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KPS AG Annual Report 2006

Feb 21, 2007

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Annual Report

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Konzern- und Jahresabschluss 2005/06

HAITEC Aktiengesellschaft

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2005/06

Der Konzernlagebericht und der Lagebericht des Mutterunternehmens, der HAITEC AG, für das Geschäftsjahr 2005/06 werden gemäß § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Aus diesem Grund wird in den einzelnen Abschnitten eine differenzierte Darstellung nach einzelnen Konzernunternehmen vorgenommen, sofern es dem besseren Verständnis dient.

A) Wirtschaftsbericht des HAITEC Konzerns

1. Geschäftsverlauf und -entwicklung

Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von umfangreichen Turn-Around-Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität und Verbesserung der Ergebnissituation der HAITEC AG und des Konzerns. Zentrale Elemente hierbei waren die Schaffung der Grundlagen zur Steigerung des Umsatzes sowie Maßnahmen zur Kostenreduzierung sowohl auf Ebene der HAITEC AG als auch der einzelnen Tochtergesellschaften.

Auch die "Transparenz nach Innen" wurde im vergangenen Geschäftsjahr durch die Reorganisation sowie die Neustrukturierung sowohl des internen als auch des externen Rechnungswesens – dazu gehörte eine komplette Überarbeitung und Neugestaltung des im Einsatz befindlichen SAP-R/3-Systems – und durch die Definition von klaren Verantwortlichkeiten nachhaltig verbessert.

Nach einem sehr schlechten 1. Halbjahr gelang es, die wirtschaftliche Situation von HAITEC im 2. Halbjahr zu verbessern und sowohl das 3. als auch das 4. Quartal mit einem positiven operativen Ergebnis – unter vollständiger Einbeziehung der autinform Gruppe und der autinform dms GmbH – abzuschließen. Verantwortlich für diese positive Entwicklung waren vor allen Dingen die Steigerung der Auslastungsquoten, die gute Entwicklung des Auftragsbestands sowie der zukünftig erwarteten Aufträge. Erste Erfolge zeigten auch die eingeleiteten Rationalisierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen. Positiv haben sich zudem die Integration der autinform Gruppe, die konsequente Nutzung von vertrieblichen Synergien aus der gesellschaftsübergreifenden "Bearbeitung" von Bestandskunden sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Premium-Partnern (IBM, Dassault, SAP) ausgewirkt.

Reorganisationsmaßnahmen

Nachdem HAITEC bereits im Geschäftsjahr 2003/04 Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und in 2004/05 Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet hatte, stand im Geschäftsjahr 2005/06 wiederum ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm im Mittelpunkt der Aktivitäten. Dieses baute auf den Umstrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2004/05 auf. Zu den Maßnahmen zählte u.a. die Einführung einer neuen Aufbauorganisation. Durch gesellschaftsrechtliche Bereinigungen und Verschmelzungen wurde die Unternehmensstruktur erheblich vereinfacht.

Unter der HAITEC AG als Holding gab es mit Beginn des Geschäftsjahres 2005/06 die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH (PLM), die HAITEC Professional Software Solutions GmbH (HPSS), die HAITEC Systemintegration GmbH (SI) und die österreichische Vertriebstochter HAITEC GesmbH Österreich. Mit dieser gesellschaftsrechtlichen Neuausrichtung erfolgte auch eine Fokussierung des Leistungsspektrums auf die Geschäftsfelder Systemintegration mit den Schwerpunkten Serverinfrastruktur und Storagelösungen sowie Product-Life-Cycle-Management mit den Schwerpunkten Beratung bei der Optimierung von Konstruktions- und Entwicklungsprozessen sowie der Implementierung der erforderlichen IT-Lösungen. Zusätzlich war geplant, mit dem Kauf der autinform Gruppe zum 01.10.2005 das Leistungsspektrum um das Geschäftsfeld SAP-Beratung zu erweitern und daraus entsprechende Synergien mit den bereits vorhandenen Beratungsangeboten von HAITEC zu generieren. Der Erwerb der autinform Gruppe und die damit verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale waren ein zentraler Baustein für die Planungen des Geschäftsjahres 2005/06.

Die 2004/05 vorgenommenen Umstrukturierungsmaßnahmen führten im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/06 allerdings nicht zu den erwarteten Ergebnissen. Stattdessen wurden die Planziele deutlich verfehlt. Dies ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: So verzögerte sich aufgrund von Klagen von Kleinaktionären die Einbringung und Integration der autinform AG um rund 6 Monate. Darüber hinaus lagen die Auslastungsquoten in den Bereichen Systemintegration und Product-Life-Cycle-Management sowie die Softwareumsätze unter Plan. Zudem haben die hohen Verwaltungskosten der HAITEC AG das Ergebnis wesentlich belastet.

Aufgrund der Entwicklung des 1. Halbjahres 2005/06 leitete das Management umgehend Restrukturierungsmaßnahmen zur Erzielung eines nachhaltigen Turn-Around ein. Schwerpunkte waren dabei die nachhaltige Stärkung der Liquidität, Erzeilung von Umsatzzuwächsen und weitere Kostenreduzierungen.

Liquidität und durchgeführte Kapitalerhöhungen

Umsatz

Oberste Priorität galt zunächst der Verbesserung der angespannten Liquiditätslage. Durch eine Barkapitalerhöhung im Volumen von 1.512.772 Stück zum Preis von 1,30 Euro je Aktie konnten liquide Mittel im Volumen von 1.966.603 Euro generiert werden. Zusätzlich flossen HAITEC durch den Verkauf einer 25-%-Beteiligung der autinform AG an einer Medienagentur liquide Mittel in Höhe von 235.000 Euro zu. Durch diese Maßnahmen konnten die Liquidität für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs gewährleistet und teilweise die finanziellen Mittel für notwendige Investments in die Zukunft zur Verfügung gestellt werden. Mit der Anfang März erfolgten Einbringung der autinform AG gab es auch einen Wechsel in der Führung der HAITEC AG. Die Vorstände Jochen Furch (CEO) und Markus Olbrich (CFO) haben das Unternehmen Anfang März 2006 verlassen. Zum Nachfolger als Vorstand und CEO der HAITEC AG wurde Dr. Nico Brunner – in Personalunion auch CEO der autinform AG – berufen. Die Position des CFO wurde nicht neu besetzt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen. Die Höhe der variablen Bestandteile orientiert sich an der Realisierung von vorgegebenen Erfolgszielen.

Eine Maßnahme zur Umsatzsteigerung und zur Erweiterung des Beratungsspektrums war auch der im Mai 2006 erfolgte Erwerb der autinform dms GmbH (dms). Die dms ist auf die Bereiche Dokumentenmanagement, Archivierung und Workflow-Lösungen spezialisiert. Mit 23 Mitarbeitern erwirtschaftete die dms im vergangenen Rumpfgeschäftsjahr nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) einen Umsatz von ca. 1,7 Mio. Euro bei einem EBIT von 0,3 Mio. Euro. Der Erwerb der dms dient auch dem konsequenten Ausbau des HAITEC-Beratungsspektrums in der Verbindung von Konstruktions-Welt mit der ERP-Welt.

Kosten

Die Maßnahmen zur Umsatzsteigerung umfassten die weitere Fokussierung des Beratungsangebots auf spezifische Beratungsgebiete mit Alleinstellungsmerkmalen bzw. auf Beratungsgebiete mit hohem Marktpotential. Dazu gehörte u.a. der konsequente Ausbau des Beratungsangebots aus der Verbindung von Konstruktions-Welt und ERP-Welt, das für die zukünftige vertriebliche Arbeit ein wesentlicher Ansatzpunkt sein wird. Positive Impulse auf die Umsatzentwicklung konnten auch durch eine konsequente Betreuung der Bestandskunden sowie eine zielgerichtete Gewinnung von Neukunden erzielt werden. Kapitalmarktkommunikation HAITEC ist bereits zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres dazu übergegangen, Quartalszahlen zu veröffentlichen. Darüber hinaus wurden Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen herausgegeben und Investorenveranstaltungen abgehalten. Der versprochenen Transparenzerhöhung der HAITEC wurde damit über das erforderliche Maß hinaus Rechnung getragen. Der Vorstand stand interessierten Kapitalmarktjournalisten wie auch Investoren in zahlreichen Gesprächen zur Verfügung. Die Steigerung des Shareholder-Value bleibt für das Management ein erklärtes Ziel.

Für die Verbesserung der Ergebnissituation von HAITEC war es zwingend erforderlich, umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen sowohl auf Ebene der HAITEC AG als auch der ihrer Tochtergesellschaften einzuleiten. Sie führten zu Einsparungen von über einer Mio. Euro und umfassten die Bereiche Beratung, Vertrieb und Back-Office/Infrastruktur. Das höchste Einsparvolumen wurde dabei im Bereich Back-Office/Infrastruktur realisiert.

Management

B) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag ist insbesondere die Neuregelung der Fälligkeit der Wandelschuldverschreibung als Ereignis von

besonderer Bedeutung zu erläutern.

Am 09. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAI-

TEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das folgende Angebot für eine Verlängerung der Wandelanleihe bis zum 31.12.2007: a) Die Wandelanleihe wird in Höhe ihres Nennbetrages bis zum 31. Dezember 2006 mit 9,75 % p.a. verzinst. In der Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 wird die Anleihe in Höhe ihres Nennbetrages mit 6 % p.a. ver-

zinst. Im Fall der Wandlung im Ausübungszeitraum 2006 werden auch die Zinsen für das Kalenderjahr 2006 gezahlt. Im Fall der Wandlung bis zum 31. Dezember 2007 entsteht der Zinsanspruch pro rata bis zum Tag der Wandlung für das Kalenderjahr 2007. Die Zinsen sind nachschüssig für ein Kalenderjahr zahlbar.

  • b) Jeder Anleihegläubiger hat das Recht, sämtliche Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen jederzeit während des Ausübungszeitraumes ganz oder teilweise in auf den Inhaber lautende Stückaktien der HAITEC AG umzutauschen. Aus der Wandlung hervorgehende Aktien nehmen ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstanden sind, am Gewinn teil.
  • c) Das Wandlungsrecht kann innerhalb des Zeitraumes beginnend am 09. November 2006 und endend am 28. Dezember 2007 ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Mit einem Volumen von 1.140 TStück haben sich rund 78% der Anleihegläubiger für das Prolongationsangebot entschieden und ihr Engagement bis Ende 2007 verlängert. HAITEC hat den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 0,35 Mio. Euro, die das Verlängerungsangebot nicht wahrgenommen haben, die entsprechenden Beträge vertragsgemäß zurückgezahlt. Insgesamt machten Anleihegläubiger mit 6.952 Stück von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch.

C) Darstellung der Lage des HAITEC AG Konzerns nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2005/06 wurde der Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2005 sowie der zusammengefasste Lagebericht einer Prüfung nach § 342b Abs.2 Satz 3 Nr.3 HGB (Stichprobenprüfung) durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung unterzogen. Die Ergebnisse der Prüfung führten zu Berichtigungen der vergleichbaren Vorjahreswerte im Jahresabschluss 2005/06. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang unter der Ziffer B.4.

1. Vermögenslage

Zum 30. September 2006 beläuft sich die Bilanzsumme auf 20.338 TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 15.076 TEuro erhöht. Dies resultiert aus den Veränderungen im Konsolidierungskreis, insbesondere durch den erstmaligen Einbezug der autinform AG und deren Tochtergesellschaften sowie der autinform dms GmbH in den Konzernabschluss der HAITEC AG.

Die immateriellen Vermögenswerte belaufen sich auf 9.734 (i.V. 95) TEuro. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus den Geschäfts- oder Firmenwerten der autinform AG (8.939 TEuro) sowie der autinform dms GmbH (345 TEuro).

Die aktiven latenten Steuerforderungen betragen 4.873 (i.V. 360) TEuro und resultieren aus temporären Differenzen in Bezug auf einen Geschäfts- oder Firmenwert innerhalb der autinform Gruppe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 30. September 2005 um 2.903 TEuro auf 3.928 TEuro erhöht. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den erstmaligen Einbezug der autinform Gruppe (+1.482 TEuro) sowie der autinform dms GmbH (+689 TEuro) zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8.985 TEuro erhöht und liegt zum 30. September 2006 bei 9.131 TEuro. Für eine detaillierte Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 44,9 % (i.V. 2,8 %).

Die langfristigen Schulden betreffen vor allem Rückstellungen für Schadensersatzansprüche und Altersteilzeitverpflichtungen mit 1.106 (i.V. 0) TEuro sowie passive latente Steuerverbindlichkeiten mit 199 (i.V. 0) TEuro.

Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden von 5.116 TEuro um 4.786 TEuro auf 9.902 TEuro ergibt sich überwiegend aus den sonstigen Rückstellungen (+867 TEuro), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+1.655 TEuro) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (+1.824 TEuro). Hier wirken sich insbesondere die Zugänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die autinform Gruppe sowie die autinform dms GmbH aus.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 1.589 TEuro im Vorjahr auf 2.456 TEuro erhöht, was insbesondere aus gestiegenen Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von 742 TEuro resultiert. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 792 TEuro auf 2.447 TEuro ist mit 966 TEuro auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten von 568 TEuro auf 2.392 TEuro resultiert in Höhe von 1.000 TEuro aus der zum Stichtag noch nicht beglichenen Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der autinform dms GmbH und in Höhe von 1.012 TEuro aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises.

2. Finanzlage

Bezüglich der Entwicklung des Finanzmittelfonds verweisen wir im Übrigen auf die Konzernkapitalflussrechnung.

eine positive Fortbestehensprognose für die Gesellschaft ableitet.

Die HAITEC-Gruppe verfügt zum 30. September 2006 über Zahlungsmittel in Höhe von 788 (i.V. 1.922) TEuro. Dem stehen 471 (i.V. 488) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Im Vergleich zum 30. September 2005 hat sich die Nettoliquidität einschließlich des im Vorjahr ausgewiesenen Wertpapierbestands um 2.000 TEuro auf 317 TEuro verringert. Die Betriebsleistung beläuft sich auf 15.746 (i.V. 12.980) TEuro. Der Zuwachs resultiert aus den um 1.377 TEuro erhöhten Umsatzerlösen und den um 1.389 TEuro gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Die EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zur Betriebsleistung) hat sich von im Vorjahr -32 % auf -9 % verbessert.

3. Ertragslage

Der operative Cashflow beläuft sich auf -3.603 (i.V. -4.268) TEuro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt 285 (i.V. -223) TEuro und betrifft neben den Investitionen in das Anlagevermögen überwiegend Nettoliquiditätszuflüsse aus dem Erwerb von Tochterunternehmen bzw. dem Verkauf von Beteiligungen. Der Cashflow aus Finanzierung beläuft sich auf 1.318 (i.V. 6.416) TEuro und ist auf den Netto-Zufluss aus den Kapitalerhöhungen des Berichtsjahres zurückzuführen. Für das kommende Geschäftsjahr liegt ein detaillierter Finanzplan des HAITEC Konzerns vor, aus dem das Management sung der Wandelanleihe sowie die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Das Steuerergebnis beläuft sich auf -723 TEuro nach einem Steuerertrag von 348 TEuro im Vorjahr. Dabei entfallen -704 TEuro auf latente Steueraufwendungen, die sich zum einen aus temporären Differenzen bei der Behandlung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwertes und zum anderen aus temporären Differenzen bei immateriellen Vermögenswerten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Rückstellungen ergeben.

Der stärkste Umsatzträger im Jahr 2005/06 war der Bereich Dienstleistung mit Umsatzerlösen von 10.615 TEuro.

Die Liquiditätslage der HAITEC AG und deren Tochtergesellschaften ist trotz der eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen sehr angespannt. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Finanzplanung und die Fortbestehensprognose mit den unter Abschnitt F genannten bestandsgefährdenden Risiken behaftet sind, und dass bei Nichtrealisierung der zugrunde liegenden Prämissen der Fortbestand des HAITEC Konzerns - auch kurzfristig - in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet ist. Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf -0,24 (i.V. -0,61) Euro. D) Darstellung der Lage der HAITEC AG nach HGB 1. Vermögenslage

Die Zinsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 132 TEuro erhöht und betreffen überwiegend die Verzin-

Die HAITEC-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2005/06 Umsatzerlöse von 13.842 (i.V. 12.465) TEuro erwirtschaftet. Die vom 1. April 2006 bis zum 30. September 2006 einbezogene autinform-Gruppe trug dazu 3.953 TEuro bei. Die ebenfalls im Berichtsjahr erworbene autinform dms GmbH wurde am 30. September 2006 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen und blieb somit im Geschäftsjahr 2005/06 ohne Umsatzund Ergebnisbeitrag. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4.183 TEuro und beläuft sich zum Bilanzstichtag insgesamt auf 5.695 TEuro. Die Erhöhung ist auf den Erwerb der autinform AG in Höhe von 3.500 TEuro und den Erwerb der autinform dms GmbH in Höhe von 1.118 TEuro im Berichtsjahr zurückzuführen.

Insgesamt ergibt sich ein im Vergleich zum Vorjahr um 1.500 TEuro reduzierter Konzernjahresfehlbetrag von -2.482 TEuro.

Die Aktivseite der HAITEC-AG-Bilanz ist insbesondere durch die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt.

Der Beteiligungswert der HAITEC Systemintegration GmbH wurde dagegen um 50 % auf 435 TEuro abgeschrieben. Diese Abschreibung wurde wegen Risiken vorgenommen, die auf den gesunkenen Ertragswert zurückzuführen sind.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.575 TEuro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.042 TEuro. Diese Veränderung ist insbesondere auf Finanzierungsmaßnahmen zugunsten der autinform Gruppe zurückzuführen. Im Berichtsjahr erklärte die HAITEC AG einen Forderungsverzicht gegenüber der HAITEC Product Lifecycle Management GmbH im Volumen von 500 TEuro. Darüber hinaus wurden Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 150 TEuro vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 619 TEuro und belaufen sich auf 153 TEuro zum Bilanzstichtag. Die Abnahme ist insbesondere auf die Wertberichtigung eines Darlehens an ein ehemaliges verbundenes Unternehmen zurückzuführen.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 3.051 TEuro gegenüber 2.128 TEuro zum Abschluss des Geschäftsjahres 2004/05. Bedingt durch den Erwerb der autinform AG mittels einer Kapitalerhöhung konnte trotz des Jahresfehlbetrags des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von -4.270 TEuro eine Zunahme des Eigenkapitals verzeichnet werden. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 30. September 2006 auf 39% nach 36% im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 290 TEuro auf 937 TEuro verringert. Sie bestehen im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen für bereits erhaltene Lieferungen und Leistungen sowie Personalverpflichtungen.

Zum Bilanzstichtag wird in unveränderter Höhe die Wandelschuldverschreibung mit 1.466 TEuro ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf den Nachtragsbericht, in dem die veränderten Wandlungsgrundlagen und die Entwicklung nach dem Bilanzstichtag beschrieben werden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich insgesamt auf 1.111 TEuro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 797 TEuro. Zum 30. September 2006 ist in dieser Position die Restkaufpreisverpflichtung in Höhe von 1.000 TEuro für den Erwerb der Geschäftsanteile an der autinform dms GmbH enthalten.

2. Finanzlage

Zum 30. September 2006 verfügte die HAITEC AG über liquide Mittel in Höhe von 203 TEuro nach 1.374 TEuro im Vorjahr.

Für das kommende Geschäftsjahr liegt ein detaillierter Finanzplan der HAITEC AG vor, aus dem der Vorstand eine positive Fortbestehensprognose für die Gesellschaft ableitet.

Die Liquiditätslage der HAITEC AG und der Tochtergesellschaften ist allerdings trotz der eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen sehr angespannt. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Finanzplanung und die Fortbestehensprognose mit den unter Abschnitt F genannten bestandsgefährdenden Risiken behaftet sind und dass bei Nichtrealisierung der zugrunde liegenden Prämissen der Fortbestand der HAITEC AG auch kurzfristig in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet ist.

3. Ertragslage

Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten eigenständigen Abrechnung von Aufträgen durch die Tochtergesellschaften werden bei der HAITEC AG für 2005/06 weder Umsatzerlöse noch Materialaufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr wurde die Fakturierung an die Kunden von der HAITEC AG vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.217 (i. V. 4.483) TEuro und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Konzernumlagen in Höhe von 566 (i.V. 4.034) TEuro, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen mit 311 (i.V. 6) TEuro und Mieterträgen von 108 (i.V. 105) TEuro.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 1.128 (i.V. 79) TEuro und enthalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen mit 89 (i.V. 79) TEuro sowie Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen übersteigen, mit 1.039 (i.V. 0) TEuro. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen resultieren aus dem Forderungsverzicht sowie der Wertberichtigung auf Forderungen gegenüber einem Tochterunternehmen und der Wertberichtigung eines Darlehens an ein ehemals verbundenes Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.608 (i.V. 3.145) TEuro und bestehen im Wesentlichen aus Rechts-/ Beratungskosten in Höhe von 803 (i.V. 795) TEuro, Miet-/ Raumkosten von 523 (i.V. 740) TEuro, gesellschaftsrechtlichen Kosten mit einem Betrag von 275 (i.V. 427) TEuro, Kraftfahrzeugkosten über 190 (i.V. 303) TEuro, Abschluss-/Prüfungskosten von 126 (i.V. 91) TEuro sowie Versicherungskosten in Höhe von 83 (i.V. 99) TEuro. Mit dem PLM-Beratungsangebot bewegt sich HAITEC in einem dynamisch wachsenden Markt, der Markt für ECM-Beratungsangebote hat ein hohes Wachstumspotenzial und das Marktumfeld für ERP-Beratungsangebote besitzt ein interessantes Optimierungspotenzial. Mit den eigenentwickelten Add-on-Lösungen zu bestehenden Standardsoftwarepaketen besitzt HAITEC darüber hinaus Produkte mit einem hohen Margenpotenzial.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.014 TEuro und beträgt 4.267 TEuro. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 4.270 TEuro nach 3.256 TEuro in der Vorperiode. E) Prognosebericht des HAITEC AG Konzerns 1. Entwicklung der Branche Die deutsche ITK-Branche wird nach Berechnungen des Branchenverbandes BITKOM ihren Umsatz im Jahr 2007 um 1,6 HAITEC verfügt über eine hervorragende Kundenbasis mit einer Vielzahl von Blue-Chip-Kunden. Hier besteht nach Auffassung des Managements ein sehr gutes Potenzial für die Erweiterung bestehender Aufträge und die Generierung neuer Aufträge. Die gestiegenen Auslastungszahlen der Berater zeigen, dass es HAITEC in den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2005/06 gelungen ist, diese Kundenbeziehungen auszubauen und die Dienstleistungsumsätze zu steigern. Auf Basis des vorhandenen Auftragsbestands und der künftig erwarteten Aufträge kann auch für das Geschäftsjahr 2006/07 von einer Fortsetzung dieser Entwicklung ausgegangen werden.

Prozent auf 148,8 Milliarden Euro steigern. Der gesamte IT-Markt würde damit ähnlich stark zulegen wie im Vorjahr. Laut BITCOM werden die Anbieter von Software und IT-Services wie IT-Beratung, Wartung oder IT-Outsourcing besonders profitieren. Für das Jahr 2007 erwarten 85 % der befragten Software-Unternehmen und 75 % der IT-Dienstleister ein Umsatzplus. BITCOM prognostiziert in diesem Zusammenhang bei den IT-Dienstleistungen einen deutlich über dem Branchendurchschnitt liegenden Umsatzanstieg von 4,5 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro. Damit wird dieser IT-Sektor weiter ein Wachstumstreiber für die gesamte deutsche Wirtschaft bleiben. Für die Gesamtwirtschaft erwartet die Bundesregierung Das Management erwartet, dass auch die intensive Zusammenarbeit mit den wichtigsten Kooperationspartnern – den Firmen Dassault und IBM im Bereich PLM, SAP im Bereich ERP, SAPERION im Bereich ECM, sowie IBM im Bereich IT/ Systemintegration – die Vertriebsbemühungen in 2006/07 zusätzlich positiv beeinflusst. Im Hinblick auf die Positionierung von HAITEC im Markt wird der Konzern auch in 2006/07 zwei Strategien verfolgen. Alle Planungen und Maßnahmen für 2006/07 fußen auf der Annahme einer Stand-Alone-Strategie und eines organischen

2007 ein Wachstum von 1,4 %. 2. Zukünftige Entwicklung der HAITEC-Gruppe Für das Geschäftsjahr 2006/07 rechnet der Vorstand mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der letzten Monate des Geschäftsjahres 2005/06. Der Vorstand plant für 2006/07 mit einer Umsatzsteigerung von ca. 15% sowie einer EBIT-Marge von ca. 5%. Die erwartete Veränderung des Umsatzes resultiert insbesondere aus dem erweiterten Konsolidierungskreis mit der vollständigen Erfassung der autinform dms GmbH. Darüber hinaus rechnet HAITEC mit einer Erhöhung der Auslastungsquoten der Mitarbeiter vor dem Hintergrund der Verbesserung von existierenden Kundenverbindungen, der Optimierung des Beratungs- und Produktangebotes sowie der bestehenden Partnerschaften. Wachstums. Auf Basis dieser Strategie rechnet HAITEC mit einem zweistelligen jährlichen Umsatzwachstum sowie einer kontinuierlichen Verbesserung des EBITs. Nachteilig an dieser Strategie ist, dass eine Erzielung von EBIT-Margen im zweistelligen Bereich erst im Laufe von mehreren Jahren erreicht werden kann. Nachteilig ist auch, dass die heutige Größe von HAITEC eine Börsennotierung unter Kostenaspekten nur sehr bedingt rechtfertigt, da die Kosten der Börsennotierung einen überproportional hohen Margenanteil vernichten. Bei einem ausschließlich organischen Wachstum wird sich diese Situation für HAITEC erst nach einigen Jahren nachhaltig verbessern können.

Alternativ zum organischen Wachstum ist daher ein Wachstum durch Akquisitionen und Zusammenschlüsse für HAITEC eine strategische Handlungsoption, da eine solche Strategie einerseits ein hohes Potenzial für überproportionale Umsatzund Ergebnissteigerungen besitzt und andererseits auch kurzfristig die Börsennotierung nicht nur rechtfertigen, sondern die weitere Entwicklung sogar nachhaltig unterstützen könnte. Vor diesem Hintergrund werden die sich bietenden Marktmöglichkeiten auch zukünftig einer sorgfältigen Prüfung unterzogen und ergebnisoffene Gespräche mit potenziellen Interessenten durch den Vorstand aktiv betrieben.

F) Chancen- und Risikobericht des HAITEC AG Konzerns

1. Risikomanagementsystem

Ein entscheidendes Instrument und eine wichtige Grundlage der Entscheidungen bei HAITEC ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Risikocontrollingsystem geschaffen. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann Risiken noch besser entgegengewirkt und sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die HAITEC AG wurde in 2006 vorschriftsgemäß einer neuerlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement und Kontrollsystem eingehend überprüft und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen HAITEC ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich HAITEC einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen mit Plan-Ist-Vergleichen, eine tägliche Liquiditätsüberwachung sowie wöchentlichen Reports der Bereichsverantwortlichen an den Vorstand. Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten die Geschäftstätigkeit, die Finanzausstattung und die Ergebnisse von HAITEC wesentlich beeinträchtigt werden.

2. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der HAITEC AG und des HAITEC Konzerns wurde für das Geschäftsjahr 2005/06 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

Insgesamt ist die Einschätzung des Fortbestandes der Unternehmenstätigkeit von wesentlichen Unsicherheiten geprägt, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit abschließender Sicherheit beurteilt werden können. Im einzelnen handelt es sich um:

  • Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit
  • Mittelzufluss aus geplanter Kapitalerhöhung
  • Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2007
  • Realisierung der übrigen Prämissen der Finanzplanung einschließlich weiterer kurzfristig geplanter Maßnahmen.

Soweit die Mittelzu- und -abflüsse nicht in geplanter Höhe und zum geplanten Zeitpunkt eintreten, ist der Fortbestand des HAITEC AG Konzerns – auch kurzfristig – in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet.

Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die der Finanzplanung zugrundeliegenden Sachverhalte aus der operativen Geschäftstätigkeit und die in diesem Zusammenhang stehenden Einschätzungen des Managements über die künftige Geschäftsentwicklung sind mit Unsicherheiten behaftet. Es kann nicht sichergestellt werden, dass die prognostizierte Umsatzentwicklung tatsächlich eintreten wird und somit die operativ geplanten Einzahlungen in der jeweiligen Höhe zu dem geplanten Zeitpunkt erfolgen. Ebenso kann nicht sichergestellt werden, dass entsprechende Mittelzuflüsse vom zeitweise geplanten Verkauf von Forderungen im Rahmen der Planungsprämissen erfolgen werden.

dass die Kapitalerhöhung nicht oder nicht in dem erforderlichen Volumen im geplanten Zeitraum platziert werden kann.

Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldver-

Mittelzufluss aus geplanter Kapitalerhöhung Es ist geplant, eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1.050.000 Aktien aus dem genehmigten Kapital durchzuführen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses hat der Vorstand der HAITEC AG bereits die Zusage zur Zeichnung der Kapitalerhöhung von Großinvestoren erhalten. In Kürze sollen die Zeichnungsscheine ausgegeben und die Kapitalerhöhung im Handelsregister angemeldet werden. Es besteht für die HAITEC AG und den Konzern das Risiko, HAITEC bleibt weiterhin von einem sich möglicherweise verschlechternden Investitionsklima im IT-Bereich abhängig, obwohl man in dieser Frage grundsätzlich feststellen kann, dass seitens vieler Unternehmen die Bereitschaft für Investments in IT-Projekte vorhanden ist und diesbezüglich konkrete Planungen und Budgets vorhanden sind. Durch die Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, konnte auch das Risiko von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität deutlich reduziert werden. Nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts von HAITEC resultiert aus Hardwareumsätzen.

3. Weitere Risiken

3.1 Marktrisiken

schreibung HAITEC hat eine Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.466 TEuro begeben. Am 9. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAITEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung das Angebot für eine Verlängerung der Wandelanleihe bis zum 31.12.2007. Mit einem Volumen von 1.120 TStück haben sich rund 76% der Anleihegläubiger für das Prolongationsangebot entschieden und ihr Engagement bis Ende 2007 verlängert. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Anleihegläubiger am Laufzeitende nicht von ihrem Wandlungsrecht in Aktien der HAITEC AG Gebrauch machen und HAITEC verpflichtet ist, den noch offenen Anleihebetrag zuzüglich Zinsen am 31.12.2007 in entsprechender Höhe zurückzubezahlen. Es besteht das Risiko, dass HAITEC nicht über ausreichende finanzielle Mittel ver-Die IT-Investitionsneigung von Unternehmen steht häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung. Sollte der Wettbewerbsdruck nicht nachlassen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich dies negativ auf den Auftragseingang sowie die Umsatz- und die Ergebnisentwicklung der HAITEC-Gruppe auswirkt. Der Trend zur Verlagerung von Produktionskapazitäten in Billiglohnländer kann sich speziell auf das Beratungssegment PLM und die geplanten CATIA-Umsätze auswirken. Häufig sind von einer Investitionsverlagerung in Billiglohnländer nicht nur die Produktion, sondern auch Entwicklungsleistungen betroffen. Lizenznachfragen für CATIA-Anwendungen in Billiglohnländern und Wettbewerbsdruck durch günstigere Systemanbieter, die mit fortschreitender Entwicklung zum Teil vergleichbare Funktionalitäten hochwertiger Systeme wie CATIA anbieten, können Umsatzausfälle zur Folge haben, was sich negativ auf die Ertragslage der HAITEC-Gruppe auswirken könnte. 3.2. Wettbewerbsrisiken Der HAITEC Konzern befindet sich in einem sehr wettbe-

fügt, um diese Verpflichtungen zu erfüllen. Folgen einer möglichen Fehleinschätzung Die Folgen einer möglichen Fehleinschätzung der bestandsgefährdenden Risiken sind in bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit weitreichend. So könnten – unter Umständen auch kurzfristig – wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Einleitung eines Insolvenzverfahrens erfolgen und für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden keine Fortführungswerte zum Ansatz kommen. werbsintensiven Markt. Zum Einen steht HAITEC mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum Anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen des HAITEC Konzerns Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Systemhäuser beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Der von der autinformGruppe betriebene Bereich Enterprise Ressource Planning im SAP-Umfeld ist einem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck ausgesetzt, der zu Margenverlusten führen kann.

Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur HAITEC Gruppe treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Finanzlage der HAITEC-Gruppe haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber HAITEC einzunehmen.

3.3. Weitere operative Risiken

3.3.1. Auslastung der Mitarbeiter

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz des HAITEC Konzerns hat ein Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns.

3.3.2. Abhängigkeit von Großkunden und zyklische Auftragsvergabe im Hard- und Softwaresegment

HAITEC erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden hätte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Die Auftragsvergabe im Hard- und Softwarebereich ist bedeutend von den zur Verfügung stehenden Budgets der Kunden abhängig. So erfolgt traditionell die Auftragsvergabe in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Fehlende Auftragserteilungen zum Jahresende können in den Folgemonaten in der Regel nicht kompensiert werden.

3.3.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern

HAITEC verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM, Dassault und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich wesentlich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

3.3.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung

Technische Risiken durch Fehler von HAITEC-Mitarbeitern können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

3.3.5. Gewährleistung und Haftung

HAITEC übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungen. Soweit HAITEC Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

3.3.6. Lieferunterbrechungen

Bei Lieferunterbrechungen von Hardwareherstellern besteht für die Gesellschaft das Risiko, dass sie ihren Verpflichtungen gegenüber Kunden nicht oder nur verspätet nachkommen könnte. Dies ist insbesondere im Tätigkeitsbereich der Systemintegration relevant, da hier die HAITEC-Gruppe gegenüber ihren Kunden im Rahmen von Hochverfügbarkeitsvereinbarungen den unverzüglichen Austausch von defekten Hardwarekomponenten (z. B. Servern) zusichert. Ferner drohen dem HAITEC Konzern in diesen Fällen Schadenersatzverpflichtungen und Vertragsstrafen. Ein vergleichbares Risiko besteht bei Betriebsunterbrechungen oder Streiks.

3.3.7. Risiken im Zusammenhang mit neuen Führungskräften und Mitarbeitern

Für den zukünftigen Erfolg ist die Gesellschaft auf hochqualifizierte Führungskräfte und Mitarbeiter angewiesen. Auf der Ebene der Leitungsorgane und der weiteren Führungskräfte hat ein erheblicher Mitarbeiterwechsel stattgefunden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass aufgrund der Diskontinuität in der Führung der Gesellschaft in der Vergangenheit liegende Sachverhalte nur unvollständig zur Kenntnis des Vorstands gelangt sind. Durch deren Bekannt werden können ebenfalls negative Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögensund Ertragslage der Gesellschaft zutage treten.

3.4. Sonstige Risiken

3.4.1. Verpflichtung zur Kaufpreiszahlung für den Erwerb der autinform dms GmbH

Die Gesellschaft kaufte mit notarieller Urkunde vom 10. Mai 2006 von der Diamant Siebte VV GmbH einen Gesellschaftsanteil an der autinform dms GmbH. Der Kaufpreis für diesen Geschäftsanteil betrug 1 Mio. Euro und wurde noch nicht in vollem Umfang bezahlt. Mit Stichtag 30.09.2006 besteht noch die vollständige Kaufpreisverbindlichkeit, die über eine vereinbarte Ratenzahlung zu tilgen ist. Es besteht das Risiko, dass bei Zahlungsverzug durch HAITEC eine Rückabwicklung des Erwerbs der autinform dms GmbH erfolgt und HAITEC hieraus weitere Verpflichtungen entstehen.

3.4.2. Steuerliche Risiken

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die in der Vergangenheit angefallenen steuerlichen Verlustvorträge in voller Höhe genutzt werden können. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung – obgleich nicht ausdrücklich durch Gesetz oder Finanzrechtsprechung bestimmt – mehrere, innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren durchgeführte Kapitalerhöhungen der Gesellschaft unter steuerlichen Gesichtspunkten zusammenfasst, was zum Wegfall gewerbesteuerlicher und körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge führen könnte. Dies hätte im Falle steuerlicher Gewinnsituationen erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

3.4.3. Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung der Marke und der Firmenbezeichnung HAITEC

Die HEITEC AG mit Sitz in Erlangen erhob gegen die HAITEC AG Klage auf Unterlassung der Verwendung der Marke und der Firmenbezeichnung "HAITEC". Die Klage wurde in erster und zweiter Instanz abgewiesen. Die Revision zum Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen. Die HEITEC AG erhob hiergegen Nichtzulassungsbeschwerde, über die noch nicht entschieden wurde. Der Streitwert des Verfahrens beträgt 510 TEuro. Bei Unterliegen in einem etwaigen Revisionsverfahren bestünde die Gefahr, dass die HAITEC AG sowohl die Marke als auch die Firmenbezeichnung nicht mehr bzw. nur noch eingeschränkt verwenden könnte.

3.4.4. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente

In Ermangelung von Grundgeschäften, die wesentliche Zinsund Währungsrisiken beinhalten, wurden im Berichtsjahr keine Sicherungsgeschäfte durch den Erwerb von derivativen Finanzinstrumenten abgeschlossen.

G) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Zur Verbesserung der Wettbewerbsposition und zur Erlangung einer USP wurden im Berichtsjahr zu Standardsoftwareprodukten zusätzliche Funktionalitäten entwickelt. Dazu gehören insbesondere die folgenden Entwicklungsfelder:

ERP Beratung
myBusiness Elektronische Beschaffungsplattform
LERF Leistungserfassung
PLM Beratung
NTOOL Neuanlage von CATIA Projekten mit
Referenz auf bestehendes Projekt
inkl. Namensprüfung und Regelwerk
MIWA Analyse minimaler Wandstärken
CATVER Tool-Box mit Geometrievergleich und
Stücklisten Erzeugung
PARTsolutions Schnittstelle zwischen CATIA und
PARTsolutions
ECM Beratung
Elias Dokumentenmanagementlösung für
Verlage
Elias Public Formularbasiertes Meldesystem
autinform
Invoice Flow
Rechnungsfreigabe-Workflow
auf
Basis von Saperion

autinform Contract Vertragsmanagement auf Basis von Management Saperion

München, den 31. Januar 2007

Dr. Nico Brunner Vorstand der HAITEC AG

Bilanz Haitec AG Konzern zum 30. September 2006 nach IFRS

Aktiva

in TEuro Tz. 30.9.2006 30.9.2005
A. Langfristige Vermögenswerte (berichtigt)
I. Immaterielle Vermögenswerte D.1.1
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 450 95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.284 0
9.734 95
II. Sachanlagen D.1.2
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 305 281
2. Geleistete Anzahlungen 0 5
305 286
III. Finanzanlagen D.1.3
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 5
2. Anzahlungen auf Beteiligungserwerbe 0 118
0
10.039
123
504
IV. Aktive Latente Steuern D.1.4 4.873 360
B.
Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte D.2.1
Waren 41 96
41 96
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte D.2.2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.928 1.025
2. Sonstige Vermögenswerte 669 472
4.597 1.497
III. Wertpapiere D.2.3 0 883
0 883
IV. Guthaben bei Kreditinstituten D.2.3 788 1.922
788 1.922
5.426 4.398
20.338 5.262

Passiva

A. Eigenkapital
B. Langfristige Schulden D.4
in TEuro Tz. 30.9.2006 30.9.2005
(berichtigt)
I. Gezeichnetes Kapital D.3.1 12.102 8.364
II. Kapitalrücklage D.3.4 2.831 2.015
III. Bilanzverlust -12.715 -10.233
IV. Stille Beteiligung D.3.5 6.913 0
9.131 146
B. Langfristige Schulden D.4
1. Sonstige Rückstellungen 1.106 0
2. Passive Latente Steuern 199 0
1.305 0
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen D.5.1 105 0
2. Sonstige Rückstellungen D.5.2 2.456 1.589
3. Anleihen D.5.3 1.466 1.466
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten D.5.4 471 488
5. Erhaltene Anzahlungen D.5.5 565 213
6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.447 792
7. Sonstige Verbindlichkeiten D.5.6 2.392 568

C. Kurzfristige Schulden

Steuerruckstellungen
-- ---------------------- --

9.902 5.116

20.338 5.262

in TEuro Tz. 2005/2006 2004/2005
(berichtigt)
1 . Umsatzerlöse E.1 13.842 12.465
2 . Sonstige betriebliche Erträge E.2 1.904 515
3 . Betriebsleistung 15.746 12.980
4 . Materialaufwand E.3 -5.822 -6.216
a) Aufwendungen für bezogene Waren -1.951 -3.444
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.871 -2.772
5. Personalaufwand E.4 -7.589 -5.761
a) Löhne und Gehälter -6.444 -4.973
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.145 -788
6. Abschreibungen E.5
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen
-291 -575
7 . Sonstige betriebliche Aufwendungen E.6 -3.548 -4.631
8 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge E.7 25 21
9 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen E.8 -280 -148
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.759 -4.330
11 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag E.9 -706 357
12 . Sonstige Steuern E.10 -17 -9
13. Konzernjahresfehlbetrag -2.482 -3.982
14. Verlustvortrag -10.233 -6.251
15. Bilanzverlust -12.715 -10.233
Ergebnis je Aktie (unverwässert) E.11 -0,24 -0,61
Ergebnis je Aktie (verwässert) E.11 -0,24 -0,61

Gewinn- und Verlustrechnung Haitec AG Konzern für die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 nach IFRS

Kapitalflussrechnung HAITEC AG Konzern für die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 nach IFRS

in TEuro Tz. 2005/2006 2004/2005
(berichtigt)
A. Laufende Geschäftstätigkeit F
Periodenergebnis vor Zinsen und Steuern -1.504 -4.203
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 291 575
Aktienoptionen 9 65
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstiger Aktiva -72 119
Veränderung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen -982 174
Veränderung der übrigen kurzfristigen Schulden -1.156 -850
Verluste aus Anlagenabgängen 12 5
Erhaltene Zinsen 25 6
Gezahlte Zinsen -208 -148
Erhaltene Steuern 0 0
Gezahlte Steuern -17 -11
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -3.602 -4.268

B. Investitionstätigkeit

Investitionen in das Anlagevermögen -198 -133
Anzahlungen auf Beteiligungserwerbe 0 -118
Nettoliquidität aus dem Erwerb der autinform AG B.1 435 0
Nettoliquidität aus Erwerb der autinform dms GmbH B.1 -26 0
Nettoliquidität aus dem Verkauf von Beteiligungen
(i.V. Tochterunternehmen)
E.2 74 28
Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit 285 -223
C. Finanzierungstätigkeit
Kapitalerhöhungen D.3.1 1.967 5.140
Wandelschuldverschreibung D.3.3 0 1.466
Kosten der Kapitalerhöhung D.3.4 -650 -190
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 1.317 6.416
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode
-2.000
2.317
1.925
392
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 317 2.317

Zusammensetzung Finanzmittelfonds

in TEuro Stand Stand
30.9.2006 30.9.2005
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 883
Kassenbestand, Bankguthaben 788 1.922
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -471 -488
Finanzmittelfonds 317 2.317

Anhang HAITEC AG Konzern für das Geschäftsjahr 2005/06 nach IFRS

Die HAITEC AG stellt die Zahlen in diesem Anhang jeweils in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2005/06 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt. Die Abkürzung "i.V." steht dabei für "im Vorjahr". Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf die berichtigten Zahlen für den HAITEC Konzern in der Struktur des Vorjahres.

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Aktien der HAITEC AG, München, wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Dessen Regeln erfordern die Aufstellung von Jahresabschlüssen nach einer der international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften IFRS oder US-GAAP oder eine Überleitung vom nationalen HGB-Abschluss auf ein internationales Rechenwerk. Die HAITEC AG leitet alle im Konsolidierungskreis befindlichen, auf Basis der lokalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse auf die internationale Rechnungslegungsnorm IFRS über und erstellt auf dieser Basis einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss der HAITEC Aktiengesellschaft, München, (nachfolgend HAITEC AG) ist auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Dem konsolidierten Abschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Anwendung spezieller Regelungen der IFRS/IAS ist nachfolgend jeweils angegeben.

Im Geschäftsjahr 2005/06 erfolgt der Bilanzausweis gemäß IAS 1.51 ff. der einzelnen Posten nach Fristigkeiten. Die Vermögenswerte und Schulden werden nach kurzfristigen und langfristigen Positionen aufgeteilt. Im Geschäftsjahr 2005/06 hat die HAITEC AG folgende im Rahmen des "Improvement-Projektes" des IASB überarbeiteten Standards erstmalig verpflichtend angewendet: IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

Die HAITEC AG stellt ihren Konzernabschluss entsprechend § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Bord (IASB) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Der Vorstand der HAITEC AG hat den Konzernabschluss zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und dann zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.


IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

IAS 2 "Vorräte"

IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Ände
rungen von Schätzungen und Fehler"

IAS 10 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag"

IAS 16 "Sachanlagen"

IAS 17 "Leasingverhältnisse"

IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechsel
kurse"

IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden
Unternehmen und Personen"

IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach
IFRS"

IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen"

IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"

IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung"
IAS 33 "Ergebnis je Aktie"

IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"

IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"

IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungssysteme"

IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
IFRS 4 "Versicherungsverträge"

IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermö
genswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche"
Die erstmalige Anwendung der geänderten Standards hat
im Wesentlichen die folgenden Auswirkungen auf den Kon
zernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2006:
Neben sonstigen Anforderungen verlangt der revidierte Stan
dard, die Konzernbilanz nach Fristigkeiten zu gliedern. Dazu
sind die Vermögenswerte und Schulden getrennt nach kurz
und langfristigen Gliederungsgruppen darzustellen. Die Anga

ben für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Latente Steuern sind in der Bilanz grundsätzlich als langfristig zu qualifizieren.

in TEuro Grundkapital Kapitalrücklage Stille Beteiligung Bilanzverlust Gesamt
Stand 30.9.2004 5.364 0 0 -6.251 -887
Konzernjahresfehlbetrag -3.982 -3.982
Kapitalerhöhung durch Beschluss
der Hauptversammlung
vom 10. Mai 2004
1.000 1.000
Kapitalerhöhung
vom 5. August 2005
2.000 2.140 4.140
Bewertung Aktienoptionen 65 65
Kosten der Kapitalerhöhung -190 -190
Stand 30.9.2005 8.364 2.015 0 -10.233 146
Konzernjahresfehlbetrag -2.482 -2.482
Kapitalerhöhung vom 15. März 2006 2.225 1.001 3.226
Kapitalerhöhung vom 12. Mai 2006 1.513 456 1.969
Stille Beteiligung 6.913 6.913
Bewertung Aktienoptionen 9 9
Kosten der Kapitalerhöhung -650 -650
Stand 30.9.2006 12.102 2.831 6.913 -12.715 9.131

Entwicklung des Eigenkapitals Haitec AG Konzern zum 30. September 2006 nach IFRS

B. Konsolidierungsgrundsätze

B.1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, über die die HAITEC AG die Kontrolle ausübt. Eine Ausübung der Kontrolle wird unterstellt, soweit die HAITEC AG bei der betreffenden Gesellschaft mehr als 50% der Stimmrechte besitzt, die Finanzierungs- und Geschäftspolitik bestimmt oder die Mehrheit des Aufsichtsoder Verwaltungsrates stellen kann.

Die autinform-Gruppe umfasst die folgenden Unternehmen, an denen nun die HAITEC AG entsprechend direkt bzw. indirekt beteiligt ist:

autinform AG, Wiesbaden 100%
autinform GmbH & Co. KG
Unternehmensberatung für
Informationstechnologie, Wiesbaden 100%
autinform Verwaltungs-GmbH, Wiesbaden 100%
autinform Süd GmbH, Hallbergmoos 100%
autinform AG, Zürich, Schweiz 99%

Im Berichtsjahr haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben: Erwerb der autinform-Gruppe Die autinform-Gruppe ist als SAP-Dienstleister für Kunden unterschiedlicher Branchen tätig. Mit dem Leistungsportfolio bestehend aus SAP-Beratung, Softwareentwicklung sowie IT-Services unterstützt die autinform-Gruppe ihre Kunden bei der betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Umsetzung ihrer Geschäftsprozesse im SAP-Umfeld. Auf Basis des umfassenden Projekt-Know-hows berät die Gruppe ihre Kunden bei Design, Optimierung der Geschäftsprozesse und deren Einführung, dem produktiven Betrieb sowie der Nach Beilegung von Anfechtungsklagen wurde die autinform AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum 15. März 2006 in die HAITEC AG eingebracht. Die Anfechtungsklagen hatten Kleinaktionäre erhoben, die sich gegen die Bewertungsansätze der autinform AG richteten. Bedingt durch einen Vergleich konnte am 15. März 2006 die Kapitalerhöhung in das Handelsregister eingetragen und der Kauf der autinform AG vollzogen werden. Aus Materialitätsund Vereinfachungsgründen wird im Konzernabschluss der 31. März 2006 als Erwerbszeitpunkt angenommen – wesentliche Geschäftsvorfälle haben sich im Zeitraum zwischen dem 15. März 2006 und dem 31. März 2006 nicht ereignet. Das Gewinnbezugsrecht aus den erworbenen Aktien der autinform AG steht der HAITEC AG seit dem 1.10.2005 zu.

Mit Investitions- und Transaktionsvereinbarung vom 15. Juni 2005 haben die HAITEC AG und Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd. die Rahmenbedingungen und die Struktur für den Erwerb sämtlicher Aktien an der autinform AG, Wiesbaden, vereinbart. Der Erwerb erfolgte gegen Gewährung von 2.225.000 neuen HAITEC-Aktien an die Aktionäre der autinform AG. Die Zustimmung zu dieser Transaktion wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 gegeben.

kontinuierlichen Verbesserung ihrer SAP-Lösungen. Die autinform-Gruppe verfügt über den SAP-Service- und Business-Partner-Status sowie zusätzlich über mehrere Special-Expertise-Partnerschaften mit der SAP AG. Die Anschaffungskosten der autinform AG belaufen sich auf 3.626 TEuro und ergeben sich wie folgt:

Summe 3.626
Anschaffungsnebenkosten 400
Wert der hingegebenen Aktien zum
Erwerbszeitpunkt
3.226
in TEuro

Der beizulegende Wert der hingegebenen Aktien ergibt sich durch Multiplikation der gewährten 2.225.000 Aktien mit dem Börsenkurs am Transaktionsstichtag von 1,45 Euro.

Zudem sind die folgenden Standards, Interpretationen und Ergänzungen vom IASB verlautbart und bis zum 30. September 2006 von der Europäischen Union übernommen worden, aber im Konzernabschluss der HAITEC AG im Geschäftsjahr 2005/06 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

  • Ergänzungen zu IFRS 4 "Versicherungsverträge" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2006)
  • IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2006)
  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2007)
  • IFRS 8 "Operative Segmente" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2009)
  • Ergänzungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2007)
  • Ergänzungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 1. Januar 2006)
  • Ergänzungen zu IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2006)
  • Ergänzungen zu IAS 39 " Finanzinstrumente Ansatz und Bewertung" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2006)
  • IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2006)
  • IFRIC 5 "Rechte auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2006)

  • IFRIC 6 "Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifischen Markt ergeben – Elektround Elektronik-Altgeräte" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Dezember 2005)

  • IFRIC 7 "Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. März 2006)
  • IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Mai 2006)
  • IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Juni 2006)
  • IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. November 2006)
  • IFRIC 11 "Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. März 2007)
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" (verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem 01. Januar 2008)

Der Konzern untersucht gegenwärtig die möglichen Auswirkungen dieser in Kraft tretenden revidierten und neuen Standards. Von den sonstigen neuen und revidierten Standards und Auslegungsrichtlinien erwartet der Konzern keine bedeutenden Auswirkungen auf die Ergebnisse und die finanzielle Lage des Konzerns, obwohl sie für bestimmte Bereiche eine erweiterte Berichterstattung verlangen.

Die Buchwerte vor Akquisition basieren auf dem IFRS-Zwischenabschluss der autinform AG nach den geltenden IFRS direkt vor dem Vollzug der Akquisition. Die Beträge, die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Konzernabschluss der HAITEC AG zum Ansatz kommen, repräsentieren die geschätzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden.

Die Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert betreffen zum einen den erworbenen Auftragsbestand mit 103 TEuro sowie die unfertigen Leistungen mit 16 TEuro.

Der sich aus der Akquisition ergebene Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich überwiegend auf die Fähigkeiten der akquirierten Mitarbeiter der autinform-Gruppe und der erwarteten Synergien aus der Integration der autinform-Gruppe in den existierenden Geschäftsbetrieb der HAITEC AG.

Die Allokation des Kaufpreises ist nach IFRS 3.62 auf Basis der aktuell besten Schätzung durch das Management durchgeführt worden, jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen. Umsatz bzw. Jahresüberschuss der autinform-Gruppe für die Berichtsperiode unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt am Anfang dieser Berichtsperiode (01. Oktober 2005) liegt, betragen 8.972 TEuro bzw. 249 TEuro.

Die autinform-Gruppe hat im Zeitraum vom 01. April 2006 bis zum 30. September 2006 einen Jahresüberschuss von 119 TEuro erzielt, der im Konzernabschluss der HAITEC AG für den Berichtszeitraum vom 01. Oktober 2005 bis zum 30. September 2006 enthalten ist. Der Zeitraum vom 01. Oktober 2005 bis zum 31. März 2006 ist aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunktes zum 01. April 2006 nicht Bestandteil des Konzernabschlusses der HAITEC AG.

Das Management hat zum Bilanzstichtag einen Impairment-Test für den Geschäfts- oder Firmenwert durchgeführt. Dieser hat ergeben, dass der Buchwert des bilanzierten Geschäftsoder Firmenwertes dem erzielbaren Betrag nach IFRS 3.76 entspricht.

Erwerb der autinform dms GmbH

Die autinform dms GmbH ist in den Bereichen Daten- und
Dokumentenarchivierung, Workflow-Lösungen und Content
Management tätig.
Mit notarieller Urkunde vom 10. Mai 2006 hat die HAITEC AG
den Anspruch auf den Erwerb sämtliche Anteile an der aut
inform dms GmbH von der Diamant Siebte VV GmbH (90%)
bzw. von dem Geschäftsführer, Wolfgang Sandmaier, (10%)
zu einem Kaufpreis von insgesamt 1.110 TEuro zzgl. Anschaf
fungsnebenkosten von 11 TEuro erlangt. Das eingetragene
Stammkapital beträgt 250 TEuro. Das Gewinnbezugsrecht
steht der HAITEC AG ab dem 01. Januar 2006 zu.
Die Übertragung der Geschäftsanteile erfolgte mit notarieller
Urkunde vom 18. September 2006. Aus Gründen der Verein
fachung wird im Konzernabschluss ein Übergang zum 30.
September 2006 unterstellt. Die Parteien haben vereinbart,
dass bei nicht fristgerechter Zahlung des Kaufpreises eine
Rückübertragung der Geschäftsanteile erfolgt.

Die Buchwerte sowie die beizulegenden Werte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der autinform-Gruppe stellen sich zum Erwerbsstichtag wie folgt dar:

in TEuro
Bilanzposition Buchwert
vor Akquisition
Anpassung an den
beizulegenden Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 24 103 127
Betriebs- und Geschäftsausstattung 87 87
Vorräte 62 16 78
Forderungen 2.143 2.143
Aktive Latente Steuern 5.209 5.209
Flüssige Mittel 633 633
Verbindlichkeiten Kreditinstitute -116 -116
Stille Beteiligung -6.913 -6.913
Rückstellungen -2.919 -2.919
Verbindlichkeiten -3.595 -3.595
Passive Latente Steuern 0 -47 -47
Nettovermögen -5.385 72 -5.313
Geschäfts- oder Firmenwert 8.939
Anschaffungskosten
Aktientausch 3.226
Anschaffungsnebenkosten 400
3.626
Erworbene flüssige Mittel 517
Anzahlungen im Vorjahr 118
Passivierte Schulden 200
Nettozahlungsmittelzufluss durch Erwerb 435

Struktur des Konzerns

Neben der HAITEC AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis somit folgende Gesellschaften, an denen die HAITEC AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die in der nachfolgend dargestellten Tabelle aufgeführten Werte beziehen sich auf den jeweiligen Jahresabschluss nach HGB:

in TEuro

Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes Kapital
30.9.2006
(Vorjahr)
Eigenkapital
30.9.2006
(Vorjahr)
Jahresergebnis
2005/2006
(Vorjahr)
HAITEC Product Lifecycle
Management GmbH
München 100 35
(35)
95
(227)
-132
(23)
HAITEC Systemintegration
GmbH
München 100 35
(35)
-283
(-245)
-38
(-331)
HAITEC Professional
Software Solutions GmbH
Übersee 100 26
(26)
35
(25)
10
(3)
HAITEC Gesellschaft für
den Vertrieb von EDV-
Lösungen GmbH
Salzburg/
Österreich
100 36
(36)
-70
(-141)
71
(74)
autinform AG Wiesbaden 100 6.249
(6.249)
1.101
(1.342)
-241
(-1.022)
autinform Verwaltungs GmbH Wiesbaden 100 26
(26)
36
(46)
-10
(-4)
autinform GmbH & Co. KG* Wiesbaden 100 5.113
(5.113)
-1.052
(-7.466)
-498
(-4.877)
autinform Süd GmbH** Hallbergmoos 100 256
(256)
256
(256)
0
(0)
autinform AG Schweiz Zürich/
Schweiz
99 64
(64)
-1.248
(-1.233)
-14
(-13)
autinform dms GmbH*** Saarbrücken 100 250
(250)
609
(439)
170
(63)

* Die Angaben bei der autinform GmbH & Co. KG beziehen sich entsprechend auf die Stammeinlage bzw. den nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil der persönlich haftenden Gesellschafter *** autinform dms GmbH im Berichtsjahr Rumpfwirtschaftsjahr 01.1.2006 bis 30.9.2006

** Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der autinform Süd GmbH und der autinform GmbH & Co. KG

Die Buchwerte sowie die beizulegenden Werte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der autinform dms GmbH stellen sich zum Erwerbsstichtag wie folgt dar:

in TEuro
Bilanzposition Buchwert
vor Akquisition
Anpassung an den
beizulegenden Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 15 234 249
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9 9
Vorräte 22 22
Forderungen 1.199 1.199
Flüssige Mittel 84 84
Rückstellungen -259 -259
Verbindlichkeiten -418 -418
Passive Latente Steuern -16 -94 -110
Nettovermögen 636 140 776
Geschäfts- oder Firmenwert 345
Anschaffungskosten 1.121
Erworbene flüssige Mittel 84
Passivierte Verbindlichkeiten 1.011
Zahlungsmittelabfluss durch Erwerb -26

Die Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert betreffen den erworbenen Auftragsbestand mit 93 TEuro sowie eine eingetragene Marke mit 141 TEuro.

Der sich aus der Akquisition ergebene Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich überwiegend auf die Fähigkeiten der akquirierten Mitarbeiter der autinform dms GmbH und der erwarteten Synergien aus der Integration der autinform dms GmbH in den existierenden Geschäftsbetrieb des HAITEC Konzerns.

Umsatz bzw. Jahresüberschuss der autinform dms GmbH für die Berichtsperiode unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt am Anfang dieser Berichtsperiode (1. Oktober 2005) liegt, betragen 2.200 TEuro bzw. 188 TEuro.

Die Allokation des Kaufpreises ist nach IFRS 3.62 auf Basis der aktuell besten Schätzung durch das Management durchgeführt worden, jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen.

    1. Im Zusammenhang mit zwei Erhöhungen des Grundkapitals sowie mit der Ausgabe einer Teil-Wandelschuldverschreibung wurden Kosten in Höhe von 190 TEuro, die unmittelbar mit der Beschaffung des Eigenkapitals zusammenhängen, nicht vom Eigenkapital nach SIC 17 abgezogen. Folglich sind die entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen zu eliminieren und erfolgsneutral mit dem Eigenkapital zu verrechnen.
    1. Die ausgegebene Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.466 TEuro wurde in eine Fremd- und Eigenkapitalkomponenten aufgeteilt. Aufgrund der festgelegten Verzinsung ist die Wandelschuldverschreibung in voller Höhe als Fremdkapital zu klassifizieren. Wir verweisen im übrigen auf unsere Ausführungen unter C.9.
    1. Bei der bilanziellen Erfassung von Aktienoptionsrechten wurden die Übergangsvorschriften in IFRS 2.55 nicht angewandt. Zudem erfolgte die Ermittlung des aktienbasierten Aufwands nicht auf Basis eines anerkannten finanzmathematischen Optionspreisbewertungsmodells. Folglich ist statt des bilanzierten Wertes von 106 TEuro ein Wert von 65 TEuro anzusetzen.
    1. Im Konzernabschluss zum 30. September 2005 waren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 25 TEuro, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeiter i.H.v. 194 TEuro, sowie Rückstellungen i.H.v. 280 TEuro nicht erfasst. Zudem war die Werthaltigkeit eines an einen Mitarbeiter gewährten Darlehens i.H.v. 26 TEuro nicht gegeben. Folglich sind die entsprechen Passivposten zu bilden und das Darlehen bei der HAITEC AG wertzuberichtigen.
    1. Im IFRS-Konzernabschluss zum 30. September 2005 wurde die nach HGB durchgeführte Auflösung der Kapitalrücklage gemäß § 150 Abs. 3 und 4 AktG analog auch nach IFRS als Reduktion der Kapitalrücklage gezeigt. Aufgrund der Konzeption der IFRS ist diese Auflösung im Konzernabschluss nicht durchzuführen.

Zusammenfassend ergeben sich damit die folgenden Anpassungen des Vorjahresabschlusses:

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C.1. Grundsätze

Der Jahresabschluss basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nicht besonders vermerkt erfolgt ein Ansatz der Aktiv- und Passivposten zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C.2. Zahlungsmittel

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden von der HAITEC AG alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu 3 Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben, Kassenbeständen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

in TEuro Bilanz EBIT-Auswirkung
Sonstige Ausleihungen -439 -439
Sonstige Vermögenswerte -26 -26
Kapitalrücklage 1.229 230
Sonstige Rückstellungen 280 -280
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
25 -25
Sonstige Verbindlichkeiten 194 -194
-734

Bilanzstichtag sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.

Wie bereits in den Vorjahren werden die Anteile an der Preis24.com AG, München, die zu 100 % im Eigentum der HAITEC AG ist, aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Die Anteile wurden in 2002 erworben und sind zur Weiterveräußerung bestimmt. Die Gesellschaft hat derzeit keinen Geschäftsbetrieb.

B.2. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Regeln zum 30. September 2006 und für die Vergleichsperiode zum 30. September 2005 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert bzw. wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 für Erwerbe nach dem 31. März 2004. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Der Überschuss der Anschaffungskosten über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

B.3. Währungsumrechung

Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

B.4. Berichtigung von Fehlern des Vorjahresabschlusses

Im Geschäftsjahr 2005/06 wurden der Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2005 sowie der zusammengefasste Lagebericht einer Prüfung nach § 342b Abs.2 Satz 3 Nr.3 HGB (Stichprobenprüfung) durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) unterzogen.

Als Ergebnis der Prüfung hat die zuständige Kammer die nachfolgend unter (1)-(4) dargestellten Feststellungen erhoben. Daneben wurden die unter (5)-(6) erläuterten Fehler im Vorjahresabschluss festgestellt.

Um weitergehende Kosten und insbesondere zeitaufwändige Arbeiten zu vermeiden, hat sich der Vorstand der HAITEC AG dazu entschlossen, diese Feststellungen der DPR zu akzeptieren und die Fehler zu korrigieren. Die Berichtigung erfolgte durch Anpassung des Vorjahresabschlusses gemäß IAS 8.41 ff. Demnach sind wesentliche Fehler in dem der Feststellung des Fehlers folgenden Abschluss zu korrigieren. Die Korrektur erfolgt retrospektiv durch Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen.

Nachfolgend werden die Anpassungen des Vorjahresabschlusses aufgrund von Fehlern sowie deren Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage dargestellt:

  1. Ein langfristiges Darlehen (439 TEuro) an ein ehemals verbundenes Unternehmen wurde von der DPR zum 30.September 2005 als nicht werthaltig eingestuft. Folglich ist ein "Impairment" in voller Höhe mit 439 TEuro zu erfassen.

C.9. Eigenkapital

Die stille Beteiligung ist zum Nennwert angesetzt.

Der Ausweis der Teil-Wandelschuldverschreibung erfolgt entsprechend den Vorschriften des IAS 32. Hiernach hat ein Unternehmen die Komponenten eines zusammengesetzten Finanzinstrumentes, das a) eine finanzielle Verbindlichkeit des Unternehmens begründet und b) dem Inhaber des Instruments eine Option auf dessen Wandlung in ein Eigenkapitalinstrument des Unternehmens garantiert getrennt zu erfassen. Grundsätzlich ist ein solches Instrument in die Komponeten einer finanziellen Verbindlichkeit (d.h. einer vertraglichen Vereinbarung zur Lieferung von flüssigen Mitteln) und Eigenkapital (Kaufoption) aufzuteilen. Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 einmal jährlich oder bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen, indem ein Impairment-Test durchgeführt wird. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (value in use), der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind Daten aus der jeweiligen detaillierten Unternehmensplanung mit anschließendem Übergang in die ewige Rente. Das angenommene fortwährende Wachstum von 2 % entspricht den allgemeinen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung. Zur Ermittlung des Barwerts der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz nach Unternehmensteuern von 10,7 %, der die jeweilige Renditeerwartung der Alternativinvestition repräsentiert. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Wertminderung auf

Aufgrund der Ausstattung der von der HAITEC AG ausgegebenen Wandelschuldverschreibung, insbesondere der Verzinsung von 9,75% p.a., die über der Verzinsung einer Schuldverschreibung ohne Wandlungsrecht liegt, erfolgt der Ausweis vollständig im Fremdkapital. den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. C.11. Umsatzrealisation

In der Kapitalrücklage ist der Betrag enthalten, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. Darüber hinaus wird für das jeweilige Geschäftsjahr der anteilige Fair Value für ausgegebene Aktienoptionen in dieser Position erfasst. Bei Wartungsverträgen, die über einen Zeitraum von drei bis zwölf Monaten geschlossen werden, erfolgt eine lineare Verteilung der Umsatzerlöse über den Zeitraum der Leistungserbringung. Etwaige Abgrenzungsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

C.10. Impairment Die Buchwerte der Vermögenswerte des HAITEC Konzerns – mit Ausnahme der Vorräte, der aktiven latenten Steuern sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte – werden zum Bilanzstichtag darauf hin überprüft, ob Indikatoren für eine Wertminderung (Impairment) vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Sofern bei einem kundenspezifischen Projekt das Projektergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden die entsprechenden Umsatzerlöse im Verhältnis des Fertigstellungsgrades realisiert. Die jeweils für die Schätzung zugrundegelegten Umsatzerlöse umfassen den ursprünglichen Vertragswert zuzüglich etwaiger Änderungen im Leistungsumfang, sofern ein künftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und eine verlässliche Bewertung erfolgen kann. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der cost-to-cost-Methode ermittelt. Ein voraussichtlicher Verlust eines Auftrags wird sofort in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen.

Eine Umsatzrealisierung nach IAS 18 erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung, d.h. sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

C.3. Immaterielle Vermögenswerte

Alle ausgewiesenen erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Selbsterstellte Software wird aktiviert, wenn die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Der Ansatz erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Kosten. Software, Konzessionen und ähnliche Rechte werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (bei Software in der Regel 3 Jahre, Lizenzen nach der erwarteten Nutzungsdauer oder den kürzeren Vertragslaufzeiten) abgeschrieben. Soweit notwendig, werden Abschreibungen vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des jeweiligen Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt.

Der aktivierte Auftragsbestand wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte sind den jeweiligen Cashgenerierenden-Einheiten zugeordnet und werden jährlich auf Wertminderungen überprüft. Sofern der erzielbare Betrag der Cash-generierenden-Einheit unter dem Buchwert liegt, ist eine Wertminderung des Buchwertes zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert.

C.4. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bilanziert. Der planmäßigen Abschreibung liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 410 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt.

Finanzierungskosten wurden mangels eindeutiger Zurechenbarkeit nicht einbezogen. Zuschreibungen aufgrund des Wegfalls von Gründen, die in Vorjahren zu Wertberichtigungen führten, waren nicht vorzunehmen.

C.5. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und ggf. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

C.6. Vorräte

Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Für den Fall, dass der beizulegende Wert abzüglich etwaiger Veräußerungskosten unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt der Ansatz zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Finanzierungs- und andere Gemeinkostenbestandteile wurden mangels direkter Zurechenbarkeit nicht einbezogen. Unfertige Leistungen werden grundsätzlich mit den entsprechenden Einzelkosten angesetzt. Sofern die jeweiligen Voraussetzungen gegeben sind, erfolgt eine Teilgewinnrealisierung entsprechend IAS 11.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Vorräte bzw. unfertigen Leistungen werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

C.7. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Forderungen werden erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertberichtigungen wird im Einzelfall auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Betrages geschätzt. Der Ausweis der entsprechenden Aufwendungen erfolgt in der Gewinnund Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

C.8. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verbindlichkeiten wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird im Wege der Schätzung ermittelt und basiert auf denjenigen Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Anhang Konzern

D.1.2 Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

D.1.3 Finanzanlagen

D.1.4 Aktive latente Steuern

Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter E.9.

D.2. Kurzfristige Vermögenswerte

D.2.1 Vorräte

Die Vorräte beinhalten Handelswaren (EDV-Hardware und Zubehör) in Höhe von 41 (i.V. 96) TEuro.

D.2.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Der Ausweis im Vorjahr betraf im Wesentlichen eine langfristige Ausleihung an ein ehemals verbundenes Unternehmen in Höhe von 439 TEuro. Sie wurde aufgrund der nicht mehr gegebenen Werthaltigkeit in voller Höhe abgeschrieben. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen unter A.4. Weiterhin wurden hier im Vorjahr die Anschaffungsnebenkosten aus dem beabsichtigten Beteiligungserwerb an der autinform AG (118 TEuro) ausgewiesen. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln sowie der Wertpapiere ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Wir verweisen im übrigen auf unsere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung unter F. D.3. Eigenkapital

D.2.3 Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinsitituten

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2006 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.928 (i.V. 1.025) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 137 (i.V. 69) TEuro gebildet waren. Die sonstigen Vermögenswerte belaufen sich auf 669 (i.V. 472) TEuro und beinhalten Wertberichtigungen in Höhe von 60 (i.V. 43) TEuro. 2.225 TEuro stammen aus der Durchführung der am 27. September 2005 von der Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossenen und am 15. März 2006 im zuständigen Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage (Einbringung der autinform AG), jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2005.

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt am Bilanzstichtag
788 (i.V. 1.922) TEuro. Im Vorjahr bestanden zudem Wertpa
pieranteile in Höhe von 883 TEuro, die im Berichtsjahr abgin
gen.

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 140 (i.V. 159) TEuro. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten insbesondere 1.513 TEuro stammen aus der Durchführung der am 4. Mai 2006 vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage beschlossenen und am 12. Mai 2006 im zuständigen Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage aus genehmigten Kapital, jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2005.

D.3.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HAITEC AG beträgt zum Bilanzstichtag 12.102 (i.V. 8.364) TEuro und verteilt sich insgesamt auf 12.102.182 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 3.738 TEuro aufgrund der folgenden Kapitalmaßnahmen:

Forderungen gegenüber Mitarbeitern von 97 (i.V. 106) TEuro, Bonusansprüche von 70 (i.V. 50) TEuro, im Voraus bezahlte Aufwendungen für Gebühren, Versicherungen, Mieten von 161 (i.V. 95) TEuro, Forderungen aus Kautionen von 54 (i.V. 46) TEuro sowie Ansprüche aus Gewinnausschüttungen von 30 (i.V. 69) TEuro. D.3.2 Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2005 an – also seit dem 15. März 2006 – für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 3.782 TEuro zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2005/II).

C.12. Zinsen

Zinsen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

C.13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern

Die Ermittlung der Ertragsteuern erfolgt nach IAS 12. Demnach sind alle sich auf Steuern vom Einkommen beziehenden, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Steuerverbindlichkeiten oder -forderungen in den einbezogenen Jahresabschlüssen gemäß den für die Konzerngesellschaften geltenden Steuergesetzen aufzunehmen.

Aktive und passive latente Steuern werden dann angesetzt, wenn künftige steuerliche Auswirkungen zu erwarten sind, die auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten bestehender Aktiva und Passiva nach IFRS und Steuerbilanzwerten zurückzuführen sind. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden aufgrund der hohen Unsicherheit in bezug auf die Realisierbarkeit der Steuervorteile nicht gebildet. Aktive latente Steuern werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.

Aktive und passive latente Steuern werden unter Verwendung der Steuersätze errechnet, die voraussichtlich auf Grund der derzeit geltenden Steuergesetze für steuerpflichtige Erträge in den Jahren gelten, in denen diese zeitlichen Differenzen umgekehrt oder ausgeglichen werden. Die Steuerwirkung aus der Umbewertung nach den International Accounting Standards wird nach IAS 12 und unter Beachtung des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 mit einem Steuersatz von 40% (i.V. 40%) berücksichtigt.

C.14. Bewertung von Aktienoptionen

Nach IFRS 2 werden Vergütungen durch die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten (Aktienoptionen) an Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Ausgabe anteilig über die Sperrfrist im Personalaufwand und in der Kapitalrücklage erfasst. Die Aktienoptionen wurden zu diesem Zweck im Zeitpunkt der Ausgabe nach einem anerkannten Optionspreismodell bewertet. Aus der Erfassung der Aktienoptionen nach IFRS entsteht ein Personalaufwand in Höhe von 9 (i.V. 65) TEuro. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ist auf das Ausscheiden von Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2005/06 zurückzuführen, denen entsprechende Aktienoptionen zugeteilt waren. Wir verweisen im Übrigen auf die Angaben unter H.1.

C.15. Verwendung von Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden bzw. der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen Rückstellungen, der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, der Vorräte sowie die vom Konzern selbsterstellte Software.

Alle wesentlichen Schätzungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf den Erfahrungen des Managements und den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.

Der Konzernabschluss der HAITEC AG wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. Insgesamt ist die Einschätzung des Fortbestandes von wesentlichen Unsicherheiten geprägt, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit abschließender Sicherheit beurteilt werden können. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die Ausführungen unter H.4.

D. Erläuterungen zur Bilanz

D.1. Langfristige Vermögenswerte

Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend unter D.1.1 bis D.1.3 erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.

D.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung resultieren.

Der im Zuge des Erwerbs der autinform-Gruppe erworbene Auftragsbestand wurde im Zeitraum von 01. April 2006 bis 30. September 2006 aufgrund der Abarbeitung der Aufträge in voller Höhe abgeschrieben.

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 9.284 TEuro (i.V. 0) und verteilt sich auf zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Zum einen entfällt ein Betrag von 8.939 TEuro auf den Erwerb der autinform AG. Zum anderen betrifft ein Betrag von 345 TEuro den Erwerb der autinform dms GmbH.

33

Bedingtes Kapital I/2006

der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung der Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2005/II anzupassen. Wandelschuldverschreibung I In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tag eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit vom 01. Februar 2005 bis zum 31. Dezember 2006 begeben (Wandelschuldverschreibung I). Die Wandelschuldverschreibung I hat einen Gesamtnennbetrag von 1.466 TEuro, eingeteilt in 1.466.000 Teilwandelschuldverschreibungen jeweils im Nennwert von 1,00 Euro und beinhaltet eine Verzinsung in Höhe von 9,75% p.a. Die Zinsen sind nachträglich zum 31. Dezember 2005 bzw. am 31. Dezember 2006 fällig und zahlbar. Sollte vom Wandlungsrecht in der Zeit vom 01. bis 29. Dezember 2006 Gebrauch gemacht werden, entfällt die Verzinsung für das Kalenderjahr 2006.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 wird das Grundkapital um bis zu 1.113 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 1.112.500 Stück neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien (bedingtes Kapital I/2006) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen zu deren Ausgabe der Vorstand von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Mai 2006 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital I/ 2006 anzupassen. Am 09. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAI-TEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das folgende Angebot (Darstellung nur der wesentlichen geänderten Wandlungsbedingungen): Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 01. Februar 2005 und endet am 31. Dezember 2007. Die Wandelanleihe wird in Höhe ihres Nennbetrages bis zum 31. Dezember 2006 mit 9,75% p.a. verzinst. In der Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 wird die Anleihe in Höhe ihres Nennbetrages mit 6% p.a. verzinst. Im Fall der Wandlung im Ausübungszeitraum 2006 werden auch die Zinsen für das Kalenderjahr 2006 gezahlt. Im Fall der Wandlung bis zum 31. Dezember 2007 entsteht der Zinsanspruch pro rata bis zum Tag der Wandlung für das Kalenderjahr 2007. Die Zinsen sind nachschüssig für ein Kalenderjahr zahlbar. Jeder Anleihegläubiger hat das Recht, sämtliche Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen jederzeit während des Ausübungszeitraumes ganz oder teilweise in auf den Inhaber lautende Stückaktien der HAITEC AG umzutauschen. Aus der Wandlung hervorgehende Aktien nehmen ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstanden sind,

  • am Gewinn teil.
  • Das Wandlungsrecht kann innerhalb des Zeitraumes beginnend am 09. November 2006 und endend am 28. Dezember 2007 ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen unter H.5.

Die ursprüngliche Höhe des genehmigten Kapitals aus der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 von bis zu 5.295 TEuro wurde durch Ausnutzung von 1.513 TEuro mit Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung am 12. Mai 2006 auf bis zu 3.782 TEuro verringert.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bei Ausübung des genehmigten Kapitals das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auszuschließen. Im Prozessvergleich mit den Anfechtungsklägern gegen den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 hat sich die HAITEC AG gegenüber den Anfechtungsklägern verpflichtet, bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals aus der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 auf die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses (mit Ausnahme des Bezugsrechtsausschlusses für Spitzenbeträge) zu verzichten.

D.3.3 Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2004/I und Aktienoptionsplan 2004

Das Grundkapital ist um bis zu 367 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 366.510 Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischen Unternehmen der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie ausgegebene Optionsrechte ausgeübt werden. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Bedingtes Kapital 2004/II

Das Grundkapital ist um bis zu 1.466 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 1.466.040 neuer Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2004/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 10. Mai 2004 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01. Mai 2009 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.466 TEuro mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 1.466.040 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage Gebrauch und beschloss die Begebung einer Wandelschuldverschreibung.

Bedingtes Kapital 2005/I und Aktienoptionsplan 2005

Das Grundkapital ist um 270 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 269.931 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2005/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 in der Zeit bis zum 30. April 2010 von der HAITEC AG ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die aus der Ausübung dieser Bezugsrechte hervorgehenden neuen Aktien der Gesellschaft nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Zugleich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu Stück 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben, mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie der HAITEC AG gewährt. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht.

Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2005 ausgegeben.

Bedingtes Kapital 2005/II

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 2.080 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 2.079.724 Stück neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2005/II) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 von

D.5. Kurzfristige Schulden

D.5.1 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen mit 62 (i.V. 0) TEuro Rückstellungen für Körperschaftsteuer und mit 43 (i.V. 0) TEuro Rückstellungen für Gewerbesteuer, die für die Steuerbelastungen im laufenden Geschäftsjahr gebildet wurden.

D.5.2 Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen zeigt sich wie folgt:

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. D.5.3 Anleihen Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren in voller Höhe D.5.5 Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen betragen 565 (i.V. 213) TEuro und betreffen mit 29 (i.V. 0) TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 536 (i.V. 213) TEuro im voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die gegen künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

aus der begebenen Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 1.466 TEuro, eingeteilt in 1.466.000 Teilwandelschuldverschreibungen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen zum Bedingten Kapital unter D.3.3 sowie zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag unter H.5. D.5.4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 471 (i.V. 488) TEuro. D.5.6 Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2.392 (i.V. 568) TEuro und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern mit 453 (i.V. 81) TEuro, Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn bzw. Kirchensteuer mit 159 (i.V. 114) TEuro, Verbindlicheiten aus Umsatzsteuer mit 172 (i.V. 29) TEuro sowie Kaufpreisverbindlichkeiten für den Erwerb der autinform dms GmbH mit 1.000 (i.V. 0) TEuro. Zudem sind unter der Position Verbindlichkeiten aus Zinsen in Höhe von 150 (i.V. 42) TEuro sowie Verbindlichkeiten für Raumkosten von 285 (i.V. 0) TEuro ausgewiesen.

in TEuro

Sonstige Rückstellungen
(kurzfristig)
Stand
1.10.05
Zugang durch
Erst-
konsolidierung
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
30.9.06
Personal 366 813 602 307 838 1.108
Ausstehende Rechnungen 651 174 512 96 428 645
Abschlusskosten und -prüfung 120 111 93 74 130 194
Übrige 452 704 328 375 56 509
Summe 1.589 1.802 1.535 852 1.452 2.456

Wandelschuldverschreibung II

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 27. September 2005 ist der Vorstand verpflichtet, unverzüglich ab Vorliegen eines Gutachtens, das die Werthaltigkeit der als Einzahlung auf die Wandelschuldverschreibung vorgesehenen stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co. KG in Höhe von mindestens des Gesamtbetrages der zu begebenden Wandelschuldverschreibung belegt, jedoch frühestens ab 15. April 2007 und bis spätestens zum 26. September 2010, eine auf die Inhaber der stillen Beteiligung lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Höchstbetrag von 6.910 TEuro und einer Laufzeit von bis zum 31. Dezember 2010 auszugeben (Wandelschuldverschreibung II), sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 6.910.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Dabei erfolgt die Einlage auf die Wandelschuldverschreibung nicht in bar, sondern durch Abtretung der Rückzahlungsansprüche der stillen Gesellschafterin aus der stillen Beteiligung gegen die autinform GmbH & Co. KG an die HAITEC AG.

Die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erstreckt sich auf die Gewährung von Umtauschrechten aus dem genehmigten Kapital der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 und dem bedingten Kapital III/2005. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf Wandelschuldverschreibungen ist ausgeschlossen.

Die Wandelschuldverschreibungen sind mit einer Wandlungspflicht ausgestattet, d.h. die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen sind verpflichtet, ihre Teilschuldverschreibungen nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umzutauschen sowie die Wandlungspflicht nach Maßgabe der Anleihebedingungen zu erfüllen. Soweit die Wandlungspflicht nicht entsprechend der bestehenden Wandlungsverpflichtung form- und fristgerecht erfüllt wird, verfallen sämtliche Rechte des Anleihegläubigers ersatzlos. In einem solchen Fall besteht insbesondere kein Anspruch des Anleihegläubigers auf Rückzahlung der Teilschuldverschreibungen zum rechnerischen Nennbetrag. Aufgrund dieser Wandlungspflicht wird es somit nicht zu einem Liquiditätsabfluss bei der Gesellschaft kommen.

Wandelschuldverschreibung III

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Wandelschuldverschreibung mit einem Höchstbetrag von bis zu 1.113 TEuro an die Inhaber der stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co KG auszugeben (Wandelschuldverschreibung III) und das Grundkapital der Gesellschaft zur Bedienung dieser Wandelschuldverschreibung um bis zu 1.113 TEuro durch die Ausgabe von bis zu 1.112.500 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I/2006). Die von der Hauptversammlung beschlossenen Regelungen für die Wandelschuldverschreibung III entsprechen denjenigen der Wandelschuldverschreibung II. Die Umtauschrechte aus der Wandelschuldverschreibung III können entweder aus dem genehmigten Kapital der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 und dem bedingten Kapital III/2005 oder dem bedingten Kapital I/2006 bedient werden. Die Ausnutzung des zugrundeliegenden Kapitals für die Bedienung von Umtauschrechten aus der Wandelschuldverschreibung II und der Wandelschuldverschreibung III ist auf insgesamt 6.910 TEuro begrenzt.

D.3.4 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 2.831 (i.V. 2.015) TEuro. Der Vorjahreswert wurde im Zuge der Korrektur nach IAS 8.41 angepasst. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen unter B.4.

Die Veränderung gegenüber dem berichtigten Vorjahr resultiert aus den unter D.3.1 beschriebenen Kapitalerhöhungen und betrifft die eingezahlten bzw. gewährten Beträge, die den Nominalwert übersteigen, aus der Verrechnung der Kosten der Kapitalerhöhung mit der Kapitalrücklage sowie aus der Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen am Bilanzstichtag.

D.3.5 Stille Beteiligung

Die Stille Beteiligung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 6.913 (i.V. 0) TEuro. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen unter H.3 zu Transaktionen mit nahe stehenden Personen.

D.4. Langfristige Schulden

Die langfristigen Sonstigen Rückstellungen betreffen einen langfristig fälligen Schadensersatzanspruch mit 891 (i.V. 0) TEuro. Die Bewertung erfolgt mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Diskontierungszinssatzes von 5,5% p.a. Weiterhin sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus einem Altersteilzeitvertrag von 215 (i.V. 0) TEuro berücksichtigt.

Die Passiven Latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführugen unter E.9.

E.9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2004/05 und 2005/06 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

steuer und in Höhe von 64.184 TEuro für Körperschaftsteuer. Die endgültige Höhe der Verlustvorträge ist von dem Ausgang der laufenden Betriebsprüfungen abhängig.

Die autinform AG ist aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages Organträger für Körperschaftsteuerund Gewerbesteuer der autinform Süd GmbH. Steuern fallen daher nur grundsätzlich auf Ebene des Organträgers an. Im Berichtsjahr ergaben sich aufgrund der Ergebnissituation keine Steueraufwendungen.

2005/2006 2004/2005
-4.339
1.736
-1.736
359
-2
357

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittsteuersatz von 40 Prozent zum Ansatz gebracht.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle: in TEuro

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

E.1. Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter G. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

E.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.904 (i.V. 515) TEuro und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 852 (i.V. 6) TEuro, Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen in Höhe von 235 (i.V. 0) TEuro sowie Erträge aus Untervermietung von Büroräumen in Höhe von 214 (i.V. 105) TEuro.

E.3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 5.822 (i.V. 6.216) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogende Waren in Höhe von 1.951 (i.V. 3.444) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 3.871 (i.V. 2.772) TEuro.

E.4. Personalaufwand

Der Aufwandsposten beläuft sich auf 7.589 (i.V. 5.761) TEuro und beinhaltet die Gehälter, gesetzliche und freiwillige Sozialaufwendungen, Erfolgsbeteiligungen, Provisionen und Aufwendungen für Altersversorgung an angestellte Mitarbeiter.

Weiter wurde für an Mitarbeiter ausgegebene Aktienoptionen ein anteiliger Aufwand in Höhe von TEuro 9 (i.V. 65) berücksichtigt. Die korrespondierende Gegenposition wurde in der Kapitalrücklage abgebildet.

Im Jahresdurchschnitt (gerechnet nach den Quartalsendständen) wurden 145 (i.V. 93) Mitarbeiter beschäftigt. Durch den Erwerb der autinform dms GmbH ist der Konzern zum 30. September 2006 um weitere 23 Mitarbeiter gewachsen.

E.5. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 291 (i.V. 575) TEuro.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 3.548 (i.V. 4.631) TEuro und beinhalten überwiegend Raumkosten mit 767 (i.V. 762) TEuro, Reise- und Bewirtungskosten mit 449 (i.V. 230) TEuro, KFZ-Kosten mit 608 (i.V. 386) TEuro, Telefon- und Portokosten mit 257 (i.V. 179) TEuro, Rechts-/ Beratungs- und Prüfungskosten mit 644 (i.V. 758) TEuro.

E.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge des Berichtsjahres belaufen sich auf 25 (i.V. 21) TEuro und beinhalten die Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen.

E.8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 280 (i.V. 148) TEuro und beinhalten insbesondere Zins- und Avalgebühren an Kreditinstitute, Zinsen der Wandelanleihe und Aufwendungen in Höhe von 27 (i.V. 0) TEuro aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen.

in TEuro
Berichtsjahr % Vorjahr %
Handelswaren/Software 2.799 20% 5.333 43%
Dienstleistung 10.615 77% 6.469 52%
Software-Provision 428 3% 663 5%
13.842 100% 12.465 100%

G. Segmentberichterstattung

Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Darstellung durch die Akquisition der autinform AG und der autinform dms GmbH um das Segment SAP-Beratung erweitert:

Der HAITEC Konzern verfügt über die nachfolgend dargestellten berichtspflichtigen Segmente, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung primär nach Geschäftsfeldern und sekundär nach Regionen. Die HAITEC AG selbst übt nur eine reine Holdingfunktion aus. In diesem Bereich hat sich HAITEC weiter auf die Bereiche Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen spezialisiert. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die HAITEC AG mit dedizierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Das Systemhaus unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.

Der HAITEC Konzern entwickelt und vertreibt Konzepte und Lösungen für die gesamte IT-Struktur von Unternehmen aller Branchen und hat sich auf die Geschäftsfelder PLM-Lösungen, Systemintegration und SAP-Beratung spezialisiert. Das erweiterte Full-Service-Angebot umfasst neben der Auswahl, Beschaffung und Installation aller Hard- und Softwarekomponenten auch eine umfangreiche Beratung, konkrete Projektplanung sowie Support und Überwachung des laufenden Betriebs. In ihren Tochterunternehmen entwickelt HAITEC kundenspezifische Software-Lösungen und bietet qualifizierte Schulungen, Methodentraining und Technologieberatung im PLM-Umfeld an. Die HAITEC AG hat ihren Hauptsitz in München und unterhält weitere Geschäftsstellen in Deutschland. In Österreich ist die HAITEC AG in Salzburg und Linz vertreten; in der Schweiz in Zürich. SAP-Beratung Das Leistungsportfolio von HAITEC als SAP-Dienstleister umfasst SAP-Beratung, Softwareentwicklung sowie die Bereitstellung von IT-Services, die durch die autinform-Gruppe erbracht werden. Zudem trägt die autinform dms GmbH zum Produkt- und Leistungsportfolio den Bereich Dokumentenmanagement bei. Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IAS 14 ist aus der als Anlage beigefügten Tabelle ersichtlich. H. Sonstige Angaben

Systemintegration (SI)

Product Lifecycle Management (PLM) In diesem Segment bietet HAITEC ihren Kunden ein breit gefächertes Portfolio an CATIA- und PDM-Lösungen zur vollständigen Digitalisierung des gesamten Produktlebenszyklus an – von der Planung und Entwicklung bis zur Fertigung eines Produktes. Dazu zählen neben Consulting, Konzeption und Projektierung auch die Entwicklung individueller PLM-Lösungen sowie ein breit gefächertes Schulungsangebot. Mit dem HAITEC-eigenen Catia Interoperability Labor bietet HAITEC zudem einen zusätzlichen Service: Fallbeispiele aus dem Bereich Catia Engineering lassen sich im heterogenen Umfeld vollständig abbilden, wodurch die Kunden die Möglichkeit erhalten, vorab Hard- und Softwarekonstellationen auf ihre Leistungsfähigkeit in der Praxis zu prüfen. Im Rahmen der Schaffung des bedingten Kapitals 2004/I ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen (Personengruppe 1) sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft (Personengruppe 2) Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro anzubieten. Die Berechtigung zum Bezug und die Anzahl der Bezugsrechte wird für Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft allein durch den Aufsichtsrat und im übrigen durch den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Ein gesetzliches Bezugsrecht für Aktionäre besteht nicht.

H.1. Aktienoptionsprogramm

Aktienoptionsplan 2004

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

Die bilanzierten aktiven latenten Steuern von 4.873 (i.V. 359) TEuro beziehen sich auf temporäre Differenzen auf einen steuerwirksamen Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wird in der Steuerbilanz einer Enkelgesellschaft bilanziert und resultiert aus Unternehmenstransaktionen der Vorjahre.

E.10. Sonstige Steuern

Es handelt sich ausschließlich um Kfz-Steuern.

E.11. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der HAITEC AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus so genannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Der maßgebliche Ausübungspreis für das Aktienoptionsprogramm der HAITEC AG liegt zum 30. September 2006 bei 1,00 Euro und somit über dem Durchschnittskurs bzw. Schlusskurs der Aktie für das Jahr 2005/06. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.

Die potenziellen Aktien aus der Wandelschuldverschreibung entfalten ebenfalls keine verwässernde Wirkung, da diese bei Umwandlung anti-dilutive wirken würden, d.h. der unverwässerte Verlust je Aktie würde sich verringern.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 30. September 2006 12.102 (i.V. 8.364) TEuro und ist eingeteilt in 12.102.182 (i.V. 8.364.410) Stückaktien. Der Fehlbetrag je Aktie ermittelt sich demnach mit -0,24 (i.V. -0,61) Euro.

F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Nettoliquidität des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.000 TEuro auf 317 TEuro reduziert. Die Abnahme ist im Wesentlichen auf den Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Die dem Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien sind bei den Kreditinstituten in Anspruch genommen.

Bezüglich der Angaben nach IAS 7.40 in Bezug auf die Akquisitionen der autinform-Gruppe sowie der autinform dms GmbH verweisen wir auf unsere Ausführungen unter B.

in TEuro
30.9.2006 30.9.2005
Aktive Latente Steuern
Steuerlicher Geschäfts- oder
Firmenwert
4.873 0
Sonstige Ausleihungen 0 176
Sonstige Vermögenswerte 0 10
Sonstige Rückstellungen 0 86
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0 10
Sonstige Verbindlichkeiten 0 77
Summe 4.873 359
Passive Latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 147 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
31 0
Sonstige Rückstellungen 21 0
199 0
Steuerabgrenzung (netto) 4.674 359

Entwicklung der Aktienoptionen

lungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung wurde das Geschäftsjahr 2004/05 entsprechend angepasst.

Für den Zweck der Bewertung wurde der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen auf Basis eines anerkannten Optionspreismodells berechnet. Der Bewertungszeitpunkt ist dabei der Zusagezeitpunkt der Aktienoptionen. Der auf diese Weise ermittelte beizulegende Wert wird anschließend über die Sperrfrist gleichmäßig über den Personalaufwand der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Bewertungsparameter für das angewandte Optionspreis-

Die erwartete Volatilität basiert auf der historischen Entwicklung des Aktienkurses der HAITEC AG. Es ist ein Zeitraum von

2005/2006 2004/2005 250 Tagen zugrunde gelegt worden.
Ausgegebene Optionen zum
1. Oktober
348.305 358.205 Weitere Angaben zu den Aktienoptionen:
Neu ausgegebene Optionen 0 0 Anzahl Ausübungs
preis gew.
Durchschnitt
Verfallene Optionen 127.976 10.000
Noch verfügbare Optionen 220.329 348.305 Ausstehende Optionen
zu Beginn der Berichtsperiode
348.305 1 Euro
Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen
von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen
Gewährte Optionen
im Berichtsjahr
0 0
Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen
aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.
Verfallene Optionen
im Berichtsjahr
127.976 0
Die ausgegebene Aktienoptionen sind erstmals im Geschäfts
jahr 2004/05 in Anlehnung an IFRS 2 aufwandswirksam
Ausstehende Optionen
erfasst worden. Im Rahmen der Beseitigung der Feststel am Ende der Berichtsperiode 220.329 1 Euro

H.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Sonstige Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 3.376 (i.V. 954) TEuro und betreffen Mietverpflichtungen mit 2.452 (i.V. 657) TEuro, Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge mit 426 (i.V. 297) TEuro sowie Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA) mit 498 (i.V. 0) TEuro.

bestehen nicht.

modell beinhalten: in TEuro
2005/2006 2004/2005 bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
Risikofreier Zins 2,26% 2,26% Kfz Leasing 242 184 426
Erwartete Dauer bis BGA Leasing 192 306 498
zur Ausübung 3 Monate 15 Monate
Erwartete Volatilität 60% 60% Miete 939 1.514 2.452
1.373 2.004 3.376
Ausübungspreis
(gew. Durchschnitt) in Euro
1 Euro 1 Euro Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren

Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich mit 50% auf die "Personengruppe 1" und mit 50% auf die "Personengruppe 2". Die Auswahlkriterien wurden aufgrund dieses Beschlusses vom Vorstand festgelegt, die Auswahl der Vorstandsmitglieder, denen Optionsrechte gewährt wurden, erfolgte durch den Aufsichtsrat.

Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Der Ausübungspreis beträgt 1,00 Euro je Aktienoption. Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung ausgeübt werden (Sperrfrist). Nach Ablauf der Sperrfrist ist die Ausübung der Optionsrechte innerhalb von Ausübungszeiträumen nach Maßgabe der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 getroffenen Regelungen zulässig. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung der Bezugsrechte der Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der HAITEC-Aktie während der letzten 10 Handelstage vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem Ausgabepreis besser entwickelt hat als der TecDAX-Index (oder ein vergleichbarer Nachfolgeindex) in diesem Vergleichszeitraum (Erfolgsziel). Ist das Erfolgsziel für Optionsrechte zu Beginn des ersten Ausübungszeitraumes nach Ablauf der Sperrfrist des jeweiligen Rechteinhabers erreicht, ist die Erreichung des Erfolgsziels für die Ausübung der Optionsrechte in späteren Ausübungszeiträumen nicht erforderlich. Aktien, die aufgrund der Optionsrechte ausgegeben werden, nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil.

Aktienoptionsplan 2005

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 ist der Vorstand der HAITEC AG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht. Die Ausgabe soll in nicht weniger als drei Jahrestranchen erfolgen mit der Maßgabe, dass keine Tranche mehr als 50% des Gesamtvolumens umfasst. Die Bezugsrechte können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt werden. Jede Aktienoption gewährt dem Inhaber das Recht auf den Bezug von je einer Aktie der HAITEC AG gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Aktie der HAITEC AG entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlussauktionspreise der HAITEC-Aktie im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten 20 Börsentagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Gewinnverwendungsbeschluss gefasst worden ist.

Der Kreis der Optionsberechtigten umfasst Mitglieder des Vorstandes der HAITEC AG und Mitglieder der Geschäftsführungen von Konzerngesellschaften sowie Mitarbeiter der HAI-TEC AG und ihrer Konzerngesellschaften.

Die Bezugsrechte aus Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer zweijährigen Wartezeit nach Einräumung der Aktienoptionen ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist jeweils in der Zeit zwischen dem 10. des letzten Monats eines jeden Quartals und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe der jeweiligen vorläufigen Quartalsergebnisse sowie in der Zeit zwischen dem Tag der Veröffentlichung der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung im elektronischen Bundesanzeiger und dem Tag der ordentlichen Hauptversammlung der HAITEC AG ausgeschlossen.

Aus den Aktienoptionen können die Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn das arithmetische Mittel der Schlussauktionspreise der HAITEC-Aktie im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten 20 Handelstagen vor der Ausübung des Bezugsrechts aus der Aktienoption den zuvor beschriebenen Ausübungspreis um mindestens 25% übersteigt.

Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Das Bezugsrecht darf nur ausgeübt werden, solange der Inhaber der Aktienoptionen in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis mit der HAITEC AG oder einer Konzerngesellschaft steht.

Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2005 ausgegeben.

Sofern das Beteiligungskapital nicht bis zum 30. März 2007 zurückgezahlt ist, ist die Diamant Siebte VV GmbH berechtigt, die Wandlung des Beteiligungskapitals in Aktien der HAITEC AG zu verlangen. Sofern von dem Recht zur Wandlung kein Gebrauch gemacht wird bzw. die Wandlung aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, bleibt die Stille Gesellschaft bestehen.

Die stille Beteiligung ist zeitlich unbefristet und kann nur durch die Inhaberin, die autinform GmbH & Co. KG, beendet werden. Der Abfindungsanspruch der stillen Gesellschafterin beläuft sich auf den Nominalbetrag der Beteiligung zuzüglich eines Aufschlages von 7,5% p.a. Zinsen abzüglich eines anzurechnenden laufenden Beteiligungsentgeltes. Der Abfindungsanspruch kann nur insoweit geltend gemacht werden, als kein nicht durch Vermögenseinlage gedeckter Verlustanteil zum Zeitpunkt der Abfindung besteht und durch die Abfindungszahlung nicht ein solcher entsteht. Der Abfindungsanspruch ist gegenüber den anderen Gläubigern der autinform GmbH & Co. KG nachrangig. Das Vorstandsmitglied Herr Jochen Furch schied am 2. März 2006 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Gesellschaft aus. In diesem Zusammenhang wurden zwischen der Gesellschaft und Herrn Furch folgende Vereinbarungen getroffen: • Der Vorstands-Anstellungsvertrag endet zum 31. August 2006. Für die verbleibende Laufzeit des Vertrages erhält Herr Furch eine monatliche Vergütung von 2 TEuro. • Abschluss eines Beratervertrages mit Herrn Furch und einer von ihm kontrollierten Gesellschaft (FF&F Asset Management GmbH, Friedberg) mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2006 über Beratungsleistungen im

b) Vorstand

Den Mitgliedern des Vorstandes werden jährliche Bezüge mit einem festen und variablen Bestandteil gewährt. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der HAITEC AG belaufen sich auf 508 (i.V. 313) TEuro, davon fixe Bezüge 388 (i.V.313) TEuro, davon variable Bezüge 120 (i.V. 0) TEuro.

Das laufende Beteiligungsentgelt für die Stille Beteiligung entspricht einem garantierten Anteil am Gewinn der Inhaberin in Höhe von Refinanzierungskosten inklusive Garantiegebühren, welche die stille Gesellschafterin wiederum für im Wege der Schuldübernahme übernommene Darlehensverpflichtungen übernommen bzw. aufgenommen hat. Die Zahlungen des laufenden Beteiligungsentgeltes stehen unter der Bedingung, dass die Zahlungen aus frei verfügbaren Eigenkapitalbestandteilen der Inhaberin geleistet werden können. • Ein Darlehensrückzahlungsanspruch der Gesellschaft in Höhe von 100 TEuro wurde mit Verpflichtungen gegenüber Herrn Furch verrechnet. Das Vorstandsmitglied Herr Markus Olbrich schied am 16. März 2006 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Gesellschaft aus. Im Anschluss daran war Herr Olbrich für die HAITEC AG als Berater tätig. Die in diesem Zusammenhang gewährten Bezüge belaufen sich auf 28 TEuro.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind weder in Besitz von Aktien noch in Besitz von Optionen der Gesellschaft. Der ehemalige Vorstand Jochen Furch war in Besitz von 32.929 Aktien und hatte somit am 30. September 2005 0,39% Anteil am Grundkapital der Gesellschaft. Die von Herrn Furch gehaltenen 54.976 Optionen sind durch dessen Ausscheiden aus der Gesellschaft verfallen. Zwischen einem Tochterunternehmen der HAITEC AG und dem Geschäftsführer dieses Tochterunternehmens besteht ein Kredit in Höhe von 64 TEuro. Die Zinsen für das Geschäftsjahr belaufen sich auf 4 TEuro. Der zum Bilanzstichtag aktivierte Betrag beläuft sich somit auf 67 TEuro. Die Verzinsung erfolgt mit 5,5% p.a.

  • Zusammenhang mit der Durchführung und Platzierung von Kapitalerhöhungen sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit M&A-Verhandlungen. Die monatliche Vergütung für diese Beratungsleistungen beträgt 17,7 TEuro zzgl. Spesen, Aufwandsersatz und Umsatzsteuer. Insgesamt ergaben sich somit Aufwendungen im Berichtsjahr von 124 TEuro.

c) Geschäftsführer von Tochterunternehmen

Sonstige Haftungsverhältnisse

Patronatserklärung zugunsten der HAITEC Systemintegration GmbH

Zur Abwendung der Überschuldung der HAITEC Systemintegration GmbH erteilte die HAITEC AG eine zeitlich befristete Patronatserklärung in Höhe von 350 TEuro, in der sich die HAITEC AG verpflichtet, bis zu diesem Höchstbetrag die HAITEC Systemintegration GmbH finanziell und liquiditätsmäßig so auszustatten, dass sie in der Lage sein wird, allen gegenwärtig bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen Dritten gegenüber fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen.

Zusätzlich verpflichtete sich die HAITEC AG in Form einer Patronatserklärung gegenüber der HAITEC Systemintegration GmbH, dafür Sorge zu tragen, dass die HAITEC Systemintegration GmbH in der Lage ist, ihre Verpflichtungen gegenüber einer die Geschäftsbeziehungen finanzierenden Bank zu erfüllen.

Rangrücktrittserklärung zugunsten der autinform GmbH & Co.KG

Zur Abwendung der Überschuldung der autinform GmbH & Co. KG erteilte die HAITEC AG eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von 1.074 TEuro auf ihre Forderungen.

Patronatserklärung zugunsten der autinform-Gruppe

Darüber hinaus besteht zugunsten der autinform-Gruppe eine zeitlich befristete Patronatserklärung, in der sich die HAITEC AG gegenüber der autinform AG, der autinform GmbH & Co. KG, der autinform Süd GmbH, der autinform Verwaltungs GmbH und der autinform AG (Schweiz) bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 800 TEuro verpflichtet, diese Gesellschaften finanziell und liquiditätsmäßig so auszustatten, dass sie in der Lage sein werden, allen gegenwärtig bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen Dritten gegenüber fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen.

Sicherheiten im Zusammenhang mit einer Kontokorrentkreditlinie

Zur Sicherung eines von einem Kreditinstitut an die HAITEC AG, die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH, die HAITEC Systemintegration GmbH und die HAITEC Professional Software Solutions GmbH vergebenen revolvierenden Firmenkontokorrentkreditrahmens von bis zu 550 TEuro besteht eine Global-/ Generalzession auf Forderungen von der HAITEC AG in Höhe von 900 TEuro. Darüber hinaus besteht ein Garantierahmen in Höhe von 350 TEuro, für den die Gesellschaft eine Garantie in Höhe von 350 TEuro abgab. Zusätzlich wurde zur Absicherung ein Wechsel in Höhe von 550 TEuro erteilt.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen Zur Absicherung von Mietverpflichtungen bestehen Mietavale in Höhe von 255 TEuro, für welches Bankguthaben in Höhe von 251 TEuro verpfändet wurden.

H.3. Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("related parties")

Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand, der Aufsichtsrat der HAITEC AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden und maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht.

a) Transaktionen mit Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd, London, und dieser Gesellschaft nahe stehenden Personen Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd, London ist mit 18,91% an der HAITEC AG beteiligt.

Erwerb der autinform AG

Die HAITEC AG hat im Rahmen eines Aktientausches von der Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd. 90% und von übrigen Gesellschaftern 10% der Anteile an der autinform AG erworben. In den zugehörigen Einbringungsverträgen haben sich die Einbringenden jeweils einer 18-monatigen Halteverpflichtung ab Zeichnung der Aktien unterworfen.

Wir verweisen im übrigen auf unsere Ausführungen unter B.

Erwerb der autinform dms GmbH

Die HAITEC AG kaufte mit notarieller Urkunde vom 10. Mai 2006 von der Diamant Siebte VV GmbH einen Geschäftsanteil (90%) an der autinform dms GmbH zu einem Kaufpreis von 1.000 TEuro. Die Diamant Siebte VV GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd., London. Zum Bilanzstichtag ist der Betrag unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Stille Beteiligung der Diamant Siebte VV GmbH

Die Diamant Siebte VV GmbH, ein Tochterunternehmen der Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd, London, beteiligte sich als stille Gesellschafterin mit einer Einlage im Nominalwert von 6.913 TEuro an der autinform GmbH & Co. KG.

Folgen einer möglichen Fehleinschätzung

H.5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Folgen einer möglichen Fehleinschätzung der bestandsgefährdenden Risiken sind in bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit weitreichend. So könnten – unter Umständen auch kurzfristig – wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Einleitung eines Insolvenzverfahrens erfolgen und für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden keine Fortführungswerte zum Ansatz kommen. Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen: • Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam (Vorsitzender)

nungslegung

Im Geschäftsjahr 2005/06 erfolgte bei der HAITEC AG eine Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) für das Geschäftsjahr 2004/05. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter B.4.

H.7. Organe der Gesellschaft

H.7.1 Vorstand der HAITEC AG

Dr. Nico Brunner, Betriebswirt, Grünwald (seit 02. März 2006)

Im Zuge des unter D.3.3 beschriebenen Angebots des Vorstands der HAITEC AG an die Anleihegläubiger der Wandelschuldverschreibung I vom 09. November 2006 haben Anleihegläubiger mit 6.952 Teilwandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Darüber hinaus widersprachen Anleihegläubiger mit 318.471 Stück dem Angebot des Vorstandes und erhielten im Januar 2007 ihren Rückzahlungsanspruch entsprechend ausbezahlt. Die übrigen Anleihegläubiger stimmten dem Angebot des Vorstands zu. H.6. Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Recha.D., Würzburg Herr Hartmann, Herr Dr. Bunker und Herr Dr. Bötsch waren zugleich Aufsichtsräte der Preis24.com AG, München, und der autinform AG in Wiesbaden. Beide Gesellschaften sind 100% Beteiligungen der HAITEC AG. Dr. Wolfgang Bötsch ist darüber hinaus Aufsichtsrat bei der Com & Con AG, Grünwald sowie der Bi-LOG AG, Bamberg. Herr Dr. Anthony Bunker hat im Berichtsjahr keine weiteren Aufsichtsratsmandate wahrgenommen.

Markus Olbrich, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Haar (bis 16. März 2006)

H.7.2 Aufsichtsrat

    • Dr. Anthony Bunker, Kaufmann, Frankfurt am Main (Stellvertreter)
  • Dr. Wolfgang Bötsch, Rechtsanwalt und Bundesminister

Jochen Furch (Vorsitzender), Kaufmann, Friedberg (bis 02. März 2006) Der im Geschäftsjahr 2005/06 nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses (Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg) beträgt insgesamt 43 TEuro und entfällt ausschließlich auf Honorare für Abschlussprüfung.

Bezüglich der Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H.3.

Bezüglich der Bezüge des Vorstandes verweisen wir auf unsere Ausführungen unter H.3. Die Bridgepoint Capital Limited, London, hat nach § 21 Abs. 1 WPHG am 15. März 2006 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwellen von 5% und 10% überschritten hat und nun. 18,91% beträgt.

H.8. Corporate Governance Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HAITEC AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.haitec.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

H.9. Honorar des Abschlussprüfers

H.10. Meldungen nach § 25 Abs. 1 WPHG

HAITEC Aktiengesellschaft München, den 31. Januar 2007

Dr. Nico Brunner Vorstand

d) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 32 (i.Vj. 69) TEuro.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für andere Dienstleistungen belaufen sich auf 0 (i.V. 10) TEuro. Der Vorjahresbetrag betrifft den zwischen der Gesellschaft und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Werner Hartmann abgeschlossenen Vertrag über kaufmännische und rechtliche Beratung vom 1. Februar 2004 bis 31. Januar 2005 mit einer monatlichen pauschalierten Vergütung in Höhe von 2,5 TEuro.

H.4. Unsicherheiten über die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens

Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der HAITEC AG und des HAITEC Konzerns wurde für das Geschäftsjahr 2005/06 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten.

Insgesamt ist die Einschätzung des Fortbestandes der Unternehmenstätigkeit von wesentlichen Unsicherheiten geprägt, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit abschließender Sicherheit beurteilt werden können. Im einzelnen handelt es sich um:

  • Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit
  • Mittelzufluss aus geplanter Kapitalerhöhung
  • Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2007
  • Realisierung der übrigen Prämissen der Finanzplanung einschließlich weiterer kurzfristig geplanter Maßnahmen.

Soweit die Mittelzu- und -abflüsse nicht in geplanter Höhe und zum geplanten Zeitpunkt eintreten, ist der Fortbestand des HAITEC AG Konzerns – auch kurzfristig – in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet.

Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die der Finanzplanung zugrundeliegenden Sachverhalte aus der operativen Geschäftstätigkeit und die in diesem Zusammenhang stehenden Einschätzungen des Managements über die künftige Geschäftsentwicklung sind mit Unsicherheiten behaftet. Es kann nicht sichergestellt werden, dass die prognostizierte Umsatzentwicklung tatsächlich eintreten wird und somit die operativ geplanten Einzahlungen in der jeweiligen Höhe zu dem geplanten Zeitpunkt erfolgen. Ebenso kann nicht sichergestellt werden, dass entsprechende Mittelzuflüsse vom zeitweise geplanten Verkauf von Forderungen im Rahmen der Planungsprämissen erfolgen werden.

Mittelzufluss aus geplanter Kapitalerhöhung

Es ist geplant eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1.050.000 Stück Aktien aus dem genehmigten Kapital durchzuführen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses hat der Vorstand der HAITEC AG bereits die Zusage zur Zeichnung der Kapitalerhöhung von Großinvestoren erhalten. In Kürze sollen die Zeichnungsscheine ausgegeben und die Kapitalerhöhung im Handelsregister angemeldet werden.

Es besteht für den HAITEC AG und den Konzern das Risiko, dass die Kapitalerhöhung nicht oder nicht in dem erforderlichen Volumen im geplanten Zeitraum platziert werden kann.

Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung

HAITEC hat eine Wandelschuldverschreibung in Höhe von 1.466 TEuro begeben. Am 09. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAITEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung das Angebot für eine Verlängerung der Wandelanleihe bis zum 31. Dezember 2007. Mit einem Volumen von 1.140 TStück haben sich rund 78% der Anleihegläubiger für das Prolongationsangebot entschieden und ihr Engagement bis Ende 2007 verlängert. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Anleihegläubiger am Laufzeitende nicht von ihrem Wandlungsrecht in Aktien der HAITEC AG Gebrauch machen und HAITEC verpflichtet ist, den noch offenen Anleihebetrag zuzüglich Zinsen am 31. Dezember 2007 in entsprechender Höhe zurückzubezahlen. Es besteht das Risiko, dass HAITEC nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um diese Verpflichtungen zu erfüllen.

Segmentberichterstattung HAITEC AG Konzern für die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 nach IFRS

in TEuro PLM SI SAP-Beratung Übrige Konsolidierung Gesamt
1. Geschäftsfelder
Umsatzerlöse Bj 5.015 4.903 3.960 0 -36 13.842
Vj 6.700 5.765 0 0 0 12.465
Operatives Ergebnis (EBIT) Bj 135 17 500 -2.700 545 -1.503
Vj -146 -256 0 -3.801 0 -4.203
Segmentvermögen Bj 1.621 1.165 8.469 7.889 1.194 20.338
Vj 1.721 183 0 5.616 -2.258 5.262
Segmentverbindlichkeiten Bj 1.507 1.433 5.975 4.788 -2.495 11.208
Vj 1.754 427 0 4.496 -1.562 5.115
Investitionen Bj 107 19 53 19 0 198
Vj 66 11 0 174 0 251
Abschreibungen Bj 48 20 134 89 0 291
Vj 58 35 0 482 0 575
2. Regionen Deutschland Österreich Schweiz übrige Konsolidierung Gesamt
Umsatzerlöse Bj 13.269 524 720 0 -671 13.842
Vj 12.812 498 0 0 0 12.465
Operatives Ergebnis (EBIT) Bj -1.590 73 14 0 0 -1.503
Vj -4.278 75 0 0 0 -4.203
Segmentvermögen Bj 21.388 158 346 0 -1.555 20.338
Vj 5.029 233 0 0 0 5.262
Segmentverbindlichkeiten Bj 10.878 229 1.594 0 -1.494 11.208
Vj 4.741 374 0 0 0 5.115
Investitionen Bj 193 5 0 0 0 198
Vj 250 1 0 0 0 251
Abschreibungen Bj 287 4 0 0 0 291
Vj 573 2 0 0 0 575

Entwicklung des Anlagevermögens Haitec AG Konzern (Bruttodarstellung)

1.10.2005
(berichtigt)
30.9.2006 30.9.2006 Abgänge Zugang
Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen Buchwert
in TEuro 1.10.2005
(berichtigt)
Zugang aus
Erstkon
solidierung
Zugänge Abgänge Übertrag 30.9.2006 1.10.2005
(berichtigt)
Zugang aus
Erstkon
solidierung
Zugang Abgänge 30.9.2006 30.9.2006 1.10.2005
(berichtigt)
I.) Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
515 722 125 -8 0 1.354 420 347 145 -8 904 450 95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 9.166 0 0 118 9.284 0 0 0 0 0 9.284 0
Immaterielle Vermögenswerte 515 9.888 125 -8 118 10.638 420 347 145 -8 904 9.734 95
II.) Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.810 1.369 73 -341 5 2.916 1.529 1.270 146 -334 2.611 305 281
2. Geleistete Anzahlungen 5 0 0 0 -5 0 0 0 0 0 0 0 5
Sachanlagen 1.815 1.369 73 -341 0 2.916 1.529 1.270 146 -334 2.611 305 286
III.) Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 7 0 0 -7 0 0 2 0 0 -2 0 0 5
2. Geleistete Anzahlungen 118 0 0 0 -118 0 0 0 0 0 0 0 118
3. Langfristige Ausleihungen 439 0 0 0 0 439 439 0 0 0 439 0 0
Finanzanlagen 564 0 0 -7 -118 439 441 0 0 -2 439 0 123
Anlagevermögen gesamt 2.894 11.257 198 -356 0 13.993 2.390 1.617 291 -344 3.954 10.039 504

Wir haben den von der HAITEC Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Bestätigungsvermerk

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass bei der Bilanzierung vom Fortbestand des Konzerns ausgegangen wurde. Der Vorstand leitet die positive Fortbestehensprognose von einer detaillierten Finanz- und Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2006/07 und 2007/08 ab, aus der sich ergibt, dass der Konzern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr die Geschäftstätigkeit unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann.

Die Fortführungsprognose ist hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit mit Unsicherheiten behaftet. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Bericht über die Lage der HAITEC AG und des Konzerns, insbesondere auf Abschnitt F. Ziffer 2 (Bestandsgefährdende Risiken), sowie auf die Erläuterungen im Konzernanhang unter Abschnitt H. 4 (Unsicherheiten über die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens).

Die Finanz- und Liquiditätsplanungen basieren hinsichtlich der operativen Geschäftstätigkeit auf Umsatz-, Kosten- und Ergebnisplanungen der operativ tätigen Konzernunternehmen sowie auf einer für Anfang Februar 2007 vorbereiteten Kapitalerhöhung bei der HAITEC AG in Höhe von rd. € 1,0 Mio. Die Durchführung der Kapitalerhöhung im Februar 2007 ist erforderlich, um eine kurzfristig drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Darüber hinaus sind die Umsatz- und Ergebnisplanungen der operativen Einheiten des Konzerns, insbesondere die Umsatzerwartungen des Managements mit Unsicherheiten behaftet, sodass nicht sichergestellt werden kann, dass die in der Finanzplanung ausgewiesenen Zahlungsmittelüberschüsse auch tatsächlich realisiert werden.

Bezüglich der im Dezember 2007 fälligen Wandelschuldverschreibung geht der Vorstand davon aus, dass die Anleihegläubiger die Schuldverschreibungen in Aktien der HAITEC AG umtauschen. In der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2007/08 sind keine Rückzahlungsbeträge für die Anleihe angesetzt. Für den Fall, dass die Anleihegläubiger von dem Umtauschrecht keinen Gebrauch machen, entsteht hieraus eine Liquiditätslücke von rd. T€ 700.

Aufgrund der Unsicherheiten in der operativen Geschäftsplanung sowie aus dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt ungewissen Verhalten der Anleihegläubiger kann bei der HAITEC AG und im Konzern Zahlungsunfähigkeit eintreten, die den Fortbestand der HAITEC AG und des Konzerns gefährdet.

Augsburg, den 31. Januar 2007

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hell Rupp-Helferich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

in TEuro 30.9.2006 30.9.2005
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
61 93
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137 175
2. Geleistete Anzahlungen 0 5
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.695 1.512
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 5
5.893 1.790
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren
0 97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 369
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.575 533
3. Sonstige Vermögensgegenstände 153 772
1.740 1.674
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0 882
IV. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände 203 1.374
1.943 4.027
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3 62

Bilanz Haitec AG zum 30. September 2006 nach HGB

C. Verbindlichkeiten

Pass
iva
in TEuro 30.9.2006 30.9.2005
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 12.102 8.364
II. Kapitalrücklage 1.455 0
III. Bilanzverlust -10.506 -6.236
3.051 2.128
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 937 1.227
937 1.227
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 1.466 1.466
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 729 606
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 516 82
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.111 314
3.850 2.468
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1 56
7.839 5.879
Bilanz AG Bilanz AG

Gewinn- und Verlustrechnung Haitec AG für die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 nach HGB

in TEuro 2005/2006 2004/2005
1. Umsatzerlöse 0 9.101
2. Bestandsveränderung 0 -1
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.217 4.483
4. Materialaufwand 0 -9.055
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 -9.055
5. Personalaufwand -1.163 -4.434
a) Gehälter -1.036 -3.841
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -127 -593
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
-89 -79
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens
-1.039 0
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.608 -3.145
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7 21
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -435 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -157 -144
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.267 -3.253
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
13. Sonstige Steuern -3 -3
Jahresfehlbetrag -4.270 -3.256
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -6.236 -5.120
16. Entnahme aus Kapitalrücklage 0 2.140
Bilanzverlust -10.506 -6.236

I Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB. Der Jahresabschluss der HAI-TEC AG (im folgenden HAITEC) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Im Geschäftsjahr 2005/06 wurde der Konzernabschluss der HAITEC AG zum 30. September 2005 sowie der zusammengefasste Lagebericht einer Prüfung nach § 342b Abs.2 Satz 3 Nr.3 HGB (Stichprobenprüfung) durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung unterzogen. Als Ergebnis der Prüfung hat die zuständige Kammer festgestellt, dass ein langfristiges Darlehen in Höhe von 439TEuro an ein ehemals verbundenes Unternehmen nach ihrer Auffassung nicht werthaltig ist. Folglich ist eine Wertminderung in voller Höhe zu erfassen. Um weitergehende Kosten und insbesondere zeitaufwändige Arbeiten zu vermeiden, hat sich der Vorstand entschlossen, diese Feststellung zu akzeptieren. Der Sachverhalt wird im Einzelabschluss der HAITEC AG in laufender Rechnung zum 30. September 2006 berichtigt, da somit gewährleistet ist, dass der Abschlussadressat zeitnah über diese Maßnahme informiert wird. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bilanziert. Der planmäßigen Abschreibung liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 410 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 2. Umlaufvermögen Die Warenbestände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Für den Fall, dass der beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, werden außerplanmäßigeAbschrei-

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung der Anschaffungskosten wird auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

HAITEC stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2005/06 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden. bungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Kundenforderungen wurde im Vorjahr eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % vorgenommen.

Die sonstigenWertpapiere wurden im Vorjahr zu den Anschaffungskosten angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Anhang Haitec AG für das Geschäftsjahr 2005/06

3. Fremdkapital

Sonstige Rückstellungen beinhalten sämtliche am Bilanzstich-

tag erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 61 (i.V. 93) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen besteht in Höhe von 137 (i.V. 175) TEuro und enthält insbesondere Mietereinbauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 5.695 (i. V. 1.517) TEuro und enthält im Berichtsjahr die Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen:

Mit Investitions- und Transaktionsvereinbarung vom 15. Juni 2005 haben die HAITEC AG und die Bridgepoint Capital (Nominees) Ltd. die Rahmenbedingungen und die Struktur für den Erwerb sämtlicher Aktien an der autinform AG, Wiesbaden, vereinbart. Der Erwerb erfolgte gegen Gewährung von 2.225.000 neuen HAITEC Aktien an die Aktionäre der autinform AG. Die Zustimmung zu dieser Transaktion wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2006 gegeben.

2. Vorräte

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich am Bilanzstichtag auf 12 (i.V. 369) TEuro. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 110 (i.V. 59) TEuro gebildet worden.

Nach Beilegung der Anfechtungsklagen wurde die autinform AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum 15. März 2006 in die HAITEC AG eingebracht. Die Anfechtungsklagen hatten Kleinaktionäre eingereicht. Sie richteten sich gegen die Bewertungsansätze der autinform AG. Bedingt durch eine außergerichtliche Einigung konnte am 15. März 2006 die Kapitalerhöhung in das Handelsregister eingetragen und die Übernahme der autinform AG vollzogen werden. Die Anschaffungskosten der autinform AG belaufen sich auf 3.619 TEuro. Darüber hinaus erwarb die HAITEC AG mit notarieller Urkunde vom 10. Mai 2006 bzw. 19. September 2006 die autinform dms GmbH zu einem Kaufpreis von 1.118 TEuro. Im Berichtsjahr wurde der Beteiligungswert der HAITEC Sys-GmbH bestehen Wertberichtigung in Höhe von 100 (i.V. 0) TEuro bzw. 50 (i.V. 50) TEuro. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 153 (i.V. 772) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen noch auszuzahlende Gewinnansprüche von 39 (i.V. 69) TEuro, Vergütungsansprüche an Lieferanten mit einem Betrag von 70 (i.V. 50) TEuro und Kautionen über 29 (i.V. 44) TEuro. Im Vorjahr wurde ein Darlehen an ein ehemals verbundenes Unternehmen in Höhe von 439 TEuro als werthaltig in dieser Bilanzposition ausgewiesen. Aufgrund der akzeptierten Feststellungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung erfolgte im Berichtsjahr eine vollständige Wertberichtigung dieses Darlehens.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1.575 (i.V. 533) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen. Sie betreffen die autinform AG mit 246 (i.V. 0) TEuro, die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH mit 239 (i.V. 342) TEuro, die autinform GmbH & Co.KG mit 1.074 (i.V. 0) TEuro und die HAITEC Gesellschaft für den Vertrieb von EDV-Lösungen GmbH mit 166 (i.V. 0) TEuro. Für die Forderungen gegen die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH und gegen die HAITEC Gesellschaft für den Vertrieb von EDV-Lösungen

temintegration GmbH aufgrund von Risiken, die im Zusammenhang mit dem Ertragswert der Gesellschaft stehen, mit 50% in Höhe von 435 TEuro abgeschrieben. Die Forderungen weisen insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Die Vorräte betragen 0 TEuro. Im Vorjahr beliefen sie sich auf 97 TEuro und beinhalteten insbesondere auf Lager befindliche Handelswaren. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 203 (i.V. 1.374) TEuro und bestehen insbesondere aus Kontokorrentkonten.

4. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf 3 (i.V. 62) TEuro und enthalten insbesondere abgegrenzte Beratungsleistungen.

in TEuro
Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes
Kapital
30.09.2006
(Vorjahr)
Eigenkapital
30. 09.2006
(Vorjahr)
Jahresergebnis
2005/2006
(Vorjahr)
HAITEC Product Lifecycle
Management GmbH
München 100 35
(35)
95
(227)
-132
(23)
HAITEC Systemintegration
GmbH
München 100 35
(35)
-283
(-245)
-38
(-331)
HAITEC Professional Software
Solutions GmbH
Übersee 100 26
(26)
35
(25)
10
(3)
HAITEC Gesellschaft für den Vertrieb
von EDV-Lösungen GmbH
Salzburg 100 36
(36)
-70
(-141)
71
(74)
autinform AG Wiesbaden 100 6.249
(6.249)
1.101
(1.342)
-241
(-1.022)
autinform dms GmbH Saarbrücken 100 250*
(250)
609*
(439)
170*
(63)
Preis24.com AG** München 100 75
(75)
-18
(-12)
-6
(-13)

* autinform dms GmbH im Berichtsjahr Rumpfwirtschaftsjahr 01.01.2006 bis 30.09.2006

** Preis24.com AG Zahlen betreffen Jahresabschlüsse 31.12.2005 und 31.12.2004

6.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der HAITEC AG beträgt zum Bilanzstichtag 12.102 (i.V. 8.364) TEuro und verteilt sich insgesamt auf 12.102.182 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 3.738 TEuro aufgrund der folgenden Kapitalmaßnahmen: 2.225 TEuro stammen aus der Durchführung der am 27. September 2005 von der Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossenen und am 15. März 2006 im zuständigen Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage (Einbringung der autinform AG), jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2005.

1.513 TEuro stammen aus der Durchführung der am 04. Mai 2006 vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichenTage beschlossenen und am 12. Mai 2006 im zuständigen Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage aus genehmigten Kapital, jeweils mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr beginnend ab dem 01. Oktober 2005.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2005 an – also seit dem 15. März 2006 – für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 3.782 TEuro zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2005/II außerordentliche Hauptversammlung 2005).

Die ursprüngliche Höhe des genehmigten Kapitals aus der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 von bis zu 5.295 TEuro wurde durch Ausnutzung von 1.513 TEuro mit Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung am 12. Mai 2006 auf bis zu 3.782 TEuro verringert.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bei Ausübung des genehmigten Kapitals das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auszuschließen. Im Prozessvergleich mit denAnfechtungsklägern gegen den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 hat sich die HAITEC AG gegenüber den Anfechtungsklägern verpflichtet, bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals aus der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 auf die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses (mit Ausnahme des Bezugsrechtsausschlusses für Spitzenbeträge) zu verzichten.

Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2004/I und Aktienoptionsplan 2004

Das Grundkapital ist um bis zu 367 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 366.510 Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen sowie an Mitarbeiter der Gesellschaft und an Mitarbeiter verbundener in- und ausländischen Unternehmen der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie ausgegebene Optionsrechte ausgeübt werden. Am 20. August 2004 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausgabe von 366.510 Optionsrechten.

Bedingtes Kapital 2004/II

Das Grundkapital ist um bis zu 1.466TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 1.466.040 neuer Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2004/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 ermächtigt wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 10. Mai 2004 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01. Mai 2009 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautendeWandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.466 TEuro mit

Bedingtes Kapital 2005/I und Aktienoptionsplan 2005

einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 1.466.040 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage Gebrauch und beschloss die Begebung einer Wandelschuldverschreibung. zum Bezug von einer Aktie der HAITEC AG gewährt. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht. Die HAITEC AG hat bisher keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2005 ausgegeben. Bedingtes Kapital 2005/III Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 2.080 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 2.079.724 Stück neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (bedingtes Kapital 2005/III)

Das Grundkapital ist um 270 TEuro durch Ausgabe von bis zu Stück 269.931 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2005/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 in der Zeit bis zum 30. April 2010 von der HAITEC AG ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die aus der Ausübung dieser Bezugsrechte hervorgehenden neuen Aktien der Gesellschaft nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung des Bezugsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über dieVerwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Zugleich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2005 der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. April 2010 nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2005 bis zu Stück 269.931 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der HAITEC AG mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren auszugeben, mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. September 2005 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung der Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Bedingtes Kapital I/2006 Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 wird das Grundkapital um bis zu 1.113 TEuro bedingt durch Ausgabe von bis zu 1.112.500 Stück neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien (bedingtes Kapital I/2006) erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien der Gesellschaft an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Mai 2006 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber vonWandelschuldverschreibungen zu deren Ausgabe der Vorstand von der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Mai 2006 ermächtigt

wurde, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die aufgrund der Ausübung der Wandlungsrechte oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital I/2006 anzupassen.

Wandelschuldverschreibung I

In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 hat die Gesellschaft aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes vom 23. Dezember 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tag eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit vom 01. Februar 2005 bis zum 31. Dezember 2006 begeben (Wandelschuldverschreibung I). Die Wandelschuldverschreibung I hat einen Gesamtnennbetrag von 1.466TEuro, eingeteilt in 1.466.000Teilwandelschuldverschreibungen jeweils im Nennwert von 1,00 Euro und beinhaltet eine Verzinsung in Höhe von 9,75 % p.a. Die Zinsen sind nachträglich zum 31. Dezember 2005 bzw. am 31. Dezember 2006 fällig und zahlbar. Sollte vom Wandlungsrecht in der Zeit vom 01. bis 29. Dezember 2006 Gebrauch gemacht werden, entfällt die Verzinsung für das Kalenderjahr 2006. Am 09. November 2006 unterbereitete der Vorstand der HAI-TEC AG den Anleihegläubigern der Wandelschuldverschreibung I das folgende Angebot (Darstellung nur der wesentlichen geänderten Wandlungsbedingungen):

a) Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 01. Februar 2005 und endet am 31. Dezember 2007.

  • b) Die Wandelanleihe wird in Höhe ihres Nennbetrages bis zum 31. Dezember 2006 mit 9,75 % p.a. verzinst. In der Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 wird die Anleihe in Höhe ihres Nennbetrages mit 6 % p.a. verzinst. Im Fall der Wandlung im Ausübungszeitraum 2006 werden auch die Zinsen für das Kalenderjahr 2006 gezahlt. Im Fall der Wandlung bis zum 31. Dezember 2007 entsteht der Zinsanspruch pro rata bis zum Tag der Wandlung für das Kalenderjahr 2007. Die Zinsen sind nachschüssig für ein Kalenderjahr zahlbar.
  • c) Jeder Anleihegläubiger hat das Recht, sämtliche Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen jederzeit während des Ausübungszeitraumes ganz oder teilweise in auf den Inhaber lautende Stückaktien der HAITEC AG umzutauschen. Aus der Wandlung hervorgehende Aktien nehmen ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstanden sind, am Gewinn teil.
  • d) Das Wandlungsrecht kann innerhalb des Zeitraumes beginnend am 09. November 2006 und endend am 28. Dezember 2007 ausgeübt werden (Ausübungszeitraum).

Wandelschuldverschreibung II

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 27. September 2005 ist der Vorstand verpflichtet, unverzüglich ab Vorliegen eines Gutachtens, das die Werthaltigkeit der als Einzahlung auf die Wandelschuldverschreibung vorgesehenen stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co. KG in Höhe von mindestens des Gesamtbetrages der zu begebenden Wandelschuldverschreibung belegt, jedoch frühestens ab 15. April 2007 und bis spätestens zum 26. September 2010, eine auf die Inhaber der stillen Beteiligung lautende Wandelschuldverschreibung mit einem Höchstbetrag von 6.910 TEuro und einer Laufzeit von bis zum 31. Dezember 2010 auszugeben (Wandelschuldverschreibung II), sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf bis zu insgesamt 6.910.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Dabei erfolgt die Einlage auf die Wandelschuldverschreibung nicht in bar, sondern durch Abtretung der Rückzahlungsansprüche der stillen Gesellschafterin aus der stillen Beteiligung gegen die autinform GmbH & Co. KG an die HAITEC AG.

Gesellschaft umzutauschen sowie die Wandlungspflicht nach Maßgabe der Anleihebedingungen zu erfüllen. Soweit die Wandlungspflicht nicht entsprechend der bestehendenWandlungsverpflichtung form- und fristgerecht erfüllt wird, verfallen sämtliche Rechte des Anleihegläubigers ersatzlos. In einem solchen Fall besteht insbesondere kein Anspruch des Anleihegläubigers auf Rückzahlung der Teilschuldverschreibungen zum rechnerischen Nennbetrag. Aufgrund dieser Wandlungspflicht wird es somit nicht zu einem Liquiditätsabfluss bei der Gesellschaft kommen.

Die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erstreckt sich auf die Gewährung von Umtauschrechten aus dem genehmigten Kapital der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 und dem bedingten Kapital II der außerordentlichen Hauptversammlung 2005. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf Wandelschuldverschreibungen ist ausgeschlossen. Die Wandelschuldverschreibungen sind mit einer Wandlungspflicht ausgestattet, d.h. die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen sind verpflichtet, ihreTeilschuldverschreibungen nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen in Aktien der 1.112.500 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I/2006). Die von der Hauptversammlung beschlossenen Regelungen für die Wandelschuldverschreibung III entsprechen denjenigen der Wandelschuldverschreibung II. Die Umtauschrechte aus der Wandelschuldverschreibung III können entweder aus dem genehmigten Kapital der außerordentlichen Hauptversammlung 2005 und dem bedingten Kapital III oder dem bedingten Kapital I/2006 bedient werden. Die Ausnutzung des zugrundeliegenden Kapitals für die Bedienung von Umtauschrechten aus der Wandelschuldverschreibung II und der Wandelschuldverschreibung III ist auf insgesamt 6.910 TEuro begrenzt.

Wandelschuldverschreibung III

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Wandelschuldverschreibung mit einem Höchstbetrag von bis zu 1.113 TEuro an die Inhaber der stillen Beteiligung an der autinform GmbH & Co KG auszugeben (Wandelschuldverschreibung III) und das Grundkapital der Gesellschaft zur Bedienung dieser Wandelschuldverschreibung um bis zu 1.113 TEuro durch die Ausgabe von bis zu talrücklage in Höhe von 2.140 TEuro. 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen 937 (i.V. 1.227) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

6.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 1.455 (i. V. 0) TEuro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den unter Ziffer III.6.1 beschriebenen Kapitalerhöhungen und betrifft die eingezahlten Beträge, die den Nominalwert übersteigen.

6.3 Bilanzverlust

Der Bilanzverlust in Höhe von -10.506 (i.V. -6.236) TEuro setzt sich aus dem Jahresfehlbetrag von -4.270 (i.V. -3.256) TEuro und dem Verlustvortrag in Höhe von -6.236 (i.V. -5.120) TEuro zusammen. Im Vorjahr erfolgte eine Entnahme aus der Kapi-

in TEuro
Bezeichnung Stand
01.10.2005
Umglieder­ung Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
30.09.2006
Ausstehende Rechnungen 410 0 -341 -34 515 550
Abschlusskosten 106 0 -62 -34 130 140
Personalverpflichtungen 263 -5 -247 -11 133 133
Sonstige 448 25 -127 -232 0 114
Gesamt 1.227 20 -777 -311 778 937

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen besteht aus Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die noch nicht abgerechnet wurden.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, die Schwerbehindertenabgabe, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche.

8. Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehenVerbindlichkeiten aus Anleihen in Höhe von 1.466 (i.V. 1.466) TEuro. Die Anleihe betrifft die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum Eigenkapital (Wandelschuldverschreibung I) dieses Anhangs.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 28 (i.V. 0) TEuro und betreffen die laufenden Kontokorrentkonten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 729 (i.V. 606)TEuro und resultieren insbesondere aus Zahlungsverpflichtungen für bezogene Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 516 (i.V. 82) TEuro und resultieren aus Darlehen und Kostenumlagen im Konzern. Sie betreffen die autinform dms GmbH mit 350 (i.V. 0) TEuro, die HAITEC Systemintegration GmbH mit 86 (i.V. 52) TEuro und die HAITEC Professional Software Solutions GmbH mit 80 (i.V. 30) TEuro. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 1.111 (i.V. 314) TEuro und beinhalten imWesentlichen den Kaufpreis für den Erwerb der autinform dms GmbH mit 1.000 (i.V. 0) TEuro, noch abzuführende Lohn-/ Kirchensteuer in Höhe von 19 (i.V. 137) TEuro und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern mit 6 (i.V. 21) TEuro.

Die Verbindlichkeiten weisen insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

9. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen in Höhe von 1 (i.V. 56) TEuro.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Vorjahr auf 9.101 TEuro. Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten eigenständigenAbrechnung von Aufträgen durch die Tochtergesellschaften werden bei der HAITEC AG keine Umsatzerlöse ausgewiesen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.217 (i. V. 4.483) TEuro und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Konzernumlagen in Höhe von 566 (i.V. 4.034)TEuro, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von 311 (i.V. 6) TEuro und Mieterträgen über 108 (i.V. 105) TEuro.

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand wies im Vorjahr einen Betrag von 9.055 TEuro auf und beinhaltete ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen. Diese Aufwendungen werden im Berichtsjahr analog zu den Umsatzerlösen direkt bei denTochtergesellschaften erfasst.

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen belaufen sich 1.128 (i.V. 79) TEuro und enthalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen mit 89 (i.V. 79) TEuro und Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen übersteigen, mit 1.039 (i.V. 0) TEuro. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen resultieren aus dem Forderungsverzicht sowie der Wertberichtigung auf Forderungen gegenüber einem Tochterunternehmen und der Wertberichtigung eines Darlehens an ein ehemals verbundenes Unternehmen.

5. Sonstiger betrieblicher Aufwand

6. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Zinserträge in Höhe von 7 (i.V. 21) TEuro und Zinsaufwendungen in Höhe von 157 (i.V. 144) TEuro. Der Zinsaufwand resultiert insbesondere aus der Verzinsung der ausgegebenen Wandelschuldverschreibung mit 143 TEuro.

V. Sonstige Angaben

1. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der HAITEC AG wurde für das Geschäftsjahr 2005/06 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht der Vorstand des HAITEC AG Konzerns von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Der positiven Fortbestehensprognose

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.608 (i.V. 3.145) TEuro und bestehen im Wesentlichen aus Rechts-/ Beratungskosten mit 803 (i.V. 795) TEuro, Miet-/ Raumkosten in Höhe von 523 (i.V. 740)TEuro, gesellschaftsrechtlichen Kosten von 275 (i.V. 427)TEuro, Kraftfahrzeugkosten über 190 (i.V. 303)TEuro, Abschluss-/Prüfungskosten von 126 (i.V. 91)TEuro sowie Versicherungen im Volumen von 83 (i.V. 99) TEuro. Soweit die Mittelzu- und -abflüsse nicht in geplanter Höhe und zum geplanten Zeitpunkt eintreten, ist der Fortbestand des HAITEC AG Konzerns – auch kurzfristig– in hohem Maße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet. Mittelzuflüsse von Tochtergesellschaften

liegt eine detaillierte Finanzplanung zugrunde. Bestandteil ist die Finanzierung der künftigen Geschäftstätigkeit, der geplanten Investitionen und der sonstigen Finanzierungsaktivitäten. Insgesamt ist die Einschätzung des Fortbestandes der Unternehmenstätigkeit von wesentlichen Unsicherheiten geprägt, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit abschließender Sicherheit beurteilt werden können. Im einzelnen handelt es sich um:

  • Mittelzuflüsse von Tochtergesellschaften
  • Mittelzufluss aus geplanter Kapitalerhöhung
  • Mittelabfluss aus Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2007
  • Realisierung der übrigen Prämissen der Finanzplanung einschließlich weiterer kurzfristig geplanter Maßnahmen.

Die HAITEC AG verfügt als Finanz- und Managementholding über keine operativen Einzahlungen aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Finanzierung erfolgt über Verwaltungsumlagen an Tochtergesellschaften und entsprechende Konzernfinanzierungsmaßnahmen. Es besteht das Risiko, dass dieTochtergesellschaften aufgrund der angespannten Liquiditätssituation nicht über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, um die Zahlungen an die HAITEC AG sicherzustellen. Die in der Finanzplanung der Tochtergesellschaften zugrundeliegenden Sachverhalte der operativen Geschäftstätigkeit und die in diesem Zusammenhang stehenden Einschätzungen des Managements über die künftige Geschäftsentwicklung sind mit Unsicherheiten behaftet. Es kann nicht sichergestellt werden, dass die prognostizierte Umsatzentwicklung tatsächlich eintreten wird und somit die operativ geplanten Einzahlungen in der jeweiligen Höhe zu dem geplanten Zeitpunkt erfolgen.

Ebenso kann nicht sichergestellt werden, dass entsprechende Mittelzuflüsse vom zeitweise geplanten Verkauf von Forderungen im Rahmen der Planungsprämissen erfolgen werden.

Mittelzufluss aus geplanter Kapitalerhöhung

Es ist geplant eine Kapitalerhöhung imVolumen von 1.050.000 Stück Aktien aus dem genehmigten Kapital durchzuführen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses hat der Vorstand der HAITEC AG bereits die Zusage zur Zeichnung der Kapitalerhöhung von Großinvestoren erhalten. In Kürze sollen die Zeichnungsscheine ausgegeben und die Kapitalerhöhung im Handelsregister angemeldet werden.

Mittelabfluss aus Rückzahlung derWandelschuldverschreibung

HAITEC hat eineWandelschuldverschreibung in Höhe von 1,5 Mio. Euro begeben, wovon bereits 0,3 Mio. Euro an die Anleihegläubiger im Dezember 2006 zurückbezahlt wurden. Die Laufzeit für den Restbetrag der Anleihe endet am 31. Dezember 2007. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Anleihegläubiger am Laufzeitende nicht von ihrem Wandlungsrecht in Aktien der HAITEC AG Gebrauch machen und HAITEC verpflichtet ist, den Anleihebetrag in entsprechender Höhe zurückzubezahlen. Es besteht das Risiko, dass HAITEC nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um diese Verpflichtungen zu erfüllen.

Folgen einer möglichen Fehleinschätzung

Die Folgen einer möglichen Fehleinschätzung der bestandsgefährdenden Risiken sind in bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit weitreichend. So könnten – unter Umständen auch kurzfristig – wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Einleitung eines Insolvenzverfahrens erfolgen und für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden keine Fortführungswerte zum Ansatz kommen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 2.295 (i.V. 954) TEuro und betreffen Mietverträge mit 1.582 (i.V. 657) TEuro, sowie Leasingverträge für Kfz mit 350 (i.V. 297) TEuro und Betriebs- und Geschäftsausstattungen mit 30 (i.V. 0) TEuro.

in TEuro
Position bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
Mietverpflichtung 476 1.106 1.582
Leasing Kfz 177 173 350
Leasing BGA 13 17 30
Gesamt 666 1.296 1.962

3. Sonstige Haftungsverhältnisse

Patronatserklärung zugunsten der HAITEC Systemintegration GmbH

Zur Abwendung der Überschuldung der HAITEC Systemintegration GmbH erteilte die HAITEC AG eine zeitlich befristete Patronatserklärung in Höhe von 350 TEuro, in der sich die HAITEC AG verpflichtet, bis zu diesem Höchstbetrag die HAI-TEC Systemintegration GmbH finanziell und liquiditätsmäßig so auszustatten, dass sie in der Lage sein wird, allen gegenwärtig bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen Dritten gegenüber fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen.

Zusätzlich verpflichtete sich die HAITEC AG in Form einer Patronatserklärung gegenüber der HAITEC Systemintegration GmbH, dafür Sorge zu tragen, dass die HAITEC Systemintegration GmbH in der Lage ist, ihre Verpflichtungen gegenüber einer die Geschäftsbeziehungen finanzierenden Bank zu erfüllen.

Rangrücktrittserklärung zugunsten der autinform GmbH & Co.KG

Zur Abwendung der Überschuldung der autinform GmbH & Co. KG erteilte die HAITEC AG eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von 1.074 TEuro auf ihre Forderungen.

Patronatserklärung zugunsten der autinform Gruppe

Darüber hinaus besteht zugunsten der autinform Gruppe eine zeitlich befristete Patronatserklärung, in der sich die HAITEC AG gegenüber der autinform AG, der autinform GmbH & Co. KG, der autinform Süd GmbH, der autinform Verwaltungs GmbH und der autinform AG (Schweiz) bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 800 TEuro verpflichtet, diese Gesellschaften finanziell und liquiditätsmäßig so auszustatten, dass sie in der Lage sein werden, allen gegenwärtig bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen Dritten gegenüber fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen.

Sicherheiten im Zusammenhang mit einer Kontokorrentkreditlinie

Zur Sicherung eines von einem Kreditinstitut an die HAITEC AG, die HAITEC Product Lifecycle Management GmbH, die HAITEC Systemintegration GmbH und die HAITEC Professional Software Solutions GmbH vergebenen revolvierenden Firmenkontokorrentkreditrahmens von bis zu 550 TEuro besteht eine Global-/Generalzession auf Forderungen von der HAITEC AG in Höhe von 900 TEuro. Darüber hinaus besteht ein Garantierahmen in Höhe von 350TEuro, für den die Gesellschaft eine Garantie in Höhe von 350 TEuro abgab. Zusätzlich wurde zur Absicherung ein Wechsel in Höhe von 550 TEuro erteilt.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen

Zur Absicherung der Mietverpflichtungen besteht ein Mietaval in Höhe von 142 TEuro, für welches Bankguthaben in Höhe von 142 TEuro verpfändet wurden.

5. Zusammensetzung der Organe

Vorstände waren im Geschäftsjahr:

Dr. Nico Brunner, Kaufmann, Grünwald, ab 02. März 2006 Jochen Furch, Kaufmann, Friedberg, bis 02. März 2006 Markus Olbrich, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Haar, bis 16. März 2006

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

4. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 16 Mitarbeiter. Vorstand und Aufsichtsrat der HAITEC AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.haitec.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

  • Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam (Vorsitzender)
  • Dr. Wolfgang Bötsch, Rechtsanwalt, Würzburg
  • Dr. Anthony Bunker, Kaufmann, Frankfurt am Main
  • Herr Hartmann, Herr Bötsch und Herr Bunker waren zugleich Aufsichtsräte der Preis24.com AG in München und der autinform AG in Wiesbaden. Beide Gesellschaften sind 100%- Beteiligungen der HAITEC AG.
  • Herr Dr. Wolfgang Bötsch ist darüber hinaus Aufsichtsrat bei der Bi-Log AG Bamberg und der Com & Con AG in Grünwald. Herr Dr. Anthony Bunker hat im Berichtsjahr keine weiteren Aufsichtsratsmandate wahrgenommen.
  • Die Vergütungen für die Aufsichtsräte betrugen im Berichtszeitraum 32 (i.V. 69) TEuro.
  • 6. Konzernabschluss

Die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2005/06 betragen 508 (i.V. 313) TEuro, davon beträgt der noch nicht ausbezahlte variable Gehaltsanteil 120 TEuro. München, den 31. Januar 2006

Die HAITEC Aktiengesellschaft mit Sitz in München erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

7. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

8. Honorar den Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2005/06 erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer der Gesellschaft beträgt insgesamt 35 TEuro und entfällt ausschließlich auf Honorare für Abschlussprüfung.

Dr. Nico Brunner Vorstand HAITEC AG

Entwicklung des Anlagevermögens Haitec AG (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen Buchwert
Abschreibungen
des
in TEuro 1.10.2005 Zugänge Abgänge Übertrag 30.9.2006 1.10.2005 Geschäftsjahres Abgänge Übertrag 30.9.2006 30.9.2006 30.9.2005
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 457 0 -8 0 449 364 32 -8 0 388 61 93
Immaterielle Vermögensgegenstände 457 0 -8 0 449 364 32 -8 0 388 61 93
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005 10 -83 5 937 830 48 -78 0 800 137 175
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 222 9 -231 0 0 222 9 0 -231 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 5 0 0 -5 0 0 0 0 0 0 0 5
Sachanlagen 1.232 19 -314 0 937 1.052 57 -78 -231 800 137 180
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.512 4.618 0 0 6.130 0 435 0 0 435 5.695 1.512
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7 0 -7 0 0 2 0 -2 0 0 0 5
Finanzanlagen 1.519 4.618 -7 0 6.130 2 435 -2 0 435 5.695 1.517
Anlagevermögen gesamt 3.208 4.637 -329 0 7.516 1.418 524 -88 -231 1.623 5.893 1.790

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der HAITEC Aktiengesellschaft, München, und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2005 bis zum 30. September 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen unserer Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Bestätigungsvermerk

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass bei der Bilanzierung vom Fortbestand des Unternehmens ausgegangen wurde. Der Vorstand leitet die positive Fortbestehensprognose aus einer detaillierten Finanz- und Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2006/07 und 2007/08 ab, aus der sich ergibt, dass die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr ihre Geschäftstätigkeit unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen können.

Die Fortführungsprognose ist hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit mit Unsicherheiten behaftet. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Bericht über die Lage der HAITEC AG und des Konzerns, insbesondere auf Abschnitt F. Ziffer 2 (Bestandsgefährdende Risiken), sowie auf die Erläuterungen im Anhang unter Abschnitt V.1. (Bestandsgefährdende Risiken) und Abschnitt V. 3 (Sonstige Haftungsverhältnisse).

Die Finanz- und Liquiditätsplanung basiert hinsichtlich der operativen Geschäftstätigkeit auf Umsatz-, Kosten- und Ergebnisplanungen der operativ tätigen Tochterunternehmen sowie auf einer für Anfang Februar 2007 vorbereiteten Kapitalerhöhung in Höhe von rd. € 1,0 Mio.

Die Durchführung der Kapitalerhöhung im Februar 2007 ist erforderlich, um eine kurzfristig drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Die HAITEC AG betreibt als Finanz- und Managementholding keine operative Geschäftstätigkeit. Die Finanzierung erfolgt durch Kostenumlagen an Tochtergesellschaften und entsprechende Konzernfinanzierungsmaßnahmen. Die Umsatz- und Ergebnisplanungen der operativ tätigen Tochterunternehmen, insbesondere die Umsatzerwartungen des Managements sind mit Unsicherheiten behaftet, sodass nicht sichergestellt werden kann, dass die in der Finanzplanung ausgewiesenen Zahlungsmittelüberschüsse auch tatsächlich realisiert werden.

Bezüglich der im Dezember 2007 fälligen Wandelschuldverschreibung geht der Vorstand davon aus, dass die Anleihegläubiger die Schuldverschreibungen in Aktien der HAITEC AG umtauschen. In der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2007/08 sind keine Rückzahlungsbeträge für die Anleihe angesetzt. Für den Fall, dass die Anleihegläubiger von dem Umtauschrecht keinen Gebrauch machen, entsteht hieraus eine Liquiditätslücke von rd. T€ 700.

Aufgrund der Unsicherheiten in der operativen Geschäftsplanung sowie aus dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt ungewissen Verhalten der Anleihegläubiger kann bei der HAITEC AG kurzfristig Zahlungsunfähigkeit eintreten, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

Augsburg, den 31. Januar 2007

Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hell Rupp-Helferich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber: Haitec AG, München

Umsetzung und Layout: bw media, München

HAITEC AG Alois-Wolfmüller-Strasse 8 80939 München