Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Knorr-Bremse AG Management Reports 2012

Feb 10, 2012

247_rns_2012-02-10_4da61d5c-b6a1-4971-97c7-f7e076776f85.html

Management Reports

Open in viewer

Opens in your device viewer

Knorr-Bremse AG

München

Jahresabschluss zum 31.12.2010

Lagebericht der Knorr-Bremse AG und des Konzerns

Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG und des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern im Überblick

Der Knorr-Bremse Konzern ist weltweit der führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge automatische, elektropneumatische oder elektrisch angetriebene Einstiegssysteme, außerdem Klimaanlagen, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer sowie Bahnsteigtüren. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang wie z. B. das Pneumatic Booster System (PBS) und Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Der Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa, Nordamerika und Südamerika sowie Asien/Australien gesteuert, an deren spezifischen Markt- und Kundenanforderungen die Entwicklung des Konzerns ausgerichtet ist.

Diese regionale Struktur der Organisation ist darauf zugeschnitten, den weltweit aufgestellten Kunden einheitliche technische Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten anbieten zu können. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender Kunden mit global erprobten Systemen und Komponenten.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Folge der 2008 und 2009 vorherrschenden weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich 2010 verbessert und es zeigte sich eine relativ robuste, regional jedoch differenzierte Erholung der Realmärkte.

Die Erholung der Märkte wurde weiterhin von den Schwellenländern in Asien angeführt. Der relative Wachstumsbeitrag von Schwellen- und Industrieländern entwickelte sich, wie bereits während der Krise, deutlich unterschiedlich. Die Schwellenländer legten 2010 um 7,1 % zu, die Industriestaaten im Mittel lediglich um 3,0 %. Global wird von einer Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 5,0 % (Vorjahr minus 0,6 %) ausgegangen.

Mit der Erholung der weltweiten Märkte hat sich die Konjunktur im Euroraum 2010 stabilisiert. Nach einem Rückgang 2009 um 4,1 % stieg die Wirtschaftsleistung 2010 um 1,8 %. Insbesondere Deutschland trug mit einem für die Region überproportionalen BIP-Wachstum von 3,6 % (Vorjahr minus 4,7 %) wesentlich zu dieser Stabilisierung bei. Als exportorientierte Wirtschaft zunächst besonders vom Einbruch des Welthandels betroffen, konnte Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern des Euroraums besonders von dessen Erholung 2010 profitieren. Auch Russland konnte aufgrund der sich stabilisierenden Rohstoffpreise und der starken Abhängigkeit vom Energieexport eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 3,7 % (Vorjahr minus 7,9 %) realisieren.

Im Gegensatz dazu standen die Märkte in den USA weiterhin unter Druck. Die Wirtschaftsleistung stieg um 2,8 % (Vorjahr minus 2,6 %), was auf den sich stabilisierenden Immobiliensektor zurückzuführen war. Ein deutlich positiveres Bild zeichnete sich in Brasilien ab. Hier ist die Wirtschaftsleistung 2010 um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen (Vorjahr minus 0,6 %).

Neben Brasilien stellten insbesondere China und Indien die Treiber der Weltwirtschaft dar. 2010 steigerte China das Bruttoinlandsprodukt um 10,3 % (Vorjahr 9,2 %), in Indien stieg das Bruttoinlandsprodukt um 9,7 % (Vorjahr 5,7 %). Auch Japan erreichte wieder ein moderates Ansteigen der Industrieproduktion, das Bruttoinlandsprodukt steigerte sich im Berichtsjahr um 4,3 % (Vorjahr minus 6,3 %).

Die Festigung der Rohstoffpreise unterstützte 2010 die weltweite Stabilisierung der Märkte. Nach Höchstkursen von 140 USD/Barrel 2008 und einem Absturz auf unter 40 USD/Barrel 2009 stabilisierte sich der Ölpreis zum Ende des Jahrs 2010 bei rund 90 USD/Barrel. Der Preis für Aluminium entwickelte sich ähnlich und stabilisierte sich bei rund 2.400 USD/t (Höchstkurs 2008 rund 3.300 USD/t, Tiefstwerte 2009 rund 1.300 USD/t). Der Wert des US-Dollars – neben dem Euro eine der wichtigsten operativen Währungen im Konzern – ist zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs im Vergleich zum 31. Dezember 2009 gegenüber dem Euro um 7,2 % auf 1,34 USD/EUR gestiegen. Im Jahresdurchschnitt wurde der Euro mit 1,32 USD/EUR gehandelt.

Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2010

Der Umsatz des Knorr-Bremse Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2010 um 34 % auf 3.712,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.760,9 Mio. EUR). Hierin sind positive Währungseffekte in Höhe von rund 170 Mio. EUR enthalten. In einem sich erholenden, jedoch weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfeld profitierte das Unternehmen von seiner starken strategischen Aufstellung mit den beiden Bereichen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge, deren Märkte sich unterschiedlich entwickelten.

Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge entwickelte sich 2010 positiv und steigerte seinen Umsatz im Berichtsjahr auf 2.024,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.552,6 Mio. EUR). Der Anstieg wurde insbesondere durch ein deutliches Umsatzplus von über 100 % in Asien getragen, wo Knorr-Bremse bereits seit Ende der Achtziger Jahre seine Marktpräsenz sukzessive ausbaut.

Der Nutzfahrzeugbereich partizipierte 2010 an der sich beschleunigenden Erholung der weltweiten Nutzfahrzeugmärkte und erzielte einen Umsatz von 1.700,7 Mio. EUR (Vorjahr 1.221,5 Mio. EUR). Im Mittelpunkt stand 2010 insbesondere der Ausbau der Nutzfahrzeugaktivitäten in China.

BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Konzern partizipierte 2010 maßgeblich – jedoch regional deutlich differenziert – an der Erholung der Weltmärkte und dem dadurch ausgelösten Anstieg der Gütertransportleistung.

Trotz leicht steigender Transportvolumina im Schienengüterverkehr bestand weiterhin eine verhaltene Nachfrage im Frachtbereich in den Regionen Nord- und Südamerika sowie Europa. So ging die Nachfrage nach Güterwagen 2010 nochmals um 30 % in Europa (Vorjahr minus 31 %) und um 32 % in Nordamerika (Vorjahr minus 63 %) zurück. Im Bereich des Schienenpersonentransports wurden in Europa und Nordamerika wesentliche Projekte verschoben oder storniert. Der asiatische Markt entwickelte sich in beiden Bereichen positiv.

Nach einem weltweiten Einbruch der Lkw-Produktion 2009 um 25 % konnte 2010 ein Wachstum der Lkw-Produktion um 48 % verzeichnet werden. In Europa, das nach dem Rekordjahr 2008 den größten Einbruch erlebte, stieg die Lkw-Produktion um 55 % (Vorjahr minus 63 %). In Nordamerika zog der Markt erstmalig seit 2006 wieder an und verzeichnete 2010 einen Anstieg um 23 % (Vorjahr minus 37 %). In Südamerika stieg die Lkw-Produktion 2010 um 56 % (Vorjahr minus 29 %). Die Region Asien setzte auch 2010 ihren Wachstumskurs fort und steigerte die Lkw-Produktion insgesamt um 52 % (Vorjahr plus 1%). Auch der Nachmarkt partizipierte in allen Regionen an der positiven Entwicklung und konnte 2010 weiter wachsen.

Bild

GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGEN

Knorr-Bremse hat in der Berichtsperiode seine Strategie fortgeführt, durch gezielte Akquisitionen die Marktposition auszubauen.

Im ersten Quartal des Berichtsjahrs haben die Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd., Hongkong/China, und die Knorr-Bremse AG, München/Deutschland, den 26 %igen Anteil der Tata Autocomp. Systems Ltd., Pune/Indien, an dem gemeinsamen Joint Venture Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles India Private Ltd., Pune/Indien, erworben. Knorr-Bremse hält nun sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Die Übernahme der Anteile geschah im gegenseitigen Einvernehmen der Joint Venture Partner.

Um seine Position im Geschäft mit Bremsbelägen für Schienenfahrzeuge weiter auszubauen, hat sich Knorr- Bremse an einem Joint Venture zur Produktion und Entwicklung von organischen Bremsbelägen und Bremsklötzen unter dem Namen Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien, beteiligt. Die Joint Venture Partner sind die zum Knorr- Bremse Konzern gehörende Gesellschaft Sociedad Española de Frenos, Getafe/Spanien, und das zur spanischen Berkelium Gruppe gehörende Unternehmen Icer Brakes S.A., Pamplona/Spanien. Mit dem Zukauf der nordamerikanischen Anchor Brake Shoe LLC, West Chicago/USA, trat Knorr-Bremse bereits 2008 in das Belaggeschäft ein.

Die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd., Hongkong/China, hat den australischen Spezialisten für Klimasysteme, die Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Wetherill Park, Sydney/Australien, übernommen. Während Knorr-Bremse mit Klimasystemen bisher vor allem in China, Europa und Amerika aktiv war, ermöglicht der Zukauf insbesondere den Zugang zu den aufstrebenden Märkten im südostasiatischen Raum, in Indien sowie Australien. Durch die Übernahme wurde der Knorr- Bremse Konzern zum weltweit führenden Hersteller von Klimasystemen für Schienenfahrzeuge.

Durch die Übernahme der Mehrheitsanteile am Spezialwiderstandshersteller Heine Resistors GmbH, Dresden/ Deutschland, hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica Scientifica S.p.A., Mailand/Italien, den Bereich Leistungselektrik gestärkt. Heine gehört mit jahrzehntelanger Erfahrung zu den renommiertesten Entwicklern und Herstellern von Widerständen der Antriebs- und Bahntechnik.

Die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham/Großbritannien, hat den größten Geschäftsbereich für Elektronikkomponenten des britischen Herstellers Precimax Precision Engineering Ltd., Bristol/Großbritannien, übernommen.

Insgesamt ergeben sich aus diesen Akquisitionen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2010.

WICHTIGE PROJEKTE

Knorr-Bremse hat das sich aufhellende wirtschaftliche Umfeld 2010 dazu genutzt, seine auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Strategie weiter fortzusetzen und zahlreiche Projekte voranzutreiben. Hierdurch konnte, dem regionalen Ansatz von Knorr-Bremse folgend, die weltweite Marktposition in einer Reihe von Geschäftsfeldern weiter ausgebaut und somit der wirtschaftliche Erfolg von Knorr-Bremse gesichert werden.

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Produktionsstandorte wurde im Juli 2010 das neue Werk für Systeme für Schienenfahrzeuge in Budapest eröffnet. Neben einer Erweiterung der Kapazitäten werden in diesem Werk innovative Produktions- und Logistikkonzepte auf Basis des weltweit einheitlichen Knorr-Bremse Produktionssystems (KPS) unter dem Stichwort „5-Tage-Fabrik“ umgesetzt. Der neue Produktions- und Entwicklungsstandort ersetzt die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene alte Fabrik.

Knorr-Bremse produziert in Budapest Komponenten der Drehgestellausrüstung für Schienenfahrzeuge wie beispielsweise Bremszangeneinheiten und Klotzbremsen, aber auch Teile der Bremssteuerung wie Bremstafeln und Ventile sowie nahezu alle Komponenten für die Güterwagenausrüstung und Einzelteile für den Bereich Luftbeschaffung. Am neuen Standort wurde auch der Bereich Forschung und Entwicklung, vor allem auf den Gebieten Bremskrafterzeuger, Software, technische Berechnung und Versuch, ausgebaut.

Im Juni 2010 wurde zudem ein neues Werk in Liberec, Tschechien, für Systeme für Nutzfahrzeuge eingeweiht. Die neue Fabrik ermöglicht als Wertstromfabrik wie auch das Werk in Budapest eine KPS-basierte Umsetzung moderner Produktions- und Logistikkonzepte. Knorr-Bremse produziert in Liberec Komponenten des Nutzfahrzeug-Bremssystems wie z. B. Bremszylinder und Kupplungskraftverstärker, Fuß- und Handbremsventile sowie Lufttrocknerpatronen. Die bisherige Produktion in Hejnice wurde nach Abschluss der Verlagerung geschlossen.

In China bereitete sich der Schienenfahrzeugbereich auf die stetig steigenden Marktanforderungen vor und investierte nachhaltig in den Ausbau der Produktionskapazitäten. Am Standort Daxing wurde im April ein neues Werk zur Bremsscheibenfertigung für Fahrzeuge im Fernverkehr in Betrieb genommen. Der Standort Wuxi wurde um zwei neue Werkshallen für die Produktion von Klimasystemen für Hochgeschwindigkeitszüge sowie neue Produktionsanlagen erweitert. Auch am Standort Qingdao wurden aufgrund der gestiegenen Nachfrage die Produktionsstätten für Türsysteme ausgebaut. Aufgrund des signifikanten Wachstums in China wurde 2010 der erst 2005 gegründete und 2007 erweiterte Standort in Suzhou erneut ausgebaut. 2010 wurden die Kapazitäten um einen Fertigungsbereich von 5.700 m2 erweitert und ein Mitarbeiterbereich von rund 3.300 m2 fertiggestellt.

Beide Unternehmensbereiche bauten im Berichtsjahr zudem ihre Produktionskapazitäten in Russland aus. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge baute in Kooperation mit der Firma OAO Vagonremmash, einer Tochter der Russischen Staatsbahn RZD, eine Linie zur Montage von Scheibenbremsen und Kompressoren in Voronezh auf, die 2011 in Betrieb genommen werden soll.

Der Beginn der Produktion ist ein bedeutender Meilenstein in der kontinuierlichen Verstärkung der Präsenz auf dem zukunftsträchtigen russischen Eisenbahnmarkt. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge konnte im Mai 2010 die erste Montagelinie für Drehschwingungsdämpfer im Joint Venture Knorr-Bremse KAMA in Naberezhnye Chelny einweihen. Mit dieser Linie wurde das bestehende Produktportfolio des Joint Ventures, das sich bislang auf die Fertigung von Trommelbremsen konzentrierte, erweitert.

QUALITÄT UND PROZESSE

Das Streben nach „Best in Class“-Prozessen bildet die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit von Knorr-Bremse. Auch 2010 wurde weiter an der Optimierung der Prozesse und Strukturen in allen wichtigen Bereichen gearbeitet.

Das weltweit durchgängig eingeführte Geschäftsmodell Knorr Excellence (KE) wurde auch in 2010 weiterentwickelt und um zwei neue Initiativen erweitert.

Mit der Initiative FIT – Finance & IT Excellence – wurden die Prozesse aus den Bereichen Finanzen und IT in das KE-Modell integriert. Das Ziel der Initiative ist es, durch „Best in Class“-Prozesse in den Teilbereichen Finanzen und IT die Organisation auf zukünftige Herausforderungen einzustellen.

Im Rahmen der Initiative PEX – People Excellence – wurden die Tools zur Personal- und Führungskräfteentwicklung erweitert und modernisiert. Ziel der Initiative ist es, qualifizierte und vielversprechende Mitarbeiter bei Knorr- Bremse zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden. Knorr-Bremse hat mit PEX eine zukunftsweisende Basis zur Weiterentwicklung der eigenen Führungskultur geschaffen.

Unter dem Namen Q-First stehen weiterhin die Optimierung eines professionellen Projektmanagements, eines robusten Produktentwicklungsprozesses und einer Null-Fehler- Strategie im Bereich Produktion und Montage zur weiteren Verbesserung der Qualität im Fokus. Aber auch an der Stabilisierung der Lieferantenstrukturen sowie der Verbesserung einer nachhaltigen Reklamationsbehebung wurde 2010 erfolgreich gearbeitet.

Ein Schwerpunkt des Knorr-Bremse Produktionssystems (KPS) lag 2010 auf der Optimierung kompletter Wertströme. Ziel des ganzheitlichen Wertstrom-Ansatzes ist es, schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren zu können. Hierfür wurden 2010 sowohl methodisch als auch in konkreten Projekten die Grundlagen weiter ausgebaut. Beispielsweise wurden bei der Umsetzung der Fabrikneubauten in Budapest und Liberec die Produktionsprozesse so verknüpft, dass die Produktionsdurchlaufzeiten maßgeblich gesenkt werden konnten. Dieser Ansatz kam jedoch nicht nur bei Werksneubauten zum Einsatz, sondern wurde in Workshops auch auf bestehende Standorte wie z. B. Berlin/Deutschland und Melksham/Großbritannien übertragen.

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge wurden insbesondere auch die spezifischen Anforderungen durch den International Railway Industry Standard (IRIS) in den Prozessen verankert und an allen Standorten eingeführt. 2010 stellten sich alle Knorr-Bremse Standorte den neuen, strengeren Anforderungen der IRIS Revision 02 und wurden erneut erfolgreich zertifiziert.

Im Rahmen des nun seit mehreren Jahren erfolgreich implementierten Strong-Focus-Programms laufen sämtliche Aktivitäten zur Steigerung der Produktivität, der Kostenreduktion sowie des Wachstums zusammen. In einer Mehrjahresvorausschau werden aus dem Kreis der Mitarbeiter und Führungskräfte wertvolle Ideen festgehalten, bewertet und sukzessive umgesetzt. Auch 2010 konnten so erhebliche Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen entlang der Wertschöpfungskette erzielt und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens abgesichert werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung des Knorr-Bremse Konzerns wurde 2010 wesentlich durch das regional differenzierte Wachstum im Schienenfahrzeugbereich sowie durch die beginnende Erholung der Nutzfahrzeugmärkte geprägt.

Der Konzernumsatz stieg 2010 um 34,5 % auf 3.712,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.760,9 Mio. EUR). In Europa stieg der konsolidierte Umsatz um 16,0 % auf 1.886,0 Mio. EUR (Vorjahr 1.626,0 Mio. EUR), was einem Anteil von 50,8 % (Vorjahr 58,9 %) am Konzernumsatz entspricht. Amerika trug 827,0 Mio. EUR (Vorjahr 620,4 Mio. EUR) bzw. 22,3 % (Vorjahr 22,5 %) zum Konzernumsatz bei. Im asiatisch-pazifischen Raum wurden 999,2 Mio. EUR (Vorjahr 514,5 Mio. EUR) erwirtschaftet, was 26,9 % (Vorjahr 18,6 %) des Konzernumsatzes darstellt.

Der Auftragseingang lag mit 4.040,0 Mio. EUR (Vorjahr 3.184,5 Mio. EUR) um 8,8 % über dem Umsatzniveau und um 26,9 % über dem Niveau des Vorjahrs und übertraf erstmals die Marke von 4 Mrd. EUR. Der Auftragsbestand im Konzern stieg im Berichtsjahr um 17,8 % auf 3.381,8 Mio. EUR (Vorjahr 2.870,7 Mio. EUR) an.

Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 142,5 % auf 239,4 Mio. EUR (Vorjahr 98,7 Mio. EUR). Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte 6,4 % (Vorjahr 3,6 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss 109,8 Mio. EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 5,8 % entspricht. Die Region Amerika erzielte einen Jahresüberschuss von 47,3 Mio. EUR, mit einer Nettoumsatzrendite von 5,7 %. In der Region Asien/ Australien war ein Jahresüberschuss von 82,3 Mio. EUR zu verzeichnen, die Nettoumsatzrendite lag damit bei 8,2 %. Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2010 um 31,8 % auf 2.194,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.664,4 Mio. EUR), wesentlich beeinflusst durch den umsatzbedingten Aufbau von Forderungen und Vorräten sowie durch den Anstieg der flüssigen Mittel. Am Jahresende 2010 sind Aktiva in Höhe von 59,1 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich auf 36,5 % gegenüber dem Vorjahresniveau von 42,4 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Auftragsvolumens und lag zum Jahresende bei 415,6 Mio. EUR (Vorjahr 289,2 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 40,3 Tagen (Vorjahr 37,7 Tage). Die Eigenkapitalquote stieg um 2,4 Prozentpunkte von 32,0 % auf 34,4 %.

Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 45,5 % in der Region Europa gebunden, 23,9 % in der Region Amerika und 30,6 % in der Region Asien/Australien. Die Überführung der Nettoverschuldung um 215,0 Mio. EUR auf ein Guthaben von 202,3 Mio. EUR wurde in erster Linie aus dem Mittelzufluss des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 456,4 Mio. EUR erreicht. Wesentliche Mittelabflüsse ergaben sich im Jahr 2010 aus den Investitionen (113,4 Mio. EUR) und dem getätigten Erwerb der Gesellschaften Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Wetherill Park, Sydney/Australien, und Heine Resistors GmbH, Dresden/ Deutschland. Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 26,8 %. Im Vorjahr betrug das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Gearing) minus 2,4 %.

Die gute strategische Aufstellung, die positive Geschäftsentwicklung und das exzellente Working Capital Management wurden von den externen Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s bestätigt. Diese bewerten die Knorr-Bremse Gruppe seit dem Jahr 2000. Moody’s stufte Knorr-Bremse mit „Baa1 / Outlook positive“ und Standard & Poor’s mit „A- / Outlook stable“ ein. Knorr-Bremse ist damit das einzige Unternehmen in Familienhand im „Global Automotive Suppliers Ranking 2010“ von Standard & Poor’s im Ratingsegment Investment Grade mit einem „A“-Rating.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen seine Vermögensund Finanzlage stabil gehalten. Der Knorr-Bremse Konzern, der zum Jahresende 2009 bereits fast frei von Verschuldung war, konnte 2010 ein deutliches Guthaben aufbauen. Die Ertragskraft des Konzerns wurde durch konsequentes Kostenmanagement und vor allem durch interne Prozess- und Strukturoptimierungen abgesichert.

Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 34,4 % und einem Nettoguthaben von 202,3 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur, die es dem Konzern weiterhin ermöglicht, jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

KNORR-BREMSE AG

Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen.

Die deutlich reduzierten Beteiligungserträge führten zu einem Absinken des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 119,3 Mio. EUR (Vorjahr 141,7 Mio. EUR). Da der Jahresüberschuss mit 81,9 Mio. EUR höher als die im Jahr 2010 ausgezahlte Dividende in Höhe von 52,0 Mio. EUR ist, ergibt sich ein Anstieg des Bilanzgewinns um 29,9 Mio. EUR auf 262,6 Mio. EUR (Vorjahr 232,7 Mio. EUR).

Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden.

Mithilfe von Knorr Excellence werden sämtliche Geschäftsprozesse innerhalb der Führungsgesellschaft Knorr-Bremse AG analysiert, dokumentiert und optimiert.

GEWINNVERWENDUNG

Die Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2010 einen Bilanzgewinn von 262,6 Mio. EUR (Vorjahr 232,7 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 156,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 60,00 EUR je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von 26,00 EUR zu verwenden.

Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Bild

BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die KB Holding GmbH, Grünwald/Deutschland, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital der Knorr- Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: „Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.“ Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Entwicklungen in den Regionen nach Unternehmensbereichen

Der Schienenfahrzeugbereich trug im vergangenen Geschäftsjahr zum Konzernumsatz 2.024,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.552,6 Mio. EUR) bei. Der Nutzfahrzeugbereich erreichte einen Umsatz von 1.700,7 Mio. EUR (Vorjahr 1.221,5 Mio. EUR). Die sich beschleunigende Belebung der Nutzfahrzeugmärkte führte 2010 zu einer Annäherung der Umsatzanteile der beiden Geschäftsbereiche. Der Nutzfahrzeugbereich trug 46 % (Vorjahr 44 %) und der Schienenfahrzeugbereich 54 % (Vorjahr 56 %) zum Konzernumsatz bei.

In den einzelnen Regionen, nach denen der Konzern gesteuert wird, stellt sich die Entwicklung der beiden Unternehmensbereiche wie folgt dar:

Europa

SCHIENENFAHRZEUGBEREICH

Im Berichtszeitraum hat sich der Ende 2008 einsetzende Rückgang des Güterverkehrs als Auswirkung der Finanzund Wirtschaftskrise fortgesetzt und die Marktsituation im Bereich des Erstausrüstergeschäfts sowie im Nachmarkt für diesen Bereich nachhaltig beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in der abgelaufenen Periode deutlich weniger Güterwagen und Lokomotiven beschafft. So sank die Produktion von Güterwagen um rund 30 % und die von Lokomotiven um rund 20 %. Im europäischen Personenverkehr wurden zudem 2010 mehrere Projekte nicht wie geplant realisiert. Insbesondere drei erwartete Großprojekte in Großbritannien wurden aufgrund der lokal schwierigen Finanzlage nicht umgesetzt.

Trotz der weiterhin schwierigen Marktsituation in Europa konnte Knorr-Bremse auch 2010 wichtige Aufträge gewinnen. Insbesondere wurde die Position im europäischen Nahverkehr durch Aufträge im Bereich Metro und Straßenbahn gestärkt. So erhielt Knorr-Bremse einen Auftrag von Alstom zur Ausstattung einer Linie der Metro Amsterdam mit Bremssystemen, der 450 Wagen inklusive Optionen umfasst. Im Segment Straßenbahnen konnte unter anderem ein Auftrag des Fahrzeugbauers Stadler zur Ausrüstung der Variobahn mit Türen und Bremsen gewonnen werden, die in verschiedenen europäischen Städten eingesetzt wird.

Auch im Bereich Triebzüge und im Hochgeschwindigkeitsverkehr verzeichnete Knorr-Bremse wichtige Vertragsabschlüsse. So wurde Knorr-Bremse als Alleinlieferant für die Ausrüstung des Bremssystems der neuen Doppelstocktriebzuggeneration des Fahrzeugbauers Stadler in Deutschland nominiert. Auch konnte man sich bei der Hochgeschwindigkeitsplattform TWINDEXX des Fahrzeugbauers Bombardier durchsetzen und wird 1.160 Wagen mit Bremsund Türsystemen ausrüsten. Zudem unterzeichnete Knorr- Bremse mit Bombardier ein Service-Abkommen für die TRAXX-Flotte, die eine führende europäische Lokomotivenplattform darstellt. Für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, Russland, werden 270 neue Triebwagen beim Fahrzeugbauer Siemens beschafft. Hier wird Knorr-Bremse die Ausstattung des Bremssystems übernehmen. Im Segment der Klimasysteme war Knorr-Bremse bei der Ausschreibung der beiden französischen Großprojekte Régiolis mit Alstom und Régio2N mit Bombardier erfolgreich und wird diese zunächst mit rund 1.300 Wagen ausstatten. Zudem wurde eine gute Ausgangsposition für mögliche Optionsprojekte bei beiden Aufträgen geschaffen.

NUTZFAHRZEUGBEREICH

Nach einem Rückgang der westeuropäischen Lkw-Produktion 2009 auf rund 200.000 Stück begann sich der Markt 2010 wieder zu beleben und erreichte zum Jahresende eine Lkw-Produktion von 320.000 Stück. Dies bedeutete zwar einen Anstieg um 60 % gegenüber dem Vorjahr, der Markt blieb jedoch weiterhin weit hinter dem Vorkrisenniveau zurück. An diesem Anstieg partizipierten alle Kunden im Erstausrüstergeschäft gleichermaßen und damit auch sämtliche Produkte, die im europäischen Werksverbund der Systeme für Nutzfahrzeuge produziert und vertrieben werden. Auch die westeuropäische Anhängerproduktion, die mit 65 % den stärksten Rückgang in der Region in 2009 erlebte, erholte sich 2010. Nach 70.000 produzierten Anhängern 2009 wurden im Jahr 2010 mit einem Zuwachs von mehr als 50 % die prognostizierten Planzahlen von 105.000 Einheiten übertroffen. Der Umsatz im Nachmarkt stieg um 21 % und erreichte im Jahr 2010 währungsbereinigt ein Allzeithoch. Die zentral- und osteuropäische Lkw-Produktion entwickelte sich auch positiv mit einem Anstieg um 37 % von rund 55.000 auf 75.000 Einheiten im Jahresvergleich und erholte sich somit nicht so stark wie die westeuropäische Lkw-Produktion.

Wichtigster Umsatzträger war in Europa 2010 wieder die Scheibenbremse, die zudem einen Rekord feiern konnte. Im Herbst 2010 wurde im größten Produktionsstandort für Scheibenbremsen im niederbayerischen Aldersbach die 20millionste Scheibenbremse ausgeliefert. Im westeuropäischen Erstausrüstermarkt für Zugfahrzeuge konnte Knorr- Bremse bei der Scheibenbremse seine Vorreiterposition halten.

Ein weiterer Rekord konnte 2010 im ungarischen Produktionsstandort Kecskemét gefeiert werden. Im Frühjahr 2010 wurde die millionste Luftaufbereitungseinheit Air Processing Unit (APU) gefertigt. Die APU, die in den neunziger Jahren von Knorr-Bremse entwickelt wurde, wird seit 1997 erfolgreich unter anderem von Daimler, Iveco und DAF eingesetzt.

2010 konnte auch das bereits seit 2007 äußerst erfolgreiche Joint Venture Knorr-Bremse KAMA mit dem größten russischen Nutzfahrzeughersteller KAMAZ weiter ausgebaut werden. So wurde im Mai 2010 die erste Montagelinie für Drehschwingungsdämpfer am Produktionsstandort in Naberezhnye Chelny eingeweiht. Mit dieser Linie wurde das bestehende Produktportfolio des Joint Ventures, das sich bislang auf die Fertigung von Trommelbremsen konzentrierte, erweitert.

Nordamerika

SCHIENENFAHRZEUGBEREICH

Der Markt für Güterwagen in Nordamerika erlebte 2010 einen weiteren Rückgang. Die Produktion neuer Güterwagen sank von 22.000 Einheiten im Vorjahr auf ca. 15.000 Einheiten im Jahr 2010 und liegt damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1987. Zudem wurden nur noch rund 350 Lokomotiven ausgeliefert, was einen Rückgang um rund 30 % bedeutet. Zuletzt wurde solch eine geringe Anzahl an Lokomotiven im Jahr 1992 ausgeliefert. Der Auftragseingang sowie Jahresend-Auftragsbestand der Zulieferer im Güterwagen- und Lokomotivenbereich wies hingegen in der zweiten Jahreshälfte eine steigende Tendenz auf, die auf eine Erholung der Märkte hindeutete. Auch zum Jahresende waren noch rund 20 % der Güterwagenflotte in Nordamerika stillgelegt. Dies wirkte sich deutlich auf die Entwicklung des Nachmarkts aus, obwohl die Flotte durch Verschrottungen um rund 10 % reduziert worden war.

Knorr-Bremse konnte 2010 im Frachtbereich die Effekte aus dem weiterhin starken Marktrückgang teilweise durch eine Erhöhung des Markt- sowie des Lieferanteils pro Fahrzeug kompensieren. Dies wurde insbesondere durch die starke Marktposition im Erstausrüster- und Nachmarktgeschäft, steigende Exporte, insbesondere durch die wachsende Anzahl von Lieferungen nach China, und Zugewinne durch höhere Investitionen der Eisenbahn in innovative Technologien wie das elektronische Bremssystem EP-60 und das Fahrerassistenzsystem LEADER realisiert.

Auch in Nordamerika wurden mehrere Großprojekte im Personenverkehr nicht wie geplant realisiert. Doch auch in diesem schwierigen Marktumfeld setzte sich Knorr-Bremse erfolgreich bei der Washington Metropolitan Area Transit Authority (WMATA) mit der Zulieferung von Brems- und Klimasystemen für 364 Wagen bis 2015 durch.

Auf dem nordamerikanischen Markt wurde 2010 die ölfreie Luftversorgungseinheit vom Typ VV120-T verstärkt nachgefragt. So beschaffte die WMATA weitere 180 Einheiten der Luftversorgungseinheit für die Nachrüstung ihrer bestehenden Flotte und die New York Transit Authority stattete 332 Wagen ihrer Flotte mit dem ölfreien System aus.

NUTZFAHRZEUGBEREICH

Der seit 2006 in Nordamerika rückläufige Trend in der Zahl produzierter Lkw konnte 2010 erstmals wieder durchbrochen werden, bleibt jedoch auf äußerst niedrigem Niveau und liegt 56 % unter dem Höchstwert von 2006. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion um 23 % auf rund 218.000 Einheiten. Der Nachmarkt zeigte in der Berichtsperiode die gleiche Entwicklung, der Anstieg lag bei etwa 20 %.

Auch in 2010 konnte Knorr-Bremse in Nordamerika wichtige Kundenaufträge gewinnen. So hat Bendix Spicer Foundation Brake LLC seine Position auf dem nordamerikanischen Markt für Trommelbremsen ausbauen können. Die Trommelbremsen des Unternehmens werden als Standardausstattung der Nutz- und Kommunalfahrzeuge von Mack Trucks eingesetzt. Bendix erlebte eine weiterhin starke Akzeptanz seiner Scheibenbrems-Technik sowohl bei Nutzfahrzeugherstellern als auch bei Flottenkunden. Dies ist unter anderem bedingt durch die 2011 einsetzende erste Phase der neuen Bremswegbestimmung in Nordamerika.

Zudem vertiefte Bendix seine Zusammenarbeit mit seinen Erstausrüsterkunden. Wie auf der Mid America Truck Show 2010 bekanntgegeben, führte die Marke Peterbilt des PACCAR Konzerns als erster nordamerikanischer Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen die Scheibenbremse als Stan dardausstattung in seinem führenden Modell 587 ein. Darüber hinaus wurden die Produkte von Bendix zur Unterstützung der Sicherheit im Straßenverkehr sowohl auf der 8-monatigen Peterbilt und Kenworth Tour des PACCAR Konzerns als auch während der Volvo North American Driving Success Tour vorgestellt. Hierbei konnte Bendix insbesondere die überlegene Leistung der Bendix Scheibenbremse vom Typ ADB22X, des Bendix Stabilitätssystems ESP sowie des Systems zur automatischen Sicherheitsbremsung Bendix Wingman ACB präsentieren.

2010 wurden außerdem bei Bendix zwei Produktionsmeilensteine erreicht. Zum einen produzierte Bendix seinen 750.000 BA-921 Kompressor, der 2002 eingeführt wurde, und zum anderen konnte Bendix das 100.000ste ESP Stabilitätssystem, das 2004 eingeführt wurde, an seine Kunden ausliefern.

Südamerika

SCHIENENFAHRZEUGBEREICH

Die Produktion von Güterwagen erholte sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr in der Region Südamerika deutlich und stieg um über 100 % auf 2.800 Güterwagen. Die Beschaffung von Güterwagen liegt jedoch weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau (2008: 5.000 beschaffte Güterwagen).

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes in großen Metropolen wie São Paulo, Buenos Aires und Rio de Janeiro führte dagegen im Berichtsjahr zu einer positiven Entwicklung im Schienenpersonentransport. Insgesamt stattet Knorr-Bremse bis 2012 450 Wagen mit Brems-, Klima- und Türsystemen aus.

NUTZFAHRZEUGBEREICH

Nach einem Rückgang der Produktion 2009 um 28 % konnte 2010 ein Anstieg um 56 % auf 184.000 Fahrzeuge verzeichnet werden. Dies übertraf sogar die bisherige Rekordproduktion aus dem Jahr 2008 mit 163.000 Fahrzeugen. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch den brasilianischen Markt getrieben. Bedingt durch eine deutliche wirtschaftliche Belebung in allen Segmenten – insbesondere in der Bau-, Infrastruktur- und Rohstoffindustrie – in Kombination mit einer Erleichterung der Finanzierung der Fahrzeuge stieg das Transportaufkommen im Berichtsjahr stark an.

Im Zuge der gesetzlichen Einführung des Antiblockiersystems (ABS) für Nutzfahrzeuge in Brasilien konnte Knorr- Bremse im Berichtsjahr einen Auftrag mit Ford Caminhões zur Lieferung der ABS-Technologie abschließen und wird ab 2013 100 % des ABS-Bedarfs des drittgrößten Herstellers von Nutzfahrzeugen in Brasilien liefern. Dieser Auftrag schließt auch die Lieferung des kompletten EBS-Bedarfs von Ford Otosan in der Türkei mit ein.

Asien/Australien

SCHIENENFAHRZEUGBEREICH

Der Schienenfahrzeugmarkt in Asien/Australien hat sich auch 2010 positiv entwickelt. Hauptwachstumstreiber hierfür war China, wo staatliche Konjunkturprogramme und umfassende Infrastrukturprojekte zu einer hohen Nachfrage nach Schienenfahrzeugen führten. Die Strategie des Unternehmens in China mit eigenen Produktionsstätten und einer engen Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnern wurde mit neuen Hochgeschwindigkeitsaufträgen aus der Region belohnt. Knorr-Bremse wird über 1.000 Wagen des CRH1-380 Hochgeschwindigkeitszugs mit Bremsen und Türsystemen ausrüsten. Zudem wurde das Unternehmen mit Bremssystemen für 320 Wagen der Baureihe CRH1-250C beauftragt. Weiterhin hat Knorr-Bremse den Auftrag zur Ausstattung mit Drehgestellen von 1.920 Wagen des CRH2-380 Hochgeschwindigkeitszugs für sich entschieden. China verfügt mittlerweile über die größte und schnellste Hochgeschwindigkeitsflotte der Welt und befährt ein rund 7.000 km langes Hochgeschwindigkeits- Schienennetz. Knorr-Bremse ist der einzige Zulieferer im Bereich Bremsausrüstung für Hochgeschwindigkeitszüge, der alle bestehenden Fahrzeugplattformen abdeckt.

Neben dem Hochgeschwindigkeitsbereich konnten Aufträge im Nahverkehrsbereich und bei Lokomotiven gewonnen werden. 2010 erhielt Knorr-Bremse den Auftrag, rund 1.400 moderne Lokomotiven mit Bremssystemen auszustatten und konnte damit seine Marktposition weiter ausbauen. Im Rahmen des weiterführenden Ausbaus beziehungsweise des Neubaus der Metrosysteme unter anderem in Guangzhou, Schanghai und Peking erhielt das Unternehmen den Auftrag zur Lieferung von Bremssystemen für knapp 700 Wagen. Zudem erhielt Knorr-Bremse Aufträge zur Lieferung von rund 1.500 Bahnsteigtüren für Metroprojekte in Shenzhen und Dalian.

Auch die weiteren Märkte der Region zeigten eine positive Entwicklung. In Indien konnte Knorr-Bremse im klassischen Ausrüstermarkt für Fracht- und Personentransport weiter wachsen und einen wegweisenden Auftrag der indischen Eisenbahn über die Ausstattung von mehr als 11.000 Güterwagen mit der modernen Drehgestellausrüstung BMBS (Bogie Mounted Brake System) gewinnen. Zudem stattete Knorr-Bremse in den Jahren 2009 und 2010 einen Großteil der Nahverkehrsprojekte in Indien mit über 600 Wagen mit Brems-, Tür- und Klimasystemen aus. Auch im Bereich der schweren Lokomotiven baute Knorr-Bremse seine Marktposition weiter aus und konnte wichtige Aufträge für sich entscheiden. In Japan konnte die Erfolgsgeschichte des Shinkansen E5 fortgeführt werden. Bereits 2009 wurde Knorr-Bremse als Lieferant von Drehgestellausrüstungen für alle motorgetriebenen Wagen der neuen Shinkansen-Generation ausgewählt. Die Auslieferungen begannen 2010 und werden sich bis 2012 erstrecken.

NUTZFAHRZEUGBEREICH

Die Region Asien/Australien konnte ihre Lkw-Produktion weiter steigern. Getragen wurde dies durch den, auf die Stückzahlen bezogen, größten Nutzfahrzeugmarkt der Welt, China. In China stieg die Lkw-Produktion um 47 % auf 1.328.000 produzierte Fahrzeuge 2010. Diese Entwicklung wurde weiterhin durch die 2009 eingesetzten staatlichen Konjunkturprogramme gestützt, die in der ersten Jahreshälfte zu einem Boom der Nutzfahrzeugproduktion führten. Interventionen der Regierung auf dem Kapitalmarkt wirkten sich in der zweiten Jahreshälfte auch drosselnd auf die Lkw-Produktion im Land aus, so dass sich das Produktionsniveau wieder normalisierte.

Der chinesische Nutzfahrzeugmarkt wird zu 98 % von lokalen Herstellern dominiert. Ausländische Hersteller und Zulieferer gehen daher verstärkt Joint Ventures ein, um am Wachstum des Markts zu partizipieren. Auch Knorr-Bremse ist mit der Unterzeichnung eines Joint Venture-Vertrages mit dem chinesischen Unternehmen Chongqing CAFF Automotive Braking & Steering Systems Co. Ltd. zur Herstellung von Komponenten des Nutzfahrzeug-Bremssystems und des Antriebsstrangs ein wichtiger strategischer Schritt im chinesischen Markt gelungen. Das Joint Venture hat Anfang 2011 seinen Betrieb aufgenommen. Knorr-Bremse ist in China mit seinen Gesellschaften in Dalian und Schanghai bereits seit mehreren Jahren vertreten. An der positiven Marktentwicklung in 2010 partizipierte Knorr-Bremse mit wichtigen Aufträgen im Bereich Kompressoren, Drehschwingungsdämpfer, Scheibenbremse und elektronische Bremssteuerung. So konnte Knorr-Bremse einen Auftrag mit CNHTC zur Lieferung von Kompressoren für die Produktlinie D20/26 abschließen. Zudem wird Knorr-Bremse den chinesischen Fahrzeugbauer Yutong mit Scheibenbremsen beliefern. Um die weiter steigende Nachfrage nach Scheibenbremsen im chinesischen Markt zu decken, traf Knorr-Bremse am Standort Dalian Vorbereitungen zum Aufbau einer Montagelinie für Scheibenbremsen.

Auch die Märkte für Nutzfahrzeuge in Indien und Japan konnten 2010 einen Anstieg verzeichnen. Die Nutzfahrzeugproduktion in Indien stieg um 83 % auf 280.000 produzierte Fahrzeuge. Japan, das 2009 stark von der Weltwirtschaftskrise betroffen war, erholte sich und steigerte seine Lkw-Produktion um 55 % auf 155.000 Fahrzeuge. Knorr-Bremse Japan konnte 2010 einen wichtigen Auftrag mit dem Fahrzeugbauer Isuzu für sich entscheiden. Knorr- Bremse wird zum ersten Mal einen japanischen Lkw der leichten Klasse mit Trommelbremsen ausstatten. Bislang wurden diese Fahrzeuge hydraulisch gebremst. Der Lieferumfang wird das komplette Wheelend-Modul, die Elektronik und ausgewählte Ventile umfassen.

Bild

Investitionen / Abschreibungen

Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind mit 113,4 Mio. EUR (Vorjahr 100,6 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr um 13 % gestiegen. Diese Entwicklung geht einher mit der deutlich positiven Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds im Berichtszeitraum.

Auf Europa entfielen hiervon 74,8 Mio. EUR (66,0 %). In der Region Amerika wurden 21,3 Mio. EUR (18,8 %) und in Asien/ Australien 17,3 Mio. EUR (15,2 %) der Investitionssumme getätigt.

Auf die Divisionen bezogen, wurden im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge 61,2 Mio. EUR (Vorjahr 66,6 Mio. EUR) und 50,4 Mio. EUR (Vorjahr 33,4 Mio. EUR) im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge investiert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen sind im Vergleich zu 2009 mit 146,9 Mio. EUR (Vorjahr 117,7 Mio. EUR) konzernweit gestiegen. Die Region Europa trug hierbei mit 72,4 Mio. EUR den größten Teil der Abschreibungen, gefolgt von Asien/Australien mit 41,4 Mio. EUR und Amerika mit 33,1 Mio. EUR. Der mit 82,9 Mio. EUR (Vorjahr 51,3 Mio. EUR) größere Anteil der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 61,0 Mio. EUR (Vorjahr 63,4 Mio. EUR) betrugen.

Schwerpunkt der Investitionstätigkeit 2010 war neben dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Asien und Ersatzinvestitionen die Errichtung der neuen Produktionsstätte in Budapest (Ungarn).

Bild

Forschung und Entwicklung

Als Technologiekonzern hat Knorr-Bremse seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auch im Berichtsjahr in enger Abstimmung mit den Kunden ausgeweitet. Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und Projektierung lag im Berichtsjahr bei 175,3 Mio. EUR und macht 4,7 % vom Umsatz aus.

Als weltweiter Technologieführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge entwickelt Knorr-Bremse innovative Produkte, die sich durch Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und hohen Kundennutzen auszeichnen. Dies gilt ebenso für die weiteren Produktbereiche von Schienenfahrzeugen (Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Fahrerassistenzsysteme, Steuerungskomponenten sowie Bahnsteigtüren) und Nutzfahrzeugen (Fahrerassistenzsysteme, Drehschwingungsdämpfer und Komponenten für den Antriebsstrang wie PBS und Getriebesteuerung).

Die umfassende Beherrschung von Elektronik, Pneumatik und Mechanik ist hierbei die Grundlage des Markterfolgs von Knorr-Bremse. Diese Kenntnisse befähigen Knorr- Bremse, seinen Kunden in einem ganzheitlichen Ansatz Gesamtsysteme zu liefern. Der seit Jahren richtungsweisende Trend zur Einführung innovativer System- und Modullösungen mit einer Tendenz zu sogenannten mechatronischen Systemen hält insbesondere in der europäischen Nutzfahrzeugindustrie weiter an und verschafft Knorr-Bremse einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern.

Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit 2010 waren im Bereich Schienenfahrzeuge unter anderem Systeme und Produkte, die den hohen Anforderungen des chinesischen Markts im Nah- und Hochgeschwindigkeitsverkehr gerecht werden. Im Nutzfahrzeugbereich wurde unter anderem die Entwicklung innovativer Systeme zur Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr fokussiert. Breiten Raum nahm in beiden Bereichen die Weiterentwicklung von Systemen zur Erhöhung der Energieeffizienz ein.

Zudem wurde in beiden Bereichen die Entwicklung innovativer Produkte für die BRIC-Staaten vorangetrieben. Im Bereich Schienenfahrzeuge konnte mit der Entwicklung eines Steuerventils, das den russischen GOST-Standards genügt, ein wichtiger Meilenstein zur Erschließung des russischen Schienenverkehrsmarkts gelingen. Auch im Bereich Nutzfahrzeuge stand die Entwicklung von auf die Erfordernisse der BRIC-Märkte zugeschnittenen Lösungen im Mittelpunkt.

Dem regionalen Ansatz von Knorr-Bremse entsprechend wurde auch 2010 der Anteil der Entwicklungskapazität in Schwellenländern wie Indien und China ausgebaut. Zum Jahresende 2010 beschäftigte der Knorr-Bremse Konzern weltweit 1.999 (Vorjahr 1.885) Mitarbeiter im Bereich Forschung, Entwicklung und Projektierung.

Der Anspruch des Konzerns, innovative Lösungen für lokale Markt- und Kundenanforderungen zu realisieren und zum Nutzen der Kunden ständig weiter zu entwickeln, wurde auch 2010 wieder durch die zahlreichen Innovationen und Auszeichnungen eindrucksvoll behauptet.

Bild

Personal

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2010 insgesamt 16.277 Mitarbeiter. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 12,8 %.

In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2010 9.243 Mitarbeiter (Vorjahr 8.555). Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 56,8 % unter dem Vorjahresniveau von 59,3 %. In Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiter um 164 auf 3.235 Arbeitnehmer (Vorjahr 3.071) und erreichte einen Anteil von 19,9 %. Die Beschäftigtenzahl in den Regionen Nord- und Südamerika stieg 2010 an und umfasste zum Jahresende 3.556 (Vorjahr 3.217) Mitarbeiter. Der Anteil der Mitarbeiter an der Anzahl der gesamten Mitarbeiter sank dort leicht auf 21,8 % (Vorjahr 22,3 %). Aufgrund der Wachstumsimpulse in Asien/Australien stieg die Mitarbeiterzahl erneut in der Region auf 3.478 (Vorjahr 2.660). Die Relevanz dieser Region kommt auch in dem weiter steigenden Mitarbeiteranteil von 21,4 % (Vorjahr 18,4 %) zum Ausdruck.

Bei der Anzahl der Mitarbeiter wurde unterproportional zur Umsatzentwicklung ein Mitarbeiteraufbau in beiden Bereichen realisiert. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die Mitarbeiterzahl zum Ende 2010 auf 9.523 (Vorjahr 8.256) weiter gestiegen, im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge fand nach einem Rückgang im Krisenjahr 2009 ein Mitarbeiteraufbau auf 6.590 (Vorjahr 6.014) statt.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung und die internationale Wachstumsstrategie des Unternehmens legt Knorr-Bremse den Schwerpunkt auf eine nachhaltige Personalentwicklung. Deren Relevanz wird durch die gestartete Initiative People Excellence (PEX) zur Bündelung aller hierfür notwendigen Maßnahmen unterstrichen. Die gezielte Förderung von Nachwuchsführungskräften und die Schaffung entsprechender Entwicklungs- und Aufstiegschancen bilden die Basis für Mitarbeitermotivation und eine langfristige Bindung an das Unternehmen. Durch Kooperationen mit Schlüsseluniversitäten und Teilnahme an Recruiting- und Hochschulmessen wird Knorr-Bremse regelmäßig als innovativer Arbeitgeber bei jungen Nachwuchskräften wahrgenommen. Im Sinne einer verstärkten Internationalisierung der Personalarbeit werden Einsätze an den ausländischen Konzernstandorten weiterhin gefördert.

Bild

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2010. Der Dank gilt ebenfalls den Belegschaftsvertretungen für ihre konstruktive Zusammenarbeit.

Bild

Engagement und Nachhaltigkeit

Erfolgreich zu sein, bedeutet gerade im Zeitalter der Globalisierung und des Klimawandels, stets vorausschauend und umfassend zu planen, zu wirtschaften und zu gestalten. Dabei Verantwortung für die Auswirkungen des eigenen Handelns auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen und konsequent zu optimieren, ist in der modernen Unternehmensführung zu einer neuen Handlungsmaxime geworden.

Im Jahr 2010 wurden Projekte zur weiteren Optimierung der Nachhaltigkeitsleistung von Knorr-Bremse initiiert. So trat Knorr-Bremse dem United Nations Global Compact bei und bekennt sich damit nicht nur zu den zehn weltweit anerkannten Grundwerten in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitsnormen, Menschenrechte und Anti-Korruption, sondern verpflichtet sich auch, diese in der Unternehmenspraxis umzusetzen und zu fördern.

Im Mittelpunkt stand 2010 die Verabschiedung der Knorr- Bremse „Corporate Social Responsibility“ (CSR)-Strategie, mit der unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie, im Managementsystem und in den Unternehmensprozessen verankert wurden. Zusammen mit den Unternehmenswerten von Knorr-Bremse und der UITP-Charta für eine nachhaltige Entwicklung bilden die zehn Prinzipien des Global Compact die Grundlage für alle Aktivitäten und das Engagement in diesem Bereich. Mit der neuen CSR-Strategie entspricht Knorr-Bremse auch den Bedürfnissen der Kunden, die verstärkt den Nachweis über die Einhaltung und das Management ökologischer und sozialer Standards fordern.

Knorr-Bremse unterstützte 2010 wie in den Vorjahren den seit Anfang 2005 bestehenden gemeinnützigen Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. und förderte dessen Aktivitäten im Berichtsjahr mit 1.000.000 EUR. Der Schwerpunkt des Vereins lag auch im Jahr 2010 auf der Durchführung langfristiger Projekte, wie dem Aufbau einer dauerhaften Krankenstation im vom Zyklon Nargis 2008 verwüsteten Irrawaddy Delta in Burma. 2010 unterstützte der Verein auch mehrere Soforthilfemaßnahmen nach Naturkatastrophen, wie dem Erdbeben auf Haiti, den Überschwemmungen in Pakistan und Tschechien sowie der Giftschlammkatastrophe in Ungarn.

Knorr-Bremse Global Care e. V. wurde anlässlich der Tsunami- Katastrophe vom 26. Dezember 2004 gegründet, um den Flutopfern unbürokratisch, effektiv und nachhaltig zu helfen. Mittlerweile sind 69 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in insgesamt 31 Ländern realisiert worden. Die Projekte werden ehrenamtlich und mit großem Engagement von Knorr-Bremse Mitarbeitern betreut. Mit der Hilfe von Global Care und einer Spendensumme von insgesamt 5,3 Mio. EUR wurden bis Jahresende 2010 rund 200.000 Menschen erreicht.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs 2010 hat die Knorr- Bremse Nordic Rail Services AB, Lund/Schweden, den schwedischen Spezialisten im Türen-Nachmarktgeschäft Kalmar Tågkompetens AB, Kalmar/Schweden, mit Wirkung zum 01. Januar 2011 übernommen und stärkt somit sein Portfolio auf dem nordeuropäischen Markt.

Des Weiteren trat mit Wirkung zum 01. Januar 2011 die Organisation der Knorr-Bremse IT-Services GmbH, München/ Deutschland, in Kraft. Die IT-Bereiche der Knorr-Bremse AG, München/Deutschland, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland, und der Knorr- Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/ Deutschland, wurden unter dem Dach der Knorr-Bremse IT-Services GmbH vereinigt.

Mit Wirkung zum 19.01.2011 haben die Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd., Hongkong/China, und der chinesische Hersteller Chongqing CAFF Automotive Braking & Steering Systems Co. Ltd., Chongqing/China, das Joint Venture Knorr-Bremse CAFF Systems for Commercial Vehicles Chongqing Ltd., Chongqing/China, gegründet. Knorr-Bremse ist an dem Gemeinschaftsunternehmen mit 66 % beteiligt, der Partner aus China mit 34 %. Das Joint Venture produziert Bremskomponenten aus den Bereichen Luftaufbereitung und Bremssteuerung sowie Komponenten für die Getriebe- und Kupplungssteuerung.

Bericht über Risiken und Chancen

Der Knorr-Bremse Konzern verfügt über ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges Planungs-, Berichtsund Kontrollsystem. Die Berichtsperioden und die Berichtsinhalte sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft.

Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagement-Reporting. Es basiert auf einem halbjährlich zu erstellenden Risikobericht, der im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sitzungen im Vorstand besprochen und mit Maßnahmen belegt wird. Somit wird das operative Risikomanagement-System auf strategischer Ebene ergänzt. In seiner Gesamtheit hat sich dieses Kontrollsystem als zuverlässiges Netz zur Früherkennung und Korrektur von drohenden Fehlentwicklungen bewährt.

Die Risikobetrachtung und deren Management ist auch ein wesentlicher Bestandteil bei der Beschreibung, der Dokumentation und der kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Prozesse im gesamten Knorr-Bremse Konzern (Knorr Excellence-Modell).

GESCHÄFTSRISIKEN

Der Knorr-Bremse Konzern ist in Geschäftssegmenten aktiv, die auf der Kundenseite seit Jahren durch einen dynamischen Konzentrationsprozess gekennzeichnet sind. Der daraus folgenden Nachfragemacht und dem entsprechenden Preisdruck begegnet Knorr-Bremse mit innovativen Produkten und Systemen. Das Unternehmen empfiehlt sich damit für eine nachhaltige Zusammenarbeit. Ziel ist es, kosteneffiziente Lösungen im Sinne des Kunden zu erreichen. Das gelingt insbesondere bei frühzeitiger Einbindung in das jeweilige Gesamtprojekt des Kunden.

Die regionalen Nutzfahrzeug- und Eisenbahnmärkte folgen unregelmäßigen Zyklen. Markt- oder Wachstumsschwankungen können einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betreffen. Als weltweit tätiger Konzern ist Knorr-Bremse in besonderem Maße einer risikobehafteten Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und die weltweiten Handelsströme werden intensiv beobachtet, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Die internationale Präsenz macht Knorr-Bremse zugleich weitgehend unabhängig von regional begrenzten Krisen.

Im Zuge des dynamischen Wachstums der vergangenen Jahre hat Knorr-Bremse zahlreiche Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund integriert. Die finanziellen und kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen typischerweise verbunden sind, konnte Knorr- Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften in engen Grenzen halten. Im Hinblick auf die Überwindung kultureller Barrieren hat Knorr- Bremse in den vergangenen zwanzig Jahren mit zahlreichen Akquisitionen und mehrheitlich geführten Joint Ventures wertvolle Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen gesammelt. Diese Erfahrungen kommen bei weiteren möglichen Übernahmen positiv zum Tragen und wurden in strukturierten Prozessen abgebildet.

Knorr-Bremse steht mit seinen Systemen an der Spitze der technischen Entwicklung. Daraus ergeben sich zugleich auch Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Hierfür hat Knorr-Bremse umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren im routinemäßigen Einsatz. Zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse orientiert sich Knorr-Bremse an internationalen Standards. Die einzelnen Standorte lassen sich in diesem Zusammenhang regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Bereiche arbeiten darüber hinaus mit Hilfe des Knorr Excellence-Qualitätsprogramms (Quality First) trotz des bereits sehr hohen Qualitätsniveaus intensiv daran, die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte kontinuierlich weiter zu verbessern.

OPERATIVE RISIKEN

Risiken aus Produktionsausfällen sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen ein effizientes Reagieren auf unvorhergesehene kurzfristige Kapazitätsschwankungen. Knorr-Bremse pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern. Um etwaige Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel zu vermeiden, die wiederum zu Produktionsstörungen und nachfolgend zu Ertragseinbußen führen könnten, legt Knorr-Bremse großen Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten. Diese werden kontinuierlich einer technischen und wirtschaftlichen Auditierung unterzogen.

Das Risiko aus Währungsschwankungen ist insgesamt für den Knorr-Bremse Konzern nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Selektiv werden auch derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb.

Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie, in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Knorr Excellence-Prozesses.

Grundsätzlich werden auch für Preisveränderungsrisiken von Rohstoffen, die für Knorr-Bremse relevant sind, derivative Sicherungen durchgeführt, sofern diese Preisveränderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben können. Dies trifft zu für Stahl und Aluminium.

Die Geschäftsprozesse im Knorr-Bremse Konzern werden durch leistungsfähige und moderne IT-Systeme unterstützt. Zur Vermeidung von Störungen legt Knorr-Bremse besonderes Gewicht auf die Vereinheitlichung der Hard- und Software-Landschaft, die Integrität und die Sicherung der Datenbestände, anforderungsgerechte Backup-Lösungen sowie die Steuerung der Zugriffsberechtigung. Mit Hilfe von internen und externen Audits an allen wesentlichen Standorten weltweit wird die Einhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien umfassend überprüft. Das Corporate Data Center in München entspricht den höchsten Anforderungen (Industriestandard) hinsichtlich Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Auf dieser Basis werden auch die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration aller, insbesondere auch der neuen Standorte weiter verbessert.

Um den steigenden Anforderungen im Umweltschutz zu entsprechen, orientiert sich Knorr-Bremse weltweit am Standard ISO 14001. Der überwiegende Anteil der Standorte ist entsprechend zertifiziert beziehungsweise bereits rezertifiziert.

In Asien, aber auch in den übrigen Regionen, erschweren Imitationen und Produktpiraterie das Geschäft im Nutzund Schienenfahrzeugbereich. Demgegenüber steht die technische Kompetenz von Knorr-Bremse, die aufgrund der sicherheitskritischen Anwendungen der Produkte weltweit von den Kunden anerkannt und geschätzt wird.

Die sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Auch für die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet.

Ausblick

Knorr-Bremse erwartet für das Jahr 2011 eine positive Geschäftsentwicklung in einem jedoch weiterhin stark volatilen Umfeld. Nachdem sich 2010 eine weltweite Erholung der Märkte eingestellt hat, wird derzeit von einer Fortsetzung dieses Trends ausgegangen, der jedoch regional unterschiedlich stark ausgeprägt sein wird. In Europa wird sich voraussichtlich ein zweigeteiltes Bild ergeben. Zum einen wachsen die exportorientierten Nationen, wie insbesondere Deutschland, getrieben durch die Erholung des Welthandels deutlich. Zum anderen aber sind die südeuropäischen Länder und Irland durch die hoch verschuldeten Staatshaushalte belastet. In der weltweit größten Volkswirtschaft, den USA, wird der durch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit gedämpfte Konsum weiterhin als äußerst kritisch angesehen. Die asiatischen Schwellenländer werden voraussichtlich auch 2011 zum Wirtschaftswachstum einen signifikanten Beitrag leisten.

In Europa werden für den Markt für Schienenfahrzeuge derzeit keine maßgeblichen Wachstumsimpulse für 2011 erwartet. Im Bereich Lokomotiven wird von einer leichten Erholung, im Bereich Güterwagen dagegen von einer Stagnation des Markts ausgegangen. Im Personenverkehr wird mit einem stabilen Marktumfeld gerechnet. Insbesondere die Verschiebung bzw. Stornierung von großen Beschaffungsvorhaben 2010 hat das Klima auf dem Markt nachhaltig eingetrübt. In Russland führen Großprojekte rund um die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi und die Fußballweltmeisterschaft 2018 zu einer Marktbelebung.

Im europäischen Nutzfahrzeuggeschäft wird 2011 mit einer weiteren Markterholung gerechnet. Das Jahresvolumen produzierter Nutzfahrzeuge wird im Jahr 2011 voraussichtlich über dem Vorjahresniveau liegen. Das Niveau des Rekordjahrs 2008 wird jedoch mittelfristig nicht erreicht werden können. Im Geschäftsjahr 2011 liegt die größte Herausforderung für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge in Europa in der voranschreitenden Globalisierung des Geschäfts. Durch den weiteren Ausbau zukunftsträchtiger Märkte wie beispielsweise Russland und China und hierfür erfolgender Zulieferungen aus Europa sowie der Einführung von Produkten, die den spezifischen lokalen Anforderungen entsprechen, und einer selektiven Erweiterung der Geschäftsfelder soll das Geschäft mittelfristig ausgeweitet werden. Bei allen Wachstumsprojekten stehen die Steigerung des Kundennutzens und die Technologieführerschaft im Vordergrund der Aktivitäten, wobei der Qualität und Zuverlässigkeit aller Produkte oberste Priorität beigemessen wird.

Im Schienenfahrzeugmarkt in Nordamerika rechnet Knorr- Bremse 2011 im Erstausrüstermarkt für Güterwagen und Lokomotiven mit einer leichten Erholung gegenüber dem Vorjahresniveau. In beiden Bereichen wird der Markt jedoch auf vergleichsweise niedrigem Niveau wachsen. Um die lokale Marktschwäche auszugleichen, verstärken die amerikanischen Hersteller für Lokomotiven ihre Exportaktivitäten, was neue Herausforderungen für die Marktteilnehmer bedeutet. Da die für 2010 erwarteten Investitionen in den Personenverkehr in Nordamerika ausgeblieben sind, hat sich auch hier das Marktklima eingetrübt, sodass für 2011 mit einer stagnierenden Entwicklung gerechnet wird.

Im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt wird für 2011 von einer weiteren leichten Erholung des Markts ausgegangen. Der für 2010 erwartete Absatzeinbruch durch neue Emissionsgesetzgebungen wird auch 2011 voraussichtlich nicht einsetzen. Der Stellenwert des Nachmarktgeschäfts wird aufgrund steigender Marktanteile im Erstausrüstergeschäft zudem in den Folgejahren weiter zunehmen.

In der Region Südamerika wird auf dem Schienenfahrzeugmarkt eine Erholung des Frachtbereichs erwartet, getrieben durch die weiter steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen. Insbesondere Infrastrukturprojekte rund um die Großveranstaltungen der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien und der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro haben einen positiven Einfluss auf den Markt. Der Schienenfahrzeugbereich von Knorr-Bremse wird zudem am Ausbau der Nahverkehrsnetze in São Paulo, Buenos Aires und Rio de Janeiro partizipieren können.

Für die südamerikanische Lkw-Produktion wird im Vergleich zu 2010 von einem stabilen Marktumfeld ausgegangen. Die durch die Großveranstaltungen angestoßene Bautätigkeit wirkt unterstützend auf den Nutzfahrzeugmarkt. Vorzieheffekte aufgrund der für 2012 geplanten EURO 5-Einführung werden das Marktumfeld zudem beeinflussen.

In Asien/Australien erwartet Knorr-Bremse in den kommenden Jahren einen weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Es wird davon ausgegangen, dass sich steigendes Umweltbewusstsein, höhere Energiekosten und zunehmend überlastete Straßen positiv auf die Entwicklung des Schienenverkehrs auswirken werden. Der Personentransport steht hierbei im Fokus, der Frachtmarkt wird aber ebenso an dieser Entwicklung partizipieren.

Knorr-Bremse wird auch 2011 seine Aktivitäten im Bereich Schienenfahrzeuge in der Region Asien/Australien weiter ausbauen. Durch das hohe Flottenwachstum in der Region wird die weitere Erschließung von Potenzialen auch im Nachmarkt ermöglicht. An den Standorten des Bereichs Systeme für Schienenfahrzeuge in China werden Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung zur Befriedigung bereits erhaltener und zukünftiger Kundenaufträge umgesetzt.

Im Nutzfahrzeugmarkt wird in der Region für 2011 gesamthaft eine konstante Entwicklung der Lkw-Produktion erwartet. Mittelfristig wird jedoch von einem erneuten Anstieg ausgegangen, da China vermehrt den Export von Fahrzeugen insbesondere nach Afrika und Südamerika vorantreibt. Für die Nutzfahrzeugmärkte in Indien und Japan wird mit einer positiven Entwicklung gerechnet.

Auf Basis der dargestellten regionalen Rahmenbedingungen erwartet Knorr-Bremse für 2011 eine positive Geschäftsentwicklung. Die Entwicklung wird insbesondere von den aufgezeigten Risiken für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft beeinflusst werden. Unter der Voraussetzung, dass sich die Konjunktur weiter erholt, wird eine stabile Ergebnisentwicklung angenommen. Auf Basis der für den Konzern getroffenen Prämissen ist auch für die Knorr-Bremse AG davon auszugehen, dass sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Abhängigkeit ihrer Beteiligungserträge weiterhin stabil entwickeln wird.

Knorr-Bremse wird seine auf einen langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Firmenpolitik auch 2011 vorantreiben und insbesondere die eingeleiteten Schritte zum Ausbau der Kapazitäten in Regionen mit wachsender Nachfrage weiterführen. Hierzu gehören beispielsweise eine intensive Marktbearbeitung in Asien sowie die Einführung innovativer Produkte und eine selektive Erweiterung der Geschäftsfelder.

Ein weitergehender Ausblick auf 2012 bleibt angesichts der Schwankungen im Markt und der aufgezeigten Risiken schwierig. Derzeit erwartet Knorr-Bremse eine wachsende Weltwirtschaftsleistung und damit eine steigende Transportleistung. Auch die für Knorr-Bremse unter anderem identifizierten Megatrends der fortlaufenden Urbanisierung und des Fokus auf Energieeffizienz und Sicherheit wirken sich positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Somit wird vor dem Hintergrund der aufgezeigten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch für 2012 eine stabile Ergebnisentwicklung angenommen.

Bilanz der Knorr-Bremse AG zum 31. Dezember 2010

Aktiva

scroll

Anhang 31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 60 106
Sachanlagen (3) 26.337 25.479
Finanzanlagen (4) 269.015 268.860
Anlagevermögen (1) 295.412 294.445
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 480 5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 420.269 419.754
Sonstige Vermögensgegenstände 3.844 9.434
Flüssige Mittel 69.087 3.853
Umlaufvermögen (5) 493.680 433.046
Rechnungsabgrenzungsposten (6) 0 310
Bilanzsumme 789.092 727.801
Passiva
Anhang 31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
Gezeichnetes Kapital 67.600 67.600
Kapitalrücklage 153 153
Gewinnrücklagen 7.183 7.183
Bilanzgewinn 262.556 232.670
Eigenkapital (7) 337.492 307.606
Rückstellungen für Pensionen (8) 54.996 41.545
Übrige Rückstellungen (9) 32.738 17.219
Rückstellungen 87.734 58.764
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.073 133.556
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.753 1.401
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.650 222.873
Sonstige Verbindlichkeiten 3.390 3.601
Verbindlichkeiten (10) 363.866 361.431
Bilanzsumme 789.092 727.801

Gewinn- und Verlustrechnung der Knorr-Bremse AG vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

scroll

Anhang 2010

TEUR
2009

TEUR
Sonstige betriebliche Erträge (12) 59.653 46.477
Materialaufwand -2.558 -2.295
Personalaufwand (13) -18.770 -17.786
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -791 -830
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -32.912 -20.656
Ergebnis aus Finanzanlagen (15) 103.127 122.331
Zinsergebnis (16) 11.540 14.488
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 119.289 141.729
Außerordentliches Ergebnis (17) -9.453 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) -27.950 -16.821
Jahresüberschuss 81.886 124.908
Gewinnvortrag 180.670 107.762
Bilanzgewinn 262.556 232.670

Anhang der Knorr-Bremse AG

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG wird wie im Vorjahr gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und ergänzender Vorschriften erstellt. Er ist in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Ab 1.1.2010 wurden erstmalig die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angewendet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung wurden nach Art. 67 Abs. 8 S. 2, 2. Hs EGHGB die Vorschriften der § 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB nicht angewendet. Nach Art. 67 Abs. 8 S. 2, 1. Hs EGHGB wurde von einer Anpassung der Vorjahreswerte abgesehen. Dadurch sind die Vorjahreswerte mit den Zahlen des Berichtsjahres nur eingeschränkt vergleichbar im Sinne des § 265 Abs. 2 S. 2 HGB. Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bei einer Nutzungsdauer von 3 Jahren. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten – bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen – bewertet; so weit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach steuerlichen Grundsätzen. Zugänge ab dem 1.1.2009 werden daher degressiv, Zugänge in 2008 linear und Zugänge vor dem 1.1.2008 nach der degressiven Methode abgeschrieben. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 EUR im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 150 EUR bis einschließlich 1.000 EUR werden in einen jahresspezifischen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und übrige Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S. HGB Gebrauch gemacht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis von Annahmen über künftige Gehaltserhöhungen und Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Kündigungsraten ermittelt. Die Berechnung basiert auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2005 G). Folgende Parameter wurden bei der Berechnung zugrunde gelegt:

scroll

Zinssatz: 5,16%
Gehaltsdynamik: 3,00%
Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze: 3,00%
Rententrend: 1,00% bis 1,50%
Fluktuation: 1,80%

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Anwartschaften auf Hinterbliebenenrente werden im Versorgungswerk nach der kollektiven Methode und bei Einzelzusagen grundsätzlich nach der individuellen Methode bewertet. Als Rückstellung für Zusagen aus dem mitarbeiterfinanzierten Deferred-Compensation-Program wurde der Barwert der zukünftigen Leistungen angesetzt. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Das monatliche Arbeitsentgelt für die Freistellungsphase wird ratierlich zugeführt. Der Rückstellungsbetrag umfasst Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern, bei denen zum 31. Dezember 2010 bereits eine rechts verbindliche Vereinbarung bezüglich der Altersteilzeit vorlag. Die Abzinsung erfolgte mit einem Diskontierungszins von 4,07 %.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für bis zum Bilanzstichtag vereinnahmte bzw. verausgabte Zahlungen gebildet, die zeitraumbezogene Erträge bzw. Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Kurssicherungen und Optionsgeschäfte werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente, die für geplante Umsätze der nächsten Geschäftsjahre und für sonstige schwebende Geschäfte abgeschlossen wurden, werden soweit möglich zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Hinsichtlich der Bilanzierung des Aktivüberhangs bei den latenten Steuern hat die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen.

1 Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN

scroll

Werte

in Tausend EUR
Vortrag 1.1.2010 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2010
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 915 3 0 918
Immaterielle Vermögensgegenstände 915 3 0 918
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 46.361 1.383 0 47.744
und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen 446 0 0 446
Andere Anlagen, Betriebs- und 9.197 114 123 9.188
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 103 0 103
Sachanlagen 56.004 1.600 123 57.481
Anteile an verbundenen Unternehmen 268.834 155 0 268.989
Beteiligungen 36 0 0 36
Finanzanlagen 268.870 155 0 269.025
Anlagevermögen 325.789 1.758 123 327.424
Werte

in Tausend EUR
Aufgelaufene Abschreibungen Nettowerte 31.12.2010 Nettowerte 31.12.2009 Abschreibungen des Geschäftsjahres
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 858 60 106 49
Immaterielle Vermögensgegenstände 858 60 106 49
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 23.977 23.767 22.572 188
und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen 406 40 72 32
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.761 2.427 2.835 522
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 103 0 0
Sachanlagen 31.144 26.337 25.479 742
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 268.989 268.834 0
Beteiligungen 10 26 26 0
Finanzanlagen 10 269.015 268.860 0
Anlagevermögen 32.012 295.412 294.445 791

2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Position umfasst im Wesentlichen erworbene EDV-Software.

3 Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der vorstehenden Zusammenstellung wiedergegeben. Die Zugänge im Berichtsjahr enthalten eine Ausgleichszahlung im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

4 Finanzanlagen

Die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB liegt dem Anhang als Anlage bei.

5 Umlaufvermögen

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 125.000 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Flüssigen Mitteln handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

6 Rechnungabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält überwiegend Optionsprämien aus Währungssicherungen.

7 Eigenkapital

Das Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26,-- Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald, und die KB Holding GmbH, Grünwald, haben uns mitgeteilt, daß sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an unserer Gesellschaft beteiligt seien. Die gesetzliche Rücklage bei der AG beträgt unverändert TEUR 6.607. Sie ist unter Anrechnung von TEUR 153 Kapitalrücklagen voll dotiert.

Die anderen Gewinnrücklagen betragen wie im Vorjahr TEUR 576.

8 Pensionsrückstellungen

Die Anpassung an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergab eine Sonderzuführung in Höhe von TEUR 9.453. Diese wurde im Geschäftsjahr in voller Höhe vorgenommen und im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen.

9 Übrige Rückstellungen

scroll

2010

TEUR
2009

TEUR
Steuerrückstellungen 22.099 7.121
Sonstige Rückstellungen 10.639 10.098
Gesamt 32.738 17.219

Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Personalaufwendungen und ausstehende Rechnungen. Aus der Ausübung des Beibehaltungswahlrechtes nach Art. 67 II, 3 EGHGB ergibt sich eine Überdeckung von 32 TEUR.

10 Verbindlichkeiten

scroll

2010 TEUR Restlaufzeit unter 1 Jahr 2010 TEUR Restlaufzeit 1-5 Jahre 2010 TEUR Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 2010 TEUR insgesamt 2009 TEUR insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73 100.000 100.073 133.556
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.753 1.753 1.401
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.650 258.650 222.873
Sonstige Verbindlichkeiten 3.102 163 125 3.390 3.601
(davon aus Steuern) (964) (964) (1.007)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (10) (40) (125) (175) (156)
Gesamt 263.578 100.163 125 363.866 361.431

11 Haftungsverhältnisse / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll

2010

TEUR
2009

TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Leasingverpflichtungen
2011 3.198 3.534
2012-2015 12.269 12.670
danach 25.027 28.656

Die Leasingverpflichtungen betreffen Fabrik- und Verwaltungsgebäude in Berlin sowie ein Konferenzcentrum in Aldersbach.

Gegenüber Dritten wurden Bürgschaften und Garantien in Höhe von TEUR 11.712 heraus gegeben. Darüber hinaus wurden im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs Bürgschaften und Garantien für Tochterunternehmen erteilt, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Im Rahmen der Ausgliederung haftet die AG auch für Pensionsverpflichtungen zugunsten ehemaliger Mitarbeiter, so weit diese noch nicht direkt von der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH eingegangen worden sind. Für einen Leasingvertrag der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH besteht eine Mietbeitrittsverpflichtung.

12 Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Konzerndienstleistungen (Mio. EUR 32,9), Währungs gewinne (Mio. EUR 16,1), Mieterträge (Mio. EUR 8,8) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Mio. EUR 0,7).

13 Personalaufwand/Mitarbeiter

scroll

2010

TEUR
2009

TEUR
Löhne und Gehälter 12.368 12.483
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.402 5.303
Personalaufwand 18.770 17.786
(davon für Altersversorgung) (5.531) (4.375)
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Anzahl Anzahl
Gehaltsempfänger 76 81

14 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungs- und Konzerndienstleistungen (Mio. EUR 4,0), Leasingaufwendungen, Währungsverlusten (Mio. EUR 14,8), Rechts-, Beratungs-, Reise- und Werbekosten sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. Die Sonstigen Steuern betrugen TEUR 301 (i. Vj. TEUR 294).

15 Ergebnis aus Finanzanlagen

scroll

2010

TEUR
2009

TEUR
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 81.205 70.718
Dividenden von verbundenen Unternehmen 21.922 51.613
Gesamt 103.127 122.331

16 Zinsergebnis

scroll

2010

TEUR
2009

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.458 21.870
(davon aus verbundenen Unternehmen) (17.357) (17.481)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.918 7.382
(davon an verbundene Unternehmen) (835) (1.454)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (2.512) 0
Gesamt 11.540 14.488

17 Außerodentliches Ergebnis

Durch die Anpassung der Pensionsrückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz entstand ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von TEUR 9.453.

18 Ertragssteuern

Die Aufwendungen im Geschäftsjahr betreffen Rückstellungen für das laufende Geschäftsjahr und Vorjahre sowie ausländische Quellensteuern, gemindert um eine Rückstellungsauflösung und Quellensteuererstattung für Vorjahre.

19 Latente Steuern

Bei der Gesellschaft ergeben sich temporäre Differenzen im Wesentlichen aus der Passivierung von Pensionsrückstellungen sowie dem steuerlichen Nichtansatz von Drohverlustrückstellungen und sonstigen Rückstellungen, die steuerlich nicht bzw. in anderer Höhe gebildet werden.

Bei Aktivierung der dargestellten Aktivüberhänge wären diese mit dem für die Organschaft gültigen Steuersatz von 32,5 % zu bewerten gewesen. Hinsichtlich der Bilanzierung des Aktivüberhangs hat die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen.

20 Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten.

Für die Nutzung derivativer Finanzinstrumente existiert im Knorr-Bremse Konzern eine Richtlinie. Diese sieht unter anderem vor, dass die Geschäfte in der Regel über die Knorr-Bremse AG abgewickelt und koordiniert sowie Risikoeinschätzungen und Kontrollen kontinuierlich durchgeführt werden. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam verrechnet (Einfrierungsmethode).

Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und verkauf, aus Dienstleistungen im Knorr-Bremse Konzern sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der Knorr-Bremse AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden. Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Die Knorr- Bremse AG nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen sowie Cross Currency Swaps. Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe, die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Portfoliohedge). Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretendem Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenzindices. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus.

Währungs- und Rohstoffrisiken i.H.v. Mio. EUR 1.013,7 resultieren aus der Übernahme der Absicherung von Grundgeschäften der Tochtergesellschaften im Rahmen einer Dienstleistungsfunktion der Knorr- Bremse AG. Der verbleibende Teil i.H.v. Mio. EUR 155,0 dient der Absicherung von Vermögensgegenständen der Knorr-Bremse AG gegen Währungsverluste (Mikrohedges).

Nicht in die Bildung von Bewertungseinheiten einbezogen wurden derivative Devisentermingeschäfte mit einem negativen Barwert i.H.v. insgesamt Mio. EUR 3,2. Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2010 stellen sich wie folgt dar:

scroll

in TEUR 31.12.2010 Nominalbetrag 31.12.2010 Marktwert 31.12.2009 Nominalbetrag 31.12.2009 Marktwert
Währungsbezogene Kontrakte:
Devisentermingeschäfte 727.428 -1.455 691.046 -3.852
Devisenoptionen 171.754 1.313 177.750 3.049
Zinsbezogene Kontrakte
Cross-Currency Swaps 265.000 731 265.000 2.109
Rohstoffbezogene Kontrakte
Swaps 27.773 0 18.704 -126

Obwohl systematisch den Zinssicherungsinstrumenten zuzuordnen stellt der Cross Currency Swap inhaltlich ausschließlich eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken dar, da sich die Zinssätze in den zugrunde liegenden Währungen zu Festsätzen tauschen. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:

• Währungssicherungskontrakte werden auf der Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und abschläge bewertet.

• Cross Currency Swaps werden analog zu reinen Zinskontrakten bzw. Währungssicherungskontrakten auf Basis abgezinster, zukünftiger Cash Flows unter Berücksichtigung der für die Restlaufzeit des Instruments gültigen Marktzinssätze und Referenzkurse bewertet.

• Durch Rohstoffkontrakte wurden Preisschwankungsrisiken bei Stahl und Aluminium abgesichert. Diese sind zu Marktpreisen bewertet.

• Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet.

Die geleisteten Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten Kaufoptions-Prämien Mio. EUR 2,0.

21 Offenlegung / Honorar Abschlussprüfer

Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Hinsichtlich des Honorars für den Abschlussprüfer wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 175 und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 4.651. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 24.228 zurückgestellt; die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 2.926.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von

scroll

EUR 262.556.000,-- wie folgt zu verwenden:
EUR 60,-- Dividende je dividendenberechtigter
Aktie im Nennwert von EUR 26,-- EUR 156.000.000,--
Vortrag auf neue Rechnung EUR 106.556.000,--

München, 23. Februar 2011

Knorr-Bremse AG

Dr. Klinkner

Dr. Zwingmann

Deller

Dr.Wilhelm

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011

scroll

Anteil am Kapital

%
1. Konsolidierte verbundene Unternehmen
Albatros GmbH, München/Deutschland 100,0
Anchor Brake Shoe Company LLC, West Chicago/USA 100,0
BCVS Canadian Holdings LLC, Anjou, Quebec/Canada 100,0
BCVS Mexican Holdings LLC, Cd Acuna, Coah/Mexico 100,0
Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA 100,0
Bendix CVS Canada Inc., Anjou, Quebec/Canada 100,0
Bendix CVS de Mexico SA de CV, Cd Acuna, Coah/Mexico 100,0
Bendix Spicer Foundation Brake Canada, Inc., Kingston, Ont./Kanada 100,0
Bendix Spicer Foundation Brake LLC, Elyria, Ohio/USA 80,0
Bost Iberica S.L., Madrid/Spanien 100,0
BSFB Holdings, Inc., Elyria, Ohio/USA 100,0
Dr. techn. Josef Zelisko Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
EMC Traction S.r.l., Mailand/Italien 100,0
Freinrail Systèmes Ferroviaires S.A., Reims/Frankreich 100,0
Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., Dalian/China 70,0
Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland 100,0
Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland 51,0
Heine Resistors (Suzhou) Co, Ltd., Suzhou/China 100,0
IFE CR a.s., Brno/Tschechische Republik 100,0
IFE North America LLC, Westminster, Md./USA 100,0
IFE-Tebel Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
IFE-Tebel Technologies B.V., Leeuwarden/Niederlande 100,0
IFE Victall Railway Vehicle Door Systems (Qingdao) Co. Ltd., Qingdao/China 59,0
IGE-CZ s.r.o., Brno/Tschechische Republik 100,0
Indústria Freios Knorr Ltda., São Paulo/Brasilien 100,0
KB Gamma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Lambda Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Media GmbH Marketing und Werbung, München/Deutschland 100,0
KB Sigma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Omikron Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Amabhiliki (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 74,0
Knorr Brake Corporation, Westminster, Md./USA 100,0
Knorr Brake Holding Corporation, Watertown, NY/USA 89,3
Knorr Brake Ltd., Kingston, Ont./Kanada 100,0
Knorr Brake Truck Systems Company, Watertown, NY/USA 100,0
Knorr-Bremse/Nankou Air supply Unit (Beijing) Co., Ltd., Nankou/China 55,0
Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Limited, Hongkong 100,0
Knorr-Bremse Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
Knorr-Bremse Benelux B.V.B.A., Heist-op-den-Berg/Belgien 100,0
Knorr-Bremse Beteiligungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Brake Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100,0
Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles (Dalian) Co., Ltd., Dalian / China 100,0
Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co. Ltd., Daxing/China 50,0
Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 80,0
Knorr-Bremse Fékrendszerek Kft., Kecskemét/Ungarn 100,0
Knorr-Bremse Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Knorr-Bremse India Pvt. Ltd., Faridabad/Indien 100,0
Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial Vehicles OOO, Naberezhnye Chelny/Russland 50,0
Knorr-Bremse Investment GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse IT-Services GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB, Lund/Schweden 75,0
Knorr-Bremse Polska SfN Sp.zo.o., Warschau/Polen 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Italia S.r.l., Campi Bisenzio/Italien 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 94,0
Knorr-Bremse Rail Systems Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems (Machining) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse SA Holding Company (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse S.A. (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 75,0
Knorr-Bremse S.R.L., Bukarest/Rumänien 70,0
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Comerciais Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Ferroviários Ltda., São Paulo/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse Sistemi per Autoveicoli Commerciali S.p.A., Arcore/Italien 100,0
Knorr-Bremse System för Tunga Fordon AB, Malmö/Schweden 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 80,0
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge Ibero Holding GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A., Lisieux/Frankreich 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles Ltd., Bristol/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100,0
Knorr-Bremse Systemy dla Kolejowych _rodków Lokomocji PL Sp. Z o.o., Krakau/Polen 100,0
Knorr-Bremse Systémy pro uzitková vozidla CR s.r.o., Hejnice/Tschechische Republik 100,0
Knorr-Bremse Ticari Arac Fren Sistemieri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0
Knorr-Bremse US Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse US Investment GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Vasúti Jármü Rendszerek Hungária Kft., Budapest/Ungarn 100,0
Knorr-Bremse Verwaltungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Maquiladora de Acuna SA de CV, Cd Acuna, Coah/Mexico 100,0
Merak Jinxin Air Conditioning Systems (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China 51,0
Merak Knorr Climatizacion S.A., Buenos Aires / Argentinien 100,0
Merak North America LLC, Albany/USA 100,0
Merak Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100,0
Merak Sistemas Integrados de Climatización S.A., Getafe/Spanien 100,0
Microelettrica Power Devices (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0
Microelettrica Power (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 74,0
Microelettrica Scientifica (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0
Microelettrica Scientifica S.p.A., Rozzano/Italien 100,0
Microelettrica USA LLC, Randolph, New Jersey/USA 100,0
MicroEner S.A.S., Noisy le Grand/Frankreich 89,9
M.S. Resistances S.A.S., Saint Chamond/Frankreich 51,0
New York Air Brake Corporation, Watertown, NY/USA 100,0
Oerlikon-Knorr Eisenbahntechnik AG, Niederhasli/Schweiz 100,0
Officine de Zan S.R.L., Rozzano, Mailand / Italien 100,0
Sigma Coachair (UK) Ltd., Newhall/Großbritannien 100,0
Sigma Coachair Group (China) Co. Ltd., Changzhou/China 100,0
Sigma Coachair Group Pty. Ltd., Wetherill Park/Australien 100,0
Sigma Coachair Systems (US) Inc., Chicago/USA 100,0
Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Wetherill Park/Australien 100,0
Skach Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Sociedad Española de Frenos, Calefacción y Señales S.A., Getafe/Spanien 100,0
Stahlwerk Volmarstein GmbH, Wetter (Ruhr)/Deutschland 100,0
STE Schwingungs-Technik GmbH, Klieken/Deutschland 100,0
Sydac Pty. Ltd., Adelaide/Australien 100,0
Sydac Ltd., Manchester/Großbritannien 100,0
Techtrain Associates Limited , Doncaster/Großbritannien 100,0
Unicupler GmbH, Niederurnen/Schweiz 100,0
Westinghouse Brakes Australia Pty. Ltd., Concord West/Australien 100,0
Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Limited, Guangzhou/China 65,0
Westinghouse Platform Screen Doors Ltd., Walsall/Großbritannien 100,0
2. Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen
Gorilla Brake & Components, Inc., Brantford, Ont./Kanada 20,0
Icer Brakes S.A., Pamplona/Spanien 25,0
Webasto Kiekert Bustüren GmbH, Karlsfeld/Deutschland 50,0
3. Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
Black River Air Logistics Corporation, Watertown, NY/USA 100,0
Di-Pro LLC., Fresno, California/USA 100,0
Freios Knorr Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0
KB Investment UK Ltd., Chippenham/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse RUS OOO, Nischnij Novgorod/Russland 100,0
Metco Technical Consulting AG, Zug/Schweiz 100,0
Sigma Coachair (UK) Holdings Ltd., /Großbtitannien 100,0
Sigma Transit Systems (Taiwan) Co. Ltd., /Taiwan 100,0
4. Nicht nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen
Megalith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland 100,0
--die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutsche-Anlagen-Leasing GmbH--
OLB Oberlandbahn Fahrzeugbereitstellungs GmbH, München/Deutschland 24,8
Sanctor Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marzahn KG,
Düsseldorf/Deutschland 99,0
--die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutschen-Immobilien-Leasing GmbH--

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 2. März 2011

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rupprecht, Wirtschaftsprüfer

Peth, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2009 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr- Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften beschäftigt.

Dabei wurden neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. Die der Entscheidung des Aufsichtsrats zugrunde liegenden Informationen und Analysen wurden zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Um den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes an die Corporate Governance Regeln zu genügen, wurde unterjährig eine zweite Sitzung des Bilanzausschusses abgehalten. In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst.

Nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009, die zu erheblichen Umsatz- und Ergebnisrückgängen geführt hatte, konnte der Knorr-Bremse Konzern den Umsatz im Geschäftsjahr 2010 auf 3,71 Mrd. EUR steigern (Vorjahr 2,76 Mrd. EUR). Hierin sind positive Währungseffekte in Höhe von rund 170 Mio. EUR enthalten. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge konnte durch eine deutliche Ausweitung des Geschäfts im Personenverkehr, vor allem in der Region Asien, weitere Zuwächse verzeichnen. So konnten in dieser Region die Umsätze mehr als verdoppelt werden. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge profitierte von der unerwartet schnellen Markterholung in allen Regionen. Trotz der Erholung blieben die Nutzfahrzeugmärkte in Europa und Nordamerika auch 2010 deutlich hinter dem Vorkrisenniveau zurück.

Zur Absicherung der zukünftigen Unternehmensentwicklung hat Knorr-Bremse auch 2010 am Ausbau und der strategischen Weiterentwicklung der Produktionsstandorte festgehalten. So konnten im Berichtsjahr sowohl das neue Werk für Systeme für Schienenfahrzeuge in Budapest, Ungarn, als auch das neue Werk für Systeme für Nutzfahrzeuge in Liberec, Tschechien, eingeweiht werden. Neben einer Erweiterung der Kapazitäten im Schienenfahrzeugbereich ermöglichen die Neubauten die Umsetzung moderner Produktions- und Logistikkonzepte. Des Weiteren wurde das Werk für Systeme für Schienenfahrzeuge in Suzhou, China, erweitert.

Neben dem organischen Wachstum standen auch im vergangenen Jahr gezielte Akquisitionen und Joint Ventures zur Optimierung des Produktportfolios im Fokus der Konzernstrategie. Im Schienenfahrzeugbereich führten die Akquisitionen des Geschäfts der Sigma Coachair Group in Wetherill Park, Sydney/Australien, und der Heine Resistors in Dresden/Deutschland, zu einer Stärkung in den Bereichen Klimaanlagen bzw. Lamellenwiderstände. Durch das Joint Venture mit dem Unternehmen Icer Brakes wurde zudem das Produktportfolio um organische Bremsbeläge und Bremsklötze erweitert. Im Nutzfahrzeugbereich wurde mit der Unterzeichnung eines Vorvertrages für ein Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen CAFF zur Herstellung von Komponenten des Nutzfahrzeug-Bremssystems und des Antriebsstrangs ein wichtiger strategischer Schritt auf dem weltweit größten Nutzfahrzeugmarkt unternommen. Das Closing erfolgte im Januar 2011.

Auch bei steigendem Umsatzvolumen hatte die Sicherstellung höchster Qualität weiterhin oberste Priorität. Dies wurde nicht nur durch die konzernweiten Qualitätsprozesse, sondern auch durch die gezielte Förderung von Mitarbeitern gewährleistet. So konnte die konzernweite Initiative „Knorr Excellence“ um zwei wichtige Bausteine erweitert werden. Die Initiative FIT (Finance & IT Excellence) hat zum Ziel, Knorr-Bremse langfristig in den beiden Teilbereichen Finanzen und IT „Best in Class“ werden zu lassen. Als Antwort auf den Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte am Arbeitsmarkt wurde die Initiative PEX (People Excellence) ins Leben gerufen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2010 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss 2010 mit Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 02. März 2011 versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2010 mit Lagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht seinerseits geprüft. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. In seiner Sitzung am 18. März 2011 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2010 gebilligt; er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Konzernabschluss wurde ebenfalls gebilligt.

Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 25. Februar 2011 sowie an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. März 2011 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände.

Mit Ablauf des 31. März 2010 ist Frau Elfriede Hilger aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Arbeitnehmerseite ausgeschieden. Herr Frank Hellmer, der bei den Aufsichtsratswahlen 2008 als Ersatzmitglied für Frau Hilger im Falle des Ausscheidens bestellt worden war, hat ab dem 01. April 2010 ihre Position übernommen. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat herzlich bei Frau Hilger für ihre langjährige engagierte Mitarbeit.

Mit Ablauf des 30. Juni 2010 ist Frau Daniela Fischer aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG ausgeschieden. Herr Dr. Martin Kimmich wurde durch das Registergericht München zum 01. Juli 2010 zum Aufsichtsratsmitglied der Knorr-Bremse AG auf Arbeitnehmerseite als Ersatz für Frau Fischer bestellt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Frau Fischer für ihre Mitarbeit in diesem Gremium.

München, den 18. März 2011

Der Aufsichtsrat

Heinz Hermann Thiele, Vorsitzender

Vorstand und Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG

Vorstand der Knorr-Bremse AG:

Dr. Raimund Klinkner Vorsitzender

Klaus Deller

Dr. Dieter Wilhelm

Dr. Lorenz Zwingmann

Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG:

Heinz Hermann Thiele, München, Vorsitzender, Unternehmer

Dr. Eduard Gerum*, Rosenheim, 1. stellvertretender Vorsitzender, Leiter Forschung & Entwicklung, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Manfred Wennemer, Bensheim, 2. stellvertretender Vorsitzender, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG

Dr. Hans-Peter Binder, Berg, Mitglied der Geschäftsführung der Deutsche Bank AG,Filiale München, i. R.

Daniela Fischer*, Bruckmühl (bis 30.06.2010), Rechtsstellenleiterin der IG Metall, Verwaltungsstelle München

Klaus Gegenfurtner*, Aidenbach, Werkzeugmacher Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Heinz Hausner*, Salzweg, 2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Passau

Frank Hellmer*, München (seit 01.04.2010), Versuchsingenieur, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH

Elfriede Hilger*, München (bis 31.03.2010), Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Vorsitzende des Betriebsrats der Knorr-Bremse AG, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Werk München und KB Media GmbH

Dr. Kurt Kiethe, München, Rechtsanwalt

Dr. Martin Kimmich* München (seit 01.07.2010), Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Verwaltungsstelle München

Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf, Essen, Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG i.R.

Werner Ratzisberger*, Aldersbach, Vorsitzender des Betriebsrats der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, Werk Aldersbach

Dr. h.c. Horst Zimmer, Lampertheim-Hofheim, Mitglied des Vorstands der Mercedes Benz AG i.R.

* von den Arbeitnehmern gewählt