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Jungheinrich AG

Annual Report May 20, 2010

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Annual Report

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Jungheinrich AG

Hamburg

Konzern- und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009

Jungheinrich blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Die Flurförderzeugbranche wurde von der globalen Wirtschaftskrise hart getroffen: Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge brach um 37 Prozent, in den Kernmärkten Jungheinrichs in Europa sogar um 46 Prozent ein. Jungheinrich baute seine Marktposition - mit Schwerpunkt in Europa - aus. Dennoch verzeichnete der Jungheinrich-Konzern einen starken Geschäftsrückgang. Die Personalkapazitäten in den Werken wurden den Markterfordernissen entsprechend angepasst. Der operative Turnaround wurde nach acht Monaten erreicht. Durch hohe Einmalaufwendungen ergab sich dennoch ein Verlust. Das neue Werk in Landsberg nahm die Produktion auf. Das Nordamerika-Geschäft wurde neu ausgerichtet, das Geschäftsfeld Logistiksysteme gestärkt und die Produktion in Asien ausgebaut.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensporträt

Jungheinrich, 1953 gegründet, gehört zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt Jungheinrich - unverändert wie im Vorjahr - in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in konzerneigenen Werken in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt (Schleswig-Holstein) und seit Mitte 2009 in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt), Gegengewichts- und Schmalgangstapler in Moosburg (Bayern) gefertigt. Am Standort Lüneburg (Niedersachsen) produziert Jungheinrich Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstaplern wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen katalog- und internetgestützten Versandhandel.

Organisation

Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen.

Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.

Mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 "Geschäftssegmente" zum 1. Januar 2009 hat Jungheinrich eine Segmentberichterstattung eingeführt, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur folgt. Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden damit die beiden neuen berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt. Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung, Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die Finanzierung für das eigene Geschäft ein.

Im Rahmen der strategischen Zielsetzung strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum und die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei weltweit führenden produzierenden Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an. Die Ertragserwartungen orientieren sich insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, vor allem im Bereich der Lagertechnik. Ferner baut der Konzern sein Vertriebsnetz im asiatischen Wachstumsmarkt mit China als Schwerpunkt aus. In Nordamerika setzt Jungheinrich im Rahmen der Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten auf einen leistungsfähigen Vertriebspartner mit starker Händlerpräsenz. Darüber hinaus strebt das Unternehmen in Europa den Ausbau seiner strategischen Position im Bereich der Logistiksysteme und eine wesentliche Verbesserung der Marktposition im Produktsegment der Gegengewichtsstapler, insbesondere mit verbrennungsmotorischem Antrieb, an.

Grundzüge des Vergütungssystems

Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die sich an wertschaffenden Kenngrößen wie Umsatz- und Kapitalrendite (ROS bzw. ROCE) orientieren.

Vergütung des Vorstandes

Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat zuständig, der auf Vorschlag des Personalausschusses das Vergütungssystem hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit überprüft. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist durch Performanceorientierung charakterisiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteils ist die EBIT-Umsatzrendite (ROS) des Jungheinrich-Konzerns. Sie orientiert sich am Erfüllungsgrad einer Zielrendite entsprechend der strategischen Ausrichtung, die jährlich überprüft wird und angepasst werden kann. Die Auszahlung des variablen Anteils erfolgt nachträglich einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruchs.

Das Vergütungssystem der Jungheinrich AG für die Mitglieder des Vorstandes wird derzeit überarbeitet. Aufgrund des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung müssen nunmehr für die neu abzuschließenden Dienstverträge die variablen Bestandteile um Komponenten mit längerfristigem Bezug ergänzt werden. Die entsprechende Neuregelung soll 2011 eingeführt werden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt, Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich, zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag der oben genannten Gesamtvergütung, über die Aufteilung beschließt der jeweilige Ausschuss.

Eine Anpassung des Vergütungsmodells für die Mitglieder des Aufsichtsrates befindet sich in der Prüfung und Überarbeitung.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Wachstumsraten ausgewählter Wirtschaftsregionen

Bruttoinlandsprodukt in %

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Region 2009 2008
Welt -0,8 3,0
USA -2,4 0,4
China 8,7 9,0
Eurozone -4,0 0,6
Deutschland -5,0 1,3

Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: März 2010)

Im Berichtszeitraum 2009 erreichte die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt. Der in der zweiten Jahreshälfte 2008 weltweit einsetzende Konjunkturabschwung beschleunigte sich im 1. Quartal 2009 und hinterließ tiefere Spuren, als erwartet worden war. In immer kürzeren Zeitintervallen überboten sich führende Wirtschaftsforschungsinstitute in ihren Konjunkturprognosen und zeichneten ein immer düstereres Bild der Konjunkturentwicklung. Im 2. Quartal 2009 setzte die Weltwirtschaft ihre konjunkturelle Talfahrt fort, wenngleich das Tempo nachließ. Vor allem die Volkswirtschaften Nordamerikas und Westeuropas gerieten in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit. Erst im Verlauf des 3. Quartals 2009 löste sich die Weltwirtschaft allmählich aus der Rezession, und die meisten Wirtschaftsregionen kehrten zu leichtem Wachstum zurück. Die zahlreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete im Gesamtvolumen von ca. 3 Billionen € hatten hieran maßgeblichen Anteil. Im 4. Quartal 2009 setzte sich die Erholung der Weltwirtschaft mit regionalen Unterschieden fort. Dadurch schrumpfte die Weltwirtschaft im Berichtszeitraum nicht ganz so stark, wie zu Jahresanfang noch befürchtet worden war. Unterstützt wurde die Konjunkturerholung von deutlich gesunkenen Energiepreisen als Folge der geringeren Nachfrage durch den rückläufigen Welthandel. Das betraf insbesondere die Rohölpreise, von denen zuvor ein dämpfender Einfluss auf den weltweiten Konjunkturverlauf ausgegangen war. Demgegenüber wiesen Industriemetalle, im Wesentlichen Buntmetalle, steigende Preise auf, während die Preise für Stahl noch etwas nachgaben. Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft ging 2009 um 0,8 Prozent (Vorjahr: plus 3,0 Prozent) zurück. Ein stärkerer Rückgang wurde von einem weiterhin kräftigen Wirtschaftswachstum in China verhindert, wohingegen die Wirtschaftsleistung in den USA und noch stärker in Europa im Vergleich zum Vorjahr drastisch abnahm. Dominierend in Asien blieb China, dessen Wachstumsrate mit 8,7 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent) auf hohem Niveau blieb. In den USA sank die Wirtschaftsleistung um 2,4 Prozent (Vorjahr: plus 0,4 Prozent). In den Ländern der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft um 4,0 Prozent (Vorjahr: plus 0,6 Prozent). Zu diesem Rückgang trugen für Jungheinrich wichtige Abnehmerländer wie Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien bei. Sie wiesen einen Rückgang der Wirtschaftsleistung zwischen 2,1 und 4,8 Prozent auf (Vorjahr: minus 1,0 bis plus 0,9 Prozent). Auch die meisten Länder Mittel- und Osteuropas litten unter den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und verzeichneten aufgrund der engen Verflechtung mit den westeuropäischen Volkswirtschaften eine stark rückläufige Wirtschaftsentwicklung. Eine Ausnahme bildete Polen mit einem Wachstum von 1,5 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Der Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland war im Berichtszeitraum als Folge der hohen Exportabhängigkeit und stark rückläufiger Ausrüstungsinvestitionen mit 5,0 Prozent (Vorjahr: plus 1,3 Prozent) noch größer als im europäischen Durchschnitt. Die Ausrüstungsinvestitionen brachen um 20,0 Prozent (Vorjahr: minus 6,9 Prozent) ein, und die Exporte gaben um 14,7 Prozent (Vorjahr: plus 5,3 Prozent) nach. Demgegenüber fiel der Rückgang bei den Importen mit 8,9 Prozent (Vorjahr: plus 4,4 Prozent) deutlich geringer aus. Besonders hart wurde der stark exportorientierte deutsche Maschinenbau von der Weltwirtschaftskrise getroffen. Als spätzyklischer Branche gelang es diesem Wirtschaftszweig noch nicht, nachhaltig von der Konjunkturwende zu profitieren. Die Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Ausland sank um 39 Prozent (Vorjahr: minus 7,0 Prozent), Inlandsbestellungen gingen mit 37 Prozent (Vorjahr: minus 6,0 Prozent) zurück. Die Produktionsleistung fiel um rund 25 Prozent, nachdem sie im vergangenen Jahr noch um 6,0 Prozent zugenommen hatte.

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stück

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Region 2009 2008
Welt 546,8 871,5
Europa (inkl. Türkei) 203,1 374,7
davon Osteuropa 20,5 70,9
Nordamerika 98,3 159,3
Asien 203,7 259,3
davon China 117,9 113,4
Übrige Regionen 41,7 78,2

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Die Flurförderzeugindustrie wurde im Berichtszeitraum massiv vom weltweiten Wirtschaftsabschwung getroffen. Der im 4. Quartal 2008 zu verzeichnende starke Marktrückgang bei Flurförderzeugen setzte sich im 1. Quartal 2009 ungebremst fort: Das weltweite Marktvolumen halbierte sich. Auf diesem niedrigen Niveau stabilisierte sich im 2. Quartal 2009 die Nachfrage und ging in eine Seitwärtsbewegung über. Im weiteren Verlauf belebte sich die Nachfrage nach Flurförderzeugen etwas, doch nicht alle Regionen profitierten gleichermaßen hiervon. Der Aufwärtstrend setzte sich im 4. Quartal fort. Dennoch ging das Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum insgesamt um 37 Prozent auf 546,8 Tsd. Flurförderzeuge (Vorjahr: 871,5 Tsd. Einheiten) zurück. Damit lag das Marktvolumen unter der Einschätzung aus dem Vorjahr, die von einem Marktrückgang auf "deutlich unter 700 Tsd. Fahrzeuge" ausging. Von dem Markteinbruch waren alle Regionen betroffen. Wie im Vorjahr entfielen die stärksten Rückgänge auf Nordamerika und Europa. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen in Europa sank um rund 46 Prozent auf 203,1 Tsd. Stapler (Vorjahr: 374,7 Tsd. Einheiten). Hierin war Osteuropa mit einem besonders hohen Nachfragerückgang von 71 Prozent enthalten. Das Marktvolumen von Russland, dem größten Einzelmarkt in Osteuropa, schrumpfte sogar um 87 Prozent. Das Marktvolumen in Westeuropa ging um 39 Prozent zurück. Hier zeigten die bedeutenden Absatzmärkte Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich die größte Nachfrageschwäche mit Einbußen zwischen 47 und 29 Prozent. Der nordamerikanische Markt setzte seine seit mehreren Jahren rückläufige Entwicklung fort und wies einen Marktrückgang um 38 Prozent auf 98,3 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 159,3 Tsd. Einheiten) auf. Der geringste Rückgang entfiel auf Asien mit 21 Prozent auf 203,7 Tsd. Geräte (Vorjahr: 259,3 Tsd. Einheiten). Gestützt wurde diese Entwicklung von China, das sich mit einem Marktwachstum von 4 Prozent als Wachstumslokomotive des asiatischen Marktes erwies. Von dem weltweiten Markteinbruch waren alle Produktsegmente betroffen. Der Rückgang bei Fahrzeugen der Lagertechnik fiel dabei mit 31 Prozent geringer aus als bei Gegengewichtsstaplern mit 41 Prozent. Der Jungheinrich-Konzern behauptete sich erfolgreich in diesem schwierigen Marktumfeld dank seines starken Direktvertriebsnetzes und seiner Stärke in der Lagertechnik. Das Unternehmen baute seine Marktposition - mit Schwerpunkt in Europa - weltweit aus.

Schwerpunkte und Aktivitäten

Die wesentlichen Schwerpunkte des Jungheinrich-Konzerns im Geschäftsjahr 2009 bildeten einerseits die umfassenden Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten an die schwache Marktnachfrage sowie drastische Sparmaßnahmen zur Ertragsverbesserung und andererseits die strategischen, zukunftsgerichteten Weichenstellungen in Vertrieb und Technik sowie die mittelfristige Sicherung der Unternehmensfinanzierung.

Durch den massiven Markteinbruch in der Flurförderzeugindustrie, der wichtige europäische Industrieländer - die Kernmärkte von Jungheinrich - erfasst hatte, sah sich das Unternehmen vor größte Herausforderungen gestellt. Basierend auf entsprechenden Risikoszenarien hatte sich Jungheinrich Ende 2008 rechtzeitig auf diese sich verschlechternden Rahmenbedingungen eingestellt und Maßnahmen eingeleitet, um den drohenden Folgen - insbesondere in Vertrieb und Technik - zu begegnen. Neben dem Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten sowie der Einführung von Kurzarbeit und teilweisen Freistellungen wurden 2009 im erheblichen Umfang Personalkapazitäten abgebaut. Zusätzlich wurden Strukturprojekte zur Ertragsverbesserung in allen Unternehmenseinheiten eingeleitet und umgesetzt. Die daraus resultierenden Personalanpassungen, die bis in das Jahr 2011 hineinreichen werden, führten zu erheblichen Einmalkosten im Konzernabschluss zum 31.12.2009. Weitere kostenreduzierende Maßnahmen wurden in allen Bereichen durchgeführt. Sämtliche Maßnahmen wurden in hoher Verantwortung von den betroffenen Einheiten unternehmerisch, schnell und flexibel getroffen und umgesetzt. Durch diese konzertierte Aktion konnte der operative Turnaround des Jungheinrich-Konzerns innerhalb von nur rund acht Monaten erreicht werden. Die Gewinnschwelle wird dadurch bereits bei einem Konzernumsatz von ca. 1,65 Mrd. € überschritten. Darüber hinaus wurden das Investitionsvolumen, der Bestand an Mietflottenfahrzeugen und das Working Capital den veränderten Rahmenbedingungen angepasst und deutlich reduziert. Dadurch verbesserte sich die Nettofinanzposition des Jungheinrich-Konzerns wesentlich.

Das neue Produktionswerk für Elektro-Niederhubwagen in Landsberg wurde 2009 planmäßig fertiggestellt. Am 1. Juli 2009 lief die Produktion in dem als eigenständiges "Center of Excellence" konzipierten Werk an. Dort befinden sich neben der Herstellung auch die Produktentwicklung und das Produktmanagement für die betreffenden Fahrzeuge. Die ersten beiden Fahrzeugreihen wurden aus der Produktlinie für Elektro-Niederhubwagen im Werk Norderstedt übernommen. In der ersten Jahreshälfte 2010 folgen weitere für Landsberg vorgesehene Fahrzeugreihen.

Das Produktionswerk in Qingpu (China) wurde ausgebaut und die Produktpalette um einen an die asiatischen Markterfordernisse angepassten Elektro-Gegengewichtsstapler erweitert.

Zur Stärkung seiner strategischen Position im Bereich der immer komplexeren Logistiksysteme erwarb Jungheinrich im Herbst 2009 eine Beteiligung an einem der führenden Softwarehäuser, der ISA -Innovative Systemlösungen für Automation GmbH mit Sitz in Graz (Österreich). In der Vergangenheit wurden gemeinsam bereits zahlreiche Projekte erfolgreich realisiert. Mit dieser Beteiligung investiert der Jungheinrich-Konzern in ein zukunftsträchtiges und wachstumsstarkes Geschäftsfeld.

Mitte des Jahres 2009 wurde das Nordamerika-Geschäft neu ausgerichtet. Dazu schloss Jungheinrich mit der Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (kurz: MCFA), Houston, Texas (USA), entsprechende Vereinbarungen zur Belieferung der Märkte USA, Kanada und Mexiko. Mit seinem dichten Händlernetz wurde MCFA ab 1. Januar 2010 exklusiver Vertriebspartner von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika. Es ist vorgesehen, dass Lagertechnikgeräte, die Jungheinrich speziell für den nordamerikanischen Markt in einem eigenen Entwicklungszentrum in Houston entwickelt, von MCFA gefertigt werden. Die bisherigen Vertriebswege von Jungheinrich wurden beendet. Mit dieser Neuausrichtung eröffnet sich die Perspektive, das Nordamerika-Geschäft auf Dauer profitabel zu gestalten.

Die konzernweite IT-Vernetzung mit Standardsoftware schritt 2009 weiter voran. Als 18. Vertriebsgesellschaft wurde Russland in das SAP-ERP-System integriert. Durch die im vorausgegangenen Jahr erfolgte Umstellung auf die Schriftzeichensatz-Systematik UNICODE konnte Russland mit seiner kyrillischen Schrift reibungslos in das Jungheinrich-IT-Netz einbezogen werden. Im abgelaufenen Jahr wurde das 2008 eingeführte System zur Disposition von Kundendiensttechnikern auf Polen ausgeweitet und mit der Einführung in den Vertriebsgesellschaften Italien und Spanien begonnen. Das CRM-System (Customer Relationship Management) wurde auf den technisch aktuellen Release-Stand gebracht und die Einführung in den Landesgesellschaften Österreich und Italien fortgesetzt. Damit ist das System mittlerweile in sechs europäischen Ländern aktiv. Weitere Länder werden 2010 hinzukommen. Darüber hinaus wurde in einigen Konzernbereichen die SAP-Standardsoftware GTS (Global Trade Service) implementiert, um die Anforderungen, die sich aus der elektronischen Zollabwicklung und der Überwachung von Lieferungen nach Compliance-Anforderungen ergeben, reibungslos zu erfüllen. Internationale Rechtsvorschriften lassen sich so im automatisierten Prozess effizient berücksichtigen.

Zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung wurde gegen Ende des Jahres 2009 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren platziert. Damit stehen dem Unternehmen die notwendigen finanziellen Mittel zur Wachstumsfinanzierung in den kommenden Jahren zur Verfügung. Dieser Schritt stellt eine ergänzende Maßnahme zum bereits im Jahr 2008 vereinbarten und noch mit einer Restlaufzeit von zwei bis vier Jahren ausgestatteten mittelfristigen Kreditrahmen über rund 300 Mio. € dar.

Zur Optimierung der Finanzierung des europaweit strategisch wichtigen Finanzdienstleistungsgeschäftes baut Jungheinrich gemeinsam mit Bankpartnern eine zentral ausgerichtete Finanzierungsplattform auf, über die die Kundenfinanzierungen grenzüberschreitend flexibler und effizienter abgewickelt werden können.

2009 wurde konzernweit ein neues Führungsleitbild eingeführt. Es baut auf der bestehenden Unternehmenskultur, den strategischen Grundwerten sowie den Vorstellungen von der angestrebten zukünftigen Unternehmenskultur auf. Das Führungsleitbild von Jungheinrich soll dem generellen Bedürfnis nach einem wertebasierten Verhalten Rechnung tragen und dem Management und den Mitarbeitern Orientierung für ihr Verhalten geben. Zentrale Werte wie Professionalität, Leistungsorientierung sowie Innovationsfreude sind in der Unternehmenskultur fest verankert. Diese gelebten Grundwerte des Unternehmens spiegeln sich in der "Kundenzufriedenheit" wider, die Jungheinrich Profitabilität, Unabhängigkeit und Kontinuität sichert.

Geschäftsverlauf

Kennzahlen zum Geschäftsverlauf

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2009 2008
Auftragseingang Mio. € 1.654 2.145
Produktion Stück 48.300 80.700
Auftragsbestand 31.12. Mio. € 208 242
Umsatzerlöse Mio. € 1.677 2.145

Der massive Einbruch der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen bestimmte vor allem im Berichtszeitraum die Geschäftsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns. Obwohl Jungheinrich hinsichtlich der Produktsegmente und Kundenstruktur gut aufgestellt ist, konnte sich das Unternehmen dem Marktrückgang bei Flurförderzeugen nicht entziehen. Da auch das Mietgeschäft und der Kundendienst - wenngleich etwas weniger stark - vom Konjunkturabschwung erfasst wurden, ging das Geschäftsvolumen erheblich zurück. Entsprechend ungünstig verlief die Geschäftsentwicklung für den Jungheinrich-Konzern. Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft sank konzernweit - allerdings leicht unterproportional zur Marktentwicklung - um 35 Prozent auf 49,4 Tsd. Stapler (Vorjahr: 76,5 Tsd. Einheiten). Dabei ist zu berücksichtigen, dass neben der gesunkenen Kundennachfrage gegenüber dem Vergleichsvolumen des Vorjahres konjunkturbedingt 5,3 Tsd. Fahrzeuge weniger in die Mietflotte eingestellt wurden. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1.654 Mio. € (Vorjahr: 2.145 Mio. €). Hierin spiegelt sich der überproportionale Nachfragerückgang im Neugeschäft wider. Die Produktionsleistung des Konzerns verringerte sich 2009 um 40 Prozent auf 48,3 Tsd. Stapler (Vorjahr: 80,7 Tsd. Einheiten). Als Reaktion auf die Halbierung des Marktvolumens und entsprechend rückläufige Auftragseingänge im 1. Halbjahr 2009 wurden zur Produktionsanpassung an allen Fertigungsstandorten in Deutschland tief greifende Maßnahmen beschlossen und umgesetzt (z. B. Einführung von Kurzarbeit und Personalabbau). Im Vorjahr war bereits unmittelbar auf die Marktveränderungen mit dem Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten reagiert worden. Der Auftragsbestandswert des Neugeschäftes sank zum 31. Dezember 2009 um 14 Prozent auf 208 Mio. € (Vorjahr: 242 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag wie im Vorjahr bei unter drei Monaten.

Umsatzerlöse nach Regionen

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in Mio. € 2009 2008
Deutschland 466 557
Übriges Europa 1.119 1.467
Übrige Länder 92 121
Gesamt 1.677 2.145

Der Konzernumsatz sank im Berichtsjahr 2009 um rund 22 Prozent auf 1.677 Mio. € (Vorjahr: 2.145 Mio. €). Alle Regionen waren an diesem Umsatzrückgang beteiligt. Das Inlandsgeschäft verminderte sich um 16 Prozent auf 466 Mio. € (Vorjahr: 557 Mio. €). Demgegenüber fielen die Auslandsumsätze um 24 Prozent auf 1.211 Mio. € (Vorjahr: 1.588 Mio. €). Dadurch verringerte sich die Auslandsquote auf 72 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent). Die Umsatzerlöse außerhalb Europas gaben aufgrund des Umsatzrückganges in den USA als Folge der Vertriebsneuausrichtung um rund 24 Prozent auf 92 Mio. € (Vorjahr: 121 Mio. €) nach. Dadurch nahm der außereuropäische Umsatzanteil leicht auf 5 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) ab.

Umsatzerlöse nach Bereichen

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in Mio. € 2009 2008
Neugeschäft 811 1.271
Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten 305 331
After Sales 578 605
Geschäftsbereich "Intralogistik" 1.694 2.207
Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" 378 369
Überleitung -395 -431
Jungheinrich-Konzern 1.677 2.145

Der Umsatzrückgang betraf alle Geschäftsfelder. Entsprechend der Marktentwicklung war das Neugeschäft mit minus 36 Prozent am stärksten betroffen. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft folgte mit lediglich minus 8 Prozent, gestützt vom Geschäft mit Gebrauchtgeräten, das eine leichte Steigerung aufwies. Der Kundendienstumsatz (After Sales), der weniger konjunkturzyklisch reagiert und vom stetig steigenden Marktbesatz an Jungheinrich-Fahrzeugen - insbesondere in Europa - profitiert, zeigte mit minus 4 Prozent eine relativ stabile Entwicklung. Der Anteil des After Sales am Gesamtumsatz erhöhte sich als Folge des schwachen Neugeschäftes auf 34 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent).

Kostenstruktur laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in Mio. € 2009 2008
Umsatzkosten 1.291 1.552
Vertriebskosten 376 399
Forschungs- und Entwicklungskosten 49 42
Allgemeine Verwaltungskosten 28 28

Die Umsatzkosten verminderten sich stark unterproportional zum Konzernumsatz um 17 Prozent auf 1.291 Mio. € (Vorjahr: 1.552 Mio. €). Maßgeblich hierfür war die stark gesunkene Auslastung der Werke in Folge der stark rückläufigen Auftragseingänge, die nur bedingt durch Kurzarbeit abgefedert werden konnte. Außerdem ergaben sich hohe Einmalaufwendungen aus den umfangreichen, mit einem Personalabbau verbundenen Anpassungsmaßnahmen in den Werken. Zu leichten Einsparungen kam es durch niedrigere Materialpreise, insbesondere für Stahl- und Kunststoffprodukte. Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz stieg auf 77 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent). Die Vertriebskosten verminderten sich ebenfalls stark unterproportional nur um 6 Prozent auf 376 Mio. € (Vorjahr: 399 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 22 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent). Auch hier wirkten sich die kostenbelastenden Maßnahmen aus. Positiv schlug der Entfall der Kosten für die nur alle drei Jahre stattfindende Branchenmesse CeMAT zu Buche.

Jungheinrich investierte zukunftsgerichtet - losgelöst von der Wirtschaftskrise - weiterhin stark in die Entwicklung seiner Produkte. Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, dass die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern mit rund 39 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres lagen. Hierin sind erstmals die Entwicklungszentren an den Standorten Landsberg und Houston enthalten. Durch Prozessoptimierungen konnten im F&E-Bereich Kosteneinsparungen realisiert werden.

Forschungs- und Entwicklungskosten

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in Mio. € 2009 2008
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt 38,7 39,0
davon aktivierte Entwicklungskosten 6,5 5,5
Aktivierungsquote 16,8% 14,1%
Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten 16,5 8,6
Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung 48,7 42,1

Aufgrund von Neuentwicklungen stieg die Aktivierungsquote leicht auf 16,8 Prozent (Vorjahr: 14,1 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung erhöhten sich um rund 7 Mio. € auf rund 49 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €). Hierin waren aufgrund gesunkener Werthaltigkeit als Folge des massiven Absatzrückganges Wertminderungen in Höhe von über 8 Mio. € auf aktivierte Entwicklungskosten für drei Fahrzeugbaureihen enthalten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten blieben mit 28 Mio. € konstant gegenüber dem Vorjahr. Den Mehrbelastungen aus der Zuführung von Rückstellungen für Personal und Rechtsstreitigkeiten standen dabei ergebnisentlastend im Wesentlichen die konjunkturbedingt rückläufige Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen und weitere kostenreduzierende Maßnahmen, insbesondere der Abbau von Arbeitszeitkonten und Urlauben, gegenüber.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Der massive Markteinbruch und der daraus resultierende Geschäftsrückgang hinterließen im Berichtszeitraum tiefe Spuren in der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns.

Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns

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in Mio. € 2009 2008
Bruttoergebnis vom Umsatz 385,9 592,6
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) -71,7 121,8
Finanzergebnis -2,8 -0,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) -74,5 121,5
Ertragsteuern -19,3 44,7
Ergebnis nach Steuern -55,2 76,7

Der Jungheinrich-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2009 mit einem hohen Fehlbetrag ab. Vor allem die geringe Kapazitätsauslastung in den Werken als Folge des massiven Nachfragerückganges im Neugeschäft führte zu einem erheblichen Ergebniseinbruch. Hinzu kam im 1. Halbjahr 2009 ein negativer Effekt aus den noch aus dem Vorjahr herrührenden hohen Materialpreisen. In der zweiten Jahreshälfte 2009 trat hier eine gewisse Entlastung aufgrund von Rohstoffpreissenkungen ein. Die Maßnahmen zur Ertragsverbesserung und Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage entfalteten zunehmend positive Wirkung. Ebenso erwies sich das deutlich weniger rückläufige Kundendienstgeschäft als stabilisierend für die Ertragsentwicklung. Dem Jungheinrich-Konzern gelang es durch seine verstärkten Anstrengungen, die operative Gewinnschwelle im Herbst 2009 wieder zu erreichen. Dennoch ergab sich insgesamt aufgrund von hohen Einmalbelastungen in Höhe von rund 80 Mio. € ein entsprechend hoher Verlust. Die Einmalaufwendungen beinhalteten im Wesentlichen das Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Kapazitätsanpassung, das mit einem starken Personalabbau - hineinreichend bis in das Jahr 2011 - und Kosten in Höhe von rund 36 Mio. € in den Werken Norderstedt und Moosburg verbunden war. Ein weiterer hoher Einmalaufwand war mit der Ablösung des bisherigen Händler-Vertriebsnetzes in Nordamerika verbunden. Darüber hinaus fielen Einmalaufwendungen, u. a. aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Beteiligungen sowie aus der Abwertung von Gebrauchtgerätebeständen, an.

Das Brutto-Ergebnis vom Umsatz fiel um 207 Mio. € bzw. 35 Prozent auf 386 Mio. € (Vorjahr: 593 Mio. €). Dieser Rückgang war zum überwiegenden Teil auf den Umsatzeinbruch im Neugeschäft um 460 Mio. € zurückzuführen.

Durch den innerhalb von acht Monaten erreichten Turnaround konnte operativ ein leicht positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8 Mio. € erwirtschaftet werden. Unter Einbeziehung der Einmalaufwendungen in Höhe von 80 Mio. € sank das EBIT allerdings auf minus 72 Mio. € (Vorjahr: plus 122 Mio. €). Die entsprechende EBIT-Umsatzrendite fiel auf minus 4,3 Prozent (Vorjahr: plus 5,7 Prozent). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation), in dem das operative liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, fiel im Berichtsjahr um 192 Mio. € auf 100 Mio. € (Vorjahr: 292 Mio. €). Bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen ergab sich ein EBITDA von 46 Mio. € (Vorjahr: 241 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf minus 75 Mio. € (Vorjahr: plus 122 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das negative Finanzergebnis als Folge der konservativen Anlagepolitik und aufgrund der ab dem Geschäftsjahr 2009 in dieser Position ausgewiesenen Währungskursdifferenzen aus Finanzvorgängen. Aus der negativen Ergebnisentwicklung ergab sich für den Jungheinrich-Konzern ein Ertragsteuerguthaben in Höhe von 19 Mio. € (Vorjahr: Ertragsteuerbelastung 45 Mio. €). Damit fiel das Ergebnis nach Steuern auf minus 55 Mio. € (Vorjahr: plus 77 Mio. €). Als Folge sank das rechnerische Ergebnis je Aktie bei einer Stückzahl von 34,0 Mio. Aktien auf minus 1,62 € (Vorjahr: plus 2,26 €).

Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt angesichts des ausgewiesenen Verlustes vor, an die Stammaktionäre keine Dividende (Vorjahr: 0,49 € je Stammaktie) und an die Vorzugsaktionäre die Mindestdividende in Höhe von 0,12 € (Vorjahr: 0,55 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.

Vermögens- und Finanzlage

Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.

Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2009 einerseits vom starken Geschäftsrückgang und der damit verbundenen negativen Ertragsentwicklung und andererseits von einem konsequenten Working-Capital-Management bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2009 nur geringfügig um 28 Mio. € auf 2.207 Mio. € (Vorjahr: 2.179 Mio. €).

Beim Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist zu beachten, dass die zwischen den Kunden und den Jungheinrich-Gesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften geschlossenen langfristigen Finanzdienstleistungsverträge entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart auf der Aktivseite entweder im Anlage- oder im Umlaufvermögen (als Leasinggeräte oder Forderungen aus Finanzdienstleistungen) ausgewiesen werden. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeitkongruent und wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Hieraus ergibt sich eine Bilanzverlängerung. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft herrühren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Weiterführende Informationen zum Finanzdienstleistungsgeschäft sind der noch folgenden ausführlichen Darstellung zum Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" und dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Vermögensstruktur des Jungheinrich-Konzerns

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 1.087 1.099
Anlagevermögen 657 713
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 333 329
Übrige langfristige Vermögenswerte 67 57
Wertpapiere 30 -
Kurzfristige Vermögenswerte 1.120 1.080
Vorräte 173 247
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 305 385
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 144 131
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 39 55
Liquide Mittel und Wertpapiere 459 262
Bilanzsumme 2.207 2.179

Das Anlagevermögen verminderte sich um 56 Mio. € auf 657 Mio. € (Vorjahr: 713 Mio. €). Von diesem Rückgang entfiel der überwiegende Teil auf einen konjunkturbedingten Abbau des Bestandes an Mietfahrzeugen auf rund 22 Tsd. Geräte (Vorjahr: 26 Tsd. Einheiten). Dem stand nur eine geringe Zunahme der Vermögenswerte aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft und den Investitionen in die Produktionswerke, insbesondere aus der Fertigstellung des neuen Werkes für Elektro-Niederhubwagen in Landsberg, gegenüber. Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen ungeachtet der rückläufigen Marktentwicklung aufgrund einer erhöhten Kundennachfrage nach Leasingfahrzeugen um insgesamt 17 Mio. € auf 477 Mio. € (Vorjahr: 460 Mio. €) zu. Die Vorräte wurden trotz einer starken Zunahme an aus der Mietflotte überstellten Gebrauchtgeräten um 74 Mio. € auf 173 Mio. € (Vorjahr: 247 Mio. €) abgebaut. Die Bestandswerte zum Bilanzstichtag enthalten dabei um 7 Mio. € gegenüber Vorjahr erhöhte Wertberichtigungen aufgrund mangelnder Gängigkeit. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich bedingt durch den Nachfragerückgang zum Jahresende um 80 Mio. € auf 305 Mio. € (Vorjahr: 385 Mio. €). Die Finanzmittel aus liquiden Mitteln und Wertpapieren erhöhten sich als Folge des freigesetzten Working Capital und durch das in Höhe von 100 Mio. € platzierte Schuldscheindarlehen um 227 Mio. € auf 489 Mio. € (Vorjahr: 262 Mio. €).

Kapitalstruktur des Jungheinrich-Konzerns

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 547 625
Langfristige Schulden 1.004 893
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 143 140
Finanzverbindlichkeiten 253 150
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 471 465
Übrige langfristige Schulden 137 138
Kurzfristige Schulden 656 661
Übrige kurzfristige Rückstellungen 140 108
Finanzverbindlichkeiten 117 135
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 197 178
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96 117
Übrige kurzfristige Schulden 106 123
Bilanzsumme 2.207 2.179

Die stark rückläufige Entwicklung des Eigenkapitals, das sich um 78 Mio. € auf 547 Mio. € verminderte (Vorjahr: 625 Mio. €), ergab sich vor allem aus dem negativen Ergebnis nach Steuern (minus 55 Mio. €). Hinzu kam die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von über 17 Mio. €. Die Eigenkapitalquote nahm aufgrund der nahezu unveränderten Bilanzsumme auf 25 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent) ab. Das Anlagevermögen - ohne Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen - war zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr zu 119 Prozent durch das Eigenkapital gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war jederzeit -auch vor dem Hintergrund der sich gegenüber dem Vorjahr verschärften internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise - in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen und seine Finanzierung über den im Berichtszeitraum benötigten Finanzbedarf hinaus sicherzustellen. Das Unternehmen wies ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, die durch entsprechende Kundenforderungen gedeckt waren, keine Nettoverschuldung auf. Dadurch war der Verschuldungsgrad von Jungheinrich - gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu EBITDA ((bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) - negativ (Vorjahr: < 0,1 Jahre). Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich im Rahmen planmäßiger Zuführungen um 3 Mio. € auf 143 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €). Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um 47 Mio. € auf 197 Mio. € (Vorjahr: 150 Mio. €). Dieser Aufbau ergab sich überwiegend aus dem mit den Kapazitätsanpassungsmaßnahmen verbundenen Personalabbau und aus der Ablösung des bisherigen Händlervertriebsnetzes in den USA. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen um 85 Mio. € auf 370 Mio. € (Vorjahr: 285 Mio. €) zu und beinhalten die Platzierung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. €. Unter Einbeziehung des Finanzmittelbestandes in Höhe von 489 Mio. € einschließlich der Wertpapiere ergab sich der Ausweis eines Netto-Guthabens in Höhe von 118 Mio. € (Vorjahr: Nettoverschuldung von 23 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen aufgrund des konjunkturbedingt stark reduzierten Einkaufsvolumens um 21 Mio. € auf 96 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €) zurück. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen nahmen entsprechend der leichten Ausweitung des Geschäftsvolumens um 25 Mio. € auf 668 Mio. € (Vorjahr: 643 Mio. €) zu.

Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2009 2008
Ergebnis nach Steuern -55 77
Abschreibungen und Wertminderungen 172 170
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen -73 -221
Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen 25 134
Veränderung aus Working Capital 133 -
Sonstige Veränderungen 5 -28
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 207 132
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -52 -75
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 71 -47
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1) 226 10

1) exklusive Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von minus 2 Mio. € (Vorjahr: minus 63 Mio. €)

Die positive Cashflow-Entwicklung wurde wesentlich vom starken Abbau des Working Capital (plus 133 Mio. €) getragen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtszeitraum um 75 Mio. € auf 207 Mio. € (Vorjahr: 132 Mio. €). Der Rückgang des Ergebnisses nach Steuern (minus 132 Mio. €) wurde durch das freigesetzte Working Capital vollständig ausgeglichen. Der gegenüber dem Vorjahr geringeren Mittelbindung aus der Veränderung der Miet- und Leasinggeräte sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen (plus 148 Mio. €) stand ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen (minus 109 Mio. €) gegenüber. Der aus Vergleichsgründen bereinigte Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit minus 52 Mio. € um 23 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (minus 75 Mio. €). Die Investitionen wurden mit Blick auf die Wirtschaftskrise besonders zurückhaltend getätigt. Aus dem Investitionsvolumen wurden die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb und Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt saldiert minus 2 Mio. € (Vorjahr: minus 63 Mio. €) herausgerechnet. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von plus 71 Mio. € (Vorjahr: minus 47 Mio. €) resultierte aus der Begebung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. €. Demgegenüber ergab sich wie im Vorjahr ein Mittelabfluss aus dem Abbau von Bankverbindlichkeiten und Finanzkrediten sowie aus der Dividendenausschüttung in Höhe von 17,6 Mio. € (Vorjahr: 18,6 Mio. €). Insgesamt betrug die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes plus 226 Mio. € (Vorjahr: plus 10 Mio. €). Unter Einbeziehung des Erwerbes bzw. Verkaufes von Wertpapieren lag die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes bei plus 224 Mio. € (Vorjahr: minus 53 Mio. €).

Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Aus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 erbrachten wirtschaftlichen Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen. Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns zeigt folgendes Bild:

Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns

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in Mio. € 2009 % 2008 %
Entstehung
Unternehmensleistung1) 1.721 100,0 2.201 100,0
Material- und Sachkosten 1.013 59,0 1.274 57,9
Abschreibungen und Wertminderungen 172 10,0 170 7,7
Nettowertschöpfung 536 31,2 757 34,4
Verwendung
Mitarbeiter 572 106,8 595 78,6
Öffentliche Hand -19 -3,6 45 5,9
Darlehensgeber 38 7,1 40 5,3
Aktionäre 18 3,3 19 2,5
Unternehmen -73 -13,6 58 7,7
Nettowertschöpfung 536 100,0 757 100,0

1) inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge

Die Nettowertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 536 Mio. € (Vorjahr: 757 Mio. €). Sie lag damit um 29 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Verwendungsrechnung zeigt, dass der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel, dies waren 572 Mio. € bzw. 107 Prozent (Vorjahr: 595 Mio. € bzw. 79 Prozent). Gegenüber der öffentlichen Hand wurden vom Unternehmen 19 Mio. € bzw. 4 Prozent (Vorjahr: Abfluss 45 Mio. € bzw. 6 Prozent) beansprucht. Die Darlehensgeber erhielten 38 Mio. € bzw. 7 Prozent (Vorjahr: 40 Mio. € bzw. 5 Prozent). Die Aktionäre partizipierten mit 18 Mio. € bzw. 3 Prozent (Vorjahr: 19 Mio. € bzw. 3 Prozent). Dem Unternehmen gingen im Berichtszeitraum 73 Mio. € bzw. 14 Prozent der Nettowertschöpfung verloren. Im Vorjahr standen noch 58 Mio. € bzw. 8 Prozent für die Innenfinanzierung des Geschäftes zur Verfügung.

Umsatz- und Kapitalrenditen

Die verschlechterte Ertrags- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns spiegelt sich in den negativen Umsatz- und Kapitalrenditen wider.

Wesentliche Renditekennzahlen des Jungheinrich-Konzerns

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in % 2009 2008
EBIT-Umsatzrendite (ROS) -4,3 5,7
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) -16,8 18,8
Eigenkapitalrendite -9,4 13,0
Gesamtkapitalrendite -3,3 5,7

EBIT-Umsatzrendite (ROS) = EBIT : Umsatzerlöse x 100

EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital1) x 100

Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches Eigenkapital x 100

Gesamtkapitalrendite = Ergebnis nach Steuern + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100

1) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten - Liquide Mittel und Wertpapiere

Sowohl aufgrund der rückläufigen operativen Ertragsentwicklung, insbesondere durch den Einbruch des Geschäftsvolumens im Neugeschäft, als auch durch die hohen Einmalbelastungen in Höhe von 80 Mio. € brachen die Renditekennzahlen des Berichtszeitraumes ein. Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) fiel auf minus 4,3 Prozent (Vorjahr: plus 5,7 Prozent). Die entsprechende Kapitalrendite auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (ROCE) sank auf minus 16,8 Prozent (Vorjahr: plus 18,8 Prozent) und verfehlte mit Abstand das langfristige Kapitalrenditeziel des Jungheinrich-Konzerns von plus 20 Prozent. Die Eigenkapitalrendite fiel auf minus 9,4 Prozent (Vorjahr: plus 13,0 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite, die um die Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt wird, lag bei minus 3,3 Prozent (Vorjahr: plus 5,7 Prozent).

Bereinigt um die Einmalaufwendungen in Höhe von 80 Mio. € würde die operative EBIT-Umsatzrendite (ROS) 0,5 Prozent betragen.

Investitionen

Im Berichtsjahr 2009 tätigte der Jungheinrich-Konzern Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - ohne aktivierte Entwicklungskosten - in Höhe von 46 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €). Das war ein sehr stark konjunkturgeprägter Rückgang des Investitionsvolumens um 28 Mio. €. Die Investitionsquote verminderte sich auf 2,7 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 3,4 Prozent). Wie im Vorjahr entfiel der wesentliche Teil des Investitionsvolumens auf die Produktionswerke im Inland. Die Errichtung des neuen Werkes am Standort Landsberg wurde mit der Ausrüstung an Maschinen und Anlagen abgeschlossen. Am 1. Juli 2009 erfolgte der Startschuss zur Produktionsaufnahme. Am Produktionsstandort in Norderstedt wurde mit dem Bau einer neuen Pulverbeschichtungsanlage begonnen und die Elektronikfertigung ausgebaut. Weiterhin investierte Jungheinrich schwerpunktmäßig in den Ausbau der eigenen Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland.

Forschung und Entwicklung

Der Jungheinrich-Konzern stellte im Geschäftsjahr 2009 erneut seine Leistungsfähigkeit unter Beweis und investierte zukunftsgerichtet in die Entwicklung seiner Produkte. Die Aufwendungen des Jungheinrich-Konzerns für Forschung und Entwicklung, einschließlich entwicklungsnaher Arbeitsvorbereitung und der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, auf die wie 2008 rund 3 Mio. € entfielen, erreichten mit 39 Mio. € das Niveau des Vorjahres. Das waren 6,5 Prozent (Vorjahr: 4,0 Prozent) des im Berichtsjahr stark gefallenen Umsatzes aus dem Neufahrzeuggeschäft. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im vergangenen Jahr konzernweit durchschnittlich 339 (Vorjahr: 340) Mitarbeiter tätig.

Der Schwerpunkt der Aufgaben lag im Berichtsjahr 2009 auf unterschiedlichen Projekten zur Effizienzsteigerung im Entwicklungsbereich. Diese führten zu Prozessverbesserungen und strukturellen Änderungen. 2009 wurden konzernweit 77 (Vorjahr: 84) Schutzrechte angemeldet und 80 (Vorjahr: 89) Patente erteilt. Damit konnten Innovationen in bedeutende Produktverbesserungen umgesetzt werden, die wesentlich zur Steigerung des Kundennutzens beitragen. In den Entwicklungsabteilungen standen im Berichtszeitraum folgende Arbeitsfelder im Blickfeld:

Grundlagenentwicklung

Im Berichtszeitraum blieb die Energieeffizienz von Antriebssystemen ein Schlüsselthema der zentralen Forschung. Für Energiesysteme auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien wurden Konzepte erarbeitet, die einen wirtschaftlichen Einsatz in der Zukunft in Aussicht stellen. Zudem konnte die Zuverlässigkeit dieser neuen Technologie gut beurteilt werden. Bei den Elektroantrieben stand weiterhin ein niedriger Energieverbrauch bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit im Vordergrund. Für verbrennungsmotorische Stapler wurden diverse Hybridantriebskonzepte untersucht, wirtschaftlich bewertet und das Einsparpotenzial beim Treibstoffverbrauch nachgewiesen. Auf diese Weise unterstrich Jungheinrich seine Kompetenz im Bereich effizienter Antriebssysteme.

Die Weiterentwicklung von Logistiksystemen bietet Jungheinrich eine gute Möglichkeit, das Produktprogramm auszubauen. Durch die intelligente Verknüpfung von Flurförderzeugen, Ladungsträgern und Lagerverwaltungssystemen sind erhebliche Effizienzsteigerungen in der Lagerlogistik realisierbar.

Das Augenmerk lag im Jahr 2009 auf der Erforschung von Assistenzsystemen, die den Staplerfahrer unterstützen und damit die Produktivität und die Zuverlässigkeit in den Logistikprozessen steigern.

Die hohe Effizienz des Jungheinrich Produkt-Entstehungsprozesses wurde in Benchmarking-Untersuchungen mit anderen Herstellern bestätigt. Einige strukturelle und prozessorientierte Maßnahmen wurden eingeführt, um Synergieeffekte zu erzielen. Beispiele hierfür: Fast alle Dauertests für Fahrzeuge werden nun zentral durchgeführt; durch Umstrukturierung wurde linienübergreifend eine neue Grundlagenentwicklung für Komponenten aufgebaut.

Produktentwicklung

Das Unternehmen trieb 2009 die kontinuierliche Erneuerung und Ergänzung des breit gefassten Produktprogrammes voran. Dazu gehörten Produkte, die der Erschließung neuer Segmente und Märkte dienen. Bei der Entwicklung eines Staplers bildet die Prüfung der Umweltverträglichkeit einen integralen Bestandteil des Entwicklungsprozesses.

Ein besonderes Highlight im Berichtszeitraum war die Markteinführung eines neuen verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplers für Traglasten bis zu 2 Tonnen. Es wurde die bereits bei Fahrzeugen mit höheren Traglasten erfolgreich eingesetzte Hydrostatic-Drive-Technologie mit den bekannten Vorteilen bei Umschlagleistung und Servicefreundlichkeit verwendet. Ein weiteres überzeugendes Merkmal dieser Gerätereihe sind die geringen Emissionswerte durch Rußpartikelfilter: Die gesetzlich vorgeschriebenen Werte werden deutlich unterschritten. Außerdem zeichnet dieses Modell der hohe Ergonomiestandard aus. Dadurch kann die Leistungsfähigkeit des Gerätes vom Fahrer über eine lange Zeit ermüdungsfrei genutzt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Aufbau von Entwicklungskapazitäten in Übersee, namentlich Shanghai (China) und Houston, Texas (USA). Es ist das Ziel, dort marktspezifische Produkte zu entwickeln. Die Aktivitäten brachten bereits einen Elektro-Gegengewichtsstapler hervor, der auf dem Vorgängermodell des derzeit in Europa angebotenen Staplers basiert und im Werk Qingpu (China) gefertigt wird. Dabei wird ein stetig zunehmender Teil der Komponenten von regionalen Lieferanten bezogen.

Bei dem 2009 auf den Markt gebrachten Doppelstockhubwagen EJD konnte die Herstellungskostensituation durch einen hohen Anteil verwendeter Gleichteile deutlich verbessert werden. Der Hubwagen wurde mit dem Fahrwerk "ProTracLink" ausgerüstet, das für optimale Traktionseigenschaften und damit für hohen Kundennutzen sorgt.

Mitarbeiter

Der Jungheinrich-Konzern hat seinen Personalbestand im Geschäftsjahr 2009 als Folge des massiven Nachfrageeinbruchs bei Flurförderzeugen deutlich abgebaut. Dabei erfolgte die Anpassung der auftragsbezogenen Fertigung an die geringere Nachfrage zunächst kurzfristig über Maßnahmen, die die Belegschaft in ihrem Kernbestand nicht berührte. Hierzu wurden Leiharbeitnehmer und Arbeitszeitkonten abgebaut sowie Zeitarbeitsverträge nicht verlängert. Zudem wurden frei werdende Arbeitsplätze nicht neu besetzt und in den inländischen Werken wurde seit dem 1. März 2009 Kurzarbeit eingeführt. Im 2. Halbjahr 2009 wurde beschlossen, die bisherigen Anpassungsmaßnahmen gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erheblich zu verstärken. Damit war ein zusätzlicher Personalabbau von rund 150 Mitarbeitern im Vertrieb und 500 Mitarbeitern in den Werken verbunden. Mit den Arbeitnehmervertretern wurden entsprechende Vereinbarungen über die einschneidenden Strukturanpassungs- und Einsparungsmaßnahmen geschlossen. Die sich aus diesen Vereinbarungen ergebenden Einmalaufwendungen (vorwiegend für Abfindungen) wurden im vollen Umfang im Jahresabschluss 2009 berücksichtigt. Die Realisierung der Maßnahmen in den Werken wird sich bis in das Frühjahr 2011 erstrecken und dadurch erst zeitversetzt im Personalbestand sichtbar werden.

Mitarbeiter nach Einsatzbereichen

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31.12.2009 31.12.2008
Vertrieb 7.479 7.903
Fertigung 2.388 2.389
Servicecenter/Verwaltung 399 492
Gesamt 10.266 10.784

Die Stammbelegschaft verringerte sich im Berichtsjahr 2009 um 518 Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Personalbestand 10.266 (Vorjahr: 10.784) Mitarbeiter. Hiervon waren vor allem die Vertriebsgesellschaften im Ausland und die Verwaltung im Inland betroffen. Der in den Werken Norderstedt (inkl. Lüneburg) und Moosburg realisierte Arbeitsplatzabbau bei der Stammbelegschaft wurde teilweise durch den Aufbau des Werkes in Landsberg und den Ausbau des Werkes in Qingpu (China) kompensiert. Im Personalbestand waren 292 (Vorjahr: 290) Auszubildende enthalten. Dieses Niveau zeigt, dass Jungheinrich der Ausbildung Jugendlicher unverändert eine hohe Bedeutung einräumt und auch trotz schwierigster Rahmenbedingungen dazu steht. Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Leiharbeitnehmer nahm im Berichtszeitraum um 312 Beschäftigte - davon zu zwei Drittel in der Technik - ab. Damit wies der Jungheinrich-Konzern im Berichtszeitraum einen konjunkturbedingten Abbau von insgesamt mehr als 800 Arbeitsplätzen (Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmer) auf. Von der Stammbelegschaft waren wie im Vorjahr 73 Prozent im Vertrieb und 23 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) in der Fertigung tätig. Innerhalb des Vertriebs waren über 3.400 Kundendiensttechniker (Vorjahr: über 3.500 Mitarbeiter) im Einsatz. Der Anteil der in der Kundendienstorganisation beschäftigten Mitarbeiter betrug 46 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) der Belegschaft.

Mitarbeiter nach Regionen

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in % 31.12.2009 31.12.2008
Deutschland 46,7 45,9
Frankreich 9,1 9,0
Italien 7,7 7,5
Großbritannien 7,4 7,5
Spanien 3,4 3,7
Übriges Europa 21,2 22,1
Übersee 4,5 4,3
Gesamt 100,0 100,0

Zum 31.12.2009 waren 5.473 (Vorjahr: 5.834) Mitarbeiter im Ausland und 4.793 (Vorjahr: 4.950) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Damit entfielen rund 47 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent) der Arbeitsplätze auf Deutschland. Im europäischen Ausland hatte unverändert Frankreich mit 9 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Italien und Großbritannien mit rund 8 bzw. 7 Prozent. Der Anteil der in Übersee beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich als Folge des mit der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes verbundenen Personalabbaus nur leicht und blieb bei über 4 Prozent. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hatte die Jungheinrich AG die im Jahr 2008 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat noch eine Laufzeit bis zum 30. April 2010.

Einkauf und Logistik

Um dem 2009 aus der dramatischen Entwicklung der Auftragsschwäche im Neugeschäft für Jungheinrich zu erwartenden Ergebniseinbruch zu begegnen, wurden seitens des Einkaufs und der Logistik durchgängig über den Jungheinrich-Konzern alle bestehenden Verträge und Rahmenvereinbarungen mit den Lieferanten und Dienstleistern zeitnah überprüft und neu verhandelt. Diese konzertierte Aktion, flächendeckend über alle Einkaufsfelder hinweg die Konditionen für das Geschäftsjahr 2009 zu senken, wurde durch die sich in den letzten Monaten des Jahres 2008 im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise rückläufigen Preise bei Rohstoffen und Transportkosten unterstützt. Der Umfang der realisierten Ergebnisbeiträge wird sich aufgrund von neugestalteten Vertragsabschlüssen entsprechend positiv auf das Jahr 2010 auswirken.

Die im Jahr 2009 anhaltend schwache Nachfrage nach Flurförderzeugen und die starken Investitionskürzungen einschließlich der Fahrzeuge für die Mietflotte sowie die gravierenden Einschnitte bei den Sachkosten führten zu einem starken Rückgang des Einkaufsvolumens um 36 Prozent auf 910 Mio. € (Vorjahr: 1.420 Mio. €). Das Volumen des Produktionsmaterials sank kongruent zur Marktentwicklung um 45 Prozent auf rund 320 Mio. € und entsprach damit 35 Prozent des gesamten Einkaufsvolumens. Der Anteil des Einkaufsvolumens der Handelswaren lag mit 250 Mio. € bei 28 Prozent. Das indirekte Material und alle übrigen Dienstleistungen sowie die Logistikleistungen machten mit rund 340 Mio. € noch 37 Prozent des konzernweiten Einkaufsvolumens aus.

Ein konzernübergreifendes Projekt zur Optimierung und weiteren Effizienzsteigerung der im Einkauf zur Verfügung stehenden Ressourcen prägte das Jahr 2009. Um auch die Einkaufsorganisation, verbunden mit ihren anhängigen Prozessen, zukunftsorientiert auszurichten, wurden die Warengruppen neu strukturiert sowie mit eindeutigen Strategien unterlegt. Die Umsetzung dieser Initiativen wird einen Schwerpunkt des Jahres 2010 bilden.

Im Bereich der Distributionslogistik konnte Jungheinrich die Belieferung seiner Kunden weiter konzeptionell verbessern. Dabei spielte die Ausweitung der Direktbelieferung in Europa ebenso eine Rolle wie der intensive Einsatz moderner IT zur Disposition, Planung und Avisierung von Aus- bzw. Anlieferungen. Ergänzend dazu wurde die Lieferkette auch im Segment der Beschaffung für die Werkstandorte optimiert.

Qualitätsmanagement

Als etabliertes Instrument zur Beobachtung der Produktqualität im Feld wurde das System SAP-BW (Business Warehouse) im Berichtsjahr 2009 konsequent eingesetzt. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gelang es, durch zeitnahe Reaktion auf erkannte Verbesserungspotenziale, die Qualitätskostensituation im Konzern weiter zu verbessern.

Als wichtiger Baustein für die Zukunft wurde im SAP-BW zudem eine einheitliche Vorgehensweise zur Verfolgung der Zuverlässigkeit neuer Fahrzeugbaureihen abgebildet. Die Hinterlegung definierter Schlüsselkomponenten im System ermöglicht es, unmittelbar deren Ausfallverhalten abzubilden und im Dialog mit Lieferanten notwendige Maßnahmen zur Verbesserung einzuleiten, wenn vereinbarte Grenzwerte nicht eingehalten werden.

Mit dem Produktionsstart im neuen Werk Landsberg traten zeitgleich die im Vorwege geplanten Qualitätsprozesse und -standards in Kraft. Damit einhergehend wurden die neue Produktionsstätte und die dort gefertigten Fahrzeuge in die Reporting-Struktur und Qualitätsabstimmung im Konzern eingebunden.

Umweltmanagement

Jungheinrich ist als international agierendes Unternehmen darauf bedacht, für seine Kunden und sich selbst wirtschaftlichen Erfolg bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt zu erreichen. Frühzeitig hat sich das Unternehmen mit Themen wie Energieeffizienz und Umweltschutz intensiv beschäftigt. Ökologisches Denken und Handeln ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie und zieht sich durch alle Produktions- und Dienstleistungsbereiche. Schon bei der Entwicklung eines Staplers ist die Prüfung der Umweltverträglichkeit integraler Bestandteil des Prozesses. Hier werden die Weichen für eine spätere Wiederverwertung einzelner Fahrzeugkomponenten gestellt. Bei der Fertigung und im Service liegen die ökologischen Anforderungen teilweise sogar über den strengen gesetzlichen Bestimmungen. Rohstoffe und Energie werden sparsam verwendet und anfallende Wertstoffe in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Durch die fortwährende Überprüfung und konsequente Umsetzung von Verbesserungspotenzialen konnte der Ausstoß von Emissionen in verschiedenen Bereichen der Produktion und der Energieverbrauch der Stapler weiter gesenkt werden. Damit leistet Jungheinrich einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Der ganzheitliche Ansatz von Jungheinrich berücksichtigt den kompletten Lebenszyklus eines Fahrzeuges. Neben Entwicklung, Produktion, Nutzung und Service zählt hierzu auch die Wiederverwertung. Jungheinrich arbeitet kontinuierlich an einer Verbesserung der Umweltverträglichkeit der Produkte, Herstellungsverfahren und Dienstleistungen. Bereits heute werden Produkte angeboten, die über die strengen Forderungen des Gesetzgebers in Bezug auf ökologische Verträglichkeit, Sicherheit und Qualität hinausgehen. Die Produkte werden so entwickelt, dass Ressourcen in Produktion, Anwendung und Außerbetriebnahme ökonomisch und ökologisch besonders nachhaltig verwendet werden. Weiterführende Informationen sind im umfassenden Jungheinrich-Umweltreport im Internet unter www.jungheinrich.de veröffentlicht.

2009 wurde im Werk Norderstedt das ehemals vorhandene Heizwerk abgebaut und durch saubere und benutzerfreundliche Fernwärme ersetzt. Durch diese Umstellung wurde eine umweltschonende Versorgung des Werkes mit Heizkraft und mit einer Warmwasserbereitstellung für die Produktion erreicht. Die im Kraftwerk der Stadt Norderstedt erzeugte Fernwärme trägt deutlich zur Senkung der Emissionen, insbesondere von CO2, bei. Der Schadstoffausstoß im Werk Norderstedt konnte dank dieser Energieversorgung reduziert werden.

Datenschutz

Jungheinrich stellt unverändert auf Basis der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen den Schutz von persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern sicher. Gemäß den Konzernvorgaben sind alle Führungskräfte und Mitarbeiter weltweit verpflichtet, mit persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern verantwortungsvoll umzugehen. Dieser Standard geht damit über das geltende EU-Recht in einzelnen Punkten hinaus.

Im Berichtsjahr 2009 wurden im Jungheinrich-Konzern für den deutschsprachigen Raum die Vorgaben des novellierten Bundesdatenschutzrechtes hinsichtlich der Verarbeitung von Mitarbeiterdaten, der werblichen Nutzung von Daten und der Auftragsdatenverarbeitung in den betroffenen Bereichen umgesetzt. So wurden alle Führungskräfte auf die Einhaltung dieser veränderten Rechtslage hingewiesen und die Rechte zur Speicherung und Nutzung von persönlichen Daten im Jungheinrich-Konzern weiter verschärft. Dies gilt insbesondere für die Auftragsdatenverarbeitung. Zudem wurden alle externen Lieferanten ausdrücklich auf die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen hingewiesen.

In Zusammenarbeit mit der Konzernrevision wurden - wie in den Vorjahren - diverse Datenschutz-Audits in einzelnen Unternehmensbereichen im In- und Ausland durchgeführt. Dabei wurden keine nennenswerten Verstöße gegen die aktuell gültigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Konzerns festgestellt.

Aufgrund der veränderten datenschutzrechtlichen Gesetzgebung wurde die Anzahl der Datenschutz-Koordinatoren bei Jungheinrich in allen Vorstandsbereichen erhöht. Diese Datenschutz-Koordinatoren wurden umfassend informiert und geschult, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Veränderungen im Datenschutz bei sämtlichen Führungskräften und Mitarbeitern im Jungheinrich-Konzern nachhaltig Beachtung finden und damit ein gesetzeskonformes Verhalten gewährleistet wird.

Compliance

Aufgabe des im Jungheinrich-Konzern im Jahre 2008 implementierten Compliance-Systems ist es, mögliche Verstöße gegen Richtlinien und Gesetze im Konzern einschließlich der Tochtergesellschaften aufzuzeigen. Dazu wurden im Berichtsjahr alle Führungskräfte entweder im Rahmen von Veranstaltungen oder in schriftlicher Form mit dem Compliance-System weiter vertraut gemacht. Zudem wurden alle Führungskräfte ausdrücklich dazu aufgefordert, die internen und externen Vorgaben zu beachten und diese bei allen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Über das eigene, im Vorjahr ebenfalls implementierte interne Hinweisgeber-System wurde der Chief Compliance Officer auf verschiedene Weise über mögliche Missstände im Unternehmen informiert. Diese wurden im Rahmen von internen Untersuchungen analysiert. Gegebenenfalls wurden Veränderungen in den Abläufen und Prozessen vorgenommen. Es sind keine nennenswerten Schäden für den Jungheinrich-Konzern entstanden.

Zudem wurden im Rahmen von regelmäßigen Untersuchungen durch die Konzernrevision mögliche Risikofelder und Schadensgebiete in allen Vorstandsbereichen weltweit geprüft. Auch hier traten keine wesentlichen Gefahren für den Konzern auf, die eine unmittelbare Auswirkung auf das Unternehmen hätten haben können.

Der Chief Compliance Officer berichtete regelmäßig über mögliche Compliance-Vorfälle an den Vorstand sowie an den Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates. Ergänzend wurde außerdem zweimal schriftlich Bericht erstattet.

Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen"

Jungheinrich weist im Geschäftsjahr 2009 erstmalig eine Segmentberichterstattung nach IFRS 8 aus, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur folgt. Neben dem berichtspflichtigen Segment "Intralogistik" umfasst die Darstellung das Segment "Finanzdienstleistungen". Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. In den für Jungheinrich wesentlichen Märkten sind konzerneigene Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Im Rahmen des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser Geschäftsbereich die operativen Geschäftseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dieses Segment umfasst die Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.

Geschäftsstruktur des Segmentes "Finanzdienstleistungen"

Die europaweiten Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns laufen im Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" zusammen und werden zentral über die in Deutschland ansässigen Gesellschaften Jungheinrich Financial Services GmbH und Jungheinrich Finance AG & Co. KG gesteuert. In den wesentlichen für Jungheinrich relevanten Märkten ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Dies gilt neben Deutschland für Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien; es ist ein kontinuierlicher Ausbau von eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften in weiteren Kernmärkten vorgesehen.

Jungheinrich-Geschäftsmodell

Das Jungheinrich-Geschäftsmodell hat die Betreuung des Kunden aus einer Hand über den Lebenszyklus eines Fahrzeuges zum Ziel. Dabei ist der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" mit seinen Angeboten für Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung Dienstleister für den Jungheinrich-Vertrieb zur Förderung des Absatzes von Jungheinrich-Staplern. Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist eine enge Kundenbindung gegeben. Dies ermöglicht es, flexible und für den Kunden individuelle Lösungen anzubieten. Dabei sind mit den Finanzdienstleistungsverträgen Full-Service- bzw. Wartungsverträge verbunden. Jungheinrich kann durch seine europaweite Direktvertriebsstruktur mit eigener Service-Organisation die Kundenerwartungen nach einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen und unter Einbeziehung individueller, flexibler und wettbewerbsfähiger Finanzdienstleistungen marktgerecht erfüllen.

Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird innerhalb des Jungheinrich-Konzerns als "interne" Leasinggesellschaft im Sinne eines "Cost Centers" geführt. Er hat somit keinen eigenständigen Gewinnanspruch und wird nicht als Profit-Center tätig. Sämtliche Erträge und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Kundenbonitäts- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den mit den Finanzdienstleistungsverträgen verbundenen Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die aus Restwertgarantien bzw. aus der Vermarktung der von Kunden zurückgenommenen Fahrzeuge (sogenannte Fahrzeug-Rückläufer) resultieren.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2009 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 336 Mio. € (Vorjahr: 420 Mio. €). Damit wurde von Jungheinrich im Berichtsjahr in Europa mehr als jedes dritte Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Rental, Leasing, etc.) abgesetzt. Vom Zugangsvolumen entfielen über 70 Prozent auf die Länder mit Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum Jahresende 2009 wuchs der europaweite Vertragsbestand um 2 Prozent auf rund 95 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: rund 93 Tsd. Einheiten), der einem Neuwert von 1.499 Mio. € (Vorjahr: 1.451 Mio. €) entsprach.

Wesentliche Geschäftsdaten des Finanzdienstleistungsgeschäftes

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in Mio. € 2009 2008 2007 2006 2005
Vertragszugang zum Neuwert 336 420 367 290 292
Vertragsbestand zum Neuwert 1.499 1.451 1.332 1.175 1.114

Bilanzierung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

Die Bilanzierung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" umfasst sowohl die rechtlich eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften als auch die separat abgebildeten Buchungskreise für das Finanzdienstleistungsgeschäft in den Ländern ohne rechtlich eigenständige Finanzdienstleistungsgesellschaft.

Der kontinuierliche Ausbau des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" spiegelt sich in der Bilanz wider. Die Erhöhung der im Anlagevermögen aktivierten Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen "Operating Lease" sowie die starke Zunahme der Forderungen aus Finanzdienstleistungen "Finance Lease" sind vor allem auf den Anstieg von Kundenverträgen mit den Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften zurückzuführen. Deshalb sind Kundenverträge unter Zwischenschaltung fremder Leasinggesellschaften rückläufig.

Vermögensstruktur des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 591 571
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen 254 239
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 333 329
Übrige langfristige Vermögenswerte 4 3
Kurzfristige Vermögenswerte 266 258
Vorräte 17 23
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48 45
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 144 131
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 48 45
Liquide Mittel und Wertpapiere 9 14
Bilanzsumme 857 829

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen resultiert aus der laufzeit- und zinskongruenten Refinanzierung der deutlich angestiegenen "Operating und Finance Lease"-Kundenverträge.

Kapitalstruktur des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 17 16
Langfristige Schulden 526 525
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 471 465
Übrige langfristige Schulden 55 60
Kurzfristige Schulden 313 288
Übrige kurzfristige Rückstellungen 1 1
Finanzverbindlichkeiten 3 2
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 197 178
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61 72
Übrige kurzfristige Schulden 51 35
Bilanzsumme 857 829

Ertragslage

Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird als Dienstleister zur Unterstützung des Jungheinrich-Vertriebes ohne eigenständigen Gewinnanspruch als "Cost Center" gesteuert. Diese geschäftspolitische Zielsetzung spiegelt sich im nur leicht positiven Ergebnis vor Steuern (EBT) wider.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"

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in Mio. € 2009 2008
Umsatzerlöse 378 369
Umsatzkosten 381 371
Bruttoergebnis vom Umsatz -3 -2
Vertriebskosten 5 5
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) -8 -7
Finanzergebnis 9 8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1 1

Finanzkenndaten

Das Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" hat mit seinen Vermögenswerten und den entsprechend zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns.

Um bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten des Konzerns die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern, orientiert sich die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes bei bonitäts- bzw. ratingbestimmten Kenndaten. Insbesondere bei den Kenndaten zur Kapitalstruktur, den Netto-Finanzverbindlichkeiten und dem Finanzergebnis werden aus den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen" herausgerechnet. Damit beziehen sich diese Kenndaten auf das Geschäftssegment "Intralogistik".

Finanzkenndaten des Jungheinrich-Konzerns

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Jungheinrich-Konzern inkl. Finanzdienstleistungen Jungheinrich-Konzern Segment "Intralogistik"
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Mio. € 547 625 602 676
Bilanzsumme Mio. € 2.207 2.179 1.536 1.524
Eigenkapitalquote % 25 29 39 44
Finanzverbindlichkeiten Mio. € 370 285 367 283
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen Mio. € 668 643 - -
Sonstige Verbindlichkeiten/Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Mio. € - - 24 36
Mio. € 1.038 928 391 319
Liquide Mittel und Wertpapiere Mio. € 489 262 479 248
Netto-Finanzverbindlichkeiten Mio. € 549 666 -88 71
Finanzergebnis Mio. € -3 - -12 -8

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Konzernrechnungslegungsprozess bezieht.

Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:

Der Jungheinrich-Konzern zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus.
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem.
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet.
Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (u. a. SAP-Systeme).
Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagementsystem unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Anpassung.
Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch, das alljährlich aktualisiert und den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen zur Verfügung gestellt wird, sichert die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie Berichterstattung von Geschäftsvorgängen.
Die Mitarbeiter der am Rechungslegungsprozess beteiligten Abteilungen im Jungheinrich-Konzern und seinen in- und ausländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen.
Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft.
Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrich-spezifischen Systems berücksichtigt.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Diese werden durch die interne Revision überprüft.
Der Aufsichtsrat befasst sich u. a mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte.

Risikobericht

Durch die wachsenden internationalen Geschäftstätigkeiten des Jungheinrich-Konzerns sind die frühzeitige Erkennung von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrichspezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt.

Risikomanagement

Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:

der Konzernrichtlinie Risikomanagement
dem Konzernrisikoausschuss
den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften
den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen
der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern

Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens eine Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur auf der Grundlage der geplanten Ergebnisse. Danach erfolgen die Bewertungen der Inventuren auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden außerhalb der Risikoinventuren Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren.

Um die Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben könnten, zu erfassen und laufend bewerten zu können, hat der Konzern ein separates, stringentes Risikomanagement-System implementiert. Durch eine europaweite Leasing-Vertragsdatenbank auf Basis von SAP ERP steht eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System zur Verfügung.

Risikofelder

Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2009 durch den Risikoausschuss bestehen weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt. Sie beinhalten auch die Risiken, die insbesondere durch die Finanzkrise an Bedeutung gewonnen haben. Hierzu zählen das Risiko aus der Unternehmensfinanzierung, das Liquiditätsrisiko, das Restwertrisiko, das Forderungsausfallrisiko, das Währungsrisiko und das Lieferantenrisiko.

Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken

Im Gegensatz zum vielfältigen Dienstleistungsgeschäft von Jungheinrich hängen die Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen stark von der konjunkturzyklischen Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Konjunkturentwicklung laufend beobachtet und bewertet, um Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapazitäten werden laufend an die zu erwartenden Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das Risiko wesentlich. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.

Im Berichtszeitraum beschleunigte sich der globale Wirtschaftsabschwung aus dem Vorjahr und sorgte im 1. Halbjahr 2009 für einen kräftigen Markteinbruch in der Flurförderzeugbranche. Trotz leichter Erholungstendenzen in der zweiten Jahreshälfte sank das Marktvolumen weltweit um 37 Prozent und in Europa um rund 46 Prozent, davon in den Ländern Osteuropas sogar um 71 Prozent. Für das laufende Jahr wird mit einer leichten Erholung der Märkte für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik gerechnet. Basierend auf entsprechenden Risikoszenarien hatte sich Jungheinrich Ende 2008 rechtzeitig auf die sich verschlechternden Rahmenbedingungen eingestellt und Maßnahmen eingeleitet, um den drohenden Folgen zu begegnen. Die technischen Kapazitäten in den Werken sind dagegen bisher nicht angepasst worden, sodass auch 2010 eine niedrige Auslastung der Werke die Ertragsentwicklung belasten wird. Es ergibt sich aber auch für das Unternehmen die Chance, bei einem Wiederanspringen der Branchenkonjunktur die Produktion schnell und flexibel hochfahren zu können. Der außergewöhnlich starke Konjunkturabschwung hat sich auch - allerdings weniger stark - auf das Mietgeschäft ausgewirkt, während das Gebrauchtgerätegeschäft sogar noch einen leichten Umsatzzuwachs verzeichnete. Die Mietflotte wurde 2009 entsprechend angepasst, sodass bereits zum Ende des Jahres wieder eine zufriedenstellende Auslastung erzielt werden konnte. Gerade in rezessiven Phasen ist der hohe Anteil an Serviceleistungen aus einer Hand mit einem relativ stabilen Umsatzanteil eine besondere Stärke des Jungheinrich-Geschäftsmodells.

Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise bestehen langfristig positive Rahmenbedingungen für ein anhaltendes Wachstum in der Intralogistik durch die zunehmende Arbeitsteilung im Rahmen der Globalisierung. Immer mehr Länder benötigen in wachsendem Maße moderne Flurförderzeugtechnik und Logistiksysteme. Durch sein innovatives Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis sowie die Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister ist Jungheinrich gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können.

Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter fort. Dies wird den Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Auch hier sieht sich Jungheinrich dank seines Geschäftsmodells gut positioniert, um im harten Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Operative Geschäftsrisiken

Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit - nicht nur bei dem derzeit schwachen Marktumfeld - ein laufendes Risiko dar. Der Jungheinrich-Konzern begegnet ihm vor allem dadurch, dass das Unternehmen sein Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.

Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge leasen, wird sich im laufenden Jahr verstärken. Aufgrund der Finanzkrise wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für den Kunden. Den sich aus solchen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken wird durch ein speziell auf das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Die Risiken sind zusammenfassend unter "Finanzdienstleistungen" dargestellt.

Jungheinrich unterhielt 2009 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 23 Tsd. Fahrzeugen. Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise und der damit verbundenen negativen Entwicklung bestand auf den Finanzmärkten die erhöhte Gefahr, dass potenzielle Zulieferer aus dem bestehenden Lieferanten-/Dienstleisterportfolio des Einkaufs insolvent werden könnten. Um diesem Risiko zu begegnen, wurde sehr zeitnah ein durchgängig greifendes Konzept zum Risikomonitoring für alle Lieferanten eingeführt. Dieses zwischenzeitlich etablierte Risikomanagement im Einkauf basiert auf kontinuierlich erhobenen Performance-Messungen, Finanzauskünften sowie internen Einkaufsberichten. Dieses Monitoring mündet in gewichtete Klassifizierungen und Ausprägungen eventueller Risiken bei Lieferanten. Im Berichtszeitraum kam es zu einigen Insolvenzen von Zulieferern. Aufgrund frühzeitiger Signale aus der Risikomatrix konnte eine Absicherung der Produktionsversorgung durch die rechtzeitige Einbindung von Alternativlieferanten gewährleistet werden.

Für das Geschäftsjahr 2010 wird hinsichtlich der einkaufsseitigen Risiken die Sicherstellung der bedarfsgerechten, qualitativen und quantitativen Versorgung der Produktion im Vordergrund stehen. Daneben rechnet Jungheinrich 2010 mit moderaten Rohstoff- und Energiepreissteigerungen, sodass keine weitergehenden Risiken im Hinblick auf extreme Preisentwicklungen zu erwarten sind.

Informationstechnische Risiken

Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse laufend und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme fortwährend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen, Websites und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Im Rahmen der IT-Strategie wurden konzernweit weitere Bereiche und Gesellschaften in die Transparenz erhöhende standardisierte SAP-Systemvernetzung einbezogen.

Personalrisiken

Jungheinrich zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert. Eigenverantwortliches unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften bilden das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung von Jungheinrich. Hierzu dienen enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen, um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieur-Nachwuchs zu rekrutieren. Dem intensiven Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden z. B. Mitarbeiter mit besonderer Eignung und Führungskräfte im Rahmen des sogenannten "Talent Managements" erkannt, gefördert und gefordert. So lassen sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen.

Risiken aus Finanzdienstleistungen

Zu den wesentlichen Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben können, gehören das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen sowie das Restwertrisiko.

Refinanzierungsrisiko

Das Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.

Bonitätsrisiko

Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen konnte in den vergangenen Jahren auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden. Auch im letzten Jahr hatte sich das Bonitätsrisiko trotz der schwierigen Marktbedingungen nicht wesentlich erhöht. Hierzu haben insbesondere die umfassenden Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss beigetragen. Kreditversicherungen werden zur Abdeckung von Klumpenrisiken abgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt die Vermarktung vorzeitig zurückgeholter Fahrzeuge durch die operativen Vertriebseinheiten mit dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" zu festgelegten Rücknahmekonditionen. Durch eine professionelle Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und ergänzend über die Internet-Plattform "Supralift" verfügt Jungheinrich über ausgezeichnete Instrumente zur Wiedervermarktung.

Restwertrisiko

Durch eine interne Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt auf Basis einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Geschäftsbereich "Gebrauchtgeräte" innerhalb des Vertriebes. Mit Hilfe der Leasing-Vertragsdatenbank wird quartalsbezogen aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns und aus Sicht des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Hierzu erfolgt eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen auf Einzelvertragsebene. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Finanzrisiken

Wesentliche Risiken in diesem Bereich sind die Zins- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den Anforderungen, die das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) an das Risikomanagement eines Unternehmens stellt, hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

Die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von rund 300 Mio. € mit einer Restlaufzeit von zwei bis vier Jahren zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Des Weiteren wurde im Dezember 2009 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Kapitalmarkt platziert, um die langfristige Finanzierung des Konzerns weiter zu verstärken. Damit ist auch die Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Die Ergebniserwartungen für 2010 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den sehr hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit weiterhin eine konservative Anlagepolitik und investiert in Assetklassen mit ausschließlich einwandfreier Bonität.

Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten.

Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken genutzt. Zum 31. Dezember 2009 bestanden im Konzern Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 169 Mio. € (Vorjahr: 178 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte zum 31. Dezember 2009 bestanden in Höhe von 54,0 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zinssicherung der variablen Tranche über 53,5 Mio. € des vorgenannten Schuldscheindarlehens.

Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.

Rechtsrisiken

Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Geschäftstätigkeit der MIC S.A. konnten noch nicht sämtliche anhängige Rechtsstreitigkeiten beendet werden. Die Händlerabwicklung in den USA ist mit Ausnahme von zwei ausstehenden Einigungen abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten.

Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ausblick und Chancen

Für das Geschäftsjahr 2010 geht Jungheinrich in seiner Einschätzung für den Welthandel von einer leichten konjunkturellen Erholung aus, allerdings mit regional unterschiedlicher Dynamik. Ein kräftiger, sich selbst tragender weltweiter Aufschwung ist angesichts weiter bestehender Finanzrisiken und der beträchtlichen Schuldenlasten für viele Staatshaushalte sowie der geringen Investitionsneigung von Unternehmen noch nicht zu erkennen. Während sich bei den westlichen Industrienationen noch die Folgen der Finanzmarktkrise bremsend auswirken werden, die allenfalls zu einem moderaten Wirtschaftswachstum führen dürften, werden sich bei aufstrebenden Regionen wie Asien und Lateinamerika - vor allem geprägt durch Länder wie China und Brasilien - kräftigere Wachstumsimpulse zeigen. Dabei sollte sich die Erholung der chinesischen Wirtschaft - wesentlich gestützt auf staatliche Maßnahmen - fortsetzen. Sie dürfte sich weiterhin als Konjunkturlokomotive für die Weltwirtschaft erweisen.

Wachstumsraten ausgewählter Wirtschaftsregionen

Bruttoinlandsprodukt in %

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Region Prognose 2010
Welt 3,9
USA 2,8
China 9,5
Eurozone 1,0
Deutschland 1,8

Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: März 2010)

Die umfangreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete, auf die sich zu einem großen Teil die Konjunkturerholung stützt, lassen sich hinsichtlich ihrer direkten und indirekten Auswirkungen auf die Konjunktur der spätzyklischen Flurförderzeugindustrie nicht einschätzen. Mit einer stärkeren Belebung der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen wird deshalb weiterhin nicht vor dem 2. Halbjahr 2010 gerechnet. Dennoch sollte die Nachfrage nach Flurförderzeugen - basierend auf den für die einzelnen Wirtschaftsregionen prognostizierten Wachstumsraten und ungeachtet einer gewissen Unsicherheit in der Markteinschätzung - anziehen.

Für das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge rechnet Jungheinrich in seiner Einschätzung mit einer stückzahlbezogenen Steigerung um rund 10 Prozent auf ca. 600 Tsd. Fahrzeuge. Dieser Zuwachs dürfte in den Absatzregionen Asien und Lateinamerika deutlich stärker ausfallen als in den Ländern der Eurozone. Nach Produktsegmenten werden die höchsten Wachstumsraten bei Gegengewichtsstaplern erwartet, die 2009 auch die stärksten Rückgänge verzeichneten. Entsprechend sollte sich für diese Produkte gegenüber lagertechnischen Fahrzeugen ein größeres Erholungspotenzial ergeben. Da Jungheinrich neue Gegengewichtsstapler in den Markt eingeführt hat, werden sich für den Jungheinrich-Konzern hieraus und aus der Markterholung insgesamt Absatzchancen ergeben.

Die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich wird 2010 ganz im Zeichen von Konsolidierung, beginnendem Wachstum und der Rückkehr in die Gewinnzone stehen. Dabei kommt der Nachfragesteigerung im Neugeschäft für die Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken und dem damit verbundenen Ergebnisbeitrag hohe Bedeutung zu. Bis Mitte des laufenden Jahres wird das Werk Landsberg wie geplant weitere Produkte aus der Produktlinie der Elektro-Niederhubwagen im Werk Norderstedt übernehmen. Parallel hierzu werden die Produktionsabläufe im Werk Norderstedt auf die veränderten Rahmenbedingungen ausgerichtet und gestaltet. Das weltweite Direktvertriebs- und Servicenetz wird den regionalen Erfordernissen entsprechend angepasst und in einzelnen Einheiten mit Augenmaß ausgebaut. Der weitere Anstieg des europaweiten Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen wird sich positiv auf die Umsatzentwicklung des weniger konjunkturzyklischen After-Sales-Geschäftes auswirken. Die Höhe des Investitionsvolumens - ohne Berücksichtigung der Investitionen in das Miet- und Finanzdienstleistungsgeschäft - wird sich zwischen 40 und 50 Mio. € bewegen. Hiervon wird ein wesentlicher Teil auf die inländischen Werke entfallen.

Der Jungheinrich-Konzern wird ungeachtet des weiter schwierigen Marktumfeldes auch 2010 seine Entwicklungstätigkeit auf hohem Niveau fortführen. Das gilt im besonderen Maße für die Entwicklung von Schlüsseltechnologien wie der Antriebstechnik und der Fortsetzung marktspezifischer Produktentwicklungen. Darüber hinaus bleibt die kontinuierliche Erneuerung und Ergänzung des breit gefassten Produktprogrammes weiterhin ein wesentlicher Schwerpunkt im Entwicklungsbereich. Neue Produkte werden auch 2010 in den Markt eingeführt werden. Zugleich gilt es, die Forschungs- und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen.

Für das kommende Jahr rechnet Jungheinrich - basierend auf den verbesserten Rahmenbedingungen -insgesamt mit einem gegenüber 2009 günstigeren Geschäftsverlauf. Dabei geht das Unternehmen für 2010 in seiner Einschätzung nur von einer leichten Steigerung des Auftragseinganges und des Konzernumsatzes auf jeweils rund 1,7 Mrd. € aus. Hierauf aufbauend und unter Berücksichtigung der fortgeführten Maßnahmen zur Konsolidierung des Unternehmens wird der Jungheinrich-Konzern 2010 wieder in die Gewinnzone zurückkehren und voraussichtlich ein positives operatives Ergebnis im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwirtschaften. Dabei wird die Ertragsentwicklung vor allem von dem Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen und der damit verbundenen höheren Produktivität in den Werken sowie einem wieder zunehmenden After-Sales-Geschäft bestimmt werden. Überdies hängt das Ausmaß des positiven Einflusses auf das Neugeschäft wesentlich vom Grad der Erholung in den bedeutenden europäischen Märkten und dem Produktmix ab. 2010 dürften die Rohstoff- und Energiepreise nur leicht steigen, sodass sich hieraus keine stärkeren Belastungen ergeben sollten. Aus den in Deutschland vereinbarten Tarifabschlüssen ergeben sich im laufenden Jahr zusätzliche Kostenbelastungen.

Der Verdrängungs- und Preiswettbewerb wird sich angesichts der nur leichten Markterholung fortsetzen. Sollte eine Belebung der Branchenkonjunktur früher oder stärker einsetzen als erwartet, hätte das deutlich positive Auswirkungen sowohl auf die operative Ergebnisentwicklung als auch auf den Umfang der Kurzarbeit in den inländischen Werken.

Jungheinrich wird 2010 - auch vor dem Hintergrund der sich aufhellenden Konjunktur - alle Chancen ergreifen, die sich für die Weiterentwicklung des Unternehmens ergeben. Hierzu gehören als wesentliche Schwerpunkte das vollständige Hochfahren der Produktion im Werk Landsberg bis zur Jahresmitte 2010 und der weitere Ausbau des Werkes Qingpu (China) für den asiatischen Markt sowie der Aufbau des Entwicklungszentrums in Houston, Texas (USA). Vertriebsseitig ist das Augenmerk auf den Ausbau des weltweiten Händlergeschäftes und auf die Umsetzung der Vertriebspartnerschaft mit MCFA (Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc.) in Nordamerika gerichtet. Das Geschäft mit Logistiksystemen wird durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Softwarehaus ISA verstärkt werden. Darüber hinaus steht die Gründung neuer Finanzierungsgesellschaften in Österreich und in den Niederlanden zum Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäftes in diesen Ländern an. Mit der Sicherung der Unternehmensfinanzierung einschließlich der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes stellt sich der Jungheinrich-Konzern auf künftiges Wachstum ein.

Der Jungheinrich-Konzern sieht sich gut aufgestellt, um die vor ihm liegenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Basis dafür sind seine technologische Entwicklungskompetenz, die Konzentration auf eine Produktmarke, sein integriertes Geschäftsmodell und sein - insbesondere in Europa - flächendeckendes eigenes Vertriebs- und Servicenetz. Mit seinen umfangreichen Anpassungsmaßnahmen in den Werken, der soliden Finanzkraft des Unternehmens sowie einem intensiven Working-Capital- und Kostenmanagement hat Jungheinrich die Grundlage geschaffen, 2010 gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorzugehen und mit voller Kraft wieder Fahrt aufzunehmen.

2011 könnte mit einer weiteren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich die weltwirtschaftliche Konjunkturerholung auch nach Auslaufen der erheblichen staatlichen Stabilisierungs- und Konjunkturprogramme fortsetzt, sich die erhoffte branchenspezifische Belebung im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2010 einstellt und nachhaltig fortsetzt. Das würde über höhere Auftragseingänge im Neugeschäft zu einer nochmaligen Produktivitätssteigerung in den Werken führen und zu einer wesentlichen Verbesserung der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns beitragen. Dies gilt insbesondere für jene Unternehmensbereiche, die von Anpassungsmaßnahmen betroffen und nach der Umsetzung deutlich schlanker aufgestellt sind. Die Flurförderzeugbranche dürfte weiterhin von einem starken Preiswettbewerb gekennzeichnet bleiben.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen - das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die sich als Folge aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben können - kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung in einigen europäischen Ländern sowie die Einführung von Produkten des Wettbewerbes.

Konzernabschluss

der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2009

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1)2) Finanzdienstleistungen2)
Anhang 2009

in Tausend €
2008

in Tausend €
2009

in Tausend €
2008

in Tausend €
2009

in Tausend €
2008

in Tausend €
--- --- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse (3) 1.676.695 2.145.132 1.298.877 1.776.000 377.818 369.132
Umsatzkosten (4) 1.290.801 1.552.493 909.853 1.181.600 380.948 370.893
Bruttoergebnis vom Umsatz 385.894 592.639 389.024 594.400 -3.130 -1.761
Vertriebskosten 375.919 399.339 370.555 394.092 5.364 5.247
Forschungs- und Entwicklungskosten (12) 48.744 42.131 48.744 42.131 - -
Allgemeine Verwaltungskosten 27.543 27.530 27.543 27.530 - -
Sonstige betriebliche Erträge (7) 4.558 16.299 4.102 16.000 456 299
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) 8.552 17.766 8.434 17.735 118 31
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) -1.276 -812 -1.276 -812 - -
Übriges Beteiligungsergebnis (9) -150 407 -150 407 - -
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern -71.732 121.767 -63.576 128.507 -8.156 -6.740
Finanzergebnis (10) -2.749 -310 -12.265 -8.103 9.516 7.793
Ergebnis vor Steuern -74.481 121.457 -75.841 120.404 1.360 1.053
Ertragsteuern (11) -19.303 44.731
Ergebnis nach Steuern -55.178 76.726
Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) (38)
Stammaktien -1,65 2,23
Vorzugsaktien -1,59 2,29

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend € 2009 2008
Ergebnis nach Steuern -55.178 76.726
Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten
Nicht realisierte Gewinne/Verluste -5.336 8.705
Realisierte Gewinne/Verluste -1.923 -3.719
Latente Steuern 260 234
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Nicht realisierte Gewinne/Verluste 1.318 5.772
Realisierte Gewinne/Verluste -3 2.308
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -5.684 13.300
Gesamtergebnis -60.862 90.026

Konzernbilanz

Aktiva

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1)2) Finanzdienstleistungen2)
Anhang 31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
--- --- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 25.934 39.907 25.932 39.903 2 4
Sachanlagen (13) 278.728 274.459 278.717 274.444 11 15
Mietgeräte (14) 141.123 200.000 141.123 200.000 - -
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen (15) 199.536 187.242 (54.563) (51.260) 254.099 238.502
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen (16) 11.566 10.684 11.566 10.684 - -
Übrige Finanzanlagen (16) 418 576 418 576 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 7.782 9.836 7.782 9.836 - -
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) 333.317 328.658 - - 333.317 328.658
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) - 178 - 178 - -
Wertpapiere (21) 30.078 - 30.078 - - -
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 351 329 (2.848) (1.382) 3.199 1.711
Latente Steueransprüche (11) 58.348 47.025 58.059 45.125 289 1.900
1.087.181 1.098.894 496.264 528.104 590.917 570.790
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (17) 172.833 246.892 155.976 223.980 16.857 22.912
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 305.331 385.347 257.202 340.511 48.129 44.836
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (19) 143.588 131.206 - - 143.588 131.206
Ertragsteuerforderungen 7.402 6.617 7.402 6.585 - 32
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (20) 23.616 42.270 (21.782) (1.929) 45.398 44.199
Wertpapiere (21) 35.002 63.455 35.002 63.455 - -
Liquide Mittel (22) 423.546 198.061 414.245 184.618 9.301 13.443
Rechnungsabgrenzungsposten (23) 8.173 6.272 5.744 5.076 2.429 1.196
1.119.491 1.080.120 853.789 822.296 265.702 257.824
2.206.672 2.179.014 1.350.053 1.350.400 856.619 828.614

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

Passiva

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1)2) Finanzdienstleistungen2)
Anhang 31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
--- --- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital (24)
Gezeichnetes Kapital 102.000 102.000 96.197 96.197 5.803 5.803
Kapitalrücklage 78.385 78.385 78.350 78.350 35 35
Gewinnrücklagen 347.676 420.474 336.120 410.744 11.556 9.730
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 18.504 24.188 18.477 24.217 27 (29)
546.565 625.047 529.144 609.508 17.421 15.539
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (25) 143.216 140.151 143.179 140.116 37 35
Übrige langfristige Rückstellungen (26) 57.695 42.368 56.941 41.547 754 821
Latente Steuerschulden (11) 7.301 27.902 1.108 19.778 6.193 8.124
Finanzverbindlichkeiten (27) 253.128 149.615 253.128 149.615 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) 471.113 465.496 - - 471.113 465.496
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 72.040 67.797 24.212 17.101 47.828 50.696
1.004.493 893.329 478.568 368.157 525.925 525.172
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 4.422 15.994 3.207 14.432 1.215 1.562
Übrige kurzfristige Rückstellungen (26) 139.540 107.773 138.443 106.837 1.097 936
Finanzverbindlichkeiten (27) 117.115 135.032 113.790 133.158 3.325 1.874
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) 196.722 177.674 - - 196.722 177.674
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 96.222 116.895 35.249 45.382 60.973 71.513
Übrige Verbindlichkeiten (30) 64.000 70.237 40.903 62.598 23.097 7.639
Rechnungsabgrenzungsposten (31) 37.593 37.033 10.749 10.328 26.844 26.705
655.614 660.638 342.341 372.735 313.273 287.903
2.206.672 2.179.014 1.350.053 1.350.400 856.619 828.614

1) inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"

2) Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2009

in Tausend €
2008

in Tausend €
Ergebnis nach Steuern -55.178 76.726
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 59.560 44.667
Abschreibungen und Wertminderungen auf Miet- und Leasinggeräte 109.400 125.570
Wertminderungen auf Finanzanlagen 2.658 -
Veränderung der Rückstellungen 50.159 -29.832
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) -55.921 -163.693
Ergebnis aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten 888 1
Ergebnis aus der Equity-Bewertung -1.224 1.537
Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden -31.924 4.146
Veränderung bei übrigen Bilanzpositionen
Vorräte 74.060 -3.610
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 82.070 27.343
Forderungen aus Finanzdienstleistungen -17.041 -57.346
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -20.672 -23.436
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 24.664 101.949
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten 281 32.068
Sonstige betriebliche Aktiva 1.489 15.213
Sonstige betriebliche Passiva -16.377 -19.369
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 206.892 131.934
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -52.562 -79.380
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 2.279 4.463
Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen -2.057 407
Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren -1.625 -63.455
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -53.965 -137.965
Gezahlte Dividenden -17.620 -18.640
Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten -14.693 -21.754
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 110.682 4.242
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten -7.302 -10.432
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 71.067 -46.584
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 223.994 -52.615
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 1.248 -2.489
Veränderung des Finanzmittelbestandes 225.242 -55.104
Finanzmittelbestand zum 1. Januar 195.819 250.923
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 421.061 195.819

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen:

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in Tausend € 2009 2008
Gezahlte Zinsen 46.408 45.920
Erhaltene Zinsen 38.246 39.421
Gezahlte Ertragsteuern 22.551 36.978

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Eigenkapitalveränderungen Gesamt
in Tausend € Unterschieds-

betrag aus der

Währungs-

umrechnung
Unterschieds-

betrag aus der

Bewertung

derivativer

Finanz-

instrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2009 102.000 78.385 420.474 17.430 6.758 625.047
Dividende für das Vorjahr - - -17.620 - - -17.620
Gesamtergebnis 2009 - - -55.178 1.315 -6.999 -60.862
Stand am 31. Dezember 2009 102.000 78.385 347.676 18.745 -241 546.565
Stand am 1. Januar 2008 102.000 78.385 362.398 9.350 1.538 553.671
Dividende für das Vorjahr - - -18.640 - - -18.640
Gesamtergebnis 2008 - - 76.726 8.080 5.220 90.026
Übrige Veränderungen - - -10 - - -10
Stand am 31. Dezember 2008 102.000 78.385 420.474 17.430 6.758 625.047

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert.

Konzernanhang

(1) Geschäftsgegenstand

Die Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen.

Der Jungheinrich-Konzern ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen.

Der Produktionsverbund umfasst unverändert die Werke in Norderstedt, Moosburg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Die Produktion von Elektro-Niederhubwagen wurde im Jahr 2009 schrittweise vom Werk Norderstedt in das neue Werk nach Landsberg (Deutschland) verlagert. Die Fertigung für den ostasiatischen Markt im Werk in Qingpu/Shanghai (China) umfasst seit März 2009 neben Elektro-Hubwagen auch Elektro-Gegengewichtsstapler. Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen.

Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland).

Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 17 Vertriebszentren/Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Singapur und Thailand angesiedelt. Das Nordamerika-Geschäft wurde im Berichtsjahr neu ausgerichtet. Zum Jahresende 2009 wurden der Direktvertrieb über eine eigene Vertriebsgesellschaft in den USA eingestellt und sämtliche Händlerverträge gekündigt. Ab dem 1. Januar 2010 erfolgt der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika über einen exklusiven Vertriebspartner.

Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben.

(2) Grundsätze der Rechnungslegung Grundlagen

Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.

Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde am 12. März 2010 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Konsolidierung

Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich AG, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert. Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.

Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktivische Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteils gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen.

Währungsumrechnung

In Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn-und-Verlust-Rechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.

Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:

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Mittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
Währung Basis 1 €
GBP 0,88810 0,95250 0,89094 0,79628
CHF 1,48360 1,48500 1,51000 1,58740
PLN 4,10450 4,15350 4,32760 3,51210
NOK 8,30000 9,75000 8,72780 8,22370
SEK 10,25200 10,87000 10,61910 9,61520
DKK 7,44180 7,45060 7,44620 7,45600
CZK 26,47300 26,87500 26,43500 24,94600
TRY 2,15470 2,14880 2,16310 1,90640
RUB 43,15400 41,28300 44,13760 36,42070
HUF 270,42000 266,70000 280,33000 251,51000
CNY 9,83500 9,49560 9,52770 10,22360
USD 1,44060 1,39170 1,39480 1,47080

Umsatzrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.

Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes und im Fall eines sogenannten "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten erfasst. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Produktbezogene Aufwendungen

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge.

Aufwendungen für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand - Investitionszulagen und Investitionszuschüsse

Investitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passivisch abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear über ihre Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.

Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Gebäude 10-50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 10-50 Jahre
Betriebsvorrichtungen 8-15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Mietgeräte

Jungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge, denen keine Leasingtransaktionen zugrunde liegen. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt.

Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Mietgeräten

Für alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst.

Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.

Leasing

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab.

Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird.

Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor, und die Fahrzeuge werden als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Leases" und "Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt.

Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passivischen Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen.

Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Finanzinstrumente

Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.

Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden 4 Kategorien zuzuordnen:

Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile an verbundenen Unternehmen. At-equity-bilanzierte Unternehmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und anschließend entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt.

Wertpapiere, die der Kategorie "bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert.

Die der Kategorie "erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordneten, zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente. Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft.

Forderungen

Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss.

Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen.

Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Wertpapiere

Die unter Wertpapiere ausgewiesenen Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da Absicht und Fähigkeit bestehen, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet.

Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

Stufe 1 - auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,

Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen,

Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.

Liquide Mittel

Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet.

Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Latente Steuern

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dieses in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden.

Die Buchwerte der aktivischen latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist.

Sonstige Eigenkapitalveränderungen

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die im Rahmen einer effektiven Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung erläutert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Anwartschaftsbarwert und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der betreffenden Arbeitnehmer verteilt.

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche enthalten.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Abschlussgliederung

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.

Einzelne Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.

Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Im Berichtszeitraum 2009 erreichte die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt. Der in der 2. Jahreshälfte 2008 weltweit einsetzende Konjunkturabschwung beschleunigte sich im 1. Halbjahr 2009. Vor allem die Volkswirtschaften Nordamerikas und Westeuropas gerieten in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit. Erst im Verlauf des 3. Quartals 2009 löste sich die Weltwirtschaft allmählich aus der Rezession, und die meisten Wirtschaftsregionen kehrten zu leichtem Wachstum zurück. Die zahlreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete im Gesamtvolumen von ca. 3 Billionen € hatten hieran maßgeblichen Anteil.

Die Flurförderzeugindustrie wurde im Berichtszeitraum 2009 massiv vom weltweiten Wirtschaftsabschwung getroffen. Das weltweite Marktvolumen halbierte sich im 1. Halbjahr 2009 und wies für das Gesamtjahr einen Rückgang von 37 Prozent auf. Obwohl Jungheinrich hinsichtlich Produktsegmenten und Kundenstruktur gut aufgestellt ist, konnte sich das Unternehmen dem Marktrückgang bei Flurförderzeugen nicht entziehen. Da auch das Mietgeschäft und der Kundendienst - wenngleich etwas weniger stark -vom Konjunkturabschwung erfasst wurden, ging das Geschäftsvolumen erheblich zurück. Entsprechend ungünstig verlief die Geschäftsentwicklung für den Jungheinrich-Konzern.

Für das Geschäftsjahr 2010 geht Jungheinrich in seiner Einschätzung für den Welthandel von einer leichten konjunkturellen Erholung aus, allerdings mit regional unterschiedlicher Dynamik. Ein kräftiger, sich selbst tragender weltweiter Aufschwung ist angesichts weiter bestehender Finanzrisiken und der beträchtlichen Schuldenlasten für viele Staatshaushalte sowie der geringen Investitionsneigung von Unternehmen noch nicht zu erkennen.

Die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich wird 2010 ganz im Zeichen von Konsolidierung, beginnendem Wachstum und der Rückkehr in die Gewinnzone stehen. Dabei kommt der Nachfragesteigerung im Neugeschäft für die Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken und dem damit verbundenen Ergebnisbeitrag hohe Bedeutung zu. Der weitere Anstieg des europaweiten Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen wird sich positiv auf die Umsatzentwicklung des weniger konjunkturzyklischen After-Sales-Geschäftes auswirken. Für das Jahr 2010 rechnet Jungheinrich, basierend auf den verbesserten Rahmenbedingungen, insgesamt mit einem gegenüber dem Jahr 2009 günstigeren Geschäftsverlauf.

Aus der Überprüfung des Wertminderungsbedarfes der zum 31. Dezember 2009 bilanzierten Vermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns ergaben sich wesentliche Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Fertigungsanlagen, auf Firmenwerte und Beteiligungen sowie Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert für Gebrauchtgeräte in den Vorräten.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen - das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die sich in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben können - kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Eine verlässliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung über das Geschäftsjahr 2010 hinaus ist nicht möglich.

Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet.

Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können.

Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.

Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.

Neu angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Im Berichtsjahr 2009 wurden die folgenden vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Standards erstmals angewendet.

Die überarbeitete Version des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" fordert für den Konzernabschluss eine Gesamtergebnisrechnung. Diese Gesamtergebnisrechnung umfasst neben dem Gewinn oder Verlust auch das direkt im Eigenkapital erfasste sonstige Ergebnis der Periode. Jungheinrich hat seinen Konzernabschluss um die geforderte Gesamtergebnisrechnung erweitert.

Die Neufassung von IAS 23 "Fremdkapitalkosten" fordert die Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Das bisherige Wahlrecht zur sofortigen aufwandswirksamen Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten wurde abgeschafft. Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat Änderungen des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht, die erweiterte Anhangsangaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken erfordern. Jungheinrich hat die sich hieraus ergebenden Angaben gemacht.

IFRS 8 "Geschäftssegmente" ersetzt den bisher gültigen IAS 14 "Segmentberichterstattung" und fordert Informationen über Segmente nach dem sogenannten Management Approach. Jungheinrich hat mit Beginn des Jahres 2009 eine Segmentberichterstattung eingeführt, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur folgt.

Sämtliche Standards waren mit Wirkung zum 1. Januar 2009 verpflichtend anzuwenden.

Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Finanzinstrumente" herausgegeben. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. IFRS 9, der für ab dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist, sieht künftig nur noch 2 Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor - die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige differenzierte Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 fällt weg. Der Standard wurde bisher noch nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

Veränderung in der Darstellung von Kursdifferenzen aus Finanzvorgängen in Fremdwährung

Kursdifferenzen aus Finanzvorgängen in Fremdwährung resultieren hauptsächlich aus konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung. Bisher wurden die Kursgewinne unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und die entsprechenden Kursverluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Da die Kursgewinne und Kursverluste aus der Verbuchung von Finanzvorgängen in Fremdwährung resultieren, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, werden sie ab dem Berichtsjahr 2009 saldiert dargestellt. Aufgrund ihres Finanzierungscharakters erfolgt der Ausweis der Kursdifferenzen aus Finanzvorgängen ab dem Jahr 2009 innerhalb des Finanzergebnisses in der gesonderten Position "sonstiges Finanzergebnis". Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte für Vergleichszwecke wurde verzichtet, da sie für das Verständnis des Abschlusses nicht von Bedeutung und nicht wesentlich sind.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich AG, Hamburg, als Mutterunternehmen und alle Tochterunternehmen einbezogen. Der gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte Konsolidierungskreis umfasst weiterhin 43 (Vorjahr: 43) ausländische und 13 (Vorjahr: 13) inländische Gesellschaften. Vier Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Aufstellung über den vollständigen Anteilsbesitz der Jungheinrich AG wird gesondert offengelegt.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Die für das zukünftige Geschäft nicht mehr erforderliche zweite Vertriebsgesellschaft in China, die Jungheinrich Lift Truck Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, wurde im 2. Quartal 2009 liquidiert und endkonsolidiert. Aus dem Abgang der Beteiligung ergaben sich Erträge in Höhe von 104 T€, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden. Darin enthalten sind bisher im Konzern erfolgsneutral erfasste Währungsausgleichsposten der ausgeschiedenen Gesellschaft in Höhe von 3 T€, die im Rahmen der Endkonsolidierung ertragswirksam berücksichtigt wurden.

Im Rahmen der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes wurde im 4. Quartal 2009 der Konsolidierungskreis um die neu gegründete Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston, Texas (USA), erweitert. Dieses Entwicklungszentrum entwickelt zukünftig Lagertechnikgeräte speziell für den nordamerikanischen Markt. Aus der Erstkonsolidierung resultierte kein Unterschiedsbetrag.

Jungheinrich hat im 4. Quartal 2009 25 Prozent der Anteile an der Gesellschaft ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), für 2.290 T€ erworben. Der Kaufpreis enthielt dabei Gewinnbezugsrechte ab dem 1. Januar 2009. Jungheinrich hat zum Erwerbszeitpunkt maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik erlangt. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(3) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in den Geschäftsbereichen des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich wie folgt:

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in Tausend € 2009 2008
Neugeschäft 811.101 1.271.062
Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten 304.957 331.376
After Sales 577.794 604.416
Intralogistik 1.693.852 2.206.854
Finanzdienstleistungen 377.818 369.132
Summe Segmente 2.071.670 2.575.986
Überleitung -394.975 -430.854
Jungheinrich-Konzern 1.676.695 2.145.132

(4) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 823.470 T€ (Vorjahr: 1.165.509 T€) enthalten.

Im Materialaufwand sind Kursgewinne in Höhe von 3.634 T€ (Vorjahr: Kursverluste von 2.448 T€) enthalten, die aus Einkäufen in Fremdwährung resultieren.

(5) Personalaufwand

In den Aufwandspositionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst:

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in Tausend € 2009 2008
Gehälter 455.722 476.009
Soziale Abgaben 98.782 101.299
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Leistungsorientierte Pläne 13.989 15.128
Beitragsorientierte Pläne 1.318 1.265
Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.554 1.155
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 31.796 -
604.161 594.856

Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses des Berichtsjahres sind in Höhe von 28.784 T€ in den Umsatzkosten, mit 1.595 T€ in den Vertriebskosten sowie in Höhe von 1.417 T€ in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten. Sie betreffen Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg sowie die Beendigung von Arbeitsverhältnissen aufgrund der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes und der damit im Zusammenhang stehenden Einstellung des Direktvertriebes über eine eigene Vertriebsgesellschaft in den USA.

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

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2009 2008
Gewerbliche Arbeitnehmer 5.245 5.317
Angestellte 4.955 4.979
Auszubildende 275 259
10.475 10.555

Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 4.739 T€ (Vorjahr: 19.250 T€).

(6) Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Funktionskosten enthalten.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 373 T€ (Vorjahr: 816 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 150 T€ (Vorjahr: - T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand erfasst.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 104 T€ die im Rahmen des Abganges einer chinesischen Vertriebsgesellschaft realisierten Erträge enthalten. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten in Höhe von 1.361 T€ (Vorjahr: 1.224 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2009 sind Wertminderungen eines Firmenwertes in Höhe von 3.015 T€ erfasst. Auf die Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten (12) wird verwiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2008 waren Aufwendungen aus der Endkonsolidierung der Boss UK Holding Company Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien), in Höhe von 2.308 T€ enthalten.

(9) Übriges Beteiligungsergebnis

Das übrige Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres enthält Wertminderungen in Höhe von 150 T€, die bei der Prüfung auf Werthaltigkeit einer inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen, ehemaligen ausländischen Holding-Gesellschaft ermittelt wurden.

Im übrigen Beteiligungsergebnis des Jahres 2008 waren Erträge aus der Liquidation von 4 inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen, inländischen Vertriebsgesellschaften enthalten.

(10) Finanzergebnis

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in Tausend € 2009 2008
Zinsen und ähnliche Erträge 38.258 40.085
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.155 40.395
Sonstiges Finanzergebnis -2.852 -
-2.749 -310

Das Finanzergebnis enthält Zinserträge in Höhe von 34.357 T€ (Vorjahr: 29.693 T€) und Zinsaufwendungen in Höhe von 24.514 T€ (Vorjahr: 22.387 T€), die aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns resultieren.

Bisher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesene Kursgewinne und -verluste aus Finanzvorgängen in Fremdwährung werden ab dem Jahr 2009 im sonstigen Finanzergebnis dargestellt. Diese Kursdifferenzen resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung.

(11) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

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in Tausend € 2009 2008
Effektive Steuern
Deutschland 1.887 21.464
Ausland 10.385 19.449
Latente Steuern
Deutschland -22.309 2.988
Ausland -9.266 830
-19.303 44.731

Der effektive Steueraufwand in Deutschland ist infolge des Ergebniseinbruchs deutlich verringert. Der latente Steuerertrag 2009 für Deutschland steht im Zusammenhang mit den realisierten Verlusten.

Der reduzierte effektive Steueraufwand im Ausland ist Folge der niedrigeren Gewinne der Vertriebsgesellschaften. Der latente Steuerertrag ist ursächlich auf eine veränderte Einschätzung zur Werthaltigkeit der latenten Steuerforderungen zurückzuführen.

Der inländische Körperschaftsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2009 unverändert 15,0 Prozent zuzüglich des unveränderten Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer betrug der Gesamtsteuersatz unverändert 30,0 Prozent.

Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten wie im Vorjahr zwischen 12,5 Prozent und 35,0 Prozent.

Zum 31. Dezember 2009 bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 189 Mio. € (Vorjahr: 118 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von rund 59 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Die Erhöhung ist überwiegend auf die Verluste in Deutschland zurückzuführen. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktivische latente Steuern in Höhe von 28,2 Mio. € (Vorjahr: 22,1 Mio. €) vorgenommen worden.

Bei dem Bilanzausweis der aktivischen latenten Steuern ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steuerertrag von 6,7 Mio. € (Vorjahr: latenter Steueraufwand von 4,6 Mio. €).

Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.

Die aktivischen und passivischen latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden für die folgenden Bilanzpositionen wie folgt:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 97.946 87.191
Vorräte 4.900 6.289
Forderungen 1.594 7.669
Steuerliche Verlustvorträge 57.639 36.910
Pensionsrückstellungen 9.886 6.844
Übrige Rückstellungen 10.077 13.376
Verbindlichkeiten 214.458 213.994
Passivische Rechnungsabgrenzungsposten 19.052 16.637
Sonstige 11.614 10.721
Wertminderungen -40.297 -26.337
Aktivische latente Steuern 386.869 373.294
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 60.173 76.554
Vorräte 5.171 5.273
Forderungen 206.003 207.527
Pensionsrückstellungen 29 -
Übrige Rückstellungen 471 1.556
Verbindlichkeiten 62.589 62.506
Sonstige 1.386 755
Passivische latente Steuern 335.822 354.171
Netto-Betrag der latenten Steuern 51.047 19.123

Nach Saldierungen werden die aktivischen und passivischen latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Latente Steueransprüche 58.348 47.025
Latente Steuerschulden 7.301 27.902
Netto-Betrag der latenten Steuern 51.047 19.123
davon: aus Verrechnung mit dem Eigenkapital 182 -78

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steuerertrag (Vorjahr: Steueraufwand) dargestellt. Als erwarteter Steuerertrag (-aufwand) ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.

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in Tausend € 2009 2008
Erwarteter Steuerertrag (-aufwand) -22.344 36.438
Änderung des Steuersatzes -2 1.469
Besteuerungsunterschied Ausland -1.024 -1.950
Veränderung der Wertminderungen 1.008 7.545
Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge 1.525 3.118
Sonstiges 1.534 -1.889
Tatsächlicher Steuerertrag (-aufwand) -19.303 44.731

Die Konzernsteuerquote 2009 betrug 25,9 Prozent (Vorjahr: 36,8 Prozent).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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in Tausend € Nutzungsrechte

und Software
Aktivierte

Entwicklungskosten
Firmenwerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2009 23.387 64.533 6.181 94.101
Währungsdifferenzen 59 - - 59
Zugänge 1.045 6.463 - 7.508
Abgänge 1.283 1.762 - 3.045
Stand 31. Dezember 2009 23.208 69.234 6.181 98.623
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 1. Januar 2009 18.964 33.947 1.283 54.194
Währungsdifferenzen 51 - - 51
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2.001 7.941 - 9.942
Wertminderungen des Geschäftsjahres - 8.534 3.015 11.549
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 1.323 1.725 - 3.048
Umbuchungen und sonstige Änderungen - - 1 1
Stand 31. Dezember 2009 19.693 48.697 4.299 72.689
Buchwert 31. Dezember 2009 3.515 20.537 1.882 25.934

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € Nutzungsrechte

und Software
Aktivierte

Entwicklungskosten
Firmenwerte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2008 21.944 63.348 6.181 91.473
Währungsdifferenzen -294 - - -294
Zugänge 2.541 5.459 - 8.000
Abgänge 949 4.274 - 5.223
Umbuchungen 145 - - 145
Stand 31. Dezember 2008 23.387 64.533 6.181 94.101
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 17.948 29.672 1.283 48.903
Währungsdifferenzen -279 - - -279
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1.910 8.549 - 10.459
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 615 4.274 - 4.889
Stand 31. Dezember 2008 18.964 33.947 1.283 54.194
Buchwert 31. Dezember 2008 4.423 30.586 4.898 39.907

Bei den Zugängen des Berichtsjahres in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe von 1.045 T€ (Vorjahr: 2.541 T€) handelt es sich vor allem um erworbene Fremdsoftware.

Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungskosten in Höhe von 6.463 T€ (Vorjahr: 5.459 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst:

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in Tausend € 2009 2008
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 32.269 33.582
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 7.941 8.549
Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten 8.534 -
48.744 42.131

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungskosten erfolgte je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit resultierten Wertminderungsaufwendungen für 3 Fahrzeugbaureihen in Höhe von insgesamt 8.534 T€.

Die Restbuchwerte der Firmenwerte zum 31. Dezember 2009 entfallen mit 1.771 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich) sowie mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Warschau (Polen).

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte erfolgt auf Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den legalen Konzerneinheiten. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünfjahresplanung verwendet. Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt.

Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzerneinheiten- bzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Der Gesamtkapitalkostensatz betrug 9,7 Prozent.

Nach Gegenüberstellung des für die Jungheinrich Lift Truck Ltd., Dublin (Irland), ermittelten Nutzungswertes mit dem Buchwert des Nettoeigenkapitals einschließlich des Firmenwertes übersteigt der Buchwert den Nutzungswert. Der bisher bilanzierte Firmenwert in Höhe von 3.015 T€ war in voller Höhe wertgemindert. Weitere Synergien im Konzern waren für die irische Vertriebseinheit nicht zu berücksichtigen.

Die Wertminderungsaufwendungen wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der übrigen Firmenwerte zum Bilanzstichtag resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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in Tausend € Grundstücke,

grundstücksgleiche

Rechte und Bauten

einschließlich der

Bauten auf

fremden Grundstücken
Technische Anlagen

und Maschinen
Betriebs- und

Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2009 233.004 88.638 161.191 19.061 501.894
Währungsdifferenzen 763 105 390 9 1.267
Zugänge 6.358 2.159 10.268 26.269 45.054
Abgänge 1.579 4.882 11.138 1.281 18.880
Umbuchungen und sonstige Änderungen 16.155 14.222 10.429 -40.806 -
Stand 31. Dezember 2009 254.701 100.242 171.140 3.252 529.335
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 1. Januar 2009 68.560 51.927 106.948 - 227.435
Währungsdifferenzen 234 59 380 - 673
Abschreibungen des Geschäftsjahres 7.266 11.167 16.595 - 35.028
Wertminderungen des Geschäftsjahres - 2.288 753 - 3.041
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 1.296 5.049 9.225 - 15.570
Stand 31. Dezember 2009 74.764 60.392 115.451 - 250.607
Buchwert 31. Dezember 2009 179.937 39.850 55.689 3.252 278.728

Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € Grundstücke,

grundstücksgleiche

Rechte und Bauten

einschließlich der

Bauten auf

fremden Grundstücken
Technische Anlagen

und Maschinen
Betriebs- und

Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2008 212.926 78.221 149.748 7.244 448.139
Währungsdifferenzen -1.701 -339 -1.901 42 -3.899
Zugänge 6.291 8.205 19.142 37.764 71.402
Abgänge 3.144 1.118 9.302 39 13.603
Umbuchungen 18.632 3.669 3.504 -25.950 -145
Stand 31. Dezember 2008 233.004 88.638 161.191 19.061 501.894
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 1. Januar 2008 62.483 43.605 97.665 - 203.753
Währungsdifferenzen -172 -165 -1.148 - -1.485
Abschreibungen des Geschäftsjahres 6.443 9.390 17.088 - 32.921
Wertminderungen des Geschäftsjahres - - 1.287 1.287
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 194 903 7.944 - 9.041
Stand 31. Dezember 2008 68.560 51.927 106.948 - 227.435
Buchwert 31. Dezember 2008 164.444 36.711 54.243 19.061 274.459

In den Sachanlagen sind in Höhe von 31.582 T€ (Vorjahr: 32.546 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 989 T€ (Vorjahr: 1.006 T€).

Grundstücke und Bauten waren im Berichtsjahr zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 35.325 T€ (Vorjahr: 35.159 T€) verpfändet.

Die Prüfung der Restbuchwerte aller Sachanlagen einer Produktlinie im Werk Moosburg wurde auf Basis diskontierter zukünftiger Cashflows durchgeführt. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit dieser Produktlinie resultierten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 2.903 T€, die im Wesentlichen in den Umsatzkosten erfasst wurden.

Die im Vorjahr erfassten Wertminderungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 1.287 T€ wurden in den Vertriebskosten ausgewiesen.

(14) Mietgeräte

Die Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2009 2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 333.485 302.491
Währungsdifferenzen 6.030 -13.717
Zugänge 35.924 123.352
Abgänge 102.536 78.641
Stand 31. Dezember 272.903 333.485
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 1. Januar 133.485 102.086
Währungsdifferenzen des Geschäftsjahres 2.830 -5.741
Abschreibungen des Geschäftsjahres 55.164 66.141
Wertminderungen - 8.847
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen auf Abgänge 59.699 37.848
Stand 31. Dezember 131.780 133.485
Buchwert 31. Dezember 141.123 200.000

Der Gesamtbestand enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 2.314 T€ (Vorjahr: 3.793 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 698 T€ (Vorjahr: 1.827 T€).

Die Wertminderungen des Vorjahres wurden in den Umsatzkosten erfasst. Im Jahr 2009 wurden die entsprechenden Mietgeräte im Rahmen einer Ausmusterungsaktion zu Nettoveräußerungswerten in die Gebrauchtgeräte-Läger überstellt.

Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 54.673 T€ (Vorjahr: 50.446 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt.

(15) Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2009 2008
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 284.473 262.729
Währungsdifferenzen 5.701 -14.431
Zugänge 82.190 103.652
Abgänge 60.074 67.477
Stand 31. Dezember 312.290 284.473
Abschreibungen
Stand 1. Januar 97.231 96.574
Währungsdifferenzen 2.014 -4.966
Abschreibungen des Geschäftsjahres 54.236 50.582
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 40.727 44.959
Stand 31. Dezember 112.754 97.231
Buchwert 31. Dezember 199.536 187.242

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Kundenverträge "Operating Lease" 129.932 115.434
Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft 69.604 71.808
199.536 187.242

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist.

Im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen sind Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 49.096 T€ (Vorjahr: 43.916 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.

Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen".

Aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Fällig innerhalb eines Jahres 48.404 42.479
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 87.924 77.589
Fällig nach mehr als fünf Jahren 168 383
136.496 120.451

Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 24.001 T€ (Vorjahr: 18.657 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 20.399 T€ (Vorjahr: 17.763 T€).

(16) Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/Übrige Finanzanlagen

Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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Übrige Finanzanlagen
in Tausend € Anteile an

at-equity-bilanzierten

Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt
--- --- --- --- ---
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2009 10.684 475 139 614
Zugänge 3.514 - - -
Abgänge 132 - - -
Stand 31. Dezember 2009 14.066 475 139 614
Wertminderungen
Stand 1. Januar 2009 - - 38 38
Wertminderungen des Geschäftsjahres 2.500 150 8 158
Stand 31. Dezember 2009 2.500 150 46 196
Buchwert 31. Dezember 2009 11.566 325 93 418

Die Zugänge des Berichtsjahres 2009 in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" betreffen in Höhe von 2.290 T€ den Erwerb von 25 Prozent der Anteile an der Gesellschaft ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich).

Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2009 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2.500 T€ für die Beteiligung an der Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China.

Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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Übrige Finanzanlagen
in Tausend € Anteile an

at-equity-bilanzierten

Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen Sonstige Ausleihungen Gesamt
--- --- --- --- ---
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2008 12.221 604 135 739
Zugänge - - 4 4
Abgänge 1.537 129 - 129
Stand 31. Dezember 2008 10.684 475 139 614
Wertminderungen
Stand 1. Januar 2008 - 129 38 167
Kumulierte Wertminderungen auf Abgänge - 129 - 129
Stand 31. Dezember 2008 - - 38 38
Buchwert 31. Dezember 2008 10.684 475 101 576

Die wesentlichen Beteiligungen an at-equity-bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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Buchwerte
in Tausend € Anteil

in %
31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- ---
JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 6.373 5.658
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 241 133
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 2.637 4.868
ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich 25 2.290 -

Aufgrund der Anteilsquote an at-equity-bilanzierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:

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2009 2008
in Tausend € Joint Ventures Assoziierte Unternehmen Joint Ventures Assoziierte Unternehmen
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte 17.966 8.578 19.797 8.660
Schulden 9.793 4.181 13.871 4.702
Umsatzerlöse 31.156 11.070 47.358 15.338
Jahresergebnis 955 442 -1.081 269

In den Werten für assoziierte Unternehmen des Jahres 2009 sind erstmals die anteilig zurechenbaren Werte an der Gesellschaft ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), enthalten.

Das Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen des Berichtsjahres enthält neben den anteiligen Jahresergebnissen der at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von insgesamt 1.224 T€ (Vorjahr: -812 T€) Wertminderungen in Höhe von 2.500 T€ (Vorjahr: - T€). Das anteilige Jahresergebnis der ISA -Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), wurde im Konzernabschluss 2009 nicht berücksichtigt, da ein maßgeblicher Einfluss auf die Gesellschaft durch Jungheinrich erst mit dem Erwerb der Anteile zum Jahresende 2009 ausgeübt werden konnte. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen.

Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2009 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 150 T€ für die ehemalige irische Holdinggesellschaft.

(17) Vorräte

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.498 48.581
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 10.133 14.948
Fertige Erzeugnisse 39.128 70.698
Waren 55.761 62.925
Ersatzteile 28.126 35.278
Geleistete Anzahlungen 8.187 14.462
172.833 246.892

Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 23.495 T€ (Vorjahr: 20.934 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 44.346 T€ (Vorjahr: 27.174 T€).

Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2009 enthalten mit 8.847 T€ (Vorjahr: - T€) Wertminderungen auf ehemalige Mietgeräte, die im Berichtsjahr im Rahmen einer Ausmusterungsaktion in die Vorräte überstellt wurden. Darüber hinaus wurden für die zum Bilanzstichtag in den Vorräten stehenden Gebrauchtgeräte Abwertungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert in Höhe von 7.418 T€ (Vorjahr: - T€) berücksichtigt.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 327.749 406.942
Wertberichtigungen -14.636 -11.759
313.113 395.183

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von 6.833 T€ (Vorjahr: 10.378 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 142 T€ (Vorjahr: 266 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend € 2009 2008
Wertberichtigungen zu Beginn des Berichtsjahres 11.759 9.804
Währungsdifferenzen 58 -195
Verbrauch 2.033 2.582
Auflösung 527 544
Zuführung 5.379 5.276
Wertberichtigungen zum Ende des Berichtsjahres 14.636 11.759

Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren folgende Forderungen überfällig:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Überfällig weniger als 30 Tage 36.489 51.671
Überfällig zwischen 30 und 60 Tagen 10.262 20.405
Überfällig zwischen 61 und 90 Tagen 4.827 6.030
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 4.102 5.398
Überfällig mehr als 180 Tage 89 700
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überfällig, aber nicht wertberichtigt 55.769 84.204

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 237.367 T€ (Vorjahr: 293.379 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

(19) Forderungen aus Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert.

Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 545.684 525.340
Fällig innerhalb eines Jahres 173.013 158.324
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 362.195 354.974
Fällig nach mehr als fünf Jahren 10.476 12.042
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 476.905 459.864
Fällig innerhalb eines Jahres 143.588 131.206
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 323.560 317.225
Fällig nach mehr als fünf Jahren 9.757 11.433
Noch nicht realisierte Zinserträge 68.779 65.476

In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 123.590 T€ (Vorjahr: 119.112 T€) enthalten.

Im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen sind Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 262.142 T€ (Vorjahr: 251.308 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.

(20) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus sonstigen Steuern 11.518 17.389
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.941 12.931
Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter 718 824
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3 2
Sonstige Vermögenswerte 9.436 11.302
23.616 42.448

Zum Bilanzstichtag sind sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

(21) Wertpapiere

Die Wertpapiere setzen sich am 31. Dezember 2009 aus Anleihen in Höhe von insgesamt 65.080 T€ (Vorjahr: Anleihen und Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 63.455 T€) zusammen, welche Jungheinrich bis zur Endfälligkeit halten will und kann. Die Anleihen sind in Höhe von insgesamt 35.002 T€ im Jahr 2010 und in Höhe von 30.078 T€ im Jahr 2011 endfällig. Sämtliche Wertpapiere unterliegen der mittelbaren oder unmittelbaren Haftung deutscher Gebietskörperschaften. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Wertpapiere hat keine dauerhafte Wertminderung aufgezeigt.

Für sämtliche Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2008 im Bestand von Jungheinrich befanden, erfolgte im Berichtsjahr die Rückzahlung bei Endfälligkeit.

(22) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten.

(23) Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.

(24) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und beträgt 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es ist wie im Vorjahr eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämtliche Aktien sind zum Bilanzstichtag ausgegeben.

Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht.

Für das Geschäftsjahr 2009 ist die Verteilung des Bilanzgewinnes auf den Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie beschränkt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst.

Dividendenvorschlag

Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 1.920 T€ zur Zahlung der Mindestdividende mit 0,12 € je Vorzugsaktie zu verwenden.

Kapitalmanagement

Jungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen.

Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE).

Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt auf Basis der Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad". Die Kennzahl "Net Gearing" ist definiert als prozentuales Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Die Kennzahl "Verschuldungsgrad" ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Aufgrund einer Definitionsänderung im Jahr 2009 wird das EBITDA für die Ermittlung der Kennzahl "Verschuldungsgrad" um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen bereinigt.

Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können.

Die in die beiden Steuerungsgrößen einfließende Nettoverschuldung ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere. Aufgrund einer Definitionsänderung im Jahr 2009 sind die Besitzwechsel und der Saldo aus sonstigen Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen nicht mehr Bestandteil der Nettoverschuldung. Die Vorjahreswerte wurden zwecks Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Finanzverbindlichkeiten 370.243 284.647
Liquide Mittel und Wertpapiere -488.626 -261.516
Nettoverschuldung -118.383 23.131

Die Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad" haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Nettoverschuldung -118.383 23.131
Eigenkapital 546.565 625.047
EBITDA (bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) 45.650 241.422
Net Gearing in % < 0 4
Verschuldungsgrad in Jahren < 0 0,1

Hauptursache für die Verbesserung der Kenngrößen ist die gestiegene Liquidität resultierend aus dem Abbau des Working Capital.

Die Gesamtstrategie des Konzerns in Bezug auf das Kapitalmanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionspläne

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.

Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter und Angestellte geschlossen.

Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.

In Großbritannien wurde im Vorjahr eine Sonderzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Höhe von 25 Mio. € geleistet.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.

Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche u. a. aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und demografisch) resultieren. Die kumulierten, noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.

Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt:

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in % 31.12.2009 31.12.2008
Abzinsungssatz 5,4 5,7
Erwartete Gehaltssteigerungen 3,5 3,3
Erwartete Rentensteigerungen 2,5 2,4

Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet:

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in % 2009 2008
Abzinsungssatz 5,7 5,4
Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 4,8 5,3
Erwartete Gehaltssteigerungen 3,3 3,8
Erwartete Rentensteigerungen 2,4 2,5

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 154.433 128.392
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 136.283 123.988
Unterdeckung 18.150 4.404
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 147.253 137.392
Nettoverpflichtungen 165.403 141.796
Nicht amortisierte versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) -22.187 -1.645
Bilanzbetrag 143.216 140.151

Der Bilanzbetrag ist ausschließlich im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthalten.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes:

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in Tausend € 2009 2008
Anwartschaftsbarwert zum 1. Januar 265.784 311.908
Währungsdifferenzen 8.173 -34.062
Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche 4.990 5.531
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 15.261 16.022
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 1.919 1.899
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 15.698 -24.114
Pensionszahlungen -10.139 -11.400
Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 301.686 265.784

Planvermögen

Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.

Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die zum 31. Dezember 2009 vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen.

Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u. a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren.

Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte leisten zu können.

Portfoliostruktur des Planvermögens auf Basis der beizulegenden Zeitwerte:

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in % 31.12.2009 31.12.2008
Festverzinsliche Wertpapiere 94 56
Liquide Mittel - 37
Immobilien 4 4
Aktien 1 1
Sonstiges 1 2
100 100

Die ausgegliederten Pensionsfonds enthalten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens langfristig eine Rendite von 4,1 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent).

Entwicklung des Planvermögens:

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in Tausend € 2009 2008
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 123.988 123.174
Währungsdifferenzen 7.951 -27.376
Erwartete Erträge aus Planvermögen 6.380 6.713
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) -4.944 -5.176
Zuwendungen durch Arbeitgeber 4.270 29.341
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 1.919 1.899
Pensionszahlungen -3.281 -4.587
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 136.283 123.988

Die Zuwendungen durch Arbeitgeber im Vorjahr enthalten eine Einmalzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Großbritannien in Höhe von 25 Mio. €.

Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das Planvermögen in Höhe von rund 4,4 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Zusammensetzung der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne:

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in Tausend € 2009 2008
Laufender Dienstzeitaufwand 4.990 5.531
Zinsaufwand 15.261 16.022
Erwartete Erträge aus Planvermögen -6.380 -6.713
Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 118 288
13.989 15.128

Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 1.436 T€ (Vorjahr: 1.537 T€).

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.

Fünfjahresübersicht:

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in Tausend € 2009 2008 2007 2006 2005
Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 301.686 265.784 311.908 314.331 286.731
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 136.283 123.988 123.174 114.942 101.488
Nettoverpflichtungen 165.403 141.796 188.734 199.389 185.243

Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt der Unterschied zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen zum 31. Dezember, können der folgenden Tabelle entnommen werden:

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in % 2009 2008
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) des Anwartschaftsbarwertes - 0,2
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) des Planvermögens -4,0 -4,2

(26) Übrige Rückstellungen

Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Tausend € Stand

01.01.2009
Währungs-

differenzen
Zuführung Verbrauch Auflösung Stand

31.12.2009
Rückstellungen im Personalbereich 98.719 598 86.246 50.326 2.142 133.095
Rückstellungen für Garantieverpflichtungen 23.640 120 26.685 30.984 4 19.457
Rückstellungen für belastende Verträge 20.579 281 14.127 7.077 1.446 26.464
Sonstige Rückstellungen 7.203 28 15.094 3.404 702 18.219
Übrige Rückstellungen 150.141 1.027 142.152 91.791 4.294 197.235

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und andere abgegrenzte Personalkosten.

Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich des Jahres 2009 betreffen in Höhe von 29.630 T€ (Vorjahr: - T€) Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen von Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg.

Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 18.857 T€ (Vorjahr: 1 5.526 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 8.059 T€ (Vorjahr: 7.403 T€) saldiert sind. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 8.987 T€ (Vorjahr: 2.746 T€) gebildet.

Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von 1.761 T€ (Vorjahr: 1.780 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von 49.247 T€ (Vorjahr: 35.622 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2009 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge.

Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 8.335 T€ (Vorjahr: 6.705 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen.

Die Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres berücksichtigen darüber hinaus in Höhe von 7,6 Mio. € bestehende Risiken aus der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes und der daher erfolgten Kündigung sämtlicher Händlerverträge zum Jahresende 2009.

(27) Finanzverbindlichkeiten

Für die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt:

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in Tausend € Verbindlichkeiten

gegenüber

Kreditinstituten
Schuldschein-

darlehen
Verbindlichkeiten

Finanzierung

Mietgeräte
Leasing-

verbindlichkeiten

Sachanlagen
Wechsel-

verbindlichkeiten
Finanz-

verbindlichkeiten
31.12.2009
Summe der künftigen Cashflows 140.149 186.821 65.107 33.041 1.095 426.213
Fällig innerhalb eines Jahres 93.237 7.786 22.043 5.871 1.095 130.032
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 23.776 179.035 37.246 11.442 - 251.499
Fällig nach mehr als fünf Jahren 23.136 - 5.818 15.728 - 44.682
Barwert der künftigen Cashflows 127.928 154.899 61.893 24.428 1.095 370.243
Fällig innerhalb eines Jahres 90.461 - 20.848 4.711 1.095 117.115
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 17.650 154.899 35.353 8.141 - 216.043
Fällig nach mehr als fünf Jahren 19.817 - 5.692 11.576 - 37.085
Künftige Zinsaufwendungen 12.221 31.922 3.214 8.613 - 55.970
31.12.2008
Summe der künftigen Cashflows 149.498 62.014 70.616 37.440 1.690 321.258
Fällig innerhalb eines Jahres 109.190 2.338 26.467 4.121 1.690 143.806
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 17.373 59.676 38.985 16.019 - 132.053
Fällig nach mehr als fünf Jahren 22.935 - 5.164 17.300 - 45.399
Barwert der künftigen Cashflows 139.295 54.846 61.612 27.204 1.690 284.647
Fällig innerhalb eines Jahres 107.562 - 22.986 2.794 1.690 135.032
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 12.377 54.846 33.838 12.071 - 113.132
Fällig nach mehr als fünf Jahren 19.356 - 4.788 12.339 - 36.483
Künftige Zinsaufwendungen 10.203 7.168 9.004 10.236 36.611

Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen.

Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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Währung Zinskondition Restlaufzeit der

Zinsbindung zum

31.12.2009
Nominalvolumen

zum

31.12.2009

in Tausend €
Bandbreite

effektive Zinssätze

2009
EUR variabel < 1 Jahr 9.092 EURIBOR + Marge
USD variabel < 1 Jahr 14.577 LIBOR + Marge
GBP variabel < 1 Jahr 14.067 LIBOR + Marge
Andere variabel < 1 Jahr 47.308 LIBOR + Marge
EUR fest 1-17 Jahre 34.251 4,0%-5,3%
Andere fest < 1-12 Jahre 15.195 5,2%-21,4%
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 134.490

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Währung Buchwerte zum

31.12.2009

in Tausend €
Nominalvolumen

zum

31.12.2008

in Tausend €
Bandbreite

effektive Zinssätze

2008
Buchwerte

zum

31.12.2008

in Tausend €
EUR 9.092 12.695 EURIBOR + Marge 12.695
USD 14.577 12.934 LIBOR + Marge 12.934
GBP 14.067 14.508 LIBOR + Marge 14.508
Andere 47.308 59.600 LIBOR + Marge 59.600
EUR 31.134 31.643 4,5%-5,3% 30.083
Andere 11.750 12.983 3,5%-22,6% 9.475
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 127.928 144.363 139.295

Zum 31. Dezember 2009 setzen sich die Schuldscheindarlehen im Jungheinrich-Konzern wie folgt zusammen:

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Endfälligkeit im Jahr Nominalzins Nominalbetrag

in Tausend €
Jungheinrich AG 2004 2011 Festzins + Marge 55.000
Jungheinrich AG 2009 (I) 2014 Festzins + Marge 46.500
Jungheinrich AG 2009 (II) 2014 EURIBOR + Marge 53.500
Schuldscheindarlehen 155.000

Im Berichtsjahr erfolgte die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100.000 T€ mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Zur Absicherung der variablen Zinsen wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.

Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von 59.270 T€ (Vorjahr: 59.373 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen.

Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.623 T€ (Vorjahr: 2.239 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 2.965 T€ (Vorjahr: 2.487 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt.

Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen, denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten.

(28) Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen

Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 32.164 T€ (Vorjahr: 32.107 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.

Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 635.671 T€ (Vorjahr: 611.063 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, sind am Bilanzstichtag wie folgt fällig:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Summe der künftigen Cashflows 699.286 680.885
Fällig innerhalb eines Jahres 217.093 199.289
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 472.200 466.348
Fällig nach mehr als fünf Jahren 9.993 15.248
Barwert der künftigen Cashflows 635.671 611.063
Fällig innerhalb eines Jahres 189.402 170.714
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 436.660 425.786
Fällig nach mehr als fünf Jahren 9.609 14.563
Künftige Zinsaufwendungen 63.615 69.822

In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 149.763 T€ (Vorjahr: 139.146 T€) enthalten.

(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 31 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 2.488 T€ (Vorjahr: 2.278 T€) enthalten.

Die sämtlich zum Rückzahlungsbetrag bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

(30) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.798 17.020
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 27.736 31.879
Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit 9.221 7.816
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 1.732 1.886
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 250 304
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.840 3.432
Sonstige Verbindlichkeiten 8.423 7.900
64.000 70.237

(31) Rechnungsabgrenzungsposten

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in Tausend € Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen Sonstige

Abgrenzungen
Rechnungs-

abgrenzungsposten
31.12.2009 61.145 29.100 19.388 109.633
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 23.083 8.813 5.697 37.593
Davon Restlaufzeit über 1 Jahr 38.062 20.287 13.691 72.040
31.12.2008 64.855 27.146 12.829 104.830
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 24.457 8.879 3.697 37.033
Davon Restlaufzeit über 1 Jahr 40.398 18.267 9.132 67.797

Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge.

Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 5.409 T€ (Vorjahr: - T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand.

(32) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Berichtsjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in Tausend € Bewertungs-

kategorie

nach IAS 39
Buchwert

31.12.2009
Fortgeführte

Anschaffungs-

kosten
Beizulegender

Zeitwert
Wertansatz

Bilanz nach

IAS 17
Beizulegender

Zeitwert

31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Liquide Mittel LaR 423.546 423.546 - - 423.546
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 313.113 313.113 - - 313.113
Forderungen aus Finanzdienstleistungen n.a. 476.905 - - 476.905 483.216
Wertpapiere FAHtM 65.080 65.080 - - 64.945
Sonstige Ausleihungen LaR 93 93 - - 93
Derivative finanzielle Vermögenswerte FAHfT 1.941 - 1.941 - 1.941
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 718 718 - - 718
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 96.222 96.222 - - 96.222
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 127.928 127.928 - - 127.736
Schuldscheindarlehen FLAC 154.899 154.899 - - 154.606
Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte FLAC/n.a. 61.893 59.270 - 2.623 61.893
Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen n.a. 24.428 - - 24.428 24.560
Sonstige Finanzverbindlichkeiten FLAC 1.095 1.095 - - 1.095
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen FLAC/n.a. 667.835 532.705 - 135.130 677.963
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 1.840 - 1.840 - 1.840
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 423 423 - - 423
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 737.470 737.470 - - 737.470
Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) 65.080 65.080 - - 64.945
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 1.941 - 1.941 - 1.941
Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) 972.542 972.542 - - 980.517
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 1.840 - 1.840 - 1.840

Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Vorjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in Tausend € Bewertungs-

kategorie

nach IAS 39
Buchwert

31.12.2008
Fortgeführte

Anschaffungs-

kosten
Beizulegender

Zeitwert
Wertansatz

Bilanz nach

IAS 17
Beizulegender

Zeitwert

31.12.2008
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Liquide Mittel LaR 198.061 198.061 - - 198.061
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 395.183 395.183 - - 395.183
Forderungen aus Finanzdienstleistungen n.a. 459.864 - - 459.864 468.280
Wertpapiere FAHtM 63.455 63.455 - - 63.455
Sonstige Ausleihungen LaR 101 101 - - 101
Derivative finanzielle Vermögenswerte FAHfT 12.931 - 12.931 - 12.931
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 824 824 - - 824
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 116.895 116.895 - - 116.895
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 139.295 139.295 - - 139.521
Schuldscheindarlehen FLAC 54.846 54.846 - - 54.129
Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte FLAC/n.a. 61.612 59.373 - 2.239 61.612
Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen n.a. 27.204 - - 27.204 28.870
Sonstige Finanzverbindlichkeiten FLAC 1.690 1.690 - - 1.690
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen FLAC/n.a. 643.170 519.169 - 124.001 658.262
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 3.432 - 3.432 - 3.432
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 424 424 - - 424
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 594.169 594.169 - - 594.169
Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) 63.455 63.455 - - 63.455
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 12.931 - 12.931 - 12.931
Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) 891.692 891.692 - - 902.529
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 3.432 - 3.432 - 3.432

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 7 einer von 3 Bewertungsstufen zuzuordnen. Jungheinrich ermittelt die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente ausschließlich basierend auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 2.

Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Buchwerte der kurzfristig endfälligen, verzinslichen Wertpapiere entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte für langfristig endfällige, verzinsliche Wertpapiere entsprechen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag.

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind.

Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien:

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aus der Folgebewertung
in Tausend € aus Zinsen zum

beizulegenden

Zeitwert
Wertberichtigungen Nettoergebnis

2009
Nettoergebnis

2008
--- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables (LaR) 2.520 - -4.852 -2.332 5.023
Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) 1.381 - - 1.381 637
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT/FLHfT) 1.923 - 1.923 3.719
Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) -38.795 - - -38.795 -38.527

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren (FAHtM) werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Nettoergebnisse aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) sind in den Umsatzkosten sowie im Finanzergebnis enthalten.

Sonstige Erläuterungen

(33) Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wird der Erwerb bzw. Verkauf von Wertpapieren mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, erfasst.

Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.

Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung stehen. Es bestehen Bankguthaben in Höhe von 2.485 T€ (Vorjahr: 2.242 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet sind. Der Finanzmittelbestand besteht im Berichtsjahr unverändert fast ausschließlich aus Bankguthaben.

(34) Eventualschulden

Die Höhe der Eventualschulden ist nicht quantifizierbar.

Rechtsstreitigkeiten

Im Zusammenhang mit der Schließung der Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis (Frankreich), und dem zum Jahresende 2005 eröffneten Insolvenzverfahren sind verschiedene Gerichtsverfahren, insbesondere von betroffenen Arbeitnehmern gegen Konzernunternehmen, anhängig oder könnten in Zukunft eingeleitet werden. Aufgrund einiger noch nicht rechtskräftiger Urteile wurden im Berichtsjahr für eventuelle finanzielle Belastungen Rückstellungen im erforderlichen Umfang gebildet.

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes sind gerichtliche bzw. schiedsgerichtliche Verfahren, insbesondere mit Vertriebspartnern der Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia (USA), nicht ausgeschlossen. Hierfür wurden im Konzernabschluss Rückstellungen in angemessener Höhe vorgenommen.

Darüber hinaus sind Konzernunternehmen nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten 2 Jahre hatten.

Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse.

(35) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen besteht zum Bilanzstichtag in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Fällig innerhalb eines Jahres 37.355 36.204
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 60.346 53.758
Fällig nach mehr als fünf Jahren 20.210 16.176
117.911 106.138

Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den "Operating Leases" beliefen sich für 2009 auf 41.262 T€ (Vorjahr: 44.529 T€).

(36) Risikomanagement und Finanzinstrumente

Grundsätze des Risikomanagements

Der Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsrisiko, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind.

Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden.

Die Verantwortung für die Einleitung von erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens.

Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements.

Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko.

Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System ermöglicht.

Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag.

Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführung zu den Ausfallrisiken verwiesen.

Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an Risiko minimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktivischer oder passivischer Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen stellt für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum keine Anteile in Aktien hielt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden variabel und fest verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktivischen und passivischen verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt.

Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 850 T€ (31. Dezember 2008: 1.045 T€) höher (niedriger) gewesen. Da die Erträge und Aufwendungen aller in die Betrachtung einfließenden Finanzinstrumente in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden, ergibt sich für das Eigenkapital kein zusätzlicher Effekt.

Devisenkursrisiken

Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte ein.

Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet.

Zur Risikosteuerung definiert der Vorstand eine maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern. Darüber hinaus wird das Risiko einzelner Konzerngesellschaften durch festgelegte Unterlimits gesteuert. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die ermittelten Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber.

Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2009 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 244 T€ (Vorjahr: 1.111 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 244 T€ (Vorjahr: 345 T€) und einem Maximum von 1.290 T€ (Vorjahr: 1.111 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 715 T€ (Vorjahr: 792 T€).

Ausfallrisiken

Jungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es liegen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen vor.

Liquiditätsrisiken

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Neben den bestehenden kurzfristigen und mittelfristigen Kreditlinien wurde im Berichtsjahr ein Schuldscheindarlehen platziert. Die Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt.

Der Konzern ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich im Allgemeinen um internationale Finanzinstitute. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten.

Sicherungsbeziehungen

Der Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings u. a. zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden.

Des Weiteren werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan gegen Zinsrisiken gesichert.

Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals.

Nominalwerte von Sicherungsinstrumenten

Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte belaufen sich zum Stichtag auf 169.091 T€ (Vorjahr: 177.773 T€).

Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Laufzeit dieser Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus.

Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 54.008 T€ (Vorjahr: 663 T€) und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen. Die Laufzeiten der Zinssicherungen entsprechen denen der abgesicherten Grundgeschäfte und weisen eine Laufzeit bis zum Jahr 2014 auf.

Die aufgeführten Kontraktvolumina bzw. die Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten stellen nicht immer Volumina dar, die von den Kontrahenten ausgetauscht werden, und sind daher nicht unbedingt ein Maßstab für das Risiko, dem Jungheinrich durch ihren Einsatz ausgesetzt ist.

Marktwerte von Sicherungsinstrumenten

Der Marktwert eines Sicherungsinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres waren keine Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Devisenoptionen des Vorjahres wurden zum 31. Dezember 2008 mittels Optionspreismodellen bewertet. Der Marktwert von Zinsderivaten wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt.

Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Sonstige Vermögenswerte 1.941 12.931
Sonstige Verbindlichkeiten 1.840 3.432

Die Marktwerte der Zinssicherungen sind in Höhe von 63 T€ (Vorjahr: 16 T€) Bestandteil der sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.

(37) Segmentinformationen

Jungheinrich ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik.

Mit Inkrafttreten des IFRS 8 "Geschäftssegmente" zum 1. Januar 2009 führt Jungheinrich eine Segmentberichterstattung ein, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur folgt. Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden damit die beiden neuen berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt.

Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.

Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die eigene Finanzierungsstruktur ein.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.

Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Geschäftssegmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 1.224 T€ (Vorjahr: -812 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern.

Die Investitionen, Abschreibungen und Wertminderungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen.

Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.

Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2009 dargestellt:

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in Tausend € Intralogistik Finanzdienst-

leistungen
Summe

Segmente
Überleitung Jungheinrich-

Konzern
Außenumsatzerlöse 1.339.986 336.709 1.676.695 - 1.676.695
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 353.866 41.109 394.975 -394.975 -
Umsatzerlöse gesamt 1.693.852 377.818 2.071.670 -394.975 1.676.695
Segmentergebnis (EBIT) -56.246 -8.156 -64.402 -7.330 -71.732
Zinsen und ähnliche Erträge 4.456 34.585 39.041 -783 38.258
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.869 25.069 38.938 -783 38.155
Sonstiges Finanzergebnis -2.852 - -2.852 - -2.852
Ergebnis vor Steuern (EBT) -68.511 1.360 -67.151 -7.330 -74.481
Ertragsteuern -19.303
Ergebnis nach Steuern -55.178
Langfristige Vermögenswerte
Investitionen 52.559 3 52.562 - 52.562
Abschreibungen 44.959 11 44.970 - 44.970
Wertminderungen 14.590 - 14.590 - 14.590
Segmentvermögen 1.536.078 856.619 2.392.697 -186.025 2.206.672
Eigenkapital 601.875 17.421 619.296 -72.731 546.565
Schulden 934.203 839.198 1.773.401 -113.294 1.660.107
Segmentschulden 1.536.078 856.619 2.392.697 -186.025 2.206.672

Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2008 dargestellt:

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in Tausend € Intralogistik Finanzdienst-

leistungen
Summe

Segmente
Überleitung Jungheinrich-

Konzern
Außenumsatzerlöse 1.802.612 342.520 2.145.132 - 2.145.132
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 404.242 26.612 430.854 -430.854 -
Umsatzerlöse gesamt 2.206.854 369.132 2.575.986 -430.854 2.145.132
Segmentergebnis (EBIT) 134.246 -6.740 127.506 -5.739 121.767
Zinsen und ähnliche Erträge 11.096 30.882 41.978 -1.893 40.085
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.199 23.089 42.288 -1.893 40.395
Ergebnis vor Steuern (EBT) 126.143 1.053 -310 -5.739 121.457
Ertragsteuern 44.731
Ergebnis nach Steuern 76.726
Langfristige Vermögenswerte
Investitionen 79.392 10 79.402 - 79.402
Abschreibungen 43.372 8 43.380 - 43.380
Wertminderungen 1.287 - 1.287 - 1.287
Segmentvermögen 1.523.803 828.614 2.352.417 -173.403 2.179.014
Eigenkapital 676.027 15.539 691.566 -66.519 625.047
Schulden 847.776 813.075 1.660.851 -106.884 1.553.967
Segmentschulden 1.523.803 828.614 2.352.417 -173.403 2.179.014

Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" des Jahres 2009 sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten - neben den planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen - die Zuführung zu den Rückstellungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen von Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg in Höhe von insgesamt 29,6 Mio. € sowie die Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen für bestehende Risiken aus der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes in Höhe von 7,6 Mio. € enthalten.

Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert.

Umsatzerlöse nach Regionen

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in Tausend € 2009 2008
Deutschland 466.300 556.552
Übriges Europa 1.118.249 1.467.491
Übrige Länder 92.146 121.089
1.676.695 2.145.132

Langfristige Vermögenswerte nach Regionen

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Deutschland 215.449 225.652
Übriges Europa 86.600 82.648
Übrige Länder 2.502 2.940
Konsolidierung 111 3.126
304.662 314.366

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich war.

(38) Ergebnis je Aktie

Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern.

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2009 2008
Konzernergebnis in Tausend € -55.178 76.726
Im Umlauf befindliche Stückaktien
Stammaktien in Tsd. Stück 18.000 18.000
Vorzugsaktien in Tsd. Stück 16.000 16.000
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert)
Ergebnis je Stammaktie in € -1,65 2,23
Ergebnis je Vorzugsaktie in € -1,59 2,29

Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stamm- bzw. Vorzugsaktien.

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.

(39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 eingetreten sind, liegen nicht vor.

(40) Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, im Berichtsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

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in Tausend € 2009 2008
Abschlussprüfung 402 409
Andere Bestätigungsleistungen 57 54
Steuerberatungsleistungen 24 -
Sonstige Leistungen 109 21
592 484

(41) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich AG Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahe stehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen:

Empfangene Lieferungen und Leistungen:

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in Tausend € Anteil

in %
2009 2008
JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 24.244 34.462
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 218 218
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 3.240 8.866
ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich 25 4.028 -

Verbindlichkeiten:

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in Tausend € Anteil

in %
31.12.2009 31.12.2008
JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 1.691 1.639
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 678 639
ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich 25 119 -

Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.

(42) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 323 T€ (Vorjahr: 925 T€).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2009 auf 1.312 T€ (Vorjahr: 1.652 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2009 den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes 262 T€ (Vorjahr: 244 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 9 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 13. Juni 2006 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt.

Für frühere Mitglieder des Vorstandes sind Bezüge in Höhe von 621 T€ (Vorjahr: 1.080 T€) als Aufwand erfasst.

Zum 31. Dezember 2009 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG.

Zum 31. Dezember 2009 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 7.439 T€ (Vorjahr: 7.529 T€) gebildet.

(43) Inanspruchnahme des § 264b HGB

Die nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht:

Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalkreis
Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden
Tinus Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg

(44) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Im Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese danach den Aktionären auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht.

Hamburg, den 12. März 2010

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 12. März 2010

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Hans-Georg Frey

Dr. Volker Hues

Dr. Helmut Limberg

Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 12. März 2010

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dinter, Wirtschaftsprüfer

Reiher, Wirtschaftsprüfer

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 (4) HGB

der Jungheinrich AG, Hamburg

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2009 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

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Name und Sitz Anteil am

Kapital

%
Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg 100
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg 100
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalkreis 100
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg 100
Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg 100
TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg 94
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg 100
Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich 100
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden 100
Jungheinrich Finances Holding S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich France S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich Financial Services S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100
Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien 100
Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100
Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100
Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100
Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100
Jungheinrich de España S.A., Abrera/Barcelona, Spanien 100
Jungheinrich Rental S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100
Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100
Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande 100
Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz 100
Jungheinrich n.v./s.a., Leuven, Belgien 100
Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich 100
Jungheinrich Polska Sp. z.o.o., Ozarow Mazowiecki/Warschau, Polen 100
Jungheinrich Norge A/S, Oslo, Norwegen 100
Jungheinrich (ČR) s.r.o., Ricany/Prahy, Tschechien 100
Jungheinrich Svenska AB, Malmö, Schweden 100
Jungheinrich Hungária Kft, Biatorbagy/Budapest, Ungarn 100
Jungheinrich Danmark A/S, Tåstrup, Dänemark 100
Jungheinrich, d.o.o., Trzin, Slowenien 100
Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro/Lissabon, Portugal 100
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland 100
Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes/Athen, Griechenland 100
Jungheinrich Istif Makinalari San. ve. Tic. Ltd. Sti., Alemdag - Istanbul, Türkei 100
Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei 100
Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur 100
Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiai -SP, Brasilien 100
Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA 100
Jungheinrich Lift Truck OOO, Moskau, Russland 100
Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine 100
Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland 100
Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen 100
Jungheinrich Lift Truck OY, Kerava, Finnland 100
Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100
Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu/Shanghai, China 100
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn/Bangkok, Thailand 100
Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston/Texas, USA 100
SOMA Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG, Düsseldorf1) 0

1) Einbeziehung als Zweckgesellschaft gemäß SIC 12

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2009 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen:

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Name und Sitz Anteil am

Kapital

%
JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien 50
Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim/Ts. 50
Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China 25
ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich 25

In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2009 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen:

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Name und Sitz Anteil am

Kapital

%
Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg1) 100
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs-GmbH, Klipphausen/Dresden1) 100
Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich2) 100
Ameise Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland1) 100
Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA1) 100
Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg1) 100
FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio de Janeiro, Brasilien1) 100
Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien1) 50
Supralift Beteiligungs- und Kommunikationsgesellschaft mbH, Hofheim/Ts.1) 50

1) nicht einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung

2) nicht einbezogen aufgrund Insolvenz zum 14.12.2005

Lagebericht der Jungheinrich AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Jungheinrich AG gehört mit ihren Beteiligungsunternehmen zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt Jungheinrich - unverändert wie im Vorjahr - in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden in konzerneigenen Werken in Deutschland hergestellt. Eine kleine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt produziert. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren/Niederlassungen in Deutschland und konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen katalog- und internetgestützten Versandhandel. Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Sie führt mit ihren in der Form der AG & Co. KG gehaltenen Tochtergesellschaften Jungheinrich Vertrieb Deutschland, Jungheinrich Export, Jungheinrich Norderstedt und Jungheinrich Landsberg (Produktion) sowie Jungheinrich Ersatzteillogistik verbundene Geschäfte durch, wie z. B. Handelstätigkeiten, Beratung und Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen.

Sofern die Jahresergebnisse der vorgenannten Kommanditgesellschaften positiv waren, wurden diese zeitgleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und unter dem Beteiligungsergebnis ausgewiesen.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Wachstumsraten ausgewählter Wirtschaftsregionen

Bruttoinlandsprodukt in %

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Region 2009 2008
Welt -0,8 3,0
USA -2,4 0,4
China 8,7 9,0
Eurozone -4,0 0,6
Deutschland -5,0 1,3

Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: März 2010)

Im Berichtszeitraum 2009 erreichte die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt. Der in der zweiten Jahreshälfte 2008 weltweit einsetzende Konjunkturabschwung beschleunigte sich in der ersten Jahreshälfte 2009. Vor allem die Volkswirtschaften Nordamerikas und Westeuropas gerieten in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit. Erst im Verlauf der zweiten Jahreshälfte löste sich die Weltwirtschaft allmählich aus der Rezession, und die meisten Wirtschaftsregionen kehrten zu leichtem Wachstum zurück. Die zahlreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete im Gesamtvolumen von ca. 3 Billionen € hatten hieran maßgeblichen Anteil. Im 4. Quartal 2009 setzte sich die Erholung der Weltwirtschaft mit regionalen Unterschieden fort. Unterstützt wurde die Konjunkturerholung von deutlich gesunkenen Energiepreisen als Folge der geringeren Nachfrage durch den rückläufigen Welthandel. Demgegenüber wiesen Buntmetalle eine steigende Preisentwicklung auf, während die Preise für Stahl noch etwas nachgaben. Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft ging 2009 um 0,8 Prozent (Vorjahr: plus 3,0 Prozent) zurück. Ein stärkerer Rückgang wurde von einem weiterhin kräftigen Wirtschaftswachstum in China verhindert, wohingegen die Wirtschaftsleistung in den USA und noch stärker in Europa im Vergleich zum Vorjahr drastisch abnahm. In den Ländern der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft um 4,0 Prozent (Vorjahr: plus 0,6 Prozent). Auch die meisten Länder Mittel- und Osteuropas litten unter den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und verzeichneten aufgrund der engen Verflechtung mit den westeuropäischen Volkswirtschaften eine stark rückläufige Wirtschaftsentwicklung. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland war im Berichtszeitraum als Folge der hohen Exportabhängigkeit und stark rückläufiger Ausrüstungsinvestitionen mit 5,0 Prozent (Vorjahr: plus 1,3 Prozent) noch größer als im europäischen Durchschnitt. Hiervon war der deutsche Maschinenbau in erheblichem Maße betroffen. Dort sank die Nachfrage aus dem Ausland um 39 Prozent (Vorjahr: minus 7,0 Prozent), aus dem Inland um 37 Prozent (Vorjahr: minus 6 Prozent).

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stück

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Region 2009 2008
Welt 546,8 871,5
Europa (inkl. Türkei) 203,1 374,7
davon Osteuropa 20,5 70,9
Nordamerika 98,3 159,3
Asien 203,7 259,3
davon China 117,9 113,4
Übrige Regionen 41,7 78,2

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Die Flurförderzeugindustrie wurde im Berichtszeitraum massiv vom weltweiten Wirtschaftsabschwung getroffen. Der im 4. Quartal 2008 zu verzeichnende starke Marktrückgang setzte sich in der ersten Jahreshälfte 2009 ungebremst fort und führte zu einer Halbierung des weltweiten Marktvolumens. Im weiteren Verlauf belebte sich die Nachfrage nach Flurförderzeugen etwas. Dennoch ging das Weltmarktvolumen im Jahr 2009 insgesamt um 37 Prozent auf 547 Tsd. Flurförderzeuge (Vorjahr: 872 Tsd. Einheiten) zurück. Wie im Vorjahr entfielen die stärksten Rückgänge auf Nordamerika und Europa. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen in Europa sank um 46 Prozent auf 203 Tsd. Stapler (Vorjahr: 375 Tsd. Einheiten). Der nordamerikanische Markt setzte seine seit mehreren Jahren rückläufige Entwicklung fort und wies einen Marktrückgang um 38 Prozent auf 98 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 159 Tsd. Einheiten) auf. Asien verzeichnete dagegen nur einen Rückgang von 21 Prozent auf 204 Tsd. Geräte (Vorjahr: 259 Tsd. Einheiten). Gestützt wurde diese Entwicklung von China, das auf ein Marktwachstum von 4 Prozent kam. Von dem weltweiten Markteinbruch waren die Fahrzeuge der Lagertechnik unterdurchschnittlich mit 31 Prozent betroffen, während die Gegengewichtsstapler einen Rückgang von 41 Prozent aufwiesen.

Schwerpunkte und Aktivitäten

Die wesentlichen Schwerpunkte der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2009 bildeten die umfassenden Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten an die schwache Marktnachfrage, die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Produktionswerkes, vertriebsstrategische Weichenstellungen sowie die mittelfristige Sicherung der Unternehmensfinanzierung. Basierend auf entsprechenden Risikoszenarien hatte sich Jungheinrich Ende 2008 rechtzeitig auf den weltweit massiven Markteinbruch bei Flurförderzeugen eingestellt und Maßnahmen eingeleitet, um den drohenden Folgen zu begegnen. Neben dem Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten sowie der Einführung von Kurzarbeit und teilweisen Freistellungen wurden 2009 im erheblichen Umfang Personalkapazitäten abgebaut. Zusätzlich wurden Strukturprojekte zur Ertragsverbesserung in allen Fachbereichen eingeleitet und umgesetzt. Die daraus resultierenden Personalanpassungen, die bis in das Jahr 2011 hineinreichen werden, führten zu erheblichen Einmalkosten zum 31.12.2009 in den Jahresabschlüssen der inländischen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden in den Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG das Investitionsvolumen, der Bestand an Mietflottenfahrzeugen und das Working Capital den veränderten Rahmenbedingungen angepasst und deutlich reduziert. Dadurch verbesserte sich die Nettofinanzposition der Jungheinrich AG wesentlich.

Das neue Produktionswerk für Elektro-Niederhubwagen in Landsberg wurde 2009 planmäßig fertiggestellt. Am 1. Juli 2009 lief die Produktion in dem als eigenständiges "Center of Excellence" konzipierten Werk an. Dort befinden sich neben der Herstellung auch die Produktentwicklung und das Produktmanagement der betreffenden Fahrzeuge. Die ersten beiden Fahrzeugreihen wurden aus der Produktlinie für Elektro-Niederhubwagen aus dem Werk Norderstedt übernommen. In der ersten Jahreshälfte 2010 folgen weitere für Landsberg vorgesehene Fahrzeugreihen.

Zur Stärkung seiner strategischen Position im Bereich der immer komplexeren Logistiksysteme erwarb Jungheinrich eine Beteiligung an einem der führenden Softwarehäuser, der ISA - Innovative Systemlösungen für Automation GmbH mit Sitz in Graz (Österreich). Mitte des Jahres 2009 wurde das Nordamerika-Geschäft neu ausgerichtet. Dazu schloss Jungheinrich mit der Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (kurz: MCFA), Houston, Texas (USA), entsprechende Vereinbarungen zur Belieferung der Märkte USA, Kanada und Mexiko mit Jungheinrich-Produkten ab 1. Januar 2010. Hierzu wird Jungheinrich Lagertechnikgeräte speziell für den nordamerikanischen Markt in einem eigenen Entwicklungszentrum in Houston entwickeln.

Zur Absicherung der Unternehmensfinanzierung wurde gegen Ende des Jahres 2009 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren platziert. Damit stehen dem Unternehmen die notwendigen finanziellen Mittel zur Wachstumsfinanzierung in den kommenden Jahren zur Verfügung. Dieser Schritt stellt eine ergänzende Maßnahme zum bereits 2008 vereinbarten und noch mit einer Restlaufzeit von zwei bis vier Jahren ausgestatteten mittelfristigen Kreditrahmen über rund 300 Mio. € dar.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Ertragslage 2009 wurde wesentlich vom Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften und den sich daraus ergebenden gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Beteiligungserträgen sowie höheren Unterstützungsleistungen an ausländische Vertriebsgesellschaften bestimmt. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG verminderten sich im Berichtsjahr um 9 Prozent auf 167,8 Mio. € (Vorjahr: 184,0 Mio. €). Maßgebend hierfür war der Rückgang der Umsätze mit Ersatzteilen, die konjunkturbedingt um rund 10 Prozent auf 131,4 Mio. € (Vorjahr: 145,2 Mio. €) sanken. Es handelt sich hierbei vorwiegend um Ersatzteillieferungen an die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Diese Entwicklung war ungeachtet der gesunkenen Auslastung der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge von einer relativ stabilen Kundennachfrage nach Serviceleistungen gekennzeichnet. Trotz des stark verringerten Volumens der in den Konzernwerken gefertigten Fahrzeuge stieg der Marktbesatz an Jungheinrich-Fahrzeugen, die weltweit bei Kunden im Einsatz sind, weiter an.

Die Umsätze aus Holding-Aktivitäten, im Wesentlichen die Berechnung von erbrachten Servicecenter-Leistungen, verringerten sich um 17 Prozent auf 22,8 Mio. € (Vorjahr: 27,6 Mio. €). Demgegenüber erhöhten sich die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen um 22 Prozent auf 13,1 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einbeziehung des Werkes Landsberg und der Elektronikfertigung am Standort Norderstedt zurückzuführen.

Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt:

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in Mio. € 2009 2008
Materialaufwand 64,4 71,3
Personalaufwand 63,0 63,8
Abschreibungen auf das Anlagevermögen - ohne Finanzanlagen - 9,2 13,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 89,9 81,5

Der Materialaufwand verminderte sich proportional zur Umsatzentwicklung um rund 10 Prozent auf 64,4 Mio. € (Vorjahr: 71,3 Mio. €). Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Verwaltungskosten der in der Jungheinrich AG geführten Holding- und Zentralbereiche. Der Personalaufwand beinhaltet u. a. die Zuführung zu Personalrückstellungen aufgrund von Altersteilzeit und Abfindungen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rund 10 Prozent auf 89,9 Mio. € (Vorjahr: 81,5 Mio. €) steht im Zusammenhang mit gegenüber dem Vorjahr höheren Unterstützungsleistungen an ausländische Vertriebsgesellschaften sowie der Zuführung von Rückstellungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten. Ergebnisentlastend wirkten sich im Wesentlichen die konjunkturbedingt rückläufige Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen, der Entfall der Kosten für die nur alle drei Jahre stattfindende Branchenmesse CeMAT sowie Kosteneinsparungen aus dem Abbau von Arbeitszeitkonten und Urlaubsansprüchen aus.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betreffen Abschreibungen auf Immobilien, Betriebs- und Geschäftsaustattung sowie Ersatzteilbelieferungsrechte und sonstige Schutzrechte. Das Abschreibungsvolumen verminderte sich auf 9,2 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in den Abschreibungen des Vorjahres 3,6 Mio. € enthalten waren, die steuerrechtliche Abschreibungen für ein Grundstück und außerplanmäßige Abschreibungen für Ersatzteilbelieferungsrechte betrafen.

Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigt im Berichtszeitraum folgendes Bild:

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in Mio. € 2009 2008
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern -21,9 24,3
Zinsergebnis 4,0 14,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -17,9 38,5
Ertrag- und sonstige Steuern -8,1 -2,0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -9,8 40,5

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, das um Steuerumlagen gekürzte Beteiligungserträge von 17,2 Mio. € (Vorjahr: 53,4 Mio. €) beinhaltet, erreichte minus 21,9 Mio. € (Vorjahr: plus 24,3 Mio. €). Das Zinsergebnis fiel um 10,2 Mio. € auf 4,0 Mio. € (Vorjahr: 14,2 Mio. €). Das resultierte einerseits aus dem stark gesunkenen Zinsniveau bei der Geldanlage und andererseits aus dem geringeren Finanzbedarf der Tochtergesellschaften als Folge des starken Abbaus des Working Capital. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank auf minus 17,9 Mio. € (Vorjahr: plus 38,5 Mio. €). Die Ertrag- und sonstigen Steuern führten im Berichtsjahr zu Erträgen von 8,1 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €). Diese beinhalten Erträge aus Ertragsteuerumlagen in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr: 22,6 Mio. €), die die Jungheinrich AG von den erwähnten operativen Tochtergesellschaften erhob, weil deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Der Jahresfehlbetrag der Jungheinrich AG betrug 9,8 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss 40,5 Mio. €). Zur Schaffung des Bilanzgewinnes in Höhe von 1,9 Mio. € wurden andere Gewinnrücklagen in Höhe von 11,7 Mio. € aufgelöst. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, an die Stammaktionäre keine Dividende (Vorjahr: 0,49 € je Stammaktie) und an die Vorzugsaktionäre die Mindestdividende in Höhe von 0,12 € (Vorjahr: 0,55 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.

Investitionen

Das Investitionsvolumen hat sich im Berichtsjahr 2009 um 2,9 Mio. € auf 29,6 Mio. € (Vorjahr: 26,7 Mio. €) erhöht. Von dem Investitionsvolumen entfiel ein Betrag in Höhe von 22,6 Mio. € auf den Erwerb von Schutzrechten für Produkt-Know-how von der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG. Mit diesem Erwerb wird das Ziel verfolgt, Schutzrechte zentral zu bündeln und zu kontrollieren. Ebenso wurde in den Ausbau der Immobilien an den deutschen Vertriebsstandorten investiert.

Finanz- und Vermögenslage

Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2009 auf 974,1 Mio. € (Vorjahr: 815,8 Mio. €).

Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild:

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2008
Anlagevermögen 365,0 347,6
Vorräte 20,0 24,1
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 149,6 244,3
Liquide Mittel und Wertpapiere 438,7 199,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 0,7
Bilanzsumme 974,1 815,8

Das Anlagevermögen stieg auf 365,0 Mio. € (Vorjahr: 347,6 Mio. €) und war maßgeblich durch die Investitionen in die Schutzrechte bestimmt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen 135,9 Mio. € (Vorjahr: 231,7 Mio. €). Sie beinhalten neben den Ansprüchen aus dem Warenverkehr mit Tochtergesellschaften auch die Bereitstellung von liquiden Mitteln an die Gesellschaften. Der starke Rückgang resultiert aus der verbesserten Liquiditätssituation mit dem starken Abbau des Working Capital der inländischen Werke. Vor allem hieraus und aus der Begebung des Schuldscheindarlehens über 100 Mio. € ergab sich ein entsprechender Anstieg der liquiden Mittel und Wertpapiere um 239,6 Mio. € auf 438,7 Mio. € (Vorjahr: 199,1 Mio. €). Der Netto-Cashflow der Jungheinrich AG sank im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der Verlustsituation auf minus 0,3 Mio. € (Vorjahr: plus 55,0 Mio. €).

Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild:

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in Mio. € 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 548,2 575,6
Rückstellungen für Pensionen 26,1 25,8
Übrige Rückstellungen 29,7 28,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 155,0 57,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,7 5,2
Übrige Verbindlichkeiten 211,4 123,4
Bilanzsumme 974,1 815,8

Das Eigenkapital der Jungheinrich AG verminderte sich zum Bilanzstichtag auf 548,2 Mio. € (Vorjahr: 575,6 Mio. €) als Folge der negativen Ergebnisentwicklung insbesondere in den Tochtergesellschaften. Die Eigenkapitalquote sank auf 56,3 Prozent (Vorjahr: 70,6 Prozent). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich auf 155,0 Mio. € (Vorjahr: 57,1 Mio. €). Dieser Anstieg resultiert aus der Platzierung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 209,2 Mio. € (Vorjahr: 120,0 Mio. €). Die Erhöhung resultiert aus der Freisetzung von Working Capital in den operativen Tochtergesellschaften.

Kapitalrenditen

Die Renditezahlen der Jungheinrich AG zeigen folgendes Bild:

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in % 2009 2008
Eigenkapitalrendite -1,7 7,2
Gesamtkapitalrendite -0,7 5,9

Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Jahresüberschuss/-fehlbetrag : durchschnittliches Eigenkapital x 100

Gesamtkapitalrendite = Jahresüberschuss/-fehlbetrag + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100

Die verschlechterte Ertrags- und Vermögenslage der Jungheinrich AG spiegelt sich in den negativen Kapitalrenditen wider. Die Eigenkapitalrendite fiel auf minus 1,7 Prozent nach plus 7,2 Prozent im Vorjahr. Die Gesamtkapitalrendite sank auf minus 0,7 Prozent (Vorjahr: plus 5,9 Prozent).

Mitarbeiter

Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2009 insgesamt 845 Mitarbeiter, davon 144 Auszubildende (Vorjahr: 860 Mitarbeiter, davon 137 Auszubildende). Darüber hinaus waren 9 (Vorjahr: 21) Leiharbeitnehmer eingesetzt. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hatte die Jungheinrich AG die im Jahr 2008 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2010.

Grundzüge des Vergütungssystems

Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die sich an wertschaffenden Kenngrößen wie Umsatz- und Kapitalrendite (ROS bzw. ROCE) orientieren.

Vergütung des Vorstandes

Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat zuständig, der auf Vorschlag des Personalausschusses das Vergütungssystem hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit überprüft. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist durch Performanceorientierung charakterisiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles ist die EBIT-Umsatzrendite (ROS) des Jungheinrich-Konzerns. Sie orientiert sich am Erfüllungsgrad einer Zielrendite entsprechend der strategischen Ausrichtung, die jährlich überprüft wird und angepasst werden kann. Die Auszahlung des variablen Anteiles erfolgt nachträglich einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.

Das Vergütungssystem der Jungheinrich AG für die Mitglieder des Vorstandes wird derzeit überarbeitet. Aufgrund des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung müssen nunmehr für die neu abzuschließenden Dienstverträge die variablen Bestandteile um Komponenten mit längerfristigem Bezug ergänzt werden. Die entsprechende Neuregelung soll 2011 eingeführt werden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt, Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag der oben genannten Gesamtvergütung, über die Aufteilung beschließt der jeweilige Ausschuss. Eine Anpassung des Vergütungsmodells für die Mitglieder des Aufsichtsrates befindet sich in der Prüfung und Überarbeitung.

Forschung und Entwicklung

Die Jungheinrich AG ist zuständig für die konzernübergreifende Grundlagenentwicklung. Die Aufwendungen der Jungheinrich AG einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter betrugen 4,3 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €).

Grundlagenentwicklung

Im Berichtszeitraum blieb die Energieeffizienz von Antriebssystemen ein Schlüsselthema der zentralen Forschung. Für Energiesysteme auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien wurden Konzepte erarbeitet, die einen wirtschaftlichen Einsatz in der Zukunft in Aussicht stellen. Zudem konnte die Zuverlässigkeit dieser neuen Technologie gut beurteilt werden. Bei den Elektroantrieben stand weiterhin ein niedriger Energieverbrauch bei gleichzeitig hoher Leistung im Vordergrund. Für verbrennungsmotorische Stapler wurden diverse Hybridantriebskonzepte untersucht, wirtschaftlich bewertet und das Einsparpotenzial beim Treibstoffverbrauch nachgewiesen. Auf diese Weise unterstrich Jungheinrich seine Kompetenz im Bereich effizienter Antriebssysteme.

Die Weiterentwicklung von Logistiksystemen bietet Jungheinrich eine gute Möglichkeit, das Produktprogramm auszubauen. Durch die intelligente Verknüpfung von Flurförderzeugen, Ladungsträgern und Lagerverwaltungssystemen sind erhebliche Effizienzsteigerungen in der Lagerlogistik realisierbar. Das Augenmerk lag im Jahr 2009 auf der Erforschung von Assistenzsystemen, die den Staplerfahrer unterstützen und damit die Produktivität und die Zuverlässigkeit in den Logistikprozessen steigern.

Die hohe Effizienz des Jungheinrich Produkt-Entstehungsprozesses wurde in Benchmarking-Untersuchungen mit anderen Herstellern bestätigt. Einige strukturelle und prozessorientierte Maßnahmen wurden eingeführt, um Synergieeffekte zu erzielen. Beispiele hierfür: Fast alle Dauertests für Fahrzeuge werden nun zentral durchgeführt; durch Umstrukturierung wurde linienübergreifend eine neue Grundlagenentwicklung für Komponenten aufgebaut.

Erklärung zur Unternehmensführung

Gemäß § 289a HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte AG verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung hat das Unternehmen auf seiner Internetseite unter www.jungheinrich.de abgegeben.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Rechnungslegungsprozess bezieht.

Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:

Die Jungheinrich AG zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus.
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem.
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet.
Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (u. a. SAP-Systeme).
Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagementsystem unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Anpassung.
Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch, das alljährlich aktualisiert und den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen zur Verfügung gestellt wird, sichert die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie Berichterstattung von Geschäftsvorgängen.
Die Mitarbeiter der am Rechungslegungsprozess beteiligten Abteilungen in der Jungheinrich AG und ihren inländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen.
Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft.
Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrichspezifischen Systems berücksichtigt.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Diese werden durch die interne Revision überprüft.
Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem von Jungheinrich ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controllingprozesses. Es besteht aus folgenden Elementen:

der Konzernrichtlinie Risikomanagement
dem Konzernrisikoausschuss
den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften
den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen
der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern

Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens eine Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur auf Grundlage der geplanten Ergebnisse. Danach erfolgen die Bewertungen der Inventuren auf Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden außerhalb der Risikoinventuren Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren.

Risikofelder

Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2009 durch den Risikoausschuss bestehen weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt:

Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken

Die Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen hängen stark von der konjunkturzyklischen Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Konjunkturentwicklung - vor allem in Europa - laufend beobachtet und bewertet, um Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapazitäten werden laufend an die zu erwartenden Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das Risiko wesentlich. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.

Im Berichtszeitraum beschleunigte sich der globale Wirtschaftsabschwung aus dem Vorjahr und sorgte im 1. Halbjahr 2009 für einen kräftigen Markteinbruch in der Flurförderzeugbranche. Trotz leichter Erholungstendenzen in der zweiten Jahreshälfte sank das Marktvolumen in Europa insgesamt um rund 46 Prozent, davon in den Ländern Osteuropas sogar um 71 Prozent. Wie die Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres zeigt, kann für das Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr in den für Jungheinrich relevanten Märkten nur mit einem insgesamt leicht höheren Marktvolumen für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik gerechnet werden. Basierend auf entsprechenden Risikoszenarien hatte sich Jungheinrich Ende 2008 rechtzeitig auf die sich verschlechternden Rahmenbedingungen eingestellt und Maßnahmen eingeleitet, um den drohenden Folgen zu begegnen. Die technischen Kapazitäten in den Werken sind dagegen bisher nicht angepasst worden, sodass auch 2010 eine niedrige Auslastung der Werke die Ertragsentwicklung belasten wird. Es ergibt sich für das Unternehmen aber auch die Chance, bei einem Wiederanspringen der Branchenkonjunktur die Produktion schnell und flexibel hochfahren zu können. Der Mietflottenbestand wurde der geringeren Marktnachfrage angepasst, sodass bereits zum Ende des Jahres 2009 wieder eine zufriedenstellende Auslastung erzielt werden konnte. Gerade in rezessiven Phasen ist der hohe Anteil an Serviceleistungen aus einer Hand mit einem relativ stabilen Umsatzanteil eine besondere Stärke des Jungheinrich-Geschäftsmodells.

Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise bestehen langfristig positive Rahmenbedingungen für ein anhaltendes Wachstum in der Intralogistik durch die zunehmende Arbeitsteilung im Rahmen der Globalisierung. Immer mehr Länder benötigen in wachsendem Maße moderne Flurförderzeugtechnik und Logistiksysteme. Durch sein innovatives Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis sowie die Positionierung als Vollsortimenter und produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik ist Jungheinrich gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können.

Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter fort. Dies wird den Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Auch hier sieht sich Jungheinrich dank seines Geschäftsmodells gut positioniert, um im harten Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Operative Geschäftsrisiken

Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit -nicht nur bei dem derzeit schwachen Marktumfeld - ein laufendes Risiko dar. Jungheinrich begegnet dem vor allem dadurch, dass das Unternehmen sein Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Finanzrisiken bestand die erhöhte Gefahr, dass aus finanziellen Gründen potenzielle Zulieferer aus dem bestehenden Lieferanten-/Dienstleisterportfolio des Einkaufes insolvent werden könnten. Um diesem Risiko zu begegnen, wurde sehr zeitnah ein durchgängig greifendes Konzept zum Risikomonitoring für alle Lieferanten eingeführt. Dieses zwischenzeitlich etablierte Risikomanagement im Einkauf basiert auf kontinuierlich erhobenen Performance-Messungen, Finanzauskünften sowie internen Einkaufsberichten und mündet in gewichtete Klassifizierungen und Ausprägungen eventueller Risiken bei Lieferanten. Obwohl es im Berichtszeitraum zu einigen Insolvenzen von Zulieferern kam, konnte aufgrund frühzeitiger Signale aus der Risikomatrix eine Absicherung der Produktionsversorgung durch die rechtzeitige Einbindung von Alternativlieferanten gewährleistet werden.

Für das Geschäftsjahr 2010 wird hinsichtlich der einkaufsseitigen Risiken die Sicherstellung der bedarfsgerechten, qualitativen und quantitativen Versorgung der Produktion im Vordergrund stehen. Daneben rechnet Jungheinrich 2010 mit moderaten Rohstoff- und Energiepreissteigerungen. Weitergehende Risiken im Hinblick auf extreme Preisentwicklungen sind nicht zu erwarten.

Finanzrisiken

Wesentliche Risiken in diesem Bereich sind Zins- und Währungsrisiken. Sie unterlagen einem regelmäßigen Monitoring. Die Jungheinrich AG setzt für Zins- und Währungsrisiken ein gesondertes Risikomanagement ein, das auf verschiedenen Finanzinstrumenten aufbaut.

Die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre aus. Neben dem kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von rund 300 Mio. € mit einer Restlaufzeit von zwei bis vier Jahren zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Des Weiteren wurde im Dezember 2009 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Kapitalmarkt platziert. Die Ergebniserwartungen für 2010 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Damit ist auch die Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den sehr hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus denen Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit weiterhin eine konservative Anlagepolitik und investiert in Asset-Klassen mit ausschließlich einwandfreier Bonität.

Auf der Grundlage des Ratings der zumeist internationalen Finanzinstitute, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente dienen keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken. Am 31. Dezember 2009 bestanden bei der Jungheinrich AG Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 20,3 Mio. € (Vorjahr: 44,0 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Zinssicherungen für Grundgeschäfte zum 31. Dezember 2009 bestanden in Höhe von 53,5 Mio. € (Vorjahr: keine). Die Erhöhung resultiert aus der Zinssicherung der variablen Tranche über 53,5 Mio. € des vorgenannten Schuldscheindarlehens.

Rechtsrisiken

Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Darüber hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus weiteren Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten.

Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ausblick und Chancen

Für das Geschäftsjahr 2010 geht die Jungheinrich AG in ihrer Einschätzung für den Welthandel von einer leichten konjunkturellen Erholung aus, allerdings mit regional unterschiedlicher Dynamik. Während sich bei den westlichen Industrienationen noch die Folgen der Finanzmarktkrise bremsend auswirken werden, die allenfalls zu einem moderaten Wirtschaftswachstum führen dürften, werden sich bei aufstrebenden Regionen wie Asien und Lateinamerika - vor allem geprägt durch Länder wie China und Brasilien -kräftigere Wachstumsimpulse zeigen.

Wachstumsraten ausgewählter Wirtschaftsregionen

Bruttoinlandsprodukt in %

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Region Prognose 2010
Welt 3,9
USA 2,8
China 9,5
Eurozone 1,0
Deutschland 1,8

Quelle: Commerzbank, IWF (Stand: März 2010)

Vor dem Hintergrund dieses Konjunkturbildes bleiben die Aussichten für die spätzyklische Branchenkonjunktur verhalten. Es wird weiterhin nicht mit einer stärkeren Belebung der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen vor dem 2. Halbjahr 2010 gerechnet. Das weltweite Marktwachstum für Flurförderzeuge, das sich auf nahezu alle Absatzregionen erstrecken wird, dürfte daher nur rund 10 Prozent auf ca. 600 Tsd. Fahrzeuge betragen. Dieses Marktwachstum wird aber bereits die Absatzmöglichkeiten für die inländischen Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG entsprechend erhöhen.

Die Jungheinrich AG wird 2010 ihre konzernübergreifende Grundlagenentwicklung in Schlüsseltechnologien auf hohem Niveau fortführen. Das gilt im besonderen Maße für Antriebstechniken und marktspezifische Produktentwicklungen. Zugleich gilt es, die Forschungs- und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen.

Die Ertragsentwicklung im Jahr 2010 wird vor allem vom Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen und der damit verbundenen Produktivität in den Werken sowie einem wieder zunehmenden After-Sales-Geschäft bestimmt werden. Dabei hängt das Ausmaß des positiven Einflusses auf das Neugeschäft wesentlich vom Grad der Erholung in den bedeutenden europäischen Märkten und dem Produktmix ab. Unter Berücksichtigung der Konsolidierungsmaßnahmen des Unternehmens wird die Jungheinrich AG 2010 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Die Fortsetzung der Kurzarbeit und die Strukturanpassungsmaßnahmen werden hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. 2010 dürften die Rohstoff- und Energiepreise leicht steigen, sodass sich hieraus keine stärkeren Belastungen ergeben sollten. Aus den in Deutschland vereinbarten Tarifabschlüssen ergeben sich im laufenden Jahr zusätzliche Kostenbelastungen. Die Höhe des Ertragsniveaus der Jungheinrich AG wird insbesondere von der Ertragsentwicklung und den Ergebnissen ihrer deutschen Tochterunternehmen abhängen.

2011 könnte mit einer weiteren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich die weltwirtschaftliche Konjunkturerholung auch nach Auslaufen der erheblichen staatlichen Stabilisierungs- und Konjunkturprogramme fortsetzt, sich die erhoffte branchenspezifische Belebung im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2010 einstellt und nachhaltig fortsetzt. Das würde über höhere Auftragseingänge im Neugeschäft zu einer nochmaligen Produktivitätssteigerung in den Werken führen und zur Verbesserung der Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG über die Ergebnisse ihrer Beteiligungen beitragen.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen - das gilt insbesondere auch für Veränderungen, die sich als Folge aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben könnten - kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung in einigen europäischen Ländern sowie die Einführung von Produkten des Wettbewerbes.

Hamburg, den 12. März 2010

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

der Jungheinrich AG

Bilanz

der Jungheinrich AG

AKTIVA

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Anhang 31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
A Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.258 9.273
II. Sachanlagen 69.190 71.579
III. Finanzanlagen 266.563 266.704
365.011 347.556
B Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 20.031 24.139
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 149.657 244.248
III. Wertpapiere (4) 66.769 65.033
IV. Liquide Mittel (5) 371.886 134.074
608.343 467.494
C Rechnungsabgrenzungsposten 759 717
974.113 815.767
Passiva
Anhang 31.12.2009

in Tausend €
31.12.2008

in Tausend €
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (6) 102.000 102.000
II. Kapitalrücklage 76.952 76.952
III. Gewinnrücklagen (7) 367.295 376.395
IV. Bilanzgewinn 1.920 20.266
548.167 575.613
B Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen (8) 26.071 25.819
2. Übrige Rückstellungen (9) 29.704 28.647
55.775 54.466
C Verbindlichkeiten (10)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 155.000 57.137
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.740 5.173
3. Übrige Verbindlichkeiten 211.431 123.378
370.171 185.688
974.113 815.767

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

der Jungheinrich AG

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Anhang 2009

in Tausend €
2008

in Tausend €
1. Umsatzerlöse (13) 167.781 184.008
2. Bestandsveränderungen -17 -7
Gesamtleistung 167.764 184.001
3. Sonstige betriebliche Erträge (14) 19.608 16.163
4. Materialaufwand (15) 64.398 71.274
5. Personalaufwand (16) 63.013 63.841
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (17) 9.229 13.114
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) 89.852 81.496
8. Finanz- und Beteiligungsergebnis (19) 21.180 68.059
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -17.940 38.498
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) -8.303 -2.203
11. Sonstige Steuern 189 171
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss -9.826 40.530
13. Einstellung in andere Gewinnrücklagen - 20.264
14. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 11.746 -
15. Bilanzgewinn 1.920 20.266

Entwicklung des Anlagevermögens

der Jungheinrich AG

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in Tausend € Stand am

01.01.2009
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am

31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 51.860 23.963 - 2.249 73.574
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken1) 101.909 - 4.354 2.653 103.610
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.120 11 204 463 1.872
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.333 1.029 1.005 3.307 21.060
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.512 4.642 -5.563 917 674
128.874 5.682 - 7.340 127.216
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.944 - - - 265.944
2. Beteiligungen 3.650 - - 133 3.517
3. Sonstige Ausleihungen 138 - - - 138
269.732 - - 133 269.599
450.466 29.645 - 9.722 470.389

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Kumulierte Abschreibungen
in Tausend € Stand am

01.01.2009
Zugänge Abgänge Stand am

31.12.2009
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 42.587 3.599 1.870 44.316
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken1) 41.495 2.973 1.235 43.233
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.461 169 462 1.168
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.339 2.488 3.202 13.625
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
57.295 5.630 4.899 58.026
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
2. Beteiligungen 2.987 - - 2.987
3. Sonstige Ausleihungen 41 8 - 49
3.028 8 - 3.036
102.910 9.237 6.769 105.378

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Buchwerte
in Tausend € Stand am

31.12.2009
Stand am

31.12.2008
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 29.258 9.273
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken1) 60.377 60.414
2. Technische Anlagen und Maschinen 704 659
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.435 7.994
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 674 2.512
69.190 71.579
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.944 265.944
2. Beteiligungen 530 663
3. Sonstige Ausleihungen 89 97
266.563 266.704
365.011 347.556

1) Der im Geschäftsjahr ausgezahlte Investitionszuschuss in Höhe von 2.001 T€ wurde von den Zugängen in Höhe von 637 T€ abgezogen Der darüber hinaus gehende Teil des Investitionszuschusses in Höhe von 1.364 T€ erhöht als nachträgliche Anschaffungskostenminderung die Abgänge

Anhang

der Jungheinrich AG

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2009 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Soweit steuerliche Bewertungsvorschriften eine entsprechende Bilanzierung im Jahresabschluss vorsehen, folgt die Gesellschaft diesen Vorschriften.

Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Soweit steuerliche Vorschriften weitere Abschreibungen zulassen, werden diese in Ansatz gebracht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 150 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden zugangszeitbezogen in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Sonstige Ausleihungen werden zu ihrem Nominalwert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet.

Rückstellungen für Pensionen

Die Teilwerte der Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden (Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck) auf Basis eines Zinsfußes von 6 Prozent berechnet.

Rückstellungen für Altersteilzeit und Treueprämien

Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Treueprämien wurden unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck sowie eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5,5 Prozent berechnet.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Fremdwährungspositionen werden zum Transaktionskurs oder zum Kurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips umgerechnet.

Änderung von Bilanzierungsmethoden

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden seit Beginn des Berichtsjahres Erträge und Aufwendungen aus der Verbuchung von Fremdwährungspositionen, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, saldiert ausgewiesen. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde verzichtet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Aufstellung über den vollständigen Anteilsbesitz der Jungheinrich AG wird gesondert offengelegt.

(2) Vorräte

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Ersatzteile 19.917 23.736
Unfertige Erzeugnisse 23 40
Geleistete Anzahlungen 91 363
20.031 24.139

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.034 556
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 135.914 231.678
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 22.009 T€; Vorjahr 27.463 T€)
Sonstige Vermögensgegenstände 12.709 12.014
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 2.891 T€; Vorjahr 2.778 T€)
149.657 244.248

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 30.003 T€ (Vorjahr: 28.122 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln an Tochtergesellschaften in Höhe von 105.911 T€ (Vorjahr: 203.556 T€).

(4) Wertpapiere

Die Wertpapiere enthalten sonstige Wertpapiere in Höhe von 66.769 T€, von denen ein Betrag von 1.823 T€ (Vorjahr: 1.616 T€) der Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen dient und damit nicht frei verfügbar ist.

(5) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten aus Festgeldern und auf Girokonten.

(6) Gezeichnetes Kapital

Angaben gemäß § 160 AktG:

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Anzahl Betrag

in T€
Stammaktien 18.000.000 54.000
Vorzugsaktien 16.000.000 48.000
34.000.000 102.000

Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 25 Abs. 1 WpHG am 31. Oktober 2002 Folgendes veröffentlicht:

Frau Ursula Lange, Deutschland, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 50 Prozent betrug. Davon sind ihr 28,3 Prozent gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Herrn Wolff Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihm gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hadmut von Kameke, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Petra Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der Lange Pool GbR, Wohltorf, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, betrug am 1. April 2002 21,7 Prozent.
Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, hat am 28. Mai 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten und die Schwelle von 50 Prozent erreicht. Der Stimmrechtsanteil beträgt nun 50 Prozent.
Der Stimmrechtsanteil der Ursula-Lange-Stiftung, Liechtenstein, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Davon sind ihr 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft hat am 21. Dezember 2001 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und betrug 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen.
Am 1. April 2002 betrug der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug am 1. April 2002 jeweils 50 Prozent. 42,75 Prozent der Stimmrechte der vier aufgeführten Aktionäre sind ihnen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihnen auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. 49,94 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihr auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 1995 50 Prozent. 25 Prozent der Stimmrechte waren ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug ab 1. April 1995 jeweils 50 Prozent. Jeweils 43,75 Prozent der Stimmrechte waren ihnen gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen.

(7) Gewinnrücklagen

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von 20.266 T€ wurden aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung der Jungheinrich AG vom 9. Juni 2009 2.646 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zur Schaffung des Bilanzgewinnes in Höhe von 1.920 T€ wurden im Berichtsjahr andere Gewinnrücklagen in Höhe von 11.746 T€ aufgelöst.

(8) Rückstellungen für Pensionen

In den Pensionsrückstellungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen.

(9) Übrige Rückstellungen

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in Tausend € 31.12.2009 31.12.2008
Steuerrückstellungen 11.642 12.820
Sonstige Rückstellungen 18.062 15.827
29.704 28.647

Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für passivische latente Steuern in Höhe von 8.381 T€ (Vorjahr 11.240 T€).

Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, ERA (Entgeltrahmenabkommen), Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten.

(10) Verbindlichkeiten

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31.12.2009 31.12.2008
in Tausend € Davon mit einer

Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr
Davon mit einer

Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 155.000 - 57.137 2.137
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.740 3.739 5.173 5.170
Übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 209.187 209.187 120.038 120.038
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 82 82 36 36
Sonstige Verbindlichkeiten 2.162 2.162 3.304 3.304
(davon aus Steuern 904 T€; Vorjahr 2.055 T€)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - T€; Vorjahr 3 T€)
370.171 215.170 185.688 130.685

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 155.000 T€ enthalten. Die Schuldscheindarlehen setzen sich wie folgt zusammen:

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Endfälligkeit im Jahr Nominalzins Nominalbetrag

in Tausend €
Schuldscheindarlehen 2004 2011 Festzins + Marge 55.000
Schuldscheindarlehen 2009 2014
Fixe Tranche Festzins + Marge 46.500
Floating Tranche EURIBOR + Marge 53.500
155.000

Der Auszahlungskurs des Schuldscheindarlehens 2004 betrug 99,33 Prozent. Am Bilanzstichtag wurde ein Disagio von 101 T€ (Vorjahr 154 T€) im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Dieses wird über die Laufzeit des Darlehens aufwandswirksam aufgelöst.

Im Berichtsjahr erfolgte die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100.000 T€ mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Das Darlehen teilt sich auf in einen festverzinslichen und einen variablen Teil, für den eine Zinssicherung durchgeführt wurde. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Vorjahres waren in Höhe von 2.137 T€ durch Buchgrundschulden gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34.708 T€ (Vorjahr: 6.641 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 174.479 T€ (Vorjahr: 1 11.363 T€).

(11) Haftungsverhältnisse

Die Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 117.864 T€ (Vorjahr 114.770 T€) abgegeben.

(12) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB/Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin sowie aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und Fuhrpark.

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in Tausend €
2010 80.811
2011 bis 2014 161.206
Nach 2014 25.599
267.616

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(13) Umsatzerlöse

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in Tausend € 2009 2008
Nach Regionen
Deutschland 86.241 94.477
Übriges Europa 76.843 83.737
Übrige Länder 4.697 5.794
167.781 184.008
Nach Bereichen
Ersatzteile 131.370 145.199
Dienstleistungen 22.817 27.597
Erlöse aus Vermietung 13.155 10.701
Lizenzerlöse 439 511
167.781 184.008

(14) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 924 T€ und Investitionszulagen in Höhe von 1.440 T€ enthalten. Darüber hinaus werden in dieser Position Kursgewinne, Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und andere betriebliche Erträge erfasst.

(15) Materialaufwand

Im Materialaufwand sind überwiegend Aufwendungen für Ersatzteileinkäufe enthalten.

(16) Personalaufwand/Mitarbeiter

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in Tausend € 2009 2008
Gehälter 52.878 53.416
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.135 10.425
(davon für Altersversorgung 2.241 T€; Vorjahr 2.546 T€)
63.013 63.841

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

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2009 2008
Gewerbliche Arbeitnehmer 20 21
Angestellte 691 695
Auszubildende 134 125
845 841

(17) Abschreibungen

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrafen in Höhe von 952 T€ die Ersatzteilbelieferungsrechte der ehemaligen Produktmarken MIC und Steinbock. Darüber hinaus enthielt die Position Abschreibungen gemäß § 254 HGB in Höhe von 2.651 T€, die im Zusammenhang mit der Übertragung von Veräußerungsgewinnen nach § 6b EStG vorgenommen wurden.

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Sammelposten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für externe Dienstleistungen, Verwaltung, Gebühren und Versicherungen, Mieten, Pachten und Instandhaltung sowie Kursverluste.

(19) Finanz- und Beteiligungsergebnis

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in Tausend € 2009 2008
Erträge aus Beteiligungen 17.206 53.853
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.445 20.806
(davon aus verbundenen Unternehmen 4.521 T€; Vorjahr 11.764 T€)
Abschreibungen auf Finanzanlagen -8 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.463 -6.600
(davon an verbundene Unternehmen 330 T€; Vorjahr 3.642 T€)
21.180 68.059

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen des Berichtsjahres betreffen Wertberichtigungen auf sonstige Ausleihungen.

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus verbundenen inländischen Unternehmen.

(20) Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Ertragsteuern sind Erträge aus latenten Steuern von 2.858 T€ (Vorjahr: Aufwendungen von 4.961 T€) enthalten.

Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Ertragsteuern sind gemindert um Erträge aus Steuerumlagen in Höhe von 6.721 T€ von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften.

(21) Angabe gemäß § 285 Nr. 16 HGB

Im Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach den Aktionären auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht.

(22) Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Für das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:

Abschlussprüfungsleistungen: 402 T€
Andere Bestätigungsleistungen: 57 T€
Steuerberatungsleistungen: 24 T€
Sonstige Leistungen: 94 T€

(23) Angabe gemäß § 285 Nr. 18 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung

Die Jungheinrich AG setzt zur Steuerung operativer Risiken aus der Veränderung von Währungskursen Devisentermin-, Devisenswap- sowie Devisenoptionsgeschäfte ein.

Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte belaufen sich auf 20.274 T€ (Vorjahr: 43.977 T€).

Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Geschäfte, die im Wesentlichen zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Laufzeit dieser Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden mittels Optionspreismodellen bewertet.

Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 147 T€ und negative Marktwerte in Höhe von 53 T€ ermittelt.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der Floating Tranche eines Schuldscheindarlehens wurde ein Zinsswapgeschäft eingesetzt. Der Nominalwert des Zinssicherungskontraktes beläuft sich auf 53.500 T€, die Laufzeit der Zinssicherung entspricht der des Schuldscheindarlehens und reicht bis in das Jahr 2014. Der Marktwert des Zinsswapgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt.

Für das zum Bilanzstichtag bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von 41 T€ ermittelt.

(24) Sonstige Angaben gemäß § 285 Nr. 10 HGB

I. Aufsichtsrat

Jürgen Peddinghaus

Vorsitzender

Unternehmensberater

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Faber-Castell AG, Nürnberg (Vorsitz)

MAY-Holding GmbH & Co. KG, Erftstadt (Vorsitz)

Zwilling J.A. Henckels AG, Solingen

Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck

Detlev Böger

Stellvertretender Vorsitzender

Gewerkschaftssekretär

Sedat Bodur

Mitglied des Betriebsrates

Technik Norderstedt

(bis 30.09.2009)

Vorsitzender des Betriebsrates

Vertrieb Kundendienst Norderstedt

(seit 01.10.2009)

Klaus-Peter Butterweck

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG,

Hamburg (bis 21.09.2009)

Vorsitzender des Betriebsrates des Vertriebszentrums Südwest der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG,

Hamburg

Wolfgang Erdmann

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates

Birgit von Garrel

2. Bevollmächtigte IG Metall, Landshut

Wolfgang Kiel

Unternehmensberater

Wolff Lange

Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Kühlhaus Zentrum AG, Hamburg (Vorsitz)

Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitz)

Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitz seit 15.01.2009)

BKN biostrom AG, Vechta

Beirat:

WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden

Dr. Albrecht Leuschner

Rechtsanwalt

Dr. Peter Schäfer

Betriebswirt

Reinhard Skibbe

Leitender Angestellter der Jungheinrich AG

Franz Günter Wolf

Weitere Mandate

Beirat:

LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitz)

II. Vorstand

Hans-Georg Frey

Vorsitzender des Vorstandes

Konzernmandat

Aufsichtsrat:

Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg

(stellv. Vorsitz) (bis 26.10.2009)
Dr. Volker Hues

Mitglied des Vorstandes (seit 01.04.2009)

Konzernmandat

Aufsichtsrat:

Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg

(stellv. Vorsitz) (seit 26.10.2009)
Dr. Helmut Limberg

Mitglied des Vorstandes
Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Mitglied des Vorstandes

Konzernmandat

Aufsichtsrat:

Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitz)

(25) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 323 T€.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich in 2009 auf 1.312 T€. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 13. Juni 2006 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt.

Für frühere Mitglieder des Vorstandes sind Bezüge in Höhe von 621 T€ als Aufwand erfasst.

Zum 31. Dezember 2009 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 7.439 T€ gebildet.

(26) Dividende

Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.920.000,- € wie folgt zu verwenden:

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in €
Zahlung einer Dividende von 0,12 € je Vorzugsaktie 1.920.000,-
1.920.000,-

Hamburg, den 12. März 2010

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.

Hamburg, den 12. März 2010

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Hans-Georg Frey

Dr. Volker Hues

Dr. Helmut Limberg

Dr. Klaus-Dieter Rosenbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 12. März 2010

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dinter, Wirtschaftsprüfer

Reiher, Wirtschaftsprüfer

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 287 HGB

der Jungheinrich AG, Hamburg

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31. Dezember 2009
Name und Sitz Anteil am

Kapital

%
Eigenkapital

in Tausend

Landeswährung
Jahresüberschuss/

(-fehlbetrag)

in Tausend

Landeswährung
--- --- --- --- ---
Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg1) 100 EUR 34.304 15.328
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg1) 100 EUR 49.011 -8.366
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg1) 100 EUR 2.999 356
Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg1) 100 EUR 222 -41
Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg 100 EUR 177.158 7.304
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg2) 100 EUR 10.300 -
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalkreis1) 100 EUR -7.607 -7.696
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg2) 100 EUR 5.121 -
Jungheinrich Finance AG & Co. KG Hamburg1) 100 EUR -15.294 493
TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg1) 94 EUR 10 24
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg 100 EUR 2.707 508
Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich 100 EUR -843 -246
Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg 100 EUR 12 -7
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden 100 EUR -1.179 -1.577
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs GmbH, Klipphausen/Dresden 100 EUR 22 1
Jungheinrich Finances Holding S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 EUR 25.061 -2.375
Jungheinrich France S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 EUR 15.489 5.022
Jungheinrich Financial Services S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100 EUR -17.400 -4.318
Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich3) 100 EUR - -
Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 GBP -4.591 -85
Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 GBP 17.178 1.874
Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien 100 GBP -37.514 -308
Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 GBP -4 -753
Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien 100 GBP 960 576
Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100 EUR 42.442 5.253
Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100 EUR 2.202 1.565
Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate/Mailand, Italien 100 EUR 272 -35
Jungheinrich de España S.A., Abrera/Barcelona, Spanien 100 EUR 10.286 1.035
Jungheinrich Rental S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100 EUR 1.018 16
Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera/Barcelona, Spanien 100 EUR 766 -223
Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande 100 EUR 10.660 3.660
Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz 100 CHF 19.849 4.821
Jungheinrich n.v./s.a., Leuven, Belgien 100 EUR 8.420 1.153
Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich 100 EUR 4.883 1.017
Jungheinrich Polska Sp. z.o.o., Ozarow Mazowiecki/Warschau, Polen 100 PLN 33.133 8.024
Jungheinrich Norge A/S, Oslo, Norwegen 100 NOK 39.250 5.778
Jungheinrich (ČR) s.r.o., Ricany/Prahy, Tschechien 100 CZK 165.158 -7.929
Jungheinrich Svenska AB, Malmö, Schweden 100 SEK 38.248 7.363
Jungheinrich Hungária Kft, Biatorbagy/Budapest, Ungarn 100 HUF 1.089.796 273.530
Jungheinrich Danmark A/S, Tåstrup, Dänemark 100 DKK 6.829 1.648
Jungheinrich, d.o.o., Trzin, Slowenien 100 EUR 1.914 432
Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro/Lissabon, Portugal 100 EUR 2.176 336
Ameise Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland4) 100 EUR - -
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland 100 EUR 2.134 94
Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes/Athen, Griechenland 100 EUR 256 39
Jungheinrich Istif Makinalari San. ve. Tic. Ltd. Sti., Alemdag - Istanbul, Türkei 100 TRY 2.247 -396
Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei 100 EUR 2.116 437
Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA4) 100 USD - -
Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur 100 SGD -2.803 786
Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiai -SP, Brasilien 100 BRL 5.165 562
Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA 100 USD -9.651 -8.798
Jungheinrich Lift Truck OOO, Moskau, Russland 100 RUB -100.130 -115.116
Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine 100 UAH -6.971 -5.128
Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland 100 LVL 469 15
Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen 100 LTL -96 17
Jungheinrich Lift Truck OY, Kerava, Finnland 100 EUR 329 157
Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100 CNY 17.150 3.600
Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu/Shanghai, China 100 CNY -5.179 -5.366
Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn/Bangkok, Thailand 100 THB 25.368 2.072
Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100 EUR 30 0
FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio de Janeiro, Brasilien5) 100 BRL - -
JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien 50 CZK 413.201 37.811
Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien4) 50 CZK - -
Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim/Ts. 50 EUR 739 480
Supralift Beteiligungs- und Kommunikationsgesellschaft mbH, Hofheim/Ts. 50 EUR 19 -1
Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China 25 CNY 158.553 10.250
Jungheinrich Design Center Houston Corporation Houston/Texas,USA 100 USD 73 72
ISA-Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich 25 EUR 1.360 694

1) Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich AG persönlich haftende Gesellschafterin.

2) kein Jahresergebnis aufgrund Ergebnisabführungsvertrag

3) Keine Jahresabschlussdaten vorhanden

4) Keine aktive Geschäftstätigkeit

5) in Liquidation

Bericht des Aufsichtsrates

Die Arbeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 war geprägt von den dramatischen Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Flurförderzeugmarkt, der weltweit um 37 Prozent und im Kernmarkt Europa sogar um 46 Prozent im Vergleich zu 2008 einbrach. Dabei ging es darum, rechtzeitig die erforderlichen Anpassungsmaßnahmen im Vertrieb, in der Produktion, im Einkauf und in den Verwaltungsfunktionen weltweit sowohl operativ als auch strategisch zu ergreifen und zügig umzusetzen.

Die beiden Leitungs- und Kontrollorgane der Gesellschaft - Vorstand und Aufsichtsrat - haben dabei eng und konstruktiv zusammengearbeitet und sehr frühzeitig die Weichen für nachhaltige Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, aber auch für internationales Wachstum gestellt. Zu Letzterem gehören die Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes, die Beteiligung an einer für das Geschäftsfeld "Logistiksysteme" wichtigen Software-Entwicklungsfirma, der Produktionsanlauf des neuen Werkes für Niederhubwagen in Landsberg und der Ausbau unserer Fertigung in Qingpu, Shanghai (China).

Für alle Mitarbeiter unseres Unternehmens, deren Vertreter im Aufsichtsrat, aber auch für die Vertreter der Anteilseigner und Gesellschafter war das Berichtsjahr 2009 eine extrem große Belastung, geprägt durch die gemeinsamen Bemühungen, die unvermeidlichen Einschnitte und finanziellen Einbußen durch Personalabbau und Kurzarbeit sowie den Verzicht auf Besitzstände so fair und sozialverträglich wie möglich zu gestalten.

Erfreulicherweise war der Vorstand im Berichtsjahr durch den Eintritt des neuen Vorstandes für Finanzen und Controlling wieder vollständig besetzt - eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung des großen Aufgabenspektrums.

Auch im sonstigen Geschäft nahm der Aufsichtsrat im Berichtsjahr 2009 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgabenstellungen wie gewohnt sehr sorgfältig wahr. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens intensiv beraten und die laufende Überwachung der Geschäftsführung des Unternehmens sichergestellt.

In allen für das Unternehmen wesentlichen Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend einbezogen. Insbesondere berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat umfänglich und zeitnah über die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in den einzelnen Konzerngesellschaften, über die Finanzlage, die Personalsituation, größere Investitionsvorhaben sowie über die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Hohes Augenmerk des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse galt weiterhin den wesentlichen Risiken und dem Risikomanagement, der gesetzes- und richtlinienkonformen Unternehmensführung sowie der Compliance-Organisation des Unternehmens. Die Informationen des Vorstandes wurden in schriftlicher, aber auch in mündlicher Form erteilt, wobei Abweichungen des Geschäftsverlaufes von der Planung dargelegt und vom Aufsichtsrat anhand der übermittelten Informationen überprüft wurden. In der Krisensituation des abgelaufenen Geschäftsjahres legte der Aufsichtsrat besonderes Gewicht auf die Stärkung bzw. den Erhalt der Finanzkraft des Unternehmens. Zu diesem Zweck wurden entsprechende Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Vorsitzenden der Ausschüsse haben mit dem Vorstand fortlaufend auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse diverse Themen zeitnah beraten und Entscheidungen des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse vorbereitet.

Neben dem eingangs erwähnten Hauptthema "Krisenmanagement" während des Jahres 2009 bildeten die folgenden Themen weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtszeitraum. Diese wurden in fünf ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung sowie in einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren behandelt.

Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des Aufsichtsrates am 10. Februar 2009 stand die Beratung möglicher Verlaufsszenarien des Geschäftsjahres 2009 unter "Worst case"-Gesichtspunkten und der dann erforderlichen Maßnahmen.

Schwerpunkt der Bilanzsitzung am 26. März 2009 war im Beisein der Jahresabschlussprüfer die eingehende Durchsprache des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2008 und deren Billigung. Hierzu berichtete der Finanz- und Prüfungsausschuss ausführlich über seine vorangegangene Analyse der Prüfberichte der Jahresabschlussprüfer. Die Jahresabschlussprüfer berichteten dem Aufsichtsrat detailliert über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen. Hieran schlossen sich die Diskussion und Verabschiedung des Berichtes des Aufsichtsrates sowie des Corporate-Governance-Berichtes von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung an. Herr Dr. Limberg wurde in dieser Sitzung erneut zum Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für den Vertriebsbereich, bestellt. Der Leiter der Vertriebsregion Südostasien berichtete dem Aufsichtsrat eingehend über den Stand der Umsetzung der Strategie für diese wichtige Region.

Wesentliches Thema der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung am 9. Juni 2009 war die Vorbereitung der Entscheidung zum weiteren Vorgehen im nordamerikanischen Markt.

In einer außerordentlichen Sitzung am 4. August 2009 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der aktuellen Situation des Konzerns vor dem Hintergrund der sich voll entfalteten Weltwirtschaftskrise. Zweiter Themenschwerpunkt war sodann die Entscheidung über die Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes. Diese sieht eine Zusammenarbeit mit einem US-amerikanischen Hersteller von Flurförderzeugen im Vertrieb vor. Des Weiteren wurde die Gründung einer zentralen Gesellschaft des Konzerns für die Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes beschlossen.

In der Sitzung am 15. September 2009 wurde der Beschluss zur Gründung eines Entwicklungszentrums in den USA im Rahmen der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes gefasst. Weitere Themen waren die formelle Verabschiedung der Informationsordnung für den Vorstand sowie die Genehmigung von Entwicklungs-Investitionen für Neufahrzeuge.

Bei einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren im September 2009 ging es um die Entscheidung zur Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens zur Erweiterung der Finanzierungs-Spielräume.

In der Sitzung am 8. Dezember 2009 berichtete der Vorstand eingehend über die zwischenzeitlich getroffenen Maßnahmen und Ergebnisauswirkungen zur Bewältigung der Krise. Weiterer Schwerpunkt war die Verabschiedung der Planung 2010 nach intensiver Diskussion der damit verbundenen Unsicherheiten. In der Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat überdies mit den Empfehlungen und Anregungen des Mitte 2009 erneut überarbeiteten Corporate Governance Kodexes und verabschiedete seine jährliche Erklärung hierzu.

In sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse sowie bei allen Beschlussfassungen wurde besonderes Augenmerk auf das langfristige Wohl des Unternehmens und seiner Mitarbeiter gelegt. Die Diskussionen waren geprägt von dem Willen, die für das Unternehmen und seine Mitarbeiter besten Lösungen zu erzielen.

Die Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum in unveränderter Zusammensetzung fort. Der Paritätische Ausschuss hatte auch im Berichtszeitraum keinen Anlass zu tagen. Der aus drei Mitgliedern bestehende Finanz- und Prüfungsausschuss war im Berichtsjahr wiederum sehr eingehend tätig und hat in sieben Sitzungen alle ihm nach der Satzung und der Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben in effizienter Weise erfüllt, überwiegend zur Vorbereitung von Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrates, teilweise aber auch in eigenständiger Entscheidungskompetenz.

Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2009 zu sechs Sitzungen zusammen. Die beiden im Dezember 2006 eingesetzten Ausschüsse (Neubau Hauptverwaltung und USA-Ausschuss) setzten ihre Tätigkeit auch im Jahr 2009 in Form von Sitzungen fort.

Über die wesentlichen Inhalte und Beschlussfassungen sämtlicher Ausschuss-Sitzungen wurde in der jeweils folgenden Sitzung des Aufsichtsrates durch die Vorsitzenden der Ausschüsse detailliert berichtet.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2009 wurden von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 und der Konzernlagebericht wurden durch dieselben Abschlussprüfer geprüft und ebenfalls mit ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer und im Gespräch mit diesen geprüft und dem Aufsichtsrat hierüber ausführlich berichtet. Diese Unterlagen lagen auch dem gesamten Aufsichtsrat vor und wurden von ihm unter Berücksichtigung des Berichtes des Finanz- und Prüfungsausschusses geprüft. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an der Sitzung des Aufsichtsrates am 7. April 2010 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teil und berichteten in dieser Sitzung ausführlich und abschließend über ihre Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Darüber hinaus berichteten die Abschlussprüfer darüber, dass das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem nicht zu beanstanden waren.

Auf Basis seiner eigenen intensiven und abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes hatte der Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In seiner Sitzung am 7. April 2010 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Trotz des erheblich geringer ausgefallenen Bilanzgewinnes hält der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2009 für richtig und schließt sich diesem an.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum sind nicht zu berichten. Zum 1. April 2009 trat Herr Dr. Hues als Vorstand für Finanzen und Controlling in das Unternehmen ein. Der Vertrag für Herrn Dr. Limberg als Vorstand Vertrieb wurde um drei Jahre verlängert.

Hamburg, den 7. April 2010

Für den Aufsichtsrat

Jürgen Peddinghaus, Vorsitzender

Corporate Governance Kodex

Für die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 06.06.2008 bzw. 18.06.2009 bezieht.

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden wird bzw. in der Fassung vom 6. Juni 2008 in der Vergangenheit entsprochen wurde.

Im Einzelnen handelt es sich um nachstehende Abweichungen, die wie folgt erläutert werden:

1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft wird für die Mitglieder des Vorstandes zum gesetzlich vorgeschriebenen Zeitpunkt einen entsprechenden Selbstbehalt vorsehen. Der Aufsichtsrat wird über die Einführung eines Selbstbehaltes für seine Mitglieder zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden (Kodex Ziffer 3.8).

Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Durch die verpflichtenden Regelungen des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird bis zum dort vorgesehenen Zeitpunkt die Versicherungspolice um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes ergänzt. Der Aufsichtsrat hat für seine Mitglieder noch nicht die Einführung eines gleichen Selbstbehalts in der Versicherungspolice beschlossen, sondern die Entscheidung vertagt, da ein Überblick über den Versicherungsmarkt zur Absicherung dieses Selbstbehaltes noch nicht vorliegt.

2. Das Vergütungssystem der Jungheinrich AG für die Mitglieder des Vorstandes ist derzeit in der Überarbeitung und es sollen in 2010 die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage eingeführt werden. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird die Entscheidung über die Anpassung des Vergütungsmodells getroffen, sobald das neue Vergütungssystem für den Vorstand verabschiedet ist (Kodex Ziffer 4.2.3).

Die Gesellschaft hatte sich in der Vergangenheit für ihre Organe für ein Vergütungssystem entschieden, welches sich aus fixen und variablen Komponenten zusammensetzt. Dabei knüpften die variablen Bestandteile an den Unternehmenserfolg an. Aufgrund gesetzlicher Neuregelungen müssen nunmehr für die neu abzuschließenden Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstandes die variablen Bestandteile um Komponenten mit längerfristigem Bezug ergänzt werden. Hier wird Neuland betreten, welches einer gründlichen Analyse bedarf. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird die Entscheidung getroffen, sobald die Neuregelung für den Vorstand in 2010 verabschiedet ist.

3. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Corporate Governance Berichts ist, sowie im Anhang des Konzernabschlusses nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise dargestellt (Kodex Ziffern 4.2.4 und 5.4.6).

Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert auszuweisen, folgt die Gesellschaft nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die mit einer solchen Veröffentlichung verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - als in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Veröffentlichung für die Anleger stehend an. Schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 13. Juni 2006 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit.

4. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.2.3)

Die Gesellschaft hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters einer Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt, die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet.

5. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1).

Die Einführung einer Altersgrenze würde zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für den Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegeben.

6. Der Konzernabschluss ist noch nicht innerhalb der empfohlenen 90 Tagesfrist nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich (Kodex Ziffer 7.1.2).

Während für die Zwischenberichte der empfohlene 45 Tageszeitraum nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums eingehalten werden kann, ist dies für den Konzernabschluss aufgrund der Vielzahl vorher zu erstellender Abschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften mit den heutigen Systemen noch nicht möglich.

Hamburg, im Dezember 2009

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