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KPS AG Interim / Quarterly Report 2008

Jun 10, 2008

249_10-q_2008-06-10_0fe6459b-3beb-42d7-b855-14015798426f.pdf

Interim / Quarterly Report

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Halbjahresbericht 2007 / 2008

Impressum

Herausgeber: KPS AG, München

Umsetzung und Layout: bw media, München

KPS Aktiengesellschaft

Verkürzter Lagebericht des KPS Konzerns zum 31. März 2008 nach IFRS

A) Wirtschaftsbericht des KPS Konzerns

Im Folgenden wird die Entwicklung der Geschäftstätigkeit des KPS AG Konzerns (im Folgenden KPS genannt) für das erste Halbjahr 2007 / 2008 dargestellt. Die mit der ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2008 beschlossene Umbenennung der HAITEC AG in die KPS AG wurde am 15. Mai 2008 in das Handelsregister eingetragen. Wenn in diesem Bericht von der KPS AG gesprochen wird, ist die für den Berichtszeitraum unter dem Namen HAITEC AG firmierte Gesellschaft gemeint.

1. Geschäftsverlauf und -entwicklung

Im ersten Halbjahr 2007 / 2008 konnte der Turn-around der KPS erfolgreich abgeschlossen werden. Es ist erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1999 gelungen, eine Berichtsperiode mit einem positiven EBIT abzuschließen. Auch wenn mit dem Turn-around ein wichtiges Ziel erreicht wurde, so war dies nur ein erster Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft der KPS. Es konnte damit zwar die Verlustzone verlassen werden, die entscheidenden Kennzahlen, wie Umsatzentwicklung oder Ergebnismargen, waren jedoch weiterhin unbefriedigend und für eine positive Entwicklung der KPS nicht ausreichend.

Speziell die verfügbare Liquidität war weiterhin sehr angespannt. Die im operativen Geschäft erwirtschaftete Liquidität reichte ausschließlich zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs. Zusätzliche Rückzahlungsverpflichtungen aus Altlasten, die teilweise bis Ende 2007 fällig waren (u.a. Wandelanleihe I, Darlehen), konnten mit den im operativen Geschäft erwirtschafteten Margen nicht bzw. nicht in ausreichendem Umfang bedient werden.

Trotz aller Erfolge im operativen Geschäft stand die KPS zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres vor der zentralen Aufgabenstellung, die operativen Margen der einzelnen Konzerngesellschaften kurzfristig verbessern zu müssen. Diese Verbesserung war ausschließlich durch eine Ausweitung des operativen Geschäfts und durch eine Steigerung der Umsätze zu erreichen. Dies machte jedoch zwingend Investitionen in den Ausbau der KPS – vornehmlich in die Einstellung neuer Mitarbeiter und in den Ausbau der vertrieblichen Kapazitäten – erforderlich.

Da ein Wachstum aus eigener Kraft nicht finanziert werden konnte, kam als strategische Option nur ein "anorganisches" Wachstum in Betracht. Vor dieser Ausgangssituation wurden im Jahr 2007 die Marktchancen für ein mögliches anorganisches Wachstum eingehend geprüft. Die diesbezüglich Mitte 2007 gestarteten Verhandlungen mit den Gesellschaftern der KPS Consulting GmbH über einen Einstieg in die KPS konnten im 4. Quartal letzten Jahres erfolgreich abgeschlossen werden. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November 2007 wurden die Beschlüsse über den Einstieg der KPS Consulting GmbH sowie über die dafür erforderlichen Kapitalmaßnahmen mit überwältigender Mehrheit gefasst. Im Dezember 2007 wurden die beschlossenen Kapitalmaßnahmen umgesetzt und – trotz laufender Widersprüche von Kleinanlegern – ins Handelsregister eingetragen. Damit ist die KPS Consulting GmbH seit Mitte Dezember 2007 eine 100prozentige Tochter der KPS und hat bereits in den wenigen Monaten seit ihrem Einstieg das Gesicht und die Positionierung der KPS nachhaltig beeinflusst.

Der Einstieg der KPS Consulting GmbH in die KPS hat zu einer der einschneidendsten Veränderungen in der Unternehmensgeschichte der KPS geführt. Der Einstieg der KPS Consulting GmbH in die KPS war weit mehr als nur das Hinzufügen einer weiteren Gesellschaft unter das Dach der KPS – durch den Einstieg ist eine weitgehend neue Beratungsgruppe entstanden, mit der sich die Positionierung der KPS im Beratungsmarkt nachhaltig geändert hat. Das Beratungsportfolio hat sich dabei sowohl inhaltlich als auch qualitativ erweitert und die Attraktivität der KPS als Beratungspartner signifikant erhöht. Das neue Beratungsportfolio, die durch die KPS Consulting GmbH eingebrachten Management Skills sowie das Berater-Know-how haben schon innerhalb kurzer Zeit für eine hohe Wachstumsdynamik innerhalb der KPS gesorgt.

Auch war der Einstieg der KPS Consulting GmbH für die Motivation der Mitarbeiter von großer Bedeutung. Für viele Mitarbeiter bieten sich innerhalb der veränderten Gruppenstrukturen nun neue Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten sowie eine klare Zukunftsperspektive.

3. Auftragsbestand / Pipeline

Sehr zufriedenstellend haben sich auch Auftragsbestand und Pipeline entwickelt. Kumuliert über alle Geschäftsbereiche beläuft sich der Auftragsbestand und die Pipeline auf ein Volumen von 43,3 Mio. Euro. An der Spitze steht dabei der Geschäftsbereich Prozessberatung mit einem Volumen von 27,1 Mio. Euro, gefolgt von den Geschäftsbereichen Enterprise Ressource Planing mit 5,3 Mio. Euro, der Systemintegration mit 5,2 Mio. Euro, dem Product Life Cycle Management mit 3,8 Mio. Euro sowie dem Enterprise Content Management mit 1,9 Mio. Euro.

Mit dem vorhandenen Auftragsbestand sowie der Pipeline verfügt die KPS auf Gruppenebene über eine durchschnittliche Auftragsreichweite von 12,8 Monaten und liegt damit im Branchenvergleich im absoluten Spitzenfeld. Angeführt wird die Auftragsreichweite wiederum von dem Geschäftsfeld Prozessberatung mit 14,5 Monaten, dicht gefolgt von dem Geschäftsbereich Content Management mit 11,2 Monaten sowie dem Geschäftsbereich Systemintegration mit 10,2 Monaten, dem Product Life Cycle Management mit 7,6 Monaten sowie dem Enterprise Ressource Planing mit 6,2 Monaten.

4. Rückzahlung / Wandlung Wandelanleihe I

Von besonderer Bedeutung – speziell im Hinblick auf die Liquiditätssituation der KPS – war die durchgeführte Wandlung bzw. Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung mit einem Volumen von 1.141.000 Stück Wandelanleihen. Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 wurden davon insgesamt 881.055 Stück gewandelt sowie an die verbleibenden Inhaber von Wandelschuldverschreibungen am 31. Dezember 2007 vertragsgemäß ein Betrag von 258.504 Euro plus Zinsen ausbezahlt. Damit ist die Wandelanleihe I in voller Höhe gewandelt bzw. zurückbezahlt und führt zukünftig zu keinen weiteren Liquiditätsbelastungen für die KPS .

5. Wandlung Wandelanleihe II und III

Die stille Beteiligung der Bridgepoint Capital Ltd. an der autinform GmbH & Co KG wurde durch die Ausgabe einer Wandelanleihe an der KPS in 2 Tranchen im Mai und Juni 2007 im Gesamtvolumen von 6,9 Mio. Stück abgelöst. Damit wurde vertragsgemäß die noch offene Restkaufpreiszahlung für den Erwerb der autinform AG an die Bridgepoint Capital Ltd. geleistet. Im November 2007 und Dezember 2007 wurde die Wandelanleihe durch die Bridgepoint Capital Ltd. in 2 Schritten in Aktien der KPS gewandelt.

Damit sind sämtliche Ansprüche der Bridgepoint Capital Ltd. aus dem Verkauf der autinform AG getilgt. Durch die erfolgte Wandlung ist darüber hinaus sichergestellt, dass aus der Wandelanleihe II und III zukünftig keine weiteren Liquiditätsbelastungen für die KPS Gruppe entstehen werden.

6. Rechtsstreit HAITEC AG ./. HEITEC AG

In einem seit dem Jahr 1998 laufenden Rechtsstreit zwischen der HAITEC AG, München, und der HEITEC AG, Nürnberg, hat der BGH am 14. Februar 2008 in dem Revisionsverfahren HAITEC AG ./. HEITEC AG das Urteil der 6. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main vom 12. Januar 2000 aufgehoben und ein geändertes Urteil zugunsten der klagenden HEITEC AG, Nürnberg, erlassen. Gemäß diesem Urteil ist es der HAITEC AG zukünftig untersagt, unter der Bezeichnung HAITEC AG zu firmieren. Auch steht der HEITEC AG nach diesem Urteil ein Recht auf Ersatz von erlittenen Schäden zu. Dieses Urteil betrifft ausschließlich die als Holding firmierende HAITEC AG und nicht die aktiv am Markt tätigen HAITEC Konzerngesellschaften. Diese können weiterhin ohne Einschränkungen agieren und auch ihre Firmenbezeichnung beibehalten.

Zusammenfassend kann man zur wirtschaftlichen Lage der KPS im 1. Halbjahr festhalten, dass die Ergebnisse den Erfolg der von der KPS zum Jahreswechsel eingeschlagenen Strategie nachhaltig bestätigen. Sowohl die Entwicklungen auf operativer Ebene und bei der Integration und inhaltlichen Neuausrichtung der KPS sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind sehr zufriedenstellend verlaufen und geben Anlass für einen optimistischen Ausblick in die Zukunft.

C. Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Erläuterungen zur Bilanzierung

Aus Sicht der IFRS-Bilanzierungsgrundsätze handelt es sich bei der Einbringung der KPS Consulting GmbH in die KPS um eine Reverse Acquisition. Dabei wird abweichend von der rechtlichen Struktur davon ausgegangen, dass die KPS Consulting GmbH die KPS AG erworben hat. Grund dafür ist, dass die Gesellschafter der KPS Consulting GmbH durch die Einbringung rund 71 Prozent der Anteile an der KPS AG erhalten haben.

Erstkonsolidierungsstichtag war der 12. Dezember 2007, da an diesem Tag die Eintragung der Kapitalmaßnahmen im Handelsregister erfolgte und somit die Kapitalmaßnahmen wirksam wurden. Aus Vereinfachungsgründen wurden für den KPS Konzern Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2007 erstellt und die Erstkonsolidierung zu diesem Stichtag durchgeführt.

Die KPS Consulting GmbH ist somit in dem Berichtszeitraum (01. Oktober 2007 bis 31. März 2008) mit sechs Monaten erfasst, der KPS Alt-Konzern ist dagegen nur für den Zeitraum vom 01. Januar 2008 bis zum 31. März 2008 einbezogen. Dementsprechend sind die KPS Alt-Gesellschaften im Konzernabschluss nur anteilig mit drei Monaten enthalten.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der KPS AG wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften der KPS AG zum Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des übernommenen Reinvermögens, wurde als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) aktiviert.

Aufgrund der Reverse Acquisition ist nach IFRS der Jahresabschluss des unterstellten wirtschaftlichen Erwerbers KPS Consulting GmbH als Vorjahresangabe darzustellen. Der vorliegende Konzernabschluss beinhaltet somit in der Ergebnisrechnung für das Vorjahr ausschließlich die Werte der KPS Consulting GmbH. Entsprechend beziehen sich die im Bericht aufgeführten Vorjahresvergleiche auf die KPS Consulting GmbH. Durch diese Veränderungen sind die Geschäftszahlen aus den Berichten der Vorjahre nicht direkt mit den in diesem Bericht angegebenen Vorjahreswerten vergleichbar.

Die Kapitalkonsolidierung geht nach den Grundsätzen für eine Reverse Acquisition von einer 100 prozentigen Abbildung der KPS Consulting GmbH aus.

Ertragslage

Die Kennzahlen des 1. Halbjahres bestätigen den Erfolg der zum Jahreswechsel eingeschlagenen Strategie. Bei einem Umsatz von 15,9 Mio. Euro wurde ein EBITDA von 2,0 Mio. Euro erzielt. Dies entspricht einer EBITDA Marge von 12,6%. Der EBIT belief sich auf 1,9 Mio. Euro bzw. auf eine Marge von 11,9%. Nicht enthalten in dieser EBIT Marge sind die aus den IFRS-Vorschriften für Reverse Acquisition resultierenden Firmenwertabschreibungen in Höhe von 9,4 Mio. Euro (siehe Anhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz"). Unter Berücksichtigung dieser Einmalbelastung ergibt sich ein EBIT von -7,5 Mio. Euro.

Im Halbjahresergebnis verarbeitet sind darüber hinaus noch planmäßig angefallene Einmalkosten im Zusammenhang mit der Integration der KPS Consulting sowie eine Rückstellung für eventuelle Schadenersatzleistungen aus dem verlorenen Namensrechtstreit mit der Heitec AG.

Im Vergleich zur 1. Hälfte des Vorjahres sind sowohl Umsatz als auch Ergebnis sprunghaft angestiegen. Der Umsatz konnte um 5,5 Mio. Euro (+ 54%) sowie der EBITDA um 1,5 Mio. Euro (+ 375%) gesteigert werden. Diese signifikante Umsatzund Ergebnissteigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum sind zum einen das Ergebnis der Erweiterung des Konsolidierungskreises um die KPS Consulting GmbH, zum anderen aber auch das Ergebnis hoher Auslastungsquoten und den damit einhergehenden Margen.

So lagen die durchschnittlichen Auslastungsquoten in den Geschäftsfeldern Prozessberatung mit 93%, Systemintegration mit 87% und in dem Geschäftsfeld ERP mit 82% über der Zielmarke von 80%. Nur im Geschäftsbereich PLM wurde diese Zielmarke mit einer Auslastung von 76% leicht bzw. im Geschäftsbereich ECM mit 67% deutlich verfehlt. Durch bereits eingeleitete Maßnahmen bzw. Erfolge bei der Gewinnung von neuen Kunden sollte sich auch in diesen Geschäftsfeldern die Auslastungssituation in der 2. Jahreshälfte verbessern und zusätzliche positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden.

Betrachtet man die Umsätze nach Herkunft, so stammen 87% der Umsätze aus dem margenstarken Dienstleistungsgeschäft, 8% der Umsätze aus dem ebenfalls margenstarken Geschäft mit Softwarelizenzen und Wartung sowie lediglich 5% aus dem eher mit geringen Margen arbeitenden Geschäft mit Hardware.

Verteilt auf die einzelnen Geschäftsfelder werden 53% der Umsätze in dem Bereich Prozessberatung, 20% in der ERP-Beratung, 14% in der Systemintegration, 10% im Bereich Product-Life-Cycle Management und 3% im Geschäftsfeld Enterprise Content Management erwirtschaftet.

Betrachtet man die Ergebnisbeiträge der einzelnen Geschäftsbereiche, so wurden im 1. Halbjahr 73% im Geschäftsbereich Prozessberatung, 16% im Geschäftsbereich Systemintegration und 11% im Geschäftsbereich ERP erwirtschaftet. Keine positiven Ergebnisbeiträge konnten im 1. Halbjahr in den Geschäftsbereichen PLM und ECM erzielt werden. Dies liegt – wie bereits erwähnt - zum einen an den unbefriedigenden Auslastungszahlen der Berater sowie an saisonal bedingten Schwankungen bei dem Verkauf von Softwarelizenzen. Aufgrund der bereits eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen sowie durch ein saisonbedingtes Anziehen der Softwareumsätze sollten jedoch auch diese beiden Geschäftsbereiche im 2. Halbjahr für positive Ergebnisbeiträge sorgen.

Finanzlage

Durch den Einstieg der KPS Consulting GmbH ist es darüber hinaus auch gelungen, die finanziellen Lage der KPS auf eine solide Basis zu stellen. Der finanzielle Freiraum nach dem Einstieg der KPS Consulting GmbH wurde vor allen Dingen dazu genutzt, bestehende Altlasten zu tilgen – dazu gehören insbesondere die Wandlung bzw. Rückzahlung der Wandelanleihe I im Volumen von 1,14 Mio. Euro sowie die Umschuldung bestehender kurzfristiger Verbindlichkeiten im Volumen von ca. 2,0 Mio. Euro in langfristige Darlehen.

Die KPS verfügt zum 31. März 2008 über Zahlungsmittel in Höhe von 0,5 (i.V. 1) Mio Euro. Dem stehen 2 (i.V. 0) Mio. Euro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt -3,5 (i.V. 1,8) Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt 1,2 (i.V. -0,01) Mio. Euro und betrifft überwiegend die Nettoliquidität aus dem Erwerb der KPS Consulting GmbH. Der Cashflow aus Finanzierung beläuft sich auf 0,8 (i.V. 1,8) Mio. Euro.

Vermögenslage

Zum 31. März 2008 beläuft sich die Bilanzsumme auf 21,7 Mio. Euro. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zu Zeitwerten (Fair Value) angesetzt. Durch die Einbeziehung der KPS Consulting GmbH in den Konzernabschluss haben sich nahezu alle Bilanzpositionen erhöht. Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 9,6 Mio. Euro und die Aktivierung von aktiven latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 1,6 Mio. Euro waren die größten Einzelpositionen im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 28% (i.V. 24,7%). Die langfristigen Schulden betragen 2,2 (i.V. 0) Mio. Euro und bestehen im Wesentlichen aus Darlehen in Höhe von 1,1 Mio. Euro und langfristigen Rückstellungen in Höhe von 1 Mio. Euro. Die kurzfristigen Schulden betragen 13,4 (i.V. 3,6) Mio. Euro und bestehen überwiegend aus Rückstellungen in Höhe von 3,9 (i.V. 0,7) Mio. Euro, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 4,6 (i.V. 2) Mio. Euro und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3,1 (i.V. 0,2) Mio. Euro.

D. Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der Geschäftsergebnisse des 1. Halbjahres, der anhaltend guten Auslastung sowie dem vorhandenen Auftragsbestand geht der Vorstand auch für die 2. Jahreshälfte von einer Fortsetzung der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus und bekräftigt die Planungen für das laufende Geschäftsjahr. Für das Gesamtjahr 2007 / 2008 wird bei einem Umsatz von mindestens 40 Mio. Euro ein EBITDA von mindestens 10% erwartet. Pro Aktie würde dies ein Ergebnis von 0,11 Euro bedeuten.

E. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Ein entscheidendes Instrument und eine wichtige Grundlage der Entscheidungen bei KPS ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Risikocontrollingsystem geschaffen. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann Risiken noch besser entgegengewirkt und sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die KPS AG wurde – nach einer Überprüfung in 2006 – in 2007 vorschriftgemäß einer neuerlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend überprüft und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich KPS einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen mit Plan-Ist-Vergleichen, eine tägliche Liquiditätsüberwachung sowie wöchentlichen Reports der Bereichsverantwortlichen an den Vorstand.

Der Halbjahresabschluss der KPS wurden für das Geschäftsjahr 2007 / 2008 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

München, 30. Mai 2008

Dr. Nico Brunner Vorstandsvorsitzender KPS AG

KPS AG, München Konzernhalbjahresbilanz zum 31. März 2008 nach IFRS

Aktiva

in TEuro 31.3.2008 KPS GmbH
30.9.2007
KPS alt-AG
30.9.2007
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
Software 354 4 447
Geschäfts- oder Firmenwert 9.581 0 9.293
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
9.935 4 9.740
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 234 12 243
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 74 0 114
10.243 16 10.097
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 1 0 0
2. Waren 0 0 1
1 0 1
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.706 3.513 2.150
2. Sonstige Vermögenswerte 1.537 225 1.081
9.243 3.738 3.231
III. Guthaben bei Kreditinstituten 520 980 900
9.764 4.718 4.132
C. Aktive Latente Steuern 1.657 0 0
Aktiva gesamt 21.664 4.734 14.229

Passiva

KPS GmbH KPS alt-AG
in TEuro 31.3.2008 30.9.2007 30.9.2007
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 36.381 500 13.320
II. Kapitalrücklage -22.565 0 9.240
III. Eigene Anteile -253 0 0
IV. Gewinnrücklagen 0 0 18
V. Bilanzgewinn -7.492 665 -17.781
6.071 1.165 4.797
B. Langfristige Schulden
1. Sonstige Rückstellungen 967 0 881
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.100 0 1.148
3. Passive latente Steuern 98 0 83
2.165 0 2.112
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen 164 565 82
2. Sonstige Rückstellungen 3.896 741 1.370
3. Anleihen 0 0 1.141
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 993 0 1.261
5. Erhaltene Anzahlungen 617 0 374
6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.623 1.991 2.086
7. Sonstige Verbindlichkeiten 3.135 272 1.006
13.428 3.569 7.320
Passiva gesamt 21.664 4.734 14.229

KPS AG Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2007 bis 31. März 2008 nach IFRS

in TEuro 2007 / 2008 KPS GmbH
2006 / 2007
KPS alt-AG
2006 / 2007
1. Umsatzerlöse 15.926 9.166 10.069
2. Sonstige betriebliche Erträge 118 33 528
3. Betriebsleistung 16.044 9.199 10.597
4. Materialaufwand -7.678 -5.393 -3.651
a) Aufwendungen für bezogene Waren -579 0 -1.233
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.099 -5.393 -2.418
5. Personalaufwand -4.580 -2.059 -4.663
a) Löhne und Gehälter -4.067 -1.788 -3.992
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung
-513 -271 -671
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
-59 -8 -161
b) Abschreibungen auf Firmenwert -9.394 0 0
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.783 -603 -1.850
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41 5 5
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -168 -1 -172
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -7.577 1.140 105
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -577 -489 -64
12. Sonstige Steuern -3 -1 -2
13. Konzernperiodenfehlbetrag/-überschuss -8.157 650 39
14. Gewinn-/Verlustvortrag 665 651 -12.715
15. Vorabausschüttung 0 -1.000 0
16. Konzernbilanzverlust/-gewinn -7.492 301 -12.676

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung

EBIT DA 2.004.933
EBIT DA Marge 12,6%
EBIT ohne Firmenwertabschreibung 1.945.710
EBIT Marge ohne Firmenwertabschreibung 12,2%
EBIT mit Firmenwertabschreibung -7.448.284
EBIT Marge mit Firmenwertabschreibung -46,42%

Konsolidierte Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.Oktober 2007 bis 31. März 2008 nach IFRS

in TEuro 31.03.2008 KPS GmbH
31.03.2007
KPS alt-AG
31.03.2007
A. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Steuern -7.577 1.140 105
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 59 8 161
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva -5.507 -601 -71
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen 4.123 412 -1.099
Veränderung der Steuerrückstellungen 0 67
Veränderung der übrigen Schulden 6.112 1.242 -149
Verluste aus Anlagenabgängen -1 0 0
Erhaltene Steuern 0 0 21
Gezahlte Steuern -690 -490 -16
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -3.481 1.778 -1.048
B. Investitionstätigkeit
Investitionen in das Anlagevermögen -50 -10 -145
Einzahlungen aus Ausleihungen 40 0 0
Nettoliquidität aus dem Erwerb der KPS GmbH 1.224 0 0
Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit 1.214 -10 -145
C. Finanzierungstätigkeit
Kapitalerhöhungen 0 200 1.211
Wandelschuldverschreibung -258 0 -318
Auszahlungen an Anteilsinhaber (GA) 0 -1.950 0
Kosten der Kapitalerhöhung -36 0 -392
Aufnahme von Darlehen 1.100 0 838
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 806 -1.750 1.339
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.461 18 146
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode 988 970 317
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode -473 988 463
Finanzmittelfonds -473 988 0
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -993 0 0
Kassenbestand, Bankguthaben 520 988 0
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
in TEuro 31.03.2008 KPS GmbH
31.03.2007
KPS alt-AG
31.03.2007

KPS AG Entwicklung des Eigenkapitals zum 31. März 2008 nach IFRS

in TEuro Grundkapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Bilanzgewinn Gesamt
Stand 30.09.07 500 0 0 665 1.165
Anpassung Kapitalstruktur gem.
Reverse Acquisition zum 31.12.07
- Eigene Anteile KPS AG -253 -253
- gez.Kapital KPS AG 10.557 10.557
- Beteiligung KPS Consulting GmbH 25.824 -25.824 0
- Grundkapital KPS Consulting GmbH -500 -500
- Kapitalrücklage KPS AG 2.226 2.226
- so. Effekte aus der Reverse Acquisition 1.069 1.069
Periodenverlust 31.03.2008 -8.157 -8.157
Kosten der Kapitalerhöhung -36 -36
Stand 31.03.08 36.381 -22.565 -253 -7.492 6.071

KPS Aktiengesellschaft

Verkürzter Konzernanhang zum 31. März 2008 nach IFRS

Rechnungslegung

Die KPS AG stellt ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Entsprechend der Rechnungslegungsstandards IFRS 3 wird die Einbringung der KPS Consulting GmbH im Zuge der Sachkapitalerhöhung in den KPS Konzern im Rahmen der Konzernsrechnungslegung als "Reverse Acquisition" betrachtet. Aufgrund dieser besonderen Anforderung ist daher im Konzernabschluss folgende Struktur abgebildet:

  • Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden die Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitwert (Fair Value) angesetzt.
  • Der Überschuss der Anschaffungskosten über dem Zeitwert des übernommenen Reinvermögens wurde als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) aktiviert.
  • Im Konzernabschluss ist die KPS Consulting GmbH für den gesamten Berichtszeitraum, d.h. für 6 Monate erfasst.
  • Der KPS Konzern ist erst ab dem 01. Januar 2008 einbezogen. Dementsprechend sind die KPS Altgesellschaften im Konzernabschluss nur anteilig mit drei Monaten enthalten.
  • Die Vorjahreswerte betreffen grundsätzlich die KPS Consulting GmbH und sind deshalb nur bedingt vergleichbar mit den Zahlen zum Abschlussstichtag. Zur besseren Vergleichbarkeit werden in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusätzlich die Vorjahreswerte der KPS alt-AG aufgeführt.

Änderung des Konsolidierungskreises

Mit Einbringungsvertrag vom 22. Oktober 2007 und Eintragung in das Handelsregister am 12. Dezember 2007 erfolgte die Einbringung der KPS Consulting GmbH in die KPS AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Damit ist die KPS Consulting GmbH eine 100prozentige Tochter der KPS AG. Die KPS Consulting GmbH wird somit auf Basis der Vollkonsolidierung in den KPS Konzern eingeschlossen. Da aufgrund der IFRS-Bestimmungen die Einbringung der KPS Consulting GmbH eine Reverse Acquistion darstellt, greifen die bereits im Punkt "Rechnungslegung" dargestellten Bilanzierungsmethoden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die KPS AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wenden in der Zwischenberichterstattung die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden an, die dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006 / 2007 zugrunde lagen.

Stichtag für den Konzernabschluss ist der 31. März 2008. Der Halbjahresabschluss 2007 / 2008 und der dazugehörige Zwischenlagebericht wurden weder nach § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Die KPS AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für die Berichtsperiode werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. In der Bilanz wird als Vergleichsstichtag der 30.September 2007 und in der Gewinn- und Verlustrechung der 31.März 2007 gegenübergestellt.

Allgemeine Angaben

Aus Sicht des Vorstandes enthält der vorgelegte, ungeprüfte Zwischenbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns notwendig sind. Die Ereignisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Vorstand Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese beeinflussen die Höhe und den Ausweis angegebener Beträge für Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums. Die tatsächlich anfallenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Langfristige Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten Software und damit verbundene Lizenzen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung resultieren.

Aus der Kapitalkonsolidierung ergeben sich Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 18.975 TEuro, von denen 9.581 TEuro werthaltig sind. Der Restbetrag von 9.394 TEuro ist ergebniswirksam aufzulösen. Somit bestehen zum 31. März 2008 Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 9.581 TEuro.

Die Sachanlagen betragen 234 (i.V. 12) TEuro und umfassen im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

Die Finanzanlagen in Höhe von 74 (i.V. 0) TEuro bestehen aus einer Darlehensforderung an ein vormalig verbundenes Unternehmen.

2. Kurzfristige Vermögenswerte

Zum 31. März 2008 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7.706 (i.V. 3.513) TEuro. Diese Position beinhaltet auch Forderungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 3.432 (i.V. 0) TEuro.

Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 1.537 (i.V. 225) TEuro und beinhalten insbesondere Steuererstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt mit 256 (i.V. 194) TEuro, Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 520 (i.V. 12) TEuro und im Voraus bezahlte Aufwendungen für Gebühren, Versicherungen und Mieten in Höhe von 375 (i.V. 0) TEuro.

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 520 (i.V. 980) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

3. Aktive latente Steuer

Die aktiven latenten Steuern wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation in Höhe von 1.657 TEuro ermittelt. Es handelt sich dabei um steuerliche Verlustvorträge, die in Zukunft mit hinreichender Wahrscheinlichkeit gegen das zu versteuernde Ergebnis verwendet werden können.

4. Eigenkapital

Rechtliches Mutterunternehmen ist die KPS AG. Gemäß den Regelungen der Reverse Acquisition wird für Bilanzierungszwecke jedoch angenommen, das rechtliche Tochterunternehmen (KPS Consulting GmbH) habe das rechtliche Mutterunternehmen (KPS AG) erworben.

Die Eigenkapitalstruktur spiegelt somit die KPS Consulting GmbH wider und ist aus dem anhängenden Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Bei einer von der Reverse Acquisition abweichenden Betrachtungsweise auf Basis der rechtlichen Eigentümerstruktur hat sich das Eigenkapital der KPS AG nach HGB wie folgt entwickelt:

Zum 31. September 2007 betrug das Grundkapital 13.320.046 Euro und verteilte sich auf 13.320.046 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.

Aus der Wandelanleihe I machten im Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 insgesamt Anleihegläubiger mit 866.055 Stück von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf 14.186.101 Euro.

Die von der Diamant Siebte VV GmbH gehaltenen Wandelanleihen II und III im Gesamtvolumen von 6.910.000 Stück wurden vertragskonform in voller Höhe in 2 Schritten in den Monaten Oktober und November 2007 in Aktien der HAITEC AG im Volumen von 6.910.000 Stück gewandelt. Damit betrug das Grundkapital 21.096.101 Euro.

Im Anschluss daran wurde eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2:1 durchgeführt. Dabei wurde das Grundkapital in Höhe von 21.096.101 Euro auf ein neues Grundkapital in Höhe von 10.548.050 Euro herabgesetzt.

In einem zweiten Schritt wurde eine Sachkapitalerhöhung im Verhältnis 29 (alte Aktien) zu 71 (neue Aktien) durchgeführt. Dies führte zu einer Kapitalerhöhung um 25.824.536 Euro und zu einem neuen Grundkapital nach Kapitalerhöhung in Höhe von 36.372.586 Euro.

Über diese Kapitalmaßnahmen wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November 2007 abgestimmt. Dabei haben die Aktionäre den vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen zum Einstieg der KPS Consulting GmbH mit einer Mehrheit von 99% zugestimmt. Am 12. Dezember 2007 wurden die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung der HAITEC AG sowie die Durchführung der Sachkapitalerhöhung in das Handelsregister eingetragen und damit alle rechtlichen Voraussetzungen für die Einbringung der KPS Consulting GmbH in die HAITEC AG erfüllt.

Aus der Wandelanleihe I wurden nach Durchführung der genannten Kapitalmaßnahmen (Kapitalherabsetzung, Kapitalerhöhung) Wandelanleihen im Volumen von 16.018 Stück gewandelt. Unter Berücksichtigung der Kapitalherabsetzung erhöhte sich dadurch das Grundkapital um 8.009 Euro.

Zum 31. März 2008 beträgt das Grundkapital somit 36.380.595 Euro.

Die eigenen Anteile in Höhe von -253 (i.V. 0) TEuro betreffen Aktien, die zur Weiterveräußerung erworben wurden. Die Aktien wurden zum Stichtag mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der letzten 90 Tage bewertet.

5. Langfristige Schulden

Entwicklung der langfristigen sonstigen Rückstellungen:

TEuro
30.09.2007 Zugang aus
Erstkonsolidierung
Verbrauch Auflösung Zuführung 31.03.2008
RST Schadensersatz 0 702 -41 0 0 661
RST Altersteilzeit 0 124 -17 -1 0 106
RST Börsenprospekt 0 200 0 0 0 200
gesamt 0 1026 -58 -1 0 967

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen verzinsliche Darlehen in Höhe von 1.100 (i.V. 0) TEuro mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Passiven Latenten Steuern in Höhe von 98 (i.V. 2) TEuro resultieren aus temporären Differenzen.

6. Kurzfristige Schulden

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen:

TEuro
30.09.2007 Zugang aus
Erstkonsolidierung
Verbrauch Auflösung Zuführung 31.03.2008
Körperschaftsteuer 0 40 -227 0 266 79
Gewerbesteuer 565 42 -706 0 184 85
gesamt 565 82 -933 0 450 164

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen:

Zugang aus
30.09.2007
Erstkonsolidierung
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
31.03.2008
Personal
672
948
-227
-397
540
1.536
Ausstehende
Rechnungen
0
569
-206
0
90
454
Abschluss und
Prüfungskosten
25
98
-5
-13
40
145
übrige
Rückstellungen
44
1.814
-117
-4
25
1.762
gesamt
741
3.429
-555
-414
695
3.896
TEuro

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 993 (i.V.0) TEuro.

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 617 (i.V. 0) TEuro und betreffen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und im voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die gegen künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3.135 (i.V. 272) TEuro und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Darlehen mit 1.720 (i.V. 0) TEuro, Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- bzw. Kirchensteuer mit 496 (i.V. 85) TEuro, Verbindlichkeiten aus noch abzuführende Sozialversicherungen in Höhe von 163 (i.V. 3) TEuro und Steuerverbindlichkeiten mit 209 (i.V. 114) TEuro.

7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Umsatzerlösen sind aufgrund der Reverse Acquisition die Umsätze der KPS Consulting GmbH für die Monate Oktober 2007 bis März 2008 enthalten. Der Vergleich mit den Vorjahreswerten ist nicht direkt möglich, da darin nur die Vorjahreswerte der KPS Consulting GmbH enthalten sind. Dies gilt auch für die anderen GuV-Positionen.

Berichtsjahr
2007/2008
Vorjahr
2006/2007
TEuro % TEuro %
Handelswaren
/Software
788 5 0 0
Dienstleis
tung/Wartung
14.894 93 9.166 100
Software
Provision
244 2 0 0
gesamt 15.926 100 9.166 100

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 118 (i.V. 33) TEuro und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 26 (i.V. 0) TEuro, Erträge aus der Untervermietung von Büroräumen in Höhe von 32 (i.V. 1) TEuro sowie Erträge aus der Weiterverrechnung von Sachbezügen an Mitarbeiter in Höhe von 36 (i.V. 27) TEuro.

Der Materialaufwand beträgt 7.678 (i.V. 5.393) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 579 (i.V0) TEuro sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von 7.099 (i.V. 5.393) TEuro.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.580 (i.V. 2.059) TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 4.067 (i.V. 1.788) TEuro und auf Sozialaufwendungen 513 (i.V. 271) TEuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 162 (i.V. 26) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 59 (i.V. 8) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 1.783 (i.V. 603) TEuro und beinhalten überwiegend Raumkosten mit 238 (i.V. 29) TEuro, Reise- und Bewirtungskosten mit 634 (i.V. 228) TEuro, KFZ-Kosten mit 200 (i.V. 70) TEuro, Telefon- und sonstige Kommunikationskosten mit 100 (i.V. 32) TEuro und Rechts-/Beratungs- und Prüfungskosten mit 150 (i.V. 57) TEuro.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 41 (i.V. 5) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und die Verzinsung von Avalkonten. Die Zinsaufwendungen betragen 168 (i.V.1) TEuro und beinhalten insbesondere Zins- und Avalgebühren an Kreditinstitute und Factoringgebühren.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen für den Berichtszeitraum 577 (i.V. 489) TEuro und betreffen den laufenden Steueraufwand/-ertrag in Höhe von 583 (i.V. 489) und den latenten Steueraufwand/-ertrag mit -6 (i.V. 0) TEuro.

8. Ergebnis je Aktie

a) Das Ergebnis je Aktie ohne Berücksichtigung der Firmenwertabschreibung lässt sich wie folgt ermitteln:

2007/2008 2006/2007
Jahresüberschuss 1.239 650
Durchschnittliche
Anzahl der Aktien
32.856.569 25.824.536
Unverwässertes
Ergebnis je Aktie
0,04 0,03

Das dargestellte Vorjahresergebnis betrifft die KPS Consulting GmbH, bei der es sich nicht um ein eigenständig börsennotiertes Unternehmen handelt

b) Das Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Firmenwertabschreibung lässt sich wie folgt ermitteln:

2007/2008 2006/2007
Jahresüberschuss -8.155 650
Durchschnittliche
Anzahl der Aktien
32.856.569 25.824.536
Unverwässertes
Ergebnis je Aktie
-0,25 0,03

Das dargestellte Vorjahresergebnis betrifft die KPS Consulting GmbH, bei der es sich nicht um ein eigenständig börsennotiertes Unternehmen handelt

Sonstige Angaben

Entwicklung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

TEuro
bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Kfz Leasing 194 78 272
(59) (23) (82)
BGA Leasing 164 159 323
(25) (35) (60)
Miete 667 359 1.026
(66) (12) (78)
gesamt 1.025 596 1.621
(150) (70) (220)

Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")

Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden und maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht.

a) Transaktionen mit Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd, London, und dieser Gesellschaft nahe stehenden Personen

Die Diamant Siebte VV GmbH besaß im Berichtszeitraum Wandelanleihen im Volumen von 6.910.000 Stück an der KPS AG. Gemäß den vertraglichen Bestimmungen wurde die Wandlung in 2 Schritten in den Monaten Oktober und November 2007 durchgeführt.

b) Alt-Gesellschafter der KPS Consulting GmbH

Die Alt-Gesellschafter der KPS Consulting GmbH halten folgende Anteile an der KPS AG:

Dietmar Müller hält 9.807.801 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 26,96%.

Michael Tsifidaris hält 9.807.802 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 26,96%.

Leonardo Musso hält 4.831.966 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.28%.

Uwe Grünewald hält 4.831.966 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.28%.

c) Vorstand

Der Vorstand Dr. N. Brunner besitzt 160.000 Aktien. Der Aufsichtsrat besitzt keine Aktien.

Dem Vorstand werden jährliche Bezüge mit einem festen und variablen Bestandteil gewährt. Die Gesamtbezüge des Vorstands im ersten Halbjahr belaufen sich auf 180 (i.V. 180) TEuro, davon fixe Bezüge 120 (i.V.120) TEuro, davon variable Bezüge 60 (i.V. 60) TEuro.

d) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 15 (i.V. 15) TEuro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Neuer Name – aus HAITEC AG wird KPS AG

Auf der Hauptversammlung am 09. Mai 2008 wurde die Umfirmierung der HAITEC AG in KPS AG beschlossen. Durch den Einstieg der KPS Consulting in die HAITEC AG ist eine weitgehend neue Beratungsgruppe entstanden, mit der sich die Positionierung der HAITEC im Beratungsmarkt nachhaltig geändert hat. Mit der Umbenennung der HAITEC AG in KPS AG folgt dieser inhaltlichen Veränderung des Beratungsangebot nun auch ein neuer Außenauftritt und ein neues Branding. Neben der KPS AG als neuer Konzernholding wird das gesamte Beratungsportfolio zukünftig unter dem Marke "KPS Consulting" am Markt positioniert. Es werden damit zukünftig nicht die einzelnen Tochtergesellschaften mit ihren jeweiligen Firmennamen in den Vordergrund gestellt, sondern es werden unter der Marke"KPS Consulting" die diversen Beratungsangebote und Services der einzelnen Einheiten positioniert.

Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung am 09. Mai 2008 hat der vorgeschlagenen Neubesetzung des Aufsichtsrats zugestimmt. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald, beides Altgesellschafter der KPS Consulting GmbH, wurden neu in das Gremium gewählt. Herr Tsifidaris wird dabei Herrn Hartmann als Vorsitzenden des Aufsichtsrats ablösen, der dem Gremium zukünftig als einfaches Mitglied angehören wird. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind auf eigenen Wunsch die Herren Dr. Bötsch und Dr. Bunker.

Vorstand

Der Aufsichtsrat der KPS hat in seiner Sitzung am 09. Mai 2008 beschlossen, Herrn Dietmar Müller, Gründer und Geschäftsführer der KPS Consulting GmbH, zum weiteren Vorstand der Gesellschaft zu berufen. Gleichzeitig wurde der Vertrag des Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Dr. Nico Brunner, vorzeitig um weitere 3 Jahre bis zum 30. Mai 2011 verlängert.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, den 30. Mai 2008

Dr. Nico Brunner Vorstandsvorsitzender der KPS AG