AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Jungheinrich AG

Annual Report Apr 11, 2006

238_10-k_2006-04-11_63f06b5b-4791-4160-b6f5-2708a1129796.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Geschäftsbericht 2005

Auf einen Blick Geschäftsbericht 2005

Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) in Mio. €
Jahresüberschuss
in Mio. €
Ergebnis je Aktie
in €
2001 70 39 1,16
2002 74 54 1,60
2003 783) 214) 0,634)
IFRS 2004 87 49 1,47
2005 107 62 1,84
Bilanzierung nach IFRS
Veränderung
Jungheinrich-Konzern 2001 2002 2003 2004 2005 04/05 in %
Umsatzerlöse
Inland
Ausland
Mio. €
Mio. €
476
1.075
417
1.059
407
1.064
422
1.109
453
1.192
7,3
7,5
Gesamt Mio. € 1.551 1.476 1.471 1.531 1.645 7,4
Auslandsquote % 69 72 72 72 72
Produktion Flurförderzeuge Stück 65.500 54.700 59.200 58.800 66.500 13,1
Bilanzsumme Mio. € 1.471 1.485 1.498 1.538 1.700 10,5
Eigenkapital
davon gezeichnetes Kapital
Mio. €
Mio. €
316
102
346
102
358
102
384
102
437
102
13,8
Investitionen1) Mio. € 32 36 61 33 42 27,3
Forschung und Entwicklung Mio. € 28 30 33 38 40 5,3
Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT) Mio. € 70 74 783) 87 107 23,0
EBIT-Umsatzrendite (ROS) % 4,5 5,0 5,3 5,7 6,5
EBIT-Kapitalrendite (ROCE)2) % 19,5 21,3 22,5 24,2 25,2
Jahresüberschuss Mio. € 39 54 214) 49 62 26,5
Mitarbeiter5)
Inland 31.12. 4.519 4.427 4.452 4.464 4.458 – 0,1
Ausland 31.12. 4.769 4.821 4.781 4.544 4.540 – 0,1
Gesamt 31.12. 9.288 9.248 9.233 9.008 8.998 – 0,1
Ergebnis je Aktie 1,16 1,60 0,634) 1,47 1,84 25,2
Dividende je Aktie – Stämme 0,39 0,39 0,39 0,42 0,456) 7,1
– Vorzüge 0,45 0,45 0,45 0,48 0,516) 6,3

1) ohne Miet- und Leasinggeräte, aktivierte Entwicklungskosten und Finanzanlagen

2) EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital

3) exkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A. 4) inkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A.

5) Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern. Dies dient lediglich der leichteren Lesbarkeit und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. 6) Vorschlag

Geschäftsbericht 2005

Inhalt

An unsere Aktionäre 4
Die Jungheinrich-Aktie 6
Konzernlagebericht 12
Der Konzern im Überblick 32
Konzernabschluss 44
Bericht des Aufsichtsrates 94
Corporate-Governance-Bericht 96
Der Aufsichtsrat 98
Der Vorstand 100
Fünfjahresübersicht des Jungheinrich-Konzerns 102

Ihr Unternehmen Jungheinrich hat ein erfolgreiches Jahr 2005 hinter sich. Der Konzern hat wieder alle wirtschaftlichen Kennzahlen verbessert und konnte erneut die Umsatzrendite sowie das absolute Ergebnis steigern. Basis dieses Erfolges ist die zielgerichtete und konsequente Unternehmenspolitik, die mit der klar positionierten Marke Jungheinrich langfristig das Geschäft in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik gewährleistet.

Nach Jahren der Konsolidierung und der Kostenbereinigung tritt das Ziel eines gesicherten, profitablen Wachstums noch stärker in den Vordergrund.

Der Ausbau der Märkte in den östlichen Ländern Europas, die mit zweistelligen Zuwachsraten den Markt in Europa bestimmen, hat sich genauso wie der Ausbau in den Ländern in Übersee fortgesetzt. Hierbei spielen die Vereinigten Staaten von Amerika und die Volksrepublik China eine wesentliche Rolle. In beiden Ländern sind die Wachstumsraten größer als in Europa. Asien hat Nordamerika im Jahr 2005 erstmals in der Größe des Marktvolumens überholt. Zur Unterstützung unserer Aktivitäten in der Volksrepublik China wurde entschieden, dort ein Montagewerk für Fahrzeuge der Lagertechnik zu errichten und im Jahr 2006 in Betrieb zu nehmen. Die 25%ige Beteiligung an der Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, hat sich ausgesprochen positiv entwickelt und alle gesetzten Ziele hinsichtlich der Anzahl produzierter Handgabelhubwagen und des Unternehmensergebnisses übertroffen. In Fortsetzung der Unternehmensstrategie, den Direktvertrieb international auszubauen, wurde eine neue Vertriebsgesellschaft in Thailand gegründet. Damit tragen wir dem Ausbau eigener Gesellschaften, vor allem in den asiatischen Ländern, Rechnung.

In den vergangenen Jahren wurden außer in Deutschland auch in Italien und Frankreich Finanzdienstleistungsgesellschaften gegründet, um den zunehmenden Bedarf nach Leasing und langfristiger Miete aus eigener Hand decken zu können. Eine Leasing- und Finanzierungsgesellschaft wird 2006 nun auch in Großbritannien gegründet. Dem Konzern eröffnen sich durch diese eigenen Gesellschaften neue Möglichkeiten der direkten, umfassenden Kundenbetreuung in allen Fragen der Finanzierung ihrer Flurförderzeuge.

Den steigenden Anforderungen unserer Kunden weltweit an Fahrzeuge und Systeme mit modernster Technik und höchster Qualität tragen wir Rechnung. So wurde mit dem Bau eines neuen Entwicklungsund Testzentrums am Standort Norderstedt begonnen. Dort werden Entwicklungs- und Testaktivitäten des Konzerns zusammengeführt und damit die Effizienz in der Umsetzung der Entwicklungsprojekte erhöht sowie zusätzliches Synergiepotenzial ausgeschöpft. Dies ist auch Voraussetzung für eine deutliche Verbesserung der Qualitätssicherungsprozesse.

Von besonderer Bedeutung sind die grundlegenden Veränderungen der Fertigungsmethoden und der Montageabläufe in den Werken Norderstedt und Moosburg. Davon versprechen wir uns eine wesentliche Steigerung der Produktivität und Flexibilität unserer Werke. Wir investieren hier rund 40 Mio. €. Dies ist ein weiteres klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und beweist, dass unter den richtigen Rahmenbedingungen auch hier wirtschaftlich gefertigt werden kann.

Voraussetzung für die Neuordnung der Werke ist eine den neuen Montageabläufen angepasste Produktentwicklung. Daher wurden im Jahr 2005 in allen Produktlinien neu entwickelte Geräte in den Markt eingeführt. Die CeMAT, die erstmals im Oktober 2005 als eigenständige Messe für die fördertechnische Industrie stattfand, war die geeignete Plattform, den letzten Stand der technischen Entwicklungen einem internationalen Publikum vorzuführen. Die speziell für den amerikanischen Markt gefertigten lagertechnischen Produkte fanden besondere Beachtung. Sie sind Basis für das Gewinnen von neuen Kunden und für zusätzliche Anwendungslösungen.

Im laufenden Geschäftsjahr wird weiterhin profitables Wachstum absolute Priorität haben. Die Erschließung neuer Märkte und neuer Produktanwendungen steht dem nicht entgegen, sondern sichert langfristig die Ertragskraft des Konzerns. Getreu unserem Motto "Jungheinrich – Das lohnt sich."

Unseren Aktionären und Kunden danken wir für ihre Treue zum Unternehmen. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren Einsatz und ihre Leistung, sie haben erst den Erfolg von Jungheinrich möglich gemacht.

Dr. C. v. Pichler

Die Jungheinrich-Aktie

Kursperformance übertrifft deutsche Aktienindizes Ertragsentwicklung von Investoren honoriert Internationales Interesse gestiegen Aktienkurs erreicht neues Allzeithoch Weiterer Kursanstieg zu Jahresbeginn 2006 Jungheinrich erhöht Dividende

Auf dem EKX 410 kann der Fahrer sowohl einzelne Artikel kommissionieren als auch ganze Paletten ein- und ausstapeln.

Jahresperformance 2005 in %

Jungheinrich 42,0
MDAX 36,0
SDAX 35,2
DAX
27,1

Die Jungheinrich-Aktie behauptete sich erfolgreich im Börsenjahr 2005. Der Aktienkurs erreichte ein neues Allzeithoch. Die Kursperformance übertraf im Jahresvergleich die führenden deutschen Aktienindizes. Das internationale Interesse an der Jungheinrich-Aktie nahm weiter zu. Im ersten Quartal 2006 setzte sich der Kursanstieg fort. Jungheinrich erhöht die Dividende.

Deutscher Aktienmarkt mit steigenden Kursen

Der deutsche Aktienmarkt setzte 2005 seinen Aufwärtstrend im dritten Jahr in Folge fort. Diese Entwicklung gelang unter schwierigen Rahmenbedingungen, die sich vor allem aus den hohen, stetig steigenden Rohölpreisen ergaben. Sie wurden zu einer zunehmenden Belastung für das weltweite Wirtschaftswachstum. Zum Jahresende 2005 lag der führende deutsche Aktienindex DAX bei 5.408 Punkten (Vorjahr: 4.256 Punkte) und erreichte damit eine Steigerung von 27,1 Prozent. Noch besser schnitten die Nebenwerte-Indizes ab, da die Nachfrage nach Aktien mit geringerer Marktkapitalisierung unverändert stark war. Der MDAX erzielte ein Kursplus von 36,0 Prozent auf 7.312 Punkte (Vorjahr: 5.376 Punkte) und der SDAX einen Zuwachs von 35,2 Prozent auf 4.249 Punkte (Vorjahr: 3.144 Punkte).

Starke Kursperformance der Jungheinrich-Aktie

Die Jungheinrich-Aktie entwickelte sich im Berichtsjahr 2005 besser als die genannten Indizes. Zu Beginn des Berichtszeitraumes profitierte die Kursentwicklung von einem steigenden Kaufinteresse institutioneller Anleger. Unterstützt wurde die Nachfrage von der Berichterstattung zum Jahresabschluss 2004 anlässlich der Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen. Sich anschließende Unternehmenspräsentationen im In- und Ausland rundeten die Kapitalmarktkommunikation ab. Die positive Resonanz der Marktteilnehmer auf die veröffentlichten Geschäftszahlen des ersten Quartals 2005 und auf die Berichterstattung zur Hauptversammlung trug zum Aufwärtstrend bei. Die im August über das erste Halbjahr 2005 vorgelegten Ergebniszahlen veranlassten viele Finanzanalysten, ihre Kursziele für die Jungheinrich-Aktie heraufzusetzen. Danach wurden mehrfach neue Mehrjahres-Höchststände erreicht, zuletzt am 23. September 2005 mit einem Allzeithoch von 21,40 €. Im weiteren Verlauf führten jedoch Gewinnmitnahmen zu rückläufigen Notierungen. Obwohl die im November veröffentlichten Ergebniszahlen zum dritten Quartal 2005 die

Jungheinrich-Aktie

Berenberg Bank Hamburger Sparkasse Merck Finck
BHF-Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt Sal. Oppenheim
CAI Cheuvreux HypoVereinsbank Steubing
Cazenove Independent Research West LB
Commerzbank Landesbank Baden-Württemberg
Dresdner Kleinwort Wasserstein M. M. Warburg
DZ Bank Main First Bank

Analysten-Coverage im Jahr 2005

Erwartungen des Kapitalmarktes übertrafen, blieb die stimulierende Wirkung auf den weiteren Kursverlauf gering. Am Jahresende 2005 notierte die Jungheinrich-Aktie bei 19,74 € und lag damit um 42,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 13,90 €. Mit ihrer Kursperformance konnte sich die Jungheinrich-Aktie erfolgreich als attraktives Investment behaupten und sich auf einem höheren Bewertungsniveau etablieren.

Marktkapitalisierung deutlich gestiegen

Das starke Interesse des Kapitalmarktes an der Jungheinrich-Aktie kam im vergangenen Jahr im umfassenden Aktien-Research von fast zwanzig Finanzinstituten zum Ausdruck. Die aktuellen Analystenmeinungen zur Jungheinrich-Aktie werden laufend unter der Adresse www.jungheinrich.de veröffentlicht.

Investoren

Der Handelsumsatz stieg im Berichtsjahr am Börsenplatz Frankfurt (einschließlich des elektronischen Handelssystems Xetra) um 16 Prozent auf insgesamt 133,2 Mio. € (Vorjahr 114,9 Mio. €). Handelsstärkster Monat war der Januar mit 19,6 Mio. € bzw. einem börsentäglichen Umsatz von 66.932 Aktien. Dank der Kurssteigerung hat sich die Marktkapitalisierung der Jungheinrich-Aktie Ende Dezember 2005 auf über 670 Mio. € (Vorjahr: rund 470 Mio. €) erhöht. Die zugrunde liegende Aktienstückzahl betrug am Bilanzstichtag 34,0 Mio. Stück gegenüber 33,64 Mio. Stück Ende 2004. In der Börsenrangliste der Deutschen Börse AG nahm die Jungheinrich-Vorzugsaktie – ohne Berücksichtigung der DAX-Werte – bei der Marktkapitalisierung Rang 58 und beim Handelsvolumen Rang 81 ein. Die Stammaktien der Jungheinrich AG befinden sich, unverändert je zur Hälfte, im Besitz der Familien des Unternehmensgründers.

Kurssteigerung zu Jahresbeginn 2006

Die positive Entwicklung aus dem Vorjahr setzte sich zu Jahresbeginn 2006 mit einer kräftigen Kurssteigerung und einem neuen Allzeithoch am 14. Februar mit 24,95 € fort. Am 28. Februar notierte die Jungheinrich-Aktie mit 23,13 € um 17,2 Prozent über dem Schlusskurs vom 30. Dezember 2005. Im gleichen Zeitraum lag der DAX mit 5.796 Punkten um 7,2 Prozent höher. Der MDAX erreichte mit 8.357 Punkten einen Anstieg von 14,3 Prozent und der SDAX eine Steigerung von 15,6 Prozent auf 4.911 Punkte.

Ausschüttung erhöht

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 13. Juni 2006 vorschlagen, für das Jahr 2005 eine gegenüber dem Vorjahr um 0,03 € höhere Dividende von 0,45 € je nennbetragsloser Stammaktie und 0,51 € je nennbetragsloser Vorzugsaktie auszuschütten. Für die Vorzugsaktie errechnet sich – bezogen auf den Börsenkurs am 30. Dezember 2005 – eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent).

Dividende
je Vorzugsaktie in €
2001
2002
2003
2004
20051)

1)Vorschlag

Langfristig attraktive Wertentwicklung

Die nachstehende Wertentwicklung eines Jungheinrich-Musterdepots zeigt die langfristig attraktive Kapitalanlage in Jungheinrich-Vorzugsaktien für einen Drei-, Fünf- und Zehnjahreszeitraum. Bei einem Anlagebetrag von jeweils 10.000 € erfolgte die Wiederanlage der Dividenden in weitere Vorzugsaktien.

Anlagezeitraum 10 Jahre 5 Jahre 3 Jahre
Anlagezeitpunkt zu Beginn des Jahres 1996 2001 2003
Depotwert Ende 2005
25.434 27.288 22.844
Durchschnittliche Rendite pro Jahr
%
9,8 22,2 31,7
Vergleichsindizes
DAX
%
8,8 – 3,0 20,3
MDAX
%
n. a. 9,3 33,0

Aktien im eigenen Bestand

Im dritten Quartal 2005 hat die Jungheinrich AG ihren Bestand an eigenen Aktien in Höhe von 358,3 Tsd. Stück über die Börse veräußert. Entsprechend hat sich der Freefloat der Jungheinrich-Vorzugsaktie um 2,24 Prozent auf 100 Prozent des Vorzugsaktienkapitals erhöht.

Ein Glanzpunkt der IR-Aktivitäten

Im Rahmen der kontinuierlichen Investor Relations-Aktivitäten fand wie in den vergangenen Jahren eine offene Kommunikation zwischen dem Jungheinrich-Vorstand und dem Kapitalmarkt statt. Ein besonderes Ereignis bildete im Oktober 2005 die Analystenkonferenz, die anlässlich der weltweit größten Branchenmesse CeMAT in Hannover organisiert wurde. Die Konferenz gab den Teilnehmern die Gelegenheit, sich mit den technischen Zukunftstrends der innerbetrieblichen Logistik und mit den Neuheiten, die Jungheinrich dem internationalen Fachpublikum präsentierte, vertraut zu machen.

Aktionärsstruktur wenig verändert

Nach der im November 2005 erneut durchgeführten Erhebung hat sich die Anzahl der Jungheinrich-Aktionäre auf rund 8.000 (2004: 7.600) erhöht. 64 Prozent (2004: 60 Prozent) der erfassten Jungheinrich-Vorzugsaktien lagen bei ausländischen Aktionären. Institutionelle Investoren im In- und Ausland hielten 71 Prozent (2004: 69 Prozent) des Vorzugsaktienkapitals. Der Anteil der Privatanleger blieb mit 23 Prozent konstant. Ausländische Aktionäre waren aus 35 Ländern (2004: 39 Länder) vertreten.

Keine Ad-hoc-Mitteilungen

Im Berichtszeitraum 2005 wurden keine Ad-hoc-Mitteilungen auf der Grundlage des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) ausgelöst.

0,45 0,45 0,45 0,48 0,51

Kapitalmarktorientierte Kennzahlen

2005 2004
Dividende je Aktie Stämme 0,451) 0,42
Vorzüge 0,511) 0,48
Dividendenrendite Vorzüge % 2,6 3,5
Ausschüttungsvolumen T€ 16.260 15.068
Ausschüttungssatz % 26,2 30,5
Ergebnis je Aktie 1,84 1,47
EBIT2) je Aktie 3,14 2,60
EBITDA3) je Aktie 6,50 5,90
Eigenkapital je Aktie 12,84 11,41
Börsenkurs4) Hoch 21,40 19,95
Tief 13,54 13,00
Jahresschluss 19,74 13,90
Jahresperformance % 42,0 –11,2
Marktkapitalisierung Mio. € 671,2 467,6
Börsenumsatz Frankfurt Mio. € 133,18 114,87
durchschnittl. Tagesumsatz Tsd. Stück 29,60 26,98
KGV (Basis Höchstkurs) Faktor 11,6 13,6
KGV (Basis Tiefstkurs) Faktor 7,4 8,8
Anzahl Aktien Stämme Mio. Stück 18,00 18,00
Vorzüge Mio. Stück 16,00 15,645)
Gesamt Mio. Stück 34,00 33,645)
Wertpapierkennnummern ISIN: DE0006219934 // WKN: 621993
Tickerkürzel Reuters / Bloomberg JUN_p.de / JUN3 GR
Börsenplätze Wertpapierbörsen Hamburg und Frankfurt (Amtlicher Handel)
übrige deutsche Börsenplätze (Freiverkehr)
Designated Sponsoren Commerzbank und Sal. Oppenheim
Börsengang 30. August 1990

1) Vorschlag

2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern

3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation

4) Xetra-Schlusskurse, Frankfurt

5) exkl. 0,36 Mio. Stück im eigenen Bestand

Konzernlagebericht

Bestes Jahr in der Unternehmensgeschichte Weltweit hohe Nachfrage nach Flurförderzeugen Internationale Vertriebspräsenz ausgebaut Jungheinrich mit überzeugendem Messeauftritt Umgestaltung der Produktionswerke schreitet zügig voran Ertragsentwicklung nochmals verbessert

Der Drehkabinenstapler EFG D30 wurde Anfang 2006 mit dem Innovationspreis für Logistik des VDI ausgezeichnet.

Jungheinrich behauptete sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich und blickt auf das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte zurück. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen zog weltweit weiter an. Jungheinrich setzte seinen profitablen Wachstumskurs fort. Zur Erhöhung der Produktivität und Flexibilität in den Werken Norderstedt und Moosburg wurde mit einer grundlegenden Umgestaltung der Fertigungsmethoden begonnen. Auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT 2005 überzeugte Jungheinrich das Fachpublikum.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Jungheinrich, 1953 gegründet, gehört zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Jungheinrich hat sich zum produzierenden Logistikdienstleister entwickelt und bietet seinen Kunden ein umfassendes Produktprogramm an Flurförderzeugen, Regalsystemen und allen damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen für die komplette Intralogistik. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten. Alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt, Gegengewichts- und Schmalgangstapler in Moosburg gefertigt. Am Standort Lüneburg produziert Jungheinrich Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Handgabelhubwagen werden im Rahmen eines Joint Ventures aus China bezogen. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Europa, Asien und Amerika. Darüber hinaus sind für Jungheinrich in Überseemärkten Händler tätig.

Organisation

Die Jungheinrich AG ist operativ tätig und zugleich Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns. Als solche ist sie für die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden Steuerungsgrößen.

Im Rahmen der strategischen Zielsetzung strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum an. Die Ertragserwartungen orientieren sich dabei insbesondere an einer gegenüber dem Wettbewerb überdurchschnittlich zu erzielenden EBIT-Umsatzrendite. In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, insbesondere im Bereich der Lagertechnik. Deshalb setzt der Konzern vor allem auf den Ausbau der Wachstumsmärkte in den östlichen Ländern Europas und in Asien mit Schwerpunkt auf China. Des Weiteren soll die Marktpräsenz in den USA in den kommenden Jahren deutlich gestärkt werden.

Wertorientierte Unternehmensführung

Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der wertorientierten Vergütungssysteme, die im Geschäftsjahr 2002 eingeführt wurden. Die Vergütungssysteme orientieren sich an Wert schaffenden Kenngrößen wie Umsatz- und Kapitalrendite, um eine nachhaltige Wertsteigerung für den Jungheinrich-Konzern und seine Aktionäre zu realisieren. Die Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns in den vergangenen Jahren zeigt, dass trotz der zum Teil schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Prinzip erfolgreich umgesetzt wurde. Die im Jungheinrich-Konzern einheitlich verwendeten Steuerungsgrößen, die die operative Geschäftsentwicklung abbilden, umfassen die EBIT-Umsatzrendite (ROS) und die EBIT-Kapitalrendite (ROCE).

Gesamtwirtschaftliche Lage

Wirtschaftswachstum ausgewählter Wirtschaftsregionen (BIP1)) in %

Region 2005 2004
Welt 4,0 5,1
USA 3,6 4,2
China 9,9 9,5
Eurozone 1,3 2,1
Deutschland 0,9 1,6

1) Bruttoinlandsprodukt Quelle: Commerzbank

Die Weltwirtschaft setzte 2005 ihren Wachstumskurs fort. Allerdings schwächte sich die konjunkturelle Dynamik aufgrund deutlich gestiegener Energie- und Rohstoffpreise ab. Vor allem die hohen Ölpreise, die in der zweiten Jahreshälfte Höchststände erreichten, wirkten sich belastend auf den weltweiten Konjunkturverlauf aus. Die Weltwirtschaft wuchs 2005 um rund 4 Prozent nach 5,1 Prozent im Vorjahr. Die stärksten Wachstumsimpulse gingen erneut von Asien und den USA aus. Das Wirtschaftswachstum in Asien profitierte einmal mehr von der dynamischen Entwicklung Chinas, das wie im Vorjahr eine Wachstumsrate von über 9 Prozent aufwies. In den USA erreichte das Wirtschaftswachstum trotz nachlassender Konjunktur 3,6 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent). Demgegenüber verzeichnete Europa nur ein verhaltenes Wachstum. In den Ländern der Eurozone erreichte die Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes 1,3 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent). Mittel- und osteuropäische Länder erreichten zum Teil deutlich höhere Zuwächse. Deutschland blieb im Berichtszeitraum mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) erneut hinter der Entwicklung in der Eurozone zurück. Eckpfeiler des Wirtschaftswachstums blieben die Ausrüstungsinvestitionen mit plus 5,5 Prozent (Vorjahr: 2,6 Prozent) und die Exporte, die sich um 6,5 Prozent erhöhten (Vorjahr: 9,3 Prozent).

Marktvolumen Flurförderzeuge weltweit1) in Tsd. Stück

Gegengewichtsstapler Lagertechnische Geräte
2001 230 329 559
2002 228 335 563
2003 236 366 602
2004 269 435 704
2005 289 460 749

1) nach WITS (World Industrial Truck Statistics)

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stück

Regionen 2005 2004
Europa (inkl. Türkei) 304,4 292,4
davon Osteuropa 36,5 30,1
Nordamerika 198,1 186,2
Asien 198,9 185,3
davon China 69,1 63,8
Welt 749,4 704,2

Das Marktwachstum bei Flurförderzeugen hielt angesichts des guten konjunkturellen Umfeldes weiter an. Das Weltmarktvolumen erreichte mit 749 Tsd. Einheiten (Vorjahr: 704 Tsd. Geräte) eine Steigerung von 6 Prozent. Das Marktvolumen in Nordamerika stieg um 6 Prozent auf 198 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 186 Tsd. Einheiten) und der asiatische Markt wuchs um 7 Prozent auf 199 Tsd. Geräte (Vorjahr: 185 Tsd. Einheiten). In Asien erwies sich China mit einem Anstieg von 8 Prozent erneut als Wachstumstreiber. Die Nachfrage nach Flurförderzeugen in Europa erreichte ein Wachstum von 4 Prozent auf 304 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 292 Tsd. Einheiten). Osteuropa zeigte dabei mit einem Anstieg von 21 Prozent eine weiterhin deutlich stärkere Wachstumsdynamik als Westeuropa. Auf den für Jungheinrich wichtigen Absatzmärkten in Europa nahmen der Markt für Fahrzeuge der Lagertechnik um rund 6 Prozent und der Markt für Gegengewichtsstapler um 2 Prozent zu. Der Ausweis des europäischen Marktvolumens basiert erstmals auf der World Industrial Truck Statistics (WITS). Diese Meldestatistik ist umfassender als die nach dem europäischen Meldeverband (FEM), da sie auch asiatische Anbieter einbezieht und alle europäischen Länder umfasst.

Schwerpunkte und Aktivitäten

Das Geschäftsjahr 2005 wurde im Wesentlichen von folgenden Schwerpunkten und Aktivitäten bestimmt:

Um die Produktivität und Flexibilität der Fertigung an den Produktionsstandorten in Norderstedt und Moosburg zu erhöhen und langfristig zu sichern, wurde zu Beginn des Jahres 2005 ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Dazu investiert Jungheinrich 40 Mio. € – verteilt über einen Zweijahreszeitraum – mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt. Die Umsetzung der zur Mitte des abgelaufenen Jahres begonnenen Maßnahmen erfolgt zügig nach Plan.

Mitte des Jahres wurde außerdem mit dem Bau eines neuen Entwicklungs- und Testzentrums am Standort Norderstedt begonnen. Dort werden Testaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns zusammengeführt.

Mit der Gründung einer neuen Vertriebsgesellschaft in Thailand und einer zweiten in China sowie der Aufstockung personeller Kapazitäten in den bestehenden Vertriebsgesellschaften wurde die weltweite Markt- und Servicepräsenz des Jungheinrich-Direktvertriebsnetzes weiter ausgebaut.

Im Rahmen der alle drei Jahre in Hannover stattfindenden weltweit größten Branchenmesse CeMAT präsentierte Jungheinrich im Herbst 2005 dem internationalen Fachpublikum zahlreiche technische Neuheiten und innovative Dienstleistungen.

Marktvolumen Flurförderzeuge in Europa1) 2) in Tsd. Stück

Gegengewichtsstapler Lagertechnische Geräte
2001 136 126 262
2002 134 119 253
2003 141 121 262
2004 154 138 292
2005 163 141 304

1) nach WITS (World Industrial Truck Statistics)

2) inkl. Türkei

Weltmarkt Flurförderzeuge 2005 nach Regionen

Zum Ausbau des europaweit strategisch bedeutsamen Dienstleistungsgeschäftes wurde nach Deutschland und Italien eine eigene Finanzdienstleistungsgesellschaft in Frankreich gegründet.

Im Rahmen der Konzern-IT-Strategie wurde Ende 2005 die konzernweite Software-Umstellung auf die Standardsoftware SAP/R3 zur Unterstützung der Geschäftsprozesse in den Vertriebsgesellschaften im europäischen Ausland abgeschlossen. Damit werden die Geschäftsvorgänge für rund 90 Prozent des Konzernumsatzes in gleichgerichteten Prozessen abgewickelt.

Geschäftsverlauf

Kennzahlen zum Geschäftsverlauf

2005 2004
Auftragseingang Mio. € 1.653 1.569
Produktion Stück 66.500 58.800
Umsatz Mio. € 1.645 1.531

Der Jungheinrich-Konzern hat seinen Wachstumskurs 2005 fortgesetzt und das Geschäftsvolumen deutlich gesteigert. Getragen wurde diese Entwicklung von dem positiven konjunkturellen Umfeld mit einem anhaltenden weltweiten Marktwachstum bei Flurförderzeugen. Der Auftragseingang im Neugeschäft stieg stückzahlbezogen konzernweit um 6 Prozent auf 66 Tsd. Stapler (Vorjahr: 62 Tsd. Einheiten). Der Jungheinrich-Konzern konnte seine Marktposition in dem stark vom Wettbewerbsdruck gekennzeichneten Marktumfeld behaupten. Der Auftragseingangswert, der alle Geschäftsfelder umfasst, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 1.653 Mio. € (Vorjahr: 1.569 Mio. €). Aufgrund der hohen Produktionsleistung verringerte sich der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 31. Dezember 2005 um 14 Prozent auf 169 Mio. € (Vorjahr: 196 Mio. €). Entsprechend verminderte sich die Auftragsreichweite von drei auf zwei Monate. Das Produktionsvolumen der gefertigten Fahrzeuge konnte 2005 bei nahezu unveränderter Personalkapazität insgesamt um 13 Prozent auf rund 67 Tsd. Stapler (Vorjahr: rund 59 Tsd. Einheiten) gesteigert werden. Dabei profitierte das Unternehmen von einer höheren Produktionskapazität, die 2004, als die Produktion von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verlagert wurde, während der Umsetzungsphase gebunden war.

Umsatzerlöse nach Regionen

in Mio. € 2005 2004
Deutschland 453 422
Übriges Europa 1.126 1.062
Übrige Länder 66 47
Gesamt 1.645 1.531

Der Konzernumsatz übertraf 2005 mit 1.645 Mio. € den Vorjahreswert von 1.531 Mio. € um 7 Prozent. Das Inlandsgeschäft legte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 7 Prozent zu; entsprechend blieb die Auslandsquote mit 72 Prozent konstant. Der Umsatz außerhalb Europas erhöhte sich überproportional um 40 Prozent auf 66 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €). Hierin spiegelt sich der Ausbau der Vertriebsaktivitäten außerhalb Europas wider.

Umsatzerlöse
in Mio. €
Inland Ausland
2001 1.075
476
1.551
2002 1.059
417
1.476
2003 1.064
407
1.471
2004 1.109
422
1.531
2005 1.192
453
1.645

Umsatzerlöse nach Produktgruppen

in Mio. € 2005 2004
Neugeschäft 877 793
Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten 247 233
After-Sales 521 505
Gesamt 1.645 1.531

An der Steigerung des Konzernumsatzes war das Neugeschäft mit einem Zuwachs von 11 Prozent am stärksten beteiligt. Das Geschäft mit Gebraucht- und Mietgeräten erzielte im gleichen Zeitraum eine Steigerung von zusammen 6 Prozent. Kräftiger entwickelte sich dabei das Gebrauchtgerätegeschäft mit einem Anstieg von 10 Prozent. Das Umsatzvolumen des After-Sales-Geschäftes, das vom Anstieg des Marktbesatzes an Jungheinrich-Fahrzeugen in Europa profitierte, erhöhte sich um 3 Prozent; der Umsatzanteil nahm leicht auf 32 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent) ab.

Kostenstruktur (lt. GuV)

in Mio. € 2005 2004
Umsatzkosten 1.202 1.122
Vertriebskosten 269 256
Forschungs- und Entwicklungskosten 39 35
Allgemeine Verwaltungskosten 30 33

Die Umsatzkosten erhöhten sich proportional zum Konzernumsatz um 7 Prozent auf 1.202 Mio. € (Vorjahr: 1.122 Mio. €). Die Belastungen aus dem hohen Preisniveau bei Rohmaterialien, insbesondere für Stahl- und Kupferprodukte sowie für Kunststoffe, konnten durch eine insgesamt verbesserte Kostenstruktur aufgefangen werden. Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz lag wie im Vorjahr bei 73 Prozent. Die Vertriebskosten erhöhten sich unterdurchschnittlich um 5 Prozent auf 269 Mio. € (Vorjahr: 256 Mio. €). Dadurch sank ihr Anteil am Konzernumsatz auf 16 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent). Wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist, stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern auf 40 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €). Gleichzeitig sank die Aktivierungsquote aufgrund des Fortschritts der Entwicklungsaktivitäten einzelner Projekte von 21 Prozent auf 18 Prozent. Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn- und Verlustrechnung erhöhten sich auf 39 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €).

in Mio. € 2005 2004
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt 40,2 38,1
davon aktiviert 7,3 8,0
Aktivierungsquote 18,2% 21,0%
Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten 6,1 5,2
Forschungs- und Entwicklungskosten lt. GuV 39,0 35,3

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten auf 30 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €) ist unter anderem auf die im Vorjahr getätigte Einmalzuwendung in Höhe von 2 Mio. € an die 2004 gegründete Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung und auf deutlich gesunkene IT-Projektkosten zurückzuführen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Umstellung auf IFRS

Die Jungheinrich AG hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005 erstmalig nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Zahlen des Vorjahres sind entsprechend angepasst worden. Durch die Umstellung waren eine Reihe von Umgliederungen und Umbewertungen im Konzernabschluss erforderlich. Die größten Veränderungen gegenüber der vorhergehenden Bilanzierungspraxis nach US-GAAP ergaben sich in der Behandlung von Entwicklungskosten (teilweise Aktivierung) und Pensionsrückstellungen ("fresh start"). Die aus der Umstellung der bisherigen Bilanzierung nach US-GAAP resultierenden Änderungen sind in der Eröffnungsbilanz erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet worden.

Die zusammengefasste Überleitung des Eigenkapitals zum 31.12.2004 zeigt die folgende Tabelle. Die Auswirkungen sind im Einzelnen dem Konzernanhang, Textziffer 3, zu entnehmen.

Überleitung US-GAAP zu IFRS

in Mio. €
Eigenkapital nach US-GAAP zum 31.12.2004 391,8
Aktivierung Entwicklungskosten 28,0
Pensionsverpflichtungen – 14,5
Latente Steuern auf Umstellungseffekte – 13,9
Latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen – 8,6
Sonstige Überleitungen 0,9
Eigenkapital nach IFRS zum 31.12.2004 383,7

Ertragslage

Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns

in Mio. € 2005 2004
Bruttoergebnis vom Umsatz 443,3 408,2
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 106,9 87,4
Finanzergebnis – 0,1 – 4,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 106,8 83,4
Ertragsteuern – 44,7 – 34,1
Jahresüberschuss 62,1 49,3

Die Ertragsentwicklung profitierte von den guten Auftragseingängen und der Optimierung der Fertigungsabläufe, die eine hohe Produktionsleistung der inländischen Werke in Norderstedt und Moosburg ermöglichten. Als Ergebnis belastend erwiesen sich das hohe Preisniveau bei Rohstoffen, das zu einer zusätzlichen Belastung in Höhe von rund 10 Mio. € führte, und der starke Wettbewerb, vor allem im Neugeschäft. Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich um 35 Mio. € bzw. 9 Prozent auf 443 Mio. € (Vorjahr: 408 Mio. €).

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im sechsten Jahr in Folge. Es verbesserte sich um 23 Prozent auf 107 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €). Die entsprechende Umsatzrendite stieg auf 6,5 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent). Im Vergleich zu früheren Konjunkturzyklen hat der Jungheinrich-Konzern sein Renditeniveau deutlich verbessert. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation), in dem das operative liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, stieg im Berichtsjahr um 23 Mio. € auf 221 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich auf 107 Mio. € (Vorjahr: 83 Mio. €). Die Ertragsteuern des Konzerns erhöhten sich leicht überproportional zur Ergebnisentwicklung auf 45 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €). Hierin ist der Wegfall des letztmalig für steuerliche Zwecke im Jahr 2004 bestehenden Abschreibungsvolumens der Jungheinrich AG enthalten. Die Steuerquote erhöhte sich auf 41,8 Prozent (Vorjahr: 40,9 Prozent). Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 62 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €). Angesichts der positiven Ergebnisentwicklung wird der Vorstand vorschlagen, die auszuschüttende Dividende um 0,03 € auf 0,45 € je Stammaktie und auf 0,51 € je Vorzugsaktie zu erhöhen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und die Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.

Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2005 von der starken Geschäftsausweitung und der deutlich verbesserten Ertragsentwicklung bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende um 10 Prozent auf 1.700 Mio. € (Vorjahr: 1.538 Mio. €). Beim Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist zu beachten, dass die zwischen den Kunden und den Jungheinrich-Gesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften geschlossenen langfristigen Leasing- oder Rentalverträge entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart auf der Aktivseite entweder im Anlage- oder im Umlaufvermögen (als Leasinggeräte bzw. Forderungen aus Finanzdienstleistungen) ausgewiesen werden. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeitkongruent und wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Hieraus ergibt sich eine Bilanzverlängerung. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft herrühren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen stimmen weitgehend überein mit den Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute aus diesem Geschäft. Der europaweit erfasste Vertragsbestand hat sich weiter um 8 Prozent auf 70 Tsd.

Fahrzeuge (Vorjahr: 65 Tsd. Einheiten) erhöht und weist einen Neuwert von über 1.110 Mio. € (Vorjahr: über 1.050 Mio. €) aus.

Die Bilanzstruktur wurde gemäß den Vorschriften des IAS 1 von einer liquiditätsorientierten Gliederung auf eine Gliederung nach Fristigkeit umgestellt.

in Mio. € 31.12.2005 31.12.2004
Langfristige Vermögenswerte
Anlagevermögen 543 522
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 204 159
Übrige langfristige Vermögenswerte 69 76
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 161 151
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 325 298
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 86 69
Liquide Mittel und Wertpapiere 274 228
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 38 35
Bilanzsumme 1.700 1.538

Vermögensstruktur des Jungheinrich-Konzerns

Das Anlagevermögen erhöhte sich auf 543 Mio. € (Vorjahr: 522 Mio. €). Dieser Anstieg ist zu einem Großteil auf die Erhöhung des Bestandes an Mietgeräten und auf die Investitionen in Verbindung mit der Umgestaltung der Werke Norderstedt und Moosburg zurückzuführen. Dem stand ein Rückgang bei den Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen gegenüber. Die kurz- und langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich aufgrund der Geschäftsausweitung, insbesondere durch die erfolgreiche Tätigkeit der eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaft in Italien nach der Übernahme des Geschäftes in eigener Regie. Der Anstieg betrug insgesamt 62 Mio. € auf 290 Mio. (Vorjahr 228 Mio. €). Die Höhe der Vorräte nahm mit 161 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €) stichtagsbedingt um rund 10 Mio. € zu. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen durch das hohe Fakturierungsvolumen zum Jahresende überproportional zum Umsatzwachstum auf 325 Mio. € (Vorjahr: 298 Mio. €) an. Die Finanzmittel (liquide Mittel und Wertpapiere) erhöhten sich um 46 Mio. € auf 274 Mio. € (Vorjahr: 228 Mio. €). Im vergangenen Jahr wurde der gesamte Bestand an eigenen Aktien von 358.316 Stück für 7,1 Mio. € veräußert.

Eigenkapitalquote

2001 21,5
2002 23,3
2003 23,9
IFRS 2004 24,9
2005 25,7

Kapitalstruktur des Jungheinrich-Konzerns

in Mio. € 31.12.2005 31.12.2004
Eigenkapital 384
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 165 161
Finanzverbindlichkeiten 127 122
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 266 221
Übrige langfristige Schulden 131 129
Kurzfristige Schulden
Übrige kurzfristige Rückstellungen 122 130
Finanzverbindlichkeiten 141 92
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 113 95
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74 74
Übrige kurzfristige Schulden 124 130
Bilanzsumme 1.700 1.538

Als Folge des hohen Jahresüberschusses stieg das Eigenkapital von 384 Mio. € auf 437 Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich dadurch auf 26 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent). Das Anlagevermögen – ohne Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen – war zum Bilanzstichtag zu 114 Prozent (Vorjahr: 108 Prozent) durch das Eigenkapital gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Unternehmen wies ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, die durch entsprechende Kundenforderungen gedeckt waren, wie im Vorjahr keine Nettoverschuldung auf. Der Verschuldungsgrad von Jungheinrich – gemessen als Relation zwischen der Netto-Verschuldung zu EBITDA – betrug somit weiterhin Null. Die kurz- und langfristigen Rückstellungen einschließlich Pensionen betrugen insgesamt 320 Mio. € (Vorjahr: 318 Mio. €). Dabei stand einem Anstieg der langfristigen Rückstellungen um 9 Mio. € ein fast ebenso hoher Abbau von 7 Mio. € bei den kurzfristigen Rückstellungen gegenüber.

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um 54 Mio. € auf 268 Mio. € (Vorjahr: 214 Mio. €). Aufgrund des hohen Finanzmittelbestandes in Höhe von 274 Mio. € (Vorjahr: 228 Mio. €) wies der Jungheinrich-Konzern weiterhin ein Netto-Finanzguthaben von 6 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) auf. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen wie im Vorjahr bei 74 Mio. €. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen nahmen entsprechend der Geschäftsausweitung um 63 Mio. € auf 379 Mio. € (Vorjahr: 316 Mio. €) zu.

Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns findet sich im Konzernabschluss der Jungheinrich AG.

EBIT-Umsatzrendite
in % (ROS)
in % (ROCE)1) EBIT-Kapitalrendite
2001 4,5 2001 19,5
2002 5,0 2002 21,3
2003 5,31) 2003 22,52)
IFRS 2004 5,7 IFRS 2004 24,2
2005 6,5 2005 25,2

1) exkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A.

1) EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (exkl. Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen und Pensionsrückstellungen) 2) exkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A.

Kapitalflussrechnung

in Mio. € 2005 2004
Jahresüberschuss 62 49
Abschreibungen Anlagevermögen 118 111
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte – 84 – 68
Veränderung Ford./Verb. aus Finanzdienstleistungen 1 – 6
Veränderung Nettoumlaufvermögen – 49 – 62
Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 48 24
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit – 40 – 22
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit 36 20
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 44 22

Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag mit 48 Mio. € um 24 Mio. € über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Hierzu beigetragen haben der um 13 Mio. € gesteigerte Jahresüberschuss und ein um 7 Mio. € höheres Abschreibungsvolumen. Aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens resultierte eine geringere Mittelbindung von insgesamt 13 Mio. €. Dabei stand einer erhöhten Mittelbindung aufgrund der Zunahme des Geschäftsvolumens, vor allem bei Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ein Anstieg aus der Refinanzierung von Sachanlagen über Leasingverträge gegenüber. Darüber hinaus ist im Vergleich mit dem Vorjahr zu berücksichtigen, dass Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den am Standort Moosburg angemieteten Immobilien durch langfristige Finanzkredite abgelöst wurden. Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit lag mit – 40 Mio. € fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (– 22 Mio. €). Die Investitionen, inkl. aktivierter Entwicklungskosten und Finanzanlagen, überstiegen den Vorjahreswert um 10 Mio. €. Aus dem Abgang von Anlagevermögen ergab sich ein um 9 Mio. € niedrigerer Effekt gegenüber dem Vorjahr. Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich auf 36 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €). Maßgebend hierfür war eine Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und der Verkauf der eigenen Anteile.

Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist im Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu finden.

Umsatz- und Kapitalrenditen

Wesentliche Renditekennzahlen des Jungheinrich-Konzerns

2005 2004
6,5 5,7
25,2 24,2
15,1 13,5
5,5 4,8

EBIT-Umsatzrendite (ROS) = EBIT : Umsatzerlöse x 100

EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital 1) x 100

Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Jahresüberschuss : durchschnittliches Eigenkapital x 100

Gesamtkapitalrendite = Jahresüberschuss + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100

1) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten – Wechselforderungen – Forderungen ggü. verb. Unternehmen – liquide Mittel und Wertpapiere

1) exkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A.

1) exkl. Finanzdienstleistungen 2) exkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A.

Die gute Ertrags- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns spiegelt sich in den Renditekennzahlen wider. Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) verbesserte sich deutlich auf 6,5 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent). Die entsprechende Kapitalrendite auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (ROCE) lag wie im Vorjahr über dem langfristigen Kapitalrendite-Ziel des Konzerns von 20 Prozent und erreichte 25,2 Prozent (Vorjahr: 24,2 Prozent). Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich 2005 auf 15,1 Prozent nach 13,5 Prozent im Vorjahr. Die Gesamtkapitalrendite, die um die Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt ist, verbesserte sich von 4,8 Prozent auf 5,5 Prozent.

Investitionen

Im Berichtsjahr 2005 erhöhten sich die Investitionen – ohne die Zugänge zu Miet- und Leasinggeräten sowie zu aktivierten Entwicklungskosten und Finanzanlagen – auf 42 Mio. €. Sie lagen damit um 9 Mio. € bzw. 27 Prozent über dem Vorjahreswert von 33 Mio. €. Die Investitionsquote erhöhte sich entsprechend auf 2,6 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 2,2 Prozent). Der überwiegende Teil des Investitionsvolumens entfiel auf den Ausbau der eigenen Vertriebsgesellschaften in Europa und in Übersee sowie auf die Umgestaltung der Fertigung am Standort Norderstedt. Diese Maßnahme, auf die rund 10 Mio. € entfielen, wird im Jahr 2006 abgeschlossen werden. In Norderstedt wurde auch mit der Errichtung eines neuen Entwicklungs- und Testzentrums begonnen, für das rund 4 Mio. € aufgewendet wurden.

Forschung und Entwicklung

Der Jungheinrich-Konzern investierte im Geschäftsjahr 2005 kräftig in die Entwicklung seiner Produkte und unterstrich damit erneut seine Rolle als einer der führenden Anbieter von Flurförderzeugen. Durch die in den vergangenen Jahren erreichte Konzentration der Entwicklungsaktivitäten hat sich der Innovationsprozess beschleunigt. Hiervon werden die Kunden profitieren. Die grundlegenden Veränderungen der Fertigungs- und Montagemethoden in den Werken setzen eine angepasste Produktentwicklung voraus. Daher wurden im Jahr 2005 in allen Produktlinien neu entwickelte Geräte in den Markt eingeführt. Auf der weltweit wichtigsten Branchenmesse CeMAT in Hannover wurden im vergangenen Herbst neue Fahrzeuge und bedeutende Innovationen vorgestellt, die zur Stärkung der Marke "Jungheinrich" beitrugen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, einschließlich entwicklungsnaher Arbeitsvorbereitung und der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, die überwiegend auf produkt- und prozessbezogene Entwicklungen entfielen, stiegen auf 40 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €). Das sind 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent) des Umsatzes aus dem Neufahrzeuggeschäft. Für den Entwicklungsbereich waren im vergangenen Jahr konzernweit durchschnittlich 366 (Vorjahr: 360) Mitarbeiter tätig.

Im Berichtsjahr wurde die modulare Bauweise der Fahrzeugreihen weiter ausgebaut und Baugruppen linienintern und konzernweit weiter standardisiert. Diese Maßnahmen bildeten einen wesentlichen Schwerpunkt der entwicklungstechnischen Aufgaben. 2005 wurden konzernweit 115 (Vorjahr: 116) Schutzrechte angemeldet und 31 (Vorjahr: 34) Patente erteilt. Damit konnten wieder wesentliche Produktverbesserungen für den Jungheinrich-Konzern gesichert werden. In den Entwicklungsabteilungen standen im Berichtszeitraum folgende Schwerpunkte an:

Investitionen in Mio. €
(ohne Miet- und Leasinggeräte,
aktivierte Entwicklungskosten und Finanzanlagen)
Mitarbeiter
Stand: 31.12.
Inland Ausland Inland Ausland
2001 13 19 32 2001 4.769 4.519 9.288
2002 16 20 36 2002 4.821 4.427 9.248
2003 30 31 61 2003 4.781 4.452 9.233
2004 13 20 33 2004 4.544 4.464 9.008
2005 16 26 42 2005 4.540 4.458 8.998

Grundlagenentwicklung

Standortübergreifend wurden Konzepte zur Verbesserung der Logistik mit Hilfe der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) erarbeitet. Neu entwickelt wurde das Bedienkonzept "JetPilot", ein Multifunktionslenkrad, das den Fahrer eines Gegengewichtsstaplers unterstützt und seine Produktivität erhöht. Zur lebensdauergerechten Auslegung von Flurförderzeugen wurden neue Methoden und Nachweisverfahren entwickelt. Aufbauend auf dem Kern-Know-how von Jungheinrich auf dem Gebiet der Drehstromtechnik wurden neue Antriebskonzepte entwickelt. Darüber hinaus wurde das neue PDM (Produkt-Daten-Management)-System für die konzernweite Produktdatenverwaltung in Betrieb genommen.

Fahrzeugentwicklung

Am Standort Norderstedt wurde unter anderem ein neuer Elektro-Schubmaststapler entwickelt, der sich durch besonders schmale Abmessungen und ein neues Bedienelement auszeichnet. Die Fahr- und Traktionseigenschaften einiger Fahrzeugtypen konnten verbessert werden, darunter ein Schubmaststapler sowie deichselgeführte Fahrzeuge. Im Werk Lüneburg wurden zwei neue Schlepper entwickelt, die das Jungheinrich-Produktportfolio erweitern. Für den amerikanischen Markt, den Jungheinrich für sich verstärkt erschließen möchte und der aufgrund unterschiedlicher Einsatzanforderungen eigene Fahrzeugbauformen verlangt, wurden zwei spezielle Kommissionierfahrzeuge entwickelt.

Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Einsatzbereichen

31.12.2005 31.12.2004
Vertrieb 6.501 6.505
Fertigung 2.067 2.075
Servicecenter/Verwaltung 430 428
Gesamt 8.998 9.008

Die Zahl der Mitarbeiter nahm konzernweit zum 31. Dezember 2005 leicht auf 8.998 (Vorjahr: 9.008) Beschäftigte ab. Im Personalbestand waren 250 (Vorjahr: 251) Auszubildende enthalten. Von der Gesamtbelegschaft waren wie im Vorjahr 72 Prozent im Vertrieb tätig; auf die Fertigung entfielen unverändert 23 Prozent. Innerhalb des Vertriebsbereiches waren wie im Vorjahr rund 3.000 Kundendienst-Techniker im Einsatz. Der Anteil der in der Kundendienstorganisation beschäftigten Mitarbeiter betrug 49 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) der Gesamtbelegschaft.

Mitarbeiter nach Regionen

in % 31.12.2005 31.12.2004
Deutschland 49,5 49,6
Frankreich 10,1 11,6
Großbritannien 9,7 10,1
Italien 8,3 8,0
Übriges Europa 20,4 19,9
Übersee 2,0 0,9
Gesamt 100,0 100,0

Zum Berichtszeitpunkt waren 4.540 (Vorjahr: 4.544) Mitarbeiter im Ausland und 4.458 (Vorjahr: 4.464) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Damit entfielen rund 50 Prozent der Arbeitsplätze auf Deutschland. Im europäischen Ausland hatten Frankreich und Großbritannien mit jeweils 10 Prozent und Italien mit 8 Prozent die größten Anteile. Der Anteil des in Übersee beschäftigten Personals erhöhte sich auf 2 Prozent.

Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hatte die Jungheinrich AG die im Jahr 2004 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2006. Für die tarifgebundenen Beschäftigten der Jungheinrich AG wurde beschlossen, die bisherige Barauszahlung der Mitarbeitererfolgsprämie (MEP) in eine erfolgsabhängige Zuführung der Mitarbeiter in eine Direktlebensversicherung auszugestalten. Diese Umstellung stellt eine Verbesserung der Sozialleistungen des Unternehmens dar und einen Beitrag zur Teilnahme der Mitarbeiter im Inland am Unternehmenserfolg.

Einkauf und Logistik

Auf der Beschaffungsseite war das Jahr 2005 – wie bereits das Vorjahr – von steigenden Preisen an allen Rohstoffmärkten geprägt. Entsprechend blieben die damit ausgelösten Preissteigerungen für den Jungheinrich-Einkauf bestimmend. Zwar überschritten die Stahlpreise zwischen September 2004 und April 2005 ihre Höchststände, aber das seit Juli 2005 niedrigere Preisniveau lag noch immer 30 Prozent über den Durchschnittspreisen von 2003. Jungheinrich konnte diese Effekte durch frühzeitig getätigte Vertragsabschlüsse auf moderate Erhöhungen begrenzen. Durch die Bündelung der Bedarfsmengen gelang es, bei Hauptlieferanten günstigere Konditionen auszuhandeln. Daneben konnten gemeinsam mit der Entwicklung weitere Kosten senkende Maßnahmen durchgeführt werden.

Die erneut gestiegene Nachfrage nach Flurförderzeugen verbunden mit einer überproportionalen Zunahme der Gegengewichtsstapler hat unter Berücksichtigung der Verteuerungen für Rohstoffe zu einem weiteren Anstieg des Einkaufsvolumens im Konzern geführt. Dadurch, dass bereits erste Investitionen für die Modernisierung der Produktionswerke freigegeben wurden, nahm das gesamte Einkaufsvolumen um fast 20 Prozent auf 1.022 Mio. € (Vorjahr: 855 Mio. €) zu. Beim größeren Teil des Einkaufsvolumens, der nicht auf Produktionsmaterial entfiel, konnten – wie schon im Vorjahr – durch den Abschluss neuer Rahmenverträge mit international leistungsfähigen Dienstleistern weitere Einsparungen erzielt werden. Für das C-Teile-Management wurde ein neues Belieferungskonzept eingeführt und für die Handelswaren im Systemgeschäft konnten neue Partner für den Verkauf und die Schulung gewonnen und in die Logistik

eingebunden werden. Besonders hervorzuheben sind die verbesserte Termintreue und Lieferqualität bei allen wesentlichen Lieferanten von Produktionsmaterialien. So konnten trotz der stark gestiegenen Nachfrage die Lieferzeiten niedrig gehalten und die Aufträge kurzfristig ausgeliefert werden.

Qualitätsmanagement

Der Jungheinrich-Arbeitskreis Qualität, der zentraler Motor der Produkt- und Prozessverbesserung ist, wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Mit Blick auf die Kundenorientierung sind seit Jahresbeginn 2005 Mitarbeiter der Service-Organisation fester Bestandteil und eine wesentliche Einflussgröße in der direkten Bearbeitung der qualitätssteigernden Maßnahmen im Zusammenwirken mit den Produktlinien. Produktaudits gemeinsam mit ausgesuchten Experten der operativen Serviceeinheiten wurden standardisiert über alle Produktlinien eingeführt.

Ab dem vierten Quartal 2005 wurde das Qualitätsberichtswesen auf SAP Business Warehouse umgestellt und dem IT-System des Konzerns angepasst. So befinden sich jetzt rund 80 Prozent der vom Konzern ausgelieferten Geräte unter ständiger Qualitätsbeobachtung. Im Zuge der Umstellung wurde das Qualitätskennzahlensystem grundlegend überarbeitet und weiter detailliert. Verbunden mit einer taggenauen Datenaktualität können Verbesserungspotenziale schneller erkannt und geeignete Korrekturund Vorbeugemaßnahmen eingeleitet werden. Besonders hervorzuheben ist, dass Jungheinrich erstmalig die prozessorientierte Zertifizierung der gesamten europäischen Vertriebsorganisation (Kernprozesse Vertrieb) als "Group Certificate" nach DIN ISO 9001:2000 erreichte. So sichert Jungheinrich seinen Kunden eine europaweit einheitliche "Sales and Service"-Qualität.

Umweltmanagement

Im Geschäftsjahr 2005 lagen die Schwerpunkte des Jungheinrich-Umweltmanagements in der Abfallvermeidung, Energieeinsparung und in der Reduzierung des Wasserverbrauchs. In den Hallenheizungen der Werke wurden z. B. moderne Regelungen eingebaut, die die bisherigen, wenig effektiven "Kalt-Warm-Regelungen" ersetzten. Im Werk Norderstedt wurde zudem mit dem Austausch von Heizkesseln begonnen, wodurch eine Reduzierung des Gasverbrauches um mehr als 5 Prozent erreicht werden soll. Im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen im Werk Moosburg erfolgte die Sanierung von Hallendächern und Sanitäranlagen. Dabei wurden zur Schonung der Ressourcen effektive Dämmstoffe und modernste Technik eingesetzt. Für Umweltschutzmaßnahmen hat der Jungheinrich-Konzern 2005 einen Betrag von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) aufgewendet.

Im Bereich der Fahrzeugentwicklung wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung der von Jungheinrich produzierten Fahrzeuge standortübergreifend harmonisiert und dem neuesten Stand angepasst.

Datenschutz

Jungheinrich hat sich auch im Jahr 2005 zur Einhaltung der gesetzlichen EU-Vorgaben zum Datenschutz verpflichtet und daraus eigene Konzernvorgaben entwickelt. Die spezifischen konzerninternen Sicherheitsgrundsätze der Informationstechnologie und weitere Konzernvorgaben sind allen Mitarbeitern des Konzerns bekannt gegeben worden. So ist die Basis geschaffen, dass mit persönlichen Daten von Kunden, Unternehmen oder Mitarbeitern jederzeit verantwortungsvoll umgegangen werden kann. Datenschutzrechtliche Fragestellungen im In- und Ausland wurden vom Datenschutzbeauftragten des Konzerns unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben geprüft. Zudem wurden sämtliche Datenschutzkoordinatoren ständig vom Datenschutzbeauftragten auf mögliche Veränderungen hingewiesen. Die Konzernrevision hat – wie in den Vorjahren – im Rahmen der allgemeinen Prüftätigkeit in Zusammenarbeit mit den Datenschutzkoordinatoren in Stichproben die Einhaltung des Datenschutzes in den in- und ausländischen Betriebseinheiten geprüft und keine nennenswerten Beeinträchtigungen festgestellt.

Risikomanagement

Der Jungheinrich-Konzern ist im Rahmen seiner weltweiten Geschäftstätigkeit auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken stützt sich das Unternehmen auf ein umfassendes konzernweit eingerichtetes Risikomanagement-System, das fortlaufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controllingprozesses. Neben der Risikofrüherkennung bildet der mindestens vierteljährlich tagende Konzern-Risikoausschuss das zentrale Element des Risikomanagement-Systems.

Ab dem Jahr 2005 wurde das Risikomanagementsystem um die systematische Erfassung von Chancen ergänzt. Hierdurch wird eine umfassende Transparenz der Chancen und Risiken erreicht, die zu einer verbesserten Konzernsteuerung führt. Bei der Erfassung von Chancen werden dabei die gleichen Schwellenwerte zugrunde gelegt wie bei Risiken.

Die Leiter der operativen Gesellschaften sind im Rahmen ihrer Verantwortung für das Risikomanagement zuständig. Als wesentliches Kernelement obliegt ihnen neben der regelmäßigen Behandlung der Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen eine viermal im Jahr durchzuführende Risikoinventur. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen durch den Risikoausschuss auf Konzernebene konsolidiert und als Konzern-Risikoinventar regelmäßig an den Aufsichtsrat weitergeleitet und mit ihm diskutiert. Bei zwischenzeitlich auftretenden Einzelrisiken erfolgen, unter Berücksichtigung besonders festgelegter Schwellenwerte, unverzüglich separate Meldungen an den Risikoausschuss.

Ende 2005 wurde turnusgemäß eine Risikoinventur konzernweit durchgeführt. Ihre Ergebnisse wurden im Rahmen der Sitzung des Konzern-Risikoausschusses eingehend analysiert. Entwicklungen, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten, bestehen weiterhin nicht.

Im Rahmen seines umfassenden Dienstleistungsangebotes vermietet und finanziert der Jungheinrich-Konzern vor allem fördertechnische Geräte an bzw. für seine Kunden. Aus der Rückgabe der nach Ablauf der Leasingverträge zur weiteren Vermarktung anstehenden Fahrzeuge können Jungheinrich Restwertrisiken entstehen. Diese Risiken werden europaweit durch eine vierteljährliche Einzelprüfung aller bestehenden Leasingverträge mit Restwertgarantien erfasst. Sofern sich im Abgleich der jeweils aktuellen Marktwerte mit den garantierten Restwerten eine Unterdeckung ergibt, wird diesen Risiken bei der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen und durch Wertberichtigungen auf die Bestände an Gebrauchtgeräten Rechnung getragen.

Im Gegensatz zu den vielfältigen Dienstleistungsangeboten im Bereich der Logistik weisen Herstellung und Vertrieb von Neufahrzeugen ein in hohem Maße konjunkturzyklisches Nachfrageverhalten auf. Deshalb steht die gesamtwirtschaftliche Entwicklung – vor allem in Europa – besonders im Blickfeld. Es erfolgen daher regelmäßig Markteinschätzungen unter besonderer Beachtung der konjunkturellen

Entwicklung, des Wettbewerbsumfeldes und der Entwicklung an den Kapitalmärkten insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen. Aufgrund der überwiegenden Ausrichtung der Jungheinrich-Aktivitäten auf Europa war der Konzern von der abnehmenden Stärke des Euro nur begrenzt betroffen.

Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den Anforderungen, die das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) an das Risikomanagement eines Unternehmens stellt, hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken genutzt. Zum 31. Dezember 2005 bestanden im Konzern Devisensicherungsgeschäfte im Volumen von 92 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte zum 31. Dezember 2005 bestanden wie im Vorjahr nicht.

Die im besonderen Maße aus der chinesischen Wirtschaftsentwicklung resultierende starke Rohstoffnachfrage auf den Weltmärkten führte ausgehend von 2004 auch 2005 zu massiv ansteigenden Rohstoffpreisen und teilweise zu Lieferengpässen auf Seiten der Produzenten. Jungheinrich konnte sich der Entwicklung steigender Materialpreise nicht entziehen. Für das Geschäftsjahr 2006 erwartet Jungheinrich, dass die Rohstoffpreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegen werden.

Mit der Schließung des Werkes in Argentan (Frankreich) sollten die Geschäftsaktivitäten der MIC S.A. im Laufe des Jahres 2004 in Form einer geregelten Liquidation beendet werden. Dieses wurde durch Klagen von Arbeitnehmerseite gegen die MIC S.A. erschwert. Nachdem Ende 2005 die insbesondere zur Abwicklung des Sozialplans auf freiwilliger Basis bereitgestellten, umfangreichen und großzügig bemessenen Finanzmittel aufgezehrt waren, meldete die MIC S.A. Insolvenz bei Gericht an. Am 14. Dezember 2005 eröffnete daraufhin das zuständige Gericht das Insolvenzverfahren. Die Entkonsolidierung der Gesellschaft aus dem Jungheinrich-Konzern erfolgte zum Jahresende 2005.

Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und Verwaltung der wesentlichen Verträge. Derzeit bestehen keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten.

Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2005

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ausblick und Chancen

Für das Geschäftsjahr 2006 gehen wir in unserer Konjunktureinschätzung für die Weltwirtschaft – gestützt auf positive gesamtwirtschaftliche Prognosen – von einem insgesamt moderaten Wirtschaftswachstum aus. Dabei dürften sich die Wachstumsraten der Länder Asiens, Mittel- und Osteuropas sowie in den USA wieder als kräftiger erweisen als in den westeuropäischen Volkswirtschaften.

Geschätztes Wirtschaftswachstum (BIP1)) in %
---------------------------------------------- -- -- --
Region 2006 2007
Welt 3,8 3,3
USA 3,3 2,5
China 8,5 8,0
Eurozone 1,8 1,8
Deutschland 1,5 1,0

1)Bruttoinlandsprodukt Quelle: Commerzbank

Basierend auf diesem Wachstum wird ein Anstieg des weltweiten Marktvolumens für Flurförderzeuge auf 790 Tsd. Fahrzeuge prognostiziert. Dieser Anstieg, der für den europäischen Markt ein Wachstum von 3 Prozent auf rund 315 Tsd. Einheiten beinhaltet, dürfte dem Jungheinrich-Konzern zusätzliche Absatzchancen bieten. Deshalb gehen wir für 2006 von einem weiterhin günstigen Geschäftsverlauf aus. Insgesamt rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit Steigerungen bei Auftragseingang und Umsatz von jeweils 6 Prozent auf rund 1,75 Mrd. €. Die Geschäftsentwicklung 2006 wird neben der erwarteten Nachfragesteigerung mit der damit verbundenen höheren Produktionsleistung in den inländischen Werken von folgenden Faktoren bestimmt werden: Die Investitionstätigkeit wird im laufenden Jahr vor allem auf den Abschluss der Umgestaltung der Fertigung an den Standorten Norderstedt und Moosburg ausgerichtet sein. Darüber hinaus wird weiter in den Auf- und Ausbau des weltweiten Direktvertriebsnetzes investiert. Die Höhe des Investitionsvolumens dürfte den Vorjahreswert überschreiten.

Der Jungheinrich-Konzern wird 2006 seine Entwicklungstätigkeit auf hohem Niveau fortführen, um das breit gefächerte Produktprogramm durch kontinuierliche Erneuerung und Ergänzung attraktiver Produkte auf dem neuesten technischen Stand zu halten und damit seine Wettbewerbsposition abzusichern und auszubauen.

Nach einer mehrjährigen Phase der Konsolidierung zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Jungheinrich-Konzerns wird der Geschäftsverlauf ab 2006 zunehmend von einer Wachstumsstrategie geprägt sein. Jungheinrich wird sein Engagement außerhalb Europas in der Wachstumsregion Asien, aber auch im nordamerikanischen Markt verstärken. In Qingpu nahe Shanghai, China, wird bis zum Herbst 2006 ein Montagewerk für elektrobetriebene Deichselhubwagen zur Belieferung der Überseemärkte eingerichtet. Die große Nachfrage nach lagertechnischen Geräten, vor allem im chinesischen Raum, kann so ortsnah erfüllt werden. Mit den eigens für den US-Markt entwickelten Produkten werden wir unsere Vertriebsgesellschaft in den USA, die Jungheinrich Lift Truck Corporation, stärken. Für Jungheinrich bietet sich die Möglichkeit, das Geschäft als Vollsortimenter in den USA kontinuierlich über einen längeren

Zeitraum auszubauen. In Europa sind die Anstrengungen von Jungheinrich auf den verstärkten Ausbau des Geschäftes mit Gegengewichtsstaplern gerichtet. Zur Ausweitung seiner Geschäftsaktivitäten wird der Jungheinrich-Konzern sein Kataloggeschäft ab Sommer 2006 professionell als eigenständiges Handelsgeschäft betreiben.

Die Ertragsentwicklung im Jahr 2006 wird im besonderen Maße von folgenden Faktoren beeinflusst werden: Die konjunkturbedingte Nachfragesteigerung und die höhere Auslastung der Produktionswerke in Norderstedt und Moosburg sollten zu positiven Impulsen führen. Trotz des insgesamt erwarteten moderaten Marktwachstums wird der Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter zunehmen. Mit einer Entspannung bei den Rohstoffpreisen wird nicht gerechnet. Hinzu kommt die Ausrichtung auf die Wachstumsstrategie mit der Bereitstellung notwendiger finanzieller Ressourcen. Des Weiteren sind in Deutschland im Rahmen der Tarifverhandlungen Lohnabschlüsse zu erwarten, die zu zusätzlichen Kostenbelastungen führen können. Insgesamt erwartet Jungheinrich für das Geschäftsjahr 2006 eine zufrieden stellende Ertragsentwicklung. Aufgrund der Wachstumsstrategie außerhalb Europas, für die Vorleistungen zu erbringen sind, werden vorübergehend unterdurchschnittliche Ergebnisbeiträge erwartet, die zu einem insgesamt rückläufigen Renditeniveau führen können.

Unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen über 2006 hinaus nicht wesentlich abschwächen werden, wird 2007 mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung gerechnet. Die globalen Verteilungsströme dürften zu einem weiteren Anstieg des weltweiten Marktvolumens führen, an dem Jungheinrich partizipieren könnte. Rückläufige Absatzchancen in Deutschland aufgrund der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung ab 2007 könnten durch zunehmende Absatzerfolge in Osteuropa und Übersee sowie durch den Ausbau des Geschäftes mit Gegengewichtsstaplern mehr als kompensiert werden. Insgesamt erwartet Jungheinrich weitere Zuwächse bei Auftragseingang und Umsatz. Die Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns sollte ungeachtet des starken Verdrängungswettbewerbes von der Produktivitätssteigerung aus den neuen Fertigungsprozessen an den Standorten Norderstedt und Moosburg profitieren. Diese werden sich positiv auf das Renditeniveau auswirken.

Insgesamt sieht sich der Jungheinrich-Konzern gut gerüstet, um die Anforderungen, die Markt, Wettbewerb und Rahmenbedingungen an ihn stellen, auch künftig zu erfüllen.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich basieren, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen sowie die Einführung von Produkten des Wettbewerbs.

Der Konzern im Überblick

Geschäftsfeld Logistiksysteme ausgebaut Vertriebsgesellschaft in Thailand gegründet Produktivität der Werke gesteigert Neues Montagewerk in China

Jungheinrich betreut seine Kunden bei der Projektierung und Realisierung kompletter Logistiksysteme. Jungheinrich baut seine Präsenz auf den Wachstumsmärkten in Osteuropa und Übersee weiter aus. Mit der Entwicklung neuer Produkte wird unter anderem den wachsenden Anforderungen der internationalen Kunden Rechnung getragen. Grundlegende Veränderungen der Fertigungs- und Montageabläufe steigern die Produktivität und Flexibilität der Werke.

Mit der Gründung einer eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaft in Thailand hat Jungheinrich sein weltweites Direktvertriebsnetz weiter verstärkt. Jungheinrich ist heute mit seinem leistungsstarken Direktvertriebs- und Servicenetz an mehr als 100 Standorten in 30 europäischen und außereuropäischen Ländern präsent. Darüber hinaus ist das Unternehmen in rund 60 Ländern durch Repräsentanzen vertreten.

Jungheinrich entwickelt Flurförderzeuge, lagertechnische Produkte und logistische Lösungen mit modernster Technik und höchster Qualität für den individuellen Kundennutzen. Speziell für den amerikanischen Markt wurden lagertechnische Geräte entwickelt, die den besonderen Einsatzanforderungen dieses Marktes gerecht werden.

Das Geschäftsfeld "Logistiksysteme" für die Konzeption und Realisierung ganzheitlicher Lager- und Materialflusslösungen wurde ausgebaut. Jungheinrich bietet Gesamtlösungen aus einer Hand und begleitet seine Kunden von der ersten Materialflussplanung über die Konzeption und Projektierung, die Bauphase (als Generalunternehmer) bis zum Lagerbetrieb.

An den deutschen Produktionsstandorten werden die Fertigungsmethoden und Montageabläufe neu strukturiert und so die Produktivität und Flexibilität wesentlich gesteigert. Im Werk Norderstedt wird ein neues Entwicklungs- und Testzentrum gebaut. Von der Bündelung seiner Aktivitäten in diesem Bereich erwartet das Unternehmen Synergieeffekte und die Beschleunigung von Entwicklungsprojekten. Ein neues Montagewerk für lagertechnische Geräte im chinesischen Qingpu bei Shanghai wird 2006 den Betrieb aufnehmen. Dort wird Jungheinrich Fahrzeuge für den chinesischen Markt und die Märkte in Übersee fertigen.

Mitarbeiter

Jungheinrich beschäftigte zum 31. Dezember 2005 8.998 Mitarbeiter. Das sind 10 Mitarbeiter weniger als 2004. Zu Reduzierungen kam es bei den Werkstatt-Technikern, während bei den Fachberatern Personal aufgebaut wurde. Insgesamt steht einem leichten Rückgang der Mitarbeiterzahl in der Produktion ein Aufbau im Service gegenüber. Hier sind jetzt 49 Prozent der Gesamtbelegschaft beschäftigt.

Führungskräfteentwicklung und Projektarbeit

Die Führungskräfteentwicklung ist 2005 weiter in das Blickfeld der Personalentwicklung gerückt. So wurde ein eigenes Trainingsprogramm für junge Führungskräfte eingeführt. Die Teilnehmer sollen bestmöglich auf ihre neue Führungsaufgabe vorbereitet und anschließend begleitet werden. Themen des Trainings sind unter anderem Teamentwicklung, Mitarbeitermotivation, Konfliktmanagement und die Reflexion des eigenen Führungsverständnisses. Dabei profitieren die Teilnehmer insbesondere vom Erfahrungsaustausch untereinander.

1. Managerin im Finanzbereich 2. Staplerservice beim Kunden 3. Beratung für komplexe Logistiklösungen

Das effektive Arbeiten in Projekten ist ein wichtiges Erfolgskriterium bei Jungheinrich. Entsprechend richtet das Unternehmen seine Nachwuchsprogramme darauf aus: Sowohl das Trainee- als auch das Managementprogramm JUMP setzen einen Schwerpunkt auf Projektarbeit. In Moosburg (Deutschland) arbeiten bereits die Auszubildenden in eigenen Projekten. Die Übernahme von Verantwortung, das Lernen an Themenstellungen aus der Praxis und der Blick über den fachlichen Tellerrand schaffen einen Mehrwert für Jungheinrich.

Auszubildende bei Jungheinrich nutzen zunehmend die Möglichkeit, nach der gewerblichen auch eine kaufmännische Ausbildung zu absolvieren. Diese Doppelqualifikation wird sowohl im Vertrieb als auch im Einkauf zunehmend geschätzt. Die Mitarbeiter bekommen eine breit gefächerte Ausbildung und das Unternehmen hoch qualifizierte und vielseitig einsetzbare Mitarbeiter.

Das in Moosburg bereits bewährte Inhouse-Management für die steigende Zahl von Zeitarbeitskräften wird im ersten Quartal 2006 auch in Norderstedt eingeführt. Dieses Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit mit einem Zeitarbeitsunternehmen fördert die arbeitsorganisatorische und soziale Integration der befristet Beschäftigten während ihrer Zeit bei Jungheinrich.

Internationalisierung

Grenzüberschreitendes Arbeiten ist ein wichtiger Baustein für tragfähige internationale Strukturen im Konzern. Über das Programm "Going Global" wurden auch 2005 Mitarbeiter unterstützt, die für drei bis sechs Monate Projekte außerhalb ihrer Landesgesellschaft betreut haben. Über längere Zeiträume sind Mitarbeiter weltweit ebenfalls versetzt worden. Zielländer waren unter anderem die Wachstumsmärkte Brasilien, China und USA.

Die 2005 eingestellten Trainees kommen unter anderem aus Deutschland, den Niederlanden, den USA und Neuseeland. Jeder Teilnehmer durchläuft mindestens eine Ausbildungsstation außerhalb Deutschlands. Auch ein Großteil der kaufmännischen Auszubildenden wurde in den Sommermonaten 2005 in Skandinavien, Großbritannien, Irland, Frankreich, Polen, Spanien, Portugal und in den USA eingesetzt.

Als international arbeitendes Unternehmen präsentiert sich Jungheinrich auf Hochschulmessen als attraktiver Arbeitgeber und verschafft Studierenden einen ersten Eindruck über Praktikumsplätze und Diplomandenstellen.

Umstrukturierung in der Produktion

Die Umstrukturierung im Werk Norderstedt wird bis Ende 2006 abgeschlossen. Viele der damit verbundenen Änderungen wurden bereits 2005 wirksam. So ermöglicht jetzt die getaktete Fließfertigung in einer festgelegten Produktionskette einen reibungslosen Fertigungsablauf. Für die Mitarbeiter fanden dazu

umfangreiche Schulungen statt. Die Vorgabezeiten für die einzelnen Arbeitsschritte werden nun nach einer neuen Methode kalkuliert und sind so genauer planbar. Die Arbeitsplätze werden ergonomisch deutlich verbessert. Insgesamt werden so die Produktionsstandorte und damit auch die Arbeitsplätze gesichert.

Mitarbeiter nach Funktionen

Stand 31.12. 2005 2004
Kundendienst-Techniker 2.995 2.999
Werkstatt-Techniker 258 295
Fertigung 1.366 1.376
Fachberater 660 625
Innendienst 3.318 3.317
Aushilfen 151 145
Auszubildende 250 251
Gesamt 8.998 9.008

Technische Innovationen

Einen Blick in die Gabelstapler-Zukunft gewährten die Jungheinrich-Entwickler auf der Branchenmesse CeMAT mit ihrer Studie "Concept 05". Mit ihrem Multifunktions-Lenkrad werden sämtliche Bedienfunktionen des Gabelstaplers zentral gesteuert. Lenkausschläge von nur 100 Grad in beide Richtungen ermöglichen nahezu ermüdungsfreies Lenken. Ebenfalls in das Konzeptfahrzeug integriert sind Elemente der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Mittels dieser auf dem Logistiksektor rasch voranschreitenden Technologie kommuniziert der Stapler mit seiner Umwelt. Es werden z. B. Paletten und Lagerplätze automatisch erkannt und der Informationsfluss innerhalb der Logistikkette unterstützt. Darüber hinaus wird die RFID-Technologie für ein Fahrerassistenzsystem genutzt, das Verkehrsinformationen an den Fahrer übermittelt und auf Gefahrenstellen hinweist. Zurzeit wird die Marktakzeptanz dieser Innovationen im Concept 05 überprüft. Bei guter Resonanz plant Jungheinrich eine schnelle Einführung in Seriengeräten.

Als erster Anbieter brachte Jungheinrich einen elektromotorisch betriebenen Gabelstapler mit einer drehbaren Fahrerkabine auf den Markt. Der Vorteil: Bei unübersichtlicher Last dreht der Fahrer die Kabine um 180 Grad und fährt, mit der Last im Rücken, ergonomisch günstig und mit guter Sicht. Eine weitere Neuheit in diesem Stapler ist die seitliche Batterieentnahme mit einfachen Mitteln. Bei herkömmlichen Elektrostaplern ist hierzu ein Kran erforderlich. Das Gerät wurde Anfang 2006 mit dem Innovationspreis für Logistik des VDI ausgezeichnet.

Fahrzeuge für den US-Markt entwickelt

Das Engagement in den USA unterstreicht Jungheinrich durch eigens für diesen Markt entwickelte Geräte. Die Gründe liegen unter anderem in den gegenüber Europa unterschiedlichen Einsatzanforderungen. Der Elektro-Vertikalkommissionierer EKS 314 ist mit einer zur Lastgabel hin offenen Bedienerplattform und einer Palettenklammer ausgerüstet. Seine Tragfähigkeit beträgt 3.000 lbs (1,36 Tonnen), seine Kommissionierhöhe reicht bis fast 10 Meter. Der Elektro-Niederhubwagen ECR 327/336 wird zum Transportieren, Kommissionieren und für die LKW-Be- und -Entladung eingesetzt. Die stoßgedämpfte Standplattform bietet dem Bediener einen komfortablen Arbeitsplatz. Die Tragfähigkeit ist auf 6.000 bzw. 8.000 lbs (2,7/3,6 Tonnen) ausgelegt, die Fahrgeschwindigkeit beträgt bis zu 15 km/h. Einen Wettbewerbsvorteil bietet die in den Fahrzeugen verwendete wartungsarme Drehstromtechnik. Im Gegensatz zu Europa ist auf dem amerikanischen Markt die weniger dynamische und über den Lebenszyklus des Gerätes teurere Gleichstromtechnik noch weit verbreitet.

Schubmaststapler für schmale Regalgänge

Für den Einsatz in schmalen Regalgängen bis in Hubhöhen von 7,7 Metern konzipiert ist die neue Generation des Elektro-Schubmaststaplers ETV 110-116. Trotz seiner geringen Fahrzeugbreite kann der Stapler Euro-Paletten in Längsrichtung zwischen den Radarmen aufnehmen. Die optionale elektrische 360-Grad-Endloslenkung ermöglicht schnelle Fahrtrichtungswechsel ohne Umschalten der Fahrtrichtung.

Beim neuen Deichselhubwagen ERE 120 sind der Antrieb, die Stützräder und die Standplattform gefedert. Die Jungheinrich-Entwickler haben – erstmals in der Branche – einen Weg gefunden, die Anforderungen an Fahrkomfort und verlängerte Lebensdauer zu erfüllen, ohne Kompromisse bei Traktion und Seitenstabilität einzugehen.

Vielseitige Schlepper gefragt

Insbesondere in produzierenden Betrieben werden seit einigen Jahren vermehrt Schlepper zur Versorgung der Fertigung, zum Beispiel mit Bauteilen, eingesetzt. Mit nur einem Fahrzeug und entsprechend geringem Personalaufwand lassen sich mehrere Lasten transportieren. Zudem werden Schleppzüge wie ein rollendes Regal eingesetzt und können so Taktschwankungen in der Produktion ausgleichen. Mit dem EZS 130 und dem EZS 330/350 präsentiert Jungheinrich eine neue Schlepper-Generation für vielfältigen Einsatz, z. B. in der Automobilindustrie und dem Großhandel. Die Schlepper lassen sich sehr wirtschaftlich herstellen, da sie technisch auf Großseriengeräten basieren. Die neuen Schlepper decken mit ihren Leistungsdaten etwa die Hälfte der Einsatzgebiete des gesamten Schleppermarktes ab.

1. Neuer Schubmaststapler für schmale Gänge 2. Kommissionierer speziell für den US-Markt 3. Bequeme LKW-Entladung mit gefedertem Niederhubwagen

Logistikdienstleistungen

Logistiksysteme

Als Planer und Generalunternehmer steht Jungheinrich seinen Kunden bei Konzeption, Planung und Implementierung sowohl von Lager- und Logistik-Projekten "auf der grünen Wiese" als auch bei Lagererweiterungen zur Seite. Dieses Geschäftsfeld baut Jungheinrich seit 2004 konsequent aus.

Das Geschäft mit Serienflurförderzeugen wird hier erweitert um automatische Systemlösungen, z. B. Regalbediengeräte, Fördertechnik, Warehouse-Management-Software sowie Datenfunkkomponenten. Jungheinrich bietet den Kunden damit ganzheitliche Lager- und Materialflusslösungen für ihren individuellen Bedarf. Dabei begleitet das Unternehmen seine Kunden von der ersten Materialflussberatung über Konzeption und Projektierung, der Integration aller Gewerke (als Generalunternehmer) bis zur Wartung und dem Service, unabhängig vom Automationsgrad.

Eine eigene Abteilung "Logistiksysteme" am Standort Moosburg konzipiert und realisiert in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Vertriebseinheiten europaweit logistische Gesamtlösungen. Ein Höhepunkt war 2005 die Realisierung eines automatischen Lagers für Fertigwaren bei Cargill Bottled Oils in Izegem (Belgien). Zum international besetzten Jungheinrich-Projektteam gehörten Mitarbeiter mit Erfahrungen in unterschiedlichen Fachbereichen. Über solche Projektteams findet ein ständiger Know-how-Transfer statt. Best-Practice-Ansätze werden so intern schnell verbreitet.

Materialflussanalyse

Mit der selbst entwickelten Software zur Materialflussanalyse rationalisiert Jungheinrich die Läger seiner Kunden. Nach einer intensiven Bestandsaufnahme, bei der alle Transportaufgaben, -wege und -mittel erfasst werden, unterstützt die Software bei der Zusammenstellung einer "idealen" Flotte. Bei den 2005 durchgeführten Analysen waren Einsparungen von 20 bis 30 Prozent je Kunde allein bei den Anschaffungskosten für den Fuhrpark keine Seltenheit. Hinzu kamen Einsparungen bei Energie-, Wartungs- und Personalkosten.

Ersatzteillogistik

In der Ersatzteillogistik ist Jungheinrich schon seit Jahren führend. In immer mehr Ländern bietet das Unternehmen seine In-Night-Versorgung, bei der am Tag bestellte Ersatzteile bereits in der folgenden Nacht direkt in das Kundendienstfahrzeug geliefert werden. In diesen Service wurde 2005 auch Großbritannien einbezogen. England, Wales und Schottland werden nun täglich per Luftfracht versorgt. Das regionale Jungheinrich-Ersatzteillager in England wurde im Gegenzug aufgelöst. Nach dem Wegfall der Zollgrenzen zu den osteuropäischen EU-Staaten wird die Ersatzteil-Versorgung dieser Märkte noch 2006 auf westeuropäisches Niveau beschleunigt. Das 2004 in Shanghai eröffnete Ersatzteillager wird seit 2005 von Jungheinrich selbst betrieben.

Finanzdienstleistungen

Durch die Gründung von europäischen Tochterunternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen – 2005 kam Frankreich hinzu – kommt Jungheinrich der wachsenden Nachfrage nach Europarahmenverträgen entgegen. Insbesondere internationale Großkunden erwarten zunehmend eine einheitliche Vertragsgestaltung – unabhängig davon, ob sie ihre Stapler in Deutschland, Italien oder Frankreich betreiben.

Miete/Gebrauchtgeräte

Jungheinrich hat einen Rahmen geschaffen, in dem Mietverträge zwischen einem Tag und 120 Monaten Laufzeit abgeschlossen werden können. Dabei kann der Kunde die Größe seiner gemieteten Flotte sowie die Laufzeit während der Mietperiode flexibel seinen Bedürfnissen anpassen.

Die Vielfalt des Produktprogramms findet sich im Gebrauchtstaplerbestand von Jungheinrich wieder. Durch einen intensiven Austausch zwischen den Landesgesellschaften kann das Unternehmen in allen Märkten des Konzerns die benötigten Fahrzeuge anbieten. Gebrauchtstapler sind insbesondere für kleinere Kunden eine interessante preisliche Alternative zu Neugeräten.

Im Miet- und Gebrauchtgeschäft gewinnen neben den Märkten in West- und Zentraleuropa die Märkte in Osteuropa immer mehr an Bedeutung. Russland nimmt hier eine besondere Stellung ein.

Internationale Projekte

Starke Präsenz bei Mercadona in Spanien

Mit mehr als 930 Supermärkten ist die Mercadona S.A. die führende Supermarktkette in Spanien. Das Unternehmen mit Stammsitz in Valencia beschäftigt mehr als 54.000 Mitarbeiter.

Im Jahr 2005 lieferte Jungheinrich rund 720 Flurförderzeuge an Mercadona. Damit wuchs die Fahrzeugflotte beim Kunden auf rund 4.500 Jungheinrich-Geräte.

In den Supermärkten mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von 1.300 Quadratmetern werden Deichselhubwagen, Deichselstapler und Elektro-Gegengewichtsstapler eingesetzt.

Von sechs Zentrallagern aus verteilt Mercadona die Waren an seine Supermärkte in Spanien. Vom Standort Huevar bei Sevilla aus wird beispielsweise die Region Südspanien versorgt. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern im Trockenlager und 15.000 Quadratmetern im Tiefkühllager sind rund 180 Flurförderzeuge von Jungheinrich im Einsatz. Im Hochregallager werden Hochregalkommissionierer für die Ein- und Auslagerung eingesetzt, für Transportaufgaben Deichselhubwagen und Deichsel-Doppelstockstapler. Im Dreischichtbetrieb werden in Huevar täglich rund 4.000 Paletten umgeschlagen.

Internationaler Rahmenvertrag mit SPAR

Die internationale SPAR ist eine der größten Handelsketten der Welt und heute mit rund 15.000 Supermärkten und Geschäften in 30 Ländern in Europa, Afrika, Asien und Australien vertreten. Die internationale SPAR-Zentrale hat ihren Sitz in Amsterdam (Niederlande).

Rund 1.100 Jungheinrich-Geräte sind bei SPAR in fast allen europäischen Ländern im Einsatz. SPAR hat einen internationalen Rahmenvertrag mit Jungheinrich und bezieht jährlich rund 100 Jungheinrich-Geräte. Das Unternehmen kauft die Geräte in der Regel und schließt Full-Service-Verträge ab. 2004 wurde Jungheinrich als Lieferant des Jahres geehrt.

Von weltweit über 70 Distributionszentren aus werden die Supermärkte und Geschäfte versorgt. In Ljubljana (Slowenien) zum Beispiel sind 56 Jungheinrich-Geräte im Einsatz: Deichselhubwagen, Schubmaststapler, Horizontal-Kommissionierer, Deichselstapler und Elektro-Gegengewichtsstapler. Im Hauptlager befinden sich Jungheinrich-Regalanlagen mit ca. 17.000 Palettenplätzen. Für 2006 sind der Ausbau des Lagers um weitere 5.000 Quadratmeter mit ca. 3.000 Palettenplätzen und der Erwerb von rund 30 weiteren Jungheinrich-Staplern vorgesehen.

Jungheinrich-Stapler bei SKF in Singapur

Die SKF-Gruppe ist weltweit führender Anbieter von Produkten, Kundenlösungen und Dienstleistungen in den Bereichen Wälzlager und Dichtungen für den Maschinenbau und verwandte Branchen. Sie hat weltweit 100 Produktionsstätten. Mit den eigenen Vertriebsbüros in 70 Ländern, weltweit unterstützt durch etwa 15.000 Vertragshändler, dem E-Business-Marktplatz und einem globalen Distributionssystem ist SKF immer in Kundennähe – egal ob es um Produkte oder Dienstleistungen geht. Das Unternehmen nutzt rund 150 Jungheinrich Gabelstapler in acht Ländern in Europa und Asien.

SKF South East Asia & Pacific mit Sitz in Singapur ist verantwortlich für den Vertrieb von Wälzlagern und verwandten Produkten für den Industrie-Aftermarket in 22 Ländern in Südostasien, vom indischen Subkontinent bis Korea und von China bis Neuseeland. SKF South East Asia & Pacific arbeitet im Distributionszentrum in Singapur mit 21 Jungheinrich-Geräten, darunter Vertikal-Kommissionierer, Elektro-Gegengewichtsstapler, Schubmaststapler, Deichselstapler und Handgabelhubwagen.

Produktionsstandorte

Jungheinrich investiert in die Zukunft seiner Produktionsstandorte, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Fertigungslinien werden modernisiert und die logistischen Prozesse optimiert. Ziel ist eine deutliche Steigerung der Produktivität und Flexibilität. In Qingpu nahe Shanghai (China) wird Jungheinrich noch 2006 ein Montagewerk für Elektrohubwagen in Betrieb nehmen. Ein Teil der Fahrzeugkomponenten wird aus dem Werk in Norderstedt (Deutschland) kommen. Qingpu wird die Märkte in Asien und Übersee versorgen.

Im Werk Norderstedt werden Elektrohubwagen und Schubmaststapler hergestellt. Darüber hinaus produziert das Werk Hubgerüste, Elektronik-Fahrzeugsteuerungen und Batterieladegeräte. Die 2005 gestartete Neustrukturierung aller Werksbereiche wird bis Ende 2006 abgeschlossen sein und zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung führen. Ein neues Entwicklungs- und Testzentrum bündelt zudem künftig den Prototypen- und Werkzeugbau, die Prüfstände für Fahrzeuge, Komponenten- und Grundlagenentwicklung sowie die Teststrecken.

Auch das Werk Lüneburg (Deutschland) – zuständig für Kleinserien und Sonderanfertigungen – wird seit 2005 erweitert, um dem erhöhten Produktionsvolumen Rechnung zu tragen.

Im Bereich "Gegengewichtsstapler" des Werkes Moosburg (Deutschland) wurde 2005 eine gesonderte Vormontage für Großkomponenten aufgebaut und so die Montagefläche in den Fertigungslinien deutlich erweitert. Ebenfalls investiert wurde in eine neue Versuchs- und Testabteilung sowie in ein Prüfmittel-Labor für die Qualitätssicherung.

Mit 2.000 Quadratmetern zusätzlicher Lager- und Fertigungsfläche in der Produktlinie "Lager- und Systemfahrzeuge" wurden die Rahmenbedingungen für eine Produktionsausweitung geschaffen.

1. SKF-Lager mit Hochregalstaplern 2. Mietstapler-Einsatz im Zentrum von Singapur 3. Distributionszentrum von Mercadona in Spanien

Konzernabschluss

Die 2005 präsentierten Schubmaststapler der Baureihe 1 sind mit einem neuartigen Solo-Piloten ausgestattet, der die wesentlichen Bedienelemente integriert.

Konzern-Gewinn -und Verlustrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens Konzernanhang Erklärung des Vorstandes Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

2005 2004
Anhang in Tausend € in Tausend €
Umsatzerlöse
(4)
1.644.851 1.530.678
Umsatzkosten
(5)
1.201.595 1.122.436
Bruttoergebnis vom Umsatz 443.256 408.242
Vertriebskosten 268.920 255.739
Forschungs-und Entwicklungskosten
(13)
39.027 35.352
Allgemeine Verwaltungskosten 29.839 32.925
Sonstige betriebliche Erträge
(8)
8.418 13.804
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(9)
5.731 11.658
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.987 997
Übriges Beteiligungsergebnis
(10)
– 3.249
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 106.895 87.369
Finanzergebnis
(11)
– 117 – 3.948
Steuern vom Einkommen und Ertrag
(12)
44.674 34.093
Konzern-Jahresüberschuss 62.104 49.328
Ergebnis je Aktie in €
(38)
1,84 1,47

Konzernbilanz

Aktiva

31. Dez. 2005 31. Dez. 2004
Anhang in Tausend € in Tausend €
Langfristige Vermögenswerte
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte
(13)
38.476 37.451
Sachanlagen
(14)
208.265 194.771
Mietgeräte
(15)
123.404 107.353
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen
(16)
158.066 167.111
Anteile an assoziierten Unternehmen
(17)
10.409 8.797
Übrige Finanzanlagen
(17)
4.021 6.561
542.641 522.044
Übrige langfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(19)
5.278 4.634
Forderungen aus Finanzdienstleistungen
(20)
204.410 159.470
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
(21)
96 413
Latente Steueransprüche
(12)
63.804 71.039
273.588 235.556
816.229 757.600
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
(18)
160.579 150.529
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(19)
324.676 297.895
Forderungen aus Finanzdienstleistungen
(20)
86.453 69.390
Ertragsteuerforderungen 3.093 4.800
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
(21)
26.440 21.149
Wertpapiere
(22)
41.867 40.994
Liquide Mittel
(23)
232.549 187.462
Rechnungsabgrenzungsposten
(24)
8.252 8.468
883.909 780.687
1.700.138 1.538.287

Konzernbilanz

Passiva
31. Dez. 2005 31. Dez. 2004
Anhang in Tausend € in Tausend €
Eigenkapital (25)
Gezeichnetes Kapital 102.000 102.000
Kapitalrücklage 78.385 76.957
Gewinnrücklagen 251.876 204.840
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 4.435 5.579
Eigene Anteile (5.661)
436.696 383.715
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (26) 164.670 160.511
Übrige langfristige Rückstellungen (27) 33.362 28.113
Latente Steuerschulden (12) 17.124 15.244
Finanzverbindlichkeiten (28) 127.137 121.819
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (29) 266.265 221.444
Rechnungsabgrenzungsposten (32) 80.587 86.542
689.145 633.673
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 20.567 16.278
Übrige kurzfristige Rückstellungen (27) 121.807 129.531
Finanzverbindlichkeiten (28) 141.435 91.879
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (29) 112.735 94.639
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30) 74.301 74.358
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten (31) 51.481 55.838
Rechnungsabgrenzungsposten (32) 51.971 58.376
574.297 520.899
1.700.138 1.538.287

Konzern-Kapitalflussrechnung

2005 2004
Jahresüberschuss in Tausend €
62.104
in Tausend €
49.328
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 34.445 32.441
Abschreibungen auf Miet- und Leasinggeräte 79.668 78.579
Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.366
Veränderung der Rückstellungen 216 – 14.764
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) – 84.041 – 68.330
Veränderung der Sachanlagen aus Finance Leases (ohne Abschreibungen) – 9.361 – 6.144
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 507 1.573
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens – 351 – 8.614
Ergebnis aus der Equity-Bewertung – 1.612 1.211
Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden 9.115 10.588
Veränderung bei übrigen Bilanzpositionen
Vorräte – 7.195 4.808
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 29.811 9.018
Forderungen aus Finanzdienstleistungen – 62.003 – 26.540
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 880 – 7.148
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 62.918 20.506
Leasingverbindlichkeiten 8.711 – 31.595
sonstige betriebliche Aktiva – 7.987 – 11.359
sonstige betriebliche Passiva – 11.314 – 9.605
Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 48.255 23.953
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte – 49.034 – 34.853
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 10.993 20.095
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen – 3.087 – 6.829
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen 682
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit – 40.446 – 21.587
Gezahlte Dividenden – 15.068 – 14.058
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Anteile 7.089 31
Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten 50.736 – 19.154
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten 85.705
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten – 6.415 – 32.462
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit 36.342 20.062
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 44.151 22.428
Wechselkurs- und wertbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 1.809 1.308
Veränderung des Finanzmittelbestandes 45.960 23.736
Finanzmittelbestand zum 1. Januar 228.419 204.683
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 274.379 228.419

Die Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
Rücklagen
Unterschieds-
Währungs-
umrechnung
Sonstige Eigenkapital-
Veränderungen
Unterschieds
betrag aus der betrag aus der
Bewertung
derivativer
Finanzinstru
mente
Eigene
Anteile
Gesamt
in Tausend €
Stand am
31. Dezember 2003
102.000 76.952 171.569 3.289 327 – 5.687 348.450
Unterschiedsbetrag aus
der Währungsumrechnung
2.475 2.475
Dividende für das Vorjahr – 14.058 – 14.058
Verkauf eigener Anteile 5 26 31
Konzern
Jahresüberschuss 2004
49.328 49.328
Übrige Veränderungen – 1.999 – 512 – 2.511
Stand am
31. Dezember 2004
102.000 76.957 204.840 5.764 – 185 – 5.661 383.715
Unterschiedsbetrag aus
der Währungsumrechnung
– 1.207 – 1.207
Dividende für das Vorjahr – 15.068 – 15.068
Verkauf eigener Anteile 1.428 5.661 7.089
Konzern
Jahresüberschuss 2005
62.104 62.104
Übrige Veränderungen 63 63
Stand am
31. Dezember 2005
102.000 78.385 251.876 4.557 – 122 436.696

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (25) erläutert.

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
1. Jan. 2005
Währungs
differenzen
Änderungen
Konsoli-
dierungskreis
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
31.Dez. 2005
in Tausend €
Inmaterielle Vermögenswerte
Nutzungsrechte und Software
15.782 72 31 3.755 490 19.150
Aktivierte Entwicklungskosten 40.929 7.300 48.229
Firmenwerte 6.181 6.181
62.892 72 31 11.055 490 73.560
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücks
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
194.907 488 94 6.222 575 3.493 204.629
Technische Anlagen
und Maschinen
50.021 13 3.840 1.526 2.520 54.868
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
123.167 381 559 11.479 8.697 1.782 128.671
Anlagen im Bau 2.778 2 16.476 174 (7.795) 11.287
370.873 884 653 38.017 10.972 399.455
Mietgeräte 179.977 1.681 485 74.908 59.748 197.303
Leasinggeräte aus
Finanzdienstleistungen
272.859 2.101 62.693 75.552 262.101
Anteile an
assoziierten Unternehmen
8.797 1.612 10.409
Übrige Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
5.807 (1.579) 3.087 40 7.275
Wertpapiere des
Anlageverrnögens
725 725
Sonstige Ausleihungen 2.436 2.436
8.968 (1.579) 3.087 765 9.711
Anlagevermögen gesamt 904.366 4.738 (410) 191.372 147.527 952.539
Abschreibungen
Kumulierte
Abschrei-
bungen
31. Dez. 2005
Buchwert
31. Dez. 2005
Buchwert
31. Dez. 2004
Kumulierte
Abschrei-
bungen
1. Jan. 2005
Währungs-
differenzen
Änderungen
Konsoli-
dierungskreis
Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres
Kumulierte
Abschrei-
bungen
auf Abgänge
Kumulierte
Abschrei
bungen
31. Dez. 2005
14.732 4.418 3.303 12.479 61 8 2.674 490 14.732
19.069 29.160 27.967 12.962 6.107 19.069
1.283 4.898 6.181 1.283 1.283
35.084 38.476 37.451 25.441 61 8 10.064 490 35.084
62.832 141.797 136.584 58.323 50 5.290 831 62.832
36.337 18.531 17.585 32.436 5 4.964 1.068 36.337
92.021 36.650 37.824 85.343 230 76 14.126 7.754 92.021
11.287 2.778
191.190 208.265 194.771 176.102 285 76 24.380 9.653 191.190
73.899 123.404 107.353 72.624 644 51 35.399 34.819 73.899
104.035 158.066 167.111 105.748 941 44.270 46.924 104.035
10.409 8.797
3.366 3.909 5.807 3.366 3.366

2.324

112
642
112
83
2.324



83

2.324
5.690 4.021 6.561 2.407 3.366 83 5.690
409.898 542.641 522.044 382.322 1.931 135 117.479 91.969 409.898

Konzernanhang

(1) Gegenstand der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist – mit Schwerpunkt in Europa – international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen.

Der Produktionsverbund umfasst die Werke in Norderstedt und Moosburg (beide Deutschland). Daneben werden Handgabelhubwagen aus China bezogen.

Die Gesellschaft unterhält für die Produktmarke Jungheinrich ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 18 Vertriebszentren/Niederlassungen und 24 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Singapur, Thailand und in den USA angesiedelt. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Ergänzend zum Jungheinrich-Direktvertrieb in Europa wird ebenfalls unter der operativen Verantwortung der jeweiligen Jungheinrich-Landesorganisation ein Teilsortiment des Jungheinrich-Produktprogramms in festgelegten Regionen über freie, nicht vertragsgebundene Händler unter dem Markennamen MIC angeboten.

(2) Grundsätze der Rechnungslegung

Grundlagen

Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 erstmals in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind, und die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.

Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Die Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Rahmen der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS sowie deren Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Jungheinrich AG sind im Anhang unter Punkt (3) dargestellt.

Konsolidierung

Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 Prozent bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert ("assoziierte Unternehmen"). Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.

Die Bilanzierung der konsolidierten Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird ganz oder teilweise den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Ein nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer außerplanmäßigen Abschreibung überprüft. Ist der Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann sofort im Erwerbsjahr ertragswirksam erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Anteile an assoziierten Unternehmen, einschließlich der Joint Ventures, werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteils gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.

Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn und Verlustrechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Mittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
31.12.2005 31.12.2004 2005 2004
Währung
Basis 1 €
GBP 0,68530 0,70505 0,68436 0,67870
CHF 1,55510 1,54290 1,54883 1,54380
PLN 3,86000 4,08450 4,01754 4,52680
NOK 7,98500 8,23650 8,01058 8,36970
SEK 9,38850 9,02060 9,28489 9,12430
DKK 7,46050 7,43880 7,45219 7,43990
CZK 29,00000 30,46400 29,77510 31,89100
HUF 252,87000 245,97000 247,97000 251,66000
CNY 9,52040 11,26270 10,19470 10,3047
USD 1,17970 1,36210 1,24299 1,24390

Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:

Umsatzrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.

Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sog. "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes und im Fall eines sog. "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten bilanziert. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Produktbezogene Aufwendungen

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden im Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Aufwendungen für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.

Ergebnis je Aktie

Der Konzern-Jahresüberschuss pro Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2005 und 2004 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis pro Aktie auf Basis der ausgegebenen Aktien potenziell verwässert hätten.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und – sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist – linear über ihre Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die Herstellungskosten umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.

Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Firmenwerte, die aus dem Erwerb von assoziierten Unternehmen resultieren, sind im Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen enthalten.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden die Anlagengegenstände aus dem Anlagevermögen aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Gebäude 10 – 50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 10 – 50 Jahre
Betriebsvorrichtungen 10 – 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 – 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 10 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Für alle immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten zukünftigen diskontierten Cash-flows. Ergibt sich, dass der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Wenn der Grund für eine in Vorjahren durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.

Leasing

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab.

Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei so genannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird.

Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein so genannter "Operating Lease"-Vertrag vor und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten drei Jahre mit jeweils 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance und Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzierungen" passiviert. Einerseits werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzierungen" abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzenüberlassung aufgelöst. Andererseits werden Leasinggeräte im sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt.

Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passivischen Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Flurförderzeuge. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die vereinbarten Restwertgarantien werden unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in der Position "Verpflichtungen aus Restwertgarantien" ausgewiesen.

Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines so genannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte im Anlagevermögen aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung des Anlagevermögens und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines so genannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.

Finanzinstrumente

Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.

Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden vier Kategorien zuzuordnen:

  • Ausleihungen und Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
  • bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
  • erfolgswirksames fair value Finanzvermögen
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen.

Die der Kategorie "erfolgswirksames fair value Finanzvermögen" zugeordneten zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente und die Wertpapiere. Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger Cash-flows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft.

Forderungen

Bei den Forderungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Boni, Skonti und Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss. Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen.

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Rückzahlungsbetrag. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt, auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen.

Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, einschließlich der Joint Ventures, werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Wertpapiere

Die von Jungheinrich gehaltenen Wertpapiere sind Wertpapiere, deren Verkauf beabsichtigt ist. Sie werden demnach mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Die Bewertung dieser Wertpapiere erfolgt ebenfalls zum Marktwert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung werden ergebniswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich nur zu Sicherungszwecken eingesetzt.

IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cash-flow Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cash-flow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.

Liquide Mittel

Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("lower of cost and net realisable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Materialund Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet.

Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertung nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Latente Steuern

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dieses in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen angekündigt werden.

Die Buchwerte der aktivischen latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist.

Sonstige Eigenkapitalveränderungen

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie biometrische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Arbeitnehmer verteilt.

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche enthalten.

Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert.

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Abschlussgliederung

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind grundsätzlich den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.

Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten während der Berichtsperiode und zum Bilanzstichtag bestimmt haben. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u.a. für Pensionen, Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen, erforderlich. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.

Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und – soweit erforderlich – die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken.

Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind vielen Unsicherheiten unterworfen.

Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können.

Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.

Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Ab dem 1. Januar 2006 ist der geänderte IAS 19 verpflichtend anzuwenden. Dadurch ergibt sich die Option, bezüglich der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgsneutral zu erfassen. Jungheinrich plant auch weiterhin, wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung unter "Rückstellungen" beschrieben, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Arbeitnehmer erfolgswirksam zu erfassen, soweit diese Gewinne und Verluste 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen. Der geänderte IAS 19 fordert auch modifizierte sowie zusätzliche Anhangsangaben zu den leistungsorientierten Pensionsplänen. Jungheinrich nimmt die Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung des geänderten IAS 19 in Anspruch.

Ab dem 1. Januar 2006 ist weiterhin der geänderte IAS 39 verpflichtend anzuwenden. Geändert hat sich unter anderem, dass die Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und Schulden als "financial asset" oder "financial liability" zum beizulegenden Zeitwert (fair value) zu bewerten, in gewissem Umfang eingeschränkt wurde. Im Ergebnis erfüllen die im Jungheinrich-Konzern zum Bilanzstichtag vorhandenen Wertpapiere jedoch nach wie vor die Kriterien für eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.

Ab dem 1. Januar 2007 ist der IFRS 7 anzuwenden. Hieraus ergeben sich für Finanzinstrumente ("financial instruments") verschiedene weitere Angabepflichten, zum Beispiel im Hinblick auf die Risiken aus diesen Finanzinstrumenten.

Nach dem zum 1. Januar 2006 verpflichtend anzuwendenden IFRIC 4 müssen Vertragsverhältnisse daraufhin untersucht werden, ob konkrete Vermögenswerte, die im rechtlichen Eigentum des Vertragspartners stehen, unter der physischen und wirtschaftlichen Kontrolle des Bilanzierenden stehen, sodass z.B. Dritte von der Nutzung dieses Gegenstandes ausgeschlossen sind und keine dritte Partei mehr als einen unbedeutenden Anteil des produzierten geleisteten Volumens abnimmt, der von diesen Vermögenswerten erwirtschaftet wird. Bezüglich der Nutzung solcher Vermögenswerte wären die Klassifizierung dieser eingebetteten Leasingverhältnisse nach IAS 17 und die entsprechenden Auswirkungen auf die Bilanzierung zu prüfen. Aufgrund der Verhältnisse des Bilanzstichtages werden auf die Vermögens- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns aus der Anwendung des IFRIC 4 jedoch keine wesentlichen Einflüsse erwartet.

Gemäß dem geänderten IAS 1, der ab dem 1. Januar 2006 verpflichtend anzuwenden ist, sind Angaben zur Zusammensetzung und zur Steuerung des so genannten wirtschaftlichen Eigenkapitals gefordert. Dazu zählen z.B. externe Kapitalauflagen und Kapitalrestriktionen. Nach dem Stand zum Bilanzstichtag wird diese Standardänderung für Jungheinrich keine Relevanz haben.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, als Mutterunternehmen und alle Tochterunternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert und umfasst jetzt 26 ausländische und 7 inländische Gesellschaften. Drei Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Aufstellung über den vollständigen Anteilsbesitz der Jungheinrich Aktiengesellschaft wird gesondert beim Amtsgericht Hamburg im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 44885 hinterlegt.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis (Frankreich), am 14. Dezember 2005 schied das Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus. Nach Berücksichtigung der erforderlichen Wertberichtigung der Außenstände gegenüber dem Tochterunternehmen verblieb ein Ertrag aus der Endkonsolidierung in Höhe von T€ 599.

Nach dem Verkauf der Anteile an der Jungheinrich Lift Truck Ltd., Dublin (Irland), an die Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg, im Geschäftsjahr 2005 ist die bis dahin als Zwischenholding fungierende Ameise Lift Truck Ltd., Dublin (Irland), zum Bilanzstichtag aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Im Rahmen der Endkonsolidierung wurde ein Aufwand in Höhe von T€ 29 ergebniswirksam erfasst.

Die Jungheinrich Lift Truck Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China), wurde zum 31. Dezember 2005 erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Aus der Erstkonsolidierung resultierte kein Unterschiedsbetrag.

Im Inland wurde im Berichtsjahr die Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg, gegründet. Für die Ausweitung des französischen Finanzdienstleistungsgeschäftes wurden im Jahr 2005 die Jungheinrich Finance SAS und die Jungheinrich Financial Services SAS, jeweils Vélizy-Villacoublay (Frankreich), gegründet. Aus der Erstkonsolidierung der drei Gesellschaften zum 30. Juni 2005 ergaben sich keine Unterschiedsbeträge.

(3) Erläuterungen zur Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS

Grundlagen

Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 erstmals unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) und der verbindlichen Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen allen zum Abschlussstichtag geltenden IFRS.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2004 und die Zwischenberichte im Jahr 2005 wurden nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) erstellt.

Die Umstellung auf IFRS erfolgt in Übereinstimmung mit den in IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" enthaltenen Anwendungsvorschriften. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die sich ergebenden Unterschiedsbeträge im Rahmen der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 wurden ergebnisneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.

in Tausend € 31.12.2004 01.01.2004
Konzern-Eigenkapital nach US-GAAP 391.772 358.285
Anpassung von Firmenwerten (2.527) (2.527)
Erstkonsolidierungen 2004 1.258
Aktivierung von Entwicklungskosten 27.967 25.224
Wertaufholungen im Anlagevermögen 1.599 1.825
Vorratsbewertung 1.714 1.447
Pensionsrückstellungen
Erfassung sämtlicher versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (fresh start) (29.523) (31.112)
Auflösung des im Eigenkapital erfassten Unterschiedsbetrages aus Pensionsbewertung 15.016 14.932
Sonstige langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (1.663) (705)
Sonstige Posten 630 631
Latente Steuern
auf ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen (8.607) (8.892)
auf IFRS-Umstellungseffekte (13.921) (10.658)
Konzern-Eigenkapital nach IFRS 383.715 348.450
Überleitung des Konzern-Eigenkapitals zum 1. Januar 2004 (Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS)
und zum 31. Dezember 2004

Erläuterung der wesentlichen Umstellungseffekte

IFRS 1 befreit Unternehmen bei der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz von der retrospektiven Anwendung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Jungheinrich nimmt dieses Befreiungswahlrecht für Unternehmenszusammenschlüsse, die vor dem 1. Januar 2002 stattfanden, in Anspruch. Die im Konzernabschluss 2003 nach US-GAAP ermittelten Firmenwerte wurden, bis auf den Firmenwert aus dem Erwerb der Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg, mit ihren Buchwerten in die IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen. Im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft hätten im Rahmen der Erstkonsolidierung nach IFRS zu aktivierende Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte angesetzt werden müssen. Gemäß US-GAAP waren diese Entwicklungskosten nicht separat aktiviert und somit im Konzernabschluss Bestandteil des aktivierten Firmenwerts. Dieser Firmenwert wird im Rahmen der Umstellung auf IFRS um den Bestandteil vermindert, der auf nach IFRS zu aktivierende Entwicklungskosten entfiel.

Jungheinrich hat gemäß US-GAAP Firmenwerte seit dem 1. Januar 2002 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern stattdessen mindestens einmal jährlich hinsichtlich der Erfordernis einer außerplanmäßigen Abschreibung überprüft. Jungheinrich wendet IFRS 3 retrospektiv ab dem 1. Januar 2002 an. Die bisherige Bilanzierung der Firmenwerte wird beibehalten.

Der bei der Erstkonsolidierung der Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transaporte Lda., Lissabon, entstandene passivische Unterschiedsbetrag wurde nach US-GAAP noch anteilig gegen die übernommenen langfristigen Vermögenswerte abgestockt, der verbleibende Betrag wurde ertragswirksam erfasst. Gemäß IFRS erfolgt dagegen die ergebniswirksame Erfassung ohne vorherige Abstockung.

In Abweichung zu US-GAAP sind Entwicklungskosten gemäß IAS 38 als immaterielle Vermögenswerte zu aktivieren, sofern die Ansatzkriterien des IAS 38.57 kumulativ erfüllt sind und erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird.

Gegenstände des Anlagevermögens sind sowohl nach IFRS als auch US-GAAP bei eingetretener Wertminderung außerplanmäßig abzuschreiben. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung, ist gemäß IAS 36 eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten für den Vermögenswert durchzuführen. US-GAAP hingegen verbietet eine Wertaufholung.

Vorräte sind gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert zu bewerten. Die bei der Ermittlung des Niederstwerts im Konzernabschluss nach US-GAAP zusätzliche Orientierung am Beschaffungsmarkt ist somit nicht zulässig. Entsprechende Wertberichtigungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden im Rahmen der IFRS-Umstellung ergebnisneutral zurückgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden sowohl nach IFRS als auch US-GAAP auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Jungheinrich nimmt das Wahlrecht aus IFRS 1 in Anspruch, und erfasst in den Pensionsrückstellungen der IFRS-Eröffnungsbilanz die gesamten bis zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung von leistungsorientierten Zusagen (fresh start).

IAS 19 enthält den nach US-GAAP geforderten Ausweis einer Mindestrückstellung für Pensionsverpflichtungen (Minimum Pension Liability) in Höhe des Anwartschaftsbarwertes ohne zukünftige Gehaltssteigerungen nicht. Damit wird der bisher ergebnisneutral im Eigenkapital unter den sonstigen Eigenkapitalveränderungen erfasste Aufstockungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen nach IFRS aufgelöst, und die bilanzierten Pensionsrückstellungen werden entsprechend reduziert.

Ansprüche von Mitarbeitern, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden nach Fortfall der Bewertungswahlrechte unter US-GAAP gemäß IAS 19 nunmehr versicherungsmathematisch berechnet und bewertet.

Die IFRS beziehen für die Bildung latenter Steuern in der Zwischenergebniseliminierung den künftig laufenden Steuereffekt bei der die Produkte erwerbenden Gesellschaft ein, während nach US-GAAP der laufende Steuereffekt der liefernden Gesellschaft heranzuziehen ist.

Auf die sich ergebenden Unterschiedsbeträge im Rahmen der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS werden latente Steuern abgegrenzt.

Überleitung des Konzern-Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2004

in Tausend € 2004
Konzern-Jahresüberschuss nach US-GAAP 45.568
Erstkonsolidierungen 2004 1.182
Aktivierung von Entwicklungskosten 2.743
Wertaufholungen im Anlagevermögen (226)
Vorratsbewertung 267
Pensionsrückstellungen
Erfassung sämtlicher versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (fresh start)
1.589
Sonstige langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (958)
Sonstige Posten 42
Latente Steuern
auf ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen
auf IFRS-Umstellungseffekte
285
(1.164)
Konzern-Jahresüberschuss nach IFRS 49.328

Änderungen im Bilanzausweis

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nicht mehr, wie bisher, von den Vorräten abgesetzt. Der Ausweis erfolgt im Konzernabschluss nach IFRS unter den übrigen Verbindlichkeiten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen assoziierte Unternehmen werden nicht mehr, wie bisher, vollständig unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Entsprechend ihrem Charakter erfolgt der Ausweis im IFRS-Konzernabschluss unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten. Übereinstimmend ist der Ausweis von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber assoziierten Unternehmen geändert.

Bisher unter den sonstigen Vermögenswerten erfasste Rückdeckungsversicherungen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als qualifizierte Versicherungspolicen und werden im IFRS-Konzernabschluss mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die bisher unter Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen erfassten, abgegrenzten Verkaufserlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen mit vereinbarter Restwertgarantie von mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft werden im IFRS-Konzernabschluss unter den passivischen Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die bisher unter den sonstigen Vermögenswerten, sonstigen Verbindlichkeiten und übrigen Rückstellungen erfassten Ertragsteuerforderungen und Ertragsteuerschulden werden im IFRS-Konzernabschluss als separate Positionen innerhalb der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

Latente Steuern auf ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen werden unter den latenten Steueransprüchen, und nicht wie bisher unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Änderungen in der Darstellung der Kapitalflussrechnung

Aufgrund von Änderungen in der Interpretation der Buchungen und in der Zuordnung von Zahlungsströmen im Rahmen des Miet- und Finanzdienstleistungsgeschäftes sowie des Finanzierungs-Leasing ergeben sich wesentliche Abweichungen zu der bisher dargestellten Kapitalflussrechnung. Als Ergebnis der im Folgenden beschriebenen Umgliederungen ist zukünftig sichergestellt, dass den Cash-flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit gemäß IAS 7 ausschließlich zahlungswirksame Vorgänge zugeordnet werden.

Die Umgliederung der Werte zum 31. Dezember 2004 zeigt die folgende Tabelle:

vor nach
in Tausend € Umgliederung Umgliederung Umgliederung
Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 114.610 – 90.657 23.953
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit – 87.896 66.309 – 21.587
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit – 4.286 24.348 20.062
Veränderung des Finanzmittelbestandes 22.428 22.428
Finanzmittelbestand zum 01.01.2004 204.683 204.683
Wechselkurs- und wertbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 1.308 1.308
Finanzmittelbstand zum 31.12.2004 228.419 228.419

Die Zu- und Abgänge von Miet- und Leasinggeräten sowie Sachanlagen aus Finance Leases, die bisher dem Cash-flow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet wurden, werden zukünftig im Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Ausschlaggebend für die veränderte Zuordnung bezüglich der Miet- und Leasinggeräte sind das Verhältnis der Verweil- bzw. Vertragsdauer zur wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Geräte sowie die operative Bindung der Desinvestition an das Gebrauchtgerätegeschäft. Die Umgliederung der Finance Leases gewährleistet, dass dem Cash-flow aus der Investitionstätigkeit keine zahlungsunwirksamen Vorgänge gemäß IAS 7.43 zugeordnet werden.

Die bisher im Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellten Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen und der Leasingverbindlichkeiten werden zukünftig dem Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Sowohl die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes im sale-and-lease-back-Verfahren und für bestimmte Sachanlagen durchgeführten Finanzierungen ("Finance Leases") als auch die aus dem Verkauf von Geräten sowie zukünftigen Leasingraten resultierenden Umsatz- und Erlösabgrenzungen sind nicht Bestandteil der klassischen Kreditfinanzierung. Die Darstellung erfolgt zukünftig durch den Ausweis der Zahlungsströme in dem nach der indirekten Methode entwickelten Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, und zwar zusammen mit den oben beschriebenen Buchwertveränderungen der zugehörigen Vermögenswerte.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(4) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse ergeben sich in den folgenden Bereichen:

in Tausend € 2005 2004
Neugeschäft 876.791 792.491
Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten 246.606 232.929
After Sales 521.454 505.258
1.644.851 1.530.678

(5) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von T€ 830.346 (Vorjahr: T€ 747.767) enthalten.

Im Materialaufwand sind Kursgewinne und -verluste in Höhe von T€ 2.332 (Vorjahr: T€ 2.669) bzw. T€ 4.389 (Vorjahr: T€ 3.268) enthalten, die aus Einkäufen in Fremdwährung resultieren.

(6) Personalaufwand

In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst:

in Tausend € 2005 2004
Löhne und Gehälter 400.463 386.746
Soziale Abgaben 88.161 86.899
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Leistungsorientierte Pläne
12.589 13.111
Beitragsorientierte Pläne 665 352
Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.265 1.485
503.143 488.593

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

2005 2004
Gewerbliche Arbeitnehmer 4.695 4.784
Angestellte 4.001 3.989
Auszubildende 234 239
8.930 9.012

(7) Abschreibungen

Die Abschreibungen werden in der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens dargestellt.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit T€ 1.143 (Vorjahr: T€ 9.521) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens enthalten und Kursgewinne aus Finanzierungen in Fremdwährung in Höhe von T€ 565 (Vorjahr: T€ 457) erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 570 Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen.

(9) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Berichtsjahr in Höhe von T€ 1.283 Wertminderungsaufwand für den Firmenwert der Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond (USA), erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit T€ 792 (Vorjahr: T€ 908) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und in Höhe von T€ 447 (Vorjahr: T€ 855) Kursverluste aus Finanzierungen in Fremdwährung.

(10) Übriges Beteiligungsergebnis

Aufwendungen aufgrund zum Bilanzstichtag festgestellter Wertminderungen bei Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im übrigen Beteiligungsergebnis des Jahres 2005 mit T€ 3.366 erfasst.

(11) Finanzergebnis

in Tausend € 2005 2004
Zinsen und ähnliche Erträge 23.491 19.062
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.608 23.040
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 30
– 117 – 3.948

Auf den Bereich Finanzdienstleistungen entfielen im Berichtsjahr Zinserträge in Höhe von T€ 16.081 (Vorjahr: T€ 13.485) und Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 11.048 (Vorjahr: T€ 9.723).

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

in Tausend € 2005 2004
Laufende Steuern
Deutschland 24.671 7.831
Ausland 10.991 16.074
Latente Steuern
Deutschland 5.301 8.780
Ausland 3.711 1.408
44.674 34.093

Die effektive Steuerlast in Deutschland ist dadurch gekennzeichnet, dass bei der Jungheinrich Aktiengesellschaft das auf den Umwandlungsvorgang 1989 zurückzuführende zusätzliche steuerliche Abschreibungsvolumen mit einem Steuerentlastungseffekt von rd. 9,2 Mio. € jährlich letztmalig in 2004 genutzt werden konnte. Die weitere Erhöhung 2005 ist auf die verbesserte inländische Ertragslage sowie den Verbrauch der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge zurückzuführen.

Der Unterschied in den laufenden Steuern des Auslandes ist im Wesentlichen auf Vorjahreseffekte zurückzuführen.

In den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2005 und zum 31. Dezember 2004 sind die auf Deutschland entfallenden latenten Steuerpositionen mit einem Gesamtsteuersatz von jeweils 38,7 Prozent berechnet (Körperschaftsteuersatz 25,0 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent auf den Körperschaftsteuersatz, Gewerbesteuersatz 12,325 Prozent).

Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 12,5 Prozent und 40,0 Prozent.

Zum 31. Dezember 2005 bestehen im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 137 Mio. € (Vorjahr: 141 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Bezüglich dieser Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktivische latente Steuern in Höhe von 17,8 Mio. € (Vorjahr: 19,6 Mio. €) vorgenommen worden.

Bei dem Bilanzausweis der aktivischen latenten Steuern ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen.

Die aktivischen und passivischen latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden für die folgenden Bilanzpositionen:

31.12.2005 31.12.2004
49.066 37.510
9.659 2.855
1.597 7.945
41.647 43.370
16.332 15.940
18.407 24.346
134.952 127.329
7.921 7.605
22.876 10.250
(33.413) (38.090)
269.044 239.060
73.153 85.469
5.099 6.231
123.471 73.615
215 117
15.431 8.060
2.767 4.602
2.228 5.171
222.364 183.265
46.680 55.795

Nach Saldierungen werden die aktivischen und passivischen latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Latente Steueransprüche 63.804 71.039
Latente Steuerschulden 17.124 15.244
Netto-Betrag der latenten Steuern 46.680 55.795

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 38,7 Prozent (Vorjahr: 38,7 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.

in Tausend € 2005 2004
Erwarteter Steueraufwand 41.323 32.284
Änderung des Steuersatzes 212 624
Besteuerungsunterschied Ausland – 940 1.442
Veränderung der Wertminderungen 2.934 2.302
Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Gewinne – 679 – 5.077
Sonstiges 1.824 2.518
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 44.674 34.093

Die Konzernsteuerquote von 41,8 Prozent ist gegenüber dem Vorjahr (40,9 Prozent) gestiegen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Veränderung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Einzelnen in der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens dargestellt.

Die Veränderung des Anlagevermögens im Vorjahr ist folgender Darstellung zu entnehmen.

Immaterielle Leasingge-
räte aus Fi-
Anteile an
assoziierten
übrige Anlage
Vermögens- nanzdienst- Unter- Finanz- vermögen
in Tausend € werte Sachanlagen Mietgeräte leistungen nehmen anlagen gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Jan. 2004
49.689 421.896 180.502 281.141 7.209 8.352 948.789
Währungsdifferenzen
und Änderungen
Konsolidierungskreis
4.397 4.419 4.093 4.179 (3.395) 13.693
Zugänge 10.617 30.436 61.638 54.055 2.799 4.030 163.575
Abgänge 1.654 86.042 66.249 66.516 1.211 19 221.691
Umbuchungen (157) 164 (7)
Stand 31. Dez. 2004 62.892 370.873 179.977 272.859 8.797 8.968 904.366
Abschreibungen
Stand 1. Jan. 2004
19.179 222.418 79.981 103.322 2.426 427.326
Währungsdifferenzen
und Änderungen
Konsolidierungskreis
58 2.234 1.222 677 4.191
Abschreibungen
des Geschäftsjahres
7.465 24.976 32.876 45.703 111.020
kumulierte
Abschreibungen
auf Abgänge 1.255 73.532 41.455 43.954 19 160.215
Umbuchungen (6) 6
Stand 31. Dez. 2004 25.441 176.102 72.624 105.748 2.407 382.322
Buchwert 31. Dez. 2004 37.451 194.771 107.353 167.111 8.797 6.561 522.044

(13) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten Firmenwerte in Höhe von T€ 4.898 (Vorjahr: T€ 6.181). Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte erfolgte auf Basis zukünftiger geschätzter diskontierter Cashflows, die aus der Mehrjahresplanung abgeleitet wurden.

Aufgrund der zeitlichen Verlagerung erwarteter positiver Cash-flows ergab sich für die Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond (USA), ein negativer Nutzungswert. Der Firmenwert war demnach außerplanmäßig in Höhe von T€ 1.283 voll abzuschreiben. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit der übrigen Firmenwerte resultierten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Darüber hinaus werden im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 29.160 (Vorjahr: T€ 27.967) unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungskosten in Höhe von T€ 7.300 (Vorjahr: T€ 7.991) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst:

in Tausend € 2005 2004
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 32.920 30.104
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 6.107 5.248
39.027 35.352

Bei den Zugängen in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe von T€ 3.755 handelt es sich vor allem um erworbene Fremdsoftware.

(14) Sachanlagen

In den Sachanlagen sind in Höhe von T€ 35.783 (Vorjahr: T€ 27.616) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (so genannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen T€ 1.375 (Vorjahr: T€ 1.738). Der Rückgang der Abschreibungen steht im Zusammenhang mit der Umgliederung der im Vorjahr noch fremd angemieteten Immobilien am Standort Moosburg.

(15) Mietgeräte

Der Gesamtbestand enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von T€ 18.285 (Vorjahr: T€ 20.827), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichen Eigentümer zuzurechnen sind. Die entsprechenden Abschreibungen auf diese Geräte belaufen sich auf T€ 8.104 (Vorjahr: T€ 10.373).

(16) Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen

Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Kundenverträge "Operating Lease" 49.691 44.996
Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft 108.375 122.115
158.066 167.111

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist.

Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter dieser Position.

Aus den Operating-Leasingverhältnissen sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig:

in Tausend € 31.12.2005
Fällig innerhalb eines Jahres 18.087
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 20.606
Fällig nach mehr als fünf Jahren
38.693

Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von T€ 14.288 (Vorjahr: T€ 25.116) erfolgt die Finanzierung im sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen T€ 6.645.

(17) Anteile an assoziierten Unternehmen/Übrige Finanzanlagen

Aufgrund der Anteilsquote an Joint Ventures sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:

in Tausend € 2005 2004
Vermögenswerte 16.533 15.318
Schulden 9.668 8.725
Umsatzerlöse 33.392 30.001
Jahresergebnis 623 877

Die Bewertung eines assoziierten Unternehmens nach der Equity-Methode wurde im Geschäftsjahr 2004 ausgesetzt. Im Berichtsjahr wurden weitere anteilige Verluste in Höhe von T€ 291 nicht erfasst. Insgesamt sind zum Bilanzstichtag anteilige Verluste in Höhe von T€ 411 nicht berücksichtigt.

Aufgrund einer gesetzlichen Änderung konnten die Wertpapiere des Anlagevermögens, bei denen es sich vor allem um festverzinsliche Staatspapiere handelte, die zur Deckung der in den österreichischen Bilanzen enthaltenen Rückstellungen für Ansprüche der Mitarbeiter bei deren Ausscheiden dienten, im Berichtsjahr verkauft werden.

(18) Vorräte

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.959 37.274
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 13.703 14.597
Fertige Erzeugnisse 40.405 34.983
Waren 38.982 32.662
Ersatzteile 22.670 26.704
Geleistete Anzahlungen 3.860 4.309
160.579 150.529

Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind T€ 26.304 (Vorjahr: T€ 27.205) zum Nettoveräußerungswert angesetzt.

(19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 338.745 314.519
Wertberichtigungen – 8.791 – 11.990
329.954 302.529

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 8.217 (Vorjahr: T€ 6.403) und Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 1.844 (Vorjahr: T€ 828) enthalten.

(20) Forderungen aus Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert.

Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 323.671 255.075
fällig innerhalb eines Jahres 100.491 80.933
fällig zwischen einem und fünf Jahren 218.687 169.998
fällig nach mehr als fünf Jahren 4.493 4.144
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 290.863 228.860
fällig innerhalb eines Jahres 86.453 69.390
fällig zwischen einem und fünf Jahren 200.122 155.484
fällig nach mehr als fünf Jahren 4.288 3.986
Noch nicht realisierte Zinserträge 32.808 26.215

In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von T€ 115.431 (Vorjahr: T€ 114.094) enthalten.

(21) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.355 3.702
Sonstige Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 500 200
Sonstige Vermögenswerte 23.681 17.660
26.536 21.562

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen im Wesentlichen Darlehen.

Die sonstigen Vermögenswerte enthalten in Höhe von T€ 14.172 (Vorjahr: T€ 3.439) Forderungen aus laufenden sonstigen Steuern. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter in Höhe von T€ 1.065 (Vorjahr: T€ 1.028).

(22) Wertpapiere

Jungheinrich hält zum Bilanzstichtag kurzfristig verfügbare Geldmarktfondsanteile in Höhe von T€ 41.830 (Vorjahr: T€ 40.957). Aus der Marktbewertung der Wertpapiere wurden insgesamt unrealisierte Gewinne in Höhe von T€ 873 (Vorjahr: T€ 839) erfolgswirksam verbucht.

(23) Liquide Mittel

Die Liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände, Bundesbankguthaben und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens drei Monaten.

(24) Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.

(25) Eigenkapital

Anzahl der ausgegebenen Aktien

Das Gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 18.000.000 nennwertlose Stammaktien und 16.000.000 nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht.

Eigene Aktien

Der Vorstand hat gemäß Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 22. Juni 1999 und mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Aktien der Jungheinrich Aktiengesellschaft zum Zwecke der Wiederveräußerung erworben.

Von den zwischen dem 28. Juni und 2. Juli 1999 zu einem Durchschnittspreis von € 15,75 je Aktie erworbenen 360.000 Stück Vorzugsaktien wurden im Geschäftsjahr 2004 1.684 Stück zu einem Kurs von € 18,51 je Aktie und im Geschäftsjahr 2005 358.316 Stück zu Kursen zwischen € 19,29 und € 20,35 je Aktie veräußert.

Gewinnrücklagen

In den übrigen Veränderungen der Gewinnrücklagen des Vorjahres wurden die folgenden Vorgänge dargestellt.

In Höhe von T€ 1.373 ist in der Position der Abgang eines Teilbetrages der Rücklagen für die Immobilien der Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien), enthalten, der nach Veräußerung des überwiegenden Teils der Immobilien am Standort aufzulösen war. Der Ertrag aus der Auflösung der Rücklagen wurde im operativen Ergebnis erfasst.

Die bestehenden Pensionspläne der Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a.d. Rijn (Niederlande), wurden in Höhe von T€ 739 erstmals in den Pensionsrückstellungen des Konzerns erfasst. Aus dieser Hinzurechnung resultierte eine Belastung der Gewinnrücklagen nach Abgrenzung von Steuern in Höhe von T€ 480.

In Höhe von T€ 144 war der auf die Minderheitengesellschafter der Tinus Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH, Hamburg, entfallende negative Kapitalanteil mit den Konzerngewinnrücklagen zu verrechnen.

Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2005 in Höhe von T€ 17.770 zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt T€ 16.260 mit € 0,45 je Stammaktie und € 0,51 je Vorzugsaktie sowie in Höhe von T€ 1.510 für die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zu verwenden.

(26) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionspläne

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.

Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich Aktiengesellschaft und der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruchs ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich Aktiengesellschaft und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter und Angestellte geschlossen.

Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.

Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens entstehen, welche unter anderem aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und biometrisch) resultieren. Die kumulierten noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Pensionsverpflichtung oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.

Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt:

31.12.2005 31.12.2004
Diskontierungszinssatz 4,6 % 5,3 %
Erwartete Gehaltssteigerungen 3,1 % 3,0 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,0 % 2,1 %

Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet:

2005 2004
Diskontierungszinssatz 5,3 % 5,6 %
Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 7,5 % 7,5 %
Erwartete Gehaltssteigerungen 3,0 % 3,4 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,1 % 2,4 %

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 141.757 111.790
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 101.488 76.601
Unterdeckung 40.269 35.189
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 144.974 127.264
Nettoverpflichtungen 185.243 162.453
Nicht amortisierte versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) – 20.573 – 1.942
Bilanzbetrag 164.670 160.511

Der Bilanzbetrag ist ausschließlich im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" enthalten.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes

in Tausend € 2005 2004
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Berichtsjahres 239.054 216.382
Währungsdifferenzen 2.981 17
Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche 5.411 5.521
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 12.996 12.467
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 2.300 1.870
Versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste (+) 32.780 3.094
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen – 9.001 – 7.055
Sonstige Veränderungen 210 6.758
Anwartschaftsbarwert zum Ende des Berichtsjahres 286.731 239.054

Die sonstigen Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Planvermögens des Vorjahres resultieren aus der gemäß IAS 19 erstmals erforderlichen Hinzurechnung der bei der Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a.d. Rijn (Niederlande), bestehenden Pensionspläne.

Planvermögen

Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen.

Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die vorrangig aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren bestehen.

Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u.a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren. Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte leisten zu können.

Portfoliostruktur des Planvermögens:

31.12.2005 31.12.2004
Aktien 69 % 67 %
Festverzinsliche Wertpapiere 26 % 27 %
Immobilien 5 % 5 %
Sonstiges 1 %
100 % 100 %
Entwicklung des Planvermögens:
in Tausend € 2005 2004
Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtsjahres 76.601 59.354
Währungsdifferenzen 2.005 19
Erwartete Erträge (+)/Verluste (–) aus Planvermögen 5.818 4.877
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (–) 14.064 1.777
Zuwendungen durch Arbeitgeber 3.948 5.287
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 2.300 1.870
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen – 3.248 – 2.076
Sonstige Veränderungen 5.493
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtsjahres 101.488 76.601

Für das Geschäftsjahr 2006 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das Planvermögen in Höhe von rund 5,2 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Zusammensetzung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne:

in Tausend € 2005 2004
Laufender Dienstzeitaufwand 5.411 5.521
Zinsaufwand 12.996 12.467
Erwartete Erträge aus Planvermögen – 4.877
12.589 13.111

Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen T€ 19.882 (Vorjahr: T€ 6.654).

Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten.

Dreijahresübersicht

in Tausend € 2005 2004 2003
Anwartschaftsbarwert zum Ende des Jahres 286.731 239.054 216.382
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Jahres 101.488 76.601 59.354
Deckungsstatus des Planvermögens 185.243 162.453 157.028
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) – Anwartschaftsbarwert im Jahr 32.780 3.094
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) – Planvermögen im Jahr – 14.064 – 1.777
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) des Jahres 18.716 1.317

(27) Übrige Rückstellungen

Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Tausend € Stand
1. Jan.
2005
Währungs-
differenzen
Änderungen
Konsolidie-
rungskreis
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
31. Dez.
2005
Rückstellungen im
Personalbereich
77.109 130 – 9 37.005 2.185 47.278 85.318
Rückstellungen für aus
stehende Rechnungen
19.146 41 18.149 296 22.001 22.743
Rückstellungen für
Garantieverpflichtungen
14.837 72 72 29.196 61 31.821 17.545
Sonstige Rückstellungen 46.552 117 252 24.947 5.171 12.760 29.563
Übrige Rückstellungen 157.644 360 315 109.297 7.713 113.860 155.169

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Vorruhestandsregelungen, Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen und andere abgegrenzte Personalkosten.

Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von T€ 13.629 (Vorjahr: T€ 13.277), die mit Wertpapieren in Höhe von T€ 6.140 (Vorjahr: T€ 5.628) saldiert sind. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots.

Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von T€ 1.306. Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von T€ 33.331 (Vorjahr: T€ 28.051) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Darin enthalten sind Beträge in Höhe von T€ 14.458 (Vorjahr: T€ 13.561) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen.

Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2005 für die im Berichtsjahr verkauften Flurförderzeuge.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen. Aus den zu Beginn des Jahres hierin enthaltenen Rückstellungen für Strukturmaßnahmen in Höhe von T€ 15.115, insbesondere für die Schließungskosten der MIC S.A., Rungis, ist Jungheinrich weitgehend in Anspruch genommen worden.

(28) Finanzverbindlichkeiten

in Tausend € Verbindlich-
keiten
gegenüber
Kreditinstituten
Schuldschein-
darlehen
Leasing-
verbindlich-
keiten
Verbindlichkeiten aus der
Annahme gezogener
Wechsel und der Aus-
stellung eigener Wechsel
Finanz
verbindlich
keiten
31.12.2005 155.550 54.689 55.263 3.070 268.572
fällig innerhalb eines Jahres 124.873 13.492 3.070 141.435
fällig zwischen einem
und fünf Jahren
fällig nach mehr als fünf Jahren
14.661
16.016

54.689
23.070
18.701

37.731
89.406
31.12.2004 109.811 54.636 46.553 2.698 213.698
fällig innerhalb eines Jahres 76.887 12.294 2.698 91.879
fällig zwischen einem
und fünf Jahren
15.678 18.079 33.757
fällig nach mehr als fünf Jahren 17.246 54.636 16.180 88.062

Das Schuldscheindarlehen lautet auf einen Nominalbetrag von T€ 55.000 und hat eine Endfälligkeit in 2011. Der Nominalzinssatz beträgt 4,25 Prozent p.a. und der effektive Zinssatz 4,41 Prozent p.a.

Zum Bilanzstichtag beläuft sich der beizulegende Zeitwert des Schuldscheindarlehens auf T€ 55.462 (Vorjahr: T€ 54.632).

Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Durch Grundpfandrechte sind im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 34.139 (Vorjahr: T€ 37.108) gesichert.

Währung Zins-
kondition
Restlauf-
zeit der
Zinsbindung
Nominal-
volumen
in T€
Bandbreite
effektive
Zinssätze
2005
Buchwerte
zum
31. 12. 2005
in T€
Bandbreite
effektive
Zinssätze
2004
Buchwerte
zum
31. 12. 2004
in T€
EUR variabel < 1 Jahr 43.089 EURIBOR + Marge 43.089 EURIBOR + Marge 27.004
USD variabel < 1 Jahr 14.944 LIBOR + Marge 14.944 LIBOR + Marge 1.214
GBP variabel < 1 Jahr 61.389 LIBOR + Marge 61.389 LIBOR + Marge 37.561
andere variabel < 1 Jahr 3.494 LIBOR + Marge 3.153 LIBOR + Marge 4.781
EUR fest < 1–14 Jahre 45.130 4,8 % – 5,6 % 30.697 2,5 % – 5,7 % 36.682
GBP fest 5 Jahre 2.884 7,0 % 1.313 7,0 % 1.532
andere fest 4 Jahre 1.071 3,5 % 965 3,5 % 1.037
Summe Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
172.001 155.550 109.811
des Jahres Zeitwert zum 31. Dezember 156.561 110.095

Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Die Leasingverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Sachanlagen und Mietgeräten über Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease" – Verträge zu klassifizieren sind. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend im Anlagevermögen zu aktivieren.

Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt und sind zum Bilanzstichtag wie folgt fällig:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen 71.345 61.589
fällig innerhalb eines Jahres 16.233 14.599
fällig zwischen einem und fünf Jahren 31.143 24.418
fällig nach mehr als fünf Jahren 23.969 22.572
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 55.263 46.553
fällig innerhalb eines Jahres 13.492 12.294
fällig zwischen einem und fünf Jahren 23.070 18.079
fällig nach mehr als fünf Jahren 18.701 16.180
Künftige Zinsaufwendungen 16.082 15.036

Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten lautet zum Bilanzstichtag auf insgesamt T€ 55.169 (Vorjahr: T€ 46.585).

(29) Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen

Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit T€ 44.697 (Vorjahr: T€ 53.076) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden, bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.

Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von T€ 334.303 (Vorjahr: T€ 263.007) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, sind am Bilanzstichtag wie folgt fällig:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen 361.344 285.859
fällig innerhalb eines Jahres 111.664 90.752
fällig zwischen einem und fünf Jahren 244.171 190.102
fällig nach mehr als fünf Jahren 5.509 5.005
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 334.303 263.007
fällig innerhalb eines Jahres 99.897 80.542
fällig zwischen einem und fünf Jahren 229.060 177.610
fällig nach mehr als fünf Jahren 5.346 4.855
Künftige Zinsaufwendungen 27.041 22.852

In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von T€ 128.965 (Vorjahr: T€ 130.908) enthalten.

(30) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 191 (Vorjahr: T€ 372) und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 1.278 (Vorjahr: T€ 1.032) enthalten.

(31) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.271 6.633
Sonstige erhaltene Anzahlungen 176 161
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 23.036 21.162
Verbindlichkeiten für Soziale Sicherheit 13.797 15.116
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 2.250 1.505
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
831 648
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber assoziierten Unternehmen
290
Sonstige Verbindlichkeiten 5.120 10.323
51.481 55.838

(32) Rechnungsabgrenzungsposten

davon Restlaufzeit
in Tausend € 31.12.2005 bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2004
Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen 91.119 35.799 55.320 104.336
Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen 33.247 13.486 19.761 31.944
Sonstige Abgrenzungen 8.192 2.686 5.506 8.638
132.558 51.971 80.587 144.918

Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufs der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst.

Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt pro rata temporis über die Laufzeit der Leasingverträge.

Sonstige Erläuterungen

(33) Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cash-flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cash-flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.

Ausgehend vom Jahresüberschuss, der zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus Finance Leases, insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge des nicht über Finance Leases refinanzierten Sach- und Finanzanlagevermögens sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten.

Im Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.

Hinsichtlich der Umgliederungseffekte für das Geschäftsjahr 2004 wird auf die Erläuterungen zu den Änderungen in der Darstellung der Kapitalflussrechnung unter Ziffer (3) verwiesen.

Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel zuzüglich des frei verfügbaren Wertpapierbestandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten in Höhe von T€ 41.830 (Vorjahr: T€ 40.957).

Die wechselkurs- und wertbedingten Änderungen des Finanzmittelbestandes enthalten in Höhe von T€ 585 (Vorjahr: T€ 793) den Netto-Wertzuwachs aus den Erst- und Endkonsolidierungen im Berichtsjahr. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen.

Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen:

in Tausend € 2005 2004
Gezahlte Zinsen 25.354 22.697
Erhaltene Zinsen 23.489 18.227
Gezahlte Ertragsteuern 29.655 14.215

(34) Rechtsstreitigkeiten

Im Zusammenhang mit der Schließung der MIC S.A., Rungis, und dem zum Jahresende 2005 eröffneten Insolvenzverfahren sind verschiedene Prozesse sowie andere Verfahren und Ansprüche betroffener Arbeitnehmer gegen das Tochterunternehmen anhängig oder könnten in Zukunft eingeleitet oder geltend gemacht werden. Aufgrund mangelnder Konkretisierung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, ob und in welcher Höhe Jungheinrich hieraus zukünftig in Anspruch genommen werden könnte, waren keine Rückstellungen im Konzernabschluss zu passivieren.

Darüber hinaus sind Konzernunternehmen nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben.

Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.

(35) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Wechselobligo 7.035 6.456
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 17.301 19.550
24.336 26.006

Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen resultieren vor allem aus Patronatserklärungen gegenüber Kreditinstituten zur Sicherung der Kreditlinien nicht konsolidierter verbundener Unternehmen. Die Laufzeiten dieser Haftungsverhältnisse entsprechen grundsätzlich den Laufzeiten der betreffenden Verbindlichkeiten der nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, hat auch Patronatserklärungen zur Sicherung der Kreditlinien konsolidierter verbundener Unternehmen in Höhe von T€ 106.238 abgegeben. Alle konzerninternen Haftungsverhältnisse werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und sind somit in der obigen Tabelle nicht enthalten. Für die ausgewiesenen Haftungsverhältnisse waren zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten oder Rückstellungen zu passivieren.

Miet- und Leasingverträge

Der Konzern hat an seinen verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Fällig innerhalb eines Jahres 36.377 32.492
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 46.167 43.136
Fällig nach mehr als fünf Jahren 2.758 3.393
85.302 79.021

Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den Operating-Leasingverhältnissen beliefen sich für 2005 auf T€ 37.708 (Vorjahr: T€ 31.067).

(36) Derivative Finanzinstrumente

Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten

Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des Risikomanagements aktiv gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken folgende Finanzinstrumente ein: Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte und Zinsswapgeschäfte.

Aufbauend auf den Anforderungen, die das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) an das Risikomanagement eines Unternehmens stellt, hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u.a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.

Nominalwerte und Kontrahentenrisiko

Die Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten belaufen sich auf:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Währungssicherungskontrakte 91.832 66.686

Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Laufzeit dieser Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus.

Der Konzern ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich im Allgemeinen um internationale Finanzinstitute. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten.

Die aufgeführten Kontraktvolumina bzw. die Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten stellen nicht immer Volumina dar, die von den Kontrahenten ausgetauscht werden, und sind daher nicht unbedingt ein Maßstab für das Risiko, dem Jungheinrich durch ihren Einsatz ausgesetzt ist.

Marktwerte von Finanzinstrumenten

Der Marktwert eines Finanzinstruments ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen EZB-Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. – abschläge bestimmt.

Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

in Tausend € 31.12.2005 31.12.2004
Aktiva
Währungssicherungskontrakte 543 447
Passiva
Währungssicherungskontrakte 626 740

Der aktivische Betrag der Währungssicherungskontrakte wird in der Bilanzposition "Sonstige Vermögenswerte" erfasst. Der passivische Betrag der Währungssicherungskontrakte ist in der Bilanzposition "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten.

Unrealisierte Gewinne aus der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten, resultierend aus Ineffektivitäten von Sicherungsgeschäften oder der Nicht-Überprüfung von Sicherungsgeschäften auf Hedge-Effektivität, die gemäß IAS 39 ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung einzufließen haben, ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Gewinne oder Verluste aus abgesicherten Transaktionen, die unwahrscheinlich geworden sind, entstanden ebenfalls nicht.

(37) Segmentinformationen

Jungheinrich ist – mit Schwerpunkt in Europa – international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Der Vorstand bei Jungheinrich handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Bereiche des Konzerns. Die dem Gesamtvorstand monatlich vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden Steuerungsgrößen.

Der Konzern versteht sich als Einproduktunternehmen dahingehend, dass alle Produktgruppen und Dienstleistungen als ein Geschäftssegment gelten. Im Konzern lassen sich weder Geschäfts noch geografische Teilbereiche nach unterscheidbaren Chancen und Risiken abgrenzen, sodass im Kerngeschäft ein Ein-Segment-Unternehmen vorliegt. Infolgedessen entfällt die Darstellung eines detaillierten primären Berichtsformates nach IAS 14.

Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die Vermögenswerte, die Investitionen und die Abschreibungen, welche jeweils immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert.

Umsatzerlöse nach Regionen

in Tausend € 2005 2004
Deutschland 452.536 422.389
Übriges Europa 1.126.103 1.061.579
Übrige Länder 66.212 46.710
1.644.851 1.530.678

Weitere Segmentinformationen nach Regionen:

Deutsch-
land
Übriges
Europa
Übrige
Länder
Konsoli-
dierung
Gesamt
Vermögenswerte zum 31.12.2005 in T€ 162.796 79.515 1.304 3.126 246.741
Investitionen in T€ 33.092 15.525 455 49.072
Abschreibungen in T€ 25.046 7.835 280 1.283 34.444
Mitarbeiter zum 31.12.2005 Anzahl 4.458 4.364 176 8.998

(38) Ergebnis je Aktie

Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen am Konzernergebnis vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Konzern-Jahresüberschuss.

2005 2004
Konzernergebnis
in T€
62.104 49.328
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien
in Tsd. Stück
33.778 33.641
Ergebnis je Aktie
in €
1,84 1,47

Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien (Stamm- und Vorzugsaktien).

In den Geschäftsjahren 2005 und 2004 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der ausgegebenen Aktien verwässern.

(39) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

(40) Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses

Für den Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurden im Geschäftsjahr 2005 Honorare in Höhe von insgesamt T€ 983 als Aufwand erfasst, und zwar Honorare für die Abschlussprüfung in Höhe von T€ 880 und für sonstige Leistungen, im Wesentlichen für Steuerberatung, in Höhe von T€ 103.

(41) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, welche vom berichtenden Unternehmen maßgeblich beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen maßgeblichen Einfluss nehmen können.

Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft Beziehungen zu verbundenen nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, Joint Ventures und übrigen assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Anteil Erbrachte
Lieferungen
und Leistungen
Empfangende
Lieferungen
und Leistungen
in Tausend € in % 2005 2004 2005 2004
Juli Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 18.849 16.372
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 214 k.A.
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 38.776 35.696
Jungheinrich d.o.o., Slowenien 100 5.346 4.842
Jungheinrich Hellas EPE, Griechenland 100 5.206 3.712
Jungheinrich spol. s.r.o., Slowakei 100 4.933 3.291
Jungheinrich Lift Truck Pte Ltd., Singapur 100 4.976 2.844
Jungheinrich Lift Truck OOO, Russland 100 4.299 1.738
Jungheinrich Lift Truck Ltda., Brasilien 100 2.638 1.448
sonstige verbundene Unternehmen 100 10.368 4.333

Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahe stehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen.

Anteil Forderungen
gegen
Verbindlichkeiten
gegenüber
in Tausend € in % 2005 2004 2005 2004
Juli Motorenwerk s.r.o.,Tschechien 50 1.061 1.032
Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland 50 500 290
Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China 25 3 200 214
Jungheinrich d.o.o., Slowenien 100 1.360 1.678 43
Jungheinrich Hellas EPE, Griechenland 100 1.608 2.559 21 17
Jungheinrich spol. s.r.o., Slowakei 100 734 633 76 15
Jungheinrich Lift Truck Pte Ltd., Singapur 100 890 669 7 78
Jungheinrich Lift Truck OOO, Russland 100 1.717 245 138
Jungheinrich Lift Truck Ltda., Brasilien 100 735 287 4
sonstige verbundene Unternehmen 100 3.528 1.850 875 768

Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.

(42) Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2005 betrugen T€ 718 (Vorjahr: T€ 839).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich in 2005 auf T€ 3.434 (Vorjahr: T€ 2.476). Im Berichtsjahr wurden für die Mitglieder des Vorstandes in Höhe von T€ 205 (Vorjahr: T€ 236) Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen ergebniswirksam erfasst.

Frühere Mitglieder des Vorstandes haben Bezüge in Höhe von T€ 578 (Vorjahr: T€ 412) erhalten.

Zum 31. Dezember 2005 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich Aktiengesellschaft.

Zum 31. Dezember 2005 hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 5.945 (Vorjahr: T€ 6.051) gebildet.

(43) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Im Dezember 2005 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach den Aktionären auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Hamburg, den 9. März 2006

Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand

Dr. Cletus von Pichler Dr. Erich Kirschneck Dr. Michael Lüer

Erklärung des Vorstandes

Die Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft. Die Berichterstattung erfolgt erstmals nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Beachtung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernlagebericht wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.

Um die Einhaltung der Rechnungslegungsgrundsätze und die Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensberichterstattung zu gewährleisten, nutzen wir wirksame interne Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung konzernweit einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals sowie laufende Prüfungen durch unsere Konzernrevision.

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften haben wir die im Konzern bestehenden Frühwarnsysteme zu einem Risikomanagementsystem zusammengefasst. Damit wird der Vorstand in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht als unabhängiger Konzernabschlussprüfer geprüft und den nachfolgend dargestellten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht sind gemeinsam mit den Abschlussprüfern im Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates und in der Bilanzsitzung des gesamten Aufsichtsrates eingehend erörtert worden. Das Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat geht aus dem Bericht des Aufsichtsrates hervor.

Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 10. März 2006

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rosorius ppa. Arlitt

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Geschäftsführung der Gesellschaft fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In sechs Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ausführlichen mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstandes über den Gang und die Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Ertragslage und die strategische Ausrichtung entgegengenommen und intensiv mit dem Vorstand erörtert sowie die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung des Vorstandes zustimmungsbedürftigen Vorgänge behandelt. Die Gründung der Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd. wurde durch den Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren genehmigt.

Es bestehen drei Ausschüsse des Aufsichtsrates. Der Personalausschuss sowie der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates traten im Geschäftsjahr 2005 jeweils zu sechs Sitzungen zusammen. Der Paritätische Ausschuss hat im Berichtszeitraum nicht getagt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat darüber hinaus außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden gestanden und mit diesem in zahlreichen Gesprächen wichtige Geschäftsvorgänge beraten.

Im Rahmen der regelmäßigen Berichte des Vorstandes in den Aufsichtsratssitzungen und der monatlichen schriftlichen Berichterstattung wurde der Aufsichtsrat über die Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung informiert. Dem Risikomanagement wurde besondere Beachtung geschenkt.

Der Aufsichtsrat hat sich wieder ausführlich über die langfristige Unternehmensstrategie informiert und mit dem Vorstand mögliche Veränderungen über die Ausrichtung und Positionierung des Unternehmens beraten. Insbesondere wurden die Überprüfung der Werksstrukturen und die Verbesserung der Effizienz der Werke behandelt. Dem Antrag des Vorstandes, in den Werken Norderstedt und Moosburg veränderte Montageprozesse und logistische Abläufe zur Produktivitätssteigerung einzuführen, wurde stattgegeben. Der Aufsichtsrat begleitet die hohen, langfristig ausgerichteten Investitionen und lässt sich regelmäßig über deren Umsetzung unterrichten.

Seit 1975 existiert für die tariflichen Mitarbeiter der Jungheinrich AG eine Mitarbeitererfolgsprämie. Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns hat der Vorstand vorgeschlagen, die Mitarbeitererfolgsprämie nicht mehr länger in bar auszuzahlen, sondern als erfolgsabhängige Zuführung in eine Direktlebensversicherung zugunsten der Mitarbeiter auszugestalten. Der Aufsichtsrat genehmigte diese Umstellung, da er darin eine weitere Verbesserung der Sozialleistungen des Unternehmens und einen Beitrag zur Teilnahme der tariflichen Mitarbeiter am Unternehmenserfolg sieht.

Im Rahmen einer Umfrage im Kreise der Aufsichtsratsmitglieder wurde die Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrates und der Zusammenarbeit miteinander und mit dem Vorstand hinterfragt. Dem allgemein geäußerten Wunsch nach weiterer Verfeinerung der laufenden Berichterstattung wird Rechnung getragen.

Die Empfehlungen und Anregungen des Corporate Governance Kodexes wurden wie in den vergangenen Jahren im Vorstand und im Aufsichtsrat eingehend beraten, und beide Gremien erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" durch Jungheinrich weitgehend entsprochen wird und in der Vergangenheit entsprochen wurde. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodexes wurden in den Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den

Vorstand berücksichtigt. Wegen der Einzelheiten sei auf den separaten Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat verwiesen.

Jungheinrich erstellt ab dem Geschäftsjahr 2005 den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS); die Vorjahreszahlen sind entsprechend angepasst worden. Die aus der Umstellung der bisherigen Bilanzierung nach US-GAAP resultierenden Änderungen sind in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet worden.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2005 sind von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies im uneingeschränkten Vermerk bestätigt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 und der Konzernlagebericht wurden durch die Abschlussprüfer ebenfalls mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat vorgelegen und wurden von ihm einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlages des Vorstandes geprüft. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Sitzung des Aufsichtsrates am 28. März 2006 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teilgenommen und über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses abschließend berichtet.

Auf Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zugestimmt. In seiner Sitzung am 28. März 2006 billigte er den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes schließt sich der Aufsichtsrat an.

Mit Ablauf der Hauptversammlung 2005 hat Frau Karin Martin ihr Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates niedergelegt. Herr Wolff Lange wurde von der Namensaktionärin LJH-Holding GmbH, Wohltorf, bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2010 in den Aufsichtsrat entsandt. In diesem Zusammenhang wurden der Finanz- und Prüfungsausschuss sowie der Personalausschuss des Aufsichtsrates neu besetzt. Herr Matthias Fischer übt seit dem 20. September 2005 seine Tätigkeit als Vertriebsvorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat bis zum Ende der Laufzeit seines Dienstvertrages zum 30. Juni 2006 nicht mehr aus. Der Aufsichtsrat dankt Frau Martin und Herrn Fischer für ihr Engagement im Sinne des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren engagierten Einsatz zum Wohle des Unternehmens und der Aktionäre.

Prof. Dr. E. Rohkamm 28. März 2006

Corporate-Governance-Bericht

Deutscher Corporate Governance Kodex im Jungheinrich-Konzern

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG fühlen sich den Grundsätzen einer transparenten, verantwortungsvollen und auf langfristige Wertsteigerung zielenden Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle verpflichtet. Wesentliches Element der Corporate Governance im Jungheinrich-Konzern ist die klare Aufgaben- und Verantwortungsverteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung, wie sie im deutschen Aktienrecht, aber auch im Deutschen Corporate Governance Kodex verankert sind. Daneben wird der unabhängigen externen Abschlussprüfung großes Gewicht beigemessen. Die Corporate Governance der Jungheinrich AG erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen und entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes. Daneben setzt die Jungheinrich AG viele der Anregungen des Kodexes um.

Die Corporate-Governance-Praxis bei der Jungheinrich AG wurde bereits im Jahr 2002 durch Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen und wird in regelmäßigen Abständen, zuletzt im Dezember 2005, an die sich fortentwickelnden Gesetze und Standards zur Unternehmensführung und -kontrolle angepasst.

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG haben im Dezember 2005 ihre jüngste jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen und Anregungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und nachfolgend im Wortlaut wiedergegeben:

"Für die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 2. Juni 2005 bezieht.

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 2. Juni 2005 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden wird und in der Vergangenheit entsprochen wurde.

Die Abweichungen von einzelnen Empfehlungen des Kodexes beziehen sich darauf, dass die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat keinen Selbstbehalt ausweist, dass Jungheinrich kein Aktienoptionsprogramm unterhält, sodass die darauf basierenden Empfehlungen nicht einschlägig sind, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsratsmitglieder nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise im Anhang des Geschäftsberichtes bzw. im Corporate-Governance-Bericht dargestellt wird, von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates abgesehen wird und dass der Konzernabschluss noch nicht innerhalb der empfohlenen 90-Tages-Frist öffentlich zugänglich gemacht werden wird."

Die Aktionäre der Jungheinrich AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Aktionäre, welche Stammaktien halten, können dort ihr Stimmrecht ausüben, sei es eigenhändig, durch einen Stellvertreter oder durch einen von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Stimmrechtsvertreter.

Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind auf den Seiten 98 bis 100 des Geschäftsberichtes 2005 des Jungheinrich-Konzerns sowie auf der Internetseite (Vorstand & Aufsichtsrat) aufgeführt. Auskunft über die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2005 gibt der Bericht des Aufsichtsrates, der auf den Seiten 94 bis 95 des Geschäftsberichtes 2005 des Jungheinrich-Konzerns abgedruckt ist und sich ebenfalls im Internet (Bericht des Aufsichtsrates) findet.

Die Satzung der Jungheinrich AG ist über die Internetseite (Satzung) allgemein zugänglich. Der Jungheinrich-Konzern ist eine Unternehmensgruppe, der sich in einem internationalen Markt vielfältige Chancen bieten. Nachhaltiges, werthaltiges Wachstum lässt sich jedoch nur erreichen, wenn neben den Chancen auch die Risiken unternehmerischen Handelns erkannt und angemessen berücksichtigt werden. Ein effektives Risikomanagement gehört daher zu den Kernelementen der Corporate-Governance-Praxis bei der Jungheinrich AG. Einzelheiten hierzu sind dem Konzernlagebericht auf den Seiten 28 und 29 des Geschäftsberichtes 2005 zu entnehmen.

Aktionäre, Investoren, Analysten und die Öffentlichkeit werden von der Jungheinrich AG im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gleichberechtigt und zeitnah informiert. Ein wichtiges Medium hierzu ist die Internetseite der Gesellschaft. Neben der Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG, ihrer Satzung und Informationen über die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sind insbesondere Finanzberichte, Unterlagen zur Hauptversammlung, Ad-hoc- und sonstige Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz, insbesondere über meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, sowie der Bericht des Aufsichtsrates über diese Plattform allgemein zugänglich.

Mit dem Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2005 wurde wie in den vergangenen Jahren vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates über möglicherweise während der Prüfung auftretende Ausschlussoder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Ferner wurde vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Schließlich war der Abschlussprüfer gehalten, den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise einen Vermerk in den Prüfbericht aufzunehmen, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen festgestellt haben sollte, die eine Abweichung der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex bedeuten würden.

Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erörtern mindestens einmal jährlich, zuletzt in Sitzungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Dezember 2005, ob die Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG die Grundsätze des Deutschen Corporate Governance Kodex eingehalten hat und ob diese in der Zukunft eingehalten werden sollen bzw. welche Abweichungen von den Empfehlungen und Anregungen des Kodexes beschlossen werden.

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat

Professor Dr. Eckhard Rohkamm

Vorsitzender Ingenieur

Weitere Mandate Aufsichtsrat: HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie VvaG, Hannover (stellv. Vorsitz) Talanx AG, Hannover (stellv. Vorsitz) DBT GmbH, Lünen ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf (bis 30.11.2005) ThyssenKrupp Steel AG, Duisburg (bis 02.12.2005) ThyssenKrupp Technologies AG, Essen (bis 30.11.2005) ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg

Beirat: Grupo ThyssenKrupp S.A., Madrid/Spanien

Detlev Böger Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Rheinmetall Defence Electronics GmbH, Bremen Sedat Bodur Mitglied des Betriebsrates Norderstedt

Wolfgang Erdmann Vorsitzender des Betriebsrates Norderstedt

Rolf Haucke IG Metall, Landshut

Weitere Mandate Aufsichtsrat: RWE Solutions AG, Neu Isenburg SAG Netz- und Energietechnik GmbH, Langen

Wolfgang Kiel Unternehmensberater

Joachim Kleinwort Leitender Angestellter

Wolff Lange (seit 07.06.2005) Geschäftsführender Gesellschafter der Lange Vermögensverwaltung GbR, Hamburg

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Kühlhaus Zentrum AG, Hamburg (Vorsitz) (seit 22.06.2005) Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitz) (seit 28.06.2005)

<-- PDF CHUNK SEPARATOR -->

Karl-Helmut Lechner

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates

Dr. Albrecht Leuschner

Rechtsanwalt

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hagen Batterie AG, Soest (Vorsitz) Deutsche EXIDE GmbH, Büdingen (Vorsitz) CEAG AG, Bad Homburg (stellv. Vorsitz) OEB Traktionsbatterien AG, Zürich/Schweiz Deta Douglas Battery LLC, Winston-Salem/USA

Beirat: Langguth-Erben GmbH & Co. KG, Traben-Trarbach (Vorsitz)

Karin Martin

(bis 07.06.2005) Geschäftsführerin der GSA Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hamburg Messe und Congress GmbH, Hamburg Jürgen Peddinghaus Unternehmensberater

Weitere Mandate Aufsichtsrat: Faber-Castell AG, Nürnberg (Vorsitz) Kühlhaus Zentrum AG, Hamburg (Vorsitz) (bis 30.06.2005) MAY-Holding GmbH & Co. KG, Erftstadt (Vorsitz) Schwarz-Pharma AG, Monheim Zwilling J.A. Henckels AG, Solingen

Beirat:

Norddeutsche Private Equity GmbH, Hamburg (Vorsitz) Booz Allen Hamilton GmbH, München Biolabor GmbH & Co. KG, Bremen (seit September 2005)

Franz Günter Wolf

Vorsitzender des Beirates der LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen

Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

Dr. Cletus von Pichler

Vorsitzender des Vorstandes

Externe Mandate Aufsichtsrat: KMPT AG, Vierkirchen Minimax Management GmbH, Bad Oldesloe (bis 31.05.2005)

Verwaltungsrat: Dr. Joachim Schmidt AG & Co. Holding-KG, Berlin

Matthias Fischer

Mitglied des Vorstandes (Ausübung der Tätigkeit bis 20.09.2005) Dr. Erich Kirschneck Mitglied des Vorstandes

Konzernmandat Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitz)

Dr. Michael Lüer Mitglied des Vorstandes

Konzernmandat Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg

Jungheinrich weltweit

Fünfjahresübersicht des Jungheinrich-Konzerns 2001 2002 2003 2004 2005
Auftragseingang, Produktion und Umsatz
Auftragseingang1) Mio. € 1.576 1.493 1.476 1.569 1.653
Produktion Flurförderzeuge Stück 65.500 54.700 59.200 58.800 66.500
Umsatz Mio. € 1.551 1.476 1.471 1.531 1.645
davon Inland Mio. € 476 417 407 422 453
davon Ausland Mio. € 1.075 1.059 1.064 1.109 1.192
Auslandsquote % 69 72 72 72 72
Mitarbeiter
Gesamt 31.12. 9.288 9.248 9.233 9.008 8.998
davon im Inland 31.12. 4.519 4.427 4.452 4.464 4.458
davon im Ausland 31.12. 4.769 4.821 4.781 4.544 4.540
Investitionen
Investitionen2) Mio. € 32 36 61 33 42
Forschung und Entwicklung Mio. € 28 30 33 38 40
Vermögensstruktur
Anlagevermögen Mio. € 538 509 501 522 543
davon Leasinggeräte aus FDL3) Mio. € 188 191 178 167 158
Umlaufvermögen Mio. € 933 976 997 1.016 1.157
davon Forderungen aus FDL3) Mio. € 152 188 202 229 291
davon liquide Mittel und Wertpapiere Mio. € 185 204 210 228 274
Gesamtvermögen Mio. € 1.471 1.485 1.498 1.538 1.700
Kapitalstruktur
Eigenkapital Mio. € 316 346 358 384 437
davon gez. Kapital Mio. € 102 102 102 102 102
Pensionsrückstellungen Mio. € 124 144 144 161 165
übrige Rückstellungen Mio. € 195 188 208 158 155
Finanzverbindlichkeiten Mio. € 238 216 212 214 269
Verbindlichkeiten aus FDL3) Mio. € 397 410 410 316 379
übrige Verbindlichkeiten Mio. € 201 181 166 305 295
Gesamtkapital Mio. € 1.471 1.485 1.498 1.538 1.700

1) Neugeschäft, Kundendienst, Miete und Gebrauchtgeräte

2) ohne Miet- und Leasinggeräte, aktivierte Entwicklungskosten und Finanzanlagen

3) FDL = Finanzdienstleistungen

Bilanzierung nach IFRS

Bilanzierung nach IFRS
------------------------
Erfolgsrechnung 2001 2002 2003 2004 2005
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 189 202 194 198 221
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 70 74 784) 87 107
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 67 73 385) 83 107
Jahresüberschuss Mio. € 39 54 215) 49 62
Ergebnis je Aktie 1,16 1,60 0,635) 1,47 1,84
Dividende je Aktie – Stämme 0,39 0,39 0,39 0,42 0,456)
– Vorzüge 0,45 0,45 0,45 0,48 0,516)
Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote % 21 23 24 25 26
Anlagendeckung durch Eigenkapital % 90 109 111 108 114
EBIT-Umsatzrendite (ROS) % 4,5 5,0 5,3 5,7 6,5
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) % 19 21 22 24 25
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern % 13 16 65) 13 15
Gesamtkapitalrendite7) % 5 6 35) 5 5
Dynamischer Verschuldungsgrad Jahre 0,2 < 0,1
Net Gearing % 14 1
Kapitalumschlag Jahre 1,1 1,0 1,0 1,0 1,0

4) exkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A. 5) inkl. Schließungsaufwendungen MIC S.A.

6) Vorschlag

7) exkl. Finanzdienstleistungen

8) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten – Wechselforderungen – Forderungen ggü. verb. Unternehmen – liquide Mittel und Wertpapiere

9) Finanzverbindlichkeiten – Wechselforderungen – Forderungen ggü. verb. Unternehmen – liquide Mittel und Wertpapiere

Erläuterung der Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote Eigenkapital : Gesamtkapital x 100
Anlagendeckung durch Eigenkapital Eigenkapital : Anlagevermögen (exkl. Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) x 100
EBIT-Umsatzrendite (ROS) EBIT : Umsatzerlöse x 100
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital8) x 100
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern Jahresüberschuss : durchschnittliches Eigenkapital x 100
Gesamtkapitalrendite7) Jahresüberschuss + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital x 100
Dynamischer Verschuldungsgrad Nettoverschuldung9) : EBITDA
Net Gearing Nettoverschuldung9) : Eigenkapital x 100
Kapitalumschlag Umsatzerlöse : durchschnittliches Gesamtkapital

Termine 2006

Bilanzpressekonferenz, Hamburg 11. April 2006
Analystenkonferenz, Frankfurt am Main 12. April 2006
Zwischenbericht 1. Quartal 2006 4. Mai 2006
Hauptversammlung, Congress Centrum Hamburg (CCH) 13. Juni 2006
Dividendenzahlung 14. Juni 2006
Zwischenbericht 1. Halbjahr 2006 2. August 2006
Zwischenbericht 3. Quartal 2006 2. November 2006

Herausgeber:

Jungheinrich Aktiengesellschaft Unternehmenskommunikation

Friedrich-Ebert-Damm 129 22047 Hamburg Telefon: +49 40 6948-0 Telefax: +49 40 6948-1777 Internet: http://www.jungheinrich.de E-Mail: [email protected]

Fotos: J. Scheffler, L. Schmodde

Fotoaufnahmen u. a. bei:

Mercadona S.A. (Spanien), SKF South East Asia & Pacific (Singapur)

Gestaltungskonzept Büro Nordlicht, Hamburg

Herstellung Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.