Annual Report • Apr 8, 2009
Annual Report
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| Steuern in Mio. € | Ergebnis vor Zinsen und | Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
Ergebnis je Aktie in € |
|---|---|---|---|
| 2004 | 87 | 49 | 1,47 |
| 2005 | 107 | 62 | 1,84 |
| 2006 | 118 | 67 | 1,96 |
| 2007 | 140 | 82 | 2,40 |
| 2008 | 122 | 77 | 2,26 |
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | in % | 2006 | 2005 | 2004 | |
| Mio. € | 557 | 505 | 10,3 | 464 | 453 | 422 |
| Mio. € | 1.588 | 1.496 | 6,1 | 1.284 | 1.192 | 1.109 |
| Mio. € | 2.145 | 2.001 | 7,2 | 1.748 | 1.645 | 1.531 |
| % | 74 | 75 | – | 73 | 72 | 72 |
| Stück | 80.700 | 82.400 | – 2,1 | 75.900 | 66.500 | 58.800 |
| Mio. € | 2.179 | 2.073 | 14,2 | 1.813 | 1.700 | 1.538 |
| Mio. € | 625 | 554 | 12,8 | 485 | 437 | 384 |
| Mio. € | 102 | 102 | – | 102 | 102 | 102 |
| 74 | 52 | 42,3 | 52 | 42 | 33 | |
| Mio. € | 39 | 41 | – 4,9 | 44 | 40 | 38 |
| Mio. € | 122 | 140 | – 12,9 | 118 | 107 | 87 |
| % | 5,7 | 7,0 | – | 6,8 | 6,5 | 5,7 |
| % | 19,1 | 24,1 | – | 23,5 | 25,2 | 24,2 |
| Mio. € | 77 | 82 | – 6,1 | 67 | 62 | 49 |
| 31.12. | 4.950 | 4.761 | 4,0 | 4.568 | 4.458 | 4.464 |
| 31.12. | 5.834 | 5.417 | 7,7 | 4.706 | 4.540 | 4.544 |
| 31.12. | 10.784 | 10.178 | 6,0 | 9.274 | 8.998 | 9.008 |
| € | 2,26 | 2,40 | – 5,8 | 1,96 | 1,84 | 1,47 |
| Dividende je Aktie – Stammaktie € |
0,49 3) | 0,52 | – 5,8 | 0,48 | 0,45 | 0,42 |
| – Vorzugsaktie € |
0,55 3) | 0,58 | – 5,2 | 0,54 | 0,51 | 0,48 |
1) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne akivierte Entwicklungskosten
2) EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital
4) Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern.
Dies dient lediglich der leichteren Lesbarkeit und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.
Umschlag Jungheinrich: stark für unsere Kunden
3) Vorschlag
Geschäftsbericht 2008
| An unsere Aktionäre | 4 |
|---|---|
| Die Jungheinrich-Aktie | 6 |
| Konzernlagebericht | 12 |
| Finanzdienstleistungen | 38 |
| Der Konzern im Überblick | 44 |
| Konzernabschluss | 58 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 114 |
| Corporate-Governance-Bericht | 117 |
| Der Aufsichtsrat | 120 |
| Der Vorstand | 122 |
| Jungheinrich weltweit | 124 |
| Fünfjahresübersicht des Jungheinrich-Konzerns | 126 |
| Termine 2009 | 128 |
ein ereignisreiches und turbulentes Geschäftsjahr 2008 liegt hinter uns. Jungheinrich hat sich in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld erfolgreich behauptet. Obwohl die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft seit Anfang des vergangenen Jahres bereits deutlich nachließ, entwickelte sich das Unternehmen in den ersten 9 Monaten sehr erfreulich. So konnte Jungheinrich den Berichtszeitraum 2008 mit dem zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte und einem Rekordumsatz abschließen.
Mit der enormen Verschärfung der Banken- und Finanzkrise ab September beschleunigte sich der weltweite Wirtschaftsabschwung. Die Geschäftserwartungen trübten sich ein, die zu diesem Zeitpunkt noch hohen Rohstoffpreise belasteten zusätzlich. Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich zusehends und hemmte die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen.
Wie nicht anders zu erwarten, erreichte diese Krise mit einer zeitlichen Verzögerung auch die Intralogistik. So war der Weltmarkt für Flurförderzeuge nach einem Wachstum in den ersten drei Quartalen im 4. Quartal 2008 um rund 40 Prozent rückläufig, in bestimmten Regionen und bei einigen Produkten sogar noch stärker eingebrochen. Jungheinrich konnte sich dieser negativen Entwicklung nicht entziehen. Wir gehen für das laufende Jahr in der Branchenentwicklung für Europa und den Weltmarkt von einem starken Marktrückgang aus. Dennoch ist unser Unternehmen auch in der aktuell schwierigen Marktphase wirtschaftlich gesund und mit seiner motivierten Mannschaft, überzeugenden Produkten sowie einer nachhaltig soliden Aktionärsstruktur für die Zukunft gerüstet.
Auf das bestehende Konjunkturszenario haben wir uns eingestellt und ein ganzes Maßnahmenbündel zur Krisenbewältigung geschnürt: So wurden u. a. die Baumaßnahmen für die neue Produktionsstätte für Lagerund Systemfahrzeuge in Degernpoint bei Moosburg (Bayern) vorerst verschoben sowie die Produktion in allen Werken an die geringere Nachfrage angepasst. Eine Reihe an Maßnahmen folgte, um unsere qualifizierte Mannschaft in ihrem Kernbestand zu erhalten. Hierbei wurden Leiharbeitnehmer und Arbeitszeitkonten abgebaut, Zeitarbeitsverträge nicht verlängert. Dazu wurde für die Werke Norderstedt, Lüneburg, Moosburg Kurzarbeit eingeführt und für die Konzernzentrale vorbereitet. Mehrere umfangreiche Kostenund Strukturprojekte sind auf den Weg gebracht, die für zusätzliche positive Effekte sorgen werden. Dank all dieser Anstrengungen sind wir zuversichtlich, auch wenn wir uns von der allgemeinen Konjunkturentwicklung nicht abkoppeln können.
Langfristig gehen wir von einem weltweit wieder wachsenden Marktvolumen und damit steigenden Auftragszahlen für das Unternehmen aus. Auch hierauf sind wir mit unserem neuen Werk in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt), das die Produktion Mitte 2009 aufnimmt, gut vorbereitet. Sobald die Konjunktur wieder anzieht, werden zudem die Maßnahmen am Standort Degernpoint fortgesetzt.
Als wesentliches Element für profitables Wachstum wird sich einmal mehr der weitere Ausbau der internationalen Markt- und Servicepräsenz erweisen, an dem wir gerade auch in stürmischen Zeiten festhalten. Last but not least sind es unsere Produkte der Premiumklasse, die zum Unternehmenserfolg nachhaltig beitragen werden. Dies hat uns die positive Reaktion unserer Kunden gezeigt, denen wir 2008 auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT wieder etliche Innovationen vorgestellt haben.
Auf dieses Leistungsprofil können unsere Kunden, Geschäftspartner und unsere Aktionäre bauen. Ihnen fühlen wir uns verpflichtet und bedanken uns für ihr Vertrauen. Wir danken außerdem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und den Willen, gemeinsam die jetzige Krise durchzustehen und die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern.
Hamburg, 26. März 2009
Hans-Georg Frey Vorsitzender des Vorstandes
Börsenjahr 2008: zwischen Finanzkrise und Rezession Kursperformance schwächer als deutsche Aktienindizes Börsenumsätze halbiert Buchwert gegenüber Schlusskurs verdoppelt Jahresauftakt 2009 von Unsicherheit bestimmt Dividendenausschüttung leicht gesenkt: dennoch hohe Rendite
Konzernabschluss Bericht des Aufsichtsrates
| Jahresperformance 2008 | |
|---|---|
| in % | |
| DAX | – 40,4 |
| MDAX | – 43,2 |
| SDAX | – 46,1 |
| Jungheinrich | – 66,1 |
Der
Die internationale Finanzkrise und die weltweit eingetrübten Konjunkturaussichten spiegeln sich in der stark rückläufigen Kursperformance der Jungheinrich-Aktie wider. Das Börsenjahr schloss mit einem Kursminus von 66 Prozent. Der Buchwert verdoppelte sich gegenüber dem Schlusskurs. Der Start in das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der Weltwirtschaftskrise. Trotz einer leichten Dividendenkürzung ergibt sich eine hohe Rendite.
Das Aktienjahr 2008 begann turbulent: Ausgelöst durch die Hypothekenkrise in den USA, die sich zur internationalen Finanzkrise entwickelte, verunsicherten die weltweit eingetrübten Konjunkturaussichten die Marktteilnehmer an den nationalen und internationalen Aktienmärkten. Massive Stützungsmaßnahmen und Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank sowie Aktionen westlicher Notenbanken zur Stabilisierung der Lage auf den Weltmärkten sorgten kurzfristig für Beruhigung. Doch immer stärker bestimmten die Sorgen über einen weltweiten Wirtschaftsabschwung das Börsengeschehen. Stark gestiegene Rohölpreise und historische Höchststände des Euro gegenüber dem US-Dollar erwiesen sich als Belastungsfaktoren. Im Herbst 2008 erreichte die weltweite Finanzkrise ihren vorläufigen Höhepunkt und stürzte die internationalen Aktienmärkte in einen nachhaltigen Abwärtstrend. Ausgelöst wurde dieser durch den Zusammenbruch einer der größten US-Investmentbanken. Zugleich drückten die Befürchtungen über einen globalen Wirtschaftsabschwung die Börsenstimmung. Rettungspakete und Zinssenkungsaktionen von Regierungen und Notenbanken beiderseits des Atlantiks sorgten nur anfänglich für Erholung. Es kam zu ausgeprägten Verkaufswellen, die durch das Bild einer heraufziehenden weltweiten Rezession verstärkt wurden. Zum Jahresende 2008 büßte der DAX mit 4.810 Punkten (Vorjahr: 8.067 Punkte) 40,4 Prozent seines Wertes ein. Noch schwächer schlossen die Nebenwerte-Indizes ab. Der MDAX erzielte mit einem Schlussstand von 5.602 Punkten (Vorjahr: 9.865 Punkte) ein Minus von 43,2 Prozent und der SDAX büßte mit 2.801 Punkten (Vorjahr: 5.192 Punkte) 46,1 Prozent seines Wertes ein.
Die Kursperformance der Jungheinrich-Aktie verlief im Berichtsjahr 2008 insgesamt enttäuschend. Schon zu Beginn des Berichtszeitraumes geriet die Kursentwicklung in den Abwärtssog der nationalen und internationalen Aktienmärkte. Positiv reagierten die Marktteilnehmer noch auf die Anfang März 2008 ver-
Der
Der
| Analysten-Coverage im Jahr 2008 | ||
|---|---|---|
| AC Research | Commerzbank | Hamburger Sparkasse | Sal. Oppenheim |
|---|---|---|---|
| Bankhaus Lampe | Deutsche Bank | HSBC Trinkaus & Burkhardt | Steubing |
| Berenberg Bank | Dr. Kalliwoda Research | Landesbank Baden-Württemberg | UniCredit |
| BHF-Bank | DZ Bank | M. M. Warburg | Viscardi |
| CAI Cheuvreux | Goldman Sachs | Merck Finck & Co. | West LB |
öffentlichten ersten Ergebniszahlen zum Jahresabschluss 2007. Doch in der Folgezeit bestimmten die eingetrübten Konjunkturaussichten die Kursrichtung. Weder die positive Resonanz des Kapitalmarktes auf den Jahresabschluss 2007 des Unternehmens noch die Geschäftszahlen über das 1. Quartal 2008 vermochten den Abwärtstrend zu stoppen. Auch die erfreuliche Resonanz des Kapitalmarktes auf die Berichterstattung über die Hauptversammlung am 10. Juni 2008 hielt nur kurzfristig an. Die immer deutlicheren Bremsspuren einer sich abkühlenden Weltwirtschaft, insbesondere aufgrund der hohen Energie- und Rohstoffpreise, führten in der Folge bei einigen Analysten zu einer Revision ihrer bisherigen Einschätzung über die künftigen Geschäftsaussichten des Jungheinrich-Konzerns. Das setzte sich bei dem am 14. August 2008 veröffentlichten Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2008 als Folge des vorsichtigeren Ausblickes des Unternehmens fort. In den revidierten Einschätzungen spiegelten sich auch die für den Maschinenbau besonders eingetrübten Konjunkturaussichten wider. Der im November veröffentlichte Zwischenbericht zum 30. September 2008 führte bei den Analysten zu einer weiteren Korrektur ihrer Ergebnisprognosen und zu einer nochmaligen Senkung ihrer Kursziele. Massive Verkäufe von Investoren, die sich unselektiert von Smallund Mid-Cap-Werten trennten, sorgten für weiter fallende Notierungen. Am 23. Dezember 2008 notierte die Jungheinrich-Aktie mit 8,20 € auf ihrem Jahrestiefststand. Die Jungheinrich-Aktie beendete das Jahr 2008 mit einem Schlusskurs von 9,05 € (Vorjahr: 26,73 €) und büßte damit 66,1 Prozent ihres Wertes ein.
Das Interesse des Kapitalmarktes an Jungheinrich nahm im vergangenen Jahr ungeachtet der weltwirtschaftlichen Entwicklung weiter zu. 20 Finanzinstitute betreuten die Jungheinrich-Aktie mit ihrem umfassenden Aktienresearch. Die aktuellen Analystenmeinungen veröffentlicht das Unternehmen jeweils zeitnah im Internet unter http://www.jungheinrich.de. Angesichts der geringen Kaufbereitschaft der Investoren und der niedrigen Aktienkurse halbierte sich der Börsenumsatz im Berichtsjahr 2008. Am Börsenplatz Frankfurt, einschließlich des elektronischen Handelssystems Xetra, verminderte sich der Handelsumsatz um 50 Prozent auf 248,9 Mio. € (Vorjahr: 497,3 Mio. €). Handelsstärkster Monat war der Januar mit 44,9 Mio. € (Vorjahr: Oktober mit 64,8 Mio. €) bzw. einem börsentäglichen Umsatz von 90.157 Aktien (Oktober 2007: 87.637 Stück). Die Marktkapitalisierung der Jungheinrich-Aktie sank Ende Dezember 2008 auf rund 308 Mio. € (Vorjahr: 910 Mio. €). Der Buchwert des Unternehmens lag demgegenüber mit 625 Mio. € um mehr als das Doppelte über dem Kurswert. Die zugrunde liegende Aktienstückzahl betrug am Bilanzstichtag unverändert 34,0 Mio. Stück. In der Börsenrangliste der Deutsche Börse AG nahm die Jungheinrich-Vorzugsaktie – ohne Berücksichtigung der DAX-Werte – bei der Marktkapitalisierung Rang 64 (Vorjahr: Rang 61) und beim Handelsvolumen Rang 73 (Vorjahr: Rang 71) ein. Die Stammaktien der Jungheinrich AG halten – unverändert je zur Hälfte – die Familien der Töchter des Unternehmensgründers.
Ungeachtet der negativen Folgen der Finanzkrise für die Weltkonjunktur starteten die nationalen und internationalen Aktienmärkte freundlich in das Jahr 2009. Die deutschen Aktienindizes gewannen deutlich an Boden. Danach diktierten jedoch die negativen Wirtschaftsaussichten wieder die Richtung. In diesem Umfeld verzeichnete die Jungheinrich-Aktie zunächst eine deutliche Kurssteigerung und erreichte am 6. Januar 2009 einen Jahreshöchststand von 10,20 €. Ende Februar 2009 notierte die Jungheinrich-Aktie mit 7,38 € um 18,5 Prozent unter dem Schlusskurs vom 30. Dezember 2008. Im gleichen Zeitraum verlor der DAX mit 3.844 Punkten 20,1 Prozent an Wert. Der MDAX wies mit 4.608 Punkten einen Verlust von 17,7 Prozent auf. Der SDAX sank um 16,9 Prozent auf 2.327 Punkte.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 9. Juni 2009 vorschlagen, für das Jahr 2008 eine gegenüber dem Vorjahr um 0,03 € gekürzte Dividende von 0,49 € je nennbetragsloser Stammaktie und 0,55 € je nennbetragsloser Vorzugsaktie auszuschütten. Für die Vorzugsaktie errechnet sich – bezogen auf den Börsenkurs am 30. Dezember 2008 – dennoch eine hohe Dividendenrendite von 6,1 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent). In der Dividendenhöhe spiegelt sich neben den Abschlusszahlen des vergangenen Geschäftsjahres das Vertrauen des Unternehmens in die Zukunft wider.
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hat mit ihren negativen Auswirkungen tiefe Spuren in der Kursentwicklung der Jungheinrich-Aktie hinterlassen: Das Kursniveau ist historisch niedrig. Damit ist die Jungheinrich-Aktie deutlich unterbewertet und spiegelt nicht die Leistungskraft des Unternehmens wider. Jungheinrich sieht sich auch aufgrund seiner starken Position als Logistikdienstleister gut gerüstet, um gestärkt aus der globalen Wirtschaftskrise hervorzugehen. Für einen langfristig orientierten Investor bietet die Jungheinrich-Aktie eine günstige Gelegenheit, sich zu einem attraktiven Einstiegskurs an einem erfolgreichen Unternehmen mit Perspektive zu beteiligen.
Die in Verbindung mit dem Börsengang 1990 der Jungheinrich AG ausgegebenen Aktienurkunden waren u. a. durch die Umstellung des Grundkapitals von DM auf Euro sowie die Durchführung eines Aktiensplits im Verhältnis 1 : 10 unrichtig geworden. Dies wurde von der Gesellschaft zum Anlass genommen, die alten Vorzugsaktienurkunden zum Umtausch in Miteigentumsanteile einzuziehen. Die "Erste Aufforderung zur Einreichung unrichtig gewordener Vorzugsaktienurkunden" erfolgte im Januar 2009. Das Vorzugsaktienkapital der Jungheinrich AG ist seit dem 7. Januar 2009 in vollem Umfang durch eine Globalurkunde verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, hinterlegt wurde. Die Vorzugsaktionäre sind nunmehr entsprechend ihrem Anteil als Miteigentümer mit einer entsprechenden Depotgutschrift beteiligt.
Eine gegen Ende des Berichtsjahres durchgeführte Depoterhebung über die Aktionärsstruktur der Jungheinrich AG hat deutliche Veränderungen ergeben: Die Anzahl der Jungheinrich-Aktionäre nahm mit
| An unsere | Die Jungheinrich | Konzernlage | Finanzdienst | Der Konzern | Konzern | Bericht des | Corporate-Governance | Der | Der | Fünfjahres |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktionäre | Aktie | bericht | leistungen | im Überblick | abschluss | Aufsichtsrates | Bericht | Aufsichtsrat | Vorstand | übersicht |
rund 9.700 Depots (Vorjahr: 8.800 Depots) stark zu. Nur noch 57 Prozent (2007: 69 Prozent) der erfassten Jungheinrich-Vorzugsaktien lagen in den Händen ausländischer Investoren. Institutionelle Investoren im In- und Ausland hielten 68 Prozent (2007: 74 Prozent) des Vorzugsaktienkapitals. Der Anteil der Privatanleger erhöhte sich auf 28 Prozent (2007: 21 Prozent). Ausländische Aktionäre verteilten sich auf 43 Länder (2007: 47 Länder).
Im Berichtszeitraum 2008 kam es zu keiner Ad-hoc-Mitteilung auf der Grundlage des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG).
| 2008 | 2007 | |||
|---|---|---|---|---|
| Dividende je Aktie | Stammaktie | € | 0,49 1) | 0,52 |
| Vorzugsaktie | € | 0,55 1) | 0,58 | |
| Dividendenrendite | Vorzugsaktie | % | 6,1 | 2,2 |
| Ausschüttungsvolumen | T€ | 17.620 | 18.640 | |
| Ausschüttungssatz | % | 23,0 | 22,8 | |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,26 | 2,40 | |
| EBIT 2) je Aktie | € | 3,58 | 4,10 | |
| EBITDA 3) je Aktie | € | 8,59 | 8,09 | |
| Eigenkapital je Aktie | € | 18,38 | 16,28 | |
| Börsenkurs 4) | Hoch | € | 26,58 | 36,91 |
| Tief | € | 8,20 | 23,52 | |
| Jahresschluss | € | 9,05 | 26,73 | |
| Jahresperformance | % | – 66,1 | 15,7 | |
| Marktkapitalisierung | Mio. € | 307,7 | 908,8 | |
| Börsenumsatz Frankfurt | Mio. € | 248,9 | 497,3 | |
| Durchschnittl. Tagesumsatz | Tsd. Stück | 56,48 | 67,39 | |
| KGV (Basis Höchstkurs) | Faktor | 11,8 | 15,4 | |
| KGV (Basis Tiefstkurs) | Faktor | 3,6 | 9,8 | |
| Anzahl Aktien | Stammaktie | Mio. Stück | 18,00 | 18,00 |
| Vorzugsaktie | Mio. Stück | 16,00 | 16,00 | |
| Gesamt | Mio. Stück | 34,00 | 34,00 | |
| Wertpapierkennnummern | ISIN: DE0006219934 // WKN: 621993 | |||
| Tickerkürzel Reuters / Bloomberg | JUN_p.de / JUN3 GR | |||
| Börsenplätze | Wertpapierbörsen Hamburg und Frankfurt sowie alle übrigen deutschen Börsenplätze |
|||
| Designated Sponsoren | Commerzbank und Sal. Oppenheim (bis 30.7.2008) | |||
| Börsengang | 30. August 1990 | |||
1) Vorschlag 2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern
3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation
4) Xetra-Schlusskurse, Frankfurt
Geschäftsjahr 2008: zwischen Wachstum und Rezession Nachfrage nach Flurförderzeugen weltweit rückläufig Jungheinrich hält Wachstumskurs: Umsatz mit neuer Bestmarke Ertragsentwicklung auf hohem Niveau Erfolgreicher Messeauftritt auf der CeMAT 2008 Neues Werk für Elektro-Niederhubwagen nimmt Gestalt an
Jungheinrich blieb trotz der sich zunehmend abkühlenden Weltwirtschaft auf Wachstumskurs: Der Konzernumsatz erreichte eine neue Rekordmarke von über 2,1 Mrd. €. Die Ertragsentwicklung schloss mit dem zweitbesten Unternehmensergebnis ab. Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen schwächte sich ab dem 4. Quartal stark ab. Jungheinrich präsentierte sich erfolgreich auf der CeMAT, der internationalen Leitmesse der Intralogistik. In Landsberg (Sachsen-Anhalt) nahm die Errichtung des neuen Werkes für Elektro-Niederhubwagen Gestalt an.
Jungheinrich,1953 gegründet, gehört zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt Jungheinrich – unverändert wie im Vorjahr – in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Logistikdienstleister bietet Jungheinrich seinen Kunden ein umfassendes Produktprogramm an Flurförderzeugen, Logistiksystemen und Dienstleistungen für die komplette Intralogistik. Letztere umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in konzerneigenen Werken in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt, Gegengewichts- und Schmalgangstapler in Moosburg gefertigt. Am Standort Lüneburg produziert Jungheinrich Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus ist Jungheinrich über eine Vielzahl an Händlern auf den Überseemärkten vertreten. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit um einen im Aufbau befindlichen Versandhandel.
Die Jungheinrich AG agiert seit dem Vorjahr als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen.
Im Rahmen der strategischen Zielsetzung strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum an. Die Ertragserwartungen orientieren sich dabei insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, insbesondere im Bereich der Lagertechnik. Deshalb setzt der Konzern schwerpunktmäßig auf den Ausbau der Wachstumsmärkte in Osteuropa und in Asien. Ein besonderes Schwergewicht bilden Russland und China. Darüber hinaus strebt das Unternehmen in Europa den Ausbau des Systemgeschäftes sowie eine wesentliche Verbesserung der Marktposition im Produktsegment der Gegengewichtsstapler, insbesondere mit verbrennungsmotorischem Antrieb, an.
Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der wertorientierten Vergütungssysteme, die sich an wertschaffenden Kenngrößen wie Umsatz- und Kapitalrendite (ROS bzw. ROCE) orientieren.
Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat zuständig, der auf Vorschlag des Personalausschusses das Vergütungssystem hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit überprüft. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist durch Leistungsorientierung charakterisiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteils ist die EBIT-Umsatzrendite (ROS) des Jungheinrich-Konzerns. Sie orientiert sich am Erfüllungsgrad einer auf mehrere Jahre ausgerichteten Zielrendite entsprechend der strategischen Ausrichtung, die jährlich überprüft wird und angepasst werden kann. Die Auszahlung des variablen Anteils erfolgt nachträglich einmal jährlich in Abhängigkeit von den Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt, die Höhe und Fälligkeit wird durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich, zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag der oben genannten Vergütung, über die Aufteilung beschließt der jeweilige Ausschuss.
| An unsere | Die Jungheinrich | Konzernlage | Finanzdienst | Der Konzern | Konzern | Bericht des | Corporate-Governance | Der | Der | Fünfjahres |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktionäre | Aktie | bericht | leistungen | im Überblick | abschluss | Aufsichtsrates | Bericht | Aufsichtsrat | Vorstand | übersicht |
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)
| Wirtschaftswachstum ausgewählter Wirtschaftsregionen (BIP1)) in % | ||
|---|---|---|
| Region | 2008 | 2007 |
| Welt | 3,7 | 5,0 |
| USA | 1,3 | 2,0 |
| China | 9,0 | 11,9 |
| Eurozone | 0,7 | 2,6 |
| Deutschland | 1,3 | 2,5 |
1) Bruttoinlandsprodukt Quelle: Commerzbank
Im Berichtszeitraum 2008 erreichte die globale Finanzmarktkrise die Weltwirtschaft und beschleunigte in der zweiten Jahreshälfte den weltweit einsetzenden Konjunkturabschwung, der in vielen Regionen zur Rezession führte. Dementsprechend verlangsamte sich das Wachstumstempo aus dem Vorjahr deutlich. Die bereits hohen Energie- und Rohstoffpreise erreichten ein weiteres Mal neue Rekordstände, die allerdings in der zweiten Jahreshälfte merklich zurückgingen. Das betraf insbesondere die Rohölpreise, von denen ein dämpfender Einfluss auf den weltweiten Konjunkturverlauf ausging. Eine ähnliche Preisentwicklung verzeichneten Stahl- und Buntmetalle. Die Weltwirtschaft wuchs 2008 um 3,7 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent). Die stärksten Wachstumsimpulse gingen trotz nachlassender Dynamik weiterhin von Asien aus, wohingegen sich das Wirtschaftswachstum in den USA und in Europa im Vergleich zum Vorjahr erheblich abschwächte. Asien profitierte ein weiteres Mal von China, dessen Wachstumsrate allerdings mit 9,0 Prozent (Vorjahr: 11,9 Prozent) etwas an Schwung einbüßte. In den USA ging das Wirtschaftswachstum auf 1,3 Prozent zurück (Vorjahr: 2,0 Prozent). In den Ländern der Eurozone verringerte sich die Wachstumsrate auf 0,7 Prozent (Vorjahr: 2,6 Prozent). Zu dieser Abschwächung trugen für Jungheinrich wichtige Abnehmerländer wie Italien, Frankreich und Spanien bei. Sie wiesen eine Entwicklung der Wirtschaftsleistung zwischen minus 0,5 und plus 1,1 Prozent auf (Vorjahr: zwischen 1,4 und 3,7 Prozent). Auch Großbritannien zeigte mit einer Zunahme von 0,7 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent) nur ein schwaches Wachstum. Trotz ebenfalls abnehmender Tendenz erzielten mittel- und osteuropäische Länder weiterhin zum Teil deutlich höhere Zuwächse. Deutschlands Wirtschaftsleistung stieg im Berichtszeitraum nur noch um 1,3 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent). Vor allem die Exporte und die Investitionen brachen als Folge der globalen Wirtschaftskrise ein, während der Rückgang bei Importen mit 4,4 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent) noch verhalten ausfiel. Die Ausrüstungsinvestitionen gingen von 6,9 Prozent auf 5,3 Prozent zurück und die Exporte fielen von 7,5 Prozent auf nur noch 3,2 Prozent. Stark wirkten sich die eintrübenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den besonders exportorientierten deutschen Maschinenbau aus. Die Nachfrage aus dem Ausland sank insgesamt um 7 Prozent (Vorjahr: plus 18 Prozent) und die Inlandsbestellungen fielen um 6 Prozent (Vorjahr: plus 11 Prozent). Die Produktionsleistung nahm dagegen noch um rund 5 Prozent (Vorjahr: plus 11 Prozent) zu.
| An unsere | Die Jungheinrich | Konzernlage | Finanzdienst | Der Konzern | Konzern | Bericht des | Corporate-Governance | Der | Der | Fünfjahres |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktionäre | Aktie | bericht | leistungen | im Überblick | abschluss | Aufsichtsrates | Bericht | Aufsichtsrat | Vorstand | übersicht |
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)
| Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stück | ||
|---|---|---|
| Region | 2008 | 2007 |
| Europa (inkl. Türkei) | 374,7 | 410,9 |
| davon Osteuropa | 70,9 | 74,3 |
| Nordamerika | 159,3 | 191,4 |
| Asien | 259,3 | 266,0 |
| davon China | 113,4 | 118,3 |
| Welt | 871,6 | 950,9 |
Basierend auf der sich im Berichtszeitraum zunehmend abkühlenden Weltwirtschaft verlor die Konjunktur der Flurförderzeugindustrie an Dynamik und verzeichnete im 4. Quartal 2008 einen massiven Einbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dadurch fiel das weltweite Marktvolumen im Jahr 2008 insgesamt um 8 Prozent auf 872 Tsd. Flurförderzeuge (Vorjahr: 951 Tsd. Einheiten). Das Marktvolumen blieb damit deutlich unter der Einschätzung aus dem Vorjahr, die von einer Zunahme des Marktvolumens auf "etwas über 1 Mio. Fahrzeuge" ausging. Die stärksten Rückgänge entfielen auf Nordamerika und Europa. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen in Europa sank um rund 9 Prozent auf 375 Tsd. Stapler (Vorjahr: 411 Tsd. Einheiten). Obwohl sich Osteuropa dem allgemeinen Abwärtstrend nicht entziehen konnte, fiel der Rückgang des Marktvolumens mit rund 5 Prozent nicht ganz so stark aus. Zum Stillstand kam die bisher so dynamische Entwicklung in Russland, das einen Marktrückgang von rund 10 Prozent verzeichnete. Das Marktvolumen in Westeuropa ging insgesamt um 9 Prozent zurück. Dabei zeigte sich von den bedeutendsten Absatzmärkten die größte Nachfrageschwäche in Spanien, dessen Marktvolumen um rund 30 Prozent schrumpfte. Das Marktvolumen in Nordamerika brach weiter ein und fiel um 17 Prozent auf 159 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 191 Tsd. Einheiten). Asien verzeichnete dagegen nur einen Rückgang von knapp 3 Prozent auf 259 Tsd. Geräte (Vorjahr: 266 Tsd. Einheiten). China, das lange Zeit als Wachstumslokomotive den asiatischen Markt anführte, wies einen Rückgang von 4 Prozent auf. An dem weltweiten Marktrückgang waren die Fahrzeuge der Lagertechnik unterdurchschnittlich mit 6 Prozent beteiligt, während auf die Gegengewichtsstapler rund 10 Prozent entfielen. Der Jungheinrich-Konzern konnte in der von Marktschwäche und vom Wettbewerbsdruck stark geprägten Flurförderzeugbranche seine weltweite Marktposition behaupten.
Die wesentlichen Schwerpunkte des Jungheinrich-Konzerns im Geschäftsjahr 2008 bildeten die Errichtung eines neuen Produktionswerkes und der Messeauftritt auf der CeMAT in Hannover. Außerdem gewannen die kostenreduzierenden Maßnahmen des Unternehmens als Reaktion auf die Folgen der Weltwirtschaftskrise mit ihren Auswirkungen auf die Branchenkonjunktur immer stärker an Gewicht.
Jungheinrich rechnet langfristig mit weiterem Marktwachstum und hat deshalb im Jahr 2008 mit der Errichtung eines Produktionswerkes für Elektro-Niederhubwagen in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) begonnen. Der Produktionsstart dieses als eigenständiges "Centre of Excellence" konzipierten Werkes, das neben der Herstellung auch die Produktentwicklung und das Produktmanagement für diese Fahrzeuge beinhalten wird, ist für Mitte 2009 geplant. In der ersten Ausbaustufe ist das Werk auf eine Produktionskapazität von mehr als 30.000 Fahrzeugen ausgelegt.
Im Mai 2008 präsentierte sich Jungheinrich mit großem Erfolg auf der CeMAT, der internationalen Leitmesse der Intralogistik, die regelmäßig alle 3 Jahre stattfindet. Der Schwerpunkt lag auf den Themen Energieeffizienz und Antriebstechnologie. Besondere Aufmerksamkeit fand die Konzeptstudie "Concept '08", die mit zahlreichen neuen Ideen aufwartete. Hierbei setzte Jungheinrich künftige Entwicklungsschwerpunkte um und stellte seine Innovationskompetenz erneut unter Beweis. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Produktneuheiten und Weiterentwicklungen vorgestellt, darunter eine neue verbrennungsmotorische Staplergeneration mit hydrostatischem Antrieb sowie ein neuer Elektro-Gegengewichtsstapler.
Insbesondere in den im Blickfeld stehenden Zukunftsmärkten Asien und Osteuropa wurde die internationale Markt- und Servicepräsenz des Jungheinrich-Direktvertriebsnetzes weiter ausgebaut. So wurden neue Fachberater und Kundendienst-Techniker eingestellt.
Zum Ausbau des europaweit strategisch wichtigen Dienstleistungsgeschäftes wurde eine weitere Finanzdienstleistungsgesellschaft in Spanien gegründet. Damit ist Jungheinrich jetzt in den fünf größten europäischen Märkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien direkt mit eigener Finanzdienstleistungskompetenz zur Vertriebsunterstützung vor Ort vertreten.
Die konzernweite IT-Vernetzung mit Standardsoftware schritt 2008 weiter voran. Zu Beginn des Jahres erfolgte die Umstellung des SAP ERP-Systems auf eine neue Schriftzeichensatz-Systematik, die es ermöglicht, Länder wie Russland und China in das Jungheinrich-IT-Netz einzubeziehen. Als nächstes ist die Einführung in der Vertriebsgesellschaft in Russland für 2009 vorgesehen. Auf der Basis gleichgerichteter Prozesse wurde im abgelaufenen Jahr ein neues System zur Disposition von Kundendienst-Technikern in drei Ländern (Deutschland, Frankreich und Großbritannien) eingeführt. In Deutschland wurde darüber hinaus die Einführung des CRM-Systems (Customer Relationship Management) abgeschlossen.
Das sich zunehmend verschlechternde Konjunkturszenario machte in der zweiten Jahreshälfte ein ganzes Maßnahmenbündel zur Krisenbewältigung erforderlich. So wurde u. a. die Baumaßnahme für die neue Produktionsstätte für Lager- und Systemfahrzeuge in Degernpoint bei Moosburg (Bayern) vorerst verschoben sowie die Produktion in allen Werken an die geringere Nachfrage angepasst. In einer ersten Stufe wurden Leiharbeitnehmer und Arbeitszeitkonten abgebaut sowie Verträge für Zeitarbeitskräfte nicht verlängert. Zudem wurden mehrere umfangreiche Kosten- und Strukturprojekte auf den Weg gebracht, die für zusätzliche positive Effekte in der Zukunft sorgen werden.
Aktie
Der
Der Aufsichtsrat
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Auftragseingang Mio. € |
2.145 | 2.120 |
| Produktion Stück |
80.700 | 82.400 |
| Auftragsbestand 31.12. Mio. € |
242 | 334 |
| Umsatz Mio. € |
2.145 | 2.001 |
Der Jungheinrich-Konzern hat sich trotz der in der zweiten Jahreshälfte 2008 schwierigeren Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum erfolgreich behauptet und blieb auf Wachstumskurs: Das Geschäftsvolumen konnte erneut gesteigert werden. Allerdings verlief die Geschäftsentwicklung für den Jungheinrich-Konzern weniger günstig als im Jahr zuvor, da die Konjunktur der Flurförderzeugindustrie im 4. Quartal 2008 massiv vom Wirtschaftsabschwung erfasst wurde. Nach einem Marktwachstum in den ersten drei Quartalen folgte im 4. Quartal und somit für das Gesamtjahr ein kräftiger Marktrückgang, dem sich der Jungheinrich-Konzern nicht entziehen konnte. Der Auftragseingang im Neugeschäft fiel stückzahlbezogen konzernweit um 8 Prozent auf 77 Tsd. Stapler (Vorjahr: 84 Tsd. Einheiten). Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, erhöhte sich dennoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent auf 2.145 Mio. € (Vorjahr: 2.120 Mio. €), unterschritt damit aber die im Vorjahr prognostizierte Wachstumsrate, die im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet wurde. Die Produktionsleistung des Konzerns verringerte sich 2008 um 2 Prozent auf knapp 81 Tsd. Stapler (Vorjahr: über 82 Tsd. Einheiten). Als frühzeitige Reaktion auf die rückläufige Markt- und Auftragsentwicklung wurden zur Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage an allen Fertigungsstandorten erste Maßnahmen umgesetzt (z. B. Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten). Der Auftragsbestandswert des Neugeschäftes, der einen hohen Anteil an Logistiksystemaufträgen mit einem großen Volumen an Fremdprodukten beinhaltet, sank zum 31. Dezember 2008 auf 242 Mio. € (Vorjahr: 334 Mio. €). Entsprechend verminderte sich die Auftragsreichweite auf gut 2 Monate, nachdem sie im Vorjahr noch fast 4 Monate betragen hatte.
| Umsatzerlöse nach Regionen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | 2007 | |||
| Deutschland | 557 | 505 | |||
| Übriges Europa | 1.467 | 1.372 | |||
| Übrige Länder | 121 | 124 | |||
| Gesamt | 2.145 | 2.001 |
Der Konzernumsatz erzielte im Berichtsjahr mit 2.145 Mio. € eine neue Rekordmarke und übertraf den Vorjahreswert von 2.001 Mio. € um 7 Prozent. Die ursprünglich erwartete Umsatzsteigerung, die in einem mittleren einstelligen Prozentbereich gesehen wurde, konnte damit noch übertroffen werden. Das Inlandsgeschäft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent, während die Auslandsumsätze mit 6 Prozent weniger stark zulegten. Dadurch sank die Auslandsquote auf 74 Prozent (Vorjahr: 75 Prozent).
Der Umsatz außerhalb Europas ging aufgrund des Umsatzrückganges in den USA leicht um 2 Prozent auf 121 Mio. € (Vorjahr: 124 Mio. €) zurück. Dieses Umsatzvolumen entsprach wie im Vorjahr einem Umsatzanteil von 6 Prozent.
| Umsatzerlöse nach Bereichen | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
| Neugeschäft | 1.209 | 1.110 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 332 | 310 |
| After Sales | 604 | 581 |
| Gesamt | 2.145 | 2.001 |
Alle Geschäftsfelder trugen zum Umsatzwachstum bei. Der größte Zuwachs entfiel auf das Neugeschäft mit einer Steigerung von 9 Prozent, gefolgt vom Geschäft mit Gebraucht- und Mietgeräten mit einem Anstieg von 7 Prozent. Dabei trug das Mietgeschäft mit einem Zuwachs von 8 Prozent etwas stärker zum Umsatzwachstum bei. Der Kundendienstumsatz, der vom weiteren Anstieg des Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen, insbesondere in Europa, profitierte, wuchs um 4 Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz nahm als Folge der starken Zunahme des Neugeschäftes leicht auf 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent) ab.
| Kostenstruktur (lt. GuV) | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
| Umsatzkosten | 1.552 | 1.421 |
| Vertriebskosten | 399 | 369 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 42 | 40 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 28 | 29 |
Die Umsatzkosten erhöhten sich leicht überproportional zum Konzernumsatz um 9 Prozent auf 1.552 Mio. € (Vorjahr: 1.421 Mio. €). Belastungen, die sich aus den hohen Materialpreisen, insbesondere für Stahl- und Kupferprodukte sowie für Kunststoffe ergaben, konnten bis zu einem gewissen Grad durch eine leicht verbesserte Kostenstruktur aufgefangen werden. Darüber hinaus stieg der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz auf 72 Prozent (Vorjahr: 71 Prozent) aufgrund des starken Umsatzwachstums im margenschwächeren Neugeschäft. Die Vertriebskosten erhöhten sich ebenfalls leicht überproportional um 8 Prozent auf 399 Mio. € (Vorjahr: 369 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz betrug 19 Prozent.
Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, dass die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern mit 39 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €) unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Die Aktivierungsquote betrug nur noch 14,1 Prozent (Vorjahr: 24,2 Prozent). Dadurch erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) um über 2 Mio. € auf 42 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €).
| Forschungs- und Entwicklungskosten | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 39,0 | 40,9 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 5,5 | 9,9 |
| Aktivierungsquote | 14,1 % | 24,2 % |
| Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten | 8,6 | 8,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten lt. GuV | 42,1 | 39,9 |
Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken leicht um 3 Prozent auf 28 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €).
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 592,6 | 579,7 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 121,8 | 139,5 |
| Finanzergebnis | – 0,3 | – 1,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 121,5 | 138,5 |
| Ertragsteuern | 44,7 | 56,9 |
| Ergebnis nach Steuern | 76,7 | 81,6 |
Der Jungheinrich-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2008 mit dem zweitbesten Ergebnis nach dem Rekordergebnis des Vorjahres ab. Die Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr 2008 profitierte noch von höheren Auftragseingängen und einer gestiegenen Produktionsleistung in den Werken. Demgegenüber machten sich in der zweiten Jahreshälfte vor allem der Effekt aus den hohen Materialpreisen sowie eine geringere Produktionsleistung als Folge der Konjunkturabschwächung bemerkbar. Hinzu kamen die u. a. für die Erschließung der Wachstumsmärkte in China und Russland erbrachten Vorleistungen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg nur noch um 13 Mio. € bzw. 2 Prozent auf 593 Mio. € (Vorjahr: 580 Mio. €).
Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass 2008 zusätzliche Aufwendungen anfielen, die mit der Branchenmesse CeMAT verbunden waren. Des Weiteren wirkten sich die gegenüber dem Vorjahr höheren Forschungs- und Entwicklungskosten aus. Außerdem ergab sich eine Einmalbelastung in Höhe von über 2 Mio. € durch den Entkonsolidierungseffekt einer ausländischen Holdinggesellschaft.
2008 2007
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 13 Prozent auf 122 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite verringerte sich dadurch auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation), in dem das operative liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, stieg im Berichtsjahr um 17 Mio. € auf 292 Mio. € (Vorjahr: 275 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verminderte sich auf 122 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €). Gegenüber dem im Vorjahr leicht negativen Wert ergab sich diesmal ein fast ausgeglichenes Finanzergebnis. Die Ertragsteuern des Konzerns verminderten sich überproportional zur Entwicklung des operativen Ergebnisses auf 45 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €). Die Steuerquote verringerte sich auf 36,8 Prozent (Vorjahr: 41,1 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern ist dadurch gegenüber dem Vorjahr nur um 6 Prozent auf 77 Mio. € (Vorjahr: 82 Mio. €) zurückgegangen. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, an die Aktionäre eine gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,03 € gekürzte Dividende von 0,49 € je Stammaktie und 0,55 € je Vorzugsaktie auszuschütten. Dabei orientiert sich der Vorschlag am Grundsatz der Dividendenkontinuität.
Kurzfristige Finanzschulden 6,2 7,0
Übrige kurzfristige Schulden 24,1 25,5 (davon aus Finanzdienstleistungen) (8,2) (7,3)
2008 2007
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 26,3 27,4 (davon aus Finanzdienstleistungen) (6,0) (5,5)
Liquide Mittel und Wertpapiere 12,0 12,1
Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.
Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2008 vor allem von der weiteren Geschäftsausweitung und der noch guten Ertragsentwicklung bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2008 um 106 Mio. € auf 2.179 Mio. € (Vorjahr: 2.073 Mio. €).
Beim Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist zu beachten, dass die zwischen den Kunden und den Jungheinrich-Gesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften geschlossenen langfristigen Leasing- oder Rentalverträge entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart auf der Aktivseite entweder im Anlage- oder im Umlaufvermögen (als Leasinggeräte oder Forderungen aus Finanzdienstleistungen) ausgewiesen werden. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeitkongruent und wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Hieraus ergibt sich eine Bilanzverlängerung. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft herrühren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen stimmen weitgehend mit den Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute aus diesem Geschäft überein.
Der europaweit erfasste Vertragsbestand des Leasinggeschäftes wuchs um 10 Prozent auf 92,9 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 84,4 Tsd. Einheiten). Er entsprach einem Neuwert von 1.451 Mio. € (Vorjahr: 1.332 Mio. €). Aktie
Konzernabschluss Bericht des Aufsichtsrates
| 2004 | 24,9 |
|---|---|
| 2005 | 25,7 |
| 2006 | 26,8 |
| 2007 | 26,7 |
| 2008 | 28,7 |
Der Aufsichtsrat
| Vermögensstruktur des Jungheinrich-Konzerns | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.099 | 1.013 |
| Anlagevermögen | 713 | 666 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 329 | 288 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 57 | 59 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.080 | 1.060 |
| Vorräte | 247 | 243 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 385 | 413 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 131 | 114 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 55 | 39 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 262 | 251 |
| Bilanzsumme | 2.179 | 2.073 |
Das Anlagevermögen erhöhte sich um 47 Mio. € auf 713 Mio. € (Vorjahr: 666 Mio. €). Von diesem Anstieg entfiel der überwiegende Teil auf die Ausweitung des Miet- und Leasinggeschäftes und auf Investitionen in die Werke, hier vor allem auf die Errichtung des neuen Produktionswerkes für Elektro-Niederhubwagen in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt). Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich aufgrund der Geschäftsausweitung um insgesamt 58 Mio. € auf 460 Mio. € (Vorjahr: 402 Mio. €). Ein wesentlicher Teil des Anstieges beruhte auf der eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaft in Großbritannien nach der Übernahme des Geschäftes in eigener Regie. Die Vorräte stiegen nur geringfügig auf 247 Mio. € (Vorjahr: 243 Mio. €) als Folge des Konjunkturabschwunges im zweiten Halbjahr 2008. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen durch einen Abbau überfälliger Forderungen zum Jahresende um 28 Mio. € auf 385 Mio. € (Vorjahr: 413 Mio. €) zurück. Die Finanzmittel (liquide Mittel und Wertpapiere) stiegen leicht um 11 Mio. € auf 262 Mio. € (Vorjahr: 251 Mio. €).
| 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|
| 625 | 554 |
| 893 | 844 |
| 140 | 164 |
| 150 | 144 |
| 465 | 390 |
| 138 | 146 |
| 661 | 675 |
| 108 | 111 |
| 135 | 146 |
| 178 | 151 |
| 117 | 140 |
| 123 | 127 |
| 2.179 | 2.073 |
Kapitalstruktur des Jungheinrich-Konzerns
| An unsere Aktionäre |
Die Jungheinrich Aktie |
Konzernlage bericht |
Finanzdienst leistungen |
Der Konzern im Überblick |
Konzern abschluss |
Bericht des Aufsichtsrates |
Corporate-Governance Bericht |
Der Aufsichtsrat | Der Vorstand | Fünfjahres übersicht |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
aus Finanzdienstleistungen und Pensionsrückstellungen)
Die Entwicklung des Eigenkapitals, das sich um 71 Mio. € auf 625 Mio. € erhöhte (Vorjahr: 554 Mio. €), wurde einerseits vom hohen Ergebnis nach Steuern und Währungseinflüssen sowie andererseits von der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 bestimmt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich trotz der höheren Bilanzsumme auf 29 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent). Die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte waren zum Bilanzstichtag zu 122 Prozent (Vorjahr: 114 Prozent) durch das Eigenkapital gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das galt insbesondere auch vor dem Hintergrund der sich verschärfenden internationalen Finanzkrise: Der Jungheinrich-Konzern konnte seine Finanzierung über den im Berichtszeitraum benötigten Finanzbedarf hinaus sicherstellen. Das Unternehmen wies ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, die durch entsprechende Kundenforderungen gedeckt waren, nur eine geringe Nettoverschuldung auf. Der Verschuldungsgrad von Jungheinrich – gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu EBITDA – betrug weniger als 0,1 Jahre (Vorjahr: 0,1 Jahre). Aufgrund einer Einmalzahlung in den Pensionsfonds in Großbritannien ergab sich ein Abbau der Pensionsrückstellungen auf 140 Mio. € (Vorjahr: 164 Mio. €). Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen sanken insgesamt auf 150 Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen leicht um 5 Mio. € auf 285 Mio. € (Vorjahr: 290 Mio. €) ab. Unter Berücksichtigung des Finanzmittelbestandes einschließlich der Wertpapiere von insgesamt 262 Mio. € ergab sich ein Abbau der Netto-Finanzverbindlichkeiten auf 23 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen aufgrund des bereits zum Jahresende reduzierten Einkaufsvolumens sowie des Rückganges der Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen um 23 Mio. € auf 117 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €) zurück. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen nahmen entsprechend der Ausweitung des Geschäftsvolumens um 102 Mio. € auf 643 Mio. € (Vorjahr: 541 Mio. €) zu.
Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
| Kapitalflussrechnung | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | 2007 |
| Ergebnis nach Steuern | 77 | 82 |
| Abschreibungen | 170 | 136 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
– 221 | – 218 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Finanzdienstleistungen und Mietgeräten | 134 | 131 |
| Sonstige Veränderungen | – 28 | – 24 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 132 | 107 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 138 | – 60 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 47 | – 36 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | – 53 | 11 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag mit 132 Mio. € um 25 Mio. € über dem Vorjahreswert von 107 Mio. €. Maßgebend hierfür war die Erhöhung der Abschreibungen um 34 Mio. €, die zusätzlich den leichten Ergebnisrückgang kompensierte. Der gegenüber dem Vorjahr geringe Zuwachs von 3 Mio. € in der Mittelbindung aus der Veränderung der Miet- und Leasinggeräte sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen wurde durch einen gleich hohen Zufluss aus der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen und aus der Finanzierung von Mietgeräten ausgeglichen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit minus 138 Mio. € um 78 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (minus 60 Mio. €). Das war zu 63 Mio. € auf die Anlage von Finanzmitteln in 2009 endfällige Wertpapiere und darüber hinaus auf das hohe Investitionsvolumen der neuen Produktionsstätte in Landsberg (Sachsen-Anhalt) zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 47 Mio. € (Vorjahr: minus 36 Mio. €) resultierte aus dem Abbau von Bankverbindlichkeiten und Finanzkrediten sowie aus der Dividendenausschüttung in Höhe von 18,6 Mio. € (Vorjahr: 17,3 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Anlage von Finanzmitteln in Wertpapiere ergab sich eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes von plus 10 Mio. € (Vorjahr: plus 11 Mio. €)
Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
| Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns zeigt folgendes Bild: | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | % | 2007 | % |
| Entstehung | ||||
| Unternehmensleistung1) | 2.201 | 100,0 | 2.043 | 100,0 |
| Material- und Sachkosten | 1.274 | 57,9 | 1.171 | 57,3 |
| Abschreibungen | 170 | 7,7 | 136 | 6,7 |
| Nettowertschöpfung | 757 | 34,4 | 736 | 36,0 |
| Verwendung | ||||
| Mitarbeiter | 595 | 78,6 | 564 | 76,7 |
| Öffentliche Hand | 45 | 5,9 | 57 | 7,7 |
| Darlehensgeber | 40 | 5,3 | 34 | 4,6 |
| Aktionäre | 19 | 2,5 | 17 | 2,3 |
| Unternehmen | 58 | 7,7 | 64 | 8,7 |
| Nettowertschöpfung | 757 | 100,0 | 736 | 100,0 |
| Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns zeigt folgendes Bild: |
|---|
| ------------------------------------------------------------------- |
1) inkl. Zinserträge, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge
Aus der Wertschöpfungsrechnung ergeben sich die von Jungheinrich im Geschäftsjahr erbrachten wirtschaftlichen Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen.
Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 757 Mio. € (Vorjahr: 736 Mio. €). Sie lag damit um 3 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Verwendungsrechnung ergab, dass der größte Anteil der Wertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel, dies waren 595 Mio. € bzw. 79 Prozent (Vorjahr: 564 Mio. € bzw. 77 Prozent). Die öffentliche Hand erhielt 45 Mio. € bzw. 6 Prozent (Vorjahr: 57 Mio. € bzw. 8 Prozent). Die Darlehensgeber partizipierten mit 40 Mio. € bzw. 5 Prozent
| An unsere Aktionäre |
Die Jungheinrich Aktie |
Konzernlage bericht |
Finanzdienst leistungen |
Der Konzern im Überblick |
Konzern abschluss |
Bericht des Aufsichtsrates |
Corporate-Governance Bericht |
Der Aufsichtsrat | Der Vorstand | Fünfjahres übersicht |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ------------------------ | --------------------------- | ------------------------ | ---------------------------- | ----------------------------- | ---------------------- | ------------------------------- | --------------------------------- | ------------------ | -------------- | ------------------------- |
18 56 2008 74
12 40 2007 52
(Vorjahr: 34 Mio. € bzw. 5 Prozent). Den Aktionären flossen rund 19 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) zu. Dem Unternehmen blieben zur Innenfinanzierung des Geschäftes 58 Mio. € bzw. 8 Prozent der Wertschöpfung (Vorjahr: 64 Mio. € bzw. 9 Prozent).
| in % | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) | 5,7 | 7,0 |
| EBIT-Kapitalrendite (ROCE) | 19,1 | 24,1 |
| Eigenkapitalrendite | 13,0 | 15,7 |
| Gesamtkapitalrendite | 5,7 | 6,1 |
EBIT-Umsatzrendite (ROS) = EBIT : Umsatzerlöse x 100
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital1) x 100 Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches Eigenkapital x 100
Gesamtkapitalrendite = Ergebnis nach Steuern + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100
1) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten +/– sonstige Verbindlichkeiten/Forderungen gegenüber verbundenen und
assoziierten Unternehmen - Besitzwechsel - Liquide Mittel
Aufgrund des Ergebnisrückganges, insbesondere durch die starke Zunahme des Geschäftsvolumens im margenschwächeren Neugeschäft, haben sich die Renditekennzahlen des Jungheinrich-Konzerns verschlechtert. Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) fiel auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent). Die entsprechende Kapitalrendite auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (ROCE) unterschritt das langfristige Kapitalrenditeziel des Konzerns von 20 Prozent und blieb mit den erreichten 19,1 Prozent deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (24,1 Prozent). Die Eigenkapitalrendite verminderte sich 2008 auf 13,0 Prozent nach 15,7 Prozent im Vorjahr. Die Gesamtkapitalrendite, die um die Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt ist, verringerte sich auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent).
Im Berichtsjahr 2008 erhöhten sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – ohne aktivierte Entwicklungskosten – um 22 Mio. € auf 74 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €). Die Investitionsquote stieg dadurch auf 3,4 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 2,6 Prozent). Vom Investitionsvolumen entfiel der wesentliche Teil auf die Errichtung des neuen Werkes in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) sowie zu gleichen Teilen auf den Ausbau an den Produktionsstandorten in Norderstedt (Schleswig-Holstein) und Moosburg (Bayern). Darüber hinaus investierte Jungheinrich in den weiteren Ausbau der eigenen Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt im Ausland.
Der Jungheinrich-Konzern investierte im Geschäftsjahr 2008 weiterhin kräftig in die Entwicklung seiner Produkte. Auf der weltweit größten und bedeutendsten Intralogistikmesse CeMAT in Hannover präsentierte Jungheinrich im Frühjahr dem internationalen Fachpublikum neue Produkte aus allen Segmenten. Die positive Resonanz der Kunden, u. a. auf die neue verbrennungsmotorische Staplergeneration mit hydrostatischem Antrieb, bestätigt die Innovationskraft des Unternehmens. Die Aufwendungen des Jungheinrich-
2008 39
Konzerns für Forschung und Entwicklung, einschließlich entwicklungsnaher Arbeitsvorbereitung und der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, erreichten mit 39 Mio. € fast das Niveau des Vorjahres (41 Mio. €). Das waren 4,0 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) des im Berichtsjahr deutlich gestiegenen Umsatzes aus dem Neufahrzeuggeschäft. Der Bereich Forschung und Entwicklung umfasste im vergangenen Jahr konzernweit durchschnittlich 340 (Vorjahr: 350) Mitarbeiter.
Der Schwerpunkt der entwicklungstechnischen Aufgaben lag im Berichtsjahr 2008 auf den Neuentwicklungen bei den Gegengewichtsstaplern mit der besonderen Anforderung an Energieeffizienz und -management. 2008 wurden konzernweit 84 (Vorjahr: 127) Schutzrechte angemeldet, 89 (Vorjahr: 65) Patente erteilt. Damit konnten Innovationen in bedeutende Produktverbesserungen umgesetzt werden, die wesentlich zur Steigerung des Kundennutzens beitragen. In den Entwicklungsabteilungen standen im Berichtszeitraum folgende Arbeitsfelder im Blickfeld:
Im Berichtszeitraum wurden zentrale Forschungsthemen, die sich mit neuen effizienten Antriebssystemen beschäftigen, aufgegriffen. Sie bildeten einen wesentlichen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit. Untersucht und entwickelt wurden vielversprechende Energiesysteme auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien. Zudem wurden Antriebe auf Möglichkeiten zur Steigerung des Wirkungsgrades bei gleichzeitiger Erhöhung der Umschlagsleistung erforscht. Erste gewonnene Erkenntnisse konnten in der Fahrzeugstudie "Concept '08" im Frühjahr auf der CeMAT vorgestellt werden. Das voll funktionsfähige Niederhubfahrzeug basiert auf einem Antriebskonzept, das Lithium-Ionen-Energiespeicher mit einem äußerst sparsamen Direktantrieb verbindet. Darüber hinaus wurden weitere alternative Antriebskonzepte wie Brennstoffzellen- und Hybridantriebe auf ihre Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht. Auf diese Weise unterstrich Jungheinrich seine Kompetenz im Bereich effizienter Antriebssysteme.
Logistiksysteme bieten für Jungheinrich eine gute Möglichkeit, das Produktprogramm auszubauen. Durch die intelligente Verknüpfung von Lagerverwaltungssystemen, Ladungsträgern und Flurförderzeugen sind erhebliche Effizienzsteigerungen in der Logistik realisierbar. So wurde das Multi Pallet Tracking (Mehrfachpaletten-Verfolgung) basierend auf der in die Gabelzinken des Staplers integrierten RFID-Antenne (Radio Frequency Identification) präsentiert. Die Einbeziehung moderner Informationstechnologien in den Stapler wird das Marktpotenzial zukünftig deutlich steigern.
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Reduzierung der Life Cycle Costs (Lebenszyklus-Kosten). Beispielsweise wurden Servicehilfsmittel getestet, die es erlauben, die Verfügbarkeit der Fahrzeuge kostengünstig zu erhöhen. Um die Produktqualität weiter zu verbessern, wurde das Test- und Entwicklungszentrum in Norderstedt um ein großes Labor für Lärmmessung erweitert.
Ein besonderes Highlight im Berichtszeitraum war die Markteinführung eines neuen Elektro-Gegengewichtsstaplers. Durch umfangreiche Konstruktionsmaßnahmen konnte der Energieverbrauch um 20 Prozent reduziert werden. Basis hierfür war u. a. die Entwicklung eines innovativen Batteriemanagements sowie der Einsatz eines speziellen elektrischen Lenksystems.
| Stand: 31.12. | |||
|---|---|---|---|
| Ausland | Inland | ||
| 2004 | 4.544 | 4.464 | 9.008 |
| 2005 | 4.540 | 4.458 | 8.998 |
| 2006 | 4.706 | 4.568 | 9.274 |
| 5.417 | 4.761 | ||
| 2007 | 5.834 | 4.950 | 10.178 |
| 2008 | 10.784 |
Die Neuentwicklung der verbrennungsmotorischen Stapler mit Tragfähigkeiten zwischen 6 und 9 Tonnen zeichnet sich besonders durch neue elektronisch gesteuerte Dieselmotoren sowie eine servicefreundliche Kippkabine aus. Die erfolgreich eingeführte Hydrostatik-Antriebstechnologie wird auf weitere Baureihen übertragen.
Um den Erfolg in den bedeutenden Wachstumsregionen weltweit zu sichern, werden zukünftig auch marktspezifisch angepasste Produkte aus lokaler Produktion die Produktpalette erweitern. Ein neuer elektrisch betriebener Gegengewichtsstapler wurde erstmalig auf der CeMAT ASIA für den chinesischen Markt vorgestellt.
Bei den Systemgeräten wurden die aktuelle RFID-Technologie, die Vorteile von effizienten Antrieben und zusätzliche Sicherheitsmerkmale in einem neuen Hochhub-Kommissionierfahrzeug umgesetzt.
Ein spezieller Schubmaststapler mit Superelastikbereifung für den kombinierten Hallen- und Hofeinsatz, der mit den neuesten Technologien aufwartet, ergänzt die neue Schubmaststapler-Generation.
Neue Intralogistik-Konzepte zur Versorgung von Montagelinien mit Schleppzügen (Milkrun-Konzept) erfordern die konsequente Erweiterung des Produktportfolios. Mit der Einführung eines kompletten Schlepperprogramms mit Zugfähigkeiten von 1 bis 25 Tonnen ist Jungheinrich in der Lage, sämtliche Kundenwünsche in diesem Segment zu erfüllen.
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | |
|---|---|---|
| Vertrieb | 7.903 | 7.419 |
| Fertigung | 2.389 | 2.269 |
| Servicecenter/Verwaltung | 492 | 490 |
| Gesamt | 10.784 | 10.178 |
Der Jungheinrich-Konzern ist im Geschäftsjahr 2008 personell weiter gewachsen. Die Belegschaft, die 2007 erstmalig die Marke von 10.000 Mitarbeitern überschritt, hat sich zum 31. Dezember 2008 um über 600 auf 10.784 (Vorjahr: 10.178) Beschäftigte erhöht. Im Personalbestand waren 290 (Vorjahr: 267) Auszubildende enthalten. Dieser Anstieg zeigt die Bedeutung, die Jungheinrich auch weiterhin der Ausbildung Jugendlicher beimisst. Von der Zunahme an neu geschaffenen Arbeitsplätzen entfielen zwei Drittel auf den Ausbau des ausländischen Vertriebs- und Servicenetzes, darunter auch in den Wachstumsregionen Osteuropa mit Russland und Polen sowie Asien mit Schwerpunkt in China. Außerdem kam es zu einem spürbaren Personalaufbau im Produktionswerk Moosburg (Bayern). Zur flexiblen Anpassung an die Nachfrage waren vorübergehend bis zu 600 Leiharbeitnehmer – davon rund 70 Prozent überwiegend an den Produktionsstandorten Norderstedt und Moosburg – eingesetzt. Als Folge der konjunkturell bedingten geringeren Nachfrage nach Flurförderzeugen nahm ihre Zahl zum Jahresende auf etwas über 400 Leiharbeitnehmer ab. Von der Gesamtbelegschaft waren wie im Vorjahr 73 Prozent im Vertrieb und 22 Prozent in der Fertigung tätig. Innerhalb des Vertriebes waren über 3.500 Kundendienst-Techniker (Vorjahr: über 3.300 Mitarbeiter) im Einsatz. Der Anteil der in der Kundendienstorganisation beschäftigten Mitarbeiter betrug wie im Vorjahr 45 Prozent der Gesamtbelegschaft.
Der Aufsichtsrat
| Mitarbeiter nach Regionen | ||
|---|---|---|
| in % | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
| Deutschland | 45,9 | 46,8 |
| Frankreich | 9,0 | 9,1 |
| Großbritannien | 7,5 | 7,9 |
| Italien | 7,5 | 7,6 |
| Übriges Europa | 25,8 | 24,8 |
| Übersee | 4,3 | 3,8 |
| Gesamt | 100,0 | 100,0 |
Zum Berichtszeitpunkt waren 5.834 (Vorjahr: 5.417) Mitarbeiter im Ausland und 4.950 (Vorjahr: 4.761) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Damit entfielen rund 46 Prozent der Arbeitsplätze auf Deutschland. Im europäischen Ausland hatte unverändert Frankreich mit 9 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Großbritannien und Italien mit jeweils rund 8 Prozent. Der Anteil der in Übersee beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich aufgrund des verstärkten Ausbaus auf über 4 Prozent. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2008 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2010.
Im Jahr 2008 sah sich der Jungheinrich-Konzern einem starken Anstieg der Rohstoffpreise für Stahl, Kupfer, Blei, Aluminium und Rohöl gegenüber, die allesamt zu höheren Einkaufspreisen führten. Im August/September war der absolute Höhepunkt beim Stahl erreicht, der zu dieser Zeit 50 Prozent über den Durchschnittspreisen von 2007 lag. Bei zahlreichen Produkten konnten die Preiserhöhungen über Preisgleitklauseln direkt an den Markt weitergegeben werden. Die anderen Preiserhöhungen konnten unter dem Preisindex für die entsprechenden Rohstoffe gehalten werden. Da der Boom bei den Rohstoffpreisen schon im 4. Quartal 2008 rückläufig war, konnten bereits umfangreiche Bestellungen im November und Dezember mit deutlich reduzierten Preisen bei den Lieferanten platziert werden.
Das Einkaufsvolumen stieg im Berichtszeitraum 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 1.420 Mio. € (Vorjahr: 1.348 Mio. €). Das Volumen des Produktionsmaterials war nur leicht gestiegen und betrug rund 42 Prozent des gesamten Einkaufsvolumens. Das Einkaufsvolumen bei den Handelswaren stieg demgegenüber je nach Warengruppe zwischen 20 und 30 Prozent.
Im Jahr 2008 nahm der Einsatz der elektronischen Medien im Einkauf spürbar zu. So wurde bereits in allen Produktionswerken die elektronische Bestelldatenübertragung zum Lieferanten genutzt. Aufgrund der automatisierten Auftragsbestätigung konnte die Planungssicherheit wesentlich verbessert werden. Zur Bestandsreduzierung in den Lagern wurden auch mehr Bestellungen mit kleineren Liefermengen ausgelöst. Parallel dazu wurde die Möglichkeit der elektronischen Bestellung über unternehmensinterne Kataloge forciert genutzt, die die Bestellabwicklung merklich vereinfachte. Die Versorgungssicherheit der Produktionswerke ist 2008 noch einmal deutlich verbessert worden. Diese Entwicklung spiegelt sich in der Lieferantenbeurteilung wider, die einen neuen Bestwert bei der internen Bewertung der Liefertreue und der Qualitätskennzahlen erreichte.
2008 hat der Jungheinrich-Konzern Investitionen in sehr großem Umfang getätigt. Durch die Einbindung des Einkaufes von Anfang an, konnte u. a. bei den Projekten an den Standorten Hamburg und Norderstedt sowie bei der Errichtung des Werkes Landsberg erfolgreich verhandelt werden. Darüber hinaus war der Einkauf bei den Investitionen in die IT-Infrastruktur und in weitere Projekte eingebunden. Neben der termingetreuen Umsetzung konnten die Projekte unterhalb der Budgetrahmen abgeschlossen werden.
Jungheinrich hat die Direktbelieferung von Kunden in Zentraleuropa ausgebaut. Darüber hinaus wurde im Bereich Logistik auch dem Trend der globalen Geschäftserweiterung Rechnung getragen und sowohl überseeische als auch osteuropäische Verkehrsströme auf- und ausgebaut. Kosten- und qualitätsbewusste Standardisierungen haben zu einer höheren Effizienz und Qualität der Distribution beigetragen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Ausbau der standardisierten Qualitätsbeobachtung mittels SAP BW (Business Information Warehouse) vorangetrieben. Das bestehende System wurde methodisch in Richtung Life Cycle Reporting und taggenaues Realtime Reporting weiterentwickelt. Damit liegen zukünftig ergänzende Marktdaten für die Entwicklung und Qualitätsplanung vor. Zudem können über die Realtime-Sichtweisen extrem schnell Kunden- und Marktaktivitäten realisiert werden. Als Konsequenz aus der zunehmenden weltweiten Marktpräsenz von Jungheinrich wurden 2008 die Grundlagen geschaffen, die außereuropäischen Vertriebsländer zukünftig in die Qualitätsbeobachtung mittels SAP BW einzubeziehen.
Weitere Aktivitäten des Qualitätsmanagements konzentrierten sich auf die im Aufbau befindlichen neuen Produktionsstandorte im Konzern. Für das Werk in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) sowie die Produktionserweiterung im Werk Qingpu (China) erfolgte frühzeitig vor geplantem Serienanlauf im Jahr 2009 eine umfangreiche Qualitätsplanung unter Einbeziehung aller Prozesse und Bereiche. Mit der Einführung werden von Anfang an die hohen Jungheinrich-Qualitätsstandards in den jungen Produktionsstätten des Konzerns sichergestellt. Für das Werk Landsberg sind die Zertifizierungen nach den etablierten Werkstandards für Qualität (ISO 9001) und Umwelt (ISO 14001) in der zweiten Jahreshälfte 2009 vorgesehen.
Die Dokumente der Jungheinrich-Managementsysteme wurden 2008 wie geplant vollständig in die neue SAP Knowledge Warehouse-Plattform überführt. Sowohl die prozessorientierte Ausrichtung als auch die System-Funktionalität wurden in den Werken sowie im internationalen Vertrieb als Zertifizierung "Sales and Service Europe" durch den Partner SGS (Société Générale de Surveillance) mehrfach überprüft.
Für Jungheinrich stellt der Umweltschutz eine wichtige Aufgabe im Rahmen seines unternehmerischen Handelns dar. Dabei strebt der Konzern als international agierendes Unternehmen an, nachhaltig die Potenziale im Umweltschutz auszuschöpfen und einen Beitrag zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu leisten. Durch eine Vielzahl konsequent genutzter Maßnahmen im Rahmen des Umweltmanagements konnte Jungheinrich 2008 weitere Reduzierungen beim Energieverbrauch, dem CO2 -Ausstoß sowie bei Lösemittel-Emissionen realisieren.
Der Gasverbrauch konnte maßgeblich durch spezielle Wärmedämmungen an bestehenden Gebäuden an den Werksstandorten gesenkt werden. Im Werk Moosburg (Bayern) wurde ein neuer Kompressorraum so konzipiert, dass die Abluftwärme des Kompressors der Beheizung der Produktionshallen dient. Durch weitere Umstellungen der Lackierungen auf Hydro-Lacke ist in diesem Bereich mit einer nachhaltigen Reduzierung der Lösemittel-Emissionen zu rechnen.
Im Kundendienst in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern wurde 2008 die Einführung des Systems zur Disposition der Kundendienst-Techniker fortgeführt. Damit ist eine optimale Planung der Wegstrecken möglich geworden, die neben der zeitsparenden Steuerung der Kundendienst-Techniker auch Kraftstoff spart und somit den CO2 -Ausstoß signifikant senkt. Die Ergebnisse dieser Maßnahme, die 2009 in weiteren Landesgesellschaften eingeführt wird, zeigen, wie nachhaltig effektiv Ökonomie und Ökologie sich miteinander verbinden lassen.
Jungheinrich sichert auf Basis der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen den Schutz von persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern. Gemäß den konzerneigenen Sicherheitsgrundsätzen sind alle Führungskräfte und Mitarbeiter verpflichtet, mit persönlichen Daten von Kunden, Unternehmen oder Mitarbeitern verantwortungsvoll umzugehen. Hierauf wurden im Berichtsjahr alle Mitarbeiter des Jungheinrich-Konzerns umfassend hingewiesen und zur Einhaltung verpflichtet. Anfragen von Kunden zu datenschutzrechtlichen Fragestellungen wurden vom Datenschutzbeauftragten des Konzerns geprüft und beantwortet. Zudem wurden die vorhandenen Verfahrensverzeichnisse sämtlicher in- und ausländischer Gesellschaften aktualisiert und veröffentlicht. Die Datenschutzkoordinatoren wurden laufend vom Datenschutzbeauftragten über anstehende gesetzliche Veränderungen und aufkommende Problemfelder informiert. Die Konzernrevision hat – wie in den Vorjahren – in Stichproben die Einhaltung des Datenschutzes in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften einschließlich der Werke geprüft: Nennenswerte Beanstandungen oder Verstöße gegen die konzerninternen Vorgaben wurden nicht festgestellt.
Der Compliance im Jungheinrich-Konzern wurde in gemeinsamer Verantwortung und Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eine hohe Bedeutung zugewiesen. In einem internen Projektteam wurden die Aufgaben zur Compliance neu definiert, auf die Notwendigkeit für den Jungheinrich-Konzern geprüft und um die aktuell gültigen Vorgaben erweitert. Aufgabe des Compliance-Systems ist es, Verstöße gegen Richtlinien und Gesetze aufzuzeigen und diesen Tatbeständen präventiv vorzubeugen. Der Vorstand hat daher zusammen mit dem Chief Compliance Officer (CCO) alle Führungskräfte explizit aufgefordert, die internen und externen Vorgaben noch stärker zu beachten und dies in ihren laufenden Entscheidungen zu berücksichtigen. Zudem wurden alle Mitarbeiter des Jungheinrich-Konzerns über das neu geschaffene interne Hinweisgebersystem informiert. So haben die Mitarbeiter seit Jahresbeginn die Möglichkeit, präventiv den Vorstand bzw. den CCO über mögliche Missstände zu informieren. Sämtliche Vorfälle werden systembedingt chronologisch durch die Konzernrevision geprüft und nachverfolgt. Durch eingeführte Änderungen konnten bereits Prozessabläufe noch besser und sicherer gestaltet werden. An den Vorstand und an den Prüfungsausschuss des Aufsichtrates erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung.
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Der
Der Vorstand
Durch die wachsenden internationalen Geschäftstätigkeiten des Jungheinrich-Konzerns sind die frühzeitige Erkennung von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt.
Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens eine Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur auf der Grundlage der geplanten Ergebnisse. Danach erfolgen die Bewertungen der Inventuren auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden außerhalb der Risikoinventuren Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren.
Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2008 durch den Risikoausschuss bestehen weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt. Sie beinhalten auch die Risiken, die insbesondere durch die Finanzkrise an Bedeutung gewonnen haben. Hierzu zählen das Risiko aus der Unternehmensfinanzierung, das Liquiditätsrisiko, das Restwertrisiko, das Forderungsausfallrisiko, das Währungsrisiko und das Lieferantenrisiko.
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leistungen
Der Aufsichtsrat
Im Gegensatz zum vielfältigen Dienstleistungsgeschäft von Jungheinrich hängen die Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen stark von der konjunkturzyklischen Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Entwicklung laufend beobachtet und bewertet, um Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die laufende Anpassung der Produktionspläne und -kapazitäten an die zu erwartenden Auftragseingänge stellt eine wesentliche das Risiko reduzierende Maßnahme dar. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften.
Der globale Wirtschaftsabschwung – ausgelöst durch die Verschärfung der internationalen Banken- und Finanzkrise – erreichte mit zeitlicher Verzögerung auch die Flurförderzeugbranche. Im 4. Quartal 2008 sank das Marktvolumen weltweit um rund 40 Prozent und in Europa um über 30 Prozent. In den Ländern Osteuropas war der zu verzeichnende Marktrückgang zum Teil noch wesentlich höher. Wie auch die Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres zeigt, kann für das Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr in den für Jungheinrich relevanten Märkten nur noch mit einem insgesamt erheblich niedrigeren Marktvolumen für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik gerechnet werden. Basierend auf entsprechenden Risikoszenarien hat sich Jungheinrich rechtzeitig auf die sich verschlechternden Rahmenbedingungen eingestellt und Maßnahmen eingeleitet, um den drohenden Folgen zu begegnen. Neben dem Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten sowie der Einführung von Kurzarbeit wurde ein kapazitätserweiterndes Investitionsvorhaben zeitlich vorerst verschoben. Die außergewöhnlich schwache konjunkturelle Entwicklung wird sich auch – allerdings etwas weniger stark – auf das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft auswirken. Durch den hohen Anteil an Serviceleistungen aus einer Hand zeigt das Jungheinrich-Geschäftsmodell gerade in rezessiven Phasen mit einem relativ stabilen Umsatzanteil seine besondere Stärke.
Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise bestehen langfristig positive Rahmenbedingungen für ein anhaltendes Wachstum in der Logistik durch die zunehmende Arbeitsteilung im Rahmen der Globalisierung. Immer mehr Länder benötigen in wachsendem Maße moderne Flurförderzeug-Technik und Logistiksysteme. Durch sein aktuelles und innovatives Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis sowie die Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister ist Jungheinrich gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können.
Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter fort, wie jüngst im Berichtszeitraum durch die Übernahme eines Lagertechnikspezialisten durch einen Wettbewerber geschehen. Dies wird den Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Auch hier sieht sich Jungheinrich dank seines Geschäftsmodells gut positioniert, um im harten Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.
Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit – nicht nur bei dem derzeit eingetrübten Marktumfeld – ein laufendes Risiko dar. Der Jungheinrich-Konzern begegnet ihm vor allem dadurch, dass das Unternehmen den Direktvertrieb und das Dienstleistungsangebot ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.
Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge leasen, wird sich im laufenden Jahr verstärken. Aufgrund der Finanzkrise wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für den Kunden. Das sich aus solchen Geschäften möglicherweise ergebende spätere Ausfallrisiko wird durch eine umfassende Bonitätsprüfung vor Vertragsabschluss und bei größeren Projekten durch den Abschluss von Kreditversicherungen begrenzt. Sollte es dennoch zum Forderungsausfall kommen, kann dieser durch die vorzeitige Rücknahme von Fahrzeugen und die Wiedervermarktung im Rahmen des Gebrauchtgerätegeschäftes niedrig gehalten werden. Das Restwertrisiko, das sich aus der Gegenüberstellung zwischen dem Buchwert und dem Marktpreis eines Leasingfahrzeuges ergeben könnte, wird vierteljährlich überprüft. Sofern der aktuelle Marktwert unterhalb des garantierten Restwertes liegt, wird dieses Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen und durch Wertberichtigungen auf die Bestände an Gebrauchtgeräten entsprechend berücksichtigt. Durch eine europaweite Leasing-Vertragsdatenbank ist eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen gewährleistet.
Jungheinrich unterhielt 2008 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 26.000 Fahrzeugen. Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert.
Die wesentlichen Risiken ergeben sich aus den Materialpreiserhöhungen bei Rohstoffen, Komponenten und Handelswaren sowie aus Qualitätsproblemen und Lieferantenausfällen. Das Augenmerk war 2008 – wie schon im Vorjahr – auf die stark gestiegenen Bezugskosten für Stahl, Blei, Kupfer, Aluminium sowie Treibstoffe und Energie gerichtet. Die starke Rohstoffnachfrage und damit verbundene Preissteigerungen setzten sich in der ersten Jahreshälfte 2008 auf den Weltmärkten fort, ehe sie im weiteren Verlauf mit der weltweiten Konjunkturabkühlung nachließen. Trotz des einsetzenden Nachfragerückganges kam es aufgrund des zeitlichen Vorlaufes in der Materialbeschaffung bei den Produktionswerken und in der zentralen Beschaffung von Ersatzteilen für die konzernweite Versorgung des Jungheinrich-Servicenetzes zu weiter ansteigenden Materialpreisen. Jungheinrich konnte Ende November und Dezember 2008 an dem stark rückläufigen Trend partizipieren und bei den wichtigsten Komponenten Bestellungen mit reduzierten Einkaufspreisen platzieren. Für das Geschäftsjahr 2009 wird sich das niedrigere Preisniveau vor allem im zweiten Halbjahr positiv auswirken. Im Berichtszeitraum gab es keine Lieferengpässe. Die Qualität der angelieferten Waren hat sich deutlich verbessert. Dies führte zu einer günstigeren Lieferantenbeurteilung. Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur wenige Lieferanten in einer finanziellen Schieflage. Jungheinrich erwartet aber tendenziell eine Zunahme und hält deswegen sehr engen Kontakt zu seinen Lieferanten, um erforderlichenfalls rechtzeitig reagieren zu können.
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Wesentliche Risiken in diesem Bereich sind die Zins- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den Anforderungen, die das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) an das Risikomanagement eines Unternehmens stellt, hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.
Die internationale Finanzkrise hat derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von rund 300 Mio. € mit einer Laufzeit von 3 bis 7 Jahren zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Damit ist auch die Finanzierung eines künftigen Wachstums gesichert. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Da Jungheinrich konzernweit eine konservative Anlagepolitik verfolgt, hat das Unternehmen nicht in Kurs- und Ausfallrisiken unterliegende Wertpapiere (z. B. Aktien) investiert.
Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken genutzt. Zum 31. Dezember 2008 bestanden im Konzern Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 178 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte zum 31. Dezember 2008 bestanden in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: keine).
Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Geschäftstätigkeit der MIC S.A. konnten noch nicht sämtliche anhängige Rechtsstreitigkeiten beendet werden. Darüber hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten.
Der aus dem 4. Quartal 2008 auch bei Flurförderzeugen zu verzeichnende starke Markteinbruch hat sich zu Jahresbeginn 2009 ungebremst fortgesetzt und zu entsprechenden Auftragsrückgängen im Neugeschäft geführt. Deshalb hat Jungheinrich beschlossen, über die Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage hinaus im 2. Quartal 2009 Maßnahmen zu ergreifen und Kurzarbeit an allen Fertigungsstandorten einzuführen sowie in den Zentralbereichen vorzubereiten. Zusätzlich wurden mehrere Kosten- und Strukturprojekte mit Schwerpunkt in der Technik auf den Weg gebracht, um die Belastungen aus der Wirtschafts- und Absatzkrise abzufedern.
Für das Geschäftsjahr 2009 geht Jungheinrich in seiner Konjunktureinschätzung für den Welthandel von einer insgesamt stagnierenden Wirtschaftsentwicklung aus. Während sich die westlichen Industrienationen als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise fast ausnahmslos der Rezession ausgesetzt sehen, dürften sich auch bei aufstrebenden Regionen wie Asien – vor allem geprägt durch Länder wie China und Indien – eine deutlich abnehmende Dynamik und dadurch nur noch ein moderates Wirtschaftswachstum zeigen. Nicht einzuschätzen sind die Auswirkungen der umfangreichen weltweit geschnürten Konjunkturpakete auf die künftige weltwirtschaftliche Entwicklung und die sich hieraus ergebenden direkten und indirekten Einflüsse auf die Konjunktur der Flurförderzeugindustrie.
| Geschätztes Wirtschaftswachstum (BIP1)) in % | ||
|---|---|---|
| Region | 2009 | |
| Welt | 0,5 | |
| USA | – 2,5 | |
| China | 6,5 | |
| Eurozone | – 2,5 bis – 3,0 | |
| Deutschland | – 3,0 bis – 4,0 | |
| 1) Bruttoinlandsprodukt | Quelle: Commerzbank |
Vor dem Hintergrund dieses Konjunkturbildes bleiben die Aussichten für die Branchenkonjunktur 2009 getrübt. Das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge dürfte – ungeachtet der hohen Unsicherheit in der Markteinschätzung – auf deutlich unter 700 Tsd. Fahrzeuge zurückgehen. Der stückzahlbezogene Rückgang erstreckt sich auf alle Absatzmärkte weltweit, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß. Dieser Marktrückgang wird die Absatzmöglichkeiten von Jungheinrich entsprechend einschränken. Dennoch sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um im schwierigen Marktumfeld erfolgreich bestehen zu können. So hat Jungheinrich im Jahr 2008 frühzeitig die Weichen für eine solide Finanzierung gestellt und Maßnahmen zur Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage eingeleitet sowie das Bestands- und Kostenmanagement intensiviert. Zudem wird sich der weitere Anstieg des europaweiten Marktbesatzes an
Jungheinrich-Fahrzeugen positiv auf das weniger konjunkturzyklische After-Sales-Geschäft auswirken und eine relativ stabile Umsatzentwicklung dieses Geschäftes aufweisen.
Die Geschäftsentwicklung 2009 wird neben einem verstärkten Nachfragerückgang im Neugeschäft vom Auslastungsgrad der Fertigungskapazitäten in den Werken bestimmt werden. Gegen Ende des Jahres wird mit der Fertigstellung der neuen Produktionsstätte in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) die volle Produktionskapazität in allen Linien zur Verfügung stehen. Angesichts der schwachen Marktverfassung wird der Bau der neuen Produktionsstätte für Lager- und Systemfahrzeuge in Degernpoint bei Moosburg (Bayern) geschoben, bis die Konjunktur wieder anzieht. Der Ausbau des weltweiten Direktvertriebs- und Servicenetzes wird ungeachtet des schwierigen Branchenumfeldes fortgeführt, aber den regionalen Erfordernissen entsprechend mit Augenmaß erfolgen. Beim Versandhandel steht der nächste Schritt zum europaweiten Ausbau an. Die Höhe des Investitionsvolumens wird insgesamt den Vorjahreswert deutlich unterschreiten.
Der Jungheinrich-Konzern wird 2009 seine Entwicklungstätigkeit auf hohem Niveau fortführen und seine Leistungsfähigkeit in Schlüsseltechnologien unter Beweis stellen. Das gilt im besonderen Maße für die Antriebstechnik, bei der die Energieeffizienz bei gleichzeitiger Leistungserhöhung im Vordergrund steht. Umweltfreundliche Antriebskonzepte werden nach ihrer Umsetzung einen wertvollen Beitrag zur Senkung der CO2 -Emissionen leisten. Darüber hinaus bleibt die kontinuierliche Erneuerung und Ergänzung des breit gefassten Produktprogrammes ein wesentlicher Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit von Jungheinrich.
Die Ertragsentwicklung im Jahr 2009 wird vor allem vom weltweiten Nachfragerückgang bei Flurförderzeugen und der damit verbundenen erheblich geringeren Produktivität in den Werken bestimmt werden. Dabei hängt das Ausmaß des negativen Einflusses auf das Neugeschäft im Wesentlichen von der Dauer und der Intensität der Rezession in den relevanten Märkten ab. Der weitere Abbau von Leiharbeitnehmern und Arbeitszeitkonten sowie die Einführung von Kurzarbeit werden bis zu einem gewissen Grad für Entlastung sorgen. Der Verdrängungs- und Preiswettbewerb wird sich angesichts der schwachen Marktverfassung fortsetzen. Demgegenüber dürfte die entspanntere Preissituation bei Rohstoffen anhalten und sich in der zweiten Jahreshälfte positiv auswirken. Aufgrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet Jungheinrich für das Geschäftsjahr 2009 insgesamt eine ungünstige Geschäfts- und Ertragsentwicklung.
2010 könnte mit einer leichten Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich die weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2009 – auch unter Berücksichtigung der erheblichen Stabilisierungs- und Konjunkturprogramme, die in vielen Industrienationen auf den Weg gebracht wurden – festigen und in eine Konjunkturerholung münden. Das würde zur Verbesserung der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns beitragen. Die Flurförderzeugbranche wird weiterhin von einem starken Preiswettbewerb gekennzeichnet sein. Sollte die weltweite Konjunkturerholung früher eintreten als erwartet, würde der Jungheinrich-Konzern von den zusätzlich zur Verfügung stehenden höheren Fertigungskapazitäten und den sich daraus ergebenden Produktivitätsfortschritten profitieren können.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen und die Einführung von Produkten des Wettbewerbs.
Fünfjahresübersicht
Der Vorstand
Das Jungheinrich-Angebot an Finanzdienstleistungsprodukten ist integraler Bestandteil des Jungheinrich-Geschäftsmodells. Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen (FDL), der über eine Jungheinrich-eigene Finanzdienstleistungskompetenz verfügt, umfasst die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik.
Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen ist Teil des geprüften Konzernabschlusses der Jungheinrich Aktiengesellschaft. Um einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns zu ermöglichen, werden Informationen zum Finanzdienstleistungsgeschäft nachfolgend gegeben und erläutert. Diese ergänzenden Angaben zum separaten Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes sowie von den Konzernzahlen zur Abgrenzung vom operativen Industriegeschäft stellen für das Berichtsjahr 2008 keine Pflichtangaben nach IFRS dar.
Die europaweiten Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns laufen im Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen zusammen und werden zentral über die in Deutschland ansässigen Gesellschaften Jungheinrich Financial Services GmbH (bis 31. Dezember 2008 Jungheinrich Financial Services AG & Co. KG) und Jungheinrich Finance AG & Co. KG gesteuert. In den wesentlichen für Jungheinrich relevanten Märkten ist Jungheinrich mit eigenen Leasinggesellschaften vertreten. Dies gilt neben Deutschland für Italien, Frank-reich, Großbritannien und Spanien; es ist ein kontinuierlicher Aufbau weiterer eigenständiger Leasinggesellschaften in anderen Kernmärkten vorgesehen.
Im Rahmen des Jungheinrich-Geschäftsmodells, das die Betreuung des Kunden aus einer Hand über den Lebenszyklus eines Fahrzeuges zum Ziel hat, ist der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen mit seinen Absatzfinanzierungs- und Rental-Angeboten Dienstleister für den Jungheinrich-Vertrieb zur Förderung des Absatzes von Jungheinrich-Staplern. Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist eine enge Kundenbindung gegeben. Dies ermöglicht es, flexible und für den Kunden individuelle Lösungen anzubieten. Im Gegenzug sind mit diesen Angeboten Full-Service- bzw. Wartungsverträge verbunden. Jungheinrich kann durch seine europaweite Direktvertriebsstruktur mit eigener Service-Organisation die Kundenerwartungen nach einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen und unter Einbeziehung individueller, flexibler und wettbewerbsfähiger Finanzdienstleistungen voll erfüllen.
Der Aufsichtsrat
Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen wird innerhalb des Jungheinrich-Konzerns als "interne" Leasinggesellschaft im Sinne eines "Cost Centers" geführt. Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen hat somit keinen eigenständigen Gewinnanspruch bzw. wird nicht als Profit-Center tätig. Sämtliche Erträge und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Kundenbonitäts- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den gekoppelten Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die aus den Restwertgarantien bzw. aus der Vermarktung der von Kunden zurückgenommenen Fahrzeuge (sog. Fahrzeug-Rückläufer) herrühren.
Im Geschäftsjahr 2008 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Leasing- und Rentalverträgen 420 Mio. € (Vorjahr: 367 Mio. €). Damit wurde von Jungheinrich in Europa jedes dritte Flurförderzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Leasing, Rental etc.) abgesetzt. Vom Zugangsvolumen entfielen fast 70 Prozent auf die Länder mit Jungheinrich-eigenen Leasinggesellschaften. Zum Jahresende 2008 wuchs der europaweite Vertragsbestand um 11 Prozent auf rund 93 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 84 Tsd. Einheiten). Er entsprach einem Neuwert von 1.451 Mio. € (Vorjahr: 1.332 Mio. €).
| Wesentliche Geschäftsdaten zum Finanzdienstleistungsgeschäft | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 |
| Vertragsbestand zum Neuwert | 1.451 | 1.332 | 1.175 | 1.114 | 1.055 |
| Vertragszugang zum Neuwert | 420 | 367 | 290 | 292 | 266 |
Der Vertragsbestand an Finanzdienstleistungsverträgen ist unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeitund Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag finanziert worden. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Geschäftsbereiches Finanzdienstleistungen gewährleistet eine im hohen Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.
Um die Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben könnten, erfassen und laufend bewerten zu können, hat der Konzern ein stringentes Risikomanagement-System implementiert. Durch eine europaweite Leasing-Vertragsdatenbank auf Basis von SAP ERP steht eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System zur Verfügung. Zu den wesentlichen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes gehören neben dem bereits dargestellten Refinanzierungsrisiko das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko.
Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen konnte in den vergangenen Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden. Hierzu haben insbesondere die umfassenden Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss beigetragen. Kreditversicherungen werden zur Abdeckung von Klumpenrisiken abgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt die Vermarktung vorzeitig zurückgeholter Fahrzeuge durch die operativen Vertriebseinheiten mit dem Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen zu festgelegten Rücknahmekonditionen. Durch eine professionelle Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und ergänzend über die Internet-Plattform Supralift verfügt Jungheinrich über ausgezeichnete Instrumente zur Wiedervermarktung.
Durch eine interne Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt auf Basis einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Geschäftsbereich Gebrauchtgeräte innerhalb des Vertriebes. Mit Hilfe der Leasing-Vertragsdatenbank wird quartalsbezogen aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns und aus Sicht des Geschäftsbereiches Finanzdienstleistungen eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Hierzu erfolgt eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen auf Einzelvertragsebene. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen.
Der Aufsichtsrat Der
Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses ist der Geschäftbereich Finanzdienstleistungen. Dieser umfasst sowohl die rechtlich eigenständigen Leasinggesellschaften als auch die separat abgebildeten Buchungskreise für das Finanzdienstleistungsgeschäft in den Ländern ohne rechtlich eigenständige Leasinggesellschaft.
Der kontinuierliche Ausbau des Geschäftsbereiches Finanzdienstleistungen spiegelt sich in der Bilanz wider. Die Erhöhung der im Anlagevermögen aktivierten Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen "Operating Lease" sowie die starke Zunahme der Forderungen aus Finanzdienstleistungen "Finance Lease" sind auf den Anstieg von Kundenverträgen mit den Jungheinrich-eigenen Leasinggesellschaften zurückzuführen. Die Kundenverträge unter Zwischenschaltung einer fremden Leasinggesellschaft sind rückläufig.
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen resultiert aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der deutlich angestiegenen "Operating- und Finance Lease"-Kundenverträge.
| in Mio. € | Jungheinrich-Konzern | Geschäftsbereich FDL 1) | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | 31.12.2008 | 31.12.2007 | |
| Sachanlagen und immaterielle | ||||
| Vermögenswerte | 314 | 287 | – | – |
| Mietgeräte | 200 | 200 | – | – |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | 187 | 166 | 239 | 211 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 460 | 403 | 460 | 403 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 395 | 423 | 45 | 26 |
| Vorräte | 247 | 243 | 23 | 25 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 262 | 251 | 55 2) | 46 2) |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 6 | 6 | – | – |
| Übrige Aktiva | 108 | 94 | 4 | 5 |
| Bilanzsumme | 2.179 | 2.073 | 826 | 716 |
1) vor Konsolidierung, u. a. Abwertung auf Konzern-Herstellkosten 2) inkl. sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Intercompany-Darlehen)
Der Aufsichtsrat
| in Mio. € | Jungheinrich-Konzern | Geschäftsbereich FDL | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | 31.12.2008 | 31.12.2007 | ||
| Eigenkapital | 625 | 554 | 13 | 12 | |
| Rückstellungen für Pensionen und | |||||
| ähnliche Verpflichtungen | 140 | 164 | – | – | |
| Übrige Rückstellungen | 150 | 156 | 2 | 1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 285 | 290 | 2 | – | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 643 | 541 | 643 | 541 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 117 | 140 | 72 | 63 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 105 | 117 | 77 | 88 | |
| Übrige Passiva | 114 | 111 | 17 | 11 | |
| Bilanzsumme | 2.179 | 2.073 | 826 | 716 |
Der Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen wird als Dienstleister zur Unterstützung des Jungheinrich-Vertriebes ohne eigenständigen Gewinnanspruch als "Cost Center" gesteuert. Diese geschäftspolitische Zielsetzung spiegelt sich im leicht positiven Ergebnis vor Steuern (EBT) und in der Steigerung des Finanzergebnisses wider.
| in Mio. € | Jungheinrich-Konzern | Geschäftsbereich FDL | ||
|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | |
| Umsatzerlöse | 2.145 | 2.001 | 362 | 323 |
| Umsatzkosten | 1.552 | 1.421 | 363 | 318 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | 471 | 440 | 4 | 5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 122 | 140 | – 5 | 0 |
| Finanzergebnis | – | – 1 | 8 | 7 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 122 | 139 | 3 | 7 |
| Ertragsteuern | 45 | 57 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 77 | 82 | ||
leistungen
Der Aufsichtsrat
Das Finanzdienstleistungsgeschäft hat mit seinen Vermögenswerten und den entsprechend zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns.
Um bei den finanzwirtschaftlichen Kennzahlen des Konzerns die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern, orientiert sich die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes bei bonitäts- bzw. ratingbestimmten Kennzahlen. Insbesondere bei den Kennzahlen zur Kapitalstruktur, dem Verschuldungsgrad und zur Zinsdeckung werden aus den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Geschäftsbereiches Finanzdienstleistungen herausgerechnet.
| Jungheinrich-Konzern Jungheinrich-Konzern inkl. Geschäftsbereich FDL exkl. Geschäftsbereich FDL |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | ||
| Eigenkapitalquote | % | 29 | 27 | 44 | 39 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten 1) | Mio. € | 656 | 566 | 71 | 85 |
| Verschuldungsgrad 2) | Jahre | 2,3 | 2,1 | 0,3 | 0,4 |
| Zinsergebnis | Mio. € | 0 | – 1 | – 8 | – 8 |
| Zinsdeckung 3) | 942 | 271 | 30 | 29 |
1) Finanzverbindlichkeiten + Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen +/– sonstige Verbindlichkeiten/Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und at-equity-bilanzierten Unternehmen – Liquide Mittel und Wertpapiere
2) Netto-Finanzverbindlichkeiten : EBITDA 3) EBITDA : Zinsergebnis
Neue Lösungen für Energie und Effizienz Logistiksysteme auf dem Vormarsch Zwei neue Elektro-Gegengewichtsstapler vorgestellt Auf künftiges Wachstum vorbereitet mit Werk Landsberg
Der Vorstand
Jungheinrich als produzierender Logistikdienstleister bietet seinen Kunden ein umfassendes Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung für die komplette Intralogistik. Das Unternehmen setzte im Geschäftsjahr 2008 seinen strategischen Kurs des nachhaltigen und profitablen Wachstums fort. Darüber hinaus präsentierte Jungheinrich auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT künftige Entwicklungstrends und stellte seine Innovationskompetenz unter Beweis.
Wer heutzutage Produkte für die innerbetriebliche Logistik erwirbt, erwartet nicht nur Qualität und Funktionalität. Ebenso entscheidend sind Service und Wartung. Mit seiner Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister entspricht Jungheinrich genau diesem Anforderungsprofil seiner Kunden. Das Unternehmen steht mit seinem Namen für eine in sich geschlossene Produktpalette der Premiumklasse sowie ganzheitliche Lösungen aus einer Hand.
Weltweite Vertriebsstärke beweist Jungheinrich mit der Präsenz in rund 100 Ländern, in 31 davon mit seinem eigenen, leistungsstarken Direktvertriebs- und Servicenetz.
Zum 31. Dezember 2008 beschäftigte Jungheinrich 10.784 Mitarbeiter – 606 mehr als ein Jahr zuvor. In der Fertigung waren 2.389, in Vertrieb und Verwaltung 8.395 Mitarbeiter tätig. Von der Gesamtbelegschaft entfielen 45 Prozent auf die Kundendienst-Organisation.
Die Anforderungen an die Intralogistik steigen kontinuierlich. Aus ihnen erwachsen immer neue und anspruchsvolle Aufgabengebiete. Hierin liegen große Chancen für junge Menschen, moderne und attraktive Berufe zu ergreifen. Jungheinrich verfügt über ein besonders breites Spektrum an anerkannten Ausbildungsberufen. Am Produktionsstandort Norderstedt kann beispielsweise das Handwerk des vielseitig einsetzbaren Mechatronikers erlernt werden. In dieser Tätigkeit sind die Fachgebiete Mechanik und Elektronik miteinander kombiniert, ergänzt durch Steuerungs- und Informationstechnik. Angeboten werden aber auch so begehrte Ausbildungsberufe wie der des Maschinen- und Anlagenführers, des Elektronikers oder des Industriemechanikers. Verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung im kaufmännischen Bereich stehen den Bewerbern in der Konzernzentrale und an den Vertriebsstandorten in Deutschland zur Auswahl.
Einen guten Einstieg ins Unternehmen bieten ebenso die dualen Studiengänge in den Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Diese stellen eine ausgezeichnete Verbindung von Theorie und Praxis mit dem Erwerb eines international anerkannten Abschlusses her.
An unsere Aktionäre Der Konzern im Überblick
Konzernabschluss Bericht des Aufsichtsrates
Fünfjahresübersicht
Der
Talentierte Nachwuchskräfte von morgen bereits heute zu fördern und auf ihre Fach- und Führungspositionen vorzubereiten, ist ganzheitlicher Ansatz des Jungheinrich-Traineeprogramms. Das firmenspezifische Ausbildungsmodell ist international ausgerichtet und bietet erfolgreichen Hochschulabsolventen Arbeitsund Karriereperspektiven im In- und Ausland. Bis zu 24 Monate lang lernen diese das Unternehmen an unterschiedlichen Standorten kennen und legen so den Grundstein für ihre berufliche Laufbahn.
2008 starteten acht Trainees das Programm, zwei davon im Ausland (Russland und Spanien). Für 2009 ist der Ausbau des Traineeprogramms in China geplant.
Um den wachsenden Anforderungen an seine Führungskräfte gerecht zu werden, hat Jungheinrich sein Management-Qualifikationsprogramm komplett neu gestaltet. Mit einer systematischen Führungskräfteentwicklung im Rahmen des sogenannten "Talent Managements" werden Mitarbeiter mit besonderer Eignung und Führungskräfte erkannt, gefördert und gefordert. Aus den entstehenden Talentpools heraus lassen sich in Zukunft wichtige Schlüsselpositionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. 2008 nahmen insgesamt 31 Teilnehmer aus acht Ländern an den Programmen des Talent Managements teil. Das neue Talent Management unterstützt außerdem die Bildung internationaler Netzwerke im Konzern – und sichert damit einen durchgängigen Wissenstransfer.
Länderübergreifendes Engagement gehört bei Jungheinrich zum Tagesgeschäft. Außerdem erfordert die sich fortlaufend verändernde Markt- und Wettbewerbssituation internationale Zusammenarbeit sowie ein vernetztes Denken. Das Unternehmen setzt hierbei auf das Programm "Going Global", in dessen Verlauf Mitarbeiter für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten in die Auslandsgesellschaften gehen. Dort können diese ihre Kenntnisse einbringen, Erfahrungen sammeln und interkulturelle Kompetenzen entwickeln. Auf diese Weise entstehen Synergien, die den Wissenstransfer nachhaltig begünstigen.
Ein Beispiel für ein solches Zusammenwirken ist der konzernweit operierende "Kundendienst-Techniker-Pool". Die Kooperation von Technikern wurde 2007 ins Leben gerufen und dient dem Austausch von Know-how.
Das hoch motivierte und leistungsorientierte Handeln unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bildet das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg und für die zukünftige Entwicklung von Jungheinrich. Ihnen allen spricht das Unternehmen an dieser Stelle seinen Dank für ihr persönliches Engagement aus. Bei den Interessensvertretungen der Arbeitnehmer im In- und Ausland bedankt sich Jungheinrich für die von Dialogbereitschaft und gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit.
Aktie
Fünfjahresübersicht
| Mitarbeiter nach Funktionen | ||
|---|---|---|
| (Stand 31.12.) | 2008 | 2007 |
| Kundendienst-Techniker | 3.561 | 3.337 |
| Werkstatt-Techniker | 209 | 222 |
| Fertigung | 1.528 | 1.480 |
| Fachberater | 843 | 806 |
| Innendienst | 4.157 | 3.879 |
| Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen | 196 | 187 |
| Auszubildende | 290 | 267 |
| Gesamt | 10.784 | 10.178 |
Die Globalisierung macht keine Pause – eine Tatsache, der sich Intralogistik-Anbieter seit langem stellen müssen. Das wirtschaftliche Prinzip von Beschaffung, Produktion und Absatz funktioniert nur auf der Grundlage reibungsloser Material- und Warenflüsse. Organisation und Steuerung derart komplexer Abläufe verlangen Know-how, Professionalität und Innovationsbereitschaft. Höhere Anforderungen an Informations- und Kommunikationssysteme, steigende Energiepreise aufgrund der Verknappung der Ressourcen und ein wachsendes Umweltbewusstsein treiben die technologischen Entwicklungen in der Logistik.
Jungheinrich hat die Zeichen der Zeit früh erkannt und auf der CeMAT 2008 in Hannover, der internationalen Branchenleitmesse, den Schwerpunkt auf die Themen Energieeffizienz und Antriebstechnologie gelegt. Im Mittelpunkt stand hierbei das "Concept '08", ein Stapler mit einem völlig neuen Energiespeicherund Antriebskonzept. Die Technologie im Konzeptfahrzeug, ein Elektroantrieb mit Lithium-Ionen-Batterien, hat das Potenzial, eine Alternative zu den noch in der Erforschung befindlichen Antrieben mit Wasserstoff-Brennstoffzellen zu werden.
Zukunftweisende Impulse setzte Jungheinrich außerdem im Bereich der mobilen Kommunikation, der drahtlosen Verständigung zwischen Flurförderzeugen, Ladungsträgern und Lagerverwaltungssystem. Das Unternehmen hat mehrere Varianten zur eindeutigen Zuordnung von Paletten im Lager entwickelt. Sie reichen vom automatischen Scannen des Barcodes einer einzelnen Palette bis zum selbstständigen Erkennen mehrerer Paletten hintereinander durch den Einsatz von RFID (Radio Frequency Identification). Die Möglichkeit, Objekte berührungslos per Funk zu identifizieren, erhöht die Transparenz und Effizienz von intralogistischen Prozessen.
Über diese technologischen Trends hinaus zeigte Jungheinrich in Hannover einmal mehr zahlreiche Neuheiten und Weiterentwicklungen bei den bekannten Fahrzeugen der Lagertechnik und bei Gegengewichtsstaplern.
Die Fahrzeug-Studie mit dem Namen "Concept '08" zeigt neue Lösungen für Energieeffizienz und Ergonomie. Es handelt sich um einen Niederhubwagen zum Mitfahren mit einem komplett neuen Energiespeicher- und Antriebskonzept: Lithium-Ionen-Akkus plus Direktantrieb könnten für noch mehr
Energieeffizienz sorgen und die bereits heute bei Jungheinrich serienmäßig eingesetzte Drehstromtechnik ergänzen. Energiespeicher auf Lithium-Ionen-Basis sind Batterien, die im Vergleich zu herkömmlichen Bleibatterien bei doppelter Lebensdauer und gleicher Größe die dreifache Energiemenge speichern können. Sie sind schnellladefähig, das heißt, ihr Akkumulator lässt sich in nur einer Stunde wieder komplett aufladen. Die neue Batterietechnik wird eine deutlich kompaktere Bauweise und damit auch komplett neue Fahrzeugkonzepte sowie eine verbesserte Ergonomie erlauben. Darüber hinaus besitzt das Concept '08 einen Direktantrieb in Form getriebeloser, in die Räder integrierter Elektromotoren mit sehr hohem Wirkungsgrad. Dieses Antriebskonzept verbunden mit der neuen Batterietechnologie spart etwa 15 Prozent Energie gegenüber herkömmlichen Elektrofahrzeugen. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz arbeitet Jungheinrich an einem der energieeffizientesten Antriebssysteme der Zukunft.
Der neue Schubmaststapler ETV C16/20 von Jungheinrich bietet eine große Bodenfreiheit und ist mit Superelastikreifen ausgestattet. Damit eignet sich dieses Fahrzeug besonders für den kombinierten Hallenund Hofeinsatz. Ganz gleich, ob auf glattem Betonboden im Lager oder auf holperigem Asphalt bei der LKW-Be- und Entladung. Zudem weist das Gerät eine Raum sparende Bauweise auf, die das Ein- und Auslagern auch in schmalen Gängen wirtschaftlich gestaltet. Der Stapler kann Lasten von bis zu 1.600 (ETV C16) bzw. 2.000 (ETV C20) Kilogramm in Höhen bis 7,10 bzw. 7,40 Meter heben. Hierbei erzielt das Fahrzeug durch den Einsatz konsequent weiterentwickelter Drehstromtechnik eine hohe Umschlagleistung bei einem gleichzeitig reduzierten Wartungsaufwand.
Für den Fahrerplatz des neuen ETV C16/20 sind sehr gute ergonomische Arbeitsbedingungen kennzeichnend. Auswahl, Anordnung und Ausführung der Bedien- und Kontrollinstrumente sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Komfort. Die seitliche Sitzanordnung sowie die entsprechenden Hubgerüste in Jungheinrich-Schubmaststaplern gewährleisten selbst beim Transport von hohen Lasten einwandfreie Sichtverhältnisse.
Die neuen Frontstapler der Baureihen EFG 213-220 (Dreirad) und 316-320 (Vierrad) können Lasten von bis zu 2.000 Kilogramm in Hubhöhen bis zu 6,50 Meter heben. Die Spitzengeschwindigkeit der Fahrzeuge beträgt 17 Kilometer in der Stunde. Dank des Einsatzes der neuesten Generation der umweltfreundlichen Drehstromtechnologie von Jungheinrich besitzen die Elektrostapler einen sehr guten Wirkungsgrad bei konstant niedrigem Verbrauch. Die geringen Energiekosten werden durch die Energierückgewinnung beim Bremsen nochmals spürbar gesenkt. Ein Batteriewechsel ist somit in den meisten Einsätzen über zwei Schichten hinweg nicht notwendig. Jungheinrich hat für den Ein-, Zwei- und Dreischichtbetrieb ein professionelles Batteriemanagement entwickelt. Vier unterschiedliche, einfach zu handhabende Wechselmöglichkeiten bieten jedem Anwender ein komfortables Arbeiten. Weiterhin kennzeichnend für die beiden Baureihen ist eine deutlich verbesserte Ergonomie. In diesen Fahrzeugen kommt erstmals eine elektrische Lenkung zum Einsatz. Sie ist leichter zu bedienen, benötigt weniger Lenkradumdrehungen und hat ein kleineres Lenkrad.
Der Aufsichtsrat
Im Geschäftsfeld "Logistiksysteme" setzte Jungheinrich den Erfolgskurs der vergangenen Jahre fort. Das Unternehmen tritt hierbei als Generalunternehmer auf. Das Augenmerk liegt auf maßgeschneiderten Lösungen, seien es manuelle Lagersysteme mit Warehouse Management System und Datenfunk, vollautomatische Lagersysteme mit Regalbediengeräten und Fördertechnik oder eine Kombination aus beidem. Jungheinrich steht seinen Kunden von der Erstberatung über Planung, Projektierung und Systemintegration bis hin zum Service während des laufenden Betriebs zur Seite. Zu den Projekt-Highlights im Berichtsjahr 2008 zählten u. a. die Einrichtung eines groß angelegten Kompaktlagersystems Jungheinrich-DIS (Drive-In-System) bei der Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, eines kompletten Logistiksystems bei der Deutsche Solar AG sowie eines komplexen Lager- und Kommissioniersystems bei der KMS-Group Management GmbH.
Des Weiteren hat Jungheinrich sein Produktprogramm in diesem Geschäft um eine RFID-basierte Lösung erweitert. Das im eigenen Hause entwickelte System erlaubt das schnelle Erfassen und Verfolgen von mehrfach tief transportierten Paletten, wie sie beispielsweise in der Getränkeindustrie zum Einsatz kommen.
Der Absatz von gebrauchten Gabelstaplern konnte 2008 gegenüber dem Vorjahr nochmals zulegen. Wesentlicher Garant für die erfreuliche Geschäftsentwicklung war der Verkauf an Endkunden. Die neu geschaffenen Aufarbeitungskapazitäten am Standort Klipphausen nahe Dresden (Sachsen) und der konsequente Bestandsaufbau an neuwertigen Fahrzeugen haben für eine marktgerechte Verfügbarkeit in den Vertriebsniederlassungen gesorgt. Dank der Einführung konzerneinheitlicher Prozesse im Umgang mit zurückgenommenen Flurförderzeugen, einer zentralen Koordination der Bestände sowie industrieller Aufarbeitungsverfahren konnte Jungheinrich deutliche Wettbewerbsvorteile erzielen. Zudem wird ein einheitlicher Aufarbeitungs- und Auslieferungsstandard gewährleistet.
Das abgelaufene Geschäftsjahr wies sowohl im Inland als auch im Ausland eine anhaltend gute Nachfrage nach Mietgeräten aus. Dies traf auf alle Vertragsformen bzw. -laufzeiten zu. Dementsprechend wurde der Ausbau des Mietstellennetzes vorangetrieben, die Staplerflotte weiter aufgestockt. Zurzeit stehen weltweit rund 26.000 Fahrzeuge in 29 Ländern zur Verfügung. Erheblich an Bedeutung gewonnen hat die zentral organisierte Steuerung internationaler Mieteinsätze wie beispielsweise bei den Olympischen Spielen oder den Großveranstaltungen der Formel 1.
Der Aufsichtsrat
Die Anforderungen der Kunden wachsen stetig und mit ihnen die Herausforderung, Lösungen zu entwickeln, in denen Produkte und Dienstleistungen bestmöglich miteinander kombiniert sind. Je komplexer diese kundenspezifischen Lösungen ausfallen, desto wichtiger ist ein kompetenter und zuverlässiger Kundendienst. Deshalb hat Jungheinrich im Geschäftsjahr 2008 seine Aktivitäten in diesem Bereich nochmals verstärkt und weitere Serviceleistungen, zum Beispiel rund um die Themen "Batterien und Ladegeräte" oder "Logistiksysteme und Regale", eingeführt.
Zusätzlich wurde die Infrastruktur für die Ersatzteil-Versorgung und die Disposition von Kundendienst-Technikern im In- und Ausland weiter verbessert, gegebenenfalls neu geschaffen. Gerade bei Marktschwankungen im Neugeschäft ist der wenig konjunkturanfällige Kundendienst eine wichtige Stütze.
Finanzdienstleistungen wurden im Berichtszeitraum weiter stark nachgefragt. Bei den angebotenen Produkten wächst die Marktbedeutung des sogenannten "Rental", einer Mietvertragsform mit unterschiedlichen Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu 10 Jahren. Ein gewichtiges Argument für den Abschluss eines solchen Vertrages liefert der Full-Service, den die Kunden sehr zu schätzen wissen. Große Flottenbetreiber setzen zudem auf die länderübergreifende Betreuung, die Jungheinrich ihnen als zentraler Ansprechpartner für alle Einsatzfragen bieten kann. Deshalb treibt das Unternehmen den Aufbau neuer Finanzdienstleistungsgesellschaften voran. Nach Spanien im vergangenen Jahr ist für 2009 die Gründung einer Dependance in den Niederlanden vorgesehen.
Jungheinrich PROFISHOP konnte das Geschäft in Deutschland und Österreich deutlich ausbauen. Motor des Wachstums mit einer fünfzigprozentigen Steigerung war neben dem klassischen Katalog mit seinen über 1.000 Seiten der Online-Shop. Investitionen in Design und Funktionalität des Internetauftritts brachten den gewünschten Erfolg. Inzwischen deckt ein großer Teil der Kunden seinen Bedarf an Betriebsausstattung über die Webseiten www.jh-profishop.de und www.jh-profishop.at.
Neben den Produkten aus dem Jungheinrich-Kerngeschäft, Hubwagen und Regalen, werden zunehmend die neuen Sortimentsbereiche Transport, Betrieb, Arbeitsschutz und Umwelt vom Markt angenommen. Der Jungheinrich PROFISHOP bietet aktuell ein Produktprogramm mit über 30.000 verschiedenen Artikeln.
Der Aufsichtsrat
Keller & Kalmbach gehört zu den führenden deutschen Großhandelsunternehmen für Verbindungs- und Befestigungstechnik, Sonder- und Zeichnungsteile, Hand- und Elektrowerkzeuge sowie andere Montageartikel für Automotive, Industrie und Handwerk. Als Spezialist im Bereich der Kleinteilelogistik – dem C-Teile-Management – beschäftigt Keller & Kalmbach 500 Mitarbeiter und unterhält neben den Niederlassungen in Deutschland eine Reihe von Auslandsgesellschaften, vornehmlich in Osteuropa.
Mit der Errichtung eines neuen Lager- und Distributionszentrums in Hilpoltstein (Bayern) verwirklichte das Unternehmen kürzlich das bedeutendste Bauprojekt seiner Firmengeschichte. Auf einer 44.000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche an der Autobahn A9 entstanden Gebäude zur Abwicklung aller logistischen Prozesse. Dazu zählen ein Kommissionierbereich, ein automatisches Kleinteilelager mit einer Kapazität von 161.000 Stellplätzen und ein Palettenhochregallager, das 37.000 Stellplätze enthält. Ausgestattet sind diese hochdynamischen Bereiche mit leistungsfähigen Regalbediengeräten und modernster Fördertechnik. Als gesamtverantwortlicher Partner begleitete Jungheinrich den Kunden bei dem Bau des Zentrallagers von der ersten Materialflussberatung über die Planung und Konzeption, die Koordination und Organisation aller logistischen Gewerke während der Umsetzung bis hin zur "Schlüssel"-Übergabe. Mit der Inbetriebnahme des Logistikzentrums in Hilpoltstein konnte Keller & Kalmbach Lieferfähigkeit und -qualität sowie Umschlaggeschwindigkeit der Produkte nochmals verbessern.
Victorya CJSC, Betreiber eines großen Distributionszentrums im Osten der russischen Hauptstadt, bietet Logistikleistungen rund um den Lebensmittelbereich an. Das Unternehmen wurde 1954 gegründet und blieb auch nach seiner Privatisierung 1992 auf den Großhandel mit Obst und Gemüse spezialisiert. Neben der Versorgung zentraler Gebiete Moskaus, zu denen u. a. der Kreml gehört, mit Frischeerzeugnissen ist Victorya in der Lagerung sowie in der Vermietung von Lagerflächen aktiv. In dem Distributionszentrum des Unternehmens, das stetig erweitert wird, finden aktuell auf annähernd 17.250 Quadratmetern mehr als 24.500 Paletten Platz. Es umfasst vier Bereiche mit unterschiedlichen Kapazitäten und Lagertemperaturen. Lager mit solchen technischen Spezifikationen auszustatten, stellt eine große logistische Herausforderung dar. Deshalb hat sich der Kunde Jungheinrich als Generalunternehmer ins Boot geholt, um eine komplette Lösung für das Stapeln, Transportieren, Lagern und Kommissionieren zu erhalten. Zu dieser gehört bei Victorya neben den Flurförderzeugen, darunter sechs Hochregalstapler vom Typ EKX 515 k, auch die gesamte Regalanlage.
Der Aufsichtsrat
Die Feldschlösschen Getränke AG ist mit 14 eigenen Bier- und Mineralwassermarken die führende Brauerei und die größte Getränkehändlerin der Schweiz. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rheinfelden (Kanton Aargau) beschäftigt landesweit rund 1.500 Mitarbeiter. Feldschlösschen stellt an vier Produktionsstandorten über 50 Getränkesorten, davon 37 Sorten Bier her. Die erzeugte Menge beläuft sich auf über 3 Mio. Hektoliter pro Jahr. Seit 2000 gehört Feldschlösschen zu den dänischen Carlsberg Breweries und profitiert vom Netzwerk des weltweit tätigen Brauerei-Unternehmens.
In Rheinfelden liegt das Stammhaus der Feldschlösschen-Getränkegruppe. Es ist in Schlossform erbaut und verfügt über ein Jugendstil-Sudhaus. Die große Produktionsstätte hat neben einer sehr guten Anbindung an das öffentliche Straßennetz eine Eisenbahnanbindung zur Güterverteilung an die Kunden. Bei der Be- und Entladung der Lkw sowie der Cargo-Container setzt Feldschlösschen auf ein Dutzend der neu entwickelten Jungheinrich-Dieselstapler mit hydrostatischem Antrieb. Aufgrund ihres ausgezeichneten Fahrkomforts sowie höchster Umschlagleistungen eignen sich die Fahrzeuge insbesondere für intensive Einsätze mit vielen Richtungswechseln, wie sie für die Getränkeindustrie charakteristisch sind. Darüber hinaus trägt Feldschlösschen mit dem Einsatz dieser effizienten Stapler der kontinuierlichen Reduktion des CO2 -Ausstoßes Rechnung. Die neuen Hydrostaten besitzen ein hochwertiges Rußfiltersystem mit automatischer Regeneration und überzeugen dank moderner Motoren von Volkswagen durch geringen Verbrauch sowie niedrige Geräusch- und Abgasemissionen.
Der Aufsichtsrat
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde hauptsächlich in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert. So wurde der Bau des neuen Werkes zur Herstellung von Elektro-Niederhubwagen in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) planmäßig fortgeführt. Dieses soll das Werk in Norderstedt entlasten. Die Maßnahme wird 2009 abgeschlossen.
Zudem wurde die grundsätzliche Entscheidung getroffen, den Produktionsstandort Moosburg (Bayern) um ein neues Werk für Lager- und Systemfahrzeuge zu erweitern. Die Planung für die neue Produktionsstätte in Degernpoint bei Moosburg (Bayern) sieht einen deutlichen Ausbau der Fertigungskapazitäten und eine weitere Steigerung der Produktivität vor. Die Umsetzung dieses Projektes wird jedoch aufgrund des deutlich eingetrübten Marktes aufgeschoben und erst weiterverfolgt, wenn sich die Konjunktur spürbar erholt hat.
Das in unmittelbarer Nähe bestehende Moosburger Stammwerk profitierte nachhaltig vom Ausbau des Hubgerüstszentrums durch eine weitere Automatisierung der Fertigungsprozesse, eine noch umweltfreundlichere Auslegung der Pulveranlage sowie eine ergonomische Gestaltung der Montage.
In ähnlicher Weise weiterentwickelt wurde auch die Produktion der Schubmaststapler-Hubgerüste am Standort Norderstedt. Die Inbetriebnahme einer automatisierten Schweißanlage führte zu einer deutlichen Verbesserung der Produktivität und Qualität. Die Erweiterung der Pulverfarbgebung reduzierte die Durchlaufzeit bei der Fertigung.
Fünfjahresübersicht
Der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Konzernanhang Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Anhang | in Tausend € | in Tausend € |
| Umsatzerlöse (3) |
2.145.132 | 2.000.692 |
| Umsatzkosten (4) |
1.552.493 | 1.420.982 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 592.639 | 579.710 |
| Vertriebskosten | 399.339 | 368.847 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (12) |
42.131 | 39.936 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 27.530 | 28.771 |
| Sonstige betriebliche Erträge (7) |
16.299 | 7.141 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) |
17.766 | 12.382 |
| Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen | – 812 | 2.599 |
| Übriges Beteiligungsergebnis (9) |
407 | – |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | 121.767 | 139.514 |
| Finanzergebnis (10) |
– 310 | – 1.012 |
| Ergebnis vor Steuern | 121.457 | 138.502 |
| Ertragsteuern (11) |
44.731 | 56.910 |
| Ergebnis nach Steuern | 76.726 | 81.592 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/ unverwässert) (38) |
2,26 | 2,40 |
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | in Tausend € | in Tausend € | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 39.907 | 42.570 |
| Sachanlagen | (13) | 274.459 | 244.386 |
| Mietgeräte | (14) | 200.000 | 200.405 |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | (15) | 187.242 | 166.155 |
| Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen | (16) | 10.684 | 12.221 |
| Übrige Finanzanlagen | (16) | 576 | 572 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 9.836 | 9.003 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | (19) | 328.658 | 288.126 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (20) | 178 | 86 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (23) | 329 | – |
| Latente Steueransprüche | (11) | 47.025 | 49.889 |
| 1.098.894 | 1.013.413 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (17) | 246.892 | 243.282 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 385.347 | 413.523 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | (19) | 131.206 | 114.392 |
| Ertragsteuerforderungen | 6.617 | 4.206 | |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (20) | 42.270 | 26.699 |
| Wertpapiere | (21) | 63.455 | – |
| Liquide Mittel | (22) | 198.061 | 250.923 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (23) | 6.272 | 6.472 |
| 1.080.120 | 1.059.497 | ||
| 2.179.014 | 2.072.910 |
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | |
|---|---|---|
| Anhang | in Tausend € | in Tausend € |
| Eigenkapital (24) |
||
| Gezeichnetes Kapital | 102.000 | 102.000 |
| Kapitalrücklage | 78.385 | 78.385 |
| Gewinnrücklagen | 420.474 | 362.398 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 24.188 | 10.888 |
| 625.047 | 553.671 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (25) |
140.151 | 163.775 |
| Übrige langfristige Rückstellungen (26) |
42.368 | 45.000 |
| Latente Steuerschulden (11) |
27.902 | 26.621 |
| Finanzverbindlichkeiten (27) |
149.615 | 144.287 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) |
465.496 | 390.257 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (31) |
67.797 | 73.836 |
| 893.329 | 843.776 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Ertragsteuerschulden | 15.994 | 16.643 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen (26) |
107.773 | 111.349 |
| Finanzverbindlichkeiten (27) |
135.032 | 146.001 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (28) |
177.674 | 150.964 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) |
116.895 | 140.331 |
| Übrige Verbindlichkeiten (30) |
70.237 | 66.817 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (31) |
37.033 | 43.358 |
| 660.638 | 675.463 | |
| 2.179.014 | 2.072.910 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| in Tausend € | in Tausend € | |
| Ergebnis nach Steuern | 76.726 | 81.592 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 44.667 | 40.195 |
| Abschreibungen auf Miet- und Leasinggeräte | 125.570 | 95.316 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | – | 8 |
| Veränderung der Rückstellungen | – 29.832 | 9.639 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) | – 163.693 | – 155.445 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | – | 4.883 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten | 1 | 347 |
| Ergebnis aus der Equity-Bewertung | 1.537 | – 368 |
| Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden | 4.146 | 13.514 |
| Veränderung bei übrigen Bilanzpositionen | ||
| Vorräte | – 3.610 | – 26.275 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27.343 | – 45.518 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | – 57.346 | – 62.896 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – 23.436 | 17.579 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 101.949 | 117.896 |
| Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten | 32.068 | 13.118 |
| Sonstige betriebliche Aktiva | 15.213 | 4.694 |
| Sonstige betriebliche Passiva | – 19.369 | – 1.080 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 131.934 | 107.199 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | – 79.380 | – 62.068 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 4.463 | 2.074 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen | 407 | – |
| Auszahlungen für den Erwerb / Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | – 63.455 | 37 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 137.965 | – 59.957 |
| Gezahlte Dividenden | – 18.640 | – 17.280 |
| Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | – 21.754 | – 19.909 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten | 4.242 | 6.930 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten | – 10.432 | – 6.212 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 46.584 | – 36.471 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | – 52.615 | 10.771 |
| Wechselkurs- und konzernkreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | – 2.489 | 4.679 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | – 55.104 | 15.450 |
| Finanzmittelbestand zum 1. Januar | 250.923 | 235.473 |
| Finanzmittelbestand zum 31. Dezember | 195.819 | 250.923 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Gezahlte Zinsen | 45.920 | 36.922 |
| Erhaltene Zinsen | 39.421 | 32.963 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 36.978 | 42.475 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Sonstige Eigenkapital veränderungen |
Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unterschieds betragausder Währungs umrechnung |
Unterschieds betragausder Bewertung derivativer Finanz instrumente |
|||||
| in Tausend € Stand am |
||||||
| 1. Januar 2008 | 102.000 | 78.385 | 362.398 | 9.350 | 1.538 | 553.671 |
| Unterschiedsbetrag aus | ||||||
| der Währungsumrechnung | – | – | – | 8.080 | – | 8.080 |
| Dividende für das Vorjahr | – | – | – 18.640 | – | – | – 18.640 |
| Ergebnis nach Steuern 2008 | – | – | 76.726 | – | – | 76.726 |
| Übrige Veränderungen | – | – | – 10 | – | 5.220 1) | 5.210 |
| Stand am | ||||||
| 31. Dezember 2008 | 102.000 | 78.385 | 420.474 | 17.430 | 6.758 | 625.047 |
| Stand am 1. Januar 2007 |
102.000 | 78.385 | 301.648 | 3.708 | – 877 | 484.864 |
| Unterschiedsbetrag aus | ||||||
| der Währungsumrechnung | – | – | – | 5.642 | – | 5.642 |
| Dividende für das Vorjahr | – | – | – 17.280 | – | – | – 17.280 |
| Ergebnis nach Steuern 2007 | – | – | 81.592 | – | – | 81.592 |
| Übrige Veränderungen | – | – | – 3.562 | – | 2.415 | – 1.147 |
| Stand am 31. Dezember 2007 |
102.000 | 78.385 | 362.398 | 9.350 | 1.538 | 553.671 |
1) nach Verrechnung der auf den Bruttobetrag entfallenden Steuern von 234 T€ (Vorjahr: –169 T€)
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert.
Die Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen.
Der Jungheinrich-Konzern ist – mit Schwerpunkt in Europa – international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen.
Der wesentliche Produktionsverbund umfasst unverändert die Werke in Norderstedt, Moosburg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Ab Mitte 2009 werden die Elektro-Niederhubwagen im neu errichteten Werk in Landsberg (Deutschland) gefertigt. Im Werk in Qingpu/Shanghai (China) werden Elektro-Hubwagen für den ostasiatischen Markt gefertigt. Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen.
Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland).
Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 17 Vertriebszentren/ Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Singapur, Thailand und in den USA angesiedelt. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben.
Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.
Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde am 5. März 2009 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.
Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.
Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktivische Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer außerplanmäßigen Abschreibung überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteils gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen.
In Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
| Mittelkurs am Bilanzstichtag | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | 2008 | 2007 | |
| Währung Basis 1 € |
||||
| GBP | 0,95250 | 0,73335 | 0,79628 | 0,68434 |
| CHF | 1,48500 | 1,65470 | 1,58740 | 1,64270 |
| PLN | 4,15350 | 3,59350 | 3,51210 | 3,78370 |
| NOK | 9,75000 | 7,95800 | 8,22370 | 8,01650 |
| SEK | 10,87000 | 9,44150 | 9,61520 | 9,25010 |
| DKK | 7,45060 | 7,45830 | 7,45600 | 7,45060 |
| CZK | 26,87500 | 26,62800 | 24,94600 | 27,76600 |
| TRY | 2,14880 | 1,71700 | 1,90640 | 1,78650 |
| RUB | 41,28300 | 35,98600 | 36,42070 | 35,01830 |
| HUF | 266,70000 | 253,73000 | 251,51000 | 251,35000 |
| CNY | 9,49560 | 10,75240 | 10,22360 | 10,41780 |
| USD | 1,39170 | 1,47210 | 1,47080 | 1,37050 |
Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:
Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.
Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes und im Fall eines sogenannten "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten erfasst. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.
Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden im Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.
Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge.
Aufwendungen für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.
Das Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der ausgegebenen Aktien verwässert haben.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und – sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist – linear über ihre Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.
Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die Herstellungskosten umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.
Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Firmenwerte, die aus dem Erwerb von at-equity-bilanzierten Unternehmen resultieren, sind im Buchwert der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen enthalten.
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Gebäude | 10 – 50 Jahre |
|---|---|
| Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude | 10 – 50 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 8 – 15 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 – 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 10 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Jungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge, denen keine Leasingtransaktionen zugrunde liegen. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt.
Für alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des
Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten zukünftigen diskontierten Cashflows. Ergibt sich, dass der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Wenn der Grund für eine in Vorjahren durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab.
Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird.
Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten wurde unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse hinsichtlich der Marktwertentwicklung bestimmter Produktgruppen eingeschätzt und mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst.
Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance und Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt.
Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passivischen Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen.
Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.
Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.
Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden vier Kategorien zuzuordnen:
Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen.
Wertpapiere, die der Kategorie "bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die der Kategorie "erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordneten, zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente. Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft.
Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Boni, Skonti und Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss.
Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen.
Verbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen.
Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.
Die unter Wertpapiere ausgewiesenen Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da Absicht und Fähigkeit bestehen, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich zu Sicherungszwecken eingesetzt.
IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.
Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Materialund Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet.
Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertung nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dieses in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden.
Die Buchwerte der aktivischen latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist.
In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie biometrische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Anwartschaftsbarwert und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der betreffenden Arbeitnehmer verteilt.
Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche enthalten.
Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert.
Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind.
Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert.
Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.
Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmt haben. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.
Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und – soweit erforderlich – die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Im Berichtszeitraum 2008 erreichte die globale Finanzmarktkrise die Weltwirtschaft und beschleunigte in der zweiten Jahreshälfte 2008 den weltweit einsetzenden Konjunkturabschwung, der in vielen Regionen zur Rezession führte. Auf dieser Basis verlor die Konjunktur der Flurförderzeugindustrie an Dynamik und verzeichnete im 4. Quartal 2008 einen massiven Einbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Wie auch die Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 zeigt, kann für das Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Berichtsjahr in den für Jungheinrich relevanten Märkten nur noch mit einem insgesamt erheblich niedrigeren Marktvolumen für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik gerechnet werden. Die außergewöhnlich schwache konjunkturelle Entwicklung wird sich auch – allerdings etwas weniger stark – auf das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft auswirken. Durch den hohen Anteil an Serviceleistungen aus einer Hand zeigt allerdings das Jungheinrich-Geschäftsmodell gerade in rezessiven Phasen mit einem relativ stabilen Umsatzanteil seine besondere Stärke.
Bei der Überprüfung des Wertminderungsbedarfes wesentlicher Vermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns wurden vor dem Hintergrund einer geplanten Ausmusterungsaktion mit entsprechendem Vermarktungsrisiko im Jahr 2009 die zum 31. Dezember 2008 aktivierten Restbuchwerte der Mietflotte außerplanmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus wurden in Ländern mit einem zurzeit extrem schwachen Marktbild wesentliche langfristige Vermögenswerte wertgemindert.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Eine verlässliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung über das Geschäftsjahr 2009 hinaus lässt sich zur Zeit nicht vornehmen.
Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind vielen Unsicherheiten unterworfen.
Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können.
Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.
Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.
Im Mai 2008 hat das IASB den Änderungsstandard (Improvements to IFRSs) herausgegeben. Dieser Standard enthält neben eher begrifflichen und redaktionellen Änderungen zahlreiche Änderungen von bestehenden IFRS-Standards. Die Änderungen sind überwiegend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Jungheinrich geht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Standards keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben wird.
Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 (Business Combinations) und IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) veröffentlicht.
Die Neuregelungen in IFRS 3 betreffen insbesondere die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung sukzessiver Unternehmenserwerbe und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen sowie Anschaffungsnebenkosten. Nach den Neuregelungen kann die Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren anteiligen Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum Zeitpunkt des Beherrschungsüberganges gehaltenen Anteile vorgesehen. Die Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbes als Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Wesentliche Änderungen des IAS 27 betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält bzw. bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Die beiden überarbeiteten Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus der Anwendung der überarbeiteten Standards erwartet Jungheinrich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Im Juli 2008 hat das IASB die Interpretation IFRIC 16 (Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation) herausgegeben. Die Interpretation ergänzt den Standard IAS 39 (Financial Instruments), der lediglich die Leitlinien zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften enthält, um die konkreten Anwendungshilfen, wie bei der Absicherung von Nettoinvestitionen vorzugehen ist. IFRIC 16 ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen. Jungheinrich sieht zurzeit keine konkreten Anwendungsfälle, die zu einer Änderung der bestehenden Sicherungsstrategie im Konzern führen würden.
In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, als Mutterunternehmen und alle Tochterunternehmen einbezogen. Der gegenüber dem Vorjahr erweiterte Konsolidierungskreis umfasst jetzt 43 (Vorjahr: 43) ausländische und 13 (Vorjahr: 12) inländische Gesellschaften. Drei Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.
Die Aufstellung über den vollständigen Anteilsbesitz der Jungheinrich Aktiengesellschaft wird gesondert offengelegt.
Im 2. Quartal 2008 wurde im Inland für die Herstellung von Elektro-Niederhubwagen die Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg, gegründet.
Für die Ausweitung des spanischen Finanzdienstleistungsgeschäftes wurden im 3. Quartal 2008 die Jungheinrich Fleet Services S.L. und die Jungheinrich Rental S.L., jeweils Abrera/Barcelona (Spanien), gegründet.
Aus der Erstkonsolidierung aller neu gegründeten Gesellschaften ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Nach dem Verkauf der Anteile an der Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien), an
die Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes (Großbritannien), im 3. Quartal 2008 ist die bis dahin als Holding fungierende, sich gegenwärtig in Liquidation befindende Boss UK Holding Company Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien), zum 30. September 2008 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die bisher im Konzern erfolgsneutral erfassten Währungsausgleichsposten der ausgeschiedenen Gesellschaft in Höhe von 2.308 T€ wurden im Rahmen der Endkonsolidierung aufwandswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns erfasst.
Nach einem konzerninternen Verkauf der Anteile an der Jungheinrich Finance S.A.S. an die Jungheinrich Financial Services S.A.S., jeweils Vélizy-Villacoublay (Frankreich), im 4. Quartal 2008 wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2008 die Jungheinrich Finance S.A.S. auf die neue Muttergesellschaft Jungheinrich Financial Services S.A.S., Vélizy-Villacoublay (Frankreich), verschmolzen.
Die Umsatzerlöse ergeben sich in den folgenden Bereichen:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Neugeschäft | 1.209.340 | 1.109.541 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 331.376 | 310.356 |
| After Sales | 604.416 | 580.795 |
| 2.145.132 | 2.000.692 |
In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.165.509 T€ (Vorjahr: 1.070.182 T€) enthalten.
Im Materialaufwand sind Kursgewinne und -verluste in Höhe von 15.723 T€ (Vorjahr: 4.427 T€) bzw. 18.171 T€ (Vorjahr: 6.443 T€) enthalten, die aus Einkäufen in Fremdwährung resultieren.
In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 476.009 | 451.972 |
| Soziale Abgaben | 101.299 | 95.816 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | ||
| Leistungsorientierte Pläne | 15.128 | 14.086 |
| Beitragsorientierte Pläne | 1.265 | 1.285 |
| Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.155 | 1.221 |
| 594.856 | 564.380 |
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 5.317 | 5.028 |
| Angestellte | 4.979 | 4.632 |
| Auszubildende | 259 | 247 |
| 10.555 | 9.907 |
Die Abschreibungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen sind in den Funktionskosten enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 7.390 T€ (Vorjahr: 1.423 T€) Kursgewinne aus Finanzierungen in Fremdwährung enthalten sowie in Höhe von 816 T€ (Vorjahr: 755 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Jahres 2007 enthalten in Höhe von 1.203 T€ Erträge aus der erstmaligen Einbeziehung von verbundenen Unternehmen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 10.823 T€ (Vorjahr: 903 T€) Kursverluste aus Finanzierungen in Fremdwährung und in Höhe von 1.224 T€ (Vorjahr: 1.102 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2008 sind Aufwendungen aus der Endkonsolidierung der Boss UK Holding Company Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien) in Höhe von 2.308 T€ enthalten. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2007 enthalten in Höhe von 6.086 T€ Aufwendungen aus der erstmaligen Einbeziehung von verbundenen Unternehmen.
Im übrigen Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres sind Erträge aus der Liquidation von vier inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen, inländischen Vertriebsgesellschaften enthalten.
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 40.085 | 32.963 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 40.395 | 33.977 |
| Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | – | 2 |
| – 310 | – 1.012 |
Auf den Bereich Finanzdienstleistungen entfielen im Berichtsjahr Zinserträge in Höhe von 29.693 T€ (Vorjahr: 23.668 T€) und Zinsaufwendungen in Höhe von 22.387 T€ (Vorjahr: 16.542 T€).
Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | ||
| Deutschland | 21.464 | 27.757 |
| Ausland | 19.449 | 14.208 |
| Latente Steuern | ||
| Deutschland | 2.988 | 10.420 |
| Ausland | 830 | 4.525 |
| 44.731 | 56.910 |
Die Minderung des Aufwandes aus effektiven Steuern in Deutschland ist im Wesentlichen auf die Senkung des Gesamtertragsteuersatzes 2008 auf 30,0 Prozent zurückzuführen (Vorjahr: 38,7 Prozent). Der latente Steueraufwand in Deutschland 2008 ist gegenüber dem Jahr 2007 deutlich geringer, weil die Folgen der Steuersatzsenkung bei den latenten Steuerpositionen bereits zum Jahresende 2007 zu berücksichtigen waren.
Der inländische Körperschaftsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2008 15,0 Prozent (Vorjahr: 25,0 Prozent) zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) der Körperschaftsteuerbelastung. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer, die seit der Unternehmenssteuerreform 2008 nicht länger die Höhe der Körperschaftsteuer beeinflusst, betrug der Gesamtsteuersatz 30,0 Prozent (Vorjahr: 38,7 Prozent).
Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent) und 35,0 Prozent (Vorjahr: 40,0 Prozent).
Zum 31. Dezember 2008 bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 118 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von rund 7 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Ihre Reduzierung ist überwiegend auf die Nutzung von Verlusten in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zurückzuführen. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktivische latente Steuern in Höhe von 22,1 Mio. € (Vorjahr: 23,8 Mio. €) vorgenommen worden.
Bei dem Bilanzausweis der aktivischen latenten Steuern ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steueraufwand von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. € Ertrag). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.
Die aktivischen und passivischen latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden für die folgenden Bilanzpositionen:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 87.191 | 69.959 |
| Vorräte | 6.289 | 6.413 |
| Forderungen | 7.669 | 2.548 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 36.910 | 46.678 |
| Pensionsrückstellungen | 6.844 | 6.646 |
| Übrige Rückstellungen | 13.376 | 11.041 |
| Verbindlichkeiten | 213.994 | 176.472 |
| Passivische Rechnungsabgrenzungsposten | 16.637 | 22.776 |
| Sonstige | 10.721 | 8.170 |
| Wertminderungen | (26.337) | (25.383) |
| Aktivische latente Steuern | 373.294 | 325.320 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 76.554 | 82.224 |
| Vorräte | 5.273 | 5.199 |
| Forderungen | 207.527 | 171.536 |
| Pensionsrückstellungen | – | 4.851 |
| Übrige Rückstellungen | 1.556 | 483 |
| Verbindlichkeiten | 62.506 | 37.097 |
| Sonstige | 755 | 662 |
| Passivische latente Steuern | 354.171 | 302.052 |
| Netto-Betrag der latenten Steuern | 19.123 | 23.268 |
Nach Saldierungen werden die aktivischen und passivischen latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | 47.025 | 49.889 |
| Latente Steuerschulden | 27.902 | 26.621 |
| Netto-Betrag der latenten Steuern | 19.123 | 23.268 |
| davon: aus Verrechnung mit dem Eigenkapital | (78) | (312) |
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 38,7 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | 36.438 | 53.600 |
| Änderung des Steuersatzes | 1.469 | 2.928 |
| Besteuerungsunterschied Ausland | – 1.950 | – 4.338 |
| Veränderung der Wertminderungen | 7.545 | 265 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge | 3.118 | 2.605 |
| Sonstiges | – 1.889 | 1.850 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 44.731 | 56.910 |
Die Konzernsteuerquote 2008 betrug 36,8 Prozent (Vorjahr 41,1 Prozent).
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| Aktivierte | ||||
|---|---|---|---|---|
| Nutzungsrechte | Entwicklungs | |||
| in Tausend € | und Software | kosten | Firmenwerte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2008 | 21.944 | 63.348 | 6.181 | 91.473 |
| Währungsdifferenzen | – 294 | – | – | – 294 |
| Zugänge | 2.541 | 5.459 | – | 8.000 |
| Abgänge | 949 | 4.274 | – | 5.223 |
| Umbuchungen | 145 | – | – | 145 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 23.387 | 64.533 | 6.181 | 94.101 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2008 | 17.948 | 29.672 | 1.283 | 48.903 |
| Währungsdifferenzen | – 279 | – | – | – 279 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 1.910 | 8.549 | – | 10.459 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 615 | 4.274 | – | 4.889 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 18.964 | 33.947 | 1.283 | 54.194 |
| Buchwert 31. Dezember 2008 | 4.423 | 30.586 | 4.898 | 39.907 |
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| Aktivierte | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Nutzungsrechte und Software |
Entwicklungs kosten |
Firmenwerte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2007 | 21.077 | 53.424 | 6.181 | 80.682 |
| Währungsdifferenzen | – 54 | – | – | – 54 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 745 | – | – | 745 |
| Zugänge | 2.161 | 9.924 | – | 12.085 |
| Abgänge | 2.057 | – | – | 2.057 |
| Umbuchungen | 72 | – | – | 72 |
| Stand 31. Dezember 2007 | 21.944 | 63.348 | 6.181 | 91.473 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2007 | 17.330 | 20.782 | 1.283 | 39.395 |
| Währungsdifferenzen | – 41 | – | – | – 41 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 639 | – | – | 639 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 1.867 | 8.890 | – | 10.757 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 1.847 | – | – | 1.847 |
| Stand 31. Dezember 2007 | 17.948 | 29.672 | 1.283 | 48.903 |
| Buchwert 31. Dezember 2007 | 3.996 | 33.676 | 4.898 | 42.570 |
Bei den Zugängen des Berichtsjahres in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe von 2.541 T€ handelt es sich vor allem um erworbene Fremdsoftware.
Die Restbuchwerte der Firmenwerte zum 31. Dezember 2008 entfallen mit 3.015 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Dublin (Irland), mit 1.772 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich) sowie mit 111 T€ auf sonstige Auslandsgesellschaften.
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte erfolgte auf Basis zukünftiger geschätzter diskontierter positiver Cashflows, die aus der Mehrjahresplanung abgeleitet wurden. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte im Jahr 2008 resultierten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.
Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungskosten in Höhe von 5.459 T€ (Vorjahr: 9.924 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 33.582 | 31.046 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 8.549 | 8.890 |
| 42.131 | 39.936 |
Die Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| Grundstücke, | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| grundstücks | |||||
| gleiche Rechte | |||||
| und Bauten ein schließlich der |
|||||
| Bauten auf | Technische | Betriebs- und | |||
| fremden | Anlagen und | Geschäfts | Anlagen | ||
| in Tausend € | Grundstücken | Maschinen | ausstattung | im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2008 | 212.926 | 78.221 | 149.748 | 7.244 | 448.139 |
| Währungsdifferenzen | – 1.701 | – 339 | – 1.901 | 42 | – 3.899 |
| Zugänge | 6.291 | 8.205 | 19.142 | 37.764 | 71.402 |
| Abgänge | 3.144 | 1.118 | 9.302 | 39 | 13.603 |
| Umbuchungen | 18.632 | 3.669 | 3.504 | – 25.950 | – 145 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 233.004 | 88.638 | 161.191 | 19.061 | 501.894 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2008 | 62.483 | 43.605 | 97.665 | – | 203.753 |
| Währungsdifferenzen | – 172 | – 165 | – 1.148 | – | – 1.485 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 6.443 | 9.390 | 18.375 | – | 34.208 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 194 | 903 | 7.944 | – | 9.041 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 68.560 | 51.927 | 106.948 | – | 227.435 |
| Buchwert 31. Dezember 2008 | 164.444 | 36.711 | 54.243 | 19.061 | 274.459 |
Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten ein schließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1. Januar 2007 |
218.447 | 69.452 | 140.358 | 5.723 | 433.980 |
| Währungsdifferenzen | – 622 | – 102 | – 461 | 10 | – 1.175 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 900 | 313 | 2.954 | 103 | 4.270 |
| Zugänge | 5.420 | 8.448 | 18.560 | 17.581 | 50.009 |
| Abgänge | 15.191 | 6.108 | 17.574 | – | 38.873 |
| Umbuchungen | 3.972 | 6.218 | 5.911 | – 16.173 | – 72 |
| Stand 31. Dezember 2007 | 212.926 | 78.221 | 149.748 | 7.244 | 448.139 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2007 |
70.726 | 41.123 | 97.765 | – | 209.614 |
| Währungsdifferenzen | – 147 | – 52 | – 296 | – | – 495 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 81 | 73 | 1.272 | – | 1.426 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 5.825 | 8.145 | 15.468 | – | 29.438 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 14.002 | 5.684 | 16.544 | – | 36.230 |
| Stand 31. Dezember 2007 | 62.483 | 43.605 | 97.665 | – | 203.753 |
| Buchwert 31. Dezember 2007 | 150.443 | 34.616 | 52.083 | 7.244 | 244.386 |
In den Sachanlagen sind in Höhe von 32.546 T€ (Vorjahr: 33.919 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 1.006 T€ (Vorjahr: 804 T€).
Grundstücke und Bauten waren im Berichtsjahr zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 35.159 T€ (Vorjahr: 42.323 T€) verpfändet.
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2008 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten aus der Prüfung der Werthaltigkeit dieser Sachanlagen resultierende außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.287 T€ (Vorjahr: – T€). Die Wertminderungen sind in den Vertriebskosten erfasst.
Die Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 1. Januar | 302.491 | 227.147 |
| Währungsdifferenzen | – 13.717 | – 1.070 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | – | 18.360 |
| Zugänge | 123.352 | 125.547 |
| Abgänge | 78.641 | 67.493 |
| Stand 31. Dezember | 333.485 | 302.491 |
| Abschreibungen | ||
| Stand 1. Januar | 102.086 | 77.979 |
| Währungsdifferenzen | – 5.741 | – 685 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | – | 5.750 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 74.988 | 52.431 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 37.848 | 33.389 |
| Stand 31. Dezember | 133.485 | 102.086 |
| Buchwert 31. Dezember | 200.000 | 200.405 |
Der Gesamtbestand enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 3.793 T€ (Vorjahr: 14.604 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 1.827 T€ (Vorjahr: 4.883 T€).
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2008 auf Mietgeräte enthalten aus der Prüfung der Werthaltigkeit resultierende außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 8.847 T€ (Vorjahr: – T€). Die Wertminderungen sind in den Umsatzkosten erfasst.
Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 50.446 T€ (Vorjahr: 18.913 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt.
Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 1. Januar | 262.729 | 239.433 |
| Währungsdifferenzen | – 14.431 | – 3.725 |
| Zugänge | 103.652 | 92.848 |
| Abgänge | 67.477 | 65.827 |
| Stand 31. Dezember | 284.473 | 262.729 |
| Abschreibungen | ||
| Stand 1. Januar | 96.574 | 92.085 |
| Währungsdifferenzen | – 4.966 | – 1.415 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 50.582 | 42.885 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 44.959 | 36.981 |
| Stand 31. Dezember | 97.231 | 96.574 |
| Buchwert 31. Dezember | 187.242 | 166.155 |
Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Kundenverträge "Operating Lease" | 115.434 | 80.609 |
| Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft | 71.808 | 85.546 |
| 187.242 | 166.155 |
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist.
Im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen sind Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 43.916 T€ (Vorjahr: 31.457 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.
Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen".
Aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 42.479 | 29.626 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 77.589 | 46.168 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 383 | 57 |
| 120.451 | 75.851 |
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 18.657 T€ (Vorjahr: 16.285 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 17.763 T€ (Vorjahr: 12.414 T€).
Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| Übrige Finanzanlagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Ausleihungen |
Gesamt |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2008 | 12.221 | 604 | 135 | 739 |
| Zugänge | – | – | 4 | 4 |
| Abgänge | 1.537 | 129 | – | 129 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 10.684 | 475 | 139 | 614 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2008 | – | 129 | 38 | 167 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | – | 129 | – | 129 |
| Stand 31. Dezember 2008 | – | – | 38 | 38 |
| Buchwert 31. Dezember 2008 | 10.684 | 475 | 101 | 576 |
Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| Übrige Finanzanlagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Ausleihungen |
Gesamt |
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2007 |
11.853 | 8.204 | 135 | 8.339 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | – | – 7.600 | – | – 7.600 |
| Zugänge | 368 | – | – | – |
| Stand 31. Dezember 2007 | 12.221 | 604 | 135 | 739 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2007 |
– | 5.878 | 30 | 5.908 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | – | – | 8 | 8 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | – | – 5.749 | – | – 5.749 |
| Stand 31. Dezember 2007 | – | 129 | 38 | 167 |
| Buchwert 31. Dezember 2007 | 12.221 | 475 | 97 | 572 |
Die wesentlichen Beteiligungen an at-equity-bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
| Buchwerte | |||
|---|---|---|---|
| in Tausend € Anteil in % |
31.12.2008 | 31.12.2007 | |
| Juli Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 |
5.658 | 6.773 | |
| Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 |
133 | 99 | |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 |
4.868 | 5.324 |
Aufgrund der Anteilsquote an at-equity-bilanzierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:
| 2008 | 2007 | |||
|---|---|---|---|---|
| Assoziierte | Assoziierte | |||
| in Tausend € | Joint Ventures | Unternehmen | Joint Ventures | Unternehmen |
| Vermögenswerte | 19.797 | 8.660 | 24.380 | 8.102 |
| Schulden | 13.871 | 4.702 | 15.754 | 4.001 |
| Umsatzerlöse | 47.358 | 15.338 | 45.946 | 15.242 |
| Jahresergebnis | – 1.081 | 269 | 1.335 | 1.264 |
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 48.581 | 58.163 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 14.948 | 15.362 |
| Fertige Erzeugnisse | 70.698 | 75.686 |
| Waren | 62.925 | 48.287 |
| Ersatzteile | 35.278 | 36.614 |
| Geleistete Anzahlungen | 14.462 | 9.170 |
| 246.892 | 243.282 |
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 20.934 T€ (Vorjahr: 19.247 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 27.174 T€ (Vorjahr: 27.796 T€).
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 406.942 | 432.330 |
| Wertberichtigungen | – 11.759 | – 9.804 |
| 395.183 | 422.526 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von 10.378 T€ (Vorjahr: 15.648 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 266 T€ (Vorjahr: 6.823 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Berichtsjahres | 9.804 | 10.671 |
| Währungsdifferenzen | – 195 | – 108 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | – | 142 |
| Verbrauch | 2.582 | 4.183 |
| Auflösung | 544 | 2.544 |
| Zuführung | 5.276 | 5.826 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Berichtsjahres | 11.759 | 9.804 |
Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren folgende Forderungen überfällig:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Überfällig weniger als 30 Tage | 51.671 | 67.552 |
| Überfällig zwischen 30 und 60 Tagen | 20.405 | 20.851 |
| Überfällig zwischen 61 und 90 Tagen | 6.030 | 9.506 |
| Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen | 5.398 | 6.599 |
| Überfällig mehr als 180 Tage | 700 | 954 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| überfällig, aber nicht wertberichtigt | 84.204 | 105.462 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 293.379 T€ (Vorjahr: 293.736 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts daraufhin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert.
Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 525.340 | 456.463 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 158.324 | 136.316 |
| fällig zwischen einem und fünf Jahren | 354.974 | 309.122 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 12.042 | 11.025 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 459.864 | 402.518 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 131.206 | 114.392 |
| fällig zwischen einem und fünf Jahren | 317.225 | 277.664 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 11.433 | 10.462 |
| Noch nicht realisierte Zinserträge | 65.476 | 53.945 |
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 119.112 T€ (Vorjahr: 121.733 T€) enthalten.
Im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen sind Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 251.308 T€ (Vorjahr: 210.722 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt.
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 17.389 | 15.171 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 12.931 | 2.097 |
| Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter | 824 | 775 |
| Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2 | – |
| Sonstige Forderungen gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen | – | 182 |
| Sonstige Vermögenswerte | 11.302 | 8.560 |
| 42.448 | 26.785 |
Zum Bilanzstichtag sind sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Die Wertpapiere umfassen zum Bilanzstichtag Schuldscheindarlehen und Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 63.455 T€ (Vorjahr: – T€), welche Jungheinrich bis zur Endfälligkeit halten will und kann. Sämtliche Wertpapiere sind im Jahr 2009 endfällig und unterliegen der mittelbaren oder unmittelbaren Haftung deutscher Gebietskörperschaften. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Wertpapiere hat keine dauerhafte Wertminderung aufgezeigt.
Die liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten.
Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.
Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und beträgt 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es ist wie im Vorjahr eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 EUR. Sämtliche Aktien sind zum Bilanzstichtag ausgegeben. Die Vorzugsaktien sind ohne Stimmrecht und bevorzugt dividendenberechtigt.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst.
In den übrigen Veränderungen der Gewinnrücklagen des Vorjahres wurden die folgenden Vorgänge dargestellt.
Im Jahr 2007 wurden die bestehenden Pensionspläne der Jungheinrich AG, Hirschthal (Schweiz), in Höhe von 2.262 T€ erstmals in den Pensionsrückstellungen des Konzerns erfasst. Aus dieser Hinzurechnung resultierte eine Belastung der Gewinnrücklagen nach Abgrenzung von Steuern in Höhe von 1.732 T€.
Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von elf ausländischen Vertriebsgesellschaften zum 1. Januar 2007 waren die auf die Konsolidierungsmaßnahmen entfallenden Beträge nach Steuerabgrenzung in Höhe von 1.830 T€ mit den Konzerngewinnrücklagen zu verrechnen.
Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 20.266 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 17.620 T€ mit 0,49 € je Stammaktie und 0,55 € je Vorzugsaktie sowie in Höhe von 2.646 T€ für die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zu verwenden.
Jungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen.
Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE).
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt auf Basis der Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad". Die Kennzahl "Net Gearing" ist definiert als prozentuales Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Die Kennzahl "Verschuldungsgrad" ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).
Diese Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können.
Die in die beiden Steuerungsgrößen einfließende Nettoverschuldung ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich Besitzwechseln, liquiden Mitteln und Wertpapieren zuzüglich des Saldos aus sonstigen Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 284.647 | 290.288 |
| Besitzwechsel | – 10.378 | – 15.648 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | – 261.516 | – 250.923 |
| Sonstige Verbindlichkeiten / Forderungen gegenüber | ||
| verbundenen und at-equity-bilanzierten Unternehmen | 302 | 568 |
| Nettoverschuldung | 13.055 | 24.285 |
Die Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad" haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung | 13.055 | 24.285 |
| Eigenkapital | 625.047 | 553.671 |
| EBITDA | 292.004 | 275.033 |
| Net Gearing in % |
2 | 4 |
| Verschuldungsgrad in Jahren |
0,04 | 0,09 |
Die Gesamtstrategie des Konzerns in Bezug auf das Kapitalmanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.
Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich Aktiengesellschaft und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich Aktiengesellschaft und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter und Angestellte geschlossen.
Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.
In Großbritannien wurde im Berichtsjahr eine Sonderzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Höhe von 25 Mio. € geleistet.
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.
Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche u. a. aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und biometrisch) resultieren. Die kumulierten, noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.
Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt:
| in % | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 5,7 | 5,4 |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 3,3 | 3,8 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,4 | 2,5 |
Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet:
| in % | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 5,4 | 4,8 |
| Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens | 5,3 | 6,5 |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 3,8 | 3,2 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,5 | 2,3 |
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 128.392 | 173.634 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 123.988 | 123.174 |
| Unterdeckung | 4.404 | 50.460 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 137.392 | 138.274 |
| Nettoverpflichtungen | 141.796 | 188.734 |
| Nicht amortisierte versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (–) | – 1.645 | – 24.959 |
| Bilanzbetrag | 140.151 | 163.775 |
Der Bilanzbetrag ist ausschließlich im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthalten.
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 1. Januar | 311.908 | 314.331 |
| Währungsdifferenzen | – 34.062 | – 12.724 |
| Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche | 5.531 | 5.804 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen | 16.022 | 14.707 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 1.899 | 1.606 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste (+) | – 24.114 | – 14.081 |
| Pensionszahlungen | – 11.400 | – 10.273 |
| Sonstige Veränderungen | – | 12.538 |
| Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember | 265.784 | 311.908 |
Die sonstigen Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes im Jahr 2007 resultieren im Wesentlichen aus der gemäß IAS 19 erstmals erforderlichen Hinzurechnung der bei der Jungheinrich AG, Hirschthal (Schweiz), bestehenden Pensionspläne.
Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.
Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die zum 31. Dezember 2008 vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen. Der zum Bilanzstichtag im Portfolio enthaltene Bestand an liquiden Mitteln wird zu Beginn des Jahres 2009 in festverzinsliche Wertpapiere investiert.
Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u. a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren.
Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte leisten zu können.
| in % | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 56 | 32 |
| Liquide Mittel | 37 | – |
| Immobilien | 4 | 5 |
| Aktien | 1 | 1 |
| Geldmarktfondsanteile | – | 60 |
| Sonstiges | 2 | 2 |
| 100 | 100 |
Die ausgegliederten Pensionsfonds enthalten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens langfristig eine Rendite von 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent).
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar | 123.174 | 114.942 |
| Währungsdifferenzen | – 27.376 | – 9.066 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 6.713 | 7.481 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (–) | – 5.176 | – 2.408 |
| Zuwendungen durch Arbeitgeber | 29.341 | 3.971 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 1.899 | 1.606 |
| Pensionszahlungen | – 4.587 | – 4.081 |
| Sonstige Veränderungen | – | 10.729 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember | 123.988 | 123.174 |
Die Zuwendungen durch Arbeitgeber im Berichtsjahr enthalten eine Einmalzahlung in den Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Großbritannien in Höhe von 25 Mio. €.
Die sonstigen Veränderungen des Planvermögens im Jahr 2007 resultieren aus der gemäß IAS 19 erstmals erforderlichen Hinzurechnung der bei der Jungheinrich AG, Hirschthal (Schweiz), bestehenden Pensionspläne.
Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das Planvermögen in Höhe von rund 3,9 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.
Zusammensetzung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne:
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 5.531 | 5.804 |
| Zinsaufwand | 16.022 | 14.707 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | – 6.713 | – 7.481 |
| Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste | 288 | 969 |
| Gewinne und Verluste aus Planänderungen | – | 87 |
| 15.128 | 14.086 |
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 1.537 T€ (Vorjahr: 5.073 T€).
Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.
| in Tausend € | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember | 265.784 | 311.908 | 314.331 | 286.731 | 239.054 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | |||||
| zum 31. Dezember | 123.988 | 123.174 | 114.942 | 101.488 | 76.601 |
| Nettoverpflichtungen | 141.796 | 188.734 | 199.389 | 185.243 | 162.453 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt der Unterschied zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen zum 31. Dezember können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| in % | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (–) des Anwartschaftsbarwertes | 0,2 | 6,3 |
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (–) des Planvermögens | – 4,2 | – 2,1 |
Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Stand 1. Jan. |
Währungs | Stand 31. Dez. |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2008 | differenzen | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 2008 |
| Rückstellungen im | ||||||
| Personalbereich | 103.911 | – 1.466 | 51.900 | 51.913 | 3.713 | 98.719 |
| Rückstellungen für | ||||||
| Garantieverpflichtungen | 25.596 | – 553 | 40.002 | 39.870 | 1.535 | 23.640 |
| Rückstellungen für | ||||||
| belastende Verträge | 18.779 | – 629 | 11.118 | 6.845 | 1.844 | 20.579 |
| Sonstige Rückstellungen | 8.063 | – 97 | 4.556 | 4.525 | 794 | 7.203 |
| Übrige Rückstellungen | 156.349 | – 2.745 | 107.576 | 103.153 | 7.886 | 150.141 |
Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Vorjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Stand 1. Jan. |
Währungs | Änderungen Konsolidie |
Stand 31. Dez. |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2007 | differenzen | rungskreis | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 2007 |
| Rückstellungen im Personalbereich |
97.975 | – 288 | 664 | 68.914 | 60.575 | 2.779 | 103.911 |
| Rückstellungen für | |||||||
| Garantieverpflichtungen | 21.226 | – 153 | 508 | 47.639 | 43.080 | 544 | 25.596 |
| Rückstellungen für | |||||||
| belastende Verträge | 20.986 | – 195 | 167 | 10.144 | 11.084 | 1.239 | 18.779 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.992 | – 91 | 316 | 7.480 | 6.063 | 1.571 | 8.063 |
| Übrige Rückstellungen | 148.179 | – 727 | 1.655 | 134.177 | 120.802 | 6.133 | 156.349 |
Bisher unter den übrigen kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesene Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen werden nunmehr gemäß IAS 37 unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Zwecks Vergleichbarkeit wurden Vorjahresbeträge in Höhe von 30.846 T€ in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen und andere abgegrenzte Personalkosten.
Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 18.272 T€ (Vorjahr: 17.402 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 7.403 T€ (Vorjahr: 7.255 T€) saldiert sind. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots.
Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von 1.780 T€ (Vorjahr: 1.576 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von 35.622 T€ (Vorjahr: 39.071 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2008 für die im Berichtsjahr verkauften Flurförderzeuge.
Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 6.705 T€ (Vorjahr: 5.842 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen.
Für die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt:
| Verbindlich | Verbindlich | Leasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| keiten gegen | keiten | verbindlich | Wechsel | Finanz | ||
| in Tausend € | über Kredit instituten |
Schuldschein darlehen |
Finanzierung Mietgeräte |
keiten Sachanlagen |
verbindlich keiten |
verbindlich keiten |
| 31.12.2008 | ||||||
| Summe der künftigen Cashflows |
149.498 | 62.014 | 70.616 | 37.440 | 1.690 | 321.258 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 109.190 | 2.338 | 26.467 | 4.121 | 1.690 | 143.806 |
| fällig zwischen einem | ||||||
| und fünf Jahren | 17.373 | 59.676 | 38.985 | 16.019 | – | 132.053 |
| fällig nach mehr als | ||||||
| fünf Jahren | 22.935 | – | 5.164 | 17.300 | – | 45.399 |
| Barwert der künftigen Cashflows |
139.295 | 54.846 | 61.612 | 27.204 | 1.690 | 284.647 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 107.562 | – | 22.986 | 2.794 | 1.690 | 135.032 |
| fällig zwischen einem | ||||||
| und fünf Jahren | 12.377 | 54.846 | 33.838 | 12.071 | – | 113.132 |
| fällig nach mehr als | ||||||
| fünf Jahren | 19.356 | – | 4.788 | 12.339 | – | 36.483 |
| Künftige | ||||||
| Zinsaufwendungen | 10.203 | 7.168 | 9.004 | 10.236 | – | 36.611 |
| 31.12.2007 | ||||||
| Summe der künftigen | ||||||
| Cashflows | 180.844 | 64.352 | 34.650 | 42.053 | 8.404 | 330.303 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 127.663 | 2.338 | 12.097 | 4.157 | 8.404 | 154.659 |
| fällig zwischen einem | ||||||
| und fünf Jahren | 23.310 | 62.014 | 20.408 | 17.617 | – | 123.349 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren |
29.871 | – | 2.145 | 20.279 | – | 52.295 |
| Barwert der künftigen | ||||||
| Cashflows | 167.290 | 54.794 | 29.545 | 30.255 | 8.404 | 290.288 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 124.981 | – | 9.969 | 2.647 | 8.404 | 146.001 |
| und fünf Jahren | 17.197 | 54.794 | 17.526 | 13.070 | – | 102.587 |
| fällig nach mehr als fünf | ||||||
| fällig zwischen einem Jahren Künftige Zinsaufwendungen |
25.112 13.554 |
– 9.558 |
2.050 5.105 |
14.538 11.798 |
– – |
41.700 40.015 |
Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen.
| Nominal- | Nominal- | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | volumen | Buchwerte | volumen | Buchwerte | ||||
| der | zum | Bandbreite | zum | zum | Bandbreite | zum | ||
| Zinsbindung | 31.12. 2008 | effektive | 31.12.2008 | 31.12. 2007 | effektive | 31.12.2007 | ||
| Zins | zum | in | Zinssätze | in | in | Zinssätze | in | |
| Währung | kondition | 31.12.2008 | Tausend € | 2008 | Tausend € | Tausend € | 2007 | Tausend € |
| EURIBOR + | EURIBOR + | |||||||
| EUR | variabel | < 1 Jahr | 12.695 | Marge | 12.695 | 11.987 | Marge | 11.987 |
| LIBOR + | LIBOR + | |||||||
| USD | variabel | < 1 Jahr | 12.934 | Marge | 12.934 | 8.340 | Marge | 8.340 |
| LIBOR + | LIBOR + | |||||||
| GBP | variabel | < 1 Jahr | 14.508 | Marge | 14.508 | 57.156 | Marge | 57.156 |
| LIBOR + | LIBOR + | |||||||
| Andere | variabel | < 1 Jahr | 59.600 | Marge | 59.600 | 41.653 | Marge | 41.653 |
| EUR | fest | 1–18 Jahre | 31.643 | 4,5%–5,3% | 30.083 | 41.120 | 4,5%– 5,3% | 32.331 |
| GBP | fest | – | – | – | – | 7.342 | 6,3%–7,0% | 4.663 |
| Andere | fest | <1–14 Jahre | 12.983 | 3,5%–22,6% | 9.475 | 14.696 | 3,5%–25,3% | 11.160 |
| Summe Verbindlichkeiten | ||||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 144.363 | – | 139.295 | 182.294 | – | 167.290 |
Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
Das Schuldscheindarlehen lautet auf einen Nominalbetrag von 55.000 T€ und hat eine Endfälligkeit in 2011. Der Nominalzinssatz beträgt 4,25 Prozent p.a. und der effektive Zinssatz 4,41 Prozent p.a.
Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von 59.373 T€ (Vorjahr: 20.965 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen.
Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.239 T€ (Vorjahr: 8.580 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 2.487 T€ (Vorjahr: 10.865 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt.
Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen, denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 32.107 T€ (Vorjahr: 36.441 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.
Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 611.063 T€ (Vorjahr: 504.780 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, sind am Bilanzstichtag wie folgt fällig:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Cashflows | 680.885 | 559.093 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 199.289 | 164.404 |
| fällig zwischen einem und fünf Jahren | 466.348 | 382.683 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 15.248 | 12.006 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 611.063 | 504.780 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 170.714 | 142.304 |
| fällig zwischen einem und fünf Jahren | 425.786 | 350.935 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 14.563 | 11.541 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 69.822 | 54.313 |
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 139.146 T€ (Vorjahr: 140.420 T€) enthalten.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 30 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 2.278 T€ (Vorjahr: 2.609 T€) enthalten.
Bisher unter den kurzfristigen übrigen Rückstellungen ausgewiesene Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen werden nunmehr gemäß IAS 37 unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Zwecks Vergleichbarkeit wurden Vorjahresbeträge in Höhe von 30.846 T€ aus den übrigen kurzfristigen Rückstellungen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.
Die sämtlich zum Rückzahlungsbetrag bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 17.020 | 17.950 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 31.879 | 30.430 |
| Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit | 7.816 | 7.843 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 1.886 | 2.001 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 304 | 750 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3.432 | 247 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.900 | 7.596 |
| 70.237 | 66.817 |
| in Tausend € | Umsatzabgrenzungen aus Finanz dienstleistungen |
Gewinnabgrenzungen aus Finanz dienstleistungen |
Sonstige Abgrenzungen |
Rechnungs abgrenzungs posten |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 64.855 | 27.146 | 12.829 | 104.830 |
| davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 24.457 | 8.879 | 3.697 | 37.033 |
| davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 40.398 | 18.267 | 9.132 | 67.797 |
| 31.12.2007 | 74.699 | 31.273 | 11.222 | 117.194 |
| davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 28.686 | 9.725 | 4.947 | 43.358 |
| davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 46.013 | 21.548 | 6.275 | 73.836 |
Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.
Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt pro rata temporis über die Laufzeit der Leasingverträge.
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Berichtsjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Bewertungs kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2008 |
Fortgeführte Anschaf fungskosten |
Beizulegender Zeitwert |
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 |
Beizule gender Zeitwert 31.12.2008 |
| Aktiva | ||||||
| Liquide Mittel | LaR | 198.061 | 198.061 | – | – | 198.061 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
LaR | 395.183 | 395.183 | – | – | 395.183 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
n.a. | 459.864 | – | – | 459.864 | 468.280 |
| Wertpapiere | FAHtM | 63.455 | 63.455 | – | – | 63.455 |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 101 | 101 | – | – | 101 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte (Hedge Accounting) |
FAHfT | 12.931 | – | 12.931 | – | 12.931 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
LaR | 824 | 824 | – | – | 824 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 116.895 | 116.895 | – | – | 116.895 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
FLAC | 139.295 | 139.295 | – | – | 139.521 |
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 54.846 | 54.846 | – | – | 54.129 |
| Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte |
FLAC/ n.a. | 61.612 | 59.373 | – | 2.239 | 61.612 |
| Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen |
n.a. | 27.204 | – | – | 27.204 | 28.870 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
FLAC | 1.690 | 1.690 | – | – | 1.690 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
FLAC/ n.a. | 643.170 | 519.169 | – | 124.001 | 658.262 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Hedge Accounting) |
FLHfT | 3.432 | – | 3.432 | – | 3.432 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 424 | 424 | – | – | 424 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: |
||||||
| Loans and Receivables (LaR) | 594.169 | 594.169 | – | – | 594.169 | |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) |
63.455 | 63.455 | – | – | 63.455 | |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) |
12.931 | – | 12.931 | – | 12.931 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Costs (FLAC) |
891.692 | 891.692 | – | – | 902.529 | |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) |
3.432 | – | 3.432 | – | 3.432 |
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Vorjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Beizule | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungs | Fortgeführte | Wertansatz | gender | |||
| kategorie | Buchwert | Anschaf | Beizulegender | Bilanz | Zeitwert | |
| in Tausend € | nach IAS 39 | 31.12.2007 | fungskosten | Zeitwert | nach IAS 17 | 31.12.2007 |
| Aktiva | ||||||
| Liquide Mittel | LaR | 250.923 | 250.923 | – | – | 250.923 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
LaR | 422.526 | 422.526 | – | – | 422.526 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
n.a. | 402.518 | – | – | 402.518 | 395.976 |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 97 | 97 | – | – | 97 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte (Hedge Accounting) |
FAHfT | 2.097 | – | 2.097 | – | 2.097 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
LaR | 775 | 775 | – | – | 775 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus | ||||||
| Lieferungen und Leistungen | FLAC | 140.331 | 140.331 | – | – | 140.331 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
FLAC | 167.290 | 167.290 | – | – | 168.848 |
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 54.794 | 54.794 | – | – | 54.160 |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzierung Mietgeräte | FLAC/ n.a. | 29.545 | 20.965 | – | 8.580 | 29.545 |
| Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen |
n.a. | 30.255 | – | – | 30.255 | 30.959 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
FLAC | 8.404 | 8.404 | – | – | 8.404 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
FLAC/ n.a. | 541.221 | 414.896 | – | 126.325 | 539.700 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
||||||
| (Hedge Accounting) Sonstige finanzielle |
FLHfT | 247 | – | 247 | – | 247 |
| Verbindlichkeiten | FLAC | 598 | 598 | – | – | 598 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: |
||||||
| Loans and Receivables (LaR) | 674.321 | 674.321 | – | – | 674.321 | |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) |
2.097 | – | 2.097 | – | 2.097 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Costs (FLAC) |
807.278 | 807.278 | – | – | 806.887 | |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) |
247 | – | 247 | – | 247 |
Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt.
Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.
Die Buchwerte der kurzfristig endfälligen, verzinslichen Wertpapiere entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind.
Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
| aus der Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| zum | Netto | Netto | |||
| aus | beizulegenden | Wertbe | ergebnis | ergebnis | |
| in Tausend € | Zinsen | Zeitwert | richtigungen | 2008 | 2007 |
| Loans and Receivables (LaR) | 9.755 | – | – 4.732 | 5.023 | 4.805 |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) | 637 | – | – | 637 | – |
| Financial Instruments Held for Trading (FAHfT/FLHfT) |
– | 3.719 | – | 3.719 | 556 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Costs (FLAC) |
– 38.527 | – | – | – 38.527 | – 29.180 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren (FAHtM) werden im Finanzergebnis erfasst.
Die Nettoergebnisse aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/ FLHfT) sind in den Umsatzkosten sowie sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten.
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitionsund Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.
Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wird der Erwerb bzw. der Verkauf von Wertpapieren mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, erfasst.
Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.
Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung stehen. Es bestehen Bankguthaben in Höhe von 2.242 T€ (Vorjahr: – T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet sind.
Die wechselkurs- und konzernkreisbedingten Änderungen des Finanzmittelbestandes im Vorjahr enthalten in Höhe von 4.225 T€ den Netto-Wertzuwachs aus Erstkonsolidierungen.
Die Höhe der Eventualschulden ist nicht quantifizierbar.
Im Zusammenhang mit der Schließung der Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, und dem zum Jahresende 2005 eröffneten Insolvenzverfahren sind verschiedene Gerichtsverfahren, insbesondere von betroffenen Arbeitnehmern gegen Konzernunternehmen, anhängig oder könnten in Zukunft eingeleitet werden. Aufgrund weiterhin mangelnder Konkretisierung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, ob und in welcher Höhe Konzernunternehmen hieraus zukünftig in Anspruch genommen werden könnten, waren keine Rückstellungen im Konzernabschluss zu passivieren.
Darüber hinaus sind Konzernunternehmen nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten 2 Jahre gehabt haben.
Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse.
Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen besteht zum Bilanzstichtag in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).
Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 36.204 | 36.629 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 53.758 | 53.118 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 16.176 | 11.698 |
| 106.138 | 101.445 |
Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den Operating-Leasingverhältnissen beliefen sich für 2008 auf 44.529 T€ (Vorjahr: 37.535 T€).
Der Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsrisiko, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind.
Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden.
Die Verantwortung für die Einleitung von erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens.
Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements.
Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes sind vor allem die Risiken aus Zinsänderungen, aus Restwertgarantien gegenüber Leasinggesellschaften sowie aus den mit Kunden vereinbarten Vertragsabbruchklauseln und sonstigen Vertragsbedingungen. Zu dem allgemeinen Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen.
Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft sind konzernweit geltende Vertriebsrichtlinien, die zentrale Vorgaben zur Risikominimierung enthalten und damit die Gestaltungsfreiheit der Verträge mit Kunden wie mit Finanzierern hinreichend einschränken. So wird u. a. die Kalkulation von Leasing- und Rentalverträgen mit festen Zinssätzen über die gesamte Vertragslaufzeit und einer Laufzeit- und Zinskongruenz für Kunden- und Finanzierungsvertrag dargestellt.
Für die zu vereinbarenden Restobjektwerte zum Ende der Laufzeit der Verträge werden Maximalwerte formuliert, die auch länderspezifische Ausprägungen wie z. B. die des Lagerbestandes oder des Marktpreisniveaus von Gebrauchtgeräten berücksichtigen. Überschreitungen der maximal zu vereinbarenden Restobjektwerte werden im Rahmen der Risikovorsorge durch die Passivierung entsprechender Rückstellungen antizipiert. Auch die Formulierung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird hinreichend eingeschränkt und an risikominimierende Vorgaben geknüpft, wie z. B. Mindestvertragslaufzeiten und -auftragsgrößen, Kündigungsfristen, Konkurrenzklauseln oder der Rückgabe des Gerätes vorangehende Verwendungsprüfungen durch den Kunden.
Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktivischer oder passivischer Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen stellt für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum keine Anteile in Aktien hielt.
Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden variabel und fest verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktivischen und passivischen verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt.
Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 1.045 T€ (31. Dezember 2007: 1.372 T€) höher (niedriger) gewesen. Da die Erträge und Aufwendungen aller in die Betrachtung einfließenden Finanzinstrumente in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, ergibt sich für das Eigenkapital kein zusätzlicher Effekt.
Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte ein.
Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value at Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet.
Zur Risikosteuerung definiert der Vorstand eine maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern. Darüber hinaus wird das Risiko einzelner Konzerngesellschaften durch festgelegte Unterlimits gesteuert. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die ermittelten Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber.
Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2008 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 1.111 T€ (Vorjahr: 756 T€) nicht überschreiten wird. Der Value at Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 345 T€ (Vorjahr: 443 T€) und einem Maximum von 1.111 T€ (Vorjahr: 756 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 792 T€ (Vorjahr: 535 T€).
Jungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es liegen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen vor.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Jungheinrich hat hierzu wesentliche Anteile seiner kurzfristigen Kreditlinien in mittelfristige Kreditlinien umgewandelt. Diese Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt.
Der Konzern ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich im Allgemeinen um internationale Finanzinstitute. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten.
Der Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedging zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Insoweit können die Sicherungsbeziehungen prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende jedes Monats.
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte belaufen sich zum Stichtag auf 177.773 T€ (Vorjahr: 109.451 T€).
Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Laufzeit dieser Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus.
Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 663 T€ (Vorjahr: – T€) und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen. Die Laufzeiten der Zinssicherungen entsprechen denen der abgesicherten Grundgeschäfte und weisen eine Laufzeit bis zum Jahr 2013 auf.
Die aufgeführten Kontraktvolumina bzw. die Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten stellen nicht immer Volumina dar, die von den Kontrahenten ausgetauscht werden, und sind daher nicht unbedingt ein Maßstab für das Risiko, dem Jungheinrich durch ihren Einsatz ausgesetzt ist.
Der Marktwert eines Sicherungsinstruments ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen.
Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden zum Bilanzstichtag mittels Optionspreismodellen bewertet. Der Marktwert von Zinsderivaten wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt.
Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:
| in Tausend € | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 12.931 | 2.097 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.432 | 247 |
Der Marktwert der Zinssicherungen in Höhe von 16 T€ (Vorjahr: – T€) ist Bestandteil der sonstigen Verbindlichkeiten.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden aus der Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten resultierende Nettogewinne von insgesamt 8.721 T€ (Vorjahr: Gewinne von 2.584 T€) direkt im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2008 wurden im Eigenkapital erfasste Nettogewinne in Höhe von 3.719 T€ (Vorjahr: Nettoverluste von 652 T€) in die Umsatzkosten sowie sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.
Jungheinrich ist – mit Schwerpunkt in Europa – international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.
Der Vorstand bei Jungheinrich handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Bereiche des Konzerns. Die dem Gesamtvorstand monatlich vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden Steuerungsgrößen.
Der Konzern versteht sich als Einproduktunternehmen dahingehend, dass alle Produktgruppen und Dienstleistungen als ein Geschäftssegment gelten. Im Konzern lassen sich weder Geschäfts- noch geografische Teilbereiche nach unterscheidbaren Chancen und Risiken abgrenzen, sodass im Kerngeschäft ein Ein-Segment-Konzern vorliegt. Infolgedessen entfällt die Darstellung eines detaillierten primären Berichtsformates nach IAS 14.
Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die Vermögenswerte, die Investitionen und die Abschreibungen, welche jeweils immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert.
| in Tausend € | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Deutschland | 556.552 | 504.597 |
| Übriges Europa | 1.467.491 | 1.371.728 |
| Übrige Länder | 121.089 | 124.367 |
| 2.145.132 | 2.000.692 |
| Übriges | Übrige | Konsoli | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Europa | Lander | dierung | Gesamt | ||
| Vermögenswerte zum 31.12.2008 | in T€ | 225.652 | 82.648 | 2.940 | 3.126 | 314.366 |
| Investitionen 2008 | in T€ | 61.196 | 17.165 | 1.041 | – | 79.402 |
| Abschreibungen 2008 | in T€ | 34.880 | 8.894 | 893 | – | 44.667 |
| Mitarbeiter zum 31.12.2008 | Anzahl | 4.950 | 5.365 | 469 | – | 10.784 |
| Vermögenswerte zum 31.12.2007 | in T€ | 202.705 | 78.246 | 2.879 | 3.126 | 286.956 |
| Investitionen 2007 | in T€ | 49.851 | 10.891 | 1.352 | – | 62.094 |
| Abschreibungen 2007 | in T€ | 30.585 | 8.753 | 857 | – | 40.195 |
| Mitarbeiter zum 31.12.2007 | Anzahl | 4.761 | 5.028 | 389 | – | 10.178 |
Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern.
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis in Tausend € |
76.726 | 81.592 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stück |
34.000 | 34.000 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert/ unverwässert) in € |
2,26 | 2,40 |
Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien (Stamm- und Vorzugsaktien).
In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der ausgegebenen Aktien verwässern.
Der aus dem 4. Quartal 2008 auch bei Flurförderzeugen zu verzeichnende starke Markteinbruch hat sich zu Jahresbeginn 2009 ungebremst fortgesetzt und zu entsprechenden Auftragsrückgängen im Neugeschäft geführt. Deshalb hat Jungheinrich beschlossen, über die Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage hinaus im 2. Quartal 2009 Maßnahmen zu ergreifen und Kurzarbeit an allen Fertigungsstandorten einzuführen sowie in den Zentralbereichen vorzubereiten. Zusätzlich wurden mehrere Kosten- und Strukturprojekte mit Schwerpunkt in der Technik auf den Weg gebracht, um die Belastungen aus der Wirtschafts- und Absatzkrise abzufedern.
Für den Abschlussprüfer, die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurden im Geschäftsjahr 2008 Honorare in Höhe von insgesamt 474 T€ (Vorjahr: 433 T€) als Aufwand erfasst, und zwar Honorare für die Abschlussprüfung in Höhe von 402 T€ (Vorjahr: 390 T€), für sonstige Prüfungsleistungen in Höhe von 51 T€ (Vorjahr: 23 T€) sowie für Beratungsleistungen in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: 20 T€).
Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahe stehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen:
| in Tausend € Anteil in % |
2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Juli Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 |
34.462 | 36.617 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 |
218 | 218 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 |
8.866 | 9.778 |
Verbindlichkeiten:
| in Tausend € Anteil in % |
31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Juli Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 |
1.639 | 1.523 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 |
639 | 1.086 |
Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2008 betrugen 925 T€ (Vorjahr: 953 T€).
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2008 auf 1.652 T€ (Vorjahr: 2.918 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2008 den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes 244 T€ (Vorjahr: 340 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a) Satz 5 bis 9 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 13. Juni 2006 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt.
Für frühere Mitglieder des Vorstandes sind Bezüge in Höhe von 1.080 T€ (Vorjahr: 623 T€) als Aufwand erfasst.
Zum 31. Dezember 2008 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich Aktiengesellschaft.
Zum 31. Dezember 2008 hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 7.529 T€ (Vorjahr: 5.918 T€) gebildet.
Die nachfolgenden in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen, in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB, haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht:
Im Dezember 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese danach den Aktionären auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Hamburg, den 5. März 2009
Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 5. März 2009
Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand
Hans-Georg Frey Dr. Helmut Limberg Dr. Klaus-Dieter Rosenbach
Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 6. März 2009
Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Dinter) (Reiher)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Fünfjahresübersicht
Der Aufsichtsrat nahm auch im Berichtsjahr 2008 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft fortlaufend überwacht.
In allen Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend einbezogen. Insbesondere informierte der Vorstand den Aufsichtsrat umfänglich und zeitnah über die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in den Konzerngesellschaften, über die Finanzlage, die Personalsituation, größere Investitionsvorhaben sowie über die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Besonderes Augenmerk des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse galt den hauptsächlichen Risikofaktoren und dem Risikomanagement, der rechts- und richtlinienkonformen Unternehmensführung sowie der Compliance-Organisation des Unternehmens. Die Unterrichtungen des Vorstandes erfolgten sowohl in schriftlicher wie auch in mündlicher Form. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung wurden vom Vorstand dargelegt und vom Aufsichtsrat anhand der übermittelten Informationen geprüft. Besondere Aufmerksamkeit legte der Aufsichtsrat auf die Stärkung bzw. den Erhalt der Ertragskraft des Unternehmens. Entscheidungsvorlagen des Vorstandes hinsichtlich zustimmungspflichtiger Geschäfte wurden vom Aufsichtsrat entsprechend den Bestimmungen der Geschäftsordnung ausführlich geprüft, durchgesprochen und darüber Entscheidungen herbeigeführt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Vorsitzenden der Ausschüsse haben mit dem Vorstand regelmäßig auch außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse anstehende Themen diskutiert, ihre Sichtweisen erläutert und Entscheidungen des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse vorbereitet.
Die folgenden Themen bildeten die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtszeitraum und wurden in fünf ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung sowie in einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren behandelt.
In seiner ersten Sitzung während des Berichtszeitraums am 12. Februar 2008 wurden u. a. drei größere Investitionsmaßnahmen, der Kapazitätsausbau des Werkes Moosburg, die Modernisierung des Verwaltungsgebäudes der österreichischen Tochtergesellschaft sowie der Neubau eines Technik-Centers in Norderstedt, beraten und verabschiedet. Weiteres Thema war die Durchsprache der mittelfristigen Finanzplanung des Konzerns unter verschiedenen Annahmen hinsichtlich der weiteren Marktentwicklung.
Schwerpunkt der Bilanzsitzung am 27. März 2008 war im Beisein der Jahresabschlussprüfer die eingehende Durchsprache des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2007 und deren Billigung. Hierzu berichtete der Finanz- und Prüfungsausschuss ausführlich über seine vorgelagerte Analyse der Prüfberichte der Jahresabschlussprüfer. Diese informierten auch den Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen. Hieran schlossen sich die Diskussion und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrates sowie des Corporate-Governance-Berichts von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung an. Des Weiteren wurden verschiedene Entscheidungsvorlagen des Vorstandes im Immobilienbereich sowie zur Verabschiedung des mittelfristigen Finanzierungskonzeptes behandelt und verabschiedet. Darüber hinaus wurde die Einladung sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 10. Juni 2008 abgestimmt und verabschiedet.
Der Aufsichtsrat
In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung am 10. Juni 2008 wurden verschiedene Entscheidungsvorlagen des Vorstandes behandelt und entschieden, überwiegend zu Investitionsmaßnahmen in den Werken, bei Tochtergesellschaften des Vertriebsbereichs sowie im Bereich der Produktneuentwicklung.
In einer außerordentlichen Sitzung am 2. Juli 2008 wurden die Modalitäten des Ausscheidens von Herrn Dr. Michael Lüer aus dem Unternehmen behandelt und hierüber sowie zur Regelung der Übergangszeit die erforderlichen Beschlüsse herbeigeführt.
Schwerpunkte der Sitzung am 23. September 2008 bildeten zum einen die Bestellung von Herrn Dr. Volker Hues zum Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für das Ressort Finanzen, mit Wirkung zum 1. April 2009, zum anderen Entscheidungsvorlagen des Vorstandes zur Modernisierung von Vertriebsstandorten, zu Produktentwicklungen, dem Ausbau eines Geschäftsbereichs und zu einer ins Auge gefassten strategischen Akquisition.
Bei einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren im November 2008 ging es um Entscheidungen bei den Finanzdienstleistungstochtergesellschaften im europäischen Ausland.
Die Sitzung am 9. Dezember 2008 stand ganz im Zeichen der Verabschiedung der Planung 2009 in einem sich dramatisch verändernden Marktumfeld. Nach eingehender Prüfung und Diskussion der verschiedenen Ansätze wurde sie als vorläufige Aktionsgrundlage für den Vorstand verabschiedet. Vorstand und Aufsichtsrat waren sich darüber einig, dass in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Marktund Finanzlage auch unterjährig Anpassungen erfolgen müssen. Daneben wurden Entscheidungen zur Handhabung der Erörterung von Quartals- und Halbjahresfinanzberichten des Unternehmens durch den Aufsichtsrat, zu einer bereits in einer früheren Sitzung besprochenen Akquisition, zur effizienteren Handhabung des Verfahrens bei der Prüfung der Jahresabschlussunterlagen durch den Aufsichtsrat und zu einer Investitionsmaßnahme im Werk Norderstedt getroffen. Der Vorstand informierte neben seinem Bericht zur aktuellen Geschäftslage auch über die zu Beginn des Berichtszeitraums eingeleiteten Strukturprojekte zur Effizienzsteigerung verschiedener Zentralbereiche des Unternehmens. In der Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat überdies eingehend mit den Empfehlungen und Anregungen des Mitte 2008 überarbeiteten Corporate Governance Kodexes und verabschiedete seine jährliche Erklärung hierzu.
In allen Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse und bei allen Beschlussfassungen stand uneingeschränkt das Wohl des Unternehmens im Vordergrund, und es wurde sachlich über die für das Unternehmen und seine Mitarbeiter besten Lösungen diskutiert und die anstehenden Fragen einer Entscheidung zugeführt. Gerade in der Zeit, als sich die dramatischen Einbrüche an den Märkten abzuzeichnen und einzustellen begannen, haben sämtliche Mitglieder der Gremien in großer Einmütigkeit und Ernsthaftigkeit über Möglichkeiten beraten, das Unternehmen unbeschadet durch und wenn möglich gestärkt aus der Krise zu führen. Der Dank hierfür gilt allen Beteiligten gleichermaßen.
Die Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum in unveränderter Zusammensetzung fort. Der Paritätische Ausschuss hatte auch im Berichtszeitraum keinen Anlass zu tagen. Der aus drei Mitgliedern bestehende Finanz- und Prüfungsausschuss war im Berichtsjahr erneut umfassend tätig und hat in sieben Sitzungen alle ihm nach der Satzung und der Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben in effizienter Weise erfüllt, überwiegend zur Vorbereitung von Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrates, teilweise aber auch in Erfüllung von ihm übertragener eigenständiger Entscheidungskompetenzen.
Der Aufsichtsrat
Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2008 zu fünf ordentlichen Sitzungen zusammen und fasste einen Beschluss im schriftlichen Verfahren. Die beiden im Dezember 2006 eingesetzten Ausschüsse (Neubau Konzern-Zentrale und USA-Ausschuss) setzten ihre Tätigkeit auch im Jahr 2008 in Form von Sitzungen fort.
Über die wesentlichen Inhalte aller Ausschuss-Sitzungen wurde in der jeweils folgenden Sitzung des Aufsichtsrates umfassend informiert und den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden die Protokolle der Ausschuss-Sitzungen – mit Ausnahme derjenigen des Personalausschusses – übermittelt.
Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2008 wurden von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und der Konzernlagebericht wurden durch dieselben Abschlussprüfer geprüft und ebenfalls mit ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer und im Gespräch mit diesen geprüft und dem Aufsichtsrat hierüber ausführlich berichtet. Diese Unterlagen lagen auch dem gesamten Aufsichtsrat vor und wurden von ihm unter Berücksichtigung des Berichts des Finanz- und Prüfungsausschusses geprüft. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an der Sitzung des Aufsichtsrates am 26. März 2009 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teil und berichteten in dieser Sitzung ausführlich und abschließend über ihre Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses.
Auf Basis seiner eigenen intensiven und abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes hat der Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In seiner Sitzung am 26. März 2009 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Trotz des schwieriger gewordenen Marktumfelds hält der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2008 für angemessen und schließt sich diesem an.
Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum sind nicht zu berichten. Wie bereits im letztjährigen Geschäftsbericht erwähnt, übernahm Herr Dr. Klaus-Dieter Rosenbach mit Wirkung ab 1. Januar 2008 die Verantwortung für das Vorstandsressort Technik. Mit Wirkung zum 31. Juli 2008 schied Herr Dr. Michael Lüer aus dem Vorstand aus.
Hamburg, den 26. März 2009 Für den Aufsichtsrat
Jürgen Peddinghaus Vorsitzender
Entsprechend der Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes in seiner letzten Fassung vom 6. Juni 2008 erstattet hiermit der Aufsichtsrat – gleichzeitig auch für den Vorstand – über die Corporate Governance bei Jungheinrich Bericht wie folgt:
Unter dem Begriff Corporate Governance wird u. a. eine transparente, gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle verstanden, die auf eine nachhaltige Wertsteigerung hin orientiert ist. Diesen Grundsätzen maßen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG in der Vergangenheit stets hohes Gewicht bei, und sie bildeten einen Schwerpunkt ihres Handelns. Sie haben sich gerade auch in der jüngsten Vergangenheit beim Erkennen des sich dramatisch verändernden Marktumfeldes und der Reaktion hierauf hervorragend bewährt. Dass sich die im letzten Quartal des Jahres 2008 immer klarer zu Tage tretende Krise auch auf das Unternehmen auswirken würde, konnte naturgemäß nicht verhindert werden. Aber insbesondere der offene Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über sich abzeichnende Veränderungen haben eine rasche und zielgerichtete Reaktion ermöglicht, die das Unternehmen in den Stand versetzen soll, nicht nur die Krise weitestgehend unbeschadet überstehen zu können, sondern nach Möglichkeit gestärkt aus ihr hervorzugehen.
Der von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex vorgelegte und zuletzt im Juni 2008 angepasste Kodex ist auch für das Unternehmen Jungheinrich und seine Organe eine wichtige Leitlinie bei den Anstrengungen zur Steigerung der Transparenz bei der Unternehmensführung und -kontrolle. Daneben wird auch die Überzeugung der Anleger und Kapitalmärkte, unserer Geschäftspartner, unserer Mitarbeiter, aber auch der Öffentlichkeit insgesamt in die transparente und werteorientierte Unternehmensführung gestärkt. Innerhalb des Jungheinrich-Konzerns besteht ein wesentlicher Pfeiler der Corporate Governance in der klaren Aufgaben- und Verantwortungsverteilung zwischen den Unternehmensorganen Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Der Vorstand führt die Geschäfte des Unternehmens in eigener Verantwortung und wird hierbei durch den Aufsichtsrat konstruktiv begleitet und überwacht. Die Hauptversammlung vervollständigt als drittes bedeutendes Organ die ausgewogene Kräfteverteilung innerhalb des Unternehmens, wie dies nicht nur durch das deutsche Aktiengesetz, sondern auch durch den Kodex vorgezeichnet wird. Die Compliance, d. h. die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien, stellte auch im vergangenen Jahr eine Themenstellung mit weiter zunehmendem Gewicht dar. Jungheinrich hat hierzu eine eigene Organisation aufgebaut, über die der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend berichtet. Mit der Überwachungsaufgabe in diesem Bereich hat der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Corporate Governance Kodexes seinen Finanz- und Prüfungsausschuss betraut. Ein Kernelement der Corporate Governance in unserem Unternehmen ist eine aktive, offene und transparente Unternehmenskommunikation und hohes Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Risiken. Schließlich legen wir großen Wert auf eine unabhängige externe Abschlussprüfung. Somit erfüllt die Corporate Governance bei Jungheinrich alle gesetzlichen Vorgaben, und den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes wird weitgehend entsprochen.
Der Aufsichtsrat
Die formelle Corporate-Governance-Praxis bei der Jungheinrich AG reicht bis in das Jahr 2002 zurück, als sie durch Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen wurde. Eine Überprüfung und ggf. Anpassung an Gesetzesänderungen und neue Entwicklungen bei den Standards zur Unternehmensführung und -kontrolle erfolgt regelmäßig einmal im Jahr.
Wegen weiterer Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse sowie zur Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand ist auf den Bericht des Aufsichtsrates und auf unsere Internetseite (www.jungheinrich.de) zu verweisen. Außer Informationen zum Thema Corporate Governance finden sich dort die Finanzpublikationen des Unternehmens, Informationen und Unterlagen zur Hauptversammlung, der Finanzkalender mit den wesentlichen Jahresterminen, Adhoc- und sonstige Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, insbesondere hinsichtlich meldepflichtiger Wertpapiergeschäfte, Pressemeldungen, die aktuelle Satzung der Jungheinrich AG sowie Details zur Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG haben im Dezember 2008 ihre jüngste jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen und Anregungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und lautet wie folgt:
"Für die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 14. Juni 2007 bzw. 6. Juni 2008 bezieht.
Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 6. Juni 2008 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden wird bzw. in der Fassung vom 14. Juni 2007 in der Vergangenheit entsprochen wurde.
Die Abweichungen von einzelnen Empfehlungen des Kodexes beziehen sich darauf, dass die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat keinen Selbstbehalt ausweist, dass Jungheinrich kein Aktienoptionsprogramm unterhält, sodass die darauf basierenden Empfehlungen nicht einschlägig sind, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsratsmitglieder nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise im Anhang des Geschäftsberichts bzw. dem Corporate-Governance-Bericht dargestellt wird, dass von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates abgesehen wird, dass ein Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates nicht gebildet wird und dass der Konzernabschluss noch nicht innerhalb der empfohlenen 90-Tages-Frist öffentlich zugänglich gemacht werden wird.
Hamburg, im Dezember 2008".
Das Forum für alle Aktionäre der Jungheinrich AG zur Wahrnehmung ihrer Rechte ist die jährliche Hauptversammlung der Gesellschaft. Die Stammaktionäre üben dort ihr Stimmrecht aus, entweder selbst oder durch einen Stellvertreter bzw. durch einen von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Stimmrechtsvertreter. Die Vorzugsaktionäre haben ausführlich Gelegenheit, mit Vorstand und Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf zu besprechen und hierzu Fragen zu stellen.
An unsere Aktionäre
Der Aufsichtsrat
Unser Unternehmen betätigt sich in einem internationalen Markt, der trotz der gegenwärtigen Krise grundsätzlich weiter wachsen wird. Daraus ergeben sich viele Chancen, aber auch den Risiken muss Aufmerksamkeit geschenkt und diese angemessen berücksichtigt werden. Nur dies lässt ein nachhaltiges und gleichzeitig werthaltiges Wachstum zu. Ein effektives Risikomanagement gehört daher zu den Kernelementen der Corporate-Governance-Praxis bei Jungheinrich. Für Einzelheiten ist auf den Konzernlagebericht zu verweisen.
Das Unternehmen informiert Aktionäre, Investoren, Analysten und die Öffentlichkeit im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zeitnah und gleichberechtigt. Eine Plattform von zunehmender Bedeutung hierbei ist die Internetseite der Gesellschaft.
Auch für das Geschäftsjahr 2008 wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er den Vorsitzenden des Aufsichtsrates über möglicherweise während der Jahresabschlussprüfung auftretende Ausschluss- oder Befangenheitsgründe umgehend unterrichtet. Daneben ist der Abschlussprüfer verpflichtet, unmittelbar über alle für die Aufgabenerfüllung des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse zu berichten, die dem Abschlussprüfer bei Durchführung seiner Prüfungen auffallen. Diese Hinweispflicht bezieht sich auch auf eventuelle, im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellte Abweichungen von der durch Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.
Einmal in jedem Jahr erörtern der Vorstand und der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG, ob die Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG mit den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodexes übereinstimmt. In diesen Beratungen wird auch überprüft, ob den Empfehlungen und Anregungen des Kodexes entsprochen wurde bzw. welche Abweichungen von den Empfehlungen und Anregungen des Kodexes beschlossen werden sollen. Der Finanz- und Prüfungsausschuss leistet hierbei die vorbereitende Arbeit.
Intensiver hat sich der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit der Erarbeitung einer Informationsordnung für den Vorstand befasst; dies wird im laufenden Jahr fortgesetzt.
Die Hauptversammlung hat am 13. Juni 2006 entschieden, dass eine individualisierte Veröffentlichung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unterbleiben darf, sodass nachstehend lediglich die Grundzüge der Vorstandsvergütung erläutert werden.
Der Aufsichtsrat überprüft und beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält fixe und variable Bestandteile. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist durch Leistungsorientierung geprägt. Dies drückt sich in der Relation vom variablen zum fixen Bestandteil aus. Der variable Bestandteil stellt auf die EBIT-Umsatzrendite (ROS) ab. Die Zielrendite wird entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und ggf. angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteils erfolgt einmal pro Jahr nach Feststellung des Jahresabschlusses des Vorjahres. Bei der Gestaltung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstandes werden den Empfehlungen des Kodexes Rechnung getragen. Bei der Pensionsregelung für den Vorstand wird auf die erreichten Dienstjahre bei Jungheinrich bei Einhaltung einer Wartefrist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruchs abgestellt.
Hamburg, den 26. März 2009
Der Aufsichtsrat Der Vorstand
Vorsitzender Unternehmensberater
Weitere Mandate Aufsichtsrat: Faber-Castell AG, Nürnberg (Vorsitz) MAY-Holding GmbH & Co. KG, Erftstadt (Vorsitz) Zwilling J.A. Henckels AG, Solingen Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck (seit 09.05.2008)
Beirat: Booz Allen Hamilton GmbH, München (bis 31.12.2007)
Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär
Weitere Mandate Aufsichtsrat: Rheinmetall Defence Electronics GmbH, Bremen (bis 12.12.2008)
Vorsitzender des Betriebsrates Norderstedt (bis 28.07.2008) Mitglied des Betriebsrates Norderstedt (ab 28.07.2008)
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg
Wolfgang Erdmann Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
Birgit von Garrel 2. Bevollmächtigte IG Metall, Landshut
Wolfgang Kiel Unternehmensberater
Fünfjahresübersicht
Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf
Weitere Mandate Aufsichtsrat: Kühlhaus Zentrum AG, Hamburg (Vorsitz) Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitz) Wintersteiger AG, Ried/Österreich (stellv. Vorsitz) BKN biostrom AG, Vechta (seit 07.03.2008)
Beirat: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden
Rechtsanwalt
Weitere Mandate Aufsichtsrat: CEAG AG, Bad Homburg (stellv. Vorsitz) (bis 21.08.2008)
Dr. Peter Schäfer Betriebswirt
Weitere Mandate Aufsichtsrat: MAXINGVEST AG, Hamburg (bis 19.06.2008)
Reinhard Skibbe Leitender Angestellter
Weitere Mandate Beirat: LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitz)
Die Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
Der Vorstand
Vorsitzender des Vorstandes
Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (stellv. Vorsitz) (seit 07.07.2008)
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes (bis 31.07.2008)
Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (stellv. Vorsitz) (bis 03.07.2008)
Dr. Klaus-Dieter Rosenbach
Mitglied des Vorstandes
Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitz) (seit 02.01.2008)
Aktie
leistungen
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand
| Auftragseingang in Mio. € |
Produktion in Stück |
Gesamtvermögen in Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| 2004 | 1.569 | 58.800 | 1.538 |
| 2005 | 1.653 | 66.500 | 1.700 |
| 2006 | 1.864 | 75.900 | 1.813 |
| 2007 | 2.120 | 82.400 | 2.073 |
| 2008 | 2.145 | 80.700 | 2.179 |
| Jungheinrich-Konzern | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang, Produktion und Umsatz | ||||||
| Auftragseingang 1) | Mio. € | 2.145 | 2.120 | 1.864 | 1.653 | 1.569 |
| Produktion Flurförderzeuge | Stück | 80.700 | 82.400 | 75.900 | 66.500 | 58.800 |
| Umsatz | Mio. € | 2.145 | 2.001 | 1.748 | 1.645 | 1.531 |
| davon Inland | Mio. € | 557 | 505 | 464 | 453 | 422 |
| davon Ausland | Mio. € | 1.588 | 1.496 | 1.284 | 1.192 | 1.109 |
| Auslandsquote | % | 74 | 75 | 73 | 72 | 72 |
| Mitarbeiter | ||||||
| Gesamt | 31.12. | 10.784 | 10.178 | 9.274 | 8.998 | 9.008 |
| davon im Inland | 31.12. | 4.950 | 4.761 | 4.568 | 4.458 | 4.464 |
| davon im Ausland | 31.12. | 5.834 | 5.417 | 4.706 | 4.540 | 4.544 |
| Investitionen | ||||||
| Investitionen 2) | Mio. € | 74 | 52 | 52 | 42 | 33 |
| Forschung und Entwicklung | Mio. € | 39 | 41 | 44 | 40 | 38 |
| Vermögensstruktur | ||||||
| Anlagevermögen | Mio. € | 713 | 666 | 576 | 543 | 522 |
| davon Leasinggeräte aus FDL 3) | Mio. € | 187 | 166 | 147 | 158 | 167 |
| Übrige Vermögenswerte | Mio. € | 1.466 | 1.407 | 1.237 | 1.157 | 1.016 |
| davon Forderungen aus FDL 3) | Mio. € | 460 | 403 | 340 | 291 | 229 |
| davon liquide Mittel und Wertpapiere | Mio. € | 262 | 251 | 236 | 274 | 228 |
| Gesamtvermögen | Mio. € | 2.179 | 2.073 | 1.813 | 1.700 | 1.538 |
| Kapitalstruktur | ||||||
| Eigenkapital | Mio. € | 625 | 554 | 485 | 437 | 384 |
| davon gezeichnetes Kapital | Mio. € | 102 | 102 | 102 | 102 | 102 |
| Pensionsrückstellungen | Mio. € | 140 | 164 | 161 | 165 | 161 |
| Übrige Rückstellungen | Mio. € | 150 | 156 | 149 | 132 | 139 |
| Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | 285 | 290 | 265 | 269 | 214 |
| Verbindlichkeiten aus FDL 3) | Mio. € | 643 | 541 | 423 | 379 | 316 |
| Übrige Verbindlichkeiten | Mio. € | 336 | 368 | 330 | 318 | 324 |
| Gesamtkapital | Mio. € | 2.179 | 2.073 | 1.813 | 1.700 | 1.538 |
1) Neugeschäft, Kundendienst, Miete und Gebrauchtgeräte
2) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten 3) FDL = Finanzdienstleistungen
Der Aufsichtsrat
Bericht des Aufsichtsrates
| Jungheinrich-Konzern | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgsrechnung | ||||||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
Mio. € | 292 | 275 | 237 | 221 | 198 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | Mio. € | 122 | 140 | 118 | 107 | 87 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio. € | 121 | 139 | 118 | 107 | 83 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 77 | 82 | 67 | 62 | 49 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,26 | 2,40 | 1,96 | 1,84 | 1,47 |
| Dividende je Aktie – Stammaktie | € | 0,49 4) | 0,52 | 0,48 | 0,45 | 0,42 |
| – Vorzugsaktie | € | 0,55 4) | 0,58 | 0,54 | 0,51 | 0,48 |
| Finanzkennzahlen | ||||||
| Eigenkapitalquote | % | 29 | 27 | 27 | 26 | 25 |
| Anlagendeckung durch Eigenkapital | % | 122 | 111 | 113 | 114 | 108 |
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) | % | 5,7 | 7,0 | 6,8 | 6,5 | 5,7 |
| EBIT-Kapitalrendite (ROCE) | % | 19 | 24 | 24 | 25 | 24 |
| Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern | % | 13 | 16 | 14 | 15 | 13 |
| Gesamtkapitalrendite 5) | % | 6 | 6 | 5 | 5 | 5 |
| Verschuldungsgrad | Jahre | < 0,1 | 0,1 | 0,1 | – | – |
| Net Gearing | % | 2 | 4 | 4 | – | – |
| Kapitalumschlag | Jahre | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 |
4) Vorschlag
5) exkl. Finanzdienstleistungen 6) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten +/- sonstige Verbindlichkeiten/Forderungen gegenüber verbundenen und
assoziierten Unternehmen - Besitzwechsel - Liquide Mittel und Wertpapiere
7) Finanzverbindlichkeiten +/- sonstige Verbindlichkeiten/Forderungen gegenüber verbundenen und
assoziierten Unternehmen - Besitzwechsel - Liquide Mittel und Wertpapiere
| Erläuterung der Finanzkennzahlen | |
|---|---|
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital : Gesamtkapital x 100 |
| Anlagendeckung durch Eigenkapital | Eigenkapital : Anlagevermögen (exkl. Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) x 100 |
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) | EBIT : Umsatzerlöse x 100 |
| EBIT-Kapitalrendite (ROCE) | EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital 6) x 100 |
| Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern | Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches Eigenkapital x 100 |
| Gesamtkapitalrendite 5) | Ergebnis nach Steuern + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100 |
| Verschuldungsgrad | Nettoverschuldung 7) : EBITDA |
| Net Gearing | Nettoverschuldung 7) : Eigenkapital x 100 |
| Kapitalumschlag | Umsatzerlöse : durchschnittliches Gesamtkapital |
| Bilanzpressekonferenz, Hamburg | 8. April 2009 |
|---|---|
| Analystenkonferenz, Frankfurt am Main | 9. April 2009 |
| Zwischenbericht zum 31. März 2009 | 14. Mai 2009 |
| Hauptversammlung 2009, Congress Centrum Hamburg | 9. Juni 2009 |
| Dividendenzahlung | 10. Juni 2009 |
| Zwischenbericht zum 30. Juni 2009 | 13. August 2009 |
| Zwischenbericht zum 30. September 2009 | 12. November 2009 |
Herausgeber: Jungheinrich Aktiengesellschaft Unternehmenskommunikation
Am Stadtrand 35 22047 Hamburg Telefon: +49 40 6948-0 Telefax: +49 40 6948-1777 Internet: http://www.jungheinrich.de E-Mail: [email protected]
Fotos: J. Scheffler
Fotoaufnahmen u. a. bei: Feldschlösschen Getränke AG (Schweiz), Keller & Kalmbach (Deutschland), Victorya CJSC (Russland)
Herstellung: Lithografie: repro 68 Lithographie GmbH, Hamburg Druck: Print-64, Norderstedt
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