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KPS AG

Management Reports Feb 19, 2019

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Management Reports

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KPS AG

Unterföhring

Einzelabschluss 2017/2018 KPS AG

2017/18 Lagebericht

1 GRUNDLAGEN DER KPS AG

1.1 Geschäftsmodell und Methodenkompetenz

KPS berät seine Kunden in Strategie-, Prozess-, Applikations- und Technologiefragen der digitalen Transformation und implementiert ganzheitliche branchenspezifische sowie schlüsselfertige Lösungen mit Produkten der Softwarehersteller SAP, SAP Hybris, Adobe und Intershop. Dabei verfolgt KPS einen integrativen, sogenannten End-to-End-Ansatz und berät seine Kunden über das gesamte Leistungsspektrum entlang der Wertschöpfungskette: die klassische Waren- und Filialwirtschaft, die Finanzen, den B2B- und B2C-Commerce sowie das digitale Kundenmanagement in Marketing und Vertrieb.

KPS steht für innovative Methodik: Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren Kunden von großer Effizienz sowie voller Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung der Anwendungen laufen weitestgehend simultan ab ohne Medienbrüche zwischen den einzelnen Ebenen. So werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Qualität in der Umsetzung werden Transformationen spürbar beschleunigt sowie Komplexität und Risiko reduziert.

KPS unterscheidet sich seit seiner Gründung konsequent von seinen Wettbewerbern in drei Bereichen: der langjährigen Projekterfahrung und tiefen Branchenkenntnisse seiner Berater, der KPS Rapid-Transformation® Methode sowie seiner soliden Referenzkundenbasis.

1.2 Dienstleistungs- und Kundenstruktur

KPS ist eines der erfolgreichsten Beratungsunternehmen für Business Transformation und Prozessoptimierung im Zuge der Digitalisierung. Mit einem Konzern-Umsatzvolumen von 172,2 Mio. Euro ist KPS eine führende Unternehmensberatung in Europa und gehört laut dem Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder zu den Top 10 in Deutschland1 .

KPS hat seine Position als führendes Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie im vergangenen Jahr weiter gefestigt und parallel dazu seine Kompetenz in anderen Branchen ausgebaut. Das Unternehmen verfügt über eine solide Kundenreferenzbasis in den Bereichen Fashion, Lebensmittelgroß- und Einzelhandel, Chemie, Arzneimittel, Möbelhandel, Sportartikel, Konsumgüter sowie im Dienstleistungssektor und in der Industrie. Zum Kundenportfolio zählen inzwischen auch Energieversorger sowie Unternehmen der öffentlichen Verwaltung, genauso wie Industriebetriebe oder Maschinenbauer im B2B-Geschäft.

Veränderungen erfolgreich zu gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungs-Verhältnisses, definiert die hohe Beratungsqualität, von der KPS-Kunden in großem Maße profitieren.

1 https://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2018-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen

1.3 Beratungs- und Serviceportfolio

Die innovativere Lösung entscheidet im Wettbewerb der Zukunft und bereits in der Gegenwart ist eine unternehmensweite digitale Transformations- und Omnichannel-Strategie die Voraussetzung zur Bewältigung komplexester Herausforderungen, die die rasant zunehmende Digitalisierung mit sich bringt. Personalisierung, Individualisierung und Unternehmenssteuerung in Echtzeit erfordern das grundlegende operationale und kulturelle Umdenken der gesamten Organisation. Im weltweiten Markt für Beratungs- und Servicedienstleistungen ist die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle mit innovativen IT-Technologien daher die Königsdisziplin.

KPS berät seine Kunden in strategischen Fragen der digitalen Transformation wie Geschäftsmodellstrategien und Innovations-Ökosystemen. In der Business Transformation, der Umsetzung im Unternehmen, liefert KPS für die jeweilige Branche integrierte, auf den Kunden ausgerichtete End-to-End-Prozessketten und implementiert diese mit den entsprechenden Technologien. KPS berät seine Kunden von Anfang an auch im erforderlichen Change-Management. Im Produktivbetrieb unterstützt KPS seine Kunden im Applikations- und Site Management sowie im Support.

Die Experten von KPS haben das Wissen, die Erfahrung und den Branchenhintergrund, der hierfür erforderlich ist und dieser Vorsprung wird durch kontinuierliche Investitionen in Werkzeuge, Menschen und Technologien gesichert. KPS-Berater und Spezialisten berücksichtigen bei ihrer Arbeit stets die internationalen und technologischen Bedürfnisse ihrer Kunden. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS legen den Fokus auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Dadurch unterscheiden sie sich erkennbar von der traditionellen Strategie- und Prozessberatung der Mitbewerber.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die KPS investiert im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem in Verbesserungen der technischen Integration verschiedener Softwareplattformen wie SAP und SAP Hybris, für die sich KPS als Marktführer unter den Managementberatungen versteht, sowie in die Entwicklung neuer Bedienkonzepte von Software-Anwendungen. Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 wird intensiv Entwicklungsarbeit zur Standardisierung von SAP-Prozessstrecken geleistet. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden hierfür 2,3 (Vorjahr: 4,8) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungen waren zum Stichtag nur zum Teil fertiggestellt. Es fielen Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro an.

Weitere Entwicklungsleistungen werden für die Digitalisierung und für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle erbracht. Es wird kontinuierlich ein Team von mehreren Mitarbeitern für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eingesetzt. Bei Bedarf werden weitere Mitarbeiter zeitweilig mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut.

1.5 Steuerungssystem

Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Die KPS AG ist zentraler Bestandteil dieses Systems und profitiert als Konzernmutter unmittelbar davon. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und das Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz, EBITDA und EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet. Zu den Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr verweisen wir auf die finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren unter Abschnitt 2.4.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT DER KPS AG

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft

Aufschwung mit größeren Abwärtsrisiken

Die Weltwirtschaft wuchs laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2017 mit 3,7 % wieder etwas stärker als noch 2016 (3,2 %). Der IWF prognostiziert ein stabiles Wachstum von 3,7 % auch für die Jahre 2018 und 2019 und reduzierte damit zuletzt die Prognose von April 2018 um 0,2 Prozentpunkte. Während die Erwartung weiterhin positiv bleibt, warnen die Ökonomen vor zunehmenden Abwärtsrisiken und einer möglichen Trendwende in wichtigen Volkswirtschaften. Insbesondere eine drohende Intensivierung der jüngsten Handelskonflikte trübt die Aussichten ein.2

Für einige asiatische Volkwirtschaften, einschließlich China, führten diese Konflikte bereits zu einer Korrektur der Wachstumserwartungen. Im Euroraum und Großbritannien trugen unerwartete Effekte zu Jahresbeginn 2018 ebenfalls zu einer niedrigeren Prognose bei, während Energieexporteure von steigenden Öl-preisen profitieren dürften. Für die entwickelten Volkswirtschaften stellen, neben Handelskonflikten, fiskal- und geldpolitische Änderungen und steigende Inflationsraten kurzfristig Risiken dar. Mit zunehmenden Abwärtsrisiken erwarten die IWF-Ökonomen aufgrund langsameren Bevölkerungswachstums und geringen Produktivitätssteigerungen insbesondere in den Industrieländern mittelfristig niedrigere Produktionssteigerungen.

Die bereits umgesetzten bzw. angekündigten protektionistischen Maßnahmen treffen insbesondere asiatische Volkswirtschaften mittelfristig deutlich, gleiches gilt aber auch für andere Schwellenländer wie die Türkei oder Argentinien, deren Volkswirtschaften von einer Umkehrung der globalen Kapitalflüsse bedroht sind.3

2 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018

3 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018

2.1.2 Entwicklung im Euroraum

Langsameres Wachstum bei voller Auslastung

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum verlangsamte sich laut dem Kieler Institut für Wirtschaftsforschung (IfW) 2018 etwas im Vergleich zum Vorjahr. Dabei bleiben die Rahmenbedingungen vorerst aber mit niedrigen Zinsen und expansiver Finanzpolitik günstig. Die Kieler Ökonomen erwarten nach den prognostizierten 2,1 % Expansion 2018 für die Folgejahre 1,9 % (2019) bzw. 1,7 % (2020) Wachstum. Die Produktionskapazitäten sind bereits überdurchschnittlich ausgelastet. Ebenso ist die Arbeitslosenquote deutlich rückläufig, was sich bereits in steigenden Lohnniveaus niederschlägt und in naher Zukunft vielerorts zu Spannungen an den Arbeitsmärkten führen wird. In diesem Kontext wird auch für die Jahre 2018 - 2020 eine Inflationsrate der Verbraucherpreise um 1,7 % jährlich erwartet.

Deutliche Abwärtsrisiken bestehen hier neben Handelskonflikten und einem möglichen Konjunktureinbruch bei wichtigen Handelspartnern vor allem in einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne eine Übereinkunft bezüglich der zukünftigen Handelskooperation sowie einem möglichen Konflikt zwischen der italienischen Regierung und den europäischen Partnern.4

4 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/-ifw/Konjunktur/Prognosetexte/ deutsch/2018/KKB_46_2018-Q3_Euroraum_DE.pdf

2.1.3 Entwicklung in Deutschland

Steigende Nettolöhne, eingetrübte Perspektive im Außenhandel

Für Deutschland erwarten die Ökonomen des IfW eine Fortsetzung des Wachstums, wenn auch mit etwas geringerem Tempo. So liegt die erwartete Produktionssteigerung für 2018 nun bei 1,9 % bzw. 2,0 %. Ebenso wie für den Euroraum, sind hier die Produktionskapazitäten zunehmend ausgelastet und die Unternehmen sind offenbar nicht in der Lage diese weiterhin schnell auszuweiten. Auch am Arbeitsmarkt wird das Angebot knapper. Für 2019 wird aufgrund steigender Löhne und Sozialleistungen bei sinkenden Abgabesätzen eine Steigerung der Nettolohnsumme um 5,3 % erwartet, was sich auch in zunehmendem Privatkonsum niederschlagen wird. Kurzfristig dürfte dieser gemeinsam mit einer expansiven Finanzpolitik die Hochkonjunktur weiter stützen. Die weiterhin robuste Weltwirtschaft sorgt nach einer Schwächephase zu Jahresbeginn wieder für Exportwachstum. Für den Außenhandel wird erst für 2020 auf Basis der Prognose für die wesentlichen Handelspartner ein Abflauen des Wachstums erwartet.5

5 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/-ifw/Konjunktur/Prognosetexte/ deutsch/2018/KKB_47_2018-Q3_Deutschland_DE.pdf

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2.1 Unternehmensberater treiben den digitalen Wandel in Deutschland voran

Digitale Transformation weiterhin Taktgeber

Der Boom der Unternehmensberatungsbranche aus den vergangenen Jahren setzte sich zwar auch 2018 weiter fort, ab dem zweiten Quartal trübte sich jedoch die Stimmung unter den Unternehmen leicht ein. Dem Bild für den Stimmungsindex der Gesamtwirtschaft folgend, fiel der BDU-Geschäftsklimaindex bis Ende des zweiten Quartals 2018 leicht, blieb aber weiter im positiven Bereich und über dem IFO Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft.6

Begründet wird die Stimmungstrübung auch für die Unternehmensberatungen mit den übergreifenden Unsicherheiten möglicher Handelskonflikte und den weiter offenen Brexit-Verhandlungen. Trotzdem erwarteten 37 % der vom BDU befragten Unternehmen eine Verbesserung der Geschäftslage, 9 % erwarten eine Verschlechterung. Dabei dürften die grundlegenden Themen der digitalen Transformation das Geschäft der Unternehmensberater auch weiterhin positiv beeinflussen.7

Ungeachtet der etwas weniger optimistischen Stimmung wuchsen nicht nur die Umsätze der Branche 2017 weiter um 8,5 % auf 31,5 Mrd. Euro. Über die Hälfte der Unternehmen stellte auch netto weiter zusätzliche Berater ein. Dabei bleibt die digitale Transformation weiterhin der Taktgeber der Branche, hier stehen branchenweit Big Data Themen und Kundenzentriertheit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Dabei wird der Handel weiter als wesentlicher Wachstumstreiber für die Berater gesehen.8

6 https://www.bdu.de/media/352501/kurzfassung-geschaeftsklima.pdf

7 https://www.bdu.de/media/352501/kurzfassung-geschaeftsklima.pdf

8 https://www.bdu.de/newsletter/ausgabe-22018/facts-figures-zum-beratermarkt-consultants-weiter-im-hoehenflug/

2.2.2 Positionierung des KPS-Konzerns

Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor im Handel

Die fortschreitende Digitalisierung wird die Entwicklung von Unternehmen im stationären Handel, im E-Commerce-Bereich, aber auch in anderen Branchen weiterhin bestimmen. Zusätzlich forcieren auch Komplexität und zunehmende Kurzfristigkeit des Geschäfts - insbesondere in einem konjunkturellen Aufschwung - den Beratungsbedarf der Kunden. Um dem zunehmenden Innovationsdruck erfolgreich begegnen zu können, bedarf es eines hohen Einsatzes an Ressourcen wie Personal, Know-how und monetärer Mittel. Nicht jedes Unternehmen kann mit dieser hohen Dynamik Schritt halten. An dieser Stelle setzen IT-Beratungsunternehmen an, um beim Transformationsprozess von Geschäftsmodellen in die digitale Welt den Kunden zur Seite zu stehen. Big Data, Omnichannel-Lösungen und Supply-Chain-Management sind nur einige Felder, auf denen durch kompetente Beratung und maßgeschneiderte Maßnahmen schnelle und nachhaltige Erfolge erzielt werden können. Consulting-Unternehmen wie KPS mit seiner Rapid-Transformation® Methode, die Projekte im Umfeld von Service-, Produkt- und Prozessinnovationen aktiv und prompt umsetzen, verfügen dabei über einen Wettbewerbsvorteil.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Top 10 der deutschen Managementberatungen im Jahr 2017 ihren Kurs mit einer Steigerung von rund 12,5 % beim Gesamtumsatz im In- und Ausland auf rund 2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr fortsetzten. Laut Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder übertrafen die führenden Management-Beratungen aus Deutschland damit die Prognose des Vorjahres zum vierten Mal in Folge. Dieses Ergebnis wurde mit rund 8.100 Mitarbeitern erzielt, das sind 5,2 % mehr als im Vorjahr (7.700). Da der Umsatzanstieg über dem Mitarbeiterwachstum lag, sind die Pro-Kopf-Umsätze und damit die Produktivität 2017 erneut gestiegen. KPS ist beim Vergleich des Umsatzes mit der Mitarbeiterzahl besonders effizient: Im Schnitt erwirtschaftete jeder der insgesamt 591 KPS-Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2017/2018 pro Kopf 28 % mehr Umsatz als noch der Branchendurchschnitt in 2017. Der KPS-Konzern hat seinen Platz im Lünendonk & Hossenfelder-Ranking der deutschen Management-Beratungen gefestigt und gehört weiterhin zu den Top 10 der deutschen Beratungsunternehmen.9

9 https://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2018-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KPS AG

Ertrags- und Finanzlage im Überblick

2.3.1 Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2017/2018 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Analog zum Vorjahr wurden die bei der KPS AG angefallenen Kosten im Wege einer Konzernumlage mit einem Risiko- und Gewinnaufschlag von 15 % den Tochterunternehmen belastet.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 3.718 (Vorjahr: 3.391) TEuro. Im Geschäftsjahr 2017/2018 waren bei der KPS AG durchschnittlich 54 (Vorjahr: 39) Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist dadurch bedingt, dass im Geschäftsjahr Verwaltungsmitarbeiter von einer Tochtergesellschaft in die KPS AG übernommen wurden.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 228 (Vorjahr: 176) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 354 TEuro auf 437 TEuro. Darin enthalten sind im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen wie Miet- und Raumkosten sowie Aufwendungen für M&A-Beratungen. Die Beteiligungserträge in Höhe von 5.446 (Vorjahr: 3.000) TEuro beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen setzen sich zusammen aus den Jahresergebnissen der KPS Business Transformation GmbH sowie der KPS digital GmbH, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen.

Die Zinserträge beruhen im Wesentlichen auf vertraglichen Vereinbarungen mit der KPS Business Transformation GmbH.

Unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung hat sich der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand von 1.439 TEuro auf 844 TEuro reduziert.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017/2018 beläuft sich auf 12.594 TEuro gegenüber 14.765 TEuro in der Vorperiode und liegt damit um 2.171 TEuro unter dem Vorjahreswert.

Der Hauptgrund für das verringerte Ergebnis ist der Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 5.404 TEuro. Dieser Rückgang konnte nur zum Teil mit den Beteiligungserträgen kompensiert werden, die im Vergleich zum Vorjahr um 2.446 TEuro gestiegen sind.

2.3.2 Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiterhin hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität gelegt. In diesem Zusammenhang war es notwendig, die erforderlichen liquiden Mittel für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS zum Teil durch Fremdfinanzierung bereitzustellen.

Die Liquiditätsplanung wird laufend angepasst und überwacht, über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG.

Die KPS AG verfügt zum 30. September 2018 über Zahlungsmittel in Höhe von 3.683 (Vorjahr: 4.603) TEuro. Im Vergleich zum 30. September 2017 hat die Nettoliquidität um 920 TEuro abgenommen.

Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen. Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 16 Mio. Euro.

Zum Ende des Berichtsjahres bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 21.200 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro). Diese resultieren aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer ursprünglichen Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 16.200 (Vorjahr: 0) TEuro sowie aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 5.000 (Vorjahr: 0) TEuro.

Im Rahmen des Finanzmanagements wurde zur Absicherung des Zinsrisikos des langfristigen Kredits ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle.

Finanzlage im Überblick

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in TEuro 2017/2018 2016/2017
Finanzmittelfonds zum 01.10. 4.603 8.049
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 13.058 9.809
Investitionstätigkeit -22.084 -1.152
Finanzierungstätigkeiten 3.106 -12.103
Finanzmittelfonds zum 30.09. -1.317 4.603

Der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag in Höhe von -1.317 (Vorjahr: 4.603) TEuro setzt sich zusammen aus den Bankguthaben in Höhe von 3.683 (Vorjahr: 4.603) TEuro und den kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von 5.000 (Vorjahr: 0) TEuro.

2.3.3 Vermögenslage

Die Aktivseite der KPS-Bilanz ist im Wesentlichen durch den Wertansatz ihrer Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 92.751 (Vorjahr: 66.898) TEuro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 14.096 (Vorjahr: 23.921) TEuro geprägt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden folgende Unternehmenskäufe getätigt:

a) Am 02. Oktober 2017 hat die KPS AG 100 % der Anteile an der ICE Consultants Europe S.L., Spanien erworben. Im Geschäftsjahr wurden Kaufpreiszahlungen in Höhe von 10.354 TEuro geleistet, in den Folgejahren bis 2022 wird mit weiteren Zahlungen in Höhe von 9.753 TEuro gerechnet.

b) Am 02. Januar 2018 hat die KPS AG 100 % der Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH, Deutschland erworben. Im Geschäftsjahr wurden Kaufpreiszahlungen in Höhe von 4.644 TEuro geleistet, sowie eigene Aktien mit einem Zeitwert von 1.934 TEuro hingegeben. In den Folgejahren bis 2023 wird mit weiteren Zahlungen in Höhe von 4.628 TEuro gerechnet.

c) Am 09. Februar 2018 hat die KPS AG 100 % der Anteile an der Envoy Digital Limited, England erworben. Im Geschäftsjahr wurden Kaufpreiszahlungen in Höhe von 5.996 TEuro geleistet, in den Folgejahren bis 2023 wird mit weiteren Zahlungen in Höhe von 4.916 TEuro gerechnet.

Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr.11 HGB ist im Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen auf Konzernumlagen und konzerninternen Verrechnungen, wie z.B. Umsatzsteuern aufgrund bestehender Organschaftsverhältnisse und Ergebnisabführungen.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände von 195 TEuro im Vorjahr um 399 TEuro auf 594 TEuro resultiert im Wesentlichen durch eine Steuerforderung gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 287 TEuro sowie einem Anstieg der debitorischen Kreditoren in Höhe von 78 TEuro.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 78.848 TEuro im Vorjahr um 1.432 TEuro auf 80.280 TEuro am 30. September 2018.

Das Grundkapital der Gesellschaft veränderte sich im Geschäftsjahr nicht und beträgt weiterhin 37.412.100 Euro.

Der Bilanzgewinn verringerte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 30.389 TEuro um 61 TEuro auf 30.328 TEuro.

Die Eigenkapitalquote beträgt 71,4 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 10,1 % gesunken.

Die Steuerrückstellungen betragen 767 TEuro und beinhalten im Wesentlichen den laufenden Steueraufwand 2017/2018 für Körperschafts- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 4.185 (Vorjahr: 4.074) TEuro und beruhen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich von 10.499 TEuro um 8.084 TEuro auf 2.415 TEuro. Sie stellen im Wesentlichen den Saldo aus Konzernumlagen und dem im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling dar.

Zum Bilanzstichtag bestanden erstmals Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 21.200 TEuro (Vorjahr: 0). Diese resultieren aus der Aufnahme eines langfristigen Darlehens mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 16.200 (Vorjahr: 0) TEuro sowie aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 5.000 (Vorjahr: 0) TEuro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.059 TEuro auf 3.346 TEuro (Vorjahr: 2.287 TEuro). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2018/2019 fälligen Kaufpreisverpflichtungen für die Beteiligungserwerbe an der Envoy Digital Ltd. und der ICE Consultants Europe S.L. in Höhe von 2.660 TEuro. Davon entfällt ein Betrag in Höhe von 600 TGBP auf den Erwerb der Envoy Digital Ltd. Die passivierte 4. Earn-Out-Rate für 2016/2017 für den Erwerb der KPS digital GmbH, Dortmund, in Höhe von 449 TEuro wurde im laufenden Geschäftsjahr bezahlt. Die Verbindlichkeiten aus Steuern haben sich um 1.274 TEuro verringert.

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Da es sich bei der KPS AG um eine Holding ohne operativen Geschäftsbetrieb handelt, werden im Folgenden die finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren des KPS-Konzerns dargestellt:

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in Mio. Euro 2017/2018 2016/2017
Konzernumsatz 172,2 160,3
EBITDA 20,0 26,4
EBIT 16,6 24,8
Konzernergebnis 9,8 19,8
Ergebnis je Aktie (Euro) 0,26 0,53
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9,1 6,7
Finanzschulden 21,2 0,0

2.4.1 Ermittlung des EBITDA

Zur Verbesserung der Aussagekraft des operativen Unternehmensergebnisses wird zukünftig auch das EBITDA als Leistungsindikator verwendet.

Dies wurde notwendig, da durch die Unternehmenskäufe und die damit verbundenen Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten immateriellen Vermögenswerte erhebliche Aufwendungen aus dem nicht-operativen Bereich im EBIT enthalten sind. Zur Erhöhung der Transparenz werden diese Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als "Abschreibungen M&A bedingt" ausgewiesen.

Das EBITDA hat sich von 26,4 Mio. Euro im Vorjahr um 6,4 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017/2018 verringert. Dies entspricht einer Reduzierung von 24,2 %.

Bezogen auf den Umsatz von 172,2 (Vorjahr: 160,3) Mio. Euro verringerte sich die EBITDA-Marge um 4,9 Prozentpunkte auf 11,6 % (Vorjahr: 16,5 %).

2.4.2 Ermittlung des EBIT

Das EBIT als Kenngröße des gesamten, operativen und nicht-operativen Unternehmensergebnisses hat sich von 24,8 Mio. Euro im Vorjahr um 8,2 Mio. Euro auf 16,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017/18 verringert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Abnahme auf 33,0 %.

Zur Erhöhung der Transparenz wird neben dem EBIT auch ein bereinigtes EBIT (Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt) ausgewiesen, welches das operative Ergebnis (EBIT) vor dem "Abschreibungen M&A bedingt" ausweist.

Bezogen auf den Umsatz von 172,2 (Vorjahr: 160,3) Mio. Euro verringerte sich die EBIT-Marge um 5,8 Prozentpunkte auf 9,6 % (Vorjahr: 15,4 %).

Die am 31. Januar 2018 ausgegebene Prognose eines EBIT in Höhe von 23 - 26 Mio. Euro konnte im Geschäftsjahr 2017/2018 hauptsächlich wegen der Auswirkungen eines Unternehmenskaufs nicht erreicht werden. Entsprechend hatte der Vorstand der KPS AG die Ergebnisprognose am 29. Mai 2018 angepasst. Das im Geschäftsjahr 2017/2018 erreichte EBIT von 16,6 Mio. Euro liegt im Rahmen der dort ausgegebenen Ergebnisprognose in Höhe von 16 - 20 Mio. Euro.

2.4.3 Ermittlung des Umsatzes

Als Standardgröße zum Branchenvergleich mit Wettbewerbern sowie zur Messung der Entwicklung der KPS dienen der erzielte Nettoumsatz aus Sicht der gesamten KPS sowie die Aufteilung der Umsatzerlöse in die drei Hauptsegmente der KPS, Managementberatung, Systemintegration und Produkte/Lizenzen.

Mit 172,2 Mio. Euro Umsatzerlösen (Vorjahr: 160,3) wurden die ursprünglichen Erwartungen von 160 - 170 Mio. Euro erreicht.

Mit einem Volumen von 151,2 (Vorjahr: 146,4) Mio. Euro erwirtschaftet der KPS-Konzern den Hauptanteil mit der Managementberatung bei namhaften Kunden im Bereich Handel und der Konsumgüterindustrie. Die anderen beiden Hauptsegmente Systemintegration und Produkte/Lizenzen trugen mit 1,3 (Vorjahr: 2,0) und 19,7 (Vorjahr: 11,9) Mio. Euro zum Jahresumsatz bei.

2.4.4 Personal

KPS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen ihre Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung der Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzt KPS auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Die zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung der Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Am 30. September 2018 beschäftigte die KPS AG insgesamt 591 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 487). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2017/2018 um 104 Beschäftigte bzw. 21,4 % angestiegen, was im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. In Deutschland beschäftigten wir 457 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 457), dies entspricht einem Anteil von 77,3 % (Vorjahr: 93,8 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 565 (Vorjahr: 454) ohne Vorstände und Geschäftsführer. Der Anstieg um 111 Beschäftigte bzw. 24,4 % beruht im Wesentlichen auf der Zunahme des Geschäftsvolumens.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017/2018 um 8,9 Mio. Euro bzw. um 16,7 % auf 62,2 (Vorjahr: 53,3) Mio. Euro.

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30.09.2018 30.09.2017 Veränderung
Mitarbeiter pro Region
Deutschland 457 457 0
Spanien 65 0 65
England 35 0 35
Dänemark 20 16 4
Schweiz 8 12 -4
Österreich 5 0 5
Niederlande 1 2 -1
Gesamt 591 487 104
Mitarbeiter nach Funktion
Vorstand 1 1 0
Geschäftsführer 14 5 9
Berater 508 426 82
Verwaltung 67 53 14
Auszubildende 1 2 -1
Gesamt 591 487 104

Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist der Vorstand der KPS AG, Herr Leonardo Musso (bei insgesamt 14 weiteren Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt. Somit sind 15 Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2018 tätig.

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung

KPS verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017/2018. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden, wobei die für das Geschäftsjahr 2017/2018 prognostizierten Umsätze leicht übertroffen wurden. Die Ertragslage befindet sich weiterhin auf einem stabilen Niveau.

Das im Rahmen der Ergebnisprognoseanpassung am 29. Mai 2018 ausgegebene Ziel eines EBIT zwischen 16 - 20 Mio. Euro wurde ebenfalls erreicht.

Mit einer Eigenkapitalquote von 46,5 % (Vorjahr: 64,3 %) steht KPS weiterhin auf einer soliden Finanzbasis. Aufgrund der guten Finanzbasis und der getätigten Investitionen in Entwicklungsleistungen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

3 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in den wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen der Research-Aktivitäten wertet KPS regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für KPS relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit hoher Reichweite erwartet KPS aufgrund der derzeitigen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte.

3.1 Risikomanagementziele und -methoden

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in der KPS Rapid-Transformation®-Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und gegenüber diesen rechtzeitig gegengesteuert werden.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, das kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiterentwickelt wird. Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand.

3.2 Einzelne Chancen und Risiken

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Risiken für Weltwirtschaft aus Handelskonflikten, Brexit und Schwellenländern

Das handelspolitische Klima wird nach Einschätzung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute rauer. In den USA zeigt sich, dass protektionistische Drohungen auch umgesetzt werden und die Verhinderung neuer Zollschranken oftmals nur auf Kosten neuer nichttarifärer Handelshemmnisse zu erkaufen ist. Fortdauernde Konflikte mit China und der EU stellen diesbezüglich weiterhin Abwärtsrisiken dar. In Europa sind sich die EU und Großbritannien prinzipiell einig, auch in Zukunft enge Beziehungen zu pflegen. Eine Übergangsphase zur Verhandlung detaillierter Vereinbarungen wird angestrebt. Die Annahme des Verhandlungsergebnisses zum Austritt Großbritanniens aus der EU ist jedoch weiterhin in der Schwebe und stellt im Falle eines ungeordneten Austritts ein deutliches Abwärtsrisiko dar. Die Konjunkturen der Schwellenländer werden durch den Rückzug von Investoren auf Basis höherer US-Zinssätze zwar prinzipiell bedroht, mit Ausnahme der bereits länger unter Druck stehenden Türkei und Argentiniens konnten sie aber bislang eine echte Krise vermeiden.10

10 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

Langsameres Wachstum in Europa

Die Finanzpolitik im Euroraum bleibt zumindest in einigen Ländern leicht expansiv, in 2019 angeführt von Deutschland. Die Konjunktur wächst trotz nachlassender Impulse von außen weiterhin, hauptsächlich gestützt durch die Binnennachfrage. Der Aufschwung im Euroraum verlangsamt sich etwas, laut Gemeinschaftsprognose ist aber eine Fortsetzung des breiten Aufschwungs in Osteuropa zu erwarten. Eine weiter expansive Finanzpolitik und aufgrund geringer Arbeitslosigkeit steigende Reallöhne sorgen weiterhin für eine robuste Konjunktur. Wesentliche Risiken für die Entwicklung der europäischen Wirtschaft gehen von einer neuen Schuldenkrise aus, sollte die italienische Regierung ihre stark expansiven finanzpolitischen Versprechen vollumfänglich umsetzen. Die bestehende hohe Staatsschuld hat bereits zu einem deutlichen Risikoaufschlag für italienische Staatstitel geführt, der Aufbau signifikanter neuer Schulden könnte zu einem weiteren Vertrauensverlust der Kapitalmärkte führen. Sollte die Solvenz des italienischen Staates ernsthaft in Zweifel kommen, könnte dies den Zusammenhalt der europäischen Währungsunion gefährden.11 Weitere Risiken ergeben sich wie unter 3.2.3 näher erläutert aus dem Austritt Großbritanniens aus der EU.

11 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

Deutschland im Einfluss der Weltwirtschaft

Die Abwärtsrisiken für die deutsche Konjunktur haben sich im Laufe des Jahres 2018 vergrößert. Die zunehmenden Risiken im weltwirtschaftlichen Umfeld treffen die deutsche Wirtschaft mit ihrer deutlichen Exportorientierung in besonderem Maße. Die Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsinstitute geht nicht davon aus, dass die italienische Regierung alle angekündigten finanzpolitischen Maßnahmen umsetzt. Sollte dies jedoch der Fall sein, steigt das Risiko einer verstärkten Wiederholung der Eurokrise, deren Auswirkungen auch auf Deutschland beträchtlich wären. Auch ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würde Deutschland als Exportnation besonders treffen. Eine Rückkehr zu einer konventionelleren Geldpolitik auf Seiten der Europäischen Zentralbank würde auch zu leicht höheren Zinsen in Deutschland führen. Dieser Effekt ist nach Einschätzung der Wirtschaftsinstitute aber nicht groß genug, um die Finanzierungsbedingungen in der deutschen Wirtschaft signifikant zu verschlechtern.12

12 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

3.2.2 Branchenspezifische Chancen und Risiken

KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu seinen Kunden und verfügt über hervorragende Referenzen.

Die fortschreitende digitale Transformation von Unternehmen erfordert innovative, agile und schnell umsetzbare Beratungsansätze, um Unternehmen bei der grundlegenden operativen und kulturellen Neuausrichtung der Organisation strategisch, prozessual sowie auf der technologischen Ebene zu unterstützen. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, beginnend bei der klassischen Warenwirtschaft über das Onlinegeschäft bis zum digitalen Marketing sowie die Bereiche Mobile und Analytics (Big Data). Die KPS AG investierte bereits sehr früh in digitale Beratungsbereiche und ist heute als eine der wenigen Unternehmensberatungen in der Lage, ganzheitliche, unternehmensweite (End-to-End), digitale Prozessketten für die Unternehmenssteuerung in Echtzeit zu liefern und diese mittels standardisierter Software-Lösungen von beispielsweise SAP, Adobe oder Intershop zu implementieren.

Besonders durch die Herausforderungen der digitalen Transformation erwartet KPS deutliche Wachstumsimpulse im Omnichannel, im B2B- aber auch im B2C-Bereich nicht nur im Handel, sondern auch im Dienstleistungs- und Industriebereich. KPS beobachtet, dass die Beschaffungsstrukturen in Unternehmen sich verändern und Entscheidungsträger sich nicht mehr nur im traditionellen IT- oder Finanzbereich finden, sondern Budgets vermehrt in den Marketing- oder E-Commerce-Bereich der Unternehmen wandern. Vertriebs- und Marketingaktivitäten, aber auch allgemein der Beratungsansatz, müssen auf diese zusätzlichen, neuen Ansprechpartner in den jeweiligen Branchen angepasst werden.

Die Projektzyklen der KPS-Kunden werden durch die Geschwindigkeit der fortschreitenden Digitalisierung immer kürzer. KPS erlebt daher, dass Unternehmen bei der Auswahl des Beratungspartners auch zunehmend Gewicht auf dessen Kompetenzen und Fähigkeiten legen, Transformationsprojekte so begleiten zu können, dass durch entsprechende Change-Management-Impulse und -Maßnahmen auch die Mitarbeiter der einzelnen Fachabteilungen mitgenommen und im Change-Prozess begleitet werden. So können Unternehmen einen schnellen Projekt-ROI erzielen und in hart umkämpften Märkten agil bleiben.

KPS hat deshalb im vergangenen Geschäftsjahr auch vermehrt in die Industrialisierung des Beratungsansatzes investiert: Strategisches Alignment, Prozesse, Change-Management und die Implementierung von Standard-Technologien können nun noch schneller umgesetzt und innovative Geschäftsideen und Konzepte noch rascher realisiert werden.

Die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit nach erfolgreich abgeschlossenen Transformationsprojekten führen für KPS zum Abschluss langfristiger Verträge für Application Management Services und Support-Aktivitäten und tragen dadurch zur Umsatzgenerierung bei.

3.2.3 Risiken aus dem Austritt Großbritanniens aus der EU

Der Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit), ist ein weiterhin ergebnisoffener Prozess. Die politischen Entwicklungen insbesondere in Großbritannien hinsichtlich der Stabilität und Durchsetzungsfähigkeit der Regierung im Unterhaus sowie auf EU-Ebene hinsichtlich der geschlossenen Zustimmung aller EU-Regierungen zum ausgehandelten Austrittsabkommen sind essentiell und können letztlich nicht garantiert werden.13

Ein Austritt im März 2019 ohne ein unterzeichnetes Austrittsabkommen stellt für die KPS AG verschiedene regulatorische Risiken dar, da in diesem Fall Großbritannien als Nicht-EU-Ausland gelten würde. Über Tochtergesellschaften betreibt die KPS AG einen Standort in London, an dem auch eines von drei KPS Innovation Centers angesiedelt ist. Der Transfer von Mitarbeitern zwischen diesem und anderen Standorten sowie der Import und Export von Dienstleistungen würden unter ein anderes, restriktiveres Regelwerk fallen.14

Die Envoy Digital Ltd., London, erwirtschaftete seit dem Erwerbszeitpunkt im Februar 2018 Umsatzerlöse von rd. 3,9 Mio. Euro und ist damit für den Gesamtkonzern nicht von wesentlicher Bedeutung.

Als wahrscheinlicher gilt im Moment allerdings ein Szenario, in dem das bis November ausgehandelte Austrittsabkommen umgesetzt wird15 und die bisherige Handelskooperation zunächst fortgeführt wird.16 Änderungen der gesetzlichen Regelungen zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU-27 (die verbleibenden EU Länder nach dem Brexit) würden in einem solchen Szenario über die nächsten Jahre ausgehandelt und schrittweise umgesetzt. Dies verlängert zwar die bestehende Unsicherheit über die zukünftigen Regelungen, verhindert aber einen harten Bruch im März 2019 und bietet die Möglichkeit einer kooperativen Beziehung in der Zukunft.17

Auf Basis der jeweils aktuellen Entwicklung ist die KPS AG in der Lage, rechtzeitig Maßnahmen zu treffen, um direkten Schaden durch einen möglichen ungeregelten Brexit oder eine für die Gesellschaft ungünstige Änderung der zukünftigen Handelsbeziehungen zu minimieren. Diese Vorbereitungen sind nach Einschätzung des Managements aber erst dann sinnvoll, wenn eine konkrete negative Entwicklung absehbar wird um unnötige Kosten und Unterbrechungen im Geschäftsablauf zu vermeiden.

13 https://www.theguardian.com/politics/2018/nov/14/theresa-mays-draft-brexit-deal-what-is-it-and-what-happens-next

14 http://researchbriefings.files.parliament.uk/documents/CBP-8397/CBP-8397.pdf

15 https://www.politico.eu/article/brexit-no-deal-amber-rudd-uk-parliament-will-block/

16 https://www.politico.eu/article/10-things-you-need-to-know-about-the-theresa-may-eu-brexit-deal/

17 https://www.theguardian.com/politics/2018/nov/14/brexit-deal-key-points-from-the-draft-withdrawal-agreement

3.2.4 Chancen und Risiken in der Auftragsabwicklung

Mit der agilen KPS Transformation® Methode setzt KPS bewährte Technologie der Spitzenklasse in der Umsetzung von Projekten ein. Dabei verbinden die Berater von KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung, um durch die Realisierung von Synergiepotenzialen in den Beratungssegmenten optimale Transformationsprozesse zu erzielen. Das Einführungsrisiko wird so erheblich reduziert.

Die Planung und Umsetzung von Projekten ist größtenteils umfangreich und komplex. Zusätzliche Anforderungen von Kunden führen dann zu Änderungen im Projektaufbau oder -ablauf. Das bedeutet ein Risiko vor allem für Werkverträge mit Festpreisvereinbarungen. Projekte, die nach Arbeitszeit und -aufwand abgerechnet werden, stellen aus Sicht der KPS AG kein bestandsgefährdendes Risiko dar, da Änderungsanforderungen zu entsprechenden Anpassungen des Projektbudgets führen.

Durch die Komplexität der Projekte und Besonderheiten in den Branchen, in denen die Kunden der KPS tätig sind, kann es zu fachlichen und/oder qualitativen Problemen kommen, die von den zugeteilten Projektmitarbeitern nicht gelöst werden können.

KPS beobachtet zunehmende Versuche von Mitbewerbern, das erfolgreiche Modell nachzubilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber KPS zu erzielen.

3.2.5 Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Durch die aktuelle Unternehmensgröße mit einem kontinuierlich steigenden Jahresumsatz von nun 172,2 Mio. Euro und einer stabil wachsenden Beratungsmannschaft von gegenwärtig 591 Beschäftigen ist das Interesse von großen Unternehmen an den Beratungsleistungen der KPS AG weitergewachsen. Die zunehmende Attraktivität von KPS steigert die Chancen, von Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

Aufgrund der Komplexität der Beratungsinitiativen und der Unternehmensgröße der Kunden kann die KPS AG gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Großprojekten bedienen. Der Ausfall (Zahlungsunfähigkeit) eines oder mehrerer dieser Großkunden birgt daher ein bestandsgefährdendes Risiko.

3.2.6 Personalrisiko

Das Unternehmenswissen ist im Humankapital von KPS verankert. Die Abwanderung von qualifizierten Führungskräften und Beratern an Konkurrenzunternehmen führt zu Know-how-Verlust und stellt daher ein Risiko dar.

3.2.7 Chancen und Risiken in der Investition und Finanzierung

Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur in begrenztem Umfang. Dies gilt auch für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. Das Geschäftsmodell von KPS bringt es mit sich, dass relativ wenige, aber sehr umfangreiche Projekte gleichzeitig bearbeitet werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Der Ausfall eines Kunden kann deshalb eine sehr negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation von KPS haben. Ein Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für die KPS AG dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung. Die Außenstände werden ständig überwacht. Sowohl die Projektverantwortlichen als auch das Top-Management erhalten monatlich eine Übersicht mit den überfälligen Posten je Kunde und können somit kurzfristig auf ein verändertes Zahlungsverhalten reagieren. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen werden aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro als nicht wesentlich eingestuft.

Die KPS AG hat im Rahmen mehrerer Unternehmensakquisitionen einen langfristigen Kredit in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen.

Die Zielsetzung des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente besteht darin, Auswirkungen auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelflüsse weitgehend zu reduzieren, die aus Veränderungen von Zinssätzen resultieren können. Durch den Einsatz des Zinsswaps wurde der variable Zinssatz in einen fixen Zinssatz getauscht und somit eine feste Zinsbindung erreicht.

3.2.8 Steuerliche Chancen und Risiken

Dem Vorstand sind derzeit keine wesentlichen steuerlichen Risiken bekannt.

3.2.9 Technologische Chancen und Risiken

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern von KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

3.2.10 Chancen und Risiken aus der Holdingfunktion

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochterunternehmen abhängig.

3.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Das Risikofrüherkennungssystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungssystem wurde im Rahmen der Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- und Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG derzeit nicht erkennbar.

3.4 Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement

Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §§ 289 Absatz 4, 315 Absatz 4 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden.

Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essenzielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt über unser SAP Finance & Controlling-System eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich oder gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

4 PROGNOSEBERICHT

4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose

Weltwirtschaft weiter positiv, Handelskonflikte bremsen

Für die Jahre 2019 und 2020 erwarten die wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute auf Basis des zumindest bis in das Jahr 2019 hinein weiter expansiven geld- und finanzpolitischen Umfeldes eine zunächst weiterhin kräftige Expansion der fortgeschrittenen Volkswirtschaften. 2019 soll das Wachstum 3,0 % betragen, für 2020 werden 2,9 % erwartetet. Das entspricht einer Prognosesenkung im Vergleich zum Frühjahrsgutachten um jeweils 0,1 Prozentpunkte.18

In den USA, Japan und Großbritannien soll sich 2019 und 2020 das Wachstumstempo des Bruttoinlandsprodukts laut Gemeinschaftsdiagnose verlangsamen. Schuld sind nur teilweise zyklische Effekte, wesentliche Einflüsse werden auch aus Handelskonflikten erwartet. In Japan werden negative Effekte aber durch zusätzliche Investitionen im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 2020 abgefangen. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs wird zusätzlich durch die schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen belastet werden. Ursächlich dafür ist die mit dem Brexit verbundene Unsicherheit. Insgesamt werden die Volkswirtschaften in den Schwellenländern durch steigende Zinssätze in den USA etwas unter Druck gesetzt, insbesondere die Türkei und Argentinien, aber auch Russland und Brasilien sehen zunehmende Investitionsabflüsse.19

Dennoch erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute der Gemeinschaftsdiagnose durch den Strukturwandel der chinesischen Volkswirtschaft im Prognosezeitraum auch ein Nachlassen der wirtschaftlichen Expansion im asiatischen Raum. Während der Handelskonflikt mit den USA bisher noch keine sichtbaren Effekte auf das Wachstum hatte, ist die Stimmung an den Börsen und bei Konsumenten eingetrübt. Die chinesische Regierung stellte sich ebenfalls bereits mit stützenden geld- und finanzpolitischen Maßnahmen auf mögliche Auswirkungen ein.20

18 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

19 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

20 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

Euroraum mit langsamerem Wachstum und geringerer Erwerbslosenquote

Im Euroraum wird für die Jahre 2019 und 2020 aufgrund der Grenzen des Kapazitätswachstums sowie der Unsicherheiten im Welthandel mit leicht geringeren Wachstumsraten gerechnet. Die anhaltende hohe Beschäftigungsrate und die aufwärtsgerichtete Lohndynamik sorgen neben der Finanzpolitik für weitere Wachstumsimpulse. Das für 2019 (1,8 %) und 2020 (1,6 %) prognostizierte Wachstum wird weiterhin wesentlich von der Binnenwirtschaft getragen und übertrifft das Wachstum des Produktionspotenzials, was eine weitere Öffnung der positiven Produktionslücke nach sich ziehen wird.21

Die fortgesetzte konjunkturelle Erholung soll sich demnach auch in einer weiteren Verbesserung der Arbeitsmarktlage widerspiegeln. Die Arbeitslosenquote soll 2019 im Durchschnitt auf 7,8 % sinken. Für 2020 werden 7,5 % prognostiziert. Da die Energie- und Lebensmittelpreise nicht merklich steigen sollen, rechnen die Institute der Gemeinschaftsdiagnose mit einem Rückgang der Preissteigerungsrate auf je 1,8 % in den Jahren 2019 und 2020.22

21 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

22 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

Wachstum in Deutschland stützt sich auf Binnenkonjunktur

Nach Meinung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute wird sich das Expansionstempo der Wirtschaft in Deutschland nur geringfügig abschwächen. Das Bruttoinlandsprodukt soll 2019 demnach um 1,9 % und im Jahr 2020 um 1,8 % zunehmen. Dabei überzeichnet das Wachstum für 2020 aufgrund einer hohen Anzahl Arbeitstage die konjunkturelle Dynamik etwas, die sich insgesamt verlangsamen wird. Da das Bruttoinlandsprodukt weiter etwas stärker steigen wird als das Produktionspotenzial, sollte sich der Auslastungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten weiter erhöhen.23

Getragen wird der Aufschwung wesentlich von der Binnenkonjunktur, insbesondere der auf Basis steigender Löhne und fiskalpolitischer Entlastungen von Konsumenten stimulierte Privatkonsum. Die außenwirtschaftlichen Impulse werden aufgrund der sich allmählich abschwächenden Weltkonjunktur weniger kräftig ausfallen.24

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird nach Ansicht der Wirtschaftsforscher weiter angespannt bleiben, zunehmende Arbeitsmarktpartizipation und Zuwanderung vermögen den alterungsbedingten Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials immer weniger auszugleichen. Die Zahl der Erwerbstätigen soll 2019 und 2020 mit 421.000 sowie 310.000 etwas langsamer zunehmen. Unterdessen wird erwartet, dass die Erwerbslosenquote in Deutschland ungeachtet der zunehmenden Erwerbsbeteiligung anhaltend sinken wird. Die Arbeitslosenquote soll 4,8 % im Jahr 2019 und 4,5 % im Jahr 2020 betragen. Aufgrund steigender Lohnkosten wird 2019 ebenfalls ein Anstieg der Verbraucherpreise von 2,0 % und im Jahr 2020 von 1,9 % erwartet.25

23 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

24 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

25 http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2018/10/GD2_2018_final_20181002.pdf

4.2 Branchenspezifische Prognose

Enormer Bedarf für digitale Transformation der Wertschöpfungskette

Im Winterhalbjahr 2018/2019 erwarten 37 % der Unternehmensberatungen in Deutschland eine weitere Verbesserung der Geschäftsaussichten, lediglich 9 % rechnen mit einer ungünstigeren Entwicklung. Besonders optimistisch zeigen sich die Unternehmens- und Personalberater nach der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) im dritten Quartal 2018.26 Der anhaltende Bedarf an Projektunterstützung sowie Outsourcing führt auch in der IT-Dienstleistungsbranche zu optimistischen Aussichten. Besonders IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen mit einer Fokussierung auf das Projektgeschäft profitieren von dieser Entwicklung. Für 2019 erwarten die IT-Consultingunternehmen ein Umsatzwachstum von 23 %.27

Dabei liegt der Fokus weiterhin auf der Verbesserung der "Customer Experience" mithilfe digitaler Interaktionskanäle, mit dem Ziel die Kundezufriedenheit und Kundenbindung zu stärken. Dies gilt insbesondere für Branchen wie den Handel und Energieversorger, bei denen die Kundenbindung sinkt und zugleich die Digitalisierung besonders weit fortgeschritten ist. Anders als zuvor plant die große Mehrheit der Unternehmen (87 %) in Zukunft die Digitalisierung der Kundenschnittstellen geschäftsübergreifend umzusetzen und so die Arbeit in Silos zu vermeiden.28

26 https://www.bdu.de/media/352646/geschaeftsklimabefragung 2q2018.pdf

27 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland" S. 34

28 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland" S. 18

Digitale Geschäftsmodelle und Strategien zentral

Die Anpassungsleistungen, die viele Unternehmen bringen müssen, um kundenzentrische digitale Strategien umzusetzen, sind sehr vielfältig. Treiber ist die Nutzung mobiler Endgeräte in allen Lebensbereichen und die Erwartungshaltung der Kunden, die digitale und kanalübergreifende Prozessketten voraussetzen. Dies ermöglichte in der Vergangenheit bereits die Disruption verschiedener Branchen durch Start-Ups mit durchgängigen digitalen Lösungen von Spotify bis FlixBus. Zwei Drittel der Manager in Großunternehmen nehmen bereits eine Stärkung der Marktmacht ihrer Kunden durch die Digitalisierung wahr, weitere 15 % stimmen teilweise zu. Dabei ist es für viele Unternehmen nicht einfach, Digitalisierungsprojekte umzusetzen, oft weil Organisationsstrukturen und Unternehmenskultur wesentliche Hemmnisse darstellen. Laut Lünendonk Studie wurden im vergangenen Jahr ca. 2,3 % des Umsatzes in Digitalisierungsprojekte entlang der Kundenschnittstelle investiert, für 2019 werden 3,3 % prognostiziert.29

Zudem investieren viele Beratungsunternehmen auch in die Digitalisierung des eigenen Geschäfts. Hier werden softwaregestützte Beratungsangebote immer wichtiger, mit Fokus weiterhin im Bereich Datenanalyse.30 Auch wenn das Potenzial digitaler Beratungslösungen noch nicht vollständig ausgeschöpft ist und stark von Unternehmensgröße, Kundenbranche und Projektsituation abhängt, zeigt sich hier ein deutlicher Trend hin zum Einsatz digitaler Beratungstechnologien.31

29 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland"

30 https://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2018-managementberatung-in-deutschland

31 https://www.bdu.de/newsletter/ausgabe-32018/die-bedeutung-digitaler-beratungsangebote-waechst-auch-fuer-kleinere-consultingfirmen/

Konjunktur ermöglicht IT-Investitionen

Die gute gesamtwirtschaftliche Lage erlaubt es den Unternehmen weiterhin in Digitalisierungsthemen zu investieren. Aufgrund der weiterhin robusten Kundennachfrage sehen sich auch eine Mehrheit der Beratungsunternehmen nach längerer Zeit wieder in der Lage Preiserhöhungen durchzusetzen und so die steigenden Lohnkosten des Sektors auszugleichen.32

32 https://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2018-managementberatung-in-deutschland

Digitale Transformation fordert auch Beratungsunternehmen

In Transformationsprojekten sind agile Methoden, das Alleinstellungsmerkmal von KPS mit der KPS Rapid Transformation®, inzwischen die bevorzugte Umsetzung. Die Kunden von Beratungsunternehmen legen besonderen Wert nicht nur auf Branchenkompetenz, sondern eben auch auf agile Methoden (77 %), Innovationsfähigkeit (94 %) und die Entwicklung von Prototypen für digitale Lösungen (71 %). Kunden erwarten hochwertige digitale Angebote, die die gesamte "Customer Experience" ohne Brüche auch über mehrere Kanäle hinweg abbilden. Dazu passt auch der Trend, dass Kunden die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien zunehmend als Gesamtprojekte ausschreiben oder alle Teilprojekte mit dem gleichen Dienstleistungspartner abwickeln.33

27 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland" S. 34

28 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland" S. 18

29 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland"

30 https://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2018-managementberatung-in-deutschland

31 https://www.bdu.de/newsletter/ausgabe-32018/die-bedeutung-digitaler-beratungsangebote-waechst-auch-fuer-kleinere-consultingfirmen/

32 https://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2018-managementberatung-in-deutschland

33 Lünendonk Marktsegmentstudie "Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland" S. 26

4.3 Prognose für den KPS-Konzern

Zur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung vorgesehen. Bei den Kostenstrukturen rechnet KPS mit weiteren Verbesserungen bzw. Produktivitätssteigerungen durch die unternehmensinternen Digitalisierungsprojekte. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2018/2019 resultiert unter anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume, den Ergebnissen der vergangenen Monate sowie dem exzellenten Beratungsportfolio für die KPS-Fokusbranchen Handel und Konsumgüterindustrie.

Vorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage insgesamt sehr positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir gut aufgestellt. Darüber hinaus verfügt KPS über eine sehr solide Finanzstruktur und Ertragslage. Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns in diesem Geschäftsjahr konsequent auf die Ertragsoptimierung und den Abschluss der Integration der neuen Tochtergesellschaften konzentrieren.

Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2018/2019 geht der Vorstand weiter von einem stabilen Wachstum aus. KPS ist erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2018/2019 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang erwartungsgemäß entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine leichte Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 170 - 180 Mio. Euro sowie eine deutliche Steigerung des EBITDA auf 22 - 27 Mio. Euro.

Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß der vorstehenden Prognose für das Geschäftsjahr 2018/2019 entwickeln. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stimmt die aktuelle Geschäftsentwicklung mit den Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen überein.

Unsere Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

5. VERGÜTUNGSBERICHT

5.1 Vorstandsvergütung

Die Vergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum ist ein Jahresfestbezug vereinbart, der in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar ist. Die variable Komponente ist eine auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtete, leistungsbezogene Bonuszahlung, die über einen Bemessungszeitraum von insgesamt drei Geschäftsjahren (das jeweilige Ausgangsjahr und die beiden Folgegeschäftsjahre) berechnet wird.

Die Auszahlung des Bonus hängt vom Erreichen bestimmter im Ausgangsjahr festgelegter Zielvorgaben ab. Für jedes Jahr des Bemessungszeitraums werden verschiedene Bandbreiten an quantitativen und ggf. qualitativen Kriterien festgelegt, denen jeweils ein Bonus- oder Malusbetrag gegenübersteht. Das Vorstandsmitglied erhält nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres des relevanten Bemessungszeitraums eine jährliche Abschlagszahlung, deren Höhe sich nach dem Saldo der bis dahin erzielten Bonus- und Malusbeträge richtet. Nach Feststellung des endgültigen Bonus ist das Vorstandsmitglied verpflichtet, eine etwaige Differenz zwischen den Abschlagszahlungen und dem endgültig festgestellten Bonus an die Gesellschaft zurückzuzahlen. Die fixe und variable Vergütung betrug für den Alleinvorstand für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017/2018 insgesamt 572 (Vorjahr: 1.028) TEuro, wobei der variable Anteil 42 % (Vorjahr: 47 %) der Gesamtbezüge betrug.

Dem Vorstand wird zudem ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft für den Vorstand eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Der Vorstand erhält seine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erstattet und hat Anspruch auf Zahlung des bei Beschäftigung eines Arbeitnehmers üblichen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Geschäftsjahr 2017/2018 59 TEuro.

5.2 Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 9. Mai 2008 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung in Höhe von 15 TEuro, der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 25 TEuro. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2017/2018 betrug die Aufsichtsratsvergütung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

6 ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN GEMÄSS § 289A ABS. 1 HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/2018

6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2018 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 37.412.100 Euro. Es ist eingeteilt in 37.412.100 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Alle Aktien enthalten gleiche Rechte und Pflichten.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine eigenen Aktien erworben. Im Dezember 2017 hat die Gesellschaft 133.365 eigene Aktien als Teilgegenleistung im Rahmen eines Unternehmenskaufs veräußert. Zum Stichtag 30. September 2018 hält die Gesellschaft damit keine eigenen Aktien (Vorjahr: 133.365).

6.2 Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 44 Abs. 1 WpHG Anwendung findet.

Verstöße gegen Mitteilungspflichten i.S.d. §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 WpHG können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen. Vertragliche Beschränkungen der Stimmrechte sind uns nicht bekannt.

6.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 %

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2018 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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Stück In %
Michael Tsifidaris 9.080.050 24,27 %
Dietmar Müller 4.162.486 11,13 %
Leonardo Musso 4.103.084 10,97 %
Uwe Grünewald 4.052.390 10,83 %

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2017/2018 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet.

6.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

6.5 Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

6.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2017 wurde die von der Hauptversammlung am 28. März 2014 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2014/I aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2017/I in Höhe von 18.706.050 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. April 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.706.050 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2017/I ist im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht erfolgt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. März 2015 wurde die KPS AG ermächtigt, bis zum 26. März 2020 (einschließlich) eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung jedes gesetzlich zulässigen Zwecks durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb von Aktien der KPS AG kann als Kauf über die Börse, mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots und/oder mittels einer Aufforderung zur Abgabe von Kaufangeboten erfolgen. Erworbene eigene Aktien können wieder veräußert, ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen oder zur Bedienung bzw. Absicherung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der KPS AG verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf erworbene eigene Aktien ist bei bestimmten Verwendungsermächtigungen entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung ausgeschlossen oder kann vom Vorstand in den im Hauptversammlungsbeschluss näher bezeichneten Fällen ausgeschlossen werden. Zum Stichtag 30. September 2018 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien (Vorjahr: 133.365).

6.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots erhält der derzeitige Alleinvorstand bei Ausübung des vertraglich vereinbarten Sonderkündigungsrechts eine Abfindung in Höhe von 75 % des zum Zeitpunkt bestehenden Jahresbruttoeinkommens. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre, die derzeit alleine oder gemeinsam nicht mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt sind, alleine oder gemeinsam mehr als 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erwerben oder diese durch den Abschluss eines Unternehmensvertrags i.S.d. § 291 Abs. 1 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird. Dem gleichgestellt ist der Fall der Verschmelzung der Gesellschaft mit einem anderen Unternehmen. Den Vice-Presidents wurde für diesen Fall ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.

7 RECHTLICHE ANGABEN

7.1 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB ist öffentlich zugänglich unter: https://www.kps.com/de/investor-relations/corporate-governance.html.

7.2 Entsprechenserklärung "Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KPS AG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben zum 21. Januar 2019 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter https://kps.com/de/investor-relations/corporate-go-vernance.html öffentlich zugänglich gemacht.

2017/18 BILANZ & GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Bilanz zum 30. September 2018

AKTIVA

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in TEuro 30.09.2018 30.09.2017
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 780 609
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175 198
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 92.751 66.898
93.706 67.705
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.096 23.921
2. sonstige Vermögensgegenstände 594 195
14.690 24.116
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.683 4.603
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 424 290
112.503 96.714
PASSIVA
in Teuro 30.09.2018 30.09.2017
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 37.412 37.412
./. Nennbetrag eigene Anteile 0 -121
Ausgegebenes Kapital 37.412 37.291
II. Kapitalrücklage 11.941 10.569
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 599 599
IV. Bilanzgewinn 30.328 30.389
80.280 78.848
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellung 767 359
2. Sonstige Rückstellungen 4.185 4.074
4.952 4.433
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.200 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 310 647
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.415 10.499
4. sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern: TEUR 508 (Vorjahr TEuro 1.782) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEuro 6 (Vorjahr TEuro 6) 3.346 2.287
27.271 13.433
112.503 96.714

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

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in TEuro 2017/2018 2016/2017
1. Umsatzerlöse 15.715 15.420
2. sonstige betriebliche Erträge 49 10
Materialaufwand
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.826 -10.897
4. Personalaufwand -3.718 -3.391
a) Löhne und Gehälter -3.206 -3.028
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -512 -363
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -228 -176
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -437 -83
7. Erträge aus Beteiligungen 5.446 3.000
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.566 11.970
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. davon aus verbundenen Unternehmen: TEuro 221 (Vorjahr TEuro 314) 245 393
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
10. davon aus verbundenen Unternehmen: TEuro 30 (Vorjahr TEuro 11) -374 -42
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -844 -1.439
12. Ergebnis nach Steuern 12.594 14.765
13. sonstige Steuern 0 0
14. Jahresüberschuss 12.594 14.765
15. Gewinnvortrag 17.734 15.624
16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 0
17. Bilanzgewinn 30.328 30.389

2017/18 Anhang

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Die KPS AG ist eine am geregelten Markt börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Landkreis München, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Jahresabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die KPS AG übt die Holdingfunktionen für den KPS-Konzern aus. Die operativen Beteiligungsunternehmen sind im Wesentlichen im Bereich Managementconsulting / Transformationsberatung, Systemintegration sowie dem Vertrieb von Hardware und Softwarelizenzen tätig.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, Vorjahr: m. § 264 d HGB.

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet im darauffolgenden Jahr zum 30. September.

Der Jahresabschluss der KPS AG (im folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro.

KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2017/2018 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1 Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Anlagegüter zugrunde.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2.2 Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen, die dem nachfolgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

2.3 Fremdkapital

Die gebildeten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 13,05 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlagssatz von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer, dies entspricht 0,83 %, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz von aktiven Überhängen aus latenten Steuern unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen der Urlaubsrückstellung zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz. Die passiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Wertansätzen der Anteile an verbundenen Unternehmen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz.

Die Währungsumrechnung für Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt zum Bilanzstichtag entsprechend § 256 a HGB.

Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten worden.

3 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

3.1 Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 780 (Vorjahr: 609) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen beläuft sich auf 175 (Vorjahr: 198) TEuro und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 92.751 (Vorjahr: 66.898) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen:

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Beteiligung Sitz Anteil

in %
Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2018 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2018 (Vorjahr) Jahresergebnis 2017/2018 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH (1) Unterföhring 100 TEuro 500 500 6.026
(500) (500) (8.008)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 TEuro 6.300 9.535 2.270
(6.300) (10.266) (5.334)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 TEuro 26 38 1
(26) (37) (-1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 TEuro 5.113 5.113 2.725
(5.113) (5.113) (5.660)
KPS Consulting AG Zürich / Schweiz 100 TCHF 100 73 356
(100) (1.718) (396)
KPS Solutions GmbH Unterföhring 100 TEuro 80 3.738 2.772
(80) (966) (2.668)
KPS digital GmbH (1) Dortmund 100 TEuro 25 2.554 540
(25) (2.554) (3.962)
KPS Consulting A/S (2) Virum/ Dänemark 100 TDKK 500 23.079 18.251
(500) (16.883) (9.497)
KPS B.V. Amsterdam/ Niederlande 100 TEuro 100 1.357 1.257
(100) (406) (44)
KPS Consulting Inc. Wilmington/ USA 100 TUSD 100 827 727
(100) (549) (449)
KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH Wien / Österreich 100 TEuro 100 57 -43
(100) (100) (0)
ICE Consultants Europe S.L. (3) Barcelona/ Spanien 100 TEuro 59 3.449 2.247
n /a n/a n/a
Infront Consulting & Management GmbH (4) Hamburg 100 TEuro 50 521 84
n /a n/a n/a
Envoy Digital Ltd. (5) London/ England 100 TGBP 208 1.253 307
n /a n/a n/a

Umrechnungskurs CHF zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2018 betrug 1,1316. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,1615.

Umrechnungskurs DKK zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2018 betrug 7,4564. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 7,4484.

Umrechnungskurs USD zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2018 betrug 1,1576. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,1906.

Umrechnungskurs GBP zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2018 betrug 0,8873. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 0,8840.

(1) Das Jahresergebnis 2017/2018 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt.

(2) Am 01. Oktober 2017 wurde die bis dahin im Konsolidierungskreis enthaltene Saphira Consulting A/S, Dänemark, auf die KPS Consulting A/S, Dänemark verschmolzen.

(3) Am 02. Oktober 2017 hat die KPS AG 100 % der Anteile an der ICE Consultants Europe S.L., Spanien erworben.

Die ICE Consultants Europe S.L. mit dem Sitz in Barcelona, Spanien, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 18. Juni 2001 gegründet.

Gegenstand des Unternehmens ist die Prozessberatung auf dem Gebiet der Informationstechnik, hauptsächlich SAP-Consulting, Application Management Services (AMS) sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

(4) Am 02. Januar 2018 hat die KPS AG 100 % der Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH erworben.

Die Infront Consulting & Management GmbH mit dem Sitz in Hamburg wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 08. Dezember 1999 gegründet.

Gegenstand des Unternehmens ist die Unternehmensberatung auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft, insbesondere Strategie, Organisation und Geschäftsprozessoptimierung, sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

(5) Am 09. Februar 2018 hat die KPS AG 100 % der Anteile an der Envoy Digital Limited, England erworben.

Die Envoy Digital Limited mit dem Sitz in London wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 03. November 1997 gegründet.

Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung auf dem Gebiet der Informationstechnik, hauptsächlich SAP-Consulting, sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 14.096 (Vorjahr: 23.921) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen, vorgenommenen Ausschüttungen sowie Ansprüchen aus Ergebnisabführung.

Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen und debitorische Kreditoren.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung in Höhe von 20 TEuro aus Mietkautionszahlungen mit einer vereinbarten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weitere Forderungen mit vereinbarten Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

3.3 Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 3.682 (Vorjahr: 4.603) TEuro und bestehen aus Kontokorrentkonten. Die bestehenden Festgeldkonten wiesen zum Bilanzstichtag keine Guthaben aus.

3.4 Eigenkapital

3.4.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 37.412.100 (Vorjahr: 37.412.100) Euro und verteilt sich insgesamt auf 37.412.100 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Zum Bilanzstichtag wurden von der Gesellschaft keine eigenen Aktien gehalten (Vorjahr: 121.241). Der gesamte Bestand an eigenen Aktien wurde im Rahmen des Kaufs der Infront Consulting & Management GmbH als Teil des Kaufpreises an die Verkäufer übertragen.

3.4.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2017 wurde die von der Hauptversammlung am 28. März 2014 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2014/I aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2017/I in Höhe von 18.706.050,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. April 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.706.050,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2017/I ist im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht erfolgt.

3.4.2.1 Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2017 wurde das Grundkapital um bis zu 2.000.000,00 EUR auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2017/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktienoptionsrechten, zu deren Ausgabe der Vorstand bis 6. April 2022 ermächtigt wurde.

3.4.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 11.941 TEuro und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.372 TEuro erhöht (Vorjahr: 10.569) TEuro.

Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus der Hingabe aller eigenen Anteile im Rahmen des Erwerbs der Infront Consulting & Management GmbH.

3.4.4 Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum Bilanzstichtag 599 TEuro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

3.4.5 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2017/2018: keine) Stück erworben und 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2017/2018: 133.365) Stück veräußert durch Hingabe der eigenen Anteile im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH. Durch die von der Hauptversammlung am 15. April 2016 beschlossene Kapitalerhöhung hatte sich der Bestand der eigenen Aktien um 12.124 Stück auf 133.365 Stück erhöht. Die durch Kapitalerhöhung unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile von 12.124 Stückaktien wurden im Geschäftsjahr ebenfalls veräußert durch Hingabe der eigenen Anteile im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der Infront Consulting & Management GmbH.

3.4.6 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:

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in TEuro 2017/2018 2016/2017
Stand 01. 10. 30.389 27.926
Jahresüberschuss 12.593 14.765
andere Gewinnrücklagen 0 0
Agio eigene Aktien 440 0
Dividendenausschüttung -13.094 -12.302
Stand 30. 09. 30.328 30.389

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017/2018 in Höhe von 30.328 TEuro

a) in Höhe von TEuro 13.094 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,35 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie

b) den verbleibenden Betrag in Höhe von 17.234 TEuro auf neue Rechnung vorzutragen.

3.5 Rückstellungen

In den Steuerrückstellungen sind die voraussichtlichen Steuernachzahlungen mit 231 (Vorjahr: 0) TEuro für Körperschaftssteuer und 518 (Vorjahr: 286) TEuro für Gewerbesteuer enthalten. Bereits geleistete Vorauszahlungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 4.184 (Vorjahr: 4.074) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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in TEuro
Bezeichnung Stand 01.10.2017 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2018
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Ausstehende Rechnungen 1 1 0 47 47
Abschlusskosten 42 42 0 55 55
Personalverpflichtungen 3.921 861 0 887 3.947
Sonstige 110 38 0 63 135
Gesamt 4.074 942 0 1.052 4.184

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche sowie vertraglich vereinbarte Ergebnisbeteiligungen an leitende Angestellte.

3.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 21.200 (Vorjahr: 0) TEuro und resultieren aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 16.200 (Vorjahr: 0) TEuro sowie aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 5.000 (Vorjahr: 0) TEuro.

Die KPS AG hat im Rahmen mehrerer Unternehmensakquisitionen einen langfristigen Kredit in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinssatz-Swap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen. Angesicht der mehrjährigen Laufzeit des Zins-Swaps hängt der beizulegende Zeitwert unter anderem von der zukünftigen Entwicklung der EURIBOR Zinssätze ab. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Das am Bewertungsstichtag bestehende Zinsrisiko in Höhe 51 TEuro wurde als sonstige Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 2.415 (Vorjahr: 10.499) TEuro und resultieren aus Transaktionen im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings sowie aus Kostenumlagen im Konzern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 508 (Vorjahr: 1.782) TEuro, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 6 (Vorjahr: 6) TEuro und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 114 (Vorjahr: 1) TEuro enthalten. Die Kaufpreisverpflichtung aus dem Vorjahr für den Beteiligungserwerb an der KPS digital GmbH in Höhe von 449 TEuro wurde im April 2018 bezahlt. Für das laufende Geschäftsjahr wurden weitere Kaufpreisverpflichtungen für die Beteiligungserwerbe an der Envoy Digital Ltd. und der ICE Consultants Europe S.L. in Höhe von 2.660 TEuro passiviert.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

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Geschäftsjahr Verbindlichkeiten Stand 30.09.2018 Laufzeit <1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre Laufzeit >5 Jahr
gegenüber Kreditinstituten 21.200 8.800 12.400 0
aus Lieferungen und Leistungen 310 310 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.415 2.415 0 0
Sonstige 3.346 3.346 0 0
Gesamt 27.271 14.871 12.400 0

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Vorjahr Verbindlichkeiten Stand 30.09.2017 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre Laufzeit >5 Jahr
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 647 647 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.499 10.499 0 0
Sonstige 2.287 2.287 0 0
Gesamt 13.433 13.433 0 0

4 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den Umsatzerlösen sind Konzernumlagen in Höhe von 15.715 (Vorjahr: 15.420) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 11 (Vorjahr: 5) TEuro aus Währungskursdifferenzen enthalten.

Der Materialaufwand beinhaltet die den Umsatzerlösen zuordenbaren Aufwendungen.

Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 3.206 (Vorjahr: 3.028) TEuro und soziale Aufwendungen in Höhe von 512 (Vorjahr: 363) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Miete und Nebenkosten in Höhe von 80 (Vorjahr: 83) TEuro sowie Aufwendungen für M&A Beratungen in Höhe von 356 (Vorjahr: 0) TEuro enthalten.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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in TEuro 2017/2018 2016/2017
Erträge aus Beteiligungen 5.446 3.000
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.566 11.970
Zinserträge 245 393
Zinsaufwendungen -373 -42
Gesamt 11.884 15.321

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Services GmbH, KPS Consulting A/S Dänemark, KPS B.V. Niederlande und KPS Consulting Inc. USA. Die Erträge aus Gewinnabführung betreffen die KPS Business Transformation GmbH sowie die KPS digital GmbH. Mit der KPS Business Transformation GmbH und mit der KPS digital GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

In den Zinserträgen sind Erträge in Höhe von 221 (Vorjahr: 314) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten und Zinserträge aus der Aufzinsung von 24 (Vorjahr: 79) TEuro.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von 30 (Vorjahr: 11) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen laufende Körperschaft- und Gewerbesteuern.

5 SONSTIGE ANGABEN

5.1 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2017/2018 waren bei der KPS AG durchschnittlich 54 Mitarbeiter (Vorjahr: 39) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 53 (Vorjahr: 38) Mitarbeiter in der Verwaltung tätig.

5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt deren Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Kfz Leasing 953 856 0 1.809
Davon KPS AG 42 33 0 75
Davon KPS Bussiness Transformation GmbH 658 601 0 1.259
Davon KPS Consulting GmbH & Co. KG 31 30 0 61
Davon KPS Services GmbH 167 131 0 298
Davon KPS Solutions GmbH 55 61 0 116
BGA Leasing 605 436 0 1.041
Miete 1.976 7.288 15.084 24.348
Davon KPS AG 201 190 0 391
Davon KPS digital GmbH 1.775 7.098 15.084 23.957
Earn-Out Verpflichtungen Unternehmensakquisitionen 0 14.617 0 14.617
Gesamt 3.534 23.197 15.084 41.815

5.3 Sonstige Haftungsverhältnisse

Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF. Die Gesellschaft erwirtschaftete in diesem Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis. Die aktuelle Langfristplanung geht von einer positiven Entwicklung aus, sodass mit einer Inanspruchnahme weiterhin nicht zu rechnen ist.

Die KPS Business Transformation GmbH, die KPS Consulting GmbH & Co. KG und die KPS Services GmbH haben jeweils eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 2.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben. Darüber hinaus besteht eine weitere Höchstbetragsbürgschaft der KPS Services GmbH in Höhe von 15.000 (Vorjahr: 8.000) TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien. Zum Bilanzstichtag bestanden Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 5.000 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro).

5.4 Zusammensetzung der Organe

5.4.1 Vorstand der KPS AG

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt: Herr Leonardo Musso, Vorstand KPS AG, Berg.

Weitere Mitgliedschaften des Vorstands

Herr Leonardo Musso ist in allen Gesellschaften des KPS-Konzerns Mitglied der Geschäftsführung sowie Verwaltungsrat der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017/2018 betragen 572 (Vorjahr: 1.028) TEuro.

Die Gesellschaft ist von den personenbezogenen Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 28. März 2014 befreit.

Der Vorstand der KPS AG hält folgende Aktienanteile an der KPS AG:

Herr Leonardo Musso: 4.103.084 Aktien (Vorjahr: 4.103.084 Aktien)

5.4.2 Aufsichtsrat der KPS AG

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus:

Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz),

Prokurist KPS Business Transformation GmbH, Hamburg,

Herrn Uwe Grünewald, (stellv. Vors.)

Prokurist KPS Business Transformation GmbH, Leichlingen,

Herrn Hans-Werner Hartmann,

Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 25 (Vorjahr: 25) TEuro und die weiteren Mitglieder jeweils 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 1.227 (Vorjahr: 1.228) TEuro.

Der Aufsichtsrat Herr Michael Tsifidaris besitzt 9.080.050 Aktien und Herr Uwe Grünewald besitzt 4.052.390 Aktien. Der Aufsichtsrat Herr Hans-Werner Hartmann besitzt keine Aktien.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

5.4.3 Ehemalige Vorstandsmitglieder und sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika König, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 96 (Vorjahr: 87) TEuro.

5.5 Konzernabschluss

Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

5.6 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

5.7 Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017/2018 verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2018.

5.8 Ereignisse nach dem Stichtag

Nach dem Stichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

5.9 Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist die KPS AG gehalten, den Inhalt der ihr zugegangenen Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 oder 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der KPS AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen, über- oder unterschreiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Daher kann sich der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung entsprechend § 33 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde.

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Unterföhring, 21. Dezember 2018

Vorstand

Leonardo Musso

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

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POSITION ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
in TEuro 01.10.2017 Zugänge Abgänge 30.09.2018 01.10.2017 Zugänge
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I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.340 345 0 1.685 731 174
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.340 345 0 1.685 731 174
II.) SACHANLAGEN
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 409 30 0 439 211 54
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 2 2 0 0 0
Sachanlagen 409 32 2 439 211 54
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 66.898 25.853 0 92.751 0 0
Finanzanlagen 66.898 25.853 0 92.751 0 0
Anlagevermögen gesamt 68.647 26.230 2 94.875 942 228

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POSITION KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN BUCHWERT
in TEuro Abgänge 30.09.2018 30.09.2018 30.09.2017
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I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 905 780 609
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 905 780 609
II.) SACHANLAGEN
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 265 175 198
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0 0 0
Sachanlagen 0 265 175 198
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 92.751 66.898
Finanzanlagen 0 0 92.751 66.898
Anlagevermögen gesamt 0 1.170 93.706 67.705

MELDUNGEN nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Nach § 33 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen, mitzuteilen. Zum 30. September 2018 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 40 Abs. 1 WpHG veröffentlicht wurden (die entsprechenden Prozent- und Stimmrechtszahlen beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Gesamtzahl an Stimmrechten und können daher zwischenzeitlich überholt sein):

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Meldepflichtiger Datum der Veröffentlichung nach § 40 WpHG Datum der Schwellenberührung Grund der Mitteilung Stimmrechtsanteile in Prozent (in absoluten Stimmrechten)
§ 33 WpHG1 § 34 WpHG2 § 38 WpHG3
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Grünewald, Uwe 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 % 12,79 %
(4.349.143) - -
Müller, Dietmar 17.10.2017 12.10.2017 Unterschreiten der Schwellen von 20, 15 % 10,46 %
(3.912.486) - -
Musso, Leonardo 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 % 12,92 %
(4.395.299) - -
Tsifidaris, Michael 30.06.2017 28.06.2017 Unterschreiten der Schwelle von 25 % 24,27 %
(9.080.050) - -
Krämerkämper, Dr. Thomas 30.01.2018 25.01.2018 Unterschreiten der Schwelle von 3 % 1,06 %
(395.323) - -
Allianz SE 17.01.2018 21.12.2017 Freiwillige Konzernmitteilung aufgrund interner Umstrukturierung 6,68 %
- (2.500.000) -
Union Investment Privatfonds GmbH 18.09.2018 12.09.2018 Überschreiten der Schwelle von 3 % 4,3 % 0,39 %
- (1.610.374) (144.435)

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Meldepflichtiger Stimmrechtsanteile in Prozent (in absoluten Stimmrechten)
§ 39 WpHG4
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Grünewald, Uwe
12,79 %
Müller, Dietmar
10,46 %
Musso, Leonardo
12,92 %
Tsifidaris, Michael
24,27 %
Krämerkämper, Dr. Thomas
1,06 %
Allianz SE
6,68 %
Union Investment Privatfonds GmbH
4,69 %

Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Bekanntmachungen der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen im Unternehmensregister.

1 Anteil der unmittelbar gehaltenen Stimmrechte

2 Anteil der zugerechneten Stimmrechte

3 Anteil der unmittelbar oder mittelbar gehaltenen Instrumente, die einen Erwerb von Aktien mit Stimmrechten ermöglichen

4 Zusammenrechnung der Stimmrechte und Instrumente

ERGEBNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse eingetreten, die substanzielle Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage gehabt hätten.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Unterföhring, den 23. Januar 2019

Der Vorstand

ALTERNATIVE LEISTUNGSKENNZAHLEN DES KPS-KONZERNS

Der Lagebericht und der Abschluss des KPS-Konzerns werden nach den geltenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Zusätzlich zu den durch diese Standards geforderten Angaben und Kennzahlen veröffentlicht KPS alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM),die diesen Regulierungen nicht unterliegen und für die es keinen allgemein akzeptierten Berichtsstandard gibt. KPS ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Dies erfolgt durch bestimmte Anpassungen der nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellten Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnungspositionen. Die Anpassungen können dabei aus unterschiedlichen Berechnungs- und Bewertungsmethoden, uneinheitlichen Geschäftsaktivitäten sowie Sondereffekten resultieren, die sich auf die Aussagekraft dieser Positionen auswirken. Die so ermittelten alternativen Leistungskennzahlen gelten für alle Perioden und werden sowohl intern zur Steuerung des Geschäfts als auch extern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens durch Analysten, Investoren und Ratingagenturen eingesetzt. KPS ermittelt folgende APM:

Umsatzveränderung
EBIT
EBIT-Marge
EBITDA
EBIT (bereinigt)
Eigenkapitalquote
Cashflow
Operativer Cashflow
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl. Sie gibt die prozentuale Veränderung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr an.

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) steht für Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern und dient der Darstellung des operativen Ergebnisses eines Unternehmens ohne den Einfluss von Effekten aus international uneinheitlichen Besteuerungssystemen und unterschiedlichen Finanzierungsaktivitäten. Das EBIT wird wie folgt ermittelt:

Überleitungsrechnung EBIT

Ergebnis vor Ertragsteuern

+ / - Finanzergebnis (Finanzielle Erträge, finanzielle Aufwendungen)

\= EBIT

Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz.

Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird ermittelt auf Basis des EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Überleitungsrechnung EBITDA

EBIT

+ / - Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

\= EBITDA

Das EBIT (Bereinigt) zeigt die Entwicklung des operativen Ergebnisses ohne den Einfluss von Abschreibungen aus Mergers & Acquisitions-Vorgängen. Bei der Berechnung dieser Kennzahl wird das EBIT um diese Abschreibungen erhöht.

Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist.

(Eigenkapital/Gesamtkapital) x 100

Der Cashflow zeigt den Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode.

Der operative Cashflow zeigt den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit während einer Periode.

Operativer Cashflow

Jahresüberschuß

- nicht zahlungswirksame Erträge

+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen

\= operativer Cashflow

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt die Auszahlungen für den Erwerb von Anlagevermögen und die Einzahlungen aus der Veräußerung von Anlagevermögen während einer Periode.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigt, wie die Investitionen der Berichtsperiode finanziert wurden.

Cashflow aus Finanizerungstätigkeit

Eigenkapitalzuführungen

- Dividendenzahlungen

+ Zuführung durch Fremdkapitalgeber (z.B. Kredite)

- Tilgungszahlungen für Kredite

\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KPS AG, Unterföhring

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KPS AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KPS AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1. Sachverhalt und Problemstellung

2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir diesen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

1. Im Jahresabschluss der KPS AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 92,8 Mio. ausgewiesen, die damit rd. 83% der Bilanzsumme repräsentieren. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Den Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gesellschaft. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung ist.

2. Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des Managements kritisch hinterfragt und dabei unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen und die Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten beurteilt.
Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Werthaltigkeitsprüfungen der einzelnen Gesellschaften bilden.
Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen sowie Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der vom Aufsichtsrat gebilligten Planung gestützt.
Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Werts haben können, haben wir uns mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern einschließlich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") beschäftigt und das Berechnungsschema der Gesellschaft nachvollzogen.
Ferner haben wir ergänzend für ausgewählte Gesellschaften eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können. Die Auswahl basierte auf qualitativen Aspekten und der Höhe der Überdeckung des jeweiligen Buchwerts durch den Nutzungswert. Wir haben festgestellt, dass die jeweiligen Gesellschaften und insgesamt die Buchwerte der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag durch die diskontierten künftigen Cashflows gedeckt sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in Textziffer "3. Erläuterungen zur Bilanz, 1. Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich: Versicherung der gesetzlichen Vertreter,

Entsprechenserklärung in Abschnitt 7. des Lageberichts 2017/2018,
Erklärung zur Unternehmensführung in Abschnitt 7. des Lageberichts 2017/2018,
Alternative Leistungskennzahlen im KPS-Konzern.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. März 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. September 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 als Abschlussprüfer der KPS AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:

Financial und Tax Due Diligence
Unterstützung bei der Einführung einer Group Accounting Guideline nach IFRS und eines Reporting Packages

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Joachim Weilandt.

München, den 24. Januar 2019

**Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Düsseldorf)**

Frank Stahl, Wirtschaftsprüfer

Joachim Weilandt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017/2018. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großem Engagement wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand sowie weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlagen für Überwachung und Beratung waren die Monatsberichte des Vorstands sowie regelmäßige persönliche und telefonische Besprechungen.

Grundsätzliche und regelmäßige Schwerpunktthemen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage, das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten. Zentraler Gegenstand waren auch die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung neuer Geschäftsbereiche.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017/2018 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Der Aufsichtsrat hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsleitung überzeugt.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle stets unverzüglich informiert.

Aufsichtsratssitzungen:

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017/2018 neben verschiedenen informellen Treffen zu vier offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratssitzung am 24. Januar 2018 fand in Form einer Videokonferenz statt. Die Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2018 fand in Form einer Telefonkonferenz statt. In allen anderen Sitzungen waren die Aufsichtsratsmitglieder jeweils persönlich anwesend.

In den Sitzungen wurden jeweils der Verlauf der abgelaufenen Perioden und die aktuelle Geschäftssituation beleuchtet sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert.

In der Sitzung vom 13. März 2017 wurde insbesondere die Übernahme der Infront Consulting & Management GmbH geprüft. Ferner wurde die Zeitplanung aufgrund der auf den 23. März 2018 vorgezogenen HV erstellt.

Am 24. Januar 2018 fand eine informelle Aufsichtsratssitzung statt. Die Schriftsätze der Wirtschaftsprüfer zum voraussichtlichen Jahresabschluss wurden analysiert. Es wurde beschlossen, den geprüften Jahresabschluss nebst Lagebericht und damit die Feststellung des Jahresabschlusses, sowie die Billigung des Konzernabschlusses nebst Konzernlagebericht durch einen gesonderten Beschluss am 30. Januar 2018 zu billigen.

Am 30. Januar 2018 wurden der Jahresabschluss und die Ertragslage des Geschäftsjahres 2016/2017 analysiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand der vorgelegten Unterlagen in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu prüfen, so dass am 30. Januar 2018 im Rahmen einer Telefonkonferenz der Jahresabschluss festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt wurden. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war. Ferner wurde der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/2017 gebilligt. Abschließend wurden die Tagesordnung und die Beschlussvorlagen für die Hauptversammlung am 23. März 2018 entschieden. Anschließend analysierte der Aufsichtsrat den Kaufvertrag (Envoy SPA) zur Übernahme der Envoy Digital Limited mit Sitz in Wimbledon/England. Der Aufsichtsrat stimmte dem Kaufvertrag in allen Punkten zu und beauftragte den Vorstand mit der Durchführung. Zuletzt beschloss der Aufsichtsrat, die Konzerngesellschaften der KPS AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 von der Pflicht zur Anwendung bestimmter Vorschriften zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres jeweiligen Jahresabschlusses und Lageberichts zu befreien. In der Sitzung am 23. März 2018 wurden offene Punkte des Leitfadens des Versammlungsleiters für die Hauptversammlungen mit dem Vorstand abgestimmt. Ferner informierte der Vorstand über die Geschäftsentwicklung in den ersten fünf Monaten und zeigte den Ausblick für das Halbjahresergebnis auf. Abschließend genehmigte der Aufsichtsrat den derzeit gestoppten Rückkauf von eigenen Aktien bei einem Kurs von unter 10 € wieder zu aktivieren.

Die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017/2018 fand am 19. September 2018 statt. Vorstand und Aufsichtsrat diskutierten die personellen Veränderungen im Managementteam und deren Incentivierung. Anschließend wurde entschieden für das Projekt Elkj0p ein Projektbüro in Oslo zu eröffnen. Es gehört zunächst als Außenstelle der dänischen KPS-Gesellschaft. Anschließend besprach der Aufsichtsrat den vorgelegten Code of Conduct. Der Aufsichtsrat hatte keine Änderungsvorschläge und stimmte der Anwendung und Veröffentlichung zu.

Abschließend informierte der Vorstand über die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2017/2018 sowie über die Prognose zum Jahresabschluss.

Effizienzprüfung:

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance:

Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen den Kodex als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. Am 18. Januar 2018 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance turnusmäßig thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu einer der Ausnahmen des Corporate Governance Kodex gehört, dass der Aufsichtsrat größenbedingt keine gesonderten Ausschüsse bildet. In der genannten Sitzung wurden ebenfalls turnusgemäß die konzerninternen Compliance-Fragen thematisiert und geprüft.

Zusammensetzung Aufsichtsrat:

Dem Aufsichtsrat gehörten im gesamten Geschäftsjahr 2017/2018 die nachfolgenden Personen an:

Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender

Herr Uwe Grünewald, stellvertretender Vorsitzender

Herr Hans-Werner Hartmann

Mit Herrn Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist ein unabhängiges Mitglied der Anteilseigner im Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex angemessen, der unabhängige Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat ist Herr Hans-Werner Hartmann.

Prüfung möglicher Interessenkonflikte:

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen dem Aufsichtsrat etwaige Interessenkonflikte offen. Solche Interessenkonflikte sind jedoch im Berichtsjahr nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschluss 2017/2018:

Die von der Hauptversammlung am 23. März 2018 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2017/2018 geprüft und jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Gesellschaft und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer ausführlich berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der KPS AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 24. Januar 2019 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und die Prüfungsschwerpunkte. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eingehenden Prüfung und Diskussion mit dem Abschlussprüfer sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 24. Januar 2019 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/2018 wurde dabei ebenfalls verabschiedet. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr erfolgreiches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender

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