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KPS AG Annual Report 2010

Jan 31, 2011

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2009/2010

Impressum

Herausgeber: KPS AG, München

Umsetzung und Layout: bw media, München

Dietmar Müller Vorstand

Hartmut Cordes Vorstand

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2009/2010 hat uns vor die anspruchsvolle Herausforderung gestellt, unsere ambitionierten Prognosen und Erwartungen zu erfüllen und insbesondere hohes Wachstum auf den nationalen wie internationalen Märkten zu erzielen.

Zentrale Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 waren die konsequente Fortsetzung und Positionierung unserer Kernkompetenzen in der Transformationsberatung sowie die Entwicklung zur Marktführerschaft in unseren bestehenden Zielmärkten und Branchen wie der Konsumgüterindustrie und dem Handel.

Mit zunehmender Etablierung unserer Methodenkompetenz im Markt gelang es uns, eine Vielzahl von Interessenten und Neukunden vom Mehrwert unserer Beratungsleistungen zu überzeugen.

Obwohl das erste Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres noch dem Kalenderjahr 2009 zuzuordnen war und damit der gesamtwirtschaftliche Negativtrend im Consulting Business noch spürbar wahrgenommen wurde, konnte KPS beim Ausbau und Wachstum im Geschäftsjahr 2009/2010 deutlich zulegen. Besonders die exportorientierten Volkswirtschaften wie Deutschland konnten von der Wiederbelebung des Welthandels profitieren. Exportgeschäfte wie auch die steigende Nachfrage nach Investitionen führten in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 zu einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes auf 2,2 % (Quelle: IfW). Auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionsbereitschaft nahmen deutlich zu. Für das Jahr 2010 prognostizierte das IfW einen deutlichen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,5 %.

Bei einer prognostizierten Wachstumsrate für die Consulting Branche in Höhe von 5 % im Kalenderjahr 2010 (Quelle: BDU e.V.) konnte KPS im abgelaufenen Geschäftsjahr mit über 20 % ein exzellentes Umsatzwachstum erzielen. Mit einer EBIT-Marge von 11 % wurden unsere Umsatz- und Ergebnisziele für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht nur erreicht, sondern bei weitem übererfüllt.

Die exzellenten Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres haben den Erfolg unserer eingeschlagenen Strategie nachhaltig im Markt bestätigt. Im Vergleich zu unseren wichtigsten Mitbewerbern können wir beim Umsatz, mit einer Steigerung von über 20 % gegenüber dem Vorjahr, auf eine weit über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsrate verweisen.

Der Auftragseingang und eine Auftragsreichweite von über zwölf Monaten konnten sich über die vergangenen Geschäftsjahre hinweg stringent auf hohem Niveau entwickeln und garantieren damit hohe Auslastungsquoten unserer Consultants. Im Geschäftsjahr 2009/2010 konnte dieser erfreuliche Trend nachhaltig gefestigt werden. Durch die Gewinnung von namhaften Neukunden aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie für strategische Transformationsprojekte mit Volumen im oberen einstelligen Millionenbereich ist es uns gelungen, europaweit die Position des Marktführers einzunehmen.

Bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden umfangreiche Programme zur Kostensenkung und Ergebnisverbesserung aufgesetzt. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die konsequente Ausschöpfung von Einsparpotentialen bei der Infrastruktur sowie im Overheadbereich gelegt. Die daraus resultierenden Ergebniseffekte haben sich im Geschäftsjahr 2009/2010 vollumfänglich eingestellt.

Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse konnte die Liquidität kontinuierlich verbessert werden. Für den laufenden Betrieb sowie zur Finanzierung unseres Wachstums stehen der KPS liquide Mittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Um die Expansion der KPS in die europäischen Zielmärkte weiter voran zu treiben und die Marktführerschaft in unseren Zielsegmenten nachhaltig zu festigen, wurden weitere Partner für das Business Development in die KPS Organisation aufgenommen.

Der Beratungsmarkt blickt optimistisch in die Zukunft. Bei unseren Planungen für das Geschäftsjahr 2010/2011 haben wir den Schwerpunkt unserer Zielsetzung auf profitables Wachstum gelegt. Bei einer moderaten Steigerung des Umsatzes wollen wir uns in erster Linie auf die weitere Verbesserung unserer Ergebnisse konzentrieren. Unser optimistischer Ausblick für das Geschäftsjahr 2010/2011 beruht im Wesentlichen auf der exzellenten Performance und der erfreulichen Bilanz des Geschäftsjahres 2009/2010 sowie auf der Positionierung der KPS als Marktführer für Transformationsberatung im Handel und in der Konsumgüterindustrie.

KPS ist ein noch junges Unternehmen. Wir wollen erfolgreich sein, profitables Wachstum generieren und nachhaltig Werte schaffen. Unser Fundament sind unsere zufriedenen Kunden, kompetente Mitarbeiter und zufriedene Aktionäre.

Wir generieren Mehrwerte – das ist das Motto der KPS auch im kommenden Geschäftsjahr und untermauert deutlich, dass für die Mitarbeiter der KPS unsere Kunden und deren Anforderungen und Wünsche im Mittelpunkt ihres Handelns und Denkens stehen. Sowohl für die Kunden als auch für die Partner unseres Hauses wird die KPS auch künftig eine langfristige und verlässliche Größe für Business Excellence darstellen und somit als Garant für ihren Geschäftserfolg stehen.

Der Erfolg der KPS Consulting basiert zu einem ganz wesentlichen Teil auf der Kompetenz, dem Engagement und der Kreativität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind sehr stolz auf die erreichten Ziele und Erfolge unseres Unternehmens, die im abgelaufenen Jahr einen hohen persönlichen Einsatz von unserer Führungsmannschaft und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangt haben. Wir bedanken uns deshalb ausdrücklich und sehr herzlich bei all denen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Unser besonderer Dank gilt unseren Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit sowie unseren Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Vorstand Vorstand

Dietmar Müller Hartmut Cordes

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2009/2010

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010, dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren neben den Monatsberichten des Vorstands regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen.

Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten.

Sonderthemen waren

  • die weitere Internationalisierung der KPS
  • die strategische Weiterentwicklung des Beratungsportfolios
  • die Verbesserung des Projektcontrollings und der Unternehmensplanung
  • die Einführung eines Aktienrückkaufprogrammes.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2009/2010 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem bzw. durch den Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2009/2010 neben verschiedenen informellen Treffen zu vier offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren alle jeweils in allen Sitzungen persönlich anwesend. In allen Sitzungen wurden jeweils der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

In jeder Sitzung wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstands für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert.

Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 16. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit den alten Entsprechenserklärungen auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft keine Ausschüsse bildet, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde (wie auch im Vorjahr) die konzerninterne Compliance thematisiert.

Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.

In der Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010:

Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender,

Herr Uwe Grünewald,

Herr Werner Hartmann.

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt.

Jahresabschluss: Die ungeprüften Zahlen des HGB Abschlusses und des Konzernabschlusses nach IFRS wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 28. Januar 2011 vorgestellt und diskutiert. Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2009/2010 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 28. Januar 2011 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes in der Sitzung des Aufsichtsrats am 28. Januar 2011 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag haben wir uns nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Wir halten die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris (Aufsichtsratsvorsitzender)

Corporate-Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 17. Februar 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:

  • Aktionäre und Hauptversammlung
  • Kommunikation und Transparenz
  • Zusammenwirkung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

1. Aktionärsrechte und Transparenz

Die Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, der Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen.

Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Directors' Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.

2. Vorstand und Aufsichtsrat

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen.

Die D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist. Die Vorstände haben aufgrund vertraglicher Vereinbarung derzeit einen Anspruch auf den Abschluss einer D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt.

Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 folgt.

Ausschüsse wurden angesichts der Größe des Aufsichtsrats nicht gebildet. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

a) Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 im Besitz von folgenden KPS-Aktien:

- Michael Tsifidaris 9.184.894 Stück
  • Uwe Grünewald 4.349.143 Stück
  • Dietmar Müller 8.669.895 Stück.

b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Directors' Dealings)

Zwischen dem 30. September 2009 und dem 30. September 2010 wurden folgende Directors' Dealings durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt und gemeldet:

  • Dietmar Müller -315.000 Stück
  • Michael Tsifidaris 200.000 Stück
  • Uwe Grünewald -157.500 Stück.

Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG.

c) Interessenskonflikte

Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben sie einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen.

d) Vergütungsbericht

Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009/2010 nicht geändert. Die Vergütung wird nicht individualisiert nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.

aa) Vorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 1.247 (i.V. 1.195) TEuro.

bb) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 910 (i.V. 910) TEuro.

3. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

a) Aktienoptionspläne

Die Gesellschaft hat in den Jahren 2004 und 2005 jeweils einen Aktienoptionsplan aufgelegt, die im Folgenden dargelegt werden, soweit davon bereits Gebrauch gemacht wurde.

Aktienoptionsplan 2004

Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre bestand nicht.

Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten. Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2".

Die ausgegebenen Optionen hatten eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009.

Der Ausübungspreis betrug 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte konnten frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist war die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte konnten nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der KPS-Aktie während der letzten zehn Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). War das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, war die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Die ausgegebenen Aktienoptionen sind erstmals im Geschäftsjahr 2004/2005 in Anlehnung an IFRS 2 aufwandswirksam erfasst worden.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells (Black-Scholes-Modell) berechnet. Der Bewertungszeitraum begann mit dem Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen und endete mit dem frühesten möglichen Ausübungsdatum. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wurde anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Anzahl der Aktienoptionen entwickelte sich in den Berichtsperioden wie folgt:

2009/2010 2008/2009
Ausgegebene Optionen
zum 1. Oktober
125.929 155.879
Neu ausgegebene Optionen 0 0
Verfallene Optionen 125.929 29.950
Noch verfügbare Optionen 0 125.929

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind bzw. die Optionslaufzeit ausgelaufen ist.

b) Zwischenberichte

Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen.

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KPS AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Entsprechenserklärung")

Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechenserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung).

Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 und vom 18. Juni 2009 wurde – wie am 30. Januar 2009 erklärt – mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden:

Ziffer 3.8. Im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Die Gesellschaft sieht einen Selbstbehalt als nicht erforderlich an, weil die Aufsichtsratsmitglieder großteils über ihren Aktienbesitz ohnehin wirtschaftlich für ihre Fehler einstehen. Für den Vorstand bestehen derzeit vertragliche Verpflichtungen, die eine Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zulassen.

Ziffer 4.2.3. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans oder vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurde nicht auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, weil die Gesellschaft die Veröffentlichung der entsprechenden Angaben im Jahresabschluss, der auf der Internetseite verfügbar ist, für ausreichend gehalten hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziff. 4.2.4. und Ziff. 4.2.5. Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 29. Mai 2009 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB sowie gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offen zu legen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziffer 5.1.2. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde nicht festgelegt. Diese wird im Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit potenzieller Vorstände nicht für erforderlich erachtet.

Ziffer 5.3. Im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1. Eine Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Eine solche wird im Hinblick auf die Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung nicht für erforderlich erachtet.

Ziffer 5.4.6. Im Hinblick auf die Orientierung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der KPS AG. Die Vergütung orientiert sich nicht an der wirtschaftlichen Lage bzw. am Erfolg der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung. Die Hauptversammlung, die die Vergütung festlegt, geht auch ohne diese Anreize von einem ausreichenden Engagement der Aufsichtsräte aus, zumal zwei der Aufsichtsräte als Großaktionäre mittelbar am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht individualisiert und nach Bestandteilen angegeben, weil darin angesichts der in der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungshöhe kein zusätzlicher Nutzen liegt. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden aus grundsätzlichen Erwägungen nicht individualisiert im Corporate-Governance-Bericht angegeben.

Ziffer 7.1.2. Im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden, um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

München, den 16. Dezember 2010

KPS AG

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

KPS AG

Bericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009/2010

A) Wirtschaftsbericht des KPS-Konzerns

1. Wirtschaftliche Rahmendaten

In der ersten Hälfte der Jahres 2010 hat sich die spürbare Erholung der Weltwirtschaft fortgesetzt. Gemäß dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) konnte der Welthandel in 2010 deutlich auf nahezu Rekordniveau zulegen. Für diese Entwicklung waren insbesondere die Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas verantwortlich. Insgesamt können die konjunkturellen Aussichten unverändert als positiv eingestuft werden. Vor allem die exportorientierten Volkswirtschaften können weiterhin von der Wachstumsdynamik speziell in Asien profitieren. Das IfW erwartet, dass die weltweite Produktion in 2010 insgesamt um ca. 3,7 % gewachsen ist und sich damit wieder dem Niveau wie in den Jahren vor der Finanzkrise annähert.

Auch im Euroraum beschleunigte sich die konjunkturelle Erholung im ersten Halbjahr 2010. Exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland konnten von der Wiederbelebung des Welthandels im Besonderen profitieren. Während in Deutschland der Produktionszuwachs 2,6 % betrug, konnte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum ohne Deutschland nur um 0,6 % zulegen. Für den Euroraum hatte das IfW eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes am Jahresanfang um 1,6 % prognostiziert.

Deutschland konnte sich deutlich schneller von der Finanzkrise erholen als die meisten anderen Industrieländer. Die deutliche Erholung der Konjunktur ist auf die Nachfrage von Investitionsgütern in den Schwellenländern sowie auf die erhöhte Inlandsnachfrage bei Unternehmensinvestitionen und bei privaten Konsumausgaben zurückzuführen. Ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenzahlen, gestiegene Nettolöhne und das niedrige Zinsniveau stützen die positive Entwicklung. Für das Jahr 2011 prognostiziert das IfW einen deutlichen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 3,5 %.

2. Geschäftsverlauf und Entwicklung

Das Gute vorweg: Die KPS hat im Geschäftsjahr 2009/2010 die hohen Zielsetzungen nicht nur erreicht, sondern konnte im Umsatz wie im operativen Ergebnis deutlich zulegen.

Das Geschäftsjahr 2009/2010 hat uns vor die anspruchsvolle Herausforderung gestellt, unsere ambitionierten Erwartungen und Zielsetzungen zu erfüllen und im Besonderen ein hohes Wachstum auf den nationalen wie internationalen Märkten zu generieren.

Oberste Priorität in unseren Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden der konsequenten Positionierung der Transformationsberatung in unserem Kernsegment Management Consulting/Transformationsberatung sowie der Entwicklung unserer europäischen Zielmärkte eingeräumt.

Im Geschäftsfeld Management Consulting/Transformationsberatung ist es uns gelungen, namhafte Kunden aus den Bereichen der Konsumgüterindustrie und des Handels vom Mehrwert unserer Projektmethodik und Prozesskompetenz zu überzeugen. Für den Markt der Transformationsberatung im Bereich der Konsumgüterindustrie und des Handels hat KPS europaweit die Position des Marktführers eingenommen.

Auf weiterhin erfreulich gutem Niveau konnten sich die Geschäftsbereiche Document-Management und System Integration am Markt positionieren.

3. Umsatz und Ergebnis

Die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres haben den Erfolg der eingeschlagenen Strategie nachhaltig bestätigt und eindrucksvoll dokumentiert.

Obwohl das erste Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres noch dem Kalenderjahr 2009 zuzurechnen war und sich damit der gesamtwirtschaftliche Negativtrend im Consulting Business im Markt noch auswirkte, konnte KPS im Geschäftsjahr 2009/2010 bei Umsatz und operativem Ergebnis deutlich zulegen.

Mit einem Umsatz von 50 (i.V. 41) Mio. Euro und einem EBIT von 5,3 (i.V. 4,1) Mio. Euro bzw., einer EBIT-Marge von 11 % (i.V. 10 %) konnten bei den absoluten Zahlen die jeweiligen Vorjahreswerte signifikant gesteigert sowie die Markterwartungen bei Weitem übererfüllt werden.

Verteilt auf die einzelnen Geschäftsbereiche wurden 87 % der Umsätze in dem Bereich Management Consulting/Transformationsberatung erzielt, 2,8 % in dem Bereich Document-Management und 10,2 % in dem Bereich System Integration.

Die durchschnittlichen Auslastungsquoten der KPS-Consultants waren im Verlauf des Geschäftsjahres 2009/2010 stabil und rangierten mit nahezu 90 % auf erfreulich hohem Niveau und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Betrachtet man die durchschnittlichen Auslastungsquoten nach Bereichen, so liegt die Auslastung in den Geschäftsbereichen Management Consulting/Transformationsberatung mit 94 %, Document-Management mit 86 % und System Integration mit 92 %, signifikant über der Zielmarke von 80 %. Auch der Bereich ERP-Beratung konnte sich im laufenden Geschäftsjahr steigern und erreichte mit einer durchschnittlichen Auslastungsquote von 78 % (i.V. 60 %) eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Eine Darstellung der Umsätze nach den (berichtspflichtigen) Segmenten zeigt, dass 88,6 % aus Management Consulting/ Transformationsberatung, 6,4 % aus der System Integration sowie 5,0 % aus dem Geschäft mit Produkten/Lizenzen stammen.

Auf der Kostenseite wurde im abgelaufenen Berichtszeitraum weiterhin ein hohes Augenmerk auf die konsequente Ausschöpfung von noch vorhandenen Einsparpotentialen gelegt, vor allem im Infrastruktur- und Overheadbereich. Bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen führten im abgelaufenen Geschäftsjahr wie erwartet zu den gewünschten Ergebniseffekten.

4. Auftragsbestand/Pipeline

Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Reichweite von mehr als zwölf Monaten im Rahmen der Erwartungen kontinuierlich weiter entwickelt. Vor allem im Bereich der Konsumgüterindustrie und des Handels konnten namhafte Neukunden für strategische Transformationsprojekte gewonnen werden. Das durchschnittliche Projektvolumen lag dabei im oberen einstelligen Millionenbereich. Damit konnte sich KPS weiterhin als Marktführer in seinen Zielindustrien und Zielmärkten behaupten und diese Position weiter ausbauen.

5. KPS-Beratungs- und Serviceportfolio

Im Fokus des Beratungs- und Leistungsspektrums steht das Thema Transformationsberatung, bei dem die KPS die führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen auf allen Ebenen unterstützt. Konzepte und Lösungen werden unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt und implementiert.

Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Das Angebot in der Transformationsberatung umfasst die Prozessberatung, die Implementierungsberatung und die System Integration. Dabei gewährleistet die KPS-Methodik eine optimale sowie rationale Umsetzung der erwarteten Kundenziele und sorgt für eine reibungslose Interaktion bei Prozessen, Systemen und Technologien.

Die Schwerpunkte des KPS-Beratungsportfolios liegen in den Bereichen Strategie- und Transformationsberatung, der Prozess- und Implementierungsberatung sowie bei der System Integration & Architektur.

Strategie und Transformationsberatung hat die Beratung der KPS-Kunden in strategischen Fragestellungen zum Gegenstand. Im Rahmen des Value-Driven Consulting Ansatzes der KPS werden gemeinsam mit dem Kunden Business Cases zur Realisierung von Optimierungspotentialen im Unternehmen erarbeitet und umgesetzt.

Kernaufgaben der Prozess- und Implementierungsberatung liegen in der Prozessoptimierung, der Softwareauswahl sowie der SAP-Implementierung mit den Schwerpunkten ERP, EPM, Retail, AFS, SRM, CRM sowie eCommerce-Lösungen. Abgerundet wird das Beratungsspektrum der KPS-Spezialisten mit dem Enterprise Content Management sowie Workflow- und Archiv-Lösungen.

Mit dem Bereich System Integration verfügt KPS über eine exzellente Architektur und Realisierungsplattform für den Aufbau und Betrieb von komplexen Server- und Storage-Infrastrukturen, Managed Services Lösungen sowie über die Entwicklung von SAP/PI und RUN-SAP basierten Lösungen.

KPS verfügt über eine exzellente Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland und aus diversen Branchen, wie dem Handel, der Konsumgüterindustrie, der Modeindustrie, dem Automobilbau sowie der Pharmaindustrie, vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an.

6. Reduzierung Vorstand

Die Restrukturierung und Post-Merger-Integration der KPS wurde im Geschäftsjahr 2009/2010 erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde die Grundlage für eine Verschlankung des Vorstands der KPS auf zwei Positionen gelegt. Entsprechend hat Herr Dr. Nico Brunner sein Amt als Vorstandsvorsitzender mit Wirkung zum 6. Mai 2010 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt, der ihm für die geleistete Arbeit dankt. Herr Dr. Brunner steht der KPS zukünftig in beratender Funktion zur Verfügung.

7. Fazit

Zusammenfassend kann man zur wirtschaftlichen Lage der KPS im Geschäftsjahr 2009/2010 festhalten, dass die Parameter des Erfolges auf dem Resultat einer klaren strategischen Zielsetzung und der stringenten Ausrichtung des Unternehmens darauf basieren. Sowohl die Entwicklungen auf operativer Ebene als auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung verlaufen konstant und sind das Ergebnis konsequenten Handelns und Denkens im Unternehmen. Mit unserem Bestreben, jederzeit mit all unserem Tun das Beste für unsere Kunden zu erreichen, schaffen wir die Basis für Vertrauen und erfolgreiche Zusammenarbeit.

B) Nachtragsbericht

Der Vorstand der KPS AG, München, hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ab dem 18. Oktober 2010 bis maximal zum Ablauf des 20. Mai 2015 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu zehn vom Hundert des derzeitigen Grundkapitals, also maximal 3.274.253 Stück Aktien, zu erwerben, wobei auf die erworbenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als zehn vom Hundert des Grundkapitals entfallen dürfen. Er machte damit von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Ziffer 8 AktG Gebrauch. Die zurückgekauften Aktien sind zur Verwendung für alle rechtlich zulässigen und von der Ermächtigung der Hauptversammlung gedeckten Zwecke bestimmt.

Der Erwerb erfolgt über die Börse und durch eine von der Gesellschaft beauftragte Bank, die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt des Erwerbs der eigenen Aktien unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft treffen soll. Die Bank war und ist hierbei verpflichtet, die Handelsbedingungen des Artikels 5 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003 zu beachten. Die Bekanntgabe der durchgeführten Transaktionen gemäß Artikel 4 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003 erfolgte im Internet auf der Investor Relations-Plattform in der Rubrik "Investor Relations/Aktienrückkauf" auf der Website der KPS.

Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichts hat die KPS AG 201.709 eigene Aktien erworben. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 187 TEuro.

C) Darstellung der Lage des KPS-Konzerns nach IFRS

1. Vermögenslage

Zum 30. September 2010 beläuft sich die Bilanzsumme auf 23.154 TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 2.867 TEuro erhöht. Der Geschäfts- und Firmenwert aus früheren Erwerben der KPS AG in Höhe von 9.294 TEuro und die Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 2.432 TEuro sind die größten Einzelpositionen im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 30. September 2009 von 6.940 TEuro um 1.752 TEuro auf 8.692 TEuro erhöht. Diese Entwicklung ist auf die im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 446 TEuro erhöht und liegt zum 30. September 2010 bei 4.260 TEuro. Für eine detaillierte Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung im Anhang verwiesen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 18 % (i.V. 19 %).

Die langfristigen Schulden betreffen Schadensersatzverpflichtungen mit 48 (i.V. 1.160) TEuro sowie passive latente Steuern mit 24 (i.V. 27) TEuro.

Die kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum Vorjahresstichtag von 15.286 TEuro um 3.536 TEuro auf 18.822 TEuro gestiegen. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus höheren Steuerrückstellungen (+ 2.578 TEuro), gestiegenen Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (+ 1.529 TEuro) und sonstigen Verbindlichkeiten (+ 1.796 TEuro), während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 2.353 TEuro abgebaut wurden.

2. Finanzlage

Eine hohe Priorität galt, wie bereits im Vorjahr, der Sicherung und weiteren Verbesserung der Liquiditätslage. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2010 über Zahlungsmittel in Höhe von 1.350 (i.V. 248) TEuro. Dem stehen 1.378 (i.V. 3.731) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Im Vergleich zum 30. September 2009 hat sich die Nettoliquidität um 3.455 TEuro verbessert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 6.050 TEuro gegenüber einem Fehlbetrag von -1.867 TEuro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -58 (i.V. -429) TEuro betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen. Bei dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit handelt es sich im Wesentlichen um die vertraglich vereinbarte Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2007 der vormaligen KPS Consulting GmbH.

3. Ertragslage

Die Betriebsleistung beläuft sich auf 49.857 (i.V. 43.888) TEuro. Der Zuwachs resultiert überwiegend aus den um 8.909 TEuro höheren Umsatzerlösen. Der stärkste Umsatzträger im Berichtsjahr war der Bereich Management Consulting/Transformationsberatung mit Umsatzerlösen von 43.914 (i.V. 33.609) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen (Mieten, Weiterberechnungen, u.ä.); im Vorjahr waren in dieser Position Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 2.319 TEuro enthalten.

Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software sind im Vergleich zum Vorjahr von 2.364 TEuro um 175 TEuro auf 2.189 TEuro gesunken.

Der Anstieg der bezogenen Fremdleistungen um 5.775 TEuro auf 23.126 TEuro ist auf den verstärkten Einsatz freier Mitarbeiter zur fristgerechten Abarbeitung von Dienstleistungsund Beratungsaufträgen zurückzuführen.

Der Personalaufwand beträgt 13.213 TEuro gegenüber 14.373 TEuro im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2009/2010 waren im KPS-Konzern 102 (i.V. 146) Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 5.869 (i.V. 5.460) TEuro und enthalten im Wesentlichen Reise- und Kfz-Kosten in Höhe von 1.995 (i.V. 2.104) TEuro, Rechtsberatungs-, Prüfungs-, und Kapitalmarktkosten mit 835 (i.V. 405) TEuro, Fremdleistungen mit 483 (i.V. 23) TEuro sowie Raumund Betriebskosten mit 1.207 (i.V. 1.461) TEuro.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 768 TEuro auf -1.074 TEuro verschlechtert. Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2009/2010 sind Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens aus Vorjahren in Höhe von 665 TEuro enthalten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns verbesserte sich trotz vorgenannter Nachzahlungszinsen von 3.798 TEuro im Vorjahr um 433 TEuro auf 4.231 TEuro im Geschäftsjahr 2009/2010.

Das EBITDA verbesserte sich von 4.340 TEuro im Vorjahr um 1.120 TEuro auf 5.460 TEuro im Geschäftsjahr 2009/2010. Bezogen auf den Umsatz beträgt die EBITDA-Marge 11,0 (i.V. 10,5) %.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.213 (i.V. 688) TEuro enthalten laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 834 (i.V. 666) TEuro, strittige Gewerbesteuernachzahlungen mit 1.705 TEuro sowie Erträge aus latenten Steuern von 1.326 (i.V. 22) TEuro.

Das Konzernergebnis hat sich von 3.096 TEuro um 91 TEuro auf 3.005 TEuro verschlechtert.

Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,09 (i.V. 0,09) Euro.

D) Prognosebericht des KPS-Konzerns

1. Wirtschaftliche Rahmendaten

Für das Jahr 2011 sind die aktuellen Konjunkturindikatoren durchwegs auf positiv gestellt und stimmen zuversichtlich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert weltweit wieder positive Wachstumsraten. Bei der konjunkturellen Dynamik wird insgesamt mit einer Verringerung des Tempos gerechnet. Dies ist einerseits auf die Straffung der Geld- und Wirtschaftspolitik in den Schwellenländern zurückzuführen und andererseits auf das Auslaufen von Konjunkturprogrammen in den hoch entwickelten Industrieländern. Der IWF erwartet für 2011 ein globales Wachstum von voraussichtlich 4,2 %.

Für die USA rechnet der IWF im kommenden Jahr mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 2,3 %. Wesentliche Wachstumstreiber sollen in 2011 wiederum die BRIC-Staaten sein. Der IWF sieht China mit einem Wachstum um die 9,6 %, Indien bei 8,4 %, Russland mit 4,3 % und Brasilien mit 4,1 %.

Im Euroraum wird die wirtschaftliche Entwicklung auch in 2011 sehr heterogen verlaufen. Deutschland wird voraussichtlich in 2011 vom niedrigen Zinsniveau und der hohen Nachfrage aus den Schwellenländern profitieren können. Hohe Risikofaktoren und Staatsverschuldungen aus den Euroländern wie Irland, Spanien, Portugal und Griechenland erschweren die gesamtwirtschaftliche Gesundung. Das Wachstum im Euroraum sieht der IWF im Jahr 2011 bei 1,5 %.

Der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft wird sich voraussichtlich auch 2011 positiv entwickeln. Neben der weiterhin anhaltenden Nachfrage im Exportgeschäft wird mit einer weiteren Zunahme am Binnenmarkt gerechnet. Für 2011 erwartet der IWF eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 2 %.

Nachdem in der Vergangenheit die IT-Investitionen in Industrie und Handelsunternehmen drastisch zurückgegangen waren, erwarten die Analysten für das Jahr 2011 und darüber hinaus wieder moderates bis gut spürbares Wachstum. Im Handel wird mit einer Zunahme der IT-Investitionen von knapp 4 % pro Jahr gerechnet (Quelle: PAC/2010).

2. Geschäftsentwicklung

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht KPS im Geschäftsjahr 2010/2011 von einem Umsatzwachstum von 10 % und für die Jahre danach von einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum aus. Neben der Steigerung des Umsatzes haben wir den Schwerpunkt auf die nachhaltige Verbesserung der Ergebnismargen gelegt. Unser Optimismus ist neben der erfreulichen Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres vor allem auf die ausgezeichnete Marktposition der KPS zurückzuführen.

Aufsichtsrat, Vorstand und Management der KPS wollen unverändert an der grundsätzlichen Ausrichtung der KPS festhalten. Unser exzellentes Geschäftsmodell sowie die Strategie der KPS haben in den vergangenen Jahren, im Besonderen auch in den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise, immer für profitables Wachstum gesorgt. Bei einem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010/2011 gehen Vorstand und Management der KPS von einem weiterhin profitablen Wachstum von 10 % aus. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurde der Schwerpunkt auf die nachhaltige Verbesserung der Ergebnismargen gelegt. Aus der Ausgangssituation und dem hohen Auftragsbestand, mit dem wir in das neue Geschäftsjahr gestartet sind, resultieren unsere optimistischen und erfreulichen Wachstumsperspektiven. Unsere strategischen Wachstumshebel, die Expansion auf nationaler und europäischer Ebene, unsere höchst innovative Beratungsmethodik und unser hochwertiges Serviceportfolio sind jedes für sich alleine genommen schon in der Lage, hohe Wachstumspotenziale zu erschließen.

Unsere Prognose resultiert aus heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die weitere wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmendaten zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatzund Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

3. Beratungsportfolio

Eine zentrale Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2010/2011 liegt darin, die strategische Ausrichtung des KPS-Beratungsportfolios auf die Bereiche Management Consulting, Transformation und Prozessoptimierung als Marktführer in der Transformationsberatung konsequent auszubauen und weiter zu festigen.

Wir wollen unseren heutigen Branchenfokus für Transformationsberatung um weitere Branchen bzw. Kundensegmente erweitern. Dabei setzen wir in erster Linie auf unsere Fähigkeiten, die Markt- und Geschäftsentwicklung aus eigener Kraft, auf organischem Wege zu realisieren. Besonderes Augenmerk legen wir auf die kontinuierliche Verfeinerung und Optimierung unserer Methodik und unseres innovativen Vorgehensmodells.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2010/2011 ebenfalls kontinuierlich weiter wachsen wird. Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung bei SAP- und Non-SAP-Technologien sowie die Integration von heterogenen Systemlandschaften und Architekturen.

E) Chancen- und Risikobericht der KPS AG

1. Risikobericht

1.1. Risikomanagementsystem

Gestützt auf innovative Reportinginstrumente und damit wesentliche Grundlage der Entscheidungen bei KPS ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Controllingsystem geschaffen, das rechtzeitig die erforderlichen Indikatoren zur Verfügung stellt. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann sich abzeichnenden Risiken bereits frühzeitig entgegengewirkt und können sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die KPS AG wurde – nach jährlichen Überprüfungen zwischen 2006 und 2009 – auch in 2010 vorschriftsgemäß einer Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend untersucht und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich die KPS einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter eines konzernweiten Planungs- und Berichtswesens mit Plan-Ist-Vergleichen, einer täglichen Liquiditätsüberwachung sowie regelmäßiger Reports in hoher Qualität und erforderlicher Transparenz.

1.2. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2009/2010 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und in den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann.

Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

1.3. Weitere Risiken

1.3.1. Marktrisiken

Ein gewisses Risiko stellen die insgesamt positiven konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2011 und danach in sich noch dar, die nach Einschätzungen von Branchenexperten auch in der Beratungs- und IT-Branche das Nachfrageverhalten noch beeinträchtigen können.

Auch wenn man hierzu festhalten kann, dass aufgrund des aktuell vorhandenen Auftragsbestands kurzfristig keine negativen Auswirkungen zu befürchten sind, kann mittel- und langfristig nicht ausgeschlossen werden, dass auch die KPS negative wirtschaftliche Auswirkungen bei einer verschlechterten Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommt, da Ausgaben für Beratungsleistungen und IT-Investments häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung stehen.

Durch die klare Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, und den Wegfall von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität konnte das Risiko deutlich reduziert werden. Darüber hinaus resultiert nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts der KPS aus Produkt- und Hardwareumsätzen.

1.3.2. Wettbewerbsrisiken

In dem Bereich der Transformations- und Prozessberatung, in dem die KPS zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum zählt, ist kurz- und mittelfristig nicht mit einer Zunahme der ohnehin heute bereits vorhandenen Wettbewerbsrisiken zu rechnen.

Im Bereich der reinen Implementierungs- und Systemberatung befindet sich die KPS in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Zum einen steht die KPS hier mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen der KPS Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Beratungshäuser beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur KPS treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftslage der KPS haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen.

1.3.3. Weitere operative Risiken

1.3.3.1. Auslastung der Mitarbeiter

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben.

1.3.3.2. Abhängigkeit von Großkunden

Die KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.

1.3.3.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern

Die KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

1.3.3.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

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1.3.3.5. Gewährleistung und Haftung / Serviceleistungen

Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie an Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS jedoch lediglich bei 4 % liegt, sind die daraus resultierenden Risikopotentiale als gering einzustufen. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

1.3.3.6. Steuerliche Risiken

Die steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG und der vormaligen autinform-Gruppe stehen weiterhin unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Derzeit laufen bei der KPS AG und verschiedenen Tochterunternehmen steuerliche Außenprüfungen. Betriebsprüfungsberichte lagen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht vor.

2. Chancenbericht

2.1. Marktpositionierung

In der Strategie- und Transformationsberatung nimmt KPS europaweit die Position als Marktführer ein. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen auf allen Ebenen unterstützt.

2.2. Beratungs- und Serviceportfolio

Im Fokus des Beratungs- und Leistungsspektrums steht das Thema Transformationsberatung, bei dem die KPS die führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen auf allen Ebenen unterstützt. Konzepte und Lösungen werden unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt und implementiert.

Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Das Angebot in der Transformationsberatung umfasst sowohl die Prozessberatung, die Implementierungsberatung und die System Integration. Dabei gewährleistet die KPS-Methodik eine optimale sowie rationale Umsetzung der erwarteten Kundenziele und sorgt für eine reibungslose Interaktion bei Prozessen, Systemen und Technologien.

Die Schwerpunkte des KPS-Beratungsportfolios liegen in den Bereichen Strategie und Transformationsberatung, der Prozess- und Implementierungsberatung sowie bei der System Integration & Architektur.

KPS verfügt über eine exzellente Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland und aus diversen Branchen vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an.

2.3. Rapid Transformation Methode

Ein weiteres Profilierungsmerkmal besitzt die KPS mit der von ihr entwickelten "Rapid Transformation Methode". Mit der Rapid Transformation Methode ist die KPS in der Lage, Projektlaufzeiten und Projektkosten signifikant zu reduzieren und für ihre Kunden einen hohen Return of Investment noch während der Projektlaufzeit zu generieren.

2.4. One Brand Strategie

Unter dem Markennamen KPS Consulting kann die KPS ihr umfassendes Leistungsportfolio von der Strategie- und Prozessberatung über die Implementierungsberatung bis zur System Integration anbieten.

2.5. Cross-Selling

Das vorhandene Leistungsportfolio – bestehend aus Strategie- und Transformationsberatung, Prozess- und Implementierungsberatung und System Integration – bietet darüber hinaus ein hohes Cross-Selling-Potential. Projekte in einem Geschäftsfeld eröffnen weitere Potentiale für das Beratungsangebot anderer KPS-Geschäftsbereiche.

2.6. Skaleneffekte

Bei der aktuellen Unternehmensgröße mit einem Umsatz von größer 50 Mio. Euro und einer Beratungsmannschaft von mehr als 300 Beratern hat sich die Attraktivität der KPS für große Konzerne erhöht, die vielfach bestimmte unternehmenskritische Aufgabenstellungen nur an Beratungsunternehmen ab einer gewissen Größenordnung vergeben. Anstatt wie bisher in solchen Fällen aussortiert zu werden bzw. als Sub-Unternehmer eines größeren Partners agieren zu müssen, können solche Beratungsaufträge zukünftig vermehrt direkt gewonnen werden.

F) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt im branchenüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

G) Vergütungsbericht

1. Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Planzahlen im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für die Vorstandsmitglieder, auch für den im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Vorstand, insgesamt 1.247 (i.V. 1.195) TEuro, wobei der variable Anteil 34 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt; ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt vor. Den Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

2. Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6-fache dieses Betrages. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2009/2010 auf insgesamt 55 (i.V. 55) TEuro.

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H) Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2010 32.742.531 Euro. Es ist eingeteilt in 32.742.531 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald besteht ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen bis zum 31. Dezember 2015.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

3. Kapitalbeteiligungen größer 10 %

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2010 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

Stück In Prozent
Michael Tsifidaris 9.184.894 28,05 %
Dietmar Müller 8.669.895 26,48 %
Leonardo Musso 4.349.144 13,28 %
Uwe Grünewald 4.349.143 13,28 %

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6. Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

7. Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2009/I an für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital 2009/I).

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bedingt um 17.823.787 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom gleichen Tage ermächtigt wurde.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zu 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals eigene Aktien zu erwerben und zu verwenden unter Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts. Die Ermächtigung gilt bis zum 20. Mai 2015.

8. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und einzelne Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens aber für die Dauer von drei Jahren.

I) Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der KPS AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, den 26. Januar 2011

Dietmar Müller Hartmut Cordes Vorstand Vorstand

KPS AG, München Konzernbilanz zum 30. September 2010

Aktiva

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte D.1.1.
1. Software 738 823
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.294 9.294
10.032 10.117
II. Sachanlagen D.1.2.
Betriebs- und Geschäftsausstattung 63 112
III. Finanzanlagen D.1.3.
Sonstige Ausleihungen 62 84
10.157 10.313
IV. Aktive Latente Steuern D.1.4. 2.432 1.109
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände D.2.1.
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
8.692 6.940
2.
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern
D.2.2. 228 317
3.
Sonstige Vermögenswerte
295 1.324
9.215 8.581
II. Guthaben bei Kreditinstituten D.2.3. 1.350 248
III. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte D.2.4. 0 36
10.565 8.865
Summe Aktiva 23.154 20.287

Passiva

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital D.3.1. 32.743 32.743
II. Kapitalrücklage D.3.4. -18.889 -18.848
III. Gewinnrücklagen D.3.5. 55 14
IV. Bilanzverlust D.4. -9.649 -10.095
4.260 3.814
B. Langfristige Schulden D.5.
1. Sonstige Verbindlichkeiten 48 1.160
2. Passive latente Steuern 24 27
72 1.187
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen D.6.1. 2.855 277
2. Sonstige Rückstellungen D.6.2. 2.798 2.886
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten D.6.3. 1.378 3.731
4. Erhaltene Anzahlungen D.6.4. 191 229
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.461 4.932
6. Schulden aus Ertragsteuern D.6.6. 112 0
7. Sonstige Verbindlichkeiten D.6.5. 5.027 3.231
18.822 15.286
Summe Passiva
23.154
20.287
-----------------------------------

KPS AG Konzernabschluss nach IFRS Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

in TEuro 2009/2010 2008/2009
1. Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen E.1. 50.004 41.010
Erlösschmälerungen -426 -341
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen 49.578 40.669
2. Sonstige betriebliche Erträge E.2. 279 3.219
3. Betriebsleistung 49.857 43.888
4. Materialaufwand E.3. -25.315 -19.715
a) Aufwendungen für bezogene Waren -2.189 -2.364
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.126 -17.351
5. Personalaufwand E.4. -13.213 -14.373
a) Löhne und Gehälter -12.130 -12.883
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.083 -1.490
6. Abschreibungen E.5. -155 -236
a) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
-155 -163
b) Abschreibung auf Firmenwert 0 -21
c) Abschreibung auf Finanzanlagen 0 -52
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen E.6. -5.869 -5.460
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge E.7. 40 46
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen E.8. -1.114 -352
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.231 3.798
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag E.9. -1.213 -688
12. Sonstige Steuern E.10. -13 -14
13. Konzernperiodenüberschuss 3.005 3.096
14. Verlustvortrag -10.095 -13.191
15. Ausschüttung gem. Einbringungsvertrag vom 22.10.2007 -2.559 0
16. Konzernbilanzverlust -9.649 -10.095
Anzahl der Aktien in tausend Stück – verwässert/unverwässert,
durchnittlich gewichtet
32.742.531 36.290.889
Ergebnis je Aktie in EUR – verwässert/unverwässert E.11. 0,09 0,09

KPS AG Konzernabschluss nach IFRS Gesamtergebnis für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

in TEuro 2009/2010 2008/2009
Konzernperiodenüberschuss 3.005 3.096
– davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0 0
– davon Ergebnisanteil der Aktionäre der KPS AG 3.005 3.096
+ sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 3.005 3.096
– davon Gesamtergebnis anderer Gesellschafter 0 0
– davon Gesamtergebnis der Aktionäre der KPS AG 3.005 3.096

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. Euro)

Umsatz vor Erlösschmälerungen 50,0
EBITDA 5,5
EBITDA Marge 11,0 %
EBIT 5,3
EBIT Marge 10,6 %

KPS AG, München Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

in TEuro KPS-Konzern
2009/2010
KPS-Konzern
2008/2009
A. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Steuern 4.231 3.798
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 155 163
Abschreibung auf Finanzanlagen 0 52
Abschreibungen auf Firmenwert 0 21
Veränderung der Forderungen und sonstiger Aktiva -687 -91
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen -88 -6.117
Veränderung der übrigen Schulden 2.175 874
Verluste aus Anlagenabgängen 37 3
Einzahlung Verkauf Eigene Anteile 0 108
Gezahlte Steuern 227 -718
Cash-Posititonen PLC Austria 0 -35
Cash-Posititonen Preis24 0 75
Mittelzu-/abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.050 -1.867
B. Investitionstätigkeit
Investitionen in das Anlagevermögen -58 -461
Einzahlungen aus Anlageverkäufen 0 32
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -58 -429
C. Finanzierungstätigkeit
Rückzahlung Ausleihungen 22 0
Aufnahme von Darlehen 0 747
Tilgung Bankdarlehen 0 -196
Gewinnausschüttung gem. Einbringungsvertrag -2.559 0
Mittelab-/zufluss aus Finanzierungstätigkeit -2.537 551
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.455 -1.745
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode -3.483 -1.738
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode -28 -3.483
Stand Stand
in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Bankguthaben 1.350 248
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -1.378 -3.731
Finanzmittelfonds -28 -3.483

KPS AG, München Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 30. September 2010

in TEuro Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzverlust Gesamt
Stand 30.9.2009 32.743 -18.848 14 -10.095 3.814
Periodenergebnis 2009/2010 3.005 3.005
Ausschüttung gem. Einbringungsvertrag
vom 22.10.2007
-2.559 -2.559
Bewertung Aktienoptionen -41 41 0
Stand 30.9.2010 32.743 -18.889 55 -9.649 4.260

KPS AG

Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

A. Allgemeine Grundlagen

Die KPS AG wurde 1998 gegründet und ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 80939 München, Alois-Wolfmüller-Straße 8, Deutschland (Registernummer HRB 123013, Amtsgericht München). Die Verwaltung der Gesellschaft wurde im September 2010 nach 85774 Unterföhring, Betastraße 10h, Deutschland, verlegt. Die Tätigkeitsbereiche des KPS-Konzerns gehen aus der unter Punkt H. dargestellten Segmentberichterstattung hervor.

Die Aktien der KPS AG, München, wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Dessen Regeln erfordern die Aufstellung von Jahresabschlüssen nach einer der international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften IFRS oder US-GAAP oder eine Überleitung vom nationalen HGB-Abschluss auf ein internationales Rechenwerk.

Die KPS AG stellt als Mutterunternehmen ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Über die Angabepflichten nach IFRS hinaus wurden auch die nach § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Satzung der KPS AG berücksichtigt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Aus der Wiedergabe in TEuro können sich geringfügige Differenzen in der Darstellung einzelner Beträge innerhalb des Konzernabschlusses ergeben.

Der vorliegende Abschluss wurde am 26. Januar 2011 vom Vorstand aufgestellt und nach Billigung durch den Aufsichtsrat am 28. Januar 2011 zur Veröffentlichung freigegeben.

B. Darstellung des Abschlusses

Die Anwendung der Neufassung der International Accounting Standards (IAS) 1 ergänzt die bisherige Gewinn- und Verlustrechnung um die Gesamtergebnisrechnung. Diese umfasst noch nicht realisierte Gewinne und Verluste, die ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Gewinnund Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde bei dem Posten Umsatzerlöse um den Ausweis der Erlösschmälerungen erweitert. Ansonsten ist die Darstellung gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gem. IAS 1 in langund kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgegliedert. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr oder darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen wir in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten aus. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.

Vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs-, und Konsolidierungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:

Die Konsolidierung erfolgt im Rahmen einer "reverse acquisition" gemäß IFRS 3. Das wirtschaftliche Mutterunternehmen ist die KPS Business Transformation GmbH, die im Rahmen einer Sachkapitalübernahme im Geschäftsjahr 2007/2008 von der KPS AG erworben wurde.

  • Anteilige Gewinnrealisierung gemäß Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11)
  • Verrechnung eigener Anteile mit dem Eigenkapital
  • Umrechnung von Valutaforderungen und -verbindlichkeiten zum Stichtagskurs und ergebniswirksame Erfassung der daraus resultierenden Wertänderungen
  • Bilanzierung latenter Steuern nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern deren Realisierbarkeit wahrscheinlich ist.
  • Verzicht auf die Bildung sonstiger Rückstellungen, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 % liegt

  • Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung und Durchführung einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) gemäß IFRS 3 und IAS 36

  • Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerten.

Seit dem Geschäftsjahr 2009/2010 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen:

Anwendungspflicht
IFRS1/IAS27 Anschaffungskosten von Anteilen an Tochtergesellschaften,
Joint-Ventures oder assoziierten Unternehmen
1.1.2009
IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung 1.1.2009
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 1.7.2009
IFRS 7 Finanzinstrumente: Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten 1.1.2009
IFRS 8 Operative Segmente 1.1.2009
IAS 1 Darstellung Jahresabschluss 1.1.2009
IAS 23 Fremdkapitalkosten 1.1.2009
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 1.7.2009
IAS 32/IAS 1 Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen 1.1.2009
IAS 39 Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung – geeignete Grundgeschäfte 1.7.2009
IFRIC 9/IAS 39 Eingebettete Derivate 1.1.2009
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen 29.3.2009
IFRIC 13 Kundentreueprogramme 1.1.2009
IFRIC 14/IAS 19 Die Obergrenze eines leistungsorientierten Pensionsfonds,
Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung
1.1.2009
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 30.6.2009
Änderungen im Rahmen des Improvement-Prozesses – Veröffentlichung im Mai 2008 Einzelfallregelungen
Änderungen im Rahmen des Improvement-Prozesses – Veröffentlichung im April 2009 Einzelfallregelungen

Die neuanzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf den Jahresabschluss, mit Ausnahme der IFRS 7 und IAS 1.

Die IFRS 8 wurden bereits vorzeitig angewendet, erstmalig im Geschäftsjahr 2007/2008, sodass sich hieraus keine Veränderungen ergeben.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom ISAB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2009/2010 nicht verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

Anwendungspflicht Voraussichtliche
Auswirkungen
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS – Fassung
vom 27. November 2008
1.1.2010 Keine
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS, zusätzliche
Erleichterung für Erstanwender
1.1.2010 Keine
IFRS 1 Änderung der IFRS 1, begrenzte Ausnahme
von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für
erstmalige Anwender
1.7.2010 Keine
IFRS 2 Änderung anteilsbasierte Vergütungen 1.1.2010 Keine
IFRS 7* Änderung der IFRS 7 Anhangsangaben 1.7.2011 Anhangsangaben
IFRS 9* Finanzinstrumente 1.1.2013 Klassifizierung/Bewertung
IAS 24 Angaben zu nahe stehenden Personen 1.1.2011 Keine
IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten und
ähnlichen Rechten
1.2.2010 Keine
IFRIC 14 Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden
Mindestdotierungsverpflichtungen
1.1.2011 Keine
IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien 1.1.2010 Keine
IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer 1.11.2009 Keine
IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von
Kunden
1.11.2009 Keine
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit
Eigenkapitalinstrumenten
1.7.2010 Keine
Verbesserungen
der IFRS
Einzelfallregelungen Einzelfallregelungen Einzelfallprüfung

* noch nicht von der EU genehmigt

B.1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle inund ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.

Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:

B.2. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Regeln zum 30. September 2010 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert bzw. wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen

Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes
Kapital
30.9.2010
(Vorjahr)
Eigenkapital
30.9.2010
(Vorjahr)
Jahresergebnis
2009/2010
(Vorjahr)
KPS Product Lifecycle GmbH Unterföhring 100 40
(40)
10
(-19)
29
(-120)
Services GmbH *
KPS Technology GmbH
Unterföhring 100 6.300
(6.249)
(35)
8.122
(7.957)
(272)
253
(-6)
(22)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 26
(26)
30
(30)
0
(-2)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 5.113
(5.113)
-1.800
(-929)
-871
(-422)
autinform AG Zürich/
Schweiz
99 62
(62)
-1.260
(-1.255)
-5
(-12)
KPS Documents GmbH Saarbrücken 100 250
(250)
468
(613)
23
(11)
KPS Business Transformation GmbH Unterföhring 100 500
(500)
558
(3.969)
1.658
(1.006)
Preis24.com GmbH** Unterföhring 100 75
(75)
97
(99)
-2
(-1)

* Die KPS Technology GmbH wurde rückwirkend zum 1. Oktober 2009 auf die autinform AG verschmolzen und in die KPS Technology AG umfirmiert. Anschließend wurde die KPS Technology AG in eine GmbH umgewandelt. Nach der Umwandlung wurde die KPS Technology GmbH in die KPS Services GmbH umbenannt.

** Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2009. Bilanzstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.

in TEuro

Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

B.3. Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

B.4. Berichts- und Vergleichsperioden

Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2009/2010 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010.

Die KPS AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2009/2010 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt. Die Abkürzung "i.V." steht dabei für "im Vorjahr".

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C.1. Grundsätze

Der Jahresabschluss basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nicht besonders vermerkt, erfolgt ein Ansatz der Aktiv- und Passivposten zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C.2. Zahlungsmittel

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben, Kassenbeständen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihrem Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vorzunehmende Wertberichtigungen auf gesonderten Wertberichtigungskonten erfasst. Liegen Hinweise vor, dass die Forderung endgültig uneinbringlich ist, wird die Forderung sowie die entsprechende Wertberichtung auf dem Wertberichtigungskonto über die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht.

C.4. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstanden ist, Nutzen ziehen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich gemäß IAS 36 sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (value in use), der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind Daten aus der jeweiligen detaillierten Unternehmensplanung mit anschließendem Übergang in die ewige Rente.

Die detaillierte Unternehmensplanung wird von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellt. Das angenommene fortwährende Wachstum von 2 % entspricht den allgemeinen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Zur Ermittlung des Barwerts der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Unternehmenssteuern von 9,29 (i.V. 10,45) %, der die jeweilige Renditeerwartung der Alternativinvestition repräsentiert. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.

C.5. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben aufgedeckten stillen Reserven bei Geschäftserwerben im Wesentlichen erworbene Software und Lizenzen, die zu fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten erfasst werden.

Selbsterstellte Software wird aktiviert, wenn die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Der Ansatz erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Kosten.

Software, Konzessionen und ähnliche Rechte werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (bei Software in der Regel drei Jahre, ERP-Software 10 Jahre, Lizenzen nach der erwarteten Nutzungsdauer oder den kürzeren Vertragslaufzeiten) abgeschrieben. Soweit notwendig werden Abschreibungen vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des jeweiligen Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt.

C.6. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden berücksichtigt, wenn der beizulegende Zeitwert des betroffenen Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Steigt der beizulegende Zeitwert für einen zuvor wertgeminderten Vermögenswert, so findet eine Wertaufholung auf die um die planmäßigen Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten statt.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zu Grunde:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

C.7. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Zinslose Ausleihungen werden abgezinst. Niedrigere beizulegende Zeitwerte werden angesetzt, soweit Hinweise für Verluste bestehen. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden direkt erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

C.8. Finanzinstrumente

Als Finanzinstrumente werden Verträge bezeichnet, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Ein Finanzinstrument wird bilanziell erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Instruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche des Konzerns bezüglich der Zahlungsströme aus dem Finanzinstrument auslaufen oder wenn eine Übertragung des Finanzinstruments an eine andere Partei unter Einschluss der Kontrolle bzw. aller wesentlichen Risiken und Nutzen vorgenommen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die im Vertrag spezifizierten Verpflichtungen des Konzerns auslaufen oder erlassen bzw. gekündigt werden. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei regulärem Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten zum Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Nach IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten in folgende vier Kategorien unterteilt:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
  • ausgereichte Kredite und Forderungen
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale).

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten nach IAS 39 gelten derivative Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene originäre Finanzinstrumente sowie alle Finanzinstrumente, die ein Unternehmen freiwillig dieser Kategorie zuordnet. Ein finanzieller Vermögenswert wird in diese Kategorie eingestuft, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde.

Finanzinstrumente werden im KPS-Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Als fortgeführte Anschaffungskosten gilt der Betrag,

  • mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei erstmaliger Erfassung unter Einbeziehung der Transaktionskosten bewertet wurde
  • abzüglich zwischenzeitlicher Tilgungen und außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit und
  • ggf. zu- oder abzüglich einer Differenz (Agio) zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag, die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Schuld verteilt wird.

Bei kurzfristigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten sind die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag identisch.

Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert, also dem Preis, zu dem das Finanzinstrument in einer laufenden Transaktion zwischen zwei voneinander unabhängigen Partnern frei gehandelt werden kann. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt.

Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht an einem aktiven Markt notierte Finanzinstrumente, die fixe bzw. bestimmbare Zahlungen aufweisen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie ggf. unter Abzug von Wertminderungen. Dabei handelt es sich insbesondere um

  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie
  • Finanzschulden.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzuordnen sind. Sie werden den langfristigen Vermögenswerten zugerechnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. In der Regel weisen sie keine festgelegten bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten auf. Der Bilanzansatz erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen dieses Zeitwerts – mit Ausnahme von Wertberichtigungen – unter Berücksichtigung von Steuerlatenzen direkt im Eigenkapital erfasst werden. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt bei Abgang des Vermögenswertes.

Derivative Finanzinstrumente liegen im KPS-Konzern nicht vor.

C.9. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Forderungen werden erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertberichtigungen wird im Einzelfall auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Betrages geschätzt. Der Ausweis der entsprechenden Aufwendungen erfolgt in der Gewinnund Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

C.10. Latente Steueransprüche/-schulden

Latente Steueransprüche und -schulden werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gebildet. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden gesondert ermittelt und angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Eine Aktivierung erfolgt, wenn deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die Berechnung der latenten Steuern wird im Geschäftsjahr ein Steuersatz von 28,1 (i.V. 30) % herangezogen, der sich aus der Belastung mit Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergibt. Die Änderung des Steuersatzes resultiert aus dem niedrigeren Gewerbesteuersatz der Gemeinde Unterföhring. Eine Abzinsung der aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht vorgenommen.

C.11. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verbindlichkeiten wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird im Wege der Schätzung ermittelt und basiert auf denjenigen Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

C.12. Eigenkapital

In der Kapitalrücklage ist der Betrag enthalten, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. Der negative Betrag ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der "reverse acquisition" durch die Anpassung des Eigenkapitals der wirtschaftlichen Mutter (KPS Business Transformation GmbH) an das Grundkapital der KPS AG erfolgt. In den Gewinnrücklagen sind die nicht ausgeübten Aktienoptionen enthalten.

C.13. Umsatzrealisation

Eine Umsatzrealisierung nach IAS 18 erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung, d. h. sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

Bei Wartungsverträgen, die über einen definierten Zeitraum geschlossen werden, erfolgt eine lineare Verteilung der Umsatzerlöse über den Zeitraum der Leistungserbringung. Etwaige Abgrenzungsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Sofern bei einem kundenspezifischen Projekt das Projektergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden die entsprechenden Umsatzerlöse im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert. Die jeweils für die Schätzung zu Grunde gelegten Umsatzerlöse umfassen den ursprünglichen Vertragswert zuzüglich etwaiger Änderungen im Leistungsumfang, sofern ein künftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und eine verlässliche Bewertung erfolgen kann. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der cost-to-cost-Methode ermittelt. Ein voraussichtlicher Verlust eines Auftrags wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

C.14. Zinsen

Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

C.15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach IAS 12. Demnach sind alle sich auf Steuern vom Einkommen beziehende, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Steuerverbindlichkeiten oder -forderungen in den einbezogenen Jahresabschlüssen gemäß den für die Konzerngesellschaften geltenden Steuergesetzen aufzunehmen.

Darüber hinaus sind latente Steuereffekte abzubilden.

C.16. Bewertung von Aktienoptionen

Nach IFRS 2 werden Vergütungen durch die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten (Aktienoptionen) an Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Ausgabe anteilig über die Sperrfrist im Personalaufwand und in der Kapitalrücklage erfasst. Die Aktienoptionen werden zu diesem Zweck im Zeitpunkt der Ausgabe nach einem anerkannten Optionspreismodell bewertet. Nach Ablauf der Sperrfrist werden Veränderungen hinsichtlich der Mitarbeiter gemäß IFRS 2.23 in die Gewinnrücklagen umgebucht. Wir verweisen im Übrigen auf die Angaben unter I.1.

C.17. Verwendung von Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden bzw. der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen Rückstellungen, der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie der vom Konzern selbsterstellten Software.

Alle wesentlichen Schätzungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf den Erfahrungen des Managements und den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

D.1. Langfristige Vermögenswerte

Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend unter D.1.1. bis D.1.3. erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.

D.1.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2010 war selbsterstellte Software in Höhe von 710 (i.V. 803) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 93 TEuro.

Die Abschreibungen auf Software werden unter dem Gliederungspunkt 6.a. der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen.

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 9.294 TEuro und verteilt sich auf zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Zum einen entfällt ein Betrag von 8.949 TEuro auf die KPS Services GmbH (ehem. autinform AG); zum anderen betrifft ein Betrag von 345 TEuro den Erwerb der KPS Documents GmbH.

D.1.2. Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

D.1.3. Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen beinhalten eine Darlehensausreichung an einen ehemaligen Mitarbeiter über 89 TEuro, wobei ein Teilbetrag von 62 TEuro den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet wurde.

D.1.4. Aktive latente Steueransprüche

Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 2.432 (i.V. 1.109) TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG sowie der KPS Services wider.

D.2. Kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 295 (i.V. 1.324) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:

D.2.1. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2010 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.792 (i.V. 7.039) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 100 (i.V. 99) TEuro gebildet sind.

Die Wertberichtigungen auf Forderung aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt:

in TEuro
Stand Wertberichtigungen am 1.10.2009 99
+ Zuführungen
-Verbrauch /Auflösung
1
Stand Wertberichtigungen am 30.9.2010 100

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 0 (i.V. 45) TEuro.

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
Steuererstattungsansprüche
aus so. Steuern
15 41
Ansprüche aus Factoring
Vereinbarungen
0 46
Forderungen gegenüber
Mitarbeitern
9 10
Forderungen gegenüber
ehemaligen Gesellschaftern
0 592
Darlehen an ehemalige
Mitarbeiter
27 36
Geleistete Vorauszahlungen 148 165
Geleistete Kautionen 9 34
Übrige Forderungen 87 400
Summe sonstige
Vermögenswerte
295 1.324

D.2.2. Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von 228 (i.V. 317) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre.

D.2.3. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 1.350 (i.V. 248) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung unter G.

D.2.4. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Die zur Veräußerung gehaltene Beteiligung an der KPS Product Lifecycle GmbH, Linz, wurde zum 1. Oktober 2010 zu einem Kaufpreis von 36 TEuro veräußert.

D.3. Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

D.3.1. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 32.742.531 (i.V. 32.742.531) Euro und verteilt sich insgesamt auf 32.742.531 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

D.3.2. Genehmigtes Kapital

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro beschlossen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital ab der Eintragung in das Handelsregister für fünf Jahre einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen.

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht auch ausgeschlossen werden.

Die Eintragung des genehmigten Kapital 2009/I ist am 24. September 2009 im Handelsregister erfolgt.

D.3.3. Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 wurde der Beschluss gefasst, dass das Grundkapital um bis zu 366.510,00 Euro durch die Ausgabe von 366.510 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, bedingt erhöht wird (Bedingtes Kapital 2004/ I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der zur Geschäftsführung befugten Organe verbundener in- und ausländischer Unternehmen ("Mitglieder der Geschäftsführung" – Gruppe 1) und an Mitarbeiter der Gesellschaft und Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft ("Arbeitnehmer" – Gruppe 2). Die Aktienoptionen wurden in voller Höhe durch die berechtigten Mitarbeiter übernommen.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2009 wurde der Beschluss gefasst, das Kapital der KPS AG bedingt um 17.823.787,00 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient zur Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zur Ermächtigung der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen von der Gesellschaft ausgegeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur in dem Maße durchgeführt, als die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen bzw. das bedingte Kapital nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen benötigt wird, insbesondere die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Das bedingte Kapital 2009/I wurde am 23. September 2009 im Handelsregister eingetragen.

D.3.4. Kapitalrücklage

Der negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Geschäftsjahr 2007/2008 vorgenommenen reverse acquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG.

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

TEuro

Stand 1.10.2009 -18.848
Bewertung Aktienoptionen -41
Stand 30.9.2010 -18.889

D.3.5. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 geendet hat. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Die fluktuationsbedingte Veränderung sowie das Auslaufen des Rechts zur Ausübung zum 31. Dezember 2009 wurden durch Umbuchung von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklage im Eigenkapital berücksichtigt.

D.3.6. Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt.

Danach kann der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2015. Die Bedingungen zum Erwerb der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag sind keine Erwerbe und Veräußerungen von eigenen Aktien erfolgt.

D.4. Bilanzverlust

Die Entwicklung des zum 30. September 2010 ausgewiesenen Bilanzverlusts in Höhe von -9.649 (i.V. -10.095) TEuro lässt sich wie folgt darstellen:

TEuro

Stand 1.10.2009 -10.095
Jahresüberschuss 3.005
Ausschüttung gemäß
Einbringungsvertrag vom 22.10.2007
-2.559
Stand 30.09.2010 -9.649

Bei der Ausschüttung handelt es sich um die vertraglich vereinbarte Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2007 der vormaligen KPS Consulting GmbH, der gemäß des damals abgeschlossenen Einbringungsvertrages den ehemaligen Gesellschaftern zusteht.

D.5. Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden in Höhe von 72 (i.V. 1.187) TEuro setzen sich wie folgt zusammen:

24 27
48 1.160
30.9.2010 30.9.2009

Die Bewertung des Schadensersatzanspruchs erfolgt mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Diskontierungszinssatzes von 5,5 % p.a.

Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter E.9.

D.6. Kurzfristige Schulden

D.6.1. Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

1.10.2009 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.9.2010
Körperschaftsteuer 10 -10 0 184 184
Gewerbesteuer 267 -266 0 2.670 2.671
Gesamt 277 -276 0 2.854 2.855

Anhang Konzern

In den Rückstellungs-Zuführungen zur Gewerbesteuer ist ein Betrag von 2.371 TEuro für mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten.

Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme werden durch eine anhängige BFH-Entscheidung des VIII. Senats (BFH, VIII-R-2/08) bestimmt, der die Frage nach der Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen im Billigkeitswege zu klären hat. Die Rückstellung beinhaltet einen Betrag von 666 TEuro für potentielle Nachforderungszinsen.

D.6.2. Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

in TEuro 1.10.09 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.9.10
Personal 2.252 -2.206 -46 1.881 1.881
Ausstehende Rechnungen 166 -135 -11 414 434
Abschluss- und Prüfungskosten 120 -116 0 133 137
Übrige 348 -271 -4 273 346
Gesamt 2.886 -2.728 -61 2.701 2.798

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe zum Bilanzstichtag noch nicht endgültig feststand.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche.

D.6.3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 1.378 (i.V. 3.731) TEuro.

D.6.4. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 191 (i.V. 229) TEuro und betreffen mit 153 TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 38 TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

D.6.5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 5.027 (i.V. 3.231) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
bis 3 Monate 3 - 12 Monate bis 3 Monate 3 - 12 Monate
Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 286 368
Abzuführende Sozialversicherungen 27 0
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 1.341 925
Verbindlichkeiten Umsatzsteuern und so. Steuern 0 554
Verbindlichkeiten aus Schadensersatz 552 650 550 628
Verbindlichkeiten ehem. Gesellschafter 2.007 0
übrige Verbindlichkeiten 164 206
Summe sonstige Verbindlichkeiten 4.377 650 2.603 628

D.6.6. Schulden aus Ertragsteuern

Die Schulden aus Ertragsteuern in Höhe von 112 (i.V. 0) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

E.1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

in TEuro Berichtsjahr
2009/2010
% Berichtsjahr
2008/2009
%
Erbringung von Dienstleistungen 47.036 95 37.468 92
Verkauf von Gütern 2.220 4 1.984 5
Nutzungsentgelte 322 1 1.217 3
49.578 100 40.669 100

E.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 278 (i.V. 3.219) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 61 2.319
Mieterträge aus Untervermietung Büroräume 26 19
Auflösung von Einzelwertberichtigungen 0 45
Erträge aus Kursdifferenzen 27 50
Erlöse aus Forderungsverzicht 0 0
Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter 13 21
Aktivierte Eigenleistungen 0 369
übrige Erträge 152 396
Summe sonstige betriebliche Erträge 279 3
.219

E.3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 25.315 (i.V. 19.715) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 2.189 (i.V. 2.364) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 23.126 (i.V. 17.351) TEuro.

E.4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 13.213 (i.V. 14.373) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 12.130 (i.V. 12.883) TEuro und auf Sozialaufwendungen 1.083 (i.V. 1.490) TEuro.

Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 17 (i.V. 32) Euro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 96 (i.V. 146) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer), davon 85 (i.V. 124) Berater und 11 (i.V. 22) Verwaltungsangestellte, beschäftigt.

E.5. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 155 (i.V. 236) TEuro. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 5.869 (i.V. 5.460) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
Raumkosten 632 881
Reise- und Bewirtungskosten 1.460 1.481
Kfz-Kosten 535 623
Telefon- und sonstige Kommunikationskosten 242 353
Fremdleistungen 483 23
Versicherungen 165 99
Kapitalmarktkosten 152 153
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 683 252
Werbe- und Repräsentationskosten 191 200
Personal- und Buchhaltungskosten 174 352
Maschinen-Mieten 168 191
übrige Aufwendungen 984 852
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen 5.869 5.460

E.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 40 (i.V. 46) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und die Verzinsung von Avalkonten.

E.8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betragen 1.114 (i.V. 352) TEuro und beinhalten insbesondere Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 302 (i.V. 216) TEuro, Factoringgebühren in Höhe von 49 (i.V. 136) TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens aus Vorjahren in Höhe von 665 TEuro.

E.9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2009/2010 und 2008/2009 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

in TEuro 2009/2010 2008/2009
Laufender Steueraufwand -834 -666
Periodenfremder Steueraufwand -1.705 0
Latenter Steuerertrag 1.326 -22
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.213 -688

Die latenten Steuern resultieren aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittssteuersatz von 28,1 (i.V. 30) % zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,83 % und Gewerbesteuer von 12,25 %.

Zum 30. September 2010 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 99.583 TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 97.384 TEuro für Körperschaftsteuer.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

in TEuro 2009/2010 2008/2009
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 4.231 3.797
Ertragsteuersatz 30 % 30 %
Rechnerischer Steueraufwand/-ertrag -1.269 -1.139
Steuereffekte aus Verlustvorträgen und nicht genutzten
Verlustpotentialen
487 386
Steuereffekte aus Goodwillabschreibungen 113 127
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und
weiteren steuerlichen Modifikationen
-120 -34
Übrige Effekte -45 -28
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -834 -688
Effektiver Steuersatz 19,7 % 18,1 %

Die Steuerabgrenzungen beruhen auf folgenden Positionen:

in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
Aktive latente Steuern
aus Nutzung von Verlustvorträgen
nutzbare Verlustvorträge per 30.9.2009 1.109 1.127
nutzbare Verlustvorträge per 30.9.2010 2.432 1.109
1.323 -18
Passive latente Steuern
aus unterschiedlichen Wertansätzen Steuer-/Konzernbilanz
bei Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
0 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 -7
Sonstige Rückstellungen 2 2
Latenter Steueraufwand (netto) 1.326 -22

E.10. Sonstige Steuern

Bei dieser Position handelt es sich ausschließlich um Kfz-Steuern.

E.11. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Das Mitarbeiteroptionsprogramm ist im Geschäftsjahr 2009/2010 ausgelaufen. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 30. September 2010 32.743 (i.V. 32.743) TEuro und ist eingeteilt in 32.742.531 (i.V. 32.742.531) Stückaktien. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:

2009/2010 2008/2009
Jahresüberschuss in TEuro 3.005 3.096
Durchschnittliche Anzahl
der Aktien
32.742.531 36.290.889
Unverwässertes Ergebnis
je Aktie in Euro
0,09 0,09

Die nach dem Bilanzstichtag erfolgten Aktienrückkäufe (siehe Erläuterungen im Konzernlagebericht) hätten auch keine erheblichen Auswirkungen auf die Anzahl der am Ende der Periode befindlichen Stammaktien für den Fall, dass der Rückkauf zum Bilanzstichtag erfolgt wäre.

F. Erläuterungen zu den finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 7

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Value der Finanzinstrumente.

in TEuro Zum
Fair Value
bewertet
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet
Nicht im
Anwendungs
bereich
des IFRS 7
Bilanzposten
zum
30.9.2010
Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Ausleihungen 0 62 62 0 62
(i.V. 0) (i.V. 84) (i.V. 84) (i.V. 0) (i.V. 84)
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 8.692 8.692 0 8.692
(i.V. 0) (i.V. 6.940) (i.V. 6.940) (i.V. 0) (i.V. 6.940)
Sonstige Vermögenswerte 0 280 280 15 295
(i.V. 0) (i.V. 1.283) (i.V. 1.283) (i.V. 41) (i.V. 1.324)
Guthaben bei Kreditinstituten 0 1.350 1.350 0 1.350
(i.V. 0) (i.V. 248) (i.V. 248) (i.V. 0) (i.V. 248)
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 0 0 0 0
(i.V. 36) (i.V. 0) (i.V. 0) (i.V. 0) (i.V. 36)
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 0 48 48 0 48
(i.V. 0) (i.V. 1.160) (i.V. 1.160) (i.V. 0) (i.V. 1.160)
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 1.378 1.378 0 1.378
(i.V. 0) (i.V. 3.731) (i.V. 3.731) (i.V. 0) (i.V. 3.731)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 6.461 6.461 0 6.461
(i.V. 0) (i.V. 4.932) (i.V. 4.932) (i.V. 0) (i.V. 4.932)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 4.714 4.714 313 5.027
(i.V. 0) (i.V. 2.309) (i.V. 2.309) (i.V. 922) (i.V. 3.231)

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

Bewertungskategorie
nach IAS
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
in TEuro IAS 39 und IFRS 7 30.9.2010 30.9.2010 30.9.2009 30.9.2009
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Ausleihungen LaR 62 62 84 84
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel LaR 1.350 1.350 248 248
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 8.692 8.692 6.940 6.940
Sonstige Vermögenswerte LaR 280 280 1.283 1.283
Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten AfS 0 0 36 36
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 48 48 1.160 1.160
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten FLAC 1.378 1.378 3.731 3.731
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 6.461 6.461 4.932 4.932
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten FLAC 4.714 4.714 2.309 2.309
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien
Loans and Receivables (LaR) 10.384 10.384 8.307 8.307
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 0 0 36 36
Financial Assets Measured at Amortised Costs
(FLAC)
12.628 12.628 12.132 12.132

Die Bewertung zum Fair Value ist im Geschäftsjahr 2009/2010 nicht erfolgt. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Bei den im Vorjahr ausgewiesenen langfristigen Bankverbindlichkeiten bestanden keine wesentlichen Zinsänderungen. Der Buchwert zum Abschlussstichtag entspricht näherungsweise dem beizulegenden Wert.

Die Buchwerte der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten bzw. des kurzfristigen Anteils des langfristigen Bankdarlehens im Vorjahr entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:

Finanzrisikomanagement

Der KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden im Wesentlichen unterschieden:

  • Liquiditätsrisiken
  • Kreditrisiken/Ausfallrisiken
  • Marktpreisrisiko.

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich des Vorstands, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen

in TEuro aus Zinsen aus der Folgebewertung
Zum
Fair Value
Währungs
umrechnung
Wert
berichtigung
2009/2010
Loans and Receivables (LaR) -8 0 24 0 -2 14
(i.V. -35) (i.V. 0) (i.V. 36) (i.V. -120) (i.V. 0) (i.V. -119)
Financial Assets Measured at -399 0 0 40 0 -359
Amortised Costs (FLAC) (i.V. -184) (i.V. -32) (i.V. 0) (i.V. 0) (i.V. 0) (i.V. -216)

Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 nicht eingesetzt.

mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien, die eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten:

Geschäftsjahr 2009/2010

in TEuro Buchwert Zahlungsverpflichtungen
30.9.2010 2010/2011 2011/2012
bis 2013/2014
2014/2015 ff
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.378 1.378 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.461 6.461 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.762 4.714 48 0

Vorjahr

in TEuro Buchwert Zahlungsverpflichtungen
30. 9.2009 2009/2010 2010/2011
bis 2012/2013
2013/2014 ff
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.731 3.731 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.932 4.932 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.469 2.309 1.160 0

Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und der vereinbarten Fälligkeiten geplant.

Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.

Kreditrisiken/Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft.

Die nicht abgedeckten Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen und werden durch eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei ausgesetzt.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zu Bruttobuchwerten stellt sich wie folgt dar:

30.9.2010 30.9.2009
Sonstige Ausleihungen 132 136
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
8.792 7.039
Sonstige Vermögenswerte 310 1.331

Die überfälligen Vermögenswerte (Forderungen) im Sinne von IFRS 7.37 belaufen sich auf 875 (i.V. 557) TEuro. Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen stellt sich wie folgt dar:

in TEuro
bis 30 Tage > 30 bis 90 Tage > 90 Tage
438 (i.V. 259) 330 (i.V. 253) 107 (i.V. 45)

Marktrisiken

Währungsrisiken / Wechselkursrisiken

Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die im Wesentlichen revolvierend verlängert werden. Während der Laufzeit sind überwiegend feste Zinssätze vereinbart.

Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.

Preisrisiken

Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.

G. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte Methode.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode -28 (i.V. -3.483) TEuro.

Die im Vorjahresvergleich erhöhte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf 58 TEuro.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Gewinnausschüttung gemäß Einbringungsvertrag.

H. Segmentberichterstattung

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland.

Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern.

H.1. Management Consulting/Transformationsberatung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei der die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und System Integratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.

H.2. System Integration

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozessund Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Die KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.

H.3. Produkte/Lizenzen

Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt die KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM, SAPERION, mit denen die KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2009/2010

Darstellung nach
Geschäftsfeldern
in TEuro
Management
Consulting/
Transformations
beratung
System
Integration
Produkte/
Lizenzen
übrige Konsolidierung gesamt
Ergebnisposition 30.9.2010 Vorjahr 30.9.2010 Vorjahr 30.9.2010 Vorjahr 30.9.2010 Vorjahr 30.9.2010 Vorjahr
Umsatz mit Dritten 43.914 33.382 3.172 3.862 2.492 3.425 0 0 49.578 40.669
Umsatz mit anderen
Segmenten
0 227 0 56 0 0 -283 0 0
Umsatz 43.914 33.609 3.172 3.918 2.492 3.425 0 0 0 -283 49.578 40.669
Betriebsergebnis 9.956 5.725 456 700 105 560 -5.059 -2.905 5.458 3.797
Segmentvermögen 8.879 27.659 6.226 967 4.851 1.277 47.470 47.275 -44.272 -56.891 23.154 20.287
Segment
verbindlichkeiten
13.976 18.363 261 810 484 1.214 37.914 12.573 -33.741 -16.487 18.894 16.473
Abschreibungen 35 62 2 5 5 16 113 153 155 236
Zinsergebnis* -151 -45 23 60 24 49 1.178 242 1.074 306
Ertragsteuer
aufwand**
827 492 1 9 3 9 395 191 1.226 701

* Im Zinsergebnis der Spalte "übrige" ist ein nicht zahlungswirksamer Betrag in Höhe von TEuro 666 enthalten.

** Im Ertragsteueraufwand der Spalte "übrige" ist ein nicht zahlungswirksamer Betrag in Höhe von TEuro 357 enthalten.

Unter den übrigen Informationen werden im Wesentlichen Ertrags- und Vermögensinformationen der KPS AG als Holding dargestellt. Eine Umlage auf die einzelnen Geschäftssegmente erfolgte zur Vermeidung einer Verwässerung des Aussagegehalts in Übereinstimmung mit dem internen Reporting nicht. Im übrigen Segmentvermögen werden überwiegend Beteiligungsbuchwerte sowie Verbundforderungen der KPS AG dargestellt. Hierzu korrespondierend werden unter den übrigen Segmentverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten der rechtlichen Konzernmutter abgebildet. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge spiegeln im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wider, die keinen eindeutigen Segmentbezug aufweisen.

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens.

Die Angabe des Betrages der Investitionen in langfristige Vermögenswerte ist mangels Wesentlichkeit nicht erfolgt.

Die im Vorjahr zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte gehörten dem Segment Produkte/Lizenzen an.

Geografische Angaben

Von den Umsatzerlösen mit externen Kunden wurden 41.343 TEuro im Inland und 8.514 TEuro im Ausland erzielt. Von den ausländischen Umsatzerlösen wurden 7.230 TEuro in Dänemark erzielt, diese gehören dem Segment Management Consulting/Transformationsberatung an.

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen 10.095 TEuro auf das Inland. Auf das Ausland entfallen keine langfristigen Vermögenswerte.

Abhängigkeit von wichtigen Kunden

Im Segment Management Consulting/Transformationsberatung sind drei Großkunden i.S.d. IFRS 8.34 enthalten.

I. Sonstige Angaben

I.1. Aktienoptionsprogramm

Aktienoptionsplan 2004

Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre bestand nicht.

Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten. Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2".

Die ausgegebenen Optionen hatten eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009.

Der Ausübungspreis betrug 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte konnten frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist war die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte konnten nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der KPS-Aktie während der letzten zehn Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). War das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, war die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Die ausgegebenen Aktienoptionen sind erstmals im Geschäftsjahr 2004/2005 in Anlehnung an IFRS 2 aufwandswirksam erfasst worden.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells (Black-Scholes-Modell) berechnet. Der Bewertungszeitraum begann mit dem Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen und endete mit dem am frühesten möglichen Ausübungsdatum. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wurde anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Bewertungsparameter für das angewandte Optionspreismodell stellten sich wie folgt dar:

Risikofreier Zins 2,26 %
Erwartete Dauer bis zur Ausübung 3 Monate
Erwartete Volatilität 60 %
Ausübungspreis (gew. Durchschnitt) 1 Euro

Die erwartete Volatilität basierte auf der historischen Entwicklung des Aktienkurses der KPS AG, wobei ein Zeitraum von 250 Tagen zu Grunde gelegt worden ist.

Die Anzahl der Aktienoptionen entwickelte sich in der Berichtsperiode wie folgt:

2009/2010 2008/2009
Ausgegebene Optionen
zum 1. Oktober
125.929 155.879
Neu ausgegebene Optionen 0 0
Verfallene Optionen 125.929 29.950
Noch verfügbare Optionen 0 125.929

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind bzw. die Optionslaufzeit ausgelaufen ist.

I.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 2.557 (i.V. 1.519) TEuro und betreffen Mietverpflichtungen mit 999 (i.V. 652) TEuro, Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge mit 286 (i.V. 559) TEuro, Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 231 (i.V. 308) TEuro sowie Verpflichtungen aus Beratungsverträgen mit 1.041 (i.V. 0)TEuro.

in TEuro bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
Kfz-Leasing 198 88 286
BGA-Leasing 104 127 231
Miete 333 666 999
Beratungsverträge 652 389 1.041
1.287 1.270 2.557

Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.

Zahlungen aus Leasingverhältnissen, die in der Berichtperiode als Aufwand erfasst wurden, belaufen sich auf 498 (i.V. 561) TEuro.

Haftungsverhältnisse

Rangrücktrittserklärung zugunsten von verbundenen Unternehmen

Zur Abwendung der Überschuldung der KPS Consulting GmbH & Co. KG erteilte die KPS AG eine Rangrücktrittserklärung.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Kontokorrentkreditlinien und Darlehen

Für die von der KPS Business Transformation GmbH erhaltenen Darlehen wurden die Geschäftsanteile an der KPS Product Lifecycle GmbH verpfändet.

Zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens wurden sämtliche gegenwärtigen (8.692, i.V. 6.940 TEuro) und künftigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH, KPS Services GmbH, KPS Product Lifecycle GmbH, KPS Documents GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten.

Des Weiteren war der Kontokorrentkredit am Bilanzstichtag über eine Höchstbetragsbürgschaft der KPS Business Transformation GmbH über 3.000 TEuro besichert.

Ferner wurden sämtliche Ansprüche auf Erstattung von Kapitalertragsteuern der KPS AG aufgrund von Gewinnverwendungsbeschlüssen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH sowie der KPS Documents GmbH zum Bilanzstichtag abgetreten.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen Zur Absicherung von Mietverpflichtungen bestehen Mietkautionskonten in Höhe von 142 TEuro.

I.3. Bestandsgefährdende Risiken

Der Konzernabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2009/2010 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

I.4.Organe der Gesellschaft

I.4.1. Vorstand der KPS AG

Zu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dr. Nico Brunner – Vorsitzender –, Managementberater, Grünwald (bis 6. Mai 2010)

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald

Herr Hartmut Cordes, Managementberater, Elmshorn.

Bezüglich der Vergütung des Vorstands verweisen wir auf unsere Ausführungen unter I.5.

I.4.2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr aus den Herren Michael Tsifidaris (Vorsitz), Managementberater, Hamburg, Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam, sowie Uwe Grünewald, Managementberater, Leichlingen, zusammen.

Die Herren Tsifidaris (Vorsitzender), Hartmann und Grünewald gehörten bis zur GmbH Umwandlung der autinform AG, München, dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an.

I.5. Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den KPS-Konzern beherrschen oder maßgeblich beeinflussen, sowie Beziehungen zu Unternehmen, die vom KPS-Konzern beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, angegeben werden. Dabei ist nur über diejenigen Beziehungen zu Geschäftsvorfällen zu berichten, die nicht konsolidiert werden.

Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt.

a) Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH:

Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Anteile an der KPS AG:

Michael Tsifidaris hält 9.184.894 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 28,05 %.

Dietmar Müller hält 8.669.895 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 26.48 %.

Leonardo Musso hält 4.349.144 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.28 %.

Uwe Grünewald hält 4.349.143 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.28 %.

Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 1.859 (i.V. 1.859) TEuro.

Die an die Gesellschafter ausgereichten Kredite, die im Vorjahr 592 TEuro betrugen, wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 aufgrund vorgenommener Verrechnungen zu Verbindlichkeiten in Höhe von 2.007 TEuro.

b) Vorstand:

Der Vorstand Dietmar Müller besitzt 8.669.895 Aktien.

Der Vorstand Hartmut Cordes besitzt keine Aktien.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 betragen 1.247 (i.V. 1.195) TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen und sind kurzfristig fällig.

c) Erweitertes Management:

Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 3.344 (i.V. 2.899) TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote 1.333 (i.V. 1.333) TEuro und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote 2.010 (i.V. 1.566) TEuro zusammensetzen. Sämtliche Bezüge des erweiterten Managements betreffen kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer.

d) Aufsichtsrat:

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 910 (i.V. 910) TEuro.

Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen mit der KPS AG nicht.

e) ehemalige Vorstandsmitglieder:

Mit dem ehemaligen Vorstand Herrn Dr. Nico Brunner besteht ein Beratungsvertrag über eine Laufzeit von drei Jahren. Die Aufwendungen hieraus betrugen für das abgelaufene Geschäftsjahr 272 TEuro.

I.6. Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

I.7. Honorar des Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2009/2010 nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg) beträgt insgesamt 110 TEuro und betrifft ausschließlich das Honorar für die Abschlussprüfung.

I.8. Meldung nach § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind beigefügt.

München, den 26. Januar 2011

Vorstand Vorstand

Dietmar Müller Hartmut Cordes

KPS AG, München Entwicklung des Anlagevermögens KPS-Konzern (Bruttodarstellung)

Position Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEuro 1.10.2009 Zugänge Abgänge 30.9.2010
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
a.) soweit erworbene 291 23 2 312
b.) soweit selbsterstellt 883 883
2.
Firmenwert
24.310 0 0 24.310
Immaterielle Vermögensgegenstände 25.484 23 2 25.505
II.) Sachanlagen
1.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
641 27 417 251
2.
Geringwertige Wirtschaftsgüter
8 8 2 14
Sachanlagen 649 35 419 265
III.) Finanzanlagen
1.
Zur Veräußerung gehaltene
Vermögensgegenstände
40 0 40 0
2.
sonstige Ausleihungen
136 0 4 132
Finanzanlagen 176 0 44 132
Anlagevermögen gesamt 26.309 58 465 25.902
Kummulierte Abschreibungen Buchwert
1.10.2009 Zugänge Abgänge Umgliederung 30.9.2010 30.9.2010 30.9.2009
271 15 2 0 284 28 20
80 93 173 710 803
15.016 0 0 0 15.016 9.294 9.294
15.367 108 2 0 15.473 10.032 10.117
530 40 381 0 189 62 111
7 7 1 0 13 1 1
537 47 382 0 202 63 112
4 0 0 4 0 0 36
52 0 0 18 70 62 84
56 0 0 22 70 62 120
15.960 155 384 22 15.745 10.157 10.349

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Meldepflichtiger Unterschreitung
Schwelle
Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Axtmann Beteiligungs GmbH,
Nürnberg
5 %
3 %
2,82 1.025.570
Axxion S.A., Munsbach,
Luxemburg
3 % 2,09 430.000
Dr. Axtmann Siegfried 5 %
3 %
(2,82)
0
1.025.570 2,82 % über
IMMOVARIA und
Axtmann Beteiligungs GmbH
Grünewald Uwe (80,5)
13,28
29.279.535 26,96 % über Mülller
26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Musso
IMMOVARIA Beteiligungen AG,
Berlin
5 %
3 %
(2,82)
0
1.025.570 2,82 % über Axtmann
Beteiligungs GmbH
Kliegel Christian,
Berlin
5 % (4,32)
0
274.718 4,32 % über Xpensio
Müller Dietmar (80,5)
26,96
29.279.535 26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Grünewald
13,28 % über Musso
Musso Leonardo (80,5)
13,28
29.279.535 26,96 % über Müller
26,96 % über Tsifidaris
13,28 % über Grünewald
Tsifidaris Michael (80,5)
26,96
29.279.535 26,96 % über Müller
13,28 % über Grünewald
13,28 % über Musso
Weiser Thomas, Prien 8,76
Xpensio GmbH, Berlin 5 % 4,32 274.718

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der KPS AG, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 27. Januar 2011

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Liebert Rupp-Helferich Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

KPS Alois-Wolfmüller-Straße 8 80939 München