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Jungheinrich AG

Annual Report Mar 29, 2012

238_10-k_2012-03-29_f0903604-5628-4e33-a8af-bb1d472e3c40.pdf

Annual Report

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Veränderung
Jungheinrich-Konzern 2011 2010 in %
Auftragseingang Mio. € 2.178 1.924 13,2
Umsatzerlöse
Inland Mio. € 571 493 15,8
Ausland Mio. € 1.545 1.323 16,8
Gesamt Mio. € 2.116 1.816 16,5
Auslandsquote % 73 73
Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 329 281 17,1
Produktion Flurförderzeuge Stück 75.700 60.400 25,3
Bilanzsumme Mio. € 2.580 2.394 7,8
Eigenkapital Mio. € 718 633 13,4
davon gezeichnetes Kapital Mio. € 102 102
Investitionen
1)
Mio. € 52 33 57,6
Forschung und Entwicklung Mio. € 38 36 5,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 146 98 49,0
EBIT-Umsatzrendite (ROS) % 6,9 5,4
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) 2) % 26,2 22,7
Ergebnis nach Steuern Mio. € 106 82 29,3
Mitarbeiter
Inland 31.12. 4.925 4.661 5,7
Ausland 31.12. 5.786 5.477 5,6
Gesamt 31.12. 10.711 10.138 5,7
Ergebnis je Vorzugsaktie 3,13 2,45 27,8
Dividende je Aktie – Stammaktie 0,703) 0,49 42,9
– Vorzugsaktie 0,763) 0,55 38,2

1) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten

2) EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital

3) Vorschlag

Hinweis: Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern.

Dies dient lediglich der leichteren Lesbarkeit und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

Geschäftsbericht 2011

Inhalt

An unsere Aktionäre 4
Bericht des Aufsichtsrates 6
Corporate-Governance-Bericht 10
Der Aufsichtsrat 16
Der Vorstand 18
Die Jungheinrich-Aktie 20
Konzernlagebericht 28
Der Konzern im Überblick 72
Konzernabschluss 90
Jungheinrich weltweit 152
Mehrjahresübersicht 154
Finanzkalender 156

für Jungheinrich stand das Geschäftsjahr 2011 ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung. Dank der insgesamt stabilen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum profitierte das Unternehmen von der erneut dynamischen Marktentwicklung in der Branche. Die kräftige Nachfrage nach Flurförderzeugen sorgte für steigende Auftragseingänge und eine zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken. Besonders hohe Zuwächse waren in der ersten Jahreshälfte 2011 zu verzeichnen.

Unter dem Strich steht für das letzte Jahr ein sehr ordentliches Ergebnis. Es belegt die Rückkehr von Jungheinrich zu alter Umsatz- und Ertragsstärke. Eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Geschäftsverlauf war der planmäßige Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Krisenjahr 2009. Das Unter nehmen verfügt heute über effektivere und flexiblere Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und Produktion.

So wurden 2011 beispielsweise im Werk Norderstedt die Neugestaltung der Produktionsabläufe und die Optimierung der Fertigungsprozesse abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand hierbei die neu errichtete Pulverbeschichtungsanlage. Sie trägt wesentlich zur Verbesserung des innerbetrieblichen Transportes bei.

Um der steigenden Nachfrage nach Flurförderzeugen in Asien zu entsprechen, investiert

Jungheinrich auch in China in den Ausbau fortschrittlicher Produktionskapazitäten. Hierzu fand Ende 2011 der offizielle Spatenstich für das neue Werk in Qingpu (Shanghai) statt. Nach seiner Fertigstellung wird es das derzeitige Werk ablösen und auf eine noch bessere Versorgung dieser zentralen Absatzregion mit weiteren Fahrzeugbaureihen und regionalspezifischen Produkten ausgelegt sein.

Dem internationalen Wachstum unseres Unternehmens tragen wir außerdem auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums nördlich von Hamburg Rechnung. Damit antwortet Jungheinrich auf das Sortimentswachstum (Ersatzteile) aus dem erweiterten Fahrzeugportfolio sowie die steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation und des Händlergeschäftes.

Als wesentliches Element für profitables Wachstum weiten wir unsere internationalen Vertriebsaktivitäten in Europa und auf den boomenden Märkten in Asien und Lateinamerika, dort vor allem in Ländern wie China und Brasilien, aus.

All dies sind Maßnahmen, um unsere Kunden für die Marke Jungheinrich zu begeistern und dem Wettbewerb mit einem breiten Leistungsangebot einen Schritt voraus zu sein! So geschehen auch im Mai 2011 in Hannover auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT; dort haben wir einmal mehr demonstriert, was uns antreibt: die

Idee, Maschinenbaukompetenz und Innovationsfreude sowie Lösungsorientierung miteinander zu verknüpfen. Dies findet Ausdruck im neuen Markenclaim "Jungheinrich – Machines. Ideas. Solutions.", der die Markenattribute auf wenige klare Botschaften konzentriert.

Ein wesentlicher Treiber für den Erfolg unseres Unternehmens ist das hohe Engagement in der konzernübergreifenden Grundlagenentwicklung. Sie identifiziert aussichtsreiche und nachhaltige Zukunftstechnologien, erforscht sie und prüft ihre Umsetzbarkeit in Produkten und Prozessen. Ein zentrales Thema bildete 2011 die Energieeffizienz von Antriebssystemen, zu dem Jungheinrich mit dem weltweit ersten serienmäßigen Flurförderzeug auf Basis von Lithium-Ionen-Technologie beitrug.

Pioniergeist muss solide finanziert sein. Hierauf legen wir gesteigerten Wert und gehen in allen Unternehmensbereichen sorgsam mit den zur Verfügung stehenden Mitteln um. Die Sicherung des finanziellen Spielraumes von Jungheinrich genießt weiterhin höchste Priorität – gerade in wirtschaftlich bewegten Zeiten.

Dass wir nach dem Krisenjahr 2009 schnell auf unseren Weg zu langfristig profitablem Wachstum – besonders im vergangenen Geschäftsjahr – zurückgekehrt sind, verdanken wir der Einsatz bereitschaft und dem Zusammenwirken unserer insgesamt rund 10.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Unter dem Motto "Jungheinrich ECHO 2011" nahmen diese im Herbst letzten Jahres – zunächst in Deutschland – an einer umfassenden Mitarbeiterbefragung teil. Die Ergebnisse belegen die starke Verbundenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit Jungheinrich. Mit dieser engagierten Mannschaft sind wir gut aufgestellt, an künftigem Marktwachstum zu partizipieren. Dieses dürfte 2012 – mit zum Teil starken regionalen Unterschieden – als Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum und in den USA nicht ganz so kräftig wie im Vorjahr ausfallen. Wir rechnen mit einer Seitwärtsbewegung des Weltmarktes und werden die sich daraus ergebenden Geschäftschancen – wo immer möglich – sichern.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für die geleistete Arbeit, unseren Kunden und unseren Aktionären für ihr Vertrauen. Wir freuen uns, den eingeschlagenen Erfolgskurs auch im laufenden Jahr mit Ihnen gemeinsam fortzusetzen.

Hamburg, 20. März 2012

Hans-Georg Frey Vorsitzender des Vorstandes

Bericht des Aufsichtsrates

Im ersten Halbjahr 2011 war die Tätigkeit der Gesellschaft bestimmt von einer hohen Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Konzerns infolge des stark ausgeprägten Wachstums der globalen Flurförderzeugmärkte. Demgegenüber war das zweite Halbjahr 2011 geprägt von den zunehmenden Rezessionssorgen infolge der Staatsschuldenkrise in Europa und den west lichen Industrienationen. Der befürchtete Nachfrageeinbruch blieb zwar glücklicherweise aus, trotzdem war die Verunsicherung allerorten deutlich spürbar. Aufgrund der Restrukturierung des Konzerns während des Jahres 2009 war das Unternehmen deutlich flexibler aufgestellt – sowohl im Hinblick auf starkes Wachstum wie auch auf mögliche Nachfragerückgänge. In dieser von äußeren Unsicherheiten geprägten Situation lag der Schwerpunkt der Arbeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011 in der Beratung des Vorstandes bei der Festlegung der strategischen Zielsetzungen des Unternehmens im mittelfristigen Zeitrahmen.

Neben der ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Überwachungsaufgabe nahm das Thema der strategischen Ausrichtung des Konzerns breiten Raum in den Diskussionen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ein. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens eingehend beraten und die Geschäftsführung des Vorstandes kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und

Konzernleitung. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der Überwachungsaufgabe waren die mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstandes.

Wie stets in den vergangenen Jahren ist der Aufsichtsrat frühzeitig in sämtliche für das Unternehmen wichtigen Entscheidungen eingebunden worden. Die Informationen und Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat bezogen sich auf die strategischen Eckpunkte, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesell schaf ten, die Finanzlage, die Personalsituation sowie auf sehr große Investitionsvorhaben und Projekte. Eingehend befasste sich der Aufsichtsrat und der Finanz- und Prüfungsausschuss mit den Risiken bzw. dem Risikomanagement, dem internen Kontrollsystem, der gesetzes- und richtlinienkonformen Unternehmensführung sowie der Compliance-Organisation des Unternehmens. Die einzelnen Mitglieder des Vorstandes berichteten in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse anhand detaillierter Unterlagen in mündlicher Form. Hinzu kamen gemäß der Informationsordnung für den Vorstand die schriftlichen Berichte des Vorstandes im monatlichen, viertel- und halbjährlichen Turnus. Neben der Information über den allgemeinen Geschäftsverlauf erstreckten sie sich auch auf das zeitnahe Eingehen auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von der Planung. Das in der Konsolidierungsphase des Geschäftsjahres 2010 im Fokus stehende Thema der Erhaltung der Konzernfinanzierung war angesichts des starken Wachstums während des Berichtszeitraumes bei

gleichzeitig eingetretener Verknappung der für Kredite zur Verfügung gestellten Mittel ein Schwerpunktthema. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses haben mit dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen zahlreiche Themen beraten und Entscheidungen des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse vorbereitet.

Mit den nachfolgenden Themen befasste sich der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum 2011 in fünf ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung besonders intensiv.

Schwerpunkt der deutlich früher als in der Vergangenheit angesetzten Bilanzsitzung am 17. März 2011 war im Beisein der Jahresabschlussprüfer die eingehende Durchsprache des Jahressowie des Konzernabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2010 und deren Billigung. Hierzu trug der Finanz- und Prüfungsausschuss umfassend über seine voran gegangene Analyse der Prüfberichte der Jahresabschlussprüfer vor. Die Entwürfe der Berichte der Jahresabschlussprüfer wurden dem Finanz- und Prüfungsausschuss – und zeitgleich allen Mitgliedern des Aufsichts rates – zugeleitet, sodass jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben seiner Teilnahme an den vorbereitenden Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses frühzeitig Gelegenheit hatte, sich ein Bild von den Prüfberichten zu machen und Fragen sowie Hinweise hierzu vorzubringen. Die Jahresabschlussprüfer berichteten dem Aufsichtsrat über ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse. Es wurden darüber hinaus der Bericht des Aufsichtsrates, der CorporateGovernance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung sowie die Erklärung zur Unternehmensführung diskutiert und verabschiedet. Infolge des gebilligten Konzernabschlusses konnte auch die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010 verabschiedet werden. Des Weiteren wurde die weichenstellende Entscheidungsvorlage zum Bau des neuen Produktionswerkes in China verabschiedet und diejenige für das neue Logistikkonzept des Konzerns für den Bereich After Sales vorbereitet. Und schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Diversity im Konzern und verabschiedete eine intensiv vorbereitete Vorlage an die Hauptversammlung zur Neuregelung der Aufsichtsratsvergütung.

In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 31. Mai 2011 wurde Herr Dr. Hues für weitere drei Jahre zum Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für das Ressort Finanzen, wiederbestellt. Schwerpunkt der Sitzung war die Verabschiedung der Entscheidungsvorlage zum Neubau eines Logistikzentrums im norddeutschen Raum basierend auf dem neuen Ersatzteil managementkonzept des Konzerns. Außerdem trug der Vorstand ausführlich zur IT-Strategie vor.

In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 konstituierten sich der neu gewählte Aufsichtsrat und seine Ausschüsse.

In der Sitzung am 13. September 2011 wurden das Kataloggeschäft vorgestellt und die Grundzüge der internationalen Personalstrategie dis ku tiert

8 | 9 und verabschiedet. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Ent scheidungs vorlage des Vorstandes zur Errichtung des neuen Produktionswerkes für Lager- und Systemgeräte in Moosburg, die genehmigt wurde. Ebenfalls genehmigt wurde die Gründung einer Direktvertriebsgesellschaft im wichtigen Markt Indien.

Die Sitzung am 17. November 2011 befasste sich neben der Entwicklung auf den Weltmärkten vor allem mit einer Entscheidungsvorlage zur Vereinheitlichung der komplexen SAP-Systeme im Bereich der Technik.

In der Sitzung am 22. Dezember 2011 stand die Verabschiedung der Planung 2012 im Mittelpunkt der Arbeit des Aufsichtsrates. Dabei mussten die Unsicherheiten über die weitere konjunkturelle Entwicklung in den für den Konzern relevanten Weltmärkten abgewogen und entsprechend bei der Festlegung der Ziele berücksichtigt werden. Weitere Themen waren die Zielwerte für die variable Vergütung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2012 nach entsprechendem Vorschlag des Personalausschusses sowie die Verabschiedung der jährlichen Erklärung des Aufsichtsrates zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Verabschiedung einer strategisch bedeutsamen Entscheidungsvorlage zur Produkt neuentwicklung im Bereich der Gegengewichtsstapler einschließlich der dazugehörenden Markterschließungsmaßnahmen.

In den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse gab es in der Sache zwar naturgemäß unterschiedliche Standpunkte und Diskussionsbeiträge. Diese waren stets von hoher Objektivität und dem Bestreben geprägt, den Konzern langfristig gut auszurichten und damit seine Un ab

hängigkeit, sein Wachstum und seine Profita bilität sicherzustellen.

Die Ausschüsse des Aufsichtsrates wurden aufgrund der personellen Veränderungen im Aufsichtsrat während des Berichtsjahres teilweise neu zusammengesetzt. Der Paritätische Ausschuss musste auch im Berichtszeitraum nicht tagen. Der aus drei Mitgliedern bestehende Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr siebenmal getagt. In diesen Sitzungen, aber durch den Vorsitzenden des Ausschusses auch außerhalb der Sitzungen, hat dieser wichtige Ausschuss sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben effizient und äußerst gründlich wahrgenommen und damit hervorragend zur Vorbereitung von Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrates beigetragen.

Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2011 zu vier ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

Über die Diskussionen sowie den Findungsprozess von Empfehlungen bzw. Beschlüssen aller Ausschuss-Sitzungen wurde umfassend in der folgenden Sitzung des Aufsichtsrates durch die Vorsitzenden der Ausschüsse berichtet.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2011 wurden erneut von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und der Konzernlagebericht wurden ebenfalls

durch Deloitte geprüft und ebenfalls mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte von Deloitte intensiv analysiert sowie detailliert durchgearbeitet und dem Aufsichtsrat hierüber eingehend berichtet. Die vorerwähnten Unterlagen lagen auch allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor und wurden von ihnen unter Berücksichtigung des Berichtes des Finanz- und Prüfungsausschusses geprüft. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an der Sitzung des Aufsichtsrates am 20. März 2012 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teil und berichteten in dieser Sitzung ausführlich und abschließend über die Ergebnisse ihrer Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dabei stellten die Abschlussprüfer fest, dass das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das Compliance-System nicht zu beanstanden waren.

Auf Basis der eingehenden und abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes durch den Aufsichtsrat hatte der Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In seiner Sitzung am 20. März 2012 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2011 an.

Personelle Veränderungen

Die Bestellung und der Dienstvertrag für Herrn Dr. Hues als Vorstand Finanzen wurden um drei Jahre verlängert.

Der Aufsichtsrat wurde im Berichtsjahr neu zusammengesetzt. Die Arbeitnehmervertreter wurden durch die deutsche Belegschaft neu gewählt. Die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 wählte zwei neue Vertreter der Anteils eigner. Allen mit Ablauf der Hauptversammlung 2011 ausgeschiedenen Mitgliedern ist der Aufsichtsrat zu großem Dank für ihre intensive und gestalterische Arbeit in diesem Gremium im langfristigen Interesse des Unternehmens verpflichtet.

Hamburg, den 20. März 2012 Für den Aufsichtsrat

Jürgen Peddinghaus Vorsitzender

10 | 11 Corporate-Governance-Bericht

Corporate Governance bei Jungheinrich

Aufsichtsrat und Vorstand berichten hiermit gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodexes in seiner nach wie vor aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 über die Corporate Governance bei Jungheinrich:

Einer transparenten, guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle, die auf eine nachhaltige Wertsteigerung hin orientiert ist und – kurz gefasst – als Corporate Governance bezeichnet wird, widmeten sich Aufsichtsrat und Vorstand im Berichtsjahr wiederum intensiv. Für Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG bildet hierbei der von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zuletzt im Mai 2010 geänderte Kodex eine wichtige Richtschnur und einen maßgeblichen Orientierungsrahmen für die konkrete Umsetzung einer nachhaltigen, werteorientierten Unternehmensführung. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen eine offene Informationspolitik und eine hohe Transparenz bezüglich der Unternehmensentscheidungen und ihres Findungsprozesses gegenüber den Anlegern und Kapitalmärkten, den Geschäftspartnern und der gesamten Öffentlichkeit. Nicht zuletzt haben die Mitarbeiter des Unternehmens ein nachhaltiges Interesse an dieser Transparenz. Jungheinrich hat dafür ein eigenständiges Führungsleitbild unter Betonung einer werteorientierten Unternehmensausrichtung als Familienunternehmen erarbeitet und eingeführt. Hierzu gehört die erstmals 2011 im deutschen Teilkonzern durchgeführte Mitarbeiterbefragung

"Jungheinrich ECHO 2011", aus der wichtige Impulse für eine noch weitere Verbesserung der Führungskultur abgeleitet werden.

Für den Jungheinrich-Konzern ist seit vielen Jahren Ausgangspunkt der Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat die klare Verteilung von Aufgaben, Rechten und Verantwortlichkeiten zwischen den drei Organen der Gesellschaft: Der Vorstand führt die Geschäfte des Unternehmens eigenständig und in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes, befindet sich dabei jedoch nicht nur in einer Überwachungsaufgabe, sondern berät gleichermaßen den Vorstand und diskutiert mit ihm in einem ständigen Dialog die weitere strategische Ausrichtung des Konzerns, aber auch einzelne Projekte und bedeutende Investitionsvorhaben. Die Hauptversammlung schließlich stellt die Plattform für die Ausübung der Aktionärsrechte dar und ist als das finale Entscheidungsgremium im Konzern anzusehen. Die externe Abschlussprüfung unterstützt den Aufsichtsrat bei seiner Überwachungsaufgabe der Geschäftsführung des Vorstandes und ist wichtiger Analysebestandteil bei den immer komplexer werdenden Themen rund um den Jahresabschluss. Der Bereich Compliance, also die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien, nimmt zunehmend breiteren Raum in der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat, aber auch in den Diskussionen innerhalb des Vorstandes sowie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein. Über die Tätigkeit der hierzu geschaffenen

Organisationseinheit berichtet der Vorstand dem Finanz- und Prüfungsausschuss, der hierfür vom Aufsichtsrat beauftragt wurde, regelmäßig. Ergänzend wird bei Jungheinrich eine offene, also transparente Unternehmenskommunikation als weiterer Baustein der Corporate Governance gepflegt. Und schließlich verfolgt das Unternehmen eine zurückhaltende und konservative Linie im Hinblick auf Risiken. Der verantwortungsvolle, auf nachhaltige Begrenzung der Risiken ausgerichtete Umgang mit diesem Thema innerhalb des Konzerns ist Bestandteil des Risikomanagementsystems bei Jungheinrich. Die Corporate Governance bei Jungheinrich erfüllt somit alle gesetzlichen Vorgaben und kommt auch weitgehend den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes nach.

Die Standards zur Unternehmensführung werden permanent weiterentwickelt und aktualisiert.

Ergänzende Informationen zur Arbeit des Aufsichtsrates, seiner Ausschüsse – auch im Zu sammenspiel mit dem Vorstand – enthält der Bericht des Aufsichtsrates in diesem Geschäftsbericht sowie die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite der Gesellschaft (www.jungheinrich.de) eingestellt ist. Auf der Internetseite finden sich auch Finanzpublika tionen des Unternehmens, Informationen und Unterlagen zur Hauptversammlung, der jährliche Finanz kalender mit wesentlichen Jahresterminen, Ad-hocund weitere Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, insbesondere zu meldepflichtigen Wertpapiergeschäften (Directors' Dealings), Presse meldungen, die aktuelle Satzung der Jungheinrich AG sowie weitere Informa tionen zur Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG haben zuletzt im Dezember 2011 ihre jährliche

Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen und Anregungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung bezieht sich auf die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodexes und ist auf der Internetseite der Gesellschaft wie folgt veröffentlicht:

"Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 26. Mai 2010 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden wird bzw. in der Vergangenheit entsprochen wurde.

Im Einzelnen handelt es sich um nachstehende Abweichungen, die danach erläutert werden:

  1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Durch die verpflichten den Regelungen des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde ab dem dort vorgesehenen Zeitpunkt die Versicherungs police der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes ergänzt. Nachdem der Gesetzgeber die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglie der des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen hat, sieht der Aufsichtsrat keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen.

  2. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei jedoch nicht im Mittelpunkt (Kodex Ziffer 5.1.2).

Frauen werden bei der Besetzung von Vorstandsmandaten durch den Aufsichtsrat selbstverständlich in gleicher Weise in Erwägung gezogen wie männliche Kandidaten. Es steht jedoch stets die fachliche und persönliche Eignung für das betreffende Vorstandsmandat im Vordergrund.

  1. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Corporate Governance Berichts ist, sowie im Anhang des Konzernabschlusses nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise dargestellt (Kodex Ziffern 4.2.4 und 5.4.6).

Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert auszu weisen, folgt die Gesellschaft nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass nicht auf einzelne Organmitglieder abzu stel len ist. Zudem sieht die Gesellschaft die mit einer solchen Veröffentlichung verbundenen Nachteile – auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds – als in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Veröffentlichung für die Anleger stehend an. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 15. Juni 2011 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit.

  1. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3).

Die Gesellschaft hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters einer Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt, die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet.

    1. Der Aufsichtsrat hat noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt (Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat wird im Laufe des Jahres 2012 darüber beraten, wie die Kodexempfehlung vor dem unternehmensspezifischen Hintergrund der Gesellschaft angemessen umgesetzt werden kann.
    1. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für den Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegeben.

Hamburg, im Dezember 2011"

Auf der jährlichen Hauptversammlung der Jungheinrich AG können alle Aktionäre ihre Rechte ausüben. Von den Stammaktionären wird das Stimmrecht wahrgenommen, wobei sie sich gegebenenfalls durch Stellvertreter oder durch einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter vertreten lassen können. Für die Vorzugsaktionäre ist die Hauptversammlung die Gelegenheit zur Diskussion über den Geschäftsverlauf mit anderen Aktionären, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Zudem stehen ihnen Vorstand und Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung.

Allen Aktionären, Investoren, Analysten und der Öffentlichkeit gehen die wichtigen Informationen des Unternehmens zeitnah und in gleicher Weise zu. Das Unternehmen nutzt hierzu auch vermehrt die Möglichkeiten der modernen Kommunikationsformen, insbesondere das Internet in Form der Homepage der Gesellschaft.

Wie bereits in den Vorjahren wurde der Abschlussprüfer ausdrücklich beauftragt, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates über möglicherweise während seiner Prüfung auftretende Ausschluss- oder Befangenheitsgründe umgehend zu informieren. Auch im Berichtsjahr ist eine solche Meldung nicht erforderlich gewesen. Zudem ist der Abschlussprüfer verpflichtet, unmittelbar über alle für die Aufgabenerfüllung des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse zu berichten, die dem Abschlussprüfer während der Durchführung seiner Prüfungen zur Kenntnis gelangen. Diese Pflicht zur Information bezieht sich auch auf eventuelle im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellte Abweichungen der Unternehmenspraxis von den durch Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenen Grundsätzen im Rahmen der abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

Grundsätzlich einmal im Jahr besprechen Vorstand und Aufsichtsrat in ihrem jeweiligen Gremium, ob und inwieweit die Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG den einzelnen Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes entspricht. In erster Linie geht es hierbei um die Abweichungen von den Empfehlungen und Anregungen des Kodexes. Der Finanz- und Prüfungsausschuss bereitet die entsprechende Beschlussfassung des Aufsichtsrates vor.

14 | 15 Vergütungsbericht

Die Hauptversammlung hat am 15. Juni 2011 erneut beschlossen, dass eine individualisierte Veröffentlichung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unterbleiben darf, sodass nachstehend nur auf die Systematik der Vorstandsvergütung eingegangen werden soll.

Der Aufsichtsrat und der Personalausschuss hatten sich im Vorjahr eingehend mit einer Neuregelung des Vergütungssystems für den Vorstand befasst und dieses verabschiedet. Es wurde erstmals im Berichtsjahr ange wendet. Dem Gesamtaufsichtsrat kommt hierbei gemäß dem geänderten Aktiengesetz bei allen Vergütungsfragen für den Vorstand eine größere Rolle zu, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Der Aufsichtsrat ist nunmehr neben dem Vergütungssystem für den Vorstand und den wesentlichen Vertragselementen auch für die Beschlussfassung über die einzelnen Bestandteile der Vergütung zuständig. Hierzu gehören auch die variable Vergütung und die entsprechende Festsetzung der Zielvorgaben für das kommende sowie die Zielerreichung für das zurückliegende Geschäftsjahr. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder der Jungheinrich AG enthält auch weiterhin feste und variable Bestandteile, die von den Gedanken der Leistungsorientierung und der nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung geprägt sind. Grundsätzlich sollen die feste und die variable Vergütung in etwa gleich hoch ausfallen. Beim variablen Bestandteil wird auf das EBT, das Umsatzwachstum des Konzerns und das Marktanteilswachstum für einzelne Produktbereiche abgestellt. Die Zielvorgaben

werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses des Vorjahres fällig werden. Die Pensionsregelung für den Vorstand stellt auf die erreichten Dienstjahre bei Jungheinrich unter Einhaltung einer Wartefrist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches ab.

Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus – entsprechend den Empfehlungen des Corporate Governance Kodexes − intensiv mit einer Neugestaltung des Vergütungssystems für die Mit glieder des Aufsichtsrates befasst. Dabei wurden der Anteil der variablen Vergütung deutlich reduziert, statt der Dividende der ROCE als in die Zukunft gerichtete Bemessungsgrundlage gewählt, die Bedeutung des Finanz- und Prüfungsausschusses in der Vergütung berücksichtigt, aber insgesamt das Gesamtvergütungsniveau des Aufsichtsrates aus den Vorjahren zum Maßstab für Angemessenheit angestrebt. Der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 wurde ein entsprechender Vorschlag unterbreitet, der in dieser Form durch die Hauptversammlung beschlossen worden ist.

Hamburg, den 20. März 2012

Aufsichtsrat Vorstand

Der Aufsichtsrat

Jürgen Peddinghaus Vorsitzender Unternehmensberater

Weitere Mandate

Aufsichtsrat: Faber-Castell AG, Nürnberg (Vorsitz) (bis 31.07.2011) Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck

Detlev Böger

Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Region Hamburg

Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBA (seit 15.06.2011) Lehrbeauftragte für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich)

Weitere Mandate

Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (stellv. Vorsitz) Kabel Deutschland Holding AG, Unterföhring (seit 01.11.2011) Tomorrow Focus AG, München (seit 01.06.2011)

Vergleichbares Kontrollgremium: Sanoma Group, Helsinki/Finnland ASR Nederland N.V., Utrecht/Niederlande V-Ventures B.V., Hilversum/Niederlande (stellv. Vorsitz)

Sedat Bodur (bis 15.06.2011) Vorsitzender des Betriebsrates Vertrieb Kundendienst Norderstedt

Klaus-Peter Butterweck (bis 15.06.2011) Vorsitzender des Betriebsrates des Vertriebszentrums Südwest der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg

Wolfgang Erdmann (bis 15.06.2011) Mitglied des Betriebsrates Technik Norderstedt

Birgit von Garrel 2. Bevollmächtigte der IG Metall, Landshut

Markus Haase (seit 15.06.2011) Vorsitzender des Konzernbetriebsrates

Rolf Uwe Haschke (seit 15.06.2011) Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Jungheinrich AG

Joachim Kiel (seit 15.06.2011) Leitender Angestellter der Jungheinrich AG

Die Jungheinrich-Aktie

Konzernabschluss Bericht des Aufsichtsrates Corporate-Governance-Bericht Der Aufsichtsrat Der Vorstand

Konzernlagebericht

Der Konzern im Überblick

Mehrjahresübersicht

An unsere Aktionäre

Wolfgang Kiel (bis 15.06.2011) Unternehmensberater

Wolff Lange Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitz) Wintersteiger AG, Ried-/-Österreich (Vorsitz) BKN biostrom AG, Vechta

Vergleichbares Kontrollgremium: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden

Dr. Albrecht Leuschner (bis 15.06.2011) Rechtsanwalt

Hubertus Freiherr von der Recke (seit 15.06.2011) Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hardenberg-Wilthen AG, Göttingen (stellv. Vorsitz)

Vergleichbares Kontrollgremium: "Der Lachs" Branntwein- und Liqueur-Fabrik GmbH & Co. KG, Nörten-Hardenberg

Dr. Peter Schäfer Betriebswirt

Steffen Schwarz (seit 15.06.2011) Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates

Reinhard Skibbe (bis 15.06.2011) Leitender Angestellter der Jungheinrich AG

Franz Günter Wolf Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Wohltorf

Weitere Mandate Vergleichbares Kontrollgremium: LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitz)

18 | 19 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungs unternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und ver gleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

Hans-Georg Frey Vorsitzender des Vorstandes

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Fielmann AG, Hamburg

Dr. Volker Hues Mitglied des Vorstandes

Konzernmandat Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (stellv. Vorsitz)

Dr. Helmut Limberg Mitglied des Vorstandes

Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Mitglied des Vorstandes

Konzernmandat Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitz)

Die Jungheinrich-Aktie

  • Börsenjahr 2011 im Schatten von Schuldenkrise und Konjunktursorgen

  • Kursperformance schwächer als deutsche Aktienindizes

  • Ertragssteigerung nicht im Kurs reflektiert >>> Börsenumsätze weiter gestiegen

  • Aktionäre partizipieren am Unternehmenserfolg: Dividende wird erhöht

Das Börsenjahr 2011 wurde von der Staatsschuldenkrise in der Eurozone und den damit verbundenen weltweit eingetrübten Konjunkturaussichten bestimmt. Hierunter litt insbesondere die Nachfrage nach zyklischen Werten. Dies spiegelt sich in der negativen Kursperformance wider. Das Börsenjahr 2011 schloss für die Jungheinrich-Aktie mit einem Kursrückgang von 36 Prozent. Demgegenüber nahmen die Börsenumsätze weiter zu. Am Unternehmenserfolg werden die Aktionäre mit einer höheren Dividende beteiligt.

Börsenjahr 2011:

kräftige Kursverluste für deutsche Aktien

Die Entwicklung an den nationalen und internatio nalen Aktienmärkten verlief im Börsenjahr 2011 in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. In der ersten Jahreshälfte 2011 beflügelten immer bessere Konjunkturdaten, eine starke Q1- Gewinnsaison und ein lebhaftes M&A-Geschäft

die Aktienmärkte. Allerdings sorgten bereits das Erdbeben in Japan mit seinen Folgewirkungen, die politischen Umbrüche in Nordafrika und die anhaltende Staatsschuldenkrise in der Eurozone vorübergehend für deutliche Kurskorrekturen. In der zweiten Jahreshälfte 2011 lösten die sich verschärfende Schuldenkrise im Euroraum mit der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines Staats-

Kursentwicklung im Zeitvergleich in €1)

1) Alle Werte sind auf den Kurs der Jungheinrich-Aktie indexiert.

bankrottes Griechenlands, die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch eine Rating-Agentur und die weltweit schwächeren Konjunkturindikatoren, die auf sich eintrübende Wirtschaftsaussichten hinwiesen, einen heftigen Kurseinbruch an den Weltbörsen aus. Hiervon konnten sich die Aktienmärkte erst im 4. Quartal 2011 wieder etwas erholen. Neue Regierungen in Italien, Spanien und Griechenland, zwei Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und robuste US-Konjunkturdaten unterstützten den Erholungsprozess. Zum Jahresende 2011 lag der führende deutsche Aktienindex DAX bei 5.898 Punkten (Vorjahr: 6.914 Punkte). Das entsprach einem Rückgang von 14,7 Prozent. Zur Jahresmitte hatte der DAX mit 7.376 Punkten noch ein Plus von 6,7 Prozent erreicht. Kaum besser schlossen die Nebenwerte-Indizes zum Jahresende ab. Der MDAX verlor mit einem Schlussstand von 8.898 Punkten (Vorjahr: 10.128 Punkte) 12,1 Prozent an Wert. Der SDAX, in dem die Jungheinrich-Aktie notiert ist, verzeichnete zum selben Zeitpunkt mit 4.421 Punkten (Vorjahr: 5.174 Punkte) einen Kursrückgang von 14,5 Prozent.

Jungheinrich-Aktie:

Ertragssteigerung nicht im Kurs reflektiert Die Kursperformance der Jungheinrich-Aktie verlief im Berichtsjahr 2011 entgegen der guten Ertragsentwicklung nicht zufriedenstellend. Zu Beginn des Berichtsjahres 2011 verzeichnete die Jungheinrich-Aktie einen stabilen Kursverlauf in der Bandbreite zwischen 27 und 31 € und erreichte am 9. Februar 2011 mit 30,89 € einen Jahreshöchststand. Die am 23. Februar 2011 veröffentlichte Ad-hoc-Meldung über die positive Umsatz- und Geschäftsentwicklung im Geschäfts - jahr 2010 wirkte sich stabilisierend auf den Kursverlauf aus. Erst die Erdbebenkatastrophe in Japan führte bei hohen Börsenumsätzen zu einem starken Kursrückgang. Der am 31. März 2011 auf der Bilanzpressekonferenz präsentierte Jahresabschluss 2010 unterstützte den wieder einsetzenden Kursanstieg im Rahmen der allgemeinen Erholung an den Weltbörsen. In dem von starken Kursschwankungen geprägten Börsenumfeld wies auch die Jungheinrich-Aktie im weiteren Verlauf eine volatile Kursentwicklung auf. Die Aktie, die sich zunächst vom allgemeinen Trend abkoppeln konnte, verzeichnete noch kräftige Kurssteigerungen mit mehreren Jahreshöchstständen, zuletzt am 13. Mai 2011 mit 33,44 €. Auslöser dieser Entwicklung war die positive Resonanz des Kapitalmarktes auf den am 31. März 2011 präsentierten Konzernabschluss 2010 und auf die am 12. Mai 2011 veröffentlichten Geschäftszahlen über das 1. Quartal 2011. Mehrere Finanzanalysten erhöhten ihre Ergebnisschätzungen und Kursziele für die Jungheinrich-Aktie. Danach kam es durch Gewinnmitnahmen zu rückläufigen Notierungen. Einen stabilisierenden Effekt übte die Hauptversammlung der Jungheinrich AG am 15. Juni 2011 aus. In der zweiten Jahreshälfte 2011 konnte sich auch die Jungheinrich-Aktie nicht mehr dem allgemeinen Abwärtssog entziehen und wies hohe Kursabschläge auf. Maßgebend hierfür waren Verkäufe durch Investoren, die sich aufgrund der sich eintrübenden Konjunktur in der Eurozone und in den USA zuerst von zyklischen und nach Marktkapitalisierung von kleineren Werten trennten. Die Resonanz des Kapitalmarktes auf den von Jungheinrich am 11. August 2011 veröffentlichten Zwischenbericht über die Geschäftszahlen des 1. Halbjahres 2011 fiel positiv aus. Mit nur einer

Analysten-Coverage im Jahr 2011

Baader Bank DZ Bank M. M. Warburg
Bankhaus Lampe Goldman Sachs Montega
Berenberg Bank Hamburger Sparkasse Nord LB
BHF-Bank Hauck & Aufhäuser Steubing
CAI Cheuvreux HSBC Trinkaus & Burkhardt UniCredit
Commerzbank Kepler Capital Markets West LB
Deutsche Bank Landesbank Baden-Württemberg

24 | 25 Ausnahme bekräftigten die Analysten ihre Kaufempfehlungen für die Jungheinrich-Aktie und sorgten damit vorübergehend für eine Kursstabilisierung. Danach setzten sich jedoch die rückläufigen Notierungen fort: Am 12. September 2011 fiel die Jungheinrich-Aktie auf ihr Jahrestief bei 17,80 €. Danach setzte mit dem allgemeinen Markttrend eine leichte Erholung ein. Der am 10. November 2011 veröffentlichte Zwischenbericht über den guten Geschäftsverlauf zum 30. September 2011 sorgte nur kurzfristig für positive Impulse. Vor allem die Sorgen der Investoren über die sich stark eintrübenden Konjunkturaussichten, insbesondere in Europa, belasteten überproportional die Kursentwicklung zyklischer Unternehmen. Auch die erfolgreiche Teilnahme an einer Investorenkonferenz in England führte zu keiner Trendwende. Die Jungheinrich-Aktie beendete das Börsenjahr 2011 mit einem Schlusskurs von 18,94 € (Vorjahr: 29,58 €), der nicht die Ertragssteigerung des Unternehmens widerspiegelt. Dadurch war die Performance der Jungheinrich-Aktie mit einem Kursrückgang von 36,0 Prozent schwächer als die der deutschen Aktienindizes.

Hohe Coverage der Jungheinrich-Aktie: Handelsvolumen weiter gestiegen

Die Coverage der Jungheinrich-Aktie blieb im Berichtsjahr auf hohem Niveau. Die Investoren konnten für ihre Entscheidungen auf ein umfassendes Aktienresearch zurückgreifen, das von 20 Finanzinstituten, die die Jungheinrich-Aktie unterjährig betreuten, bereitgestellt wurde. Mit nur wenigen Ausnahmen überwogen im Berichtsjahr die Analystenempfehlungen, die zum Kauf der Jungheinrich-Aktie rieten. Die aktuellen Analystenmeinungen veröffentlicht das

Unter nehmen jeweils zeitnah im Internet unter www.jungheinrich.de. Vor dem Hintergrund der verbesserten Ertragsentwicklung stieg die Kaufbereitschaft der Investoren in der ersten Jahreshälfte 2011 kräftig an. Dagegen nahm die Kaufneigung in Anbetracht der aufziehenden Konjunktursorgen im 2. Halbjahr 2011 spürbar ab. Dennoch nahm der Handelsumsatz am Börsenplatz Frankfurt insgesamt um 24 Prozent auf 337,9 Mio. € (Vorjahr: 272,1 Mio. €) zu. Handelsstärkster Monat war der August mit 52,0 Mio. € (Vorjahr: November mit 47,1 Mio. €) bzw. einem börsentäglichen Umsatz von 102.913 Aktien (Vorjahr: 77.887 Stück). Die Marktkapitalisierung der Jungheinrich-Aktie verringerte sich zum 31. Dezember 2011 auf 644 Mio. € (Vorjahr: 1.006 Mio. €). Das Konzerneigenkapital des Unternehmens lag demgegenüber mit 718 Mio. € um 11 Prozent über dem Kurswert. Die zugrunde liegende Aktienzahl betrug am Bilanzstichtag unverändert 34,0 Mio. Stück. In der Börsenrangliste der Deutsche Börse AG fiel die Jungheinrich-Vorzugsaktie – ohne Berücksichtigung der DAX-Werte – bei der Marktkapitalisierung auf Rang 60 (Vorjahr: Rang 53) und beim Börsenumsatz ebenfalls auf Rang 60 (Vorjahr: Rang 55) zurück.

Die Jungheinrich-Vorzugsaktie ist im Qualitäts segment "Prime Standard" der Deutschen Börse vertreten und wird an allen deutschen Börsenplätzen gehandelt. Die Stammaktien der Jungheinrich AG halten – unverändert je zur Hälfte – die Familien der Töchter des Unternehmensgründers Dr. Friedrich Jungheinrich.

Kommunikation mit dem Kapitalmarkt weiter verstärkt

Im Geschäftsjahr 2011 führte Jungheinrich seine Kommunikation mit dem Kapitalmarkt nach den Grundsätzen einer transparenten, zeitnahen und regelmäßigen Berichterstattung fort. Das Top-Management präsentierte Jungheinrich im Rahmen von Roadshows und durch die Teilnahme an In vestorenkonferenzen an 20 bedeutenden Finanzplätzen im In- und Ausland. Dadurch wurde die Beziehung zwischen dem Unternehmen und dem Kapitalmarkt, dem im Hinblick auf eine angemessene Bewertung der Jungheinrich-Aktie eine hohe Bedeutung zukommt, weiter vertieft und gestärkt. Dabei wurden wieder mehr Kontakte zu potenziellen Investoren geknüpft als im Jahr zuvor.

Ausschüttung steigt auf Rekordniveau

Die stark verbesserte Ertragsentwicklung des Jahres 2011 spiegelt sich in einer höheren Dividende für die Aktionäre wider. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 12. Juni 2012 vorschlagen, für das Jahr 2011 eine Dividende von 0,76 € (Vorjahr: 0,55 €) je nennbetragsloser Vorzugsaktie und eine Dividende

von 0,70 € (Vorjahr: 0,49 €) je nennbetragsloser Stammaktie auszuschütten. Das entspricht für die Vorzugsaktie einer Anhebung der Dividende um 38 Prozent. Damit steigt die Ausschüttung auf ein Rekordniveau. Für die Vorzugsaktie errechnet sich – bezogen auf den Börsenkurs am 30. Dezember 2011 – eine Dividendenrendite von 4,0 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent).

Jungheinrich-Aktie bewährt sich als solide langfristige Kapitalanlage

Die Jungheinrich-Aktie erwies sich für einen langfristig orientierten Investor auch im schwierigen Börsenjahr 2011 als solide Kapitalanlage. In der Rückschau zeigt die nachstehende Tabelle die Wertentwicklung eines Jungheinrich-Musterdepots jeweils für einen Fünf- und Zehnjahreszeitraum. Ausgehend von einem angelegten Ursprungskapital von jeweils 10.000 € wurde die Wiederanlage der jährlich zugeflossenen Dividenden in weitere Vorzugsaktien unterstellt. Für den Fünfjahreszeitraum ergab sich allerdings aufgrund der 2011 stark rückläufigen Aktienmärkte sowohl für die Jungheinrich-Aktie als auch für die Vergleichsindizes ein Minus.

Langfristige Wertentwicklung der Jungheinrich-Aktie

Anlagezeitraum 10 Jahre 5 Jahre
Anlagezeitpunkt 01.01.2002 01.01.2007
Depotwert Ende 2011 29.470 € 8.996 €
Durchschnittliche Rendite pro Jahr 11,4 % –2,1 %
Vergleichsrenditen deutscher Aktienindizes
DAX 1,3 % –2,5 %
MDAX 7,5 % –1,4 %
SDAX n.a. –4,8 %

Hinweis: Anlagevolumen jeweils 10.000 €

Investoren

Aktiendepots nach Ländern

USA 13 % Frankreich 2 % Schweiz 2 % übrige Länder 3 % Deutschland 48 % Belgien 3 % Luxemburg 7 % Skandinavien 9 % Großbritannien 13 %

26 | 27 Aktionärsbasis verbreitert

Die im November 2011 durchgeführte Depoterhebung über die Aktionärsstruktur der Jungheinrich AG zeigt leichte Veränderungen der Aktionärsbasis. Die Anzahl der Jungheinrich-Aktionäre nahm mit 10.300 Depots (Vorjahr: 9.500 Depots) etwas zu. 52 Prozent der erfassten Jungheinrich-Vorzugsaktien lagen in den Händen ausländischer Investoren (Vorjahr: 54 Prozent). Institutionelle Investoren im In- und Ausland hielten zusammen 60 Prozent (Vorjahr: 62 Prozent) des Vorzugsaktienkapitals. Der Anteil der Privatanleger erhöhte sich auf 26 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent). Auf Unternehmen, Vermögensverwaltungen und übrige Anleger entfielen 14 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Ausländische Aktionäre verteilten sich auf 45 Länder (Vorjahr: 41 Länder).

Hauptversammlung 2011: neue Aufsichtsräte gewählt

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 schieden folgende Mitglieder aus dem Aufsichtsrat der Jungheinrich AG aus: Herr Sedat Bodur 1), Herr Klaus-Peter Butterweck 1), Herr Wolfgang Erdmann 1), Herr Wolfgang Kiel, Herr Dr. Albrecht Leuschner, Herr Reinhard Skibbe 2). Dafür wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt: Frau Antoinette P. Aris, Herr Markus Haase 1), Herr Rolf Uwe Haschke 1), Herr Joachim Kiel 2), Hubertus Freiherr von der Recke, Herr Steffen Schwarz 1). In der Aufsichtsratssitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wurden Herr Jürgen Peddinghaus zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Herr Detlev Böger 1) zu dessen Stellvertreter gewählt.

1) Vertreter der Arbeitnehmer 2) Vertreter der leitenden Angestellten

Eine Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht

Im Berichtszeitraum 2011 wurde wie im Vorjahr eine Ad-hoc-Mitteilung auf der Grundlage des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) übermittelt. Die Veröffentlichung vom 23. Februar 2011 stand im Zusammenhang mit den positiven, über den Erwartungen liegenden Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Jahr 2010.

Kapitalmarktorientierte Kennzahlen

2011 2010
Dividende je Aktie Stammaktie 0,701) 0,49
Vorzugsaktie 0,76 1) 0,55
Dividendenrendite Vorzugsaktie % 4,0 1,9
Ausschüttungsvolumen T€ 24.760 17.620
Ausschüttungssatz % 23,5 21,4
Ergebnis je Aktie Stammaktie 3,07 2,39
Vorzugsaktie 3,13 2,45
EBIT 2) je Aktie 4,29 2,87
EBITDA 3) je Aktie 8,75 7,03
Eigenkapital je Aktie 21,11 18,61
Börsenkurs 4) Hoch 33,44 30,55
Tief 17,80 13,05
Jahresschluss 18,94 29,58
Kursperformance % –36,0 120,7
Marktkapitalisierung Mio. € 644,0 1.005,7
Börsenumsatz Frankfurt Mio. € 337,9 272,1
Durchschnittlicher Tagesumsatz Tsd. Stück 53,0 50,0
KGV (Basis Höchstkurs) Faktor 10,8 12,6
KGV (Basis Tiefstkurs) Faktor 5,7 5,4
KGV (Basis Schlusskurs) Faktor 6,1 12,2
Anzahl Aktien Stammaktie Mio. Stück 18,0 18,0
Vorzugsaktie Mio. Stück 16,0 16,0
Gesamt Mio. Stück 34,0 34,0
Wertpapierkennnummern ISIN: DE0006219934 // WKN: 621993
Tickerkürzel Reuters/Bloomberg JUNG_p.de / JUN3 GR
Börsenplätze Wertpapierbörsen Hamburg und Frankfurt
sowie alle übrigen deutschen Börsenplätze
Designated Sponsor Commerzbank
Börsengang 30. August 1990

1) Vorschlag

2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern

3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation

4) Xetra-Schlusskurse, Frankfurt

Konzern lagebericht

  • Weltweit dynamisches Marktwachstum bei Flurförderzeugen

  • Geschäftsentwicklung im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung

  • Auftragseingang kräftig gestiegen >>> Höhere Auslastung in den Werken

  • Ertragsentwicklung auf Rekordniveau >>> Motto 2012: "Investing in the Future"

30 | 31 Jungheinrich profitierte vom weltweiten Wirtschaftswachstum und blickt auf das ertragreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte zurück. Wachstum und Zukunftsgestaltung bestimmten die Geschäftsentwicklung 2011. Die Flurförderzeugbranche setzte ihren Erholungskurs fort und verzeichnete einen Anstieg des Weltmarktvolumens für Flur för derzeuge um 23 Prozent und übertraf damit das bisherige Rekord niveau des Jahres 2007. In den Kernmärkten von Jungheinrich in Europa stieg das Marktvolumen um rund 24 Prozent. Das Unternehmen behauptete seine Marktposition in Europa in allen Produktsegmenten. Der Jungheinrich-Konzern schloss das Berichtsjahr mit einem Rekordergebnis ab. Die Er tragsentwicklung profitierte von der höheren Auslastung der Werke und einem günstigen Produktmix. 2012 steht unter dem Motto "Invest ing in the Future". Investitionsschwerpunkte sind ein neues Ersatzteilzentrum und zwei neue Produktionswerke.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensporträt

Jungheinrich, 1953 gegründet, ist eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt Jungheinrich – wie im Vorjahr – in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich auf Basis seines Geschäftsmodells seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in konzerneigenen Werken in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt (Schleswig-Holstein) und in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt), Gegen gewichtsund Schmalgangstapler in Moosburg (Bayern) gefertigt. Am Standort Lüneburg (Nie der sachsen) produziert Jungheinrich Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstaplern wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebsund Servicenetz mit konzerneigenen Vertriebsund Servicegesellschaften in Europa und im außer europäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel.

Organisation

Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Be wirtschaftung der Immobilien tätig. Als Füh rungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungsund Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Kon zerngesellschaften gewahrt bleibt. Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kenn zahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen.

Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Pro dukt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.

Die Segmentberichterstattung von Jungheinrich folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die beiden berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt. Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung, die Produktion, den Verkauf sowie die Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Nutzenüberlassung und Absatzfinanzierung von Pro dukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäfts bereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die Finanzierung für den eigenen Bereich ein.

Im Rahmen der strategischen Zielsetzung strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum und die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei weltweit führenden produzierenden Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an. Die Ertragserwartungen orientieren sich insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, vor allem im Bereich der Lagertechnik. Deshalb strebt das Unternehmen ergänzend in Europa den Ausbau seiner strategischen Position im Bereich der Logistiksysteme und eine wesentliche Verbesserung der Marktposition im Produktsegment der

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Gegengewichtsstapler, insbesondere mit verbrennungsmotorischem Antrieb, an. Im asiatischen Wachstumsmarkt mit China als Schwerpunkt baut der Konzern sein Vertriebsnetz und

den Produktionsstandort aus. In Nordamerika setzt Jungheinrich auf einen leistungsfähigen Vertriebspartner mit starker Händlerpräsenz.

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen

Bruttoinlandsprodukt in % Region 2011 2010 Welt 3,7 4,9 USA 1,7 3,0 China 9,2 10,3 Eurozone 1,5 1,7 Deutschland 3,0 3,6

Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2012)

Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Berichtszeitraum 2011 blieb die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs, wenngleich sie im Jahresverlauf zunehmend an Schwung verlor. Dabei verstärkten sich die regionalen Unterschiede. In nur kurzen Zeitintervallen passten führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen dem jeweils veränderten Wirtschaftsszenario an. Nachdem sie in den ersten Monaten des Jahres 2011 noch ein freundliches Bild der künftigen Konjunkturentwicklung zeichneten, senkten sie bereits mit Beginn des 2. Halbjahres 2011 ihre Wachstumserwartungen. Zunächst setzte sich im 1. Quartal 2011 die dynamische Wirtschaftsentwicklung aus 2010 fort. Allerdings nahm die Wachstumsdynamik aufgrund der hohen Wachstumsraten des Vorjahres ab. Die japanische Wirtschaft fasste nach der dramatischen Naturkatastrophe im März 2011 erfreulich schnell wieder Tritt, sodass die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung begrenzt blieben. Auch die politischen Umbrüche in Nordafrika, die vorübergehend zu einem Anstieg der Rohöl preise führten, hatten bisher keinen wesentlichen Einfluss auf die Weltkonjunktur. Dennoch trübten sich die Konjunkturaussichten ein. Der Grund hierfür waren die Wachstumsschwäche in den USA, das Auslaufen der 2009 weltweit geschnürten Stabilitätsprogramme und die nachlassende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Erste Frühindikatoren, wie der ifo-Geschäftsklimaindex, wiesen auf den sich abschwächenden Wachstumstrend hin. In Europa wurde die konjunkturelle Entwicklung in der 2. Jahreshälfte 2011 von der Staatsschulden- und Eurokrise an den Finanzmärkten gedämpft. Dabei ergab sich zwischen den einzelnen Euroländern ein großes Konjunkturgefälle. Die wesentlichen Wachstums impulse für die Weltwirtschaft gingen dem gemäß erneut von den Schwellen- und Entwicklungsländern aus, während die meisten Industrieländer nur ein verhaltenes Wachstum aufwiesen.

Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft erhöhte sich 2011 mit abnehmender Wachstumsdynamik um 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Ein stärkeres Wirtschaftswachstum entfaltete insbesondere Asien mit kräftigen Zuwächsen in China und Indien. Gleichwohl ließ das Wachstumstempo auch in diesen Ländern etwas nach. Während China eine Zuwachsrate von 9,2 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent) aufwies, erreichte Indien 7,6 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent). Doch auch die USA und Europa trugen trotz der sich verstärkenden Staatsschuldenkrise zur gestiegenen Wirtschaftsleistung bei. In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaft leicht abgeschwächt um 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent). Die für Jungheinrich neben Deutschland wichtigsten europäischen Abnehmerländer Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien wiesen Wachstumsraten zwischen 0,6 und 1,6 Prozent auf (Vorjahr: minus 0,1 Prozent bis plus 1,5 Prozent). Basierend auf der engen Verflechtung mit den westeuropäischen Volkswirtschaften entwickelte sich die

Wirtschaftsleistung der meisten Staaten Mittelund Osteuropas noch unverändert dynamisch. In den USA verringerte sich die Wachstumsrate deutlich auf 1,7 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent). Mit einer Steigerungsrate um 3,0 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent) verzeichnete Deutschland im Berichtszeitraum ein überproportionales Wachstum in Europa. Getragen wurde diese Entwicklung zu einem guten Teil von der um 8,2 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent) gestiegenen Ausfuhr und einem Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen um 8,3 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent). Der stark exportorientierte deutsche Maschinenbau zeigte sich weiter erholt, wenngleich die dynamischen Wachstumsraten des Vorjahres nicht wiederholt werden konnten. Dort stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Ausland um 9 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) und aus dem Inland um 13 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Die Produktionsleistung der Maschinenbaubranche erhöhte sich um 12 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent).

Weltmarkt Flurförderzeuge 2011 nach Regionen

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Marktvolumen Flurförderzeuge

in Tsd. Stück
Region 2011 2010
Welt 974,6 794,5
Europa 330,6 267,4
davon Osteuropa 54,2 39,2
Asien 380,0 315,4
davon China 238,3 200,3
Nordamerika 169,6 136,1
Übrige Regionen 94,4 75,6

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum vom weltweiten Wirtschaftswachstum und setzte die dynamische Markterholung aus dem Vorjahr im 1. Halbjahr 2011 mit hohen Marktzuwächsen fort. Erst im Laufe des 2. Halbjahres 2011 nahmen die Wachstumsraten als Folge des im Vorjahr höheren Vergleichsniveaus erwartungsgemäß ab. In den Absatzregionen Europa und USA setzte sich das Erholungswachstum in der ersten Jahreshälfte mit besonders kräftigen Zuwächsen fort, ehe auch hier die Dynamik nachließ. Insgesamt stieg das Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum um rund 23 Prozent auf 974,6 Tsd. Flurförderzeuge (Vorjahr: 794,5 Tsd. Einheiten) und überschritt das bisherige Rekordniveau von 951 Tsd. Fahrzeugen des Jahres 2007. Das erreichte Marktvolumen lag damit deutlich über der Einschätzung zu Jahresbeginn 2011, die nach dem bereits kräftigen Nachholeffekt im Jahr 2010 eine stärkere Abschwächung der Marktdynamik berücksichtigte und von einer Steigerung des Marktvolumens um rund 10 Prozent ausging. Am Marktwachstum waren alle Regionen

mit nahezu gleich hohen zweistelligen Steigerungsraten beteiligt. Europa, wichtigster Absatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete mit einem Anstieg um rund 24 Prozent auf 330,6 Tsd. Stapler (Vorjahr: 267,4 Tsd. Einheiten) einen erfreulich starken Zuwachs. Während die Nachfrage in Westeuropa um 21 Prozent zulegte, wies Osteuropa einen überproportionalen Anstieg um 38 Prozent auf und unterstrich mit einem Anteil von 16 Prozent am europäischen Marktvolumen seine wachsende Bedeutung. Die Marktentwicklung in Russland, größter Einzelmarkt in Osteuropa, verlief mit einer Wachstumsrate von 51 Prozent besonders dynamisch. Die für Jungheinrich in Westeuropa bedeutendsten Absatzmärkte Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien entwickelten sich stark unter schiedlich mit Steigerungsraten zwischen 4 und 27 Prozent. Dennoch blieb das Marktvolumen in Europa wie auch in Nordamerika unter dem Rekordniveau des Jahres 2007. Das Marktvolumen in Asien erhöhte sich leicht unterdurchschnittlich um 20 Prozent auf 380,0 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 315,4 Tsd. Einheiten). Hierzu trug China mit einem etwas geringeren Anstieg um 19 Prozent auf 238,3 Tsd. Geräte (Vorjahr: 200,3 Tsd. Einheiten)

Marktvolumen Flurförderzeuge weltweit

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Marktvolumen Flurförderzeuge in Europa

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

bei. Der nordamerikanische Markt legte mit einer Steigerung von 25 Prozent auf 169,6 Tsd. Fahr zeuge (Vorjahr: 136,1 Tsd. Einheiten) ein erneut kräftiges Marktwachstum an den Tag.

Vom weltweiten Marktwachstum profitierten alle Produktsegmente. Der Zuwachs bei Fahrzeugen der Lagertechnik fiel mit 22 Prozent geringfügig niedriger aus als bei den Gegengewichtsstaplern mit 23 Prozent. Hier zeigten die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb mit fast 24 Prozent eine etwas höhere Wachstums rate. Diese Antriebsart dominiert weiterhin das Produktspektrum in den Absatzregionen Asiens und Lateinamerikas. In China deutet sich mit einer Steigerungsrate von 42 Prozent bei lagertechnischen Fahrzeugen bereits eine leichte Verschiebung zugunsten der Lagertechnik an. Von diesem Markttrend wird der Jungheinrich-Konzern in Zukunft stärker durch die Erweiterung seiner Produktpalette und den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in China profitieren.

Schwerpunkte und Aktivitäten

Das Geschäftsjahr 2011 des Jungheinrich-Konzerns stand ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung. Nach Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Krisenjahr 2009 in den ersten Monaten des Berichtszeitraumes waren die Schwerpunkte auf die Teilhabe an der weiter dynamischen Marktentwicklung, den Baubeginn für ein neues Produktionswerk und ein Ersatzteilzentrum, den Messeauftritt auf der CeMAT in Hannover sowie die Fortführung der IT-Projekte gerichtet.

Die stark anziehende Nachfrage nach Flurförderzeugen sorgte für eine zunehmende Kapazitätsauslastung in den Werken und erforderte wieder eine deutliche personelle Verstärkung an den Produktionsstandorten. Sowohl die Stammbelegschaft als auch die Anzahl der Leiharbeitnehmer wurden aufgestockt.

Im Werk Norderstedt wurden die Neugestaltung der Produktionsabläufe und die Optimierung der Fertigungsprozesse zum Abschluss gebracht. Im Mittelpunkt stand die neu errichtete, nach modern sten Umweltgesichtspunkten konzipierte Pulverbeschichtungsanlage, die wesentlich zur Verbesserung des innerbetrieblichen Transportes beiträgt.

In China wurde im Herbst 2011 mit der Errichtung eines neuen Produktionswerkes in Qingpu (Shanghai) begonnen, um der steigenden Nachfrage nach Staplern in Asien gerecht zu werden. Nach Fertigstellung wird es das bisherige in gemieteten Hallen betriebene Werk in Qingpu ablösen. Dort sind seit Aufnahme der Fertigung eines Schubmaststaplers zur Versorgung des asiatischen Marktes mit regionalspezifischen Produkten die Kapazitäten weitgehend ausgeschöpft.

Auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wurde im Herbst 2011 mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, begonnen. Mit diesem Investitionsprojekt in Höhe von über 35 Mio. € soll insbesondere dem internationalen Wachstum des Unternehmens, dem Sortimentswachstum aus dem erweiterten Fahrzeugportfolio und den steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation sowie des Händlergeschäftes Rechnung getragen werden. Der Bau des Ersatzteilzentrums soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden, der Vollbetrieb ist ab Mitte 2013 vorgesehen.

Im Mai 2011 präsentierte Jungheinrich mit großem Erfolg auf der weltweit größten Branchen36 | 37 messe CeMAT in Hannover, die regelmäßig alle drei Jahre stattfindet, zahlreiche Produktneuheiten und maßgeschneiderte Intralogistiklösungen. Ein zentrales Thema bildete die Energieeffizienz von Antriebssystemen. Besondere Aufmerksamkeit fand in diesem Zusammenhang der erste serienreife Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen mit zukunftsweisender Lithium-Ionen-Technologie. Weitere Produktneuheiten waren u. a. ein deutlich leistungsgesteigerter Schubmaststapler, ein selbstständig fahrendes Flurförderzeug (fahrerloses Transportsystem) sowie ein Schlepper für Lasten von bis zu 4 Tonnen. Neu entwickelte Staplersoftware wie die Lagernavigation oder das Staplerleitsystem rundeten das vielfältige Spektrum ab.

Vertriebsseitig lag ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Schärfung des Markenprofils. Hierzu wurde ein neuer Markenclaim entwickelt, der den seit 2003 weltweit einheitlichen Markenauftritt stärkt. Der Claim "Jungheinrich – Machines. Ideas. Solutions.", der die Markenattribute auf wenige klare Botschaften konzentriert, wurde erstmals im Mai 2011 auf der CeMAT vorgestellt.

In der Informationstechnologie war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die IT-Systeme und

-Prozesse produktiver, sicherer und kostengünstiger zu gestalten. Eine Vielzahl von IT-Projekten wurde im Berichtszeitraum realisiert bzw. in Angriff genommen, u. a. die Modernisierung der IT-Infrastruktur und die Umstellung der Softwareausstattung aller Arbeitsplätze auf aktuelle Windows- und Micro soft-Versionen.

Geschäftsverlauf

Der Jungheinrich-Konzern setzte im Berichtszeitraum seinen profitablen Wachstumskurs aus dem Vorjahr fort und schloss das Geschäftsjahr mit kräftigen Steigerungen bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erfolgreich ab. Begünstigt durch stabile weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen bestimmte vor allem die weltweit gestiegene Nachfrage nach Flurförderzeugen die Geschäftsentwicklung 2011. Da auch das Mietgeschäft und in besonderem Maße der Kundendienst vom Konjunkturverlauf profitierten, stieg das Geschäftsvolumen kräftig an. Entsprechend günstig verlief die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum 2011 für den Jungheinrich-Konzern.

Kennzahlen zum Geschäftsverlauf

2011 2010
Auftragseingang Mio. € 2.178 1.924
Produktion Stück 75.700 60.400
Auftragsbestand 31.12. Mio. € 329 281
Umsatzerlöse Mio. € 2.116 1.816

Auftragseingang

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft stieg konzernweit um 21 Prozent auf 78,7 Tsd. Stapler (Vorjahr: 64,9 Tsd. Einheiten). Der Trend hin zu Großfahrzeugen, der zu einem deutlich verbesserten Produktmix führte, hielt weiter an. Parallel zur kräftigen Kundennachfrage wurden aufgrund der höheren Auslastung auch wieder wesentlich mehr Fahrzeuge als im Vorjahr in die Mietflotte eingestellt. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 2.178 Mio. € (Vorjahr: 1.924 Mio. €). Beim Vergleich mit der stückzahlbezogenen Steigerung des Auftragseinganges im Neugeschäft ist zu berücksichtigen, dass die Wachstumsraten im Kundendienst generell etwas geringer ausfallen.

Produktion

Das Produktionsvolumen, das zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges folgt, erhöhte sich 2011 um 25 Prozent auf 75,7 Tsd. Stapler (Vorjahr: 60,4 Tsd. Einheiten). Hieran war das Werk Landsberg, das 2010 die Produktion auf genommen hatte, erstmals von Jahresbeginn an mit seinem kompletten Produktionsprogramm

der Elektro-Niederhubwagen beteiligt. An den inländischen Produktionsstandorten Norderstedt und Moosburg legte das Produktionsvolumen ebenfalls zu und führte zu einer deutlich höheren Kapazitätsauslastung. Insgesamt lag das Produktionsvolumen des Jungheinrich-Konzerns aber noch um 9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau 2007. Am Standort Norderstedt wurde die Anzahl der eingesetzten Leiharbeitnehmer weiter aufgestockt, in Moosburg die Kurzarbeit entsprechend der verbesserten Auftragsentwicklung schritt weise reduziert und Ende Mai 2011 beendet. Dadurch standen dem Unternehmen in der 2. Jahreshälfte 2011 zunehmend höhere Produktionskapazitäten zur Verfügung, die sich in einem entsprechenden Anstieg der Produktionsleistung niederschlugen.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes stieg unterjährig kräftig an und erhöhte sich zum 31. Dezember 2011 auf 329 Mio. € (Vorjahr: 281 Mio. €). Damit ergab sich im Vergleich zum Bestandswert des Vorjahres ein Aufbau um 48 Mio. € bzw. 17 Prozent. Entsprechend der gestiegenen Produktionsleistung verkürzte sich die Auftragsreichweite auf rund drei Monate (Vorjahr: rund vier Monate).

Umsatzerlöse nach Regionen

in Mio. € 2011 2010
Deutschland 571 493
Übriges Europa 1.394 1.197
Übrige Länder 151 126
Gesamt 2.116 1.816

Umsatz

Die Umsatzerlöse profitierten von der kräftigen Steigerung des Produktionsvolumens und erhöhten sich im Berichtsjahr 2011 um 300 Mio. € bzw. fast 17 Prozent auf 2.116 Mio. € (Vorjahr: 1.816 Mio. €). Alle Regionen waren an der Umsatzsteigerung beteiligt. Das Inlandsgeschäft legte um 16 Prozent auf 571 Mio. € (Vorjahr: 493 Mio. €) zu. Die Auslandsumsätze erhöhten sich etwas stärker um 17 Prozent auf 1.545 Mio. € (Vorjahr: 1.323 Mio. €). Die Auslandsquote lag wie im Vorjahr bei 73 Prozent. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas zogen um 20 Prozent auf 151 Mio. € (Vorjahr: 126 Mio. €) an. Dennoch blieb der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz mit 7 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

Umsatzerlöse nach Bereichen

in Mio. € 2011 2010
Neugeschäft 1.135 914
Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten 349 328
After Sales 649 607
Geschäftsbereich "Intralogistik" 2.133 1.849
Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" 451 395
Überleitung –468 –428
Jungheinrich-Konzern 2.116 1.816

Nahezu alle Geschäftsfelder trugen zum hohen Umsatzwachstum bei. Entsprechend der Marktentwicklung entfiel der größte Zuwachs auf das Neugeschäft mit einer Steigerungsrate von rund 24 Prozent auf 1.135 Mio. € (Vorjahr: 914 Mio. €). Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft verzeichnete insgesamt einen Zuwachs von 6 Prozent auf 349 Mio. € (Vorjahr: 328 Mio. €). Während die Nachfrage nach Mietgeräten kräftig anzog, wies das Geschäft mit Gebrauchtgeräten einen geringfügigen Umsatzrückgang auf. Maßgebend

hierfür war der hohe Umsatz im Vorjahr aufgrund des krisenbedingt starken Abverkaufes von Fahrzeugen zur Reduktion der Mietflotte. Der Kundendienstumsatz (After Sales) verzeichnete mit einem Anstieg von 7 Prozent auf 649 Mio. € (Vorjahr: 607 Mio. €) ein für dieses Geschäftsfeld überdurchschnittliches Wachstum. Dennoch nahm der Anteil des After Sales am Gesamtumsatz aufgrund des stark überproportional gestiegenen Neugeschäftes auf 31 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent) ab.

Kostenstruktur laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung

in Mio. € 2011 2010
Umsatzkosten 1) 1.482 1.271
Vertriebskosten 1) 396 362
Forschungs- und Entwicklungskosten 37 36
Allgemeine Verwaltungskosten 1) 59 53

1) Aufgrund einer geänderten konzerninternen Verrechnung zentraler Kosten ergab sich seit Beginn des Berichtsjahres eine neue Kostenstruktur. Die im Vorjahr unter den Umsatz- und Vertriebskosten ausgewiesenen Beträge wurden entsprechend in die allgemeinen Verwaltungskosten umgegliedert.

Die Umsatzkosten entwickelten sich proportional zum Konzernumsatz und erhöhten sich um 17 Prozent auf 1.482 Mio. € (Vorjahr: 1.271 Mio. €). Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz blieb dadurch mit 70 Prozent konstant auf dem Niveau des Vorjahres. Die Vertriebskosten erhöh ten sich stark unterproportional um 9 Prozent auf 396 Mio. € (Vorjahr: 362 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz verminderte sich entsprechend auf 19 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent). Hier wirkte sich der nach regionalen Erfordernissen ausgerichtete und mit Augenmaß betriebene Ausbau des weltweiten Vertriebsnetzes vorteilhaft aus.

Der Jungheinrich-Konzern investierte als Premiumanbieter auf unverändert hohem Niveau in die Entwicklung seiner Produkte, um seine Kunden auch künftig mit maßgeschneiderten Intralogistik-Lösungen versorgen zu können und zukunftsweisende Technologien voranzutreiben. Solche Produktneuheiten wurden mit großem Erfolg auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT im Mai 2011 in Hannover vorgestellt. Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, erhöhten sich die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern auf rund 38 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €).

Forschungs- und Entwicklungskosten

in Mio. € 2011 2010
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt 37,6 36,3
davon aktivierte Entwicklungskosten 5,4 8,8
Aktivierungsquote 14,4 % 24,2 %
Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten 4,6 8,1
Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung 36,8 35,6

Aufgrund geringerer aktivierungspflichtiger Entwicklungsaufwendungen sank die Aktivierungsquote deutlich auf 14,4 Prozent (Vorjahr: 24,2 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung stiegen leicht auf 37 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €).

Dabei stand dem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Aktivierungsvolumen ein niedrigeres Abschreibungsvolumen gegenüber. Im Berichtszeitraum fielen keine Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten (Vorjahr: 3 Mio. €) an.

40 | 41 Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich unterproportional zum Konzernumsatz um 11 Prozent auf 59 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €). Der gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende Kostenanstieg ist im Wesentlichen auf den Personalaufbau, insbesondere zur Stärkung des IT-Bereiches, zurückzuführen.

Ertrags-, Vermögensund Finanzlage

Ertragslage

Der Jungheinrich-Konzern setzte seinen Aufwärtstrend aus dem Vorjahr mit einer weiteren kräftigen Ergebnissteigerung im Berichtszeitraum 2011 fort. Grundlage bildete vor allem die dynamische Markt- und Nachfrageentwicklung bei Flurförderzeugen und der sich daraus ergebende Ergebnishub in den Werken.

Ertragsentwicklung
-------------------- --
in Mio. € 2011 2010
Bruttoergebnis vom Umsatz 633,9 544,9
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 297,5 239,1
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 145,8 97,6
Finanzergebnis 2,5 –1,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 148,3 95,8
Ertragsteuern 42,8 13,5
Ergebnis nach Steuern 105,5 82,3

Der Jungheinrich-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einem Ergebnis auf Rekordniveau ab. Dabei profitierte die Ertragsentwicklung vor allem von der Produktionssteigerung in den Werken und der damit verbundenen höheren Kapazitätsauslastung sowie einem verbesserten Produktmix. Der abschließenden Auflösung von im Jahr 2009 gebildeten Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen stand die Bildung von Gewährleistungsrückstellungen gegenüber. Zum Ertragsanstieg trug ferner das starke Wachstum des Miet- und Kundendienstgeschäftes bei.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 89 Mio. € bzw. 16 Prozent auf 634 Mio. €

(Vorjahr: 545 Mio. €). Dieser Anstieg war zum überwiegenden Teil auf die Umsatzsteigerung im Neugeschäft um 221 Mio. € zurückzuführen. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation), in dem das operative liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, erhöhte sich im Berichtsjahr um 59 Mio. € auf 298 Mio. € (Vorjahr: 239 Mio. €). Bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen ergab sich ein EBITDA von 245 Mio. € (Vorjahr: 186 Mio. €). Im Berichtszeitraum 2011 stieg das erwirtschaftete operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 48 Mio. € bzw. um 49 Prozent auf 146 Mio. € (Vorjahr: 98 Mio. €) und übertraf damit das Rekordniveau des Jahres 2007. Die entsprechende EBIT-Umsatzrendite stieg auf 6,9 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich auf 148 Mio. € (Vorjahr: 96 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein positives Finanzergebnis vor allem aus dem weiterhin hohen Bestand an liquiden Mitteln und einer optimierten, aber weiterhin konservativen Anlagepolitik. Für den Jungheinrich-Konzern erhöhte sich die Ertragsteuerbelastung auf 43 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Dieser starke Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass im Vergleich zum Vorjahr steuerlich zu berücksichtigende Sondereffekte entfielen. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 24 Mio. € auf 106 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €). Damit wurde das bisherige Rekordergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen. Das Ergebnis je Vorzugsaktie stieg entsprechend auf 3,13 € (Vorjahr: 2,45 €).

Aufgrund der wesentlich verbesserten Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine Dividende in Höhe von 0,70 € (Vorjahr: 0,49 €) je Stammaktie und in Höhe von 0,76 € (Vorjahr: 0,55 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.

Vermögens- und Finanzlage

Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements wird eine zins- und währungs optimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und auslän dischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.

Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2011 vor allem von der starken Geschäftsbelebung und der damit verbundenen Ertragssteigerung bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2011 um 186 Mio. € auf 2.580 Mio. € (Vorjahr: 2.394 Mio. €).

Beim Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist zu beachten, dass die zwischen den Kunden und den Jungheinrich-Gesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasing -gesellschaften geschlossenen langfristigen Finanzdienstleistungsverträge entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart auf der Aktivseite entweder im Anlagevermögen als Leasinggeräte ("Operating Lease") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease") ausgewiesen werden. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeitkongruent und wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Hieraus ergibt sich eine Bilanzverlängerung. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasing gesellschaft herrühren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft.

Weiterführende Informationen zum Finanzdienstleistungsgeschäft sind der im Bericht noch folgenden ausführlichen Darstellung zum Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" und dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Bilanzstruktur 31.12.

Aktiva Passiva
in % in %
Anlagevermögen 29,5
davon aus Finanzdienstleistungen
8,2 28,4
8,5
Eigenkapital 27,8 26,4
Pensionsrückstellungen 5,6 6,0
Übrige langfristige Vermögenswerte 17,7 17,6 Langfristige Finanzschulden 8,4 7,7
davon aus Finanzdienstleistungen 14,4 14,3
Vorräte 9,6 8,3 Übrige langfristige Schulden 26,3 26,5
davon aus Finanzdienstleistungen 20,7 20,8
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 23,5 22,8
davon aus Finanzdienstleistungen 6,3 6,5 Kurzfristige Finanzschulden 5,1 6,8
Liquide Mittel und Wertpapiere 19,7 22,9 Übrige kurzfristige Schulden
davon aus Finanzdienstleistungen
26,8
9,0
26,6
9,0
2011 2010 2011 2010

42 | 43

Vermögensstruktur

in Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Vermögenswerte 1.329 1.101
Anlagevermögen 761 679
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 372 342
Übrige langfristige Vermögenswerte 84 80
Wertpapiere 112
Kurzfristige Vermögenswerte 1.251 1.293
Vorräte 248 198
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 407 355
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 163 155
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 36 36
Liquide Mittel und Wertpapiere 397 549
Bilanzsumme 2.580 2.394

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 82 Mio. € auf 761 Mio. € (Vorjahr: 679 Mio. €). Von diesem Anstieg entfiel der überwiegende Teil auf den Aufbau des Bestandes an aktivierten Mietfahrzeugen auf rund 26 Tsd. Geräte (Vorjahr: 23 Tsd. Einheiten) als Folge der konjunkturbedingt gestiegenen Nachfrage. Der Bestandswert der Mietgeräte nahm um 62 Mio. € auf 221 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) zu. Darüber hinaus wirkten sich die Investitionen in die Produktionswerke, insbesondere an den Standorten Norderstedt und Qingpu, sowie in das im Bau befindliche Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen stark erhöhend aus. Außerdem stieg infolge der stärkeren Nachfrage nach Leasingfahrzeugen das im Anlagevermögen enthaltene Fahrzeugvolumen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft um 7 Mio. € auf 211 Mio. € (Vorjahr: 204 Mio. €).

Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen um insgesamt 38 Mio. € auf 535 Mio. € (Vorjahr: 497 Mio. €) zu. Die Vorräte erhöhten sich konjunkturbedingt

um 50 Mio. € auf 248 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen aufgrund der starken Umsatzsteigerung im 4. Quartal 2011 um 52 Mio. € auf 407 Mio. € (Vorjahr: 355 Mio. €). Die Finanzmittel aus liquiden Mitteln und Wertpapieren verringerten sich um 40 Mio. € auf 509 Mio. € (Vorjahr: 549 Mio. €). Der Grund hierfür liegt vor allem in der Tilgung des 2011 fälligen Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2004 in Höhe von 55 Mio. €.

Eigenkapitalquote

Kapitalstruktur

in Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital 718 633
Langfristige Schulden 1.040 962
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 146 144
Finanzverbindlichkeiten 216 184
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 534 499
Übrige langfristige Schulden 144 135
Kurzfristige Schulden 822 799
Übrige kurzfristige Rückstellungen 154 152
Finanzverbindlichkeiten 131 162
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 233 216
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172 146
Übrige kurzfristige Schulden 132 123
Bilanzsumme 2.580 2.394

Durch den kräftigen Ergebnisanstieg im Berichtszeitraum, dem im Wesentlichen nur die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von rund 18 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) gegenüberstand, erhöhte sich das Eigenkapital um 85 Mio. € auf 718 Mio. € (Vorjahr: 633 Mio. €). Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote trotz der gestiegenen Bilanzsumme auf 28 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). Das Anlagevermögen – ohne Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen – war zum Bilanzstichtag zu 131 Prozent (Vorjahr: 133 Prozent) durch das Eigenkapital gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen und seine Finanzierung über den im Berichtszeitraum benötigten Finanzbedarf hinaus sicherzustellen. Das Unternehmen wies ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, die durch entsprechende Kundenforderungen gedeckt waren, keine Nettoverschuldung auf. Dadurch war der Verschuldungsgrad von Jungheinrich – gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu

EBITDA (bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) – wie im Vorjahr negativ. Die Pensionsrückstellungen blieben im Rahmen planmäßiger Zuführungen mit 146 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €) nahezu auf Vorjahresniveau. Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich insgesamt nur leicht um 3 Mio. € auf 210 Mio. € (Vorjahr: 207 Mio. €). Dabei standen der abschließenden Auflösung der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 gebildeten Rückstellungen für den mit den Kapazitätsanpassungsmaßnahmen verbundenen Personalabbau vor allem die mit dem erneut kräftigen Geschäftswachstum verbundenen Rückstellungen im Berichtszeitraum gegenüber. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen nur leicht um 2 Mio. € auf 348 Mio. € (Vorjahr: 346 Mio. €) zu. Hierbei stand der Rückzahlung des fälligen Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2004 in Höhe von 55 Mio. € eine kräftige Ausweitung der Refinanzierung der Mietflotte

gegenüber. Unter Einbeziehung des Finanzmittelbestandes einschließlich Wertpapieren in Höhe von insgesamt 509 Mio. € ergab sich erneut der Ausweis eines Netto-Guthabens in Höhe von 161 Mio. € (Vorjahr: 203 Mio. €). Wachstumsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 26 Mio. € auf

172 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) sowie die langund kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen um 52 Mio. € auf 767 Mio. € (Vorjahr: 715 Mio. €).

Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Kapitalflussrechnung

in Mio. € 2011 2010 Ergebnis nach Steuern 106 82 Abschreibungen und Wertminderungen 152 142 Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen –218 –130 Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen 89 40 Veränderung aus Working Capital –78 –12 Sonstige Veränderungen 14 –9 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 65 113 Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1) –56 –40 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –51 –14 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 1) –42 59

1) exklusive Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von minus 26 Mio. € (Vorjahr: minus 36 Mio. €)

Die Cashflow-Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns wurde im Berichtszeitraum von der stark zunehmenden Geschäftstätigkeit, dem damit verbundenen Aufbau des Working Capital sowie der erheblich verbesserten Ergebnisentwicklung bestimmt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 65 Mio. € (Vorjahr: 113 Mio. €). Dem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ergebnis nach Steuern (plus 24 Mio. €) zuzüglich der Veränderung aus den Abschreibungen und Wertminderungen (plus 10 Mio. €) stand ein wesentlich höheres Zugangsvolumen an Miet- und Leasinggeräten sowie an Forderungen aus Finanzdienstleistungen

(minus 88 Mio. €) abzüglich der Veränderung aus der entsprechenden Finanzierung (plus 49 Mio. €) gegenüber. Zudem ergab sich im Vergleich zum Vorjahr wachstumsbedingt ein höherer Bedarf an Working Capital (minus 66 Mio. €), der wesentlich durch die Fakturierungen zum Jahresende und dem damit verbundenen Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt war.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde aus Vergleichsgründen um den in dieser Position enthaltenen Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 26 Mio. € (Vorjahr: minus 36 Mio. €) bereinigt.

Der sich so ergebende vergleichbare Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit minus 56 Mio. € um 16 Mio. € über dem Vorjahresniveau (minus 40 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich eine leicht anspringende Investitionstätigkeit. Die im Herbst 2011 in Angriff genommenen Bauvorhaben sind erst anteilig, im Wesentlichen mit den Aufwendungen für den Erwerb von Grund und Boden bzw. eines Landnutzungsrechtes, enthalten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug minus 51 Mio. € (Vorjahr: minus 14 Mio. €). Dabei standen der Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 55 Mio. € und der Dividendenausschüttung in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) ein Aufbau der Bankverbindlichkeiten aus der Aufnahme von langfristigen Investitionskrediten gegenüber.

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug minus 42 Mio. € (Vorjahr: plus 59 Mio. €). Unter Einbeziehung des Erwerbes bzw. Verkaufes von Wertpapieren lag die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes bei minus 68 Mio. € (Vorjahr: plus 23 Mio. €).

Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Aus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 erwirtschafteten Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen sowie ihre Verwendung. Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:

in Mio. € 2011 % 2010 %
Entstehung
Unternehmensleistung 1) 2.169 100,0 1.864 100,0
Material- und Sachkosten 1.197 55,2 1.002 53,8
Abschreibungen und Wertminderungen 152 7,0 142 7,6
Nettowertschöpfung 820 37,8 720 38,6
Verwendung
Mitarbeiter 629 76,7 582 80,8
Öffentliche Hand 43 5,3 14 1,9
Darlehensgeber 43 5,3 42 5,8
Aktionäre 18 2,1 2 0,3
Unternehmen 87 10,6 80 11,2
Nettowertschöpfung 820 100,0 720 100,0

Wertschöpfungsrechnung

1) inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge

Die Nettowertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns, die den erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2011 widerspiegelt, erreichte 820 Mio. € (Vorjahr: 720 Mio. €). Sie lag damit um 14 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Verwendungsrechnung ergab, dass wie im

EBIT-Kapitalrendite in % (ROCE) 1) 2007 24,1 2008 18,8 2009 –-16,8 2010 22,7 2011 26,2

1) EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen und Pensionsrückstellungen)

Vorjahr der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel; dies waren 629 Mio. € bzw. 77 Prozent (Vorjahr: 582 Mio. € bzw. 81 Prozent). Die öffentliche Hand erhielt 43 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 14 Mio. € bzw. 2 Prozent). Die Darlehensgeber partizipierten mit 43 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 42 Mio. € bzw. 6 Prozent). Den Stamm- und Vorzugsaktionären flossen rund 18 Mio. € bzw. 2 Prozent (Vorjahr: rund 2 Mio. € für Vorzugsaktionäre bzw. weniger als 1 Prozent) zu. Dem Unternehmen

standen zur Innenfinanzierung des Geschäftes 87 Mio. € bzw. 11 Prozent (Vorjahr: 80 Mio. € bzw. 11 Prozent) aus der Nettowertschöpfung zur Verfügung.

Umsatz- und Kapitalrenditen

Die weiter verbesserte Ertrags- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns im Geschäftsjahr 2011 spiegelt sich entsprechend in der positiven Entwicklung der Umsatz- und Kapitalrenditen wider.

in % 2011 2010
EBIT-Umsatzrendite (ROS) 6,9 5,4
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) 26,2 22,7
Eigenkapitalrendite 15,6 14,0
Gesamtkapitalrendite 6,3 5,5

EBIT-Umsatzrendite (ROS) = EBIT : Umsatzerlöse x 100

EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital 1) x 100

Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches Eigenkapital x 100

Gesamtkapitalrendite = Ergebnis nach Steuern 2) + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital 3) x 100

1) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten – Liquide Mittel und Wertpapiere

2) bereinigt um das Zinsergebnis Finanzdienstleistungen

Wesentliche Renditekennzahlen

3) bereinigt um die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen

Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) verbesserte sich kräftig auf 6,9 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent). Damit blieb sie nur geringfügig unter der Rekordmarke von 7,0 Prozent aus dem Jahr 2007. Dies ist auf die im Berichtszeitraum überproportionale Umsatzsteigerung im Neugeschäft zurückzuführen. Die entsprechende Kapitalrendite auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (ROCE) erhöhte sich mit 26,2 Prozent (Vorjahr: 22,7 Prozent) ebenfalls stark. Damit wurde das langfristige Kapitalrenditeziel des Jungheinrich-Konzerns von über 20 Prozent deutlich überschritten. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich 2011 auf

15,6 Prozent (Vorjahr: 14,0 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite, die um die Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt wird, stieg auf 6,3 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Jungheinrich-Konzern, der seinen profitablen Wachstumskurs aus dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2011 fortsetzte, profitierte – trotz der Staatsschuldenkrise in Europa und den USA – von stabilen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu einem nochmaligen starken Anstieg

des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge gegenüber 2010 führten. Dabei begünstigte insbesondere das starke Marktwachstum in Europa, dem Kernmarkt von Jungheinrich, das Neugeschäft ebenso wie die übrigen Geschäftsbereiche. Entsprechend war die Geschäftsentwicklung des Unternehmens von Wachstum und weiterer Ertragsverbesserung geprägt. Hieran hatte die Nachfragesteigerung im Neugeschäft mit der steigenden Auslastung der Werke und dem damit verbundenen Ergebnishub wesentlichen Anteil. Diese Entwicklung, verbunden mit effektiveren und flexibleren Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und Produktion, ermöglichte dem Jungheinrich-Konzern die Rückkehr zu alter Umsatz- und Ertragsstärke. Jungheinrich schloss das Geschäftsjahr 2011 mit Ergebnissen auf Rekordniveau ab. Eine solche positive Entwicklung war zu Beginn des Berichtsjahres 2011 nicht zu erwarten gewesen.

Investitionen

Die im Berichtsjahr 2011 getätigten Investitionen des Jungheinrich-Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – ohne aktivierte Entwicklungskosten – erhöhten sich um 19 Mio. € auf 52 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €). Dieser Anstieg signalisiert die Rückkehr des Jungheinrich-Konzerns zu einer auf Wachstum und Zukunftsge stal tung ausgerichteten Investitionstätigkeit. Zu dieser zählen die beiden 2011 ausgelösten großen Zukunftsinvestitionen: der Bau des neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, und der Neubau des Werkes Qingpu, das den asiatischen Markt mit regionalspezifischen Produkten versorgt. An beiden

Standorten fand im vergangenen Herbst die Grundsteinlegung bzw. der "Erste Spatenstich" statt. Die Investi tions quote erhöhte sich auf 2,5 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 1,8 Prozent). Daneben wurde im Berichtszeitraum in den Ausbau der inländischen Produktionswerke mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt investiert. Ferner wurden die Konzernvertriebsgesellschaften weiter ausgebaut.

Forschung und Entwicklung

Der Jungheinrich-Konzern als eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik investierte auch im Geschäftsjahr 2011 kräftig in die Produktentwicklung, um seine Kunden mit maßgeschneiderten Intralogistik-Lö sungen zu versorgen und Zukunftstechnologien voranzutreiben. Dabei blieb die Energieeffizienz von Antriebssystemen ein Schlüsselthema der Forschung. Seine Leistungsfähigkeit stellte das Unternehmen überzeugend auf der CeMAT 2011 in Hannover, der Weltleitmesse der Intralogistik, unter Beweis.

Die Aufwendungen des Jungheinrich-Konzerns für Forschung und Entwicklung einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter betrugen 38 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €). Das waren 4,4 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) des im Berichts jahr stark gestiegenen Umsatzes aus dem Neufahrzeuggeschäft. Im Bereich Forschung und Entwicklung, der personell verstärkt wurde, waren im vergangenen Jahr konzernweit durchschnittlich 342 (Vorjahr: 322) Mitarbeiter tätig.

Der Aufgabenschwerpunkt lag auch im Berichtsjahr auf der Vorbereitung neuer Produkte zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähig-

Investitionen

in Mio. € (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten)

48 | 49 keit von Jungheinrich. 2011 wurden konzernweit 80 (Vorjahr: 64) Schutzrechte angemeldet; erteilt wurden 47 (Vorjahr: 66) Patente. Damit konnten weitere Innovationen in bedeutende Produktverbesserungen umgesetzt werden, die wesentlich zur Steigerung des Kundennutzens beitragen.

In den Entwicklungsabteilungen standen im Berichtszeitraum folgende Arbeitsfelder im Blickfeld:

Grundlagenentwicklung

In der Grundlagenentwicklung wurde unter Beteiligung aller wichtigen Bereiche wie Vertrieb, Produktmanagement, Einkauf und Produktion sowie der betreffenden Entwicklungsabteilungen eine sogenannte Technologie-Roadmap erstellt. Hierbei handelt es sich um ein Planungsinstrument für die Identifizierung erfolgversprechender Zukunftstechnologien und deren Verknüpfung mit kommenden Serienentwicklungen.

Die seit einigen Jahren als ein möglicher Energiespeicher der Zukunft untersuchten Lithium-Ionen-Batterien wurden im Berichtsjahr erstmalig in einem Serienprodukt eingeführt. Die Schnellladefähigkeit und das geringe Gewicht der Bat terien eröffnen neue Einsatzfelder. Jungheinrich entwickelt das Batteriemanagementsystem und produziert die Batterien unter Verwendung zugekaufter Zellen im eigenen Fertigungswerk in Norderstedt. Die Entwicklung größerer Lithium-Ionen-Batterien wird geprüft, die technologischen Fortschritte bei den Herstellern von Batteriezellen beobachtet.

Die Forschungsanstrengungen im Bereich der Automatisierung von Flurförderzeugen wurden intensiviert. Auf der Basis von Serienfahrzeugen und einer standardisierten Steuerung geht der Trend weg von projektspezifischen Spezial- hin

zu Standardlösungen. Durch diesen Wechsel kann die Qualität erhöht und eine effiziente After-Sales-Betreuung sichergestellt werden.

In der zentralen Entwicklung wurde die Konstruk tion weiterer Konzernkomponenten gestartet, die die einheitliche Verwendung über alle Fahrzeugplattformen gestattet.

Jungheinrich wurde als erstem Hersteller von Flurförderzeugen das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz" vom TÜV-Nord verliehen. Es bestätigt die deutliche Reduzierung der CO₂- Emissionen über die komplette Fahrzeugflotte. Diese Einsparung betrug über 25 Prozent in den letzten zehn Jahren im klassischen Segment der Elektro-, Diesel-/Treibgas-Gabelstapler sowie der Schubmaststapler. Bis zu 90 Prozent aller CO₂-Emissionen entstehen in der Nutzungsphase. Eine Verringerung bedeutet damit gleichzeitig eine Senkung der Energiekosten und eine Erhöhung der Einsatzreichweite der Fahrzeuge.

Jungheinrich wird auch in Zukunft durch neue Methoden Maßstäbe für die weitere Verbesserung der Energieeffizienz seiner Fahrzeuge setzen und damit einen maßgeblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit beim Betrieb von Flurförderzeugen leisten.

Produktentwicklung

Im Mai 2011 präsentierte Jungheinrich seine neuesten Produkte auf der weltgrößten Branchenmesse CeMAT in Hannover. Es zeigte sich ein Trend zu Systemen und Produkten zur Prozessverbesserung wie z. B. ISM Online, einem Informationssystem für das Staplermanagement. Auf Basis des leistungsfähigen Jungheinrich EDV-Netzwerkes sowie der Betreiber- und Fahrzeugdaten kann der Kunde Flurförderzeugflotten beliebiger Größe und Komplexität managen. Zu den fahrzeugübergreifenden Systemen zählt

außerdem das vorgestellte Staplerleitsystem, das Transportaufträge gezielt an dazu passende Flurförderzeuge im Lager verteilt.

Zu den Messehighlights gehörte ein fahrerloses Transportsystem (Auto Pallet Mover), das auf Serienfahrzeugen aufbaut und sich per Lasernavigation orientiert. Jungheinrich rüstet derzeit erste Serienfahrzeugtypen mit dieser Automatisierung aus.

Eine Weltneuheit stellte das erste Flurförderzeug mit Lithium-Ionen-Batterie (EJE 112i) aus Serienfertigung dar. Durch Einsatz der in den letzten Jahren intensiv untersuchten Technologie konnte hier die Fahrzeuglänge wesentlich verkürzt und das Batteriegewicht von 150 auf 14 Kilogramm verringert werden. Damit ist ein Schnellwechsel der Batterie im laufenden Betrieb möglich. Die Batterie ist wartungsfrei, 15 Prozent effizienter als herkömmliche Batterien und kann innerhalb von 30 Minuten mit einem speziellen Jungheinrich-Ladegerät (SLH 40i) bereits bis zu 50 Prozent aufgeladen werden. Als mögliche Einsatzbereiche bieten sich Geschäftsfilialen und Lkws an.

Präsentiert wurde auch das erste Fahrzeug einer neuen, leistungsfähigen Schubmaststapler-Generation (ETM/ETV 214/216). Eines der Hauptmerkmale ist seine um bis zu 10 Prozent höhere Umschlagleistung. Diese resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Hub- und Senkgeschwindigkeiten sowie einer deutlich verbesserten Fahrbeschleunigung des Staplers. Trotz der höheren Umschlagleistung konnte der Energieverbrauch um weitere 10 Prozent gesenkt werden.

Auf der Messe wurde erstmals ein Schlepper (EZS C40) mit Superelastikreifen und hoher Bodenfreiheit für den Außeneinsatz vorgestellt.

Die Entwicklung der Elektro-Hochhubwagen konnte im Berichtszeitraum nahezu abgeschlossen werden. Dazu gehören verschiedene Ausprägungen von zwei Deichselstaplerbaureihen (ERC und EJC). Eine geregelte Hydraulik sorgt für den sicheren Umgang bei erhöhter Hubleistung. Es sind eine elektrische Lenkung und ein Einbaulader verfügbar. Die intensive Untersuchung neuer Materialien führte zum Einsatz von robusten Kunststoffen, womit sich die von Kunden geforderten Ablagen in hoher Qualität realisieren lassen.

Im Jungheinrich Design Center Houston (Texas) in den USA wurde ein Deichselstapler mit Fahrerstandplattform (ECR 327/336) als End Rider speziell für den US-amerikanischen Markt entwickelt. Dieses Fahrzeug wird von MCFA (Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc.) in Houston produziert und unter den Marken Jungheinrich und Mitsubishi vertrieben.

Im Jungheinrich-Werk Qingpu (Shanghai) in China wurde – ergänzend zum bereits verfügbaren Produktspektrum – ein Schubmaststapler (ETV 114/116n) zur Serienreife gebracht. Dabei wurde neben der Anpassung an die asiatischen Kundenanforderungen auch auf einen hohen Anteil hochwertiger, lokal bezogener Komponenten geachtet.

Mitarbeiter

Die Anpassung der Personalkapazitäten an die dynamische Markt- und Nachfrageentwicklung führte zum 31. Dezember 2011 zu einer Erhöhung der Stammbelegschaft des Jungheinrich-Konzerns um insgesamt 573 Beschäftigte auf 10.711 (Vorjahr: 10.138) Mitarbeiter.

Mitarbeiter nach Einsatzbereichen

31.12.2011 31.12.2010
Vertrieb 7.877 7.421
Fertigung 2.374 2.308
Servicecenter
/
Verwaltung
460 409
Gesamt 10.711 10.138

Von dem Aufbau entfiel der überwiegende Teil auf die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland sowie auf das Werk Qingpu (China). Der Ausbau in den aufstrebenden Regionen Russland und Asien sorgte dort für überproportionale Zuwächse. In den Werken Norderstedt und Moosburg zeigte sich eine nahezu stabile Entwicklung. Im Personal bestand waren 309 (Vorjahr: 300) Auszubildende enthalten. Dieses hohe Niveau belegt den großen Stellenwert, den Jungheinrich der Ausbildung eigener Nachwuchskräfte beimisst.

Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Leiharbeitnehmer erhöhte sich nachfragebedingt im Berichtszeitraum insgesamt um 197 Beschäftigte, davon überwiegend in den Werken. In Norderstedt wurde angesichts der verbesserten Auftragslage die Anzahl der Leiharbeitnehmer um 42 Beschäftigte aufgestockt. In Moosburg lief die

Kurzarbeit im Mai 2011 aus, ehe auch hier in Anpassung der auftragsbezogenen Fertigung an die höhere Nachfrage im 2. Halbjahr 2011 über 100 Leiharbeitnehmer eingesetzt wurden. Ebenso erhöhten 20 Leiharbeitnehmer die Produktionskapazität im Werk Landsberg.

Insgesamt wies der Jungheinrich-Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Aufbau von 770 Arbeits plätzen (Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmer) auf. Von der Stammbelegschaft waren 78 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) in Vertrieb und Verwaltung sowie 22 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) in der Fertigung tätig. Der Anteil der in der Kundendienstorganisation beschäftigten Mitarbeiter betrug wie im Vorjahr rund 46 Prozent der Belegschaft. Innerhalb der Serviceorganisation waren über 3.550 (Vorjahr: über 3.400) Kundendiensttechniker im Einsatz.

in % 31.12.2011 31.12.2010
Deutschland 46,0 46,0
Frankreich 8,6 8,9
Italien 7,4 7,6
Großbritannien 6,8 7,2
Spanien 3,1 3,3
Übriges Europa 22,2 22,0
China 3,6 2,8
Übrige Regionen 2,3 2,2
Gesamt 100,0 100,0

Mitarbeiter nach Regionen

Zum 31. Dezember 2011 waren 5.786 (Vorjahr: 5.477) Mitarbeiter im Ausland und 4.925 (Vorjahr: 4.661) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Damit entfielen wie im Vorjahr rund 46 Prozent der Arbeitsplätze auf Deutschland. Im Ausland hatte unverändert Frankreich mit knapp 9 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Italien und Großbritannien mit jeweils rund 7 Prozent. Der Anteil der in Übersee beschäftigten Mitarbeiter stieg durch den planmäßigen Ausbau der außereuropäischen Vertriebsaktivitäten auf 6 Prozent (Vorjahr: 5 Prozent). Dabei erhöhte sich der Anteil Chinas für Vertrieb und Produktion auf 3,6 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent).

Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hatte die Jungheinrich AG die im Jahr 2010 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2012.

Grundzüge des Vergütungssystems

Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten sowie Kapitalrenditen.

Vergütung des Vorstandes

Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat zuständig, der nach Vorbereitung durch den Personalausschuss das Vergütungssystem hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt, die Bezüge sowie die jährlichen Zielvorgaben für die variable Ver gütung festsetzt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit der Vergütung überprüft.

Das 2010 überarbeitete Vergütungssystem der Jungheinrich AG kam für die Mitglieder des Vorstandes bei neu abgeschlossenen Dienstverträgen ab dem 1. Januar 2011 zur Anwendung. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforder lichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist performanceorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie Marktanteilswachstumsvorgaben für einzelne Produktbereiche. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses des Vorjahres fällig werden. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt, Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates

52 | 53 erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich, zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag der oben genannten Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes; über die Aufteilung beschließt der jeweilige Ausschuss.

Die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 hat ein neues Vergütungsmodell für die Mitglieder des Aufsichtsrates mit Wirkung ab 1. Januar 2012 beschlossen, welches ab dem vorgenannten Zeitpunkt die durch die Hauptversammlung am 3. Juni 2003 beschlossenen Regelungen ersetzt. Nach dieser neuen Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite (ROCE) des Jungheinrich-Konzerns. Für jeden vollen Prozentpunkt, um den die erreichte EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Schwellenwert von 15 Prozent überschreitet, beträgt die variable jährliche Vergütung 4.000 €. Erreicht die EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Zielwert von 20 Prozent, beträgt die variable jährliche Vergütung somit 20.000 €. Überschreitet die erreichte EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Zielwert, so erhöht sich die variable jährliche Vergütung für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert um weitere 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende

erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. für Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung.

Einkauf und Logistik

Der Einkauf von Jungheinrich gliedert sich in die Bereiche

  • Ŕ Einkauf Technik für Produktionsmaterialien,
  • Ŕ Zentraler Einkauf für indirekte Einkaufsgüter, Dienstleistungen und Handelswaren sowie
  • Ŕ Ersatzteileinkauf für das After-Sales-Geschäft.

Im Berichtszeitraum lagen die Schwerpunkte des Einkaufes in der Fortführung der 2010 gestarteten Projekte und Initiativen zur weiteren Standardisierung der Methoden und Prozesse sowie in der Umsetzung der auf Warengruppenebene definierten Einkaufsprojekte und -maßnahmen. Hervorzuheben ist hierbei die Neustrukturierung des Batteriegeschäftes, das 2011 mit einem Einkaufsvolumen von mehr als 140 Mio. € auch die größte Hauptwarengruppe darstellte. Außerdem war das Augenmerk auf die Durchführung mehrerer weltweiter Beschaffungsmarktanalysen für A-Komponenten und neue Technologien gerichtet.

Durch die Naturkatastrophe Anfang des Jahres 2011 in Japan ergab sich ein – in seiner Wirkung allerdings begrenztes – Beschaffungsrisiko. Es handelte sich um vorübergehende Versorgungsengpässe bei Elektronikbauteilen und wenigen anderen Zulieferkomponenten. Zur Absicherung der Versorgungssituation wurde umgehend eine Task Force aufgebaut, die alle betroffenen Bauteile einem permanenten Monitoring unterzog und die Teileversorgung sicherstellte. Soweit erforder lich wurden alternative Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Hierzu gehörten auch die Identifizierung und der Aufbau neuer Bezugsquellen.

Der Aufbau der Abteilung "Methoden und Prozesse" wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Neben der Einführung eines Einkaufscockpits auf Basis des SAP Business Warehouse zur Steuerung und Überwachung der Einkaufsleistungen wurden neue Methoden und Standards für den Einkauf entwickelt und Einkaufsprojekte methodisch betreut.

Durch das anhaltende Marktwachstum bei Flurförderzeugen stieg das Einkaufsvolumen im Berichtszeitraum um 14 Prozent auf 1,35 Mrd. € (Vorjahr: 1,18 Mrd. €) an. Das Volumen des Produktionsmaterials erhöhte sich entsprechend der Nachfragesteigerung um rund 26 Prozent auf 612 Mio. € (Vorjahr: 484 Mio. €). Das entsprach einem Anteil von 45 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent) des gesamten Einkaufsvolumens. Mit einer Steigerung um 27 Prozent auf 304 Mio. € erreichten die Handelswaren 23 Prozent des Einkaufsvolumens (Vorjahr: 239 Mio. € bzw. 20 Prozent). Das Einkaufsvolumen für indirektes Material verringerte sich dagegen um 6 Prozent auf 430 Mio. € und entsprach damit nur noch 32 Prozent des konzernweiten Einkaufsvolumens (Vorjahr: 458 Mio. € bzw. 39 Prozent).

Informationstechnologie

Im Hinblick auf die informationstechnologische Entwicklung zeigten die Maßnahmen und Entscheidungen der 2010 formulierten IT-Strategie zur Harmonisierung und Zentralisierung der Abläufe und Prozesse 2011 ihre Wirkung. Wesentliche IT-Projekte wurden gestartet, um die Vernetzung mit Standardsoftware weiter voranzutreiben. Mit der Konsolidierung der bisherigen Technik SAP-Systeme auf eine gemeinsame Systembasis wurde begonnen. Die IT-Infrastruktur wurde weiter modernisiert, die Virtualisierung von Servern fortgeführt und eine Private Cloud geschaffen. Die konzernweite Umstellung der Softwareausstattung aller Arbeitsplätze auf aktuelle Windows- und Micro soft-Versionen wurde gestartet.

Wichtige kundenbezogene Projekte, die eine direkte Wechselwirkung mit den Kunden fördern, das Management großer Kundenflotten vereinfachen oder den Kunden einen direkten Informationsservice bieten, wurden aufgebaut und den Kunden zugänglich gemacht. Beispiele hierfür sind das Rental Fleet Management oder das innovative Flottenmanagement-Modul ISM Online.

Für den Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen wurde im Rahmen der neuen Europa-Plattform der Rollout des ABCP-Refinanzierungsprogramms (Asset Backed Commercial Papers) nach erfolgter Umsetzung in Deutschland auf Frankreich ausgedehnt.

Im Rahmen des Working Capital Managements wird durch die Einbeziehung der SAP-FSCM-Komponente "Dispute & Collections Management" in Zukunft ein noch effektiveres und effizienteres Forderungsmanagement konzernweit ermöglicht.

54 | 55 Als wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung sind gemäß der IT-Governance unter dem Vorstand ein "IT-Board" sowie ein "Architecture and Infrastructure Council" ins Leben gerufen worden. Diese beiden Gremien sind mit Führungskräften aus den Geschäftsbereichen und aus der IT besetzt. Zusammen treffen sie wesentliche Entscheidungen zu IT-Projekten und Investitionen. Hierdurch wird für eine zuverlässige Unterstützung der Kernprozesse gesorgt, die eine zukunftssichere, konzernweit vernetzte IT-Basis gewährleistet.

Qualitäts- und Umweltmanagement

Das Jungheinrich-Qualitätsmanagement wurde auch im Geschäftsjahr 2011 dem Anspruch gerecht, das bereits hohe Qualitätsniveau der Konzernprodukte weiter zu verbessern. So konnten als wichtige Indikatoren die Qualitätsund Gewährleistungskosten erneut deutlich gesenkt werden. In seinem Selbstverständnis als Premiumhersteller von Flurförderzeugen hob das Unternehmen die Qualitätsziele für die nächsten Jahre weiter an.

Die Grundlage für den Qualitätserfolg sind die Produkt- und Servicedaten aus dem Jungheinrich-Direktvertrieb, die gebündelt im SAP BW (Business Warehouse) eine hohe Transparenz und Reaktions fähigkeit zu den Qualitätsthemen im Feld sicherstellen. Diesem Grundsatz folgend wurde Russland, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, als weitere Vertriebseinheit über die SAP-Einführung in das Qualitätsberichtswesen eingebunden. Entsprechendes gilt für die Gebrauchtgeräte aus dem konzerneigenen Aufarbeitungswerk in

Klipphausen bei Dresden, für die im SAP BW ein eigenes Reporting aufgebaut wurde.

Im 1. Halbjahr 2011 wurde das Qualitätsmanagementsystem des Werkes Landsberg, der jüngsten Produktionsstätte im Konzern, erfolgreich durch den externen Dienstleister SGS-International nach dem Standard ISO 9001:2008 zertifiziert.

Parallel zu diesen Maßnahmen wurden Grundlagen erarbeitet, um zukünftig eine einheitliche interne Auditierung der Prozesse über die Jungheinrich-Werke hinweg durchzuführen. Wichtige Ziele des gemeinsamen Auditmanagementsystems sind, die Schnittstellen im Produktionsverbund weiter zu optimieren und eine Beteiligung der Werke an Best-Practice-Ansätzen eines Standortes werksübergreifend zu erreichen.

Jungheinrich ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit und seines wirtschaftlichen Erfolges Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige Produkte, die den Ansprüchen seiner Kunden an Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Qualität gleichermaßen gerecht werden. Sowohl bei der Herstellung, Nutzung und Aufarbeitung von Produkten als auch bei der Erbringung von Dienstleistungen achtet der Jungheinrich-Konzern auf sparsamen Umgang mit Ressourcen sowie kontinuierliche Verbesserung der Umweltverträglichkeit. Das Unternehmen führt einen offenen Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen, stellt Medien umweltrelevante Informationen zur Verfügung und arbeitet mit Behörden, Verbänden und anderen Institutionen vertrauensvoll zusammen. So engagiert sich Jungheinrich z. B. in einem Forschungsprojekt "Umweltauswirkungen

Intralogistik" an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, u. a. in Zusammenarbeit mit Vertre tern des VDMA (Verband Deutscher Maschinenund Anlagenbau).

Die Verantwortung von Jungheinrich für umweltbewusstes Handeln zeigt sich in besonderer Weise in der ersten vom TÜV-Nord systematisch analysierten und gemäß DIN EN ISO 14040 zertifizierten Produkt-Ökobilanz der Flurförderzeugbranche. Die Ökobilanz umfasst die Analyse der Umweltauswirkungen der Jungheinrich-Flurförderzeugflotte im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2010. Diese Untersuchung beinhaltet den Rohstoffeinsatz, die Produktion, den Transport der Geräte in der Herstellungsphase, den Energieeinsatz über die Nutzungsphase der Geräte sowie die Aufarbeitung von Geräten für eine zweite Einsatzperiode. Resultat war, dass die CO₂-Emissionen des kompletten Fahrzeugprogramms in den letzten zehn Jahren wesentlich gesenkt wurden, u. a. mit einer Reihe von technologischen Innovationen, die heute den Vergleichsmaßstab beim CO₂-Ausstoß setzen. Im klassischen Segment der Elektro- und Diesel-/Treibgas-Gabelstapler sowie der Schubmaststapler betrug die Reduzierung mehr als 25 Prozent.

Innovationen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen prägen heute den gesamten Jungheinrich-Produktzyklus. Speziell in der Nutzungsphase, in der 80 bis 90 Prozent aller Emissionen entstehen, sind Hightech-Lösungen von Jungheinrich der Maßstab. Stark verringerte CO₂-Emissionen bei höchster Umschlagleistung bedeuten deutlich verringerte Umweltbelastungen und niedrigere Energiekosten zum Wohle der Kunden und der Umwelt. Der Erfolg, als erster Flurförderzeughersteller mit dem Umweltprädikat ausgezeichnet worden zu sein, ist Ansporn für Jungheinrich,

diesen Weg fortzusetzen und weitere Verbesserungen zu erreichen.

Compliance und Datenschutz

Auch im Berichtsjahr 2011 wurde der Com pliance ein hoher Stellenwert eingeräumt. Jungheinrich versteht unter Compliance die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. Das Unternehmen hat diese Funktion zentral mit den Aufgaben der Konzernrevision verknüpft.

Alle Führungskräfte wurden seitens des Vorstandes und des Chief Compliance Officers (CCO) aufgefordert, in ihrem Handeln die vielfältigen internen Vorschriften und externen gesetzlichen Vorgaben zu beachten.

Mit Hilfe des in der Vergangenheit implementierten Compliance-Systems konnte eine Vielzahl von Themenbereichen durch spezielle revisorische Untersuchungen im gesamten Konzern weltweit analysiert werden. Hinweise erhielt der CCO überwiegend intern aus allen Bereichen des Unternehmens. Auch extern steht Kunden und Interessenten über das Internet die Möglichkeit offen, vertraulich auf eventuelle Unregelmäßigkeiten hinzuweisen.

Über geplante revisorische Prüfungen hinaus wurden noch weitere Aspekte in den internen Abläufen auf Einhaltung der externen und internen Vorgaben untersucht. Jede Revisionsuntersuchung enthält einen gesonderten Hinweis auf die Einhaltung der Compliance, die gegebenenfalls durch weitere Handlungsempfehlungen zur Beachtung ergänzt werden.

Der Vorstand und der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wurden laufend

56 | 57 vom CCO über mögliche Compliance-Vorfälle informiert.

Gemäß den eigenen Sicherheitsgrundsätzen von Jungheinrich sind alle Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns weltweit verpflichtet, mit persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern unter Beachtung der aktuellen datenschutzrechtlichen Vorgaben verantwortungsvoll umzugehen. Hierauf wurden im Berichtsjahr erneut alle Mitarbeiter umfassend hingewiesen und zur Einhaltung – insbesondere der jeweiligen Landesgesetzgebung – verpflichtet.

Vielfältige Anfragen zu datenschutzrechtlichen Themen hinsichtlich der Speicherung von Daten, zu Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern oder zur Nutzung neuer Medien wurden zeitnah und umfassend vom Datenschutzbeauftragten des Konzerns geprüft und beantwortet. Bei diesen Anfragen wurden pragmatische Lösungen angestrebt, die – bezogen auf das Jungheinrich-Geschäftsmodell – eine Sicherstellung der Vorgaben ermöglichen. Dabei unterstützen einzelne Datenschutzkoordinatoren in Fachabteilungen die Tätigkeit des Datenschutzbeauftragten. Die sogenannten Verfahrensverzeichnisse, die einen genauen Überblick über die im Konzern eingesetzten Datenverarbeitungsverfahren geben, wurden konzernweit erneuert.

Nennenswerte Beanstandungen oder Verstöße gegen die konzerninternen Vorgaben zur Einhaltung des Schutzes der persönlichen Daten wurden seitens interner Überprüfungen durch die Konzernrevision nicht festgestellt.

Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen"

Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen" wird auf die Erläuterung unter "Geschäft und Rahmenbedingungen" verwiesen.

Jungheinrich-Geschäftsmodell

Das Jungheinrich-Geschäftsmodell hat die Betreuung des Kunden aus einer Hand über den Lebenszyklus eines Fahrzeuges zum Ziel. Dabei ist der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" mit seinen Angeboten für Nutzenüberlassung und Absatzfinanzierung ein Dienstleister für den Jungheinrich-Vertrieb zur Förderung des Absatzes von Jungheinrich-Staplern. Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist eine enge Kundenbindung gegeben. Diese ermöglicht es, flexible und für den Kunden individuelle Lösungen anzubieten. Dabei sind mit den Finanzdienstleistungsverträgen grundsätzlich Full-Service- bzw. Wartungsverträge verbunden. Jungheinrich kann durch seine europaweite Direktvertriebsstruktur mit eigener Service-Organisation die Kundenerwartungen nach einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen und unter Einbeziehung individueller, flexibler und wettbewerbsfähiger Finanzdienstleistungen marktgerecht erfüllen.

Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird innerhalb des Jungheinrich-Konzerns als "interne" Leasinggesellschaft im Sinne eines "Non Profit Centers" geführt. Er hat somit keinen eigenständigen Gewinnanspruch. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Kundenbonitäts- und

des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den mit den Finanzdienstleistungsverträgen verbundenen Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die sich aus Restwertgarantien bzw. aus der Vermarktung der von Kunden zurückgenommenen Fahrzeuge (sogenannte Fahrzeug-Rück läufer) ergeben.

Geschäftsstruktur des Segmentes "Finanzdienstleistungen"

Die Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns laufen im Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" zusammen und werden zentral über die in Deutschland

an sässigen Gesellschaften Jungheinrich Financial Services GmbH und Jungheinrich Finance AG & Co. KG gesteuert. In den wesentlichen für Jungheinrich relevanten Märkten in Europa ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Dies gilt neben Deutschland für Italien, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Spanien. Es ist ein kontinuierlicher Ausbau von eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften in weiteren Kernmärkten – als nächstes in Österreich – vorgesehen.

Geschäftsverlauf

Im Berichtszeitraum 2011 überschritt der europaweite Vertragsbestand erstmals die Marke von 100 Tsd. Fahrzeugen.

Wesentliche Geschäftsdaten des Finanzdienstleistungsgeschäftes

in Mio. € 2011 2010
Vertragszugang zum Neuwert 391 334
Vertragsbestand zum Neuwert 31.12. 1.611 1.531

Im Geschäftsjahr 2011 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 391 Mio. € (Vorjahr: 334 Mio. €). Damit wurde von Jungheinrich mehr als jedes dritte Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Rental, Leasing etc.) in Europa abgesetzt. Vom Zugangsvolumen entfielen rund 79 Prozent auf die Länder mit Jungheinricheigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum Jahresende 2011 wuchs der europaweite Vertragsbestand um rund 5 Prozent auf 101,2 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 96,7 Tsd. Einheiten). Dieser Bestand entsprach einem Neuwert von 1.611 Mio. € (Vorjahr: 1.531 Mio. €).

Bilanzierung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

Die Bilanzierung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" umfasst sowohl die rechtlich eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften als auch die separat abgebildeten Buchungskreise für das Finanzdienstleistungsgeschäft in den Ländern ohne rechtlich eigenständige Finanzdienstleistungsgesellschaft.

Der kontinuierliche Ausbau des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" spiegelt sich in der Bilanz wider. Die Erhöhung der im Anlagevermögen aktivierten Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen "Operating Leases" sowie die

58 | 59 Zunahme der Forderungen aus Finanzdienstleistungen "Finance Leases" sind vor allem auf den Anstieg von Kundenverträgen mit den Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungs-

gesellschaften zurückzuführen. Deshalb nahm das Volumen aus Kundenverträgen unter Zwischenschaltung fremder Leasinggesellschaften ab.

Vermögensstruktur des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

in Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Vermögenswerte 647 608
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen 269 261
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 372 342
Übrige langfristige Vermögenswerte 6 5
Kurzfristige Vermögenswerte 314 292
Vorräte 23 25
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58 48
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 163 155
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 50 51
Liquide Mittel und Wertpapiere 20 13
Bilanzsumme 961 900

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen resultiert aus der lauf zeit- und zinskongruenten Refinanzierung der angestiegenen "Operating Leases"- und "Finance Leases"- Kundenverträge.

Kapitalstruktur des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

in Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital 26 18
Langfristige Schulden 577 545
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 534 499
Übrige langfristige Schulden 43 46
Kurzfristige Schulden 358 337
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 233 216
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78 77
Übrige kurzfristige Schulden 47 44
Bilanzsumme 961 900

Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird in seiner Funktion als Dienstleister zur

Unterstützung des Jungheinrich-Vertriebes als "Non Profit Center" ohne eigenständigen Gewinnanspruch gesteuert.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

in Mio. € 2011 2010
Umsatzerlöse 451 395
Umsatzkosten 448 397
Bruttoergebnis vom Umsatz 3 –2
Vertriebskosten 6 5
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) –3 –6
Finanzergebnis 14 12
Ergebnis vor Steuern (EBT) 11 6

Finanzkenndaten

Das Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" hat mit seinen Vermögenswerten und den entsprechend zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns.

Um bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten des Konzerns die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern, orientiert sich die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"- Ansatzes bei bonitäts- bzw. ratingbestimmten Kenndaten. Insbesondere bei den Kenndaten zur Kapitalstruktur, den Netto-Finanz verbindlichkeiten und dem Finanzergebnis werden aus den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen" heraus ge rechnet. Damit beziehen sich diese Kenndaten aus schließlich auf das Geschäftssegment "Intralogistik".

Jungheinrich-Konzern
inkl. Finanzdienstleistungen
Jungheinrich-Konzern
Segment "Intralogistik"
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
718
2.580
28
633
2.394
26
783
1.823
43
698
1.693
41
348
767
346
715
344
345
25 31
1.115 1.061 369 376
509
606
549
512
490
–121
537
–161
2 –2 –12 –14

60 | 61 Internes Kontroll- und Risiko management-System im Hinblick auf den Konzern rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmä ßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Siche rung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Konzernrechnungslegungspro zess bezieht.

Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Ŕ Der Jungheinrich-Konzern zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus.
  • Ŕ Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem.
  • Ŕ Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet.
  • Ŕ Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme).

  • Ŕ Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung.

  • Ŕ Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch, das alljährlich aktualisiert und den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen zur Verfügung gestellt wird, sichert die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie Berichterstattung von Geschäftsvorgängen.
  • Ŕ Die Mitarbeiter der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen im Jungheinrich-Konzern und in seinen in- und ausländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen.
  • Ŕ Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft.
  • Ŕ Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrich-spezifischen Systems berücksichtigt.
  • Ŕ Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, die durch die interne Revision überprüft werden, wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Ŕ Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte.

Risikobericht

Durch die wachsenden internationalen Geschäfts tätigkeiten des Jungheinrich-Konzerns sind das frühzeitige Erkennen von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester Bestandteil regelmäßiger Überprüfungen durch die interne Revision vor Ort und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt.

Risikomanagement

Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungsund Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:

  • Ŕ der Konzernrichtlinie Risikomanagement
  • Ŕ dem Konzernrisikoausschuss
  • Ŕ den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften
  • Ŕ den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen

  • Ŕ der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern

  • Ŕ der Konzernrevision

Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. Danach erfolgen die Bewertungen der Inventuren auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzern risikoausschusses, in dem auch der Vorstand vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren.

Die Konzernrevision ist durch ihre vielfältigen und systematischen Prüfungen in allen Vorstands bereichen des Konzerns ein wichtiger Baustein im Risikomanagement-System von Jungheinrich. So wurden im Berichtsjahr weltweit Unter suchungen in allen Bereichen und Gesellschaften durchgeführt, die auf einem vom Vorstand festgelegten Revisionsplan basieren und gegebenen62 | 63 falls um Sonderthemen ergänzt werden. Einzelne Risikoaspekte wurden umfassend in den jeweiligen Revisionsberichten dargelegt und mit den zuständigen Geschäftsführern und Bereichsleitern erörtert. Maßnahmen zur Begrenzung von Risiken wurden umgehend vereinbart und deren Umsetzung durch die Konzernrevision im Rahmen von sogenannten Follow-Ups (Nachbeobachtungen) abschließend überprüft. Darüber hinaus wurden Sonderuntersuchungen über aktuell aufgetretene Risikothemen, vorwiegend zu organisatorischen Veränderungen, zeitnah durchgeführt.

Um die Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben könnten, zu erfassen und laufend bewerten zu können, hat der Konzern ein separates, stringentes Risikomanagement-System implementiert. Durch eine zentrale europaweite Leasing-Vertragsdatenbank auf Basis von SAP ERP steht eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System zur Verfügung.

Risikofelder

Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2011 durch den Risikoausschuss bestehen weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten.

Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt. Sie beinhalten auch die Risiken, die insbesondere durch die Staatsschuldenkrise in Europa und in den USA an Bedeutung gewonnen haben. Hierzu zählen das Risiko aus der Unternehmensfinanzierung, das Liquiditätsrisiko, das Restwertrisiko, das Forderungsausfallrisiko, das Währungsrisiko und das Lieferantenrisiko.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Im Gegensatz zum vielfältigen Dienstleistungsgeschäft von Jungheinrich hängen die Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen stark von der konjunkturzyklischen Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Konjunkturentwicklung – mit Schwerpunkt in Europa – laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapa zitäten werden laufend an die zu erwartenden Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das Risiko aus einer Unterauslastung der Werke für Jungheinrich wesentlich. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.

Nach dem massiven Markteinbruch im Jahr 2009 setzte sich die 2010 einsetzende kräftige Markterholung im Berichtszeitraum weiter fort. Das Marktvolumen in der Flurförderzeugbranche stieg 2011 weltweit um 23 Prozent. Der europäische Markt wuchs um rund 24 Prozent, in den Ländern Osteuropas sogar um 38 Prozent. Dennoch wurde in Europa das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.

Für den Geschäftsverlauf im Jahr 2012 wird das gestiegene Risiko aus den Folgen der Staatsschuldenkrise im Euroraum bestimmend sein. Konjunkturelle Stimmungsindikatoren und in der Folge nach unten korrigierte Wachstumsprognosen, insbesondere für Deutschland und den Euroraum, weisen auf ein Übergreifen der Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft hin. Der politischen Lösung zur nachhaltigen Stabilisierung der Finanzmärkte und damit der weltwirtschaftlichen Entwicklung kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Für die Märkte der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik in Europa ist daher vor dem Hintergrund der verschlechterten Rahmenbedingungen aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2012 nicht von einem weiteren Wachstum auszugehen. Es bestehen nach wie vor erhebliche Unsicherheiten in der Einschätzung des Ausmaßes einer konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft. Weiterhin wird aber ein Rezessionsszenario wie im Jahr 2009 als unwahrscheinlich angesehen.

Aus Ertragssicht wird 2012 bei stabiler Auslastung in den Werken nur mit einem moderaten Anstieg der Materialkosten gerechnet, wohingegen die Personalkosten deutlich ansteigen werden. Basierend auf dem durch die starke Nachfrage getriebenen Aufbau der Mietflotte im Jahr 2011 wird für 2012 bei weiterhin guter Auslastung eine stabile Entwicklung erwartet. Für das After-Sales-Geschäft geht Jungheinrich für 2012 von einer moderaten, gegenüber 2011 abgeschwächten Wachstumsrate aus.

Die europäische Staatsschuldenkrise wird sich 2012 voraussichtlich auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Dennoch bestehen durch die voranschreitende Globalisierung und die damit einhergehende Arbeitsteilung sowie die wirtschaftliche Entwicklung in Asien und Südamerika weiterhin vorteilhafte Rahmenbedingungen für regionale Wachstumsmöglichkeiten der Intralogistik. Immer mehr Länder benötigen in steigendem Maße moderne Flurförderzeugtechnik und Logistiksysteme. Durch den Ausbau der lokalen Standorte in den Wachstumsregionen

sowie das innovative Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis und die Positionierung als Vollsortimenter sowie Intralogistikdienstleister ist Jungheinrich gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können.

Nicht einzuschätzen bleiben die Risiken, die sich gegenwärtig aus den politischen Umwälzungen in den nordafrikanischen Staaten und weiteren Krisenregionen sowie vor allem aus steigenden Rohölpreisen ergeben könnten.

Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter voran wie der jüngst angekündigte Zusammenschluss von zwei japanischen Herstellern zeigt. Dies dürfte den Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Jungheinrich sieht sich dank seines Geschäftsmodells gut positioniert, um jetzt und in Zukunft im harten Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Operative Geschäftsrisiken

Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit ein laufendes Risiko dar. Jungheinrich begegnet dem insbesondere dadurch, dass das Unternehmen sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.

Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge mieten, wird sich im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Als Folge der Finanzkrise und der steigenden Anforderungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld (u. a. durch Basel III) wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspiel64 | 65 räume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für den Kunden. Den sich aus solchen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken wird durch ein speziell auf das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Diese Risiken sind zusammenfassend unter "Risiken aus Finanzdienstleistungen" dargestellt.

Jungheinrich unterhielt 2011 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 24 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 22 Tsd. Einheiten). Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert.

Einkaufs- und Beschaffungsrisiken

Einkaufs- und Beschaffungsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert Jungheinrich im Rahmen seines Risikomanagements. Jungheinrich setzt u. a. Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung der für Jungheinrich relevanten Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management des Unternehmens, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können.

Derzeit ist kein besonders hohes Risiko für 2012 von der Preisentwicklung bei Rohstoffen zu erwarten. Das Preisniveau für Stahl, Aluminium, Kupfer und Blei schwächte sich nach Höchstständen im 2. und 3. Quartal 2011 zum Jahresende hin stark ab und lag unter dem Preisgefüge zu Beginn des Berichtsjahres.

Für das Jahr 2012 ist von einer differenzierten Preisentwicklung bei Rohstoffen auszugehen. Während sich die Stahlpreise 2012 leicht über den Durchschnittswerten des Vorjahres halten dürften, wird ein niedrigeres Preisniveau für Kupfer und Aluminium, insbesondere aber für Blei erwartet. Es ist nicht auszuschließen, dass die weltweit zu verzeichnende Abschwächung der Weltkonjunktur zu einer weiteren Reduzierung der Einstandspreise bei rohstoffpreisintensiven Produkten gegenüber dem Durchschnittswert des Jahres 2011 führen könnte.

Im Falle einer stärkeren konjunkturellen Abschwächung ist nicht ausgeschlossen, dass die Insolvenzen bei Lieferanten zunehmen. Derzeit sind jedoch keine Risiken aus möglichen Lieferantenausfällen erkennbar, die zu einer Versorgungslücke führen könnten.

Informationstechnische Risiken

Um informationstechnische Risiken zu vermeiden und die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse laufend und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme fortwährend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen, Websites und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Im Rahmen der IT-Strategie wurden konzernweit weitere Bereiche und Gesellschaften in die transparenzerhöhende, standardisierte SAP-Systemvernetzung einbezogen.

Personalrisiken

Jungheinrich zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert. Eigenverantwortliches unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften bilden das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung von Jungheinrich. Hierzu dienen im Rahmen des Hochschulmarketings enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen, um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieur-Nachwuchs zu rekrutieren. Dem intensiven Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden z. B. Mitarbeiter mit besonderer Eignung und Führungskräfte im Rahmen des sogenannten "Talent Managements" erkannt, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Facharbeiterbedarf abzusichern, erhöht das Unternehmen die Anzahl an Auszubildenden. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig.

Risiken aus Finanzdienstleistungen

Zu den wesentlichen Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben können, gehören das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen sowie das Rest wertrisiko.

Refinanzierungsrisiko

Das Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kundenund Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können mit der in 2010 etablierten Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.

Bonitätsrisiko

Der Ausfall von Kundenforderungen konnte in den vergangenen Jahren auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden. Auch im vergangenen Jahr hat sich das Bonitätsrisiko trotz der schwierigen Marktbedingungen nicht erhöht. Hierzu haben insbesondere die umfassenden Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit beigetragen. Darüber hinaus erfolgt die Vermarktung vorzeitig zurückgeholter Fahrzeuge durch die operativen Vertriebseinheiten mit dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" zu festgelegten Rücknahmekonditionen. Durch eine professionelle Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und ergänzend über die Internet-Plattform "Supralift" verfügt Jungheinrich über ausgezeichnete Instrumente zur Wiedervermarktung.

66 | 67 Restwertrisiko

Auf Basis einer internen Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Geschäftsbereich "Gebrauchtgeräte" innerhalb des Vertriebes. Sowohl aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns als auch des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" wird eine Risikobewertung aller Finanzdienstleistungsverträge vorgenommen. Mit Hilfe der zentralen Leasing-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsbezogen die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Finanzrisiken

Bei den Finanzrisiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer

Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

Die anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum (Eurokrise) und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Sicherung des finanziellen Spielraumes von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von über 300 Mio. € zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Darüber hinaus besteht ein im Dezember 2009 begebenes Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren. Damit ist eine solide Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Die Ergebniserwartungen für 2012 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den weiterhin hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität.

Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale

Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Jungheinrich-Konzern eingesetzten Risikoindikatoren, insbesondere des Ratings über die Vertragspartner, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt. Zum 31. Dezember 2011 bestanden im Jungheinrich-Konzern Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 196,9 Mio. € (Vorjahr: 177,0 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem

Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte zum 31. Dezember 2011 bestanden in Höhe von 93,6 Mio. € (Vorjahr: 63,8 Mio. €).

Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Rechtsrisiken

Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Des Weiteren bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten.

68 | 69 Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ausblick und Chancen

In der Einschätzung der Entwicklung des Welthandels im Jahr 2012 geht Jungheinrich von einer abnehmenden Wachstumsdynamik mit weiterhin stark regionalen Unterschieden aus. Maßgebend hierfür ist die sich weltweit abzeichnende Wirtschaftseintrübung als Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum und in den USA. So weisen reduzierte Wirtschaftsprognosen für die Eurozone einen leichten Konjunkturrückgang auf. Allerdings haben sich jüngste Konjunkturindikatoren in den Industrieländern bereits etwas aufgehellt und deuten auf eine wieder freundlichere Konjunkturentwicklung ab dem Frühjahr 2012 hin. Osteuropa dürfte demgegenüber weiterhin noch mit einem leichten Wachstum aufwarten. Mit einem moderaten Wachstum ist auch in den USA zu rechnen. Die Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas werden weiter von der hohen Eigendynamik und der Inlandsnachfrage in den Schwellenländern China, Indien und Brasilien sowie der Sondersituation "Aufbau in Japan" profitieren. Dies wird einen stabilisierenden Effekt auf das weltweite Wirtschaftswachstum haben. Etwaige wirtschaftliche Einflüsse aus den politischen Veränderungen in den nordafrikanischen Staaten bleiben weiterhin ungewiss und sind in den Wachstumsprognosen nicht enthalten.

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %

Region Prognose 2012 Prognose 2013
Welt 3,4 3,8
USA 2,0 2,5
China 7,5 7,5
Eurozone –0,4 0,8
Deutschland 0,5 1,3

Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2012)

Trotz des merklich verschlechterten wirtschaftlichen Umfeldes – insbesondere für Europa – sollten die Aussichten für die Flurförderzeugindustrie insgesamt stabil in einer Seitwärts bewegung mit leichten Wachstumschancen bleiben, wenngleich mit zum Teil deutlich regionalen Unterschieden. Daher dürfte sich nach dem starken Marktwachstum im Vorjahr die Marktdynamik deutlich verringern. Für das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge geht Jungheinrich daher nur noch von einer stückzahlbezogenen Steigerung von unter 5 Prozent auf rund 1 Mio. Einheiten aus. Dabei dürfte sich das Marktwachstum vor allem auf Asien, Lateinamerika und die USA erstrecken. Da in diesen Regionen die Gegengewichtsstapler eine

dominierende Rolle einnehmen, sollte dieses Produktsegment gegenüber dem Segment der lagertechnischen Fahrzeuge etwas höhere Zuwächse aufweisen. Die Marktentwicklung in Europa könnte von einer soliden Basis in Deutschland, Frankreich und Großbritannien und einem stärkeren Wachstum in Osteuropa profitieren. Dem stehen sich abschwächende Märkte wie z. B. Spanien gegenüber. Für den Jungheinrich-Konzern werden sich sowohl aus der Marktentwicklung und den jüngst auf den Markt gebrachten Fahrzeugen als auch durch die verstärkten Vertriebsmaßnahmen zusätzliche Absatzchancen ergeben. Insgesamt geht Jungheinrich für den Geschäftsverlauf 2012 von einer stabilen Seitwärtsbewegung mit leichten Wachstumschancen aus. Auf der Grundlage des erwarteten Marktwachstums und in Anlehnung an die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen des laufenden Jahres erwartet das Unternehmen zumindest, dass sich der Auftragseingang in einer Bandbreite zwischen 2,0 und 2,1 Mrd. € und der Konzernumsatz dazu korrespondierend bewegen dürften. Dabei sollte die Umsatzentwicklung von dem hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn profitieren. Nicht auszuschließen bleibt, dass es entgegen dieser Einschätzung aufgrund der Staatsschuldenkrise zu einem deutlichen Marktrückgang kommen könnte. In diesem Fall wäre das Unternehmen mit seiner Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister mit Schwerpunkt im weniger volatilen Food-Bereich und seinem hohen Serviceanteil gut aufgestellt, um auch ein negatives Marktszenario mit heute optimierten und flexibleren Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und Produktion erfolgreich zu bestehen.

Die Ertragsentwicklung 2012 wird vor allem durch die Nachfrage im Neugeschäft und die damit verbundene Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken sowie das weiter wachsende After-Sales-Geschäft bestimmt werden. Dabei hängt der Ergebnisbeitrag im Neugeschäft wesentlich von der Marktentwicklung in den bedeutenden europäischen Ländern sowie vom Produktmix ab. Für die Auslastung in den Werken bildet der hohe Auftragsbestand zum Jahresende 2011 eine solide Ausgangsbasis. Ergebnisbelastungen werden sich 2012 vor allem aus höheren Personalkosten, u. a. aus Tarifabschlüssen in Deutschland, ergeben. Unter der Voraussetzung, dass sich die weltweiten Märkte der Flurförderzeugindustrie wie prognostiziert entwickeln werden und der Geschäftsverlauf entsprechend eintritt, bestehen gute Chancen, dass der Jungheinrich-Konzern ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) voraussichtlich auf Vorjahresniveau erwirtschaften könnte.

Der Jungheinrich-Konzern wird 2012 seine Entwicklungstätigkeit ausweiten und damit seiner Rolle als eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik auch im laufenden Jahr gerecht werden. Das gilt sowohl für die konzernübergreifende Grundlagenentwicklung in Schlüsseltechnologien wie der Antriebstechnik als auch für die Produkt entwicklung mit marktspezifischen Lösungen. Mit Neuentwicklungen wird Jungheinrich auch 2012 als produzierender Dienstleistungs- und Lösungsanbieter der Intralogistik seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Im Markenclaim "Jungheinrich – Machines. Ideas. Solutions." kommt dies zusammengefasst zum Ausdruck.

70 | 71 Nach einer möglichen leichten Wachstumsdelle im Jahr 2012 erwartet Jungheinrich wieder wachsende Märkte. Entsprechend dieser Einschätzung wird das Unternehmen unter dem Motto 2012 "Investing in the Future" in größerem Umfang Investitionen tätigen, um langfristig profitables Wachstum zu generieren. Um der steigenden Nachfrage nach Flurförderzeugen in Asien zu entsprechen, wurde mit dem Neubau des Werkes Qingpu (Shanghai) begonnen. Nach seiner Fertigstellung wird es das derzeitige Werk ablösen und eine noch bessere Versorgung dieser zentralen Absatzregion mit regionalspezifischen Produkten gewährleisten. Zu den weiteren Zukunftsprojekten gehören die Errichtung des neuen Ersatzteilzentrums zum Ausbau des After-Sales-Geschäftes und der Neubau von Vertriebszentren zur Stärkung der Vertriebsorganisation. Mit dem Startschuss zum Bau eines Produktionswerkes für Schmalgangstapler am Standort Degernpoint (Bayern) wurden im Februar 2012 die Weichen für ein weiteres eigenständiges "Centre of Excellence" für Lagerund Systemfahrzeuge gestellt. Diese Fahrzeuge werden derzeit im Moosburger Stammwerk produziert. Das Projektvolumen für das neue Werk liegt bei rund 40 Mio. €. Nach Inbetriebnahme in der 2. Jahreshälfte 2013 ist die Modernisierung der Fertigungsflächen für die am Produktionsstandort Moosburg verbleibenden Gegengewichtsstapler geplant. Hierdurch sollen entsprechende Kosteneinsparpotenziale gehoben werden.

Die Höhe des Investitionsvolumens – ohne Berücksichtigung der Investitionen in das Mietund Finanzdienstleistungsgeschäft – wird 2012 aufgrund dieser großen zukunftsgerichteten Investitionsprojekte, deren Realisierung sich

jeweils über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken wird, mit über 80 Mio. € das Niveau des Vorjahres deutlich übersteigen. Ferner wird mit der Gründung neuer Finanzierungsgesellschaften in Österreich der Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäftes in Europa vorange trieben. Durch die gesicherte Unternehmensfinanzierung einschließlich der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist auch hier die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt.

Vertriebsseitig werden die Marktpositionen in einzelnen Regionen verbessert und die Vertriebspräsenz in den Wachstumsmärkten in Osteuropa, Asien und Lateinamerika ausgeweitet. 2012 wird die Marktbearbeitung in Indien über eine neu zu gründende Vertriebsgesellschaft ausgebaut. Darüber hinaus wird Jungheinrich den Ausbau seines weltweiten Händlergeschäftes in Ländern ohne eigene Vertriebsgesellschaft und in strategisch wichtigen Regionen vorantreiben. Des Weiteren bleiben der Ausbau des Geschäftes mit verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern und der Ausbau des Systemgeschäftes wesentliche Schwerpunkte.

Im Jahr 2013 könnte wieder mit einer stärkeren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur der Flurförderzeugindustrie auslösen. Steigende Auftragseingänge im Neugeschäft, die zu einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken führen, würden zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns beitragen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Der Jungheinrich-Konzern verfügt über effektive und flexible Strukturen und sieht sich von daher gut aufgestellt, um auch zukünftig im Wettbewerb – ungeachtet des Konsolidierungsprozesses in der Flurförderzeugbranche – erfolgreich zu bestehen. Mit den auf den Weg gebrachten großen Investitionsprojekten sind die Weichen gestellt, dass der Jungheinrich-Konzern innerhalb und außerhalb Europas nachhaltig profitabel wachsen und seine Marktstellung langfristig ausbauen kann. Durch die strategischen Investitionsentscheidungen sind die Produktionsstandorte umfassend auf die Wachstumsperspektiven ausgerichtet. Jungheinrich wird überall dort seine Aktivitäten verstärken, wo sich Umsatzund Ergebnischancen im Rahmen des Geschäftsmodells bzw. der strategischen Ausrichtung folgend kurz- und mittelfristig umsetzen lassen. Das gilt sowohl für die weitere Erschließung aufstrebender Märkte, wie beispielsweise in Indien, als auch im Hinblick auf die Produktentwicklung. Die technologische Entwicklungskompetenz, die Konzentration auf nur eine Produktmarke, das integrierte Geschäftsmodell und das – insbesondere in Europa – flächendeckende eigene Vertriebs- und Servicenetz sowie die solide Finanzkraft sind die Basis für das Unternehmen, um die Herausforderungen, die sich aus Markt und Wettbewerb ergeben, erfolgreich zu meistern.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen könnten, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung einiger europäischer Länder und der USA sowie die Auswirkungen aus den politischen Umwälzungen in Nordafrika, insbesondere aus einem möglichen Anstieg der Rohölpreise.

Der Konzern im Überblick

Markenprofil weiter geschärft >>> Ökobilanz für Flurförderzeugprogramm zertifiziert >>> Bau eines Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen >>> Kooperation mit action medeor

Jungheinrich als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Weltweit ist das Unternehmen in rund 100 Ländern vertreten, in 31 davon mit einem eigenen, leistungsstarken Direktvertriebs- und Servicenetz.

Das Berichtsjahr 2011 stand für Jungheinrich ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung. Die Geschäftsentwicklung profi tierte von den insgesamt stabilen weltwirtschaftlichen Rahmen bedingungen. Der Konzern investierte als Premiumanbieter weiter auf hohem Niveau in die Entwicklung energieeffizienter Produkte und maßgeschneiderter Logistiklösungen sowie in den Ausbau fortschrittlicher Produk tionsstätten und Ersatzteilzentren.

Im Rahmen der strategischen Markenentwicklung wurde das Markenprofil weiter geschärft und die Markenwahrnehmung weltweit gestärkt. In die sem Zusammenhang entstand der neue Claim "Jungheinrich – Machines. Ideas. Solutions.", der Maschinenbaukompetenz, Innovationsfreude und Lösungsorientierung miteinander verknüpft. Das Unternehmen differenziert sich damit deutlich zum Wettbewerb.

Gesellschaftliche Verantwortung

Engagement für Arbeit und Beschäftigung

Auch als börsennotierte Aktiengesellschaft hat sich Jungheinrich den Charakter eines Familienunternehmens bewahrt. Unter dem Gesichtspunkt, wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwort lich zu handeln, ist das Ziel die Sicherung der Zu kunfts- und Innovationsfähigkeit auf der Grund lage ökonomischen Erfolges. Branchenbedingt und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen marktspezifischen Gegebenheiten in den Märkten sind Konzepte der Nachhaltigkeit ein integra ler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Aus diesem Grunde engagiert sich Jungheinrich insbesondere für die Schaffung von Beschäftigungsperspektiven, für Bildung und Wissenschaft sowie für den Umweltschutz. Eine zentrale Herausforde rung besteht darin, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Dafür schafft Jungheinrich interne Anreize, wie

zum Beispiel Maßnahmen zur Weiterbildung und zur Chancen gleichheit oder Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf; extern investiert das Unternehmen in Bereiche der Schul- und Ausbildung mit den Schwerpunkten Naturwissenschaft und Technik. In diesem Zusammenhang erfüllt das Unternehmen, das vornehmlich in Deutschland (Norder stedt,

> Eine zentrale Herausforde rung besteht darin, qualifizierte Arbeits kräfte zu gewinnen und zu halten.

Lüneburg, Moosburg und Landsberg) pro duziert, eine wichtige Funktion im lokalen Kontext: Es bietet Arbeits- und Ausbildungsplätze in Regionen mit wirtschaft lichem Entwicklungspotenzial. Dieses Engagement wird für die Bürgerinnen und Bürger im Umfeld der Produktionsstandorte und darüber hinaus sichtbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ermuntert, sich an diesem Engagement zu beteiligen.

76 | 77 Förderung von Lehre und Wissenschaft

Einen Beitrag zu der Förderung von Wissen schaft und Forschung sowie der Bildung auf den Gebieten Elektrotechnik, Maschinenbau und Logistik leistet die Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung. In Partnerschaft beispielsweise mit der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Hamburg, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Technischen Universität München sowie der Tongji-Universität in Shanghai werden besonders qualifizierte junge Menschen durch die Vergabe von Stipendien und Forschungsprojekten gefördert. Ein weiterer Zweck der Stiftung ist die Unterstützung von Bildungseinrichtungen und Lehrstühlen verschiedener Fachgebiete.

Umweltschutz und Ressourcenschonung

Dank neuer prozessintegrierter Energiespartechnologien erreicht der Jungheinrich-Konzern hohe Effizienzsteigerungen bei der Produktion und während des Lebenszyklus seiner Produkte. Diese Technologien tragen mit einem sinkenden Ressourceneinsatz je Produktionseinheit zu einer hohen Umweltqualität bei und sind Ausdruck der ökologischen Verantwortung des Unternehmens. Der schonende Umgang mit Ressourcen und die Entwicklung energiesparender Produkte stärken zudem die eigene Wettbewerbsfähigkeit.

Ökobilanz für Jungheinrich-Flurförderzeugprogramm zertifiziert

Jungheinrich erhielt als erster Flurförderzeughersteller das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz". Dieses wurde dem Unternehmen vom TÜV-Nord verliehen. Der TÜV hat die von Jungheinrich aufgestellte Ökobilanz systematisch analysiert und gemäß ISO 14040 zertifiziert. Diese beinhaltet den durchschnittlichen Gesamtausstoß an CO2 über das komplette Jungheinrich-Produktprogramm. In den vergangenen zehn Jahren konnte danach die CO2-Emission in den klassischen Segmenten wie Elektro-, Diesel- und Treibgasfahrzeuge sowie Schubmaststapler um über 25 Prozent gesenkt werden. Der größte Anteil an der Ökobilanz eines Flurförderzeuges entfällt auf die Nutzungsphase. Hier entstehen

Jungheinrich erhielt als erster Flurförderzeug hersteller das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz".

über 80 Prozent der gesamten CO2-Emission eines Gabelstaplers. Die deutliche Senkung der Energieverbräuche bei Flurförderzeugen schlägt sich auf die Energie bilanz nieder und damit auch auf das Budget des Nutzers.

Jungheinrich unterstützt action medeor

Der Jungheinrich-Konzern sieht sein gesellschaftliches Engagement nicht auf die Handlungsfelder Beschäftigung, Bildung und Wissen schaft sowie Umweltschutz beschränkt. Das Unternehmen ist offen für weitere Ansätze, um seinen Teil der Verantwortung für nachhaltige Entwicklung wahrzunehmen und einen Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen, zur gesellschaftlichen und wirtschaft lichen Entwicklung zu leisten. Hierzu gehört die Unterstützung von Hilfsorganisationen mit Flurförderzeugtechnik und mit Intralogistik-Know-how. Deshalb hat Jungheinrich Anfang dieses Jahres mit dem Medikamenten-

Jungheinrich-Konzern 10.711 10.138
Auszubildende 309 300
Befristet Beschäftigte 179 138
Innendienst 4.313 3.976
Verkäufer 760 742
Fertigung 1.376 1.381
Werkstatt-Techniker 213 176
Kundendienst-Techniker 3.561 3.425
(Stand 31.12.) 2011 2010

hilfswerk action medeor eine partnerschaftlich orientierte Zusammenarbeit aufgenommen. Gemeinsam mit lokalen Partnern versorgt action medeor rund 10.000 Gesundheitsstationen mit Arzneimitteln und medizi nischem Material in weltweit 140 Ländern. Beson ders bei Katastrophen ist die Unterstützung durch das Hilfswerk aus Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) gefragt. Nachhaltige Hilfe beginnt für medeor vor Ort: Deshalb unterstützt das Hilfswerk die Ausbildung von Gesundheitspersonal, die Ausstattung von Laboren und die lokale Produktion von Medi kamenten. Gemeinsam mit einheimischen Partnern werden Aufklärungskam pagnen umgesetzt und Therapien ermöglicht.

> Nachhaltige Hilfe beginnt für medeor vor Ort

Im Rahmen der Kooperation unter stützt Jungheinrich action medeor bei der materiellen und logistischen Bereitstellung und Verteilung von Hilfsmitteln und Medikamenten zum Schutz von Menschen in einer humanitären Notlage. Auch langfristig wird Hilfe bei dem Aufbau lokaler Produktionsstätten und Läger für Hilfsmittel und Medikamente in Deutschland bzw. in den Entwicklungsländern geleistet.

Mitarbeiter

Zunahme der Beschäftigung

Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte Jungheinrich weltweit 10.711 (Vorjahr: 10.138) Mitarbeiter, davon 5.786 (Vorjahr: 5.605) im Ausland, 4.925 (Vorjahr: 4.661) in Deutschland. In der Fertigung waren 2.374 (Vorjahr: 2.308), in Vertrieb und Verwaltung 8.337 (Vorjahr: 7.830) Mitarbeiter tätig. In der Stammbelegschaft waren 309 (Vorjahr: 300) Auszubildende enthalten. Vom Personal bestand entfielen 46 Prozent auf die Kundendienst-Organisation.

Dem Wandel voraus

Die Verschiebung der Altersstruktur unserer Gesellschaft und ihre ökonomischen Auswirkungen stellen Unternehmen vor große personalpolitische Herausforderungen. Zwar lassen sich Bevölkerungstrends nicht unternehmensseitig aufhalten, Effekte wie Arbeitskräftemangel und sinkende technologische Wettbewerbsfähigkeit jedoch beeinflussen.

Vor dem Hintergrund der Anhebung der Regelaltersgrenze in Deutschland auf 67 Jahre und der aus laufenden Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit hat Jungheinrich in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern eine zukunftsweisende Betriebsvereinbarung geschlossen. Sie ermöglicht, flexibel auf die de mografische Entwicklung zu reagieren. So sieht die Vereinbarung vor, die längere Teilhabe der Mitarbeiter am Erwerbsleben individuell und bedarfsgerecht zu organisieren.

Arbeitsplatz der Zukunft

Ein Aufgabenschwerpunkt der Personalarbeit lag im Berichtsjahr auf der Verbesserung der Arbeitsabläufe durch den Einsatz neuer informationstechnischer Systeme. Anfang 2011 fiel der Startschuss für die konzernweite Einführung des Betriebssystems Microsoft Windows 7 und der Office-Suite 2010. Ein interdisziplinäres Team – bestehend aus Mitarbeitern der IT, des Einkaufes und des Personalwesens – zeichnete für die Durchführung des logistisch anspruchsvollen Projektes verantwortlich. Neben dem Austausch der Hardware wird die Belegschaft mittels Trainingsvideos im Umgang mit der neuen Software geschult. Die Ein führung der neuen Hard- und Software sichert die schnelle und effiziente Kommunika tion zwischen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten weltweit.

Modern ausbilden

Die sorgfältige und qualifizierte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften genießt bei Jungheinrich seit jeher einen hohen Stellenwert. Nur gut aus ge bildete, verantwortungsbewusste und selbstständig agierende Mitarbeiter können den wachsenden Arbeitsanforderungen gerecht werden.

Die sorgfältige und qualifizierte Aus- und Weiter bildung von Fachkräften genießt bei Jungheinrich seit jeher einen hohen Stellenwert.

Mit der Eröffnung einer neuen Ausbildungswerkstatt am Produktionsstandort Norderstedt hat Jungheinrich hervorragende Voraussetzungen für die Vermittlung praktischen Wissens und beruflicher Handlungskompetenz geschaffen. Das Werk gehört damit zu den modernsten Ausbildungs betrieben in Schleswig-Holstein.

Gemeinsam mehr erreichen

Unter dem Motto "Jungheinrich ECHO 2011" startete im Herbst letzten Jahres die erste konzernweite Mitarbeiterbefragung in der Geschichte des Unternehmens. 62 Prozent der Mitarbeiter beteiligten sich an der ersten Befragungswelle und nutzten die Chance, ihre persönliche Meinung zur aktuellen Arbeitssituation bei Jungheinrich zu äußern und auf diese Weise Verbesserungspotenziale aufzudecken. Anonymität und Datenschutz wurden sichergestellt durch die Erhebung und die Auswertung der Ergebnisse seitens eines externen Kooperationsinstitutes. Seit Anfang 2012 werden die gewonnenen Erkenntnisse den Mitarbeitern präsentiert und mit ihren Führungskräften durchgesprochen.

Die Befragung wird in regelmäßigen Abständen wiederholt und ist ein wichtiges Instrument, die Attraktivität von Jungheinrich als Arbeitgeber weiter zu erhöhen.

Dank an die Mitarbeiter und ihre gewählten Vertreter

Jungheinrich schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einem sehr guten Ergebnis ab. Dazu hat die hohe Einsatzbereitschaft und Loyalität unserer Mitarbeiter im In- und Ausland ganz wesentlich beigetragen. Ihnen spricht der Vorstand seine Anerkennung für die erbrachte Leistung aus.

Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretern, mit denen stets Lösungen gefunden wurden, die dem Wohl des Konzerns und seiner Belegschaft dienten.

Technische Innovationen

EJE 112i:

erstes serienmäßiges Flurförderzeug mit Lithium-Ionen-Technologie

Als eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lagerund Materialflusstechnik hat Jungheinrich im vergangenen Jahr seine Entwicklungstätigkeit auf unverändert hohem Niveau fortgesetzt. Hier bei stellte die Untersuchung von "alternativen Antriebssystemen" weiterhin einen wesentlichen

Ein wesentlicher Vorteil der Lithium-Ionen-Technologie liegt in der Gestaltung der Batterie.

Forschungsauftrag dar. Jungheinrich stellte auf der Leitmesse der Intralogistik CeMAT 2011 das weltweit erste serienmäßige Flurförderzeug mit Lithium-Ionen-Technologie vor. Bei dem

präsen tierten Fahrzeug handelt es sich um einen Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen vom Typ EJE 112i.

Ein wesentlicher Vorteil der Lithium-Ionen-Technologie liegt in der Gestaltung der Batterie. Diese wiegt bei dem EJE 112i nur noch etwas über 14 Kilogramm und reduziert das Gewicht des Fahrzeuges um etwa 150 Kilogramm im Vergleich zu dem zugrunde liegenden Jungheinrich- Basisfahrzeug EJE 116. Dies entspricht einer Gewichtsreduktion des Staplers um etwa 30 Prozent und ermöglicht eine deutliche Verkürzung des Chassis. Damit wird die Nutzung des Deichsel-Gabelhubwagens nicht nur auf engstem Raum, sondern auch in gewichtssensiblen Bereichen, zum Beispiel bei der Arbeit auf Lkw-Ladebordwänden, vereinfacht. Durch den höheren Wirkungsgrad der Lithium-Ionen-Batterie sowie die geringere Masse des Fahrzeuges verbessert sich auch der Energieverbrauch deutlich. Die zur CeMAT 2011 vorgestellte Fahrzeuglösung verbindet die Robustheit und die Wirtschaftlichkeit der Jungheinrich Elektro-Gabelhubwagen mit den Vorteilen der zukunftsweisenden Lithium-Ionen-Technologie.

VFG 540s–550s: Hydrostaten-Baureihe komplett

Für energieeffiziente Antriebstechnik steht auch der Anfang 2012 eingeführte große Jungheinrich-Hydrostat. Mit dem VFG 540s–550s sind nun die Hydrostaten-Baureihen, die mit der Vorstellung des VFG 425s–435s im Jahr 2008 erfolgreich in den Markt eingeführt wurden, komplett. Angetrieben wird der neue Gabelstapler von einem Volkswagen-Motor, sowohl in der Diesel- (DFG) als auch in der Treibgasvariante (TFG). Die Verstellpumpen sowie die Radmotoren stammen von Bosch Rexroth. Die Basis für Spitzenleistungen bei einer gleichzeitig sehr hohen Energieeffizienz des Fahrzeuges liegt in der Systemsteuerung. Diese erfolgt über eine von Jungheinrich entwickelte Software.

Die hydrostatische Antriebstechnologie verfügt im Vergleich zur hydrodynamischen über weniger mechanische Bauteile und ist somit noch servicefreundlicher und wartungsärmer. Durch die Nutzung der neuesten Common-Rail-Motorentechnologie von Volkswagen haben zahlreiche Vorteile aus der Automobilindustrie in die verbrennungsmotorisch angetriebenen

Gabelstapler von Jungheinrich Eingang ge funden. Der Antriebsmotor aus der Automobilindustrie sorgt für niedrige Verbrauchs- und Vibrationswerte sowie für geringe Abgas- und Geräuschemissionen.

Somit bietet Jungheinrich aktuell den saubersten Dieselstapler seiner Klasse an.

Der Motor in Verbindung mit dem serienmäßigen Dieselpartikelfilter erfüllt bereits heute die Vorgaben der Abgasemissionsstufe III b, die ab 2013 in Kraft tritt. Somit bietet Jungheinrich aktuell den saubersten Dieselstapler seiner Klasse an. Messungen haben ergeben, dass mit dem Einsatz des hydrostatischen Antriebes in Summe eine Kraftstoffersparnis bis zu zwei Litern Diesel bzw. zwei Kilogramm Treibgas in der Stunde erzielt werden kann. Das spart Kosten, senkt den CO 2-Ausstoß und schont damit auch die Umwelt.

82 | 83 EFG 420–430: Elektrostapler-Portfolio um zwei Fahrzeuge ergänzt

Im selben Zeitraum hat Jungheinrich einen neuen elektromotorisch angetriebenen Gegengewichtsstapler auf den Markt gebracht. Bei dem Fahrzeug vom Typ EFG 420–430 handelt es sich um ein leistungsstarkes sowie gleichzeitig energieeffizientes und sparsames Fahrzeug. Das bisherige Elektrostapler-Portfolio wird mit der neuen Baureihe um zwei weitere Fahrzeuge mit drei Tonnen Traglast ergänzt. Während das eine Fahrzeug einen erweiterten Lastschwerpunkt von 600 Millimetern aufweist, verfügt das andere über einen besonders kurzen Rahmen, der den Wenderadius verkleinert.

Dank des Einsatzes der neuesten Generation der umweltfreundlichen Jungheinrich-Drehstromtechnik haben diese Elektrostapler einen hohen Wirkungsgrad bei konstant niedrigem Energieverbrauch. Dieser konnte nach VDI-Zyklus gemessen um bis zu 13 Prozent im Vergleich zur Vorgängergeneration gesenkt werden. Das neue Fahrzeug besitzt somit eine herausragende Energieeffizienz bei höchster Performance. Jungheinrich nennt das Pure Energy.

Der neue EFG 425–430 besitzt über alle Trag kraftklassen hinweg zwei unterschiedliche Ausprägungen. Durch die neuen Ausstattungsvarianten "Efficiency" und "Drive&LiftPlus" ist der Stapler hinsichtlich seiner Leistung konfigurierbar. Damit kann die Fahrzeugausprägung genau an die individuellen Kundenanforderungen angepasst werden.

ETM/ETV 214–216: geringerer Energieverbrauch, höhere Umschlagleistung

Zu den technischen Innovationen des Unternehmens zählt auch ein Schubmaststapler der Bau reihe 2. Der ETM/ETV 214–216 erreicht mit einem deutlich geringeren Energieverbrauch eine um bis zu zehn Prozent höhere Umschlagleistung im Vergleich zum Vorgängermodell. Dies resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Hub- und Senkgeschwindigkeiten bei aufgenommener Last sowie einer deutlich verbesserten Fahrbeschleunigung des neuen Staplers. Die elektronische Steuerung des neuen Schubmaststaplers wurde gemeinsam mit der ebenfalls von Jungheinrich entwickelten Software maßgeschneidert an die Motorleistung des Fahrzeuges angepasst. Damit reiht sich die Entwicklung des Staplers nahtlos in das Thema "Energieeffizienz von Antriebssystemen" ein, das Jungheinrich seit Jahren erfolgreich vorantreibt.

EZS C40:

Jungheinrich-Schlepper mit Superelastik-Bereifung

Der auf der CeMAT 2011 erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellte Schlepper vom Typ EZS C40 wurde speziell für den Einsatz auf unterschiedlichen Böden konzipiert. Der Schlepper ist in der Lage, sowohl auf glatten Industrieböden als auch beim Überfahren von leichten Unebenheiten – beispielsweise beim Einsatz im Außenbereich – sicher zu manövrieren. Die hierfür notwendige Traktion erhält das Fahrzeug durch die Superelastik-Bereifung des Antriebsrades. Gleichzeitig dämpft die Bandage leichte, durch Unebenheiten hervorgerufene Stöße ab.

Effiziente Prozesse: Lagernavigation, Auto Pallet Mover und WMS

Jungheinrich hat seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in den vergangenen Jahren unter anderem stärker auf die effizientere Abwicklung von Prozessen im Lager seiner Kunden ausgerichtet. Ein Beispiel hierfür ist die Lagernavigation im Breitgang. Mit dem Einsatz dieses Moduls können seit der CeMAT 2011 nun erstmals die Möglichkeiten der im Jahr 2008 in den Markt gebrachten Jungheinrich-Lagernavigation auch für frei verfahrbare Flurförderzeuge genutzt werden. Die Funktionsweise des Moduls ähnelt dem eines Navigationssystems im Pkw. Die Naviga tion in Breitgangregalanlagen unterscheidet sich in Grundsätzen von der Lagernavigation im Schmalgang. Während im Schmalganglager die Standortbestimmung des Staplers auf RFID-Technologie und Transponder im Hallenboden basiert, funktioniert diese im Breitgang über ein spezielles Ortungssystem. Der Grund hierfür liegt darin, dass im Breitgang die Fahrzeuge nicht wie im Schmalgang geführt werden, sondern frei verfahrbar sind. Basis einer sinnvollen Nutzung der Lagernavigation im Breitgang ist die Einbindung aller im jeweiligen Lager im Einsatz befindlichen Flurförderzeuge in die gesamte Prozesskette des Nutzers – vom Wareneingang/Lkw-Entladung bis zum Versand/Lkw-Beladung. Die Breitgang-Navigation kann dabei als Modul einfach auf verschiedene Jungheinrich-Fahrzeuge, seien es Schubmaststapler, Kommissionierer oder Elektro stapler, aufgebaut werden.

BestInvest: Jungheinrichs Antwort auf die Kostenbetrachtung aus Kundensicht

Ein wesentlicher Aspekt beim Betreiben von Flurförderzeugflotten sind die Kosten, die über die gesamte Lebenszeit der getätigten Investition entstehen – Total Cost of Ownership. Die Betriebskosten eines Gabelstaplers oder einer Logistikanlage umfassen neben den Anschaffungs- und Verwertungskosten auch die Kosten für Energie und Instandhaltung. Der größte Anteil entfällt allerdings auf die Personalkosten. Nach

> Bei Jungheinrich erhält der Kunde die beste Leistung für sein Geld.

Umfragen des Verbandes Deutscher Maschinenund Anlagenbau (VDMA) halten 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland und den USA die Betrachtung der Betriebskosten über die gesamte Laufzeit des Investitionsgutes für wichtig. Jungheinrich hat dieser Kostenbetrachtung aus Kundensicht einen neuen Namen geben – BestInvest. Dahinter verbirgt sich ein ganz klarer Gedanke: Bei Jungheinrich erhält der Kunde die beste Leistung für sein Geld.

Logistikdienstleistungen

Logistiksysteme

Das Geschäftsfeld "Logistiksysteme" hat sich im Jahr 2011 erfolgreich entwickelt. Mit marktgerechter Preisgestaltung, jahrelanger Expertise und einem umfangreichen Spektrum an maßgeschneiderten Lösungen für intralogistische Aufgabenstellungen zählt das Unternehmen heute zu den führenden Anbietern. Dies gilt sowohl im manuellen und halbautomatischen wie auch im vollautomatischen Materialfluss.

Die Jungheinrich-Lagerverwaltungssoftware "Warehouse-Management-System" (WMS) steuert effizient alle Warenflüsse im Lager. Für eine möglichst gleichmäßige Auslastung der Fahrzeugflotte sorgt das Erweiterungsmodul "Staplerleitsystem". Die Software wurde im laufenden Jahr erneut vom Fraunhofer Institut (IML) validiert.

Hohe Akzeptanz bei den Kunden findet außer dem das "Jungheinrich Logistik-Interface", das die Schnittstelle zwischen WMS und Fahrzeugsteuerung bildet. Prozesslösungen wie die

Lagernavigation im Schmalgang oder Breitgang werden direkt über das Logistik-Interface an das individuelle, kundenseitige IT-System an gebunden. Als alleiniger Anbieter dieser Middleware-Lösung stellt das Unternehmen einmal mehr seine Innovationsführerschaft unter Beweis. Mittlerweile kann Jungheinrich auf über 200 international erfolgreich realisierte Projekte mit Logistik systemen verweisen.

Miete und Gebrauchtgeräte

Im Geschäftsjahr 2011 hielt die weltweit starke Nachfrage nach Mietgeräten an. Deutliche Umsatzzuwächse wurden hierbei insbesondere in den Wachstumsregionen Russland und China erzielt. Ein Garant für den Erfolg ist eine ebenso umsichtige wie flexible Ausrichtung der Miet flotte. So wurde der Bestand an Mietstaplern auf weltweit rund 26.000 Fahrzeuge ausgebaut, um den wachsenden Marktanforderungen zu entsprechen.

Das Geschäft mit Gebrauchtgeräten stabilisierte sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Wesentlich zu den guten Absatzzahlen trug der seit Jahren verstärkte Verkauf an Endkunden bei. Die Käufer profitieren maßgeblich von dem

einheitlichen Qualitätsstandard bei der industriellen Aufarbeitung der Gabelstapler im Gebrauchtgerätezentrum in Klipphausen nahe Dresden (Sachsen). Für diese Form der Produktaufarbeitung ist der Name "Jungheinrich JungSTARs" mittlerweile in vielen Ländern patentiert und markenrechtlich geschützt.

Kundendienst

Der Kundendienst – bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice – blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Die dynamische Konjunktur vor allem im 1. Halbjahr bescherte volle Auftragsbücher.

Ein wichtiger Meilenstein für die weitere Professionalisierung der Organisation ist das im Bau befindliche neue Ersatzteilzentrum nördlich von Hamburg. Von hier aus wird ab 2013 das internationale Ersatzteilgeschäft des Konzerns zentral gesteuert.

Neben den klassischen Instandhaltungsleistungen konnte das Geschäft mit Ersatzbatterien und zusätzlichen Services gesteigert werden. So wurde unter anderem auf der Branchenmesse CeMAT im Mai dem internationalen Fachpublikum das Flottenmanagementsystem "ISM Online" (Informationssystem für das Stapler-Management) präsentiert, mit dem Jungheinrich nur wenig später den deutschen Service-Management-Preis gewann. Das System für die analytische Sammlung, Beobachtung und Auswertung von Staplerflotten-Daten ist eine firmeneigene Entwicklung. Mit ISM Online kann der Nutzer seine Flurförderzeugflotten über mehrere Standorte hinweg effizient steuern.

Finanzdienstleistungen

Der Jungheinrich-Konzern hat ehrgeizige strategische Ziele im Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen". So wird die internationale Präsenz mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften in den wesentlichen Kernmärkten ausgebaut. Dies war 2011 in den Niederlanden der Fall. Eine solche Basis ermöglicht es Jungheinrich, global operierenden Unternehmen einheitliche und flexible Nutzungskonzepte anzubieten. Kunden profitieren von individuellen Lösungen, die weit über den Rahmen einer Finanzierung hinaus in den Bereich eines umfassenden Flottenmanagements reichen. Über viele Märkte wird heute

bereits über ein Drittel aller Flur förder zeuge mittels eines maßgeschneiderten Finanzdienstleistungskonzeptes abgesetzt. Jungheinrich baut seine Marktposition in diesem Geschäftsfeld kontinuierlich aus.

Versandhandel

Der Jungheinrich PROFISHOP hat den Wachstumskurs des Vorjahres fortgesetzt, den Umsatz gesteigert und seine starke Marktposition im Versandhandel für Betriebsausstattung untermauert. Großen Anteil an dieser positiven Bilanz hatten neben Katalog und Außendienst die E-Commerce-Vertriebskanäle, unter anderem der neue Webshop, der im August 2011 öffnete. Einen weiteren Schwerpunkt der Investitionsaktivitäten bildete das Online-Marketing, dessen Kapazitäten deutlich verstärkt wurden. Zahlreiche Großkunden machten von den E-Procurement-Angeboten Gebrauch und entschieden sich für eine elektronische Beschaffungslösung aus dem Hause PROFISHOP.

Optimiert wurden die Prozesse in den Bereichen Customer Service und Logistik, um die Kunden noch besser betreuen zu können.

Internationale Projekte

Agility: Logistic meets Intralogistic

Agility ist ein weltweit führender Anbieter von integrierten Logistiklösungen mit mehr als 22.000 Mitarbeitern und 550 Büros in 100 Ländern. Das Unternehmen konzentriert sich auf moderne Supply-Chain-Lösungen und operiert aus zwei Geschäftsbereichen heraus: Agilitys Global Integrated Logistics (GIL) hat seinen Hauptsitz in der Schweiz und bietet seinen Kunden schnellen Zugriff auf Frachtmanagement, Lagerund Distributionslösungen sowie spezialisierte Dienstleistungen für Fairs & Events, Chemicals und Project Logistics.

Der Geschäftsbereich Agilitys Portfolio umfasst Agility Defense & Government Services, einen Logistikanbieter für Regierungen, Verteidigungsministerien, internationale Organisationen, Hilfsorganisationen und NGOs (Non Governmental Organisation) auf der ganzen Welt. Agility Infrastructure managt Industrie-Immobilien und bietet Lösungen zur Zolloptimierung und -abfertigung, Abfallmanagement und Recycling sowie Luftfahrtdienstleistungen.

Agilitys GIL unterhält für seine Logistikoperationen im Nahen Osten ein Zentrallager inklusive Containerfrachtstation in der Jebel Ali Free Zone (JAFZ), einer Freihandelszone im Emirat von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit annähernd 60.000 Quadratmetern und mehr als 92.000 Palettenplätzen zählt das hochmoderne Lager zu den zehn größten in der Region. 55 Jungheinrich-Flurförderzeuge sind dort mittlerweile im Einsatz, darunter alleine 14 Hochregalstapler vom Typ EKX 515 k, die für Höchstleistung im Schmalganglager sorgen.

Lagerhäuser Aarau AG: automatisches Hochregallager der besonderen Art

Lagerhäuser Aarau AG, ein Unternehmen der Lagerhäuser der Centralschweiz AG, ist eine alteingesessene schweizerische Firma und wurde 1873 als reines Transport- und Lagerunter neh men gegründet. Heute verfügt sie über eigene Logistik zentren in Spreitenbach, Schafisheim, Hunzenschwil und Buchs (alle Kanton Aargau). Lagerhäuser Aarau AG ist spezialisiert auf logistische Gesamtlösungen für Kunden der verschiedensten Branchen. Dazu zählen im Bereich der Nahrungsund Genussmittel Nestlé, Coca Cola, Ricola, Disch, Gustav Gerig und Blattmann-Cerestar, im Non-Food-Sektor sind es beispielsweise Limmatdruck, SIBIR, ABB, Elcotherm, Swatch, Piaggio, Vespa und Electrolux.

Neben Transport und Lagerung von Waren sorgt die Lagerhäuser Aarau AG für den reibungs losen Ablauf zusätzlicher logistischer Dienstleistungen. Hierzu gehören unter anderem das Bestandsmanagement und die Qualitätskontrolle, aber auch die Kommissionierung und die Preisauszeichnung sowie das Co-Packing – beispielsweise das Schrumpfen, das Banderolieren oder das Abpacken in Spezialbehälter und das Erstellen von Displays.

Jungheinrich hat für die Lagerhäuser Aarau AG auf einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern ein neues automatisches Hochregallager in Hunzenschwil errichtet. Die Besonderheiten: sechs Kommissioniergänge direkt im Hochregallager neben den fünf Gassen, eine redundante Fördertechnik, die sich im Bedarfsfall gegenseitig hilft, sowie Regalbediengeräte, die ihre Leistung an die Auftragslage anpassen können.

Produktionsstandorte und Ersatzteilzentren

Um der steigenden Nachfrage nach Flurförder zeugen in Asien zu entsprechen, baut Jungheinrich seine Produktionskapazitäten in China deutlich aus. Anfang November 2011 fand hierzu die Ground Breaking Ceremony – der offizielle Spatenstich – für das neue Werk der Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd. in Qingpu (District Shanghai) statt. Auf einem Grundstück mit einer Gesamtfläche von über 60.000 Quadratmetern entsteht eine nach modernsten Gesichtspunkten konzipierte Produktionsstätte. Diese befindet sich rund drei Kilometer vom derzeitigen Werk entfernt, das nach der Fertigstellung des Neubaues komplett umziehen wird. Das neue Werk wird zukünftig neben einer optimierten Logistik auch die Fertigung weiterer

Fahrzeugbaureihen ermöglichen. Eine noch bessere Positionierung der Jungheinrich-Stapler in dieser zentralen Absatzregion ist das Ziel.

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt im ab gelaufenen Geschäftsjahr waren Planung und Baubeginn des neuen Ersatzteilzentrums nörd lich von Hamburg. Damit soll insbesondere dem

Eine noch bessere Positionierung der Jungheinrich-Stapler in dieser zentralen Absatzregion ist das Ziel.

internationalen Wachstum des Unternehmens, dem Sortimentswachstum (Ersatzteile) aus dem erweiterten Fahrzeugportfolio sowie den steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation und des Händlergeschäftes Rechnung getragen werden. Der Bau des Ersatzteilzentrums

auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wird voraussichtlich Ende 2012 fertiggestellt sein. Die Investitions summe beläuft sich auf rund 35 Millionen Euro.

Das aktuelle Jungheinrich Ersatzteil-Logistiknetzwerk basiert auf den drei Lägern in Norderstedt (seit 1984), im südbadischen Lahr (seit 2001) und in Bratislava/Slowakei (seit 2007). Deren Kapazitäten werden mit dem für 2014 prognostizierten Ersatzteilvolumen ausgeschöpft sein. Umfangreiche Voruntersuchungen haben gezeigt, dass ein den zukünftigen Anforderungen entsprechender Ausbau an den vorhandenen Standorten nicht möglich ist. So wird das bisherige Ersatzteillager und -management vom Standort Norderstedt in das neue Ersatzteilzentrum verlagert.

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Konzern-Gesamtergebnis rechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Konzernanhang

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

92 | 93

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Jungheinrich-Konzern Intralogistik1), 2) Finanzdienstleistungen 2)
2011 2010 2011 2010 2011 2010
Anhang in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend €
Umsatzerlöse (3) 2.116.283 1.816.192 1.664.893 1.420.563 451.390 395.629
Umsatzkosten3) (4) 1.482.383 1.271.325 1.034.652 873.889 447.731 397.436
Bruttoergebnis vom Umsatz 633.900 544.867 630.241 546.674 3.659 –1.807
Vertriebskosten3) 395.670 362.193 389.360 357.132 6.310 5.061
Forschungs- und
Entwicklungskosten
(12) 36.846 35.598 36.846 35.598
Allgemeine Verwaltungskosten3) 59.278 53.351 59.278 53.351
Sonstige betriebliche Erträge (7) 4.071 4.468 4.071 3.942 526
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
(8) 2.474 3.655 2.473 3.653 1 2
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten
Unternehmen
(16) 2.182 3.056 2.182 3.056
Übriges Beteiligungsergebnis (9) –70 –70
Ergebnis vor Finanzergebnis
und Ertragsteuern
145.815 97.594 148.467 103.938 –2.652 –6.344
Finanzergebnis (10) 2.488 –1.753 –11.545 –14.032 14.033 12.279
Ergebnis vor Steuern 148.303 95.841 136.922 89.906 11.381 5.935
Ertragsteuern (11) 42.761 13.502
Ergebnis nach Steuern 105.542 82.339
Ergebnis je Aktie in €
(verwässert
/
unverwässert)
(38)
Stammaktien 3,07 2,39
Vorzugsaktien 3,13 2,45

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

3) Aufgrund einer geänderten konzerninternen Verrechnung zentraler Kosten ergibt sich seit Beginn des Berichtsjahres eine neue Kostenstruktur. Die im Vorjahr unter den Umsatz- (8,5 Mio. €) und Vertriebskosten (18,3 Mio. €) ausgewiesenen Beträge wurden entsprechend in die allgemeinen Verwaltungskosten (26,8 Mio. €) umgegliedert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Tausend € 2011 2010
Ergebnis nach Steuern 105.542 82.339
Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten
Nicht realisierte Gewinne
/
Verluste
–3.285 –5.849
Realisierte Gewinne
/
Verluste
–287 4.528
Latente Steuern 682 532
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Nicht realisierte Gewinne
/
Verluste
81 6.452
Sonstiges Ergebnis nach Steuern –2.809 5.663
Gesamtergebnis 102.733 88.002

Konzernbilanz

Aktiva

Jungheinrich-Konzern Intralogistik1), 2) Finanzdienstleistungen 2)
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Anhang in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend €
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 31.681 26.396 31.672 26.387 9 9
Sachanlagen (13) 283.724 275.289 283.711 275.277 13 12
Mietgeräte (14) 220.569 159.125 220.569 159.125
Leasinggeräte aus
Finanzdienstleistungen
(15) 210.995 203.850 (58.189) (56.671) 269.184 260.521
Anteile an at-equity-bilanzierten
Unternehmen
(16) 13.708 14.312 13.708 14.312
Übrige Finanzanlagen (16) 163 415 163 415
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
(18) 8.378 7.439 8.378 7.439
Forderungen aus
Finanzdienstleistungen
(19) 371.721 341.563 371.721 341.563
Derivative finanzielle
Vermögenswerte
(36) 68 68
Übrige Forderungen und
sonstige Vermögenswerte
(20) 9.225 9.285 9.225 9.285
Wertpapiere (21) 111.949 111.949
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 161 273 (5.704) (4.696) 5.865 4.969
Latente Steueransprüche (11) 66.907 62.813 66.600 62.620 307 193
1.329.249 1.100.760 682.150 493.493 647.099 607.267
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (17) 248.038 197.644 224.626 172.821 23.412 24.823
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
(18) 406.578 355.118 348.393 307.227 58.185 47.891
Forderungen aus
Finanzdienstleistungen
(19) 163.403 154.590 163.403 154.590
Ertragsteuerforderungen 869 8.161 807 7.183 62 978
Derivative finanzielle
Vermögenswerte
(36) 1.130 1.736 1.130 1.736
Übrige Forderungen und
sonstige Vermögenswerte
(20) 24.144 19.230 (20.474) (28.098) 44.618 47.328
Wertpapiere (21) 14.563 100.700 14.563 100.700
Liquide Mittel (22) 382.815 448.716 363.233 435.983 19.582 12.733
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 9.211 7.595 4.490 3.702 4.721 3.893
1.250.751 1.293.490 936.768 1.001.254 313.983 292.236
2.580.000 2.394.250 1.618.918 1.494.747 961.082 899.503

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

94 | 95

Konzernbilanz

Passiva
---------
Jungheinrich-Konzern Intralogistik 1), 2)
Finanzdienstleistungen 2)
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Anhang in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend € in Tausend €
Eigenkapital (24)
Gezeichnetes Kapital 102.000 102.000 93.284 95.217 8.716 6.783
Kapitalrücklage 78.385 78.385 78.350 78.350 35 35
Gewinnrücklagen 516.017 428.095 498.387 417.043 17.630 11.052
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 21.358 24.167 21.584 23.867 (226) 300
717.760 632.647 691.605 614.477 26.155 18.170
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
(25) 145.631 144.377 145.590 144.338 41 39
Übrige Rückstellungen (26) 55.694 54.682 55.020 53.948 674 734
Latente Steuerschulden (11) 12.970 8.188 9.667 4.507 3.303 3.681
Finanzverbindlichkeiten (27) 216.023 184.569 216.023 184.569
Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen
(28) 533.884 499.441 533.884 499.441
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
(36) 3.550 2.633 917
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 72.470 70.924 34.274 30.290 38.196 40.634
1.040.222 962.181 463.207 417.652 577.015 544.529
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 9.499 3.593 8.845 3.073 654 520
Übrige Rückstellungen (26) 153.846 151.913 152.140 151.003 1.706 910
Finanzverbindlichkeiten (27) 131.540 161.776 128.309 160.345 3.231 1.431
Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen
(28) 232.748 215.674 232.748 215.674
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
(29) 172.111 146.130 94.080 68.903 78.031 77.227
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
(36) 3.146 4.957 3.146 4.921 36
Übrige Verbindlichkeiten (30) 83.152 77.690 61.711 60.561 21.441 17.129
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 35.976 37.689 15.875 13.812 20.101 23.877
822.018 799.422 464.106 462.618 357.912 336.804
2.580.000 2.394.250 1.618.918 1.494.747 961.082 899.503

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Tausend € 2011 2010
Ergebnis nach Steuern 105.542 82.339
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 42.410 45.399
Abschreibungen auf Miet- und Leasinggeräte 109.285 96.146
Wertminderungen auf Finanzanlagen 2 3
Veränderung der Rückstellungen 4.199 10.521
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) –179.097 –111.041
Ergebnis aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten 161 228
Ergebnis aus der Equity-Bewertung 604 –2.614
Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden 688 –3.578
Veränderung bei übrigen Bilanzpositionen
Vorräte –50.394 –24.811
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –52.398 –49.444
Forderungen aus Finanzdienstleistungen –38.971 –19.248
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.981 49.908
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 51.517 47.280
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten 37.519 –7.591
Sonstige betriebliche Aktiva –1.917 –13.582
Sonstige betriebliche Passiva 9.584 12.976
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 64.715 112.891
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte –57.137 –41.147
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 903 1.606
Auszahlungen für den Erwerb
/
Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen
180 –133
Auszahlungen für den Erwerb
/
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
–25.812 –35.620
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –81.866 –75.294
Gezahlte Dividenden –17.620 –1.920
Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten 15.983 –8.664
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 14.462 693
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten –63.389 –4.515
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –50.564 –14.406
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes –67.715 23.191
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes –51 2.253
Veränderung des Finanzmittelbestandes –67.766 25.444
Finanzmittelbestand am 01.01. 446.505 421.061
Finanzmittelbestand am 31.12. 378.739 446.505

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen:

in Tausend € 2011 2010
Gezahlte Zinsen 51.703 50.361
Erhaltene Zinsen 45.592 40.547
Ertragsteuern 32.533 17.356

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Sonstige Eigenkapital
veränderungen
Gesamt
in Tausend € Unterschieds
betrag aus der
Währungs
umrechnung
Unterschieds
betrag aus der
Bewertung
derivativer
Finanz
instrumente
Stand am 01.01.2011 102.000 78.385 428.095 25.197 –1.030 632.647
Dividende für das Vorjahr –17.620 –17.620
Gesamtergebnis 2011 105.542 81 –2.890 102.733
Stand am 31.12.2011 102.000 78.385 516.017 25.278 –3.920 717.760
Stand am 01.01.2010 102.000 78.385 347.676 18.745 –241 546.565
Dividende für das Vorjahr –1.920 –1.920
Gesamtergebnis 2010 82.339 6.452 –789 88.002
Stand am 31.12.2010 102.000 78.385 428.095 25.197 –1.030 632.647

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert.

Konzernanhang

(1) Geschäftsgegenstand

Die Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen.

Der Jungheinrich-Konzern ist – mit Schwerpunkt in Europa – international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen.

Der Produktionsverbund umfasst unverändert die Werke in Norderstedt, Moosburg, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Die Fertigung für den ostasiatischen Markt im Werk in Qingpu/Shanghai (China) umfasst Elektro-Hubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstapler. Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen.

Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland).

Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 17 Vertriebszentren/Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Singapur und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner.

Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben.

(2) Grundsätze der Rechnungslegung

Grundlagen

Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.

Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde am 6. März 2012 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Konsolidierung

Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich AG, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert. Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungsund Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.

Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen.

Währungsumrechnung

In Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinnund-Verlust-Rechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.

Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:

Jahresdurchschnittskurs
31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
0,83530 0,86075 0,86788 0,85784
1,21560 1,25040 1,23260 1,38030
4,45800 3,97500 4,12060 3,99470
7,75400 7,80000 7,79340 8,00430
8,91200 8,96550 9,02980 9,53730
7,43420 7,45350 7,45060 7,44730
25,78700 25,06100 24,59000 25,28400
2,44320 2,06940 2,33780 1,99650
41,76500 40,82000 40,88460 40,26290
314,58000 277,95000 279,37000 275,48000
8,15880 8,82200 8,99600 8,97120
1,29390 1,33620 1,39200 1,32570
Basis 1 € Mittelkurs am Bilanzstichtag

Umsatzrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.

Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes und im Fall eines sogenannten "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten erfasst. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Produktbezogene Aufwendungen

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge.

Aufwendungen für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand – Investitionszulagen und Investitionszuschüsse

Investitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und – sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist – linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungs dauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Das Nutzungsrecht an einem chinesischen Grundstück ist auf 50 Jahre begrenzt.

Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.

Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungsund Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Gebäude 10

50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 10

50 Jahre
Betriebsvorrichtungen 8
–15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5
–10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3
–10 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungs dauer werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Mietgeräte

Jungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge, denen keine Leasingtransaktionen zugrunde liegen. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt.

Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Mietgeräten

Für alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden

Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräu ßerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst.

Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungsoder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.

Leasing und Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab.

Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird.

Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Leases" und "Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt.

Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen.

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Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Mietund Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Finanzinstrumente

Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.

Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden 4 Kategorien zuzuordnen:

  • Ŕ Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
  • Ŕ bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
  • Ŕ erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Ŕ zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile

an verbundenen Unternehmen. At-equity-bilanzierte Unternehmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und anschließend entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt.

Wertpapiere, die der Kategorie "bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert.

Die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordneten, zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente. Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizu legende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft.

Forderungen

Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss.

Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen.

Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Wertpapiere

Die unter der Position "Wertpapiere" ausgewiesenen Finanz investitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da Absicht und Fähigkeit bestehen, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die

Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

Stufe 1 – auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,

Stufe 2 – andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen,

Stufe 3 – herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.

Liquide Mittel

Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen.

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Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet.

Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Latente Steuern

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Ver luste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden.

Die Buchwerte der aktiven latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist.

Sonstige Eigenkapitalveränderungen

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschieds -beträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die im Rahmen einer effektiven Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung erläutert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Anwartschaftsbarwert und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der betreffenden Arbeitnehmer verteilt.

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche enthalten.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Abschlussgliederung

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.

Einzelne Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u.a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.

Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und – soweit erforderlich – die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Im Berichtszeitraum 2011 blieb die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs, wenngleich sie im Jahresverlauf zunehmend an Schwung verlor. Zunächst setzte sich im 1. Quartal 2011 die dynamische Wirtschaftsentwicklung aus 2010 fort. Allerdings nahm die Wachstumsdynamik aufgrund der hohen Wachstumsraten des Vorjahres ab. Die japanische Wirtschaft fasste nach der dramatischen Naturkatastrophe im März 2011 erfreulich schnell wieder Tritt, sodass die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung begrenzt blieben. Auch die politischen Umbrüche in Nordafrika, die vorübergehend zu einem Anstieg der Rohölpreise führten, hatten bisher keinen wesentlichen Einfluss auf die Weltkonjunktur. Dennoch trübten sich die Konjunkturaussichten ein. Die Gründe hierfür waren die Wachstumsschwäche in den USA, das Auslaufen der 2009 weltweit geschnürten Stabilitätsprogramme und die nachlassende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern.

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In Europa wurde die konjunkturelle Entwicklung in der 2. Jahreshälfte 2011 von der Staatsschuldenund Eurokrise an den Finanzmärkten gedämpft.

Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum vom weltweiten Wirtschaftswachstum und setzte die dynamische Markterholung aus dem Vorjahr im 1. Halbjahr 2011 mit hohen Marktzuwächsen fort. Erst im Laufe des 2. Halbjahres 2011 nahmen die Wachstumsraten als Folge des im Vorjahr höheren Vergleichsniveaus erwartungsgemäß ab.

Der Jungheinrich-Konzern, der seinen profitablen Wachstumskurs aus dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2011 fortsetzte, profitierte – trotz der Staatsschuldenkrise in Europa und den USA – von stabilen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu einem nochmaligen starken Anstieg des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge gegenüber 2010 führten. Dabei begünstigte insbesondere das starke Marktwachstum in Europa, dem Kernmarkt von Jungheinrich, das Neu geschäft ebenso wie die übrigen Geschäftsbereiche. Entsprechend war die Geschäftsentwicklung des Unternehmens von Wachstum und weiterer Ertragsverbesserung geprägt. Hieran hatte die Nachfragesteigerung im Neugeschäft mit der steigenden Auslastung der Werke und dem damit verbundenen Ergebnishub wesentlichen Anteil. Diese Entwicklung, verbunden mit effektiveren und flexibleren Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und Produktion, ermöglichte dem Jungheinrich-Konzern die Rückkehr zu alter Umsatz- und Ertragsstärke. Jungheinrich schloss das Geschäftsjahr 2011 mit Ergebnissen auf Rekordniveau ab.

In der Einschätzung der Entwicklung des Welthandels im Jahr 2012 geht Jungheinrich von einer abnehmenden Wachstumsdynamik mit weiterhin stark regionalen Unterschieden aus. Maßgebend hierfür ist die sich weltweit abzeichnende Wirtschaftseintrübung als Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum und in den USA. So weisen reduzierte Wirtschaftsprognosen für die Eurozone einen leichten Konjunkturrückgang aus. Allerdings haben sich jüngste Konjunkturindikatoren in den Industrieländern bereits etwas aufgehellt und deuten auf eine wieder freundlichere Konjunkturentwicklung ab dem Frühjahr 2012 hin. Der Jungheinrich-Konzern verfügt über effektive und flexible Strukturen

und sieht sich von daher gut aufgestellt, um auch zukünftig im Wettbewerb – ungeachtet des Konsolidierungsprozesses in der Flurförderzeugbranche – erfolgreich zu bestehen. Mit den auf den Weg gebrachten großen Investitionsprojekten sind die Weichen gestellt, dass der Jungheinrich-Konzern innerhalb und außerhalb Europas nachhaltig profitabel wachsen und seine Marktstellung langfristig ausbauen kann.

Aus der Überprüfung des Wertminderungsbedarfes der zum 31. Dezember 2011 bilanzierten Vermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns ergaben sich keine Wertminderungen.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Eine verlässliche Schätzung der wirtschaftlichen Entwicklung über das Geschäftsjahr 2012 hinaus ist nicht möglich.

Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet.

Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können.

Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.

Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.

Neu angewandte

Rechnungslegungsvorschriften

Die im Berichtsjahr 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 erstmals verpflichtend anzuwendenden, vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Änderungen an Standards und Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die folgenden vom IASB veröffentlichten Standards sind für Jungheinrich relevant und waren im Berichtsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden.

Im November 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen am IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben". Der überarbeitete IFRS 7, der für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden ist, fordert zusätzliche Angaben bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Diese zusätzlichen Informationen sollen einen besseren Einblick in die beim abgebenden Unternehmen zurückbleibenden Risiken ermöglichen. Darüber hinaus werden ergänzende Angaben von Transaktionen, die in zeitlicher Nähe zum Bilanzstichtag vorgenommen werden, gefordert. Der neue IFRS 7 wurde im Jahr 2011 durch die EU übernommen.

Noch nicht von der EU übernommen wurden die folgenden Standards:

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards sowie mit IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" zwei überarbeitete Standards zur bilanziellen Abbildung von Konsolidierung, gemeinsamen Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen. IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein. Der neue Standard ersetzt die im bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" enthaltenen Vorschriften über Beherrschung und Konsolidierung. Der neue IAS 27 "Einzelabschluss" beinhaltet nur noch die bisherigen Regelungen für separate Abschlüsse. Mit IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen"

wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten neu geregelt. Zukünftig ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegt. Für die Bilanzierung der Gemeinschaftsunter nehmen ist die Equity-Methode verpflichtend anzuwenden, das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung entfällt. Der bisherige IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" wurde in Folge der Veröffentlichung von IFRS 10 und IFRS 11 entsprechend angepasst. IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" führt die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten in einem umfassenden Standard zusammen. Dazu wurden viele Angabepflichten aus den bisherigen IAS 27, IAS 31 oder IAS 28 übernommen und um neue Angabepflichten erweitert. Die fünf Standards sind erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Dabei fordern IFRS 10 und IFRS 11 eine retrospektive Anwendung, IFRS 12 ist prospektiv anzuwenden. Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen der neuen Standards. Aus der erstmaligen Anwendung werden jedoch keine wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet. Die Quotenkonsolidierung wurde bei Jungheinrich auch bisher nicht angewendet.

Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen am IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", die unter anderem einen veränderten Ausweis der im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung dargestellten Posten verlangen. Danach sind Posten des sonstigen Ergebnisses, die in Zukunft ergebniswirksam über die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht werden (sogenanntes Recycling) getrennt von Posten, die dauerhaft erfolgsneutral sind, also nicht recycelt werden, zu berichten. Die Änderung am IAS 1 ist erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Jungheinrich wird die geänderte Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses ab dem Geschäftsjahr 2013 entsprechend berichten.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Dieser Standard beschreibt, wie der beizulegende

An unsere Aktionäre Die Jungheinrich-Aktie Konzernlagebericht Der Konzern im Überblick Konzernabschluss Bericht des Aufsichtsrates Corporate-Governance-Bericht Der Aufsichtsrat Der Vorstand Mehrjahresübersicht

Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Dabei macht der Standard jedoch keine Vorgaben, ob und wann zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist. IFRS 13 ist erstmalig verpflichtend für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Das IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projektes zur Überarbeitung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente den IFRS 9 "Finanzinstrumente" herausgegeben, der sich auf finanzielle Vermögenswerte bezog. Im Oktober 2010 wurden Regelungen für finanzielle Verbindlichkeiten bis auf neue Regelungen zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos bei Ausübung der Fair Value Option unverändert aus IAS 39 übernommen. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. IFRS 9 ist retrospektiv erstmalig verpflichtend anzu wenden für Berichtsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.

Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkun gen auch dieser neuen Standards auf den Konzernabschluss. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden jedoch keine wesent lichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet.

Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht, die zur Abschaffung der Korridormethode führen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind künftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Erträge des Planvermögens können zukünftig lediglich in Höhe des Diskontierungszinssatzes, der für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte verwendet wird, ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt werden. Die Änderungen an IAS 19 sind retrospektiv erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen des neuen IAS 19. Ein wesentlicher Effekt bei erstmaliger Anwendung des geänderten Standards wird sein, dass der Saldo bisher nicht bilanzierter versicherungsmathematischer Verluste ergebnisneutral im Eigenkapital zu erfassen ist und somit das Konzerneigenkapital vermindern wird.

Im Dezember 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" sowie IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wurden im Grundsatz beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Der IFRS 7 wurde um zusätzliche Anhangsangaben im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen erweitert. Die ergänzten Leitlinien im IAS 32 sind erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die neuen Angabevorschriften im IFRS 7 treten bereits für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss werden derzeit von Jungheinrich untersucht.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich AG, Hamburg, als Mutterunternehmen und alle Tochterunternehmen einbezogen. Der gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte Konsolidierungskreis umfasst nun 48 (Vorjahr: 45) ausländische und weiterhin 13 (Vorjahr: 13) inländische Gesellschaften. Vier Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.

Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangsangabe (43) dargestellt.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Für die Ausweitung des niederländischen Fi nanzdienstleistungsgeschäftes wurden im 3. Quartal 2011 die Jungheinrich Financial Services B.V. und die Jungheinrich Finance B.V., jeweils Alphen a. d. Rijn (Niederlande), gegründet.

In Vorbereitung auf die für das Jahr 2012 geplante Ausweitung des Finanzdienstleistungsgeschäftes in Österreich wurde im 4. Quartal 2011 die Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien (Österreich), gegründet.

Aus der Erstkonsolidierung der drei gegründeten Gesellschaften ergaben sich keine Unterschiedsbeträge.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(3) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in den Geschäftsbereichen des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich wie folgt:

in Tausend € 2011 2010
Neugeschäft 1.135.132 914.354
Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten 349.223 327.639
After Sales 648.987 606.705
Intralogistik 2.133.342 1.848.698
Finanzdienstleistungen 451.390 395.629
Summe Segmente 2.584.732 2.244.327
Überleitung –468.449 –428.135
Jungheinrich-Konzern 2.116.283 1.816.192

(4) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.079.185 T€ (Vorjahr: 883.908 T€) enthalten.

Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 2.311 T€ (Vorjahr: 6.901 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen

Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren.

(5) Personalaufwand

In den Aufwandspositionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst:

in Tausend € 2011 2010
Gehälter 505.102 463.050
Soziale Abgaben 104.791 98.375
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Leistungsorientierte Pläne 14.490 16.417
Beitragsorientierte Pläne 2.374 2.183
Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.224 2.316
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses –9.125 –3.631
619.856 578.710

Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten im Berichtsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für im Geschäftsjahr 2009 beschlossene Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg (Vorjahr: 3.519 T€). Diese Erträge wurden in den Umsatzkosten erfasst.

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 5.139 5.051
Angestellte 4.981 4.749
Auszubildende 285 275
10.405 10.075

Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 16.932 T€ (Vorjahr: 6.577 T€).

(6) Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Funktionskosten enthalten.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 739 T€ (Vorjahr: 474 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und

immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 793 T€ (Vorjahr: 770 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand erfasst.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten in Höhe von 830 T€ (Vorjahr: 702 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.

(9) Übriges Beteiligungsergebnis

Das übrige Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres enthält mit 70 T€ Aufwendungen aus der Liquidation einer bereits im Vorjahr inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen, ehemaligen ausländischen Holding-Gesellschaft.

(10) Finanzergebnis

in Tausend € 2011 2010
Zinsen und ähnliche Erträge 45.909 40.570
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.672 41.810
Sonstiges Finanzergebnis –749 –513
2.488 –1.753

Das Finanzergebnis enthält Zinserträge in Höhe von 38.383 T€ (Vorjahr: 36.200 T€) und Zinsaufwendungen in Höhe von 23.788 T€ (Vorjahr: 23.548 T€), die aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns resultieren.

Das sonstige Finanzergebnis enthält im We sentlichen Kursgewinne und -verluste aus Finanz vorgängen in Fremdwährung. Diese Ergebnisse resultieren hauptsächlich aus konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften.

(11) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

in Tausend € 2011 2010
Effektive Steuern
Deutschland 19.246 3.624
Ausland 22.149 13.502
Latente Steuern
Deutschland 11.482 4.654
Ausland –10.116 –8.278
Steueraufwand 42.761 13.502

112 | 113

Ursache für den Anstieg des effektiven Steueraufwandes in Deutschland ist der vollständige Verbrauch bestehender Verlustvorträge im Berichtsjahr 2011. Nachdem die Gewinne des Jahres 2010 noch der Mindestbesteuerung unterlagen, wurden die Gewinne des Berichtsjahres 2011, soweit die Verlustvorträge aufgebraucht waren, nunmehr voll besteuert. Ferner ist ein Aufwand aus Vorjahressteuern von 1,4 Mio. € berücksichtigt. Der latente Steueraufwand 2011 für Deutschland resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung der latenten Steueransprüche für Verlustvorträge.

Der gegenüber dem Jahr 2010 erhöhte effektive Steueraufwand im Ausland ist Folge der bei den Vertriebsgesellschaften im Berichtsjahr gestiegenen Gewinne. Der latente Steuerertrag steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit latenten Steuererträgen auf Konsolidierungen.

Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2011 30,5 Prozent (Vorjahr 30,0 Prozent). Er setzt sich zusammen aus un verändert 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des unveränderten Solidari tätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung. Der Gewerbesteuer satz hat sich von 14,2 Prozent auf 14,7 Prozent erhöht.

Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten wie im Vorjahr zwischen 12,5 Prozent und 35,0 Prozent.

Zum 31. Dezember 2011 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 95 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von rund 3 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Die Minderung der Verlustvorträge ist überwiegend auf die Nutzung in Deutschland und Frankreich zurückzuführen. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 12,9 Mio. € (Vorjahr: 18,3 Mio. €) vorgenommen worden.

Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steuerertrag von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden sowie noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 117.915 99.382
Vorräte 9.813 5.311
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 31.546 16.136
Steuerliche Verlustvorträge 32.029 47.017
Pensionsrückstellungen 7.863 8.563
Übrige Rückstellungen 16.939 7.220
Verbindlichkeiten 232.608 208.192
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 14.745 18.124
Sonstige 6.209 12.294
Wertminderungen –29.815 –29.893
Aktive latente Steuern 439.852 392.346
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 57.196 59.962
Vorräte 6.495 4.600
Forderungen 234.926 211.645
Pensionsrückstellungen 181 149
Übrige Rückstellungen 4.279 814
Verbindlichkeiten 80.199 58.740
Sonstige 2.639 1.811
Passive latente Steuern 385.915 337.721
Netto-Betrag der latenten Steuern 53.937 54.625

Nach Saldierungen werden die aktiven und passiven latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Latente Steueransprüche 66.907 62.813
Latente Steuerschulden 12.970 8.188
Netto-Betrag der latenten Steuern 53.937 54.625
davon aus Verrechnung mit dem Eigenkapital 1.396 714

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,5 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.

in Tausend € 2011 2010
Erwarteter Steueraufwand 45.232 28.752
Änderung des Steuersatzes –765 –1
Besteuerungsunterschied Ausland –3.593 –1.580
Veränderung der Wertminderungen –1.387 –11.063
Veränderung aus Vorjahressteuern 1.385 –2.206
Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge 2.849 218
Sonstiges –960 –618
Tatsächlicher Steueraufwand 42.761 13.502

Die Konzernsteuerquote 2011 betrug 28,8 Prozent (Vorjahr: 14,1 Prozent).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Nutzungs Aktivierte
in Tausend € rechte und
Software
Entwicklungs
kosten
Firmenwerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2011
24.768 74.529 6.181 105.478
Währungsdifferenzen 119 119
Zugänge 6.148 5.382 11.530
Abgänge 195 195
Stand am 31.12.2011 30.840 79.911 6.181 116.932
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011
21.452 53.331 4.299 79.082
Währungsdifferenzen –106 –106
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.873 4.596 6.469
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 194 194
Stand am 31.12.2011 23.025 57.927 4.299 85.251
Buchwert am 31.12.2011 7.815 21.984 1.882 31.681

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

Nutzungs Aktivierte
rechte und Entwicklungs
in Tausend € Software kosten Firmenwerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2010 23.208 69.234 6.181 98.623
Währungsdifferenzen 132 132
Zugänge 1.701 8.815 10.516
Abgänge 343 3.520 3.863
Umbuchungen 70 70
Stand am 31.12.2010 24.768 74.529 6.181 105.478
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand am 01.01.2010
19.693 48.697 4.299 72.689
Währungsdifferenzen 111 111
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.950 5.189 7.139
Wertminderungen des Geschäftsjahres 2.934 2.934
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 302 3.489 3.791
Stand am 31.12.2010 21.452 53.331 4.299 79.082
Buchwert am 31.12.2010 3.316 21.198 1.882 26.396

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Die Zugänge des Berichtsjahres in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe von 6.148 T€ (Vorjahr: 1.701 T€) beinhalten in Höhe von 2.211 T€ den Erwerb eines auf 50 Jahre befristeten Nutzungsrechtes an einem chinesischen Grundstück. Bei den übrigen Zugängen in dieser Position handelt es sich vor allem um erworbene Softwarelizenzen.

Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungskosten in Höhe von 5.382 T€ (Vorjahr: 8.815 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst:

2011 2010
32.250 27.475
4.596 5.189
2.934
36.846 35.598

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungskosten erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahr 2011 resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.

Die Restbuchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2011 entfallen mit 1.771 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich) sowie mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Warschau (Polen).

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte erfolgt auf Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den legalen Konzerneinheiten.

Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up-erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünfjahresplanung verwendet. Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt.

Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzerneinheiten- bzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Im Jahr 2011 betrug der Gesamtkapitalkostensatz 8,5 Prozent (Vorjahr: 9,7 Prozent).

Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der Firmen werte zum Bilanzstichtag resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten Technische Betriebs
einschließlich der Anlagen und
Bauten auf fremden und Geschäfts Anlagen
in Tausend € Grundstücken Maschinen ausstattung im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2011 259.748 102.622 175.796 12.178 550.344
Währungsdifferenzen –298 108 –172 38 –324
Zugänge 3.397 5.928 19.629 16.653 45.607
Abgänge 14 1.965 10.559 6 12.544
Umbuchungen 9.121 4.967 3.045 –17.133
Stand am 31.12.2011 271.954 111.660 187.739 11.730 583.083
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 82.931 68.713 123.411 275.055
Währungsdifferenzen 25 52 –162 –85
Abschreibungen des Geschäftsjahres 7.881 11.043 17.017 35.941
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 12 1.870 9.670 11.552
Umbuchungen 4.171 –3.774 –397
Stand am 31.12.2011 94.996 74.164 130.199 299.359
Buchwert am 31.12.2011 176.958 37.496 57.540 11.730 283.724

Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
Technische Betriebs
einschließlich der Anlagen und
Bauten auf fremden und Geschäfts Anlagen
in Tausend € Grundstücken Maschinen ausstattung im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2010
254.701 100.242 171.140 3.252 529.335
Währungsdifferenzen 3.190 173 1.430 2 4.795
Zugänge 1.302 4.101 13.155 12.356 30.914
Abgänge 447 2.809 11.368 6 14.630
Umbuchungen 1.002 915 1.439
3.426
– 70
Stand am 31.12.2010 259.748 102.622 175.796 12.178 550.344
Abschreibungen
Stand am 01.01.2010
74.764 60.392 115.451 250.607
Währungsdifferenzen 973 112 905 1.990
Abschreibungen des Geschäftsjahres 7.592 10.754 16.980 35.326
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 398 2.545 9.925 12.868
Stand am 31.12.2010 82.931 68.713 123.411 275.055
Buchwert am 31.12.2010 176.817 33.909 52.385 12.178 275.289

116 | 117

In den Sachanlagen sind in Höhe von 27.166 T€ (Vorjahr: 28.308 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 897 T€ (Vorjahr: 947 T€).

Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 33.365 T€ (Vorjahr: 32.595 T€) verpfändet.

(14) Mietgeräte

Die Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

in Tausend € 2011 2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.
301.787 272.903
Währungsdifferenzen –4.067 8.285
Zugänge 151.220 83.903
Abgänge 70.297 63.304
Stand am 31.12. 378.643 301.787
Abschreibungen
Stand am 01.01.
142.662 131.780
Währungsdifferenzen –1.797 3.893
Abschreibungen des Geschäftsjahres 57.014 42.905
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 39.805 35.916
Stand am 31.12. 158.074 142.662
Buchwert am 31.12. 220.569 159.125

Der Gesamtbestand enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 4.773 T€ (Vorjahr: 3.284 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegen den Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 1.173 T€ (Vorjahr: 741 T€).

Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 83.305 T€ (Vorjahr: 53.874 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt.

(15) Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

in Tausend € 2011 2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.
333.003 312.290
Währungsdifferenzen 1.626 4.856
Zugänge 81.816 80.448
Abgänge 78.421 64.591
Stand am 31.12. 338.024 333.003
Abschreibungen
Stand am 01.01.
129.153 112.754
Währungsdifferenzen 579 1.828
Abschreibungen des Geschäftsjahres 52.271 53.241
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 54.974 38.670
Stand am 31.12. 127.029 129.153
Buchwert am 31.12. 210.995 203.850

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Kundenverträge "Operating Lease" 162.553 145.974
Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft 48.442 57.876
210.995 203.850

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist.

Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 98.210 T€ (Vorjahr: 86.161 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.

Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen".

Aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Fällig innerhalb eines Jahres 62.120 56.120
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 92.996 91.466
Fällig nach mehr als fünf Jahren 457 339
155.573 147.925

Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 36.245 T€ (Vorjahr: 30.940 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die

künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 27.240 T€ (Vorjahr: 23.835 T€).

(16) Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/Übrige Finanzanlagen

Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Anteile an Übrige Finanzanlagen
in Tausend € at-equity
bilanzierten
Unternehmen
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Sonstige
Ausleihungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2011
16.812 475 139 614
Zugänge
Abgänge 604 400 400
Stand am 31.12.2011 16.208 75 139 214
Wertminderungen
Stand am 01.01.2011
2.500 150 49 199
Wertminderungen des Geschäftsjahres 2 2
Kumulierte Wertminderungen auf Abgänge 150 150
Stand am 31.12.2011 2.500 51 51
Buchwert am 31.12.2011 13.708 75 88 163

Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2011 keine Wertminderungsaufwendungen.

Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

Anteile an Übrige Finanzanlagen
in Tausend € at-equity
bilanzierten
Unternehmen
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Sonstige
Ausleihungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2010
14.066 475 139 614
Zugänge 2.746
Abgänge
Stand am 31.12.2010 16.812 475 139 614
Wertminderungen
Stand am 01.01.2010
2.500 150 46 196
Wertminderungen des Geschäftsjahres 3 3
Stand am 31.12.2010 2.500 150 49 199
Buchwert am 31.12.2010 14.312 325 90 415

Die wesentlichen Beteiligungen an at-equitybi lanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Buchwerte
in Tausend € Anteil in % 31.12.2011 31.12.2010
JULI Motorenwerk s.r.o., Tschechien 50 8.201 8.476
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 402 383
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 2.716 3.028
ISA – Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich 25 2.364 2.400

Aufgrund der Anteilsquote an at-equity-bilanzierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:

2010
Joint Ventures Assoziierte
Unternehmen
Joint Ventures Assoziierte
Unternehmen
21.502 10.924 21.510 10.704
11.060 5.623 10.234 5.386
52.750 18.705 42.560 17.753
2.384 –202 2.496 560
2011

(17) Vorräte

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 57.832 40.864
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 14.593 12.013
Fertige Erzeugnisse 68.260 55.407
Waren 60.844 49.224
Ersatzteile 37.037 29.653
Geleistete Anzahlungen 9.472 10.483
248.038 197.644

Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 22.871 T€ (Vorjahr: 24.721 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte

betrugen zum Bilanzstichtag 33.387 T€ (Vorjahr: 34.643 T€).

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 430.504 377.602
Wertberichtigungen –15.548 –15.045
414.956 362.557

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von 7.147 T€ (Vorjahr: 5.835 T€). Am Bilanzstichtag waren keine Besitzwechsel zum Diskont gegeben (Vorjahr: 94 T€).

Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

in Tausend € 2011 2010
Wertberichtigungen am 01.01. 15.045 14.636
Währungsdifferenzen –28 168
Verbrauch 3.035 2.338
Auflösung 960 1.222
Zuführung 4.526 3.801
Wertberichtigungen am 31.12. 15.548 15.045

Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren folgende Forderungen überfällig:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Überfällig weniger als 30 Tage 55.609 46.127
Überfällig zwischen 30 und 60 Tagen 13.545 10.926
Überfällig zwischen 61 und 90 Tagen 6.983 3.826
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 3.675 3.768
Überfällig mehr als 180 Tage 131 162
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
überfällig, aber nicht wertberichtigt
79.943 64.809

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 315.362 T€ (Vorjahr: 277.379 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

(19) Forderungen aus Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die

nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert.

Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 612.438 566.612
Fällig innerhalb eines Jahres 196.274 185.351
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 400.002 368.894
Fällig nach mehr als fünf Jahren 16.162 12.367
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 535.124 496.153
Fällig innerhalb eines Jahres 163.403 154.590
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 356.394 329.874
Fällig nach mehr als fünf Jahren 15.327 11.689
Noch nicht realisierte Zinserträge 77.314 70.459

In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 164.555 T€ (Vorjahr: 139.578 T€) enthalten.

Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 286.404 T€ (Vorjahr: 265.223 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.

(20) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus sonstigen Steuern 13.712 10.065
Vermögenswerte aus der Bewertung fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen 9.225 7.938
Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter 558 598
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2 3
Sonstige Vermögenswerte 9.872 9.911
33.369 28.515

Zum Bilanzstichtag waren sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

(21) Wertpapiere

Der Bestand an Wertpapieren setzt sich wie folgt zusammen:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen 66.519 5.000
Anleihen 34.993 25.375
Schuldscheindarlehen 15.000
Pfandbriefe 10.000 20.305
Schatzanweisungen 40.015
Übrige Wertpapiere 10.005
126.512 100.700

Jungheinrich will und kann sämtliche Wertpapiere bis zur jeweiligen Endfälligkeit halten. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2011 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2012 bis 2014 endfällig. Aus der Prüfung der Wertpapiere auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2011 keine Wertminderungsaufwendungen. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2010 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2011 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit.

(22) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten. Zum Bilanzstichtag bestanden Bankguthaben in Höhe von 4.076 T€ (Vorjahr: 2.211 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren.

(23) Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.

(24) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und beträgt 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es ist wie im Vorjahr eingeteilt in

18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämt liche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben.

Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst.

Dividendenvorschlag

Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 24.760 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,70 € je Stammaktie und 0,76 € je Vorzugsaktie zu verwenden.

Kapitalmanagement

Jungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen.

Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE).

Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt auf Basis der Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad". Die Kennzahl "Net Gearing" ist definiert als prozentuales Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Die Kennzahl "Verschuldungsgrad" ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können.

Die in die beiden Steuerungsgrößen einfließende Nettoverschuldung ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere.

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Finanzverbindlichkeiten 347.563 346.345
Liquide Mittel und Wertpapiere –509.327 –549.416
Nettoverschuldung –161.764 –203.071

Die Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad" befinden sich weiterhin auf dem guten Niveau der Vorjahre:

31.12.2011 31.12.2010
–161.764 –203.071
717.760 632.647
245.241 185.902
< 0 < 0
< 0 < 0

Die Gesamtstrategie des Konzerns in Bezug auf das Kapitalmanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionspläne

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.

Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monat lichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter und Angestellte geschlossen.

Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.

Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche unter anderem aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und demografisch) resultieren. Die kumulierten, noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.

Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt:

in % 31.12.2011 31.12.2010
Abzinsungssatz 4,8 5,1
Erwartete Gehaltssteigerungen 2,9 3,1
Erwartete Rentensteigerungen 2,3 2,2

Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet:

2011 2010
5,1 5,4
4,4 4,1
3,1 3,5
2,2 2,5

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 203.665 177.377
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 201.334 166.891
Unterdeckung 2.331 10.486
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 159.811 153.762
Nettoverpflichtungen 162.142 164.248
Nicht amortisierte versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (–) –25.736 –27.809
Bilanzierte Nettoverpflichtungen 136.406 136.439
davon Pensionsrückstellungen 145.631 144.377
davon sonstige Vermögenswerte 9.225 7.938

126 | 127

Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes:

in Tausend € 2011 2010
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 331.139 301.686
Währungsdifferenzen 5.031 7.169
Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche 5.102 5.320
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 16.648 16.335
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 2.054 1.965
Versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste (+) 16.948 10.169
Pensionszahlungen –13.425 –11.692
Plankürzungen –21 187
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 363.476 331.139

Planvermögen

Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.

Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die am 31. Dezember 2011 vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestanden.

Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u.a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren.

Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte leisten zu können.

Portfoliostruktur des Planvermögens auf Basis der beizulegenden Zeitwerte:

in % 31.12.2011 31.12.2010
Festverzinsliche Wertpapiere 84 87
Aktien 13 1
Immobilien 2 4
Liquide Mittel 7
Sonstiges 1 1
100 100

Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens langfristig eine Rendite von 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent).

Entwicklung des Planvermögens:

in Tausend € 2011 2010
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 01.01. 166.891 136.283
Währungsdifferenzen 4.863 6.295
Erwartete Erträge aus Planvermögen 7.388 5.848
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (–) 19.206 4.364
Zuwendungen durch Arbeitgeber 6.329 16.417
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 2.054 1.965
Pensionszahlungen –5.397 –4.281
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. 201.334 166.891

Die Zuwendungen durch Arbeitgeber im Jahr 2010 enthalten eine Einmalzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Großbritannien in Höhe von 12 Mio. €.

Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das Planvermögen in Höhe von rund 7,1 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Zusammensetzung der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne:

in Tausend € 2011 2010
Laufender Dienstzeitaufwand 5.102 5.320
Zinsaufwand 16.648 16.335
Erwartete Erträge aus Planvermögen –7.388 –5.848
Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 149 259
Aufwand (+)/Ertrag (–) aus Plankürzungen –21 351
14.490 16.417

Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 26.594 T€ (Vorjahr: 10.212 T€).

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.

Fünfjahresübersicht:

in Tausend € 2011 2010 2009 2008 2007
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 363.476 331.139 301.686 265.784 311.908
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. 201.334 166.891 136.283 123.988 123.174
Nettoverpflichtungen 162.142 164.248 165.403 141.796 188.734

Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt die Unterschiede zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf den

Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen am 31. Dezember, können der folgenden Tabelle entnommen werden:

in % 2011 2010 2009 2008 2007
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)
/
Reduzierung (–)
des Anwartschaftsbarwertes
– 0,1 –1,1 0,2 6,3
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)
/
Reduzierung (–)
des Planvermögens
9,5 1,8 –4,0 –4,2 –2,1

(26) Übrige Rückstellungen

Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Tausend € Stand
01.01.2011
Währungs
differenzen
Zuführung Verbrauch Auflösung Stand
31.12.2011
Rückstellungen im
Personalbereich
137.111 173 86.497 83.695 11.373 128.713
Rückstellungen für
Garantieverpflichtungen
20.519 34 39.809 31.313 1.133 27.916
Rückstellungen für
belastende Verträge
29.814 143 11.441 5.099 1.506 34.793
Sonstige Rückstellungen 19.151 18 10.142 6.215 4.978 18.118
Übrige Rückstellungen 206.595 368 147.889 126.322 18.990 209.540

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und andere abgegrenzte Personalkosten.

Die Verpflichtungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2009 beschlossenen Personalanpassungsmaß nahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

in Tausend € 2011 2010
Stand am 01.01. 15.220 29.630
Aufzinsung 52
Zuführung 1.386
Verbrauch 5.828 10.891
Auflösung 9.125 4.957
Stand am 31.12. 267 15.220

128 | 129

Infolge der weiterhin stabilen Wirtschaftslage und der damit im Zusammenhang stehenden Nachfragesteigerung nach Flurförderzeugen im Neugeschäft im Jahr 2011 konnten im Berichtsjahr weitere Verpflichtungen in Höhe von 9.125 T€ aufgelöst werden.

Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 17.622 T€ (Vorjahr: 19.798 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 10.197 T€ (Vorjahr: 10.047 T€) saldiert waren. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 12.359 T€ (Vorjahr: 12.378 T€) gebildet.

Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 1.733 T€ (Vorjahr: 2.126 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von 38.866 T€ (Vorjahr: 39.929 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2011 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge.

Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 14.621 T€ (Vorjahr: 11.884 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen.

Zum 31. Dezember 2011 waren in den sonstigen Rückstellungen Beträge in Höhe von 2,0 Mio. € für weiterhin bestehende Risiken aus der im Rahmen der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes erfolgten Kündigung sämtlicher Händlerverträge enthalten.

(27) Finanzverbindlichkeiten

Für die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt:

Verbindlich Verbindlich Leasing
Finanz
verbindlich
keiten
147.080 116.346 99.367 23.763 1.014 387.570
99.206 5.449 33.530 3.577 1.014 142.776
26.708 110.897 56.354 7.049 201.008
21.166 9.483 13.137 43.786
137.398 100.000 91.820 17.331 1.014 347.563
97.040 30.708 2.778 1.014 131.540
21.316 100.000 52.028 4.368 177.712
19.042 9.084 10.185 38.311
9.682 16.346 7.547 6.432 40.007
125.180 179.088 56.748 27.788 1.194 389.998
86.922 62.738 19.077 3.882 1.194 173.813
19.319 116.350 33.376 9.272 178.317
18.939 4.295 14.634 37.868
115.389 154.952 54.302 20.508 1.194 346.345
84.441 54.952 18.160 3.029 1.194 161.776
14.434 100.000 31.922 6.401 152.757
16.514 4.220 11.078 31.812
9.791 24.136 2.446 7.280 43.653
keiten gegen
über Kredit
instituten
Schuld
schein
darlehen
keiten
Finanzierung
Mietgeräte
verbindlich
keiten
Sachanlagen
Wechsel
verbindlich
keiten

Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen.

130 | 131

Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

gegenüber Kreditinstituten 151.020 137.398 125.881 115.389
Summe Verbindlichkeiten
Andere fest < 1–11 Jahre 7.557 5,2%–
13,9%
5.000 6.226 5,2%–
6,7%
3.969
BRL fest < 1–2 Jahre 4.476 16,9%–
19,3%
1.413 9.152 17,2%–
21,4%
6.415
EUR fest 8–15 Jahre 46.624 3,1
%–
5,3%
38.622 34.124 4,7%–
5,3%
28.626
Andere variabel < 1 Jahr 10.990 LIBOR +
Marge
10.990 6.658 LIBOR +
Marge
6.658
PLN variabel < 1 Jahr 15.007 LIBOR +
Marge
15.007 12.435 LIBOR +
Marge
12.435
SGD variabel < 1 Jahr 14.216 LIBOR +
Marge
14.216 13.749 LIBOR +
Marge
13.749
CNY variabel < 1 Jahr 17.553 LIBOR +
Marge
17.553 13.118 LIBOR +
Marge
13.118
BRL variabel < 1 Jahr 7.631 LIBOR +
Marge
7.631 4.460 LIBOR +
Marge
4.460
GBP variabel < 1 Jahr 5.247 LIBOR +
Marge
5.247 4.850 LIBOR +
Marge
4.850
USD variabel < 1 Jahr 11.417 LIBOR +
Marge
11.417 10.465 LIBOR +
Marge
10.465
EUR variabel < 1 Jahr 10.302 EURIBOR +
Marge
10.302 10.644 EURIBOR +
Marge
10.644
Währung Zins
kondition
Restlaufzeit
der
Zinsbindung
zum
31.12.2011
Nominal-
volumen
zum
31.12.2011 in
Tausend €
Bandbreite
effektive
Zinssätze
2011
Buchwerte
zum
31.12.2011 in
Tausend €
Nominal-
volumen
zum
31.12.2010 in
Tausend €
Bandbreite
effektive
Zinssätze
2010
Buchwerte
zum
31.12.2010
in Tausend €

Das Schuldscheindarlehen im Jungheinrich-Konzern setzte sich am 31. Dezember 2011 wie folgt aus zwei Tranchen zusammen:

Endfälligkeit
im Jahr
Nominalzins Nominalbetrag
in Tausend €
Jungheinrich AG 2009 (I) 2014 Festzins + Marge 46.500
Jungheinrich AG 2009 (II) 2014 EURIBOR + Marge 53.500
Schuldscheindarlehen 100.000

Zur Absicherung der variablen Zinsen des Schuldscheindarlehens (II) wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.

Ein im Jahr 2004 aufgenommenes Schuldscheindarlehen wurde im Berichtsjahr, mit Erreichen der Endfälligkeit, zurückgezahlt. Der Nominalbetrag des Schuldscheindarlehens lautete auf 55.000 T€.

Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von 85.988 T€

(Vorjahr: 50.547 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen.

Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 5.832 T€ (Vorjahr: 3.755 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 6.647 T€ (Vorjahr: 4.446 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten.

Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt.

Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleicher maßen für die Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen, denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kauf optionen zu vereinbarten Restwerten.

(28) Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen

Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 24.292 T€ (Vorjahr: 28.753 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.

Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 742.340 T€ (Vorjahr: 686.362 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthalten in Höhe von 38.250 T€ (Vorjahr: 7.489 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, waren am Bilanzstichtag wie folgt fällig:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Summe der künftigen Cashflows 808.196 748.298
Fällig innerhalb eines Jahres 255.890 234.812
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 534.450 499.463
Fällig nach mehr als fünf Jahren 17.856 14.023
Barwert der künftigen Cashflows 742.340 686.362
Fällig innerhalb eines Jahres 227.154 207.109
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 497.818 465.589
Fällig nach mehr als fünf Jahren 17.368 13.664
Künftige Zinsaufwendungen 65.856 61.936

In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 205.326 T€ (Vorjahr: 175.872 T€) enthalten.

(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 31 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 5.712 T€ (Vorjahr: 4.235 T€) enthalten.

Die sämtlich zum Rückzahlungsbetrag bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

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(30) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.421 27.601
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 34.771 28.913
Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit 11.099 9.194
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 2.616 1.920
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203
Sonstige Verbindlichkeiten 8.245 9.859
83.152 77.690

(31) Rechnungsabgrenzungsposten

in Tausend € Umsatzabgren
zungen aus Finanz
dienstleistungen
Gewinnabgren
zungen aus Finanz
dienstleistungen
Sonstige
Abgrenzungen
Rechnungs
abgrenzungs
posten
31.12.2011 44.540 41.499 22.407 108.446
Davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17.263 12.161 6.552 35.976
Davon Restlaufzeit über ein Jahr 27.277 29.338 15.855 72.470
31.12.2010 50.855 34.801 22.957 108.613
Davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.973 9.873 7.843 37.689
Davon Restlaufzeit über ein Jahr 30.882 24.928 15.114 70.924

Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese

Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge.

Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 6.440 T€ (Vorjahr: 7.018 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand.

(32) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Berichtsjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

nach IAS 39 Beizu
in Tausend € Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
31.12.2011
Fortgeführte
Anschaf
fungskosten
Beizu
legender
Zeitwert
Wertansatz
Bilanz
nach IAS 17
legender
Zeitwert
31.12.2011
Aktiva
Liquide Mittel LaR 382.815 382.815 382.815
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
LaR 414.956 414.956 414.956
Forderungen aus
Finanzdienstleistungen
n.a. 535.124 535.124 539.842
Wertpapiere FAHtM 126.512 126.512 126.321
Sonstige Ausleihungen LaR 88 88 88
Derivative finanzielle
Vermögenswerte
Derivate ohne
Hedge-Beziehung
FAHfT 705 705 705
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 493 493 493
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
LaR 558 558 558
Passiva
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLAC 172.111 172.111 172.111
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
FLAC 137.398 137.398 138.230
Schuldscheindarlehen FLAC 100.000 100.000 102.509
Verbindlichkeiten
Finanzierung Mietgeräte
FLAC
/
n.a.
91.820 85.988 5.832 91.820
Leasingverbindlichkeiten
Sachanlagen
n.a. 17.331 17.331 18.038
Wechselverbindlichkeiten FLAC 1.014 1.014 1.014
Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen
FLAC
/
n.a.
766.632 579.617 187.015 774.134
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivate ohne
Hedge-Beziehung
FLHfT 886 886 886
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 5.810 5.810 5.810
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
FLAC 1.182 1.182 1.182
Davon aggregiert nach
Bewertungskategorien
gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 798.417 798.417 798.417
Financial Assets Held
to Maturity (FAHtM)
126.512 126.512 126.321
Financial Assets Held
for Trading (FAHfT)
705 705 705
Financial Liabilities Measured
at Amortized Costs (FLAC)
1.077.310 1.077.310 1.086.163
Financial Liabilities Held
for Trading (FLHfT)
886 886 886

Wertansatz Bilanz

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Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Vorjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Wertansatz Bilanz
nach IAS 39
in Tausend € Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
31.12.2010
Fortgeführte
Anschaf
fungskosten
Beizu
legender
Zeitwert
Wertansatz
Bilanz
nach IAS 17
Beizu
legender
Zeitwert
31.12.2010
Aktiva
Liquide Mittel LaR 448.716 448.716 448.716
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
LaR 362.557 362.557 362.557
Forderungen aus
Finanzdienstleistungen
n.a. 496.153 496.153 500.998
Wertpapiere FAHtM 100.700 100.700 100.704
Sonstige Ausleihungen LaR 90 90 90
Derivative finanzielle
Vermögenswerte
Derivate ohne
Hedge-Beziehung
FAHfT 525 525 525
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.211 1.211 1.211
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
LaR 598 598 598
Passiva
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLAC 146.130 146.130 146.130
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
FLAC 115.389 115.389 115.090
Schuldscheindarlehen FLAC 154.952 154.952 156.505
Verbindlichkeiten
Finanzierung Mietgeräte
FLAC
/
n.a.
54.302 50.547 3.755 54.302
Leasingverbindlichkeiten
Sachanlagen
n.a. 20.508 20.508 20.888
Wechselverbindlichkeiten FLAC 1.194 1.194 1.194
Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen
FLAC
/
n.a.
715.115 555.383 159.732 720.535
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivate ohne
Hedge-Beziehung
FLHfT 2.002 2.002 2.002
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2.955 2.955 2.955
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
FLAC 436 436 436
Davon aggregiert nach
Bewertungskategorien
gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 811.961 811.961 811.961
Financial Assets Held
to Maturity (FAHtM)
100.700 100.700 100.704
Financial Assets Held
for Trading (FAHfT)
525 525 525
Financial Liabilities Measured
at Amortized Costs (FLAC)
1.024.031 1.024.031 1.029.471
Financial Liabilities Held
for Trading (FLHfT)
2.002 2.002 2.002

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 7 einer von 3 Bewertungsstufen zuzuordnen. Jungheinrich ermittelt die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente ausschließlich basierend auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 2.

Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere entsprechen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag.

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind.

Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien:

aus der Folgebewertung
in Tausend € aus
Zinsen
zum
beizulegenden
Zeitwert
Wert
berichtigungen
Netto
ergebnis
2011
Netto
ergebnis
2010
Loans and Receivables (LaR) 5.317 –3.566 1.751 685
Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) 2.209 2.209 1.106
Financial Instruments
Held for Trading (FAHfT/FLHfT)
–287 –287 –4.528
Financial Liabilities
Measured at Amortized Costs (FLAC)
–40.815 –40.815 –40.860

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren (FAHtM) werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Nettoergebnisse aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) sind in den Umsatzkosten sowie im Finanzergebnis enthalten.

136 | 137

Sonstige Erläuterungen

(33) Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wird der Erwerb bzw. Verkauf von Wertpapieren mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, erfasst.

Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.

Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung stehen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 4.076 T€ (Vorjahr: 2.211 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste im Berichtsjahr unverändert fast ausschließlich Bankguthaben.

(34) Eventualschulden

Die Höhe der Eventualschulden ist nicht quantifizierbar.

Rechtsstreitigkeiten

Konzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten 2 Jahre hatten.

Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse.

(35) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 20 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Es betrifft im Wesentlichen den Bau eines neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen (Deutschland).

Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Fällig innerhalb eines Jahres 36.744 34.765
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 51.615 57.040
Fällig nach mehr als fünf Jahren 17.305 20.160
105.664 111.965

Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den "Operating Leases" beliefen sich für 2011 auf 44.299 T€ (Vorjahr: 43.605 T€).

(36) Risikomanagement und Finanzinstrumente

Grundsätze des Risikomanagements

Der Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsrisiko, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind.

Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden.

Die Verantwortung für die Einleitung von erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens.

Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements.

Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko.

Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System ermöglicht.

Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag.

Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen.

Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen stellen für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum keine Anteile in Aktien hielt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt.

Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war.

Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 924 T€ (31. Dezember 2010: 764 T€) höher (niedriger) gewesen.

Devisenkursrisiken

Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswapgeschäfte ein.

Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet.

Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber.

Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2011 ergab sich, dass bei einer Halte dauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 686 T€ (Vorjahr: 485 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 499 T€ (Vorjahr: 292 T€) und einem Maximum von 1.355 T€ (Vorjahr: 722 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 841 T€ (Vorjahr: 444 T€).

Ausfallrisiken

Jungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen vor.

Liquiditätsrisiken

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch ein bestehendes Schuldscheindarlehen sowie kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt.

Der Konzern ist einem Kontrahenten risiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestand für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten.

Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten.

Sicherungsbeziehungen

Der Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings u. a. zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden.

Zur Sicherung der Zinsrisiken werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert.

Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert.

Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals.

140 | 141

Nominalwerte von Sicherungsinstrumenten

Die Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente wiesen zum Bilanzstichtag die folgenden Restlaufzeiten auf:

Nominalvolumen
der Sicherungsinstrumente
für Cashflow Hedges
Nominal
volumen
übriger
Derivate
Währungs Währungs
in Tausend € sicherungs
kontrakte
Zinsswaps sicherungs
kontrakte
31.12.2011
Nominalvolumen Gesamt 106.101 93.622 90.797
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 88.008 8.634 90.797
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 18.093 84.988
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
31.12.2010
Nominalvolumen Gesamt 102.127 63.802 74.754
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 86.197 2.157 74.754
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 15.930 61.574
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 71

Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden.

Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche zur

Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden.

Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet.

Marktwerte von Sicherungsinstrumenten

Der Marktwert eines Sicherungsinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Der Marktwert von Zinsderivaten wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt.

Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.198 1.736
Devisentermingeschäfte 1.198 1.736
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 6.696 4.957
Devisentermingeschäfte 3.636 3.761
Zinsswaps 3.060 1.196

Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.

(37) Segmentinformationen

Jungheinrich ist – mit Schwerpunkt in Europa – international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeugund Lagertechnik.

Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen".

Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.

Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die eigene Finanzierungsstruktur ein.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.

Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Geschäftssegmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 2.182 T€ (Vorjahr: 3.056 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern

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nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern.

Die Investitionen, Abschreibungen und Wertminderungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte

Im Folgenden werden die Segmentinforma tionen zum 31. Dezember 2011 dargestellt:

in Tausend € Intralogistik Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung Jungheinrich-Konzern Außenumsatzerlöse 1.712.321 403.962 2.116.283 – 2.116.283 Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 421.020 47.428 468.448 –468.448 – Umsatzerlöse gesamt 2.133.341 451.390 2.584.731 –468.448 2.116.283 Segmentergebnis (EBIT) 159.056 –2.652 156.404 –10.589 145.815 Zinsen und ähnliche Erträge 8.284 38.579 46.863 –954 45.909 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.080 24.546 43.626 –954 42.672 Sonstiges Finanzergebnis –749 – –749 – –749 Ergebnis vor Steuern (EBT) 147.511 11.381 158.892 –10.589 148.303 Ertragsteuern 42.761 Ergebnis nach Steuern 105.542 Langfristige Vermögenswerte Investitionen 57.127 10 57.137 – 57.137 Abschreibungen 42.401 9 42.410 – 42.410 Segmentvermögen 1.822.855 961.082 2.783.937 –203.937 2.580.000 Eigenkapital 782.610 26.155 808.765 –91.005 717.760 Schulden 1.040.245 934.927 1.975.172 –112.932 1.862.240 Segmentschulden 1.822.855 961.082 2.783.937 –203.937 2.580.000

bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind, und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen.

Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.

Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2010 dargestellt:

in Tausend € Intralogistik Finanzdienst
leistungen
Summe
Segmente
Überleitung Jungheinrich
Konzern
Außenumsatzerlöse 1.464.282 351.910 1.816.192 1.816.192
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 384.416 43.719 428.135 –428.135
Umsatzerlöse gesamt 1.848.698 395.629 2.244.327 –428.135 1.816.192
Segmentergebnis (EBIT) 116.105 –6.344 109.761 –12.167 97.594
Zinsen und ähnliche Erträge 4.855 36.306 41.161 –591 40.570
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.374 24.027 42.401 –591 41.810
Sonstiges Finanzergebnis –513 –513 –513
Ergebnis vor Steuern (EBT) 102.073 5.935 108.008 –12.167 95.841
Ertragsteuern 13.502
Ergebnis nach Steuern 82.339
Langfristige Vermögenswerte
Investitionen 41.411 19 41.430 41.430
Abschreibungen 42.455 10 42.465 42.465
Wertminderungen 2.934 2.934 2.934
Segmentvermögen 1.693.457 899.503 2.592.960 –198.710 2.394.250
Eigenkapital 697.966 18.170 716.136 –83.489 632.647
Schulden 995.491 881.333 1.876.824 –115.221 1.761.603
Segmentschulden 1.693.457 899.503 2.592.960 –198.710 2.394.250

Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten – neben den planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen – die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Rückstellungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen von Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg in Höhe von

insgesamt 9,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) Ertrag sowie die ergebniswirksamen Veränderungen der Pensionsrückstellungen enthalten.

Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert.

Umsatzerlöse nach Regionen

in Tausend € 2011 2010
Deutschland 571.145 493.399
Übriges Europa 1.393.918 1.196.973
Übrige Länder 151.220 125.820
2.116.283 1.816.192

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Langfristige Vermögenswerte nach Regionen

in Tausend € 31.12.2011 31.12.2010
Deutschland 222.180 212.307
Übriges Europa 86.398 86.432
Übrige Länder 6.716 2.835
Konsolidierung 111 111
315.405 301.685

In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil – gemessen am Konzernumsatz – wesentlich war.

(38) Ergebnis je Aktie

Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern.

2011 2010
Konzernergebnis in Tausend € 105.542 82.339
Im Umlauf befindliche Stückaktien
Stammaktien in Tsd. Stück 18.000 18.000
Vorzugsaktien in Tsd. Stück 16.000 16.000
Ergebnis je Aktie (verwässert
/
unverwässert)
Ergebnis je Stammaktie in € 3,07 2,39
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 3,13 2,45

Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stamm- bzw. Vorzugsaktien.

In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.

(39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 eingetreten sind, liegen nicht vor.

(40) Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungs gesellschaft, Hamburg, für das Berichtsjahr und Vorjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:

in Tausend € 2011 2010
Abschlussprüfung 492 478
Andere Bestätigungsleistungen 54 42
Steuerberatungsleistungen 18 26
Sonstige Leistungen 96 52
660 598

(41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahestehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen:

Empfangene Lieferungen und Leistungen:

in Tausend € Anteil in % 2011 2010
JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 39.903 31.210
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 221 219
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 10.776 7.322
ISA – Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich 25 4.260 2.793

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

in Tausend € Anteil in % 31.12.2011 31.12.2010
JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 2.055 2.397
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 2.212 1.014
ISA – Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich 25 1.445 824

Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.

(42) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011 betrugen 998 T€ (Vorjahr: 839 T€).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2011 auf 3.451 T€ (Vorjahr: 4.684 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2011 den Pensionsrückstellungen

für Mitglieder des Vorstandes 311 T€ (Vorjahr: 283 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt.

Am 31. Dezember 2011 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG.

Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 659 T€ (Vorjahr: 651 T€).

Zum 31. Dezember 2011 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 9.783 T€ (Vorjahr: 9.633 T€) gebildet.

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(43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 (2) HGB

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Name und Sitz Anteil am
Kapital %
Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg 100
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg 100
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg
/
Saalekreis
100
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg 100
Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg 100
Elbe River Capital S.A., Luxemburg 100
TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg 94
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich 100
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen
/
Dresden
100
Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien 100
Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate
/
Mailand, Italien
100
Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate
/
Mailand, Italien
100
Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate
/
Mailand, Italien
100
Jungheinrich de España S.A.U., Abrera
/
Barcelona, Spanien
100
Jungheinrich Rental S.L., Abrera
/
Barcelona, Spanien
100
Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera
/
Barcelona, Spanien
100
Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich Finance B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich Financial Services B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz 100
Jungheinrich n.v.
/
s.a., Leuven, Belgien
100
Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich 100
Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien, Österreich 100
Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki
/
Warschau, Polen
100
Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen 100
Jungheinrich (ČR) s.r.o., Říčany
/
Prag, Tschechien
100
Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden 100
Jungheinrich Hungária Kft., Biatorbágy
/
Budapest, Ungarn
100
Jungheinrich Danmark A
/
S, Tåstrup, Dänemark
100
Name und Sitz Anteil am
Kapital %
Jungheinrich d.o.o., Trzin, Slowenien 100
Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro
/
Lissabon, Portugal
100
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland 100
Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes
/
Athen, Griechenland
100
Jungheinrich İstif Makinaları San. ve Tic. Ltd. Şti., Alemdağ
/
Istanbul, Türkei
100
Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei 100
Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur 100
Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiaí – SP, Brasilien 100
Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA 100
Jungheinrich Lift Truck, OOO, Moskau, Russland 100
Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine 100
Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland 100
Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen 100
Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland 100
Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100
Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu
/
Shanghai, China
100
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn
/
Bangkok, Thailand
100
Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston
/
Texas, USA
100
SOMA Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG, Düsseldorf
1)
0

1) Einbeziehung als Zweckgesellschaft gemäß SIC 12

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen:

Name und Sitz Anteil am
Kapital %
JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien 50
Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus 50
Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China 25
ISA – Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich 25

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen:

Name und Sitz Anteil am
Kapital %
Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg 1) 100
Dresden 1)
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs-GmbH, Klipphausen
/
100
Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich 2) 100
Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA 1) 100
Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 1) 100
FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio des Janeiro, Brasilien 1) 100
Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien 1)
Supralift Beteiligungs- und Kommunikations-Gesellschaft mbH, Hofheim am Taunus 1)
1) nicht einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung

2) nicht einbezogen aufgrund Insolvenz zum 14. Dezember 2005

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(44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGB

Die nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:

  • Ŕ Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg
  • Ŕ Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg
  • Ŕ Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg
  • Ŕ Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg
  • Ŕ Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis
  • Ŕ Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg
  • Ŕ Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg
  • Ŕ Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg
  • Ŕ Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden
  • Ŕ TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg

(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Im Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Hamburg, den 6. März 2012

Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 6. März 2012

Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand

Hans-Georg Frey Dr. Volker Hues Dr. Helmut Limberg Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags lage wesentlich auswirken, mit hinreichen der Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler

berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 6. März 2012

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Dinter) (ppa. Deutsch)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

152 | 153 Jungheinrich weltweit

Vertriebsgesellschaften Repräsentanzen

Zentrale

Werke

Die Adressen finden Sie unter www.jungheinrich.de

Gesamtvermögen

154 155 Jungheinrich-Konzern 2011 2010 2009 2008 2007
Auftragseingang, Produktion und Umsatz
Auftragseingang 1) Mio. € 2.178 1.924 1.654 2.145 2.120
Produktion Flurförderzeuge Stück 75.700 60.400 48.300 80.700 82.400
Umsatzerlöse Mio. € 2.116 1.816 1.677 2.145 2.001
davon Inland Mio. € 571 493 466 557 505
davon Ausland Mio. € 1.545 1.323 1.211 1.588 1.496
Auslandsquote % 73 73 72 74 75
Mitarbeiter
Gesamt 31.12. 10.711 10.138 10.266 10.784 10.178
davon im Inland 31.12. 4.925 4.661 4.793 4.950 4.761
davon im Ausland 31.12. 5.786 5.477 5.473 5.834 5.417
Investitionen
Investitionen 2) Mio. € 52 33 46 74 52
Forschung und Entwicklung Mio. € 38 36 39 39 41
Vermögensstruktur
Anlagevermögen Mio. € 761 679 657 713 666
davon Leasinggeräte aus FDL 3) Mio. € 211 204 200 187 166
Übrige Vermögenswerte Mio. € 1.819 1.715 1.550 1.466 1.407
davon Forderungen aus FDL 3) Mio. € 535 496 477 460 403
davon liquide Mittel und Wertpapiere Mio. € 509 549 489 262 251
Gesamtvermögen Mio. € 2.580 2.394 2.207 2.179 2.073
Kapitalstruktur
Eigenkapital Mio. € 718 633 547 625 554
davon gezeichnetes Kapital Mio. € 102 102 102 102 102
Pensionsrückstellungen Mio. € 146 144 143 140 164
Übrige Rückstellungen Mio. € 210 207 197 150 156
Finanzverbindlichkeiten Mio. € 347 346 370 285 290
Verbindlichkeiten aus FDL 3) Mio. € 767 715 668 643 541
Übrige Verbindlichkeiten Mio. € 392 349 282 336 368
Gesamtkapital Mio. € 2.580 2.394 2.207 2.179 2.073

1) Neugeschäft, Kundendienst, Miete und Gebrauchtgeräte

2) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten

3) FDL = Finanzdienstleistungen

4) Vorschlag

5) exklusive Finanzdienstleistungen

6) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten – Liquide Mittel und Wertpapiere

7) Finanzverbindlichkeiten – Liquide Mittel und Wertpapiere

8) Finanzverbindlichkeiten + Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen +/– Sonstige Verbindlichkeiten-/-Forderungen

gegenüber verbundenen Unternehmen und at-equity-bilanzierten Unternehmen – Liquide Mittel und Wertpapiere

EBITDA

Jungheinrich-Konzern 2011 2010 2009 2008 2007
Erfolgsrechnung
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen
und Amortisation (EBITDA)
Mio. € 298 239 100 292 275
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 146 98
72
122 140
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 148 96
74
121 139
Ergebnis nach Steuern Mio. € 106 82
55
77 82
Ergebnis je Vorzugsaktie 3,13 2,45
1,59
2,29 2,43
Dividende je Aktie – Stammaktie 0,704) 0,49 0,49 0,52
– Vorzugsaktie 0,764) 0,55 0,12 0,55 0,58
Finanzkennzahlen
Eigenkapital
Eigenkapitalquote % 28 26 25 29 27
Anlagendeckung durch Eigenkapital % 131 133 119 119 111
Umsatzrenditen
EBIT-Umsatzrendite (ROS) % 6,9 5,4
4,3
5,7 7,0
Kapitalrenditen
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) % 26 23
17
19 24
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern % 16 14
9
13 16
Gesamtkapitalrendite 5) % 6 5
3
6 6
Verschuldung
Nettoverschuldung Mio. € –162
203

118
23 40
Verschuldungsgrad Jahre <0 <
0
<
0
0,1 0,2
Net Gearing % <0 <
0
<
0
4 7
Finanzkennzahlen
Geschäftssegment "Intralogistik"
2011 2010 2009 2008
Eigenkapital Mio. € 783 698 602 676
Eigenkapitalquote % 43 41 39 44
Netto-Finanzverbindlichkeiten 8) Mio. € –121
161

88
71
Finanzergebnis Mio. € –12
14

12

8

Erläuterung der Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote Eigenkapital : Gesamtkapital x 100

EBIT-Umsatzrendite (ROS) EBIT : Umsatzerlöse x 100

EBIT-Kapitalrendite (ROCE) EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital-Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches Eigenkapital x 100

Gesamtkapitalrendite -Verschuldungsgrad Nettoverschuldung -Net Gearing Nettoverschuldung-

Anlagendeckung durch Eigenkapital Eigenkapital : Anlagevermögen (exklusive Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) x 100

6) x 100

5) Ergebnis nach Steuern + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100

7) : EBITDA (exklusive Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) 7) : Eigenkapital x 100

156 | 157 Finanzkalender

Bilanzpressekonferenz, Hamburg,
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2011
29. März 2012
Analystenkonferenz, Frankfurt am Main 30. März 2012
Zwischenbericht zum 31. März 2012 10. Mai 2012
Hauptversammlung 2012,
Congress Centrum Hamburg
12. Juni 2012
Dividendenzahlung 13. Juni 2012
Zwischenbericht zum 30. Juni 2012 9. August 2012
Zwischenbericht zum 30. September 2012 8. November 2012

Herausgeber:

Jungheinrich Aktiengesellschaft Unternehmenskommunikation

Am Stadtrand 35 22047 Hamburg Telefon: +49 40 6948-0 Telefax: +49 40 6948-1777 Internet: www.jungheinrich.de E-Mail: [email protected]

Fotos:

J. Scheffler, B. Betzelt

Fotoaufnahmen u. a. bei:

Agilitys Global Integrated Logistics (Dubai), Lagerhäuser Aarau AG (Schweiz)

Herstellung:

Umsetzung: RAWA GmbH, Hamburg Druck: Druckerei Max Siemen KG, Hamburg

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