Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

KPS AG Annual Report 2007

Feb 1, 2008

249_10-k_2008-02-01_571c09f6-5b15-4496-bd0f-f1c7d61864d7.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Geschäftsbericht 2006/2007

Impressum

Herausgeber: Haitec AG, München

Umsetzung und Layout: bw media, München

Vorwort des Vorstands

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Kunden, Geschäftspartner und Interessenten,

im Geschäftsjahr 2006/2007 haben wir konsequent den im Vorjahr eingeschlagenen Weg der Konsolidierung und des kontrollierten Wachstums weiterverfolgt und mit Erfolg umgesetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es der HAITEC-Gruppe erstmalig seit dem Börsengang im Jahr 1999 gelungen, ein Geschäftsjahr mit einem positiven EBIT abzuschließen. Dies verdeutlicht nachhaltig, dass die im Vorjahr eingeleiteten und weitestgehend umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen gegriffen haben und die Sanierungs- und Restrukturierungsphase des operativen Geschäfts der HAITEC AG als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden kann.

Die Umsatzsteigerung um 5,6 Mio. Euro von 13,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 19,4 Mio. Euro und die Verbesserung des EBIT-DA von minus 1,2 Mio. Euro im Vorjahr auf plus 0,3 Mio. Euro resultiert einerseits aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die erstmalige Vollkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2006/2007 erworbenen 100%-Beteiligungen an der autinform AG und der autinform dms GmbH. Andererseits ist die signifikante Ergebnisverbesserung das Resultat hoher Auslastungsquoten und guter Margen im Dienstleistungsgeschäft sowie der signifikanten Reduzierung der Overhead- und Verwaltungskosten, die durch ein konsequentes Kostenmanagement mit Einsparungen von 1,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr annähernd halbiert werden konnten. Erfreulich dabei ist, dass alle Konzerngesellschaften einen positiven Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet haben.

Nachdem das operative Geschäft der HAITEC auf eine solide wirtschaftliche Basis gestellt werden konnte, wurden im abgeschlossenen Jahr auch die entscheidenden Weichen für die Zukunft der HAITEC gestellt. Im Vordergrund stand dabei die Frage, wie die Profitabilität möglichst kurzfristig erhöht und die Zukunft der HAITEC – speziell vor dem Hintergrund der nach wie vor engen Liquiditätsdecke – langfristig gesichert werden kann. Hätte diese Zielsetzung bei einer Stand-alone-Strategie und einem ausschließlich organischen Wachstum nur mit erheblichen Risiken und erst im Laufe von mehreren Jahren erzielt werden können, wird durch eine Strategie des anorganisches Wachstum, d.h. durch ein Wachstum über Merger & Akquisitionen, dieser langwierige und für die Aktionäre wenig lukrative Prozess erheblich verkürzt. Seitens des Vorstands wurden während des abgelaufenen Geschäftsjahres intensive Gespräche in dieser Richtung geführt, die schließlich am 12. Dezember 2007 in den Einstieg der KPS Consulting GmbH als 100%ige Tochter der HAITEC AG mündeten.

Der Einstieg der KPS wird zu einer einschneidenden Veränderung in der Unternehmensgeschichte der HAITEC führen und die Positionierung der HAITEC im Beratungsmarkt nachhaltig verändern. Dadurch wird eine neue Beratungsgruppe entstehen und das erweiterte Beratungsportfolio, die eingebrachten Management-Skills sowie das Berater-Know-how werden für eine hohe Wachstumsdynamik sorgen. Die Umsätze und Ergebnisse der neuen Beratungsgruppe werden sich bereits im ersten Geschäftsjahr mehr als verdoppeln und die EBITDA-Marge auf mehr als 10 % steigen. Vor allen Dingen wird sich die Liquiditätssituation nachhaltig verbessern. Die HAITEC Gruppe wird entschuldet, bestehende Altlasten können zurückgeführt werden und es stehen die notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung künftiger Expansionspläne zur Verfügung.

Bedanken möchten wir uns bei allen Aktionären, die trotz der schwierigen Zeiten und der sicherlich unbefriedigenden Entwicklung des Aktienkurses der HAITEC-Gruppe ihr Vertrauen geschenkt und die Treue gehalten haben. Wir sind überzeugt, dass wir mit den umgesetzten Maßnahmen am Anfang einer spannenden und profitablen Entwicklung der HAITEC stehen, und würden uns freuen, wenn wir diesen Weg gemeinsam mit unseren heutigen Aktionären gehen können.

Ihr Dr. Nico Brunner Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 01.Oktober 2006 bis 30.September 2007

Das Geschäftsjahr war geprägt von den gemeinsamen Anstrengungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Sicherstellung der Liquidität des Konzerns.

Hierzu führten der Vorstand und der Aufsichtsratsvorsitzende eine Vielzahl von Gesprächen mit Banken und Investoren. Außerdem war die Rückzahlung der im Dezember 2006 fälligen Wandelanleihe sicherzustellen bzw. die Inhaber derselben von der Wandlung zu überzeugen. Dies konnten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam zum Wohle der Gesellschaft bewältigen.

Die zeitwillige kritische Liquiditätssituation konnte mit den o.a. Maßnahmen letztendlich bewältigt werden, so dass die Gesellschaft ihren Verpflichtungen immer nachkommen konnte.

Aufsichtsrat und Vorstand hatten gemeinsam entschieden, zur zukünftigen Sicherstellung und für das prognostizierte und notwendige Wachstum der Gesellschaft einen Partner zu gewinnen.

Diese Aufgabe hat selbstverständlich den Vorstand, wie aber auch den Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr beschäftigt. Sowohl der Vorstandsvorsitzende, wie auch der Aufsichtsratsvorsitzende sondierten den Markt hinsichtlich in Frage kommender Partner. Beide hatten im letzten Geschäftsjahr eine Vielzahl von Gesprächen und Verhandlungen geführt, die letztendlich zu einem für die Gesellschaft und die Aktionäre auf lange Sicht gesehen positiven Ergebnis geführt haben.

Die bereits angesprochene Liquiditätslage des Konzerns zwang den Aufsichtsrat dazu, die Kontrolle auf diesem Gebiet wesentlich intensiver auszuüben, als dies sonst üblich war. Diese Aufgabe führte zu fünf Aufsichtsratssitzungen in diesem Geschäftsjahr. Keiner der Aufsichtsratsmitglieder hat an weniger als der Hälfte dieser Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand aber auch ständig außerhalb der Aufsichtsratssitzungen über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und seiner Einzelgesellschaften informieren. Der Kontakt zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war sehr intensiv. Dies ist auch daran zu ersehen, dass es zwischen Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßige Besprechungen und Telefonkonferenzen außerhalb der Aufsichtsratssitzungen gab.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat zeitnah über die aktuellen Entwicklungen informiert. Die wichtigen Einzelschritte wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt. Entscheidende Dinge wurden gemeinsam diskutiert und einer detaillierten Prüfung unterzogen.

Der Aufsichtsrat hat sich laufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach den ihm zur Verfügung gestellten Informationen überzeugt.

Er hat den Vorstand nach dem ihm nach Gesetz, Satzung und Corporate-Governance-Grundsätzen obliegenden Aufgaben überwacht und beraten.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der HAITEC AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 01. Oktober 2006 bis 30. September 2007 sowie der zusammengefasste Lagebericht für die HAITEC AG und den Konzern, wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rupp & Epple GmbH, Augsburg, geprüft. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Die Abschlussprüfer haben an der Sitzung des Aufsichtsrates zur Beratung über den Jahresabschluss teilgenommen, über wesentliche Ergebnisse der Prüfung berichtet und alle aufgetretenen Fragen voll umfänglich beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die HAITEC AG und den Konzern in seiner Sitzung vom 31. Januar 2008 mit den Abschlussprüfern diskutiert und ausführlich besprochen. Die Unterlagen wurden in dieser Sitzung geprüft und gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen sind Einwendungen durch den Aufsichtsrat nicht zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss sind damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, Herrn Dr. Brunner, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des gesamten Konzerns für die in schwieriger Zeit geleistete Arbeit seinen Dank und Anerkennung aus.

Der Aufsichtsrat

Hans- Werner Hartmann ( Aufsichtsratsvorsitzender )

Corporate-Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der HAITEC AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der HAITEC AG umzusetzen und einzuhalten. Die HAITEC AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 17. Februar 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugängig gemacht. Der deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:

  • Aktionäre und Hauptversammlung
  • Kommunikation und Transparenz
  • Zusammenwirkung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

1. Aktionärsrechte und Transparenz

Die Aktionäre der HAITEC AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlicher Strukturveränderungen.

Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.haitec.de werden auch Director's Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.

2. Vorstand und Aufsichtsrat

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen.

Die D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder der HAITEC AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der deutschen Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist. Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrates außerhalb des Konzernverbundes. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 folgt.

Ausschüsse wurden angesichts der Größe des Aufsichtsrates nicht gebildet. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrates. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

a) Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern

Der Vorstand Dr. Nico Brunner war zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 im Besitz von 160.000 HAITEC-Aktien. Die Aufsichtsräte hatten weder Aktien noch Optionen der HAITEC AG.

b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Director's Dealings)

Zwischen dem 30. September 2006 bis zum 30.September 2007 wurde der Kauf von 160.000 HAITEC Aktien durch den Vorstand Dr. Nico Brunner als Director´s Dealings gemeldet.

c) Interessenskonflikte

Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates.

d) Vergütungsbericht

Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2005/2006 nicht geändert. Die Vergütung wird nicht individualisiert nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.

aa) Vorstand

Den Mitgliedern des Vorstandes werden jährliche Bezüge mit einem festen und variablen Bestandteil gewährt. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der HAITEC AG beliefen sich auf 360 (i.V. 508) TEuro, davon fixe Bezüge 240 (i.V. 388) TEuro, davon variable Bezüge 120 (i.V. 120) TEuro.

bb) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 30 (i. V. 32) TEuro. Bezüge der Aufsichtsräte für andere Dienstleistungen gab es im Berichtsjahr keine.

3. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

a) Aktienoptionspläne

Die Gesellschaft hat in den Jahren 2004 und 2005 jeweils einen Aktienoptionsplan aufgelegt, die im Folgenden dargelegt werden, soweit davon bereits Gebrauch gemacht wurde.

Aktienoptionsplan 2004

Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten. Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.

Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der HAITEC-Aktie während der letzten 10 Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.

Aktienoptionsplan 2005

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ist der Vorstand der HAITEC AG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben. Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben.

Entwicklung der Aktienoptionen

2006/07 2 005/06
Ausgegebene Optionen
zum 01. Oktober
220.329 348.305
Neu ausgegebene Optionen 0 0
Verfallene Optionen 54.550 127.976
Noch verfügbare Optionen 165.779 220.329

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells berechnet. Der Bewertungszeitpunkt ist dabei der Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wird anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

b) Zwischenberichte

Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die HAITEC AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen.

HAITEC Aktiengesellschaft

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2006/2007

Der Konzernlagebericht und der Lagebericht des Mutterunternehmens, der HAITEC AG, für das Geschäftsjahr 2006/2007 werden gemäß § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Aus diesem Grund wird in den einzelnen Abschnitten eine differenzierte Darstellung nach einzelnen Konzernunternehmen vorgenommen, sofern es dem besseren Verständnis dient.

A) Wirtschaftsbericht des HAITEC Konzerns

1. Geschäftsverlauf und -entwicklung

In dem Geschäftsjahr 2006/2007 ist es der HAITEC AG erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1999 gelungen, ein Geschäftsjahr mit einem positiven EBIT abzuschließen. Dies verdeutlicht nachhaltig, dass die im Vorjahr eingeleiteten und weitestgehend umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen gegriffen haben und die Sanierungs- und Restrukturierungsphase des operativen Geschäfts der HAITEC AG als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden kann.

Die Umsatz- und Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert einerseits aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die erstmalige Vollkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2005/2006 erworbenen 100%-Beteiligungen an der autinform AG (Vorjahr 6 Monate) und der autinform dms GmbH (ab 01.Oktober 2006), andererseits ist die signifikante Ergebnisverbesserung das Resultat hoher Auslastungsquoten und guter Margen im Dienstleistungsgeschäft sowie der konsequenten Reduzierung der Verwaltungskosten.

Erfreulich dabei ist, dass alle Konzerngesellschaften die Auslastungsquoten gegenüber dem Vorjahr teilweise signifikant steigern konnten. So hat die HAITEC Systemintegration die Auslastung gegenüber dem Vorjahr um 20 %-Punkte von 64 % auf sehr gute 84 % gesteigert, die HAITEC PLM konnte die Quote um 21 %-Punkte von schwachen 55 % auf akzeptable 76 % erhöhen, die autinform hat die Auslastung von 73% auf 76 % gesteigert und die autinform dms konnte die ohnehin gute Auslastung von 82 % nochmals auf 85 % erhöhen.

Einen entscheidenden Beitrag zur Ergebnisverbesserung haben auch die umfangreichen Einsparungen bei den Overhead- und Verwaltungskosten geleistet. Durch die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und durch ein konsequentes Kostenmanagement konnten hierbei Kosteneinsparungen im Volumen von 1,5 Mio. Euro realisiert werden.

Umsatz und Ergebnis

Neben den Maßnahmen zur Kostensenkung lag das Hauptaugenmerk der HAITEC AG im Geschäftsjahr 2006/2007 auf den Bereichen Wachstum und Umsatzsteigerung. Hierzu gehörten die weitere Fokussierung des Beratungsangebots auf spezifische Beratungsgebiete mit Alleinstellungsmerkmalen bzw. auf Beratungsgebiete mit hohem Marktpotential sowie umfangreiche vertriebliche Maßnahmen zur Betreuung der Bestandskunden und Gewinnung von Neukunden.

Wenn man die Umsätze nach Herkunft betrachtet, so stammen 82 % der Umsätze aus dem margenstarken Dienstleistungs- und Wartungsgeschäft, 3 % der Umsätze aus dem ebenfalls margenstarken Geschäft mit Softwarelizenzen sowie 15 % aus dem eher mit geringen Margen arbeitenden Geschäft mit Hardware.

Verteilt auf die einzelnen Konzerngesellschaften werden 41 % des Umsatzes in der autinform, 28 % in der HAITEC Systemintegration, 23 % in der HAITEC Product Lifecycle Management und 8 % in der autinform dms erwirtschaftet.

Ein Vergleich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung mit dem Vorjahr verdeutlicht die nachhaltig positiven Auswirkungen der realisierten Umbau- und Restrukturierungsarbeiten. Während der Umsatz von 13,8 Mio. Euro auf 19,4 Mio. Euro erhöht werden konnte, hat sich das EBIT in diesem Zeitraum von -1,5 Mio. Euro um 1,6 Mio. Euro auf 0,1 Mio. Euro sowie das EBITDA von -1,2 Mio. Euro um 1,5 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro verbessert.

Kosten

Durch die im Geschäftsjahr 2006/2007 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und durch ein konsequentes Kostenmanagement konnten die Overheadkosten in der HAITEC AG als Holdinggesellschaft um 1,5 Mio. Euro reduziert werden. Die Einsparungen lagen im Personalbereich bei 0,5 Mio. Euro und im Sachkostenbereich bei 1,0 Mio. Euro Durch diese Kosteneinsparungen im Volumen von 1,5 Mio. Euro konnte dieser Kostenblock gegenüber dem Vorjahr annähernd halbiert werden. Damit verfügt die HAITEC über eine schlanke Kostenstruktur und hat die Potentiale für weitere Kostenoptimierungen weitestgehend ausgeschöpft. Die Realisierung weiterer Kosteneinsparungen ist kaum mehr möglich bzw. würde nur noch zu marginalen Effekten führen.

Liquidität

Eine hohe Priorität galt – wie bereits im Vorjahr – der Verbesserung und Sicherung der trotz aller operativen Erfolge nach wie vor angespannten Liquiditätslage. Mit den aus dem operativen Geschäft generierten liquiden Mitteln kann der laufende Geschäftsbetrieb auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. Eine darüber hinausgehende Finanzierung der erforderlichen Zukunftsinvestitionen sowie der Abbau von bestehenden Altlasten aus dem operativen Cash Flow scheidet jedoch aus.

Zur Beschaffung der dafür erforderlichen Mittel wurde im Februar 2007 eine Barkapitalerhöhung im Volumen von 1,2 Mio. Euro Aktien zu einem Kurs von 1,00 Euro pro Aktie durchgeführt. Dadurch konnten liquide Mittel in Höhe von 1,2 Mio. Euro generiert werden.

Bereits im November 2006 wurde den Inhabern der ursprünglich zum 31. Dezember 2006 auslaufenden Wandelanleihe im Volumen von 1.466.000 Stück ein Angebot zur Verlängerung der Wandelanleihe bis zum 31. Dezember 2007 unterbreitet. Von dem Angebot zur Verlängerung haben die Inhaber von ca. 1,14 Mio. Stück - dies entspricht ca. 78 % der Wandelanleiheinhaber - Gebrauch gemacht. Die Inhaber von ca. 0,35 Mio. Stück haben das Angebot abgelehnt, wodurch ein Betrag in Höhe von ca. 0,35 Mio. Euro ausgezahlt werden musste. Während die bis 31. Dezember 2006 laufende Wandelanleihe mit einem Zinssatz von 9,75 % verzinst wurde, konnte die Verzinsung für die Verlängerung der Wandelanleihe auf einen Zinssatz von 6 % reduziert werden.

2. Kapitalmarktkommunikation

Die HAITEC AG berichtet über die laufende Geschäftsentwicklung durch die Veröffentlichung von Quartalszahlen. Darüber hinaus wurden Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen herausgegeben und Investorenveranstaltungen abgehalten. Der versprochenen Transparenzerhöhung der HAITEC wurde damit über das erforderliche Maß hinaus Rechnung getragen. Der Vorstand stand interessierten Kapitalmarktjournalisten wie auch Investoren in zahlreichen Gesprächen zur Verfügung. Die Steigerung des Shareholder Value bleibt für das Management ein erklärtes Ziel.

B) Nachtragsbericht

1. Kapitalmaßnahmen – Einbringung der KPS Consulting GmbH

Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung am 10. Oktober 2007 hat die HAITEC AG mit den Gesellschaftern der KPS Consulting GmbH am 22. Oktober 2007 einen Vertrag über die Einbringung der KPS in die HAITEC abgeschlossen.

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung mit dem Schwerpunkt SAP spezialisiertes Beratungsunternehmen. Die KPS verfügt aufgrund ihrer sehr erfolgreichen KPS-Rapid-Transformation©-Methodik über erstklassige Kundenreferenzen u. a. in den Segmenten Prozessindustrie (z.B. Bayer AG), Fertigung & Automotive (z.B. Bosch, Webasto) und Konsumgüter & Handel (z.B. Hugo Boss). Die KPS kann auf eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik verweisen.

Für die HAITEC-Gruppe bedeutet der Einstieg der KPS nicht nur eine neue Positionierung im Beratungsmarkt, sondern auch eine signifikante Verbesserung der Unternehmenskennzahlen. Darüber hinaus ist durch den Einstieg der KPS gewährleistet, dass ausreichende liquide Mittel für eine solide Finanzierung sowohl des laufenden Betriebs als auch des zukünftigen Wachstums zur Verfügung stehen.

Unabdingbare Voraussetzung für die Einbringung der KPS war die Durchführung von 2 Kapitalmaßnahmen:

  • im ersten Schritt eine Kapitalherabsetzung im Verhält nis 2 : 1. Dabei wurde das Grundkapital in Höhe von 21.096.101 Aktien auf ein neues Grundkapital in Höhe von 10.548.050 Aktien herabgesetzt.
  • im zweiten Schritt eine Sachkapitalerhöhung im Verhältnis 29 (alte Aktien) zu 71 (neue Aktien). Dies führte zu einer Kapitalerhöhung um 25.824.536 Aktien und zu einem neuen Grundkapital nach Kapitalerhöhung in Höhe von 36.372.586 Aktien.

Über diese Kapitalmaßnahmen wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November 2007 abgestimmt. Dabei haben die Aktionäre den vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen zum Einstieg der KPS Consulting GmbH mit einer Mehrheit von 99 % zugestimmt. Am 12. Dezember 2007 wurden die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung der HAITEC AG sowie die Durchführung der Kapitalmaßnahmen in das Handelsregister eingetragen und damit alle rechtlichen Voraussetzungen für die Einbringung der KPS Consulting GmbH in die HAITEC AG erfüllt.

Als nunmehr 100 %ige Tochter der HAITEC wird die KPS Consulting zukünftig einen maßgeblichen Beitrag für die Neupositionierung der HAITEC-Gruppe im Beratungsmarkt leisten und für eine hohe Wachstumsdynamik innerhalb der HAITEC sorgen. Die Einbringung der KPS Consulting wird sich darüber hinaus nachhaltig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Bereits im laufenden Geschäftsjahr wird sich der Umsatz der HAITEC-Gruppe mit über 40 Mio. Euro mehr als verdoppeln und die EBITDA-Marge mit mindestens 10 % signifikant verbessern.

2. Rückzahlung Wandelanleihe / Wandlung

Nach dem Bilanzstichtag ist auch die Wandlung bzw. Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung I als Ereignis von besonderer Bedeutung zu erläutern. Am 09. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAITEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das Angebot für eine Verlängerung der Wandelanleihe bis zum 31. Dezember 2007 mit einer Verzinsung der Anleihe in Höhe ihres Nennbetrag von 6 % p.a. Mit einem Volumen von 1.141 TStück haben sich rund 78 % der Anleihegläubiger für das Prolongationsangebot entschieden und ihr Engagement bis Ende 2007 verlängert.

Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 machten insgesamt Anleihegläubiger mit 881.055 Stück von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch. An die verbleibenden Inhaber von Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 258.504 Stück wurde am 31. Dezember 2007 vertragsgemäß ein Betrag von 258.504 Euro plus Zinsen ausbezahlt. Damit ist die Wandelanleihe I in voller Höhe gewandelt bzw. zurückbezahlt.

3. Wandlung Wandelanleihe II und III

Die von der Diamant Siebte VV GmbH gehaltenen Wandelanleihen II und III im Gesamtvolumen von 6.910.000 Stück sind vertragskonform in voller Höhe in 2 Schritten in den Monaten Oktober und November 2007 in Aktien der HAITEC AG im Volumen von 6.910.000 Stück gewandelt worden.

C) Darstellung der Lage des HAITEC Konzerns nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurde der Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2006 sowie der zusammengefasste Lagebericht einer Prüfung nach § 342b Abs.2 Satz 3 Nr.1 HGB (Anlassprüfung) durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung unterzogen. Die Ergebnisse der Prüfung führten zu Berichtigungen der vergleichbaren Vorjahreswerte im Jahresabschluss 2006/2007. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang unter der Ziffer B.4.

1. Vermögenslage

Zum 30. September 2007 beläuft sich die Bilanzsumme auf 14.229 TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 1.236 TEuro verringert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 30. September 2006 von 3.928 TEuro um 1.778 TEuro auf 2.150 TEuro verringert. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den im Berichtsjahr erstmalig erfolgten Verkauf der Forderungen an ein Factoringunternehmen zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7.253 TEuro erhöht und liegt zum 30. September 2007 bei 4.797 TEuro. Wesentliche Veränderungen stammen aus der Durchführung der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage in Höhe von 1.211 TEuro und aus der Ausgabe von Bezugsaktien aus dem bedingten Kapital 2004/II mit 7 TEuro. Für eine detaillierte Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 33,71% (i.V. -15,88%).

Die langfristigen Schulden betreffen Darlehen in Höhe von 1.148 (i.V. 0) TEuro, Rückstellungen für Schadensersatzansprüche und Altersteilzeitverpflichtungen mit 881 (i.V. 1.106) TEuro sowie passive latente Steuerverbindlichkeiten mit 83 (i.V. 0) TEuro.

Die Verringerung der kurzfristigen Schulden von 16.815 TEuro um 9.495 TEuro auf 7.320 TEuro ergibt sich überwiegend aus den sonstigen Rückstellungen (-1.086 TEuro), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-361 TEuro) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (-1.386 TEuro).

Des Weiteren wurde im Vorjahr eine stille Beteiligung in Höhe von 6.913 TEuro auf Grund der akzeptierten Feststellungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung als Fremdkapital ausgewiesen. Da diese stille Beteiligung im Geschäftsjahr 2006/2007 durch eine Wandelanleihe mit vertraglicher Verpflichtung zur Zwangswandlung abgelöst und mittlerweile auch bereits in Aktien gewandelt worden ist, wird der Betrag in Höhe von 6.910 TEuro wieder als Eigenkapital ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 2.456 TEuro im Vorjahr auf 1.370 TEuro verringert, was insbesondere aus gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 480 TEuro, Personalverpflichtungen mit 149 TEuro und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 114 TEuro resultiert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 2.447 TEuro im Vorjahr um 361 TEuro auf 2.086 TEuro zurückgeführt worden.

Die Verringerung der sonstigen Verbindlichkeiten von 2.392 TEuro auf 1.006 TEuro resultiert aus der Rückzahlung der Kaufpreisverbindlichkeit für ein im Vorjahr erworbenes verbundenes Unternehmen.

2. Finanzlage

Die HAITEC-Gruppe verfügt zum 30. September 2007 über Zahlungsmittel in Höhe von 900 (i.V. 788) TEuro. Dem stehen 1.261 (i.V. 471) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Im Vergleich zum 30. September 2006 hat sich die Nettoliquidität um 678 TEuro auf -361 TEuro verringert.

Bezüglich der Entwicklung des Finanzmittelfonds verweisen wir im Übrigen auf die Konzernkapitalflussrechnung.

Der operative Cash-flow beläuft sich auf -2.109 (i.V. -3.602) TEuro. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit beträgt -128 (i.V. 285) TEuro und betrifft überwiegend die Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cash-flow aus Finanzierung beläuft sich auf 1.809 (i.V. 1.317) TEuro und ist auf den Netto-Zufluss aus der Kapitalerhöhung und der Aufnahme von Darlehen zurückzuführen.

Die Liquidität der HAITEC AG und ihrer Tochtergesellschaften war insbesondere in den ersten 4 Monaten des vergangenen Geschäftsjahres äußerst angespannt. Neben der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes mussten Altverbindlichkeiten abgetragen und zum 31. Dezember 2006 die Wandelanleihe I samt Zinsen mit 451 TEuro bedient werden. Durch die im Februar 2007 durchgeführte Kapitalerhöhung um 1.211 TEuro hat sich die Liquiditätssituation kurzfristig entschärft. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2006/2007 hat die Bridgepoint (Nominees Ltd.) zusätzliche Liquiditätshilfen in Höhe von ca. 1,1 Mio. Euro gewährt.

3. Ertragslage

Die HAITEC-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2006/2007 Umsatzerlöse von 19.398 (i.V. 13.842) TEuro erwirtschaftet.

Der stärkste Umsatzträger im Berichtsjahr war der Bereich Dienstleistung / Wartung mit Umsatzerlösen von 15.955 TEuro.

Die Betriebsleistung beläuft sich auf 20.559 (i.V. 15.746) TEuro. Der Zuwachs resultiert aus den um 5.556 TEuro erhöhten Umsatzerlösen und den um 743 TEuro gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Die EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zur Betriebsleistung) hat sich von -12,8 % im Vorjahr auf 0,3 % verbessert.

Die Materialaufwendungen – im wesentlichen zugekaufte Hard- und Software – sind im Vergleich zu 2005/2006 um 263 TEuro auf 2.214 TEuro gestiegen.

Der Anstieg der bezogenen Fremdleistungen um 1.192 TEuro auf 5.063 TEuro ist auf den verstärkten Einsatz freier Mitarbeiter zur fristgerechten Abarbeitung von Dienstleistungs- und Beratungsaufträgen zurückzuführen.

Der Personalaufwand beträgt 9.132 TEuro gegenüber 7.589 TEuro im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2006/2007 waren im HAITEC Konzern 135 (i.V. 145) Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 3.812 (i.V. 3.548) TEuro und enthalten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen von 1.921 (i.V. 1.599) TEuro, Verwaltungskosten 690 (i.V. 970) TEuro, Vertriebskosten von 1.022 (i.V. 767) TEuro sowie sonstige Aufwendungen von 179 (i.V. 130) TEuro.

Die Zinsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 112 TEuro erhöht. Der Anstieg beruht im wesentlichen auf den Kosten für das Factoring.

Das Steuerergebnis beläuft sich auf -75 TEuro nach -5.397 TEuro im Vorjahr. Dabei entfallen -83 TEuro auf latente Steueraufwendungen, die sich aus temporären Differenzen bei immateriellen Vermögenswerten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Rückstellungen ergeben.

Der Konzernjahresfehlbetrag hat sich von 7.156 TEuro um 6.764 TEuro auf 392 TEuro reduziert.

Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf -0,03 (i.V. -0,71) TEuro.

D) Darstellung der Lage der HAITEC AG nach HGB

1. Vermögenslage

Die Aktivseite der HAITEC-Bilanz ist insbesondere durch die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt.

Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6.922 TEuro und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 12.746 TEuro. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Erwerb von zwei stillen Beteiligungen im Nennwert von 6.910 TEuro gegen Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 6.910 TEuro zurückzuführen. Die stillen Beteiligungen hat die HAITEC AG in die autinform AG zur Stärkung der Eigenkapitalbasis eingelegt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.990 TEuro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 415 TEuro. Diese Veränderung ist insbesondere auf Finanzierungsmaßnahmen zugunsten der autinform-Gruppe zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 299 TEuro und belaufen sich auf 452 TEuro zum Bilanzstichtag. Die Erhöhung ist insbesondere auf Ansprüche aus Factoringvereinbarungen mit 160 TEuro sowie auf Darlehensforderungen auf ein ehemals verbundenes Unternehmen mit 114 TEuro zurückzuführen. Im Berichtsjahr hat die HAITEC AG erstmalig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoringunternehmen verkauft. Von den Darlehensforderungen an das ehemals verbundene Unternehmen haben 37 TEuro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 2.709 TEuro gegenüber 3.051 TEuro zum Abschluss des Geschäftsjahres 2005/2006. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 30. September 2007 auf 18% nach 39% im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 508 TEuro auf 429 TEuro verringert. Sie bestehen im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen für bereits erhaltene Lieferungen und Leistungen sowie Personalverpflichtungen.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Wandelschuldverschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6.584 TEuro auf insgesamt 8.050 TEuro. Wir verweisen hierzu auf den Nachtragsbericht, in dem die veränderten Wandlungsgrundlagen und die Entwicklung nach dem Bilanzstichtag beschrieben sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 1.343 TEuro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 232 TEuro. Zum 30. September 2007 ist in dieser Position eine Darlehensverpflichtung in Höhe von 1.148 TEuro mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

2. Finanzlage

Zum 30. September 2007 verfügte HAITEC über liquide Mittel in Höhe von 227 TEuro nach 203 TEuro im Vorjahr.

Die Liquidität der HAITEC AG und ihrer Tochtergesellschaften war insbesondere in den ersten 4 Monaten des vergangenen Geschäftsjahres äußerst angespannt. Neben der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes mussten Altverbindlichkeiten abgetragen und zum 31. Dezember 2006 die Wandelanleihe I samt Zinsen mit 451 TEuro bedient werden. Durch die im Februar 2007 durchgeführte Kapitalerhöhung um 1,211 TEuro hat sich die Liquiditätssituation kurzfristig entschärft. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2006/2007 hat die Bridgepoint (Nominees Ltd.) zusätzliche Liquiditätshilfen in Höhe von ca. 1,1 Mio. Euro gewährt.

3. Ertragslage

Die HAITEC AG übte im Geschäftsjahr 2006/2007 wie im Vorjahr ausschließlich Holdingfunktionen aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.520 (i. V. 1.217) TEuro und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Erträgen aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 335 (i. V. 2) TEuro, Konzernumlagen in Höhe von 774 (i.V. 562) TEuro, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von 217 (i.V. 311) TEuro und Mieterträgen über 113 (i.V. 108) TEuro.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 702 (i.V. 1.163) TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 648 (i.V. 1.036) TEuro und auf Sozialaufwendungen 54 (i.V. 127) TEuro. Im Geschäftsjahr 2006/07 waren bei der HAITEC AG durchschnittlich 8 (i.V. 16) Mitarbeiter beschäftigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 69 (i.V. 89) TEuro. Die im Vorjahr ausgewiesenen Abschreibungen auf das Umlaufvermögen resultierten aus einem Forderungsverzicht und Wertberichtigungen auf Forderungen an ein verbundenes Unternehmen sowie der Wertberichtigung eines Darlehens an ein ehemals verbundenes Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.084 (i.V. 2.608) TEuro und bestehen im Wesentlichen aus Miet-/ Raumkosten in Höhe von 526 (i.V. 523) TEuro, gesellschaftsrechtlichen Kosten von 332 (i.V. 275) TEuro, Konzernumlagen in Höhe von 269 (i.V. 6) TEuro, Rechts-/Beratungskosten mit 225 (i.V. 803) TEuro, Kraftfahrzeugkosten über 300 (i.V. 190) TEuro, Abschluss-/Prüfungskosten von 28 (i.V. 126) TEuro sowie Versicherungen im Volumen von 52 (i.V. 83) TEuro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.720 TEuro und beträgt -1.547 TEuro. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 1.560 TEuro nach 4.270 TEuro in der Vorperiode.

E) Prognosebericht des HAITEC Konzerns

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 rechnet der Vorstand mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung des Geschäftsjahres 2006/2007. Der Vorstand plant für 2007/2008 mit einer Umsatzsteigerung von ca. 20 %, einer EBIT Marge von ca. 3 % sowie einer EBITDA-Marge von ca. 4 %. Die erwartete Umsatzsteigerung resultiert insbesondere aus der Annahme weiterhin hoher Auslastungsquoten, aus der Einstellung von neuen Mitarbeitern sowie positiven Effekten aus der personellen Aufstockung der vertrieblichen Kapazitäten. Speziell das getätigte Investment in einen Bereich "Skill-Selling" wird nachhaltig dazu beitragen, dass sich einerseits die Auslastungsquoten der eigenen Mitarbeiter auf einem sehr hohen Niveau stabilisieren und zusätzlich signifikante Umsatzzuwächse mit freiberuflichen Mitarbeitern generiert werden können. Die für das Geschäftsjahr 2007/2008 geplante Einstellung von ca. 30 qualifizierten Beratern hat neben Umsatzsteigerungen einen nachhaltig positiven Effekt auf die Margenentwicklung. Auch wenn die mit der Einstellung neuer Mitarbeiter verbundenen Investitionen kurzfristig zu einer zusätzlichen Kostenbelastung führen, versprechen diese Maßnahmen nach einer Amortisationszeit von fünf bis sechs Monaten nachhaltige Umsatz- und Ertragszuwächse. Dies vor allem deshalb, weil eine Kapazitätsausweitung keine Erhöhung der heutigen Overheadkosten der HAITEC nach sich zieht, da die HAITEC mit der heute vorhandenen Infrastruktur ohne bzw. nur mit sehr geringfügigen Anpassungen problemlos in der Lage ist, eine Verdoppelung des aktuellen Umsatzes zu verarbeiten. Damit führen die Rohmargen aus der Steigerung der Beratungskapazitäten in Höhe von 25% bis 30% zu einer zusätzlichen Deckung der vorhandenen Fixkosten und damit zu einer unmittelbaren Verbesserung des operativen Ergebnisses.

Eine Umsatzsteigerung durch einen Ausbau der Beratungskapazitäten bedingt natürlich, dass die notwendigen Voraussetzungen für den produktiven Einsatz der zusätzlichen Kapazitäten gegeben sind. Mit dem vorhandenen Markpotential, dem HAITEC Kundenpotential, dem HAITEC Produktportfolio sowie den bestehenden Partnerschaften sollten alle erforderlichen Wachstumstreiber für diese Umsatzausweitung gegeben sein.

So bilden die aktuellen konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Grundlage für die weitere Umsatzentwicklung der HAITEC. Mit dem PLM-Beratungsangebot bewegt sich HAITEC in einem dynamisch wachsenden Markt, der Markt für ECM-Beratungsangebote hat ein hohes Wachstumspotenzial und das Marktumfeld für ERP-Beratungsangebote besitzt ein interessantes Optimierungspotenzial. Mit den eigenentwickelten Add-on-Lösungen zu bestehenden Standardsoftwarepaketen besitzt HAITEC darüber hinaus Produkte mit einem hohen Margenpotenzial.

Die HAITEC verfügt außerdem über eine hervorragende Kundenbasis mit einer Vielzahl von Blue-Chip-Kunden. Hier besteht nach Auffassung des Managements ein sehr gutes Potenzial für die Erweiterung bestehender Aufträge und die Generierung neuer Aufträge. Die hohen Auslastungszahlen der Berater zeigen, dass es der HAITEC im Geschäftsjahr 2006/2007 gelungen ist, diese Kundenbeziehungen auszubauen und die Dienstleistungsumsätze zu steigern. Auf Basis des vorhandenen Auftragsbestands und der künftig erwarteten Aufträge kann auch für das Geschäftsjahr 2007/2008 von einer Fortsetzung dieser Entwicklung ausgegangen werden.

Die obigen Ausführungen und die beschriebenen Maßnahmen für 2007/2008 fußen auf der Annahme einer Stand-Alone-Strategie und eines organischen Wachstums. Bei einem ausschließlich organischen Wachstum wird sich jedoch die wirtschaftliche Situation für HAITEC und die Erwirtschaftung von EBIT-Margen in einer Größenordnung von > 10 % erst im Laufe von mehreren Jahren erzielen lassen.

Um diesen langwierigen und für die Aktionäre der HAITEC wenig lukrativen Prozess abkürzen zu können, wurden seitens des Vorstands während des abgelaufenen Jahres intensive Gespräche über an anorganisches Wachstum, d. h. über ein Wachstum durch Akquisitionen und Merger, geführt und mündeten schließlich in der am 12. Dezember 2007 erfolgten Einbringung der KPS Consulting GmbH als 100%ige Tochter der HAITEC AG.

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung mit dem Schwerpunkt SAP spezialisiertes Beratungsunternehmen. Die KPS verfügt aufgrund ihrer sehr erfolgreichen KPS-Rapid-Transformation©-Methodik über erstklassige Kundenreferenzen u. a. in den Segmenten Prozessindustrie (z.B. Bayer AG), Fertigung & Automotive (z.B. Bosch, Webasto) und Konsumgüter & Handel (z.B. Hugo Boss). Die KPS kann auf eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik verweisen.

Als nunmehr 100 %ige Tochter der HAITEC wird die KPS Consulting zukünftig einen maßgeblichen Beitrag für die Neupositionierung der HAITEC-Gruppe im Beratungsmarkt leisten und für eine hohe Wachstumsdynamik innerhalb der HAITEC sorgen. Die Einbringung der KPS Consulting wird sich darüber hinaus nachhaltig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Bereits im laufenden Geschäftsjahr wird sich der Umsatz der HAITEC-Gruppe mit über 40 Mio. Euro mehr als verdoppeln und die EBITDA-Marge mit mindestens 10 % signifikant verbessern. Darüber hinaus ist durch den Einstieg der KPS gewährleistet, dass ausreichende liquide Mittel für eine solide Finanzierung sowohl des laufenden Betriebs als auch des zukünftigen Wachstums zur Verfügung stehen.

F) Chancen- und Risikobericht des HAITEC Konzerns

1. Risikomanagementsystem

Ein entscheidendes Instrument und eine wichtige Grundlage der Entscheidungen bei HAITEC ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Risikocontrollingsystem geschaffen. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann Risiken noch besser entgegengewirkt und sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die HAITEC AG wurde – nach einer Überprüfung in 2006 – in 2007 vorschriftsgemäß einer neuerlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend überprüft und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen HAITEC ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich HAITEC einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen mit Plan-Ist-Vergleichen, eine tägliche Liquiditätsüberwachung sowie wöchentlichen Reports der Bereichsverantwortlichen an den Vorstand. Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten die Geschäftstätigkeit, die Finanzausstattung und die Ergebnisse von HAITEC wesentlich beeinträchtigt werden.

2. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der HAITEC AG und des HAITEC Konzerns wurden für das Geschäftsjahr 2006/2007 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

War die Einschätzung des Fortbestandes der Unternehmenstätigkeit zum Ende des Geschäftsjahres von wesentlichen Unsicherheiten (u.a. Rückzahlung einer Wandelanleihe im Volumen von 1,14 Mio. Euro, Mittelabfluss aus Begleichung von überfälligen Lieferantenverbindlichkeiten) geprägt, so konnten die zum Jahresende bestehenden Risikofaktoren durch die erfolgreiche Einbringung der KPS Consulting GmbH am 12. Dezember 2007 und den in diesem Zusammenhang erfolgten Mittelzuflüssen – sowohl vor als auch nach der Einbringung – vollumfänglich beseitigt bzw. gelöst werden.

Am Bilanzstichtag bestanden im Wesentlichen die folgenden bestandsgefährdenden Risiken:

Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die der Finanzplanung zugrundeliegenden Sachverhalte aus der operativen Geschäftstätigkeit und die in diesem Zusammenhang stehenden Einschätzungen des Managements über die künftige Geschäftsentwicklung waren mit Unsicherheiten behaftet. Es konnte nicht zweifelsfrei sichergestellt werden, dass die prognostizierte Umsatzentwicklung tatsächlich eintreten und die operativ geplanten Einzahlungen in der jeweiligen Höhe zu dem geplanten Zeitpunkt erfolgen werden.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einbringung der KPS Consulting GmbH in die HAITEC wurde im November 2007 zwischen der KPS Consulting und der HAITEC eine Sanierungsvereinbarung abgeschlossen, in der festgelegt ist, dass die KPS der HAITEC durch die Gewährung von Darlehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, die eine ausreichende Liquidität der HAITEC AG gewährleisten. Damit konnten die zum Ende des Geschäftsjahres bestehenden diesbezüglichen bestandsgefährdenden Risiken beseitigt werden. Aufgrund der mittlerweile erfolgten erfolgreichen Einbringung der KPS Consulting in die HAITEC ab Mitte Dezember 2007 kann die HAITEC nun über die liquiden Mittel der KPS Consulting GmbH verfügen, so dass sich die Liquiditätslage der Gesellschaft und des Konzerns nachhaltig stabilisiert hat.

Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung

HAITEC hat eine Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.466 TEuro begeben, die bis zum Ende des Kalenderjahres 2007 zurückzuzahlen war. Zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 bestand angesichts des Börsenkurses der HAI-TEC AG das Risiko, dass Anleihegläubiger am Laufzeitende nicht von ihrem Wandlungsrecht in Aktien der HAITEC AG Gebrauch gemacht hätten und HAITEC verpflichtet gewesen wäre, den noch offenen Anleihebetrag von 1.140 TEuro zuzüglich Zinsen am 31. Dezember 2007 in entsprechender Höhe zurückzubezahlen. Es bestand das Risiko, dass HAITEC nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügte, um diese Verpflichtungen zu erfüllen.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einbringung hat die KPS Consulting GmbH nach dem Ende des Geschäftsjahres Wandelschuldverschreibungen gekauft und diese in Aktien gewandelt. Außerdem hat sie sich im Rahmen einer Sanierungsvereinbarung verpflichtet, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, um am 31. Dezember 2007 die noch offenen Wandelschuldverschreibungen vertragskonform an Gläubiger auszuzahlen. Aus dieser Verpflichtung sind am Jahresende Auszahlungen an Wandelinhaber im Volumen von 258 TEuro zzgl. Zinsen erfolgt. Damit ist die Wandelanleihe in voller Höhe in Aktien gewandelt bzw. an die Gläubiger zurückbezahlt und das diesbezügliche Risiko vollumfänglich beseitigt.

3. Weitere Risiken

3.1. Marktrisiken

HAITEC bleibt weiterhin von einem sich möglicherweise verschlechternden Investitionsklima im IT-Bereich abhängig, obwohl man in dieser Frage grundsätzlich feststellen kann, dass seitens vieler Unternehmen die Bereitschaft für Investments in IT-Projekte vorhanden ist und diesbezüglich konkrete Planungen und Budgets vorhanden sind. Durch die Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, konnte auch das Risiko von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität deutlich reduziert werden. Nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts von HAITEC resultiert aus Hardwareumsätzen.

Die IT-Investitionsneigung von Unternehmen steht häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung. Sollte der Wettbewerbsdruck nicht nachlassen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich dies negativ auf den Auftragseingang sowie die Umsatz- und die Ergebnisentwicklung der HAITEC-Gruppe auswirkt. Der Trend zur Verlagerung von Produktionskapazitäten in Billiglohnländer kann sich speziell auf das Beratungssegment PLM und die geplanten CATIA-Umsätze auswirken. Häufig sind von einer Investitionsverlagerung in Billiglohnländer nicht nur die Produktion, sondern auch Entwicklungsleistungen betroffen. Lizenznachfragen für CATIA-Anwendungen in Billiglohnländern und Wettbewerbsdruck durch günstigere Systemanbieter, die mit fortschreitender Entwicklung zum Teil vergleichbare Funktionalitäten hochwertiger Systeme wie CATIA anbieten, können Umsatzausfälle zur Folge haben, was sich negativ auf die Ertragslage der HAITEC-Gruppe auswirken könnte.

3.2. Wettbewerbsrisiken

Der HAITEC Konzern befindet sich in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Zum Einen steht HAITEC mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum Anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen des HAITEC Konzerns Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Systemhäuser beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Der von der autinform-Gruppe betriebene Bereich Enterprise Ressource Planning im SAP-Umfeld ist einem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck ausgesetzt, der zu Margenverlusten führen kann.

Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur HAITEC-Gruppe treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Finanzlage der HAITEC-Gruppe haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber HAITEC einzunehmen.

3.3. Weitere operative Risiken

3.3.1. Auslastung der Mitarbeiter

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz des HAITEC Konzerns hat ein Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns.

3.3.2. Abhängigkeit von Großkunden und Auftragsvergabe im Hard- und Softwaresegment

HAITEC erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden hätte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Die Auftragsvergabe im Hard- und Softwarebereich ist bedeutend von den zur Verfügung stehenden Budgets der Kunden abhängig. So erfolgt traditionell die Auftragsvergabe in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Fehlende Auftragserteilungen zum Jahresende können in den Folgemonaten in der Regel nicht kompensiert werden.

3.3.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern

HAITEC verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM, Dassault und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich wesentlich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

3.3.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung

Technische Risiken durch Fehler von HAITEC-Mitarbeitern können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

3.3.5. Gewährleistung und Haftung

HAITEC übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungen. Soweit HAITEC Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

3.3.6. Lieferunterbrechungen

Bei Lieferunterbrechungen von Hardwareherstellern besteht für die Gesellschaft das Risiko, dass sie ihren Verpflichtungen gegenüber Kunden nicht oder nur verspätet nachkommen könnte. Dies ist insbesondere im Tätigkeitsbereich der Systemintegration relevant, da hier die HAITEC-Gruppe gegenüber ihren Kunden im Rahmen von Hochverfügbarkeitsvereinbarungen den unverzüglichen Austausch von defekten Hardwarekomponenten (z. B. Servern) zusichert. Ferner drohen dem HAITEC Konzern in diesen Fällen Schadenersatzverpflichtungen und Vertragsstrafen. Ein vergleichbares Risiko besteht bei Betriebsunterbrechungen oder Streiks.

G) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Zur Verbesserung der Wettbewerbsposition und zur Erlangung einer USP wurden im Berichtsjahr zu Standardsoftwareprodukten zusätzliche Funktionalitäten entwickelt. Dazu gehören insbesondere die folgenden Entwicklungsfelder:

ERP Beratung
myBusiness E lektronische Beschaffungsplattform
LERF Leistungserfassung
PLM Beratung
NTOOL Neuanlage von CATIA
Projekten mit
Referenz auf bestehendes Projekt
inkl. Namensprüfung und Regelwerk
MIWA A nalyse minimaler Wandstärken
CAT
VER
Tool-Box mit Geometrievergleich und
Stücklisten Erzeugung
PARTsolutions Schnittstelle zwischen CATIA
und
PARTsolutions
ECM Beratung
Elias Dokumentenmanagementlösung
für Verlage
Elias Public Formularbasiertes Meldesystem
autinform
Invoice Flow
Rechnungsfreigabe-Workflow auf
Basis von Saperion
autinform Contract
Management
Vertragsmanagement auf Basis von
Saperion

München, den 25. Januar 2008

Dr. Nico Brunner Vorstand der HAITEC AG

Bilanz Haitec AG Konzern zum 30. September 2007 nach IFRS

Aktiva

in TEuro Tz. 30.9.2007 30.9.2006
A. Langfristige Vermögenswerte (restated)
I . Immaterielle Vermögenswerte D.1.1
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
447 450
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.293 9.284
9.740 9.734
. Sachanlagen D.1.2
Betriebs- und Geschäftsausstattung 243 305
243 305
. Finanzanlagen D.1.3
sonstige Ausleihungen 114 0
114 0
10.097 10.039
B. Kurzfristige Vermögenswerte
. Vorräte
Waren
D.2.1 1 41
1 41
. Forderungen und sonstige Vermögenswerte D.2.2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.150 3.928
2. Sonstige Vermögenswerte 1.081 669
3.231 4.597
. Guthaben bei Kreditinstituten D.2.3 900 788
900 788
4.132 5.426
14.229 15.465

Passiva

in TEuro Tz. 30.9.2007 30.9.2006
. E igenkapital (restated)
I. Gezeichnetes Kapital D.3.1 13.320 12.102
Kapitalrücklage D.3.4 9.240 2.831
. Gewinnrücklage D.3.5 18 0
. Verlustvortrag -17.389 -10.233
Jahresfehlbetrag -392 -7.156
4.797 -2.456
B. Langfristige Schulden D.4
1. Sonstige Rückstellungen 881 1.106
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.148 0
3. Passive Latente Steuern 83 0
2.112 1.106
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen D.5.1 82 105
2. Sonstige Rückstellungen D.5.2 1.370 2.456
3. Anleihen D.5.3 1.141 8.379
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten D.5.4 1.261 471
5. Erhaltene Anzahlungen D.5.5 374 565
6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.086 2.447
7. Sonstige Verbindlichkeiten D.5.6 1.006 2.392
7.320 16.815

Gewinn- und Verlustrechnung Haitec AG Konzern für die Zeit vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 nach IFRS

in TEuro Tz. 2006/2007 2005/2006
(restated)
1. Umsatzerlöse E.1 19.398 13.842
2. Sonstige betriebliche Erträge E.2 1.161 1.904
3. Betriebsleistung 20.559 15.746
4. Materialaufwand E.3 -7.277 -5.822
a) Aufwendungen für bezogene Waren -2.214 -1.951
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.063 -3.871
5. Personalaufwand E.4 -9.132 -7.589
a) Löhne und Gehälter -7.844 -6.444
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.288 -1.145
6. A bschreibungen E.5
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen
-284 -291
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen E.6 -3.812 -3.548
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge E.7 21 25
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen E.8 -392 -280
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -317 -1.759
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag E.9 -58 -5.380
12. Sonstige Steuern E.10 -17 -17
13. Konzernjahresfehlbetrag -392 -7.156
Ergebnis je Aktie (unverwässert) E.11 -0,03 -0,71
Ergebnis je Aktie (verwässert) E.11 -0,03 -0,71

Kapitalflussrechnung HAITEC AG Konzern für die Zeit vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 nach IFRS

in TEuro 2006/2007 2005/2006
(restated)
A. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Steuern -318 -1.759
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 284 291
Wertaufholung aus Finanzanlagen -214 0
Aktienoptionen 0 9
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva 1.405 -72
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen -1.311 -910
Veränderung der übrigen Schulden -1.939 -1.156
Verluste aus Anlagenabgängen 1 12
Erhaltene Steuern 0 0
Gezahlte Steuern -17 -17
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -2.109 -3.602
B. Investitionstätigkeit
Investitionen in das Anlagevermögen -231 -198
Einzahlungen aus Anlageverkäufen 3 0
Einzahlungen aus Ausleihungen 100 0
Nettoliquidität aus dem Erwerb der autinform AG 0 435
Nettoliquidität aus Erwerb der autinform dms GmbH 0 -26
Nettoliquidität aus dem Verkauf von Beteiligungen (i.V. Tochterunternehmen) 0 74
Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit -128 285
C. Finanzierungstätigkeit
Kapitalerhöhungen 1.211 1.967
Wandelschuldverschreibung -318 0
Kosten der Kapitalerhöhung -482 -650
Aufnahme von Darlehen 1.398 0
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 1.809 1.317
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -428 -2.000
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode 317 2.317
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode -111 317
in TEuro Stand Stand
30.9.2007 30.9.2006
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
Kassenbestand, Bankguthaben 900 788
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -1.011 -471
Finanzmittelfonds -111 317

Entwicklung des Anlagevermögens Haitec AG Konzern (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen Buchwert

in TEuro 01.10.2006 Zugänge Abgänge 30.09.2007
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
1.354 118 -137 1.335
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.284 9 0 9.293
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.638 127 -137 10.628
II.) Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.916 104 -773 2.247
Sachanlagen 2.916 104 -773 2.247
III.) Finanzanlagen
Langfristige Ausleihungen 439 0 -319 120
Finanzanlagen 439 0 -319 120
Anlagevermögen gesamt 13.993 231 -1.229 12.995
01.10.2006
Zugänge
Abgänge
30.09.2007
30.09.2007
904
122
-138
888
0
0
0
0
904
122
-138
888
2.611
162
-769
2.004
2.611
162
-769
2.004
439
0
-433
6
439
0
-433
6
3.954
284
-1.340
2.898
10.097

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen Buchwert

Entwicklung des Eigenkapitals Haitec AG Konzern zum 30. September 2007 nach IFRS

TEuro

Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzverlust Gesamt
Stand 01.10.2005 8.364 2.014 0 -10.233 145
Jahresfehlbetrag
(restated)
-7.156 -7.156
Kapitalerhöhung
15. März 2006
2.225 1.001 3.226
Kapitalerhöhung
12. Mai 2006
1.513 456 1.969
Bewertung
Aktienoptionen
9 9
Kosten der
Kapitalerhöhung
-650 -650
Stand 30.09.2006 12.102 2.830 0 -17.389 -2.457
Jahresfehlbetrag -392 -392
Kapitalerhöhung
21. Februar 2007
1.218 1.218
Wandelschuld
verschreibung
6.910 6.910
Bewertung
Aktienoptionen
-18 18 0
Kosten der
Kapitalerhöhung
-482 -482
Stand 30.09.2007 13.320 9.240 18 -17.781 4.797

Anhang HAITEC AG Konzern für das Geschäftsjahr 2006/2007 nach IFRS

Die HAITEC Aktiengesellschaft wurde 1998 in Deutschland nach dem Aktiengesetz in das Handelsregister eingetragen. Der Firmensitz befindet sich in der Alois-Wolfmüller-Straße in 80939 München. Die Tätigkeitsbereiche des HAITEC Konzerns sind in der Segmentberichterstattung unter G. dargestellt.

Die Aktien der HAITEC AG, München, wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Dessen Regeln erfordern die Aufstellung von Jahresabschlüssen nach einer der international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften IFRS oder US-GAAP oder eine Überleitung vom nationalen HGB-Abschluss auf ein internationales Rechenwerk.

Die HAITEC AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2006/2007 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt. Die Abkürzung "i.V." steht dabei für "im Vorjahr".

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der HAITEC Aktiengesellschaft, München, (nachfolgend HAITEC AG) ist auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Dem konsolidierten Abschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Anwendung spezieller Regelungen der IFRS/IAS ist nachfolgend jeweils angegeben.

Die HAITEC AG stellt ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Der Vorstand der HAITEC AG hat den Konzernabschluss zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und dann zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die HAITEC AG leitet alle im Konsolidierungskreis befindlichen, auf Basis der lokalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse auf die internationale Rechnungslegungsnorm IFRS über und erstellt auf dieser Basis einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Aus den erstmals für das Geschäftsjahr 2006/2007 verpflichtenden Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Bilanzierung.

Der HAITEC Konzern untersucht gegenwärtig die möglichen Auswirkungen von nach diesem Abschluss in Kraft tretenden revidierten und neuen Standards. Von diesen werden keine bedeutenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage erwartet, obwohl für bestimmte Bereiche eine erweiterte Berichterstattung verlangt wird – dies gilt insbesondere für IFRS 7. Durch den IFRS 8 wird die Segmentberichterstattung vom sogenannten "Risk and Award Approach" des IAS 14 auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind hierbei die Informationen, die der Vorstand regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt bekommt. Gleichzeitig wird die Bewertung der Segmente vom "Financial Accounting Approach" des IAS 14 auf den "Management Approach" umgestellt. IFRS 8 ist verpflichtend anzuwenden für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

B. Konsolidierungsgrundsätze

B.1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, über die die HAITEC AG die Kontrolle ausübt. Eine Ausübung der Kontrolle wird unterstellt, soweit die HAITEC AG bei der betreffenden Gesellschaft mehr als 50 % der Stimmrechte besitzt, die Finanzierungs- und Geschäftspolitik bestimmt oder die Mehrheit des Aufsichtsoder Verwaltungsrates stellen kann.

Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben, lediglich wurde die HAITEC Professional Software Solution GmbH mit Wirkung zum 01. Oktober 2006 auf die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH verschmolzen.

Struktur des Konzerns

Neben der HAITEC AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis somit folgende Gesellschaften, an denen die HAITEC AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:

in TEuro

Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes
Kapital
Eigenkapital Jahresergebnis
30.09.2007
(Vorjahr)
30.09.2007
(Vorjahr)
2006/2007
(Vorjahr)
HAITEC Product Lifecycle
Management GmbH*
München 100 40
(35)
390
(95)
259
(-132)
HAITEC Professional Software
Solutions GmbH *
Übersee 100 -
(26)
-
(35)
-
(10)
HAITEC Systemintegration GmbH München 100 35
(35)
298
(-283)
581
(-38)
HAITEC Gesellschaft für den
Vertrieb von EDV-Lösungen GmbH
Salzburg/
Österreich
100 36
(36)
-81
(-70)
-11
(71)
autinform AG Wiesbaden 100 6.249
(6.249)
8.019
(1.101)
5
(-241)
AUTINFORM Verwaltungs GmbH Wiesbaden 100 26
(26)
35
(36)
-2
(-10)
autinform GmbH & Co. KG Wiesbaden 100 5.113
(5.113)
-1.079
(-1.052)
-27
(-498)
autinform Süd GmbH** Hallbergmoos 100 256
(256)
256
(256)
0
(0)
autinform AG Schweiz Zürich/
Schweiz
99 62
(62)
-1.208
(-1.205)
-3
(-14)
autinform dms GmbH Saarbrücken 100 250
(250)
605
(609)
-5
(170)

* Die HAITEC Professional Software Solution GmbH wurde mit Wirkung zum 01. Oktober 2006 auf die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH verschmolzen.

** Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der autinform Süd GmbH und der autinform GmbH & Co. KG.

Bilanzstichtag sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.

Wie bereits in den Vorjahren werden die Anteile an der Preis24.com AG, München, die zu 100 % im Eigentum der HAITEC AG ist, aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Die Anteile wurden in 2002 erworben und sind zur Weiterveräußerung bestimmt. Die Gesellschaft hat derzeit keinen Geschäftsbetrieb.

B.2.Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Regeln zum 30. September 2007 und für die Vergleichsperiode zum 30. September 2006 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert bzw. wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 für Erwerbe nach dem 01. Oktober 2003. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

B.3. Währungsumrechung

Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

B.4. Berichtigung von Fehlern des Vorjahresabschlusses

Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurden der Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2006 sowie der zusammengefasste Lagebericht einer Prüfung nach § 342b Abs. 2 Satz 3 Nr.1 HGB (Anlassprüfung) durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) unterzogen.

Als Ergebnis der Prüfung hat die zuständige Kammer die nachfolgend unter (1)-(2) dargestellten Feststellungen erhoben.

Dabei hat die DPR in zwei Punkten eine von der Auffassung der Verwaltung der HAITEC AG und der Konzernabschlussprüfer abweichende Haltung zur Auslegung einzelner Bilanzierungsregelungen eingenommen. Um in dieser Frage einen zeitaufwändigen und sehr kostenintensiven Prüfungs- und Diskussionsprozess zu vermeiden, hat sich der Vorstand der HAITEC AG entschlossen, sich den folgenden Feststellungen der DPR anzuschließen.

(1) Fehlerhafter Ausweis der stillen Beteiligung als Eigenkapital

Zwei stille Beteiligungen in einer Gesamthöhe von 6.913 TEuro wurden im Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2006 als Eigenkapital ausgewiesen. IAS 32.16 fordert für den Eigenkapitalausweis das uneingeschränkte Recht, sich der Abgabe von flüssigen Mitteln entziehen zu können. Das gesetzliche Kündigungsrecht mit Abfindungsanspruch schließt demnach einen Ausweis als Eigenkapital aus, IAS 32.16, IAS 32.18 (b).

Auswirkung: Die stillen Beteiligungen müssen im Jahresabschluss 2005/2006 als Fremdkapital ausgewiesen werden. Da diese stillen Beteiligungen im Geschäftsjahr 2006/2007 durch eine Wandelanleihe mit vertraglicher Verpflichtung zur Zwangswandlung abgelöst – und mittlerweile auch bereits in Aktien gewandelt – worden sind, wird ab dem Geschäftsjahr 2006/2007 der Betrag in Höhe von 6.910 TEuro wieder als Eigenkapital ausgewiesen.

(2) Fehlende Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern

Der Konzernabschluss zum 30. September 2006 der HAITEC AG weist aktive latente Steuern aus temporären Differenzen in Höhe von 4.674 TEuro aus. Da es die DPR als nicht wahrscheinlich angesehen hat, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann, dürfen gemäß IAS 12.56 keine aktiven latenten Steuern gebildet werden.

Auswirkung: Die latenten Steuern müssen im Geschäftsjahr 2005/2006 in voller Höhe als Aufwand verbucht werden. Dadurch entfallen ab dem Geschäftsjahr 2006/2007 für die Dauer von rund 7 Jahren jährliche Abschreibungen und Ergebnisbelastungen in Höhe von ca. 660 TEuro.

Die Berichtigung der Feststellungen wird im Konzernabschluss nach den IFRS-Vorschriften vorgenommen. Die Korrektur erfolgt nach IAS 8.42 im Rahmen der rückwirkenden Berichtigung des Geschäftsjahres 2005/2006 und hat außer den in Punkt (2) beschriebenen Konsequenzen keine Umsatzund Ergebnisauswirkung für das Geschäftsjahr 2006/2007 sowie für das laufende Geschäftsjahr 2007/2008.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C.1. Grundsätze

Der Jahresabschluss basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nicht besonders vermerkt erfolgt ein Ansatz der Aktiv- und Passivposten zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C.2.Zahlungsmittel

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden von der HAITEC AG alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu 3 Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben, Kassenbeständen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

C.3.Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit ihrem Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

C.4. Immaterielle Vermögenswerte

Alle ausgewiesenen erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Selbsterstellte Software wird aktiviert, wenn die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Der Ansatz erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Kosten.

Software, Konzessionen und ähnliche Rechte werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (bei Software in der Regel 3 Jahre, Lizenzen nach der erwarteten Nutzungsdauer oder den kürzeren Vertragslaufzeiten) abgeschrieben. Soweit notwendig, werden Abschreibungen vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des jeweiligen Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt.

Der aktivierte Auftragsbestand wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geschäfts- und Firmenwerte sind den jeweiligen Cash-generierenden Einheiten zugeordnet und werden jährlich auf Wertminderungen überprüft. Sofern der erzielbare Betrag der Cash-generierenden Einheit unter dem Buchwert liegt, ist eine Wertminderung des Buchwertes zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert.

Anhang Konzern

C.5.Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bilanziert. Der planmäßigen Abschreibung liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 410 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt.

Finanzierungskosten wurden mangels eindeutiger Zurechenbarkeit nicht einbezogen. Zuschreibungen aufgrund des Wegfalls von Gründen, die in Vorjahren zu Wertberichtigungen führten, waren nicht vorzunehmen.

C.6.Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Zinslose Ausleihungen werden abgezinst.

C.7. Vorräte

Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Für den Fall, dass der beizulegende Wert abzüglich etwaiger Veräußerungskosten unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt der Ansatz zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Finanzierungs- und andere Gemeinkostenbestandteile wurden mangels direkter Zurechenbarkeit nicht einbezogen. Unfertige Leistungen werden grundsätzlich mit den entsprechenden Einzelkosten angesetzt. Sofern die jeweiligen Voraussetzungen gegeben sind, erfolgt eine Teilgewinnrealisierung entsprechend IAS 11.

C.8.Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Forderungen werden erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertberichtigungen wird im Einzelfall auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Betrages geschätzt. Der Ausweis der entsprechenden Aufwendungen erfolgt in der Gewinnund Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

C.9.Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verbindlichkeiten wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird auf dem Wege der Schätzung ermittelt und basiert auf denjenigen Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Der Ausweis der Teil-Wandelschuldverschreibung erfolgt entsprechend den Vorschriften des IAS 32. Hiernach hat ein Unternehmen die Komponenten eines zusammengesetzten Finanzinstrumentes, das

  • a) eine finanzielle Verbindlichkeit des Unternehmens begründet und
  • b) dem Inhaber des Instruments eine Option auf dessen Wandlung in ein Eigenkapitalinstrument des Unternehmens garantiert

getrennt zu erfassen.

Grundsätzlich ist ein solches Instrument in die Komponeten einer finanziellen Verbindlichkeit (d.h. einer vertraglichen Vereinbarung zur Lieferung von flüssigen Mitteln) und Eigenkapital (Kaufoption) aufzuteilen.

Aufgrund der Ausstattung der von der HAITEC AG ausgegebenen Wandelschuldverschreibung, insbesondere der Verzinsung von 6 % p.a., die über der Verzinsung einer Schuldverschreibung ohne Wandlungsrecht liegt, erfolgt der Ausweis vollständig im Fremdkapital.

C.10. Eigenkapital

In der Kapitalrücklage ist der Betrag enthalten, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. Darüber hinaus wird der Fair Value für ausgegebene Aktienoptionen in dieser Position erfasst.

C.11. Impairment

Die Buchwerte der Vermögenswerte des HAITEC Konzerns – mit Ausnahme der Vorräte sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte – werden zum Bilanzstichtag darauf hin überprüft, ob Indikatoren für eine Wertminderung (Impairment) vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 einmal jährlich oder bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen, indem ein Impairment-Test durchgeführt wird. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (value in use), der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cash-flows sind Daten aus der jeweiligen detaillierten Unternehmensplanung mit anschließendem Übergang in die ewige Rente. Das angenommene fortwährende Wachstum von 3 % entspricht den allgemeinen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Zur Ermittlung des Barwerts des Cash-flows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Unternehmenssteuern von 14,75 %, der die jeweilige Renditeerwartung der Alternativinvestition repräsentiert. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.

C.12. Umsatzrealisation

Eine Umsatzrealisierung nach IAS 18 erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung, d.h. sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

Bei Wartungsverträgen, die über einen Zeitraum von drei bis zwölf Monaten geschlossen werden, erfolgt eine lineare Verteilung der Umsatzerlöse über den Zeitraum der Leistungserbringung. Etwaige Abgrenzungsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Sofern bei einem kundenspezifischen Projekt das Projektergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden die entsprechenden Umsatzerlöse im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert. Die jeweils der Schätzung zugrundegelegten Umsatzerlöse umfassen den ursprünglichen Vertragswert zuzüglich etwaiger Änderungen im Leistungsumfang, sofern ein künftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und eine verlässliche Bewertung erfolgen kann. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der cost-to-cost-Methode ermittelt. Ein voraussichtlicher Verlust eines Auftrags wird sofort in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen.

C.13. Zinsen

Zinsen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

C.14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach IAS 12. Demnach sind alle sich auf Steuern vom Einkommen beziehenden, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Steuerverbindlichkeiten oder -forderungen in den einbezogenen Jahresabschlüssen gemäß den für die Konzerngesellschaften geltenden Steuergesetzen aufzunehmen.

Aktive und passive latente Steuern werden dann angesetzt, wenn künftige steuerliche Auswirkungen zu erwarten sind, die auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten bestehender Aktiva und Passiva nach IFRS und Steuerbilanzwerten zurückzuführen sind. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden aufgrund der hohen Unsicherheit in bezug auf die Realisierbarkeit der Steuervorteile nicht gebildet.

Aktive und passive latente Steuern werden unter Verwendung der Steuersätze errechnet, die voraussichtlich auf Grund der derzeit geltenden Steuergesetze für steuerpflichtige Erträge in den Jahren gelten, in denen diese zeitlichen Differenzen umgekehrt oder ausgeglichen werden. Im Berichtsjahr wurde aufgrund der Unternehmenssteuerreform ein Steuersatz von 30 % angewandt. Die Steuerwirkung aus der Umbewertung nach den International Accounting Standards wird nach IAS berücksichtigt.

C.15. Bewertung von Aktienoptionen

Nach IFRS 2 werden Vergütungen durch die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten (Aktienoptionen) an Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Ausgabe anteilig über die Sperrfrist im Personalaufwand und in der Kapitalrücklage erfasst. Die Aktienoptionen wurden zu diesem Zweck im Zeitpunkt der Ausgabe nach einem anerkannten Optionspreismodell bewertet. Die Sperrfrist ist im Geschäftsjahr 2006/2007 abgelaufen. Die Veränderungen hinsichtlich der Mitarbeiter wurden daher gemäß IFRS 2.23 in die Gewinnrücklagen umgebucht. Wir verweisen im Übrigen auf die Angaben unter H.1.

C.16. Verwendung von Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden bzw. der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen Rückstellungen, der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, der Vorräte sowie die vom Konzern selbsterstellte Software.

Alle wesentlichen Schätzungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf den Erfahrungen des Managements und den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

D.1.Langfristige Vermögenswerte

Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend unter D.1.1 bis D.1.3 erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.

D.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung resultieren.

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 9.293 TEuro (i.V. 9.284) und verteilt sich auf zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Zum einen entfällt ein Betrag von 8.948 TEuro auf den Erwerb der autinform AG. Zum anderen betrifft ein Betrag von 345 TEuro den Erwerb der autinform dms GmbH.

D.1.2 Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

D.1.3 Finanzanlagen

Die sonstige Ausleihung in Höhe von 114 TEuro betrifft ein Darlehen an ein vormaliges verbundenes Unternehmen über 439 TEuro, dass auf Grund der akzeptierten Feststellungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung in 2004/2005 vollständig wertberichtigt wurde. Mit Vereinbarung vom 31. Juli 2007 über die vorzeitige Darlehensrückführung wurde die Darlehenssumme auf 220 TEuro reduziert, wovon 100 TEuro am 31. August 2007 vereinbarungsgemäß gezahlt wurden und der Restbetrag in 3 gleichen Raten zu je 40 TEuro zu zahlen ist. Das unverzinsliche Darlehen wurde mit 6 % p.a. abgezinst.

D.2. Kurzfristige Vermögenswerte

D.2.1 Vorräte

Die Vorräte beinhalten Handelswaren (EDV-Hardware und Zubehör) in Höhe von 1 (i.V. 41) TEuro.

D.2.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2007 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.150 (i.V. 3.928) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 83 (i.V. 137) TEuro gebildet waren. Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 1.081 (i.V. 669) TEuro.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 378 (i.V. 140) TEuro.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Steuererstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt mit 180 (i.V. 136) TEuro, Forderungen gegenüber Mitarbeitern von 40 (i.V. 97) TEuro, Bonusansprüche von 92 (i.V. 70) TEuro, im Voraus bezahlte Aufwendungen für Gebühren, Versicherungen und Mieten von 282 (i.V. 161) TEuro, Ansprüche aus Factoringvereinbarungen mit 160 (i.V. 0), Forderungen aus Kautionen von 40 (i.V. 54) TEuro sowie Ansprüche auf Gewinnausschüttungen von 49 (i.V. 30) TEuro.

D.2.3 Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am Bilanzstichtag 900 (i.V. 788) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Wir verweisen im übrigen auf unsere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung unter F.

D.3. Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

D.3.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HAITEC AG beträgt zum Bilanzstichtag 13.320 (i.V.12.102) TEuro und verteilt sich insgesamt auf 13.320.046 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 1.218 TEuro aufgrund der folgenden Kapitalmaßnahmen:

7 TEuro stammen aus der Ausgabe von Bezugsaktien aus dem bedingten Kapital 2004/II jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2006.

1.211 TEuro stammen aus der Durchführung der am 23. Februar 2007 vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage beschlossenen und am 07. März 2007 im zuständigen Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage aus genehmigtem Kapital, jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2006.

D.3.2 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2012 einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 6.660 TEuro zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2007/I).

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bei der Ausübung des genehmigten Kapitals das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auszuschließen.

D.3.3 Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2004/I und Aktienoptionsplan 2004

Das Grundkapital ist um bis zu 367 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 366.510 Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie ausgegebene Optionsrechte ausgeübt werden. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Bedingtes Kapital 2004/II

Das Grundkapital ist um bis zu 1.459 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 1.459.088 neuer Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2004/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 10. Mai 2004 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01. Mai 2009 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.466 TEuro mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 1.466.040 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage Gebrauch und beschloss die Begebung einer Wandelschuldverschreibung. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006/07 waren 6.952 Wandelschuldverschreibungen in Aktien gewandelt.

Bedingtes Kapital 2005/I und Aktienoptionsplan 2005

Das Grundkapital ist um 270 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 269.931 auf den Inhaber lautende nennwertlose Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2005/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 in der Zeit bis zum 30. April 2010 von der HAITEC AG ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die aus der Ausübung dieser Bezugsrechte hervorgehenden neuen Aktien der Gesellschaft nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Zugleich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu Stück 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben, mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie der HAITEC AG gewährt. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht.

Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2005 ausgegeben.

Bedingtes Kapital 2005/III

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 2.080 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 2.079.724 Stück neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2005/III) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung der Wandlungspflichten ausgegeben neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2005/III anzupassen.

Bedingtes Kapital 2006/I

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 wird das Grundkapital um bis zu 1.113 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 1.112.500 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2006/I) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Mai 2006 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2006/I anzupassen.

Bedingtes Kapital 2007/II

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 wird das Grundkapital um bis zu 1.372 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 1.372.270 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2007/II) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Mai 2007 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2007/II anzupassen.

Wandelschuldverschreibung I

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tag eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit vom 01. Februar 2005 bis zum 31. Dezember 2006 begeben (Wandelschuldverschreibung I). Die Wandelschuldverschreibung I hat einen Gesamtnennbetrag von 1.466 TEuro, eingeteilt in 1.466.000 Teilwandelschuldverschreibungen jeweils im Nennwert von 1,00 Euro und beinhaltet eine Verzinsung in Höhe von 9,75 % p.a. Die Zinsen sind nachträglich zum 31. Dezember 2005 bzw. am 31. Dezember 2006 fällig und zahlbar. Sollte vom Wandlungsrecht in der Zeit vom 01. bis 29. Dezember 2006 Gebrauch gemacht werden, entfällt die Verzinsung für das Kalenderjahr 2006.

Am 09. November 2006 unterbreitete der Vorstand der HAI-TEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das folgende Angebot (Darstellung nur der wesentlichen geänderten Wandlungsbedingungen):

  • Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 01. Februar 2005 und endet am 31. Dezember 2007.
  • Die Wandelanleihe wird in Höhe ihres Nennbetrages bis zum 31. Dezember 2006 mit 9,75 % p.a. verzinst. In der Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 wird die Anleihe in Höhe ihres Nennbetrages mit 6% p. a. verzinst. Im Fall der Wandlung im Ausübungszeitraum 2006 werden auch die Zinsen für das Kalenderjahr 2006 gezahlt. Im Fall der Wandlung bis zum 31. Dezember 2007 entsteht der Zinsanspruch pro rata bis zum Tag der Wandlung für das Kalenderjahr 2007. Die Zinsen sind nachschüssig für ein Kalenderjahr zahlbar.
  • Jeder Anleihegläubiger hat das Recht, sämtliche Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz oder teilweise in auf den Inhaber lautende Stückaktien der HAITEC AG umzutauschen. Aus der Wandlung hervorgehende Aktien nehmen ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstanden sind, am Gewinn teil.
  • Das Wandlungsrecht kann innerhalb des Zeitraumes beginnend am 09. November 2006 und endend am 28. Dezember 2007 ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführung unter H.5.2.

Wandelschuldverschreibungen II und III

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2005 und der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 19. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 20. Mai 2007 eine auf die Inhaberin der stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co. KG, die Diamant Siebte VV GmbH mit Sitz in Düsseldorf, lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 3.190 TEuro und einer Laufzeit bis zum 13. November 2007 ausgegeben (Wandelschuldverschreibung II) sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 3.190.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen gewährt.

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2005, der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 und der Hauptversammlung vom 25.Mai 2007 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 19. Juni 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 21. Juni 2007 eine weitere auf die Inhaberin der stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co. KG, die Diamant Siebte VV GmbH mit Sitz in Düsseldorf, lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 3.720 TEuro und einer Laufzeit bis zum 7. Dezember 2007 ausgegeben (Wandelschuldverschreibung III), sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 3.720.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen gewährt.

Dabei erfolgten die Einlagen auf die Wandelschuldverschreibungen II und III nicht in bar, sondern durch Abtretung der Ansprüche der stillen Gesellschafterin aus der stillen Beteiligung gegen die autinform GmbH & Co. KG an die HAITEC AG. Die Wandelschuldverschreibungen II und III sind mit einer Wandlungspflicht ausgestattet, d.h. die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen sind verpflichtet, ihre Teilschuldverschreibungen nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umzutauschen sowie die Wandlungspflicht nach Maßgabe der Anleihebedingungen zu erfüllen. Soweit die Wandlungspflicht nicht entsprechend der bestehenden Wandlungspflichtung form- und fristgerecht erfüllt wird, verfallen sämtliche Rechte des Anleihegläubigers ersatzlos. In einem solchen Fall besteht insbesondere kein Anspruch des Anleihegläubigers auf Rückzahlung der Teilschuldverschreibungen zum rechnerischen Nennbetrag. Aufgrund dieser Wandlungspflicht wird es somit nicht zu einem Liquiditätsabfluss bei der Gesellschaft kommen. Die Wandelschuldverschreibungen sind nicht verzinst. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf Wandelschuldverschreibungen war ausgeschlossen.

Die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erstreckt sich auf die Gewährung von Umtauschrechten aus dem bedingten Kapital 2005/III, dem bedingten Kapital 2006/I und dem bedingten Kapital 2007/II sowie aus dem genehmigten Kapital 2007/I.

D.3.4 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 9.240 (i.V. 2.830) TEuro. Die unter D 3.3 beschriebenen Wandelschuldverschreibungen II und III wurden in der Kapitalrücklage ausgewiesen, da IAS 32.22 diese als Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Die Erfüllung ist in finanziellen Vermögenswerten zum Bilanzstichtag bereits erfolgt. Weitere Veränderungen betreffen die Verrechnung der Kosten der Kapitalerhöhung mit der Kapitalrücklage sowie die Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen am Bilanzstichtag.

D.3.5. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 geendet hat. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Die fluktuationsbedingte Veränderung der Anzahl der Stock Options wurde daher im Eigenkapital von der Kapitalrücklage in die Gewinnrücklage umgebucht.

D.4 Langfristige Schulden

Die langfristigen sonstigen Rückstellungen betreffen einen langfristig fälligen Schadensersatzanspruch mit 740 (i.V. 891) TEuro. Die Bewertung erfolgt mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Diskontierungszinssatzes von 5,5 % p.a. Weiterhin sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus einem Altersteilzeitvertrag von 141 (i.V. 215) TEuro berücksichtigt.

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen verzinsliche Darlehen in Höhe von 1.148 (i.V. 0) TEuro mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter E.9.

D.5 Kurzfristige Schulden

D.5.1 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen mit 40 (i.V. 62) TEuro Rückstellungen für Körperschaftsteuer und mit 42 (i.V. 43) TEuro Rückstellungen für Gewerbesteuer, die für die Steuerbelastungen im Vorjahr gebildet wurden.

D.5.2 Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

TEuro
Sonstige Rückstellungen
(kurzfristig)
Stand 1.10.06 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
30.9.07
Personal 1.108 -860 -21 732 959
Ausstehende Rechnungen 645 -399 -170 89 165
Abschlusskosten und -prüfung 194 -186 - 4 76 80
Übrige 509 -344 -101 102 166
Summe 2.456 -1.789 -296 999 1.370

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die

D.5.5 Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 374 (i.V. 565) TEuro und betreffen mit 68 (i.V. 29) TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 306 (i.V. 536) TEuro im voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die gegen künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

D.5.6 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 1.006 (i.V. 2.392) TEuro und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Darlehen mit 124 (i.V. 1.031) TEuro, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern mit 296 (i.V. 453) TEuro, Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- bzw. Kirchensteuer mit 148 (i.V. 159) TEuro, Verbindlichkeiten aus noch abzuführenden Sozialversicherungen in Höhe von 73 (i.V. 0) TEuro und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer mit 170 (i.V. 172) TEuro.

Fälligkeit noch ungewiss ist.

D.5.3 Anleihen

Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren in voller Höhe aus der begebenen Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 1.141 TEuro, eingeteilt in 1.141 TStück Teilwandelschuldverschreibungen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen zum Bedingten Kapital unter D.3. sowie zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag unter H.5.

D.5.4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 1.261 (i.V.471) TEuro.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

E.1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter G. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

TEuro
Berichtsjahr
2006/2007
% Vorjahr
2005/2006
%
Handelswaren/
Software 2.944 15% 2.799 20%
Dienstleistung/
Wartung 15.955 82% 10.615 77%
Software-Provision 499 3% 428 3%
19.398 100% 13.842 100%

E.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.161 (i.V. 1.904) TEuro und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 296 (i.V. 852) TEuro, Erträge aus der Untervermietung von Büroräumen in Höhe von 154 (i.V. 214) TEuro sowie Erträge aus der Auflösung von Drohverlusten für Mietverpflichtungen in Höhe von 199 (i.V. 0) TEuro. Des Weiteren beinhaltet diese Position Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 220 (i.V. 0) TEuro, zu deren Erläuterung wir auf die Ausführungen unter D.1.3 verweisen.

E.3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 7.277 (i.V. 5.822) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 2.214 (i.V. 1.951) TEuro sowie Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von 5.063 (i.V. 3.871) TEuro.

E.4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 9.132 (i.V. 7.589) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 7.844 (i.V. 6.444) TEuro und auf Sozialaufwendungen 1.288 (i.V. 1.145) TEuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 135 (i.V. 145) Mitarbeiter beschäftigt.

E.5. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 284 (i.V. 291) TEuro.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 3.812 (i.V. 3.548) TEuro und beinhalten überwiegend Raumkosten mit 961 (i.V. 933) TEuro, Reise- und Bewirtungskosten mit 688 (i.V. 449) TEuro, KFZ-Kosten mit 560 (i.V. 608) TEuro, Telefon- und sonstige Kommunikationskosten mit 276 (i.V. 257) TEuro sowie Rechts-/Beratungs- und Prüfungskosten mit 347 (i.V. 644) TEuro.

E.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 21 (i.V. 25) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen und die Verzinsung von Avalkonten.

E.8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen betragen 392 (i.V. 280) TEuro und beinhalten insbesondere Zinsund Avalgebühren an Kreditinstitute und Factoringgebühren in Höhe von 253 (i.V. 137), Zinsen der Wandelanleihe mit 50 (i.V. 143) TEuro, Zinsen auf langfristige Darlehensverbindlichkeiten mit 34 (i.V. 0) TEuro und Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen in Höhe von 49 (i.V. 27) TEuro.

E.9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2005/2006 und 2006/2007 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

TEuro
2006/2007 2005/2006
25 -2
-83 0
-58 -2

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode. Zum 30. September 2007 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 76.634 TEuro für die Gewerbesteuer und in Höhe von 76.841 TEuro für Körperschaftssteuer.

Die autinform AG ist aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages Organträger für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer der autinform Süd GmbH. Steuern fallen daher nur grundsätzlich auf Ebene des Organträgers an. Im Berichtsjahr ergaben sich aufgrund der Ergebnissituation keine Steueraufwendungen.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittsteuersatz von 30 Prozent (i.V. 40 Prozent) zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftssteuer von 15,83 Prozent und Gewerbesteuer von 14,17 Prozent.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

TEuro
2006/2007 2005/2006
(restated)
Steuerüberleitung
Jahresergebnis vor Ertragsteuern -334 -1.776
Rechnerischer Steuerertrag
(30 %/i.V. 40 %)
100 710
Steuerauswirkungen durch:
Nicht aktivierte Verlustvorträge -100 -710
Latentes Steuerergebnis -83 0
Tatsächlicher Steueraufwand 25 -2
Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
-58 -2

Aus der Änderung der anzuwendenden Steuersätze haben sich keine Ergebnisauswirkungen ergeben.

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

TEuro
30.09.2007 30.09.2006
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 33 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
50 0
Sonstige Rückstellungen 0 0
Steuerabgrenzung (netto) 83 0

E.10. Sonstige Steuern

Bei dieser Position handelt es sich ausschließlich um Kfz-Steuern.

E.11. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der HAITEC AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus so genannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Der maßgebliche Ausübungspreis für das Aktienoptionsprogramm der HAITEC AG liegt zum 30. September 2007 bei 1 Euro und somit über dem Durchschnittskurs bzw. Schlusskurs der Aktie für das Jahr 2006/2007. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.

Die potenziellen Aktien aus den Wandelschuldverschreibungen entfalten ebenfalls keine verwässernde Wirkung, da diese bei Umwandlung anti-dilutive wirken würden, d.h. der unverwässerte Verlust je Aktie würde sich verringern.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 30. September 2007 13.320 (i.V. 12.102) TEuro und ist eingeteilt in 13.320.046 (i.V. 12.102.182) Stückaktien.

Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich der Fehlbetrag je Aktie wie folgt:

TEuro
2006/2007 2005/2006
(restated)
Jahresfehlbetrag -392 -7.156
Durchschnittliche Anzahl
der Aktien
12.797.036 10.136.908
Unverwässertes
Ergebnis je Aktie
-0,03 -0,71

F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Nettoliquidität des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 678 TEuro auf -361 TEuro reduziert. Die Abnahme ist im Wesentlichen auf den Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien sind bei den Kreditinstituten in Anspruch genommen.

G. Segmentberichterstattung

Die HAITEC AG gehört zu den führenden IT-Beratungs- und Systemhäusern in Deutschland. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Systemintegration (Server Infrastrukturen, Storage, Managed Services), dem Product Lifecycle Management (Optimierung von PLM-Prozessen, CATIA-Implementierungsberatung, Help Desk Services, CATIA-Lizenzverkauf und Entwicklung von Add-on-Lösungen), dem Enterprise Ressource Planning (Optimierung von kaufmännischen Geschäftsprozessen und SAP-Implementierungsberatung) sowie dem Enterprise Content Management (Archivierung, Dokumentenmanagement-Systeme,Workflow-Lösungen).

Durch die Integration der – technischen – Konstruktionsund Entwicklungswelt und der – kaufmännischen – Welt der Unternehmensprozesse (Enterprise Ressource Planing) deckt das Beratungsangebot der HAITEC den gesamten Lebenszyklus eines Produkts ab. Damit verfügt die HAITEC über ein anerkanntes Alleinstellungsmerkmal am Beratungsmarkt.

Die Zentrale der HAITEC AG befindet sich in München. Der Konzern verfügt über Niederlassungen in Saarbrücken, Wiesbaden, Übersee/Chiemsee, Stuttgart, Wolfsburg und Würzburg sowie Landesgesellschaften in Österreich und in der Schweiz.

HAITEC ist im CATIA-Umfeld ein langjähriger Premier Business Partner der IBM sowie Business Partner von Dassault. Über ihre Tochtergesellschaft autinform ist HAITEC ebenfalls seit vielen Jahren ein erfolgreicher SAP Service Partner und verfügt über mehrere SAP Special Expertise Partnerschaften.

Das HAITEC Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten vier berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung primär nach Geschäftsfeldern und sekundär nach Regionen.

G.1. Product Lifecycle Management (PLM)

In diesem Segment bietet die HAITEC AG ihren Kunden ein breit gefächertes Portfolio an CATIA- und PDM-Lösungen zur vollständigen Digitalisierung des gesamten Produktlebenszyklus an – von der Planung und Entwicklung bis zur Fertigung eines Produktes. Dazu zählen neben Consulting, Konzeption und Projektierung auch die Entwicklung individueller PLM-Lösungen sowie ein breit gefächertes Schulungsangebot. Mit dem HAITEC-eigenen Catia Interoperability Labor bietet der HAITEC zudem einen zusätzlichen Service: Fallbeispiele aus dem Bereich Catia Engineering lassen sich im heterogenen Umfeld vollständig abbilden, wodurch die Kunden die Möglichkeit erhalten, vorab Hard- und Softwarekonstellationen auf ihre Leistungsfähigkeit in der Praxis zu prüfen.

G. 2. Systemintegration (SI)

In diesem Bereich hat sich die HAITEC AG weiter auf die Bereiche Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen spezialisiert. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die HAITEC AG mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Das Systemhaus unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.

G. 3. Enterprise Resource Planing (ERP)

In diesem Bereich ist das Leistungsportfolio der HAITEC AG als SAP-Beratungspartner und Dienstleister zusammen gefasst. Dieses beinhaltet die Beratung bei der Optimierung der kaufmännischen Geschäftsprozesse sowie der SAP Implementierungsberatung. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Rechnungswesen, dem Supplier Relations Management (SRM), dem Product Life Cycle Management (PLM) sowie in einer Reihe von IT-Services.

G. 4. Enterprise Content Management (ECM)

In diesem Segment sind die Beratungsleistungen der HAI-TEC beim Aufbau von Dokumentenmanagement Systemen (DMS), bei der Archivierung von Daten und Dokumenten sowie bei der Entwicklung von Workflow-Lösungen.

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IAS 14 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Segmentberichterstattung HAITEC AG Konzern für die Zeit vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 nach IFRS

TEuro PLM SI ERP ECM Übrige Konsolidierung Gesamt
1. Geschäftsfelder
Umsatzerlöse Bj 4.756 5.529 8.030 1.633 0 -550 19.398
Vj 5.015 4.903 3.960 0 0 -36 13.842
Operatives Ergebnis (EBIT) Bj 295 605 109 -2 -954 0 53
Vj 135 17 500 0 -2.700 545 -1.503
Segmentvermögen Bj 1.294 1.683 8.770 1.826 15.507 -14.851 14.229
Vj 1.621 1.165 8.469 0 7.889 1.194 20.338
Segmentverbindlichkeiten Bj 876 1.376 4.995 962 12.749 -11.525 9.433
Vj 1.507 1.433 5.975 0 4.788 -2.495 11.208
Investitionen Bj 38 2 130 52 9 0 231
Vj 107 19 53 0 19 0 198
Abschreibungen Bj 44 18 64 89 69 0 284
Vj 48 20 134 0 89 0 291
übriges
2. Regionen Deutschland Europa übrige Konsolidierung Gesamt
Umsatzerlöse
Bj
Vj
18.233
13.269
1.861
1.244
382
0
-1.078
-671
19.398
13.842
Operatives Ergebnis (EBIT) Bj -130 152 31 0 53
Vj -1.590 87 0 0 -1.503
Segmentvermögen Bj 30.290 356 42 -16.459 14.229
Vj 21.388 504 0 -1.554 20.338
Segmentverbindlichkeiten Bj 20.893 1.579 0 -13.039 9.433
Vj 10.878 1.823 0 -1.493 11.208
Investitionen Bj 227 4 0 0 231
Vj 193 5 0 0 198
Abschreibungen Bj 280 4 0 0 284
Vj 287 4 0 0 291

H. Sonstige Angaben

H.1. Aktienoptionsprogramm

Aktienoptionsplan 2004

Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht.

Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50 % auf die "Personengruppe 1" und mit 50 % auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.

Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der HAITEC-Aktie während der letzten 10 Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.

Aktienoptionsplan 2005

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ist der Vorstand der HAITEC AG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht. Die Ausgabe soll in nicht weniger als drei Jahrestranchen erfolgen mit der Maßgabe, dass keine Tranche mehr als 50% des Gesamtvolumens umfasst. Die Bezugsrechte können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens 2 Jahres ausgeübt werden. Jede Aktienoption gewährt dem Inhaber das Recht auf den Bezug von je einer Aktie der HAITEC AG gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Aktie der HAITEC AG entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlussauktionspreise der HAITEC Aktie im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten 20 Börsentagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Gewinnverwendungsbeschluss gefasst worden ist.

Der Kreis der Optionsberechtigten umfasst Mitglieder des Vorstandes der HAITEC AG und Mitglieder der Geschäftsführungen von Konzerngesellschaften sowie Mitarbeiter der HAI-TEC AG und ihrer Konzerngesellschaften.

Die Bezugsrechte aus Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer zweijährigen Wartezeit nach Einräumung der Aktienoptionen ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist jeweils in der Zeit zwischen dem 10. des letzten Monats eines jeden Quartals und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe der jeweiligen vorläufigen Quartalsergebnisse sowie in der Zeit zwischen dem Tag der Veröffentlichung der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung im elektronischen Bundesanzeiger und dem Tag der ordentlichen Hauptversammlung der HAITEC AG ausgeschlossen.

Aus den Aktienoptionen können die Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn das arithmetische Mittel der Schlussauktionspreise der HAITEC-Aktie im Xetra Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten 20 Handelstagen vor der Ausübung des Bezugsrechts aus der Aktienoption den zuvor beschriebenen Ausübungspreis um mindestens 25% übersteigt.

Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Das Bezugsrecht darf nur ausgeübt werden, solange der Inhaber der Aktienoptionen in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis mit der HAITEC AG oder einer Konzerngesellschaft steht.

Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben.

Entwicklung der Aktienoptionen

TEuro
2006/2007 2005/2006
Ausgegebene Optionen zum
01. Oktober
220.329 348.305
Neu ausgegebene Optionen 0 0
Verfallene Optionen 54.550 127.976
Noch verfügbare Optionen 165.779 220.329

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Die ausgegebenen Aktienoptionen sind erstmals im Geschäftsjahr 2004/2005 in Anlehnung an IFRS 2 aufwandswirksam erfasst worden. Im Rahmen der Beseitigung der Feststellungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung wurde das Geschäftsjahr 2004/2005 entsprechend angepasst.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells (Black-Scholes-Modell) berechnet. Der Bewertungszeitraum beginnt mit dem Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen und endet mit dem am frühesten möglichen Ausübungsdatum. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wurde anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Bewertungsparameter für das angewandte Optionspreismodell beinhalten:

2006/2007 2005/2006
Risikofreier Zins 2,26% 2,26%
Erwartete Dauer bis zur
Ausübung
3 Monate 3 Monate
Erwartete Volatilität 60 % 60 %
Ausübungspreis (gew.
Durchschnitt) in Euro
1 Euro 1 Euro

Die erwartete Volatilität basiert auf der historischen Entwicklung des Aktienkurses der HAITEC AG. Es ist ein Zeitraum von 250 Tagen zugrunde gelegt worden.

Weitere Angaben zu den Aktienoptionen:

Anzahl Ausübungspreis
Gew. Durchschnitt
Ausstehende Optionen zu
Beginn der Berichtsperiode
220.329 1 Euro
Gewährte Optionen im
Berichtsjahr
0 0
Verfallene Optionen im
Berichtsjahr
54.550 0
Ausstehende Optionen am
Ende der Berichtsperiode
165.779 1 Euro

H.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Sonstige Verpflichtungen aus Leasingund Mietverträgen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 2.275 (i.V. 3.376) TEuro und betreffen Mietverpflichtungen mit 1.570 (i.V. 2.452) TEuro, Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge mit 320 (i.V. 426) TEuro sowie Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 385 (i.V. 498) TEuro.

TEuro
bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
Kfz Leasing 200 120 320
BGA Leasing 174 211 385
Miete 776 794 1.570
1.150 1.125 2.275

Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Sonstige Haftungsverhältnisse

Sicherheiten im Zusammenhang mit einer

Kontokorrentkreditlinie

Zur Sicherung eines von einem Kreditinstitut an die HAITEC AG, die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH und die HAITEC Systemintegration GmbH vergebenen revolvierenden Firmenkontokorrentkreditrahmens von bis zu 550 TEuro besteht eine Global-/Generalzession auf Forderungen von der HAITEC AG in Höhe von 900 TEuro. Darüber hinaus besteht ein Garantierahmen in Höhe von 350 TEuro, für den die Gesellschaft eine Garantie in Höhe von 350 TEuro übernommen hat. Zusätzlich wurde zur Absicherung ein Wechsel in Höhe von 550 TEuro erteilt.

Zur Sicherung eines Kredits an die Handels- und Kreditbank (HKB) in Höhe von 250 TEuro wurden die Geschäftsanteile der autinform dms GmbH als Sicherheit verpfändet.

Sicherheiten im Zusammenhang mit

Mietverpflichtungen

Zur Absicherung von Mietverpflichtungen bestehen Mietavale in Höhe von 255 TEuro, für welches Bankguthaben in Höhe von 251 TEuro verpfändet wurden.

H.3. Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")

Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand, der Aufsichtsrat der HAITEC AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden und maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht.

a) Transaktionen mit Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd, London, und dieser Gesellschaft nahe stehenden Personen

Stille Beteiligung der Diamant Siebte VV GmbH / Wandelanleihe der Diamant Siebte VV Gmbh an der HAITEC AG

Die Stille Beteiligung ist vertragskonform im Laufe des Geschäftsjahres durch eine Wandelanleihe der HAITEC AG im Volumen von 6.910.000 Stück ersetzt worden. Gemäß den vertraglichen Bestimmungen muss die Wandelanleihe in Aktien der HAITEC AG gewandelt werden.

Anmerkung: Die Wandelung ist in 2 Schritten in den Monaten Oktober und November 2007 durchgeführt worden.

b) Vorstand

Der Vorstand Dr. N. Brunner besitzt 160.000 Aktien. Der Aufsichtsrat besitzt keine Aktien.

Dem Vorstand werden jährliche Bezüge mit einem festen und variablen Bestandteil gewährt. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr belaufen sich auf 360 (i.V. 508) TEuro, davon fixe Bezüge 240 (i.V.388) TEuro, davon variable Bezüge 120 (i.V. 120) TEuro.

c) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 30 (i.Vj. 32) TEuro.

Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen nicht.

H.4. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der HAITEC AG und des HAITEC Konzerns wurden für das Geschäftsjahr 2006/2007 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

War die Einschätzung des Fortbestandes der Unternehmenstätigkeit zum Ende des Geschäftsjahres von wesentlichen Unsicherheiten (u.a. Rückzahlung einer Wandelanleihe im Volumen von 1,14 Mio. Euro, Mittelabfluss aus Begleichung von überfälligen Lieferantenverbindlichkeiten) geprägt, so konnten die zum Jahresende bestehenden Risikofaktoren durch die erfolgreiche Einbringung der KPS Consulting GmbH am 12. Dezember 2007 und den in diesem Zusammenhang erfolgten Mittelzuflüssen – sowohl vor als auch nach der Einbringung – vollumfänglich beseitigt bzw. gelöst werden.

Am Bilanzstichtag bestanden im Wesentlichen die folgenden bestandsgefährdenden Risiken:

Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die der Finanzplanung zugrundeliegenden Sachverhalte aus der operativen Geschäftstätigkeit und die in diesem Zusammenhang stehenden Einschätzungen des Managements über die künftige Geschäftsentwicklung waren mit Unsicherheiten behaftet. Es konnte nicht zweifelsfrei sichergestellt werden, dass die prognostizierte Umsatzentwicklung tatsächlich eintreten und die operativ geplanten Einzahlungen in der jeweiligen Höhe zu dem geplanten Zeitpunkt erfolgen werden.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einbringung der KPS Consulting GmbH in die HAITEC wurde im November 2007 zwischen der KPS Consulting und der HAITEC eine Sanierungsvereinbarung abgeschlossen, in der festgelegt ist, dass die KPS der HAITEC durch die Gewährung von Darlehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, die eine ausreichende Liquidität der HAITEC AG gewährleisten. Damit konnten die zum Ende des Geschäftsjahres bestehenden diesbezüglichen bestandsgefährdenden Risiken beseitigt werden. Aufgrund der mittlerweile erfolgten erfolgreichen Einbringung der KPS Consulting in die HAITEC ab Mitte Dezember 2007 kann die HAITEC nun über die liquiden Mittel der KPS Consulting GmbH verfügen, so dass sich die Liquiditätslage der Gesellschaft und des Konzerns nachhaltig stabilisiert hat.

Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung

HAITEC hat eine Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.466 TEuro begeben, die bis zum Ende des Kalenderjahres 2007 zurückzuzahlen war. Zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 bestand angesichts des Börsenkurses der HAI-TEC AG das Risiko, dass Anleihegläubiger am Laufzeitende nicht von ihrem Wandlungsrecht in Aktien der HAITEC AG Gebrauch gemacht hätten und HAITEC verpflichtet gewesen wäre, den noch offenen Anleihebetrag von 1.140 TEuro zuzüglich Zinsen am 31. Dezember 2007 in entsprechender Höhe zurückzubezahlen. Es bestand das Risiko, dass HAITEC nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügte, um diese Verpflichtungen zu erfüllen.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einbringung hat die KPS Consulting GmbH nach dem Ende des Geschäftsjahres Wandelschuldverschreibungen gekauft und diese in Aktien gewandelt. Außerdem hat sie sich im Rahmen einer Sanierungsvereinbarung verpflichtet, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, um am 31. Dezember 2007 die noch offenen Wandelschuldverschreibungen vertragskonform an Gläubiger auszuzahlen. Aus dieser Verpflichtung sind am Jahresende Auszahlungen an Wandelinhaber im Volumen von 258 TEuro zzgl. Zinsen erfolgt. Damit ist die Wandelanleihe in voller Höhe in Aktien gewandelt bzw. an die Gläubiger zurückbezahlt und das diesbezügliche Risiko vollumfänglich beseitigt.

H.5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

H.5.1. Kapitalmaßnahmen – Einbringung der KPS Consulting GmbH

Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung am 10. Oktober 2007 hat die HAITEC AG mit den Gesellschaftern der KPS Consulting GmbH am 22. Oktober 2007 einen Vertrag über die Einbringung der KPS in die HAITEC abgeschlossen.

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung mit dem Schwerpunkt SAP spezialisiertes Beratungsunternehmen. Die KPS verfügt aufgrund ihrer sehr erfolgreichen KPS-Rapid-Transformation©-Methodik über erstklassige Kundenreferenzen u. a. in den Segmenten Prozessindustrie (z.B. Bayer AG), Fertigung & Automotive (z.B. Bosch, Webasto) und Konsumgüter & Handel (z.B. Hugo Boss). Die KPS kann auf eine deutlich über dem Branchendurchschnitt liegende Umsatz- und Margenentwicklung verweisen.

Für die HAITEC-Gruppe bedeutet der Einstieg der KPS nicht nur eine neue Positionierung im Beratungsmarkt, sondern auch eine signifikante Verbesserung der Unternehmenskennzahlen. Darüber hinaus ist durch den Einstieg der KPS gewährleistet, dass ausreichende liquide Mittel für eine solide Finanzierung sowohl des laufenden Betriebs als auch des zukünftigen Wachstums zur Verfügung stehen.

Unabdingbare Voraussetzung für die Einbringung der KPS war die Durchführung von 2 Kapitalmaßnahmen:

• im ersten Schritt eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2 : 1. Dabei wurde das Grundkapital in Höhe von 21.096.101 Aktien auf ein neues Grundkapital in Höhe von 10.548.050 Aktien herabgesetzt.

• im zweiten Schritt eine Sachkapitalerhöhung im Verhältnis 29 (alte Aktien) zu 71 (neue Aktien). Dies führte zu einer Kapitalerhöhung um 25.824.536 Aktien und zu einem neuen Grundkapital nach Kapitalerhöhung in Höhe von 36.372.586 Aktien.

Über diese Kapitalmaßnahmen wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November 2007 abgestimmt. Dabei haben die Aktionäre den vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen zum Einstieg der KPS Consulting GmbH mit einer Mehrheit von 99 % zugestimmt. Am 12. Dezember 2007 wurden die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung der HAITEC AG sowie die Durchführung der Sachkapitalerhöhung in das Handelsregister eingetragen und damit alle rechtlichen Voraussetzungen für die Einbringung der KPS Consulting GmbH in die HAITEC AG erfüllt.

Als nunmehr 100 %ige Tochter der HAITEC wird die KPS Consulting zukünftig einen maßgeblichen Beitrag für die Neupositionierung der HAITEC-Gruppe im Beratungsmarkt leisten und für eine hohe Wachstumsdynamik innerhalb der HAITEC sorgen. Die Einbringung der KPS Consulting wird sich darüber hinaus nachhaltig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Bereits im laufenden Geschäftsjahr wird sich der Umsatz der HAITEC-Gruppe mit über 40 Mio. Euro mehr als verdoppeln und die EBITDA-Marge mit mindestens 10 % signifikant verbessern.

H.5.2. Rückzahlung Wandelanleihe / Wandlung

Nach dem Bilanzstichtag ist auch die Wandlung bzw. Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung I als Ereignis von besonderer Bedeutung zu erläutern. Am 09. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAITEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das Angebot für eine Verlängerung der Wandelanleihe bis zum 31. Dezember 2007 mit einer Verzinsung der Anleihe in Höhe ihres Nennbetrag von 6 % p.a.. Mit einem Volumen von 1.141 TStück haben sich rund 78% der Anleihegläubiger für das Prolongationsangebot entschieden und ihr Engagement bis Ende 2007 verlängert.

Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2007 machten insgesamt Anleihegläubiger mit 881.055 Stück von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch. An die verbleibenden Inhaber von Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 258.504 Stück wurde am 31. Dezember 2007 vertragsgemäß ein Betrag von 258.504 Euro plus Zinsen ausbezahlt. Damit ist die Wandelanleihe I in voller Höhe gewandelt bzw. zurückbezahlt.

Anhang Konzern

H.5.3. Wandlung Wandelanleihe II und III

Die von der Diamant Siebte VV GmbH gehaltenen Wandelanleihen II und III im Gesamtvolumen von 6.910.000 Stück sind vertragskonform in voller Höhe in 2 Schritten in den Monaten Oktober und November 2007 in Aktien der HAITEC AG im Volumen von 6.910.000 Stück gewandelt worden.

H.6. Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung

Im Geschäftsjahr 2006/2007 erfolgte bei der HAITEC AG eine Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) für das Geschäftsjahr 2005/2006. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter B.4.

H.7. Organe der Gesellschaft

H.7.1 Vorstand der HAITEC AG

Dr. Nico Brunner, Betriebswirt, Grünwald

Bezüglich der Bezüge des Vorstandes verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H.3.

H.7.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen.

  • Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam (Vorsitzender)
  • Dr. Anthony Bunker, Kaufmann, Frankfurt am Main (Stellvertreter)
  • Dr. Wolfgang Bötsch, Rechtsanwalt und Bundesminister a.D., Würzburg

Herr Hartmann, Herr Dr. Bunker und Herr Dr. Bötsch waren zugleich Aufsichtsräte der Preis24.com AG, München, und der autinform AG in Wiesbaden. Beide Gesellschaften sind 100% Beteiligung der HAITEC AG.

Bezüglich der Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H.3.

H.8. Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HAITEC AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.haitec.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

H.9. Honorar des Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2006/2007 nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg) beträgt insgesamt 65 TEuro und entfällt ausschließlich auf Honorare für Abschlussprüfung.

H.10. Meldungen nach § 25 Abs. 1 WPHG

Die Axxion S.A., Luxemburg, hat nach § 21 Abs.1 WPHG am 27. Februar 2007 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5% überschritten hat und gem. Mitteilung vom 19. Juli 2007 die Schwelle von 5% wieder unterschritten hat.

Die Bridgepoint Capital, London, hat nach § 21 Abs.1 WPHG am 30. März 2007 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwellen von 15%, 10% und 5% unterschritten hat und gem. Mitteilung vom 17. August 2007 die Schwelle von 3% auf 0% unterschritten hat.

Die Deutsche Bank AG, Wien, hat nach § 21 Abs.1 WPHG am 06. August 2007 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5% überschritten hat.

HAITEC Aktiengesellschaft München, den 25. Januar 2008

Dr. Nico Brunner Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der HAITEC Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 28. Januar 2008

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hell Rupp-Helferich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bilanz Haitec AG zum 30. September 2007 nach HGB

Aktiva
in TEuro 30.9.2007 30.9.2006
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
31 61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98 137
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.617 5.695
12.746 5.893
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
18 12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.990 1.575
3. Sonstige Vermögensgegenstände 452 153
2.460 1.740
II. Guthaben bei Kreditinstituten 227 203
2.687 1.943
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7 3
15.440 7.839

Passiva

in TEuro 30.9.2007 30.9.2006
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
13.320 12.102
II. Kapitalrücklage 0 1.455
III. Bilanzverlust -10.611 -10.506
2.709 3.051
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 429 937
429 937
C. Verbindlichkeiten
1.
Anleihen
8.050 1.466
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 407 28
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 599 729
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.903 516
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.343 1.111
12.302 3.850
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 1
15.440 7.839

Gewinn- und Verlustrechnung Haitec AG für die Zeit vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 nach HGB

in TEuro 2006/2007 2005/2006
1. Sonstige betriebliche Erträge 1.520 1.217
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
-702
-648
-1.163
-1.036
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -54 -127
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -69 -89
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen
Abschreibungen übersteigen
0 -1.039
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.084 -2.608
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 7
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -435
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -225 -157
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.547 -4.267
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
10. Sonstige Steuern -13 -3
11. Jahresfehlbetrag -1.560 -4.270
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -10.506 -6.236
13. Entnahme aus Kapitalrücklage 1.455 0
14. Bilanzverlust -10.611 -10.506

Anhang Haitec AG für das Geschäftsjahr 2006/2007

I Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB. Der Jahresabschluss der HAI-TEC AG (im folgenden HAITEC) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurde der Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2006 sowie der zusammengefasste Lagebericht einer Prüfung nach § 342b Abs.2 Satz 3 Nr.3 HGB (Stichprobenprüfung) durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung unterzogen. Die Feststellungen betreffen ausschließlich den Konzernabschluss.

HAITEC stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2006/2007 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 410 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Fremdkapital

Sonstige Rückstellungen beinhalten sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 31 (i.V. 61) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen besteht in Höhe von 98 (i.V. 137) TEuro und enthält insbesondere Mietereinbauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 12.617 (i. V. 5.695) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen:

TEuro

Direkte Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes
Kapital
Eigenkapital Jahresergebnis
30.09.2007
(Vorjahr)
30.09.2007
(Vorjahr)
2006/2007
(Vorjahr)
HAITEC Product Lifecycle
Management GmbH *
München 100 40
(35)
390
(95)
259
(-132)
HAITEC Professional Software
Solutions GmbH *
Übersee 100 -
(26)
-
(35)
-
(10)
HAITEC Systemintegration GmbH München 100 35
(35)
298
(-283)
581
(-38)
HAITEC Gesellschaft für den
Vertrieb von EDV-Lösungen GmbH
Salzburg 100 36
(36)
-81
(-70)
-11
(71)
autinform AG Wiesbaden 100 6.249
(6.249)
8.019
(1.101)
5
(-241)
autinform dms GmbH** Saarbrücken 100 250
(250)
605
(609)
-5
(170)
Preis24.com AG*** München 100 75
(75)
-20
(-18)
-2
(-6)
Indirekte Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes
Kapital
Eigenkapital Jahresergebnis
30.09.2007
(Vorjahr)
30.09.2007
(Vorjahr)
2006/2007
(Vorjahr)
AUTINFORM Verwaltungs GMBH Wiesbaden 100 26
(26)
35
(36)
-2
(-10)
autinform GmbH & Co. KG Wiesbaden 100 5.113
(5.113)
-1.079
(-1.052)
-27
(-498)
autinform Süd GmbH**** Hallberg
moos
100 256
(256)
256
(256)
0
(0)
autinform AG Schweiz Zürich/
Schweiz
99 62
(62)
-1.208
(-1.205)
-3
(-14)

* Die HAITEC Professional Software Solution GmbH wurde mit Wirkung zum 01. Oktober 2006 auf die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH verschmolzen.

** autinform dms GmbH im Vorjahr Rumpfwirtschaftsjahr 01. Januar 2006 bis 30. September 2006

*** Preis24.com AG Zahlen betreffen Jahresabschlüsse 31. Dezember 2006 und 31. Dezember 2005.

**** Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der autinform Süd GmbH und der autinform GmbH & Co. KG.

Anhang AG

Mit Investitions- und Transaktionsvereinbarung vom 15. Juni 2005 haben die HAITEC AG und die Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd. die Rahmenbedingungen und die Struktur für die Übernahme und Eingliederung der autinform-Gruppe in den HAITEC Konzern vereinbart. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat die HAITEC AG im Vorjahr sämtliche Aktien der autinform AG, Wiesbaden, gegen Gewährung von 2.225.000 neuen HAITEC-Aktien erworben.

Mit Verträgen vom 4./22. Juni 2007 erwarb die HAITEC AG von der Diamant Siebte VV GmbH, Düsseldorf, einer im Mehrheitsbesitz der Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd. stehendenGesellschaft, zwei stilleBeteiligungen imNennwert von 6.913 TEuro gegen Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 6.910TEuro. Die stillen Beteiligungen hat die HAITEC AG am 28. September 2007 in die autinform AG zur Stärkung der Eigenkaptalbasis eingelegt und die Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten (12 TEuro) auf die Beteiligung an der autinform AG aktiviert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich am Bilanzstichtag auf 18 (i.V. 12) TEuro. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 60 (i.V. 110) TEuro gebildet worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1.990 (i.V. 1.575) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen. Sie betreffen die autinform GmbH & Co. KG mit 1.394 (i.V. 1.074) TEuro, die autinform AG mit 442 (i.V. 246) TEuro und die HAITEC Gesellschaft für den Vertrieb von EDV-Lösungen GmbH mit 204 (i.V. 166)TEuro. Für die Forderungen gegen die HAITEC Gesellschaft für den Vertrieb von EDV-Lösungen GmbH besteht eine Wertberichtigung in Höhe von 50 (i.V. 50) TEuro.

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 452 (i.V. 153) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Darlehensforderungen an ein ehemals verbundenes Unternehmen mit 114 (i.V. 0) TEuro, Ansprüche aus Factoringvereinbarungen mit 160 (i.V. 0) TEuro, noch auszuzahlende Gewinnansprüche von 49 (i.V. 39)TEuro,Vergütungsansprüche an Lieferanten mit einem Betrag von 66 (i.V. 70) TEuro und Kautionen über 18 (i.V. 29) TEuro.

Im Vorjahr wurde das Darlehen an das vormalige verbundene Unternehmen über 439 TEuro auf Grund der akzeptierten Feststellungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung vollständig wertberichtigt. Mit Vereinbarung vom 31. Juli 2007 über die vorzeitige Darlehensrückführung wurde die Darlehenssumme auf 220TEuro reduziert, wovon 100TEuro am 31. August 2007 vereinbarungsgemäß gezahlt wurden und der Restbetrag in 3 gleichen Raten zu je 40 TEuro zu zahlen ist. Aus der Vereinbarung ergeben sich unter Berücksichtigung der Abzinsung Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 37 TEuro.

3. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 227 (i.V. 203) TEuro und bestehen mit 142 TEuro auf Festgeld- und mit 85 TEuro auf Kontokorrentkonten.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf 7 (i.V. 3) TEuro und enthalten insbesondere abgegrenzte Beratungsleistungen.

5. Eigenkapital

5.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HAITEC AG beträgt zum Bilanzstichtag 13.320 (i.V. 12.102) TEuro und verteilt sich insgesamt auf 13.320.046 auf den Inhaberlautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 1.218 TEuro aufgrund der folgenden Kapitalmaßnahmen: 6.952TEuro stammen aus der Ausgabe von Bezugsaktien aus dem bedingten Kapital 2004/II, eingetragen in das Handelsregister am 23. Juli 2004, jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2006.

1.211 TEuro stammen aus der Durchführung der am 23. Februar 2007 vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage beschlossenen und am 07. März 2007 im zuständigen Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage aus genehmigtem Kapital, jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2006.

5.2 Genehmigtes Kapital

DerVorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2012 einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 6.660 TEuro zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2007/I).

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bei der Ausübung des genehmigten Kapitals das BezugsrechtderAktionäreunterbestimmtenVoraussetzungen ganz oder teilweise auszuschließen.

5.3 Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2004/I und Aktienoptionsplan 2004

Das Grundkapital ist um bis zu 367 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 366.510 Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder desVorstandes der Gesellschaft

und Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischen Unternehmen der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie ausgegebene Optionsrechte ausgeübt werden. Am 20. August 2004 beschlossenVorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Bedingtes Kapital 2004/II

Das Grundkapital ist um bis zu 1.459TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 1.459.088 neuer Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2004/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 10. Mai 2004 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01. Mai 2009 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautendeWandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.466 TEuro mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 1.466.040 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichenTage Gebrauch und beschloss die Begebung einer Wandelschuldverschreibung. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 waren 6.952Wandelschuldverschreibungen in Aktien gewandelt.

Bedingtes Kapital 2005/I und Aktienoptionsplan 2005

Das Grundkapital ist um 270 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 269.931 auf den Inhaber lautende nennwertlose Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2005/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 in der Zeit bis zum 30. April 2010 von der HAITEC AG ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht aufAktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die aus der Ausübung dieser Bezugsrechte hervorgehenden neuen Aktien der Gesellschaft nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Zugleich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 derVorstand der Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu Stück 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben, mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie der HAITEC AG gewährt. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht.

Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2005 ausgegeben.

Bedingtes Kapital 2005/III

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 2.080 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 2.079.724 Stück neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2005/III) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung der Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2005/III anzupassen.

Bedingtes Kapital 2006/I

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 wird das Grundkapital um bis zu 1.113 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 1.112.500 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2006/I) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen zu deren Ausgabe der Vorstand von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Mai 2006 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der WandlungsrechteoderdurchErfüllungvonWandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2006/I anzupassen.

Bedingtes Kapital 2007/II

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 wird das Grundkapital um bis zu 1.372 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 1.372.270 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2007/II) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen zu deren Ausgabe der Vorstand von der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Mai 2007 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von WandlungsrechtenoderdurchErfüllungvonWandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2007/II anzupassen.

5.4 Wandelschuldverschreibungen

Wandelschuldverschreibung I

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tag eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit vom 01. Februar 2005 bis zum 31. Dezember 2006 begeben (Wandelschuldverschreibung I). DieWandelschuldverschreibungIhateinenGesamtnennbetrag von 1.466 TEuro, eingeteilt in 1.466.000 Teilwandelschuldverschreibungen jeweils im Nennwert von 1,00 Euro und beinhaltet eine Verzinsung in Höhe von 9,75 % p.a. Die Zinsen sind nachträglich zum 31. Dezember 2005 bzw. am 31. Dezember 2006 fällig und zahlbar. Sollte vom Wandlungsrecht in der Zeit vom 01. bis 29. Dezember 2006 Gebrauch gemacht werden, entfällt die Verzinsung für das Kalenderjahr 2006.

Am 09. November 2006 unterbreitete der Vorstand der HAITECAG denAnleihegläubigern derWandelschuldverschreibung I das folgendeAngebot(Darstellung nur der wesentlichen geänderten Wandlungsbedingungen):

  • • Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 01. Februar 2005 und endet am 31. Dezember 2007.
  • • Die Wandelanleihe wird in Höhe ihres Nennbetrages bis zum 31. Dezember 2006 mit 9,75 % p.a. verzinst. In der

Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 wird die Anleihe in Höhe ihres Nennbetrages mit 6% p. a. verzinst. Im Fall derWandlung im Ausübungszeitraum 2006 werden auch die Zinsen für das Kalenderjahr 2006 gezahlt. Im Fall der Wandlung bis zum 31. Dezember 2007 entsteht der Zinsanspruch pro rata bis zum Tag der Wandlung für das Kalenderjahr 2007. Die Zinsen sind nachschüssig für ein Kalenderjahr zahlbar.

  • • Jeder Anleihegläubiger hat das Recht, sämtlicheTeilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz oderteilweise in auf den Inhaberlautende Stückaktien der HAITEC AG umzutauschen. Aus der Wandlung hervorgehende Aktien nehmen ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstanden sind, am Gewinn teil.
  • • Das Wandlungsrecht kann innerhalb des Zeitraumes beginnend am 09. November 2006 und endend am 28. Dezember 2007 ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Wandelschuldverschreibungen II und III

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2005 und der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 19. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 20. Mai 2007 eine auf die Inhaberin der stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co. KG, die Diamant Siebte VV GmbH mit Sitz in Düsseldorf, lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 3.190 TEuro und einer Laufzeit bis zum 13. November 2007 ausgegeben (Wandelschuldverschreibung II) sowie den Inhabern vonWandelschuldverschreibungenWandlungsrechte auf bis zu insgesamt 3.190.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen gewährt.

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. September 2005, der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 und der Hauptversammlung vom 25. Mai 2007 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 19. Juni 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 21. Juni 2007 eine weitere auf die Inhaberin der stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co. KG, die Diamant Siebte VV GmbH mit Sitz in Düsseldorf, lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 3.720TEuro und einer Laufzeit bis zum 7. Dezember 2007 ausgegeben (Wandelschuldverschreibung III), sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 3.720.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen gewährt.

Dabei erfolgten die Einlagen auf die Wandelschuldverschreibungen II und III nicht in bar, sondern durch Abtretung der Ansprüche der stillen Gesellschafterin aus der stillen Beteiligung gegen die autinform GmbH & Co. KG an die HAITEC AG. Die Wandelschuldverschreibungen II und III sind mit einer Wandlungspflicht ausgestattet, d.h. die Inhaber der Wandelschuldverschreibungensindverpflichtet,ihreTeilschuldverschreibungen nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umzutauschen sowie die Wandlungspflicht nach Maßgabe der Anleihebedingungen zu erfüllen. Soweit die Wandlungspflicht nicht entsprechend der bestehenden Wandlungspflichtung form- und fristgerecht erfüllt wird, verfallen sämtliche Rechte des Anleihegläubigers ersatzlos. In einem solchen Fall besteht insbesondere kein Anspruch des Anleihegläubigers auf Rückzahlung derTeilschuldverschreibungen zum rechnerischen Nennbetrag. Aufgrund dieser Wandlungspflicht wird es somit nicht zu einem Liquiditätsabfluss bei der Gesellschaft kommen. Die Wandelschuldverschreibungen sind nicht verzinst. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf Wandelschuldverschreibungen war ausgeschlossen.

Die Ermächtigung zur Ausgabe von WandelschuldverschreibungenerstrecktsichaufdieGewährungvonUmtauschrechten aus dem bedingten Kapital 2005/III, dem bedingten Kapital 2006/I und dem bedingten Kapital 2007/II sowie aus dem genehmigten Kapital 2007/I.

5.5 Kapitalrücklage

Die vorgetragene Kapitalrücklage in Höhe von 1.455 TEuro wurde zum teilweisen Ausgleich des Jahresfehlbetrages und des Verlustvortrages vollständig entnommen.

5.6 Bilanzverlust

Der Bilanzverlust ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

in TEuro

30.09.2007 30.09.2006
Jahresfehlbetrag -1.560 - 4.270
Verlustvortrag -10.506 - 6.236
Entnahme aus der
Kapitalrücklage
1.455 0
-10.611 -10.506

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen 429 (i.V. 937) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

in TEuro

Bezeichnung Stand
01.10.2006
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
30.09.2007
Ausstehende Rechnungen 550 -333 -150 56 123
Abschlusskosten 140 -140 0 25 25
Personalverpflichtungen 133 -11 -2 127 247
Sonstige 114 -15 -65 0 34
Gesamt 937 -499 -217 208 429

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die noch nicht abgerechnet wurden.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche.

7. Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Anleihen in Höhe von 8.050 (i.V. 1.466)TEuro. Die Anleihen betreffen die Ausgabe von drei Wandelschuldverschreibungen. Zu Einzelheiten verweisen wir auf unsereAusführungen im Eigenkapital (Wandelschuldverschreibungen I, II, III) dieses Anhangs.

Aus der Wandelschuldverschreibung I über ursprünglich 1.466 TEuro bestanden am Bilanzstichtag noch Verpflichtungen in Höhe von 1.140 TEuro. Im Verlauf des 4. Quartals 2007 haben Anleihegläubiger mit Schuldverschreibungen über 881 TEuro von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht; die verbleibenden 259 TEuro wurden samt Zinsen am 31. Dezember 2007 ausbezahlt.

Die Wandelschuldverschreibungen II und III über 6.910 TEuro wurden im November 2007 den Wandlungsbedingungen entsprechend in HAITEC-Aktien umgetauscht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 407 (i.V. 28) TEuro und betreffen die laufenden Kontokorrentkonten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 599 (i.V. 729) TEuro und resultieren aus Zahlungsverpflichtungen für bezogene Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 1.903 (i.V. 516) TEuro und resultieren aus Darlehen und Kostenumlagen im Konzern. Sie betreffen die HAITEC Systemintegration GmbH mit 1.270 (i.V. 86)TEuro, die autinform dms GmbH mit 592 (i.V. 350)TEuro, die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH in Höhe von 41 (i.V. Forderungen 239) TEuro und die vormalige HAITEC Professional Software Solutions GmbH im Vorjahr mit 80 TEuro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 1.343 (i.V. 1.111)TEuro und beinhalten imWesentlichen Darlehen mit 1.148 (i.V. 1.000) TEuro, noch abzuführende Umsatzsteuern in Höhe von 166 (i.V. 0)TEuro, noch abzuführende Lohn-/ Kirchensteuer in Höhe von 14 (i.V. 19) TEuro und noch abzuführende Sozialversicherungen mit 5 (i.V. 0) TEuro.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 1.148 (i.V. 0) TEuro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist zur Zahlung fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.520 (i. V. 1.217)TEuro und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Erträgen aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 335 (i.V. 0)TEuro, Konzernumlagen in Höhe von 774 (i.V. 566) TEuro, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von 217 (i.V. 311)TEuro und Mieterträgen über 113 (i.V. 108) TEuro.

2. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 702 (i.V. 1.163)TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 648 (i.V. 1.036) TEuro und auf Sozialaufwendungen 54 (i.V. 127) TEuro.

Im Geschäftsjahr 2006/2007 waren bei der HAITEC AG durchschnittlich 8 (i.V. 16) Mitarbeiter beschäftigt.

3. Abschreibungen

DieplanmäßigenAbschreibungenaufimmaterielleVermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 69 (i.V. 89) TEuro. Die im Vorjahr ausgewiesenen Abschreibungen auf das Umlaufvermögen resultieren aus einem Forderungsverzicht und Wertberichtigungen auf Forderungen an ein verbundenes Unternehmen sowie der Wertberichtigung eines Darlehens an ein ehemals verbundenes Unternehmen.

4. Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.084 (i.V. 2.608) TEuro und bestehen im Wesentlichen aus Miet-/ Raumkosten in Höhe von 526 (i.V. 523) TEuro, gesellschaftsrechtlichen Kosten von 332 (i.V. 275) TEuro, Konzernumlagen in Höhe von 269 (i.V. 6) TEuro, Rechts-/Beratungskosten mit 225 (i.V. 803) TEuro, Kraftfahrzeugkosten über 300 (i.V. 190) TEuro, Abschluss-/Prüfungskosten von 28 (i.V. 126) TEuro sowie Versicherungen im Volumen von 52 (i.V. 83) TEuro.

5. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Zinserträge in Höhe von 13 (i.V. 7) TEuro und Zinsaufwendungen in Höhe von 225 (i.V. 157) TEuro. Der Zinsaufwand resultiert insbesondere aus Zins- und Avalgebühren an Kreditinstitute und Factoringgebühren mit 117 (i.V. 11) TEuro, der Verzinsung der ausgegebenen Wandelschuldverschreibung mit 50 (i. V. 143)TEuro und Zinsen für ein langfristiges Darlehen mit 40 (i.V. 0) TEuro.

V. Sonstige Angaben

1. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der HAITEC AG und des HAITEC Konzerns wurden für das Geschäftsjahr 2006/2007 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender WahrscheinlichkeitimlaufendenunddenfolgendenGeschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

War die Einschätzung des Fortbestandes der Unternehmenstätigkeit zum Ende des Geschäftsjahres von wesentlichen Unsicherheiten (u.a. Rückzahlung einer Wandelanleihe im Volumen von 1,14 Mio. Euro, Mittelabfluss aus Begleichung von überfälligen Lieferantenverbindlichkeiten) geprägt, so konnten die zum Jahresende bestehenden Risikofaktoren durch die erfolgreiche Einbringung der KPS Consulting GmbH am 12. Dezember 2007 und den in diesem Zusammenhang erfolgten Mittelzuflüssen – sowohl vor als auch nach der Einbringung – vollumfänglich beseitigt bzw. gelöst werden.

Am Bilanzstichtag bestanden im Wesentlichen die folgenden bestandsgefährdenden Risiken:

Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die der Finanzplanung zugrundeliegenden Sachverhalte aus der operativen Geschäftstätigkeit und die in diesem Zusammenhang stehenden Einschätzungen des Managements über die künftige Geschäftsentwicklung waren mit Unsicherheiten behaftet. Es konnte nicht zweifelsfrei sichergestellt werden, dass die prognostizierte Umsatzentwicklung tatsächlich eintreten und die operativ geplanten Einzahlungen in der jeweiligen Höhe zu dem geplanten Zeitpunkt erfolgen werden.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einbringung der KPS Consulting GmbH in die HAITEC wurde im November 2007 zwischen der KPS Consulting und der HAITEC eine Sanierungsvereinbarung abgeschlossen, in der festgelegt ist, dass die KPS der HAITEC durch die Gewährung von Darlehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, die eine ausreichende Liquidität der HAITEC AG gewährleisten. Damit konnten die zum Ende des Geschäftsjahres bestehenden diesbezüglichen bestandsgefährdenden Risiken beseitigt werden. Aufgrund der mittlerweile erfolgten erfolgreichen Einbringung der KPS Consulting in die HAITEC ab Mitte Dezember 2007 kann die HAITEC nun über die liquiden Mittel der KPS Consulting GmbH verfügen, so dass sich die Liquiditätslage der Gesellschaft und des Konzerns nachhaltig stabilisiert hat.

Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung

HAITEC hat eine Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.466 TEuro begeben, die bis zum Ende des Kalenderjahres 2007 zurückzuzahlen war. Zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 bestand angesichts des Börsenkurses der HAITEC AG das Risiko, dass Anleihegläubiger am Laufzeitende nicht von ihremWandlungsrecht in Aktien der HAITEC AG Gebrauch gemacht hätten und HAITEC verpflichtet gewesen wäre, den noch offenen Anleihebetrag von 1.140 TEuro zuzüglich Zinsen am 31. Dezember 2007 in entsprechender Höhe zurückzubezahlen. Es bestand das Risiko, dass HAITEC nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügte, um diese Verpflichtungen zu erfüllen.

Vor dem Hintergrund der geplanten Einbringung hat die KPS Consulting GmbH nach dem Ende des Geschäftsjahres Wandelschuldverschreibungen gekauft und diese in Aktien gewandelt. Außerdem hat sie sich im Rahmen einer Sanierungsvereinbarung verpflichtet, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, um am 31. Dezember 2007 die noch offenen Wandelschuldverschreibungen vertragskonform an Gläubiger auszuzahlen. Aus dieser Verpflichtung sind am Jahresende Auszahlungen an Wandelinhaber im Volumen von 258 TEuro zzgl. Zinsen erfolgt. Damit ist die Wandelanleihe in voller Höhe in Aktien gewandelt bzw. an die Gläubiger zurückbezahlt und das diesbezügliche Risiko vollumfänglich beseitigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 1.516 (i.V. 2.295) TEuro und betreffen Mietverträgemit1.123(i.V.1.582)TEuro,sowieLeasingverträge für Kfz mit 271 (i.V. 350) TEuro und Betriebs- und Geschäftsausstattungen mit 122 (i.V. 30) TEuro.

Die Fälligkeiten der Verpflichtungen zeigt die nachstehende Tabelle:

in TEuro
Position bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
Mietverpflichtung 476 647 1.123
Leasing Kfz 165 106 271
Leasing BGA 73 49 122
Gesamt 714 802 1.516

3. Sonstige Haftungsverhältnisse

Rangrücktrittserklärung zugunsten der autinform GmbH & Co.KG

Zur Abwendung der Überschuldung der autinform GmbH & Co. KG erteilte die HAITEC AG eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von 1.394 TEuro auf ihre Forderungen.

Patronatserklärung zugunsten der autinform-Gruppe

Darüber hinaus besteht zugunsten der autinform-Gruppe eine zeitlich befristete Patronatserklärung, in der sich die HAITEC AG gegenüber der autinform AG, der autinform GmbH & Co. KG, der autinform Süd GmbH, der autinform Verwaltungs GmbH und der autinform AG (Schweiz) bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 900 TEuro verpflichtet, diese Gesellschaften finanziell und liquiditätsmäßig so auszustatten, dass sie in der Lage sein werden, allen gegenwärtig bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen Dritten gegenüber fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen.

Sicherheiten im Zusammenhang mit einer Kontokorrentkreditlinie

Zur Sicherung eines von einem Kreditinstitut an die HAITEC AG, die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH und die HAITEC Systemintegration GmbH vergebenen revolvierenden Firmenkontokorrentkreditrahmens von bis zu 550 TEuro besteht eine Global-/Generalzession auf Forderungen von der HAITEC AG in Höhe von 900TEuro. Darüber hinaus besteht ein Garantierahmen in Höhe von 350 TEuro, für den die Gesellschaft eine Garantie in Höhe von 350 TEuro abgab. Zusätzlich wurde zur Absicherung einWechsel in Höhe von 550 TEuro erteilt.

Zur Sicherung eines Kredits an die Handels- und Kreditbank (HKB) in Höhe von 250 TEuro wurden die Geschäftsanteile der autinform dms GmbH als Sicherheit verpfändet.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen

Zur Absicherung der Mietverpflichtungen besteht ein Mietaval in Höhe von 142 TEuro, für welches Bankguthaben in Höhe von 142 TEuro verpfändet wurden.

Anhang AG

4. Zusammensetzung der Organe

Vorstand war im Geschäftsjahr:

Dr. Nico Brunner, Kaufmann, Grünwald

Die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2006/2007 betragen 360 (i.V. 508) TEuro, davon beträgt der variable Gehaltsanteil 120 TEuro.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam (Vorsitzender)

Dr. Wolfgang Bötsch, Rechtsanwalt, Würzburg Dr. Anthony Bunker, Kaufmann, Frankfurt am Main

Herr Hartmann, Herr Dr. Bötsch und Herr Dr. Bunker waren zugleich Aufsichtsräte der Preis24.com AG in München und der autinform AG in Wiesbaden. Beide Gesellschaften sind 100%-Beteiligungen der HAITEC AG. Weitere Aufsichtsratsmandate bestehen nicht.

Die Vergütungen für die Aufsichtsräte betrugen im Berichtszeitraum 30 (i.V. 32) TEuro.

5. Konzernabschluss

Die HAITEC Aktiengesellschaft mit Sitz in München erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

6. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der HAITEC AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.haitec.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2006/2007 erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer der Gesellschaft beträgt insgesamt 20 TEuro, es betrifft ausschließlich das Honorar für die Abschlussprüfung.

München, den 25. Januar 2008

Dr. Nico Brunner Vorstand HAITEC AG

Entwicklung des Anlagevermögens Haitec AG (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen Buchwert

in TEuro 01.10.2006 Zugänge Abgänge Übertrag 30.9.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
449 0 -30 0 419
Immaterielle Vermögensgegenstände 449 0 -30 0 419
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 937 0 -100 0 837
Sachanlagen 937 0 -100 0 837
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.130 6.922 0 0 13.052
Finanzanlagen 6.130 6.922 0 0 13.052
Anlagevermögen gesamt 7.516 6.922 -130 0 14.308
Abschreibungen
des
01.10.2006
Zugänge
Abgänge
Übertrag
30.9.2007
1.10.2006
Geschäftsjahres
Abgänge
Übertrag
30.9.2007
30.9.2007 30.9.2006
0
-30
0
419
388
30
-30
0
388
31 61
419
388
30
-30
0
388
31 61
837
800
39
-100
0
739
98 137
0
837
800
39
-100
0
739
98 137
13.052
435
0
0
0
435
12.617 5.695
13.052
435
0
0
0
435
12.617 5.695
0
14.308
1.623
69
-130
0
1.562
12.746 5.893

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen Buchwert

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung der HAITEC Aktiengesellschaft, München, und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in derVerantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eineBeurteilungüberdenJahresabschlussunterEinbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen unserer Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft undstelltdieChancenundRisikender zukünftigenEntwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 28. Januar 2008

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hell Rupp-Helferich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

HAITEC AG Alois-Wolfmüller-Straße 8 80939 München