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Jungheinrich AG

Annual Report Jul 10, 2014

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Annual Report

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Jungheinrich AG

Hamburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Vor dem Hintergrund einer rückläufigen Wirtschaftsleistung im Euroraum hat Jungheinrich im Berichtsjahr mit 172 Mio. € ein ordentliches EBIT erwirtschaftet. Der stückzahlbezogene und der wertmäßige Auftragseingang übertrafen die Vorjahreswerte, der Umsatz war leicht höher als im Vorjahr. Der Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte - nach der stabilen Seitwärtsbewegung 2012 - mit einem Plus von 7 Prozent eine spürbare Aufwärtsentwicklung. In Europa, dem Kernmarkt von Jungheinrich, stieg das Marktvolumen um 2 Prozent. Der Konzern konnte vor diesem Hintergrund seine Marktposition in Europa weiter festigen. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben lagen 2013 weiter auf hohem Niveau. Die strategischen Investitionsprojekte zum Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 100 Mio. € wurden planmäßig abgeschlossen.

Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur

Geschäftsmodell

Jungheinrich ist als Intralogistik-Spezialist eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt das Unternehmen in der Rangliste der Flurförderzeughersteller - gemessen am Umsatz - in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Logistiksystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, die Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten.

Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren/Niederlassungen in Deutschland sowie konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. In Nordamerika setzt Jungheinrich auf seinen leistungsfähigen Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA) mit starker Händlerpräsenz. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel.

Das integrierte Geschäftsmodell von Jungheinrich umfasst die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst, kombiniert mit einem starken Finanzdienstleistungsgeschäft. Dabei kommt den Finanzdienstleistungsaktivitäten nicht nur eine verkaufsfördernde Funktion bei der Vermarktung von Neufahrzeugen zu. Vielmehr kann in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsfeldern Miete und Gebrauchtgeräte sowie dem Kundendienst die Fahrzeugflotte des Kunden flexibel und zeitnah an dessen Bedürfnisse angepasst werden. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes.

Werke und Produktportfolio

Die meisten motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden in fünf Werken in Deutschland produziert. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen, Elektro-Gegengewichtsstaplern sowie an Schubmaststaplern wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt. Daneben werden Gebrauchtgeräte für den europäischen Markt in einem eigens dafür vorgesehenen Werk in der Nähe von Dresden industriell aufgearbeitet. Einen Überblick über die jeweils an den Standorten gefertigten bzw. aufgearbeiteten Produkte gibt die nachfolgende Übersicht.

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Werke Deutschland
Norderstedt Lüneburg Moosburg Degernpoint1) Landsberg Dresden
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Niederhubwagen
Hochhubwagen
Elektro-Gegengewichtsstapler
Verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler
Schubmaststapler
Kommissionierer
Hochregalstapler
Schlepper
Kleinserien und Sonderbaufahrzeuge
Steuerungen, Batterien und Ladegeräte
Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten

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Werke China
Qingpu
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Niederhubwagen
Hochhubwagen
Elektro-Gegengewichtsstapler
Verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler
Schubmaststapler
Kommissionierer
Hochregalstapler
Schlepper
Kleinserien und Sonderbaufahrzeuge
Steuerungen, Batterien und Ladegeräte
Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten

1) seit September 2013

Konzernstruktur

Die Jungheinrich AG agiert primär als Management-Holding und ist daneben in den Bereichen zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen im In- und Ausland. Der Vorstand handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Aktivitäten des Konzerns. Den jeweiligen Geschäftsführungsorganen der Tochtergesellschaften obliegt die operative Steuerung. Sie werden bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt. Dabei bleibt die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt. Im Konzernabschluss werden einschließlich der Jungheinrich AG 65 Gesellschaften vollkonsolidiert.

Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns sowie die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie für die Verteilung der Ressourcen. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen.

Die 2012 vom Aufsichtsrat beschlossenen neuen Vorstandsverantwortlichkeiten für Sparten und Regionen wurden im Berichtsjahr zügig umgesetzt. Dazu gehörte im Vertrieb die verstärkte Marktbearbeitung, zugeschnitten auf die jeweiligen Regionen, der mit neuen Vorstandsverantwortlichkeiten für Asien und Amerika Rechnung getragen wurde. Mit der Einführung einer eigenen Sparte für Logistiksysteme in der Verantwortung des Gesamtvorstandes soll dieses stark wachsende Geschäft zukunftsfähig aufgestellt werden. Die Zusammenfassung des Logistiksystemgeschäftes und der Produktion von Lager- und Systemgeräten unter einheitlicher Führung schafft die Grundlage für schnelleres unternehmerisches Handeln. Das Versandhandelsgeschäft wurde als eigene Sparte dem Finanzressort zugeordnet. Im Technikressort wurde eine eigene Sparte für das Geschäft mit elektronischen Steuerungen, Batterien und Ladegeräten geschaffen.

Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

Die operativen Aktivitäten des Jungheinrich-Konzerns gliedern sich in die beiden Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Das Segment "Intralogistik" umfasst die folgenden Geschäftsfelder:

Neugeschäft: Entwicklung, Produktion und Verkauf von Neugeräten einschließlich Logistiksysteme und Versandhandel
Miete: Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen
Gebrauchtgeräte: Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen
Kundendienst: Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft

Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützen die Finanzdienstleistungen die operativen Vertriebseinheiten. Die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erfolgt dabei eigenständig.

Ziele und Strategie

Im Rahmen der Unternehmensstrategie strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum und die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei - gemessen am Umsatz - weltweit führenden produzierenden Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an.

Die dieser Unternehmensvision zugrunde liegende Umsatzzielsetzung orientiert sich an einer Größenordnung, die mittelfristig oberhalb der 3-Milliarden-Euro-Grenze liegt. In Europa wird ein Marktanteil (gemessen am Auftragseingang in Stück) von deutlich über 20 Prozent angestrebt. Die Ertragserwartungen orientieren sich langfristig insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. Strategisch ist das Unternehmen primär auf den Direktvertrieb ausgerichtet, der in bestimmten Ländern durch Vertriebsaktivitäten über Händler ergänzt wird. Zudem verfolgt Jungheinrich eine Ein-Marken-Strategie mit Schwerpunkt auf Produkten und Dienstleistungen im Premiumsegment des Weltmarktes für Flurförderzeuge.

Jungheinrich setzt auf ein organisches Umsatzwachstum, wobei gezielte Akquisitionen zur Abrundung des Produktportfolios nicht auszuschließen sind.

Im Berichtsjahr hat der Jungheinrich-Konzern seine Unternehmensstrategie bis in das Jahr 2020 fortgeschrieben. Wichtige Meilensteine hinsichtlich des Ausbaues der Fertigungskapazitäten und der Ersatzteillogistik wurden mit dem Abschluss der großen Investitionsprojekte bereits planmäßig erreicht.

Zur Erreichung seines langfristigen Wachstumszieles setzt Jungheinrich insbesondere auf folgende Maßnahmen:

1. Ausbau des Kerngeschäftes in Europa

In den europäischen Märkten verfügt Jungheinrich seit Langem über eine führende Marktposition, vor allem im Produktsegment der Lagertechnik. Das Marktvolumen 2013 in Europa lag noch um 23 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2007 und bietet Erholungspotenzial. Zusätzlich eröffnen aktuelle Trends in der Intralogistik neue Wachstumsperspektiven. Großer Kostendruck, ein Konsumverhalten, das von wachsender Variantenvielfalt und zunehmender Produktindividualisierung geprägt ist, steigende Erwartungen der Kunden hinsichtlich Liefertreue und Qualität, die Ausweitung des Internethandels und ein hohes Versandaufkommen erfordern innovative Lösungen zur Beherrschung komplexer werdender logistischer Prozesse. Vor dem Hintergrund zunehmend angestrebter Prozesssicherheit bei geringerem Personaleinsatz wächst der Bedarf an Automatisierungslösungen stetig. Eine bedeutende Rolle spielen neben Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien die Absatzmärkte Russland und Polen.

Im Berichtszeitraum wurden in Europa die Personalkapazitäten im Vertrieb weiter ausgebaut.

2. Ausbau der strategischen Position im Logistiksystemgeschäft

Mit dem Logistiksystemgeschäft, das bei maximalem Leistungsumfang die Planung, Projektierung und Realisierung kompletter Läger umfasst, verfolgt das Unternehmen eine Differenzierungsstrategie gegenüber dem Wettbewerb im Flurförderzeuggeschäft. Über den Schwerpunkt in Europa hinaus ist hier die Etablierung von "Know-how-Zentren" in Asien und Russland geplant. Im Geschäftsjahr 2013 ist Jungheinrich entscheidend vorangekommen.

Ein wichtiger Schritt war die Übernahme der restlichen 75 Prozent der Anteile an der Jungheinrich Systemlösungen GmbH (vormals ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH), Graz (Österreich), zum 1. Januar 2013. Zum Angebotsspektrum der Gesellschaft gehören die Software für integrierte, ganzheitliche Materialfluss- und Lagerlogistiklösungen sowie die damit verbundenen Dienstleistungen wie Projektierung, Implementierung, Schulung und Service. Im Berichtsjahr wurde die Gesellschaft in den Jungheinrich-Konzern integriert und die Personalkapazität um mehr als 30 Prozent ausgebaut.

Ferner erfolgte 2013 mit der Etablierung einer eigenen Sparte für Logistiksysteme eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft. Zusammen mit der Anfang 2014 umgesetzten Zusammenfassung des Logistiksystemgeschäftes und der Produktion von Lager- und Systemgeräten unter einer einheitlichen Führung ist die Voraussetzung für schnelleres und effizienteres Agieren im Markt geschaffen.

Das eigens für die Fertigung von Lager- und Systemgeräten errichtete Werk in Degernpoint (Bayern) hat nach 16-monatiger Bauzeit im September 2013 den Produktionsbetrieb aufgenommen. Die bisher am Standort Moosburg (Bayern) gefertigten Fahrzeuge werden seitdem komplett im neuen Werk produziert. Hier können künftig über 3.000 Lager- und Systemgeräte pro Jahr hergestellt werden.

3. Ausbau der Marktposition im Produktsegment der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler

Mit rund 46 Prozent bzw. rund 468.000 Fahrzeugen 2013 hat das Produktsegment der verbrennungsmotorischen Stapler den größten Anteil am Weltmarkt. Jungheinrich hat im Berichtsjahr ca. 4.000 solcher Stapler produziert und verfügt somit über großes Wachstumspotenzial in diesem Produktsegment. Mit seinem um eine neu entwickelte Generation von "Verbrennern" mit hydrodynamischem Antrieb ergänzten Produktportfolio beabsichtigt Jungheinrich, weitere Marktanteile - zunächst in ausgewählten europäischen Märkten - zu gewinnen.

Die dafür erforderlichen Produktionsflächen sind durch den Umzug der Fertigungslinien für Lager- und Systemfahrzeuge von Moosburg nach Degernpoint im Stammwerk frei geworden. Dort wird die Fertigung modernisiert: Bis zum Anlaufen der Serienproduktion der neuen Gegengewichtsstapler im 2. Quartal 2014 wird die Produktion mit neuen Maschinen und Anlagen ausgestattet.

4. Ausbau der Wachstumsmärkte in Asien mit Schwerpunkt in China

Jungheinrich baut den Vertrieb in Asien aus. Im Berichtsjahr verfügte Jungheinrich über acht Niederlassungen in China. Darüber hinaus wurden Handelsvertretungen zu den bereits bestehenden Händlern hinzugewonnen.

Parallel wurden die Vertriebskapazitäten in Asien im Jahresvergleich um 30 Prozent auf knapp 600 Mitarbeiter erhöht. Die im Juli 2012 gegründete Vertriebsgesellschaft in Indien beschäftigte zum Berichtjahresende mehr als 40 Mitarbeiter.

Ferner lief im August 2013 die Produktion im neu errichteten Werk in Qingpu (China) an. Es verfügt über eine Fertigungskapazität von über 10.000 Flurförderzeugen pro Jahr. Die neue Produktionsstätte ersetzt das bisherige Werk, das nicht mehr erweitert werden konnte. Die 2012 in der Nähe des Werksstandortes eingerichtete Werkstatt zur Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten wird im laufenden Jahr in das neue Werk integriert werden.

Neben den strategischen Schwerpunkten werden auch die Geschäftsfelder Kundendienst, Miete und Gebrauchtgeräte sowie der Versandhandel weiter wachsen bzw. ausgebaut.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen im 3. Quartal 2013 wurde insbesondere dem internationalen Wachstum des Unternehmens, dem Sortimentswachstum aufgrund des erweiterten Fahrzeugportfolios und den steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation sowie des Händlergeschäftes Rechnung getragen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um zukünftig Marktanforderungen, wie beispielsweise eine 24-Stunden-Lieferbereitschaft an 365 Tagen, noch besser erfüllen zu können. Vom neuen Lager aus werden Ersatzteile nach Amerika, Zentraleuropa und Asien geliefert. Jungheinrich baut damit die Ersatzteilverfügbarkeit auf über 98 Prozent aus.

2013 unterhielt Jungheinrich im Jahresdurchschnitt eine Mietflotte von rund 33.600 Fahrzeugen (Vorjahr: rund 30.700 Einheiten). Ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Mietgeräten konnte in Russland, Asien sowie in den Kernmärkten Zentraleuropas verzeichnet werden.

Im Berichtsjahr wurde damit begonnen, das seit 2006 existierende Gebrauchtgeräte-Zentrum in Dresden zu erweitern. In den kommenden zwei Jahren sollen die bestehenden Hallen verbunden und deutlich erweitert werden. Die aktuelle Produktionskapazität von 4.500 Geräten wird auf jährlich etwa 8.000 Fahrzeuge steigen. Die aufzuarbeitenden Flurförderzeuge aus ganz Europa werden zentral im Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden aufgearbeitet und anschließend sowohl über den Direktvertrieb als auch über die Händlerorganisation weltweit verkauft. Im Berichtsjahr wurde in Itupeva nahe São Paulo (Brasilien) mit der Aufarbeitung von Fahrzeugen begonnen, nachdem bereits 2012 in Qingpu (China) eine Werkstatt zur Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten eingerichtet worden war.

Seit dem Start im Jahr 2006 ist das Versandhandelsgeschäft kräftig gewachsen. Über Onlineshops und einen mehr als 1.000 Seiten starken Katalog für Betriebsausstattung werden Produkte aus den Bereichen Stapeln und Heben, Transport, Lager, Betrieb, Arbeitsschutz und Umwelt angeboten. Nach Deutschland und Österreich wurde 2012 das Geschäftsmodell auch auf die Niederlande ausgeweitet. Im Berichtsjahr wurde diese Geschäftsaktivität als Sparte etabliert und dem Vorstandsressort für Finanzen zugeordnet.

Ebenfalls wurden die Geschäftsaktivitäten rund um Steuerungen, Ladegeräte und Batterien als Sparte "Energy and Drive Systems" zusammengefasst und dem Vorstand für Technik unterstellt. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung alternativer Antriebe und innovativer Energiesysteme. Zielsetzung ist es, die entwickelten Produkte auch an Dritte zu vermarkten.

Steuerungssystem

Jungheinrich definiert seine Budgetziele sowie seine mittel- bis langfristigen Unternehmenszielsetzungen auf der Grundlage ausgewählter Kennzahlen. Für die Konzernsteuerung orientiert sich der Vorstand in erster Linie an Finanzkennzahlen. Neben dem Umsatz, den Ergebnissen vor Steuern (EBT) und vor Ertragsteuern und Finanzergebnis (EBIT) sowie der EBT-Rendite (EBT-ROS) und der EBIT-Rendite (EBIT-ROS) werden vor allem die Nettoverschuldung sowie die Kapitalrendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) für Steuerungszwecke herangezogen.

Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere. Dabei enthalten die Finanzverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, das Schuldscheindarlehen, die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der Mietgeräte, die Leasingverbindlichkeiten aus Sachanlagen sowie Wechselverbindlichkeiten, aber nicht die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen.

Die Kennzahl ROCE wird als Verhältnis aus EBIT und zinspflichtigem Kapital (zum Bilanzstichtag) ermittelt. Dabei setzte sich bisher das zinspflichtige Kapital lediglich aus dem Eigenkapital und den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere zusammen. Das EBIT beinhaltete noch die Zinsen für Pensionsverpflichtungen und für langfristige Personalrückstellungen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurden aus Transparenzgründen die Nettozinsen aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Aufzinsungsbeträge langfristiger Personalrückstellungen in das Finanzergebnis umgegliedert, woraus eine Erhöhung des EBIT resultierte. Dies machte eine Neudefinition des zinspflichtigen Kapitals erforderlich, das nun zusätzlich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die langfristigen Personalrückstellungen enthält. Aus der Neudefinition des zinspflichtigen Kapitals resultierte für das Berichtsjahr ein ROCE von 18,7 Prozent. Für 2012 betrug der ROCE unter Anwendung der gleichen Berechnungsmethode 21,6 Prozent.

Die wesentliche nicht finanzielle Steuerungsgröße ist der Marktanteil in Europa, basierend auf dem Auftragseingang in Stück.

Der Vorstand verfolgt die Entwicklung dieser Kennzahlen im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens. Anhand der kontinuierlichen Soll-Ist-Betrachtung werden bei wesentlichen Abweichungen entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Um mögliche künftige Unternehmensentwicklungen frühzeitig erkennen zu können und als weitere Grundlage für geschäftspolitische Entscheidungen werden die Veränderungen verschiedener Frühindikatoren beobachtet und analysiert. Vorrangig sind dies der stückzahlmäßige Auftragseingang, der Auftragsbestand sowie Prognosen von Wirtschaftsexperten zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in den Kernmärkten von Jungheinrich. Außerdem werden Prognosen der eigenen Vertriebsorganisation zur Auftragseingangsentwicklung berücksichtigt.

Forschung und Entwicklung

Jungheinrich hat im Berichtsjahr die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum Ausbau der technologischen Kompetenz und der Differenzierung zum Wettbewerb weiter vorangetrieben. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E), einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, erreichten mit 44,9 Mio. € wieder einen hohen Wert (Vorjahr: 44,0 Mio. €). Das waren 5,1 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) des F&E-relevanten Umsatzes mit Neufahrzeugen. Im F&E-Bereich, der personell nochmals verstärkt wurde, waren im letzten Jahr konzernweit durchschnittlich 400 (Vorjahr: 378) Mitarbeiter tätig.

Forschung und Entwicklung

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in Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009
F&E-Ausgaben gesamt 44,9 44,01) 37,6 36,3 38,7
davon aktivierte Entwicklungsausgaben 12,1 5,5 5,4 8,8 6,5
Aktivierungsquote 26,9 % 12,5 %1) 14,4 % 24,2 % 16,8 %
Abschreibungen2) auf aktivierte Entwicklungsausgaben 5,4 5,2 4,6 8,1 16,5
F&E-Kosten lt. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 38,1 43,81) 36,8 35,6 48,7
F&E-Ausgaben/Umsatz mit Neufahrzeugen 5,1 % 5,1 %1) 4,4 % 5,3 % 6,5 %
Ø F&E-Mitarbeiter (in FTE) 400 378 342 322 339
Anzahl angemeldeter Schutzrechte 53 65 80 64 77
Anzahl erteilter Patente 158 172 47 66 80

Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen.

1) angepasst

2) Werte 2009 und 2010 beinhalten Abschreibungen und Wertminderungen

Aufgrund der Zunahme wesentlicher Produktentwicklungen stieg die Aktivierungsquote auf 26,9 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent). Dadurch sanken die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung von 44 Mio. € auf 38 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden konzernweit 53 (Vorjahr: 65) Schutzrechte angemeldet; erteilt wurden 158 (Vorjahr: 172) Patente. Durch Patente schützt Jungheinrich seine Innovationen sowie die Alleinstellungsmerkmale seiner Produkte.

Schwerpunkte und Organisation

Die Schwerpunkte der Entwicklung sind eng mit der Technikstrategie verzahnt. Dazu gehören, neben Energieeffizienz von Antriebssystemen, Automatisierung von Flurförderzeugen und Prozessen sowie Plattform- und Gleichteilentwicklungen, die internationale Vernetzung der Entwicklungsstandorte sowie das Innovationsmanagement, unterstützt durch eine auf zehn Jahre ausgelegte Technologie-Roadmap. Hauptziele sind die Entwicklung neuer Fahrzeuge, die Reduzierung des Energieverbrauches und der Herstellkosten sowie die Reduktion der Lebenszykluskosten.

Die Produktentwicklung ist dezentral den einzelnen Produktlinien zugeordnet. Daneben gibt es eine zentrale Grundlagenentwicklung. Zu den dezentralen Kernkompetenzen gehört die Entwicklung von Hard- und Software für Steuerungssysteme. Außerdem wird umfangreiches Know-how von Zulieferern und Partnern in die Produkte eingebracht. In der Grundlagenentwicklung sind die Technologieentwicklung, die Entwicklung von Komponenten, eine zentrale Testabteilung, das Produktdesign, die Normung und das zentrale Innovationsmanagement zusammengefasst.

Die Grundlagenforschung findet zentral statt. Es besteht unter anderem eine Mitgliedschaft in der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) und der Forschungsvereinigung Intralogistik (IFL), um zeitnah neue Technologien zu evaluieren und die Chancen für erfolgversprechende Innovationen auszuloten.

Grundlagenentwicklung

In der Grundlagenentwicklung befasste sich das Unternehmen vorrangig mit Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz von Flurförderzeugen. Arbeitsschwerpunkte im Berichtsjahr waren eine neue Motorentechnologie für Elektromotoren, Verbesserungen vorrangig in der Regelung von Antriebssystemen durch neue Sensoren und der Ersatz von Bleibatterien durch Lithium-Ionen-Batterien. Zur langfristigen Markteinführung von Lithium-Ionen-Batterien für verschiedene Produkte wurde eine Lithium-Ionen-Strategie erarbeitet. Lithium-Ionen-Batterien zeichnen sich gegenüber üblichen Bleibatterien durch längere Lebensdauer, höhere Leistungsfähigkeit sowie Wartungsfreiheit bei vergleichbarer Sicherheit aus.

Die Bilddatenverarbeitung, die sich in den letzten Jahren durch neue Kamera- und Rechnertechnologien weiterentwickelt hat, wurde intensiv auf ihr Potenzial zur Verbesserung von Assistenz- und Automatisierungssystemen untersucht. Der Einsatz dieser Systeme in Flurförderzeugen führt kundenseitig zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung. In diesem Zusammenhang engagiert sich Jungheinrich in einem Forschungsprojekt ("FTF out of the box"), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von kognitiven Technologien für interaktive fahrerlose Transportfahrzeuge. Prototypen sollen bei Anwendungspartnern des Projektes unter realen Bedingungen getestet werden. Jungheinrich ist verantwortlich für die Gesamtkoordination des Projektes, an dem zwei weitere Unternehmen, das Institut für technische Informatik der Universität Lübeck sowie ein Dienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik, beteiligt sind.

Das Projekt wurde am 1. Oktober 2013 gestartet und läuft über drei Jahre. Der Beitrag von Jungheinrich ist ein System zur automatischen Palettenein- und -auslagerung.

Die Arbeit in der Konstruktionsentwicklung wird mit einem neuen 3D-Großflächenprojektionssystem zur Erzeugung einer virtuellen Realität bei der Produktentwicklung unterstützt. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde das System bereits erprobt.

Im Rahmen der Konzernkomponenten-Entwicklung wurden im Berichtsjahr erste Komponenten, darunter beispielsweise ein universelles Fahrer-Display, zur Serienreife gebracht und konzernweit in verschiedenen Fahrzeugtypen eingesetzt.

Von der zentralen Designabteilung wurde unter Berücksichtigung der neuen Konzernkomponenten ein neues Fahrzeugdesign erarbeitet, das die Markenidentität der Produkte stärken soll.

Produktentwicklung

Auf der im Mai 2014 stattfindenden Branchenleitmesse für Flurförderzeuge CeMAT wird Jungheinrich eine komplett neu entwickelte Generation verbrennungsmotorischer Gabelstapler präsentieren. Bei den hydrodynamisch angetriebenen Fahrzeugen vom Typ DFG/TFG 316-320 sowie DFG/TFG 425-435 handelt es sich um robuste Stapler mit sehr hoher Stabilität, die auch für extreme Einsätze unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen geeignet sind. Bei den Kernkomponenten, zu denen unter anderem Mast, Rahmen und Lenkachse zählen, wurde auf Jungheinrich-eigene Entwicklungen gesetzt. Des Weiteren wurde bei der neuen Fahrzeuggeneration viel Wert auf hohe Wartungsfreundlichkeit und Komfort am Fahrerarbeitsplatz gelegt. Ein neues Hubgerüst sorgt für eine sehr gute Sicht des Fahrers auf Last, Gabeln und Arbeitsumfeld.

Die neuen Elektro-Gegengewichtsstapler der Baureihe 5 und der "S-Linie" (EFG 540-550/ S40-S50) erreichen eine weitere Steigerung der Umschlagleistung bei einem um bis zu 20 Prozent geringeren Energieverbrauch gegenüber dem Vorgängermodell. Diese Staplergeneration verfügt im Vergleich zum Wettbewerb über eine herausragende Energieeffizienz.

Mit dem Einsatz der neu entwickelten Plattform für Lager- und Systemgeräte bei der Produktion des Frontsitz-Dreiseitenstaplers EFX 410-413 wurde im Berichtsjahr die durchgängige Verwendung der Plattform in allen relevanten Fahrzeugtypen abgeschlossen. Damit verbunden ist die Verfügbarkeit der RFID-Technologie sowie der Jungheinrich-Lagernavigation. Das Fahrzeug erreicht damit eine gegenüber dem Vorgängermodell um 25 Prozent höhere Umschlagleistung.

Durch den Einsatz fahrerloser Transportsysteme können in Branchen mit wiederkehrenden und gleichartigen innerbetrieblichen Transporten Effizienzsteigerungen erzielt werden. Im Berichtsjahr wurde der Niederhubwagen ERE 225 mit einer Automatisierungslösung ausgestattet. Damit wurde die Produktpalette der serienmäßig erhältlichen Auto Pallet Mover (EKXa, EKS 210a und ERC 215a) um den Niederhubwagen ERE 225a ergänzt.

Steuerungen, Ladegeräte und Batterien sollen neben der Verwendung in eigenen Produkten zukünftig auch an Dritte vermarktet werden. 2013 wurden neue und größere Prototypen von Lithium-Ionen-Batterien einschließlich zugehöriger Ladetechnik entwickelt und in Hochleistungseinsätzen bei Kunden getestet. Das Ergebnis dieser Tests war, dass die neuartigen Batterien in Verbindung mit leistungsstarken Ladegeräten durch Schnell- und Zwischenladekonzepte die Betriebskosten deutlich reduzieren konnten.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene und regulatorische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes als Indikator für das Wirtschaftswachstum spielt für Jungheinrich eine vorrangige Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung.

Die Erholung der Weltwirtschaft verlief 2013 eher moderat. Die US-Wirtschaft zeigte nur ein mäßiges Wirtschaftswachstum. Ausschlaggebend hierfür waren die am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Steuererhöhungen in den USA, die andauernden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Haushaltspolitik und die Ankündigung der US-Notenbank, das Ankaufprogramm für Staatsanleihen zu reduzieren.

Die chinesische Wirtschaft schien zu Beginn des Jahres 2013 ihren Tiefpunkt überwunden zu haben. Dort hat sich das Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf stabilisiert. Die Bestrebungen der chinesischen Regierung, der heimischen Wirtschaft eine stärkere marktwirtschaftliche Ausrichtung zu verleihen, haben dazu beigetragen.

In der Eurozone war die Verunsicherung durch die Staatsschuldenkrise zwar weitgehend abgeklungen, allerdings verhinderte die andauernde Rezession in den südeuropäischen Ländern eine Erholung des Euroraumes.

Nach einem enttäuschenden Start in das Jahr 2013 zeichnete sich für die deutsche Wirtschaft eine moderate Aufwärtsentwicklung ab. Im Jahresverlauf verbesserte sich der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, und erreichte mit 109,5 Punkten im Dezember seinen höchsten Stand im Berichtsjahr.

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %

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Region 2013 2012
Welt 2,9 3,2
USA 1,9 2,8
China 7,7 7,8
Eurozone -0,4 -0,6
Deutschland 0,4 0,7

Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2014)

Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2013 bei abnehmender Wachstumsdynamik um 2,9 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent). In den USA sank die Wachstumsrate auf 1,9 Prozent nach 2,8 Prozent im Jahr 2012. Asien verzeichnete ein stärkeres Wirtschaftswachstum mit unverändert hohen Zuwächsen in China und Indien. Während China eine Zuwachsrate von 7,7 Prozent (Vorjahr: 7,8 Prozent) aufwies, erreichte Indien 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent). In den Ländern der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft um 0,4 Prozent (Vorjahr: minus 0,6 Prozent). Nach einer Stagnation im Vorjahr stieg in Frankreich die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 0,2 Prozent. In Italien sank die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent und damit weniger stark als 2012 (minus 2,4 Prozent). In Großbritannien stieg die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent, während sie im Vorjahr einen Anstieg von 0,2 Prozent verzeichnete. In diesen drei europäischen Ländern erwirtschaftet Jungheinrich rund 30 Prozent seines Konzernumsatzes. Wachstumsimpulse kamen zwar aus den osteuropäischen Ländern Polen und Russland, sie waren aber geringer als im Vorjahr. In Polen stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent), in Russland lag das Wirtschaftswachstum bei 1,3 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent). Mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,4 Prozent blieb Deutschland im Berichtszeitraum hinter dem Vorjahr (0,7 Prozent) zurück.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte im Berichtsjahr ein spürbares Wachstum. Dabei kamen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus China, Nordamerika und Osteuropa.

Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stück

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Region 2013 2012
Welt 1.009,8 944,4
Europa 315,5 310,5
davon Osteuropa 57,7 53,5
Asien 401,3 362,9
davon China 248,0 216,7
Nordamerika 200,9 181,2
Übrige Regionen 92,1 89,8

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Das Weltmarktvolumen überschritt im Berichtszeitraum erstmals die Millionengrenze und erhöhte sich von 944,4 Tsd. Einheiten im Jahr 2012 um 7 Prozent auf 1.009,8 Tsd. Flurförderzeuge. Europa, Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete einen Anstieg von 2 Prozent auf 315,5 Tsd. Stück (Vorjahr: 310,5 Tsd. Einheiten). Während die Nachfrage in Westeuropa stagnierte, wuchs das Marktvolumen in Osteuropa um 8 Prozent. Das Marktvolumen in Asien stieg um 11 Prozent auf 401,3 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 362,9 Tsd. Einheiten). Darin ist China mit einem kräftigen Plus von 14 Prozent auf 248,0 Tsd. Geräte (Vorjahr: 216,7 Tsd. Einheiten) berücksichtigt. Der nordamerikanische Markt wies ebenfalls eine starke Steigerung um 11 Prozent auf 200,9 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 181,2 Tsd. Einheiten) auf.

Die Entwicklung verlief in den einzelnen Produktsegmenten sehr unterschiedlich. Das Marktvolumen für Fahrzeuge der Lagertechnik stieg weltweit um 7 Prozent an, wozu Europa mit einem Plus von 3 Prozent beitrug. Bei den Gegengewichtsstaplern wurden weltweit die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb stärker nachgefragt, entsprechend stieg das Marktvolumen um 8 Prozent an. Die Stapler mit elektromotorischem Antrieb wiesen weltweit gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 4 Prozent auf. Der europäische Markt zeigte in dieser Fahrzeugkategorie einen Rückgang von 2 Prozent, während das Marktvolumen der verbrennungsmotorischen Stapler in Europa nahezu stabil blieb.

Regulatorische Rahmenbedingungen

Jungheinrich muss mit seinen Produkten und Dienstleistungen spezifischen Vorgaben mit Regulierungscharakter im In- und Ausland entsprechen. Diese Vorgaben dienen vorrangig dazu, Gefahren für den Nutzer der Produkte, sonstige Personen, Anlagen und die Umwelt zu begrenzen. Die Übereinstimmung der Produkte und Dienstleistungen mit den unterschiedlichen Regelungsinhalten muss durch entsprechende interne Kontrollmechanismen verifiziert oder extern zertifiziert werden. Viele der gesetzlichen Anforderungen werden in produktspezifischen und anderen Normen (beispielsweise EN, ISO oder DIN) konkretisiert. Oberste Zielsetzung von Jungheinrich ist es, die regulatorischen Mindestvorgaben für seine Produkte und Dienstleistungen sicher einzuhalten.

Jungheinrich verfügt über Prozesse, die gewährleisten, dass solche rechtlichen Vorgaben effizient umgesetzt werden. Um sich beispielsweise auf etwaige Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen zu Umwelt- und Arbeitssicherheitsaspekten bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung einzustellen, sind gesetzliche Änderungen über eine Datenbankanwendung frühzeitig verfügbar, und die erforderlichen Maßnahmen können so zweckmäßig und fristgerecht im Konzern implementiert werden.

Auf die Weiterentwicklung von Standards reagiert Jungheinrich im Rahmen seines Produktentwicklungsprozesses rechtzeitig. So gingen die aktuell verschärften Emissionsrichtwerte für verbrennungsmotorisch angetriebene Stapler bei der Entwicklung der neuen Generation verbrennungsmotorischer Gegengewichtsstapler frühzeitig in die Produktentwicklung ein. Diese Fahrzeuge erfüllen bereits die künftigen Anforderungen und unterschreiten die geforderten Grenzwerte teilweise deutlich.

Darüber hinaus engagiert sich Jungheinrich aktiv in Forschungsprojekten und Arbeitsgruppen diverser Verbände. Im Rahmen der Verbandsarbeit werden beispielsweise Vorschläge für Normen und Vorschriften erstellt und/oder weiterentwickelt. Aktuell ist im Rahmen einer VDMA-Arbeitsgruppe die Erstellung einer neuen Energieeffizienznorm in Arbeit.

Die Errichtung und der Betrieb von Produktionsanlagen unterliegen ebenfalls bestimmten rechtlichen Anforderungen, unter anderem hinsichtlich der Vermeidung von Luftverschmutzung, der Lärmreduktion, der Abfallproduktion und -entsorgung sowie des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes. Im Hinblick auf den Bau neuer Vertriebszentren und die geplante neue Hauptverwaltung in Hamburg wird die professionelle Betreuung durch das Jungheinrich-interne Corporate Real Estate Management sowie durch die Unterstützung von externen Partnern sichergestellt.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Ab dem 1. Januar 2013 wurde erstmalig der geänderte IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" angewendet. Ferner wurden für eine transparentere Darstellung Umgliederungen von Positionen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, insbesondere im Segment "Finanzdienstleistungen", vorgenommen. Diese wirken sich vorrangig erhöhend auf die Umsatzerlöse und auf das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) aus. Die Ergebnisse vor und nach Steuern werden von diesen Änderungen kaum beeinflusst.

Aufgrund der zuvor genannten Bilanzierungsänderungen wurden aus Vergleichsgründen die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Die Ausweisänderungen betrafen die Zinserträge und Zinsaufwendungen für die "Finance Lease"-Kundenverträge im Segment "Finanzdienstleistungen", die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Nettopensionsverpflichtungen und der langfristigen Personalrückstellungen sowie die Zinsaufwendungen aus der Finanzierung der Mietgeräte. Auf der Grundlage des geänderten IAS 19 wurden im Wesentlichen die Nettopensionsverpflichtungen umbewertet.

Die Umgliederung von Zinserträgen für "Finance Lease"-Kundenverträge aus dem Finanzergebnis in die Umsatzerlöse führte für 2012 zu einer Umsatzerhöhung von 41,8 Mio. € im Konzern sowie im Segment "Finanzdienstleistungen".

Aufgrund aller Anpassungen erhöhte sich das EBIT 2012 insgesamt um 26,5 Mio. €, das Finanzergebnis ging um 24,5 Mio. € zurück. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 2,0 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern um 1,8 Mio. €. Die Effekte aus den Anpassungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind für das Geschäftsjahr 2012 im Konzernanhang dargestellt.

Kennzahlen zum Geschäftsverlauf

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2013 2012
Auftragseingang Stück 78.200 73.200
Auftragseingang Mio. € 2.357 2.251
Produktion Stück 72.500 73.200
Auftragsbestand 31.12. Mio. € 366 2981)
Umsatzerlöse Mio. € 2.290 2.2702)

1) inklusive Auftragskorrekturen aus Vorjahren in Höhe von 24 Mio. €

2) angepasst an Ausweisänderung für Zinserträge aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease"-Kundenverträge)

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, stieg von 73,2 Tsd. Stück um 7 Prozent auf 78,2 Tsd. Einheiten. Parallel zur konjunkturbedingt gestiegenen Nachfrage - mit der größten Dynamik im 4. Quartal 2013 - ist zu berücksichtigen, dass sich im 4. Quartal 2013 eine sehr große Einzelbestellung von Neufahrzeugen sowie Vorzieheffekte durch die für Januar 2014 angekündigte Preiserhöhung niederschlugen. Außerdem kam zum Tragen, dass 2013 nach der deutlich geringeren Aufstockung im Vorjahr wieder mehr Fahrzeuge in die Mietflotte eingestellt wurden. Insgesamt legte der Auftragseingang im 4. Quartal 2013 um 32 Prozent zu.

Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 2.357 Mio. € (Vorjahr: 2.251 Mio. €). Gut 60 Prozent des Anstieges resultierten aus dem starken Auftragseingang im Neugeschäft.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes betrug zum 31. Dezember 2013 366 Mio. € (31. Dezember 2012: 298 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag damit wie im Vorjahr bei über drei Monaten.

Produktion

Das Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Es lag im Berichtszeitraum mit 72,5 Tsd. Stück knapp unter dem Vorjahreswert von 73,2 Tsd. Einheiten.

Dies ist weitgehend auf niedrigere Stückzahlen bei lagertechnischen Geräten zurückzuführen, die stückzahlbezogen das mit Abstand größte Produktsegment des Unternehmens darstellen.

Positiv wirkte dagegen die starke Stückzahlsteigerung bei den verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern um 21 Prozent auf ca. 4.000 Stapler.

Umsatz

Umsatzerlöse nach Regionen

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in Mio. € 2013 20121)
Deutschland 613 607
Übriges Europa 1.493 1.481
Übrige Länder 184 182
Gesamt 2.290 2.270

1) angepasst an Ausweisänderung für Zinserträge aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease"-Kundenverträge)

Der Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr um 20 Mio. € bzw. 1 Prozent auf 2.290 Mio. € (Vorjahr: 2.270 Mio. €). In Europa erzielte Jungheinrich unverändert 92 Prozent des Konzernumsatzes. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland stiegen um 1 Prozent auf 613 Mio. € (Vorjahr: 607 Mio. €), obwohl das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Deutschland um 4 Prozent sank. Die Auslandsumsätze stiegen ebenso um 1 Prozent auf 1.677 Mio. € (Vorjahr: 1.663 Mio. €). Die Auslandsquote lag wie im Vorjahr bei 73 Prozent. Dabei konnte der Umsatzanstieg in Osteuropa, insbesondere getragen durch Zuwächse in Russland, Polen und Ungarn, die leicht rückläufige Entwicklung in Westeuropa mehr als kompensieren. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas erreichten mit 184 Mio. € eine ähnliche Größenordnung wie im Vorjahr (182 Mio. €). Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz betrug unverändert gegenüber dem Vorjahr 8 Prozent. Dabei ist der Umsatz in China überproportional gestiegen.

Umsatzaufteilung

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in Mio. € 2013 2012
Neugeschäft 1.213 1.230
Miete und Gebrauchtgeräte 397 378
Kundendienst 705 680
Segment "Intralogistik" 2.315 2.288
Segment "Finanzdienstleistungen" 547 5391)
Überleitung -572 -557
Jungheinrich-Konzern 2.290 2.2701)

1) angepasst an Ausweisänderung für Zinserträge aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease"-Kundenverträge)

Alle Geschäftsfelder mit Ausnahme des Neugeschäftes trugen zum Umsatzwachstum bei. Das Neugeschäft sank um 17 Mio. € bzw. 1 Prozent auf 1.213 Mio. € (Vorjahr 1.230 Mio. €). Die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsfeld enthielten 288 Mio. € (Vorjahr: 283 Mio. €) Erlöse aus der Sparte "Logistiksysteme" und 42 Mio. € (Vorjahr 38 Mio. €) Erlöse aus der Sparte "Versandhandel". Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 19 Mio. € bzw. 5 Prozent auf 397 Mio. € (Vorjahr: 378 Mio. €). Dazu trugen beide Geschäftsaktivitäten gleichermaßen bei.

Die Umsatzsteigerung im Mietgeschäft resultierte aus dem Ausbau der Mietflotte um durchschnittlich 2,9 Tsd. Fahrzeuge auf 33,6 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr 30,7 Tsd. Fahrzeuge). Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 4 Prozent auf 705 Mio. € (Vorjahr: 680 Mio. €) und wies damit ein kontinuierliches Wachstum auf. Der Anteil des Kundendienstes am Gesamtumsatz stieg somit von 30 auf 31 Prozent. Das Finanzdienstleistungsgeschäft erzielte einen Umsatz von 547 Mio. € (Vorjahr: 539 Mio. €).

Kostenstruktur laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in Mio. € 2013 20121)
Umsatzkosten 1.586 1.579
Vertriebskosten 433 415
Forschungs- und Entwicklungskosten 38 44
Allgemeine Verwaltungskosten 65 64

1) angepasst

Die Umsatzkosten erhöhten sich nur leicht auf 1.586 Mio. € (Vorjahr: 1.579 Mio. €). Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz betrug damit 69 Prozent nach 70 Prozent im Vorjahr. Dies resultierte vor allem aus den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Umsatzanteilen der margenstärkeren Geschäftsfelder Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst. Dagegen wurden Belastungen im Zusammenhang mit prozessbedingten Störungen verkraftet, die beim Hochlaufen der Produktion von Lagerund Systemgeräten im neuen Werk in Degernpoint auftraten. Die Vertriebskosten stiegen um 4 Prozent auf 433 Mio. € (Vorjahr: 415 Mio. €) und damit überproportional zum Konzernumsatz.

Der Vertriebskostenanteil am Konzernumsatz erhöhte sich entsprechend von 18 auf 19 Prozent. Hier machte sich die Stärkung des Vertriebsnetzes, insbesondere in den Wachstumsregionen, bemerkbar. Unter anderem schlugen sich der Auf- und Ausbau der (im Juli 2012 gegründeten) indischen Vertriebsgesellschaft sowie der Ausbau der Vertriebsstrukturen in China nieder. Daneben machten sich die Personaleinstellungen, insbesondere zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes, bemerkbar. Der Jungheinrich-Konzern investierte im Berichtsjahr unvermindert stark in die Entwicklung seiner Produkte. Aufgrund der deutlich gestiegenen Aktivierungsquote reduzierten sich jedoch die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungskosten ebenso deutlich um 6 Mio. € von 44 Mio. € auf 38 Mio. €. Die allgemeinen Verwaltungskosten verblieben mit 65 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €) nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr 2013 mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern von 172 Mio. € ab, das nur leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahres von angepasst 177 Mio. € lag. Dabei profitierte die Ertragsentwicklung unvermindert vor allem vom Wachstum des margenstarken Miet- und Kundendienstgeschäftes.

Ertragsentwicklung

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in Mio. € 2013 20121)
Bruttoergebnis vom Umsatz 703 692
EBIT vor Abschreibungen und Wertaufholungen (EBITDA) 347 351
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 172 177
Finanzergebnis -22 -21
Ergebnis vor Steuern (EBT) 150 156
Ertragsteuern 43 44
Ergebnis nach Steuern 107 112

1) angepasst

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 11 Mio. € bzw. 2 Prozent auf 703 Mio. € (Vorjahr: 692 Mio. €).

Das EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen), in dem das operative, liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, reduzierte sich im Berichtsjahr leicht um 4 Mio. € auf 347 Mio. € (Vorjahr: 351 Mio. €). Das erwirtschaftete Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) ging leicht um 5 Mio. € bzw. um 3 Prozent auf 172 Mio. € (Vorjahr: 177 Mio. €) zurück. Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) erreichte 7,5 Prozent (Vorjahr: 7,8 Prozent). Das Finanzergebnis betrug minus 22 Mio. € (Vorjahr: minus 21 Mio. €). Neben dem Zinsergebnis beinhaltet das Finanzergebnis mit 6,9 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €) im Wesentlichen die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Nettopensionsverpflichtungen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verminderte sich auf 150 Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €). Maßgebend für den gegenüber dem EBIT leicht höheren Rückgang des EBT waren niedrigere Zinserträge aufgrund des weiter gesunkenen Marktzinsniveaus. Entsprechend betrug die EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent).

Für den Jungheinrich-Konzern verblieb die Ertragsteuerbelastung mit 43 Mio. € nahezu auf dem Vorjahresniveau (44 Mio. €). Die Konzernsteuerquote betrug damit 29 Prozent nach 28 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 5 Mio. € auf 107 Mio. € (Vorjahr: 112 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte entsprechend 3,18 € (Vorjahr: 3,33 €).

Aufgrund der Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine gegenüber dem Vorjahr stabile Dividende in Höhe von 0,80 € je Stammaktie und in Höhe von 0,86 € je Vorzugsaktie auszuschütten. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung in Höhe von 28,2 Mio. €.

Wertschöpfung

Aus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen sowie ihre Verwendung.

Wertschöpfungsrechnung

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in Mio. € 2013 % 20121) %
Entstehung
Unternehmensleistung2) 2.297 100,0 2.285 100,0
Material- und Sachkosten 1.217 53,0 1.230 53,8
Abschreibungen 175 7,6 174 7,6
Nettowertschöpfung 905 39,4 881 38,6
Verwendung
Mitarbeiter 707 78,1 672 76,3
Öffentliche Hand 43 4,8 44 5,0
Darlehensgeber 48 5,3 52 5,9
Aktionäre 28 3,1 25 2,8
Unternehmen 79 8,7 88 10,0
Nettowertschöpfung 905 100,0 881 100,0

1) angepasst

2) inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge

Die Nettowertschöpfung des Konzerns erreichte 905 Mio. € (Vorjahr: 881 Mio. €), das waren 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verwendungsrechnung zeigt, dass nach wie vor der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel; dies waren 707 Mio. € bzw. 78 Prozent (Vorjahr: 672 Mio. € bzw. 76 Prozent). Die öffentliche Hand erhielt 43 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 44 Mio. € bzw. 5 Prozent). Die Darlehensgeber partizipierten mit 48 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 52 Mio. € bzw. 6 Prozent). Den Stamm- und Vorzugsaktionären flossen rund 28 Mio. € bzw. 3 Prozent (Vorjahr: rund 25 Mio. € bzw. 3 Prozent) zu. Dem Unternehmen standen zur Innenfinanzierung 79 Mio. € bzw. 9 Prozent (Vorjahr: 88 Mio. € bzw. 10 Prozent) aus der Nettowertschöpfung zur Verfügung.

Finanzlage, Kapitalstruktur und Liquidität

Finanzlage und Kapitalstruktur

Die Jungheinrich AG verantwortet als Konzernobergesellschaft die zentrale operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung des Jungheinrich-Konzerns. Das Finanzmanagement beinhaltet vor allem das Cash- und Währungsmanagement zwecks zins- und währungsoptimaler Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Besonderen Wert legt Jungheinrich auf die Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns sicherzustellen.

Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Jungheinrich-Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zuganges zum Geld- und Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Für die überschüssigen Liquiditätsreserven wird eine konservative Anlagepolitik verfolgt, die unter dem Einfluss der bestehenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten nicht die Gewinnmaximierung in den Vordergrund stellt, sondern den Erhalt der Vermögenswerte.

Im Rahmen eines zentralen Cash-Managements werden Zahlungsmittelbedarfe und -Überschüsse ermittelt. Zur Optimierung der Liquiditätssteuerung und zur Reduzierung der Anzahl externer Bankgeschäfte wird ein konzerninternes Netting Verfahren eingesetzt. Außerdem wird das Cash-Pooling genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse der in- und ausländischen Konzerngesellschaften optimal im Konzern einzusetzen.

Zur weiteren Stärkung der Innenfinanzierungskraft wird ein zentrales Working Capital Management eingesetzt, das die Optimierung und Standardisierung wesentlicher Prozesse und Systeme vorsieht.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie beispielsweise Forderungsverkäufe wurden im Berichtsjahr und in den vorangegangenen Geschäftsjahren nicht genutzt.

Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cashflow sowie durch die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten mittelfristigen Kreditrahmen beträgt ca. 300 Mio. €. Diese werden ergänzt durch kurzfristige, bilaterale Kreditlinien bei einzelnen ausländischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren besteht eine festverzinsliche Tranche eines 2009 begebenen Schuldscheindarlehens über 46,5 Mio. €. Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Liquiditätsposition wurde die variabel verzinsliche Tranche dieses Schuldscheindarlehens in Höhe von 53,5 Mio. € im Berichtsjahr vorzeitig abgelöst. Die Maßnahme reduziert den Zinsaufwand für diesen Anteil bis zum Ende der ursprünglichen Laufzeit im Dezember 2014. Die im Schuldscheindarlehensvertrag festgelegten Financial Covenants wurden wie auch im Vorjahr eingehalten. Des Weiteren wurde zur Renditeoptimierung ein Betrag von 100 Mio. € in einen Spezialfonds mit Wertsicherungsmandat investiert.

Jungheinrich verfügt nicht über ein öffentliches Corporate Rating von international bekannten Rating-Agenturen.

Durch die Anwendung der Regelungen des geänderten IAS 19 ab dem 1. Januar 2013, im Wesentlichen bei der Bewertung von Pensionsplänen, ergaben sich erhebliche Änderungen vor allem im Eigenkapital und in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Bisher mussten nach der von Jungheinrich angewendeten Korridormethode versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen innerhalb des sogenannten Korridors gar nicht und außerhalb des Korridors nicht sofort, sondern erst in späteren Perioden bilanziert werden. Ab 2013 sind versicherungsmathematische Gewinne bzw.

Verluste unmittelbar bei ihrer Entstehung in vollem Umfang bilanziell zu erfassen, wobei die bei Jungheinrich bestehenden Verluste das Eigenkapital einmalig zum 1. Januar 2013 deutlich minderten und die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stark erhöhten. Darüber hinaus wurden die langfristigen Personalrückstellungen durch eine leicht veränderte Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen in Deutschland angepasst. Im Wesentlichen führten diese Anpassungen dazu, dass das vergleichbare Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 um 53 Mio. € zurückging und die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 61 Mio. € stiegen. Eine Darstellung der Effekte auf einzelne Bilanzposten ist im Konzernanhang enthalten.

Kapitalstruktur

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in Mio. € 31.12.2013 31.12.20121)
Eigenkapital 831 754
Langfristige Schulden 1.063 1.157
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 201 208
Finanzverbindlichkeiten 107 216
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 616 594
Übrige langfristige Schulden 139 139
Kurzfristige Schulden 857 848
Übrige Rückstellungen 145 153
Finanzverbindlichkeiten 163 156
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 255 246
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160 158
Übrige kurzfristige Schulden 134 135
Bilanzsumme 2.751 2.759

1) angepasst

Das Eigenkapital erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 77 Mio. € auf 831 Mio. € (Vorjahr: 754 Mio. €). Dies war auf das nach wie vor gute Ergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum zurückzuführen. Dem stand im Wesentlichen nur die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) gegenüber. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich spürbar von 27,3 Prozent auf 30,2 Prozent. Die Pensionsrückstellungen gingen auf 201 Mio. € (Vorjahr: 208 Mio. €) zurück, maßgeblich aufgrund positiver Ergebnisse aus der Neubewertung zum Bilanzstichtag. Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen verminderten sich insgesamt um 5 Mio. € auf 204 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €). Der Rückgang resultierte insbesondere aus geringeren Gewährleistungsverpflichtungen und Personalrückstellungen. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen um 102 Mio. € auf 270 Mio. € (Vorjahr: 372 Mio. €) ab. Dies war im Wesentlichen auf die vorzeitige Ablösung des variabel verzinslichen Teiles des Schuldscheindarlehens (54 Mio. €) sowie die Tilgung von Fremdfinanzierungen für die Mietflotte (28 Mio. €) zurückzuführen. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der Geschäftsausweitung mit 871 Mio. € um 31 Mio. € über dem Vorjahreswert von 840 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben mit 160 Mio. € (Vorjahr: 158 Mio. €) auf dem Vorjahresniveau.

Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Liquidität

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2013 20121)
Ergebnis nach Steuern 107 112
Abschreibungen/Wertaufholungen 175 174
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen -167 -207
Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen -3 76
Veränderung aus Working Capital -26 -11
Sonstige Veränderungen -19 -16
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 67 128
Cashflow aus der Investitionstätigkeit2) -101 -84
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -93 -2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes2) -127 42

1) angepasst

2) exklusive Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von minus 72 Mio. € (Vorjahr: minus 25 Mio. €)

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 67 Mio. € (Vorjahr: 128 Mio. €). Dem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund der geringeren Marktnachfrage und eines veränderten Fahrzeugmixes niedrigeren Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen (plus 40 Mio. €) stand ein noch höherer Rückgang der entsprechenden Finanzierungen (minus 79 Mio. €) gegenüber. Dieser Rückgang resultierte weitgehend aus der Ablösung von Fremdfinanzierungen für die Mietflotte. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich darüber hinaus mit 26 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) ein höherer Bedarf an Working Capital, im Wesentlichen durch einen geschäftsbedingt höheren Aufbau von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 72 Mio. € (Vorjahr: minus 25 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende vergleichbare Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit minus 101 Mio. € um 17 Mio. € bzw. 20 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (minus 84 Mio. €). Die Veränderung resultierte aus den Mittelabflüssen für die drei großen strategischen Investitionsprojekte und für die beiden Vertriebszentren in Deutschland (siehe Investitionen, Seite 70).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug minus 93 Mio. € nach minus 2 Mio. € im Vorjahr. Hier machte sich im Berichtszeitraum die vorzeitige Ablösung des variabel verzinslichen Teiles des Schuldscheindarlehens (54 Mio. €) und der Abbau kurzfristiger Bankverbindlichkeiten deutlich bemerkbar.

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug minus 127 Mio. € (Vorjahr: plus 42 Mio. €). Unter Einbeziehung des Erwerbes bzw. Verkaufes von Wertpapieren lag die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes bei minus 199 Mio. € (Vorjahr: plus 17 Mio. €).

Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Vermögenslage

Vermögensstruktur

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in Mio. € 31.12.2013 31.12.20121)
Langfristige Vermögenswerte 1.472 1.404
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 418 354
Miet- und Leasinggeräte 473 467
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 427 410
Übrige langfristige Vermögenswerte (inkl. Finanzanlagen) 109 103
Wertpapiere 45 70
Kurzfristige Vermögenswerte 1.279 1.355
Vorräte 271 254
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 407 397
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 179 174
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 43 45
Liquide Mittel und Wertpapiere 379 485
Bilanzsumme 2.751 2.759

1) angepasst

Die Bilanzsumme verminderte sich zum Jahresende 2013 leicht von 2.759 Mio. € auf 2.751 Mio. €.

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 64 Mio. € auf 418 Mio. € (Vorjahr: 354 Mio. €). Beim Zuwachs der immateriellen Vermögenswerte wirkte sich die Erstkonsolidierung der Jungheinrich Systemlösungen GmbH (vormals ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH), Graz (Österreich), mit 11 Mio. € aus. Mit der Übernahme der restlichen 75 Prozent an dieser Gesellschaft hat der Jungheinrich-Konzern seine Kompetenz als Anbieter von Logistiksystemen weiter gestärkt. Die Steigerung bei den Sachanlagen spiegeln schwerpunktmäßig die Investitionen für die drei strategischen Projekte wider: das Werk für Lager- und Systemgeräte in Degernpoint, das Werk in Qingpu (China) und das Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen.

Der Bestandswert der Miet- und Leasinggeräte nahm nur leicht um 6 Mio. € auf 473 Mio. € (Vorjahr: 467 Mio. €) zu. Der Wert der Mietgeräte verminderte sich dabei aufgrund des zunehmend veränderten Fahrzeugmixes der Mietflotte um 9 Mio. € auf 214 Mio. € (Vorjahr: 223 Mio. €). Mit dem Ausbau des Vertragsbestandes stiegen die Werte für die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen um 15 Mio. € auf 259 Mio. € (Vorjahr: 244 Mio. €) und für die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen noch deutlicher um 22 Mio. € auf 606 Mio. € (Vorjahr: 584 Mio. €) an.

Die übrigen langfristigen Vermögenswerte nahmen um 6 Mio. € auf 109 Mio. € (Vorjahr: 103 Mio. €) zu, insbesondere aufgrund erhöhter latenter Steueransprüche. Die Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 17 Mio. € auf 271 Mio. € (Vorjahr: 254 Mio. €). Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhten Umsatzes zum Ende des Geschäftsjahres fielen die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 407 Mio. € (Vorjahr: 397 Mio. €) um 10 Mio. € höher aus.

Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere sanken um 106 Mio. € auf 379 Mio. € (Vorjahr: 485 Mio. €). Ursächlich hierfür war neben der Ablösung von Fremdfinanzierungen für die Mietflotte (28 Mio. €) insbesondere die vorzeitige Rückzahlung des variabel verzinslichen Teiles des Schuldscheindarlehens (54 Mio. €).

Investitionen

Die drei großen strategischen Investitionsprojekte zum Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten wurden im Berichtsjahr planmäßig abgeschlossen.

Auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wurde im Herbst 2011 mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen begonnen. Fast ein Viertel des Investitionsvolumens von 35 Mio. € entfiel auf 2013. Der Vollbetrieb wurde planmäßig im 3. Quartal 2013 aufgenommen.

Die Grundsteinlegung für das neue Werk für Lager- und Systemgeräte am Standort Degernpoint (Bayern) erfolgte im Juli 2012. Die ersten Systemfahrzeuge liefen im September 2013 vom Band. Die Produktionskapazität beträgt 3.000 Stück pro Jahr. Etwas mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens von insgesamt rund 40 Mio. € fiel im Berichtsjahr an.

Die Produktion im neuen Werk in Qingpu (China) wurde wie geplant im Juli 2013 aufgenommen.

Auf den Berichtszeitraum entfielen mehr als 40 Prozent des Investitionsvolumens von insgesamt rund 18 Mio. €. Das Werk verfügt über eine Fertigungskapazität von über 10.000 Flurförderzeugen pro Jahr. Die neue Produktionsstätte ersetzt das bisherige gemietete Werksareal, das nicht mehr erweitert werden konnte.

Außerdem wurden zwei neue Gebäude für Vertriebszentren in Deutschland fertiggestellt.

Entsprechend lagen die getätigten Investitionen des Jungheinrich-Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - ohne aktivierte Entwicklungsausgaben - bei 91 Mio. € (Vorjahr: 78 Mio. €).

Gesamtaussage des Vorstandes zum Geschäftsverlauf 2013

Vor dem Hintergrund eines negativen Wirtschaftswachstums in den Ländern des Euroraumes beurteilen wir den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr positiv. In Europa blieb die Nachfrage nach Flurförderzeugen zunächst hinter dem Vorjahr zurück und erreichte dank eines starken 4. Quartals 2013 im Jahresvergleich ein Plus von 2 Prozent. Dabei war die Entwicklung in West- und Osteuropa allerdings sehr unterschiedlich. Während der westeuropäische Markt gegenüber dem Vorjahr stabil blieb, stieg die Nachfrage in den osteuropäischen Ländern um 8 Prozent. Über 90 Prozent des Konzernumsatzes werden nach wie vor in Europa erzielt. Unser Auftragseingang, gemessen an Stückzahlen, stieg im Jahresvergleich von 73,2 Tsd. Fahrzeugen um 7 Prozent auf 78,2 Tsd. Fahrzeuge. Damit hat das Unternehmen seine Marktposition als Nummer zwei unter den Flurförderzeugherstellern in Europa weiter gefestigt.

Aufgrund unserer Einschätzung, dass die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich insbesondere im 2. Halbjahr 2013 an Schwung gewinnen würde, hatten wir zu Jahresbeginn für Auftragseingang und Umsatz jeweils einen Korridor von 2,1 bis 2,3 Mrd. € prognostiziert.

Anlässlich der Halbjahresberichterstattung im August 2013 konnten wir dann die Erwartungen auf jeweils rund 2,3 Mrd. € konkretisieren. Beim Auftragseingang konnten wir konjunkturbedingt sowie durch eine sehr große Einzelbestellung von Neufahrzeugen im 4. Quartal 2013 und Vorzieheffekte wegen einer für Januar 2014 angekündigten Preiserhöhung einen unerwarteten Jahresendspurt verzeichnen. Im 4. Quartal 2013 betrug der Anstieg des stückzahlmäßigen Auftragseinganges 32 Prozent. Mit einem Auftragseingang in Höhe von 2.357 Mio. € (Vorjahr: 2.251 Mio. €) konnten wir die Zielmarke um rund 60 Mio. € übertreffen und einen neuen Spitzenwert erreichen.

Beim Umsatz haben wir mit 2.290 Mio. € (Vorjahr: 2.270 Mio. €) trotz der Hochlaufschwierigkeiten im neuen Werk in Degernpoint den prognostizierten Wert erreicht. Für das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern, das nach unserer Einschätzung am Jahresanfang 165 bis 175 Mio. € erreichen sollte, hatten wir anlässlich der Berichterstattung zum 3. Quartal 2013 Anpassungsbedarf. Die prozessbedingten Störungen, die beim Hochlaufen der Produktion im neuen Werk für Lager- und Systemgeräte auftraten, wirkten sich negativ auf das EBIT aus. Entsprechend hatten wir die EBIT-Prognose auf 165 bis 170 Mio. konkretisiert. Vor diesem Hintergrund konnten wir mit einem EBIT von 172 Mio. € das gute Ergebnis des Vorjahres (177 Mio. €) zwar nicht wieder erreichen, beurteilen dieses Ergebnis jedoch als ordentlich.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich für den Konzern auf 107 Mio. €. Nach dem Rekordwert des Vorjahres von 112 Mio. € ist dies bei den gegebenen Rahmenbedingungen ebenfalls ein ordentlicher Wert. Das Eigenkapital stieg aufgrund der guten Ertragslage auf 831 Mio. € (Vorjahr: 754 Mio. €). Die Eigenkapitalquote konnte deutlich auf 30,2 Prozent (Vorjahr: 27,3 Prozent) gesteigert werden. Wie im Vorjahr ergab sich erwartungsgemäß keine Nettoverschuldung, sondern wiederholt ein hohes Nettoguthaben von 154 Mio. € (Vorjahr: 183 Mio. €). Die Liquidität des Konzerns war jederzeit gesichert.

Hinsichtlich unserer Forschungs- und Entwicklungsausgaben, die wir auf dem hohem Niveau des Vorjahres beibehalten wollten, haben wir mit 45 Mio. € unser Ziel erreicht. Unser gesamtes Investitionsprogramm in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 90 Mio. € haben wir planmäßig umgesetzt. Die drei großen strategischen Projekte wurden dabei im vorgesehenen Zeit- und Kostenplan realisiert. Die Kapazitätserweiterungen für das Ersatzteilgeschäft und für die Produktion von Fahrzeugen als Basis für die zukünftige strategische Positionierung des Jungheinrich-Konzerns sind somit abgeschlossen.

Finanzkennzahlen

Das Segment "Finanzdienstleistungen" (siehe Finanzdienstleistungen, Seite 73) hat mit seinen Vermögenswerten und den zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns. Daher werden bei bestimmten Kennzahlen die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eliminiert, um so bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern. Bezüglich bonitäts- bzw. ratingrelevanter Kennzahlen orientiert sich daher die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes.

Insbesondere bei den Kennzahlen zur Kapitalstruktur werden aus den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Segmentes "Finanzdienstleistungen" herausgerechnet.

Aufgrund des ergebnisbedingt höheren Eigenkapitals bei fast stabiler Bilanzsumme verbesserte sich die Konzern-Eigenkapitalquote von 27,3 Prozent auf 30,2 Prozent. Bereinigt man die Konzernzahlen um sämtliche Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen", so ergibt sich eine Eigenkapitalquote bezogen auf das Segment "Intralogistik" in Höhe von 47,1 Prozent (Vorjahr: 42,4 Prozent).

Das Unternehmen wies im Berichtsjahr unverändert keine Nettoverschuldung, sondern ein Nettoguthaben in Höhe von 154 Mio. € (Vorjahr: 183 Mio. €) aus. Der Rückgang resultierte aus den Investitionen in strategische Großprojekte und dem Aufbau von Working Capital.

Dadurch war der Verschuldungsgrad, gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu EBITDA, wie im Vorjahr negativ. Das zugrundeliegende EBITDA wird dabei um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen bereinigt und erreichte im Berichtsjahr 283 Mio. € (Vorjahr: 293 Mio. €)

Der ROCE ist die Messgröße für die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital. Erstmals mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2013 wurde die Kennzahl neu definiert, um den vorgenommenen Bilanzierungsänderungen Rechnung zu tragen (siehe Steuerungssystem, Seite 53). Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise werden jetzt im Rahmen des zinspflichtigen Kapitals auch die Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen bei der Berechnung berücksichtigt.

Im Berichtsjahr sank der ROCE (nach der Neudefinition) von angepasst 21,6 auf 18,7 Prozent. Grund für den Rückgang war die Stärkung der Eigenkapitalposition aufgrund der Ergebnisentwicklung.

Die Eigenkapitalrendite (ROE), die sich als prozentuales Verhältnis von Ergebnis nach Steuern und durchschnittlichem Eigenkapital berechnet, belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 13,5 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent).

Finanzdienstleistungen

Organisation und Geschäftsmodell

Sämtliche Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns sind im Segment "Finanzdienstleistungen" zusammengefasst und werden zentral über die Jungheinrich Financial Services International GmbH und die Jungheinrich Rental International AG & Co. KG (vormals Jungheinrich Finance AG & Co. KG) gesteuert. Innerhalb des Jungheinrich-Konzerns nimmt das Segment "Finanzdienstleistungen" als "Non Profit Center" ohne eigenen Gewinnanspruch eine Dienstleistungsfunktion für den Jungheinrich-Vertrieb wahr. Durch individuelle, flexible und wettbewerbsfähige Finanzdienstleistungsangebote kann der Vertrieb aufgrund seiner europaweiten Direktvertriebsstruktur mit eigener Service-Organisation den Kundenerwartungen auch hinsichtlich einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen gerecht werden. Das Finanzierungsangebot umfasst sämtliche Produkte aus dem Produktportfolio von Jungheinrich. Dazu gehören neue und gebrauchte Flurförderzeuge, Regalanlagen, Lagereinrichtungen und Systemlösungen.

In den europäischen Kernmärkten Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Niederlande und Österreich ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Der kontinuierliche Ausbau in weitere europäische Länder ist mittelfristig vorgesehen.

Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur und -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Mit der im Jahr 2010 ausschließlich zu Refinanzierungszwecken gegründeten Gesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, können zudem Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Seitdem wurden der Finanzierungsplattform mehr als 200 Mio. € zugeführt.

Finanzdienstleistungen in Europa

Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung des Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges. Die angebotenen Finanzdienstleistungsverträge sind grundsätzlich mit einer Full-Service- oder Wartungsvereinbarung verbunden. Vor diesem Hintergrund dienen die individuellen Angebote zur Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung der Absatzförderung und der langfristigen Kundenbindung. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Adressausfall- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet.

Vertragsarten und Bilanzierung

Finanzdienstleistungsverträge zwischen Kunden und Jungheinrich-Gesellschaften oder zwischen Kunden und Jungheinrich unter Zwischenschaltung von externen Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) werden entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln entweder in den Anlagen als Leasinggeräte ("Operating Leases") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") ausgewiesen. Die durchschnittliche Laufzeit von Finanzdienstleistungsverträgen liegt bei fünf Jahren. Rund drei Viertel aller Verträge sind aufgrund der strategischen Fokussierung "Finance Lease"-Verträge.

Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeit- und zinskongruent und wird unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft resultieren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Geschäftsverlauf

Um die Transparenz zu erhöhen, wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 die Zinserträge für "Finance Lease"-Kundenverträge im Segment "Finanzdienstleistungen" aus dem Finanzergebnis in die Umsatzerlöse umgegliedert. Entsprechend wurde der Vorjahreswert um 41,8 Mio. € erhöht.

Gleichzeitig wurden Zinsaufwendungen aus der Finanzierung von "Finance Lease"-Kundenverträgen aus dem Finanzergebnis in die Umsatzkosten und somit in das operative Ergebnis umgegliedert. Hintergrund war, dass diese Finanzierungen nicht Bestandteil der klassischen Kreditfinanzierung sind. Insgesamt ergab sich dadurch für 2012 eine EBIT-Erhöhung um 17,7 Mio. €.

Kennzahlen Finanzdienstleistungen

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in Mio. € 2013 2012
Vertragszugang zum Neuwert 415 431
Vertragsbestand zum Neuwert 31.12. 1.745 1.719
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen 319 302
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 605 584
Eigenkapital 40 35
Schulden 1.069 1.023
Umsatz 547 5391)
EBIT 9 101)

1) angepasst

Im Geschäftsjahr 2013 erreichte das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 415 Mio. € (Vorjahr: 431 Mio. €). Der Rückgang um 16 Mio. € ist auf die verstärkte Nachfrage von Finanzdienstleistungslösungen für Gebrauchtgeräte mit gegenüber Neufahrzeugen geringeren Werten zurückzuführen. Regional hervorzuheben sind in Westeuropa Frankreich und Spanien mit einer Steigerung im wertmäßigen Zugangsvolumen von 14 bzw. 11 Prozent.

Vom wertmäßigen Zugangsvolumen entfielen 78 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) auf die sieben Länder mit Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum Jahresende 2013 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 3 Prozent auf 109,0 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 105,5 Tsd. Einheiten). Dies entsprach einem Neuwert von 1.745 Mio. € (Vorjahr: 1.719 Mio. €). Der wertmäßige Anstieg betrug aufgrund eines veränderten Fahrzeugmixes lediglich 26 Mio. €.

Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurde mehr als jedes dritte Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes abgesetzt. Die Leasingquoten in einzelnen Ländern sind dabei unterschiedlich. In Italien, Großbritannien und Norwegen hatte Jungheinrich Leasingquoten bei Neufahrzeugen von mehr als 60 Prozent.

Der Umsatz stieg von 539 Mio. € um 8 Mio. € auf 547 Mio. €. Der Schwerpunkt des Geschäftes lag nach wie vor auf "Finance Lease"-Geschäften. Das EBIT verringerte sich auf 9 Mio. € (Vorjahr 10 Mio. €). Unverändert hat das Segment "Finanzdienstleistungen" als Dienstleister für den Jungheinrich-Vertrieb keinen eigenen Gewinnanspruch.

Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazitäten erweitert und dabei vor allem den Vertrieb gestärkt. Konzernweit erhöhte sich die Belegschaft (gemessen in Vollzeitäquivalenten, FTE) zum Jahresende 2013 um 579 Beschäftigte oder 5 Prozent auf 11.840 (Vorjahr: 11.261) Mitarbeiter. Davon entfielen 501 Mitarbeiter auf den Vertrieb und 53 Mitarbeiter auf die Technik. Der Anstieg im Vertrieb berücksichtigt 76 Mitarbeiter der Jungheinrich Systemlösungen GmbH (vormals ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH), Graz (Österreich), die ab dem 1. Januar 2013 vollkonsolidiert wurde. Für den Vertrieb in Asien wurden 137 Mitarbeiter eingestellt, in Deutschland wurden die Vertriebseinheiten um 133 Mitarbeiter verstärkt.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 35 Mio. € auf 707 Mio. € (Vorjahr: 672 Mio. €). Davon entfielen 570 Mio. € (Vorjahr: 542 Mio. €) auf Gehälter und 119 Mio. (Vorjahr: 113 Mio. €) auf Sozialabgaben.

Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2013 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014.

Soweit im Ausland Tarifvertragspartner oder vergleichbare Interessenvertretungen existieren, werden diese bei der Entgeltfestlegung berücksichtigt.

Ausbau in Wachstumsmärkten, im Logistiksystemgeschäft und Versandhandel

Im Rahmen der Wachstumsstrategie in Asien wurde die Belegschaft der Jungheinrich-Vertriebsgesellschaften in der Region um mehr als 30 Prozent auf 592 Mitarbeiter ausgebaut. Der Fokus lag dabei auf China mit einem Plus von 74 Mitarbeitern bzw. 28 Prozent. In Indien kamen im Berichtsjahr 29 Mitarbeiter hinzu. Damit waren zum Jahresende 43 Mitarbeiter bei der Mitte 2012 gegründeten Vertriebsgesellschaft in Indien beschäftigt. Die Belegschaft der Vertriebsgesellschaft in Russland erhöhte sich um 15 Prozent bzw. 42 Mitarbeiter.

Im Zuge der weiteren Differenzierung zum Wettbewerb wurden zudem das Logistiksystemgeschäft sowie der Versandhandel personell verstärkt. Für den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes wurde die Belegschaft um 31 Mitarbeiter erweitert, das entsprach einem Anstieg von mehr als 40 Prozent. Die Personalkapazität lag damit bei 104 Mitarbeitern. Die Belegschaft im Versandhandel wuchs um 24 Mitarbeiter bzw. 26 Prozent auf 115 Mitarbeiter.

Mitarbeiter nach Funktionen

Von der Gesamtbelegschaft (ohne Leiharbeitnehmer) waren 79 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent) im Vertrieb und in der Verwaltung sowie 21 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) in der Fertigung beschäftigt. Auf die Kundendienstorganisation entfielen wie im Vorjahr 46 Prozent der Belegschaft. Das waren 5.451 (Vorjahr: 5.216) Mitarbeiter. In der Serviceorganisation waren weltweit 3.875 (Vorjahr: 3.735) Kundendiensttechniker im Einsatz.

Mitarbeiter nach Funktionen

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in FTE 31.12.2013 1.12.2012
Kundendiensttechniker 3.875 3.735
Werkstatttechniker 209 228
Fertigung 1.517 1.451
Verkäufer 938 877
Innendienst 4.817 4.497
Befristet Beschäftigte 139 143
Auszubildende 346 330
Jungheinrich-Konzern 11.840 11.261

Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen.

Zum Ausgleich von Kapazitätsschwankungen in den Fertigungsbereichen wurden auch im Berichtszeitraum Leiharbeitnehmer eingesetzt. Im Jahresdurchschnitt sank die Zahl um knapp 21 Prozent auf 378 Leiharbeitnehmer. Rund 70 Prozent davon waren in den inländischen Werken tätig (Vorjahr: 69 Prozent). Per 31. Dezember 2013 waren 454 (Vorjahr: 405) Leiharbeitnehmer im Konzern eingesetzt.

Regionale Verteilung

Zum 31. Dezember 2013 waren 6.484 (Vorjahr: 6.094) Mitarbeiter bzw. 55 Prozent der Belegschaft im Ausland beschäftigt. Auf Deutschland entfielen 5.356 (Vorjahr: 5.167) Mitarbeiter. Dies entsprach 45 Prozent der Betriebsangehörigen.

Im Ausland hatte Frankreich mit 8,2 Prozent den größten Anteil an der Gesamtbelegschaft, gefolgt von Italien mit 6,7 Prozent und Großbritannien mit 6,2 Prozent. Der Anteil der in Asien und Amerika tätigen Mitarbeiter stieg von 6,7 Prozent auf 7,7 Prozent.

Personelle Veränderungen

Das für den Bereich Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied, Herr Dr. Helmut Limberg, hat sein Amt als Mitglied des Vorstandes der Jungheinrich AG mit Wirkung zum 15. November 2013 niedergelegt. Ab dem 1. April 2014 wird Herr Dr. Lars Brzoska Vorstand für das Ressort Vertrieb bei der Jungheinrich AG. Für den Übergangszeitraum hat der Vorsitzende des Vorstandes, Herr HansGeorg Frey, die kommissarische Leitung des Vertriebsressorts übernommen.

Ausbildung im Jungheinrich-Konzern

Zum 31. Dezember 2013 waren 346 (Vorjahr: 330) Auszubildende im Jungheinrich-Konzern beschäftigt, davon 246 (Vorjahr: 225) im Inland. Hier bildet das Unternehmen in zwölf Ausbildungsberufen aus.

Daneben wird eine Auswahl an dualen Studiengängen angeboten. Über das duale Studium eröffnet Jungheinrich engagierten jungen Menschen vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in das Unternehmen und deckt gleichzeitig den Bedarf an Nachwuchskräften im kaufmännischen und technischen Bereich mit qualifizierten Mitarbeitern aus den eigenen Reihen. In diesem Ausbildungsmodell wechseln sich kompakte Studieneinheiten an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen ab. Innerhalb von nur sechs bis sieben Semestern kann so in den Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen der international anerkannte Bachelor of Science erlangt werden.

Der Anteil der Auszubildenden in den dualen Studiengängen erhöhte sich 2013 - bezogen auf die Anzahl der Auszubildenden im Inland - von 16 Prozent auf 19 Prozent.

Soziale Kennzahlen

Mitarbeiterkennzahlen

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31.12.2013 31.12.2012
Durchschnittsalter Jahre 41,1 41,2
Betriebszugehörigkeit Jahre 11,4 11,4
Fluktuation % 3,5 3,6
Krankheitsquote1) % 5,4 5,1
Meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle1),2) Anzahl 35 29
Frauenquote % 19,6 19,5

1) bezogen auf Mitarbeiter im Inland

2) bezogen auf 1.000 Mitarbeiter

Mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Altersdurchschnitt im Konzern von 41 Jahren lag Jungheinrich geringfügig unter dem für den deutschen Maschinenbau repräsentativen Wert von 42 Jahren (Quelle: VDMA). Die Betriebszugehörigkeit, als einer der Indikatoren für die Zufriedenheit der Belegschaft mit ihrem Unternehmen, lag mit gut elf Jahren auf dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland betrug die Betriebszugehörigkeit sogar 14 Jahre. Die Fluktuation war im Berichtszeitraum mit 3,5 Prozent etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im Inland lag die Fluktuation bei 1 Prozent - ebenfalls ein Indiz für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit bei Jungheinrich.

Die Krankheitsquote, die sich nur auf die Mitarbeiter im Inland bezieht, stieg im Jahresvergleich von 5,1 Prozent auf 5,4 Prozent an. Hintergrund ist der Anstieg der Krankheitsquote bei den gewerblichen Mitarbeitern. Der Branchendurchschnitt vergleichbarer Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes Nordmetall lag für das Berichtsjahr bei 5,0 Prozent. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle, bezogen auf 1.000 Mitarbeiter im Inland, erhöhte sich im Jahresvergleich von 29 auf 35. Die Frauenquote lag mit 19,6 Prozent weiterhin über dem branchenüblichen Vergleichswert in Höhe von 16,1 Prozent (Quelle: VDMA).

Gesellschaftliches Engagement

Der Jungheinrich-Konzern als börsennotierte Aktiengesellschaft mit dem Charakter eines Familienunternehmens ist geprägt durch eine besondere Werteorientierung, die unternehmerisches Engagement über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus einschließt. Dazu gehört eine auf Kontinuität, nachhaltige Wertsteigerung und verantwortungsvolles Handeln zielende Unternehmensführung sowie eine ausgeprägte Verbundenheit zum Heimatstandort.

Diese Werteorientierung findet unter anderem Ausdruck in den Aktivitäten der Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung, die Mittel für die nachhaltige Verwirklichung gesellschaftlich relevanter Zwecke sammelt und einsetzt. Sie betreibt in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen Bildungs- und Lehranstalten gezielte Exzellenzförderung von talentiertem Nachwuchs in naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen. Im Blickpunkt der Stiftung stehen die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik bzw. Ingenieurbereiche). Im Oktober 2014 werden die Stipendiaten und Preisträger der Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung sowie ausgewählte Mitarbeiter der Jungheinrich AG mit den Excellence Awards ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Zweijahresrhythmus statt.

Vor dem Hintergrund zunehmender Fachkräfteengpässe treibt auch die Jungheinrich AG MINT-Projekte voran. Seit 2007 engagiert sich das Unternehmen in der Initiative NaT, die zum Ziel hat, junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und so langfristig dem Ingenieurmangel in Deutschland ein Stück entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck unterhält Jungheinrich Kooperationen mit Gymnasien in Hamburg und Norderstedt.

Außerdem bekennt sich das Hamburger Traditionsunternehmen zur Universität Hamburg und hat 2013 gemeinsam mit mehreren Partnern den langfristigen Fortbestand des Projektes "KinderUni Hamburg" ermöglicht. Dabei handelt es sich um eine Vorlesungsreihe für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren.

Darüber hinaus unterstützt der Jungheinrich-Konzern seit 2011 das größte europäische Medikamenten-Hilfswerk action medeor in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) mit Intralogistik-Know-how und Lagertechnik für die logistische Abwicklung von Hilfsmaßnahmen. Im Berichtszeitraum finanzierte das Unternehmen die Lagerausstattung einer neuen Verteilungsstelle für Medikamente in Tansania im Wert von knapp 12 Tsd. € und eine Palettenregalanlage im Hauptlager von action medeor in Tönisvorst im Wert von rund 18 Tsd. €. Zusätzlich spendeten Mitarbeiter und Unternehmen 2013 über die Restcent-Aktion, bei der Jungheinrich-Mitarbeiter freiwillig jeden Monat auf die Cent-Beträge ihrer Gehaltsabrechnung verzichten können, eine Summe in Höhe von rund 23 Tsd. € (Vorjahr: rund 15 Tsd. €). Das Geld fließt in verschiedene Hilfsprojekte, unter anderem in den Wiederaufbau nach dem schweren Taifun auf den Philippinen sowie in die medizinische Grundversorgung eines Waisenhauses in Ruanda.

Vergütungsbericht

Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten, wobei der Schwerpunkt auf der Ergebniskomponente liegt.

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat hatte im Jahr 2010, unter anderem aufgrund des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung), eine Neuregelung des Vergütungssystems für den Vorstand verabschiedet. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt seit der Neuregelung des Vergütungssystems die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist leistungsorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil der Vergütung kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie das Marktanteilswachstum für einzelne Produktbereiche bezogen auf den Kernmarkt Europa. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses an der jeweiligen Zielerreichung gemessen und ausgezahlt werden. Mit Wirkung ab 1. Januar 2014 wurde das System der variablen Vergütung weiterentwickelt, indem die prozentuale Gewichtung der einzelnen Erfolgsparameter an der Gesamtzielgröße verändert, die untere Anspruchsgrenze auf eine bei anderen Unternehmen übliche Höhe abgesenkt und die Veränderbarkeit der in den Folgejahren auszuzahlenden Teilbeträge auf eine realistischere Bandbreite begrenzt wurde. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.

Vergütung des Aufsichtsrates

Das seit 2012 geltende Vergütungssystem für den Aufsichtsrat sieht u. a. einen deutlich reduzierten Anteil der variablen Vergütung und die Anknüpfung an die EBIT-Kapitalrendite (ROCE) als in die Zukunft gerichtete Bemessungsgrundlage vor. Nach dieser Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite des Jungheinrich-Konzerns. Der Zielwert der EBIT-Kapitalrendite orientiert sich an der mittelfristigen strategischen Zielsetzung des Jungheinrich-Konzerns und beträgt 20 Prozent. Bei Zielerreichung beträgt die variable jährliche Vergütung dann 20.000 €. Für jeden vollen Prozentpunkt darunter verringert sich die variable jährliche Vergütung um 4.000 €, für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung.

Der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 soll eine Anpassung der Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung des Aufsichtsrates mit Wirkung ab 1. Januar 2014 vorgeschlagen werden. Anlass der Anpassung waren veränderte Bilanzierungsregeln für den Jungheinrich-Konzern durch die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 19 zum 1. Januar 2013 sowie transparenzbedingte Umgliederungen, insbesondere im Segment "Finanzdienstleistungen", die die bisherige EBIT-Kapitalrendite maßgeblich beeinflussten. Im Sinne einer Neuorientierung soll die Eigenkapitalrendite "Return on Equity (ROE)" als neue Bemessungsgrundlage eingeführt werden, die nunmehr die gesamte Geschäftstätigkeit des Konzerns in einer einfachen Relation widerspiegelt. Zudem soll durch die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage als Drei-Jahres-Durchschnitt die vom Gesetzgeber geforderte Nachhaltigkeit des variablen Vergütungssystems unterstrichen werden.

Vergütung der leitenden Angestellten

Für die leitenden Angestellten wurde im Berichtsjahr ein neues Vergütungssystem eingeführt, welches sich hinsichtlich des variablen Vergütungsbestandteiles grundsätzlich an den Kennziffern für die Vorstandsvergütung orientiert.

Einkauf

Serien- und Nichtserienbedarfe werden über das konzernweite Warengruppenmanagement gesteuert.

Das gesamte Einkaufsvolumen belief sich im Jahr 2013 auf 1,45 Mrd. € (Vorjahr: 1,38 Mrd. €) und gliederte sich in

Produktionsmaterial inklusive Nachserienmaterial,
Handelswaren und
indirektes Material.

Die nach Einkaufsvolumen größten Warengruppen waren Batterien mit 131 Mio. € (Vorjahr: 133 Mio. €), Facility Management mit 107 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €), Stahlbaugruppen mit 83 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €) sowie elektrische Antriebsstränge mit 80 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €). Die Warengruppe "Facility Management" enthielt im Berichtsjahr die Vergabe der Bauleistungen für die Werke in Degernpoint und China sowie für die beiden neuen Vertriebszentren in Deutschland.

Aufbau Cost Engineering

Zunehmende Preissensibilität bei den Kunden und steigender Kostendruck auf Herstellerseite verstärken die Notwendigkeit von Kostenreduktion. Durch den gezielten Einsatz von Cost-Engineering-Methoden können Wettbewerbsvorteile im Einkauf erreicht werden.

Jungheinrich hat im Berichtsjahr damit begonnen, eigene Kompetenzen im Cost Engineering aufzubauen. Dadurch wird internes Know-how hinsichtlich der Fertigungsverfahren und Technologien von Lieferanten gewonnen und die Zusammenarbeit intensiviert. Ziel ist die frühzeitige Identifizierung von Kostensenkungspotenzialen im Beschaffungsprozess.

Lieferantenhandbuch

Die Kommunikationswege und -instrumente für die Zusammenarbeit mit den Produktionsmateriallieferanten wurden mit Einführung eines Lieferantenhandbuches weiter verbessert. In diesem zentralen Dokument werden die Anforderungen von Jungheinrich an die Serienmateriallieferanten erstmals konzernweit zusammengefasst. Für die Qualifizierung von neuen Lieferanten wurden warengruppenbezogene Mindestanforderungen definiert und entsprechende Freigabekriterien festgelegt.

Informationstechnologie

Die zunehmende Vereinheitlichung und Zusammenführung von IT und Geschäftsprozessen ist eines der zentralen IT-Themen im Jungheinrich-Konzern. Dabei sind Vorteile durch Zentralisierung und Standardisierung zu nutzen, es ist aber auch spezifischen regionalen Erfordernissen Rechnung zu tragen.

Die Standardisierung von Konzernlösungen ist über die Fortführung von SAP-Einführungen sowohl für den Vertrieb als auch in der Produktion fortgeschritten. Von konzernweit 11.840 Mitarbeitern arbeiten rund 6.500 mit SAP.

IT-Organisation

Die Jungheinrich-IT in Deutschland umfasst mehr als 200 Mitarbeiter mit den zentralen Aufgaben Softwareberatung, -entwicklung und -betreuung sowie Bereitstellung einer Dateninfrastruktur und Betrieb eines hochmodernen Rechenzentrums. Weltweit sind rund 100 weitere IT-Mitarbeiter tätig, die an den Vertriebs- und Produktionsstandorten die lokale Unterstützung sicherstellen.

Ein zwölfköpfiges IT-Board, das mit Führungskräften aus Technik, Finanzen, Vertrieb und IT besetzt ist, bewertet die Projekte und entscheidet über deren Umsetzung.

Bedeutende IT-Projekte

Im Rahmen des Werksneubaues am Standort Degernpoint waren die Prozesse rund um die Logistik und Produktion für Lager- und Systemgeräte ein wesentlicher Schwerpunkt der Begleitung durch die IT. In Anlehnung an die Prozesse in den Werken in Norderstedt und Landsberg wurden etablierte Konzernstandards eingeführt und Synergien durch die Zusammenführung der Techniksysteme aller Standorte realisiert. Dadurch konnten Fertigungsabläufe optimiert sowie Durchlaufzeiten und Vorratsbestände reduziert werden.

Beim Aufbau des neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen haben die eigenen IT-Spezialisten den Aufbau der IT-Infrastruktur in Verbindung mit modernster Fördertechnik und unter Berücksichtigung neuester Lagerverwaltungsstrategien bis hin zur Gestaltung einer effizienten Umzugsabwicklung von Norderstedt während der gesamten Bau- und Umzugsphase begleitet. Ergebnis war ein planmäßiger und reibungsloser Start des Vollbetriebes im September 2013.

Der Werksneubau in Qingpu wurde ebenfalls IT-technisch unterstützt. Die neue IT-Infrastruktur inklusive der Anbindung an das Rechenzentrum in Hamburg wurde "just in time" für den Umzug und die Inbetriebnahme des Werkes zur Verfügung gestellt. Dabei konnten die zuvor an dem gemieteten Werksstandort bestehenden SAP-Prozesse für die Fertigung und Montage im neuen Werk ohne Anpassungen übernommen werden.

Entsprechend der strategischen Bedeutung von China als Wachstumsmarkt wurde die lokale Vertriebsorganisation im Berichtsjahr auf deutlich über 300 Mitarbeiter ausgebaut. Im Berichtsjahr wurde das bestehende lokale IT-System durch die Konzern-SAP-Lösung abgelöst und die Einbindung in das interne Jungheinrich-Berichtswesen realisiert. Die chinesische Gesellschaft ist die 19. von insgesamt 32 Vertriebsgesellschaften, in denen SAP eingesetzt wird. Damit wurde ein weiterer bedeutender Meilenstein bezüglich der Vereinheitlichung von Vertriebsprozessen im Jungheinrich-Konzern erreicht. Im Zuge der Asien-Expansionsstrategie soll 2014 die SAP-Einführung in den Gesellschaften in Singapur und Malaysia folgen.

Mit der Einführung des SAP-Bausteines "Dispute & Collections Management" wurde bereits 2012 der Grundstein für ein optimiertes konzernweites Forderungsmanagement gelegt. Ziel ist es, den Bestand überfälliger Forderungen unter Beachtung kurzer Bearbeitungszeiten signifikant zu senken. Die Erstimplementierung fand 2012 in der Vertriebsgesellschaft in der Schweiz statt, anschließend wurde die Implementierung in Deutschland vorgenommen. Im Berichtsjahr startete das europaweite Rollout für die Vertriebsgesellschaften in den Niederlanden, gefolgt von Irland, Großbritannien und Italien. Somit wurde zum Jahresende 2013 bereits über die Hälfte des Konzern-Forderungsbestandes durch SAP-gestützte Prozesse gesteuert.

Im Zuge der Ausstattung von Kundendiensttechnikern mit Touchscreen-Notebooks hat die Jungheinrich-IT eine neue Software für mobile Serviceanwendungen entwickelt. So ermöglicht die elektronische Unterschrift einen komplett papierlosen Arbeitsablauf und eine schnellere Auftragsabwicklung.

Informationssicherheit

Um die IT-gestützten Geschäftsprozesse gegen Risiken der Informationssicherheit zu schützen, verfügt Jungheinrich über etablierte Strukturen und Prozesse zur Informationssicherheit. Bestehende Maßnahmen werden im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Auch im Berichtsjahr wurden das Informationssicherheits-management und die eingesetzten Sicherheitstechnologien weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt war die Durchführung von Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für den richtigen Umgang mit geschäftsrelevanten Informationen.

Außerdem wurden konzernweit kritische Geschäftsprozesse im Hinblick auf mögliche Ausfallrisiken untersucht. Das IT-Notfallmanagement wurde um entsprechende Sicherheitskonzepte erweitert, um diese Prozesse auch bei einer schwerwiegenden Störung des IT-Betriebes fortführen zu können und mögliche Folgeschäden zu minimieren.

Umwelt

Jungheinrich hat den Anspruch, effiziente und umweltschonende Produkte zu entwickeln und diese umweltverträglich herzustellen. Um die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern, setzt das Unternehmen im Rahmen seines Qualitäts- und Umweltmanagements auf das Grundprinzip des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP), das unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001 und ISO 14001 ist.

Sowohl bei der Herstellung, Nutzung und Aufarbeitung von Produkten als auch bei der Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen achtet Jungheinrich auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen sowie auf kontinuierliche Verbesserungen im Umweltmanagement.

Die Produktionswerke in Norderstedt, Lüneburg, Moosburg, Degernpoint (alle Deutschland) und Qingpu (China) verfügen über ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem und über ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Das Werk in Landsberg (Deutschland) besitzt ebenfalls ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001, die Einführung und Zertifizierung des Umweltmanagementsystems ist für das Jahr 2015 vorgesehen.

Produkt-Ökobilanz planmäßig weiterentwickelt

Die Verantwortung des Jungheinrich-Konzerns für umweltbewusstes Handeln ist unter anderem in der ersten TÜV-zertifizierten Produkt-Ökobilanz der Flurförderzeugbranche dokumentiert. Der amtlich anerkannte technische Überwachungsverein TÜV Nord hatte die Bilanz - eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten Lebenszyklus - im Jahr 2011 untersucht und gemäß DIN EN ISO 14040 zertifiziert. Die Reduzierung der CO2 -Emissionen von 2000 bis 2010 betrug 25 Prozent. Jungheinrich trägt damit als erster und bisher einziger Flurförderzeughersteller das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz".

Die ursprüngliche Version der Bilanz umfasste die Analyse der Umweltauswirkungen der Jungheinrich-Flurförderzeugflotte (ohne Hochregalstapler und Vertikalkommissionierer) im Zeitraum von 2000 bis 2010. Sie erstreckte sich auf

den Rohstoffeinsatz, die Produktion und den Transport in der Herstellungsphase,
den Energieeinsatz in der Nutzungsphase sowie
die Aufarbeitung von Geräten für eine zweite Einsatzperiode.

Im Jahr 2012 wurden die in der Erhebung erfassten Staplerbaureihen um Hochregalstapler und Vertikalkommissionierer erweitert, sodass seitdem das gesamte Serien-Fahrzeugprogramm erfasst wird. Mit einer Verringerung der CO2 -Emissionen um 7 Prozent von 2010 bis 2013 liegt Jungheinrich hinsichtlich der Zielsetzung, diese (ausgehend von 2010) um weitere 20 Prozent bis 2020 zu reduzieren, im Plan.

Innovative Maßnahmen zur CO2 -Reduktion sind für den gesamten Jungheinrich-Produktzyklus von Bedeutung. Speziell in der Nutzungsphase, in der 80 bis 90 Prozent der Emissionen anfallen, setzen die im eigenen Haus entwickelten Hightech-Lösungen gleich in doppelter Hinsicht den Maßstab im Wettbewerb: Zum einen hält der bei hoher Umschlagleistung deutlich verminderte Ausstoß von CO2 die Umweltauswirkungen gering, zum anderen profitiert der Kunde dauerhaft von niedrigeren Energiekosten.

Umweltkennzahlen

Unternehmensinterne Kennzahlensysteme werden als vergleichende Messgrößen für die Umweltleistung einzelner Einheiten im Konzern herangezogen. Bei der Erhebung umweltrelevanter Kennzahlen für die inländischen Werke orientiert sich Jungheinrich an den Vorgaben und Empfehlungen der Global Reporting Initiative (GRI), dem globalen De-facto-Standard für die Berichterstattung über Nachhaltigkeit.

Verbräuche, Emissionen und Abfallmengen werden am jeweiligen Standort primär durch die produzierte Stückzahl, das Produkt sowie die Fertigungstiefe beeinflusst.

Kennzahlen Umwelt2)

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20131) 2012
Strom MWh 32.067 32.187
Erdgas/Fernwärme/Öl MWh 41.471 39.700
Emissionen CO2 t 27.888 27.570
Wasserverbrauch m3 30.121 31.767
Abwasser m3 27.942 29.363
Abfall t 8.006 8.636

1) Vorläufige Zahlen, Werte für Dezember 2013 sind aufgrund von Hochrechnungen bzw. Erfahrungswerten eingegangen

2) für die Standorte Norderstedt, Moosburg (einschließlich Degernpoint ab Inbetriebnahme), Landsberg, Lüneburg, Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden

Bei den im Jahresvergleich geringfügig niedrigeren Stückzahlen hat sich der Stromverbrauch an den fünf Standorten kaum verändert. Insgesamt ist der Verbrauch der Energieträger Erdgas, Fernwärme und Öl um 4,5 Prozent angestiegen. Dies ist insbesondere auf das Anlaufen der Produktion im neuen Werk Degernpoint im 3. Quartal 2013 zurückzuführen.

Der CO2 -Ausstoß in den Werken ist geringfügig gestiegen. Dies spiegelt sich in der Ökobilanz nur marginal in den Emissionswerten der Herstellungsphase wider.

Der Rückgang des Wasser- und Abwasserverbrauches von jeweils rund 5 Prozent resultierte unter anderem aus der effizienteren Nutzung des Waschwassers in der Pulverbeschichtungsanlage in Norderstedt. Positiv beeinflusst wurde der Verbrauch zudem von diversen Umweltmaßnahmen an anderen Standorten. Beispielsweise wird im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Dresden Regenwasser in Zisternen gesammelt und für die Fahrzeug- und Teilewäsche genutzt. Nur in niederschlagsarmen Jahreszeiten wird Trinkwasser verwendet. So können etwa 400 Liter Trinkwasser pro aufgearbeitetem Fahrzeug eingespart werden.

Trotz höherer Abfallmengen durch eine Hallensanierung am Standort Moosburg und der Erweiterung der Produktion um die Fertigungskapazitäten in Degernpoint konnte die Abfallmenge insgesamt um 7 Prozent reduziert werden. Ursächlich hierfür ist der deutliche Rückgang der Abfallmengen in Norderstedt.

Energiekonzept für Werksneubau in China

Das neue Fertigungswerk in Qingpu (China) verfügt über ein ausgefeiltes Energiekonzept. Der Kühlkreislauf für die im Sommer notwendige Klimaanlage wird hauptsächlich mit Wasser betrieben. Dabei werden 90 Prozent weniger Kältemittel als bei vergleichbaren Gebäuden eingesetzt und somit deutlich weniger Treibhausgase erzeugt. Im Winter wird das Werk mit Erdwärme beheizt. Nicht benötigte Erdwärme wird in den Boden zurückgespeist. Über ein energiesparendes System, das gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit im gesamten Gebäude verringert, wird zudem jedes Büro mit aufbereiteter, komplett gefilterter Luft versorgt. Zur Eröffnung erhielt das neue Produktionswerk die Leed-Zertifizierung in Silber. Hierbei handelt es sich um ein System zur Klassifizierung für ökologisches Bauen, das vom U.S. Green Building Council entwickelt wurde. Es definiert eine Reihe von Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.

Compliance und Datenschutz

Jungheinrich versteht unter Compliance die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und aller unternehmensinternen Richtlinien. Ziel ist die Prävention von möglichen Gefahren und Risiken für das Unternehmen. Die Compliance-Funktion ist organisatorisch in der Konzernrevision angesiedelt. Bausteine des Compliance-Systems sind der konzernweit gültige Verhaltenskodex, ein internes Hinweisgeber-System sowie regelmäßige Untersuchungen durch die Konzernrevision. Alle Führungskräfte wurden seitens des Vorstandes und des Compliance Officers (CO) im Berichtsjahr erneut verpflichtend aufgefordert, in ihrem Handeln die internen Vorschriften und externen gesetzlichen Vorgaben zu beachten. Hinweise zu Fehlverhalten gingen überwiegend intern aus allen Unternehmensbereichen ein. Extern steht über das Internet die Möglichkeit zur Verfügung, vertraulich auf mögliche Compliance-Verstöße hinzuweisen. Im Berichtsjahr wurden - wie im Vorjahr - im Rahmen von Revisionsprüfungen compliance-relevante Sachverhalte in allen geprüften Gesellschaften und Bereichen des Konzerns untersucht. Spezialthemen wurden im Rahmen von Sonderprüfungen analysiert und entsprechend vertraulich bearbeitet. Der Vorstand sowie der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wurden laufend und ausführlich in einer Ausschuss-Sitzung über Compliance-Sachverhalte und den jeweils aktuellen Bearbeitungsstand informiert.

Den umfangreichen gesetzlichen Vorgaben entsprechend sind weltweit alle Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns verpflichtet, mit persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern unter Beachtung der aktuellen datenschutzrechtlichen Vorgaben der EU und der jeweils geltenden Landesgesetze verantwortungsvoll umzugehen. Alle Mitarbeiter wurden auch 2013, wie in den Jahren zuvor, auf die Einhaltung der relevanten datenschutzrechtlichen Bestimmungen und den sich daraus ergebenden Pflichten umfassend durch den Datenschutzbeauftragten des Konzerns hingewiesen. Zudem stehen weitere Hinweise und Informationen allen Mitarbeitern aktuell im Intranet zur Verfügung.

Der bestehende Datenschutzleitfaden wurde im Berichtsjahr aktualisiert und allen Mitarbeitern zur Kenntnis gegeben. Dieser enthält Erläuterungen zu allen datenschutzrelevanten Rechten und Pflichten.

Aus zahlreichen Unternehmensbereichen gingen datenschutzrechtliche Fragen zur Speicherung und Übermittlung von Daten, zur Einführung neuer Software oder zu Sicherheitsaspekten beim Konzerndatenschutzbeauftragten ein. Diese wurden mit den Fachbereichen erörtert und gemäß den gesetzlichen Anforderungen geprüft.

Bei der Beratung unterstützen einzelne Datenschutzkoordinatoren der Fachabteilungen, wie z. B. im Personal- oder IT-Bereich, die Tätigkeit des Datenschutzbeauftragten. Für den internetgestützten Versandhandel werden die gesonderten Vorgaben des Internethandels beachtet. Der Versandhandel hat sich im Berichtsjahr erfolgreich einer externen Zertifizierung (Trusted Shops®-Gütesiegel) unterzogen, die unter anderem die Einhaltung des Datenschutzes und der Datensicherheit attestiert. Zudem wurden die weiteren gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzrechtes, wie z. B. die Führung der Verfahrensverzeichnisse, in denen aufgezeichnet wird, welche Daten in welchen IT-Systemen gespeichert werden, erfüllt.

Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verstößen gegen die konzerninternen Vorgaben zum Datenschutz; es besteht jedoch weiterhin regelmäßiger und umfassender Beratungsbedarf.

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen.

Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:

Der Jungheinrich-Konzern zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur aus, die eine zweckmäßige Funktionskontrolle gewährleistet.
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem.
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Konzernrechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und Treasury) sind eindeutig zugeordnet.
Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme).
Im Jungheinrich-Konzern bestehen Richtlinien, die Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollen für alle wesentlichen Prozesse regeln. Die Richtlinien stehen im Intranet allen Mitarbeitern zur Verfügung.
Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch regelt den Konzernrechnungslegungsprozess der Einzelgesellschaften sowie die Konsolidierung auf Konzernebene und sichert somit die konzerneinheitliche Bilanzierung, Bewertung und Berichterstattung von Geschäftsvorgängen. Das Handbuch wird jährlich aktualisiert und den am Konzernrechnungslegungsprozess beteiligten Stellen zur Verfügung gestellt. Um die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Konzernrechnungslegung zu gewährleisten, werden regelmäßig Stichproben- und Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Diese können sowohl manuell als auch softwaregestützt erfolgen.
Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des konzernweiten Jungheinrich-spezifischen Systems berücksichtigt. Ebenso überprüft die Konzernrevision die Effektivität der konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Der Aufsichtsrat bzw. sein Finanz- und Prüfungsausschuss befassen sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Konzernrechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte für die Wirtschaftsprüfer und die Konzernrevision.

Eine absolute Sicherheit, fehlerhafte Angaben und Aussagen in der Konzernrechnungslegung zu vermeiden, Fehleinschätzungen aufzudecken und die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen zu gewährleisten, ist nicht gegeben.

Risiko- und Chancenbericht

Durch die internationale Geschäftstätigkeit des Jungheinrich-Konzerns sind die Früherkennung von Risiken und Chancen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert.

Risiko- und Chancenmanagement

Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Sämtliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung zwischen Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung, der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:

der Konzernrichtlinie Risikomanagement,
dem Konzernrisikoausschuss,
den operativen Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften,
den zentralen Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen,
der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern,
der Konzernrevision.

Die Leiter der operativen Landesgesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risiko-und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert isoliert nach Risiken und Chancen verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, wird die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen werden abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch interne Ad-hoc-Meldungen zu informieren. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer regulären Prüfungen sowie durch einzelfallbezogene Sonderprüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Leasing-Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt.

Risiken und Chancen

Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2013 durch den Konzernrisikoausschuss bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutendsten Risiken und Chancen sind nachfolgend aufgeführt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für den Jungheinrich-Konzern aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten für das Jahr 2014 ein globales Wachstum von mehr als 3 Prozent, für die Eurozone wird ein leichtes Wachstum prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die bisher nicht gelösten Probleme in Verbindung mit der Schuldenkrise in einigen europäischen Staaten beeinträchtigt werden, obwohl zwischenzeitlich teilweise positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Es bleibt abzuwarten, ob erneut einzelne Länder in Krisensituationen geraten bzw. inwiefern erste Erfolge in einzelnen Ländern nachhaltig spürbar werden. Auch die aktuelle politisch instabile Situation in der Ukraine könnte sich auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken.

Im Berichtsjahr stieg das Weltmarktvolumen bei Flurförderzeugen um fast 7 Prozent, in Europa nahm das Marktvolumen leicht zu. Ein erneuter Konjunkturrückgang vor allem in Europa könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Im Falle einer positiven konjunkturellen Entwicklung bestehen andererseits Chancen auf ein steigendes Marktvolumen, insbesondere in Europa, woraus sich Wachstumschancen für den Jungheinrich-Konzern ergeben könnten.

Der Markt für Flurförderzeuge ist außerdem durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt.

Auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa - laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.

Daneben wird dem Risiko des Verlustes von Marktanteilen dadurch begegnet, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt und seinen Dienstleistungsumfang ausbaut sowie seinen Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet sowie seine Differenzierungsstrategie, beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes, weiter forciert. Insgesamt wird das Produktportfolio 2014 um rund 20 neue Produkte erweitert.

Operative Geschäftsrisiken

Operative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell, beispielsweise durch das Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten, und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich.

Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen auf Basis der existierenden Plattformstrategie ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.

Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen.

Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge langfristig mieten bzw. leasen, wird sich im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Als Folge der Finanzkrise und der steigenden Anforderungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld (u. a. durch die geplante Einführung des Banken-Regelwerkes "Basel III") wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für die Kunden. Den sich aus solchen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken wird durch ein speziell auf das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Diese Risiken sind zusammenfassend unter "Risiken aus Finanzdienstleistungen" dargestellt.

Jungheinrich unterhielt 2013 eine Mietflotte von durchschnittlich 33,6 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 30,7 Tsd. Einheiten). Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert.

Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert das Unternehmen im Rahmen seines Risikomanagements. Das Unternehmen setzt u. a. Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2014 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet.

Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung der Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit und dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme, wobei sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001 orientiert.

Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personelle Risiken können entstehen, wenn diese nicht ausreichend gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt Jungheinrich im Rahmen des Hochschulmarketings enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen. Dem intensiven Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden z. B. Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten "Talentmanagements" identifiziert, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, erhöht das Unternehmen die Anzahl an Ausbildungsplätzen. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Im Berichtsjahr konnten dennoch alle offenen Positionen für Entwicklungsingenieure qualifiziert besetzt werden.

Bedeutende Risiken können vom Sicherheitsverhalten der Produkte ausgehen. Um Produktrisiken weitestgehend zu reduzieren, werden sowohl Servicedaten als auch Informationen über Unfälle ausgewertet, darunter auch Informationen zum Sicherheitsverhalten der Produkte. Auffälligkeiten werden umgehend gemeinsam von den Produktlinienverantwortlichen, dem Kundendienst, der Rechtsabteilung sowie dem Qualitätsbereich untersucht. Der hierfür aufgesetzte Prozess wird durch spezifische Konzernrichtlinien und die Direktvertriebsorganisation mittels eines Schnellmeldesystems effizient gestützt. Bei Handlungsbedarf werden unverzüglich Korrekturmaßnahmen beschlossen und weltweit, z. B. in präventiven Umrüstaktionen, umgesetzt. Des Weiteren werden Pilotkunden für Produkt- bzw. Fahrzeugtests eingebunden, um technischen Risiken aus mangelhafter Akzeptanz von Produktentwicklungen vorzubeugen. Selbstverständlich schützen wir auch unser Produkt-Know-how über Patentanmeldungen.

Risiken aus Finanzdienstleistungen

Aufgrund der geschäfts- und risikopolitischen Ausrichtung des Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgeschäftes sind im Rahmen des Risikomanagements Restwert-, Refinanzierungs- und Adressausfallrisiken relevant. Detaillierte Regelungen hinsichtlich der Risikoermittlung und -bewertung sind in Konzernrichtlinien und in internen Prozessbeschreibungen der Finanzdienstleistungsgesellschaften dokumentiert.

Restwertrisiken

Auf Basis einer internen Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Segment "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Bereich Gebrauchtgeräte innerhalb des Vertriebes. Sowohl aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns als auch des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird eine Risikobewertung aller Finanzdienstleistungsverträge vorgenommen. Mit Hilfe der zentralen Finanzdienstleistungs-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. In den anderen Fällen, in denen der aktuelle Marktwert oberhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, besteht eine Verwertungschance. Der potenzielle Gewinn bei eventueller Verwertung wird ebenfalls regelmäßig intern ermittelt.

Refinanzierungsrisiken

Das Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter konsequenter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz (keine Zinsänderungsrisiken während der Vertragslaufzeit) zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können mit der 2010 etablierten Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.

Adressausfallrisiken

Umfassende systemgestützte Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit tragen dazu bei, den Ausfall von Kundenforderungen auf sehr niedrigem Niveau zu halten. Auch im Berichtsjahr ist das Adressausfallrisiko trotz schwieriger Marktbedingungen weit unter dem Branchendurchschnitt verblieben. Vorzeitig vom Kunden zurückgeholte Fahrzeuge werden an die operativen Vertriebseinheiten übergeben. Die entsprechenden Rücknahmekonditionen werden vom Segment "Finanzdienstleistungen" festgelegt. Eine Minimierung der Verwertungsrisiken wird durch die professionelle externe Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und ergänzend über die Internet-Plattform "Supralift" erreicht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Bei den finanzwirtschaftlichen Risiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

Die weitgehend abgeklungene Staatsschuldenkrise im Euroraum hatte unverändert zum Vorjahr keinen wesentlichen Einfluss auf die Sicherung des finanziellen Spielraumes von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Jungheinrich verfügt über zugesagte, mittelfristige Kreditrahmen von nahezu 300 Mio. € mit einem ausgewogenen Fälligkeitsprofil zur Finanzierung des operativen Geschäftes.

Darüber hinaus besteht ein Schuldscheindarlehen über 46,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis Anfang Dezember 2014. Hinsichtlich der bestehenden Financial Covenants werden aus heutiger Sicht keine Risiken erwartet.

Durch den anhaltend hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem der Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungs-Managements für den Jungheinrich-Konzern soll eine zins- und währungsoptimale firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht werden.

Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von 100 Mio. € in einen Spezialfonds investiert. Zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat aufgelegt.

Der Jungheinrich-Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren, insbesondere des Ratings über die Vertragspartner, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert wird, sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps), besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeit der Gesellschaften des Konzerns im für diese Industrie üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Allgemeine wesentliche Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und den sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind im üblichen Umfang teilweise Partei oder Beteiligte in gerichtlichen oder außergerichtlichen Auseinandersetzungen, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns wegen vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der Branchenentwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns. Daher stellt eine spürbar positivere als die derzeit erwartete Konjunkturentwicklung in Europa die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar.

Unser Ausblick für 2014 basiert auf den verfügbaren Expertenschätzungen für die konjunkturelle Entwicklung und den eigenen Markteinschätzungen. Sollte sich die Weltwirtschaft, insbesondere die europäische Wirtschaft, schneller und stärker bzw. nachhaltiger erholen, als dies in den aktuellen BIP-Prognosen zum Ausdruck kommt, und sich in Verbindung damit das Marktvolumen entsprechend positiver entwickeln, könnten Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen.

Operative Geschäftschancen

Im Geschäftsjahr können Chancen für Jungheinrich durch neue Produkte entstehen. Durch die Markteinführung der neuen Generation verbrennungsmotorischer Stapler mit hydrodynamischem Antrieb besteht die Chance, die Position in diesem Marktsegment auszubauen. Darüber hinaus können neue Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen.

Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die Unternehmensleitung

Auf der Grundlage unseres Risikomanagementsystems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden diese - soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage spürbar und nachhaltig beeinträchtigen könnten. Auch existenzgefährdende Risiken für den Jungheinrich-Konzern sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Dies trifft sowohl für die Berichtsperiode als auch für geplante oder bereits eingeleitete Aktivitäten zu.

Alle Risiken, mit Ausnahme der konjunkturellen und branchenspezifischen Risiken, beurteilen wir als steuerbar und beherrschbar.

Prognosebericht

Im Fokus der Strategie von Jungheinrich steht nachhaltig profitables und organisch generiertes Wachstum. Änderungen in unserem bewährten Geschäftsmodell bzw. in der strategischen Ausrichtung sind nicht vorgesehen. Bezüglich unserer Finanzierungspolitik, insbesondere im Hinblick auf unsere Liquiditätslage, bleiben wir unverändert konservativ und bewahren uns so unsere operative und strategische Flexibilität.

Konjunktur- und Branchenausblick

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2014 ihre Erholung fortsetzen und ein spürbares Wachstum verzeichnen. Insbesondere Nordamerika, China und die Länder im Euroraum sollten zu diesem Wachstum beitragen. Experten rechnen für 2014 mit einem Anstieg des globalen Wachstums von 3,5 Prozent nach 2,9 Prozent im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt der USA dürfte um 2,8 Prozent nach 1,9 Prozent im Vorjahr wachsen. Für die chinesische Wirtschaft wird ein Wachstum auf einem weiter hohen Niveau von 7,3 Prozent (2013: 7,7 Prozent) prognostiziert. Indien soll mit 5,8 Prozent Wachstum eine dynamischere wirtschaftliche Entwicklung als im Vorjahr (4,9 Prozent) erreichen.

Für die Eurozone wird nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent 2013 für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent erwartet. Dazu sollen auch die südeuropäischen Länder positiv beitragen. Die für Jungheinrich neben Deutschland bedeutenden europäischen Kernmärkte Frankreich und Großbritannien weisen für das laufende Jahr bessere Wachstumsprognosen auf als für 2013. In Italien, ebenfalls ein Kernmarkt für Jungheinrich, wird nach einer Rezession im Vorjahr eine leicht steigende Wirtschaftsleistung erwartet. In Schlüsselländern Osteuropas, wie beispielsweise Polen und Russland, sollten sich die Wachstumsraten deutlich verbessern. Für Deutschland wird nach 0,4 Prozent im Berichtsjahr ein Wachstum von 1,7 Prozent für 2014 erwartet. Der Branchenverband VDMA rechnet 2014 mit einem Anstieg der Produktion um 3 Prozent.

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %

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Region Prognose 2014
Welt 3,5
USA 2,8
China 7,3
Eurozone 0,9
Deutschland 1,7

Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2014)

Vor dem Hintergrund des prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums - mit einer gegenüber dem Vorjahr merklich positiveren Einschätzung für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum - gehen wir davon aus, dass nicht nur das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge weiter steigen dürfte, sondern sich das Marktvolumen in Europa aus heutiger Sicht ebenfalls positiv entwickeln sollte. Dabei dürfte die Nachfrage in Osteuropa weiter steigen und die wirtschaftliche Erholung in Westeuropa Wachstumschancen eröffnen. In Asien gehen wir von einem anhaltenden Marktwachstum aus, wenn sich die gute Marktentwicklung in China weiter fortsetzt. Das Wachstum des nordamerikanischen Marktes sollte ebenfalls anhalten.

Künftige Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns

Vor dem Hintergrund der durchgängig positiven Konjunkturprognosen, insbesondere für den Euroraum, und einer positiven Entwicklung des Marktvolumens in Europa erwartet Jungheinrich für 2014 einen Auftragseingang zwischen 2,4 Mrd. € und 2,5 Mrd. € (2013: 2,36 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich in einer Bandbreite zwischen 2,3 Mrd. € und 2,4 Mrd. € (2013: 2,29 Mrd. €) bewegen. Der Fokus liegt dabei wie in den Vorjahren auf einem organischen Wachstum, zu dem alle drei Geschäftsfelder beitragen sollen. Die Umsatzerlöse im margenstarken Kundendienst sollen dabei in ähnlicher Größenordnung wie in der Vorperiode steigen. Die Sparte "Logistiksysteme" als Bestandteil des Neugeschäftes soll überproportional wachsen.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) sollte 2014 nach aktueller Einschätzung bei einem Wert zwischen 170 Mio. € und 180 Mio. € liegen (2013: 172 Mio. €). Daraus ergibt sich ein erwarteter EBIT-ROS von mindestens 7 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern sollte 150 Mio. € bis 160 Mio. € erreichen (2013: 150 Mio. €), woraus sich ein erwarteter EBT-ROS von mindestens 6 Prozent errechnet. Dabei sind der hohe Auftragsbestand zum 31. Dezember 2013 und der weitere Personalaufbau berücksichtigt. Die Stärken der Jungheinrich-Produkte, wie beispielsweise die Energieeffizienz, basieren auf Innovationen. Daher sind im laufenden Jahr erneut F&E-Ausgaben in der Größenordnung von 45 Mio. € geplant. Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung sowie des Personalaufwandes erwarten wir über die eigenen Planungen hinaus keine ungewöhnlichen Veränderungen.

Nach Abschluss unserer großen strategischen Investitionsprojekte planen wir 2014 erneut mit einem hohen Investitionsvolumen. Neben den Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen im üblichen Rahmen liegt der Fokus im laufenden Geschäftsjahr auf den folgenden Investitionsprojekten:

die Errichtung einer neuen Hauptverwaltung in Hamburg
der Neubau eines Schulungszentrums im Werk in Norderstedt
der Bau oder Erwerb von Vertriebsniederlassungen in Asien
die Modernisierung der Produktionsanlagen im Werk in Moosburg
der Ausbau des Gebrauchtgeräte-Zentrums in Dresden

Insgesamt wird dadurch das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Jahr 2014 einen Wert zwischen 85 und 95 Mio. € erreichen.

Bezüglich des Produktportfolios ist für das laufende Jahr die Markteinführung von rund 20 neuen Produkten geplant.

Zur Stärkung des Vertriebes planen wir einen weiteren Mitarbeiteraufbau, der noch über den Umfang des Jahres 2013 hinausgehen dürfte. Durch den Ausbau unseres weltweiten Vertriebes in Verbindung mit der Einführung neuer Produkte können wir die Marktdurchdringung verbessern, Marktanteile gewinnen und unseren Marktanteil in Europa weiter ausbauen.

Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich aufgrund unserer unverändert konservativen Kapitalstruktur weiterhin als sehr solide erweisen. Zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit und zum Erhalt eines angemessenen finanziellen Spielraumes halten wir weiterhin an einer hohen Liquiditätsposition fest. Im Berichtsjahr soll der restliche Teil des Schuldscheindarlehens in Höhe von 46,5 Mio. € planmäßig zurückgezahlt werden. Zum Jahresende streben wir ein über dem Vorjahr liegendes Nettoguthaben an.

Die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital (ROCE) soll bei steigendem Eigenkapital zwischen 15 und 20 Prozent liegen.

Wir verfolgen grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher, attraktiver Dividendenzahlungen. Die Höhe der Dividende wird sich dabei unverändert an der Entwicklung des Konzernergebnisses nach Steuern orientieren.

Schwerpunkte für 2014 im Finanzdienstleistungsgeschäft sind der Ausbau des Geschäftes mit verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern und mit Logistiksystemen. Insgesamt rechnen wir auf Stückzahlbasis mit einem kontinuierlichen Anstieg der über Finanzdienstleistungen verkauften Neu- und Gebrauchtfahrzeuge.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen könnten, gehören u. a. Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernlagebericht kann daher nicht übernommen werden.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns

Das abgelaufene Geschäftsjahr stand unter dem Einfluss einer sich insgesamt nur langsam erholenden Weltwirtschaft und einer Rezession in den Ländern des Euroraumes. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa zeigte ein leichtes Plus von 2 Prozent. Dabei kam die Dynamik, die zu dieser Entwicklung führte, erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2013 auf. Gegenüber dem 4. Quartal 2012 stieg die Nachfrage in Europa im 4. Quartal 2013 um fast 11 Prozent. Vor diesem Hintergrund hatten wir zum Jahresende 2013 einen sehr guten Auftragseingang, der uns hinsichtlich unserer Produktionszahlen Anfang 2014 einen guten Start in das neue Geschäftsjahr ermöglicht hat. Die Probleme, die beim Hochlaufen der Produktion im neuen Werk für Lager und Systemgeräte im 3. Quartal 2013 auftraten, sind zwischenzeitlich vollständig behoben.

Wir werden weiter an den strukturellen Verbesserungen im Konzern arbeiten und die strategische Weiterentwicklung mit Nachdruck vorantreiben. Wir investieren in Mitarbeiter, in Sachanlagevermögen im Einklang mit unserer strategischen Positionierung und in unsere Mietflotte. Unser integriertes Geschäftsmodell mit den Geschäftsfeldern Neugeschäft, Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft und Kundendienst in Verbindung mit einem starken Finanzdienstleistungsgeschäft ist dafür eine solide Grundlage. Der erfolgreiche Abschluss der strategischen Investitionsprojekte im Jahr 2013 hat die Voraussetzungen geschaffen, um von der erwarteten positiven Marktentwicklung im Jahr 2014 sowie den Folgejahren zu profitieren. An der Stärkung der Marktpräsenz in Asien, der erfolgreichen Markteinführung der neuen Verbrenner-Generation sowie an der fokussierten Weiterentwicklung des Logistiksystemgeschäftes werden wir 2014 verstärkt arbeiten.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir spürbar verbesserte Rahmenbedingungen bezüglich der Entwicklung der Wirtschaftsleistung, insbesondere in Europa, und ein steigendes Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge. Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einem spürbaren Anstieg von Auftragseingang und Umsatz. Dies setzt voraus, dass sich die Konjunktur wie unterstellt entwickelt und dass es nicht zu drastischen rezessiven Entwicklungen in unseren Absatzmärkten kommt. Die globalen Trends in der Intralogistik, wie beispielsweise der Trend zur Professionalisierung und Modernisierung von Lägern, der Trend zu Automatisierungslösungen sowie kundenseitiger Fokussierung auf Intralogistik als Kernkompetenz, bieten weiterhin große Chancen für unser Geschäftsmodell.

Jungheinrich verfügt über eine solide Bilanzstruktur und ausreichende Liquidität, um auch im Falle einer hinter den Erwartungen zurückbleibenden Konjunktur- und Marktentwicklung die erforderlichen Maßnahmen im Sinne der langfristigen strategischen Positionierung umzusetzen. Unsere finanzielle Situation ist mit einer Eigenkapitalquote von rund 30 Prozent und einem dauerhaft hohen Nettoguthaben sehr solide. Hierauf legen wir auch künftig großen Wert.

Wir sind zuversichtlich, im laufenden Jahr unsere Ziele zu erreichen.

Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2013

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1),2) Finanzdienstleistungen2)
in Tausend € Anhang 2013 2012 (angepasst)3) 2013 2012 (angepasst) 2013
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Umsatzerlöse (3) 2.289.783 2.270.490 1.743.088 1.731.715 546.695
Umsatzkosten (4) 1.586.429 1.578.658 1.056.937 1.058.032 529.492
Bruttoergebnis vom Umsatz 703.354 691.832 686.151 673.683 17.203
Vertriebskosten 432.925 415.172 424.940 407.342 7.985
Forschungs- und Entwicklungskosten (12) 38.149 43.782 38.149 43.782 -
Allgemeine Verwaltungskosten 65.229 63.745 65.229 63.745 -
Sonstige betriebliche Erträge (7) 3.801 3.175 3.799 3.175 2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) 881 1.736 881 1.679 -
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) 2.398 6.250 2.398 6.250 -
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 172.369 176.822 163.149 166.560 9.220
Zinserträge (9) 2.186 4.416 2.083 4.374 103
Zinsaufwendungen (9) 13.115 14.949 12.189 14.340 926
Übriges Finanzergebnis (10) -11.092 -10.144 -11.082 -10.138 -10
Finanzergebnis -22.021 -20.677 -21.188 -20.104 -833
Ergebnis vor Steuern 150.348 156.145 141.961 146.456 8.387
Ertragsteuern (11) 43.419 44.050
Ergebnis nach Steuern 106.929 112.095
Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) (38)
Stammaktien 3,12 3,27
Vorzugsaktien 3,18 3,33

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Finanzdienstleistungen2)
in Tausend € 2012 (angepasst)
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Umsatzerlöse 538.775
Umsatzkosten 520.626
Bruttoergebnis vom Umsatz 18.149
Vertriebskosten 7.830
Forschungs- und Entwicklungskosten -
Allgemeine Verwaltungskosten -
Sonstige betriebliche Erträge -
Sonstige betriebliche Aufwendungen 57
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen -
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 10.262
Zinserträge 42
Zinsaufwendungen 609
Übriges Finanzergebnis -6
Finanzergebnis -573
Ergebnis vor Steuern 9.689
Ertragsteuern
Ergebnis nach Steuern
Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert)
Stammaktien
Vorzugsaktien

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

3) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können dem Konzernanhang entnommen werden.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend € 2013 2012 (angepasst)1)
Ergebnis nach Steuern 106.929 112.095
Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten mit Sicherungsbeziehung 2.093 1.209
Nicht realisiertes Ergebnis 1.535 -2.659
Realisiertes Ergebnis 1.413 4.241
Latente Steuern -855 -373
Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 58 -
Nicht realisiertes Ergebnis 79 -
Realisiertes Ergebnis 5 -
Latente Steuern -26 -
Ergebnis aus der Währungsumrechnung -6.821 2.327
Nicht realisiertes Ergebnis -6.821 1.812
Realisiertes Ergebnis - 515
Posten, die zukünftig möglicherweise in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden -4.670 3.536
Ergebnis aus der Pensionsbewertung 3.143 -37.887
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 5.144 -48.239
Latente Steuern -2.001 10.352
Posten, die nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden 3.143 -37.887
Sonstiges Ergebnis -1.527 -34.351
Gesamtergebnis 105.402 77.744

1) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können dem Konzernanhang entnommen werden.

Konzernbilanz

Aktiva

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1),2)
in Tausend € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)3) 01.01.2012 (angepasst)3) 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)
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Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 53.552 31.994 31.681 53.540 31.984
Sachanlagen (13) 364.742 321.838 283.724 364.722 321.807
Mietgeräte (14) 214.331 222.715 220.569 214.331 222.715
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen (15) 258.389 243.974 210.995 (60.453) (57.997)
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) 12.143 13.709 13.708 12.143 13.709
Übrige Finanzanlagen (16) 103 106 163 103 106
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 9.601 9.023 8.378 9.601 9.023
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) 426.539 409.900 371.721 -
Derivative finanziell Vermögenswerte (36) 212 65 68 4 22
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) 295 347 7.193 295 347
Wertpapiere (21) 44.993 69.508 111.949 44.993 69.508
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 9 11 161 (10.862) (8.402)
Latente Steueransprüche (11) 87.466 80.716 68.483 87.275 80.299
1.472.375 1.403.906 1.328.793 715.692 683.121
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (17) 271.430 254.346 248.038 242.263 230.103
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 407.565 396.589 406.578 338.644 330.504
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) 178.632 173.919 163.403 - -
Ertragsteuerforderungen 6.244 2.007 869 6.155 1.928
Derivative finanzielle Vermögenswerte (36) 894 508 1.130 894 508
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) 26.070 33.892 24.144 (27.055) (16.667)
Wertpapiere (21) 178.604 81.651 14.563 178.604 81.651
Liquide Mittel (22) 200.603 403.351 382.815 186.344 387.178
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 8.748 8.916 9.211 243 2.396
1.278.790 1.355.179 1.250.751 926.092 1.017.601
2.751.165 2.759.085 2.579.544 1.641.784 1.700.722

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Finanzdienstleistungen2)
in Tausend € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)
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Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 12 10
Sachanlagen (13) 20 31
Mietgeräte (14) - -
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen (15) 318.842 301.971
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) - -
Übrige Finanzanlagen (16) - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) - -
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) 426.539 409.900
Derivative finanziell Vermögenswerte (36) 208 43
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) - -
Wertpapiere (21) - -
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 10.871 8.413
Latente Steueransprüche (11) 191 417
756.683 720.785
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (17) 29.167 24.243
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 68.921 66.085
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) 178.632 173.919
Ertragsteuerforderungen 89 79
Derivative finanzielle Vermögenswerte (36) - -
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) 53.125 50.559
Wertpapiere (21) - -
Liquide Mittel (22) 14.259 16.173
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 8.505 6.520
352.698 337.578
1.109.381 1.058.363

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

3) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können dem Konzernanhang entnommen werden.

Passiva

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1),2)
in Tausend € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)3) 01.01.2012 (angepasst)3) 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)
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Eigenkapital (24)
Gezeichnetes Kapital 102.000 102.000 102.000 89.851 89.851
Kapitalrücklage 78.385 78.385 78.385 78.350 78.350
Gewinnrücklagen 683.815 605.046 517.711 655.622 581.961
Sonstige Eigenkapitalveränderungen (32.712) (31.185) 3.166 (32.723) (30.634)
831.488 754.246 701.262 791.100 719.528
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (25) 201.234 207.517 168.668 201.163 207.444
Übrige Rückstellungen (26) 59.129 56.526 53.257 57.919 54.780
Latente Steuerschulden (11) 10.615 6.570 8.412 8.690 3.944
Finanzverbindlichkeiten (27) 107.157 216.031 216.023 107.157 216.031
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) 616.555 593.634 533.884 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (36) 799 3.961 3.550 22 2.522
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 67.616 72.190 72.470 33.983 35.773
1.063.105 1.156.429 1.056.264 408.934 520.494
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 6.986 11.997 9.499 6.789 11.324
Übrige Rückstellungen (26) 145.060 152.766 153.846 140.847 151.116
Finanzverbindlichkeiten (27) 163.423 155.936 131.540 160.460 152.807
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) 254.725 246.417 232.748 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 159.924 158.103 172.111 55.775 72.456
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (36) 869 1.348 3.146 869 1.348
Übrige Verbindlichkeiten (30) 91.091 85.731 83.152 59.950 54.888
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 34.494 36.112 35.976 17.060 16.761
856.572 848.410 822.018 441.750 460.700
2.751.165 2.759.085 2.579.544 1.641.784 1.700.722

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Finanzdienstleistungen2)
in Tausend € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)
--- --- --- ---
Eigenkapital (24)
Gezeichnetes Kapital 12.149 12.149
Kapitalrücklage 35 35
Gewinnrücklagen 28.193 23.085
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 11 (551)
40.388 34.718
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (25) 71 73
Übrige Rückstellungen (26) 1.210 1.746
Latente Steuerschulden (11) 1.925 2.626
Finanzverbindlichkeiten (27) - -
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) 616.555 593.634
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (36) 777 1.439
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 33.633 36.417
654.171 635.935
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 197 673
Übrige Rückstellungen (26) 4.213 1.650
Finanzverbindlichkeiten (27) 2.963 3.129
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 254.725 246.417
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 104.149 85.647
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (36) - -
Übrige Verbindlichkeiten (30) 31.141 30.843
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 17.434 19.351
414.822 387.710
1.109.381 1.058.363

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

3) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können dem Konzernanhang entnommen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Tausend € 2013 2012 (angepasst)1)
Ergebnis nach Steuern 106.929 112.095
Abschreibungen/Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 45.639 45.213
Abschreibungen auf Miet- und Leasinggeräte 129.245 129.091
Veränderung der Rückstellungen -11.385 41.038
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) -146.191 -158.853
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -354 -245
Ergebnis/Veränderungen aus at-equity-bilanzierten Unternehmen und übrigen Finanzanlagen -761 -4.273
Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden -2.705 -14.075
Veränderung bei den übrigen Bilanzpositionen
Vorräte -17.084 -6.307
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -11.554 9.344
Forderungen aus Finanzdienstleistungen -21.352 -48.696
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.821 -14.008
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 31.229 73.418
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten -34.294 2.942
Sonstige betriebliche Aktiva 11.273 -6.541
Sonstige betriebliche Passiva -12.993 -32.193
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 67.463 127.950
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -102.768 -82.978
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1.926 990
Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen 10 -2.667
Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren -72.438 -24.647
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -173.270 -109.302
Gezahlte Dividenden -28.160 -24.760
Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten -28.708 20.700
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 31.202 8.332
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten -67.606 -6.181
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -93.272 -1.909
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -199.079 16.739
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes -1.341 624
Veränderung des Finanzmittelbestandes -200.420 17.363
Finanzmittelbestand am 01.01. 396.102 378.739
Finanzmittelbestand am 31.12. 195.682 396.102

1) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können dem Konzernanhang entnommen werden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen:

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in Tausend € 2013 2012
Gezahlte Zinsen 45.541 51.025
Erhaltene Zinsen 45.005 46.819
Erhaltene Dividenden 1.737 1.919
Ertragsteuern 61.473 46.306

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Sonstige Eigenkapitalveränderungen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-

rücklagen1)
Marktbewertung Finanzinstrumente
--- --- --- --- --- --- ---
in Tausend € Währungs-

umrechnung1)
Neubewertung Pensionen1) zur Veräußerung verfügbar
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2013 (vor Anpassung) 102.000 78.385 601.569 27.668 - -
Effekte aus Anpassung der Pensions-verpflichtungen - - 1.783 -63 -56.079 -
Effekte aus Anpassung der Altersteilzeitverpflichtungen - - 1.694 - - -
Stand am 01.01.2013 (angepasst) 102.000 78.385 605.046 27.605 -56.079 -
Dividende für das Vorjahr - - -28.160 - - -
Gesamtergebnis 2013 - - 106.929 -6.821 3.143 58
Stand am 31.12.2013 102.000 78.385 683.815 20.784 -52.936 58
Stand am 01.01.2012 (vor Anpassung) 102.000 78.385 516.017 25.278 - -
Effekte aus Anpassung der Pensionsverpflichtungen - - - - -18.192 -
Effekte aus Anpassung der Altersteilzeitverpflichtungen - - 1.694 - - -
Stand am 01.01.2012 (angepasst) 102.000 78.385 517.711 25.278 -18.192 -
Dividende für das Vorjahr - - -24.760 - - -
Gesamtergebnis 2012 - - 112.095 2.327 -37.887 -
Stand am 31.12.2012 (angepasst) 102.000 78.385 605.046 27.605 -56.079 -

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Sonstige Eigenkapitalveränderungen Gesamt1)
Marktbewertung Finanzinstrumente
--- --- ---
in Tausend € mit Sicherungsbeziehung
--- --- ---
Stand am 01.01.2013 (vor Anpassung) -2.711 806.911
Effekte aus Anpassung der Pensionsverpflichtungen - -54.359
Effekte aus Anpassung der Altersteilzeitverpflichtungen - 1.694
Stand am 01.01.2013 (angepasst) -2.711 754.246
Dividende für das Vorjahr - -28.160
Gesamtergebnis 2013 2.093 105.402
Stand am 31.12.2013 -618 831.488
Stand am 01.01.2012 (vor Anpassung) -3.920 717.760
Effekte aus Anpassung der Pensionsverpflichtungen - -18.192
Effekte aus Anpassung der Altersteilzeitverpflichtungen - 1.694
Stand am 01.01.2012 (angepasst) -3.920 701.262
Dividende für das Vorjahr - -24.760
Gesamtergebnis 2012 1.209 77.744
Stand am 31.12.2012 (angepasst) -2.711 754.246

1) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können dem Konzernanhang entnommen werden.

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert.

Konzernanhang

(1) Geschäftsgegenstand

Die Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen.

Der Jungheinrich-Konzern ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen.

Der Produktionsverbund umfasst die Werke in Norderstedt, Moosburg, Degernpoint, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Die Fertigung für den ostasiatischen Markt erfolgt im Werk in Qingpu/Shanghai (China). Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen.

Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland).

Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit unverändert bundesweit 17 Vertriebszentren/Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebsgesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Indien, Singapur und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von JungheinrichProdukten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner.

Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben.

(2) Grundsätze der Rechnungslegung Grundlagen

Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.

Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde am 5. März 2014 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Konsolidierung

Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich AG, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Anteile an einem Spezialfonds werden auf der Grundlage der Regelungen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert. Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen im Berichtsjahr ausschließlich Joint Ventures. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.

Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Die Prüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes erfolgt auf der Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den rechtlichen Konzerneinheiten. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünf-Jahres-Planung verwendet. Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzerneinheitenbzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert eines at-equity-bilanzierten Unternehmens, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrages. Wertaufholungen in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst.

Währungsumrechnung

In Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn-und-Verlust-Rechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.

Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst.

Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:

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Mittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
Währung Basis 1

31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
--- --- --- --- --- ---
GBP 0,83370 0,81610 0,84926 0,81087
CHF 1,22760 1,20720 1,23110 1,20530
PLN 4,15430 4,07400 4,19750 4,18470
NOK 8,36300 7,34830 7,80670 7,47510
SEK 8,85910 8,58200 8,65150 8,70410
DKK 7,45930 7,46100 7,45790 7,44370
CZK 27,42700 25,15100 25,98000 25,14900
TRY 2,96050 2,35510 2,53350 2,31350
RUB 45,32460 40,32950 42,33700 39,92620
HUF 297,04000 292,30000 296,87000 289,25000
CNY 8,34910 8,22070 8,16460 8,10520
USD 1,37910 1,31940 1,32810 1,28480
BRL 3,25760 2,70360 2,86870 2,50840
SGD 1,74140 1,61110 1,66190 1,60550

Umsatzrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.

Ist das Ergebnis von langfristigen Fertigungsaufträgen verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten dieser Fertigungsaufträge entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt (sogenannte "Percentage of Completion"-Methode) am Bilanzstichtag als Umsatzerlöse und Umsatzkosten erfasst. Die realisierten Auftragserlöse ergeben sich dabei aus den aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinnes. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.

Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst, die Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verträge realisiert. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Produktbezogene Aufwendungen

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge.

Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand - Investitionszulagen und Investitionszuschüsse

Investitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern für im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommene Kundenbeziehungen sowie erworbenes technologisches Know-how sind mit jeweils 15 Jahren festgelegt. Das Nutzungsrecht an einem chinesischen Grundstück ist auf 50 Jahre begrenzt.

Entwicklungsausgaben werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungsausgaben umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.

Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Gebäude 10-50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 10-50 Jahre
Betriebsvorrichtungen 8-15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Mietgeräte

Jungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt.

Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Mietgeräten

Für alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst.

Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.

Leasing und Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab.

Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richten sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird.

Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor, und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Leases" und "Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt.

Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen.

Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Finanzinstrumente

Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.

Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden vier Kategorien zuzuordnen:

Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte, sonstige Verbindlichkeiten und finanzielle Schulden, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sowie Finanzschulden.

Wertpapiere, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Sofern wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, wird der ermittelte Wertberichtigungsaufwand im Finanzergebnis erfasst.

Wertpapiere, die zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Ansatzes der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet worden sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den auf aktiven Märkten notierten Marktpreisen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden bis zur Ausbuchung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) erfasst. Zum Zeitpunkt der Veräußerung der Wertpapiere werden die zuvor im sonstigen Ergebnis berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Im Falle eines signifikanten oder länger anhaltenden Rückganges des beizulegenden Zeitwertes wird die Wertminderung des betroffenen Vermögenswertes ergebniswirksam erfasst, auch wenn das Wertpapier nicht ausgebucht wurde. Wertaufholungen von Schuldinstrumenten in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst.

Forderungen

Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss.

Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen.

Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Wertpapiere

Zu den als Wertpapiere ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen alle "bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen". Seit dem Jahr 2013 beinhaltet diese Position auch Wertpapiere im Spezialfonds, die zum Zeitpunkt ihres Erwerbes ausnahmslos als "zur Veräußerung verfügbar" designiert werden. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich hauptsächlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam erfasst. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis erfasst.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordnet. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,

Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen,

Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.

Liquide Mittel

Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet.

Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Latente Steuern

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden.

Die Buchwerte der aktiven latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist.

Sonstige Eigenkapitalveränderungen

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwert-verfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Neubewertungen, die bei Jungheinrich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Ertrag aus dem Planvermögen (unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld enthalten sind) umfassen, werden unmittelbar bei Entstehung im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Bestandteil der sonstigen Eigenkapitalveränderungen und werden in Folgeperioden nicht mehr in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die Kostenkomponente Dienstzeitaufwand wird ergebniswirksam in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.

Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unterdeckung der leistungsorientierten Pensionspläne des Jungheinrich-Konzerns dar.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt, bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Abschlussgliederung

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.

Einzelne Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.

Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken.

Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet.

Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können.

Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.

Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.

Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2013 erstmals angewendete IFRS

Der überarbeitete IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" verlangt einen veränderten Ausweis der Posten des sonstigen Ergebnisses. Posten innerhalb des sonstigen Ergebnisses, die in Folgeperioden möglicherweise ergebniswirksam in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht werden, sind getrennt von den Posten, die nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht werden dürfen, zu berichten. Jungheinrich hat die Posten des sonstigen Ergebnisses entsprechend eingestuft und gruppiert.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" definiert den beizulegenden Zeitwert, beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert die entsprechenden Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes. In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 13 hat Jungheinrich die Regelungen dieses Standards prospektiv ab dem 1. Januar 2013 angewendet. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 13 hinsichtlich der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die erforderlichen erweiterten Anhangsangaben wurden von Jungheinrich vorgenommen.

Der überarbeitete IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" verlangt für Finanzinstrumente die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten und damit in Beziehung stehenden Vereinbarungen in einem durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvertrag bzw. einer entsprechenden Vereinbarung. Da der Jungheinrich-Konzern keine Aufrechnungsvereinbarungen abgeschlossen hat, ergeben sich aus der Anwendung der Änderung keine Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.

Der überarbeitete IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hat die Regelungen zur Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsplänen grundlegend geändert. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten mittels der Korridormethode wurde abgeschafft. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind nun unmittelbar bei Entstehung im sonstigen Ergebnis zu erfassen und können in Folgeperioden nicht ergebniswirksam in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht werden. Zudem ergibt sich aus der Einführung der Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen, die den Zinsaufwand auf die leistungsorientierte Verpflichtung sowie den erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen ersetzen, eine weitere Änderung für die Bewertung der Pensionsaufwendungen. Erträge des Planvermögens werden nun auf Basis des Diskontierungszinssatzes, der für die Bewertung der Anwartschaftsbarwerte verwendet wird, ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. Jungheinrich hat bisher die Korridormethode angewendet. Die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 19 im Berichtsjahr 2013 hat wesentliche Auswirkungen auf die Konzernbilanz. Die Erfassung des Saldos der bisher nicht bilanzierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Konzernbilanz führte zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung des Eigenkapitals.

Der überarbeitete IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hat die Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geändert. Im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagte Aufstockungsbeträge sind nunmehr als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer zu klassifizieren. Aufstockungsbeträge sind somit nicht länger vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern ratierlich über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer, dem sogenannten Erdienungszeitraum, anzusammeln. Die aufgrund des überarbeiteten IAS 19 geänderte Klassifizierung und Bilanzierung von Aufstockungsbeträgen hat zu einer Verringerung der Personalrückstellungen sowie zu einer Erhöhung des Eigenkapitals geführt. Die Änderungen des IAS 19 sind grundsätzlich retrospektiv anzuwenden.

Im Folgenden werden die Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 auf die einzelnen Posten der Konzernbilanz zum 1. Januar 2012 sowie zum 31. Dezember 2012 dargestellt:

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in Tausend € 31.12.2012 01.01.2012
Sonstige Vermögenswerte -10.683 -2.032
Latente Steueransprüche 13.229 1.576
Eigenkapital -52.665 -16.498
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 60.776 23.037
Rückstellungen im Personalbereich -2.437 -2.437
Latente Steuerschulden -3.128 -4.558

Die Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 auf die einzelnen Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Jahr 2012 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Tausend € 2012
Umsatzkosten -965
Vertriebskosten -876
Forschungs- und Entwicklungskosten -17
Sonstige betriebliche Aufwendungen -94
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 1.952
Ergebnis vor Steuern 1.952
Ertragsteuern 169
Ergebnis nach Steuern 1.783

Die verwässerten und die unverwässerten Ergebnisse je Vorzugsaktie und je Stammaktie erhöhen sich für das Jahr 2012 jeweils um 0,06 €.

Unter Beibehaltung der Bilanzierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen gemäß den Regelungen des IAS 19 in seiner nicht geänderten Fassung und unter Beibehaltung der Anwendung der Korridormethode wären am 31. Dezember 2013 die Pensionsrückstellungen um 61,0 Mio. € niedriger und das Eigenkapital um 47,3 Mio. € höher gewesen. Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2013 wäre um 3,4 Mio. €, das Gesamtergebnis nach Steuern um 6,6 Mio. € niedriger. Die verwässerten und die unverwässerten Ergebnisse je Vorzugsaktie und je Stammaktie für das Jahr 2013 wären um jeweils 0,10 € geringer.

Im Rahmen des Improvement-Projektes hat das IASB im Mai 2012 den Sammelband "Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2009-2011" veröffentlicht, der im Wesentlichen redaktionelle Änderungen an fünf bestehenden Standards vorsieht sowie das Ziel hat, bestehende Unklarheiten oder Inkonsistenzen zu beseitigen. Für den Konzern relevant sind davon die Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" hinsichtlich der Frage, wann die Aufstellung einer dritten Bilanz auf den Beginn der Vergleichsperiode und die zugehörigen Anhangsangaben erforderlich sind. Im Geschäftsjahr 2013 hat Jungheinrich erstmalig den geänderten IAS 19 angewendet, was wesentliche Auswirkungen auf die einzelnen Posten der Konzernbilanz zum 1. Januar 2012 hatte. In Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 1 hat der Konzern somit eine dritte Bilanz zum 1. Januar 2012 aufgestellt. Anhangsangaben, die über die Anforderungen des IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" hinausgehen, wurden nicht gemacht. Aus der Anwendung der übrigen überarbeiteten Standards ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Sämtliche Standards waren mit Wirkung zum 1. Januar 2013 erstmals von Jungheinrich verpflichtend anzuwenden.

Die übrigen erstmals zum 1. Januar 2013 verpflichtend in der EU anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, von der EU übernommene und noch nicht angewendete IFRS

Die folgenden vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Standards sind für Jungheinrich relevant und waren im Berichtsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards sowie mit IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" zwei überarbeitete Standards zur bilanziellen Abbildung von Konsolidierung, gemeinsamen Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen. IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein. Der neue Standard ersetzt die im bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" enthaltenen Vorschriften über Beherrschung und Konsolidierung. Der neue IAS 27 "Einzelabschlüsse" beinhaltet nur noch die bisherigen Regelungen für separate Abschlüsse. Mit IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten neu geregelt. Zukünftig ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegt. Für die Bilanzierung der Gemeinschaftsunternehmen ist die Equity-Methode verpflichtend anzuwenden, das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung entfällt. Für die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten ist hingegen die Quotenkonsolidierung anzuwenden. Der bisherige IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" wurde in Folge der Veröffentlichung von IFRS 10 und IFRS 11 entsprechend angepasst. IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" führt die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten in einem umfassenden Standard zusammen. Dazu wurden viele Angabepflichten aus den bisherigen IAS 27, IAS 31 oder IAS 28 übernommen und um neue Angabepflichten erweitert. Die fünf Standards sind erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Jungheinrich hat die Klassifizierung der Beteiligungen des Konzerns an gemeinsamen Vereinbarungen untersucht und unter Beachtung der Regelungen des IFRS 11 neu beurteilt. Auf Basis des aktuell verfügbaren Kenntnisstandes werden die bisher at-equity-bilanzierten Joint Ventures nach IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen eingestuft und somit auch zukünftig unter Verwendung der Equity-Methode bilanziert.

Jungheinrich wird die neuen Konsolidierungsstandards zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt ab dem 1. Januar 2014 mit retrospektiver Wirkung anwenden.

Die übrigen geänderten Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns haben.

Veröffentlichte, von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRS

Das IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projektes zur Überarbeitung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente den IFRS 9 "Finanzinstrumente" herausgegeben, der sich auf finanzielle Vermögenswerte bezog. Im Oktober 2010 wurden Regelungen für finanzielle Verbindlichkeiten bis auf neue Regelungen zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos bei Ausübung der Fair Value Option unverändert aus IAS 39 übernommen. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. Im November 2013 wurden Regelungen für die allgemeine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen festgelegt. Die im IFRS 9 herausgegebenen Vorschriften enthalten Neuerungen und Erleichterungen in Bezug auf die Designationsmöglichkeiten, die Effektivitätsprüfung sowie die Beendigung von Sicherungsbeziehungen. Mit der im November 2013 veröffentlichten Änderung des IFRS 9 wurde die verpflichtende Erstanwendung ab dem 1. Januar 2015 aufgehoben. Ein neuer Erstanwendungszeitpunkt wird erst festgelegt, wenn der Standard vollständig vorliegt und ist nicht vor dem 1. Januar 2017 zu erwarten. Die Untersuchungen der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss sind noch nicht abgeschlossen. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden jedoch keine wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet.

Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant Jungheinrich derzeit keine vorzeitige Anwendung dieser Standards.

Veränderung in der Darstellung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen

Ab dem Berichtsjahr 2013 hat Jungheinrich die Darstellung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen innerhalb der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die folgenden Sachverhalte verändert:

a) Bisher wurden neben dem Dienstzeitaufwand auch die Nettozinsen aus leistungsorientierten Pensionsplänen in den Personalkosten der Funktionsbereiche berichtet. Bei leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen handelt es sich um langfristige Schulden. Aufgrund ihres Finanzierungscharakters werden die Nettozinsen ab dem Berichtsjahr 2013 im Finanzergebnis ausgewiesen.

b) Aufwendungen, die aus der Aufzinsung anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer resultieren, wurden bisher ebenfalls in den Personalkosten der Funktionsbereiche berichtet. Aufgrund ihres Finanzierungscharakters werden auch die Aufzinsungsbeträge langfristiger Personalrückstellungen, analog zu den Nettozinsen, ab dem Berichtsjahr 2013 im Finanzergebnis ausgewiesen.

c) Zinserträge, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes aus "Finance Lease"-Kundenverträgen ratierlich über die Laufzeit realisiert werden, wurden bisher im Finanzergebnis berichtet. Ab dem Berichtsjahr 2013 werden diese Zinserträge als Bestandteil der nach der Effektivzinsmethode realisierten Umsätze aus "Finance Lease"-Kundenverträgen in den Umsatzerlösen ausgewiesen und somit dem operativen Ergebnis zugeordnet.

d) Aufwendungen, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes aus der laufzeitkongruenten Finanzierung von "Finance Lease"-Kundenverträgen resultieren, wurden bisher ebenfalls im Finanzergebnis berichtet. Diese Finanzierungen sind nicht Bestandteil der klassischen Kreditfinanzierung. Die Zinsaufwendungen aus der Finanzierung von "Finance Lease"-Kundenverträgen werden ab dem Berichtsjahr 2013 in den Umsatzkosten ausgewiesen und somit auch dem operativen Ergebnis zugeordnet.

e) Bisher wurden Zinsaufwendungen, die aus der Finanzierung von Mietgeräten durch den Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietverträgen sowie im Sale-and-lease-back-Verfahren resultieren, ebenfalls im Finanzergebnis berichtet. Auch diese Finanzierungen sind nicht Bestandteil der klassischen Kreditfinanzierung. Die Zinsaufwendungen aus der Finanzierung von Mietgeräten werden ab dem Berichtsjahr 2013 in den Umsatzkosten ausgewiesen und somit dem operativen Ergebnis zugeordnet.

Die Effekte aus Anpassungen gemäß IAS 8 in der Darstellung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen auf die einzelnen Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Jahr 2012 sind nachfolgend dargestellt:

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in Tausend € a)1) b) c), d) e) Gesamt
Umsatzerlöse - - 41.776 - 41.776
Umsatzkosten -4.438 -499 24.120 2.673 21.856
Vertriebskosten -1.331 -782 - - -2.113
Forschungs- und Entwicklungskosten -572 -56 - - -628
Allgemeine Verwaltungskosten -1.406 -69 - - -1.475
Sonstige betriebliche Aufwendungen -403 - - - -403
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 8.150 1.406 17.656 -2.673 24.539
Finanzergebnis -8.150 -1.406 -17.656 2.673 -24.539
Ergebnis vor Steuern/Ergebnis nach Steuern - - - - -

1) Die Werte für die Umgliederung sind nach Anpassung der Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 dargestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft 51 (Vorjahr: 51) ausländische und 15 (Vorjahr: 13) inländische Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst 64 (Vorjahr: 61) vollkonsolidierte Unternehmen, die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode werden 2 (Vorjahr: 3) Unternehmen bilanziert.

Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangsangabe (43) dargestellt.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes wurden mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 die restlichen 75 Prozent an der Jungheinrich Systemlösungen GmbH (vormals: ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH), Graz (Österreich), übernommen. Der Kaufpreis wurde bereits im Berichtsjahr 2012 in Form von liquiden Mitteln entrichtet. Für den Erwerb fielen keine wesentlichen Anschaffungsnebenkosten an. Das bisher nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen wurde zum Erwerbszeitpunkt erstmalig als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die bisher gehaltenen 25 Prozent an der Gesellschaft wurden zu dem zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Ein daraus resultierender Gewinn in Höhe von 0,1 Mio. € wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Im Folgenden wird die Verteilung des Kaufpreises auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt dargestellt:

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in Mio. € Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte - 10,7 10,7
Sachanlagen 0,1 - 0,1
Vorräte 1,2 - 1,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,8 - 0,8
Liquide Mittel 0,7 - 0,7
2,8 10,7 13,5
Schulden
Übrige Rückstellungen 0,5 - 0,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,6 - 0,6
Übrige Schulden 0,5 - 0,5
Latente Steuerschulden - 2,7 2,7
1,6 2,7 4,3
Erworbenes Nettovermögen 1,2 8,0 9,2
Kaufpreis 9,3
Goodwill 0,1

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 10,7 Mio. € sowie ein Goodwill von 0,1 Mio. € aktiviert. Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um identifizierte ansetzbare Kundenbeziehungen sowie technologisches Know-how.

Für die Ausweitung des Logistiksystemgeschäftes wurde im 4. Quartal 2013 die Jungheinrich Logistiksysteme GmbH, Moosburg (Deutschland), gegründet. Aus der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft ergab sich kein Unterschiedsbetrag.

Im 4. Quartal 2013 wurden liquide Mittel in Höhe von 100,0 Mio. € in einem Spezialfonds, dem Universal-FORMICA-Fonds, angelegt. Zweck des Fondsinvestments ist es, bei einem begrenzten Risiko die Renditechancen des Kapitalmarktes zu nutzen. Der Spezialfonds, an dem Jungheinrich 100 Prozent der Fondsanteile hält, wurde auf der Grundlage der Regelungen des IAS 27 in Verbindung mit SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(3) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012
Neugeschäft 1.212.703 1.230.119
Miete und Gebrauchtgeräte 397.018 377.582
Kundendienst 704.803 680.558
Intralogistik 2.314.524 2.288.259
Finanzdienstleistungen 546.695 538.775
Summe Segmente 2.861.219 2.827.034
Überleitung -571.436 -556.544
Jungheinrich-Konzern 2.289.783 2.270.490

In den Umsatzerlösen des Segmentes "Intralogistik" sind mit Hilfe der "Percentage of Completion"-Methode ermittelte Auftragserlöse in Höhe von 20.993 T€ (Vorjahr: 4.230 T€) enthalten.

Ab dem Berichtsjahr 2013 werden die Zinserträge aus "Finance Lease"-Kundenverträgen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Sie sind mit 42.819 T€ (Vorjahr: 41.776 T€) in den Umsatzerlösen des Segmentes "Finanzdienstleistungen" enthalten.

Die zu eliminierenden konzerninternen Umsätze des Berichtsjahres enthalten mit 9.635 T€ (Vorjahr: 25.607 T€) Fahrzeugverkäufe des Segmentes "Intralogistik" an das Segment "Finanzdienstleistungen", welche Fahrzeugflotten betreffen, deren Kapazitäten Großkunden längerfristig zur flexiblen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Diese Fahrzeugflotten wurden planmäßig durch das Segment "Finanzdienstleistungen" laufzeit- und zinskongruent refinanziert.

(4) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.087.435 T€ (Vorjahr: 1.107.797 T€) enthalten.

Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 941 T€ (Vorjahr: 4.532 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren.

Die Umsatzkosten beinhalten in Höhe von 30.791 T€ (Vorjahr: 33.158 T€) Zinsaufwendungen, die aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge des Segmentes "Finanzdienstleistungen" resultieren.

(5) Personalaufwand

In den Aufwandspositionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst:

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in Tausend € 2013 2012
Gehälter 569.826 542.053
Soziale Abgaben 119.368 112.810
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Leistungsorientierte Pläne 14.354 13.3251)
Beitragsorientierte Pläne 3.017 2.891
Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 479 645
707.044 671.724

1) inklusive Anpassungen aus der Anwendung des geänderten IAS 19

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

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2013 2012
Gewerbliche Arbeitnehmer 5.552 5.369
Angestellte 5.681 5.347
Auszubildende 311 296
11.544 11.012

Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 16.874 T€ (Vorjahr: 19.449 T€).

(6) Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen

Die Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sind in den Funktionskosten enthalten.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 981 T€ (Vorjahr: 837 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 768 T€ (Vorjahr: 778 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand erfasst.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 627 T€ (Vorjahr: 593 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2012 sind Aufwendungen aus der Endkonsolidierung der Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond (USA), in Höhe von 515 T€ enthalten.

(9) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis des Jungheinrich-Konzerns ergibt sich wie folgt:

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in Tausend € 2013 20121)
Zinsen und zinsähnliche Erträge aus Wertpapieren 735 1.785
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 1.451 2.631
Zinserträge 2.186 4.416
Zinsaufwendungen 13.115 14.949
Zinsergebnis -10.929 -10.533

1) angepasst an die veränderte Darstellung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen

Das Zinsergebnis des Jahres 2013 entfällt mit -371 T€ (Vorjahr: - T€) auf das Segment "Finanzdienstleistungen".

(10) Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis des Jungheinrich-Konzerns ergibt sich wie folgt:

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in Tausend € 2013 20121)
Ergebnis aus Derivaten -2.428 -589
Nettozinsen aus leistungsorientierten Pensionsplänen -6.893 -7.394
Sonstiges Finanzergebnis -1.771 -2.161
Übriges Finanzergebnis -11.092 -10.144

1) angepasst an die veränderte Darstellung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen

Im Ergebnis aus Derivaten werden sämtliche Ergebnisse von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen, die nicht Lieferungen und Leistungen betreffen und zum Bilanzstichtag auch nicht als Sicherungsinstrument designiert waren. Dazu zählen im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente, die zur Sicherung von Währungskursen bei konzerninternen Finanzvorgängen abgeschlossen wurden, sowie Derivate im Spezialfonds. Das Ergebnis aus Derivaten beinhaltet auch die Währungsdifferenzen aus konzerninternen Finanzierungen. Ergebnisse aus Derivaten im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Das Ergebnis aus Derivaten des Berichtsjahres enthält in Höhe von 2.041 T€ Aufwendungen aus der vorzeitigen Ablösung des Zinssicherungsgeschäftes für die variabel verzinsliche Tranche des Schuldscheindarlehens. Dieser Teil des Schuldscheindarlehens wurde im 3. Quartal 2013 vorzeitig getilgt.

Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet mit 1.066 T€ (Vorjahr: 1.406 T€) Aufzinsungsbeträge für langfristige Personalrückstellungen.

Das übrige Finanzergebnis entfällt mit -10 T€ (Vorjahr: -6 T€) auf das Segment "Finanzdienstleistungen".

(11) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

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in Tausend € 2013 2012
Effektive Steuern
Deutschland 24.253 24.880
Ausland 27.931 23.053
Latente Steuern1)
Deutschland -1.715 -409
Ausland -7.050 -3.474
Steueraufwand 43.419 44.050

1) Die latenten Steuern für das Jahr 2012 wurden um die Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 angepasst.

Der effektive Steueraufwand in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der Aufwand aus Vorjahressteuern beträgt im Jahr 2013 3,8 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Im Jahr 2013 ergibt sich für Deutschland ein latenter Steuerertrag in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Der im Vergleich zum Vorjahr höhere latente Steuerertrag resultiert im Wesentlichen aus latenten Steuererträgen im Zusammenhang mit Konsolidierungen.

Der gegenüber dem Jahr 2012 erhöhte effektive Steueraufwand im Ausland ist Folge der bei den Vertriebsgesellschaften im Berichtsjahr gestiegenen Gewinne. Der im Vergleich zum Jahr 2012 höhere latente Steuerertrag ist auf veränderte Einschätzungen zur Werthaltigkeit von latenten Steuerforderungen auf Verlustvorträge, auf gesunkene Steuersätze bei der Berechnung von latenten Steuerschulden und auf latente Steuererträge im Zusammenhang mit Konsolidierungen zurückzuführen.

Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2013 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,5 Prozent). Er setzt sich zusammen aus unverändert 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung und einem Gewerbesteuersatz von 14,2 Prozent (Vorjahr: 14,7 Prozent).

Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent) und 36,1 Prozent (Vorjahr: 35,9 Prozent).

Zum 31. Dezember 2013 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 33 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €). Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge wurden im Jahr 2013 vollständig genutzt (31. Dezember 2012: 0,7 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Die Minderung der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge betrifft im Wesentlichen die Nutzung der Verlustvorträge in Frankreich und Brasilien. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) vorgenommen worden.

Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steuerertrag von 0,3 Mio. € (Vorjahr: latenter Steueraufwand von 0,1 Mio. €). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden sowie noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.20121)
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 136.356 135.362
Vorräte 17.288 9.704
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 41.952 28.865
Steuerliche Verlustvorträge 11.080 15.589
Pensionsrückstellungen 22.801 24.525
Übrige Rückstellungen 15.307 15.889
Verbindlichkeiten 154.271 212.937
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 10.597 12.072
Sonstige 6.320 6.115
Wertminderungen -11.639 -15.527
Aktive latente Steuern 404.333 445.531
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 50.519 58.165
Vorräte 9.425 5.534
Forderungen 234.407 213.897
Pensionsrückstellungen 494 29
Übrige Rückstellungen 387 731
Verbindlichkeiten 28.226 87.068
Sonstige 4.024 5.961
Passive latente Steuern 327.482 371.385
Netto-Betrag der latenten Steuern 76.851 74.146

1) inklusive Anpassungen aus der Anwendung des geänderten IAS 19

Nach Saldierungen werden die aktiven und passiven latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.20121)
Latente Steueransprüche 87.466 80.716
Latente Steuerschulden 10.615 6.570
Netto-Betrag der latenten Steuern 76.851 74.146
davon aus Verrechnung mit dem Eigenkapital 15.369 18.251

1) inklusive Anpassungen aus der Anwendung des geänderten IAS 19

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,5 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.

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in Tausend € 2013 20121)
Erwarteter Steueraufwand 45.104 47.624
Änderung des Steuersatzes 1.478 62
Besteuerungsunterschied Ausland -5.926 -3.888
Veränderung der Wertminderungen -324 91
Veränderung aus Vorjahressteuern 2.131 -1.804
Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge 838 1.528
Sonstiges 118 437
Tatsächlicher Steueraufwand 43.419 44.050

1) inklusive Anpassungen aus der Anwendung des geänderten IAS 19

Die Konzernsteuerquote 2013 betrug 28,9 Prozent (Vorjahr: 28,2 Prozent).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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in Tausend € Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Firmenwerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2013 32.579 74.503 4.897 111.979
Währungsdifferenzen -278 - - -278
Änderungen Konsolidierungskreis 10.874 - 102 10.976
Zugänge 6.438 12.147 - 18.585
Abgänge 911 9.635 - 10.546
Umbuchungen 1.256 - - 1.256
Stand am 31.12.2013 49.958 77.015 4.999 131.972
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand am 01.01.2013 24.680 52.290 3.015 79.985
Währungsdifferenzen -182 - - -182
Änderungen Konsolidierungskreis 127 - - 127
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3.671 5.361 - 9.032
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 907 9.635 - 10.542
Stand am 31.12.2013 27.389 48.016 3.015 78.420
Buchwert am 31.12.2013 22.569 28.999 1.984 53.552

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Firmenwerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2012 30.840 79.911 6.181 116.932
Währungsdifferenzen 67 - - 67
Zugänge 2.564 5.464 - 8.028
Abgänge 892 10.872 1.284 13.048
Stand am 31.12.2012 32.579 74.503 4.897 111.979
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand am 01.01.2012 23.025 57.927 4.299 85.251
Währungsdifferenzen 69 - - 69
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2.468 5.235 - 7.703
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen auf Abgänge 882 10.872 1.284 13.038
Stand am 31.12.2012 24.680 52.290 3.015 79.985
Buchwert am 31.12.2012 7.899 22.213 1.882 31.994

Die Zugänge aus Änderungen des Konsolidierungskreises in den erworbenen immateriellen Vermögenswerten des Berichtsjahres entfallen hauptsächlich auf technologisches Know-how. Die restlichen Zugänge und Umbuchungen in Höhe von insgesamt 7.694 T€ (Vorjahr: 2.564 T€) betrafen vor allem Software und Softwarelizenzen, wobei die im Vergleich zum Vorjahr im Berichtsjahr höheren Zugänge im Wesentlichen aus der Inbetriebnahme der Lagerverwaltungssoftware im neuen Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen (Deutschland) resultierten.

Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten die aktivierten Entwicklungsausgaben des Jungheinrich-Konzerns. Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungsausgaben in Höhe von 12.147 T€ (Vorjahr: 5.464 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst:

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in Tausend € 2013 2012
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungsausgaben 32.788 38.547
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben 5.361 5.235
38.149 43.782

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungsausgaben erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahr 2013 resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.

Die Restbuchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2013 entfallen mit 1.771 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich), mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Warschau (Polen) sowie mit 102 T€ auf die im Jahr 2013 erworbene Jungheinrich Systemlösungen GmbH in Graz (Österreich).

Für die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte wurde zum Bilanzstichtag ein Diskontierungszinssatz von 6,3 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent) verwendet. Aus der Prüfung resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2013 279.395 118.897 202.275 47.172 647.739
Währungsdifferenzen -1.633 -345 -1.703 37 -3.644
Änderungen Konsolidierungskreis - 93 312 - 405
Zugänge 38.405 13.877 25.409 6.492 84.183
Abgänge 777 4.899 19.634 - 25.310
Umbuchungen 35.739 3.765 5.509 -46.269 -1.256
Stand am 31.12.2013 351.129 131.388 212.168 7.432 702.117
Abschreibungen
Stand am 01.01.2013 102.067 83.614 140.220 - 325.901
Währungsdifferenzen -488 -170 -1.083 - -1.741
Änderungen Konsolidierungskreis - 92 259 - 351
Abschreibungen des Geschäftsjahres 10.383 9.518 17.348 - 37.249
Wertaufholungen des Geschäftsjahres - 642 - - 642
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 440 4.779 18.524 - 23.743
Umbuchungen 321 89 -410 - -
Stand am 31.12.2013 111.843 87.722 137.810 - 337.375
Buchwert am 31.12.2013 239.286 43.666 74.358 7.432 364.742

Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2012 271.954 111.660 187.739 11.730 583.083
Währungsdifferenzen 1.051 38 475 -88 1.476
Zugänge 2.808 5.800 22.167 44.823 75.598
Abgänge 1.830 1.764 8.824 - 12.418
Umbuchungen 5.412 3.163 718 -9.293 -
Stand am 31.12.2012 279.395 118.897 202.275 47.172 647.739
Abschreibungen
Stand am 01.01.2012 94.996 74.164 130.199 - 299.359
Währungsdifferenzen 282 47 388 - 717
Abschreibungen des Geschäftsjahres 8.607 11.124 17.778 - 37.509
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 1.818 1.721 8.145 - 11.684
Stand am 31.12.2012 102.067 83.614 140.220 - 325.901
Buchwert am 31.12.2012 177.328 35.283 62.055 47.172 321.838

Die Zugänge und Umbuchungen des Jahres 2013 betrafen im Wesentlichen die großen strategischen Investitionsprojekte zum Kapazitätsausbau: das Werk für Lager- und Systemgeräte in Degernpoint (Deutschland), das Werk in Qingpu (China) und das Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen (Deutschland).

In den Sachanlagen sind in Höhe von 14.126 T€ (Vorjahr: 25.228 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 761 T€ (Vorjahr: 862 T€).

Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 45.436 T€ (Vorjahr: 30.379 T€) verpfändet.

(14) Mietgeräte

Die Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 393.761 378.643
Währungsdifferenzen -14.161 5.158
Zugänge 101.888 132.213
Abgänge 74.030 89.573
Umbuchungen -10.226 -32.680
Stand am 31.12. 397.232 393.761
Abschreibungen
Stand am 01.01. 171.046 158.074
Währungsdifferenzen -6.387 1.645
Abschreibungen des Geschäftsjahres 65.080 70.827
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 45.041 49.304
Umbuchungen -1.797 -10.196
Stand am 31.12. 182.901 171.046
Buchwert am 31.12. 214.331 222.715

Mietgeräte, deren Kapazitäten Großkunden längerfristig zur flexiblen Nutzung zur Verfügung gestellt werden, werden durch das Segment "Finanzdienstleistungen" laufzeit- und zinskongruent refinanziert. Diese Fahrzeuge wurden im Berichtsjahr mit ihren Restbuchwerten in Höhe von 8.429 T€ (Vorjahr: 22.484 T€) in die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen umgebucht.

Der Gesamtbestand an Mietgeräten enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 5.614 T€ (Vorjahr: 5.080 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 1.823 T€ (Vorjahr: 1.417 T€).

Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 55.865 T€ (Vorjahr: 83.761 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt.

(15) Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 387.220 338.024
Währungsdifferenzen -4.901 2.848
Zugänge 108.804 97.362
Abgänge 95.453 83.694
Umbuchungen 10.226 32.680
Stand am 31.12. 405.896 387.220
Abschreibungen
Stand am 01.01. 143.246 127.029
Währungsdifferenzen -1.760 998
Abschreibungen des Geschäftsjahres 64.165 58.264
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 59.941 53.241
Umbuchungen 1.797 10.196
Stand am 31.12. 147.507 143.246
Buchwert am 31.12. 258.389 243.974

Die Umbuchungen werden unter Anhangsangabe (14) erläutert.

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Kundenverträge "Operating Lease" 215.513 195.053
Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft 42.876 48.921
258.389 243.974

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist.

Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 150.244 T€ (Vorjahr: 130.798 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.

Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen".

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträge "Operating Lease" enthalten in Höhe von 32.020 T€ (Vorjahr: 21.198 T€) Fahrzeugflotten, die Großkunden zur flexiblen Nutzung bereitgestellt werden.

Aus den übrigen zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Fällig innerhalb eines Jahres 66.692 65.282
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 112.727 103.018
Fällig nach mehr als fünf Jahren 796 559
180.215 168.859

Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 36.325 T€ (Vorjahr: 37.574 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 26.880 T€ (Vorjahr: 28.948 T€).

(16) Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/Übrige Finanzanlagen

Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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Anteile an Übrige Finanzanlagen
n Tausend

at-equity-bilanzierten Unternehmen Anteile an verbundenen Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt
--- --- --- --- ---
Anschaffungskosten Stand am 01.01.2013 13.709 75 52 127
Zugänge 764 - - -
Abgänge 2.330 - - -
Stand am 31.12.2013 12.143 75 52 127
Wertminderungen Stand am 01.01.2013 - - 21 21
Wertminderungen des Geschäftsjahres - - 3 3
Stand am 31.12.2013 - - 24 24
Buchwert am 31.12.2013 12.143 75 28 103

Die Abgänge in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" betreffen in Höhe von 2.320 T€ den Buchwert der bisher gehaltenen 25 Prozent an der Jungheinrich Systemlösungen GmbH, Graz (Österreich). Die Gesellschaft wird seit dem 1. Januar 2013 als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen.

Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2013 keine Wertminderungsaufwendungen.

Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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Übrige Finanzanlagen
in Tausend € Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen Anteile an verbundenen Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt
--- --- --- --- ---
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2012 16.208 75 139 214
Zugänge 2.717 - - -
Abgänge 5.216 - 87 87
Stand am 31.12.2012 13.709 75 52 127
Wertminderungen
Stand am 01.01.2012 2.500 - 51 51
Wertminderungen des Geschäftsjahres - - 57 57
Wertaufholungen des Geschäftsjahres 2.500 - - -
Kumulierte Wertminderungen auf Abgänge - - 87 87
Stand am 31.12.2012 - - 21 21
Buchwert am 31.12.2012 13.709 75 31 106

Die Abgänge und Wertaufholungen in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" betrafen den Verkauf der Anteile an der Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejang (China), im Jahr 2012. Aufgrund der Anteilsquote an atequitybilan zierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:

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in Tausend € 2013 2012
Vermögenswerte 22.979 24.152
Schulden 10.255 10.806
Umsatzerlöse 50.537 51.858
Jahresergebnis 2.398 2.760

Die am 31. Dezember 2013 in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" ausgewiesenen Finanzanlagen betreffen ausschließlich Joint Ventures.

(17) Vorräte

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55.243 60.613
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 21.535 14.163
Fertige Erzeugnisse 81.321 62.173
Waren 66.136 70.625
Ersatzteile 40.391 37.198
Geleistete Anzahlungen 6.804 9.574
271.430 254.346

Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 28.914 T€ (Vorjahr: 28.542 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 35.923 T€ (Vorjahr: 34.106 T€).

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen) 429.688 416.190
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 2.250 4.230
Wertberichtigungen -14.772 -14.808
417.166 405.612

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von 4.020 T€ (Vorjahr: 6.774 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 374 T€ (Vorjahr: 687 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012
Wertberichtigungen am 01.01. 14.808 15.548
Währungsdifferenzen -173 54
Änderungen Konsolidierungskreis 26 -
Verbrauch 2.902 2.441
Auflösung 1.327 1.323
Zuführung 4.340 2.970
Wertberichtigungen am 31.12. 14.772 14.808

Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren folgende Forderungen überfällig:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Überfällig weniger als 30 Tage 51.183 51.346
Überfällig zwischen 30 und 60 Tagen 11.893 13.513
Überfällig zwischen 61 und 90 Tagen 4.640 5.043
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 3.486 3.331
Überfällig mehr als 180 Tage 563 63
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überfällig, aber nicht wertberichtigt 71.765 73.296

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 326.110 T€ (Vorjahr: 309.998 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

Für Teilbeträge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag Kreditversicherungen.

Die aus der Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzten sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Angefallene Kosten und ausgewiesene Gewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) 3.050 4.230
Erhaltene Anzahlungen -800 -
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 2.250 4.230

(19) Forderungen aus Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, mit Beginn des Leasingverhältnisses als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden nur zukünftig fällige Leasingzahlungen ausgewiesen. Für die bei Fälligkeit der Leasingzahlungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgebuchten Beträge werden die Überfälligkeiten und Wertberichtigungen daher unter der Anhangsangabe (18) erfasst.

Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 693.007 669.316
Fällig innerhalb eines Jahres 215.516 209.621
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 459.112 441.065
Fällig nach mehr als fünf Jahren 18.379 18.630
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 605.171 583.819
Fällig innerhalb eines Jahres 178.632 173.919
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 409.076 392.172
Fällig nach mehr als fünf Jahren 17.463 17.728
Noch nicht realisierte Zinserträge 87.836 85.497

In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 164.232 T€ (Vorjahr: 167.216 T€) enthalten.

Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 354.653 T€ (Vorjahr: 339.153 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.

(20) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus sonstigen Steuern 16.863 16.366
Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter 444 809
Sonstige Forderungen gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen - 41
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen - 1
Sonstige Vermögenswerte 9.058 17.022
26.365 34.239

Die sonstigen Vermögenswerte des Jahres 2012 beinhalten in Höhe eines einstelligen Millionen Euro-Betrages den bereits zum Jahresende 2012 gezahlten vorläufigen Kaufpreis für den Erwerb der restlichen 75 Prozent an der Jungheinrich Systemlösungen GmbH, Graz (Österreich).

Zum Bilanzstichtag waren sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Zum Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

(21) Wertpapiere

Der Bestand an Wertpapieren setzt sich wie folgt zusammen:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Schuldverschreibungen 137.076 61.650
Anleihen 39.993 34.984
Schuldscheindarlehen 30.249 44.525
Pfandbriefe 6.652 10.000
Investmentfonds 6.905 -
Aktien 2.722 -
Wertpapiere 223.597 151.159

Der Gesamtbestand an Wertpapieren enthält in Höhe von 135.243 T€ (Vorjahr: 151.159 T€) Finanzinstrumente, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind. Jungheinrich will und kann diese Wertpapiere bis zur jeweiligen Endfälligkeit halten. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2013 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2014 bis 2016 endfällig. Aus der Prüfung der Wertpapiere auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2013 keine Wertminderungsaufwendungen. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2012 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2013 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit.

Im Berichtsjahr wurden liquide Mittel in Höhe von 100.000 T€ in einem Spezialfonds angelegt. Die am 31. Dezember 2013 im Fonds gehaltenen Wertpapiere mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 88.354 T€ (Vorjahr: - T€) wurden als "zur Veräußerung verfügbar" designiert.

(22) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten. Die liquiden Mittel enthalten mit 11.521 T€ (Vorjahr: - T€) Bankguthaben des Spezialfonds. Zum Bilanzstichtag bestanden im Jungheinrich-Konzern Bankguthaben in Höhe von 4.921 T€ (Vorjahr: 7.249 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren.

(23) Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.

(24) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), war zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und betrug 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es war wie im Vorjahr eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämtliche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben.

Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst.

Dividendenvorschlag

Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 56.444 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 28.160 T€ mit 0,80 € je Stammaktie und 0,86 € je Vorzugsaktie sowie in Höhe von 28.284 T€ für die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zu verwenden.

Kapitalmanagement

Jungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen.

Im Zusammenhang mit der Veränderung in der Darstellung von Zinserträgen und Zinsaufwendungen innerhalb der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ab dem Berichtsjahr 2013 erfolgte eine Anpassung der Strategie im Hinblick auf das Kapitalmanagement.

Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE). Aufgrund der Bilanzierungsänderungen erfolgte eine Neudefinition des zinspflichtigen Kapitals, welches nun zusätzlich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die langfristigen Personalrückstellungen enthält. Unter Berücksichtigung der Neudefinition des zinspflichtigen Kapitals ergab sich für das Berichtsjahr ein ROCE von 18,7 Prozent (Vorjahr: 21,6 Prozent).

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Zinspflichtiges Kapital 919.983 817.843
EBIT 172.369 176.822
ROCE in % 18,7 21,6

Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt primär auf Basis der Kennzahl "Verschuldungsgrad". Diese ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen.

Die Nettoverschuldung ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere.

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Finanzverbindlichkeiten 270.580 371.967
Liquide Mittel und Wertpapiere -424.200 -554.510
Nettoverschuldung -153.620 -182.543

Der Verschuldungsgrad befindet sich weiterhin auf dem guten Niveau der Vorjahre:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Nettoverschuldung -153.620 -182.543
EBITDA (bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) 283.091 292.918
Verschuldungsgrad in Jahren < 0 < 0

(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionspläne

Informationen zur erstmaligen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 können der Anhangsangabe (2) entnommen werden.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.

In Deutschland bestehen wesentliche Verpflichtungen aus erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten leistungsorientierten Pensionszusagen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die deutschen Pensionspläne sind rückstellungsfinanziert. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Mitarbeiter geschlossen.

In Großbritannien bestehen wesentliche Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Rahmen von Betriebsvereinbarungen an Mitarbeiter der Jungheinrich UK Ltd. sowie an ehemalige Mitarbeiter des im Jahr 2004 geschlossenen Produktionswerkes Boss Manufacturing Ltd. Die Pensionspläne dieser Gesellschaften fusionierten im Jahr 2003. Die Höhe der zugesagten Versorgungsleistung ist von dem während der Dienstzeit vom Berechtigten durchschnittlich bezogenen Entgelt abhängig. Der Pensionsplan ist durch einen ausgegliederten Fonds finanziert und ist seit dem 1. Oktober 2002 bzw. seit dem 18. Januar 2003 für Neueintritte geschlossen. Für Anspruchsberechtigte des Pensionsplanes werden weiterhin Beiträge der Jungheinrich UK Ltd. und der Mitarbeiter in den Pensionsfonds eingezahlt.

Im übrigen Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.

Die bilanzierte Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen ermittelt sich wie folgt:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012 (angepasst)1)
Barwert der fondsfinanzierten Leistungsverpflichtungen 242.042 235.542
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 226.040 218.343
Unterdeckung 16.002 17.199
Barwert der nicht fondsfinanzierten Leistungsverpflichtungen 185.232 190.318
Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen 201.234 207.517
Deutschland 182.714 187.596
Großbritannien 3.838 3.157
Übrige Länder 14.682 16.764

1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können der Anhangsangabe (2) entnommen werden.

Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist ausschließlich im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthalten.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen entwickelte sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012 (angepasst)1)
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen am 01.01. 425.860 362.810
Währungsdifferenzen -5.025 4.193
Laufender Dienstzeitaufwand 6.756 5.755
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Abgeltungen - -580
Zinsaufwand 15.695 17.185
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus
Veränderungen demographischer Annahmen -5.398 -623
Veränderungen finanzieller Annahmen -1.299 50.288
Erfahrungsbedingten Anpassungen 1.954 -1.035
Beiträge von Arbeitnehmern 2.185 2.258
Geleistete Rentenzahlungen aus dem Unternehmensvermögen -8.762 -8.496
Geleistete Rentenzahlungen aus dem Planvermögen -4.360 -5.224
Geleistete Zahlungen für Abgeltungen - -288
Sonstige Veränderungen -332 -383
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen am 31.12. 427.274 425.860
Deutschland 182.714 187.596
Großbritannien 177.236 172.193
Übrige Länder 67.324 66.071

1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können der Anhangsangabe (2) entnommen werden.

Zur Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen wurden die folgenden wesentlichen finanziellen Annahmen (gewichteter Durchschnitt) verwendet:

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Deutschland Großbritannien Übrige Länder
in % 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Abzinsungssatz 3,7 3,5 4,6 4,6 3,1 2,7
Erwartete Rentensteigerungen 2,0 2,0 3,3 2,9 0,5 0,5

Die demographischen Annahmen in Deutschland wurden in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 auf der Grundlage der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck festgelegt. Für die Bewertung der Pläne in Großbritannien sowie den übrigen Ländern basierten die verwendeten Lebenserwartungen auf den länderspezifischen Sterbetafeln.

Aus den Pensionsplänen leiten sich für Jungheinrich im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko, das Rentensteigerungsrisiko sowie das Langlebigkeitsrisiko ab. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.

Eine Veränderung bei den verwendeten wesentlichen finanziellen Annahmen zum Bilanzstichtag hätte den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wie folgt beeinflusst:

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in Tausend € 31.12.2013
Abzinsungssatz um 0,5 % höher -34.786
Abzinsungssatz um 0,5 % niedriger 38.772
Erwartete Rentensteigerungen um 0,5 % höher 25.064

Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr würden sich die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland sowie Großbritannien um etwa 4,0 Prozent bzw. 2,5 Prozent erhöhen.

Die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtungen ist aus der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nicht ableitbar. Es kann nicht erwartet werden, dass die Abweichungen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.

Darüber hinaus ist Jungheinrich keinen besonderen Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag betrug in Deutschland rund 13 Jahre (Vorjahr: 12 Jahre), in Großbritannien rund 22 Jahre (Vorjahr: 22 Jahre) und im übrigen Ausland rund 20 Jahre (Vorjahr: 21 Jahre).

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Jungheinrich, Rentenzahlungen aus dem Unternehmensvermögen in Höhe von rund 8,9 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €) zu leisten.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens entwickelte sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012 (angepasst)1)
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 01.01. 218.343 201.335
Währungsdifferenzen -4.524 4.269
Zinsertrag 8.802 9.790
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) 401 391
Beiträge vom Arbeitgeber 6.230 6.950
Beiträge von Arbeitnehmern 2.185 2.258
Geleistete Rentenzahlungen -4.360 -5.224
Geleistete Zahlungen für Abgeltungen - -288
Sonstige Veränderungen -1.037 -1.138
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. 226.040 218.343
Großbritannien 173.398 169.036
Übrige Länder 52.642 49.307

1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können der Anhangsangabe (2) entnommen werden.

Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 8.498 T€ (Vorjahr: 9.426 T€). Es gab, wie im Vorjahr, keine Auswirkungen einer Begrenzung auf die Vermögensobergrenze.

Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Versorgungsleistungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.

Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u. a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren.

Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Versorgungsleistungen an Berechtigte zahlen zu können.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens für den Pensionsplan in Großbritannien setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 293 257
Eigenkapitalinstrumente 35.769 34.322
Aktienindexfonds Großbritannien 21.357 20.292
Aktienindexfonds Europa (ohne Großbritannien) 14.412 14.030
Schuldinstrumente 137.336 134.457
Staatsanleihen Großbritannien 119.476 116.201
Unternehmensanleihen 17.860 18.256
Beizulegender Zeitwert am 31.12. 173.398 169.036

Die beizulegenden Zeitwerte der obigen Eigenkapital- und Schuldinstrumente wurden auf der Grundlage von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt.

Der beizulegende Zeitwert der Planvermögen in den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz in Höhe von insgesamt 52.642 T€ (Vorjahr: 49.307 T€) kann nicht in Anlageklassen aufgegliedert werden, da es sich bei diesen Planvermögen um Versicherungsverträge handelt.

Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, weder eigene Finanzinstrumente noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Jungheinrich, als Arbeitgeber zahlungswirksame Beiträge in das Planvermögen in Höhe von rund 7,0 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €) zu leisten, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

In der Gesamtergebnisrechnung wurden die folgenden Kosten für leistungsorientierte Pensionspläne erfasst:

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in Tausend € 2013 2012 (angepasst)1)
Dienstzeitaufwand -6.756 -5.755
Gewinne (+)/Verluste (-) aus Abgeltungen - 580
Nettozinsen -6.893 -7.395
Planverwaltungskosten -705 -755
Ergebnis vor Steuern -14.354 -13.325
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen 4.743 -48.630
Neubewertung des Planvermögens 401 391
Sonstiges Ergebnis vor Steuern 5.144 -48.239
Gesamtergebnis vor Steuern aus leistungsorientierten Pensionsplänen -9.210 -61.564

1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können der Anhangsangabe (2) entnommen werden.

Die Komponenten "Dienstzeitaufwand" und "Gewinne/Verluste aus Abgeltungen" waren in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.

Nettozinsen und Planverwaltungskosten wurden im Finanzergebnis erfasst.

(26) Übrige Rückstellungen

Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Tausend € Stand 01.01.2013 Währungsdifferenzen Änderungen Konsolidierungskreis Zuführung Verbrauch Auflösung
Rückstellungen im Personalbereich1) 128.755 -984 374 80.061 72.467 8.720
Rückstellungen für Garantieverpflichtungen 27.208 -319 - 24.733 23.033 6.520
Rückstellungen für belastende Verträge 34.855 -328 - 7.933 2.070 4.401
Sonstige Rückstellungen 18.474 -316 9 10.938 7.235 2.758
Übrige Rückstellungen 209.292 -1.947 383 123.665 104.805 22.399

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in Tausend € Stand 31.12.2013
Rückstellungen im Personalbereich1) 127.019
Rückstellungen für Garantieverpflichtungen 22.069
Rückstellungen für belastende Verträge 35.989
Sonstige Rückstellungen 19.112
Übrige Rückstellungen 204.189

1) Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen am 1. Januar 2013 wurden um die Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 angepasst.

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, erfolgsabhängige Vergütungen sowie für Urlaubsansprüche.

Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 13.867 T€ (Vorjahr: 15.113 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 6.262 T€ (Vorjahr: 9.725 T€) saldiert waren. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 6.694 T€ (Vorjahr: 9.227 T€) gebildet.

Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 1.066 T€ (Vorjahr: 1.406 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von 40.881 T€ (Vorjahr: 38.623 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2013 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge.

Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 17.214 T€ (Vorjahr: 15.138 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen.

(27) Finanzverbindlichkeiten

Für die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt:

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in Tausend € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Schuldschein-

darlehen
Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte Leasing-

verbindlichkeiten Sachanlagen
Wechsel-

verbindlichkeiten
Finanz-

verbindlichkeiten
31.12.2013
Summe der künftigen Cashflows 163.883 49.022 63.811 18.559 1.560 296.835
Fällig innerhalb eines Jahres 98.115 49.022 20.835 1.513 1.560 171.045
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 39.346 - 35.802 6.219 - 81.367
Fällig nach mehr als fünf Jahren 26.422 - 7.174 10.827 - 44.423
Barwert der künftigen Cashflows 148.637 46.500 60.468 13.415 1.560 270.580
Fällig innerhalb eines Jahres 94.940 46.500 19.608 815 1.560 163.423
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 32.181 - 33.869 3.883 - 69.933
Fällig nach mehr als fünf Jahren 21.516 - 6.991 8.717 - 37.224
Künftige Zinsaufwendungen 31.12.2012 15.246 2.522 3.343 5.144 - 26.255
Summe der künftigen Cashflows 169.244 110.897 100.062 21.373 1.612 403.188
Fällig innerhalb eines Jahres 122.597 5.449 33.975 2.883 1.612 166.516
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 31.064 105.448 54.163 6.542 - 197.217
Fällig nach mehr als fünf Jahren 15.583 - 11.924 11.948 - 39.455
Barwert der künftigen Cashflows 160.249 100.000 94.763 15.343 1.612 371.967
Fällig innerhalb eines Jahres 120.205 - 32.048 2.071 1.612 155.936
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 25.905 100.000 51.123 3.905 - 180.933
Fällig nach mehr als fünf Jahren 14.139 - 11.592 9.367 - 35.098
Künftige Zinsaufwendungen 8.995 10.897 5.299 6.030 - 31.221

Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen.

Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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Währung Zinskondition Restlaufzeit der Zinsbindung zum 31.12.2013 Nominalvolumen zum 31.12.2013

in Tausend

Bandbreite effektive Zinssätze 2013 Buchwerte zum 31.12.2013

in Tausend

Nominalvolumen zum 31.12.2012

in Tausend

EUR variabel < 1 Jahr 23.410 EURIBOR + Marge 23.410 34.656
GBP variabel < 1 Jahr 4.634 LIBOR + Marge 4.634 7.240
CNY variabel < 1 Jahr 19.109 LIBOR + Marge 19.109 24.102
SGD variabel < 1 Jahr 11.720 LIBOR + Marge 11.720 14.034
PLN variabel < 1 Jahr 16.455 LIBOR + Marge 16.455 16.922
Andere variabel < 1 Jahr 9.027 LIBOR + Marge 9.027 16.109
EUR fest 6-15 Jahre 57.613 3,1 %-5,3 % 50.930 46.624
BRL fest < 1-3 Jahre 4.859 14,74 %-16,75 % 3.502 4.052
CNY fest 3-4 Jahre 6.108 6,4 % 5.860 3.006
Andere fest < 1-9 Jahre 9.218 5,2 %-14,8 % 3.990 7.746
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 162.153 148.637 174.491

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Währung Bandbreite effektive Zinssätze 2012 Buchwerte zum 31.12.2012

in Tausend

EUR EURIBOR + Marge 34.656
GBP LIBOR + Marge 7.240
CNY LIBOR + Marge 24.102
SGD LIBOR + Marge 14.034
PLN LIBOR + Marge 16.922
Andere LIBOR + Marge 16.109
EUR 3,1 %-5,3 % 36.494
BRL 15,9 %-19,3 % 3.780
CNY 6,15 %-6,4 % 3.006
Andere 5,2 %-14,8 % 3.906
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 160.249

Das Schuldscheindarlehen lautet auf einen Nominalbetrag von 46.500 T€ (Vorjahr: 100.000 T€) und hat eine Endfälligkeit im Jahr 2014. Im Jahr 2013 wurde die variabel verzinsliche Tranche des Schuldscheindarlehens in Höhe von 53.500 T€ vorzeitig getilgt. Die zur Absicherung der variablen Zinsen durchgeführte Zinssicherung wurde im Berichtsjahr ebenfalls vorzeitig abgelöst. Aufwendungen aus der vorzeitigen Ablösung des Zinsswaps in Höhe von 2.041 T€ wurden im übrigen Finanzergebnis berücksichtigt. Der Nominalzinssatz der fest verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens in Höhe von 46.500 T€ wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahr 2009 auf Basis des damaligen Kapitalmarktzinsniveaus plus Marge fixiert. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.

Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von 53.820 T€ (Vorjahr: 88.705 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen.

Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.648 T€ (Vorjahr: 6.058 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 7.209 T€ (Vorjahr: 6.679 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt.

Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die Leasingverbindlichkeiten "Sachanlagen", denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten.

(28) Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen

Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 20.309 T€ (Vorjahr: 23.079 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.

Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 850.971 T€ (Vorjahr: 816.972 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthalten in Höhe von 119.395 T€ (Vorjahr: 82.228 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, waren am Bilanzstichtag wie folgt fällig:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Summe der künftigen Cashflows 912.982 882.895
Fällig innerhalb eines Jahres 276.829 269.223
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 617.578 594.255
Fällig nach mehr als fünf Jahren 18.575 19.417
Barwert der künftigen Cashflows 850.971 816.972
Fällig innerhalb eines Jahres 249.746 240.701
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 583.112 557.291
Fällig nach mehr als fünf Jahren 18.113 18.980
Künftige Zinsaufwendungen 62.011 65.923

In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 202.214 T€ (Vorjahr: 207.903 T€) enthalten.

(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 31 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 2.297 T€ (Vorjahr: 2.384 T€) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

(30) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 43.522 37.124
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.513 26.092
Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit 10.838 12.647
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 1.906 1.663
Verbindlichkeiten gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen 335 335
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 1.083 331
Sonstige Verbindlichkeiten 6.894 7.539
91.091 85.731

Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Angefallene Kosten und ausgewiesene Gewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) 17.943 -
Erhaltene Anzahlungen -19.026 -331
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen -1.083 - 331

(31) Rechnungsabgrenzungsposten

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in Tausend € Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen Sonstige Abgrenzungen Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2013 37.095 44.497 20.518 102.110
Davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 14.064 14.133 6.297 34.494
Davon Restlaufzeit über ein Jahr 23.031 30.364 14.221 67.616
31.12.2012 42.020 45.146 21.136 108.302
Davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 16.084 13.601 6.427 36.112
Davon Restlaufzeit über ein Jahr 25.936 31.545 14.709 72.190

Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge.

Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 4.711 T€ (Vorjahr: 5.479 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand.

(32) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Für die Finanzinstrumente sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Berichtsjahr und das Vorjahr in der folgenden Tabelle aufgeführt:

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31.12.2013 31.12.2012
in Tausend € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Liquide Mittel LaR 200.603 200.603 403.351 403.351
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 417.166 417.166 405.612 405.612
Forderungen aus Finanzdienstleistungen n.a. 605.171 617.342 583.819 601.075
Wertpapiere HtM 135.243 135.227 151.159 151.090
Wertpapiere AfS 88.354 88.354 - -
Anteile an verbundenen Unternehmen AfS 75 75 75 75
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen AfS 12.143 12.143 13.709 13.709
Sonstige Ausleihungen LaR 28 28 31 31
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 778 778 185 185
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 328 328 388 388
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 444 444 850 850
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 159.924 159.924 158.103 158.103
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 148.637 152.736 160.249 162.907
Schuldscheindarlehen FLAC 46.500 48.038 100.000 102.901
Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte FLAC 53.820 53.820 88.705 88.705
Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte n.a. 6.648 6.648 6.058 6.058
Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen n.a. 13.415 15.043 15.343 17.491
Wechselverbindlichkeiten FLAC 1.560 1.560 1.612 1.612
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen FLAC 684.050 692.671 648.834 666.868
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen n.a. 187.230 191.167 191.217 197.016
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 554 554 1.187 1.187
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.114 1.114 4.122 4.122
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.101 1.101 821 821
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Ausleihungen und Forderungen (LaR) 618.241 618.241 809.844 809.844
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (HtM) 135.243 135.227 151.159 151.090
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)1) 100.572 100.572 13.784 13.784
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) 778 778 185 185
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 1.095.592 1.114.262 1.158.324 1.181.917
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 554 554 1.187 1.187

1) Darin enthalten sind zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 75 T€ und at-equity-bilanzierte Eigenkapitalanteile in Höhe von 12.143 T€ (Vorjahr: 13.709 T€), für die beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind.

Die Buchwerte der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit ihrer zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet:

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in Tausend € Stufe 1 Stufe 2 Gesamt
Aktiva
Wertpapiere (AfS) 88.354 - 88.354
Derivate ohne Hedge-Beziehung (FAHfT) 226 552 778
Derivate mit Hedge-Beziehung (n.a.) - 328 328
Passiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung (FLHfT) 59 495 554
Derivate mit Hedge-Beziehung (n.a.) - 1.114 1.114

Zum 31. Dezember 2012 wurden die Buchwerte von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten ausschließlich basierend auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 2 ermittelt.

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wird auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken werden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Jungheinrich berücksichtigt.

Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, die im Konzernabschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten oder gemäß den Regelungen des IAS 17 bewertet sind, wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere, die als "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestition" designiert wurden, entsprechen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag.

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten bewertet. Sie verfügen über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert kann nicht verlässlich bestimmt werden.

Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Sie verfügen über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert kann nicht verlässlich bestimmt werden.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind.

Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

In der folgenden Tabelle wird dargestellt, welchen Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten zuzuordnen sind, die in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen nicht angenommen wird, dass die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten entsprechen:

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in Tausend € Stufe 1 Stufe 2 Gesamt
Aktiva
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 617.342 617.342
Wertpapiere (HtM) 135.227 135.227
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152.736 152.736
Schuldscheindarlehen 48.038 48.038
Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen 15.043 15.043
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 883.838 883.838

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien:

Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle nach Bewertungskategorien dargestellt:

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aus Zinsen, Dividenden aus der Folgebewertung
in Tausend € zum beizulegenden Zeitwert Wertberichtigungen Nettoergebnis 2013 Nettoergebnis 2012
--- --- --- --- --- ---
Ausleihungen und Forderungen (LaR) 1.451 -3.013 -1.562 984
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (HtM) 857 857 1.710
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) -17 -5 -22 -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten (FAHfT/FLHfT) -1.469 -1.469 -4.241
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) -36.308 -36.308 -40.468

Zinsen und Dividenden aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis unter den Zinserträgen ausgewiesen.

Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (AfS) zum beizulegenden Zeitwert werden zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Finanzinstrumente aus dem Eigenkapital in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Diese Nettoergebnisse werden im Finanzergebnis als Bestandteil der Zinserträge erfasst.

Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) zum beizulegenden Zeitwert sind in den Umsatz kosten sowie im übrigen Finanzergebnis enthalten.

Wertberichtigungen auf Ausleihungen und Forderungen (LaR) werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Sonstige Erläuterungen

(33) Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen, der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten sowie die Erwerbe und Verkäufe von Wertpapieren.

Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.

Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung stehen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 4.921 T€ (Vorjahr: 7.249 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste im Berichtsjahr unverändert fast ausschließlich Bankguthaben.

(34) Eventualschulden

Konzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten.

Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse.

(35) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €).

Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Fällig innerhalb eines Jahres 37.777 37.375
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 59.212 51.664
Fällig nach mehr als fünf Jahren 29.348 13.806
126.337 102.845

Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus en "Operating Leases" beliefen sich für 2013 auf 44.338 T€ (Vorjahr: 45.404 T€).

(36) Risikomanagement und Finanzinstrumente

Grundsätze des Risikomanagements

Der Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind.

Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden.

Die Verantwortung für die Einleitung erforderlicher organisatorischer Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens.

Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements.

Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch Restwertrisiken, Refinanzierungsrisiken und Adressausfallrisiken.

Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen ermöglicht.

Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag.

Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen.

Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko, das Devisenkursrisiko und das Aktienkursrisiko ab.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel

verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt.

Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten ohne abgeschlossene Zinssicherungen. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war.

Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 844 T€ (Vorjahr: 1.131 T€) niedriger (höher) gewesen.

Devisenkursrisiken

Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswapgeschäfte ein.

Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet.

Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber.

Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2013 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 568 T€ (Vorjahr: 593 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 440 T€ (Vorjahr: 541 T€) und einem Maximum von 721 T€ (Vorjahr: 807 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 603 T€ (Vorjahr: 638 T€).

Aktienkursrisiken

Jungheinrich hat im Berichtsjahr liquide Mittel in Höhe von 100.000 T€ in einem Spezialfonds angelegt. Aus den in diesem Fonds gehaltenen Aktien, Aktienindexfonds und Aktienderivaten ergibt sich für den Jungheinrich-Konzern das Aktienkursrisiko. Am 31. Dezember 2013 wurde im Fonds ein Aktienexposure in Höhe von insgesamt 11.051 T€ (Vorjahr: - T€) gehalten.

Wenn das Aktienkursniveau am 31. Dezember 2013 um 10 Prozent höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 1.105 T€ (Vorjahr: - T€) höher (niedriger) gewesen.

Zur Begrenzung der Aktienkursrisiken ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet.

Ausfallrisiken

Jungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen vor.

Liquiditätsrisiken

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch ein bestehendes Schuldscheindarlehen sowie kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt.

Kontrahentenrisiken

Der Konzern ist Kontrahentenrisiken ausgesetzt, welche durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entstehen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen RatingAgenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestanden für Jungheinrich keine bedeutsamen Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Bei der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden die berechneten Marktwerte in Höhe der durch Analysetools ermittelten Risikowerte (Credit Value Adjustment/ Debit Value Adjustment) angepasst.

Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten.

Sicherungsbeziehungen

Der Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings u. a. zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden.

Zur Sicherung der Zinsrisiken werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert.

Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert.

Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals.

Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Die Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente wiesen zum Bilanzstichtag die folgenden Restlaufzeiten auf:

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Nominalvolumen der Sicherungsinstrumente für Cashflow Hedges Nominalvolumen übriger Derivate
in Tausend € Währungssicherungskontrakte Zinsswaps Währungssicherungskontrakte Sonstige
--- --- --- --- ---
31.12.2013
Nominalvolumen Gesamt 48.792 127.421 95.448 10.531
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 45.130 31.341 95.448 10.531
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 3.662 96.080 - -
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre - - - -
31.12.2012
Nominalvolumen Gesamt 47.503 138.416 91.074 -
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 43.557 19.444 91.074 -
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 3.946 118.972 - -
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre - - - -

Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden Zwölf-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden.

Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden.

Die Nominalvolumen der sonstigen derivativen Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2013 beinhalten ausschließlich Futures im Spezialfonds.

Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet.

Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Bilanzstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.

Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Der Marktwert eines derivativen Finanzinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.106 573
Derivate mit Hedge-Beziehung 328 388
Devisentermingeschäfte/Devisenswaps 120 345
Zinsswaps 208 43
Derivate ohne Hedge-Beziehung 778 185
Devisentermingeschäfte/Devisenswaps 552 185
Futures 226 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.668 5.309
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.114 4.122
Devisentermingeschäfte/Devisenswaps 337 174
Zinsswaps 777 3.948
Derivate ohne Hedge-Beziehung 554 1.187
Devisentermingeschäfte/Devisenswaps 495 1.187
Futures 59 -

(37) Segmentinformationen

Jungheinrich ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig.

Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.

Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen".

Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.

Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dabei erfolgt die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eigenständig.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.

Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Segmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 2.398 T€ (Vorjahr: 2.777 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden die

Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern. Die Investitionen und Abschreibungen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind, und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2013 dargestellt:

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in Tausend € Intralogistik Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung Jungheinrich-Konzern
Außenumsatzerlöse 1.816.756 473.027 2.289.783 - 2.289.783
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 497.768 73.668 571.436 -571.436 -
Umsatzerlöse gesamt 2.314.524 546.695 2.861.219 -571.436 2.289.783
Segmentergebnis (EBIT) 169.895 9.220 179.115 -6.746 172.369
Zinserträge 2.629 103 2.732 -546 2.186
Zinsaufwendungen 12.735 926 13.661 -546 13.115
Übriges Finanzergebnis -11.082 -10 -11.092 - -11.092
Ergebnis vor Steuern (EBT) 148.707 8.387 157.094 -6.746 150.348
Ertragsteuern 43.419
Ergebnis nach Steuern 106.929
Langfristige Vermögenswerte
Investitionen 90.613 8 90.621 - 90.621
Abschreibungen/Wertaufholungen 40.267 11 40.278 - 40.278
Segmentvermögen 1.897.232 1.109.381 3.006.613 -255.448 2.751.165
Eigenkapital 894.160 40.388 934.548 -103.060 831.488
Schulden 1.003.072 1.068.993 2.072.065 -152.388 1.919.677
Segmentschulden 1.897.232 1.109.381 3.006.613 -255.448 2.751.165

Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2012 (angepasst)1) dargestellt:

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in Tausend € Intralogistik Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung Jungheinrich-Konzern
Außenumsatzerlöse 1.792.117 478.373 2.270.490 - 2.270.490
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 496.142 60.402 556.544 -556.544 -
Umsatzerlöse gesamt 2.288.259 538.775 2.827.034 -556.544 2.270.490
Segmentergebnis (EBIT) 174.644 10.262 184.906 -8.084 176.822
Zinserträge 5.022 42 5.064 -648 4.416
Zinsaufwendungen 14.988 609 15.597 -648 14.949
Übriges Finanzergebnis -10.138 -6 -10.144 - -10.144
Ergebnis vor Steuern (EBT) 154.540 9.689 164.229 -8.084 156.145
Ertragsteuern 44.050
Ergebnis nach Steuern 112.095
Langfristige Vermögenswerte
Investitionen 78.132 30 78.162 - 78.162
Abschreibungen 39.966 11 39.977 - 39.977
Segmentvermögen 1.930.141 1.058.363 2.988.504 -229.419 2.759.085
Eigenkapital 819.237 34.718 853.955 -99.709 754.246
Schulden 1.110.904 1.023.645 2.134.549 -129.710 2.004.839
Segmentschulden 1.930.141 1.058.363 2.988.504 -229.419 2.759.085

1) Informationen zu den Anpassungen des Vorjahres können der Anhangsangabe (2) entnommen werden.

Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Mietgeräte die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen sowie Personalrückstellungen enthalten.

Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert.

Umsatzerlöse nach Regionen

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in Tausend € 2013 2012
Deutschland 613.473 607.412
Frankreich 269.366 259.262
Italien 226.252 235.142
Großbritannien 162.615 160.199
Übriges Europa 833.709 826.906
Übrige Länder 184.368 181.569
2.289.783 2.270.490

Langfristige Vermögenswerte nach Regionen

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Deutschland 302.059 254.968
Übriges Europa 93.901 85.392
Übrige Länder 22.121 13.361
Konsolidierung 213 111
418.294 353.832

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil - gemessen am Konzernumsatz - wesentlich war.

(38) Ergebnis je Aktie

Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern.

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2013 2012
Konzernergebnis in Tausend € 106.929 112.095
Im Umlauf befindliche Stückaktien
Stammaktien in Tsd. Stück 18.000 18.000
Vorzugsaktien in Tsd. Stück 16.000 16.000
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert)
Ergebnis je Stammaktie in € 3,12 3,27
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 3,18 3,33

Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stamm- bzw. Vorzugsaktien.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.

(39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2013

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 eingetreten sind, liegen nicht vor.

(40) Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, für das Berichtsjahr und Vorjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:

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in Tausend € 2013 2012
Abschlussprüfung 454 466
Andere Bestätigungsleistungen 30 66
Steuerberatungsleistungen 44 41
Sonstige Leistungen 29 90
557 663

(41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft Beziehungen zu Joint Ventures.

Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahestehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen:

Empfangene Lieferungen und Leistungen:

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in Tausend € Anteil

in %
2013 2012
JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 37.497 37.309
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 220 220
JULI Motor (Putian) Co. Ltd., China 501) 425 -

1) indirekt

Am 31. Dezember 2013 bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der JULI Motorenwerk s.r.o. (Tschechien) in Höhe von 2.297 T€ (Vorjahr: 1.747 T€).

Am 31. Dezember 2013 bestanden sonstige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen gegenüber der Supralift GmbH & Co. KG (Deutschland) in Höhe von 335 T€ (Vorjahr: 335 T€).

Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.

(42) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2013 betrugen 907 T€ (Vorjahr: 1.172 T€).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2013 auf 4.523 T€ (Vorjahr: 3.756 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2013 den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes 465 T€ (Vorjahr: 357 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt.

Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden Bezüge in Höhe von 2.082 T€ (Vorjahr: 649 T€) als Aufwand erfasst.

Am 31. Dezember 2013 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG.

Zum 31. Dezember 2013 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 13.049 T€ (Vorjahr: 12.542 T€) gebildet.

(43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 (2) HGB

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2013 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

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Name und Sitz Anteil am Kapital

%
Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Ersatzteilmanagement AG & Co. KG (vormals: Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG), Hamburg 100
Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg 100
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg 100
Jungheinrich Logistiksysteme GmbH, Moosburg 100
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis 100
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg 100
Jungheinrich Rental International AG & Co. KG (vormals: Jungheinrich Finance AG & Co. KG), Hamburg 100
Jungheinrich Financial Services International GmbH, Hamburg 100
Elbe River Capital S.A., Luxemburg 100
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich 100
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden 100
Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien 100
Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100
Jungheinrich Rental S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100
Jungheinrich Fleet Services S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100
Jungheinrich de España S.A.U., Abrera/Barcelona, Spanien 100
Jungheinrich Rental S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100
Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100
Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich Finance B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich Financial Services B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz 100
Jungheinrich n.v./s.a., Leuven, Belgien 100
Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich 100
Jungheinrich Fleet Services GmbH, Wien, Österreich 100
Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien, Österreich 100
Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki/Warschau, Polen 100
Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen 100
Jungheinrich (ČR) s.r.o., Ricany/Prag, Tschechien 100
Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden 100
Jungheinrich Hungária Kft., Biatorbágy/Budapest, Ungarn 100
Jungheinrich Danmark A/S, Tastrup, Dänemark 100
Jungheinrich d.o.o., Trzin, Slowenien 100
Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro/Lissabon, Portugal 100
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland 100
Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes/Athen, Griechenland 100
Jungheinrich İstif Makinaları San. ve Tic. Ltd. Şti., Alemdağ/Istanbul, Türkei 100
Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei 100
Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur 100
Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Itupeva - SP, Brasilien 100
Jungheinrich Lift Truck OOO, Moskau, Russland 100
Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine 100
Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland 100
Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen 100
Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland 100
Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100
Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu/Shanghai, China 100
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn/Bangkok, Thailand 100
Jungheinrich Lift Truck India Private Ltd., Mumbai, Indien 100
Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston/Texas, USA 100
Jungheinrich Systemlösungen GmbH (vormals: ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH), Graz, Österreich 100
Universal-FORMICA-Fonds1) 0

1) Einbeziehung als Zweckgesellschaft gemäß SIC 12

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2013 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen:

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Name und Sitz Anteil am Kapital

%
JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien 50
Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus 50
JULI Motor (Putian) Co. Ltd., Putian, China 501)

1) indirekt über JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2013 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen:

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Name und Sitz Anteil am Kapital

%
Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg1) 100
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs-GmbH, Klipphausen/Dresden1) 100
Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich2) 100
Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA1) 100
Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA1) 100
Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg1) 100
FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio des Janeiro, Brasilien1) 100
Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien1) 50
Supralift Beteiligungs- und Kommunikations-Gesellschaft mbH, Hofheim am Taunus1) 50

1) nicht einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung

2) nicht einbezogen aufgrund Insolvenz zum 14. Dezember 2005

(44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGB

Die nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:

Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Ersatzteilmanagement AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis
Jungheinrich Rental International AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg
Jungheinrich Financial Services International GmbH, Hamburg
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden

(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Im Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Hamburg, den 5. März 2014

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 5. März 2014

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Hans-Georg Frey

Dr. Volker Hues

Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 5. März 2014

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Reiher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Deutsch, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht der Jungheinrich AG für das Geschäftsjahr 2013

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die Jungheinrich AG ist als Intralogistik-Spezialist mit ihren Tochtergesellschaften eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt das Unternehmen in der Rangliste der Flurförderzeughersteller, gemessen am Umsatz, in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Logistiksystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, die Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Die meisten motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden in Deutschland hergestellt. Eine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt produziert. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren/Niederlassungen in Deutschland sowie konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. In Nordamerika setzt Jungheinrich auf seinen leistungsfähigen Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA) mit starker Händlerpräsenz. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel.

Das integrierte Geschäftsmodell von Jungheinrich umfasst die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst, kombiniert mit einem starken Finanzdienstleistungsgeschäft. Dabei kommt den Finanzdienstleistungsaktivitäten nicht nur eine verkaufsfördernde Funktion bei der Vermarktung von Neufahrzeugen zu. Vielmehr kann in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsfeldern Miete und Gebrauchtgeräte sowie dem Kundendienst die Fahrzeugflotte des Kunden flexibel und zeitnah an dessen Bedürfnisse angepasst werden. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes.

Die Aktivität der Jungheinrich AG als ManagementHolding umfasst das Halten und Verwalten von Tochtergesellschaften im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung.

Nachdem mit Wirkung zum 1. Januar 2013 der Betriebsteil "Zentrale Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement)" der Jungheinrich AG in die Jungheinrich Ersatzteilmanagement AG & Co. KG (ehemals Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG), Hamburg, ausgegliedert wurde, ist die Jungheinrich AG noch in der zentralen Forschung und Entwicklung sowie im Immobilienmanagement operativ tätig. Sie unterhält mit ihren in der Form der AG & Co. KG geführten Tochtergesellschaften Jungheinrich Vertrieb Deutschland, Jungheinrich Export, Jungheinrich Norderstedt und Jungheinrich Landsberg (jeweils Produktion) sowie Jungheinrich Ersatzteilmanagement Geschäftsbeziehungen. In diesem Rahmen werden Umsatzerlöse aus der Vermietung von Immobilien, der Berechnung von Lizenzgebühren für die Nutzung von Produktrechten sowie aus der Vergütung von Dienstleistungen erzielt. Für letztere wurden im Geschäftsjahr 2013 über die Weiterbelastung von Verwaltungskosten hinaus erstmalig auch Konzernabgaben für Dienstleistungen erhoben.

Die Jahresergebnisse der vorgenannten Kommanditgesellschaften wurden zeitgleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen.

Eine direkte Vergleichbarkeit der Bilanz zum 31. Dezember 2013 und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2013 der Jungheinrich AG mit den Zahlen des Vorjahres ist durch die Ausgliederung des Betriebsteiles "Zentrale Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement)" nicht gegeben. Ein Vergleich der wesentlichen Bilanzpositionen des Jahresabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2012 und der Bilanzpositionen nach Ausgliederung zum 1. Januar 2013 ist der detaillierten Übersicht im Anhang zu entnehmen.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als Indikator für das Wirtschaftswachstum spielt für Jungheinrich eine vorrangige Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung.

Die Erholung der Weltwirtschaft verlief 2013 eher moderat. Die US-Wirtschaft zeigte nur ein mäßiges Wirtschaftswachstum. Ausschlaggebend hierfür waren die am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Steuererhöhungen in den USA, die andauernden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Haushaltspolitik und die Ankündigung der US-Notenbank, das Ankaufprogramm für Staatsanleihen zu reduzieren.

Die chinesische Wirtschaft schien zu Beginn des Jahres 2013 ihren Tiefpunkt überwunden zu haben. Dort hat sich das Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf stabilisiert. Die Bestrebungen der chinesischen Regierung, der heimischen Wirtschaft eine stärkere marktwirtschaftliche Ausrichtung zu verleihen, haben dazu beigetragen. In der Eurozone war die Verunsicherung durch die Staatsschuldenkrise zwar weitgehend abgeklungen, allerdings verhinderte die andauernde Rezession in den südeuropäischen Ländern eine Erholung des Euroraumes.

Nach einem enttäuschenden Start in das Jahr 2013 zeichnete sich für die deutsche Wirtschaft eine moderate Aufwärtsentwicklung ab. Im Jahresverlauf verbesserte sich der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, und erreichte mit 109,5 Punkten im Dezember seinen höchsten Stand im Berichtsjahr.

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %

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Region 2013 2012
Welt 2,9 3,2
USA 1,9 2,8
China 7,7 7,8
Eurozone -0,4 -0,6
Deutschland 0,4 0,7

Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2014)

Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2013 bei abnehmender Wachstumsdynamik um 2,9 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent). In den USA sank die Wachstumsrate auf 1,9 Prozent nach 2,8 Prozent im Jahr 2012. Asien verzeichnete ein stärkeres Wirtschaftswachstum mit unverändert hohen Zuwächsen in China und Indien. Während China eine Zuwachsrate von 7,7 Prozent (Vorjahr: 7,8 Prozent) aufwies, erreichte Indien 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent). In den Ländern der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft um 0,4 Prozent (Vorjahr: minus 0,6 Prozent). Nach einer Stagnation im Vorjahr stieg in Frankreich die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 0,2 Prozent. In Italien sank die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent und damit weniger stark als 2012 (minus 2,4 Prozent). In Großbritannien stieg die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent, während sie im Vorjahr einen Anstieg von 0,2 Prozent verzeichnete. In diesen drei europäischen Ländern erwirtschaftet Jungheinrich rund 30 Prozent seines Konzernumsatzes. Wachstumsimpulse kamen zwar aus den osteuropäischen Ländern Polen und Russland, sie waren aber geringer als im Vorjahr. In Polen stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent), in Russland lag das Wirtschaftswachstum bei 1,3 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent). Mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,4 Prozent blieb Deutschland im Berichtszeitraum hinter dem Vorjahr (0,7 Prozent) zurück.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte im Berichtsjahr ein spürbares Wachstum. Dabei kamen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus China, Nordamerika und Osteuropa.

Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stück

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Region 2013 2012
Welt 1.009,8 944,4
Europa 315,5 310,5
davon Osteuropa 57,7 53,5
Asien 401,3 362,9
davon China 248,0 216,7
Nordamerika 200,9 181,2
Übrige Regionen 92,1 89,8

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Das Weltmarktvolumen überschritt im Berichtszeitraum erstmals die Millionengrenze und erhöhte sich von 944,4 Tsd. Einheiten im Jahr 2012 um 7 Prozent auf 1.009,8 Tsd. Flurförderzeuge. Europa, Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete einen Anstieg von 2 Prozent auf 315,5 Tsd. Stück (Vorjahr: 310,5 Tsd. Einheiten). Während die Nachfrage in Westeuropa stagnierte, stieg das Marktvolumen in Osteuropa um 8 Prozent. Das Marktvolumen in Asien stieg um 11 Prozent auf 401,3 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 362,9 Tsd. Einheiten). Darin ist China mit einem kräftigen Plus von 14 Prozent auf 248,0 Tsd. Geräte (Vorjahr: 216,7 Tsd. Einheiten) berücksichtigt. Der nordamerikanische Markt wies ebenfalls eine starke Steigerung um 11 Prozent auf 200,9 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 181,2 Tsd. Einheiten) auf.

Die Entwicklung verlief in den einzelnen Produktsegmenten sehr unterschiedlich. Das Marktvolumen für Fahrzeuge der Lagertechnik stieg weltweit um 7 Prozent an, wozu Europa mit einem Plus von 3 Prozent beitrug. Bei den Gegengewichtsstaplern wurden weltweit die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb stärker nachgefragt, entsprechend stieg das Marktvolumen um 8 Prozent an. Die Stapler mit elektromotorischem Antrieb wiesen weltweit gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 4 Prozent auf. Der europäische Markt zeigte in dieser Fahrzeugkategorie einen Rückgang von 2 Prozent, während das Marktvolumen der verbrennungsmotorischen Stapler in Europa nahezu stabil blieb.

Regulatorische Rahmenbedingungen

Jungheinrich muss mit seinen Produkten und Dienstleistungen spezifischen Vorgaben mit Regulierungscharakter im In- und Ausland entsprechen. Diese Vorgaben dienen vorrangig dazu, Gefahren für den Nutzer der Produkte, sonstige Personen, Anlagen und die Umwelt zu begrenzen. Die Übereinstimmung der Produkte und Dienstleistungen mit den unterschiedlichen Regelungsinhalten muss durch entsprechende interne Kontrollmechanismen verifiziert oder extern zertifiziert werden. Viele der gesetzlichen Anforderungen werden in produktspezifischen und anderen Normen (beispielsweise EN, ISO oder DIN) konkretisiert. Oberste Zielsetzung von Jungheinrich ist es, die regulatorischen Mindestvorgaben für seine Produkte und Dienstleistungen sicher einzuhalten.

Jungheinrich verfügt über Prozesse, die gewährleisten, dass solche rechtlichen Vorgaben effizient umgesetzt werden. Um sich beispielsweise auf etwaige Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen zu Umwelt- und Arbeitssicherheitsaspekten bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung einzustellen, sind gesetzliche Änderungen über eine Datenbankanwendung frühzeitig verfügbar, und die erforderlichen Maßnahmen können so zweckmäßig und fristgerecht im Konzern implementiert werden.

Auf die Weiterentwicklung von Standards reagiert Jungheinrich im Rahmen seines Produktentwicklungsprozesses rechtzeitig. So gingen die aktuell verschärften Emissionsrichtwerte für verbrennungsmotorisch angetriebene Stapler bei der Entwicklung der neuen Generation verbrennungsmotorischer Gegengewichtsstapler frühzeitig in die Produktentwicklung ein. Diese Fahrzeuge erfüllen bereits die künftigen Anforderungen und unterschreiten die geforderten Grenzwerte teilweise deutlich.

Darüber hinaus engagiert sich Jungheinrich aktiv in Forschungsprojekten und Arbeitsgruppen diverser Verbände. Im Rahmen der Verbandsarbeit werden beispielsweise Vorschläge für Normen und Vorschriften erstellt und/oder weiterentwickelt. Aktuell ist im Rahmen einer VDMA-Arbeitsgruppe die Erstellung einer neuen Energieeffizienznorm in Arbeit.

Die Errichtung und der Betrieb von Produktionsanlagen unterliegen ebenfalls bestimmten rechtlichen Anforderungen, unter anderem hinsichtlich der Vermeidung von Luftverschmutzung, der Lärmreduktion, der Abfallproduktion und -entsorgung sowie des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes. Im Hinblick auf den Bau neuer Vertriebszentren und die geplante neue Hauptverwaltung in Hamburg wird die professionelle Betreuung durch das Jungheinrich-interne Corporate Real Estate Management sowie durch die Unterstützung von externen Partnern sichergestellt.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Ertragslage der Jungheinrich AG wurde vom positiven Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften und den sich daraus ergebenden höheren Beteiligungserträgen bestimmt. Darüber hinaus erzielte die Jungheinrich AG erstmals Beteiligungserträge aus dem mit Wirkung zum 1. Januar 2013 mit der Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag.

Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG betrugen im Berichtsjahr 108,2 Mio. €. Der Vorjahreswert in Höhe von 221,2 Mio. € enthielt Umsätze mit Ersatzteilen in Höhe von 168,1 Mio. €. Die Umsätze aus Lizenzverträgen, die weitestgehend mit Konzerngesellschaften bestehen, blieben im Jahresvergleich mit 20,7 Mio. € (Vorjahr: 21,1 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres. Erstmalig enthielten die Umsätze aus Dienstleistungen Konzernabgaben in Höhe von 51,8 Mio. €. Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen stiegen um 19 Prozent auf 21,5 Mio. € (Vorjahr: 18,1 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der vermieteten Flächen im Zuge der Neubauten in Kaltenkirchen und Degernpoint zurückzuführen.

Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt:

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in Mio. € 2013 2012
Materialaufwand 3,4 82,7
Personalaufwand 79,0 83,5
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 17,5 15,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 95,6 104,3

Der Materialaufwand in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 82,7 Mio. €) enthielt im Berichtsjahr weitgehend die Energie- und Stoffkosten der Verwaltung, während im Vorjahr zusätzlich die Aufwendungen aus dem Ersatzteilgeschäft ausgewiesen wurden. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Verwaltungskosten der in der Jungheinrich AG geführten Holding- und Zentralbereiche. Durch die Ausgliederung entfielen der PersonaIaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Mitarbeiter des Ersatzteilmanagements. Gegenläufig wirkten sich die Gehaltssteigerungen durch Tariferhöhungen und den Mitarbeiteraufbau um durchschnittlich 60 Mitarbeiter aus. Der Personalaufwand betrug 79,0 Mio. € (Vorjahr: 83,5 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 95,6 Mio. € (Vorjahr: 104,3 Mio. €).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrafen im Wesentlichen Abschreibungen auf Immobilien, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Schutzrechte für Produkt-Know-how. Das Abschreibungsvolumen betrug 17,5 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €). Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aufgrund des höheren Immobilienvermögens.

Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigte im Berichtszeitraum folgendes Bild:

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in Mio. € 2013 2012
Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern 108,9 25,1
Zinsergebnis -5,2 -3,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 103,7 21,7
Ertrag- und sonstige Steuern -9,2 -10,3
Jahresüberschuss 112,9 32,0

Das Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern, das um Steuerumlagen gekürzte Beteiligungserträge und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 176,0 Mio. € (Vorjahr: 63,9 Mio. €) beinhaltet, erhöhte sich auf 108,9 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €). Ursächlich für den Anstieg waren die erstmals enthaltenen Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg, in Höhe von 96,1 Mio. €. Das Zinsergebnis betrug minus 5,2 Mio. € nach minus 3,4 Mio. € im Vorjahr. Maßgebend hierfür waren niedrigere Zinserträge aufgrund des weiter gesunkenen Marktzinsniveaus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg auf 103,7 Mio. € (Vorjahr: 21,7 Mio. €). Die Ertragsteuern und die sonstigen Steuern führten im Berichtsjahr zu Erträgen von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €). Diese beinhalten Ertragsteuerumlagen in Höhe von 33,4 Mio. € (Vorjahr: 26,6 Mio. €), die die Jungheinrich AG von den operativen Gesellschaften erhob, da deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Darüber hinaus waren die Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg, erstmals in der Jungheinrich AG zu versteuern.

Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresüberschuss von 112,9 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €) ab. Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 56,4 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende in Höhe von 0,80 € je Stammaktie und in Höhe von 0,86 € je Vorzugsaktie auszuschütten.

Investitionen

Zum Bilanzstichtag hat die Jungheinrich AG 99,9 Prozent der Anteile an der Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Bayern), von der Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg, erworben. Im Rahmen der Ausgliederung des Betriebsteiles "Zentrale Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement)" wurde außerdem eine Kapitalerhöhung bei der Jungheinrich Ersatzteilmanagement AG & Co. KG durchgeführt. Aus diesen Maßnahmen ergaben sich Zugänge von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 63,5 Mio. €. Über diese Veränderungen hinaus betrafen die Investitionen im Wesentlichen die Immobilien für die strategischen Investitionsprojekte zum Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten.

Demzufolge betrug das Investitionsvolumen im Berichtsjahr 102,8 Mio. € (Vorjahr: 43,0 Mio. €). Von den Zugängen in den Sachanlagen betrafen 28,1 Mio. € allein die Immobilien für das neue Werk für Lagerund Systemfahrzeuge in Degernpoint (Bayern), für das neue Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen (SchleswigHolstein) sowie für die beiden neuen Vertriebszentren in Neufahrn (Bayern) und Sachsenheim (Baden-Württemberg).

Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die Jungheinrich AG. Durch ein zentrales Cash- und Währungsmanagement wird eine zins-und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.

Die Bilanzsumme der Jungheinrich AG sank zum Bilanzstichtag um 70,7 Mio. € auf 1.009,1 Mio. € (Vorjahr: 1.079,8 Mio. €).

Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012
Anlagevermögen 497,6 422,2
Vorräte 0,9 28,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 142,8 118,9
Liquide Mittel und Wertpapiere 362,7 501,3
Sonstige Aktiva 5,1 8,8
Bilanzsumme 1.009,1 1.079,8

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund des hohen Investitionsvolumens um 75,4 Mio. € auf 497,6 Mio. € (Vorjahr: 422,2 Mio. €).

Im Wesentlichen durch die Ausgliederung des Betriebsteiles "Ersatzteilmanagement" reduzierten sich die Vorräte auf 0,9 Mio. € (Vorjahr: 28,6 Mio. €). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 142,8 Mio. € (Vorjahr: 118,9 Mio. €) stand ebenfalls im Zusammenhang mit der Ausgliederung. Dem Entfall der Forderungen gegen Konzernunternehmen aus der Belieferung mit Ersatzteilen stand ein deutlich höherer Aufbau von Ansprüchen der Jungheinrich AG aus der Ausgliederung des Nettovermögens, der Steuerumlage und der Ergebnisübernahme gegen die den Betriebsteil "Ersatzteilmanagement" aufnehmende Tochtergesellschaft gegenüber. Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen die Ansprüche aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln an übrige Konzerngesellschaften.

Die liquiden Mittel und Wertpapiere gingen um 138,6 Mio. € auf 362,7 Mio. € (Vorjahr: 501,3 Mio. €) zurück. Die Veränderung ergab sich weitgehend aufgrund der Rückzahlung des variabel verzinslichen Teiles des Schuldscheindarlehens in Höhe von 53,5 Mio. €, der Ablösung von Fremdfinanzierungen für die Mietflotte des deutschen Vertriebes in Höhe von 27,9 Mio. € sowie des Ausbaues der Eigenfinanzierung von Investitionsprojekten. Jungheinrich verfolgt eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Im Berichtsjahr wurde zur Renditeoptimierung ein Betrag von 100 Mio. € in einen Spezialfonds mit Wertsicherungsmandat investiert. Der Rückgang der sonstigen Aktiva resultierte im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr geringeren Rückerstattungsansprüchen für Umsatz- und Körperschaftsteuern.

Der Netto-Cashflow der Jungheinrich AG stieg im Berichtsjahr im Wesentlichen infolge deutlich gestiegener Beteiligungserträge um 83,0 Mio. € auf 131,2 Mio. € (Vorjahr: 48,2 Mio. €).

Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild:

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in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital 642,7 558,0
Rückstellungen für Pensionen 29,9 32,6
Übrige Rückstellungen 23,6 27,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69,2 104,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 223,7 339,8
Übrige Passiva 20,0 17,8
Bilanzsumme 1.009,1 1.079,8

Das Eigenkapital der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 642,7 Mio. € und war damit um 84,7 Mio. € höher als im Vorjahr (558,0 Mio. €). Dies resultierte ausschließlich aus dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Jahresüberschuss von 112,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 63,7 Prozent nach 51,7 Prozent im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 104,5 Mio. € um 35,3 Mio. € auf 69,2 Mio. € zurückgegangen. Ausschlaggebend hierfür war die vorzeitige Rückzahlung des variabel verzinslichen Teiles des Schuldscheindarlehens (53,5 Mio. €), der im Wesentlichen die Kreditaufnahme für die Finanzierung der Immobilie für das Ersatzteilzentrum gegenüberstand.

Im Wesentlichen durch die Vereinnahmung der deutlich erhöhten Beteiligungserträge aus den inländischen Tochtergesellschaften und die Ausgliederung des Betriebsteiles "Ersatzteilmanagement" gingen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 223,7 Mio. € (Vorjahr: 339,8 Mio. €) zurück.

Mitarbeiter

Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2013 insgesamt 893 Mitarbeiter, davon 108 Auszubildende (Vorjahr: 975 Mitarbeiter, davon 97 Auszubildende). Dabei stand der Reduzierung der Personalkapazität durch die Ausgliederung des Betriebsteiles "Ersatzteilmanagement" (149 Mitarbeiter) ein Ausbau in den zentralen Konzernfunktionen gegenüber (82 Mitarbeiter, davon 11 Auszubildende). Im Berichtsjahr wurden insbesondere im Vertrieb Logistiksysteme und in der zentralen IT neue Mitarbeiter eingestellt. Darüber hinaus waren 10 (Vorjahr: 6) Leiharbeitnehmer im Unternehmen eingesetzt. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2013 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014.

Personelle Veränderungen

Das für den Bereich Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied, Herr Dr. Helmut Limberg, hat sein Amt als Mitglied des Vorstandes der Jungheinrich AG mit Wirkung zum 15. November 2013 niedergelegt. Ab dem 1. April 2014 wird Herr Dr. Lars Brzoska Vorstand für das Ressort Vertrieb bei der Jungheinrich AG. Für den Übergangszeitraum hat der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Hans-Georg Frey, die kommissarische Leitung des Vertriebsressorts übernommen.

Vergütungsbericht

Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten, wobei der Schwerpunkt auf der Ergebniskomponente liegt.

Vergütung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat hatte im Jahr 2010, unter anderem aufgrund des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung), eine Neuregelung des Vergütungssystems für den Vorstand verabschiedet. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt seit der Neuregelung des Vergütungssystems die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist leistungsorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil der Vergütung kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie das Marktanteilswachstum für einzelne Produktbereiche bezogen auf den Kernmarkt Europa. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses an der jeweiligen Zielerreichung gemessen und ausgezahlt werden. Mit Wirkung ab 1. Januar 2014 wurde das System der variablen Vergütung weiterentwickelt. Die prozentuale Gewichtung der einzelnen Erfolgsparameter an der Gesamtzielgröße wurde verändert, die untere Anspruchsgrenze auf eine bei anderen Unternehmen übliche Höhe abgesenkt und die Veränderbarkeit der in den Folgejahren auszuzahlenden Teilbeträge auf eine realistischere Bandbreite begrenzt. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.

Vergütung des Aufsichtsrates

Das seit 2012 geltende Vergütungssystem für den Aufsichtsrat sieht u. a. einen deutlich reduzierten Anteil der variablen Vergütung und die Anknüpfung an die EBIT-Kapitalrendite (ROCE) als in die Zukunft gerichtete Bemessungsgrundlage vor. Nach dieser Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite des Jungheinrich-Konzerns. Der Zielwert der EBIT-Kapitalrendite orientiert sich an der mittelfristigen strategischen Zielsetzung des Jungheinrich-Konzerns und beträgt 20 Prozent. Bei Zielerreichung beträgt die variable jährliche Vergütung dann 20.000 €. Für jeden vollen Prozentpunkt darunter verringert sich die variable jährliche Vergütung um 4.000 €, für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung.

Der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 soll eine Anpassung der Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung des Aufsichtsrates mit Wirkung ab 1. Januar 2014 vorgeschlagen werden. Anlass der Anpassung waren veränderte Bilanzierungsregeln für den Jungheinrich-Konzern durch die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 19 zum 1. Januar 2013 sowie transparenzerhöhende Umgliederungen, insbesondere im Segment "Finanzdienstleistungen", die die bisherige EBIT-Kapitalrendite maßgeblich beeinflussten. Im Sinne einer Neuorientierung soll die Eigenkapitalrendite "Return on Equity" (ROE) als neue Bemessungsgrundlage eingeführt werden, die nunmehr die gesamte Geschäftstätigkeit des Konzerns in einer einfachen Relation widerspiegelt. Zudem soll durch die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage als Drei-Jahres-Durchschnitt die vom Gesetzgeber geforderte Nachhaltigkeit des variablen Vergütungssystems unterstrichen werden.

Vergütung der leitenden Angestellten

Für die leitenden Angestellten wurde im Berichtsjahr ein neues Vergütungssystem eingeführt, welches sich hinsichtlich des variablen Vergütungsbestandteiles grundsätzlich an den Kennziffern für die Vorstandsvergütung orientiert.

Forschung und Entwicklung

Die Jungheinrich AG ist zuständig für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 55 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) tätig. Die Aufwendungen für F&E einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und von Leistungen verbundener Unternehmen betrugen 29,8 Mio. € (Vorjahr: 29,4 Mio. €). Durch Patente schützt die Jungheinrich AG ihre Innovationen sowie die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte. Im Jahr 2013 wurden 158 (Vorjahr: 172) Patente erteilt.

Grundlagenentwicklung

In der Grundlagenentwicklung befasste sich das Unternehmen vorrangig mit Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz von Flurförderzeugen. Arbeitsschwerpunkte im Berichtsjahr waren eine neue Motorentechnologie für Elektromotoren, Verbesserungen vorrangig in der Regelung von Antriebssystemen durch neue Sensoren und der Ersatz von Bleibatterien durch Lithium-Ionen-Batterien. Zur langfristigen Markteinführung von Lithium-Ionen-Batterien für verschiedene Produkte wurde eine Lithium-Ionen-Strategie erarbeitet. Lithium-Ionen-Batterien zeichnen sich gegenüber üblichen Bleibatterien durch längere Lebensdauer, höhere Leistungsfähigkeit sowie Wartungsfreiheit bei vergleichbarer Sicherheit aus. Die Bilddatenverarbeitung, die sich in den letzten Jahren durch neue Kamera- und Rechnertechnologien weiterentwickelt hat, wurde intensiv auf ihr Potenzial zur Verbesserung von Assistenz- und Automatisierungssystemen untersucht. Der Einsatz dieser Systeme in Flurförderzeugen führt kundenseitig zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung. In diesem Zusammenhang engagiert sich Jungheinrich in einem Forschungsprojekt ("FTF out of the box"), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von kognitiven Technologien für interaktive fahrerlose Transportfahrzeuge. Prototypen sollen bei Anwendungspartnern des Projektes unter realen Bedingungen getestet werden. Jungheinrich ist verantwortlich für die Gesamtkoordination des Projektes, an dem zwei weitere Unternehmen, das Institut für technische Informatik der Universität Lübeck sowie ein Dienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik, beteiligt sind. Das Projekt wurde am 1. Oktober 2013 gestartet und läuft über drei Jahre. Der Beitrag von Jungheinrich ist ein System zur automatischen Palettenein- und -auslagerung.

Die Arbeit in der Konstruktionsentwicklung wird mit einem neuen 3D-Großflächenprojektionssystem zur Erzeugung einer virtuellen Realität bei der Produktentwicklung unterstützt. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde das System bereits erprobt.

Im Rahmen der Konzernkomponenten-Entwicklung wurden im Berichtsjahr erste Komponenten, darunter beispielsweise ein universelles Fahrer-Display, zur Serienreife gebracht und konzernweit in verschiedenen Fahrzeugtypen eingesetzt.

Von der zentralen Designabteilung wurde unter Berücksichtigung der neuen Konzernkomponenten ein neues Fahrzeugdesign erarbeitet, das die Markenidentität der Produkte stärken soll.

Erklärung zur Unternehmensführung

Gemäß § 289a HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter www.jungheinrich.de nachzulesen.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen.

Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:

Die Jungheinrich AG zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur aus, die eine zweckmäßige Funktionskontrolle gewährleistet.
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem.
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und Treasury) sind eindeutig zugeordnet.
Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme).
Bei der Jungheinrich AG bestehen Richtlinien, die Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollen für alle wesentlichen Prozesse regeln. Die Richtlinien stehen im Intranet allen Mitarbeitern zur Verfügung.
Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des konzernweiten Jungheinrich-spezifischen Systems berücksichtigt. Ebenso überprüft die Konzernrevision die Effektivität der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Der Aufsichtsrat bzw. sein Finanz- und Prüfungsausschuss befassen sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte für die Wirtschaftsprüfer und die Konzernrevision.

Eine absolute Sicherheit, fehlerhafte Angaben und Aussagen in der Rechnungslegung zu vermeiden, Fehleinschätzungen aufzudecken und die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen zu gewährleisten, ist nicht gegeben.

Risiko- und Chancenbericht

Durch die internationale Geschäftstätigkeit der Jungheinrich AG sind die Früherkennung von Risiken und Chancen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert.

Risiko- und Chancenmanagement

Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Sämtliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System der Jungheinrich AG eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung zwischen Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung, der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:

der Konzernrichtlinie Risikomanagement,
dem Konzernrisikoausschuss,
den operativen Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften,
den zentralen Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen,
der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern,
der Konzernrevision.

Die Leiter der operativen Landesgesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert isoliert nach Risiken und Chancen verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, wird die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen werden abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch interne Ad-hoc-Meldungen zu informieren. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer regulären Prüfungen sowie durch einzelfallbezogene Sonderprüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Leasing-Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt.

Risiken und Chancen

Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2013 durch den Konzernrisikoausschuss bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutendsten Risiken und Chancen sind nachfolgend aufgeführt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten für das Jahr 2014 ein globales Wachstum von mehr als 3 Prozent, für die Eurozone wird ein leichtes Wachstum prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die bisher nicht gelösten Probleme in Verbindung mit der Schuldenkrise in einigen europäischen Staaten beeinträchtigt werden, obwohl zwischenzeitlich teilweise positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Es bleibt abzuwarten, ob erneut einzelne Länder in Krisensituationen geraten bzw. inwiefern erste Erfolge in einzelnen Ländern nachhaltig spürbar werden. Auch die aktuelle politisch instabile Situation in der Ukraine könnte sich auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken.

Im Berichtsjahr stieg das Weltmarktvolumen bei Flurförderzeugen um fast 7 Prozent, in Europa nahm das Marktvolumen leicht zu. Ein erneuter Konjunkturrückgang vor allem in Europa könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Im Falle einer positiven konjunkturellen Entwicklung bestehen andererseits Chancen auf ein steigendes Marktvolumen, insbesondere in Europa, woraus sich Wachstumschancen für den Jungheinrich-Konzern ergeben könnten. Der Markt für Flurförderzeuge ist außerdem durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt.

Auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa - laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.

Daneben wird dem Risiko des Verlustes von Marktanteilen dadurch begegnet, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt und seinen Dienstleistungsumfang ausbaut sowie seinen Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet sowie seine Differenzierungsstrategie, beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes, weiter forciert. Insgesamt wird das Produktportfolio 2014 um rund 20 neue Produkte erweitert.

Operative Geschäftsrisiken

Operative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell, beispielsweise durch das Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten, und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen auf Basis der existierenden Plattformstrategie ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.

Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen.

Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert das Unternehmen im Rahmen seines Risikomanagements. Das Unternehmen setzt u. a. Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2014 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet.

Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung der Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit und dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme, wobei sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001 orientiert.

Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personelle Risiken können entstehen, wenn diese nicht ausreichend gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt Jungheinrich im Rahmen des Hochschulmarketings enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen. Dem intensiven Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden z. B. Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten "Talentmanagements" identifiziert, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, erhöht das Unternehmen die Anzahl an Ausbildungsplätzen. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Im Berichtsjahr konnten dennoch alle offenen Positionen für Entwicklungsingenieure qualifiziert besetzt werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Bei den finanzwirtschaftlichen Risiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für die Jungheinrich AG, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

Die weitgehend abgeklungene Staatsschuldenkrise im Euroraum hat unverändert zum Vorjahr keinen wesentlichen Einfluss auf die Sicherung des finanziellen Spielraumes von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Jungheinrich verfügt über zugesagte, mittelfristige Kreditrahmen von nahezu 300 Mio. € mit einem ausgewogenen Fälligkeitsprofil zur Finanzierung des operativen Geschäftes.

Darüber hinaus besteht ein Schuldscheindarlehen über 46,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis Anfang Dezember 2014. Hinsichtlich der bestehenden Financial Covenants werden aus heutiger Sicht keine Risiken erwartet.

Durch den anhaltend hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem der Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungs-Managements für den Jungheinrich-Konzern soll eine zins- und währungsoptimale firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht werden.

Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von 100 Mio. € in einen Spezialfonds investiert. Zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat aufgelegt.

Die Jungheinrich AG ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren, insbesondere des Ratings über die Vertragspartner, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert wird, sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps), besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt.

Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeit der Gesellschaften des Konzerns im für diese Industrie üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Allgemeine wesentliche Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und den sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind im üblichen Umfang teilweise Partei oder Beteiligte in gerichtlichen oder außergerichtlichen Auseinandersetzungen, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns wegen vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der Branchenentwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage der Jungheinrich AG. Daher stellt eine spürbar positivere als die derzeit erwartete Konjunkturentwicklung in Europa die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar.

Unser Ausblick für 2014 basiert auf den verfügbaren Expertenschätzungen für die konjunkturelle Entwicklung und den eigenen Markteinschätzungen. Sollte sich die Weltwirtschaft, insbesondere die europäische Wirtschaft, schneller und stärker bzw. nachhaltiger erholen, als dies in den aktuellen BIP-Prognosen zum Ausdruck kommt, und sich in Verbindung damit das Marktvolumen entsprechend positiver entwickeln, könnten Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen.

Operative Geschäftschancen

Im Geschäftsjahr können Chancen für Jungheinrich durch neue Produkte entstehen. Durch die Markteinführung der neuen Generation verbrennungsmotorischer Stapler mit hydrodynamischem Antrieb besteht die Chance, die Position in diesem Marktsegment auszubauen. Darüber hinaus können neue Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen.

Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die Unternehmensleitung

Auf der Grundlage unseres Risikomanagementsystems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden diese - soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage spürbar und nachhaltig beeinträchtigen könnten. Auch existenzgefährdende Risiken für die Jungheinrich AG sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Dies trifft sowohl für die Berichtsperiode als auch für geplante oder bereits eingeleitete Aktivitäten zu.

Alle Risiken, mit Ausnahme der konjunkturellen und branchenspezifischen Risiken, beurteilen wir als steuerbar und beherrschbar.

Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2013

Berichtspflichtige Vorgänge nach Ablauf des Geschäftsjahres 2013 liegen nicht vor.

Ausblick

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2014 ihre Erholung fortsetzen und ein spürbares Wachstum verzeichnen. Insbesondere Nordamerika, China und die Länder im Euroraum sollten zu diesem Wachstum beitragen. Experten rechnen für 2014 mit einem Anstieg des globalen Wachstums von 3,5 Prozent nach 2,9 Prozent im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt der USA dürfte um 2,8 Prozent nach 1,9 Prozent im Vorjahr wachsen. Für die chinesische Wirtschaft wird ein Wachstum auf einem weiter hohen Niveau von 7,3 Prozent (2013: 7,7 Prozent) prognostiziert. Indien soll mit 5,8 Prozent Wachstum eine dynamischere wirtschaftliche Entwicklung als im Vorjahr (4,9 Prozent) erreichen. Für die Eurozone wird nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent erwartet. Dazu sollen auch die südeuropäischen Länder positiv beitragen. Die für Jungheinrich neben Deutschland bedeutenden europäischen Kernmärkte Frankreich und Großbritannien weisen für das laufende Jahr bessere Wachstumsprognosen auf als für 2013. In Italien, ebenfalls ein Kernmarkt für Jungheinrich, wird nach einer Rezession im Vorjahr eine leicht steigende Wirtschaftsleistung erwartet. In Schlüsselländern Osteuropas, wie beispielsweise Polen und Russland, sollten sich die Wachstumsraten deutlich verbessern. Für Deutschland wird nach 0,4 Prozent im Berichtsjahr ein Wachstum von 1,7 Prozent für 2014 erwartet. Der Branchenverband VDMA rechnet 2014 mit einem Wachstum von 3 Prozent und einer Rekord-Produktion im Wert von 203 Mrd. €.

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %

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Region Prognose 2014
Welt 3,5
USA 2,8
China 7,3
Eurozone 0,9
Deutschland 1,7

Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2014)

Vor dem Hintergrund des prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums - mit einer gegenüber dem Vorjahr merklich positiveren Einschätzung für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum - gehen wir davon aus, dass nicht nur das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge weiter steigen dürfte, sondern sich das Marktvolumen in Europa aus heutiger Sicht ebenfalls positiv entwickeln sollte. Dabei dürfte die Nachfrage in Osteuropa weiter steigen und die wirtschaftliche Erholung in Westeuropa Wachstumschancen eröffnen. In Asien gehen wir von einem anhaltenden Marktwachstum aus, wenn sich die gute Marktentwicklung in China weiter fortsetzt. Das Wachstum des nordamerikanischen Marktes sollte ebenfalls anhalten. Sofern die oben beschriebenen Annahmen eintreffen, werden die operativen Ergebnisse der Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr realisiert werden können.

Die Jungheinrich AG wird auch in diesem Jahr ihre konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung in Schlüsseltechnologien auf dem hohen Niveau des Vorjahres fortführen bzw. gezielt verstärken. Das gilt weiterhin insbesondere für die Antriebstechnik, Automation von Fahrzeugen und marktspezifische Produktentwicklungen.

Die Ergebnisentwicklung der Jungheinrich AG wird hauptsächlich von den Ergebnissen ihrer deutschen Tochtergesellschaften und deren Vereinnahmung innerhalb des Beteiligungsergebnisses der Jungheinrich AG bestimmt. Aufgrund von Sondereffekten aus Ergebnisübernahmen im Jahr 2013 werden das Beteiligungsergebnis und der Jahresüberschuss der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2014 deutlich niedriger ausfallen.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören u. a. Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Lagebericht kann daher nicht übernommen werden.

Hamburg, den 5. März 2014

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2013

Bilanz

der Jungheinrich AG

AKTIVA

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Anhang 31.12.2013

in Tausend €
31.12.2012

in Tausend €
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.859 9.429
II. Sachanlagen 162.534 146.052
III. Finanzanlagen 330.211 266.740
497.604 422.221
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 881 28.587
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 146.527 126.280
III. Wertpapiere (4) 235.243 151.159
IV. Liquide Mittel (5) 127.439 350.189
510.090 656.215
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.442 1.409
1.009.136 1.079.845
Passiva
Anhang 31.12.2013

in Tausend

31.12.2012

in Tausend

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (6) 102.000 102.000
II. Kapitalrücklage 76.952 76.952
III. Gewinnrücklagen (7) 407.346 350.903
IV. Bilanzgewinn 56.444 28.160
642.742 558.015
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (8) 29.900 32.579
2. Übrige Rückstellungen (9) 23.603 27.098
53.503 59.677
C. Verbindlichkeiten (10)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitituten 69.189 104.493
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.246 9.040
3. Übrige Verbindlichkeiten 229.204 342.516
305.639 456.049
D. Rechnungsabgrenzungsposten (11) 7.252 6.104
1.009.136 1.079.845

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

der Jungheinrich AG

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Anhang 2013

in Tausend €
2012

in Tausend €
1. Umsatzerlöse (14) 108.207 221.202
2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 20.123 26.092
3. Materialaufwand (16) 3.366 82.712
4. Personalaufwand (17) 79.032 83.454
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (18) 17.534 15.592
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) 95.604 104.258
7. Finanz- und Beteiligungsergebnis (20) 170.859 60.450
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 103.653 21.728
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) -9.816 -10.646
10. Sonstige Steuern 582 341
11. Jahresüberschuss 112.887 32.033
12. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 56.443 3.873
13. Bilanzgewinn 56.444 28.160

Entwicklung des Anlagevermögens der Jungheinrich AG

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in Tausend € Stand am 01.01.2013 Abgänge aus Ausgliederung Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2013
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 77.882 29.960 3.906 - - 51.828
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 152.764 - 33.061 28.066 - 213.891
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.485 906 3 - - 582
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.278 4.796 2.337 287 1.082 25.024
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.226 4.731 - -28.353 2 3.140
218.753 10.433 35.401 - 1.084 242.637
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 266.048 - 63.474 - - 329.522
2. Beteiligungen 3.650 - - - - 3.650
3. Sonstige Ausleihungen 138 - - - 80 58
269.836 - 63.474 - 80 333.230
566.471 40.393 102.781 - 1.164 627.695

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Kumulierte Abschreibungen
in Tausend € Stand am 01.01.2013 Abgänge aus Ausgliederung Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2013
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 68.453 28.966 7.482 - 46.969
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.343 - 7.183 - 61.526
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.163 768 35 - 430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.195 825 2.834 1.057 18.147
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
72.701 1.593 10.052 1.057 80.103
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Beteiligungen 2.987 - - - 2.987
3. Sonstige Ausleihungen 109 - 3 80 32
3.096 - 3 80 3.019
144.250 30.559 17.537 1.137 130.091

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Buchwerte Buchwerte
in Tausend € Stand am 31.12.2013 Stand am 31.12.2012
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.859 9.429
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 152.365 98.421
2. Technische Anlagen und Maschinen 152 322
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.877 11.083
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.140 36.226
162.534 146.052
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 329.522 266.048
2. Beteiligungen 663 663
3. Sonstige Ausleihungen 26 29
330.211 266.740
497.604 422.221

Anhang der Jungheinrich AG

Ausgliederung der unternehmerischen Einheit "Zentrale Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement)" zum 1. Januar 2013

Aus dem Vermögen der Jungheinrich AG wurden alle für die Fortführung des Geschäftsbetriebes der unternehmerischen Einheit "Zentrale Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement)" notwendigen Aktiva und Passiva mit allen Rechten und Pflichten, einschließlich der Arbeitsverhältnisse, als Gesamtheit in die Jungheinrich Ersatzteilmanagement AG & Co. KG (ehemals: Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG), Hamburg, ausgegliedert.

Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2013.

Eine direkte Vergleichbarkeit der Bilanz zum 31. Dezember 2013 und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2013 der Jungheinrich AG mit den Zahlen des Vorjahres ist nicht gegeben, da die Jungheinrich AG seit dem 1. Januar 2013 nach Ausgliederung des Betriebsteiles "Zentrale Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement)" nunmehr ausschließlich das Geschäft einer Management-Holding betreibt. Kennzeichnend für das Geschäft der Jungheinrich AG ab dem 1. Januar 2013 ist die Bewirtschaftung inländischer Immobilien und die Betreuung sämtlicher Holding-Aktivitäten einschließlich der Verwaltung von Beteiligungen sowie der Forschung und Entwicklung. Die Jungheinrich AG erzielt nunmehr Umsatzerlöse aus dem Geschäft mit inländischen Konzerngesellschaften betreffend die Vermietung von Immobilien, die Berechnung von Lizenzgebühren für die Nutzung von Produktrechten und die Vergütung von Dienstleistungen der in der Jungheinrich AG angesiedelten Holdingkostenstellen aus erstmalig im Geschäftsjahr 2013 erhobenen Konzernabgaben sowie der direkten Weiterbelastung von Verwaltungskosten. Ein Vergleich der wesentlichen Bilanzpositionen des Jahresabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2012 und der Bilanzpositionen nach Ausgliederung zum 1. Januar 2013 ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Wesentliche Bilanzpositionen der Jungheinrich AG vor und nach Ausgliederung zum 1. Januar 2013

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in Tausend € 1. Januar 2013 vor Ausgliederung Ausgliederungen Aktiva und Passiva Veränderung Kapital- und Verrechnungskonten 1. Januar 2013 nach Ausgliederung
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.429 -994 - 8.435
Sachanlagen 146.052 -8.840 - 137.212
Finanzanlagen 266.740 - 18.163 284.903
Vorräte 28.587 -28.230 - 357
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 126.280 -37.916 - 88.364
Verrechnungskonto Jungheinrich AG - - 15.900 15.900
Wertpapiere 151.159 - - 151.159
Liquide Mittel 350.189 - -2.900 347.289
Sonstige Aktiva 1.409 - - 1.409
Summe Aktiva 1.079.845 -75.980 31.163 1.035.028
Eigenkapital 558.015 - 558.015
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32.579 -3.454 - 29.125
Übrige Rückstellungen 27.098 -2.621 - 24.477
Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 462.153 -38.742 - 423.411
Summe Passiva 1.079.845 -44.817 - 1.035.028

Die durch die Ausgliederung wesentlich veränderten Postitionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden unter den entsprechenden Ziffern des Anhanges erläutert.

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2013 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 410 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, sonstige Ausleihungen zu ihrem Nominalwert bilanziert. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem jährlichen Zinsfuß von 4,90 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,0 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 Prozent berücksichtigt.

Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verpflichtungen aus diesen Plänen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,82 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent berechnet. Für Altersteilzeitvereinbarungen, die zum 31. Dezember 2012 noch nicht bilanziert wurden, erfolgte die Bewertung der Aufstockungszahlungen im Wege der ratierlichen Ansammlung, da für die Vereinbarungen grundsätzlich ein Entlohnungscharakter unterstellt wurde.

Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 4,90 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,25 Prozent berücksichtigt. Der langfristige Anteil dieser Rückstellung, mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wurde pauschal mit einem Zinssatz von 4,34 Prozent abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Zur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 Prozent angewendet.

Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten der Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt.

Sofern der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem aktiven Überhang führt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Anwendung dieser Bewertungsvorschriften führte im Berichtsjahr zu einem unrealisierten Kursverlust in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 55 T€).

Für Fremdwährungsdarlehen mit Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten; daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt.

Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (27) dargestellt.

(2) Vorräte

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Ersatzteile - 28.197
Unfertige Erzeugnisse - 14
Waren 77 239
Geleistete Anzahlungen 804 137
881 28.587

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 882
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 142.773 118.901
Sonstige Vermögensgegenstände 3.754 6.497
146.527 126.280

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.468 T€ (Vorjahr: 34.597 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln an Tochtergesellschaften in Höhe von 134.305 T€ (Vorjahr: 84.304 T€).

(4) Wertpapiere

Die Wertpapiere enthalten sonstige Wertpapiere in Höhe von 135.243 T€. Sämtliche Wertpapiere sind frei verfügbar.

Im Berichtsjahr wurden Mittel in Höhe von 100.000 T€ in einem Spezialfonds (Spezial-AIF; Alternative Investment Fund) angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Mischfonds, der ausschließlich in liquide Wertpapiere aus dem europäischen Renten- und Aktienmarkt investiert. Ziel der Spezialfondsanlage ist es, bei einem begrenzten Risiko die Renditechancen am Kapitalmarkt zu nutzen. Um das Risikokapital zu begrenzen, ist der Fonds als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Der Marktwert des Fonds zum 31. Dezember 2013 betrug 100.007 T€. Es bestehen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Eine Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 erfolgte nicht.

(5) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten aus Festgeldern und auf Girokonten.

(6) Gezeichnetes Kapital

Angaben gemäß § 160 AktG:

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Anzahl Betrag
in Tausend €
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Stammaktien 18.000.000 54.000
Vorzugsaktien 16.000.000 48.000
34.000.000 102.000

Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 25 Abs. 1 WpHG am 31. Oktober 2002 Folgendes veröffentlicht:

Frau Ursula Lange, Deutschland, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 50 Prozent betrug. Davon sind ihr 28,3 Prozent gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Herrn Wolff Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihm gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hadmut von Kameke, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Petra Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der Lange Pool GbR, Wohltorf, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, betrug am 1. April 2002 21,7 Prozent.
Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, hat am 28. Mai 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten und die Schwelle von 50 Prozent erreicht. Der Stimmrechtsanteil beträgt nun 50 Prozent.
Der Stimmrechtsanteil der Ursula-Lange-Stiftung, Liechtenstein, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Davon sind ihr 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft hat am 21. Dezember 2001 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und betrug 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen.
Am 1. April 2002 betrug der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug am 1. April 2002 jeweils 50 Prozent. 42,75 Prozent der Stimmrechte der vier aufgeführten Aktionäre sind ihnen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihnen auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. 49,94 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihr auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 1995 50 Prozent. 25 Prozent der Stimmrechte waren ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug ab 1. April 1995 jeweils 50 Prozent. Jeweils 43,75 Prozent der Stimmrechte waren ihnen gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen.

(7) Gewinnrücklagen

Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2013 von 112.887 T€ wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 56.443 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Pensionsrückstellungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 32.982 T€ (Vorjahr: 35.578 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 3.082 T€ (Vorjahr: 2.999 T€) mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe saldiert ausgewiesen. Die Zeitwerte der Deferred-Compensation-Pläne entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten.

(9) Übrige Rückstellungen

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in Tausend € 31.12.2013 31.12.2012
Steuerrückstellungen 4.873 2.837
Sonstige Rückstellungen 18.730 24.261
23.603 27.098

Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Gewerbesteuern in Höhe von 3.311 T€.

Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, Verpflichtungen gegenüber Kunden, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten.

Im Berichtsjahr wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 2.935 T€ (Vorjahr: 4.990 T€) mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 816 T€ (Vorjahr: 2.094 T€) saldiert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beliefen sich auf 856 T€. Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die verrechneten Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 40 T€ (Vorjahr: 35 T€).

(10) Verbindlichkeiten

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31.12.2013 31.12.2012
in Tausend € Davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr Davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr
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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.189 48.234 104.493 993
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.246 7.246 9.040 9.040
Übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 223.722 223.722 339.755 339.755
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 367 367 514 514
Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern 4.716 T€; Vorjahr 1.914 T€) 5.115 5.115 2.247 2.247
305.639 284.684 456.049 352.549

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein festverzinsliches Schuldscheindarlehen in Höhe von 46.500 T€ mit einer Endfälligkeit im Jahr 2014 enthalten. Im Jahr 2013 wurde die variabel verzinsliche Tranche des Schuldscheindarlehens in Höhe von 53.500 T€ vorzeitig getilgt. Die zur Absicherung der variablen Zinsen durchgeführte Zinssicherung wurde im Berichtsjahr ebenfalls vorzeitig abgelöst.

Im Berichtsjahr wurde ein über eine Grundschuld besichertes Darlehen in Höhe von 19.000 T€ mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Zinsbindung von zehn Jahren aufgenommen. Der Buchwert zum 31. Dezember 2013 belief sich auf 18.905 T€. Ein Betrag von 12.364 T€ hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Darüber hinaus besteht in Höhe von 3.500 T€ (Vorjahr: 4.000 T€) ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020. Ein Betrag von 1.000 T€ hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.638 T€ (Vorjahr: 42.905 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 209.084 T€ (Vorjahr: 296.850 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 179 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 335 T€ (Vorjahr: 335 T€).

(11) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus Mietvorauszahlungen der Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg, im Zusammenhang mit der Finanzierung der Liegenschaft am Standort Moosburg durch die Jungheinrich AG.

(12) Haftungsverhältnisse

Die Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 103.390 T€ (Vorjahr: 201.294 T€) abgegeben. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag in Höhe von 7.438 T€ (Vorjahr 8.500 T€).

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den Unternehmen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

(13) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB/ Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung der Immobilien und des Fuhrparks sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben.

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in Tausend €
2014 106.173
2015 bis 2018 197.185
Nach 2018 23.767
327.125

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(14) Umsatzerlöse

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in Tausend € 2013 2012
Nach Regionen
Deutschland 108.121 111.348
Übriges Europa - 96.873
Übrige Länder 86 12.981
108.207 221.202
Nach Bereichen
Ersatzteile - 168.078
Dienstleistungen 66.008 13.913
Erlöse aus Vermietung 21.527 18.153
Lizenzerlöse 20.672 21.058
108.207 221.202

(15) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 8.957 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 3.264 T€. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 63 T€ (Vorjahr: 11 T€).

Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst.

(16) Materialaufwand

Der Materialaufwand des Berichtsjahres enthält überwiegend Energie- und Stoffkosten auf dem Niveau des Vorjahres. Im Vorjahr waren zusätzlich noch die Aufwendungen für Ersatzteileinkäufe enthalten.

(17) Personalaufwand/Mitarbeiter

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in Tausend € 2013 2012
Gehälter 68.656 72.003
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung 1.426 T€; Vorjahr 1.199 T€) 10.376 11.451
79.032 83.454

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

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2013 2012
Gewerbliche Arbeitnehmer 6 16
Angestellte 743 842
Auszubildende 96 90
845 948

(18) Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 903 T€ aus der Bewertung der Immobilien zum beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 13.786 T€. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 495 T€ (Vorjahr: 424 T€).

Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen.

(20) Finanz- und Beteiligungsergebnis

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in Tausend € 2013 2012
Erträge aus Beteiligungen 77.922 62.072
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -13 -
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 98.128 1.839
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen 2.482 T€; Vorjahr 1.544 T€) 4.457 5.681
Abschreibungen auf Finanzanlagen -3 -54
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon an verbundene Unternehmen 617 T€; Vorjahr 378 T€) -9.632 -9.088
170.859 60.450

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren in voller Höhe aus verbundenen inländischen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von 1.499 T€ (Vorjahr: 1.788 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 9.816 T€ beinhalten Erträge aus Steuerumlagen von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften in Höhe von 33.390 T€ sowie effektive Steueraufwendungen in Höhe von 23.574 T€.

Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit.

Aus der Gegenüberstellung der handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzposten wurden aktive latente Steuern für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen, des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die Bilanzposten der Finanzanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2013 führte zu einem aktiven Überhang von 10.218 T€, welcher aufgrund des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde.

(22) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Bilanzierung wird nach der Einfrierungsmethode vorgenommen.

Die Überprüfung der Effektivitäten erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit der Hypothetische-Derivate-Methode).

Darlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Geschäfte, die im Wesentlichen zur Absicherung des rollierenden Zwölf-Monats-Horizontes in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Dauer dieser meist laufzeitkongruenten Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinaus.

Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet.

Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte beliefen sich auf 56.405 T€ (Vorjahr: 51.409 T€). Der Umfang der Sicherungsgeschäfte entspach dem der zu sichernden Grundgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 89 T€ und negative Marktwerte in Höhe von -200 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten ist eine Aufwertung der Intercompany-Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften in Höhe von 96 T€ unterblieben.

(23) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Im Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach öffentlich auf der Website der Jungheinrich AG zugänglich gemacht.

(24) Honorare des Abschlussprüfers

Für das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:

Abschlussprüfungsleistungen: 140 T€
Andere Bestätigungsleistungen: 30 T€
Steuerberatungsleistungen: 44 T€
Sonstige Leistungen: 29 T€

(25) Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes

I. Aufsichtsrat

Jürgen Peddinghaus

Vorsitzender

Unternehmensberater

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen

Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck (bis 03.05.2013)

Detlev Böger

Stellvertretender Vorsitzender

Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Region Hamburg

Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBA

Honorarprofessorin für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich)

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Hansa-Heemann AG, Rellingen

(stellvertretende Vorsitzende)

Kabel Deutschland Holding AG, Unterföhring

Tomorrow Focus AG, München

Vergleichbares Kontrollgremium:

Sanoma Group, Helsinki/Finnland

ASR Nederland N.V., Utrecht/Niederlande

Birgit von Garrel

2. Bevollmächtigte der IG Metall, Landshut

Markus Haase

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates

Rolf Uwe Haschke

Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Jungheinrich AG Joachim Kiel

Leitender Angestellter der Jungheinrich AG

Wolff Lange

Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Hansa-Heemann AG, Rellingen

(Vorsitzender)

Wintersteiger AG, Ried/Österreich

(Vorsitzender)

Vergleichbares Kontrollgremium:

WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden

Hubertus Freiherr von der Recke

Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Weitere Mandate

Vergleichbares Kontrollgremium:

"Der Lachs" Branntwein- und Liqueur-Fabrik GmbH & Co. KG, Nörten-Hardenberg

Dr. Peter Schäfer

Betriebswirt

Steffen Schwarz

Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates

Franz Günter Wolf

Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Wohltorf

Weitere Mandate Vergleichbares Kontrollgremium:

LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen

(Vorsitzender)

II. Vorstand

Die Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

Hans-Georg Frey

Vorsitzender des Vorstandes

Arbeitsdirektor

Vertrieb (kommissarisch, seit 15.11.2013)

Weitere Mandate

Aufsichtsrat: Fielmann AG, Hamburg

Dr. Volker Hues

Mitglied des Vorstandes

Finanzen

Konzernmandat:

Aufsichtsrat:

Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg

(stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Helmut Limberg

Mitglied des Vorstandes (bis 15.11.2013)

Vertrieb

Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Mitglied des Vorstandes

Technik

Konzernmandat:

Aufsichtsrat:

Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg

(Vorsitzender)

(26) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2013 betrugen 907 T€.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2013 auf 4.523 T€. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr. 9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt.

Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 2.082 T€.

Zum 31. Dezember 2013 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 11.417 T€ gebildet.

(27) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 285 Nr. 11 HGB

31. Dezember 2013

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Name und Sitz Anteil am Kapital

%
Eigenkapital

in Tausend

Jahresüberschuss/ (-fehlbetrag) in Tausend

Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg1) 100 34.733 30.518
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg1) 100 57.387 18.253
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg1) 100 2.999 1.160
Jungheinrich Ersatzteilmanagement AG & Co. KG (vormals: Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG), Hamburg1) 100 18.682 22.942
Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg2) 100 284.033 -
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg2) 100 10.337 -
Jungheinrich Logistiksysteme GmbH, Moosburg 100 25 -
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis1) 100 1.000 5.053
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg2) 100 5.121 -
Jungheinrich Rental International AG & Co. KG (vormals: Jungheinrich Finance AG & Co. KG), Hamburg1) 100 -7.067 1.233
Jungheinrich Financial Services International GmbH, Hamburg2) 100 992 -
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg 100 7.000 2.724
Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich 100 -239 288
Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg 100 29 4
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden 100 2.600 1.061
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs-GmbH, Klipphausen/Dresden 100 25 1
Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 31.518 1.491
Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 38.485 5.969
Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 -3.074 -684
Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 1.000 -
Mécanique Industrie Chimie, MIC S.A., Rungis, Frankreich3) 100 - -
Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 -5.916 -88
Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 25.551 4.685
Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien 100 -48.423 -493
Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 1.469 540
Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 6.158 1.515
Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100 29.242 7.986
Jungheinrich Rental S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100 11.461 1.350
Jungheinrich Fleet Services S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100 1.504 338
Jungheinrich de España S.A.U., Abrera/Barcelona, Spanien 100 9.044 2.293
Jungheinrich Rental S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100 985 -36
Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100 1.287 402
Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande 100 11.621 3.490
Jungheinrich Finance B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande 100 975 -31
Jungheinrich Financial Services B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande 100 317 -265
Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz 100 17.357 5.826
Jungheinrich n.v./s.a., Leuven, Belgien 100 9.112 2.173
Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich 100 11.903 3.503
Jungheinrich Fleet Services GmbH, Wien, Österreich 100 979 -6
Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien, Österreich 100 1.228 235
Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki/Warschau, Polen 100 10.775 3.335
Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen 100 6.327 2.122
Jungheinrich (CR) s.r.o., Říčany/Prag, Tschechien 100 5.014 2.050
Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden 100 4.226 672
Jungheinrich Hungária Kft., Biatorbágy/Budapest, Ungarn 100 4.696 1.640
Jungheinrich Danmark A/S, Tâstrup, Dänemark 100 2.201 329
Jungheinrich, d.o.o., Trzin, Slowenien 100 2.080 531
Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro/Lissabon, Portugal 100 1.156 323
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland 100 2.966 663
Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes/Athen, Griechenland 100 498 145
Jungheinrich istif Makinaları San. ve Tic. Ltd. Şti., Alemdağ/Istanbul, Türkei 100 3.695 785
Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei 100 2.776 812
Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA4) 100 - -
Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur 100 4.522 755
Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Itupeva - SP, Brasilien 100 6.353 208
Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA4) 100 - -
Jungheinrich Lift Truck OOO, Moskau, Russland 100 20.422 5.659
Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine 100 638 43
Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland 100 1.164 200
Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen 100 239 95
Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland 100 1.235 374
Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100 9.985 522
Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu/Shanghai, China 100 14.464 1.074
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn/Bangkok, Thailand 100 3.481 515
Jungheinrich Lift Truck India Private Ltd., Mumbai, Indien 100 398 308
Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100 31 -
FORTAL Administracao e Participacoes S.A., Rio de Janeiro, Brasilien5) 100 - -
JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien 50 24.637 4.789
Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien4) 50 - -
JULI Motor (Putian) Co. Ltd., Putian, China 50 4.961 -751
Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus 50 812 6
Supralift Beteiligungs- und Kommunikationsgesellschaft mbH, Hofheim am Taunus 50 20 -
Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston/Texas, USA 100 396 130
Jungheinrich Systemlösungen GmbH (vormals: ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH), Graz, Österreich 100 1.755 579
Elbe River Capital S.A., Luxemburg 100 31 -

1) Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich AG persönlich haftende Gesellschafterin.

2) kein Jahresergebnis aufgrund Ergebnisabführungsvertrag

3) Jahresabschlussdaten nicht vorhanden

4) keine aktive Geschäftstätigkeit

5) in Liquidation

(28) Dividende

Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 56.444.000,- € wie folgt zu verwenden:

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in €
Zahlung einer Dividende von 0,80 € je Stammaktie 14.400.000,-
Zahlung einer Dividende von 0,86 € je Vorzugsaktie 13.760.000,-
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 28.284.000,-
56.444.000,-

Hamburg, den 5. März 2014

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.

Hamburg, den 5. März 2014

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Hans-Georg Frey

Dr. Volker Hues

Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 5. März 2014

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Reiher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Deutsch, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Nach erheblichen konjunkturellen Unsicherheiten und Befürchtungen um den Fortbestand der Eurozone sowie vor möglichen globalen Rezessionstendenzen im Jahr 2012 zeigte der Weltmarkt für Flurförderzeuge vor dem Hintergrund einer moderaten Erholung der Weltwirtschaft im Berichtsjahr ein spürbares Wachstum. Das Weltmarktvolumen überschritt im Berichtszeitraum sogar erstmals die Marke von einer Million Flurförderzeugen. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kamen dabei aus China, Nordamerika und Osteuropa.

Europa ist nach wie vor der Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, während Asien zwischenzeitlich weltweit zum größten Markt für Flurförderzeuge wurde und damit immer größere Bedeutung auch für Jungheinrich erlangt. Aber auch der nordamerikanische Markt wies erneut eine starke Steigerung im Marktvolumen auf.

Diese Entwicklungen und die konkreten Aussichten auf eine sich weiter stabilisierende Weltwirtschaft in den kommenden Jahren fanden unter anderem ihren Niederschlag in der Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat im Berichtsjahr. Es galt insbesondere, den Konzern auf dieses Markt- und Unternehmenswachstum strukturell vorzubereiten. Hierzu dienten verschiedene Maßnahmen und Entscheidungen, die im Folgenden zusammenfassend dargestellt werden.

Die strategischen Investitionsvorhaben im Bereich des Zentralen Ersatzteilmanagements mit dem neuen Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen bei Hamburg sowie der Fertigungskapazitäten -in den neuen Werken in Qingpu (China) und Degernpoint (Bayern) - konnten im Berichtsjahr fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Durch diese, mit erheblichen finanziellen Mitteln und mit hohem persönlichen Engagement der betroffenen Bereiche realisierten Großprojekte kommt das Streben des Unternehmens nach einer Vorreiterrolle in der qualitativen, prozessualen und kostenoptimierten Fertigung sowie nach schnellstmöglichem internationalen Service durch die Bereitstellung von Ersatzteilen zum Ausdruck.

Gleichzeitig wurden neue Zuständigkeiten im Vorstand für Regionen und Sparten eingeführt. Vor dem Hintergrund der Anforderungen, die aus der zunehmenden Internationalisierung des Geschäfts resultieren, wurde den einzelnen Vorstandsmitgliedern über die funktionale Zuständigkeit für ihre angestammten Bereiche hinaus die Übernahme der Verantwortung für geografisch abgegrenzte, regionale Märkte insgesamt übertragen. Gleichzeitig wurden aus einzelnen Vertriebs- und Technikbereichen eigenständige Sparten gebildet und die Zuständigkeit hierfür entweder dem Gesamtvorstand oder aber ausdrücklich einzelnen Vorstandsmitgliedern zugewiesen. Damit ist auf Vorstandsebene eine cross-funktio-nale Matrix-Verantwortung entstanden.

Der Vorstand hat darüber hinaus auf der ersten Führungsebene die vertrieblichen Zuständigkeiten für regionale Märkte, insbesondere in Europa, neu geordnet.

Aus sämtlichen vorstehend aufgeführten Maßnahmen erwarten Aufsichtsrat und Vorstand zusätzliche Impulse für eine noch intensivere Geschäftstätigkeit und Marktbearbeitung.

Der Wechsel im Vorstandsressort Vertrieb wird Chancen bieten, nach Jahren des strukturellen Aufbaus die Position des Jungheinrich-Vertriebes in seinen angestammten Märkten weiter zu verbessern und die Arbeit des Vorstandes durch externe Erfahrungen, insbesondere unter internationalen Gesichtspunkten, zu befruchten.

Ein weiteres wesentliches Thema für die Tätigkeit des Aufsichtsrates war im Berichtsjahr die Überprüfung der Systematik der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat unter den Gesichtspunkten höherer Transparenz und Nachhaltigkeit. Dabei befasste sich der Aufsichtsrat erneut intensiv mit den Anforderungen an die Vergütungssystematiken und deren Zielsetzungen nach Aktiengesetz und Deutschem Corporate Governance Kodex. Nach eingehender Vorbereitung in einer Arbeitsgruppe des Aufsichtsrates und Diskussion im Gesamtplenum entstanden hieraus Anpassungen der variablen Vergütung des Vorstandes, die ab 1. Januar 2014 gelten, sowie der Vorschlag an die Hauptversammlung über Anpassungen der variablen Vergütung des Aufsichtsrates, die bei Verabschiedung durch die Hauptversammlung ebenfalls mit Wirkung ab 1. Januar 2014 gelten sollen.

Bei der Anpassung der Vergütungssystematik für den Vorstand wurde die prozentuale Gewich-tung der einzelnen Erfolgsparameter an der Gesamtzielgröße verändert, die untere Anspruchsgrenze auf eine bei anderen Unternehmen übliche Höhe abgesenkt und die Veränderbarkeit der in den Folgejahren auszuzahlenden Teilbeträge auf eine realistischere Bandbreite begrenzt. Insgesamt wurden durch diese Änderungen Nachteile der bisherigen Systematik bei unveränderten Zielgrößen ausgeglichen.

Anlass der Anpassung der Vergütungssystematik für den Aufsichtsrat, wie sie der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden, sind veränderte Bilanzierungsregeln für den Jungheinrich-Konzern, die die bisherige EBIT-Kapitalrendite maßgeblich beeinflussen. Im Sinne einer Neuorientierung soll die Eigenkapitalrendite "Return on Equity" (ROE) als neue Bemessungsgrundlage eingeführt werden, die nunmehr die gesamte Geschäftstätigkeit des Konzerns in einer einfachen Relation widerspiegelt. Zudem soll durch die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage als Drei-JahresDurchschnitt die vom Gesetzgeber geforderte Nachhaltigkeit des variablen Vergütungssystems unterstrichen werden.

Der Aufsichtsrat übte auch im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragene Überwachungsaufgabe der Arbeit des Vorstandes regelmäßig und detailliert in den Sitzungen des Gesamtgremiums, den Sitzungen seiner Ausschüsse und auch außerhalb der Sitzungen intensiv aus. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens wiederum eingehend beraten und gleichzeitig die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren sowohl Rechtmäßigkeits-, Ordnungsmäßigkeits-, Zweck-mäßigkeits- wie auch Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkte der Geschäftsführung und der Konzernleitung. Dies erfolgte auf Grundlage von ausführlichen und regelmäßigen Berichten des Vorstandes in mündlicher und schriftlicher Form.

Der Aufsichtsrat wurde auch in diesem Berichtsjahr frühzeitig in alle wichtigen Entscheidungen des Vorstandes, insbesondere im Hinblick auf die strategische Weiterentwicklung des Konzerns, umfassend eingebunden. Die Berichte des Vorstandes umfassten die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften, die Finanzlage, die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl sowie den Status der wesentlichen Investitionsvorhaben und Projekte. Weiter befassten sich der Aufsichtsrat und sein Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Chancen- und Risikomanagement, dem internen Kontrollsystem sowie der Compliance des Unternehmens. Alle Mitglieder des Vorstandes berichteten ausführlich zu ihren Verantwortungsbereichen in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse. Hinzu kamen gemäß der Informationsordnung für den Vorstand die schriftlichen Berichte des Vorstandes im monatlichen, viertel- und halbjährlichen Turnus. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erörterten Themen mit dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen und bereiteten die entsprechenden Diskussionen sowie Entscheidungen des Gesamtplenums vor.

Mit der strategischen und geschäftlichen Entwicklung des Konzerns, seiner Geschäftsfelder und Sparten sowie Tochter- und Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland befasste sich der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum 2013 in allen vier Sitzungen. Neben diesen und den eingangs dargestellten übergeordneten Themen waren im Wesentlichen die folgenden Punkte Gegenstand der Diskussionen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrates in Sitzungen und in schriftlichen Verfahren:

In einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren im Januar 2013 ging es um den Erwerb von geistigen Schutzrechten für Komponenten einer wesentlichen Neuentwicklung im Bereich der Gegengewichtsstapler.

In der Bilanzsitzung am 15. März 2013 wurde im Beisein der Jahresabschlussprüfer der Jahres-sowie der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2012 durchgesprochen und gebilligt, nachdem der Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse seiner Vorprüfung vorgetragen und die Jahresabschlussprüfer dem Aufsichtsrat ihre Prüfungsergebnisse präsentiert hatten. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wiederbestellung von Herrn Dr. Rosenbach zum Vorstand Technik mit Wirkung ab 1. Januar 2014 für weitere drei Jahre. Im Übrigen wurde die Tagesordnung der Hauptversammlung verabschiedet.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am Tag der Hauptversammlung, also am 11. Juni 2013, wurde u. a. der Neubau der neuen Konzernzentrale in Hamburg-Wandsbek nach ausführlicher Präsentation der wichtigsten Parameter verabschiedet.

In der Sitzung am 17. September 2013 wurde dem Ausscheiden von Herrn Dr. Limberg als Vertriebsvorstand zugestimmt. Der Aufsichtsrat bedankte sich ausdrücklich bei Herrn Dr. Limberg für die geleistete Arbeit. Des Weiteren wurde die aktualisierte Personalstrategie vorgestellt und die Gründung einer strategisch wichtigen Spartengesellschaft beschlossen. Außerdem berichtete der stellvertretende Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses über die insgesamt erfreulichen Ergebnisse der durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrates.

Am 10. Dezember fand die letzte Sitzung des Jahres 2013 statt, in welcher der neue Vertriebsvorstand, Herr Dr. Lars Brzoska, bestellt wurde. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates hatten Herrn Dr. Brzoska vorher ausführlich kennengelernt, der seine Tätigkeit als Vertriebsvorstand zum 1. April 2014 aufnehmen wird. Weiterhin wurde die Planung für das Geschäftsjahr 2014 diskutiert und genehmigt. Ebenso wurde die überarbeitete Systematik für die variable Vergütung des Vorstandes verabschiedet sowie die entsprechende Beschlussvorlage an die Hauptversammlung hinsichtlich der Überarbeitung der Systematik für die variable Vergütung des Aufsichtsrates. Schließlich wurde die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrates nach § 161 AktG ("Corporate Governance Kodex-Erklärung") beschlossen.

Bezüglich der intensiven Tätigkeit der Ausschüsse des Aufsichtsrates ist wiederum diejenige des Finanz- und Prüfungsausschusses an erster Stelle zu nennen. Dieser hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Der Ausschuss befasste sich unter anderem mit sämtlichen Themen rund um die Jahresabschlüsse und die Abschlussprüfer (Prüfergebnisse der Abschlussprüfer zum jeweiligen Jahresabschluss, Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, Honorar und Vorbereitung der Bestellung), mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrates, dem Stand eines Pensionsfonds im Ausland, dem Risikomanagement- und dem Compliance-System bei Jungheinrich sowie der Tätigkeit der Konzernrevision.

Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2013 zu vier Sitzungen zusammen und bereitete alle relevanten Themen für das Plenum vor.

Der erneut gebildete Bauausschuss, der sich mit der Planung und Gestaltung des Neubaus der Konzernzentrale befasst, tagte im Berichtsjahr zweimal.

Über die Diskussionen sowie den Findungspro-zess von Empfehlungen bzw. Beschlüssen aller Ausschuss-Sitzungen berichteten die AusschussVorsitzenden umfassend in der jeweils folgenden Sitzung des Aufsichtsrates.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2013 wurden wiederum von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 und der Konzernlagebericht wurden ebenfalls durch Deloitte geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Finanz- und Prüfungsausschuss prüfte die Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte von Deloitte eingehend und hat dem Aufsichtsrat hierüber berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates würdigten die Prüfberichte der Abschlussprüfer. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2013 zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 18. März 2014 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teil. Nach Feststellungen der Abschlussprüfer sind das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das Compliance-System nicht zu beanstanden und es gab keine Feststellungen zu der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz.

Auf Basis der ausführlichen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes durch den Aufsichtsrat hatte der Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer in seiner Sitzung am 18. März 2014 zu und billigte damit den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2013 an.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.

Hamburg, den 18. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Jürgen Peddinghaus, Vorsitzender

Corporate Governance Kodex

Für die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13. Mai 2013 bezieht.

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 wurde und wird durch die Jungheinrich AG seit der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2012 mit Ausnahme der nachfolgenden Empfehlungen entsprochen.

Im Einzelnen handelt es sich um nachstehende Abweichungen, die danach erläutert werden:

1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8).

Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für die Organmitglieder des Unternehmens (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine grundsätzliche Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Aufgrund des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde jedoch die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes in der vom Gesetz und Kodex vorgesehenen Höhe ergänzt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich der Kodex enthält eine entsprechende Empfehlung. Der Aufsichtsrat sieht deswegen auch weiterhin keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen. Die Erwägungen des Aufsichtsrates hierfür beruhen auf der Einschätzung, dass es in erster Linie darum geht, geeignete Persönlichkeiten für das Amt des Aufsichtsrates gewinnen zu können, die mit ihrer Erfahrung eine Bereicherung der Tätigkeit im Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse darstellen. Diesen Bestrebungen liefe es zuwider, wenn die so gewonnenen Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit nur eingeschränkten Versicherungsschutz genössen.

2. Der Aufsichtsrat befasst sich im Laufe des Jahres 2014 mit der Aufgabenstellung, das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft zu berücksichtigen (Kodex Ziffer 4.2.2).

3. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei jedoch nicht im Vordergrund der Überlegungen des Aufsichtsrates (Kodex Ziffer 5.1.2).

Weibliche Kandidaten werden bei der Besetzung von Vorstandsmandaten durch den Aufsichtsrat selbstverständlich in genau der gleichen Weise in Erwägung gezogen wie männliche Kandidaten. Es steht jedoch stets die fachliche und persönliche Eignung für das betreffende Vorstandsmandat im Vordergrund. Eine Frauenquote unabhängig von der Eignung der jeweiligen Kandidatin hielte der Aufsichtsrat für nicht zielführend und nicht in Übereinstimmung mit den auch für den Aufsichtsrat geltenden Vermögensbetreuungspflichten.

4. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise veröffentlicht (Kodex Ziffern 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6).

Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert im Anhang oder Lagebericht auszuweisen, folgt die Gesellschaft auch weiterhin nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass grundsätzlich nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die aus einer solchen Veröffentlichung folgenden Vorteile für die Allgemeinheit und Anleger als nicht so gewichtig an, als dass die damit verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - außer Acht gelassen werden müssten. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 15. Juni 2011 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit.

5. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3).

Der Aufsichtsrat hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters des Unternehmens als Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet.

6. Der Aufsichtsrat hat noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt (Kodex Ziffer 5.4.1).

Der Aufsichtsrat hat im Laufe des Jahres 2012 darüber beraten, ob und wenn ja wie diese Kodexempfehlung vor dem unternehmensspezifischen Hintergrund der Gesellschaft angemessen umgesetzt werden kann. Aus dieser Beratung ging der Beschluss hervor, sich rechtzeitig vor den nächsten Wahlen zum Aufsichtsrat im Jahr 2016 wieder mit diesem Thema und einer evtl. konkreten Zielfestsetzung zu befassen.

7. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1).

Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für die Tätigkeit im Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegenüber einer starren Grenze gegeben.

8. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates erfüllt ggf. nicht die Kriterien der Ziffer 5.4.2 des Kodex' hinsichtlich der Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder

Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, davon sechs, die von den Arbeitnehmern gewählt werden. Zwei Anteilseignervertreter werden von den Stammaktionären mit Namensaktien in den Aufsichtsrat entsandt. Die verbleibenden vier Anteilseignervertreter werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für diese verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden bereits in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. Und allein stimmberechtigt in der Hauptversammlung sind wiederum die Stammaktionäre. Diese gesamte Systematik der Besetzung der Anteilseignervertreter-Bank spiegelt den Charakter des Unternehmens als Familiengesellschaft wider.

Hamburg, im Dezember 2013

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2013

Die Ordentliche Hauptversammlung hat am 15. Mai 2014 einstimmig beschlossen, den für das Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 56.444.000,-- entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von € 0,80 je Stammaktie € 14.400.000,--

Zahlung einer Dividende von € 0,86 je Vorzugsaktie € 13.760.000,--

Einstellung in andere Gewinnrücklagen € 28.284.000,--

Hamburg, im Mai 2014

Jungheinrich AG

Der Vorstand

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