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KPS AG

Annual Report Mar 30, 2016

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Annual Report

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KPS AG

Unterföhring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015

LAGEBERICHT 2014/2015

I. WIRTSCHAFTSBERICHT DER KPS AG

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2015 verlangsamt. Sie wird sich in den kommenden beiden Jahren zwar allmählich beleben, aber vorerst nur wenig Schwung entwickeln. Der Anstieg der Weltproduktion, gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten, wird sich von 3,1 % im Jahr 2015 auf 3,4 % bzw. 3,8 % in den Jahren 2016 und 2017 erhöhen. Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird sich in leicht verstärktem Tempo fortsetzen. Eine insgesamt weiter expansive Geldpolitik, allmählich anziehende Löhne und (zunächst noch) Anregungen vonseiten des Ölpreises fallen angesichts fortschreitender Entschuldungsprozesse im privaten Sektor zunehmend auf fruchtbaren Boden. Die Expansion in den Schwellenländern wird vorerst weiter durch niedrige Rohstoffpreise und strukturelle Probleme gedämpft, die Konjunktur in dieser Ländergruppe dürfte sich im Prognosezeitraum gleichwohl allmählich beleben. Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2015 abgeschwächt, zu einem Einbruch der Weltkonjunktur ist es aber nicht gekommen. Nachdem die Weltproduktion im zweiten Halbjahr 2014 etwas an Schwung gewonnen hatte, nahm sie in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Jahres mit Raten von jeweils 0,7 % verlangsamt zu. Damit hat sich die Zuwachsrate der Weltproduktion in den Sommermonaten auf niedrigem Niveau stabilisiert. Für das vierte Quartal 2015 signalisiert der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, einen ähnlichen Zuwachs der Produktion. Gleichwohl wird die globale Wertschöpfung im Jahr 2015 mit einer Rate von lediglich 3,1 % einen geringeren Zuwachs gegenüber 2014 mit 3,4 % aufweisen. (Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel)

1.2 Entwicklung im Euroraum

Die Wirtschaft im Euroraum gewinnt allmählich an Fahrt

Die Konjunktur im Euroraum hat im Verlauf des Jahres 2015 Tritt gefasst. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass sich die - allerdings nach wie vor moderate - Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2015 fortgesetzt hat. Der Aufschwung dürfte dabei an Breite gewinnen und zunehmend von der Binnenwirtschaft getragen werden. Die Konjunktur wird durch niedrige Zinsen und Ölpreise unterstützt, aber auch von dem nach wie vor vergleichsweise geringen Außenwert des Euro.

Alles in allem erwarten die Experten in der EU eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % im Jahr 2015. In den Jahren 2016 und 2017 dürfte sich die Expansion mit Raten von 1,7 % und 2,0 % noch etwas erhöhen. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich weiter verbessern, die Erwerbslosenquote sukzessive auf 9,9 % im Jahr 2017 sinken. Die Verbraucherpreisinflation dürfte zwar infolge der zuletzt wieder gesunkenen Energiepreise kurzzeitig nochmals in die Nähe von Null sinken, für die Jahre 2016 und 2017 rechnen Fachleute mit Preissteigerungsraten von 0,9 % und 1,8 %.

(Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel)

1.3 Entwicklung in Deutschland

Der Aufschwung in Deutschland setzt sich fort

Die deutsche Konjunktur gewinnt wieder an Fahrt. Nachdem sich der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion zuletzt etwas abgeschwächt hat, zeichnet sich für die kommenden Quartale ein merklich erhöhtes Expansionstempo ab. Zwar tendierte die Industrieproduktion in den vergangenen Monaten zur Schwäche, auch weil die Ausfuhren im dritten Quartal nahezu stagnierten.

Allerdings war die Zuversicht der Unternehmen zuletzt wieder deutlich aufwärtsgerichtet und signalisiert eine hohe konjunkturelle Dynamik. Dies gilt vor allem für die Unternehmen im Dienstleistungssektor, die ihre Lage so gut einschätzen wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr. Getragen wird der Aufschwung nach wie vor durch den privaten Konsum, dessen hohe Zuwächse sich aus den kräftigen realen Einkommensanstiegen der privaten Haushalte speisen. Hinzu kommt, dass die Ausfuhren, gestützt durch die Abwertung des Euro, wohl bald wieder an die hohen Zuwachsraten der ersten Jahreshälfte 2015 anknüpfen können und dass sich die allgemein sehr investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen mehr und mehr in ein höheres Expansionstempo bei den Anlageinvestitionen übersetzen werden.

Alles in allem rechnen Experten mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 % bzw. 2,3 % in den Jahren 2016 und 2017, nach einem Anstieg von 1,8 % im Jahr 2015.

(Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel)

1.4 Branchenspezifische Entwicklung

Optimistische Konjunkturentwicklung in der Consultingbranche

Den in der BDU-Geschäftsklima-Befragung für das letzte Quartal 2014 wieder erkennbaren Optimismus hinsichtlich der Konjunkturentwicklung der Consultingbranche untermauern auch die Teilnehmer der vergangenen BDU-Marktstudie. Für das Jahr 2015 erwarten die Unternehmensberater eine bessere Geschäftsentwicklung als noch in ihrer Einschätzung ein Jahr zuvor. Während die Prognose der Marktteilnehmer bei der Studienbefragung Anfang 2014 bei einem Plus von 5,5 % lag, ergibt sich nun für 2015 ein Marktwachstum von 7,4 %. Drei Viertel der Befragten gehen von einer Umsatzsteigerung aus. Die deutlich gestiegene Erwartungshaltung der deutschen Unternehmensberater binnen eines Jahres dürfte maßgeblich darauf zurückzuführen sein, dass die sich dynamisch entwickelnde Digitalisierung und der hiermit einhergehende Umbau von Industrie und Wirtschaft immer mehr zu einem Wachstumstreiber für die Unternehmensberatungsbranche entwickelt.

Die positive Zukunftseinschätzung wird sicherlich zusätzlich durch die vollen Auftragsbücher unterstützt, mit denen die deutsche Industrie ins Jahr gestartet ist. So lagen zum Beispiel nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Bestellungen im Dezember 2014 um 4,2 % höher als im Vormonat. Grund hierfür waren vor allem die deutlich gestiegenen Aufträge aus der Eurozone, die um 5,9 % zugelegt hatten. Insgesamt hat sich die Stimmung unter den Unternehmen der Eurozone wegen des niedrigeren Eurokurses und der zuletzt stark gefallenen Ölpreise im Januar leicht aufgehellt. Aus dem gesamten Ausland stiegen die Bestellungen um 4,8 %. In der Unternehmensberatungsbranche wird die positive Konjunkturaussicht für die eigene Geschäftsentwicklung von fast der gesamten Breite der Marktteilnehmer geteilt.

Besonders optimistisch zeigen sich die Unternehmensberatungen in der Umsatzklasse 2,5 bis 5 Mio. Euro Jahresumsatz. Hier ergibt sich aus den Befragungsergebnissen für die Marktstudie sogar ein prognostiziertes durchschnittliches Umsatzwachstum von knapp 10 %. Die großen Marktteilnehmer mit mehr als 45 Mio. Euro Umsatz äußern sich etwas vorsichtiger, gingen aber mit einer Prognose von 6,5 % plus (für das Geschäftsjahr 2014 waren es 4,4 %) ebenfalls optimistisch in das Geschäftsjahr 2015. Beim Blick auf den Gesamtmarkt fällt weiterhin auf, dass nur knapp jeder zehnte Marktteilnehmer mit einer negativen Wachstumsprognose in das Geschäftsjahr 2015 ging.

Die optimistische Zukunftserwartung der Consultants schlägt sich parallel auch bei den Recruitingplanungen nieder. Vor allem die großen Beratungen sahen für das Jahr 2015 zusätzliche Personaleinstellungen vor. Rund zwei Drittel planten einen Personalaufbau bei den Beratern, knapp drei Viertel wollten dies auch bei den Juniorberatern tun. Aber auch die mittelgroßen Unternehmensberatungen beabsichtigten, ihre Beraterteams aufzustocken. 55 % planten mit zusätzlichen Kapazitäten bei berufserfahrenen Beratern und 61 % bei jungen Nachwuchsberatern.

Bei den Beratungsfeldern erwarten die Befragungsteilnehmer kräftige Wachstumsimpulse in der IT-Beratung mit einem Plus von 7,9 % sowie in der Strategieberatung von 7,0 %. Bei Letzterer wird nach Einschätzung der Unternehmensberater die Nachfrage der Klienten nach Projektunterstützung vor allem bei Marketing und Vertriebsthemen (Prognose 2015: + 8,0 %), in der Beschaffung und im Lieferkettenmanagement (Prognose 2015: + 8,7 %) sowie im Changemanagement (Prognose 2015: + 8,5 %) liegen. Die besondere Umsatzerwartung für diese Beratungssegmente unterstreicht die Rolle der Digitalisierung als Wachstumstreiber für das Unternehmensberatergeschäft, da alle Themen eine ganz zentrale Bedeutung für die Transformation der Firmen hin zu Industrie 4.0 besitzen.

Viele Unternehmen werden parallel aber auch weiter ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und ihre Prozesse und Strukturen an die Zukunftsanforderungen anpassen. Das wird durch die Wachstumsprognose der befragten Consultants für das Beratungsfeld Organisations- und Prozessberatung (Wachstumsprognose 2015: + 7,4 %) deutlich.

Zahlreiche Beratungsprojekte sind davon gekennzeichnet, Kosten zu senken, Prozesse zu vereinheitlichen und zu standardisieren sowie die Produktpaletten zu optimieren. Aber es müssen auch neue Geschäftsmodelle gefunden werden, um den Rückgang im bisherigen Stammgeschäft mit Erträgen in neuen Segmenten aufzufangen.

(Quelle: BDU Studie, Facts & Figures zum Beratermarkt 2014/2015)

1.5 Marktstellung des KPS-Konzerns in der Branche

Obwohl seit Jahren auch in Deutschland die Tochtergesellschaften der großen multinationalen Managementberatungskonzerne führende Plätze im Markt einnehmen, spielen einige deutsche Managementberatungen eine immer wichtigere Rolle im Beratungsmarkt. Der KPS-Konzern liegt in einem von der Lünendonk GmbH im Juli 2015 veröffentlichten Ranking der zehn führenden deutschen Beratungsunternehmen auf Rang sechs (Quelle: Lünendonk®-Studie 2015 "Top 10 der deutschen Managementberatungen").

In Summe erzielten die Top 10 der deutschen Managementberatungen 1,1 Mrd. Euro Umsatz im In- und Ausland. Dieses Ergebnis wurde mit rund 7.100 Mitarbeitern erreicht. Deren Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,0 % im statistischen Mittel. "Die Beratungen hätten teilweise noch stärker wachsen können, allerdings geht der Fachkräftemangel auch nicht spurlos an den Beratungsunternehmen vorbei. Über 90 % der für die Lünendonk®-Studie befragten Beratungsunternehmen sehen in der Rekrutierung von geeigneten Fachkräften die größte Herausforderung für ein noch stärkeres Wachstum heute und in den kommenden Jahren.

(Quelle: Lünendonk Marktstudie 2015)

1.6 Wesentliche Geschäftsfelder / Methodenkompetenz

KPS berät seine Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementiert ganzheitliche Lösungen mit Produkten der Softwarehersteller SAP, Hybris und Adobe.

KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer hohen Effizienz sowie Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab, dabei werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Unternehmenstransformationen werden spürbar beschleunigt, bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Umsetzungsqualität.

1.7 Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS ist eines der erfolgreichsten Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Mit einem Umsatzvolumen von rund 123 Mio. Euro nimmt KPS in Deutschland und einigen europäischen Ländern eine führende Marktposition ein. Der Ausbau der KPS zum führenden Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Veränderungen erfolgreich gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungsverhältnisses definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden in großem Maße profitieren. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie und bei Dienstleistungsunternehmen.

1.8 Beratungs- und Serviceportfolio

Die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle im Kontext innovativer IT-Technologien ist die Herausforderung im globalen Beratungsmarkt. Die Berater und Spezialisten der KPS kennen die globalen und technologischen Bedürfnisse. Als erfahrene Expertinnen und Experten mit tiefem Branchenwissen und langjähriger Umsetzungserfahrung unterstützen sie unsere Kunden bei der Einführung innovativer Systemlösungen auf den Softwareplattformen von SAP und Hybris.

Alles in einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet unser Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Damit unterscheiden sie sich signifikant von den klassischen Strategie- und Prozessberatern der Mitbewerber.

1.9 Investitions- und Finanzierungsbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt, die über den geplanten Geschäftsumfang hinausgingen. Unternehmenszukäufe wurden keine getätigt.

II. DARSTELLUNG DER LAGE DER KPS AG NACH HGB

1. Vermögenslage

Die Aktivseite der KPS-Bilanz ist im Wesentlichen durch den Wertansatz ihrer Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 64.603 (i.V. 62.853) TEuro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 18.459 (i.V. 13.293) TEuro geprägt.

Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr.11 HGB ist im Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen auf Konzernumlagen und konzerninternen Verrechnungen wie z. B. Umsatzsteuern aufgrund bestehender Organschaftsverhältnisse und Ergebnisabführungen.

Die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände von 382 TEuro im Vorjahr um 139 TEuro auf 243 TEuro ist in erster Linie auf niedrigere Steuerforderungen gegenüber dem Finanzamt zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 57.547 TEuro im Vorjahr um 10.432 TEuro auf 67.979 TEuro am 30. September 2015.

Aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns der Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Zuführung eines Betrages in Höhe von 3.000 TEuro in die anderen Gewinnrücklagen erfolgt. Durch Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wurde im Rahmen der Jahresabschlusserstellung aus dem Jahresüberschuss ein weiterer Betrag in Höhe von 1.000 TEuro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Bilanzgewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 13.052 TEuro um 6.468 TEuro auf 19.520 TEuro.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 70 % auf 78 %.

Die Steuerrückstellungen betragen 1.165 TEuro und beinhalten laufenden Steueraufwand 2014/2015 für Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 1.668 (i.V. 1.108) TEuro und beruhen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich von 17.329 TEuro um 5.463 TEuro auf 11.866 TEuro. Sie ergeben sich als Saldo aus Konzernumlagen und dem im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (i.V. 4.000 TEuro).

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 1.807 TEuro auf 3.623 TEuro (i.V. 1.816 TEuro). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Passivierung der 2. Earn-Out-Rate für 2014/2015 für den Erwerb der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH, Dortmund, in Höhe von 1.750 TEuro (i.V. 971 TEuro), außerdem haben sich die Verbindlichkeiten aus Steuern um 1.011 TEuro erhöht.

2. Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiterhin hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität gelegt. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

Die KPS AG verfügt zum 30. September 2015 über Zahlungsmittel in Höhe von 2.856 (i.V. 5.145) TEuro. Zum Ende des Berichtsjahres bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (i.V. 4.000 TEuro). Im Vergleich zum 30. September 2014 hat sich die Nettoliquidität um 1.711 TEuro verbessert.

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in TEURo 2014/2015 2013/2014
Liquidität 01.10. 1.145 7.532
Mittelzufluß aus laufender Geschäftstätigkeit 13.215 11.960
Investitionstätigkeit -1.834 -10.858
Kauf / Verkauf eigener Aktien -181 -323
Dividendenausschüttung -9.489 -7.166
Liquidität 30.09. 2.856 1.145

3. Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2014/2015 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Die bei der KPS AG angefallenen Kosten wurden im Wege von Konzernumlagen mit einem Risiko- und Gewinnaufschlag von 15 % den Tochterunternehmen belastet.

Demgemäß enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Konzernumlagen in Höhe von 7.067 (i.V. 6.560) TEuro. Außerdem sind darin Erträge aus betrieblichen Nebenleistungen mit 18 (i.V. 1) TEuro enthalten.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.119 (i.V. 2.287) TEuro. Im Geschäftsjahr 2014/2015 waren bei der KPS AG 17 (i.V. 17) Mitarbeiter beschäftigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 129 (i.V. 128) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Verwaltungsaufwendungen, wie Rechts- und Beratungskosten und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen für Hauptversammlungen, Aufsichtsratsvergütungen und Öffentlichkeitsarbeit sowie Betriebs- und Vertriebsaufwendungen, wie Miet- und Raumkosten, Reise- und Kfz-Kosten sowie Instandhaltungen und Wartungen betrieblicher Anlagen.

Die Beteiligungserträge im Gesamtbetrag von 5.686 (i.V. 2.405) TEuro beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen von zwei Tochterunternehmen. Darin enthalten sind Vorabausschüttungen für das Geschäftsjahr 2014/2015 in Höhe von 4.689 TEuro.

Die Jahresergebnisse der KPS Business Transformation GmbH sowie der getit GmbH wurden aufgrund bestehender Gewinnabführungsverträge abgeführt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10.504 TEuro und beträgt 21.926 (i.V. 11.422) TEuro.

Die Zinserträge beruhen im Wesentlichen auf vertraglichen Vereinbarungen mit der KPS Business Transformation GmbH. Unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung hat sich der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand von 884 TEuro auf 1.824 TEuro erhöht.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2014/2015 beläuft sich auf 20.102 TEuro gegenüber 10.538 TEuro in der Vorperiode.

III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Risikomanagementziele und -methoden der KPS AG

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation® Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und gegenüber diesen rechtzeitig gegengesteuert werden. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, welches kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiter entwickelt wird.

Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt.

2. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Uberblick zu bekommen.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte.

3. Markchancen und -risiken

KPS verfügt über eine solide Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland vertrauen wesentliche Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche Beratungsportfolio der KPS liefert die Basis für ein attraktives Offering-Potential. Aufgrund der sehr hohen Kundenzufriedenheit bei laufenden und einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Transformationsprojekte tragen Application-Managed-Services und Support-Aktivitäten vermehrt zur Umsatzgenerierung bei.

Für die digitale Wirtschaft werden vor allem bei den Themen E-Commerce und Omnichannel deutliche Wachstumsimpulse erwartet.

Für die Beratungen selbst steigt hierdurch der Aufwand, die richtigen Entscheidungsträger ausfindig zu machen. Für die Beratungsunternehmen ist es daher sehr wichtig, die Beschaffungsstrukturen der Kunden sowie deren Kriterien für die Auswahl zu kennen, um bei relevanten Ausschreibungen angesprochen zu werden.

Früher wurden Projekte rudimentär ausgeschrieben und dann an eine bekannte Beratung vergeben. Heute werden die Anforderungen überwiegend sehr klar definiert und der Auswahlprozess findet bei den großen Kundenunternehmen sehr strukturiert statt. Neben den etablierten Beratungen werden dabei auch immer wieder "Challenger" eingeladen, um auch kleinen Unternehmen Chancen einzuräumen.

In Summe kann festgestellt werden, dass sich die Kunden sehr stark professionalisiert haben und die Beratungen dies nun auch spüren. Neben der Professionalisierung werden aber ebenso die IT-Kompetenz und die Fähigkeit, Transformationsprojekte so zu begleiten, dass auch die Mitarbeiter mitgenommen werden, immer wichtiger.

Die Zyklen, in denen sich Veränderungen im Hinblick auf das Geschäftsmodell, die verwendete Technologie oder die Arbeitsweise zeigen, sind durch die Digitalisierung kürzer geworden. Die Mitarbeiter zu befähigen, mit diesen Veränderungen umzugehen, ist eine wichtige Aufgabe für Beratungsunternehmen in den kommenden Jahren.

4. Wettbewerbsrisiken

Mit der agilen KPS Rapid-Transformation® Projektmethode setzt KPS bewährte Spitzentechnologie für die Projektumsetzung ein. Dabei wird die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung optimal kombiniert und das Einführungsrisiko wird erheblich reduziert.

Wir beobachten im Markt verstärkt Tendenzen, dass Mitbewerber versuchen, unser erfolgreiches Modell nachzubilden. Wir können nicht ausschließen, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen.

5. Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Bei der aktuellen Unternehmensgröße, einem Jahresumsatz von über 120 Mio. Euro und einer stabilen Beratungsmannschaft von mehr als 370 Beschäftigen hat sich das Interesse an der KPS für große Unternehmen noch weiter verbessert. Damit steigert KPS ihre Attraktivität, bei Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

6. Sonstige operative Chancen und Risiken

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Konzernen und großen Mittelstandskunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte deutliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen SAP, Hybris und IBM. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS noch relativ gering ist, werden die daraus resultierenden Risikopotenziale noch als gering eingestuft. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über entsprechende Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

7. Kreditausfallrisiko

Ein Kreditrisiko / Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung.

8. Risiken aufgrund der Holdingfunktion

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Beteiligungen abhängig.

9. Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen sind für den KPS-Konzern aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro nicht erkennbar.

10. Steuerlicher Bereich

Es bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft rückgestellten Beträge.

11. Bestandsgefährdende Risiken

Risiken, die den Fortbestand der KPS AG gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine erkennbar.

IV. NACHTRAGSBERICHT

1. Berichtspflichtige Ereignisse

Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild der Lage der KPS AG beeinflussen.

2. Veränderungen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG erwarten.

3. Einschätzung des Vorstands zur aktuellen Entwicklung

Die KPS konnte die für das Geschäftsjahr 2014/2015 vom Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele in vollem Umfang umsetzen bzw. übertreffen. Umsatz und vor allem das Ergebnis lagen deutlich über dem Vorjahr und auch über den Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/2015. KPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2015/2016 gestartet. Die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde in das aktuelle Geschäftsjahr mitgenommen. Vorstand und Management gehen nach heutiger Kenntnislage davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die prognostizierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ergebnis realisiert werden.

Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein.

V. VERGÜTUNGSBERICHT

1. Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Erfolgskennziffern im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für den Vorstand insgesamt 680 (i.V. 801) TEuro, wobei der variable Anteil 53 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt, ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt dazu vor. Dem Vorstand wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhält der Vorstand einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

2. Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6fache dieses Betrags. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf insgesamt 55 (i.V. 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2014/2015 betrugen die Aufsichtsratvergütungen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (i.V. 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (i.V. 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (i.V. 15) TEuro.

VI. WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (BERICHT GEMÄSS §§ 289 ABSATZ 5, 315 ABSATZ 2 NR. 5 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling der KPS arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden.

Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essentielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt systembasiert mittels unseres SAP Finance & Controlling Systems eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich bzw. gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

VII. PROGNOSEBERICHT

1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

1.1 Weltwirtschaftliche Dynamik bleibt vorerst mäßig

Der Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,1 % im Jahr 2015 auf 3,4 % bzw. 3,8 % in den Jahren 2016 und 2017 erhöhen. Bei diesem Expansionstempo dürfte die Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten im Durchschnitt der kommenden beiden Jahre kaum zulegen. Der Welthandel dürfte 2015 mit einer Rate von rund 2 % nur sehr schwach zugenommen haben, was vor allem durch eine rückläufige Handelsintensität der Produktion in den Schwellenländern begründet ist. Für 2016 und 2017 erwarten Experten eine moderate Beschleunigung auf 3 bzw. 4,5 %, dies unterstellt, dass sich die zuletzt ungewöhnlich niedrige Elastizität des Welthandels bezüglich der globalen Produktion allmählich wieder den in der Vergangenheit beobachteten Werten annähert.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verstärkt sich die konjunkturelle Expansion in diesem und im nächsten Jahr allmählich. Eine insgesamt weiterhin expansive Geldpolitik und Anregungen vonseiten des Ölpreises begünstigen die Konjunktur auch noch im Jahr 2016 und fallen angesichts fortschreitender Entschuldungsprozesse im privaten Sektor zunehmend auf fruchtbaren Boden. Zudem verlieren bremsende Einflüsse von der Finanzpolitik in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften an Gewicht. Für die Ländergruppe insgesamt wird mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,5 % in diesem und im nächsten Jahr, nach 2,1 % im Jahr 2015, gerechnet.

Für die Vereinigten Staaten rechnen Fachleute mit einem Produktionsanstieg um 2,8 % in 2016 und 3 % in 2017, nach einer Zunahme um 2,5 % im Jahr 2015. Vor allem die Unternehmensinvestitionen werden angesichts besserer Absatzaussichten im In- und Ausland wieder an Fahrt gewinnen, zumal der dämpfende Effekt vom Rückgang der Investitionen in der Ölindustrie allmählich auslaufen dürfte. Die privaten Konsumausgaben bleiben voraussichtlich deutlich aufwärtsgerichtet. Zwar wird der Verbraucherpreisanstieg nicht mehr durch sinkende Ölpreise gedämpft, doch werden die Realeinkommen mit der stetigen Besserung am Arbeitsmarkt, die sich nach und nach auch in einer höheren Lohndynamik niederschlagen wird, weiter deutlich zunehmen.

(Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel)

1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland entwickeln sich positiv

Positives Klima bei den Investitionen erwartet

Die Entwicklung der Inlandsumsätze der von Lünendonk in jedem Jahr untersuchten 100 in Deutschland führenden IT-Beratungs- und IT-Serviceunternehmen zeigen einen Anstieg der Umsätze für Deutschland um 3,9 %. Während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 um 1,7 % gestiegen ist, haben die Unternehmen ihre Investitionen in die digitale Transformation demnach deutlich stärker erhöht. Ebenfalls wird erkennbar, dass der Anteil der Informationstechnologie (IT) an der Wertschöpfung der Unternehmen stetig wächst. Dies spiegelt sich in einem höheren Anteil von Informationstechnologie an den Produkten und Dienstleistungen wider sowie in einer stark erhöhten Automatisierung von Geschäftsprozessen.

Das Umsatzwachstum der führenden IT-Dienstleistungsunternehmen von 3,9 % deckt sich folglich mit den Investitionen der großen Kundenunternehmen für ihre digitale Transformation. Dabei fallen IT-Investitionen in zwei wesentlichen Bereichen an. Einerseits modernisieren CIOs derzeit ihre IT-Prozesse und Anwendungen und kümmern sich um wichtige Themen wie IT-Sicherheit und eine Justierung der Sourcingstrategien, um den Fachbereichen mehr Innovationen, Flexibilität und Agilität zu ermöglichen.

Andererseits implementieren CIOs derzeit in hohem Maße digitale Lösungen wie Webshops, Omnichannel-Strategien oder Big-Data-Konzepte in die IT-Systeme. Dieser Anstieg der Integrationsprojekte führt zu massiven Anpassungen der IT-Prozesse sowie der Datenebene. Der Bedarf an Ressourcen für die Software- und Systemintegration wird auch in den kommenden Jahren enorm ansteigen.

(Quelle: Lünendonk Marktstudie)

Hoher Digitalisierungsgrad angestrebt

Aus der ansteigenden Bedeutung der Digitalisierung für den Unternehmenserfolg ergibt sich in der Konsequenz ein höherer Digitalisierungsgrad. Der Grad der Digitalisierung ist in den meisten Unternehmen aktuell allerdings mittelmäßig. In den nächsten zwei Jahren soll die digitale Transformation laut den Planungen der untersuchten Unternehmen aber bereits so weit fortgeschritten sein, dass ein deutlich höherer Digitalisierungsgrad erreicht ist. Dieser geplante Anstieg führt voraussichtlich zu Veränderungs- und Anpassungsprojekten an den Geschäfts- und IT-Prozessen.

Digitale Transformation bedeutet aber nicht nur, in moderne Technologien zu investieren, sondern vor allem, die Unternehmensprozesse auf die Anwendung moderner digitaler Technologien hin anzupassen. Trotz großer Effizienzfortschritte kämpfen CIOs aber noch immer mit IT-Altlasten, sei es mit historisch etablierter lT-Software sowie mit unterschiedlichen Release-Ständen von Applikationen, sei es mit Rechenzentren, die hinter der Geschwindigkeit der IT-Entwicklungen und den Anforderungen der Fachbereiche an IT-Unterstützung zurückbleiben. CIOs werden die Herausforderung bewältigen müssen, gleichzeitig die Anforderungen der Fachbereiche flexibel und agil umzusetzen sowie die IT-Prozesse zu modernisieren, um digitalen Strategien überhaupt eine technologische Grundlage zu geben.

Parallel dazu haben die Fachbereiche den Druck, mit Innovationen auf sich verändernde Wettbewerbsbedingungen zu reagieren. Die Ergebnisse der Lünendonk®-Studie "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland" verdeutlichen dieses Spannungsfeld: In den kommenden zwei Jahren wird weiterhin für die Modernisierung von Altsoftware der größte Ausgabenblock einkalkuliert, gefolgt von dem für die Standardisierung und Konsolidierung der IT-Landschaft. Den drittgrößten Budgetanteil nimmt die IT-Security ein, ein klassisches Querschnittsthema, das alle Digitalisierungsprojekte streift. Es folgen mit Business Analytics, Cloud und Big Data drei IT-Themen, mit denen Fachbereiche Innovationen in Prozessen, Produkten und Services einführen.

(Quelle: Lünendonk Marktstudie)

Branchenspezifische Entwicklung sehr zuversichtlich

IT-Dienstleistungsunternehmen profitieren von diesen Veränderungs- und Anpassungsprojekten der Kundenunternehmen und blicken entsprechend optimistisch in die Zukunft. Für 2015 erwarteten sie ein durchschnittliches Wachstum ihrer Umsätze um 7,7 %. Für 2016 gehen sie sogar von einem Umsatzwachstum in Höhe von 9,3 % aus. Dieser Optimismus rührt daher, dass der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften in den Kundenunternehmen dazu führt, dass sie mehr Projekte an externe IT-Dienstleister vergeben, obwohl diese derzeit auf Volllast fahren. Diese Situation führt bei einigen Themen zu erhöhter Nachfrage und verbesserten Honoraren.

Ein Behinderungsfaktor dieser optimistischen Umsatzprognosen kann jedoch sein, dass IT-Dienstleister teilweise bereits Projekte ablehnen müssen, da sie nicht über ausreichende Ressourcen verfügen. Genau wie ihre Kunden kommt auf sie nun das Problem der Uberauslastung und der Rekrutierung von IT-Fachkräften für bestimmte Skills zu. Ein generelles Fachkräfteproblem besteht zwar nicht, allerdings berichten IT-Dienstleister wie auch Kundenunternehmen über fehlende IT-Spezialisten für Themen wie Datenmanagement, mobile Anwendungen, Webentwicklung oder Cloud.

Verändert hat sich auch der benötigte Qualifizierungs- und Projektbesetzungsmix. Gefragt sind immer öfter Projektleiter, die sich mit den Fachthemen auskennen und gleichzeitig IT-Kompetenzen für die Transformation der Projekte vorweisen können. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Fachkräften für die Entwicklung von Software und Anwendungen sowie deren Integration in die Geschäfts- und IT-Prozesse. Diese bereits hohe Nachfrage nach Fachkräften steigt weiter parallel zu der Bedeutung der IT für die Wertschöpfung eines Unternehmens.

(Quelle: Lünendonk Marktstudie)

2. Entwicklung KPS

Basierend auf der Entwicklung in der digitalen Wirtschaft benötigen die Kunden bei den vielfältigen Themen massive Unterstützung.

Die KPS-Berater übernehmen hier eine Lotsenfunktion, um den Kunden die Chancen, aber auch die Gefahren der Digitalisierung zu verdeutlichen. Wie sich gezeigt hat, können Geschäftsmodelle und ganze Unternehmen innerhalb kürzester Zeit durch neue Wettbewerber "wegdigitalisiert" werden. Die größten Treiber der Veränderung sind Mobile, Big Data, Social Media und Cloud-Services. Diese sind gerade dabei, ganze Branchen umzukrempeln - zudem sind diese Entwicklungen immer mit hohen Investitionen verbunden. Teilweise ist auch nicht klar, wie ein Geschäftsmodell entwickelt werden kann, um hier die eine oder andere Geschäftsidee wirtschaftlich und nachhaltig zu realisieren. Auch hier können Beratungsunternehmen durch kreative Ideen und mit ihrem lösungsorientierten Vorgehen wertvoll unterstützen.

Nicht nur für die Beratungskunden selbst verändert sich der Markt. Auch die Consulting-Unternehmen müssen sich auf Veränderungen ihrer Branche einstellen. Zwar haben der Vorstand oder die Geschäftsführung immer noch sehr großen Einfluss auf die Entscheidung, welche Beratung den Zuschlag erhält, jedoch hat die Zahl der Ansprechpartner und der Entscheidungsträger deutlich zugenommen.

So ist die Bedeutung der Fachabteilungen und in einigen Unternehmen auch die des Einkaufs größer geworden, wobei dessen Rolle in den verschiedenen Unternehmen sehr unterschiedlich ausgelegt wird. Der Markt für Managementberatung hat sich auch 2015 wieder positiv entwickelt und die Beratungsunternehmen (geschätztes Marktvolumen dieser Unternehmen in Deutschland: 6,6 Mrd. Euro) blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Für 2015 wird mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von über 9 % gerechnet. Auch hier sind es wieder die mittelgroßen und großen Unternehmen, die besonders optimistisch in die Zukunft blicken.

Der allgegenwärtige und allumfassende Wandel ist nicht zu übersehen und bringt Veränderungen mit sich, die Markt, Mensch und Gesellschaft prägen. Die Digitalisierung, Innovationstreiber des 21. Jahrhunderts, umfasst verschiedenste Entwicklungen, die alle dieselbe Folge haben; die technologische und organisatorische Transformation von Unternehmen. Die Folgen daraus sind sowohl Veränderungen der Geschäftsmodelle, Unternehmenskonzepte und -strategien als auch eine Verhaltensmodifizierung der Kunden. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen und ihre Strategien und Prozesse auf die Digitalisierung vorbereiten. KPS hat diese Marktentwicklung frühzeitig antizipiert und sich langfristig darauf eingerichtet.

Durch die vorbildliche Unternehmenskultur gelingt es zudem, hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für KPS zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Eine wesentliche Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2015/2016 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in unseren Fokusbranchen Handel und Konsumgüter zu festigen und international weiter auszubauen.

3. Wesentliche Geschäftsfelder

Kernsegment unserer Aktivitäten und Hauptumsatzträger bildet die Managementberatung. Unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten erzielen wir dabei im Segment Transformationsberatung und Prozessoptimierung.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2015/2016 gleichfalls weiter wachsen wird. Im Aufgabenschwerpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung auf SAP- und Hybris-Plattformen.

4. Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS hat im Geschäftsjahr 2014/2015 die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung entwickelten sich erfreulich gut über den Planwerten. Durch diese positive Unternehmensentwicklung konnten zuverlässige Faktoren für ein stabiles und langfristiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß den Prognosen für das Geschäftsjahr 2015/2016 entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmt die aktuelle Geschäftsentwicklung mit den Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen überein.

5. Investitions- und Finanzierungsbereich

Zur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung vorgesehen. Für unsere europaweite Expansion sind ebenfalls umfangreiche Investitionen geplant.

Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2015/2016 resultiert unter anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor allem auf dem exzellenten Beratungsportfolio für unsere Fokusbranchen, den Handel und die Konsumgüterindustrie.

6. Entwicklung der KPS AG

Aufgrund der Darstellung in den vorgenannten Abschnitten, die sich auf unsere operative Konzernunternehmen beziehen, erwarten wir, dass sich aufgrund abgeschlossener Gewinnabführungsverträge und Gewinnausschüttungen unsere Beteiligungserträge entsprechend erhöhen werden.

7. Sonstige wesentliche Ereignisse

Zwischen dem Bilanzstichtag 30. September 2015 und der Veröffentlichung des Lageberichts der KPS AG sind keine wesentlichen Ereignisse aufgetreten, welche die Lage der KPS AG beeinflussen oder verändern.

VIII. BERICHT GEMÄSS § 289 ABS. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2015 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 34.011.007 Euro. Es ist eingeteilt in 34.011.007 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Im Berichtsjahr fanden keine Veränderungen des Grundkapitals statt. Jede Aktie hat ein Stimmrecht.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insgesamt 36.217 Stück eigene Aktien erworben, es wurden keine eigenen Aktien veräußert. Der Gesamtbestand der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien zum Stichtag 30. September 2015 beträgt 121.248 (i.V. 85.031) Stück. Bei allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten eingebunden.

2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald bestand bis zum 31. Dezember 2015 ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

3. Kapitalbeteiligungen größer 10 %

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2015 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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Stück In Prozent
Michael Tsifidaris 9.584.894 28,18 %
Dietmar Müller 8.469.895 24,90 %
Leonardo Musso 4.395.299 12,92 %
Uwe Grünewald 4.349.143 12,79 %

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2014/2015 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet.

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6. Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

7. Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789 Euro. Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/I in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals am 28. Juli 2014.

8. Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens jedoch für die Dauer von drei Jahren.

9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die KPS AG hat mit den Mitgliedern des Vorstands und mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots entsprechend der Erläuterungen unter Punkt VIII.8 getroffen. Mit der Verkäuferseite der getit -Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH wurden ebenfalls gesonderte Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots entsprechend der Erläuterungen unter Punkt VIII.8 getroffen.

IX ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289A HGB)

Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in Führungspositionen.

Am 1. Mai 2015 ist das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft getreten, das für den Ausbau des Frauenanteils in den Führungsebenen neue Pflichten für den Aufsichtsrat und den Vorstand der KPS AG begründet hat.

Nach Maßgabe des Gesetzes haben der Aufsichtsrat und der Vorstand die nachstehenden Zielsetzungen beschlossen:

Zielgröße für den Vorstand

Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die gesonderte Kompetenz und Qualifikation des Mitglieds. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Vorstand bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Vorstands mit zwei Personen einer Quote von 50 %.

Zielgröße für den Aufsichtsrat

Auch bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat lässt sich der Aufsichtsrat der KPS AG ausschließlich von den zur Wahrnehmung der Aufgabe erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Kandidaten leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind auch hier ohne Bedeutung. Allerdings ist auch hier zu berücksichtigen, dass sich branchentypisch die Suche nach geeigneten Bewerbern als ohnehin sehr schwierig gestaltet, so dass der Frauenanteil insgesamt sehr gering ist. Hinzu kommt, dass der bestehende Aufsichtsrat der KPS AG, dem aktuell keine weiblichen Mitglieder angehören, über den Stichtag 30. Juni 2017 hinaus bestellt ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Aufsichtsrat bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören kann. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung allerdings den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Personen einer Quote von rd. 33 %.

Zielgröße für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands

Auch der Vorstand der KPS AG lässt sich bei der Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands ausschließlich von der Kompetenz und Qualifikation des jeweiligen Bewerbers leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings auch hier festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung beträgt der Frauenanteil in dieser Führungsebene 0 %. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine Zielgröße von 9,5 % beschlossen, was dem Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entspricht. Der Vorstand hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands nach Möglichkeit auf 20 % erhöht werden soll.

X ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2015 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 24. Juni 2014 im Zeitraum bis zum 11. Juni 2015 und den am 12. Juni 2015 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit dem 12. Juni 2015 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen wird:

Ziffer 3.8: Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Die Vereinbarung eines freiwilligen Selbst-behalts ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder geeignet noch erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Pflichten ordnungsgemäß wahrnehmen.

Ziffer 4.1.5: Der Vorstand begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen lässt sich der Vorstand ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und misst dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine primäre Entscheidungsrelevanz zu. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 4.2.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat berücksichtigt für die Frage, welche Vorstandsvergütung angemessen ist, nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch nicht in der zeitlichen Entwicklung. Der Aufsichtsrat legt dementsprechend für den Vergleich auch nicht fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen ist. Die entsprechende Empfehlung des Kodex erscheint wenig praktikabel und darüber hinaus auch nicht geeignet, um zu gewährleisten, dass die Vorstandsvergütung in jedem Fall angemessen ist.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2: Die variable Vergütung für den Vorstand trägt etwaig negativen Entwicklungen nicht in der Weise Rechnung, dass auch reale Verluste am Einkommen eintreten können. Dies erscheint in Anbetracht der Struktur der Vorstandsvergütung nicht erforderlich, um sicherzustellen, dass der Vorstand bei der Leitung des Unternehmens keine unangemessenen Risiken eingeht.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4: Die Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung vor. Eine solche Regelung zusätzlich zu den gesetzlich anwendbaren Bestimmungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandsverträge erscheint nicht erforderlich, um die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu wahren.

Ziffer 4.2.3 Abs. 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5: Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1: Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.1.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat hat keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen einem bestimmten Alter eines Vorstandsmitglieds und seiner Leistungsfähigkeit besteht.

Ziffer 5.3: In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1 Abs. 1 und Abs. 2: Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie der Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats konkrete Ziele für die Zusammensetzung zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 4: Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen. Die Empfehlung des Kodex begründet nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht unerhebliche rechtliche Risiken; ihr zu entsprechen liegt daher nicht im Interesse der Gesellschaft.

Ziffer 7.1.2: Die Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 120 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Zwischenmitteilungen werden nicht binnen 45 Tagen, sondern binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Von der Erstellung von Zwischenmitteilungen in der bisher gesetzlich vorgeschriebenen Form wird nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie am 26. November 2015 abgesehen.

XI VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versicheren nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Unterföhring, den 27. Januar 2016

Der Vorstand

Dietmar Müller

Leonardo Musso

BILANZ & GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2014/2015

Bilanz zum 30. September 2015 nach HGB

AKTIV

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in TEURo 30.09.2015 30.09.2014
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244 310
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230 209
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 64.603 62.853
65.077 63.372
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.459 13.293
2. Sonstige Vermögensgegenstände 243 382
18.702 13.675
II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.856 5.145
21.558 18.820
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 54 43
86.689 82.235
Passiva
in TEURo 30.09.2015 30.09.2014
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 34.011 34.011
./. Nennbetrag eigene Anteile -121 -85
Ausgegebenes Kapital 33.890 33.926
II. Kapitalrücklage 10.569 10.569
III. Andere Gewinnrücklagen 4.000 0
IV. Bilanzgewinn 19.520 13.052
67.979 57.547
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellung 1.165 221
2. Sonstige Rückstellungen 1.668 1.108
2.833 1.329
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 4.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 388 214
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.866 17.329
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.623 1.816
15.877 23.359
86.689 82.235

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 nach HGB

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in TEURo 2014/2015 2013/2014
1. Sonstige betriebliche Erträge 7.085 6.561
2. Personalaufwand -2.119 -2.287
a) Löhne und Gehälter -1.983 -2.161
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -136 -126
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -129 -128
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.423 -3.716
5. Erträge aus Beteiligungen 5.686 2.405
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.655 8.439
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 213 153
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -42 -5
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 21.926 11.422
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.824 -884
11. Jahresüberschuss 20.102 10.538
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.418 2.514
13. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -4.000 0
14. Bilanzgewinn 19.520 13.052

ANHANG 2014/2015

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die KPS AG ist eine am geregelten Markt börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Landkreis München, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die KPS AG übt die Holdingfunktionen für die KPS-Gruppe aus. Die operativen Beteiligungsunternehmen sind im Wesentlichen im Bereich Managementconsulting / Transformationsberatung, Systemintegration sowie dem Vertrieb von Hardware und Softwarelizenzen tätig.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, i.V.m. § 264 d HGB.

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet im darauf folgenden Jahr zum 30. September.

Der Jahresabschluss der KPS AG (im folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro.

KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2014/2015 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Anlagegüter zugrunde.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen, die dem nachfolgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

3. Fremdkapital

Die gebildeten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 13,3 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlagssatz von 5,5 % gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz von aktiven Überhängen aus latenten Steuern unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB.

Die Währungsumrechnung für Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt zum Bilanzstichtag entsprechend § 256 a HGB.

Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten worden.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 244 (i.V. 310) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen besteht in Höhe von 230 (i.V. 209) TEuro und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 64.603 (i.V. 62.853) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen:

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Beteiligung Sitz Anteil

in %
Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2015 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2015 (Vorjahr) Jahresergebnis 2014/2015 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH1 Unterföhring 100 TEuro 500 500 10.922
(500) (500) (8.439)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 TEuro 6.300 9.633 8.022
(6.300) (6.611) (2.245)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 TEuro 26 37 1
(26) (36) (1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG4 Unterföhring 100 TEuro 5.113 5.113 1.283
(5.113) (11.468) (6.355)
KPS Consulting AG Zürich / Schweiz 99 TCHF 100 215 97
(100) (-1.483) (83)
KPS Solutions GmbH (alt)3 Unterföhring 100 TEuro 0 0 0
(100) (576) (337)
KPS Solutions GmbH (vormals: KPS Software Factory GmbH)3 Unterföhring 100 TEuro 80 -1.780 -217
(75) (-2.139) (-743)
getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH1,2 Dortmund 100 TEuro 25 2.554 4.733
(25) (3.240) 686*
KPS Consulting A/S Kopenhagen / Dänemark 100 TDKK 500 348 -91
(500) (439) (-61)**

* Rumpfwirtschaftsjahr 1. Januar 2014 - 30. September 2014

** Rumpfwirtschaftsjahr 1. April 2014 - 30. September 2014

1 Das Jahresergebnis 2014/2015 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt.

2 Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 2. Juli 2014 erwarb die KPS AG mit Wirkung zum 1. August 2014 sämtliche Geschäftsanteile im Nennwert von 25.000,00 Euro der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH, Dortmund. In diesem Vertrag sind weitere Kaufpreisraten (Earn-Out-Raten) bis zum Geschäftsjahr 2016/2017 vereinbart. Die Höhe der Kaufpreisraten richtet sich nach dem Erreichen eines für jedes Geschäftsjahr vertraglich fixierten EBITs. Im Geschäftsjahr betrug die Earn-Out-Rate 1.750 TEuro. Der Beteiligungsansatz erhöhte sich dadurch im Geschäftsjahr von 19.311 TEuro auf 21.061 TEuro.

3 Die KPS Solutions GmbH wurde mit Wirkung vom 2. Oktober 2014 auf die KPS Software Factory GmbH verschmolzen. Im Zuge dieses Vorgangs wurde das Stammkapital der KPS Software Factory von 75 TEuro um 5 TEuro auf 80 TEuro erhöht. Gleichzeitig wurde die Firmierung der KPS Software Factory GmbH auf KPS Solutions GmbH geändert.

4 Der Jahresüberschuss wurde an die Kommanditistin KPS Services GmbH abgeführt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 18.459 (i.V. 13.293) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen, vorgenommenen Ausschüttungen sowie Ansprüchen aus Ergebnisabführung.

Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen.

Forderungen mit vereinbarten Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden am Bilanzstichtag nicht.

3. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 2.856 (i.V. 5.145) TEuro und bestehen auf Kontokorrent- und Festgeldkonten.

4. Eigenkapital

4.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 34.011.007,00 (i.V. 34.011.007,00) Euro und verteilt sich insgesamt auf 34.011.007 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien sind mit ihrem Nennwert von 121.248,00 (i.V. 85.031,00) Euro offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

4.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476,00 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789,00 Euro.

Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/I in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals und die Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/I am 28. Juli 2014. Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/I ist im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht erfolgt.

4.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 10.568.538,46 Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

In die Kapitalrücklage wurden die Differenzbeträge zwischen den Kurswerten der aus der Erhöhung des Grundkapitals ausgegebenen neuen Aktien sowie der abgegebenen eigenen Aktien und deren Nennwerten eingestellt.

4.4 Andere Gewinnrücklagen

Aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns der Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Zuführung eines Betrages in Höhe von 3.000.000 Euro in die anderen Gewinnrücklagen erfolgt. Durch Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wurde im Rahmen der Jahresabschlusserstellung aus dem Jahresüberschuss ein Betrag in Höhe von 1.000.000 Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

4.5 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2014/15: 36.217) Stück erworben und 518.910 (davon im Geschäftsjahr 2014/15: keine) Stück veräußert. Zu dem Bestand vom 30. September 2014 in Höhe von 85.031 Stück wurden im Geschäftsjahr 2014/15 weitere 36.217 Stück erworben, sodass der Gesamtbestand sich am Bilanzstichtag auf 121.248 Stück erhöht hat.

4.6 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:

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in TEURo 2014/2015 2013/2014
Stand 01.10. 13.052 9.707
Jahresüberschuss 20.102 10.538
andere Gewinnrücklagen -4.000 0
Agio eigene Aktien -145 -27
Dividendenausschüttung -9.489 -7.166
Stand 30.09. 19.520 13.052

5. Rückstellungen

1. In den Steuerrückstellungen sind die voraussichtlichen Steuernachzahlungen für das Veranlagungsjahr 2015 mit 606 TEuro für Körperschaftssteuer und 559 TEuro für Gewerbesteuer enthalten. Bereits geleistete Vorauszahlungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt.

2. Die sonstigen Rückstellungen betragen 1.668 (i.V. 1.108) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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in TEURo Bezeichnung Stand 01.10.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2015
Ausstehende Rechnungen 83 -83 0 74 74
Abschlusskosten 25 -25 0 29 29
Personalverpflichtungen 906 -621 0 1.184 1.469
Sonstige 94 0 0 2 96
Gesamt 1.108 -729 0 1.289 1.668

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche sowie vertraglich vereinbarte Ergebnisbeteiligungen an leitende Angestellte.

6. Verbindlichkeiten

Zum Stichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (i.V. 4.000 TEuro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 11.866 (i.V. 17.329) TEuro und resultieren aus Transaktionen im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings sowie aus Kostenumlagen im Konzern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1.852 (i.V. 841) TEuro und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 3 (i.V. 1) TEuro enthalten. Weiterhin ist hierunter die weitere Kaufpreisverpflichtung für 2014/15 für den Beteiligungserwerb an der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH in Höhe von 1.750 (i.V. 971) TEuro passiviert.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist zur Zahlung fällig.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Konzernumlagen in Höhe von 7.067 (i.V. 6.560) TEuro enthalten.

Im Personalaufwand sind Gehälter in Höhe von 1.983 (i.V. 2.161) TEuro und soziale Aufwendungen in Höhe von 136 (i.V. 126) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr enthalten:

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in TEURo 2014/2015 2013/2014
Rechts- und Beratungskosten 487 570
Fremdleistungen 771 538
Raumkosten 261 262
Leasingaufwendungen 434 335
Kapitalmarktkosten 207 164
Kfz-Kosten 75 90
Konzernumlagen 214 170
Werbung, Repräsentation 676 707
Reisekosten 258 166
Versicherungen 108 90
Sonstige Verwaltungs- und Vertriebskosten 932 624
4.423 3.716

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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in TEURo 2014/2015 2013/2014
Erträge aus Beteiligungen 5.686 2.405
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.655 8.439
Zinserträge 213 153
Zinsaufwendungen -42 -5
21.512 10.992

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Services GmbH sowie der getit GmbH. Die Beteiligungserträge mit der getit GmbH betreffen die Ausschüttung des Vorjahresgewinnes. Mit der KPS Business Transformation GmbH und mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 auch mit der getit GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 13 TEuro (i.V. 9 TEuro) enthalten.

In den Zinserträgen sind 198 TEuro (i.V. 125 TEuro) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen laufende Körperschaft- und Gewerbesteuern.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014/2015 waren bei der KPS AG durchschnittlich 17 Mitarbeiter (i.V. 17) beschäftigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt ihrer Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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in TEURo Position bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Mietverpflichtung 218 753 0 971
Leasing Kfz 74 46 0 120
Leasing BGA 585 487 0 1.072
Bedingter Restkaufpreis getit 1.750 1.750 0 3.500
Gesamt 2.627 3.036 0 5.663

3. Sonstige Haftungsverhältnisse

Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF (677 TEuro).

Durch Kapitalmaßnahmen ist das Eigenkapital der Gesellschaft positiv, die Gesellschaft erwirtschaftet weiter positive Ergebnisse, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

4. Zusammensetzung der Organe

Vorstand der KPS AG

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald.

Weitere Mitgliedschaften des Vorstands

Herr Dietmar Müller ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, und des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark, und ist bei allen inländischen Konzernunternehmen zum Geschäftsführer bestellt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 betragen 680 (i.V. 801) TEuro.

Die Gesellschaft ist von den personenbezogenen Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 28. März 2014 befreit.

Der Vorstand Dietmar Müller besitzt 8.469.895 Aktien.

Aufsichtsrat der KPS AG

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen:

Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz),

Managementberater, Hamburg,

Herrn Uwe Grünewald (stellv. Vors.),

Managementberater, Leichlingen,

Herrn Hans-Werner Hartmann,

Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 25 (i.V. 25) TEuro und die weiteren Mitglieder jeweils 15 (i.V. 15) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 1.222 (i.V. 1.461) TEuro.

Der Aufsichtsrat Herr Michael Tsifidaris besitzt 9.584.894 Aktien und Herr Uwe Grünewald besitzt 4.349.143 Aktien. Der Aufsichtsrat Herr Hans-Werner Hartmann besitzt keine Aktien.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

Mit Herrn Hans-Werner Hartmann bestand im Berichtsjahr ein Beratervertrag.

Es entstanden Aufwendungen in Höhe von 21 TEuro.

Ehemalige Vorstandmitglieder und sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika Grünewald, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 86 (i.V. 72) TEuro.

Mit Herrn Markus Müller, Sohn von Herrn Dietmar Müller (Vorstand), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 36 (i.V. 0) TEuro.

5. Konzernabschluss

Die KPS AG mit Sitz in Unterföhring erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

6. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014/2015 verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2015.

8. Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist die KPS AG gehalten, den Inhalt der ihr zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der KPS AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen, über- oder unterschreiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Daher kann sich der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung entsprechend § 21 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde.

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Unterföhring, 27. Januar 2016

Dietmar Müller, Vorstand

Leonardo Musso, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

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POSITION ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
in TEURo 01.10.2014 Zugänge Abgänge 30.09.2015
--- --- --- --- ---
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 779 15 0 794
Immaterielle Vermögensgegenstände 779 15 0 794
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 358 69 0 427
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 48 0 0 48
Sachanlagen 406 69 0 475
III.) Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 62.853 1.750 0 64.603
Finanzanlagen 62.853 1.750 0 64.603
Anlagevermögen gesamt 64.038 1.834 0 65.872

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POSITION KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
in TEURo 01.10.2014 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.09.2015
--- --- --- --- ---
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 469 81 0 550
Immaterielle Vermögensgegenstände 469 81 0 550
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 149 48 0 197
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 48 0 0 48
Sachanlagen 197 48 0 245
III.) Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 666 129 0 795

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POSITION BUCHWERT
in TEURo 30.09.2015 30.09.2014
--- --- ---
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244 310
Immaterielle Vermögensgegenstände 244 310
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 230 209
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0
Sachanlagen 230 209
III.) Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 64.603 62.853
Finanzanlagen 64.603 62.853
Anlagevermögen gesamt 65.077 63.372

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Meldepflichtiger Unterschreitung Schwelle Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Grünewald Uwe (80,50) 29.279.535 26,96 % über Müller
13,28 26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Musso
Müller Dietmar (80,50) 29.279.535 26,96 % über Tsifidaris
26,96 13,28 % über Grünewald
13,28 % über Musso
Musso Leonardo (80,50) 29.279.535 26,96 % über Müller
13,28 26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Grünewald
Tsifidaris Michael (80,50) 29.279.535 26,96 % über Müller
26,96 13,28 % über Grünewald
13,28 % über Musso
Weiser Thomas, Prien 8,76
Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund 4,08 1.387.386
Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel (4,08) 1.387.386 4,08 % über Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH
0

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KPS AG, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, 28. Januar 2016

**Rupp & Epple GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Rupp-Helferich, Wirtschaftsprüfer

KPS Consulting

Beta-Straße 10 H

D-85774 Unterföhring/München

+49 89 356 31-0

[email protected]

www.kps-consulting.com

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