Interim / Quarterly Report • May 29, 2020
Interim / Quarterly Report
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Nachdem sich die globale Konjunktur bereits im Jahr 2018 mit einem BlP-Wachstum von 3,6% im Vergleich zu 2017 mit einem Wachstum von 3,8% weniger dynamisch gezeigt hat, erreichte laut dem lWF das globale Wirtschaftswachstum mit 3,0% in 2019 den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise. Treiber des Rückgangs der wirtschaftlichen Dynamik waren insbesondere eine deutliche Verlangsamung der Produktion im verarbeitenden Gewerbe sowie im globalen Handel, ausgelöst durch neue Zollbarrieren und Unsicherheiten über die zukünftige Handelspolitik. ln seiner Prognose vom Oktober 2019 ging der lWF für 2020 noch von einer leichten weltweiten wirtschaftlichen Belebung aus und prognostizierte eine Beschleunigung des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,6%.
Die weltweite Ausbreitung des neuartigen COVID-19 Virus in Verbindung mit weitreichenden lock-down- und Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen als Reaktion auf das neue Corona-Virus führte zu plötzlichen globalen gleichzeitigen Angebots- und Nachfrageschocks, die in nahezu allen Regionen in der Welt in einem massiven Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität resultierten. Entsprechend hat der IWF seine Erwartungen an die globale Konjunkturentwicklung für das Jahr 2020 massiv nach unten korrigiert.
In dem neuen Basisszenario vom April 2020 geht der IWF nun davon aus, dass das globale BIP um -3% einbrechen wird, was dem größten ökonomischen Schock seit der großen Depression in den 1930er Jahren entspricht. In dem Basisszenario unterstellt der IWF zwei Phasen, die Eindämmungs- und Stabilisierungsphase sowie die Erholungsphase. Des Weiteren wird im Basisszenario eine kräftige BIP Erholung in Höhe von 5,8% im Jahr 2021 erwartet. Hierfür wird unterstellt, dass spätestens im zweiten Halbjahr 2020 die globale Konjunktur in die Erholungsphase übergeht. Es wird betont, dass das Basisszenario mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet ist, da die weitere Entwicklung von vielen Faktoren und Fragen abhängt, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich prognostiziert werden können: Wann stehen weitreichende therapeutische Mittel zur Behandlung zu Verfügung, kann ein Impfstoff entwickelt und schnell global eingesetzt werden, kommt es zu einer zweiten Welle, wie stark fällt die erwartete Erholung aus, kann eine Transmission der Gesundheitskrise auf das globale Finanzsystem verhindert werden? Daher hat der IWF neben dem Basisszenarien drei weitere Szenarien durchgerechnet, bei denen verschiedene Annahmen wie Ausbleiben der Erholung 2021, Aufkommen einer zweiten massiven Infektionswelle in 2021 unterstellt werden. Im schlechtesten Fall könnte nach derzeitigen Berechnungen die globale Konjunkturentwicklung nahezu 8% in 2021 unter dem Basisszenario sein.1
Die Konjunktur kühlte sich im Euroraum in 2019 nach Aussagen der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose2 und des IWF weiter ab. So erreichte der Euroraum in 2019 ein Wirtschaftswachstum von 1,2% nachdem in 2018 noch ein Wachstum von 1,9% erzielt wurde. Gemäß dem Kieler Institut für Weltwirtschaft3 befand sich in 2019 die Industrie bereits in einer Rezession, insbesondere durch die ausgeprägte Schwächephase im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland. Zudem trugen die in 2019 noch vorhandenen Unsicherheiten über den Brexit sowie die anhaltenden Handelskonflikte insbesondere zwischen den USA und China zu der Schwächephase der Industrie bei. In den übrigen Wirtschaftsbereichen war die Dynamik weiter aufwärtsgerichtet.
Die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa zu Beginn 2020, sowie die umfangreichen lockdown-Maßnahmen als Reaktion der europäischen Regierungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus, verschlechterten schlagartig das Konjunkturbild im Euroraum und leitete eine tiefgreifende Rezession ein. So erwartet der IWF in seiner im April veröffentlichten Prognose einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um 7,5% im Jahr 2020 sowie eine kräftige Erholung im darauffolgenden Jahr 2021 mit einem BIP-Wachstum von 4,5%.
Gemäß dem Kieler Institut für Weltwirtschaft stand 2019 im Zeichen des Abschwungs, der durch die Entwicklung in der Industrie ausgelöst wurde. Die Produktion ist im Trend seit 17 Monaten rückläufig und die Auslastung nahm in 2019 entsprechend um 4,5% ab. Gegenläufig entwickelten sich die konsumnahen Bereiche sowie die Bauwirtschaft, die weiterhin auf Wachstumskurs geblieben sind.4 Laut dem IMF lag das BIP-Wachstum in Deutschland in 2019 bei 0,6%.
Das Konjunkturbild hat sich spätestens zum März 2020 mit der Verschärfung der COVID-19-Pandemie stark verändert und im Einklang mit anderen europäischen Ländern wird ein massiver Wirtschaftseinbruch sowie ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet. Der IWF geht im Jahr 2020 von einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in Höhe von -7,6% aus. Anfang Mai 2020 befand sich jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland in Kurzarbeit.
In Nahezu allen Ländern weltweit haben die Regierungen ähnliche Maßnahmen in unterschiedlich starker Ausprägung zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie eingeleitet: In einer ersten Phase der Eindämmung und Verlangsamung der Virusausbreitung sowie Infektionszahlen wurden massive Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren, social distancing Strategien, Öffnungsverbote für Einzelhandel, Gastronomie und weitere gewerbliche Betriebe erlassen. Die Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen führten zu einer starken Unterbrechung der globalen Lieferketten, einen weltweiten Anstieg der Arbeitslosigkeit und zu einem erwarteten globalen massiven Wirtschaft sein bruch in 2020. Die Unsicherheiten über die weiteren Entwicklungen und Auswirkungen werden hoch bleiben und hängen insbesondere von verbesserten Therapiemöglichkeiten sowie von der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus ab. Um die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern und ein Abgleiten in eine Depression zu verhindern, haben weltweit Regierungen massive Stützungsprogramme bestehend aus insbesondere direkten Zahlungen an private Haushalte und Unternehmen, Kreditgarantien sowie Eigenkapitalbeteiligungen aufgelegt. Mit einem Gesamtvolumen von 3,3 Billionen US-Dollar an direkten Zahlungen und fiskalischen Maßnahmen sowie weiteren 4,5 Billionen US-Dollar an Eigenkapitalspritzen, Garantien und Krediten übersteigt der Umfang deutlich die Regierungsmaßnahmen während der Finanzkrise.5 Als Folge geht der IMF für 2020 von einem deutlichen Anstieg der Budgetdefizite aus. In 2019 lag weltweit das aggregierte Budgetdefizit der Länder bei -3,7%. Die Stützungsmaßnahmen der Regierungen dürften zu einem Anstieg auf -10,7% in 2020 führen. Entsprechend werden die Staatsverschuldungen gemessen am BIP dramatisch ansteigen. Beispielsweise erwartet der IWF für die USA einen Anstieg der Staatsschuldenquote von 109% in 2019 auf 131% in 2020, für Frankreich von 98% auf 115%, für Deutschland von 60% auf 69% und für Italien von 135% auf 156%.6
1 IMF, World Economic Outlock, April 2020
2 Gemeinschaftsdiagnose, Wirtschaft unter Schock, April 2020
3 Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, 2019
4 Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, 2019
5 IMF, Policy Tracker
In 2019 ist gemäß dem Bundesverband der Unternehmensberater der deutsche Consulting-Markt um 5,7% auf 35,7 Mio. Euro gewachsen.7
Mit dem Aufkommen der Corona-Krise trübte sich die Stimmungslage unter den Unternehmensberatungen stark ein. Der BDU-Geschäftsklimaindex ging per Ende März 2020 gegenüber der Umfrage im Dezember 2019 deutlich um 29,9 Punkte auf 70,4 Punkte zurück.8
Im ersten Halbjahr 2019/2020 steigerte die KPS gegenüber dem Vorjahreszeitraum (91,3 Mio. Euro) ihren Konzernumsatz um 3,2% auf 94,2 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber war das Segment Produkte und Lizenzen. Der Segmentumsatz stieg um 3,0 Mio. Euro auf 8,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro). Im Kerngeschäft Transformationsberatung erzielte die KPS einen Umsatz auf Vorjahresniveau (85,0 Mio. Euro). Die Umsatzentwicklung lag im Rahmen der Erwartungen des KPS-Vorstands, obwohl seit Anfang März 2020 mit der Verschärfung der COVID-19-Pandemie in Europa und der darauffolgenden lockdown-Maßnahmen die Umsatzentwicklung leicht negativ beeinflusst wurde.
Das EBITDA im ersten Halbjahr 2019/2020 blieb mit 13,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert (13,2 Mio. Euro). Im EBITDA ist ein positiver Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 ("Leasing") in Höhe von 2,5 Mio. Euro berücksichtigt. Auf Grund der deutlich besser als antizipierten Entwicklung insbesondere bei der spanischen Tochtergesellschaft ICE mussten zusätzliche earn-out-Rückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro) gebildet und ergebniswirksam berücksichtigt werden.
Infolge der Corona-Pandemie erhöhte KPS die Pauschalwertberichtigungen in der Berichtsperiode um 0,8 Mio. Euro., die ergebniswirksam zu erfassen sind.
Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte IFRS16, Pauschalwertberichtigung und Earn-Out Verpflichtungen würde sich ein bereinigtes EBITDA von 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro) ergeben.
KPS hat schnell und umfassend auf die Corona-Krise reagiert, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, externe Dienstleister sowie ihre Kunden bestmöglich zu schützen. Zu Gute kam hier, dass alle Beraterinnen und Berater sowie nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Laptops, mobilen Kommunikationsmöglichkeiten und entsprechenden VPN-Lösungen ausgestattet sind. Darüber hinaus ist ein integraler Bestandteil der KPS-Strategie, Transformationsprojekte verstärkt durch Remote-Lösungen beziehungsweise durch ein kombiniertes Liefermodell bestehend aus Beratung vor Ort und tLab, d.h. Dienstleistungen ortsungebunden zuzuliefern, durchzuführen. Damit lässt sich die Zahl der Berater vor Ort beim
Kunden deutlich verringern. Daher war KPS in der Lage, im März 2020 für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell Home-Office Konzepte auszuarbeiten, sie ins Home-Office zu senden und laufende Kundenprojekte weiter zu betreuen sowie durchzuführen. Gleichzeitig hat das KPS-Management Anfang März umfangreiche Regelungen zum social distancing, Gesundheitsschutz und Home-Office erlassen. Beispielsweise wurden Dienst- und Geschäftsreisen auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt, Verhaltensregeln an den Bürostandorten eingeführt und umfangreiche Hygienemaßnahmen getroffen.
6 IMF, World Economic Outlock, April 2020
7 https://www.consulting.de/nachrichten/alle-nachrichten/consulting/nach-stabilem-wachstum-2019-schaut-e-consultingbranche-ungewiss-ins-die neue-geschaeftsjahr/
8 https://www.bdu.de/media/354581/geschaeftsklima q12020.pdf
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| in TEuro | 2019/2020 | 2018/2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 94.218 | 91.286 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 929 | 1.302 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 567 | 246 |
| Materialaufwand | -34.836 | -32.240 |
| Personalaufwand | -33.873 | -33.757 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -13.952 | -13.606 |
| Operatives Ergebnis vor Abschreibung (EBITDA) | 13.053 | 13.231 |
| Abschreibungen (M&A bereinigt) | -3.244 | -563 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt | 9.809 | 12.668 |
| Abschreibungen (M&A bedingt) | -617 | -1.175 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 9.192 | 11.493 |
| Finanzergebnis | -854 | -157 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern* | 8.338 | 11.336 |
| Ertragsteuern | -2.447 | -3.936 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 5.891 | 7.400 |
* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020 stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% auf 94,2 (Vorjahr: 91,3) Mio. Euro. Damit lag der Umsatz im Rahmen der Erwartungen des Managements, obwohl es bereits seit Anfang März Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf durch die Verschärfung der COVID-19- Pandemie gegeben hatte.
Im Geschäftshalbjahr wurden 0,9 (Vorjahr: 1,3) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Es handelt sich hierbei um selbst entwickelte immaterielle Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen. Dazu zählen beispielsweise Weiterberechnungen und Erträge von Rückstellungsauflösungen. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 0,2 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro gestiegen.
Im Berichtszeitraum hat sich Materialaufand um 8,1% bzw. um 2,6 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) erhöht. Entsprechend ist die Materialaufwandsquote im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 35,3% auf 37,0% gestiegen. Die Steigerung geht nahezu vollständig auf gestiegene Aufwendungen für zugekaufte Software zurück. Diese haben sich gegenüber dem Berichtszeitraum 2018/2019 von 0,8 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro erhöht, da eine größere Softwareanschaffung für ein Kundenprojekt durchgeführt wurde. Die Aufwendungen für Fremdleistungen, die die Aufwendungen für Fremdberater umfassen, blieben mit 31 Mio. Euro nahezu konstant.
Der Personalaufwand belief sich auf 33,9 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (33,8 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote ging von 37,0% auf 36,0% zurück. Zum 31. März 2020 waren im KPS-Konzern 636 (Stichtag 30. 09. 2019) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5% auf 14,0 (Vorjahr: 13,6) Mio. Euro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten, nicht projektbezogene Fremdleistungen sowie Betriebskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind durch die erstmalige Anwendung durch IFRS16 ("Leasing") positiv beeinflusst. Ohne die Anwendung von IFRS16 hätten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei rund 16,5 Mio. Euro gelegen und wären damit um +20% bzw. um 2,9 Mio. Euro gestiegen.
Die Abschreibungen waren durch die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing") in Höhe von 2,3 Mio. Euro beeinflusst. Insgesamt erhöhten sich die Abschreibungen von 1,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018/19 um 2,2 Mio. Euro auf 3,9 Mio. Euro im Berichtszeitraum 2019/20. Der Anteil der darin enthaltenen M&A-bedingten Abschreibungen lag bei 0,6 (Vorjahr: 1,2) Mio. Euro.
Das Finanzergebnis des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2019/2020 bei -0,9 Mio. Euro (Vorjahr: - 0,2 Mio. Euro).
Der Periodenüberschuss reduzierte sich von 7,4 Mio. Euro um 20% auf 5,9 Mio. Euro. Die Steuerquote lag im Berichtszeitraum bei 29,3% und damit deutlich unter der Steuerquote von 34,4% im Vorjahreszeitraum.
Das EBITDA lag in den ersten sechs Monaten 2019/20 mit 13,1 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (13,2 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge betrug im ersten Halbjahr 2019/2020 entsprechend 13,9% und lag damit 0,6 Prozentpunkte unterhalb der EBITDA-Marge des Vorjahres (14,5%). Durch die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing") ist das EBITDA des aktuellen Berichtszeitraums in Höhe von 2,5 Mio. Euro positiv beeinflusst.
Auf der EBIT-Ebene neutralisiert sich der positive Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS16 nahezu. KPS erzielte im ersten Halbjahr 2019/20 ein EBIT in Höhe von 9,2 Mio. Euro gegenüber 11,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang von 2,3 Mio. Euro bzw. von 20,0% basiert im Wesentlichen auf dem Anstieg der Materialaufwandsquote (37,0% gegenüber 35,3%) sowie auf höheren earn-out Verpflichtungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahreszeitraums.
Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/2020 0,16 Euro gegenüber 0,20 Euro im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Aktien hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und beträgt weiterhin 37.412.100.
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| in TEuro | 31.03.2020 | 30.09.2019 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 112.097 | 84.653 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 60.008 | 57.606 |
| Gesamtvermögen | 172.105 | 142.259 |
| Eigenkapital | 70.160 | 64.241 |
| Langfristige Schulden | 42.602 | 24.077 |
| Kurzfristige Schulden | 59.343 | 53.941 |
| Summe Schulden | 101.945 | 78.018 |
Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz und EBITDA bestimmte segment- und Profit Center-bezogene Kennzahlen verwendet.
Das Finanzmanagement bei KPS hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.
Mit den im Berichtshalbjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel für den laufenden Betrieb der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.
Der KPS-Konzern verfügte zum 31. März 2020 über Zahlungsmittel in Höhe von 6,9 (30.09.2019: 9,9) Mio. Euro. Es bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 21,4 (30.09.2019: 17,4) Mio. Euro. Damit ergibt sich eine direkte Nettoverschuldung gerechnet auf Basis Zahlungsmittel abzüglich Bankverbindlichkeiten in Höhe von 14,5 Mio. Euro zum Stichtag 31.03.2020 (30.09.2019: 7,5 Mio. Euro).
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020 bei 3,0 Mio. Euro gegenüber 9,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist vornehmlich auf die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5,6 Mio. Euro auf 46,3 Mio. Euro um Stichtag 31.03.2020 zurückzuführen (30.09.2019: 40,7 Mio. Euro).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in der Berichtsperiode 2019/20 belief sich auf -7,3 (Vorjahr: -4,3) Mio. Euro. Die Erhöhung des Mittelabflusses resultiert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus höheren Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang aus den in den Vorjahren erworbenen Gesellschaften ICE Consultants Europe, S.L., Spanien, der Infront Consulting & Management GmbH, Hamburg sowie der Envoy Digital Limited, England von insgesamt 2,7 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2019/20 lagen die Investitionen in Sachanlagen bei 1,0 Mio. Euro und damit um 0,9 Mio. Euro höher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (0,1 Mio. Euro). Die Investitionen in immaterielles Anlagevermögen gingen um 0,7 Mio. Euro auf 1,0 Mio. zurück.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 1,3 (Vorjahr: -0,2) Mio. Euro.
Der KPS-Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur.
Die Bilanzsumme lag zum Ende der Berichtsperiode 31.03.2020 bei 172,1 Mio. Euro was einem Anstieg von 29,9 Mio. Euro gegenüber 30.09.2019 entspricht (142,3 Mio. Euro). Der Anstieg geht im Wesentlichen auf die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing") zurück. KPS hat zum 31.03.2020 Nutzungsrechte aus Leasingverträgen in Höhe von 26,9 Mio. Euro aktiviert. Darüber hinaus konnte das Eigenkapital von 64,2 Mio. Euro zum Ende September 2019 auf 70,2 Mio. Euro zum 31.03.2020 durch den in der Berichtsperiode erwirtschafteten Bilanzgewinns gesteigert werden.
Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich zum Stichtag 31. März 2020 auf 112,0 (Vorjahr: 84,4) Mio. Euro. Die Erhöhung resultiert aus der erstmaligen Anwendung von IFRS16 ("Leasing"), die zu einer Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasingverträgen in Höhe von 26,9 Mio. Euro führten. Zudem sind darin die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus Unternehmenserwerben der KPS AG in Höhe von 62,5 (Vorjahr: 62,5) Mio. Euro enthalten.
Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 60,0 Mio. Euro zum Stichtag 31.03.2020 setzen sich vorwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 46,3 Mio. Euro (30.09.2019: 40,8 Mio. Euro) sowie den Zahlungsmitteln in Höhe von 6,9 Mio. Euro zusammen.
Das den Aktionären der KPS AG zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Stichtag 30.09.2019 um 6,0 Mio. Euro erhöht und weist zum 31. März 2020 einen Wert in Höhe von 70,2 (30.09.2019: 64,2) Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Berichtszeitraumes 31.03.2020 bei 40,8%. Der Rückgang um 4,4 Prozentpunkte gegenüber dem Stichtag 30.09.2019 (45,2%) ist hauptsächlich auf die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing") zurückzuführen, wodurch sich die Bilanzsumme um 26,9 Mio. Euro erhöhte.
Die langfristigen Schulden lagen zum Stichtag 31.03.2020 bei 42,6 Mio. Euro und damit 18,5 Mio. Euro höher im Vergleich zum Stichtag 30.09.2019 (24,1 Mio. Euro). Treiber war vornehmlich die erstmalige Anwendung von IFRS16 ("Leasing"), wodurch langfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 22,5 Mio. Euro auszuweisen waren. Neben den langfristigen Leasingverbindlichkeiten inkludieren die langfristigen Schulden unter anderem ein Bankdarlehen in Höhe von 8,5 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten für earn-out Zahlungen.
Die kurzfristigen Schulden nahmen gegenüber dem Stichtag 30.09.2019 um rund 10% auf 59,3 Mio. Euro zu, vorwiegend auf Grund der erstmaligen Berücksichtigung der kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 4,2 Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 1,9 Mio. Euro auf 12,4 (Vorjahr: 10,5) Mio. Euro.
Die KPS AG verwendet im Rahmen ihrer Regel- und Pflichtpublikationen alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures (APM)), die nicht nach IFRS definiert sind. Die Definitionen der alternativen Leistungskennzahlen wurden auf der Website unter www.kps.com/de/investor-relations.html öffentlich zugänglich gemacht.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzen eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.
Zum 31. März 2020 waren im KPS-Konzern 636 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im ersten Halbjahr 2019/2020 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 14 verglichen mit 618 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Geschäftsjahresende 2018/2019.
In Deutschland beschäftigten wir 462 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 449). Dies entspricht einem Anteil von 72,6% (Vorjahr: 74,6 %) im Gesamtkonzern. Die Anzahl der Berater belief sich im Berichtszeitraum auf 541 (Vorjahr: 518).
Der Personalaufwand belief sich auf 33,9 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (33,8 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote ging von 37,0% auf 36,0% zurück.
Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und nach Funktionen gegliedert.
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| 31.03.2020 | 30.09.2019 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter pro Region | |||
| Deutschland | 462 | 449 | 13 |
| Spanien | 93 | 81 | 12 |
| England | 43 | 42 | 1 |
| Dänemark | 20 | 21 | -1 |
| Schweiz | 6 | 7 | -1 |
| Österreich | 4 | 4 | 0 |
| Niederlande | 3 | 1 | 2 |
| Norwegen | 3 | 0 | 3 |
| Schweden | 2 | 0 | 2 |
| Gesamt | 636 | 605 | 29 |
| Mitarbeiter nach Funktion | |||
| Vorstand | 1 | 1 | 0 |
| Geschäftsführer | 14 | 14 | 0 |
| Berater | 541 | 518 | 23 |
| Verwaltung | 79 | 71 | 8 |
| Auszubildende | 1 | 1 | 0 |
| Gesamt | 636 | 605 | 0 |
Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS AG, Herr Leonardo Musso, (bei insgesamt sechzehn Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt. Somit sind fünfzehn Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 31. März 2020 tätig.
Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage für die Berichtsperiode 01.10.2019 bis 31.03.2020 des Konzerns beeinflussen. KPS weist jedoch auf die ad-hoc vom 27.04.2020 hin, in der die KPS AG bekannt gegeben hat, dass der Vorstand nicht verlässlich abschätzen kann, wie sich die andauernde COVID-19-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von bestehenden und potenziellen Kunden der KPS-Gruppe und deren Nachfrageverhalten auswirkt. Entsprechend wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 zurückgenommen.
Seit dem 31. März 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der im Konzernabschluss dargestellten Lage für die Berichtsperiode 01.10.2019 bis 31.03.2020 erwarten lassen.
Wie bereits im Abschnitt Berichtspflichtige Ereignisse dargestellt, hat der KPS Vorstand die Prognose für Umsatz und EBITDA für das laufende Geschäftsjahr zurückgenommen, da die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Nachfrageverhalten von Kunden nicht abgeschätzt werden kann. Entsprechend ist davon auszugehen, dass die ursprünglichen Erwartungen an die Erträge für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden können.
Der KPS-Konzern konnte die für das erste Geschäftshalbjahr 2019/2020 von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele auf der Umsatzebene erreichen, obwohl die Berichtsperiode im Monat März 2020 von der Corona-Pandemie bereits betroffen war.
Mit der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie in Europa und die damit einhergehenden von Regierungen vorgegebenen lockdown und social distancing Maßnahmen sind Unsicherheiten und Risiken für die aktuelle Entwicklung gestiegen. Der Vorstand hat unmittelbar umfangreiche Maßnahmen erlassen, um für die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden der KPS-Gruppe Sorge zu tragen sowie gleichzeitig den laufenden Geschäftsbetrieb bestmöglich fortsetzen zu können. Bereits vor der Ausbreitung der Pandemie waren nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KPS-Gruppe umfangreich mit mobilen Kommunikationsmitteln und entsprechender Hard- sowie Software ausgestattet, um mobil bzw. aus dem Home-Office arbeiten zu können. Entsprechend konnte KPS die Prozesse schnell umstellen und die social distancing Maßnahmen zum Schutz aller Stakeholder realisieren. Das Kerngeschäft der KPS ist die Beratung und Durchführung von digitalen Transformationsprojekten. Ein Großteil der erbrachten Services lassen sich Remote durchführen, so dass nach Umsetzung der social distancing Maßnahmen innerhalb der KPS-Gruppe an Kundenprojekten weitgehend weitergearbeitet werden konnte.
Der Vorstand kann aktuell jedoch nicht abschätzen, wie sich die andauernde CO-VID-19-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von bestehenden und potenziellen Kunden sowie deren Nachfrageverhalten auswirkt. Insgesamt sieht der Vorstand der KPS finanziell, technologisch, von der Kundenstruktur, aus Basis der herausragenden Qualifikation der Mitarbeiter sowie vom Produktangebot sehr gut aufgestellt, um die aktuellen Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie bewerkstelligen zu können.
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu erhalten.
Die Ausbreitung des Corona-Virus Ende Februar in Europa wird gemäß den Erwartungen sämtlicher Wirtschaftsforschungsinstitute sowie multinationaler Organisationen zu einem dramatischen Wirtschaftseinbruch mit stark steigenden Arbeitslosenzahlen führen. Wie bereits in den vorangegangenen Abschnitten ausgeführt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies negative Auswirkungen im Nachfrageverhalten von bestehenden und potenziellen Kunden nach Dienstleistungen der KPS-Gruppe haben wird. Daher stellt die COVID-19-Pandemie kurzfristig ein Risiko für die Umsatz- und Gewinnentwicklung der KPS-Gruppe dar.
Zur Darstellung und Beurteilung weiterer Einzelrisiken verweisen wir auf den ausführlichen Bericht im Geschäftsbericht 2018/2019. Es haben sich seither keine wesentlichen Veränderungen ergeben.
Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG beurteilen die Lage insgesamt positiv, allerdings ist sie aktuell stark durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst, was zu Unsicherheiten im Nachfrageverhalten von Bestandkunden und potenziellen Neukunden führt. Für die Herausforderungen der Zukunft sehen sie den KPS-Konzern, insbesondere durch die fortschreitende Internationalisierung der Unternehmensgruppe, die gesteigerte Innovationskraft, exzellent aufgestellt. Auch vor diesem Hintergrund verfügt die KPS über eine solide Finanzstruktur und Ertragslage. Darüber hinaus verfügt die KPS über engagierte und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen. Schließlich könnte die COVID-19-Pandemie den Trend zur Digitalisierung beschleunigen, woraus sich neue Chancen für KPS ergeben können.
Da Vorstand und Aufsichtsrat der KPS derzeit nicht verlässlich abschätzen können, wie sich die andauernde COVID-19-Pandemie auf das Nachfrageverhalten bestehender sowie potenzieller Kunden auswirkt und damit Umsatz und Ergebnisentwicklung der KPS-Gruppe betroffen werden könnten, wurde am 27. April 2020 per ad-hoc die Prognose für die Umsatzerwartung (181 - 191 Mio. Euro) und die EBIT-DA-Erwartung (28-36 Mio. Euro) für das Geschäftsjahr 2019/20 zurückgenommen. Der Vorstand sieht aufgrund der Dynamik und Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie bis auf Weiteres davon ab, eine neue Prognose für das Geschäftsjahr 2019/2020 abzugeben.
Diese in diesem Abschnitt getätigten Einschätzungen basieren auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht ein Risiko, dass die getätigten Einschätzungen revidiert werden könnten.
Unterföhring, im Mai 2020
Der Vorstand
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| in TEuro | 2019/2020 | 2018/2019 | |
|---|---|---|---|
| 1 | Umsatzerlöse | 94.218 | 91.286 |
| 2 | Aktivierte Eigenleistungen | 929 | 1.302 |
| 3 | Sonstige betriebliche Erträge | 567 | 246 |
| 4 | Materialaufwand | -34.836 | -32.240 |
| 5 | Personalaufwand | -33.873 | -33.757 |
| 6 | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -13.952 | -13.606 |
| 7 | Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 13.053 | 13.231 |
| 8 | Abschreibungen (M&A bereinigt) * | -3.244 | -563 |
| 9 | Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt* | 9.809 | 12.668 |
| 10 | Abschreibungen (M&A bedingt) | -617 | -1.175 |
| 11 | Operatives Ergebnis (EBIT) | 9.192 | 11.493 |
| 12 | Finanzielle Erträge | 43 | 2 |
| 13 | Finanzielle Aufwendungen | -897 | -159 |
| 14 | Finanzergebnis | -854 | -157 |
| 15 | Ergebnis vor Ertragsteuern** | 8.338 | 11.336 |
| 16 | Ertragsteuern | -2.447 | -3.936 |
| 17 | Ergebnis nach Ertragsteuern | 5.891 | 7.400 |
| Anzahl der Aktien in Tausend - unverwässert/verwässert durchschnittlich gewichtet | 37.412 | 37.412 | |
| in Euro | |||
| Ergebnis je Aktie | |||
| - unverwässert | |||
| - verwässert |
* bereinigt um Abschreibungen auf die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen aufgedeckten Vermögenswerte und auf die übernommenen Kundenbeziehungen (M&A bedingt)
** entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
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| in TEuro | 2019/2020 | 2018/2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 5.891 | 7.400 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 0 | 118 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 27 | 66 |
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| in Mio. Euro | 2019/2020 | 2018/2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 94,2 | 91,3 |
| EBITDA | 13,1 | 13,2 |
| EBITDA-Marge | 13,9% | 14,5% |
| EBIT | 9,2 | 11,5 |
| EBIT-Marge | 9,8 % | 12,6 % |
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| in TEuro | 31.03.2020 | 30.09.2019 | |
|---|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | |||
| A. | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| I. Sachanlagen | 2.376 | 1.653 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwerte | 62.546 | 62.546 | |
| III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 15.284 | 15.677 | |
| IV. Nutzungsrechte aus Leasingverträgen | 26.888 | 0 | |
| V. Latente Steueransprüche | 5.003 | 4.777 | |
| 112.097 | 84.653 | ||
| B. | KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| I. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 5.084 | 0 | |
| II. Vertragsvermögenswerte | 0 | 4.100 | |
| III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 46.291 | 40.740 | |
| IV. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 607 | 1.889 | |
| V. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 1.123 | 1.022 | |
| VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.903 | 9.855 | |
| 60.008 | 57.606 |
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| in TEuro | 31.03.2020 | 30.09.2019 | |
|---|---|---|---|
| A. | EIGENKAPITAL | ||
| Aktionären der KPS AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 37.412 | 37.412 | |
| II. Kapitalrücklage | -10.222 | -10.222 | |
| III. Gewinnrücklagen | 663 | 663 | |
| IV. Sonstiges Ergebnis | -337 | -364 | |
| V. Konzernbilanzgewinn | 42.644 | 36.752 | |
| Summe Eigenkapital | 70.160 | 64.241 | |
| SCHULDEN | |||
| B. | LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| I. Langfristige Rückstellungen | 3.903 | 3.653 | |
| II. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 5.925 | 10.155 | |
| III. Langfristige Finanzschulden | 8.600 | 8.600 | |
| IV. Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 22.502 | 0 | |
| V. Latente Steuerverbindlichkeiten | 1.672 | 1.669 | |
| 42.602 | 24.077 | ||
| C. | KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.415 | 10.523 | |
| II. Finanzschulden | 12.800 | 8.805 | |
| III. Erhaltene Anzahlungen | 259 | 0 | |
| IV. Vertragsverbindlichkeiten | 174 | 174 | |
| V. Sonstige Rückstellungen | 10.110 | 11.854 | |
| VI. Sonstige Verbindlichkeiten | 14.845 | 17.197 | |
| VII. Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.218 | 0 | |
| VIII. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 4.522 | 5.388 | |
| 59.343 | 53.941 | ||
| Summe Schulden | 101.945 | 78.018 | |
| EK-Quote | 40,8 % | 45,2 % |
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| in TEuro | 2019/2020 | 2018/2019 | |
|---|---|---|---|
| A. | Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 9.192 | 11.493 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 3.861 | 1.738 | |
| Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände | -6.088 | -72 | |
| Veränderung der Rückstellungen | -1.744 | 609 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 2.326 | 1.004 | |
| Veränderung der übrigen Schulden | -943 | -3.138 | |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 26 | 0 | |
| Gezahlte Steuern | -3.640 | -2.226 | |
| Erhaltene Zinsen | 43 | 3 | |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 3.033 | 9.411 | |
| B. | Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in das Sachanlagevermögen | -950 | -112 | |
| Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.013 | -1.684 | |
| Investitionen Erwerb ICE | -1.984 | -1.984 | |
| Investitionen Erwerb Infront | -2 380 | 0 | |
| Investitionen Erwerb Envoy | -945 | -563 | |
| Einzahlungen aus Anlageverkäufen | 0 | 0 | |
| Zu-/Abfluss aus Investitionstätigkeit | -7.272 | -4.343 | |
| C. | Finanzierungstätigkeit | ||
| Gezahlte Zinsen | -177 | -164 | |
| Zinsen für Leasingverbindlichkeiten | -74 | 0 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 3.995 | 0 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | 0 | 0 | |
| Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -2.457 | 0 | |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | |
| Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | 1.287 | -164 | |
| D. | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -2.952 | 4.904 |
| E. | Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode | 9.855 | 4.084 |
| F. | Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 |
| G. | Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | 6.903 | 8.988 |
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| in TEuro | Stand 31.03.2020 | Stand 31.03.2019 |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Bankguthaben | 6.903 | 8.988 |
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| KUMULIERTES SONSTIGES EIGENKAPITAL | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Gezeichnetes Kapital | eigene Aktien | Summe gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage OCI | Unterschiede aus Währungsumrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.09.2018 | 37.412 | 0 | 37.412 | -10.222 | 663 | 51 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 66 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.03.2019 | 37.412 | 0 | 37.412 | -10.222 | 663 | 117 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -48 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30.09.2019 | 37.412 | 0 | 37.412 | -10.222 | 663 | 69 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 27 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| KUMULIERTES SONSTIGES EIGENKAPITAL | |||
|---|---|---|---|
| in TEuro | Pensionszusagen | Konzernbilanzgewinn | Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| 30.09.2018 | -478 | 37.654 | 65.080 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 118 | 0 | 184 |
| Konzernergebnis | 0 | 7.400 | 7.400 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 |
| 31.03.2019 | -360 | 45.054 | 72.664 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |||
| Dividendenausschüttung | 0 | -13.094 | -13.094 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | -73 | 0 | -121 |
| Konzernergebnis | 0 | 4.792 | 4.792 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 |
| 30.09.2019 | -433 | 36.752 | 64.241 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 5.892 | 5.919 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 |
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| Darstellung nach Geschäftsfeldern in TEuro | Managementconsulting/ Transformationsberatung | System Integration | Produkte/ Lizenzen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnisposition | 31.03.2020 | Vorjahr | 31.03.2020 | Vorjahr | 31.03.2020 | Vorjahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 84.952 | 85.077 | 717 | 662 | 8.549 | 5.547 |
| Herstellungskosten | -59.161 | -58.681 | -429 | -473 | -6.011 | -4.078 |
| Business Development | -2.361 | -2.221 | 0 | -55 | -47 | -60 |
| Betriebskosten | -9.103 | -5.390 | -28 | -97 | -167 | -181 |
| EBITDA | 14.327 | 18.785 | 260 | 37 | 2.324 | 1.228 |
| Abschreibungen | -1.297 | -1.638 | -1 | 0 | 0 | 0 |
| EBIT | 13.030 | 17.146 | 259 | 37 | 2.324 | 1.228 |
| Zinsen | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ertragsteuern | -3.469 | -5.872 | -69 | -13 | -619 | -420 |
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| Darstellung nach Geschäftsfeldern in TEuro | Übrige | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnisposition | 31.03.2020 | Vorjahr | 31.03.2020 | Vorjahr |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 0 | 0 | 94.218 | 91.286 |
| Herstellungskosten | 0 | 0 | -65.601 | -63.233 |
| Business Development | 0 | 0 | -2.408 | -2.336 |
| Betriebskosten | -3.858 | -6.818 | -13.156 | -12.486 |
| EBITDA | -3.858 | -6.818 | 13.053 | 13.231 |
| Abschreibungen | -2.563 | -100 | -3.861 | -1.738 |
| EBIT | -6.421 | -6.918 | 9.192 | 11.493 |
| Zinsen | -854 | -187 | -854 | -157 |
| Ertragsteuern | 1.709 | 2.369 | -2.448 | -3.936 |
Entscheidungskriterien für die Konzernführung sind Umsatz und EBITDA. Andere Grundlagen sind nicht relevant.
Die KPS Aktiengesellschaft (KPS AG) ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen mit Sitz in der Beta-Straße 10H, 85774 Unterföhring. Die Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen.
Die KPS AG ist ein erfolgreiches Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung im Handel und Konsumgüterbereich. Wir beraten unsere Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementieren mit Erfolg ganzheitliche Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern.
Der von der KPS AG aufgestellte Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 01. Oktober 2019 bis zum 31. März 2020 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. September 2019 gelesen werden.
Zum 1. Oktober 2019 wurde IFRS 16 erstmalig angewendet, es wurde die retrospektive Methode gewählt.
Daher wurden die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2018/2019 nicht angepasst, das heißt wie zuvor gemäß IAS 17 und den damit verbundenen Interpretationen dargestellt. Die Einzelheiten zu den Änderungen der Rechnungslegungsmethoden sind nachstehend aufgeführt. Darüber hinaus wurden die Angabepflichten in IFRS 16 nicht generell auf die Vergleichsinformationen angewendet.
Bisher wurde bei Vertragsbeginn bestimmt, ob eine Vereinbarung gemäß IFRIC 4 (Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält) ein Leasingverhältnis enthielt. Nun wird beurteilt, basierend auf der Definition eines Leasingverhältnisses, wie in Anhangsangabe 5 erläutert, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält.
Beim Übergang auf IFRS 16 wurde die Erleichterungsvorschrift zur Beibehaltung der Beurteilung, welche Transaktionen Leasingverhältnisse sind, genutzt. IFRS 16 wird nur auf Verträge angewendet, die zuvor als Leasingverhältnisse identifiziert wurden. Verträge, die nach IAS 17 und IFRIC 4 nicht als Leasingverhältnisse identifiziert wurden, wurden nicht daraufhin überprüft, ob ein Leasingverhältnis nach IFRS 16 vorliegt. Daher wurde die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 nur auf Verträge angewendet, die am oder nach dem 1. Oktober 2019 abgeschlossen oder geändert wurden.
Als Leasingnehmer least KPS Vermögenswerte, einschließlich Immobilien, Kraftfahrzeuge und Büroausstattung. Die Leasingverhältnisse wurden bisher als Operating-Leasingverhältnis eingestuft, basierend auf der Einschätzung, ob der Leasinggeber im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des zugrunde liegenden Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen trägt. Gemäß IFRS 16 werden für die meisten dieser Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten bilanziert, das heißt, diese Leasingverträge sind in der Bilanz ausgewiesen. Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, wird das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise aufgeteilt.
Für Kraftfahrzeuge und Büroausstattung wurde jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nichtleasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und damit verbundene Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren.
Bisher wurden Immobilien, Kraftfahrzeug und Büroausstattung-Leasingverhältnisse nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Beim Übergang wurden die Leasingverbindlichkeiten für diese Leasingverträge mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns zum 1. Oktober 2019. Nutzungsrechte werden zu einem Betrag in Höhe der Leasingverbindlichkeit bewertet.
KPS hat ihre Nutzungsrechte zum Zeitpunkt des Übergangs auf Wertminderung geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Nutzungsrechte vorliegen.
Es wurden eine Reihe von Erleichterungsvorschriften bei der Anwendung des IFRS 16 auf Leasingverhältnisse genutzt, die nach IAS 17 als Operating-Leasingverhält-nisse eingestuft wurden. Im Einzelnen wurden:
| ― | bei Leasingverhältnissen, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt, |
| ― | bei Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt, |
| ― | bei der Bewertung des Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt gelassen, und |
| ― | rückwirkend die Laufzeit von Leasingverhältnissen bestimmt. |
Beim Übergang auf IFRS 16 wurden zusätzliche Nutzungsrechte und zusätzliche Leasingverbindlichkeiten erfasst. Die Auswirkungen im Zeitpunkt des Übergangs werden im Folgenden zusammengefasst.
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| in TEuro | 01.10.2019 |
|---|---|
| Sachanlagen (Nutzungsrechte) | 24.028 |
| - Gebäude | 20.058 |
| - Büroausstattung | 2.148 |
| - Kfz | 1.822 |
| Leasingverbindlichkeiten | 24.028 |
Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten aus Operating-Leasingverhält-nissen wurden die Leasingzahlungen mit dem ermittelten Grenzfremdkapitalzins-satz zum 1. Oktober 2019 abgezinst. Der gewichtete Durchschnittszinssatz beträgt 0,70%.
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| in TEuro | 01.10.2019 |
|---|---|
| Operating Leasingverhältnisse gemäß IAS 17 zum 30.09.2019 | 30.197 |
| Diskontiert mit dem gewichteten Grenzfremdkapitalzinssatz | 29.158 |
| Ausübung von Verlängerungsoptionen | 23 |
| Praktischer Behelf für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | 0 |
| Praktischer Behelf für kurzfristige Leasingverhältnisse | -250 |
| Separierung von Nicht-Leasingkomponenten | -4.903 |
| Leasingverbindlichkeit zum 01.10.2019 | 24.028 |
In dieser Anhangsangabe werden Informationen zu Leasingverhältnissen gegeben, in denen KPS Leasingnehmer ist.
In der Bilanz werden nachfolgende Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen:
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| in TEuro | 31.03.2020 | 01.10.2019 |
|---|---|---|
| Gebäude | 20.284 | 20.058 |
| Fahrzeuge | 1.627 | 1.822 |
| Büro- und Geschäftsausstattung | 4.977 | 2.148 |
| Summe | 26.888 | 24.028 |
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| in TEuro | 31.03.2020 | 01.10.2019 |
|---|---|---|
| Zugänge | 4.002 | |
| Summe | 4.002 | 0 |
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| in TEuro | 31.03.2020 | 01.10.2019 |
|---|---|---|
| Kurzfristig | 4.218 | |
| Langfristig | 22.502 | |
| Summe | 26.720 | 24.028 |
Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen:
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| in TEuro | 31.03.2020 |
|---|---|
| Gebäude | 973 |
| Fahrzeuge | 628 |
| Büro- und Geschäftsausstattung | 672 |
| 1 Summe | 2.273 |
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| in TEuro | 31.03.2020 |
|---|---|
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | 74 |
| Summe | 74 |
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| in TEuro | 31.03.2020 |
|---|---|
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse | 510 |
| Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert | 4 |
| Summe | 514 |
In der Kapitalflussrechnung betragen die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse im Berichtszeitraum 2.457 TEuro.
KPS mietet verschiedene Bürogebäude, Geschäftsausstattung und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume bis zu 13 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen aufweisen, wie im Abschnitt 2.1.4 unten beschrieben.
Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten. Für die Geschäftsausstattungs- und Fahrzeugleasingverhältnisse wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine Aufteilung zwischen Leasing- und Nichtleasingkomponenten vorzunehmen, sondern den Vertrag im Ganzen als Leasingvertrag zu bilanzieren.
Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
| ― | feste Zahlungen (einschließlich de facto fester (in-substance fixed) Zahlungen, abzgl. etwaiger zu erhaltender Leasinganreize (lease incentives) |
| ― | variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zins(-Satz) zum Bereitstellungsdatum |
In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers abgezinst, d. h. dem Zinssatz, den der jeweilige Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit unter vergleichbaren Bedingungen zu erwerben.
Zur Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes verwendet KPS die Konditionen der mit Dritten aufgenommene Finanzierungen.
KPS ist möglichen zukünftigen Steigerungen variabler Leasingzahlungen ausgesetzt, welche sich aus einer Änderung eines Indexes ergeben können. Diese möglichen Änderungen der Leasingraten sind bis zu deren Wirksamwerden nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt. Sobald Änderungen eines Indexes oder Zins(satz)es sich auf die Leasingraten auswirken, wird die Leasingverbindlichkeit gegen das Nutzungsrecht angepasst. Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
| ― | der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit |
| ― | sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaig erhaltener Leasinganreize |
| ― | alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und |
| ― | geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts, in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen. |
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts.
Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen des Konzerns enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Die bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen können nur durch den Konzern und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden.
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt die Geschäftsführung sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Im Zusammenhang mit dem Leasing von Immobilien gelten bei der Bestimmung der Laufzeit der Leasingverhältnisse nachfolgende Überlegungen:
| ― | Kommen im Falle der Ausübung einer Kündigungsoption bzw. Nichtausübung einer Verlängerungsoption wesentliche Kosten in Bezug auf die Kündigung des Leasingverhältnisses, wie z.B. Verlegungskosten, auf die KPS zu, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass der Vertrag nicht gekündigt bzw. verlängert wird. |
| ― | Sofern Mietereinbauten vorgenommen wurden, die einen wesentlichen Restwert haben, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass der Vertrag verlängert bzw. nicht gekündigt wird. |
Die meisten Verlängerungsoptionen im Zusammenhang mit dem Leasing von Bürogebäuden wurden nicht in die Bestimmung der Leasinglaufzeit und somit der Leasingverbindlichkeit einbezogen, da diese Vermögenswerte vom Konzern ohne wesentliche Kosten oder Betriebsunterbrechungen ersetzt werden könnten.
Zum 31. März 2020 wurden mögliche zukünftige Mittelzuflüsse i. H. v. TEUR 8.262 (undiskontiert) nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden.
Die Beurteilung wird überprüft, wenn eine Verlängerungsoption tatsächlich ausgeübt (oder nicht ausgeübt) wird bzw. die KPS verpflichtet ist, dies zu tun. Eine Neubeurteilung der ursprünglich getroffenen Einschätzung erfolgt dann, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das/ die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann - sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. In der laufenden Berichtsperiode ergab sich keine diesbezüglichen Anpassungen der Vertragslaufzeiten.
IFRS 16 Leasingverhältnisse wurde für Geschäftsjahre angewendet, die ab dem 1. Oktober 2019 beginnen.
Bei Abschluss eines Vertrags wird festgestellt, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts (oder der Vermögenswerte) im Austausch für eine Gegenleistung überträgt. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht der Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts überträgt, wird geprüft, ob:
| ― | der Vertrag die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts beinhaltet. Dies kann explizit oder implizit festgelegt werden und sollte physisch abgrenzbar sein oder im Wesentlichen die gesamte Kapazität eines physisch abgrenzbaren Vermögenswerts darstellen. Hat der Lieferant ein materielles Substitutionsrecht, so wird der Vermögenswert nicht als Leasingverhältnis identifiziert; |
| ― | KPS das Recht hat, während der gesamten Nutzungsdauer im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu ziehen und |
| ― | KPS das Recht hat, die Verwendung des Vermögenswerts zu bestimmen. Dieses Recht besteht, wenn über die Entscheidungsrechte verfügt wird, die für die Änderung der Art und Weise und des Zwecks der Nutzung des Vermögenswerts am relevantesten sind. In seltenen Fällen, in denen die Entscheidung darüber wie und zu welchem Zweck der Vermögenswert verwendet wird vorbestimmt ist, hat KPS das Recht die Verwendung des Vermögenswerts zu bestimmen, wenn: |
| ― | KPS das Recht hat, den Vermögenswert zu betreiben; oder |
| ― | KPS den Vermögenswert so konzipiert hat, dass im Voraus festgelegt wird, wie und zu welchem Zweck er verwendet wird. |
Bei Abschluss oder Neubeurteilung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, wird die im Vertrag enthaltene Gegenleistung jeder Leasingkomponente auf der Grundlage ihrer relativen Einzelpreise zugeordnet. Bei Leasingverhältnissen für Geschäftsausstattung und Fahrzeuge bei denen KPS Leasingnehmer ist, wird von der Trennung von Nichtleasing- und Leasingkomponenten abgesehen und stattdessen jede Leasingkomponente und alle damit verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente bilanziert.
Am Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses wird ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit erfasst. Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet. Diese ergeben sich aus dem Anfangsbetrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um etwaige Leasingzahlungen vor oder zum Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses, zuzüglich etwaiger anfänglich anfallender direkter Kosten und einer Schätzung der Kosten für Abbau, Beseitigung, oder Wiederherstellung des zugrundeliegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet und abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.
Die Abschreibung des Nutzungsrechts erfolgt linear vom Bereitstellungsdatum entweder bis zum Ende seiner Nutzungsdauer - oder sollte dieses früher eintreten - bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die geschätzten Nutzungsdauern von Vermögenswerten mit Nutzungsrecht werden auf der gleichen Grundlage wie die von Sachanlagen bestimmt. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht regelmäßig um etwaige Wertminderungen gemindert und bei Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit entsprechend angepasst.
Am Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, falls dieser Satz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Im Allgemeinen wird der Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz verwendet.
Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
| ― | feste Zahlungen, einschließlich wesentlicher fester Zahlungen; |
| ― | variable Leasingraten, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder (Zins-)satzes vorgenommen wird; |
| ― | Beträge, die der Leasingnehmer im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich wird entrichten müssen; |
| ― | dem Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass diese auch tatsächlich wahrgenommen wird, Leasingzahlungen eines optionalen Verlängerungszeitraums, wenn KPS hinreichend sicher ist, dass sie die Verlängerungsoption ausübt sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn KPS ist hinreichend sicher nicht vorzeitig zu kündigen. |
Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Eine Neubewertung erfolgt, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Änderung des Index oder des Zinssatzes ändern, oder wenn sich die Schätzung des Konzerns hinsichtlich des Betrags ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, oder wenn die Einschätzung geändert wird, ob eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird. Wenn eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungswerts vorgenommen oder wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null reduziert wurde.
In der Bilanz werden Nutzungsrechte als Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Abschreibung erfolgt linear über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte oder die kürzere Leasingdauer wie folgt:
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| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 4 - 13 |
| Fahrzeuge | 2 - 4 |
| Büro- und Geschäftsausstattung | 2 - 6 |
Grundlage für diesen Zwischenbericht sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum 31. März 2020 aufgestellten Halbjahresabschlüsse der Gesellschaften. Für den Konzernzwischenabschluss werden mit Ausnahme der beschriebenen geänderten Rechnungslegungsmethoden für Leasingverhältnisse nach IFRS 16 die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für den Konzernabschluss zum 30. September 2019 angewandt. Die in diesem Zwischenbericht enthaltenen Werte wurden unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt. Der unterjährige Ertragssteueraufwand wurde auf Grundlage des geschätzten effektiven Ertragssteuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt. Der Zwischenbericht wurde vom Abschlussprüfer nicht geprüft und auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.
Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden.
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| Stimmrechtsanteil | |||
|---|---|---|---|
| Beteiligung | Sitz | 31.03.2020 in % | 30.09.2019 in % |
| --- | --- | --- | --- |
| KPS Business Transformation GmbH | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS Services GmbH | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS Consulting Verwaltungs GmbH | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS Consulting GmbH & Co. KG | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS Consulting AG | Zürich/Schweiz | 100 | 100 |
| KPS Solutions GmbH | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS digital GmbH | Dortmund | 100 | 100 |
| KPS Consulting A/S | Virum/Dänemark | 100 | 100 |
| KPS B.V. | Amsterdam/Niederlande | 100 | 100 |
| KPS Consulting Inc. | Wilmington/USA | 100 | 100 |
| KPS Strategie-, Prozess- und | Wien/Österreich | 100 | 100 |
| IT-Consulting GmbH | |||
| ICE Consultants Europe S.L. | Barcelona/Spanien | 100 | 100 |
| Infront Consulting & Management GmbH | Hamburg | 100 | 100 |
| KPS Digital Ltd. | London/England | 100 | 100 |
| KPS Consulting AS | Lysaker/Norwegen | 100 | 100 |
| KPS Sweden AB (1) | Stockholm/Schweden | 100 | - |
(1) Die KPS Sweden AB, Stockholm, wurde mit der Eintragung ins Handelsregister am 30.01.2020 gegründet. Das Eigenkapital beträgt TSEK 500 und wurde am 19.12.2019 vollständig eingezahlt.
Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30. September 2019. Es haben sich zum 31. März 2020 keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2019/2020 wurde abgegeben und ist über unsere Internetseite https://www.kps.com/de/investor-relations.html dauerhaft zugänglich.
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf des KPS-Konzerns haben werden.
Unterföhring, im Mai 2020
KPS AG Der Vorstand
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| POSITION | ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 01.10.2019 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.03.2020 | 01.10.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| a.) soweit erworben | 13.825 | 68 | 159 | 0 | 14.051 | 9.201 |
| b.) soweit selbsterstellt | 13.081 | 945 | 0 | 0 | 11.845 | 2.026 |
| 2. Firmenwert | 77.561 | 0 | 0 | 0 | 77.561 | 15.016 |
| Immaterielle Vermögensgegenstande | 104.467 | 1.013 | 159 | 0 | 103.457 | 26.243 |
| II.) SACHANLAGEN | ||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.605 | 851 | 1.971 | 830 | 3.433 | 2.820 |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 60 | 124 | 25 | 0 | 55 | 22 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 830 | 0 | 0 | -830 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 4.495 | 975 | 1.996 | 0 | 3.488 | 2.820 |
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| POSITION | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | BUCHWERT | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.03.2020 | 31.03.2020 | 30.09.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| a.) soweit erworben | 771 | 162 | 0 | 9.810 | 3.924 | 4.624 |
| b.) soweit selbsterstellt | 640 | 0 | 0 | 2.666 | 11.360 | 11.055 |
| 2. Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 15.016 | 62.545 | 62.545 |
| Immaterielle Vermögensgegenstande | 1.411 | 162 | 0 | 27.492 | 77.829 | 78.224 |
| II.) SACHANLAGEN | ||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 180 | 1.922 | 0 | 1.078 | 2.237 | 785 |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0 | 2 | 0 | 20 | 139 | 38 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 830 |
| Sachanlagen | 180 | 1.924 | 0 | 1.098 | 2.376 | 1.653 |
Ich versichere nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung Der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des KPS-Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des KPS-Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Unterföhring, im Mai 2020
KPS AG
Der Vorstand
Herausgeber
KPS AG
Beta-Str. 10H
85774 Unterföhring Deutschland
Investor Relations
Telefon: +49-8935631-0
E-Mail: [email protected]
KPS AG im Internet
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