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KPS AG

Annual Report Feb 17, 2020

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Annual Report

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KPS AG

Unterföhring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019

Einzelabschluss zum 30.09.201

KONZERN GESCHÄFTSBERICHT 2018/2019

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018/2019. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großem Engagement wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand sowie weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlagen für Überwachung und Beratung waren die Monatsberichte des Vorstands sowie regelmäßige persönliche und telefonische Besprechungen.

Grundsätzliche und regelmäßige Schwerpunktthemen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage, das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten. Zentraler Gegenstand waren auch die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung neuer Geschäftsbereiche.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018/2019 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Der Aufsichtsrat hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsleitung überzeugt.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle stets unverzüglich informiert.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2018/2019 neben verschiedenen informellen Treffen zu sechs offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratssitzung am 13. Februar 2019 fand in Form einer Telefonkonferenz statt. Ebenso die Aufsichtsratssitzung am 29. Mai 2019. In allen anderen Sitzungen waren die Aufsichtsratsmitglieder jeweils persönlich anwesend.

In den Sitzungen wurden jeweils der Verlauf der abgelaufenen Perioden und die aktuelle Geschäftssituation beleuchtet sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert.

In der Sitzung vom 03. Dezember 2018 wurden insbesondere die Ergebnisse der Impairmenttests für die zugekauften Tochtergesellschaften mit dem Wirtschaftsprüfer abgestimmt.

Am 24. Januar 2019 fand die Aufsichtsratssitzung zum Jahresabschluss 2017/2018 statt. Die Schriftsätze der Wirtschaftsprüfer zum Jahresabschluss wurden analysiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand der vorgelegten Unterlagen in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu prüfen. Es wurde beschlossen, den geprüften Jahresabschluss nebst Lagebericht und damit die Feststellung des Jahresabschlusses, sowie den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht zu billigen.

Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war. Ferner wurde der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/2018 gebilligt.

In der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 13. Februar 2019 wurden die Tagesordnung und die Beschlussvorlagen für die Hauptversammlung am 29. März 2019 entschieden.

In der Sitzung am 29. März 2019 trat der Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung nach der Wahl durch die Hauptversammlung zusammen. Herr Michael Tsifidaris wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Hans-Werner Hartmann wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Anschließend informierte der Vorstand über die Geschäftsentwicklung in den ersten fünf Monaten und zeigte den Ausblick für das Halbjahresergebnis auf.

In der Aufsichtsratssitzung am 29. Mai 2019 informierte der Vorstand über übergeordnete operative Themen: DPR Prüfung, Prüfung der Sozialversicherung und Neuerungen im Bereich Corporate Governance. Außerdem wurde die weitere Vorgehensweise bei einigen hohen überfälligen Außenständen abgestimmt.

Die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018/2019 fand am 30. September 2019 statt. Der Vorstand informierte über den erwarteten Umsatz und das erwartete EBITDA sowie das erwartete EBIT für das laufende Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat stimmt ferner mit gesonderter Beschlussvorlage zu, eine Tochtergesellschaft in Oslo / Norwegen zu gründen.

Effizienzprüfung:

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance:

Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen den Kodex als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. Am 16. Januar 2019 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance turnusmäßig thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu einer der Ausnahmen des Corporate Governance Kodex gehört, dass der Aufsichtsrat größenbedingt keine gesonderten Ausschüsse bildet. In der genannten Sitzung wurden ebenfalls turnusgemäß die konzerninternen Compliance-Fragen thematisiert und geprüft.

Zusammensetzung Aufsichtsrat:

Dem Aufsichtsrat gehörten im gesamten Geschäftsjahr 2018/2019 die nachfolgenden Personen an:

Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender

Herr Hans-Werner Hartmann, stellvertretender Vorsitzender

Herr Uwe Grünewald

Mit Herrn Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist ein unabhängiges Mitglied der Anteilseigner im Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex angemessen, der unabhängige Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat ist Herr Hans-Werner Hartmann.

Prüfung möglicher Interessenkonflikte:

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen dem Aufsichtsrat etwaige Interessenkonflikte offen. Solche Interessenkonflikte sind jedoch im Berichtsjahr nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschluss 2018/2019:

Die von der Hauptversammlung am 29. März 2019 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018/2019 geprüft und jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Gesellschaft und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer ausführlich berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der KPS AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. Januar 2019 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und die Prüfungsschwerpunkte. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (Stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eingehenden Prüfung und Diskussion mit dem Abschlussprüfer sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 23. Januar 2019 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurde dabei ebenfalls verabschiedet. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr erfolgreiches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender

LAGEBERICHT

1 GRUNDLAGEN DER KPS AG

1.1 Geschäftsmodell und Methodenkompetenz

Unternehmen sind auf verschiedenen Ebenen und in vielen Bereichen Innovationen und beschleunigtem technologischen Wandel sowie sich veränderndem Kundenverhalten ausgesetzt.

Sie müssen auf den technologischen Wandel und auf das sich verändernde Kundenverhalten mit einer maßgeschneiderten Digitalisierungsstrategie reagieren. Mit einer proaktiven Digitalisierungsstrategie können Unternehmen den Wandel aktiv gestalten und positiv für ihre Gesamtstrategie sowie im Wettbewerb nutzen.

Digitalisierungsstrategie bedeutet, eine Strategie zu entwerfen, um die wesentlichen Unternehmens- und Geschäftsprozesse ganzheitlich zu digitalisieren und die Systemlandschaft des Unternehmens entsprechend der entworfenen Digitalisierungsstrategie zu transformieren.

Die Herausforderungen der digitalen Transformation von Unternehmensprozessen bilden den Kern des Geschäftsmodells der KPS.

KPS ist darauf spezialisiert, ihre Kunden in Strategie-, Prozess-, Applikations- und Technologiefragen der digitalen Transformation zu beraten, sowie in der Umsetzung und Implementierung zu begleiten. Es werden ganzheitliche branchenspezifische sowie schlüsselfertige Lösungen mit Produkten gängiger Softwarehersteller wie beispielsweise SAP, Hybris, Adobe und Intershop geliefert.

Dabei verfolgt KPS einen integrativen, sogenannten End-to-end- beziehungsweise one-stop-shop Ansatz, der das gesamte Leistungsspektrum entlang der Wertschöpfungskette umfasst: die klassische Waren- und Filialwirtschaft, die Finanzen, den B2B- und B2C-Commerce sowie das digitale Kundenmanagement im Marketing und Vertrieb.

Für die schnelle und effiziente Realisierung von Kundenprojekten hat KPS eine eigene Projektmanagementmethode "KPS Rapid Transformation" entwickelt. Die Methode basiert auf den Kernüberzeugungen, dass digitale Transformationsprojekte sich in vielen Fällen am besten umsetzen lassen, wenn mit vielen Teilaufgaben und Teilprojekten parallel und gleichzeitig begonnen wird. Zudem lassen sich mit dieser Methode Transformationsprojekte im laufenden Betrieb realisieren. Darüber hinaus werden Standard-Softwarestacks der Technologiepartner von KPS verwendet. Diese werden auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten und als entsprechende Prozessketten geliefert.

Die Methode unterscheidet sich zu gängigen klassischen Ansätzen, bei denen einzelne Projektschritte nacheinander abgehalten werden und als "waterfall method" bezeichnet werden. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden besteht darin, dass Medienbrüche zwischen Strategie, Prozess und Umsetzung in der Software-Lösung umgangen und vermieden werden können. Dadurch lassen sich Komplexität und Risiken reduzieren sowie Projektlaufzeiten verkürzen.

Mit der seit Jahren konsequenten Anwendung und Umsetzung der hauseigenen KPS Rapid-Transformation-Methode hat die KPS eine solide Referenzkundenbasis insbesondere in den Branchen Handel und Konsumgüter aufgebaut. Neben der Projektmanagement-Methode bilden langjährige Erfahrung der Berater sowie ihre tiefen Branchenkenntnisse eine weitere wesentliche Säule des Erfolgs.

1.2 Strategie

Die Strategie der KPS bilden die drei Säulen Internationalisierung, Innovation und Industrialisierung.

KPS baut kontinuierlich das internationale Geschäft aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg im Geschäftsjahr 2018/2019 der internationale Umsatzbeitrag von 24,9 % auf 42,6 % und der entsprechende Umsatz von EUR 42,9 Mio. um 79,5 % auf EUR 77,0 Mio. Dazu beigetragen haben insbesondere die getätigten Akquisitionen außerhalb des Heimatmarktes Deutschland, ICE in Spanien, KPS Digital Limited (vormals: Envoy Digital Limited, London, England) und in Dänemark.

Für KPS nimmt Innovation einen bedeutenden Stellenwert ein. Die Technologie-Teams von KPS befassen sich ständig mit aktuellen technologischen Entwicklungen und überlegen, wie diese möglichst effizient bei Kunden eingesetzt werden können. Der Fokus auf Innovation stellt sicher, dass KPS ihre Kunden auf Basis neuester technologischer Standards beraten kann.

Das Konzept der Industrialisierung: In der klassischen Beratung werden für jeden Kunden spezifische Projektteams gebildet, die in der Regel am Standort des Kunden Lösungen erarbeiten und umsetzen. Oftmals werden für die einzelnen Teilabschnitte Strategieberatung, Konzeption, Implementierung und Übergabe verschiedene Beratungsgesellschaften beauftragt. Die KPS folgt einem eigenen, zu der klassischen Herangehensweise konträren Ansatz. Dabei werden innovative, standardisierte technologische Konzepte sowie Prozessketten in den KPS-Designzentren entwickelt, die für mehrere Projekte verwendet werden können. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile für die Kunden und Mitarbeiter der KPS. Zum einen lassen sich Projektlaufzeiten erheblich verkürzen, wenn auf bereits vorhandene Prozessketten zurückgegriffen werden kann. Zum anderen können Teile des Projekts am Standort von KPS anstatt vor Ort bei Kunden realisiert werden. Dadurch verringert sich der Ressourceneinsatz für die Projekte.

1.3 Kundenstruktur

KPS hat seine Position als führendes Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie im vergangenen Jahr weiter gefestigt und parallel dazu seine Kompetenz in anderen Branchen ausgebaut. Das Unternehmen verfügt über eine solide Kundenreferenzbasis in den Bereichen Fashion, Lebensmittelgroß- und Einzelhandel, Chemie, Arzneimittel, Möbelhandel, Sportartikel, Konsumgüter sowie im Dienstleistungssektor und in der Industrie. Zum Kundenportfolio zählen inzwischen auch Energieversorger sowie Unternehmen der öffentlichen Verwaltung, genauso wie Industriebetriebe oder Maschinenbauer im B2B-Geschäft.

Veränderungen erfolgreich zu gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungs-Verhältnisses, definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden aus den verschiedensten Sektoren in großem Maße profitieren.

1.4 Beratungs- und Serviceportfolio

Die innovativere Lösung entscheidet im Wettbewerb der Zukunft und bereits in der Gegenwart ist eine unternehmensweite digitale Transformations- und Omnichannel-Strategie die Voraussetzung zur Bewältigung der komplexesten Herausforderungen. Personalisierung und Unternehmenssteuerung in Echtzeit erfordern das grundlegende operationale und kulturelle Umdenken der gesamten Organisation. Im weltweiten Markt für Beratungs- und Servicedienstleistungen ist die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle mit innovativen IT-Technologien daher die Königsdisziplin.

KPS berät seine Kunden in strategischen Fragen der digitalen Transformation wie Geschäftsmodellstrategien und Innovations-Ökosystemen. In der Business Transformation, der Umsetzung im Unternehmen, liefert KPS für die jeweilige Branche integrierte, auf den Kunden ausgerichtete End-to-end-Prozessketten und implementiert diese mit den entsprechenden Technologien. KPS berät seine Kunden von Anfang an auch im erforderlichen Change-Management. Im Produktivbetrieb unterstützt KPS seine Kunden im Applikations- und Site Management sowie im Support.

Die Experten von KPS haben das Wissen, die Erfahrung und den Branchenhintergrund, der hierfür erforderlich ist und dieser Vorsprung wird durch kontinuierliche Investitionen in Werkzeuge, Menschen und Technologien gesichert. KPS-Berater und Spezialisten berücksichtigen bei ihrer Arbeit stets die internationalen und technologischen Bedürfnisse unserer Kunden. Alles in einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet unser Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Dadurch unterscheiden wir uns erkennbar von der traditionellen Strategie- und Prozessberatung der Mitbewerber.

1.5 Forschung und Entwicklung

Die KPS investiert im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem in Verbesserungen der technischen Integration verschiedener Softwareplattformen wie SAP und SAP Hybris, für die sich KPS als Marktführer unter den Managementberatungen versteht, sowie in die Entwicklung neuer Bedienkonzepte von Software-Anwendungen. Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 wird intensiv Entwicklungsarbeit zur Standardisierung von SAP-Prozessstrecken geleistet. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden hierfür 2,0 (Vorjahr: 2,3) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungen waren zum Stichtag nur zum Teil fertig gestellt. Es fielen Abschreibungen in Höhe von 0,4 (Vorjahr: 0,1) Mio. Euro an.

Weitere Entwicklungsleistungen werden für die Digitalisierung und für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle erbracht. Es wird kontinuierlich ein Team von mehreren Mitarbeitern für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eingesetzt. Bei Bedarf werden weitere Mitarbeiter zeitweilig mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut.

1.6 Steuerungssystem

Im KPS Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Die KPS AG ist zentraler Bestandteil dieses Systems und profitiert als Konzernmutter unmittelbar davon. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und das Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz und dem EBITDA bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet. Zu den Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr verweisen wir auf die finanziellen und Nicht-finanziellen Leistungsindikatoren unter Abschnitt 2.4.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT DER KPS AG

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2.1.1 Entwicklung der Weltwirtschaft

Stabilisierung auf niedrigem Niveau

In 2018 hat sich laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die Weltwirtschaft abgeschwächt. Nachdem die Wachstumsrate des globalen Bruttoinlandsprodukts in 2017 bei 3,8 % lag, ging sie in 2018 auf 3,6 % zurück. Für das Kalenderjahr 2019 rechnet der IWF mit einem weiteren Rückgang und prognostiziert ein Wachstum für die Weltwirtschaft in Höhe von 3,0 %, was einer Reduzierung der Erwartung um 0,3 Prozentpunkte gegenüber den Schätzungen im April 2019 bedeutet. Damit liegt das erwartete Weltwirtschaftswachstum für 2019 auf dem niedrigsten Niveau seit der globalen Finanzkrise in 2008/2009. Zunehmende globale Unsicherheiten und Handelskonflikte zwischen den wichtigen globalen Akteuren wie China, den USA und der Europäischen Union sind die maßgeblichen Treiber für die globale Wachstumsschwäche. 1

Für 2020 erwartet der IWF eine leichte Beschleunigung für das Wachstum der Weltwirtschaft und geht von einer Wachstumsrate von 3,4 % aus. Die erwartete leichte Erholung soll insbesondere durch eine Belebung in den Regionen Mittel- und Südamerikas, ein robustes Wachstum in den aufstrebenden europäischen Ländern sowie einer Beschleunigung der Länder im mittleren Osten getragen werden. Hingegen wird in den USA, in China und in Japan mit einer weiteren Abschwächung des Wirtschaftswachstums gerechnet. Insgesamt bleiben die Risiken für die globale Wirtschaftsentwicklung und damit für eine Korrektur der Wachstumserwartungen durch anhaltende Handelskonflikte, politische Unsicherheiten und einer schwachen Nachfrage hoch. 2

2.1.2 Entwicklung im Euroraum

Divergierende Entwicklung in den einzelnen Ländern

Bereits in 2018 ging das Wachstum des BIPs im Euroraum auf 1,9 % zurück. Für 2019 erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine weitere Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 1,2 %. 3

Dabei gehen aber die Wachstumsraten zwischen den einzelnen Mitgliedsländern erheblich auseinander. So erzielte Deutschland im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,4 %, das Schwergewicht Italien zeigte eine Stagnation. Hingegen war das BIP-Wachstum in Frankreich mit 1,4 % und in Spanien mit 2,3 % vergleichsweise robust. 4

Die Inflationsrate im Euroraum sollte sich weiter moderat entwickeln und dürfte unter dem Ziel der EZB von 2,0 % bleiben. So wird im Euroraum für die Jahre 2019 und 2020 mit einer Inflationsrate von 1,7 % gerechnet. 5

1 IWF, World Economic Outlook 2019,15.10.2019, https://www.imf.org/en/Publications/WEO/lssues/2019/10/01/ world-economic-outlook-october-2019

2 IWF, World Economic Outlook 2019,15.10.2019, https://www.imf.org/en/Publications/WEO/lssues/2019/10/01/ world-economic-outlook-october-2019

3 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Konjunktur im Euroraum, 10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/euroraum-robuste-expansion-aber-mit-wenig-schwung-0/

4 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Konjunktur im Euroraum, 10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/euroraum-robuste-expansion-aber-mit-wenig-schwung-0/

5 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019, 2.10.2019, http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2019/10/GD_H19_Langfassung_online.pdf

Die Abwärtsrisiken für die Konjunktur bleiben auf Grund der bestehenden globalen Handelskonflikte und politischen Unsicherheiten hoch. Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU ohne eine Übereinkunft über die zukünftigen Handelsbeziehungen bleibt als erhebliches Konjunkturrisiko bestehen. 6

2.1.3 Entwicklung in Deutschland

Fortlaufende Schwäche in der Industrie

In 2018 lag das Wirtschaftswachstum in Deutschland bei 1,5 %. Das vergleichsweise niedrige Wachstum ist zu einem Teil auf Sondereffekte wie das wetterbedingte Niedrigwasser auf dem Rhein sowie die Schwierigkeiten der Autoindustrie mit den WLTP-bedingten Produktionsausfällen zurückzuführen. 7

Das IfW rechnet in 2019 mit einem weiteren Rückgang des BIP-Wachstums auf 0,4 %. Die Industrie befindet sich in Deutschland seit einigen Quartalen in der Rezession. So war die Bruttowertschöpfung bei Ausrüstungsgütern zwischen dem zweiten Quartal 2018 und dem zweiten Quartal 2019 rückläufig. Im zweiten Quartal 2019 lag die Rate bei -4 %. Die schwelenden Handelskonflikte, Unsicherheiten über den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie der schwächere Welthandel haben zu einer globalen rückläufigen Nachfrage nach Investitionsgütern geführt. 8

Der deutsche Arbeitsmarkt hat gemäß dem IfW seinen Höhepunkt überschritten. Zwar wird weiterhin mit einem niedrigen Niveau der Arbeitslosenrate gerechnet, allerdings nimmt die Arbeitslosenrate nicht mehr ab. 9

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2.1 Robustes Wachstum bei sich verschlechterndem Stimmungsbild

Gemäß BDU stieg in 2018 der Umsatz der Consultingbranche in Deutschland um 7,2 % auf 33,8 Mrd. Euro und zeigte sich weiterhin robust. Für 2019 rechnet der BDU mit einem anhaltenden Wachstum und erwartet eine Wachstumsrate von 7,1 % (Prognose vom März 2019). 10

In 2019 hat sich die Stimmung eingetrübt. Der BDU-Geschäftsklimaindex ist im zweiten Quartal 2019 von 102,3 auf 98,7 gefallen. 11

Die deutsche Industrie, die im besonderen Maße von den Unsicherheiten der weltweiten Handelskonflikte betroffen ist, hält sich mit Neuinvestitionen zurück, was sich entsprechend in der Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen niederschlägt. Allerdings blicken noch 35 % der befragten Unternehmen optimistisch in die Zukunft, was einem leichten Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Zahl der Beratungsunternehmen, die die Zukunftsaussichten pessimistischer einschätzen, ist hingegen von 9 % im zweiten Quartal 2018 auf 16 % im zweiten Quartal 2019 angestiegen.

6 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Konjunktur im Euroraum, 10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/euroraum-robuste-expansion-aber-mit-wenig-schwung-0/

7 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Konjunktur im Herbst 2019,10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/deutsche-wirtschaft-im-abwaertssog-0/

8 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Konjunktur im Herbst 2019,10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/ publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/deutsche-wirtschaft-im-abwaertssog-0/

9 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Konjunktur im Herbst, 2019, 10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/ publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/deutsche-wirtschaft-im-abwaertssog-0/

10 BDU, Unternehmensberater planen auch 2019 mit deutlichem Umsatzplus, 14.03.2019; https://www.bdu.de/ media/353287/branchenstudie-unternehmensberatung-2019.pdf

11 BDU, Konjunktur: Auch im Consulting Geschäft stottert der Motor, 04.07.2019; https://www.bdu.de/media/353812/geschaeftsklima_q2-2019.pdf

Positiv zum Stimmungsbild äußerten sich insbesondere Strategie-, IT- und Sanierungsberater. 12

2.2.2 Positionierung der KPS Gruppe

Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor im Handel

Die fortschreitende Digitalisierung wird die Entwicklung von Unternehmen im stationären Handel, im E-Commerce-Bereich, aber auch in anderen Branchen weiterhin bestimmen. Zusätzlich forcieren auch Komplexität und zunehmende Kurzfristigkeit des Geschäfts die Notwendigkeit der Kunden zur digitalen Transformation und damit den Bedarf an spezialisierter Beratung.

Um dem zunehmenden Innovationsdruck erfolgreich begegnen zu können, bedarf es eines hohen Einsatzes an Ressourcen wie Personal, Know-how und monetärer Mittel. Nicht jedes Unternehmen kann mit dieser hohen Dynamik Schritt halten. An dieser Stelle setzen IT-Beratungsunternehmen an, um beim Transformationsprozess von Geschäftsmodellen in die digitale Welt den Kunden zur Seite zu stehen. Big Data, Omnichannel-Lösungen und Supply-Chain-Management sind nur einige Felder, auf denen durch kompetente Beratung und maßgeschneiderte Maßnahmen schnelle und nachhaltige Erfolge erzielt werden können. Consulting-Unternehmen wie KPS mit seiner Rapid Transformation®-Methode, die Projekte im Umfeld von Service-, Produkt- und Prozessinnovationen aktiv und prompt umsetzen, verfügen dabei über einen Wettbewerbsvorteil.

Auch in 2019 gehört KPS nach dem Lünendonk & Hossenfelder Ranking zu den Top 10 der Deutschen Management-Beratungsunternehmen. Zudem unterstreicht die von Lünendonk & Hossenfelder publizierte Studie zum deutschen Consulting-Markt die ausgezeichnete Positionierung von KPS. Unternehmen fragen insbesondere nach Beratungs-Know-How im Bereich Digitalisierung und sehen Bedarf in der Digitalisierung in jeder einzelnen Unternehmensfunktion. 13

In 2018 setzte sich das Wachstum der deutschen Managementberatungen fort. Der Gesamtumsatz im In- und Ausland stieg um mehr als 10 % auf rund 2,3 Mrd. Euro. Für 2019 wird mit einem Wachstum von knapp 11 % gerechnet. 14

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KPS AG

Ertrags- und Finanzlage im Überblick

2.3.1 Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2018/2019 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Analog dem Vorjahr wurden die bei der KPS AG angefallenen Kosten im Wege einer Konzernumlage mit einem Risiko- und Gewinnaufschlag von 15 % den Tochterunternehmen belastet.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.579 (i.V. 3.718) TEuro. Im Geschäftsjahr 2018/2019 waren bei der KPS AG durchschnittlich 62 (i.V. 54) Mitarbeiter beschäftigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 337 (i.V. 228) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 239 TEuro auf 198 (i.V. 437) TEuro. Darin enthalten sind im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen, wie Miet- und Raumkosten sowie Aufwendungen für M&A-Beratungen.

Die Beteiligungserträge in Höhe von 9.961 (i.V. 5.446) TEuro beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen setzen sich zusammen aus den Jahresergebnissen der KPS Business Transformation GmbH sowie der KPS digital GmbH, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen.

Die Zinserträge beruhen im Wesentlichen auf vertraglichen Vereinbarungen mit der KPS Business Transformation GmbH.

Unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung hat sich der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand von 844 TEuro auf 407 TEuro reduziert.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2018/2019 beläuft sich auf 13.570 TEuro gegenüber 12.594 TEuro in der Vorperiode und liegt damit um TEuro 976 über dem Vorjahreswert.

12 BDU, Konjunktur: Auch im Consulting Geschäft stottert der Motor, 04.07.2019; https://www.bdu.de/media/353812/geschaeftsklima_q2-2019.pdf

13 Lünendonk, Lünendonk-Liste 2019, 25.06.2019, www.luenendonk.de/produkte/listen/luenendonk-liste-2019-managementberatungs-unternehmen-in-deutschland/

14 Lünendonk, Neu: Lünendonk-Studie 2019 Managementberatung in Deutschland, 14.08.2019, www.luenendonk. de/aktuelles/presseinformationen/neu-luenendonk-studie-2019-managementberatung-in-deutschland/

2.3.2 Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiterhin hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität gelegt. In diesem Zusammenhang war es notwendig, die erforderlichen liquiden Mittel für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS zum Teil durch Fremdfinanzierung bereitzustellen.

Die Liquiditätsplanung wird laufend angepasst und überwacht, über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG.

Die KPS AG verfügt zum 30. September 2019 über Zahlungsmittel in Höhe von 3.599 (i.V. 3.683) TEuro. Im Vergleich zum 30. September 2018 hat die Nettoliquidität um 84 TEuro abgenommen.

Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen. Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 13,1 Mio. Euro.

Zum Ende des Berichtsjahres bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17.405 TEuro (i.V. 21.200 TEuro). Diese resultieren aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer ursprünglichen Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 12.400 (i.V. 16.200) TEuro sowie aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 5.000 (i.V. 5.000) TEuro.

Im Rahmen des Finanzmanagements wurde zur Absicherung des Zinsrisikos des langfristigen Kredits ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle.

Finanzlage im Überblick

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in TEuro 2018/2019 2017/2018
Finanzmittelfonds zum 01.10. 3.683 4.603
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 21.225 13.058
Investitionstätigkeit -4.415 -22.084
Finanzierungstätigkeiten -16.894 8.106
Finanzmittelfonds zum 30.09. 3.599 3.683

Der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag beträgt 3.599 (i.V. 3.683) TEuro. Im Vergleich zum Vorjahr werden die kurzfristigen Geldmarktkredite nicht mehr bei der Ermittlung des Finanzmittelfonds berücksichtigt.

2.3.3 Vermögenslage

Die Aktivseite der KPS-Bilanz ist im Wesentlichen durch den Wertansatz ihrer Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 98.222 (i.V. 92.751) TEuro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 10.357 (i.V. 14.096) TEuro geprägt.

Am 19. September 2019 wurde die KPS Consulting AS mit Sitz in Oslo, Norwegen, gegründet. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht aktiv tätig.

Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr.11 HGB ist im Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen auf Konzernumlagen und konzerninternen Verrechnungen, wie z.B. Umsatzsteuern aufgrund bestehender Organschaftsverhältnisse und Ergebnisabführungen.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände von 594 TEuro im Vorjahr um 316 TEuro auf 278 TEuro resultiert im Wesentlichen durch einen Rückgang der Steuerforderung gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 284 TEuro sowie einem Rückgang der Forderungen im Rahmen des Vorsteuerrückerstattungsverfahrens in Höhe von 41 TEuro.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 80.280 TEuro im Vorjahr um 476 TEuro auf 80.756 TEuro am 30. September 2019.

Das Grundkapital der Gesellschaft veränderte sich im Geschäftsjahr nicht und beträgt weiterhin 37.412.100 Euro.

Der Bilanzgewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 30.328 TEuro um 476 TEuro auf 30.804 TEuro.

Die Eigenkapitalquote beträgt 69,9 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % gesunken.

Die Steuerrückstellungen betragen 497 (i.V. 767) TEuro und beinhalten im Wesentlichen den laufenden Steueraufwand 2018/2019 für Körperschafts- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 5.676 (i.V. 4.185) TEuro und beruhen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 2.415 TEuro um 1.981 TEuro auf 4.396 TEuro. Sie stellen im Wesentlichen den Saldo des im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling dar.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17.405 (i.V. 21.200) TEuro. Diese resultieren aus der Aufnahme eines langfristigen Darlehens mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 12.400 (i.V. 16.200) TEuro sowie aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 5.000 (i.V. 5.000) TEuro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 2.510 TEuro auf 5.857 (i.V. 3.346) TEuro. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2019/2020 fälligen Kaufpreisverpflichtungen für die Beteiligungserwerbe an der KPS Digital Limited (vormals: Envoy Digital Limited, London, England), der ICE Consultants Europe S.L. und der Infront Consulting & Management GmbH in Höhe von 5.533 TEuro. Davon entfällt ein Betrag in Höhe von TGBP 944 auf den Erwerb der KPS Digital Limited (vormals: Envoy Digital Limited, London, England). Die Verbindlichkeiten aus Steuern haben sich um 483 TEuro verringert.

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Da es sich bei der KPS AG um eine Holding ohne operativen Geschäftsbetrieb handelt, werden im Folgenden die finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren des KPS Konzerns dargestellt:

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in Mio. Euro 2018/2019 2017/2018
Konzernumsatz 180,7 172,2
EBITDA 22,6 20,0
Konzernergebnis 12,2 9,8
Ergebnis je Aktie (Euro) 0,33 0,26
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9,9 9,1
Finanzschulden 17,4 21,2

2.4.1 Ermittlung des EBITDA

Das EBITDA hat sich von 20,0 Mio. Euro im Vorjahr um 2,6 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018/2019 erhöht und lag damit innerhalb der prognostizierten Zielerreichung (22 - 27 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 13,0 %.

Bezogen auf den Umsatz von 180,7 (Vorjahr: 172,2) Mio. Euro erhöhte sich die EBITDA-Marge um 0,9 Prozentpunkte auf 12,5 % (Vorjahr: 11,6 %).

2.4.2 Ermittlung des Umsatzes

Als Standardgröße zum Branchenvergleich mit Wettbewerbern sowie zur Messung der Entwicklung der KPS dienen der erzielte Nettoumsatz aus Sicht der gesamten KPS sowie die Aufteilung der Umsatzerlöse in die drei Hauptsegmente der KPS, Managementberatung, Systemintegration und Produkte/Lizenzen.

Mit 180,7 Mio. Euro Umsatzerlösen (Vorjahr: 172,2) wurden die ursprünglichen Erwartungen von 170-180 Mio. Euro erreicht.

Mit einem Volumen von 170,3 (Vorjahr: 151,2) Mio. Euro erwirtschaftet der KPS-Konzern den Hauptanteil mit der Managementberatung bei namhaften Kunden im Bereich Handel und der Konsumgüterindustrie. Die anderen beiden Hauptsegmente Systemintegration und Produkte/Lizenzen trugen mit 2,0 (Vorjahr: 1,3) und 8,4 (Vorjahr: 19,7) Mio. Euro zum Jahresumsatz bei.

2.4.3 Personal

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Am 30. September 2019 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 618 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 591). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2018/2019 um 27 Beschäftigte bzw. 4,6 % angestiegen, was im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. In Deutschland beschäftigten wir 448 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 457), dies entspricht einem Anteil von 72,5 % (Vorjahr: 77,3 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 586 (Vorjahr: 565) ohne Vorstände und Geschäftsführer. Der Anstieg um 21 Beschäftigte bzw. 3,7 % beruht im Wesentlichen auf der Zunahme des Geschäftsvolumens.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018/2019 um 4,2 Mio. Euro bzw. um 6,8 % auf 66,4 (Vorjahr: 62,2) Mio. Euro.

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30.09.2019 30.09.2018 Veränderung
Mitarbeiter pro Region
Deutschland 448 457 -9
Spanien 89 65 24
England 48 35 13
Dänemark 20 20 0
Schweiz 7 8 -1
Österreich 4 5 -1
Niederlande 2 1 1
Gesamt 618 591 27
Mitarbeiter nach Funktion
Vorstand 1 1 0
Geschäftsführer 15 14 1
Berater 519 508 11
Verwaltung 82 67 15
Auszubildende 1 1 0
Gesamt 618 591 27

Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS AG, Herr Leonardo Musso (bei insgesamt 16 weiteren Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt. Somit sind 16 Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2019 tätig.

2.5 Alternative Leistungskennzahlen

Das EBIT als Kenngröße des gesamten, operativen und Nicht-operativen Unternehmensergebnisses hat sich von 16,6 Mio. Euro im Vorjahr um 2,2 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018/2019 erhöht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme auf 13,3 %.

Zur Erhöhung der Transparenz wird neben dem EBIT auch ein bereinigtes EBIT (Operatives Ergebnis bereinigt) ausgewiesen, welches das operative Ergebnis (EBIT) vor den "Abschreibungen M&A bedingt" darstellt.

Bezogen auf den Umsatz von 180,7 (Vorjahr: 172,2) Mio. Euro erhöhte sich die EBIT-Marge um 0,8 Prozentpunkte auf 10,4 %.

2.6 Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns

KPS verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018/2019. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden, wobei die für das Geschäftsjahr 2018/2019 prognostizierten Umsätze erreicht wurden.

Mit einer Eigenkapitalquote von 45,2 % (Vorjahr: 46,5 %) steht KPS weiterhin auf einer soliden Finanzbasis. Auf Grund der guten Finanzbasis und der getätigten Investitionen in Entwicklungsleistungen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

3 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Risikomanagementziele und -methoden

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in der KPS Rapid-Transformation®-Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und rechtzeitig gegengesteuert werden.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, das kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiterentwickelt wird. Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand.

3.2 Einzelne Chancen und Risiken

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Risiken für Weltwirtschaft aus Handelskonflikten, Brexit und Schwellenländern

Das handelspolitische Klima wird nach Einschätzung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute rauer. In den USA zeigt sich, dass protektionistische Drohungen auch umgesetzt werden und die Verhinderung neuer Zollschranken oftmals nur auf Kosten neuer nichttarifärer Handelshemmnisse zu erkaufen ist. Fortdauernde Konflikte mit China und der EU stellen diesbezüglich weiterhin Abwärtsrisiken dar. In Europa sind sich die EU und Großbritannien prinzipiell einig, auch in Zukunft enge Beziehungen zu pflegen. Eine Übergangsphase zur Verhandlung detaillierter Vereinbarungen wird angestrebt. Die Annahme des Verhandlungsergebnisses zum Austritt Großbritanniens aus der EU ist jedoch weiterhin in der Schwebe und stellt im Falle eines ungeordneten Austritts ein deutliches Abwärtsrisiko dar. Die politischen Unruhen in vielen Ländern Lateinamerikas könnten in einer Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung resultieren. Die Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung in der Türkei bleiben weiterhin hoch.

Insgesamt dürfte sich nach Prognosen des IWF die weltweite Konjunktur in 2020 weiter abschwächen und das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise 2008/2009 erreichen. In 2020 rechnet der IWF mit einer Erholung insbesondere in den Schwellenländern. Jedoch könnten die hohen globalen Unsicherheitsfaktoren und politischen Krisen zu einer möglichen Revision der Erwartungen führen. 15

Wesentliche Risiken für die deutsche und europäische Konjunktur

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in den wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen der Research-Aktivitäten wertet KPS regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für KPS relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit hoher Reichweite erwartet KPS aufgrund der derzeitigen Konjunktur läge kurzfristig keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftslage. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte, da die Prognosen führender Wirtschaftsinstitute kurzfristig keine wesentliche Besserung der Konjunkturellen Lage in Deutschland erwarten lassen.

Wesentliche Risiken für die deutsche und europäische Konjunktur gehen von einer neuen möglichen europäischen Schuldenkrise aus. Zwar setzten die Renditen von Staatsanleihen der Euroraummitglieder in 2019 ihre Talfahrt fort. 16 Die Verschuldungsquoten vieler europäischer Länder verharren jedoch auf hohem Niveau. Weitere Risiken ergeben sich wie unter 3.2.3 näher erläutert aus dem Austritt Großbritanniens aus der EU.

Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Europa wird stark von der jeweiligen Binnenkonjunktur in den einzelnen Ländern getragen. Sollte sich hier eine deutliche Abschwächung zeigen, könnte das erhebliche Auswirkungen auf die Umsatz-, Gewinn-, und Liquiditätsentwicklung von KPS haben.

Eine weiter anhaltende Schwäche der deutschen Industrie könnte sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung in anderen Sektoren auswirken und damit den für KPS wichtigen Handelssektor negativ beeinflussen. Sollte die Investitionsbereitschaft im Handel sich in Zukunft eintrüben, sind negative Auswirkungen auf die Auftragslage von KPS und damit auf Umsatz, Ertrag und Liquidität nicht ausgeschlossen.

15 IWF, World Economic Outlook 2019,15.10.2019, https://www.imf.org/en/Publications/WEO/lssues/2019/10/01/ world-economic-outlook-october-2019 IWF, World Economic Outlook 2019 October, foreword and summary xiv

15 IFW, Kieler Konjunkturberichte, Konjunktur im Euroraum, 10.09.2019, https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2019/euroraum-robuste-expansion-aber-mit-wenig-schwung-0/, S. 12

3.2.2 Branchenspezifische Chancen und Risiken

KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu seinen Kunden und verfügt über hervorragende Referenzen.

Die fortschreitende digitale Transformation von Unternehmen erfordert innovative, agile und schnell umsetzbare Beratungsansätze, um Unternehmen bei der grundlegenden operativen und kulturellen Neuausrichtung der Organisation strategisch, prozessual sowie auf der technologischen Ebene zu unterstützen. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, beginnend bei der klassischen Warenwirtschaft über das Onlinegeschäft bis zum digitalen Marketing sowie die Bereiche Mobile und Analytics (Big Data). KPS investierte bereits sehr früh in digitale Beratungsbereiche und ist heute als eine der wenigen Unternehmensberatungen in der Lage, ganzheitliche, unternehmensweite (End-to-end), digitale Prozessketten für die Unternehmenssteuerung in Echtzeit zu liefern und diese mittels standardisierter Software-Lösungen von beispielsweise SAP, SAP Hybris, Adobe oder Intershop zu implementieren.

Besonders durch die Herausforderungen der digitalen Transformation erwartet die KPS deutliche Wachstumsimpulse im Omnichannel, im B2B- aber auch im B2C-Bereich nicht nur im Handel, sondern auch im Dienstleistungs- und Industriebereich. Die KPS beobachtet, dass die Beschaffungsstrukturen in Unternehmen sich verändern und Entscheidungsträger sich nicht mehr nur im traditionellen IT- oder Finanzbereich finden, sondern Budgets vermehrt in den Marketing- oder E-Commerce-Bereich der Unternehmen wandern. Vertriebs- und Marketingaktivitäten, aber auch allgemein der Beratungsansatz, müssen auf diese zusätzlichen, neuen Ansprechpartner in den jeweiligen Branchen angepasst werden.

Die Projektzyklen der KPS-Kunden werden durch die Geschwindigkeit der fortschreitenden Digitalisierung kürzer. Die KPS erlebt daher, dass Unternehmen bei der Auswahl des Beratungspartners auch zunehmend Gewicht auf dessen Kompetenzen und Fähigkeiten legen, Transformationsprojekte so begleiten zu können, dass durch entsprechende Change-Management-Impulse und -Maßnahmen auch die Mitarbeiter der einzelnen Fachabteilungen mitgenommen und im Change-Prozess begleitet werden. So können Unternehmen einen schnellen Projekt-ROI erzielen und in hart umkämpften Märkten agil bleiben.

KPS hat deshalb im vergangenen Geschäftsjahr weiter vermehrt in die Industrialisierung des Beratungsansatzes investiert: Strategisches Alignment, Prozesse, Change-Management und die Implementierung von Standard-Technologien können nun noch schneller umgesetzt und innovative Geschäftsideen und Konzepte noch rascher realisiert werden.

Die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit nach erfolgreich abgeschlossenen Transformationsprojekten führen für KPS zum Abschluss langfristiger Verträge für Application Management Services und Support-Aktivitäten und tragen dadurch zur Umsatzgenerierung bei.

3.2.3 Risiken aus dem Austritt Großbritanniens aus der EU

Der Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit) ist ein weiterhin ergebnisoffener Prozess. Ein Austritt wird nun für den 31. Januar 2020 angestrebt. 17 Inwieweit der neue Termin realisiert werden kann und ob ein Austrittsabkommen zu Stande kommt, bleibt abzuwarten.

Ein Austritt im Januar 2020 ohne ein unterzeichnetes Austrittsabkommen stellt für die KPS AG verschiedene regulatorische Risiken dar, da in diesem Fall Großbritannien als nicht-EU-Ausland gelten würde. Über eine Tochtergesellschaft betreibt die KPS AG einen Standort in London, an dem auch eines von drei KPS Innovation Centers angesiedelt ist. Der Transfer von Mitarbeitern zwischen diesem und anderen Standorten sowie der Import und Export von Dienstleistungen würden unter ein anderes, restriktiveres Regelwerk fallen.

Die KPS Digital Limited, London (vormals: Envoy Digital Limited, London, England), erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018/2019 Umsatzerlöse von rd. 9,6 Mio. Euro und ist damit für den Gesamtkonzern nicht von wesentlicher Bedeutung.

Auf Basis der jeweils aktuellen Entwicklung ist die KPS AG in der Lage, rechtzeitig Maßnahmen zu treffen, um direkten Schaden durch einen möglichen ungeregelten Brexit oder eine für die Gesellschaft ungünstige Änderung der zukünftigen Handelsbeziehungen zu minimieren. Diese Vorbereitungen sind nach Einschätzung des Managements aber erst dann sinnvoll, wenn eine konkrete negative Entwicklung absehbar wird, um unnötige Kosten und Unterbrechungen im Geschäftsablauf zu vermeiden.

3.2.4 Chancen und Risiken in der Auftragsabwicklung

Mit der agilen KPS Rapid Transformation®-Methode setzt KPS bewährte Technologie der Spitzenklasse in der Umsetzung von Projekten ein. Dabei verbinden die Berater von KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung, um durch die Realisierung von Synergiepotenzialen in den Beratungssegmenten optimale Transformationsprozesse zu erzielen. Das Einführungsrisiko wird so erheblich reduziert.

Die Planung und Umsetzung von Projekten sind größtenteils umfangreich und komplex. Zusätzliche Anforderungen von Kunden führen dann zu Änderungen im Projektaufbau oder -ablauf. Das bedeutet ein Risiko vor allem für Werkverträge mit Festpreisvereinbarungen. Projekte, die nach Arbeitszeit und -aufwand abgerechnet werden, stellen aus Sicht der KPS kein bestandsgefährdendes Risiko dar, da Änderungsanforderungen zu entsprechenden Anpassungen des Projektbudgets führen. Risiken aus Festpreisvereinbarungen stellen ihrer Art nach ein mittleres Risiko für die KPS dar. Die Wahrscheinlichkeit einer Kostenüberschreitung aufgrund zusätzlicher Anforderungen der Kunden ist nicht vernachlässigbar. Allerdings geht KPS bisher nur in wenigen Fällen Festpreisvereinbarungen ein. Daher waren und sind aus diesem Risiko keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ergebnissituation zu erwarten.

Durch die Komplexität der Projekte und Besonderheiten in den Branchen, in denen die Kunden der KPS tätig sind, kann es zu fachlichen und/oder qualitativen Fragestellungen, Herausforderungen und Problemen kommen, die von den zugeteilten Projektmitarbeitern nicht gelöst werden können. Risiken aus fachlichen und/oder qualitativen Fragestellungen, Herausforderungen und Problemen werden als eher gering eingestuft. In der Vergangenheit konnten derartige Situationen regelmäßig in einem für die Gesellschaft angemessenen Zeitraum gelöst werden. Da sich die KPS bei den Kundenprojekten immer wieder mit neuen, hochkomplexen Fragestellungen, Herausforderungen sowie Fragestellungen zu auftretenden Problemen konfrontiert sieht, sind Situationen denkbar, in denen auftretende, hochkomplexe Herausforderungen und Probleme nicht oder nur mit hohem zeitlichen sowie finanziellen Einsatz lösbar sind.

Risiken aus temporären Belastungen aus Vertragskündigungen werden als mittel bis gering eingestuft. Die Wahrscheinlichkeit der Kündigung oder Nichtverlängerung eines Kundenvertrags nach der ersten Prototypenphase aufgrund von Fehlern der Mitarbeiter sowie aufgrund von anderen Ereignissen ist erfahrungsgemäß eher gering. Wenn sich dieses Risiko realisiert, sind insbesondere bei größeren Projekten vorübergehende Ergebnisbelastungen zu erwarten, da die für das Projekt vorgesehenen Mitarbeiter zumindest kurzfristig vielfach nicht anderweitig eingesetzt werden können.

KPS beobachtet zunehmende Versuche von Mitbewerbern, das erfolgreiche Modell nachzubilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber KPS zu erzielen.

17 Die Bundesregierung, Nach britischen Wahlen: Geordneter Brexit wahrscheinlich, 13.12.2019, https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/brexit/nach-britischen-wahlen-geordneter-brexit-wahrscheinlich-1570622

3.2.5 Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Durch die aktuelle Unternehmensgröße mit einem kontinuierlich steigenden Jahresumsatz von nun 180,7 Mio. Euro und einer stabil wachsenden Beratungsmannschaft von gegenwärtig 618 Beschäftigen ist das Interesse von großen Unternehmen an den Beratungsleistungen von KPS weitergewachsen. Die zunehmende Attraktivität von KPS steigert die Chancen, von Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

Aufgrund der Komplexität der Beratungsinitiativen und der Unternehmensgröße der Kunden kann die KPS gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Großprojekten bedienen. Bei Ausfall (Zahlungsunfähigkeit) eines oder mehrerer dieser Großkunden wäre eine Gefährdung des Fortbestands von KPS nicht ausgeschlossen. Bei den Großkunden der KPS handelt es sich durchgängig um namhafte Kunden, die in hohem Maße als kreditwürdig und finanzstark gelten, aus diesem Grund wird dieses Risiko durch KPS als mittel eingestuft.

3.2.6 Personalrisiko

Das Unternehmenswissen ist im Humankapital der KPS und damit bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verankert. Die Abwanderung von qualifizierten Führungskräften und Beratern an Konkurrenzunternehmen kann zu einem Know-how-Verlust führen und stellt daher ein Risiko für die KPS dar. Der Verlust von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann sich negativ auf die Entwicklung der Geschäftsaktivitäten sowie auf wesentliche Finanzkennzahlen auswirken. Die KPS sieht sich diesem Risiko im Vergleich zu den Wettbewerbern weder in besonders hohem noch in besonders niedrigem Umfang ausgesetzt. Das gerade in der Beratungsbranche typische Risiko wird von KPS als mittleres Risiko eingeschätzt.

3.2.7 Chancen und Risiken in der Investition und Finanzierung

Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur in begrenztem Umfang. Dies gilt auch für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. Das Geschäftsmodell der KPS bringt es mit sich, dass relativ wenige, aber sehr umfangreiche Projekte gleichzeitig bearbeitet werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Der Ausfall eines Kunden kann eine sehr negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation der KPS haben. Ein Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für KPS AG dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung. Die Außenstände werden ständig überwacht. Sowohl die Projektverantwortlichen als auch das Top-Management erhalten monatlich eine Übersicht mit den überfälligen Posten je Kunden. Damit kann die KPS kurzfristig auf ein sich verändertes Zahlungsverhalten reagieren. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen werden aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro als nicht wesentlich eingestuft.

Die KPS AG hat im Rahmen mehrerer Unternehmensakquisitionen einen langfristigen Kredit in Höhe von 20 Mio. aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. abgeschlossen.

Die Zielsetzung des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente besteht darin, Auswirkungen auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelflüsse weitgehend zu reduzieren, die aus Veränderungen von Zinssätzen resultieren können. Durch den Einsatz des Zinsswaps wurde der variable Zinssatz in einen fixen Zinssatz getauscht und somit eine feste Zinsbindung erreicht.

3.2.8 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird als Risiko definiert, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Dazu gehören das Refinanzierungsrisiko und das Marktliquiditätsrisiko.

Ein Marktliquiditätsrisiko (Risiko, aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur mit Verlusten auflösen bzw. glattstellen zu können) liegt bei der KPS nicht vor.

Dem Refinanzierungsrisiko, verstanden als das Risiko, bei Bedarf nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen Liquidität beschaffen zu können, kam aus Sicht des Abschlussstichtags bzw. nach den Verhältnissen bei Freigabe des Abschlusses nur eine vernachlässigbare Bedeutung zu. Der KPS stehen ausreichend hohe Kreditlinien zur Verfügung, um entstehenden Finanzierungsbedarf zu decken, deshalb stuft die KPS dieses Risiko als gering ein.

3.2.9 Steuerliche Chancen und Risiken

Dem Vorstand sind derzeit keine wesentlichen steuerlichen Risiken bekannt.

3.2.10 Technologische Chancen und Risiken

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung hervorrufen.

3.2.11 Chancen und Risiken aus der Holdingfunktion

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochterunternehmen abhängig.

3.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Das Risikofrüherkennungssystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungssystem wurde im Rahmen der Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- und Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der KPS AG derzeit nicht erkenn-

3.4 Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §§ 289 Absatz 4, 315 Absatz 4 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden. Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essenzielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt über unser SAP Finance & Controlling-System eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich oder gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

4 PROGNOSEBERICHT

4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose

Für die Weltwirtschaft moderates Wachstum auf niedrigem Niveau erwartet

Für die Jahre 2020 und 2021 erwarten die wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer Gemeinschaftsprognose vom Herbst 2019 ein anhaltendes Wachstum auf niedrigem Niveau. Die Stagnation im produzierenden Gewerbe sollte sich durch erwartete sinkende Auftragseingänge sowie ein Wachstum unterhalb des Produktionspotentials fortsetzen. Dagegen sollte sich die Konsumgüternachfrage robust zeigen und tragende Säule des Wachstums sein. Die Institute gehen von einem weltweiten Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,6 % im Jahr 2020 und von 2,7 % im Jahr 2021 aus. Dabei dürfte Asien mit einem erwarteten Wachstum von jeweils 4,5 % wesentlicher Treiber des weltweiten Wachstums sein. Für die U.S.A. wird mit einem BIP-Wachstum von 1,7 % und 1,8 % gerechnet. 18

Für das globale Wachstum werden mehrere Risiken identifiziert. Weiterhin bleiben die Unsicherheiten aus dem Handelskonflikt zwischen den U.S.A. und China hoch. Eine sich verschärfende Eskalation sowie zusätzliche Zölle sowie Einführbeschränkungen hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit negative Effekte auf die globale Wirtschaftsentwicklung. Wie bereits an mehreren Stellen ausführlich erläutert, würde ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union ohne Abkommen ("ungeregelter Brexit") vermutlich wirtschaftliche Verwerfungen nach sich ziehen. Mit dem Anschlag in 2019 auf saudische Ölförderanlagen haben die politischen Risiken und Spannungen im Nahen Osten sowie auf der arabischen Halbinsel weiter zugenommen. Daraus resultierende mögliche Ölpreisschocks könnten das weltweite fragile Wachstum zusätzlich negativ beeinflussen. 19

Euroraum mit langsamerem Wachstum und starker Konsumgüternachfrage

In der EU wird für die Jahre 2020 und 2021 aufgrund der Unsicherheiten im Welthandel, dem Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie der Schwäche der Industrie mit moderaten Wachstumsraten gerechnet. Positiv wirken die anhaltende hohe Beschäftigungsrate, die aufwärtsgerichtete Lohndynamik sowie die Konsumgüternachfrage. Für 2020 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,4 % und für 2021 von 1,7 % erwartet. 20

Schwaches Wachstum für Deutschland erwartet

Nach Meinung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland in 2020 schwach bleiben. In ihrem Herbstgutachten 2019 rechnen die Institute mit einer Wachstumsrate im Jahr 2020 von 1,1 %. Das entspricht einer Revision gegenüber der Frühjahrsprognose von 0,7 Prozentpunkten. Zudem ist die Wachstumsrate durch Kalendereffekte überzeichnet. Im Vergleich zu 2019 wird es eine größere Zahl an Arbeitstagen geben. Für 2021 wird eine leichte Belebung der wirtschaftlichen Aktivität erwartet und ein Wirtschaftswachstum von 1,4 % prognostiziert.

Getragen wird der Aufschwung weiterhin wesentlich von der Binnenkonjunktur, insbesondere durch den auf Basis steigender Löhne und fiskalpolitischer Entlastungen von Konsumenten stimulierten Privatkonsum.

Die Zahl der Erwerbstätigen soll 2020 und 2021 mit 120.000 sowie 160.000 moderat zunehmen. Unterdessen wird erwartet, dass die Erwerbslosenquote in 2020 bei 5,0 % und in 2021 bei 4,9 % liegen dürfte. 21

18 IWF, World Economic Outlook 2019, 15.10.2019, https://www.imf.org/en/Publications/WEO/lssues/2019/10/01/ world-economic-outlook-october-2019 IWF, World Economic Outlook 2019 October; Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019, 2.10.2019, http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2019/10/GD_H19_Langfassung_online.pdf Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019, http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2019/10/GD_H19_Langfassung_online.pdf

19 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019, 2.10.2019, http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2019/10/GD_H19_Langfassung_online.pdf Gemeinschaftsdiagnose 2/19

20 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019, 2.10.2019, http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2019/10/GD_H19_Langfassung_online.pdf Gemeinschaftsdiagnose 2/19 Tabelle S.16

21 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019, 2.10.2019, http://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2019/10/GD_H19_Langfassung_online.pdf

4.2 Branchenspezifische Prognose

Bedarf für digitale Transformation treibt Wachstum

Nachdem der Consulting-Markt in Deutschland in 2018 um 7,3 % auf 33,8 Mrd. Euro gewachsen ist, geht der BDU in 2019 von einem Marktwachstum von knapp sieben Prozent aus. 22

In einer Studie zur Managementberatung prognostiziert Lünendonk ein Wachstum des Management Consultingmarktes von 10,9 % für 2020 und 11,1 % für 2021. Dabei geben 71 % der befragten Unternehmen an, dass insbesondere die Digitalisierung die Nachfrage nach Beratungsdienstleitungen treiben dürfte. 23

Robuste Nachfrage nach IT-Beratungs- und Umsetzungsleistungen

Im September 2019 veröffentlichte Lünendonk die Studie "Nachfrage nach IT-Beratungs- und Umsetzungsleistungen", in der 70 IT-Unternehmen zu verschiedenen Themenstellungen befragt wurden. Die Unternehmen repräsentierten ca. 63 % des Gesamtmarktes.

Nach einem Rekordjahr 2018 mit einem Marktwachstum von 11,9 % wird auch in 2019 und 2020 für die befragten Unternehmen mit einer robusten Nachfrage nach IT-Beratungs- und Umsetzungsleistungen gerechnet. So wird aus den Befragungen für 2019 ein Wachstum von 10,6 % und in 2020 von 10,8 % abgeleitet. Treiber des Wachstums sind die Integration von digitalen Lösungen in die Backend-IT, agile Anwendungsentwicklungen sowie Cloud Computing Implementierungen. Dabei setzen die befragten Unternehmen verstärkt auf Leistungen aus einer Hand bzw. sogenannten End-to-end Umsetzungen. 24

Damit sieht sich KPS in ihrer Strategie, sich auf Projekte mit einem End-to-end-Lösungsansatz zu fokussieren, bestätigt.

Verstärkte Nachfrage nach Cloud-Transformation

In einer weiteren Studie vom Oktober 2019 geben 72 % der befragten IT-Entscheider an, Teile der IT-Landschaft in Hybride Cloud-Lösungen zu transformieren. Zudem besteht ein erhöhter Beratungsbedarf für die Transformation von ERP-Systemen.

Jeder zweite Befragte in der Studie gab an, mit IT-Beratern zusammenarbeiten zu wollen, die das gesamte Spektrum der IT-Sourcing Beratung abdecken. Demnach entscheiden sich immer mehr Kunden für einen Full-Service-Ansatz. Die Ergebnisse dieser Umfrage bestätigen erneut, dass KPS mit der Abdeckung der kompletten Wertschöpfungskette Markttrends rechtzeitig antizipiert hat. 25

4.3 Prognose für den KPS-Konzern

Grundlage für die Einschätzung für das Geschäftsjahr 2019/2020 bilden die Entwicklung vergangener Berichtszeiträume, die Ergebnisse der vergangenen Monate, das Beratungsportfolio bestehend aus Bestandsprojekten und neu hinzu gewonnen Projekten insbesondere in den KPS-Fokusbranchen Handel und Konsumgüterindustrie.

Vorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage insgesamt positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sieht sich KPS gut aufgestellt. Darüber hinaus verfügt die KPS über eine sehr solide Finanzstruktur und Ertragslage.

Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns im Geschäftsjahr 2019/20 weiter konsequent auf die Ertragsoptimierung konzentrieren.

Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2019/2020 geht der Vorstand von einer soliden Umsatzentwicklung aus.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 erwartet der Vorstand eine leichte Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 181 -191 Mio. Euro sowie eine Steigerung des EBITDA auf 28 - 36 Mio. Euro. In diesem prognostizierten EBITDA ist ein positiver Effekt aus der erstmaligen Anwendung der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 in Höhe von ca. 3,8 Mio. Euro enthalten.

Unsere Prognose basiert auf den heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Aus heutiger Sicht nicht vorhersehbare Veränderungen der antizipierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, bei laufenden Projekten, beim aktuellen Auftragsbestand sowie bei sonstigen externen oder internen Faktoren könnten wesentliche negative Effekte auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognose haben, so dass die Ziele nicht erreicht werden können.

22 BDU, Pressemeldung vom 14.03.2019; https://www.bdu.de/media/353287/branchenstudie-unternehmensberatung-2019.pdf BDU, Pressemitteilung vom 14.03.2019

23 Lünendonk, Lünendonk-Studie 2019: Nach Rekordjahr 2018 erwarten IT-Dienstleister weiterhin zweistellige Wachstumssteigerungen, 25.09.2010, https://www.luenendonk.de/presseinformation/luenendonk-studie-2019-nach-rekordjahr-2018-erwarten-it-dienstleister-weiterhin-zweistellige-Wachstumssteigerungen/

24 Lünendonk, Lünendonk-Studie 2019: Nach Rekordjahr 2018 erwarten IT-Dienstleister weiterhin zweistellige Wachstumssteigerungen, 25.09.2010, https://www.luenendonk.de/presseinformation/luenendonk-studie-2019-nach-rekordjahr-2018-erwarten-it-dienstleister-weiterhin-zweistellige-Wachstumssteigerungen/

25 Lünendonk, Lünendonk-Studie 2019: IT-Strategien und Cloud-Sourcing im Zuge des digitalen Wandels, 23.10.2019, https://www.luenendonk.de/aktuelles/presseinformationen/luenendonk-studie-2019-it-strategien-und-cloud-sourcing-im-zuge-des-digitalen-wandels/

5 VERGÜTUNGSBERICHT

5.1 Vorstandsvergütung

Die Vergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum ist ein Jahresfestbezug vereinbart, der in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar ist. Die variable Komponente ist eine auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtete, leistungsbezogene Bonuszahlung, die über einen Bemessungszeitraum von insgesamt drei Geschäftsjahren (das jeweilige Ausgangsjahr und die beiden Folgegeschäftsjahre) berechnet wird. Die Auszahlung des Bonus hängt vom Erreichen bestimmter im Ausgangsjahr festgelegter Zielvorgaben ab. Für jedes Jahr des Bemessungszeitraums werden verschiedene Bandbreiten an quantitativen und ggf. qualitativen Kriterien festgelegt, denen jeweils ein Bonus- oder Malusbetrag gegenübersteht. Das Vorstandsmitglied erhält nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres des relevanten Bemessungszeitraums eine jährliche Abschlagszahlung, deren Höhe sich nach dem Saldo der bis dahin erzielten Bonus- und Malusbeträge richtet. Nach Feststellung des endgültigen Bonus ist das Vorstandsmitglied verpflichtet, eine etwaige Differenz zwischen den Abschlagszahlungen und dem endgültig festgestellten Bonus an die Gesellschaft zurückzuzahlen. Die fixe und variable Vergütung betrug für den Alleinvorstand für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018/2019 insgesamt 573 (Vorjahr: 572) TEuro, wobei der variable Anteil 42 % (Vorjahr: 42 %) der Gesamtbezüge betrug.

Dem Vorstand wird zudem ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft für den Vorstand eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Der Vorstand erhält seine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erstattet und hat Anspruch auf Zahlung des bei Beschäftigung eines Arbeitnehmers üblichen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Geschäftsjahr 2018/2019 63 (Vorjahr: 59) TEuro.

5.2 Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 9. Mai 2008 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung in Höhe von 15 TEuro, der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 25 TEuro. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2018/2019 betrug die Aufsichtsratsvergütung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

6 ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN GEMÄSS § 289A ABS. 1 HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/2019

6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2019 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 37.412.100 Euro. Es ist eingeteilt in 37.412.100 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Alle Aktien enthalten gleiche Rechte und Pflichten.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine eigenen Aktien erworben. Zum Stichtag 30. September 2019 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien (Vorjahr: 0).

6.2 Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 44 Abs. 1 WpHG Anwendung findet.

Verstöße gegen Mitteilungspflichten i.S.d. §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 WpHG können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen. Vertragliche Beschränkungen der Stimmrechte sind uns nicht bekannt.

6.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2019 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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Stück In %
Michael Tsifidaris 9.080.050 24,27 %
Dietmar Müller 4.162.486 11,13 %
Leonardo Musso 4.103.084 10,97 %
Uwe Grünewald 4.052.390 10,83 %

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2018/2019 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet.

6.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

6.5 Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

6.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2017 wurde die von der Hauptversammlung am 28. März 2014 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2014/I aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2017/I in Höhe von 18.706.050,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. April 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.706.050,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2017/I ist im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht erfolgt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. März 2015 wurde die KPS AG ermächtigt, bis zum 26. März 2020 (einschließlich) eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung jedes gesetzlich zulässigen Zwecks durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb von Aktien der KPS AG kann als Kauf über die Börse, mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots und/oder mittels einer Aufforderung zur Abgabe von Kaufangeboten erfolgen. Erworbene eigene Aktien können wieder veräußert, ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen oder zur Bedienung bzw. Absicherung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der KPS AG verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf erworbene eigene Aktien ist bei bestimmten Verwendungsermächtigungen entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung ausgeschlossen oder kann vom Vorstand in den im Hauptversammlungsbeschluss näher bezeichneten Fällen ausgeschlossen werden. Zum Stichtag 30. September 2019 hält die Gesellschaft keine eigenen Aktien (Vorjahr: 0).

6.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots erhält der derzeitige Alleinvorstand bei Ausübung des vertraglich vereinbarten Sonderkündigungsrechts eine Abfindung in Höhe von 75 % des zum Zeitpunkt bestehenden Jahresbruttoeinkommens. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre, die derzeit alleine oder gemeinsam nicht mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt sind, alleine oder gemeinsam mehr als 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erwerben oder diese durch den Abschluss eines Unternehmensvertrags i.S.d. § 291 Abs. 1 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird. Dem gleichgestellt ist der Fall der Verschmelzung der Gesellschaft mit einem anderen Unternehmen. Den Vice-Presidents wurde für diesen Fall ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.

7 RECHTLICHE ANGABEN

7.1 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB ist öffentlich zugänglich unter: https://www.kps.com/de/investor-relations/corporate-governance.html.

7.2 Entsprechenserklärung "Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KPS AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben zum 17. Januar 2020 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter https://kps.com/de/investor-relations/corporate-governance.html öffentlich zugänglich gemacht.

7.3 Angaben zur nichtfinanziellen Erklärung gemäß §§ 315b, 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB

Die KPS AG hat die Aktivitäten des KPS Konzerns im Bereich Nachhaltigkeit in einem nichtfinanziellen Konzernbericht offengelegt. Der nichtfinanzielle Konzernbericht ist unter https://www.kps.com/de/investor-relations/financial-publications.html.

Unterföhring, den 20. Dezember 2019

Bilanz zum 30. September 2019

AKTIVA

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in TEuro 30.09.2019 30.09.2018
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 844 780
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.137 175
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 98.222 92.751
100.203 93.706
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.357 14.096
2. sonstige Vermögensgegenstände 278 594
10.635 14.690
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.599 3.683
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.095 424
115.532 112.503
PASSIVA
in

Teuro
30.09.2019 30.09.2018
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 37.412 37.412
./. Nennbetrag eigene Anteile 0 0
Ausgegebenes Kapital 37.412 37.412
II. Kapitalrücklage 11.941 11.941
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 599 599
IV. Bilanzgewinn 30.804 30.328
80.756 80.280
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellung 497 767
2. Sonstige Rückstellungen 5.676 4.185
6.173 4.952
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.405 21.200
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 944 310
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.396 2.415
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.858 3.346
davon aus Steuern: TEUR 25 (Vorjahr TEUR 508)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEuro 8 (Vorjahr TEuro 6)
28.603 27.271
115.532 112.503

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019

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in TEuro 2018/2019 2017/2018
1. Umsatzerlöse 17.540 15.715
2. sonstige betriebliche Erträge 35 49
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.755 -9.826
4. Personalaufwand -4.579 -3.718
a) Löhne und Gehälter -3.983 -3.206
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -596 -512
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -337 -228
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -198 -437
7. Erträge aus Beteiligungen 9.961 5.446
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.477 6.566
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 235 245
davon aus verbundenen Unternehmen: TEuro 212 (Vorjahr TEuro 221)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -401 -374
davon aus verbundenen Unternehmen: TEuro 5 (Vorjahr TEuro 30)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -407 -844
12. Ergebnis nach Steuern 13.570 12.594
13. sonstige Steuern 0 0
14. Jahresüberschuss 13.570 12.594
15. Gewinnvortrag 17.234 17.734
16. Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0
17. Bilanzgewinn 30.804 30.328

AG ANHANG

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Die KPS AG ist eine am geregelten Markt börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Landkreis München, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Jahresabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die KPS AG übt die Holdingfunktionen für den KPS-Konzern aus. Die operativen Beteiligungsunternehmen sind im Wesentlichen im Bereich Managementconsulting/Transformationsberatung, Systemintegration sowie dem Vertrieb von Hardware und Softwarelizenzen tätig.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, i.V.m. § 264 d HGB.

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet im darauffolgenden Jahr zum 30. September.

Der Jahresabschluss der KPS AG (im folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro.

KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2018/2019 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1 Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Anlagegüter zugrunde.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2.2 Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen, die dem nachfolgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

2.3 Fremdkapital

Die gebildeten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 14,25 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlagssatz von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer, dies entspricht 0,83 %, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz von aktiven Überhängen aus latenten Steuern unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen der Urlaubsrückstellung zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz. Die passiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Wertansätzen der Anteile an verbundenen Unternehmen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz.

Die Währungsumrechnung für Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt zum Bilanzstichtag entsprechend § 256 a HGB.

Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten worden.

3 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

3.1 Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 844 (i.V. 780) TEuro aus und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen beläuft sich auf 1.137 (i.V. 175) TEuro und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 98.222 (i.V. 92.751) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich ausfolgenden Beteiligungen zusammensetzen:

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Beteiligung Sitz Anteil

in %
Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2019 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2019 (Vorjahr) Jahresergebnis 2018/2019 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH (1) Unterföhring 100 TEuro 500 764 1.460
(500) (500) (6.026)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 TEuro 6.300 7.831 1.133
(6.300) (9.699) (2.433)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 TEuro 26 39 1
(26) (38) (1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 TEuro 5.113 5.113 1.089
(5.113) (5.113) (2.855)
KPS Consulting AG Zürich/ Schweiz 100 TCHF 100 791 189
(100) (602) (-1.115)
KPS Solutions GmbH Unterföhring 100 TEuro 80 2.440 -1.298
(80) (3.738) (2.772)
KPS digital GmbH (1) Dortmund 100 TEuro 25 2.554 1.016
(25) (2.554) (540)
KPS Consulting A/S Virum/ Dänemark 100 TDKK 500 78.183 73.352
(500) (23.079) (18.251)
KPS B.V. Amsterdam/ Niederlande 100 TEuro 100 780 680
(100) (1.357) (1.257)
KPS Consulting Inc. Wilmington/ USA 100 TUSD 100 162 62
(100) (827) (727)
KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH Wien/ Österreich 100 TEuro 100 9 -49
(100) (57) (-43)
ICE Consultants Europe S.L. Barcelona/ Spanien 100 TEuro 59 3.958 2.756
(59) (3.449) (2.247)
Infront Consulting & Management GmbH Hamburg 100 TEuro 50 2.380 1.859
(50) (521) (84)
KPS Digital Ltd. (vormals: Envoy Digital Limited, London, England) London/ England 100 TGBP 0,2 2.139 1.193
(0,2) (1.253) (307)
KPS Consulting AS (2) Oslo/ Norwegen 100 TNOK 500 500 0
n/a n/a n/a

(1) Das Jahresergebnis 2018/2019 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG, unter Berücksichtigung einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB, abgeführt.

(2) Die KPS Consulting AS, Norwegen wurde am 19. September 2019 gegründet. Die Eintragung in das Firmenregister erfolgte am 31. Oktober 2019. Das Grundkapital in Höhe von 500.000 NOK wurde am 23. September 2019 eingezahlt.

Umrechnungskurs EUR zu CHF:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2019 betrug 1,0847. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,1226.

Umrechnungskurs EUR zu DKK:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2019 betrug 7,4662. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 7,4638.

Umrechnungskurs EUR zu USD:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2019 betrug 1,0889. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,1281.

Umrechnungskurs EUR zu GBP:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2019 betrug 0,88573. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 0,8843.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 10.357 (i.V. 14.096) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen, vorgenommenen Ausschüttungen sowie Ansprüchen aus Ergebnisabführung.

Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen und debitorische Kreditoren.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung in Höhe von 28 TEuro aus Mietkautionszahlungen mit einer vereinbarten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weitere Forderungen mit vereinbarten Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

3.3 Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 3.599 (i.V. 3.682) TEuro und bestehen aus Kontokorrentkonten. Die bestehenden Festgeldkonten wiesen zum Bilanzstichtag keine Guthaben aus.

3.4 Eigenkapital

3.4.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 37.412.100 (i.V. 37.412.100) Euro und verteilt sich insgesamt auf 37.412.100 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Zum Bilanzstichtag wurden von der Gesellschaft keine eigenen Aktien gehalten.

3.4.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2017 wurde die von der Hauptversammlung am 28. März 2014 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung von genehmigtem Kapital 2014/1 aufgehoben. Stattdessen wurde ein genehmigtes Kapital 2017/1 in Höhe von 18.706.050,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. April 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.706.050,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2017/1 ist im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht erfolgt.

3.4.2.1 Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2017 wurde das Grundkapital um bis zu 2.000.000,00 EUR auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2017/1). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktienoptionsrechten, zu deren Ausgabe der Vorstand bis 6. April 2022 ermächtigt wurde.

3.4.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 11.941 (i.V. 11.941) TEuro.

3.4.4 Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum Bilanzstichtag 599 TEuro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

3.4.5 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Zum Bilanzstichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien vorhanden, im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden keine Aktien gekauft oder verkauft.

3.4.6 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:

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in TEuro 2018/2019 2017/2018
Stand 01.10. 30.328 30.389
Jahresüberschuss 13.570 12.593
andere Gewinnrücklagen 0 0
Agio eigene Aktien 0 440
Dividendenausschüttung -13.094 -13.094

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018/2019 in Höhe von 30.804 TEuro

a) in Höhe von TEuro 13.094 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,35 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie

b) den verbleibenden Betrag in Höhe von TEuro 17.710 auf neue Rechnung vorzutragen.

3.5 Rückstellungen

In den Steuerrückstellungen sind die voraussichtlichen Steuernachzahlungen mit 231 (i.V. 231) TEuro für Körperschaftssteuer und 244 (i.V. 518) TEuro für Gewerbesteuer enthalten. Bereits geleistete Vorauszahlungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 5.676 (i.V. 4.184) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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in TEuro Bezeichnung Stand 01.10.2018 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2019
Ausstehende Rechnungen 47 47 0 722 722
Abschlusskosten 55 55 0 68 68
Personalverpflichtungen 3.947 678 1 1.509 4.777
Sonstige 135 88 0 62 109
Gesamt 4.184 868 1 2.361 5.676

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche sowie vertraglich vereinbarte Ergebnisbeteiligungen an Leitende Angestellte.

3.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 17.405 (i.V. 21.200) TEuro und resultieren aus der Aufnahme eines langfristigen Kredits mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren und einer Gesamthöhe von 20.000 TEuro zur Finanzierung der Unternehmensakquisitionen in Höhe von 12.400 (i.V. 16.200) TEuro sowie aus der Aufnahme von kurzfristigen Geldmarktkrediten zur Sicherstellung der Liquidität in Höhe von 5.005 (i.V. 5.000) TEuro.

Die KPS AG hat im Rahmen mehrerer Unternehmensakquisitionen einen langfristigen Kredit in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinssatzswap in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen, der zum Stichtag 6,2 Mio. Euro beträgt. Angesicht der mehrjährigen Laufzeit des Zins-Swaps hängt der beizulegende Zeitwert unter anderem von der zukünftigen Entwicklung der EURIBOR Zinssätze ab. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Das am Bewertungsstichtag bestehende Zinsrisiko in Höhe 106 (i.V. 51) TEuro wurde als sonstige Verbindlichkeit berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 4.396 (i.V. 2.415) TEuro und resultieren aus Transaktionen im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings sowie aus Kostenumlagen im Konzern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 25 (i.V. 508) TEuro, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 8 (i.V. 6) TEuro und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 85 (i.V. 114) TEuro enthalten. Für das laufende Geschäftsjahr wurden weitere Kaufpreisverpflichtungen für die Beteiligungserwerbe an der KPS Digital Ltd. und der ICE Consultants Europe S.L. sowie der Infront Consulting & Management GmbH in Höhe von 5.533 (i.V. 2.660) TEuro passiviert.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

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Geschäftsjahr Verbindlichkeiten Stand 30.09.2019 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre Laufzeit >5 Jahr
gegenüber Kreditinstituten 17.405 8.805 8.600 0
aus Lieferungen und Leistungen 944 944 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.396 4.396 0 0
Sonstige 5.857 5.857 0 0
Gesamt 28.602 20.002 8.600 0

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Vorjahr Verbindlichkeiten Stand 30.09.2018 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre Laufzeit >5 Jahr
gegenüber Kreditinstituten 21.200 8.800 12.400 0
aus Lieferungen und Leistungen 310 310 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.415 2.415 0 0
Sonstige 3.346 3.346 0 0
Gesamt 27.271 14.871 12.400 0

4 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den Umsatzerlösen sind Konzernumlagen in Höhe von 17.540 (i.V. 15.715) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 1 (i.V. 11) TEuro aus Währungskursdifferenzen enthalten.

Der Materialaufwand beinhaltet die den Umsatzerlösen zuordenbaren Aufwendungen.

Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 3.983 (i.V. 3.206) TEuro und soziale Aufwendungen in Höhe von 596 (i.V. 512) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Miete und Nebenkosten in Höhe von 138 (i.V. 80) TEuro sowie Aufwendungen für M&A Beratungen in Höhe von 60 (i.V. 356) TEuro enthalten.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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in TEuro 2018/2019 2017/2018
Erträge aus Beteiligungen 9.961 5.446
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.477 6.566
Zinserträge 235 245
Zinsaufwendungen -401 -373
| Gesamt 12.272 11.884

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Services GmbH, KPS Consulting A/S Dänemark, KPS B.V. Niederlande, KPS Consulting Inc. USA, KPS Digital Ltd. England und der ICE Consultants Europe S.L. Spanien.

Die Erträge aus Gewinnabführung betreffen die KPS Business Transformation GmbH sowie die KPS digital GmbH. Mit der KPS Business Transformation GmbH und mit der KPS digital GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

In den Zinserträgen sind Erträge in Höhe von 212 (i.V. 221) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten und Zinserträge aus der Abzinsung von 23 (i.V. 24) TEuro.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von 5 (i.V. 30) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen laufende Körperschaft- und Gewerbesteuern.

5 SONSTIGE ANGABEN

5.1 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2018/2019 waren bei der KPS AG durchschnittlich 63 Mitarbeiter (i.V. 54) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 62 (i.V. 53) Mitarbeiter in der Verwaltung tätig.

5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt deren Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Kfz Leasing 952 663 0 1.615
Davon KPS AG 102 72 0 174
Davon KPS Bussiness Transformation GmbH 594 429 0 1.023
Davon KPS Consulting GmbH & Co. KG 31 11 0 42
Davon KPS Services GmbH 175 120 0 295
Davon KPS Solutions GmbH 50 31 0 81
BGA Leasing 989 1.283 0 2.272
Miete 2.066 8.019 14.015 24.100
Davon KPS AG 301 957 39 1.297
Davon KPS digital GmbH 1.765 7.062 13.976 22.803
Earn-Out Verpflichtungen Unternehmensakquisitionen 0 15.983 0 15.983
Gesamt 4.007 25.948 14.015 43.970

5.3 Sonstige Haftungsverhältnisse

Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF. Die Gesellschaft erwirtschaftete in diesem Geschäftsjahr ein positives Ergebnis. Die Langfristplanung geht von einer positiven Entwicklung aus, sodass mit einer Inanspruchnahme weiterhin nicht zu rechnen ist.

Die KPS Services GmbH hat eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 15.000 (i.V. 15.000) TEuro zur Absicherung von Kontokorrent- und Geldmarktkreditlinien abgegeben. Zum Bilanzstichtag bestanden Kontokorrent- und Geldmarktverbindlichkeiten in Höhe von 5.005 TEuro (i.V. 5.000 TEuro).

Die Gesellschaft hat sich für die KPS Business Transformation GmbH, die KPS digital GmbH, die KPS Solutions GmbH, die KPS Services GmbH sowie die Infront Consulting & Management GmbH im Rahmen der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB dazu verpflichtet, für die gesamten, bis zum 30. September 2019 bestehenden Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber deren Gläubigern einzustehen. Diese Einstandspflicht ist bis einschließlich 30. September 2020 gültig.

5.4 Zusammensetzung der Organe

5.4.1 Vorstand der KPS AG

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt: Herr Leonardo Musso, Vorstand KPS AG, Berg.

Weitere Mitgliedschaften des Vorstands

Herr Leonardo Musso ist in allen Gesellschaften des KPS-Konzerns Mitglied der Geschäftsführung sowie Verwaltungsrat der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018/2019 betragen 573 (i.V. 572) TEuro, davon TEUR 240 erfolgsbezogene Komponente.

Der Vorstand der KPS AG hält folgende Aktienanteile an der KPS AG:

Herr Leonardo Musso: 4.103.084 Aktien (Vorjahr: 4.103.084 Aktien)

5.4.2 Aufsichtsrat der KPS AG

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus:

Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz),

Prokurist KPS Business Transformation GmbH, Hamburg

Herrn Uwe Grünewald, (stellv. Vors.)

Prokurist KPS Business Transformation GmbH, Münster

Herrn Hans-Werner Hartmann,

Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 25 (i.V. 25) TEuro und die weiteren Mitglieder jeweils 15 (i.V. 15) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 1.228 (i.V. 1.227) TEuro.

Der Aufsichtsrat Herr Michael Tsifidaris besitzt 9.080.050 Aktien und Herr Uwe Grünewald besitzt 4.052.390 Aktien. Der Aufsichtsrat Herr Hans-Werner Hartmann besitzt keine Aktien.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

5.4.3 Ehemalige Vorstandsmitglieder und sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika König, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 99 (i.V. 96) TEuro.

5.5 Konzernabschluss

Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

5.6 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

5.7 Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018/2019 verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2019.

5.8 Ereignisse nach dem Stichtag

Nach dem Stichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

5.9 Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist die KPS AG gehalten, den Inhalt der ihr zugegangenen Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 oder 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der KPS AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen, über- oder unterschreiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Daher kann sich der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung entsprechend § 33 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde.

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Unterföhring, 20. Dezember 2019

Vorstand

Leonardo Musso

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (BRUTTODARSTELLUNG)

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POSITION ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in TEuro 01.10.2018 Zugänge Abgänge 30.09.2019
--- --- --- --- ---
I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.685 338 0 2.023
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.685 338 0 2.023
II.) SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 439 195 0 634
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 19 19 0
3. Anlagen im Bau 0 830 0 830
Sachanlagen 439 1.044 19 1.464
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 92.751 5.471 0 98.222
Finanzanlagen 92.751 5.471 0 98.222
Anlagevermögen gesamt 94.875 6.852 19 101.708

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POSITION AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN BUCHWERT
in TEuro 01.10.2018 Zugänge Abgänge 30.09.2019 30.09.2019 30.09.2018
--- --- --- --- --- --- ---
I.) IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 905 274 0 1.179 844 780
Immaterielle Vermögensgegenstände 905 274 0 1.179 844 780
II.) SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 265 63 0 327 307 175
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0 0 0 0 0
3. Anlagen im Bau 0 0 0 0 830 0
Sachanlagen 265 63 0 327 1.137 175
III.) FINANZANLAGEN
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 98.222 92.751
Finanzanlagen 0 0 0 0 98.222 92.751
Anlagevermögen gesamt 1.170 337 0 1.507 100.203 93.705

MELDUNGEN NACH § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Nach § 33 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen, mitzuteilen. Zum 30. September 2019 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 40 Abs. 1 WpHG veröffentlicht wurden (die entsprechenden Prozent- und Stimmrechtszahlen beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Gesamtzahl an Stimmrechten und können daher zwischenzeitlich überholt sein):

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Stimmrechtsanteile in Prozent (in absoluten Stimmrechten)
Meldepflichtiger Datum der Veröffentlichung nach § 40 WpHG Datum der Schwellenberührung Grund der Mitteilung § 33 WpHG 1 § 34 WpHG 2 § 38 WpHG 3
--- --- --- --- --- --- ---
Grünewald, Uwe 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 % 12,79 %
(4.349.143) - -
Müller, Dietmar 17.10.2017 12.10.2017 Unterschreiten der Schwellen von 20, 15 % 10,46 %
(3.912.486) - -
Musso, Leonardo 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 % 12,92 %
(4.395.299) - -
Tsifidaris, Michael 30.06.2017 28.06.2017 Unterschreiten der Schwelle von 25 % 24,27 %
(9.080.050) - -
Krämerkämper, Dr. Thomas 30.01.2018 25.01.2018 Unterschreiten der Schwelle von 3 % 1,06 %
(395.323) - -
Allianz SE 17.01.2018 21.12.2017 Freiwillige Konzernmitteilung aufgrund interner Umstrukturierung 6,68 %
- (2.500.000) -
Union Investment Privatfonds GmbH 18.09.2018 12.09.2018 Überschreiten der Schwelle von 3 % 4,3 % 0,39 %
- (1.610.374) (144.435)

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Meldepflichtiger Stimmrechtsanteile in Prozent

(in absoluten Stimmrechten)

§ 39 WpHG 4
Grünewald, Uwe 12,79 %
Müller, Dietmar 10,46 %
Musso, Leonardo 12,92 %
Tsifidaris, Michael 24,27 %
Krämerkämper, Dr. Thomas 1,06 %
Allianz SE 6,68 %
Union Investment Privatfonds GmbH 4,69 %

Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Bekanntmachungen der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen im Unternehmensregister.

1 Anteil der unmittelbar gehaltenen Stimmrechte

2 Anteil der zugerechneten Stimmrechte

3 Anteil der unmittelbar oder mittelbar gehaltenen Instrumente, die einen Erwerb von Aktien mit Stimmrechten ermöglichen

4 Zusammenrechnung der Stimmrechte und Instrumente

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Unterföhring, den 23. Januar 2020

Der Vorstand

ALTERNATIVE LEISTUNGSKENNZAHLEN DES KPS-KONZERNS

Der Lagebericht und der Abschluss des KPS-Konzerns werden nach den geltenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Zusätzlich zu den durch diese Standards geforderten Angaben und Kennzahlen veröffentlicht KPS alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM), die diesen Regulierungen nicht unterliegen und für die es keinen allgemein akzeptierten Berichtsstandard gibt. KPS ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Dies erfolgt durch bestimmte Anpassungen der nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellten Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnungspositionen. Die Anpassungen können dabei aus unterschiedlichen Berechnungs- und Bewertungsmethoden, uneinheitlichen Geschäftsaktivitäten sowie Sondereffekten resultieren, die sich auf die Aussagekraft dieser Positionen auswirken. Die so ermittelten alternativen Leistungskennzahlen gelten für alle Perioden und werden sowohl intern zur Steuerung des Geschäfts als auch extern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens durch Analysten, Investoren und Ratingagenturen eingesetzt. KPS ermittelt folgende APM:

Umsatzveränderung
EBIT
EBIT-Marge
EBITDA
EBIT (bereinigt)
Eigenkapitalquote
Cashflow
Operativer Cashflow
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Umsatzveränderung ist eine relative Kennzahl. Sie gibt die prozentuale Veränderung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr an.

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) steht für Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern und dient der Darstellung des operativen Ergebnisses eines Unternehmens ohne den Einfluss von Effekten aus international uneinheitlichen Besteuerungssystemen und unterschiedlichen Finanzierungsaktivitäten. Das EBIT wird wie folgt ermittelt:

Überleitungsrechnung EBIT

Ergebnis vor Ertragsteuern

+ / - Finanzergebnis (Finanzielle Erträge, finanzielle Aufwendungen)

\= EBIT

Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz.

Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird ermittelt auf Basis des EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Überleitungsrechnung EBITDA

EBIT

+ / - Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

\= EBITDA

Das EBIT (Bereinigt) zeigt die Entwicklung des operativen Ergebnisses ohne den Einfluss von Abschreibungen aus Mergers & Acquisitions-Vorgängen. Bei der Berechnung dieser Kennzahl wird das EBIT um diese Abschreibungen erhöht.

Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist.

(Eigenkapital/Gesamtkapital) x 100

Der Cashflow zeigt den Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode.

Der operative Cashflow zeigt den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit während einer Periode.

Operativer Cashflow

Jahresüberschuß

- nicht zahlungswirksame Erträge

+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen

\= operativer Cashflow

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt die Auszahlungen für den Erwerb von Anlagevermögen und die Einzahlungen aus der Veräußerung von Anlagevermögen während einer Periode.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigt, wie die Investitionen der Berichtsperiode finanziert wurden.

Cashflow aus Finanizerungstätigkeit

Eigenkapitalzuführungen

- Dividendenzahlungen

+ Zuführung durch Fremdkapitalgeber (z.B. Kredite)

- Tilgungszahlungen für Kredite

\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KPS AG, Unterföhring

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KPS AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KPS AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft. Die in den sonstigen Informationen genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nicht-prüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

Sachverhalt und Problemstellung
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

1. Im Jahresabschluss der KPS AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 98,2 Mio. ausgewiesen, die damit rd. 85% der Bilanzsumme repräsentieren. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Den Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gesellschaft. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung ist.

2. Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des Managements kritisch hinterfragt und dabei unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen und die Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten beurteilt.
Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Werthaltigkeitsprüfungen der einzelnen Gesellschaften bilden.
Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen sowie Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der vom Aufsichtsrat gebilligten Planung gestützt.
Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Werts haben können, haben wir uns mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern einschließlich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") beschäftigt und das Berechnungsschema der Gesellschaft nachvollzogen.
Ferner haben wir ergänzend für ausgewählte Gesellschaften eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können. Die Auswahl basierte auf qualitativen Aspekten und der Höhe der Überdeckung des jeweiligen Buchwerts durch den Nutzungswert. Wir haben festgestellt, dass die jeweiligen Gesellschaften und insgesamt die Buchwerte der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag durch die diskontierten künftigen Cashflows gedeckt sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in Textziffer "3. Erläuterungen zur Bilanz, 1. Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

Versicherung der gesetzlichen Vertreter,
Entsprechenserklärung in Abschnitt 7. des Lageberichts 2018/2019,
Erklärung zur Unternehmensführung in Abschnitte des Lageberichts 2018/2019
Nichtfinanzielle Erklärung in Abschnitte des Lageberichts 2018/2019.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte UnVollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. März 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. September 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 als Abschlussprüfer der KPS AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Joachim Weilandt.

München, den 23. Januar 2020

**Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, (Düsseldorf)**

Frank Stahl, Wirtschaftsprüfer

Joachim Weilandt, Wirtschaftsprüfer

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