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KPS AG

Management Reports Feb 17, 2021

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Management Reports

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Finanzbericht: 27713083

KPS AG

Unterföhring

Einzelabschluss zum 30.09.2020

LAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell und Methodenkompetenz

Unternehmen sind auf verschiedenen Ebenen und in vielen Bereichen Innovationen und beschleunigtem technologischen sowie sich veränderndem Kundenverhalten ausgesetzt.

Sie müssen auf den technologischen Wandel und auf das sich verändernde Kunden verhalten mit einer maßgeschneiderten Digitalisierungsstrategie reagieren. Mit einer proaktiven Digitalisierungsstrategie können Unternehmen den Wandel aktiv gestalten und positiv für ihre Gesamtstrategie sowie im Wettbewerb nutzen.

Digitalisierungsstrategie bedeutet, eine Strategie zu entwerfen, um die wesentlichen Unternehmens- und Geschäftsprozesse ganzheitlich zu digitalisieren und die Systemlandschaft des Unternehmens entsprechend der entworfenen Digitalisierungsstrategie zu transformieren. Die Herausforderungen der digitalen Transformation von Unternehmensprozessen bilden den Kern des Geschäftsmodells der KPS.

KPS ist darauf spezialisiert, ihre Kunden in Strategie-, Prozess-, Applikations- und Technologiefragen der digitalen Transformation zu beraten, sowie in der Umsetzung und Implementierung zu begleiten. Es werden ganzheitliche branchenspezifische sowie schlüsselfertige Lösungen mit Produkten gängiger Softwarehersteller wie beispielsweise SAP, Hybris, Adobe und Intershop geliefert.

Dabei verfolgt KPS einen integrativen, sogenannten End-to-end beziehungsweise one-stop-shop Ansatz, der das gesamte Leistungsspektrum entlang der Wertschöpfungskette umfasst: die klassische Waren- und Filialwirtschaft, die Finanzen, den B2B- und B2C-Commerce sowie das digitale Kundenmanagement im Marketing und Vertrieb.

Für die schnelle und effiziente Realisierung von Kundenprojekten hat KPS eine eigene Projektmanagementmethode "KPS Rapid-Transformation" entwickelt. Die Methode basiert auf den Kernüberzeugungen, dass digitale Transformationsprojekte sich in vielen Fällen am besten umsetzen lassen, wenn mit vielen Teilaufgaben und Teilprojekten parallel und gleichzeitig begonnen wird. Zudem lassen sich mit dieser Methode Transformationsprojekte im laufenden Betrieb realisieren. Darüber hinaus werden Standard-Softwarestacks der Technologiepartner von KPS verwendet. Diese werden auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten und als entsprechende Prozessketten geliefert. Die Methode unterscheidet sich zu gängigen klassischen Ansätzen, bei denen einzelne Projektschritte nacheinander abgehalten werden und als "waterfall method" bezeichnet werden. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden besteht darin, dass Medienbrüche zwischen Strategie, Prozess und Umsetzung in der Software-Lösung umgangen und vermieden werden können. Dadurch lassen sich Komplexität und Risiken reduzieren sowie Projektlaufzeiten verkürzen.

Mit der seit Jahren konsequenten Anwendung und Umsetzung der hauseigenen KPS Rapid-Transformation®-Methode hat die KPS eine solide Referenzkundenbasis insbesondere in den Branchen Handel und Konsumgüter aufgebaut. Neben der Projektmanagement-Methode bilden langjährige Erfahrung der Beraterinnen und Berater sowie ihre tiefen Branchenkenntnisse eine weitere wesentliche Säule des Erfolgs.

1.2 Strategie

Die Strategie der KPS bilden die drei Säulen Internationalisierung, Innovation und Industrialisierung.

Im Geschäftsjahr 2019/​2020 blieben die internationalen Geschäftsaktivitäten auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag im Geschäftsjahr 2019/​2020 der internationale Umsatzbeitrag bei 82,9 Mio. Euro und entspricht damit 49,8% des Konzernumsatzes (Vorjahreszeitraum: 77,0 Mio. Euro, 42,6% Anteil am Konzernumsatz).

Für KPS nimmt Innovation einen bedeutenden Stellenwert ein. Die Technologie-Teams von KPS befassen sich ständig mit aktuellen technologischen Entwicklungen und überlegen, wie diese möglichst effizient bei Kunden eingesetzt werden können. Der Fokus auf Innovation stellt sicher, dass KPS ihre Kunden auf Basis neuester technologischer Standards beraten kann.

Das Konzept der Industrialisierung: In der klassischen Beratung werden für jeden Kunden spezifische Projektteams gebildet, die in der Regel am Standort des Kunden Lösungen erarbeiten und umsetzen. Oftmals werden für die einzelnen Teilabschnitte Strategieberatung, Konzeption, Implementierung und Übergabe verschiedene Beratungsgesellschaften beauftragt. Die KPS folgt einem eigenen, zu der klassischen Herangehensweise konträren Ansatz. Dabei werden innovative, standardisierte technologische Konzepte sowie Prozessketten in den KPS-Designzentren entwickelt, die für mehrere Projekte verwendet werden können. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile für die Kunden und Mitarbeiter * Innen der KPS. Zum einen lassen sich Projektlaufzeiten erheblich verkürzen, wenn auf bereits vorhandene Prozessketten zurückgegriffen werden kann. Zum anderen können Teile des Projekts am Standort von KPS anstatt vor Ort bei Kunden realisiert werden. Dadurch verringert sich der Ressourceneinsatz für die Projekte.

Ihre strategische Positionierung kam der KPS bei der Bewältigung der Herausforderungen der COVID-19 Krise zu gute. So konnte die KPS mit der Verschärfung der COVID-19 Pandemie schnell in einen Remote-Modus umstellen, Mitarbeiter * Innen aus dem Home Office arbeiten lassen und Kunden nahezu ohne Unterbrechungen über Remote-Lösungen weiter die KPS-Services in gewohnter Qualität liefern.

1.3 Kundenstruktur

Die KPS-Gruppe hat ihre Position als führendes Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie im vergangenen Jahr weiter gefestigt und parallel dazu seine Kompetenz in anderen Branchen verstärkt ausgebaut. Wir verfügen über eine solide Kundenreferenzbasis in den Bereichen Fashion, Lebensmittelgroß- und Einzelhandel, Chemie, Arzneimittel, Möbelhandel, Sportartikel, Konsumgüter sowie im Dienstleistungssektor und in der Industrie.

Zum Kundenportfolio zählen u.a. auch Energieversorger sowie Unternehmen der öffentlichen Verwaltung, genauso wie Industriebetriebe oder Maschinenbauer im B2B-Geschäft. Darüber hinaus hat KPS die Kundenstruktur in den letzten Jahren stark internationalisiert.

Veränderungen erfolgreich zu gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungs-Verhältnisses, definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden aus den verschiedensten Sektoren in großem Maße profitieren.

1.4 Beratungs- und Serviceportfolio

Die innovativere Lösung entscheidet im Wettbewerb der Zukunft. Bereits in der Gegenwart ist eine unternehmensweite digitale Transformations- und Omnichannel-Strategie die Voraussetzung zur Bewältigung der komplexesten Herausforderungen.

Personalisierung und Unternehmenssteuerung in Echtzeit erfordern das grundlegende operationale und kulturelle Umdenken der gesamten Organisation. Im weltweiten Markt für Beratungs- und Servicedienstleistungen ist die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle mit innovativen IT-Technologien daher die Königsdisziplin.

Die KPS-Gruppe berät ihre Kunden in strategischen Fragen der digitalen Transformation wie Geschäftsmodellstrategien und Innovations-Ökosystemen. In der Business Transformation, der Umsetzung im Unternehmen, liefert KPS für die jeweilige Branche integrierte, auf den Kunden ausgerichtete End-to-end-Prozessketten und implementiert diese mit den entsprechenden Technologien. KPS berät seine Kunden von Anfang an auch im erforderlichen Change-Management. Im Produktivbetrieb unterstützt KPS seine Kunden im Applikations- und Site Management sowie im Support.

Die Expert * Innen von KPS haben das Wissen, die Erfahrung und den Branchenhintergrund, der hierfür erforderlich ist und dieser Vorsprung wird durch kontinuierliche Investitionen in Werkzeuge, Menschen und Technologien gesichert. KPS-Berater * Innen und Spezialisten * Innen berücksichtigen bei ihrer Arbeit stets die internationalen und technologischen Bedürfnisse unserer Kunden. Alles in einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet unser Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Dadurch unterscheiden wir uns erkennbar von der traditionellen Strategie- und Prozessberatung der Mitbewerber.

1.5 Forschung und Entwicklung

KPS investiert im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem in Verbesserungen der technischen Integration verschiedener Softwareplattformen wie SAP und Hybris, für die wir uns als Marktführer unter den Managementberatungen verstehen, sowie in die Entwicklung neuer Bedienkonzepte von Software-Anwendungen.

Seit dem Geschäftsjahr 2015/​2016 wird intensiv Entwicklungsarbeit zur Standardisierung von SAP-Prozessstrecken geleistet. Im Geschäftsjahr 2019/​2020 wurden hierfür 1,0 (Vorjahr: 2,0) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungen waren zum Stichtag nur zum Teil fertig gestellt. Es fielen Abschreibungen in Höhe von 0,9 (Vorjahr: 0,4) Mio. Euro an.

Weitere Entwicklungsleistungen werden für die Digitalisierung und für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle erbracht. Es wird kontinuierlich ein Team von mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eingesetzt. Bei Bedarf werden weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitweilig mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut.

1.6 Konzernstruktur und Niederlassungen

Die KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig ist.

Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen mit eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind.

Der Sitz der KPS AG ist Unterföhring. Wichtige Tochtergesellschaften befinden sich in Barcelona (Spanien), Hamburg (Deutschland), Kopenhagen (Dänemark) und London (Großbritannien).

Im Berichtsjahr konnte die KPS ihre europäische Ausrichtung und Marktposition weiter stärken.

1.7 Standort und Mitarbeiter * Innen

KPS-Mitarbeiter * Innen überzeugen ihre Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung aller Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzt KPS auch bei der Neueinstellung von Mitarbeiter * Innen an.

Die zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung der KPS-Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Die hohe Motivation und die ausgezeichnete Qualifikation der Mitarbeiter * Innen der KPS-Gruppe haben eine schnelle und nahezu reibungslose Umstellung der Prozesse auf Remote und Home Office als Reaktion auf die COVID-19 Krise ermöglicht.

Am 30. September 2020 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 619 Mitarbeiter * Innen (Vorjahr: 618). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2019/​2020 nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr 2018/​2019. In Deutschland beschäftigt KPS 447 (Vorjahr 448) Mitarbeiter * Innen. dies entspricht einem Anteil von 72,2 % (Vorjahr: 72,5 %) im Gesamtkonzern.

Der Personalaufwand lag Geschäftsjahr 2019/​2020 bei 67,5 Mio. Euro und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (66,4 Mio. Euro)

Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und Funktionen gegliedert.

Mitarbeiter * Innen KPS-Konzern

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30.09.2020 30.09.2019 Veränderung
Mitarbeiter pro Region
Deutschland 447 448 -1
Spanien 81 89 -8
Großbritannien 54 48 6
Dänemark 18 20 -2
Schweiz 4 7 -3
Österreich 5 4 1
Niederlande 3 2 1
Norwegen 4 0 4
Schweden 3 0 3
Gesamt 619 618 1
Mitarbeiter nach Funktion
Vorstand 1 1 0
Geschäftsführer 14 15 -1
Berater 516 519 -3
Verwaltung 85 82 3
Auszubildende 3 1 2
Gesamt 619 618 1

Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS AG, Herr Leonardo Musso (bei insgesamt 15 weiteren Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt. Somit sind 15 Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2020 tätig.

1.8 Konzernsteuerungssystem

Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und das Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz und dem EBITDA bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet.

Das vom KPS-Management eingeführte Maßnahmenpaket als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie wurde temporär um projektbezogene liquiditätsbezogene und aufwandsbezogene Kennzahlen erweitert.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT DES KPS-KONZERNS

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft

Die Corona-Pandemie traf auf bereits nachlassendes Wirtschaftswachstum

Nach zwei Jahren des Aufschwungs verlor 2019 das globale Wirtschaftswachstum spürbar an Dynamik.

Nach 3,8 % 2017 1 und 3,6 % im Jahr 2018 2 , wuchs das globale Bruttoinlandsprodukt laut Internationalem Währungsfonds (IWF) nur noch um 2,8 %. 3 Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA mit China und der EU sowie die wachsenden Unsicherheiten bezüglich der geopolitischen Lage. Hinzu kam die Verlangsamung des Wachstums in Europa vor dem Hintergrund des Brexits. 4

Für das Jahr 2020 rechnet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) infolge der Corona-Pandemie und der weitreichenden eindämmenden Maßnahmen mit einem weltweiten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,6 %. 5 Der IWF ist noch pessimistischer und rechnet mit einem Rückgang von 4,4 %. 6

2.1.2 Entwicklung in Europa

Öffentliche Programme und Fiskalpolitik mindern Folgen der Pandemie

Das Wachstum innerhalb der Währungsunion begann sich laut der Experten des IfW Kiel bereits seit Mitte 2018 abzuschwächen. Dies war maßgeblich schwächeren Impulsen aus dem internationalen Umfeld und in der Folge binnenwirtschaftlichen Faktoren wie beispielsweise der schwächelnden Automobilindustrie geschuldet. 7

Die weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben im Jahr 2020 zum größten Einbruch der Wirtschaftsaktivitäten seit Gründung der Währungsunion geführt. Nachdem im ersten Halbjahr 2020 ein historischer Rückgang des BIP um 15 % dokumentiert wurde, prognostiziert das IfW für das Gesamtjahr 2020 einen Einbruch der Wirtschaftsleistung im Euroraum von 7,1 %. 8 Aufgrund der hohen Dynamik des Infektionsgeschehens in einigen Mitgliedsländern besteht allerdings trotz der zuletzt sehr deutlichen Erholung große Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Pandemie. Die Nach- und Folgewirkungen der drastischen Umsatz- und Einkommensverluste aus dem bisherigen Krisenverlauf drohen erst nach und nach sichtbar zu werden.

1 https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​WEO/​Issues/​2019/​10/​01/​world-economic-outlook-october-2019

2 https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​WEO/​Issues/​2019/​10/​01/​world-economic-outlook-october-2019

3 https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world-economic-outlook-october-2020

4 https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world-economic-outlook-october-2020

5 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2020/​erholung-vom-corona-schock-bleibt-vorerst-unvollstaendig-15064/​

6 https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world-economic-outlook-october-2020

7 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2019/​euroraum-robuste-expansion-aber-mit-wenig-schwung-0/​

8 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2020/​muehsam-zurueck-zur-normalitaet-15065/​

Laut IWF waren es primär die beispiellose und facettenreiche Reaktion der Regierungen, die verhinderten, dass die Krise schlimmere Auswirkungen in Europa hatte. Dazu gehören die in ganz Europa eingesetzten umfangreichen Steuerpakete zur Unterstützung von Haushalten und Unternehmen sowie die von den Zentralbanken eingeleiteten Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik, was den Kreditfluss unterstützte und größere Störungen an den Finanzmärkten verhinderte. Auch die EU lockerte bestehende Regeln, um steigenden Haushaltsdefiziten Rechnung zu tragen und mobilisierte auch supranationale Ressourcen, um neue Einrichtungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu finanzieren und die nationale Finanzpolitik der Mitgliedsstaaten zu ergänzen. 9

2.1.3 Entwicklung in Deutschland

Rückgang der Wirtschaftsleistung durch Corona-Pandemie

Nachdem die Wirtschaftswachstumsrate in Deutschland in den Jahren 2018 und 2019 noch 1,3 % und 0,6 % 10 betrug, ist im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie laut Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Produktionsrückgang von 5,4 % zu rechnen (-6,0 % laut IMF). 1112 Damit korrigieren die Wirtschaftsexperten ihre Prognosen vom Frühjahr auf Basis aktueller Daten nach unten. Während der Rückgang der Wertschöpfung im ersten Halbjahr recht genau prognostiziert wurde gehen die Experten für die zweite Jahreshälfte von einer etwas langsameren Erholung aus.

Sowohl der Binnenmarkt als auch der Außenhandel litten stark unter der Corona-Pandemie. Die globale Rezession belastet die für Deutschland wichtigen Exporte. Besonders die ohnehin stark angeschlagene deutsche Industrie war stark von den eindämmenden Maßnahmen wie beispielsweise Betriebsschließungen betroffen. Besonders aufgrund des im November 2020 eingeleiteten erneuten Lockdowns befinden sich bestimmte Branchen wie Gastronomie und Tourismus weiterhin spürbar in der Krise, ohne Aussicht auf baldige Erholung. Auch gilt es den Experten als wahrscheinlich, dass sich Unternehmen wegen der Unberechenbarkeit des Infektionsgeschehens mit Investitionen vorerst zurückhalten. 13

9 https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​REO/​EU/​Issues/​2020/​10/​19/​REO-EUR-1021

10 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

11 https:/​/​www.imf.org/​en/​Countries/​DEU

12 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

13 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2.1 COVID-19 Pandemie führt zu uneinheitlicher Entwicklung in der Consulting-Branche

Verhaltener Optimismus in Zeiten der Krise

Nachdem 2018 gemäß dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) der Umsatz in der Consultingbranche noch um 7,2 % auf 33,8 Mrd. Euro anstieg, sank 2019 das Wachstum der Branche mit einem Gesamtumsatz von 35,7 Mrd. Euro auf 5,7 %. Die Prognose von rund 7 % konnte damit nicht ganz erreicht werden. 14 Im Wesentlichen beruht dies auf verschiedenen Unsicherheiten über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Beispielsweise scheute die deutsche Industrie, die in besonderem Maße von globalen Handelskonflikten betroffen ist, Neuinvestitionen. Dies wirkte sich entsprechend negativ auf die Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen aus. 15

Über ein Drittel der Marktteilnehmer geht laut BDU für das Kalenderjahr 2020 insgesamt von einem Umsatzrückgang von mindestens 30 % aus. Für den Gesamtmarkt ergibt sich eine Prognose in der Spanne zwischen -5 % und -10 %. Der BDU geht davon aus, dass das Gesamtmarktniveau von Ende 2019 voraussichtlich erst im Jahr 2022 erreicht kann. 16

Der Geschäftsklimaindex für die Consultingbranche ist im Dezember 2020 laut BDU zum vierten Mal in Folge gestiegen und liegt jetzt nach 91,9 Punkten im September wieder bei 94,5 Punkten. Innerhalb der Branche gestaltet sich die Entwicklung allerdings sehr uneinheitlich. Während die großen Beratungshäuser der Pandemie in bemerkenswerter Weise trotzen, kämpfen einige kleinere Beratungen sogar um ihre Existenz. Rund ein Drittel der Marktteilnehmer bezeichnet die derzeitige Geschäftslage als gut, während gleichzeitig 27 % eine schlechte Geschäftssituation beklagen. Die großen Consultingfirmen melden zu 41 % eine gute Geschäftssituation mit nur jedem zehnten Marktteilnehmer unter dem Budget. Bei den kleineren Beratungen mit weniger als 250.000 Euro Jahresumsatz laufen die Geschäfte bei rund der Hälfte schlecht. 17 Besonders Unternehmen, die vornehmlich Kunden aus von der Pandemie stark betroffenen Branchen beraten kommen aktuell nur schwer an neue Projekte.

IT-Berater verzeichnen den größten Stimmungsaufschwung. Der Geschäftsklimawert ist hier von 4,0 im September auf jetzt 15,0 gestiegen. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem die durch die Corona-Pandemie nochmals gewachsenen Anforderungen an die Digitalisierung in den Unternehmen.

2.2.2 Positionierung des KPS-Konzerns

Die Corona-Pandemie hat die ohnehin voranschreitende Digitalisierung in vielen Branchen beschleunigt. Dazu zählen insbesondere die für die KPS Gruppe relevanten Sektoren wie beispielsweise der stationäre Handel. Zusätzlich forcieren auch Komplexität und zunehmende Kurzfristigkeit des Geschäfts die Notwendigkeit der Kunden zur digitalen Transformation und damit den Bedarf an spezialisierter Beratung.

14 https:/​/​www.bdu.de/​der-bdu/​unsere-branche/​consultingwirtschaft-deutschland/​

15 https:/​/​www.bdu.de/​media/​353812/​geschaeftsklima_​q2-2019.pdf

16 https:/​/​www.bdu.de/​news/​consultingmarkt-entwickelt-sich-je-nach-unternehmensgroesse-oder-branchenfokussierung-sehr-uneinheitlich/​

17 https:/​/​www.bdu.de/​news/​consultingmarkt-entwickelt-sich-je-nach-unternehmensgroesse-oder-branchenfokussierung-sehr-uneinheitlich/​

Um dem zunehmenden Innovationsdruck erfolgreich begegnen zu können, bedarf es eines hohen Einsatzes an Ressourcen wie Personal, Know-how und monetärer Mittel. Nicht jedes Unternehmen kann mit dieser hohen Dynamik Schritt halten. An dieser Stelle setzen IT-Beratungsunternehmen an, um Kunden beim Transformationsprozess von Geschäftsmodellen in die digitale Welt zur Seite zu stehen. Big Data, Omnichannel-Lösungen und Supply-Chain-Management sind nur einige Felder, auf denen durch kompetente Beratung und maßgeschneiderte Lösungen schnelle und nachhaltige Erfolge erzielt werden können. Beratungshäuser wie die KPS Gruppe mit seiner Rapid Transformation®-Methode, die Projekte im Umfeld von Service-, Produkt- und Prozessinnovationen aktiv und prompt umsetzen, verfügen dabei über einen Wettbewerbsvorteil.

Das Branchenranking der Marktforscher von Lünendonk & Hossenfelder sieht KPS auch 2020 wieder unter den Top 10 der Deutschen Management-Beratungsunternehmen. 18 Zudem unterstreicht die von Lünendonk & Hossenfelder publizierte Studie zum deutschen Consulting-Markt die ausgezeichnete Positionierung von KPS. Die Marktforscher beobachten, dass Kunden zunehmend hohe Anforderungen an das End-to-End Angebot und Know-how in Sachen Digitalisierung der Beratungsunternehmen stellen. 19

2.3 Geschäftsverlauf

In dem vorliegenden Kapitel werden im Text zur Darstellung und Erläuterung der Entwicklungen von Finanzzahlen Veränderungen in Prozent verwendet. Damit eine einheitliche Darstellung der prozentualen Veränderungen von Finanzzahlen an verschiedenen Stellen gewährleistet werden kann, wird die prozentuale Veränderung auf Basis der Einheit TEUR (Tausend Euro) berechnet.

Umsatzentwicklung

Der KPS-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019/​2020 einen Umsatz in Höhe von 166,4 Mio. Euro, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von -7,9% entspricht.

Das Vertrauen namhafter Kunden aus den Bereichen Handel, Konsumgüterindustrie und weiteren Branchen wie insbesondere Energie und Pharma in unsere hoch integrierten, digitalen Transformationslösungen weiterhin hoch.

Der Ausbruch der COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen Lockdown und Social Distancing Maßnahmen führten bei einigen bestehenden und potentiellen Neukunden zu erhöhten Unsicherheiten. Als Folge wurde bei der KPS nach Projektpausen und Projektverschiebungen gefragt. KPS hat mit Kunden individuelle und flexible Lösungen erarbeitet, um die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie in enger Zusammenarbeit mit Kunden bewältigen zu können.

Im Berichtsjahr haben sich Projekte mit einem größeren Kunden weiterhin in einer Übergangsphase befunden. Entsprechend war der Umsatz mit diesem Kunden um 12,3 Mio. Euro rückläufig und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/​2020 16,6 (Vorjahr: 28,9) Mio. Euro.

18 Lünendonk, Lünendonk-Liste 2020, 20.05.2020, https:/​/​www.luenendonk.de/​produkte/​listen/​luenendonk-liste- 2020-managementberatungs-unternehmen-in-deutschland/​

19 https:/​/​www.consulting.de/​nachrichten/​alle-nachrichten/​consulting/​q-perior-ueberholt-erstmals-detecon-und horvath/​

Geschäftsverlauf und Umsatz nach Segmenten sowie Regionen

Im strategisch wichtigsten Segment Management Consulting und Transformationsberatung wurden 92,2 % (Vorjahr: 94,2 %) erwirtschaftet. Im Segment Systemintegration konnten 0,7 % (Vorjahr: 1,1 %) des Umsatzes generiert werden, 7,0 % (Vorjahr: 4,7 %) des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen.

Trotz der negativen Effekte durch die COVID-19 Pandemie konnte KPS die internationalen Geschäftsaktivitäten in der Berichtsperiode ausweiten.

Der im Ausland erzielte Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2019/​2020 um 7,7% auf 82,8 (Vorjahr: 77,0) Mio. Euro. Damit lag der Umsatzbeitrag unserer ausländischen Aktivitäten bei 49,8% (Vorjahr: 42,6%). Im gleichen Zeitraum ging der im Geschäftsjahr 2019/​2020 in Deutschland erwirtschaftete Umsatz auf 83,6 (Vorjahr: 103,7) Mio. Euro zurück.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse in der Berichtsperiode nach Regionen ergibt für das Geschäftsjahr 2019/​2020 folgendes Bild: Hauptumsatzträger war weiterhin Deutschland mit 83,6 (Vorjahr: 103,7) Mio. Euro bzw. 50,2% (Vorjahr: 57,4 %), gefolgt von Skandinavien mit einem Volumen von 37,6 (Vorjahr: 40,8) Mio. Euro oder einem Anteil am Gesamtumsatz von 22,6 % (Vorjahr: 22,6 %). In Spanien wurde ein Umsatz von 8,8 (Vorjahr: 12,3) Mio. Euro erzielt. In der Region BE-NE-LUX erzielte die KPS einen Umsatz von 15,2 (Vorjahr: 10,0) Mio. Euro. bzw. 9,1 % (Vorjahr: 6,8 %) des Konzernumsatzes. In Großbritannien lag der in der Berichtsperiode erwirtschaftete Umsatz bei 12,5 (Vorjahr: 9,7) Mio. Euro oder 7,5 % (Vorjahr: 5,4 %) und in der Schweiz bei 8,3 (Vorjahr: 3,1) Mio. Euro bzw. 5,0 % (Vorjahr: 1,7 %) des Umsatzes der KPS-Gruppe.

EBITDA- und EBIT Entwicklung

Das EBITDA konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/​2020 bei 22,7 Mio. Euro und entspricht damit nahezu dem Wert der Vergleichsperiode 2018/​2019 (22,6 Mio. Euro). Das EBITDA des abgelaufenen Geschäftsjahres ist jedoch nur eingeschränkt mit dem EBITDA des Geschäftsjahres 2018/​2019 vergleichbar, da in 2019/​2020 erstmalig IFRS16 ("Leasing") zur Anwendung kam und zu einem einmaligen positiven Sondereffekt in Höhe von 5,3 Mio. Euro geführt hat.

Auf der Ebene des EBIT neutralisiert sich der positive Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS16 ("Leasing") nahezu vollständig über die entsprechenden zu bildenden Abschreibungen auf aktivierte Leasing-Nutzungsrechte.

In der Berichtsperiode 2019/​2020 erwirtschaftete die KPS ein EBIT in Höhe von 14,1 Mio. Euro (Marge: 8,5 % und lag damit unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes in Höhe von 18,8 Mio. Euro (Marge: 10,4%). Das EBIT war im Wesentlichen durch den Rückgang des Umsatzes negativ beeinflusst. Der Umsatzrückgang konnte teilweise durch rückläufige Materialaufwendungen (2019/​2020: 58,4 Mio. Euro; 2018/​19: 62,7 Mio. Euro) und rückläufige sonstige betriebliche Aufwendungen (2019/​2020: 20,3 Mio. Euro, 2018/​2019: 32,1 Mio. Euro) kompensiert werden. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist zu beachten, dass in dieser Position der einmalige positive IFRS16 ("Leasing") Effekt inkludiert ist.

2.4 Ertragslage, Kapitalstruktur und Vermögenslage

Ertragslage, Kapitalstruktur und Vermögenslage im Überblick

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in Mio. Euro 2020/​2019 2019/​2018
Konzernumsatz 166,4 180,7
EBITDA 22,7 22,6
EBIT 14,1 18,8
Konzernergebnis 8,1 12,2
Ergebnis je Aktie (Euro) 0,22 0,33
Liquide Mittel 20,1 9,9
Finanzschulden 32,6 17,4

2.4.1 Ertragslage des KPS-Konzerns

In den nachfolgenden Abschnitten werden unter anderem Finanzzahlen der Berichtsperiode mit der Vorjahresperiode verglichen und die Veränderung in Prozent dargestellt. Die Berechnung der prozentualen Veränderung wird durchgehend in der Einheit TEuro (Tausend Euro) durchgeführt, auch dann, wenn die Finanzzahl in Mio. Euro dargestellt ist, um Vergleichbarkeit im dem vorliegenden Dokument zu gewährleisten.

Das Geschäftsjahr 2019/​20 war geprägt durch die Effekte, Einflüsse und der Bewältigung der COVID-19 Pandemie.

Ende Februar 2020 hat die KPS als Reaktion auf die beginnende COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen Social Distancing und Lockdown Regelungen konzernweit weitreichende und ein umfassendes Maßnahmenpaket eingeführt. Im Vordergrund standen der Schutz der Mitarbeiter * Innen, Lieferanten, Service Provider und Geschäftspartner der KPS. Daher wurden nahezu alle Mitarbeiter * Innen ins Home Office geschickt und die die Arbeitsprozesse wurden auf Remote umgestellt. Dabei kam der KPS-Gruppe ihre strategische Ausrichtung zu Gute, Digitalisierungs- und Transformationsleistungen verstärkt remote zu liefern. Daher waren bereits zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Pandemie die Mitarbeiter * Innen sehr gut mit modernen Kommunikationsmitteln, Laptops und entsprechender Software ausgestattet. Insgesamt konnte die KPS schnell und nahezu reibungslos laufende Projekte in den remote-Modus überführen und Kunden Serviceleistungen ohne Unterbrechung zu Verfügung stellen.

Bedingt durch die Folgen der COVID-19 Pandemie fragten Kunden in einigen Fällen nach Projektpausen oder Projektverschiebungen. Zudem verzögerten sich Pandemie-bedingt der Start einzelner neuer Projekte.

Entsprechend waren die Umsatzerlöse des KPS-Konzerns in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum (180,7 Mio. Euro) um 7,9% auf 166,4 Mio. Euro rückläufig.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag in der Berichtsperiode nahezu unverändert bei 22,7 Mio. Euro (Vorjahr: 22,6 Mio. Euro). Das EBITDA der Berichtsperiode ist mit dem Vorjahreszeitraum nur eingeschränkt vergleichbar, da im Geschäftsjahr 2019/​2020 erstmalig IFRS16 ("Leasing") zur Anwendung kam. Die erstmalige Anwendung von IFRS16 führte zu einem einmaligen positiven Effekt in Höhe von 5,3 Mio. Euro.

Das EBIT reduzierte sich in der Berichtsperiode um 25,0 % auf 14,1 (Vorjahr: 18,8) Mio. Euro. Auf der Ebene des EBIT ist der einmalige IFRS16 Effekt nahezu ausgeglichen, da sich der positive Effekt im EBITDA auf der EBIT-Ebene über die Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte für Leasing nahezu neutralisiert.

Gewinn- und Verlustrechnung im Überblick

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in Teuro 2019/​2020 2018/​2019
Umsatzerlöse 166.446 180.656
Aktivierte Eigenleistungen 1.412 2.450
Sonstige betriebliche Erträge 961 615
Materialaufwand -58.381 -62.678
Personalaufwand -67.455 -66.410
Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.307 -32.083
Operatives Ergebnis vor Abschreibung (EBITDA) 22.675 22.550
Abschreibungen (M&A bereinigt) -7.276 -1.414
Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt 15.400 21.136
Abschreibungen (M&A bedingt) -1.294 -2.333
Operatives Ergebnis (EBIT) 14.106 18.803
Finanzergebnis -1.836 -876
Ergebnis vor Ertragsteuern * 12.270 17.928
Ertragsteuern -4.127 -5.735
Ergebnis nach Ertragsteuern 8.143 12.193

* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Umsatzerlöse

Wie eingangs des Kapitals bereits erläutert, reduzierten sich die Umsatzerlöse im Wesentlichen bedingt durch die negativen Effekte im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19 Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % auf 166,4 (Vorjahr: 180,7) Mio. Euro. Zu berücksichtigen ist dabei, dass KPS die im Geschäftsbericht 2018/​2019 veröffentlichte Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2019/​2020 in Höhe von 181-191 Mio. Euro am 27.04.2020 zurückgenommen hat. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Vorstand der KPS nicht mehr verlässlich abschätzen, wie sich die andauernde COVID-19 Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von bestehenden und potentiellen Kunden der KPS-Gruppe und der Nachfragverhalten auswirkt.

Aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr 2019/​2020 wurden 1,4 (Vorjahr: 2,4) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Es handelt sich im Wesentlichen um selbst entwickelte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten) für SAP-Prozessstrecken und um selbsterstellte Software.

Es wurde der Gesamtbetrag, der im Geschäftsjahr 2019/​2020 angefallenen Entwicklungsaufwendungen aktiviert. Forschungsarbeit wurde nicht durchgeführt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen, wie beispielsweise Erträge aus Kursdifferenzen, Erträge aus Rückstellungsauflösungen oder Skontoerträge.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 56,3 % auf 1,0 (Vorjahr: 0,6) Mio. Euro gestiegen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand ging in der Berichtsperiode um 6,9% bzw. um 4,3 Mio. auf 58,4 (Vorjahr: 62,7) Mio. Euro zurück. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag bei 35,1% (Vorjahr: 34,7%).

Als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie konnte KPS den projektbezogenen Materialaufwand, der im Wesentlichen die Kosten für zugekaufte Fremdleistungen beinhaltet, um 11,8% bzw. um 7,2 Mio. Euro auf 53,4 (Vorjahr: 60,5) Mio. Euro reduzieren.

Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software erhöhten sich in der Berichtsperiode um 2,9 Mio. Euro auf 5,0 (Vorjahr: 2,1) Mio. Euro. Im Rahmen von Projektabwicklungen ist die Nachfrage nach Hard- und Software gestiegen.

Personalaufwand

In der Berichtsperiode 2019/​2020 belief sich der Personalaufwand auf 67,7 Mio. Euro und war damit etwas höher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (66,4 Mio. Euro).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2019/​2020 waren im KPS-Konzern 619 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Damit lag die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Niveau des Vorjahrs (618).

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) erhöhte sich auf Grund der rückläufigen Umsatzerlöse in der Berichtsperiode auf 40,5% (Vorjahr: 36,8%).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36,7 % auf 20,3 (Vorjahr: 32,1) Mio. Euro zurück. Sie enthalten im Wesentlichen Reisekosten, nicht projektbezogene Fremdleistungen sowie Betriebskosten.

In der Berichtsperiode sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing") in Höhe von 5,3 Mio. Euro positiv beeinflusst. Entsprechend hätten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ohne die Anwendung von IFRS16 bei 25,6 Mio. Euro gelegen.

Bedingt durch die COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen der KPS zum Schutz der Mitarbeiter * Innen, Kunden, Lieferanten und Dienstleister reduzierten sich die Reisekosten in der Berichtsperiode um 45,7 % auf 4,4 (Vorjahr: 8,0) Mio. Euro. Darüber hinaus lagen die Aufwendungen für Rückstellungen im Zusammenhang mit möglichen zukünftigen Earn-Out Zahlungen bei 1,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 4,8 Mio. Euro.

Abschreibungen

Die Abschreibungen (Abschreibungen auf materielles und materielles Vermögen sowie M&A bedingte Abschreibungen) erhöhten sich von 3,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 8,6 Mio. Euro in der Berichtsperiode.

Darin enthalten sind Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS16 ("Leasing") in Höhe von 5,0 Mio. Euro. Die M&A bedingten Abschreibungen lagen bei 1,3 (Vorjahr: 2,3) Mio. Euro.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis des Konzerns beläuft sich auf -1,8 (Vorjahr: -0,9) Mio. Euro. Das negative Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus den Zinsaufwendungen für Bankdarlehen sowie den Aufzinsungen der Earn-Out-Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kauf der Infront Consulting & Management GmbH, der KPS Digital Limited und der ICE Consultants Europe S.L.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 4,1 (Vorjahr: 5,7) Mio. Euro beinhalten hauptsächlich laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, sowie im Geschäftsjahr 2019/​2020 latente Steuern in Höhe von 1,2 Mio. Euro.

Ergebnis nach Ertragsteuern

Der Konzernperiodenüberschuss lag bei 8,1 (Vorjahr: 12,2) Mio. Euro.

2.4.2 Kapitalstruktur

Das Finanzmanagement bei KPS hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.

Wie auch in den voran gegangen Kapiteln werden Finanzzahlen zur Kapitalstruktur zum großen Teil in der Einheit Mio. Euro dargestellt. Die Veränderung einer Finanzzahl in Prozent sowie das Verhältnis aus zwei Finanzzahlen wird auf Basis von TEuro gerechnet, damit die Vergleichbarkeit gewährleistet bleibt und Rundungsdifferenzen nicht zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Entwicklung Eigenkapital

Das den Aktionär * Innen der KPS zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. Euro erhöht und weist zum 30. September 2020 einen Wert von 66,3 (Vorjahr: 64,2) Mio. Euro aus.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 45,2 % auf 38,1 %. Dies ist u.a. auf eine Veränderung der Bilanzstruktur zurückzuführen. In der Berichtsperiode wurde erstmalig IFRS16 ("Leasing") angewendet. Dadurch werden zum 30.09.2020 erstmalig langfristige Leasingverbindlichkeiten von 24,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten von 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) bilanziert.

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme von 142,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018/​2019 zum Stichtag 30. September 2020 auf 174,0 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber hierfür war die erstmalige Verpflichtung, Leasingverbindlichkeiten zu aktivieren.

Entwicklung Schulden

In der Berichtsperiode erhöhten sich die langfristigen Schulden von 24,1 Mio. Euro (Stichtag 30.09.2019) auf 43,9 Mio. Euro (Stichtag 30.09.2020). Wesentlicher Faktor für die die Veränderung der langfristigen Schulden war der oben im Abschnitt Entwicklung Eigenkapital erläuterte Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS16 ("Leasing").

Die langfristigen Schulden setzen sich zum Stichtag 30.09.2020 im Wesentlichen aus den langfristigen Leasingverbindlichkeiten (24,1 Mio. Euro) sowie den langfristigen Finanzschulden (9,3 Mio. Euro, Vorjahr: 8,6 Mio. Euro) zusammen.

Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich gegenüber dem Vorjahresstichtag ein Anstieg um 9,9 Mio. Euro auf 63,9 (Vorjahr: 53,9) Mio. Euro.

Dabei stiegen zum Stichtag 30.09.2020 gegenüber dem Stichtag 30.09.2019 die kurzfristigen Finanzschulden um 14,5 Mio. Euro an. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme kurzfristiger Geldmarktkredite zur Sicherstellung der Liquidität.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 1,8 Mio. Euro auf 15,4 (Vorjahr: 17,2) Mio. Euro zurück gegangen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 3,5 Mio. auf 7,0 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang ist auf Stichtagseffekte sowie auf den reduzierten Bezug von Fremdleistungen zurückzuführen.

Darüber hinaus werden in Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS16 zum Bilanzstichtag kurzfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 4,6 Mio. Euro ausgewiesen.

Entwicklung Liquidität

Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte das Management der KPS vor dem Hintergrund der durch die COVID-19 Pandemie resultierenden hohen Unsicherheiten insbesondere einen starken Fokus auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität.

Die Liquiditätsplanung wird laufend angepasst und überwacht. Seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie wurde das Monitoring der Liquidität weiter verstärkt und ausgebaut.

Zum 30.09.2020 verfügte der KPS-Konzern über liquide Mittel (=Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 20,1 (Vorjahr: 9,9) Mio. Euro.

Am Bilanzstichtag bestanden Bankverbindlichkeiten mit einem Gesamtvolumen von 32,6 (Vorjahr: 17,4) Mio. Euro. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme zusätzlicher kurzfristiger Bankdarlehen in Höhe von 14,5 Mio. Euro.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/​2020 22,0 Mio. Euro gegenüber 24,0 Mio. Euro im Vorjahr 2018/​2019.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -14,8 (Vorjahr: 5,9) Mio. Euro und betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen sowie weitere Kaufpreiszahlungen für getätigte Unternehmenserwerbe. Im Geschäftsjahr 2019/​2020 waren Kaufpreiszahlungen für ICE, Infront und Envoy in Höhe von 11,4 Mio. Euro fällig (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro für ICE und Envoy).

Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich um 1,2 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro und die Investitionen in immaterielles Vermögen gingen um 1,2 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro in der Berichtsperiode zurück.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,1 (Vorjahr: -17,2) Mio. Euro.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 16,0 Mio. Euro.

2.4.3 Vermögenslage

Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS-Konzern (Kurzfassung)

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in Teuro 2019/​2020 2018/​2019
Langfristige Vermögenswerte 112.565 84.653
Kurzfristige Vermögenswerte 61.444 57.606
Gesamtvermögen 174.009 142.259
Eigenkapital 66.277 64.241
Langfristige Schulden 43.850 24.077
Kurzfristige Schulden 63.882 53.941
Summe Schulden 107.732 78.018
Summe Eigenkapital und Schulden 174.009 142.259

Der KPS-Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur.

Der Anstieg der Bilanzsumme von 142,3 Mio. Euro (Stichtag 30.09.2020) um 31,7 Mio. Euro auf 174,0 Mio. Euro (Stichtag 30.09.2020) ist zum großen Teil auf die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing") sowie auf die Erhöhung der kurzfristigen Finanzschulden und damit der Zahlungsmittel zurückzuführen.

Die erstmalige Anwendung von IFRS16 führte zu langfristig aktivierten Nutzungsrechten aus Leasingverträgen in Höhe von 29,0 Mio. Euro zum Stichtag 30.09.2020. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (liquide Mittel) erhöhten sich um 10,3 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro zum Stichtag 30.09.2020 (30.09.2019: 9,9 Mio. Euro).

Entwicklung Vermögenswerte

Die im langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich zum Stichtag der Berichtsperiode auf 112,6 (Vorjahr: 84,6) Mio. Euro.

Hierin enthalten sind die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren getätigten Erwerben der KPS AG in Höhe von 62,6 (Vorjahr: 62,6) Mio. Euro. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerten lagen im Berichtszeitraum bei 14,1 (Vorjahr: 15,7) Mio. Euro. Durch die erstmalige Anwendung von IFRS16 werden Nutzungsrechte aus Leasingverträgen in Höhe von 29,0 Mio. Euro zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden in Sachanlagen 1,9 (Vorjahr: 3,9) Mio. Euro investiert. Gegenläufig wirkten die Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Somit betrugen die Sachanlagen zum Stichtag 30.09.2020 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.7 Mio. Euro).

Zum Stichtag 30.09.2020 werden Investitionsverpflichtungen für bedingte Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von 10,9 Mio. Euro ausgewiesen.

Die aktivierten latenten Steueransprüche belaufen sich auf 4,2 (Vorjahr: 4,8) Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum Stichtag 30.09.2020 leicht um 3,8 Mio. Euro auf 61,4 Mio. Euro.

Die Forderungen, aus Lieferungen und Leistungen gingen um 10,6 Mio. Euro auf 30,1 Mio. Euro zum Stichtag 30.09.2020 zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den in der Berichtsperiode reduzierten Geschäftsumfangs zurückzuführen.

Der KPS Konzern hatte zum Stichtag 30.09.2020 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 20,1 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt in Höhe von 10,3 Mio. Euro.

2.4.4 Ergebnisverwendung

Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf 8,1 (Vorjahr: 12,2) Mio. Euro.

Auf Grund der COVID-19 Pandemie fand die Hauptversammlung der KPS über das Geschäftsjahr 2018/​2019 am 25. September 2020 statt. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,17 Euro beschlossen. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 6,4 Mio. Euro und einer Ausschüttungsquote von 52,5 %.

Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt die Ertragskraft der KPS sowie die Herausforderungen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19 Pandemie.

2.5 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KPS AG

2.5.1 Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2019/​2020 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Analog dem Vorjahr wurden die bei der KPS AG angefallenen Kosten im Wege einer Konzernumlage mit einem Risiko- und Gewinnaufschlag von 15 % den Tochterunternehmen belastet.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.533 (i.V. 4.579) TEuro. Im Geschäftsjahr 2019/​2020 waren bei der KPS AG durchschnittlich 65 (i.V. 62) Mitarbeiter beschäftigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 431 (i.V. 337) TEuro. Des Weiteren wurden außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze der KPS digital GmbH und der KPS Business Transformation GmbH in Höhe von 20.120 (i.V. 0) TEuro vorgenommen, da Projekte in anderen, insbesondere ausländischen KPS-Gesellschaften, durchgeführt werden. Dies wirkt sich auf die geplanten, zukünftigen Ergebnisse der beiden genannten Gesellschaften aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf 220 (i.V. 198) TEuro. Darin enthalten sind im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen, wie Miet- und Nebenkosten.

Die Beteiligungserträge in Höhe von 11.680 (i.V. 9.961) TEuro beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen.

Die Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von 350 TEUR betrifft die KPS digital GmbH. Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von 2.380 TEUR betrifft die KPS Business Transformation GmbH.

Die Zinserträge beruhen im Wesentlichen auf Abzinsungen von langfristigen Rückstellungen sowie aus der Bewertung eines Zinsswaps und vertraglichen Vereinbarungen mit der KPS Business Transformation GmbH.

Unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung hat sich der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand von 407 TEuro auf 46 TEuro reduziert.

Für das Geschäftsjahr 2019/​2020 erwirtschaftete die KPS AG einen Jahresfehlbetrag von -8.272 TEUR gegenüber einem Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2018/​2019 in Höhe von 13.570.

2.5.2 Finanzlage

Die KPS AG verfügt zum 30. September 2020 über Zahlungsmittel in Höhe von 6.506 (i.V. 3.599) TEuro. Im Vergleich zum 30. September 2019 hat die Nettoliquidität um 2.907 TEuro zugenommen.

Zum Ende des Berichtsjahres bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 32.600 TEuro (i.V. 17.405 TEuro). Diese resultieren zum einem aus einem in 2018 aufgenommenen langfristigen Kredit mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen der zum Stichtag 30.9.2020 8.600 (i.V. 12.400) TEuro beträgt. Darüber hinaus aus der Neuaufnahme eines langfristigen Kredits in 2020 mit einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren und einer Gesamthöhe von 6.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen der zum Stichtag 30.9.2020 6.000 TEuro beträgt. Des Weiteren bestehen kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 18.000 (i.V. 5.005) TEuro.

Die KPS AG hat im Rahmen mehrerer Unternehmensakquisitionen in 2018 einen langfristigen Kredit in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen, der zum Stichtag 4,3 Mio. Euro beträgt. Angesicht der mehrjährigen Laufzeit des Zins-Swaps hängt der beizulegende Zeitwert unter anderem von der zukünftigen Entwicklung der EURIBOR Zinssätze ab. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Das am Bewertungsstichtag bestehende Zinsrisiko in Höhe 57 (i.V. 106) TEuro wurde als sonstige Verbindlichkeit berücksichtigt.

Der Finanzmittelfonds zum Stichtag setzt sich wie folgt zusammen:

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2019/​2020

in TEuro
2018/​2019

in TEuro
Finanzmittelfonds zum 01.10. 3.599 3.683
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 5.518 21.225
Investitionstätigkeiten -11.446 -4.415
Finanzierungstätigkeiten 8.835 -16.894
Finanzmittelfonds zum 30.09. 6.506 3.599

2.5.3 Vermögenslage

Die Aktivseite der KPS AG ist im Wesentlichen durch den Wertansatz ihrer Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 91.090 (i.V. 98.222) TEuro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 16.765 (i.V. 10.357) TEuro geprägt.

Am 19. Dezember 2019 wurde die KPS Sweden AB mit Sitz in Stockholm, Schweden, gegründet.

Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr.11 HGB ist im Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen auf Konzernumlagen und konzerninternen Verrechnungen, wie z.B. Umsatzsteuern aufgrund bestehender Organschaftsverhältnisse und Ergebnisabführungen.

Der Zuwachs der sonstigen Vermögensgegenstände von 278 TEuro im Vorjahr um 525 TEuro auf 803 TEuro resultiert im Wesentlichen durch eine Zunahme von Steuerforderung gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 661 TEuro sowie einem Rückgang der debitorischen Kreditoren in Höhe von 207 TEuro.

Das Eigenkapital der Gesellschaft reduzierte sich von 80.756 TEuro im Vorjahr um 14.632 TEuro auf 66.124 TEuro am 30. September 2020.

Das Grundkapital der Gesellschaft veränderte sich im Geschäftsjahr nicht und beträgt weiterhin 37.412.100 Euro.

Der Bilanzgewinn reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 30.804 TEuro um 14.632 TEuro auf 16.172 TEuro.

Die Eigenkapitalquote beträgt 55,9 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 14,0 Prozentpunkte gesunken.

Die Steuerrückstellungen betragen 80 (i.V. 497) TEuro und beinhalten im Wesentlichen den laufenden Steueraufwand 2019/​2020 für Körperschafts- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 4.550 (i.V. 5.676) TEuro und beruhen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 4.396 TEuro um 2.914 TEuro auf 7.310 TEuro. Sie stellen im Wesentlichen den Saldo des im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling dar.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 32.600 (i.V. 17.405) TEuro und resultieren zum einem aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits in 2018 mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen welcher zum Stichtag 30.9.2020 8.600 (i.V. 12.400) TEuro beträgt und aus der Neuaufnahme eines langfristigen Kredits in 2020 mit einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren und einer Gesamthöhe von 6.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen welcher zum Stichtag 30.9.2020 6.000 TEuro beträgt. Des Weiteren bestehen kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 18.000 (i.V. 5.005) TEuro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.420 TEuro auf 7.277 TEuro (i.V. 5.857 TEuro). Darin enthalten sind im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2020/​2021 fälligen Kaufpreisverpflichtungen für die Beteiligungserwerbe an der KPS Digital Limited, der ICE Consultants Europe S.L. und der Infront Consulting & Management GmbH in Höhe von 7.044 (i.V. 5.533) TEuro. Die Verbindlichkeiten aus Steuern haben sich um 38 TEuro erhöht.

2.5.4 Ergebnisverwendung

Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf -8,3 (i.V. 13,6) Mio. Euro und reduzierte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 21,9 Mio. Euro. Die vorgeschlagene Dividende beträgt wie im Vorjahr 6,4 (Vorjahr: 6,4) Mio. Euro bzw. 0,17 Euro pro Aktien. Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt die Ertragskraft sowie die zuverlässige Ausschüttungskontinuität der KPS AG.

2.6 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

2.6.1 Ermittlung des EBITDA

Im Geschäftsjahr 2019/​2020 lag das EBITDA des KPS-Konzerns bei 22,7 Mio. Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes, in dem ein EBITDA in Höhe von 22,6 Mio. Euro erzielt wurde. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2019/​2020 ist jedoch mit dem EBITDA des Geschäftsjahres 2018/​2019 nur eingeschränkt vergleichbar.

Im Geschäftsjahr 2019/​2020 wurde erstmalig IFRS16 ("Leasing") angewendet, was zu einem einmaligen positiven Effekt in Höhe von 5,3 Mio. Euro führte. Ohne Berücksichtigung des positiven Einmaleffekts durch die Erstanwendung von IFRS16 hätte das vergleichbare EBITDA bei 17,4 Mio. Euro gelegen und wäre damit um -23,0 % rückläufig gewesen.

Im Berichtszeitraum lag die EBITDA-Marge bezogen auf das EBITDA von 22,7 Mio. Euro bei 13,6 %. Ohne Berücksichtigung des positiven IFRS16 Effekts würde die EBITDA-Marge bei 10,5 % liegen (EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2018/​2019: 12,5 %).

Der im Januar 2020 gegebene Prognose-Korridor für das erwartete EBITDA im Geschäftsjahr 2019/​2020 von 28 - 36 Mio. Euro wurde am 27. April 2020 zurückgenommen. Im April 2020 konnte der Vorstand nicht mehr verlässlich abschätzen, wie sich die andauernde COVID-19 Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von bestehenden und potentiellen Kunden der KPS-Gruppe auf deren Nachfrageverhalten auswirkt, da in der Folge mit Kunden und potentiellen Kunden teilweise Projektverschiebungen und Projektpausen vereinbart wurden.

2.6.2 Ermittlung des Umsatzes

Als Standardgröße zum Branchenvergleich mit Wettbewerbern sowie zur Messung der Entwicklung der KPS dienen der erzielte Nettoumsatz aus Sicht der gesamten KPS sowie insbesondere die im Segment Managementconsulting und Transformationsberatung erwirtschafteten Nettoerlöse.

In der Berichtsperiode 2019/​2020 erwirtschafte der KPS-Konzern einen Umsatz in Höhe von EUR 166,4 Mio. Gegenüber der Vorjahresperiode 2018/​2019 gingen die Umsatzerlöse um 7,9 % zurück. Der Rückgang ist größtenteils auf Effekte der COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen hohen Unsicherheiten, wirtschaftlichen Einbrüchen und Lockdown-Maßnahmen zurückzuführen.

Ursprünglich erwartete die KPS-Gruppe einen Umsatz von 181 - 191 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019/​2020. Am 27. April 2020 hat der Vorstand der KPS diese Prognose zurück genommen, da er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr verlässlich abschätzen konnte, wie sich die andauernde COVID-19 Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von bestehenden und potentiellen Kunden der KPS-Gruppe und deren Nachfrageverhalten auswirkt.

Mit einem Volumen von 153,5 (Vorjahr: 170,2) Mio. Euro erwirtschaftet der KPS-Konzern mit der Management- und Transformationsberatung 92,2% der Konzernerlöse bei namhaften Kunden im Bereich Handel, Konsumgüterindustrie, Pharma, Energieerzeuger sowie aus weiteren Sektoren.

Der Anteil der ausländischen Umsätze lag im Berichtszeitraum bei 49,8%.

2.6.3 Personal

Unsere Mitarbeiter * Innen überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter * Innen voraus.

Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeiter * Innen an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Am 30. September 2020 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 619 Mitarbeiter * Innen (Vorjahr: 618). Damit ist die Zahl der Mitarbeiter * Innen im Geschäftsjahr 2019/​2020 im Vergleich zum 30.09.2019 nahezu unverändert.

In Deutschland beschäftigten wir 447 Mitarbeiter * Innen (Vorjahr: 448). Dies entspricht einem Anteil von 72,2 % (Vorjahr: 77,3 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 617 (Vorjahr: 586) ohne Vorstände und Geschäftsführer.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2019/​2020 bei 67,5 Mio. Euro und damit leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (66,4 Mio. Euro).

2.7 Alternative Leistungskennzahlen

Das EBIT als Kenngröße des gesamten, operativen und nicht-operativen Unternehmensergebnisses hat sich von 18,8 Mio. Euro im Vorjahr um 4,7 Mio. Euro bzw. um -25,0 % auf 14,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019/​2020 reduziert.

Zur Erhöhung der Transparenz wird neben dem EBIT auch ein bereinigtes EBIT (Operatives Ergebnis bereinigt) ausgewiesen, welches das operative Ergebnis (EBIT) vor den "Abschreibungen M&A bedingt" darstellt und sich in der Berichtsperiode auf 15,4 (Vorjahr 21,1) Mio. Euro belief.

Bezogen auf den Umsatz von 166,4 (Vorjahr: 180,7) Mio. Euro ging die EBIT-Marge um 1,9 Prozentpunkte auf 8,5 % zurück.

Auf der Ebene des EBIT ist der einmalige positive Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS16 ("Leasing") über die Abschreibungen nahezu neutralisiert.

Der Umsatzrückgang in der Berichtsperiode konnte teilweise über Kostensenkungsmaßnahmen insbesondere in den Bereichen Bezug von Fremdleistungen und Reisekosten teilweise kompensiert werden. Damit konnten die negativen Umsatzeffekte auf das EBIT zum Teil abgefedert werden. Insgesamt ist der EBIT-Rückgang im Geschäftsjahr 2019/​2020 zum größten Teil auf den Umsatzrückgang bedingt durch die COVID-19 Krise zurückzuführen.

2.8 Gesamteinschätzung des Vorstands und Vorjahresvergleich

Die weltweite COVID-19 Pandemie führte zu wirtschaftlichen Verwerfungen und zur Disruption von weltweiten Lieferketten. Die KPS-Gruppe konnte sich nicht vollständig den daraus resultierenden Effekten entziehen. Auf Kundenseite sind die Unsicherheiten vereinzelt stark gestiegen. Daher konnte die KPS ihre ursprünglichen Ziele und Prognosen für das Geschäftsjahr nicht erreichen und hat am 27. April 2020 die Prognose für das Geschäftsjahr 2019/​2020 zurückgenommen.

Jedoch hat der Vorstand schnell und umfassend auf den Pandemie-Ausbruch reagiert und einen umfassendes COVID-19 Maßnahmenpaket geschnürt. Im Vordergrund stand der Schutz der Mitarbeiter * Innen, Kunden, Geschäftspartner, und Lieferanten. Zudem fokussierte sich die KPS-Gruppe darauf, den Geschäftsbetrieb und Geschäftsprozesse umfassend in einen Remote-Modus umzustellen, um Kunden weiterhin reibungslos und mit der gewohnten Qualität bedienen zu können. Auch wurde der Sicherung der Liquidität, der Ertragskraft und der operativen Rentabilität eine hohe Bedeutung beigemessen.

Insgesamt beurteilt der Vorstand das erreichte Umsatz- und Gewinnniveau gegebenen der Voraussetzungen und Umstände unter COVID-19 als zufriedenstellend.

Mit einer Eigenkapitalquote von 38,1 % (Vorjahr: 45,2 %), einer geringen finanziellen Nettoverschuldung in Höhe von 12,5 (Vorjahr: 7,6) Mio. Euro sowie von liquiden Mitteln in Höhe von 20,1 Mio. Euro steht KPS weiterhin auf einer soliden Finanzbasis. Auf Grund der guten Finanzbasis und der getätigten Investitionen in Entwicklungsleistungen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

3. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Die nachfolgend beschriebenen Chancen und Risiken gelten für alle berichteten Segmente des KPS Konzerns gleichermaßen.

3.1 Risikomanagementziele und -methoden des KPS Konzerns

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen.

KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt mit den entsprechenden negativen Folgen auf Umsatz, Ertrag und Liquidität der KPS Gruppe. Darüber hinaus können negative, exogene Ereignisse, die sich nicht unmittelbar auf Projekte auswirken, Risiken für die KPS Gruppe darstellen und negative Effekte auf Umsatz, Ertrag, Vermögen und Liquidität des KPS Konzerns haben.

Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in der KPS Rapid-Transformation®-Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und rechtzeitig gegengesteuert werden.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, das kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiterentwickelt wird. Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand.

Mit der weltweiten Verschärfung der COVID-19 Pandemie Ende Februar 2020 hat das KPS-Management ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Schutz der Mitarbeiter * Innen, Kunden, Lieferanten und Service Provider eingeführt. Das Maßnahmenpaket umfasst insbesondere die Beobachtung und Identifikation der zusätzlichen Risiken resultierend aus den COVID-19 Pandemiefolgen für laufende, neue und potentielle Projekte sowie auf die Liquidität des Konzerns.

3.2 Einzelne Chancen und Risiken

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Das Investitionsverhalten und die Veränderung des Investitionserhaltens von Unternehmen insbesondere in den Bereichen IT, Digitalisierung und Software haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns.

Das für die KPS-Gruppe relevante Investitionsverhalten und die Veränderung des Investitionsverhalten wird maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland, in den europäischen Märkten der KPS-Gruppe sowie in wichtigen globalen Märkten Asiens und Amerikas beeinflusst.

Risiken aus der COVID-19 Pandemie für die Weltwirtschaft, die europäische und deutsche Konjunktur

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schreibt in der Veröffentlichung vom Oktober 2020 (World Economic Outlook) , dass in Folge der COVID-19 Pandemie die meisten Länder einen länger anhaltenden Schaden an ihrem Produktionspotential erfahren werden, ausgelöst durch die Spuren der heftigen Rezessionen im Jahr 2020. Die längerfristigen Output-Verluste implizieren einen deutlichen Rückgang des Lebensstandards relativ zudem, was vor der Pandemie erwartet wurde. 20

Entsprechend erwartet der IWF einen Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -4,4 %, des Outputs (= BIP) im Euroraum von -8,3 % und der deutschen Konjunktur gemessen am BIP von -6,0 % im Jahr 2020. 21

Für 2021 erwartet der IWF eine Erholung der globalen Konjunktur und ein globales Output-Wachstum (gemessen am BIP) in Höhe von 5,2 %. Der IWF bewertet die Risiken für die erwartete Erholung als ungewöhnlich hoch. Die Vorhersage basiert auf Faktoren und Annahmen über die öffentliche Gesundheitsversorgung und ökonomischen Variablen, die inhärent schwierig zu prognostizieren sind. 22

Mögliche Risiken für die KPS: Aus den hohen Risiken und Unsicherheiten der COVID-19 Pandemie für die globale, europäische und deutsche Konjunktur resultieren entsprechende hohe Risiken und Unsicherheiten auf das Nachfrageverhalten nach Dienstleistungen der KPS-Gruppe bestehender und potenzieller Kunden mit potenziellen negativen Effekten auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung des KPS-Konzerns.

Social Distancing und Lockdown Maßnahmen seitens der Politik haben starke negative wirtschaftliche Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel in Deutschland und in den von KPS adressierten europäischen Märkten. Weitere Eintrübungen der Investitionsbereitschaft im Einzelhandel könnten sich negativ auf die Ertrags-, Gewinn-, und Finanzlage der KPS-Gruppe auswirken.

20 IWF, World Economic Outlook Oktober 2020, hattps:/​/​www.imf.org/​eng.Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world economic-outlook-october-2020; Seite XIV

21 IWF, World Economic Outlook Oktober 2020, hattps:/​/​www.imf.org/​eng.Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world economic-outlook-october-2020; Seite 10

22 IWF, World Economic Outlook Oktober 2020, hattps:/​/​www.imf.org/​eng.Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world economic-outlook-october-2020; Seite XV

Risiken für Weltwirtschaft aus Handelskonflikten und Brexit

Das handelspolitische Klima wird nach Einschätzung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute rauer. In den USA zeigt sich, dass protektionistische Drohungen auch umgesetzt werden und die Verhinderung neuer Zollschranken oftmals nur auf Kosten neuer nichttarifärer Handelshemmnisse zu erkaufen ist. Fortdauernde Konflikte mit China und der EU stellen diesbezüglich weiterhin Abwärtsrisiken dar.

Ende Dezember 2020 haben sich die EU Kommission und Großbritannien auf ein Austrittsabkommen und entsprechenden Nachfolgeregelungen geeinigt. Großbritannien hat damit den Austritt aus der EU vollzogen.

Aus Sicht der KPS kann der vollzogene Austritt Großbritanniens aus der EU ein deutliches Risiko für die Investitionsbereitschaft von Unternehmen darstellen und sich somit negativ auf die Ertrags-, Gewinn- und Finanzlage der KPS auswirken.

Wesentliche Risiken für die deutsche und europäische Konjunktur

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in den wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns.

Im Rahmen der Research-Aktivitäten wertet KPS regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für KPS relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

Die hohen Risiken und Unsicherheiten der COVID-19 Pandemie auf die Umsatz-, Gewinn- und Finanzlage der KPS-Gruppe wurden bereits im Abschnitt "Risiken aus der COVID-19 Pandemie für die Weltwirtschaft, die europäische und deutsche Konjunktur" erläutert. Der IWF erwartet in wichtigen europäischen Märkten einen deutlichen Rückgang des Outputs und geht davon aus, dass sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 in Italien (gemessen am BIP) um -10,6 %, in Großbritannien um -9,8 %, in Spanien um -12,8 % und in Frankreich um -9,8 % reduziert.

Für Deutschland geht der IWF von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um -6,0 % aus. 23

In vielen Ländern Europas und in Deutschland waren die Infektionszahlen zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts (Januar 2021) anhaltend hoch. Regierungen und Behörden versuchen mit teilweise harten Socal distancing und Lockdown Maßnahmen die COVID-19 Krise einzudämmen. Die daraus resultierenden hohen Unsicherheiten könnten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und damit negativ auf die Ertrags-, Gewinn- und Finanzlage der KPS auswirken.

23 IWF, World Economic Outlook Oktober 2020, hattps:/​/​www.imf.org/​eng.Publications/​WEO/​Issues/​2020/​09/​30/​world economic-outlook-october-2020; Seite 10

3.2.2 Branchenspezifische Chancen und Risiken

KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu seinen Kunden und verfügt über hervorragende Referenzen.

Die fortschreitende digitale Transformation von Unternehmen erfordert innovative, agile und schnell umsetzbare Beratungsansätze, um Unternehmen bei der grundlegenden operativen und kulturellen Neuausrichtung der Organisation strategisch, prozessual sowie auf der technologischen Ebene zu unterstützen. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, beginnend bei der klassischen Warenwirtschaft über das Onlinegeschäft bis zum digitalen Marketing sowie die Bereiche Mobile und Analytics (Big Data). KPS investierte bereits sehr früh in digitale Beratungsbereiche und ist heute als eine der wenigen Unternehmensberatungen in der Lage, ganzheitliche, unternehmensweite (End-to-end), digitale Prozessketten für die Unternehmenssteuerung in Echtzeit zu liefern und diese mittels standardisierter Software-Lösungen von beispielsweise SAP, SAP Hybris, Adobe oder Intershop zu implementieren.

Besonders durch die Herausforderungen der digitalen Transformation erwartet die KPS deutliche Wachstumsimpulse im Omnichannel, im B2B- aber auch im B2C-Bereich nicht nur im Handel, sondern auch im Dienstleistungs- und Industriebereich. Die KPS beobachtet, dass die Beschaffungsstrukturen in Unternehmen sich verändern und Entscheidungsträger sich nicht mehr nur im traditionellen IT- oder Finanzbereich finden, sondern Budgets vermehrt in den Marketing- oder E-Commerce-Bereich der Unternehmen wandern. Vertriebs- und Marketingaktivitäten, aber auch allgemein der Beratungsansatz, müssen auf diese zusätzlichen, neuen Ansprechpartner in den jeweiligen Branchen angepasst werden.

Die Projektzyklen der KPS-Kunden werden durch die Geschwindigkeit der fortschreitenden Digitalisierung kürzer. Die KPS erlebt daher, dass Unternehmen bei der Auswahl des Beratungspartners auch zunehmend Gewicht auf dessen Kompetenzen und Fähigkeiten legen, Transformationsprojekte so begleiten zu können, dass durch entsprechende Change-Management-Impulse und -Maßnahmen auch die Mitarbeiter der einzelnen Fachabteilungen mitgenommen und im Change-Prozess begleitet werden. So können Unternehmen einen schnellen Projekt-ROI erzielen und in hart umkämpften Märkten agil bleiben.

KPS hat deshalb im vergangenen Geschäftsjahr weiter in die Industrialisierung des Beratungsansatzes investiert: Strategisches Alignment, Prozesse, Change-Management und die Implementierung von Standard-Technologien können nun noch schneller umgesetzt und innovative Geschäftsideen und Konzepte noch rascher realisiert werden.

Branchenspezifische Risiken die aus der COVID-19 Pandemie resultieren

Auf der einen Seite sollte der disruptive Schock der COVID-19 Pandemie die digitale Transformation von Unternehmen beschleunigen. Die KPS-Gruppe mit ihrer Kernkompetenz, digitale Transformationsdienstleistungen end-to-end anzubieten, sollte von einer solchen Beschleunigung deutlich profitieren.

Auf der anderen Seite erfordert ein digitaler Umbau der Prozesse eines Unternehmens, die Etablierung von Omni-Channel Strategien und Lösungen eine hohe und positive Investitionsbereitschaft von Unternehmen. Der COVID-19 Schock hat für viele Unternehmen die Unsicherheiten erhöht und die Investitionsbereitschaft temporär reduziert. Daher sieht die KPS ein branchenspezifisches Risiko durch die COVID-19 Pandemie einhergehend mit möglichen negativen Folgen für Ertrag, Gewinn und Liquidität der KPS-Gruppe.

Da es sich bei der COVID-19 Pandemie um ein bereits eingetretenes Ereignis handelt und der weitere Verlauf der COVID-19 Pandemie mit Unsicherheit behaftet ist, werden die branchenspezifischen COVID-19 Risiken als mittel bis hoch eingestuft.

3.2.3 Risiken aus dem Austritt Großbritanniens aus der EU

Ende Dezember 2020 haben EU und Großbritannien sich auf ein Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der EU zum 01.01.2021 geeinigt und entsprechende Nachfolgeregelungen vereinbart.

Der Austritt Großbritanniens im Januar 2021 stellen für die KPS verschiedene regulatorische Risiken dar, Großbritannien nun als nicht-EU-Ausland gilt.

Über eine Tochtergesellschaft betreibt die KPS AG einen Standort in London, an dem auch eines von drei KPS Innovation Centers angesiedelt ist.

Mögliche Auswirkungen auf den Transfer von Mitarbeiter * Innen zwischen diesem und anderen Standorten sowie der Import und Export von Dienstleistungen auf Grund des vereinbarten Abkommens sind zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts noch in der Prüfung. Daher können derzeit mögliche Risiken und Auswirkungen auf die KPS vom Vorstand noch nicht abschließend beurteilt werden.

Die KPS Digital Limited erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019/​2020 Umsatzerlöse von rd. 12,5 Mio. Euro. Daher stuft der Vorstand die Risiken des vollzogenen Austritts Großbritanniens aus der EU als gering bis mittel ein.

3.2.4 Chancen und Risiken in der Auftragsabwicklung

Mit der agilen KPS Rapid-Transformation®-Methode setzt KPS bewährte Technologie der Spitzenklasse in der Umsetzung von Projekten ein. Dabei verbinden die Berater von KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung, um durch die Realisierung von Synergiepotenzialen in den Beratungssegmenten optimale Transformationsprozesse zu erzielen. Das Einführungsrisiko wird so erheblich reduziert.

Die Planung und Umsetzung von Projekten sind größtenteils umfangreich und komplex. Zusätzliche Anforderungen von Kunden führen dann zu Änderungen im Projektaufbau oder -ablauf. Das bedeutet ein Risiko vor allem für Werkverträge mit Festpreisvereinbarungen. Projekte, die nach Arbeitszeit und -aufwand abgerechnet werden, stellen aus Sicht der KPS kein bestandsgefährdendes Risiko dar, da Änderungsanforderungen zu entsprechenden Anpassungen des Projektbudgets führen. Risiken aus Festpreisvereinbarungen stellen ihrer Art nach ein mittleres Risiko für die KPS dar. Die Wahrscheinlichkeit einer Kostenüberschreitung aufgrund zusätzlicher Anforderungen der Kunden ist nicht vernachlässigbar. Allerdings geht KPS bisher nur in wenigen Fällen Festpreisvereinbarungen ein. Daher waren und sind aus diesem Risiko keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ergebnissituation zu erwarten.

Durch die Komplexität der Projekte und Besonderheiten in den Branchen, in denen die Kunden der KPS tätig sind, kann es zu fachlichen und/​oder qualitativen Fragestellungen, Herausforderungen und Problemen kommen, die von den zugeteilten Projektmitarbeitern nicht gelöst werden können. Risiken aus fachlichen und/​oder qualitativen Fragestellungen, Herausforderungen und Problemen werden als eher gering eingestuft. In der Vergangenheit konnten derartige Situationen regelmäßig in einem für die Gesellschaft angemessenen Zeitraum gelöst werden. Da sich die KPS bei den Kundenprojekten immer wieder mit neuen, hochkomplexen Fragestellungen, Herausforderungen sowie Fragestellungen zu auftretenden Problemen konfrontiert sieht, sind Situationen denkbar, in denen auftretende, hochkomplexe Herausforderungen und Probleme nicht oder nur mit hohem zeitlichen sowie finanziellen Einsatz lösbar sind.

Risiken aus temporären Belastungen aus Vertragskündigungen werden als mittel bis gering eingestuft. Die Wahrscheinlichkeit der Kündigung oder Nichtverlängerung eines Kundenvertrags nach der ersten Prototypenphase aufgrund von Fehlern der Mitarbeiter sowie aufgrund von anderen Ereignissen ist erfahrungsgemäß eher gering. Wenn sich dieses Risiko realisiert, sind insbesondere bei größeren Projekten vorübergehende Ergebnisbelastungen zu erwarten, da die für das Projekt vorgesehenen Mitarbeiter zumindest kurzfristig vielfach nicht anderweitig eingesetzt werden können.

KPS beobachtet zunehmende Versuche von Mitbewerbern, das erfolgreiche Modell nachzubilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber KPS zu erzielen.

Zudem hat die COVID-19 Pandemie dazu geführt, dass einige Kunden nach Projektpausen und Projektverschiebungen gefragt haben. Entsprechend wurde in diesen Fällen die Projekt- und Auftragsentwicklung unterbrochen mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn der KPS. Je nachdem, wie die COVID-19 Pandemie sich weiter entwickelt, könnten bestehende oder potentielle Kunden der KPS nach zusätzlichen Projektpausen und Projektverschiebungen fragen. Dies hätte weitere negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung zur Folge. Die KPS schätzt mögliche, durch die COVID-19 Pandemie bedingte Projektverschiebungen und Projektpausen als mittleres Risiko ein.

3.2.5 Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Durch die aktuelle Unternehmensgröße mit einem Jahresumsatz von nun 166 Mio. Euro und einer stabil wachsenden Beratungsmannschaft und gegenwärtig 619 Mitarbeiter * Innen ist das Interesse von großen Unternehmen an den Beratungsleistungen von KPS weitergewachsen.

Die zunehmende Attraktivität von KPS steigert die Chancen, von Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

Aufgrund der Komplexität der Beratungsinitiativen und der Unternehmensgröße der Kunden kann die KPS gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Großprojekten bedienen. Bei Ausfall (Zahlungsunfähigkeit) eines oder mehrerer dieser Großkunden wäre eine Gefährdung des Fortbestands von KPS nicht ausgeschlossen. Bei den Großkunden der KPS handelt es sich durchgängig um namhafte Kunden, die in hohem Maße als kreditwürdig und finanzstark gelten.

Eine Reihe von Kunden der KPS-Gruppe kommen aus dem Bereich stationärer Einzelhandel. Durch die COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen sind in Deutschland Einzelhändler außerhalb des Bereichs Baumärkte, Drogerie und Lebensmittel im besonders starken Maße negativ betroffen. Daher stuft die KPS dieses Risiko temporär und COVID-19 Pandemie bedingt als hoch ein.

3.2.6 Personalrisiko

Das Unternehmenswissen ist im Humankapital der KPS und damit bei den Mitarbeiter * Innen verankert.

Die Abwanderung von qualifizierten Führungskräft * Innen und Berater * Innen an Konkurrenzunternehmen kann zu einem Knowhow-Verlust führen und stellt daher ein Risiko für die KPS dar.

Der Verlust von Mitarbeiter * Innen kann sich negativ auf die Entwicklung der Geschäftsaktivitäten sowie auf wesentliche Finanzkennzahlen auswirken. Die KPS sieht sich diesem Risiko im Vergleich zu den Wettbewerbern weder in besonders hohem noch in besonders niedrigem Umfang ausgesetzt. Das gerade in der Beratungsbranche typische Risiko wird von KPS als mittleres Risiko eingeschätzt.

3.2.7 Chancen und Risiken in der Investition und Finanzierung

Durch die Expansion ins europäische "Nicht-Euro-Ausland" insbesondere nach Dänemark, Schweden, Großbritannien und Norwegen bestehen Währungsrisiken im begrenzten Umfang.

Die Liquiditäts- und Zinsrisiken bewertet KPS auf Grund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur als begrenzt.

Das Geschäftsmodell der KPS bringt es mit sich, dass relativ wenige, aber sehr umfangreiche Projekte gleichzeitig bearbeitet werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Der Ausfall eines Kunden kann eine sehr negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation der KPS haben. Ein Kreditrisiko/​Ausfallrisiko besteht für KPS AG dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung. Die Außenstände werden ständig überwacht. Sowohl die Projektverantwortlichen als auch das Top-Management erhalten monatlich eine Übersicht mit den überfälligen Posten je Kunden. Damit kann die KPS kurzfristig auf ein sich verändertes Zahlungsverhalten reagieren. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Durch die COVID-19 Pandemie und die dadurch entstehenden Unsicherheiten und Risiken hat die KPS die Überwachung des Zahlungsverhaltens von Kunden und das Management der Liquidität weiter verstärkt. Das zusätzliche Risiko aus der COVID-19 Pandemie für das Zahlungsverhalten einzelner Kunden wird als mittleres Risiko eingestuft.

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen werden aufgrund der Kundenstruktur als geringes Risiko eingestuft.

3.2.8 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird als Risiko definiert, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Dazu gehören das Refinanzierungsrisiko und das Marktliquiditätsrisiko.

Ein Marktliquiditätsrisiko (Risiko, aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur mit Verlusten auflösen bzw. glattstellen zu können) liegt bei der KPS nicht vor.

Unter dem Refinanzierungsrisiko wird das Risiko verstanden, bei Bedarf nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen Liquidität beschaffen zu können.

Der KPS stehen ausreichend hohe Kreditlinien zu Verfügung, um einen möglichen nichtvorsehbaren Finanzierungsbedarf zu decken. Eingeschlossen dabei sind die zusätzlichen Risiken aus der COVID-19 Pandemie.

Die KPS stuft das Liquiditätsrisiko als gering ein.

3.2.9 Steuerliche Chancen und Risiken

Dem Vorstand sind derzeit keine wesentlichen steuerlichen Risiken bekannt. Daher wird das steuerliche Risiko als gering eingestuft.

3.2.10 Technologische Chancen und Risiken

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung hervorrufen.

3.2.11 Chancen und Risiken aus der Holdingfunktion der KPS AG

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochterunternehmen abhängig.

3.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Das Risikofrüherkennungssystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungssystem wurde im Rahmen der Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- und Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des KPS-Konzerns derzeit nicht erkennbar.

3.4 Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §§ 289 Absatz 4, 315 Absatz 4 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden. Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essenzielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen Umstellungen der Prozesse auf Remote, der resultierenden Unsicherheiten auf Seiten der Kunden wurden im internen Kontroll- und Risikomanagement-System berücksichtigt. So wurden die Übermittlungszeiten von projektbezogenen Informationen stark verkürzt und für das Management der zusätzlichen Risiken weitere Daten verwendet.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt über unser SAP Finance & Controlling-System eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich oder gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

4. PROGNOSEBERICHT

4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose

Robuste Erholung für die Weltwirtschaft in 2021 erwartet

Nach dem schwierigen Jahr 2020, mit -4,0% weltweiten Wirtschaftswachstum, sagen die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für die Jahre 2021 und 2022 wieder einen Aufschwung voraus. 2021 wird mit 5,9 % Wachstum durch die Erholung von der durch COVID19 ausgelösten Rezession geprägt sein, in 2022 geht das Wachstum dann auf 3,7 % zurück. 24

Dabei erwarten die Experten eine deutliche Aufholbewegung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2020, bei konstant gehaltenen Einschränkungen. Davon betroffen sind besonders Wirtschaftszweige wie Gastronomie und Verkehrsdienstlistungen. Weiter nehmen die Experten an, dass im Jahresverlauf 2021 die Pandemie zurückgedrängt werden kann, so dass Eindämmungsmaßnahmen aufgehoben werden können. Trotzdem sind Investitionen in Unternehmen und größere Anschaffungen in Privathaushalten aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten durch umfassende Zurückhaltung betroffen. Der Konsum wird zwar durch aufgestaute Kaufkraft gestützt, vielerorts aber auch durch Arbeitslosigkeit ausgebremst. Die Rückkehr zu den Wachstumstrends, die vor der Krise erwartet wurden, wird einige Zeit dauern und in der Krise abgebaute Arbeitsplätze werden erst nach und nach an anderer Stelle wieder entstehen. 25

Der Welthandel expandierte zuletzt zügig, wird für 2020 aber trotzdem 6,6 % unter dem Vorjahresniveau erwartet. 2021 und 2022 wird hier jeweils eine Zunahme um 5,9 % bzw. 3,3 % vorausgesagt. Der Ölpreis dürfte mit einer Zunahme von 41 US-Dollar auf 43 US-Dollar je Barrel Brent nur leicht zu nehmen. 26

Europäische Volkswirtschaften mit erwarteter deutlicher Aufholbewegung

Für die europäischen Volkswirtschaften erwarten die Wirtschaftswissenschaftler einen ähnlichen Verlauf wie für die globale Wirtschaft. Nach dem durch COVID19 geprägten 2020, mit erwarteten -7,0 % Wachstum in den EU-27 Ländern, bzw. -7,4 % im Euroraum, folgt 2021 und 2022 die Aufholbewegung mit 5,5 % (Euroraum: 5,6 %) Wachstum in 2021 und 3,1 % (Euroraum: 3,0 %) im Folgejahr. 27

24 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

25 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

26 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

27 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

Die europäischen Staaten stemmen sich mit umfassenden Maßnahmen gegen die COVID-19 Krise und konnten zum Beispiel einen raschen, starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen weitgehend verhindern. Mit dem Auslaufen von Kurzarbeitsprogrammen dürfte sich jedoch die Arbeitslosenquote erhöhen, nach 8,1 % Arbeitslosenquote im Euroraum für 2020, werden für die Folgejahre 9,0 % und 8,2 % prognostiziert. 28

Schwaches Wirtschaftswachstum für Deutschland erwartet

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten auch für Deutschland nach 2020 mit -5,4 % in den Folgejahren ein aufholen der Wirtschaft: 2021 werden 4,7 % Wachstum erwartet, 2022 2,7 %.

Grund für den, insbesondere im Vergleich zur Großen Rezession raschen Wiederaufschwung ist die weltweit zügige Erholung. Die Pandemie traf die Weltwirtschaft nach Meinung der Experten als exogener Schock, der die Produktionsstrukturen wesentlich weniger in Frage stellen dürfte. Allerdings wird sich der Aufholprozess mit der Zeit verlangsamen, so dass ein Aufschließen auf Vorkrisenniveau nach etwa acht Quartalen erwartet wird.

Die Zahl der Erwerbstätigen erlitt im zweiten Quartal einen Einbruch um 609.000 Personen, der höchste Einbruch seit Beginn der vierteljährlichen Statistik im Jahr 1970. Seit Juli nimmt die Zahl der Erwerbstätigen wieder zu. Diese Erholung dürfte sich jedoch wieder verlangsamen. Zum einen da die zuvor herrschende extrem niedrige Arbeitslosigkeit aus die Überauslastung der vergangenen Jahre zurückzuführen gewesen sein dürfte. Aber auch, da die Krise zu einer Verschiebung der Arbeitskräftenachfrage zwischen Branchen führen dürfte, die laut Experten einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Im Gegensatz zum Euroraum insgesamt dürfte die Zahl die Arbeitslosenquote 2021 mit 5,9 % im Vergleich zu 2020 unverändert bleiben und 2022 wieder auf 5,5 % zurückgehen.

4.2 Branchenspezifische Prognose

Deutlicher Umsatzrückgang in der Consulting-Branche erwartet

Nachdem der vom Bundeverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) ermittelte Geschäftsklimaindex für die Consultingbranche im März auf 70,4 Punkte eingebrochen war, legte er bis Dezember wieder auf 94,5 Punkte zu. Die Unternehmensberater sehen damit insgesamt positiv in die Zukunft. 29

Allerdings gestalte sich die Entwicklung innerhalb der Branche recht uneinheitlich. Die großen Consultingfirmen melden dem BDU zu 41 % eine gute Geschäftslage, gleichzeitig beschreiben 27 % ihre Situation als schlecht, unter Budget liegt nur etwa jeder zehnte. Kleinere Beratungsfirmen und Einzelberater haben deutlich mehr zu kämpfen - bei den Beratungen unter 250.000 Euro Jahresumsatz melden rund 50 % eine schlechte, nur 19 % eine gute Geschäftslage. 30

28 Erholung verliert an Fahrt - Wirtschaft und Politik weiter im Zeichen der Pandemie, Gemeinschaftsdiagnose 2-2020, Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Oktober 2020, http:/​/​gemeinschaftsdiagnose.de/​wp-content/​uploads/​2020/​11/​GD_​H20_​Langfassung_​online.pdf

29 Geschäftsklima Consulting - Dezember 2020, BDU Pressemitteilung, https:/​/​www.bdu.de/​news/​consultingmarkt-entwickelt-sich-je-nach-unternehmensgroesse-oder-branchenfokussierung-sehr-uneinheitlich/​

30 Geschäftsklima Consulting - Dezember 2020, BDU Pressemitteilung, https:/​/​www.bdu.de/​news/​consultingmarkt-entwickelt-sich-je-nach-unternehmensgroesse-oder-branchenfokussierung-sehr-uneinheitlich/​

Nach Spezialisierung melden IT-Berater den größten Stimmungsaufschwung. Sie profitieren von den in der Krise erneut gewachsenen Herausforderungen an die Digitalisierung in den Unternehmen, und dem sich auflösenden Investitionsstau. Bei den Organisations- und Prozessberater verschlechterte sich die Stimmung leicht, HR- und Personalberater stehen vor den größten Herausforderungen. 31

Für 2020 rechnet über ein Drittel der Marktteilnehmer mit einem Umsatzrückgang von mindestens 30 %, der Gesamtmarkt wird demnach einen Umsatzrückgang zwischen 5 % und 10 % sehen. Der BDU geht von einer Erholung bis auf das Umsatzniveau von 2019 erst bis 2022 aus. 32

Laut Lünendonk Studie 2020 zur Marktentwicklung bei IT-Beratung und IT-Service in Deutschland hat sich die Visibilität im Markt im Zuge der Coronakrise deutlich verringert. Die Studie 2020 veröffentlicht daher keine Umsatzprognosen der Marktteilnehmer. Insgesamt lassen sich aber Unterschiede zwischen den einzelnen Beratungsfirmen feststellen, die sich ungleich schnell und reibungslos auf Remote Work einstellen konnten. 33

4.3 Erwartete Geschäftsentwicklung des KPS-Konzerns und der KPS AG

Grundlage für die Einschätzung für das Geschäftsjahr 2020/​2021 bilden die Entwicklung vergangener Berichtszeiträume, die Ergebnisse der vergangenen Monate, das Beratungsportfolio bestehend aus Bestandsprojekten und neu hinzu gewonnen Projekten.

Die anhaltende COVID-19 Pandemie, die in vielen Ländern Europas weiterhin hohen Infektionszahlen und der damit verbundenen Social Distancing und Lockdown Maßnahmen führen zu zusätzlichen Unsicherheiten bei der Einschätzung zur möglichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2020/​2021.

Der Vorstand und das Management der KPS AG können zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts weiterhin nicht verlässlich abschätzen, wie sich die andauernde COVID-19 Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von bestehenden und potentiellen Kunden der KPS-Gruppe und deren Nachfrageverhalten auswirkt. Damit sind auch die sich daraus ergebenden Effekte auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2020/​2021 schwer zu quantifizieren und mit hohen Unsicherheiten behaftet.

Für die Herausforderungen der Zukunft und die Chancen in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen gut aufgestellt. Darüber hinaus verfügt die KPS über eine sehr solide Finanzstruktur und Ertragslage.

Im Geschäftsjahr 2020/​2021 fokussiert sich Vorstand und Management insbesondere konsequent auf die weitere Ertragsoptimierung sowie die Bewältigung der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie.

31 Geschäftsklima Consulting - Dezember 2020, BDU Pressemitteilung, https:/​/​www.bdu.de/​news/​consultingmarkt-entwickelt-sich-je-nach-unternehmensgroesse-oder-branchenfokussierung-sehr-uneinheitlich/​

32 Geschäftsklima Consulting - Dezember 2020, BDU Pressemitteilung, https:/​/​www.bdu.de/​news/​consultingmarkt-entwickelt-sich-je-nach-unternehmensgroesse-oder-branchenfokussierung-sehr-uneinheitlich/​

33 Lünendonk Studie 2020, Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland, 2020, https:/​/​www.luenendonk.de/​produkte/​studien-publikationen/​luenendonk-studie-2020-der-markt-fuer-it-beratung-und-it-service-in-deutschland/​

Auf Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts vorliegenden Informationen und Daten schätzt der Vorstand der KPS AG im Geschäftsjahr 2020/​2021 Umsatzerlöse auf einem vergleichbarem Niveau wie im Geschäftsjahr 2019/​2020 zu erwirtschaften. Darüber hinaus ist geplant, ein moderat steigendes EBITDA zu erzielen. Diese Planung beruht darauf, dass die geplanten Projekte durchgeführt werden können und Kosteneinsparungen insbesondere bei den Materialaufwendungen für bezogene Leitungen erzielt werden können.

Unsere Prognose basiert auf den heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Aus heutiger Sicht nicht vorhersehbare Veränderungen der antizipierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere Effekte aus dem weiteren Verlauf der COVID-19 Pandemie bei laufenden Projekten, beim aktuellen Auftragsbestand sowie bei sonstigen externen oder internen Faktoren könnten wesentliche negative Effekte auf unsere Umsatz- und Ergebniserwartungen haben, so dass die in diesem Bericht gemachten Schätzungen nicht erreicht werden können.

5. VERGÜTUNGSBERICHT

5.1 Vorstandsvergütung

Die Vergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum ist ein Jahresfestbezug vereinbart, der in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar ist. Die variable Komponente ist eine auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtete, leistungsbezogene Bonuszahlung, die über einen Bemessungszeitraum von insgesamt drei Geschäftsjahren (das jeweilige Ausgangsjahr und die beiden Folgegeschäftsjahre) berechnet wird. Die Auszahlung des Bonus hängt vom Erreichen bestimmter im Ausgangsjahr festgelegter Zielvorgaben ab. Für jedes Jahr des Bemessungszeitraums werden verschiedene Bandbreiten an quantitativen und ggf. qualitativen Kriterien festgelegt, denen jeweils ein Bonus- oder Malusbetrag gegenübersteht. Das Vorstandsmitglied erhält nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres des relevanten Bemessungszeitraums eine jährliche Abschlagszahlung, deren Höhe sich nach dem Saldo der bis dahin erzielten Bonus- und Malusbeträge richtet. Nach Feststellung des endgültigen Bonus ist das Vorstandsmitglied verpflichtet, eine etwaige Differenz zwischen den Abschlagszahlungen und dem endgültig festgestellten Bonus an die Gesellschaft zurückzuzahlen.

Die fixe und variable Vergütung betrug für den Alleinvorstand für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019/​2020 insgesamt 420 (Vorjahr: 573) TEuro, wobei der variable Anteil 29 % (Vorjahr: 42 %) der Gesamtbezüge betrug.

Dem Vorstand wird zudem ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft für den Vorstand eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Der Vorstand erhält seine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erstattet und hat Anspruch auf Zahlung des bei Beschäftigung eines Arbeitnehmers üblichen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Geschäftsjahr 2019/​2020 63 (Vorjahr: 63) TEuro.

5.2 Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 9. Mai 2008 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung in Höhe von 15 TEuro, der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 25 TEuro. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar.

Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2019/​2020 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2019/​2020 betrugen die Aufsichtsratvergütungen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

6. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019/​2020

6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2020 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 37.412.100 Euro. Es ist eingeteilt in 37.412.100 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Alle Aktien enthalten gleiche Rechte und Pflichten.

Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien gekauft oder veräußert. Die Gesellschaft hält zum 30. September 2020 keine eigenen Aktien (Vorjahr: 0).

6.2 Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 44 Abs. 1 WpHG Anwendung findet.

Verstöße gegen Mitteilungspflichten i.S.d. §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 WpHG können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen. Vertragliche Beschränkungen der Stimmrechte sind uns nicht bekannt.

6.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2020 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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Stück in %
Michael Tsifidaris 9.080.050 24,3%
Dietmar Müller 4.162.486 11,1%
Leonardo Musso 4.103.084 11,0%
Uwe Grünewald 4.052.390 10,8%

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2019/​2020 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet.

6.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

6.5 Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

6.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. September 2020 wurde die von der Hauptversammlung am 07. April 2017 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2017/​I aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2020/​I in Höhe von 18.706.050,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 24. September 2025 (einschließlich) einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 18.706.050,00 Euro gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2020/​I ist im Geschäftsjahr 2019/​2020 nicht erfolgt.

Durch Beschluß der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. September 2020 wurde das Grundkapital um bis zu 2.000.000,00 Euro auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2020/​I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktienoptionsrechten, zu deren Ausgabe der Vorstand bis 24. September 2024 ermächtigt wurde.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. September 2020 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 24. September 2025. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Zum Bilanzstichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien vorhanden, im Geschäftsjahr 2019/​2020 wurden keine Aktien gekauft oder verkauft.

6.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots erhält der derzeitige Alleinvorstand bei Ausübung des vertraglich vereinbarten Sonderkündigungsrechts innerhalb von 12 Monaten nach dem Kontrollwechsel eine Abfindung in Höhe von 75 % zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung ihm zustehenden Jahresbruttoeinkommens. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre, die derzeit alleine oder gemeinsam nicht mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt sind, alleine oder gemeinsam mehr als 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erwerben oder die Gesellschaft durch den Abschluss eines Unternehmensvertrags i.S.d. § 291 Abs. 1 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird. Dem gleichgestellt ist der Fall der Verschmelzung der Gesellschaft mit einem anderen Unternehmen. Den Vice-Presidents wurde für diesen Fall eine verlängerte Kündigungsfrist eingeräumt. Im Falle der Eigenkündigung durch den Vice-President kann dieser den Verzicht des Wettbewerbsverbots verlangen.

7. RECHTLICHE ANGABEN

7.1 Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d, 289f HGB

Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d, 289f HGB einschließlich der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist öffentlichzugänglich unter: https:/​/​www.kps.com/​de/​investor-relations/​corporate-governance.html.

7.2 Angaben zur nichtfinanziellen Konzernerklärung gemäß §§ 315b, 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB

Die KPS AG hat die Aktivitäten des KPS Konzerns im Bereich Nachhaltigkeit in einem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht (Nachhaltigkeitsbericht) offengelegt. Der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht ist unter https:/​/​www.kps.com/​de/​investor-relations/​financial-publications.html zugänglich.

Unterföhring, den 15. Januar 2021

BILANZ & GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Bilanz zum 30. September 2020

Aktiva

scrollen

in Teuro 30.09.2020 30.09.2019
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 771 844
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen 1.139 1.137
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehemen 91.090 98.222
93.000 100.202
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.765 10.357
2. sonstige Vermögensgegenstände 811 286
17.575 10.643
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.506 3.599
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.244 1.095
118.325 115.540
PASSIVA
in Teuro 30.09.2020 30.09.2019
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 37.412 37.412
. /​. Nennbetrag eigene Anteile 0 0
Ausgegebenes Kapital 37.412 37.412
II. Kapitalrücklage 11.941 11.941
III. Gewinnrücklage
andere Gewinnrücklagen 599 599
IV. Bilanzgewinn 16.172 30.804
66.124 80.756
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellung 80 497
2. Sonstige Rückstellungen 4.550 5.676
4.630 6.173
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.600 17.405
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 383 944
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.310 4.396
4. sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: TEUR 71 (Vorjahr TEUR 25)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEuro 8 (Vorjahr TEuro 8) 7.277 5.865
47.571 28.610
118.325 115.540

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020

scrollen

in Teuro 2019/​2020 2018/​2019
1. Umsatzerlöse 20.672 17.539
2. sonstige betriebliche Erträge 323 35
3. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.360 -10.755
4. Personalaufwand -4.533 -4.579
a) Löhne und Gehälte -3.938 -3.983
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -595 -596
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -431 -337
6. Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen -20.120
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -220 -198
8. Erträge aus Beteiligungen 11.680 9.961
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 350 2.477
10. Aufwand aus Verlustübernahmeverträgen -2.380 0
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen: TEuro 30 (Vorjahr TEuro 212) 125 235
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus verbundenen Unternehmen: TEuro 0 (Vorjahr 5 TEuro) -334 -401
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -46 -407
14. Ergebnis nach Steuern -8.272 13.570
15. sonstige Steuern 0 0
16. Jahresüberschuss -8.272 13.570
17. Gewinnvortrag 24.444 17.234
18. Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0
19. Bilanzgewinn 16.172 30.804

ANHANG

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die KPS AG ist eine am geregelten Markt börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Landkreis München, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Jahresabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die KPS AG übt die Holdingfunktionen für den KPS-Konzern aus. Die operativen Beteiligungsunternehmen sind im Wesentlichen im Bereich Managementconsulting /​ Transformationsberatung, Systemintegration sowie dem Vertrieb von Hardware und Softwarelizenzen tätig.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, i.V.m. § 264 d HGB.

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet im darauffolgenden Jahr zum 30. September.

Der Jahresabschluss der KPS AG (im folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro.

KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2019/​2020 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1 Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Anlagegüter zugrunde.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2.2 Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen, die dem nachfolgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

2.3 Fremdkapital

Die gebildeten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 14,25 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlagssatz von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer, dies entspricht 0,83 %, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz von aktiven Überhängen aus latenten Steuern unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen der Urlaubsrückstellung zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz. Die passiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Wertansätzen der Anteile an verbundenen Unternehmen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz.

Die Währungsumrechnung für Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt zum Bilanzstichtag entsprechend § 256 a HGB.

Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten worden.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

3.1 Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 771 (i.V. 844) TEuro aus und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen beläuft sich auf 1.139 (i.V. 1.137) TEuro und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 91.090 (i.V. 98.222) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich ausfolgenden Beteiligungen zusammensetzen:

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Beteiligung Sitz Anteil

in %
Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2020 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2020 (Vorjahr) Jahresergebnis 2019/​2020 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH (2) Unterföhring 100 TEuro 500 759 -2.386
(500) (764) (1.460)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 TEuro 6.300 9.165 1.334
(6.300) (7.831) (1.133)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 TEuro 26 39 1
(26) (39) (1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 TEuro 5.113 4.645 -467
(5.113) (5.113) (1.089)
KPS Consulting AG Zürich/​ Schweiz 100 TCHF 100 955 805
(100) (791) (189)
KPS Solutions GmbH Unterföhring 100 TEuro 80 2.969 529
(80) (2.440) (-1.298)
KPS digital GmbH (1) Dortmund 100 TEuro 25 2.554 350
(25) (2.554) (1.016)
KPS Consulting A/​S Virum/​ Dänemark 100 TDKK 500 38.206 19.805
(500) (78.183) (73.352)
KPS B.V. Amsterdam/​ Niederlande 100 TEuro 100 1.580 1.480
(100) (780) (680)
KPS Consulting Inc. Wilmington/​ USA 100 TUSD 100 160 -2
(100) (162) (62)
KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH Wien/​ Österreich 100 TEuro 100 -84 -93
(100) (8) (-49)
ICE Consultants Europe S.L. Barcelona/​ Spanien 100 TEuro 59 3.951 1.993
(59) (3.958) (2.756)
Infront Consulting & Management GmbH Hamburg 100 TEuro 50 3.824 1.444
(50) (2.380) (1.859)
KPS Digital Ltd. (vormals: Envoy Digital Ltd.) London/​ England 100 TGBP 0,2 2.534 1.258
(0,2) (2.139) (1.193)
KPS Consulting AS Oslo/​ Norwegen 100 TNOK 500 2.251 1.751
(500) (500) (0)
KPS Sweden AB (3) Schweden 100 TSEK 500 2.175 -2.675
(0) (0) (0)
  1. Das Jahresergebnis 2019/​2020 wurde aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt.

  2. Der Jahresverlust 2019/​2020 wurde aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag von der KPS AG übernommen.

  3. Die KPS Schweden AB wurde am 19.12.2019 gegründet. Die Eintragung in das Firmenregister erfolgte am 30.01.2020. Das Grundkapital in Höhe von 500.000 SEK wurde am 23.12.2019 eingezahlt.

Umrechnungskurs EUR zu CHF:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2020 betrug 1,0804. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,07507.

Umrechnungskurs EUR zu DKK:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2020 betrug 7,4462. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 7,4613.

Umrechnungskurs EUR zu USD:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2020 betrug 1,1708. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,1204.

Umrechnungskurs EUR zu GBP:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2020 betrug 0,91235. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 0,8790.

Umrechnungskurs EUR zu SEK:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2020 betrug 10,5713. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 10,5818.

Umrechnungskurs EUR zu NOK:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2020 betrug 11,1008. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 10,5563.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 16.765 (i.V. 10.357) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen, vorgenommenen Ausschüttungen sowie Ansprüchen aus Ergebnisabführung.

Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen, debitorische Kreditoren und Forderungen gegenüber der Bundesarbeitsagentur aus Kurzarbeitergeld.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung in Höhe von 34 (i. V. 28) TEuro aus Mietkautionszahlungen mit einer vereinbarten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weitere Forderungen mit vereinbarten Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

3.3 Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 6.506 (i.V. 3.599) TEuro und bestehen aus Kontokorrentkonten. Die bestehenden Festgeldkonten wiesen zum Bilanzstichtag keine Guthaben aus.

3.4 Eigenkapital

3.4.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 37.412.100 (i.V. 37.412.100) Euro und verteilt sich insgesamt auf 37.412.100 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Zum Bilanzstichtag wurden von der Gesellschaft keine eigenen Aktien gehalten.

3.4.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. September 2020 wurde die von der Hauptversammlung am 07. April 2017 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2017/​I aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2020/​I in Höhe von 18.706.050,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 24. September 2025 (einschließlich) einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 18.706.050,00 Euro gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2020/​I ist im Geschäftsjahr 2019/​2020 nicht erfolgt.

3.4.3 Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. September 2020 wurde das Grundkapital um bis zu 2.000.000,00 EUR auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2020/​I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktienoptionsrechten, zu deren Ausgabe der Vorstand bis 24. September 2025 ermächtigt wurde.

3.4.4 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 11.941 (i.V. 11.941) TEuro.

3.4.5 Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum Bilanzstichtag 599 TEuro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

3.4.6 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. September 2020 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 24. September 2025. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Zum Bilanzstichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien vorhanden, im Geschäftsjahr 2019/​2020 wurden keine Aktien gekauft oder verkauft.

3.4.7 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:

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in TEuro 2019/​2020 2018/​2019
Stand 01.10. 30.804 30.328
Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -8.272 13.570
Agio eigene Aktien 0 0
Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 0 0
Dividendenausschüttung -6.360 -13.094
Stand 30.09. 16.172 30.804

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019/​2020 in Höhe von 16.172 TEuro

a) in Höhe von TEuro 6.360 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,17 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie

b) den verbleibenden Betrag in Höhe von TEuro 9.812 auf neue Rechnung vorzutragen.

3.4.8 Rückstellungen

In den Steuerrückstellungen sind die voraussichtlichen Steuernachzahlungen mit 18 (i.V. 231) TEuro für Körperschaftssteuer und 36 (i.V. 244) TEuro für Gewerbesteuer enthalten. Bereits geleistete Vorauszahlungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 4.550 (i.V. 5.676) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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Bezeichnung Stand 01.10.2019 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2020
Ausstehende Rechnungen 722 -722 0 188 188
Abschlusskonten 68 -68 0 55 55
Personalverpflichtungen 4.777 -1.097 0 347 4.027
Sonstige 109 -80 0 251 280
Gesamt 5.676 -1.967 0 841 4.550

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche sowie vertraglich vereinbarte Ergebnisbeteiligungen an Leitende Angestellte. Darüber hinaus sind Prozesskosten im Rahmen eines Verfahrens mit einem ausgeschiedenen ehemaligen leitenden Mitarbeiter enthalten.

3.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 32.600 (i.V. 17.405) TEuro und resultieren zum einem aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 8.600 (i.V. 12.400) TEuro und aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits mit einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren und einer Gesamthöhe von 6.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 6.000 (i.V. 0) TEuro. Des Weiteren bestehen kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 18.000 (i.V. 5.005) TEuro.

Die KPS AG hat im Rahmen mehrerer Unternehmensakquisitionen einen langfristigen Kredit in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen, der zum Stichtag 4,3 Mio. Euro beträgt. Angesicht der mehrjährigen Laufzeit des Zins-Swaps hängt der beizulegende Zeitwert unter anderem von der zukünftigen Entwicklung der EURIBOR Zinssätze ab. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Das am Bewertungsstichtag bestehende Zinsrisiko in Höhe 57 (i.V. 106) TEuro wurde als sonstige Verbindlichkeit berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 4.929 (i.V. 4.396) TEuro und resultieren aus Transaktionen im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings sowie aus Kostenumlagen im Konzern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 71 (i.V. 25) TEuro, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 8 (i.V. 8) TEuro und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 0 (i.V. 85) TEuro enthalten. Für das laufende Geschäftsjahr wurden weitere Kaufpreisverpflichtungen für die Beteiligungserwerbe an der KPS Digital Ltd. und der ICE Consultants Europe S.L. sowie der Infront Consulting & Management GmbH in Höhe von 7.044 (i.V. 5.533) TEuro passiviert.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

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Geschäftsjahr Verbindlichkeiten Stand 30.09.2020 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre Laufzeit >5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 32.600 23.300 9.300 0
aus Lieferungen und Leistungen 383 383 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.310 7.310 0 0
Sonstige 7.277 7.277 0 0
Gesamt 47.570 38.270 9.300 0

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Vorjahr Verbindlichkeiten Stand 30.09.2019 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre Laufzeit >5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 17.405 8.805 8.600 0
aus Lieferungen und Leistungen 944 944 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.396 4.396 0 0
Sonstige 5.857 5.857 0 0
Gesamt 28.602 20.002 8.600 0

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den Umsatzerlösen sind Konzernumlagen in Höhe von 20.672 (i.V. 17.540) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 0 (i.V. 1) TEuro aus Währungskursdifferenzen enthalten.

Der Materialaufwand beinhaltet die den Umsatzerlösen zuordenbaren Aufwendungen.

Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 3.938 (i.V. 3.984) TEuro und soziale Aufwendungen in Höhe von 595 (i.V. 596) TEuro enthalten.

Es gab außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze der KPS digital GmbH und der KPS Business Transformation GmbH in Höhe von 20.120 (i.V. 0) TEuro, da Projekte in anderen, insbesondere ausländischen KPS Gesellschaften, durchgeführt werden. Dies wirkt sich auf die geplanten, zukünftigen Ergebnisse der beiden genannten Gesellschaften aus.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Miete und Nebenkosten in Höhe von 220 (i.V. 138) TEuro sowie Aufwendungen für M&A Beratungen in Höhe von 0 (i.V. 60) TEuro enthalten.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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in TEuro 2019/​2020 2018/​2019
Erträge aus Beteiligungen 11.680 9.961
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 350 2.477
Aufwand aus Verlustübernahmeverträgen -2.380 0
Zinserträge 81 235
Zinsaufwendungen -290 -401
Gesamt 9.441 12.272

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Consulting A/​S Dänemark, KPS B.V. Niederlande, KPS Digital Ltd. England und der ICE Consultants Europe S.L. Spanien.

Die Erträge aus Gewinnabführung betrifft die KPS digital GmbH. Der Aufwand aus Verlustübernahme betrifft die KPS Business Transformation GmbH.

Mit der KPS Business Transformation GmbH und mit der KPS digital GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

In den Zinserträgen sind Erträge in Höhe von 30 (i.V. 212) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten und Zinserträge aus der Abzinsung von 52 (i.V. 23) TEuro.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von 0 (i.V. 5) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen laufende Körperschaft- und Gewerbesteuern.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Mitarbeiter * innen

Im Geschäftsjahr 2019/​2020 waren bei der KPS AG durchschnittlich 66 Mitarbeiter (i.V. 63) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 65 (i.V. 62) Mitarbeiter in der Verwaltung tätig.

5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt deren Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Kfz-Leasing 774 511 0 1.285
Davon KPS AG 39 42 0 81
Davon KPS Business Transformation GmbH 528 333 0 861
Davon KPS Consulting GmbH & Co. KG 14 1 0 15
Davon KPS Services GmbH 137 89 0 226
Davon KPS Solutions GmbH 56 46 0 102
BGA Leasing 1.695 3.312 0 5.007
Miete 2.308 8.740 12.332 23.380
Davon KPS AG 2.061 7.750 12.230 22.041
Davon KPS digital GmbH 247 990 102 1.339
Earn-Out Verpflichtungen Unternehmensakquisitionen 0 4.379 0 4.379
Gesamt 4.777 16.942 12.332 34.051

5.3 Sonstige Haftungsverhältnisse

Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF. Die Gesellschaft erwirtschaftete in diesem Geschäftsjahr ein positives Ergebnis. Die Langfristplanung geht von einer positiven Entwicklung aus, sodass mit einer Inanspruchnahme weiterhin nicht zu rechnen ist. Im Geschäftsjahr 2019/​2020 wurde ein weiterer Rangrücktritt mit der KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH, Österreich, in Höhe von 100 TEUR vereinbart. Die Gesellschaft weist zum Jahresende ein negatives Eigenkapital in Höhe von -84 TEUR aus.

Die KPS Services GmbH hat eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 30.000 (i.V. 15.000) TEuro zur Absicherung von Kontokorrent- und Geldmarktkreditlinien abgegeben. Zum Bilanzstichtag bestanden Kontokorrent- und Geldmarktverbindlichkeiten in Höhe von 18.000 TEuro (i.V. 5.005 TEuro).

Die Gesellschaft hat sich für die KPS Business Transformation GmbH, die KPS digital GmbH, die KPS Solutions GmbH, die KPS Services GmbH sowie die Infront Consulting & Management GmbH im Rahmen der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB dazu verpflichtet, für die gesamten, bis zum 30. September 2020 bestehenden Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber deren Gläubigern einzustehen. Diese Einstandspflicht ist bis einschließlich 30. September 2021 gültig.

5.4 Zusammensetzung der Organe

5.4.1 Vorstand der KPS AG

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:

Herr Leonardo Musso, Vorstand KPS AG, Berg.

Weitere Mitgliedschaften des Vorstands

Herr Leonardo Musso ist in allen Gesellschaften des KPS-Konzerns Mitglied der Geschäftsführung sowie Verwaltungsrat der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019/​2020 betragen 455 (i.V. 573) TEuro, davon 120 (i.V. 240) TEUR erfolgsbezogene Komponente.

Der Vorstand der KPS AG hält folgende Aktienanteile an der KPS AG:

Herr Leonardo Musso: 4.103.084 Aktien (Vorjahr: 4.103.084 Aktien)

5.4.2 Aufsichtsrat der KPS AG

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus:

Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz),

Prokurist KPS Business Transformation GmbH, Hamburg,

Herrn Uwe Grünewald, (stellv. Vors.)

Prokurist KPS Business Transformation GmbH, Leichlingen,

Herrn Hans-Werner Hartmann,

Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 25 (i.V. 25) TEuro und die weiteren Mitglieder jeweils 15 (i.V. 15) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 925 (i.V. 1.228) TEuro.

Der Aufsichtsrat Herr Michael Tsifidaris besitzt 9.080.050 Aktien und Herr Uwe Grünewald besitzt 4.052.390 Aktien. Der Aufsichtsrat Herr Hans-Werner Hartmann besitzt keine Aktien.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/​S, Kopenhagen, Dänemark.

5.4.3 Ehemalige Vorstandsmitglieder und sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika König, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 7 (i.V. 99) TEuro.

5.5 Konzernabschluss

Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen

5.6 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

5.7 Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019/​2020 verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2020.

5.8 Ereignisse nach dem Stichtag

Nach dem Stichtag wurde mit einem ausgeschiedenen ehemaligen leitenden Mitarbeiter ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen. Aus diesem Vergleich resultieren keine weiteren Aufwendungen für die KPS AG, da zum Bilanzstichtag bereits eine Rückstellung hierfür gebildet wurde.

Darüber hinaus wurde nach dem Stichtag eine Rangrücktrittserklärung zugunsten der KPS Sweden AB in Höhe von TEUR 400 abgegeben.

5.9 Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist die KPS AG gehalten, den Inhalt der ihr zugegangenen Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 oder 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der KPS AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen, über- oder unterschreiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Daher kann sich der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung entsprechend § 33 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde.

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Unterföhring, 18. Dezember 2020

Vorstand

Leonardo Musso

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (BRUTTODARSTELLUNG)

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POSITION ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in TEuro 01.10.2019 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2020
--- --- --- --- --- ---
I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.024 240 0 0 2.264
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.024 240 0 0 2.264
II.) SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634 120 0 830 1.584
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 22 22 0 0
3. Anlagen im Bau 830 0 0 -830 0
Sachanlagen 1.464 142 22 0 1.584
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 98.222 12.988 0 0 111.210
Finanzanlagen 98.222 12.988 0 0 111.210
Anlagevermögen gesamt 101.710 13.370 22 0 115.058

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POSITION AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
in TEuro 01.10.2019 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2020
--- --- --- --- --- ---
I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.180 312 0 0 1.492
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.180 312 0 0 1.492
II.) SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327 119 0 0 446
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0 0 0 0
3. Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagen 327 119 0 0 446
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 20.120 0 0 20.120
Finanzanlagen 0 20.120 0 0 20.120
Anlagevermögen gesamt 1.507 20.551 0 0 22.058

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POSITION BUCHWERT
in TEuro 30.09.2020 30.09.2019
--- --- ---
I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 772 844
Immaterielle Vermögensgegenstände 772 844
II.) SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.138 307
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0
3. Anlagen im Bau 0 830
Sachanlagen 1.138 1.137
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 91.090 98.222
Finanzanlagen 91.090 98.222
Anlagevermögen gesamt 93.000 100.203

MELDUNGEN NACH § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Nach § 33 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30,50 oder 75 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen, mitzuteilen. Zum 30. September 2019 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 40 Abs. 1 WpHG veröffentlicht wurden (die entsprechenden Prozent- und Stimmrechtszahlen beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Gesamtzahl an Stimmrechten und können daher zwischenzeitlich überholt sein):

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Meldepflichtiger Datum der Veröffentlichung nach § 40 WpHG Datum der Schwellenberührung Grund der Mitteilung
Grünewald, Uwe 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 %
Müller, Dietmar 17.10.2017 12.10.2017 Unterschreiten der Schwellen von 20, 15 %
Musso, Leonardo 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 %
Tsifidaris, Michael 30.06.2017 28.06.2017 Unterschreiten der Schwelle von 25 %
Krämerkämper, Dr. Thomas 30.01.2018 25.01.2018 Unterschreiten der Schwelle von 3 %
Allianz SE 17.01.2018 21.12.2017 Freiwillige Konzernmitteilung aufgrund interner Umstrukturierung
Union Investment Privatfonds GmbH 18.09.2018 12.09.2018 Überschreiten der Schwelle von 3 %

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Stimmrechtsanteile in Prozent (in absoluten Stimmrechten)
Meldepflichtiger § 33 WpHG 1 § 34 WpHG 2 § 38 WpHG 3 § 39 WpHG 4
--- --- --- --- --- --- --- ---
Grünewald, Uwe 12,79 % (4.349.143) - - 12,79%
Müller, Dietmar 10,46 % (3.912.486) - - 10,46%
Musso, Leonardo 12,92 % (4.395.299) - - 12,92%
Tsifidaris, Michael 24,27 % (9.080.050) - - 24,27%
Krämerkämper, Dr. Thomas 1,06 % (395.323) - - 1,06%
Allianz SE - 6,68 % (2.500.000) - 6,68%
Union Investment Privatfonds GmbH - 4,3 % (1.610.374) 0,39 % (144.435) 4,69%

Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Bekanntmachungen der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen im Unternehmensregister.

1 Anteil der unmittelbar gehaltenen Stimmrechte

2 Anteil der zugerechneten Stimmrechte

3 Anteil der unmittelbar oder mittelbar gehaltenen Instrumente, die einen Erwerb von Aktien mit Stimmrechten ermöglichen

4 Zusammenrechnung der Stimmrechte und Instrumente

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Unterföhring, den 15. Januar 2021

Der Vorstand

ALTERNATIVE LEISTUNGSKENNZAHLEN DES KPS-KONZERNS

Der Lagebericht und der Abschluss des KPS-Konzerns werden nach den geltenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Zusätzlich zu den durch diese Standards geforderten Angaben und Kennzahlen veröffentlicht KPS alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM),die diesen Regulierungen nicht unterliegen und für die es keinen allgemein akzeptierten Berichtsstandard gibt. KPS ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Dies erfolgt durch bestimmte Anpassungen der nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellten Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnungspositionen. Die Anpassungen können dabei aus unterschiedlichen Berechnungs- und Bewertungsmethoden, uneinheitlichen Geschäftsaktivitäten sowie Sondereffekten resultieren, die sich auf die Aussagekraft dieser Positionen auswirken. Die so ermittelten alternativen Leistungskennzahlen gelten für alle Perioden und werden sowohl intern zur Steuerung des Geschäfts als auch extern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens durch Analysten, Investoren und Ratingagenturen eingesetzt. KPS ermittelt folgende APM:

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Umsatzveränderung
EBIT
EBIT-Marge
EBITDA
EBIT (bereinigt)
Eigenkapitalquote
Cashflow
Operativer Cashflow
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl. Sie gibt die prozentuale Veränderung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr an.

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) steht für Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern und dient der Darstellung des operativen Ergebnisses eines Unternehmens ohne den Einfluss von Effekten aus international uneinheitlichen Besteuerungssystemen und unterschiedlichen Finanzierungsaktivitäten.

Das EBIT wird wie folgt ermittelt:

Überleitungsrechnung EBIT

Ergebnis vor Ertragsteuern

+ /​ - Finanzergebnis (Finanzielle Erträge, finanzielle Aufwendungen)

\= EBIT

Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz.

Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird ermittelt auf Basis des EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Überleitungsrechnung EBITDA

EBIT

+ /​ - Abschreibungen /​ Wertminderungen /​ Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

\= EBITDA

Das EBIT (Bereinigt) zeigt die Entwicklung des operativen Ergebnisses ohne den Einfluss von Abschreibungen aus Mergers & Acquisitions-Vorgängen. Bei der Berechnung dieser Kennzahl wird das EBIT um diese Abschreibungen erhöht.

Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist.

(Eigenkapital /​ Gesamtkapital) x 100

Der Cashflow zeigt den Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode.

Der operative Cashflow zeigt den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit während einer Periode.

Operativer Cashflow

Jahresüberschuß

- nicht zahlungswirksame Erträge

+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen

\= operativer Cashflow

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt die Auszahlungen für den Erwerb von Anlagevermögen und die Einzahlungen aus der Veräußerung von Anlagevermögen während einer Periode.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigt, wie die Investitionen der Berichtsperiode finanziert wurden.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Eigenkapitalzuführungen

- Dividendenzahlungen

+ Zuführung durch Fremdkapitalgeber (z.B. Kredite)

- Tilgungszahlungen für Kredite

\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KPS AG, Unterföhring

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KPS AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der KPS AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft. Die unter den sonstigen Informationen genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des zusammengefassten Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

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Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1. Sachverhalt und Problemstellung

2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir diesen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

1. Im Jahresabschluss der KPS AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 91,1 Mio. ausgewiesen, die damit rd. 77% der Bilanzsumme repräsentieren. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Den Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gesellschaft. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung ist.

2. Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des Managements kritisch hinterfragt und dabei unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:

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Wir haben das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen und die Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten beurteilt.
Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Werthaltigkeitsprüfungen der einzelnen Gesellschaften bilden.
Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen sowie Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der vom Aufsichtsrat gebilligten Planung gestützt.
Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Werts haben können, haben wir uns mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern einschließlich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") beschäftigt und das Berechnungsschema der Gesellschaft nachvollzogen.
Ferner haben wir ergänzend für ausgewählte Gesellschaften eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können. Die Auswahl basierte auf qualitativen Aspekten und der Höhe der Überdeckung des jeweiligen Buchwerts durch den Nutzungswert. Wir haben festgestellt, dass die jeweiligen Gesellschaften und insgesamt die Buchwerte der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag durch die diskontierten künftigen Cashflows gedeckt sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in Textziffer "2. Erläuterungen zur Bilanz, 1. Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

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Versicherung der gesetzlichen Vertreter,
Konzernerklärung zur Unternehmensführung und Entsprechenserklärung in Abschnitt 7. des zusammengefassten Lageberichts 2020/​2020,
Angaben zur nichtfinanziellen Konzernerklärung in Abschnitt 7. des zusammengefassten Lageberichts 2019/​2020,
Alternative Leistungskennzahlen des KPS-Konzerns.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. September 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. November 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015/​2016 als Abschlussprüfer der KPS AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Joachim Weilandt.

München, den 15. Januar 2021

Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Düsseldorf

Hund, Wirtschaftsprüfer

Weilandt, Wirtschaftsprüfer

IMPRESSUM

Herausgeber

KPS AG

Beta-Str. 10H

85574 Unterföhring

Deutschland

Weitere Informationen

Investor Relations

Telefon: +49-8935631-0

E-Mail: [email protected]

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