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Jungheinrich AG

Quarterly Report Nov 10, 2021

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 29230875

Jungheinrich AG

Hamburg

Quartalsmitteilung zum 30. September 2021

KENNZAHLEN AUF EINEN BLICK

Jungheinrich-Konzern

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3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Veränderung % 1. - 3. Quartal 2021 1. - 3. Quartal 2020
Auftragseingang Stück 38.100 26.800 42,2 119.400 80.700
Mio. € 1.162 921 26,2 3.581 2.732
Auftragsbestand 30.09./​31.12. Mio. € - - - 1.428 833
Umsatzerlöse Mio. € 1.032 922 11,9 3.020 2.723
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) Mio. € 89,1 55,0 62,0 258,4 150,2
EBIT-Rendite (EBIT-ROS) 1) % 8,6 6,0 - 8,6 5,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 84,9 52,0 63,3 249,6 133,8
EBT-Rendite (EBT-ROS) 2) % 8,2 5,6 - 8,3 4,9
Ergebnis nach Steuern Mio. € 62,5 36,6 70,8 183,5 96,3
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,61 0,36 69,4 1,80 0,96
Mitarbeiter 30.09./​31.12. FTE 3) - - - 18.681 18.019

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Veränderung % Jahr 2020
Auftragseingang 48,0 111.400
31,1 3.777
Auftragsbestand 30.09./​31.12. 71,4 821
Umsatzerlöse 10,9 3.809
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 72,0 218
EBIT-Rendite (EBIT-ROS) 1) - 5,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) 86,5 200
EBT-Rendite (EBT-ROS) 2) - 5,3
Ergebnis nach Steuern 90,6 151
Ergebnis je Vorzugsaktie 87,5 1,49
Mitarbeiter 30.09./​31.12. 3,7 18.103

1) EBIT/​Umsatzerlöse x 100

2) EBT/​Umsatzerlöse x 100

3) FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente)

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge ist von Januar bis September 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders stark gewachsen. Alle Regionen konnten einen sehr deutlichen Nachfrageanstieg verzeichnen. Die weltweit am meisten nachgefragten Produkte waren die lagertechnischen Geräte sowie die verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler. In Europa stiegen die Bestellungen - vorrangig getrieben durch die Nachfrage nach lagertechnischen Geräten - im Berichtszeitraum ebenfalls sehr deutlich an.

Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der stückzahlbezogene Auftragseingang, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 119,4 Tsd. Fahrzeugen nach neun Monaten um 48 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (80,7 Tsd. Fahrzeuge).

Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder -Neugeschäft 1), Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, übertraf mit 3.581 Mio. € den Vorjahreswert von 2.732 Mio. € ebenso deutlich (plus 31 Prozent) und reflektiert die sehr gute Marktentwicklung, insbesondere in Europa.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 30. September 2021 stieg auf 1.428 Mio. € und war somit um 595 Mio. € beziehungsweise 71 Prozent höher als der Vorjahreswert (833 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 821 Mio. € zum Jahresende 2020 ergab sich ein Aufbau um 607 Mio. € beziehungsweise 74 Prozent. Gründe für den sehr deutlichen Bestandsaufbau waren die starke Nachfrage nach Flurförderzeugen, Projektaufträge für Automatiksysteme sowie die teilweise eingeschränkte Verfügbarkeit von Produktionsmaterial vor dem Hintergrund der anhaltenden und global spürbar steigenden Nachfrage in zahlreichen Branchen.

Umsatz

Umsatzaufteilung

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in Mio. € 1. - 3. Quartal 2021 1. - 3. Quartal 2020 Veränd. %
Neugeschäft 1.685 1.481 13,8
Miete und Gebrauchtgeräte 468 439 6,6
Kundendienst 867 796 8,9
Segment "Intralogistik" 3.020 2.716 11,2
Segment "Finanzdienstleistungen" 827 826 0,1
Überleitung -827 -819 1,0
Jungheinrich-Konzern 3.020 2.723 10,9

Haupttreiber für den höheren Konzernumsatz nach neun Monaten war das Neugeschäft mit einem Umsatzanstieg um 204 Mio. €. Die wesentlichen Ursachen für den höheren Umsatz im Neugeschäft waren die gestiegene Nachfrage und das damit verbundene deutlich höhere Produktionsvolumen bei Neufahrzeugen sowie die Zuwächse bei Projektaufträgen für Automatiksysteme. Der Kundendienst legte mit einem Umsatz von 867 Mio. € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 796 Mio. €) sehr deutlich zu. Der Umsatz im Finanzdienstleistungsgeschäft erreichte nach neun Monaten des Berichtsjahres mit 827 Mio. € das Vorjahresniveau (826 Mio. €).

Ertrags- und Finanzlage

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) des Jungheinrich-Konzerns verzeichnete im Zeitraum Januar bis September 2021 mit 258,4 Mio. € einen spürbaren Zuwachs um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (150,2 Mio. €). Dieser war überwiegend durch die deutliche Steigerung der Werksauslastung bestimmt. Außerdem konnten die teilweise erheblichen Materialpreissteigerungen durch entsprechende Preisanpassungen und Effizienzmaßnahmen mehr als kompensiert werden. Daneben sind im Ergebnis Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrages enthalten. Die getroffene Vorsorge betrifft die Berücksichtigung höherer Kosten für die Entsorgung von Batterien und Gewährleistungsverpflichtungen. Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) lag mit 8,6 Prozent sehr deutlich über dem Vorjahreswert (5,5 Prozent).

Das Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum minus 8,8 Mio. € (Vorjahr: minus 16,5 Mio. €) und war im Wesentlichen durch die Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst. Im Berichtszeitraum waren hier Erträge zu verzeichnen, im Vorjahreszeitraum hingegen fielen Verluste an. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich nach neun Monaten spürbar auf 249,6 Mio. € (Vorjahr: 133,8 Mio. €). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 8,3 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern betrug im Zeitraum von Januar bis September 2021 183,5 Mio. € (Vorjahr: 96,3 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte 1,80 € (Vorjahr: 0,96 €).

Zum 30. September 2021 wurde ein Nettoguthaben in Höhe von 295 Mio. € erzielt (31. Dezember 2020: 194 Mio. €). Die Verbesserung um 101 Mio. € resultierte vorrangig aus dem gestiegenen Ergebnis nach Steuern.

1) Das Neugeschäft umfasst neue Flurförderzeuge, Automatiksysteme und Lagereinrichtungen, Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Energielösungen sowie digitale Produkte.

Prognoseveränderungsbericht

Jungheinrich hat seine Prognose für Auftragseingang, EBIT, EBIT-Rendite, EBT, EBT-Rendite und ROCE für das Jahr 2021 mit einer Ad-hoc-Meldung am 25. Oktober 2021 nochmals angehoben. Die Nachfrage ist weiterhin stark. Durch das gezielte Management der Lieferkette sind Produktionsstillstände bisher weitgehend erfolgreich vermieden worden. Außerdem konnten die teilweise erheblichen Materialpreissteigerungen durch entsprechende Preisanpassungen und Effizienzmaßnahmen mehr als kompensiert werden.

Wir erwarten nunmehr für das Gesamtjahr 2021 einen Auftragseingang zwischen 4,6 Mrd. € und 4,8 Mrd. € (bisher: 4,2 Mrd. € bis 4,5 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich aufgrund der nach wie vor großen Herausforderungen in der Lieferkette innerhalb der bisher prognostizierten Bandbreite von 4,0 Mrd. € bis 4,2 Mrd. € bewegen. Das EBIT wird 2021 nach aktueller Einschätzung zwischen 340 Mio. € und 370 Mio. € liegen (bisher: 300 Mio. € bis 350 Mio. €). Dementsprechend wird eine EBIT-Rendite innerhalb einer Bandbreite von 8,5 Prozent bis 8,8 Prozent erwartet (bisher: 7,5 Prozent bis 8,3 Prozent). Das EBT dürfte 325 Mio. € bis 355 Mio. € erreichen (bisher: 280 Mio. € bis 330 Mio. €). Die EBT-Rendite soll zwischen 8,1 Prozent und 8,5 Prozent liegen (bisher: 7,0 Prozent bis 7,9 Prozent). Wir gehen von einem ROCE-Wert zwischen 20 Prozent und 23 Prozent (bisher: zwischen 17 Prozent und 21 Prozent) aus. Die mit Wirkung zum 30. Juni 2021 eingeführte Steuerungskennzahl ROCE-neu soll einen Wert zwischen 19 Prozent und 22 Prozent (bisher: zwischen 17 Prozent und 21 Prozent) erreichen.

Des Weiteren erwarten wir, dass Jungheinrich zum Geschäftsjahresende 2021 unverändert ein Nettoguthaben von deutlich über 300 Mio. € erreichen wird.

Bei der Prognoseerhöhung wird unterstellt, dass es in den verbleibenden Wochen bis zum Geschäftsjahresende nicht zu einer wesentlichen Verschlechterung bei der weiterhin angespannten Materialversorgung, insbesondere von Elektronikkomponenten, kommt. Die Maßnahmen zur Sicherstellung unserer Lieferfähigkeit werden uneingeschränkt fortgesetzt. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass verschärfte Engpässe in der Materialversorgung in Zukunft auch zu gravierenden Produktionsstillständen führen können.

Strategie 2025+

Seit Herbst 2020 setzt Jungheinrich seine Unternehmensstrategie 2025+ entschlossen um mit dem Ziel, nachhaltig Werte für alle Stakeholder zu schaffen. Im Rahmen der sechs definierten Handlungsfelder - Automatisierung, Digitalisierung, Energiesysteme, Effizienz, Global Footprint und Nachhaltigkeit - wurde weltweit eine Vielzahl von Projekten begonnen und auch bereits umgesetzt.

Die nachfolgenden Beispiele belegen die erfolgreich fortschreitende Umsetzung der Strategie.

Zentrale Zielgrößen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung wurden die Zielgrößen der Strategie 2025+ überprüft und auf Grundlage der aktualisierten Erwartungen für die nächsten Jahre angepasst.

Der Konzernumsatz soll bis zum Jahr 2025 organisch auf 5,5 Mrd. € wachsen. Die Ziel-EBIT-Rendite wird in einem Korridor zwischen 8 Prozent und 10 Prozent liegen. Wir streben einen Umsatzanteil außerhalb Europas von 20 Prozent an. Die mit Wirkung zum 30. Juni 2021 eingeführte Steuerungskennzahl ROCE-neu soll zwischen 21 Prozent und 25 Prozent liegen. Im Jahr 2025 wollen wir eine Ausrüstungsquote mit Lithium-Ionen-Batterien von 70 Prozent bei unseren Fahrzeugen erreichen. Die Mitarbeiterproduktivität gemessen am EBIT je Mitarbeitenden soll bei rund 23.000 € liegen und der Anteil von weiblichen Führungskräften auf über 18 Prozent erhöht werden. Richtschnur für unsere F&E-Quote sowie für die Investitionsquote bis 2025 ist eine Größenordnung von jährlich 2,5 Prozent des Konzernumsatzes.

Automatisierung

Automatisierung ist Kern des zukünftigen Wachstums von Jungheinrich. Vor diesem Hintergrund hat Jungheinrich das Technologieunternehmen arculus GmbH, München (arculus), ein im Bereich der Autonomous Mobile Robots (AMR) tätiges Unternehmen, im 4. Quartal 2021 übernommen. Über seine Standorte in München, Ingolstadt, Stuttgart und Dresden fokussiert sich arculus mit seinem branchenerfahrenen Team von Hardware- und Softwarespezialisten auf AMR, modulare Produktionsplattformen und Softwarelösungen für mobile Automation. Zu den Kunden von arculus zählen namhafte Automobilhersteller sowie weitere Industriekunden im Energie- und Maschinenbaubereich.

Mit arculus ergänzen wir das bereits bestehende Lösungsangebot unmittelbar um AMR. In einem der wesentlichen Anwendungsbereiche, der Ware-zur-Person-Kommissionierung, ist nicht zuletzt durch den stetig zunehmenden E-Commerce ein anhaltend starkes Wachstum zu verzeichnen. Jungheinrich bietet mit arculus nunmehr ein umfassendes, in der modernen Lagerlogistik benötigtes Lösungsportfolio aus AMR und zukunftsweisenden Softwarelösungen aus einer Hand. Mit dem IFOY 2021-ausgezeichneten Software-Leitsystem von arculus können herstellerunabhängige AMR-Flotten auf Basis der VDA5050-Schnittstellen betrieben werden. Gemeinsam mit arculus erzielen wir so starke Wachstumssynergien und erschließen wesentliche Potenziale in der automatisierten Lagerlogistik. Die Übernahme von arculus ist ein bedeutender Schritt für die Umsetzung der Wachstumsstrategie 2025+.

Neue Maßstäbe im Wachstumsfeld der autonomen Fahrzeuge in der Lagerlogistik konnten bereits im Jahr 2021 mit dem neuen, freitragenden Hochhub-System EKS 215a gesetzt werden. Die Vielseitigkeit der Einsatzmöglichkeiten und der hohe wirtschaftliche Nutzen der EKS 215a-Produktvarianten sind auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten.

Digitalisierung

Digitalisierung ermöglicht neue Produkte und Geschäftsmodelle. Wir digitalisieren im Rahmen unserer Strategie sowohl die eigenen Geschäftsprozesse als auch die intralogistischen Prozesse unserer Kunden.

Mit dem Projekt "Neues IT-Werk" wird ein hybrides Cloud-Fundament gelegt, das Menschen, Maschinen und Software weltweit miteinander vernetzt, um neue mehrwertschaffende Geschäftsmodelle für uns und unsere Kunden umsetzbar zu machen. Kunden erhalten schnell und einfach einen sicheren Zugriff auf Anwendungen und Daten in der hybriden Cloud. Die weltweite Erneuerung unseres IT-Netzwerkes ermöglicht eine zukunftsfähige, sichere und schnelle Konnektivität.

Das digitale Flottenmanagement-System "Jungheinrich FMS" wurde im Jahr 2021 weiter ausgebaut. Ein Beispiel für das optimierte Angebot ist die Migration von Fahrzeugflotten bei namhaften Großkunden auf das neue FMS-System. Die nunmehr zentrale, digitale Verwaltung der Kundenflotten, das Zugangsmanagement sowie detaillierte Auswertungen zu Betriebsstunden und Kosten und eine ebenso detaillierte Aufzeichnung von Schocks ermöglichen den Betreibern wesentliche Vorteile in der Einsatzplanung, Wartung und Fahrzeugverfügbarkeit. Unsere neuen Module verschaffen unseren Kunden Produktivitätsfortschritte und bieten darüber hinaus eine hohe Benutzerfreundlichkeit sowie ein proaktives Management kritischer Situationen.

Energiesysteme

Elektromobilität ist Kernkompetenz von Jungheinrich. Im Rahmen der Strategie 2025+ baut der Konzern seine führende Position bei den Energiesystemen weiter aus. Ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Ausrichtung in diesem Bereich stellt dabei die neue Generation von Fahrzeugen mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie dar.

2021 hat Jungheinrich zwei weitere Fahrzeugneuheiten auf Basis dieses neuen Batteriekonzeptes auf den Markt gebracht. Beide Elektro-Mitfahr-Deichselhubwagen sind durch die intelligente Integration der Batterie signifikant kürzer als ihre Vorgängermodelle. Das ermöglicht ein besonders wendiges Fahrverhalten sowie präzises Manövrieren auch auf engstem Raum. So entsteht zusätzlicher Platz als wertvolle Lagerfläche. Neben dieser branchenführenden Kompaktheit gehören beide zu den komfortabelsten und sichersten ihrer Klassen.

Effizienz

Im Rahmen des DEEP-Programmes zur digitalen Transformation und Effizienzsteigerung des Konzerns wurde im Verlauf des Jahres 2021 die Ist-Analyse inklusive der Definition der IT-Zielarchitektur abgeschlossen. Zur weiteren Erhöhung der Kundenzentrierung sind Umsetzungsprojekte gestartet worden, insbesondere zum Aufbau eines neuen ERP-Systems.

Global Footprint

Die lokale Aufstellung und Kundennähe in einem internationalen Netzwerk ist einer der Erfolgsfaktoren des Geschäftsmodells von Jungheinrich. Das strategische Ziel im Rahmen der Strategie 2025+ ist es, außerhalb des Kernmarktes Europa einen Umsatzanteil von 20 Prozent zu erzielen. Dabei wollen wir vor allem in Nordamerika und auch im asiatischen Raum stärker wachsen.

Nachhaltigkeit

Als Teil der globalen Gesellschaft ist sich Jungheinrich der Verantwortung bewusst und trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung bei. Dabei definiert unsere Nachhaltigkeitsstrategie die Ziele und Maßgaben für nachhaltiges Handeln im gesamten Unternehmen.

Wir entwickeln aktuell eine Methodik zur Erfassung und Bewertung aller CO 2-Emissionen über den gesamten Produktlebenszyklus, um darauf aufbauend ein geeignetes Datenmanagementsystem zu implementieren. Ziel ist es, alle relevanten CO 2-Emissionen transparent zu machen und so zu erfassen, dass Klimaneutralität als im Steuerungssystem integrierte Kennziffer für den gesamten Jungheinrich-Konzern verbindlich angewendet werden kann. So wird Klimaneutralität als Zielsetzung konsequent umsetzbar.

Seit dem 1. Quartal 2021 werden alle deutschen Jungheinrich-Standorte ausschließlich mit Ökostrom betrieben. Die Umstellung der ausländischen Niederlassungen und Werke auf grünen Strom wird sukzessive erfolgen. Zudem haben wir damit begonnen, eigenen Solarstrom zu erzeugen und dafür alle geeigneten Standorte Schritt für Schritt mit Photovoltaikanlagen auszurüsten.

Aktuell werden im Unternehmen zudem Modelle entwickelt, um Nachhaltigkeitsprinzipien auch im Produktentwicklungsprozess zu verankern. Das beinhaltet auch, dass die Zusammenarbeit mit Lieferanten dahingehend intensiviert und entsprechend angepasst wird. Für den Umgang mit Lieferanten werden Standards entwickelt, deren Einhaltung mit Audits regelmäßig überprüft werden.

Für das Erreichen der Klimaneutralität ist die Umsetzung von Kreislaufwirtschafts-Prinzipien eine zentrale Voraussetzung. Kreislaufwirtschaft heißt für uns beispielsweise, Komponenten und Materialien aufzuarbeiten und wiederzuverwenden. Das geschieht in einigen Bereichen schon länger, zum Beispiel bei der Aufarbeitung für gebrauchte Stapler in Dresden, in Ploiesti (Rumänien) sowie in Qingpu (China). Das Werk in Dresden arbeitet bereits mit 94 Prozent Wiederverwendungsquote pro Fahrzeug. Unsere Gebrauchtgeräte haben einen um 80 Prozent reduzierten CO 2-Fußabdruck im Vergleich zu Neugeräten.

Die Ambitionen und Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz sind Ausdruck dafür, dass Jungheinrich seine Verantwortung ernst nimmt. Für unsere Kunden wollen wir mit einem nachhaltigen Produktportfolio der Partner der Wahl sein.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in dieser Quartalsmitteilung wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, einschließlich der Auswirkungen aufgrund der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie, innerhalb der Intralogistikbranche, bei der Materialversorgung sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Quartalsmitteilung wird daher nicht übernommen.

Hamburg, den 10. November 2021

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Finanzkalender

10. November 2021

Quartalsmitteilung zum 30.09.2021

31. März 2022

Bilanzpressekonferenz

31. März 2022

Analystenkonferenz

06. Mai 2022

Quartalsmitteilung zum 31.03.2022

10. Mai 2022

Hauptversammlung 2022

13. Mai 2022

Dividendenzahlung

12. August 2022

Zwischenbericht zum 30.06.2022

11. November 2022

Quartalsmitteilung zum 30.09.2022

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Friedrich-Ebert-Damm 129

22047 Hamburg

Telefon: +49 40 6948-0

Telefax: +49 40 6948-1777

www.jungheinrich.com

[email protected]

Wertpapierkennnummern:

ISIN DE0006219934, WKN 621993

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