Management Reports • May 6, 2011
Management Reports
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Jungheinrich ist gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Konsolidierung und Wachstum bestimmten 2010 die Richtung. Die Flurförderzeugbranche profitierte von der starken Erholung der Weltwirtschaft und wies einen Anstieg des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge um 45 Prozent auf, in den Kernmärkten von Jungheinrich in Europa um 32 Prozent. Das Unternehmen verbesserte seine Marktposition in Europa in allen Produktsegmenten. Der Jungheinrich-Konzern kehrte mit einem kräftigen Ergebnissprung in die Gewinnzone zurück. Die Ertragsentwicklung profitierte von einer höheren Auslastung der Werke und einem verbesserten Produktmix. Die Produktionsverlagerung der Elektro-Niederhubwagen ins Werk Landsberg wurde abgeschlossen. Am Standort Norderstedt wurde zukunftsgerichtet in eine neue Pulverbeschichtungsanlage investiert. Der Vertriebs- und Produktionsausbau in China schritt voran.
Jungheinrich, 1953 gegründet, gehört zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt Jungheinrich - unverändert wie im Vorjahr - in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich auf Basis seines Geschäftsmodells seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in konzerneigenen Werken in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt (Schleswig-Holstein) und in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt), Gegengewichts- und Schmalgangstapler in Moosburg (Bayern) gefertigt. Am Standort Lüneburg (Niedersachsen) produziert Jungheinrich Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstaplern wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten, als Onlineshop betriebenen Versandhandel.
Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen.
Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.
Die Segmentberichterstattung von Jungheinrich folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden unverändert die beiden berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt. Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung, die Produktion, den Verkauf sowie die Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die Finanzierung für den eigenen Bereich ein.
Im Rahmen der strategischen Zielsetzung strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum und die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei weltweit führenden produzierenden Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an. Die Ertragserwartungen orientieren sich insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, vor allem im Bereich der Lagertechnik. Deshalb strebt das Unternehmen ergänzend in Europa den Ausbau seiner strategischen Position im Bereich der Logistiksysteme und eine wesentliche Verbesserung der Marktposition im Produktsegment der Gegengewichtsstapler, insbesondere mit verbrennungsmotorischem Antrieb, an. Im asiatischen Wachstumsmarkt mit China als Schwerpunkt baut der Konzern sein Vertriebsnetz und den Produktionsstandort aus. In Nordamerika setzt Jungheinrich seit Jahresbeginn 2010 im Rahmen der Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten auf einen leistungsfähigen Vertriebspartner mit starker Händlerpräsenz.
Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die sich an wertschaffenden Kenngrößen wie Umsatz- und Kapitalrendite sowie Marktanteilsgrößen orientieren.
Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat zuständig, der auf Vorschlag des Personalausschusses das Vergütungssystem hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt, die Gesamtbezüge sowie die jährlichen Zielvorgaben für die variable Vergütung festsetzt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit der Vergütung überprüft. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist Performance-orientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch im Regelfall in einem ausgewogenen Verhältnis zum Fixgehalt stehen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles ist die EBIT-Umsatzrendite (ROS) des Jungheinrich-Konzerns. Sie orientiert sich am Erfüllungsgrad einer Zielrendite entsprechend der strategischen Ausrichtung, die jährlich überprüft wird und angepasst werden kann. Die Auszahlung des variablen Anteiles erfolgt nachträglich einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.
Das Vergütungssystem der Jungheinrich AG für die Mitglieder des Vorstandes wurde im Berichtszeitraum überarbeitet und wird bei neu abzuschließenden Dienstverträgen ab dem 1. Januar 2011 umgestellt. Es weist dann die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Für die 2010 neu mit den Mitgliedern des Vorstandes abgeschlossenen Dienstverträge wurden bereits die variablen Bestandteile (Umsatz, Umsatzrendite und Marktanteil) und Komponenten mit längerfristigem Bezug vereinbart.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt, Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich, zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag der oben genannten Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes, über die Aufteilung beschließt der jeweilige Ausschuss.
Der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 wird ein neues Vergütungsmodell für die Mitglieder des Aufsichtsrates zur Beschlussfassung vorgeschlagen.
Bruttoinlandsprodukt in %
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| Region | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Welt | 5,0 | - 0,6 |
| USA | 2,9 | - 2,6 |
| China | 10,3 | 8,7 |
| Eurozone | 1,7 | -4,0 |
| Deutschland | 3,6 | -4,7 |
| Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: Februar 2011) |
Nach der im Vorjahr weitestgehend überwundenen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise stand die Entwicklung im Berichtszeitraum 2010 ganz im Zeichen einer dynamischen konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft. In kurzen Zeitintervallen passten führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen der jeweils aktuellen Konjunkturlage an und zeichneten ein immer freundlicheres Bild der künftigen Wirtschaftsentwicklung. Die in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnene Konjunkturbelebung setzte sich im 1. Quartal 2010 mit regional unterschiedlicher Dynamik fort. Ein starker, sich selbst tragender weltweiter Aufschwung war zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht zu erkennen. Im 2. Quartal 2010 hielt der Erholungskurs der Weltwirtschaft an, wenngleich sich die regionalen Unterschiede verstärkten. In Europa blieben die Wirtschaftsaussichten angesichts der Schuldenkrise, auf die die Europäische Union mit einem 750-Milliarden-Euro-Stabilitätsprogramm reagiert hatte, noch gedämpft. Dessen ungeachtet setzte sich der Aufwärtstrend der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit weiterhin regionalen Unterschieden fort und wies im Schlussquartal ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum auf. Getragen wurde der globale Konjunkturaufschwung vor allem von den Schwellen- und Entwicklungsländern, während in den meisten Industrieländern die Erholung zunächst schleppend verlief, ehe sich auch hier die Konjunkturbelebung verstärkte. Trotz der Unsicherheiten über die Nachwirkungen der Finanzmarkt- und Schuldenkrise ließen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Gefahr eines Rückfalles in eine Rezession immer weiter in den Hintergrund treten.
Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2010 um 5,0 Prozent (Vorjahr: minus 0,6 Prozent). Das starke Wirtschaftswachstum entfiel insbesondere auf die aufstrebenden Regionen wie Asien und Lateinamerika - vor allem geprägt durch Länder wie China und Brasilien. Das Wachstum in China beschleunigte sich mit einer Zuwachsrate von 10,3 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Doch auch die USA und Europa trugen zur gestiegenen Wirtschaftsleistung bei. In den USA legte das Wirtschaftswachstum um 2,9 Prozent (Vorjahr: minus 2,6 Prozent) zu. In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaft um 1,7 Prozent (Vorjahr: minus 4,0 Prozent). Dabei zeigte sich innerhalb des Euroraumes eine tief gespaltene konjunkturelle Entwicklung. Während die deutsche Wirtschaft kraftvoll aus der Krise kam, kämpften gleichzeitig einige Peripherieländer noch mit der Rezession. Die für Jungheinrich wichtigen europäischen Abnehmerländer wie Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien wiesen Wachstumsraten zwischen minus 0,1 und plus 1,5 Prozent (Vorjahr: minus 2,6 bis minus 5,1 Prozent) auf. Auch die meisten Staaten Mittel- und Osteuropas verzeichneten aufgrund der engen Verflechtung mit den westeuropäischen Volkswirtschaften wieder einen Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung. Polen erreichte eine Wachstumsrate von 3,3 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent). Mit einer Steigerungsrate von 3,6 Prozent (Vorjahr: minus 4,7 Prozent) entfaltete Deutschland im Berichtszeitraum eine hohe Dynamik und erwies sich als Wachstumslokomotive in Europa. Getragen wurde der Aufschwung von der hohen Exporttätigkeit und den stark gestiegenen Ausrüstungsinvestitionen. Die Ausfuhren stiegen um 14,2 Prozent (Vorjahr: minus 14,3 Prozent) und die Ausrüstungsinvestitionen um 9,4 Prozent (Vorjahr: minus 22,6 Prozent). Die Importe, die im vergangenen Jahr mit minus 9,4 Prozent nicht ganz so stark eingebrochen waren, legten 2010 um 13,0 Prozent zu. Der sehr exportorientierte deutsche Maschinenbau, der besonders hart unter der Weltwirtschaftskrise gelitten hatte, zeigte sich ebenfalls stark erholt. Dort stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Ausland um 39 Prozent (Vorjahr: minus 39 Prozent) und aus dem Inland um 29 Prozent (Vorjahr: minus 37 Prozent). Die Produktionsleistung der Maschinenbaubranche erhöhte sich um rund 9 Prozent, nachdem sie im vergangenen Jahr um minus 24 Prozent zurückgegangen war.
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| Region | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Welt | 794,5 | 546,8 |
| Europa (inkl. Türkei) | 267,8 | 203,1 |
| davon Osteuropa | 39,9 | 20,5 |
| Nordamerika | 136,1 | 98,3 |
| Asien | 315,1 | 203,7 |
| davon China | 200,3 | 117,9 |
| Übrige Regionen | 75,5 | 41,7 |
| Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) |
Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum stark vom weltweiten Wirtschaftsaufschwung. Die im 4. Quartal 2009 zu verzeichnende Markterholung setzte sich im Laufe des Jahres 2010 dynamisch fort. In den aufstrebenden Absatzregionen zeigten sich besonders kräftige Zuwächse gegenüber dem allerdings vergleichsweise niedrigen Marktvolumen des Vorjahres. Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen erhöhte sich im 1. Quartal 2010 um 45 Prozent und im 2. Quartal 2010 um rund 54 Prozent. In der zweiten Jahreshälfte 2010 hielt die dynamische Marktnachfrage nach Flurförderzeugen an, wenngleich die hohe Wachstumsrate von 50 Prozent aus dem 1. Halbjahr nicht ganz erreicht wurde. Maßgebend hierfür war, dass 2009 das Marktvolumen in der ersten Jahreshälfte deutlich niedriger ausgefallen war als in der zweiten Jahreshälfte. Das Weltmarktvolumen, das im 1. Halbjahr 2010 bei 379,0 Tsd. Fahrzeugen lag, erhöhte sich im 2. Halbjahr 2010 auf 415,4 Tsd. Einheiten. Hieraus ergab sich für das 2. Halbjahr 2010 eine Steigerung von 41 Prozent. Insgesamt stieg das Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum um 45 Prozent auf 794,5 Tsd. Flurförderzeuge (Vorjahr: 546,8 Tsd. Einheiten). Damit lag das erreichte Marktvolumen deutlich über der Einschätzung aus dem Vorjahr, die von einer stärkeren Belebung der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen nicht vor dem 2. Halbjahr 2010 ausging. Am Marktwachstum waren alle Regionen mit zum Teil stark unterschiedlichen Zuwachsraten beteiligt. Asien verzeichnete mit 55 Prozent auf 315,1 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 203,7 Tsd. Einheiten) den größten Zuwachs. Hierzu trug China - weiterhin Wachstumslokomotive des asiatischen Marktes - mit einem Anstieg um 70 Prozent auf 200,3 Tsd. Geräte (Vorjahr: 117,9 Tsd. Einheiten) überproportional bei. Der nordamerikanische Markt beendete seine seit mehreren Jahren rückläufige Entwicklung und wies mit einer Steigerung von 38 Prozent auf 136,1 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 98,3 Tsd. Einheiten) eine kräftige Markterholung auf. Das europäische Marktvolumen erhöhte sich um 32 Prozent auf 267,8 Tsd. Stapler (Vorjahr: 203,1 Tsd. Einheiten). Hieran war Osteuropa mit einem überproportionalen Zuwachs von 95 Prozent beteiligt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dort das Marktvolumen im vergangenen Jahr um 71 Prozent eingebrochen war. Die Marktentwicklung in Russland, dem größten Einzelmarkt in Osteuropa, verlief nach dem massiven Markteinbruch im Vorjahr mit einer Steigerungsrate von 478 Prozent (Vorjahr: minus 87 Prozent) besonders dynamisch. Westeuropa, das zu Jahresbeginn erst eine verhaltene Marktentwicklung zeigte, erholte sich zusehends und wies im Gesamtjahr einen Zuwachs von 22 Prozent auf. Die für Jungheinrich bedeutenden Absatzmärkte Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und Deutschland waren hierin mit teils stark unterschiedlichen Steigerungsraten von 12 bis 38 Prozent enthalten.
Von der weltweiten Markterholung profitierten alle Produktsegmente. Mit 30 Prozent fiel der Zuwachs bei Fahrzeugen der Lagertechnik erwartungsgemäß deutlich geringer aus als bei den Gegengewichtsstaplern mit 56 Prozent. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Gegengewichtsstapler, die von den Fahrzeugen mit verbrennungsmotorischem Antrieb mit einer Steigerungsrate von 63 Prozent dominiert wurden, 2009 von einem überproportional starken Rückgang betroffen waren. Für dieses Produktsegment ergab sich nun ein entsprechend größeres Erholungspotenzial. Von diesem Markttrend profitierte der Jungheinrich-Konzern mit seinen neuen Gegengewichtsstaplern. Trotz der starken Markterholung blieb der Wettbewerbsdruck in der Branche hoch. Jungheinrich behauptete seine Marktposition in Europa in allen Produktsegmenten.
Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft waren die Schwerpunkte des Jungheinrich-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 sowohl auf die Fortführung und den Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Jahr 2009 als auch auf die Teilhabe an der wieder anspringenden Nachfrage nach Flurförderzeugen gerichtet. Dabei standen die Weichenstellungen in Vertrieb und Technik zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung besonders im Blickfeld.
Im Berichtszeitraum wurden die Kurzarbeit und der Abbau von Arbeitsplätzen als Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten an die gesunkene Nachfrage planmäßig fortgesetzt. Mit Beginn der unterjährig anziehenden Markt- und Nachfrageentwicklung verbesserte sich die Kapazitätsauslastung in den Werken. Demzufolge konnte an den Produktionsstandorten in Norderstedt und Moosburg die im Frühjahr 2009 eingeführte Kurzarbeit stetig reduziert und nahezu ganz ausgesetzt werden. Am Standort Norderstedt wurden darüber hinaus in der zweiten Jahreshälfte wieder Leiharbeitnehmer eingesetzt.
Im neuen Produktionswerk in Landsberg wurden bis zur Jahresmitte 2010 wie geplant weitere Fahrzeugtypen aus der Produktlinie der Elektro-Niederhubwagen aus Norderstedt übernommen und die Fertigung entsprechend hochgefahren. Nach Abschluss dieser Verlagerungsmaßnahme wurde im Werk Norderstedt damit begonnen, die Produktionsabläufe neu zu gestalten. Hierzu gehörte u. a. die Errichtung einer neuen, nach modernsten Umweltgesichtspunkten konzipierten Pulverbeschichtungsanlage, die wesentlich zur Verbesserung der innerbetrieblichen Logistik beitragen wird.
Das Produktionswerk in Qingpu (China), das der Versorgung des asiatischen Marktes mit regionalspezifischen Produkten dient, wurde weiter ausgebaut. Außerdem wurden Vorbereitungen getroffen, um 2011 die Produktion eines weiteren lagertechnischen Fahrzeuges aufnehmen zu können.
Nach dem Beteiligungserwerb an der ISA - Innovative Systemlösungen für Automation GmbH mit Sitz in Graz (Österreich) erfolgte 2010 die systematische Einbindung in die Unternehmensorganisation. Damit wurde das Geschäft mit Logistiksystemen in einem für den Jungheinrich-Konzern zukunftsträchtigen und wachstumsstarken Geschäftsfeld nachhaltig gestärkt.
Vertriebsseitig bildete mit Beginn des Jahres 2010 die Umsetzung der Kooperation mit dem Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (kurz: MCFA), Houston, Texas (USA), einen wesentlichen Schwerpunkt. Seit dem 1. Januar 2010 operiert MCFA mit seinem dichten Händlernetz als exklusiver Vertriebspartner für Jungheinrich-Produkte zur Belieferung der Märkte USA, Kanada und Mexiko und ermöglicht einen weiteren Geschäftsausbau. Dies wird unterstützt durch das von Jungheinrich am Standort Houston aufgebaute eigene Entwicklungszentrum, das lagertechnische Fahrzeuge speziell für den nordamerikanischen Markt konzipiert.
Im Hinblick auf die informationstechnische Entwicklung bildeten die Neuausrichtung der IT-Organisation und die Verabschiedung einer neuen IT-Strategie für den Jungheinrich-Konzern wichtige Maßnahmen. Vor dem Hintergrund der konzernweiten Konsolidierungsmaßnahmen schritt die IT-Vernetzung mit Standardsoftware 2010 etwas langsamer voran. Dennoch ist es gelungen, wesentliche neue IT-Projekte zu starten, z. B. im Bereich des Flottenmanagements und des Finanzdienstleistungsgeschäftes. Zu den fortgeführten Projekten gehörte u. a. das CRM-System (Customer Relationship Management), das in Tschechien und Spanien eingeführt wurde und damit jetzt in acht europäischen Ländern aktiv ist. Darüber hinaus wurde die SAP-Standardsoftware GTS (Global Trade Service) zur Erfüllung der Anforderungen, die sich aus der elektronischen Zollabwicklung und der Überwachung von Lieferungen nach Compliance-Anforderungen ergeben, in weiteren Konzernbereichen eingesetzt.
Zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung wurden die mittelfristig zur Verfügung stehenden Kreditrahmen von über 300 Mio. € vorzeitig für einen Zeitraum von drei Jahren verlängert. Damit stehen die notwendigen finanziellen Mittel zur Wachstumsfinanzierung in den kommenden Jahren bereit.
Zur Optimierung der Finanzierung des strategisch wichtigen Finanzdienstleistungsgeschäftes startete Jungheinrich gegen Ende des Berichtszeitraumes eine neu aufgebaute und zentral ausgerichtete Finanzierungsplattform. Über diese Plattform lassen sich Kundenfinanzierungen grenzüberschreitend flexibel und effizient in Europa abwickeln. Damit kann die Refinanzierung mit dem erwarteten Wachstum im Finanzdienstleistungsgeschäft Schritt halten.
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| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 1.924 | 1.654 |
| Produktion | Stück | 60.400 | 48.300 |
| Auftragsbestand 31.12. | Mio. € | 281 | 208 |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.816 | 1.677 |
Der Jungheinrich-Konzern ging im Berichtszeitraum gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervor und kehrte auf einen profitablen Wachstumskurs zurück. Vor allem die weltweit gestiegene Nachfrage nach Flurförderzeugen bestimmte 2010 die Geschäftsentwicklung. Da auch das Gebrauchtgeräte- und Mietgeschäft sowie der Kundendienst vom Konjunkturaufschwung profitierten, stieg das Geschäftsvolumen kräftig an. Entsprechend günstig verlief die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 für den Jungheinrich-Konzern. Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft stieg konzernweit um 31 Prozent auf 64,9 Tsd. Stapler (Vorjahr: 49,5 Tsd. Einheiten). Aus dem Trend hin zu Großfahrzeugen ergab sich ein deutlich verbesserter Produktmix. Neben der höheren Kundennachfrage wurden auch wieder wesentlich mehr Fahrzeuge als im Vorjahr in die Mietflotte eingestellt. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1.924 Mio. € (Vorjahr: 1.654 Mio. €). Hierin spiegelt sich bereits die überproportionale Steigerung im Neugeschäft wider. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die generell geringere Wachstumsrate im Kundendienst die Steigerungsrate verwässerte. Das Produktionsvolumen, das zeitversetzt dem stark gestiegenen Auftragseingang folgte, erhöhte sich 2010 um 25 Prozent auf 60,4 Tsd. Stapler (Vorjahr: 48,3 Tsd. Einheiten). Zu Jahresbeginn wurde im Gegensatz zum Auftragseingang das Produktionsvolumen im Wesentlichen noch von den kleineren lagertechnischen Fahrzeugen bestimmt. Das Werk Landsberg trug mit einem steigenden Volumen an Elektro-Niederhubwagen zur Produktionsleistung bei. An den inländischen Produktionsstandorten Moosburg und Norderstedt wirkten sich unterjährig dagegen noch die Kapazitätskürzungen durch Kurzarbeit aus. Diese konnte im Jahresverlauf durch die verbesserte Auftragsentwicklung kontinuierlich reduziert und schließlich fast ganz ausgesetzt werden. Die starken Auftragseingänge im 4. Quartal 2010 mit einem überproportional hohen Anteil an Großfahrzeugen werden sich zu Jahresbeginn 2011 im Produktionsvolumen widerspiegeln. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes nahm unterjährig stark zu und erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 auf 281 Mio. € (Vorjahr: 208 Mio. €). Damit ergab sich im Vergleich zum Bestandswert des Vorjahres ein Aufbau um 73 Mio. € bzw. 35 Prozent. Dementsprechend verlängerte sich die Auftragsreichweite auf rund vier Monate (Vorjahr: unter drei Monate).
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 493 | 466 |
| Übriges Europa | 1.197 | 1.119 |
| Übrige Länder | 126 | 92 |
| Gesamt | 1.816 | 1.677 |
Der Konzernumsatz, der vom hohen Produktionsvolumen profitierte, stieg im Berichtsjahr 2010 um 8 Prozent auf 1.816 Mio. € (Vorjahr: 1.677 Mio. €). Alle Regionen waren an der Umsatzsteigerung beteiligt. Dabei erhöhte sich das Inlandsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 493 Mio. € (Vorjahr: 466 Mio. €). Demgegenüber stiegen die Auslandsumsätze um 9 Prozent auf 1.323 Mio. € (Vorjahr: 1.211 Mio. €). Dadurch erhöhte sich die Auslandsquote auf 73 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent). Die Umsatzerlöse außerhalb Europas zogen trotz eines vorübergehenden Umsatzrückganges in den USA als Folge der Vertriebsneuausrichtung um 37 Prozent auf 126 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €) an. Dadurch stieg der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz auf 7 Prozent (Vorjahr: 5 Prozent).
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Neugeschäft | 914 | 811 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 328 | 305 |
| After Sales | 607 | 578 |
| Geschäftsbereich "Intralogistik" | 1.849 | 1.694 |
| Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" | 395 | 378 |
| Überleitung | - 428 | -395 |
| Jungheinrich-Konzern | 1.816 | 1.677 |
Alle Geschäftsfelder trugen zum Umsatzwachstum bei. Entsprechend der Marktentwicklung entfiel der größte Zuwachs auf das Neugeschäft mit einer Steigerung von rund 13 Prozent auf 914 Mio. € (Vorjahr: 811 Mio. €), gefolgt vom Geschäft mit Gebraucht- und Mietgeräten mit einem Anstieg von rund 8 Prozent auf 328 Mio. € (Vorjahr: 305 Mio. €). Neben der stabilen Geschäftsentwicklung bei Gebrauchtgeräten zog die zu Jahresbeginn 2010 noch verhaltene Nachfrage nach Mietgeräten in der zweiten Jahreshälfte spürbar an. Der Kundendienstumsatz (After Sales) kehrte ebenfalls zu Wachstum zurück und wies einen Anstieg um rund 5 Prozent auf 607 Mio. € (Vorjahr: 578 Mio. €) auf. Der Anteil des After Sales am Gesamtumsatz nahm trotz des stark gestiegenen Neugeschäftes nur leicht auf 33 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) ab.
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 1.280 | 1.291 |
| Vertriebskosten | 381 | 376 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 36 | 49 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 27 | 28 |
Die Umsatzkosten sanken um 1 Prozent auf 1.280 Mio. € (Vorjahr: 1.291 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich keine mit 2009 vergleichbaren Einmalaufwendungen aus den umfangreichen, mit einem Personalabbau verbundenen Anpassungsmaßnahmen in den Werken. Zu weiteren Entlastungen kam es durch - im Durchschnitt des Jahres betrachtet - niedrigere Materialpreise. Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz verringerte sich auf 70 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent). Die Vertriebskosten erhöhten sich stark unterproportional nur um 1 Prozent auf 381 Mio. € (Vorjahr: 376 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz verminderte sich auf 21 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent). Auch hier wirkte sich der Wegfall der im Vorjahr kostenbelastenden Maßnahmen vorteilhaft aus.
Als Premiumanbieter investierte Jungheinrich 2010 unverändert stark in die Produktentwicklung, um seine Kunden mit maßgeschneiderten Intralogistik-Lösungen zu versorgen und Zukunftstechnologien voranzutreiben. Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, dass die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern mit 36 Mio. € auf bisherigem Niveau lagen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bei einem Funktionsbereich eine Kostenzuordnung geändert wurde und durch Prozessoptimierungen weitere Kosteneinsparungen im F&E-Bereich realisiert werden konnten.
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 36,3 | 38,7 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 8,8 | 6,5 |
| Aktivierungsquote | 24,2 % | 16,8 % |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 8,1 | 16,5 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 35,6 | 48,7 |
Aufgrund von Neuentwicklungen erhöhte sich die Aktivierungsquote deutlich auf 24,2 Prozent (Vorjahr: 16,8 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung sanken auf rund 36 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €). Dieser Rückgang resultierte sowohl aus dem höheren Aktivierungsvolumen im Berichtszeitraum als auch aus den im Berichtsjahr mit 3 Mio. € deutlich niedrigeren Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten (Vorjahr: über 8 Mio. €).
Die allgemeinen Verwaltungskosten verminderten sich um 4 Prozent auf 27 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Den letztjährigen Belastungen aus der Zuführung von Rückstellungen für Personal und Rechtsstreitigkeiten standen im Berichtsjahr keine vergleichbaren Beträge gegenüber. Allerdings waren aufgrund des stark angestiegenen operativen Konzernergebnisses entsprechend höhere Rückstellungen für die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile des Vorstandes und der Mitarbeiter in den Holding-Bereichen zu bilden.
Durch die dynamische Markterholung und die daraus resultierende Geschäftsausweitung sowie die verbesserte Kapazitätsauslastung in den Werken kehrte der Jungheinrich-Konzern 2010 mit einem kräftigen Ergebnissprung in die Gewinnzone zurück.
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 536,4 | 385,9 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 97,6 | - 71,7 |
| Finanzergebnis | - 1,8 | - 2,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 95,8 | - 74,5 |
| Ertragsteuern | 13,5 | -19,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 82,3 | - 55,2 |
Der Jungheinrich-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2010 mit einem Ergebnis auf gutem Niveau ab. Die Ertragsentwicklung profitierte sowohl von den im Jahresverlauf zunehmend höheren Auftragseingängen und den daraus resultierenden kräftigen Produktionssteigerungen in den Werken als auch von den massiven Kosteneinsparungen, die im Vorjahr eingeleitet worden waren.
Der Jungheinrich-Konzern schaffte bereits im 1. Quartal 2010 die Ertragswende und kehrte bei noch rückläufiger Umsatzentwicklung mit einem Ergebnissprung in die Gewinnzone zurück. Damit zeigte sich die positive Wirkung der umfangreichen Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten und zur Ertragsverbesserung, die Jungheinrich 2009 aufgrund des massiven Markt- und Nachfragerückganges im Neugeschäft eingeleitet hatte. Im 2. Quartal 2010 beschleunigte sich der Ertragsanstieg und setzte sich in der zweiten Jahreshälfte 2010 verstärkt fort. Maßgebend hierfür waren die anziehenden Umsatzerlöse als Folge der hohen Auftragseingänge, verbunden mit einem verbesserten Produktmix, und die deutlich gestiegene Kapazitätsauslastung in den Werken. Ebenso trugen die im vergangenen Jahr eingeleiteten Einsparungen und Effizienzprogramme sowie das kontinuierlich gewachsene Kundendienstgeschäft zum Ertragsanstieg bei. Gegenüber dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass 2010 keine Einmalaufwendungen anfielen.
Das Brutto-Ergebnis vom Umsatz stieg um 150 Mio. € bzw. 39 Prozent auf 536 Mio. € (Vorjahr: 386 Mio. €). Dieser Anstieg war zum überwiegenden Teil auf die Umsatzsteigerung im Neugeschäft um über 100 Mio. € zurückzuführen.
Im Berichtszeitraum 2010 wurde ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von plus 98 Mio. € (Vorjahr: minus 72 Mio. € inkl. Einmalaufwendungen in Höhe von 80 Mio. €) erwirtschaftet. Die entsprechende EBIT-Umsatzrendite erreichte 5,4 Prozent (Vorjahr: minus 4,3 Prozent). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation), in dem das operative liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, stieg im Berichtsjahr um 139 Mio. € auf 239 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €). Bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen ergab sich ein EBITDA von 186 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich auf plus 96 Mio. € (Vorjahr: minus 75 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das negative Finanzergebnis vor allem als Folge der verringerten Kursverluste aus Finanzvorgängen, gegenläufig wirkte sich das anhaltend niedrige Zinsniveau für Geldanlagen aus. Für den Jungheinrich-Konzern ergab sich eine Ertragsteuerbelastung in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: Ertragsteuerguthaben 19 Mio. €). Hierin waren ergebniserhöhende Sondereffekte aus der Neubewertung von steuerlichen Verlustvorträgen enthalten. Dadurch stieg das Ergebnis nach Steuern überproportional auf plus 82 Mio. € (Vorjahr: minus 55 Mio. €). Hieraus errechnet sich ein Ergebnis je Vorzugsaktie von plus 2,45 € (Vorjahr: minus 1,59 €).
Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt angesichts der verbesserten Ergebnisentwicklung vor, an die Stammaktionäre eine Dividende in Höhe von 0,49 € je Stammaktie (Vorjahr: keine Dividende) und an die Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,55 € (Vorjahr: Mindestdividende 0,12 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.
Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements werden eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und eine Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.
Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2010 vor allem von der spürbaren Geschäftsbelebung und der damit verbundenen Ertragssteigerung bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2010 um 187 Mio. € auf 2.394 Mio. € (Vorjahr: 2.207 Mio. €).
Beim Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist zu beachten, dass die zwischen den Kunden und den Jungheinrich-Gesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften geschlossenen langfristigen Finanzdienstleistungsverträge entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart auf der Aktivseite entweder im Anlage- oder im Umlaufvermögen (als Leasinggeräte oder Forderungen aus Finanzdienstleistungen) ausgewiesen werden. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeitkongruent und wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Hieraus ergibt sich eine Bilanzverlängerung. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft herrühren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft.
Weiterführende Informationen zum Finanzdienstleistungsgeschäft sind der im Bericht noch folgenden ausführlichen Darstellung zum Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" und dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
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| in Mio. € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.101 | 1.087 |
| Anlagevermögen | 679 | 657 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 342 | 333 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 80 | 67 |
| Wertpapiere | - | 30 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.293 | 1.120 |
| Vorräte | 198 | 173 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 355 | 305 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 155 | 144 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 36 | 39 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 549 | 459 |
| Bilanzsumme | 2.394 | 2.207 |
Das Anlagevermögen erhöhte sich um 22 Mio. € auf 679 Mio. € (Vorjahr: 657 Mio. €). Von diesem Anstieg entfiel der überwiegende Teil auf einen konjunkturbedingten Aufbau des Bestandes an Mietfahrzeugen auf rund 23 Tsd. Geräte (Vorjahr: 22 Tsd. Einheiten) und auf Investitionen in die Produktionswerke, insbesondere am Standort Norderstedt. Aufgrund der anziehenden Markt- und Kundennachfrage nach Leasingfahrzeugen stieg das im Anlagevermögen enthaltene Fahrzeugvolumen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft leicht um 4 Mio. € auf 204 Mio. € (Vorjahr: 200 Mio. €), die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen um insgesamt 20 Mio. € auf 497 Mio. € (Vorjahr: 477 Mio. €) zu. Die Vorräte erhöhten sich konjunkturbedingt um 25 Mio. € auf 198 Mio. € (Vorjahr: 173 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen aufgrund der starken Umsatzsteigerung im 4. Quartal 2010 um 50 Mio. € auf 355 Mio. € (Vorjahr: 305 Mio. €). Die Finanzmittel aus liquiden Mitteln und Wertpapieren nahmen trotz eines gestiegenen Bedarfes an Working Capital aufgrund des Geschäftswachstums um 60 Mio. € auf 549 Mio. € (Vorjahr: 489 Mio. €) zu. In dieser Entwicklung wird der Geschäftserfolg des Unternehmens aus der positiven Ertragsentwicklung und dem konsequent umgesetzten Working-Capital-Management, das 2010 forciert wurde, sichtbar.
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| in Mio. € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 633 | 547 |
| Langfristige Schulden | 962 | 1.004 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 144 | 143 |
| Finanzverbindlichkeiten | 184 | 253 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 499 | 471 |
| Übrige langfristige Schulden | 135 | 137 |
| Kurzfristige Schulden | 799 | 656 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen | 152 | 140 |
| Finanzverbindlichkeiten | 162 | 117 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 216 | 197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 146 | 96 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 123 | 106 |
| Bilanzsumme | 2.394 | 2.207 |
Dem kräftigen Ergebnisanstieg stand im Berichtszeitraum nur eine geringe Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von rund 2 Mio. € gegenüber. Dies führte zur Erhöhung des Eigenkapitals um 86 Mio. € auf 633 Mio. € (Vorjahr: 547 Mio. €). Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote trotz der gestiegenen Bilanzsumme auf 26 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent). Das Anlagevermögen -ohne Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen - war zum Bilanzstichtag zu 133 Prozent (Vorjahr: 119 Prozent) durch das Eigenkapital gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war jederzeit - auch vor dem Hintergrund der kräftigen Konjunkturerholung - in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen und seine Finanzierung über den im Berichtszeitraum benötigten Finanzbedarf hinaus sicherzustellen. Das Unternehmen wies ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, die durch entsprechende Kundenforderungen gedeckt waren, keine Nettoverschuldung auf. Dadurch war der Verschuldungsgrad von Jungheinrich - gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu EBITDA (bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) - wie im Vorjahr negativ. Die Pensionsrückstellungen blieben im Rahmen planmäßiger Zuführungen und nach Einmalzahlungen in den britischen Pensionsfonds mit 144 Mio. € (Vorjahr: 143 Mio. €) auf dem Vorjahresniveau. Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich leicht um insgesamt 10 Mio. € auf 207 Mio. € (Vorjahr: 197 Mio. €). Dabei standen dem Verbrauch eines Großteiles der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 gebildeten Rückstellungen für den mit den Kapazitätsanpassungsmaßnahmen verbundenen Personalabbau und die Ablösung ehemaliger Händlerverträge in den USA vor allem die mit dem kräftigen Geschäfts- und Ergebniswachstum verbundenen Rückstellungen gegenüber. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen um 24 Mio. € auf 346 Mio. € (Vorjahr: 370 Mio. €) ab. Unter Einbeziehung des Finanzmittelbestandes einschließlich Wertpapieren in Höhe von 549 Mio. € ergab sich erneut der Ausweis eines Netto-Guthabens - und zwar in Höhe von 203 Mio. € (Vorjahr: 118 Mio. €). Wachstumsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 50 Mio. € auf 146 Mio. € (Vorjahr: 96 Mio. €) sowie die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen um 47 Mio. € auf 715 Mio. € (Vorjahr: 668 Mio. €).
Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 82 | - 55 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 142 | 172 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 130 | - 73 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen | 40 | 25 |
| Veränderung aus Working Capital | - 12 | 133 |
| Sonstige Veränderungen | - 9 | 5 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 113 | 207 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit1) | - 40 | - 52 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 14 | 71 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1) | 59 | 226 |
1) exklusive Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb / Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren In Höhe von minus 36 Mio. € (Vorjahr: minus 2 Mio. €)
Die Cashflow-Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns wurde im Berichtszeitraum von der anziehenden Geschäftstätigkeit, dem damit verbundenen, jedoch erfolgreich begrenzten Aufbau des Working Capital sowie der erheblich verbesserten Ergebnisentwicklung bestimmt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtszeitraum 113 Mio. € (Vorjahr: 207 Mio. €). Der Vorjahreswert war vor allem vom starken Abbau des Working Capital (plus 133 Mio. €) positiv geprägt. Dieser im Berichtsjahr sich wachstumsbedingt nicht wiederholende Effekt konnte durch das gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Ergebnis nach Steuern (plus 137 Mio. €) abzüglich der Veränderung aus den Abschreibungen und Wertminderungen (minus 30 Mio. €) nicht ganz ausgeglichen werden. Zudem verringerte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch das deutlich höhere Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen (minus 57 Mio. €).
Aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden aus Vergleichsgründen die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 36 Mio. € (Vorjahr: minus 2 Mio. €) herausgerechnet. Der so bereinigte Cashflow aus der Investitionstätigkeit verbesserte sich mit minus 40 Mio. € um 12 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (minus 52 Mio. €). Im Vergleich zu den im Vorjahr getätigten Investitionen, vor allem in das neue Werk Landsberg, wurden im Berichtszeitraum - auch mit Blick auf die zu Beginn des Jahres schwierig einzuschätzende konjunkturelle Entwicklung - keine großen Investitionen ausgelöst.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug minus 14 Mio. € (Vorjahr: plus 71 Mio. €). Dieser Betrag beinhaltet sowohl einen leichten Abbau der Bankverbindlichkeiten als auch die Dividendenausschüttung in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 17,6 Mio. €). Die hohe Abweichung im Jahresvergleich ist auf die im vergangenen Jahr vorgenommene Begebung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € zurückzuführen. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug plus 59 Mio. € (Vorjahr: plus 226 Mio. €). Unter Einbeziehung des Erwerbes bzw. Verkaufes von Wertpapieren lag die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes bei plus 23 Mio. € (Vorjahr: plus 224 Mio. €).
Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
Aus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 erwirtschafteten Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen sowie ihre Verwendung. Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:
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| in Mio. € | 2010 | % | 2009 | % |
|---|---|---|---|---|
| Entstehung | ||||
| Unternehmensleistung1) | 1.864 | 100,0 | 1.721 | 100,0 |
| Material- und Sachkosten | 1.002 | 53,8 | 1.013 | 59,0 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 142 | 7,6 | 172 | 10,0 |
| Nettowertschöpfung | 720 | 38,6 | 536 | 31,2 |
| Verwendung | ||||
| Mitarbeiter | 582 | 80,8 | 572 | 106,8 |
| Öffentliche Hand | 14 | 1,9 | - 19 | - 3,6 |
| Darlehensgeber | 42 | 5,8 | 38 | 7,1 |
| Aktionäre | 2 | 0,3 | 18 | 3,3 |
| Unternehmen | 80 | 11,2 | - 73 | - 13,6 |
| Nettowertschöpfung | 720 | 100,0 | 536 | 100,0 |
1) inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge
Die Nettowertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 720 Mio. € (Vorjahr: 536 Mio. €). Sie lag damit um 34 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Verwendungsrechnung ergab, dass wie im Vorjahr der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel, dies waren 582 Mio. € bzw. 81 Prozent (Vorjahr: 572 Mio. € bzw. 107 Prozent). Die öffentliche Hand erhielt 14 Mio. € bzw. 2 Prozent (Vorjahr: Erstattung 19 Mio. € bzw. minus 4 Prozent). Die Darlehensgeber partizipierten mit 42 Mio. € bzw. 6 Prozent (Vorjahr: 38 Mio. € bzw. 7 Prozent). Nur den Vorzugsaktionären flossen rund 2 Mio. € bzw. weniger als 1 Prozent (Vorjahr: 18 Mio. € bzw. 3 Prozent für Stamm- und Vorzugsaktionäre) zu. Dem Unternehmen standen zur Innenfinanzierung des Geschäftes 80 Mio. € bzw. 11 Prozent (Vorjahr: minus 73 Mio. € bzw. minus 14 Prozent) aus der Nettowertschöpfung zur Verfügung.
Die stark verbesserte Ertrags- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns spiegelt sich in der positiven Entwicklung der Umsatz- und Kapitalrenditen wider.
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| in % | | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- |
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) | | 5,4 | - 4,3 |
| EBIT-Kapitalrendite (ROCE) | | 22,7 | - 16,8 |
| Eigenkapitalrendite | | 14,0 | - 9,4 |
| Gesamtkapitalrendite | | 5,5 | - 3,3 |
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) = EBIT : Umsatzerlöse x 100
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital1) x 100
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches Eigenkapital x 100
Gesamtkapitalrendite = Ergebnis nach Steuern2) + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital3) x 100 | | | |
1) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten - Liquide Mittel und Wertpapiere
2) bereinigt um das Zinsergebnis Finanzdienstleistungen
3) bereinigt um die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) verbesserte sich auf plus 5,4 Prozent (Vorjahr: minus 4,3 Prozent bzw. bereinigt um Einmalaufwendungen plus 0,5 Prozent). Die entsprechende Kapitalrendite auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (ROCE) stieg auf plus 22,7 Prozent (Vorjahr: minus 16,8 Prozent) und erreichte damit wieder das langfristige Kapitalrenditeziel des Jungheinrich-Konzerns von über 20 Prozent. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich 2010 auf 14,0 Prozent (Vorjahr: minus 9,4 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite, die um die Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt wird, lag bei plus 5,5 Prozent (Vorjahr: minus 3,3 Prozent).
Der Jungheinrich-Konzern hat sich nach Überwindung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgreich entwickelt und ist zu profitablem Wachstum zurückgekehrt. Die Geschäftsentwicklung war im Berichtsjahr von Konsolidierung, Wachstum und Ertragsverbesserung geprägt. Dabei kam der Nachfragesteigerung im Neugeschäft für die Auslastung der Werke und dem damit verbundenen Ergebnisbeitrag eine hohe Bedeutung zu. Die weltweite Konjunkturerholung hat sich positiv auf die Flurförderzeugbranche ausgewirkt und für Wachstum in allen Geschäftsbereichen gesorgt. Dabei verlief die Erholung schneller und deutlicher, als zu Beginn des Jahres erwartet worden war. Dadurch schaffte Jungheinrich früh die Ertragswende und im Gegensatz zum Konzernverlust des Vorjahres wurde ein hoher Gewinn nach Steuern erwirtschaftet. Dies ist ein herausragendes Ergebnis für ein "Nachkrisenjahr", wobei das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht ist. Im langjährigen Vergleich hat der Jungheinrich-Konzern bereits wieder ein ansprechendes Niveau erreicht.
Die im Berichtsjahr 2010 getätigten Investitionen des Jungheinrich-Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - ohne aktivierte Entwicklungskosten - beliefen sich auf 33 Mio. € (Vorjahr: 46 Mio. €). Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im Gegensatz zum Vorjahr keine Großinvestition wie in das Werk Landsberg durchgeführt wurde. Zudem war die Investitionsneigung zu Jahresbeginn angesichts der noch unsicheren Wirtschaftsaussichten äußerst zurückhaltend. Die Investitionsquote verminderte sich auf 1,8 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 2,7 Prozent). Im Berichtszeitraum wurde vornehmlich in den Ausbau der inländischen Produktionswerke mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt investiert. Mit Abschluss der Verlagerung der Fahrzeuge aus der Produktionslinie für Elektro-Niederhubwagen ins Werk Landsberg wurde damit begonnen, die Produktionsabläufe im Werk Norderstedt neu zu gestalten und auszurichten. Hierzu gehörte die Errichtung einer neuen, nach modernsten Umweltgesichtspunkten konzipierten Pulverbeschichtungsanlage, die kurz vor der Fertigstellung steht. Darüber hinaus investierte Jungheinrich schwerpunktmäßig in den weiteren Ausbau der eigenen Vertriebsgesellschaften im Ausland.
Der Jungheinrich-Konzern als eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik stellte im Geschäftsjahr 2010 seine Leistungsfähigkeit ein weiteres Mal unter Beweis und investierte kräftig in die Produktentwicklung, um seine Kunden mit maßgeschneiderten Intralogistik-Lösungen zu versorgen und Zukunftstechnologien voranzutreiben. Dabei blieb die Energieeffizienz von Antriebssystemen ein Schlüsselthema der Forschung.
Die Aufwendungen des Jungheinrich-Konzerns für Forschung und Entwicklung, einschließlich entwicklungsnaher Arbeitsvorbereitung und der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, betrugen 36 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €). Das waren 5,3 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent) des im Berichtsjahr stark gestiegenen Umsatzes aus dem Neufahrzeuggeschäft. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im vergangenen Jahr konzernweit durchschnittlich 322 (Vorjahr: 339) Mitarbeiter tätig. Der Rückgang resultierte u. a. aus einer geänderten Kostenzuordnung eines Funktionsbereiches und aus der Verbesserung der Prozessabläufe.
Der Aufgabenschwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Vorbereitung neuer Produkte zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Jungheinrich. 2010 wurden konzernweit 64 (Vorjahr: 77) Schutzrechte angemeldet und 66 (Vorjahr: 80) Patente erteilt. Damit konnten Innovationen in bedeutende Produktverbesserungen umgesetzt werden, die wesentlich zur Steigerung des Kundennutzens beitragen. Die neue Patentstrategie von Jungheinrich sieht die Ausweitung auf die globalen Märkte vor, in denen das Unternehmen seine Vertriebsschwerpunkte verstärken wird.
In den Entwicklungsabteilungen standen im Berichtszeitraum folgende Arbeitsfelder im Blickfeld:
In der Grundlagenentwicklung wurden Möglichkeiten zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit der Umweltfreundlichkeit untersucht. Bereits in den vergangenen Jahren umfasste dies die Erforschung von Energiespeichern auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Unterschiedliche Konzepte nutzen die Vorteile unter anderem in Bezug auf Gewicht, Handling und Schnellladefähigkeit. Damit ergeben sich Ansätze zur Produktgestaltung für neue Einsatzbereiche von Elektrofahrzeugen. Eines dieser Konzepte konnte bereits für einen Niederhubwagen zur Serienreife gebracht werden. Die Lithium-Ionen-Batterien wurden auch für die leistungsstarken und Treibstoff sparenden Hybridantriebe untersucht. Sobald sich deren Systemkosten wie erwartet weiter vermindern, werden sich erste wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten ergeben.
Die Untersuchungen zu Assistenzsystemen für Staplerfahrer waren Anlass zur Erforschung neuer Sensortechnologien, um den Fahrzeugzustand zu erfassen und den Aufenthaltsort des Fahrzeuges zu bestimmen. Diese Technologie floss in ein Serienprodukt in Form eines Navigationssystems zur Erhöhung der Produktivität und Zuverlässigkeit im Logistikprozess ein. In diesem Zusammenhang wurde auch eine elektronische Schnittstelle geschaffen, die die Automatisierung von Serienfahrzeugen deutlich erleichtert und zuverlässiger gestaltet.
Basierend auf den im Vorjahr durchgeführten Prozessanalysen im Entwicklungsbereich wurden die daraus abgeleiteten Maßnahmen 2010 erfolgreich umgesetzt. Unter anderem wurde die Effizienz im Bereich der zentralisierten Dauertests erhöht. Ferner wurde der Produktentstehungsprozess überarbeitet. Dadurch konnte die Bestimmung des Entwicklungsreifegrades verfeinert und die Produktionsfähigkeit verbessert werden.
In der neuen Abteilung zur zentralen Entwicklung von Komponenten wurden erste Projekte mit dem Ziel gestartet, durch Standardisierung Skaleneffekte zu nutzen und Innovationen schnell über eine Vielzahl von Fahrzeugtypen einzuführen. Neue Berechnungswerkzeuge zur Analyse des Temperaturverhaltens und der Lebensdauer der Stapler bei dynamischen Belastungen wurden eingeführt und werden die dezentralen Entwicklungsbereiche unterstützen.
Jungheinrich erneuerte und ergänzte 2010 kontinuierlich das breit gefasste Produktprogramm. Dazu gehörten Produkte, die der Erschließung neuer Segmente und Märkte dienen und im Mai 2011 auf der weltgrößten Branchenmesse CeMAT in Hannover vorgestellt werden. Bei der Entwicklung der Stapler bildet die Prüfung der Umweltverträglichkeit einen integralen Bestandteil des Entwicklungsprozesses.
Ein besonderes Highlight im Berichtszeitraum war die Markteinführung eines neuen Elektro-Mehrwegestaplers für Traglasten bis zu 2,5 Tonnen, der die Marktführerschaft von Jungheinrich in diesem Produktsegment unterstreicht. Hier wurden neben der Fertigungsoptimierung erste Konzepte für eine neue Schubmaststaplergeneration umgesetzt. Um das allradgelenkte Fahrzeug leicht beherrschbar zu machen, wurde die Mensch-Maschine-Schnittstelle besonders ergonomisch gestaltet. Die hohe Energieeffizienz wird durch Rückgewinnung hydraulischer Energie beim Lastsenken erreicht.
Aus der konsequenten entwicklungstechnischen Überarbeitung aller Elektro-Hochhubwagen konnten weitere Fahrzeugtypen abgeleitet und auf den Markt gebracht werden. Jungheinrich erreicht durch die hohe Modularität seiner Produkte ein so breites Produktspektrum, dass jede Kundenanforderung optimal erfüllt werden kann. Hohe Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind bei diesen Fahrzeugen selbstverständlich. Die Drehzahlregelung der Antriebe verleiht dem Fahrzeug eine hohe Energieeffizienz. Die Bedienerfreundlichkeit konnte u. a. durch verbesserte Ablagemöglichkeiten erhöht werden.
Im Bereich "Kleinserien" ist insbesondere das innovative Unterfahrshuttle (Under Pallet Carrier, UPC) zu erwähnen - ein Kleinfahrzeug, das sich selbstständig im Regal bewegt. Neben diesen Fahrzeugen liefert Jungheinrich auch das dazugehörige Sonderregal.
Nach dem Aufbau des neuen Entwicklungszentrums in Houston, Texas (USA), wurden 2010 dort die ersten Entwicklungsprojekte für lagertechnische Fahrzeuge zur Belieferung des amerikanischen Marktes vorangetrieben.
Im Werk in Qingpu (China) konnten weitere spezifische Produkte für den asiatischen Markt zur Serienreife gebracht und der Anteil der von lokalen Lieferanten bezogenen Komponenten erhöht werden. Inzwischen besteht das dort produzierte Produktprogramm aus Drei- und Vierradstaplern in den Tragkraftklassen von 1,3 bis 2,0 Tonnen und Deichselhubwagen der Produktreihen Nieder- und Hochhubwagen sowie Hubwagen mit Fahrerstand.
Im Bereich der "Logistiksysteme" wurde in Zusammenarbeit mit dem Softwarehaus ISA die Weiterentwicklung des "Warehouse-Management-Systems" (WMS) vorangetrieben. Über das WMS ist eine effizientere Steuerung von manuell bedienbaren oder automatisch betriebenen Lagersystemen möglich. Zu den neu entwickelten Softwaremodulen gehörten z. B. das Staplerleitsystem und das Ressourcenmanagement.
Als Folge der im Jahr 2009 vorgenommenen Anpassung der Personalkapazitäten an die massiv gesunkene Nachfrage nach Flurförderzeugen verringerte sich in der ersten Jahreshälfte 2010 die Stammbelegschaft des Jungheinrich-Konzerns um weitere 275 Mitarbeiter, ehe es durch die im Berichtsjahr anziehende Markt- und Nachfrageentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2010 bereits wieder zu Neueinstellungen von rund 150 Mitarbeitern kam. Die verbesserte Auftragseingangsentwicklung ermöglichte zudem, die im Frühjahr 2009 in den Werken Norderstedt und Moosburg sowie in der Unternehmenszentrale eingeführte Kurzarbeit stetig zu reduzieren und nahezu ganz auszusetzen. Am Standort Norderstedt wurden darüber hinaus in Anpassung der auftragsbezogenen Fertigung an die höhere Nachfrage im 2. Halbjahr 2010 wieder bis zu 180 Leiharbeitnehmer eingesetzt. Aus den bestehenden Maßnahmeplänen wird noch ein Personalabbau - überwiegend im Werk Moosburg - bis in das Frühjahr 2011 hineinreichen. Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen wurden im vollen Umfang bereits im Jahresabschluss 2009 berücksichtigt.
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Vertrieb | 7.421 | 7.479 |
| Fertigung | 2.308 | 2.388 |
| Servicecenter / Verwaltung | 409 | 399 |
| Gesamt | 10.138 | 10.266 |
Zum 31. Dezember 2010 verringerte sich die Stammbelegschaft des Jungheinrich-Konzerns insgesamt um 128 Beschäftigte auf 10.138 (Vorjahr: 10.266) Mitarbeiter. Hiervon waren vor allem die inländischen Werke und die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland betroffen. Dabei standen einem Aufbau in den aufstrebenden Ländern wie China und Russland überproportionale Rückgänge in den westeuropäischen Ländern gegenüber. Der weitere in den Werken Norderstedt und Moosburg realisierte Arbeitsplatzabbau bei der Stammbelegschaft wurde teilweise durch den Aufbau des Werkes Landsberg und den Ausbau des Werkes Qingpu (China) kompensiert. Im Personalbestand waren 300 (Vorjahr: 292) Auszubildende enthalten. Dieses hohe Niveau zeigt, dass Jungheinrich der Ausbildung von eigenen Nachwuchskräften einen großen Stellenwert beimisst. Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Leiharbeitnehmer erhöhte sich im Berichtszeitraum um 208 Beschäftigte - davon nachfragebedingt zum überwiegenden Teil im Werk Norderstedt. Insgesamt wies der Jungheinrich-Konzern im Geschäftsjahr 2010 einen leichten Aufbau von 80 Arbeitsplätzen (Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmer) auf. Von der Stammbelegschaft waren unverändert wie im Vorjahr 77 Prozent in Vertrieb und Verwaltung sowie 23 Prozent in der Fertigung tätig. Innerhalb des Vertriebes waren wie im Vorjahr über 3.400 Kundendiensttechniker im Einsatz. Der Anteil der in der Kundendienstorganisation beschäftigten Mitarbeiter betrug wie im Vorjahr rund 46 Prozent der Belegschaft.
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| in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 46,0 | 46,7 |
| Frankreich | 8,9 | 9,1 |
| Italien | 7,6 | 7,7 |
| Großbritannien | 7,2 | 7,4 |
| Spanien | 3,3 | 3,4 |
| Übriges Europa | 22,0 | 21,2 |
| Übersee | 5,0 | 4,5 |
| Gesamt | 100,0 | 100,0 |
Zum 31. Dezember 2010 waren 5.477 (Vorjahr: 5.473) Mitarbeiter im Ausland und 4.661 (Vorjahr: 4.793) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Damit entfielen rund 46 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent) der Arbeitsplätze auf Deutschland. Im Ausland hatte unverändert Frankreich mit 9 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Italien und Großbritannien mit rund 8 bzw. 7 Prozent. Der Anteil der in Übersee beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich durch den gezielten Ausbau des Asien-Geschäftes auf 5 Prozent (Vorjahr: über 4 Prozent). Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hatte die Jungheinrich AG die im Jahr 2010 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2012.
Im Berichtszeitraum wurde ein standortübergreifender Einkauf für die Produktionswerke aufgebaut. Dazu gehören auch die Entwicklung und die Einrichtung einer zentralen Funktion für Einkaufsmethoden, -prozesse und -standards sowie ein zentrales Einkaufscontrolling. Beschaffungsseitig wird so der Grundstein für eine weitere Professionalisierung und Effizienzsteigerung gelegt. Das konzernübergreifende Warengruppenmanagement wurde weiter ausgebaut. In diesem Zusammenhang wurden für alle Hauptwarengruppen Strategien mit dem Ziel formuliert, die quantitativen und qualitativen Ergebnisbeiträge der Warengruppen über geeignete Maßnahmen abzusichern. Hier gilt es, die termingerechte Belieferung mit hochqualitativen Teilen bzw. Material sicherzustellen. Wesentliche Stellhebel bilden hierbei Untersuchungen der Beschaffungsmärkte sowie der Aufbau von Werkzeugen und von Know-how im Bereich der Kosten- und Wertanalyse.
Im Jahr 2010 wurden die volumenstärksten Hauptwarengruppen auf Erlös- und Ertragspotenziale mit der Zielsetzung untersucht, diese in Zusammenarbeit mit den betreffenden Lieferanten zu erschließen. Hierfür wurde durch die Entwicklung und Einführung von einheitlichen und transparenten Kalkulationsmethoden ein wesentliches Instrument geschaffen, das die Kostenanalyse für Jungheinrich und seine Zulieferanten nachhaltig erleichtert und eine kostenbasierte und partnerschaftliche Preisbildung ermöglicht. Dadurch ist sichergestellt, dass Stellhebel zur Kostenreduzierung - beispielsweise in den Bereichen Entwicklung, Fertigungstechnologie und Materialwirtschaft - schneller identifiziert und genutzt werden können. In Verbindung mit der Durchführung von Preis-Benchmarks und der Nutzung von Industriedatenbanken wird für beide Seiten der Partnerschaft ein wichtiger Beitrag zur kaufmännischen und technischen Wettbewerbsfähigkeit geleistet.
Durch die kräftige Marktbelebung stieg das Einkaufsvolumen im Berichtszeitraum um 30 Prozent auf 1.181 Mio. € (Vorjahr: 910 Mio. €). Das Volumen des Produktionsmaterials stieg entsprechend der höheren Nachfrage um 51 Prozent auf rund 484 Mio. € (Vorjahr: 320 Mio. €) und entsprach damit 41 Prozent (Vorjahr: 35 Prozent) des gesamten Einkaufsvolumens. Der Anteil des Einkaufsvolumens der Handelswaren lag mit 239 Mio. € bei 20 Prozent (Vorjahr: 250 Mio. € bzw. 28 Prozent). Das indirekte Material und alle übrigen Dienstleistungen sowie die Logistikleistungen erhöhten sich auf 458 Mio. € bzw. 39 Prozent (Vorjahr: 340 Mio. € bzw. 37 Prozent) des konzernweiten Einkaufsvolumens.
Das Engagement des Jungheinrich-Qualitätsmanagements in den klassischen Kernmärkten Europas blieb unverändert hoch. Die Produktbeobachtung im Feld mittels SAP-BW (Business Warehouse) sowie die daran anknüpfenden, regelmäßigen Qualitätsabstimmungen aller beteiligten Bereiche bleiben eine Schlüsselkomponente zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualitätssituation im Konzern.
Durch das steigende Produktionsvolumen im Werk Qingpu (China) lag ein Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Sicherstellung der hohen Jungheinrich-Qualitätsstandards in den dort gefertigten Fahrzeugen. Durch die enge Zusammenarbeit vor Ort zwischen Hersteller und Vertrieb gelang es, sowohl hersteller- als auch marktseitig die lokalen Anforderungen zusammenzuführen und zum Vorteil für den Kunden einzusetzen. Die sofortige Einbindung in die standardisierte Kennzahlenstruktur des Konzerns erwies sich dabei als wichtige Informationsquelle und belegte auch in China die strategischen Vorteile des Jungheinrich-Direktvertriebes.
Das Qualitätsmanagement wurde 2010 entsprechend der Erweiterung der Fertigungskapazitäten sowie der Erschließung neuer Vertriebsregionen ausgebaut. So wurden weitere Länder in das SAP-BW einbezogen mit dem Ergebnis, dass gegenwärtig die Produkte jedes Jungheinrich-Werkes bei einer Abdeckung von teilweise über 80 Prozent der Auslieferungen einer Feldbeobachtung unterliegen.
Die hohe Produktqualität sichert Jungheinrich den Status als Premiumanbieter und ist als Leitlinie und Maßstab für künftige Produktionswerke zu verstehen.
Für Jungheinrich stellt umweltbewusstes Handeln einen wichtigen Teil der unternehmerischen Verantwortung dar. Umweltschutz nimmt Jungheinrich als gesellschaftliche Verpflichtung sehr ernst. Sie spiegelt sich in allen Produkten und Prozessen wider, die nicht nur den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, sondern auch darüber hinausgehende Anforderungen erfüllen. Vor dem Hintergrund der Verknappung und des Preisanstieges bei Rohstoffen rücken Umweltschutz und Ressourcenschonung immer stärker in das Blickfeld ökonomischer Überlegungen und bestimmen in zunehmendem Maße den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und seiner Kunden.
Mit dieser Ausrichtung sind Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Recyclingfähigkeit wesentliche Schwerpunkte bei der Produktentwicklung neuer Fahrzeuge, wie z. B. bei dem neuen Elektro-Gegengewichtsstapler. Diese prägen ganz erheblich die Eigenschaften der von Jungheinrich hergestellten Produkte und überzeugen auch die Kunden. Nahtlos knüpft das Umweltmanagement des Kundendienstes hieran an, bei dem die Verwendung und der Umgang sowie die Entsorgung von Stoffen nach Umweltgesichtspunkten eindeutig geregelt werden.
An den Produktionsstandorten wurde auch 2010 in Umweltmaßnahmen investiert. Im Werk Norderstedt wurde eine neue Farbgebungsanlage in Betrieb genommen, die die zum Teil noch vorhandene Verarbeitung von lösemittelhaltigem Lack durch Pulverbeschichtung ersetzt, sparsamer im Wasserverbrauch ist und über eine Energierückgewinnung verfügt.
Im Werk Moosburg wurde ebenfalls im Bereich der Farbgebung ein umweltschonender Fortschritt erzielt. Mit der Umstellung auf Niedertemperatur-Pulver bei der Rahmenlackierung konnte durch das Absenken der Einbrenntemperatur der Energiebedarf je Bauteil um 10 bis 15 Prozent reduziert werden. Des Weiteren wurde in Moosburg die Dachsanierung der Fertigungshallen im Jahr 2010 abgeschlossen. Durch diese Maßnahme wird eine nachhaltige Einsparung von Heizenergie erreicht.
Das im Jahr 2008 bei Jungheinrich eingeführte Compliance-System, das auf die Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen im Konzern einschließlich der Tochtergesellschaften ausgerichtet ist, wurde im Berichtszeitraum weiterentwickelt. Das System ermöglicht im Verdachtsfall unverzüglich über Sonderuntersuchungen eine schnelle Aufklärung von Verstößen oder Missständen. Diese Zielsetzung wurde im Berichtsjahr durch entsprechende Prüfungen zeitnah sichergestellt. Außerdem wurden aktuelle Berichterstattungen anderer Unternehmen über deren Erfahrungen zu möglichen Gefahrenquellen in vorbeugende Untersuchungen einbezogen.
Alle Führungskräfte wurden wiederum ausdrücklich aufgefordert, die internen und externen Vorgaben zu beachten und dies bei ihren jeweiligen Entscheidungen zu berücksichtigen. Der Chief Compliance Officer (CCO) hat in verschiedenen Medien die Compliance-Funktion vorgestellt. So haben Kunden und Jungheinrich-Mitarbeiter die Möglichkeit, präventiv den Vorstand bzw. den CCO auf mögliche Verstöße über verschiedene Informationskanäle hinzuweisen. Von dieser Option wurde auch entsprechend Gebrauch gemacht.
Der Vorstand und der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wurden mündlich wie schriftlich vom CCO über mögliche Compliance-Vorfälle zeitnah informiert.
Gemäß den konzerneigenen Sicherheitsgrundsätzen sind alle Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns weltweit dafür verantwortlich, mit persönlichen Daten von Kunden, Unternehmen oder Mitarbeitern verantwortungsvoll umzugehen. Hierauf wurden im Berichtsjahr 2010 erneut alle Mitarbeiter umfassend hingewiesen und auf die Einhaltung verpflichtet.
Jungheinrich sichert gemäß den gültigen datenschutzrechtlichen Vorgaben den Schutz von persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern. Datenschutzrechtliche Anfragen wurden zeitnah vom Datenschutzbeauftragten des Konzerns geprüft und beantwortet. Sämtliche Datenschutzkoordinatoren wurden zudem vom Datenschutzbeauftragten über mögliche gesetzliche Veränderungen und weitere aufkommende Problemfelder geschult und kontinuierlich informiert.
Nennenswerte Beanstandungen oder Verstöße gegen die konzerninternen Vorgaben zur Einhaltung des Schutzes der persönlichen Daten wurden im Rahmen interner Überprüfungen durch die Konzernrevision nicht festgestellt.
Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen" wird auf die Erläuterung unter "Geschäft und Rahmenbedingungen" verwiesen.
Das Jungheinrich-Geschäftsmodell hat die Betreuung des Kunden aus einer Hand über den Lebenszyklus eines Fahrzeuges zum Ziel. Dabei ist der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" mit seinen Angeboten für Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung ein Dienstleister für den Jungheinrich-Vertrieb zur Förderung des Absatzes von Jungheinrich-Staplern. Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist eine enge Kundenbindung gegeben. Dies ermöglicht es, flexible und für den Kunden individuelle Lösungen anzubieten. Dabei sind mit den Finanzdienstleistungsverträgen grundsätzlich Full-Service- bzw. Wartungsverträge verbunden. Jungheinrich kann durch seine europaweite Direktvertriebsstruktur mit eigener Service-Organisation die Kundenerwartungen nach einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen und unter Einbeziehung individueller, flexibler und wettbewerbsfähiger Finanzdienstleistungen marktgerecht erfüllen.
Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird innerhalb des Jungheinrich-Konzerns als "interne" Leasinggesellschaft im Sinne eines "Non-Profit-Centers" geführt. Er hat somit keinen eigenständigen Gewinnanspruch. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Kundenbonitäts- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den mit den Finanzdienstleistungsverträgen verbundenen Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die sich aus Restwertgarantien bzw. aus der Vermarktung der von Kunden zurückgenommenen Fahrzeuge (sogenannte Fahrzeug-Rückläufer) ergeben.
Die Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns laufen im Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" zusammen und werden zentral über die in Deutschland ansässigen Gesellschaften Jungheinrich Financial Services GmbH und Jungheinrich Finance AG & Co. KG gesteuert. In den wesentlichen für Jungheinrich relevanten Märkten in Europa ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Dies gilt neben Deutschland für Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Es ist ein kontinuierlicher Ausbau von eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften in weiteren Kernmärkten -als nächstes in den Niederlanden - vorgesehen.
Im Geschäftsjahr 2010 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 334 Mio. € (Vorjahr: 336 Mio. €). Damit wurde von Jungheinrich mehr als jedes dritte Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Rental, Leasing etc.) in Europa abgesetzt. Vom Zugangsvolumen entfielen rund 74 Prozent auf die Länder mit Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum Jahresende 2010 wuchs der europaweite Vertragsbestand um rund 2 Prozent auf 96,7 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 94,6 Tsd. Einheiten). Dieser Bestand entsprach einem Neuwert von 1.531 Mio. € (Vorjahr: 1.499 Mio. €).
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Vertragszugang zum Neuwert | 334 | 336 |
| Vertragsbestand zum Neuwert 31.12. | 1.531 | 1.499 |
Die Bilanzierung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" umfasst sowohl die rechtlich eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften als auch die separat abgebildeten Buchungskreise für das Finanzdienstleistungsgeschäft in den Ländern ohne rechtlich eigenständige Finanzdienstleistungsgesellschaft.
Der kontinuierliche Ausbau des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" spiegelt sich in der Bilanz wider. Die Erhöhung der im Anlagevermögen aktivierten Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen "Operating Leases" sowie die Zunahme der Forderungen aus Finanzdienstleistungen "Finance Leases" sind vor allem auf den Anstieg von Kundenverträgen mit den Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften zurückzuführen. Deshalb nahm das Volumen aus Kundenverträgen unter Zwischenschaltung fremder Leasinggesellschaften ab.
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| in Mio. € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 608 | 591 |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | 261 | 254 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 342 | 333 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 5 | 4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 292 | 266 |
| Vorräte | 25 | 17 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 48 | 48 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 155 | 144 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 51 | 48 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 13 | 9 |
| Bilanzsumme | 900 | 857 |
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen resultiert aus der laufzeit- und zinskongruenten Refinanzierung der angestiegenen "Operating- und Finance Leases"-Kundenverträge.
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| in Mio. € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 18 | 17 |
| Langfristige Schulden | 545 | 526 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 499 | 471 |
| Übrige langfristige Schulden | 46 | 55 |
| Kurzfristige Schulden | 337 | 313 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen | 1 | 1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 216 | 197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 77 | 61 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 42 | 51 |
| Bilanzsumme | 900 | 857 |
Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird in seiner Funktion als Dienstleister zur Unterstützung des Jungheinrich-Vertriebes als "Non-Profit-Center" ohne eigenständigen Gewinnanspruch gesteuert.
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 395 | 378 |
| Umsatzkosten | 397 | 381 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | - 2 | - 3 |
| Vertriebskosten | 5 | 5 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | - 6 | - 8 |
| Finanzergebnis | 12 | 9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 6 | 1 |
Das Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" hat mit seinen Vermögenswerten und den entsprechend zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns.
Um bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten des Konzerns die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern, orientiert sich die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes bei bonitäts- bzw. ratingbestimmten Kenndaten. Insbesondere bei den Kenndaten zur Kapitalstruktur, den Netto-Finanzverbindlichkeiten und dem Finanzergebnis werden aus den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen" herausgerechnet. Damit beziehen sich diese Kenndaten ausschließlich auf das Geschäftssegment "Intralogistik".
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| Jungheinrich-Konzern inkl. Finanzdienstleistungen |
Jungheinrich-Konzern Segment "Intralogistik" |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | Mio. € | 633 | 547 | 698 | 602 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 2.394 | 2.207 | 1.693 | 1.536 |
| Eigenkapitalquote | % | 26 | 25 | 41 | 39 |
| Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | 346 | 370 | 345 | 367 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | Mio. € | 715 | 668 | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten / Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
Mio. € | - | - | 31 | 24 |
| Mio. € | 1.061 | 1.038 | 376 | 391 | |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | Mio. € | 549 | 489 | 537 | 479 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | 512 | 549 | - 161 | - 88 |
| Finanzergebnis | Mio. € | - 2 | - 3 | - 14 | - 12 |
Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Konzernrechnungslegungsprozess bezieht.
Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
| ― | Der Jungheinrich-Konzern zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus. |
| ― | Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem. |
| ― | Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. |
| ― | Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme). |
| ― | Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung. |
| ― | Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch, das alljährlich aktualisiert und den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen zur Verfügung gestellt wird, sichert die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie Berichterstattung von Geschäftsvorgängen. |
| ― | Die Mitarbeiter der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen im Jungheinrich-Konzern und seinen in- und ausländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen. |
| ― | Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft. |
| ― | Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrich-spezifischen Systems berücksichtigt. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, die durch die interne Revision überprüft werden, wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
| ― | Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte. |
Durch die wachsenden internationalen Geschäftstätigkeiten des Jungheinrich-Konzerns sind das frühzeitige Erkennen von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester Bestandteil regelmäßiger Überprüfungen durch die interne Revision vor Ort und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Für 2011 wurde die Aufnahme des Zinsergebnisses und der Ertragsteuern als weitere Risikokategorien beschlossen.
Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:
| ― | der Konzernrichtlinie Risikomanagement |
| ― | dem Konzernrisikoausschuss |
| ― | den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften |
| ― | den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen |
| ― | der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern |
| ― | der Konzernrevision |
Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens eine Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur auf der Grundlage der geplanten Ergebnisse. Danach erfolgen die Bewertungen der Inventuren auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden außerhalb der Risikoinventuren Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren. Die Konzernrevision ist durch ihre regelmäßigen Prüfungen vor Ort, die mit dem Vorstand und dem Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG abgestimmt sind, oder durch anlassbezogene Sonderprüfungen ein wichtiger Teil des Risikomanagements.
Um die Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben könnten, zu erfassen und laufend bewerten zu können, hat der Konzern ein separates, stringentes Risikomanagement-System implementiert. Durch eine europaweite Leasing-Vertragsdatenbank auf Basis von SAP ERP steht eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System zur Verfügung.
Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2010 durch den Risikoausschuss bestehen weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt. Sie beinhalten auch die Risiken, die insbesondere durch die Finanzkrise an Bedeutung gewonnen haben. Hierzu zählen das Risiko aus der Unternehmensfinanzierung, das Liquiditätsrisiko, das Restwertrisiko, das Forderungsausfallrisiko, das Währungsrisiko und das Lieferantenrisiko.
Im Gegensatz zum vielfältigen Dienstleistungsgeschäft von Jungheinrich hängen die Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen stark von der konjunkturzyklischen Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Konjunkturentwicklung laufend beobachtet und bewertet, um Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapazitäten werden laufend an die zu erwartenden Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das Risiko für Jungheinrich wesentlich. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.
Nach dem massiven Markteinbruch im Jahr 2009 kam es im Berichtszeitraum zu einer kräftigen Markterholung. So stieg das Marktvolumen in der Flurförderzeugbranche 2010 weltweit um 45 Prozent und in Europa um rund 32 Prozent, davon in den Ländern Osteuropas sogar um 95 Prozent. Mit Ausnahme der Märkte in Asien und Südamerika konnte das Vorkrisenniveau aber noch nicht wieder erreicht werden. Für 2011 ist mit einer weiteren Erholung der Märkte für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik zu rechnen. Aus Ertragssicht wird 2011 einer steigenden Auslastung in den Werken ein zunehmender Anstieg der Materialkosten gegenüberstehen. Nach dem starken Abbau der Mietflotte im Jahr 2009 hat sich die Auslastung 2010 erheblich verbessert, sodass im laufenden Jahr wieder eine Aufstockung der Mietflotte vorgesehen ist. Für das After-Sales-Geschäft geht Jungheinrich für 2011 von einem kontinuierlichen Wachstum aus.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt weiterhin nach. Dennoch bestehen durch die voranschreitende Globalisierung und die damit einhergehende Arbeitsteilung sowie die positive wirtschaftliche Entwicklung in Asien, Südamerika und Europa nach wie vor günstige Rahmenbedingungen für die Rückkehr der Intralogistik auf einen stabilen Wachstumspfad. Immer mehr Länder benötigen in steigendem Maße moderne Flurförderzeugtechnik und Logistiksysteme. Durch das innovative Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis sowie die Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister ist Jungheinrich gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können.
Nicht einzuschätzen ist gegenwärtig der Einfluss der politischen Umwälzungen in den nordafrikanischen Staaten auf die Weltkonjunktur, insbesondere aus den Risiken, die sich aus zu erwartenden Ölpreissteigerungen ergeben könnten.
Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter voran. Dies dürfte den Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Jungheinrich sieht sich dank seines Geschäftsmodells gut positioniert, um im harten Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.
Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit - nicht nur bei einem schwachen Marktumfeld - ein laufendes Risiko dar. Der Jungheinrich-Konzern begegnet dem insbesondere dadurch, dass das Unternehmen sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.
Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge mieten, wird sich im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Als Folge der Finanzkrise und der steigenden Anforderungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld (u. a. durch Basel III) wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für den Kunden. Den sich aus solchen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken wird durch ein speziell auf das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Die Risiken sind zusammenfassend unter "Risiken aus Finanzdienstleistungen" dargestellt.
Jungheinrich unterhielt 2010 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 22 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 23 Tsd. Einheiten). Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert.
Einkaufs- und Beschaffungsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert Jungheinrich im Rahmen seines Risikomanagements. Jungheinrich setzt u. a. Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung der für Jungheinrich relevanten Rohstoffe wie Stahl, Blei und Kupfer ein. Diese Systeme unterstützen das Unternehmen, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Aufgrund der wieder stark gestiegenen Nachfrage auf den Weltmärkten ist für 2011 von weiterhin volatilen Rohstoffmärkten und anziehenden Rohstoffpreisen auf hohem Niveau auszugehen. Lieferengpässe bei Elektronikkomponenten, die für die Produktion von Steuerungen benötigt werden, dürften wahrscheinlich andauern und könnten zu höheren Beschaffungspreisen führen. Für das Geschäftsjahr 2011 steht die Sicherstellung der bedarfsgerechten, qualitativen und quantitativen Versorgung der Produktion im Vordergrund. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kernlieferanten konnten bislang Qualitätsprobleme bzw. Lieferantenausfälle weitgehend vermieden werden.
Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse laufend und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme fortwährend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen, Websites und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Im Rahmen der IT-Strategie wurden konzernweit weitere Bereiche und Gesellschaften in die Transparenz erhöhende, standardisierte SAP-Systemvernetzung einbezogen.
Jungheinrich zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert. Eigenverantwortliches unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften bilden das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung von Jungheinrich. Hierzu dienen enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen, um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieur-Nachwuchs zu rekrutieren. Dem intensiven Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden z. B. Mitarbeiter mit besonderer Eignung und Führungskräfte im Rahmen des sogenannten "Talent Managements" erkannt, gefördert und gefordert.
So lassen sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Facharbeiterbedarf abzusichern, erhöht das Unternehmen die Anzahl an Auszubildenden. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, wird die Rekrutierung allerdings inzwischen zunehmend schwieriger, weil die am Markt erzielbaren Gehälter zum Teil erheblich über der Gehaltsstruktur bei Jungheinrich liegen.
Zu den wesentlichen Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben können, gehören das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen sowie das Restwertrisiko.
Das Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus wurde 2010 eine ergänzende Finanzierungsplattform geschaffen, um entsprechende Refinanzierungen am Kapitalmarkt zu platzieren. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.
Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen konnte in den vergangenen Jahren auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden. Auch im vergangenen Jahr hat sich das Bonitätsrisiko trotz der schwierigen Marktbedingungen nicht erhöht. Hierzu haben insbesondere die umfassenden Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit beigetragen. In Einzelfällen werden Kreditversicherungen zur Abdeckung von Klumpenrisiken abgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt die Vermarktung vorzeitig zurückgeholter Fahrzeuge durch die operativen Vertriebseinheiten mit dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" zu festgelegten Rücknahmekonditionen. Durch eine professionelle Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und ergänzend über die Internet-Plattform "Supralift" verfügt Jungheinrich über ausgezeichnete Instrumente zur Wiedervermarktung.
Auf Basis einer internen Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Geschäftsbereich "Gebrauchtgeräte" innerhalb des Vertriebes. Sowohl aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns als auch des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" wird eine Risikobewertung aller Finanzdienstleistungsverträge vorgenommen. Mit Hilfe der Leasing-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsbezogen die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.
Bei den Finanzrisiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.
Die Nachwirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von über 300 Mio. € mit einer Laufzeit von drei Jahren zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Darüber hinaus bestehen zur Stärkung der langfristigen Finanzierung ein im Dezember 2009 abgeschlossenes Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren sowie ein Ende 2011 auslaufendes Schuldscheindarlehen in Höhe von 55 Mio. €. Damit ist eine solide Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Die Ergebniserwartungen für 2011 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den sehr hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit weiterhin eine konservative Anlagepolitik und investiert in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität.
Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zins- und Währungsrisiken genutzt. Zum 31. Dezember 2010 bestanden im Jungheinrich-Konzern Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 177 Mio. € (Vorjahr: 169 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte zum 31. Dezember 2010 bestanden in Höhe von 63,8 Mio. € (Vorjahr: 54,0 Mio. €).
Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Geschäftstätigkeit der MIC S.A. konnten noch nicht sämtliche anhängige Rechtsstreitigkeiten beendet werden. Im Zusammenhang mit der Händlerabwicklung in den USA sind derzeit zwei Klagen anhängig. Des Weiteren bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten.
Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 eingetreten sind, liegen nicht vor.
Ausgehend von den von führenden Wirtschaftsforschungsinstituten getroffenen Wachstumsprognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung erwartet Jungheinrich in seiner Einschätzung für das Geschäftsjahr 2011 eine Fortsetzung der weltweiten Konjunkturerholung mit weiterhin regionalen Unterschieden. Allerdings dürfte sich die Wachstumsdynamik, allein schon aufgrund der hohen Wachstumsraten des Jahres 2010, mit Auslaufen der umfangreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete, auf die sich der Konjunkturaufschwung bisher stützte, spürbar verringern. Während für die westlichen Industrienationen mit einem vergleichsweise moderaten Wirtschaftswachstum zu rechnen ist, sollte das Wachstum in Osteuropa stärker ausfallen. Die Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas, vor allem geprägt durch Länder wie China und Brasilien, sollten ihren kräftigen Wachstumskurs beibehalten. Die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft dürfte sich auch bei einer Abschwächung weiterhin als Konjunkturlokomotive für den Welthandel erweisen. Etwaige wirtschaftliche Einflüsse aus den politischen Veränderungen in den nordafrikanischen Staaten sind in den Wachstumsprognosen nicht enthalten.
Bruttoinlandsprodukt in %
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| Region | Prognose 2011 | Prognose 2012 |
|---|---|---|
| Welt | 4,4 | 4,5 |
| USA | 4,0 | 3,5 |
| China | 8,2 | 7,5 |
| Eurozone | 1,7 | 1,8 |
| Deutschland | 3,0 | 2,5 |
| Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: Februar 2011) |
Vor dem Hintergrund des stabilen weltwirtschaftlichen Umfeldes bleiben die Aussichten für die Flurförderzeugindustrie günstig. Nach dem kräftigen Nachholeffekt im Vorjahr dürfte sich aber die Marktdynamik verringern. Für das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge geht Jungheinrich von einer stückzahlbezogenen Steigerung um rund 10 Prozent auf ca. 870 Tsd. Fahrzeuge aus. Damit würde das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 nahezu erreicht werden. Dieses Marktwachstum dürfte sich, wenngleich mit regionalen Unterschieden, auf alle Absatzmärkte erstrecken. In den Absatzregionen Asien und Lateinamerika sollten die Steigerungsraten entsprechend der bisherigen Marktentwicklung höher ausfallen als in Europa oder Nordamerika. Da nach der Rezession in letztgenannten Regionen die Erholungsphase noch nicht abgeschlossen ist, besteht für diese noch ein größeres Wachstumspotenzial. Die Marktentwicklung in Europa könnte von einem stärkeren Wachstum in Osteuropa profitieren. Nachdem im vergangenen Jahr die Gegengewichtsstapler deutlich höhere Zuwächse gegenüber lagertechnischen Fahrzeugen aufwiesen, dürften nun beide Produktsegmente gleichermaßen zum Marktwachstum beitragen. Für den Jungheinrich-Konzern werden sich sowohl aus der Marktentwicklung als auch aus den neu in den Markt eingeführten Gegengewichtsstaplern und lagertechnischen Fahrzeugen zusätzliche Absatzchancen ergeben. Deshalb rechnet Jungheinrich für das Jahr 2011 mit einem insgesamt günstigen Geschäftsverlauf. Basierend auf einem entsprechenden weltweiten Marktwachstum erwartet das Unternehmen einen organisch steigenden Auftragseingang von über 1,95 Mrd. € und einen Konzernumsatz in Höhe von über 1,9 Mrd. €. Die Ertragsentwicklung wird wesentlich von der Nachfragesteigerung im Neugeschäft und der Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken sowie dem damit verbundenen Ergebnishub bestimmt werden. Hierzu bildet der hohe Auftragsbestand zum Jahresende 2010 eine solide Ausgangsbasis. Belastungen werden sich 2011 aus steigenden Rohstoffpreisen und aus höheren Personalkosten, unter anderem aus tarifvertraglichen Vereinbarungen, ergeben. Dennoch werden sowohl die Ausweitung des Geschäftsvolumens in Verbindung mit einer stärkeren Auslastung der Werke als auch weitere Effizienzsteigerungen sowie Preiserhöhungen bei den Produkten zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses über das Vorjahresniveau hinaus beitragen.
Nach einem Jahr der Konsolidierung und Ertragsverbesserung wird das Geschäftsjahr 2011 für Jungheinrich ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung stehen. Mit der Neuausrichtung der Produktionsabläufe im Werk Norderstedt, die als Schwerpunkt die Fertigstellung und das Hochfahren der neuen Pulverbeschichtungsanlage beinhaltet, wird an diesem Standort die Fertigung lagertechnischer Fahrzeuge zu einer nachhaltigen Effizienzsteigerung führen. Zu den weiteren zukunftsgerichteten Investitionsschwerpunkten zählt auch der geplante Neubau des Werkes Qingpu (China) zur Versorgung des asiatischen Marktes mit regionalspezifischen Produkten. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2011 vorgesehen.
Als eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik wird Jungheinrich die Entwicklungstätigkeit auch künftig auf unverändert hohem Niveau halten. Das gilt u. a. für die konzernübergreifende Grundlagenentwicklung in Schlüsseltechnologien. Dazu gehören Antriebstechniken und marktspezifische Produktentwicklungen. Im Jahr 2011 wird das Unternehmen, insbesondere auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT im Mai in Hannover, seine Leistungsfähigkeit als produzierender Dienstleistungs- und Lösungsanbieter der Intralogistik unter Beweis stellen und zahlreiche Neuentwicklungen präsentieren. Dies wird die Marke "Jungheinrich" weiter stärken.
Vertriebsseitig wird Jungheinrich das weltweite Direktvertriebs- und Servicenetz weiter an die regionalen Erfordernisse anpassen und in einzelnen Einheiten entsprechend der marktspezifischen Entwicklung gezielt ausbauen. Die Finanzkraft des Unternehmens bietet eine ausgezeichnete Basis, um strategische Wachstumsregionen zügig erschließen zu können. Darüber hinaus wird Jungheinrich den Ausbau des weltweiten Händlergeschäftes in den Ländern ohne eigene Jungheinrich-Vertriebsgesellschaft vorantreiben und die Vertriebspartnerschaft mit MCFA (Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc.) in Nordamerika weiter ausbauen. Letztere wird durch das Jungheinrich-eigene Entwicklungszentrum in Houston unterstützt, das das Produktprogramm für diese Region kontinuierlich erneuern und um neue Produkte ergänzen wird. Das Geschäft mit Logistiksystemen wird Jungheinrich europaweit durch die enge Zusammenarbeit mit dem in Österreich ansässigen Softwarehaus ISA GmbH verstärken und seine Kompetenz als Systemanbieter weiter ausbauen. Jungheinrich wird in allen Bereichen die Chance des Aufschwunges nutzen, um nachhaltig profitables Wachstum zu generieren. Hierzu soll die Marktposition in einzelnen Regionen verbessert und die Vertriebspräsenz in den Wachstumsmärkten in Osteuropa, Asien und Lateinamerika ausgeweitet werden. Des Weiteren bleibt der Ausbau des Geschäftes mit verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern ein wesentlicher Schwerpunkt für 2011.
Die Höhe des Investitionsvolumens - ohne Berücksichtigung der Investitionen in das Miet- und Finanzdienstleistungsgeschäft - wird sich gegenüber dem Jahr 2010 deutlich erhöhen und dürfte sich über 60 Mio. € bewegen. Hiervon wird der größte Teil auf die Produktionswerke entfallen. Ferner wird mit der Gründung neuer Finanzierungsgesellschaften in den Niederlanden der Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäftes in Europa vorangetrieben. Durch die gesicherte Unternehmensfinanzierung einschließlich der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist auch hier die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt. Chancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich zusätzlich aus der anziehenden Nachfrage im Systemgeschäft und aus günstigeren Währungsparitäten für den Euro gegenüber Dollar und Renminbi ergeben. Der Preiswettbewerb in der Flurförderzeugbranche dürfte trotz des zu erwartenden Marktwachstums weiterhin hoch bleiben.
2012 könnte mit einer weiteren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur bei Flurförderzeugen setzen und über höhere Auftragseingänge im Neugeschäft zu einer nochmaligen Produktivitätssteigerung in den Werken führen und damit zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns beitragen.
Der Jungheinrich-Konzern sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg, um in einem überschaubaren Zeitraum zur alten Umsatz- und Ertragsstärke zurückzukehren. Grundlage hierfür sind die Erfolge aus den durchgeführten Anpassungsmaßnahmen, mittels derer den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise begegnet wurde. Da Jungheinrich nach der Krise deutlich schlanker aufgestellt ist, kann das Unternehmen mit den vorhandenen Strukturen das Umsatzniveau spürbar steigern und weitere Effizienzverbesserungen erreichen. Des Weiteren wird Jungheinrich dort aktiv werden, wo sich Umsatz- und Ergebnischancen im Rahmen des Geschäftsmodells kurzfristig umsetzen lassen. Die technologische Entwicklungskompetenz, die Konzentration auf nur eine Produktmarke, das integrierte Geschäftsmodell und das - insbesondere in Europa - flächendeckende eigene Vertriebs- und Servicenetz sowie die solide Finanzkraft sind die Basis für das Unternehmen, um die Herausforderungen, die sich aus Markt und Wettbewerb ergeben, erfolgreich zu bestehen. Zur Finanzierung des künftigen organischen Wachstums stehen dem Unternehmen mittelfristig ausreichende finanzielle Spielräume zur Verfügung.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen, das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die sich als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben könnten, kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung einiger europäischer Länder und in Nordamerika, die Auswirkungen aus den politischen Umwälzungen in Nordafrika - insbesondere aus den zu erwartenden Ölpreissteigerungen - sowie die Einführung von Produkten des Wettbewerbes.
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| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1),2) | Finanzdienstleistungen2) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anhang | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse (3) | 1.816.192 | 1.676.695 | 1.420.563 | 1.298.877 | 395.629 | 377.818 |
| Umsatzkosten (4) | 1.279.787 | 1.290.801 | 882.351 | 909.853 | 397.436 | 380.948 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 536.405 | 385.894 | 538.212 | 389.024 | - 1.807 | - 3.130 |
| Vertriebskosten | 380.533 | 375.919 | 375.472 | 370.555 | 5.061 | 5.364 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (12) |
35.598 | 48.744 | 35.598 | 48.744 | - | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 26.549 | 27.543 | 26.549 | 27.543 | - | - |
| Sonstige betriebliche Erträge (7) | 4.468 | 4.558 | 3.942 | 4.102 | 526 | 456 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) |
3.655 | 8.552 | 3.653 | 8.434 | 2 | 118 |
| Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) |
3.056 | - 1.276 | 3.056 | - 1.276 | - | - |
| Übriges Beteiligungsergebnis (9) | - | - 150 | - | - 150 | - | - |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | 97.594 | - 71.732 | 103.938 | - 63.576 | - 6.344 | - 8.156 |
| Finanzergebnis (10) | - 1.753 | - 2.749 | - 14.032 | -12.265 | 12.279 | 9.516 |
| Ergebnis vor Steuern | 95.841 | - 74.481 | 89.906 | - 75.841 | 5.935 | 1.360 |
| Ertragsteuern (11) | 13.502 | - 19.303 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 82.339 | - 55.178 | ||||
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert / unverwässert) (38) |
||||||
| Stammaktien | 2,39 | - 1,65 | ||||
| Vorzugsaktien | 2,45 | - 1,59 |
1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 82.339 | - 55.178 |
| Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Nicht realisierte Gewinne /Verluste | - 5.849 | - 5.336 |
| Realisierte Gewinne / Verluste | 4.528 | - 1.923 |
| Latente Steuern | 532 | 260 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | ||
| Nicht realisierte Gewinne /Verluste | 6.452 | 1.318 |
| Realisierte Gewinne / Verluste | - | - 3 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 5.663 | - 5.684 |
| Gesamtergebnis | 88.002 | - 60.862 |
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| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1),2) | Finanzdienstleistungen2) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anhang | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte (12) | 26.396 | 25.934 | 26.387 | 25.932 | 9 | 2 |
| Sachanlagen (13) | 275.289 | 278.728 | 275.277 | 278.717 | 12 | 11 |
| Mietgeräte (14) | 159.125 | 141.123 | 159.125 | 141.123 | - | - |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen (15) |
203.850 | 199.536 | (56.671) | (54.563) | 260.521 | 254.099 |
| Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) |
14.312 | 11.566 | 14.312 | 11.566 | - | - |
| Übrige Finanzanlagen (16) | 415 | 418 | 415 | 418 | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) |
7.439 | 7.782 | 7.439 | 7.782 | - | - |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) |
341.563 | 333.317 | - | - | 341.563 | 333.317 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) |
9.285 | 9.285 | - | - | - | |
| Wertpapiere (21) | - | 30.078 | - | 30.078 | - | - |
| Rechnungsabgrenzungsposten (23) | 273 | 351 | (4.696) | (2.848) | 4.969 | 3.199 |
| Latente Steueransprüche (11) | 62.813 | 58.348 | 62.620 | 58.059 | 193 | 289 |
| 1.100.760 | 1.087.181 | 493.493 | 496.264 | 607.267 | 590.917 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte (17) | 197.644 | 172.833 | 172.821 | 155.976 | 24.823 | 16.857 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) |
355.118 | 305.331 | 307.227 | 257.202 | 47.891 | 48.129 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) |
154.590 | 143.588 | - | - | 154.590 | 143.588 |
| Ertragsteuerforderungen | 8.161 | 7.402 | 7.183 | 7.402 | 978 | - |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) |
20.966 | 23.616 | (26.362) | (21.782) | 47.328 | 45.398 |
| Wertpapiere (21) | 100.700 | 35.002 | 100.700 | 35.002 | - | - |
| Liquide Mittel (22) | 448.716 | 423.546 | 435.983 | 414.245 | 12.733 | 9.301 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (23) | 7.595 | 8.173 | 3.702 | 5.744 | 3.893 | 2.429 |
| 1.293.490 | 1.119.491 | 1.001.254 | 853.789 | 292.236 | 265.702 | |
| 2.394.250 | 2.206.672 | 1.494.747 | 1.350.053 | 899.503 | 856.619 |
1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.
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| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1),2) | Finanzdienstleistungen2) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anhang | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital (24) | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | 102.000 | 102.000 | 95.217 | 96.197 | 6.783 | 5.803 |
| Kapitalrücklage | 78.385 | 78.385 | 78.350 | 78.350 | 35 | 35 |
| Gewinnrücklagen | 428.095 | 347.676 | 417.043 | 336.120 | 11.052 | 11.556 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 24.167 | 18.504 | 23.867 | 18.477 | 300 | 27 |
| 632.647 | 546.565 | 614.477 | 529.144 | 18.170 | 17.421 | |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (25) |
144.377 | 143.216 | 144.338 | 143.179 | 39 | 37 |
| Übrige langfristige Rückstellungen (26) | 54.682 | 57.695 | 53.948 | 56.941 | 734 | 754 |
| Latente Steuerschulden (11) | 8.188 | 7.301 | 4.507 | 1.108 | 3.681 | 6.193 |
| Finanzverbindlichkeiten (27) | 184.569 | 253.128 | 184.569 | 253.128 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) |
499.441 | 471.113 | - | - | 499.441 | 471.113 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (31) | 70.924 | 72.040 | 30.290 | 24.212 | 40.634 | 47.828 |
| 962.181 | 1.004.493 | 417.652 | 478.568 | 544.529 | 525.925 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Ertragsteuerschulden | 3.593 | 4.422 | 3.073 | 3.207 | 520 | 1.215 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen (26) | 151.913 | 139.540 | 151.003 | 138.443 | 910 | 1.097 |
| Finanzverbindlichkeiten (27) | 161.776 | 117.115 | 160.345 | 113.790 | 1.431 | 3.325 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) |
215.674 | 196.722 | - | - | 215.674 | 196.722 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) |
146.130 | 96.222 | 68.903 | 35.249 | 77.227 | 60.973 |
| Übrige Verbindlichkeiten (30) | 82.647 | 64.000 | 65.482 | 40.903 | 17.165 | 23.097 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (31) | 37.689 | 37.593 | 13.812 | 10.749 | 23.877 | 26.844 |
| 799.422 | 655.614 | 462.618 | 342.341 | 336.804 | 313.273 | |
| 2.394.250 | 2.206.672 | 1.494.747 | 1.350.053 | 899.503 | 856.619 |
1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 82.339 | - 55.178 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 45.399 | 59.560 |
| Abschreibungen auf Miet- und Leasinggeräte | 96.146 | 109.400 |
| Wertminderungen auf Finanzanlagen | 3 | 2.658 |
| Veränderung der Rückstellungen | 10.521 | 50.159 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) | - 111.041 | - 55.921 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten | 228 | 888 |
| Ergebnis aus der Equity-Bewertung | - 2.614 | - 1.224 |
| Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden | - 3.578 | - 31.924 |
| Veränderung bei übrigen Bilanzpositionen | ||
| Vorräte | - 24.811 | 74.060 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 49.444 | 82.070 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 19.248 | - 17.041 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 49.908 | - 20.672 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 47.280 | 24.664 |
| Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten | - 7.591 | 281 |
| Sonstige betriebliche Aktiva | - 13.582 | 1.489 |
| Sonstige betriebliche Passiva | 12.976 | - 16.377 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 112.891 | 206.892 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -41.147 | - 52.562 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1.606 | 2.279 |
| Auszahlungen für den Erwerb / Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen | - 133 | - 2.057 |
| Auszahlungen für den Erwerb / Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | -35.620 | - 1.625 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 75.294 | - 53.965 |
| Gezahlte Dividenden | -1.920 | - 17.620 |
| Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | - 8.664 | - 14.693 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten | 693 | 110.682 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten | -4.515 | - 7.302 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 14.406 | 71.067 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 23.191 | 223.994 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | 2.253 | 1.248 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 25.444 | 225.242 |
| Finanzmittelbestand zum 01.01. | 421.061 | 195.819 |
| Finanzmittelbestand zum 31.12. | 446.505 | 421.061 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gezahlte Zinsen | 50.361 | 46.408 |
| Erhaltene Zinsen | 40.547 | 38.246 |
| Ertragsteuern | 17.356 | 22.551 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.
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| Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Sonstige Eigenkapital- veränderungen |
Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Unterschieds- betrag aus der Währungs- umrechnung |
Unterschieds- betrag aus der Bewertung derivativer Finanz- instrumente |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2010 | 102.000 | 78.385 | 347.676 | 18.745 | - 241 | 546.565 |
| Dividende für das Vorjahr | - | - | - 1.920 | - | - | - 1.920 |
| Gesamtergebnis 2010 | - | - | 82.339 | 6.452 | - 789 | 88.002 |
| Stand am 31.12.2010 | 102.000 | 78.385 | 428.095 | 25.197 | - 1.030 | 632.647 |
| Stand am 01.01.2009 | 102.000 | 78.385 | 420.474 | 17.430 | 6.758 | 625.047 |
| Dividende für das Vorjahr | - | - | - 17.620 | - | - | - 17.620 |
| Gesamtergebnis 2009 | - | - | - 55.178 | 1.315 | - 6.999 | - 60.862 |
| Stand am 31.12.2009 | 102.000 | 78.385 | 347.676 | 18.745 | - 241 | 546.565 |
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert.
Die Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen.
Der Jungheinrich-Konzern ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen.
Der Produktionsverbund umfasst unverändert die Werke in Norderstedt, Moosburg, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Die Fertigung für den ostasiatischen Markt im Werk in Qingpu / Shanghai (China) umfasst Elektro-Hubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstapler. Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen.
Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen / Dresden (Deutschland).
Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 17 Vertriebszentren / Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Singapur und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner.
Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben.
Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.
Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde am 11. März 2011 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich AG, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert. Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.
Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.
Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.
Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen.
In Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn-und-Verlust-Rechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:
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| Mittelkurs am Bilanzstichtag | Jahresdurchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Währung | Basis 1 € | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| GBP | 0,86075 | 0,88810 | 0,85784 | 0,89094 | |
| CHF | 1,25040 | 1,48360 | 1,38030 | 1,51000 | |
| PLN | 3,97500 | 4,10450 | 3,99470 | 4,32760 | |
| NOK | 7,80000 | 8,30000 | 8,00430 | 8,72780 | |
| SEK | 8,96550 | 10,25200 | 9,53730 | 10,61910 | |
| DKK | 7,45350 | 7,44180 | 7,44730 | 7,44620 | |
| CZK | 25,06100 | 26,47300 | 25,28400 | 26,43500 | |
| TRY | 2,06940 | 2,15470 | 1,99650 | 2,16310 | |
| RUB | 40,82000 | 43,15400 | 40,26290 | 44,13760 | |
| HUF | 277,95000 | 270,42000 | 275,48000 | 280,33000 | |
| CNY | 8,82200 | 9,83500 | 8,97120 | 9,52770 | |
| USD | 1,33620 | 1,44060 | 1,32570 | 1,39480 |
Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.
Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes und im Fall eines sogenannten "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten erfasst. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.
Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.
Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge.
Aufwendungen für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.
Investitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Das Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear über ihre Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.
Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.
Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
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| Gebäude | 10 - 50 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude | 10 - 50 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 8 -15 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 -10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 -10 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Jungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge, denen keine Leasingtransaktionen zugrunde liegen. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt.
Für alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst.
Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab.
Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird.
Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst.
Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Leases" und "Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich seit Ende des Jahres 2010 über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes neu gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt.
Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen.
Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.
Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.
Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden 4 Kategorien zuzuordnen:
| ― | Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten |
| ― | bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen |
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. |
Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile an verbundenen Unternehmen. At-equity-bilanzierte Unternehmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und anschließend entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt.
Wertpapiere, die der Kategorie "bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert.
Die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordneten, zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente. Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft.
Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss.
Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen.
Verbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen.
Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.
Die unter Wertpapiere ausgewiesenen Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da Absicht und Fähigkeit bestehen, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich zu Sicherungszwecken eingesetzt.
IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis berücksichtigt.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:
Stufe 1 - auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen,
Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.
Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet.
Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden.
Die Buchwerte der aktiven latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist.
In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die im Rahmen einer effektiven Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung erläutert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Anwartschaftsbarwert und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der betreffenden Arbeitnehmer verteilt.
Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche enthalten.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert.
Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert.
Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah.
Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.
Einzelne Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.
Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Nach der im Vorjahr weitestgehend überwundenen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise stand die Entwicklung im Berichtszeitraum 2010 ganz im Zeichen einer dynamischen konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft. Die in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnene Konjunkturbelebung setzte sich im 1.Quartal 2010 mit regional unterschiedlicher Dynamik fort. Ein starker, sich selbst tragender weltweiter Aufschwung war zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht zu erkennen. Im 2. Quartal 2010 hielt der Erholungskurs der Weltwirtschaft an, wenngleich sich die regionalen Unterschiede verstärkten. In Europa blieben die Wirtschaftsaussichten angesichts der Schuldenkrise, auf die die Europäische Union mit einem 750-Milliarden-Euro-Stabilitätsprogramm reagiert hatte, noch gedämpft. Dessen ungeachtet setzte sich der Aufwärtstrend der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit weiterhin regionalen Unterschieden fort und wies im Schlussquartal ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum auf. Trotz der Unsicherheiten über die Nachwirkungen der Finanzmarkt- und Schuldenkrise ließen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Gefahr eines Rückfalles in eine Rezession immer weiter in den Hintergrund treten.
Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum stark vom weltweiten Wirtschaftsaufschwung. Die im 4. Quartal 2009 zu verzeichnende Markterholung setzte sich im Laufe des Jahres 2010 dynamisch fort. In den aufstrebenden Absatzregionen zeigten sich besonders kräftige Zuwächse gegenüber dem allerdings vergleichsweise niedrigen Marktvolumen des Vorjahres. Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen erhöhte sich im 1. Quartal 2010 um 45 Prozent, im 2. Quartal 2010 um rund 54 Prozent sowie im 2.Halbjahr 2010 noch einmal um 41 Prozent. Trotz der starken Markterholung blieb der Wettbewerbsdruck in der Branche hoch.
Der Jungheinrich-Konzern hat sich nach Überwindung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgreich entwickelt und ist zu profitablem Wachstum zurückgekehrt. Die Geschäftsentwicklung war im Berichtsjahr von Konsolidierung, Wachstum und Ertragsverbesserung geprägt. Dabei kam der Nachfragesteigerung im Neugeschäft für die Auslastung der Werke und dem damit verbundenen Ergebnisbeitrag eine hohe Bedeutung zu. Die weltweite Konjunkturerholung hat sich positiv auf die Flurförderzeugbranche ausgewirkt und für Wachstum in allen Geschäftsbereichen gesorgt. Dabei verlief die Erholung schneller und deutlicher, als zu Beginn des Jahres erwartet worden war.
Ausgehend von den von führenden Wirtschaftsforschungsinstituten getroffenen Wachstumsprognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung erwartet Jungheinrich in seiner Einschätzung für das Geschäftsjahr 2011 eine Fortsetzung der weltweiten Konjunkturerholung mit weiterhin regionalen Unterschieden. Allerdings dürfte sich die Wachstumsdynamik, allein schon aufgrund der hohen Wachstumsraten des Jahres 2010, mit Auslaufen der umfangreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete, auf die sich der Konjunkturaufschwung bisher stützte, spürbar verringern.
Nach einem Jahr der Konsolidierung und Ertragsverbesserung wird das Geschäftsjahr 2011 für Jungheinrich ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung stehen. Der Jungheinrich-Konzern sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg, um in einem überschaubaren Zeitraum zur alten Umsatz- und Ertragsstärke zurückzukehren. Grundlage hierfür sind die Erfolge aus den durchgeführten Anpassungsmaßnahmen, mit denen den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise begegnet wurde. Da Jungheinrich nach der Krise deutlich schlanker aufgestellt ist, kann das Unternehmen mit den vorhandenen Strukturen das Umsatzniveau spürbar steigern und weitere Effizienzverbesserungen erreichen.
Aus der Überprüfung des Wertminderungsbedarfes der zum 31. Dezember 2010 bilanzierten Vermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns ergaben sich wesentliche Wertminderungen lediglich auf die aktivierten Entwicklungskosten.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen - das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die sich als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben könnten - kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Eine verlässliche Schätzung der wirtschaftlichen Entwicklung über das Geschäftsjahr 2011 hinaus ist nicht möglich.
Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet.
Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können.
Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.
Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.
Im Berichtsjahr 2010 wurden die folgenden vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Standards erstmals im Jungheinrich-Konzern angewendet.
Die Neuregelungen in IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" betreffen insbesondere die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung sukzessiver Unternehmenserwerbe und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen sowie Anschaffungsnebenkosten. Nach den Neuregelungen kann die Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren anteiligen Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum Zeitpunkt des Beherrschungsüberganges gehaltenen Anteile vorgesehen. Die Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbes als Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Die Änderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.
Die wesentlichen Änderungen des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält bzw. bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Änderungen hatten keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.
Aus der Anwendung der im Rahmen des jährlichen Improvements-Projektes im Jahr 2009 im zweiten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" veröffentlichten Änderungen an 12 bestehenden Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Sämtliche Standards waren mit Wirkung zum 1. Januar 2010 verpflichtend anzuwenden.
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Standards sind für Jungheinrich relevant. Sie waren im Berichtsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden.
Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Finanzinstrumente" herausgegeben. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. IFRS 9, der für ab dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist, sieht künftig nur noch 2 Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor - die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige differenzierte Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 entfällt. Der Standard wurde bisher noch nicht von der EU übernommen.
Das IASB hat im Mai 2010 im Rahmen des jährlichen Improvements-Projektes den dritten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" veröffentlicht, der im Wesentlichen redaktionelle Änderungen an 6 bestehenden Standards und einer Interpretation vorsieht. Sämtliche Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
Das IASB hat im November 2010 Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht. Der überarbeitete IFRS 7, der für ab dem 1. Januar 2011 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist, fordert zusätzliche Angaben bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Diese zusätzlichen Informationen sollen einen besseren Einblick in die beim abgebenden Unternehmen zurückbleibenden Risiken ermöglichen. Darüber hinaus werden ergänzende Angaben zu Transaktionen, die in zeitlicher Nähe zum Bilanzstichtag vorgenommen werden, gefordert.
Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 19. Februar 2011 die Verordnung (EU) Nr. 149/2011 vom 18. Februar 2011 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1 126/2008 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates veröffentlicht. Mit dieser Verordnung werden Änderungen an International Financial Reporting Standards aus dem Zyklus 2008 bis 2010 übernommen.
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich AG, Hamburg, als Mutterunternehmen und alle Tochterunternehmen einbezogen. Der gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte Konsolidierungskreis umfasst nun 45 (Vorjahr: 43) ausländische und unverändert 13 (Vorjahr: 13) inländische Gesellschaften. Vier Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.
Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangsangabe (43) dargestellt.
Für die Erweiterung der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes im Jungheinrich-Konzern wurde im 4. Quartal 2010 die Verbriefungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, gegründet.
Im Zuge der Vereinheitlichung der Gesellschaftsstruktur im Finanzdienstleistungsgeschäft, wurde in Frankreich, entsprechend den übrigen Ländern mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften, im 4. Quartal 2010 die Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay (Frankreich), gegründet.
Aus der Erstkonsolidierung der beiden neu gegründeten Gesellschaften ergaben sich keine Unterschiedsbeträge.
Die Umsatzerlöse in den Geschäftsbereichen des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich wie folgt:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Neugeschäft | 914.354 | 811.101 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 327.639 | 304.957 |
| After Sales | 606.705 | 577.794 |
| Intralogistik | 1.848.698 | 1.693.852 |
| Finanzdienstleistungen | 395.629 | 377.818 |
| Summe Segmente | 2.244.327 | 2.071.670 |
| Überleitung | - 428.135 | - 394.975 |
| Jungheinrich-Konzern | 1.816.192 | 1.676.695 |
In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 883.908 T€ (Vorjahr: 823.470 T€) enthalten.
Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 6.901 T€ (Vorjahr: Kursgewinne von 3.634 T€) enthalten, die aus Einkäufen in Fremdwährung resultieren.
In den Aufwandspositionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gehälter | 463.050 | 455.722 |
| Soziale Abgaben | 98.375 | 98.782 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | ||
| Leistungsorientierte Pläne | 16.417 | 13.989 |
| Beitragsorientierte Pläne | 2.183 | 1.318 |
| Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.316 | 2.554 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - 3.631 | 31.796 |
| 578.710 | 604.161 |
Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen im Geschäftsjahr 2009 beschlossene Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg sowie die Aufwendungen aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen aufgrund der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes und der damit im Zusammenhang stehenden Einstellung des Direktvertriebes über eine eigene Vertriebsgesellschaft in den USA zum Jahresende 2009.
Der Personalaufwand des Jahres 2010 enthält Erträge in Höhe von 3.631 T€, welche im Wesentlichen aus der Abwicklung der im Vorjahr beschlossenen Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Moosburg und Norderstedt resultieren. Von diesen Personalaufwendungen sind Erträge in Höhe von 3.519 T€ (Vorjahr: Aufwand 28.784 T€) in den Umsatzkosten sowie in Höhe von 112 T€ (Vorjahr: Aufwand 1.595 T€) in den Vertriebskosten des Berichtsjahres enthalten.
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 5.051 | 5.245 |
| Angestellte | 4.749 | 4.955 |
| Auszubildende | 275 | 275 |
| 10.075 | 10.475 |
Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 6.577 T€ (Vorjahr: 4.739 T€).
Die Abschreibungen und Wertminderungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Funktionskosten enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 474 T€ (Vorjahr: 373 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 770 T€ (Vorjahr: 150 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand erfasst.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Jahres 2009 sind mit 104 T€ die im Rahmen des Abganges einer chinesischen Vertriebsgesellschaft realisierten Erträge enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten in Höhe von 702 T€ (Vorjahr: 1.361 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2009 sind Wertminderungen eines Firmenwertes in Höhe von 3.015 T€ erfasst.
Das übrige Beteiligungsergebnis des Vorjahres enthält Wertminderungen in Höhe von 150 T€, die bei der Prüfung auf Werthaltigkeit einer inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen, ehemaligen ausländischen Holding-Gesellschaft ermittelt wurden.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 40.570 | 38.258 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 41.810 | 38.155 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 513 | - 2.852 |
| - 1.753 | - 2.749 |
Das Finanzergebnis enthält Zinserträge in Höhe von 36.200 T€ (Vorjahr: 34.357 T€) und Zinsaufwendungen in Höhe von 23.548 T€ (Vorjahr: 24.514 T€), die aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns resultieren.
Das sonstige Finanzergebnis enthält im Wesentlichen Kursgewinne und -verluste aus Finanzvorgängen in Fremdwährung. Diese Kursdifferenzen resultieren hauptsächlich aus konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung.
Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | ||
| Deutschland | 3.624 | 1.887 |
| Ausland | 13.502 | 10.385 |
| Latente Steuern | ||
| Deutschland | 4.654 | - 22.309 |
| Ausland | - 8.278 | - 9.266 |
| 13.502 | - 19.303 |
Der effektive Steueraufwand in Deutschland ist gestiegen, da die Gesellschaften, die im Jahr 2009 noch Verluste realisiert hatten, mit ihren Gewinnen des Jahres 2010 der Mindestbesteuerung unterliegen. Ferner ist ein Ertrag aus Vorjahressteuern in Höhe von 2,2 Mio. € berücksichtigt. Der latente Steueraufwand 2010 für Deutschland steht im Zusammenhang mit der Nutzung von Verlustvorträgen aus dem Jahr 2009 sowie der Zuschreibung für latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen.
Der gegenüber dem Jahr 2009 erhöhte effektive Steueraufwand im Ausland ist Folge der bei den Vertriebsgesellschaften gestiegenen Gewinne im Berichtsjahr. Der latente Steuerertrag ist ursächlich auf eine veränderte Einschätzung zur Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche sowie auf latente Steuererträge auf Konsolidierungen zurückzuführen.
Der inländische Körperschaftsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2010 unverändert 15,0 Prozent zuzüglich des unveränderten Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer betrug der Gesamtsteuersatz unverändert 30,0 Prozent.
Die im Berichtsjahr angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten wie im Vorjahr zwischen 12,5 Prozent und 35,0 Prozent.
Zum 31. Dezember 2010 bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 154 Mio. € (Vorjahr: 189 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von rund 25 Mio. € (Vorjahr: 59 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Die Minderung der Verlustvorträge ist überwiegend auf die Nutzung in Deutschland zurückzuführen. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 18,3 Mio. € (Vorjahr: 28,2 Mio. €) vorgenommen worden.
Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steuerertrag in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden sowie noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 99.382 | 97.946 |
| Vorräte | 5.311 | 4.900 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 16.136 | 1.594 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 47.017 | 57.639 |
| Pensionsrückstellungen | 8.563 | 9.886 |
| Übrige Rückstellungen | 7.220 | 10.077 |
| Verbindlichkeiten | 208.192 | 214.458 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 18.124 | 19.052 |
| Sonstige | 12.294 | 11.614 |
| Wertminderungen | - 29.893 | - 40.297 |
| Aktive latente Steuern | 392.346 | 386.869 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 59.962 | 60.173 |
| Vorräte | 4.600 | 5.171 |
| Forderungen | 211.645 | 206.003 |
| Pensionsrückstellungen | 149 | 29 |
| Übrige Rückstellungen | 814 | 471 |
| Verbindlichkeiten | 58.740 | 62.589 |
| Sonstige | 1.811 | 1.386 |
| Passive latente Steuern | 337.721 | 335.822 |
| Netto-Betrag der latenten Steuern | 54.625 | 51.047 |
Nach Saldierungen werden die aktiven und passiven latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | 62.813 | 58.348 |
| Latente Steuerschulden | 8.188 | 7.301 |
| Netto-Betrag der latenten Steuern | 54.625 | 51.047 |
| davon aus Verrechnung mit dem Eigenkapital | 714 | 182 |
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand (Vorjahr: Steuerertrag) dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand (-ertrag) ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand (-ertrag) | 28.752 | - 22.344 |
| Änderung des Steuersatzes | - 1 | - 2 |
| Besteuerungsunterschied Ausland | - 1.580 | - 1.024 |
| Veränderung der Wertminderungen | - 11.063 | 1.008 |
| Veränderung aus Vorjahressteuern | - 2.206 | 501 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge | 218 | 1.525 |
| Sonstiges | - 618 | 1.033 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (-ertrag) | 13.502 | - 19.303 |
Die Konzernsteuerquote 2010 betrug 14,1 Prozent (Vorjahr: 25,9 Prozent).
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
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| in Tausend € | Nutzungsrechte und Software |
Aktivierte Entwicklungskosten |
Firmenwerte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2010 |
23.208 | 69.234 | 6.181 | 98.623 |
| Währungsdifferenzen | 132 | - | - | 132 |
| Zugänge | 1.701 | 8.815 | - | 10.516 |
| Abgänge | 343 | 3.520 | - | 3.863 |
| Umbuchungen | 70 | - | - | 70 |
| Stand am 31.12.2010 | 24.768 | 74.529 | 6.181 | 105.478 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 01.01.2010 |
19.693 | 48.697 | 4.299 | 72.689 |
| Währungsdifferenzen | 111 | - | - | 111 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 1.950 | 5.189 | - | 7.139 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | 2.934 | - | 2.934 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 302 | 3.489 | - | 3.791 |
| Stand am 31.12.2010 | 21.452 | 53.331 | 4.299 | 79.082 |
| Buchwert am 31.12.2010 | 3.316 | 21.198 | 1.882 | 26.396 |
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
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| in Tausend € | Nutzungsrechte und Software |
Aktivierte Entwicklungskosten |
Firmenwerte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2009 |
23.387 | 64.533 | 6.181 | 94.101 |
| Währungsdifferenzen | 59 | - | - | 59 |
| Zugänge | 1.045 | 6.463 | - | 7.508 |
| Abgänge | 1.283 | 1.762 | - | 3.045 |
| Stand am 31.12.2009 | 23.208 | 69.234 | 6.181 | 98.623 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 01.01.2009 |
18.964 | 33.947 | 1.283 | 54.194 |
| Währungsdifferenzen | 51 | - | - | 51 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 2.001 | 7.941 | - | 9.942 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | 8.534 | 3.015 | 11.549 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 1.323 | 1.725 | - | 3.048 |
| Umbuchungen und sonstige Änderungen | - | - | 1 | 1 |
| Stand am 31.12.2009 | 19.693 | 48.697 | 4.299 | 72.689 |
| Buchwert am 31.12.2009 | 3.515 | 20.537 | 1.882 | 25.934 |
Bei den Zugängen des Berichtsjahres in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe von 1.701 T€ (Vorjahr: 1.045 T€) handelt es sich vor allem um erworbene Fremdsoftware.
Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungskosten in Höhe von 8.815 T€ (Vorjahr: 6.463 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.
In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 27.475 | 32.269 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 5.189 | 7.941 |
| Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 2.934 | 8.534 |
| 35.598 | 48.744 |
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungskosten erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahr 2010 resultierten Wertminderungsaufwendungen für 4 Fahrzeugbaureihen in Höhe von insgesamt 2.934 T€.
Die Restbuchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2010 entfallen mit 1.771 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich) sowie mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Warschau (Polen).
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte erfolgt auf Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den legalen Konzerneinheiten. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up-erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünfjahresplanung verwendet. Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt.
Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzerneinheiten- bzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Der Gesamtkapitalkostensatz beträgt wie im Vorjahr 9,7 Prozent.
Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.
Die Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
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| in Tausend € | Grundstücke, grund- stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäftsaus- stattung |
Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2010 |
254.701 | 100.242 | 171.140 | 3.252 | 529.335 |
| Währungsdifferenzen | 3.190 | 173 | 1.430 | 2 | 4.795 |
| Zugänge | 1.302 | 4.101 | 13.155 | 12.356 | 30.914 |
| Abgänge | 447 | 2.809 | 11.368 | 6 | 14.630 |
| Umbuchungen | 1.002 | 915 | 1.439 | - 3.426 | - 70 |
| Stand am 31.12.2010 | 259.748 | 102.622 | 175.796 | 12.178 | 550.344 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 01.01.2010 |
74.764 | 60.392 | 115.451 | - | 250.607 |
| Währungsdifferenzen | 973 | 112 | 905 | - | 1.990 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 7.592 | 10.754 | 16.980 | - | 35.326 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen auf Abgänge |
398 | 2.545 | 9.925 | - | 12.868 |
| Stand am 31.12.2010 | 82.931 | 68.713 | 123.411 | - | 275.055 |
| Buchwert am 31.12.2010 | 176.817 | 33.909 | 52.385 | 12.178 | 275.289 |
Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
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| in Tausend € | Grundstücke, grund- stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäftsaus- stattung |
Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2009 |
233.004 | 88.638 | 161.191 | 19.061 | 501.894 |
| Währungsdifferenzen | 763 | 105 | 390 | 9 | 1.267 |
| Zugänge | 6.358 | 2.159 | 10.268 | 26.269 | 45.054 |
| Abgänge | 1.579 | 4.882 | 11.138 | 1.281 | 18.880 |
| Umbuchungen und sonstige Änderungen | 16.155 | 14.222 | 10.429 | - 40.806 | - |
| Stand am 31.12.2009 | 254.701 | 100.242 | 171.140 | 3.252 | 529.335 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 01.01.2009 |
68.560 | 51.927 | 106.948 | - | 227.435 |
| Währungsdifferenzen | 234 | 59 | 380 | - | 673 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 7.266 | 11.167 | 16.595 | - | 35.028 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | 2.288 | 753 | - | 3.041 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 1.296 | 5.049 | 9.225 | - | 15.570 |
| Stand am 31.12.2009 | 74.764 | 60.392 | 115.451 | - | 250.607 |
| Buchwert am 31.12.2009 | 179.937 | 39.850 | 55.689 | 3.252 | 278.728 |
In den Sachanlagen sind in Höhe von 28.308 T€ (Vorjahr: 31.582 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 947 T€ (Vorjahr: 989 T€).
Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 32.595 T€ (Vorjahr: 35.325 T€) verpfändet.
Die Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01. |
272.903 | 333.485 |
| Währungsdifferenzen | 8.285 | 6.030 |
| Zugänge | 83.903 | 35.924 |
| Abgänge | 63.304 | 102.536 |
| Stand am 31.12. | 301.787 | 272.903 |
| Abschreibungen Stand am 01.01. |
131.780 | 133.485 |
| Währungsdifferenzen | 3.893 | 2.830 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 42.905 | 55.164 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 35.916 | 59.699 |
| Stand am 31.12. | 142.662 | 131.780 |
| Buchwert am 31.12. | 159.125 | 141.123 |
Der Gesamtbestand enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 3.284 T€ (Vorjahr: 2.314 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 741 T€ (Vorjahr: 698 T€).
Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 53.874 T€ (Vorjahr: 54.673 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt.
Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01. |
312.290 | 284.473 |
| Währungsdifferenzen | 4.856 | 5.701 |
| Zugänge | 80.448 | 82.190 |
| Abgänge | 64.591 | 60.074 |
| Stand am 31.12. | 333.003 | 312.290 |
| Abschreibungen Stand am 01.01. |
112.754 | 97.231 |
| Währungsdifferenzen | 1.828 | 2.014 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 53.241 | 54.236 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 38.670 | 40.727 |
| Stand am 31.12. | 129.153 | 112.754 |
| Buchwert am 31.12. | 203.850 | 199.536 |
Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Kundenverträge "Operating Lease" | 145.974 | 129.932 |
| Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft | 57.876 | 69.604 |
| 203.850 | 199.536 |
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist.
Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 54.493 T€ (Vorjahr: 49.096 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.
Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen".
Aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 56.120 | 48.404 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 91.466 | 87.924 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 339 | 168 |
| 147.925 | 136.496 |
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 30.940 T€ (Vorjahr: 24.001 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 23.835 T€ (Vorjahr: 20.399 T€).
Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
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| Übrige Finanzanlagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Anteile an at-equity- bilanzierten Unternehmen |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Ausleihungen |
Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten Stand am 01.01.2010 |
14.066 | 475 | 139 | 614 |
| Zugänge | 2.746 | - | - | - |
| Abgänge | - | - | - | - |
| Stand am 31.12.2010 | 16.812 | 475 | 139 | 614 |
| Wertminderungen Stand am 01.01.2010 |
2.500 | 150 | 46 | 196 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | - | 3 | 3 |
| Stand am 31.12.2010 | 2.500 | 150 | 49 | 199 |
| Buchwert am 31.12.2010 | 14.312 | 325 | 90 | 415 |
Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2010 keine Wertminderungsaufwendungen.
Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
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| Übrige Finanzanlagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Anteile an at-equity- bilanzierten Unternehmen |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Ausleihungen |
Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten Stand am 01.01.2009 |
10.684 | 475 | 139 | 614 |
| Zugänge | 3.514 | - | - | - |
| Abgänge | 132 | - | - | - |
| Stand am 31.12.2009 | 14.066 | 475 | 139 | 614 |
| Wertminderungen Stand am 01.01.2009 |
- | - | 38 | 38 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | 2.500 | 150 | 8 | 158 |
| Stand am 31.12.2009 | 2.500 | 150 | 46 | 196 |
| Buchwert am 31.12.2009 | 11.566 | 325 | 93 | 418 |
Die wesentlichen Beteiligungen an at-equity-bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
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| Buchwerte | |||
|---|---|---|---|
| in Tausend € | Anteil in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- |
| JULI Motorenwerk s.r.o., Tschechien | 50 | 8.476 | 6.373 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland | 50 | 383 | 241 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China | 25 | 3.028 | 2.637 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich | 25 | 2.400 | 2.290 |
Aufgrund der Anteilsquote an at-equity-bilanzierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:
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| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Joint Ventures |
Assoziierte Unternehmen |
Joint Ventures |
Assoziierte Unternehmen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | 21.510 | 10.704 | 17.966 | 8.578 |
| Schulden | 10.234 | 5.386 | 9.793 | 4.181 |
| Umsatzerlöse | 42.560 | 17.753 | 31.156 | 11.070 |
| Jahresergebnis | 2.496 | 560 | 955 | 442 |
Das Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen des Jahres 2009 enthält neben den anteiligen Jahresergebnissen der at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von insgesamt 1.224 T€ Wertminderungen in Höhe von 2.500 T€. Das anteilige Jahresergebnis der ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), wird erstmalig im Konzernabschluss 2010 berücksichtigt, da ein maßgeblicher Einfluss auf die Gesellschaft durch Jungheinrich erst mit dem Erwerb der Anteile zum Jahresende 2009 ausgeübt werden konnte.
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 40.864 | 31.498 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 12.013 | 10.133 |
| Fertige Erzeugnisse | 55.407 | 39.128 |
| Waren | 49.224 | 55.761 |
| Ersatzteile | 29.653 | 28.126 |
| Geleistete Anzahlungen | 10.483 | 8.187 |
| 197.644 | 172.833 |
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 24.721 T€ (Vorjahr: 23.495 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 34.643 T€ (Vorjahr: 44.346 T€).
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 377.602 | 327.749 |
| Wertberichtigungen | - 15.045 | -14.636 |
| 362.557 | 313.113 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von 5.835 T€ (Vorjahr: 6.833 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 94 T€ (Vorjahr: 142 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen am 01.01. | 14.636 | 11.759 |
| Währungsdifferenzen | 168 | 58 |
| Verbrauch | 2.338 | 2.033 |
| Auflösung | 1.222 | 527 |
| Zuführung | 3.801 | 5.379 |
| Wertberichtigungen am 31.12. | 15.045 | 14.636 |
Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren folgende Forderungen überfällig:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Überfällig weniger als 30 Tage | 46.127 | 36.489 |
| Überfällig zwischen 30 und 60 Tagen | 10.926 | 10.262 |
| Überfällig zwischen 61 und 90 Tagen | 3.826 | 4.827 |
| Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen | 3.768 | 4.102 |
| Überfällig mehr als 180 Tage | 162 | 89 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überfällig, aber nicht wertberichtigt |
64.809 | 55.769 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 277.379 T€ (Vorjahr: 237.367 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 566.612 | 545.684 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 185.351 | 173.013 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 368.894 | 362.195 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 12.367 | 10.476 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 496.153 | 476.905 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 154.590 | 143.588 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 329.874 | 323.560 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 11.689 | 9.757 |
| Noch nicht realisierte Zinserträge | 70.459 | 68.779 |
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 139.578 T€ (Vorjahr: 123.590 T€) enthalten.
Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 265.223 T€ (Vorjahr: 262.142 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 10.065 | 11.518 |
| Vermögenswerte aus der Bewertung fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen | 7.938 | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 1.736 | 1.941 |
| Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter | 598 | 718 |
| Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3 | 3 |
| Sonstige Vermögenswerte | 9.911 | 9.436 |
| 30.251 | 23.616 |
Zum Bilanzstichtag sind sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Die Wertpapiere setzen sich am 31. Dezember 2010 aus Anleihen in Höhe von insgesamt 100.700 T€ (Vorjahr: 65.080 T€) zusammen, welche Jungheinrich bis zur Endfälligkeit halten will und kann. Sämtliche Wertpapiere sind im Jahr 2011 endfällig. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Wertpapiere hat keine dauerhafte Wertminderung aufgezeigt.
Für sämtliche Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2009 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2010 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit.
Die liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten. Zum Bilanzstichtag bestehen Bankguthaben in Höhe von 2.211 T€ (Vorjahr: 2.485 T€), die an Kreditinstitute verpfändet sind.
Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.
Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und beträgt 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es ist wie im Vorjahr eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämtliche Aktien sind zum Bilanzstichtag ausgegeben.
Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst.
Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 17.620 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,49 € je Stammaktie und 0,55 € je Vorzugsaktie zu verwenden.
Jungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen.
Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE).
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt auf Basis der Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad". Die Kennzahl "Net Gearing" ist definiert als prozentuales Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Die Kennzahl "Verschuldungsgrad" ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).
Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können.
Die in die beiden Steuerungsgrößen einfließende Nettoverschuldung ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere.
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 346.345 | 370.243 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | - 549.416 | - 488.626 |
| Nettoverschuldung | - 203.071 | - 118.383 |
Die Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad" haben sich im Vergleich zum Vorjahr weiter deutlich verbessert:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung | - 203.071 | - 118.383 | |
| Eigenkapital | 632.647 | 546.565 | |
| EBITDA (bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) | 185.902 | 45.650 | |
| Net Gearing | in % | < 0 | < 0 |
| Verschuldungsgrad | in Jahren | < 0 | < 0 |
Die Gesamtstrategie des Konzerns in Bezug auf das Kapitalmanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.
Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter und Angestellte geschlossen.
Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.
In Großbritannien wurde im Berichtsjahr eine Sonderzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Höhe von 12 Mio. € geleistet.
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.
Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche unter anderem aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und demografisch) resultieren. Die kumulierten, noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.
Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt:
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| in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 5,1 | 5,4 |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 3,1 | 3,5 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,2 | 2,5 |
Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet:
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| in % | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 5,4 | 5,7 |
| Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens | 4,1 | 4,8 |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 3,5 | 3,3 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,5 | 2,4 |
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 177.377 | 154.433 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 166.891 | 136.283 |
| Unterdeckung | 10.486 | 18.150 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 153.762 | 147.253 |
| Nettoverpflichtungen | 164.248 | 165.403 |
| Nicht amortisierte versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) | - 27.809 | - 22.187 |
| Bilanzierte Nettoverpflichtungen | 136.439 | 143.216 |
| davon Pensionsrückstellungen | 144.377 | 143.216 |
| davon sonstige Vermögenswerte | 7.938 | - |
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 301.686 | 265.784 |
| Währungsdifferenzen | 7.169 | 8.173 |
| Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche | 5.320 | 4.990 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen | 16.335 | 15.261 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 1.965 | 1.919 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 10.169 | 15.698 |
| Pensionszahlungen | -11.692 | - 10.139 |
| Plankürzungen | 187 | - |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 331.139 | 301.686 |
Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.
Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die am 31. Dezember 2010 vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen.
Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u. a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren.
Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte leisten zu können.
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| in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 87 | 94 |
| Liquide Mittel | 7 | - |
| Immobilien | 4 | 4 |
| Aktien | 1 | 1 |
| Sonstiges | 1 | 1 |
| 100 | 100 |
Die ausgegliederten Pensionsfonds enthalten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens langfristig eine Rendite von 4,4 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent).
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 01.01. | 136.283 | 123.988 |
| Währungsdifferenzen | 6.295 | 7.951 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 5.848 | 6.380 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) | 4.364 | - 4.944 |
| Zuwendungen durch Arbeitgeber | 16.417 | 4.270 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 1.965 | 1.919 |
| Pensionszahlungen | - 4.281 | - 3.281 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. | 166.891 | 136.283 |
Die Zuwendungen durch Arbeitgeber im Berichtsjahr enthalten eine Einmalzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Großbritannien in Höhe von 12 Mio. €.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das Planvermögen in Höhe von rund 5,5 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 5.320 | 4.990 |
| Zinsaufwand | 16.335 | 15.261 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | - 5.848 | - 6.380 |
| Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste | 259 | 118 |
| Aufwand (+) / Ertrag (-) aus Plankürzungen | 351 | - |
| 16.417 | 13.989 |
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 10.212 T€ (Vorjahr: 1.436 T€). Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 331.139 | 301.686 | 265.784 | 311.908 | 314.331 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. | 166.891 | 136.283 | 123.988 | 123.174 | 114.942 |
| Nettoverpflichtungen | 164.248 | 165.403 | 141.796 | 188.734 | 199.389 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt der Unterschied zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen am 31. Dezember, können der folgenden Tabelle entnommen werden:
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| in % | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (-) des Anwartschaftsbarwertes | - 1,1 | - |
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (-) des Planvermögens | 1,8 | -4,0 |
Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| in Tausend € | Stand 01.01.2010 |
Währungs- differenzen |
Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen im Personalbereich | 133.095 | 905 | 74.385 | 63.801 | 7.473 | 137.111 |
| Rückstellungen für Garantieverpflichtungen | 19.457 | 303 | 30.846 | 29.073 | 1.014 | 20.519 |
| Rückstellungen für belastende Verträge | 26.464 | 501 | 9.441 | 5.049 | 1.543 | 29.814 |
| Sonstige Rückstellungen | 18.219 | 152 | 10.338 | 8.066 | 1.492 | 19.151 |
| Übrige Rückstellungen | 197.235 | 1.861 | 125.010 | 105.989 | 11.522 | 206.595 |
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und andere abgegrenzte Personalkosten.
Die Verpflichtungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2009 beschlossenen Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
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| in Tausend € | 2010 |
|---|---|
| Stand am 01.01. | 29.630 |
| Aufzinsung | 52 |
| Zuführung | 1.386 |
| Verbrauch | 10.891 |
| Auflösung | 4.957 |
| Stand am 31.12. | 15.220 |
Die Aufzinsungsbeträge in Höhe von 52 T€ sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung innerhalb der Umsatzkosten erfasst.
Aufgrund der im Rahmen der Abwicklung der Personalanpassungsmaßnahmen im Werk Norderstedt neu gewonnenen Erkenntnisse wurden die Verpflichtungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Bilanzstichtag um weitere 1.386 T€ erhöht. Demgegenüber konnten infolge der verbesserten Wirtschaftslage und der damit im Zusammenhang stehenden Nachfragesteigerung nach Flurförderzeugen im Neugeschäft im Jahr 2010 Verpflichtungen in Höhe von 4.957 T€ aufgelöst werden.
Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 19.798 T€ (Vorjahr: 18.857 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 10.047 T€ (Vorjahr: 8.059 T€) saldiert sind. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 12.378 T€ (Vorjahr: 8.987 T€) gebildet.
Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 2.126 T€ (Vorjahr: 1.761 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von 39.929 T€ (Vorjahr: 49.247 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2010 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge.
Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 11.884 T€ (Vorjahr: 8.335 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen.
Von den zum 31. Dezember 2009 in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Risiken aus der im Rahmen der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes erfolgten Kündigung sämtlicher Händlerverträge zum Jahresende 2009 in Höhe von 7,6 Mio. € wurden im Berichtsjahr 4,0 Mio. € in Anspruch genommen sowie 0,6 Mio. € aufgelöst. Zum 31. Dezember 2010 sind in den sonstigen Rückstellungen für weiterhin bestehende Risiken Beträge in Höhe von 3,0 Mio. € enthalten.
Für die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt:
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| in Tausend € | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Schuldschein- darlehen |
Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte |
Leasing- verbindlichkeiten Sachanlagen |
Wechsel- verbindlichkeiten |
Finanz- verbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | ||||||
| Summe der künftigen Cashflows | 125.180 | 179.088 | 56.748 | 27.788 | 1.194 | 389.998 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 86.922 | 62.738 | 19.077 | 3.882 | 1.194 | 173.813 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 19.319 | 116.350 | 33.376 | 9.272 | - | 178.317 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 18.939 | - | 4.295 | 14.634 | - | 37.868 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 115.389 | 154.952 | 54.302 | 20.508 | 1.194 | 346.345 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 84.441 | 54.952 | 18.160 | 3.029 | 1.194 | 161.776 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 14.434 | 100.000 | 31.922 | 6.401 | - | 152.757 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 16.514 | - | 4.220 | 11.078 | - | 31.812 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 9.791 | 24.136 | 2.446 | 7.280 | - | 43.653 |
| 31.12.2009 | ||||||
| Summe der künftigen Cashflows | 140.149 | 186.821 | 65.107 | 33.041 | 1.095 | 426.213 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 93.237 | 7.786 | 22.043 | 5.871 | 1.095 | 130.032 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 23.776 | 179.035 | 37.246 | 11.442 | - | 251.499 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 23.136 | - | 5.818 | 15.728 | - | 44.682 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 127.928 | 154.899 | 61.893 | 24.428 | 1.095 | 370.243 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 90.461 | - | 20.848 | 4.711 | 1.095 | 117.115 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 17.650 | 154.899 | 35.353 | 8.141 | - | 216.043 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 19.817 | - | 5.692 | 11.576 | - | 37.085 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 12.221 | 31.922 | 3.214 | 8.613 | - | 55.970 |
Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen.
Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
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| Währung | Zins- kondition |
Restlaufzeit der Zinsbindung zum 31.12.2010 |
Nominalvolumen zum 31.12.2010 in Tausend € |
Bandbreite effektive Zinssätze 2010 |
Buchwerte zum 31.12.2010 in Tausend € |
Nominalvolumen zum 31.12.2009 in Tausend € |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | variabel | < 1 Jahr | 10.644 | EURIBOR + Marge |
10.644 | 9.092 |
| USD | variabel | < 1 Jahr | 10.465 | LIBOR + Marge |
10.465 | 14.577 |
| GBP | variabel | < 1 Jahr | 4.850 | LIBOR + Marge |
4.850 | 14.067 |
| CNY | variabel | < 1 Jahr | 13.118 | LIBOR + Marge |
13.118 | 12.338 |
| SGD | variabel | < 1 Jahr | 13.749 | LIBOR + Marge |
13.749 | 10.744 |
| PLN | variabel | < 1 Jahr | 12.435 | LIBOR + Marge |
12.435 | 10.814 |
| Andere | variabel | < 1 Jahr | 11.118 | LIBOR + Marge |
11.118 | 13.412 |
| EUR | fest | 9-16 Jahre | 34.124 | 4,7%- 5,3% |
28.626 | 34.251 |
| BRL | fest | < 1-2 Jahre | 9.152 | 17,2%- 21,4% |
6.415 | 9.161 |
| Andere | fest | < 1-11 Jahre | 6.226 | 5,2%- 6,7% |
3.969 | 6.034 |
| Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 125.881 | 115.389 | 134.490 |
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| Währung | Bandbreite effektive Zinssätze 2009 |
Buchwerte zum 31.12.2009 in Tausend € |
||
|---|---|---|---|---|
| EUR | variabel | < 1 Jahr | EURIBOR + Marge |
9.092 |
| USD | variabel | < 1 Jahr | LIBOR + Marge |
14.577 |
| GBP | variabel | < 1 Jahr | LIBOR + Marge |
14.067 |
| CNY | variabel | < 1 Jahr | LIBOR + Marge |
12.338 |
| SGD | variabel | < 1 Jahr | LIBOR + Marge |
10.744 |
| PLN | variabel | < 1 Jahr | LIBOR + Marge |
10.814 |
| Andere | variabel | < 1 Jahr | LIBOR + Marge |
13.412 |
| EUR | fest | 9-16 Jahre | 4,0%- 5,3% |
31.134 |
| BRL | fest | < 1-2 Jahre | 15,0%- 21,4% |
7.451 |
| Andere | fest | < 1-11 Jahre | 5,2%- 21,4% |
4.299 |
| Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
127.928 |
Die Schuldscheindarlehen im Jungheinrich-Konzern setzen sich unverändert zum Vorjahr wie folgt zusammen:
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| Endfälligkeit im Jahr |
Nominalzins | Nominalbetrag in Tausend € |
|
|---|---|---|---|
| Jungheinrich AG 2004 | 2011 | Festzins + Marge | 55.000 |
| Jungheinrich AG 2009 (I) | 2014 | Festzins + Marge | 46.500 |
| Jungheinrich AG 2009 (II) | 2014 | EURIBOR + Marge | 53.500 |
| Schuldscheindarlehen | 155.000 |
Zur Absicherung der variablen Zinsen des im Jahr 2009 aufgenommenen Schuldscheindarlehens wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.
Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von 50.547 T€ (Vorjahr: 59.270 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen.
Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.755 T€ (Vorjahr: 2.623 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 4.446 T€ (Vorjahr: 2.965 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt.
Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen, denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 28.753 T€ (Vorjahr: 32.164 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.
Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 686.362 T€ (Vorjahr: 635.671 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthalten in Höhe von 7.489 T€ (Vorjahr: - T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, sind am Bilanzstichtag wie folgt fällig:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Cashflows | 748.298 | 699.286 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 234.812 | 217.093 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 499.463 | 472.200 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 14.023 | 9.993 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 686.362 | 635.671 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 207.109 | 189.402 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 465.589 | 436.660 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 13.664 | 9.609 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 61.936 | 63.615 |
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 175.872 T€ (Vorjahr: 149.763 T€) enthalten.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 30 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 4.235 T€ (Vorjahr: 2.488 T€) enthalten.
Die sämtlich zum Rückzahlungsbetrag bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 27.601 | 14.798 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 28.913 | 27.736 |
| Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit | 9.194 | 9.221 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 1.920 | 1.732 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 203 | 250 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 4.957 | 1.840 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.859 | 8.423 |
| 82.647 | 64.000 |
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| in Tausend € | Umsatzabgrenzungen aus Finanz- dienstleistungen |
Gewinnabgrenzungen aus Finanz- dienstleistungen |
Sonstige Abgrenzungen |
Rechnungs- abgrenzungs- posten |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 50.855 | 34.801 | 22.957 | 108.613 |
| Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 19.973 | 9.873 | 7.843 | 37.689 |
| Davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 30.882 | 24.928 | 15.114 | 70.924 |
| 31.12.2009 | 61.145 | 29.100 | 19.388 | 109.633 |
| Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 23.083 | 8.813 | 5.697 | 37.593 |
| Davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 38.062 | 20.287 | 13.691 | 72.040 |
Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.
Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge.
Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 7.018 T€ (Vorjahr: 5.409 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand.
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Berichtsjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
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| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2010 |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Beizulegender Zeitwert |
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Liquide Mittel | LaR | 448.716 | 448.716 | - | - | 448.716 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
LaR | 362.557 | 362.557 | - | - | 362.557 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
n.a. | 496.153 | - | - | 496.153 | 500.998 |
| Wertpapiere | FAHtM | 100.700 | 100.700 | - | - | 100.704 |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 90 | 90 | - | - | 90 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
FAHfT | 1.736 | - | 1.736 | - | 1.736 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
LaR | 598 | 598 | - | - | 598 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 146.130 | 146.130 | - | - | 146.130 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
FLAC | 115.389 | 115.389 | - | - | 115.090 |
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 154.952 | 154.952 | - | - | 156.505 |
| Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte |
FLAC / n.a. | 54.302 | 50.547 | - | 3.755 | 54.302 |
| Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen |
n.a. | 20.508 | - | - | 20.508 | 20.888 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
FLAC | 1.194 | 1.194 | - | - | 1.194 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
FLAC / n.a. | 715.115 | 555.383 | - | 159.732 | 720.535 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
FLHfT | 4.957 | - | 4957 | - | 4.957 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 436 | 436 | - | - | 436 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: |
||||||
| Loans and Receivables (LaR) | 811.961 | 811.961 | - | - | 811.961 | |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) |
100.700 | 100.700 | - | - | 100.704 | |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) |
1.736 | - | 1.736 | - | 1.736 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) |
1.024.031 | 1.024.031 | - | - | 1.029.471 | |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) |
4.957 | - | 4.957 | - | 4.957 |
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Vorjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
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| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2009 |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Beizulegender Zeitwert |
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Liquide Mittel | LaR | 423.546 | 423.546 | - | - | 423.546 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
LaR | 313.113 | 313.113 | - | - | 313.113 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
n.a. | 476.905 | - | - | 476.905 | 483.216 |
| Wertpapiere | FAHtM | 65.080 | 65.080 | - | - | 64.945 |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 93 | 93 | - | - | 93 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
FAHfT | 1.941 | - | 1.941 | - | 1.941 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
LaR | 718 | 718 | - | - | 718 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 96.222 | 96.222 | - | - | 96.222 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
FLAC | 127.928 | 127.928 | - | - | 127.736 |
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 154.899 | 154.899 | - | - | 154.606 |
| Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte |
FLAC / n.a. | 61.893 | 59.270 | - | 2.623 | 61.893 |
| Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen |
n.a. | 24.428 | - | - | 24.428 | 24.560 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
FLAC | 1.095 | 1.095 | - | - | 1.095 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
FLAC / n.a. | 667.835 | 532.705 | - | 135.130 | 677.963 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
FLHfT | 1.840 | - | 1.840 | - | 1.840 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 423 | 423 | - | - | 423 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: |
||||||
| Loans and Receivables (LaR) | 737.470 | 737.470 | - | - | 737.470 | |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) |
65.080 | 65.080 | - | - | 64.945 | |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) |
1.941 | - | 1.941 | - | 1.941 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) |
972.542 | 972.542 | - | - | 980.517 | |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) |
1.840 | - | 1.840 | - | 1.840 |
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 7 einer von 3 Bewertungsstufen zuzuordnen. Jungheinrich ermittelt die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente ausschließlich basierend auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 2.
Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen.
Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt.
Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.
Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere entsprechen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag.
Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind.
Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
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| aus der Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | aus Zinsen |
zum beizulegenden Zeitwert |
Wert- berichtigungen |
Nettoergebnis 2010 |
Nettoergebnis 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Loans and Receivables (LaR) | 3.264 | - | - 2.579 | 685 | - 2.332 |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) | 1.106 | - | - | 1.106 | 1.381 |
| Financial Instruments Held for Trading (FAHfT/FLHfT) |
- | - 4.528 | - 4.528 | 1.923 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) |
- 40.860 | - | - | - 40.860 | - 38.795 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren (FAHtM) werden im Finanzergebnis erfasst.
Die Nettoergebnisse aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) sind in den Umsatzkosten sowie im Finanzergebnis enthalten.
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.
Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wird der Erwerb bzw. Verkauf von Wertpapieren mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, erfasst.
Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.
Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung stehen. Es bestehen Bankguthaben in Höhe von 2.211 T€ (Vorjahr: 2.485 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet sind. Der Finanzmittelbestand besteht im Berichtsjahr unverändert fast ausschließlich aus Bankguthaben.
Die Höhe der Eventualschulden ist nicht quantifizierbar.
Im Zusammenhang mit der Schließung der Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis (Frankreich), und dem zum Jahresende 2005 eröffneten Insolvenzverfahren sind verschiedene Gerichtsverfahren, insbesondere von betroffenen Arbeitnehmern gegen Konzernunternehmen, anhängig oder könnten in Zukunft eingeleitet werden. Aufgrund einiger teilweise noch nicht abschließender Urteile wurden im Berichtsjahr für erwartete finanzielle Belastungen Rückstellungen im erforderlichen Umfang gebildet.
Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes im Jahr 2009 sind zwei gerichtliche Verfahren mit Vertriebspartnern der Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia (USA), anhängig. Hierfür wurden im Konzernabschluss Rückstellungen in angemessener Höhe vorgenommen.
Darüber hinaus sind Konzernunternehmen nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten 2 Jahre hatten.
Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse.
Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen besteht zum Bilanzstichtag in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).
Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 34.765 | 37.355 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 57.040 | 60.346 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 20.160 | 20.210 |
| 111.965 | 117.911 |
Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den "Operating Leases" beliefen sich für 2010 auf 43.605 T€ (Vorjahr: 41.262 T€).
Der Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsrisiko, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind.
Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden.
Die Verantwortung für die Einleitung von erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens.
Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements.
Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko.
Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System ermöglicht.
Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag.
Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführung zu den Ausfallrisiken verwiesen.
Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.
Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an Risiko minimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.
Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen stellt für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum keine Anteile in Aktien hielt.
Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden variabel und fest verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt.
Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten.
Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 764 T€ (31. Dezember 2009: 850 T€) höher (niedriger) gewesen.
Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswapgeschäfte ein.
Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet.
Zur Risikosteuerung definiert der Vorstand eine maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern. Darüber hinaus wird das Risiko einzelner Konzerngesellschaften durch festgelegte Unterlimits gesteuert. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die ermittelten Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber.
Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2010 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 485 T€ (Vorjahr: 244 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 292 T€ (Vorjahr: 244 T€) und einem Maximum von 722 T€ (Vorjahr: 1.290 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 444 T€ (Vorjahr: 715 T€).
Jungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es liegen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen vor.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch bestehende Schuldscheindarlehen und kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt.
Der Konzern ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich im Allgemeinen um internationale Finanzinstitute. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten.
Der Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings u. a. zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden.
Zur Sicherung der Zinsrisiken werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert.
Des Weiteren werden die seit Ende 2010 im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert.
Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals.
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte belaufen sich zum Stichtag auf 176.881 T€ (Vorjahr: 169.091 T€).
Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Laufzeit dieser Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus.
Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 63.802 T€ (Vorjahr: 54.008 T€) und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen. Die Laufzeiten der Zinssicherungen entsprechen denen der abgesicherten Grundgeschäfte und weisen Laufzeiten bis zum Jahr 2016 auf.
Die aufgeführten Kontraktvolumina bzw. die Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten stellen nicht immer Volumina dar, die von den Kontrahenten ausgetauscht werden, und sind daher nicht unbedingt ein Maßstab für das Risiko, dem Jungheinrich durch ihren Einsatz ausgesetzt ist.
Der Marktwert eines Sicherungsinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen.
Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Der Marktwert von Zinsderivaten wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 1.736 | 1.941 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.957 | 1.840 |
Die Marktwerte der Zinssicherungen in Höhe von 1.196 T€ (Vorjahr: 63 T€) sind Bestandteil der sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: sonstige Vermögenswerte).
Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.
Jungheinrich ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.
Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.
Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen".
Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.
Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die eigene Finanzierungsstruktur ein.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.
Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Geschäftssegmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 3.056 T€ (Vorjahr: 1.224 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern.
Die Investitionen, Abschreibungen und Wertminderungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind, und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen.
Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Beteiligungserträge, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.
Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2010 dargestellt:
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| in Tausend € | Intralogistik | Finanzdienst- leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich- Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 1.464.282 | 351.910 | 1.816.192 | - | 1.816.192 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 384.416 | 43.719 | 428.135 | - 428.135 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.848.698 | 395.629 | 2.244.327 | - 428.135 | 1.816.192 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 119.625 | - 6.344 | 113.281 | - 15.687 | 97.594 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4.855 | 36.306 | 41.161 | - 591 | 40.570 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 18.374 | 24.027 | 42.401 | - 591 | 41.810 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 513 | - | - 513 | - | - 513 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 105.593 | 5.935 | 111.528 | - 15.687 | 95.841 |
| Ertragsteuern | 13.502 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 82.339 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Investitionen | 41.411 | 19 | 41.430 | - | 41.430 |
| Abschreibungen | 42.455 | 10 | 42.465 | - | 42.465 |
| Wertminderungen | 2.934 | - | 2.934 | - | 2.934 |
| Segmentvermögen | 1.693.457 | 899.503 | 2.592.960 | - 198.710 | 2.394.250 |
| Eigenkapital | 697.966 | 18.170 | 716.136 | - 83.489 | 632.647 |
| Schulden | 995.491 | 881.333 | 1.876.824 | - 115.221 | 1.761.603 |
| Segmentschulden | 1.693.457 | 899.503 | 2.592.960 | - 198.710 | 2.394.250 |
Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2009 dargestellt:
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| in Tausend € | Intralogistik | Finanzdienst- leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich- Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 1.339.986 | 336.709 | 1.676.695 | - | 1.676.695 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 353.866 | 41.109 | 394.975 | - 394.975 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.693.852 | 377.818 | 2.071.670 | - 394.975 | 1.676.695 |
| Segmentergebnis (EBIT) | - 56.246 | - 8.156 | - 64.402 | - 7.330 | - 71.732 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4.456 | 34.585 | 39.041 | - 783 | 38.258 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 13.869 | 25.069 | 38.938 | - 783 | 38.155 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 2.852 | - | - 2.852 | - | - 2.852 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | - 68.511 | 1.360 | - 67.151 | - 7.330 | - 74.481 |
| Ertragsteuern | - 19.303 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | - 55.178 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Investitionen | 52.559 | 3 | 52.562 | - | 52.562 |
| Abschreibungen | 44.959 | 11 | 44.970 | - | 44.970 |
| Wertminderungen | 14.590 | - | 14.590 | - | 14.590 |
| Segmentvermögen | 1.536.078 | 856.619 | 2.392.697 | - 186.025 | 2.206.672 |
| Eigenkapital | 601.875 | 17.421 | 619.296 | - 72.731 | 546.565 |
| Schulden | 934.203 | 839.198 | 1.773.401 | - 113.294 | 1.660.107 |
| Segmentschulden | 1.536.078 | 856.619 | 2.392.697 | - 186.025 | 2.206.672 |
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten -neben den planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen - die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Rückstellungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen von Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. € Ertrag (Vorjahr: 29,6 Mio. € Aufwand) enthalten. Im Segmentergebnis "Intralogistik" des Vorjahres ist zudem die Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen für bestehende Risiken aus der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes in Höhe von 7,6 Mio. € erfasst.
Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 493.399 | 466.300 |
| Übriges Europa | 1.196.973 | 1.118.249 |
| Übrige Länder | 125.820 | 92.146 |
| 1.816.192 | 1.676.695 |
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 212.307 | 215.449 |
| Übriges Europa | 86.432 | 86.600 |
| Übrige Länder | 2.835 | 2.502 |
| Konsolidierung | 111 | 111 |
| 301.685 | 304.662 |
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich war.
Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern.
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| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | in Tausend € | 82.339 | - 55.178 |
| Im Umlauf befindliche Stückaktien | |||
| Stammaktien | in Tsd. Stück | 18.000 | 18.000 |
| Vorzugsaktien | in Tsd. Stück | 16.000 | 16.000 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert / unverwässert) | |||
| Ergebnis je Stammaktie | in € | 2,39 | - 1,65 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie | in € | 2,45 | - 1,59 |
Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stamm- bzw. Vorzugsaktien.
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.
Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 eingetreten sind, liegen nicht vor.
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, für das Berichtsjahr und das Vorjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 478 | 402 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 42 | 57 |
| Steuerberatungsleistungen | 26 | 24 |
| Sonstige Leistungen | 52 | 109 |
| 598 | 592 |
Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich AG Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahe stehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen:
Empfangene Lieferungen und Leistungen:
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| in Tausend € | Anteil in % | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien | 50 | 31.210 | 24.244 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland | 50 | 219 | 218 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China | 25 | 7.322 | 3.240 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich | 25 | 2.793 | 4.028 |
Verbindlichkeiten:
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| in Tausend € | Anteil in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien | 50 | 2.397 | 1.691 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China | 25 | 1.014 | 678 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich | 25 | 824 | 119 |
Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 839 T€ (Vorjahr: 323 T€).
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2010 auf 4.684 T€ (Vorjahr: 1.312 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2010 den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes 283 T€ (Vorjahr: 262 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 9 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 13. Juni 2006 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt.
Für frühere Mitglieder des Vorstandes sind Bezüge in Höhe von 651 T€ (Vorjahr: 621 T€) als Aufwand erfasst.
Am 31. Dezember 2010 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG.
Zum 31. Dezember 2010 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 9.633 T€ (Vorjahr: 7.439 T€) gebildet.
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2010 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
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| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
|---|---|
| Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg | 100 |
| Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg / Saalkreis | 100 |
| Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Elbe River Capital S.A., Luxemburg | 100 |
| Tinus Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg | 94 |
| Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich | 100 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen / Dresden | 100 |
| Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate / Mailand, Italien | 100 |
| Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate / Mailand, Italien | 100 |
| Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate / Mailand, Italien | 100 |
| Jungheinrich de España S.A.U., Abrera / Barcelona, Spanien | 100 |
| Jungheinrich Rental S.L., Abrera / Barcelona, Spanien | 100 |
| Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera / Barcelona, Spanien | 100 |
| Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande | 100 |
| Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz | 100 |
| Jungheinrich n.v. / s.a., Leuven, Belgien | 100 |
| Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich | 100 |
| Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki /Warschau, Polen | 100 |
| Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen | 100 |
| Jungheinrich (CR) s.r.o., Rícany / Prag, Tschechien | 100 |
| Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden | 100 |
| Jungheinrich Hungária Kft., Biatorbágy / Budapest, Ungarn | 100 |
| Jungheinrich Danmark A / S, Tastrup, Dänemark | 100 |
| Jungheinrich d.o.o., Trzin, Slowenien | 100 |
| Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro / Lissabon, Portugal | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland | 100 |
| Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes /Athen, Griechenland | 100 |
| Jungheinrich Istif Makinalari San.veTic. Ltd. Şti., Alemdag/ Istanbul, Türkei | 100 |
| Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiai - SP, Brasilien | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck, OOO, Moskau, Russland | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu / Shanghai, China | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn / Bangkok, Thailand | 100 |
| Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston /Texas, USA | 100 |
| Soma Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG, Düsseldorf1) | 0 |
1) Einbeziehung als Zweckgesellschaft gemäß SIC 12
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2010 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen:
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| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
|---|---|
| JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien | 50 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus | 50 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China | 25 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich | 25 |
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2010 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen:
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| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
|---|---|
| Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg1) | 100 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs GmbH, Klipphausen / Dresden1) | 100 |
| Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich2) | 100 |
| Ameise Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland1) | 100 |
| Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA1) | 100 |
| Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg1) | 100 |
| FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio des Janeiro, Brasilien1) | 100 |
| Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien1) | 50 |
| Supralift Beteiligungs- und Kommunikations-Gesellschaft mbH, Hofheim am Taunus1) | 50 |
1) nicht einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung
2) nicht einbezogen aufgrund Insolvenz zum 14.12.2005
Die nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
| ― | Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg |
| ― | Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg |
| ― | Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg |
| ― | Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg |
| ― | Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg / Saalkreis |
| ― | Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg |
| ― | Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg |
| ― | Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg |
| ― | Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen / Dresden |
| ― | Tinus Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg |
Im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese danach den Aktionären auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Hamburg, den 11. März 2011
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 11. März 2011
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Hans-Georg Frey | Dr. Volker Hues | Dr. Helmut Limberg | Dr. Klaus-Dieter Rosenbach |
Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 11. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| (Dinter) | (Reiher) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Die Jungheinrich AG gehört mit ihren Beteiligungsunternehmen zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lagerund Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt Jungheinrich - unverändert wie im Vorjahr - in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden in konzerneigenen Werken in Deutschland hergestellt. Eine kleine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt produziert. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren / Niederlassungen in Deutschland und konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten, als Onlineshop betriebenen Versandhandel. Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Sie führt mit ihren in der Form der AG & Co. KG gehaltenen Tochtergesellschaften Jungheinrich Vertrieb Deutschland, Jungheinrich Export, Jungheinrich Norderstedt und Jungheinrich Landsberg (Produktion) sowie Jungheinrich Ersatzteillogistik verbundene Geschäfte durch, wie z. B. Handelstätigkeiten, Beratung und Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen.
Sofern die Jahresergebnisse der vorgenannten Kommanditgesellschaften positiv waren und bestehende Verlustvorträge ausgeglichen waren, wurden diese zeitgleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und unter dem Beteiligungsergebnis ausgewiesen.
Bruttoinlandsprodukt in %
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| Region | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Welt | 5,0 | - 0,6 |
| USA | 2,9 | - 2,6 |
| China | 10,3 | 8,7 |
| Eurozone | 1,7 | - 4,0 |
| Deutschland | 3,6 | - 4,7 |
| Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: Februar 2011) |
Im Berichtszeitraum 2010 belebte sich die Weltwirtschaft und verzeichnete im Jahresverlauf eine zunehmend dynamische konjunkturelle Erholung. Die in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnene Konjunkturbelebung setzte sich zu Jahresbeginn 2010 mit regional unterschiedlicher Dynamik fort. Ein starker, sich selbst tragender weltweiter Aufschwung war zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht zu erkennen. Im weiteren Jahresverlauf hielt der Erholungskurs der Weltwirtschaft an, wenngleich sich die regionalen Unterschiede verstärkten. In Europa blieben die Wirtschaftsaussichten angesichts der Schuldenkrise, auf die die Europäische Union mit einem 750-Milliarden-Euro-Stabilitäts-programm reagiert hatte, noch gedämpft. Dessen ungeachtet setzte sich der Aufwärtstrend der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit weiterhin regionalen Unterschieden fort und wies im Schlussquartal ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum auf. Getragen wurde der globale Konjunkturaufschwung vor allem von den Schwellen- und Entwicklungsländern, während in den meisten Industrieländern die Erholung zunächst schleppend verlief, ehe sich auch hier die Konjunkturbelebung verstärkte. Trotz der Unsicherheiten über die Nachwirkungen der Finanzmarkt- und Schuldenkrise ließen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Gefahr eines Rückfalles in eine Rezession immer weiter in den Hintergrund treten.
Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2010 um 5,0 Prozent (Vorjahr: minus 0,6 Prozent). Das starke Wirtschaftswachstum entfiel insbesondere auf die aufstrebenden Regionen wie Asien und Lateinamerika -vor allem geprägt durch Länder wie China und Brasilien. Das Wachstum in China beschleunigte sich mit einer Zuwachsrate von 10,3 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Doch auch die USA und Europa trugen zur gestiegenen Wirtschaftsleistung bei. In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaft um 1,7 Prozent (Vorjahr: minus 4,0 Prozent). Auch die meisten Staaten Mittel- und Osteuropas verzeichneten aufgrund der engen Verflechtung mit den westeuropäischen Volkswirtschaften wieder einen Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung. Mit einer Steigerungsrate um 3,6 Prozent (Vorjahr: minus 4,7 Prozent) erwies sich Deutschland im Berichtszeitraum als Wachstumslokomotive in Europa. Getragen wurde der Aufschwung von der um 14,2 Prozent (Vorjahr: minus 14,3 Prozent) gestiegenen Ausfuhr und einem Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen um 9,4 Prozent (Vorjahr: minus 22,6 Prozent). Der sehr exportorientierte deutsche Maschinenbau, der besonders hart unter der Weltwirtschaftskrise gelitten hatte, zeigte sich ebenfalls stark erholt. Dort stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Ausland um 39 Prozent (Vorjahr: minus 39 Prozent) und aus dem Inland um 29 Prozent (Vorjahr: minus 37 Prozent).
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| Region | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Welt | 794,5 | 546,8 |
| Europa (inkl. Türkei) | 267,8 | 203,1 |
| davon Osteuropa | 39,9 | 20,5 |
| Nordamerika | 136,1 | 98,3 |
| Asien | 315,1 | 203,7 |
| davon China | 200,3 | 117,9 |
| Übrige Regionen | 75,5 | 41,7 |
| Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) |
Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum stark vom weltweiten Wirtschaftsaufschwung. Die im 4. Quartal 2009 zu verzeichnende Markterholung setzte sich im Laufe des Jahres 2010 dynamisch fort. In den aufstrebenden Absatzregionen zeigten sich besonders kräftige Zuwächse gegenüber dem allerdings vergleichsweise niedrigen Marktvolumen des Vorjahres. Insgesamt stieg das Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum um 45 Prozent auf 794,5 Tsd. Flurförderzeuge (Vorjahr: 546,8 Tsd. Einheiten). Am Marktwachstum waren alle Regionen mit zum Teil stark unterschiedlichen Zuwachsraten beteiligt. Asien verzeichnete mit 55 Prozent auf 315,1 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 203,7 Tsd. Einheiten) den größten Zuwachs. Hierzu trug China mit einem Anstieg um 70 Prozent auf 200,3 Tsd. Geräte (Vorjahr: 117,9 Tsd. Einheiten) überproportional bei. Der nordamerikanische Markt beendete seine seit mehreren Jahren rückläufige Entwicklung und wies mit einer Steigerung von 38 Prozent auf 136,1 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 98,3 Tsd. Einheiten) eine kräftige Markterholung auf. Das europäische Marktvolumen erhöhte sich um 32 Prozent auf 267,8 Tsd. Stapler (Vorjahr: 203,1 Tsd. Einheiten). Hieran war Osteuropa mit einem überproportionalen Zuwachs von 95 Prozent beteiligt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dort das Marktvolumen im vergangenen Jahr um 71 Prozent eingebrochen war. Westeuropa, das zu Jahresbeginn erst eine verhaltene Marktentwicklung zeigte, erholte sich zusehends und wies im Gesamtjahr einen Zuwachs von 22 Prozent auf. Von der weltweiten Markterholung profitierten alle Produktsegmente. Mit 30 Prozent fiel der Zuwachs bei Fahrzeugen der Lagertechnik erwartungsgemäß deutlich geringer aus als bei den Gegengewichtsstaplern mit 56 Prozent. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Gegengewichtsstapler 2009 von einem überproportional starken Rückgang betroffen waren.
Die wesentlichen Schwerpunkte der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2010 waren sowohl auf die Fortführung und den Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Jahr 2009 als auch auf die wieder anspringende Nachfrage nach Flurförderzeugen gerichtet. Im Berichtszeitraum wurden die Kurzarbeit und der Abbau von Arbeitsplätzen als Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten an die gesunkene Nachfrage planmäßig fortgesetzt. Mit Beginn der unterjährig anziehenden Markt- und Nachfrageentwicklung verbesserte sich die Kapazitätsauslastung in den Werken, wodurch an den Produktionsstandorten in Norderstedt und Moosburg die im Frühjahr 2009 eingeführte Kurzarbeit stetig reduziert und nahezu ganz ausgesetzt werden konnte. Am Standort Norderstedt wurden darüber hinaus in der zweiten Jahreshälfte wieder Leiharbeitnehmer eingesetzt.
Im neuen Produktionswerk in Landsberg wurden bis zur Jahresmitte 2010 wie geplant weitere Fahrzeugmodelle aus der Produktlinie der Elektro-Niederhubwagen aus Norderstedt übernommen und die Fertigung entsprechend hochgefahren. Nach Abschluss dieser Verlagerungsmaßnahme wurde im Werk Norderstedt damit begonnen, die Produktionsabläufe neu zu gestalten. Hierzu gehörte u. a. die Errichtung einer neuen, nach modernsten Umweltgesichtspunkten konzipierten Pulverbeschichtungsanlage, die wesentlich zur Verbesserung der innerbetrieblichen Logistik beitragen wird. Nach dem Beteiligungserwerb an der ISA - Innovative Systemlösungen für Automation GmbH mit Sitz in Graz (Österreich) erfolgte 2010 die systematische Einbindung in die Unternehmensorganisation. Damit wurde das Geschäft mit Logistiksystemen in einem für Jungheinrich zukunftsträchtigen und wachstumsstarken Geschäftsfeld nachhaltig gestärkt.
Vertriebsseitig bildete mit Beginn des Jahres 2010 die Umsetzung der Kooperation mit dem Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (kurz: MCFA), Houston, Texas (USA), einen wesentlichen Schwerpunkt. Seit dem 1. Januar 2010 operiert MCFA mit seinem dichten Händlernetz als exklusiver Vertriebspartner für Jungheinrich-Produkte zur Belieferung der Märkte USA, Kanada und Mexiko und ermöglicht einen weiteren Geschäftsausbau. Dies wird unterstützt durch das von Jungheinrich am Standort Houston aufgebaute eigene Entwicklungszentrum, das lagertechnische Fahrzeuge speziell für den nordamerikanischen Markt konzipiert. Im Hinblick auf die informationstechnische Entwicklung bildeten die Neuausrichtung der IT-Organisation und die Verabschiedung einer neuen IT-Strategie für den Jungheinrich-Konzern wichtige Maßnahmen. Vor dem Hintergrund der konzernweiten Konsolidierungsmaßnahmen schritt die IT-Vernetzung mit Standardsoftware im Jahr 2010 etwas langsamer voran. Dennoch ist es gelungen, wesentliche neue IT-Projekte zu starten, u. a. im Bereich des Flottenmanagements und des Finanzdienstleistungsgeschäftes.
Zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung wurden die mittelfristig zur Verfügung stehenden Kreditrahmen von über 300 Mio. € vorzeitig für einen Zeitraum von drei Jahren verlängert. Damit stehen die notwendigen finanziellen Mittel zur Wachstumsfinanzierung in den kommenden Jahren bereit. Zur Optimierung der Finanzierung des strategisch wichtigen Finanzdienstleistungsgeschäftes startete Jungheinrich gegen Ende des Berichtszeitraumes eine neu aufgebaute und zentral ausgerichtete Finanzierungsplattform. Über diese Plattform lassen sich Kundenfinanzierungen grenzüberschreitend, flexibel und effizient in Europa abwickeln. Damit kann die Refinanzierung mit dem erwarteten Wachstum im Finanzdienstleistungsgeschäft Schritt halten.
Die Ertragslage der Jungheinrich AG wurde 2010 wesentlich bestimmt durch die Einmaleffekte aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), die sich auch in den Beteiligungserträgen aus den Tochtergesellschaften widerspiegelten. Die Einmaleffekte aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen in der Jungheinrich AG und deren deutschen Tochtergesellschaften bedeuteten eine außerordentliche Belastung des Ergebnisses der Jungheinrich AG nach Steuern in Höhe von rund 20 Mio. €. Die Jungheinrich AG hat damit von der Möglichkeit, die aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen resultierenden Aufwendungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, keinen Gebrauch gemacht. Gegenläufig führte die konjunkturbedingt verbesserte Ergebnisentwicklung der ausländischen Vertriebsgesellschaften im Berichtszeitraum bei den Ausgleichsleistungen zu einer deutlichen Entlastung. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG erhöhten sich im Berichtsjahr um 20 Prozent auf 201,5 Mio. € (Vorjahr: 167,8 Mio. €). Erstmals verzeichnete die Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2010 Umsätze aus Lizenzerlösen in Höhe von 17,1 Mio. € aus den im Vorjahr erworbenen Schutzrechten für Produkt-Know-how. Zudem stiegen konjunkturbedingt die Umsätze mit Ersatzteilen, die um 13 Prozent auf 148,3 Mio. € (Vorjahr: 131,4 Mio. €) zulegten. Es handelte sich hierbei vorwiegend um Ersatzteillieferungen an die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Diese Entwicklung war gekennzeichnet von der konjunkturbedingt höheren Kundennachfrage nach Serviceleistungen aufgrund gestiegener Auslastung der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge. Darüber hinaus erhöhte sich das Volumen der in den Konzernwerken gefertigten Fahrzeuge, wodurch der Marktbesatz an Jungheinrich-Fahrzeugen, die weltweit bei Kunden im Einsatz sind, weiter zunahm.
Die Umsätze aus Holding-Aktivitäten, im Wesentlichen die Berechnung von erbrachten Servicecenter-Leistungen, blieben mit 22,7 Mio. € (Vorjahr: 22,8 Mio. €) nahezu konstant. Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen erhöhten sich leicht um 3 Prozent auf 13,5 Mio. € (Vorjahr: 13,2 Mio. €).
Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt:
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 71,5 | 64,4 |
| Personalaufwand | 66,5 | 63,0 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 15,1 | 9,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 98,2 | 89,9 |
Der Materialaufwand erhöhte sich leicht überproportional zur Umsatzentwicklung (ohne Berücksichtigung der Umsätze aus Lizenzerlösen) um rund 11 Prozent auf 71,5 Mio. € (Vorjahr: 64,4 Mio. €). Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Verwaltungskosten der in der Jungheinrich AG geführten Holding- und Zentralbereiche. Der Personalaufwand stieg um 6 Prozent auf 66,5 Mio. € (Vorjahr: 63,0 Mio. €). Er beinhaltet u. a. die Zuführung zu den Rückstellungen für die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile des Vorstandes und der Mitarbeiter der Jungheinrich AG. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 9 Prozent auf 98,2 Mio. € (Vorjahr: 89,9 Mio. €) ist im Wesentlichen auf die erstmals enthaltenen Kosten für Entwicklungsdienstleistungen zurückzuführen, denen geringere Ausgleichsleistungen an ausländische Vertriebsgesellschaften gegenüberstanden.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betreffen Abschreibungen auf Immobilien, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Ersatzteilbelieferungsrechte sowie auf die im Vorjahr erworbenen Schutzrechte für Produkt-Know-how. Das Abschreibungsvolumen erhöhte sich dadurch um 5,9 Mio. € auf 15,1 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €).
Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigt im Berichtszeitraum folgendes Bild:
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| in Mio. € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern | - 8,3 | - 21,9 |
| Zinsergebnis | - 5,2 | 4,0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 13,5 | - 17,9 |
| Außerordentliches Ergebnis | - 8,8 | - |
| Ertrag- und sonstige Steuern | - 2,2 | - 8,1 |
| Jahresfehlbetrag | - 20,1 | - 9,8 |
Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, das um Steuerumlagen gekürzte Beteiligungserträge und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen von 17,7 Mio. € (Vorjahr: 17,2 Mio. €) beinhaltet, erreichte minus 8,3 Mio. € (Vorjahr: minus 21,9 Mio. €). Das Zinsergebnis sank um 9,2 Mio. € auf minus 5,2 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €). Maßgebend hierfür waren vor allem ein höherer Zinsaufwand aus dem im Vorjahr platzierten Schuldscheindarlehen über 100 Mio. € und niedrigere Zinserträge aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus sowie ein geringerer Finanzbedarf der Tochtergesellschaften. Des Weiteren sind im Zinsergebnis nach Umstellung auf das BilMoG für das Geschäftsjahr 2010 erstmals Aufzinsungsbeträge für langfristige Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. € enthalten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich damit auf minus 13,5 Mio. € (Vorjahr: minus 17,9 Mio. €). Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus der Umbewertung - im Wesentlichen der Pensionsrückstellungen nach dem BilMoG - außerordentliche Aufwendungen von insgesamt 8,8 Mio. €. Die Ertrag- und sonstigen Steuern führten im Berichtsjahr zu geringeren Erträgen von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €). Diese beinhalten Erträge aus Ertragsteuerumlagen in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €), die die Jungheinrich AG von den erwähnten operativen Gesellschaften erhob, weil deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 20,1 Mio. € (Vorjahr: 9,8 Mio. €) ab. Zur Schaffung des Bilanzgewinnes in Höhe von 17,6 Mio. € wurden andere Gewinnrücklagen von 37,7 Mio. € (Vorjahr: 11,7 Mio. €) aufgelöst. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, an die Stammaktionäre eine Dividende in Höhe von 0,49 € (Vorjahr: keine) je Stammaktie und an die Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,55 € (Vorjahr: Mindestdividende 0,12 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.
Das Investitionsvolumen hat sich im Berichtsjahr 2010 um 20,7 Mio. € auf 8,9 Mio. € (Vorjahr: 29,6 Mio. €) vermindert. Dieser starke Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr ein Volumen in Höhe von 22,6 Mio. € auf den Erwerb von Schutzrechten für Produkt-Know-how von der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG entfiel. Im Berichtszeitraum wurde in den Ausbau der Immobilien an den deutschen Vertriebsstandorten und in den Ausbau der Produktionswerke mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt investiert.
Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements werden eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und eine Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2010 auf 1.015,0 Mio. € (Vorjahr: 974,1 Mio. €).
Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild:
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| in Mio. € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 358,6 | 365,0 |
| Vorräte | 22,1 | 20,0 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 131,5 | 149,6 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 501,8 | 438,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,0 | 0,8 |
| Bilanzsumme | 1.015,0 | 974,1 |
Das Anlagevermögen verminderte sich um 6,4 Mio. € auf 358,6 Mio. € (Vorjahr: 365,0 Mio. €). Dieser Rückgang resultierte in erster Linie aus den erstmaligen Abschreibungen auf die Schutzrechte für Produkt-Know-how. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen 124,1 Mio. € (Vorjahr: 135,9 Mio. €). Sie beinhalten neben den Ansprüchen aus dem Warenverkehr mit Tochtergesellschaften auch die Bereitstellung von liquiden Mitteln an die Gesellschaften. Durch den geringeren Finanzbedarf der Tochtergesellschaften ergab sich insgesamt ein Anstieg der liquiden Mittel und Wertpapiere um 63,1 Mio. € auf 501,8 Mio. € (Vorjahr: 438,7 Mio. €). Der Netto-Cashflow der Jungheinrich AG, der um die außerordentlichen Aufwendungen aus der Anpassung der Bewertung an das BilMoG in Höhe von 8,8 Mio. € bereinigt wurde, verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,7 Mio. € (Vorjahr: minus 0,3 Mio. €).
Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild:
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| in Mio. € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 534,6 | 548,2 |
| Rückstellungen für Pensionen | 31,7 | 26,1 |
| Übrige Rückstellungen | 28,4 | 29,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 155,0 | 155,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7,7 | 3,7 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 257,6 | 211,4 |
| Bilanzsumme | 1.015,0 | 974,1 |
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG verminderte sich zum Bilanzstichtag um 13,6 Mio. € auf 534,6 Mio. € (Vorjahr: 548,2 Mio. €) als Folge des hohen Jahresfehlbetrages. Dieser wurde wesentlich bestimmt durch die außerordentlichen Aufwendungen aus dem Einmaleffekt aus der Umstellung auf das BilMoG, das deutlich verschlechterte Finanzergebnis und die gegenüber dem Vorjahr geringeren Steuererträge. Die Eigenkapitalquote sank dadurch auf 52,7 Prozent (Vorjahr: 56,3 Prozent). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen unverändert 155,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 45,7 Mio. € auf 254,9 Mio. € (Vorjahr: 209,2 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte aus der positiven Ergebnisentwicklung in den operativen Tochtergesellschaften und dem daraus resultierenden verminderten Kapitalbedarf.
Die Renditezahlen der Jungheinrich AG zeigen folgendes Bild:
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| in % | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrendite | - 2,1 | - 1,7 |
| Gesamtkapitalrendite | - 0,2 | - 0,7 |
| Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Jahresfehlbetrag vor außerordentlichem Ergebnis : durchschnittliches Eigenkapital x 100 Gesamtkapitalrendite = Jahresfehlbetrag vor außerordentlichem Ergebnis + Zinsaufwand (exklusive der Aufzinsungen für langfristige Rückstellungen) : durchschnittliches Gesamtkapital x 100 |
Das gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechterte Finanzergebnis bestimmte die Entwicklung der Eigenkapitalrendite der Jungheinrich AG. Diese fiel auf minus 2,1 Prozent nach minus 1,7 Prozent im Vorjahr. Demgegenüber verbesserte sich die Gesamtkapitalrendite auf minus 0,2 Prozent (Vorjahr: minus 0,7 Prozent).
Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2010 insgesamt 863 Mitarbeiter, davon 136 Auszubildende (Vorjahr: 845 Mitarbeiter, davon 144 Auszubildende). Darüber hinaus waren 8 (Vorjahr: 9) Leiharbeitnehmer im Unternehmen tätig. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2010 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2012.
Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die sich an wertschaffenden Kenngrößen wie Umsatz- und Kapitalrendite sowie Marktanteilsgrößen orientieren.
Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat zuständig, der auf Vorschlag des Personalausschusses das Vergütungssystem hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt, die Gesamtbezüge sowie die jährlichen Zielvorgaben für die variable Vergütung festsetzt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit der Vergütung überprüft. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist Performanceorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch im Regelfall in einem ausgewogenen Verhältnis zum Fixgehalt stehen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles ist die EBIT-Umsatzrendite (ROS) des Jungheinrich-Konzerns. Sie orientiert sich am Erfüllungsgrad einer Zielrendite entsprechend der strategischen Ausrichtung, die jährlich überprüft wird und angepasst werden kann. Die Auszahlung des variablen Anteiles erfolgt nachträglich einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.
Das Vergütungssystem der Jungheinrich AG für die Mitglieder des Vorstandes wurde im Berichtszeitraum überarbeitet und wird bei neu abzuschließenden Dienstverträgen ab dem 1. Januar 2011 umgestellt. Es weist dann die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Für die neu mit den Mitgliedern des Vorstandes abgeschlossenen Dienstverträge wurden bereits die variablen Bestandteile (Umsatz, Umsatzrendite und Marktanteil) um Komponenten mit längerfristigem Bezug ergänzt.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt, Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag der oben genannten Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes; über die Aufteilung beschließt der jeweilige Ausschuss.
Der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 wird ein neues Vergütungsmodell für die Mitglieder des Aufsichtsrates zur Beschlussfassung vorgeschlagen.
Die Jungheinrich AG ist zuständig für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung. Die Aufwendungen der Jungheinrich AG für Forschung und Entwicklung einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und im Berichtsjahr erstmals von Leistungen verbundener Unternehmen betrugen 27,7 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €).
Im Berichtszeitraum wurden verschiedene Möglichkeiten zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit der Umweltfreundlichkeit untersucht. Bereits in den vergangenen Jahren umfasste dies die Erforschung von Energiespeichern auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Unterschiedliche Konzepte nutzen die Vorteile -unter anderem in Bezug auf Gewicht, Handling und Schnellladefähigkeit. Damit ergeben sich Ansätze zur Produktgestaltung für neue Einsatzbereiche von Elektrofahrzeugen. Eines dieser Konzepte konnte bereits für einen Niederhubwagen zur Serienreife gebracht werden. Die Lithium-Ionen-Batterien wurden auch für die leistungsstarken und Treibstoff sparenden Hybridantriebe untersucht. Sobald sich deren Systemkosten wie erwartet weiter vermindern, werden sich erste wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten ergeben. Die Untersuchungen zu Assistenzsystemen für Staplerfahrer waren Anlass zur Erforschung neuer Sensortechnologien, um den Fahrzeugzustand zu erfassen und den Aufenthaltsort des Fahrzeuges zu bestimmen. Diese Technologie floss in ein Serienprodukt in Form eines Navigationssystems zur Erhöhung der Produktivität und Zuverlässigkeit im Logistikprozess ein. In diesem Zusammenhang wurde auch eine elektronische Schnittstelle geschaffen, die die Automatisierung von Serienfahrzeugen deutlich erleichtert und zuverlässiger gestaltet.
Basierend auf den im Vorjahr durchgeführten Prozessanalysen im Entwicklungsbereich wurden die daraus abgeleiteten Maßnahmen 2010 erfolgreich umgesetzt.
Unter anderem wurde die Effizienz im Bereich der zentralisierten Dauertests erhöht. Ferner wurde der Produktentstehungsprozess überarbeitet. Dadurch konnte die Bestimmung des Entwicklungsreifegrades verfeinert und die Produktionsfähigkeit verbessert werden.
In der neuen Abteilung zur zentralen Entwicklung von Komponenten wurden erste Projekte mit dem Ziel gestartet, durch Standardisierung Skaleneffekte zu nutzen und Innovationen schnell über eine Vielzahl von Fahrzeugtypen einzuführen. Neue Berechnungswerkzeuge zur Analyse des Temperaturverhaltens und der Lebensdauer der Stapler bei dynamischen Belastungen wurden eingeführt und werden die dezentralen Entwicklungsbereiche unterstützen.
Gemäß § 289a HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter www.jungheinrich.de nachzulesen.
Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Rechnungslegungsprozess bezieht. Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
| ― | Die Jungheinrich AG zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus. |
| ― | Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem. |
| ― | Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. |
| ― | Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme). |
| ― | Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung. |
| ― | Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch, das alljährlich aktualisiert und den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen zur Verfügung gestellt wird, sichert die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie Berichterstattung von Geschäftsvorgängen. |
| ― | Die Mitarbeiter der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen der Jungheinrich AG und ihren inländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen. |
| ― | Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft. |
| ― | Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrichspezifischen Systems berücksichtigt. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, die durch die interne Revision überprüft werden, wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
| ― | Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte. |
Das frühzeitige Erkennen von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester Bestandteil regelmäßiger Überprüfungen durch die interne Revision vor Ort und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrichspezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt.
Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controllingprozesses. Es besteht aus folgenden Elementen:
| ― | der Konzernrichtlinie Risikomanagement |
| ― | dem Konzernrisikoausschuss |
| ― | den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften |
| ― | den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen |
| ― | der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern |
| ― | der Konzernrevision |
Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens eine Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur auf Grundlage der geplanten Ergebnisse. Danach erfolgen die Bewertungen der Inventuren auf Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden außerhalb der Risikoinventuren Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren. Die Konzernrevision ist durch ihre regelmäßigen Prüfungen vor Ort, die mit dem Vorstand und dem Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG abgestimmt sind, und durch anlassbezogene Sonderprüfungen ein wichtiger Teil des Risikomanagements.
Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2010 durch den Risikoausschuss bestehen weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt:
| ― | Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken Die Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen hängen stark von der konjunkturzyklischen Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Konjunkturentwicklung - vor allem in Europa - laufend beobachtet und bewertet, um Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapazitäten werden laufend an die zu erwartenden Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das Risiko für Jungheinrich wesentlich. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Nach dem massiven Markteinbruch im Jahr 2009 kam es im Berichtszeitraum zu einer kräftigen Markterholung. So stieg das Marktvolumen in der Flurförderzeugbranche 2010 weltweit um 45 Prozent und in Europa um rund 32 Prozent, davon in den Ländern Osteuropas sogar um 94 Prozent. Mit Ausnahme der Märkte in Asien und Südamerika konnte das Vorkrisenniveau aber noch nicht wieder erreicht werden. Für 2011 ist mit einer weiteren Erholung der Märkte für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik zu rechnen. Aus Ertragssicht dürfte einer steigenden Auslastung in den Werken ein zunehmender Anstieg der Materialkosten gegenüberstehen. Nach einem starken Abbau der Mietflotte im Jahr 2009 hat sich die Auslastung 2010 erheblich verbessert, sodass im laufenden Jahr eine weitere Aufstockung der Mietflotte vorgesehen ist. Für das After-Sales-Geschäft geht Jungheinrich für 2011 von einem kontinuierlichen Wachstum aus. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt weiterhin nach. Dennoch bestehen durch die voranschreitende Globalisierung und die damit einhergehende Arbeitsteilung sowie die positive wirtschaftliche Entwicklung in Asien, Südamerika und Europa nach wie vor günstige Rahmenbedingungen für die Rückkehr der Intralogistik auf einen stabilen Wachstumspfad. Immer mehr Länder benötigen in steigendem Maße moderne Flurförderzeugtechnik und Logistiksysteme. Durch das innovative Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis sowie die Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister ist Jungheinrich gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können. Nicht einzuschätzen ist gegenwärtig der Einfluss der politischen Umwälzungen in den nordafrikanischen Staaten auf die Weltkonjunktur, insbesondere aus den Risiken, die sich aus zu erwartenden Ölpreissteigerungen ergeben könnten. Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter voran. Dies dürfte den Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Jungheinrich sieht sich dank seines Geschäftsmodells gut positioniert, um im harten Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können. |
| ― | Operative Geschäftsrisiken Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit -nicht nur bei einem schwachen Marktumfeld - ein laufendes Risiko dar. Jungheinrich begegnet dem insbesondere dadurch, dass das Unternehmen sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Einkaufs- und Beschaffungsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert Jungheinrich im Rahmen eines Risikomanagements. Jungheinrich setzt u. a. Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung der für Jungheinrich relevanten Rohstoffe wie Stahl, Blei und Kupfer ein. Diese Systeme unterstützen das Unternehmen, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Aufgrund der wieder stark gestiegenen Nachfrage auf den Weltmärkten ist für 2011 von weiterhin volatilen Rohstoffmärkten und anziehenden Rohstoffpreisen auf hohem Niveau auszugehen. Lieferengpässe bei Elektronikkomponenten, die für die Produktion von Steuerungen benötigt werden, dürften wahrscheinlich andauern und könnten zu höheren Beschaffungspreisen führen. Für das Geschäftsjahr 2011 steht die Sicherstellung der bedarfsgerechten, qualitativen und quantitativen Versorgung der Produktion im Vordergrund. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Kernlieferanten konnten bislang Qualitätsprobleme bzw. Lieferantenausfälle weitgehend vermieden werden. |
| ― | Finanzrisiken Bei den Finanzrisiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Die Jungheinrich AG setzt zur Steuerung der aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehenden operativen Risiken ein gesondertes Risikomanagement ein, das auf verschiedenen Finanzinstrumenten aufbaut. Die Nachwirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von über 300 Mio. € mit einer Laufzeit von drei Jahren zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Darüber hinaus bestehen zur Stärkung der langfristigen Finanzierung ein im Dezember 2009 abgeschlossenes Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren sowie ein Ende 2011 auslaufendes Schuldscheindarlehen in Höhe von 55 Mio. €. Damit ist eine solide Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Die Ergebniserwartungen für 2011 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den sehr hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit weiterhin eine konservative Anlagepolitik und investiert in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Auf der Grundlage des Ratings der zumeist internationalen Finanzinstitute, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zins- und Währungsrisiken genutzt. Am 31. Dezember 2010 bestanden bei der Jungheinrich AG Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 25,3 Mio. € (Vorjahr: 20,3 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte bestanden zum 31. Dezember 2010 in unveränderter Höhe von 53,5 Mio. €. |
| ― | Rechtsrisiken Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Des Weiteren bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten. |
Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 eingetreten sind, liegen nicht vor.
Für das Geschäftsjahr 2011 geht die Jungheinrich AG in ihrer Einschätzung für den Welthandel von einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung mit regionalen Unterschieden aus. Allerdings dürfte sich die Wachstumsdynamik - allein schon aufgrund der hohen Wachstumsraten des Jahres 2010 - mit Auslaufen der umfangreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete, auf die sich der zurückliegende Konjunkturaufschwung zum großen Teil stützte, verringern. Während für die westlichen Industrienationen mit einem vergleichsweise moderaten Wirtschaftswachstum zu rechnen ist, sollte das Wachstum in Osteuropa stärker ausfallen. Die Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas, vor allem geprägt durch Länder wie China und Brasilien, sollten ihren kräftigen Wachstumskurs beibehalten. Etwaige wirtschaftliche Einflüsse aus den politischen Veränderungen in den nordafrikanischen Staaten sind in den Wachstumsprognosen nicht enthalten.
Bruttoinlandsprodukt in %
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| Region | Prognose 2011 | Prognose 2012 |
|---|---|---|
| Welt | 4,4 | 4,5 |
| USA | 4,0 | 3,5 |
| China | 8,2 | 7,5 |
| Eurozone | 1,7 | 1,8 |
| Deutschland | 3,0 | 2,5 |
| Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: Februar 2011) |
Vor dem Hintergrund des stabilen weltwirtschaftlichen Umfeldes bleiben die Aussichten für die Flurförderzeugindustrie insgesamt günstig. Nach dem kräftigen Nachholeffekt im Vorjahr dürfte sich aber die Marktdynamik verringern. Für das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge geht Jungheinrich von einer stückzahlbezogenen Steigerung um rund 10 Prozent auf ca. 870 Tsd. Fahrzeuge aus. Entsprechend wird dieses Marktwachstum die Absatzmöglichkeiten für die inländischen Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG erhöhen.
Die Jungheinrich AG wird 2011 ihre konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung in Schlüsseltechnologien auf hohem Niveau fortführen. Das gilt im besonderen Maße für Antriebstechniken und marktspezifische Produktentwicklungen. Das Unternehmen wird auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT in Hannover im Mai 2011 zahlreiche Neuentwicklungen präsentieren und damit die Marke "Jungheinrich" weiter stärken.
Die Ertragsentwicklung im Jahr 2011 wird vor allem von der weiter steigenden Nachfrage nach Flurförderzeugen und der damit verbundenen höheren Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken sowie einem weiter wachsenden After-Sales-Geschäft bestimmt werden. Dabei hängt der Ergebnishub im Neugeschäft wesentlich von der Nachfrageentwicklung in den bedeutenden europäischen Märkten sowie vom Produktmix ab. Kostenbelastungen werden sich 2011 aus steigenden Rohstoffpreisen und aus höheren Personalkosten, u. a. aus den tarifvertraglich vereinbarten Tarifabschlüssen in Deutschland, ergeben. Die Höhe des Ertragsniveaus der Jungheinrich AG wird hauptsächlich von der Ertragsentwicklung und den Ergebnissen ihrer deutschen Tochterunternehmen abhängen. Im Jahr 2012 könnte mit einer weiteren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur bei Flurförderzeugen setzen sowie über höhere Auftragseingänge im Neugeschäft zu einer nochmaligen Produktivitätssteigerung in den Werken führen und damit zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG über die Ergebnisse ihrer Beteiligungen beitragen.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen - das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die sich als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben könnten - kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Jungheinrich AG stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen könnten, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung einiger europäischer Länder und in Nordamerika, die Auswirkungen aus den politischen Umwälzungen in Nordafrika - insbesondere aus den zu erwartenden Ölpreissteigerungen - sowie die Einführung von Produkten des Wettbewerbes.
Hamburg, den 11. März 2011
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | in Tausend € | in Tausend € | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A | Anlagevermögen | (1) | |||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | 21.204 | 29.258 | ||
| II. | Sachanlagen | 70.743 | 69.190 | ||
| III. | Finanzanlagen | 266.692 | 266.563 | ||
| 358.639 | 365.011 | ||||
| B | Umlaufvermögen | ||||
| I. | Vorräte | (2) | 22.119 | 20.031 | |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (3) | 131.460 | 149.657 | |
| III. | Wertpapiere | (4) | 100.700 | 66.769 | |
| IV. | Liquide Mittel | (5) | 401.102 | 371.886 | |
| 655.381 | 608.343 | ||||
| C | Rechnungsabgrenzungsposten | 976 | 759 | ||
| 1.014.996 | 974.113 |
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| Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | in Tausend € | in Tausend € | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A | Eigenkapital | ||||
| I. | Gezeichnetes Kapital | (6) | 102.000 | 102.000 | |
| II. | Kapitalrücklage | 76.952 | 76.952 | ||
| III. | Gewinnrücklagen | (7) | 338.049 | 367.295 | |
| IV. | Bilanzgewinn | 17.620 | 1.920 | ||
| 534.621 | 548.167 | ||||
| B | Rückstellungen | ||||
| 1. | Rückstellungen für Pensionen | (8) | 31.723 | 26.071 | |
| 2. | Übrige Rückstellungen | (9) | 28.381 | 29.704 | |
| 60.104 | 55.775 | ||||
| C | Verbindlichkeiten | (10) | |||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 155.000 | 155.000 | ||
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.652 | 3.740 | ||
| 3. | Übrige Verbindlichkeiten | 257.619 | 211.431 | ||
| 420.271 | 370.171 | ||||
| 1.014.996 | 974.113 |
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| Anhang | 2010 in Tausend € |
2009 in Tausend € |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | (13) | 201.472 | 167.781 |
| 2. | Bestandsveränderungen | 20 | - 17 | |
| Gesamtleistung | 201.492 | 167.764 | ||
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | (14) | 23.751 | 19.608 |
| 4. | Materialaufwand | (15) | 71.469 | 64.398 |
| 5. | Personalaufwand | (16) | 66.470 | 63.013 |
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
15.082 | 9.229 | |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | (17) | 98.245 | 89.852 |
| 8. | Finanz- und Beteiligungsergebnis | (18) | 12.478 | 21.180 |
| 9. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 13.545 | - 17.940 | |
| 10. | Außerordentliche Aufwendungen | (19) | 8.755 | - |
| 11. | Außerordentliches Ergebnis | - 8.755 | - | |
| 12. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (20) | - 2.380 | - 8.303 |
| 13. | Sonstige Steuern | 188 | 189 | |
| 14. | Jahresfehlbetrag | - 20.108 | - 9.826 | |
| 15. | Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 37.728 | 11.746 | |
| 16. | Bilanzgewinn | 17.620 | 1.920 |
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Stand am 01.01.2010 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2010 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
73.574 | 1.194 | - | 77 | 74.691 | |
| II. | Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken1) |
103.610 | - | 1.002 | 99 | 104.513 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.872 | 14 | - | 11 | 1.875 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21.060 | 2.679 | 102 | 342 | 23.499 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 674 | 4.847 | - 1.104 | - | 4.417 | |
| 127.216 | 7.540 | - | 452 | 134.304 | ||
| III. | Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 265.944 | - | - | - | 265.944 | |
| 2. Beteiligungen | 3.517 | 133 | - | - | 3.650 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 138 | - | - | - | 138 | |
| 269.599 | 133 | - | - | 269.732 | ||
| 470.389 | 8.867 | - | 529 | 478.727 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Stand am 01.01.2010 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2010 |
Stand am 31.12.2010 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
44.316 | 9.212 | 41 | 53.487 | 21.204 | |
| II. | Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken1) |
43.233 | 2.988 | 46.221 | 58.292 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.168 | 140 | 11 | 1.297 | 578 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.625 | 2.742 | 324 | 16.043 | 7.456 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | 4.417 | |
| 58.026 | 5.870 | 335 | 63.561 | 70.743 | ||
| III. | Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 265.944 | |||||
| 2. Beteiligungen | 2.987 | - | - | 2.987 | 663 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 49 | 4 | - | 53 | 85 | |
| 3.036 | 4 | - | 3.040 | 266.692 | ||
| 105.378 | 15.086 | 376 | 120.088 | 358.639 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in Tausend € | Stand am 31.12.2009 |
|
| --- | --- | --- |
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
29.258 | |
| II. | Sachanlagen | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken1) |
60.377 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 704 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.435 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 674 | |
| 69.190 | ||
| III. | Finanzanlagen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 265.944 | |
| 2. Beteiligungen | 530 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 89 | |
| 266.563 | ||
| 365.011 |
1) Der im Geschäftsjahr ausgezahlte Investitionszuschuss in Höhe von 188 T€ wurde von den Zugängen in Höhe von 89 T€ abgezogen. Der darüber hinaus gehende Teil des Investitionszuschusses in Höhe von 99 T€ erhöht als nachträgliche Anschaffungskostenminderung die Abgänge.
Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2010 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vom 25. Mai 2009 wurde entsprechend berücksichtigt, auf eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen wurde gemäß Artikel 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB verzichtet.
Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 410 € werden ab dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.
Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Sonstige Ausleihungen werden zu ihrem Nominalwert angesetzt.
Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet.
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem jährlichen Zinsfuß von 5,15 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,0 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 Prozent berücksichtigt. Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wird nicht ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2010 wurde die vollständige Zuführung aufgrund der BilMoG-Umbewertung in Höhe von 7.596 T€ ergebniswirksam vorgenommen.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,23 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent berechnet. Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 5,15 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt.
Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,25 Prozent berücksichtigt. Diese Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz angesetzt, der sich bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 7 Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Anwendung dieser Bewertungsvorschriften führte im Berichtsjahr zu einem unrealisierten Kursverlust in Höhe von 61 T€. Für Fremdwährungsdarlehen mit Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten; daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet.
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt.
Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (26) dargestellt.
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Ersatzteile | 21.878 | 19.917 |
| Unfertige Erzeugnisse | 44 | 23 |
| Geleistete Anzahlungen | 197 | 91 |
| 22.119 | 20.031 |
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.582 | 1.034 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
124.093 | 135.914 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 21.725 T€; Vorjahr 22.009 T€) |
||
| Sonstige Vermögensgegenstände (davon mit einer Restlaufzeit |
5.785 | 12.709 |
| von mehr als einem Jahr - T€; Vorjahr 2.891 T€) |
||
| 131.460 | 149.657 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 37.813 T€ (Vorjahr 30.003 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln an Tochtergesellschaften in Höhe von 86.280 T€ (Vorjahr 105.911 T€). Die in den Vorjahren in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne (Vorjahr 2.891 T€) werden nunmehr mit den Verpflichtungen aus Deferred-Compensation-Plänen saldiert.
Die Wertpapiere enthalten sonstige Wertpapiere in Höhe von 100.700 T€. Sämtliche Wertpapiere sind frei verfügbar.
Die liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten aus Festgeldern und auf Girokonten.
Angaben gemäß § 160 AktG:
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| Anzahl | Betrag in T€ | |
|---|---|---|
| Stammaktien | 18.000.000 | 54.000 |
| Vorzugsaktien | 16.000.000 | 48.000 |
| 34.000.000 | 102.000 |
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 25 Abs. 1 WpHG am 31. Oktober 2002 Folgendes veröffentlicht:
| ― | Frau Ursula Lange, Deutschland, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 50 Prozent betrug. Davon sind ihr 28,3 Prozent gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Herrn Wolff Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihm gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Frau Hadmut von Kameke, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Frau Petra Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil der Lange Pool GbR, Wohltorf, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, betrug am 1. April 2002 21,7 Prozent. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, hat am 28. Mai 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten und die Schwelle von 50 Prozent erreicht. Der Stimmrechtsanteil beträgt nun 50 Prozent. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil der Ursula-Lange-Stiftung, Liechtenstein, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Davon sind ihr 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft hat am 21. Dezember 2001 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und betrug 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Am 1. April 2002 betrug der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug am 1. April 2002 jeweils 50 Prozent. 42,75 Prozent der Stimmrechte der vier aufgeführten Aktionäre sind ihnen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihnen auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. 49,94 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihr auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 1995 50 Prozent. 25 Prozent der Stimmrechte waren ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen. |
| ― | Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug ab 1. April 1995 jeweils 50 Prozent. Jeweils 43,75 Prozent der Stimmrechte waren ihnen gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen. |
Die aus der Anpassung der Bewertung an die Vorschriften des BilMoG resultierenden Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von 8.381 T€ und aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 100 T€ wurden im Berichtsjahr den anderen Gewinnrücklagen zugerechnet. Zur Schaffung des Bilanzgewinnes in Höhe von 17.620 T€ wurden im Berichtsjahr andere Gewinnrücklagen in Höhe von 37.728 T€ aufgelöst.
In den Pensionsrückstellungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 34.783 T€ einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 3.060 T€ erstmalig mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 3.060 T€ saldiert und in der Bilanz mit netto 31.723 T€ ausgewiesen. Im Vorjahr betrug der in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthaltene Ansatz der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen 2.891 T€. Ein entsprechender Posten wurde unter den sonstigen Vermögensgegenständen gezeigt.
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| in Tausend € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 756 | 11.642 |
| Sonstige Rückstellungen | 27.625 | 18.062 |
| 28.381 | 29.704 |
Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für effektive Gewerbesteuern in Höhe von 756 T€. Die im Vorjahr in Höhe von 8.381 T€ passivierten latenten Steuern wurden im Berichtsjahr im Rahmen der Umbewertung auf die Vorschriften des BilMoG aufgelöst und den anderen Gewinnrücklagen zugerechnet. Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, Verpflichtungen gegenüber Kunden, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten.
Im Berichtsjahr wurden die sonstigen Rückstellungen von insgesamt 29.863 T€ einschließlich der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 5.971 T€ erstmalig mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 2.238 T€ saldiert und in der Bilanz mit netto 27.625 T€ ausgewiesen. Im Vorjahr betrug der in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Ansatz der Altersteilzeitverpflichtungen 5.226 T€. Das Deckungsvermögen in Höhe von 1.823 T€ wurde im Vorjahr unter den sonstigen Wertpapieren ausgewiesen.
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 155.000 | 55.000 | 155.000 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.652 | 7.652 | 3.740 | 3.739 |
| Übrige Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 254.891 | 254.891 | 209.187 | 209.187 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 476 | 476 | 82 | 82 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern 976 T€; Vorjahr 904 T€) (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 T€; Vorjahr - T€) |
2.252 | 2.252 | 2.162 | 2.162 |
| 420.271 | 320.271 | 370.171 | 215.170 |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 155.000 T€ enthalten. Die Schuldscheindarlehen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Endfälligkeit im Jahr |
Nominalzins | Nominalbetrag in Tausend € |
|
|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen 2004 |
2011 | Festzins + Marge | 55.000 |
| Schuldscheindarlehen 2009 |
2014 | ||
| Fixe Tranche | Festzins + Marge | 46.500 | |
| Floating-Tranche | EURIBOR + Marge | 53.500 | |
| 155.000 |
Der Auszahlungskurs des Schuldscheindarlehens 2004 betrug 99,33 Prozent. Am Bilanzstichtag wurde ein Disagio von 48 T€ (Vorjahr 101 T€) im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Dieses wird über die Laufzeit des Darlehens aufwandswirksam aufgelöst.
Das Schuldscheindarlehen in Höhe von 100.000 T€ teilt sich auf in einen festverzinslichen und einen variablen Teil, für den eine Zinssicherung durchgeführt wurde. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 25.586 T€ (Vorjahr 34.708 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 229.305 T€ (Vorjahr 174.479 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen zusammen.
Die Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 119.613 T€ (Vorjahr 117.864 T€) abgegeben. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den Unternehmen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind.
Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin sowie aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und des Fuhrparks.
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| in Tausend € | |
|---|---|
| 2011 | 81.569 |
| 2012 bis 2015 | 153.044 |
| Nach 2015 | 23.809 |
| 258.422 |
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| in Tausend € | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|
| Nach Regionen | |||
| Deutschland | 107.382 | 86.241 | |
| Übriges Europa | 83.919 | 76.843 | |
| Übrige Länder | 10.171 | 4.697 | |
| 201.472 | 167.781 | ||
| Nach Bereichen | |||
| Ersatzteile | 148.253 | 131.370 | |
| Dienstleistungen | 22.668 | 22.817 | |
| Erlöse aus Vermietung | 13.491 | 13.155 | |
| Lizenzerlöse | 17.060 | 439 | |
| 201.472 | 167.781 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von den ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 17.759 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 1.049 T€. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 211 T€.
Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst.
Im Materialaufwand sind überwiegend Aufwendungen für Ersatzteileinkäufe enthalten.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gehälter | 57.485 | 52.878 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung 966 T€; Vorjahr 2.241 T€) |
8.985 | 10.135 |
| 66.470 | 63.013 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung werden gemäß BilMoG ohne die Aufzinsungen der Pensionsrückstellungen von 1.574 T€ gezeigt, da diese im Zinsergebnis dargestellt werden.
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 22 | 20 |
| Angestellte | 676 | 691 |
| Auszubildende | 131 | 134 |
| 829 | 845 |
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 13.298 T€. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 191 T€.
Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen.
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| in Tausend € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 14.202 | 15.683 |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 3.520 | 1.523 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen 2.490 T€; Vorjahr 4.521 T€) |
5.982 | 7.445 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | - 4 | - 8 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon an verbundene Unternehmen 78 T€; Vorjahr 330 T€) |
- 11.222 | - 3.463 |
| 12.478 | 21.180 |
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus verbundenen inländischen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von 1.808 T€ aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.
Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Umbewertung der Rückstellungen gemäß BilMoG zum 1. Januar 2010 für Pensionen in Höhe von 7.596 T€, Altersteilzeit von 929 T€, Treueprämien von 182 T€ und Sterbegeld von 48 T€.
Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 2.380 T€ beinhalten Erträge aus Steuerumlagen in Höhe von 6.010 T€ von inländischen in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften sowie effektive Steueraufwendungen in Höhe von 3.630 T€.
Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Hiervon ausgenommen ist die Tinus AG & Co. KG.
Zur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30 Prozent angewendet. Die Jungheinrich AG wies zum 31.12.2009 - vor Anpassung der Bewertung auf das BilMoG - Rückstellungen für latente Steuern in Höhe von 8.381 T€ aus. Unter Berücksichtigung der Vorschriften des BilMoG zum 01.01.2010 ergaben sich aktive latente Steuern aus der Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge, die die Rückstellungen für latente Steuern zum 01.01.2010 überstiegen. Die Jungheinrich AG macht von den Möglichkeiten gemäß § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch, aktive und passive latente Steuern zu saldieren und auf den Ausweis aktiver latenter Steuern zu verzichten. Die Berücksichtigung der Vorschriften des BilMoG führte damit im Ergebnis zur erfolgsneutralen Auflösung der bisher zum 31.12.2009 gebildeten Rückstellungen für latente Steuern, die Erträge wurden in gleicher Höhe den Gewinnrücklagen zugerechnet. In der Jungheinrich AG bestehen sowohl körperschaftsteuerliche als auch gewerbesteuerliche Verlustvorträge. Zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurden auf Grundlage eines 5-Jahres-Forecasts 38 Prozent der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge zum 01.01.2010 als nicht werthaltig eingestuft. Zum 31.12.2010 wurden die Verlustvorträge in vollem Umfang angesetzt, da entgegen der Erwartung zu Jahresbeginn ein Großteil der Verlustvorträge bereits 2010 genutzt werden konnte.
Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten der Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt.
Aktive latente Steuern wurden dabei für die Bilanzposten der Sachanlagen, des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, der Finanzanlagen und Rückstellungen sowie für den Gesamtsaldo aller Bilanzposten.
Der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zum 31.12.2010 führte zu einem aktiven Überhang. Auf den Ausweis der aktiven latenten Steuern wurde verzichtet, die latenten Steuern hatten damit keine Ergebniswirkung im laufenden Geschäftsjahr.
Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken; die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Überprüfung der Effektivitäten erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit Hypothetischer-Derivate-Methode).
Darlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Geschäfte, die im Wesentlichen zur Absicherung des rollierenden 12-Monats-Horizontes in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Dauer dieser meist laufzeitkongruenten Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus.
Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet.
Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte belaufen sich auf 25.327 T€ (Vorjahr 20.274 T€). Die Sicherungsgeschäfte entsprechen in ihrem Umfang den zu sichernden Grundgeschäften. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 371 T€ und negative Marktwerte in Höhe von minus 28 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten ist eine Aufwertung der Intercompany-Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften in Höhe von 373 T€ unterblieben.
Zur Sicherung der Zinsrisiken der Floating-Tranche eines Schuldscheindarlehens werden die Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert. Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 53.500 T€ (Vorjahr 53.500 T€) und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen. Die Laufzeit und der Umfang der Zinssicherung entsprechen dem des abgesicherten Grundgeschäftes und weist eine Laufzeit bis zum Jahr 2014 auf.
Der Marktwert des Zinsswapgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Für das zum Bilanzstichtag bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von minus 1.146 T€ ermittelt (Vorjahr 41 T€).
Das Schuldscheindarlehen wird zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und der zukünftig fällige Zinsswap im handelsrechtlichen Jahresabschluss nicht angesetzt.
Im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach den Aktionären auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht.
Für das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:
| ― | Abschlussprüfungsleistungen: 208 T€ |
| ― | Andere Bestätigungsleistungen: 29 T€ |
| ― | Steuerberatungsleistungen: 26 T€ |
| ― | Sonstige Leistungen: 44 T€ |
Vorsitzender
Unternehmensberater
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Faber-Castell AG, Nürnberg (Vorsitz)
MAY-Holding GmbH & Co. KG, Erftstadt (Vorsitz)
(bis 31.12.2010)
Zwilling J.A. Henckels AG, Solingen
Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck
Stellvertretender Vorsitzender
Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Region Hamburg
Vorsitzender des Betriebsrates Vertrieb Kundendienst
Norderstedt
Vorsitzender des Betriebsrates des
Vertriebszentrums Südwest der Jungheinrich Vertrieb
Deutschland AG & Co. KG, Hamburg
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates (bis 10.03.2010)
Mitglied des Betriebsrates Technik Norderstedt
2.Bevollmächtigte IG Metall, Landshut
Unternehmensberater
Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Kühlhaus Zentrum AG, Hamburg (Vorsitz)
(bis 23.06.2010)
Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitz)
Wintersteiger AG, Ried / Österreich (Vorsitz)
BKN biostrom AG, Vechta
Beirat:
WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden
Rechtsanwalt
Betriebswirt
Leitender Angestellter der Jungheinrich AG
Weitere Mandate
Beirat:
LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitz)
Die Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich AG haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
Vorsitzender des Vorstandes
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Fielmann AG, Hamburg (seit 08.07.2010)
Mitglied des Vorstandes
Konzernmandat
Aufsichtsrat:
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg
(stellv. Vorsitz)
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes
Konzernmandat
Aufsichtsrat:
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitz)
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 839 T€. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich in 2010 auf 4.684 T€. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 13. Juni 2006 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt.
Für frühere Mitglieder des Vorstandes sind Bezüge in Höhe von 651 T€ als Aufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2010 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 10.422 T€ gebildet.
31. Dezember 2010
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| Eigenkapital | Jahresüberschuss/ (-fehlbetrag) |
|||
|---|---|---|---|---|
| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
in Tausend Landeswährung |
in Tausend Landeswährung |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 34.733 | 12.936 |
| Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 52.967 | 3.946 |
| Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 2.999 | 1.088 |
| Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 81 | - 141 |
| Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg | 100 | EUR | 197.110 | 19.952 |
| Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg2) | 100 | EUR | 10.300 | - |
| Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg / Saalkreis1) | 100 | EUR | - 109 | 7.244 |
| Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg2) | 100 | EUR | 5.121 | - |
| Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | - 16.301 | - 1.007 |
| Elbe River Capital S.A., Luxemburg | 100 | EUR | 31 | - |
| Tinus Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg1) | 94 | EUR | 10 | 229 |
| Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg | 100 | EUR | 3.856 | 1.149 |
| Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich | 100 | EUR | - 850 | - 7 |
| Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg | 100 | EUR | 19 | 7 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen / Dresden | 100 | EUR | - 688 | 491 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs GmbH, Klipphausen / Dresden | 100 | EUR | 22 | 1 |
| Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | 26.516 | 1.527 |
| Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | 20.353 | 4.032 |
| Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | 977 | - 23 |
| Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | - 10.793 | 1.297 |
| Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich3) | 100 | EUR | - | - |
| Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | - 4.660 | - 70 |
| Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | 14.192 | 3.474 |
| Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien | 100 | GBP | - 37.997 | - 484 |
| Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | 147 | 124 |
| Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | 1.835 | 875 |
| Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate / Mailand, Italien | 100 | EUR | 47.758 | 5.316 |
| Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate / Mailand, Italien | 100 | EUR | 5.610 | 3.408 |
| Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate / Mailand, Italien | 100 | EUR | 232 | - 40 |
| Jungheinrich de España S.A.U., Abrera / Barcelona, Spanien | 100 | EUR | 10.658 | 1.373 |
| Jungheinrich Rental S.L., Abrera / Barcelona, Spanien | 100 | EUR | 823 | - 195 |
| Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera / Barcelona, Spanien | 100 | EUR | 704 | - 62 |
| Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande | 100 | EUR | 11.456 | 2.735 |
| Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz | 100 | CHF | 14.135 | - 893 |
| Jungheinrich n.v. / s.a., Leuven, Belgien | 100 | EUR | 8.779 | 1.459 |
| Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich | 100 | EUR | 6.174 | 2.291 |
| Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki / Warschau, Polen | 100 | PLN | 35.476 | 10.295 |
| Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen | 100 | NOK | 46.073 | 11.571 |
| Jungheinrich (CR) s.r.o., Ricany / Prag, Tschechien | 100 | CZK | 208.010 | 42.851 |
| Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden | 100 | SEK | 40.219 | 8.971 |
| Jungheinrich Hungäria Kft., Biatorbágy / Budapest, Ungarn | 100 | HUF | 1.011.655 | 195.389 |
| Jungheinrich Danmark A / S, Tåstrup, Dänemark | 100 | DKK | 9.675 | 3.297 |
| Jungheinrich d.o.o., Trzin, Slowenien | 100 | EUR | 1.673 | 159 |
| Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro / Lissabon, Portugal | 100 | EUR | 2.063 | 187 |
| Ameise Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland4) | 100 | EUR | - | - |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland | 100 | EUR | 2.152 | 18 |
| Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes / Athen, Griechenland | 100 | EUR | 285 | 29 |
| Jungheinrich istif Makinalari San. ve Tic. Ltd. Şti., Alemdag / Istanbul, Türkei | 100 | TRY | 2.248 | 35 |
| Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei | 100 | EUR | 2.302 | 340 |
| Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA4) | 100 | USD | - | - |
| Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur | 100 | SGD | - 2.433 | 370 |
| Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiaí - SP, Brasilien | 100 | BRL | 5.704 | 539 |
| Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA | 100 | USD | - 13.996 | - 4.345 |
| Jungheinrich Lift Truck, OOO, Moskau, Russland | 100 | RUB | 80.882 | 181.012 |
| Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine | 100 | UAH | - 1.369 | 5.602 |
| Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland | 100 | LVL | 528 | 59 |
| Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen | 100 | LTL | 178 | 348 |
| Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland | 100 | EUR | 394 | 66 |
| Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100 | CNY | 21.171 | 4.021 |
| Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu / Shanghai, China | 100 | CNY | - 2.061 | 3.117 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn / Bangkok, Thailand | 100 | THB | 30.591 | 5.223 |
| Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston / Texas, USA | 100 | USD | 138 | 65 |
| Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg | 100 | EUR | 31 | 1 |
| FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio des Janeiro, Brasilien5) | 100 | BRL | - | - |
| JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien | 50 | CZK | 546.200 | 125.757 |
| Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien4) | 50 | CZK | - | - |
| Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus | 50 | EUR | 758 | 19 |
| Supralift Beteiligungs- und Kommunikations-Gesellschaft mbH, Hofheim am Taunus | 50 | EUR | 18 | - 1 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China | 25 | CNY | 170.824 | 14.052 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich | 25 | EUR | 1.907 | 672 |
1) Für die Gesellschaft Ist die Jungheinrich AG persönlich haftende Gesellschafterin.
2) kein Jahresergebnis aufgrund Ergebnisabführungsvertrag
3) keine Jahresabschlussdaten vorhanden
4) keine aktive Geschäftstätigkeit
5) in Liquidation
Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 17.620.000,- € wie folgt zu verwenden:
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| in € | |
|---|---|
| Zahlung einer Dividende von 0,49 € je Stammaktie | 8.820.000,- |
| Zahlung einer Dividende von 0,55 € je Vorzugsaktie | 8.800.000,- |
| 17.620.000,- |
Hamburg, den 11. März 2011
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.
Hamburg, den 11. März 2011
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Hans-Georg Frey | Dr. Volker Hues | Dr. Helmut Limberg | Dr. Klaus-Dieter Rosenbach |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 11. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| (Dinter) | (Reiher) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Nach den großen Herausforderungen für Vorstand und Aufsichtsrat, aber auch für viele Mitarbeiter, infolge der Restrukturierung des Konzerns während des Jahres 2009 war Schwerpunkt der Arbeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 die Begleitung des Vorstandes bei der Verfolgung des eingeschlagenen Konsolidierungskurses.
Auf den enormen Einbruch der weltweiten Flurförderzeugmärkte im Jahr 2009 folgte ab der zweiten Jahreshälfte 2010 eine schnelle Erholung der globalen Märkte. Hierauf war der Konzern aufgrund der Restrukturierung gut vorbereitet, auch wenn das Vorkrisenniveau nach wie vor weder marktseitig noch beim Unternehmensumsatz wiedererlangt werden konnte. Es gelang den Entscheidungsträgern, die Strukturen aufgrund der starken Marktbelebung sehr rasch nach oben anzupassen und somit die Dynamik in allen Märkten mitzunehmen. Dies galt nicht nur für Asien, welches von der Krise nicht so stark betroffen war. Dort wurde die Jungheinrich-Vertriebsorganisation ausgebaut und auch der Werksstandort gestärkt. In Nordamerika hat die neue, ab 1. Januar 2010 gültige Zusammenarbeit mit MCFA bereits Früchte getragen. Und schließlich ist auch das neue Werk in Landsberg (Sachsen-Anhalt) im Jahr 2010 hochgefahren worden und läuft nun auf einem stabilen Niveau. Durch die eingeleiteten Maßnahmen sowie die eingetretenen Entwicklungen konnte die Kurzarbeit an den deutschen Standorten reduziert bzw. ausgesetzt werden. Insgesamt haben die umfassend eingeleiteten nachhaltigen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen gut gegriffen und ein überproportionales Wachstum des Ergebnisses ermöglicht. Die entsprechenden Anstrengungen gilt es fortzusetzen.
Zu diesen Themen sowie bezüglich des übrigen operativen Geschäftes nahm der Aufsichtsrat im Berichtsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgabenstellungen intensiv wahr. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens eingehend beraten und die laufende Überwachung der Geschäftsführung des Unternehmens durch den Vorstand sichergestellt.
Der Aufsichtsrat wurde in sämtliche für das Unternehmen wichtige Entscheidungen frühzeitig und umfänglich eingebunden. Insbesondere berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat eingehend über die Strategie des Unternehmens, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften, über die Finanzlage, die Personalsituation sowie über bedeutende Investitionsvorhaben und wesentliche Projekte. Intensiv befasste sich der Aufsichtsrat und der Finanz- und Prüfungsausschuss mit den wesentlichen Risiken bzw. dem Risikomanagement, dem internen Kontrollsystem, der gesetzes- und richtlinienkonformen Unternehmensführung sowie der Compliance-Organisation des Unternehmens. Die Berichte des Vorstandes wurden teils in schriftlicher, teils in mündlicher Form erteilt, wobei Abweichungen des Geschäftsverlaufes von der Planung zeitnah dargelegt und vom Aufsichtsrat anhand der übermittelten Informationen überprüft wurden. In der Konsolidierungsphase des Geschäftsjahres 2010 war besonderes Augenmerk auf die Erhaltung der Konzernfinanzierung bei anspringenden Märkten zu legen. Auch diese Aufgabe ist dem Management erfolgreich gelungen. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Vorsitzenden der Ausschüsse haben mit dem Vorstand fortlaufend auch außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse zahlreiche Themen zeitnah beraten und Entscheidungen des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse vorbereitet.
Folgende Themen bildeten Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtszeitraum. Diese wurden in sechs ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung behandelt.
Im Zentrum der ersten Sitzung des Aufsichtsrates am 16. Februar 2010 standen die Diskussion über die durch den Vorstand ausgearbeitete Aktualisierung der Konzern-Strategie, die Durchsprache des neuen Vergütungsmodells für den Vorstand sowie die Wiederbestellung des Vorstandes Technik, Herrn Dr. Rosenbach, für weitere drei Jahre ab 1. Januar 2011.
Die außerordentliche Sitzung am 12. März 2010 befasste sich fast ausschließlich mit dem neuen Vergütungsmodell für den Vorstand, welches mehrheitlich mit Wirkung ab 1. Januar 2011 beschlossen wurde. Der Aufsichtsrat hat sich sehr eingehend mit den Anforderungen und Möglichkeiten eines neuen Vergütungssystems befasst und sich mit externen Spezialisten hierzu beraten.
Schwerpunkt der Bilanzsitzung am 7. April 2010 war im Beisein der Jahresabschlussprüfer die eingehende Durchsprache des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2009 und deren Billigung. Hierzu berichtete der Finanz- und Prüfungsausschuss umfassend über seine vorangegangene Analyse der Prüfberichte der Jahresabschlussprüfer. Die Jahresabschlussprüfer berichteten dem Aufsichtsrat über ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse. Auch wurden der Bericht des Aufsichtsrates sowie der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung diskutiert und verabschiedet. Die aktualisierte Unternehmensstrategie wurde genehmigt und das weitere Vorgehen zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrates abgestimmt.
In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung am 15. Juni 2010 wurden die neuen, ab 1. Januar 2011 gültigen Vorstandsdienstverträge verabschiedet und Herr Frey für weitere vier Jahre mit Wirkung ab 1. Mai 2011 zum Vorsitzenden des Vorstandes bestellt.
In der Sitzung am 14. September 2010 wurde Herr Frey erneut zum Arbeitsdirektor bestellt.
Die Sitzungen am 17. November und 7. Dezember 2010 waren von der Diskussion und Genehmigung der Planung für das Geschäftsjahr 2011 geprägt. In der Sitzung am 7. Dezember 2010 wurde neben mehreren Entscheidungsvorlagen zudem der Vorschlag an die Hauptversammlung 2011 über die Verabschiedung eines neuen Vergütungssystems für den Aufsichtsrat beschlossen. In der Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat außerdem - aufgrund entsprechender Vorarbeit durch den Finanz- und Prüfungsausschuss - mit den Empfehlungen und Anregungen des Mitte 2010 überarbeiteten Corporate Governance Kodexes und verabschiedete seine jährliche Erklärung hierzu. Zudem wurden die Ergebnisse der im Berichtsjahr durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrates und einzelne Anregungen zur weiteren Verbesserung der Aufsichtsratsarbeit eingehend durchgesprochen und abgestimmt.
In sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrates bzw. seiner Ausschüsse und bei allen Beschlussfassungen war eines der wesentlichen Kriterien die Sicherstellung des langfristigen Wohles des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Bei aller Unterschiedlichkeit der Standpunkte waren die Argumente und Diskussionen stets geprägt von dem Willen, die für das Unternehmen und seine Mitarbeiter langfristig besten Lösungen zu erzielen.
Die Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden in Teilen des Berichtszeitraumes in unveränderter Zusammensetzung fort. Der Paritätische Ausschuss musste auch im Berichtszeitraum nicht einberufen werden. Der aus drei Mitgliedern bestehende Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr erneut häufig getagt und in sechs Sitzungen sämtliche ihm nach Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben in effizienter und transparenter Weise erfüllt, überwiegend zur Vorbereitung von Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrates, teilweise aber auch in eigenständiger Entscheidungskompetenz.
Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2010 zu fünf ordentlichen und drei außerordentlichen Sitzungen zusammen. Die beiden im Dezember 2006 eingesetzten Ausschüsse (Neubau Hauptverwaltung und USA-Ausschuss) setzten ihre Tätigkeit bis Mitte 2010 fort und wurden dann aufgrund der Erledigung ihrer jeweiligen Aufgaben aufgelöst.
Über die Inhalte und Beschlussfassungen aller Ausschuss-Sitzungen wurde in der jeweils folgenden Sitzung des Aufsichtsrates durch die Vorsitzenden der Ausschüsse ausführlich berichtet.
Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2010 wurden erneut von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und der Konzernlagebericht wurden durch dieselben Abschlussprüfer geprüft und ebenfalls mit ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer und in ständiger Abstimmung mit diesen geprüft und dem Aufsichtsrat hierüber eingehend berichtet. Diese Unterlagen lagen auch dem gesamten Aufsichtsrat vor und wurden von ihm unter Berücksichtigung des Berichtes des Finanz- und Prüfungsausschusses geprüft. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an der Sitzung des Aufsichtsrates am 17. März 2011 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teil und berichteten in dieser Sitzung detailliert und abschließend über die Ergebnisse ihrer Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Des Weiteren berichteten die Abschlussprüfer darüber, dass das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement-System und das Compliance-System nicht zu beanstanden waren.
Auf Basis seiner eigenen eingehenden und abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes hatte der Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In seiner Sitzung am 17. März 2011 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2010 an.
Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum sind nicht zu berichten. Die Verträge für Herrn Frey als Vorsitzender des Vorstandes sowie Herrn Dr. Rosenbach als Vorstand Technik wurden um vier bzw. drei Jahre verlängert.
Hamburg, den 17. März 2011
Für den Aufsichtsrat
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| Jürgen Peddinghaus |
| Vorsitzender |
Für die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. 26. Mai 2010 bezieht.
Vorstand und Aufsichtrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden wird bzw. in der Fassung vom 18. Juni 2009 in der Vergangenheit entsprochen wurde.
Im Einzelnen handelt es sich um nachstehende Abweichungen, die danach erläutert werden:
1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8).
Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Durch die verpflichtenden Regelungen des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde ab dem dort vorgesehenen Zeitpunkt die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes ergänzt. Nachdem der Gesetzgeber die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen hat, sieht der Aufsichtsrat keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen.
2. Das Vergütungssystem der Jungheinrich AG für die Mitglieder des Vorstandes wird bei neu abzuschließenden Dienstverträgen ab dem 1. Januar 2011 umgestellt und weist dann die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf (Kodex Ziffer 4.2.3).
Die Gesellschaft hatte bereits in der Vergangenheit für ihre Organe ein Vergütungssystem, welches sich aus fixen und variablen Komponenten zusammensetzte. Dabei knüpften die variablen Bestandteile an den Unternehmenserfolg an. Aufgrund der gesetzlichen Neuregelung werden nunmehr für die neu abzuschließenden Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstandes die variablen Bestandteile um Komponenten mit längerfristigem Bezug ergänzt werden.
3. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei jedoch nicht im Mittelpunkt (Kodex Ziffer 5.1.2).
Frauen werden bei der Besetzung von Vorstandsmandaten durch den Aufsichtsrat selbstverständlich in gleicher Weise in Erwägung gezogen wie männliche Kandidaten. Es steht jedoch stets die fachliche und persönliche Eignung für das betreffende Vorstandsmandat im Vordergrund.
4. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Corporate Governance Berichts ist, sowie im Anhang des Konzernabschlusses nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise dargestellt (Kodex Ziffern 4.2.4 und 5.4.6).
Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert auszuweisen, folgt die Gesellschaft nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die mit einer solchen Veröffentlichung verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - als in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Veröffentlichung für die Anleger stehend an. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 13. Juni 2006 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit.
5. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3)
Die Gesellschaft hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters einer Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt, die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet.
6. Der Aufsichtsrat hat noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt (Kodex Ziffer 5.4.1).
Der Aufsichtsrat wird im Laufe des Jahres 2011 darüber beraten, wie die Kodexempfehlung vor dem unternehmensspezifischen Hintergrund der Gesellschaft angemessen umgesetzt werden kann.
7. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1).
Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für den Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegeben.
8. Der Konzernabschluss konnte im Jahr 2010 noch nicht innerhalb der empfohlenen 90 Tagesfrist nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht worden. Für den im Jahr 2011 zu veröffentlichenden Konzernabschluss über das Geschäftsjahr 2010 wird dies jedoch der Fall sein (Kodex Ziffer 7.1.2).
Während für die Zwischenberichte der empfohlene 45 Tageszeitraum nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums bereits in der Vergangenheit eingehalten werden konnte, wird dies für den Konzernabschluss aufgrund einer Straffung bei der Abfolge der Abschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften mit Aktualisierung der hierfür erforderlichen Systeme erst ab dem Jahr 2011 möglich sein.
Hamburg, im Dezember 2010
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