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KROMI Logistik AG — Management Reports 2014
Oct 9, 2014
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Management Reports
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HGB-Einzelabschluss
zum 30. Juni 2014
3 | Lagebericht
- 3 | Grundlagen der KROMI Logistik AG
- 4 | Wirtschaftsbericht
- 11 | Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
- 11 | Nachtragsbericht
- 12 | Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
- 20 | Vergütungsbericht
- 22 | Übernahmerechtliche Angaben (Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB)
26 | Jahresabschluss & Anhang
- 26 | Handelsbilanz zum 30. Juni 2014
- 28 | Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013
- 29 | Brutto Anlagenspiegel zum 30. Juni 2014
- 31 | Anhang für das Geschäftsjahr 2013 / 2014
44 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
45 | Bilanzeid (Erklärung gemäß § 37 y Nr. 1 WpHG)
Lagebericht
Grundlagen der KROMI Logistik AG
I. Geschäftsmodell
Die KROMI Logistik AG (im Folgenden auch KROMI Logistik) bietet Unternehmen der produzierenden Industrie ein vollständiges Outsourcing-Konzept für die Versorgung mit Präzisionswerkzeugen für die Zerspanung an. Dieses Konzept umfasst, neben der klassischen Versorgung durch Werkzeugausgabeautomaten beim Kunden vor Ort, die Bestandsoptimierung und Lagerverwaltung, die Verbrauchskontrolle sowie eine auf den Bestands- und Verbrauchsdaten basierende Optimierung des Werkzeugeinsatzes in der Produktion des Kunden.
II. Unternehmensstruktur
Der KROMI Logistik AG war zum Stichtag 30. Juni 2014 an vier Standorten in Deutschland präsent: Neben dem Hauptsitz in Hamburg verfügt die Gesellschaft über Niederlassungen in Magdeburg, Erkrath bei Düsseldorf und Eislingen bei Stuttgart. Hinzu kommen Tochtergesellschaften in Tschechien, der Slowakei, Spanien und Brasilien. Zusätzlich versorgt KROMI Logistik Kunden in Dänemark, Polen, Rumänien, Österreich, Belgien, Frankreich und Italien mit Werkzeugen.
III. Segmente
Gesellschaftszweck von KROMI Logistik ist der Handel und der Vertrieb von Zerspanungswerkzeugen sowie die damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Eine Segmentierung anhand von Produkten oder Produktgruppen ist aus Sicht des Vorstands angesichts der Homogenität der Produkte nicht sinnvoll. Daher bildet die KROMI Logistik Segmente anhand der Absatzmärkte und damit des Kundensitzes.
IV. Dienstleistungen
Neben der Versorgung der Kunden und der damit verbundenen Bestandsüberwachung und Bestückung von Werkzeugausgabeautomaten konzentriert sich KROMI Logistik insbesondere auf die Optimierung des Werkzeugeinsatzes und der Prozesse der Kunden. Hier setzt die durch KROMI Logistik erbrachte Engineering-Leistung KEP (KROMI Engineering Process) ein. Durch die Optimierung des Zerspanungsprozesses (KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) werden dem Kunden permanent Verbesserungspotentiale aufgezeigt und Einsparungen erzielt.
V. Mitarbeiter
Zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 beschäftigte KROMI Logistik ohne die Vorstandsmitglieder 87 Mitarbeiter (30. Juni 2013: 85). Hierzu zählen auch drei Auszubildende im Groß- und Außenhandel sowie drei Studenten, die ein duales Studium im Logistikmanagement in Kooperation mit KROMI Logistik absolvieren.
Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die wirtschaftliche Situation auf den Weltmärkten war im Geschäftsjahr 2013/2014 von weiteren leichten Erholungstendenzen geprägt. Belastend wirkten unter anderem das verhaltene Wachstum der Entwicklungsländer sowie die anhaltende Rezession in einigen EU-Staaten. Die deutsche Wirtschaft setzte dagegen ihren Aufwärtstrend fort.
Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft 2013 um 3,0% gewachsen, für das Jahr 2014 wird mit einem stärkeren Anstieg von 3,6% gerechnet. Dabei gelten die Industrienationen wieder als Wachstumstreiber, die Schwellenländer blieben hingegen nach Einschätzung der Experten hinter den Erwartungen zurück.1
Die statistische Abteilung der EU, Eurostat, ermittelte für das abgelaufene Jahr wieder einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU-Staaten auf einem niedrigen Niveau von 0,1%. Im Euroraum dagegen schrumpfte die Wirtschaftsleistung 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4%.2 Für 2014 rechnet die Europäische Kommission hingegen mit einer anhaltenden Konjunktur-Erholung: So werden ein BIP-Wachstum von 1,6% in der EU sowie 1,2% im Euroraum erwartet. Die Prognose der Europäischen Kommission basiert auf den angenommenen Umsetzungen politischer Maßnahmen seitens der Mitgliedstaaten und der EU für einen erfolgreichen Reformprozess. Somit ist die konjunkturelle Entwicklung in Europa weiterhin noch mit deutlichen Unsicherheiten behaftet.3
Die deutsche Wirtschaft wuchs 2013 mit durchschnittlich 0,4% weiter schwächer als in den Vorjahren, allerdings hat sich die konjunkturelle Lage erkennbar verbessert.4 Beeinflusst von der Rezession in mehreren europäischen Ländern, nahm das deutsche BIP im dritten Quartal 2013 nur langsam um 0,3% zu. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres stieg die Wirtschaftsleistung um 0,4%. Der positive Trend setzte sich im ersten Quartal 2014 mit einem BIP-Wachstum von 0,8% weiter fort.5 Zwar war im zweiten Quartal, in dem die deutsche Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich um 0,2% leicht abnahm, die Entwicklung wieder rückläufig.6 Dennoch bleibt der Ausblick insgesamt positiv: So rechnet die Bundesregierung für das Gesamtjahr 2014 mit einem Wachstum von 1,8%.7 Eine Prognose, die auch durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gestützt wird. Wie in den vergangenen Jahren sieht das DIW die binnenwirtschaftliche Entwicklung zunehmend als wichtigen Eckpfeiler der deutschen Konjunktur. Ein stabiler Arbeitsmarkt, spürbare Einkommenszuwächse und eine niedrige Inflation begünstigten den Anstieg des privaten Konsums sowie das damit verbundene Importwachstum. Die Ökonomen des DIW erwarten außerdem im Zuge einer beschleunigten weltwirtschaftlichen Entwicklung einen steigenden Export. Der Euroraum erhole sich weiter, allerdings habe sich das Tempo etwas verlangsamt. Die Schwellenländer sind ebenso schwächer. Daher hält das DIW, wie auch die Bundesregierung,8 ein Wachstum des BIP in Deutschland von 2,0% im Jahr 2015 für möglich.9
1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, April 2014. | 2 Eurostat, Wachstumsraten des realen BIP, Stand: 27. Juni 2014. | 3 Europäische Kommission, Pressemitteilung, 5. Mai 2014. | 4 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 15. Januar 2014. | 5 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 15. Mai 2014. | 6 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 14. August 2014. | 7 Bundesregierung, Pressemitteilung, 15. April 2014. | 8 Bundesregierung, Frühjahrsprojektion 2014, 15. April 2014. | 9 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Pressemitteilung, 17. Juni 2014.
II. Branchenbezogene Rahmenbedingungen
a. Maschinenbau/Präzisionswerkzeuge
KROMI Logistik ist als Tool Manager ein Outsourcing-Partner für Industrieunternehmen, wobei die Kernkompetenz des Unternehmens bei Zerspanungswerkzeugen für die Metall- und Kunststoffbearbeitung liegt. Obwohl die KROMI Logistik aufgrund ihres Geschäftsmodells keiner der nachstehenden Branchen direkt zuzuordnen ist, stellt der Anlagen- und Maschinenbau dennoch einen guten Indikator für die Entwicklung dar. 2013 war für den Maschinenbau in Deutschland ein schwieriges Jahr, so der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Für den Auftragseingang ergab sich mit EUR 206 Mrd. ein Minus von 2% im Vorjahresvergleich. Die Auftragsbücher des Jahres 2013 waren mangels richtungsweisender Impulse aus dem In- und Ausland durch ein ständiges Auf und Ab der monatlichen Veränderungsraten gekennzeichnet. Die Aufträge aus dem Inland konnten über das Jahr hinweg ihre Talfahrt zwar etwas verlangsamen, die Auslandsnachfrage hatte allerdings mit teils deutlichen Einbußen zu kämpfen.10
Aus Sicht des ersten Halbjahres 2014 liegen sowohl Auftragseingang als auch Maschinenproduktion des deutschen Maschinenbaus auf Vorjahresniveau. Einem Produktionsplus aus den ersten drei Monaten von rund 3% stand ein Rückgang in gleicher Höhe im zweiten Quartal 2014 gegenüber. Während die Inlandsnachfrage anzog, blieben vor allem die Bestellungen aus dem Ausland hinter den Vorjahreswerten zurück. Als Grund hierfür sehen die Experten des VDMA wachsende Unsicherheiten für Investoren, vor allem mit Blick auf die Ukraine-Krise und daraus erwachsene Verwerfungen im Russland-Geschäft. Diese können auch durch Steigerungen in Deutschland oder den USA nur teilweise kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund bleibt der VDMA bei seiner Jahresprognose 2014 vorsichtig und rechnet mit einem moderaten Anstieg der Maschinenbauproduktion um 1%.11
Einen positiven Beitrag zur Situation der deutschen Maschinenbaubranche leistete der Teilbereich Präzisionswerkzeuge, der 2013 wieder den Produktionsrekord des Vorjahres erreichen konnte. So wurden von den deutschen Herstellern von Präzisionswerkzeugen im vergangenen Jahr erneut rund EUR 8,7 Mrd. umgesetzt. Die beiden wichtigsten Auslandsmärkte für Präzisionswerkzeuge entwickelten sich 2013 unterschiedlich. In China war die Nachfrage nach deutschen Werkzeugen leicht rückläufig. In den USA konnten die deutschen Unternehmen am starken Zuwachs in der Automobilindustrie partizipieren. Auch für das laufende Jahr 2014 rechnet der Fachverband VDMA Präzisionswerkzeuge mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Die Hersteller gehen davon aus, das Rekordniveau aus den beiden vergangenen Jahren um 4% übertreffen zu können. Dabei erwarten die Experten des Fachverbands die Auflösung der Investitionszurückhaltung und eine Ausweitung der Produktion im Maschinenbau und der Automobilindustrie.12
10 VDMA, Maschinenbau in Zahl und Bild 2014. | 11 VDMA, Pressemitteilung, 31. Juli 2014. | 12 VDMA Fachverband Präzisionswerkzeuge, Pressemitteilung, 15. Januar 2014.
b. Flugzeugbau, Luftverkehr und Schiffsbau
Eine positive Entwicklung wies im Jahr 2013 die Luft- und Raumfahrtindustrie auf. Der Umsatz der Branche stieg deutlich um 7,8% auf ein Allzeithoch von EUR 30,6 Mrd. an, während die Gesamtbeschäftigtenanzahl um 4,8% auf 105.500 zulegte, so der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI). Wichtigster Zweig der Branche bleibt die Zivilluftfahrt mit einem Umsatzvolumen von EUR 21,4 Mrd. Die Raumfahrtindustrie hingegen befindet sich zwar weiter auf Erfolgskurs, musste aber aufgrund von Sondereffekten einen Umsatzrückgang von 1% auf EUR 2,4 Mrd. verzeichnen. Die Rüstungsunternehmen dagegen hatten nach zwei Jahren in einem schwierigen Umfeld erstmalig wieder einen Umsatzanstieg von 7,2% auf ein Volumen von EUR 6,8 Mrd. verbuchen können. Globale Prognosen skizzieren bis 2030 eine Verdoppelung des weltweiten Flugzeugbedarfs bei einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich rund 5%.13
Somit hat sich auch im Jahr 2013 das Wachstum in der zivilen Luftfahrt als wichtigste Stütze der Luftund Raumfahrtbranche erwiesen. Das weltweite Passagieraufkommen stieg 2013 laut der UN-Luftfahrtbehörde IATA überproportional um 5,2%.14 Dieser Trend verstärkte sich im ersten Quartal 2014 noch einmal und lag im Vorjahresvergleich bei 5,6%.15 Für das weltweite Frachtaufkommen verzeichnete die IATA wieder einen leichten Anstieg um 1,4% für das Jahr 2013, nach einem Rückgang im Vorjahr. Als Grund dafür gilt das im Vergleich zum Welthandel langsamer wachsende Frachtaufkommen.16 Während des ersten Quartals 2014 konnte sich das Frachtaufkommen jedoch weiter stabilisieren und verzeichnete ein Plus von 4,4%.17
c. Automobilzulieferindustrie
Für das Kalenderjahr 2013 blickt der deutsche Automobilsektor wieder auf ein Wachstum der inländischen Produktion von 1% zurück. Dies ist dennoch ein ordentliches Ergebnis im Hinblick auf die großen wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa und den Rückgang der Produktion im Jahr zuvor. Auch der Export in Deutschland gefertigter Pkw konnte wieder um 2% zulegen. So betrug das Ausfuhrvolumen im abgelaufenen Kalenderjahr 4,2 Mio. Pkw.18 Die Prognose des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) für 2014 nimmt an, dass sich die Zahl der produzierten Pkw um 4% auf etwa 5,7 Mio. erhöhen wird. Dabei bleiben die USA und China als Absatzländer weiter auf Wachstumskurs, und auch Europa dreht wieder ins Plus.19 Die deutschen Zulieferbetriebe konnten das hohe Niveau der Vorjahre noch steigern. Der Gesamtumsatz fiel 2013 mit EUR 69,9 Mrd. um 2% stärker aus als im Vorjahr. Rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes entfielen auf das Geschäft auf dem deutschen Markt. Die Erlöse aus dem Ausland beliefen sich auf EUR 25,4 Mrd. und stiegen mit gut 3% leicht stärker als der Inlandsumsatz.20
13 Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrt, Pressemitteilung, 30. April 2014. | 14 International Air Transport Association, Pressemitteilung, 5. Februar 2014. | 15 International Air Transport Association, Pressemitteilung, 6. Mai 2014. | 16 International Air Transport Association, Pressemitteilung, 4. März 2014. | 17 International Air Transport Association, Pressemitteilung, 5. Mai 2014. | 18 Verband der Automobilindustrie, Pressemitteilung, 3. Januar 2014. | 19 Verband der Automobilindustrie, Pressemitteilung, 2. Juli 2014. | 20 Verband der Automobilindustrie, Jahresbericht 2014, 2. Juli 2014.
III. Geschäftsverlauf – KROMI Logistik im Geschäftsjahr 2013/2014
Unternehmensstrategie und Ziele sowie ihre Umsetzung im Geschäftsjahr 2013/2014
Im Mittelpunkt der mittelfristigen Strategie der KROMI Logistik steht die kontinuierliche Ausweitung der Kundenbasis durch die Akquisition von Neukunden und die Erschließung neuer Märkte. Bei den Bestandskunden steht die Optimierung und Effizienzsteigerung der Zerspanungsprozesse sowie die Kostenreduzierung in Fertigung und Verwaltung im Vordergrund der Zusammenarbeit mit der KROMI Logistik. Die Kundenbindung wird zudem durch stetige Innovationen beim Versorgungskonzept bei permanenter Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden weiter intensiviert.
Neben dem Ausbau des Kernmarktes in Deutschland bleibt die Erschließung und weitere Durchdringung neuer Märkte sowie die Akquisition von international operierenden Großzerspanern ein entscheidender Faktor der Wachstumsstrategie. Zusätzlich werden auch permanent Optionen geprüft, Bestandskunden an weiteren Standorten zu versorgen.
Darüber hinaus werden sämtliche Auslandsengagements permanent auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft, um bei Bedarf auf geänderte Marktbedingungen adäquat reagieren zu können. Damit bleibt gewährleistet, dass Ressourcen dort konzentriert werden, wo sie für die KROMI Logistik AG am effizientesten eingesetzt werden können.
Deutschland: Ausbau des Kernmarktes
Im deutschen Heimatmarkt konnte die KROMI Logistik ihre strategischen Ziele – trotz eines leichten Umsatzrückgangs – erreichen. So wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr verschiedene Neukunden akquiriert. Zusätzlich konnte die Beziehung zu Bestandskunden ausgeweitet und gefestigt und deren Werkzeugeinsatz optimiert werden. Verantwortlich für die im Segment "Inland" ausgewiesene leichte Abnahme der Umsatzerlöse um TEUR 1.023 war im Wesentlichen die Beendigung eines Versorgungsvertrags mit einem Automobilzulieferer. Daneben wirkte sich die Verlagerung einzelner Bauteile eines weiteren Kunden an Standorte und Zulieferer, die nicht oder noch nicht Bestandteil der KROMI-Versorgung sind, mindernd auf die Umsätze aus. Ohne diese Sondereffekte konnte aus dem Kundenbestand ein Umsatzwachstum von rund 14% erwirtschaftet werden.
Europäisches Ausland: Entwicklung bestehender Kunden und Steigerung der Profitabilität
Auch im europäischen Ausland konnte die KROMI Logistik ihre Marktposition weiter ausbauen und dabei ihre Umsätze erhöhen. Neben der Ausweitung der Versorgung bei Bestandskunden steht hier insbesondere die Steigerung der Profitabilität im Vordergrund. Ein nachhaltiges Umsatzwachstum im spanischen Werk eines international tätigen Großzerspaners wirkte sich, durch die in der Anlaufphase üblichen geringeren Margen, zwar insgesamt ergebnisbelastend aus. Es konnte hiermit jedoch die Basis für ein zukünftig margenstärkeres Geschäft gelegt werden, welches schon im laufenden Geschäftsjahr für eine Ergebnisverbesserung in diesem Bereich sorgen sollte.
Brasilien: Neukundengewinnung in anspruchsvollem Umfeld
Die brasilianische Tochtergesellschaft entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2013/2014 planmäßig. So konnten – trotz eines gedämpften konjunkturellen Umfelds – erneut zahlreiche Neukunden akquiriert und dabei die Umsätze um rund 16% gesteigert werden. Zusätzlich konnte der Verlust im Vergleich zum Vorjahr planmäßig halbiert werden. Damit steht die Tochter in Brasilien kurz vor der Gewinnschwelle. Der Vorstand sieht seine Strategie, das brasilianische Geschäft konsequent weiterzuentwickeln, bestätigt und bleibt auch durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgezeigten Perspektiven vollständig überzeugt vom Engagement in Brasilien.
Wachstum mit Bestandskunden
Auch im Berichtsjahr konnte die KROMI Logistik weitere Standorte von Bestandskunden hinzugewinnen. So wurden in Deutschland, Frankreich, Rumänien und Belgien die organisatorischen Voraussetzungen für den Beginn der Versorgung weiterer Standorte im laufenden Geschäftsjahr geschaffen. Dies ist ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie.
Optimierung und Effizienzsteigerung
Mit den Maßnahmen aus Prozess- und Werkzeugoptimierungen hat die KROMI Logistik die Wirtschaftlichkeit ihrer Kunden nachhaltig gesteigert und somit den Grundstein für eine KROMI-typische, langfristige Kundenbindung gelegt. Darüber hinaus wurden Kunden permanent aktuelle Werkzeug- und Verbrauchsdaten geliefert. Diese Werkzeugdaten von KROMI Logistik sind in der Qualität einzigartig und bilden die Basis für weitere Optimierungsschritte bei Bestandskunden. Zusätzlich stellen sie ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für die Akquisition von Neukunden dar.
IV. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
a. Ertragslage
Die KROMI Logistik AG konnte im Geschäftsjahr 2013/2014 einen planmäßigen Anstieg der Umsatzerlöse um 1,5% auf TEUR 57.626 verzeichnen (Vorjahr: TEUR 56.780). Damit erwirtschaftete die Gesellschaft in den vergangenen fünf Geschäftsjahren einen kumulierten Umsatzzuwachs von rund 87,0% und legte durch diesen erheblichen Ausbau der Geschäftstätigkeit den Grundstein für ein profitables Wachstum des Unternehmens. KROMI Logistik hat sich dabei mehr und mehr zu einem internationalen AkTEUR entwickelt. So konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz mit Kunden im europäischen Ausland um 10,6% auf jetzt TEUR 19.465 weiter ausgebaut werden. Dennoch bleibt der Heimatmarkt Deutschland mit einem Anteil von 66.2% (Vorjahr: 69,0%) an den Gesamterlösen der KROMI Logistik AG weiterhin Haupttreiber für die Umsatzentwicklung der Gesellschaft.
Insgesamt profitiert KROMI Logistik von einer gut ausbalancierten und über mehrere Branchen und Regionen diversifizierten Kundenstruktur. Die weitere konjunkturelle Belebung auf den Weltmärkten sowie ein generell hohes Produktionsniveau, insbesondere in der Maschinenbaubranche, wirkten sich positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.
Die Beendigung eines größeren Vertrages mit einem Automobilzulieferer konnte durch die allgemeine Optimierung bestehender Versorgungen sowie die deutliche Ausweitung der Geschäfte im spanischen Werk eines international tätigen Großzerspaners überkompensiert werden. Wie in der Anlaufphase der Versorgung üblich, werden hier zunächst geringere Margen erzielt. Dennoch bewertet es der Vorstand positiv, dass durch diese Maßnahme die Umsätze mit Automobilzulieferern insgesamt weiter gesteigert werden konnten und damit die Basis für zukünftig margenstärkeres Geschäft gelegt wurde.
Verantwortlich für den insgesamt leichten Umsatzrückgang im Inland um 2,8% waren vor allem Produktionsverlagerungen an Standorte und Zulieferer, die nicht oder noch nicht in die KROMI-Systematik eingebunden waren. Aufgrund aktuell laufender Verhandlungen ist der KROMI-Vorstand aber zuversichtlich, bereits im aktuellen Geschäftsjahr die Umsätze in diesem Bereich wieder ausbauen zu können.
Im Zuge der genannten Verschiebungen in der Umsatzzusammensetzung nahm der Materialaufwand von TEUR 42.777 auf TEUR 43.838 zu. Die Materialaufwandsquote stieg so auf 76,1% (Vorjahr: 75,3%). Gründe für diesen Anstieg sind zum einen die beschriebene deutliche Umsatzausweitung eines spanischen Kunden, die in der Anlaufphase mit einem gesteigerten Materialaufwand einhergeht und einen höhermargigen Kunden ablöst. Zum anderen wirkten sich auch die geringeren Umsätze im Bereich Luftfahrt belastend aus. Insgesamt reduzierte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz (ohne sonstige betriebliche Erträge) von TEUR 14.003 auf TEUR 13.788. Damit lag auch die Bruttomarge vom Umsatz (Rohertragsmarge) mit 23,9% unter Vorjahresniveau (24,7%). Der Planwert für die Rohertragsmarge betrug 25,0%.
Die Personalaufwandsquote von 11,4% blieb unverändert zum Vorjahr. Dabei stieg der Personalaufwand nur leicht von TEUR 6.483 auf nun TEUR 6.583 an. Grundsätzlich kann das KROMI-Geschäftsmodell mit einer schlanken Personalstruktur effizient betrieben werden. Dies spiegelt sich auch in den entsprechenden Personalkennzahlen wider.
Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von TEUR 665 geringfügig auf TEUR 625. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 5.510 nur leicht über dem Vorjahresniveau (TEUR 5.430).
So weist die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 1.664 aus, ein Anstieg um 2,5% gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.623). Damit wurde das Ziel, die Profitabilität zu erhöhen und die Ergebnismargen sukzessive weiter zu steigern, erreicht. Die Ergebnismarge hat sich wie erwartet im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich bewegt.
Im Vorjahresvergleich schließt KROMI Logistik das Geschäftsjahr 2013/2014 abzüglich zu zahlender Steuern mit einem gesteigerten Jahresüberschuss von TEUR 1.071 ab (Vorjahr: TEUR 910). Die Steuerquote betrug 35,7% (Vorjahr: 44,0%). Die höhere Steuerquote des Vorjahres resultierte daraus, dass eine Wertberichtigung der Beteiligung an der brasilianischen Tochtergesellschaft keine steuermindernde Berücksichtigung fand. Im Geschäftsjahr 2013/2014 gab es keine derartigen Sondereffekte, weshalb die Steuerbelastung wieder auf ein übliches Maß reduziert werden konnte.
b. Vermögenslage
Zum Stichtag 30. Juni 2014 belief sich die Bilanzsumme der KROMI Logistik AG auf TEUR 37.906 und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (30. Juni 2013: TEUR 37.345).
Auf der Aktivseite der Bilanz blieben sowohl die lang- als auch die kurzfristigen Vermögenswerte ohne größere Veränderungen. Das Anlagevermögen nahm von TEUR 8.532 zum 30. Juni 2013 auf jetzt TEUR 8.972 zu. Die Sachanlagen nahmen leicht auf jetzt TEUR 3.841 ab (30. Juni 2013: TEUR 4.098). Die Position Finanzanlagen, die von TEUR 4.252 auf nun TEUR 4.988 anstieg, enthält unter anderem die Ausleihungen an die brasilianische Tochtergesellschaft. Ein Betrag von TEUR 273 wurde in diesem Geschäftsjahr nicht mit den Pensionsrückstellungen saldiert, sondern im Anlagevermögen als "Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen" ausgewiesen.
Im Umlaufvermögen standen gestiegenen Vorräten eine Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. So weiteten sich die Vorräte auf TEUR 13.859 (30. Juni 2013: TEUR 13.324) aus, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt auf TEUR 13.753 (30. Juni 2013: TEUR 13.932) abnahmen. Die liquiden Mittel wurden zum 30. Juni 2014 mit TEUR 109 ausgewiesen. Im Vorjahr standen diese noch bei TEUR 2.
Die Passivseite der Bilanz umfasste am letzten Tag des Geschäftsjahres 2013/2014 einen Eigenkapitalbestand von TEUR 26.374. Dies entspricht – aufgrund des gesteigerten Jahresüberschusses – einer Zunahme gegenüber dem Vorjahreswert (30. Juni 2013: TEUR 25.303). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich so auf 69,6% nach 67,8% zum 30. Juni 2013.
Das aus Rückstellungen und Verbindlichkeiten zusammengesetzte Fremdkapital der Gesellschaft betrug zum Stichtag 30. Juni 2014 TEUR 11.532 und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr verringert werden (30. Juni 2013: TEUR 12.042). Hiervon entfielen TEUR 1.530 (30. Juni 2013: TEUR 1.402) auf das langfristige sowie TEUR 10.002 (30. Juni 2013: TEUR 10.640) auf das kurzfristige Fremdkapital. Neben Pensionsrückstellungen beinhaltet das langfristige Fremdkapital insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.200 (30. Juni 2013: TEUR 1.300). Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit kurzer Laufzeit in Höhe von TEUR 4.631 (30. Juni 2013: TEUR 5.009) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Diese konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 4.171 auf jetzt TEUR 3.650 reduziert werden. Gründe hierfür waren in erster Linie Stichtagseffekte.
c. Finanzlage
Das Working Capital (kurzfristige Vermögenswerte abzüglich des kurzfristigen Fremdkapitals) in einer Höhe von TEUR 18.871 (30. Juni 2013: TEUR 18.112) bildet weiterhin eine starke und stabile Basis für das angestrebte profitable Wachstum der Gesellschaft.
Aktuell verfügt die KROMI Logistik AG über Kreditlinien in Höhe von TEUR 13.000, von denen TEUR 4.521 in Anspruch genommen wurden.
V. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens
Der Vorstand blickt auf ein herausforderndes, aber dennoch zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2013/2014 zurück. So konnten sowohl Umsatz (+1,5%) als auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (2,5%) im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Rohertragsmarge nahm, trotz unerwartet aufgetretener Sonderfaktoren, nur leicht um 0,8 Prozentpunkte ab. Diese Kennzahlen bestätigen die Substanz und Stabilität des Geschäftsmodells. Insgesamt war die Entwicklung von einem guten Konjunkturumfeld getragen.
Sondereffekte wie die Produktionsverlagerung von Bauteilen bei einem Großkunden, massive Umsatzsteigerung eines Kunden in der Anlaufphase sowie die Beendigung der Versorgung eines langjährigen Bestandskunden haben sich zwar belastend ausgewirkt, konnten aber schon im Geschäftsjahr 2013/2014 weitestgehend kompensiert werden.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://ir.kromi.de/websites/kromi/German/7100/entsprechenserklaerung-2014.html öffentlich zugänglich gemacht.
Nachtragsbericht
Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres wurden drei Versorgungsverträge in Italien, Rumänien und der Slowakei beendet, da die bisherige und zu erwartende Wirtschaftlichkeit dieser Aktivitäten nicht gegeben ist. Aufgrund der noch vorhandenen Versorgungsverträge an diesen Standorten werden die Organisationen in diesen Regionen weitestgehend aufrecht erhalten.
Darüber hinaus sind nach Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
I. Prognosebericht
a. Gesamtaussage des Vorstands zur Entwicklung der KROMI Logistik AG im Geschäftsjahr 2014/2015
Durch bereits getätigte und geplante Investitionen in neue Versorgungskunden und Märkte sowie die Akquisitionen der Vergangenheit sieht der Vorstand die KROMI Logistik für das laufende Geschäftsjahr 2014/2015 gut aufgestellt. KROMI Logistik verfügt über eine gesunde Eigenkapitalbasis, ausreichende Liquiditätsreserven und eine klar fokussierte Unternehmensstrategie.
So plant der Vorstand, das Unternehmen auch in Zukunft weiter zu internationalisieren, Märkte zu konsolidieren und dabei das Geschäftsmodell konsequent weiterzuentwickeln, um zusätzliche Alleinstellungsmerkmale aufzubauen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten dient dem profitablen Wachstum. Organisches Wachstum soll vor allem an vorhandenen Standorten erzielt werden, während neue Märkte vornehmlich in Begleitung von Bestandskunden erschlossen werden, um diese dann vor Ort auszubauen. Die sorgfältige Abwägung von Chancen und Risiken wird dabei auch zukünftig eine zentrale Rolle spielen.
b. Erwartete Entwicklung des Marktumfelds
Die Kunden der KROMI Logistik agieren auf weltweiten Wachstumsmärkten. Zwar beeinträchtigen lokale und globale Abschwünge die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen der Branchen, dennoch stehen insbesondere der allgemeine Maschinenbau, die Luft- und Raumfahrt sowie die Automobilzulieferindustrie für langfristig steigende Wachstumsraten.
Nicht zuletzt die weiter zunehmende Globalisierung und die stark wachsende Nachfrage aus Schwellenländern wie China oder Indien sorgen für volle Auftragsbücher bei der deutschen Industrie. Zusätzlich profitieren Maschinenbauer und Automobilzulieferer von langfristigen globalen Trends wie Energieeffizienz/Klimaschutz oder der Vernetzung von Produktionsanlagen und -standorten. Auch die Luftfahrtbranche erwartet konstant steigende Passagierzahlen und damit eine wachsende Nachfrage nach Flugzeugen und ihren Bauteilen. So prognostiziert die Airbus Group, ein wichtiger Kunde der KROMI Logistik, in den nächsten zwei Jahrzehnten einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg des Passagieraufkommens um 4,7%. 21
Vor diesem Hintergrund sieht sich die KROMI Logistik mit ihrer diversifizierten Kundenstruktur gut positioniert, um an der Entwicklung dieser Branchen teilzuhaben.
21 Airbus Group, Annual Report 2013
c. Erwartete Entwicklung der KROMI Logistik
Für das Geschäftsjahr 2014/2015 geht der Vorstand von einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich aus. Damit liegt der Plan der Gesellschaft über der 4%igen Prognose des VDMA für den Teilbereich Präzisionswerkzeuge im Kalenderjahr 2014.
In diesem Zusammenhang erwartet der Vorstand auch beim operativen Ergebnis eine kontinuierliche Verbesserung. Entscheidende Faktoren für die Ergebnisentwicklung werden insbesondere die Konjunktur und damit die Produktionsniveaus der KROMI-Kunden sein. Sollten sich diese positiv entwickeln, strebt der Vorstand im Rahmen seiner sukzessiven, profitablen Wachstumsstrategie eine weitere Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit an.
II. Chancen und Risikobericht
a. Bericht und Erläuterungen gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Generell umfassen das Risikomanagementsystem (RMS) und das interne Kontrollsystem (IKS) neben den rechnungslegungsbezogenen Prozessen auch sämtliche Risiken und Kontrollen mit Bezug auf die Rechnungslegung. Ziel des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Einzelabschlusses und Lagebericht entgegenstehen. Erkannte Risiken werden hinsichtlich ihres Einflusses auf den Einzelabschluss und Lagebericht bewertet. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems in diesem Zusammenhang ist, durch Implementierung von entsprechenden Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Einzelabschluss erstellt wird.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
Der Vorstand der KROMI Logistik AG hat zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Rechnungslegung sowie für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem eingerichtet. Als integraler Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses umfasst es präventive, überwachende und aufdeckende Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Rechnungswesen und in operativen Funktionen. Wesentliche Elemente zur Kontrolle in der Rechnungslegung sind die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung sowie angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten IT-Systemen. Ein zentrales Element ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass wesentliche vollziehende (z.B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. IT-Administration) Tätigkeiten nicht in einer Hand vereint sind. Mittels des Vier-Augen-Prinzips soll gewährleistet werden, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.
Risikomanagement und -methoden
Die KROMI Logistik AG hat zur Durchführung und Absicherung ihrer Geschäfte Systeme, Verfahrensweisen und Gremien installiert, die es dem Vorstand ermöglichen, unwesentliche, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu mildern. Es soll sichergestellt werden, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an das Management weitergeleitet werden. Das Risikomanagementsystem verfolgt dabei folgende Grundprinzipien und Zielsetzungen:
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- Einheitliche Sichtweise auf Risiken
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- Schneller Überblick über die tatsächliche Risikosituation innerhalb der KROMI Logistik AG
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- Konsequente Aufdeckung und Adressierung von Lücken
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- Risikoorientierte Konzentration auf die wesentlichen Geschäftsbereiche und Prozesse sowie notwendige Kontrollen
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- Kostenbewusste und praxisnahe Umsetzung ohne unnötige Bürokratie
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- Einheitliche Betrachtungs- und Vorgehensweise aller kontrollrelevanten Teilbereiche
Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt KROMI Logistik ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung und der Warenwirtschaft aufsetzt. In einem Risikohandbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des Unternehmens zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet und adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden, wenn möglich, ergriffen.
Im Rahmen der Risikobewertung erfolgt eine Einordnung der Risiken durch die jeweiligen Risikoverantwortlichen. Hier werden die Risiken nach ihrer Relevanz und Bedeutung gruppiert. Bezüglich der Relevanz wird in "unwesentliche", "wesentliche" und "bestandsgefährdende" Risiken unterschieden.
Umgang mit bestandsgefährdenden Risiken
Das operative Management der KROMI Logistik AG ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken unmittelbar verantwortlich. So kann die Gesellschaft schnell und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik ist dabei an dem Ziel ausgerichtet, den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Bei seiner Gesamtbewertung der Risikosituation ist der Vorstand zu der Auffassung gelangt, dass folgende Risiken und ihre Behandlung im Geschäftsjahr 2014/2015 von besonderer Bedeutung sein werden:
- Das beabsichtigte Wachstum im In- und Ausland managen, steuern und kontrollieren.
- Margen und Kosten managen, steuern und kontrollieren. Beeinflussung der Wachstumsdynamik durch exogene, makroökonomische Konjunkturentwicklungen.
Die hier aufgeführten Risiken könnten sich negativ auf das künftige Wachstum der KROMI Logistik AG auswirken. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht ersichtlich.
Liquiditätsrisiko
Das Geschäftsmodell der KROMI Logistik AG erfordert die Bereitstellung von Finanzmitteln zur Finanzierung des Working Capitals. Das Halten einer ausreichenden Liquiditätsreserve wird durch ein sorgfältiges Liquiditätsmanagement erreicht. Für die Berechnung der notwendigen Liquidität wird sowohl eine kurzfristige, rollierende Liquiditätsplanung, als auch eine mittelfristige Finanzplanung eingesetzt. Mit Hilfe dieser Instrumente kann der Finanzbedarf rechtzeitig mit den kreditgebenden Instituten abgestimmt und gedeckt werden. Durch das erfolgreiche Liquiditätsmanagement bestand im Berichtszeitraum zu keiner Zeit ein wesentliches quantifizierbares Liquiditätsrisiko im Sinne der Risikodefinition.
Chancen und Risiken in Verbindung mit Zinsänderungen
Die Gesellschaft sieht derzeit nicht das Risiko von nachhaltigen Zinsänderungsrisiken im Euroraum. Vorsorglich wurde jedoch bereits im Geschäftsjahr 2011 /2012 ein Zinsswap (Micro-Hedge) von EUR 1,5 Mio. für die Absicherung der Kaufpreisfinanzierung für das Gebäude Tarpenring 11 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde ein weiterer Zinsswap (Macro-Hedge) über ein Volumen von EUR 3,0 Mio. abgeschlossen, welcher der Absicherung der Finanzierung von Betriebsmitteln dient. Die nach der Mark-to-Market-Methode ermittelten negativen Marktwerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 207.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2013/2014 ist das Zinsniveau tendenziell weiter gesunken. Dies hat in der Folge zu einer negativen Marktbewertung der Zinsderivate geführt.
Zum Stichtag betrug der Leitzins im Euroraum 0,15%. Es ist nicht zu erwarten, dass sich dieser Referenzzinssatz im Geschäftsjahresverlauf fundamental verändern wird. Demzufolge sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus der Veränderung des Leitzinssatzes im Sinne der Risikodefinition im Geschäftsjahr 2014/2015 zu erwarten.
Forderungsausfallrisiko/ Insolvenzrisiko eines Kunden
Die KROMI Logistik AG steuert und minimiert ihr Forderungsausfallrisiko über ein konsequentes Debitoren-Management. Zu den Kunden von KROMI Logistik gehören vor allem etablierte Industrieunternehmen mit hoher Bonität. Grundsätzlich liegt dennoch ein Risiko bezüglich des Zahlungsverhaltens und der Zahlungsfähigkeit vor. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage würden sich insbesondere bei Forderungsausfällen von zwei Großkunden ergeben. Von der Entnahme der Werkzeuge aus den Ausgabeautomaten bis zum Zahlungseingang können einschließlich der vereinbarten Zahlungsziele bis zu vier Monate vergehen. Aus diesem Sachverhalt resultiert ein Forderungsausfallrisiko für die KROMI Logistik AG. Diesem Ausfallrisiko begegnet KROMI Logistik durch eine Diversifikation des Kundenportfolios innerhalb der relevanten Zielbranchen. Vor Abschluss eines neuen Kundenvertrags erfolgt eine Überprüfung der Kundenbonität auf Basis der allgemein zugänglichen Informationen. Im Rahmen des Forderungsmanagements werden alle Forderungen wöchentlich von Vorstand und Finanzleitung einer Überprüfung unterzogen und, wenn nötig, durch ein persönliches Gespräch mit dem Kunden abgeklärt. Zum Stichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus dem Ausfall von Debitoren im Sinne der Risikodefinition bekannt.
Warenrisiko/ Lagerrisiko/ Finanzierungsrisiko
Bei Neuaufnahme einer Geschäftsbeziehung übernimmt KROMI Logistik zunächst vorhandene Werkzeugbestände des Kunden, speist diese sukzessive in die Automatenversorgung ein und trägt somit das Finanzierungsrisiko.
Die Systeme von KROMI Logistik sind darauf ausgelegt, die historischen Werkzeugverbräuche zu analysieren und daraus Daten für die bedarfsgerechte Wiederbeschaffung unter der Annahme eines kontinuierlichen Verbrauchs abzuleiten. Für die exakte Bestimmung der Orderquantität von Werkzeugen bei veränderlichem Bedarf des Kunden sind zusätzliche Informationen über die zukünftige Produktionsplanung erforderlich. Diese Daten können ausschließlich vom Kunden geliefert werden. KROMI Logistik vereinbart daher mit den Kunden ein geeignetes Kommunikationskonzept zur Erfassung und Berücksichtigung dieser Kundendaten bei der Warendisposition. Sollte es dennoch zu Bestandsüberhängen bei KROMI Logistik kommen, ist mit den Kunden die Abnahme dieser Warenbestände innerhalb fest vereinbarter Zeitpunkte durch den Werkzeugversorgungsvertrag geregelt, soweit die Rückgabe von Überhangwerkzeugen an die betreffenden Lieferanten ausgeschlossen ist. Im Insolvenzfall eines Kunden kann es zur Gefährdung dieses Vorgehens kommen. Zum Stichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Waren- und Lagerrisiken im Sinne der Risikodefinition bekannt.
Chancen und Risiken bezüglich Währungsänderungen
Das Auslandsgeschäft ist derzeit hinsichtlich des Risikopotenzials aus Währungsdifferenzen zu vernachlässigen, da grundsätzlich in Euro fakturiert wird. In Brasilien werden Wareneinkäufe und Verkäufe durch die Tochtergesellschaft vor Ort in Landeswährung durchgeführt. Ein direktes Währungsänderungsrisiko aufgrund von Handelsgeschäften liegt somit derzeit nicht bzw. nur in untergeordnetem Umfang vor. Hinsichtlich der Rückzahlung für den Kapitaldienst an die Muttergesellschaft trägt die brasilianische Tochtergesellschaft das Währungsrisiko. Aufgrund der Währung des Brasilianische Reals und der weit in der Zukunft liegenden Rückflüsse ist eine wirtschaftliche Absicherung des Währungsrisikos nicht gegeben. Zum Ablauf des Geschäftsjahres sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus Währungsveränderungen im Sinne der Risikodefinition bekannt, die das Ergebnis der KROMI Logistik AG erheblich negativ oder positiv beeinflussen könnten.
Chancen und Risiken aus dem Engagement Brasilien
In Brasilien stellt sich die Geschwindigkeit der möglichen Marktdurchdringung durch verschiedene regulatorische und administrative Prozesse langsamer dar, als zunächst angenommen. Aus diesem Grund wurde die Bewertung der Beteiligung in das Risikoprofil aufgenommen. Die Entwicklung der Tochtergesellschaft wird auf täglicher Basis sehr eng begleitet und das Management wird kontinuierlich kurzfristig informiert. Die positive Entwicklung von Umsatz, Ertrag und Kundenportfolio der letzten beiden Geschäftsjahre hat dokumentiert, dass eine Trendwende eingetreten ist. Der Vorstand ist demzufolge weiterhin davon überzeugt, dass die Umsatz- und Ertragserwartungen langfristig erfüllt werden.
Mit Datum vom 4. August 2014 hat die KROMI AG eine Patronatserklärung zu Gunsten der brasilianischen Tochtergesellschaft abgegeben. Damit verpflichtet sich die KROMI Logistik, ihrer Tochtergesellschaft, soweit notwendig, finanzielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung ihrer Geschäftstätigkeit zu gewähren.
Marktchancen und -risiken
Die Kunden der KROMI Logistik sind vor allem in den Branchen allgemeiner Maschinenbau, Luftfahrt, Automobilzulieferer und Schiffsmotorenbau in Deutschland sowie im europäischen Ausland und Brasilien aktiv. Die Nachfrage nach ihren Produkten unterliegt infolge konjunktureller Einflüsse, Energiekosten, Saisoneinflüssen, Verbrauchernachfrage und anderer Faktoren zum Teil starken Schwankungen mit entsprechenden Folgen für den Bedarf der von KROMI Logistik angebotenen Leistungen und Produkte. Hieraus können sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben. Da die konjunkturellen Prognosen für die Weltwirtschaft grundsätzlich positiv sind, sehen wir für das laufende Geschäftsjahr mehr Chancen als Risiken.
Unternehmensstrategische Risiken
KROMI Logistik strebt profitables und nachhaltiges Wachstum an. Investitions- sowie Kooperationsund Beteiligungsentscheidungen wurden und werden grundsätzlich nach diesem Kriterium beurteilt. Unternehmensstrategische Risiken können daraus resultieren, dass Erwartungen, die in interne Projekte (beispielsweise Investitionen) sowie in strategische Kooperationen gesetzt wurden, nicht erfüllt werden, oder innerhalb des geplanten Zeitrahmens nicht umgesetzt werden konnten. Mit frühzeitigen Chancen- und Risikoanalysen durch erfahrene Facheinheiten, gegebenenfalls unterstützt durch externe Berater, werden diesbezügliche Risiken begrenzt. Wesentliche quantifizierbare unternehmensstrategische Risiken im Sinne der Risikodefinition konnten zum Ablauf des Berichtsjahres nicht festgestellt werden.
Informationstechnische Risiken
IT-Systeme sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse von KROMI Logistik. Mit dem Einsatz von IT gehen sowohl Risiken in Bezug auf die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Stabilität der Geschäftsprozesse als auch die Vertraulichkeit von Daten einher, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und das Image vom KROMI Logistik haben können. Risiken in Bezug auf die IT werden laufend überwacht. Sofern erforderlich, werden notwendige Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Ausgehend von den relevanten Geschäftsprozessen und den zu verarbeitenden Daten werden die IT-Systeme regelmäßig hinsichtlich ihres Sicherheitsniveaus bewertet. Hierbei werden unterschiedliche Bedrohungsszenarien, wie zum Beispiel Systemausfälle oder Hackerangriffe, berücksichtigt. Als Resultat dieser Analysen wurden redundante Systeme an unterschiedlichen Standorten installiert, sowie zusätzliche externe Back-Up-Systeme benutzt. Durch das IT-Design der KTC-Versorgung ist sichergestellt, dass bei einer Störung oder einem vorübergehenden Serverausfall die KTC-Automaten-Versorgung bei den Kunden permanent gewährleistet ist. Datenverluste werden durch zusätzliche externe Datensicherungen vermieden. Zur weiteren Minimierung des Risikos und zum Erhalt der effizienten, sicheren Geschäftsprozesse prüft KROMI Logistik darüber hinaus laufend ihre IT-Systeme und entwickelt sie ständig weiter. Wesentliche quantifizierbare informationstechnische Risiken im Sinne der Risikodefinition konnten zum Ablauf des Berichtsjahres nicht festgestellt werden.
Chancen durch den Trend zum Outsourcing im Verarbeitenden Gewerbe
Die Fokussierung der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe auf ihre Kernkompetenzen gewinnt weiter an Stellenwert. Randbereiche der Produktion werden zunehmend ausgelagert. Kostendruck, hohe Lagerbestände an C-Teilen (Produkte mit einem geringen Wert, die für einen geregelten Geschäftsablauf unabdingbar sind), Kapitalbindung und fehlende Transparenz sind Beweggründe für Industrieunternehmen Outsourcing – insbesondere von Präzisionswerkzeugen – zu betreiben. Hieraus ergibt sich ein erhebliches Marktpotenzial für KROMI Logistik. Das bei den Kunden häufig fehlende Werkzeug-Know-how sowie die nicht vorhandene Datenbasis zur Optimierung des Werkzeugeinsatzes bedeuten zudem hohen externen Beratungsbedarf. Eine Kompetenz, die KROMI Logistik ebenfalls aufweist.
Multinationale Kundenstruktur
Für die KROMI Logistik AG bietet die Internationalisierung ihrer Kundenstruktur kontinuierliches Wachstumspotenzial. Dabei fährt das Unternehmen eine zweigeteilte Strategie: Auf der einen Seite wird das internationale Wachstum durch die Ausweitung des Tool-Managements bei Bestandskunden realisiert, die auch bei neuen Standorten im Ausland auf die Dienstleistungen von KROMI Logistik zurückgreifen. Zum anderen treibt KROMI Logistik, bei sich bietender Gelegenheit, die eigene Expansion in weitere Märkte voran. Durch die Gründung von Tochtergesellschaften oder die Eröffnung von Verbindungsbüros, insbesondere in Ländern, in die viele deutsche Unternehmen ihre Produktion auslagern, ist KROMI Logistik mit ihrem Know-how direkt vor Ort und kann sich auf diesen Märkten als erfahrener Outsourcing-Partner von Industrieunternehmen positionieren. Ein allgemeines Länderrisiko aufgrund von wirtschaftlichen oder rechtlichen Änderungen von Rahmenbedingungen besteht aufgrund des Geschäftsvolumens grundsätzlich bei unseren Aktivitäten der Tochtergesellschaft in Brasilien.
Hohes Marktpotenzial
Innerhalb der Nische des Tool-Managements hat sich die KROMI Logistik AG bereits einen relativ hohen Marktanteil erarbeitet. In Relation zum relevanten Markt ist der Marktanteil jedoch eher unbedeutend. Somit bietet der Markt exzellente Wachstumschancen, die sich aufgrund wachsender Outsourcing-Tendenzen in der Industrie noch verstärken dürften. Die Gesellschaft hat durch ihre Einführung des Tool-Management-Systems im Jahr 2000 eine Vorreiterposition in dem am weitesten entwickelten europäischen Markt, Deutschland, erlangt und besitzt deshalb einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, um weitere Marktpotenziale abzuschöpfen.
Hohe Planbarkeit des Geschäfts
Nach der Installation eines KTCs beim Kunden werden hierdurch regelmäßig Umsätze generiert. Dieser Umstand führt zu einer erheblichen Sicherheit und verlässlichen Planbarkeit des Geschäfts mit Bestandskunden.
Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind für die KROMI Logistik AG ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mit ihrem Geschäft bewegt sich KROMI Logistik in einer Branche mit stetig wachsenden technischen und organisatorischen Anforderungen. Erfahrung und Sachkunde spielen deshalb eine große Rolle. Daneben ist ein detailliertes Fachwissen vor allem in Produktions- und Materialkunde erforderlich. Bisher bleiben die Mitarbeiter der KROMI Logistik AG zumeist lange verbunden. Eine hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit wird auch für die Zukunft das Ziel der KROMI Logistik sein. Darüber hinaus konkurriert die KROMI Logistik mit anderen Unternehmen auch um neue hoch qualifizierte Mitarbeiter. Um auch künftig qualifizierte Bewerber zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter zu halten, wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Das Aus- und Weiterbildungsangebot ist dabei der zentrale Eckpfeiler dieser Maßnahmen. So bildet die KROMI Logistik derzeit im Bereich Groß- und Außenhandel aus. Auch stellt das Unternehmen den betrieblichen Teil für duale Studenten aus den Fächern Logistikmanagement und Betriebswirtschaft dar. Das Ausbildungsangebot wurde im laufenden Geschäftsjahr als Ausbildungsbetrieb für die Zerspanungstechnik abgerundet.
III. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation
Die Gesamtrisiko- und Chancensituation der KROMI Logistik ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und Chancen, die fortlaufend mithilfe des etablierten Risikomanagementsystems erfasst und kontrolliert werden. Nach den heute bekannten Informationen ist die KROMI Logistik AG aus Sicht des Vorstands derzeit keinen Risiken ausgesetzt, die über das untrennbar mit dem Geschäft verbundene Maß hinausgehen. Sämtliche Risiken werden kontinuierlich beobachtet, sofern möglich, werden entsprechende Absicherungen vorgenommen. So sind derzeit keine Risiken erkennbar, welche die wirtschaftliche Stabilität von KROMI Logistik insgesamt gefährden könnten.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat sich das langfristig ausgerichtete Geschäftsmodell der KROMI Logistik AG erneut bewährt. Trotz belastender Sonderfaktoren war es gleichermaßen stabil und robust. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung betreibt die KROMI Logistik eine aktive Wachstumsstrategie mit einem Fokus auf der Profitabilität sowie eine kontinuierliche Kosten- und Prozessoptimierung. Unter Liquiditätsgesichtspunkten ist KROMI Logistik aufgrund des konstanten Cashflows, der zur Verfügung stehenden Kreditlinien sowie Qualität und Bonität der diversifizierten Kundenbasis in einer sehr guten Position. Zum Bilanzstichtag waren keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne der Risikodefinition bekannt, die den Fortbestand der KROMI Logistik AG gefährden oder wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten lassen.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KROMI Logistik AG Anwendung finden, und erläutert die Höhe sowie die Struktur der Einkommen von Vorstand und Aufsichtsrat.
I. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands
Für die Festlegung der Vergütungen der Mitglieder des Vorstands ist der Aufsichtsrat zuständig. Der Aufsichtsrat orientiert sich dabei an den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Leistungen, an den Leistungen des Vorstands, der wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds mit dem Ziel der Festlegung insgesamt angemessener Vergütungen.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 /2012 ein neues Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen und durch entsprechende Vereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern implementiert. Die Vorstände haben danach einen Anspruch auf eine fixe und eine jährliche variable Vergütung sowie auf Nebenleistungen. Letztgenannte werden in markt- und unternehmensüblicher Weise gewährt. Dazu zählen die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungsschutz. Soweit diese Leistungen als geldwerte Vorteile zu beurteilen sind, werden sie entsprechend versteuert.
Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und die Angemessenheit der Vergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft und festgelegt. Das im Berichtsjahr verabschiedete neue Vergütungssystem orientiert sich an den Anforderungen
- einer individuell angemessenen Vergütung für jedes Vorstandsmitglied,
- der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung,
- der Aufteilung in fixe und variable Bestandteile,
- einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage,
- der Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen,
- der Ausrichtung auf relevante und anspruchsvolle Ziele und Kennzahlen,
- einer Begrenzung der variablen Vergütung sowie
- der Möglichkeit für den Aufsichtsrat, auf außerordentlichen Entwicklungen reagieren zu können.
Die Höhe des variablen Anteils berücksichtigt die bisherigen und sonstigen Regelungen im Unternehmen, die Marktüblichkeit und die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex. Der variable Anteil wird danach bei der KROMI Logistik AG für den Fall der 100%igen Zielerreichung mit 25% vom Festgehalt angesetzt.
Mit Blick auf die Zielsetzung, die KROMI Logistik AG als profitables Wachstumsunternehmen fortzuentwickeln und dabei eine an einer starken Eigenkapitalposition orientierte Unternehmensfinanzierung zur verfolgen, sind der Bemessung des Unternehmenserfolges, aus dem sich die Höhe der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder ableitet, aussagefähige Kennzahlen zur Profitabilität und zum Wachstum des Unternehmens zugrunde zu legen. Als in diesem Sinne geeignete Kennzahl der Profitabilität werden das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sowie Bewertungsgewinnen und/oder Bewertungsverlusten und als Kennzahl für das Wachstum die Umsatzerlöse herangezogen. Zu Beginn jedes Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Toleranzbreiten als Zielvorgaben vereinbart. Basis für die Erwartungswerte bilden die Planzahlen des jeweiligen Geschäftsjahres.
Die variablen Vergütungen der Vorstandsmitglieder werden auf dieser Basis nach Abschluss des Geschäftsjahres in Abhängigkeit von der tatsächlichen Zielerreichung festgelegt. Dabei gilt eine Begrenzung von -100% bis + 300% des jeweils vereinbarten variablen Vergütungsteils, d.h. die variable Vergütung kann minimal "EUR 0,-" betragen und maximal das Dreifache des bei 100%-iger Zielerreichung einschlägigen Betrages.
Nach einer in der Struktur des Vergütungsmodells bedingten Übergangsphase bis zum Geschäftsjahr 2013/2014 werden die variablen Vergütungen für jedes Geschäftsjahr in drei Teilzahlungen geleistet, deren erste in dem Geschäftsjahr erbracht wird, das auf das bewertete Geschäftsjahr folgt. Die zweite und dritte Teilzahlung werden jeweils jährlich in den folgenden beiden Geschäftsjahren erbracht, unterliegen insoweit ihrer Höhe nach jedoch einer weiteren Abhängigkeit vom nachhaltigen Unternehmenserfolg, da als zusätzlicher Bewertungsfaktor der durchschnittliche Grad der Gesamtzielerreichung auf Basis des gleitenden Durchschnitts einer dreijährigen Betrachtungsperiode herangezogen wird.
Ergibt sich für ein Geschäftsjahr ein Malus, so wird dieser Malus so lange mit noch nicht ausgezahlten Ansprüchen – in erster Linie aus Vorjahren, gegebenenfalls aber auch aus Folgejahren – verrechnet, bis er vollständig aufgezehrt ist. Ist für ein Geschäftsjahr ein Verlust festzustellen, finden im Folgejahr keine Auszahlungen statt. Die dadurch aufgeschobenen Auszahlungen erfolgen erst im Folgejahr des nächsten Geschäftsjahres, für das ein Gewinn festgestellt wurde.
Im Berichtsjahr waren Herr Jörg Schubert als Vorsitzender des Vorstands, Herr Uwe Pfeiffer als Finanzvorstand, Herr Bernd Paulini als Vorstand für das Ressort Technik und Produkte sowie Herr Axel Schubert als Vorstand für das Ressort IT und Verwaltung tätig. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013/2014 betrugen TEUR 1.203 (Vorjahr: TEUR 1.145). Einzelheiten zur Vergütung der Vorstandsmitglieder, insbesondere die Angabe der Bezüge in individualisierter Form, enthält der Anhang.
Neben den vorgenannten Gesamtbezügen werden für den Fall der Beendigung der Tätigkeit Leistungen gewährt. Auch hierzu verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
II. Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit eine jährliche feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält den 1,5-fachen Betrag der einfachen Aufsichtsratsvergütung. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betrug die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats TEUR 70. Einzelheiten zur Vergütung der Aufsichtsräte enthält der Anhang.
Übernahmerechtliche Angaben (Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB)
I. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der KROMI Logistik beträgt EUR 4.124.900,00. Es ist eingeteilt in 4.124.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert. Die Aktien sind ausnahmslos Stammaktien und am Grundkapital der Gesellschaft jeweils in gleichem Umfang beteiligt. Verschiedene Aktiengattungen sind nicht vorgesehen. Folglich gewährt der Besitz einer Aktie eine Stimme bei den Abstimmungen in der Hauptversammlung der Gesellschaft.
II. Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten
Am Kapital der KROMI Logistik bestehen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten.
| Anzahl Stimmrechte |
Anteil aller Stimmrechte |
Davon Zurechnung gem. § 22 Abs. 1 WpHG |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Anteil | Über: | ||||
| 1 Jörg Schubert |
1.413.006 | 34,26% | 34,18% | 2, 3, 4, Schubert Vermögens verwaltung KG |
|
| 2 Schubert & Caro Beteiligungs GmbH & Co. KG | 1.110.013 | 26,91% | |||
| 3 Tarpenring 11 Vermögensverwaltungs GmbH | 1.290.013 | 31,27% | 26,91% | 2 | |
| gesellschaft mbH | 4 Caro & Schubert Vermögensverwaltungs | 1.290.013 | 31,27% | 31,27% | 2, 3 |
| 5 KROMI Beteiligungsgesellschaft mbH | 720.000 | 17,45% | |||
| Investoren TGV | 6 Investmentaktiengesellschaft für langfristige | 639.038 | 15,49% |
Der Wohnort von Herrn Jörg Schubert ist Quickborn, Deutschland. Der Sitz der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren, TGV ist Bonn, Deutschland. Alle weiteren in der obenstehenden Tabelle genannten Aktionäre haben ihren Sitz in Hamburg, Deutschland.
III. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.
IV. Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme existieren nicht. Soweit die Arbeitnehmer an der Gesellschaft beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.
V. Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen
Beschränkungen, die Stimmrechte und die Übertragung von Aktien betreffen, auch solche aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern, bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
VI. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach § 84 AktG und § 6 der Satzung der KROMI Logistik AG. Danach ist der Aufsichtsrat für die Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds zuständig. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat.
Die Satzung der Gesellschaft kann nur durch Beschluss der Hauptversammlung gem. § 179 AktG geändert werden. Der Aufsichtsrat ist gem. § 21 der Satzung zu Änderungen der Satzung ermächtigt, die lediglich ihre Fassung betreffen.
VII. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Der Vorstand kann neue Aktien nur auf Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung ausgeben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Dezember 2009 ist der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren vom Tag der Eintragung im Handelsregister ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.062.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Den Aktionären ist dabei ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
- I. Zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
- II. Zur Gewährung von Bezugsrechten an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen und/oder Genussrechten in dem Umfang, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder nach Erfüllung ihrer Wandlungspflicht zustehen würde;
- III. Bei Ausgabe der Aktien gegen Sacheinlage;
- IV. Bei Ausgabe der Aktien gegen Bareinlage, sofern der Ausgabepreis je Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die Anzahl der in dieser Weise ausgegebenen Aktien zusammen mit der Zahl eigener Aktien, die während der Laufzeit der Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss veräußert werden, und der Anzahl der Aktien, die durch Ausübung von Options- und- /oder Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten aus Options- und- /oder Wandelschuldverschreibungen und- /oder Genussrechten entstehen können, 10% des Grundkapitals nicht überschreitet.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, den Inhalt der Aktienrechte, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Dezember 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 8. Dezember 2014 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des seinerzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit ggf. aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der KROMI-Logistik-Aktie im XETRA-Handel beziehungsweise einem vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den letzten drei Handelstagen vor der Verpflichtung zum Erwerb bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots nicht um mehr als 10% über- und nicht um mehr als 10% unterschreiten. Sollte bei einem öffentlichen Kaufangebot das Volumen der angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen überschreiten, muss die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.
Der Beschluss ermächtigt den Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen Aktien über die Börse, durch Angebot an alle Aktionäre, oder gegen Sachleistung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu dem Zweck, Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben, zu veräußern. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte gegen Barzahlung zu veräußern, wenn der Kaufpreis den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Von dieser Ermächtigung darf nur Gebrauch gemacht werden, wenn sichergestellt ist, dass die Zahl der aufgrund dieser Ermächtigung veräußerten Aktien zusammen mit Aktien, die aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nach § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden, 10% des bei der Ausgabe beziehungsweise der Veräußerung von Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt.
Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen und das Grundkapital um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitals herabzusetzen. Der Vorstand kann die Aktien auch im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals einziehen, sodass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Erfolgt die Einziehung der Aktien im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals, ist der Vorstand zur Anpassung der Aktienzahl in der Satzung ermächtigt.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Wiederveräußerung und ihrer Einziehung können jeweils ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden.
VIII. Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels sowie Entschädigungsvereinbarungen
Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
Zum außerordentlichen Kündigungsrecht von Vorstandsmitgliedern wird auf den Vergütungsbericht verwiesen.
Handelsbilanz zum 30. Juni 2014
| Aktiva | 30. Jun. 2014 | 30. Jun. 2013 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 67.476,00 | 97.061,50 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 75.000,00 | 85.000,00 |
| 142.476,00 | 182.061,50 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 2.898.503,64 | 2.980.943,64 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 834.620,15 | 1.019.424,01 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 107.559,00 | 97.242,50 |
| 3.840.682,79 | 4.097.610,15 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 931.141,50 | 931.141,50 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 3.784.003,11 | 3.321.051,09 |
| 3. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung | 273.458,00 | 0,00 |
| 4.988.602,61 | 4.252.192,59 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| Waren | 13.858.508,27 | 13.323.848,11 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.752.821,09 | 13.932.432,55 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 395.706,59 | 288.676,46 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 620.048,61 | 1.039.977,27 |
| 14.768.576,29 | 15.261.086,28 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 108.584,05 | 2.413,02 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 135.658,87 | 165.204,68 |
| D. Aktive latente Steuern | 62.748,00 | 61.003,00 |
| 37.905.836,88 | 37.345.419,33 |
Alle Zahlen sind, soweit nicht anders angegeben, in EUR
| Passiva | 30. Jun. 2014 | 30. Jun. 2013 |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4.124.900,00 | 4.124.900,00 |
| II. Kapitalrücklage | 17.634.100,00 | 17.634.100,00 |
| III. Gewinnrücklagen | 1.000.000,00 | 1.000.000,00 |
| IV. Bilanzgewinn | 3.614.604,61 | 2.544.081,28 |
| 26.373.604,61 | 25.303.081,28 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 330.227,14 | 102.270,95 |
| 2. Steuerrückstellungen | 631.219,45 | 288.160,42 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 758.709,90 | 695.484,01 |
| 1.720.156,49 | 1.085.915,38 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.830.885,21 | 6.309.165,21 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.650.334,59 | 4.170.854,30 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 110.124,82 | 96.141,59 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 220.731,16 | 380.261,57 |
| - davon aus Steuern EUR 145.172,71 (i.Vj. EUR 306.484,19) | ||
| 9.812.075,78 | 10.956.422,67 | |
| 37.905.836,88 | 37.345.419,33 |
Alle Zahlen sind, soweit nicht anders angegeben, in EUR
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014
| 2013/2014 | 2012/2013 | ||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 57.626.115,70 | 56.780.416,30 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 764.960,35 | 888.747,45 | |
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | 43.837.781,35 | 42.573.038,68 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 0,00 | 203.980,51 | |
| 4. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 5.746.910,10 | 5.645.890,29 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 836.147,02 | 837.052,53 | |
| - davon für Altersversorgung EUR 110.416,89 (i.Vj. EUR 131.123,36) | |||
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
624.980,23 | 665.264,17 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.510.075,51 | 5.430.429,56 |
| - davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 18.166,92 (i.Vj. EUR 52,48) |
|||
| 7. | Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 111.345,01 | 94.544,91 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 111.345,01 (i.Vj. EUR 94.544,91) |
|||
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.009,12 | 9.849,79 |
| 9. | Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 500.000,00 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 290.736,08 | 294.434,50 | |
| - davon aus der Aufzinsung EUR 80.257,00 (i.Vj. EUR 79.922,00) | |||
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.663.799,89 | 1.623.468,21 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 555.402,33 | 686.565,20 | |
| - davon Ertrag aus latenten Steuern EUR 1.745,00 (i.Vj. EUR 4.568,00) |
|||
| 13. Sonstige Steuern | 37.874,23 | 27.148,06 | |
| 14. Jahresüberschuss | 1.070.523,33 | 909.754,95 | |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.544.081,28 | 1.634.326,33 | |
| 16. Bilanzgewinn | 3.614.604,61 | 2.544.081,28 |
Alle Zahlen sind, soweit nicht anders angegeben, in EUR
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013/2014 (erweiterte Bruttodarstellung)
Anschaffungs- /Herstellungskosten
| Teil 1 | Stand am 1. Jul. 2013 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30. Jun. 2014 |
|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögens gegenstände |
||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 404.474,01 | 56.759,10 | 0,00 | 461.233,11 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 150.000,00 | 0,00 | 0,00 | 150.000,00 |
| 554.474,01 | 56.759,10 | 0,00 | 611.233,11 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.156.983,48 | 0,00 | 0,00 | 3.156.983,48 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
4.902.965,46 | 198.859,49 | 0,00 | 5.101.824,95 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
592.257,47 | 72.864,78 | 74.230,00 | 590.892,25 |
| 8.652.206,41 | 271.724,27 | 74.230,00 | 8.849.700,68 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
931.141,50 | 0,00 | 0,00 | 931.141,50 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
3.821.051,09 | 462.952,02 | 0,00 | 4.284.003,11 |
| 3. Ansprüche aus Rückdeckungs versicherung* |
0,00 | 273.458,00 | 0,00 | 273.458,00 |
| 4.752.192,59 | 736.410,02 | 0,00 | 5.488.602,61 | |
| 13.958.873,01 | 1.064.893,39 | 74.230,00 | 14.949.536,40 |
Alle Zahlen sind, soweit nicht anders angegeben, in EUR
* Die Zugänge aus den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherung resultieren aus der geänderten Verrechnung mit den Pensionsverpflichtungen.
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Teil 2 | Stand am 1. Jul. 2013 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30. Jun. 2014 |
Stand am 30. Jun. 2014 |
Stand am 30. Jun. 2013 |
| I. Immaterielle Vermögens gegenstände |
||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 307.412,51 | 86.344,60 | 0,00 | 393.757,11 | 67.476,00 | 97.061,50 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 65.000,00 | 10.000,00 | 0,00 | 75.000,00 | 75.000,00 | 85.000,00 |
| 372.412,51 | 96.344,60 | 0,00 | 468.757,11 | 142.476,00 | 182.061,50 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 176.039,84 | 82.440,00 | 0,00 | 258.479,84 | 2.898.503,64 2.980.943,64 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
3.883.541,45 | 383.663,35 | 0,00 | 4.267.204,80 | 834.620,15 | 1.019.424,01 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
495.014,97 | 62.532,28 | 74.214,00 | 483.333,25 | 107.559,00 | 97.242,50 |
| 4.554.596,26 | 528.635,63 | 74.214,00 | 5.009.017,89 | 3.840.682,79 | 4.097.610,15 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 931.141,50 | 931.141,50 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
500.000,00 | 0,00 | 0,00 | 500.000,00 | 3.784.003,11 | 3.321.051,09 |
| 3. Ansprüche aus Rückdeckungs versicherung* |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 273.458,00 | 0,00 |
| 500.000,00 | 0,00 | 0,00 | 500.000,00 | 4.988.602,61 | 4.252.192,59 | |
| 5.427.008,77 | 624.980,23 | 74.214,00 | 5.977.775,00 | 8.971.761,40 8.531.864,24 |
Alle Zahlen sind, soweit nicht anders angegeben, in EUR
* Die Zugänge aus den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherung resultiert aus der geänderten Verrechnung mit den Pensionsverpflichtungen.
Anhang für das Geschäftsjahr 2013 / 2014
Grundlagen der KROMI Logistik AG
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2014 wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes aufgestellt.
Gliederung, Darstellung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen, mit Ausnahme des Ausweises von Rückdeckungsversicherungen, den Vorjahresgrundsätzen.
Abweichend zum Vorjahr werden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (TEUR 273) für die keine Verpfändungserklärung vorliegt, nicht mit den Pensionsrückstellungen saldiert, sondern als "Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen" unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
B. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (über 15 Jahre; lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren wurde aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells gewählt.
Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (über ein bis drei Jahre; lineare Methode) vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die in den Kalenderjahren 2008 und 2009 erworben wurden, wurden in einem Sammelposten erfasst und werden analog den steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Waren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bilanziert. Als Verbrauchsfolgefiktion wird das First-in-First-out-Verfahren (FIFO) angewendet. Verwertungsrisiken sind durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für die Inanspruchnahme gewährter Skonti bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,79% (Vorjahr: 0,74%) gebildet.
Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht.
Die Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Aktivwert bewertet. Soweit die Rückdeckungsversicherungen die Voraussetzungen für eine Saldierung gemäß § 246 Abs 2 Satz 2 HGB erfüllen, werden diese mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen.
Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,76% (von der Deutsche Bundesbank ermittelter und veröffentlichter Marktzinssatz zum 30. Juni 2014) (Vorjahr: 4,98%).
Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird entsprechend der Einzelzusagen von jährlichen Anpassungen von 1% - 2% bei den Renten ausgegangen. Entgeltsteigerungen werden aufgrund der zugesagten Festbeträge nicht berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wird aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten nicht berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde das Renteneintrittsalter der bestehenden Einzelzusagen von 65 auf 67 Jahre angehoben.
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes werden im Personalaufwand erfasst.
Rückdeckungsversicherungen und Bankguthaben, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.
Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert, der bei Rückdeckungsversicherungen dem Aktivwert entspricht, bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Da es sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen handelt, waren keine zukünftigen Preis und Kostensteigerungen zu berücksichtigen.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht.
C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Beteiligungen
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:
| Beteiligungs quote % |
Eigen kapital 30. Juni 2014 in TEUR |
Jahres ergebnis 2013/2014 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| KROMI Slovakia s.r.o., Prievidza, Slowakei | 100 | 61 | 2 |
| KROMI CZ s.r.o., Liberec, Tschechien | 100 | 27 | 0 |
| KROMI Logistica do Brasil Ltda., Joinville, Brasilien | 99 | -2.648 | -519 |
| KROMI Logistik Spain S.L., Vitoria, Spanien | 99 | 53 | 2 |
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
4. Aktive latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge bestehen wie im Vorjahr nicht.
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,0%.
5. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der KROMI Logistik AG beträgt zum 30. Juni 2014 EUR 4.124.900,00 (Vorjahr: EUR 4.124.900,00). Es setzt sich zusammen aus 4.124.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Genehmigtes Kapital
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Dezember 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren vom Tag der Eintragung in das Handelsregister an, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital, durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.062.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Die Eintragung in das Handelsregister ist am 21. Dezember 2009 erfolgt.
Gewinnvortrag
Der Gewinnvortrag beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.544.081,28 (Vorjahr: EUR 1.634.326,33).
Ausschüttungssperre
Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von EUR 62.748,00 (Vorjahr: EUR 61.003,00) einer Ausschüttungssperre.
Aus Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen stehen somit für Ausschüttungszwecke nur EUR 4.551.856,61 zur Verfügung.
6. Pensionsrückstellungen
Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| in EUR | 30.6.2014 | 30.6.2013 |
|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen | 1.734.933,00 | 1.690.720,00 |
| Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) | -1.404.705,86 | -1.588.449,05 |
| Pensionsrückstellung | 330.227,14 | 102.270,95 |
| Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) | 1.404.705,86 | 1.588.449,05 |
| Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung | 80.257,00 | 79.922,00 |
| Ertrag aus Deckungsvermögen | 1.684,68 | 10.592,83 |
| Zinsaufwand | 78.572,32 | 69.329,17 |
7. Sonstige Rückstellungen
Der Posten enthält im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 345), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 201) und Jahresabschluss- und Jahresabschlussprüfungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 139).
8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Restlaufzeit davon | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Insgesamt | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber | 5.831 | 4.631 | 400 | 800 |
| Kreditinstituten (Vj.) | (6.309) | (5.009) | (400) | (900) |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen | 3.650 | 3.650 | 0 | 0 |
| und Leistungen (Vj.) | (4.171) | (4.171) | (0) | (0) |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber | 110 | 110 | 0 | 0 |
| verbundenen Unternehmen (Vj.) | (96) | (96) | (0) | (0) |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten (Vj.) | 221 | 221 | 0 | 0 |
| (380) | (380) | (0) | (0) | |
| 9.812 | 8.612 | 400 | 800 | |
| (10.956) | (9.656) | (400) | (900) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.578 durch Grundschulden besichert.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsätze setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 1. Jul 2013 bis 30. Jun 2014 |
1. Jul 2012 bis 30. Jun 2013 |
|---|---|---|
| Lieferungen Inland | 36.798 | 37.846 |
| Lieferungen Ausland | 18.996 | 17.210 |
| Serviceleistungen | 2.294 | 2.185 |
| Erlösschmälerungen | -462 | -461 |
| 57.626 | 56.780 |
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Im Berichtsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6 angefallen, die im Wesentlichen aus der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen TEUR 3 (TEUR 6) und dem Eingang von bereits in Vorjahren abgeschriebenen Forderungen TEUR 3 (TEUR 38) resultieren.
D. Sonstige Angaben
1. Beschäftigte
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 85 (Vorjahr: 86) Mitarbeiter.
2. Bewertungseinheiten
Die KROMI Logistik AG setzt zur Absicherung von zukünftigen Zinszahlungen aus einem variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäft) ein Zinsswapgeschäft als Sicherungsinstrument ein (Micro-Hedge).
Der Darlehensstand des gesicherten Darlehens beträgt zum 30. Juni 2014 TEUR 1.300. Die aus den variablen Zinszahlungen des Darlehens resultierenden Zinsrisiken werden durch die zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus dem Zinsswap eliminiert. Das variabel verzinsliche Darlehen hat eine Restlaufzeit bis 2022. Es liegt eine perfekte Sicherungsbeziehung vor, da alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Grundgeschäft (Darlehen) und dem absichernden Sicherungsinstrument (Zinsswap) übereinstimmen. Der nach der Mark-to-Market-Methode ermittelte negative Marktwert des Zinsswaps betrug zum Bilanzstichtag TEUR 106. Zur Messung der Effektivität wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Die bilanzielle Abbildung des Zinsswapgeschäfts erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Darüber hinaus hält die KROMI Logistik AG zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken einen Zinsswap mit einem Nominalvolumen von TEUR 3.000 und einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017. Die zukünftig zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus dem Zinsswap sollen die variablen Zinszahlungen aus der künftigen Inanspruchnahme von Betriebsmittelkrediten (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) absichern (Macro Hedge). Der Zinsswap wies zum 30. Juni 2014 einen negativen Marktwert von TEUR 101 aus (Mark-to-Market Methode). Zur Messung der Effektivität werden die gegenläufigen Zahlungsströme jeweils zum Zeitpunkt des Eintritts in Bezug auf das abgesicherte Risiko gegenübergestellt. Die bilanzielle Abbildung des Zinsswapgeschäfts erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
3. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 865. Sie betreffen unter anderem Leasingverträge für Kraftfahrzeuge, Kopiergeräte sowie EDV-Anlagen. Weitere Verträge sind mit Fristen von 3 bis 6 Monaten kurzfristig kündbar und in dem vorgenannten Betrag nicht enthalten.
Aus beitragsorientierten Versorgungszusagen resultieren für die Zeit des Bestehens der Anstellungsverhältnisse der Versorgungsberechtigten monatliche Dotierungsver-pflichtungen gegenüber einer Unterstützungskasse in Höhe von rund TEUR 9.
Außerbilanzielle Geschäfte mit wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft liegen nicht vor.
4. Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 und 1a WpHG
Im Geschäftsjahr 2013/ 14 sind der KROMI Logistik AG keine Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 und 1a WpHG gemacht worden.
5. Organe der Gesellschaft
Vorstand
Für das zum 30. Juni 2014 endende Geschäftsjahr der KROMI Logistik AG waren als Vorstand der Gesellschaft bestellt:
- Jörg Schubert (Vorsitz), Quickborn, weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien: keine
- Uwe Pfeiffer, Hamburg, weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien: keine
- Bernd Paulini, Lüblow, weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien: keine
- Axel Schubert, Quickborn, weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien: keine
Die Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf
2013 / 2014 2012 / 2013 in EUR erfolgsunabhängige Vergütung erfolgsbezogene Vergütung erfolgsbezogene Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung Gesamtbezüge erfolgsunabhängige Vergütung erfolgsbezogene Vergütung erfolgsbezogene Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung Gesamtbezüge Jörg Schubert 423.659 44.381 18.013 486.053 422.886 42.060 0 464.946 Uwe Pfeiffer 257.419 26.617 10.803 294.839 250.604 25.225 0 275.829 Bernd Paulini 186.966 19.500 7.915 214.381 186.865 18.480 0 205.345 Axel Schubert 182.530 18.156 7.369 208.055 181.620 17.206 0 198.826
TEUR 1.203 (Vorjahr: TEUR 1.145) und ergibt sich wie folgt:
Die Bewertung der Sachbezüge erfolgt zu dem für steuerliche Zwecke ermittelten Wert.
Neben den vorgenannten Bezügen werden für den Fall der Beendigung der Tätigkeit folgende erfolgsunabhängige Leistungen gewährt:
Herr Jörg Schubert hat eine Pensionszusage in Höhe von EUR 6.000,00 monatlich bei Ausscheiden nach vollendetem 65. Lebensjahr erhalten, die am 7. Dezember 2006 mit Wirkung zum 1. Januar 2007 von der KROMI Logistik AG übernommen wurde. Die Zusage beinhaltet eine Invaliditätsrente von EUR 4.000,00 und eine Witwenrente von EUR 3.600,00. Laufende Renten werden jährlich um 1% erhöht. Der Barwert der zugesagten Leistung beträgt zum 30. Juni 2014 EUR 1.007.876. Während des Geschäftsjahres 2013/ 14 wurde hierfür ein Betrag von EUR 3.223,00 aufgrund der Vertragsverlängerung aufgelöst.
Herr Uwe Pfeiffer hat eine beitragsfinanzierte Versorgungszusage über monatlich EUR 3.015,15 (Vorjahr: EUR 3.015,15) im Durchführungsweg einer kongruent rückgedeckten Unterstützungskasse erhalten. Die KROMI Logistik AG zahlt ab dem 1. Januar 2013 monatlich einen fixen Betrag von EUR 5.000,00 (Vorjahr: EUR 5.000,00) an eine Unterstützungskasse. Nach dem Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft hat die KROMI Logistik AG keine Versorgungsverpflichtungen gegenüber Herrn Pfeiffer.
Herr Bernd Paulini hat eine Pensionszusage in Höhe von EUR 4.000,00 monatlich bei Ausscheiden nach vollendetem 65. Lebensjahr erhalten, diese wurde im Jahr 2013 auf die neue Regelaltersgrenze – nach der Vollendung des 67. Lebensjahr – angehoben. Die Zusage beinhaltet eine Invaliditätsrente von EUR 4.000,00 und eine Witwenrente von EUR 2.400,00. Laufende Renten werden jährlich um 2% erhöht. Der Barwert der zugesagten Leistung beträgt zum 30. Juni 2014 EUR 256.526,00. Während des Geschäftsjahres 2013/ 14 wurde hierfür ein Betrag von EUR 36.188,00 zurückgestellt.
Herr Axel Schubert hat eine Pensionszusage in Höhe von EUR 4.000,00 monatlich bei Ausscheiden nach vollendetem 65. Lebensjahr erhalten, diese wurde im Jahr 2013 auf die neue Regelaltersgrenze – nach der Vollendung des 67. Lebensjahr – angehoben. Die Zusage beinhaltet eine Invaliditätsrente von EUR 4.000,00. Laufende Renten werden jährlich um 2% erhöht. Der Barwert der zugesagten Leistung beträgt zum 30. Juni 2014 EUR 115.207,00. Während des Geschäftsjahres 2013/ 14 wurde hierfür ein Betrag von EUR 16.710,00 zurückgestellt.
Die Pensionszusagen an Herrn Bernd Paulini und Herrn Axel Schubert bestanden bereits vor deren Bestellung zu Vorstandsmitgliedern.
Darüber hinaus steht den Vorstandsmitgliedern ein außerordentliches Kündigungsrecht ihrer Anstellungsverträge zu, wenn ein Aktionär der KROMI Logistik AG erstmals (unmittelbar und/oder mittelbar) mehr als 50% der Stimmrechte sämtlicher ausgegebener Aktien der Gesellschaft auf sich vereint. Im Falle der Ausübung dieses Kündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu. Die Höhe der Abfindung der Vorstandsmitglieder Axel Schubert und Bernd Paulini bemisst sich nach den Bezügen, die diese bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres erhalten hätten, abgezinst mit 10% p.a. Bei vorzeitiger Beendigung des Vertrages oder Abberufung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Jörg Schubert, egal aus welchem Grunde, hat dieser Anspruch auf Fortzahlung der fixen Vergütung für den Rest des Kalenderjahres, in dem der Vertrag endet, mindestens jedoch für sechs Monate. Der Anspruch auf eine variable Vergütung endet mit Vertragsende.
Herrn Uwe Pfeiffer steht im Falle seiner Kündigung wegen Kontrollwechsels eine Abfindung in Höhe der Bezüge, die er bis zum regulären Ablauf seiner Vertragslaufzeit noch erhalten hätte, abgezinst mit 10% p.a., zu. In allen Fällen der vorzeitigen Beendigung seines Anstellungsvertrages oder der Abberufung hat das Vorstandsmitglied Uwe Pfeiffer einen Anspruch auf Fortzahlung seiner fixen Bezüge für den Rest des Kalenderjahres, in dem der Vertrag endet, mindestens jedoch für sechs Monate.
Im Falle der Beendigung der Vorstandsverträge auf Grund des Todes des Vorstandsmitglieds erhält die Witwe des Vorstandsmitglieds für den Sterbemonat und die fünf folgenden Monate 100% und für die weiteren Monate bis zum Ende der ursprünglich vorgesehenen Vertragslaufzeit 50% des Festgehaltes des Vorstandsmitglieds.
Im Falle der Beendigung der Vorstandsverträge auf Grund des Widerrufs der Bestellung gemäß § 84 Abs. 3 AktG – soweit der Widerruf nicht aufgrund des Vertrauensentzugs erfolgt – oder auf Grund wirksamer außerordentlicher Kündigung seitens der Gesellschaft oder seitens des Vorstandsmitglieds, endet der Vertrag nicht mit sofortiger Wirkung, sondern nach Ablauf von sechs Monaten, nachdem der Widerruf bzw. die außerordentliche Kündigung wirksam ausgesprochen wurde. Dies gilt nicht in Fällen, in denen die außerordentliche Kündigung wegen eines Sachverhalts erfolgt, der die Gesellschaft zu Schadenersatzforderungen berechtigt. In diesen Fällen erfolgt eine Kündigung außerordentlich und fristlos mit sofortiger Wirkung.
Auf die Ausführungen im Vergütungsbericht im Lagebericht wird verwiesen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
- Wilhelm Hecking (Vorsitzender), selbständiger Unternehmensberater, Bocholt Weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien: keine
- René Dannert, Unternehmensberater, Hamburg Weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien: keine
- Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Berater, Großhansdorf Weitere Aufsichtsratsmandate/Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
- Lloyd Fonds AG, Hamburg, (Aufsichtsratsvorsitzender)
- Basler AG, Ahrensburg, (Aufsichtsrat)
- Elbphilharmonie Hamburg Bau GmbH & Co. KG, Hamburg, (Aufsichtsrat)
- Mackprang Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, (Beiratsvorsitzender)
- ACTech GmbH, Freiberg, (Beiratsvorsitzender)
- C. Mackprang jr. GmbH & Co. KG, (Mitglied im Beirat)
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf TEUR 70 und ergibt sich wie folgt:
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | 2013 / 2014 | 2012 / 2013 | ||
| Wilhelm Hecking | 30.000 | 30.000 | ||
| René Dannert | 20.000 | 20.000 | ||
| Prof. Dr. Eckart Kottkamp | 20.000 | 20.000 |
Auf die Ausführungen im Vergütungsbericht im Lagebericht wird verwiesen.
6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
Nachfolgend werden alle Geschäfte, die mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen wurden, aufgeführt.
Im Geschäftsjahr 2013/ 14 wurden keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Nahestehende Unternehmen und Personen werden in folgende Gruppen unterteilt und setzen sich wie folgt zusammen:
a) unmittelbare und mittelbare Aktionäre der KROMI Logistik AG bei Vorliegen von Beherrschung oder maßgeblichem Einfluss:
- Jörg Schubert, Quickborn
- Caro & Schubert Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg
- Tarpenring 11 Vermögensverwaltungs GmbH, Hamburg
- Schubert & Caro Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg
Die Bezüge von Herrn Jörg Schubert als Vorstand sind unter Punkt D.5 ausgewiesen.
b) nahestehende Personen zu Aktionären im Sinne von a):
- Krollmann & Mittelstädt Hamburg GmbH, Hamburg
- Krollmann & Mittelstädt Magdeburg GmbH, Magdeburg
- Schubert Vermögensverwaltung KG, Hamburg
- Mitglieder der Familie Schubert
Mit der Krollmann & Mittelstädt Hamburg GmbH bestanden im Zeitraum vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 Lieferbeziehungen für Wareneinkäufe (netto) in Höhe von TEUR 5.675 (2012/2013: TEUR 4.832) sowie ein Dienstleistungsvertrag hinsichtlich der Bereiche Geschäftsleitung, EDV, sonstiges Equipment, Reinigung und Instandhaltung, Buchhaltung und zentrale Personalverwaltung, aus dem Erlöse in Höhe von TEUR 199 (2012/2013: TEUR 204) erzielt wurden. Weiterhin hat die KROMI Logistik AG Mieteinnahmen in Höhe von TEUR 46 (2012/2013: TEUR 46) erhalten.
Zum 30. Juni 2014 bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Krollmann & Mittelstädt Hamburg GmbH in Höhe von TEUR 474 (30. Juni 2013: TEUR 497) und kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 1 (TEUR 0).
Mit der Krollmann & Mittelstädt Magdeburg GmbH bestand ein Dienstleistungsvertrag hinsichtlich der Bereiche Geschäftsleitung, EDV, sonstiges Equipment, Reinigung und Instandhaltung, Buchhaltung und zentrale Personalverwaltung, aus dem die Gesellschaft Erlöse in Höhe von TEUR 117 (2012/2013: TEUR 153) erzielte.
Zum 30. Juni 2014 bestanden kurzfristige Forderungen gegen die Krollmann & Mittelstädt Magdeburg GmbH in Höhe von TEUR 7 (30. Juni 2013: TEUR 6).
Die Bezüge des Vorstandsmitglieds Axel Schubert sind unter Punkt D.5 ausgewiesen.
c) sonstige Personen in Schlüsselpositionen:
- Uwe Pfeiffer (Vorstand)
- Bernd Paulini (Vorstand)
- René Dannert (Aufsichtsratsmitglied)
- Wilhelm Hecking (Aufsichtsratsmitglied)
- Prof. Dr. Eckart Kottkamp (Aufsichtsratsmitglied)
Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind unter Punkt D.5 ausgewiesen.
d) Tochtergesellschaften, an denen nicht 100% der Anteile gehalten werden:
An die Tochtergesellschaft KROMI Logistik Spain S.L., Vitoria, Spanien, wurden für das Geschäftsjahr 2013/2014 Dienstleistungsvergütungen in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 448) für die Betreuung von KROMI-Kunden vor Ort gezahlt. Zum 30. Juni 2014 bestanden kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: Verbindlichkeiten von TEUR 39).
Gegen die Tochtergesellschaft KROMI Logistica do Brasil Ltda., Joinville, Brasilien, besteht am 30. Juni 2014 eine Ausleihung in Höhe von TEUR 3.860 (Vorjahr: TEUR 3.321). Die Ausleihung wird mit 3% verzinst. Im Geschäftsjahr 2013/ 14 wurden Zinsen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 95) erzielt. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 289).
7. Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/ 14 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 72) und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.
8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und der Aufsichtsrat erklären hiermit, dass die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären am 29. Juni 2013 auf der Homepage der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht worden ist
(http: / / ir.kromi.de/websites/kromi /German/ 7100/entsprechenserklaerung-2014.html).
9. Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013/2014 in Höhe von TEUR 3.615 auf neue Rechnung vorzutragen.
10. Ereignisse nach dem Stichtag
Mit Datum vom 4. August 2014 hat die KROMI Logistik AG eine Patronatserklärung zu Gunsten der brasilianischen Tochtergesellschaft abgegeben. Damit verpflichtet sich die KROMI Logistik AG, gegenüber ihrer Tochtergesellschaft, soweit notwendig, ihr die finanzielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung ihrer Geschäftstätigkeit zu gewähren.
Hamburg, den 20. August 2014
Vorstand der KROMI Logistik AG
Jörg Schubert Uwe Pfeiffer Bernd Paulini Axel Schubert
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KROMI Logistik AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 4. September 2014
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Haußer Falke
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Bilanzeid (Erklärung gemäß § 37 y Nr. 1 WpHG)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hamburg, 20. August 2014
Vorstand der KROMI Logistik AG
Jörg Schubert Uwe Pfeiffer Bernd Paulini Axel Schubert
Impressum
Herausgeber
KROMI Logistik AG Tarpenring 11 22419 Hamburg Telefon: 040/ 53 71 51 -0 Telefax: 040/ 53 71 51 -99 E-Mail: [email protected] Internet: www.kromi.de
Konzept, Text und Design
cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden Telefon: 0611 /20 58 55-0 Telefax: 0611 /20 58 55-66 E-Mail: [email protected]
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der KROMI Logistik AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "sollen", "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Sie unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die schwierig einzuschätzen sind und außerhalb der Kontrolle der KROMI Logistik AG liegen.
Dazu gehören auch Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung beeinflussen, beispielsweise regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich Annahmen, die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zugrunde liegen, als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der KROMI Logistik AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die KROMI Logistik AG übernimmt keine Gewähr für den tatsächlichen Eintritt der in diesem Bericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen und Annahmen. Die KROMI Logistik AG übernimmt ferner keine Verpflichtung zur Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse.