Quarterly Report • Aug 13, 2009
Quarterly Report
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Nachfrage nach Flurförderzeugen stabilisiert sich
Marktposition weiter verbessert
Geschäftsrückgang setzt sich fort
Ergebnisentwicklung von Einmalaufwendungen belastet
Anpassungsmaßnahmen werden verstärkt
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Mio. € |
Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
Ergebnis je Aktie in € |
|---|---|---|
| 1. Halbjahr 2008 63,5 |
41,3 1,21 |
|
| 1. Halbjahr 2009 – 14,8 | – 15,6 | – 0,46 |
| 2. Quartal 2009 – 12,0 |
– 12,0 | –0,35 |
| 1. Quartal 2009 – 2,8 |
– 3,6 | –0,11 |
| Verän | Verän | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Quartal | 2. Quartal | derung | 1.Halbjahr | 1.Halbjahr | derung | Jahr | ||
| 2009 | 2008 | in % | 2009 | 2008 | in % | 2008 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 414 | 567 | – 27,0 | 819 | 1.120 | – 26,9 | 2.145 |
| Umsatzerlöse | ||||||||
| Inland | Mio. € | 120 | 138 | – 13,0 | 238 | 271 | – 12,2 | 557 |
| Ausland | Mio. € | 297 | 409 | – 27,4 | 592 | 767 | – 22,8 | 1.588 |
| Gesamt | Mio. € | 417 | 547 | – 23,8 | 830 | 1.038 | – 20,0 | 2.145 |
| Auslandsquote | % | 71 | 75 | – | 71 | 74 | – | 74 |
| Auftragsbestand (30.06.) | Mio. € | 223 | 387 | – 42,4 | 242 | |||
| Investitionen1) | Mio. € | 13 | 12 | 8,3 | 27 | 21 | 28,6 | 74 |
| Ergebnis vor Zinsen | ||||||||
| und Steuern (EBIT) | Mio. € | – 12,0 | 33,9 | – 135,4 | – 14,8 | 63,5 | – 123,3 | 122 |
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) | % | – 2,9 | 6,2 | – | – 1,8 | 6,1 | – | 5,7 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio. € | – 12,1 | 34,3 | – 135,3 | – 15,2 | 64,3 | – 123,6 | 121 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | – 12,0 | 23,2 | – 151,7 | – 15,6 | 41,3 | – 137,8 | 77 |
| Ergebnis je Aktie | € | – 0,35 | 0,68 | – 151,5 | – 0,46 | 1,21 | – 138,0 | 2,26 |
| Mitarbeiter (30.06.) | ||||||||
| Inland | 4.848 | 4.840 | 0,2 | 4.950 | ||||
| Ausland | 5.597 | 5.677 | – 1,4 | 5.834 | ||||
| Gesamt | 10.445 | 10.517 | – 0,7 | 10.784 |
1) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten
| 30.06.2009 | 30.06.2008 | 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | € | – 0,46 | 1,21 | 2,26 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 17,21 | 17,23 | 18,38 |
| Börsenschlusskurs 1) | € | 9,42 | 17,70 | 9,05 |
| Marktkapitalisierung | Mio. € | 320,3 | 601,8 | 307,7 |
| KGV (Basis Schlusskurs) 2) | Faktor | negativ | 7,3 | 4,0 |
| Anzahl der Aktien3) | Mio. Stück | 34,0 | 34,0 | 34,0 |
1) Xetra-Schlusskurs, Frankfurt 2) Kurs-/Gewinn-Verhältnis
3) eingeteilt in 16,0 Mio. Stück Vorzugsaktien und 18,0 Mio. Stück Stammaktien
die Weltwirtschaft setzte im 2. Quartal 2009 ihre konjunkturelle Talfahrt fort, wenngleich das Tempo nachließ. Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen hat sich auf sehr niedrigem Niveau stabilisiert. Damit blieb die schwache Marktverfassung für die Geschäftsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns weiterhin bestimmend. Durch Einmalaufwendungen ergab sich ein deutlich negatives Ergebnis im 2. Quartal 2009. Zur Verbesserung der Ertragsentwicklung wird das Unternehmen seine bisher definierten Anpassungsmaßnahmen ausweiten. Damit trägt Jungheinrich dem anhaltend niedrigen weltweiten Marktvolumen für Flurförderzeuge Rechnung. Erstmals weist das Unternehmen beginnend mit diesem Zwischenbericht eine Segmentberichterstattung für die Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" aus.
Im 2. Quartal 2009 hellte sich die Börsenstimmung weiter auf, und der Aufwärtstrend an den nationalen und internationalen Aktienmärkten setzte sich fort. Positive Frühindikatoren nährten die Hoffnung auf eine allmähliche Stabilisierung der Konjunktur. Demgegenüber zeichneten Konjunkturdaten und Unternehmensberichte ein trübes realwirtschaftliches Bild für Europa und Übersee. In diesem Spannungsfeld verzeichnete die Jungheinrich-Aktie nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen über das 1. Quartal 2009 einen kräftigen Kursanstieg und erreichte am 4. Juni 2009 einen Jahreshöchststand von 11,83 €. Nach der Hauptversammlung sorgten der Dividendenabschlag und Gewinnmitnahmen für deutlich sinkende Kurse. Am 30. Juni 2009 notierte die Jungheinrich-Aktie mit 9,42 € um 4 Prozent über dem Schlusskurs vom 30. Dezember 2008. Zum selben Zeitpunkt lag der Deutsche Aktienindex (DAX) mit 4.808 Punkten auf dem Niveau zum Jahresende, während der Nebenwerte-Index SDAX mit 2.905 Punkten ebenfalls 4 Prozent an Wert gewann.
1) Alle Werte sind auf den Kurs der Jungheinrich-Aktie indexiert.
| Prognose | ||
|---|---|---|
| Region | 2009 | 2008 |
| Welt | – 1,4 | 3,7 |
| USA | – 3,5 | 1,1 |
| China | 6,5 | 9,0 |
| Eurozone | – 4,5 | 0,7 |
| Deutschland | – 6,0 bis – 7,0 | 1,3 |
1) Bruttoinlandsprodukt Quelle: Commerzbank, IWF
Nach dem dramatischen Wirtschaftsabschwung in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres stecken die Volkswirtschaften Nordamerikas und Westeuropas weiterhin in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten, wenngleich sich der Abschwung im 2. Quartal 2009 verlangsamte. Einige Stimmungsindikatoren stützen die Erwartung, dass die Weltwirtschaft von nun an nicht mehr so schnell schrumpfen wird. Die Konjunkturprognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich im 2. Quartal 2009 auf dem niedrigen Niveau der bisherigen Einschätzungen eingependelt. Die für Jungheinrich maßgebliche Branchenkonjunktur blieb im Schatten der weltwirtschaftlichen Entwicklung: Der rückläufige Trend aus dem 1. Quartal 2009 wandelte sich in eine Seitwärtsbewegung.
| 1. Halbjahr Region |
||
|---|---|---|
| 1. Halbjahr | ||
| 2009 | 2008 | |
| Welt | 253,2 | 499,3 |
| Europa (inkl. Türkei) | 101,8 | 218,2 |
| Nordamerika | 47,6 | 90,1 |
| Asien | 87,8 | 147,2 |
Nachdem der Weltmarkt für Flurförderzeuge bereits im 1. Quartal des laufenden Jahres um rund 50 Prozent eingebrochen war, nahm die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen im 2. Quartal 2009 um 49 Prozent ab. Entsprechend halbierte sich das Weltmarktvolumen im 1. Halbjahr 2009 auf 253,2 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 499,3 Tsd. Einheiten). An diesem Rückgang waren alle Regionen beteiligt. Asien verzeichnete mit 40 Prozent den geringsten Rückgang. Dabei wies China einen unterproportionalen Rückgang von 26 Prozent auf. Das europäische Marktvolumen sank um 53 Prozent. Hieran war Osteuropa mit einem besonders hohen Nachfrageeinbruch von 78 Prozent beteiligt. Westeuropa wies einen Rückgang von 46 Prozent auf. Nordamerika setzte mit minus 47 Prozent seine mehrjährige rückläufige Entwicklung fort. Von dem weltweiten Markteinbruch waren alle Produktsegmente betroffen. Der Rückgang bei Fahrzeugen der Lagertechnik fiel mit minus 40 Prozent etwas geringer aus als der bei Gegengewichts staplern mit minus 55 Prozent. Der Jungheinrich-Konzern hat sich in diesem schwierigen Marktumfeld dank seines starken Direktvertriebsnetzes erfolgreich behauptet und seine Marktposition – vor allem in Europa – weiter ausgebaut.
| Kennzahlen zum Geschäftsverlauf | ||
|---|---|---|
| 1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
|
| Auftragseingang Mio. € |
819 | 1.120 |
| Produktion Tsd. Stück |
24,1 | 42,6 |
| Auftragsbestand (30.06.) Mio. € |
223 | 387 |
| Umsatzerlöse Mio. € |
830 | 1.038 |
Die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise für den Jungheinrich-Konzern spiegeln sich in der deutlich rückläufigen Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2009 wider.
Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft sank auch im 2. Quartal 2009 deutlich – weiterhin leicht unterproportional zur Marktentwicklung – unter das Vergleichsvolumen des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorquartal ergab sich eine geringe Stückzahlsteigerung um 10 Prozent, insbesondere geprägt durch eine Zunahme an kleineren Fahrzeugen. Neben der schwächeren Kundennachfrage wurde konjunkturbedingt weiterhin nur eine geringe Anzahl an Fahrzeugen gegenüber dem Vergleichsvolumen des Vorjahres in die Mietflotte eingestellt. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, verringerte sich im 1. Halbjahr um 27 Prozent auf 819 Mio. € (Vorjahr: 1.120 Mio. €). Das entsprach einem Rückgang mit gleich hoher Rate im 2. Quartal 2009 auf 414 Mio. € (Vorjahr: 567 Mio. €).
Das Produktionsvolumen, das dem stark rückläufigen Auftragseingang folgt, nahm im 2. Quartal 2009 um 43 Prozent auf 12,0 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 21,0 Tsd. Einheiten) ab. Damit lag das Produktionsvolumen im 1. Halbjahr 2009 mit 24,1 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 42,6 Tsd. Einheiten) unverändert um 43 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. An den inländischen Produktionsstandorten Moosburg und Norderstedt wurde in den von der geringeren Nachfrage betroffenen Produktionslinien die Anfang März eingeführte Kurzarbeit fortgesetzt.
Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 30. Juni 2009 mit 223 Mio. € um 42 Prozent unter dem Vorjahreswert von 387 Mio. €. Gegenüber dem Bestandswert von 242 Mio. € zum Jahresende 2008 ergab sich nur ein geringer Abbau um 19 Mio. €. Die Auftragsreichweite verringerte sich von über vier auf unter drei Monate.
Im 2. Quartal 2009 sanken die Umsatzerlöse um rund 24 Prozent auf 417 Mio. € (Vorjahr: 547 Mio. €). Dadurch nahm der Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2009 um rund 20 Prozent auf 830 Mio. € (Vorjahr: 1.038 Mio. €) ab. An diesem Umsatzrückgang waren alle Geschäftsfelder beteiligt. Entsprechend der Markt entwicklung war das Neugeschäft mit minus 31 Prozent am stärksten betroffen. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft folgte mit lediglich minus 7 Prozent, wobei das Gebrauchtgerätegeschäft weiterhin einen leichten Zuwachs aufwies. Der weniger konjunkturanfällige Kundendienst, der vom stetig steigenden Marktbesatz profitiert, wies mit minus 5 Prozent den geringsten Rückgang auf. Die Auslandsquote des Konzernumsatzes verminderte sich zur Jahresmitte 2009 aufgrund des stark rückläufigen Auslands umsatzes auf 71 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent).
| in Mio. € | 2. Quartal | 2. Quartal | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | – 12,0 | 33,9 | – 14,8 | 63,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | – 12,1 | 34,3 | – 15,2 | 64,3 |
| Ertragsteuern | – 0,1 | 11,1 | 0,4 | 23,0 |
| Ergebnis nach Steuern | – 12,0 | 23,2 | – 15,6 | 41,3 |
Der anhaltend massive Nachfragerückgang im Neugeschäft bestimmte auch im 2. Quartal 2009 die Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns. Vor allem die geringe Kapazitätsauslastung in den Werken wirkte sich neben dem negativen Effekt aus den noch aus dem Vorjahr herrührenden hohen Materialpreisen belastend aus. Demgegenüber erwies sich das weniger stark rückläufige Kundendienstgeschäft als stabilisierend für die Ertragsentwicklung. Außerdem machten sich die Maßnahmen zur Ertragsverbesserung und zur Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage zunehmend positiv bemerkbar. Dennoch ergab sich insgesamt im 2. Quartal 2009 ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 12,0 Mio. € (Vorjahr: plus 33,9 Mio. €) aufgrund von Einmalaufwendungen in gleicher Höhe von rund 12 Mio. €. Diese resultieren insbesondere aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Beteiligungen. Die entsprechende Umsatzrendite fiel auf minus 2,9 Prozent (Vorjahr: plus 6,2 Prozent). Als Folge der Einmaleffekte verringerte sich das kumulierte Ergebnis im 1. Halbjahr 2009 auf minus 14,8 Mio. € (Vorjahr: plus 63,5 Mio. €). Die vergleichbare Umsatzrendite fiel zur Jahresmitte auf minus 1,8 Prozent (Vorjahr: plus 6,1 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern sank im 2. Quartal 2009 auf minus 12,0 Mio. € (Vorjahr: plus 23,2 Mio. €). Kumuliert ergab sich unter Berücksichtigung eines geringen Steueraufwandes ein Ergebnis nach Steuern von minus 15,6 Mio. € (Vorjahr: plus 41,3 Mio. €). Als Folge sank das Ergebnis je Aktie zum Halbjahr 2009 bei einer Stückzahl von 34,0 Mio. Aktien auf minus 0,46 € (Vorjahr: plus 1,21 €).
| in Mio. € | 30.06.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.077 | 1.099 |
| Vorräte | 233 | 247 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 478 | 571 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 330 | 262 |
| Bilanzsumme | 2.118 | 2.179 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 585 | 625 |
| Langfristige Schulden | 916 | 893 |
| Kurzfristige Schulden | 617 | 661 |
| Bilanzsumme | 2.118 | 2.179 |
Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Zeitraum Januar bis Juni 2009 vor allem vom starken Geschäftsrückgang und der damit verbundenen negativen Ertragsentwicklung bestimmt. Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich um 22 Mio. € auf 1.077 Mio. € (31.12.2008: 1.099 Mio. €). Dabei stand der Ausweitung des Finanzdienstleistungsgeschäftes ein doppelt so hoher Rückgang an Mietgeräten gegenüber. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – ohne aktivierte Entwicklungskosten – stiegen im 1. Halbjahr 2009 auf 27 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €). Davon entfiel der wesentliche Teil der Investitionen auf die Produktionswerke, insbesondere auf die Fertigstellung des neuen Werkes in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt). Dort erfolgte am 1. Juli 2009 der Startschuss für die Produktion in dem als eigenständiges "Center of Excellence" konzipierten Werk für Elektro-Niederhubwagen. Des Weiteren wurde in den Ausbau der Vertriebsgesellschaften im Ausland investiert. Die Vorräte verringerten sich trotz einer starken Zunahme der aus der Mietflotte überstellten Gebrauchtgeräte um 14 Mio. € auf 233 Mio. € (31.12.2008: 247 Mio. €). Der starke Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 93 Mio. € auf 478 Mio. € (31.12.2008: 571 Mio. €) resultierte nachfragebedingt fast ausschließlich aus dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die liquiden Mittel und Wertpapiere erhöhten sich insgesamt um 68 Mio. € auf 330 Mio. € (31.12.2008: 262 Mio. €). Die rückläufige Ertragsentwicklung und die Dividendenausschüttung bestimmten den Rück gang des Eigenkapitals um 40 Mio. € auf 585 Mio. € (31.12.2008: 625 Mio. €). Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 wurde im 2. Quartal 2009 eine gegenüber dem Vorjahr um 0,03 € gekürzte Dividende von 0,49 € je Stammaktie und 0,55 € je Vorzugsaktie ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote blieb aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme mit 28 Prozent nahezu konstant. Die langfristigen Schulden erhöhten sich durch einen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen um 23 Mio. € auf 916 Mio. € (31.12.2008: 893 Mio. €). Die kurzfristigen Schulden verminderten sich um 44 Mio. € auf 617 Mio. € (31.12.2008: 661 Mio. €) aufgrund der geschäftsbedingten Abnahme der Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen und des Abbaus der übrigen kurzfristigen Schulden.
| Kapitalflussrechnung | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
| Ergebnis nach Steuern | – 16 | 41 |
| Abschreibungen | 88 | 75 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
– 41 | – 113 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen |
49 | 49 |
| Veränderung aus Working Capital | 75 | – 31 |
| Sonstige Veränderungen | – 44 | – |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 111 | 21 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1 ) |
– | – 22 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 21 | 12 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 90 | 11 |
1) 1. Halbjahr 2009 inkl. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren von 28 Mio. €
Der starke Abbau des Working Capital (plus 106 Mio. €) trug wesentlich zur positiven Cashflow-Entwicklung bei. Dadurch erhöhte sich im 1. Halbjahr 2009 der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 90 Mio. € auf 111 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €). Der Rückgang des Ergebnisses nach Steuern (minus 57 Mio. €) wurde durch die gegenüber dem Vorjahr geringere Mittelbindung aus der Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (plus 72 Mio. €) mehr als kompensiert. Durch die positive Entwicklung des Working Capital wurde die Mittelbindung aus den sonstigen Veränderungen (minus 44 Mio. €) ausgeglichen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde in den ersten sechs Monaten durch Einzahlungen in Höhe von 28 Mio. € beeinflusst, die aus dem Verkauf von im Berichtsjahr endfälligen Wertpapieren stammten. Bereinigt um diese Position ergab sich ein vergleichbarer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 28 Mio. € (Vorjahr: minus 22 Mio. €). Die Veränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (minus 33 Mio. €) resultiert daher, dass es im Vergleich zum Vorjahr zu keinem Aufbau von Bankverbindlichkeiten kam. Im Juni 2009 wurde die Dividende in Höhe von 17,6 Mio. € (Vorjahr: 18,6 Mio. €) ausgeschüttet.
| in Mio. € | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 18,1 | 19,2 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 3,2 | 2,4 |
| Aktivierungsquote | 17,7 % | 12,5 % |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 8,4 | 3,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten laut GuV | 23,3 | 20,7 |
Der Jungheinrich-Konzern investierte weiterhin stark in die Entwicklung seiner Produkte. Dabei bildete die Antriebstechnik unverändert einen wesentlichen Schwerpunkt. Hierbei steht die Energieeffizienz bei gleichzeitiger Leistungserhöhung im Vordergrund. Ebenso trieb das Unternehmen die kontinuierliche Erneuerung und Ergänzung des breit gefassten Produktprogrammes voran. Konzernweit waren rund 340 Mitarbeiter mit Entwicklungsprojekten betraut. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten lagen nach sechs Monaten bei 18,1 Mio. € (Vorjahr: 19,2 Mio. €). Aufgrund von Neuentwicklungen lag die Aktivierungsquote zur Jahres mitte bei 18 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) erhöhten sich auf 23,3 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €). Maßgebend hierfür waren als Folge des massiven Absatzrückganges außerplanmäßige Abschreibungen von 4,2 Mio. € auf aktivierte Entwicklungskosten einer Fahrzeug-Baureihe.
Als Folge der rückläufigen Markt- und Geschäftsentwicklung wurde der Personalbestand des Jungheinrich-Konzerns im 2. Quartal 2009 weiter abgebaut. Daneben wurde die in den Werken Norderstedt und Moosburg ab 1. März 2009 eingeführte Kurzarbeit zur Anpassung der auftragsbezogenen Fertigung an die geringere Nachfrage fortgesetzt. Die Stammbelegschaft verringerte sich im 2. Quartal 2009 um 204 Mitarbeiter. Hiervon waren vor allem die Vertriebsgesellschaften im Ausland betroffen. Kumuliert erhöhte sich
der Personalabbau zur Jahresmitte auf 339 Mitarbeiter. Zum 30. Juni 2009 betrug der Personalbestand 10.445 (31.12.2008: 10.784) Mitarbeiter. Davon waren zum Berichtszeitpunkt 4.848 Mitarbeiter (46 Prozent) im Inland und 5.597 Mitarbeiter (54 Prozent) im Ausland beschäftigt. Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Leiharbeitnehmer nahm im 1. Halbjahr 2009 um 300 Beschäftigte ab. Durch den weltweiten Wirtschaftsabschwung verzeichnete der Jungheinrich-Konzern im 1. Halbjahr 2009 insgesamt einen Abbau von über 600 Arbeitsplätzen.
Jungheinrich weist im Geschäftsjahr 2009 erstmalig eine Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aus, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur folgt. Neben dem berichtspflichtigen Segment "Intra logistik" umfasst die Darstellung das Segment "Finanzdienstleistungen". Die Aktivitäten des Segments "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungs überlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. In den für Jungheinrich wesentlichen Märkten (Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien) sind konzerneigene Leasing gesellschaften vertreten. Im Rahmen des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser Geschäfts bereich die operativen Geschäftseinheiten des Segments "Intralogistik". Dieses Segment umfasst die Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.
Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen wird innerhalb des Jungheinrich-Konzerns als "interne" Leasinggesellschaft im Sinne eines "Cost Centers" geführt. Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen hat somit keinen eigenständigen Gewinnanspruch bzw. wird nicht als Profit-Center tätig. Sämtliche Erträge und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Kundenbonitäts- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den mit den Leasingverträgen gekoppelten Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die aus Restwertgarantien bzw. aus der Vermarktung der von Kunden zurückgenommenen Fahrzeuge (sogenannte Fahrzeug-Rückläufer) herrühren.
Die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches Finanzdienstleistungen gewährleistet eine im hohen Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken.
Auf Basis einer europaweiten Leasing-Vertragsdatenbank im SAP ERP-System verfügt der Jungheinrich-Konzern über eine durchgängige Risikomanagement-Struktur. Zu den wesentlichen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes gehören neben dem Refinanzierungsrisiko das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko. Hinsichtlich der Einschätzung dieser Risiken, die sich für Jungheinrich ergeben könnten, wird auf die ausführliche Darstellung im Geschäftsbericht für das Jahr 2008 innerhalb des Kapitels "Finanzdienstleistungen des Jungheinrich-Konzerns" verwiesen.
| Wesentliche Geschäftsdaten des Finanzdienstleistungsgeschäftes | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 1. Halbjahr | |||||
| 2009 | 2008 | |||||
| Vertragsbestand zum Neuwert | 1.499 | 1.378 | ||||
| Vertragszugang zum Neuwert | 175 | 190 |
Im 1. Halbjahr 2009 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Leasing- und Rental verträgen 175 Mio. € (Vorjahr: 190 Mio. €). Damit wurde von Jungheinrich in Europa jedes dritte Neu fahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Leasing, Rental etc.) abgesetzt. Vom Zugangs volumen entfielen gut 70 Prozent auf die Länder mit Jungheinrich-eigenen Leasinggesellschaften. Zum 30. Juni 2009 wuchs der europaweite Vertragsbestand um 8 Prozent auf rund 94 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 87 Tsd. Einheiten), der einem Neuwert von 1.499 Mio. € (Vorjahr: 1.378 Mio. €) entsprach.
Der Jungheinrich-Konzern ist durch seine internationale Geschäftstätigkeit auf den Gebieten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und die Expansion in neue Märkte naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die frühzeitige Erkennung von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen sind daher ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt sich das Unternehmen auf ein Risikomanagement-System. Dieses verankert Grundsätze und Vorgehensweise in einer konzernweit gültigen Richtlinie und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.
Hinsichtlich der Risikoeinschätzung der einzelnen Risikofelder wird auf den Risikobericht innerhalb des Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2008 verwiesen. Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2008 ausführlich dargestellten Risiken hinausgehen, sind seit der Berichtsveröffentlichung nicht hinzugekommen. Für den weiteren Jahresverlauf bleibt die Konjunkturentwicklung mit ihren Folgen für die Nachfrage nach Flurförderzeugen weiterhin bestimmend. Aus heutiger Sicht wird nicht mit einer kurzfristigen Erholung der Marktentwicklung gerechnet. Die Finanzierung des Unternehmens steht auf unverändert solider Basis.
Als Folge der anhaltend negativen Markt- und Geschäftsentwicklung hat Jungheinrich beschlossen, die bisherigen Anpassungsmaßnahmen gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erheblich zu verstärken. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern und ab dem Jahr 2010 wieder eine der wirtschaftlichen Lage angemessene Rendite zu erzielen. Zusätzlich zu den bereits abgebauten 300 Arbeitsplätzen (inklusive Leiharbeitnehmer) an den deutschen Produktionsstandorten ist ein weiterer Kapazitäts abbau von ca. 500 Arbeitsplätzen notwendig, um die Werke strukturell den nachhaltigen Markterfordernissen anzupassen. In Ergänzung zu den vor allem im Auslandsbereich bereits eingeleiteten Anpassungs maßnah men, die rund 400 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeitnehmer) im Vertrieb umfassen, ist ein weiterer Personal abbau von voraussichtlich 150 Mitarbeitern im In- und Ausland erforderlich. Aus diesem Maßnahmenpaket werden dem Unternehmen in der 2. Jahreshälfte 2009 weitere erhebliche Einmalkosten entstehen.
Die Auswirkungen der weltweiten Rezession werden den Geschäftsverlauf des Jungheinrich-Konzerns auch im 2. Halbjahr 2009 bestimmen. Eine nachhaltige Trendwende für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist noch nicht in Sicht, auch wenn erste positive Konjunktursignale auf eine allmähliche Stabilisierung der Weltwirtschaft hindeuten. Allerdings dürfte sich in den westlichen Industrienationen – wenn auch unterschiedlich stark – die wirtschaftliche Talfahrt verlangsamen. In Asien sollten sich – unterstützt durch Konjunkturprogramme – erste Erholungstendenzen verstärken. Die umfangreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete lassen jedoch noch keine Wende zum Besseren für die Konjunktur der Flurförderzeugindustrie erkennen, so dass für die 2. Jahreshälfte 2009 nicht mit einer Erholung der Nachfrage nach Flurförderzeugen gerechnet werden kann. Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet das Unternehmen deshalb – bei weiter bestehender Unsicherheit in der Markteinschätzung – einen weltweiten Einbruch des Marktvolumens um rund 40 Prozent (bisher angenommen: 30 Prozent) auf nur noch ca. 520 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 872 Tsd. Einheiten). Dieser Rückgang erstreckt sich auf alle Absatzmärkte mit nur geringen Differenzierungen. Mit einer Belebung der Nachfrage wird gegenwärtig nicht vor dem 2. Halbjahr 2010 gerechnet. Entsprechend der anhaltenden Nachfrageschwäche im Neugeschäft und unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufes hat das Unternehmen die Einschätzungen für Auftragseingang und Umsatz angepasst. Sie bewegen sich für das Geschäftsjahr 2009 in einer Bandbreite zwischen 1,6 bis 1,7 Mrd. €. (Vorjahr: 2,1 Mrd. €).
Der Jungheinrich-Konzern wird 2009 weiter in die Entwicklung seiner Produkte investieren, die der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens dienen und mit denen Jungheinrich seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellt. Es werden weitere Produkte zur Erschließung neuer Segmente und Märkte entwickelt, von denen noch einige in diesem Jahr in den Markt eingeführt werden.
Das neu errichtete Werk in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) wird sukzessive die Produktion der Produktlinie für Elektro-Niederhubwagen aus dem Werk Norderstedt übernehmen. Parallel hierzu werden – unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Branchensituation – die Produktionsabläufe im Werk Norderstedt auf die veränderten Rahmenbedingungen ausgerichtet und umgestaltet. Das weltweite Direktvertriebs- und Servicenetz wird den regionalen Erfordernissen entsprechend angepasst und in einzelnen Einheiten mit Augenmaß ausgebaut. Die Höhe des Investitionsvolumens wird insgesamt den Vorjahreswert deutlich unterschreiten und sich in einer Bandbreite zwischen 40 bis 50 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) bewegen.
Die Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns wird in der 2. Jahreshälfte 2009 maßgeblich von der weiteren Nachfrageentwicklung mit ihren Auswirkungen auf die Auslastung der Produktionskapazitäten bestimmt werden. Auch das neu beschlossene Maßnahmenpaket, das mit einem starken Personalabbau verbunden ist, wirkt sich auf die Ertragsentwicklung aus. Für die operative Ergebnisentwicklung wird bis zum Jahresende eine deutliche Verschlechterung erwartet; die Ursachen liegen insbesondere in dem zunehmenden Absatzanteil an kleineren Fahrzeugen und dem steigenden Preisdruck im Markt in den letzten Monaten. Durch die Strukturanpassungsmaßnahmen werden weitere erhebliche Einmal kosten entstehen, die 2009 zu einem negativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im hohen zwei stelligen Millionenbereich führen werden. Sollte eine Erholung der Branchenkonjunktur früher einsetzen als erwartet, hätte das positive Auswirkungen sowohl auf die operative Ergebnisentwicklung als auch auf den Umfang der durchzuführenden Strukturmaßnahmen des Jungheinrich-Konzerns.
Der Jungheinrich-Konzern sieht sich gut aufgestellt, um auf Basis seiner technologischen Entwicklungskompetenz, der Konzentration auf eine Produktmarke und seines – insbesondere in Europa – flächendeckenden eigenen Vertriebs- und Servicenetzes die vor ihm liegenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Aufgrund der umfangreichen Anpassungsmaßnahmen in den Werken, der soliden Finanzierung des Unternehmens sowie des intensiven Bestands- und Kostenmanagements wird der Jungheinrich-Konzern gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen, das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die von der Finanz- und Wirtschaftskrise ausgehen, kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen sowie die Einführung von Produkten des Wettbewerbes.
| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
| Umsatzerlöse | 830,0 | 1.038,4 | 643,1 | 864,3 | 186,9 | 174,1 |
| Umsatzkosten | 616,9 | 742,1 | 428,0 | 567,4 | 188,9 | 174,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 213,1 | 296,3 | 215,1 | 296,9 | – 2,0 | – 0,6 |
| Vertriebskosten | 186,4 | 200,7 | 183,8 | 198,5 | 2,6 | 2,2 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 23,3 | 20,7 | 23,3 | 20,7 | – | – |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 12,1 | 11,6 | 12,1 | 11,6 | – | – |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | – 6,1 | 0,2 | – 6,3 | – | 0,2 | 0,2 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern |
– 14,8 | 63,5 | – 10,4 | 66,1 | – 4,4 | – 2,6 |
| Finanzergebnis | – 0,4 | 0,8 | – 4,9 | – 3,0 | 4,5 | 3,8 |
| Ergebnis vor Steuern | – 15,2 | 64,3 | – 15,3 | 63,1 | 0,1 | 1,2 |
| Ertragsteuern | 0,4 | 23,0 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | – 15,6 | 41,3 | ||||
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) |
– 0,46 | 1,21 |
1) inklusive der Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
| Jungheinrich-Konzern Intralogistik1) |
Finanzdienstleistungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2. Quartal 2009 |
2. Quartal 2008 |
2. Quartal 2009 |
2. Quartal 2008 |
2. Quartal 2009 |
2. Quartal 2008 |
| Umsatzerlöse | 417,3 | 547,8 | 323,5 | 456,8 | 93,8 | 91,0 |
| Umsatzkosten | 312,7 | 393,0 | 218,2 | 301,3 | 94,5 | 91,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 104,6 | 154,8 | 105,3 | 155,5 | – 0,7 | – 0,7 |
| Vertriebskosten | 91,5 | 104,7 | 90,3 | 103,5 | 1,2 | 1,2 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 13,4 | 10,4 | 13,4 | 10,4 | – | – |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 6,8 | 5,8 | 6,8 | 5,8 | – | – |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | – 4,9 | – | – 5,0 | – 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis | ||||||
| und Ertragsteuern | – 12,0 | 33,9 | – 10,2 | 35,7 | – 1,8 | – 1,8 |
| Finanzergebnis | – 0,1 | 0,4 | – 2,5 | – 1,5 | 2,4 | 1,9 |
| Ergebnis vor Steuern | – 12,1 | 34,3 | – 12,7 | 34,2 | 0,6 | 0,1 |
| Ertragsteuern | – 0,1 | 11,1 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | – 12,0 | 23,2 | ||||
| Ergebnis je Aktie in € | ||||||
| (verwässert/unverwässert) | – 0,35 | 0,68 |
1) inklusive der Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | – 15,6 | 41,3 |
| Realisiertes Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten | – 3,0 | 0,9 |
| Nicht realisiertes Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten | – 3,5 | 0,4 |
| Latente Steuern | 0,2 | – |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | – 0,2 | 8,1 |
| Sonstiges Ergebnis | – 6,5 | 9,4 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | – 22,1 | 50,7 |
| Aktiva | Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2009 | 31.12.2008 | 30.06.2009 | 31.12.2008 | 30.06.2009 | 31.12.2008 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| und Sachanlagen | 313,4 | 314,4 | 313,4 | 314,4 | – | – |
| Mietgeräte | 160,9 | 200,0 | 160,9 | 200,0 | – | – |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen |
194,5 | 187,2 | (51,9) | (51,3) | 246,4 | 238,5 |
| Forderungen aus | ||||||
| Finanzdienstleistungen | 340,3 | 328,7 | – | – | 340,3 | 328,7 |
| Finanzanlagen und übrige | ||||||
| langfristige Vermögenswerte | 18,0 | 21,6 | 15,4 | 19,8 | 2,6 | 1,8 |
| Latente Steueransprüche | 49,8 | 47,0 | 47,9 | 45,1 | 1,9 | 1,9 |
| 1.076,9 | 1.098,9 | 485,7 | 528,0 | 591,2 | 570,9 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | 233,2 | 246,9 | 219,9 | 224,0 | 13,3 | 22,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
297,2 | 385,3 | 250,8 | 340,4 | 46,4 | 44,9 |
| Forderungen aus | ||||||
| Finanzdienstleistungen | 141,4 | 131,2 | – | – | 141,4 | 131,2 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 38,9 | 55,2 | (1,1) | 9,7 | 40,0 | 45,5 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 330,4 | 261,5 | 318,6 | 248,1 | 11,8 | 13,4 |
| 1.041,1 | 1.080,1 | 788,2 | 822,2 | 252,9 | 257,9 | |
| 2.118,0 | 2.179,0 | 1.273,9 | 1.350,2 | 844,1 | 828,8 |
1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
| Passiva | Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2009 | 31.12.2008 | 30.06.2009 | 31.12.2008 | 30.06.2009 | 31.12.2008 |
| Eigenkapital | 585,3 | 625,0 | 569,3 | 609,3 | 16,0 | 15,7 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
141,9 | 140,1 | 141,9 | 140,1 | – | – |
| Finanzverbindlichkeiten | 165,3 | 149,6 | 165,3 | 149,6 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
477,9 | 465,5 | – | – | 477,9 | 465,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 63,4 | 67,8 | 17,4 | 17,1 | 46,0 | 50,7 |
| Übrige langfristige Schulden | 67,7 | 70,3 | 58,9 | 61,3 | 8,8 | 9,0 |
| 916,2 | 893,3 | 383,5 | 368,1 | 532,7 | 525,2 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Übrige kurzfristige Rückstellungen | 100,3 | 107,8 | 99,5 | 106,9 | 0,8 | 0,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 139,2 | 135,0 | 137,1 | 133,1 | 2,1 | 1,9 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
189,4 | 177,7 | – | – | 189,4 | 177,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
88,9 | 116,9 | 32,7 | 45,4 | 56,2 | 71,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 36,1 | 37,0 | 9,6 | 10,3 | 26,5 | 26,7 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 62,6 | 86,3 | 42,2 | 77,1 | 20,4 | 9,2 |
| 616,5 | 660,7 | 321,1 | 372,8 | 295,4 | 287,9 | |
| 2.118,0 | 2.179,0 | 1.273,9 | 1.350,2 | 844,1 | 828,8 |
1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Sonstige Eigenkapital veränderungen |
Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Unterschieds betrag aus der Währungs umrechnung |
Unterschieds betrag aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente |
||||
| Stand am 01.01.2009 | 102,0 | 78,4 | 420,5 | 17,4 | 6,7 | 625,0 |
| Gesamtergebnis nach Steuern 01.01.–30.06.2009 |
– | – | – 15,6 | – 0,2 | – 6,3 | – 22,1 |
| Dividende für das Vorjahr | – | – | – 17,6 | – | – | – 17,6 |
| Stand am 30.06.2009 | 102,0 | 78,4 | 387,3 | 17,2 | 0,4 | 585,3 |
| Stand am 01.01.2008 | 102,0 | 78,4 | 362,4 | 9,4 | 1,5 | 553,7 |
| Gesamtergebnis nach Steuern 01.01.–30.06.2008 |
– | – | 41,3 | 8,1 | 1,3 | 50,7 |
| Dividende für das Vorjahr | – | – | – 18,6 | – | – | – 18,6 |
| Stand am 30.06.2008 | 102,0 | 78,4 | 385,1 | 17,5 | 2,8 | 585,8 |
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2009 |
1. Halbjahr 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | – 15,6 | 41,3 |
| Abschreibungen | 88,1 | 75,1 |
| Veränderung der Rückstellungen | – 4,7 | – 6,5 1) |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) | – 18,9 | – 84,5 |
| Veränderung der latenten Steueransprüche und -schulden | – 6,3 | – 1,7 |
| Veränderung der | ||
| Vorräte | 13,6 | – 46,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 89,0 | 12,1 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | – 21,8 | – 28,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – 28,0 | 3,6 1) |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 24,1 | 44,8 |
| Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten | 25,3 | 3,7 |
| Sonstige Veränderungen | – 34,2 | 8,2 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 110,6 | 21,2 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | – 29,8 | – 23,0 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten | 1,3 | 1,2 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 28,4 | – |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 0,1 | – 21,8 |
| Gezahlte Dividenden | – 17,6 | – 18,6 |
| Veränderung der Bankverbindlichkeiten und Finanzkredite | – 3,1 | 30,8 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 20,7 | 12,2 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 89,8 | 11,6 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 1,3 | 0,1 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 91,1 | 11,7 |
| Finanzmittelbestand zum 1. Januar | 195,8 | 250,9 |
| Finanzmittelbestand zum 30. Juni | 286,9 | 262,6 |
1) Im Rahmen der veränderten Darstellung der Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen wurden zwecks Vergleichbarkeit die Beträge des Vorjahres (19,3 Mio. €) von den Veränderungen der Rückstellungen in die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.
Der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2008 wurde in Übereinstimmung mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum 31. Dezember 2008 gültigen Standards und deren Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Dementsprechend wurde auch dieser Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2009 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2009 und der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008. Diese Grundsätze sind im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2008 detailliert beschrieben. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze ergaben sich für die Berichterstattung im Jahr 2009 im Wesentlichen aus der Berück sichtigung der folgenden neuen oder überarbeiteten Standards, die mit Wirkung zum 1. Januar 2009 verpflichtend anzuwenden waren:
Die überarbeitete Version des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" führt zu Änderungen in der Darstellung der Abschlussbestandteile. Jungheinrich hat seinen Konzernabschluss um die geforderte Gesamt ergebnisrechnung erweitert.
Mit Inkrafttreten des IFRS 8 "Geschäftssegmente" führt Jungheinrich eine Segmentberichterstattung ein. Die Darstellung der neuen berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" erfolgt erstmals in diesem Zwischenbericht zum 30. Juni 2009 unter Einschluss des 1. Quartals 2009.
Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem 1. Quartal 2009 leicht verändert. Die für das zukünftige Geschäft nicht mehr benötigte zweite Vertriebsgesellschaft in China, die Jungheinrich Lift Truck Trading (Shanghai) Co. Ltd., wurde liquidiert und zum 30. Juni 2009 entkonsolidiert. Aus dem Abgang der Beteiligung ergaben sich Erträge in Höhe von 0,1 Mio. €, die im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst wurden.
Der Konsolidierungskreis umfasst nunmehr insgesamt 42 ausländische und 13 inländische Gesellschaften. Drei Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.
Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.
Mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 (Geschäftssegmente) zum 1. Januar 2009 führt Jungheinrich eine Segmentberichterstattung ein, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur folgt. Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden damit die beiden neuen berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt.
Das Segment "Intralogistik" umfasst die Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.
Die Aktivitäten des Segments "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Seg ments "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die eigene Finanzierungsstruktur ein.
Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen.
Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.
Im Folgenden werden die Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2009 und das 1. Halbjahr 2008 dargestellt:
| Intralogistik | Finanzdienst leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich Konzern |
|---|---|---|---|---|
| 661,3 | 168,7 | 830,0 | – | 830,0 |
| 173,4 | 18,2 | 191,6 | – 191,6 | – |
| 834,7 | 186,9 | 1.021,6 | – 191,6 | 830,0 |
| – 10,4 | – 4,4 | – 14,8 | – | – 14,8 |
| – 4,9 | 4,5 | – 0,4 | – | – 0,4 |
| – 15,3 | 0,1 | – 15,2 | – | – 15,2 |
| 526,6 | 591,2 | 1.117,8 | – 40,9 | 1.076,9 |
| 912,9 | 252,9 | 1.165,8 | – 124,7 | 1.041,1 |
| 1.439,5 | 844,1 | 2.283,6 | – 165,6 | 2.118,0 |
| 636,8 | 16,0 | 652,8 | – 67,5 | 585,3 |
| 366,1 | 532,7 | 898,8 | 17,4 | 916,2 |
| 436,6 | 295,4 | 732,0 | – 115,5 | 616,5 |
| 1.439,5 | 844,1 | 2.283,6 | – 165,6 | 2.118,0 |
| in Mio. € | Intralogistik | Finanzdienst leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 876,5 | 161,9 | 1.038,4 | – | 1.038,4 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 188,6 | 12,2 | 200,8 | – 200,8 | – |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.065,1 | 174,1 | 1.239,2 | – 200,8 | 1.038,4 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 72,2 | – 2,6 | 69,6 | – 6,1 | 63,5 |
| Finanzergebnis | – 3,0 | 3,8 | 0,8 | – | 0,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 69,2 | 1,2 | 70,4 | – 6,1 | 64,3 |
| Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte |
570,9 1.002,7 |
533,8 233,4 |
1.104,7 1.236,1 |
– 35,1 – 117,5 |
1.069,6 1.118,6 |
| Segmentvermögen | 1.573,6 | 767,2 | 2.340,8 | – 152,6 | 2.188,2 |
| Eigenkapital | 639,3 | 13,7 | 653,0 | – 67,2 | 585,8 |
| Langfristige Schulden | 360,6 | 482,7 | 843,3 | 20,7 | 864,0 |
| Kurzfristige Schulden | 573,7 | 270,8 | 844,5 | – 106,1 | 738,4 |
| Segmentschulden | 1.573,6 | 767,2 | 2.340,8 | – 152,6 | 2.188,2 |
Im Folgenden werden die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2009 und das 1. Quartal 2008 dargestellt:
| 1. Quartal 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Finanzdienst | Summe | Jungheinrich | ||
| Intralogistik | leistungen | Segmente | Überleitung | Konzern | |
| Außenumsatzerlöse | 328,1 | 84,6 | 412,7 | – | 412,7 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 87,8 | 8,5 | 96,3 | – 96,3 | – |
| Umsatzerlöse gesamt | 415,9 | 93,1 | 509,0 | – 96,3 | 412,7 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 0,1 | – 2,6 | – 2,5 | – 0,3 | – 2,8 |
| Finanzergebnis | – 2,4 | 2,1 | – 0,3 | – | – 0,3 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | – 2,3 | – 0,5 | – 2,8 | – 0,3 | – 3,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 544,5 | 580,1 | 1.124,6 | – 35,7 | 1.088,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 919,7 | 246,8 | 1.166,5 | – 127,5 | 1.039,0 |
| Segmentvermögen | 1.464,2 | 826,9 | 2.291,1 | – 163,2 | 2.127,9 |
| Eigenkapital | 664,3 | 15,1 | 679,4 | – 63,1 | 616,3 |
| Langfristige Schulden | 347,9 | 519,3 | 867,2 | 16,9 | 884,1 |
| Kurzfristige Schulden | 452,0 | 292,5 | 744,5 | – 117,0 | 627,5 |
| Segmentschulden | 1.464,2 | 826,9 | 2.291,1 | – 163,2 | 2.127,9 |
| in Mio. € | Finanzdienst | Summe | Jungheinrich | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Intralogistik | leistungen | Segmente | Überleitung | Konzern | |
| Außenumsatzerlöse | 414,7 | 75,9 | 490,6 | – | 490,6 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 78,7 | 7,2 | 85,9 | – 85,9 | – |
| Umsatzerlöse gesamt | 493,4 | 83,1 | 576,5 | – 85,9 | 490,6 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 30,8 | – 0,8 | 30,0 | – 0,4 | 29,6 |
| Finanzergebnis | – 1,5 | 1,9 | 0,4 | – | 0,4 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 29,3 | 1,1 | 30,4 | – 0,4 | 30,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 553,5 | 508,3 | 1.061,8 | – 33,8 | 1.028,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 973,8 | 209,3 | 1.183,1 | – 102,5 | 1.080,6 |
| Segmentvermögen | 1.527,3 | 717,6 | 2.244,9 | – 136,3 | 2.108,6 |
| Eigenkapital | 628,8 | 14,2 | 643,0 | – 63,0 | 580,0 |
| Langfristige Schulden | 351,3 | 454,5 | 805,8 | 18,8 | 824,6 |
| Kurzfristige Schulden | 547,2 | 248,9 | 796,1 | – 92,1 | 704,0 |
| Segmentschulden | 1.527,3 | 717,6 | 2.244,9 | – 136,3 | 2.108,6 |
Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich AG Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, den 13. August 2009
Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand
Hans-Georg Frey Dr. Volker Hues Dr. Helmut Limberg Dr. Klaus-Dieter Rosenbach
Jungheinrich Aktiengesellschaft Am Stadtrand 35 22047 Hamburg Telefon: +49 40 6948-0 Telefax: +49 40 6948-1777 Internet: www.jungheinrich.de E-Mail: [email protected]
Wertpapierkennnummern: ISIN: DE0006219934, WKN: 621993
Zwischenbericht zum 30.09.2009 12. November 2009 Hauptversammlung 2010 15. Juni 2010
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