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KPS AG Interim / Quarterly Report 2008

May 29, 2009

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresbericht 2008/2009

Impressum

Herausgeber: KPS AG, München

Umsetzung und Layout: bw media, München

KPS Aktiengesellschaft

Verkürzter Lagebericht des KPS Konzerns zum 31. März 2009 nach IFRS

A. Wirtschaftsbericht des KPS Konzerns

Im Folgenden wird die Entwicklung der Geschäftstätigkeit des KPS AG Konzerns (im Folgenden KPS genannt) für das erste Halbjahr 2008/2009 dargestellt.

1. Wirtschaftliche Rahmendaten

Für 2009 erwarten die Volkswirte angesichts der dramatischen konjunkturellen Lage einen steilen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sowie OECD, die EU-Kommission und die Bundesregierung prognostizieren für Deutschland einen Rückgang des BIP von bis zu 6 %. Von dieser Entwicklung wird auch die Beratungs- und IT-Branche nicht verschont bleiben. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) sowie das Marktforschungsinstitut EITO/PAC gehen für den gesamten ITK-Markt für 2009 von einem Nullwachstum aus. Dabei wird erwartet, dass der Markt für IT-Dienste und Software nach einem Wachstum von 7 % bzw. 5,3 % in den Vorjahren in 2009 nur noch mit 3,1 % auf ein Gesamtvolumen von 48,5 Mrd. Euro in Deutschland wachsen wird.

2. Geschäftsverlauf und –entwicklung

Das Geschäftsjahr 2007/2008 hat zu einer der einschneidendsten Veränderungen in der Unternehmensgeschichte der KPS AG geführt. Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH haben sich sowohl die Marktpositionierung als auch das Erscheinungsbild der KPS AG nachhaltig verändert. Das Beratungsportfolio hat sich inhaltlich und qualitativ erweitert und die Attraktivität als Beratungspartner nachhaltig erhöht. Das neue Beratungsprofil, die durch die KPS eingebrachten Management Skills sowie das Berater-Know-how haben schon innerhalb des ersten Jahres für eine hohe Wachstumsdynamik gesorgt.

Nachdem im Geschäftsjahr 2007/2008 die KPS AG auf eine stabile wirtschaftliche Basis gestellt werden konnte, standen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009 der Ausbau der Kernkompetenzen, die weitere Fokussierung des Beratungsangebots sowie die Bereinigung von noch nicht profitablen Randaktivitäten im Mittelpunkt der Aktivitäten und umgesetzten Maßnahmen.

Vorstand und Management der KPS AG sind überzeugt, dass es trotz der sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmendaten und der in weiten Wirtschaftsbereichen katastrophalen konjunkturellen Entwicklung gelingen wird, auch im Geschäftsjahr 2008/2009 Umsatz und Ergebnis zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Auch wird es dadurch gelingen, die erforderliche Liquidität für den laufenden Betrieb sowie für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS AG bereit zu stellen.

3. Umsatz und Ergebnis

Den Erfolg der eingeschlagenen Strategie und die erfolgreiche Marktpositionierung der KPS untermauern eindrucksvoll die Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr 2008/2009. Bei einem Umsatz von 21 (i.V.15,9) Mio. Euro wurde ein EBITDA von 2,2 Euro (i.V. 2,0) Mio. Euro erwirtschaftet. Damit ist es gelungen, trotz der weltwirtschaftlichen Turbulenzen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Vorjahreswerte zu übertreffen.

4. Auftragsbestand / Pipeline

Sehr erfolgreich verlief im ersten Halbjahr die Entwicklung des Auftragseingangs. Vor allem im Bereich Retail / Fashion konnten namhafte Neukunden für strategische Transformationsprojekte mit einem durchschnittlichen Projektvolumen pro Kunde im mittleren einstelligen Millionenbereich gewonnen werden. Damit konnte die KPS Consulting ihre führende Marktposition im Bereich Retail / Fashion eindrucksvoll untermauern und weiter ausbauen.

Die Erfolge bei der Gewinnung neuer Kunden sowie zusätzliche Auftragserteilungen bei bestehenden Kunden haben zu einer weiterhin positiven Entwicklung des Auftragsbestands geführt. Mit einem Volumen von über 40 Mio. Euro umfasst die Auftragsreichweite nach wie vor einen über dem Branchendurchschnitt liegenden Zeitraum von mehr als 12 Monaten.

5. Vergleich KPS AG in den Verfahren LG München I, Az. 5HK O 24535/07 (aktienrechtliches Anfechtungsverfahren) und LG München I, Az. 5HK O 4289/08 (aktienrechtliches Freigabeverfahren)

Am 18. Dezember 2008 wurde vor dem Landgericht München I ein Vergleich geschlossen, der die vorgenannten Verfahren zum Abschluss brachte. Im Einzelnen wurden folgende Vergleichsinhalte vereinbart:

Die gutachterliche Überprüfung der Ermittlung des Unternehmenswerts der in die KPS AG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. November 2007 eingebrachten KPS Consulting GmbH in ihrem gesellschaftsrechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Zustand am 30. November 2007 mit dem Ziel zu klären, inwieweit der Wert der in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. November 2007 beschlossenen Sacheinlage das am Stichtag 30. November 2007 übernommene Kapital von 25.824.536.- Euro erreicht. Die gutachterliche Überprüfung wird erfolgen durch Bansbach Schübel Brösztl & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestraße 68-74, 70184 Stuttgart, und hat u.a. zu erfolgen unter Berücksichtigung und auf Basis des Gutachtens über die Prüfung der Werthaltigkeit der Kapitalerhöhung der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft, Krefeld, vom 5. Dezember 2007.

Die Anfechtungskläger nehmen in dem Verfahren LG München I, Az. 5 HK O 24535/07 die erhobenen Anfechtungsklagen sowie die gegen den Freigabebeschluss des LG München I, Az. 5 HK O 4289/08 vom 7. August 2008 eingelegten Beschwerden (OLG München, Az. 23 W 2147/08) zurück.

Der Freigabebeschluss des LG München I erwächst in Rechtskraft; die Handelsregistereintragung der zu den Tagesordnungspunkten I. und II. gefassten Beschlüsse der Hauptversammlung vom 30. November 2007 wird durch die Anfechtungskläger und ihnen nahe stehende Personen auch sonst nicht rechtlich angegriffen oder in Frage gestellt.

Die Vertragsinhalte führen zu folgenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen:

Falls die gutachterliche Überprüfung ergeben sollte, dass der Wert der eingebrachten KPS Consulting GmbH den Betrag von 25.824.536.- Euro mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unterschreitet, haben die KPS AG und die dem Vergleich beigetretenen vormaligen Anteilseigner der KPS Consulting GmbH, die Herren Uwe Grünewald, Leonardo Musso, Michael Tsifidaris und Dietmar Müller, gesamtschuldnerisch Ausgleichsaktien an die im Vergleich definierten ausgleichsberechtigten Aktionäre zu gewähren. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf Punkt B.2. dieses Lageberichtes.

Die Übernahme der Gutachtenskosten, der Gerichtskosten und Anwaltskosten der vorgenannten gerichtlichen Verfahren und der Kosten für die Veröffentlichung erfolgt durch die KPS AG.

6. Vergleich KPS AG in dem Rechtsstreit KPS AG (vormals HAITEC AG) ./. HEITEC AG

In einem seit dem Jahr 1998 laufenden Rechtsstreit zwischen der HAITEC AG, München, und der HEITEC AG, Erlangen, hat der BGH am 14. Februar 2008 in dem Revisionsverfahren HAITEC AG ./. HEITEC AG das Urteil der 6. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main vom 12. Januar 2000 aufgehoben und ein geändertes Urteil zugunsten der klagenden HEITEC AG, Erlangen, erlassen. Gemäß diesem Urteil ist es der HAITEC AG zukünftig untersagt, unter der Bezeichnung HAITEC AG zu firmieren. Auch steht der HEITEC AG nach diesem Urteil ein Recht auf Ersatz von erlittenen Schäden zu.

Auf der Grundlage dieses Urteils hat die HEITEC AG vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auf Schadensersatz gegen die KPS AG geklagt (4 HK O 3124/08). Am 6. Februar 2009 schlossen die Parteien einen prozessbeendenden Vergleich, der im Wesentlichen folgenden Inhalt hat:

– Die KPS AG, die KPS Product Lifecycle GmbH und die KPS Technology GmbH verpflichten sich gesamtschuldnerisch, einen einmaligen Schadensersatzbetrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich zu zahlen.

  • Die Zahlung erfolgt in mehreren Raten; die letzte Ratenzahlung ist am 15. Juni 2011 fällig. Sollte die Gesellschaft mit einer Rate ganz oder teilweise mit mehr als 14 Tagen in Verzug geraten, hat dies neben Zinsfolgen auch zur Folge, dass der noch ausstehende Restbetrag in voller Höhe sofort fällig wird.
  • Daneben besteht die Verpflichtung, die in der Vergangenheit verwendeten Firmenbezeichnungen und Internetdomains mit dem Namensbestandteil "HAITEC" nicht mehr zu verwenden. Ein Verstoß gegen diese Pflicht ist mit unwesentlichen Vertragsstrafen verbunden.
  • Die Kosten des Verfahrens wurden gegeneinander aufgehoben.

Zusammenfassend kann man zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der KPS im ersten Halbjahr 2008/2009 festhalten, dass die Ergebnisse den Erfolg der von der KPS bereits im Geschäftsjahr 2007/2008 eingeschlagenen Strategie nachhaltig bestätigen. Sowohl die Entwicklungen auf operativer Ebene sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind – speziell vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Turbulenzen und der massiven konjunkturellen Schwierigkeiten in Deutschland – im ersten Halbjahr zufriedenstellend verlaufen.

B. Nachtragsbericht

1. Vorstandsbestellung Hartmut Cordes

Der Aufsichtsrat der KPS AG hat in seiner Sitzung am 16. April 2009 beschlossen, Herrn Hartmut Cordes, Elmshorn, mit Wirkung zum 1. Juni 2009 zum weiteren Vorstand der Gesellschaft zu berufen.

Hartmut Cordes wird für die Bereiche Business Development und Vertrieb verantwortlich zeichnen. Ein Schwerpunkt seiner Aufgaben wird dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung des Beratungsportfolios sowie die schrittweise nationale und internationale Expansion der KPS AG sein.

Als Mitglied der Geschäftsleitung der SAP Deutschland AG & Co. KG war Herr Cordes zuletzt verantwortlich für Großkundenvertrieb und -projekte in den Branchen des Handels, der Konsumgüterindustrie, der chemischen- und pharmazeutischen Industrie sowie für Banken und Versicherungen in Deutschland. Herr Cordes war seit 1999 in verschiedenen Führungs- und Managementfunktionen für die SAP tätig.

Hartmut Cordes (48 Jahre) ist gelernter Industriekaufmann und studierte Betriebswirtschaft. Er ist seit 25 Jahren in der Informationstechnologie- und Softwarebranche tätig.

Vor seinem Eintritt bei SAP war Herr Cordes mehrere Jahre bei Baan Deutschland GmbH beschäftigt, dort zuletzt als Manager Sales.

2. Gutachten im Rahmen des Vergleichs KPS AG in den Verfahren LG München I, Az.5HK O 24535/07 (aktienrechtliches Anfechtungsverfahren) und LG München I, Az. 5HK O 4289/08 (aktienrechtliches Freigabeverfahren)

Das im Rahmen des Vergleichs in den vorgenannten Verfahren in Auftrag gegebene Gutachten (siehe Punkt A.5. dieses Lageberichtes) wurde von der Kanzlei Bansbach Schübel Brösztl & Partner erstellt und das Ergebnis am 27. Mai 2009 durch KPS veröffentlicht. Das Gutachten hat wie von KPS erwartet die Werthaltigkeit der beschlossenen Sacheinlage vollumfänglich bestätigt. Dadurch entfällt jegliche Verpflichtung der KPS AG bzw. der dem Vergleich beigetretenen vormaligen Anteilseigner der KPS Consulting GmbH zur Gewährung von Ausgleichsaktien.

C. Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Den Erfolg der eingeschlagenen Strategie und die erfolgreiche Marktpositionierung der KPS untermauern eindrucksvoll die Geschäftsergebnisse für das erste Halbjahr 2008/2009. Bei einem Umsatz von 21 (i.V. 15,9) Mio. Euro wurde eine EBIT-DA von 2,2 (i.V. 2,0) Mio. Euro erwirtschaftet. Damit ist es gelungen, trotz der weltwirtschaftlichen Turbulenzen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Vorjahreswerte zu übertreffen. Diese Umsatz- und Ergebnissteigerungen sind das Ergebnis der Erfolge bei der Akquirierung neuer Großprojekte sowie das Ergebnis hoher Auslastungsquoten auf Gruppenebene von 85 % (i.V. 81 %) und den damit einhergehenden Margenverbesserungen.

Verteilt auf die einzelnen Geschäftssegmente wurden im Bereich Prozess- / Transformationsberatung 16,6 Mio. Euro (78,9 %), in der Technolgieberatung 2,3 Mio. Euro (11,0 %) und mit dem Verkauf von Produkten / Lizenzen 2,1 Mio. Euro (10,1 %) erwirtschaftet.

2. Finanzlage

Im ersten Halbjahr konnte die finanzielle Lage der KPS weiter stabilisiert werden. Die KPS verfügt zum 31. März 2009 über Zahlungsmittel in Höhe von 335 (i.V. 432) TEuro. Dem stehen 3.857 (i.V. 2.170) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Der Anstieg der Bankverbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf der Begleichung von im Vorjahr rückgestellten Verpflichtungen. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt -921 (i.V. -3.481) TEuro. Die Investitionstätigkeit beläuft sich auf -383 (i.V. 1.214) TEuro und betrifft Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierung beläuft sich auf -480 (i.V. 806) TEuro und betrifft überwiegend die Rückführung von Darlehen.

3. Vermögenslage

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 30. September 2008 von 6.642 TEuro um 833 TEuro auf 7.475 TEuro erhöht. Dem gegenüber haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 4.499 TEuro um 497 TEuro auf 4.996 TEuro erhöht.

Die Verringerung der sonstigen Rückstellungen von 9.003 TEuro um 4.520 TEuro auf 4.483 TEuro resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung bzw. Auflösung der Verpflichtungen für Schadensersatz- und Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung.

Zum 31. März 2009 beläuft sich die Bilanzsumme auf 21.084 (i.V. 20.208) TEuro. Die Eigenkapitalquote beträgt 12 % (i.V. 3 %).

D. Prognosebericht

Trotz der weltwirtschaftlichen Turbulenzen und der massiven konjunkturellen Abschwächung in Deutschland in 2009 bleibt der Vorstand auch für die zweite Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2008/2009 bei einem verhalten optimistischen Ausblick. Dieser Ausblick erfolgt vor allem vor dem Hintergrund der Geschäftsergebnisse des ersten Halbjahres, dem vorhandenen Auftragsbestand sowie einer weiterhin befriedigenden Auslastung.

In seiner Prognose geht der Vorstand daher davon aus, dass im Geschäftsjahr 2008/2009 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis das Vorjahresniveau (Umsatz 37,1 Mio. Euro, EBITDA 4,1 Mio. Euro) gehalten werden kann. Diese Prognose basiert auf Basis heute bekannter Fakten und Vorhersagen über die weitere wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung. Sollte es bei den wirtschaftlichen Rahmendaten zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Verschlechterungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

E. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

1.1. Risikomanagementsystem

Ein entscheidendes Instrument und eine wichtige Grundlage der Entscheidungen bei KPS ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Risikocontrollingsystem geschaffen. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit können Risiken noch besser entgegengewirkt und sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die KPS AG wurde – nach einer Überprüfung in 2006 und 2007 - in 2008 vorschriftsgemäß einer neuerlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend überprüft und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich KPS einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen mit Plan-Ist-Vergleichen, eine tägliche Liquiditätsüberwachung sowie wöchentliche Reports der Bereichsverantwortlichen an den Vorstand.

1.2. Bestandsgefährdende Risiken

Der Halbjahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2008/2009 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

1.3 Weitere Risiken

1.3.1. Marktrisiken

Ein generelles Risiko stellen die schlechten konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2009 dar. Für 2009 erwarten die Volkswirte angesichts der dramatischen konjunkturellen Lage einen steilen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sowie OECD, die EU-Kommission und die Bundesregierung prognostizieren für Deutschland einen Rückgang des BIP von bis zu 6 %. Von dieser Entwicklung wird auch die Beratungs- und IT-Branche nicht verschont bleiben. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) sowie das Marktforschungsinstitut EITO/PAC gehen für den gesamten ITK-Markt für 2009 von einem Nullwachstum aus. Dabei wird erwartet, dass der Markt für IT-Dienste und Software nach einem Wachstum von 7 % bzw. 5,3 % in den Vorjahren in 2009 nur noch mit 3,1 % auf ein Gesamtvolumen von 48,5 Mrd. Euro in Deutschland wachsen wird.

Auch wenn man hierzu festhalten kann, dass aufgrund des aktuell vorhandenen Auftragsbestands kurzfristig keine negativen Auswirkungen zu befürchten sind, kann mittel- und langfristig nicht ausgeschlossen werden, dass auch die KPS AG die negative wirtschaftliche Entwicklung zu spüren bekommt, da Ausgaben für Beratungsleistungen und IT-Investments häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung stehen.

Durch die Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, konnte das Risiko von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität deutlich reduziert werden. Darüber hinaus resultiert nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts der KPS AG aus Hardwareumsätzen.

1.3.2. Wettbewerbsrisiken

In dem Bereich der Transformations- und Prozessberatung, in dem die KPS AG zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum zählt, ist kurz- und mittelfristig nicht mit einer Zunahme der ohnehin heute bereits vorhandenen Wettbewerbsrisiken zu rechnen.

Im Bereich der reinen Implementierungs- und Systemberatung befindet sich die KPS AG in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Zum Einen steht die KPS AG hier mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum Anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen der KPS AG Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Systemhäuser beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Auch der von der KPS AG betriebene Bereich Enterprise Ressource Planning im SAP-Umfeld ist einem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck ausgesetzt, der zu Margenverlusten führen kann.

Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur KPS AG treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Finanzlage der KPS AG haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS AG einzunehmen.

1.3.3. Weitere operative Risiken 1.3.3.1. Auslastung der Mitarbeiter

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS AG hat ein Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns.

1.3.3.2. Abhängigkeit von Großkunden und Auftragsvergabe im Hard- und Softwaresegment

Die KPS AG erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden hätte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Die Auftragsvergabe im Hard- und Softwarebereich ist bedeutend von den zur Verfügung stehenden Budgets der Kunden abhängig. So erfolgt traditionell die Auftragsvergabe in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Fehlende Auftragserteilungen zum Jahresende können in den Folgemonaten in der Regel nicht kompensiert werden.

1.3.3.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern

Die KPS AG verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM, Dassault und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

1.3.3.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS AG können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

1.3.3.5. Gewährleistung und Haftung

Die KPS AG übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Soweit die KPS AG Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

2. Chancenbericht

2.1 Marktpositionierung

Der Einstieg der KPS Consulting GmbH in die KPS AG hat zu einer der einschneidendsten Veränderungen in der Unternehmensgeschichte der KPS geführt und hat das Gesicht der KPS nachhaltig verändert. Der Einstieg der KPS Consulting war weit mehr als nur das Hinzufügen einer weiteren Gesellschaft unter das Dach der KPS AG – es ist dadurch eine weitgehend neue Beratungsgruppe entstanden, mit der sich die Positionierung der KPS im Beratungsmarkt nachhaltig geändert hat. Das Beratungsportfolio hat sich sowohl inhaltlich als auch qualitativ erweitert und die Attraktivität der KPS als Beratungspartner nachhaltig erhöht.

2.2 Beratungsportfolio

Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH kann die KPS ein erweitertes und qualitativ verbessertes Beratungs- und Leistungsportfolio anbieten. Im Fokus steht dabei das Thema "Transformationsberatung", bei dem die KPS dank ihres qualitativ hochstehenden Beratungsportfolios eine führende Marktposition einnimmt. Die KPS kann ihre Kunden im Rahmen der Transformationsberatung bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen zielgerichtet unterstützen und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickeln.

Das KPS Beratungsangebot schließt die am Markt vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite.

2.3 Rapid Transformation Methode

Ein weiteres Profilierungsmerkmal besitzt die KPS mit der von ihr entwickelten "Rapid Transformation Methode". Mit der Rapid Transformation Methode ist die KPS in der Lage, Projektlaufzeiten und Projektkosten signifikant zu reduzieren und für ihre Kunden einen Return of Investment noch während der Projektlaufzeit zu generieren.

2.4 One Brand Strategie

Unter dem Markennamen KPS Consulting kann nun ein umfassendes Leistungsportfolio von der Strategie- und Prozessberatung über die Implementierungsberatung bis zur Systemintegration angeboten werden. Dies steigert die Attraktivität der KPS sowohl für bestehende Kunden als auch für potentielle Interessenten. Anstatt bestimmte komplexe Aufgabenstellungen an mehrere Partner vergeben zu müssen, bietet die KPS das gewünschte Beratungs- und Leistungsangebot aus einer Hand.

2.5 Cross Selling

Das vorhandene Leistungsportfolio – Prozessberatung, Implementierungsberatung, IT-Systemberatung – bietet darüber hinaus ein hohes Cross-Selling-Potential. Projekte in einem Geschäftsfeld dienen vermehrt als Türöffner für das Beratungsangebot eines anderen KPS-Geschäftsfelds.

2.6 Skaleneffekte

Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH hat sich auch die Unternehmensgröße signifikant geändert und sowohl das Umsatzvolumen als auch die Anzahl der Mitarbeiter vergrößert. Mit einem Umsatz von größer 40 Mio. Euro und einer Beratungsmannschaft von mehr als 300 Beratern hat sich auch die Attraktivität der KPS für große Konzerne – die vielfach bestimmte unternehmenskritische Aufgabenstellungen nur an Beratungsunternehmen ab einer gewissen Größenordnung vergeben – erhöht. Anstatt wie bisher in solchen Fällen aussortiert zu werden bzw. als Sub-Unternehmer eines größeren Partners agieren zu müssen, können solche Beratungsaufträge zukünftig vermehrt direkt gewonnen werden.

München, im Mai 2009

Dr. Nico Brunner Dietmar Müller Vorstandsvorsitzender Vorstand

KPS AG, München Konzernhalbjahresbilanz zum 31. März 2009 nach IFRS

Aktiva

in TEuro 31.03.2009 30.09.2008
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software 876 489
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.294 9.294
10.170 9.783
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 174 204
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 67 136
10.411 10.123
IV. Aktive Latente Steuern 1.127 1.127
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.475 6.642
2. Sonstige Vermögenswerte 1.736 1.884
9.211 8.526
II. Guthaben bei Kreditinstituten 335 432
9.546 8.958
Summe Aktiva 21.084 20.208

Passiva

in TEuro 31.03.009 30.09.2008
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 36.092 36.029
II. Kapitalrücklage -22.279 -22.236
III. Gewinnrücklagen 4 4
IV. Gewinn-/Verlustvortrag -13.191 339
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.833 -13.530
2.459 606
B. Langfristige Schulden
1. Sonstige Verbindlichkeiten 1.738 413
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 196
3. Passive latente Steuern 25 23
1.763 632
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen 139 279
2. Sonstige Rückstellungen 4.483 9.003
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.857 2.170
4. Erhaltene Anzahlungen 321 326
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.996 4.499
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.066 2.693
16.862 18.970
Summe Passiva 21.084 20.208

KPS AG Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 31. März 2009 nach IFRS

in TEuro 2008/2009 2007/2008
1. Umsatzerlöse 20.989 15.926
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.501 118
3. Betriebsleistung 22.490 16.044
4. Materialaufwand -9.694 -7.678
a) Aufwendungen für bezogene Waren -1.503 -579
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.191 -7.099
5. Personalaufwand -8.015 -4.580
a) Löhne und Gehälter -7.177 -4.067
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung
-838 -513
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
-68 -59
b) Abschreibung auf Firmenwert 0 -9.394
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.612 -1.783
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138 41
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -171 -168
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.068 -7.577
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -230 -577
12. Sonstige Steuern -5 -3
13. Konzernperiodenüberschuss/-fehlbetrag 1.833 -8.157
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,06 -0,25
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,06 -0,25

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(in Mio. Euro)
Umsatz 21
EBITDA 2,2
EBITDA Marge 10,3 %
EBIT 2,1
EBIT Marge 10,0 %

Konsolidierte Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 31. März 2009 nach IFRS

in TEuro 31.03.2009 31.03.2008
A. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Steuern 2.068 -7.577
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 68 59
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva -484 -5.507
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen -4.520 4.123
Veränderung der übrigen Schulden 2.191 6.112
Verluste aus Anlagenabgängen 0 -1
Gezahlte Steuern -244 -690
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -921 -3.481
B. Investitionstätigkeit
Investitionen in das Anlagevermögen -423 -50
Einzahlungen aus Ausleihungen 40 40
Nettoliquidität aus dem Erwerb der KPS GmbH 0 1.224
Mittelabfluss/-zufluss aus Investitionstätigkeit -383 1.214
C. Finanzierungstätigkeit
Wandelschuldverschreibung 0 -258
Verkauf Eigene Aktien 20 0
Kosten der Kapitalerhöhung 0 -36
Aufnahme/Rückzahlung von Darlehen -500 1.100
Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit -480 806
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.784 -1.461
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode -1.738 988
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode -3.522 -473
in TEuro 31.03.2009 31.03.2008
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Bankguthaben 335 520
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -3.857 -993
Finanzmittelfonds -3.522 -473

KPS AG Entwicklung des Eigenkapitals zum 31. März 2009 nach IFRS

Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Gesamt
Stand 30.09.2008 36.029 -22.236 4 -13.191 606
Periodenergebnis 31.03.2009 1.833 1.833
Rücklage für Eigene Anteile 63 -43 20
Stand 31.03.2009 36.092 -22.279 4 -11.358 2.459

KPS Aktiengesellschaft

Verkürzter Konzernanhang zum 31. März 2009 nach IFRS

A. Allgemeine Angaben

Rechnungslegung

Die KPS AG stellt ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Aus den erstmals für das erste Halbjahr 2008/2009 verpflichtend anzuwendenden Standards ergeben sich keine Auswirkungen auf die Bilanzierung.

Stichtag für den Konzernabschluss ist der 31. März 2009.

Der Halbjahresabschluss 2008/2009 und der dazugehörige Zwischenlagebericht wurden weder nach § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die KPS AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für die Berichtsperiode werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. In der Bilanz wird als Vergleichsstichtag der 30. September 2008 und in der Gewinn- und Verlustrechnung der 31. März 2008 gegenübergestellt.

Für die Darstellung der Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung ist die KPS Business Transformation GmbH gem. der im Geschäftsbericht erläuterten Reverse Acquisition für den gesamten Berichtszeitraum, d.h. für sechs Monate, erfasst. Der KPS Alt-Konzern wird in den erweiterten Konzern erstmalig ab dem 1. Januar 2008 einbezogen. Dementsprechend sind die KPS Alt-Gesellschaften im Konzernabschluss nur anteilig mit drei Monaten enthalten.

Die KPS AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wenden in der Zwischenberichterstattung die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden an, die dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007/2008 zugrunde lagen.

Allgemeine Angaben

Aus Sicht des Vorstandes enthält der vorgelegte, ungeprüfte Zwischenbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns notwendig sind. Die Ereignisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Vorstand Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese beeinflussen die Höhe und den Ausweis angegebener Beträge für Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums. Die tatsächlich anfallenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung resultieren.

Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware mit insgesamt 174 (i.V. 204) TEuro.

Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen beinhalten eine Darlehensausreichung an einen Mitarbeiter über 201 (i.V. 204) TEuro, wobei ein Teilbetrag von 67 TEuro den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet wurde.

2. Kurzfristige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 1.736 (i.V. 1.884) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEuro 31.03.2009 30.09.2008
Steuererstattungsansprüche 559 679
Ansprüche aus Factoringvereinbarungen 156 221
Forderungen gegenüber Mitarbeitern/Gesellschaftern 572 619
Im Voraus bezahlte Aufwendungen 352 223
Geleistete Kautionen 42 47
Darlehen an vormals verbundene Unternehmen 0 40
Übrige Forderungen 55 55
Summe sonstige Vermögenswerte 1.736 1.884

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 335 (i.V. 432) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

3. Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Erläuterungen im Geschäftsbericht zum 30. September 2008.

4. Langfristige Schulden

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen langfristig fällige Schadensersatzverpflichtungen mit 1.738 (i.V. 413) TEuro. Die Bewertung erfolgt mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Diskontierungszinssatzes von 5,5 % p.a.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 25 (i.V. 23) TEuro resultieren aus temporären Differenzen.

5 Kurzfristige Schulden

Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

in TEuro 30.09.2008 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.03.2009
Körperschaftsteuer 188 -73 0 15 130
Gewerbesteuer 91 -90 0 8 9
Gesamt 279 -163 0 23 139

Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

in TEuro 30.09.2008 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.03.2009
Personal 2.551 -1.378 -267 2.069 2.975
Ausstehende Rechnungen 178 -48 -1 246 375
Abschluss- und Prüfungskosten 151 -34 0 49 166
Prozessrisiken 5.549 -3.873 -1.150 0 526
Kapitalmarktkosten 200 -40 0 0 160
Übrige 374 -94 0 1 281
Gesamt 9.003 -5.467 -1.418 2.365 4.483

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen, Abfindungen und ausstehende Urlaubsansprüche.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die vorgetragene Rückstellung für Prozessrisiken wurde in erster Linie gebildet für drohende Belastungen aus Schadensersatz- und Anfechtungsklagen, u.a. gegen Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. November 2007. Von der Rückstellung wurden im Berichtszeitraum 3.873 TEuro verbraucht.

Die Rückstellung für Kapitalmarktkosten enthält die voraussichtlichen Aufwendungen für die Erstellung des Wertpapierprospekts.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 3.857 (i.V. 2.170) TEuro.

Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 321 (i.V. 326) TEuro und betreffen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die gegen künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3.066 (i.V. 2.693) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

in TEuro 31.03.2009 30.09.2008
Abzuführende Lohn-,
Kirchensteuer und Sozialversi
cherungen
837 816
Verbindlichkeiten
gegenüber Mitarbeiter
260 360
Verbindlichkeiten Umsatz
steuern und so. Steuern
767 1.171
Verbindlichkeit aus
Schadensersatz
671 168
übrige Verbindlichkeiten 531 178
Summe sonstige
Verbindlichkeiten
3.066 2.693

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

in TEuro Berichtsjahr
2008/2009
% Vorjahr
2007/2008
%
Handelswaren/
Software
1.050 5 788 5
Dienstleistung/
Wartung
19.939 95 14.894 93
Software-Provision 0 0 244 2
20.989 100 15.926 100

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.501 (i.V. 118) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:

in TEuro 31.03.2009 31.03.2008
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
1.418 26
Mieterträge aus Unter
vermietung Büroräume
9 32
Weiterverrechnung
Sachbezüge an Mitarbeiter
11 36
Erlöse aus aktivierten
Eigenleistungen
0 0
übrige Erträge 63 24
Summe sonstige
betriebliche Erträge
1.501 118

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 9.694 (i.V. 7.678) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 1.503 (i.V. 579) TEuro sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von 8.191 (i.V. 7.099) TEuro.

4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 8.015 (i.V. 4.580) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 7.177 (i.V. 4.067) TEuro und auf Sozialaufwendungen 838 (i.V. 513) TEuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 152 (i.V. 162) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 68 (i.V. 59) TEuro.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 2.612 (i.V. 1.783) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:

in TEuro 31.03.2009 31.03.2008
Raumkosten 350 238
Reise- und Bewirtungskosten 719 634
Kfz-Kosten 223 200
Telefon- und sonstige
Kommunikationskosten
131 100
Rechts-, Beratungs- und
Prüfungskosten
104 150
Maschinen-Mieten 116 68
übrige Aufwendungen 969 393
Summe sonstige
betriebliche Aufwendungen
2.612 1.783

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 138 (i.V. 41) TEuro beinhalten die Abzinsung aus Ansprüchen der Schadensersatzklage mit 131 TEuro und Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen, sowie die Verzinsung von Avalkonten in Höhe von 7 TEuro.

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betragen 171 (i.V. 168) TEuro und beinhalten insbesondere Zins- und Avalgebühren an Kreditinstitute und Factoringgebühren.

9. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,06 Euro nach –0,25 Euro zum 31. März 2008. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.

D. Sonstige Angaben

Die Entwicklung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:

bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Kfz-Leasing 243 192 435
(194) (78) (272)
BGA-Leasing 146 110 256
(164) (159) (323)
Miete 609 339 948
(667) (359) (1.026)
998 641 1.639
(1.025) (596) (1.621)

Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen und die Zusammensetzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates haben sich in der Berichtsperiode nicht verändert. Wir verweisen hier auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht.

Segmentberichterstattung

Die KPS AG ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland.

Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Business Transformation (Strategie- und Prozessberatung), Enterprise Ressource Planning (Prozessoptimierung und SAP-Implementierung), Product Life-Cycle Management & Supply Chain Management (Optimierung von Konstruktions- und Entwicklungsprozessen, Integration von Konstruktions- und ERP-Welt, Implementierung von CAD und PDM Lösungen), Enterprise Content Management (Archivierung, Dokumentenmanagement-Systeme, Workflow-Lösungen) sowie System Architecture & Integration (eSOA, Netweaver, Server Infrastrukturen, Storage, Managed Services).

Das KPS Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung primär nach Geschäftsfeldern und sekundär nach Regionen.

1. Prozess-/Transformationsberatung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei dem die KPS AG eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.

2. Technologieberatung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozessund Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS Consulting deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technolgiebereich sind vor allem die Themen eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die KPS AG mit dedizierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.

3. Produkte/Lizenzen

Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt KPS in dedizierten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller (SAP, IBM, Dassault, SAPERION) mit denen KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.

Die Segmentinformationen stellen sich wie folgt dar:

Darstellung nach Geschäftsfeldern in TEuro

Prozess Technology Produkte/
Lizenzen
nicht zu
den Segmenten
zuordenbare
Aufwendungen
gesamt
Ergebnisposition 31.03.2009 Vorjahr 31.03.2009 Vorjahr 31.03.2009 Vorjahr 31.03.2009 Vorjahr 31.03.2009 Vorjahr
Umsatz
Dienstleistung
16.567 14.003 2.298 580 0 0 0 0 18.865 14.583
Umsatz
Produkte/Lizenzen
0 0 0 0 2.124 1.343 0 0 2.124 1.343
Umsatz 16.567 14.003 2.298 580 2.124 1.343 0 0 20.989 15.926
Eigenleistung -5.304 -3.120 -1.280 -301 0 0 0 0 -6.584 -3.421
Fremdleistung -7.732 -6.661 -459 -26 0 0 0 0 -8.191 -6.687
Wareneinsatz 0 0 -3 0 -1.500 -953 0 0 -1.503 -953
Bruttoergebnis
vom Umsatz 3.531 4.222 556 253 624 390 0 0 4.711 4.865
Vertriebskosten -223 -577 -17 -43 -400 -250 0 0 -640 -870
sonstige Kosten
Segmente
-733 -401 0 -80 0 0 0 0 -733 -481
Konzernkosten 0 0 0 0 0 0 -2.669 -1.629 -2.669 -1.629
sonstige
betriebliche Erträge
226 0 125 0 0 0 1.150 118 1.501 118
Betriebsergebnis 2.801 3.244 664 130 224 140 -1.519 -1.511 2.170 2.003
Abschreibungen 0 0 0 0 0 0 -68 -9.453 -68 -9.453
EBIT 2.801 3.244 664 130 224 140 -1.587 -10.964 2.102 -7.450
Zinsen 0 0 0 0 0 0 -34 -127 -34 -127
Steuern 0 0 0 0 0 0 -235 -580 -235 -580
EBT 2.801 3.244 664 130 224 140 -1.856 -11.671 1.833 -8.157

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorstandsbestellung Hartmut Cordes

Der Aufsichtsrat der KPS AG hat in seiner Sitzung am 16. April 2009 beschlossen, Herrn Hartmut Cordes, Elmshorn, mit Wirkung zum 1. Juni 2009 zum weiteren Vorstand der Gesellschaft zu berufen. Hartmut Cordes wird für die Bereiche Business Development und Vertrieb verantwortlich zeichnen. Ein Schwerpunkt seiner Aufgaben wird dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung des Beratungsportfolios sowie die schrittweise nationale und internationale Expansion der KPS AG sein. Als Mitglied der Geschäftsleitung der SAP Deutschland AG & Co. KG war Herr Cordes zuletzt verantwortlich für Großkundenvertrieb und -projekte in den Branchen des Handels, der Konsumgüterindustrie, der chemischen- und pharmazeutischen Industrie sowie für Banken und Versicherungen in Deutschland. Herr Cordes war seit 1999 in verschiedenen Führungs- und Managementfunktionen für die SAP tätig.

Hartmut Cordes (48 Jahre) ist gelernter Industriekaufmann und studierte Betriebswirtschaft. Er ist seit 25 Jahren in der Informationstechnologie- und Softwarebranche tätig.

Vor seinem Eintritt bei SAP war Herr Cordes mehrere Jahre bei Baan Deutschland GmbH beschäftigt, dort zuletzt als Manager Sales.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, im Mai 2009

Dr. Nico Brunner Dietmar Müller Vorstandsvorsitzender Vorstand

KPS Alois-Wolfmüller-Straße 8 80939 München