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KPS AG — Annual Report 2009
Feb 2, 2010
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2008/2009
Impressum
Herausgeber: KPS AG, München
Umsetzung und Layout: bw media, München
Dr. Nico Brunner Vorstandsvorsitzender
Dietmar Müller Vorstand
Hartmut Cordes Vorstand
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner, meine Damen und Herren,
Vorwort des Vorstands
das abgelaufene Geschäftsjahr hat uns vor die anspruchsvolle Herausforderung gestellt, unsere ambitionierten Zielsetzungen und Planungen für 2008/2009 mit den drastischen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in Einklang zu bringen.
Zentrale Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2008/2009 waren der konsequente Ausbau unserer Kernkompetenzen in der Transformationsberatung, die weitere Fokussierung unseres Beratungsangebots, die Bereinigung von nicht profitablen und strategisch nicht zukunftsträchtigen Randaktivitäten innerhalb unseres Beratungs- und Serviceportfolios sowie der finale Abschluss der Integrations- und Post-Merger-Aktivitäten nach der Neuausrichtung der KPS im Geschäftsjahr 2007/2008.
Überlagert waren diese Zielsetzungen von den dramatischen Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, die unser Marktumfeld in erheblichem Maße beeinflusst haben. Dies hat auf der Kundenseite zu einer starken Zurückhaltung bei der Vergabe neuer Projekte geführt. Auch wurden laufende Projekte kontinuierlich auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Ein sehr labiles Marktumfeld, das zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres belastbare Prognosen über die Geschäftsentwicklung extrem schwierig gemacht bzw. diese mit einem hohen Unsicherheitsfaktor versehen hat. Trotz dieser volatilen Ausgangslage sind wir mit viel Selbstvertrauen, Kraft und Entschlossenheit in das Geschäftsjahr 2008/2009 gestartet und hatten es uns auf operativer Ebene zum Ziel gesetzt, Umsatz und Ergebnis zumindest auf dem Vorjahresniveau zu halten.
Die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres haben den Erfolg der von uns eingeschlagenen Strategie nachhaltig bestätigt und eindrucksvoll dokumentiert, dass wir den marktüblichen Abwärtstendenzen erfolgreich entgegensteuern konnten. Mit einem Umsatz von 40,7 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von 10,1 % konnten wir sowohl unsere Umsatzals auch unsere Ergebnisziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erreichen und die Markterwartungen erfüllen.
Auch der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Reichweite von mehr als zwölf Monaten im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. Vor allem im Bereich Retail und Fashion haben wir namhafte Neukunden für strategische Transformationsprojekte mit einem durchschnittlichen Projektvolumen im mittleren einstelligen Millionenbereich gewonnen. Damit konnten wir unsere führende Markposition im Bereich Retail und Fashion eindrucksvoll untermauern und sogar noch weiter ausbauen.
Auf der Kostenseite wurde im abgelaufenen Jahr ein hohes Augenmerk auf die konsequente Ausschöpfung von vorhandenen Einsparpotentialen vor allem im Infrastruktur- und Overheadbereich sowie auf die Trennung von nicht profitablen Aktivitäten innerhalb des KPS-Beratungs- und Serviceportfolios gelegt. Auch wenn sich durch die dabei aufgelaufenen Einmalaufwendungen nur marginale Auswirkungen auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2008/2009 ergeben haben, werden sich die gewünschten Ergebniseffekte vollumfänglich im Geschäftsjahr 2009/2010 einstellen.
Durch die im abgelaufenen Jahr erwirtschafteten Ergebnisse hat sich auch die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Dadurch stehen die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung.
Mit der zum 1. Juni 2009 erfolgten Bestellung von Hartmut Cordes zum weiteren Vorstandsmitglied der KPS AG wurde trotz des schwierigen Marktumfelds eine klare Weichenstellung in Richtung weiteres Wachstum der KPS gesetzt. Hartmut Cordes hat im Vorstand die Verantwortung für die Bereiche Business Development und Vertrieb übernommen. Ein Schwerpunkt seiner Aufgaben wird in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des KPS-Beratungsangebots sowie in der schrittweisen nationalen und internationalen Expansion der KPS liegen.
Auch wenn die konjunkturelle Lage weiterhin labil ist und belastbare Vorhersagen über die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor mit großen Unsicherheiten verbunden sind, gehen wir bei einem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden können. Bei unseren Planungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 haben wir den Schwerpunkt auf profitables Wachstum gelegt – bei einer moderaten Steigerung des Umsatzes wollen wir vor allem unsere Ergebnismargen weiter verbessern. Unser optimistischer Ausblick ist im Wesentlichen das Ergebnis der erfreulichen Geschäftszahlen des abgelaufenen Jahres, unserer ausgezeichneten Marktpositionierung als führender Transformationsberater im Handel und der Konsumgüterindustrie, des sehr guten Auftragsbestands und der damit einhergehenden guten Auslastung unserer Berater.
Wir generieren Mehrwerte. Das ist das Motto der KPS auch im kommenden Geschäftsjahr und untermauert deutlich, dass für die Mitarbeiter der KPS unsere Kunden und deren Anforderungen und Wünsche im Mittelpunkt ihres Handelns und Denkens steht. Sowohl für die KPS-Kunden als auch für die Partner unseres Hauses wird die KPS auch künftig eine langfristige und verlässliche Größe für Business Excellence und somit der Garant für deren Geschäftserfolg sein.
Der Erfolg der KPS Consulting basiert zu einem ganz wesentlichen Teil auf der Kompetenz, dem Engagement und der Kreativität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind sehr stolz auf die erreichten Ziele und Erfolge unseres Unternehmens, die im abgelaufenen Jahr einen hohen persönlichen Einsatz von unserer Führungsmannschaft und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangt haben. Wir bedanken uns deshalb ausdrücklich und sehr herzlich bei all denen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Unser besonderer Dank gilt unseren Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit sowie unseren Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Dr. Nico Brunner Dietmar Müller Hartmut Cordes Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2008/2009
Sehr geehrte Aktionäre,
der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009, dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.
Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit einigen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren neben den ausführlichen Quartalsberichten des Vorstands regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen.
Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten.
Sonderthemen waren
- die Überwachung des Integrationsprozesses zwischen der KPS Consulting GmbH und der früheren HAITEC AG
- die Überwachung der Liquiditätsplanung und -steuerung mit dem Ziel, jederzeit eine ausreichende Finanzierung des laufenden Betriebs sowie des geplanten Wachstums der KPS gewährleisten zu können.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2008/2009 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert.
Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.
Personalia Vorstand: Mit Wirkung zum 1. Juni 2009 wurde Herr Hartmut Cordes in den Vorstand der KPS AG berufen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung des Business Development und der Steuerung des Vertriebs der KPS AG.
Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2008/2009 zu vier Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren alle jeweils in allen Sitzungen persönlich anwesend, in einem Ausnahmefall telefonisch zugeschaltet. In allen Sitzungen wurden jeweils der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.
In jeder Sitzung wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstands für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert.
Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.
Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen dies als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 22. Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft keine Ausschüsse bildet, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde auch die konzerninterne Compliance thematisiert.
Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.
In der Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009:
Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender
Herr Uwe Grünewald
Herr Werner Hartmann
Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt.
Jahresabschluss: Die ungeprüften Zahlen des HGB Abschlusses und des Konzernabschlusses nach IFRS wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 27. Januar 2010 vorgestellt und diskutiert. Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2008/2009 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 27. Januar 2010 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.
Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichts in der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2010 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft, er schließt sich dem Vorschlag an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat
Michael Tsifidaris (Aufsichtsratsvorsitzender)
Corporate-Governance-Bericht
Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 17. Februar 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugängig gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:
- Aktionäre und Hauptversammlung
- Kommunikation und Transparenz
- Zusammenwirkung von Vorstand und Aufsichtsrat
- Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
- Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
1. Aktionärsrechte und Transparenz
Die Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet ist die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen.
Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Director's Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.
2. Vorstand und Aufsichtsrat
Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen.
Die D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist. Die Vorstände haben aufgrund vertraglicher Vereinbarung derzeit einen Anspruch auf den Abschluss einer D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt.
Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 folgt.
Ausschüsse wurden angesichts der Größe des Aufsichtsrats nicht gebildet. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.
a) Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern
Vorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 im Besitz von folgenden KPS-Aktien:
- Michael Tsifidaris 8.984.894 Stück
- Uwe Grünewald 4.506.643 Stück
- Dietmar Müller 8.984.895 Stück
- Dr. Nico Brunner 229.873 Stück
b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Director's Dealings)
Zwischen dem 30. September 2008 und dem 30. September 2009 wurden folgende Director´s Dealings durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt und gemeldet:
| • Dr. Nico Brunner 75.416 Stück |
|---|
- Dietmar Müller 75.416 Stück
- Michael Tsifidaris 75.416 Stück
- Uwe Grünewald 75.416 Stück
Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG.
c) Interessenskonflikte
Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben sie einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen.
d) Vergütungsbericht
Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007/2008 nicht geändert. Die Vergütung wird nicht individualisiert nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.
aa) Vorstand
Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 1.195 (i.V. 824) TEuro.
bb) Aufsichtsrat
Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i. V. 27) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 910 (i.V. 572) TEuro.
3. Rechnungslegung und Abschlussprüfung
a) Aktienoptionspläne
Die Gesellschaft hat in den Jahren 2004 und 2005 jeweils einen Aktienoptionsplan aufgelegt, die im Folgenden dargelegt werden, soweit davon bereits Gebrauch gemacht wurde.
Aktienoptionsplan 2004
Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten. Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.
Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der KPS-Aktie während der letzten 10 Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.
Aktienoptionsplan 2005
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ist der Vorstand der KPS AG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der KPS AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben. Die KPS AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben. Der Beschluss wurde durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 aufgehoben.
Entwicklung der Aktienoptionen
| 2008/2009 | 2007/2008 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Optionen zum 1. Oktober |
155.879 | 165.779 |
| Neu ausgegebene Optionen | 0 | 0 |
| Verfallene Optionen | 29.950 | 9.900 |
| Noch verfügbare Optionen | 125.929 | 155.879 |
Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.
Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells berechnet. Der Bewertungszeitpunkt ist dabei der Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wird anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.
b) Zwischenberichte
Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen.
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KPS AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Entsprechenserklärung")
Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechungserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung).
Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 und vom 18. Juni 2009 wurde – wie am 30. Januar 2009 erklärt – mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden:
- Ziff. 3.8. im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Die Gesellschaft sieht einen Selbstbehalt als nicht erforderlich an, weil die Aufsichtsratsmitglieder großteils über ihren Aktienbesitz ohnehin wirtschaftlich für ihre Fehler einstehen. Für den Vorstand bestehen derzeit vertragliche Verpflichtungen, die eine Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht zulassen.
- Ziffer 4.2.3 Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans oder vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurde nicht auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, weil die Gesellschaft die Veröffentlichung der entsprechenden Angaben im Jahresabschluss, der auf der Internetseite verfügbar ist, für ausreichend gehalten hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.
- Ziff. 4.2.4. und Ziff. 4.2.5. Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 29. Mai 2009 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB sowie gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offen zu legen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.
- Ziffer 5.1.2 Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde nicht festgelegt. Diese wird im Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit potenzieller Vorstände nicht für erforderlich erachtet.
- Ziffer 5.3 im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.
-
Ziffer 5.4.1 Eine Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Eine solche wird im Hinblick auf die Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung nicht für erforderlich erachtet.
-
Ziff. 5.4.6. im Hinblick auf die Orientierung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der KPS AG. Die Vergütung orientiert sich nicht an der wirtschaftlichen Lage bzw. am Erfolg der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung. Die Hauptversammlung, die die Vergütung festlegt, geht auch ohne diese Anreize von einem ausreichenden Engagement der Aufsichtsräte aus, zumal zwei der Aufsichtsräte als Großaktionäre mittelbar am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht individualisiert und nach Bestandteilen angegeben, weil darin angesichts der in der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungshöhe kein zusätzlicher Nutzen liegt. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsund Vermittlungsleistungen, werden aus grundsätzlichen Erwägungen nicht individualisiert im Corporate-Governance-Bericht angegeben.
- Ziffer 7.1.2 im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden, um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.
München, den 25. Januar 2010
KPS AG
Der Vorstand Der Aufsichtsrat
Angaben nach § 315 Abs 4 HGB
1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2009 32.742.531 Euro. Es ist eingeteilt in 32.742.531 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen
Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald besteht ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen bis zum 31. Dezember 2015.
Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.
3. Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2009 nach Kenntnis des Vorstandes wie folgt:
| Stück | In Prozent | |
|---|---|---|
| Michael Tsifidaris | 8.984.894 | 27,44 % |
| Dietmar Müller | 8.984.895 | 27,44 % |
| Leonardo Musso | 4.506.644 | 13,76 % |
| Uwe Grünewald | 4.506.643 | 13,76 % |
4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen
Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen
Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
6. Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung
Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.
7. Befugnisse des Vorstands
Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2009/I an für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital 2009/I).
Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bedingt um 17.823.787 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom gleichen Tage ermächtigt wurde.
8. Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels
Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens aber für die Dauer von drei Jahren.
9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Die KPS AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
KPS AG
Bericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2008/2009
A) Wirtschaftsbericht der KPS-Konzerns
1. Wirtschaftliche Rahmendaten
Das Jahr 2009 war nachhaltig gekennzeichnet durch die teilweise dramatischen Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Diese hat tiefe Spuren in der wirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen und weite Teile der Welt in die schwerste Rezession ihrer Geschichte gestürzt. Auch Deutschland konnte sich dem Sog dieser Krise nicht entziehen und war im Jahr 2009 mit einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung konfrontiert. Nach den offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamts hat sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2009 um 5,0 % verringert.
Führende Experten prognostizieren für den Beratungsmarkt für 2009 einen Rückgang von bis zu 15 %. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Gartner sind in 2009 die weltweiten Ausgaben für IT-Projekte gegenüber dem Vorjahr um 5,2 % gesunken, der Rückgang der IT-Investitionen der Unternehmen in Deutschland liegt sogar bei 6,9 %. Nach einer Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) ist der gesamte IT-Markt in Deutschland in 2009 um 4,4 % geschrumpft.
2. Geschäftsverlauf und -entwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt der Aktivitäten der KPS darin, die ambitionierten Zielsetzungen und Planungen für 2008/2009 mit den drastischen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in Einklang zu bringen.
Zentrale Zielsetzungen der KPS für das Geschäftsjahr 2008/2009 waren der konsequente Ausbau der KPS-Kernkompetenzen in der Transformationsberatung, die weitere Fokussierung des Beratungsangebots, die Bereinigung von nicht profitablen und strategisch nicht zukunftsträchtigen Randaktivitäten innerhalb des KPS-Beratungs- und Serviceportfolios sowie der Abschluss der Integrations- und Post-Merger-Aktivitäten nach der Neuausrichtung der KPS im Geschäftsjahr 2007/2008.
Überlagert waren diese Zielsetzungen jedoch von dramatischen Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, die das Marktumfeld in erheblichem Maße beeinflusst haben. Dies hat auf der Kundenseite zu einer starken Zurückhaltung bei der Vergabe neuer Projekte geführt. Auch wurden laufende Projekte verstärkt auf ihre kurzfristige Wirtschaftlichkeit überprüft. Ein sehr labiles Marktumfeld, das zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres belastbare Prognosen über die Geschäftsentwicklung extrem schwierig gemacht bzw. diese mit einem hohen Unsicherheitsfaktor versehen hat.
Trotz dieser volatilen Ausgangslage hatte die KPS auf operativer Ebene für das Geschäftsjahr 2008/2009 die klare Zielsetzung, Umsatz und Ergebnis zumindest auf dem Vorjahresniveau zu halten.
3. Umsatz und Ergebnis
Die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres haben den Erfolg der eingeschlagenen Strategie nachhaltig bestätigt und eindrucksvoll dokumentiert, dass die KPS den marktüblichen Abwärtstendenzen erfolgreich entgegensteuern konnte. Mit einem Umsatz von 40,7 (i.V. 37,1) Mio. Euro und einem EBIT von 4,1 (i.V. 3,7) Mio. Euro bzw, einer EBIT-Marge von 10,1 % (i.V. 10 %) konnten bei den absoluten Zahlen die jeweiligen Vorjahreswerte übertroffen, die Umsatz- und Ergebnisziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erreicht sowie die Markterwartungen erfüllt werden.
Verteilt auf die einzelnen Geschäftsfelder wurden 65,4 % der Umsätze in dem Bereich Strategie-/Prozessberatung, 14,3 % in der Systemintegration, 9,3 % in der ERP-Beratung, 7,9 % im Bereich Product-Life-Cycle und 3,1 % im Geschäftsfeld Enterprise Content Management erwirtschaftet.
Betrachtet man die durchschnittlichen Auslastungsquoten so liegt die Auslastung in den Geschäftsfeldern Systemintegration mit 91 %, Product Lifecycle mit 88 %, Strategie-/Prozessberatung mit 84 % sowie Enterprise Content Management mit ebenfalls 84 % signifikant über der Zielmarke von 80 %. Nur im Geschäftsfeld ERP-Beratung wurde diese Zielmarke mit einer Auslastung von 60 % verfehlt. Nachdem die für die unbefriedigende Auslastung im Geschäftsbereich ERP verantwortlichen Problemfelder bis zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres weitestgehend bereinigt werden konnten, sollte sich die Auslastungssituation im Geschäftsjahr 2009/2010 nachhaltig verbessern und dadurch zusätzliche positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden.
Eine Darstellung der Umsätze nach den (berichtspflichtigen) Segmenten zeigt, dass 82 % aus der Prozess-/Transformationsberatung, 8,5 % aus der Technologieberatung sowie 9,5 % aus dem Geschäft mit Produkten/Lizenzen stammen.
Auf der Kostenseite wurde im abgelaufenen Jahr ein hohes Augenmerk auf die konsequente Ausschöpfung von noch vorhandenen Einsparpotentialen vor allem im Infrastruktur- und Overheadbereich sowie auf die Trennung von nicht profitablen Aktivitäten innerhalb des KPS-Beratungs- und Serviceportfolios gelegt. Auch wenn sich durch die dabei aufgelaufenen Einmalaufwendungen nur marginale Auswirkungen auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2008/2009 ergeben haben, werden sich die gewünschten Ergebniseffekte vollumfänglich im Geschäftsjahr 2009/2010 einstellen.
4. Auftragsbestand/Pipeline
Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Reichweite von mehr als 12 Monaten im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Vor allem im Bereich Retail/ Fashion wurden namhafte Neukunden für strategische Transformationsprojekte mit einem durchschnittlichen Projektvolumen im mittleren einstelligen Millionenbereich gewonnen. Damit konnte die KPS ihre führende Markposition im Bereich Retail/Fashion eindrucksvoll untermauern und sogar noch weiter ausbauen.
5. KPS-Beratungs- und Serviceportfolio
Im Fokus des Beratungs- und Leistungsspektrums steht das Thema "Transformationsberatung", bei dem die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Das Angebot in der Transformationsberatung umfasst sowohl die Prozessberatung, die Implementierungsberatung und die Systemintegration, d.h. das KPS-Beratungsangebot optimiert zur Erreichung von gesetzten Kundenzielen die erforderlichen Prozesse, Systeme und Technologien und gewährleistet darüber hinaus deren reibungslose Interaktion.
Die Schwerpunkte des KPS-Beratungsportfolios liegen in den Bereichen:
• Strategie- und Transformationsberatung
Die Strategie- und Transformationsberatung hat die Beratung der KPS-Kunden in strategischen Fragestellungen zum Gegenstand. Im Rahmen des Value-Driven Consulting Ansatzes der KPS werden gemeinsam mit dem Kunden Business Cases zur Realisierung von Optimierungspotentialen im Unternehmen erarbeitet.
• Prozessoptimierung/Implementierung
Die Schwerpunkte der Prozess- und Implementierungsberatung liegen in der Prozessoptimierung, der Softwareauswahl sowie der SAP-Implementierung schwerpunktmäßig in den Bereichen Finance/Controlling, Wholesale, Retail, Manufacturing, Supply Chain Management, Service, Enterprise Performance Management und Produktentwicklung.
Abgerundet wird das Portfolio durch KPS-Spezialisten für:
• Enterprise Content Management
Dokumentenmanagement-Konzepte, Workflow-Lösungen, Archivierung
• System Architecture & Integration
Aufbau und Betrieb von Server- und Storage-Infrastrukturen, Managed Services, Entwicklung von SAP NetWeaver/PI und eSOA-basierten Lösungen
Die KPS Consulting verfügt über erstklassige Kundenreferenzen u. a. in den Segmenten Prozessindustrie (z. B. Bayer, Merck, Dade Behring), Automotive & Aerospace (z. B. Daimler, BMW, VW, Audi, Bosch, Webasto, EADS, Eurocopter, Boeing), Fertigung (z. B. Siemens, Arcelor, ThyssenKrupp) und Konsumgüter & Handel (z. B. Hugo Boss, ESPRIT, ESCADA, s.Oliver).
6. Vorstandsbestellung Hartmut Cordes
Mit der zum 1. Juni 2009 erfolgten Bestellung von Hartmut Cordes zum weiteren Vorstandsmitglied wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Vorstand der KPS erweitert und eine klare Weichenstellung in Richtung weiteres Wachstum der KPS gesetzt. Hartmut Cordes hat im Vorstand die Verantwortung für die Bereiche Business Development und Vertrieb übernommen. Ein Schwerpunkt seiner Aufgaben wird dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung des Beratungsportfolios sowie die schrittweise nationale und internationale Expansion der KPS sein.
Als Mitglied der Geschäftsleitung der SAP Deutschland war Herr Cordes zuletzt verantwortlich für Großkundenvertrieb und -projekte in den Branchen des Handels, der Konsumgüterindustrie, der chemischen- und pharmazeutischen Industrie sowie für Banken und Versicherungen in Deutschland. Herr Cordes war seit 1999 in verschiedenen Führungs- und Managementfunktionen für SAP tätig. Hartmut Cordes ist gelernter Industriekaufmann und studierte Betriebswirtschaft. Er ist seit 25 Jahren in der Informationstechnologie- und Softwarebranche tätig.
7. Rechtsstreitigkeiten
7.1. Vergleich KPS AG in den Verfahren LG München I, Az. 5HK O 24535/07 (aktienrechtliches Anfechtungsverfahren) und LG München I, Az. 5HK O 4289/08 (aktienrechtliches Freigabeverfahren)
Am 18. Dezember 2008 wurde vor dem Landgericht München I ein Vergleich geschlossen, der die vorgenannten Verfahren zum Abschluss brachte. Im Einzelnen wurden folgende Vergleichsinhalte vereinbart:
Die gutachterliche Überprüfung der Ermittlung des Unternehmenswerts der in die KPS AG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. November 2007 eingebrachten KPS Consulting GmbH in ihrem gesellschaftsrechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Zustand am 30. November 2007 mit dem Ziel zu klären, inwieweit der Wert der in der außerordenlichen Hauptversammlung vom 30. November 2007 beschlossenen Sacheinlage das am Stichtag 30. November 2007 übernommene Kapital von 25.824.536.- Euro erreicht. Die gutachterliche Überprüfung erfolgte durch Bansbach Schübel Brösztl & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestraße 68-74, 70184 Stuttgart, und hatte u.a. zu erfolgen unter Berücksichtigung und auf Basis des Gutachtens über die Prüfung der Werthaltigkeit der Kapitalerhöhung der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft, Krefeld, vom 5. Dezember 2007.
Der Vergleich führte zu folgenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen:
- Das im Rahmen des Vergleichs in den vorgenannten Verfahren in Auftrag gegebene Gutachten wurde von der Kanzlei Bansbach Schübel Brösztl & Partner erstellt und das Ergebnis am 27. Mai 2009 durch die KPS veröffentlicht. Das Gutachten hat wie von KPS erwartet die Werthaltigkeit der beschlossenen Sacheinlage vollumfänglich bestätigt. Dadurch entfällt jegliche Verpflichtung der KPS AG bzw. der dem Vergleich beigetretenen vormaligen Anteilseigner der KPS Consulting GmbH (heute KPS Business Transformation GmbH) zur Gewährung von Ausgleichsaktien.
- Die Anfechtungskläger nahmen in dem Verfahren LG München I, Az. 5 HK O 24535/07 die erhobenen Anfechtungsklagen sowie die gegen den Freigabebeschluss des LG München I, Az. 5 HK O 4289/08 vom 7. August 2008 eingelegten Beschwerden (OLG München, Az. 23 W 2147/08) zurück.
- Der Freigabebeschluss des LG München I erwuchs in Rechtskraft; die Handelsregistereintragung der zu den Tagesordnungspunkten I. und II. gefassten Beschlüsse der Hauptversammlung vom 30. November 2007 wurde durch die Anfechtungskläger und ihnen nahe stehende Personen auch sonst nicht rechtlich angegriffen oder in Frage gestellt.
- Die Übernahme der Gutachtenskosten, der Gerichtskosten und Anwaltskosten der vorgenannten gerichtlichen Verfahren und der Kosten für die Veröffentlichung erfolgte durch die KPS AG.
7.2. Vergleich KPS AG in dem Rechtsstreit KPS AG (vormals HAITEC AG) ./. HEITEC AG
In einem seit dem Jahr 1998 laufenden Rechtsstreit zwischen der HAITEC AG, München, und der HEITEC AG, Erlangen, hat der BGH am 14. Februar 2008 in dem Revisionsverfahren HAITEC AG ./. HEITEC AG das Urteil der 6. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main vom 12. Januar 2000 aufgehoben und ein geändertes Urteil zugunsten der klagenden HEITEC AG, Erlangen, erlassen. Gemäß diesem Urteil ist es der HAITEC AG zukünftig untersagt, unter der Bezeichnung HAITEC AG zu firmieren. Auch steht der HEITEC AG nach diesem Urteil ein Recht auf Ersatz von erlittenen Schäden zu.
Auf der Grundlage dieses Urteils hat die HEITEC AG vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auf Schadensersatz gegen die KPS AG geklagt (4 HK O 3124/08). Am 6. Februar 2009 schlossen die Parteien einen prozessbeendenden Vergleich, der im Wesentlichen folgenden Inhalt hat:
- Die KPS AG, die KPS Product Lifecycle GmbH und die KPS Technology GmbH verpflichten sich gesamtschuldnerisch, einen einmaligen Schadensersatzbetrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich zu zahlen.
- Die Zahlung erfolgt in mehreren Raten; die letzte Ratenzahlung ist am 15. Juni 2011 fällig. Sollte die Gesellschaft mit einer Rate ganz oder teilweise mit mehr als 14 Tagen in Verzug geraten, hat dies neben Zinsfolgen auch zur Folge, dass der noch ausstehende Restbetrag in voller Höhe sofort fällig wird.
- Daneben besteht die Verpflichtung, die in der Vergangenheit verwendeten Firmenbezeichnungen und Internetdomains mit dem Namensbestandteil "HAITEC" nicht mehr zu verwenden. Ein Verstoß gegen diese Pflicht ist mit unwesentlichen Vertragsstrafen verbunden.
- Die Kosten des Verfahrens wurden gegeneinander aufgehoben.
8. Fazit
Zusammenfassend kann man zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der KPS im Geschäftsjahr 2008/2009 festhalten, dass die Ergebnisse den Erfolg der von der KPS zu Beginn des Geschäftsjahres eingeschlagenen Strategie nachhaltig bestätigen. Sowohl die Entwicklungen auf operativer Ebene als auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind – speziell vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Turbulenzen und der massiven konjunkturellen Schwierigkeiten in Deutschland – mehr als zufriedenstellend verlaufen.
B) Darstellung der Lage des KPS-Konzerns nach IFRS
1. Vermögenslage
Zum 30. September 2009 beläuft sich die Bilanzsumme auf 20.287 TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 79 TEuro erhöht. Der Geschäfts- und Firmenwert aus dem Erwerb der KPS Business Transformation GmbH in Höhe von 9.294 TEuro und die Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 1.109 TEuro sind die größten Einzelpositionen im mittelbis langfristig gebundenen Vermögen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 30. September 2008 von 6.642 TEuro um 298 TEuro auf 6.940 TEuro erhöht. Diese Entwicklung ist auf die im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.
Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.208 TEuro erhöht und liegt zum 30. September 2009 bei 3.814 TEuro. Für eine detaillierte Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 19 % (i.V. 3 %).
Die langfristigen Schulden betreffen Verbindlichkeiten aus Schadensersatzansprüchen mit 1.160 (i.V. 413) TEuro sowie passive latente Steuerverbindlichkeiten mit 27 (i.V. 23) TEuro.
Die Reduzierung der kurzfristigen Schulden von 18.970 TEuro um 3.684 TEuro auf 15.286 TEuro ergibt sich überwiegend aus den sonstigen Rückstellungen (-6.117 TEuro), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+433 TEuro), den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+1.561 TEuro) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (+538 TEuro).
Die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Prozessrisiken für drohende Belastungen aus Schadensersatz- und Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. November 2007 in Höhe von insgesamt 5.549 TEuro wurden im Berichtsjahr verbraucht bzw. aufgelöst, nachdem die Prozesse abgeschlossen wurden.
Die Kreditaufnahmen bei Banken wurden im Wesentlichen zum teilweisen Ausgleich von Schadensersatzverpflichtungen verwendet.
2. Finanzlage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein hohes Augenmerk auf die konsequente Ausschöpfung von noch vorhandenen Einsparpotentialen vor allem im Infrastruktur- und Overheadbereich sowie auf die Trennung von nicht profitablen Aktivitäten innerhalb des KPS-Beratungs- und Serviceportfolios gelegt. Die dadurch entstandenen Einmalaufwendungen haben die Liquidität zum Geschäftsjahresende stark belastet. Die daraus resultierenden gewünschten Ergebniseffekte werden sich aber vollumfänglich im Geschäftsjahr 2009/2010 einstellen.
Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnisse hat sich auch die Liquidität aus dem operativen Geschäft im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Beeinträchtigungen der Liquiditätslage ergaben sich durch außerbetriebliche Belastungen aus Schadensersatzverpflichtungen. Dennoch stehen die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Volumen zur Verfügung.
Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2009 über Zahlungsmittel in Höhe von 248 (i.V. 432) TEuro. Dem stehen 3.731 (i.V. 2.170) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Im Vergleich zum 30. September 2008 hat sich die Nettoliquidität um 1.745 TEuro auf -3.483 TEuro verringert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -1.867 (i.V. -2.197) TEuro. In der Liquiditätskennziffer des Geschäftsjahres 2008/2009 steht einem Liquiditätsüberschuss aus dem operativen Geschäft von 2.682 TEuro eine Liquiditätsunterdeckung aus kurzfristig fälligen Schadensersatzverpflichtungen in Höhe von 4.549 TEuro gegenüber.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -429 (i.V. -700) TEuro und betrifft die Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierung beläuft sich auf 551 (i.V. 179) TEuro und ist auf die Aufnahme von Darlehen zurückzuführen.
3. Ertragslage
Die Betriebsleistung beläuft sich auf 43.888 (i.V. 38.003) TEuro. Der Zuwachs resultiert aus den um 3.587 TEuro höheren Umsatzerlösen und den um 2.298 TEuro gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Die EBITDA-Marge (EBITDA im Verhältnis zum Umsatz) hat sich von 11 % im Vorjahr auf 10,7 % nur geringfügig verschlechtert.
Der stärkste Umsatzträger im Berichtsjahr war der Bereich Dienstleistung/Wartung mit Umsatzerlösen von 38.598 (i.V. 33.920) TEuro.
Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software sind im Vergleich zum Vorjahr von 4.232 TEuro um 1.868 TEuro auf 2.364 TEuro gesunken.
Der Anstieg der bezogenen Fremdleistungen um 4.338 TEuro auf 17.351 TEuro ist auf den verstärkten Einsatz freier Mitarbeiter zur fristgerechten Abarbeitung von Dienstleistungsund Beratungsaufträgen zurückzuführen.
Der Personalaufwand beträgt 14.373 TEuro gegenüber 12.603 TEuro im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2008/2009 waren im KPS-Konzern 146 (i.V. 155) Mitarbeiter beschäftigt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 5.460 (i.V. 4.078) TEuro und enthalten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen von 3.583 (i.V. 2.120) TEuro, Verwaltungskosten von 1.094 (i.V. 1.374) TEuro sowie sonstige Aufwendungen von 783 (i.V. 584) TEuro.
Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 49 TEuro auf -306 TEuro verbessert. Die Verbesserung beruht im Wesentlichen auf geringeren Factoringgebühren.
Der Aufwand aus ertragsabhängigen Steuern beläuft sich auf -688 TEuro nach -1.879 TEuro im Vorjahr. Die laufenden Aufwendung für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer betragen 666 (i.V. 1.433) TEuro. Von den latenten Steuern im Gesamtbetrag von 22 (i.V. 446) TEuro entfallen 18 (i.V. 530) TEuro auf Verlustverträge und 4 (i.V. 84) TEuro auf temporäre Differenzen bei immateriellen Vermögenswerten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Rückstellungen.
Das Konzernergebnis hat sich von -13.530 TEuro um 16.626 TEuro auf 3.096 TEuro verbessert.
Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,09 (i.V. -0,44) Euro.
C) Prognosebericht des KPS-Konzerns
1. Wirtschaftliche Rahmendaten
Für 2010 erwarten die führenden Wirtschaftsexperten eine vorsichtige Erholung der Weltkonjunktur und gehen davon aus, dass sich aufgrund der verbesserten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der von einer Reihe von Staaten eingeleiteten Konjunkturhilfen eine leichte Marktbelebung abzeichnen wird. Laut der Herbstprognose der Europäischen Kommission hat die EU-Wirtschaft die Rezession in der zweiten Jahreshälfte 2009 überwunden und verzeichnet wieder leichte Wachstumsraten. Nach einer Prognose des ifo-Instituts bleiben die kurzfristigen Aussichten für eine wirtschaftliche Erholung in der Eurozone trotzdem weiterhin verhalten. Im 4. Quartal 2009 ist basierend auf der Prognose des ifo-Instituts die Wirtschaft um 0,3 % gewachsen. Für die beiden ersten Quartale 2010 prognostizieren die ifo-Experten ein Plus von jeweils 0,2 %. Für die Jahre 2010 und 2011 wird eine allmähliche Erholung mit einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von 0,75 % bis 1,5 % erwartet.
Für Deutschland geht die EU-Kommission für 2010 von einem Wachstum von 1,2 % und für 2011 von 1,7 % aus. Aktuell werden die aufkeimenden Positivtendenzen von einer abflauenden privaten Nachfrage und einer weiterhin schwachen und ungewissen Arbeitsmarktentwicklung gedämpft.
Im Beratungsmarkt sehen die Experten für 2010 erste Anzeichen für ein verhaltenes Wachstum – die Wachstumsraten dürften sich dabei jedoch lediglich im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Laut einer IDC-Studie werden die IT-Investitionen in Deutschland bis 2013 im Jahresdurchschnitt um 1,7 % wachsen.
Eine Studie der Experton Group besagt, dass mehr als die Hälfte der IT-Leiter für 2010 von einem Schrumpfen der IT-Budgets ausgehen, während nur ein Drittel mit gleichbleibenden Budgets rechnet. Der Grund dafür liegt in der anhaltenden Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Aufgrund von niedrigen Kapazitätsauslastungen, relativ schwachen Nachfrageaussichten, gedrückten Rentabilitätszuwächsen und einer immer noch zögerlichen Kreditvergabe dürfte sich laut dieser Studie die Investitionsbereitschaft erst in 2011 nachhaltig erhöhen. Auch wenn sich der private Konsum in der Rezession als stabilisierender Faktor erwiesen hat, dürften die Ausgaben in nächster Zeit dadurch gebremst werden, dass die privaten Haushalte ihre Verschuldung abbauen müssen und auch die Arbeitsmarktaussichten weiter schwach bleiben.
2. Geschäftsentwicklung
Auch wenn die konjunkturelle Lage weiterhin labil ist und belastbare Vorhersagen über die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet sind, gehen Vorstand und Management der KPS bei einem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden können. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurde der Schwerpunkt auf profitables Wachstum gelegt – bei einer moderaten Steigerung des Umsatzes sollen vor allem die Ergebnismargen weiter verbessert werden. Der optimistische Ausblick ist im Wesentlichen das Ergebnis der erfreulichen Geschäftszahlen des abgelaufenen Jahres, der ausgezeichneten Marktpositionierung der KPS als führender Transformationsberater, des sehr guten Auftragsbestands und der damit einhergehenden guten Auslastung der Berater.
Diese Prognose resultiert aus heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die weitere wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmendaten zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatzund Ergebnisziele nicht erreicht werden können.
3. Beratungsportfolio
Eine weitere zentrale Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2009/2010 liegt darin, die strategische Ausrichtung des KPS-Beratungsportfolios auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung weiter konsequent fortzuführen. Aus dieser Fokussierung resultiert auch eine strategische Neuausrichtung des Beratungsangebots im Geschäftsbereich Product Lifecycle. Zukünftig werden in diesem Bereich innerhalb der KPS die Themenschwerpunkte in der Prozessoptimierung, in dem Bereich Product Data Management sowie in der Integration der technischen Konstruktions- und Entwicklungswelt mit der kaufmännisch orientierten Welt des Enterprise Ressource Planning liegen. Die primär technisch orientierten Beratungsfelder, der Softwarevertrieb, die Service- und Supportleistungen sowie Entwicklungs- und Beratungstätigkeiten wurden zu Beginn des neuen Geschäftsjahres aus der KPS ausgelagert und im Rahmen eines Management-Buy-Out in eine selbständige Gesellschaft überführt.
D) Chancen- und Risikobericht der KPS AG
1. Risikobericht
1.1. Risikomanagementsystem
Ein entscheidendes Instrument und eine wichtige Grundlage der Entscheidungen bei KPS ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Risikocontrollingsystem geschaffen. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann Risiken noch besser entgegengewirkt und sich bietende Chancen besser genutzt werden.
Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die KPS AG wurde – nach einer Überprüfung in 2006, 2007 und 2008 – in 2009 vorschriftsgemäß einer Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend untersucht und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.
Um die Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich die KPS einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen mit Plan-Ist-Vergleichen, eine tägliche Liquiditätsüberwachung sowie regelmäßige Reports der Bereichsverantwortlichen an den Vorstand.
1.2. Bestandsgefährdende Risiken
Der Jahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2008/2009 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann.
1.3 Weitere Risiken
1.3.1. Marktrisiken
Ein generelles Risiko stellen die noch sehr verhaltenen konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2010 dar, die nach Einschätzungen von Experten auch in der Beratungs- und IT-Branche das Nachfrageverhalten beeinträchtigen können.
Auch wenn man hierzu festhalten kann, dass aufgrund des aktuell vorhandenen Auftragsbestands kurzfristig keine negativen Auswirkungen zu befürchten sind, kann mittel- und langfristig nicht ausgeschlossen werden, dass auch die KPS die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen einer weiterhin schwachen Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommt, da Ausgaben für Beratungsleistungen und IT-Investments häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung stehen.
Durch die Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, konnte das Risiko von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität deutlich reduziert werden. Darüber hinaus resultiert nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts der KPS aus Produkt- und Hardwareumsätzen.
1.3.2. Wettbewerbsrisiken
In dem Bereich der Transformations- und Prozessberatung, in dem die KPS zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum zählt, ist kurz- und mittelfristig nicht mit einer Zunahme der ohnehin heute bereits vorhandenen Wettbewerbsrisiken zu rechnen.
Im Bereich der reinen Implementierungs- und Systemberatung befindet sich die KPS in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Zum einen steht die KPS hier mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen der KPS Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Systemhäuser beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Auch der von der KPS betriebene Bereich Enterprise Ressource Planning im SAP-Umfeld ist einem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck ausgesetzt, der zu Margenverlusten führen kann.
Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur KPS treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftslage der KPS haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen.
1.3.3. Weitere operative Risiken
1.3.3.1. Auslastung der Mitarbeiter
Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben.
1.3.3.2. Abhängigkeit von Großkunden
Die KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.
1.3.3.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern
Die KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM, Dassault und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.
1.3.3.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung
Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.
1.3.3.5. Gewährleistung und Haftung
Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie an Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS jedoch lediglich bei 8 % liegt, sind die daraus resultierenden Risikopotentiale als gering einzustufen. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.
2. Chancenbericht
2.1 Marktpositionierung
In der "Transformationsberatung", nimmt die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt ein. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Das Angebot in der Transformationsberatung umfasst sowohl die Prozessberatung, die Implementierungsberatung und die Systemintegration, d.h. das KPS-Beratungsangebot optimiert zur Erreichung von gesetzten Kundenzielen die erforderlichen Prozesse, Systeme und Technologien und gewährleistet darüber hinaus deren reibungslose Interaktion.
2.2 Beratungsportfolio
Die Schwerpunkte des KPS-Beratungsportfolios liegen in den Bereichen:
• Strategie- und Transformationsberatung
Die Strategie- und Transformationsberatung hat die Beratung der KPS-Kunden in strategischen Fragestellungen zum Gegenstand. Im Rahmen des Value-Driven Consulting Ansatzes der KPS werden gemeinsam mit dem Kunden Business Cases zur Realisierung von Optimierungspotentialen im Unternehmen erarbeitet.
• Prozessoptimierung/Implementierung
Die Schwerpunkte der Prozess- und Implementierungsberatung liegen in der Prozessoptimierung, der Softwareauswahl sowie der SAP-Implementierung schwerpunktmäßig in den Bereichen Finance/Controlling, Wholesale, Retail, Manufacturing, Supply Chain Management, Service, Enterprise Performance Management und Produktentwicklung.
Abgerundet wird das Portfolio durch KPS-Spezialisten für:
• Enterprise Content Management
Dokumentenmanagement-Konzepte, Workflow-Lösungen, Archivierung
• System Architecture & Integration
Aufbau und Betrieb von Server- und Storage-Infrastrukturen, Managed Services, Entwicklung von SAP NetWeaver/PI und eSOA-basierten Lösungen
Die KPS Consulting verfügt über erstklassige Kundenreferenzen u. a. in den Segmenten Prozessindustrie (z. B. Bayer, Merck, Dade Behring), Automotive & Aerospace (z. B. Daimler, BMW, VW, Audi, Bosch, Webasto, EADS, Eurocopter, Boeing), Fertigung (z. B. Siemens, Arcelor, ThyssenKrupp) und Konsumgüter & Handel (z. B. Hugo Boss, ESPRIT, ESCADA, s.Oliver).
2.3 Rapid Transformation Methode
Ein weiteres Profilierungsmerkmal besitzt die KPS mit der von ihr entwickelten "Rapid Transformation Methode". Mit der Rapid Transformation Methode ist die KPS in der Lage, Projektlaufzeiten und Projektkosten signifikant zu reduzieren und für ihre Kunden einen Return of Investment noch während der Projektlaufzeit zu generieren.
2.4 One Brand Strategie
Unter dem Markennamen KPS Consulting kann die KPS ein umfassendes Leistungsportfolio von der Strategie- und Prozessberatung über die Implementierungsberatung bis zur Systemintegration anbieten.
2.5 Cross-Selling
Das vorhandene Leistungsportfolio – Prozessberatung, Implementierungsberatung, Systemintegration – bietet darüber hinaus ein hohes Cross-Selling-Potential. Projekte in einem Geschäftsfeld dienen vermehrt als Türöffner für das Beratungsangebot anderer KPS-Geschäftsfelder.
2.6 Skaleneffekte
Bei der aktuellen Unternehmensgröße mit einem Umsatz von größer 40 Mio. Euro und einer Beratungsmannschaft von mehr als 300 Beratern hat sich die Attraktivität der KPS für große Konzerne erhöht, die vielfach bestimmte unternehmenskritische Aufgabenstellungen nur an Beratungsunternehmen ab einer gewissen Größenordnung vergeben. Anstatt wie bisher in solchen Fällen aussortiert zu werden bzw. als Sub-Unternehmer eines größeren Partners agieren zu müssen, können solche Beratungsaufträge zukünftig vermehrt direkt gewonnen werden.
E) Forschungs- und Entwicklungsbericht
Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.
H) Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der KPS AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 25. Januar 2010
| Dr. Nico Brunner | Dietmar Müller | Hartmut Cordes |
|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | Vorstand |
KPS AG, München Bilanz zum 30. September 2009
Aktiva
| in TEuro | 30.9.2009 | 30.9.2008 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||||
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | D.1.1. | |||
| 1. Software |
823 | 489 | |||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert |
9.294 | 9.294 | |||
| 10.117 | 9.783 | ||||
| II. | Sachanlagen | D.1.2. | |||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 112 | 204 | |||
| III. Finanzanlagen | D.1.3. | ||||
| Sonstige Ausleihungen | 84 | 136 | |||
| 10.313 | 10.123 | ||||
| IV. Aktive Latente Steuern | D.1.4. | 1.109 | 1.127 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | D.2.2. | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.940 | 6.642 | |||
| 2. Sonstige Vermögenswerte |
1.641 | 1.884 | |||
| 8.581 | 8.526 | ||||
| II. | Guthaben bei Kreditinstituten | D.2.3. | 248 | 432 | |
| III. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | D.2.4. | 36 | 0 | ||
| 8.865 | 8.958 |
| Summe Aktiva | 20.287 | 20.208 |
|---|---|---|
Passiva
| 30.9.2009 | 30.9.2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| I. | Gezeichnetes Kapital | D.3.1. | 32.742 | 36.029 |
| II. | Kapitalrücklage | D.3.4. | -18.848 | -22.236 |
| III. | Gewinnrücklagen | D.3.5. | 14 | 4 |
| IV. | Gewinn-/Verlustvortrag | D.4. | -13.191 | 339 |
| V. | Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 3.096 | -13.530 | |
| 3.814 | 606 | |||
| D.5. | ||||
| 1. | Sonstige Verbindlichkeiten | 1.160 | 413 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
0 | 196 | ||
| 3. | Passive latente Steuern | 27 | 23 | |
| 1.187 | 632 | |||
| 1. | Steuerrückstellungen | D.6.1. | 277 | 279 |
| 2. | Sonstige Rückstellungen | D.6.2. | 2.886 | 9.003 |
| 3. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | D.6.3. | 3.731 | 2.170 |
| 4. | Erhaltene Anzahlungen | D.6.4. | 229 | 326 |
| 5. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.932 | 4.499 | |
| 6. | Sonstige Verbindlichkeiten | D.6.5. | 3.231 | 2.693 |
| 15.286 | 18.970 | |||
| in TEuro Eigenkapital Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden |
| Summe Passiva | 20.287 | 20.208 |
|---|---|---|
Bilanz
KPS AG Konzernabschluss nach IFRS Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009
| in TEuro | 2008/2009 | 2007/2008 | |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | E.1. | 40.669 | 37.082 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | E.2. | 3.219 | 921 |
| 3. Betriebsleistung | 43.888 | 38.003 | |
| 4. Materialaufwand | E.3. | -19.715 | -17.245 |
| a) Aufwendungen für bezogene Waren |
-2.364 | -4.232 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen |
-17.351 | -13.013 | |
| 5. Personalaufwand | E.4. | -14.373 | -12.603 |
| a) Löhne und Gehälter |
-12.883 | -11.293 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung |
-1.490 | -1.310 | |
| 6. Abschreibungen | E.5. | -236 | -15.361 |
| a) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens |
-163 | -366 | |
| b) Abschreibung auf Firmenwert |
-21 | -14.995 | |
| c) Abschreibung auf Finanzanlagen |
-52 | 0 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.6. | -5.460 | -4.078 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | E.7. | 46 | 65 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | E.8. | -352 | -420 |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.798 | -11.639 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | E.9. | -688 | -1.879 |
| 12. Sonstige Steuern | E.10. | -14 | -12 |
| 13. Konzernperiodenüberschuss/-fehlbetrag | 3.096 | -13.530 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | E.11. | 0,09 | -0,44 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | E.11. | 0,09 | -0,44 |
Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung
| (in Mio. Euro) | |
|---|---|
| Umsatz | 40,7 |
| EBITDA | 4,3 |
| EBITDA-Marge | 10,5 % |
| EBIT | 4,1 |
| EBIT-Marge | 10,1 % |
KPS AG, München Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009
| in TEuro | KPS-Konzern 2008/2009 |
KPS-Konzern 2007/2008 |
|
|---|---|---|---|
| A. Laufende Geschäftstätigkeit | |||
| Periodenergebnis vor Steuern | 3.798 | -11.639 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 163 | 366 | |
| Abschreibung auf Finanzanlagen | 52 | 0 | |
| Abschreibungen auf Firmenwert | 21 | 14.995 | |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva | -91 | -5.369 | |
| Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen | -6.117 | 8.262 | |
| Veränderung der übrigen Schulden | 874 | 5.370 | |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 3 | 6 | |
| Einzahlung Verkauf eigene Anteile | 108 | 0 | |
| Gezahlte Steuern | -718 | -1.590 | |
| Mittelabfluss aus Konsolidierung HAITEC-Konzern | 0 | -12.598 | |
| Cash-Posititonen PLC Austria | -35 | 0 | |
| Cash-Posititonen Preis24.com | 75 | 0 | |
| Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | -1.867 | -2.197 | |
| B. | Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in das Anlagevermögen | -461 | -700 | |
| Einzahlungen aus Anlageverkäufen | 32 | 0 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -429 | -700 | |
| C. | Finanzierungstätigkeit | ||
| Wandelschuldverschreibung | 0 | -258 | |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | -36 | |
| Aufnahme von Darlehen | 747 | 609 | |
| Tilgung Bankdarlehen | -196 | 0 | |
| Gewährung von Darlehen | 0 | -136 | |
| Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit | 551 | 179 | |
| D. | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.745 | -2.718 |
| E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode | -1.738 | 980 | |
| F. | Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | -3.483 | -1.738 |
| in TEuro | Stand 30.9.2009 |
Stand 30.9.2008 |
|---|---|---|
| Zusammensetzung Finanzmittelfonds | ||
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | 0 |
| Kassenbestand, Bankguthaben | 248 | 432 |
| Bankkontokorrentverbindlichkeiten | -3.731 | -2.170 |
| Finanzmittelfonds | -3.483 | -1.738 |
KPS AG, München Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 30. September 2009
| in TEuro | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Bilanzverlust | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 30.9.2008 | 36.029 | -22.236 | 4 | -13.191 | 606 |
| Kapitalherabsetzung KPS AG | -3.638 | 3.638 | 0 | ||
| Rücklage für Eigene Anteile KPS AG | 352 | -244 | 108 | ||
| Bewertung Aktienoptionen | -10 | 10 | 0 | ||
| Entkonsolidierung PLC Austria | 4 | 4 | |||
| Periodenergebnis 30.9.2009 | 3.096 | 3.096 | |||
| Stand 30.9.2009 | 32.743 | -18.848 | 14 | -10.095 | 3.814 |
KPS AG
Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009
A. Allgemeine Grundlagen
Die KPS AG wurde 1998 in Deutschland nach dem Aktiengesetz in das Handelsregister eingetragen. Der Firmensitz befindet sich in der Alois-Wolfmüller-Straße in 80939 München/ Deutschland. Die Tätigkeitsbereiche des KPS Konzerns gehen aus der unter Punkt H. dargestellten Segmentberichterstattung hervor.
Die Aktien der KPS AG, München, wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Dessen Regeln erfordern die Aufstellung von Jahresabschlüssen nach einer der international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften IFRS oder US-GAAP oder eine Überleitung vom nationalen HGB-Abschluss auf ein internationales Rechenwerk.
Die KPS AG stellt als Mutterunternehmen ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende IFRS und Interpretationen wurden im vorliegenden Konzernabschluss mit Ausnahme des IFRS 8 nicht angewandt.
Über die Angabepflichten nach IFRS hinaus wurden auch die nach § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Satzung der KPS AG berücksichtigt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Aus der Wiedergabe in TEuro können sich geringfügige Differenzen in der Darstellung einzelner Beträge innerhalb des Konzernabschlusses ergeben.
Der vorliegende Abschluss wurde am 25. Januar 2010 vom Vorstand aufgestellt und nach Billigung durch den Aufsichtsrat am 27. Januar 2010 zur Veröffentlichung freigegeben.
B. Konsolidierungsgrundsätze
Die KPS AG leitet alle im Konsolidierungskreis befindlichen, auf Basis der lokalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse auf die internationale Rechnungslegungsnorm IFRS über und erstellt auf dieser Basis einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen prinzipiell den im Vorjahr angewendeten Methoden. Darüber hinaus sind, soweit für KPS relevant, die neuen bzw. überarbeiteten Standards beachtet worden, die für die ab dem 1. Oktober 2008 beginnenden Geschäftsjahre verbindlich sind.
Aus den erstmals für das Geschäftsjahr 2008/2009 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen ergab sich keine Auswirkung auf die Bilanzierung.
Durch den IFRS 8 wird die Segmentberichterstattung vom sogenannten "Risk and Reward Approach" des IAS 14 auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind hierbei die Informationen, die der Vorstand regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt bekommt. Gleichzeitig wird die Bewertung der Segmente vom "Financial Accounting Approach" des IAS 14 auf den "Management Approach" umgestellt. IFRS 8 ist verpflichtend anzuwenden für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. IFRS 8 wurde bei der KPS AG im Geschäftsjahr 2007/2008 erstmalig angewandt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Angaben zur Segmentberichterstattung unter Punkt H.
B.1. Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle inund ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.
Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:
in TEuro
| Anteil | Gezeichnetes Kapital 30.9.2009 |
Eigenkapital 30. 9.2009 |
Jahresergebnis 2008/2009 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligung | Sitz | in % | (Vorjahr) | (Vorjahr) | (Vorjahr) |
| KPS Product Lifecycle GmbH | München | 100 | 40 (40) |
-19 (101) |
-120 (-289) |
| KPS Technology GmbH | München | 100 | 35 (35) |
272 (250) |
22 (-48) |
| KPS Product Lifecycle GmbH* | Linz/ Österreich |
100 | 36 (36) |
0 (-81) |
81 (0) |
| autinform AG | München | 100 | 6.249 (6.249) |
7.957 (7.963) |
-6 (-56) |
| KPS Consulting Verwaltungs GmbH | München | 100 | 26 (26) |
30 (32) |
-2 (-3) |
| KPS Consulting GmbH & Co. KG | München | 100 | 5.113 (5.113) |
-929 (-507) |
-422 (572) |
| KPS Consulting Süd GmbH** | München | 100 | 0 (256) |
0 (256) |
0 (0) |
| autinform AG | Zürich/ Schweiz |
99 | 62 (62) |
-1.255 (-1.243) |
-12 (-9) |
| KPS Documents GmbH | Saarbrücken | 100 | 250 (250) |
613 (602) |
11 (-3) |
| KPS Business Transformation GmbH | München | 100 | 500 (500) |
3.969 (3.963) |
1.006 (906) |
| Preis24.com GmbH | München | 100 | 75 (75) |
99 (-20) |
-1 (0) |
* Die KPS Product Lifecycle GmbH, Linz, wurde per 30. September 2009 entkonsolidiert, da die Anteile zum 1. Oktober 2009 veräußert wurden.
** Die KPS Consulting Süd GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2008 auf die KPS Consulting GmbH & Co. KG verschmolzen.
Konzernanhang
Bilanzstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.
Die Preis24.com GmbH wurde per 30. September 2009 erstmalig konsolidiert. Die Gesellschaft wurde im Vorjahr mangels Wesentlichkeit nicht konsolidiert.
Die Erstkonsolidierung stellte sich wie folgt dar:
in TEuro
| Bilanzposten | Buchwert bei Erstkonsolidierung |
Anpassung an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Forderungen | 25 | 0 | 25 |
| Bankguthaben | 75 | 0 | 75 |
| Rückstellungen | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 1 | 0 | 1 |
| Nettovermögen | 99 | 99 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 21 | ||
| Anschaffungskosten | 120 |
Der aus der Erstkonsolidierung resultierende Firmenwert wurde mangels Werthaltigkeit der bislang inaktiven Gesellschaft auf Null abgeschrieben.
B.2. Konsolidierungsmethoden
Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Regeln zum 30. September 2009 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert bzw. wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.
Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.
Die angewandte Konsolidierungsmethode wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
B.3. Währungsumrechung
Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist.
Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
B.4. Berichts- und Vergleichsperioden
Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2008/2009 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009.
Die KPS AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2008/2009 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt. Die Abkürzung "i.V." steht dabei für "im Vorjahr".
Aufgrund der im Vorjahr erfolgten Reverse Acquisition durch die KPS Business Transformation GmbH sind die Ertrags- und Aufwandspositionen aus der Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt vergleichbar, da der KPS-Alt-Konzern im Vorjahr wegen der Erstkonsolidierung per 31. Dezember 2008 nur mit neun Monaten (1. Januar 2008 bis 30. September 2008) erfasst wurde.
C Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
C.1. Grundsätze
Der Jahresabschluss basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nicht besonders vermerkt, erfolgt ein Ansatz der Aktiv- und Passivposten zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
C.2. Zahlungsmittel
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben, Kassenbeständen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
C.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihrem Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.
C.4. Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstanden ist, Nutzen ziehen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich gemäß IAS 36 sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (value in use), der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind Daten aus der jeweiligen detaillierten Unternehmensplanung mit anschließendem Übergang in die ewige Rente.
Die detaillierte Unternehmensplanung wird von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellt. Das angenommene fortwährende Wachstum von 2 % entspricht den allgemeinen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Zur Ermittlung des Barwerts der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Unternehmenssteuern von 10,45 %, der die jeweilige Renditeerwartung der Alternativinvestition repräsentiert. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittel-generierenden Einheit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.
C.5. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben aufgedeckten stillen Reserven bei Geschäftserwerben im Wesentlichen erworbene Software und Lizenzen, die zu fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten erfasst werden.
Selbsterstellte Software wird aktiviert, wenn die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Der Ansatz erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Kosten.
Software, Konzessionen und ähnliche Rechte werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (bei Software in der Regel drei Jahre, Lizenzen nach der erwarteten Nutzungsdauer oder den kürzeren Vertragslaufzeiten) abgeschrieben. Soweit notwendig werden Abschreibungen vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des jeweiligen Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt.
C.6. Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden berücksichtigt, wenn der beizulegende Zeitwert des betroffenen Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Steigt der beizulegende Zeitwert für einen zuvor wertgeminderten Vermögenswert, so findet eine Wertaufholung auf die um die planmäßigen Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten statt.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zu Grunde:
- Einbauten in fremde Gebäude 10 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.
C.7. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Zinslose Ausleihungen werden abgezinst. Niedrigere beizulegende Zeitwerte werden angesetzt, soweit Hinweise für Verluste bestehen. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden direkt erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.
C.8. Finanzinstrumente
Als Finanzinstrumente werden Verträge bezeichnet, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Ein Finanzinstrument wird bilanziell erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Instruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche des Konzerns bezüglich der Zahlungsströme aus dem Finanzinstrument auslaufen oder wenn eine Übertragung des Finanzinstruments an eine andere Partei unter Einschluss der Kontrolle bzw. aller wesentlichen Risiken und Nutzen vorgenommen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die im Vertrag spezifizierten Verpflichtungen des Konzerns auslaufen oder erlassen bzw. gekündigt werden. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei regulärem Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten zum Handelstag, d.h. an dem Tag, an dem der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Nach IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten in folgende vier Kategorien unterteilt:
- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
- bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
ausgereichte Kredite und Forderungen
• zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale).
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten nach IAS 39 gelten derivative Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene originäre Finanzinstrumente sowie alle Finanzinstrumente, die ein Unternehmen freiwillig dieser Kategorie zuordnet. Ein finanzieller Vermögenswert wird in diese Kategorie eingestuft, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde.
Finanzinstrumente werden im KPS-Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Als fortgeführte Anschaffungskosten gilt der Betrag,
- mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei erstmaliger Erfassung unter Einbeziehung der Transaktionskosten bewertet wurde
- abzüglich zwischenzeitlicher Tilgungen und außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit und
• ggf. zu- oder abzüglich einer Differenz (Agio) zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag, die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Schuld verteilt wird.
Bei kurzfristigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten sind die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag identisch.
Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert, also dem Preis, zu dem das Finanzinstrument in einer laufenden Transaktion zwischen zwei voneinander unabhängigen Partnern frei gehandelt werden kann. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt.
Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht an einem aktiven Markt notierte Finanzinstrumente, die fixe bzw. bestimmbare Zahlungen aufweisen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie ggf. unter Abzug von Wertminderungen. Dabei handelt es sich insbesondere um
- Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie
- Finanzschulden.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzuordnen sind. Sie werden den langfristigen Vermögenswerten zugerechnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. In der Regel weisen sie keine festgelegten bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten auf. Der Bilanzansatz erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen dieses Zeitwerts – mit Ausnahme von Wertberichtigungen – unter Berücksichtigung von Steuerlatenzen direkt im Eigenkapital erfasst werden. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt bei Abgang des Vermögenswertes.
Derivative Finanzinstrumente liegen im KPS Konzern nicht vor.
C.9. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Forderungen werden erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertberichtigungen wird im Einzelfall auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Betrages geschätzt. Der Ausweis der entsprechenden Aufwendungen erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
C.10. Latente Steueransprüche/-schulden
Latente Steueransprüche und -schulden werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gebildet. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden gesondert ermittelt und angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Eine Aktivierung erfolgt, wenn deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die Berechnung der latenten Steuern wird unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 30 % herangezogen, der sich aus der Belastung mit Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergibt.
C.11. Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Gemäß IAS 37 werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verbindlichkeiten wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird im Wege der Schätzung ermittelt und basiert auf denjenigen Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
C.12. Eigenkapital
In der Kapitalrücklage ist der Betrag enthalten, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. Darüber hinaus wird der Fair Value für ausgegebene Aktienoptionen in dieser Position erfasst.
C.13. Umsatzrealisation
Eine Umsatzrealisierung nach IAS 18 erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung, d.h. sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.
Bei Wartungsverträgen, die über einen definierten Zeitraum geschlossen werden, erfolgt eine lineare Verteilung der Umsatzerlöse über den Zeitraum der Leistungserbringung. Etwaige Abgrenzungsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.
Sofern bei einem kundenspezifischen Projekt das Projektergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden die entsprechenden Umsatzerlöse im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert. Die jeweils für die Schätzung zu Grunde gelegten Umsatzerlöse umfassen den ursprünglichen Vertragswert zuzüglich etwaiger Änderungen im Leistungsumfang, sofern ein künftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und eine verlässliche Bewertung erfolgen kann. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der cost-to-cost-Methode ermittelt. Ein voraussichtlicher Verlust eines Auftrags wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
C.14. Zinsen
Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.
C.15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern
Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach IAS 12. Demnach sind alle sich auf Steuern vom Einkommen beziehende, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Steuerverbindlichkeiten oder -forderungen in den einbezogenen Jahresabschlüssen gemäß den für die Konzerngesellschaften geltenden Steuergesetzen aufzunehmen.
Darüber hinaus sind latente Steuereffekte abzubilden.
C.16. Bewertung von Aktienoptionen
Nach IFRS 2 werden Vergütungen durch die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten (Aktienoptionen) an Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Ausgabe anteilig über die Sperrfrist im Personalaufwand und in der Kapitalrücklage erfasst. Die Aktienoptionen werden zu diesem Zweck im Zeitpunkt der Ausgabe nach einem anerkannten Optionspreismodell bewertet. Nach Ablauf der Sperrfrist werden Veränderungen hinsichtlich der Mitarbeiter gemäß IFRS 2.23 in die Gewinnrücklagen umgebucht. Wir verweisen im Übrigen auf die Angaben unter I.1.
C.17. Verwendung von Schätzungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden bzw. der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen Rückstellungen, der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie der vom Konzern selbsterstellten Software.
Alle wesentlichen Schätzungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf den Erfahrungen des Managements und den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.
D. Erläuterungen zur Bilanz
D.1. Langfristige Vermögenswerte
Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend unter D.1.1. bis D.1.3. erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.
D.1.1. Immaterielle Vermögenswerte
Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2009 war selbsterstellte Software in Höhe von 705 (i.V. 373) TEuro aktiviert. Die im Geschäftsjahr erfassten Zugänge beliefen sich auf 369 TEuro. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 37 TEuro. Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen.
Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 9.294 TEuro und verteilt sich auf zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Zum einen entfällt ein Betrag von 8.949 TEuro auf die autinform AG; zum anderen betrifft ein Betrag von 345 TEuro den Erwerb der KPS Documents GmbH.
Der im Rahmen eines Impairment-Tests identifizierte Wertminderungsbedarf belief sich im Geschäftsjahr auf 21 TEuro für die zum 30. September 2009 erstmalig konsolidierte Preis24.com GmbH..
D.1.2. Sachanlagen
Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.
D.1.3. Finanzanlagen
Die sonstigen Ausleihungen beinhalten eine Darlehensausreichung an einen Mitarbeiter über 94 TEuro, wobei ein Teilbetrag von 84 TEuro den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet wurde.
D.1.4. Aktive latente Steueransprüche
Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 1.109 TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG sowie der KPS Consulting GmbH & Co. KG wider.
D.2. Kurzfristige Vermögenswerte
D.2.1. Vorräte
Vorratsbestände wie Handelswaren, EDV-Hardware sowie Zubehörteile sind zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.
D.2.2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2009 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7.039 (i.V. 6.761) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 99 (i.V. 119) TEuro gebildet sind.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 45 (i.V. 4.351) TEuro.
Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 1.641 (i.V. 1.884) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEuro | 30.9.2009 | 30.9.2008 |
|---|---|---|
| Steuererstattungsansprüche | 358 | 679 |
| Ansprüche aus Factoringvereinbarungen |
46 | 221 |
| Forderungen gegenüber Mitarbeitern |
10 | 31 |
| Forderungen gegenüber Gesellschaftern |
592 | 520 |
| Darlehen an Mitarbeiter | 36 | 68 |
| Geleistete Vorauszahlungen | 165 | 223 |
| Geleistete Kautionen | 34 | 47 |
| Darlehen an vormals verbundene Unternehmen |
0 | 40 |
| Übrige Forderungen | 400 | 55 |
| Summe sonstige Vermögenswerte |
1.641 | 1.884 |
D.2.3. Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 248 (i.V. 432) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung unter G.
D.2.4. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte spiegeln die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligung an der KPS Product Lifecycle GmbH, Linz, wider. Die Beteiligung wurde per 1. Oktober 2009 veräußert und daher zum Bilanzstichtag als zur Veräußerung gehalten umqualifiziert. Der originäre Beteiligungsbuchwert belief sich auf 40 TEuro. Er wurde zum Bilanzstichtag auf den Veräußerungswert abgeschrieben.
D.3. Eigenkapital
Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapital-veränderungsrechnung.
D.3.1. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 32.742.531 (i.V. 36.380.595) Euro und verteilt sich insgesamt auf 32.742.531 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde das Grundkapital in Höhe von 36.380.595 Euro im Wege der vereinfachten Einziehung um 5 Euro auf 36.380.590 Euro herabgesetzt. Die Herabsetzung erfolgte durch Einziehung von 5 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 5 Euro, die der Gesellschaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden.
Nachfolgend wurde das Grundkapital in Höhe von 36.380.590 Euro um 3.638.059 Euro auf 32.742.531 Euro, eingeteilt in 32.742.531 auf den Inhaber lautende Stückaktien, herabge-
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setzt. Die Herabsetzung erfolgte nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung (§§ 229 ff AktG) im Verhältnis 10:9, um – ausgehend von einem Bilanzverlust per 30. September 2008 in Höhe von 9.344.578,87 Euro – Verluste zu decken, die nach teilweiser Verrechnung mit der zum 30. September 2008 verbliebenen Kapitalrücklage noch vorhanden waren.
Die Kapitalherabsetzung erfolgte auf 9/10 des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals durch Zusammenlegung von 10 zu 9 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurden die bisher auf den Inhaber lautenden Aktien der Gesellschaft in Namensaktien umgewandelt.
Die den Kapitalmaßnahmen entsprechenden Änderungen der Satzung wurden am 21./22. September 2009 in das Handelsregister eingetragen.
D.3.2. Genehmigtes Kapital
Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 hat ein genehmigtes Kapital (genehmigtes Kapital 2007/I) in Höhe von 6.660.023,00 Euro beschlossen.
Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 25. Mai 2012 einmalig oder mehrmalig gegen Bar- und/oder Sacheinlage die Ausgabe von neuen auf die Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital dient zur Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen und der Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen für andere Zwecke. Der Vorstand wird mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auszuschließen. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 11. Juni 2007 erfolgt. Von dem genehmigten Kapital wurden im Vorjahr durch die Ausgabe von Bezugsaktien 2.345.506,00 Euro verwendet. Der Restbestand des genehmigten Kapitals 2007/I in Höhe von 4.314.517,00 Euro wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 aufgehoben. Die Eintragung ist im Handelsregister am 24. September 2009 erfolgt.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro beschlossen.
Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital ab der Eintragung in das Handelsregister für fünf Jahre einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen.
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugrecht auch ausgeschlossen werden.
Die Eintragung des genehmigten Kapital 2009/I ist am 24. September 2009 im Handelsregister erfolgt.
D.3.3. Bedingtes Kapital
In der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 wurde der Beschluss gefasst, dass das Grundkapital um bis zu 366.510,00 Euro durch die Ausgabe von 366.510 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, bedingt erhöht wird (Bedingtes Kapital 2004/ I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der zur Geschäftsführung befugten Organe verbundener in- und ausländischer Unternehmen ("Mitglieder der Geschäftsführung" – Gruppe 1) und an Mitarbeiter der Gesellschaft und Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft ("Arbeitnehmer" – Gruppe 2).Die Aktienoptionen wurden in voller Höhe durch die berechtigten Mitarbeiter übernommen.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 den Beschluss gefasst, dass das Grundkapital um bis zu 1.466.040,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 1.466.040 neuen Aktien bedingt erhöht wird (Bedingtes Kapital 2004/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 ermächtigt wurde, von deren Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 1. Mai 2009 einmalig oder mehrmalig auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 1.466.040,00 Euro mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 1.466.040 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand Gebrauch gemacht und mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag die Begebung einer Wandelschuldverschreibung beschlossen.
Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Januar 2005 mit 1.466.000,00 Euro platziert. Das Bedingte Kapital 2004/II beträgt nach Wandlungen in den vergangenen Geschäftsjahren noch 585.024,00 Euro. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde das bedingte Kapital 2004/II aufgehoben. Die Eintragung im Handelsregister ist am 23. September 2009 erfolgt.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 269.931,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 269.931 auf den Inhaber lautende nennwertlose Aktien mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2010 beschlossen (Bedingtes Kapital I/2005). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Optionsrechten für Aktienoptionen für Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführern und Arbeitnehmern der KPS AG (vormals HAITEC AG) und ihren Konzerngesellschaften. Aktienoptionen wurden bis zum Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 über die Abschaffung des bedingten Kapitals I/2005 nicht ausgegeben. Die Eintragung des Beschlusses ist am 23. September 2009 im Handelsregister erfolgt.
In der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2009 wurde der Beschluss gefasst, das Kapital der KPS AG bedingt um 17.823.787,00 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient zur Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zur Ermächtigung der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen von der Gesellschaft ausgegeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur in dem Maße durchgeführt, als die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen bzw. das bedingte Kapital nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen benötigt wird, insbesondere die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.
Das bedingte Kapital 2009/I wurde am 23. September 2009 im Handelsregister eingetragen.
D.3.4. Kapitalrücklage
Der negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Vorjahr vorgenommenen Reverse Acquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG.
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
in TEuro
| Stand 1.10.2008 | -22.236 |
|---|---|
| Kapitalherabsetzung bei der KPS AG gemäß § 229 AktG |
3.638 |
| Rücklage für eigene Anteile | -244 |
| Bewertung Aktienoptionen | -10 |
| Entkonsolidierung KPS Product Lifecycle GmbH Linz |
4 |
| Stand 30.9.2009 | -18.848 |
D.3.5 Gewinnrücklage
Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 geendet hat. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Die fluktuationsbedingte Veränderung der Anzahl der Stock Options wurde daher im Eigenkapital von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklage umgebucht.
D.4. Gewinn-/Verlustvortrag
Im Ergebnisvortrag des Konzerns ist der Bilanzgewinn der KPS Business Transformation GmbH zum 31. Dezember 2007 enthalten. Gemäß den Bestimmungen des Einbringungsvertrages vom 22. Oktober 2007 steht der bis zum 31. Dezember 2007 erzielte Bilanzgewinn den Altgesellschaftern der KPS Business Transformation GmbH zu.
D.5. Langfristige Schulden
Die langfristigen Schulden in Höhe von 1.187 (i.V.632) TEuro setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEuro | 30.9.2009 | 30.9.2008 |
|---|---|---|
| Schadensersatzverpflichtungen | 1.160 | 413 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
0 | 196 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern |
27 | 23 |
| Summe langfristige Schulden | 1.187 | 632 |
Die Bewertung des Schadensersatzanspruchs erfolgt mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Diskontierungszinssatzes von 5,5 % p.a.
Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern betreffen passive latente Steuern und resultieren aus temporären Differenzen. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter E.9.
D.6. Kurzfristige Schulden
D.6.1 Steuerrückstellungen
Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| inTEuro | 1.10.2008 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 30.9.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 188 | -188 | 0 | 10 | 10 |
| Gewerbesteuer | 91 | -91 | 0 | 267 | 267 |
| gesamt | 279 | -279 | 0 | 277 | 277 |
D.6.2 Sonstige Rückstellungen
Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEuro | 1.10.08 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 30.9.09 |
|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 2.551 | -1.646 | -283 | 1.630 | 2.252 |
| Ausstehende Rechnungen | 178 | -58 | -32 | 78 | 166 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 151 | -132 | -7 | 108 | 120 |
| Prozessrisiken | 5.549 | -3.576 | -1.973 | 0 | 0 |
| Kapitalmarktkosten | 200 | -176 | -24 | 0 | 0 |
| Übrige | 374 | -215 | 0 | 189 | 348 |
| Gesamt | 9.003 | -5.803 | -2.319 | 2.005 | 2.886 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist.
Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe zum Bilanzstichtag noch nicht endgültig feststand.
Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.
Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche.
Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für Prozessrisiken für drohende Belastungen aus Schadensersatz- und Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. November 2007 wurden im Berichtsjahr verbraucht bzw. aufgelöst, nachdem die Prozesse abgeschlossen wurden.
D.6.3 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 3.731 (i.V. 2.170) TEuro.
D.6.4 Erhaltene Anzahlungen
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 229 (i.V. 326) TEuro und betreffen mit 102 TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 127 TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.
D.6.5 Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3.231 (i.V. 2.693) TEuro und entwickelten sich wie folgt:
| 30.9.2009 | 30.9.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | bis 3 Monate | 3 - 12 Monate | bis 3 Monate | 3 - 12 Monate | |
| Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer | 368 | 656 | |||
| Abzuführende Sozialversicherungen | 0 | 160 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 925 | 360 | |||
| Verbindlichkeiten Umsatzsteuern und so. Steuern | 554 | 1.171 | |||
| Verbindlichkeit aus Schadensersatz | 550 | 628 | 50 | 118 | |
| übrige Verbindlichkeiten | 206 | 178 | |||
| Summe sonstige Verbindlichkeiten | 2.603 | 628 | 2.575 | 118 |
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
E.1. Umsatzerlöse
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:
| Summe | 40.669 | 100 | 37.082 100 | |
|---|---|---|---|---|
| Produkte/Lizenzen | 3.425 | 8 | 3.207 | 9 |
| Technologieberatung | 3.862 | 10 | 2.329 | 6 |
| Prozess-/Transfor mationsberatung |
33.382 | 82 | 31.546 | 85 |
| in TEuro | Berichtsjahr 2008/2009 |
% | Berichtsjahr 2007/2008 |
% |
E.2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 3.219 (i.V. 921) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:
| in TEuro | 30.9.2009 | 3009.2008 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.319 | 107 |
| Mieterträge aus Untervermietung Büroräume | 19 | 85 |
| Auflösung von Einzelwertberichtigungen | 45 | 26 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 50 | 29 |
| Erlöse aus Forderungsverzicht | 0 | 141 |
| Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter | 21 | 91 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 369 | 373 |
| übrige Erträge | 396 | 69 |
| Summe sonstige betriebliche Erträge | 3.219 | 921 |
E.3. Materialaufwand
Der Materialaufwand beträgt 19.715 (i.V. 17.245) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 2.364 (i.V. 4.232) TEuro sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von 17.351 (i.V. 13.013) TEuro.
E.4. Personalaufwand
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 14.373 (i.V. 12.603) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 12.883 (i.V. 11.293) TEuro und auf Sozialaufwendungen 1.490 (i.V. 1.310) TEuro.
Im Jahresdurchschnitt wurden 146 (i.V. 155) Mitarbeiter beschäftigt.
E.5. Abschreibungen
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 236 (i.V. 15.361) TEuro. Davon entfallen auf Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagen 163 (i.V. 366) TEuro, auf Firmenwertabschreibungen 21 (i.V. 14.995) TEuro und auf Abschreibungen bei Ausleihungen 52 (i.V. 0) TEuro.
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.
E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 5.460 (i.V. 4.078) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:
| in TEuro | 30.9.2009 | 30.9.2008 |
|---|---|---|
| Raumkosten | 818 | 651 |
| Reise- und Bewirtungskosten | 1.481 | 1.581 |
| Kfz-Kosten | 623 | 539 |
| Telefon- und sonstige Kommunikationskosten | 353 | 234 |
| Kapitalmarktkosten | 153 | 262 |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten | 252 | 273 |
| Werbe- und Repräsentationskosten | 200 | 115 |
| Wertberichtigung Forderungen | 118 | 5 |
| Personal- und Buchhaltungskosten | 352 | 198 |
| Maschinen-Mieten | 191 | 216 |
| übrige Aufwendungen | 919 | 4 |
| Summe sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.460 | 4.078 |
E.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 46 (i.V. 65) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und die Verzinsung von Avalkonten.
E.8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsaufwendungen betragen 352 (i.V. 420) TEuro und beinhalten insbesondere Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 216 (i.V. 113) TEuro sowie Factoringgebühren in Höhe von 136 (i.V. 307) TEuro.
E.9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2007/2008 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:
| in TEuro | 2008/2009 | 2007/2008 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | -666 | -1.433 |
| Latenter Steueraufwand | -22 | -446 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -688 | -1.879 |
Die latenten Steuern resultieren aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.
Zum 30. September 2009 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 99.543 TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 97.261 TEuro für Körperschaftsteuer.
Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde wie im Vorjahr ein Durchschnittsteuersatz von 30 % zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,83 % und Gewerbesteuer von 14,17 %.
Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:
| in TEuro | 2008/2009 | 2007/2008 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern | 3.797 | -11.651 |
| Ertragsteuersatz | 30 % | 30% |
| Rechnerischer Steueraufwand/-ertrag | -1.139 | 3.495 |
| Steuereffekte aus Verlustvorträgen und nicht genutzten Verlustpotentialen | 386 | -875 |
| Steuereffekte aus Goodwillabschreibungen | 127 | -4.499 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen |
-34 | 0 |
| Übrige Effekte | -28 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -688 | -1.879 |
| Effektiver Steuersatz | 18,1 % | -16,1 % |
Konzernanhang
Die Steuerabgrenzungen beruhen auf folgenden Positionen:
| in TEuro | 30.9.2009 | 30.9.2008 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| aus Nutzung von Verlustvorträgen | ||
| nutzbare Verlustvorträge per 30.9.2008 | 1.127 | 1.657 |
| nutzbare Verlustvorträge per 30.9.2009 | 1.109 | 1.127 |
| -18 | -530 | |
| Passive latente Steuern | ||
| aus unterschiedlichen Wertansätzen Steuer-/ Konzernbilanz bei | ||
| Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 1 | 61 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -7 | 25 |
| Sonstige Rückstellungen | 2 | -2 |
| Latenter Steueraufwand (netto) | -22 | -446 |
E.10. Sonstige Steuern
Bei dieser Position handelt es sich ausschließlich um Kfz-Steuern.
E.11. Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Der maßgebliche Ausübungspreis für das Aktienoptionsprogramm der KPS AG liegt zum 30. September 2009 bei 1 Euro und somit über dem Durchschnittskurs bzw. Schlusskurs der Aktie für das Jahr 2008/2009. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.
Das gezeichnete Kapital beträgt zum 30. September 2009 32.743 (i.V. 36.381) TEuro und ist eingeteilt in 32.742.531 (i.V. 36.380.595) Stückaktien. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:
| 2008/2009 | 2007/2008 | |
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag/ -überschuss in TEuro |
3.096 | -13.530 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien |
36.290.889 | 30.643.652 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro |
0,09 | -0,44 |
F. Erläuterungen zu den finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 7
Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.
in TEuro nach IAS IAS 39 und IFRS 7 Buchwert 30.9.2009 Fair Value 30.9.2009 Buchwert 30.9.2008 Fair Value 30.9.2008 Aktiva Langfristige Ausleihungen LaR 84 84 136 136 Zahlungsmittel LaR 248 248 432 432 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 6.940 6.940 6.642 6.642 Sonstige Vermögenswerte LaR 1.641 1.641 1.884 1.884 Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten AfS 36 36 0 0 Passiva Langfristige Bankverbindlichkeiten FLAC 0 0 196 196 Langfristige übrige Verbindlichkeiten FLAC 1.160 1.160 413 413 Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Bankverbindlichkeiten FLAC 3.731 3.731 2.170 2.170 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.932 4.932 4.499 4.499 Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten FLAC 3.231 3.231 2.693 2.693 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien Loans and Receivables (LaR) 8.913 8.913 9.094 9.094 Held-to-Maturity Investments (HtM) 0 0 0 0 Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 36 36 0 0 Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 0 0 0 0 Financial Assets Measured at Amortised Costs (FLAC) 13.054 13.054 9.971 9.971
Financial Liabilities Held for Trading (FLGfT) 0 0 0 0
Bewertungskategorie
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Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Bei den im Vorjahr ausgewiesenen langfristigen Bankverbindlichkeiten bestanden keine wesentlichen Zinsänderungen. Der Buchwert zum Abschlussstichtag entspricht näherungsweise dem beizulegenden Wert.
Die Buchwerte der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten bzw. des kurzfristigen Anteils des langfristigen Bankdarlehens im Vorjahr entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die Nettogewinne und -verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:
Liquiditätsrisiko
Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerte anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und der vereinbarten Fälligkeiten geplant.
Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.
Kreditrisiken/Ausfallrisiken
Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft. Des Weiteren werden teilweise Forderungen im Rahmen eines echten Factorings an eine Factoringgesellschaft verkauft, sodass hierfür kein Kreditrisiko besteht.
| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | aus Zinsen | Zum Fair Value |
Währungs umrechnung |
Wert berichtigung |
aus Abgang | Nettoergebnis 2008/2009 |
| Loans and Receivables (LaR) | -35 | 0 | 36 | -120 | 0 | -119 |
| Financial Assets Measured at Amortised Costs (FLAC) |
-184 | -32 | 0 | 0 | 0 | -216 |
Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 wurden im Geschäftsjahr 2008/09 nicht eingesetzt.
Risikomanagement
Die Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden Risiken bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab.
Die nicht abgedeckten Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen und werden durch eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei ausgesetzt.
Das theoretisch maximale Ausfallrisiko stellt sich wie folgt dar:
| in TEuro | ||
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.940 |
|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 1.725 |
Die überfälligen Vermögenswerte (Forderungen) im Sinne von IFRS 7.37 belaufen sich auf 557 TEuro. Es handelt sich hierbei um den üblichen Rahmen, so dass keine weitere Analyse vorzunehmen ist.
Marktrisiken
Währungsrisiken/Wechselkursrisiken
Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.
Zinsrisiken
Die Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die im Wesentlichen revolvierend verlängert werden. Während der Laufzeit sind überwiegend feste Zinssätze vereinbart.
Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.
Preisrisiken
Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.
G. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte Methode.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode -3.483 (i.V. -1.738) TEuro.
Die im Vorjahresvergleich verminderte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen.
Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf 461 TEuro und entfielen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte.
Die laufende Geschäftstätigkeit sowie die vorgenommenen Investitionen wurden teilweise über die Aufnahme neuer kurzfristiger Darlehen gegenfinanziert. Der Zufluss hieraus belief sich in Summe auf 551 TEuro.
H. Segmentberichterstattung
Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland.
Im Geschäftsjahr wurde die Darstellung der Segmentberichterstattung überprüft und die Geschäftssegmente im Vergleich zum Geschäftsbericht 2007/2008 neu definiert.
Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern. Eine Segmentierung nach Regionen wird von der Konzernleitung nicht vorgenommen, da die Umsätze zu nahezu 95 % im Inland erzielt wurden.
1. Prozess- / Transformationsberatung
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei dem die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.
2. Technologieberatung
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Die KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.
3. Produkte/Lizenzen
Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt die KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM, SAPERION, mit denen die KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.
Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:
Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2008/2009
Darstellung nach Geschäftsfeldern in TEuro
| Prozess | Technology | Produkte/ Lizenzen |
übrige | Konsolidierung | gesamt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnisposition | 30.9.2009 | Vorjahr | 30.9.2009 | Vorjahr | 30.9.2009 | Vorjahr | 30.9.2009 | Vorjahr | 30.9.2009 | Vorjahr | 30.9.2009 | Vorjahr |
| Umsatz mit Dritten | 33.382 | 31.546 | 3.862 | 2.329 | 3.425 | 3.207 | 0 | 40.669 | 37.082 | |||
| Umsatz mit anderen Segmenten |
227 | 1.832 | 56 | 97 | 0 | 0 | -283 | -1.929 | 0 | 0 | ||
| Umsatz | 33.609 | 33.378 | 3.918 | 2.426 | 3.425 | 3.207 | 0 | 0 | -283 | 40.669 | 39.011 | |
| Betriebsergebnis | 5.725 | 7.082 | 700 | 513 | 560 | 415 | -2.905 | -2.004 | 3.797 | 6.006 | ||
| Segmentvermögen | 27.659 | 23.845 | 967 | 2.046 | 1.277 | 1.748 | 47.275 | 46.189 | -56.891 | -53.620 | 20.287 | 20.208 |
| Segment verbindlichkeiten |
18.363 | 14.801 | 810 | 1.476 | 1.214 | 991 | 12.573 | 15.489 | -16.487 | -13.155 | 16.473 | 19.602 |
| Abschreibungen | 62 | 111 | 5 | 220 | 16 | 126 | 153 | 14.904 | 236 | 15.361 | ||
| Zinsen | -45 | 29 | 60 | 73 | 49 | 42 | 242 | 211 | 306 | 355 | ||
| Steuern | 492 | -32 | 9 | 0 | 9 | -1 | 191 | 1.924 | 701 | 1.891 |
Unter den übrigen Informationen werden im Wesentlichen Ertrags- und Vermögensinformationen der KPS AG als Holding dargestellt. Eine Umlage auf die einzelnen Geschäftssegmente erfolgte zur Vermeidung einer Verwässerung des Aussagegehalts in Übereinstimmung mit dem internen Reporting nicht. Im übrigen Segmentvermögen werden überwiegend Beteiligungsbuchwerte sowie Verbundforderungen der KPS AG dargestellt. Hierzu korrespondierend werden unter den übrigen Segmentverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten der rechtlichen Konzernmutter abgebildet. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge spiegeln im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wider, die keinen eindeutigen Segmentbezug aufweisen.
I. Sonstige Angaben
I.1 Aktienoptionsprogramm
I.1.1 Aktienoptionsplan 2004
Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht.
Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.
Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.
Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der KPS-Aktie während der letzten zehn Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.
I.1.2 Aktienoptionsplan 2005
Die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005, nach denen der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 ermächtigt wurde, bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien an der KPS AG mit einer Laufzeit von 5 Jahren auszugeben und das hierfür erforderliche bedingte Kapital (2005/1) wurden durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 aufgehoben.
Die KPS AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben.
Entwicklung der Aktienoptionen:
| 2008/2009 | 2007/2008 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Optionen zum 1. Oktober |
155.879 | 165.779 |
| Neu ausgegebene Optionen | 0 | 0 |
| Verfallene Optionen | 29.950 | 9.900 |
| Noch verfügbare Optionen | 125.929 | 155.879 |
Die Bewertungsparameter für das angewandte Optionspreismodell beinhalten:
| Risikofreier Zins | 2,26 % |
|---|---|
| Erwartete Dauer bis zur Ausübung | 3 Monate |
| Erwartete Volatilität | 60 % |
| Ausübungspreis (gew. Durchschnitt) | 1 Euro |
Die erwartete Volatilität basierte auf der historischen Entwicklung des Aktienkurses der KPS AG, wobei ein Zeitraum von 250 Tagen zu Grunde gelegt worden ist.
I.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 1.519 (i.V. 1.946) TEuro und betreffen Mietverpflichtungen mit 652 (i.V. 1.026) TEuro, Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge mit 559 (i.V. 587) TEuro sowie Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 308 (i.V. 333) TEuro.
| bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Kfz-Leasing | 317 | 242 | 559 |
| BGA-Leasing | 114 | 194 | 308 |
| Miete | 525 | 127 | 652 |
| 956 | 563 | 1.519 |
Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.
Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.
Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.
Die ausgegebenen Aktienoptionen sind erstmals im Geschäftsjahr 2004/2005 in Anlehnung an IFRS 2 aufwandswirksam erfasst worden.
Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells (Black-Scholes-Modell) berechnet. Der Bewertungszeitraum beginnt mit dem Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen und endet mit dem am frühesten möglichen Ausübungsdatums. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wurde anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.
Konzernanhang
Sonstige Haftungsverhältnisse
Rangrücktrittserklärung zugunsten von verbundenen Unternehmen
Zur Abwendung der Überschuldung der KPS Consulting GmbH & Co. KG und der KPS Product Lifecycle GmbH erteilte die KPS AG Rangrücktrittserklärungen.
Sicherheiten im Zusammenhang mit Kontokorrentkreditlinien und Darlehen
Zur Absicherung eines an die KPS AG, die KPS Product Lifecycle GmbH und die KPS Technology GmbH vergebenen revolvierenden Firmenkontokorrentkreditrahmens (86 TEuro) wurde ein Wechsel in Höhe von 550 TEuro erteilt.
Für die von der KPS Business Transformation GmbH erhaltenen Darlehen wurden die Geschäftsanteile an der KPS Product Lifecycle GmbH verpfändet.
Ferner wurden zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH, KPS Technology GmbH, KPS Product Lifecycle GmbH, KPS Documents GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co.KG abgetreten. Der Kontokorrentkredit war des Weiteren am Bilanzstichtag über eine Höchstbetragsbürgschaftserklärung der KPS Business Transformation GmbH über 1.900 TEuro besichert.
Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen
Zur Absicherung von Mietverpflichtungen bestehen Mietkautionskonten in Höhe von 156 TEuro.
I.3 Bestandsgefährdende Risiken
Der Jahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2008/2009 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde, in der die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten dargestellt werden.
I.4 Eigene Aktien
Die KPS AG hielt per 30. September 2008 mittelbar über ihre Tochtergesellschaft KPS Technology GmbH 351.027 Stück eigene Aktien. Grund für den Erwerb war die Sacheinlage der KPS Business Transformation GmbH, die diese Aktien bzw. Wandlungsrechte hielt.
Die Anteile wurden im Geschäftsjahr 2008/2009 vollständig veräußert. Der bei der Veräußerung erzielte Veräußerungsverlust wurde in voller Höhe gem. IAS 32.33 mit dem Eigenkapital verrechnet.
I.5 Organe der Gesellschaft
I.5.1. Vorstand der KPS AG
Zu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt:
Herr Dr. Nico Brunner – Vorsitzender –, Managementberater, Grünwald
Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald
Herr Hartmut Cordes – seit 1. Juni 2009 –, Managementberater, Elmshorn.
Bezüglich der Vergütung des Vorstands verweisen wir auf unsere Ausführungen unter I.7.
I.5.2. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr aus den Herren Michael Tsifidaris (Vorsitz), Managementberater, Hamburg, Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam, sowie Uwe Grünewald, Managementberater, Leichlingen, zusammen.
Die Herren Tsifidaris (Vorsitzender), Hartmann und Grünewald sind auch Mitglieder des Aufsichtsrats der autinform AG, München.
Herr Hartmann gehörte bis zur GmbH-Umwandlung der Preis24.com AG, München, dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an.
I.6 Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")
Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den KPS-Konzern beherrschen oder maßgeblich beeinflussen sowie Beziehungen zu Unternehmen, die vom KPS-Konzern beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, angegeben werden. Dabei ist nur über diejenigen Beziehungen zu Geschäftsvorfällen zu berichten, die nicht konsolidiert werden.
Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand, der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt.
a) Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH:
Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Anteile an der KPS AG:
Dietmar Müller hält 8.984.895 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 27,44 %.
Michael Tsifidaris hält 8.984.894 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 27,44 %.
Leonardo Musso hält 4.506.644 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.76 %.
Uwe Grünewald hält 4.506.643 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.76 %.
Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 1.859 TEuro.
Die an die Alt-Gesellschafter ausgereichten Kredite haben per 30. September 2009 einen Stand von 592 TEuro. Die Kredite haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden mit 6 % p.a. verzinst. Sie sind nicht besichert.
b) Vorstand:
Der Vorstand Dr. Nico Brunner besitzt 229.873 Aktien
Der Vorstand Dietmar Müller besitzt 8.984.895 Aktien.
Der Vorstand Hartmut Cordes besitzt keine Aktien.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftjahr 2008/09 betragen 1.195 TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen.
c) Erweitertes Management:
Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 2.899 TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote (1.333 TEuro) und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote (1.566 TEuro) zusammensetzen.
d) Aufsichtsrat:
Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 27) TEuro.
Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 910 TEuro.
Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen mit der KPS AG nicht.
I.6 Corporate Governance
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
I.7 Honorar des Abschlussprüfers
Der im Geschäftsjahr 2008/2009 nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg) beträgt insgesamt 120 TEuro und enthält Honorare für Abschlussprüfungen (100 TEuro) sowie Honorare für sonstige Beratungsleistungen (20 TEuro).
I.8 Meldung nach § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG
Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind in der Anlage 2 enthalten.
München, den 25. Januar 2010
Dr. Nico Brunner Dietmar Müller Hartmut Cordes Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
KPS AG, München Entwicklung des Anlagevermögens KPS-Konzern (Bruttodarstellung)
| Position | Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEuro | 1.10.2008 | Zugänge | Abgänge | 30.9.2009 | ||
| I.) | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
763 | 397 | 14 | 1.174 | ||
| 2. Firmenwert |
24.289 | 21 | 0 | 24.310 | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 25.052 | 418 | 14 | 25.484 | ||
| II.) | Sachanlagen | |||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
742 | 36 | 137 | 641 | ||
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter |
20 | 7 | 19 | 8 | ||
| Sachanlagen | 762 | 43 | 156 | 649 | ||
| III.) | Finanzanlagen | |||||
| sonstige Ausleihungen | 136 | 0 | 0 | 136 | ||
| Finanzanlagen | 136 | 0 | 0 | 136 | ||
| Anlagevermögen gesamt | 25.950 | 461 | 170 | 26.269 |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Kummulierte Abschreibungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2009 | 1.10.2008 | Zugänge | Abgänge | 30.9.2009 | 30.9.2009 | 30.9.2008 | |
| 1.174 | 274 | 63 | 14 | 351 | 823 | 489 | |
| 24.310 | 14.995 | 21 | 0 | 15.016 | 9.294 | 9.294 | |
| 25.484 | 15.269 | 84 | 14 | 15.367 | 10.117 | 9.783 | |
| 641 | 554 | 87 | 111 | 530 | 111 | 188 | |
| 8 | 4 | 13 | 10 | 7 | 1 | 16 | |
| 649 | 558 | 100 | 121 | 537 | 112 | 204 | |
| 136 | 0 | 52 | 0 | 52 | 84 | 136 | |
| 136 | 0 | 52 | 0 | 52 | 84 | 136 | |
| 26.269 | 15.827 | 236 | 135 | 15.956 | 10.313 | 10.123 |
Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
| Meldepflichtiger | Unterschreitung Schwelle |
Prozent | Stimmen | Stimmenzurechnung |
|---|---|---|---|---|
| Axtmann Beteiligungs GmbH, Nürnberg |
5 % 3 % |
2,82 | 1.025.570 | |
| Axxion S.A., Munsbach, Luxemburg |
3 % | 2,09 | 430.000 | |
| Dr. Axtmann Siegfried | 5 % 3 % |
(2,82) 0 |
1.025.570 | 2,82 % über IMMOVARIA und Axtmann Beteiligungs GmbH |
| Grünewald Uwe | (80,5) 13,28 |
29.279.535 | 26,96 % über Mülller 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Musso |
|
| IMMOVARIA Beteiligungen AG, Berlin |
5 % 3 % |
(2,82) 0 |
1.025.570 | 2,82 % über Axtmann Beteiligungs GmbH |
| Kliegel Christian, Berlin |
5 % | (4,32) 0 |
274.718 | 4,32 % über Xpensio |
| Müller Dietmar | (80,5) 26,96 |
29.279.535 | 26,96% über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald 13,28 % über Musso |
|
| Musso Leonardo | (80,5) 13,28 |
29.279.535 | 26,96 % über Müller 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald |
|
| Tsifidaris Michael | (80,5) 26,96 |
29.279.535 | 26,96 % über Müller 13,28 % über Grünewald 13,28 % über Musso |
|
| Weiser Thomas, Prien | 8,76 | |||
| Xpensio GmbH, Berlin | 5 % | 4,32 | 274.718 |
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der KPS AG, München, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Bericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Augsburg, 26. Januar 2010
Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Liebert Hell Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
KPS Alois-Wolfmüller-Straße 8 80939 München