Pre-Annual General Meeting Information • May 19, 2015
Pre-Annual General Meeting Information
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Presseinformation
Dienstag, 19. Mai 2015
Hans-Georg Frey Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG
Rede zur
Stage Theater Neue Flora, Hamburg
Es gilt das gesprochene Wort!
Seite 1 von 10 Jungheinrich Aktiengesellschaft Am Stadtrand 35 · 22047 Hamburg · Telefon +49 40 6948-0 · Fax +49 40 6948-1777 · [email protected] · www.jungheinrich.de
Vorsitzender des Aufsichtsrates Jürgen Peddinghaus Vorstand Hans-Georg Frey, Vorsitzender · Dr. Lars Brzoska · Dr. Volker Hues · Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Sitz der Gesellschaft Hamburg · Registergericht Hamburg HRB 44 885 Bankverbindung Commerzbank AG Hamburg (BIC: COBADEHHXXX) IBAN: DE57 2004 0000 0630 7300 00; (BLZ 200 400 00) 6 307 300 Deutsche Bank AG Hamburg (BIC: DEUTDEHHXXX) IBAN: DE96 2007 0000 0042 9977 00; (BLZ 200 700 00) 0 429 977 Deutsche Postbank AG Hamburg (BIC: PBNKDEFFXXX) IBAN: DE45 2001 0020 0071 7472 04; (BLZ 200 100 20) 71 747 204
Sehr geehrte Aktionäre, Aktionärsvertreter und Gäste, liebe Familien Lange und Wolf, sehr geehrte Damen und Herren,
im Namen des Vorstandes der Jungheinrich AG heiße ich Sie zu unserer Hauptversammlung hier im Stage Theater Neue Flora herzlich willkommen.
Wir freuen uns, dass Sie auch in diesem Jahr den Weg zu uns gefunden haben, um sich aus erster Hand über die Geschäftsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns zu informieren.
2014 war für Jungheinrich ein gutes Jahr: Wir haben Spitzenwerte bei Auftragseingang und Umsatz erzielt. Wir haben neue Rekordmarken bei EBT, EBIT und Ergebnis nach Steuern aufgestellt. Unsere Produktion erreichte mit 83.500 gefertigten Fahrzeugen den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. An unserem Unternehmenserfolg sollen Sie, verehrte Aktionäre, angemessen partizipieren: Die Dividende wird deutlich angehoben, bei den Vorzugsaktien um beachtliche 21 Prozent.
Ebenfalls sehr erfreulich: Am 4. Dezember 2014 wurde die Jungheinrich-Aktie in den MDAX aufgenommen, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland unterhalb des DAX zusammenfasst. Mit unserer Unternehmensgröße fühlen wir uns dort gut aufgehoben.
Trotz der guten Zahlen heben wir nicht ab, sondern verfolgen unseren eingeschlagenen Wachstumskurs weiter und setzen unsere strategischen Maßnahmen konsequent um.
Ich freue mich nun, Ihnen die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr zu erläutern und werde Ihnen anschließend berichten, wo wir im laufenden Jahr stehen und wie wir uns für die Zukunft aufgestellt haben.
Kommen wir zunächst zum Marktgeschehen. Die Entwicklung des Weltmarktes für Flurförderzeuge war – gemessen am Auftragseingang in Stück – 2014 mit einem Plus von 8 Prozent erneut positiv. Für uns besonders erfreulich war das starke Wachstum in Europa in Höhe von 9 Prozent, da wir dort über 90 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften. Hier sehen wir weiteres Erholungspotenzial, da die Marktnachfrage noch um fast 70.000 Fahrzeuge unter dem Höchstwert von 2007 liegt. In Osteuropa stagnierte 2014 die Nachfrage, bedingt durch den Einbruch des russischen Marktes um 19 Prozent. Allerdings ist Jungheinrich in Russland gegen
den Trend um 9 Prozent gewachsen. Die Nachfrage in Asien und Nordamerika hat sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt.
Nun möchte ich Ihnen anhand der Geschäftszahlen für das Jahr 2014 die Entwicklung unseres Konzerns darstellen.
Der Auftragseingang über alle Geschäftsfelder stieg um 8 Prozent und übertraf erstmals die Marke von 2,5 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich das Neugeschäft mit einem Plus von 114 Millionen Euro. Dies spiegelt sich auch in der Zahl der Fahrzeugbestellungen wider, die um 9 Prozent auf 85.600 Stück anstieg.
Das war die Basis für die hohen Stückzahlen in der Produktion, die um 15 Prozent über dem Vorjahr lagen. Erfreulich waren hier die sehr starken Zuwächse in unseren neuen Werken in Degernpoint (Bayern) und Qingpu (China), die beide das erste komplette Jahr im Vollbetrieb produziert haben.
Insgesamt erreichte Jungheinrich einen Konzernumsatz von 2,5 Milliarden Euro – eine Steigerung um 9 Prozent. Beim Umsatz nach Regionen nimmt die Bedeutung der außereuropäischen Märkte weiter zu: 2014 erwirtschaftete Jungheinrich 9 Prozent außerhalb Europas, mittelfristig wollen wir hier 15 Prozent erreichen. Zu diesem Umsatzwachstum trugen alle Geschäftsfelder bei, ganz besonders das Neugeschäft, das sogar ein Plus von 13 Prozent erzielte. Das Neugeschäft hat mit 54 Prozent unverändert den größten Anteil am Gesamtumsatz.
Besonders eingehen möchte ich auf die Sparten Logistiksysteme und Versandhandel, die zu unseren strategischen Schwerpunkten gehören. Das Logistiksystemgeschäft, das die Planung, Projektierung und Realisierung kompletter Läger umfasst, legte um 18 Prozent auf 339 Millionen Euro Umsatz zu. Im Versandhandel haben wir 2014 die Angebotspalette nochmals erweitert und den Umsatz um 19 Prozent auf 50 Millionen Euro gesteigert. Wie sie sehen, sind wir mit unserem Profishop in den letzten vier Jahren jeweils zweistellig gewachsen. Für beide Sparten sehen wir große Chancen für die Zukunft.
Auch das Finanzdienstleistungsgeschäft entwickelte sich erfreulich. Der Umsatz stieg um 32 Millionen auf 547 Millionen Euro. Das Zugangsvolumen bei Neuverträgen betrug 464 Millionen Euro und damit 49 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Vertragsbestand lag damit über 1,8 Milliarden Euro. Mehr als jedes dritte Neufahrzeug von Jungheinrich wird im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes abgesetzt.
Das Ergebnis hat sich erneut deutlich verbessert, und zwar um 12 Prozent auf 193 Millionen Euro. Hierzu trug ein positiver Sondereffekt aufgrund der Anpassung des niederländischen Pensionsplanes bei. Die EBIT-Umsatzrendite stieg auf 7,7 Prozent. Aufgrund einer etwas geringeren Steuerquote lag das Ergebnis nach Steuern mit 126 Millionen Euro um 18 Prozent über dem Wert von 2013.
Dementsprechend erreichte das Ergebnis je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2014 3,73 Euro. Auf Basis dieser erfreulichen Zahlen schlagen Vorstand und Aufsichtsrat dieser Hauptversammlung vor, für das Jahr 2014 eine Dividende von 1,04 € je nennbetragsloser Vorzugsaktie und eine Dividende von 0,98 € je nennbetragsloser Stammaktie zu beschließen. Dies ist eine Erhöhung um 0,16 €, was einem Anstieg um 21 Prozent für die Vorzugsaktie entspricht. Die Ausschüttungsquote erhöht sich damit weiter von 26 auf 27 Prozent und belegt die Kontinuität unserer Dividendenpolitik. Wir streben auch zukünftig eine Ausschüttungsquote zwischen 25 und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an.
Im vergangenen Jahr haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsausgaben nochmals um über 10 Prozent auf 50 Millionen Euro gesteigert. Schwerpunkte unserer Aktivitäten auf diesem Gebiet sind die Zukunftsthemen Energieeffizienz von Antriebssystemen sowie Automatisierung von Flurförderzeugen.
Jungheinrich ist vor wenigen Tagen nach 2013 und 2014 erneut mit dem renommierten "International Forklift of the Year Truck Award" ausgezeichnet worden. Dabei überzeugte unser Elektrostapler EFG S30s die hochkarätig besetzte Expertenjury. Wir sehen diese Auszeichnung als Bestätigung unserer hervorragenden Forschungs- und Entwicklungsarbeit und der exzellenten Produktion in unseren Werken. So setzen unsere Premiumprodukte immer wieder technologische Maßstäbe in der Branche.
Unsere Investitionen lagen auch 2014 – nach Abschluss unserer drei strategischen Großprojekte für Produktion und Ersatzteillogistik – auf einem hohen Niveau. Sie betrugen im vergangenen Geschäftsjahr 84 Millionen Euro.
Ein Schwerpunkt war die Modernisierung der Fertigung für Gegengewichtsstapler in unserem Stammwerk in Moosburg. Dort haben wir hochmoderne Produktionsanlagen angeschafft und die Produktionsabläufe optimiert, um die Taktung in der Produktion schneller und flexibler zu machen. Nach Abschluss der Modernisie-
rungsmaßnahmen im kommenden Jahr wird sich die Produktionskapazität in Moosburg auf 30.000 Fahrzeuge pro Jahr fast verdoppeln.
Auch der Neubau unserer Hauptverwaltung an unserem Stammsitz am Friedrich-Ebert-Damm in Hamburg schreitet zügig voran, wie Sie hier sehen können. Wenn die Arbeiten wie geplant vorankommen, werden wir mit unseren mehr als 500 Mitarbeitern schon zum Jahresende in das neue Gebäude einziehen können. Weitere bedeutende Projekte, die wir 2014 vorangetrieben haben, sind der Ausbau unseres Gebrauchtgeräte-Zentrums Dresden sowie der Bau eines Schulungszentrums im Werk Norderstedt. Außerdem haben wir ein Grundstück mit Gebäude für unsere Vertriebsniederlassung in Singapur erworben. Alle unsere großen Bauvorhaben liegen im Zeit- und Kostenplan.
Die Finanzsituation des Unternehmens hat sich nochmals verbessert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist positiv und hat sich per Ende 2014 um 42 Millionen Euro erhöht.
Bereinigt um die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen wies der Konzern keine Nettoverschuldung auf, sondern ein Nettoguthaben in Höhe von 132 Millionen Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte aus dem starken Ausbau unserer Mietflotte und aus dem Aufbau des Working Capital im Zuge des anhaltenden deutlichen Wachstums unseres Unternehmens.
Die EBIT-Kapitalrendite lag zum Ende des Geschäftsjahres 2014 bei 18,4 Prozent und damit in dem von uns angestrebten Korridor zwischen 15 und 20 Prozent. Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf unsere großen Investitionen zurückzuführen, die einen überproportionalen Anstieg unseres zinspflichtigen Kapitals zur Folge hatten.
Das auf 900 Millionen Euro angewachsene Eigenkapital und die solide Eigenkapitalquote belegen die finanzielle Stärke unseres Unternehmens. Die Eigenkapitalquote weisen wir einmal für den gesamten Jungheinrich-Konzern und einmal bereinigt um die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" aus, um uns mit anderen Maschinenbauunternehmen ohne eigenes Leasinggeschäft vergleichbar zu machen. Unsere Eigenkapitalquote für das Segment "Intralogistik" ist mit 46 Prozent angesichts unseres starken Umsatzwachstums weiterhin erfreulich hoch.
Parallel zu unserem kräftigen Wachstum haben wir im vergangenen Jahr stark in unser wichtigstes Kapital investiert: unsere Mitarbeiter. 2014 sind über 700 neue Kolleginnen und Kollegen hinzugekommen, unsere Belegschaft ist somit zum En-
de des Berichtsjahres auf über 12.500 Mitarbeiter angewachsen. Schwerpunkte waren die Stärkung des Vertriebes in Europa und in Asien sowie das Logistiksystemgeschäft. Einen Punkt möchte ich noch hervorheben: In unserer Serviceorganisation sind 45 Prozent der Belegschaft tätig. Die Zahl unserer Kundendiensttechniker hat mittlerweile die 4.000er-Marke überschritten. Das zeigt die Bedeutung dieses Geschäftsfeldes in unserem Unternehmen.
Das Börsenjahr 2014 verlief für Jungheinrich ebenfalls sehr erfolgreich. Die Kurse an den Aktienmärkten unterlagen im Jahresverlauf immer wieder starken Schwankungen, vor allem aufgrund der anhaltenden Ukraine-Krise und anderer geopolitischer Unsicherheiten. Positive Einflüsse gingen vom stabilen Aufschwung in den USA sowie vom Maßnahmenpaket der Europäischen Zentralbank im 4. Quartal aus. Der Kurs der Jungheinrich-Aktie entwickelte sich im Jahresverlauf besser als die deutschen Leitindizes und stieg um 12 Prozent. Im 1. Quartal hatte die Aktie ein Allzeithoch von 56,48 Euro erreicht. Nach einem Rückgang im weiteren Jahresverlauf setzte sich der positive Trend Ende 2014 und Anfang dieses Jahres fort: Der Kurs übersprang erstmals die 60-Euro-Marke und erreichte mehrfach ein neues Allzeithoch, zuletzt am 27. April mit 66,78 Euro.
Außerdem stieg die Jungheinrich-Aktie am 4. Dezember 2014 in den MDAX auf. Wir betrachten dies als Anerkennung für die gute Arbeit, die bei Jungheinrich geleistet wird.
in diesem Jahr haben wir ein besonderes Jubiläum: Am 30. August vor 25 Jahren wurde die Jungheinrich-Aktie erstmals an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. In den vergangenen Jahren war nicht nur unser Unternehmen in der Erfolgsspur – auch der Kurs unserer Aktie hat sich sehr positiv entwickelt. Wer von Ihnen seit dem Börsengang als Aktionär dabei war, hat an einer beachtlichen Wertsteigerung teilgenommen. Bis heute ist der Kurs der Jungheinrich-Aktie fast um das Vierfache des damaligen Ausgabepreises von umgerechnet 17,38 Euro gestiegen. Dazu kommen die Dividenden, die an die Vorzugsaktionäre in jedem Jahr ausgeschüttet wurden – auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten.
Nach diesem kurzen historischen Ausflug komme ich nun zur aktuellen Situation unseres Unternehmens. Diese lässt sich so zusammenfassen: Wir sind erfolgreich in das Jahr 2015 gestartet und arbeiten weiter an der Erreichung unserer Wachstumsziele.
Im Detail sehen unsere Zahlen per Ende April wie folgt aus: Auftragseingangsvolumen in Euro – plus 10 Prozent.
Auftragseingang in Stück – Anstieg um 14 Prozent.
Der Umsatz stieg um 9 Prozent.
Die Produktion ging um 8 Prozent nach oben. Wir haben also nochmals an Fahrt gewonnen. Auf Basis der guten Auftragslage sind wir überzeugt, dass wir das erste Halbjahr 2015 positiv abschließen werden. Wir wachsen in einer vergleichbaren Größenordnung wie im Vorjahr. Das macht mich zuversichtlich, unsere Zielsetzungen in diesem Jahr zu erreichen, auch beim Marktanteil.
Sie sind nun im Bilde, was unsere aktuelle Entwicklung betrifft. Diesen Weg wollen wir weiter mit großer Leidenschaft beschreiten. Dafür möchte ich Ihnen die Wachstumsstrategie von Jungheinrich im Hinblick auf das Jahr 2020 erläutern, die in einem intensiven Prozess vom Vorstand erarbeitet wurde und vom Aufsichtsrat eng begleitet wird. Diese Strategie wurde detailliert für jede Einheit im Konzern definiert, so dass jede Führungskraft im Unternehmen weiß, mit welchen Maßnahmen die jeweiligen Ziele in den nächsten fünf Jahren zu erreichen sind. Dafür haben wir einen klaren Fahrplan, den wir mit einem strategischen Controlling-System überprüfen, damit die einzelnen Maßnahmen in jedem Unternehmensbereich wie geplant umgesetzt werden.
Unsere Wachstumsstrategie setzt sich aus fünf Elementen zusammen: Dem Ausbau des Kerngeschäfts in Europa, der Verstärkung unserer Präsenz in den Wachstumsmärkten in Asien mit Schwerpunkt China, dem starken Ausbau des Logistiksystemgeschäftes, der deutlichen Steigerung unseres Marktanteils im Produktsegment der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler sowie dem massiven Wachstum im Versandhandel, unserem Profishop. Das sind die wesentlichen Treiber für unser Ziel, die Schwelle von 3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2017 zu überschreiten.
Unsere eingeleiteten Aktivitäten tragen bereits Früchte. So konnten wir 2014 unsere Marktposition in Europa weiter festigen und im 1. Quartal 2015 sogar steigern. Hier wollen wir langfristig deutlich über 20 Prozent Marktanteil erreichen. In Asien haben wir unseren Umsatz um 30 Prozent gesteigert. In China sind wir weit stärker als der Markt gewachsen. Hier liegt weiterhin großes Potenzial, besonders in der Sparte Logistiksysteme, die wir in Asien deutlich ausbauen werden. Für das Logistiksystemgeschäft bieten sich zukünftig nicht nur dort, sondern auch in Westeuropa und Russland weiter gute Perspektiven. Mit unseren logistischen Gesamt-
lösungen haben wir gegenüber dem Wettbewerb in der Flurförderzeugbranche ein Alleinstellungsmerkmal.
Sehr gut haben die Kunden unsere neuen Verbrenner angenommen, die wir im letzten Jahr auf den Markt gebracht haben. Hier konnten wir den Marktanteil in Europa von knapp 6 auf 7 Prozent steigern. Mit unseren modernisierten Verbrennern haben wir weiterhin gute Marktchancen. Eine Erfolgsgeschichte ist auch unser Versandhandel, der seit Jahren zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet und 2014 um 19 Prozent zulegte. Dieses Geschäft wollen wir in den nächsten Jahren über Deutschland, Österreich und die Niederlande hinaus auf zusätzliche Länder ausdehnen.
Weitere Highlights des abgelaufenen Jahres: Unsere Mietflotte wurde deutlich auf mehr als 38.000 Fahrzeuge ausgebaut. Unsere großen Bauvorhaben sind planmäßig und ohne Kostenüberschreitung vorangeschritten. Und auch bei der Finanzierung sind wir gut aufgestellt: Im Dezember haben wir ein Schuldscheindarlehen über 100 Millionen Euro platziert. Das gibt uns weiteren Spielraum für zukünftiges Wachstum.
Für unsere ehrgeizigen Ziele brauchen wir motivierte, leistungsorientierte Mitarbeiter. Wer in der Champions League spielen möchte, muss nicht nur die entsprechenden Spieler im Team haben, sondern sich auch als Unternehmen ständig weiterentwickeln. Nichts ist beständiger als der Wandel – und Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir darauf vorbereitet sind.
Mit unserem Projekt "Jungheinrich Way of Leadership" bringen wir noch mehr Unternehmertum in unsere Führungsmannschaft, um die in der Organisation vorhandenen Potenziale besser zu heben.
Mit unserem weitsichtigen Handeln sichern wir nicht nur, sondern schaffen wir kontinuierlich neue Arbeitsplätze. Wir werden talentierte Mitarbeiter langfristig an uns binden und weiteres hochqualifiziertes Personal an Bord holen, um die bestehende Mannschaft weiterzuentwickeln. Allein 2014 sind über 700 neue Kollegen zu uns gestoßen, in diesem Jahr werden es noch mehr sein. Schon bis Ende April haben wir 300 neue Stellen geschaffen. Mittelfristig werden wir eine Personalstärke von 15.000 Mitarbeitern erreichen.
Auch in den Folgejahren wollen und werden wir bei ähnlich guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ordentlich wachsen und weitere Mitarbeiter an Bord nehmen.
Auch für das laufende Jahr haben wir uns ein kräftiges Wachstum zum Ziel gesetzt. Wie ich Ihnen berichtet habe, sind wir auf einem guten Weg dorthin. Dafür werden wir unsere globale Präsenz erhöhen, insbesondere in den von uns identifizierten Wachstumsmärkten. Nachdem wir in den vergangenen Jahren unsere Werksstandorte auf den neuesten technischen Stand gebracht haben und unsere Produktionskapazitäten deutlich erweitert haben, hat nun der Ausbau der Vertriebsaktivitäten oberste Priorität. Dafür werden wir das bestehende Vertriebs- und Servicenetz ausbauen und dabei auch neue Jungheinrich-Vertriebs- und Servicegesellschaften gründen. Wir werden weiter stark in Forschung und Entwicklung investieren und in diesem Jahr insgesamt über 20 neue Produkte auf den Markt bringen.
Wie sieht der Ausblick für 2015 aus? Auf Basis der positiven Konjunkturprognosen mit einem erwarteten weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent gehen wir für den Weltmarkt für Flurförderzeuge von einer weiterhin positiven Entwicklung, insbesondere in Westeuropa und Nordamerika aus. Die Entwicklung des Marktes in Osteuropa wird stark von der Nachfrage in Russland abhängen. Wir erwarten ein sinkendes Marktvolumen in Osteuropa mit Chancen auf eine stabile Marktentwicklung, falls sich der russische Markt im Jahresverlauf spürbar erholen sollte. Für Asien rechnen wir mit einem Marktwachstum, wenn sich die Nachfrage nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern in China im Jahresverlauf erholt.
Was bedeutet das für Jungheinrich? Ich erwähnte bereits, dass wir angesichts der positiven Zahlen per Ende April mit einem guten 1. Halbjahr rechnen. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir, dass sich Auftragseingang und Konzernumsatz zwischen 2,6 und 2,7 Milliarden Euro bewegen. Das EBIT sollte 2015 nach unserer Einschätzung zwischen 190 und 200 Millionen Euro liegen. Das Ergebnis vor Steuern dürfte eine Größenordnung von 170 bis 180 Millionen Euro erreichen.
Die Investitionen in Sachanlagen dürften zwischen 90 und 100 Millionen Euro und damit über dem Vorjahreswert liegen. Unsere größeren Bauvorhaben in Moosburg, Dresden und Hamburg werden wir weitestgehend in diesem Jahr abschließen. Das Schulungszentrum in Norderstedt ist bereits fertiggestellt. Ebenso bleiben unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit etwa 50 Millionen Euro auf einem hohen Niveau. Die von uns angestrebte Kapitalrendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital soll unverändert zwischen 15 und 20 Prozent liegen. Auch bei der Dividendenpolitik setzen wir auf Kontinuität. Wir streben nach wie vor eine Ausschüttung von 25 bis 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an.
Schließen möchte ich mit unserem Firmengründer, Dr. Friedrich Jungheinrich. Er hat seinerzeit mit dem Motto "Mach' man!" das Vertrauen in die Eigeninitiative und den Innovationsgeist seiner Mitarbeiter geprägt. Heute, mit dem Führungsleitbild des "Jungheinrich Way of Leadership", entwickeln wir das Motto im Sinne eines modernen Unternehmertums weiter: "Mach' man und geh voran." Denn Führung braucht Vorbilder.
Wie Sie gesehen und gehört haben, ist Jungheinrich für die Zukunft gut aufgestellt. Einen großen Anteil daran hat unsere tatkräftige, hochmotivierte Mannschaft, mit der wir die anstehenden Herausforderungen meistern und die wir weiter fördern und stärken werden. Das Know-how, das Engagement und der Teamgeist unserer Mitarbeiter sind das Herz unseres Unternehmens. Daher danken meine Vorstandskollegen und ich der gesamten Belegschaft an dieser Stelle ganz herzlich für ihren Einsatz.
Ebenso richten wir unseren Dank an den Aufsichtsrat, der unsere Arbeit in bewährter Weise konstruktiv und engagiert begleitet hat.
Nicht fehlen darf unser ganz besonderer Dank an Sie, verehrte Aktionäre und Gesellschafter, liebe Familien Lange und Wolf. Wir freuen uns, dass Sie unsere Arbeit positiv begleiten, unterstützen und würdigen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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