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KPS AG Annual Report 2008

Feb 3, 2009

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2007/2008

Vorwort des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner, meine Damen und Herren,

Das abgelaufene Geschäftsjahr hat zu einer der einschneidendsten Veränderungen in unserer Unternehmensgeschichte geführt. Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH steht die Gesellschaft am Anfang eines umfassenden Paradigmenwechsel. Es haben sich dadurch sowohl unsere Marktpositionierung als auch unser Erscheinungsbild nachhaltig verändert. Unser Beratungsportfolio hat sich inhaltlich und qualitativ erweitert und unsere Attraktivität als Beratungspartner nachhaltig erhöht. Unser neues Beratungsprofil, die durch die KPS eingebrachten Management Skills sowie das Berater-Know-how haben schon innerhalb des ersten Jahres für eine hohe Wachstumsdynamik gesorgt.

Die Kennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres bestätigen eindrucksvoll den Erfolg der mit dem Einstieg der KPS Consulting eingeschlagenen Strategie. Mit einem Umsatz von € 37,1 Mio. und einem EBITDA von € 4,3 Mio. bzw. einer EBITDA-Marge von 11,7 % konnten wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erreichen und unsere diesbezüglichen Prognosen in vollem Umfang erfüllen. Mit den im laufenden Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen sowie den durch den Einstieg der KPS Consulting eingebrachten liquiden Mitteln ist es auch gelungen, die stark angespannte Liquiditätssituation unserer Gesellschaft zu entschärfen. Dabei wurde die neu geschaffene Liquidität vor allem für die Entschuldung, den Abbau bestehender Altlasten sowie die Rückzahlung von fälligen Krediten verwendet. Zusätzlich konnte die finanzielle Lage durch die Umwandlung kurzfristiger Verbindlichkeiten in langfristige Finanzierungszusagen weiter stabilisiert werden.

Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzten Maßnahmen konnten wir auch die dringend erforderlichen Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich abschließen und unser Unternehmen auf eine stabile wirtschaftliche Basis stellen. Wir werden diesen Weg durch den weiteren Ausbau unserer Kernkompetenzen, durch die Fokussierung unseres Beratungsangebots sowie durch die Bereinigung von heute noch nicht profitablen Randaktivitäten auch in Zukunft konsequent fortsetzen. Wir sind überzeugt, dass es uns mit dieser strategischen Ausrichtung trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und konjunkturellen Turbulenzen auf dem Weltmarkt gelingen wird, auch im Geschäftsjahr 2008/09 unseren Umsatz und unser Ergebnis zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten und damit einhergehend auch die erforderliche Liquidität für den laufenden Betrieb, die erforderliche Rückführung bestehender Kredite sowie für die Finanzierung zukünftiger Herausforderungen sicher zu stellen.

Durch eine umfassende Überarbeitung unserer Corporate Identity haben wir den Umbau und die Neupositionierung unserer Gesellschaft auch nach Außen klar zum Ausdruck gebracht. Zentrale Elemente dabei sind die Umbenennung unserer Holding in KPS AG, die Umfirmierung unserer Tochtergesellschaften, die Positionierung unseres gesamten Beratungsportfolio unter der Marke "KPS Consulting" sowie ein neugestalteter Web-Auftritt.

Mit dem Einstieg der KPS Consulting haben sich auch umfangreiche Veränderungen in den obersten Führungsgremien unseres Hauses ergeben. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald, beides Altgesellschafter der KPS Consulting und als Aktionäre heute wesentlich an der KPS AG beteiligt, sind neu in das Aufsichtsratsgremium gewählt worden. Herr Michael Tsifidaris hat dabei Herrn Hans-Werner Hartmann als Vorsitzenden des Aufsichtsrates abgelöst. Herr Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat weiterhin als einfaches Mitglied an. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind die Herren Dr. Wolfgang Bötsch und Dr. Antony Bunker. Neu in den Vorstand berufen wurde Herr Dietmar Müller, ebenfalls Altgesellschafter der KPS Consulting und heutiger Großaktionär der KPS AG, der nun gemeinsam mit Herrn Dr. Nico Brunner, der zum Vorstandsvorsitzenden bestellt wurde, für die operative Führung der KPS AG verantwortlich zeichnet.

Der Erfolg der KPS Consulting basiert zu einem ganz wesentlichen Maß auf der Kompetenz, dem Engagement und der Kreativität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind sehr stolz auf die erreichten Ziele und Erfolge unseres Unternehmens, die im abgelaufenen Jahr einen hohen persönlichen Einsatz von unserer Führungsmannschaft und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangt haben. Wir bedanken uns deshalb ausdrücklich und sehr herzlich bei all denen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Unser besonderer Dank gilt unseren Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit sowie unseren Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dr. Nico Brunner Dietmar Müller Vorsitzender des Vorstandes Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2007/08

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2007/08, dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrates und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit einigen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren neben den ausführlichen Quartalsberichten des Vorstandes regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen.

Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrates waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, potentielle Akquisitionsprojekte, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten.

Sonderthemen waren

  • die Überwachung des Integrationsprozesses zwischen der KPS Consulting GmbH und der früheren Haitec AG
  • die Überwachung des Sanierungsprogrammes der früheren Haitec AG mit dem Schwerpunkt Liquiditätsplanung und -steuerung
  • die Rechtsstreitigkeiten in Sachen Heitec gegen Haitec sowie weitere Rechtsstreitigkeiten.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2007/08 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstandes erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Personalia Vorstand: Am 09.05.2008 wurde Herr Dietmar Müller in den Vorstand der KPS AG berufen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Steuerung und Überwachung der Großprojekte der KPS AG.

Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2007/08 zu 4 Sitzungen zusammengetreten. Dabei fanden mindestens zwei Sitzungen je Halbjahr statt. Die Aufsichtsratsmitglieder waren alle jeweils in mehr als der Hälfte der Sitzungen persönlich anwesend. In allen Sitzungen wurden jeweils der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

In jeder Sitzung wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstandes für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert.

Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrates. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 22.12.2009 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass im Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Ausschüsse gebildet werden, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde auch die konzerninterne Compliance thematisiert.

Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.

In der Zeit vom 1.10.2007 bis 09.05.2008: Herr Hans-Werner Hartmann, Vorsitzender Dr. Anthony Bunker Dr. Wolfgang Bötsch.

In der Zeit vom 09.05.2008 bis 30.09.2008: Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender Herr Uwe Grünewald Herr Werner Hartmann.

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt.

Jahresabschluss: Die ungeprüften Zahlen des HGB Abschlusses und des Konzernabschlusses nach IFRS wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 30.01.2009 vorgestellt und diskutiert. Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2007/08 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 30.01.2009 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes in der Sitzung des Aufsichtsrates am 30.01.2009 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft, er schließt sich dem Vorschlag an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris (Aufsichtsratsvorsitzender)

Corporate Governance Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 31. Januar 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:

  • Aktionäre und Hauptversammlung
  • Kommunikation und Transparenz
  • Zusammenwirkung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und
  • Aufsichtsrat Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

1. Aktionärsrechte und Transparenz

Die Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlicher Strukturveränderungen.

Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Director's Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden hier auch einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.

2. Vorstand und Aufsichtsrat

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen.

Die D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutschen Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist.

Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrates außerhalb des Konzernverbundes. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2007/08 folgt.

Ausschüsse wurden angesichts der Größe des Aufsichtsrates nicht gebildet. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrates. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

a) Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern

Vorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 im Besitz von folgenden KPS-Aktien:

- Michael Tsifidaris 9.907.802 Stück
- Uwe Grünewald 4.931.966 Stück
- Dietmar Müller 9.907.801 Stück
- Dr. Nico Brunner 179.999 Stück

b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Director's Dealings)

Zwischen dem 30.09.2007 bis zum 30.09.2008 wurden folgende Director´s Dealings durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt und gemeldet:

- Dr. Nico Brunner 100.000 Stück
- Dietmar Müller 100.000 Stück
- Michael Tsifidaris 100.000 Stück
  • Uwe Grünewald 100.000 Stück

Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG.

c) Interessenskonflikte

Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Beraterund Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben sie einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen.

d) Vergütungsbericht

Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006/07 nicht geändert. Die Vergütung wird nicht individualisiert nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.

aa) Vorstand

Den Mitgliedern des Vorstandes werden jährliche Bezüge mit einem festen und variablen Bestandteil gewährt, die sich wie folgt darstellen lassen:

Fixe Bezüge Sonstige Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
In Euro In Euro In Euro In Euro
Dr. Nico Brunner 260.000 31.723 200.000 491.723
Dietmar Müller 128.750 3.676 200.000 332.426
388.750 35.399 400.000 824.149

bb) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 27 (i. V. 30) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 572 (i.V. 0) TEuro.

3. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

a) Aktienoptionspläne

Die Gesellschaft hat in den Jahren 2004 und 2005 jeweils einen Aktienoptionsplan aufgelegt, die im Folgenden dargelegt werden, soweit davon bereits Gebrauch gemacht wurde.

Aktienoptionsplan 2004

Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im Übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten. Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.

Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der KPS-Aktie während der letzten 10 Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.

Aktienoptionsplan 2005

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ist der Vorstand der KPS AG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der KPS AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben. Die KPS AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben.

Entwicklung der Aktienoptionen
2007/08 2006/07
Ausgegebene Optionen
zum 01. Oktober 165.779 220.329
Neu ausgegebene Option 0 0
Verfallene Optionen - 9.900 - 54.550
Noch verfügbare Optionen 155.879 165.779

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells berechnet. Der Bewertungszeitpunkt ist dabei der Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wird anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

b) Zwischenberichte

Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen.

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrates der KPS AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Entsprechenserklärung")

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 14. Juni 2007 und vom 6. Juni 2008 mit folgenden Abweichungen - wie am 31. Januar 2008 erklärt - entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen werden wird:

  • Ziffer 3.8 im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D & O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart.
  • Ziffer 4.2.1 Der Vorstand bestand nicht im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr aus mehreren Personen; seit dem 09.05.2008 besteht der Vorstand aus mehreren Personen; dies wird sich auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzten.

  • Ziffer 4.2.3 Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans oder vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurde nicht auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert.

  • Ziffer 5.1.2 Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde nicht festgelegt. Diese wird im Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit potenzieller Vorstände nicht für erforderlich erachtet.
  • Ziffer 5.3 im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.
  • Ziffer 5.4.1 Eine Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Eine solche wird im Hinblick auf die Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung nicht für erforderlich erachtet.
  • Ziffer 5.4.7 im Hinblick auf die Orientierung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der KPS AG. Die Vergütung orientiert sich nicht an der wirtschaftlichen Lage bzw. am Erfolg der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht individualisiert angegeben, weil darin angesichts der in der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungshöhe kein zusätzlicher Nutzen liegt.
  • Ziffer 7.1.2 im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden, um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

München, den 30. Januar 2009

KPS AG

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Angaben nach § 315 Abs 4 HGB

  1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2008 36.380.595 EURO. Es ist eingeteilt in 36.380.595 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 EURO am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

  1. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Die Aktionäre Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald haben sich in dem mit der damals als HAITEC AG firmierenden am 22. Oktober 2007 abgeschlossenen Einbringungsvertrag verpflichtet, die im Zuge der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage von den Einbringenden gezeichneten und durch die HAITEC AG begebenen Aktien von insgesamt 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 EURO, ab dem Zugang des die neuen Aktien betreffenden Zeichnungsscheins bei der HAITEC AG für den Zeitraum von 18 Monaten die neuen Aktien nicht einzeln, insbesondere nicht über eine Wertpapierhandelsbörse zu veräußern; und diese Aktien keinerlei wirtschaftlich gleichartige Transaktionen hinsichtlich einzelner Aktien anzukündigen oder vorzunehmen.

Des Weiteren besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 EURO für Abstimmungen bei der Hauptversammlung bis zum 31. Dezember 2015.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

  1. Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten bestanden zum 30. September 2008 nach Kenntnis des Vorstandes wie folgt:

Stück In Prozent
Michael Tsifidaris 9.907.802 27,23%
Dietmar Müller 9.907.801 27,23%
Leonardo Musso 4.931.966 13,56%
Uwe Grünewald 4.931.966 13,56%
  1. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten die Kontrollbefugnisse verleihen.

  1. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

  1. Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

  1. Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2007/I an, für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.314.517 EURO gegen Barund/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital 2007/I).

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Stück Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der KPS AG (vormals HAITEC AG) mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben. Hierzu wurde das Grundkapital durch die Ausgabe von 269.931 Stück auf den Inhaber lautenden nennwertlose Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2005).

  1. Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels

Bei der Gesellschaft liegen keine wesentlichen Vereinbarungen vor, die unter den Bedingungen eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

  1. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die KPS AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstandes noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

KPS AG

Bericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2007/2008

A) Wirtschaftsbericht des KPS-Konzerns

1. Wirtschaftliche Rahmendaten

Die konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2007/08 waren zweigeteilt. Während die Konjunktur bis weit in die erste Hälfte des Jahres auf Hochtouren lief, in Deutschland das BIP Wachstumsraten von mehr als 2 % aufweisen konnte und von einer Krise noch keine Spur war, haben sich mit dem Platzen der Blase im Finanzsektor und in der Immobilienbranche die Rahmenbedingungen für die reale Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte dramatisch verschlechtert. Nach dem unerwartet starken Schrumpfen der Wirtschaftsleistung vor allem im letzten Quartal 2008 kann Deutschland für das Gesamtjahr 2008 nach den Prognosen vom Jahresanfang von mehr als 2 % nur noch eine Steigerungsrate von 1,3 % aufweisen.

Der ITK Markt ist nach Berechnungen des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) sowie des Marktforschungsinstituts EITO / PAC aufgrund einer starken ersten Jahreshälfte in 2008 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % auf ein Gesamtvolumen von € 66,2 Mrd. gestiegen. Der Großteil davon entfiel auf den Bereich IT-Dienste und Software mit einem Wachstum von 5,3 % nach 7,0 % im Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf und -entwicklung

Nachdem im Geschäftsjahr 2006/07 der Turn-around der KPS AG weitestgehend erfolgreich umgesetzt werden konnte und es dabei erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1999 gelang, ein Geschäftsjahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis abzuschließen, mussten im Geschäftsjahr 2007/08 endgültig die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der KPS gestellt werden. Trotz des erfolgreichen Turn-around waren die entscheidenden Kennzahlen, wie Umsatzentwicklung oder Ergebnismargen, weiterhin unbefriedigend und für eine positive Entwicklung der KPS nicht ausreichend.

Speziell die verfügbare Liquidität war weiterhin sehr angespannt. Die im operativen Geschäft erwirtschaftete Liquidität reichte ausschließlich zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs. Zusätzliche Rückzahlungsverpflichtungen aus Altlasten, die teilweise bis Ende 2007 fällig waren (u.a. Wandelanleihe I, diverse Darlehen), konnten mit den im operativen Geschäft erwirtschafteten Margen nicht bzw. nicht in ausreichendem Umfang bedient werden.

Trotz aller Erfolge im operativen Geschäft war es für die Zukunft der KPS von zentraler Bedeutung, kurzfristig eine Verbesserung der operativen Margen der einzelnen Konzerngesellschaften zu erzielen. Diese Verbesserung war nur durch eine Ausweitung des operativen Geschäfts und durch eine Steigerung der Umsätze durchzusetzen. Dies machte jedoch zwingend Investitionen in den Ausbau der KPS – vornehmlich in die Einstellung neuer Mitarbeiter und in den Ausbau der vertrieblichen Kapazitäten – erforderlich.

Da ein Wachstum aus eigener Kraft nicht finanziert werden konnte, kam als strategische Option nur ein "anorganisches" Wachstum in Betracht. Vor dieser Ausgangssituation wurden im Jahr 2007 die Marktchancen für ein mögliches anorganisches Wachstum eingehend geprüft. Die Mitte 2007 gestarteten Verhandlungen mit den Gesellschaftern der KPS Consulting GmbH über einen Einstieg in die KPS AG konnten im 4. Quartal des vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen werden. Auf der a.o. Hauptversammlung am 30.11.2007 wurden die Beschlüsse über den Einstieg der KPS Consulting GmbH sowie über die dafür erforderlichen Kapitalmaßnahmen mit überwältigender Mehrheit gefasst. Im Dezember wurden die beschlossenen Kapitalmaßnahmen umgesetzt und – trotz laufender Widersprüche von Kleinstanlegern – in das Handelsregister eingetragen. Damit ist die KPS Consulting GmbH seit Mitte Dezember 2007 eine 100 %ige Tochter der KPS AG und hat seit ihrem Einstieg das Gesicht und die Positionierung der KPS AG nachhaltig beeinflusst.

Das abgelaufene Geschäftsjahr hat zu einer der einschneidendsten Veränderungen in der Unternehmensgeschichte geführt. Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH steht die Gesellschaft am Anfang eines umfassenden Paradigmenwechsels. Mit der KPS Consulting haben sich die Marktpositionierung sowie das Erscheinungsbild der KPS nachhaltig verändert. Das Beratungsportfolio hat sich sowohl inhaltlich als auch qualitativ erweitert und die Attraktivität als Beratungspartner nachhaltig erhöht. Im Fokus des Beratungs- und Leistungsspektrums steht das Thema "Transformationsberatung", bei dem die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategieund Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Das Angebot in der Transformationsberatung umfasst sowohl die Prozessberatung, die Implementierungsberatung und die Systemintegration, d.h. das KPS-Beratungsangebot optimiert zur Erreichung von gesetzten Kundenzielen die erforderlichen Prozesse, Systeme und Technologien und gewährleistet darüber hinaus deren reibungslose Interaktion.

Mit dem KPS-Beratungsportfolio werden im Wesentlichen vier unterschiedliche Geschäftsfelder abgedeckt:

  • das Geschäftsfeld "Strategie- / Prozessberatung & ERP-Beratung" – den inhaltlichen Schwerpunkt bildet hier das bereits erwähnte Beratungsangebot im Bereich der Transformationsberatung / Prozessberatung sowie die SAP - Implementierungsberatung.

  • das Geschäftsfeld "Systemintegration" mit den Schwerpunkten IT-Beratung, IT-Infrastrukturen, Storage sowie Managed Services

  • das Geschäftsfeld "Product Life Cycle" mit den Schwerpunkten Optimierung von Konstruktions- und Entwicklungsprozessen, der Implementierungsberatung sowie dem Verkauf von Dassault Softwareprodukten

  • das Geschäftsfeld "Enterprise Content Management" mit den thematischen Schwerpunkten Dokumenten Management, Archivierung und Workflowlösungen.

Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH (jetzt: KPS Business Transformation GmbH) hat sich aber nicht nur das Beratungsportfolio der KPS erweitert, mit den Neugesellschaftern und dem Führungsteam der KPS Consulting sind auch die Managementkapazitäten erheblich ausgeweitet worden. Das neue Beratungsprofil, die eingebrachten Management Skills sowie das Berater-Know-how haben schon innerhalb des ersten Jahres für eine hohe Wachstumsdynamik in der KPS gesorgt.

Durch eine umfassende Überarbeitung der Corporate Identity wurden der Umbau und die Neupositionierung der KPS auch nach Außen klar zum Ausdruck gebracht. Zentrale Elemente dabei sind die Umbenennung der Holding in KPS AG – gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 09.05.2008 –, die Umfirmierung der einzelnen Tochtergesellschaften, die Positionierung des gesamten Beratungsportfolios unter der Marke "KPS Consulting" sowie ein neu gestalteter Web-Auftritt.

Bei einer zusammenfassenden Betrachtung des Geschäftsjahres 2007/08 kann man festhalten, dass die erzielten Ergebnisse die von der KPS zum Jahreswechsel eingeschlagene Strategie nachhaltig bestätigen. Sowohl die Entwicklungen auf operativer Ebene, die Integration und inhaltliche Neuausrichtung der KPS als auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind sehr zufriedenstellend verlaufen und geben Anlass für einen optimistischen Ausblick in die Zukunft.

3. Umsatz und Ergebnis

Den Erfolg der Strategie und der Neupositionierung der KPS untermauern eindrucksvoll die Geschäftsergebnisse für das Jahr 2007/08. Sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis konnten die Prognosen für das Jahr 2007/08 nicht nur erreicht, sondern sogar leicht übertroffen werden.

Bei einem Umsatz von € 37,1 Mio. wurde ein operatives Ergebnis auf EBITDA-Basis von € 4,1 Mio. bzw. eine EBITDA-Marge von 11 % erzielt. Auf Pro-Forma-Basis, d.h. unter voller Einbeziehung der aufgrund von IFRS-Bewertungsvorschriften nur zeitanteilig ab dem 01.01.2008 konsolidierungsfähigen Umsätze einzelner Konzernunternehmen, wurde im Geschäftsjahr 2007/08 ein Umsatz von € 42,3 Mio. erwirtschaftet. Dieser Effekt resultiert aus der nach den IFRS-Vorschriften vorzunehmenden Einstufung der Einbringung der KPS Consulting GmbH in die KPS AG als "reverse acquisition". Diese wirtschaftliche Betrachtung hat zur Folge, dass aus IFRS-Sicht der "alte" HAITEC - Konzern erst ab dem 01.01.2008 in die KPS Consulting GmbH eingebracht worden ist. Dies führt dazu, dass die Geschäftszahlen, d.h. sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisbeiträge der "alten" HAITEC– Konzerngesellschaften, nicht für das gesamte Geschäftsjahr (01.10.2007 bis 30.09.2008), sondern nur zeitanteilig ab dem Erwerbszeitpunkt (d.h. vom 01.01.2008 bis 30.09.2008) konsolidiert werden durften.

Im Vergleich zum Vorjahr sind sowohl Umsatz als auch Ergebnis sprunghaft angestiegen. Während der Umsatz mit € 37,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 19,4 Mio.) nahezu verdoppelt wurde, konnte das EBITDA mit € 4,1 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von € 0,3 Mio. signifikant um € 3,8 Mio. gesteigert werden. Diese Umsatz- und Ergebnisverbesserungen sind zum Einen Ergebnis der Erweiterung des Konsolidierungskreises um die KPS Consulting GmbH, zum Anderen aber auch Resultat hoher Auslastungsquoten und gestiegener Margen.

So lagen die durchschnittlichen Auslastungsquoten in den Geschäftsfeldern Prozess- und ERP-Beratung mit 88 % und Systemintegration mit 87 % signifikant über der Zielmarke von 80 %. Nur in den Geschäftsbereichen Product Life Cycle und Enterprise Content Management wurde diese Zielmarke mit einer Auslastung von jeweils 71 % noch verfehlt. Durch bereits eingeleitete Maßnahmen bzw. Erfolge bei der Gewinnung von neuen Kunden sollte sich auch in diesen Geschäftsfeldern die Auslastungssituation im Geschäftsjahr 2008/09 verbessern und dadurch zusätzliche positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden.

Betrachtet man die Umsätze nach Herkunft, so stammen 91 % aus dem margenstarken Dienstleistungsgeschäft, 4,4 % aus dem ebenfalls margenstarken Geschäft mit Softwarelizenzen und Wartung sowie lediglich 4,6 % aus dem eher mit geringen Margen arbeitenden Geschäft mit Hardware.

Verteilt auf die einzelnen Geschäftsfelder werden 78 % der Umsätze in dem Bereich Prozessund ERP-Beratung, 10 % in der Systemintegration, 8 % im Bereich Product-Life-Cycle und 4 % im Geschäftsfeld Enterprise Content Management erwirtschaftet.

4. Liquidität

Eine hohe Priorität galt – wie bereits im Vorjahr – der Verbesserung und Sicherung der Liquiditätslage. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen sowie den durch den Einstieg der KPS Consulting eingebrachten liquiden Mittel ist es gelungen, die stark angespannte Liquiditätssituation der KPS AG zu entschärfen. Dabei wurde die neu geschaffene Liquidität vor allem für die Entschuldung, den Abbau bestehender Altlasten – dazu gehören vor allem die Rückzahlung der Wandelanleihe I sowie diverser Lieferantenverbindlichkeiten – und die Rückführung von fälligen Darlehen verwendet. Zusätzlich konnte die finanzielle Lage durch die Umwandlung kurzfristiger Verbindlichkeiten in langfristige Finanzierungszusagen weiter stabilisiert werden.

5. Auftragsbestand / Pipeline

Sehr zufriedenstellend haben sich auch Auftragsbestand und Pipeline entwickelt. Kumuliert über alle Geschäftsbereiche beläuft sich der Auftragsbestand am Bilanzstichtag auf ein Volumen von über € 40 Mio. Mit dem vorhandenen Auftragsbestand verfügt die KPS auf Gruppenebene über eine durchschnittliche Auftragsreichweite von mehr als 12 Monaten und liegt damit im Branchenvergleich im absoluten Spitzenfeld.

6. Rückzahlung / Wandlung Wandelanleihe I

Von besonderer Bedeutung – speziell im Hinblick auf die Liquiditätssituation der KPS – war die durchgeführte Wandlung bzw. Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung mit einem Volumen von 1.141.000 Stück Wandelanleihen. Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 wurden davon insgesamt 881.055 Stück gewandelt sowie an die verbleibenden Inhaber von Wandelschuldverschreibungen am 31.12.2007 vertragsgemäß ein Betrag von € 258.504 plus Zinsen ausbezahlt. Damit ist die Wandelanleihe I in voller Höhe gewandelt bzw. zurückbezahlt und führt zukünftig zu keinen weiteren Liquiditätsbelastungen für die KPS.

7. Wandlung Wandelanleihe II und III

Die stille Beteiligung der Bridgepoint Capital Ltd. an der autinform GmbH & Co KG wurde durch die Ausgabe einer Wandelanleihe an der KPS AG in zwei Tranchen im Mai und Juni 2007 im Gesamtvolumen von 6,9 Mio. Stück abgelöst. Damit wurde vertragsgemäß die noch offene Restkaufpreiszahlung für den Erwerb der autinform AG an die Bridgepoint Capital Ltd. geleistet. Im November 2007 und Dezember 2007 wurde die Wandelanleihe durch die Bridgepoint Capital Ltd. in zwei Schritten in Aktien der KPS AG gewandelt.

Damit sind sämtliche Ansprüche der Bridgepoint Capital Ltd. aus dem Verkauf der autinform AG getilgt. Durch die erfolgte Wandlung ist darüber hinaus sichergestellt, dass aus den Wandelanleihen II und III zukünftig keine Liquiditätsbelastungen für die KPS-Gruppe entstehen werden.

8. Rechtsstreit Heitec ./. HAITEC AG (heute KPS AG)

In einem seit dem Jahr 1998 laufenden Rechtsstreit zwischen der HAITEC AG, München, und der Heitec AG, Erlangen, hat der BGH am 14.02.2008 in dem Revisionsverfahren Heitec ./. HAITEC AG das Urteil der 6. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main vom 12. Januar 2000 aufgehoben und ein geändertes Urteil zugunsten der klagenden Heitec AG, Erlangen, erlassen. Gemäß diesem Urteil wurde es der HAITEC AG zukünftig untersagt, unter der Bezeichnung HAITEC AG zu firmieren. Auch steht der Heitec AG nach diesem Urteil ein Recht auf Ersatz von erlittenen Schäden zu.

Auf dieses völlig unerwartete und inhaltlich nicht nachvollziehbare Urteil haben Vorstand und Management umgehend reagiert und die erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet. In einem ersten Schritt wurde nach Zustimmung der Hauptversammlung vom 09.05.2008 die HAITEC AG in KPS AG umfirmiert. Obwohl das Urteil des BGH nur die Verwendung der Bezeichnung "HAITEC AG" im geschäftlichen Verkehr verbietet, hat die Klageseite auch gegen die weitere Verwendung der Bezeichnung HAITEC bei den diversen Tochtergesellschaften geklagt. Um in dieser Frage weitere rechtliche Auseinandersetzungen und unnötige Kosten zu vermeiden, wurden in einem zweiten Schritt auch die betreffenden Tochterfirmen umfirmiert und der Begriff HAITEC aus allen Firmenbezeichnungen gelöscht.

Offen ist derzeit noch die Frage nach der Höhe des zu leistenden Schadenersatzes. Hier findet aktuell die juristische Auseinandersetzung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth statt. Nachdem gerichtlich vorgeschlagene Vergleichslösungen bis heute an den absolut inakzeptablen Forderungen der Gegenseite gescheitert sind – der letzte Vergleichsvorschlag der Gegenseite umfasste eine Schadenersatzforderung von € 7,0 Mio. – sowie ein entsprechender Vergleichsvorschlag der KPS AG – mit einem Schadenersatzangebot in Höhe von € 1,5 Mio. – durch die Gegenseite abgelehnt worden ist, wird der Prozess am 06.02.2009 fortgesetzt.

B) Nachtragsbericht

1. Vergleich KPS AG in den Verfahren LG München I, Az. 5HK O 24535/07 (aktienrechtliches Anfechtungsverfahren) und LG München I, Az. 5HK O 4289/08 (aktienrechtliches Freigabeverfahren)

Am 18.12.2008 wurde vor dem Landgericht München I ein Vergleich geschlossen, der die vorgenannten Verfahren zum Abschluss bringt.

Im Einzelnen wurden folgende Vergleichsinhalte vereinbart:

Die gutachterliche Überprüfung der Ermittlung des Unternehmenswerts der in die KPS AG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30.11.2007 eingebrachten KPS Consulting GmbH in ihrem gesellschaftsrechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Zustand am 30.11.2007 mit dem Ziel zu klären, inwieweit der Wert der in der außerordenlichen Hauptversammlung vom 30.11.2007 beschlossenen Sacheinlage das am Stichtag 30.11.2007 übernommene Kapital von € 25.824.536.- erreicht. Die gutachterliche Überprüfung wird erfolgen durch Bansbach Schübel Brösztl & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestraße 68-74, 70184 Stuttgart, und hat u.a. zu erfolgen unter Berücksichtigung und auf Basis des Gutachtens über die Prüfung der Werthaltigkeit der Kapitalerhöhung der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft, Krefeld, vom 05.12.2007.

Die Anfechtungskläger nehmen in dem Verfahren LG München I, Az. 5 HK O 24535/07 die erhobenen Anfechtungsklagen sowie die gegen den Freigabebeschluss des LG München I, Az. 5 HK O 4289/08 vom 07.08.2008 eingelegten Beschwerden (OLG München, Az. 23 W 2147/08) zurück.

Der Freigabebeschluss des LG München I erwächst in Rechtskraft; die Handelsregistereintragung der zu den Tagesordnungspunkten I. und II. gefassten Beschlüsse der Hauptversammlung vom 30.11.2007 wird durch die Anfechtungskläger und ihnen nahe stehende Personen auch sonst nicht rechtlich angegriffen oder in Frage gestellt.

Die Vertragsinhalte führen zu folgenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen:

Falls die gutachterliche Überprüfung ergeben sollte, dass der Wert der eingebrachten KPS Consulting GmbH den Betrag von € 25.824.536.- mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unterschreitet, haben die KPS AG und die dem Vergleich beigetretenen vormaligen Anteilseigner der KPS Consulting GmbH, die Herren Uwe Grünewald, Leonardo Musso, Michael Tsifidaris und Dietmar Müller, gesamtschuldnerisch Ausgleichsaktien an die im Vergleich definierten ausgleichsberechtigten Aktionäre zu gewähren.

Die Übernahme der Gutachtenskosten, der Gerichtskosten und Anwaltskosten der vorgenannten gerichtlichen Verfahren und der Kosten für die Veröffentlichung erfolgt durch die KPS AG.

C) Darstellung der Lage des KPS - Konzerns nach IFRS

Die Neuausrichtung in Verbund mit den Kapitalmaßnahmen hatte positive Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr, was sich im Umsatz und im Ertrag der KPS niederschlägt.

1. Erläuterungen zur Bilanzierung

Aus Sicht der IFRS handelt es sich bei der Einbringung der KPS Business Transformation im Zuge der Sachkapitalerhöhung in den KPS Konzern um eine Reverse Acquisition. Dabei wird abweichend von der rechtlichen Struktur der Transaktion davon ausgegangen, dass die KPS Business Transformation die KPS AG erworben hat. Grund dafür ist, dass die Gesellschafter der KPS Business Transformation durch die Einbringung rund 71 Prozent der Anteile an der KPS AG erhalten haben.

Erstkonsolidierungsstichtag war der 12. Dezember 2007, da an diesem Tag die Eintragung der Kapitalmaßnahmen im Handelsregister erfolgte und somit die Kapitalmaßnahmen wirksam wurden. Aus Vereinfachungsgründen wurden für den KPS Konzern Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2007 erstellt.

Die KPS Business Transformation ist somit für den Berichtszeitraum mit zwölf Monaten erfasst, der KPS Konzern ist dagegen erst ab dem 01. Januar 2008 einbezogen. Dementsprechend sind die KPS Gesellschaften im Konzernabschluss nur anteilig mit neun Monaten enthalten.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der KPS AG wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften der KPS AG zum Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des übernommenen Reinvermögens, wurde als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) aktiviert.

Aufgrund der Reverse Acquisition ist nach IFRS der Jahresabschluss des unterstellten wirtschaftlichen Erwerbers KPS Business Transformation als Vorjahresangabe darzustellen. Der vorliegende Konzernabschluss beinhaltet somit in der Ergebnisrechnung für das Vorjahr ausschließlich die Werte der KPS Business Transformation. Entsprechend beziehen sich die folgenden aufgeführten Vorjahresvergleiche auf die KPS Business Transformation. Durch diese Veränderungen sind die Geschäftszahlen aus den Berichten der Vorjahre nicht direkt mit den in diesem Bericht angegebenen Vorjahreswerten vergleichbar.

Die Kapitalkonsolidierung geht nach den Grundsätzen für eine Reverse Acquisition von einer 100 prozentigen Abbildung der KPS Business Transformation aus.

2. Ertragslage

Die Betriebsleistung beläuft sich auf 38.003 (i.V. 17.292) TEuro. Der Zuwachs resultiert aus den um 19.839 TEuro erhöhten Umsatzerlösen und den um 872 TEuro gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Die EBITDA-Marge (EBITDA im Verhältnis zur Betriebsleistung) hat sich von 6 % im Vorjahr auf 11 % verbessert.

Der stärkste Umsatzträger im Berichtsjahr war der Bereich Dienstleistung / Wartung mit Umsatzerlösen von 33.920 TEuro.

Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software sind im Vergleich zum Vorjahr um 100% ( = 4.232 TEuro) angestiegen.

Der Anstieg der bezogenen Fremdleistungen um 2.231 TEuro auf 13.013 TEuro ist auf den verstärkten Einsatz freier Mitarbeiter zur fristgerechten Abarbeitung von Dienstleistungs- und Beratungsaufträgen zurückzuführen.

Der Personalaufwand beträgt 12.603 TEuro gegenüber 4.004 TEuro im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2007/2008 waren im KPS – Konzern 155 (Vj. 30) Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 4.078 (Vj. 1.437) TEuro und enthalten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen von 2.120 (Vj. 742) TEuro, Verwaltungskosten 1.374 (Vj. 380) TEuro, sowie sonstige Aufwendungen von 584 (Vj. 315) TEuro.

Im Jahresergebnis verarbeitet sind darüber hinaus noch planmäßig angefallene Einmalkosten im Zusammenhang mit der Integration der KPS Business Transformation sowie eine Rückstellung für Schadenersatzleistungen aus dem verlorenen Namensrechtstreit mit der Heitec AG.

Die Zinsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 419 TEuro erhöht. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf den Kosten für das Factoring.

Das Steuerergebnis beläuft sich auf – 1.879 TEuro nach -367 TEuro im Vorjahr. Dabei entfallen -446 TEuro auf latente Steueraufwendungen. Davon entfallen 530 TEuro auf Abschreibungen auf aktivierte latente Steuern aus der Erstkonsolidierung, sowie Erträge in Höhe von 84 TEuro, die sich aus temporären Differenzen bei immateriellen Vermögenswerten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Rückstellungen ergeben.

Das Konzernergebnis hat sich von 688 TEuro um 12.842 TEuro auf – 13.530 TEuro reduziert.

Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf -0,44 (i.V. 0,03) Euro.

3. Finanzlage

Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2008 über Zahlungsmittel in Höhe von 432 (i.V. 980) TEuro. Dem stehen 2.366 (i.V.0) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Im Vergleich zum 30. September 2007 hat sich die Nettoliquidität um 2.914 TEuro auf –1.934 TEuro verringert.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt -2.197 (i.V. 1.770) TEuro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -700 (i.V. -10) TEuro und betrifft die Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierung beläuft sich auf 179 (i.V. -1.750) TEuro und ist geprägt durch die Erstkonsolidierung der KPS Business Transformation.

Durch den Einstieg der KPS Business Transformation ist es gelungen, die finanzielle Lage der KPS Gruppe auf eine solide Basis zu stellen. Der finanzielle Freiraum wurde vor allen Dingen dazu genutzt, bestehende Altlasten zu tilgen, insbesondere die Wandlung bzw. Rückzahlung der Wandelanleihe I im Volumen von € 1,14 Mio. Durch die vollzogenen Kapitalmaßnahmen konnte die KPS die kritische finanzielle Phase abschließen, wesentliche Risiken beseitigen und eine positive Ergebnissituation erzielen.

4. Vermögenslage

Zum 30. September 2008 beläuft sich die Bilanzsumme auf 20.208 TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 16.055 TEuro erhöht.. Der Geschäfts- und Firmenwert aus dem Erwerb der KPS Business Transformation GmbH in Höhe von 9.294 TEuro und die Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 1.127 waren die größten Einzelpositionen im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 30. September 2007 von 2.598 TEuro um 4.044 TEuro auf 6.642 TEuro erhöht. Diese Entwicklung ist auf die im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 233 TEuro verringert und liegt zum 30. September 2008 bei 606 TEuro. Für eine detaillierte Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 3.0 % (i.V. 20%).

Die langfristigen Schulden betreffen Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 196 (i.V. 0) TEuro, Verbindlichkeiten aus Schadenersatzansprüchen mit 413 (i.V. 0) TEuro sowie passive latente Steuerverbindlichkeiten mit 23 (i.V. 0) TEuro.

Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden von 3.314 TEuro um 15.656 TEuro auf 18.970 TEuro ergibt sich überwiegend aus den sonstigen Rückstellungen (+8.262 TEuro), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 2.508 TEuro), den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+2.170 TEuro) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (+2.535 TEuro).

Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Rückstellung für Prozessrisiken, die für drohende Belastungen aus der bereits beschriebenen Schadenersatzklage und Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2007 entstanden sind.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbenen Vermögenswerte und Schulden der KPS Business Transformation GmbH wurden zu Zeitwerten (Fair Value) angesetzt. Durch die Einbeziehung der KPS Transformation GmbH in den Konzernabschluss haben sich nahezu alle Bilanzpositionen erhöht.

D) Prognosebericht des KPS- Konzerns

Die allgemeinen Wachstumsaussichten für das Jahr 2009 sind rückläufig. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sowie OECD, die EU-Kommission und die Bundesregierung prognostizieren für Deutschland einen Rückgang des BIP von 2,0 % bis 2,5 %. Von dieser Entwicklung wird auch die Beratungs- und IT-Branche nicht verschont bleiben. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) sowie das Markforschungsinstitut EITO/PAC gehen für den gesamten ITK-Markt für 2009 von einem Nullwachstum aus. Dabei wird erwartet, dass der Markt für IT-Dienste und Software nach einem Wachstum von 7 % bzw. 5,3 % in den Vorjahren in 2009 nur noch mit 3,1 % auf ein Gesamtvolumen von € 48,5 Mrd. in Deutschland wachsen wird.

Wie bereits ausgeführt, konnten mit der im Geschäftsjahr 2007/08 eingeschlagenen Strategie und den im Laufe des Jahres umgesetzten Maßnahmen die KPS erfolgreich im Markt positioniert, die noch erforderlichen Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen weitestgehend abgeschlossen und der Konzern auf eine stabile wirtschaftliche Basis gestellt werden.

Der Weg des weiteren Ausbaus der Kernkompetenzen, der Fokussierung des Beratungsangebots sowie der Bereinigung von derzeit noch nicht profitablen Randaktivitäten wird auch in Zukunft höchste Priorität haben und konsequent fortgesetzt werden. Vorstand und Management der KPS sind überzeugt, dass es damit gelingen wird, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmendaten auch im Geschäftsjahr 2008/09 Umsatz und Ergebnis zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten und damit einhergehend auch die erforderliche Liquidität für den laufenden Betrieb, die Rückführung bestehender Kredite sowie für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS sicherstellen zu können.

Diese Erwartungshaltung resultiert vor allem aus dem vorhandenen Auftragsbestand mit einer Reichweite von mehr als 12 Monaten sowie den weiterhin guten Auslastungsquoten der Mitarbeiter. Darüber hinaus verfügt die KPS über eine hervorragende Kundenbasis mit einer Vielzahl von Blue-Chip-Kunden, die nach Auffassung des Managements ein gutes Potenzial für die Erweiterung bestehender Aufträge und die Generierung neuer Aufträge bietet.

E) Chancen- und Risikobericht der KPS AG

1. Risikobericht

1.1. Risikomanagementsystem

Ein entscheidendes Instrument und eine wichtige Grundlage der Entscheidungen bei der KPS AG ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Risikocontrollingsystem geschaffen. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann Risiken noch besser entgegengewirkt und sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die KPS AG wurde - nach einer Überprüfung in 2007 - in 2008 vorschriftsgemäß einer neuerlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend überprüft und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen die KPS AG ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich die KPS einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen mit Plan-Ist-Vergleichen, eine tägliche Liquiditätsüberwachung sowie wöchentlichen Reports der Bereichsverantwortlichen an den Vorstand. Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten die Geschäftstätigkeit, die Finanzausstattung und die Ergebnisse der KPS AG wesentlich beeinträchtigt werden.

1.2. Bestandsgefährdende Risiken

1.2.1. Heitec ./. HAITEC AG (jetzt KPS AG)

In dem laufenden Rechtsstreit Heitec ./. HAITEC AG (siehe dazu auch Kapitel A / Punkt 8.) findet eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Höhe des durch die KPS AG zu leistenden Schadenersatzes vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth statt. Gerichtlich vorgeschlagene Vergleichsgespräche haben bisher zu keinem positiven Ergebnis geführt. Während die KPS AG im Januar 2009 ein Vergleichsangebot mit einer Schadenersatzzahlung von € 1,5 Mio. unterbreitet hat, fordert die Klageseite in ihrem letzten Vergleichsvorschlag aus dem Dezember 2008 eine Schadenersatzzahlung von € 7,0 Mio.

Sollte in weiteren Vergleichsgesprächen keine aus Sicht der KPS AG sinnvolle Lösung gefunden werden bzw. sollte durch das Landgericht Nürnberg-Fürth ein Urteil erlassen werden, das die wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten der KPS AG übersteigt und gleichzeitig ein durch die KPS AG eingebrachter Antrag auf Vollstreckungsschutz durch das Landgericht Nürnberg-Fürth abgelehnt werden, so ist der Fortbestand der KPS AG in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet.

1.3. Weitere Risiken

1.3.1. Marktrisiken

Ein generelles Risiko stellen die schlechten konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2009 sowie der vorgesagte Rückgang des BIP um 2,25 % für die Entwicklung der KPS AG im Geschäftsjahr 2008/09 dar. Auch wenn man hierzu festhalten kann, dass aufgrund des aktuell vorhandenen Auftragsbestands kurzfristig keine negativen Auswirkungen zu befürchten sind, kann mittel- und langfristig nicht ausgeschlossen werden, dass auch die KPS AG die negative wirtschaftliche Entwicklung zu spüren bekommt, da Ausgaben für Beratungsleistungen und IT-Investments häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung stehen.

Durch die Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, konnte das Risiko von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität deutlich reduziert werden. Darüberhinaus resultiert nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts der KPS AG aus Hardwareumsätzen.

1.3.2. Wettbewerbsrisiken

In dem Bereich der Transformations- und Prozessberatung, in dem die KPS AG zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum zählt, ist kurz- und mittelfristig nicht mit einer Zunahme der ohnehin heute bereits vorhandenen Wettbewerbsrisiken zu rechnen.

Im Bereich der reinen Implementierungs- und Systemberatung befindet sich die KPS AG in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Zum Einen steht die KPS AG hier mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum Anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen der KPS AG Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Systemhäuser beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Auch der von der KPS AG betriebene Bereich Enterprise Ressource Planning im SAP-Umfeld ist einem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck ausgesetzt, der zu Margenverlusten führen kann.

Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur KPS AG treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Finanzlage der KPS AG haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS AG einzunehmen.

1.3.3. Weitere operative Risiken

1.3.3.1. Auslastung der Mitarbeiter

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS AG hat ein Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns.

1.3.3.2. Abhängigkeit von Großkunden und Auftragsvergabe im Hard- und Softwaresegment

Die KPS AG erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden hätte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Die Auftragsvergabe im Hard- und Softwarebereich ist bedeutend von den zur Verfügung stehenden Budgets der Kunden abhängig. So erfolgt traditionell die Auftragsvergabe in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Fehlende Auftragserteilungen zum Jahresende können in den Folgemonaten in der Regel nicht kompensiert werden.

1.3.3.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern

Die KPS AG verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM, Dassault und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

1.3.3.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS AG können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

1.3.3.5. Gewährleistung und Haftung

Die KPS AG übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Soweit die KPS AG Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

2. Chancenbericht

2.1 Marktpositionierung

Der Einstieg der KPS Consulting GmbH in die KPS AG hat zu einer der einschneidendsten Veränderungen in der Unternehmensgeschichte der KPS geführt und hat das Gesicht der KPS nachhaltig verändert. Der Einstieg der KPS Consulting war weit mehr als nur das Hinzufügen einer weiteren Gesellschaft unter das Dach der KPS AG – es ist dadurch eine weitgehend neue Beratungsgruppe entstanden, mit der sich die Positionierung der KPS im Beratungsmarkt nachhaltig geändert hat. Das Beratungsportfolio hat sich sowohl inhaltlich als auch qualitativ erweitert und die Attraktivität der KPS als Beratungspartner nachhaltig erhöht.

2.2 Beratungsportfolio

Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH kann die KPS ein erweitertes und qualitativ verbessertes Beratungs- und Leistungsportfolio anbieten. Im Fokus steht dabei das Thema "Transformationsberatung", bei dem die KPS dank ihres qualitativ hochstehenden

Beratungsportfolios eine führende Marktposition einnimmt. Die KPS kann ihre Kunden im Rahmen der Transformationsberatung bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen zielgerichtet unterstützen und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickeln.

Das KPS Beratungsangebot schließt die am Markt vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite.

2.3. Rapid Transformation Methode

Ein weiteres Profilierungsmerkmal besitzt die KPS mit der von ihr entwickelten "Rapid Transformation Methode". Mit der Rapid Transformation Methode ist die KPS in der Lage, Projektlaufzeiten und Projektkosten signifikant zu reduzieren und für ihre Kunden einen Return of Investment noch während der Projektlaufzeit zu generieren.

2.4. One Brand Strategie

Unter dem Markennamen KPS Consulting kann nun ein umfassendes Leistungsportfolio von der Strategie- und Prozessberatung über die Implementierungsberatung bis zur Systemintegration angeboten werden. Dies steigert die Attraktivität der KPS sowohl für bestehende Kunden als auch für potentielle Interessenten. Anstatt bestimmte komplexe Aufgabenstellungen an mehrere Partner vergeben zu müssen, bietet die KPS das gewünschte Beratungs- und Leistungsangebot aus einer Hand.

2.5. 2.5. Cross-Selling

Das vorhandene Leistungsportfolio – Prozessberatung, Implementierungsberatung, IT-Systemberatung – bietet darüber hinaus ein hohes Cross-Selling-Potential. Projekte in einem Geschäftsfeld dienen vermehrt als Türöffner für das Beratungsangebot eines anderen KPS-Geschäftsfelds.

2.6. Skaleneffekte

Mit dem Einstieg der KPS Consulting GmbH hat sich auch die Unternehmensgröße signifikant geändert und sowohl das Umsatzvolumen als auch die Anzahl der Mitarbeiter vergrößert. Mit einem Umsatz von größer € 40 Mio. und einer Beratungsmannschaft von mehr als 300 Beratern hat sich auch die Attraktivität der KPS für große Konzerne – die vielfach bestimmte unternehmenskritische Aufgabenstellungen nur an Beratungsunternehmen ab einer gewissen Größenordnung vergeben – erhöht. Anstatt wie bisher in solchen Fällen aussortiert zu werden bzw. als Sub-Unternehmer eines größeren Partners agieren zu müssen, können solche Beratungsaufträge zukünftig vermehrt direkt gewonnen werden.

F) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

G) Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der KPS AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, 28. Januar 2009

__________________ __________________ Dr. Nico Brunner Dietmar Müller

KPS AG, München

Konzernbilanz zum 30. September 2008

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KPS AG Konzernabschluss IFRS

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008

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KPS Konzern
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1. Umsatzerlöse E.1 37.082 17.243 19.398
2. Sonstige betriebliche Erträge E.2 921 49 1.161
3. Betriebsleistung 38.003 17.292 20.559
4. Materialaufwand
a)
Aufwendungen für bezogene Waren
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
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5. Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
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-1.288
6. Abschreibungen
a)
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
b)
Abschreibung auf Firmenwert
c)
Abschreibung auf Finanzanlagen
E.5 -366
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7. Sonstige betriebliche Aufwendungen E.6 -4.078 -1.437 -3.812
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge E.7 65 4 21
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen E.8 -420 -1 -392
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -11.639 1.057 -317
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
12. Sonstige Steuern
E.9
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13. Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss -13.530 688 -392
Ergebnis je Aktie (unverwässert)
Ergebis je Aktie (verwässert)
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Kennzahlen zur Gewinn-und Verlustrechnung

(in Mio. €)

Umsatz 37,1
Umsatz (Pro-Forma) *1) 42,3
EBITDA 4,1
EBITDA Marge 11%
EBIT (ohne Firmenwertabschreibung aus reverse acquisition) 3,7
EBIT Marge (ohne Firmenwertabschreibung aus reverse acquisition) 10%
EBIT (mit Firmenwertabschreibung aus reverse acquisition) -11,3
EBIT Marge (mit Firmenwertabschreibung aus reverse acquisition) -30%

*1) Unter Einbeziehung der aufgrund der IFRS- Bewertungsvorschriften für "reverse acquisition" nur zeitanteilig ab dem 01.01.2008 konsolidierungsfähigen Umsätzen einzelner Konzerngesellschaften

Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS für die Zeit vom 01.Oktober 2007 bis 30. September 2008

KPS-Konzern KPS Business KPS-Konzern
Transformation
2007/2008 2006/2007 2006/2007
A. Laufende Geschäftstätigkeit TEuro TEuro TEuro
Periodenergebnis vor Steuern -11.639 1.057 -318
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 366 15 284
Wertaufholung aus Finanzanlagen 0 0 -214
Abschreibungen auf Firmenwert 14.995 0 0
Aktienoptionen 0 0 0
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva -5.369 841 1.405
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen 8.262 424 -1.311
Veränderung der übrigen Schulden 5.370 -133 -1.939
Verluste aus Anlagenabgängen 6 1
Erhaltene Steuern 0 0 0
Gezahlte Steuern -1.590 -434 -17
Mittelabfluss aus Konsolidierung HAITEC Konzern -12.598 0 0
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -2.197 1.770 -2.109
B. Investitionstätigkeit
Investitionen in das Anlagevermögen -700 -10 -231
Einzahlungen aus Anlageverkäufen 0 0 3
Einzahlungen aus Ausleihungen 0 0 100
Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit -700 -10 -128
C. Finanzierungstätigkeit
Kapitalerhöhungen 0 200 1.211
Wandelschuldverschreibung -258 0 -318
Kosten der Kapitalerhöhung -36 0 -482
Auszahlungen an anteilginhaben (GA) 0 -1.950 0
Aufnahme von Darlehen 609 0 1.398
Gewährung von Darlehen -136 0 0
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 179 -1.750 1.809
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.718 10 -428
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode 980 970 317
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode -1.738 980 -111
0 0 0

Zusammensetzung Finanzmittelfonds

Stand
30.09.2008
Stand
30.09.2007
Stand
30.09.2007
TEuro TEuro TEuro
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0
Kassenbestand, Bankguthaben 432 980 900
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -2.170 0 -1.011
Finanzmittelfonds -1.738 980 -111

KPS Konzern

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

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KPS AG, München Entwicklung des Konzern - Eigenkapitals zum 30. September 2008

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KPS AG

Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008

A. Allgemeine Grundlagen

Die KPS AG wurde 1998 in Deutschland nach dem Aktiengesetz in das Handelsregister eingetragen. Der Firmensitz befindet sich in der Alois-Wolfmüller-Straße in 80939 München/Deutschland. Die Tätigkeitsbereiche des KPS Konzerns gehen aus der unter Punkt H dargestellten Segmentberichterstattung hervor.

Die Aktien der KPS AG, München, wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Dessen Regeln erfordern die Aufstellung von Jahresabschlüssen nach einer der international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften IFRS oder US-GAAP oder eine Überleitung vom nationalen HGB-Abschluss auf ein internationales Rechenwerk.

Die KPS AG stellt als Mutterunternehmen ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Über die Angabepflichten nach IFRS hinaus wurden auch die nach § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Satzung der KPS AG berücksichtigt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Aus der Wiedergabe in TEuro können sich geringfügige Differenzen in der Darstellung einzelner Beträge innerhalb des Konzernabschlusses ergeben.

Der vorliegende Abschluss wurde am 28. Januar 2009 vom Vorstand aufgestellt und nach Billigung durch den Aufsichtsrat am 30. Januar 2009 zur Veröffentlichung freigegeben.

B. Konsolidierungsgrundsätze

Die KPS AG leitet alle im Konsolidierungskreis befindlichen, auf Basis der lokalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse auf die internationale Rechnungslegungsnorm IFRS über und erstellt auf dieser Basis einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen prinzipiell den im Vorjahr angewendeten Methoden. Darüber hinaus sind, soweit für KPS relevant, die neuen bzw. überarbeiteten Standards beachtet worden, die für die ab dem 1. Oktober 2007 beginnenden Geschäftsjahre verbindlich sind.

Aus den erstmals für das Geschäftsjahr 2007/2008 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen ergab sich keine Auswirkung auf die Bilanzierung.

IFRS 7 wurde im Geschäftsjahr erstmalig angewendet, welches zu einer erweiterten Berichterstattung im Konzernanhang führte.

Durch den IFRS 8 wird die Segmentberichterstattung vom sogenannten "Risk and Reward Approach" des IAS 14 auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind hierbei die Informationen, die der Vorstand regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt bekommt. Gleichzeitig wird die Bewertung der Segmente vom "Financial Accounting Approach" des IAS 14 auf den "Management Approach" umgestellt. IFRS 8 ist verpflichtend anzuwenden für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. IFRS 8 wurde bei der KPS AG im Geschäftsjahr 2007/2008 erstmalig angewendet. Die neuen Vorschriften haben zu keinen Änderungen in den Angaben der Segmentberichterstattung geführt.

B.1. Unternehmenszusammenschluss

Mit Einbringungsvertrag vom 22. Oktober 2007 und Eintragung in das Handelsregister am 12. Dezember 2007 ist die Einbringung der KPS Business Transformation GmbH (vormals die KPS Consulting GmbH) in die KPS AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgt. Damit ist die KPS Business Transformation GmbH eine 100%ige Tochter der KPS AG.

Aus Sicht der IFRS handelt es sich bei der Einbringung der KPS Business Transformation GmbH im Zuge der Sachkapitalerhöhung in den KPS Alt-Konzern um eine Reverse Acquisition. Dabei wird abweichend von der rechtlichen Struktur der Transaktion davon ausgegangen, dass die KPS Business Transformation GmbH die KPS AG erworben hat. Grund dafür ist, dass die Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH durch die Einbringung rund 71 Prozent der Anteile an der KPS AG erhalten haben.

Erstkonsolidierungsstichtag war der 12. Dezember 2007, da an diesem Tag die Eintragung der Kapitalmaßnahmen in das Handelsregister erfolgte und somit die Kapitalmaßnahmen wirksam wurden. Aus Vereinfachungsgründen wurden für die Gesellschaften des KPS Alt-Konzern Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2007 erstellt.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten des KPS Alt-Konzerns erfolgte auf Basis des zum 30. November 2007 ermittelten Unternehmenswertes der KPS Business Transformation GmbH sowie der erworbenen Anteilsquoten der KPS Alt-Gesellschafter an der KPS AG. Der Vorgehensweise liegt die Überlegung zugrunde, mit welcher Höhe auf Ebene der wirtschaftlichen Muttergesellschaft eine Kapitalerhöhung hätte erfolgen müssen, damit deren Altgesellschafter nach der Kapitalmaßnahme mit 71% an dieser beteiligt wären. Die Anschaffungsnebenkosten der KPS AG beliefen sich auf TEuro 441.

Die Buchwerte sowie die beizulegenden Werte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden des KPS Alt-Konzerns stellten sich zum Erwerbsstichtag wie folgt dar:

Bilanzposition Buchwert
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Beizulegender
Zeitwert
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Immaterielle Vermögenswerte 9.502 206 9.708
Betriebs- und Geschäftsausstattung 224 224
Sonstige Ausleihungen 40 40
Vorräte 1 1
Forderungen 3.262 3.262
Flüssige Mittel 1.129 1.129
Aktive latente Steuern 0 1.657 1.657
Wandelanleihe -259 -259
Rückstellungen -9.509 -9.509
Verbindlichkeiten -7.521 -7.521
Passive Latente Steuern -45 -62 -107
Nettovermögen -3.176 1.801 -1.375
Geschäfts- oder Firmenwert 14.708
Anschaffungskosten 13.333

Die Anpassungen der immateriellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert betreffen erworbene Auftragsbestände.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der KPS AG wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften des KPS Alt-Konzerns zum Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des übernommenen Reinvermögens wurde als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) aktiviert. Der Goodwill kann mit diversen Synergie- und Verbundvorteilen begründet werden, die sich aus der Komplettierung des Produktangebots der KPS Business Transformation GmbH mit dem Leistungsspektrum des KPS Alt-Konzerns ergeben.

Das Ergebnis des erworbenen KPS Alt-Konzerns, das im Periodenergebnis des wirtschaftlichen Mutterunternehmens enthalten ist, beläuft sich auf TEuro -992.

Die Umsätze des neu entstandenen KPS Konzerns für die Berichtsperiode unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt des KPS Alt-Konzerns auf den 1. Oktober 2007 gefallen wäre, belaufen sich auf TEuro 42.003. Das EBITDA würde sich unter dieser Annahme auf TEuro –3.551 belaufen.

B.2. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, über die die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergibt sich aus dem vorstehend erläuterten Unternehmenserwerb an der KPS Business Transformation GmbH.

Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis somit folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:

Beteiligung Sitz Anteil Gezeichnetes Eigenkapital Jahresergebnis
Kapital
30.09.2008 30. 09.2008 2007/2008
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
in % in TEuro in TEuro in TEuro
KPS Product Lifecycle GmbH München 100 40 101 -289
(40) (390) (259)
KPS Technology GmbH München 100 35 250 -48
(35) (298) (581)
KPS Product Lifecycle GmbH Salzburg/ 100 36 -81 0
Österreich (36) (-81) (-11)
autinform AG Wiesbaden 100 6.249 7.963 -56
(6.249) (8.109) (5)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Wiesbaden 100 26 32 -3
(26) (35) (-2)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Wiesbaden 100 5.113 -507 572
(5.113) (-1.079) (-27)
KPS Consulting Süd GmbH* München 100 256 256 0
(256) (256) (0)
autinform AG Schweiz Zürich/ 99 62 -1.217 -9
Schweiz (62) (-1.208) (-3)
KPS Documents GmbH Saar 100 250 602 -3
brücken (250) (605) (-5)
KPS Business Transformation GmbH Walldorf 100 500 3.963 3.124
** (500) (3.059) (2.517)
  • * Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der KPS Consulting Süd GmbH und der KPS Consulting GmbH & Co. KG
  • ** Die Vorjahresangaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis 31.12.2007; der Bilanzgewinn zum 31.12.2007 in Höhe von 2.559 TEuro steht gemäß Einbringungsvertrag vom 22.10.2007 den Altgesellschaftern zu.

Bilanzstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.

Wie bereits in den Vorjahren werden die Anteile an der Preis24.com AG, München, die zu 100 % im Eigentum der KPS AG ist, aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Die Anteile wurden in 2002 erworben und sind zur Weiterveräußerung bestimmt. Die Gesellschaft hat derzeit keinen Geschäftsbetrieb.

B.3. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Regeln zum 30. September 2008 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert bzw. wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

Die angewandte Konsolidierungsmethode wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

B.4. Währungsumrechung

Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

B.5. Berichts- und Vergleichsperioden

Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2007/2008 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008.

Das zum 30. September 2008 endende Geschäftsjahr der KPS Business Transformation GmbH ist ein Rumpfgeschäftsjahr. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 wurde von einem Abschlussprüfer geprüft und testiert.

Im Konzernabschluss ist die KPS Business Transformation GmbH für den gesamten Berichtszeitraum, d.h. für zwölf Monate erfasst. Der Ergebnisbeitrag für den Zeitraum vom 1. Oktober 2007 bis zum 31. Dezember 2007 wurde auf Basis eines ungeprüften Zwischenabschlusses zum 30. September 2007 ermittelt und in den Konzernabschluss einbezogen.

Der KPS Alt-Konzern wird in den erweiterten Konzern erstmalig ab dem 1. Januar 2008 einbezogen. Dementsprechend sind die KPS Alt-Gesellschaften im Konzernabschluss nur anteilig mit neun Monaten enthalten.

Aufgrund der Reverse Acquisition ist nach IFRS der Jahresabschluss des wirtschaftlichen Erwerbers, der KPS Business Transformation GmbH, als Vorjahresangabe darzustellen. Der vorliegende Konzernabschluss beinhaltet somit in der Ergebnisrechnung für das Vorjahr ausschließlich die Werte der KPS Business Transformation GmbH. Entsprechend beziehen sich die nachfolgend aufgeführten Vorjahresvergleiche auf die KPS Business Transformation GmbH.

Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wurden in den Erläuterungstabellen ergänzend in einer dritten Spalte die Zahlen des KPS Alt-Konzerns zum 30. September 2007 aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C.1. Grundsätze

Der Jahresabschluss basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nicht besonders vermerkt, erfolgt ein Ansatz der Aktiv- und Passivposten zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C.2. Zahlungsmittel

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben, Kassenbeständen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihrem Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

C.4. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist sogenannten zahlungsmittelgenerierende Einheiten zuzuordnen. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstanden ist, Nutzen ziehen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich gemäß IAS 36 sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (value in use), der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind Daten aus der jeweiligen detaillierten Unternehmensplanung mit anschließendem Übergang in die ewige Rente.

Die detaillierte Unternehmensplanung wird von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellt. Das angenommene fortwährende Wachstum von 2 % entspricht den allgemeinen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Zur Ermittlung des Barwerts der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Unternehmenssteuern von 10,90 %, der die jeweilige Renditeerwartung der Alternativinvestition repräsentiert. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.

C.5. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben aufgedeckten stillen Reserven bei Geschäftserwerben im Wesentlichen erworbene Software und Lizenzen, die zu ihren historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten erfasst werden.

Selbsterstellte Software wird aktiviert, wenn die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Der Ansatz erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Kosten.

Software, Konzessionen und ähnliche Rechte werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (bei Software in der Regel drei Jahre, Lizenzen nach der erwarteten Nutzungsdauer oder den kürzeren Vertragslaufzeiten) abgeschrieben. Soweit notwendig, werden Abschreibungen vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des jeweiligen Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt.

Der aktivierte Auftragsbestand wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die beschriebenen immateriellen Vermögensgegenstände weisen allesamt eine bestimmte Nutzungsdauer auf.

C.6. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden berücksichtigt, wenn der beizulegende Zeitwert des betroffenen Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Steigt der beizulegende Zeitwert für einen zuvor wertgeminderten Vermögenswert, so findet eine Werthaufholung auf die um die planmäßigen Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten statt.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zu Grunde:

Einbauten in fremde Gebäude 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

C.7. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Zinslose Ausleihungen werden abgezinst. Niedrigere beizulegende Zeitwerte werden angesetzt, soweit hierfür Hinweise bestehen. Änderungen der beizulegenden Werte werden direkt erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

C.8. Finanzinstrumente

Als Finanzinstrumente werden Verträge bezeichnet, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Ein Finanzinstrument wird bilanziell erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Instruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche des Konzerns bezüglich der Zahlungsströme aus dem Finanzinstrument auslaufen oder wenn eine Übertragung des Finanzinstruments an eine andere Partei unter Einschluss der Kontrolle bzw. aller wesentlichen Risiken und Nutzen vorgenommen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die im Vertrag spezifizierten Verpflichtungen des Konzerns auslaufen oder erlassen bzw. gekündigt werden. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei regulärem Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten zum Handelstag, d.h. an dem Tag, an dem der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Nach IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten in folgende vier Kategorien unterteilt:

  • ! Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • ! Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
  • ! Ausgereichte Kredite und Forderungen
  • ! Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale)

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten nach IAS 39 gelten derivative Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene originäre Finanzinstrumente sowie alle Finanzinstrumente, die ein Unternehmen freiwillig dieser Kategorie zuordnet. Ein finanzieller Vermögenswert wird in diese Kategorie eingestuft, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde.

Finanzinstrumente werden im KPS Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Als fortgeführte Anschaffungskosten gilt der Betrag,

  • ! mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei erstmaliger Erfassung unter Einbeziehung der Transaktionskosten bewertet wurde,
  • ! abzüglich zwischenzeitlicher Tilgungen und außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit und
  • ! ggf. zu- oder abzüglich einer Differenz (Agio) zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag, die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Schuld verteilt wird.

Bei kurzfristigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten sind die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag identisch.

Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert, also dem Preis, zu dem das Finanzinstrument in einer laufenden Transaktion zwischen zwei voneinander unabhängigen Partnern frei gehandelt werden kann. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels anerkannter finanzmathematischen Methoden ermittelt.

Ausgereichte Kredite und Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht an einem aktiven Markt notierte Finanzinstrumente, die fixe bzw. bestimmbare Zahlungen aufweisen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie ggf. unter Abzug von Wertminderungen. Dabei handelt es sich insbesondere um

  • ! Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
  • ! Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
  • ! Finanzschulden.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzuordnen sind. Sie werden den langfristigen Vermögenswerten zugerechnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. In der Regel weisen sie keine festgelegten bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten auf. Der Bilanzansatz erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen dieses Zeitwerts – mit Ausnahme von Wertberichtigungen – unter Berücksichtigung von Steuerlatenzen direkt im Eigenkapital erfasst werden. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt bei Abgang des Vermögenswertes.

Derivative Finanzinstrumente liegen im KPS Konzern nicht vor.

C.9. Vorräte

Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Für den Fall, dass der beizulegende Wert abzüglich etwaiger Veräußerungskosten unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt der Ansatz zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Finanzierungs- und andere Gemeinkostenbestandteile wurden mangels direkter Zurechenbarkeit nicht einbezogen.

Unfertige Leistungen werden grundsätzlich mit den entsprechenden Einzelkosten angesetzt. Sofern die jeweiligen Voraussetzungen gegeben sind, erfolgt eine Teilgewinnrealisierung entsprechend IAS 11.

C.10. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Forderungen werden erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertberichtigungen wird im Einzelfall auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Betrages geschätzt. Der Ausweis der entsprechenden Aufwendungen erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

C.11. Latente Steueransprüche / -schulden

Latente Steueransprüche und –schulden werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gebildet. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden gesondert ermittelt und angesetzt. Die aktiven latenten Steuern umfassen Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Eine Aktivierung erfolgt, wenn deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für die Berechnung der latenten Steuern wird unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 30% herangezogen, der sich aus der Belastung mit Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergibt.

C.12. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verbindlichkeiten wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird im Wege der Schätzung ermittelt und basiert auf denjenigen Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

C.13. Eigenkapital

In der Kapitalrücklage ist der Betrag enthalten, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. Darüber hinaus wird der Fair Value für ausgegebene Aktienoptionen in dieser Position erfasst.

C.14. Umsatzrealisation

Eine Umsatzrealisierung nach IAS 18 erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung, d.h. sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

Bei Wartungsverträgen, die über einen Zeitraum von drei bis zwölf Monaten geschlossen werden, erfolgt eine lineare Verteilung der Umsatzerlöse über den Zeitraum der Leistungserbringung. Etwaige Abgrenzungsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Sofern bei einem kundenspezifischen Projekt das Projektergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden die entsprechenden Umsatzerlöse im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert. Die jeweils für die Schätzung zu Grunde gelegten Umsatzerlöse umfassen den ursprünglichen Vertragswert zuzüglich etwaiger Änderungen im Leistungsumfang, sofern ein künftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und eine verlässliche Bewertung erfolgen kann. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der cost-tocost-Methode ermittelt. Ein voraussichtlicher Verlust eines Auftrags wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

C.15. Zinsen

Zinsen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

C.16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach IAS 12. Demnach sind alle sich auf Steuern vom Einkommen beziehende, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Steuerverbindlichkeiten oder -forderungen in den einbezogenen Jahresabschlüssen gemäß den für die Konzerngesellschaften geltenden Steuergesetzen aufzunehmen.

Darüber hinaus sind latente Steuereffekte abzubilden.

C.17. Bewertung von Aktienoptionen

Nach IFRS 2 werden Vergütungen durch die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten (Aktienoptionen) an Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Ausgabe anteilig über die Sperrfrist im Personalaufwand und in der Kapitalrücklage erfasst. Die Aktienoptionen wurden zu diesem Zweck im Zeitpunkt der Ausgabe nach einem anerkannten Optionspreismodell bewertet. Die Sperrfrist ist im Geschäftsjahr 2006/2007 abgelaufen. Die Veränderungen hinsichtlich der Mitarbeiter wurden daher gemäß IFRS 2.23 in die Gewinnrücklagen umgebucht. Wir verweisen im Übrigen auf die Angaben unter I.1.

C.18. Verwendung von Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden bzw. der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen Rückstellungen, der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, der Vorräte sowie der vom Konzern selbsterstellten Software.

Alle wesentlichen Schätzungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf den Erfahrungen des Managements und den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

D.1. Langfristige Vermögenswerte

Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend unter D.1.1 bis D.1.3 erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde zudem der Konzernanlagespiegel des KPS Alt-Konzerns des Vorjahres angefügt.

D.1.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung resultieren.

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 9.294 TEuro und verteilt sich auf zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Zum einen entfällt ein Betrag von 8.949 TEuro auf die autinform AG; zum anderen betrifft ein Betrag von 345 TEuro den Erwerb der KPS Documents GmbH.

Der im Rahmen eines Impairment-Tests identifizierte Wertminderungsbedarf belief sich im Geschäftsjahr auf TEuro 14.995.

D.1.2. Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

D.1.3. Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen beinhalten eine Darlehensausreichung an einen Mitarbeiter über 204 TEuro, wobei ein Teilbetrag von 136 TEuro den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet wurde.

D.1.4. Aktive latente Steueransprüche

Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 1.127 TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der autinform AG wider.

D.2. Kurzfristige Vermögenswerte

D.2.1. Vorräte

Vorratsbestände wie Handelswaren, EDV-Hardware sowie Zubehörteile sind zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

D.2.2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2008 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.642 (i.V. 2.597) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 24 (i.V. 0) TEuro gebildet waren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 4.351 (i.V. 0) TEuro.

Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 1.884 (i.V. 559) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2008 BT GmbH
30.09.2007
KPS alt-AG
30.09.2007
TEuro TEuro TEuro
Steuererstattungsansprüche 679 521 180
Ansprüche aus Factoringvereinbarungen 221 0 160
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 31 12 34
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 520 0 0
Darlehen an Mitarbeiter 68 0 6
Im Voraus bezahlte Aufwendungen 223 1 282
Geleistete Kautionen 47 6 40
Bonusansprüche 8 0 92
Ansprüche aus Gewinnausschüttungen 0 0 49
Darlehen an vormals verbundene Unternehmen 40 0 0
Übrige Forderungen 47 19 238
Summe sonstige Vermögenswerte 1.884 559 1.081

D.2.3. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 432 (i.V. 980) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Wir verweisen im übrigen auf unsere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung unter G.

D.3. Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Rechtliches Mutterunternehmen ist die KPS AG. Gemäß den Regelungen der Reverse Acquisition wird für Bilanzierungszwecke jedoch angenommen, das rechtliche Tochterunternehmen (KPS Business Transformation GmbH) habe das rechtliche Mutterunternehmen (KPS AG) erworben.

Die Eigenkapitalstruktur spiegelt somit die KPS Business Transformation GmbH wider und ist aus dem anhängenden Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Bei einer von der Reverse Acquisition abweichenden Betrachtungsweise auf Basis der rechtlichen Eigentümerstruktur hat sich das Eigenkapital der KPS AG nach HGB wie folgt entwickelt:

D.3.1. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 36.380.595 (i.V. 13.320.046) Euro und verteilt sich insgesamt auf 36.380.595 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Kapital zunächst um 7.274.500 Euro auf 20.594.546 Euro heraufgesetzt. 2.079.724 Stückaktien stammen aus der Ausgabe von Bezugsaktien aus dem am 27. September 2005 beschlossenen bedingten Kapital 2005/III, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 15. März 2006. 1.112.500 Stückaktien stammen aus der Ausgabe von Bezugsaktien aus dem am 26. Mai 2006 beschlossenen bedingten Kapital 2006/I, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 14. Juli 2006. 364.500 Aktien stammen aus der Ausgabe von Bezugsaktien aus dem am 10. Mai 2004 beschlossenen bedingten Kapital 2004/II, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 23. Juli 2004, 1.372.270 Stückaktien stammen aus dem bedingten Kapital 2007/II, beschlossen am 25. Mai 2007, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 11. Juni 2007. 2.345.506 Stückaktien stammen aus der Durchführung der am 7. November 2007 vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage beschlossenen und am 19. November 2007 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage aus genehmigtem Kapital. Alle ausgegebenen Aktien haben die volle Dividendenberechtigung beginnend ab dem 1. Oktober 2007.

Durch Ausgabe von 501.555 Bezugsaktien mit der vollen Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007 aufgrund des am 10. Mai 2004 beschlossenen bedingten Kapitals 2004/II, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 23. Juli 2004, wurde das Kapital von 20.549.546 Euro um 501.555 Euro auf 21.096.101 Euro erhöht.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. November 2007, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 12. Dezember 2007 wurde das Grundkapital zunächst herabgesetzt um 1 Euro auf 21.096.100 Euro. Mit Beschluss von 30. November 2007, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 12. Dezember 2007 wurde das Grundkapital herabgesetzt um 10.548.050 Euro auf 10.548.050 Euro. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. November 2007, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 12. Dezember 2007 wurde das Kapital durch Ausgabe von 25.824.536 neuen Stückaktien mit der vollen Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007 gegen Sacheinlagen um 25.824.536 Euro auf 36.372.586 Euro erhöht. Durch Ausgabe von 8009 Stückaktien aus dem am 10. Mai 2004 beschlossenen bedingten Kapital 2004/II, eingetragen in das Handelsregister der Gesellschaft am 23. Juli 2004, wurde das Kapital auf 36.380.595 Euro erhöht. Die ausgegebenen Aktien haben die volle Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007.

D.3.2. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2012 einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 4.314.517 Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2007/I).

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bei der Ausübung des genehmigten Kapitals das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auszuschließen.

D.3.3. Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2004/I und Aktienoptionsplan 2004

Das Grundkapital ist um bis zu 366.510 Euro durch Ausgabe von bis zu Stück 366.510 Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener inund ausländischen Unternehmen der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie ausgegebene Optionsrechte ausgeübt werden. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Bedingtes Kapital 2004/II

Das Grundkapital ist um bis zu 585.024 durch Ausgabe von bis zu Stück 585.024 neuer Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2004/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 10. Mai 2004 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 1. Mai 2009 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.466 TEuro mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 1.466.040 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage Gebrauch und beschloss die Begebung einer Wandelschuldverschreibung. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 waren 881.016 Wandelschuldverschreibungen in Aktien mit der vollen Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007 gewandelt, die verbleibenden Wandelschuldverschreibungen wurden zum 31. Dezember 2007 zurückgezahlt.

Bedingtes Kapital 2005/I und Aktienoptionsplan 2005

Das Grundkapital ist um 269.931 Euro durch Ausgabe von bis zu Stück 269.931 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2005/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 in der Zeit bis zum 30. April 2010 von der KPS AG ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die aus der Ausübung dieser Bezugsrechte hervorgehenden neuen Aktien der Gesellschaft nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Zugleich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu Stück 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der KPS AG mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren auszugeben, mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie der KPS AG gewährt. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht.

Die KPS AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2005 ausgegeben.

Bedingtes Kapital 2005/III

Das bedingte Kapital 2005/III ist durch Ausgabe von Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2007/08 ausgeschöpft.

Bedingtes Kapital 2006/I

Das bedingte Kapital 2006/I ist durch Ausgabe von Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2007/08 ausgeschöpft.

Bedingtes Kapital 2007/II

Das bedingte Kapital 2007/II ist durch Ausgabe von Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2007/08 ausgeschöpft.

Wandelschuldverschreibung I

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tag eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit vom 1. Februar 2005 bis zum 31. Dezember 2006 begeben (Wandelschuldverschreibung I). Die Wandelschuldverschreibung I hat einen Gesamtnennbetrag von 1.466 TEuro, eingeteilt in 1.466.000 Teilwandelschuldverschreibungen jeweils im Nennwert von 1,00 Euro und beinhaltete eine Verzinsung in Höhe von 9,75 % p.a. Die Zinsen waren nachträglich zum 31. Dezember 2005 bzw. am 31. Dezember 2006 fällig und zahlbar. Sollte vom Wandlungsrecht in der Zeit vom 1. bis 29. Dezember 2006 Gebrauch gemacht werden entfiel die Verzinsung für das Kalenderjahr 2006.

Am 9. November 2006 unterbreitete der Vorstand der KPS AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das folgende Angebot (Darstellung nur der wesentlichen geänderten Wandlungsbedingungen):

  • ! Die Laufzeit der Wandelanleihe begann am 1. Februar 2005 und endete am 31. Dezember 2007.
  • ! Die Wandelanleihe wurde in Höhe ihres Nennbetrages bis zum 31. Dezember 2006 mit 9,75 % p.a. verzinst. In der Zeit vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2007 wurde die Anleihe in Höhe ihres Nennbetrages mit 6 % p.a. verzinst. Im Fall der Wandlung im Ausübungszeitraum 2006 wurden auch die Zinsen für das Kalenderjahr 2006 gezahlt. Im Fall der Wandlung bis zum 31. Dezember 2007 entstand der Zinsanspruch pro rata bis zum Tag der Wandlung für das Kalenderjahr 2007. Die Zinsen waren nachschüssig für ein Kalenderjahr zahlbar.
  • ! Jeder Anleihegläubiger hatte das Recht, sämtliche Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz oder teilweise in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KPS AG umzutauschen. Aus der Wandlung hervorgehende Aktien nahmen ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstanden sind, am Gewinn teil.
  • ! Das Wandlungsrecht konnte innerhalb des Zeitraums beginnend am 9. November 2006 und endend am 28. Dezember 2007 ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Aufgrund des Wandlungsrechts wurden 881.016 Bezugsaktien mit der vollen Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007 ausgegeben, 576.975 Wandlungsrechte wurden abgegolten.

Wandelschuldverschreibungen II und III

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2005 und der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 19. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 20. Mai 2007 eine auf die Inhaberin der stillen Beteiligung an der KPS Consulting GmbH & Co. KG, die Diamant Siebte VV. GmbH mit dem Sitz in Düsseldorf, lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 3.190.000 und einer Laufzeit bis zum 13. November 2007 ausgegeben (Wandelschuldverschreibung II) sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 3.190.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen gewährt. Aufgrund dieses Wandlungsrechts wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.190.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien mit der vollen Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007 ausgegeben.

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2005, der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 und der Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 19. Juni 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 21. Juni 2007 eine weitere auf die Inhaberin der stillen Beteiligung an der KPS Consulting GmbH & Co. KG, die Diamant Siebte VV. GmbH mit dem Sitz in Düsseldorf, lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 3.720.000 Euro und einer Laufzeit bis zum 7. Dezember 2007 ausgegeben (Wandelschuldverschreibung III), sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 3.720.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen gewährt.

Aufgrund dieses Wandlungsrechts wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.720.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien mit der vollen Dividendenberechtigung ab dem 1. Oktober 2007 ausgegeben.

Die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erstreckte sich auf die Gewährung von Umtauschrechten aus dem bedingten Kapital 2005/III, dem bedingten Kapital 2006/I und dem bedingten Kapital 2007/II sowie aus dem genehmigten Kapital 2007/I

D.3.4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 4.243.233 Euro (Vj. 0,00 Euro). Die in den Vorjahren gebildeten Kapitalrücklagen wurden zur Verlustdeckung gemäß § 150 Abs. 3 Nr. 1 AktG verwendet. Die Neubildung der Kapitalrücklage beruht auf der Differenz aus der Sacheinlage beim Erwerb aller Anteile an der KPS Business Transformation GmbH zwischen dem Nennbetrag der Sacheinlage und dem Kurswert zum Zeitpunkt der Eintragung in das Handelsregister am 12. Dezember 2007 in Höhe von 0,164 Euro pro Aktie. Daneben wurde die Differenz aus der Wandlung von 8009 Stückaktien, die nach der Kapitalherabsetzung gewandelt wurden, die für 16.018 Euro ausgegeben wurden, in die Kapitalrücklage eingestellt.

D.3.5. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 geendet hat. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Die fluktuationsbedingte Veränderung der Anzahl der Stock Options wurde daher im Eigenkapital von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklage umgebucht.

D.4. Gewinn-/ Verlustvortrag

Der Gewinnvortrag des Konzerns entspricht dem Bilanzgewinn der KPS Business Transformation GmbH zum 30. September 2007. Gemäß den Bestimmungen des Einbringungsvertrages vom 22. Oktober 2007 steht der bis zum 31. Dezember 2007 erzielte Bilanzgewinn den Altgesellschaftern der KPS Business Transformation GmbH zu.

D.5. Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden in Höhe von 632 (i.V.0) TEuro setzen sich wie folgt zusammen:

BT GmbH KPS alt-AG
30.09.2008 30.09.2007 30.09.2007
TEuro TEuro TEuro
Schadenersatzansprüche 413 0 740
Verbindlichkeiten aus Darlehen 0 0 1.148
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 196 0 0
Verpflichtungen aus einem Altersteilzeitvertrag 0 0 141
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 23 0 83
Summe langfristige Schulden 632 0 2.112

Die Bewertung des Schadenersatzanspruchs erfolgt mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Diskontierungszinssatzes von 5,5 % p.a.

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern betreffen passive latente Steuern und resultieren aus temporären Differenzen. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter E.9.

D.6. Kurzfristige Schulden

D.6.1. Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

30.09.2007 Zugang aus
Erstkonsoli
dierung
Verbrauch Auflösung Zuführung 30.09.2008 KPS alt
AG
30.09.2007
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Körperschaftsteuer 0 41 -40 0 187 188 0
Gewerbesteuer 424 42 -466 0 91 91 0
gesamt 424 83 -506 0 278 279 0

D.6.2. Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

30.09.07 Zugang aus
Erstkonsoli
dierung
Verbrauch Auflösung Zuführung 30.09.08 KPS alt
AG
30.09.07
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Personal 672 1.016 -1.250 -37 2.150 2.551 959
Ausstehende
Rechnungen 0 383 -261 -9 65 178 165
Abschluss und
Prüfungskosten 24 99 -97 -4 129 151 80
Prozessrisiken 7 5.802 -259 3 2 5.549 0
Kapitalmarkt 0
kosten 0 200 0 0 0 200
Übrige 38 1.226 -860. -44 14 374 166
Gesamt 741 8.726 -2.727 -97 2.360 9.003 1.370

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche.

Die Rückstellung für Prozessrisiken wurde gebildet für drohende Belastungen aus Schadenersatz- und Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. November 2007.

Die Rückstellung für Kapitalmarktkosten enthält die voraussichtlichen Aufwendungen für die Erstellung des Wertpapierprospekts.

D.6.3. Anleihen

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Anleihen des KPS Alt-Konzerns resultierten in voller Höhe aus der begebenen Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 1.141 TEuro, eingeteilt in 1.141 TStück Teilwandelschuldverschreibungen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen zum Bedingten Kapital unter D.3.3.

D.6.4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 2.170 (i.V. 0) TEuro.

D.6.5. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 326 (i.V. 0) TEuro und betreffen mit 103 TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 223 TEuro im voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die gegen künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

D.6.6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2.693 (i.V. 158) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

BT GmbH KPS alt-AG
30.09.2008 30.09.2007 30.09.2007
TEuro TEuro TEuro
Abzuführende Lohn-, und Kirchensteuer 656 85 148
Abzuführende Sozialversicherungen 160 3 73
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeiter 360 70 296
Verbindlichkeiten Umsatzsteuern und so.Steuern 1.171 0 170
Darlehen 0 0 124
Verbindlichkeit aus Schadenersatz 168 0 0
übrige Verbindlichkeiten 178 0 195
Summe sonstige Verbindlichkeiten 2.693 158 1.006

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

E.1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

Berichtsjahr
2007/2008
BT GmbH
2006/2007
KPS-alt
2006/2007
TEuro % TEuro % TEuro %
Handelswaren/Software 2.540 7 0 0 2.944 15
Dienstleistung/Wartung 33.920 91 17.243 100 15.955 82
Software-Provision 667 2 0 0 499 3
37.082 100 17.243 100 19.398 100

E.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 921 (i.V. 49) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:

BT GmbH KPS alt-AG
30.09.2008 30.09.2007 30.09.2007
TEuro TEuro TEuro
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 107 0 296
Mieterträge aus Untervermietung Büroräume 85 0 154
Auflösung von Einzelwertberichtigungen 26 0 220
Erlöse aus Forderungsverzicht 141 0 0
Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter 91 41 110
Erlöse aus aktivierten Eigenleistungen 373 0 0
übrige Erträge 98 8 381
Summe sonstige betriebliche Erträge 921 49 1.161

E.3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 17.245 (i.V. 10.782) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 4.232 (i.V. 0) TEuro sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von 13.013 (i.V. 10.783) TEuro.

E.4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 12.603 (i.V. 4.004) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 11.293 (i.V. 3.574) TEuro und auf Sozialaufwendungen 1.310 (i.V. 430) TEuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 155 (i.V. 30) Mitarbeiter beschäftigt. Im KPS Alt-Konzern waren im Vorjahr durchschnittlich 135 Mitarbeiter beschäftigt.

E.5. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 15.361 (i.V. 15) TEuro. Davon entfallen auf Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagen 366 (i.V. 15) TEuro und auf Firmenwertabschreibungen 14.995 (i.V. 0) TEuro.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 4.078 (i.V. 1.437) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:

BT GmbH KPS alt-AG
30.09.2008 30.09.2007 30.09.2007
TEuro TEuro TEuro
Raumkosten 651 65 961
Reise- und Bewirtungskosten 1.581 617 688
Kfz-Kosten 539 125 560
Telefon- und sonstige Kommunikationskosten 234 70 276
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 273 189 332
Werbe- und Vertreterkosten 115 114 137
Maschinen-Mieten 216 56 285
übrige Aufwendungen 469 201 573
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen 4.078 1.437 3.812

E.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 65 (i.V. 4) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und die Verzinsung von Avalkonten.

E.8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betragen 420 (i.V. 1) TEuro und beinhalten insbesondere Zins- und Avalgebühren an Kreditinstitute sowie Factoringgebühren in Höhe von 307 (i.V. 1) TEuro, Zinsen auf langfristige Darlehensverbindlichkeiten mit 83 TEuro und Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verbindlichkeit mit 30 TEuro.

E.9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2007/2008 und 2006/2007 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

BT GmbH KPS alt-AG
2007/2008 2006/2007 2006/2007
TEuro TEuro TEuro
Laufender Steueraufwand/Steuerertrag -1.433 -367 25
Latenter Steueraufwand/Steuerertrag -446 0 -83
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.879 -367 -58

Die latenten Steuern resultieren aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge der autinform AG sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.

Zum 30. September 2008 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 91.854 TEuro für die Gewerbesteuer und in Höhe von 92.875 TEuro für Körperschaftssteuer.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde wie im Vorjahr ein Durchschnittsteuersatz von 30 % zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,83 % und Gewerbesteuer von 14,17 %.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

2007/2008
Teuro
Steuerüberleitung
Jahresergebnis vor Ertragsteuern -11.651
Ertragsteuersatz 30 %
Rechnerischer Steuerertrag 3.495
Steuerauswirkungen durch:
Nicht genutzte Goodwillabschreibung -4.499
Nicht nutzbare Verlustvorträge -875
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.879

Die Steuerabgrenzungen beruhen auf folgenden Positionen:

30.09.2008 30.09.2007
TEuro TEuro
Aktive latente Steuern
Aus Nutzung von Verlustvorträgen
Zugang aus Erstkonsolidierung 1.657 0
nutzbare Verlustvorträge per 30.09.2008 -1.127 0
530 0
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte -61 33
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen -25 50
Sonstige Rückstellungen 2 0
Latente Steuerabgrenzung (netto) 446 83

E.10. Sonstige Steuern

Bei dieser Position handelt es sich ausschließlich um Kfz-Steuern.

E.11. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Der maßgebliche Ausübungspreis für das Aktienoptionsprogramm der KPS AG liegt zum 30. September 2008 bei 1 Euro und somit über dem Durchschnittskurs bzw. Schlusskurs der Aktie für das Jahr 2007/2008. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.

Die potenziellen Aktien aus den Wandelschuldverschreibungen entfalten ebenfalls keine verwässernde Wirkung, da diese bei Umwandlung anti-dilutive wirken würden, d.h. der unverwässerte Verlust je Aktie würde sich verringern.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 30. September 2008 36.380 (i.V. 13.320) TEuro und ist eingeteilt in 36.380.595 (i.V. 13.320.046) Stückaktien. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich unter Berücksichtung eigener Aktien (351.027 Stück) der Fehlbetrag je Aktie wie folgt:

KPS-alt
BT GmbH Konzern
2007/2008 2006/2007 2006/2007
Jahresfehlbetrag / -überschuss TEuro -13.530 688 -392
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 30.643.652 25.824.536 12.797.036
Unverwässertes Ergebnis je Aktie Euro -0,44 0,03 -0,03

F. Erläuterungen zu den finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 7

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

Bewertungskate- Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
gorie nach IAS 30.09.2008 30.09.2008 30.09.2007 30.09.2007 30.09.2007 30.09.2007
IAS 39 und
IFRS 7
BT GmbH BT GmbH KPS Alt
Konzern
KPS Alt
Konzern
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
LaR 136 136 0 0 114 114
LaR 432 432 980 980 900 900
LaR 6.642 6.642 2.597 2.597 2.150 2.150
LaR 1.883 1.883 559 559 1.081 1.081
FLAC 196 196 0 0 0 0
1.148
FLAC 413 413 0 0 1.148
Kurzfristige
Bankverbindlichkeiten
und kurzfristiger
Anteil an langfristigen
Bankverbindlichkeiten FLAC 2.170 2.170 0 0 1.261 1.261
Wandelschuld
verschreibung FLAC 0 0 0 0 1.141 1.141
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen FLAC 4.499 4.499 1.991 1.991 2.086 2.086
Kurzfristige übrige
Verbindlichkeiten FLAC 2.693 2.693 158 158 1.006 1.006
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Loans and
Receivables (LaR) 9.093 9.093 4.136 4.136 4.245 4.245
Held-to-Maturity
Investments (HtM) 0 0 0 0 0 0
Available-for-Sale
Financial Assets (AfS) 0 0 0 0 0 0
Financial Assets Held
for Trading (FAHfT) 0 0 0 0 0 0
Financial Assets
Measured at
Amortised Costs
(FLAC) 9.917 9.917 2.149 2.149 6.642 6.642
Financial Liabilities
Held for Trading
(FLGfT) 0 0 0 0 0 0

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Bei den langfristigen Bankverbindlichkeiten besteht keine wesentliche Zinsänderung. Der Buchwert zum Abschlussstichtag entspricht näherungsweise dem beizulegenden Wert. Der feste Zinssatz im Geschäftsjahr in ein langfristiges Darlehen umgewandelten Kontokorrentkredit entspricht im Wesentlichen dem Marktzins zum Bilanzstichtag.

Die Buchwerte der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten bzw. des kurzfristigen Anteils des langfristigen Bankdarlehens entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:

aus
Zinsen
aus der Folgebewertung aus
Abgang
Netto
ergebnis
Zum Fair
Währungs
Wert
Value
umrechnung
berichtigung
2007/08
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Loans and Receivables
(LaR)
-115 2 1 363 -268 -17
Financial Assets
Measured at
-229 -30 2 0 151 -106
Amortised Costs
(FLAC)

Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 wurden im Geschäftsjahr 2007/08 nicht eingesetzt.

Risikomanagement

Die Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden Risiken bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab.

Liquiditätsrisiko

Aufgrund des unter Punkt I.3. beschriebenen Schadenersatzprozesses geht die Gesellschaft davon aus, dass eine Verpflichtung zur Leistung eines Schadenersatzes sowie der hieraus eventuell entstehenden Abfluss von Zahlungsmitteln zu einer Bestandsgefährdung führen kann.

Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerte anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und der vereinbarten Fälligkeiten geplant.

Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.

Kreditrisiken / Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft. Des Weiteren werden teilweise Forderungen im Rahmen eines echten Factorings an eine Factoringgesellschaft verkauft, sodass hierfür kein Kreditrisiko besteht.

Die nicht abgedeckten Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen und werden durch eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen abgedeckt. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei ausgesetzt.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko stellt sich wie folgt dar:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEuro 6.642
Sonstige Vermögenswerte TEuro 2.020

Die überfälligen Vermögenswerte (Forderungen) im Sinne von IFRS 7.37 belaufen sich auf TEuro 534. Es handelt sich hierbei um den üblichen Rahmen, so dass keine weitere Analyse vorzunehmen ist.

Marktrisiken

Währungsrisiken / Wechselkursrisiken

Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die im Wesentlichen revolvierend verlängert werden. Während der Laufzeit sind überwiegend feste Zinssätze vereinbart.

Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen, da die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe zu Anschaffungskosten bilanziert werden und sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.

Preisrisiken

Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.

G. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte Methode.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode -1.738 (i.Vj. 980) TEuro.

Die im Vorjahresvergleich verminderte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Die im Zuge der Reverse Acquisition durch die Übernahme des Nettovermögens des KPS Alt-Konzerns abgeflossenen liquiden Mittel beliefen sich auf 12.598 TEuro.

Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf 700 TEuro und entfielen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte.

Die laufende Geschäftstätigkeit sowie die vorgenommenen Investitionen wurden teilweise über die Aufnahme neuer Darlehen gegenfinanziert. Hierzu gegenläufig wirkte sich insbesondere die Tilgung einer Wandelschuldverschreibung aus.

H. Segmentberichterstattung

Die KPS AG, hervorgegangen aus dem Einstieg der KPS Business Transformation GmbH in die KPS, ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden IT-Beratungs- und Systemhäusern in Deutschland.

Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Business Transformation (Strategie- und Prozessberatung) & Enterprise Ressource Planning (Prozessoptimierung und SAP-Implementierung), Product Life-Cycle Management & Supply Chain Management (Optimierung von Konstruktions- und Entwicklungsprozessen, Integration von Konstruktions- und ERP-Welt, Implementierung von CAD und PDM Lösungen), Enterprise Content Management (Archivierung, Dokumentenmanagement-Systeme, Workflow-Lösungen) sowie System Architecture & Integration (eSOA, Netweaver, Server Infrastrukturen, Storage, Managed Services).

Das KPS Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten vier berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung primär nach Geschäftsfeldern und sekundär nach Regionen.

1. Transformations- und ERP-Beratung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei dem die KPS AG eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.

2. Systemintegration & -architektur

In diesem Segment hat sich die KPS auf die Themenbereiche eSOA, Netweaver, Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen spezialisiert. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die KPS AG mit dedizierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Das Systemhaus unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.

3. Product Life Cycle

Die Beratungsleistungen in diesem Segment umfassen die Optimierung von Konstruktionsund Entwicklungsprozessen, die Beratung und Schulung bei der Implementierung der CAD und PDM Softwareprodukte von Dassault Systems, sowie die Entwicklung von kundenindividuellen Add-on Lösung als Erweiterung der Standardfunktionalität der Dassault Softwarepakte. Als zertifiziertes Systemhaus vertreibt die KPS darüber hinaus auch die Softwarelösungen von Dassault.

4. Enterprise Content Management

In diesem Segment sind die Beratungsleistungen der KPS beim Aufbau von Dokumentenmanagement Systemen (DMS), bei der Archivierung von Daten und Dokumenten sowie bei der Entwicklung von Workflow-Lösungen zusammen gefasst.

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

PLM SI ERP ECM Übrige Konsolidierung Gesamt
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
1. Geschäftsfelder
Umsatzerlöse Bj 3.184 3.678 30.861 1.287 0 -1.929 37.082
Vj 0 0 17.244 0 0 17.244
Operatives Ergebnis (EBIT) Bj -25 373 5.785 2 -17.423 0 -11.287
Vj 0 0 1.053 0 0 0 1.053
Segmentvermögen Bj 1.504 3.100 21.475 1.558 46.192 -53.620 20.208
Vj 0 0 4.152 0 0 0 4.152
Segmentverbindlichkeiten Bj 1.481 2.236 13.357 821 14.862 -13.155 19.602
Vj 0 0 3.313 0 0 0 3.313
Investitionen Bj 38 2 130 52 9 0 231
Vj 0 0 1 0 0 0 1
Abschreibungen Bj 25 12 51 47 231 0 365
Vj 0 0 15 0 0 0 15
übriges
2. Regionen Deutschland Europa übrige Konsolidierung Gesamt
TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse Bj 37.347 1.664 0 -1.929 37.082
Vj 17.244 0 0 0 17.244
Operative Ergebnis (EBIT) Bj -11.485 198 0 0 -11.287
Vj 1.053 0 0 0 1.053
Segmentvermögen Bj 73.258 570 0 -53.620 20.208
Vj 4.152 0 0 0 4.152
Segmentverbindlichkeiten Bj 32.391 366 0 -13.155 19.602
Vj 3.313 0 0 0 3.313
Investitionen Bj 227 4 0 0 231
Vj 1 0 0 0 0
Abschreibungen Bj 365 0 0 0 365
Vj 15 0 0 0 15

Zur besseren Vergleichbarkeit wird nachfolgend die Segmentberichterstattung des KPS Alt-Konzerns des Vorjahres angegeben:

PLM SI ERP ECM Übrige Konsolidierung Gesamt
1. Geschäftsfelder TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 4.756 5.529 8.030 1.633 0 -550 19.398
Operative Ergebnis (EBIT) 295 605 109 -2 -953 0 53
Segmentvermögen 1.294 1.683 8.770 1.826 15.508 -14.851 14.229
Segmentverbindlichkeiten 876 1.376 4.995 962 12.749 -11.525 9.433
Investitionen 38 2 130 52 9 0 231
Abschreibungen 44 18 64 89 69 0 284
übriges
2. Regionen Deutschland Europa übrige Konsolidierung Gesamt
TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 18.233 1.861 382 -1.078 19.398
Operative Ergebnis (EBIT) -130 152 31 0 53
Segmentvermögen 30.290 356 42 -16.459 14.229
Segmentverbindlichkeiten 20.893 1.579 0 -13.039 9.433
Investitionen 227 4 0 0 231
Abschreibungen 280 4 0 0 284

I. Sonstige Angaben

I.1. Aktienoptionsprogramm

I.1.1. Aktienoptionsplan 2004

apitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und an Im Rahmen der Schaffung des bedingten K Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum

Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht.

Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

en der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Das Gesamtvolum Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.

  1. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 3 zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der KPS Aktie während der letzten zehn Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.

I.1.2. Aktienoptionsplan 2005

  1. Mai 2005 ist der Vorstand der KPS AG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Mit Beschluss der Hauptversammlung vom Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der KPS AG mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren auszugeben. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht. Die Ausgabe soll in nicht weniger als drei Jahrestranchen erfolgen mit der Maßgabe, dass keine Tranche mehr als 50 % des Gesamtvolumens umfasst. Die Bezugsrechte können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt werden. Jede Aktienoption gewährt dem Inhaber das Recht auf den Bezug von je einer Aktie der KPS AG gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Aktie der KPS AG entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlussauktionspreise der KPS Aktie im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten 20 Börsentagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption.

en nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Gewinnverwendungsbeschluss gefasst worden ist. Die neuen Akti

Der Kreis der Optionsberechtigten umfasst Mitglieder des Vorstandes der KPS AG und Mitglieder der Geschäftsführungen von Konzerngesellschaften sowie Mitarbeiter der KPS AG und ihrer Konzerngesellschaften.

zwischen dem 10. des letzten Monats eines jeden Quartals und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe der jeweiligen vorläufigen Die Bezugsrechte aus Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer zweijährigen Wartezeit nach Einräumung der Aktienoptionen ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist jeweils in der Zeit Quartalsergebnisse sowie in der Zeit zwischen dem Tag der Veröffentlichung der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung im elektronischen Bundesanzeiger und dem Tag der ordentlichen Hauptversammlung der KPS AG ausgeschlossen.

usübung des Bezugsrechts aus der Aktienoption den zuvor beschriebenen Ausübungspreis um Aus den Aktienoptionen können die Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn das arithmetische Mittel der Schlussauktionspreise der KPS Aktie im Xetra Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten 20 Handelstagen vor der A mindestens 25% übersteigt.

erngesellschaft steht. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Das Bezugsrecht darf nur ausgeübt werden, solange der Inhaber der Aktienoptionen in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis mit der KPS AG oder einer Konz

Die KPS AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben.

2007/2008 2006/2007
Ausgegebene Optionen zum 01. Oktober 165.779 220.329
Neu ausgegebene Optionen 0 0
Verfallene Optionen 9.900 54.550
Noch verfügbare Optionen 155.879 165.779

der Aktienoptionen: Entwicklung

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjah . Die verfallenen Akt e men ausgeschie r wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt ienoptionen betreffen Positionen, bei denen di Personen aus dem Unterneh den sind.

Die ausgegebenen Aktienoptionen sind erstmals im Geschäftsjahr 2004/2005 in Anlehnung an IFRS 2 aufwandswirksam erfasst worden.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf zeitpunkt der Aktienoptionen und endet mit dem am frühesten möglichen Ausübungsdatums. Der auf diese Weise ermittelte Basis eines anerkannten Optionspreismodells (Black-Scholes-Modell) berechnet. Der Bewertungszeitraum beginnt mit dem Zusage beizulegende Wert wurde anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Bewertungsparameter für das angewandte Optionspreismodell beinhalten:

Risikofreier Zins 2,26%
Erwartete Dauer bis zur Ausübung 3 Monate
Erwartete Volatilität 60 %
Ausübungspreis (gew. Durchschnitt) in Euro 1 Euro

Die erwartete Volatilität basierte auf der historischen Entwicklung des Aktienkurses der eitraum von 250 Tagen zu Grunde gelegt worden ist. KPS AG, wobei ein Z

Weitere Angaben zu den Aktienoptionen:

Anzahl Ausübungspreis
G
ew.
Durchschnitt
Ausstehende Optionen zu Beginn der Berichtsperiode 165.779 1 Euro
Gewährte Optionen im Berichtsjahr 0 0
Verfallene Optionen im Berichtsjahr 9.900 0
Ausstehende Optionen am Ende der Berichtsperiode 155.879 1 Euro

I.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventua Haftungsverhältnisse lverbindlichkeiten und

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 1.946 (i.V. 233) TEuro, Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge mit 587 (i.V. 108) TEuro sowie Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 333 (i.V. 107) TEuro. TEuro und betreffen Mietverpflichtungen mit 1.026 (i.V. 18)

bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
TEuro
TEuro TEuro
Kfz Leasing 305 282 587
B
GA Leasing
1
84
1
49
333
M
iete
573 453 1.026
1.062 884 1.946

Verpflichtung mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. en

ei den in der obigen D ng erfassten L ngzahlungen lt es sich um künftige indestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen. B arstellu easi hande M

Sonstige Haftungsverhältnisse

Rangrücktrittserklärung zugunsten von verbundenen Unternehmen

ur Abwendung der Überschuldung der KPS Consulting GmbH & Co. KG und der seitigung des negativen Kapitals. Z Preis24.com erteilte die KPS AG Rangrücktrittserklärungen zur Be

Patronatserklärung zugunsten der autinform Gruppe

Darüber hinaus besteht zu Gunsten der ehemaligen autinform Gruppe eine zeitlich G gegenüber der autinform AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG, der KPS Consulting Süd GmbH, der KPS Consulting befristete Patronatserklärung, in der sich die KPS A Verwaltungs GmbH und der autinform AG (Schweiz) bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 900 TEuro verpflichtet, diese Gesellschaften finanziell so auszustatten, dass sie in der Lage sein werden, allen gegenwärtig bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen Dritten gegenüber fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Kontokorrentkreditlinien und Darlehen

Zur Sicherung eines von einem Kreditinstitut an die KPS AG, die KPS Product Lifecycle kontokorrentkreditrahmens von bis zu 397 TEuro besteht ein Garantierahmen in Höhe von 200 TEuro, GmbH und die KPS Technology GmbH vergebenen revolvierenden Firmen für den die Gesellschaft eine Garantie in Höhe von 200 TEuro abgegeben hat. Zusätzlich wurde zur Absicherung ein Wechsel in Höhe von 550 TEuro erteilt.

Zur Sicherung eines Kredits in Höhe von 250 TEuro wurden die Geschäftsanteile der KPS Documents GmbH, als Sicherheit verpfändet.

GmbH verpfändet. Für die von der KPS Business Transformation GmbH erhaltenen Darlehen wurden die Geschäftsanteile an der KPS Product Lifecycle

Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH sowie Anteile an der KPS AG über Ferner wurden zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens sowie eines Darlehens sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen aus nominal Euro 351.027 abgetreten. Der Kontokorrentkredit war des Weiteren am Bilanzstichtag über eine Höchstbetragsbürgschaftserklärung der KPS Business Transformation GmbH über 1.500 TEuro besichert.

gen Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtun

ur Absicherung von Mietverpflichtungen bestehen Mietavale in Höhe von 255 TEuro, für wurden. Z welche Bankguthaben in Höhe von 251 TEuro verpfändet

I.3. Bestandsgefährdende Risiken

Der Konzernabschluss zum 30. September 2008 wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde, wonach die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit und der geplanten Investitionen sichergestellt ist. Aus der erwarteten Geschäftsentwicklung können zudem Liquiditätsüberschüsse zur Tilgung von Altlasten erwirtschaftet werden. Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass ein für die Gesellschaft ungünstiger Ausgang des im Folgenden näher beschriebenen Sachverhalts zu einer Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens führen kann:

In dem laufenden Rechtsstreit HAITEC bzw. KPS AG ./. Heitec AG findet eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Höhe des durch die KPS AG zu leistenden Schadenersatzes vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth statt. Gerichtlich vorgeschlagene Vergleichsgespräche haben bisher zu keinem positiven Ergebnis geführt. Während die KPS AG im Januar 2009 ein Vergleichsangebot mit einer Schadenersatzzahlung von € 1,5 Mio. unterbreitet hat, fordert die Klageseite in ihrem letzten Vergleichsvorschlag aus dem Dezember 2008 eine Schadenersatzzahlung von € 7,0 Mio.

Sollte in weiteren Vergleichsgesprächen keine aus Sicht der KPS AG sinnvolle Lösung gefunden werden bzw. sollte durch das Landgericht Nürnberg-Fürth ein Urteil erlassen werden, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten der KPS AG übersteigt und gleichzeitig ein durch die KPS AG eingebrachter Antrag auf Vollstreckungsschutz durch das Landgericht Nürnberg-Fürth abgelehnt werden, so ist der Fortbestand der KPS AG sowie des KPS Konzerns – auch kurzfristig – in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet.

I.4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

1. Vergleich KPS AG in den Verfahren LG München I, Az. 5HK O 24535/07 (aktienrechtliches Anfechtungsverfahren) und LG München I, Az. 5HK O 4289/08 (aktienrechtliches Freigabeverfahren)

Am 18.12.2008 wurde vor dem Landgericht München I ein Vergleich geschlossen, der die vorgenannten Verfahren zum Abschluss bringt.

Im Einzelnen wurden folgende Vergleichsinhalte vereinbart:

Die gutachterliche Überprüfung der Ermittlung des Unternehmenswerts der in die KPS AG mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30.11.2007 eingebrachten KPS Consulting GmbH in ihrem gesellschaftsrechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Zustand am 30.11.2007 mit dem Ziel zu klären, inwieweit der Wert der in der außerordenlichen Hauptversammlung vom 30.11.2007 beschlossenen Sacheinlage das am Stichtag 30.11.2007 übernommene Kapital von € 25.824.536.- erreicht. Die gutachterliche Überprüfung wird erfolgen durch Bansbach Schübel Brösztl & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestraße 68-74, 70184 Stuttgart, und hat u.a. zu erfolgen unter Berücksichtigung und auf Basis des Gutachtens über die Prüfung der Werthaltigkeit der Kapitalerhöhung der BPG Beratungsund Prüfungsgesellschaft, Krefeld, vom 05.12.2007.

Die Anfechtungskläger nehmen in dem Verfahren LG München I, Az. 5 HK O 24535/07 die erhobenen Anfechtungsklagen sowie die gegen den Freigabebeschluss des LG München I, Az. 5 HK O 4289/08 vom 07.08.2008 eingelegten Beschwerden (OLG München, Az. 23 W 2147/08) zurück.

Der Freigabebeschluss des LG München I erwächst in Rechtskraft; die Handelsregistereintragung der zu den Tagesordnungspunkten I. und II. gefassten Beschlüsse der Hauptversammlung vom 30.11.2007 wird durch die Anfechtungskläger und ihnen nahe stehende Personen auch sonst nicht rechtlich angegriffen oder in Frage gestellt.

Die Vertragsinhalte führen zu folgenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen:

Falls die gutachterliche Überprüfung ergeben sollte, dass der Wert der eingebrachten KPS Consulting GmbH den Betrag von € 25.824.536.- mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unterschreitet, haben die KPS AG und die dem Vergleich beigetretenen vormaligen Anteilseigner der KPS Consulting GmbH, die Herren Uwe Grünewald, Leonardo Musso, Michael Tsifidaris und Dietmar Müller, gesamtschuldnerisch Ausgleichsaktien an die im Vergleich definierten ausgleichsberechtigten Aktionäre zu gewähren.

Die Übernahme der Gutachtenskosten, der Gerichtskosten und Anwaltskosten der vorgenannten gerichtlichen Verfahren und der Kosten für die Veröffentlichung erfolgt durch die KPS AG.

I.5. Eigene Aktien

Die Gesellschaft berichtet gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG über den Erwerb eigener Aktien im Geschäftsjahr 2007/08.

Die KPS AG hält mittelbar über ihre Tochtergesellschaft KPS Technology GmbH 351.027 Stück eigene Aktien. Grund für den Erwerb war die Sacheinlage der KPS Business Transformation GmbH, die diese Aktien bzw. Wandlungsrechte hielt.

Die KPS Business Transformation GmbH hielt zum Einbringungsstichtag am 12. Dezember 2007, 686.036 Aktien der damaligen HAITEC AG und Wandlungsrechte für weitere 16.018 Aktien. Mit der Wirksamkeit der Sacheinlage der Anteile an der KPS Business Transformation GmbH in die damalige HAITEC AG wurden diese Aktien eigene Aktien der KPS AG, die von einer Tochtergesellschaft gehalten wurden. Die Wandlungsrechte wurden zum 31. Dezember 2007 in 8.009 Stückaktien (eigene Aktien) gewandelt. Nach der Kapitalherabsetzung hielt die KPS Business Transformation GmbH damit in Summe 351.027 Stückaktien, die konzernintern übertragen wurden auf die KPS Technology GmbH, eine 100 % Tochter der KPS AG, die diese Aktien zum Bilanzstichtag hielt und eine entsprechende Rücklage für eigene Anteile gebildet hat. Auf die 351.027 Stückaktien fällt ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 351.027 Euro. Dies führt zu einer Beteiligung von 0,97 %. Für die Aktien wurde kein gesonderter Erwerbspreis gezahlt, sie gehörten zum Vermögen der eingebrachten KPS Business Transformation GmbH. Der Vorstand wird diese Aktien auf dem rechtlich vorgegebenen Weg veräußern.

Eigene Anteile dürfen nach IAS 32.33 nicht als finanzielle Vermögenswerte aktiviert werden. Die Bilanzierung nach IFRS führt zu einem erfolgsneutralen Abzug der erworbenen Anteile vom Eigenkapital.

I.6. Organe der Gesellschaft

I.6.1. Vorstand der KPS AG

Der Aufsichtsrat der KPS hat in seiner Sitzung am 9. Mai 2008 beschlossen, Herrn Dietmar Müller, Gründer und Geschäftsführer der KPS Business Transformation GmbH, zum weiteren Vorstand der Gesellschaft zu berufen. Gleichzeitig wurde der Vertrag des Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Dr. Nico Brunner, vorzeitig um weitere drei Jahre bis zum 30. Mai 2011 verlängert.

Bezüglich der Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates verweisen wir auf unsere Ausführungen unter I.7.

I.6.2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Zeitraum 1. Oktober 2007 bis 9. Mai 2008 aus den Herren Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam (Vorsitzender), Dr. Anthony Bunker, Kaufmann, Frankfurt am Main (Stellvertreter) sowie Dr. Wolfgang Bötsch, Rechtsanwalt und Bundesminister a.D., Würzburg, zusammen.

Herr Hartmann, Herr Dr. Bunker und Herr Dr. Bötsch waren zugleich Aufsichtsräte der Preis24.com AG, München, und der autinform AG in Wiesbaden. Beide Gesellschaften sind 100 % Beteiligungen der KPS AG.

Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 9. Mai 2008 der vorgeschlagenen Neubesetzung des Aufsichtsrats zugestimmt. Die Herren Michael Tsifidaris, Management Berater, Hamburg, und Uwe Grünewald, Management Berater, Leichlingen, beides Altgesellschafter der KPS Business Transformation GmbH, wurden neu in das Gremium gewählt. Herr Tsifidaris hat dabei Herrn Hartmann als Vorsitzenden des Aufsichtsrats abgelöst, der seither dem Gremium als einfaches Mitglied angehört. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind auf eigenen Wunsch die Herren Dr. Bötsch und Dr. Bunker.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats bei der Preis24.com ist unverändert geblieben.

Der Aufsichtsrat der autinform AG ist identisch mit dem Aufsichtsrat der KPS AG.

I.7. Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den KPS Konzern beherrschen oder maßgeblich beeinflussen sowie Beziehungen zu Unternehmen, die vom KPS Konzern beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, angegeben werden. Dabei ist nur über diejenigen Beziehungen zu Geschäftsvorfällen zu berichten, die nicht konsolidiert werden.

Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand, der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden und maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die Mitglieder der Geschäftsführung der Konzerngesellschaften zum erweiterten Management gezählt.

a) Transaktionen mit Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd, London, und dieser Gesellschaft nahe stehenden Personen:

Die Diamant Siebte VV GmbH besaß im Berichtszeitraum Wandelanleihen im Volumen von 6.910.000 Stück an der KPS AG. Gemäß den vertraglichen Bestimmungen wurde die Wandlung in zwei Schritten in den Monaten Oktober und November 2007 durchgeführt.

b) Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH:

Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Anteile an der KPS AG:

Dietmar Müller hält 9.907.801 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 27,23 %

Michael Tsifidaris hält 9.907.802 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 27,23 %

Leonardo Musso hält 4.931.966 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.56 %

Uwe Grünewald hält 4.931.966 Aktien, dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von rund 13.56 %

Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen sowie die Höhe der an sie per 30.09.2008 ausgereichten Kredite sind nachfolgend erläutert.

Gesamtbezüge davon variabel Kreditbestand
per 30.09.08
In Euro In Euro In Euro
Dietmar Müller 293.707 200.000 235.642
Michael Tsifidaris 281.123 200.000 151.210
Uwe Grünewald 291.051 100.000 62.041
Leonardo Musso 292.288 100.000 71.435
1.158.169 600.000 520.328

Die Kredite haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden mit 6% p.a. verzinst. Sie sind nicht besichert.

c) Vorstand:

Der Vorstand Dr. Nico Brunner besitzt 179.999 Aktien.

Der Vorstand Dietmar Müller besitzt 9.907.801 Aktien.

Dem Vorstand werden jährliche Bezüge mit festen und variablen Bestandteilen gewährt, die sich wie folgt darstellen lassen:

Fixe Bezüge Sonstige Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
In Euro In Euro In Euro In Euro
Dr. Nico Brunner 260.000 31.723 200.000 491.723
Dietmar Müller 128.750 3.676 200.000 332.426
388.750 35.399 400.000 824.149

d) Erweitertes Management:

Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 599.248 Euro gewährt.

An ein Mitglied des erweiterten Managements wurde im Berichtszeitraum ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro ausgereicht. Das Darlehen wird mit 5,5 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es ist durch die Abtretung zukünftiger pfändbarer Vergütungsansprüche sowie der Verpfändung von Aktien an der KPS AG besichert.

e) Aufsichtsrat:

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 27 TEuro (i.Vj. 30) TEuro.

Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen nicht.

I.8. Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

I.9. Honorar des Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2007/2008 nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg) beträgt insgesamt 109 TEuro und entfällt auf das Honorar für Abschlussprüfung 100 TEuro und sonstige Beratungsleistungen von 9 TEuro.

I.10. Meldung nach § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG

Die Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind dem Anhang als Anlage 1 beigefügt.

München, den 28. Januar 2009

Dr. Nico Brunner Dietmar Müller

_________________________ ________________________

Anlage 1

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr, 8 AktG

Meldung
Stimmrechts
Mitteilung
von
Über
Unter
Gesamt
änderung
vom Meldepfl.
KPS
schreitung
schreitung
stimm
eingetreten am
erfolgt am
erfolgt am
Schwelle
Schwelle
Prozent
Stimmen
rechte
Stimmenzurechnung
Axtmann
Beteiligungs
GmbH,
5 %
Nürnberg
3 %
12.12.07
09.01.08
09.01.08
2,82
1.025.570
Axxion S.A.,
Munsbach,
Luxemburg
19.11.07
26.11.07
06.12.07
3%
2,09
430.000
BEKO
Holding AG,
Wien (A)
26.10.07
19.11.07
20.11.07
3%
2,44
403.040
Bridgepoint
Capital
(Nominees)
Limited,
5 %
London (UK)
11.12.07
20.12.07
20.12.07
3 %
NULL
NULL
Dawnay Day
International
London (UK)
20.11.07
22.11.07
23.11.07
3%
4,75
977.287
20.594.546
Deutsche
Bank AG,
Frankfurt / M.
26.10.07
02.11.07
02.11.07
5%
NULL
NULL
Diamant
Siebte
VV GmbH
5 %
Düsseldorf
11.12.07
20.12.07
20.12.07
3 %
NULL
NULL
2,82 % über
Dr. Axtmann
5 %
(2,82)
IMMOVARIA und Axt
mann Beteiligungs
Siegfried
3 %
0
12.12.07
29.01.08
15.02.08
1.025.570
GmbH
27.03.2008
(Korrektur 26,96 % über Mülller
Grünewald
der VÖ
50 %
(80,5)
26,96 % über Tsifidaris
Uwe
18.12.07)
75 %
13,28
12.12.07
25.03.08
29.279.535
13,28 % über Musso
IMMOVARIA
Beteiligungen
5 %
(2,82)
2,82 % über Axtmann
AG, Berlin
12.12.07
29.01.08
15.02.08
3 %
0
1.025.570
Beteiligungs GmbH
27.03.2008 26,96% über Tsifidaris
(Korrektur 13,28 % über
Müller
der VÖ
50 %
(80,5)
Grünewald
Dietmar
12.12.07
26.03.08
18.12.07)
75 %
26,96
29.279.535
13,28 % über Musso
27.03.2008 26,96 % über Müller
(Korrektur 26,96 % über Tsifidaris
Musso
der VÖ
50 %
(80,5)
13,28 % über
Leonardo
12.12.07
26.03.08
18.12.07)
75 %
13,28
29.279.535
Grünewald
27.03.2008
(Korrektur
26,96 % über Müller
13,28 % über
Tsifidaris
der VÖ
50 %
(80,5)
Grünewald
Michael
18.12.07)
75 %
26,96
12.12.07
27.03.08
29.279.535
13,28 % über Musso

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der KPS AG, München, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung weisen wir darauf hin, dass aufgrund einer laufenden Schadensersatzklage auf den Konzern kurzfristig finanzielle Belastungen zukommen können, die zu einer Zahlungsunfähigkeit und damit zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens führen können. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Konzernlagebericht des Vorstands, insbesondere auf Abschnitt A.8. und E.2.1. (Bestandsgefährdende Risiken) sowie auf die Erläuterungen im Konzernanhang unter Abschnitt I.3. (Bestandsgefährdende Risiken) hin.

Augsburg, den 29. Januar 2009

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hell Rupp-Helferich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer