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KPS AG

Annual Report Feb 21, 2017

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Annual Report

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KPS AG

Unterföhring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016

Lagebericht 2015/2016

I. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen

Weltkonjunktur expandiert langsamer

Die Weltwirtschaft expandierte 2016 nach Prognosen der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungseinrichtungen trotz einer Belebung im zweiten Halbjahr mit 2,3 % deutlich langsamer als noch im Vorjahr mit 2,7 %. Während sich in den Schwellenländern die wirtschaftliche Dynamik stabilisierte, trübte sich die Situation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf des ersten Halbjahres ein. Dabei stand eine nach wie vor sehr expansive Geld- und Finanzpolitik weiterhin strukturellen Hemmnissen und politischen Unsicherheiten aus globalen Spannungen gegenüber. In den USA, im Euroraum und in Japan sanken die Arbeitslosenquoten zwar leicht, gleichzeitig stieg die Beschäftigung aber stärker als die Produktion. In allen drei Wirtschaftsräumen war die Arbeitsproduktivität damit rückläufig. Demgegenüber hellten die Stabilisierung der Rohstoffpreise und die Festigung der Konjunktur in China die Aussichten in den Schwellenländern auf. Unter dem Einfluss der geringen Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und struktureller Probleme in den Schwellenländern wurde von Expertenseite jedoch erwartet, dass auch deren Wachstum im abgelaufenen Jahr nur moderat ausfiel.1

Ausgehend von einem im Winterhalbjahr 2015/2016 geringen Niveau nahm das konjunkturelle Tempo der Weltwirtschaft im zweiten Quartal zwar nur geringfügig zu, belebte sich aber im Sommer 2016. In den Vereinigten Staaten blieb die erwartete Erholung zunächst aus, ein Anziehen der Produktion zeichnete sich erst nach einem schwachen ersten Halbjahr ab. Der Indikator des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zur weltwirtschaftlichen Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, signalisierte für das dritte Quartal 2016 eine weiterhin geringe Dynamik.2 Für das vierte Quartal 2016 ist eine weitere Expansion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften -wenn auch mit geringerem Tempo - wahrscheinlich, die weiterhin vom privaten Konsum getragen wird.3

1 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

2 https://www.ifw-kiel.de/pub/kieler-konjunkturberichte/2016/kkb_21_2016-q3_welt_de.pdf

3 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

1.2 Entwicklung im Euroraum

Moderate Expansion im Euroraum

Nachdem die moderate Expansion des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone zu Beginn des Jahres maßgeblich vom privaten Konsum getragen wurde, ging die Ausweitung der Produktion im Jahresverlauf auf einen Anstieg der Ausfuhren zurück, vor allem in die USA und nach Japan. Für den Euroraum rechnen die Institute der Gemeinschaftsdiagnose mit einem Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 1,6 % im Jahr 2016, der sich auch im anhaltenden Rückgang der Erwerbslosenquote auf 10,1 % im Jahresdurchschnitt widerspiegelt. Infolge des Rückgangs bei den Energiepreisen zu Jahresbeginn wird die Inflation im Euroraum durchschnittlich bei niedrigen 0,2 % liegen.4

Nach der im ersten Halbjahr 2016 verhaltenen Konjunkturentwicklung im Euroraum wird auch für die zweite Jahreshälfte mit einem unveränderten Tempo gerechnet. Eine Fortsetzung der Erholung im Euroraum verspricht die anhaltend hohe Beschäftigungsdynamik. Die steigenden Einkommen der privaten Haushalte können den Konsum weiter begünstigen. Impulse erhält der Euroraum zudem von einer langsam zunehmenden Dynamik der Weltwirtschaft sowie den günstigen Finanzierungsbedingungen und einer weiterhin expansiven Finanzpolitik. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Entlastungen bei Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen. Zusätzliche Impulse durch eine Expansion der Staatsausgaben kommen vor allem aus Deutschland.5

4 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

5 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

1. 3 Entwicklung in Deutschland

Fortsetzung des moderaten Aufschwungs

Die deutsche Wirtschaft setzte mit einer stärkeren Auslastung der Gesamtkapazitäten im Jahr 2016 den moderaten Aufschwung fort. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im Vergleich zu 2015 voraussichtlich um insgesamt 1,9 %. Wachstumstreiber waren die Dienstleistungssektoren und die Bauwirtschaft mit einem kräftigen Beschäftigungsaufbau. Dabei wurde laut Gemeinschaftsdiagnose ungeachtet der Integration von Flüchtlingen sowie der Zuwanderung aus Staaten der Europäischen Union in den Arbeitsmarkt eine Erwerbslosenquote in Deutschland von 6,1 % im Jahresdurchschnitt erwartet. Der Arbeitsmarkt zeigte sich damit insgesamt in einer sehr guten Verfassung. Infolgedessen sowie der stabilen Lohnentwicklung und der niedrigen Preissteigerungsraten expandierte der private Konsum. Aber auch die Staatsausgaben nahmen mit der Zuwanderung von Flüchtlingen zu. Infolge des Ölpreisrückgangs zu Jahresbeginn wurde eine sehr niedrige Inflationsrate von 0,4 % prognostiziert.6

Insgesamt expandierte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2016 zwar noch kräftig, dennoch machte sich der Aufschwung im zweiten und dritten Quartal zunehmend langsamer bemerkbar. Lediglich die Dienstleistungsbranchen und das Baugewerbe konnten eine weiter anhaltende Expansion verzeichnen. Im vierten Quartal stieg die Produktion voraussichtlich wieder.7

6 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

7 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

1.4 Branchenspezifische Entwicklung

Digitale Transformation als Wachstumstreiber in der Consultingbranche

Der Umsatz der Consultingbranche in Deutschland stieg 2015 um 6,6 % auf den Rekordwert von 27,0 Mrd. Euro. Damit blickten die deutschen Unternehmensberater auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.8 Auch in das Jahr 2016 starteten die deutschen Consultants mit Optimismus: Nach der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) im dritten Quartal 2015 gaben rund drei Viertel der Marktteilnehmer eine positive Wachstumsprognose ab, nur 10 % der Consultants bewertete die eigene Geschäftsentwicklung skeptisch. Der BDU-Geschäftsklima-Index - eine Kombination aus aktueller Geschäftslage und Geschäftsaussichten - stieg mit 32,7 Punkten auf den höchsten Stand seit 2014. Als Wachstumstreiber der Consultingbranche gilt die digitale Transformation, durch die Geschäftsmodelle aller Unternehmen auf den Prüfstand gestellt werden. So entstehen auch im Beratungsmarkt neue Spezialisierungen. Dazu gehören die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen und die Bereitstellung entsprechender Lösungen, um aus Big Data auch die entsprechenden Informationen zu gewinnen. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern handelt es sich dabei um einen anhaltenden Veränderungsprozess im Consulting. Laut BDU erwarten 84 % der Unternehmensberater, dass sich die Leistungsportfolios, Geschäftsmodelle und Prozesse der Beratungsunternehmen durch die Digitalisierung in den kommenden Jahren stark verändern werden. Die Digitalisierung beschäftigt aber nicht nur die Kunden der Managementberatungsunternehmen. Auch die Beratungen sehen für sich selbst großes Potenzial, um die Effizienz und Replizierbarkeit durch Software-Tools sowie die Analysemöglichkeiten deutlich zu steigern. Mehr als drei Viertel der Managementberatungen betrachten Softwarelösungen und die entsprechenden Dienstleistungen als ein Wachstumsfeld mit zukünftig signifikantem Umsatzanteil.9

Nach drei Rückgängen in Folge verbesserte sich die Stimmung in der deutschen Consultingwirtschaft erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 wieder. In der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) für das dritte Quartal 2016 stieg der Index um 7,5 Zähler auf 28,0 Punkte an. Die aktuelle Geschäftslage bezeichneten 40 % der Unternehmensberater als gut, 44 % als zufriedenstellend. Am positivsten bewerteten IT-Beratungen die aktuelle Lage. Mit Blick auf die Branchen der Klienten sind besonders die Konsumgüterindustrie, das Verarbeitende Gewerbe sowie die TIMES-Branche (Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien, Entertainment und Sport) die Wachstumstreiber im Consulting. Für das Winterhalbjahr 2016/2017 erwarten 38 % der Consultingunternehmen eine weitere Verbesserung der Geschäftsaussichten, nur 6 % sind skeptisch gegenüber der Geschäftsentwicklung. Besonders optimistisch für die weitere Entwicklung sind die Strategie- und IT-Berater. Insbesondere aus der Konsumgüterindustrie, dem Fahrzeugbau sowie dem Maschinenbau wird mit einer Zunahme der Beratungsnachfrage gerechnet. Der BDU-Konjunkturindikator der Consultingbranche folgt mit dieser Entwicklung dem Anstieg des vom ifo-Institut erhobenen Konjunkturbarometers für die gesamtdeutsche Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex war im September 2016 stärker als erwartet angestiegen.10 Für 2016 wird eine Umsatzsteigerung von 7,5 % im Gesamtmarkt erwartet.11

8 http://www.bdu.de/media/174316/ergebnisse-marktstudie-unternehmensberatung-2016.pdf

9 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2016-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen

10 http://www.bdu.de/media/239348/geschaeftsklimabefragung_herbst2016.pdf

11 http://www.bdu.de/media/174316/ergebnisse-marktstudie-unternehmensberatung-2016.pdf

1.5 Marktstellung des KPS-Konzerns in der Branche

Nachdem in den vergangenen Jahren in Deutschland auch die heimischen Beratungsunternehmen eine immer wichtigere Rolle spielten, beeinflussen aktuell Digitalisierungsthemen die Sicht auf den Wettbewerb. So konnten die Tochtergesellschaften der großen multinationalen Managementberatungskonzerne 2016 wieder an Einfluss gewinnen und gehörten mit den ersten drei Plätzen zu den wichtigsten Wettbewerbern im nationalen Umfeld. Ursächlich für die Veränderung im abgelaufenen Jahr ist die Digitalisierung, da die internationalen Beratungen in diesem Bereich als besonders kompetent wahrgenommen werden. Über die Kommunikation von Digitalisierungsthemen wird Kompetenz demonstriert. Dabei konkurrieren die deutschen Top-10-Beratungen mit den sogenannten Big-4-Unternehmen im Wettbewerb.12

Die Top-10 der deutschen Managementberatungen erzielten 2015 einen Gesamtumsatz im In- und Ausland von 1,7 Mrd. Euro, eine Steigerung von 6,6 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses Ergebnis wurde mit rund 7.250 Mitarbeitern erreicht, das sind 5,7 % mehr als noch 2014. Der Umsatz mit Beratungsleistungen in Deutschland indes stieg als Ergebnis der wirtschaftlichen Gesamtlage sogar um 9,4 % auf 1,2 Mrd. Euro. So entwickelten sich die Geschäfte der Kundenunternehmen dynamisch und es wurde investiert. Zum anderen trieben die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Kundenunternehmen und ihre Geschäftsmodelle die Beratungsnachfrage. Die zehn führenden Managementberatungen mit Hauptsitz in Deutschland profitierten von diesen Rahmenbedingungen. Von den zehn Beratungsunternehmen wuchsen sieben, davon drei sogar um mehr als 15 %. Laut einer 2016 durchgeführten Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk zur Managementberatung in Deutschland gehört der KPS-Konzern zu den Top-5 der deutschen Beratungsunternehmen und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um einen weiteren Platz verbessert. Für 2016 wird insgesamt von einer weiter steigenden Dynamik der Umsatzentwicklung ausgegangen. Laut Lünendonk rechnen die Managementberatungen durch die erwartete Budgetentwicklung auf Kundenseite mit einer weiteren zweistelligen Steigerung ihrer Umsätze um mehr als 10,8 %. Besonders die Themen Big Data, Business Analytics und Industrie 4.0 werden als Umsatztreiber gesehen.13 14 Für den Beratungsmarkt selbst rechnen die Consultants in Deutschland 2016 lediglich mit einem Wachstum von 5,8 %. Das Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich wird somit über den Zugewinn von Marktanteilen der Wettbewerber erzielt. KPS gehörte 2015 mit 11,7 % auch zu den Top-5 der deutschen Beratungsgesellschaften, die ihre Mitarbeiterzahl um mehr als 10 % steigerten. 2016 hat die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern noch immer Priorität für die Beratungsunternehmen, die durchschnittlich Neueinstellungen in Höhe von 20 Prozent der aktuellen Gesamtmitarbeiterzahl planen.15 16 17

12 http://luenendonk.de/pressefeed/internationale-beratungsunternehmen-praegen-den-deutschen-consulting-markt

13 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2016-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen

14 http://luenendonk.de/pressefeed/neu-luenendonk-studie-2016-managementberatung-in-deutschland

15 http://luenendonk.de/pressefeed/neu-luenendonk-studie-2016-managementberatung-in-deutschland

16 http://luenendonk.de/pressefeed/internationale-beratungsunternehmen-praegen-den-deutschen-consulting-markt

17 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2016-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen

1.6 Wesentliche Geschäftsfelder / Methodenkompetenz

KPS berät seine Kunden in Strategie-, Prozess und Technologiefragen und implementiert ganzheitliche Lösungen mit Produkten der Softwarehersteller SAP, Hybris und Adobe.

KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer hohen Effizienz sowie Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab, dabei werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Unternehmenstransformationen werden spürbar beschleunigt, bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Umsetzungsqualität.

1.7 Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS ist eines der erfolgreichsten Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Mit einem Umsatzvolumen von rund 145 Mio. Euro nimmt KPS in Deutschland und einigen europäischen Ländern eine führende Marktposition ein. Der Ausbau der KPS zum führenden Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Veränderungen erfolgreich gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungsverhältnisses definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden in großem Maße profitieren. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie und bei Dienstleistungsunternehmen.

1.8 Beratungs- und Serviceportfolio

Die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle im Kontext innovativer IT-Technologien ist die Herausforderung im globalen Beratungsmarkt. Die Berater und Spezialisten der KPS kennen die globalen und technologischen Bedürfnisse. Als erfahrene Expertinnen und Experten mit tiefem Branchenwissen und langjähriger Umsetzungserfahrung unterstützen sie unsere Kunden bei der Einführung innovativer Systemlösungen auf den Softwareplattformen von SAP und Hybris.

Alles aus einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet unser Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren sich auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Damit unterscheiden sie sich signifikant von den klassischen Strategie- und Prozessberatern der Mitbewerber.

1.9 Investitions- und Finanzierungsbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt, die über den geplanten Geschäftsumfang hinausgingen. Unternehmenszukäufe wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 keine getätigt.

II. DARSTELLUNG DER LAGE DER KPS AG

1. Vermögenslage

Die Aktivseite der KPS-Bilanz ist im Wesentlichen durch den Wertansatz ihrer Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 66.258 (i.V. 64.603) TEuro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 17.484 (i.V. 18.459) TEuro geprägt.

Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist im Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen auf Konzernumlagen und konzerninternen Verrechnungen, wie z. B. Umsatzsteuern aufgrund bestehender Organschaftsverhältnisse und Ergebnisabführungen.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände von 243 TEuro im Vorjahr um 776 TEuro auf 1.019 TEuro ist in erster Linie auf den Geldtransit von 886 TEuro zurückzuführen. Diese Position entstand bei einem Übertrag von Geldmitteln durch zeitliche Differenzen bei den beteiligten Banken.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 67.979 TEuro im Vorjahr um 8.406 TEuro auf 76.385 TEuro am 30. September 2016.

Im Berichtszeitraum führte die KPS AG eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zur Ausgabe von sogenannten "Gratisaktien" durch. Mit Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 15. April 2016 und unter Zustimmung des Aufsichtsrats vom 29. Februar 2016 wurden 3.401.100 neue Aktien ausgegeben.

Im Zuge dieser Kapitalmaßnahme erhielten KPS-Aktionäre für zehn bestehende Aktien zusätzlich eine neue Aktie. Eine Einlage seitens der Aktionäre war dabei nicht zu leisten (Gratisaktien). Somit wurde mit der Umwandlung von Kapitalrücklagen das Grundkapital der Gesellschaft erhöht.

Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich mit der Kapitalmaßnahme von 34.011.000,00 Euro um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 Euro. Diese Maßnahme hatte keinen Einfluss auf die Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft, es fand lediglich eine Umschichtung innerhalb des Eigenkapitals statt. Um das für die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vorgesehene glatte Ausgabeverhältnis von 10:1 zu ermöglichen, war zuvor auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2015 das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung von sieben erworbenen eigenen Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro herabgesetzt worden. Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie blieb mit 1,00 Euro unverändert.

Der Bilanzgewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 19.520 TEuro um 8.406 TEuro auf 27.926 TEuro. Der Grund für die starke Erhöhung liegt darin, dass im Vorjahr ein Betrag von 4.000 Teuro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurde, im Geschäftsjahr jedoch nicht.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 78 % auf 82 %, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass nur ein Teil des Bilanzgewinns als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird und der andere Teil im Eigenkapital verbleibt.

Die Steuerrückstellungen betragen 996 TEuro und beinhalten laufenden Steueraufwand 2015/2016 für Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 2.725 (i.V. 1.668) TEuro und beruhen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich von 11.866 TEuro um 2.707 TEuro auf 9.159 TEuro. Sie stellen im Wesentlichen den Saldo aus Konzernumlagen und dem im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling dar.

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie auch im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten veränderten sich nur leicht und stiegen um 227 TEuro auf 3.850 TEuro (i.V. 3.623 TEuro). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Passivierung der 3. Earn-Out-Rate für 2015/2016 für den Erwerb der KPS digital GmbH (vormals: getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH), Dortmund, in Höhe von 1.555 TEuro (i.V. 1.750 TEuro), außerdem haben sich die Verbindlichkeiten aus Steuern um 440 TEuro erhöht.

2. Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiterhin hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität gelegt. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Um die Liquiditätsplanung und -steuerung zu optimieren, wurden im Laufe des Geschäftsjahres alle laufenden Bankkonten der inländischen Konzerngesellschaften in das Konzern-Cash-Pooling der KPS AG integriert.

Die KPS AG verfügt zum 30. September 2016 über Zahlungsmittel in Höhe von 8.049 (i.V. 2.856) TEuro. Zum Ende des Berichtsjahres bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (i.V. 0 TEuro). Im Vergleich zum 30. September 2015 hat sich die Nettoliquidität um 5.193 TEuro verbessert.

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Liquidität 01.10. 2.856 1.145
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 17.285 13.215
Investitionstätigkeit -1.924 -1.834
Kauf / Verkauf eigener Aktien 0 -181
Dividendenausschüttung -10.168 -9.489
Liquidität 30.09. 8.049 2.856

3. Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2015/2016 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Die bei der KPS AG angefallenen Kosten wurden im Wege von Konzernumlagen mit einem Risiko- und Gewinnaufschlag von 15 % den Tochterunternehmen belastet.

Demgemäß enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Konzernumlagen in Höhe von 9.788 (i.V. 7.067) TEuro.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.595 (i.V. 2.119) TEuro. Im Geschäftsjahr 2014/2015 waren bei der KPS AG 22 (i.V. 17) Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg der Personalkosten ist hauptsächlich durch den Personalaufbau bedingt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 135 (i.V. 129) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1.542 TEuro auf 5.965 TEuro. Darin enthalten sind im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen, wie Rechts- und Beratungskosten und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen für Hauptversammlungen, Aufsichtsratsvergütungen und Öffentlichkeitsarbeit sowie Betriebs- und Vertriebsaufwendungen, wie Miet- und Raumkosten, Reise- und Kfz-Kosten sowie Instandhaltungen und Wartungen betrieblicher Anlagen.

Die Beteiligungserträge im Gesamtbetrag von 3.700 (i.V.5.686) TEuro beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen eines Tochterunternehmens.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen setzen sich zusammen aus den Jahresergebnissen der Business Transformation GmbH sowie der KPS digital GmbH, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.487 TEuro und beträgt 20.439 (i.V. 21.926) TEuro. Der Hauptgrund für das verringerte Ergebnis sind die reduzierten Beteiligungserträge der KPS Services GmbH.

Die Zinserträge beruhen im Wesentlichen auf vertraglichen Vereinbarungen mit der KPS Business Transformation GmbH.

Unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung hat sich der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand von 1 .824 TEuro auf 1.867 TEuro erhöht.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015/2016 beläuft sich auf 18.572 TEuro gegenüber 20.102 TEuro in der Vorperiode und lag damit um TEuro 1.530 unter dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund für das verringerte Ergebnis sind, ebenso wie beim Ergebnis der gewöhlichen Geschäftstätigkeit, die reduzierten Beteiligungserträge der KPS Services GmbH.

Die Ergebnisentwicklung wird durch den Vorstand weiterhin als sehr positiv beurteilt. Die Geschäftsentwicklung des KPS-Konzerns verlief im Geschäftsjahr 2015/2016 sehr günstig, sowohl die Umsatzerlöse als auch der EBIT lagen auf Konzernebene über den geplanten Werten. In das Geschäftsjahr 2016/2017 ist KPS erfolgreich gestartet und konnte die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres fortsetzen. Vorstand und Management gehen nach heutiger Sachlage davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die prognostizierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ergebnis realisiert werden.

Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein.

4. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz und EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet.

Überblick über die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage des KPS-Konzerns:

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in Euro 2015/2016 2014/2015 restated
Konzernumsatz (Mio.) 144,9 122,9
EBITDA (Mio.) 23,3 19,6
EBIT (Mio.) 22,3 18,6
Konzernergebnis (Mio.) 19,3 18,0
Ergebnis je Aktie (Euro) 0,55 0,53
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Mio.) 12,6 6,5
Finanzschulden (Mio.) 0,0 0,0

Starke Kundennachfrage

KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer hohen Effizienz sowie Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab, dabei werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Unternehmenstransformationen werden spürbar beschleunigt, bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Umsetzungsqualität.

KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie und bei Dienstleistungsunternehmen.

Motivation der Mitarbeiter durch eine effektive und inspirierende Führungskultur

Wir betrachten Personalführung als eigenständige Aufgabe und erwarten von unseren Führungskräften, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden. Mit einer unternehmensweit gelebten Führungskultur wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter motiviert sind und beruflich vorankommen können.

Diese Führungskultur baut auf unseren Leitmotiven auf: bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld. Eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte ist jedoch auch die Gewinnung und Bindung von geeigneten Mitarbeitern auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt, der durch einen Mangel an hochqualifizierten Fachkräften geprägt ist.

III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Risikomanagementziele und -methoden

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation®-Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und gegenüber diesen rechtzeitig gegengesteuert werden.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, das kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiterentwickelt wird. Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand.

2. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der derzeitigen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte.

Rezessionsrisiken und protektionistische Tendenzen dominieren

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist in der Gemeinschaftsdiagnose der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute noch immer von Rezessionsrisiken geprägt. Demnach stimuliert beispielsweise die Fiskalpolitik in China zwar die Konjunktur, dadurch könnte jedoch langfristig das Risiko eines wirtschaftlichen Einbruchs steigen. Die Ausweitung der Geldmenge wiederum könnte dabei gerade in Sektoren sinkender Ertragskraft zu einer steigenden Verschuldung führen. Ein Zeichen für ein allgemeines Risiko ist laut den Experten auch die Entscheidung der britischen Bevölkerung, aus der EU auszutreten. So begünstigt die zunehmend negative Wahrnehmung der Globalisierung in verschiedenen Ländern protektionistische Tendenzen. Daraus resultierende politische Entscheidungen könnten das Wachstum der Weltwirtschaft bereits im Vorfeld bremsen. Die damit verbundenen Unsicherheiten über die zukünftigen institutionellen und politischen Rahmenbedingungen könnten die Investitionsneigung von Unternehmen spürbar senken.18

18 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Risiko durch Bankensektor und EU-Austritt im Euroraum

In der Europäischen Union könnte die Verunsicherung durch die Probleme in den Bankensektoren Italiens und Portugals sowie die Konflikte in Anrainerstaaten des östlichen Mittelmeers die Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen sinken lassen und infolgedessen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage bremsen. Die führenden deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute betrachten indes vor allem die Folgen des britischen EU-Austritts als Risiko. Unsicherheiten über die Dauer des Austrittsprozesses und den zukünftigen Zugang des Landes zum gemeinsamen Markt könnten in Großbritannien und in geringerem Maß auch in den übrigen Ländern der Europäischen Union eine andauernde Phase der Investitionszurückhaltung auslösen.19

19 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Deutschland weiterhin in moderatem Aufschwung

Die Risiken für die prognostizierte Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland resultieren laut Gemeinschaftsdiagnose hauptsächlich aus dem monetären und außenwirtschaftlichen Umfeld. Die deutsche Konjunktur könnte zwar stärker wachsen als angenommen, da die monetären Rahmenbedingungen aus Perspektive der Wirtschaft außerordentlich günstig sind. Dennoch steht auch die Bundesrepublik Deutschland dem Risiko gesellschaftlicher Strömungen gegenüber, die aus einer reduzierten weltwirtschaftlichen Integration resultieren können. So unterstellen die Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Entscheidung der britischen Bevölkerung für einen EU-Austritt die deutsche Konjunktur beeinträchtigen könnte. Dabei wird angenommen, dass die Unternehmen zwar nicht maßgeblich durch die Brexit-Entscheidung in ihrem Investitionsverhalten verunsichert werden. Sollten die Europäische Union und Großbritannien in den Austrittsverhandlungen mit Konfrontationen die wirtschaftlichen Beziehungen erheblich verschlechtern, würde die britische Wirtschaft stärker beeinträchtigt als bisher angenommen und insbesondere die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich nach Investitions- und Importgütern schwächen. Auch die deutschen Exporte sowie die daraus resultierende Investitionsnachfrage im Inland würden dann geringer ausfallen als prognostiziert. Die Entscheidung der britischen Bürger gilt laut Gemeinschaftsdiagnose als Ausdruck der mangelnden Teilhabe von Teilen der Bevölkerung an den gesamtwirtschaftlichen Vorteilen der Globalisierung. Die zunehmend negative Wahrnehmung der Globalisierung in verschiedenen Ländern und die daraus folgenden protektionistischen Tendenzen stellen in Verbindung mit entsprechenden politischen Entscheidungen ein Risiko für das Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft und damit auch Deutschlands dar.20

20 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

3. Branchenspezifische Entwicklung

KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu seinen Kunden und verfügt über hervorragende Referenzen.

Die fortschreitende digitale Transformation von Unternehmen erfordert innovative, agile und schnell umsetzbare Beratungsansätze, um Unternehmen bei der grundlegenden operationalen und kulturellen Neuausrichtung der Organisation strategisch, prozessual sowie auf der technologischen Ebene zu unterstützen. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz beginnend bei der klassischen Warenwirtschaft über das Onlinegeschäft bis zum digitalen Marketing sowie die Bereiche Mobile und Analytics (Big Data). KPS investierte bereits sehr früh in digitale Beratungsbereiche und ist heute als eine der wenigen Unternehmensberatungen in der Lage, ganzheitliche, unternehmensweite (End-to-End) digitale Prozessketten für die Unternehmenssteuerung in Echtzeit zu liefern und diese mittels standardisierter Software-Lösungen von beispielsweise SAP, SAP Hybris, Adobe oder Intershop zu implementieren.

Besonders durch die Herausforderungen der digitalen Transformation werden deutliche Wachstumsimpulse im Omnichannel, im B2B- aber auch im B2C-Bereich nicht nur im Handel, sondern auch im Dienstleistungs- und Industriebereich erwartet. Die Beschaffungsstrukturen in Unternehmen verändern sich und Entscheidungsträger finden sich nicht mehr nur im traditionellen IT-oder Finanzbereich, sondern Budgets wandern vermehrt in den Marketing- oder E-Commerce-Bereich der Unternehmen. Vertriebs- und Marketingaktivitäten, aber auch allgemein der Beratungsansatz, müssen auf diese zusätzlichen, neuen Ansprechpartner in den jeweiligen Branchen angepasst werden.

Projektzyklen werden durch die Geschwindigkeit der fortschreitenden Digitalisierung immer kürzer und daher legen Unternehmen bei der Auswahl des Beratungspartners auch zunehmend Gewicht auf dessen Kompetenzen und Fähigkeiten, Transformationsprojekte so begleiten zu können, dass durch entsprechende Change-Management-Impulse und -Maßnahmen auch die Mitarbeiter der einzelnen Fachabteilungen mitgenommen und im Change-Prozess begleitet werden. Nur so können Unternehmen einen schnellen Projekt-ROI erzielen und in hart umkämpften Märkten agil bleiben.

KPS hat deshalb im vergangenen Geschäftsjahr auch vermehrt in die Industrialisierung des Beratungsansatzes investiert: Strategisches Alignment, Prozesse, Change Management und die Implementierung von Standard-Technologien können nun noch schneller umgesetzt und innovative Geschäftsideen und Konzepte noch rascher realisiert werden.

Die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit nach erfolgreich abgeschlossenen Transformationsprojekten führen zum Abschluss langfristiger Verträge für Application Management Services und Support-Aktivitäten und tragen dadurch zur Umsatzgenerierung bei.

4. Dienstleistungs- und Absatzbereich

Mit der agilen KPS Rapid Transformation® -Projektmethode setzt KPS bewährte Technologie der Spitzenklasse in der Umsetzung von Projekten ein. Dabei verbinden die Berater von KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung, um durch die Realisierung von Synergiepotenzialen in den Beratungssegmenten optimale Transformationsprozesse zu erzielen. Das Einführungsrisiko wird so erheblich reduziert.

Die Planung und Umsetzung von Projekten ist größtenteils umfangreich und komplex. Zusätzliche Anforderungen von Kunden führen dann zu Änderungen im Projektaufbau oder -ablauf. Das bedeutet ein Risiko vor allem für Werkverträge mit Festpreisvereinbarungen. Projekte, die nach Arbeitszeit- und aufwand abgerechnet werden, stellen aus Sicht der KPS kein bestandsgefährdendes Risiko dar, da Änderungsanforderungen zu entsprechenden Anpassungen des Projektbudgets führen.

Durch die Komplexität der Projekte und Besonderheiten in den Branchen, in denen die Kunden der KPS tätig sind, kann es zu fachlichen und/oder qualitativen Problemen kommen, die von den zugeteilten Projektmitarbeitern nicht gelöst werden können. KPS beobachtet zunehmende Versuche von Mitbewerbern, das erfolgreiche Modell nachzubilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber KPS zu erzielen.

5. Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Durch die aktuelle Größe des KPS Konzerns mit einem kontinuierlich steigenden Jahreskonzernumsatz von nun rund 145 Mio. Euro in 2015/2016 und einer stabil wachsenden Beratungsmannschaft von gegenwärtig mehr als 400 Beschäftigen ist das Interesse von großen Unternehmen an den Beratungsleistungen von KPS weiter gewachsen. Die zunehmende Attraktivität von KPS steigert die Chancen, von Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

Aufgrund der Komplexität der Beratungsinitiativen und der Unternehmensgröße der Kunden kann die KPS gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Großprojekten bedienen. Der Ausfall (Zahlungsunfähigkeit) einer oder mehrerer dieser Großkunden birgt daher ein bestandsgefährdendes Risiko.

6. Sonstige operative Chancen und Risiken

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Konzernen und großen Mittelstandskunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte deutliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.

KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen SAP, Hybris und Adobe. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen. Umfangreiche Tests reduzieren jedoch diese Risiken erheblich. Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS noch relativ gering ist, werden die daraus resultierenden Risikopotenziale noch als gering eingestuft. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über entsprechende Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

7. Investitions- und Finanzierungsbereich

Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur in begrenztem Umfang. Dies gilt auch für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. Das Geschäftsmodell der KPS bringt es mit sich, dass relativ wenige, aber sehr umfangreiche Projekte gleichzeitig bearbeitet werden. Der Ausfall eines Kunden kann deshalb eine sehr negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation von KPS haben.

8. Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen sind für den KPS-Konzern aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro nicht erkennbar.

9. Steuerlicher Bereich

Es bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft rückgestellten Beträge.

10. Risiken aufgrund der Holdingfunktion

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochterunternehmen abhängig.

11. Sonstige wesentliche Ereignisse

In der abgelaufenen Berichtsperiode fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

12. Bestandsgefährdende Risiken

Der Vorstand des KPS Konzerns bewertet die Risiken zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als begrenzt, die Gesamtrisikolage ist beherrschbar. Gegenüber der Berichterstattung zum Jahresabschluss am 30. September 2015 hat sich keine grundlegende Änderung der Gesamtrisikolage ergeben. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder zusammen mit anderen Risiken zu einer signifikanten oder dauerhaften Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KPS führen könnten oder als bestandsgefährdend anzusehen wären. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind damit zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

IV. NACHTRAGSBERICHT

1. Berichtspflichtige Ereignisse

Nach Ablauf des Berichtszeitraums hat die KPS AG am 2. Dezember 2016 über ihre dänische Tochtergesellschaft KPS Consulting A/S einen Kaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Anteile an der Saphira Consulting A/S, Virum, Dänemark, unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion erfolgt mit Wirkung zum 5. Januar 2017. Die Saphira Consulting A/S ist ein hochqualifiziertes SAP-Beratungsunternehmen auf dem skandinavischen Markt und kann auf eine ausgezeichnete Referenzbasis verweisen. Durch den Erwerb baut die KPS-Gruppe ihre marktführende Stellung in Europa als Berater und Dienstleister für Transformationsprojekte im wachstumsstarken Feld der Digitalisierung weiter aus.

Darüber hinaus beantragte die KPS AG am 9. Dezember 2016 die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit Wirkung zum 23. Dezember 2016 wurde der Wechsel vom General Standard in den Prime Standard vollzogen. Durch die Erfüllung der höchsten Transparenzstandards steigt die Attraktivität der KPS-Aktie für institutionelle Investoren. Die KPS AG erfüllt mit der Zulassung zum Prime Standard eine Voraussetzung für eine mögliche Aufnahme der KPS-Aktie in einen Auswahlaktienindex der Deutschen Börse AG.

2. Veränderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit dem 30. September 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG erwarten.

3. Einschätzung des Vorstands zur aktuellen Entwicklung

Der KPS-Konzern konnte die für das Geschäftsjahr 2015/2016 vom Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele in vollem Umfang umsetzen bzw. übertreffen. Umsatz und vor allem das Ergebnis lagen deutlich über dem Vorjahr und auch über den Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2015/2016. KPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2016/2017 gestartet. Die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde in das aktuelle Geschäftsjahr mitgenommen. Vorstand und Management gehen nach heutiger Kenntnislage davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die prognostizierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ergebnis realisiert werden.

Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein.

V. VERGÜTUNGSBERICHT

1. Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Erfolgskennziffern im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für den Vorstand insgesamt 1.250 (Vorjahr: 680) TEuro, wobei der variable Anteil 48 % der Gesamtbezüge betrug. Der Grund für den Anstieg der Vergütung liegt darin, dass der Vorstand seit Dezember 2015 aus zwei Mitgliedern besteht. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt, ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt dazu vor. Dem Vorstand wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhält der Vorstand einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

2. Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 09. Mai 2008 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung in Höhe von TEuro 15, der Aufsichtsratsvorsitzende erhält TEuro 25. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2015/2016 betrugen die Aufsichtsratvergütungen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

VI. WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (BERICHT GEMÄSS §§ 289 ABSATZ 5, 315 ABSATZ 2 NR. 5 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling der KPS arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden.

Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essentielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt systembasiert mittels unseres SAP Finance & Controlling Systems eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich bzw. gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

VII. PROGNOSEBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft weiter mit geringerer Wachstumsdynamik

In den kommenden beiden Jahren rechnen die wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute zwar damit, dass die Weltwirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, doch ein kräftiger globaler Aufschwung ist demnach nicht zu erwarten. Für 2017 und 2018 rechnen die Experten der Gemeinschaftsdiagnose mit einem Wachstum von jeweils 2,7 %.Getragen werden soll die weltwirtschaftliche Expansion voraussichtlich weiterhin vom privaten Konsum. Die Beschäftigung in den USA, im Euroraum und in Japan soll weiter spürbar zunehmen. Mit einem geringen Produktivitätsfortschritt erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Löhne langsamer steigen. Zudem sollen die Kaufkraftgewinne durch wieder steigende Energiepreise aufgezehrt werden, sodass der private Konsum gebremst werden könnte. Die Finanzierungsbedingungen sollen voraussichtlich günstig bleiben. Die Investitionstätigkeit könnte indes durch einen eingetrübten Ausblick für Exporte in die Schwellenländer gebremst werden, die einen abflachenden Wachstumstrend verzeichnen. Dabei wird laut Gemeinschaftsdiagnose insbesondere die Unsicherheit über die zukünftigen institutionellen und regulatorischen Rahmenbedingungen die Investitionsneigung der Unternehmen hemmen. Eine Stabilisierung der Weltwirtschaft könnte indes einen Aufholeffekt nach der anhaltenden Investitionszurückhaltung auslösen. Eine Verbesserung der Absatzerwartungen von Unternehmen kann dementsprechend zu notwendigen Ersatzinvestitionen führen. Insgesamt ist die weltwirtschaftliche Dynamik nach Meinung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute weiterhin geringer als vor der Großen Rezession.21

21 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Fortsetzung der Erholung im Euroraum

Für den Euroraum wird laut Gemeinschaftsdiagnose in den Jahren 2017 und 2018 eine Verlangsamung des Wachstums auf jeweils 1,5 % erwartet. Die fortgesetzte Erholung der wirtschaftlichen Aktivität wird sich auch im anhaltenden Rückgang der Erwerbslosenquote widerspiegeln die bis 2018 voraussichtlich weiter auf 9,2 % sinken soll. Die Stabilisierung der Energiepreise soll zu einem Anstieg der Preissteigerungsrate von 1,2 % in 2017 und 1,5% in 2018 führen. Dagegen könnte die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, aus der Europäischen Union auszutreten, die Konjunktur im Euroraum zumindest kurzfristig abschwächen. Eine erhebliche Belastung des Euroraums durch die schwächere Entwicklung in Großbritannien sowie die Abwertung des britischen Pfundes wird nicht erwartet. Impulse für den Euroraum könnten von einer Verbesserung der weltwirtschaftlichen Bedingungen ausgehen. Zudem sollen die Finanzierungsbedingungen infolge der expansiven Finanzpolitik im Prognosezeitraum günstig bleiben. In diesem Umfeld dürften die Unternehmen an Zuversicht gewinnen und die Investitionen beschleunigt ausweiten.22

22 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Deutschland weiterhin in moderatem Aufschwung

Das Wachstum in Deutschland wird nach Meinung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute in 2017 aufgrund einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen als im Vorjahr nur noch 1,4 % betragen, bevor die Konjunktur 2018 wieder um 1,6% steigt. Infolge einer höheren Dynamik der Weltkonjunktur prognostizieren die Experten einen Anstieg der deutschen Exporte. Die Importe sollen aufgrund der sehr guten binnenwirtschaftlichen Entwicklungen kräftiger zunehmen. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind im Prognosezeitraum demnach zwar stärker ausgelastet als im langjährigen Durchschnitt, dennoch sind weniger die Unternehmensinvestitionen die Treiber des Aufschwungs, sondern weiterhin der Konsum der Privathaushalte, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau profitiert. Mit Blick auf eine leicht positive Produktionslücke soll die Investitionstätigkeit der Unternehmen wieder leicht steigen. Die Erwerbslosenquote in Deutschland wird, ungeachtet der Integration von Flüchtlingen sowie der Zuwanderung aus Staaten der Europäischen Union in den Arbeitsmarkt, in den kommenden beiden Jahren von den Experten bei jeweils 6,1 % erwartet. Aufgrund wieder steigender Ölpreise in 2017 soll die Preissteigerung im kommenden Jahr 1,4 % betragen. 2018 wird eine Inflation von 1,5 % erwartet. Die deutsche Wirtschaft könnte bei anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen auch kräftiger expandieren als angenommen. Die Entscheidung der britischen Bevölkerung für den Austritt aus der Europäischen Union, könnte die Konjunktur in der Bundesrepublik dagegen beeinträchtigen.23

23 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

2. Branchenspezifische Entwicklung

Marktwachstum durch Digitalisierung

Für die kommenden sechs Monate des Winterhalbjahres 2016/2017 erwarten 38 % der Unternehmensberatungen in Deutschland eine weitere Verbesserung der Geschäftsaussichten, lediglich 6 % rechnen mit einer ungünstigeren Entwicklung. Besonders optimistisch zeigen sich die IT-Berater nach der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) im dritten Quartal 2016. Eine steigende Nachfrage von Beratungsleistungen für das kommende Halbjahr erwarten die Consultants insbesondere aus der Konsumgüterindustrie, dem Fahrzeugbau sowie dem Maschinenbau.24 25 Die IT-Dienstleistungsbranche setzt ihren Aufschwung ebenfalls fort. Das Marktwachstum resultiert aus der Nachfrage der Kunden nach Unterstützung bei digitalen Transformationsprojekten. Besonders IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen mit einer Fokussierung auf das Projektgeschäft profitieren von dieser Entwicklung. Für 2017 erwarten die IT-Consultingunternehmen ein Umsatzwachstum von 13 %.26

24 http://www.bdu.de/media/160672/geschaeftsklimabefragung_herbst2015.pdf

25 http://www.bdu.de/media/174316/ergebnisse-marktstudie-unternehmensberatung-2016.pdf

26 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-listen-2016-digitale-revolution-treibt-it-markt-in-neue-hoehen

Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit

Die Digitalisierung verändert die Geschäftsmodelle und -abläufe von Unternehmen. In der Konsequenz stellt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater fest, dass die Wirtschaft in Deutschland ohne Ausrichtung oder Anpassung in weiten Teilen nicht zukunftsfähig im globalen Wettbewerb aufgestellt ist.27 Somit steigt auch die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen von Unternehmen in der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten. Die Fähigkeit, digitale Lösungen in die bestehenden IT-Systeme zu integrieren, spielt dabei eine herausragende Rolle. Mit Investitionen in die digitale Transformation beabsichtigen, laut Lünendonk-Studie 2016 zum Markt für IT-Beratung und IT-Service, 74 % der Unternehmen in Deutschland, die bestehenden IT-Systeme zu modernisieren und digitale Lösungen zu integrieren.28

27 http://www.bdu.de/media/239266/thinktank-plus-zukunftsfaehige-arbeitswelten-092016.pdf

28 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2016-investitionen-in-die-digitale-transformation

Integration entscheidend für Digitalisierungserfolg

Die steigende Anzahl von Digitalisierungsprojekten erfordert ausreichend Personal für die Umsetzung. Die Unternehmen sind hier jedoch mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert und rund die Hälfte der Kundenunternehmen können Projekte nicht ausreichend mit Fachpersonal besetzen. Gleichzeitig nimmt die Komplexität von Projekten zu und lässt die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen steigen. Aber auch die IT-Beratungen sind vom Fachkräftemangel betroffen. Für 87 % der IT-Dienstleistungsunternehmen ist die Rekrutierung von geeigneten Fachkräften eine Herausforderung, sodass rund ein Fünftel der offenen Stellen unbesetzt bleibt.29 Die Unternehmensberatungen erwarten nahezu einstimmig eine Zunahme der Virtualisierung der eigenen Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren. Durch die virtualisierten Beratungsleistungen könnte die eigene Wertschöpfungskette optimiert und neue Beratungssegmente erschlossen werden, was bedeuten würde, dass Know-how effektiver und ortsunabhängig in der Projektarbeit eingesetzt wird. Die Beratungen könnten damit die eigene Leistungsfähigkeit optimieren und sich im Wettbewerb differenzieren. Innovative Referenzprojekte stärken zudem die Reputation der Unternehmensberater als digitale Pioniere.30 Gerade bei umfassenden Transformationsprojekten bevorzugen die Kundenunternehmen einen integrierten Beratungs- und Transformationsansatz. Beratungen mit Kompetenz in Business Innovation und Transformation sind die bevorzugten Partner in der Digitalisierung.31 Der Grund hierfür ist, dass der digitale Wandel sowie veränderte Kundenbedürfnisse neben einem Umbau der bisherigen Geschäftsmodelle zudem zu neuen Anforderungen an die Strategieentwicklung und Umsetzung von Projekten führen. Die Integration von Innovationsmanagement, Fachberatung und IT-Transformation gilt als entscheidend für Digitalisierungserfolg. In Konsequenz der veränderten Anforderungen an Digitalisierungsprojekte richten die Unternehmen ihre Sourcing-Strategien und Modelle für die Zusammenarbeit mit externen Beratungs- und IT-Dienstleistern neu aus. Damit sind Beratungsunternehmen zunehmend gefordert, ihre Geschäftsmodelle weiter anzupassen.32 Während die Entwicklung und Einführung digitaler Geschäftsmodelle geprägt vom Fachkräftemangel voranschreitet, gewinnt auch die Rolle der Fachbereiche bei IT-Projekten weiter an Bedeutung. So stellt die Lünendonk-Studie 2016 zum Markt für IT-Beratung und IT-Service fest, dass in 85 % der untersuchten Großunternehmen und Konzernen die Verantwortung von Digitalisierungsprojekten in den Fachbereichen liegt. Im Ergebnis zeichnen die Fachabteilungen bereits für 39 % der Budgets verantwortlich und die Beratungsunternehmen realisieren ein Drittel des Umsatzes mit den Fachabteilungen der Kundenunternehmen. Dabei stellt wiederum für rund ein Drittel der Unternehmen die Auswahl eines passenden Beratungsunternehmens eine weitere Herausforderung dar.33

29 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2016-investitionen-in-die-digitale-transformation

30 http://www.bdu.de/media/227421/studie-virtualisierung-juli-2016.pdf

31 http://luenendonk.de/pressefeed/business-innovationtransformation-partner-auf-erfolgskurs

32 http://luenendonk.de/pressefeed/neu-luenendonk-studie-2016-business-innovationtransformation-partner-ein-dienstleistungskonzept-fuer-die-digitale-transformation

33 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2016-investitionen-in-die-digitale-transformation

3. Entwicklung KPS

Die Herausforderungen der Digitalisierung in der Gesellschaft und dadurch auch in der Wirtschaft, zwingen die Unternehmen altbewährte Geschäftsmodelle und Prozesse in Frage zu stellen. Die Gefahr, dass diese überholt werden, besteht zwar immer aber die Geschwindigkeit mit der sich neue Modelle etablieren hat erheblich zugenommen.

In diese Konstellation der Unsicherheit für die Zukunft sind Unternehmen verstärkt auf Berater angewiesen, die sie durch diese Transformationsprojekte unterstützen. Die KPS-Berater übernehmen hier eine Lotsenfunktion, um den Kunden die Chancen, aber auch die Gefahren der Digitalisierung zu verdeutlichen. Wie sich gezeigt hat, können Geschäftsmodelle und ganze Unternehmen innerhalb kürzester Zeit durch neue Wettbewerber "wegdigitalisiert" werden. Die größten Treiber der Veränderung sind Mobile, Big Data, Social Media und Cloud-Services. Diese sind gerade dabei, ganze Branchen umzukrempeln - zudem sind diese Entwicklungen immer mit hohen Investitionen verbunden. Teilweise ist auch nicht klar, wie ein Geschäftsmodell entwickelt werden kann, um hier die eine oder andere Geschäftsidee wirtschaftlich und nachhaltig zu realisieren. Auch hier können Beratungsunternehmen durch kreative Ideen und mit ihrem lösungsorientierten Vorgehen wertvoll unterstützen.

Nicht nur für die Beratungskunden selbst verändert sich der Markt. Auch die Consulting-Unternehmen müssen sich auf Veränderungen ihrer Branche einstellen. Zwar hat der Vorstand oder die Geschäftsführung immer noch sehr großen Einfluss auf die Entscheidung, welche Beratung den Zuschlag erhält, jedoch hat die Zahl der Ansprechpartner und der Entscheidungsträger deutlich zugenommen. Heutzutage spielt insbesondere die Fähigkeit die Implementationsdauer stark zu reduzieren eine zentrale Rolle bei der Wahl des richtigen Beratungspartners. In diesem Zusammenhang hat die KPS durch ihre innovative Rapid Transformation einen großen Vorteil gegenüber viele Wettbewerber.

Der allgegenwärtige und allumfassende Wandel ist nicht zu übersehen und bringt Veränderungen mit sich, die Markt, Mensch und Gesellschaft prägen. Die Digitalisierung, Innovationstreiber des 21. Jahrhunderts, umfasst verschiedenste Entwicklungen, die alle dieselbe Folge haben; die technologische und organisatorische Transformation von Unternehmen. Die Folgen daraus sind sowohl Veränderungen der Geschäftsmodelle, Unternehmenskonzepte und -strategien als auch eine Verhaltensmodifizierung der Kunden. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen und ihre Strategien und Prozesse auf die Digitalisierung vorbereiten.

KPS hat diese Marktentwicklung frühzeitig antizipiert und sich langfristig darauf eingerichtet.

Durch die vorbildliche Unternehmenskultur gelingt es zudem, hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für KPS zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Eine wesentliche Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2016/2017 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in unseren Fokusbranchen Handel und Konsumgüter zu festigen und international weiter auszubauen.

4. Wesentliche Geschäftsfelder

Kernsegment unserer Aktivitäten und Hauptumsatzträger bildet die Managementberatung. Unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten erzielen wir dabei im Segment Transformationsberatung und Prozessoptimierung.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2016/2017 gleichfalls weiter wachsen wird. Im Aufgabenschwerpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung auf SAP- und Hybris-Plattformen.

5. Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS hat im Geschäftsjahr 2015/2016 die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung entwickelten sich erfreulich gut über den Planwerten. Durch diese positive Unternehmensentwicklung konnten zuverlässige Faktoren für ein stabiles und langfristiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß den Prognosen für das Geschäftsjahr 2016/2017 entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmt die aktuelle Geschäftsentwicklung mit den Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen überein.

6. Investitions- und Finanzierungsbereich

Zur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung vorgesehen. Für unsere europaweite Expansion sind ebenfalls umfangreiche Investitionen geplant.

Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2016/2017 resultiert unter anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor allem auf dem exzellenten Beratungsportfolio für unsere Fokusbranchen, dem Handel und der Konsumgüterindustrie.

7. Entwicklung der KPS AG

Aufgrund der Darstellung in den vorgenannten Abschnitten, die sich auf unsere operative Konzernunternehmen beziehen, erwarten wir, dass sich aufgrund abgeschlossener Gewinnabführungsverträge und Gewinnausschüttungen unsere Beteiligungserträge entsprechend erhöhen werden.

Für den KPS-Konzern beurteilen Vorstand und Management die Lage insgesamt sehr positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir exzellent aufgestellt. Darüber hinaus verfügt die KPS über eine solide Finanzstruktur und Ertragslage. Zum Unternehmenserfolg werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeblich beitragen. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2016/2017 geht der Vorstand weiter von einem stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Verbesserung der Ergebnismargen liegt. Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2016/2017 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang gemäß unseren Erwartungen sehr zufriedenstellend entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 155 Mio. Euro sowie ein EBIT von 24,8 Mio. Euro des KPS-Konzerns.

Unsere Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

8. Sonstige wesentliche Ereignisse

Nach Ablauf des Berichtszeitraums hat die KPS AG am 2. Dezember 2016 über ihre dänische Tochtergesellschaft KPS Consulting A/S einen Kaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Anteile an der Saphira Consulting A/S, Virum, Dänemark, unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion erfolgt mit Wirkung zum 5. Januar 2017. Die Saphira Consulting A/S ist ein hochqualifiziertes SAP-Beratungsunternehmen auf dem skandinavischen Markt und kann auf eine ausgezeichnete Referenzbasis verweisen. Durch den Erwerb baut die KPS-Gruppe ihre marktführende Stellung in Europa als Berater und Dienstleister für Transformationsprojekte im wachstumsstarken Feld der Digitalisierung weiter aus.

Darüber hinaus beantragte die KPS AG am 9. Dezember 2016 die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit Wirkung zum 23. Dezember 2016 wurde der Wechsel vom General Standard in den Prime Standard vollzogen. Durch die Erfüllung der höchsten Transparenzstandards steigt die Attraktivität der KPS-Aktie für institutionelle Investoren. Die KPS AG erfüllt mit der Zulassung zum Prime Standard eine Voraussetzung für eine mögliche Aufnahme der KPS-Aktie in einen Auswahlaktienindex der Deutschen Börse AG.

VIII. BERICHT GEMÄSS § 289 ABS. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2016 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 37.412.100 Euro. Es ist eingeteilt in 37.412.100 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2015 wurde vom Vorstand beschlossen, sieben erworbene eigene Aktien unter Herabsetzung des Grundkapitals einzuziehen. Das Grundkapital reduziert sich durch die Einziehung von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro und verteilt sich insgesamt auf 34.011.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde das gezeichnete Kapital um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 Euro durch Umwandlung eines Betrages der anderen Gewinnrücklagen von 3.401.100,00 Euro erhöht. Die neuen Aktien stehen den Aktionären im Verhältnis 10:1 zu, sodass auf zehn bestehende Stückaktien eine neue Stückaktie entfällt. Die neuen Stückaktien sind ab dem 01. Oktober 2015 gewinnbezugsberechtigt. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich der Bestand der eigenen Anteile um 12.124 Aktien.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine eigenen Aktien erworben, es wurden keine eigenen Aktien veräußert. Der Gesamtbestand der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien zum Stichtag 30. September 2016 beträgt 133.365 (Vorjahr: 121.248) Stück. Bei allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten eingebunden.

2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald bestand bis zum 31. Dezember 2015 ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

3. Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2016 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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Stück In

%
Michael Tsifidaris 10.543.382 28,18 %
Dietmar Müller 9.316.884 24,90 %
Leonardo Musso 4.834.751 12,92 %
Uwe Grünewald 4.784.057 12,79 %

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2015/2016 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet.

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6. Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

7. Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789 Euro. Die Eintragung des genehmigten Kapitals 2014/I in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals am 28. Juli 2014.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück erworben und 518.910 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück veräußert. Zu dem Bestand vom 30. September 2015 in Höhe von 121.248 Stück wurden im Geschäftsjahr 2015/16 keine Anteile erworben. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden sieben eigene Aktien eingezogen, sodass der Gesamtbestand sich am Bilanzstichtag auf 121.241 Stück reduziert hat. Durch die von der Hauptversammlung am 15. April 2016 beschlossene Kapitalerhöhung hat sich der Bestand der eigenen Aktien um 12.124 Stück auf nunmehr 133.365 Stück erhöht. Die durch Kapitalerhöhung unentgeltlich erworbenen eigene Anteile von 12.124 Stückaktien werden nicht bilanziert, da es sich um Gratisaktien handelt.

8. Wesentliche Vereinbarungen und Entschädigungsvereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten die Vorstandsmitglieder bei Ausübung des vertraglich vereinbarten Sonderkündigungsrechts eine Abfindung in Höhe von 75% des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens. Den Vice Presidents wurde für diesen Fall ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Mit der Verkäuferseite der KPS digital GmbH (vormals: getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH) wurde vereinbart, dass in diesem Fall die Earn Out-Raten für alle Geschäftsjahre, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sind, in maximaler Höhe zu bezahlen sind.

IX. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289A HGB)

Relevante Unternehmensführungspraktiken

KPS richtet sein unternehmerisches Handeln an den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die die Leitmotive und Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln. Die Leitmotive des KPS-Konzerns sind bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie die Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes für unsere Mitarbeiter.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des KPS-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der KPS AG wird nach dem Handelsgesetzbuch (HGB erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäss den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- als auch des Einzelabschlusses der KPS AG.

Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand tritt gewöhnlich monatlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Projekt- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgen nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat haben aufgrund der geringen Anzahl der Mitglieder Ausschüsse gebildet.

Effizienzprüfung

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Festlegung nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in Führungspositionen.

Am 1. Mai 2015 ist das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft getreten, das für den Ausbau des Frauenanteils in den Führungsebenen neue Pflichten für den Aufsichtsrat und den Vorstand der KPS AG begründet hat. Nach Maßgabe des Gesetzes haben der Aufsichtsrat und der Vorstand die nachstehenden Zielsetzungen beschlossen:

Zielgröße für den Vorstand

Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die gesonderte Kompetenz und Qualifikation des Mitglieds. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Vorstand bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Vorstands mit zwei Personen einer Quote von 50%.

Zielgröße für den Aufsichtsrat

Auch bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat lässt sich der Aufsichtsrat der KPS AG ausschließlich von der zur Wahrnehmung der Aufgabe erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Kandidaten leiten. Weitere Eigenschaften wie z.B. das Geschlecht waren und sind auch hier ohne Bedeutung. Allerdings ist auch hier zu berücksichtigen, dass sich branchentypisch die Suche nach geeigneten Bewerbern als ohnehin sehr schwierig gestaltet, so dass der Frauenanteil insgesamt sehr gering ist. Hinzu kommt, dass der bestehende Aufsichtsrat der KPS AG, dem aktuell keine weiblichen Mitglieder angehören, über den Stichtag 30. Juni 2017 hinaus bestellt ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Aufsichtsrat bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören kann. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung allerdings den Ausblick verbunden, dass langfristig, d.h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Personen einer Quote von rd. 33%.

Zielgröße für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands

Auch der Vorstand der KPS AG lässt sich bei der Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands ausschließlich von der Kompetenz und Qualifikation des jeweiligen Bewerbers leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings auch hier festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung beträgt der Frauenanteil in dieser Führungsebene 0 %. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine Zielgröße von 9,5 % beschlossen, was dem Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entspricht. Der Vorstand hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands nach Möglichkeit auf 20 % erhöht werden soll.

X. ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE _GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2016 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen wird:

Ziffer 3.8 Abs. 3: Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Die Vereinbarung eines freiwilligen Selbstbehalts ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder geeignet noch erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Pflichten ordnungsgemäß wahrnehmen.

Ziffer 4.1.5: Der Vorstand begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen lässt sich der Vorstand ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und misst dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine primäre Entscheidungsrelevanz zu. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 4.2.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat berücksichtigt für die Frage, welche Vorstandsvergütung angemessen ist, nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch nicht in der zeitlichen Entwicklung. Der Aufsichtsrat legt dementsprechend für den Vergleich auch nicht fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen ist. Die entsprechende Empfehlung des Kodex erscheint wenig praktikabel und darüber hinaus auch nicht geeignet, um zu gewährleisten, dass die Vorstandsvergütung in jedem Fall angemessen ist.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2: Die variable Vergütung für den Vorstand trägt etwaig negativen Entwicklungen nicht in der Weise Rechnung, dass auch reale Verluste am Einkommen eintreten können. Dies erscheint in Anbetracht der Struktur der Vorstandsvergütung nicht erforderlich, um sicherzustellen, dass der Vorstand bei der Leitung des Unternehmens keine unangemessenen Risiken eingeht.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4: Die Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung vor. Eine solche Regelung zusätzlich zu den gesetzlich anwendbaren Bestimmungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandsverträge erscheint nicht erforderlich, um die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu wahren.

Ziffer 4.2.3 Abs. 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5: Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1: Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.1.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat hat keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen einem bestimmten Alter eines Vorstandsmitglieds und seiner Leistungsfähigkeit besteht.

Ziffer 5.3: In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1 Abs. 1 und Abs. 2: Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie der Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats konkrete Ziele für die Zusammensetzung zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 5: Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen. Die Empfehlung des Kodex begründet nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht unerhebliche rechtliche Risiken; ihr zu entsprechen liegt daher nicht im Interesse der Gesellschaft.

Ziffer 7.1.2: Die Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 120 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht. Der Zwischenbericht wird nicht binnen 45 Tagen, sondern binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

XI. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Unterföhring, den 12. Januar 2017

Der Vorstand

Dietmar Müller

Leonardo Musso

Bilanz & GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015/2016

Bilanz zum 30. September 2016 nach HGB

AKTIVA

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in TEuro 30.09.2016 30.09.2015
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274 244
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201 230
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 66.258 64.603
66.733 65.077
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.484 18.459
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.019 243
18.503 18.702
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.049 2.856
26.552 21.558
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 81 54
93.366 86.689
PASSIVA
in TEURo 30.09.2016 30.09.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 37.412 34.011
./. Nennbetrag eigene Anteile -121 -121
Ausgegebenes Kapital 37.291 33.890
II. Kapitalrücklage 10.569 10.569
III. Andere Gewinnrücklagen 599 4.000
IV. Bilanzgewinn 27.926 19.520
76.385 67.979
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellung 996 1.165
2. Sonstige Rückstellungen 2.725 1.668
3.721 2.833
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 251 388
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.159 11.866
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.850 3.623
13.260 15.877
93.366 86.689

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 nach HGB

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
1. Sonstige betriebliche Erträge 9.790 7.085
2. Personalaufwand -2.595 -2.119
a) Löhne und Gehälter -2.420 -1.983
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -175 -136
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -135 -129
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.965 -4.423
5. Erträge aus Beteiligungen 3.700 5.686
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.363 15.655
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 287 213
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6 -42
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.439 21.926
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.867 -1.824
11. Jahresüberschuss 18.572 20.102
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.354 3.418
13. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -4.000
14. Bilanzgewinn 27.926 19.520

Anhang 2015/2016

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die KPS AG ist eine am geregelten Markt börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Landkreis München, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Jahresabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die KPS AG übt die Holdingfunktionen für die KPS-Gruppe aus. Die operativen Beteiligungsunternehmen sind im Wesentlichen im Bereich Managementconsulting/Transformationsberatung, Systemintegration sowie dem Vertrieb von Hardware und Softwarelizenzen tätig.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, i.V.m. § 264 d HGB.

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet im darauf folgenden Jahr zum 30. September.

Der Jahresabschluss der KPS AG (im folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro.

KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2015/2016 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

Ab dem Berichtsjahr wird die Sofortabschreibung auf geringwertige Wirtschaftsgüter im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Das Vorjahr wurde nicht angepasst.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Anlagegüter zugrunde.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen, die dem nachfolgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Fremdkapital

Die gebildeten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 13,4%, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlagssatz von 5,5 % gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz von aktiven Überhängen aus latenten Steuern unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB.

Die Währungsumrechnung für Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt zum Bilanzstichtag entsprechend § 256 a HGB.

Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten worden.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 274 (i.V. 244) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen besteht in Höhe von 201 (i.V. 230) TEuro und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 66.258 (i.V. 64.603) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen:

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Beteiligung Sitz Anteil

in %
Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2016 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2016 (Vorjahr) Jahresergebnis 2015/2016 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH1.) Unterföhring 100 TEuro 500 500 11.856
(500) (500) (10.922)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 TEuro 6.300 7.932 2.000
(6.300) (9.633) (8.021)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 TEuro 26 38 1
(26) (37) (1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 TEuro 5.113 5.113 1.204
(5.113) (5.113) (1.283)
KPS Consulting AG5.) Zürich / Schweiz 100 TCHF 100 1.322 1.107
(100) (215) (97)
KPS Solutions GmbH Unterföhring 100 TEuro 80 -1.702 79
(80) (-1.780) (-217)
KPS digital GmbH4.) Dortmund 100 TEuro 25 2.554 3.507
(25) (2.554) (4.733)
KPS Consulting A/S Kopenhagen/ Dänemark 100 TDKK 500 7.386 7.038
(500) (348) (-91)
KPS B.V.2.) Amsterdam/ Niederlande 100 TEuro 100 362 262
(-) (-) (-)
KPS Consulting Inc.3.) Wilmington/ USA 100 TUSD 0 0 0
(-) (-) (-)

Umrechnungskurs CHF zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2016 betrug 1,0880. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,0914

Umrechnungskurs DKK zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2016 betrug 7,4513. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 7,4505

Umrechnungskurs USD zu EUR:

Der Stichtagskurs zum 30. September 2016 betrug 1,1165. Der Durchschnittskurs der Berichtsperiode betrug 1,1109

1.) Das Jahresergebnis 2015/2016 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt.

2.) Die KPS B.V., Amsterdam, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht, wurde am 30. Juni 2016 gegründet. Das Grundkapital in Höhe von 100.000 Euro ist vollständig eingezahlt.

3.) Die KPS Consulting Inc., Wilmington/USA, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht des Bundesstaates Delaware, wurde am 6. Juni 2016 gegründet. Das Grundkapital in Höhe von 1 USD wurde am 10. November 2016 eingezahlt. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 06. Juni bis 30.September 2016 hat die Gesellschaft keine dem Gesellschaftszweck entsprechende Beratung ausgeübt.

4.) Das Jahresergebnis 2015/2016 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt. Mit Beschluss vom 14. September 2016 wurde die getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH in KPS digital GmbH umfirmiert.

5.) Am 29. August 2016 wurde der bis dahin treuhänderisch vom Verwaltungsrat gehaltene Anteil von 1% an die KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten, die damit alle Anteile an der KPS Consulting AG hält.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 17.484 (i.V. 18.459) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen, vorgenommenen Ausschüttungen sowie Ansprüchen aus Ergebnisabführung.

Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen und debitorische Kreditoren. Forderungen mit vereinbarten Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden am Bilanzstichtag nicht.

3. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 8.049 (i.V. 2.856) TEuro und bestehen auf Kontokorrent- und Festgeldkonten.

4. Eigenkapital

4.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 37.412.100,00 (i.V. 34.011.007,00) Euro und verteilt sich insgesamt auf 37.412.100 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2015 wurde vom Vorstand beschlossen, sieben erworbene eigene Aktien unter Herabsetzung des Grundkapitals einzuziehen. Das Grundkapital reduziert sich durch die Einziehung von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro und verteilt sich insgesamt auf 34.011.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde das gezeichnete Kapital um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 Euro durch Umwandlung eines Betrages der anderen Gewinnrücklagen von 3.401.100,00 Euro erhöht. Die neuen Aktien stehen den Aktionären im Verhältnis 10:1 zu, sodass auf zehn bestehende Stückaktien eine neue Stückaktie entfällt. Die neuen Stückaktien sind ab dem 01. Oktober 2015 gewinnbezugsberechtigt. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Die von der Gesellschaft erworbenen und zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien sind mit ihrem Nennwert von 121.241,00 (i.V. 121.248) Euro offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden sieben eigene Aktien eingezogen. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich der Bestand der eigenen Anteile um 12.124 Aktien. Der Bestand zum Abschlussstichtag beträgt 133.365 Aktien.

4.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar-und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789,00 Euro.

Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/I in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals und die Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/I am 28. Juli 2014. Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/I ist im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht erfolgt.

4.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 10.569 TEuro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

In die Kapitalrücklage wurden die Differenzbeträge zwischen den Kurswerten der aus der Erhöhung des Grundkapitals ausgegebenen neuen Aktien sowie der abgegebenen eigenen Aktien und deren Nennwerten eingestellt.

4.4 Andere Gewinnrücklagen

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde ein Betrag von 3.401.100,00 aus der Gewinnrücklage in Grundkapital umgewandelt.

4.5 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück erworben und 518.910 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück veräußert. Zu dem Bestand vom 30. September 2015 in Höhe von 121.248 Stück wurden im Geschäftsjahr 2015/16 keine Anteile erworben. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden sieben eigene Aktien eingezogen, sodass der Gesamtbestand sich am Bilanzstichtag auf 121.241 Stück reduziert hat. Durch die von der Hauptversammlung am 15. April 2016 beschlossene Kapitalerhöhung hat sich der Bestand der eigenen Aktien um 12.124 Stück auf nunmehr 133.365 Stück erhöht. Die durch Kapitalerhöhung unentgeltlich erworbenen eigene Anteile von 12.124 Stückaktien werden nicht bilanziert, da es sich um Gratisaktien handelt.

4.6 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Stand 01.10. 19.520 13.052
Jahresüberschuss 18.573 20.102
andere Gewinnrücklagen 0 -4.000
Agio eigene Aktien 0 -145
Dividendenausschüttung -10.167 -9.489
Stand 30.09. 27.926 19.520

5. Rückstellungen

1. In den Steuerrückstellungen sind die voraussichtlichen Steuernachzahlungen für das Veranlagungsjahr 2016 mit 504 (i.V. 606) TEuro für Körperschaftssteuer und 492 (i.V. 559) TEuro für Gewerbesteuer enthalten. Bereits geleistete Vorauszahlungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt.

2. Die sonstigen Rückstellungen betragen 2.725 (i.V. 1.668) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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in TEuro Bezeichnung Stand 01.10.2015 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2016
Ausstehende Rechnungen 74 73 0 83 84
Abschlusskosten 29 29 0 37 37
Personalverpflichtungen 1.469 630 0 1.633 2.472
Sonstige 96 0 0 36 132
Gesamt 1.668 732 0 1.789 2.725

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche sowie vertraglich vereinbarte Ergebnisbeteiligungen an leitende Angestellte.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 9.159 (i.V. 11.866) TEuro und resultieren aus Transaktionen im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings sowie aus Kostenumlagen im Konzern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.290 (i.V. 1.852) TEuro, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 3 (i.V. 0) TEuro und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 1 (i.V. 3) TEuro enthalten. Weiterhin ist hierunter die weitere Kaufpreisverpflichtung für 2015/16 für den Beteiligungserwerb an der KPS digital GmbH (Vorjahr: getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH) in Höhe von 1.555 (i.V. 1.750) TEuro passiviert.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist zur Zahlung fällig.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Konzernumlagen in Höhe von 9.788 (i.V. 7.067) TEuro enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEuro 2 (i.V. 3) aus Währungskursdifferenzen enthalten.

Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 2.420 (i.V. 1.983) TEuro und soziale Aufwendungen in Höhe von 175 (i.V. 136) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr enthalten:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Rechts- und Beratungskosten 707 487
Fremdleistungen 946 771
Raumkosten 264 261
Leasingaufwendungen 552 434
Kapitalmarktkosten 207 207
KFZ-Kosten 96 75
Konzernumlagen 150 214
Werbung, Repräsentation 1.102 676
Reisekosten 285 258
Versicherungen 102 108
Sonstige Verwaltungs- und Vertriebskosten 1.554 932
5.965 4.423

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEuro 3 (i.V. 4) aus Währungskursdifferenzen enthalten.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Erträge aus Beteiligungen 3.700 5.686
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.363 15.655
Zinserträge 287 213
Zinsaufwendungen -6 -42
19.344 21.512

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Services GmbH. Die Erträge aus Gewinnabführung betreffen die KPS Business Transformation GmbH sowie der KPS digital GmbH, ehemals getit GmbH. Mit der KPS Business Transformation GmbH und mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 auch mit der KPS digital GmbH, ehemals getit GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

In den Zinserträgen sind Erträge in Höhe von 285 (i.V. 198) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von 2 (i.V. 0) TEuro von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen laufende Körperschaft- und Gewerbesteuern.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2015/2016 waren bei der KPS AG durchschnittlich 22 Mitarbeiter (i.V. 17) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 19 Mitarbeiter in der Verwaltung tätig.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt ihrer Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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in TEuro bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Kfz Leasing 1.053 895 0 1.948
Davon KPS Bussiness Transformation GmbH 590 513 0 1.102
Davon KPS Consulting GmbH & Co. KG 63 37 0 100
Davon KPS Services GmbH 288 275 0 562
Davon KPS Solutions GmbH 46 31 0 77
BGA Leasing 479 402 0 881
Miete 234 584 0 818
bedingter Restkaufpreis GETIT 1.750 0 0 1.750
3.516 1.881 0 5.397

3. Sonstige Haftungsverhältnisse

Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF (677 TEuro). Durch Kapitalmaßnahmen ist das Eigenkapital der Gesellschaft positiv, die Gesellschaft erwirtschaftet weiter positive Ergebnisse, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Die KPS Business Transformation GmbH, die KPS Consulting GmbH & Co. KG und die KPS Services GmbH haben jeweils eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 2.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben. Darüber hinaus besteht eine weitere Höchstbetragsbürgschaft der KPS Services GmbH in Höhe von 8.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kontokorrentverbindlichkeiten (Vorjahr: 0 TEuro).

4. Zusammensetzung der Organe

Vorstand der KPS AG

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald.

Herr Leonardo Musso, Managementberater, Berg.

Weitere Mitgliedschaften des Vorstands

Herr Dietmar Müller ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, und des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

Herr Leonardo Musso ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark. Außerdem übt Herr Musso die Funktion des CEO bei der KPS B.V., Niederlande und bei der KPS Inc., USA aus.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 betragen 1.250 (i.V. 680) TEuro.

Die Gesellschaft ist von den personenbezogenen Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 28. März 2014 befreit.

Mitglieder des Vorstands der KPS AG halten folgende Aktienanteile an der KPS AG:

Herr Dietmar Müller: 9.316.884 Aktien (Vorjahr: 8.469.895 Aktien)

Herr Leonardo Musso: 4.834.751 Aktien (Vorjahr: 4.395.229 Aktien)

Aufsichtsrat der KPS AG

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen:

Herrn Michael Tsifidaris, Vorsitz,

Managementberater, Hamburg,

Herrn Uwe Grünewald, stellv. Vors.

Managementberater, Leichlingen,

Herrn Hans-Werner Hartmann,

Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 25 (i.V. 25) TEuro und die weiteren Mitglieder jeweils 15 (i.V. 15) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 1.221 (i.V. 1.222) TEuro.

Der Aufsichtsrat Herr Michael Tsifidaris besitzt 9.584.894 Aktien und Herr Uwe Grünewald besitzt 4.349.143 Aktien. Der Aufsichtsrat Herr Hans-Werner Hartmann besitzt keine Aktien.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

Mit Herrn Hans-Werner Hartmann bestand im Berichtsjahr ein Beratervertrag.

Es entstanden Aufwendungen in Höhe von 0 (i.V. 21) TEuro.

Ehemalige Vorstandmitglieder und sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika König, Tochter von Herrn Uwe Grünewald, Aufsichtsrat, bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 86 (i.V. 86) TEuro.

Mit Herrn Markus Müller, Sohn von Herrn Dietmar Müller, Vorstand, bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 49 (i.V. 36) TEuro.

5. Konzernabschluss

Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

6. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015/2016 verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2016.

8. Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist die KPS AG gehalten, den Inhalt der ihr zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der KPS AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen, über- oder unterschreiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Daher kann sich der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung entsprechend § 21 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde.

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Unterföhring, 12. Januar 2017

Dietmar Müller, Vorstand

Leonardo Musso, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

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ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
POSITION

in TEuro
01.10.2015 Zugänge Abgänge 30.09.2016
--- --- --- --- ---
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 794 120 36 878
Immaterielle Vermögensgegenstände 794 120 36 878
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 427 37 101 363
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 48 18 66 0
Sachanlagen 475 55 167 363
III.) Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 64.603 1.655 0 66.258
Finanzanlagen 64.603 1.655 0 66.258
Anlagevermögen gesamt 65.872 1.830 203 67.499

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KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
POSITION

in TEuro
01.10.2015 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.09.2016
--- --- --- --- ---
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 550 89 35 604
Immaterielle Vermögensgegenstände 550 89 35 604
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 197 46 81 162
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 48 0 48 0
Sachanlagen 245 46 129 162
III.) Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 795 135 164 766

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BUCHWERT
POSITION

in TEuro
30.09.2016 30.09.2015
--- --- ---
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274 244
Immaterielle Vermögensgegenstände 274 244
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 201 230
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0
Sachanlagen 201 230
III.) Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 66.258 64.603
Finanzanlagen 66.258 64.603
Anlagevermögen gesamt 66.733 65.077

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Nach § 21 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen, mitzuteilen. Der Gesellschaft wurden folgende zum 30. September 2016 bestehende Beteiligungen mitgeteilt (die entsprechenden Prozent- und Stimmrechtszahlen beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Gesamtzahl an Stimmrechten und können daher zwischenzeitlich überholt sein):

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Meldepflichtiger Datum der Mitteilung Datum der Schwellenberührung Grund der Mitteilung
Grünewald Uwe 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 %
Müller Dietmar 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25 %
Musso Leonardo 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 %
Tsifidaris Michael 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30 %
Weiser Thomas, Prien 23.06.2014 Datum der Veröffentlichung gemäß § 26 Abs.1 WpHG --- ---
Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund 21.08.2016 04.08.2016 Überschreiten der Schwelle von 3 %
Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel 21.08.2016 04.08.2016 Überschreiten der Schwelle von 3 %

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Meldepflichtiger Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Grünewald Uwe 12,79 4.349.143 ---
Müller Dietmar 24,90 8.469.895 ---
Musso Leonardo 12,92 4.395.299 ---
Tsifidaris Michael 28,18 9.584.894 ---
Weiser Thomas, Prien 8,76 ---
Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund 4,08 1.387.386
Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel 4,08 1.387.386 4,08 % über Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH (§ 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KPS AG, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 16. Januar 2017

**Baker Tilly Roelfs AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stahl, Wirtschaftsprüfer

Weilandt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlagen für Überwachung und Beratung waren die Monatsberichte des Vorstands sowie regelmäßige persönliche und telefonische Besprechungen.

Grundsätzliche und regelmäßige Schwerpunktthemen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage, das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten. Zentraler Gegenstand waren auch die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung neuer Geschäftsbereiche.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015/2016 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2015/2016 neben verschiedenen informellen Treffen zu vier offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren in allen Sitzungen jeweils persönlich anwesend. Ferner gab es drei Telefonkonferenzen, an der alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. In den Sitzungen wurden jeweils der Verlauf der abgelaufenen Perioden und die aktuelle Geschäftssituation beleuchtet sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. In der Sitzung vom 02. Dezember 2015 wurde insbesondere die Planung für das Geschäftsjahr 2015/2016 der Gesellschaft geprüft. Analysiert wurde zudem die vorläufige Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres 2014/2015. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand der vorgelegten Unterlagen in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren, sodass am 29. Januar 2016 im Rahmen der folgenden Aufsichtsratssitzung der Jahresabschluss festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt wurden.

Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

Weitere Schwerpunkthemen des Aufsichtsrates im abgelaufenen Geschäftsjahr waren unter anderem die Belange und Struktur des Vorstandes. Darüber hinaus begleitet der Aufsichtsrat den Vorstand aktiv bei den strategischen Initiativen Internationalisierung und Industrialisierung.

Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Telefonkonferenz vom 30. Januar 2017 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance turnusmäßig thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu einer der Ausnahmen des Corporate Governance Kodex gehört, dass der Aufsichtsrat größenbedingt keine weiteren (Unter-)Ausschüsse bildet. In der genannten Sitzung wurden ebenfalls turnusgemäß die konzerninternen Compliance-Fragen thematisiert und geprüft.

Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.

In der Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016:

Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender

Herr Uwe Grünewald

Herr Hans-Werner Hartmann

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Herrn Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt.

Jahresabschluss: Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2015/2016 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer ausführlich berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eingehenden Prüfung und Diskussion mit den Wirtschaftsprüfern sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 30. Januar 2017 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurde dabei ebenfalls verabschiedet. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr erfolgreiches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender

KPS

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