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KPS AG Annual Report 2011

Feb 2, 2012

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Annual Report

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KPS-Konzern Geschäftsbericht 2010/2011

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Herausgeber: KPS AG, Unterföhring

Umsetzung und Layout: bw media, München

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2010/2011 war ein ereignisreiches Jahr, das nicht nur uns, sondern viele Unternehmen, Kunden und Mitbewerber vor große Herausforderungen gestellt hat. Vor allem die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in einigen europäischen Ländern und die daraus anhaltenden Auswirkungen auf den konjunkturellen Verlauf in Deutschland und Europa erschwerten es, die ambitionierten Prognosen und Erwartungen zu erfüllen.

KPS konnte sich dennoch erfolgreich weiter entwickeln, wenn auch die zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011 hoch gesteckten Zielsetzungen nicht in allen Belangen voll erfüllt werden konnten. Mit einem Volumen von über 50 Millionen Euro konnte der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010/2011 gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden, blieb jedoch insgesamt unter den Erwartungen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Großaufträge aufgrund der Marktunsicherheiten im zweiten Halbjahr mit Verzögerung starteten bzw. in das laufende Geschäftsjahr verschoben wurden. Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) erreichte 5,8 Millionen Euro und konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum trotz der genannten Schwierigkeiten um 10 Prozent gesteigert werden. Die EBIT Marge erreichte damit erfreulicherweise knapp 12 Prozent.

KPS zählt in Deutschland und einigen europäischen Ländern zu den führenden Anbietern für Business Transformation und Prozessoptimierung. Mit unserer völlig neuen Dimension der Projektumsetzung konnten wir im Geschäftsjahr 2010/2011 die Expansion in unseren Zielmärkten erfolgreich vorantreiben und damit unsere Position als Marktführer nicht nur festigen, sondern noch weiter ausbauen.

Unternehmen aus dem In- und Ausland schätzen die exzellente Qualität der KPS und setzen hohes Vertrauen in unsere Umsetzungskompetenz. Vor allem im Branchensegment Handel und Konsumgüterindustrie verfügen wir über eine ausgezeichnete und solide Kundenbasis. Bei der Umsetzung unserer Projektphilosophie steht der höchst mögliche Kundennutzen im Vordergrund. Beratung mit "Herz und Verstand" ist unser Leitmotiv und beschreibt die Unternehmenskultur der KPS, die sich konsequent am hohen Kundennutzen orientiert. Mit der von uns entwickelten KPS Rapid-Transformation® Methode konnten unsere Kunden von einer bisher nicht gekannten Effizienz sowie Transparenz in den Projekten profitieren.

Darüber hinaus ist es uns gelungen, im neuen Branchensegment Financial Services und Communication Solutions unsere ambitionierten Zielvorgaben voll zu erfüllen. Auf weiterhin stabilem und hohem Niveau konnten sich unsere Geschäftsfelder KPS Solutions für Dienstleistungen und KPS Services für Industrielösungen im Berichtszeitraum weiter entwickeln.

Der Kostenverlauf verlief im Berichtszeitraum stabil und gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, obwohl umfangreiche Investitionen im Personalbereich für den Aufbau unseres neuen Branchensegment Financial Services und Communication Solutions getätigt wurden.

Aufgrund der guten Ertragslage im Geschäftsjahr 2010/2011 konnte die Liquidität nachhaltig verbessert werden. Für den laufenden Betrieb sowie zur Finanzierung unseres Wachstums stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Mit einer beachtlichen Steigerung der Eigenkapitalquote auf annähernd 30 Prozent – im Vorjahr waren es 20 Prozent – ist das Unternehmen solide finanziert.

Die durchschnittlichen Auslastungsquoten unserer Berater stabilisierten sich über das gesamte Geschäftsjahrs 2010/2011 hinweg mit über 90 % wieder auf sehr hohem Niveau.

Der Erfolg der KPS basiert zu einem ganz wesentlichen Teil auf der Kompetenz, dem Engagement und der Kreativität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir wissen, dass dieser Erfolg, vor allem im abgelaufenen Geschäftsjahr, einen sehr hohen persönlichen Einsatz verlangt hat. Für diesen großartigen Einsatz bedanken wir uns bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Wir können auf das gemeinsam Erreichte sehr stolz sein. KPS wird an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens festhalten und die Positionierung als Marktführer für Business Transformation und Prozessoptimierung sowohl in Deutschland als auch in Europa konsequent voran treiben. Dabei steht auch die Erweiterung der Unternehmensaktivitäten auf andere Zielbranchen im Fokus.

Der Vorstand der KPS AG beurteilt die Lage des Unternehmens insgesamt recht zufriedenstellend und blickt optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir insgesamt gut aufgestellt und verfügen über eine solide Finanz- und Ertragslage. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2011/2012 gehen wir von einem stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf der nachhaltigen Verbesserung der Ergebnismargen liegt.

Wir sind zufriedenstellend in das neue Geschäftsjahr 2011/2012 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang plangemäß entwickelt. Für das Geschäftsjahr 2011/2012 erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 55 Millionen Euro und ein Ergebnis zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Euro. Auf Basis des insgesamt zufriedenstellenden Verlaufs des abgelaufenen Geschäftsjahres, der ausgezeichneten Entwicklung des Eigenkapitals und der optimistischen Einschätzung für das Geschäftsjahr 2011/2012 werden Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG der Hauptversammlung am 23. März 2012 vorschlagen, eine Dividende von 9 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie (i.V. 7 Cent) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote beträgt damit annähernd 2,9 Millionen Euro und liegt ungefähr bei der Hälfte des Konzernüberschusses. Mit diesem Dividendenvorschlag wollen wir Sie – sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre – angemessen an der Entwicklung und am Erfolg der KPS AG teilhaben lassen.

Unser Dank gilt unseren Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit sowie unseren Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Abschließend wollen wir Ihnen versichern, dass wir auch im neuen Geschäftsjahr alles daran setzen werden, die vor uns liegenden Herausforderungen und Aufgaben zu Ihrer vollsten Zufriedenheit zu lösen, damit Ihr Unternehmen auch weiterhin zu den Besten der Branche gehört.

Dietmar Müller Mario Uhl Vorstand Vorstand

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Leonardo Musso,

Generalbevollmächtigter & Managing Partner Mario Uhl, Vorstand & Managing Partner & Managing Partner Mitglied des Aufsichtsrats & Managing Partner Dietmar Müller, Vorstand & Managing Partner Hans-Werner Hartmann, Mitglied des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

zum Geschäftsjahr 2010/2011

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/2011, dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren neben den Monatsberichten des Vorstands regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen.

Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten.

Sonderthemen waren

  • → die weitere Internationalisierung der KPS
  • → die Verbesserung des Projektcontrollings und der Unternehmensplanung
  • → die Erweiterung der strategischen Geschäftsfelder um den Geschäftsbereich Financial Services & Communications
  • → die Bestellung des neuen Vorstandsmitglieds Mario Uhl und
  • → die Aufhebung des Vorstandsvertrags mit Hartmut Cordes.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010/2011 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und im Aufsichtsrat diskutiert.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2010/2011 neben verschiedenen informellen Treffen zu sechs offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren alle jeweils in allen Sitzungen persönlich anwesend. In allen Sitzungen wurden jeweils der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Zentraler Gegenstand in jeder AR-Sitzung waren die Vertriebsaktivitäten und die Erschließung neuer Geschäftsbereiche. In den Sitzungen vom 15. Oktober 2010 und 16. Dezember 2010 wurde insbesondere auch das Aktienrückkaufprogramm der Gesellschaft thematisiert. In der Sitzung vom 16. Dezember 2011 wurden die Planungen für das Geschäftsjahr 2011/2012 besprochen, diskutiert und vom Aufsichtsrat verabschiedet. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren.

Der Aufsichtsrat setzte sich eingehend mit der Erweiterung des Vorstands auseinander und akzeptierte den Wunsch von Herrn Cordes nach Aufhebung seines Vorstandsvertrags.

In jeder Sitzung wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstands für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert.

Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 2. Januar 2011 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft keine Ausschüsse bildet, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde (wie auch im Vorjahr) die konzerninterne Compliance thematisiert.

Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.

  • → In der Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011:
  • → Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender
  • → Herr Uwe Grünewald
  • → Herr Werner Hartmann.

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Herrn Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt.

Jahresabschluss: Die ungeprüften Zahlen des HGB Abschlusses und des Konzernabschlusses nach IFRS wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 24. Januar 2012 vorgestellt und diskutiert. Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2010/2011 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmen und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 31. Januar 2012 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte in der Sitzung des Aufsichtsrats am 31. Januar 2012 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag haben wir uns nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Wir halten die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris Aufsichtsratsvorsitzender

Corporate-Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 17. Februar 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:

  • → Aktionäre und Hauptversammlung
  • → Kommunikation und Transparenz
  • → Zusammenwirkung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • → Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • → Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

1. Aktionärsrechte und Transparenz

Die Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen.

Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Directors' Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.

2. Vorstand und Aufsichtsrat

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen.

Die D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist. Die Vorstände haben aufgrund vertraglicher Vereinbarung derzeit einen Anspruch auf den Abschluss einer D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt.

Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 folgt.

Ausschüsse wurden angesichts der Größe des Aufsichtsrats nicht gebildet. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

a) Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern

Vorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 im Besitz von folgenden KPS-Aktien:

Michael Tsifidaris 9.184.894 Stück
Uwe Grünewald 4.349.143 Stück
Dietmar Müller 8.469.895 Stück
Mario Uhl 90.000 Stück.

b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Directors' Dealings)

Zwischen dem 30. September 2010 und dem 30. September 2011 wurden keine Directors' Dealings durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt.

Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG.

c) Interessenskonflikte

Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben sie einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen.

d) Vergütungsbericht

Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/2011 nicht geändert. Die Vergütung wird nicht individualisiert nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.

aa) Vorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 1.464 (i.V. 1.247) TEuro.

bb) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i. V. 55) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 1.037 (i.V. 910) TEuro.

3. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

a) Aktienoptionspläne

Die Gesellschaft hat in den Jahren 2004 und 2005 jeweils einen Aktienoptionsplan aufgelegt, der Ende 2009 ausgelaufen ist. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind bzw. die Optionslaufzeit ausgelaufen ist.

b) Zwischenberichte

Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen.

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KPS AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Entsprechenserklärung")

Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechungserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung).

Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 und vom 18. Juni 2009 wurde – wie am 30. Januar 2009 erklärt – mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden:

Ziffer 3.8. Im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Die Gesellschaft sieht einen Selbstbehalt als nicht erforderlich an, weil die Aufsichtsratsmitglieder großteils über ihren Aktienbesitz ohnehin wirtschaftlich für ihre Fehler einstehen. Für den Vorstand bestehen derzeit vertragliche Verpflichtungen, die eine Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zulassen.

Ziffer 4.2.3. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans oder vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurde nicht auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, weil die Gesellschaft die Veröffentlichung der entsprechenden Angaben im Jahresabschluss, der auf der Internetseite verfügbar ist, für ausreichend gehalten hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziff. 4.2.4. und Ziff. 4.2.5. Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 29. Mai 2009 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB sowie gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offen zu legen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziffer 5.1.2. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde nicht festgelegt. Diese wird im Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit potenzieller Vorstände nicht für erforderlich erachtet.

Ziffer 5.3. Im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1. Eine Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Eine solche wird im Hinblick auf die Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung nicht für erforderlich erachtet.

Ziffer 5.4.6. Im Hinblick auf die Orientierung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der KPS AG. Die Vergütung orientiert sich nicht an der wirtschaftlichen Lage bzw. am Erfolg der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung. Die Hauptversammlung, die die Vergütung festlegt, geht auch ohne diese Anreize von einem ausreichenden Engagement der Aufsichtsräte aus, zumal zwei der Aufsichtsräte als Großaktionäre mittelbar am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht individualisiert und nach Bestandteilen angegeben, weil darin angesichts der in der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungshöhe kein zusätzlicher Nutzen liegt. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsund Vermittlungsleistungen, werden aus grundsätzlichen Erwägungen nicht individualisiert im Corporate-Governance-Bericht angegeben.

Ziffer 7.1.2. Im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden, um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

Unterföhring, den 27. Januar 2012

Dietmar Müller Mario Uhl Vorstand Vorstand

KPS-Konzern Lagebericht

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für das Geschäftsjahr 2010/2011

A) Wirtschaftsbericht des KPS-Konzerns

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Dynamik der Weltwirtschaft nimmt ab

Nach der spürbaren Erholung der Weltkonjunktur im Jahr 2010 hat sich zu Beginn des Jahres 2011 die gesamtwirtschaftliche Expansion zunächst fortsetzen können. Ab Jahresmitte kam die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft ins Stocken. Nach dem sehr kräftigen Zuwachs von 5,1 Prozent im Jahr 2010 dürfte nach den Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) die Weltproduktion im abgelaufenen Jahr nur noch um 3,8 Prozent gestiegen sein.

Neben der Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union, wo um ein neues Hilfspaket für Griechenland sowie eine Reform des Rettungsfonds zur Stützung von EU-Mitgliedsländern gerungen wurde, sind die Vereinigten Staaten ebenfalls in die Krise geraten. Schwache konjunkturelle Expansion, strukturelle Probleme sowie steigende öffentliche Verschuldung führten zu Unsicherheiten, die nachhaltig die Weltkonjunktur belasten. Zusätzlich wirkte sich der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise belastend aus.

Verschärfung der Staatsschuldenkrise im Euroraum

Im Euroraum hat sich die Konjunktur nach einem starken Wachstum im ersten Quartal 2011 im weiteren Jahresverlauf deutlich abgeschwächt. Zuletzt hat die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise die Erwartungen der privaten Haushalte und Unternehmen noch einmal spürbar eingetrübt, was auf eine Verlangsamung der Konjunktur hindeutet. Insgesamt rechnet das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) für 2011 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum um 1,5 Prozent und in den sogenannten fortgeschrittenen Ländern um 1,6 Prozent und prognostiziert damit moderates wirtschaftliches Wachstum.

Aufschwung in Deutschland verliert an Dynamik

Die Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum belastete zunehmend auch die Konjunktur in Deutschland. Bis zur Jahresmitte 2011 verlief die konjunkturelle Entwicklung recht schwungvoll. Deutschland konnte sich dabei schneller von der Finanzkrise erholen als die meisten anderen Industrieländer. Vor allem der Binnenkonsum zog lebhaft an, die verfügbaren Einkommen nahmen weiterhin deutlich zu. Die hohen Wertverluste und die großen Kursschwankungen an den Finanzmärkten sowie die deutliche Verschlechterung wichtiger Klimaindikatoren seit August deuten allerdings darauf hin, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion zum Jahreswechsel 2011/2012 stagnieren wird. Die starke Verunsicherung wird Konsum- und Investitionslust dämpfen und auch der Außenhandel wird aufgrund der schwierigen Lage einiger unserer wichtigen Handelspartner keine positiven Impulse liefern. Damit gerät die Konjunktur in Deutschland in eine Schwächephase. Für das Gesamtjahr 2011 erwarten wir eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 2,9 Prozent.

Für das Jahr 2012 prognostizieren die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute* eine moderate Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent. Ab 2013 wird sich die Konjunktur in Deutschland voraussichtlich weiter festigen. Allerdings wird mit einer voraussichtlichen Steigerung von 1,7 Prozent das reale Bruttoinlandsprodukt nicht an das Expansionstempo der Jahre 2010 und 2011 herankommen.

2. Geschäftsverlauf und Entwicklung

KPS zählt zu den führenden Gesellschaften für Business Transformation und Prozessoptimierung in Europa. Mit einem Umsatzvolumen von über 50 Mio. Euro nimmt KPS in Deutschland und einigen europäischen Ländern eine herausragende Marktposition ein.

* Institut für Weltwirtschaft Kiel, IfO Institut

Mit unserer völlig neuen Dimension der Projektumsetzung konnten wir im Geschäftsjahr 2010/2011 unsere Expansion in die europäischen Zielmärkte weiter erfolgreich vorantreiben.

KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer bisher nicht gekannten Effizienz und Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung werden soweit wie möglich parallelisiert, die Projektlaufzeiten dabei deutlich reduziert.

Das Erreichen beziehungsweise der Ausbau unserer führenden Marktposition in unseren Fokusbranchen, dem Handel und der Konsumgüterindustrie, ist ein fundamentales Unternehmensziel der KPS. Im Berichtszeitraum konnte die Marktführerschaft gefestigt und weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist es KPS gelungen, die neuen Branchensegmente Financial Services und Communication Solutions erfolgreich im Markt zu etablieren.

Auf weiterhin stabil hohem Niveau konnten sich die Geschäftsfelder KPS Solution für Dienstleistungen und KPS Services für Industrielösungen im Berichtszeitraum positionieren.

3. Umsatz und Ergebnis

Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode hat KPS eine neue Dimension der Projektumsetzung geschaffen. Mit dieser Methodik will KPS führend in den definierten Zielmärkten vertreten sein. Durch diese exzellente Positionierung bietet sich die herausragende Chance für ein stabiles und dauerhaftes Wachstum der KPS.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 konnte die KPS den Nettoumsatz moderat steigern und lag damit am unteren Ende der Umsatzprognose. Zurückzuführen ist das verhaltene Umsatzwachstum im Wesentlichen auf den verzögerten Anlauf von Großprojekten. Dem gegenüber konnte das Ergebnis im Berichtszeitraum deutlich verbessert werden und lag im oberen Segment der prognostizierten Bandbreite. Bei einer vorgeschlagenen Dividende von 2,9 (i.V. 2,2) Mio. Euro läge die Ausschüttungsquote bei ungefähr 50 % des Ergebnisses. Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt dabei die angestrebte Ausschüttungskontinuität sowie die Ertragskraft der KPS.

Mit einem Umsatz von 50,4 (i.V. 50,0) Mio. Euro und einem EBIT von 5,8 (i.V. 5,3) Mio. Euro bzw. einer EBIT-Marge von annähernd 12 % (i.V. 11 %) konnten bei den absoluten Zahlen die jeweiligen Vorjahreswerte beim Umsatz leicht übertroffen und beim EBIT eine Steigerung von 10 % erzielt werden.

Das Investitionsvolumen belief sich im Berichtszeitraum auf 185 (i.V. 58) TEuro und lag damit über dem Vorgabewert.

Die durchschnittlichen Auslastungsquoten der KPS-Berater stabilisierten sich über das gesamte Geschäftsjahrs 2010/2011 hinweg mit über 90 % auf sehr hohem Niveau. Damit konnte die bereits exzellente Auslastung des Geschäftsjahres 2009/2010 nochmals gesteigert werden. Im Branchenvergleich liegt KPS mit diesem Wert im absoluten Spitzenfeld.

Eine Darstellung der Umsätze nach den berichtspflichtigen Segmenten zeigt, dass 92 % im Segment Management Consulting/ Transformationsberatung erwirtschaftet wurden. Im Segment Systemintegration konnten 6 % des Umsatzes generiert werden, 2 % des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen.

Im Berichtszeitraum veränderte sich der Kostenverlauf gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig, Kostensenkungen konnten im geplanten Umfang realisiert werden. Bei kontinuierlichem Umsatzverlauf ist ein Anstieg der Personalkosten um 7 % zu verzeichnen. Dies ist im Wesentlichen auf Personaleinstellungen im Bereich der neuen Branchensegmente Financial Services und Communication Solutions sowie auf die Verstärkung im Bereich Business Development zurückzuführen.

4. Auftragsbestand/Pipeline

Unternehmen aus dem In- und Ausland schätzen die exzellente Qualität der KPS und setzen hohes Vertrauen in unsere Umsetzungskompetenz. Damit verfügt KPS über eine ausgezeichnete und solide Kundenbasis. Auftragsbestand wie Auftragseingang konnten im Berichtszeitraum kontinuierlich gefestigt werden und rangieren mit einer Reichweite von 15 Monaten weit über dem Branchendurchschnitt. Vor allem im Branchensegment Handel und Konsumgüter vertrauen namhafte Unternehmen ihre Projektumsetzungen der KPS an. Darüber hinaus konnten in den neuen Branchensegmenten Financial Services und Communication Solutions die ambitionierten Zielvorgaben von Anfang an erfüllt werden.

KPS konnte im Geschäftsjahr 2010/2011 seine Position als Marktführer in den definierten Zielbranchen nicht nur festigen, sondern darüber hinaus konsequent weiter ausbauen.

5. KPS-Beratungs- und Serviceportfolio

Bei der Umsetzung unserer Projektphilosophie steht der höchst mögliche Kundennutzen im Vordergrund. Beratung mit "Herz und Verstand" ist unser Leitmotiv und beschreibt die Unternehmenskultur der KPS, die konsequent auf hohen Kundennutzen ausgerichtet ist.

Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode ist KPS in eine neue Dimension der Projektumsetzung vorgedrungen. Von der Strategie und Zieldefinition bis zur System-Transaktion, in einem Framework methodisch eingebettet, verbindet KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Umsetzungskompetenz der Implementierungsberatung. Unser Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Strategie- und Transformationsberatung sowie Prozessoptimierung und Implementierung. Dabei übernimmt KPS die Verantwortung bei der Entwicklung und Umsetzung des messbaren Business Case.

Das Credo der Implementierung lautet Best Practices und wird durch die KPS-Spezialisten für alle Prozesse der SAP-Implementierung in den Bereichen e-Business/e-Commerce, Wholesale/ Retail, Manufacturing, Supply Chain Management, Logistik, Service, Finance/Controlling sowie Core Financial Services (Banking, Insurance)konsequent umgesetzt.

Abgerundet wird das Portfolio durch KPS-Spezialisten für Lösungen aus den Bereichen Enterprise Content Management, Business Analytics sowie der System-Architektur und Integration. Dies beinhaltet den Aufbau und das Management komplexer Server- und Storage-Infrastrukturen, Managed Services Plattformen sowie die Entwicklung von SAP NetWeaver/PI und RUN-SAP basierten Lösungen. Mit dem Portfolio Business Analytics unterstützt KPS die gestiegenen Anforderungen des Managements an Unternehmenssteuerung und Business-Reporting. Die Lösung transformiert das meist statische Berichtswesen in ein zeitgemäßes, flexibles Analyse-Tool und sorgt für transparente Geschäftsprozesse.

Veränderungen erfolgreich gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungsverhältnisses definiert unsere hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden im großen Maße profitieren. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie, dem Bereich Automotive und Aerospace sowie Financial Services und Communication Solutions.

6. Konzernorganisation und -steuerung

Die KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig ist.

Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden.

Im KPS-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Beteiligungsgesellschaften. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis zu den einzelnen Profitcenter-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem EBIT bestimmte segmentund profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet.

7. Personalmanagement

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Im KPS-Konzern waren zum Ende des Berichtszeitraums 112 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt.

8. Veränderungen Vorstand

Mit Wirkung zum 1. Mai 2011 trat Herr Mario Uhl in die KPS AG ein und wurde zum Mitglied des Vorstands der KPS AG berufen. Mit der Verpflichtung von Mario Uhl verstärkt die KPS AG ihre Beratungsaktivitäten unter anderem im Segment Financial Services für Banken & Versicherungen sowie Communication Solutions.

Der Vorstandsvertrag von Herrn Dietmar Müller wurde am 15. April 2011 um weitere drei Jahre verlängert.

Herr Hartmut Cordes ist auf eigenen Wunsch und in einvernehmlicher Abstimmung mit dem Aufsichtsrat mit Wirkung zum 24. September 2011 aus dem Vorstandsgremium der KPS AG ausgeschieden. In seiner zukünftigen Position als Managing Partner wird Herr Cordes weiterhin Aufgaben im Business Development für die KPS Consulting wahrnehmen.

9. Einschätzung des Vorstands zur aktuellen Entwicklung

KPS hat im Geschäftsjahr 2010/2011 die vom Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung verlaufen plangemäß und nachhaltig. Durch die exzellente Unternehmensentwicklung werden stabile Faktoren für ein dauerhaftes und wertorientiertes Wachstum der KPS geschaffen. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß den Prognosen für das Geschäftsjahr 2011/2012 plangemäß entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überein.

b) Darstellung der Lage des KPS-Konzerns nach IFRS

1. Konzernbilanz/Vermögenslage

Zum 30. September 2011 beläuft sich die Bilanzsumme auf 22.367 (i.V. 23.154) TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 787 TEuro verringert.

Entwicklung Vermögenswerte

Die im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sind im Berichtszeitraum auf 12.609 TEuro. Hierin enthalten sind im Wesentlichen die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren Erwerben der KPS AG in Höhe von 9.294 TEuro sowie aktive latente Steuern in Höhe von 2.499 (i.V. 2.432) TEuro.

Die bei den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 9.301 TEuro blieben gegen über dem Vorjahreswert in Höhe von 9.215 TEuro nahezu unverändert.

Entwicklung Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.111 TEuro erhöht und weist zum 30. September 2011 einen Wert in Höhe von 6.371 (i.V. 4.260) TEuro aus. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 28 % (i.V. 18 %). Zur detaillierten Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

Entwicklung Schulden

Die langfristigen Schulden über 40 (i.V. 72) TEuro betreffen lediglich passive latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 40 (i.V. 24) TEuro. Weitere langfristige Schulden sind im Berichtszeitraum keine entstanden.

Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich gegenüber dem Vorjahresstichtag eine Reduzierung um 2.866 TEuro auf 15.956 (i.V.18.822) TEuro. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 764 TEuro sowie auf die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um 3.247 TEuro auf 1.780 (i.V. 5.027) TEuro zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 327 TEuro auf 1.705 (i.V. 1.378) TEuro.

2. Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität gelegt. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2011 über Zahlungsmittel in Höhe von 457 (i.V. 1.350) TEuro. Dem stehen 1.705 (i.V. 1.378) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Die Nettoliquidität wurde zum Bilanzstichtag mit -1.248 (i.V. -28) TEuro ausgewiesen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr +1.459 TEuro gegenüber 6.050 TEuro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -183 (i.V. -58) TEuro und betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -2.496 (i.V. -2.537) TEuro. Die Nettoliquidität verringerte sich durch zusätzliche Mittelabflüsse aus Rückzahlungen von Verbindlichkeiten.

3. Ertragslage

Die Betriebsleistung beläuft sich im Berichtszeitraum auf 50.656 (i.V. 49.857) TEuro. Der Zuwachs resultiert überwiegend aus den um 600 TEuro höheren Umsatzerlösen. Der stärkste Umsatzträger im Berichtsjahr war der Bereich Management Consulting/ Transformationsberatung mit Umsatzerlösen in Höhe von 45.494 (i.V. 43.914) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen (Mieten, Weiterberechnungen, Erträge von Rückstellungsauflösungen) in Höhe von 478 (i.V. 279) TEuro.

Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software sind weiterhin rückläufig und im Vergleich zum Vorjahr von 2.189 TEuro auf 753 TEuro gesunken.

Der Anstieg der bezogenen Fremdleistungen im Berichtszeitraum um 764 (i.V. 5.775) TEuro auf 23.890 (i.V. 23.126) TEuro konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden und ist auf den verstärkten Einsatz von eigenen Mitarbeitern zurückzuführen.

Der Personalaufwand belief sich auf 14.102 (i.V. 13.213) TEuro und ist gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 889 TEuro gestiegen. Dies ist auf die im Berichtszeitraum vermehrte Einstellung von Beratern zurückzuführen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 waren im KPS-Konzern 112 (i.V. 102) Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert und betragen 5.943 (i.V. 5.869) TEuro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten in Höhe von 2.364 (i.V. 1.995) TEuro, Rechtsberatungs-, Prüfungs-, und Kapitalmarktkosten mit 696 (i.V. 835) TEuro, nicht projektbezogene Fremdleistungen mit 1.386 (i.V. 483) TEuro sowie Raum-und Betriebskosten mit 702 (i.V. 1.207) TEuro.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 610 TEuro auf -464 (i.V. -1.074) TEuro verbessert. Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2010/2011 sind Zinsen für strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 102 TEuro enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag im Gesamtbetrag von 632 (i.V. 1.213) TEuro beinhalten laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 682 (i.V. 834) TEuro sowie Erträge aus latenten Steuern von 50 (i.V.1.326) TEuro.

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das EBIT konnte von 5.305 TEuro im Vorjahr um 505 TEuro auf 5.810 TEuro im Geschäftsjahr 2010/2011 gesteigert werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 11,6 % (i.V. 10,7 %).

Das EBITDA verbesserte sich von 5.460 TEuro im Vorjahr um 508 TEuro auf 5.968 TEuro im Geschäftsjahr 2010/2011. Bezogen auf den Umsatz beträgt die EBITDA-Marge 11,9 % (i.V. 11 %).

Der Konzernperiodenüberschuss konnte von 3.005 TEuro im Vorjahr um 1.664 TEuro auf 4.669 TEuro verbessert werden.

Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,14 (i.V. 0,09) Euro.

C) Prognosebericht des Konzerns

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmendaten

Erholung der Weltkonjunktur

Die Erholung der Weltkonjunktur ist in der zweiten Jahreshälfte 2011 ins Stocken geraten. Der Welthandel wird im Jahr 2012 zunächst nur schwach expandieren, sich jedoch im Verlauf des Jahres wieder beleben. Nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) dürfte sich die Weltproduktion für das Jahr 2012 auf einen Wert von knapp 3,4 Prozent verringern, nach voraussichtlich 3,8 Prozent im Jahr 2011. Für 2013 wird wieder mit einer etwas stärkeren Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts auf voraussichtlich 4,0 Prozent gerechnet.

Geringes Wachstum im Euroraum

Im Euroraum rechnet die EU-Kommission für das erste Halbjahr 2012 mit einer stagnierenden Wirtschaftsleistung. Diese wird maßgeblich hervorgerufen durch die Verschärfung der Staatsschuldenkrise, die Instabilität der Bankensysteme mit der Folge, dass sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und für Haushalte deutlich verschlechtern dürften, sowie einer nachlassenden Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Hierauf basierend prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute* für das Jahr 2012 insgesamt eine Verringerung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum auf minus 0,1 Prozent. Für das Jahr 2013 gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute* von einer moderaten Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent aus.

Deutschland mit leichten Wachstumsperspektiven

Die hohe Unsicherheit, die aus der Staatsschuldenkrise im Euroraum resultiert, sowie eine Verschlechterung der internationalen Rahmenbedingungen werden in Deutschland zu einer stagnierenden Wirtschaftsleistung führen, die voraussichtlich bis in die Jahresmitte 2012 andauern wird. Sollte sich jedoch die Vertrauens- und Schuldenkrise in Europa entspannen, rechnen die Wirtschaftsforschungsinstitute* für das Gesamtjahr 2012 mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts um 0,5 Prozent. Ab 2013 wird sich die Konjunktur in Deutschland voraussichtlich weiter festigen können. Allerdings wird mit voraussichtlich 1,7 Prozent das reale Bruttoinlandsprodukt nicht an das Expansionstempo der Jahre 2010 und 2011 herankommen.

2. Geschäftsentwicklung

Gesamteinschätzung der KPS

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht KPS im Geschäftsjahr 2011/2012 von einer Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses aus. Auch für die Jahre danach rechnen wir mit einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum. Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns weiterhin auf die Verbesserung der Ergebnismargen konzentrieren.

Damit einhergehende umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung sind vorgesehen. Bei den Kostenstrukturen sind keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten.

Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2011/2012 resultiert neben der positiven Entwicklung des vergangenen Berichtszeitraums vor allem auf der ausgezeichneten Positionierung der KPS im Markt, dem Technologievorsprung unserer innovativen Projektmethodik sowie dem Entwicklungsvorsprung unserer Produkte.

Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG wollen an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens festhalten und die bestehende strategische Ausrichtung weiterhin konsequent verfolgen. Zentrales Thema dabei ist die Positionierung der KPS als Marktführer für Business Transformation und Prozessoptimierung sowohl in Deutschland als auch in Europa zu festigen und weiter auszubauen. Damit einhergehend ist auch eine Erweiterung der Unternehmensaktivitäten auf andere Zielbranchen im Fokus.

Positive Lageeinschätzung zur Entwicklung der KPS

Vorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage der KPS insgesamt recht positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft ist KPS insgesamt gut aufgestellt und verfügt über eine solide Finanz- und Ertragslage. Maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere hoch innovative KPS Rapid-Transformation® Methode.

Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2011/2012 geht der Vorstand von einem stabilen Wachstum aus, wobei wir den Schwerpunkt auf die nachhaltige Verbesserung der Ergebnismarge legen. Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2011/2012 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang zufriedenstellend entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 55 Mio. Euro und einen EBIT von 6,5 bis 7,5 Mio. Euro.

Unsere Prognose resultiert aus heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die weiteren wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmendaten zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

3. Beratungsportfolio

Positionierung Zielbranchen

Eine zentrale Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2011/2012 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft in den bestehenden Branchen Handel und Konsumgüterindustrie weiter zu festigen und international auszubauen. Des Weiteren legen wir besonderen Fokus auf die Etablierung der KPS Rapid-Transformation® Methode in unseren neuen Zielbranchen Banken und Versicherungswirtschaft sowie bei Unternehmen aus der Telekommunikationsindustrie.

Erweiterung Branchenfokus

Darüber hinaus planen wir den Fokus für Transformationsberatung um weitere Branchen bzw. Kundensegmente zu erweitern. Dabei setzen wir in erster Linie auf unsere Fähigkeiten, die Marktund Geschäftsentwicklung aus eigener Kraft auf organischem Wege umzusetzen. Besonderes Augenmerk legen wir auf die kontinuierliche Verfeinerung und Optimierung unserer Methodik und unseres innovativen Vorgehensmodells.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2011/2012 ebenfalls kontinuierlich weiter wachsen wird. Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung bei SAP- und Non-SAP-Technologien sowie die Integration von heterogenen Systemlandschaften und Architekturen.

Forcierung Produktgeschäft

Erweitert wird das Portfolio der KPS um das Produkt SystemScan. Das branchenübergreifende Tool liefert innerhalb kürzester Zeit mittels einer umfassenden Systemanalyse Informationen über verwendete Funktionen sowie zugrunde gelegte Prozesse und deren Nutzung. Durch die damit gewonnene Systemtransparenz erhalten unsere Kunden wertvolle Einblicke in ihre komplexen Systemarchitekturen und -landschaften. Projektkosten und -aufwände können im Vorfeld sicher abgeschätzt und Risiken deutlich minimiert werden.

Details über die Funktionalität der genutzten Programme und Transaktionen werden betriebswirtschaftlich analysiert und ausgewertet. Über ein hochentwickeltes Kennzahlensystem werden konkrete Informationen über die Systemnutzung bereitgestellt und Optimierungspotentiale identifiziert.

Des Weiteren werden umfangreiche Geschäftsprozessmodelle zur Darstellung der individuellen Prozesslandschaft im Unternehmen generiert.

D) Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risikomanagement

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation® Methode, kann auf ungewünschte Ereignisse zeitnah reagiert und gegengesteuert werden. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager und in turnusmäßigen Reviews mit den Managing Partnern sowie dem Vorstand.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, welches kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiter entwickelt wird.

Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfangreiches Finance und Controlling System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt.

2. Marktchancen und Risiken

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung auf das Investitionsverhalten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

KPS verfügt über eine exzellente Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche Produktportfolio der KPS liefert die Basis für ein hohes Cross-Selling-Potential. Aufgrund der sehr hohen Kundenzufriedenheit bei laufenden wie der Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte tragen Cross-Selling-Aktivitäten vermehrt zur Umsatzgenerierung bei.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte.

3. Wettbewerbschancen und Risiken

KPS ist ein auf Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungshaus und rangiert in Deutschland unter den Top 25 der Managementberatungsunternehmen. Im Segment der mittelständischen Beratungshäuser ist KPS unter den Top 10 in Deutschland positioniert. (Quelle: Lünendonk)

Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode hat KPS eine neue Dimension der Projektumsetzung entwickelt. Dabei wird die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung in hoch professionelle Umsetzungskompetenz integriert. KPS minimiert damit das Einführungsrisiko deutlich und garantiert nachweislich einen schnellen ROI.

Wir beobachten im Markt Tendenzen, dass Mitbewerber versuchen, unser erfolgreiches Modell nachzuahmen. Wir können nicht ausschließen, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen versuchen, eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen.

4. Skaleneffekte Chancen und Risiken

Bei der aktuellen Unternehmensgröße und einem Jahresumsatz größer 50 Mio. Euro sowie einer stabilen Beratungsmannschaft von mehr als 300 Beratern hat sich die Attraktivität der KPS für große Konzernunternehmen noch weiter erhöht. Damit erhöht KPS vermehrt seine Attraktivität, als Generalunternehmen bei Großkunden eingesetzt zu werden.

5. Weitere operative Chancen und Risiken

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben.

Die KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.

Die KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie an Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS jedoch lediglich bei 2 % liegt, sind die daraus resultierenden Risikopotentiale als gering einzustufen. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

6. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur begrenzt. Gleiches gilt für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. Ein Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen wird regelmäßig überprüft.

7. Steuerliche Risiken

Es bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuer rückgestellten Beträge. Die im Berichtszeitraum durchgeführten Betriebsprüfungen sind abgeschlossen und die daraus resultierenden Belastungen im Abschluss verarbeitet.

8. Bestandsgefährdende Risiken

Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine erkennbar.

E) Nachtragsbericht

Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichtes keine berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild von der Lage des Konzerns beeinflussen.

F) Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Rechnungswesen und Controlling der KPS-Gruppe arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollund Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich identifizieren, minimieren bzw. vollständig vermeiden zu können. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung von der KPS-Gruppe abgewendet werden.

Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, intern in den Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von IT-Berechtigungskonzepten sind Bestandteile unseres internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt systemgestützt mittels unserer ERP-Software SAP eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden – soweit wesentlich bzw. gesetzlich erforderlich – einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

G) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

H) Vergütungsbericht

1. Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Planzahlen im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für die Vorstandsmitglieder, auch für den im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Vorstand, insgesamt 1.464 (i.V. 1.247) TEuro, wobei der variable Anteil 31 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt; ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt vor. Den Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zur private Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

2. Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6fache dieses Betrags. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf insgesamt 55 TEuro (i.V. 55 TEuro).

I) Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 32.742.531 Euro. Es ist eingeteilt in 32.742.531 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald besteht ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen bis zum 31. Dezember 2015.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

J) Kapitalbeteiligungen gröSSer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2011 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

Stück In Prozent
Michael Tsifidaris 9.184.894 28,05 %
Dietmar Müller 8.469.895 25,87 %
Leonardo Musso 4.349.144 13,28 %
Uwe Grünewald 4.349.143 13,28 %

K) Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

L) Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

M) Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

N) Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2009/I an für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital 2009/I).

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bedingt um 17.823.787 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom gleichen Tage ermächtigt wurde.

O) Eigene Aktien

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zu 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals eigene Aktien zu erwerben und zu verwenden unter Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts. Die Ermächtigung gilt bis zum 20. Mai 2015. Bis zum Bilanzstichtag 30. September 2011 wurden 279.878 Stück Aktien erworben.

P) Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens aber für die Dauer von drei Jahren.

Q) Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die KPS AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

R) Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der KPS AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Unterföhring, den 27. Januar 2012

Dietmar Müller Mario Uhl Vorstand Vorstand

KPS-Konzern Geschäftszahlen

für das Geschäftsjahr 2010/2011

27

KPS AG, Unterföhring Konzernbilanz zum 30. September 2011

A k t i v a

in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
A. Langfristige
Vermöge
nswe
rte
I. Immaterielle Vermögenswerte D.1.1
Software 631 738
Geschäfts- oder Firmenwert 9.294 9.294
9.925 10.032
II. Sachanlagen D.1.2.
Betriebs- und Geschäftsausstattung 185 63
Finanzanlagen D.1.3.
Sonstige Ausleihungen 0 62
10.110 10.157
IV. Aktive Latente Steuern D.1.4. 2.499 2.432
B. Kurzfristige
Vermöge
nswe
rte
I. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen D.2.1. 214 0
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen D.2.2. 8.897 8.692
3. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern D.2.4. 25 228
4. Sonstige Vermögenswerte D.2.3. 165 295
9.301 9.215
II. Guthaben bei K
reditinstituten
D.2.5. 457 1.350
9.758 10.565
Summe Aktiva 22.367 23.154

28

29

P a s s i v a

in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
A. Eige
nkapital
I. Gezeichnetes K
apital
D.3.1. 32.463 32.743
II. apitalrücklage D.3.4. -18.889 -18.889
Gewinnrücklagen D.3.5. 55 55
IV.
Bilanzverlust
D.4. -7.258 -9.649
6.371 4.260
B. Langfristige
Sc
hulden
D.5.
1. Sonstige Verbindlichkeiten 0 48
2. Passive latente Steuern 40 24
40 72
C. Kurzfristige
Sc
hulden
1. Steuerrückstellungen D.6.1. 3.211 2.855
2. Sonstige Rückstellungen D.6.2. 3.367 2.798
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten D.6.3. 1.705 1.378
4. Erhaltene Anzahlungen D.6.4. 196 191
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.6.5. 5.697 6.461
6. Schulden aus Ertragsteuern D.6.7. 0 112
7. Sonstige Verbindlichkeiten D.6.6. 1.780 5.027
15.956 18.822
Summe Passiva 22.367 23.154

KPS Konzernabschluss nach IFRS Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

in TEuro 2010/2011 2009/2010
1. Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen E.1. 50.377 50.004
Erlösschmälerungen -199 -426
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen 50.178 49.578
2. Sonstige betriebliche Erträge E.2. 478 279
3. Betriebsleistung 50.656 49.857
4. Materialaufwand E.3. -24.643 -25.315
a) Aufwendungen für bezogene Waren -753 -2.189
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.890 -23.126
5. Personalaufwand E.4. -14.102 -13.213
a) Löhne und Gehälter -12.980 -12.130
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.122 -1.083
6. Abschreibungen E.5. -158 -155
-
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
-158 -155
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen E.6. -5.943 -5.869
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge E.7. 23 40
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen E.8. -487 -1.114
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.346 4.231
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag E.9. -632 -1.213
12. Sonstige Steuern E.10. -45 -13
13. Konzernperiodenüberschuss 4.669 3.005
-
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter
0 0
-
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der KPS AG
4.669 3.005
Anzahl der Aktien in tausend Stück – verwässert/unverwässert,
durchnittlich gewichtet
32.554 32.743
Ergebnis je Aktie in Euro -– verwässert/unverwässert E.11. 0,14 0,09

30

KPS Konzernabschluss nach IFRS Gesamtergebnis für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

Gesamtergebnis

in TEuro 2010/2011 2009/2010
Ergebnis nach Ertragssteuern 4.669 3.005
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 0 0
Gesamtergebnis 4.669 3.005
- davon Gesamtergebnis anderer Gesellschafter 0 0
- davon Gesamtergebnis der Aktionäre der KPS AG 4.669 3.005

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. Euro
msatzerlöse 50,18
EBITD
A
5,97
EBITD
A-Marge
11,90 %
EBIT 5,81
EBIT
-Marge
11,60 %

KPS AG, Unterföhring Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

in TEuro KPS-Konzern
2010/2011
Kps-Konzern
2009/2010
A. Laufende Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen 5.810 5.305
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 158 155
Veränderung der Forderungen und sonstiger Aktiva -87 -687
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen 467 -754
Veränderung der übrigen Schulden -4.213 2.175
Verluste aus Anlagenabgängen 10 -61
Gezahlte Ertragsteuern -326 240
Gezahlte sonstige Steuern -13 -13
Gezahlte Zinsen -370 -350
Erhaltene Zinsen 23 40
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.459 6.050
B.
Investitionstätigkeit
Investitionen in das Anlagevermögen -185 -58
Einzahlungen aus Anlageverkäufen 2 0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -183 -58
C.
Finanzierungstätigkeit
Rückzahlung Ausleihungen 62 22
Erwerb eigener Anteile -280 0
Gewinnausschüttung gem. Einbringungsvertrag 0 -2.559
Dividendenausschüttungen -2.278 0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -2.496 -2.537
. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.220 3.455
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode -28 -3.483
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
F.
-1.248 -28

33

Zusammensetzung Finanzmittelfonds

Stand Stand
in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
Kassenbestand, Bankguthaben 457 1.350
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -1.705 -1.378
Finanzmittelfonds -1.248 -28

KPS AG, Unterföhring Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 30. September 2011

Gezeichnetes Kapital
in TEuro Grundkapital eigene Aktien Summe Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Bilanz
verlust
Gesamt
Stand 1.10.2010 32.743 0 32.743 -18.889 55 -9.649 4.260
Periodenergebnis
2010/2011
4.669 4.669
Erwerb eigene Anteile -280 -280 -280
Dividendenausschüttung -2.278 -2.278
Stand 30.9.2011 32.743 -280 32.463 -18.889 55 -7.258 6.371
D.3.1 D.3.6 D.3.4 D.3.5 D.4.
Vorjahr Gezeichnetes Kapital
Grundkapital eigene Aktien Summe Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Bilanz
verlust
Gesamt
Stand 1.10.2009 32.743 0 32.743 -18.848 14 -10.095 3.814
Periodenergebnis
2009/2010
3.005 3.005
Ausschüttung gem.
Einbringungsvertrag vom
22.10.2007
-2.559 -2.559
Bewertung Aktienoptionen -41 41 0
Stand 30.9.2010 32.743 0 32.743 -18.889 55 -9.649 4.260

KPS-Konzern Anhang

35

für das Geschäftsjahr 2010/2011

A. Allgemeine Grundlagen

Die KPS AG wurde in 1998 gegründet und ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 85774 Unterföhring, Betastraße 10h, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Tätigkeitsbereiche des KPS-Konzerns gehen aus der unter Punkt H. dargestellten Segmentberichterstattung hervor.

Die Aktien der KPS AG, München, wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Dessen Regeln erfordern die Aufstellung von Jahresabschlüssen nach einer der international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften IFRS oder US-GAAP oder eine Überleitung vom nationalen HGB-Abschluss auf ein internationales Rechenwerk.

Die KPS AG stellt als Mutterunternehmen ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Über die Angabepflichten nach IFRS hinaus wurden auch die nach § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Satzung der KPS AG berücksichtigt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Aus der Wiedergabe in TEuro können sich geringfügige Differenzen in der Darstellung einzelner Beträge innerhalb des Konzernabschlusses ergeben.

Der vorliegende Abschluss wurde am 27. Januar 2012 vom Vorstand aufgestellt und nach Billigung durch den Aufsichtsrat am 31. Januar 2012 zur Veröffentlichung freigegeben.

B. Darstellung des Abschlusses

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie im Vorjahr bei dem Posten Umsatzerlöse um den Ausweis der Erlösschmälerungen erweitert. Die Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gem. IAS 1 in lang- und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgegliedert. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr oder darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen wir in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten aus. Latente Steueransprüche bzw. –verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.

Vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden

Der vorliegende Konzern-Abschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:

  • → Die Konsolidierung erfolgt im Rahmen einer "reverse acquisition" gemäß IFRS 3. Das wirtschaftliche Mutterunternehmen ist die KPS Business Transformation GmbH, die im Rahmen einer Sachkapitalübernahme im Geschäftsjahr 2007/2008 von der KPS AG erworben wurde.
  • → Anteilige Gewinnrealisierung gemäß Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11)

  • → Verzicht auf die Bildung sonstiger Rückstellungen, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 Prozent liegt

  • → Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung und Durchführung einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) gemäß IFRS 3 und IAS 36
  • → Aktivierung von Steuerminderungsansprüchen auf Verlustvorträge

Seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen:

Standard/Interpretationen

Anwendungspflicht
1 Erstmalige Anwendung der IFRS – Fassung vom 27. November 2008 1.1.2010
1 Erstmalige Anwendung der IFRS – zusätzliche Erleichterung für Erstanwender 1.1.2010
1 Änderung der IFRS 1, begrenzte Ausnahme für Vergleichsangaben nach
IFRS 7 für erstmalige Anwender
1.7.2010
2 Änderung anteilsbasierte Vergütungen 1.1.2010
IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten und ähnlichen Rechten 1.2.2010
C 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien 1.1.2010
C 17 Sachausschüttungen an Eigentümer 1.11.2009
C 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden 1.11.2009
C 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 1.7.2010
Verbesserung
der IFRS
Einzelfallregelungen Einzelfallregelungen

Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf den Jahresabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2010/11 nicht verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

Standard/Interpretation Anwendungspflicht Voraussichtliche Auswirkungen IFRS 1* Änderung IFRS 1: schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten 1.7.2011 Keine IFRS 7* Änderung der IFRS 7: Anhangsangaben 1.7.2011 Anhangsangaben IFRS 9* Finanzinstrumente 1.1.2013 Klassifizierung/ Bewertung IFRS 10* Konzern-Abschluss 1.1.2013 Keine IFRS 11* Gemeinschaftliche Vereinbarungen 1.1.2013 Keine IFRS 12* Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 1.7.2012 Keine IFRS 13* Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 1.1.2013 Keine IAS 1* Darstellung des Abschlusses – Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses 1.1.2013 Keine IAS 12* Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte 1.1.2012 Keine IAS 19* Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 Keine IAS 24 Angabe zu nahestehenden Personen 1.1.2011 Anhangsangaben IAS 27* Einzelabschlüsse 1.1.2013 Keine IAS 28* Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.10.2013 Keine IFRIC 14 Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen 1.1.2011 Keine Verbesserungen der IFRS Einzelfallregelungen Einzelfallregelungen Einzelfallprüfung

* Noch nicht von der EU genehmigt.

B.1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.

Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:

Beteiligung Gezeichnetes K
apital
Eigenkapital Jahresergebnis
in TEuro Sitz Anteil
in %
30.9.2011
(Vorjahr)
30.9.2011
(Vorjahr)
2010/2011
(Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH Unterföhring 100 500
(500)
584
(558)
1.776
(1.658)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 6.300
(6.300)
6.330
(8.122)
77
(253)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 26
(26)
31
(30)
1
(0)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 5.113
(5.113)
52
(-1.800)
1.852
(-871)
KPS Consulting AG Zürich/
Schweiz
99 62
(62)
-1.326
(-1.260)
-66
(-5)
KPS Documents GmbH Saarbrücken 100 250
(250)
274
(468)
21
(23)
KPS Product Lifecycle GmbH Unterföhring 100 40
(40)
93
(10)
83
(29)
Preis24.com GmbH Unterföhring 100 75
(75)
97
(97)
0
(-2)

Bilanzstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.

B.2. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum 30. September 2011 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert bzw. wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

B.3. Währungsumrechung

Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagkurs der in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Vergleich zum Euro wie folgt verändert:

Währungsumrechnung

im Verhältnis zu einem Euro

Mittlerer Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
30.9.2011 30.9.2010 2010/2011 2009/2010
Schweiz CHF 1,217 1,3285 1,2573 1,4290
änemark DKK 7,4416 7,4515 7,4539 7,4437
Großbritannien GBP 0,8650 0,8600 0,8689 0,8693

B.4. Berichts- und Vergleichsperioden

Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2010/2011 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011.

Die KPS AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2010/2011 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt. Die Abkürzung "i.V." steht dabei für "im Vorjahr".

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C.1. Grundsätze

Der Jahresabschluss basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nicht besonders vermerkt, erfolgt ein Ansatz der Aktiv- und Passivposten zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C.2. Zahlungsmittel

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben, Kassenbeständen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Forderungen werden erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertberichtigungen wird im Einzelfall auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Betrages geschätzt. Der Ausweis der entsprechenden Aufwendungen erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

C.4. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Unfertige Leistungen werden als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten sowie mit dem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag, soweit das Ergebnis der Aufträge verlässlich bestimmt werden kann. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden saldiert.

C.5. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstanden ist, Nutzen ziehen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich gemäß IAS 36 sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (value in use), der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind Daten aus der jeweiligen detaillierten Unternehmensplanung mit anschließendem Übergang in die ewige Rente.

Die detaillierte Unternehmensplanung wird von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellt. Das angenommene fortwährende Wachstum von 2 % entspricht den allgemeinen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Zur Ermittlung des Barwerts der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Unternehmenssteuern von 9,30 (i.V. 9,29) %, der die jeweilige Renditeerwartung der Alternativinvestition repräsentiert. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.

C.6. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben aufgedeckten stillen Reserven bei Geschäftserwerben im Wesentlichen erworbene Software und Lizenzen, die zu fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten erfasst werden.

Selbsterstellte Software wird aktiviert, wenn die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Der Ansatz erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Kosten.

Software, Konzessionen und ähnliche Rechte werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (bei Software in der Regel drei Jahre, ERP-Software 10 Jahre, Lizenzen nach der erwarteten Nutzungsdauer oder den kürzeren Vertragslaufzeiten) abgeschrieben. Soweit notwendig werden Abschreibungen vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des jeweiligen Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt.

C.7. Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden berücksichtigt, wenn der beizulegende Zeitwert des betroffenen Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Steigt der beizulegende Zeitwert für einen zuvor wertgeminderten Vermögenswert, so findet eine Wertaufholung auf die um die planmäßigen Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten statt.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zu Grunde:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

C.8. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Zinslose Ausleihungen werden abgezinst. Niedrigere beizulegende Zeitwerte werden angesetzt, soweit Hinweise für Verluste bestehen. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden direkt erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

C.9. Finanzinstrumente

Als Finanzinstrumente werden Verträge bezeichnet, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Ein Finanzinstrument wird bilanziell erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Instruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche des Konzerns bezüglich der Zahlungsströme aus dem Finanzinstrument auslaufen oder wenn eine Übertragung des Finanzinstruments an eine andere Partei unter Einschluss der Kontrolle bzw. aller wesentlichen Risiken und Nutzen vorgenommen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die im Vertrag spezifizierten Verpflichtungen des Konzerns auslaufen oder erlassen bzw. gekündigt werden. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei regulärem Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten zum Handelstag, d.h. an dem Tag, an dem der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Nach IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten in folgende vier Kategorien unterteilt:

  • → erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden
  • → bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
  • → Kredite und Forderungen
  • → zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale).

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Schulden nach IAS 39 gelten derivative Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene originäre Finanzinstrumente sowie alle Finanzinstrumente, die ein Unternehmen freiwillig dieser Kategorie zuordnet. Ein finanzieller Vermögenswert wird in diese Kategorie eingestuft, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde.

Finanzinstrumente werden im KPS-Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Als fortgeführte Anschaffungskosten gilt der Betrag,

  • → mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei erstmaliger Erfassung unter Einbeziehung der Transaktionskosten bewertet wurde
  • → abzüglich zwischenzeitlicher Tilgungen und außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit und
  • → ggf. zu- oder abzüglich einer Differenz (Agio) zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag, die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Schuld verteilt wird.

Bei kurzfristigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten sind die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag identisch.

Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Marktoder Börsenwert, also dem Preis, zu dem das Finanzinstrument in einer laufenden Transaktion zwischen zwei voneinander unabhängigen Partnern frei gehandelt werden kann. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt.

Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht an einem aktiven Markt notierte Finanzinstrumente, die fixe bzw. bestimmbare Zahlungen aufweisen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie ggf. unter Abzug von Wertminderungen. Dabei handelt es sich insbesondere um

  • → Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • → sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte und Schulden sowie
  • → Finanzschulden.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzuordnen sind. Sie werden den langfristigen Vermögenswerten zugerechnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag zu veräußern. In der Regel weisen sie keine festgelegten bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten auf. Der Bilanzansatz erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen dieses Zeitwerts – mit Ausnahme von Wertberichtigungen – unter Berücksichtigung von Steuerlatenzen direkt im Eigenkapital erfasst werden. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt bei Abgang des Vermögenswertes.

Derivative Finanzinstrumente liegen im KPS Konzern nicht vor.

C.10. Latente Steueransprüche/-schulden

Latente Steueransprüche und -schulden werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf sämtliche temporäre Bilanzierungsund Bewertungsunterschiede zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gebildet. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden gesondert ermittelt und angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Eine Aktivierung erfolgt, wenn deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die Berechnung der latenten Steuern wird im Geschäftsjahr ein Steuersatz von 27,4 (i.V. 28,1) % herangezogen, der sich aus der Belastung mit Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergibt. Die Änderung des Steuersatzes resultiert aus der Anpassung des Gewerbesteuerhebesatzes der Gemeinde Unterföhring. Eine Abzinsung der aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht vorgenommen.

C.11. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verbindlichkeiten wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird im Wege der Schätzung ermittelt und basiert auf denjenigen Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

C.12. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG wird um die erworbenen eigenen Aktien gekürzt. Ausgewiesen werden die an Dritte ausgegebenen Anteile. Der beim Erwerb der eigenen Aktien bezahlte Börsenkurs wird mit dem gezeichneten Kapital verrechnet. Die Nebenkosten aus dem Aktienerwerb werden erfolgswirksam erfasst.

In der Kapitalrücklage ist der Betrag enthalten, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. Der negative Betrag ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der "reverse acquisition" eine Anpassung des Eigenkapitals der wirtschaftlichen Mutter (KPS Business Transformation GmbH) an das Grundkapital der KPS AG erfolgt ist.

In den Gewinnrücklagen sind die Beträge aus nicht ausgeübten Aktienoptionen enthalten.

C.13. Umsatzrealisation

Eine Umsatzrealisierung nach IAS 18 erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung, d.h. sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

Bei Wartungsverträgen, die über einen definierten Zeitraum geschlossen werden, erfolgt eine lineare Verteilung der Umsatzerlöse über den Zeitraum der Leistungserbringung. Etwaige Abgrenzungsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Sofern bei einem Werkvertrag das Projektergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden die entsprechenden Umsatzerlöse im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert. Die jeweils für die Schätzung zu Grunde gelegten Umsatzerlöse umfassen den ursprünglichen Vertragswert zuzüglich etwaiger Änderungen im Leistungsumfang, sofern ein künftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und eine verlässliche Bewertung erfolgen kann. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der cost-to-cost-Methode ermittelt. Ein voraussichtlicher Verlust eines Auftrags wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

C.14. Zinsen

Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

C.15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach IAS 12. Demnach sind alle sich auf Steuern vom Einkommen und Ertrag beziehende, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Steuerverbindlichkeiten oder -forderungen in den einbezogenen Jahresabschlüssen gemäß den für die Konzerngesellschaften geltenden Steuergesetzen aufzunehmen.

Darüber hinaus sind latente Steuereffekte abzubilden.

C.16. Bewertung von Aktienoptionen

Nach IFRS 2 werden Vergütungen durch die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten (Aktienoptionen) an Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Ausgabe anteilig über die Sperrfrist im Personalaufwand und in der Kapitalrücklage erfasst. Die Aktienoptionen werden zu diesem Zweck im Zeitpunkt der Ausgabe nach einem anerkannten Optionspreismodell bewertet. Nach Ablauf der Sperrfrist werden Veränderungen hinsichtlich der Mitarbeiter gemäß IFRS 2.23 in die Gewinnrücklagen umgebucht. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Angaben unter I.1.

C.17. Verwendung von Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden bzw. der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen Rückstellungen, der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie der vom Konzern selbsterstellten Software.

Alle wesentlichen Schätzungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf den Erfahrungen des Managements und den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

D.1 Langfristige Vermögenswerte

Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend unter D.1.1. bis D.1.3. erläuterten langfristigen Vermögenswerten verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.

D.1.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2011 war selbsterstellte Software in Höhe von 617 (i.V. 710) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 93 (i.V. 93) TEuro.

Die Abschreibungen auf Software werden unter dem Gliederungspunkt 6.a. der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen.

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 9.294 (i.V. 9.294) TEuro und verteilt sich auf zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Zum einen entfällt ein Betrag von 8.949 (i.V. 8.949) TEuro auf die KPS Services GmbH ; zum anderen betrifft ein Betrag von 345 (i.V 345) TEuro den Erwerb der KPS Documents GmbH.

D.1.2. Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

D.1.3. Finanzanlagen

Die im Vorjahr den langfristigen Vermögenswerten zugeordnete sonstige Darlehensausleihung an einen ehemaligen Mitarbeiter wurde im Geschäftsjahr außerplanmäßig getilgt.

D.1.4. Aktive latente Steueransprüche

Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 2.499 (i.V. 2.432) TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG, der KPS Services GmbH sowie der KPS Lifecycle GmbH wider.

D.2. Kurzfristige Vermögenswerte

D.2.1. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten Leistungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 214 (i.V. 0) TEuro.

D.2.2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2011 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.897 (i.V. 8.692) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 87 (i.V. 100) TEuro gebildet sind.

Die Wertberichtigungen auf Forderung aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt:

In TEuro 2010/2011 2009/2010
Stand Wertberichtigungen am 1.10. 100 99
+ Zuführungen 0 1
-Verbrauch /Auflösung -13 0
Stand Wertberichtigungen am 30.9. 87 100

D.2.3. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 165 (i.V. 295) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:

In TEuro 30.9.2011 30.9.2010
Steuererstattungsansprüche
aus sonstigen Steuern
0 15
Forderungen gegenüber
Mitarbeitern
2 9
Darlehen an ehemalige
Mitarbeiter
0 27
Geleistete Vorauszahlungen 89 148
Geleistete Kautionen 5 9
Übrige Forderungen 69 87
Summe sonstige
Vermögenswerte
165 295

D.2.4. Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von 25 (i.V. 228) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern für Vorjahre.

D.2.5. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 457 (i.V. 1.350) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung unter Punkt G.

D.3. Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapital-Veränderungsrechnung.

D.3.1. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 32.462.653 (i.V. 32.742.531) Euro. Es wurde im Geschäftsjahr um erworbene eigene Anteile gekürzt. Das Grundkapital verteilt sich insgesamt auf 32.742.531 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien und ist voll eingezahlt.

D.3.2. Genehmigtes Kapital

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro beschlossen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital ab der Eintragung in das Handelsregister für fünf Jahre einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen.

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht auch ausgeschlossen werden.

Die Eintragung des genehmigten Kapital 2009/I ist am 24. September 2009 im Handelsregister erfolgt.

Das genehmigte Kapital wurde bisher nicht genutzt.

D.3.3. Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 wurde der Beschluss gefasst, dass das Grundkapital um bis zu 366.510,00 Euro durch die Ausgabe von 366.510 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, bedingt erhöht wird (Bedingtes Kapital 2004/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der zur Geschäftsführung befugten Organe verbundener in- und ausländischer Unternehmen ("Mitglieder der Geschäftsführung" – Gruppe 1) und an Mitarbeiter der Gesellschaft und Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft ("Arbeitnehmer" – Gruppe 2). Die Aktienoptionen wurden in voller Höhe durch die berechtigten Mitarbeiter übernommen, aber nicht ausgeübt.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2009 wurde der Beschluss gefasst, das Kapital der KPS AG bedingt um 17.823.787,00 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient zur Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zur Ermächtigung der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen von der Gesellschaft ausgegeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur in dem Maße durchgeführt, als die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen bzw. das bedingte Kapital nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen benötigt wird, insbesondere die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Das bedingte Kapital 2009/I wurde am 23. September 2009 im Handelsregister eingetragen und wurde bisher nicht ausgenutzt.

D.3.4. Kapitalrücklage

Der negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Geschäftsjahr 2007/2008 vorgenommenen Reverse Acquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG.

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in TEuro

Stand 1.10.2010 -18.889
Erwerb eigener Aktien 0
Stand 30.9.2011 -18.889

D.3.5. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 endete. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Sich ergebende Veränderungen aus Fluktuation, Auslaufen des Ausübungsrechts etc. wurden in der Gewinnrücklage abgebildet.

D.3.6. Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 wurde die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts ausgesprochen.

Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Der Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2015. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und bis zum Abschlussstichtag insgesamt 279.878 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro erworben. Die Anschaffungskosten hierfür betrugen 280 TEuro.

D.4. Bilanzverlust

Die Entwicklung des zum 30. September 2011 ausgewiesenen Bilanzverlusts in Höhe von -7.258 (i.V. -9.649) TEuro lässt sich wie folgt darstellen:

in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
Stand 1.10. -9.649 -10.095
Jahresüberschuss 4.669 3.005
Dividendenausschüttung -2.278 -2.559
Stand 30.9. -7.258 -9.649

Die Ausschüttung beruht auf dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31. März 2011.

D.5. Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden in Höhe von 40 (i.V.72) TEuro setzen sich wie folgt zusammen:

30.9.2011 30.9.2010
Schadensersatzverpflichtungen 0 48
passive latente Steuern 40 24
Summe langfristige Schulden 40 72

Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und Konzernbilanz. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter Punkt E.9.

D.6. Kurzfristige Schulden

D.6.1. Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

in TEuro 1.10.2010 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.9.2011
Körperschaftsteuer 184 -5 0 166 345
Gewerbesteuer 2.671 -19 0 214 2.866
Gesamt 2.855 -24 0 380 3.211

In der Gewerbesteuerrückstellung ist ein Betrag von 2.472 (i.V. 2.371) TEuro für mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten. Die Rückstellung beinhaltet einen Betrag von 768 (i.V. 666) TEuro für potentielle Nachforderungszinsen.

Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme werden durch eine anhängige BFH-Entscheidung des VIII. Senats (BFH, VIII-R-2/08) bestimmt, der die Frage nach der Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen im Billigkeitswege zu klären hat.

D.6.2. Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche und noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft.

D.6.3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 1705 (i.V. 1.378) TEuro.

D.6.4. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 196 (i.V. 191) TEuro und betreffen mit 110 TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 86 TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

in TEuro 1.10.2010 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.9.2011
Personal 1.881 -1.857 -18 2.741 2.747
Ausstehende Rechnungen 434 -310 -119 241 246
Abschluss- und Prüfungskosten 137 -119 -16 90 92
Übrige 346 -132 -164 232 282
Gesamt 2.798 -2.418 -317 3.304 3.367

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. Die erwarteten Fälligkeiten bewegen sich im kurzfristigen Rahmen.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe am Abschlussstichtag noch nicht endgültig feststand.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

D.6.5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vorwiegend aus eingekauften beratungsleistungen.

D.6.6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 1.780 (i.V. 5.027) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
bis 3
Monate
3 - 12
Monate
bis 3
Monate
3 - 12
Monate
Abzuführende Lohn
und Kirchensteuer
328 0 286 0
Abzuführende
Sozialversicherungen
5 0 27 0
Verbindlichkeiten
gegenüber Mitarbei
tern
1.053 0 1.341 0
Verbindlichkeiten
Umsatzsteuern und
so. Steuern
60 0 0 0
Verbindlichkeit aus
Schadensersatz
0 0 552 650
Verbindlichkeiten
ehem. Gesellschafter
0 0 2.007 0
Verbindlichkeiten aus
Doppelzahlungen
301 0 0 0
übrige
Verbindlichkeiten
33 0 164 0
Summe sonstige
Verbindlichkeiten 1.780 0 4.377 650

E. Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung

E.1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt H. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

Berichtsjahr
2010/2011
Berichtsjahr
2009/2010
TEuro % TEuro %
Erbringung von
Dienstleistungen
49.160 99 47.036 95
Verkauf von Gütern 557 1 2.220 4
Erlöse aus
Fertigungsaufträgen
214 0 0 0
Nutzungsentgelte 247 0 322 1
50.178 100 49.578 100

D.6.7. Schulden aus Ertragsteuern

Die Schulden aus Ertragsteuern in Höhe von 0 (i.V. 112) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern für Vorjahre.

E.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 478 (i.V. 279) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:

in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen
317 61
Mieterträge aus Untervermie
tung Büroräume
18 26
Erträge aus Kursdifferenzen 6 27
Weiterverrechnung Sachbezüge
an Mitarbeiter
9 13
übrige Erträge 128 152
Summe sonstige
betriebliche Erträge 478 279

E.3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 24.643 (i.V. 25.315 ) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 753 (i.V. 2.189) TEuro sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von 23.890 (i.V. 23.126 ) TEuro.

E.4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 14.102 (i.V. 13.213) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 12.980 (i.V. 12.130) TEuro und auf Sozialaufwendungen 1.122 (i.V. 1.083) TEuro.

Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 8 (i.V. 17) TEuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 97 (i.V. 96) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer), davon 88 (i.V. 85) Berater und 9 (i.V. 11) Verwaltungsangestellte beschäftigt.

E.5. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 158 (i.V. 155) TEuro. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 5.943 (i.V. 5.869) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:

in TEuro 30.9.2011 30.9.2010
Raumkosten 272 632
Reise- und Bewirtungskosten 1.785 1.460
Kfz-Kosten 577 535
Telefon- und sonstige
Kommunikationskosten
226 242
Fremdleistungen 1.386 483
Versicherungen 72 165
Kapitalmarktkosten 166 152
Rechts-, Beratungs- und
Prüfungskosten
490 683
Werbe- und
Repräsentationskosten
185 191
Personal- und
Buchhaltungskosten
278 174
Maschinen-Mieten 134 168
übrige Aufwendungen 372 984
Summe sonstige betriebliche
Aufwendungen 5.943 5.869

E.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 23 (i.V. 40 ) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und die Verzinsung von Avalkonten.

E.8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betragen 487 (i.V. 1.114 ) TEuro und beinhalten insbesondere Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 370 (i.V. 302) TEuro, Factoringgebühren in Höhe von 0 (i.V. 49) TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 102 (i.V. 666) TEuro.

E.9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2010/2011 und 2009/2010 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

in TEuro 2010/2011 2009/2010
Laufender Steueraufwand -682 -834
Periodenfremder Steueraufwand -1.705
Latenter Steuerertrag 50 1.326
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag -632 -1.213

Die latenten Steuern resultieren aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.

Zum 30. September 2011 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 96.092 (i.V. 97.384) TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 93.440 (i.V. 99.583) TEuro für Körperschaftsteuer.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittssteuersatz von 27,4 (i.V. 28,1) % zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,8 (i.V. 15,8) % und Gewerbesteuer von 11,6 (i.V. 12,3) %.

Der Betrag der noch nicht genutzten steuerlichen Verlust, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt für Körperschaftsteuer 87.183 TEuro und für Gewerbesteuer 84.015 TEuro.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

in TEuro 2010/2011 2009/2010
Jahresergebnis vor Ertragssteuern 5.301 4.231
Ertragsteuersatz 27,4 % 30,0 %
Erwarteter (rechnerischer)
Steueraufwand
-1.451 -1.269
Steuerauswirkungen durch:
Steuereffekte aus Verlustvorträgen
und Verlustpotentialen
408 487
Steuereffekte aus
Goodwillabschreibungen
394 113
Steuereffekte aus nicht
abzugsfähigen Betriebsausgaben
und weiteren steuerlichen
Modifikationen
-14 -120
Latente Steuern auf
Verlustvorträge
67 1.323
Latente Steuern aus HB II -
Anpassungen
-16 3
periodenfremde Steuereffekte 0 -1.705
übrige Effekte -20 -45
tatsächlicher Ertragsteueraufwand -632 -1.213
Effektiver Steuersatz -11,9 % -28,7 %

Die Steuerabgrenzungen beruhen auf folgenden Positionen:

in TEuro 2010/2011 2009/2010
Latente Steueransprüche
aus steuerlichen
Verlustvorträgen
2.499 2.432
2.499 2.432
davon kurzfristig 443 759
Latente Steuerschulden
Zukünftige Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
18 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
21 22
Sonstige Rückstellungen 1 2
40 24
davon kurzfristig 40 24

E.10. Sonstige Steuern

Bei dieser Position handelt es sich um Kfz-Steuern und Umsatzsteuernachzahlungen aus Vorjahren.

E.11. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Das Mitarbeiteroptionsprogramm ist im Geschäftsjahr 2009/2010 ausgelaufen. Weitere Maßnahmen mit verwässserndem Effekt wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 nicht durchgeführt.

Aufgrund des Rückkaufs eigener Aktien belief sich die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlicher Aktien auf 32.553.974 Stück (i.V. 32.742.531). Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:

in TEuro 2010/2011 2009/2010
Jahresüberschuss 4.669 3.005
Durchschnittliche Anzahl
der Aktien
32.553.974 32.742.531
Unverwässertes Ergebnis
je Aktie in Euro
0,14 0,09

Die nach dem Bilanzstichtag erfolgten Aktienrückkäufe (siehe Erläuterungen im Konzernlagebericht) haben keine erheblichen Auswirkungen auf die Anzahl der am Ende der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien für den Fall, dass der Rückkauf bereits zum Bilanzstichtag erfolgt wäre.

F. Erläuterungen zu den finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 7

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

in TEuro Zum Fair Value
bewertet
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet
icht im
Anwendungsbereich
des IFRS
7
Bilanzposten
zum 30.9.2011
Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
(i.V.0) (i.V.62) (i.V.62) (i.V.0) (i.V.62)
Kurzfristige Vermögenswerte
Künftige Forderungen aus 0 214 214 0 214
Fertigungsaufträgen (i.V.0) (i.V.0) (i.V.0) (i.V.0) (i.V.0)
Forderungen aus Lieferungen und 0 8.897 8.897 0 8.897
Leistungen (i.V.0) (i.V.8.692) (i.V.8.692) (i.V.0) (i.V.8.692)
Sonstige Vermögenswerte 0 165 165 0 165
(i.V.0) (i.V. 280) (i.V.280) (i.V.15) (i.V.295)
Guthaben bei Kreditinstituten 0 457 457 0 457
(i.V.0) (iV.1.350) (i.V.1.350) (i.V.0) (i.V.1350)
Zur Veräußerung gehaltene 0 0 0 0 0
Vermögenswerte (i.V.36) (i.V.0) (i.V.0) (i.V.0) (i.V.36)
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
(i.V.0) (i.V.48) (i.V.48) (i.V.0) (i.V.48)
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kredi 0 1.705 1.705 0 1.705
tinstituten (i.V.0) (i.V.1.378) (i.V.1.378) (i.V.0) (i.V.1.378)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 0 5.697 5.697 0 5.697
und Leistungen (i.V.0) (i.V.6.461) (i.V.6.461) (i.V.0) (i.V.6.461)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 1.387 1.387 393 1.780
(i.V.0) (i.V.4.714) (i.V.4.714) (i.V.313) (i.V.5.027)

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

in TEuro Bewertungskategorie
nach IAS
IAS 39 und IFRS
7
Buchwert
30.9.2011
Fair Value
30.9.2011
Buchwert
30.9.2010
Fair Value
30.9.2010
Langfristige Vermögenswerte
sonstige Ausleihungen
Kurzfristige Vermögenswerte LaR 0 0 0 62
Zahlungsmittel LaR 457 457 1.350 1.350
Künftige Forderungen aus
Fertigungsaufträgen
214 214 0 0
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
LaR 8.897 8.897 8.692 8.692
Sonstige Vermögenswerte LaR 165 165 280 280
Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten AfS 0 0 0 0
Langfristige Schulden
sonstige Verbindlichkeiten FLAC 0 0 48 48
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten FLAC 1.705 1.705 1.378 1.378
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
FLAC 5.697 5.697 6.461 6.461
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten FLAC 1.387 1.387 4.714 4.714
avon aggregiert nach Bewertungskategorien
Loans and Receivables (LaR) 9.733 9.733 10.384 10.384
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 0 0 0 0
Financial Assets Measured at Amortised
Costs (FLAC)
8.789 8.789 12.601 12.601

Die Bewertung zum Fair-Value ist im Geschäftsjahr 2010/2011 nicht erfolgt. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die Buchwerte der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich des Vorstandes, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und die durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Das Kapitalmanagement bemisst sich nach der Nettoliquidität.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt

aus der Folgebewertung ettoergebnis
in TEuro aus Zinsen Zum Fair
Value
Währungs
umrechnung
Wert
berichtigung
aus Abgang 2010/2011
Loans and Receivables (LaR) 23 0 -5 19 0 37
(i.V. -8) (i.V. 0) (i.V. 24) (i.V. 0) (i.V. -2) (i.V. 14)
Financial Assets Measured at -381 0 0 0 0 -381
Amortised Costs (FLAC) (i.V. -399) (i.V. -0) (i.V. 0) (i.V. 40) (i.V. 0) (i.V. -359)

Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 nicht eingesetzt.

Finanzrisikomanagement

Der KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden im Wesentlichen unterschieden:

  • → Liquiditätsrisiken
  • → Kreditrisiken/Ausfallrisiken
  • → Marktpreisrisiko

der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien, die eine Laufzeit von 12 Monaten haben.

Die nicht abgedeckten Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen und werden durch eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei ausgesetzt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten:

Geschäftsjahr 2010/2011 Buchwert Zahlungsverpflichtungen
in TEuro 30.9.2011 2011/2012 2012/2013 bis 2014/15 2015/2016 ff
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.705 1.705 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.697 5.697 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.447 1.447 0 0
Vorjahr Buchwert Zahlungsverpflichtungen
in TEuro 30.9.2010 2010/2011 2011/2012 bis 2013/2014 2014/2015 ff
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.378 1.378 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.461 6.461 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.762 3.612 1.160 0

Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerte anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und der vereinbarten Fälligkeiten geplant.

Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.

Kreditrisiken/Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zu Bruttobuchwerten stellt sich wie folgt dar:

Ausfall- und Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten

in TEuro Weder überällig noch
wertberichtig
Überfällig und nicht
wertberichtigt
Wertberichtigt 30.9.2011
Sonstige Ausleihungen 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.394 1.416 87 8.897
Sonstige Vermögensgegenstände 165 165
7.559 1.416 87 9.062
Vorjahr Weder überällig noch
wertberichtig
Überfällig und nicht
wertberichtigt
Wertberichtigt 30.9.2010
Sonstige Ausleihungen 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.717 875 100 8.692
Sonstige Vermögensgegenstände 295 295
8.012 875 100 8.987

Die Fälligkeit der Bruttobuchwert überällige, nichtwertberichtigte finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

Fälligkeit der Bruttobuchwert überällige, nichtwertberichtigte finanzieller Vermögenswerte

in TEuro bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.9.2011
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 983 260 173 1.416
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0 0
983 260 173 1.416
Vorjahr bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2010
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 438 330 107 875
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0 0
438 330 107 875

Marktrisiken

Währungsrisiken / Wechselkursrisiken

Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die im Wesentlichen revolvierend verlängert werden. Während der Laufzeit sind überwiegend feste Zinssätze vereinbart.

Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.

Preisrisiken

Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.

G. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte Methode.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode -1.248 (i.V. -28) TEuro.

Die im Vorjahresvergleich verminderte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf hohe Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit zurückzuführen.

Die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit resultieren im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 31. März 2011

Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf 185 (i.V. 58) TEuro.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde durch letztmalige Belastungen im Zusammenhang mit zwei Schadensersatzverpflichtungen geschmälert.

H. Segmentberichterstattung

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland.

Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern.

H.1. Management-/Transformationsberatung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei dem die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.

H.2. System Integration

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Securityund Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Die KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.

H.3. Produkte/Lizenzen

Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt die KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM, SAPERION, mit denen die KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2010/2011

Darstellung nach
Geschäftsfeldern
in TEuro
Management
Transforma
tionsberatung
consulting/ System
Integration
Produkte/
Lizenzen
übrige Konsolidierung gesamt
Ergebnisposition 30.9.2011 Vorjahr 30.9.201 Vorjahr 30.9.2011 Vorjahr 30.9.2011 Vorjahr 30.9.2011 Vorjahr 30.9.2010 Vorjahr
Umsatz* 46.249 43.421 3.158 3.228 771 2.492 0 0 0 -283 50.178 48.858
Betriebsergebnis 9.743 9.463 492 512 6 105 -4.273 -5.059 5.968 4.738
Segmentvermögen 8.998 8.879 9.351 6.226 1.569 4.851 45.407 47.470 -42.958 -44.272 22.367 23.154
Segmentverbindlich
keiten
12.646 13.976 638 261 274 484 3.555 37.914 -1.117 -33.741 15.996 18.894
Abschreibungen -29 -35 -2 -2 -2 -5 -125 -113 -158 -155
Zinsen -155 151 0 -23 0 -24 -309 -1.178 -464 -1.074
Steuern -657 -827 -9 -1 -1 -3 -15 -395 50 -632 -1.226

* Umsätze resultieren gegenüber externen Kunden.

Unter den übrigen Informationen werden im Wesentlichen Ertragsund Vermögensinformationen der KPS AG als Holding dargestellt. Eine Umlage auf die einzelnen Geschäftssegmente erfolgte zur Vermeidung einer Verwässerung des Aussagegehalts in Übereinstimmung mit dem internen Reporting nicht. Im Übrigen Segmentvermögen werden überwiegend Beteiligungsbuchwerte sowie Verbundforderungen der KPS AG dargestellt. Hierzu korrespondierend werden unter den übrigen Segmentverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten der rechtlichen Konzernmutter abgebildet. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge spiegeln im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wider, die keinen eindeutigen Segmentbezug aufweisen.

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens.

Die Angabe des Betrages der Investitionen in langfristige Vermögenswerte ist mangels Wesentlichkeit nicht erfolgt.

Geografische Angaben

Von den Umsatzerlösen mit externen Kunden wurden 34.075 TEuro im Inland und 16.103 TEuro im Ausland erzielt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Sitz des Auftraggebers. Von den ausländischen Umsatzerlösen wurden 15.239 TEuro in Dänemark erzielt, diese gehören dem Segment Management Consulting/ Transformationsberatung an.

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen 10.110 TEuro auf das Inland. Auf das Ausland entfallen keine langfristigen Vermögenswerte.

Abhängigkeit von wichtigen Kunden

Im Segment "Managementconsulting/Transformationsberatung" sind drei Großkunden i.S.d. IFRS 8.34 enthalten.

I. Sonstige Angaben

I.1. Aktienoptionsprogramm

Aktienoptionsplan 2004

Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen des Bedingten Kapitals 2004/I die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Die ausgegebenen Optionen hatten eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 und wurden bis zu diesem Tag von den Berechtigten nicht ausgeübt.

Der Wert der verfallenen Optionen wurde in Vorjahren von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklage umgebucht.

I.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 2.344 (i.V. 2.557) TEuro und betreffen Mietverpflichtungen mit 632 (i.V. 999) TEuro, Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge mit 601 (i.V. 286) TEuro, Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 386 (i.V. 231) TEuro sowie Verpflichtungen aus Beratungsverträgen mit 725 (i.V. 1.041).TEuro.

bis 1-5 Über
in TEuro 1 Jahr Jahre 5 Jahre Gesamt
Kfz-Leasing 300 301 601
BGA-Leasing 144 216 26 386
Miete 183 449 632
Beratungsverträge 614 111 725
1.241 1.077 27 2.344

Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.

Zahlungen aus Miet- und Leasingverhältnissen, die in der Berichtperiode als Aufwand erfasst wurden, belaufen sich auf 604 (i.V. 1.015) TEuro.

Haftungsverhältnisse

Sicherheiten im Zusammenhang mit

Kontokorrentkreditlinien und Darlehen

Zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens wurden sämtliche gegenwärtigen 8.897 (i.V. 8.692) TEuro und künftigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH, der KPS Product Lifecycle GmbH, der KPS Documents GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co.KG abgetreten.

Des Weiteren war der Kontokorrentkredit am Bilanzstichtag über eine Höchstbetragsbürgschaft der KPS Business Transformation GmbH über 3.000 TEuro besichert.

I.3. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2010/2011 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

1.4. Organe der Gesellschaft

I.4.1. Vorstand der KPS AG

Zu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald

Herr Hartmut Cordes, Managementberater, Elmshorn (bis 24. September 2011)

Herr Mario Uhl, Managmentberater, Heidelberg (ab 1. Mai 2011)

Bezüglich der Vergütung des Vorstands verweisen wir auf unsere Ausführungen unter I.5.

I.4.2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr aus den Herren Michael Tsifidaris (Vorsitz), Managementberater, Hamburg, Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam, sowie Uwe Grünewald, Managementberater, Leichlingen, zusammen.

Die Herren Tsifidaris (Vorsitzender), Hartmann und Grünewald gehörten bis zur Umwandlung der autinform AG, München, in eine GmbH dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an.

I.5. Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den KPS-Konzern beherrschen oder maßgeblich beeinflussen sowie Beziehungen zu Unternehmen, die vom KPS-Konzern beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, angegeben werden. Dabei ist nur über diejenigen Beziehungen zu Geschäftsvorfällen zu berichten, die nicht konsolidiert werden.

Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt.

a) Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH:

Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Anteile an der KPS AG:

Dietmar Müller hält 8.469.895 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 25,87 %.

Michael Tsifidaris hält 9.184.894 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 28,05 %.

Leonardo Musso hält 4.349.144 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.28 %.

Uwe Grünewald hält 4.349.143 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.28 %.

Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.159 (i.V. 1.859) TEuro.

Die gegenüber den Alt-Gesellschaftern im Vorjahr bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von 2.007 TEuro wurden im Geschäftsjahr zurückgeführt.

b) Vorstand:

Der Vorstand Dietmar Müller besitzt 8.469.895 Aktien.

Der Vorstand Mario Uhl besitzt 90.000 Aktien.

Der ehemalige Vorstand Hartmut Cordes besitzt keine Aktien.

Die aufwandswirksam erfassten Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2010/2011 beliefen sich auf 1.464 (i.V. 1.247) TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen und sind kurzfristig fällig.

c) Erweitertes Management:

Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 4.063 (i.V. 3.344) TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote 1.558 (i.V. 1.333) TEuro und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote 2.505 (i.V.2.010) TEuro zusammensetzen. Sämtliche Bezüge des erweiterten Management bertreffen kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer.

d) Aufsichtsrat:

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 1.037 (i.V. 910) TEuro.

Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen mit der KPS AG nicht.

e) ehemalige Vorstandsmitglieder:

Mit dem ehemaligen Vorstand Herrn Dr. Nico Brunner besteht ein Beratungsvertrag über eine Laufzeit von drei Jahren. Die Aufwendungen hieraus betrugen für das abgelaufene Geschäftsjahr 652 (i.V. 272) TEuro.

f) Sonstige nahestehende Personen :

Mit Frau Susanne Uhl besteht ein Dienstleistungsvertrag mit einem monatlichen Pauschalbetrag von 5 TEuro.

I.6. Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

I.7. Honorar des Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2010/2011 nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg) beträgt insgesamt 90 TEuro und betrifft ausschließlich das Honorar für Abschlussprüfung.

I.8. Meldung nach § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind in der Anlage ???2 enthalten.

Unterföhring, den 27. Januar 2012

Dietmar Müller Mario Uhl
Vorstand Vorstand

KPS AG, Unterföhring Entwicklung des Anlagevermögens kps-Konzern (Bruttodarstellung)

Position Anschaffungs- oder He
rstellungskosten
1.10.2010 Zugänge Abgänge 30.9.2011
I.)
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sol
chen Rechten und Werten
a.)
soweit erworbene
312 1 17 296
b.)
soweit selbsterstellt
883 0 0 883
2.
Firmenwert
24.310 0 0 24.310
Immaterielle Vermögensgegenstände 25.505 1 17 25.489
II.) Sachanlagen
1.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
251 159 86 324
2.
Geringwertige Wirtschaftsgüter
14 25 4 35
Sachanlagen 265 184 90 359
.) Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 132 0 132 0
Finanzanlagen 132 0 132 0
Anlagevermögen gesamt 25.902 185 239 25.848

66

Kumulierte Abschreibunge
n
Buchwe
rt
1.10.2010 Zugang Abgänge Umgliederung 30.9.2011 30.9.2011 30.9.2010
284 15 17 0 282 14 28
173 93 0 0 266 617 710
15.016 0 0 0 15.016 9.294 9.294
15.473 108 17 0 15.564 9.925 10.032
189 25 75 0 139 185 62
13 25 3 0 35 0 1
202 50 78 0 174 185 63
70 0 70 0 0 0 62
70 0 70 0 0 0 62
15.745 158 165 0 15.738 10.110 10.157

67

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Meldepflichtiger nterschreitung
Schwelle
Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Axtmann Beteiligungs GmbH,
Nürnberg
5 %
3 %
2,82 1.025.570
Axxion S.A., Munsbach,
Luxemburg
3 % 2,09 430.000
Dr. Axtmann Siegfried 5 %
3 %
(2,82)
0
1.025.570 2,82 % über
IMMOVARIA und
Axtmann Beteiligungs GmbH
Grünewald Uwe (80,5)
13,28
29.279.535 26,96 % über Müller
26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Musso
IMMOVARIA Beteiligungen AG,
Berlin
5 %
3 %
(2,82)
0
1.025.570 2,82 % über Axtmann
Beteiligungs GmbH
Kliegel Christian,
Berlin
5 % (4,32)
0
274.718 4,32 % über Xpensio
Müller Dietmar (80,5)
26,96
29.279.535 26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Grünewald
13,28 % über Musso
Musso Leonardo (80,5)
13,28
29.279.535 26,96 % über Müller
26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Grünewald
Tsifidaris Michael (80,5)
26,96
29.279.535 26,96 % über Müller
13,28 % über Grünewald
13,28 % über Musso
Weiser Thomas, Prien 8,76
Xpensio GmbH, Berlin 5 % 4,32 274.718

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der KPS AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, 30. Januar 2012

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Liebert Wirtschaftsprüferin

KPS Consulting

Beta-Straße 10 H D-85774 Unterföhring / München Telefon 089.356 31 - 0 Telefax 089.356 31 - 3201 [email protected] www.kps-consulting.com