einge-spart werden kann.

Nach Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung leistet unser enviro Produktport-folio nachweislich einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und wird daher als taxonomiekonform ausgewiesen.

Seite 134

Gutachter zertifiziert.

Klimafreundliche Produktentwicklung (GRI 302-5)

Nachhaltige und klimafreundliche Produkte beginnen im Design und der Entwicklung. Die strategische Portfolioplanung sowie die Weiter- und Neuent-wicklung von Krones Produkten und Anlagenlösungen wird von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und den jeweiligen Produktbereichen verfolgt. Um-

Im Rahmen der Weiterentwicklung des enviro Portfolios werden F&E-Projekte durchgeführt. Die F&E-Projekte werden nach einem standardisierten Verfahren geprüft, ob sie einen Beitrag zur Energieeffizienz und somit zu unserem enviro Produktportfolio leisten. Aufgrund der Konformität der enviro Produkte können die Investitionsausgaben der F&E-Projekte ebenfalls als EU-Taxonomie konform ausgewiesen werden.

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE
2 | LAGEBERICHT
3 | ERKLÄRUNG ZUR
4 | JAHRESABSCHLUSS
5 | ANHANG
6 | WEITERE INFORMATIONEN

UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

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Lifecycle Assessments (GRI 302-5)

Neben den Umweltbilanzen für Verpackungen, welche wir mit anerkannten Tools berechnen, führt Krones Lifecycle Assessments (LCAs) für seine Maschi-nen durch. Dafür arbeiten wir mit einem externen Dienstleister (Universität Parma) zusammen, welcher für uns die Methodik zur Berechnung der LCAs ent-wickelt. Der derzeitige Fokus liegt hierbei auf den Treibhausgasemissionen der Krones Maschinen – dem Carbon Footprint –, weitere Wirkungskategorien wer-den aktuell noch nicht betrachtet.

Die Einsparungen an Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus werden anhand der ISO 14067:2018 (Pro-duct Carbon Footprint) berechnet. Für die Durchführung der LCAs haben wir im Jahr 2023 zwei exemplarische Maschinentypen verwendet. Die Durchführung der Lifecycle Assessments zeigt auf, dass die Maschinen des enviro Produktport-folios im Vergleich zum Standardportfolio oder zum Vorgängermodell auf-grund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz signifikante Einsparungen von Treibhausgasemissionen während der Nutzungsphase ermöglichen.

Nachhaltigkeitsberatung (GRI 302-5)

Einen zentralen Baustein unserer Bemühungen um eine Reduktion der Treib-hausgasemissionen bei unseren Kunden bildet die Nachhaltigkeitsberatung. Sowohl bei einer bereits existierenden Fabrik als auch bei der Planung einer neuen Produktionsstätte unterstützt das Beratungsteam die Kunden beim Errei-chen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele für Scope 1 und Scope 2 – was wiederum unsere eigenen Scope-3-Downstream-Treibhausgasemissionen senkt. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung von Strategien zur Emissionsre-duktion, Prozessoptimierungen für Energie und Medien, Versorgungstechnik-Audits, Optimierungen des Produktionsplans, Materialanalysen und -klassifizie-rung für Verpackungsthemen, Integration eines Energie-Management-Systems und Fördermittel-Beratung.

Kooperation und Kollaboration mit Kunden

Mit unseren Kunden interagieren wir zu Klimaschutz in diversen Kanälen: Wir berichten unsere jährliche Klimabilanz regelmäßig über diverse individuelle Fragebögen, standardisierte Tools und etablierte Rating- und Ranking-Formate (CDP, EcoVadis) direkt an unsere Geschäftspartner in der nachgelagerten Wert-schöpfungskette. In Kundengesprächen thematisieren wir zudem Möglichkei-ten der Kollaboration bezüglich des Klima- und Umweltschutzes.

Interne Trainings und Sensibilisierungen

Ein wesentlicher Faktor, um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen an un-sere Kunden zu bringen, ist der Vertrieb. Unser weltweites Sales Team wird des-wegen durch Schulungen und Trainings – insbesondere vor wichtigen Messen und Veranstaltungen – über die nachhaltigen Lösungsansätze informiert und auf den aktuellen Stand gebracht. Zudem forcieren wir mithilfe von Experten-trainings, dass auch unsere eigenen Spezialisten aus dem Product Sustainability Team und der Fabrikplanung auf dem aktuellen Stand der Technik hinsichtlich Energie und Emissionen stehen.

»Product End of Life«-Handbuch

Grundsätzliches Ziel des Krones Lifecycle Service ist es, die Lebensdauer unserer Maschinen und Anlagen bei unseren Kunden auf ein Maximum zu verlängern – beispielsweise durch Nachrüstung, Instandhaltung oder zusätzliche Serviceleis-tungen. Trotz dieser Maßnahmen wird an einem gewissen Punkt die Lebens-dauer des Produkts auslaufen. Da auch die Verarbeitung unserer Produkte am Ende ihres Lebenszyklus einen Teil unserer Treibhausgasemissionsbilanz in der nachgelagerten Wertschöpfung bildet, bieten wir unseren Kunden auch hier entsprechende Lösungen.

Die verschiedenen Wege, die unsere Maschinen und Anlagen nach ihrem Ein-satz gehen können, haben wir in einem Handbuch »Product End of Life« zusam-mengefasst: vom Weiterverkauf der Maschine über deren Abbau und Recycling bis hin zum fachgerechten Entsorgen.# Krones AG

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

2 LAGEBERICHT

2.96 Leistungskennzahlen

Treibhausgasemissionen haben wir nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol Standards/scope-3-standard.org erhoben.

Krones Konzern – Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der Nutzungsphase unserer Maschinen und Anlagen
(Scope-3-Kategorie 11 nach GHG-Protokoll) (GRI 305-3, GRI 305-5)

Basisjahr 2019 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030
t CO₂e 4.978.609 6.287.635 6.091.382 5.925.768 5.672.475 6.000.000

Die hier ausgewiesenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf das Neumaschinengeschäft der Krones AG und der Steinecker GmbH. Bezogen auf den Krones Konzern weisen sie eine Abdeckung von über 92 Prozent auf. Für die Emissionsberechnung der Maschinen und Anlagen haben wir eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 Jahren angenommen.

Politische Einflussnahme

Der Krones Konzern nimmt keinen direkten Einfluss auf politische Prozesse, sondern fungiert als Unterstützer sowie Feedback- und Input-Geber für die politische Arbeit des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Im Zuge der Mitwirkung im Arbeitskreis »Klima- und Energiepolitik« nehmen wir konkret Stellung zu Gesetzesentwürfen und politischen Debatten. Wir sind außerdem Mitglied bei econsense und engagieren uns hier im Cluster »Klima und Energie«.

Public Carbon Transition Plan

Ein Klimaübergangsplan wurde im Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht und zeigt auf, wie sich Krones auf dem Weg zu einer emissionsarmen Kreislaufwirtschaft anpassen will. Basis dafür bildet die interne Maßnahmenplanung sowie die bereits vorhandene Bestätigung der 1,5-Grad-Kompatibilität unserer Klimaziele durch die SBTi.

Stakeholder-Kommunikation

Zentrales Kommunikationsmedium unserer Klimastrategie und unserer Emissionsbilanz bildet die Nichtfinanzielle Erklärung im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht des Krones Konzerns, der auf der Corporate Website öffentlich zugänglich ist. Unsere wichtigsten Kennzahlen zu Klimathemen kommunizieren wir zusätzlich auf der Corporate Website unter »Nachhaltigkeit«. Über die internen Kommunikationskanäle informieren wir unsere Belegschaft regelmäßig über den Fortschritt der Maßnahmen und Kennzahlen. Extern verwenden wir die Sozialen Medien, das Krones magazine sowie Pressestatements, um unsere Stakeholder außerhalb der Organisation über die Klimastrategie in Kenntnis zu setzen.

2.97 Nichtfinanzielle Erklärung

CO₂-Emissionen im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 305-1, 305-2, 305-5)

  1. Einfluss und Wesentlichkeit
    Der Krones Konzern emittiert entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette Treibhausgase. Den Großteil dieser Treibhausgasemissionen stoßen wir indirekt aus, also in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfung. Dennoch verbrauchen wir auch für unsere Fertigungsprozesse an unseren Produktionsstandorten Energie für Strom, Wärme und Mobilität, die nur dann nachhaltig ist, wenn sie aus erneuerbaren Quellen stammt. In der Wesentlichkeitsanalyse wurden Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbereich von den Stakeholdern mit mittlerer Relevanz bewertet, die Geschäftsrelevanz als hoch eingestuft.

  2. Risiken und Chancen
    Im Jahr 2023 haben wir eine an die einschlägigen wissenschaftlichen Klimaszenarien angelehnte Szenarioanalyse für 25 Produktionsstandorte durchführen lassen. Grundlage der Szenarioanalyse bilden die datenbasierten Klimavorhersagen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), wobei die vier IPCC-Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5, RCP 6.0 und RCP 8.5 (»Worst-Case-Szenario«) verwendet wurden. Im Rahmen der Analyse wurde Standorten mit einem sehr hohen klimabezogenen Risiko eine »Red Flag« zugeordnet. Im Rahmen von Gesprächen mit den Standortexperten wurden die identifizierten Risiken plausibilisiert und validiert. Die Ergebnisse der Szenarioanalyse fließen ebenso wie die dezentral von den Fachbereichen und Standorten gemeldeten Klima- und Umweltrisiken in das bestehende Enterprise Risk Management ein.

  3. Governance und Ressourcen
    Die übergeordnete Koordination der vom Vorstand verabschiedeten Klimastrategie erfolgt durch eine interdisziplinäre Projektgruppe. Einmal im Quartal werden die Fortschritte der laufenden Maßnahmen analysiert und weitere Schritte abgeleitet. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt quartalsweise.

  4. Strategie und Ziele
    Die konzernweite Klimastrategie definiert folgende Reduktionsziele für Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen:

    • Lieferkette
      Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 80 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019. Dieses Klimaziel wurde von der Science Based Targets Initiative (SBTi) anerkannt und als 1,5-Grad-konform bewertet. Wie bereits beschrieben, ist der Krones Konzern Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne und berichtet an CDP (Score: A-). Das Scope-1- und Scope-2-Ziel dient als vergütungsrelevante Messgröße für den Vorstand.
  5. Richtlinien und Maßnahmen

    • Umweltrichtlinie und Arbeitsanweisung
      Eine interne Arbeitsanweisung definiert die Umweltstandards, Fokusthemen sowie die zugehörigen Ziele, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Krones Konzern. Eine konzernweit gültige Umweltrichtlinie wird aktuell erarbeitet. Sie soll die strategische Ausrichtung des betrieblichen Umwelt- und Klimamanagements festlegen und gleichzeitig den Handlungsrahmen für die internen Beteiligten im Krones Konzern definieren. Die Umweltrichtlinie sowie die zugehörige Arbeitsanweisung dienen als internes Regelwerk und fußen auf dem Krones Verhaltenskodex als zentralem Grundsatzdokument.

    • ESG-Bewertung im Investitionsprozess (GRI 305-5)
      Um Investitionen in betriebliche Energie- und Klimaschutzmaßnahmen zu lenken, existiert ein Prozess, mithilfe dessen Projekte im Rahmen des Budget- und Investitionsprozesses vom Antragstellenden anhand eines ESG-Kriterienkatalogs bewertet werden müssen. Nach einer Prüfung durch das zentrale Sustainability Team erhalten relevante ESG-Investitionen eine »grüne Flagge« für den weiteren Investitions-Antrags-Prozess. Ziel ist es, dass klimaschutzrelevante Investitionen in der Gesamtbewertung nicht nur aufgrund rein ökonomischer ROI-Rechnungen betrachtet werden. Da sich einige Investitionen derzeit auf Bau- oder Infrastrukturthemen im Krones Konzern konzentrieren, macht die ESG-Bewertung mögliche Investitionen sichtbar, die sich positiv auf die Reduktion von Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen auswirken.

    • Erneuerbare Eigenversorgung (GRI 305-5)
      Nachhaltige Energieversorgung sowie Ausbau eigener regenerativer Strom- und Wärmeerzeugungskapazitäten – kombiniert mit intelligentem Energiemanagement – stehen bei der Reduktion der energiebezogenen Treibhausgasemissionen im Zentrum. Da wir die Eigenversorgung durch Strom aus erneuerbaren Quellen in unserer betrieblichen Klimastrategie mit Priorität betrachten, laufen derzeit zahlreiche Projekte in diesem Kontext. Bei unseren energieintensivsten Standorten sind Photovoltaikprojekte angestoßen oder bereits umgesetzt. Zudem wurde im Jahr 2023 bei unserem Werk Krones Hungary (Debrecen) ein Geothermie-Projekt (Wärmepumpensystem) gestartet.

    • Koordinierte Maßnahmenplanung (GRI 305-5)
      Die angestrebten Maßnahmen zur Verringerung der direkten (Scope 1) und indirekten energiebezogenen (Scope 2) Treibhausgasemissionen gliedern sich in die Handlungsfelder Energieeffizienz, Eigenversorgung und Energiebeschaffung. Um die Maßnahmen konzernweit koordinieren und nachverfolgen zu können, haben wir einen terminierten Aktionsplan zur Reduktion der Treibhausgasemissionen entwickelt. Er zeigt die geplanten Maßnahmen, deren voraussichtliche Emissionseinsparungen sowie die damit verbundenen monetären Kosten an und dient dem Vorstand als Entscheidungsvorlage.

    • Energieeffizienz-Maßnahmen (GRI 305-5)
      Um den Energieverbrauch weiterhin zu senken, werden in den weltweiten Produktionswerken unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt, die unmittel- bar am Beispiel der US-amerikanischen Standorte (USA) zum Beispiel propanbetriebene Flurförderfahrzeuge nach Ende ihrer Lebenszeit durch elektrisch betriebene ausgetauscht. Die Planung sowie Umsetzung der Maßnahmen wird über den Maßnahmenkatalog des Krones Konzerns überwacht.

    • Grüne Energiebeschaffung (GRI 305-5)
      Für die deutschen Produktionsstandorte der Krones AG beschaffen wir 100 Prozent Ökostrom mit Herkunftsnachweisen. Dieser bildet einen wesentlichen Hebel für die Verringerung unserer Scope-2-Treibhausgasemissionen. Auch an den großen internationalen Standorten befinden wir uns in der Umsetzung, um deren Elektrizitätsbeschaffung auf Grünstrom umzustellen.

    • Elektrifizierung der Fahrzeugflotte (GRI 305-5)
      Am Headquarter der Krones AG in Neutraubling sowie an den Standorten Rosenheim und Raubling wurde die Installation und Inbetriebnahme von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge bereits umgesetzt.

3 ERKLÄRUNG ZUR

4 JAHRESABSCHLUSS

5 ANHANG

6 WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG# KRONES AG – NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG

2 | LAGEBERICHT DER KRONES AG

Klimastrategie des Krones Konzerns

Die Klimastrategie des Krones Konzerns gilt für 24 Produktionsstandorte weltweit. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Das Energiemanagement der deutschen Produktionsstandorte der Krones AG ist nach ISO 50001 zertifiziert. Derzeit sind die Krones AG sowie die deutschen Tochtergesellschafen Krones Inc., Steinecker GmbH, Evoguard GmbH und MHT Mold & Hotrunner Technology AG nach ISO 14001 zertifiziert. Gleiches gilt für die internationalen Töchter Krones Machinery (Taicang) Co., Ltd. in China, System Logistics SpA in Italien, Krones do Brasil Ltda, Krones Inc. in USA und Krones Hungary.

Die Einführung einer E-Lade- bar der Optimierung der Energieeffizienz – ob auf Maschinen- oder Bereichs- infrastruktur für weitere deutsche Standorte befindet sich derzeit noch in der ebene – zugerechnet werden können. Beispiele sind hierbei der Austausch weite- Planungsphase. Auch an den internationalen Standorten laufen zahlreiche Pro- rer Hallenbeleuchtungen durch effiziente LED-Technik mit Bewegungs- und jekte zur Umstellung auf E-Mobilität. Helligkeitssensorik sowie die Wärmerückgewinnung am Drucklufkompressor mit Einspeisung der Energie in das Heizsystem. Zudem werden bei Krones Inc.

Kompensationszertifikate

In der Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns bilden Ausgleichszertifikate für Klimaschutzprojekte (Offsetting) die letzte Priorität hinter Energieeffizienz, Eigenversorgung sowie grüner Energiebeschaffung. In unserer Emissionsbilanz spielt Offsetting derzeit und in naher Zukunf keine Rolle.

KIC Trainings und Sensibilisierungen

Ein Mittel, um den Strom- und Wärmeverbrauch zu reduzieren, sind regelmäßige Schulungen der Belegschaf. Im Zuge der vorhandenen Audit- und Zertifizierungsprozesse der ISO 50001 und der ISO 14001 werden zudem in den zertifizierten Standorten die Beschäfigten regelmäßig zu Energie- und Umwelt- themen geschult. Sensibilisierung der Belegschaf geschieht außerdem über regelmäßige interne Berichterstattung zum Fortschritt unserer Klimastrategie über die internen Kommunikationsplattformen.

Public Carbon Transition Plan (Seite 96)

Wie im Kapitel CO2-Emissionen bei unseren Kunden beschrieben, wurde ein Klimaübergangsplan veröffentlicht, welcher auch die betriebsbezogenen Klimaschutzaktivitäten beinhaltet.

Stakeholder-Kommunikation (Seite 96)

Den Fortschritt der Maßnahmen und Kennzahlen rund um unsere Klimastrate- gie kommunizieren wir – wie bereits beschrieben – über diverse Kommunikationsmedien.

Audits, Zertifizierungen und interne Prüfungen

Interne Prüfungen erfolgen im Zuge der Datenerhebungsprozesse für Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen für die nichtfinanzielle Berichterstattung: Ein Klimaexperte aus dem Sustainability Team prüf und plausibilisiert dabei die Kennzahlen und Nachweise, die von den Energieexperten der Produktions- standorte gemeldet werden, und weist gegebenenfalls auf Fehler und Unklarhei- ten hin. Für die Zukunf planen wir außerdem, den Fokus der internen Revision stärker auf Nachhaltigkeitsthemen, speziell auch auf Klima- und Umweltas- pekte, zu legen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern – Treibhausgasemissionen Scope 1 und Scope 2 in t CO₂e (GRI 305-2, GRI 305-5)

Das Daten-Reporting zur Erstellung der Kennzahlen erfolgt einmal im Quartal. Wie in unserer Klimastrategie 2030 definiert, erheben wir die Kennzahlen für die 24 Produktionsstandorte im Krones Konzern – nach den Grundsätzen »Wesentlichkeit« und »Impact«.

Basisjahr 2019 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030
Krones Konzern 49.865 43.493 37.500 33.890 27.847
davon Krones AG 26.735 24.298 19.584 13.433 12.355

Krones Konzern – Treibhausgasemissionen Scope 1 in t CO₂e (GRI 305-1, GRI 305-5)

Basisjahr 2019 2020 2021 2022 2023
Krones Konzern 25.000 20.076 18.634 18.085 17.583
davon Krones AG 15.202 15.866 13.644 13.056 12.765

Krones Konzern – Treibhausgasemissionen Scope 2 market-based in t CO₂e (GRI 305-2, GRI 305-5)

Basisjahr 2019 2020 2021 2022 2023
Krones Konzern 37.500 29.789 24.859 18.687 16.070
davon Krones AG 14.203 9.152 8.432 6.528 669

Die Ermittlung der Treibhausgasemissionen erfolgt nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols.

CO2-Emissionen in der Lieferkette (GRI 308-1, 308-2, 305-3, 305-5)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Da die fachliche Kompetenz für Dekarbonisierung im Sustainability Team liegt, arbeiten Einkauf und Nachhaltigkeit eng zusammen, um das Thema Treibhaus- gasemissionen in der vorgelagerten Wertschöpfung zu adressieren. Alle sechs Wochen tagt zudem das Supply Chain Governance Board, bestehend aus Verant- wortlichen für Corporate Governance, Einkauf, Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit. Dort werden speziell Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen in der Lieferkette besprochen.

Die Produkte des Krones Konzerns bestehen zum größten Teil aus vier Materia- lien: Edelstahl, Stahl, Aluminium und Kunststoff. Die Extraktion, Herstellung und Bearbeitung dieser Werkstoffe sind energieintensiv. Auch Zukauf-Teile und Dienstleistungen, die wir von unseren Zulieferern beziehen, verursachen in der vorgelagerten Lieferkette den Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Da diese Emissionen einen relevanten Anteil unserer Gesamtemissionsbilanz ausma- chen, wurde das Thema Klimaschutz in der vorgelagerten Lieferkette in der Wesentlichkeitsanalyse unter beiden Perspektiven als mittel bewertet.

2. Risiken und Chancen (GRI 308-2)

Um eine Risikoindikation hinsichtlich des Treibhausgasausstoßes in der vor- gelagerten Lieferkette zu erhalten, nutzen wir zwei anerkannte Datenbanken für Emissionsfaktoren für die Berechnung und Identifikation von Hotspots. Mithilfe eines datenbankgestützten Tools nutzen wir im Unternehmen bereits vorhandene Informationen – konkret: monetäre und aktivitätsbasierte Einkaufsdaten unter anderem mit Land und Warengruppe, die wir aus den je- weiligen ERP-Systemen erhalten – und können Hotspots für den Treibhausgas- ausstoß identifizieren. Zudem nutzen wir bereits Primärdaten, sollten diese vom Lieferanten zur Verfügung gestellt werden können. Diese Risikoanalyse zeigt uns gleichzeitig, ob und in welchem Maß die Vorlieferkette dieser direkten Lieferanten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine große Menge Treibhausgase emittiert. Darüber hinaus dient uns die Risikoanalyse als Instrument zum Monitoring unserer Scope-3-Upstream-Kennzahlen.

3. Governance und Ressourcen

Die strategische Verantwortung für Einkaufsthemen liegt beim Einkaufsleiter des Krones Konzerns, der direkt an den COO des Krones Konzerns berichtet.

Geschäftsbetrieb

4. Strategie und Ziele

Analog der Zielmarke für die Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unse- ren Produkten wollen wir auch die Treibhausgasemissionen in der Lieferkette reduzieren:

Kunden

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhaus- gasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Endkonsumenten

Wie bereits aufgeführt, gelten die Klimaziele konzernweit. Sie sind 1,5-Grad-kon- form nach den Kriterien der Science Based Targets Initiative (SBTi) und lehnen sich damit an anerkannte Klimaszenarien an.

Als weiteres, qualitatives Ziel für eine nachhaltigere Lieferkette hat sich der Krones Konzern folgendes Ziel gesetzt, das sich positiv auf die Verringerung der vorgelagerten Treibhausgasemissionen auswirken soll:

Wir steigern die Materialeffizienz und Nachhaltigkeit der in unseren Produk- ten verbauten Rohmaterialien.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Klimaschutz im Lieferantenkodex

Das Grundsatzdokument für Umwelt- und Klimaschutz in der Lieferkette bildet der konzernweit geltende Lieferantenkodex. Dieser enthält analog zum Verhal- tenskodex im Abschnitt »Umwelt- und Klimaschutz« entsprechende Anforde- rungen an die Lieferanten. Auf einen nachgewiesenen Verstoß gegen diese Regeln folgt das gemeinsame Festlegen von Verbesserungsmaßnahmen. Diese können bis zur Beendigung der Geschäfsbeziehung reichen. Als Ergänzung definiert das Lieferantenhandbuch konkrete ESG-Anforderungen an die Liefe- ranten. Sobald eine Geschäfsbeziehung besteht, werden Lieferanten einer regelmäßi- gen Bewertung unterzogen.

Kollaboration mit Lieferanten

Nach dem Prinzip »one face to the supplier« fungiert die jeweils zuständige Person im Einkauf als zentraler Kontakt zum Lieferanten. Neben Einzelgesprä- chen mit Zulieferern fand im Jahr 2023 beispielsweise ein Lieferantentag zu Nachhaltigkeitsthemen in China statt. Die Lieferanten, die nach der Risiko- analyse das höchste Risiko für einen hohen Treibhausgasausstoß haben, werden außerdem anhand eines fragebogenbasierten Tools durch externe Experten bewertet.

Umweltthemen in Produkt- und Systemaudits

Mithilfe risikobasierter Produkt- und Systemaudits prüfen wir dabei u. a. das Umweltmanagement ausgewählter Lieferanten.

Prüfung von Umweltverstößen (GRI 308-2)

Als Prozess zur Sicherstellung unserer Sorgfaltspflicht in der Lieferkette nimmt der Bereich Corporate Governance kontinuierlich Due-Diligence-Prüfungen von Bestands- und Neulieferanten vor.# Über ein Online-Tool werden bestehende und neue Zulieferer des Krones Konzerns auf Nichtbeachtung von Umwelt- und Krones Konzern – Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der vorgelagerten Lieferkette Klimaschutzvorschrifen überprüf. Die daraus resultierenden Feststellungen in t CO₂e (Scope-3-Kategorie 1 – 6 nach GHG-Protokoll) (GRI 305-3, GRI 305-5) werden zunächst von Fachleuten aus dem Bereich Corporate Governance gesich- 1.112.024 1.102.362 tet und anschließend – nach Bewertung des Falls im Supply Chain Governance 1.000.000 Board – an die entsprechende Stelle in Einkauf und Lieferantenmanagement 888.454 852.267 weitergeleitet. 750.000 669.846 666.340 Lieferantenfragebögen mit klimarelevanten Fragen (GRI 308-1) 548.868 541.424 530.376 Das Lieferantenmanagement setzt Fragebögen systematisch als Qualifizierungs- 500.000 413.186 368.623 und Sensibilisierungsinstrument ein. Im Registrierungsprozess werden von den Lieferanten zunächst allgemeine Unternehmensdaten abgefragt. Je nach Waren- 250.000 gruppe erfolgt daraufin eine Lieferantenqualifizierung mit entsprechenden Anforderungen, wobei auch Fragestellungen rund um das Thema ökologische Basisjahr 2019 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030 Nachhaltigkeit im Kapitel »Umweltmanagement« über einen standardisierten Krones Konzern davon Krones AG Fragebogen einfließen. Eine Freigabe des Lieferanten erfolgt in der Regel nur Die Ermittlung der Emissionen basiert auf warenspezifischen Länderfaktoren anerkannter nach einer vollständigen und erfolgreichen Qualifizierung. Datenbanken.Im Jahr 2023 erfolgte eine Änderung der Berechnungsmethode sowie eine Anpas- sung des Basisjahrs. Zudem erfolgte auch eine Anpassung der Vorjahre.

1 | AN UNSERE AKTIONäRE
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3 | ERKLäRUNG ZUR UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG
4 | JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG
5 | ANHANG
6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

Ressourcennutzung bei Endkonsumenten (Kreislaufwirtschaft) (GRI 306-2)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Unsere Produkte bilden einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfungs- kette abgefüllter Getränke und flüssiger Lebensmittel – egal, ob diese in Glasfla- schen, Kunststofehältern oder Dosen am Markt verfügbar sind. Als Teil dieser Wertschöpfungskette trägt der Krones Konzern auch Verantwortung dafür, was mit den von uns produzierten oder befüllten Getränkebehältern am Ende ihrer Nutzungsphase bei den Endkonsumenten geschieht. Der Krones Konzern leistet Geschäftsbetrieb durch verschiedene Produkte, Geschäfsaktivitäten, Forschungsvorhaben und Kooperationen seinen Beitrag, um den Kreislauf wertvoller Ressourcen wie PET, Glas, Weißblech oder Aluminium zu ermöglichen. Auch hier fungieren wir – analog zum Klimaschutz – als Enabler für unsere Kunden. Im Zuge dieser Zu- sammenhänge wurde das Thema Ressourcennutzung bei den Endkonsumenten in der Wesentlichkeitsanalyse mit hoher Geschäfsrelevanz bewertet, wobei un- sere Stakeholder den eigentlichen Impact durch Krones als gering ansehen.

2. Risiken und Chancen (GRI 306-2)

Das Themengebiet Circular Economy bildet für den Krones Konzern Risiko und Chance zugleich. Das Risiko bezieht sich darauf, dass wir einen erheblichen An- teil unseres Umsatzes in den letzten Jahren mit dem Verkauf von Anlagen für Einweg-PET-Behälter erwirtschafet haben. Wenn Plastikverpackungen – auf- grund ihrer Auswirkungen auf das Ökosystem, wenn sie dort als Müll landen – in bestimmten Regionen der Erde verboten werden, würde sich das in unserem Geschäf bemerkbar machen. Die andere Seite der Medaille ist die Chance, die wir als aktiver Treiber der Kreislaufwirtschaf nutzen möchten: Eines unserer Schwerpunktthemen in Sachen nachhaltiger Produkte heißt »Circular Economy Solutions«. Unser Fokus liegt hierbei auf unseren Produkten zum Recycling von Kunststoffen, unseren umweltfreundlichen Verpackungskonzepten sowie dem Ökodesign unserer Maschinen und Anlagen.

3. Governance und Ressourcen

Grundsätzlich agieren die Produktbereiche, die an Lösungen für Kreislaufwirt- schaf arbeiten, autark voneinander – wobei regelmäßige und anlassbezogene interdisziplinäre Abstimmungen erfolgen. Zur übergreifenden Zusammenarbeit wurde die PET-Initiative ins Leben gerufen. In dieser stimmen sich Verantwortli- che aus den verschiedenen PET-relevanten Produktbereichen im dreiwöchigen Rhythmus ab. Die Leitung der Kunststofechnik koordiniert die Initiative und berichtet regelmäßig an den Vorstand International Operations and Services.

4. Strategie und Ziele

Als Ziel für unsere Bemühungen um Circular Economy haben wir im Zuge der Kunden Nachhaltigkeitsziele 2030 Folgendes ausgelobt:

Wir verpflichten uns, zu einer nachhaltigen Verpackungswirtschaft beizutragen:

  • Unsere Linien können sämtliche Arten nachhaltiger Verpackungen abbilden.
  • Sowohl Neumaterial – auch aus bio-basierten Quellen – als auch bis zu 100 Pro- zent recycelter Wertstoff können ohne Effizienzverluste verarbeitet werden.

Zusätzlich zu diesem allgemein gehaltenen, qualitativ formulierten Ziel haben die jeweils beteiligten Fachbereiche eigene Ziele definiert, an denen sie ihren Beitrag zur Zielerreichung messen.

5. Richtlinien und Maßnahmen
Umstellung von linearer Produktion auf Kreislaufwirtschaft

Wir unterstützen unsere Kunden dabei, auch auf bestehenden Anlagen beim Verarbeiten recycelter oder erneuerbarer Materialen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Um das Potenzial von Mehrweg-PET-Behältern zu erhöhen, haben wir in Kooperation mit der Firma Alpla ein Forschungsprojekt zur Verwendung von wiederbefüllbaren PET-Behältern für sensible Getränke durchgeführt. Eine Versuchsreihe in unserem Technikum zeigt: Mit der entsprechenden Parameterwahl reichen Temperaturen um 60 °C aus, um eingetrocknete Pro- tein-, Fett- und Stärkeverschmutzungen von den Behältern zu entfernen. Stand heute stellen Mehrweg-PET-Behälter weltweit gesehen ein Nischenthema dar.

Unterstützung für recyclingfähiges Verpackungsdesign

Krones nutzt seine technologische Expertise dazu, Kunden bei der Gestaltung von Verpackungen mit optimierter Recycling-Fähigkeit zu unterstützen. Neben den Technologien zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Rezyklat bieten wir eine Reihe von ergänzenden Services an. So beschäfigt sich für alle Fragen rund um Design from Recycling sowie Design for Recycling ein eigenes Fach- team zur Entwicklung von materialsparenden und recyclingfähigen Verpackun- gen. Im Rahmen von enviro Design bewerten wir Verpackungsinnovationen aus unserer eigenen Entwicklung nach Ökobilanzkriterien. Dies schließt nicht nur die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein, sondern auch den Erhalt des Ökosystems und der Artenvielfalt. Zudem sind bereits heute alle neuen PET-Ab- füllanlagen in der Lage, Flaschen zu verarbeiten, die aus bis zu 100 Prozent Rezyklat bestehen.

MetaPure: Recycling-Lösungen

Mit MetaPure bietet Krones eigene Technologien für das Recycling von Ver- packungskunststoffen. Damit lassen sich nicht nur PET-Flaschen in einem geschlossenen Kreislauf halten, sondern auch Polyolefine (PO) für eine hochwertige Wiederverwendung aufereiten. Das Portfolio umfasst material- spezifische Wasch- und Dekontaminationsmodule. Je nach Bedarfs- und Anwendungsfall produzieren sie unterschiedliche Materialqualitäten bis hin zu Food-Grade-PET gemäß FDA, EFSA und anderen Zertifikaten.

Darüber hinaus plant, projektiert und realisiert Krones im Kundenaufrag ganz- heitliche Recycling-Fabriken. Für technologische Komponenten wie Frontend oder Utilities, die über das eigene Portfolio hinausgehen, stützen wir uns auf die Zusammenarbeit mit langjährigen Kooperationspartnern.

LitePac Top: kunststofffreie Sekundärverpackung

Stand heute werden Gebinde aus Dosen oder PET-Flaschen häufig mittels Schrumpffolie oder Kunststoffringen verpackt. Mit LitePac Top wollen wir eine umweltfreundliche Alternative zu beiden genannten Verpackungsarten an- bieten. Es besteht aus einem Karton-Clip bei Dosen und einem Kartonclip mit Banderole bei PET-Flaschen. LitePac Top benötigt in seiner Herstellung weniger Energie und Material als Schrumpffolie und lässt sich zudem aus Recycling-Ma- terialien herstellen. Wir bieten für alle gängigen Multipack-Formate alternative Sekundärverpackungen an, die vollständig auf den Einsatz von Einweg-Kunst- stoffen verzichten.

Tethered Caps

Die Verwendung von fest mit der Flasche verbundenen Verschlüssen, den »Tethered Caps«, ist ab Juli 2024 in der Europäischen Union durch die EU Single Use Plastics Directive gesetzlich vorgeschrieben. Für alle Varianten der Tethered Caps, die auf den Markt kommen, kann der Krones Konzern technische Lösungen anbieten.

Krones Konzern – Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der vorgelagerten Lieferkette

t CO₂e (Scope-3-Kategorie 1 – 6 nach GHG-Protokoll) (GRI 305-3, GRI 305-5)

2019 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030
Krones Konzern 1.112.024 1.102.362 1.000.000 888.454 852.267
davon Krones AG 750.000 669.846 666.340 548.868 541.424 530.376
500.000 413.186 368.623
Basisjahr 2019 2020 2021 2022 2023

Die Ermittlung der Emissionen basiert auf warenspezifischen Länderfaktoren anerkannter Datenbanken. Im Jahr 2023 erfolgte eine Änderung der Berechnungsmethode sowie eine Anpassung des Basisjahrs. Zudem erfolgte auch eine Anpassung der Vorjahre.# AN UNSERE AKTIONÄRE

LAGEBERICHT

ERKLÄRUNG ZUR

JAHRESABSCHLUSS

ANHANG

WEITERE INFORMATIONEN

DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

Ressourcenschonende Etikettierung

Für optimierte Recycling-Ergebnisse hat Krones Verpackungslösungen im Portfolio, bei denen sich die Etiketten problemlos vom entleerten Behälter trennen lassen. Langfristiges Ziel ist es, die Etiketten gemeinsam mit dem Behälter zu recyceln – oder auf den Einsatz von separatem Material für die Behälterdekoration komplett zu verzichten.

Beyond PET Packaging

Über konventionelle PET-Lösungen hinaus werden aktiv Entwicklungen rund um disruptive Technologien verfolgt, die Konsumenten Getränke auf neuartigen Wegen bereitstellen (verpackungsfreie Lösungen, Paper-Bottle). Mit diesem Themenfeld beschäftigt sich bei Krones insbesondere das Innovation Lab.

Mitglied der European Circular Economy Stakeholder Platform

Seit 2020 gehört der Krones Konzern der European Circular Economy Stakeholder Platform an. Mit unserem Beitritt haben wir uns freiwillig zu mehreren qualitativen Zielen verpflichtet.

Kommunikations- und Aufklärkampagnen

Über die Vor- und Nachteile von Kunststoffen als Verpackungsart wird kontrovers diskutiert. Krones leistet in dieser vielstimmigen Debatte seinen Beitrag. Neben umfangreichen Informationen der PET-Initiative auf der Krones Website veröffentlichen wir regelmäßig Artikel zu Kunststoff und Kreislaufwirtschaft im Krones magazine und in den Sozialen Medien.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung aussagekräftiger Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um Circular Economy messbar zu machen.

Nichtfinanzielle Erklärung

Ressourcennutzung im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit (GRI 306-1, GRI 303-1)

Die Produktion und Fertigung von Maschinen und Anlagen verbraucht Wasser und erzeugt Abfälle. Neben dem Impact unserer betrieblichen Tätigkeit auf Energie und Emissionen fassen wir Wasserverbräuche und Abfallerzeugung als weitere zentrale ökologische Nachhaltigkeitsthemen auf. Der größte Anteil der Abfälle, die im Zuge unserer Produktionstätigkeit anfallen, wird der Verwertung zugeführt. Als kritisch hinsichtlich unseres ökologischen Fußabdrucks gelten Geschäftsbetrieb die nach Anlage III des Basler Übereinkommens als »gefährlich« bewerteten Abfallarten. Deshalb sowie aufgrund der Bewertung des Themas mit mittlerer Relevanz im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse setzen wir hier einen strategischen Fokus. Gleichzeitig setzen wir auf wassersparende Fertigungsprozesse. Im Fokus steht hier der Schutz des Trinkwassers, das in Zeiten des Klimawandels eine besonders kostbare Ressource darstellt. Obwohl das Thema Wasserverbrauch in der eigenen Geschäftstätigkeit in der Wesentlichkeitsanalyse in beiden Dimensionen als niedrig priorisiert wurde, berichten wir in diesem Abschnitt auch darüber. Schon aufgrund unserer Nähe zu Wasserthemen durch unsere Produkte wollen wir auch den Umgang mit Wasser in unserer eigenen Produktion als strategisches Thema des Ressourcenschutzes markieren.

2. Risiken und Chancen

Umweltrisiken in Bezug auf Wasser und Abfall werden von der jeweiligen Leitung des Produktionsstandorts dezentral gemeldet und bearbeitet. Sie fließen in das konzernweite Enterprise Risk Management ein und werden nach der Logik der maximalen sowie relativen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Im Zuge der nachgelagerten Inside-out-Bewertung durch das Sustainability Team werden die Auswirkungen der gemeldeten Risiken auf die Umwelt erfasst.

3. Governance und Ressourcen

Die konzernweite Koordination des Wasser- und Abfallmanagements liegt beim Umweltmanagement der Krones AG. Der Leiter des Umweltmanagements berichtet direkt an den CEO des Krones Konzerns. Da die Voraussetzungen hinsichtlich physischer Umgebung und umweltrechtlicher Vorschriften weltweit unterschiedlich sind, liegt die Initiative für die Umsetzung wasser- und abfallreduzierender Produktionsprozesse bei den Niederlassungen und Tochterunternehmen. Die Effektivität der Maßnahmen wird im Zuge der jährlichen Datenprüfung und -konsolidierung durch das Umweltmanagement der Krones AG gemessen.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgende Umweltziele definiert:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine gefährlichen Abfälle sowie den Trinkwasserverbrauch bis 2030 um 10 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Umweltrichtlinie und Arbeitsanweisung (GRI 303-2) Seite 97

Wie bereits beschrieben, dient eine konzernweite Arbeitsanweisung zur Fixierung fundamentaler Umweltstandards. Eine zugehörige Richtlinie befindet sich in Erarbeitung.

Wasser (GRI 303-1)

Mehrfachverwendung von Produktionswasser

Je mehr Wasser wir innerhalb unserer eigenen Produktions- und Fertigungsprozesse im Kreislauf führen können, desto geringer ist unser negativer Impact auf lokale Ökosysteme. Eine Mehrfachverwendung von Wasser geschieht beispielsweise in den Produktionswerken Neutraubling (Krones AG) und Freising (Steinecker GmbH), wo eine Kaskadenspülung bei galvanotechnischen Prozessen eingesetzt wird. An weiteren Standorten gibt es Ultraschall-Reinigungsbäder. Bei Kälteanlagen, etwa für die Gebäudekühlung oder für technische Prozesse, existieren in der Regel geschlossene Kühlkreisläufe.

Wasser- und Abfallziele des Krones Konzerns

Die Wasser- und Abfallziele des Krones Konzerns gelten für die globalen Produktionsstandorte, insgesamt 24 Gesellschaften. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der jeweils einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Wie bereits im Kapitel zu Treibhausgasemissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit beschrieben, sind derzeit die Krones AG sowie die deutschen Tochtergesellschaften KIC Krones, Steinecker GmbH, Evoguard GmbH und MHT Mold & Hotrunner Technology AG nach ISO 14001 zertifiziert. Gleiches gilt für die Produktionsstandorte in China, Italien, Brasilien, USA und Ungarn.

Beseitigung von Abwasser (GRI 303-4)

Die Entsorgung der betrieblichen Abwässer geschieht in allen Produktionswerken im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen. Wo dies die lokale Infrastruktur ermöglicht, wird das Wasser öffentlichen Kläranlagen zugeführt. Anfallendes Regenwasser wird überwiegend in den natürlichen Untergrund geleitet, sodass die Grundwasserneubildung unterstützt wird und negative Auswirkungen durch Flächenversiegelungen ausgeglichen werden können.

Kontrollverfahren für Wasserqualität

Regelmäßige Untersuchungen der Abwasserqualität aus verschiedenen relevanten Anlagen – beispielsweise eine wöchentlich stattfindende Untersuchung in der Galvanik – ermöglichen das Tracking der Wasserqualität.

Trainings und Sensibilisierungen (GRI 303-1)

Schulungen für internen Umweltschutz bilden einen wichtigen Baustein zur Reduktion unseres ökologischen Impacts aus Produktionsbereichen. Im jährlichen Pflichttraining »Basisunterweisung« werden Beschäftigten der Krones AG Fragen zum sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser gestellt. Die nach der ISO 14001 vorgeschriebenen Prozesse fordern zudem in den zertifizierten Standorten regelmäßige Schulungen für Mitarbeitende zu Umweltthemen, unter anderem auch zu Wasser und Abfall.

Audits und Zertifizierungen (GRI 303-2)

Die Wasser- und Abfallziele des Krones Konzerns gelten für die globalen Produktionsstandorte, insgesamt 24 Gesellschaften. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der jeweils einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Wie bereits im Kapitel zu Treibhausgasemissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit beschrieben, sind derzeit die Krones AG sowie die deutschen Tochtergesellschaften KIC Krones, Steinecker GmbH, Evoguard GmbH und MHT Mold & Hotrunner Technology AG nach ISO 14001 zertifiziert. Gleiches gilt für die Produktionsstandorte in China, Italien, Brasilien, USA und Ungarn.

Datenerhebung und konzernweite Konsolidierung (GRI 306-2)

Die Daten der Wasserverbräuche werden über Zählerstandsmessungen und Versorgerrechnungen gesammelt. Das Mapping von Abfallströmen wird durch die Auswertung entsorgter Mengen je Abfallart und im Fall von gefährlichen Abfällen über Nachweisverfahren dokumentiert, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Analog zur internen Prüfung der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen erfolgt auch die Validierung der Kennzahlen zu Wasserverbrauch und Abfallaufkommen im Vier-Augen-Prinzip.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern – gefährliche Abfälle in t (GRI 306-3, GRI 306-4, GRI 306-5)

Wo wir Wasser verbrauchen und nicht im Kreislauf führen können, wollen wir die Menge so gering wie möglich halten. An den Standorten Neutraubling und Nittenau wird Wasser durch Verdampfer- und Ultrafiltrationsanlagen aufbereitet, um eine Standzeitverlängerung oder Wiederverwendung zu ermöglichen. Beim Einsatz von wassergemischten Kühlschmierstoffen setzen wir auf die Umstellung auf Minimalmengenschmierung sowie Maßnahmen zur Standzeitverlängerung durch Überwachung, Leckölabscheidung oder stetige Belüftung. Dadurch vermeiden wir betrieblichen Wasserverbrauch sowohl für den Neuansatz der Kühlschmierstoffe als auch bei der Maschinenreinigung vor Neubefüllung. Das Trinkwasser-Leitungsnetz wird sukzessive verkleinert, sodass die zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene erforderlichen, regelmäßigen Spülungen verringert werden.

Die Entsorgung der betrieblichen Abwässer geschieht in allen Produktionswerken im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen. Wo dies die lokale Infrastruktur ermöglicht, wird das Wasser öffentlichen Kläranlagen zugeführt. Anfallendes Regenwasser wird überwiegend in den natürlichen Untergrund geleitet, sodass die Grundwasserneubildung unterstützt wird und negative Auswirkungen durch Flächenversiegelungen ausgeglichen werden können.

Ein neues Konzept für die Mülltrennung in den Büros am Hauptsitz Neutraubling befindet sich derzeit in der Einführung.

Kontrollverfahren für Wasserqualität

Regelmäßige Untersuchungen der Abwasserqualität aus verschiedenen relevanten Anlagen – beispielsweise eine wöchentlich stattfindende Untersuchung in der Galvanik – ermöglichen das Tracking der Wasserqualität.

Wo wir Wasser verbrauchen und nicht im Kreislauf führen können, wollen wir die Menge so gering wie möglich halten. An den Standorten Neutraubling und Nittenau wird Wasser durch Verdampfer- und Ultrafiltrationsanlagen aufbereitet, um eine Standzeitverlängerung oder Wiederverwendung zu ermöglichen. Beim Einsatz von wassergemischten Kühlschmierstoffen setzen wir auf die Umstellung auf Minimalmengenschmierung sowie Maßnahmen zur Standzeitverlängerung durch Überwachung, Leckölabscheidung oder stetige Belüftung. Dadurch vermeiden wir betrieblichen Wasserverbrauch sowohl für den Neuansatz der Kühlschmierstoffe als auch bei der Maschinenreinigung vor Neubefüllung. Das Trinkwasser-Leitungsnetz wird sukzessive verkleinert, sodass die zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene erforderlichen, regelmäßigen Spülungen verringert werden.

Ein neues Konzept für die Mülltrennung in den Büros am Hauptsitz Neutraubling befindet sich derzeit in der Einführung.

Kontrollverfahren für Wasserqualität

Maßnahmen zur internen Abfallvermeidung

Im Produktionsprozess setzen wir – wo möglich – gezielt kreislauffähige Verpackungen ein. Bei der Entsorgung von altem Büromaterial setzen wir auf Wiederverwendung in neuen Kontexten: PC-Monitore werden zur privaten Nutzung kostenlos an Beschäftigte entliehen, ausgemusterte Telefone werden systematisch gesammelt und zurückgegeben.

Infrastruktur zur Mülltrennung

Gemäß dem Abfallkonzept werden gekennzeichnete Behälter bereitgestellt, mit deren Hilfe Müllfraktionen ordnungsgemäß getrennt werden müssen. Die Krones AG betreibt zudem eigene Wertstoffhöfe, die Baugruppen demontieren, um darin enthaltene Teile und Materialien einer möglichst sortenreinen Entsorgung zuzuführen.

Krones Konzern – Wasserverbrauch in m³ (GRI 303-5)

Krones Konzern Basisjahr 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030
davon Krones AG 202.366 189.878 183.534 158.524 180.000
112.517 106.933 100.870 100.502 120.000

Bei den dargestellten Werten handelt es sich um Verbräuche zum Betrieb der Maschinen, Anlagen sowie Gebäuden der Standorte des Krones Konzerns. Bei der Ermittlung wurden die eigenen Gebäude vollständig erfasst. Mietobjekte sind nur zum Teil enthalten, da bei einigen Gebäuden eine Mietpauschale abgerechnet wird und die Gebäude meist nicht von Krones allein genutzt werden.

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE

2 | LAGEBERICHT

3 | ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

4 | JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

Wasserverbrauch bei unseren Kunden (GRI 303-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit (GRI 303-1)

Alle Kunden des Krones Konzerns nutzen Wasser: entweder als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff oder als Bestandteil ihres Produkts. Der große Einfluss der Getränkeindustrie auf das Nachhaltigkeitsthema Wasser führt dazu, dass wir – analog zum Klimaschutz – als Enabler wassersparender Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse fungieren. Fast alle Produkte des Krones Konzerns haben einen Einfluss auf den Wassereinsatz und -verbrauch unserer Kunden. Aufgrund unserer fachlichen Kompetenz und der langjährigen Erfahrung wissen wir, wo die größten Hebel zur Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Prozesstechnik-Anlagen, unserer Abfüll- und Verpackungsmaschinen sowie ganzer Getränkefabriken liegen. Ziel ist es, dieses Wissen nutzbar zu machen, um mithilfe unserer Kunden Maschinen, Anlagen, Technologien und Services einen spürbaren Impact zu generieren. Aus diesen Gründen gehört das Thema Wasser bei unseren Kunden – neben Klimaschutz Downstream – zu den am höchsten priorisierten Themen unserer Wesentlichkeitsanalyse. Die Geschäftsrelevanz ist als hoch eingestuft, die Impact-Relevanz als mittel.

2. Risiken und Chancen (GRI 303-1)

Den Einfluss der Krones Produkte auf den Wasserverbrauch bei unseren Kunden fassen wir nicht als Risiko, sondern als Chance für unser Geschäft auf. Die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt führt dazu, dass die Getränke- und Lebensmittelindustrie Wasser mehr und mehr als wertvolles Gut betrachtet – sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht. Je höher die monetären Kosten von Wasser, desto mehr sind unsere Kunden bereit, in wassersparende Produkte und Technologien zur Wasseraufbereitung zu investieren. Deshalb gehen wir davon aus, dass unsere Angebote als Enabler wasserfreundlicher Getränke- und Recycling-Fabriken eine Chance für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung darstellen.

3. Governance und Ressourcen

Das zentrale Sustainability Team führt eine Projektgruppe zu »Wasser bei Produkten«, bestehend aus Vertretern diverser Produktbereiche. Sie dient dazu, den Austausch der Wasserfachleute zu vertiefen und Kompetenzen zu bündeln. Im Rahmen dieser Projektgruppe berichtet das Sustainability Team an die Bereichsleiter und den Vorstand.

4. Strategie und Ziele

Neben bereits existierenden internen, produktbezogenen Einsparungszielen kommunizieren wir derzeit kein externes Wasserziel für unsere Produkte. Im Zuge des Review-Prozesses unserer Nachhaltigkeitsziele planen wir im Jahr 2024 die Einführung eines Wasserziels auf Produktebene.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Wasser im enviro Nachhaltigkeitsprogramm (GRI 303-1)
Neben Energieeffizienz steht Medienreduktion – und damit auch Wassereinsparung – als zweites Thema des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für unsere Maschinen und Anlagen im Fokus. Der Wasserverbrauch der nach den enviro Kriterien analysierten Produkte wird bewertet, wobei hier die Hierarchie »reduzieren, aufbereiten, wiederverwenden« gilt. Die Erfüllung der enviro Kriterien im Bereich Wasser ist Voraussetzung für das enviro Siegel.

Hydronomic Wasseraufbereitungsanlage
Zentraler Bestandteil unserer Produktlösungen für Wasser bilden die sparsamen Aufbereitungsanlagen Hydronomic. Mit diesen Lösungen können unsere Kunden das Rohwasser – das Grundelement ihres späteren Produkts – nach ihren jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen aufbereiten.

HydroCircle Komplettkonzept für Abwasser-Recycling
Auf Basis der Aufbereitungsanlage Hydronomic entwickelte Krones zusammen mit einem Kooperationspartner das Konzept HydroCircle, das es ermöglicht, Abwasser aus sämtlichen Prozessstufen einer Getränke- oder Recycling-Fabrik zu neuem Prozesswasser aufzubereiten. Durch die Berücksichtigung der gesamten Prozesskette und den Aufbau eines geschlossenen Kreislaufkonzepts lässt sich der Wasserverbrauch der betreffenden Kundenanlage um bis zu 80 Prozent senken. Dies ermöglicht dem Kunden hohe Einsparungen des bisherigen Reinigungswassers.

Wasserberatung auf Fabrikebene (GRI 303-1)
Die Energie- und Nachhaltigkeitsberatung erarbeitet nicht nur Konzepte zur optimierten Nutzung und Kreislaufführung von Energie. Ein zentraler Baustein im Beratungsportfolio bildet auch das Wassermanagement. Unsere Fachleute entwickeln für Getränke- und Recycling-Fabriken Konzepte für einen sparsamen Einsatz von Frischwasser durch das Wiederverwenden von Abwasser. Beispielsweise beraten sie unsere Kunden hinsichtlich der optimalen Abfülltemperatur. Ziel der Warmabfüllung ist es beispielsweise, Frischwasser einzusparen und den Verbrauch von Primärenergie zu reduzieren, um letztendlich auch Betriebskosten der Kundenfabrik zu senken.

Lavatec Flaschenreinigungsmaschine
Beim Ökodesign der Getränkefabrik spielt – gerade bei Mehrweganlagen – die Reinigungsmaschine für Flaschen eine große Rolle. Um den Wasser- und Spülmittelbedarf möglichst gering zu halten, werden Technik und Prozesse der Reinigungsanlage individuell für den jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt. Bei einem Kunden der Milchindustrie konnten wir zeigen: Im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell verbraucht die aktuelle Lavatec D4 deutlich weniger Wasser und Lauge.

Flexible Filling: wassersparende Umstellung
Wenn ein Getränkeproduzent auf seiner Krones Linie mehrere verschiedene Getränke abfüllt, waren beim Wechsel des abgefüllten Produkts bisher aufwändige und wasserintensive Reinigungsvorgänge notwendig. Durch die neuen Technologien im Bereich »Flexible Filling« ist es möglich, diese produktionsbedingten Stillstandszeiten und den bei der Reinigung anfallenden Wasserverbrauch zu minimieren. Dies ermöglicht dem Kunden hohe Einsparungen des bisherigen Reinigungswassers.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung von Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um die Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Kunden transparenter zu machen.

Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 403-1, 403-2, 403-5, 403-7, 403-8)

1. Einfluss und Wesentlichkeit (GRI 403-1)

Der Krones Konzern operiert global. In der Regel existieren in den Ländern, in denen das Unternehmen aktiv ist, gesetzlich fixierte Standards für Arbeit, Entlohnung und Sicherheit am Arbeitsplatz. Als Industrieunternehmen mit einem erheblichen Anteil körperlicher Arbeit an unseren Standorten sind sichere Arbeitsbedingungen ein zentraler Faktor. Viele unserer Beschäftigten in Fertigung und Montage führen auch körperlich anstrengende und mit Gefahren verbundene Tätigkeiten durch. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Thema Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsfeld sowohl hinsichtlich Impact

3. Governance und Ressourcen (GRI 403-1)

Der Bereich Human Resources sorgt im täglichen Handeln für die Einhaltung der arbeitsrechtlichen und prozessualen Vorgaben und etabliert hierfür Kontrollmaßnahmen. Der Leiter des Corporate Sustainability Teams fungiert als vom Vorstand offiziell beaufragter Human Rights Officer und übt eine Beratungs- und Kontrollfunktion aus. Das Arbeitssicherheitsmanagement der Krones AG ist in einem eigenen, von der Personalleitung geführten Bereich angesiedelt und umfasst sowohl den medizinischen Dienst als auch das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Geschäftsbetrieb

Lieferkette
Als Industrieunternehmen mit einem erheblichen Anteil körperlicher Arbeit an unseren Standorten sind sichere Arbeitsbedingungen ein zentraler Faktor. Viele unserer Beschäftigten in Fertigung und Montage führen auch körperlich anstrengende und mit Gefahren verbundene Tätigkeiten durch. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Thema Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb sowohl hinsichtlich Impact# Nichtfinanzielle Erklärung

2. Risiken und Chancen (GRI 403-2)

An den internationalen Standorten ist es häufig als auch bezüglich Geschäfsrelevanz mit mittlerer Relevanz bewertet. in einer Zentralfunktion bei Health, Safety and Environment verankert. Darü-
ber hinaus wird das Thema Arbeits- und Menschenrechte durch die Sustainabi-
lity-Koordinatoren sowie durch das internationale Human-Resources-Netzwerk in den weltweiten Standorten platziert. Human Rights Officer und leitende
Die Anfälligkeit unserer Geschäfstätigkeit für etwaige Menschenrechtsver-
Sicherheitsfachkraf berichten anlassbezogen, mindestens aber einmal im Jahr stöße prüfen wir derzeit auf drei Weisen: Den ersten Pfeiler bildet die Com-
(Human Rights Officer) beziehungsweise im Quartal (Sicherheitsfachkraf), an
plianc-Risikoanalyse, bei der gezielt Fragen zu Menschen- und Arbeitsrechten
Endkonsumenten den Vorstand.
gestellt werden. Neben den Compliance-Risikoanalysen wird eine Risikoanalyse zu Arbeitsstandards und Menschenrechten im eigenen Geschäfsbetrieb durch
4. Strategie und Ziele
einen externen Dienstleister durchgeführt. Im Fokusbereich Arbeitssicherheit erfolgen als dritter Pfeiler Arbeitsstättenbegehungen sowie Gefährdungsbeur-
teilungen. Die jeweils weitgehend eigenverantwortlich agierenden Standorte
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel
und Fachabteilungen leiten daraus direkt ihre Risikobewertung und Handlungs-
für die Achtung der Menschenrechte definiert:
bedarfe bezüglich des Arbeitsschutzes ab. Zentrale konzernweite Prozesse der
Gefährdungsbeurteilung wurden bisher bewusst nicht definiert, um möglichst
flexibel auf lokale Gegebenheiten reagieren zu können. Die Ergebnisse der men-
schen- und arbeitsrechtlichen sowie arbeitssicherheitsbezogenen Analysen fin-
den ebenso wie die dezentralen Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitssicher-
heit in kondensierter Form Eingang in die Konzernrisikoanalyse des Enterprise
Risk Management.

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzun-
gen und forcieren eine flächendeckende Auflärung durch effektives Human
Rights Management – bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnah-
men, Abhilfe und Berichterstattung.

Speziell für Arbeitssicherheit haben wir zwei Zielgrößen festgelegt, mit der wir
die Performance unseres Arbeitssicherheitsmanagements konzernweit messen:

Wir reduzieren sowohl die Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage nach unserer
Arbeitsunfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden im Krones Konzern
um 30 Prozent bis 2030, verglichen mit dem Basisjahr 2020.

  1. Richtlinien und Maßnahmen

Das Thema Achtung der Menschenrechte bildet ein zentrales Kapitel im
Verhaltenskodex des Krones Konzerns. Das Dokument erfüllt sowohl einen
deskriptiven als auch einen normativen Zweck: Anhand von Beispielen wird
deutlich, was unter einem Menschenrechtsverstoß zu verstehen ist. Gleichzeitig
verpflichtet der Code of Conduct alle Konzern-Beschäfigten dazu, die Men-
schenrechte zu achten und etwaige Verletzungen zu melden. Der Kodex stellt
ein verbindliches, konzernweit gültiges Dokument dar, dessen Nichtbeachtung
je nach Art und Schwere des Verstoßes zu Sanktionen führen kann.

www.krones.com/
media/down- loads/Krones_
VerhKodex_de.pdf

Human Rights Statement und Konzernrichtlinie (GRI 403-2)

www.krones.com/
media/downloads/
human_rights_
statement_de.pdf

Neben dem übergreifenden Verhaltenskodex beschreibt unser Human Rights
Statement unsere Menschenrechtsstrategie und die damit verbundenen Grund-
sätze und Prozesse zur Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten im
Konzern. Das Human Rights Statement von Krones betont die Selbstverpflich-
tung des Unternehmens, die Menschenrechte aller Stakeholder entlang der ge-
samten Wertschöpfungskette zu achten. Zur Fixierung der darin definierten
Grundsätze in den täglichen Betriebs- und Arbeitsprozessen dient die Richtlinie
»Menschenrechte und Arbeitsstandards«, die bereits seit dem Jahr 2020 exis-
tiert und intern kommuniziert ist. Sie definiert ein Basis-Set an Regeln, die in
jeder Niederlassung des Krones Konzerns Gültigkeit besitzen, sofern rechtliche
Bestimmungen nicht noch darüber hinausgehen. Beide Dokumente wurden
vom Vorstand der Krones AG verabschiedet, vom Betriebsrat für die Krones AG
gebilligt, gelten konzernweit und sind intern kommuniziert. Darüber hinaus veröffentlichen wir jährlich ein Statement zum UK Modern Slavery Act auf
unserer Website.

Repräsentation und Partizipation

Alle Beschäfigten in der Krones AG sind durch die Betriebsräte an den Krones
Standorten vertreten, die gemeinsam einen Gesamtbetriebsrat bilden. Darüber hinaus existiert für die Krones AG sowie die Tochterunternehmen Evoguard
und Steinecker ein Konzernbetriebsrat. Alle vorgenannten Unternehmen haben
den Manteltarifvertrag der bayerischen Metall- und Elektroindustrie anerkannt.
Die Betriebsräte der Tochterunternehmen Gernep, HST, Dekron, MHT sowie
Milkron sind formal eigenständig, stehen jedoch im Austausch mit dem Kon-
zernbetriebsrat. Über Deutschland hinaus gestalten die Beschäfigten der inter-
nationalen Standorte ihre Interessenvertretung formal und rechtlich jeweils
individuell. Innerhalb des globalen Krones Netzwerks pflegen die Vertreter des
Konzernbetriebsrats Kontakte zu den Geschäfsführern, Werkleitern und den je
mals vor Ort zuständigen Gewerkschafen der großen internationalen Produktions-
standorte. In der Praxis wenden sich auch Beschäfigte von Standorten und
Tochterunternehmen in Einzelfällen an den Konzernbetriebsrat, welcher sich
dann um die Lösung von Konflikten und Fragen bemüht.

Bewerbung und Rekrutierung

Im Krones Konzern arbeiten keine Personen, die jünger als 15 Jahre sind.
Die Mitarbeitenden, die unter 18 Jahre alt sind, absolvieren ihre technische,
kaufmännische oder eine sonstige Ausbildung im Unternehmen. Unsere inter-
nen Regelungen und Vorgaben sehen vor, dass die Auszubildenden keinen
Produktionsprozessen mit hohem Gefährdungspotenzial ausgesetzt sind. Die
Kosten für die Rekrutierung aller Beschäfigten im Krones Konzern trägt das
Unternehmen.

Faire Vergütung

Konzernweit gelten mindestens die vor Ort gültigen, gesetzlich geforderten
Vergütungsstandards. Für eine attraktive, marktgerechte Entlohnung werden
regelmäßig Markt-Benchmarks durchgeführt. Die tariflichen Beschäfigten der
Krones AG sind vom Manteltarifvertrag der Gewerkschaf IG Metall abgedeckt.
Auskünfe zu Prozessen der Entlohnung, Einstufung und Auszahlung sind in der
Krones AG entweder über das Intranet abrufar oder können über die Personal-
abteilung zur Verfügung gestellt werden. Überstunden werden im tariflichen
Bereich entweder durch zusätzliche Freinahme über ein Arbeitszeitkonto oder
durch monetären Ausgleich kompensiert. Für die Arbeit an Sonn- und Feierta-
gen gelten gesonderte Regelungen zur Mehrarbeitsvergütung. Für außertarifli-
che Beschäfigte ohne Arbeitszeitkonto gibt es Möglichkeiten, gesonderte Frei-
nahmem zu beantragen.

Erfolgsbeteiligung

Die Erfolgsbeteiligung von Beschäfigen an der Unternehmens-Performance ist
in den Tochterunternehmen dezentral geregelt. In der Krones AG erhalten alle
Beschäfigten eine mitarbeitergruppenspezifisch gestaltete Erfolgsbeteiligung,
welche an die Erreichung der Unternehmensziele gekoppelt ist. Darüber hinaus
können besondere Leistungen oder Erfolge bei außertariflichen Beschäfigten
mit sogenannten »Spot-Boni« incentiviert werden.

Arbeitszeit und Arbeitsort

Die wesentlichen Grundsätze der Arbeitszeitgestaltung sind konzernweit ein-
heitlich in einer globalen Leitlinie sowie in der Richtlinie zu Menschenrechten
und Arbeitsstandards definiert. Über diese konzernweiten Basisregeln hinaus
werden Arbeitszeit und -ort standortspezifisch flexibel gestaltet.

Schutzvorkehrungen und -ausrüstung (GRI 403-2, 403-7)

Alle Mitarbeitenden im Krones Konzern, die in sicherheitsrelevanten Bereichen
tätig sind, werden vom Unternehmen mit Schutzausrüstung versorgt. Dazu zäh-
len Maßnahmen und persönliches Equipment gegen Lärm sowie präventive
Verfahrensanweisungen für den Umgang mit Chemikalien und gefährlichen
Substanzen. Für bestimmte Personengruppen ist ein Gesundheitscheck im Vor-
feld gewisser, mit Gefahrenpotenzial verbundener Tätigkeiten vorgeschrieben.
Im Zuge regulärer Arbeitsstättenbegehungen und interner Prüfungen der zu-
ständigen Arbeitssicherheitsfachkräfe wird die Einhaltung der festgelegten
Standards für Schutzvorkehrungen und -ausrüstung kontrolliert.

Trainings und Vorgaben (GRI 403-2, 403-5)

Aspekte zu menschen- und arbeitsrechtlichen Themen sind Bestandteil diverser
interner Schulungen und E-Learnings im Krones Konzern. Das konzernweit ver-
pflichtende E-Learning »Compliance Basics« enthält Fragen zu fairen Arbeits-
bedingungen, das Training »Menschenrechte bei Krones« behandelt ausschließ-
lich Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt und muss von Beschäfigten mit
regelmäßigem Drittkontakt bearbeitet werden. Die Beschäfigten erhalten regel-
mäßig Trainings zu Arbeitssicherheitsrisiken sowie sicherem Verhalten am
Arbeitsplatz. Bei der Krones AG enthält die jährlich stattfindende Basisunter-
weisung detaillierte Informationen und Vorgaben zu Arbeitsschutzthemen. An
den anderen Standorten im Konzern finden die Trainings anlass- und risiko-
gruppenspezifisch statt. Neben eigenen Beschäfigten trainiert Krones auch Per-
sonen mit Zeitarbeitsverträgen zu Arbeitssicherheitsaspekten. Auch Dienstleis-
ter und Werkvertragspartner erhalten entsprechende Sicherheitsanweisungen.

Meldewege und Feedback (GRI 403-2)

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1 | AN UNSERE AKTIONäRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLäRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN
DER KRONES AG UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG
Nichtfinanzielle Erklärung 2 | 113# In den Standorten der Krones AG gilt eine Orientierungsgröße für mobile Arbeit von derzeit 50 Prozent. Jeder Beschäftigte erhält zudem jährlichen Urlaub gemäß gesetzlichen sowie gegebenenfalls tariflichen Grundlagen des jeweiligen Landes.

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Über das Internetportal Krones Integrity – erreichbar über die Corporate Website – können Beschäftigte, Geschäftspartner sowie Dritte auf Verstöße gegen Menschen- oder Arbeitsrechte hinweisen – wahlweise anonym oder unter Nennung des eigenen Namens. Dafür existiert eine separate Meldekategorie. Beschäftigte können sich auch per Mail sowie telefonisch an das Corporate Sustainability Team oder an den Human Rights Officer des Krones Konzerns wenden, wo ihre Anfragen diskret behandelt und einer Lösung zugeführt werden. Die vorhandenen Meldewege sind intern kommuniziert und barrierefrei erreichbar. Darüber hinaus fungieren der Konzernbetriebsrat sowie die in der jeweiligen Niederlassung gewählten oder beauftragten Mitarbeitervertreter als Ansprechpartner für die Beschäftigten im Falle von arbeitsbezogenen Beschwerden.

Audits, Zertifizierungen und interne Revision (GRI 403-1, 403-8)

Im Zuge der konzernweit regelmäßig stattfindenden Audits überprüft die interne Revision die Administration und Prozesse der Entgeltauszahlung auf Fehler oder Regelabweichungen. Um unser Arbeitssicherheitsmanagement schrittweise auf konzernweite Grundlagen zu stellen, streben wir die Zertifizierung aller Produktionsstandorte nach ISO 45001 an. Die gesamte Krones AG wurde im Geschäftsjahr 2023 zertifiziert. Darüber hinaus sind 8 weitere Standorte des Krones Konzerns bereits nach ISO 45001 zertifiziert.

Vorgehen bei internen Verstößen (GRI 403-2)

Im Zuge kritischer Fälle hinsichtlich Menschenrechte oder Arbeitsstandards, wie beispielsweise Verstöße gegen die Werte des Krones Verhaltenskodex, werden vom Human Rights Officer formalisierte Stellungnahmen erstellt. So lassen sich kritische Erkenntnisse besser dokumentieren und nachvollziehen. Im Falle von sozialen Missständen in der eigenen Belegschaft arbeiten Compliance-, Nachhaltigkeits- und Personalabteilung eng zusammen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern – Arbeitsunfälle je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Basisjahr 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030
15
12,33 10,07 10,28 9,66 9,93

Grundlage der Kennzahlenermittlung bilden tarifliche und außertarifliche Beschäftigte, Auszubildende, Trainees, Studierende in Praktikum oder Werkstudium der Krones AG, exklusive Personen mit Leih- oder Werkverträgen. Die Kennzahl enthält ausschließlich die Anzahl der Arbeitsunfälle (ohne Wegeunfälle) im aktuellen Kalenderjahr.

Krones Konzern – Ausfallzeit nach Arbeitsunfall je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Basisjahr 2020 2021 2022 2023 Zieljahr 2030
301,58 300 254,11 218,91 211,79

Grundlage der Kennzahlenermittlung bilden tarifliche und außertarifliche Beschäftigte, Auszubildende, Trainees, Studierende in Praktikum oder Werkstudium der Krones AG, exklusive Personen mit Leih- oder Werkverträgen. Die Berechnung der Ausfallzeit von 01.01.2023 bis 31.12.2023 erfolgt ab dem ersten Folgeausfalltag und wird dem Unfallereignis zugeordnet. Berücksichtigt wird bei den Abwesenheitstagen jeder ganze Kalendertag (inkl. Feiertage und Wochenenden, soweit diese in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeschlossen sind). In die Kennzahl fließen außerdem die im aktuellen Kalenderjahr entstandenen Folgeausfallzeiten aufgrund früherer Arbeitsunfälle ein.

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Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette (GRI 414-1, 414-2)

  1. Einfluss und Wesentlichkeit
    Im Zuge der Globalisierung der Märkte erhöht auch der Krones Konzern kontinuierlich seinen Global Footprint durch das regionale Sourcing von Materialien, Komponenten und Dienstleistungen. Neben strategischen Vorteilen wie Kosteneffizienz, Kundennähe und der stärkeren Nutzung der Kompetenzen unserer internationalen Beschäftigten ergeben sich auch nachhaltigkeitsrelevante Einflüsse: Die Verlagerung von Lieferketten in die Regionen führt zu neuen Risiken – vor allem in Ländern mit geringeren gesetzlichen Standards. Schon vor dem Beschluss zur Einführung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) hat der Krones Konzern seine internen Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfalt in der Lieferkette deshalb deutlich ausgebaut. Einfluss und Geschäftsrelevanz des Themas wurden in der Materialitätsanalyse als mittel bewertet. Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management – bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.

  2. Risiken und Chancen (GRI 414-1, 414-2)
    Um mehr Transparenz hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Risiken in unserer globalen Lieferkette zu erhalten, haben wir eine datenbankgestützte Risikoanalyse mit Fokus auf Arbeits- und Menschenrechte durchgeführt. Mithilfe eines externen Dienstleisters wird dabei der Lieferantenstamm des Krones Konzerns auf Grundlage des Einkaufsvolumens, des Herkunfts- beziehungsweise Produktionslands sowie der gelieferten Produkte und Dienstleistungen datenbankspezifisch im Rahmen der abstrakten Risikoanalyse bewertet. Lieferanten mit einem hohen abstrakten Risiko werden im folgenden Schritt mittels eines Fragebogens konkret bewertet. Das Ergebnis hilft uns dabei, mögliche Risiko-Hotspots hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen in der vorgelagerten Lieferkette zu identifizieren. Die neue Risikoanalyse bildet damit das Fundament für weitere Schritte wie Audits oder Entwicklungsgespräche.

  3. Governance und Ressourcen
    Im Bereich Corporate Procurement, der direkt an den COO berichtet, laufen die Fäden des Beschaffungsmanagements zusammen. Zur Koordination des Human Rights Managements in der Lieferkette dient das Supply Chain Governance Board aus Einkauf, Lieferantenmanagement, Corporate Governance und Sustainability Team.

  4. Strategie und Ziele
    Das im Kapitel »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb« formulierte Ziel zur menschenrechtlichen Sorgfalt gilt analog für die gesamte Wertschöpfungskette:
    Bis 2030 bewerten wir 100 Prozent derjenigen Lieferanten, auf die ein Einkaufsvolumen von über 1.000.000 Euro entfällt, nach Nachhaltigkeitskriterien.

  5. Richtlinien und Maßnahmen
    Kapitel »Achtung der Menschenrechte« im Lieferantenkodex
    Im konzernweiten Lieferantenkodex definiert das Kapitel »Achtung der Menschenrechte« die Anforderungen an unsere Zulieferer: In den sieben Unterkategorien »Verbot von Zwangsarbeit«, »Verbot von Kinderarbeit«, »Nichtdiskriminierung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen«, »Geregelte Arbeitsverhältnisse«, »Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit«, »Gesundheit und Sicherheit« sowie »Umweltbezogene Menschenrechte« werden die Erwartungen bezüglich menschenrechtlicher Sorgfalt transparent kommuniziert. Neben den inhaltlichen Pflichten adressiert der Lieferantenkodex auch mögliche Sanktionen, Vertragsstrafen, Auditrechte sowie Meldewege bei Verstößen. Der Lieferantenkodex muss als Bedingung vor Beginn einer Geschäftsbeziehung von allen Lieferanten aktiv bestätigt werden. Auch bei Lieferanten, mit welchen bereits eine Geschäftsbeziehung besteht, erfolgt schrittweise der Roll-out des Lieferantenkodex.

    Selbstauskunftsbogen mit Menschenrechts- und Compliance-Fragen (GRI 414-1)
    Beim Onboarding eines neuen Lieferanten erhält dieser vom Einkauf je nach Warengruppe standardisierte Fragebögen zur Lieferantenqualifizierung. Der Basis-Fragebogen, an dem sich die spezialisierten Versionen der jeweiligen Lieferantengruppen orientieren, enthält gezielt Fragen zu Menschenrechten und Compliance. Die Nachverfolgung der Einzelfragebögen erfolgt durch den Einkauf, die inhaltliche Bewertung des ausgefüllten Fragebogens zu Qualitätsthemen durch das Lieferantenmanagement. Die Bewertung der Antworten und Nachweisdokumente für Menschenrechte und Compliance obliegt dem Sustainability Team.

    Sozialaudits bei Risikolieferanten (GRI 414-2)
    Speziell für Beschäftigte mit regelmäßigem Drittkontakt gibt es das Training »Menschenrechte bei Krones«. Eine der Fokusgruppen bildet dabei der Einkauf. Ziel ist es, intern Wissen darüber aufzubauen, was menschenrechtliche Sorgfalt für Lieferanten bedeutet. Den Einkäufern werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie sie diese Kenntnisse bei der Lieferantenauswahl, der Vertraggestaltung sowie im laufenden Geschäft umsetzen können.

Bei festgestellten Verstößen werden der Lieferant durch das zuständige Supply Chain Governance Board einzelfallspezifisch über weitere Schritte, wobei es im Ernstfall zur direkten Sperrung des Lieferanten kommen kann. Die Information über die weitere Verfahrensweise wird an die jeweils im Einkauf zuständige Fachkraft oder die regionale Compliance-Ansprechperson kommuniziert.

www.krones.com/media/downloads/krones-lieferantenkodex_de.pdf

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Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette (GRI 414-1, 414-2)

Seit mehreren Jahren werden Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt bei Lieferanten durch sogenannte Sozialaudits geprüft. Die Audits werden in digitaler Form vom Sustainability Team durchgeführt.# Die Auswahl der auditierten in Bezug auf das unternehmerische Handeln bedeutet.

In mehreren Modulen Lieferanten orientiert sich an der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Die Fragen im Audit reichen thematisch von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über werden menschen- und arbeitsrechtliche Themen angesprochen, fiktive Fälle die Erfassung von Arbeitszeiten bis hin zu elementaren Arbeitssicherheitspro- bewertet und Lösungsvorschläge dargestellt. zessen und Themen der Beschäfigtenvertretung. Im Falle von Findings werden Due-Diligence-Prüfungen zu Menschenrechtsverstößen (GRI 414-1) Maßnahmen identifiziert und den Lieferanten auch Lösungsvorschläge auf den Um etwaige Menschenrechtsverstöße in der vorgelagerten Lieferkette zu iden- Weg gegeben. Ausgehend von Schwere und Art des Findings folgen Prozesse des tifizieren, werden unter anderem regelmäßige Due Diligence Checks durch das Entwickelns, Kommunizierens oder – in letzter Konsequenz – des sofortigen Compliance Team durchgeführt. Das verwendete Tool bezieht dabei öffentlich Sperrens des Lieferanten. Neben den Sozialaudits wurden auch die klassischen zugängliche Quellen aller Art mit ein. Im Fall von Due-Diligence-Findings zu Produkt-, Prozess- und Systemaudits bei Lieferanten um Fragen zur menschen- menschen- und arbeitsrechtlichen Verstößen, Gerichtsverfahren oder Sanktio- rechtlichen Sorgfalt ergänzt.

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2 | 117 Meldewege für menschenrechtliche Verstöße

Im Falle eines Verstoßes gegen Menschenrechte oder faire Arbeitsbedingungen können sich sämtliche Beschäfigte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Krones Konzerns über diverse Meldewege Gehör verschaffen. Neben direkter Kontaktaufnahme des Corporate Sustainability Teams oder der jeweiligen Mitarbeitervertretung vor Ort dient vor allem das Hinweisgebersystem Krones Integrity als Anlaufpunkt. Das System ist über die Krones Homepage öffentlich zugänglich und ermöglicht eine anonyme Meldung von Beschwerden im Zu- sammenhang mit dem Unternehmen. Wie bereits beschrieben, existiert eine ei- gene Meldekategorie »Menschenrechte« mit entsprechender Beschreibung der darunterfallenden Themen. Menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße lassen sich so von vornherein eindeutig kennzeichnen. Die Überprüfung und Verfol- gung der gemeldeten Missstände erfolgen durch das Corporate Sustainability Team des Krones Konzerns.

Abhilfemaßnahmen in kritischen Fällen

Im Falle sämtlicher »Non-Compliances« – egal ob beispielsweise bei Nicht- Bestätigung des Lieferantenkodex, bei kritischen Due-Diligence-Findings oder bei negativen Sozialaudit-Ergebnissen – agiert das Supply Chain Governance Board als Entscheidungsinstanz. Ausgehend von der Schwere, Häufigkeit und Art des Verstoßes folgen Prozesse des Entwickelns, Kommunizierens oder – in letzter Konsequenz – des sofortigen Sperrens des Lieferanten. Bei eindeutigen Menschenrechtsverstößen kann die Sperrung des Lieferanten vorsichtshalber auch direkt durch den Einkauf geschehen – wobei das Supply Chain Governance Board im Nachgang eingebunden werden muss.

Brancheninitiativen und Kooperationen

Ein weiterer Bestandteil des Vorgehens ist es, sich in Form einer Kooperation mit anderen Unternehmen zusammenzuschließen. In einem Arbeitskreis des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), in dem sich Krones mit anderen Unternehmen über das Thema Menschenrechte austauscht, wird ein Erfahrungsaustausch betrieben und daran gearbeitet, Lösungen zu entwi- ckeln. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Herausforderungen gemeinsam angehen und größere Effekte in der vorgelagerten Lieferkette erzielen. Die Kooperation innerhalb des Branchenverbands ABMI (Association of the Beverage Machinery Industry) treiben wir aktiv voran, indem wir uns zu einer gemein- samen Brancheninitiative für nachhaltige Lieferketten zusammengeschlossen haben.

6. Leistungskennzahlen

Krones AG – Anzahl der System-, Produkt- und Sozialaudits bei Lieferanten

2020 2021 2022 2023
Systemaudits 4 3 10 10
Produktaudits 13 12 23 24
Sozialaudits 10 10 25 28

UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Wohlbefinden der Beschäftigten im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Beschäfigten im Krones Konzern planen, fertigen, montieren, verkaufen und betreuen technisch komplexe und technologisch anspruchsvolle Maschi- nen und Anlagen. Für diese Tätigkeit benötigt es gut ausgebildete Fachkräfe mit tiefem fachspezifischem Wissen. Der Krones Konzern muss daher ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld gewährleisten, um unsere Beschäfigten langfristig ans Unternehmen zu binden. Die Arbeitsbedingungen, die wir bieten, haben Einfluss auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden, welches sich wiederum stark auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation im täglichen Arbeitsleben auswirkt. In der Wesentlichkeitsanalyse resultierte daraus eine hohe Geschäfsrelevanz, die Impact-Bewertung wurde durch die Stakeholder als mittel evaluiert.

2. Risiken und Chancen

Risiken und Chancen zu Themen der Zufriedenheit und des Wohlergehens der Beschäfigten werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gema- nagt. Im Enterprise Risk Management ist die Konzernpersonalleitung als Risk Owner für Personalthemen definiert.

3. Governance und Ressourcen

Die Konzernpersonalleitung gibt konzernweit die Richtung der übergreifenden Personalpolitik vor. Die internationalen Standorte und Tochterunternehmen genießen einen strategischen und organisatorischen Freiraum, um ihr Perso- nalmanagement gemäß den lokalen Anforderungen und Rahmenbedingungen zu gestalten. Ein quartalsweise zusammentreffendes globales HR-Netzwerk the- matisiert regionenübergreifende Fragestellungen und diskutiert die weitere Ausrichtung der konzernweiten Personalstrategie. Die Berichterstattung an den CFO erfolgt durch die Konzernpersonalleitung in wöchentlichen Regelmeetings und regelmäßig auch im Gesamtvorstand.

4. Strategie und Ziele

Für das Thema Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Beschäfigten haben wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 folgende Zielformulierung festgelegt:

Wir wollen unsere Beschäftigten zu bestmöglichen Leistungen motivieren. Dazu schaffen wir ein attraktives Arbeitsumfeld, dessen Rahmenbedingun- gen wir kontinuierlich verbessern. Im Fokus stehen Arbeitszeit, Arbeitsort sowie eine gesundheitsbewusste Förderung der persönlichen Leistungsfä- higkeit. Wir ermöglichen es den Menschen bei Krones, das eigene Potenzial zu nutzen und ihre Leistung weiterzuentwickeln – innerhalb der aktuellen Aufgabe und mit Blick auf zukünftige Verantwortlichkeiten. Ziel ist eigen- verantwortliches, lösungsorientiertes Handeln, das auf den Unternehmens- erfolg genauso einzahlt wie auf die persönliche Entwicklung.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Kommunikation und Transparenz (GRI 402-1)

Der Krones Konzern pflegt eine offene und regelmäßige Kommunikation mit der Belegschaf. Über diverse Kanäle – Unternehmenszeitung, Aushänge am schwarzen Brett beziehungsweise an digitalen Infoboards, Intranet, internes Soziales Netzwerk – können Mitarbeitende die für sie relevanten Informationen abrufen. In regelmäßigen Abständen gibt der Vorstand transparent Auskunf zu aktuellen Entwicklungen und die Lage des Unternehmens – häufig in kurzen Videos, die über das Intranet abrufar sind.

Mitarbeitergespräche (GRI 404-3)

Im Rahmen des Krones Mitarbeitergesprächs finden regelmäßige Performance Reviews statt. Das Mitarbeitergespräch ist ein jährlich stattfindender Dialog zwi- schen direkter Führungskraf und festangestellten Mitarbeitenden der Krones AG, der Raum für Austausch zu Zielen und Erwartungen sowie für strukturier- tes Feedback schaf. Die Basis des Mitarbeitergesprächs bilden die zehn Verhal- tensweisen, die im Krones Zielbild definiert sind.

Qualifizierung und Weiterbildung (GRI 404-2)

Aufgrund der hohen Anforderungen, die das Unternehmen an seine Fachkräfe stellt, nehmen bedarfsgerechte Qualifizierungsprogramme einen hohen Stel- lenwert ein – über das gesamte Berufsleben hinweg. Zentraler Anlaufpunkt für alle Weiterbildungen ist das Trainingsportal, auf das konzernweit ein Großteil der Beschäfigten zugreifen kann. Dort können berufliche Trainings in den vier Kategorien »Fachkompetenzen«, »Service Trainings«, »Sof Skills & Methoden« sowie »Sprachkompetenzen« über einen festgelegten Genehmigungsprozess von allen Beschäfigten beantragt und gebucht werden.

Führungskräfe verpflichtend, welches im Jahr 2023 überarbeitet und auf die Kernelemente des Krones Zielbilds ausgerichtet wurde. Darüber hinaus gibt es für erfahrene Führungskräfe eine Vielzahl an neuen Kursen zu unterschiedli- chen Themen rund um Führung, darunter das Schulungsprogramm »Gesund und nachhaltig führen«. Des Weiteren können Führungskräfe verschiedenste Formate in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein persönliches Coaching oder auch Maßnahmen zur Teamentwicklung.

Neue Arbeitswelten

Als Technologieunternehmen mit dem Anspruch auf Innovationsführerschaf setzen wir uns zudem intensiv mit den verschiedenen Konzepten auseinander, die unter dem Schlagwort »New Work« zusammengefasst werden können. Mobiles Arbeiten, Shared-Desk-Modelle und offene Bürogestaltung sind nur drei Beispiele für Maßnahmen in diesem Bereich, welche sich bei Krones langfristig etabliert haben.

Teambuilding und Betriebssport (GRI 403-6)

Die Auswahl der auditierten in Bezug auf das unternehmerische Handeln bedeutet. In mehreren Modulen Lieferanten orientiert sich an der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Die Fra- gen im Audit reichen thematisch von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über werden menschen- und arbeitsrechtliche Themen angesprochen, fiktive Fälle die Erfassung von Arbeitszeiten bis hin zu elementaren Arbeitssicherheitspro- bewertet und Lösungsvorschläge dargestellt. zessen und Themen der Beschäfigtenvertretung. Im Falle von Findings werden Due-Diligence-Prüfungen zu Menschenrechtsverstößen (GRI 414-1) Maßnahmen identifiziert und den Lieferanten auch Lösungsvorschläge auf den Um etwaige Menschenrechtsverstöße in der vorgelagerten Lieferkette zu iden- Weg gegeben. Ausgehend von Schwere und Art des Findings folgen Prozesse des tifizieren, werden unter anderem regelmäßige Due Diligence Checks durch das Entwickelns, Kommunizierens oder – in letzter Konsequenz – des sofortigen Compliance Team durchgeführt. Das verwendete Tool bezieht dabei öffentlich Sperrens des Lieferanten. Neben den Sozialaudits wurden auch die klassischen zugängliche Quellen aller Art mit ein. Im Fall von Due-Diligence-Findings zu Produkt-, Prozess- und Systemaudits bei Lieferanten um Fragen zur menschen- menschen- und arbeitsrechtlichen Verstößen, Gerichtsverfahren oder Sanktio- rechtlichen Sorgfalt ergänzt.

2 | 118 (GRI 401-1, 402-1, 404-2, 404-3, 403-3, 403-4, 403-6)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Beschäfigten im Krones Konzern planen, fertigen, montieren, verkaufen und betreuen technisch komplexe und technologisch anspruchsvolle Maschi- nen und Anlagen. Für diese Tätigkeit benötigt es gut ausgebildete Fachkräfe mit tiefem fachspezifischem Wissen. Der Krones Konzern muss daher ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld gewährleisten, um unsere Beschäfigten langfristig ans Unternehmen zu binden. Die Arbeitsbedingungen, die wir bieten, haben Einfluss auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden, welches sich wiederum stark auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation im täglichen Arbeitsleben auswirkt. In der Wesentlichkeitsanalyse resultierte daraus eine hohe Geschäfsrelevanz, die Impact-Bewertung wurde durch die Stakeholder als mittel evaluiert.

2. Risiken und Chancen

Risiken und Chancen zu Themen der Zufriedenheit und des Wohlergehens der Beschäfigten werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gema- nagt. Im Enterprise Risk Management ist die Konzernpersonalleitung als Risk Owner für Personalthemen definiert.

3. Governance und Ressourcen

Die Konzernpersonalleitung gibt konzernweit die Richtung der übergreifenden Personalpolitik vor. Die internationalen Standorte und Tochterunternehmen genießen einen strategischen und organisatorischen Freiraum, um ihr Perso- nalmanagement gemäß den lokalen Anforderungen und Rahmenbedingungen zu gestalten. Ein quartalsweise zusammentreffendes globales HR-Netzwerk the- matisiert regionenübergreifende Fragestellungen und diskutiert die weitere Ausrichtung der konzernweiten Personalstrategie. Die Berichterstattung an den CFO erfolgt durch die Konzernpersonalleitung in wöchentlichen Regelmeetings und regelmäßig auch im Gesamtvorstand.

Für das Thema Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Beschäfigten haben wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 folgende Zielformulierung festgelegt:

Wir wollen unsere Beschäftigten zu bestmöglichen Leistungen motivieren. Dazu schaffen wir ein attraktives Arbeitsumfeld, dessen Rahmenbedingun- gen wir kontinuierlich verbessern. Im Fokus stehen Arbeitszeit, Arbeitsort sowie eine gesundheitsbewusste Förderung der persönlichen Leistungsfä- higkeit. Wir ermöglichen es den Menschen bei Krones, das eigene Potenzial zu nutzen und ihre Leistung weiterzuentwickeln – innerhalb der aktuellen Aufgabe und mit Blick auf zukünftige Verantwortlichkeiten. Ziel ist eigen- verantwortliches, lösungsorientiertes Handeln, das auf den Unternehmens- erfolg genauso einzahlt wie auf die persönliche Entwicklung.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Kommunikation und Transparenz (GRI 402-1)

Der Krones Konzern pflegt eine offene und regelmäßige Kommunikation mit der Belegschaf. Über diverse Kanäle – Unternehmenszeitung, Aushänge am schwarzen Brett beziehungsweise an digitalen Infoboards, Intranet, internes Soziales Netzwerk – können Mitarbeitende die für sie relevanten Informationen abrufen. In regelmäßigen Abständen gibt der Vorstand transparent Auskunf zu aktuellen Entwicklungen und die Lage des Unternehmens – häufig in kurzen Videos, die über das Intranet abrufar sind.

Mitarbeitergespräche (GRI 404-3)

Im Rahmen des Krones Mitarbeitergesprächs finden regelmäßige Performance Reviews statt. Das Mitarbeitergespräch ist ein jährlich stattfindender Dialog zwi- schen direkter Führungskraf und festangestellten Mitarbeitenden der Krones AG, der Raum für Austausch zu Zielen und Erwartungen sowie für strukturier- tes Feedback schaf. Die Basis des Mitarbeitergesprächs bilden die zehn Verhal- tensweisen, die im Krones Zielbild definiert sind.

Qualifizierung und Weiterbildung (GRI 404-2)

Aufgrund der hohen Anforderungen, die das Unternehmen an seine Fachkräfe stellt, nehmen bedarfsgerechte Qualifizierungsprogramme einen hohen Stel- lenwert ein – über das gesamte Berufsleben hinweg. Zentraler Anlaufpunkt für alle Weiterbildungen ist das Trainingsportal, auf das konzernweit ein Großteil der Beschäfigten zugreifen kann. Dort können berufliche Trainings in den vier Kategorien »Fachkompetenzen«, »Service Trainings«, »Sof Skills & Methoden« sowie »Sprachkompetenzen« über einen festgelegten Genehmigungsprozess von allen Beschäfigten beantragt und gebucht werden.

Führungskräfe verpflichtend, welches im Jahr 2023 überarbeitet und auf die Kernelemente des Krones Zielbilds ausgerichtet wurde. Darüber hinaus gibt es für erfahrene Führungskräfe eine Vielzahl an neuen Kursen zu unterschiedli- chen Themen rund um Führung, darunter das Schulungsprogramm »Gesund und nachhaltig führen«. Des Weiteren können Führungskräfe verschiedenste Formate in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein persönliches Coaching oder auch Maßnahmen zur Teamentwicklung.

Neue Arbeitswelten

Als Technologieunternehmen mit dem Anspruch auf Innovationsführerschaf setzen wir uns zudem intensiv mit den verschiedenen Konzepten auseinander, die unter dem Schlagwort »New Work« zusammengefasst werden können. Mobiles Arbeiten, Shared-Desk-Modelle und offene Bürogestaltung sind nur drei Beispiele für Maßnahmen in diesem Bereich, welche sich bei Krones langfristig etabliert haben.

Teambuilding und Betriebssport (GRI 403-6)

Die Auswahl der auditierten in Bezug auf das unternehmerische Handeln bedeutet. In mehreren Modulen Lieferanten orientiert sich an der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Die Fra- gen im Audit reichen thematisch von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über werden menschen- und arbeitsrechtliche Themen angesprochen, fiktive Fälle die Erfassung von Arbeitszeiten bis hin zu elementaren Arbeitssicherheitspro- bewertet und Lösungsvorschläge dargestellt. zessen und Themen der Beschäfigtenvertretung. Im Falle von Findings werden Due-Diligence-Prüfungen zu Menschenrechtsverstößen (GRI 414-1) Maßnahmen identifiziert und den Lieferanten auch Lösungsvorschläge auf den Um etwaige Menschenrechtsverstöße in der vorgelagerten Lieferkette zu iden- Weg gegeben. Ausgehend von Schwere und Art des Findings folgen Prozesse des tifizieren, werden unter anderem regelmäßige Due Diligence Checks durch das Entwickelns, Kommunizierens oder – in letzter Konsequenz – des sofortigen Compliance Team durchgeführt. Das verwendete Tool bezieht dabei öffentlich Sperrens des Lieferanten. Neben den Sozialaudits wurden auch die klassischen zugängliche Quellen aller Art mit ein. Im Fall von Due-Diligence-Findings zu Produkt-, Prozess- und Systemaudits bei Lieferanten um Fragen zur menschen- menschen- und arbeitsrechtlichen Verstößen, Gerichtsverfahren oder Sanktio- rechtlichen Sorgfalt ergänzt.

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Führungskräfe verpflichtend, welches im Jahr 2023 überarbeitet und auf die Mitarbeitergespräche (GRI 404-3) Kernelemente des Krones Zielbilds ausgerichtet wurde. Darüber hinaus gibt es Im Rahmen des Krones Mitarbeitergesprächs finden regelmäßige Performance für erfahrene Führungskräfe eine Vielzahl an neuen Kursen zu unterschiedli- Reviews statt. Das Mitarbeitergespräch ist ein jährlich stattfindender Dialog zwi- chen Themen rund um Führung, darunter das Schulungsprogramm »Gesund schen direkter Führungskraf und festangestellten Mitarbeitenden der Krones und nachhaltig führen«. Des Weiteren können Führungskräfe verschiedenste AG, der Raum für Austausch zu Zielen und Erwartungen sowie für strukturier- Formate in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein persönliches Coaching tes Feedback schaf. Die Basis des Mitarbeitergesprächs bilden die zehn Verhal- oder auch Maßnahmen zur Teamentwicklung. tensweisen, die im Krones Zielbild definiert sind.

Neue Arbeitswelten

Qualifizierung und Weiterbildung (GRI 404-2) Als Technologieunternehmen mit dem Anspruch auf Innovationsführerschaf Aufgrund der hohen Anforderungen, die das Unternehmen an seine Fachkräfe stellen wir uns zudem intensiv mit den verschiedenen Konzepten auseinander, stellt, nehmen bedarfsgerechte Qualifizierungsprogramme einen hohen Stel- die unter dem Schlagwort »New Work« zusammengefasst werden können. lenwert ein – über das gesamte Berufsleben hinweg. Zentraler Anlaufpunkt für Mobiles Arbeiten, Shared-Desk-Modelle und offene Bürogestaltung sind nur drei Beispiele für alle Weiterbildungen ist das Trainingsportal, auf das konzernweit ein Großteil Maßnahmen in diesem Bereich, welche sich bei Krones langfristig etabliert haben. der Beschäfigten zugreifen kann. Dort können berufliche Trainings in den vier Kategorien »Fachkompetenzen«, »Service Trainings«, »Sof Skills & Methoden« sowie »Sprachkompetenzen« über einen festgelegten Genehmigungsprozess Teambuilding und Betriebssport (GRI 403-6) von allen Beschäfigten beantragt und gebucht werden.# Nichtfinanzielle Erklärung

Entwicklung der Führungskräfte (GRI 404-2)

Gute Führung und Zusammenarbeit sind ein wesentlicher Faktor für die Erreichung unser ambitionierten Unternehmensziele und der Verwirklichung unserer Unternehmensvision. Daher ist ein spezielles Schulungsprogramm für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein positives Arbeitsklima bildet einen wichtigen Baustein des Wohlbefindens der Mitarbeitenden. Regelmäßige Teambuilding-Events finden daher je nach Zusammensetzung, Bedarf und individuellen Interessen der jeweiligen Teams statt, koordiniert durch die Führungskräfte. In vielen Niederlassungen und Werken finden größere Events für die Beschäftigten statt, unter anderem der Regensburger Landkreislauf sowie der Tag der offenen Tür am Standort Neutraubling. Eine Kombination aus Teambuilding mit sportlicher Betätigung setzen zahlreiche Beschäftigte des Krones Konzerns in Betriebssportgruppen um.

Darüber hinaus möchte Krones verstärkt einfach zugängliche sowie moderne Lernangebote zur Verfügung stellen, erste großflächige Roll-outs mit diversen Learning-Anbietern fanden bereits statt. Auch nebenberufliche Weiterbildungen sind möglich und über einen separaten Genehmigungsprozess vom Unternehmen förderbar, entweder finanziell oder durch Bildungsurlaub. Zudem bietet Krones Umschulungsmöglichkeiten an, um Beschäftigte aus dem Berufsbild Industriemechaniker in Industrieelektrik zu qualifizieren. Für die Krones AG bildet eine Betriebsvereinbarung zu Qualifizierung und Weiterbildung die Basis sämtlicher Maßnahmen, wodurch auch der Betriebsrat in die Gestaltung der Weiterbildungsaktivitäten eingebunden ist.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (GRI 403-3, 403-4, 403-6)

Über das klassische Arbeitssicherheitsmanagement hinaus kümmert sich Krones um das körperliche und mentale Wohlbefinden der Beschäftigten. Ausgehend von ausführlichen Analysen der Arbeitsunfähigkeiten sowie Bedarfsermittlungen durch Befragungen werden zielgruppenspezifische Gesundheitsmaßnahmen umgesetzt. Die präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung fokussieren sich derzeit auf die Sensibilisierung zu den Themen Ergonomie, Resilienz, Stressprävention sowie gesunde und ausgewogene Ernährung. Diese werden ergänzt durch Arbeitsplatzbegehungen und -anpassungen zur Anhebung und Umsetzung der ergonomischen Arbeitsstandards sowie eine physiotherapeutische Inhouse-Betreuung. Kommunikationskampagnen und Kooperationen mit externen Gesundheitseinrichtungen ergänzen das Angebot. Zudem ist die Krebsvorsorge mit jährlich wechselndem Fokus ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Das Programm »Gesunde Arbeit mitgestalten« zielt darauf ab, gemeinsam die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, nachhaltig zu verbessern und deren Leistungsfähigkeit zu fördern. Die Mitarbeitenden können hierbei aktiv an einer gesundheitsförderlichen Arbeitssituation bei Krones mitwirken. Das Team des betrieblichen Gesundheitsmanagements koordiniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Personalbereich, Betriebsärzten, Sozialberatung, Arbeitssicherheit, Betriebsrat und der Betriebskrankenkasse BKK. Derzeit befinden sich die Standorte der Krones AG im Fokus des Gesundheitsmanagements.

Betriebsärztlicher Dienst und Betriebskrankenkasse (GRI 403-3, 403-6)

Die medizinische Betreuung der Beschäftigten übernimmt in der Krones AG der betriebsärztliche Dienst. Er ist erste Anlaufstelle für allgemeine medizinische Anfragen sowie akute Notfälle und beteiligt sich zudem an Betriebsbegehungen. Auf der Agenda stehen dabei neben der akuten medizinischen Versorgung und den arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen unter anderem die Organisation von Gesundheitstagen und -aktionen sowie Beratung im Bereich Reisemedizin und Vorsorgeimpfungen. Für die Beschäftigten der Krones AG sowie der deutschen Standorte und Tochterunternehmen steht die Krones Betriebskrankenkasse zur Verfügung. Diese betreut Krones Mitarbeitende in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz und bietet eine Vielzahl an Extra- und Sonderleistungen.

Sozialberatung (GRI 403-3, 403-6)

Die betriebliche Sozialberatung der Krones AG leistet Hilfe bei Problemen, die mit der Lebens- und Arbeitssituation von Beschäftigten verbunden sind. Als Grundprinzip der betrieblichen Sozialberatung gilt, dass sich das Angebot nicht nur an bestimmte, gefährdete oder in besonderen Notlagen befindliche Personen richtet, sondern alle Beschäftigte des Unternehmens anspricht. Die Sozialberatung bietet Ersthilfe sowie die Vermittlung von Kontakten zu Kliniken, Therapeuten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und weiteren Hilfseinrichtungen.

6. Leistungskennzahlen

Die Anzahl an Beschäftigten weisen wir an anderer Stelle des Geschäftsberichts aus.

Krones AG – Fluktuation und Frühfluktuation in Prozent
(tarifliche und außertarifliche Beschäftigte) (GRI 401-1)

Zeitraum Fluktuation Frühfluktuation
2020 7,2 2,6
2021 7,2 2,4
2022 7,2 0,17
2023 7,2 0,02
VDMA-Branchendurchschnitt* 5,9 0,01

*Die durchschnittliche Fluktuation bei Unternehmen in der Maschinenbaubranche wird vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erhoben. Die Zahlen beziehen sich auf eine Ermittlung aus dem Jahr 2020.
Frühfluktuation meint hierbei den prozentualen Anteil an neuen Mitarbeitenden, die das Unternehmen im Betrachtungszeitraum eines Kalenderjahrs innerhalb der ersten sechs Monate nach Beginn Ihres Arbeitsvertrages wieder verlassen haben, im Verhältnis zur durchschnittlichen Gesamtbelegschaft im betrachteten Jahreszeitraum.

Krones Konzern – Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten (gerundet) (GRI 404-1)

Zeitraum Anzahl der Teilnahmen an Klassenraum-Trainings Anzahl der Teilnahmen an E-Learnings
2020 38.600 7.300
2021 40.500 13.400
2022 46.900 14.300
2023 48.400 60.000

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Grundgesamtheit der hier ausgewiesenen Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten neu definiert. Im Vergleich zu den Vorjahren werden ab dem Jahr 2022 nur komplett abgeschlossene Trainings berücksichtigt.

Krones AG – finanzielle Aufwände für Aus- und Weiterbildung in Mio. ꢀ

Zeitraum Aufwand
2020 1,0
2021 1,0
2022 1,3
2023 2,0

Krones AG – Auszubildende nach Ausbildungsrichtung

  • Kaufmännisch: 56
  • Gewerblich/technisch: 255
  • Trainees: 26
  • Duales Studium: 37
  • Profil 21*: 45
  • 2023 gesamt: 419 Auszubildende

* Das Profil 21 beinhaltet zusätzlich zur Berufsausbildung eine Weiterbildung zum/zur Techniker/-in oder Meister/-in.

Krones AG – Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer

Zeitraum Anzahl
2020 918
2021 925
2022 1.045
2023 1.500

Krones Konzern – Führungsstruktur 2023

  • Top-Management: 38
    • Vorstände (23 davon Krones AG): 5
    • Management (671 davon Krones AG): 1.106

Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 401-3, 404-2, 405-2, 406-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Als global agierendes Technologieunternehmen spiegelt sich in unserer Belegschaft die Vielfalt der Welt: Im Krones Konzern arbeiten Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, zahlreicher Nationen, Religionen, politischen Überzeugungen und sonstigen Individualitätsmerkmalen. Diversität ist kein Selbstzweck, sie macht unser Unternehmen effizienter, kreativer und flexibler. Derzeit fordert es uns stellenweise stark heraus, überall im Unternehmen vielfältige Teams zu etablieren. Vor allem im Produktionsbereich und in Managementebenen wollen wir die geschlechtliche und internationale Vielfalt steigern. In der Wesentlichkeitsanalyse ergab die Bewertung des Themas Diversität eine niedrige Impact-Bewertung sowie eine hohe Geschäftsrelevanz.

Risiken und Chancen im Themenbereich Diversität werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist die Konzernpersonalleitung als Risk Owner für Personalthemen definiert. Die von ihr für Diversitätsthemen gemeldeten Risiken fließen in die Konzernrisikoanalyse ein. Derzeit wurde kein Risiko in Zusammenhang mit Diversität identifiziert.

Im Zielbild des Krones Konzerns heißt es unter anderem: »Wir schätzen Vielfalt und Inklusion. Wir zeigen Wertschätzung, ermutigen und begeistern alle Menschen unvoreingenommen.« Bereits 2010 unterzeichnete Krones die Charta der Vielfalt und brachte damit klar zum Ausdruck, dass sich das Unternehmen in der Verantwortung sieht, die Vielfalt der Menschen im Konzern zu fördern.

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Diversität definiert:

Lieferkette
Wir fördern die Vielfalt in unserer Belegschaft. Durch gezielte Programme, weltweite Talentpools, internationale Themen-Communities sowie Maßnahmen zur Schaffung ausgewogener Altersstrukturen wollen wir Beschäftigte verschiedener Altersgruppen, Geschlechtsidentitäten, Nationalitäten und Fachrichtungen miteinander vernetzen. Dadurch bringen wir mehr Flexibilität, Kreativität und Effizienz in unsere Prozesse.

Geschäftsbetrieb
Als quantitatives Ziel speziell für die Förderung von Frauen hat der Vorstand 2021 für die Krones AG eine verbindliche Quote ausgelobt: Bis Ende 2024 steigern wir den Anteil weiblicher Führungskräfte in den ersten beiden Ebenen unter dem Vorstand in der Krones AG auf 15 Prozent.

Kunden
Endkonsumenten# ERKLÄRUNG ZUR NICHTFINANZIELLEN LEISTUNG

2 | UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

Im Zuge seiner Verantwortung für übergreifende Personalthemen delegiert der CFO des Krones Konzerns das Diversity Management an die Konzernpersonalleitung, welche die strategische Ausrichtung für die Steigerung der Diversität vorgibt. Das Diversity Board fungiert als strategisches Beratungsgremium für Diversitätsthemen. Die Berichterstattung an den CFO erfolgt durch die Konzernpersonalleitung in zweiwöchentlichen Regelmeetings und anlassbezogen im Gesamtvorstand.

Unterstützung besonderer Gruppen

Neben dem in vielen Ländern gesetzlich geregelten Schutz für behinderte und schwerbehinderte Menschen hat die Krones AG vier Schwerbehindertenvertreter, die sich um die Belange der entsprechenden Beschäftigten kümmern. Auch an anderen Standorten existieren Kontaktpersonen, die je nach rechtlicher Lage oder vor Ort freiwillig oder vorgeschrieben sind. Ziel ist es, Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung gemäß ihren individuellen Fähigkeiten in das Arbeitsleben zu integrieren.

Schwerpunkt Alter

Das Ausbildungsprogramm der Krones AG umfasst kaufmännische und gewerblich-technische Berufsbilder, Angebote zum dualen Studium, Traineeprogramme und das »Profil 21«. Letzteres richtet sich an Nachwuchskräfte, die sich speziell für den anspruchsvollen Einsatz in unserem weltweiten Service ausbilden lassen möchten. Auch an unseren internationalen Standorten wie beispielsweise in Wuhan (China), Nairobi (Kenia) sowie Debrecen (Ungarn) wird ausgebildet.

Weiterbildung der Mitarbeitenden (GRI 404-2)

Unser Weiterbildungsangebot gilt grundsätzlich für alle Mitarbeitenden des Krones Konzerns. Die Weiterbildungsprogramme ermöglichen den Beschäftigten ein lebenslanges Lernen und eröffnen neue, berufliche Perspektiven im Konzern. Ziel der Programme ist es, die Fähigkeiten und Qualifikationen aller Mitarbeitenden kontinuierlich zu erweitern und ihnen so eine stetige Weiterentwicklung zu ermöglichen. Führungskräfte sind angehalten, allen Mitarbeitenden je nach aktuellem Bedarf und persönlichen Entwicklungszielen die Nutzung der entsprechenden Trainings zu ermöglichen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie (GRI 401-3)

Flexible Arbeitszeiten, Elternzeit sowie die verstärkte Nutzung von mobilem Arbeiten und – bei Bedarf auch zeitlich begrenzten – Teilzeitverträgen ermöglichen es Beschäftigten, neben ihrer beruflichen Tätigkeit ihre Kinder oder Familienangehörigen zu betreuen. Bei der Krones AG definiert eine eigene Betriebsvereinbarung zu mobiler Arbeit die Möglichkeiten, durch flexible Arbeitszeiten die Work-Life-Balance zu unterstützen. Am Standort in Neutraubling ermöglicht die Krones AG den Beschäftigten die Betreuung von Kindern ab vier Monaten in einer Kindertagesstätte, welche vom Unternehmen initiiert wurde und finanziell unterstützt wird. Vergleichbare Initiativen existieren auch an anderen Standorten weltweit. Über eine Online-Plattform können Beschäftigte spezifische Informationen hinsichtlich Betreuungslösungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige abrufen.

Altersteilzeit für ältere Beschäftigte

Analog zur demographischen Struktur der Gesellschaft verschiebt sich auch der Altersdurchschnitt der Belegschaft, vor allem an den europäischen Standorten, schrittweise nach oben. Dem tragen wir beispielsweise bei der Krones AG mit gezielten Angeboten für ältere Beschäftigte Rechnung. Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang das Modell der Altersteilzeit, weswegen wir auch für die Zukunft auf dieses Instrument setzen.

Schwerpunkt Geschlecht

Vernetzung zur Frauenförderung

Neben der Unterstützung der Charta der Vielfalt agiert die Krones AG als Mitglied im Netzwerk »Frauen führen« und steht dort im aktiven Dialog mit Partnerunternehmen. Dabei holen wir uns nicht nur wichtige Impulse, wie wir Frauen im Unternehmen gezielt fördern können, sondern geben auch gerne einen Einblick in unsere eigene Arbeitswelt. In 2023 waren wir der Gastgeber des diesjährigen Netzwerk-treffens, mit Fokus auf den Austausch zu Frauenförderprogrammen in den verschiedenen Unternehmen. Neben der aktiven Beteiligung in den Netzwerken sind wir auf der Karriere- und Diskussionsplattform »herCAREER« vertreten, um Frauen auf Krones als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam zu machen und um uns für Frauen und Gleichstellung einzusetzen.

Entwicklungs- und Mentoring-Programme für Frauen

Anspruchsvolle Führungspositionen können bei Krones auch von Frauen in Teilzeit wahrgenommen werden. Eine Initiative ist hierbei die »Führung im Tandem«. Neben Development Center, Mentoring und spezifischen Trainings rundet das externe Programm »Frauen in Führung« des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro e.V. (bayme) das Angebot für Frauen zur Weiterentwicklung bei Krones ab. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk »women@krones« regelmäßige Veranstaltungen und Impulsvorträge. Zudem sorgt es dafür, weibliche Potenziale sichtbarer zu machen und zu verbinden.

Faire Rekrutierungs- und Entwicklungsprozesse (GRI 404-2)

Unser Anspruch im Krones Konzern ist es, dass die Bewerbungs- und Auswahlverfahren rein auf der fachlichen Qualifikation der Kandidaten und Kandidatinnen basieren, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderen nichtfachlichen Merkmalen und Eigenschaften. Bewerbende bei der Krones AG haben die Möglichkeit, ihre Geschlechtsidentität als »männlich«, »weiblich« oder »divers« anzugeben. Stellenanzeigen und Rekrutierungskommunikation sind genderneutral formuliert. Sowohl das Trainingsportal als auch jegliche Förderprozesse stehen sämtlichen Beschäftigten offen.

Gleichberechtigte Entlohnung (GRI 405-2)

Die Krones AG führt regelmäßig Equal-Pay-Analysen zur Überwachung und gezielten Prävention von Entgeltdiskriminierung durch. Zur Prävention und Sicherstellung einer gleichberechtigten Entlohnung wird über das Krones Stellenbewertungssystem die Trennung von Person und Funktion bei der grundsätzlichen Vergütungsdefinition der Position geschlechtsunabhängig vorgenommen. Als »Equal Opportunity Employer« lässt unsere US-Niederlassung ausschließlich Qualifikations- und Leistungskriterien als Entscheidungsgrundlage für Einstellungen oder Beförderungen zu.

Kommunikation über Gleichstellungsthemen

Mit regelmäßigen Beiträgen auf unseren Medienkanälen, insbesondere in der Belegschaftszeitung und auf dem Online-Angebot unseres Kundenmagazins, wirken wir Geschlechterstereotypen gezielt entgegen; beispielsweise, indem wir Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Ausbildungs- und Karrierewegen porträtieren. Ein Leitfaden für faire Sprache ermutigt die Beschäftigten, bestehende sprachliche Gewohnheiten vorurteilsfrei und auch selbstkritisch zu reflektieren.

Diskriminierungsprävention und -abhilfe (GRI 406-1)

Die Grundsätze zur Verhinderung von Diskriminierung sowie körperlicher an anderen Standorten existieren Kontaktpersonen, die je nach rechtlicher Lage oder psychischer Belästigung am Arbeitsplatz sind konzernweit in einem eigenen Kapitel »Zusammenarbeit untereinander« des Verhaltenskodex für alle Mitarbeitenden transparent festgelegt. In der Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, der Compliance-Basisschulung und dem Compliance Refresher Training sowie dem Training »Menschenrechte bei Krones« wird intern klar geregelt, was als diskriminierendes Verhalten gilt, wie damit umzugehen ist und welche Konsequenzen es haben kann. Über den direkten Kontakt zum konzernweiten Human Rights Officer oder das Meldesystem Krones Integrity können alle Beschäftigten einen Verstoß melden, der anschließend vom Sustainability Team bearbeitet wird.

Entsendungen ins Ausland

Entsendungen ermöglichen Know-how-Transfer, sind Teil der Fach- und Führungskräfteentwicklung und befördern letztendlich die kulturelle Vielfalt im Krones Konzern. Alle Prozessschritte von der initialen Beratung aller Stakeholder über die Ausschreibung der Entsendungsposition, die Kalkulation des Entsendungspakets, der rechtssicheren vertraglichen Umsetzung und organisatorischen Betreuung bis zur Rückkehr in die Ursprungsgesellschaft werden dabei zentral durch das Global Assignment koordiniert.

Globales Austauschprogramm

Das interne, internationale Austauschprogramm »Across Borders« stellt eine besondere Form der Entsendung dar. Es ermöglicht Beschäftigten weltweit, einen fünf- bis sechsmonatigen Einsatz in einer konzernangehörigen Gastgesellschaft zu absolvieren. Ziel des Programms ist die Entwicklung der fachlichen Kompetenzen auf internationaler Ebene, die Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen und der Aufbau eines internationalen Netzwerks innerhalb des Konzerns.

Interkulturelle Trainings

Das Krones Entsendungsmanagement bietet länder- und regionsspezifische E-Learnings und Live-Trainings zu verschiedenen Zielkulturen an, sowohl frei buchbar über das Trainingsportal als auch inhaltlich auf konkrete Bedarfe aus den Fachbereichen angepasst.

Krones Konzern – Altersstruktur

2021 2022 2023
unter 30 Jahre 2.264 2.618 2.124
30 bis 50 Jahre 4.653 4.323 4.110
über 50 Jahre 9.917 9.201 8.864

Krones AG – Altersstruktur

2021 2022 2023
unter 30 Jahre 1.160 1.037 993
30 bis 50 Jahre 4.295 4.384 4.591
über 50 Jahre 2.886 2.758 2.626

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE

2 | LAGEBERICHT

3 | ERKLÄRUNG ZUR

4 | JAHRESABSCHLUSS

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN

DER KRONES AG UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG Nichtfinanzielle Erklärung

2 | 126

Krones Konzern – Geschlechterverhältnis (absolut)

Krones AG – Grundgehalt von Männern gegenüber Frauen (GRI 405-2)

2021 2022 2023 2021 2022 2023
Führungskräfte 14.206 13.351 12.796 1 : 0,98 1 : 0,98 1 : 0,98
Beschäftigte AT/Tarif 1 : 0,96 1 : 0,98 1 : 0,95 12.500 7.299 6.777
davon Krones AG Männer 6.937 7.500 1,0 0,6 3.012 2.699
davon Krones AG Frauen 2.424 1.137 1.242 1.338 2.500 0,2

Hinweis: Die Werte für „Beschäftigte AT/Tarif“ sind in Tausend angegeben. Die Verhältnisse in der Spalte „Grundgehalt von Männern gegenüber Frauen“ geben das Verhältnis des durchschnittlichen Grundgehalts von Männern zu Frauen an. Ein Wert von 1:0,98 bedeutet, dass Frauen im Durchschnitt 98 % des Grundgehalts von Männern erhielten.

Krones Konzern – Geschlechterverhältnis (Frauenanteil in Prozent)

2021 2022 2023
Führungskräfte Krones Konzern 17,4 16,7 15,9
Führungskräfte davon Krones AG 15,2 15,5 14,4
Beschäftigte AT/Tarif Krones Konzern 16 11,9 10,4
Beschäftigte AT/Tarif davon Krones AG 10,6 8,2 6,4

Bei Übernahme einer Führungsfunktion im Ausland steht das interkulturelle Führungscoaching »Intercultural Leadership Program ILP« zur Verfügung. Das Training »Führen internationaler Teams« zielt auf die zunehmende Internationalisierung und auf länderübergreifend zusammengesetzte Teams im Unternehmen ab.

2 | 127

Ethisches Geschäftsverhalten im eigenen Geschäftsbetrieb und gegenüber Kunden (GRI 205-1, 205-2, 205-3, 206-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Ethisches und moralisch integres Geschäftsverhalten bildet für den Krones Konzern die Basis unseres Handelns – und damit auch für alle internationalen Tochter- und Enkelgesellschaften sowie Niederlassungen. Konzernweit fassen wir die Steuerung ethischen Geschäftsverhaltens mit dem Begriff Compliance zusammen. Compliance steht dabei für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Denn sie schließen auch konzernintern gültige Richtlinien und Vorschriften ein sowie die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen und sich im Krones Verhaltenskodex manifestieren. In der Kunden Wesentlichkeitsanalyse wurde das Geschäftsverhalten gegenüber unseren Kunden mit hoher Geschäfts- und niedriger Impact-Relevanz bewertet, Compliance bei Krones an beiden Achsen als mittel. Aufgrund der großen wechselseitigen Abhängigkeit und der ähnlichen Prozesse beider Themen haben wir die Berichterstattung in diesem Text zusammengefasst.

2. Risiken und Chancen (GRI 205-1)

Die Compliance-Risikoanalyse erstreckt sich über folgende Risikofelder: Governance-Risiken, aktive und passive Korruption, Kartellrisiken, Risiken im Rahmen von Health, Safety, Security and Environment, Geldwäscherisiken und Betrugsrisiken. Die Compliance-Risikoanalysen werden software-gestützt im Konzern durchgeführt und ausgewertet. Zudem müssen die Geschäftsführer der Krones Tochter- und Enkelgesellschaften ihre Compliance-Risiken im sogenannten Self-Assessment-Verfahren jährlich selbst analysieren. Die Ergebnisse dieser Risikoanalysen werden auf Ebene der Regionen aggregiert und in einer auf die einzelnen Regionen zugeschnittenen Risikoübersicht visualisiert. Die Ergebnisse fließen zudem gebündelt in die Konzern-Risikoanalyse ein.

Strategisch und operativ ist das Compliance-Management zentral beim Head of Corporate Governance gebündelt, der im Konzern eine gleichlautende Stabsstelle bekleidet und disziplinarisch direkt an den CFO der Krones AG, aber fachlich an den Gesamtvorstand berichtet. Zusätzlich verfügen die verschiedenen Regionen, in denen der Krones Konzern Standorte unterhält, sowie alle Geschäftsgesellschaften mit mehr als 300 Beschäftigten über eigene Governance-Beauftragte. Diese sind sowohl mit den zentralen Compliance- und Governance-Anforderungen des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Für die Belegschaft vor Ort sind sie die direkten Kontaktpersonen bei allen Fragen rund um das Thema Compliance. Als Beratungsinstanz steht dem Head of Corporate Governance außerdem das Governance-Komitee zur Seite, welches sich aus Vertretern aller Vorstandsressorts zusammensetzt und die präventive Arbeit unterstützt.

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Compliance definiert: Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Compliance-Verstößen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Compliance-Management – bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe, Training und Berichterstattung. Generell zielt das Krones Compliance-Management-System darauf ab, eine von Integrität geprägte Compliance-Kultur im gesamten Konzern zu schaffen und dadurch die Compliance-Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

2 | 128

Verhaltenskodex

Die Basis des Compliance-Management-Systems bildet der Krones Verhaltenskodex, welcher im Jahr 2023 an das Zielbild »Solutions beyond tomorrow« angepasst wurde. Er wurde mit dem klaren Ziel formuliert, die Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien unternehmensweit sicherzustellen. Dadurch werden die Voraussetzungen für ein Arbeitsumfeld geschaffen, das sich durch Integrität, Respekt sowie ein faires und verantwortungsvolles Handeln auszeichnet. Gleichzeitig dient der Verhaltenskodex dazu, im Unternehmen eine verlässliche Compliance-Kultur zu verankern und alle Beschäftigten zu ermutigen, Missstände aufzudecken. Er ist für jedes Organ und alle Beschäftigten im Unternehmen gültig und bindend. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten konsequent verfolgt und geahndet. Mit konkreten situativen Beispielen veranschaulicht der Kodex, welchen Beitrag jede oder jeder Einzelne leisten kann, um die Verhaltensgrundsätze im Konzern umzusetzen. Analog zum Verhaltenskodex adressiert der Krones Lieferantenkodex die zentralen Compliance-Vorschriften des Unternehmens in Richtung Dienstleister und Zulieferer.

Richtlinien zu Compliance-Themen (GRI 205-2)

Ergänzende und ebenfalls konzernweit gültige Compliance-Richtlinien konkretisieren die normativen Grundprinzipien des Verhaltenskodex für spezifische Anwendungsbereiche. Derzeit existieren konzernweit gültige Richtlinien zu folgenden Compliance-Themenbereichen: Bekämpfung von Geldwäsche, Umgang mit Zuwendungen, Spenden und Sponsorings, Umgang mit vertriebsbezogenen Geschäftspartnern, Umgang mit dem Wettbewerb, Verhalten in Situationen mit Korruptionsgefahr, Umgang mit Informationen, Normen und Dokumenten, Vertretungs- und Zeichnungsberechtigung sowie die Hinweisgeberrichtlinie. Da sich der Krones Konzern außerhalb der Verbandsarbeit weder aktiv politisch engagiert noch an Lobbying-Aktivitäten beteiligt, existiert zu diesem Themengebiet keine Richtlinie. Die Richtlinien werden mindestens einmal jährlich auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls überarbeitet.

Compliance-Schulungsprogramme (GRI 205-2)

Um die Compliance-Kultur im gesamten Unternehmen zu etablieren, sind alle Beschäftigten verpflichtet, ein entsprechendes Schulungsprogramm zu absolvieren. Für diejenigen mit PC-Arbeitsplatz beinhaltet dies ein umfangreiches Basis-E-Learning über Gründe, Umfang und konkrete Inhalte der Krones Compliance-Kultur. Zusätzlich müssen sie im Zweijahres-Rhythmus ein Refresher-E-Learning abschließen. Bei Personen ohne PC-Arbeitsplatz ist die Unterweisung Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte mit einer entsprechenden Schulungsunterlage. Daneben widmen sich zwei weitere Schulungsreihen insbesondere für Beschäftigte in Vertrieb und Einkauf dem Thema Anti-Korruption sowie Umgang mit dem Wettbewerb. Auch hier erfolgt die Vermittlung der Inhalte über ein E-Learning. Die Teilnahme sowie das Abschließen aller Schulungen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Führungskraft und werden entsprechend dokumentiert.

Due-Diligence-Prüfungen

Zur Erfüllung zahlreicher nationaler und internationaler gesetzlicher Anforderungen werden Due-Diligence-Prüfungen bei Kunden, Vertriebsvermittlern, Lieferanten und Drittzahlern durchgeführt. Der Konzern hat so ein Instrument in der Hand, um Geschäftspartner in Hochrisikoländern prozessintegriert auf Compliance-Vorfälle zu kontrollieren, sofern die entsprechenden Daten öffentlich zugänglich sind. Im Falle eines Findings stößt Corporate Governance im Einzelfall eine vertiefte Due-Diligence-Prüfung an, bei der zusätzliche Quellen herangezogen werden, um das Finding zu plausibilisieren und bewerten zu können.

Anlassbezogene Spot Checks

Um die Wirksamkeit der Compliance-Kultur zu überprüfen, initiiert der Head of Corporate Governance neben den Standard-Audits stichprobenartige Spot Checks – insbesondere bei Prozessen mit erhöhtem Compliance-Risiko, beispielsweise bei der Reisekostenabrechnung. Erkennt er einen mutmaßlichen oder tatsächlichen Compliance-Vorfall, treten die Maßnahmen zur Steuerung der Fälle sowie deren Sanktionierung ein. Die Erkenntnisse daraus werden wiederum – sofern notwendig und sinnvoll – in neue Maßnahmen umgesetzt.

Interne Berichterstattung

Für den Austausch zu Compliance-Aspekten gelten klare Berichtslinien: Die Governance-Beauftragten in den Regionen berichten fachlich an den Head of Corporate Governance.# 2 | LAGEBERICHT

3 | ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

Helpdesk und Krones Integrity (GRI 205-3, GRI 206-1)

Den Beschäfigten des Konzerns stehen – neben dem Gespräch mit der direkten Führungskraf – drei weitere Wege offen, um sich zu Compliance-relevanten Fragen beraten zu lassen oder um Hinweise auf mögliche Verstöße zu platzie- ren: erstens die direkte Kontaktaufnahme zu den Compliance-Beaufragten, dem Head of Corporate Governance oder dessen Team, zweitens per E-Mail an ein zentrales Postfach sowie drittens mittels Meldung über das Krones Integrity Online-System.

Das digitale, über die Corporate Website erreichbare Meldesystem richtet sich sowohl an Konzern-Beschäfigte als auch an Externe, die im Zusammenhang mit Krones oder Geschäfspartnern von Krones eine Lücke bei der Einhaltung von Gesetzen oder Regelungen erkennen. Um den Nutzenden dabei höchsten Zugriffs- und Datenschutz sowie eine Verschlüsselung des Inhalts und eine gesicherte Verbindung zu gewährleisten, erfolgt der Betrieb über einen unab- hängigen Anbieter. Die hinweisgebende Person kann hierbei entscheiden, ob sie den Hinweis anonym oder unter Nennung ihres Namens eingeben möchte, sofern dies die lokale Gesetzgebung ihres Sitzlands zulässt. Zur weiteren Bear- beitung und Auswertung werden alle Compliance-relevanten Anfragen und Hinweise, die über den Helpdesk oder Krones Integrity eingehen, dokumentiert.

Im Jahr 2023 wurden im Krones Konzern 39 Compliance-Untersuchungen durchgeführt. In keinem Fall wurden Korruptions- oder Kartellrechtsverstöße festgestellt. Im Berichtszeitraum wurden gegen den Krones Konzern keine Sank- tionen wegen Verstößen gegen Kartellrecht, Geldwäschevorschrifen oder Anti- Korruptions-Vorschrifen verhängt.

Genehmigungsverfahren für sensible Transaktionen

Über das Ampelsystem in der konzernweiten Zuwendungsrichtlinie ist klar geregelt, welche Zuwendungen in Form von Geschenken und Einladungen ak- zeptabel, kritisch oder verboten sind. Für den Prozess der Reisekostenabrech- nung gibt es eine interne Kontrollfunktion für Zuwendungen, aufgrund derer die abzurechnenden Belege eine bestimmte Höhe überschreiten.

Spenden- und Sponsoring-Strategie

Die umliegenden Städte und Gemeinden bilden das Fundament unserer Geschäfstätigkeit an den jeweiligen Werks- und Vertriebsstätten. Aus diesem Grund fördern wir Vereine, Veranstaltungen und Initiativen, die sich für kari- tative Zwecke im regionalen Umfeld eines unserer Standorte einsetzen. Auch die internationalen Standorte und Tochterunternehmen haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich für ihre lokalen Gemeinschafen aktiv zu werden. Die Spenden- und Sponsoring-Strategie ist in der konzernweit geltenden gleich- namigen Richtlinie festgelegt und zielt im Wesentlichen darauf ab, mit den eingesetzten Mitteln einen möglichst großen Nutzen im jeweiligen Förderungs- bereich zu erzielen und Projekte zu unterstützen, die mit den Werten und Interessen des Unternehmens im Einklang stehen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern – Compliance-Schulungen (Präsenz und E-Learnings) (GRI 205-2)

2021 2022 2023
Compliance Basis 1.856 2.191 2.502
Anti-Korruption 788 1.443 815
Compliance Refresher 342
Umgang mit dem Wettbewerb
Prozentsatz der Konzernabdeckung 94 % 10.956 12.000
Risikoanalyse 1.870 4.883

Insgesamt sind über das Hinweisgebersystem Krones Integrity 12 Hinweise eingegangen, über die weiteren Kanäle wurden 32 Hinweise gegeben. Jedem Hinweis wird nachgegangen und eine Plausibilisierung und anschließend gegebenenfalls eine tiefergehende Überprüfung des Sach- verhalts sowie Sanktionierung vorgenommen.

Die Schulung »Compliance Basis« ist ein Pflichttraining für alle neuen Beschäftigten und jede neue Führungskraft im Krones Konzern, welches über ein E-Learning, eine Unterweisung oder durch ein Klassenraumtraining innerhalb der ersten drei Monate nach Eintritt der Person absol- viert werden muss. Das Anti-Korruptionstraining ist für diejenigen Beschäftigten relevant, die in regelmäßigem Drittkontakt mit Kunden, Lieferanten und Behörden stehen. Das Refresher-Trai- ning wurde 2019 bei der Krones AG implementiert und wird sukzessive international ausgerollt. Es dient zur Auffrischung der Basis-Themen alle zwei bis drei Jahre. Das E-Learning »Umgang mit dem Wettbewerb« muss regelmäßig vor Messen vom jeweiligen Messepersonal absolviert werden.

Krones Konzern – Teilnahmequote Compliance-Basis-Schulung 2023

Prozentsatz der Beschäftigten im Krones Konzern Davon Krones AG
87,4 % erhielten eine Schulung 95,3 % erhielten eine Schulung
12,6% erhielten keine Schulung 4,7 % erhielten keine Schulung

Krones Konzern, die seit Beginn des Beschäftigungsverhältnisses und bis Ende 2023 mindestens einmal eine Compliance-Basis-Schulung erhalten haben.

Krones Konzern – Compliance-Risikoanalysen 2023

Betrag (ꢀ)
6 %: Roll-out der Compliance-Risikoanalyse noch nicht erfolgt bezogen auf die Beschäftigtenzahl
94 %: Roll-out der Compliance-Risikoanalyse bereits erfolgt im Krones Konzern

Krones Konzern – Ausgaben für Spenden und Sponsoring (ꢀ)

Betrag (ꢀ)
2021 767.386
2022 772.002
2023 803.880
974.614
1.025.722
1.113.745

Unser Ziel, jährlich zwischen 0,01 und 0,02 Prozent unseres Konzern-Vorjahresumsatzes in Form von Spenden und Sponsorings an unsere Stakeholder zurückzugeben, haben wir im Geschäfts- jahr 2023 mit einem Wert von 0,02 Prozent erreicht.

Digitale Verantwortung im eigenen Geschäftsbetrieb und gegenüber Kunden

(GRI 418-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Schutz von personenbezogenen Daten sowie von Informationen und in- formationsverarbeitenden Systemen ist für den Krones Konzern von zentraler Bedeutung. Ausdrückliches Ziel ist das Aufrechterhalten einer durchgängigen Lieferkette und jeweils dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Informationssi- cherheit – sowohl für interne Daten und Systeme als auch für die Produkte und Services, die wir unseren Kunden liefern. Nur so können wir einen störungs- freien Betrieb der eigenen IT sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäfspartnern ermöglichen. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde digitale Verantwortung für unsere Produkte und Services mit hoher Geschäfsrelevanz und niedrigem Impact auf die Gesellschaf bewertet. Da die IT-Sicherheit unse- rer Produkte auf hohen Standards für Cyber Security im eigenen Unternehmen aufbaut, haben wir uns entschieden, an dieser Stelle freiwillig darüber zu berichten.

2. Risiken und Chancen

Wesentlicher Bestandteil des Information Security Management System (ISMS) ist ein fortlaufender Prozess zur systematischen Verbesserung der Infor- mationssicherheit im Konzern. Dieser umfasst neben regelmäßigen Pene- trations- und Schwachstellentests unter anderem regelmäßig aktualisierte Risikoanalysen sowie jährliche interne und externe Audits der Cyber Security Koordinatoren. Letztere werden zur Aufrechterhaltung der ISO-27001-Zerti- fizierung von TÜV SÜD durchgeführt. Gegenstand der Analysen und Audits sind sowohl aktuelle Vorfälle als auch potenzielle Risikoereignisse. Neben den turnusmäßigen Audits dient außerdem ein Hinweisgebersystem im Konzern als wichtige Quelle, um sicherheitsrelevante Risiken fortlaufend zu erkennen und ihnen frühzeitig entgegenzuwirken.

3. Governance und Ressourcen

Strategisch und operativ ist das Thema Cyber Security in einer dem CEO zuge- ordneten Stabsstelle gebündelt, die sich um digitale Verantwortung des Krones Konzerns entlang der gesamten Wertschöpfungskette kümmert. In den Regio- nen, in denen dies gesetzlich gefordert ist, wurden zusätzliche Datenschutzbe- auftragte für die jeweiligen Tochtergesellschafen installiert. Sie sind sowohl mit den zentralen Datenschutzvorgaben des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Darüber hinaus ver- fügen alle Fachbereiche der Krones AG, die regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeiten, sowie alle Tochtergesellschafen über eigene Datenschutzkoor- dinierende. Ein Netz aus lokalen Cyber Security Koordinatoren in den unter- schiedlichen Regionen und Gesellschafen koordiniert das Thema Informati- onssicherheit. Für deren zielgerichteten Austausch wurde eine Cyber Security Konferenz ins Leben gerufen, die mindestens quartalsweise abgehalten wird.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für produktbezogene Cyber Security definiert:

Wir errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur für alle Krones Pro- dukte, die mit aktuellen und zukünftigen Rechtsvorgaben übereinstimmt, den Stand der Technik abbildet sowie die Anforderungen der Kunden erfüllt.

Die IT-Sicherheit unserer Produkte hängt auf das Engste mit unseren betriebsbe- zogenen Zielen im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz zusammen.

Cyber-Security-Grundsätze für Produkte# Nichtfinanzielle Erklärung

5. Richtlinien und Maßnahmen

Richtlinien für Datenschutz und Informationssicherheit

Beim Datenschutz dient uns die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als wichtigste normative Basis. Ihre Vorgaben werden in der zentralen Datenschutzrichtlinie des Konzerns abgebildet und durch zusätzliche lokale Regelungen für die jeweiligen Länder ergänzt. Der Datenaustausch innerhalb des Krones Konzerns wird durch ein konzernweit gültiges Vertragswerk geregelt. Die konzernweit gültige Cyber Security Policy legt den Rahmen für Informationssicherheit fest und definiert Grundsätze sowie Verantwortlichkeiten. Aufbauend auf der ISO 27001 bildet sie die Grundlage, auf der das Unternehmen jegliche Informationen, insbesondere eigene Geschäftsgeheimnisse sowie sensible Informationen von und über Geschäftspartner schützt. Beide Richtlinien werden einer regelmäßigen Revision unterzogen und entsprechend aktualisiert. Für sicherheitsrelevante Informationen sind darüber hinaus die Aufbewahrungspflichten in der konzernweit gültigen Richtlinie »Sicherer Betrieb von IT-Systemen« festgelegt.

Um darüber hinaus die Informationssicherheit bei Produkten gezielt und systematisch zu erhöhen, hat das zentral agierende und interdisziplinär wir wollen die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten besetzte Product Security Incident Response Team – kurz: »PSIRT« – Cyber-Security-Grundsätze definiert. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich auf neuentwickelte Krones Produkte und Services. Zudem veröffentlicht das PSIRT auf einer eigenen Landingpage innerhalb der Corporate Website jeweils aktuelle Security Advisories. Diese informieren über mögliche Sicherheitslücken, die Produkte, Lösungen oder Dienste von Krones betreffen, und geben Hinweise, wie sich diese beheben lassen. Auf Kundenwunsch werden die Security Advisories auch per E-Mail verschickt.

Interner IT-Sicherheitsdienstleister

Als sowohl intern wie auch extern agierender IT-Sicherheitsdienstleister erfüllt ein 2021 gegründetes Security Operation Center (SOC) die Aufgabe, Anomalien aufzuspüren, zu analysieren und eine zeitnahe Behandlung für verifizierte Bedrohungen sicherzustellen. Auf diese Weise lassen sich Gefährdungen, die beispielsweise durch Datenlecks oder Identitätsdiebstahl entstehen, mittels einer 24/7-Überwachung frühzeitig erkennen und beseitigen. Im Zuge der technischen Security-Prüfungen werden extern erreichbare sowie ausgewählte interne Systeme kontinuierlich einem Penetrationstest unterzogen. Aus den ermittelten Schwachstellen wird ein entsprechender Maßnahmenkatalog abgeleitet. Die Maßnahmen werden mit den zuständigen Bereichen abgestimmt und umgesetzt.

Das Product Security Incident Response Team (PSIRT) oder das Information Security Incident Response Team (ISIRT) untersucht, bearbeitet und einer Lösung zugeführt. Das Security Operation Center (SOC) ist für das präventive Erkennen von Anomalien zuständig. Zusätzlich arbeiten die internen Fachleute mit externen Anbietern von digitaler Forensik und Incident-Response-Diensten zusammen, um zeitnah auf komplexe Sicherheitsvorfälle zu reagieren. Wir haben keine begründeten Beschwerden über die Verletzung der Privatsphäre von Kunden oder den Verlust von Kundendaten festgestellt.

Cyber Security im Kontakt mit Dritten

Das Thema Cyber Security ist im Lieferantenkodex des Krones Konzerns sowie in einem spezifischen Cyber-Security-Dokument für Lieferanten verankert. Im Lieferantenauswahlprozess und bei Vertragsschluss sind Mindestanforderungen an Cyber Security implementiert, unterstützt durch Security-Checklisten und Entscheidungsbäume. Um die eigenen Unternehmensdaten vor unbefugtem Zugang oder illegaler Offenlegung zu schützen, fungieren Verfahren zur Datenklassifikation und -kennzeichnung, Identity und Access Management, Genehmigungsprozesse für kritische Zugangsrechte sowie Geheimhaltungsvereinbarungen als Verteidigungsinstrumente.

Trainings, Sensibilisierungen und Meldewege

Die Sensibilisierung der Beschäftigten bildet einen zentralen Bestandteil der Cyber-Security-Strategie. In der Richtlinie zur Cyber Security ist eine jährliche Unterweisung aller Mitarbeitenden bezüglich Datenschutz- und Cyber-Security-Themen festgelegt. Ab diesem Jahr ist die jährliche Unterweisung in Form eines verpflichtenden E-Learnings von allen Mitarbeitenden durchzuführen. Zusätzliche Schulungen erfolgen für spezifische Zielgruppen. Eine intern veröffentlichte Notfallkarte zur Erkennung und Meldung von Sicherheitsvorfällen dient als zusätzliche Handreichung. Regelmäßige Beiträge und Sensibilisierungskampagnen werden über die internen Kommunikationskanäle verbreitet. Etwaige Verstöße können anonym über das Hinweisgeberportal Krones Integrity oder eine zentrale E-Mail-Adresse gemeldet werden. Eine Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen ist dazu auf der Website des Krones Konzerns veröffentlicht.

Verfahren zur Handhabung kritischer Vorfälle (GRI 418-1)

Als Bestandteil unseres nach ISO 27001 zertifizierten Information Security Management Systems haben wir Prozesse definiert, nach denen Findings und Verstöße behandelt werden. Sicherheitsvorfälle und Schwachstellen werden durch das Product Security Incident Response Team (PSIRT) oder das Information Security Incident Response Team (ISIRT) untersucht, bearbeitet und einer Lösung zugeführt. Das Security Operation Center (SOC) ist für das präventive Erkennen von Anomalien zuständig. Zusätzlich arbeiten die internen Fachleute mit externen Anbietern von digitaler Forensik und Incident-Response-Diensten zusammen, um zeitnah auf komplexe Sicherheitsvorfälle zu reagieren.

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews erarbeiten wir quantitative Leistungsindikatoren in Sachen digitale Verantwortung.

Externe Zertifizierung nach ISO 27001

Das Krones Information Security Management System (ISMS) ist für alle IT-Services, die zentral für den Konzern erbracht werden, nach ISO 27001 zertifiziert. Die Zertifizierung sowie die dazugehörigen Audits werden schrittweise ausgedehnt: So reihen sich neben der gesamten Krones AG und der Steinecker GmbH in Deutschland, den beiden Gesellschaften in Franklin, Wisconsin (USA) und Bangalore, Indien sowie der Krones Niederlassung in Bangkok, Thailand auch die Center in Brasilien und Dubai in die zertifizierten Standorte ein.

EU-Taxonomie

Zielsetzung und Überblick der Anforderungen

Mit der EU-Taxonomie VO. 2020/852 sowie der ihr zugehörigen delegierten Rechtsakte will die Europäische Union den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft fördern. Um diese neue Transparenzanforderung zu erfüllen, hat der Krones Konzern Prozesse aufgesetzt, die es ermöglichen, den Anteil an Umsatz, CapEx und OpEx zu ermitteln, welcher mit taxonomiekonformen und somit nachhaltigen Wirtschaftaktivitäten im Sinne der EU-Taxonomie verbunden ist. Nach der Verabschiedung des delegierten Rechtsakts 2023/2486 vom 27. Juni 2023 zu den weiteren vier Umweltzielen bezieht sich die Analyse der Aktivitäten hierbei auf alle sechs Umweltziele nach den Delegierten Rechtsakten »Klima« sowie »Umwelt«:

  1. Klimaschutz;
  2. Anpassung an den Klimawandel;
  3. die nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
  4. der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft;
  5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung;
  6. der Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird sowohl die Taxonomiefähigkeit als auch die Taxonomiekonformität der Wirtschaftaktivitäten des Krones Konzerns ausgewiesen.* Taxonomiefähige Aktivitäten sind dabei solche, die einer EU-Taxonomie-Aktivitätenbeschreibung entsprechen, während für den Ausweis einer Tätigkeit als taxonomiekonform zusätzlich die Erfüllung der technischen Prüfkriterien und der sozialen Mindeststandards notwendig ist. Lediglich Aktivitäten nach den Umweltzielen Klimaschutz und Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft werden als taxonomiefähig eingestuft. Infolge möglicher Änderungen in der Anwendung der EU-Taxonomie muss beachtet werden, dass die Daten möglicherweise nicht stetig erhoben werden können.

Organisation

Die Analyse zur Taxonomiefähigkeit wurde um die neuen Aktivitäten der weiteren vier Umweltziele erweitert. Darauffolgend wurde in Abstimmung mit den entsprechenden Experten analysiert, ob die taxonomiefähigen Tätigkeiten die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag zu den Umweltzielen sowie die Do No Signifkant Harm (DNSH)-Kriterien erfüllen können. Zusätzlich wurden die bereits etablierten Prozesse aus dem Personal-, Compliance- und Human-Rights-Management zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards im Krones Konzern überprüft.

Relevante Aktivitäten für das Umweltziel Klimaschutz

Seite 94 enviro Produktportfolio

Ein Teil des Produktportfolios des Krones Konzerns lässt sich der Beschreibung der EU-Taxonomie-Aktivität 3.6 »Herstellung anderer CO2-armer Technologien« des Umweltziels Klimaschutz zuordnen. Die Technologien der nachhaltigen Produktlinie enviro ermöglichen den Kunden des Krones Konzerns aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz im Vergleich zum eigenen Standard-Produktportfolio oder zur Vorgängertechnologie Treibhausgaseinsparungen und sind deshalb taxonomiefähig. In Zusammenarbeit mit TÜV SÜD wurde im Krones Konzern das enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen entwickelt. Durch die Bewertung nach einem von TÜV SÜD festgelegten Kriterien und der sozialen Mindeststandards notwendige.# AN UNSERE AKTIONäRE

LAGEBERICHT DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG

Nichtfinanzielle Erklärung

Hierbei konnten Bewertungsmaßstab identifiziert der Krones Konzern aus dem Produktportfolio * Da für die Umweltziele 3 bis 6 für das Geschäftsjahr 2023 noch keine verpflichtende Angabe die energie- und medieneffizienten Produkte, die der besten verfügbaren zur Taxonomiekonformität erforderlich ist, wird dies bereits auf freiwilliger Basis veröffentlicht Technik entsprechen. Seit 2023 führt der Krones Konzern Lifecycle Assessments und um ein Jahr vorgezogen.

(LCAs) für enviro Maschinen durch. Die Durchführung und externe Verifikation Querschnittsaktivitäten Seite 139 eines LCA nach ISO 14067:2018 ist ein Kriterium der Aktivität 3.6 für den Aus- Zudem konnte der Krones Konzern die Betroffenheit der im Anhang gelisteten weis der Taxonomiekonformität. Für die Berechnung der LCAs arbeitet der Querschnittsaktivitäten feststellen. Diese Aktivitäten generieren keinen Um- Krones Konzern mit einem externen Dienstleister zusammen, welcher die satz, sondern stellen Einzelmaßnahmen des Krones Konzerns dar, durch welche Methodik zur Berechnung der Lifecycle Assessments verifiziert. Aufgrund des der Ausstoß von Treibhausgasemissionen gesenkt wird. Somit sind die Tätigkei- Sondermaschinenbaus ist es dem Krones Konzern nicht möglich, seine Techno- ten für das Umweltziel Klimaschutz als taxonomiefähig einzustufen. Mittels logien mit anderen auf dem Markt verfügbare Technologien zu vergleichen. Da Analyse durch die entsprechenden Fachabteilungen kann der Krones Konzern der Krones Konzern eine marktführende Position mit dem Produktportfolio in die Taxonomiekonformität seiner Energieeffizienzmaßnahmen, Photovoltaik- der Abfüll- und Verpackungstechnik inne hält, wird das nicht-enviro Portfolio anlagen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausweisen. sowie das jeweilige Vorgängermodell als Referenzprodukt für die »leistungsfä-
higste alternative Technologie auf dem Markt« verwendet. Die Durchführung Relevante Aktivitäten für das Umweltziel Übergang der LCAs zeigt auf, dass die Maschinen des enviro Produktportfolios im Ver- zu einer Kreislaufwirtschaft gleich zum Standardportfolio und/oder Vorgängermodell aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz erhebliche Einsparungen von Treibhausgasemissi- Verkauf von Gebrauchtmaschinen – die ecomac GmbH onen im Lebenszyklus der Maschinen aufweisen und deshalb einen hohen Bei- trag zum Klimaschutz leisten. Die Durchführung der LCAs im Geschäfsjahr Die ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH ist eine Tochtergesellschaf der Krones 2023 ermöglicht es dem Krones Konzern, die Kriterien des substanziellen AG, welche gebrauchte Maschinen der Getränke- und Lebensmittelindustrie – Beitrags der Aktivität 3.6 zu erfüllen und somit für das Jahr 2023 den Umsatz, entweder mit oder ohne vorheriger Generalüberholung– auf dem Gebraucht- CapEx und OpEx des enviro Produktportfolios als taxonomiekonform auszu- warenmarkt verkauf. Die Aktivitäten der ecomac GmbH lassen sich daher weisen.* EU-Taxonomie-Aktivität »5.4 Verkauf von Gebrauchtwaren« des Umweltziels
Übergang zu einer Kreislaufwirtschaf zuordnen, da die Aktivität den Verkauf von gebrauchten Waren, die bereits von einem Kunden für den vorgesehenen
Die Lösungen der F&E-Projekte für das enviro Produktportfolio (Aktivität 3.6) Zweck verwendet wurden, möglicherweise nach Reparatur, Aufarbeitung oder tragen grundsätzlich zu einer Verringerung oder Vermeidung von Treibhaus- Wiederherstellung, umfasst. Das Unternehmen bietet ein Rücknahmepro- gasemissionen bei. Die Ausgaben im Rahmen unserer F&E-Projekte mit Bezug gramm für die Generalüberholung von Gebrauchtmaschinen unter der Ver- zu Energieeffizienz (im Kontext der Aktivität 3.6) können somit als taxonomie- wendung von Original-Ersatzteilen an. Nach der Außerbetriebnahme, Dein- konform ausgewiesen werden. stallation und Überholung kann die Maschine entweder an das Unternehmen
zurückgegeben oder an neue Kunden verkauf werden. Neben der Generalüber-
* Das enviro Produktportfolio wird für das Jahr 2022 rückwirkend als taxonomiekonform holung von Maschinen kauf die ecomac GmbH auch gebrauchte Maschinen an ausgewiesen, da der Nachweis durch das Lifecycle Assessment gegeben ist. und verkauf diese ohne Überholung auf dem Gebrauchtwarenmarkt. Eine tief-
ergehende Analyse zeigt, dass die ecomac Aktivitäten die Kriterien für einen
wesentlichen Beitrag erfüllen und somit die Taxonomiekonformität ausgewie-
sen werden kann.

Verkauf von Ersatzteilen – System Logistics Group
Die Tochtergesellschaf System Logistics Group verkauf Ersatzteile für Hebe-
zeuge und Fördermittel, was sich der EU-Taxonomie-Aktivität »5.2 Verkauf von
Ersatzteilen« des Umweltziels Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zuordnen
lässt und somit als taxonomiefähig identifiziert werden konnte. Die Kriterien
für einen wesentlichen Beitrag können für die Berichterstattung 2023 noch
nicht vollständig erfüllt werden, da Informationen zu Verpackungsmaterialien im eigenen Geschäfsbetrieb
noch nicht zur Verfügung stehen. Die Prozesse zur Informationsbeschaffung
sollen für die zukünfige Berichterstattung überarbeitet werden.

Do No Signifikant Harm (DNSH)
Ermittlung und Entwicklung der Kennzahlen
Weiterhin wurde analysiert, ob die Erreichung der weiteren Umweltziele durch die genannten Geschäfstätigkeiten signifikant beeinträchtigt wird. Der Krones
Konzern hat hierbei den Ansatz der Standortanalyse sowie einer produktbezo-
genen Analyse im Rahmen der Aktivität 3.6 angewandt. Hierfür wurden diejeni-
gen Standorte als relevant betrachtet, welche mit taxonomiefähigen Tätigkeiten
in Verbindung stehen. Die Standort- und Produktanalyse hat ergeben, dass die
Erreichung der weiteren Umweltziele durch keine der taxonomiefähigen Akti-
vitäten des Krones Konzerns wesentlich beeinträchtigt wird.
Soziale Mindeststandards

Zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards orientiert sich der Krones Konzern
in all seinen Wirtschafsaktivitäten an international anerkannten Vereinbarun-
gen und Zielen. Der Krones Konzern verpflichtet sich zur konsequenten Ein-
haltung von Menschenrechten und Arbeitsstandards entlang der gesamten
Wertschöpfungskette. Menschenrechte, Arbeitspraktiken und Sozialstandards
bilden das normative Fundament der täglichen Arbeit und sind deshalb welt-
weit in allen Prozessen und Projekten uneingeschränkt zu beachten und einzu-
halten. Eine Analyse der Anforderungen der sozialen Mindeststandards zeigt
daher, dass der Krones Konzern diese erfüllt.
Weitere Angaben zur Einhaltung der sozialen Mindeststandards und den
implementierten Due-Diligence-Mechanismen zu den Themen Achtung der
Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Besteuerung
und Freier Wettbewerb enthalten die entsprechenden Kapitel »Diversität
im eigenen Geschäfsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen
Geschäfsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette« und
»Ethisches Geschäfsverhalten«.

Ermittlung der Kennzahlen
Die Definition der Kennzahl der Umsatzerlöse gemäß EU-Taxonomie entspricht
den im Krones Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlösen. Informatio-
nen hierzu finden Sie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung dieses
Geschäfsberichts. Die Kennzahl CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen,
immaterielle Vermögensgegenständen sowie Vermögensgegenstände aus
Nutzungsrechten. Informationen zu den Gesamtinvestitionen des Krones
Konzerns finden Sie in den Anhangsangaben »Immaterielle Vermögenswerte«,
»Forschungs- und Entwicklungskosten« und »Sachanlagen«. Direkte, nicht
kapitalisierte Kosten im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung,
Gebäudesanierungsmaßnahmen sowie Wartung und Instandhaltung sind
Bestandteile der Kennzahl OpEx.

Die Angaben zum Umsatz, den Investitionsausgaben und den Betriebsausgaben
werden gemäß der delegierten Verordnung über die Offenlegungspflichten und
in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschrifen erstellt. Die
Datenerhebung im Rahmen der EU-Taxonomie erfolgt anhand der Umsatzerlöse,
Investitionsausgaben und Betriebsausgaben aus der finanziellen Buchhaltung
sowie bei Notwendigkeit einer entsprechenden Kennzeichnung für die EU-Taxo-
nomie-Aktivitäten. Für die Ermittlung der Investitions- und Betriebsausgaben
wird teilweise eine Allokation auf Basis der Umsatzerlöse der taxonomiefähigen
und -konformen Geschäfsaktivitäten angewendet. Die Wirtschafsaktivitäten
des Krones Konzerns wurden eindeutig immer nur einer EU-Taxonomie-Aktivi-
tät zugeordnet, um Doppelzählungen bei der Kalkulation des Umsatzes sowie
in der Investitions- und Betriebsausgaben zu vermeiden. Die hier vorgelegten

Entwicklung der Kennzahlen
Der taxonomiefähige Umsatz hat sich von 7,3 Prozent im Jahr 2022 auf 15,5
Prozent erhöht. Die Verbesserung resultiert aus den Umsatzsteigerungen des
enviro Portfolios (Aktivität 3.6) sowie durch Hinzunahme der weiteren Umwelt-
ziele. Der taxonomiekonforme Umsatz beträgt 15,2 Prozent und umfasst das
enviro Portfolio sowie den Verkauf von Gebrauchtmaschinen.
Der taxonomiefähige CapEx hat sich von 12,4 Prozent im Jahr 2022 auf 22,6 Pro-
zent erhöht. Dies resultiert vor allem aus dem Grundstückskauf für die Erweite-
rung der Recycling Solutions sowie der erhöhten Investitionsausgaben in Bezug
auf das enviro Portfolio. Der taxonomiekonforme CapEx beträgt 22,6 Prozent
und umfasst im Wesentlichen Investitionen in einen nachhaltigen Fuhrpark, in
erneuerbare Energien sowie in unser enviro Portfolio.# Kennzahlen müssen vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Krones Konzern noch nicht vollumfänglich von der EU-Taxonomie betroffen ist, da wesentliche Wirtschaftaktivitäten des Krones Konzerns nicht im derzeitigen Katalog der EU-Taxonomie-Aktivitäten enthalten sind.

Der taxonomiefähige OpEx hat sich von 3,7 Prozent im Jahr 2022 auf 3,0 Prozent reduziert. Er umfasst Ausgaben für Energieeffizienzmaßnahmen sowie für Forschung und Entwicklung. Der taxonomiekonforme OpEx beträgt 2,1 Prozent und umfasst die vorgenannten Ausgaben.

Wirtschaftsaktivitäten

Umsatz 2023 Umsatz 2022 CapEx 2023 CapEx 2022 OpEx 2023 OpEx 2022
% % % % % % % % % % % %
Taxonomiefähige Aktivitäten 15,5 7,3 22,6 12,4 3,0 3,7
Taxonomiekonforme Aktivitäten 15,2 7,3* 22,6 12,4* 2,1 2,0
Nicht taxonomiefähige Aktivitäten 84,5 92,7 77,4 87,6 97,0 96,3
Gesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0

* Das enviro Produktportfolio kann für das Jahr 2022 rückwirkend als taxonomiekonform angesetzt werden, da der Nachweis durch das Lifecycle Assessment gegeben ist.

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6 | WEITERE INFORMATIONEN
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UNTERNEHMENSFÜHRUNG
DER KRONES AG
DER KRONES AG
Nichtfinanzielle Erklärung
Anhang zur Nichtfinanziellen Erklärung – EU-Taxonomie
5 | 138

EU-Taxonomie – Umsatz Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsaktivitäten (1) Anteil Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (A.1.) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20) Kategorie (A.2.) Taxonomie-fähiger Umsatz, Jahr 2022 (18) % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien CCM 3.6 709,8 15,0% J N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J 7,3% E
Verkauf von Gebrauchtwaren CE 5.4 8,5 0,2% N/EL N/EL N/EL N/EL J N/EL J J J J J J n.a.
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 718,3 15,2% 98,8% 0% 0% 0% 1,2% 0% J J J J J J J 7,3%
Davon ermöglichende Tätigkeiten 709,8 15,0% 100% 0% 0% 0% 0% 0% J J J J J J J 7,3% E
Davon Übergangstätigkeiten 0 0% 0% J J J J J J J 0% T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Verkauf von Ersatzteilen CE 5.2 12,8 0,3% N/EL N/EL N/EL N/EL EL N/EL n.a.
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 12,8 0,3% 0% 0% 0% 0% 100% 0% 0%
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 731,1 15,5% 97,1 % 0% 0% 0% 2,9% 0% 7,3%
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 3.983,8 84,5%
Gesamt 4.714,9 100%

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Nichtfinanzielle Erklärung
5 | 139

EU-Taxonomie – CapEx/1 Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsaktivitäten (1) Anteil Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (A.1.) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20) Kategorie (A.2.) Taxonomie-fähiger CapEx, Jahr 2022 (18) % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien CCM 3.6 49,1 21,2% J N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J 11,7% E
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge CCM 7.4 0,3 0,1% J N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J 0,4% E
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort CCM 7.6 3,1 1,3% J N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J 0,3% E
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 52,5 22,6% 100% 0% 0% 0% 0% 0% J J J J J J J 12,4%
Davon ermöglichende Tätigkeiten 52,5 22,6% 100% 0% 0% 0% 0% 0% J J J J J J J 12,4% E
Davon Übergangstätigkeiten 0 0% 0% J J J J J J J 0% T

EU-Taxonomie – CapEx/2 Geschäftsjahr 2023

EU-Taxonomie – OpEx/1 Geschäftsjahr 2023

EU-Taxonomie – OpEx/2 Geschäftsjahr 2023

Umfang der Taxonomiefähigkeit und -konformität nach Umweltziel

Umsatzanteil/Gesamtumsatz CapEx-Anteil/Gesamt-CapEx OpEx-Anteil/Gesamt-OpEx
Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Taxonomiekonform je Ziel
Taxonomiefähig je Ziel
Taxonomiekonform je Ziel
Taxonomiefähig je Ziel
15,0% CCM 15,0% CCM 22,6% CCM 2,1% CCM
0 CCA 0 CCA 0 CCA 0 CCA
0 WTR 0 WTR 0 WTR 0 WTR
0,2% CE 0 CE 0,5% CE 0 CE
0 PPC 0 PPC 0 PPC 0 PPC
0 BIO 0 BIO 0 BIO 0 BIO
  • Klimaschutz: CCM (Climate Change Mitigation)
  • Anpassung an den Klimawandel: CCA (Climate Change Adaptation)
  • Wasser- und Meeresressourcen: WTR (Water)
  • Kreislaufwirtschaft: CE (Circular Economy)
  • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung: PPC (Pollution Prevention and Control)
  • Biologische Vielfalt und Ökosysteme: BIO (Biodiversity and ecosystems)

Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas

Zeile
Tätigkeiten im Bereich Kernenergie NEIN
1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
2.
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# ANHANG
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UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

5 | 145

Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Diese Angaben beziehen sich lediglich auf den CapEx KPI.)

Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent) Anpassung an den Klimaschutz (CCM + CCA) Klimawandel
1. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx KPI 0/0 – –
2. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx KPI 0/0 – –
3. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx KPI 0/0 – –
4. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx KPI 0/0 – –
5. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx KPI 0,03 Mio. € / 0,01% 0,03 Mio. € / 100% 0/0
6. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des CapEx KPI 0/0 – –
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des CapEx KPI 0/0 0 /0 0/0
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des CapEx KPI 0,03 Mio. € / 0,01% 0,03 Mio. € / 100% 0/0

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UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

2 | 146

Die Weltwirtschaft ist 2023 um 3,1% gewachsen Produktion der deutschen Maschinenbau-Branche sinkt gegenüber waren dabei staatlichen Ausgaben sowie zurückgehende Inflationsraten, die dem Vorjahr um 1% den privaten Konsum stützten. Weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken steigt stabil

In den Schwellen- und Entwicklungsländern ist die Wirtschaft 2023 laut IWF um insgesamt 4,1% gewachsen (2022: +4,1%). Dabei erhöhte sich die Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in China im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahr auf 5,2% (2022: +3,0%). Das liegt jedoch noch immer hinter früheren Wachstumsraten und ist im Wesentlichen auf die Probleme im chinesischen Immobiliensektor zurückzuführen. Weiterhin dynamisch entwickelte sich die indische Wirtschaft im Berichtsjahr. Dort kam das BIP 2023 um 6,7% (2022: + 7,2%) voran. Die Region Naher Osten und Zentralasien litt 2023 laut IWF unter Produktionskürzungen beim Erdöl sowie unter regionalen Konflikten. Das BIP-Wachstum der Region verringerte sich deshalb deutlich auf 2,0% (2022: +5,5%). Auch in Lateinamerika und der Region Sub Sahara/Afrika verlor der Wirtschaftsaufschwung im Berichtsjahr an Dynamik. In Lateinamerika legte das BIP 2023 um 2,5% (2022: + 4,2%) zu, in Sub Sahara/Afrika um 3,3 % (Vorjahr: 4,0%).

In den Industriestaaten entwickelte sich die Wirtschaft 2023 in den USA besser und in der Euro-Zone schlechter als Anfang des Jahres vom IWF prognostiziert. Insgesamt stieg das BIP in den reifen Industrieländern um 1,6% (2022: + 2,6%).

Dabei verbesserte sich das BIP in den USA um 2,5% (2022: + 1,9%). Die weltweit größte Volkswirtschaft profitierte vom relativ robusten privaten Konsum. In der Euro-Zone kam die Wirtschaft wegen der steigenden Zinsen und der schwachen Nachfrage von wichtigen internationalen Handelspartnern nur schleppend voran. Insgesamt legte das BIP in der Euro-Zone 2023 lediglich um 0,5% (2022: + 3,4%) zu. In Japan hat die wirtschaftliche Dynamik im Berichtsjahr mit einem BIP-Wachstum von 1,9% (2022: +1,0%) deutlich zugenommen.

Weltwirtschaft wächst 2023 um 3,1%

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2023 verlangsamt. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaftsleistung 2023 um 3,1 % gestiegen (2022: +3,5%). Damit wurde die vom IWF im Januar 2023 aufgestellte Wachstumsprognose von 2,9% leicht übertroffen. Grund hierfür war laut IWF im Wesentlichen das überraschend robuste Wachstum in wichtigen Volkswirtschaften. So hat sich die Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern in der zweiten Jahreshälfte 2023 besser entwickelt als erwartet. Wachstumstreiber waren dabei staatlichen Ausgaben sowie zurückgehende Inflationsraten, die den privaten Konsum stützten.

Quelle: IWF, World Economic Outlook Januar 2024
*Alle Angaben innerhalb »Wirtschaftliches Umfeld« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2023 nach Regionen in %
2023
USA 2,5
Euro-Raum 0,5
Japan 1,9
China 5,2
Indien 6,7
Lateinamerika 2,5
Naher Osten Zentralasien 2,0
Sub-Sahara Afrika 3,3

2 | 147

Wirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft ist 2023 in die Rezession abgerutscht

Die Wirtschaft in Deutschland hat sich im Berichtsjahr wesentlich schlechter entwickelt als in der gesamten Euro-Zone. Laut vorläufiger Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 im Vergleich zu 2022 um 0,3% geschrumpft. Damit ist die deutsche Wirtschaft nach einem BIP-Wachstum von 1,8% im Vorjahr 2023 in die Rezession abgerutscht.

Wesentliche Ursachen hierfür waren die rückläufigen Konsumausgaben der privaten Verbraucher und des Staates. Der private Konsum litt unter den Kaufkraftverlusten als Folge gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise. Bei den staatlichen Ausgaben machte sich der Wegfall der Coronahilfen bemerkbar. Ebenfalls geschrumpft sind 2023 die Bauinvestitionen. Einen positiven Wachstumsbeitrag zum BIP 2023 leisteten nur die Ausrüstungsinvestitionen sowie der Außenbeitrag (Differenz von Ex- und Importen).

Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 2023 leicht rückläufig

Die hohen Auftragsbestände der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer zu Jahresbeginn 2023 bescherten der Branche im ersten Halbjahr noch steigende Produktionszahlen. Im dritten und vierten Quartal unterschritt die Produktion aber die Vorjahreswerte. Für das Gesamtjahr 2023 meldete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine um 1% rückläufige Produktion. Damit schrumpfe die Branche weniger stark als prognostiziert. Wegen Problemen in den globalen Lieferketten, den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie der unter den steigenden Zinsen leidenden Gesamtwirtschaft rechnete der VDMA ursprünglich damit, dass die Produktion 2023 um 2 % sinken werde.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in % Produktionswert im Maschinenbau – reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent
```mermaid
graph TD
A[2019] -- 1.8 --> B(2022)
C[2020] -- 2.6 --> D(2023)
E[2021] -- 0.6 --> F(2024)
G[2022] -- -0.3 --> H(2025)
I[2023] --> J(2026)
|mermaid
graph TD
A[2019] -- -4.6 --> B(2022)
C[2020] -- -12 --> D(2023)
E[2021] -- 1 --> F(2024)
G[2022] -- 2 --> H(2025)
I[2023] -- -1 --> J(2026)
```

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA. Aus »Lage und Ausblick im Maschinen- und Anlagenbau« des VDMA von Dezember 2023.

2 | 148

Wirtschaftliches Umfeld

Megatrends treiben das Wachstum der Märkte von Krones an

Die Mittelschicht wächst und steigert die Konsumausgaben

Krones ist auf stabil wachsenden Märkten tätig.# Wesentliche Wachstumstreiber

In den Schwellen- und Entwicklungsländern besteht der langfristige Trend, dass immer mehr Menschen der Armut entkommen und in die Mittelschicht aufsteigen. Nach Prognosen der OECD wird deshalb die weltweite Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben – auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel – zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 dürfte laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42% gelegen haben. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59% zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte laut OECD in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.

Die zunehmende Weltbevölkerung, die Urbanisierung, die wachsende Mittelschicht sowie die Nachhaltigkeit sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von Krones stützen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

In Asien nimmt die Zahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, besonders stark zu. Deshalb wächst in dieser Region der Anteil an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht. Der große übergeordnete Megatrend ist die wachsende Weltbevölkerung. Gemäß den Angaben der Vereinten Nationen (UN) überschritt die Weltbevölkerung am 15. November 2022 die Marke von 8 Mrd. Menschen. Laut UN wird die Zahl der Menschen auf der Erde mit einer jährlichen Wachstumsrate von weniger als 1% oder rund 60 Mio. Menschen künftig zwar langsamer zunehmen als in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch soll die Weltbevölkerung bereits im Jahr 2030 bei etwa 8,5 Mrd. und damit um gut 400 Mio. höher liegen als Ende 2023. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei dürfte die Zahl derer, die abgepackte Getränke und Lebensmittel konsumieren, überproportional zulegen. Hierfür sprechen zwei weitere Megatrends, nämlich die wachsende Mittelschicht und die zunehmende Urbanisierung.

Region 2020 (e) 2030 (e)
Asien 42% 59%
Europa
Nordamerika
Mittel- und Südamerika
Mittlerer Osten und Afrika

Quelle: OECD Development Centre, Working Paper No. 285 von Januar 2010

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Urbanisierung fördert den Absatz von abgepackten Getränken und Lebensmitteln

Die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln ebenfalls. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, im Durchschnitt mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung. Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Region 2015 2050
Afrika 41 % 59 %
Asien 48 % 66 %
Ozeanien 68 % 72 %
Europa 74 % 84 %
Lateinamerika/ Karibik 80 % 88 %
Nordamerika 82 % 89 %

Quelle: Vereinte Nationen (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)

Die größten Städte der Welt 2018

Stadt Einwohnerzahl (Mio.)
37,5 Mio.
35,0 Mio.
32,5 Mio.
30,0 Mio.
27,5 Mio.
25,0 Mio.
22,5 Mio.
20,0 Mio.
17,5 Mio.
15,0 Mio.
12,5 Mio.
10,0 Mio.
7,5 Mio.
5,0 Mio.
2,5 Mio.
Asien
Afrika
Lateinamerika

Quelle: UN DESA, World Urbanization Prospects 2019

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Nachhaltiges Wirtschaften ist ein neuer Megatrend

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Megatrend entwickelt, der auch bei den Kunden von Krones einen hohen Stellenwert hat. Viele internationale Getränke- und Lebensmittelunternehmen achten verstärkt darauf, Ressourcen in ihrer Produktion einzusparen und ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Das treibt die Nachfrage nach ressourcenschonenden Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen an. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat Krones schon seit vielen Jahren die Ökoeffizienz seiner Produkte und Dienstleistungen im Fokus. Wir haben enviro seit 2008 dynamisch weiterentwickelt und können unseren Kunden schon lange innovative und nachhaltige Abfüll- und Verpackungstechnologien liefern. Damit profitieren wir als Vorreiter vom Nachhaltigkeitstrend.

Krones achtet schon seit langem darauf, dass Maschinen und Anlagen sparsam mit Ressourcen umgehen. Mittlerweile hat sich das Thema Nachhaltigkeit als neuer Megatrend etabliert.

Die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken wächst stabil

Krones erwirtschaftet einen großen Teil des Konzernumsatzes mit Kunden aus der internationalen Getränkeindustrie. Deren Investitionsbereitschaft wird stark von der Nachfrage der Endkunden nach abgepackten Getränken beeinflusst. Damit ist auch für Krones der weltweite Getränkeverbrauch ein wesentlicher Faktor.

Der weltweite Konsum abgepackter Getränke nimmt stetig zu. Die Nachfrage wird von den Megatrends Bevölkerungswachstum, zunehmende Mittelschicht und Urbanisierung angetrieben. Konjunkturelle Schwankungen beeinflussen das Konsumverhalten kaum. Schließlich zählen Essen und Trinken zu den Grundbedürfnissen der Menschen. In der jüngeren Vergangenheit ging lediglich 2020 der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr zurück. Wegen der Corona-Pandemie waren Bars und Restaurants rund um den Globus von Lockdowns betroffen, was sich stark auf den außerhäuslichen Getränkekonsum auswirkte.

Nach dem kurzen Rücksetzer im Jahr 2020 ist der Markt seit 2021 wieder auf seinen stabilen Wachstumspfad zurückgekehrt. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data lag der globale Verbrauch abgepackter Getränke 2023 mit insgesamt 1.463 Mrd. Liter um 4,0% höher als im Vorjahr (2022: 1.406 Mrd. Liter). Zum Vergleich: 2019, also dem Jahr vor der Corona-Krise, betrug der weltweite Getränkekonsum 1.366 Mrd. Liter.

Überproportional dürfte die Nachfrage in den kommenden Jahren nach abgepacktem Wasser sowie nach »New Drinks«, also Sport- und Energydrinks, sowie trinkfertigem Kaffee und Tee zunehmen.

Im zweitgrößten Marktsegment der abgepackten Getränkesorten, alkoholische Getränke (Anteil 2023: 18,5%), unterschreiten die Wachstumserwartungen die Prognose für den Gesamtmarkt. Der Konsum abgepackter alkoholischer Getränke soll laut den Zahlen von Global Data von 2023 bis 2026 mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,3% zulegen. Wesentlicher Grund für das unterproportionale Wachstum ist die nahezu gesättigte Nachfrage nach alkoholischen Getränken in den Industrieländern.

Im größten Segment des globalen Getränkemarkts, bei abgefülltem Wasser (Anteil am globalen Getränkemarkt 2023: 34,6%), dürfte der Konsum überproportional steigen. Für den Zeitraum 2023 bis 2026 liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsprognose bei 3,0%. Wesentliche Wachstumstreiber sind der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der Trend zur gesunden Ernährung in den Industrieländern.

Bei den Milch- und Milchmixgetränken (Anteil 2023: 17,6%) verzeichnen alternative Milchsorten wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch das höchste Wachstum. Sie sind aber bislang nur Nischenprodukte innerhalb des Milchmarktes. Der Anteil von »traditioneller« Milch, deren Konsum nur unterproportional zum globalen Getränkemarkt steigt, ist um ein Vielfaches höher. Im gesamten Segment Milch- und Milchmixgetränke soll die Nachfrage von 2023 bis 2026 um durchschnittlich 2,1% pro Jahr wachsen.

Ein wenig langsamer als der globale Getränkekonsum dürfte der Verzehr von kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) (Anteil 2023: 17,1%) in den kommenden Jahren zulegen. In den Industrieländern verzichten Verbraucher zunehmend auf zuckerhaltige Sofdrinks.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke 2023 in Mrd. Liter Durchschnittliches jährliches Wachstum der Getränkearten von 2023 bis 2026***
Wasser 506,0 (34,6 %) 3,0 %
New Drinks** 92,7 (6,3 %) 2,7 %
Frucht- und Obstsäfte 85,0 (5,8%) 2,3 %
Kohlensäurehaltige Getränke (CSD) 250,4 (17,1 %) 2,2 %
Milch- und Milchmixgetränke 257,4 (17,6 %) 2,1%
Alkoholische Getränke* 271,2 (18,5 %) 2,0 %
  • Bier, Wein, Spirituosen, Cider, aromatisierte alkoholische Getränke
    ** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee
    *** erwartet

2023: 1.462,7 Mrd. Liter (geschätzt)

Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Unterstützt von den Megatrends sollte der Verbrauch von abgepackten Getränken auch in Zukunft stabil wachsen. Er wird, gemäß den Zahlen von Global Data, von 2023 bis 2026 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,8% zulegen.

Überproportionales Wachstum von durchschnittlich 3,1 % im Jahr. Unterproportional zum globalen Konsum abgepackter Getränke soll die Nachfrage von 2023 bis 2026 in der Region »Eastern World« – durchschnittliche jährliche Steigerungsrate: 2,5% – sowie in Südamerika (durchschnittliche jährliche Steigerungsrate: 2,5%) wachsen.

Wirtschaftliches Umfeld

Die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate der rungsrate: 1,9%) wachsen. CSD-Nachfrage soll gemäß den Zahlen von Global Data im Zeitraum 2023 bis 2026 bei 2,7% liegen. In den entwickelten Industriestaaten legt der Getränkekonsum durchwegs langsamer zu als auf globaler Ebene. Für Westeuropa liegt die für 2023 bis 2026 Bei den beiden kleineren Segmenten des Getränkemarkts New Drinks (Anteil prognostizierte durchschnittliche Wachstumsrate bei 1,7 %, für Nord- und Mit- am weltweiten Getränkekonsum 2023: 6,3%) sowie Frucht- und Obstsäfte (An- telamerika bei 1,3%. In der relativ kleinen Absatzregion Mitteleuropa soll sich teil: 5,8%) sticht die stark steigende Nachfrage nach New Drinks (Sport- und die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesem Zeitraum um durch- Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee) hervor. Für diese Getränke- schnittlich 0,2% pro Jahr verringern. In den reifen Industrieländern legt zwar sorten liegt die für 2023 bis 2026 erwartete durchschnittliche Steigerungsrate der Getränkekonsum insgesamt unterproportional zu, dafür steigt dort aber bei 4,8% im Jahr. Der Konsum von abgepackten Frucht- und Obstsäfen dürfe die Getränke- und Verpackungsvielfalt sowie die Nachfrage nach nachhaltiger im selben Zeitraum hingegen nur um jährlich 2,2 % zunehmen. ressourcenschonender Abfüll- und Verpackungstechnik stark. Das bietet Krones auch in den entwickelten Wirtschafsregionen attraktive Wachstums- Megatrends treiben Nachfrage nach abgepackten Getränken in den chancen. Schwellen- und Entwicklungsländern an

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke nach Regionen*

2023 (e) Mrd. Liter %** 2026 (e) Mrd. Liter %** durchschn. jährl. Wachstum in % 2023–2026 (e)
Asien/Pazifik 305,9 20,9 347,8 21,9 4,4
China 273,9 18,7 306,3 19,3 3,8
Nordamerika/Mittelamerika 229,0 15,7 237,9 15,0 1,3
Südamerika 196,3 13,4 207,8 13,1 1,9
Westeuropa 159,7 10,9 168,1 10,6 1,7
Afrika/Mittlerer Osten 139,7 9,6 153,0 9,6 3,1
Eastern World 105,6 7,2 113,7 7,2 2,5
Mitteleuropa 52,3 3,6 52,0 3,3 –0,2
Global 1.462,4 100,0 1.586,5 100,0 2,8

*Rundungsdifferenzen sind möglich
**Anteil am globalen Konsum
|(e) = erwartet
Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen – durchschnittliches jährliches Wachstum von 2023–2026*

Die Nachfrage nach abge- packten Getränken soll in den kommenden Jahren in –0,2% den asiatischen Märkten am stärksten wachsen.

+1,7%   +2,5%   +4,4%   +3,8%
        +1,3%   +3,1%
+1,9%

Mitteleuropa Westeuropa Eastern World Nordamerika/ Russland/ /Osteuropa Mittelamerika Nordamerika/ Mittelamerika China China Afrika/ Mittlerer Osten Asien/Pazifik Südamerika

*Prognose
Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Liter*

-0,3   +8,1   +13,3   +8,4   +11,5   +8,9   +32,4   +41,9
        347,8
        306,3
305,9
273,9
237,9
229,0
207,8
196,3
168,1
159,7
153,0
139,7
113,7
105,6
52,3
52,0

2023 2026 2023 2026 2023 2026 2023 2026 2023 2026 2023 2026 2023 2026 2023 2026 Mitteleuropa Eastern Afrika/ West- Südamerika Nord-/ China Asien/ World Mittlerer europa Mittel- Pazifik Osten amerika

*Prognose = Wachstum in Mrd. Liter von 2023 bis 2026
Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Der starke Wachstumstrend bei PET-Getränkebehältern hält weiter an

Die globale Nachfrage der kohlensäurehaltige Sofdrinks (CSD) und Wein abgefüllt. Weil die Nachfrage Getränkeindustrie nach PET- volumen, sondern auch die Anzahl der abgefüllten nach alkoholischen Getränken in den kommenden Jahren nur relativ langsam Behältern eine wichtige Kennzahl. Getränkeverpa- wachsen dürfe, wird die Verwendung von Getränkeverpackungen aus Glas nur ckungen bestehen im Wesentlichen aus Kunststoff, unterproportional steigen. Laut Global-Data-Zahlen liegt die Prognose für das Glas, Metall (Dosen) oder Karton. Laut vorläufiger durchschnittliche jährliche Wachstum von Getränkeverpackungen aus Glas im Zahlen von Global Data wurden 2023 weltweit 1.988 Mrd. Behälter mit Getränken Zeitraum 2023 bis 2026 bei 2,5%. abgefüllt. Das waren um 4,2% mehr als im Vorjahr (1.908 Mrd.). Bis 2026 dürfe Mit 18,8% lag der Anteil von Getränkebehältern aus Metall, also Dosen, 2023 die Zahl der abgefüllten Behälter um weitere 200 Mio. auf 2.189 Mrd. steigen. fast gleichauf mit Glas. In Dosen fließen hauptsächlich Bier, kohlensäurehaltige Dies entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,3%. Sofdrinks (CSD) sowie New Drinks (Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2023 (Basis: abgefüllte Einheiten) Kaffee und Tee). Von 2023 bis 2026 soll die Anzahl der mit Getränken befüllten Metalldosen um durchschnittlich 3,0 % pro Jahr zulegen.

Anteil 2023 Durchschnittliches jährliches Wachstum 2023 bis 2026*
PET 32,2 % 4,0 %
Glas 18,9 % 2,5 %
Dosen 18,8 % 3,0 %
Karton 12,7 % 2,6 %
Sonstige 17,3 % 3,6 %

*erwartet
Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Aus Karton bestanden vergangenes Jahr 12,7% der weltweiten Getränkeverpa- ckungen. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für die Abfüllung von Milch- und Milchmixgetränken sowie Frucht- und Obstsäfen verwendet. Dies sind Getränkesorten, deren Konsum nur unterproportional wachsen dürfe. Deshalb soll auch die Anzahl von Getränkeverpackungen aus Karton bis 2026 nur um durchschnittlich 2,6% pro Jahr zunehmen. Bei den »sonstigen Verpackungen« entfiel 2023 ein wesentlicher Teil auf Beutel aus Kunststoff- und Aluminiumfolien. In diese werden hauptsächlich Milch, Wasser und Fruchtsäfe abgefüllt. Insgesamt betrug der Anteil der sonstigen Verpackungen im abgelaufenen Jahr 17,3%. Die von Global Data für 2023 bis Mit Abstand die meisten der weltweit befüllten Getränkebehälter sind aus dem 2026 prognostizierte Steigerungsrate liegt bei jährlich durchschnittlich 3,6 %. Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt. 2023 bestanden laut den Zahlen Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, von Global Data 641 Mrd. oder 32,2% aller abgefüllten Getränkebehälter aus PET. Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert Krones vom überpro- Bei abgefülltem Wasser, dem weltweit am stärksten konsumierten Getränk, lag portionalen Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber der Anteil von PET-Flaschen sogar bei rund 80%. Auch aufgrund des prognosti- auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen zierten überproportionalen Anstiegs des Wasserkonsums sollte die Verwendung und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet von PET-Flaschen in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Wachstums- Krones nicht an. prognose für die Jahre 2023 bis 2026 liegt bei jährlich durchschnittlich 4,0%.

Krones in Zahlen

Krones AG in Zahlen

„ Die Krones AG setzte 2023 ihren profitablen Wachstumskurs unter Umsatz Krones AG in Mio. ꢀ herausfordernden Bedingungen fort. Umsatz der Krones AG legte 2023 erwartungsgemäß deutlich zu (+ 21,7% ).

2.825   3.000
2.521
2.341   2.341
2.071

„ Gesamtleistung der Krones AG steigt im Berichtsjahr um 8,1% gegenüber dem Vorjahr, der Auftragseingang liegt mit 3.285,4 Mio. € erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahreswert (3.892,4 Mio. €).
Krones zahlt für 2023 eine Dividende je Aktie von 2,20 € (Vorjahr: 1,75 €).# Krones AG hat Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen und die Ziele für die beiden bedeutsamsten Leistungsindikatoren (KPIs) Umsatz und EBIT jeweils übertroffen

Die Märkte von Krones haben sich 2023 gut entwickelt. Die Investitionsbereitschaft der internationalen Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie war trotz der verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch im Berichtsjahr hoch. Davon konnte die Krones AG als ein führender Komplettanbieter mit einem breiten Global Footprint profitieren. Der Auftragseingang lag mit 3.285,4 Mio. € erwartungsgemäß unter dem Rekordwert des Vorjahres (3.892,4 Mio. €). Dank der hohen Flexibilität und Kreativität der Beschäftigten entwickelte sich die Gesamtleistung 2023 trotz der insgesamt knappen Teilever-sorgung, insbesondere mit Elektrokomponenten, gut. Sie stieg im Berichtsjahr um 8,1% auf 2.970,8 Mio. €.

Auch den zweiten bedeutsamsten Leistungsindikator (KPI), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), hat die Krones AG 2023 deutlich gesteigert. Gestützt von dem höheren Umsatz und der Kostendisziplin, kletterte das EBIT von 6,2 Mio. € im Vorjahr auf 73,2 Mio. €. Damit wurde das Ertragsziel der Krones AG für 2023 ebenfalls übertroffen. Es lag bei einem positiven EBIT im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

2023 2022
Umsatz 2.521,4 2.071,0
Auftragseingang 3.285,4 3.892,4
Gesamtleistung 2.970,8 2.748,7
EBIT 73,2 6,2
Auftragsbestand (31. Dez.) 3.661,0 2.897,0

Krones in Zahlen

Umsatz nach Regionen

Der Umsatz der Krones AG in Deutschland entwickelte sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil. Er ging im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,8% von 312,7 Mio. € auf 310,2 Mio. € zurück. Der Anteil des Inlandsgeschäfts an den gesamten AG-Erlösen fiel im Berichtsjahr von 15,1% im Vorjahr auf 12,3%.

In Europa (ohne Deutschland) verbesserte sich der Umsatz 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 10,7% auf 742,0 Mio. €. Überproportional kletterten die Erlöse in Mitteleuropa. Sie stiegen um 35,1% von 155,6 Mio. € im Vorjahr auf 210,3 Mio. €. Die große Marktregion Westeuropa verbesserte die Umsätze um 14,3% auf 401,2 Mio. €. In der Östlichen Welt hingegen fielen die Erlöse der Krones AG im Berichtszeitraum wegen der Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts um 20,4% auf 130,5 Mio. €. Der Anteil des gesamten Europa-Geschäfts (ohne Deutschland) am Umsatz der Krones AG ging im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 29,4% (Vorjahr: 32,4%) zurück.

In den außereuropäischen Regionen legte der Umsatz 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit 35,0% deutlich stärker zu als im Gesamtunternehmen. Er kletterte von 1.087,9 Mio. € auf 1.469,2 Mio. €. Besonders starke Zuwächse verzeichnete Nord- und Mittelamerika, die größte außereuropäische Absatzregion der Krones AG. Dort legten die Erlöse um 61,8% oder 186,9 Mio. € auf 489,2 Mio. € zu. Ebenfalls stark gewachsen ist im Berichtszeitraum das Geschäft in Südamerika/Mexiko. Dort stiegen die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 62,3% auf 197,1 Mio. €. In der Absatzregion Asien/Pazifik verbesserte sich der Umsatz um 15,2% auf 267,5 Mio. €. Um 41,8% übertrafen die Erlöse in China mit 208,9 Mio. € den Vorjahreswert von 147,3 Mio. €. Im Mittleren Osten/Afrika kletterte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,7% auf 306,5 Mio. €. Insgesamt erhöhte sich der Anteil der außereuropäischen Erlöse am Gesamtumsatz der Krones AG 2023 von 52,5% im Vorjahr auf 58,3%.

Regionsverteilung Umsatz 2023 2022
Deutschland 12,3 % 15,1 %
Europa (ohne Deutschland) 29,4 % 32,4 %
Außereuropäische Regionen 58,3 % 52,5 %
Gesamt 100 % 100 %

Umsatz 2023: 2.521,4 Mio. € | Umsatz 2022: 2.071,0 Mio. €

Die Krones AG verfügt weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang der Krones AG lag auch 2023 weiterhin auf hohem Niveau in Osteuropa, China und Asien/Pazifik. Schwächer als im Gesamtunternehmen war der Ordereingang in den Regionen Mittlerer Osten/Afrika und Südamerika. Nach der extrem regen Ordertätigkeit unserer Kunden im Vorjahr, die von Nachholeffekten beeinflusst war, lag der Auftragseingang 2023 in der Krones AG erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahreswert. Er fiel um 15,6 % von 3.892,4 Mio. € auf 3.285,4 Mio. € und hielt sich damit weiterhin auf gutem Niveau. Unsere Abnehmer schätzen es, dass wir ein zuverlässiger Partner bei der Abwicklung von Projekten rund um den Globus sind.

In der Region Westeuropa lag der Auftragseingang 2023 höher als im Vorjahr. Nur leicht rückläufig war der Ordereingang in Mitteleuropa und Nordamerika. In etwa proportional zur Krones AG entwickelte sich der Wert der Bestellungen in Osteuropa, China und Asien/Pazifik.

Auftragseingang Krones AG in Mio. €
| Jahr | Auftragseingang |
| :---- | :-------------- |
| 2019 | 1.414 |
| 2020 | 1.076 |
| 2021 | 1.702 |
| 2022 | 3.892 |
| 2023 | 3.285 |

Auftragsbestand Krones AG zum 31. Dezember in Mio. €
| Jahr | Auftragsbestand |
| :---- | :-------------- |
| 2019 | 615 |
| 2020 | 1.414 |
| 2021 | 2.802 |
| 2022 | 2.897 |
| 2023 | 3.661 |

Aufgrund des weiterhin guten Ordereingangs ist der Auftragsbestand der Krones AG im Berichtsjahr, trotz höherem Umsatz, kräftig angewachsen. Zum 31. Dezember 2023 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 3.661,0 Mio. € in den Büchern, ein Anstieg um 764,0 Mio. € gegenüber dem Wert vom Vorjahr (2.897,0 Mio. €).

Ertragslage der Krones AG

EBIT steigt wegen starken Umsatzwachstums 2023 von 6,2 Mio. € auf 73,2 Mio. € – Jahresüberschuss legt um 19% zu

Die Ertragskraft der Krones AG hat sich 2023 gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich verbessert. So stieg das EBIT um 67,0 Mio. € auf 73,2 Mio. €. Auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) und der Jahresüberschuss haben zugelegt, allerdings nicht ganz so stark. Das lag hauptsächlich am niedrigeren Beteiligungs- und Zinsergebnis der Krones AG. Im Anstieg der Gesamtleistung und des Umsatzes spiegelt sich die solide Auslastung der Produktionskapazitäten wider. Optimal ausgenutzt konnten die Fertigungskapazitäten wegen der angespannten Lage auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere bei Elektrokomponenten, aber nicht.

Insgesamt kletterte im Berichtszeitraum das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um 67,7 Mio. € von 53,5 Mio. € im Vorjahr auf 121,2 Mio. €.

Kennzahl 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 2.521,4 2.071,0 +21,7%
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse 449,4 677,7 –33,7%
Gesamtleistung 2.970,8 2.748,7 +8,1%
Materialaufwand –1.741,7 –1.638,0 +6,3%
Personalaufwand –803,2 –765,0 +5,0%
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen –304,7 –292,1 +4,3%
EBITDA 121,2 53,5 +126,7%
Abschreibungen auf Anlagevermögen/Umlaufvermögen –48,0 –47,3 +1,5%
EBIT 73,2 6,2
Finanz- und Beteiligungsergebnis 63,1 107,9 –41,5%
EBT 136,3 114,1 +19,6%
Ertragsteuern –8,4 –6,3 +34,0%
Sonstige Steuern –2,9 –2,8 +6,4%
Jahresüberschuss 125,0 105,0 +19,0%

Die Gesamtleistung der Krones AG stieg im Berichtsjahr um 8,1% auf 2.970,8 Mio. € (Vorjahr: 2.748,7 Mio. €). Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen hat sich gegenüber dem hohen Vorjahreswert verringert. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich 2023 mit 449,4 Mio. € weniger stark als im Vorjahr (677,7 Mio. €).

Höhere Preise für die Materialbeschaffung konnte das Unternehmen im Berichtszeitraum durch intelligentes Produktions- und Beschaffungsmanagement sowie Preiserhöhungen für seine Produkte kompensieren. Daher kletterte der Materialaufwand unterproportional zur Gesamtleistung um 6,3 % auf 1.741,7 Mio. €. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, fiel von 59,6 % im Vorjahr auf 58,6%.

Der Personalaufwand entwickelte sich ebenfalls unterproportional zur Gesamtleistung und kletterte 2023 um 5,0 % auf 803,2 Mio. € (Vorjahr: 765,0 Mio. €). Dadurch verringerte sich die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, auf 27,0 % (Vorjahr: 27,8%). Verantwortlich für die verbesserte Personalaufwandsquote waren hauptsächlich die gesteigerte Produktivität und die hohe Auslastung der Mitarbeiter.

In etwa auf dem Niveau des Vorjahres verharrten die Abschreibungen auf das Anlage- und Umlaufvermögen. Sie lagen mit 48,0 Mio. €.# Krones AG

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2 | LAGEBERICHT DER KRONES AG

Wirtschaftsbericht der Krones AG

Die Krones AG schüttet für Geschäftsjahr 2023 Dividende von 2,20 € je Aktie aus. Aufgrund der positiven Entwicklung des Jahresüberschusses haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Krones AG dazu entschieden, der Hauptversammlung am 4. Juni 2024 für das insgesamt erfolgreiche Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 2,20 € je Aktie (Vorjahr: 1,75 €/Aktie) vorzuschlagen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen veränderte sich 2023 von minus 292,1 Mio. € im Vorjahr auf minus 304,7 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür war der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 122,1 Mio. € im Vorjahr auf 107,8 Mio. €. Ein Grund hierfür war die niedrigere Auflösung von Rückstellungen im Berichtsjahr gegenüber 2022. Im Verhältnis zur Gesamtleistung fiel der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen leicht auf 10,3% (Vorjahr: 10,6%).

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ging von 107,9 Mio. € auf 63,1 Mio. € zurück. Hauptverantwortlich hierfür waren niedrigere Beteiligungserträge. Diese waren wegen der außerordentlich hohen Dividendenausschüttungen im Vorjahr von 120,1 Mio. € auf 77,0 Mio. € zurückgegangen.

Insgesamt stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 114,1 Mio. € auf 136,3 Mio. €. Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 125,0 Mio. € (Vorjahr: 105,0 Mio. €).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg dabei fast im Gleichschritt mit dem EBITDA um 67,0 Mio. € auf 73,2 Mio. €. Damit hat die Krones AG das Ziel, 2023 ein positives EBIT im mittleren zweistelligen Millionenbereich zu erzielen, erreicht.

Krones in Zahlen

Finanzlage der Krones AG

Finanzmittelfonds am 01.01. 2023 2022* 2021
347,5 112,0 29,4
  • Die 2022er Werte wurden an die geänderten Regelungen (DRS 21) zur Abbildung von Cash-Pooling in der Kapitalflussrechnung angepasst.
2023 2022 2021
Cashflow aus operativer Tätigkeit –253,2 31,4 61,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit 1,8 47,3 47,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 70,1 156,8 –26,5
Finanzmittelfonds am 31.12. 166,2 347,5 112,0

Die Bilanzsumme der Krones AG zum 31. Dezember 2023 weitete sich um 4,6% auf 2.414,8 Mio.€ (31. Dezember 2022: 2.308,6 Mio.€) aus und legte damit weniger stark zu als die Gesamtleistung (+8,1%). Vor allem der Aufbau von Anlagevermögen, Vorräten und Verbindlichkeiten sowie das höhere Eigenkapital trugen zu dem leichten Anstieg bei.

Erheblich verringert haben sich bei der Krones AG im Berichtsjahr die liquiden Mittel. Deren Bestand fiel zum Ende 2023 wegen des erwartungsgemäß negativen operativen Cashflows um 181,3 Mio.€ auf 166,2 Mio.€ (31. Dezember 2022: 347,5 Mio.€). Der starke Aufbau von Working Capital aufgrund des hohen Geschäftsvolumens führte im Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß zu einem deutlichen Rückgang des Cashflows aus operativer Tätigkeit. Gegenüber dem Vorjahreswert fiel er um 284,6 Mio.€ auf minus 253,2 Mio.€ (Vorjahr: +31,4 Mio.€).

Da die Krones AG zum Bilanzstichtag keine Bankschulden ausweist, entspricht der Bestand an liquiden Mitteln zum Ende 2023 auch der Nettoliquidität. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über freie Kreditlinien von rund 850 Mio.€. In dem derzeit sehr volatilen wirtschaftlichen Umfeld ist eine starke Finanz- und Kapitalstruktur wichtig. Sie gibt der Krones AG ausreichend Planungssicherheit sowie Spielraum für Wachstums- und Zuginvestitionen.

Vermögens- und Kapitalstruktur der Krones AG

Mio. € zum 31. Dezember
2023 2022 2021
Anlagevermögen 826,6 749,9 701,8
Umlaufvermögen, RAP 1.588,1 1.558,8 1.188,8
davon liquide Mittel 166,2 347,5 112,0
Eigenkapital 857,0 787,3 726,5
Fremdkapital 1.557,8 1.521,3 1.164,0
Rückstellungen 494,9 539,8 556,3
Verbindlichkeiten 1.062,7 981,6 607,7
Bilanzsumme 2.414,8 2.308,6 1.890,6

Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag hauptsächlich wegen höherer Sachanlagen und immaterieller Vermögensgegenstände auf 826,6 Mio.€ (Vorjahr: 749,9 Mio.€) gestiegen. Ein großer Teil des Aufbaus resultiert aus dem höheren Bestand an Software, Lizenzen und Rechten sowie gestiegenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Nur geringfügig zugelegt hat das Umlaufvermögen. Es kletterte um 22,2 Mio.€ auf 1.574,8 Mio.€. Während sich die Vorräte auf 898,1 Mio.€ (Vorjahr: 625,1 Mio.€) deutlich erhöhten, verringerten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 69,4 Mio.€ auf 510,5 Mio.€. Dies lag hauptsächlich an rückläufigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die um 48,4 Mio. € auf 275,3 Mio. € fielen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 98,8 Mio. € aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von 185,4 Mio. € aus sonstigen Verrechnungen. Die liquiden Mittel verringerten sich um 181,3 Mio.€ auf 166,2 Mio.€.

Das Eigenkapital der Krones AG erhöhte sich zum Ende 2023 wegen des Jahresüberschusses auf 857,0 Mio.€ (31. Dezember 2022: 787,3 Mio.€). In den höheren Verbindlichkeiten der Krones AG von 1.062,7 Mio.€ (Vorjahr: 981,6 Mio.€) spiegeln sich vor allem die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 574,8 Mio.€ (Vorjahr: 519,0 Mio.€) sowie die ebenfalls erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 411,1 Mio.€ (Vorjahr: 392,1 Mio.€) wider.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2023 mit einem Anstieg um 3,1 % (2022: plus 3,5 %) verlangsamt. Die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken steigt jedoch stetig. Die Märkte von Krones sind deshalb nur wenig Konjunkturschwankungen betroffen und haben sich auch 2023 gut entwickelt. Davon konnte das Unternehmen als führender Komplettanbieter für die internationale Abfüll- und Verpackungsindustrie profitieren. Die Krones AG verbesserte im Berichtsjahr Umsatz und Ertragskraft deutlich und hat die Finanzziele (Umsatz, EBIT) für das Gesamtjahr 2023 übertroffen.

Die Krones AG ist mit einem extrem hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2024 gestartet und ist insgesamt zuversichtlich für das Gesamtjahr. Es bestehen aber eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa, dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt sowie hohen Zinsen in vielen Ländern.

Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten erwartet die Krones AG für das Gesamtjahr 2024 bei einem Umsatzanstieg im höheren einstelligen Prozentbereich ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21,7% auf 2.521,4 Mio. €. Hierzu beigetragen haben neben dem Mengenwachstum auch Preiserhöhungen. Damit hat Krones das Umsatzziel übertroffen. Prognostiziert hatte der Vorstand für 2023 einen Umsatzanstieg in der Krones AG im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat die Krones AG 2023 deutlich gesteigert. Gestützt von dem höheren Umsatz sowie der hohen Effizienz und Kreativität der Beschäftigten, kletterte das EBIT von 6,2 Mio. € im Vorjahr auf 73,2 Mio. €. Damit wurde das Ertragsziel der Krones AG für 2023 ebenfalls übertroffen. Es lag bei einem positiven EBIT im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Nach der extrem regen Ordertätigkeit 2022 war die Investitionsbereitschaft unserer Kunden weiter hoch. Die Krones AG erzielte einen Auftragseingang von 3.285,4 Mio. € (Vorjahr: 3.892,4 Mio. €). Aufgrund der hohen Nachfrage nahm der Auftragsbestand der Krones AG trotz des Umsatzwachstums 2023 deutlich zu. Ende des Berichtszeitraums hatte die Krones AG Aufträge im Wert von 3.661,0 Mio. € in den Büchern (Vorjahr: 2.897,0 Mio. €).

Der starke Aufbau von Working Capital aufgrund des hohen Geschäftsvolumens führte im Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß zu einem Rückgang des Cashflows aus operativer Tätigkeit. Er fiel um 284,6 Mio. € auf – 253,2 Mio. € (Vorjahr: + 31,4 Mio. €). Die Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) des Unternehmens lag Ende 2023 bei 166,2 Mio. € (Vorjahr: 347,5 Mio. €). Insgesamt weist die Krones AG weiterhin eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

Krones AG Beschäftigte

Krones AG Beschäftigte zum 31.12.

2019 2020 2021 2022 2023
in Deutschland 9.647 9.319 8.608 8.375 9.056

Auszubildende und Ausbildungsanfänger

2019 2020 2021 2022 2023
Ausbildungsanfänger 153 147 105 79 87
Auszubildende gesamt 750 600 542 496 460

Die Belegschaft der Krones AG erhöht sich von von 8.608 auf 9.056

Im Berichtsjahr stieg die Beschäftigtenzahl der Krones AG an. Sie erhöhte sich um 5,2% oder 448 Personen von 8.608 auf 9.056 und legte damit unterproportional zur Gesamtleistung (+ 8,1 %) zu. Krones legt großen Wert auf die qualifizierte Ausbildung zukünftiger Fachkräfte und investiert kräftig in Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen berücksichtigt hierbei die erwarteten Marktbegebenheiten. 2023 starteten mit 153 Berufsanfängern wieder deutlich mehr junge Menschen ihre Ausbildung bei der Krones AG.# In dem unterproportionalen Aufau der Krones AG als im Vorjahr (105). Die Gesamtzahl der Auszubildenden lag Ende Personalkapazitäten spiegelt sich die deutliche Zunahme der Geschäfsaktivi- 2023 bei 419 (Vorjahr: 427). täten und zum anderen die hohe Effizienz und Flexibilität des Unternehmens im Berichtsjahr wider.

1 | AN UNSERE AKTIONäRE

2 | LAGEBERICHT

3 | ERKLäRUNG ZUR

4 | JAHRESABSCHLUSS

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Risiko- und Chancenbericht

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Das Risikomanagementsystem von Krones besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen. Im Rahmen seiner internationalen Geschäfstätig- keit ist Krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäfs- prozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. In Gegensatz zu den Risiken enthält folgende Informationen:

Krones stellt die Risiken auf Seite 184 in einer dreispaltigen Tabelle dar. Diese enthält folgende Informationen: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanage- Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche mentsystem. finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskate- gorien niedrig, mittel und hoch.

Krones hat auch das Thema Nachhaltigkeit in das Risikomanagementsystem eingebunden. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements prüfen und bewer- ten wir die Auswirkungen bestehender Risiken auf nichtfinanzielle Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), um deren Einfluss auf die Geschäfs- und Nachhaltigkeitsziele von Krones zu beurteilen.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäfsjahr 2024 definiert. Chancen sind als posi- tive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäfsjahr 2024 zu verstehen. In allen drei Segmenten des Krones Konzerns bestehen aufgrund von vergleichbaren Absatz- und Beschaffungsmärkten im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.

Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung*
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel
hoch >50,0 Mio. € hoch
Bewertung Niedrig Mittel Hoch
Schadenhöhe 1,0-10,0 Mio. € 10,1-50,0 Mio. € >50,0 Mio. €
Eintrittswahrscheinl. 0-20 % 21-49 % 50-100 %
Finanzielle Auswirkung 1,0-10,0 Mio. € 10,1-50,0 Mio. € >50,0 Mio. €

*gemessen am EBIT zu verstehen.
* Alle Angaben innerhalb »Risiko- und Chancenbericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.

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Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüber- wachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuier- lich sämtliche Geschäfsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken wer- den vor Annahme eines Aufrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Aufragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufräge darüber hinaus einen Projekt- Status-Bericht. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken, regionale Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Aufrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Seg- mente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbs- analysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschafen des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablauf- prozess sind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Das Risikomanagement- system dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefähr- dende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im Krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berich- ten aus den einzelnen Geschäfseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabwei- chungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung in- formiert. Bei Projekten mit hohem Aufragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Beschäfigte, die Risiken iden- tifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmens- interne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfe planen und Risiken steuern.

  • Jahresplanung
  • Mittelfristplanung
  • Strategische Planung
  • Rollierende Prognoserechnung
  • Investitionsplanung
  • Produktionsplanung
  • Kapazitätsplanung
  • Projektcontrolling
  • Debitorenmanagement
  • Wechselkursabsicherungs- geschäfe
  • Versicherungen

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Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei Krones im Control- ling verankert. Geprüf wird das Risikomanage- mentsystem durch die interne Revision. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Ver- antwortungsbereiche.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Da- rüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unter- nehmens Risikobeaufragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umset- zung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

In Kooperation mit dem konzernweiten Nachhaltigkeitsmanagement werden nichtfinanzielle Auswirkungen bestehender Risiken auf die Dimensionen Um- welt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) analysiert und dokumentiert.

Organisation des Risikomanagements von Krones

Funktion Zuständigkeit
Vorstand Gesamtverantwortung für das Risikomanagementsystem
Aufsichtsrat – Prüfungsaus- schuss Überwachung des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems
Revision Prüfung des Risikomanagementsystems
Risikomanagement-
ausschuss Prüfung des Risikofreunnerkennungssystems
Zentrales Risikomanagement Zentraler Ansprechpartner, Unterstützung im Risikomanagementprozess, Steuerung des Risikoberichtswesens, Risikocontrolling
Nachhaltigkeits-
management Prüfung und Bewertung nichtfinanzieller Aspekte
Risikobeauftragte der Geschäftseinheiten Erkennung und Reporting der Risiken sowie Einleitung der Gegenmaßnahmen

Der Prüfungsausschuss hat entsprechend dem Gesetz zur Stärkung der Finanz- marktintegrität (FISG) ein unmittelbares Auskunfsrecht gegenüber den Leitern von Kontroll- und Überwachungsaufgaben.

Darüber hinaus werden Aktionäre, Aufsichtsrat und Abschlussprüfer über das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem informiert. Der Lagebericht und der Konzernabschluss enthalten Informationen über wesentliche Risiken.

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Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement- systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanage- mentsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungs- legungsprozess stellt Krones sicher, dass sämtliche Geschäfsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, auf- bereitet, gewür-

  • Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsys- tems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewür- tet und im Jahresabschluss richtig abgebildet werden.
  • Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
  • Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen.
  • In regelmäßigen Stichproben prüfen wir, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.# KRONES AG

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UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

dicht und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von Krones umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an. Im Krones Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Der Prüfungsausschuss und der Risikomanagementausschuss des Krones Aufsichtsrates sind in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Er überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems sowie die interne Revision, die das Risikomanagement- und das interne Kontrollsystem regelmäßig prüft. Dem Vorstand, der die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt, liegen keine Informationen oder Kenntnisse vor, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems sprechen.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.

Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.

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4 | JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN

Risiko- und Chancenbericht

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

Risikokategorie Maximale Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenhöhe Auswirkung
Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch mittel
Branchenspezifische Risiken niedrig niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken mittel mittel
Operative Risiken hoch mittel

Krones teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 163.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Nachfrage nach abgepackten Getränken ist robust gegenüber Konjunkturzyklen. Krones ist deshalb mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht.

Die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2024 sind relativ verhalten. So erwartet der Internationale Währungsfonds, dass sich die Wachstumsdynamik gegenüber dem Vorjahr nicht beschleunigt. Es bestehen einige gesamtwirtschaftliche Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass sich die globale Konjunktur 2024 schlechter entwickelt als prognostiziert. Daraus ergeben sich für Krones gesamtwirtschaftliche Risiken.

Ein gesamtwirtschaftliches Risiko besteht darin, dass die Inflation nicht wie erwartet zurückgeht. Auslöser für anziehende Teuerungsraten könnten geopolitische Spannungen im Nahen Osten sein, die zu stark steigenden Ölpreisen und hieraus möglicherweise resultierenden Effekten auf andere Beschaffungspreise führen würden. Bei höheren Inflationsraten besteht die Gefahr, dass die für 2024 prognostizierten Zinssenkungen der Notenbanken, allen voran der US-Notenbank FED, ausbleiben. Dies könnte sich negativ auf die Entwicklung der US- und damit auch der Weltwirtschaft auswirken. Dies würde die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen und somit die Ertragslage von Krones negativ beeinflussen.

Neben dem Nahen Osten gibt es weitere Regionen, in denen geopolitische Spannungen eskalieren könnten. Dies stellt ebenfalls einen Risikofaktor für die Weltwirtschaft dar. So hätte ein militärischer Angriff von China auf Taiwan unabsehbare Folgen für die globale Konjunktur. Das Wachstum würde vermutlich deutlich geringer ausfallen als erwartet. Dies hätte negative Effekte auf die Geschäfte von Krones. Auch der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt bleibt ein gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor. Er könnte sich weiter ausdehnen und vorübergehend unter exogenen Faktoren wie beispielsweise steigender Finanzierungskosten oder regionaler Marktregularien leiden. Dies würde sich auch nachteilig auf die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Krones auswirken.

Die Weltwirtschaft 2024 stärker negativ beeinflussen als erwartet. Dies würde sich auch auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken.

Drohende internationale Handelskonflikte sowie die Bildung von Handelsblöcken stellen ebenfalls gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten dar. Es besteht beispielsweise das Risiko, dass sich die Spannungen zwischen den beiden bedeutenden wirtschaftlichen Regionen USA und China verschärfen. Abhängig vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen könnte sich dieses Risiko erhöhen (z. B. Intensivierung der »America-First-Politik«). Wenn sich die Weltwirtschaft wegen Handelskonflikten schwächer entwickelt als erwartet, würde sich das auch auf die Ertragslage von Krones negativ auswirken.

Ein weiteres gesamtwirtschaftliches Risiko stellt die Entwicklung der Konjunktur in China dar. Die chinesische Volkswirtschaft leidet weiterhin unter der angespannten Lage am Immobilienmarkt. Es besteht das Risiko, dass sich die Probleme verschärfen und weite Teile der Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Es könnte beispielsweise zu erheblichen Zahlungs- und Kreditausfällen kommen und die Kredit- und Finanzwirtschaft in China stark belasten. Im ungünstigen Fall könnte sich das auf die globalen Finanzmärkte ausbreiten und zu einer weltweiten Finanzkrise führen. Dies würde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen und hätte somit auch negative Folgen auf die Ertragslage von Krones.

Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von Krones versuchen, Aufträge über niedrigere Preise zu generieren. Dem daraus folgenden Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen und Kunden Produkte anbieten, die ihnen einen Mehrwert bringen. Darüber hinaus differenziert sich Krones mit seiner starken Serviceorientierung mit weltweiten Centern und Niederlassungen vom Wettbewerb.

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass »Kunststoff« als primäres und sekundäres Verpackungsmaterial in der Öffentlichkeit negativ wahrgenommen wird. So wird hauptsächlich in Europa seit einigen Jahren verstärkt über Kunststoff- und PET-Verpackungen debattiert. Krones erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit solchen Verpackungen stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststofftechnik vermindern und damit den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen und alternative Verpackungslösungen anbieten.

Darüber hinaus könnten auch andere Bereiche unseres Geschäftes in den Fokus gesellschaftlicher Diskussionen geraten. So wird beispielsweise in einigen Regionen der Zugriff von Getränkeherstellern auf Grundwasser kritisiert. Diese Kritik könnte sich auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden auswirken und damit zu Geschäftseinbußen bei Krones führen.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist Krones hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Marktes für Getränkeverpackungen und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken wächst langfristig stabil und ist robust gegen Konjunkturschwankungen. Dennoch könnte die Investitionsbereitschaft internationaler Getränkeunternehmen

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

in T€
davon: davon: zum Abschlussstichtag in den zum folgenden Zeitbändern überfällig
Abschlussstichtag zwischen zwischen

Krones ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt.# RISIKO- UND CHANCENBERICHT

2. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Krones steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen. Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Buchwert 31.12.2023 fällig bis 90 Tagen 90 und 180 Tagen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen Cashflow Zinsen 2024 Cashflow Tilgung 2024 Cashflow Zinsen 2025 – 2028 Cashflow Tilgung 2025 – 2028 Cashflow Zinsen nach 2028 Cashflow Tilgung nach 2028
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.853.833 1.706.333 88.924 19.880 14.891 23.805
Vertragsvermögenswerte
Buchwert 31.12.2022 fällig bis 90 Tagen 90 und 180 Tagen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen Cashflow Zinsen 2023 Cashflow Tilgung 2023 Cashflow Zinsen 2024 – 2027 Cashflow Tilgung 2024 – 2027 Cashflow Zinsen nach 2027 Cashflow Tilgung nach 2027
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.574.790 1.438.483 88.496 24.522 21.701 1.588
Vertragsvermögenswerte

1.2 Derivative Finanzinstrumente

Krones verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäften sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

in T€ Buchwert 31.12.2023 Cashflow Zinsen 2024 Cashflow Tilgung 2024 Cashflow Zinsen 2025 – 2028 Cashflow Tilgung 2025 – 2028 Cashflow Zinsen nach 2028 Cashflow Tilgung nach 2028
Derivative Finanzinstrumente 4.998 0 4.870 0 128 0 0
in T€ Buchwert 31.12.2022 Cashflow Zinsen 2023 Cashflow Tilgung 2023 Cashflow Zinsen 2024 – 2027 Cashflow Tilgung 2024 – 2027 Cashflow Zinsen nach 2027 Cashflow Tilgung nach 2027
Derivative Finanzinstrumente 9.926 0 9.320 0 606 0 0

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Krones ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine Verbindlichkeiten aus finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. Krones generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. Krones steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann Krones frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Krones umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undis kontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

in T€ Cashflow Zinsen 2024 Cashflow Tilgung 2024 Cashflow Zinsen 2025 – 2028 Cashflow Tilgung 2025 – 2028 Cashflow Zinsen nach 2028 Cashflow Tilgung nach 2028
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 3.765 29 1.244 24 2.521 0
Lieferungen und Leistungen 723.164 0 723.164 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 135.975 2.185 35.792 6.225 74.701 1.975
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 146.027 0 115.282 0 30.745 0
Summe 1.013.929 2.214 880.352 6.249 108.095 1.975
in T€ Cashflow Zinsen 2023 Cashflow Tilgung 2023 Cashflow Zinsen 2024 – 2027 Cashflow Tilgung 2024 – 2027 Cashflow Zinsen nach 2027 Cashflow Tilgung nach 2027
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.000 30 0 52 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 684.189 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 105.929 401 23.846 2.198 61.912 1.107
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 155.122 0 126.348 0 28.774 0
Summe 960.166 431 843.703 2.250 96.292 1.107

3. Zinsänderungsrisiko

Krones ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. Krones nahm zum Bilanzstichtag 2023 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

Krones ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt grundsätzlich Krones. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Krones einen Projekt-Status-Bericht eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt. Der sehr hohe Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 ist eine gute Basis dafür, dass Krones die Produktionskapazitäten 2024 gleichmäßig auslasten wird. Das komfortable Auftragspolster stärkt Krones darin, seine Preisstrategie weiter umzusetzen und wirkt sich damit positiv auf das Preisrisiko aus.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer mittleren Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich 2023 die Lage auf den Beschaffungsmärkten und in den globalen Lieferketten entspannt. Dennoch sind die Preise teilweise weiter gestiegen und es kam wegen Lieferengpässen, hauptsächlich bei Elektrokomponenten, zu vorübergehender Materialknappheit in der Produktion von Krones. Wir rechnen damit, dass sich die Situation auf den Beschaffungsmärkten, auch bei Elektrokomponenten, 2024 weiter verbessert. Es bleibt aber 2024 eine große Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen. Grundsätzlich ist Krones im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als hoch eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Kostenrisiken entstehen insbesondere durch Preisänderungen bei Rohstoffen und Vorprodukten, die nicht eins zu eins an Kunden weitergegeben werden können. Solche Risiken werden grundsätzlich im Rahmen des Projektcontrollings und durch den Einsatz von Beschaffungsstrategien gesteuert. Ab einer definierten Größe werden Risiken, die sich aus Kostensteigerungen im Einkauf ergeben können, projektbegleitend erfasst und umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäfen wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Sensitivität Währungen

Eine Veränderung des Stichtagskurses der Fremdwährung um + 10% zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

31.12.2023 in T€ Währung USD Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17.606 –86 3.067 1.159
Konzerneigenkapital 22.421 567 3.543 955
31.12.2022 in T€ Währung USD Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 15.134 –9 118 629
Konzerneigenkapital 21.011 1.480 4.386 10

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.# Risiko- und Chancenbericht

Als produzierendes Unternehmen ist Krones Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. Krones vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von Krones basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen wird. Dies könnte zu Produktionsausfällen führen und den Verlust bzw. Missbrauch von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. Es kann allgemein beobachtet werden, dass immer mehr Unternehmen Ziele von Computerkriminalität werden und die Cybersicherheit stark bedroht ist. Die Computerkriminalität basiert oftmals auf professionellen internationalen Strukturen, was deren Abwehr und Bekämpfung zu einer großen Herausforderung macht. Krones wappnet sich gegen die Gefahren aus Cyberkriminalität und sonstigen IT-Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst Krones nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen den Chancen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für Krones hauptsächlich dadurch, dass sich die Weltwirtschaft 2024 besser entwickelt als beispielsweise von den Experten des Internationalen Währungsfonds im Januar 2024 (Wachstum von 3,1%) prognostiziert. Aufgrund des breiten Global Footprints ist Krones international sehr gut positioniert und könnte deshalb auch davon profitieren, wenn sich die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser entwickelt als erwartet. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat Krones seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Wirtschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern stärker als erwartet wächst. Für den Euro-Raum und die USA rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2024 nur mit einem unterproportionalen Wirtschaftswachstum. Europa und die USA sind für Krones bedeutende und große Märkte. Sollte die Wachstumsdynamik in diesen Regionen stärker als erwartet sein, könnte auch Krones davon profitieren. Darüber hinaus könnte sich ein Ende des Russland-Ukraine-Konflikts oder anderer geopolitischer Spannungen, wie im Nahen Osten, positiv auf die globale Konjunktur und somit auch auf die Geschäfte von Krones auswirken.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend auf Nachhaltigkeit. Sie legen den Fokus darauf, Energie und andere Ressourcen einzusparen und ihren CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Es besteht zum einen die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Zudem könnte die Bereitschaft der Kunden steigen, für Abfüll- und Verpackungstechnik, die ihnen hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, auch höhere Preise zu akzeptieren. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von Krones besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Krones hat enviro von einzelnen Maschinen auf komplette Systeme sowie auch auf Verpackungslösungen dynamisch weiterentwickelt. Damit hat sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil beim Thema Nachhaltigkeit erarbeitet. Daraus eröffnen sich für Krones in diesem Bereich zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen.

Auch im Bereich Digitalisierung liegen erhebliche zusätzliche Geschäftschancen für Krones. Die Kunden erwarten, dass sie mit »intelligenten« Maschinen und Anlagen von Krones Betriebs- und Personalkosten sparen. Krones kann für die »digitale Getränkefabrik« schon viele marktreife Produkte und Dienstleistungen anbieten, die unter anderem die Effekte aus der noch final abzuschließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG beinhalten. Mögliche künftige Akquisitionen sind nicht in den Ergebnisplanungen beinhaltet. Durch externes Wachstum könnten sich zusätzliche Chancen für Krones eröffnen.

Operative Chancen

  1. Absatzpreise

Krones konnte 2023 gestiegene Beschaffungskosten mit Preiserhöhungen für seine Produkte kompensieren. Aufgrund der teilweise langen Lieferfristen wirkt sich dieser Effekt auch noch 2024 aus. Preiserhöhungen stehen auf weiterhin im strategischen Fokus von Krones. Der sehr hohe Auftragsbestand zu Jahresbeginn 2024 unterstützt das Unternehmen dabei, seine Preisstrategie durchzusetzen und bei der Auftragsannahme selektiv vorzugehen. Unsere Umsatz- und Ertragsprognose für 2024 beinhalten nur leichte bzw. produktabhängige Preiserhöhungen. Es besteht die Chance, dass sich die Absatzpreise 2024 besser entwickeln als prognostiziert und sich das positiv auf das Ergebnis von Krones auswirkt.

  1. Kostenrisiko

Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen wie beispielsweise den Ausbau des Global Footprint in Produktion und Einkauf 2024 weitere Kosteneinsparungen realisieren. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Krones ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko. Zudem werden während der Projektabwicklung die Risiken, die durch interne und externe Einflüsse
einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

  1. Personalrisiko

Krones will neben den etablierten Geschäftsbereichen besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hochqualifizierte Beschäftigte im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignetes Personal findet. Diesem Risiko begegnen wir auf vielfältige Weise. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Beschäftigten werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Krones bildet selbst junge Menschen in verschiedenen Berufen aus und hat eine konstant hohe Übernahmequote. Auch durch die Übernahme von Zeitarbeitnehmern begegnen wir dem Personalrisiko. Darüber hinaus verbessern wir durch umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen die Qualifikation unserer Beschäftigten ständig und bereiten sie auf neue Aufgaben vor. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
  1. Kostenrisiko

Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen wie beispielsweise den Ausbau des Global Footprint in Produktion und Einkauf 2024 weitere Kosteneinsparungen realisieren. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Krones ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko. Zudem werden während der Projektabwicklung die Risiken, die durch interne und externe Einflüsse
stoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet
ren finanziellen Auswirkungen aus. diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch Lieferkontrakte, die wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringern.

Krones will neben den etablierten Geschäfsbereichen besonders im Service-
In unsere Ergebnisprognose für 2024 haben wir sowohl eine Entspannung
bereich und im Digitalgeschäf verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch
am Beschaffungsmarkt sowie weitere Preissteigerungen für ausgewählte
qualifizierte Beschäfigte im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das
Warengruppen einkalkuliert. Sollten die Kosten für die Materialbeschaffung
Unternehmen nicht genügend geeignetes Personal findet. Diesem Risiko be-
stärker steigen als erwartet, könnte das Ergebnis geringer ausfallen als prog-
gegnen wir auf vielfältige Weise. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Be-
nostiziert.
schäfigten werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit
Darüber hinaus besteht hinsichtlich Lieferanten ein Produkt-, Termin- und
Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäfigen wir laufend
Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und
Bachelor-/Masterstudenten. Krones bildet selbst junge Menschen in verschie-
Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren. Sollte es
denen Berufen aus und hat eine konstant hohe Übernahmequote. Auch
dennoch zu vorübergehenden Lieferproblemen kommen, drohen Produkti-
durch die Übernahme von Zeitarbeitnehmern begegnen wir dem Personal-
onsausfälle, die sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones
risiko. Darüber hinaus verbessern wir durch umfangreiche Fort- und Weiter-
auswirken können.
bildungsmaßnahmen die Qualifikation unserer Beschäfigten ständig und be-
reiten sie auf neue Aufgaben vor. Zudem setzen wir professionelle Perso-
Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schaden-
nalberater ein.
höhe und einer als mittleren eingestufen Eintrittswahrscheinlichkeit gehen
Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestufen Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von
3. Kostenrisiko
niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.# Risiko- und Chancenbericht

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für Krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2023 über einen sehr hohen Aufragsbestand. Dies erhöht die Planungssicherheit und wirkt sich insgesamt positiv auf die Risikolage aus.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken im Wesentlichen wie folgt geändert: Erhöht haben sich die finanzielle Auswirkung aus den gesamtwirtschaflichen Risiken sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit beim Preisrisiko und den rechtlichen Risiken. Verringert haben sich die finanzielle Auswirkung aus den Beschaffungsrisiken, die maximale Schadenshöhe aus dem Währungsrisiko sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtwirtschaflichen Risiken und des Kostenrisikos.

Der Schwerpunkt der Risiken liegt auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie auf den operativen Risiken.

In Ergänzung hierzu resultiert ein Risiko aus dem Russland-Ukraine-Konflikt. Krones hat die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf den Konzern bewertet. Basierend auf diesen Einschätzungen hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Fortführung des Krones Konzerns begründen würden.

Beschaffungspreise gen anbieten und will die führende Position in dem zukunfsträchtigen Bereich Im Zuge des strategischen Ausbaus des Global Footprint beschaf Krones Digitalisierung auch mit neuen Geschäfsmodellen weiter ausbauen. verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unter- Chancen durch Akquisitionen nehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Zudem kaufen wir immer mehr Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Beides führt Krones hat 2023 seine Akquisitionsstrategie weiter umgesetzt und 90% an dem US-Unternehmen Ampco Pumps erworben. Ampco Pumps ist ein bedeutender zu günstigeren Beschaffungspreisen. Es besteht die Chance, dass Krones ins- Anbieter von Hygienepumpen auf dem US-amerikanischen Lebensmittel- und gesamt mehr Materialkosten einspart als geplant. Zusätzliche Chancen er- Getränkemarkt. Mit dem Zukauf hat Krones das Komponentengeschäf des Seg- geben sich, wenn sich die Rohstoff- und Materialpreise günstiger entwickeln ments Prozesstechnologie ausgebaut. Akquisitionen bleiben weiterhin in unse- als prognostiziert. rem strategischen Fokus. Interessant sind vorrangig mittelgroße Unternehmen, die unser bestehendes Portfolio technologisch und regional stärken oder die Krones ist aufgrund der soliden Finanz- und Kapital- Angebotspalette erweitern. ausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachs- tum zu nutzen. Die Ergebnisplanungen von Krones für 2024 beinhalten bereits

  1. Kosten

Krones hat seine Kostenstruktur durch strategische Maßnahmen optimiert. Bei der angestrebten Ergebnisverbesserung 2024 haben wir weitere Kosteneinsparungen einkalkuliert. Sollten die Kostensenkungen höher als geplant sein, ergeben sich daraus Chancen für Krones.

Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt

Der Russland-Ukraine-Konflikt ist weiterhin ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Es ist auch zwei Jahre nach seinem Beginn unklar, wie sich dieser Konflikt weiterentwickelt und wie lange er noch andauern wird. Als Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts können für Krones über die gesamtwirtschaflichen Risiken hinaus weitere Risiken entstehen.

Die direkten Absatzrisiken in Zusammenhang mit dem Konflikt schätzt Krones als gering ein. Krones tätigte vor dem Ausbruch des Konflikts lediglich insgesamt 1 % bis 1,5 % seines Volumens in Russland und der Ukraine. Das Neugeschäf in Russland hat Krones bereits 2022 eingestellt. Der Anteil der Erlöse in Russland und der Ukraine am Konzernumsatz lag 2023 bei weniger als 1 %. Insgesamt beeinflusst das verbliebene Geschäf in beiden Ländern die Umsatz- und Ergebnisplanungen 2024 in sehr geringem Umfang.

Für bestehende Aufräge mit Kunden in diesen Ländern wurde die Einschätzung der Abwicklungs- und Zahlungsausfallrisiken erneut bewertet. Bei der Kalkulation dieses Risikos wurde ein generelles Ausfallrisiko von einigen Kunden aufgrund von getroffenen wirtschaflichen Sanktionsmaßnahmen in Betracht gezogen. Das hierdurch errechnete Risiko ist mit einem Betrag im unteren einstelligen Millionen-Euro-Betrag ermittelt.

Es könnten in den Konfliktgebieten Lieferketten unterbrochen werden bzw. würden Lieferanten aus den betroffenen Gebieten ausfallen. Krones bezieht von Liefe- ranten aus diesen Gebieten nahezu keine Materialien und Produkte, somit ist die direkte Auswirkung auf Beschaffungsrisiken als sehr gering einzuschätzen.

Die Krones AG ist Gesellschafer der Krones Ukraine LLC, Kiew und der Krones o.o.o., Moskau. Bei der Bewertung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte in diesen Gesellschafen, die etwa 0,5 % der Konzernbilanzsumme betragen, sieht Krones kein wesentliches Risiko.

Prognosebericht

Weltwirtschaft wächst 2024 mit 3,1%

Krones prognostiziert für das laufende Jahr weiteres Umsatzwachstum
Profitabilität wird 2024 erneut steigen

Weltwirtschaft soll 2024 um 3,1% zulegen

Im Januar 2024 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2024 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Dieser Wert liegt erneut unter dem langjährigen Durchschnittswert der jüngeren Vergangenheit (2000 bis 2019) von 3,8 %. Belastungsfaktoren bleiben im laufenden Jahr der Russland-Ukraine-sowie der Nahost-Konflikt. Außerdem dämpfen die weiterhin hohen Zinsen zur Bekämpfung der Inflation die Wirtschafstätigkeit. Positiv vermerken die Experten die Widerstandsfähigkeit wichtiger Volkswirtschafen, vor allem der USA, gegenüber den jüngsten Krisen sowie die schneller als erwartet sinkende Inflation.

Risiken für Abwärtskorrekturen des prognostizierten Wachstums sehen die IWF-Volkswirte mitunter in einer weiteren Abschwächung der chinesischen Wirtschaf und einer zunehmenden geoökonomischen Blockbildung, die den freien Handel hemmt. Einen weiteren Risikofaktor verorten die Experten in einer sich als sehr hartnäckig erweisenden Kerninflation. Zudem könnten stärker schwankende Rohstoffpreise (Nahrungsmittel, Öl, Gas, Dünger usw.) aufgrund von geopolitischen Konflikten und Klimaveränderungen das erwartete Wachstum bremsen.

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2024 in % (Prognose)

Welt USA China Asien (ohne Japan) Euro- Zone Afrika/ Sub- sahara Latein- Amerika Naher Osten Deutsch- land
Prognose 2024 3,1% 2,1% 4,6% 2,9% 0,9% 1,9% 1,9% 2,9% 0,5%

*Alle Angaben innerhalb »Prognosebericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.

Für die Industriestaaten erwartet der IWF 2024 erneut ein unterdurchschnittliches BIP-Wachstums von 1,5 %. Da Europa nicht mehr so stark wie in den Vorjahren unter dem Russland-Ukraine-Konflikt leidet, prognostiziert der IWF für die Euro-Zone einen Anstieg des Wachstums auf 0,9 %. Deutschland rangiert mit einem Plus von 0,5 % weiterhin auf den hinteren Rängen. Gemäß IWF-Prog- nose soll die Wirtschaf in den USA 2024 um 2,1 % expandieren. In Japan dürfte sich das Wachstum nach einem guten Jahr 2023 etwas verlangsamen. Die Prog- nose des IWF das laufende Jahr liegt bei einem Plus von 0,9 %.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird die Wirtschaf nach IWF-Schät- zungen 2024 – wie im Vorjahr – um 4,1 % wachsen. Für China prognostiziert der IWF im laufenden Jahr einen Rückgang des BIP-Wachstums von 5,2 % im Vorjahr auf 4,6 %. Die mittlerweile hinter Deutschland weltweit fünfgrößte Volkswirt- schaf Indien weist 2024 mit + 6,5 % erneut die höchsten Wachstumsraten unter den Schwellen- und Entwicklungsländern aus. Während Lateinamerika auch im laufenden Jahr unterdurchschnittlich wächst (+ 1,9 %), legt die Region Naher Osten/Zentralasien mit 2,9 % zu.

Der Russland-Ukraine- und Nahost-Konflikt sowie hohe Währungs- zinsen belasten 2024 das weltweite Wirtschaftswachstum. Während die Konjunk- tur in der Eurozone laut IWF schwach bleibt (+0,9%), dürften die Schwellen- und Entwicklungsländer im laufenden Jahr um 4,1% zulegen.

2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023* 2024* 2025*
Inflationsrate weltweit 4,0 % 3,24 % 3,23 % 3,62 % 4,70 % 2,75 % 2,0 % 5,79 % 8,71 % 6,88 % 3,51 % 2,74 %
  • Schätzung
    ** Prognose
    Quelle: Statista 2024 (Stand Februar 2024)

Schwache Konjunktur lastet auf der Maschinen- und Anlagenbaubranche

2019 2020 2021 2022 2023* 2024**
Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion (in %) +5,79 % – 12 % +10,0 % +0,7 % – 1% – 4%

Schätzung
*Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA, Dezember 2023

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur die Gesamtbranche belasten wird. Nach einem leichten Minus von 1 % im Jahr 2023 erwartet der VDMA für 2024 einen Rückgang der Produktion um 4 %. Ausschlaggebend für den prognosti- zierten Rückgang sind die schwache globale Konjunktur, der Krieg in der Ukraine sowie die anhaltend hohen Zinsen.

Krones Kunden profitieren von steigendem Getränkekonsum

Die Investitionsbereitschaf der Krones Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und moderate Inflations- raten wirken sich positiv auf die Kaufraf der Konsumenten aus.# LAGEBERICHT DER KRONES AG

2 | UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

Prognosebericht 2 | 178

Insgesamt gute Aussichten für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024

Die gesamtwirtschaflichen, branchen- und unternehmensspezifischen Prognosen treffen aufgrund vergleichbarer Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen für alle drei Segmente des Krones Konzerns zu.

Krones startete insgesamt zuversichtlich in das Geschäfsjahr 2024. Gründe hierfür sind ein hoher Aufragsbestand sowie eine anhaltend gute Nachfrage nach Produkten und Services von Krones – trotz einer nur noch verhaltenen gesamtwirtschaflichen Entwicklung.

Aber es gibt weiterhin Risiken für die Weltwirtschaf und damit auch für die Geschäfsentwicklung von Krones. 2024 wird geprägt sein von wirtschaflichen und geopolitischen Unwägbarkeiten. So ist schwer abzuschätzen, wie sich der Russland-Ukraine- und der Nahost-Konflikt weiterentwickeln und wie deren Folgen die globale Wirtschaf beeinflussen. Sollten sich die Risiken nicht stärker als derzeit erwartet auf das Wirtschafsgeschehen auswirken, dürfe das Order- verhalten der Kunden von Krones nicht negativ beeinflusst werden und sich die Investitionsbereitschaf der Getränkeindustrie positiv entwickeln.

Wir rechnen für 2024 insgesamt damit, dass sich der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik grundsätzlich gut und sich die Absatzpreise positiv entwickeln. Der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck wird auch im laufenden Geschäfsjahr hoch bleiben.

Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise der steigenden Weltbevölkerung und der wachsenden Mittelschicht in den Schwellen- und Entwicklungsländern, stetig. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung sorgen ebenfalls für eine stabil steigende Nachfrage nach innovativen Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen.

Sie stützen zierten Rückgang ist neben der allgemein schwächelnden Konjunktur der im somit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und be- Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Aufragsbestand der Gesamtbranche. einflussen dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleis- Dieser werde die Produktion im laufenden Jahr weniger stützen. Grundsätzlich tungen unseres Unternehmens. Mit einer weiterhin niedrigen Arbeitslosen- ist zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Bereiche der Maschinen- quote und einer wieder rückläufigen Inflation erwarten wir insgesamt für 2024 und Anlagenbaubranche sehr unterschiedlich entwickeln. eine stabile Konsum- und Kundennachfrage. Der private Konsum hatte sich auch in den schwierigen Vorjahren in vielen Ländern als Konjunkturstütze er- Für den für Krones relevanten Bereich Nahrungsmittelmaschinen und Ver- wiesen. So soll der für unsere Kunden wichtige weltweite Konsum von abgefüll- packungsmaschinen erwartet der VDMA für 2024 Zuwächse von 4% bis 5%*. ten Getränken gemäß den Zahlen von Global Data von 2023 bis 2026 mit durch- schnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,8% zulegen.

  • Quelle: VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, Stand Februar 2024

Alle drei Segmente sollen 2024 Umsatz und Ertragskraft steigern

Um den konzernweit steigenden Material- und Personalkosten entgegenzuwir-ken, wird Krones auch im laufenden Jahr in allen drei Segmenten diszipliniert an der eingeschlagenen Pricing-Strategie festhalten und marktgerechte Absatz-preise erzielen. Zudem werden die eingeleiteten Maßnahmen, mit denen das Unternehmen die Kosten optimiert und die Effizienz steigert, weiter vorange-trieben.

Darüber hinaus wollen wir mit Innovationen und zukunfsfähigen Produkten und Services die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, konzernweit nutzen. Hierbei fokussieren wir uns auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitali-sierung und Systemlösungen.

Akquisitionen sind in allen Segmenten eine Option. Dabei konzentrieren wir uns auf mittelgroße profitable Unternehmen, die das bestehende Portfolio tech-nologisch und regional stärken oder Märkte außerhalb der Getränke- und Liquid-Food-Industrie erschließen.

Ziel ist es, die Ertragskraf im laufenden Jahr in allen Segmenten, unterstützt durch höhere Umsätze, zu steigern.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

Für das Kernsegment erwartet Krones 2024 einen um 9 bis 13 % höheren Umsatz bei einer EBITDA-Marge von 10,3 bis 10,8%.

Die prognostizierten Werte beinhalten die Effekte aus der noch final abzu-schließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG.

Im Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« wird Krones im laufen-den Jahr die internen Strukturen und Prozesse weiter verschlanken und opti-mieren. So wird beispielsweise der Bereich PET-Recycling ab Mitte 2024 als eigenständige Einheit geführt, um die Wachstumschancen des Marktes für Kunststoffrecycling noch besser nutzen zu können. Zusätzlich liegt der Fokus im Kernsegment auf dem Ausbau des Global Footprint. Das Unternehmen wird die Produktion in Ungarn und China mit den dazugehörigen Lieferketten er-weitern sowie das weltweite Servicenetzwerk durch zusätzliche Beschäfigte aus den Regionen stärken. Damit ist Krones nah am Kunden und kann noch besser die Chancen der Digitalisierung in der Produktion sowie im Service nutzen.

Die ambitionierten Ziele unserer Kunden, möglichst nachhaltig und CO2-spa-rend zu produzieren, wird das Wachstum im Kernsegment auch im laufenden Geschäfsjahr stützen. Krones ist mit seinen ressourcenschonenden enviro Pro-dukten sowie den nachhaltigen und kreislauforientierten PET-Lösungen sehr gut aufgestellt. Darüber hinaus wird das Unternehmen dank seiner Linienkom-petenz die Marktposition bei effizienten, zuverlässigen und leistungsstarken Abfüll- und Verpackungslinien für PET, Glas, Dosen und im Bereich Aseptik festigen und ausbauen.

Prognose für Ist-Wert 2023 Prognose- anpassung 2023* Prognose für 2024**
Umsatzwachstum 9–13 % 12,2 % 10–12 %
EBITDA-Marge 10,3–10,8 % 10,3 % 9–11 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022
** aus dem Prognosebericht des Zwischenberichts über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023

Segment Prozesstechnologie

Prognose für Ist-Wert 2023 Prognose- anpassung 2023* Prognose für 2024**
Umsatzwachstum 15–20 % 23,4 % 20–25 %
EBITDA-Marge 8–9 % 7,7 % 6–7 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022
** aus dem Prognosebericht des Zwischenberichts über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023

Im Segment »Prozesstechnologie« profitiert Krones auch stark vom Trend zur nachhaltigen und wirtschaflichen Produktion bei unseren Kunden. Hier ist das Unternehmen mit seinen energieeffizienten Lösungen zur Getränkeherstellung und -behandlung sowie seinen Technologien für die Produktion alternativer Proteine sehr gut positioniert.

Die ambitionierten Ziele unserer Kunden, möglichst nachhaltig und CO2-spa-rend zu produzieren, wird das Wachstum im Kernsegment auch im laufenden Geschäfsjahr stützen. Krones ist mit seinen ressourcenschonenden enviro Pro-dukten sowie den nachhaltigen und kreislauforientierten PET-Lösungen sehr gut aufgestellt. Darüber hinaus wird das Unternehmen dank seiner Linienkom-petenz die Marktposition bei effizienten, zuverlässigen und leistungsstarken Abfüll- und Verpackungslinien für PET, Glas, Dosen und im Bereich Aseptik festigen und ausbauen.

Das Segment Prozesstech-nologie soll 2024 den Umsatz um 15–20% gegen-über dem Vorjahr steigern und die EBITDA-Marge auf 8–9% verbessern.

Die Kostenstrukturen wird Krones in der Prozesstechnologie im Berichtsjahr weiter optimieren. Hierzu werden die Prozesse und Strukturen verschlankt und digitalisiert sowie die weltweiten Einheiten flexibler aufgestellt und besser vernetzt.

Krones prognostiziert für das Segment Prozesstechnologie für 2024 einen Umsatzzuwachs von 15 bis 20% bei einer EBITDA-Marge von rund 8 bis 9%.

Segment Intralogistik

Das Segment »Intralogistik« profitiert davon, dass die Kunden mit Automatisie-rungs-Lösungen der Intralogistik-Tochter System Logistics Kosten und Energie sowie die Arbeitssicherheit und -belastung der Beschäfigten deut-lich verbessern.

Um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld weiteres Wachstum zu generieren, wird das Segment verstärkt die Chancen des dynamisch wachsenden nordame-rikanischen Markts nutzen. Produktseitig soll der Ausbau von automatischen und Probleme in den weltweiten Lieferketten, die sich durch militärische Aktionen auf wichtigen Handelsrouten ergeben könnten, bleiben ein Unsicher-heitsfaktor.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaflichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2024 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 9% bis 13%.

Das Unternehmen wird die Kostenstrukturen weiter optimieren. Hierzu werden die Prozesse und Strukturen verschlankt und digitalisiert sowie die weltweiten Einheiten flexibler aufgestellt und besser vernetzt.

Auf Basis steigender Umsätze, einer weiterhin disziplinierten Preisstrategie und der kontinuierlichen Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen will Krones die Ertragskraf im laufenden Jahr gegenüber 2023, trotz steigender Material- und Personalkosten, erneut verbessern. Für 2024 prognostiziert das Unternehmen für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9,8% bis 10,3%.

Für die dritte Zielgröße, den ROCE (Return on Capital Employed), erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 17% –19%.# Krones Konzern

Prognose für 2024

Krones prognostiziert in der Intralogistik ein Umsatzwachstum von 5 % bis 10%. Die EBITDA-Marge soll zwischen 6% bis 7% liegen. Krones ist mit einem sehr komfortablen Aufragspolster in das Geschäfsjahr 2024 gestartet. Gleichzeitig ist das Geschäfsumfeld für Krones herausfordernd, denn es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa, dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt. Materialengpässe

Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaflichen Aussichten erwartet die Krones AG für das Gesamtjahr 2024 bei einem Umsatzanstieg im höheren einstelligen Prozentbereich ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Prognose für 2024 Prognose- anpassung 2023* Ist-Wert 2023** Prognose für 2024
Umsatzwachstum 9–13% 12,2% 11–13%
EBITDA-Marge 9,8 – 10,3% 9,7% 9–10%
ROCE 17–19% 16,3% 15 – 17%

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022
** gemäß Ad-hoc-Meldung vom 17. Juli 2023

Krones erwartet, 2024 Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE weiter zu verbessern.

Ende des Prognoseberichts des Krones Konzerns

1 | AN UNSERE AKTIONäRE DER KRONES AG

2 | LAGEBERICHT DER KRONES AG

3 | ERKLäRUNG ZUR UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG

4 | JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG

5 | ANHANG

6 | WEITERE INFORMATIONEN

Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB)

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaf betrug zum 31. Dezember 2023 gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der Krones Aktiengesellschaf 40.000.000,00 € und war eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,27 je Aktie. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaf keine Rechte zustehen, sind mit allen Aktien die gleichen Rechte und Pflichten verbunden.

Zum 31. Dezember 2023 hielt Krones keine eigenen Aktien. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre aus den Aktien ergeben sich aus den rechtlichen Vorschrifen des Aktiengesetzes (AktG), insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff., 133 ff. und 186 AktG.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Aus eigenen Aktien steht der Gesellschaf kein Stimmrecht zu.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich nach der Hauptversammlung bei der Gesellschaf in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis reicht ein gemäß § 67c Abs. 3 AktG durch den Letztintermediär in Textform ausgestellter Nachweis über den Anteilsbesitz des Aktionärs, der der Gesellschaf vom Letztintermediär auch direkt übermittelt werden kann. Der Nachweis hat sich auf den Geschäfsschluss des zweiundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich auch aus aktienrechtlichen Vorschrifen wie beispielsweise aus § 136 AktG ergeben. Verstöße gegen Mitteilungspflichten im Sinne der §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen.

Nach Kenntnis des Vorstands besteht bzw. bestand im Geschäfsjahr 2023 folgende Vereinbarung, die als Beschränkung im Sinne von § 289a Satz 1 Nr. 2 und § 315a Satz 1 Nr. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) angesehen werden kann: Herr Harald Kronseder, Herr Gunther Kronseder, die Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, die Beteiligungsgesellschaf Kronseder mbH, Neutraubling, die VMAX Familienstifung, Neutraubling, Frau Nora Diepold (geb. Kronseder) und Herr Leopold Kronseder sind Parteien eines Pool-Vertrags. Die Pool-mitglieder des Pool-Vertrages haben sich zu einer Gesellschaf bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen (»Familie Kronseder Konsortium«), deren Zweck es ist, durch einheitliche Willensbildung der Gesellschafer und Stimmrechts-ausübung in der Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaf sowie durch Beschränkung der beliebigen Veräußerbarkeit der durch den Pool-Vertrag gebundenen Aktien der Krones Aktiengesellschaf (a) den Einfluss der Gesell-schafer (insbesondere den Einfluss der Familie Kronseder) und ihrer Rechts-nachfolger, (b) die Fortführung der Krones Aktiengesellschaf in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaflichen Verhältnisse zum Zeitpunkt der Unter-zeichnung des Pool-Vertrages vergleichbaren Umfang (vergleichbarer Umsatz, vergleichbares Aufragsvolumen, vergleichbares Betriebsvermögen, vergleich-bare Anzahl der Arbeitnehmer) sicherzustellen und (c) den Charakter einer vom Familiengesellschaf zu erhalten.

Dem Vorstand der Gesellschaf sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaf bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten: Leopold Kronseder, Deutschland (indirekt), Nora Diepold (geb. Kronseder), Deutschland (indirekt), Gunther Kronseder, Deutschland (indirekt), VMAX Familienstifung, Neutraubling, Deutschland (direkt und indirekt), Harald Kronseder, Schweiz (direkt und indirekt), Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, Deutschland (indirekt), Beteiligungsgesellschaf Kronseder mbH, Neutraubling, Deutschland (direkt und indirekt), Dr. Volker Kronseder, Deutschland (indirekt).

Nach Kenntnis der Gesellschaf halten die Mitglieder des Familie Kronseder Konsortiums gemeinsam folgende Beteiligung am Grundkapital:

Gesamtstimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium 52,1%

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach der jeweilig letzten Mitteilung des Beteiligten gegenüber der Gesellschaf Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaf gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaf Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaf Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaf nicht ausgegeben. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestim-mung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Ab-schluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 6, § 179 Abs. 1 AktG). Dementsprechend bedürfen – in Abweichung von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG – auch satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung neben der einfachen Stimmenmehrheit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 179 Abs. 1 Satz 2 AktG i. V. m. § 13 der Satzung). Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ermächtigt worden, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2021 (wie nachfolgend definiert) oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzu-passen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 das Grundkapital der Gesellschaf durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktio-närem grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Der Vorstand ist in den in § 71 AktG gesetzlich geregelten Fällen zum Rückkauf von eigenen Aktien und zur Veräußerung zurückgekaufer Aktien befugt.# KRONES AG

1 | AN UNSERE AKTIONÄRE

Übernahmerelevante Angaben

Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschrifen entgegenstehen, mit einfacher Gesellschaf bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- 1 | AN UNSERE AKTIONäRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLäRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG Übernahmerelevante Angaben 2 | 183 oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Er- gung von gesellschafsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unter- mächti-gung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaf zu jedem zulässigen nehmen der Gesellschaf verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgaben der fol- wird insoweit jeweils ausgeschlossen. genden Bestimmungen zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erwor- 3) Die Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an benen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaf, Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaf welche die Gesellschaf erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71d veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaf zum Veräu- und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen ßerungszeitpunkt nicht wesentlich unterschreitet (im Sinne des § 186 Abs. 3 Grundkapitals der Gesellschaf übersteigen. Die Ermächtigung kann einmal Satz 4 AktG). Das Bezugsrecht der Aktionäre wird insoweit jeweils ausge- oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer schlossen. Zwecke durch die Gesellschaf, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaf oder der Konzernunternehmen ausgeübt 4) Die Aktien können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaf aus und im Zusammenhang mit von der Gesell- werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Ak- schaf oder einer ihrer Konzerngesellschafen ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Opti- tien ausgenutzt werden. onsrechten verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird insoweit Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse jeweils ausgeschlossen. oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaf gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur 5) Die Aktien können allen Aktionären angeboten werden, damit diese gegen (auch teilweise) Abtretung ihres mit dem Gewinnverwendungsbeschluss der Abgabe von Verkaufsangeboten. Hauptversammlung entstandenen Anspruchs auf Auszahlung der Dividende ermächtigt, Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2023 eigene Aktien beziehen können (Aktiendividende). gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbene eigene Aktien zu jedem zu- lässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden: 6) Die Aktien können eingezogen werden und das Grundkapital der Gesell- schaf um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitali 1) Die Aktien können über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats herabgesetzt werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteili- eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. gungsquote veräußert werden. Im letzteren Fall ist das Bezugsrecht für Spitzenbeträge ausgeschlossen. 7) Der Vorstand kann die Aktien auch im vereinfachten Verfahren ohne Herab- setzung des Grundkapitals einziehen, so dass sich durch die Einziehung der 2) Die Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sach- Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. leistungen angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledi-

1 | AN UNSERE AKTIONäRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLäRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG Übernahmerelevante Angaben 2 | 184

Die Ermächtigungen des Vorstands zur Veräußerung und sonstigen Verwen- dung erworbener Aktien können ganz oder bezogen auf Teilvolumina der er- worbenen eigenen Aktien einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen, aus- genutzt werden. Die Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaf stehende Unternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaf oder von ihr abhängiger oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaf stehender Unternehmen ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausge- schlossen, wie diese Aktien gemäß den Ermächtigungen unter den Ziffern 1) bis einschließlich 4) verwendet werden. Werden die eigenen Aktien zu dem in Ziffer 5) genannten Zweck verwendet, ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus dem Ermächtigungsbeschluss, des- sen vollständiger Wortlaut in der am 13. April 2023 im Bundesanzeiger veröf- fentlichten Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Krones Aktien- gesellschaf am 23. Mai 2023 unter Punkt 9 der Tagesordnung wiedergegeben ist. Die Krones Aktiengesellschaf hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontroll- erwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaf nicht getroffen.

1 | AN UNSERE AKTIONäRE 2 | LAGEBERICHT 3 | ERKLäRUNG ZUR 4 | JAHRESABSCHLUSS 5 | ANHANG 6 | WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG UNTERNEHMENSFüHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG

Abhängigkeitsbericht

Abhängigkeitsbericht

2 | 185

Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß § 312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält: »Der Vorstand bestätigt nach sorgfältiger Prüfung und nach bestem Wissen, dass im Geschäfsjahr 2023 keine Rechtsgeschäfe zwischen der Krones AG und der Familie Kronseder „ Konsortium GbR abgeschlossen wurden, und keine weiteren Rechtsgeschäfe neben den in Anlage 2 aufgeführten „ Rechtsgeschäfen zwischen der Krones AG und Gesellschafern der Familie Kronseder Konsortium GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unterneh- men abgeschlossen wurden. Rechtsgeschäfe mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellscha- fer der Familie Kronseder Konsortium GbR oder mit ihnen verbundenen Unter- nehmen hat die Krones AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichts- pflichtige Maßnahmen im Sinne des §312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen. Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäfen zwischen der Krones AG und den Gesellschafern der Familie Kronseder Konsortium GbR so- wie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG in jedem Ein- zelfall eine angemessene Gegenleistung im Sinne des § 312 AktG erhalten. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichts- pflichtigen Vorgänge bekannt waren.«

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/erklaerung- zur-unternehmensfuehrung.php abrufar.

2 | 186

Neutraubling, 12. März 2024

Krones AG

Der Vorstand:

Christoph Klenk Uta Anders CEO CFO

Thomas Ricker Markus Tischer Ralf Goldbrunner CSO

4 JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG

Gewinn-und-Verlust-Rechnung der Krones AG

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201

Bilanz der Krones AG – Aktiva

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202

Bilanz der Krones AG – Passiva

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203

Entwicklung des Anlagevermögens der Krones AG

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung der Krones AG

4 | 201

in T€ 2023 2022 Anhang
1. Umsatzerlöse 2.521.416 2.070.998 11
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 449.402 677.673
3. andere aktivierte Eigenleistungen 22.766 19.552
4. sonstige betriebliche Erträge 107.809 122.060 12
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren –1.339.938 –1.265.776
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –401.780 –372.256
–1.741.718 –1.638.032
6. Personalaufwand 13
a) Löhne und Gehälter –679.275 –632.377
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung –123.931 –132.660
–803.206 –765.037
7. Abschreibungen 14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –47.983 –45.311
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0 –1.980
–47.983 –47.291
8. sonstige betriebliche Aufwendungen –435.250 –433.742 15
9. Beteiligungsergebnis 76.974 120.138 16
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 488 253 17
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.895 5.159 17
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen –74 –6.260 17
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –27.186 –11.405 17
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –8.427 –6.288 18
15.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG

DER KRONES AG

Bilanz

Bilanz der Krones AG – Aktiva

Anhang 4 202 T€ 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 25.510 20.440
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.000 34.112
84.510 54.552
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 253.182 238.563
2. technische Anlagen und Maschinen 62.526 60.194
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.748 50.677
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.547 22.946
409.003 372.380
III. Finanzanlagen 2
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 324.640 313.496
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.479 9.447
333.119 322.943
826.632 749.875
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 273.054 248.850
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.924.750 1.476.345
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.298 4.237
4. geleistete Anzahlungen 7.975 6.108
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.313.020 -1.110.392
898.057 625.148
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161.777 196.491
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 275.296 323.657
3. sonstige Vermögensgegenstände 73.408 59.726
510.481 579.874
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4 166.236 347.545
1.574.774 1.552.567
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.354 6.207
Bilanzsumme 2.414.760 2.308.649

Bilanz der Krones AG – Passiva

Anhang 4 203 T€ 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5
Stammaktien 40.000 40.000
II. Kapitalrücklage 141.551 141.551
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 51 51
2. andere Gewinnrücklagen 349.888 349.888
349.939 349.939
IV. Bilanzgewinn 6 325.504 255.822
856.994 787.312
B. Rückstellungen 7
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 211.486 218.901
2. Steuerrückstellungen 4.794 2.982
3. sonstige Rückstellungen 278.663 317.870
494.943 539.753
C. Verbindlichkeiten 8
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 411.085 392.094
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 574.761 518.983
3. sonstige Verbindlichkeiten 76.890 70.505
1.062.736 981.582
D. Rechnungsabgrenzungsposten 87 2
Bilanzsumme 2.414.760 2.308.649

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens der Krones AG

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buch-/Bilanzwerte
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.273 7.560 0
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.871 31.883 4.056
215.144 39.443 4.056
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 458.144 21.903 3.135
2. technische Anlagen und Maschinen 259.566 10.958 6.827
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.084 26.692 16.280
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.946 19.120 288
923.740 78.673 26.530
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 405.165 11 12.378
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.954 0 2.604
430.119 11 14.982
1.569.003 118.127 45.568

ANHANG DER KRONES AG

5 | 206 Allgemeine Angaben und Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Einige Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurden zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der Krones AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Krones AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 registriert.

Die Gesellschaft ist eine große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 267 Abs. 3 S.2 und 264d HGB.

Die Krones AG erstellt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden, soweit sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig linear abgeschrieben.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht fallweise in Anspruch genommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst- erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.

Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Sachanlagen der Krones AG, welche nach dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, welche vor dem 01.01.2010 angeschafft worden sind werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Die Krones AG nimmt hierbei das Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB in Anspruch.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:

Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 25 bis 50

Forderungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen.

Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.# Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und Verlust-Rechnung

Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden

Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominal- bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Fall negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pflichten aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Passiva
Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zuge der Währungsumrechnung werden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.

Gewinn-und Verlust-Rechnung
Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Bei Maschinen und Anlagen erfolgt der Gefahrenübergang, sobald die Abnahme durch den Kunden erfolgt ist. Nach der Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen werden Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen gebildet.

Bewertungseinheiten
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die »Einfrierungsmethode«, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die »Durchbuchungsmethode«, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Technische Anlagen
5 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3 bis 20
EDV-Programme/sonstige Rechte
3 bis 20
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, solange die Gründe dafür bestehen.
Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und Verlust-Rechnung

Aktiva

Vermögensgegenstand Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Nettobeträge)
Technische Anlagen 5 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20
EDV-Programme/sonstige Rechte 3 bis 20

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, solange die Gründe dafür bestehen.
Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur handelsrechtlich zulässigem Umfang. berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2023 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161.777 9.437 196.491 20.369
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 275.296 323.657
sonstige Vermögensgegenstände 73.408 57 59.726 1
Gesamt 510.481 9.494 579.874 20.370

Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt fristenkongruent, durchschnittlich mit einem Zinssatz von 1,03%.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 98.768 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 185.386 aus sonstigen Verrechnungen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Insgesamt wurden im Berichtsjahr T€ 192.856 (Vorjahr T€ 178.287) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Darin enthalten sind Zugänge in Höhe von T€ 7.560, welche eindeutig der Entwicklungsphase zuzuordnen und als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen von Softwareprojekten aktiviert worden sind. Dieser Betrag ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB für die Bemessung einer Ausschüttungssperre relevant.

Finanzanlagen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird als Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen 31.12.2023 31.12.2022
Kassenbestand 1 1
Guthaben bei Kreditinstituten 166.235 347.544
Gesamt 166.236 347.545

Anlagevermögen

Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der Krones AG beträgt € 40.000.000,00.
Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 bestand ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien noch nicht einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Zum Erwerb eigener Aktien hatte Gültigkeit bis zum Ablauf des 12. Juni 2023. In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2023 ist diese Ermächtigung aufgehoben worden. Gleichzeitig ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2023 der Vorstand erneut ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben und zu verwenden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 22. Mai 2028. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Die Erhöhung des Grundkapitals der Krones Aktiengesellschaft nicht einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 übersteigen. Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10% des Grundkapitals der Krones Aktiengesellschaft nicht einmal oder mehrfach übersteigen.# KRONES AG

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4 | JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG

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6 | WEITERE INFORMATIONEN

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und Verlust-Rechnung

5 | 211

Kapital aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital geschaffen worden. Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Han- Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe del (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an der Frankfurter Börse neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% unter- gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen schreiten. (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kauf- des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende preis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den volumenge- Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils wichteten Durchschnitt der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder einem mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitaler- entsprechenden Nachfolgesystem) an der Frankfurter Börse an den letzten höhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermäch- drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des tigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhö- Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufange- hung aus dem Genehmigtem Kapital 2021 oder nach Ablauf der Frist für die bots um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen. unterschreiten. Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2023 ist der Vorstand Aktien bis zu 10% des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die ermächtigt, eigene Aktien der Krones Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich in der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 beschlossene Ermächtigung zugelassenen Zwecken zu verwenden. Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen aus-

7 Rückstellungen

Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die Krones AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathe- matischen Berechnungen berücksichtigt:

2023 2022
Bewertungsmethode Projected Unit Credit Method Projected Unit Credit Method
Berechnungsgrundlagen »Richttafeln 2018G« von Klaus Heubeck »Richttafeln 2018G« von Klaus Heubeck
Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt 1,82% 1,78%
Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt 1,74% 1,44%
Rentendynamik 2,20% 2,40%
Fluktuation keine keine

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermö- gen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem Betrag in Höhe von T€ 7.244. Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensions- verpflichtung betrug T€ 233.136. Der Zeitwert des verrechneten Planvermö- gens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtun- gen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 21.651, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 14.407. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 2.142.

Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB ist im Rahmen der Bewer- tung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durch- schnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durch- schnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2023 eine Rück- stellung von T€ 236.093 ergeben.

Aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des Krones Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, besteht eine Subsidiärhaf- tung in Höhe von T€ 11.786.

Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzah- lungen. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 1,03%– 1,74%.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen betrugen T€ 7.139, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 1,74 %.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung betrug T€ 41.027, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 1,07 %.

Bilanzgewinn

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gewinnvortrag 200.534 150.804
Jahresüberschuss 124.970 105.018
Gesamt 325.504 255.822

Vom Bilanzgewinn 2022 in Höhe von T€ 255.822 wurden T€ 200.534 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 55.288 ausgeschüttet.

Beträge im Sinne § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre)

Durch den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegen- ständen des Anlagevermögens ist ein Betrag in Höhe von T€ 25.510 entstan- den. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Ver- sorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Personal 136.127 138.209
Rückstellung für noch zu erbringende Montageleistungen 21.900 23.826
Gewährleistungsrückstellung 46.037 50.480
Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen 34.527 40.925
Drohverlustrückstellung 7.348 9.870
sonstige projektbezogene Rückstellungen 13.368 35.641
diverse Kundenansprüche 16.270 13.912
Übrige 3.086 5.007
Gesamt 278.663 317.870

8 Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2023 31.12.2022
davon Restlauf- zeit bis 1 Jahr davon Restlauf- zeit größer 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 411.085 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 574.761 0
sonstige Verbindlichkeiten 76.890 15.521
Gesamt 1.062.736 15.521

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 411.085 werden T€ 141.360 im Rahmen eines Supply Chain Finance Arrangements mit einer Bank reguliert werden.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultie- ren T€ 575.763 aus sonstigen Verrechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 16.123 (Vorjahr T€ 16.057), Verbindlichkeiten aus Sofware und Service-Verträgen in Höhe von T€ 15.664 (Vorjahr T€ 0,00), Verbind- lichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 11.507 (Vorjahr T€ 10.327), Verbindlichkeiten aus nicht zugeordneten Zahlungseingängen in Höhe von T€ 2.361 (Vorjahr T€ 7.849), Verbindlichkeiten aus unterschrie- benen Aufhebungsverträgen in Höhe von T€ 2.135 (Vorjahr T€ 7.477), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.967 (Vorjahr T€ 4.243).

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und Verlust-Rechnung

5 | 213

Bei den Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen (T€ 31.622), Bürg- schafen und Garantien (T€ 271.313) handelt es sich um Absicherungen von Kreditlinien, die verbundenen Unternehmen durch Banken eingeräumt wurden sowie um die Absicherung von Zahlungs- und Leistungsverpflich- tungen von verbundenen Unternehmen. Zudem wurden zugunsten einiger Tochtergesellschaften Patronatserklärungen zu Liquiditäts- und Kapital- ausstattung abgegeben, die betragsmäßig nicht beziffert werden können.

Die Krones AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Auf- stellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungs- verhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

9 Haftungsverhältnisse

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Selbstbehalt 1.420 868
Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien 302.936 287.332

Der Selbstbehalt resultiert aus der Forfaitierung Hermes gedeckter Geschäfte.

10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

T€ 31.12.2023 31.12.2022
davon fällig im 2.–5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr
Miet- und Leasingverträge 110.617 67.966
Wartungsverträge 20.144 5.799
Gesamt 130.761 73.765

Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing von Datenspeichersystemen sowie aus Immobilien- und Sofware- Mietverträgen. Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Sofware) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.# AN UNSERE AKTIONÄRE

LAGEBERICHT

ERKLÄRUNG ZUR

JAHRESABSCHLUSS

ANHANG

WEITERE INFORMATIONEN DER KRONES AG

UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und Verlust-Rechnung

5 | 214

11 Umsatzerlöse Aufgliederung nach Vertriebsregionen 2023 2022
Deutschland 12,3 % 15,1%
übriges Mitteleuropa 8,3% 7,5%
Westeuropa 15,9% 17,0%
Östliche Welt 5,2% 7,9%
Asien/Pazifik 10,6% 11,2%
Südamerika 7,8% 5,9%
Nord-/Zentralamerika 19,4% 14,6%
China 8,3% 7,1%
Nahost/Afrika 12,2% 13,7%
Gesamt 100,0% 100,0%
13 Personalaufwand 2023 2022
T€
Entgelte tariflich und außertariflich 679.275 632.377
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 123.931 132.660
davon für Altersversorgung 6.820 25.379
Gesamt 803.206 765.037
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 2023 2022
Beschäftigte 7.114 6.341
Außertarifliche Beschäftigte 1.777 1.735
Gesamt 8.891 8.076

Es befanden sich 2023 durchschnittlich 361 Beschäfigte (Vorjahr: 394) in Ausbildung.

12 Sonstige betriebliche Erträge 2023 2022
T€
Erträge aus Währungsumrechnung 55.030 52.582
Periodenfremde Erträge 42.883 29.048
davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 6.154 265
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 21.165 18.938
davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 2.802 6.639
davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 400 647
davon sonstige periodenfremde Erträge 177 174
14 Abschreibungen 2023 2022
T€
Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Sachanlagen in Höhe von T€ 458 (Vorjahr T€ 1.826) vorgenommen worden.
Zuschreibungen 12.185 2.385
15 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2023 2022
T€
Betriebsaufwendungen 114.342 103.204
Verwaltungsaufwendungen 110.214 99.065
davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung 47.892 47.544
Vertriebsaufwendungen 207.417 230.963
Periodenfremde Aufwendungen 3.277 510

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UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER KRONES AG DER KRONES AG

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und Verlust-Rechnung

5 | 215

16 Beteiligungsergebnis 2023 2022
T€
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 76.974 121.361
Aufwand aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen 0 –1.223
Beteiligungsergebnis 76.974 120.138
17 Finanzergebnis 2023 2022
T€
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 488 253
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen Unternehmen 8.539 1.822
übrigen Unternehmen 4.164 3.298
aus Abzinsungen 192 39
Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen –18.554 –3.355
an übrige Unternehmen –6.469 –860
aus Abzinsungen –2.163 –7.190
Summe Zinsergebnis –13.803 –5.993
Abschreibungen auf Finanzanlagen (sämtlich außerplanmäßig) –74 –6.260
Finanzergebnis –13.877 –12.253
18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern
Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäfsjahres erfasst. Der Ertragsteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 443 sowie perioden- fremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 68. Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraffahrzeugsteuer etc. aus- gewiesen.
19 Latente Steuern
Aus temporären Bewertungsunterschieden der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 54.255 (Vj. T€ 56.552). Diese betreffen Unterschiede aus bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen aus Abzinsungen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Aus temporären Bewertungsunterschieden der immateriellen Vermögensge- genstände sowie der Grundstücke resultieren passive latente Steuern in Höhe von T€ 8.646 (Vj. T€ 5.642).
Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuer- sätze, d.h. des Körperschafsteuersatzes von 15,0% zuzüglich des Solidari- tätszuschlages von 5,5% und des für die Krones AG durchschnittlichen Finan- Gewerbesteuerhebesatzes von 336% ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,6%. Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.
Die Krones AG fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen zur globalen Mindestbesteuerung. Die gesetzlichen Regelungen zur globa- len Mindestbesteuerung traten in Deutschland zum 1. Januar 2024 in Kraf.

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Sonstige Angaben

5 | 216

20 Corporate Governance Kodex
Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom Januar 2024 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 ist auf der Webseite der Krones AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.
21 Mitteilungen
Gesamtstimmrechtsanteile in Ländern, in denen der durchschnittliche Effektivsteuersatz auf Basis der Daten des Länderbezogenen Berichts 15% unterschreitet, muss die Krones Familie Kronseder Konsortium 52,1% AG in Bezug auf diese Länder möglicherweise keine zusätzlichen Ertragsteu- ern bezahlen. Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung enthalten Familie Schadeberg 5,8% besondere Anpassungen zur Ermittlung des »GloBe-Effektivsteuersatzes«, die zur Folge haben, dass sich Abweichungen von den berechneten Effektiv- steuersätzen ergeben können. Zudem können vorübergehende oder per- manente Safe Harbour Regelungen zur Anwendung kommen. Betreffende Länder haben außerdem bereits die Einführung von Ergänzungssteuerrege- lungen angekündigt, welche den Effektivsteuersatz auf das Niveau des Mindeststeuersatzes heben sollen.
Insgesamt ist derzeit davon auszugehen, dass die zusätzliche Steuerbelas- tung aus der globalen Mindestbesteuerung für die Krones AG keine Aus- wirkung haben wird.
Die Krones AG ist auf die Anwendung der gesetzlichen Anforderungen vor- bereitet und hat Prozesse entwickelt, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen

Die Krones AG wendet die Ausnahme gem. § 274 Abs.3 HGB an, wonach (in- oder ausländische) Mindeststeuergesetze beim Ansatz und der Bewertung von aktiven und passiven latenten Steuern nicht zu berücksichtigen sind.

Entsprechend der gesetzlichen Regelungen muss die Krones AG je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem sog. »GloBE-Effektivsteu- ersatz« und dem Mindeststeuersatz von 15% zahlen. Zwar betrif die globale Mindestbesteuerung Wirtschafsjahre, die nach dem 31.12.2023 beginnen, die Krones AG hat aber eine Einschätzung hin- sichtlich der möglichen Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung bereits für das zum 31.12.2023 abgelaufene Wirtschafsjahr getroffen. Auch können vorübergehende oder per- manente Safe Harbour Regelungen zur Anwendung kommen.

Beziehungen zu nahestehenden Personen:
Die in der Meldung nach § 33ff. WpHG genannten Personen und Unterneh- men der Familie Kronseder Konsortium GmbH üben auf Grund eines beste- henden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die Krones AG aus.

22 Prüfungs- und Beratungsgebühren 2023
Das für das Geschäfsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für T€
Abschlussprüfungsleistungen 838
Andere Bestätigungsleistungen 164

Sonstige Angaben

5 | 217

Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung
Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungs- leistung), gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf den Vergütungsbericht sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestäti- gungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung).
23 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Zum Bilanzstichtag bestehen währungsbezogene Derivate mit einem Nominalvolumen von T€ 287.060. Es handelt sich dabei um Devisentermin- geschäfe in den Währungen US-Dollar, Kanada-Dollar, australische Dollar, chinesische Renminbi, britische Pfund, dänische Kronen, thailändische Bath, Schweizer Franken, sowie ungarische Forint . Die Derivate weisen aus- positive beizulegende Zeitwerte von T€ 999 bzw. negative beizulegende Zeitwerte von T€ 3.891 auf. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird auf Basis der aktuellen Referenzkurse unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge ermittelt. Für nicht in eine Bewertungseinheit einbezogene Devisentermingeschäfe ist ein Betrag in Höhe von T€ 2.709 unter den sonstigen Rückstellungen aus- gewiesen. Von den Derivaten ist ein Nominalvolumen von T€ 21.309 in Bewertungs- einheiten einbezogen.
zeit, Währung, Volumen) gleichen sich die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäfen weitgehend aus. Die Beurteilung der Effektivität erfolgt anhand der Critical-Terms-Match Methode.
24 Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Erwerb von Anteilen an Gesellschafen
Am 6. Februar 2024 hat die Krones AG den Vertrag zum Kauf von 100% der Anteile an der Netstal Maschinen AG (Netstal) mit Sitz in Näfels, Schweiz, unterzeichnet. Das Schweizer Unternehmen ist ein führender An- bieter in der Spritzgießtechnologie für den Getränkemarkt (PET-Preforms und Verschlüsse) sowie für medizinische Anwendungen und dünnwandige Verpackungen. Im Geschäfsjahr 2023 erwirtschafete Netstal mit mehr als 500 Beschäfigten einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Krones wird Netstal innerhalb des Segments Abfüll- und Verpackungstechnologie ausweisen. Der Kauf steht u. a. unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Krones erwartet den finalen Abschluss der Transaktion (Closing) in der ersten Hälfe des Jahres 2024.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

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Gewährte und geschuldete Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023
Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr 2023 T€ 7.204 (Vorjahr: T€ 8.228).

Gewährte und geschuldete Vergütung der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 2.236 (Vorjahr: T€ 1.708) gewährt. Pensionsrückstellungen sind in Höhe von T€ 12.171 (Vorjahr: T€ 14.040) zurückgestellt.

Gewährte und geschuldete Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats
Die gewährte und geschuldete Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2023 T€ 915 (Vorjahr: T€ 869).

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft

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Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Name Funktion Gesellschaft/Organisation
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender Krombacher Brauerei
Dr. Verena Di Pasquale** Stv. Vorsitzende des DGB Bayern Universitätsklinikum der Würth-Gruppe
Petra Schadeberg-Herrmann Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Finance GmbH, Krombacher Holding GmbH & Co. KG
Christoph Klenk Chief Executive Officer ZF Friedrichshafen AG
Eva Maria Pöpperl** Wirtschaftsbeirat der Bayerischen Landesbank
Bernhard Schadeberg Chief Financial Officer Würth-Gruppe
Uta Anders Freigestellte Betriebsrätin *
Oliver Grober** Betriebsratsvorsitzender Schawei GmbH
Stefan Raith** Diversum Holding GmbH & Co. KG
Thomas Ricker Leiter Business Line, Line Solutions
Josef Weitzer** Chief Sales Officer Rosenheim
Jürgen Scholz** Konzernbetriebsratsvorsitzender
Thomas Hiltl** 1. Bevollmächtigter IG Metall
Markus Tischer Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Olga Redda** Betriebsratsvorsitzender Nittenau
* Infineon Technologies AG * *
and Services Neutraubling
** 2. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin, IG Metall Regensburg bis 23. Mai 2023
Bay. Betriebskrankenkassen *
Markus Hüttner** Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender * OSRAM Licht AG
Ralf Goldbrunner Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender * OSRAM GmbH
Stephan Seifert Operations * ams OSRAM International GmbH
Norbert Broger Vorsitzender des Vorstands * Maschinenfabrik Reinhausen GmbH der Körber AG, Hamburg
Diplom-Kaufmann ab 23. Mai 2023
Nora Diepold Stv. Betriebsratsvorsitzender ab 23. Mai 2023
Geschäftsführer
Hans-Jürgen Thaus NK Immobilienverwaltungs GmbH, Samhammer Holding GmbH
Professor Dr. jur. Susanne Nonnast Professorin Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg
bis 23. Mai 2023
Matthias Winkler Partner bei Baker Tilly Germany *
  • Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
    ** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der Krones AG

5 | 220

Der Bilanzgewinn der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2023 € 325.504.121,19. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 4. Juni 2024 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns € 325.504.121,19
Dividende € 2,20 für 31.593.072 Stammstückaktien € 69.504.758,40
Vortrag auf neue Rechnung € 255.999.362,79

Neutraubling, 12. März 2024

Krones AG

Der Vorstand:
Christoph Klenk
Uta Anders
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner

Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2023

Bestandteil des Anhangs

5 | 221

Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2023

Name und Sitz der Gesellschaft Gesellschaftskapital T€ Eigenkapital T€ Anteil am Ergebnis T€ %
Inland
Ampco Pumps GmbH, Herzheim 1 –1.246 –1.121 90,00
Dekron GmbH, Kelkheim 1, 2 –9.851 –9.851 100,00
Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 1, 2 2.860 2.860 100,00
Evoguard GmbH, Nittenau 1, 2 5.087 5.087 100,00
Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing 1, 2 10.241 10.241 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 1, 2 2.190 2.190 100,00
KIC Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 1, 2 8.700 8.700 100,00
Krones Holding GmbH, Neutraubling 40.243 40.243 100,00
Krones Recycling GmbH, Flensburg 1, ³ 0 0 100,00
Krones Service Europe GmbH, Neutraubling 1, 2 3.585 3.585 100,00
MHT Mold & Hotrunner Technology AG, Hochheim am Main 1, 2 9.008 9.008 100,00
Milkron GmbH, Laatzen 1, 2 –1.780 –1.780 100,00
Steinecker GmbH, Freising 1, 2 25 25 100,00
Syskron GmbH, Wackersdorf 1 7.127 7.127 100,00
System Logistics GmbH, Wackersdorf 1, 2 1.239 1.239 100,00

5 | 222

Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2023

Name und Sitz der Gesellschaft Gesellschaftskapital T€ Eigenkapital T€ Anteil am Ergebnis T€ %
Ausland
Krones Angola – Representacoes, Comercio e Industria, LDA., Luanda/Angola –1.074 –1.074 100,00
Krones Surlatina S.A., Buenos Aires/Argentinien 42 42 100,00
Krones Pacific PTY Limited, Sydney/Australien 5.620 5.620 100,00
Krones Bangladesch Limited, Dhaka/Bangladesh 1.667 1.667 100,00
Kosme Fba Sa, Charleroi/Belgien 1 –3.525 -3.525 100,00
S.A. Krones N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien 3.625 3.625 100,00
Krones Do Brazil Ltda., São Paulo/Brasilien 77.084 77.084 100,00
Krones S.A., São Paulo/Brasilien 96 96 100,00
Krones Service Europe Eood, Sofia/Bulgarien 1 1.206 1.206 100,00
Krones Chile SPA., Santiago de Chile/Chile 2.535 2.535 100,00
Krones Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang/VR China 87.371 87.371 100,00
Krones Processing (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/VR China 1 886 886 100,00
Krones Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing/VR China 711 711 100,00
Krones Nordic APS, Holte/Dänemark 6.020 6.020 100,00
Kosme Fba SAS, Lyon/Frankreich 1 –7.321 –7.321 100,00
Krones S.A.R.L., Viviers-Du-Lac/Frankreich –276 –276 100,00
Krones UK Ltd., Bolton/Großbritannien 21.909 21.909 100,00
System Ltd., London/Großbritannien 1 –2.888 –2.310 80,00
Automata S.A., Guatemala City/Guatemala 1 3.956 3.956 100,00
Krones Digital Solutions India Private Limited, Bangalore/Indien 268 268 100,00
Krones India PVT. Ltd., Bangalore/Indien 1 15.360 15.360 100,00
System Logistics India Private Limited, Mumbai/Indien 1 1.085 868 80,00
Unicorn Industries PVT. Ltd., Secunderabad/Indien 1 4.416 4.416 100,00
PT. Krones Machinery Indonesia, Jakarta/Indonesien 4.507 4.507 100,00
Systorelog Israel Ltd., Tel Aviv/Israel 1 –414 –331 80,00
Kosme S.R.L., Roverbella/Italien 51.498 51.498 100,00
Krones Italia S.R.L., Garda/Italien 5.917 5.917 100,00

5 | 223

Name und Sitz der Gesellschaft Gesellschaftskapital T€ Eigenkapital T€ Anteil am Ergebnis T€ %
Ausland
System Logistics S.P.A., Fiorano/Italien 1 17.018 13.614 80,00
Krones Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 6.322 6.322 100,00
Krones Cambodia Co. Ltd., Phnom Penh/Kambodscha –19 –19 100,00
Krones Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada 1 1.627 1.627 100,00
Krones Kazakhstan TOO, Almaty/Kasachstan –460 –460 100,00
Krones LCS Center East Africa Ltd., Nairobi/Kenia 1 11.899 11.899 100,00
Krones Andina Ltda., Bogotá/Kolumbien 6.034 6.034 100,00
Krones Machinery Malaysia Sdn. BHD., Kuala Lumpur/Malaysia 500 500 100,00
Krones North West Africa Sarl, Casablanca/Marokko 1 –476 –476 100,00
Krones Mex S.A. de C.V., Mexiko D.f./Mexiko 16.656 16.656 100,00
Systemlog De Mexico S.A. de C.V., Santa Caterina, Monterrey/Mexiko 1 1.138 910 80,00
Krones Myanmar Ltd., Sanchaung Township/Republic of the Union Myanmar 23 23 100,00
Krones New Zealand Limited, Auckland/Neuseeland 2.971 2.971 100,00
Krones Nederland B.V., Bodegraven/Niederlande 3.127 3.127 100,00
Krones LCS Center West Africa Ltd., Lagos/Nigeria 23.383 23.383 100,00
Kosme Gesellschaft mbH, Sollenau/Österreich 30.975 30.975 100,00
Krones Pakistan (Private) Limited, Lahore/Pakistan 396 396 100,00
Krones Filipinas Inc., Taguig City/Philippinen 2.533 2.533 100,00
Krones Spólka Z.O.O., Warschau/Polen 2.018 2.018 100,00
Krones Romania Prod.

Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2023

Name und Sitz der Gesellschaft Gesellschaftskapital T€ Eigenkapital T€ Anteil am Ergebnis % T€
Ausland
System Logistics Spain SL, Castellòn de la Plana/Spanien 1 1.414 1.131 80,00
Krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 30.714 30.714 100,00
Krones Korea Ltd., Seoul/Südkorea 7.823 7.823 100,00
Krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 98.590 98.590 100,00
System Logistics Asia Co. Ltd., Bangkok/Thailand 1 1.769 1.415 80,00
Konplan S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik –1.063 –1.063 100,00
Krones S.R.O., Prag/Tschechische Republik 1.963 1.963 100,00
Krones Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul/Türkei 3.127 3.127 100,00
Krones Ukraine LLC., Kiew/Ukraine 3.497 3.497 100,00
Krones Hungary Kft., Debrecen/Ungarn 50.754 50.754 100,00
Krones Service Europe Kft., Budapest/Ungarn 1 23 23 100,00
Ampco Pumps Company LLC, Glendale, Wisconsin/USA 1 119.745 107.771 90,00
Ampco Pumps Real Estate LLC, Glendale, Wisconsin/USA 1 2.584 2.326 90,00
Javlyn Process Systems LLC, Rochester, New York/USA 1 9.742 9.742 100,00
Krones Inc., Franklin, Wisconsin/USA 178.222 178.222 100,00
MHT USA LLC., Peachtree City/USA 1 577 577 100,00
Process And Data Automation LLC, Erie/USA 1 4.960 4.960 100,00
R+D Custom Automation LLC, Trevor, Wisconsin,/USA 1 27.583 22.204 80,50
System Logistics Corporation, Arden/USA 1 20.457 16.366 80,00
Trans-Market LLC, Tampa/USA 1 8.720 8.720 100,00
W.M. Sprinkmann Corporation, Waukesha/USA 1 –1.345 –1.345 100,00
Maquinarias Krones de Venezuela S.A., Caracas/Venezuela 0 0 100,00
Integrated Packaging Systems FZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 1 25.907 25.907 100,00
Krones Meatech FZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 1 1.296 1.296 100,00
Krones Middle East Africa FZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 42.309 42.309 100,00
Krones Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City/Vietnam 1.989 1.989 100,00
Krones Service Europe S.R.L., Bukarest/Rumänien 1 117 117 100,00
Krones O.O.O., Moskau/Russische Föderation 11.268 11.268 100,00
Krones Middle East Maintenance LLC, Riad/Saudi Arabien 1 171 171 100,00
System Northern Europe Ab, Malmö/Schweden 1 1.296 1.037 80,00
Integrated Plastics Systems AG, Baar/Schweiz 1 3.298 3.298 100,00
Krones AG, Buttwil/Schweiz 8.192 8.192 100,00
Krones-Izumi Processing Pte Ltd., Singapore/Republic of Singapore –1.841 –1.344 73,00
Krones Iberica, S.A.U., Barcelona/Spanien 6.365 6.365 100,00

1 mittelbare Beteiligung
2 Ergebnisabführungsvertrag mit Krones Holding GmbH, Neutraubling
³ Gesellschaft in Gründung