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KPS AG Management Reports 2024

Mar 11, 2025

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Report KPS AG Einzelabschluss LAGEBERICHT 1 Grundlagen der KPS AG 2 Wirtschaftsbericht der KPS AG 3 Chancen- und Risikobericht 4 Prognosebericht 5 Vergütungsbericht 6 Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 7 Rechtliche Angaben BILANZ & GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ANHANG Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Versicherung der gesetzlichen Vertreter Alternative Leistungskennzahlen des KPS-Konzerns KPS ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1.1 Geschäftsmodell und Methodenkompetenz Unternehmen stehen vor der Herausforderung, auf verschiedenen Ebenen und in zahlreichen Bereichen mit Innovationen, technologischen Veränderungen und einem sich wandelnden Kundenverhalten Schritt zu halten. Ein zentraler Faktor für diesen Wandel ist die fortschreitende Digitalisierung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es unerlässlich, auf den digitalen und technologischen Fortschritt angemessen zu reagieren. Ebenso entscheidend ist es, das veränderte Kundenverhalten durch eine individuell abgestimmte Digitalisierungsstrategie zu adressieren. Eine proaktive Digitalisierungsstrategie ermöglicht es Unternehmen, den Transformationsprozess aktiv zu steuern, die Veränderungen gewinnbringend in die Gesamtstrategie einzubinden und sich damit entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern. Eine Digitalisierungsstrategie umfasst die Entwicklung eines Ansatzes, der alle wesentlichen Unternehmens- und Geschäftsprozesse ganzheitlich digitalisiert und die bestehende Systemlandschaft entsprechend transformiert. KPS ist darauf spezialisiert, ihre Kunden in Strategie-, Prozess-, Applikations- und Technologiefragen der digitalen Transformation zu beraten, sowie in der Umsetzung und Implementierung zu begleiten. Es werden ganzheitliche branchenspezifische sowie schlüsselfertige Lösungen mit Produkten gängiger Softwarehersteller wie beispielsweise SAP, Mirakl, Spryker Adobe und Intershop geliefert. KPS hat dafür branchenspezifische Lösungen in Form von Plattformen entwickelt, die in vielen Fällen sofort einsetzbar sind. Dabei verfolgt KPS einen integrativen, sogenannten End-to-End- beziehungsweise One-Stop-Shop-Ansatz, der das gesamte Leistungsspektrum entlang der Wertschöpfungskette umfasst: die klassische Waren- und Filialwirtschaft, die Finanzen, den B2B- und B2C-Commerce sowie das digitale Kundenmanagement im Marketing und Vertrieb. Um Kundenprojekte schnell und effizient umzusetzen, hat KPS die eigene Projektmanagementmethode „KPS Rapid-Transformation“ entwickelt. Diese Methode wurde von KPS zum innovativen „Instant Platform“-Ansatz weiterentwickelt. Die Grundidee hinter diesem Ansatz ist, dass Unternehmen innerhalb einer Branche oft ähnliche, standardisierte digitale Plattformen benötigen, um ihre Prozesse und Geschäftsabläufe effektiv zu digitalisieren. Auf Grundlage von SAP-Lösungen hat KPS daher branchenspezifische, standardisierte Plattformen entwickelt, die schnell einsatzbereit sind und die Digitalisierung von Unternehmensprozessen erleichtern. Die Methoden und Plattformprodukte der KPS beruhen auf der Überzeugung, dass digitale Transformationsprojekte am erfolgreichsten sind, wenn viele Teilaufgaben und Teilprojekte parallel und simultan gestartet werden. Zudem ermöglicht der Ansatz die Umsetzung von Transformationsprojekten im laufenden Betrieb, ohne den Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen. Hierbei setzt KPS auf standardisierte Softwarelösungen ihrer Technologiepartner, die gezielt an die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Diese maßgeschneiderten Lösungen werden in Form von integrierten Prozessketten bereitgestellt. Ein entscheidender Vorteil für die Kunden besteht darin, dass Medienbrüche zwischen Strategie, Prozessen und deren Umsetzung in der Softwarelösung vermieden werden. Dies reduziert die Komplexität und Risiken der Projekte, verkürzt die Projektdauer und steigert die Effizienz der digitalen Transformation. 1.2 Strategie Die Strategie der KPS bilden die drei Säulen Internationalisierung, Innovation und Industrialisierung. In den letzten Jahren baute KPS die internationale Präsenz deutlich aus. Rund die Hälfte der Konzernumsatzerlöse werden zwischenzeitlich im Ausland erwirtschaftet. Die Technologie-Teams von KPS befassen sich ständig mit aktuellen technologischen Entwicklungen und entwerfen Lösungen, mit welchen sie möglichst effizient bei Kunden eingesetzt werden können. Der Fokus auf Innovation stellt sicher, dass KPS ihre Kunden auf Basis neuester technologischer Standards beraten kann. Das Konzept der Industrialisierung: KPS hat für verschiedene Branchen schlüsselfertige, sofort einsetzbare Plattformen entwickelt, mit denen Unternehmen ihre Digitalisierung auf Basis eines „Modellunternehmens“ schnell auf den neuesten technologischen Stand bringen können. Das Konzept der Industrialisierung geht von der Idee aus, dass Unternehmen innerhalb einer Branche ähnliche Digitalisierungslösungen benötigen. Mit den Branchenplattformen zur digitalen Transformation werden den Unternehmen Produkte zur Verfügung gestellt, die sämtliche Prozesse „End-to-End“ integrieren. Gleichzeitig lassen sich die Plattformen individualisieren und auf die spezifischen Anforderungen von Kunden anpassen. In der klassischen Beratung werden für jeden Kunden spezifische Projektteams gebildet, die in der Regel am Standort des Kunden Lösungen erarbeiten und umsetzen. Oftmals werden für die einzelnen Teilabschnitte Strategieberatung, Konzeption, Implementierung und Übergabe verschiedene Beratungsgesellschaften beauftragt. Mit dem plattformbasierten „Instant Transformation“-Ansatz folgt KPS einem eigenen, zu der klassischen Herangehensweise konträren Ansatz. Dabei werden innovative, standardisierte technologische Konzepte sowie Prozessketten in den KPS-Designzentren entwickelt und auf den Plattformen vereint, so dass die Technologien für mehrere Projekte verwendet werden können. So lassen sich die Projektlaufzeiten verkürzen, wenn auf bereits vorhandene Prozessketten zurückgegriffen werden kann. Einzelne Teile des Projekts können am Standort von KPS anstatt vor Ort bei Kunden realisiert werden. Zudem ist es das erklärte strategische Ziel der KPS, den Umsatzanteil mit Unternehmen außerhalb des Handels stark auszubauen, um eine bessere Kunden-Diversifikation zu erreichen und neue Wachstumsfelder zu erschließen. 1.3 Kundenstruktur KPS verfügt über eine solide Kundenreferenzbasis in den Bereichen Fashion, Lebensmittelgroß- und Einzelhandel, Chemie, Arzneimittel, Möbelhandel, Sportartikel, Konsumgüter sowie im Dienstleistungssektor und in der Industrie. Außerhalb des Handels und der Konsumgüterindustrie zählen u.a. auch Energieversorger sowie Unternehmen der öffentlichen Verwaltung, genauso wie Industriebetriebe oder Maschinenbauer im B2B-Geschäft zum Kundenportfolio. Die Kundenstruktur wurde in den letzten Jahren stark internationalisiert. 1.4 Beratungs- und Serviceportfolio Die innovativere Digitalisierungslösung entscheidet im Wettbewerb der Zukunft. Bereits in der Gegenwart ist eine unternehmensweite digitale Transformations- und Omnichannel-Strategie die Voraussetzung zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen. Personalisierung und Unternehmenssteuerung in Echtzeit erfordern das grundlegende operationelle und kulturelle Umdenken der gesamten Organisation. Im weltweiten Markt für Beratungs- und Servicedienstleistungen ist die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle mit innovativen IT-Technologien oftmals entscheidend für den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Die KPS-Gruppe berät ihre Kunden in strategischen Fragen der digitalen Transformation wie Geschäftsmodellstrategien und Innovations-Ökosystemen. In der Business Transformation, der Umsetzung im Unternehmen, liefert KPS für die jeweilige Branche integrierte, auf den Kunden ausgerichtete End-to-End-Prozessketten integriert auf branchenspezifischen digitalen Plattformen und implementiert diese mit den entsprechenden Technologien. KPS berät ihre Kunden von Anfang an auch im erforderlichen Change-Management. Im Produktivbetrieb unterstützt KPS ihre Kunden im Applikations- und Site Management sowie im Support. Die KPS setzt das fundierte Wissen, die Erfahrung und den Branchenhintergrund der Mitarbeitenden voraus. KPS-Spezialisten berücksichtigen bei ihrer Arbeit stets die internationalen und technologischen Bedürfnisse der Kunden. KPS verfolgt einen „End-to-End“ Ansatz, d.h. es werden alle wesentlichen Wertschöpfungsstufen abgedeckt: Digital Strategy, Digital Customer Interaction, Digital Enterprise. Im Bereich Digital Strategy beraten wir unsere Kunden in allen Belangen der strategischen Ausrichtung. Mit unseren Digital Customer Interaction Services helfen wir Unternehmen, ihre Beziehungen zu ihren Endkunden zu verbessern, Marktanteile zu Gewinnen und Umsätze zu erhöhen. Der Focus liegt dabei insbesondere darauf, die Performance der E-Commerce Shops zu verbessern: Höhere Reichweite, bessere Kunden-Conversion, gesteigerte Kundenzufriedenheit, höhere Umsätze. Digital Enterprise umfasst das komplette Leistungsspektrum im Bereich ERP und digitale Transformation von Unternehmensprozessen. 1.5 Forschung und Entwicklung Forschung bei der KPS beinhaltet die Analyse und Dokumentation kundenspezifischer Prozesse, die in End-to-end Use Cases münden, diese sind systemübergreifend. Dies stellt keine Entwicklung von Programmen oder Software im engeren Sinne dar. In der Vergangenheit investierte KPS vor allem in die Standardisierung von Prozessstrecken, die zu UseCases weiterentwickelt wurden. Eine aktive Weiterentwicklung von UseCases findet derzeit nur im Rahmen von Kundenprojekten statt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Entwicklungsleistungen aktiviert (im Vorjahr: 35 Tsd. €). 1.6 Konzernstruktur und Niederlassungen Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig ist. Unter anderem befinden sich Tochtergesellschaften der KPS-Gruppe in Barcelona (Spanien), Kopenhagen (Dänemark), Norwegen (Oslo), Stockholm (Schweden), London (Großbritannien), Utrecht (Niederlande) und Antwerpen (Belgien). Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen mit eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Geschäftsjahr 2023/2024 ergaben sich keine Änderungen der Konzernstruktur. 1.7 Standort und Mitarbeitende KPS setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung aller Mitarbeitenden voraus. Diese Maßstäbe setzt KPS auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitenden an. Die zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung der KPS-Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld. Am 30. September 2024 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 577 Mitarbeitende (Vorjahr: 682). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023/2024 um 105 Mitarbeitende im Vergleich zum Stichtag 30. September 2023 gesunken. In Deutschland beschäftigt die KPS 365 (Vorjahr: 450) Mitarbeitende. Dies entspricht einem Anteil von 63,3 % (Vorjahr: 66,0 %) im Gesamtkonzern. Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und Funktionen gegliedert. Mitarbeitende im KPS-Konzern 30.09.2024 30.09.2023 Veränderung Mitarbeitende pro Region Deutschland 365 450 -85 Spanien 87 95 -8 Großbritannien 86 84 2 Dänemark 13 19 -6 Schweiz 2 4 -2 Österreich 0 3 -3 Schweden 3 3 0 Niederlande 6 6 0 Norwegen 3 4 -1 Belgien 12 14 -2 Gesamt 577 682 -105 Mitarbeitende nach Funktion Vorstand 1 1 0 Geschäftsführer 10 10 0 Berater 453 558 -105 Verwaltung 106 103 3 Auszubildende 7 10 -3 Gesamt 577 682 -105 Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS AG, Herr Leonardo Musso, bei insgesamt 12 weiteren Gesellschaften als Geschäftsführer bestellt. Somit waren 11 Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2024 tätig. 1.8 Konzernsteuerungssystem Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und das Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT DES KPS-KONZERNS 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Anmerkungen zu den Abschnitten gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts für die Periode 01. Oktober 2023 bis 30. September 2024 werden ausschließlich Wirtschafts- und Konjunkturberichte verwendet, die bis einschließlich Oktober 2024 veröffentlicht wurden. Entsprechend sind mögliche Auswirkungen, politische Maßnahmen und zunehmende Unsicherheiten, die beispielsweise durch neue Entwicklungen in den Bereichen Konjunktur und der geopolitischen Lage in den folgenden Abschnitten nicht berücksichtigt. 2.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft Inflation unter Kontrolle und globales Wachstum auf stabilem Niveau Der internationale Währungsfonds (IWF) kommt in der Veröffentlichung vom Oktober 2024, „World Economic Outlook, Policy, Pivot, Rising Threats“, zu dem Schluss, dass die Inflation erfolgreich bekämpft werden konnte.1 Der IWF erwartet, dass nachdem die globale Inflation mit 9,4 % ihren Höhepunkt im dritten Quartal 2022 erreicht hat, zu Ende des Jahres 2024 die Rate bei 3,5 % liegen sollte. Damit würde die globale Inflation unter das Niveau in den Jahren 2000 bis 2019 fallen.2 Bei Betrachtung der Jahresdurchschnittswerte wird davon ausgegangen, dass sich die globale Inflation von 6,7 % im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,8 % im Jahresdurchschnitt 2024 und 4,3 % im Jahresdurchschnitt 2025 reduzieren wird.3 Der restriktive Kurs der Notenbanken zur Eindämmung der Inflation löste global keine Rezession aus. Stattdessen zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2023 das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 mit einer Rate von 3,2 % auf nahezu konstantem Niveau.4 Für die USA wird weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 % sein robustes Wirtschaftswachstum erwartet. Für Indien prognostiziert der IWF ein Wachstum von 7,0 %. Die Eurozone weist mit einer Rate von 0,8 % ein schwaches Wachstum aus. China ist weiterhin von der Immobilienkrise geprägt und durch eine Konsumzurückhaltung belastet.5 Nach Einschätzung des IWF bestehen Risiken für das globale Wachstum insbesondere durch folgende Faktoren: Eine mögliche weitere Eskalation bei regionalen Konflikten, das Risiko, dass die Politik der Notenbanken zu lange restriktiv bleibt, eine mögliche Rückkehr volatiler Finanzmärkte mit negativen Effekten auf die Anleihemärkte, eine Verschlechterung der Konjunktur in China sowie die Zunahme von Handelskonflikten.6 2.1.2 Entwicklung in Europa Konjunkturerholung in Europa ist geprägt durch ein geringes Wachstum Der IWF erwartet für den Euroraum im Jahr 2024 eine leichte konjunkturelle Erholung und prognostiziert ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,8 %. Insbesondere Deutschland und Italien sind durch eine schwache Industrieproduktion belastet.7 Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) prognostiziert in seiner Studie vom Herbst 2024 für den Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 %.8 Dabei kommt das IfW zu dem Schluss, dass die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Ländern unterschiedlich verläuft und gespalten ist. Seit Mitte 2021 ist nach dem IfW ein deutlicher Unterschied in den Expansionsraten zwischen den Volkswirtschaften in Zentraleuropa und denen im südlichen Euroraum zu beobachten. Die Volkswirtschaften in Italien, Spanien, Griechenland oder Portugal erholten sich schnell von der durch die die Pandemie ausgelösten Abwärtsdynamik. Dagegen stagnierte die Wirtschaft in Deutschland. Der IfW sieht als wesentliche Gründe in der unterschiedlichen Bedeutung der Industrie und des Warenhandels für das Bruttoinlandsprodukt sowie im Volumen europäischer Fördermittel.9 2.1.3 Entwicklung in Deutschland Wirtschaftliche Dynamik bleibt im Jahr 2024 weiterhin schwach Die teilnehmenden Institute der Gemeinschaftsdiagnose erwarten in ihrem Herbstgutachten einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,1%.10 Damit tritt die deutsche Wirtschaft seit über zwei Jahren auf der Stelle und kann nicht an dem Trend von vor der Covid-19 Pandemie anknüpfen. Die Institute machen insbesondere den Strukturwandel im verarbeitenden Gewerbe, die Digitalisierung, die Dekarbonisierung, den demografischen Wandel und den Wettbewerb mit Unternehmen aus China, der deutsche Exporte auf den Weltmärkten verdrängt, verantwortlich.11 Zudem leiden energieintensive Industriezweige unter den gestiegenen Energiekosten. 12 Das Produktionspotenzial wurde seit der Pandemie mehrmals nach unten korrigiert. Im Jahr 2024 dürfte nach Schätzung der Institute das Produktionspotenzial um nahezu 4 % niedriger liegen, als im Jahr 2019 noch prognostiziert wurde. Zudem stagniert im verarbeitenden Gewerbe die Bruttowertschöpfung seit dem Jahr 2018. Im gleichen Zeitraum ging die Produktion um 12 % zurück. Der Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe kann bislang noch durch höheres begleitendes Dienstleistungsvolumen kompensiert werden. 13 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2.1Consulting-Branche im herausfordernden Marktumfeld: BDU-Geschäftsklima-Index sinkt zum zweiten Mal in Folge In der Geschäftsbefragung für das dritte Quartal 2024 konnte der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang des Geschäftsklima-Index für die Beratungsbranche feststellen. Der Index ist um 3,1 Punkte auf 88,5 gefallen, nach 91,6 im zweiten Quartal 2024 und seinem letztjährigen Höhepunkt von 105,3 im ersten Quartal 2023. 14 Bei 370 befragten Beratungen schätzen 71 % die aktuelle Geschäftslage etwas zurückhaltender ein. Der BDU kommt auf Basis der erhobenen Daten zu dem Schluss, dass sich Deutschland in einer strukturellen Wirtschaftskrise befindet. 15 Die aktuelle Krisensituation führt dazu, dass sich Unternehmen verstärkt auf die eigenen Transformationsprozesse und Digitalisierung konzentrieren, was zu einem leichten Anstieg in der IT-Beratung (+1,8 %) und der Strategieberatung (+ 1,6 %) führt. 16 Inwiefern Beratungshäuser von dieser Entwicklung profitieren können, hängt jedoch insbesondere von der Branchenentwicklung und dem Investitionsverhalten deren Endkunden ab. Die für KPS bedeutendste Branche ist nach vor der Handel, der von einer ausgeprägten Investitionsschwäche für großvolumige Digitalisierungs- und Transformationsprojekten betroffen ist. Von der positiven Marktentwicklung für IT-Beratungs- und Strategieberatungshäuser kann KPS daher nur bedingt profitieren. 2.2.1 Positionierung des KPS-Konzerns Historisch lag der Fokus und die Kernkompetenz der KPS-Gruppe in der Handelsbranche, d.h. auf Lebensmittelhändlern, Fashion-Unternehmen, Elektronikketten, Supermarktketten sowie Unternehmen aus dem Bereich Konsumgüterindustrie. In den letzten Jahren ist es KPS gelungen, den Anteil von Projekten außerhalb der Handelsbranche stetig zu erhöhen. Wesentlicher Treiber der Geschäftstätigkeit der KPS-Gruppe ist der zunehmende Innovationsdruck, dem Unternehmen ausgesetzt sind. Um diesem erfolgreich begegnen zu können, bedarf es eines hohen Einsatzes an Ressourcen wie Personal, Know-how und monetärer Mittel. Nicht jedes Unternehmen kann mit dieser hohen Dynamik Schritt halten. An dieser Stelle setzt KPS als IT-Beratungsunternehmen an, um Kunden beim Transformationsprozess von Geschäftsmodellen in die digitale Welt zur Seite zu stehen. Big Data, Omnichannel-Lösungen, Cloud, E-Commerce Services und Supply-Chain-Management sind nur einige Felder, auf denen durch kompetente Beratung und maßgeschneiderte Lösungen schnelle und nachhaltige Erfolge erzielt werden können. 2.3 Geschäftsverlauf In dem vorliegenden Kapitel werden im Text zur Darstellung und Erläuterung der Entwicklungen von Finanzzahlen Veränderungen in Prozent verwendet. Damit eine einheitliche Darstellung der prozentualen Veränderungen von Finanzzahlen an verschiedenen Stellen gewährleistet werden kann, wird die prozentuale Veränderung auf Basis der Einheit Tsd. € (Tausend Euro) berechnet. Herausforderndes Marktumfeld: Revision der Erwartungen während des Geschäftsjahres 2023/2024 Am 07. März 2024 veröffentlichte KPS ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023/2024. Zu diesem Zeitpunkt prognostizierte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse in einem Bereich von 164 Mio. € bis 167 Mio. € (2022/2023: 177,8 Mio. €) sowie ein EBITDA von 11,5 Mio. € bis 13,0 Mio. € (2022/2023: 7,8 Mio. €). In der Prognose waren negative Effekte aus den Insolvenzen von The Body Shop und der KaDeWe-Gruppe von insgesamt 4,2 Mio. € berücksichtigt. Am 23. Juli 2024 passte der Vorstand vor dem Hintergrund der anhaltenden Nachfrageschwäche im Handel an. Daher wurde die Prognose reduziert und für das Geschäftsjahr 2023/2024 nun Umsatzerlöse von 143 Mio. € bis 149 Mio. € sowie ein EBITDA von 5,4 Mio. € bis 5,7 Mio. € erwartet. Entwicklung des Eigenkapitals auf Ebene des Konzerns An dem Tag der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 7. März 2024 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 3.7412.100 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 1,15 € je Aktie zu erhöhen. Der Bruttoemissionserlös lag bei 4,3 Mio. €. Der Zweck der Kapitalerhöhung lag darin, das Eigenkapital zu stärken. Dagegen wurde das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2023/2024 durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 17,0 Mio. € negativ belastet. Wesentlicher Grund hierfür ist die allgemein schwache Nachfrage nach IT-Projekten im Handel. Unter anderem durch diese beiden Effekte ging das Eigenkapital des Konzerns von 67,2 Mio. € zum Stichtag 30. September 2023 auf 48,4 Mio. € zum Stichtag 30.September 2024 zurück. Umsatzentwicklung - Geschäftsjahr geprägt durch eine schwache Nachfrage Im Geschäftsjahr 2023/2024 verzeichnete die KPS-Gruppe insgesamt eine schwächere Nachfrage nach Digitalisierungs- und Transformationsprojekten im Handel als ursprünglich antizipiert. Verantwortlich sind hierfür insbesondere die schwache Konjunktur in den Kernmärkten der KPS, Konsumzurückhaltung sowie die geopolitischen Spannungen, die zu zusätzlichen Unsicherheiten und zur Investitionszurückhaltung führten. Zwar hat sich der Auftragseingang im zweiten Halbjahr belebt, jedoch konnte damit das schwache erste Halbjahr nicht kompensiert werden. Zudem wird ein Großteil des neu gewonnen Projektvolumens erst im Geschäftsjahr 2024/2025 durchgeführt. Auf Basis der beschriebenen Einflussfaktoren erzielte KPS in der Berichtsperiode Umsatzerlöse in Höhe von 145 Mio. €, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 18,2 % entspricht (2022/2023: 177,8 Mio. €). Damit konnte die revidierte Umsatzprognose (143 Mio. € bis 149 Mio. €) erreicht werden. Umsatzerlöse zu 50 % in Deutschland erzielt Im strategisch wichtigsten Segment Management Consulting und Transformationsberatung wurden 92,1 % (Vorjahr: 94,4 %) des Umsatzes erwirtschaftet. Im Segment Systemintegration konnten 0,9 % (Vorjahr: 0,7 %) des Umsatzes generiert werden, 7,0 % (Vorjahr: 4,9 %) des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen. Aufgrund eines herausfordernden Umfelds im Bereich Transformations- und Digitalisierungsprojekte gingen in Deutschland die Umsatzerlöse von 88,1 Mio. € um 17,4 % auf 72,8 Mio. € zurück. Der Umsatz im Ausland lag in der Berichtsperiode bei 72,6 Mio. € gegenüber 89,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/2023. Damit lag der Umsatzanteil Deutschlands bei 50,1 % (2022/2023: 49,6 %). Kostensenkungsmaßnahmen reduzieren negative Effekte auf das EBITDA KPS ist es durch mehrere Maßnahmen gelungen, die wesentlichen Kostenkomponenten (Materialaufwand, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) deutlich um 27,2 Mio. € auf 143,4 Mio. € (2022/2023: 170,6 Mio. €) zu reduzieren. Wesentlich zu den Kostensenkungen trugen Kapazitätsanpassungen im Personalbereich sowie bei der Zahl der externen Service Provider bei. Zusätzlich konnten Sach- und Reisekosten reduziert werden. Ohne die Insolvenzen von The Body Shop und KaDeWe, die zu Wertberichtigungen in Höhe von 4,2 Mio. € führten sowie einmalige Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen (2,6 Mio. €), wären die wesentlichen Aufwendungen noch stärker gefallen. Dagegen hatte die Auflösung von Verbindlichkeiten für Kaufpreiszahlungen in Höhe von 2,6 Mio. € einen positiven Effekt auf die Ergebnisentwicklung. Unter Berücksichtigung der beschriebenen wesentlichen Effekte lag das EBITDA im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 6,0 Mio. € nach 7,8 Mio. € im Vorjahr. Im EBITDA des Geschäftsjahres 2022/2023 sind Wertberichtigungen für die Insolvenzen von The Body Shop und KaDeWe in Höhe von 4,2 Mio. € sowie Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 2,6 Mio. € enthalten. Das bereinigte EBITDA lag in der Berichtsperiode bei 10,2 Mio. € gegenüber 13,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/2023. Das bereinigte EBITDA ist definiert als: EBITDA zuzüglich Wertberichtigungen für die Insolvenzen sowie der Restrukturierungsaufwendungen und abzüglich der Auflösung von Verbindlichkeiten für Kaufpreiszahlungen. EBIT In der Berichtsperiode 2023/2024 lag das EBIT bei -17,8 Mio. € nach 0,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/2023. Der Rückgang ist maßgeblich auf eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 17,0 Mio. € zurückzuführen. 2.4 Ertragslage, Kapitalstruktur und Vermögenslage des KPS Konzerns Ertragslage, Kapitalstruktur und Vermögenslage im Überblick in Mio. € 2024/2023 2023/2022 Konzernumsatz 145,4 177,8 EBITDA 6,0 7,8 EBIT -17,8 0,0 Konzernergebnis -23,4 -1,2 Ergebnis je Aktie (€) -0,57 -0,03 Liquide Mittel 12,1 6,9 Finanzschulden -31,1 -30,4 2.4.1 Ertragslage In den nachfolgenden Abschnitten werden unter anderem Finanzzahlen der Berichtsperiode mit der Vorjahresperiode verglichen und die Veränderung in Prozent dargestellt. Die Berechnung der prozentualen Veränderung wird durchgehend in der Einheit Tsd. € (Tausend Euro) durchgeführt, auch dann, wenn die Finanzzahl in Mio. € dargestellt ist, um Vergleichbarkeit im vorliegenden Dokument zu gewährleisten. Eine schwache Konjunktur in den europäischen Kernmärkten der KPS-Gruppe, geopolitische Risiken durch den Ukraine-Krieg sowie strukturelle Herausforderungen für Handelsunternehmen führten zu einer ausgeprägten Zurückhaltung bei Investitionen für Digitalisierungs- und Transformationsprojekte. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland, was mit einem Anteil von 50 % am Umsatz der mit Abstand wichtigste Markt für die KPS-Gruppe ist, haben zusätzlich belastet. Als Resultat entwickelten sich die Konzernerlöse sowie das Konzern-EBITDA schwach. Der Umsatz ging um 18,2 % auf 145,4 Mio. € und das EBITDA um 22,7 % auf 6,0 Mio. € zurück. Bereinigt um die Sondereffekte aus Restrukturierung (2,6 Mio. € in 2023/2024), der Insolvenzen der KaDeWe Group sowie von The Body Shop Group (4,2 Mio. € in 2023/2024) und der Auflösung von Verbindlichkeiten für Kaufpreisverpflichtungen (2,6 Mio. € in 2023/2024) ergibt sich ein bereinigtes EBITDA von 10,2 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €). Das EBIT ging von 0,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/2023 auf -17,8 Mio. € in der Berichtsperiode zurück. Für das bereinigte EBIT errechnet sich ein Wert in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Das bereinigte EBIT stellt das operative Ergebnis (EBIT) vor den „Abschreibungen M&A bedingt“ dar. Gewinn- und Verlustrechnung im Überblick in Tsd. € 2023/2024 2022/2023 Umsatzerlöse 145.415 177.774 Aktivierte Eigenleistungen 0 35 Sonstige betriebliche Erträge 4.002 611 Materialaufwand -50.843 -66.187 Personalaufwand -72.762 -82.215 Sonstige betriebliche Aufwendungen -19.772 -22.210 Operatives Ergebnis vor Abschreibung (EBITDA) 6.041 7.808 Abschreibungen (M&A bereinigt) -6.049 -6.575 Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt -8 1.233 Abschreibungen (M&A bedingt) -17.788 -1.199 Operatives Ergebnis (EBIT) -17.796 34 Finanzergebnis -2.667 -1.610 Ergebnis vor Ertragsteuern* -20.464 -1.576 Ertragsteuern -2.907 330 Ergebnis nach Ertragsteuern -23.371 -1.246 * bereinigt um Abschreibungen auf die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen aufgedeckten Vermögenswerte und auf die übernommenen Kundenbeziehungen (M&A bedingt) ** entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 145,4 Mio. € (Vorjahr: 177,8 Mio. €). Die rückläufige Umsatzentwicklung um 18,2% bzw. um 32,4 Mio. € ist im Wesentlichen auf eine schwache Nachfrage nach Transformations- und Digitalisierungsprojekten zurückzuführen. Aktivierte Eigenleistungen Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Eigenleistungen aktiviert. Im Vorjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 35 Tsd. € aktiviert. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um selbst erstellte Software. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Earn Out-Verpflichtungen, Erträge aus Untervermietung, Skontoerträge sowie Erträge aus Kursdifferenzen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum um 3,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und lagen bei 4,0 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Materialaufwand Der Materialaufwand reduzierte sich in der Berichtsperiode um 23,2 % bzw. um 15,4 Mio. € auf 50,8 Mio. € (Vorjahr: 66,2 Mio. €). Der Rückgang ist auf den deutlichen Rückgang des Einsatzes von Fremdberatern zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag bei 35,0 % (Vorjahr: 37,2 %). Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus zugekauften Fremdleistungen (Service Provider, Freelancer) und zugekaufter Soft-/Hardware zusammen. Personalaufwand In der Berichtsperiode 2023/2024 belief sich der Personalaufwand auf 72,8 Mio. € und war damit um 11,5 % unter dem Wert des Vorjahres (82,2 Mio. €). Der starke Rückgang des Personalaufwands geht auf die Anpassung der Personalkapazitäten zurück. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) erhöhte sich in der Berichtsperiode von 46,2 % im Vorjahr auf 50,0 % da der Umsatzrückgang mit -18,2 % im Vergleich zum Rückgang des Personalaufwands mit -11,5 % deutlich stärker ausgefallen ist. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 22,2 Mio. € auf 19,8 Mio. € gesunken. Sie enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte, nicht projektbezogene Fremdleistungen, Reise- und Werbekosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Betriebskosten. Abschreibungen Die Abschreibungen (Abschreibungen auf materielles und immaterielles Vermögen sowie M&A bedingte Abschreibungen) erhöhten sich von 7,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 23,8 Mio. € in der Berichtsperiode. Darin enthalten sind Effekte aus der Anwendung von IFRS 16 ("Leasing") in Höhe von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). Die M&A bedingten Abschreibungen lagen bei -17,8 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) und sind vor allem auf außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 17,0 Mio. € auf Geschäfts- und Firmenwerte des Segments Managementconsulting/Transformation Consulting zurückzuführen. EBIT Das EBIT hat sich von VALUE! im Vorjahr auf VALUE! im Geschäftsjahr 2023/2024 reduziert. Das EBIT bereinigt (Operatives Ergebnis vor „Abschreibungen M&A bedingt“) beläuft sich in der Berichtsperiode auf 0,0 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Finanzergebnis Das Finanzergebnis des Konzerns belief sich auf -2,7 Mio. € (Vorjahr: -1,6 Mio. €). Das negative Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Bankdarlehen. Ertragsteuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -2,9 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) enthalten latente Steueraufwendungen und -erträge sowie laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr -14,2 % gegenüber 20,9 % im Vorjahr. Der Rückgang der Ertragssteuern resultiert im Wesentlichen aus geringeren latenten Steuererträgen. Ergebnis nach Ertragsteuern Der Konzernperiodenfehlbetrag lag bei -23,4 Mio. € (Vorjahr: -1,2 Mio. €). 2.4.2 Kapitalstruktur Das Finanzmanagement bei KPS hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement. Wie auch in den vorangegangenen Kapiteln werden Finanzzahlen zur Kapitalstruktur zum großen Teil in der Einheit Mio. € dargestellt. Die Veränderung einer Finanzzahl in Prozent sowie das Verhältnis aus zwei Finanzzahlen wird auf Basis von Tsd. € gerechnet, damit die Vergleichbarkeit gewährleistet bleibt und Rundungsdifferenzen nicht zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Zum Bilanzstichtag bestanden von Gesamtkreditlinien in Höhe von 30,8 Mio. € (gesamtschuldnerische Haftung zur Absicherung von Kontokorrent- und Geldmarktkreditlinien) Kontokorrent-, Aval- und Geldmarktverbindlichkeiten in Höhe von 29,8 Mio. € (i.V. 23.690 Tsd. €). Mit einer Inanspruchnahme der gesamtschuldnerischen Haftung wird aufgrund einer positiven Ergebnisprognose und der damit verbundenen Fähigkeit, die Kreditverbindlichkeiten zu tilgen, nicht gerechnet. Die Muttergesellschaft hat sich für die KPS Transformation GmbH, Unterföhring, die KPS Consulting GmbH, Unterföhring, sowie die Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, im Rahmen der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB dazu verpflichtet, für die gesamten, bis zum 30. September 2024 bestehenden Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber deren Gläubigern einzustehen. Diese Einstandspflicht ist bis einschließlich 30. September 2025 gültig. Entwicklung Eigenkapital Das den Aktionären der KPS zuzurechnende Eigenkapital weist zum 30. September 2024 einen Wert von 48,4 Mio. € (Vorjahr: 67,2 Mio. €) aus. Die im Geschäftsjahr 2023/2024 durchgeführte Kapitalerhöhung führte zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals um 3,7 Mio. €. Das Agio in Höhe von 0,6 Mio. € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist zudem maßgeblich durch eine Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte des Segments Managementconsulting/Transformation Consulting in Höhe von 17,0 Mio. € beeinflusst. Wesentlicher Grund für die Anpassung ist die schwache Nachfrage nach großvolumigen Transformations- und Strategieprojekten. Die Eigenkapitalquote veränderte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 41,3 % auf 37,9 %. Zum Stichtag 30. September 2024 lag die Bilanzsumme bei 127,6 Mio. € (Vorjahr: 162,7 Mio. €). Entwicklung Schulden In der Berichtsperiode sind die langfristigen Schulden von 25,2 Mio. € (Stichtag 30. September 2023) auf 18,4 Mio. € (Stichtag 30. September 2024) gesunken. Die Reduktion der langfristigen Schulden ist insbesondere auf geringere Leasingverbindlichkeiten sowie die Auflösung von Earn-Out Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die langfristigen Schulden setzen sich zum Stichtag 30. September 2024 im Wesentlichen aus den langfristigen Leasingverbindlichkeiten (14,0 Mio. €), den langfristigen latenten Steuerverbindlichkeiten (1,7 Mio. €) sowie den langfristige Rückstellungen (1,2 Mio. €) zusammen. Die langfristigen Schulden entsprachen zum Stichtag 14,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 15,5 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen von 9,6 Mio. € auf 6,9 Mio. € reduziert. Die kurzfristigen Schulden sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um 13,5 % auf 60,8 Mio. € (Vorjahr: 70,3 Mio. €) gesunken. Sie entsprachen zum Stichtag 30. September 2024 47,6 % (Vorjahr: 43,2 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten. Die kurzfristigen Finanzschulden liegen zum Stichtag 30. September 2024 nahezu unverändert bei 29,6 Mio. € (Vorjahr: 29,5 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen sind um 3,7 Mio. € zurückgegangen, hier wirken insbesondere geringere Personalrückstellungen aufgrund der Kapazitätsreduzierung. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von 9,2 Mio. € auf 7,2 Mio. €. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten und der Zahlung von Earn-Out-Verbindlichkeiten des Vorjahres. Entwicklung Liquidität Die Liquiditätsplanung wird laufend angepasst und überwacht. Das Monitoring der Liquidität wird kontinuierlich verstärkt und ausgebaut. Die Liquidität wird zentral von der Muttergesellschaft KPS AG gesteuert. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde die Liquidität des Konzerns durch zusätzliche Fremd- und Eigenfinanzierung unterstützt. Zum 30. September 2024 verfügte der KPS-Konzern über liquide Mittel (=Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) in Höhe von 12,1 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €). Zur Verbesserung der Liquidität wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 für einige Gesellschaften des KPS-Konzerns eine Factoring-Vereinbarung unterzeichnet. Dabei handelt es sich um echtes Factoring, bei der der Factor wirtschaftlicher Eigentümer der gekauften Forderung wird. Dem Factoring mit einem Gesamtvolumen von EUR 13,0 Mio. unterliegen die Forderungen aus Lieferungen der Leistungen der teilnehmenden KPS-Gesellschaften. Eine Möglichkeit zur Kündigung der Factoring-Vereinbarung besteht erstmalig zum 31. März 2026. Die Finanzschulden lagen zum Stichtag 30. September 2024 bei -31,1 Mio. € gegenüber -30,4 Mio. € zum Stichtag 30. September 2023. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem im Geschäftsjahr 2023/2024 aufgenommen Darlehen eines Gesellschafters in Höhe von 1,5 Mio. €. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 8,9 Mio. € gegenüber 9,2 Mio. € im Vorjahr und wird maßgeblich vom operativen Ergebnis beeinflusst. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -1,3 Mio. € (Vorjahr: -7,5 Mio. €). Wesentliche Mittelabflüsse in der Berichtsperiode betrafen den Erwerb der KPS Transformation B.V. (1,2 Mio. €) sowie Investitionen in das Anlagevermögen (0,1 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren Kaufpreiszahlungen in Höhe von 1,2 Mio. € fällig (Vorjahr: 7,1 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -2,4 Mio. € (Vorjahr: -0,9 Mio. €) und resultierte insbesondere aus dem Aufbau von Finanzkrediten inklusive dazugehöriger Zinszahlungen, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten sowie Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung. 2.4.3 Vermögenslage Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS-Konzern (Kurzfassung) in Tsd. € 30.09.2024 30.09.2023 Langfristige Vermögenswerte 87.748 112.021 Kurzfristige Vermögenswerte 39.856 50.715 Gesamtvermögen 127.604 162.736 Eigenkapital 48.397 67.184 Langfristige Schulden 18.398 25.220 Kurzfristige Schulden 60.808 70.331 Summe Schulden 79.207 95.551 Summe Eigenkapital und Schulden 127.604 162.736 Entwicklung Vermögenswerte Die im langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich zum Stichtag der Berichtsperiode auf 87,7 Mio. € (Vorjahr: 112,0 Mio. €) und entsprachen wie im Vorjahr 68,8 % des Gesamtvermögens (Vorjahr: 68,8 %). Hierin enthalten sind die Geschäfts- und Firmenwerte aus früheren getätigten Erwerben der KPS AG in Höhe von 52,3 Mio. € (Vorjahr: 69,3 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Stichtag 30. September 2023 um 17,0 Mio. € ist Folge einer außerordentlichen Wertberichtigung auf Geschäfts- und Firmenwerte des Segments Managementconsulting/Transformation Consulting. Die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Abschreibungen. Die Nutzungsrechte aus Leasingverträgen gingen insbesondere durch planmäßige Abschreibungen um 4,2 Mio. € zurück. Die aktivierten latenten Steueransprüche belaufen sich auf 6,8 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €) und spiegeln im Wesentlichen die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH, der KPS Consulting A/S, und der KPS Transformation GmbH wider. Die Abnahme der aktivierten latenten Steuern basiert hauptsächlich auf verschlechterten Ertragsprognosen der KPS B.V. und KPS Consulting A/S. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich zum Stichtag 30. September 2024 um 10,9 Mio. € auf 39,9 Mio. €, getrieben durch die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vertragsvermögenswerte von 36,6 Mio. € auf 21,8 Mio. €. Ein Teil dieser Reduktion stellt die Wertberichtigung der Vertragsvermögenswerte gegen KaDeWe als Folge des im Januar 2024 bekannt gegebenen Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens dar. Zudem wirkt hier auch das im Geschäftsjahr 2023/2024 neu eingeführte Factoring sowie das reduzierte Geschäftsvolumen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um 5,2 Mio. € erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr wirken hier insbesondere geringere Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit. Gegenläufig wirken geringere Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und höhere Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit. Entwicklung Schulden Die langfristigen Schulden sind von 25,2 Mio. € um 6,8 Mio. € auf 18,4 Mio. € zum Stichtag 30. September 2024 zurückgegangen. Die Entwicklung der langfristigen Leasingverbindlichkeiten trug maßgeblich zu diesem Rückgang bei. Diese Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen durch Umbuchung in die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten. Zum Stichtag 30. September 2024 wurden zudem Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen in Zusammenhang mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an der KPS Transformation B.V. in Höhe von 2,6 Mio. € aufgelöst und betragen zum Stichtag 0,0 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €). Gegenläufig wirkt die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Die kurzfristigen Schulden liegen mit 60,8 Mio. € um 9,5 Mio. € unter dem Vorjahresniveau und entsprachen 47,7 % der Bilanzsumme. Grund für diese Entwicklung ist insbesondere die Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten. 2.4.4 Ergebnisverwendung Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf -23,4 Mio. € (Vorjahr: -1,2 Mio. €). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023/2024 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. 2.5 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KPS AG 2.5.1 Ertragslage Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2023/2024 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Die bei der KPS AG angefallenen Kosten werden mit unterschiedlichen Aufschlägen weiterverrechnet: Der Gehaltsaufwand des Vorstands wird beispielsweise mit einem 10%igen Gewinnzuschlag weiterberechnet, die sonstigen Personalkosten werden mit einem Gewinnzuschlag von 5 % weiterberechnet. Bei Transaktionen, bei denen die Muttergesellschaft keinen Mehrwert erbringt, sondern lediglich die entsprechenden Kosten weitergibt, wird gemäß Absatz 7.34 der OECD-Richtlinien kein Aufschlag erhoben. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2.132 Tsd. € reduziert. Rückläufigen konzerninternen Umsatzerlösen stehen höhere Umsatzerlöse aus der Untervermietung von Büroflächen gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr (i.V. 23 Tsd. €) stark angestiegen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 1.357 Tsd. €. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich in Höhe von 900 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €) aufgelöst. Zudem wurden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 258 Tsd. € (i.V. 1 Tsd. €) sowie Erträge aus der Vermittlung eines Verkaufsgeschäfts in Höhe von 134 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €) erfasst. Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 6.512 Tsd. € (i.V. 6.714 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren bei der KPS AG durchschnittlich 75 (i.V. 80) Mitarbeitende beschäftigt. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 218 Tsd. € (i.V. 319 Tsd. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (im Berichtsjahr 702 Tsd. €; i.V. 706 Tsd. €). Darin enthalten sind im Wesentlichen die nicht umlagefähigen Miet- und Nebenkosten. Die Beteiligungserträge in Höhe von 5.167 Tsd. € (i.V. 10.738 Tsd. €) beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen. Hier wirkt eine verschlechterte Ertragslage der Tochterunternehmen, insbesondere in Deutschland, Norwegen und der Schweiz. Gegenläufig wirken höhere Ausschüttungen der Tochterunternehmen in Großbritannien und Spanien. Im Berichtszeitraum belaufen sich die Aufwendungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, auf 509 Tsd. € (i.V. Erträge in Höhe von 27 Tsd. €). Die Zinserträge beruhen im Wesentlichen aus Cashpool-Forderungen sowie Intercompany-Darlehen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, in Höhe von 9.480 Tsd. € sowie auf die Anteile an der KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich, in Höhe von 1.800 Tsd. € vorgenommen. Die österreichische Gesellschaft soll zeitnah liquidiert werden. Die Abschreibung der Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH resultiert aus dem zum 30. September 2024 durchgeführten Impairment Test. Der Zinsaufwand in Höhe von 2.495 Tsd. € (i.V. 1.559 Tsd. €) hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund verschlechterter Zinskonditionen und der Aufnahme des Gesellschafterdarlehens erhöht. Unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung hat sich der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand von 219 Tsd. € auf -70 Tsd. € (Ertrag) reduziert. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erwirtschaftete die KPS AG einen Jahresfehlbetrag von -8.028 Tsd. € gegenüber einem Jahresüberschuss in Höhe von 8.953 Tsd. € im Vorjahr. 2.5.2 Finanzlage Die KPS AG verfügt zum 30. September 2024 über Zahlungsmittel in Höhe von 3.438 Tsd. € (i.V. 2.575 Tsd. €). Im Vergleich zum 30. September 2023 hat die Nettoliquidität um 863 Tsd. € zugenommen. Zum Ende des Berichtsjahres bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 28.500 Tsd. € (i.V. 28.500 Tsd. €). Diese resultieren aus kurzfristigen Geldmarktkredite zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 28.500 Tsd. € (i.V. 27.000 Tsd. €). Der Finanzmittelfonds zum Stichtag setzt sich wie folgt zusammen: 2023/2024 2022/2023 in Tsd. € in Tsd. € Finanzmittelfonds zum 01.10. 2.576 1.767 Laufende Geschäftstätigkeit -1.048 651 Investitionstätigkeit -856 -2.268 Finanzierungstätigkeit 2.766 2.426 Finanzmittelfonds zum 30.09. 3.438 2.576 Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr -1.048 Tsd. € gegenüber 651 Tsd. € im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -856 Tsd. € gegenüber -2.268 Tsd. € im Vorjahr und wird im Wesentlichen durch Auszahlungen für Finanzanlagevermögen (geringere Mittelabflüsse im Berichtsjahr) sowie erhaltene Dividenden (geringere Mittelzuflüsse als im Vorjahr) beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen aus der vorgenommenen Kapitalerhöhung (Mittelzufluss in Höhe von 4.302 Tsd. €, i.V. 0 Tsd. €), der Aufnahme und Tilgung von Finanzkrediten (Mittelzufluss in Höhe von 577 Tsd. €, (i.V. 7.500 Tsd. €) sowie gezahlten Zinsen (Mittelabfluss in Höhe von 2.111 Tsd. €, i.V. 1.333 Tsd. €). Im Vorjahr war der Cashflow zudem durch Dividendenausschüttungen in Höhe von 3.741 € beeinflusst (Berichtsjahr 0 Tsd. €). 2.5.3 Vermögenslage Die Aktivseite der KPS AG ist im Wesentlichen durch den Wertansatz ihrer Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 94.405 Tsd. € (i.V. 103.480 Tsd. €) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 23.275 Tsd. € (i.V. 23.187 Tsd. €) geprägt. Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßige Wertminderung der Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, in Höhe von 9.480 Tsd. € sowie an der KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich, in Höhe von 1.800 Tsd. € zurückzuführen. Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr.11 HGB ist im Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen insbesondere auf Konzernumlagen und konzerninternen Verrechnungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 1.670 Tsd. € im Vorjahr auf 1.462 Tsd. € zurückgegangen. Darin enthalten sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen sowie Forderungen aus Mietkautionen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft liegen um 863 Tsd. € über dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist von 78.078 Tsd. € im Vorjahr auf 74.353 Tsd. € gesunken. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft veränderte sich im Geschäftsjahr durch die durchgeführte Kapitalerhöhung und beträgt zum Stichtag 30. September 2024 41.153.300 € gegenüber 37.412.100 € im Vorjahr. Aufgrund eines Agios dieser Kapitalerhöhung stieg die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2023/2024 um 562 Tsd. €. Der Bilanzgewinn ist gegenüber dem Vorjahresstichtag von 28.126 Tsd. € auf 20.098 Tsd. € zurückgegangen, insbesondere aufgrund der im Geschäftsjahr 2023/2024 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,3 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. Die Steuerrückstellungen betragen 0 Tsd. € (i.V. 141 Tsd. €) und beinhalteten im Vorjahr den Steueraufwand 2022/2023 für Körperschafts- und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag betragen 2.266 Tsd. € (i.V. 2.633 Tsd. €) und beruhen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich, zurückgestellten Zinsaufwendungen für Geldmarktkredite sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 28.500 Tsd. € (i.V. 28.500 Tsd. €) aus kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 28.500 Tsd. € (i.V. 27.000 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 21.970 Tsd. € um 4.645 Tsd. € auf 17.325 Tsd. € gesunken. Sie stellen im Wesentlichen den Saldo des im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling sowie Kostenumlagen im Konzern dar. Des Weiteren sind in der Position Konzerndarlehen in Höhe von 4.066 Tsd. € (i.V. 7.317 Tsd. €) mit einer Laufzeit von unter einem Jahr enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 329 Tsd. € auf 2.534 Tsd. € (i.V. 2.205 Tsd. €). Der Anstieg ist insbesondere auf die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens im Geschäftsjahr 2023/2024 zurückzuführen (1.500 Tsd. €). Gegenläufig wirken geringere Verbindlichkeiten aufgrund der Zahlung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten aus früheren Unternehmenstransaktionen (1.134 Tsd. €). 2.5.4 Ergebnisverwendung Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf einen Jahresfehlbetrag von -8.028 Tsd. € (i.V. 8.953 Tsd. € Jahresüberschuss). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023/2024 der KPS AG in Höhe von 20.098 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. 2.6 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren KPS verwendet zur internen Steuerung sowie zur Kommunikation mit Investoren und weiteren Stakeholdern verschiedene finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, unter anderem Umsatz, EBITDA und Headcount. In dem folgenden Abschnitt werden diese Leistungsindikatoren beschrieben. 2.6.1 Ermittlung des EBITDA Das EBITDA (Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortization) wird ermittelt, in dem das EBIT durch Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen sowie M&A-bedingte Abschreibungen ergänzt wird. Im Geschäftsjahr 2023/2024 lagen die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen bei 6,0 Mio. € und die M&A-bedingten Abschreibungen bei 17,8 Mio. €. Entsprechend ergibt sich für die Berichtsperiode ein EBITDA in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 7,8 Mio. €). 2.6.2 Ermittlung des Umsatzes Als Standardgröße zum Branchenvergleich mit Wettbewerbern sowie zur Messung der Entwicklung der KPS dienen der erzielte Nettoumsatz aus Sicht des gesamten KPS-Konzerns sowie insbesondere die im Segment Management Consulting und Transformationsberatung erwirtschafteten Nettoerlöse. In der Berichtsperiode 2023/2024 erwirtschafte der KPS-Konzern einen Umsatz in Höhe von 145,4 Mio. €. Gegenüber der Vorjahresperiode 2022/2023 sanken die Umsatzerlöse um 18,2 %. Mit einem Volumen von 133,9 Mio. € (Vorjahr: 167,9 Mio. €) erwirtschaftet der KPS-Konzern mit der Management- und Transformationsberatung 92,1 % der Konzernerlöse bei namhaften Kunden im Bereich Handel, Konsumgüterindustrie, Pharma, Energieerzeuger sowie aus weiteren Sektoren. Der Anteil der ausländischen Umsätze lag im Berichtszeitraum bei 50,0 % (Vorjahr: 50,4 %). 2.6.3 Personal Der Großteil des Personals der KPS ist in der Beratung tätig. Zusammen mit unseren Freelancern bedienen diese Mitarbeitenden unsere Kundenprojekte. Der Bedarf hängt stark vom Umsatz ab und wird kontinuierlich im jeweiligen Geschäftsbereich bzw. in den Ländergesellschaften überwacht. Am 30. September 2024 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 577 Mitarbeitende (Vorjahr: 682). Damit ist die Zahl der Mitarbeitenden in der Berichtsperiode im Vergleich zum 30. September 2023 um 105 gesunken. In Deutschland beschäftigte KPS 365 Mitarbeitenden (Vorjahr: 450). Dies entspricht einem Anteil von 63,3 % (Vorjahr: 66,0 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden belief sich im Berichtszeitraum auf 618 (Vorjahr: 710) ohne Vorstände und Geschäftsführer. 2.7 Gesamteinschätzung des Vorstands und Vorjahresvergleich Die Berichtsperiode war entgegen den ursprünglichen Erwartungen durch eine ausgeprägte Nachfrageschwäche nach Digitalisierungs- und Transformationsprojekten in allen für die KPS-Gruppe wichtigen Märkten in Europa beeinflusst. Entsprechend konnte KPS die ursprünglichen Ziele für die Berichtsperiode, einen Umsatz von 164 Mio. € bis 167 Mio. € (2022/2023: 177,8 Mio. €) sowie ein EBITDA im Bereich von 11,5 Mio. € bis 13,0 Mio. € (2022/2023: 7,8 Mio. €), nicht erreichen. Im Juli 2024 erfolgte eine Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024. Der Vorstand ging nun von einem Prognosekorridor für den Umsatz von 143 Mio. € bis 149 Mio. € sowie für das EBITDA von 5,4 Mio. € bis 5,7 Mio. € aus. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsatzerlöse der KPS-Gruppe um 18,2 % auf 145,4 Mio. € (Vorjahr: 177,8 Mio. €) zurück. Das EBITDA reduzierte sich von 7,8 Mio. € auf 6,0 Mio. €. Damit lagen die Ergebnisse innerhalb der angepassten Prognose-Korridore. Im Vorjahr ging KPS davon aus, dass die Zahl der Mitarbeitenden stabil bleibt oder nur geringfügig zurückgeht. Im Bereich der zugekauften Beratungs- und Service-Leistungen war man von einer Reduktion ausgegangen. In der Berichtsperiode hat KPS ihre bereits im Geschäftsjahr 2022/2023 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen weiter verstärkt und u.a. die Personalkosten noch einmal an das niedrigere Umsatzniveau angepasst. So wurde die Zahl der Service Provider und Fremdberater deutlich reduziert und das Personal der KPS-Gruppe von 688 Mitarbeitenden zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 auf 577 Mitarbeitende zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 angepasst. Die Geschäfts- und Auftragslage war, wie bereits im Geschäftsjahr 2022/2023, in der Berichtsperiode erneut schwach. Der Geschäftsverlauf blieb hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Der Vorstand sieht die Ursachen für die weiterhin schwache Umsatz- und Ergebnisentwicklung insbesondere in der ausgeprägten zurückhaltenden Investitionsbereitschaft von Handelsunternehmen in den europäischen Kernmärkten der KPS. Insgesamt beurteilt der Vorstand den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023/2024 als nicht zufriedenstellend. Der Vorstand hat die Strukturen und Kosten im Geschäftsjahr 2023/2024 dem aktuell niedrigen Umsatzniveau angepasst. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um bei einer Besserung der Auftragslage und Investitionsbereitschaft Ergebnisverbesserungen erzielen zu können. 3. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Die nachfolgend beschriebenen Chancen und Risiken gelten für alle berichteten Segmente des KPS Konzerns gleichermaßen. 3.1 Risikomanagementziele und -methoden des KPS Konzerns KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt mit den entsprechenden negativen Folgen auf Umsatz, Ertrag und Liquidität der KPS Gruppe. Darüber hinaus können negative, exogene Ereignisse, die sich nicht unmittelbar auf Projekte auswirken, Risiken für die KPS Gruppe darstellen und negative Effekte auf Umsatz, Ertrag, Vermögen und Liquidität des KPS Konzerns haben. Die Ziele des Risikomanagements sind, Risiken rechtzeitig zu erkennen, sie zu klassifizieren, so dass entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. Methoden für das Risikomanagement Im Berichtsjahr hat die KPS Gruppe bedeutende Fortschritte bei der Weiterentwicklung und Optimierung des Risikomanagementsystems erzielt. Ziel dieser Initiativen war es, auf die wachsenden Anforderungen eines komplexen Marktumfeldes angemessen zu reagieren und eine effektive und modernisierte Grundlage für die Risikosteuerung zu schaffen. Ein entscheidender Schritt war die Gründung eines Enterprise Risk Management Committees (ERMC), das als zentrale Steuerungsinstanz fungiert. Dieses Gremium setzt sich aus Mitgliedern des Managements sowie relevanten Fachbereichen und dem Vorstand zusammen und dient als Plattform für die strategische Ausrichtung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen. Das ERMC trifft sich quartärlich, um aktuelle Risikolagen zu bewerten, Handlungsoptionen zu diskutieren und entsprechende Maßnahmen zu verabschieden. Diese strukturierte Vorgehensweise fördert die Integration des Risikomanagements in die strategische Entscheidungsfindung und sorgt für eine kohärente Abstimmung innerhalb des gesamten Unternehmens. Zusätzlich wurden konzernweit regelmäßige Meetings mit führenden Projektmanagern sowie abteilungsspezifische Meetings eingeführt, in denen operative und strategische Risiken besprochen werden. Diese Meetings sind darauf ausgelegt, eine kontinuierliche Risikoüberwachung zu gewährleisten und den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen zu verbessern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der proaktiven Identifikation potenzieller Risiken sowie der zeitnahen Einleitung von Gegenmaßnahmen. Eine weitere zentrale Maßnahme war die Einführung eines konzernweiten Tools zur Erfassung, Dokumentation und Nachverfolgung von Risiken. Dieses digitale System bietet eine einheitliche Plattform, die relevanten Stakeholdern zugänglich ist. Es ermöglicht eine transparente und konsistente Darstellung der Risikolandschaft und schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Begleitet wurde dieser Ausbau durch eine verstärkte Einbindung des Managements. Die aktive Rolle der Führungsebene im Risikomanagementprozess stellt sicher, dass Risiken nicht isoliert betrachtet werden, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung in alle relevanten Entscheidungsprozesse einfließen. Dieses Engagement fördert zudem eine unternehmensweite Risikokultur, die auf Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und kontinuierlicher Verbesserung basiert. Ergänzend zu diesen Neuerungen bleiben die bereits etablierten Kontrollverfahren und Prozesse einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems. Diese umfassen sowohl spezifische Maßnahmen in den Bereichen Finanzen und Controlling als auch bereichsübergreifende Mechanismen, die eine ganzheitliche Betrachtung von Risiken gewährleisten. 3.2 Einzelne Chancen und Risiken 3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Das Investitionsverhalten und die Veränderung des Investitionsverhaltens von Unternehmen, insbesondere in den Bereichen IT, Digitalisierung und Software, haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns. Das für die KPS-Gruppe relevante Investitionsverhalten und die Veränderung des Investitionsverhaltens werden maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland sowie in den europäischen Märkten der KPS-Gruppe beeinflusst. Der Fokus der KPS-Gruppe liegt weiterhin auf dem Groß- und Einzelhandel. Daher hängt die Geschäftslage der KPS insbesondere vom Investitionsverhalten von Unternehmen im Handel ab. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken sind durch das herausfordernde konjunkturelle Umfeld in den für KPS relevanten Märkten in Deutschland und Europa weiterhin hoch. Verschärfend kommen die geopolitischen Risiken wie der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hinzu. Zusätzlich steigen die gesamtwirtschaftlichen Risiken durch die Ankündigung der Neuwahl des Deutschen Bundestages im Februar 2025. Die daraus resultierende Unsicherheit dürfte negative Effekte auf das Investitionsverhalten in Deutschland haben. Infolge der konjunkturellen Herausforderungen in wichtigen europäischen Absatzmärkten, der geopolitischen Risiken, der strukturellen Herausforderungen in der Handelsbranche und der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Neuwahl des Deutschen Bundestages stuft die KPS die Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Situation als hoch ein. Chancen könnten sich für die KPS ergeben, sobald sich die konjunkturelle Lage bessert und wesentliche geopolitische und politische Unsicherheiten abgebaut werden. Dies könnte zu einer gesamtwirtschaftlichen Verbesserung der Lage führen und die Stimmung der Unternehmen für Investitionen in Digitalisierung und Transformationsprojekten verbessern. Zusätzlich resultieren Chancen daraus, dass Unternehmen ihren digitalen Wandel gestalten müssen, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein. Risiken aus dem Krieg in der Ukraine Mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine haben sich die geopolitischen Risiken und die damit einhergehenden makroökonomischen Risiken für das Projektgeschäft der KPS-Gruppe erhöht. Die KPS unterhält keine Kundenbeziehungen in Russland und der Ukraine und hatte historisch in beiden Ländern keine Projekte durchgeführt. Auch hatte KPS weder in der Ukraine noch in Russland Nearshore-Kapazitäten aufgebaut. Das Projektgeschäft der KPS-Gruppe und insbesondere die Akquise von neuen Kunden und neuen Projekten ist zu einem hohen Anteil auch von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Der Krieg in der Ukraine erhöht für die KPS-Gruppe die Unsicherheiten für den zukünftigen Geschäftserfolg. Kunden und potenzielle Neukunden könnten aufgrund der gestiegenen Risiken und durch deutlich gestiegene Energie-, Rohstoff- und Materialpreise digitale Transformationsprojekte aussetzen, verschieben oder streichen. KPS stuft die Risiken für den Geschäftserfolg aus dem Ukraine-Krieg als hoch ein. Risiken und Chancen aus der vorgezogenen Neuwahl des 21. Deutschen Bundestages im Februar 2025 In der Berichtsperiode erzielte die KPS-Gruppe 50,0 % ihrer Umsatzerlöse auf ihrem Heimatmarkt Deutschland. Damit ist Deutschland weiterhin mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt für KPS. Für ein investitionsfreundliches Umfeld bedarf es politischer Stabilität. Nach dem Bruch der Ampelkoalition wird es im Februar 2025 zu vorgezogenen Neuwahlen des 21. Deutschen Bundestages kommen. Aktuell herrscht damit Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland. Insgesamt sind dadurch die gesamtwirtschaftlichen Risiken in Deutschland gestiegen, da die zusätzliche Unsicherheit das Investitionsverhalten weiter eintrüben könnte. KPS stuft das Risiko aus als gering ein. Es besteht die Chance, dass sich der wirtschaftspolitische Kurs nach der Neuwahl im Februar 2025 positiv auf KPS und seine Kunden bzw. deren Investitionsverhalten auswirkt. Risiken aus Lieferengpässen und allgemeinen Preissteigerungen Die Lage bei den weltweiten Lieferketten hat sich zunehmend beruhigt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben sich die Preissteigerungen weiter deutlich abgeschwächt. Von Materiallieferengpässen und Materialpreis-Steigerungen ist die KPS-Gruppe nicht direkt betroffen. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Kunden der KPS von Preissteigerungen und Lieferengpässen betroffen sind und ihre Nachfrage nach Transformationsprojekten dadurch negativ beeinflusst werden könnte. KPS stuft die Risiken aus den allgemeinen Preissteigerungen und Lieferengpässen daher als mittel ein. 3.2.2 Branchenspezifische Chancen und Risiken KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu ihren Kunden, insbesondere aus der Handelsbranche. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind Unternehmen aus dem Bereich Handel und Industrie der Herausforderung ausgesetzt, ihre Prozesse zu digitalisieren und anzupassen. Als Spezialist für die digitale Transformationsberatung ergeben sich daraus erhebliche Chancen für die KPS, um digitale Transformationsprojekte zu gewinnen. Eine weitere Kernkompetenz der KPS-Gruppe ist, für Unternehmen ihre Vertriebswege und Online-Shops so zu optimieren, dass schnell wesentliche Kennziffern verbessert werden können, um zusätzliche Umsatzpotenziale für Ihre Kunden zu realisieren. Daraus entstehen erhebliche Absatzchancen, da Unternehmen ihre Absatzkanäle dem veränderten Konsum- und Einkaufsverhalten anpassen müssen. In der Vergangenheit war die KPS darauf spezialisiert, große und mehrjährige Transformationsprojekte durchzuführen. Kunden gehen verstärkt dazu über, Projekte mit geringerem Volumen und kürzeren Projektlaufzeiten zu vergeben, um schnellere Fortschritte zu erzielen. Wenn es KPS nicht gelingt, sich dieser neuen Situation anzupassen und ihren Vertrieb darauf einzustellen, könnte dies negative Effekte auf den zukünftigen Vertriebserfolg und damit auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung haben. Der Handel ist weiterhin die wichtigste Branche für die KPS-Gruppe. Struktureller Wandel hin zu Online-Präsenz, steigende Kosten für Energie und Personal sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung könnten dazu führen, dass sich die Lage vieler Händler verschärft und damit die Nachfrage nach Transformationsprojekten sinkt. KPS sieht sich einem vielfältigen Wettbewerb ausgesetzt. Die Gruppe konkurriert mit den großen Beratungsgesellschaften um Strategie- und Transformationsprojekte. Zudem steht KPS in einzelnen Ländern mit vielen regional tätigen Beratungsgesellschaften im Wettbewerb. Die intensive Wettbewerbssituation kann dazu führen, dass Aufträge nicht gewonnen werden können oder sich Preise nicht in dem Umfang durchsetzen lassen, um eine auskömmliche Profitabilität zu erzielen. Die branchenspezifischen Risiken stuft KPS als mittel ein. 3.2.3 Chancen und Risiken in der Auftragsabwicklung Mit ihren Instant Platforms Produkten setzt KPS bewährte Technologien in der Umsetzung von Projekten ein. Dabei verbinden die Beratenden von KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung, greifen auf sofort einsetzbare Plattformen zurück, um durch die Realisierung von Synergiepotenzialen in den Beratungssegmenten optimale Transformationsprozesse zu erzielen. Das Einführungsrisiko neuer digitaler Prozesse und Strukturen wird so reduziert. In der Art und Weise, wie Aufträge abgewickelt werden, sieht KPS erhebliche Chancen, sich von Wettbewerbern zu unterscheiden. Die Planung und Umsetzung von Projekten sind größtenteils umfangreich und komplex. Zusätzliche Anforderungen von Kunden führen in vielen Fällen zu Änderungen im Projektaufbau oder -ablauf. Das bedeutet ein Risiko vor allem für Werkverträge mit Festpreisvereinbarungen. Projekte, die nach Arbeitszeit und -aufwand abgerechnet werden, stellen aus Sicht der KPS kein bestandsgefährdendes Risiko dar, da Änderungsanforderungen zu entsprechenden Anpassungen des Projektbudgets führen. Risiken aus Festpreisvereinbarungen stellen ein mittleres Risiko für die KPS dar. Mögliche Kostenüberschreitungen können schnell erhebliche finanzielle Konsequenzen für die KPS haben. In der Vergangenheit war zu beobachten, dass bei steigenden konjunkturellen Risiken oder bei exogenen Schocks wie der Corona-Pandemie oder dem Ausbruch des Ukraine-Krieges, Kunden oder potenzielle neue Kunden Projekte pausiert, storniert oder verschoben haben. Bei zukünftigen neuen Schocks ist nicht auszuschließen, dass KPS erneut Projektpausen oder Projektverzögerungen ausgesetzt ist. Die Risiken aus der Auftragsabwicklung stuft die KPS insgesamt als hoch ein. Da sich die KPS bei den Kundenprojekten immer wieder mit neuen Fragestellungen konfrontiert sieht, sind Situationen denkbar, in denen auftretende, hochkomplexe Herausforderungen und Probleme nicht oder nur mit hohem zeitlichen sowie finanziellen Einsatz lösbar sind. Risiken aus temporären Belastungen aus Vertragskündigungen werden als mittel eingestuft. Kündigungen oder Nichtverlängerungen eines Kundenvertrags nach der ersten Prototypenphase aufgrund von Fehlern der Mitarbeitenden können eintreten, waren in der Vergangenheit eher selten. Wenn sich dieses Risiko realisiert, sind insbesondere bei größeren Projekten vorübergehende Ergebnisbelastungen zu erwarten, da die für das Projekt vorgesehenen Mitarbeitenden zumindest kurzfristig vielfach nicht anderweitig eingesetzt werden können. Durch die Komplexität der Projekte und Besonderheiten in den Branchen, in denen die Kunden der KPS tätig sind, kann es zu fachlichen und/oder qualitativen Fragestellungen, Herausforderungen und Problemen kommen, die von den zugeteilten Projektmitarbeitern nicht gelöst werden können. Risiken aus fachlichen und/oder qualitativen Fragestellungen, Herausforderungen und Problemen werden als gering eingestuft 3.2.4 Chancen und Risiken aus Großprojekten Durch die aktuelle Unternehmensgröße ist KPS gut positioniert, um Projekte für große, international tätige Unternehmen abwickeln zu können. Aufgrund der Komplexität der Beratungsinitiativen und der Unternehmensgröße der Kunden kann die KPS gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Großprojekten bedienen. Sich eintrübender Konsum und wirtschaftliche Abschwächung in den Kernmärkten von KPS könnten die Nachfrage nach großen Transformationsprojekten oder laufenden Projekte beeinflussen. KPS sieht sich dem Trend ausgesetzt, dass Kunden und potenzielle neue Kunden dazu übergehen, eher mehrere, kleinere Projekte zu vergeben anstatt auf ein großes, mehrjähriges Transformationsprojekt zu setzen. KPS stuft das Risiko aus Großprojekten als mittleres Risiko ein. 3.2.5 Personalrisiko Das Unternehmenswissen ist im Humankapital der KPS und damit bei den Mitarbeitenden verankert. Die Abwanderung von qualifizierten Führungskräften und Beratern zu Konkurrenzunternehmen kann zu einem Knowhow-Verlust führen und stellt daher ein Risiko für die KPS dar. Zudem besteht das Risiko, neue Stellen aufgrund des Engpasses an IT-, Berater- und Software-Spezialisten nicht oder nicht schnell genug besetzen zu können. Durch den Mangel an Fachkräften können die Kosten für den Einsatz von Service-Providern und Freelancern steigen. Zudem ist KPS derzeit den marktüblichen Gehaltssteigerungen ausgesetzt, um Spezialisten zu halten und neue Mitarbeitende zu finden. Diese Risiken könnten eine negative Entwicklung für wesentliche Finanzkennzahlen nach sich ziehen. Das in der Beratungsbranche typische Personalrisiko wird von KPS als mittleres Risiko eingeschätzt. 3.2.6 Risiken durch Forderungsausfälle und Währungsrisiko Der Ausfall eines Kunden kann eine sehr negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation der KPS haben. Ein Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung. Die Außenstände werden ständig überwacht. Sowohl die Projektverantwortlichen als auch das Top-Management erhalten wöchentlich eine Übersicht mit den überfälligen Posten je Kunden. Damit kann die KPS kurzfristig auf ein sich veränderndes Zahlungsverhalten reagieren. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Die interne Statistik wies in einem Zeitraum von fünf Jahren bis zum 30. September 2023 nur geringe Zahlungsausfälle aufgrund von Zahlungsunfähigkeit auf, wodurch das Ausfallrisiko (Zahlungsunfähigkeit) bis zu diesem Zeitpunkt als gering eingeschätzt worden war. Mit der Bekanntgabe des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens der Großkunden KaDeWe und The Body Shop im Kalenderjahr 2024 wurde das Risiko bereits im Lagebericht 2022/2023 angepasst und das Risiko von Forderungsausfällen von der Einstufung gering auf die Einstufung mittleres Risiko geändert. Darüber hinaus wurden zusätzliche Maßnahmen der Risikosteuerung vorgenommen. Das Risiko von Forderungsausfällen wird in der Berichtsperiode weiterhin als mittel eingestuft. In den vergangenen Jahren ist die KPS-Gruppe in Ländern außerhalb des Euroraumes expandiert, sowohl durch Übernahmen als auch durch organisches Wachstum. Relevante Umsätze werden insbesondere in den Ländern Dänemark, Großbritannien, Schweiz und Norwegen erzielt. Daraus entstehen Währungsrisiken im begrenzten Umfang. Zum einen unterhält die KPS in einigen Ländern eigene Ressourcen, so dass die anfallenden Kosten in den jeweiligen Landeswährungen anfallen. Zum anderen ist KPS bestrebt, Ressourcen für Projekte aus unterschiedlichen Landesgesellschaften heranzuziehen. Mit den Maßnahmen sind die Währungs- und Wechselkursrisiken für die KPS gut zu steuern und zu begrenzen. KPS stuft daher das Währungsrisiko als gering ein. 3.2.7 Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird als Risiko definiert, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Dazu gehören das Refinanzierungsrisiko und das Marktliquiditätsrisiko. Unter dem Refinanzierungsrisiko wird das Risiko verstanden, bei Bedarf nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen Liquidität beschaffen zu können. Ein Großteil der Kreditlinien, die zum Stichtag bestehen, hat eine Laufzeit bis Februar 2026. Diese Kreditlinien werden jährlich neu verhandelt. Die konstante Notwendigkeit, eine jährliche Refinanzierung zu erhalten, setzt wirtschaftlich gute Konzernergebnisse voraus. Eine Verschlechterung der Konzernergebnisse könnte sich folglich negativ auf die Refinanzierungsmöglichkeiten und die Refinanzierungskosten auswirken. Kurzfristige Finanzierungen weisen in der Regel höhere Zinssätze auf als langfristige Finanzierungsoptionen. Kurzfristige Laufzeiten können die Rückzahlung erschweren, sofern keine ausreichenden Kreditlinien vorhanden sind. Neben dem Liquiditätszufluss aus dem laufenden Geschäft und des im Geschäftsjahr 2023/2024 neu eingerichteten Factorings, stehen der KPS ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, um einen möglichen Finanzierungsbedarf des Geschäftsjahres 2024/2025 zu decken. Die KPS stuft das Liquiditätsrisiko als hoch ein. 3.2.8 Steuerliche und rechtliche Risiken Steuerliche Risiken Aufgrund der internationalen Aktivitäten der KPS sind die Steuerverpflichtungen komplex. KPS überwacht die aus ihren internationalen Aktivitäten entstehenden Steuerverpflichtungen, um mögliche Risiken schnell erkennen zu können. Steuerliche Risiken werden insgesamt als mittel eingestuft. Risiken gegen die Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften zu verstoßen Die KPS-Gruppe operiert aus zahlreichen Quellmärkten heraus. Daher ist die KPS-Gruppe national und international mit einer Fülle von Gesetzen und Bestimmungen konfrontiert, die die KPS einhalten und beachten muss. Anderenfalls wäre KPS dem Risiko von Strafzahlungen oder anderen Sanktionen durch aufsichtsrechtliche Stellen ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen, setzt KPS folgende Maßnahmen um: Kommunikation und klares Vorleben der Unternehmenskultur durch das Management (Tone from the Top) bezüglich der Einhaltung von Gesetzen und Bestimmungen. Regelmäßige Berichterstattung in unterschiedlichen Gremien (Management Meetings, Prüfungsausschuss, Aufsichtsrat), um eine geeignete Kontrolle, Überwachung und Durchführung von Maßnahmenplänen zu gewährleisten und die Integrity & Compliance-Kultur konzernweit zu stärken. Vorhalten externer rechtlicher und steuerlicher Fachkompetenz in allen wichtigen Geschäftsbereichen. Insgesamt stuft KPS die Risiken gegen die Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften zu verstoßen, als mittel ein. Rechtliche Risiken KPS führt für Kunden große und komplexe Transformationsprojekte durch, die für den Unternehmenserfolg der Kunden entscheidend sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Rahmen solcher Projekte zwischen KPS und Kunden unterschiedliche Auffassungen zur Leistungserbringung entstehen, die in rechtlichen Auseinandersetzungen resultieren könnten. KPS stuft das rechtliche Risiko als mittel ein. 3.2.9 Technologische Chancen und Risiken Risiken durch Cyberattacken und IT-Ausfälle Als Spezialist für die digitale Transformation von Unternehmen und Geschäftsprozessen ist KPS auf komplexe IT- und Softwarestrukturen angewiesen. Cyberattacken können zu Systemausfällen und zu Unterbrechungen des reibungslosen Betriebs führen. Dies könnte aktuelle oder zukünftige Projekte gefährden und damit zu einem finanziellen Schaden der KPS führen. KPS hat umfangreiche Schutzmechanismen eingeführt, verbessert diese ständig und überwacht permanent ihre Systeme. Die Risiken aus möglichen Cyberattacken oder IT-Ausfällen werden als hoch eingestuft. KPS sieht erhebliche technologische Chancen in der Notwendigkeit von Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich Einzel- und Großhandel, ihre digitalen Prozesse und IT-Strukturen zu erneuern und weiterzuentwickeln. Der technologische Fortschritt in der Digitalisierung erfordert eine ständige Anpassung der Prozesse und Strukturen. Die Plattformen der KPS sind so konzipiert, dass sich schnell Anpassungen vornehmen lassen. Mit ihrer Innovation sieht KPS erhebliche Chancen, neue Digitalisierungsprojekte gewinnen zu können. Technologische Risiken durch Fehler von Mitarbeitenden der KPS können zu Kündigungen von Dienstleistungs- und Projektverträgen führen. Steigende Komplexität und ein immer schneller voranschreitender Wandel erhöhen solche technologischen Risiken zusätzlich. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung hervorrufen. KPS stuft das Risiko als mittel ein. Risiken durch Datenschutzverletzungen Ein grundlegendes Risiko im Unternehmenskontext besteht im Verlust oder der unautorisierten Offenlegung sensibler Daten, sowohl interner als auch externer Natur. Die Auslagerung von Softwareentwicklung an Dritte, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen können dieses Risiko weiter erhöhen. Ein weiteres Risiko besteht in diesem Zusammenhang im unzureichenden Schutz des geistigen Eigentums der KPS-Gruppe. Dritte könnten so unbefugt Gebrauch von wichtigen Informationen über entwickelte Softwarelösungen, Konzepte oder Innovationen machen. Insgesamt kann ein Mangel an Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen zu Beeinträchtigungen durch Datenverluste, regulatorischen Sanktionen und einem Vertrauensverlust bei Stakeholdern führen. Daher sind die kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Datenschutzstrategie sowie der Einsatz robuster IT-Sicherheitslösungen von entscheidender Bedeutung. KPS stuft das Risiko als hoch ein. Allgemeine technologische Chancen und Risiken Ein Bestandsrisiko für den unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb besteht in technischen Störungen oder Systemausfällen, die verschiedene Ursachen haben können. Ein Ausfall der Stromversorgung stellt eine mögliche Bedrohung dar, da dieser sowohl den Betrieb als auch den Zugang zu kritischen Systemen lahmlegen kann. Ebenso kann ein Versagen oder eine Fehlfunktion von Geräten und IT-Systemen negative Folgen für die Betriebsabläufe nach sich ziehen und zu Datenverlusten oder Prozessunterbrechungen führen. Die Nutzung veralteter Softwareversionen bringt ebenfalls dieselben Folgen mit sich und stellt eine Ergänzung zu diesem Risiko dar. Ein weiteres Risiko besteht in der unautorisierten Nutzung oder Administration von Geräten und IT-Systemen, wodurch sicherheitskritische Lücken entstehen könnten und vertrauliche Informationen missbraucht oder manipuliert werden könnten. Gleichzeitig ergeben sich aus dem technologischen Wandel, der zwar gewisse Risiken mit sich bringt, auch die entsprechenden Chancen. Eine Chance liegt in der fortschreitenden Entwicklung und der zunehmenden Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Lösungen. Unternehmen weltweit verlagern zunehmend ihre IT-Infrastrukturen in die Cloud, um Kosten zu optimieren, flexibler zu agieren und Innovationen schneller umzusetzen. Dieser Trend eröffnet umfangreiche Geschäftsmöglichkeiten, da die Nachfrage nach professioneller Beratung zur Planung und Umsetzung von Cloud-Migrationsstrategien sowie zur Integration moderner Cloud-Architekturen kontinuierlich wächst. KPS kann seine Expertise nutzen, um Kunden bei der Implementierung hybrider oder vollständig cloudbasierter SAP-Lösungen zu unterstützen und so effiziente, skalierbare und sichere IT-Umgebungen zu schaffen. Darüber hinaus bietet Künstliche Intelligenz bedeutende Chancen, um nicht nur das bestehende Serviceangebot zu erweitern, sondern auch Mehrwert für Kunden zu schaffen. KI-gestützte Analyse- und Automatisierungstools können genutzt werden, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, Daten in Echtzeit auszuwerten und proaktive Handlungsempfehlungen zu generieren. Bei Compliance-gerechter Anwendung unterstützt die KI Unternehmen dabei, ihre Geschäftsprozesse intelligenter und effizienter zu gestalten. Für den SAP-Beratungsbereich eröffnen sich dadurch neue Einsatzmöglichkeiten, etwa in der Entwicklung vorausschauender Wartungssysteme, intelligenter Supply-Chain-Lösungen oder der Automatisierung administrativer Aufgaben. Der kontinuierliche Ausbau entsprechender Kompetenzen und Partnerschaften ist dabei entscheidend, um frühzeitig auf Markttrends reagieren und innovative Lösungen anbieten zu können, was eine angemessene Chance für die KPS Gruppe darstellt. Umweltrisiken Ein weiteres relevantes Risiko stellt das Risiko von Naturkatastrophen oder Umweltvorfällen dar. Ereignisse wie Überschwemmungen, Erdbeben, Stürme oder Brände können sowohl die physische Infrastruktur als auch die betrieblichen Abläufe erheblich beeinträchtigen. Besonders Rechenzentren, Bürostandorte und IT-Systeme sind in solchen Fällen einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ein solcher Vorfall könnte dazu führen, dass wichtige Geschäftsprozesse unterbrochen werden, der Zugang zu kritischen Daten verloren geht und die Kommunikation mit Kunden sowie Projektbeteiligten gestört wird. KPS stuft das Risiko aus Naturkatastrophen und Umweltvorfällen als gering ein. 3.2.10 Chancen und Risiken aus der Holdingfunktion der KPS AG Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochterunternehmen abhängig. Die Risiken der KPS AG aus der Holdingfunktion werden als mittel eingeschätzt. 3.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Insgesamt sieht sich die KPS-Gruppe mit ihrer technologischen Kompetenz, ihren selbst entwickelten Plattformen, ihrer Beratungsexpertise und insbesondere ihrer Beratermannschaft als gut positioniert, um von der Notwendigkeit vieler Unternehmen, ihre Digitalisierung voranzutreiben, profitieren zu können. Die anhaltend schwache Konjunktur insbesondere in Deutschland, die Herausforderungen im Handel, die geopolitische Situation in vielen Regionen der Welt sowie der Kundentrend, eher kleinere Projekte mit kürzeren Laufzeiten zu vergeben, können die Geschäftsentwicklung der KPS-Gruppe negativ beeinflussen. Sollte es KPS nicht gelingen, sich auf diese Entwicklungen entsprechend einzustellen und zu reagieren, könnte dies negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung haben. Insgesamt wird die Risikosituation für die KPS-Gruppe auf einem mittleren Niveau eingestuft. 3.4 Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement- Systems (Bericht gemäß §§ 289 Absatz 4, 315 Absatz 4 HGB, 91 Absatz 2 AktG) Das interne Kontrollsystem (IKS) und Risikomanagement-System (RMS) basieren auf den vom Vorstand eingeführten Grundsätzen, Richtlinien und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands abzielen. Das IKS und RMS umfassen das Management von Risiken und Chancen in Bezug auf das Erreichen der Geschäftsziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für KPS maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen. Alle KPS-Einheiten sind Bestandteil des IKS und des RMS. Der Umfang der von jeder Einheit auszuführenden Aktivitäten ist unterschiedlich und hängt unter anderem von der Wesentlichkeit der Einheit für den Konzernabschluss und den spezifischen Risiken, die mit der Einheit verbunden sind, ab. Die Gesamtverantwortung für das IKS und RMS obliegt dem Vorstand. Verschiedene KPS-Bereiche unterstützt den Vorstand bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung angemessener und wirksamer Prozesse zur Implementierung, Überwachung und Berichterstattung von internen Kontroll- und RMS-Aktivitäten. Das Risikomanagementsystem des Unternehmens basiert auf dem internationalen Standard ISO/IEC 27001:2022, der als führender Rahmen zur Verwaltung der Informationssicherheit dient und weiter ausgebaut wurde. Dieser Standard legt besondere Anforderungen an ein systematisches und umfassendes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) fest und beinhaltet verpflichtende Elemente zur Bewertung und Steuerung von Risiken. Ein wesentlicher Meilenstein im Rahmen des neuen Risikomanagementansatzes war die Etablierung des Enterprise Risk Management Committees (ERMC) als zentrales Überwachungsgremium. Dieses Komitee setzt sich aus Vertretern des Vorstands, Mitgliedern des Managements sowie Verantwortlichen relevanter Fachbereiche zusammen und dient als strategische Plattform zur Steuerung und Priorisierung sämtlicher Maßnahmen im Risikomanagement. Das ERMC tagt vierteljährlich, um aktuelle Risiken umfassend zu analysieren, Handlungsoptionen zu erörtern und geeignete Maßnahmen zu beschließen. Durch diese regelmäßigen Sitzungen wird sichergestellt, dass sämtliche Risikoaspekte gezielt in die strategische Planung eingebunden werden und ein abgestimmtes Vorgehen auf allen Unternehmensebenen gewährleistet ist. Ergänzend hierzu wurden konzernweit regelmäßige Abstimmungsmeetings eingeführt, in denen sowohl operative als auch strategische Risiken bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Diese Meetings fördern den kontinuierlichen Austausch zwischen den Fachbereichen und gewährleisten einen Informationsfluss über alle Unternehmensbereiche hinweg. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der frühzeitigen Identifikation potenzieller Risiken sowie der zeitnahen Umsetzung präventiver Gegenmaßnahmen, um negative Auswirkungen frühzeitig abzufedern. Ein weiterer Schritt war die Einführung eines unternehmensweiten digitalen Tools zur systematischen Erfassung, Überwachung und Nachverfolgung identifizierter Risiken. Dieses Tool bietet allen relevanten Akteuren Zugriff auf eine zentrale, einheitliche Plattform und schafft Transparenz hinsichtlich der Risikolandschaft des Unternehmens. Es unterstützt die standardisierte Dokumentation und Auswertung der Risikosituation und bildet die Grundlage für fundierte Entscheidungen im Rahmen der Unternehmenssteuerung. Begleitet wurde dieser Ausbau des Risikomanagements durch eine stärkere Einbindung der Führungsebene in alle Prozesse. Das aktive Engagement des Managements stellt sicher, dass Risiken nicht isoliert betrachtet werden, sondern als essenzieller Bestandteil in alle geschäftsrelevanten Entscheidungsprozesse integriert sind. Darüber hinaus fördert dieser Ansatz eine unternehmensweite Risikokultur, die auf einem offenen Austausch, Verantwortungsbewusstsein und kontinuierlicher Optimierung beruht. Auf diese Weise wird das Risikomanagement nicht nur als Kontrollfunktion wahrgenommen, sondern als integraler Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie etabliert. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS werden zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. In den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen werden die unternehmensweite Risiko- und Chancensituation evaluiert. Basierend darauf liegt dem Vorstand kein Hinweis vor, dass das IKS oder RMS zum 30. September 2024 in ihrer jeweiligen Gesamtheit nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wären. Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen der Wirksamkeit des Risikomanagement- und Kontrollsystems. Kein System – auch wenn es als angemessen und wirksam beurteilt wurde – kann beispielsweise garantieren, alle tatsächlich eintretenden Risiken vorab aufzudecken oder jedwede Prozessverstöße unter allen Umständen auszuschließen. 3.5 Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS und RMS Das Ziel des IKS und RMS ist, sicherheitsrelevante Risiken zu identifizieren und zu minimieren. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die KPS Gruppe das bestehende Risikomanagementsystem modernisiert und weiterentwickelt, um den gestiegenen Anforderungen in einem dynamischen Marktumfeld gerecht zu werden. Im Zentrum dieser Verbesserungen steht die Erweiterung des Enterprise Risk Management (ERM) Systems, das sowohl die Identifikation als auch die Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken auf Unternehmensebene optimiert. Der Code of Conduct der KPS definiert die grundlegenden Prinzipien und Verhaltensstandards, die von allen Mitarbeitern in den Unternehmenseinheiten und im Verhältnis zu Kunden, externen Partnern und der Öffentlichkeit eingehalten werden müssen. Im Rahmen von mindestens monatlich stattfindenden Meetings wird insbesondere der Projektstatus wesentlicher Projekte fortlaufend überwacht. Das Controlling bereitet entsprechende Auswertungen vor und steht im engen Austausch mit den Projektverantwortlichen. Im Zuge dessen werden Mitarbeiter in leitenden Positionen auch regelmäßig über ausstehende Forderungen und Zahlungsausfälle informiert. Kundenverträge müssen von einem Geschäftsführer oder zwei Prokuristen geprüft und unterschrieben werden. Dadurch ist die Einhaltung des 4-Augen-Prinzips gewährleistet. Darüber hinaus existieren umfangreiche Prüfungsprozesse im Rahmen des Lieferantenmanagements. Für den Personalbereich stehen Mitarbeitern in leitenden Positionen umfangreiche Auswertungen zur Verfügung. 3.6 Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen IKS und RMS Das übergeordnete Ziel des rechnungslegungsbezogenen IKS und RMS – als Teil des übergreifenden IKS und RMS – lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Zusammengefassten Lageberichts des KPS-Konzerns sowie des Jahresabschlusses der KPS AG, als Mutterunternehmen, mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Der Konzernabschluss nach IFRS wird auf Basis eines zentral vorgegebenen konzeptionellen Rahmens erstellt. Dieser umfasst im Wesentlichen einheitliche Vorgaben in Form von Bilanzierungsrichtlinien und einen Kontenplan. Es wird fortlaufend analysiert, ob eine Anpassung des konzeptionellen Rahmens aufgrund von Änderungen im regulatorischen Umfeld erforderlich ist. Die von der KPS AG und deren Tochterunternehmen berichteten Abschlussinformationen bilden die Datengrundlage für die Erstellung der Abschlüsse. Die Erstellung der Abschlussinformationen der meisten KPS-Gesellschaften wird durch die Konzernfinanzbuchhaltung unterstützt. In bestimmten Fällen, wie der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, bedient sich KPS der Unterstützung externer Dienstleister. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse sichergestellt. Grundsätzlich, unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitserwägungen, gilt das „Vier-Augen-Prinzip“. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von Konzerneinheiten berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. Zum Schutz vor nicht autorisiertem Zugriff sind in Übereinstimmung mit den Bestimmungen zur Informationssicherheit in den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen Zugriffsberechtigungen definiert. Ein wesentliches Ziel des im Berichtsjahr optimierten Risikomanagementsystems ist unter anderem auch die umfassende Überwachung der Rechnungslegung und ihrer zugehörigen Prozesse, um potenzielle Lücken und Risiken frühzeitig zu erkennen und zu adressieren. Dabei wird sichergestellt, dass sämtliche Bereiche, die Einfluss auf die finanzielle Berichterstattung und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben haben, kontinuierlich überwacht werden. Das Risikomanagementsystem erfasst sowohl operative als auch finanzielle Risiken und analysiert diese systematisch, um Abweichungen oder Schwachstellen zu identifizieren, die die Qualität und Integrität der Berichterstattung beeinträchtigen könnten. Ein zentrales Element dieser Überwachungsfunktion ist die regelmäßige Einbindung der Ergebnisse in die internen Meetings der relevanten Abteilungen, um sicherzustellen, dass identifizierte Risiken umgehend besprochen und angemessene Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Zudem werden die Erkenntnisse vierteljährlich im Rahmen der Treffen des Risk Committees detailliert präsentiert und bewertet. Der Prüfungsausschuss ist in das IKS und RMS systematisch eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess. 3.7 Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems Das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG wurde im Rahmen der Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zum Berichtszeitpunkt liegen in allen wesentlichen Belangen keine Anhaltspunkte vor, die auf eine gesamtheitliche Nichtangemessenheit und Nichtwirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems hinweisen. 4. PROGNOSEBERICHT 4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2025 unverändert bei 3,2 % erwartet Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in der Veröffentlichung vom Oktober 2024 ein weltweites Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,2 % im Jahr 2025. Damit liegt die Erwartung auf dem Niveau für das Jahr 2024, in dem für das Wachstum der Weltwirtschaft ebenfalls eine Rate von 3,2 % erwartet wird.17 Für die Länder in der Gruppe der entwickelten Länder („Advanced economies“) schätzt der IWF ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,8 %. Dabei zeigen die USA nach Kanada (erwartetes Wachstum: 2,4 %) mit 2,2 % die zweithöchste Wachstumsrate innerhalb dieser Gruppe. Mit einer Rate von 0,8 % wird für Deutschland das Wachstum innerhalb der Vergleichsgruppe am geringsten ausfallen. 18 Für die Gruppe der sich entwickelnden Volkswirtschaften („Emerging Markets and Developing Economies“) prognostiziert der IWF ein Wachstum von 4,2 %. Für China wird ein Wachstum von 4,5 % und für Indien ein Wachstum von 6,5 % erwartet.19 Nach der Einschätzung des IWF sollte die globale Inflation von einer durchschnittlichen Jahresrate in Höhe von 5,8 % im Jahr 2024 auf einen Jahresdurchschnitt im Jahr 2025 von 4,3 % fallen. 20 Zum Jahresende 2025 wird eine Rate von 3,5 % erwartet. Damit wäre die globale Inflation zum Jahresende 2025 unter dem durchschnittlichen Niveau von 3,6 % im Zeitraum 2000 bis 2019. 21 Nur verhaltene Expansion im Euroraum erwartet In ihrem Gutachten vom Herbst 2024 kommt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu dem Schluss, dass die die Expansion in Europa zunächst verhalten bleibt. 22 Im zweiten Quartal 2024 war eine weitere Erholung des Dienstleistungssektors zu beobachten. Dagegen ging die Erzeugung im verarbeitenden Gewerbe erneut zurück.23 Das IfW erwartet für die Europäische Union ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 % im Jahr 2025. Für das Jahr 2024 wird mit einer Rate von 1,0 % gerechnet. Für den Euroraum wird im Jahr 2025 ein BIP-Wachstum von 1,2 % prognostiziert, nach 0,9 % im Jahr 2024. 24 Nach dem IfW sollten die Verbraucherpreise in der Europäischen Union im Jahr 2025 weiter zurückgehen und bei einer Jahresrate von 2,3 % liegen. Für das Jahr 2024 erwartet das IfW noch eine Rate von 2,6 %.25 Der Arbeitsmarkt hat sich nach der Einschätzung des IfW gut gehalten und robust gezeigt. 26 Für die Europäische Union schätzt das Institut, dass die Arbeitslosenquote von 6,0 % im Jahr 2024 auf 5,7 % im Jahr 2025 sinken wird. 27 Das IfW beobachtet eine gespaltene Konjunktur im Euroraum. Seit Mitte 2021 bestehen erhebliche Unterschiede in den Wachstumsraten der Volkswirtschaften. 28 Die Volkswirtschaften in Südeuropa wie Italien, Spanien, Griechenland, Portugal erholten sich von dem durch die Pandemie ausgelösten Einbruch dynamisch. Die französische Wirtschaft erholte sich nur mäßig und die deutsche Wirtschaft stagnierte. Der Grund hierfür ist unter anderem durch den höheren Anteil des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland im Vergleich zu den südeuropäischen Ländern zu sehen. 29 Deutschland: Wirtschaft im Umbruch und Konjunktur schwach Nach der Einschätzung der teilnehmenden Institute der Gemeinschaftsdiagnose tritt die deutsche Wirtschaft seit zwei Jahren auf der Stelle. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, verstärkter Wettbewerb aus China dürften die Wirtschaftsaussichten dämpfen. 30 In ihrer Diagnose der teilnehmenden Institute wird für das Jahr 2024 ein Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0,1 % erwartet. Im Jahr 2025 prognostizieren die Institute ein BIP-Wachstum von 0,8 %.31 Seit der Pandemie wurde das Produktionspotential mehrmals nach unten revidiert. Es liegt im Herbst 2024 fast 4 % niedriger im Vergleich zur Prognose im Herbst 2019. 32 Im verarbeitenden Gewerbe ist die Produktion seit 2018 um über 12 % gesunken. 33 Im Jahr 2025 wird mit einer Arbeitslosenrate von 6,0 % gerechnet was der erwarteten Arbeitslosenrate für das Jahr 2024 entspricht. Die Institute prognostizieren weiter sinkenden Anstieg der Verbraucherpreise und rechnen im Jahr 2025 mit einer Preissteigerungsrate von 2,0 %. Für das Jahr 2024 wird von einer Preissteigerungsrate von 2,2 % ausgegangen. 4.2 Branchenspezifische Prognose Wachstumspotenziale in spezifischen Bereichen der IT-Branche Der Digitalverband Bitkom berechnet für 2023 ein Marktvolumen für den IT-Servicemarkt in Deutschland von 49,9 Mrd. €.34 Nach Einschätzung der KPS ist eine der wichtigen Studien zu deutschen IT-Unternehmen die von der Lünedonk & Hassenfelder GmbH im Sommer 2024 mit dem Titel „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ (Lünedonk-Studie) veröffentlichte Studie. In dieser Studie werden 98 IT-Dienstleister untersucht, die einen Inlandsumsatz von 34,0 Mrd. im Jahr 2023 erzielten und damit circa 69% des relevanten Marktes abdecken. 35 Die befragten Unternehmen erwarten ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 10,7 % für das Jahr 2024. Im Jahr 2025 prognostizieren die IT-Dienstleister im Durchschnitt ein Wachstum von 12,6 %.36 Die befragten Unternehmen sehen Wachstumspotenziale insbesondere im Bereich Cloud Transformation, da weiterhin Nachholdbedarf bei der Modernisierung der IT, der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Nutzung digitaler Services als Teil der Geschäftsmodelle. 37 Nach Einschätzung des Vorstands kann die KPS jedoch nur eingeschränkt von den Wachstumserwartungen für IT-Leistungen profitieren. Der KPS ist es in den letzten Jahren gelungen, erfolgreich Kunden und Projekte außerhalb des Handels zu gewinnen. KPS geht davon aus, den Umsatzanteil mit Unternehmen außerhalb des Handels weiter ausbauen zu können. Jedoch erzielt KPS noch rund 70 % ihrer Umsatzerlöse mit Unternehmen aus dem Bereich Handel. Der Handel steht vor tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen. In den letzten beiden Jahren haben eine größere Anzahl von Handelsunternehmen Insolvenz angemeldet. Diese Einschätzung wird von der Lünedonk-Studie aus Sicht des Vorstands unterstrichen. Danach liegt der Anteil des Handels an den gesamten Umsatzerlösen der befragten Unternehmen gerade einmal bei 6,5 % im Jahr 2023. 38 4.3 Erwartete Geschäftsentwicklung des KPS-Konzerns und der KPS AG Grundlage für die Einschätzung für das Geschäftsjahr 2024/2025 bilden die Entwicklung vergangener Berichtszeiträume, die Ergebnisse der vergangenen Monate, das Beratungsportfolio bestehend aus Bestandsprojekten und neu hinzu gewonnen Projekten sowie die Einflüsse der Gesamtwirtschaft, der geopolitischen Lage sowie der geldpolitischen Maßnahmen. Seit dem Geschäftsjahr 2022/2023 ist die KPS-Gruppe einer ausgeprägten Investitionsschwäche bei Digitalisierungs- und Transformationsprojekten ausgesetzt. Der Vorstand sieht die wesentlichen Ursachen in der schwachen konjunkturellen Lage in den wichtigsten Absatzmärkten der KPS-Gruppe, in den durch den Ukrainekrieg ausgelösten geopolitischen Risiken, den strukturellen Herausforderungen für Unternehmen aus dem Bereich Handel sowie den politischen Unsicherheiten in Deutschland über den wirtschaftspolitischen Kurs. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erwartet der Vorstand der KPS eine Stabilisierung der Geschäftslage, allerdings keine nachhaltige Trendumkehr bei Investitionen für großvolumige Transformationsprojekte. Zudem sollten die umfangreichen Kostensenkungsmaßnahmen der letzten zwei Geschäftsjahre beim Personal und bei Fremddienstleistern positiv auf die Ergebnisentwicklung wirken. Der Vorstand der KPS AG schätzt, dass sich im Geschäftsjahr 2023/2024 die Umsatzerlöse des Konzerns im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024 von 145,4 Mio. € auf einen Korridor zwischen 129,5 Mio. € und 151,5 Mio. € entwickeln werden. Für das EBITDA des Konzerns wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024 eine Steigerung auf eine Bandbreite zwischen 10,2 Mio. € und 14,9 Mio. € erwartet. Die Prognose basiert auf den zum Erstellungszeitpunkt bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Aus der aktuellen Sicht nicht vorhersehbare Veränderungen der antizipierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beim aktuellen Auftragsbestand sowie bei sonstigen externen oder internen Faktoren, könnten negative Effekte auf die Umsatz- und Ergebniserwartungen haben, so dass die in diesem Bericht gemachten Schätzungen nicht erreicht werden können. Im Rahmen der Personalplanung ist es das Ziel des Konzerns, den Personalbestand insgesamt auf einem stabilen Niveau zu halten, um die Kontinuität und Effizienz der Geschäftsprozesse sicherzustellen. Dennoch bleibt der Konzern flexibel, um auf veränderte Rahmenbedingungen angemessen reagieren zu können. Sollte es notwendig werden, können Anpassungen der Mitarbeiterzahl vorgenommen werden, beispielsweise im Zuge von strategischen Neuausrichtungen oder bei sich ändernden Marktanforderungen. Anschließend wird auf die im Konzernanhang enthaltenen Angaben zu Ereignissen nach dem Abschlussstichtag verwiesen. Nach dem Abschlussstichtag sind Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes des Geschäftsverlaufs, der Lage und der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns haben. Der Abschnitt „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ des Konzernanhangs enthält detaillierte Erläuterungen zu den jeweiligen Sachverhalten. 5. VERGÜTUNGSBERICHT Für die Angaben zur Vergütung verweisen wir auf den Vergütungsbericht, der unter https://kps.com/de/de/company/investor-relations/corporate-governance.html veröffentlicht ist. 6. Übernahmerelevante Angaben gemäss §§ 289a, 315a HGB und erläuternder Bericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 30. September 2024 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 41.153.300 € (Vorjahr: 37.412.100 €). Es ist eingeteilt in 41.153.300 nennwertlose Stückaktien (Vorjahr: 37.412.100) mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Alle Aktien enthalten gleiche Rechte und Pflichten. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien gekauft oder veräußert. Die Gesellschaft hält zum 30. September 2024 keine eigenen Aktien (Vorjahr: 0). 6.2 Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 44 Abs. 1 WpHG Anwendung findet. Verstöße gegen Mitteilungspflichten i.S.d. §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 WpHG können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen. Vertragliche Beschränkungen der Stimmrechte sind uns nicht bekannt. 6.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2024 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt: Stück in % Michael Tsifidaris 11.980.049 29,1% Leonardo Musso 4.239.937 10,3% Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2023/2024 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet. 6.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. 6.5 Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen Die Mitarbeitenden, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. 6.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Änderungen der Satzung Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. 6.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2024 wurde die von der Hauptversammlung am 21. Mai 2021 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2021/I aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2024/I in Höhe von 20.576.650,00 € geschaffen. Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 9. Mai 2029 (einschließlich) einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 20.576.650,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2024/I ist im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht erfolgt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2021 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. September 2020 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2026. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt. Zum Bilanzstichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien vorhanden, im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Aktien gekauft oder verkauft. 6.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes Im Falle eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots erhält der derzeitige Alleinvorstand bei Ausübung des vertraglich vereinbarten Sonderkündigungsrechts innerhalb von 12 Monaten nach dem Kontrollwechsel eine Abfindung in Höhe von 75 % des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung ihm zustehenden Jahresbruttoeinkommens. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre, die derzeit alleine oder gemeinsam nicht mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt sind, alleine oder gemeinsam mehr als 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erwerben oder die Gesellschaft durch den Abschluss eines Unternehmensvertrags i.S.d. § 291 Abs. 1 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird. Dem gleichgestellt ist der Fall der Verschmelzung der Gesellschaft mit einem anderen Unternehmen. Den Vice-Presidents wurde für diesen Fall eine verlängerte Kündigungsfrist eingeräumt. Im Falle der Eigenkündigung durch den Vice-President kann dieser den Verzicht des Wettbewerbsverbots verlangen. 7. RECHTLICHE ANGABEN 7.1 Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d, 289f HGB Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d, 289f HGB einschließlich der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist öffentlich zugänglich unter: https://kps.com/de/de/company/investor-relations/corporate-governance.html. 7.2 Angaben zur nichtfinanziellen Konzernerklärung gemäß §§ 315b, 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB Die KPS AG hat die Aktivitäten des KPS Konzerns im Bereich Nachhaltigkeit in einem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht (Nachhaltigkeitsbericht) offengelegt. Der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht ist unter https://kps.com/de/de/company/investor-relations/financial-publications.html zugänglich. Unterföhring, den 27. Januar 2025 Der Vorstand KPS AG Bilanz & Gewinn- und verlustrechnung KPS AG, UNTERFÖHRING Bilanz zum 30. September 2024 AKTIVA in Tsd. € 30.09.2024 30.09.2023 A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.001 1.140 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 781 861 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 94.405 103.480 96.187 105.481 B. UMLAUFVERMÖGEN I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.275 23.187 2. sonstige Vermögensgegenstände 1.462 1.670 24.737 24.857 II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.438 2.575 C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 924 1.166 125.286 134.080 KPS AG, UNTERFÖHRING Bilanz zum 30. September 2024 PASSIVA in Tsd. € 30.09.2024 30.09.2023 A. EIGENKAPITAL I. Gezeichnetes Kapital 41.153 37.412 II. Kapitalrücklage 12.503 11.941 III. Gewinnrücklage andere Gewinnrücklagen 599 599 IV. Bilanzgewinn 20.098 28.126 74.353 78.078 B. RÜCKSTELLUNGEN 1. Steuerrückstellungen 0 141 2. sonstige Rückstellungen 2.266 2.633 2.266 2.774 C. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.500 28.500 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 308 552 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.325 21.970 4. sonstige Verbindlichkeiten, davon aus Steuern: 706 Tsd. € (i.V. 919 Tsd. €) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 16 Tsd. € (i.V. 17 Tsd. €) 2.534 2.205 48.667 53.227 125.286 134.080 KPS AG, UNTERFÖHRING Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 in Tsd. € 2023/2024 2022/2023 1. Umsatzerlöse 19.305 21.437 2. sonstige betriebliche Erträge 1.357 23 3. Materialaufwand - Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.273 -13.789 4. Personalaufwand -6.512 -6.714 a) Löhne und Gehälter -5.581 -5.853 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersversorgung 1 Tsd. € (i.V. 1 Tsd. €) -931 -861 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -218 -319 6. sonstige betriebliche Aufwendungen -702 -706 7. Erträge aus Beteiligungen, davon sämtlich aus verbundenen Unternehmen (analog zu Vorjahr) 5.167 10.738 8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 0 27 9. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen -509 0 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbundenen Unternehmen: 63 Tsd. € (i.V. 34 Tsd. €) 63 35 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -11.280 0 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen: 277 Tsd. € (i.V. 202 Tsd. €) -2.495 -1.559 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 70 -219 14. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag (i.V. Jahresüberschuss) -8.028 8.953 15. Gewinnvortrag 28.126 19.173 16. Bilanzgewinn 20.098 28.126 KPS AG Anhang 1. Allgemeine Angaben Die KPS AG ist eine am geregelten Markt börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Landkreis München, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Jahresabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die KPS AG übt die Holdingfunktionen für den KPS-Konzern aus. Die operativen Beteiligungsunternehmen sind im Wesentlichen im Bereich Managementconsulting / Transformationsberatung, Systemintegration sowie dem Vertrieb von Hardware und Softwarelizenzen tätig. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, i.V.m. § 264 d HGB. Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet im darauffolgenden Jahr zum 30. September. Der Jahresabschluss der KPS AG (im Folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro. KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in Tausend Euro (Tsd. €) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2023/2024 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (3-5 Jahre) vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (3-10 Jahre) der einzelnen Anlagegüter zugrunde. Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 2.2 Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen, die nachfolgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256 a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 2.3 Fremdkapital Die gebildeten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 15,05 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlagssatz von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer, dies entspricht 0,83 %, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz von aktiven Überhängen aus latenten Steuern unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen der Rückstellungen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz. Die passiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus abweichenden Wertansätzen der Anteile an verbundenen Unternehmen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz. Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten worden. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel. Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 1.001 Tsd. € (i.V. 1.140 Tsd. €) aus und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen. Das Sachanlagevermögen beläuft sich auf 781 Tsd. € (i.V. 861 Tsd. €) und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 94.405 Tsd. € (i.V. 103.480 Tsd. €) und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen: Beteiligung Sitz Anteil in % Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2024 (Vorjahr) Eigen- kapital 30.09.2024 (Vorjahr) Jahres- ergebnis 2023/2024 (Vorjahr) KPS Consulting GmbH Unterföhring 100 Tsd. € 6.300 7.802 1.238 (6.300) (6.564) (2.240) KPS Consulting AG Zürich/ Schweiz 100 TCHF 100 292 150 (100) (812) (662) KPS Transformation GmbH Unterföhring 100 Tsd. € 80 -5.437 -5.478 (80) (41) (4.608) KPS Consulting A/S Virum/ Dänemark 100 TDKK 500 -35.506 -21.294 (500) (-14.211) (-45.231) KPS B.V. Amsterdam/ Niederlande 100 Tsd. € 100 -4.954 -2.948 (100) (-2.005) (-3.537) KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH Wien/ Österreich 100 Tsd. € 1.800 0 -123 (100) (-1.576) (-378) KPS Business and Digital Transformation, S.L.U. Barcelona/ Spanien 100 Tsd. € 59 4.732 1.812 (59) (4.509) (1.936) Infront Consulting & Management GmbH (1) Hamburg 100 Tsd. € 50 4.796 0 (50) (4.796) (0) KPS Digital Ltd. London/ Großbritannien 100 TGBP 0 6.215 2.937 (0) (5.779) (3.238) KPS Consulting AS Oslo/ Norwegen 100 TNOK 500 1.074 -861 (500) (1.935) (-2.650) KPS Transformation B.V. Antwerpen/ Belgien 100 Tsd. € 19 2.186 789 (19) (1.397) (713) Graphyte B.V. Eindhoven/ Niederlande 100 Tsd. € 20 610 -15 (20) (625) (58) KPS Sweden AB Stockholm / Schweden 100 TSEK 500 1.441 -4.458 (500) (899) (-6.013) 1 Das Jahresergebnis 2023/2024 wurde aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte vorgenommen. Aufgrund des Beschlusses, die KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich, im Geschäftsjahr 2024/2025 zu liquidieren, wurde der Beteiligungsbuchwert in Höhe von 1.800 Tsd. € vollständig abgeschrieben. Beim Beteiligungsbuchwert der Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, ergab sich aufgrund des durchgeführten Impairment-Tests ein Abwertungsbedarf in Höhe von 9.480 Tsd. €, in dieser Höhe wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung erfasst. Umrechnungskurs EUR zu CHF: Der Stichtagskurs zum 30. September 2024 betrug 0,9439 (Vorjahr: 0,9669). Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 0,9572 (Vorjahr: 0,9788). Umrechnungskurs EUR zu DKK: Der Stichtagskurs zum 30. September 2024 betrug 7,4560 (Vorjahr: 7,4571). Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 7,4587 (Vorjahr: 7,4460). Umrechnungskurs EUR zu GBP: Der Stichtagskurs zum 30. September 2024 betrug 0,8354 (Vorjahr: 0,8646). Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 0,8552 (Vorjahr: 0,8705). Umrechnungskurs EUR zu SEK: Der Stichtagskurs zum 30. September 2024 betrug 11,3000 (Vorjahr: 11,5325). Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 11,4284 (Vorjahr: 11,3436). Umrechnungskurs EUR zu NOK: Der Stichtagskurs zum 30. September 2024 betrug 11,7645 (Vorjahr: 11,2535). Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 11,6034 (Vorjahr: 11,1090). 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 23.275 Tsd. € (i.V. 23.187 Tsd. €) und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen sowie aus Cash-Pooling. Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen, geleistete Kautionen und Erstattungsansprüche für ausländische Vorsteuer. Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung in Höhe von 103 Tsd. € (i.V. 46 Tsd. €) aus Mietkautionszahlungen mit einer vereinbarten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weitere Forderungen mit vereinbarten Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden nicht. 3.3 Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 3.438 Tsd. € (i.V. 2.575 Tsd. €) und bestehen aus Kontokorrentkonten. 3.4 Eigenkapital 3.4.1 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 41.153.300 € (i.V. 37.412.100 €) und verteilt sich insgesamt auf 41.153.300 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 laut Beschluss des Vorstands nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat am 11. März 2024 um 3.741.200 € durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 erhöht. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Zum Bilanzstichtag wurden von der Gesellschaft keine eigenen Aktien gehalten. 3.4.2 Genehmigtes Kapital Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Mai 2021 wurde ein genehmigtes Kapital 2021/I in Höhe von 18.706.050,00 € geschaffen. Durch die in 2023/2024 durchgeführte Kapitalerhöhung in Höhe von 3.741.200,00 € reduzierte sich das genehmigte Kapital 2021/I auf 14.964.850,00 €. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2024 wurde das genehmigte Kapital 2021/I aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital (Genehmigtes Kapital 2024) geschaffen. Dabei wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2029 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 20.576.650,00 durch Ausgabe von bis 20.576.650 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage mit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses zu erhöhen. Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2024 ist im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht erfolgt. 3.4.3 Bedingtes Kapital Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2024 wurde sowohl das bedingte Kapital 2020/I als auch das bedingte Kapital 2020/II vollständig aufgehoben. Gleichzeitig wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 4.115,330,00 durch Ausgabe von bis zu 4.115.330 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital 2024), die der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm 2024, zu deren Ausgabe der Vorstand bzw. - für den Fall der Optionsbegebung an Mitglieder des Vorstands - der Aufsichtsrat in der Zeit bis zum 9. Mai 2029 (einschließlich) mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2024 ermächtigt wurde. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat durch Beschluss vom 10. Mai 2024 eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 20.576.650,00 durch Ausgabe von bis zu 20.576.650 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital 2024 ll). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- bzw. Wandlungsrechten bzw. die zur Optionsausübung bzw. Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) die von der KPS AG oder einer Konzerngesellschaft der KPS AG aufgrund der Ermächtigung des Vorstands mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2024 bis zum 9. Mai 2029 (einschließlich) begeben bzw. von der Gesellschaft garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Optionsausübung bzw. Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Optionsausübung bzw. Wandlung erfüllen oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrages Aktien der Gesellschaft zu liefern, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien aus genehmigten Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. 3.4.4 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 12.503 Tsd. € (i.V. 11.941 Tsd. €). Die Erhöhung der Kapitalrücklage ist bedingt durch das Agio von 15% aus der im Geschäftsjahr 2023/2024 durchgeführten Kapitalerhöhung. 3.4.5 Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum Bilanzstichtag 599 Tsd. € und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. 3.4.6 Eigene Aktien Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2021 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. September 2020 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung vom 21. Mai 2021 und endet mit Ablauf des 20. Mai 2026. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt. Zum Bilanzstichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien vorhanden, im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Aktien gekauft oder verkauft. 3.4.7 Bilanzgewinn Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt: in Tsd. € 2023/2024 2022/2023 Stand 01.10. 28.126 22.914 Jahresfehlbetrag (i.V. Jahresüberschuss) -8.028 8.953 Dividendenausschüttung 0 -3.741 Stand 30.09. 20.098 28.126 Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023/2024 in Höhe von 20.098 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. 3.4.8 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen 2.266 Tsd. € (i.V. 2.633 Tsd. €) und entwickelten sich wie folgt: in Tsd. € Stand 01.10.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2024 Altersteilzeit 80 0 0 44 124 Ausstehende Rechnungen 114 -114 0 95 95 Abschlusskosten 159 -159 0 210 210 Personalverpflichtungen 1.922 -1.073 -110 385 1.124 Sonstige 358 -312 0 667 713 Gesamt 2.633 -1.658 -110 1.401 2.266 Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren. Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft insbesondere vertraglich vereinbarte Ergebnisbeteiligungen an leitende Angestellte, Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche sowie noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft. 3.5 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 28.500 Tsd. € (i.V. 28.500 Tsd. €) und resultieren aus der Aufnahme kurzfristiger Geldmarktkredite zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 28.500 Tsd. € (i.V. 27.000 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 17.325 Tsd. € (i.V. 21.970 Tsd. €) aus Transaktionen im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings sowie aus Kostenumlagen im Konzern. Des Weiteren sind in der Position Konzerndarlehen in Höhe von 4.066 Tsd. € (i.V. 8.174 Tsd. €) mit einer Laufzeit von unter einem Jahr enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären resultieren aus der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 1.500 Tsd. €, Darlehensgeber ist Herr Michael Tsifidaris. Der Gesamtkreditrahmen beträgt 1.665 Tsd. €, eine Tranche in Höhe von 165 Tsd. € kann noch abgerufen werden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2026 und wird mit 4,5% p.a. verzinst. Die Rückzahlung kann jederzeit ganz oder teilweise erfolgen, spätestens jedoch zum 31. Januar 2026. Für das laufende Geschäftsjahr wurden keine Kaufpreisverpflichtungen für den Beteiligungserwerb an der KPS Transformation B.V. (ehemals Graphyte B.V.), Antwerpen, Belgien passiviert (i.V. 1.134 Tsd. €). Der Zahlungsausgang der im Vorjahr passivierten Kaufpreisverpflichtung erfolgte im Geschäftsjahr 2023/2024. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Geschäftsjahr in Tsd. € Stand Laufzeit Laufzeit Laufzeit Verbindlichkeiten 30.09.2024 < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre gegenüber Kreditinstituten 28.500 28.500 0 0 aus Lieferungen und Leistungen 308 308 0 0 gegenüber verbundenen Unternehmen 17.325 17.325 0 0 gegenüber Aktionären 1.500 0 1.500 0 Sonstige 1.034 1.034 0 0 Gesamt 48.667 47.167 1.500 0 Vorjahr in Tsd. € Stand Laufzeit Laufzeit Laufzeit Verbindlichkeiten 30.09.2023 < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre gegenüber Kreditinstituten 28.500 28.500 0 0 aus Lieferungen und Leistungen 552 552 0 0 gegenüber verbundenen Unternehmen 21.970 21.114 857 0 gegenüber Aktionären 0 0 0 0 Sonstige 2.205 2.205 0 0 Gesamt 53.227 52.371 857 0 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Umsatzerlösen sind Konzernumlagen in Höhe von 18.398 Tsd. € (i.V. 21.278 Tsd. €) sowie Mieterträge in Höhe von 906 Tsd. € (i.V. 158 Tsd. €) enthalten. Die Umsatzerlöse aus Konzernumlagen werden mit den Tochtergesellschaften im Inland sowie im europäischen Ausland erzielt. Die Mieterträge betreffen Gebäude im Inland. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich in Höhe von 900 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 258 Tsd. € (i.V. 1 Tsd. €) sowie Erträge aus Vermittlung eines Verkaufsgeschäfts in Höhe von 134 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.158 Tsd. € (i.V. 1 Tsd. €) für Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich in Höhe von 900 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 258 Tsd. € (i.V. 1 Tsd. €) enthalten. Als außergewöhnliche Erträge werden 1.034 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €) klassifiziert, diese bestehen aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich in Höhe von 900 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €) sowie Erträgen aus Vermittlung eines Verkaufsgeschäfts in Höhe von 134 Tsd. € (i.V. 0 Tsd. €). Der Materialaufwand beinhaltet die den Umsatzerlösen zuordenbaren Aufwendungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 11Tsd. € enthalten (i.V. 7 Tsd. €). Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, KPS Digital Ltd., London, Großbritannien und KPS Business and Digital Transformation, S.L.U., Barcelona, Spanien. Der Aufwand aus Verlustübernahme betrifft die Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, mit welcher ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. In den Zinserträgen sind Erträge in Höhe von 63 Tsd. € (i.V. 34 Tsd. €) von verbundenen Unternehmen enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von 277 Tsd. € (i.V. 202 Tsd. €) von verbundenen Unternehmen enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Ertragsteuern aus Vorjahren. 5. Sonstige angaben 5.1 Mitarbeitende Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren bei der KPS AG durchschnittlich 82 Mitarbeitende (i.V. 80) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 74 (i.V. 76) Mitarbeitende in der Verwaltung tätig. 5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt deren Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. in TEUR bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Kfz-Leasing 851 654 0 1.505 Davon KPS AG 72 73 0 145 Davon KPS Transformation GmbH 641 486 0 1.127 Davon KPS Consulting GmbH 123 80 0 203 Davon Infront Consulting & Management GmbH 15 15 0 30 BGA Leasing 1.205 1.071 0 2.276 Miete 2.522 8.762 5.743 17.027 Davon KPS AG 2.221 8.638 5.743 16.602 Davon Infront Consulting & Management GmbH 301 124 0 425 Gesamt 4.578 10.487 5.743 20.808 5.3 Sonstige Haftungsverhältnisse Der im Geschäftsjahr 2019/2020 vereinbarte Rangrücktritt mit der KPS Strategie- Prozess- und IT-Consulting GmbH, Wien, Österreich, in Höhe von 100 Tsd. €, besteht weiterhin. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde der Beschluss gefasst, die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024/2025 zu liquidieren. Gleichzeitig wurde durch eine Kapitalerhöhung sichergestellt, dass alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft beglichen werden können. Mit einer Inanspruchnahme wird deshalb nicht gerechnet. Darüber hinaus besteht weiterhin der Rangrücktritt zugunsten der KPS Sweden AB, Stockholm, Schweden in Höhe von 400 Tsd. €. Es besteht die Möglichkeit der Rückzahlung, da Verhandlungen für mehrere Kundenprojekte laufen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde ein Rangrücktritt mit der KPS Transformation GmbH, Unterföhring, in Höhe von 6.000 Tsd. € vereinbart. Mit einer Inanspruchnahme des Rangrücktritts wird aufgrund einer positiven Ergebnisprognose nicht gerechnet. Die KPS Transformation GmbH, Unterföhring und die KPS Consulting GmbH, Unterföhring, haben eine gesamtschuldnerische Haftung zur Absicherung von Kontokorrent- und Geldmarktkreditlinien abgegeben. Die durch diese gesamtschuldnerische Haftung abgesicherte Gesamtkreditlinie beläuft sich zum 30. September 2024 auf 26.800 Tsd. € (i.V. 30.000 Tsd. €). Zum Bilanzstichtag bestanden zu dieser Gesamtkreditlinie Kontokorrent-, Aval- und Geldmarktverbindlichkeiten in Höhe von 25.827 Tsd. € (i.V. 23.690 Tsd. €). Mit einer Inanspruchnahme der gesamtschuldnerischen Haftung wird aufgrund einer positiven Ergebnisprognose und der damit verbundenen Fähigkeit, die Kreditverbindlichkeiten zu tilgen, nicht gerechnet. Die Gesellschaft hat sich für die KPS Transformation GmbH, Unterföhring, die KPS Consulting GmbH, Unterföhring, sowie die Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg, im Rahmen der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB dazu verpflichtet, für die gesamten, bis zum 30. September 2024 bestehenden Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber deren Gläubigern einzustehen. Diese Einstandspflicht ist bis einschließlich 30. September 2025 gültig. 5.4 Zusammensetzung der Organe 5.4.1 Vorstand der KPS AG Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt: Herr Leonardo Musso, Berg, Unternehmensberater, Vorstand KPS AG. Weitere Mitgliedschaften des Vorstands Herr Leonardo Musso ist in allen Gesellschaften des KPS-Konzerns Mitglied der Geschäftsführung sowie Verwaltungsrat der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz. Die gewährten Zuwendungen des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023/2024 betragen 610 Tsd. € (i.V. 577 Tsd. €), davon 249 Tsd. € (i.V. 216 Tsd. €) erfolgsbezogene Komponente. Der Vorstand der KPS AG hält folgende Aktienanteile an der KPS AG: Herr Leonardo Musso: 4.239.937 Aktien (Vorjahr: 4.103.084 Aktien) 5.4.2 Aufsichtsrat der KPS AG Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus: Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz), Hamburg, Unternehmensberater, Prokurist KPS Transformation GmbH, Unterföhring Herrn Uwe Grünewald, Münster, Unternehmensberater, (bis Mai 2024), Prokurist KPS Transformation GmbH, Unterföhring Herrn Josef Richter, Badia Blava, Spanien, Unternehmensberater i.R., (ab Mai 2024) Herrn Hans-Werner Hartmann (stellvertretender Vorsitz), Grassau-Mietenkam, Rechtsanwalt. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 68 Tsd. € (i.V. 68 Tsd. €). Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 25 Tsd. € (i.V. 25 Tsd. €) und die weiteren Mitglieder jeweils 15 Tsd. € (i.V. 15 Tsd. €). Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Transformation GmbH, Unterföhring. Die gewährten Zuwendungen daraus betragen 934 Tsd. € (i.V. 934 Tsd. €). Der Aufsichtsrat Herr Michael Tsifidaris besitzt 11.980.049 (i.V. 9.080.050) Aktien und Herr Uwe Grünewald besitzt 4.052.390 Aktien. Die Aufsichtsräte Herr Hans-Werner Hartmann und Herr Josef Richter besitzen keine Aktien. 5.4.3 Ehemalige Vorstandsmitglieder und sonstige nahestehende Personen Mit Frau Veronika König, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat bis Mai 2024) bestand ein Anstellungsvertrag. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen in Höhe von 42 Tsd. € (i.V. 48 Tsd. €) angefallen. 5.5 Konzernabschluss Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Unternehmens einsehbar und wird zudem im Unternehmensregister sowie auf der Homepage veröffentlicht. 5.6 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (https://kps.com/de/de/company/investor-relations/corporate-governance.html) dauerhaft zugänglich gemacht. 5.7 Honorar des Abschlussprüfers Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023/2024 verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2024. 5.8 Ereignisse nach dem Stichtag Der Großteil der bestehenden Kreditlinien hatte eine Laufzeit von 12 Monaten und endete am 31. Oktober 2024. Im Berichtsjahr 2023/2024 verzeichnete die KPS-Gruppe einen Umsatz- und Ergebnisrückgang, worauf die die Hauptkreditlinie gewährende Bank eine Überprüfung der Planungssicherheit und Planungszuverlässigkeit forderte. Die bestehende Hauptkreditlinie wurde deshalb vorläufig nur bis zum 31. Januar 2025 verlängert. Nach Abschluss der geforderten Überprüfung wurde am 20. Januar 2025 eine Folgefinanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Diese sieht eine Verlängerung bis 28. Februar 2026 vor. Weitere, wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die das im vorliegenden Jahresabschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft beeinflussen, sind nicht eingetreten. 5.9 Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist die KPS AG gehalten, den Inhalt der ihr zugegangenen Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 oder 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der KPS AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen, über- oder unterschreiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Daher kann sich der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung entsprechend § 33 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde. Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Unterföhring, 27. Januar 2025 Vorstand Leonardo Musso KPS AG, UNTERFÖHRING ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (BRUTTODARSTELLUNG) POSITION ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN BUCHWERT in Tsd. € 01.10.2023 Zugänge Abgänge Um- buchungen 30.09.2024 01.10.2023 Zugänge Abgänge Um- buchungen 30.09.2024 30.09.2024 30.09.2023 I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.755 3 0 0 2.758 1.615 142 0 0 1.757 1.001 1.140 Immaterielle Vermögensgegenstände 2.755 3 0 0 2.758 1.615 142 0 0 1.757 1.001 1.140 II.) SACHANLAGEN Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.608 0 9 0 1.599 747 76 4 0 819 781 861 Sachanlagen 1.608 0 9 0 1.599 747 76 4 0 819 781 861 III.) FINANZANLAGEN Anteile an verbundenen Unternehmen 103.480 2.205 0 0 105.685 0 11.280 0 0 11.280 94.405 103.480 Finanzanlagen 103.480 2.205 0 0 105.685 0 11.280 0 0 11.280 94.405 103.480 Anlagevermögen gesamt 107.843 2.208 9 0 110.042 2.362 11.498 4 0 13.856 96.187 105.481 Angaben NACH § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG Nach § 33 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30,50 oder 75 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen, mitzuteilen. Zum 30. September 2024 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 40 Abs. 1 WpHG veröffentlicht wurden (die entsprechenden Prozent- und Stimmrechtszahlen beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Gesamtzahl an Stimmrechten und können daher zwischenzeitlich überholt sein): Stimmrechtsanteile in Prozent (in absoluten Stimmrechten) Meldepflichtiger Datum der Veröffentlichung nach § 40 WpHG Datum der Schwellenberührung Grund der Mitteilung § 33 WpHG1 § 34 WpHG2 § 38 WpHG3 § 39 WpHG4 Musso, Leonardo 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 % 12,79% (4.349.143) 12,79% Müller, Dietmar 03.02.2023 31.01.2023 Unterschreiten der Schwelle von 10 % 9,97% (3.371.210) 9,97% Universal-Investment GmbH 06.02.2023 31.01.2023 Überschreiten der Schwelle von 3 % 3,08% (1.151.500) 3,08% Grünewald, Uwe 22.03.2024 18.03.2024 Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte, Unterschreiten der Schwelle von 10% 9,85% (4.052.390) 9,85% Tsifidaris, Michael 22.03.2024 18.03.2024 Überschreiten der Schwelle von 25 % 29,11% (11.980.049) 29,11% Allianz SE 26.03.2024 18.03.2024 Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte, Unterschreiten der Schwelle von 5% 4,78 % (1.968.163) 4,78% Allianz SE 27.05.2024 23.05.2024 Unterschreiten der Schwelle von 3 % 2,76% (1.137.740) 2,76% Axxion S.A. 13.05.2024 06.05.2024 Überschreiten der Schwelle von 3 % 3,00% (1.265.000) 3,00% Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Bekanntmachungen der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen im Unternehmensregister. 1 Anteil der unmittelbar gehaltenen Stimmrechte 2 Anteil der zugerechneten Stimmrechte 3 Anteil der unmittelbar oder mittelbar gehaltenen Instrumente, die einen Erwerb von Aktien mit Stimmrechten ermöglichen 4 Zusammenrechnung der Stimmrechte und Instrumente VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. Unterföhring, den 27. Januar 2025 Der Vorstand ALTERNATIVE LEISTUNGSKENNZAHLEN DES KPS-KONZERNS Der Lagebericht und der Abschluss des KPS-Konzerns werden nach den geltenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Zusätzlich zu den durch diese Standards geforderten Angaben und Kennzahlen veröffentlicht KPS alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM), die diesen Regulierungen nicht unterliegen und für die es keinen allgemein akzeptierten Berichtsstandard gibt. KPS ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Dies erfolgt durch bestimmte Anpassungen der nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellten Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnungspositionen. Die Anpassungen können dabei aus unterschiedlichen Berechnungs- und Bewertungsmethoden, uneinheitlichen Geschäftsaktivitäten sowie Sondereffekten resultieren, die sich auf die Aussagekraft dieser Positionen auswirken. Die so ermittelten alternativen Leistungskennzahlen gelten für alle Perioden und werden sowohl intern zur Steuerung des Geschäfts als auch extern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens durch Analysten, Investoren und Ratingagenturen eingesetzt. KPS ermittelt folgende APM: Umsatzveränderung Abschreibungen M&A bedingt EBIT EBIT-Marge EBITDA EBIT (bereinigt) Eigenkapitalquote Cashflow Operativer Cashflow Cashflow aus Investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Die Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl. Sie gibt die prozentuale Veränderung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr an. Die Abschreibungen M&A bedingt umfassen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer M&A-Transaktion entstanden sind. Beispiele hierfür sind Goodwill, Kundenstamm, Auftragsbestand. Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) steht für Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern und dient der Darstellung des operativen Ergebnisses eines Unternehmens ohne den Einfluss von Effekten aus international uneinheitlichen Besteuerungssystemen und unterschiedlichen Finanzierungsaktivitäten. Das EBIT wird wie folgt ermittelt: Überleitungsrechnung EBIT Ergebnis vor Ertragsteuern + / - Finanzergebnis (Finanzielle Erträge, finanzielle Aufwendungen) = EBIT Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz. Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird ermittelt auf Basis des EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Überleitungsrechnung EBITDA EBIT + / - Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte = EBITDA Das EBIT (Bereinigt) zeigt die Entwicklung des operativen Ergebnisses ohne den Einfluss von Abschreibungen aus Mergers & Acquisitions-Vorgängen. Bei der Berechnung dieser Kennzahl wird das EBIT um diese Abschreibungen erhöht. Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist. Der Cashflow zeigt den Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode. Der operative Cashflow zeigt den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit während einer Periode. Operativer Cashflow Jahresüberschuß - nicht zahlungswirksame Erträge + nicht zahlungswirksame Aufwendungen = operativer Cashflow Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt die Auszahlungen für den Erwerb von Anlagevermögen und die Einzahlungen aus der Veräußerung von Anlagevermögen während einer Periode. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigt, wie die Investitionen der Berichtsperiode finanziert wurden. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Eigenkapitalzuführungen - Dividendenzahlungen + Zuführung durch Fremdkapitalgeber (z.B. Kredite) - Tilgungszahlungen für Kredite = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, Foreword, xii 2 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, Foreword, xii 3 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, S.13 4 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, Foreword, xii; S. 10 5 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, Foreword, xii; Executive Summary xiv, S. 10 6 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, Foreword, xii 7 International Monetary Fund (IMF), World Economic Outlook, October 2024, Policy Pivot, Rising Threats, S. 12i 8 IfW, Kiel, Konjunkturberichte 21, Q3 2024, S. 22 9 IfW, Kiel, Konjunkturberichte 21, Q3 2024, S. 19 10 Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch – Konjunktur und Wachstum schwach S. 10 11 Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch – Konjunktur und Wachstum schwach S. 10 12 Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch – Konjunktur und Wachstum schwach S. 12 13 Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch – Konjunktur und Wachstum schwach S. 32 14 Geschäftsklimaindex Consulting – Oktober 2024, BDU Pressemitteilung, https://www.bdu.de/news/bdu-geschaeftsklimabefragung-september-2024-geschaeftsklima-im-consulting-entwickelt-sich parallel-zur-gesamtwirtschaft/ 15 Geschäftsklimaindex Consulting – Oktober 2024, BDU Pressemitteilung, https://www.bdu.de/news/bdu-geschaeftsklimabefragung-september-2024-geschaeftsklima-im-consulting-entwickelt-sich parallel-zur-gesamtwirtschaft/ 16 Geschäftsklimaindex Consulting – Oktober 2024, BDU Pressemitteilung, https://www.bdu.de/news/bdu-geschaeftsklimabefragung-september-2024-geschaeftsklima-im-consulting-entwickelt-sich parallel-zur-gesamtwirtschaft/ 17 World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, International Montary Fund, Foreword, p. xii 18 World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, International Montary Fund, p. 10, table 1.1 overview of the World Economic Outlook Projections 19 World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, International Montary Fund, p. 10, table 1.1 overview of the World Economic Outlook Projections 20 World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, International Montary Fund, Executive Summary, p. xiv 21 World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, International Montary Fund, Foreword, p. xii 22 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.17 23 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.17 24 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.11, Tabelle 2 25 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.11, Tabelle 2 26 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.17 27 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.11, Tabelle 2 28 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.19 29 Weltwirtschaft im Herbst 2024 – Weiterhin wenig Schwung, Kieler Institut für Weltwirtschaft, S.19 30 Deutsche Wirtschaft im Umbruch -Konjunktur und Wachstum schwach, Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2014, S. 9 31 Deutsche Wirtschaft im Umbruch -Konjunktur und Wachstum schwach, Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2014, S. 9 32 Deutsche Wirtschaft im Umbruch -Konjunktur und Wachstum schwach, Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2014, S. 9 33 Deutsche Wirtschaft im Umbruch -Konjunktur und Wachstum schwach, Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2014, S. 9 34 Lünendonk Studie 2024, Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland, S. 8 35 Lünendonk Studie 2024, Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland, S. 8 36 Lünendonk Studie 2024, Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland, S. 41 37 Lünendonk Studie 2024, Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland, S. 41 38 Lünendonk Studie 2024, Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland, S. 40