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JOST Werke AG

Earnings Release Nov 12, 2020

237_10-q_2020-11-12_3d196b1e-ec36-4159-a963-7c179cfc515c.pdf

Earnings Release

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JOST AUF EINEN BLICK

Ausgewählte Kennzahlen

in Mio.EUR 9M 2020 9M 2019 Vgl. Vorjahr Q3 2020 Q3 2019 Vgl. Vorjahr
Umsatz Gruppe 563,6 579,1 –2,7% 196,9 177,8 10,7%
davon: Umsatz Europa 343,8 343,0 0,2% 116,9 102,6 13,9%
davon: Umsatz Nordamerika 123,0 129,3 –4,9% 41,5 43,3 –4,2%
davon: Umsatz Asien-Pazifik-Afrika (APA) 96,8 106,8 –9,3% 38,5 31,9 20,8%
Bereinigtes EBITDA1 67,3 83,2 –19,0% 27,3 24,9 9,7%
Bereinigte EBITDA-Marge (%) 11,9% 14,4% –2,5%-Punkte 13,9% 14,0% –0,1%-Punkte
Bereinigtes EBIT 1 46,1 65,5 –29,6% 20,3 19,0 7,0%
Bereinigte EBIT-Marge (%) 8,2% 11,3% –3,1%-Punkte 10,3% 10,7% –0,4%-Punkte
Eigenkapitalquote (%) 27,1% 40,9% –13,8%-Punkte
Nettoverschuldung2 241,0 59,6 304,6%
Verschuldungsgrad3, 9 2,65x 0,57x 363,7%
Investitionen4 12,2 11,1 10,4% 4,6 4,1 13,1%
ROCE (%) 5, 9 9,6% 19,2% –9,6%-Punkte
Cash Conversion Rate (%) 6 81,9% 86,7% –4,8%-Punkte 83,0% 83,5% –0,5%-Punkte
Ergebnis nach Steuern 5,3 34,4 –84,7% 4,6 11,1 –58,9%
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,35 2,31 –84,8% 0,30 0,75 –60,0%
Bereinigtes Ergebnis nach Steuern7 27,4 42,7 –35,9% 11,8 12,8 –7,6%
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR) 8 1,84 2,87 –35,9% 0,79 0,86 –8,1%

1 Bereinigt um PPA-Effekte und Sondereffekte

2 Nettoverschuldung = Verzinsliches Kapital (ohne Refinanzierungskosten) – liquide Mittel

3 Verschuldungsgrad = Nettoverschuldung/bereinigtes EBITDA, letzte 12 Monate

4 Bruttodarstellung (Investitionen; ohne Berücksichtigung der Desinvestitionen)

5 Bereinigtes EBIT, letzte 12 Monate/Eingesetztes verzinsliches Kapital; verzinsliches Kapital: Eigenkapital + finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Refinanzierungskosten) – liquide Mittel + Rückstellungen für Pensionen

6 (Bereinigtes EBITDA – Investitionen)/bereinigtes EBITDA

7 Ergebnis nach Steuern bereinigt um Sondereinflüsse gemäß Anhangangabe 12

8 Bereinigtes Ergebnis nach Steuern/14.900.000 (Anzahl der Aktien zum 30. September)

9 LTM Kennzahlen berücksichtigen für Vergleichszwecke auch Werte für Alö vor dem Erwerbszeitpunkt 31. Januar 2020

ÜBER JOST

JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie mit den Marken JOST, ROCKINGER, TRIDEC, Edbro und Quicke.

Die international marktführende Position von JOST wird durch die starken Marken, die langfristigen, durch das globale Vertriebsnetz bedienten Kundenbeziehungen und durch das effiziente, wenig anlagenintensive Geschäftsmodell untermauert. Mit Vertriebs- und Fertigungsstätten in mehr als 20 Ländern auf fünf Kontinenten hat JOST direkten Zugang zu allen großen Herstellern von Trucks, Trailern und landwirtschaftlichen Traktoren weltweit sowie zu allen relevanten Endkunden in der Nutzfahrzeugindustrie.

JOST beschäftigt weltweit derzeit über 3.500 Mitarbeiter und ist seit dem 20. Juli 2017 an der Frankfurter Börse notiert.

INHALT

2 Konzern-Zwischenlagebericht

14 Verkürzter Konzern-Zwischenabschluss

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

für die ersten neun Monate 2020

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG

JOST konnte sich im 3. Quartal 2020 sehr gut im Markt behaupten. Insbesondere hat die überdurchschnittlich gute Entwicklung des Unternehmens in Asien-Pazifik-Afrika zum Umsatz- und Ergebniswachstum beigetragen. Insgesamt konnte JOST im 3. Quartal 2020 trotz der Coronavirus-Pandemie den Konzernumsatz um 10,7% auf 196,9 Mio. EUR und das bereinige EBIT um 7,0% auf 20,3 Mio.EUR gegenüber dem Vorjahr steigern. Das übernommene Geschäft mit landwirtschaftlichen Frontladern von Ålö hat dabei einen Umsatzbeitrag von 43,8 Mio.EUR geleistet und ein bereinigtes EBIT von 3,9 Mio.EUR erzielt.

Auch adjustiert um Effekte aus der Übernahme hat JOST im 3. Quartal 2020 eine gute organische Entwicklung im Vergleich zum Markt vollziehen können. Der organische Konzernumsatz ging lediglich um –13,8% auf 153,2 Mio.EUR zurück. Die hohe Flexibilität des Geschäftsmodells erlaubte JOST dennoch ein bereinigtes EBIT (ohne Ålö) von 22,1 Mio.EUR zu erwirtschaften. Somit konnte JOST (ohne Ålö) die starke bereinigte EBIT-Marge des Vorjahrs in Höhe von 10,7% im 3. Quartal 2020 erneut erzielen.

Im 3. Quartal 2020 verbesserte JOST ebenfalls den operativen Free-Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Investitionen) gegenüber dem Vorjahr auf +31,6 Mio.EUR. Der Konzern nutzte die starke Cash-Generierung, um finanzielle Verbindlichkeiten zurückzuführen und konnte dadurch die Nettoverschuldung gegenüber dem Vorquartal (Q2 2020: 268,0 Mio. EUR) auf 241,0 Mio. EUR reduzieren. Zusammen mit der guten operativen Performance im 3. Quartal 2020 konnte JOST dadurch die Leverage-Ratio gegenüber dem Vorquartal auf 2,65x reduzieren und somit die finanzielle Lage des Konzerns weiter stärken (Leverage Q2 2020: 2,84x).

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die konjunkturellen Folgen der Coronavirus-Pandemie lassen schneller als erwartet nach: Die weltweite Konjunktur ist im Laufe des 3. Quartals 2020 nicht so stark kontrahiert wie ursprünglich erwartet. Trotz der weiteren globalen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2-Virus) und die damit verbundenen Gegenmaßnahmen, um die Infektionsrate zu senken, konnten im 3. Quartal in vielen Volkswirtschaften die ersten Zeichen einer Erholung beobachtet werden.

Infolge der Lockerung der Quarantänemaßnahmen und nationalen Lockdowns ist die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen gegenüber dem Vorquartal in vielen Ländern deutlich gestiegen. Auch die aktuellen Aussichten für das 4. Quartal 2020 sind positiver als ursprünglich erwartet. Der internationale Währungsfonds (IWF) hat deswegen die dramatischen konjunkturellen Erwartungen vom Juni 2020 in seiner neuesten Studie aus Oktober 2020 leicht verbessert. Dennoch ist die wirtschaftliche Lage nach wie vor von vielen Unsicherheiten geprägt, insbesondere aufgrund der aktuell erneut stark steigenden Infektionsraten in den meisten Ländern.

Momentan erwartet der IWF für das Jahr 2020 einen Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung um –4,4% (vorher: –4,9%). Der Welthandel soll 2020 um –10,4% sinken (vorher: –11,9%). In Europa soll die Wirtschaft gemäß dem IWF im Geschäftsjahr 2020 um –8,3 % schrumpfen (vorher: –10,2%). In den USA beträgt der nun erwartete Rückgang nur noch –4,3% (vorher: –8,0%). Nur in China setzt sich die bereits im 2. Quartal eingetretene wirtschaftliche Erholung ununterbrochen weiter fort. Aktuell geht der IWF für das Land von einem Wirtschaftswachstum 2020 in Höhe von 1,9% aus (vorher: +1,0%). Im Gegensatz dazu haben sich die konjunkturellen Erwartungen Indiens weiter verschlechtert. So rechnet der IWF dort nun mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von –10,3% für 2020 (vorher: –4,5%). Die schlechte Entwicklung Indiens ist der maßgebliche Grund dafür, dass die Wirtschaft in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern trotz des positiven Einflusses von China dennoch um –1,7% gegenüber 2019 schrumpfen sollen (vorher: –0,9%). Für die lateinamerikanische Wirtschaft wird eine leichte Verbesserung erwartet, sie soll nun im Geschäftsjahr 2020 um –8,1% sinken (vorher: –9,4%).

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Entwicklung des globalen LKW-Markts stabilisiert sich: Nach den pandemiebedingten Produktionsschließungen im 1. Halbjahr 2020 erholte sich die Nachfrage nach schweren LKW im Laufe des 3. Quartal wieder. Positiv war weiterhin das starke Wachstum des LKW-Markts in China, der erneut gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres deutlich gestiegen ist. Vor diesem Hintergrund verbesserten sich die weltweiten Erwartungen für die Produktion von schweren LKW 2020. In seiner neuen Studie von Oktober 2020 erwartet das Prognoseinstitut LMC Automotive, dass die weltweite Produktion von schweren LKW im Jahr 2020 nur noch um –8,1% gegenüber dem Vorjahr sinken wird (Erwartung im Juli 2020: –24,3%). Die weltweite Produktion von LKW ohne China soll jedoch um –36,6% gegenüber 2019 schrumpfen.

Die günstige Marktentwicklung Chinas hat ebenfalls die Erwartungen für die Asien-Pazifik-Afrika-Region deutlich gesteigert. Dort prognostiziert LMC für das Jahr 2020 nun ein Wachstum des LKW-Markts von +7,9% (Erwartung im Juli 2020: –11,5%). In Europa soll die LKW-Produktion 2020 gemäß den neuesten Schätzungen um –27,8% schrumpfen (Erwartung im Juli 2020: –34,7%). In Nordamerika haben sich die Aussichten ebenfalls verbessert. Gemäß FTR, einem auf Nordamerika spezialisierten Marktforschungsinstitut, soll die LKW-Produktion 2020 um –44,3% zurückgehen (FTR-Erwartung von Juli 2020: –54,2%). In Lateinamerika erwartet LMC Automotive nun eine Reduktion der LKW-Produktion 2020 um –28,5% gegenüber dem Vorjahr (Erwartung von Juli 2020: –30,5%).

Vor dem Hintergrund des bereits verzeichneten starken Marktrückgangs im 1. Halbjahr 2020 deuten die aktuellen Erwartungen auf eine Stabilisierung des Marktes im Laufe des 4. Quartals 2020 hin. Dennoch bleiben die Unsicherheitsfaktoren aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen groß.

Anhängerproduktion 2020 bleibt gedämpft: Die Auswirkungen der Pandemie auf die Realwirtschaft haben ebenfalls Spuren auf dem Anhängermarkt hinterlassen. Allerdings ist dieser Markt im 1. Halbjahr 2020 nicht so stark wie der LKW-Markt eingebrochen. Aus diesem Grund ist die zu beobachtende Erholung etwas gedämpfter.

In Europa erwartet Clear Consulting, dass der Anhängermarkt im Laufe 2020 nach wie vor um rund –25% gegenüber 2019 sinken wird. In Asien-Pazifik-Afrika erwartet Clear einen Rückgang von lediglich –11% gegenüber dem Vorjahr, was nur eine leichte Verbesserung gegenüber den vorherigen Erwartungen bedeutet. Die Verbesserung ist durch die Erholung Chinas geprägt. Gegenläufig wirkt sich jedoch der stärker als erwartete Einbruch des indischen Marktes aus. Auch in Nordamerika erholt sich der Anhängermarkt nur langsam. Nach der Anpassung im Juli 2020 hat das Institut FTR die Erwartungen für den nordamerikanischen Anhängermarkt in seiner neuesten Studie aus Oktober 2020 bei –41,7% gegenüber dem Vorjahr belassen.

Landwirtschaftlicher Traktormarkt erholt sich: Da der Bedarf an Nahrungsmitteln durch die Pandemie nicht beeinflusst wird, ist der landwirtschaftliche Sektor weniger beeinträchtigt als der Markt für LKW und Anhänger. Zwar haben die konjunkturellen Unsicherheiten die Investitionsbereitschaft der Landwirte im 1. Halbjahr 2020 gedämpft, das Sentiment hat sich jedoch im Laufe des 3. Quartals wieder verbessert. Die steigenden Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie der starke Export von Agrarprodukten nach China haben die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Traktoren unterstützt. Aktuell gehen Experten davon aus, dass im Jahr 2020 der Traktormarkt in Nordamerika bis zu 5% gegenüber dem Vorjahr steigen kann. Noch Ende des 2. Quartals 2020 haben sie mit einem leichten Rückgang gerechnet. Auch in Europa sind die Aussichten positiver geworden. Insgesamt soll der europäische Markt 2020 nur um –5% gegenüber 2019 schrumpfen. Vorher wurde eine Reduktion im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet.

GESCHÄFTSVERLAUF IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2020

Im Laufe des Januars 2020 hat das zuständige Kartellamt die Übernahme der Ålö Holding AB ("Ålö") durch JOST ohne Auflagen genehmigt. Damit konnte JOST die geplante Transaktion am 31. Januar 2020 abschließen und 100% der Anteile an Ålö erwerben.

Ålö ist eine in Umeå, Schweden, ansässige Unternehmensgruppe mit Produktionsstandorten in Schweden, China, den USA und Frankreich sowie Vertriebsniederlassungen in weiteren wichtigen Märkten weltweit. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Systeme für die Anwendung in der Landwirtschaft unter der international bekannten Marke "Quicke". Mit dem Erwerb kann JOST das vorhandene Geschäft mit Nutzfahrzeugkomponenten für die Landwirtschaft zu einer weiteren tragenden Säule des Konzerns ausbauen.

Insgesamt wurden 14.207.973 Anteile mit einem Nominalwert von 10 SEK pro Anteil erworben. Der Unternehmenswert betrug 245,4 Mio. EUR. Ålö verfügte zum Zeitpunkt der Übernahme über liquide Mittel in Höhe von 12,3 Mio. EUR. Die bestehenden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 98,9 Mio.EUR sind von JOST zum 31. Januar 2020 abgelöst worden.

Ålö wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2020 in den Konsolidierungskreis des JOST Konzerns einbezogen. Entsprechend ist die Vergleichbarkeit der Finanzkennzahlen mit denen des Vorjahres eingeschränkt.

Umsatzentwicklung

4

Umsatzerlöse nach Herkunft 9M

in TEUR 9M 2020 Organische Entwicklung Währungseffekte Übernahme
effekte
Entwicklung
vgl. Vorjahr
9M 2019
Europa 343.775 –24,8% –0,4% 25,4% +0,2% 343.021
Nordamerika 122.981 –30,1% 0% 25,2% –4,9% 129.285
Asien-Pazifik-Afrika (APA) 96.845 –6,8% –3,7% 1,2% –9,3% 106.777
Gesamt 563.601 –22,6% –1,0% 20,9% –2,7% 579.083

Umsatzerlöse nach Herkunft Q3

Organische Übernahme Entwicklung
in TEUR Q3 2020 Entwicklung Währungseffekte effekte vgl. Vorjahr Q3 2019
Europa 116.922 –16,0% –0,8% 30,7% +13,9% 102.646
Nordamerika 41.475 –28,0% –3,4% 27,2% –4,2% 43.315
Asien-Pazifik-Afrika (APA) 38.530 +25,6% –5,9% 1,1% +20,8% 31.886
Gesamt 196.927 –11,4% –2,5% 24,6% +10,7% 177.847

Im 3. Quartal konnte JOST erstmalig im Geschäftsjahr 2020 den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Zwar hatte die andauernde Pandemie immer noch erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft von JOST, dennoch konnte das Unternehmen von der eingetretenen Markterholung stark profitieren. Insgesamt stieg der Konzernumsatz im 3. Quartal 2020 um 10,7% auf 196,9 Mio.EUR (Q3 2019: 177,8 Mio.EUR). Darin enthalten ist ein positiver Effekt aus der Übernahme von Ålö in Höhe von 43,7 Mio.EUR. Der Umsatz ohne Übernahmeeffekte sank im 3. Quartal 2020 lediglich um –13,8% auf 153,2 Mio.EUR, was die Erholung der LKW- und Anhängermärkte insbesondere in China, aber auch in Europa und Nordamerika widerspiegelt.

Nachdem mehr und mehr Länder die landesweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie lockerten und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens reduzierten, verbesserte sich die wirtschaftliche Lage weltweit und damit einhergehend die Nachfrage nach schweren LKW und Anhängern. Vor allem die gute Position von JOST in China trug wesentlich zum Wachstum im 3. Quartal 2020 bei. Alle Produktionswerke des Unternehmens waren im 3. Quartal in Betrieb und nicht länger von Schließungen aufgrund verordneter Quarantänemaßnahmen betroffen.

Das Wachstum im 3. Quartal kompensierte teilweise den pandemiebedingten Umsatzrückgang des 1. Halbjahres, reichte jedoch nicht, um diesen negativen Effekt komplett auszugleichen. Aus diesem Grund lag der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des Jahres –2,7% unter dem des Vorjahres und belief sich auf 563,6 Mio.EUR (9M 2019: 579,1 Mio.EUR). Darin enthalten sind Übernahmeeffekte aus der Konsolidierung von Ålö mit Wirkung zum 1. Februar 2020 in Höhe von 121,0 Mio EUR.

Europa

Der europäische Umsatz stieg im 3. Quartal 2020 um 13,9 % auf 116,9 Mio.EUR (Q3 2019: 102,6 Mio.EUR). Ålö trug mit 31,5 Mio.EUR dazu bei. Bereinigt um die Übernahmeeffekte sank der europäische Umsatz von JOST im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr nur noch um –16,8% auf 85,4 Mio.EUR. Diese Entwicklung reflektiert vor allem die Erholung des LKW-Markts, aber auch des Anhängermarkts. Der Umsatz mit Agrarprodukten wurde durch Nachholeffekte aus dem 2. Quartal positiv beeinflusst, sodass die typische Saisonalität des Geschäfts nicht so stark ausgeprägt war.

In den ersten neun Monaten 2020 stieg der Umsatz in Europa um 0,2% auf 343,8 Mio. EUR (9M 2019: 343,0 Mio. EUR). Die von Ålö seit dem 1. Februar 2020 erzielten Umsatzerlöse beliefen sich dabei auf 87,1 Mio.EUR. Ohne Übernahmeeffekte sank der Umsatz in Europa in den ersten neun Monaten 2020 infolge der negativen Effekte der Pandemie um –25,2% auf 256,6 Mio.EUR.

Nordamerika

Nach einem sehr schwachen Start in das 3. Quartal, erholte sich der nordamerikanische Markt für LKW und Anhänger im Laufe des Quartals stetig. Zwar blieb die Nachfrage nach schweren LKW nach Angaben von FTR noch –40,4% unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres, sie stieg aber deutlich gegenüber dem pandemiebedingt extrem schwachen 2. Quartal 2020. Der Anhängermarkt dagegen blieb gemäß FTR weiterhin auf einem schwachen Niveau und lag –47,3% unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres.

Das dazu erworbene Geschäft mit landwirtschaftlichen Frontladern erzielte im Laufe des 3. Quartals einen Umsatz von 11,8 Mio. EUR in Nordamerika. Vor diesem Hintergrund ist der Umsatz von JOST in Nordamerika im 3. Quartal 2020 nur um –4,2% auf 41,5 Mio. EUR leicht gesunken (Q3 2019: 43,3 Mio.EUR). Bereinigt um die Übernahme- und Währungseffekte sank der Umsatz von JOST in der Region im gleichen Zeitraum um –28,0% auf 29,7 Mio. EUR. JOST konnte damit den LKW und Anhängermarkt erneut übertreffen, was überwiegend auf das wachsende Geschäft mit Ersatzteilen aufgrund gewonnener Marktanteile zurückzuführen ist.

In den ersten neun Monaten 2020 fiel der Umsatz der Region um –4,9% auf 123,0 Mio. EUR (9M 2019: 129,3 Mio. EUR). Darin enthalten sind Umsätze von Ålö in Höhe von 32,6 Mio.EUR. Ohne Effekte aus der Übernahme sank der Umsatz von JOST in Nordamerika im gleichen Zeitraum um –30,1% auf 90,4 Mio.EUR.

Asien-Pazifik-Afrika (APA)

Die Entwicklung von JOST in der APA-Region wurde im 3. Quartal 2020 vom starken Wachstum in China dominiert. Weitere Länder in der Region wie Südafrika und Australien zeigten ebenfalls einen positiven Trend. Nur der indische Markt blieb unverändert auf einem Rekordtief. Positiv war zudem, dass alle Produktionswerke von JOST in der Region im 3. Quartal trotz Pandemie ununterbrochen produzieren durften.

So konnte JOST im 3. Quartal den Umsatz in APA gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 20,8% auf 38,5 Mio.EUR steigern (Q3 2019: 31,9 Mio.EUR). Der darin enthaltene Beitrag durch die Übernahme Ålö war mit 0,3 Mio.EUR nahezu vernachlässigbar. Die Wechselkursumrechnungseffekte belasteten den Umsatz mit –5,9%. Durch den starken Einfluss der Pandemie auf die APA-Region im 1. Halbjahr 2020 sank jedoch der kumulierte Umsatz in den ersten neun Monaten 2020 um –9,3% auf 96,8 Mio.EUR (9M 2019: 106,8 Mio.EUR). Darin enthalten ist ein Beitrag von Ålö in Höhe von 1,3 Mio.EUR.

Ertragslage

Ertragslage 9M

in TEUR 9M 2020 9M 2019 % Vgl. Vorjahr
Umsatzerlöse 563.601 579.083 –2,7%
Umsatzkosten –411.685 –428.425
Bruttoergebnis 151.916 150.658 +0,8%
Bruttomarge 27,0% 26,0% +1%-Punkte
Betriebliche Aufwendungen –140.200 –105.018
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 11.716 45.640 –74,3%
Netto-Finanzergebnis –7.226 –4.463
Ertragsteuern 790 –6.772
Ergebnis nach Steuern 5.280 34.405

Ertragslage Q3

Ergebnis nach Steuern 4.558 11.101
Ertragsteuern –397 –594
Netto-Finanzergebnis –3.379 –671
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 8.334 12.366 –32,6%
Betriebliche Aufwendungen –50.608 –33.787
Bruttomarge 29,9% 26,0% +3,9%-Punkte
Bruttoergebnis 58.942 46.153 +27,7%
Umsatzkosten –137.985 –131.694
Umsatzerlöse 196.927 177.847 +10,7%
in TEUR Q3 2020 Q3 2019 % Vgl. Vorjahr

JOST konnte im 3. Quartal 2020 die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr um 3,9%-Punkte auf 29,9% steigern (Q3 2019: 26,0%). Im Zuge der Pandemie hat JOST weltweit zahlreiche Maßnahmen zur Kostensenkung eingeführt, die bei den sich langsam erholenden Märkten nun zu einer Verbesserung der Bruttomarge führen. Darüber hinaus haben das starke Wachstum in Asien-Pazifik-Afrika, ein günstigerer Produktmix und der steigende Anteil des Ersatzteilgeschäfts diese Entwicklung verstärkt.

Im Gegensatz dazu führten unter anderem Sondereffekte im Zusammenhang mit der Übernahme von Ålö weiterhin zu einem deutlichen Anstieg der betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Die Forschungs- und Entwicklungskosten bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres, da JOST die Weiterentwicklung seines Produktportfolios weiterhin vorantreibt. Im Fokus waren dabei die letzten Schritte der Entwicklung des automatisierten Kupplungssystems (KKS 2), das zum Ende des 3. Quartals 2020 auf den Markt gebracht wurde. Der Anstieg der Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr ist überwiegend auf die Erstkonsolidierung von Ålö zurückzuführen. Insgesamt sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im 3. Quartal 2020 auf 8,3 Mio.EUR (Q3 2019: 12,4 Mio.EUR). In den ersten neun Monaten 2020 belief sich das konzernweite EBIT auf 11,7 Mio.EUR (9M 2019: 45,6 Mio.EUR).

Bereinigt um Sondereffekte stieg das bereinigte EBIT im 3. Quartal 2020 um 7,0% auf 20,3 Mio. EUR (Q3 2019: 19,0 Mio. EUR). JOST gelang es trotz Pandemie, eine bereinigte EBIT-Marge im zweistelligen Prozentbereich zu erwirtschaften. So lag die bereinigte EBIT-Marge mit 10,3% nur –0,4%-Punkte unter dem starken Vergleichsquartal des Vorjahres (Q3 2019: 10,7%). Gegenüber dem Vorquartal bedeutet dies eine Verbesserung um 3,3%-Punkte (Q2 2020: 7,0%).

Trotz der typischen saisonalen Schwäche im 3. Quartal im landwirtschaftlichen Bereich konnte die Ålö-Gruppe im 3. Quartal ein bereinigtes EBIT von 3,9 Mio.EUR und eine bereinigte EBIT-Marge von 8,8% erzielen. JOST konnte die Erholung im LKW-Markt schnell in neues Geschäft umwandeln. Dadurch hat JOST (ohne Ålö) im 3. Quartal 2020 ein bereinigtes EBIT von 16,4 Mio. EUR erwirtschaftet und erstmalig im Geschäftsjahr 2020 die bereinigte EBIT-Marge des Vorjahrs in Höhe von 10,7% erreichen können.

In den ersten neun Monaten 2020 betrug das konzernweite bereinigte EBIT 46,1 Mio. EUR (9M 2019: 65,5 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge reduzierte sich auf 8,2% (9M 2019: 11,3%). Darin enthalten ist das bereinigte EBIT von Ålö, das sich in den ersten neun Monaten 2020 auf 13,0 Mio.EUR belief. Die bereinigte EBIT-Marge von Ålö betrug dabei 10,7%. Im gleichen Zeitraum hat JOST (ohne Ålö) ein bereinigtes EBIT von 33,2 Mio. EUR erzielt und eine bereinigte EBIT-Marge von 7,5%. Diese Ergebnisse wurden vor allem vom pandemiebedingten schwachen 1. Halbjahr 2020 negativ beeinflusst.

JOST hat in den ersten neun Monaten 2020 Aufwendungen von insgesamt 34,4 Mio.EUR bereinigt (9M 2019: 19,9 Mio.EUR). In erster Linie wurde das Ergebnis um nicht-operative Sondereffekte aus Abschreibungen der Kaufpreisallokation (PPA-Abschreibungen) in Höhe von 21,7 Mio. EUR bereinigt (9M 2019: 18,8 Mio. EUR). Der Anstieg um 2,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr ist ausschließlich auf die Übernahme von Ålö zurückzuführen. Zusätzlich wurden in den ersten neun Monaten 6,9 Mio.EUR aus dem Verbrauch von Step-ups auf Vorräte von Ålö adjustiert. JOST hat zudem Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 2,2 Mio.EUR bereinigt, die maßgeblich durch Beratungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Ålö entstanden sind. Weitere 2,4 Mio.EUR betreffen Sonderkosten aus einem Optimierungsprojekt von Ålö, das Ende 2020 voraussichtlich abgeschlossen wird. Die folgenden Tabellen zeigen eine Übersicht der durchgeführten Bereinigungen:

Überleitung bereinigtes Ergebnis 9M

in TEUR 9M 2020 9M 2019
EBIT 11.716 45.640
PPA-Abschreibungen –21.713 –18.827
Sonstige Effekte –12.682 –1.061
Bereinigtes EBIT 46.111 65.528
Abschreibungen auf Sachanlagen –18.752 –16.168
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte –2.457 –1.465
Bereinigtes EBITDA 67.320 83.161

Im 3. Quartal 2020 wurden 11,9 Mio. EUR adjustiert (Q3 2019: 6,6 Mio.EUR). Darin enthalten sind nicht-operative Sondereffekte aus PPA-Abschreibungen in Höhe von 7,3 Mio.EUR (Q3 2019: 6,3 Mio.EUR) sowie weitere 2,6 Mio. EUR aus dem Verbrauch von Step-ups auf Vorräte von Ålö. Darüber hinaus sind im 3. Quartal 2020 Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Optimierungsprojekt von Ålö in Höhe von 1,2 Mio.EUR angefallen.

Überleitung bereinigtes Ergebnis Q3

in TEUR Q3 2020 Q3 2019
EBIT 8.334 12.366
PPA-Abschreibungen –7.347 –6.277
Sonstige Effekte –4.601 –313
Bereinigtes EBIT 20.282 18.956
Abschreibungen auf Sachanlagen –6.059 –5.431
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte –964 –512
Bereinigtes EBITDA 27.305 24.899

Das Finanzergebnis belief sich im 3. Quartal 2020 auf –3,4 Mio. EUR (Q3 2019: –0,7 Mio. EUR). Der Anstieg der Finanzaufwendungen ist zum Teil auf den Anstieg der Zinszahlungen in Verbindung mit den Anfang 2020 neu aufgenommenen Darlehen für die Finanzierung der Ålö-Übernahme zurückzuführen. Darüber hinaus sind die nichtrealisierten Währungsverluste aufgrund nicht-liquiditätswirksamer Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsdarlehen im 3. Quartal auf –1,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Q3 2019: –0,3 Mio.EUR). In den ersten neun Monaten 2020 belief sich das Finanzergebnis auf –7,2 Mio.EUR (9M 2019: –3,8 Mio.EUR).

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im 3. Quartal 2020 auf 4,6 Mio.EUR (Q3 2019: 11,1 Mio.EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug im 3. Quartal 0,30 EUR (Q3 2019: 0,75 EUR). In den ersten neun Monaten 2020 erzielte JOST trotz des negativen Einflusses der Pandemie einen Gewinn von 5,3 Mio.EUR (9M 2019: 34,4 Mio.EUR) und ein Ergebnis je Aktie von 0,35 EUR (9M 2019: 2,31 EUR).

Bereinigt um Sondereffekte belief sich das Ergebnis nach Steuern im 3. Quartal 2020 auf 11,8 Mio. EUR (Q3 2019: 12,8 Mio. EUR) und das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,79 EUR (Q3 2019: 0,86 EUR). In den ersten neun Monaten 2020 betrug das bereinigte Ergebnis nach Steuern 27,4 Mio. EUR (9M 2019: 42,7 Mio. EUR) und das bereinigte Ergebnis je Aktie 1,84 EUR (9M 2019: 2,87 EUR).

Segmente

Segmentberichterstattung 9M 2020

Asien, Pazifik
in TEUR Europa Nordamerika und Afrika Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse * 546.317 132.362 152.783 –267.861 563.601**
davon: externe Umsatzerlöse * 343.775 122.981 96.845 0 563.601
davon: interne Umsatzerlöse * 202.542 9.381 55.938 –267.861 0
Bereinigtes EBIT *** 22.830 7.794 13.525 1.962 46.111
davon: Abschreibungen 13.873 3.711 3.625 0 21.209
Bereinigte EBIT-Marge 6,6% 6,3% 14,0% 8,2%
Bereinigtes EBITDA*** 36.703 11.505 17.150 1.962 67.320
Bereinigte EBITDA-Marge 10,7% 9,4% 17,7% 11,9%

* Umsatz nach Zielort im Berichtszeitraum:

– Europa: 288.946 TEUR

– Nord- und Südamerika: 133.276 TEUR

– Asien, Pazifik und Afrika: 141.379 TEUR

** Die Umsatzerlöse in den Segmenten sind nach Herkunft ausgewiesen.

*** Das bereinigte EBIT/ EBITDA enthält den Anteil am Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, der keinem Segment zugeordnet ist und daher in der Überleitungsspalte hinzugerechnet wird.

Zur besseren Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen zeigt die folgende Tabelle die wesentlichen Kennzahlen des bisherigen JOST Konzerns vor dem Erwerb der Ålö-Gruppe sowie die der übernommen Ålö-Gruppe für die ersten neun Monaten 2020 separat:

in TEUR Ålö-Gruppe JOST (ohne Ålö) Konzernabschluss
Umsatzerlöse 121.005 442.596 563.601
Bereinigtes EBIT 12.952 33.159 46.111
davon: Abschreibungen 3.552 17.657 21.209
Bereinigte EBIT-Marge 10,7% 7,5% 8,2%
Bereinigtes EBITDA 16.504 50.816 67.320
Bereinigte EBITDA-Marge 13,6% 11,5% 11,9%

Segmentberichterstattung 9M 2019

Asien, Pazifik
in TEUR Europa Nordamerika und Afrika Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse * 557.151 130.168 134.835 –243.071 579.083**
davon: externe Umsatzerlöse * 343.021 129.285 106.777 0 579.083
davon: interne Umsatzerlöse * 214.130 883 28.058 –243.071 0
Bereinigtes EBIT *** 35.522 12.141 15.179 2.686 65.528
davon: Abschreibungen 11.874 3.010 2.749 0 17.633
Bereinigte EBIT-Marge 10,4% 9,4% 14,2% 11,3%
Bereinigtes EBITDA*** 47.396 15.151 17.928 2.686 83.161
Bereinigte EBITDA-Marge 13,8% 11,7% 16,8% 14,4%

* Umsatz nach Zielort im Berichtszeitraum:

– Europa: 299.518 TEUR

– Nord- und Südamerika: 135.457 TEUR

– Asien, Pazifik und Afrika: 144.108 TEUR

** Die Umsatzerlöse in den Segmenten sind nach Herkunft ausgewiesen.

*** Das bereinigte EBIT/ EBITDA enthält den Anteil am Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, der keinem Segment zugeordnet ist und daher in der Überleitungsspalte hinzugerechnet wird.

Europa

Der pandemiebedingte Nachfragerückgang belastete das europäische Ergebnis des JOST Konzerns in den ersten neun Monaten 2020 erheblich. Im Laufe des 3. Quartals begann sich der Markt langsam zu erholen, wenngleich die Effekte der Pandemie noch spürbar waren. Durch Maßnahmen wie Kurzarbeit, Nachverhandlungen mit Lieferanten und Dienstleistern sowie eine sehr strenge und konsequente Kostenkontrolle an allen europäischen Standorten gelang es JOST, den signifikanten Markteinbruch zu bewältigen.

JOST konnte in den ersten neun Monaten 2020 trotz der dramatischen Auswirkungen der Pandemie auf den Geschäftsverlauf ein positives operatives Ergebnis in Europa erwirtschaften: Das bereinigte EBIT der Region betrug 22,8 Mio.EUR (9M 2019: 35,5 Mio.EUR) und die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 6,6% (9M 2019: 10,4%). Dies ist eine Verbesserung gegenüber der Marge im 1. Halbjahr 2020, die noch bei 6,0% lag. Die Übernahme von Ålö mit Wirkung zum 1. Februar 2020 wirkte sich besonders positiv auf das Ergebnis in Europa aus. Nachteilig wirkten sich die Konzernverwaltungskosten aus, die der Region Europa zugeordnet werden, und hier einen vergleichsweise höheren Fixkostenanteil verursachen.

Nordamerika

Durch die in den vergangenen Jahren gewonnenen Marktanteile konnte JOST in Nordamerika den Anteil des Ersatzteilgeschäfts überproportional steigern und dadurch den stark rückläufigen Umsatz mit OEM-Kunden mit dem Erstausrüstungsgeschäft teilweise ausgleichen. Die im 2. Quartal eingeführten Maßnahmen zur Kostensenkung konnten schnell ihre Wirkung entfalten und führten zu einer signifikanten Reduktion der Umsatz- und Verwaltungskosten der Region. Demgegenüber wurde die Geschäftsentwicklung von Ålö jedoch durch die Verlagerung des US-Produktionswerkes von Telford, Tennessee, nach Simpsonville, South Carolina, beeinträchtigt, was das operative Ergebnis in Nordamerika insgesamt belastet hat.

Trotz des Einbruchs des nordamerikanischen Markts im Zuge der Pandemie konnte JOST in den ersten neun Monaten 2020 ein bereinigtes EBIT von 7,8 Mio.EUR erwirtschaften (9M 2019: 12,1 Mio.EUR) und eine bereinigte EBIT-Marge von 6,3% erzielen (9M 2019: 9,4%).

Asien-Pazifik-Afrika

Das Segment APA war im 1. Halbjahr 2020 besonders stark durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie in China belastet. JOST musste sein chinesisches Produktionswerk in Wuhan, in der Hubei-Provinz, von Ende Januar bis Mitte März 2020 schließen. Die Werke in Indien und Südafrika mussten von Ende März bis Mitte Mai 2020 pandemiebedingt ebenfalls geschlossen werden. Dennoch verbesserte sich im Laufe des 3. Quartals die wirtschaftliche Lage in den meisten Ländern in APA, mit Ausnahme von Indien.

Die gute Marktposition von JOST in China erlaubte es dem Konzern vom starken Marktwachstum dort zu profitieren. Dadurch konnte JOST einen großen Teil der fehlenden Umsätze aus dem 1. Quartal im Laufe des Jahres wieder aufholen. Durch die hohe Auslastung des Werkes in China, einen vorteilhaften Produktmix und durch die eingeführten Kostensenkungsmaßnahmen konnte JOST trotz der starken Umsatzeinbuße in den ersten neun Monaten 2020 ein bereinigtes EBIT von 13,5 Mio.EUR erreichen (9M 2019: 15,2 Mio.EUR). Die bereinigte EBIT-Marge in APA belief sich somit auf 14,0% (9M 2019: 14,2%) und war nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Profitabilität (bereinigte EBIT-Marge im H1 2020: 10,2%).

Segmentberichterstattung Q3 2020

in TEUR Europa Nordamerika Asien, Pazifik
und Afrika
Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse * 181.265 44.692 62.249 –91.279 196.927**
davon: externe Umsatzerlöse * 116.922 41.475 38.530 0 196.927
davon: interne Umsatzerlöse * 64.343 3.217 23.719 –91.279 0
Bereinigtes EBIT *** 9.326 2.545 7.596 815 20.282
davon: Abschreibungen 4.875 961 1.187 0 7.023
Bereinigte EBIT-Marge 8,0% 6,1% 19,7% 10,3%
Bereinigtes EBITDA*** 14.201 3.506 8.783 815 27.305
Bereinigte EBITDA-Marge 12,1% 8,5% 22,8% 13,9%

* Umsatz nach Zielort im Berichtszeitraum:

– Europa: 97.354 TEUR

– Nord- und Südamerika: 44.804 TEUR

– Asien, Pazifik und Afrika: 54.769 TEUR

** Die Umsatzerlöse in den Segmenten sind nach Herkunft ausgewiesen.

*** Das bereinigte EBIT/ EBITDA enthält den Anteil am Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, der keinem Segment zugeordnet ist und daher in der Überleitungsspalte hinzugerechnet wird.

Zur besseren Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen zeigt die folgende Tabelle die wesentlichen Kennzahlen des bisherigen JOST Konzerns vor dem Erwerb der Ålö-Gruppe und der übernommen Ålö-Gruppe für das 3. Quartal 2020 separat:

Konzernabschluss JOST (ohne Ålö) Ålö-Gruppe in TEUR
196.927 153.238 43.689 Umsatzerlöse
20.282 16.417 3.865 Bereinigtes EBIT
7.023 5.671 1.352 davon: Abschreibungen
10,3% 10,7% 8,8% Bereinigte EBIT-Marge
27.305 22.088 5.217 Bereinigtes EBITDA
13,9% 14,4% 11,9% Bereinigte EBITDA-Marge

Segmentberichterstattung Q3 2019

Asien, Pazifik
in TEUR Europa Nordamerika und Afrika Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse * 166.186 43.376 40.699 –72.414 177.847**
davon: externe Umsatzerlöse * 102.646 43.315 31.886 0 177.847
davon: interne Umsatzerlöse * 63.540 61 8.813 –72.414 0
Bereinigtes EBIT *** 9.046 4.316 4.657 937 18.956
davon: Abschreibungen 3.953 1.036 954 0 5.943
Bereinigte EBIT-Marge 8,8% 10,0% 14,6% 10,7%
Bereinigtes EBITDA*** 12.999 5.352 5.611 937 24.899
Bereinigte EBITDA-Marge 12,7% 12,4% 17,6% 14,0%

* Umsatz nach Zielort im Berichtszeitraum:

– Europa: 88.018 TEUR

– Nord- und Südamerika: 44.837 TEUR

– Asien, Pazifik und Afrika: 44.992 TEUR

** Die Umsatzerlöse in den Segmenten sind nach Herkunft ausgewiesen.

*** Das bereinigte EBIT/ EBITDA enthält den Anteil am Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, der keinem Segment zugeordnet ist und daher in der Überleitungsspalte hinzugerechnet wird.

Europa

Im 3. Quartal stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage in Europa weiter. Trotz der typischen Sommerpause ist die Nachfrage nach schweren LKW und Anhängern im Vergleich zum Vorquartal deutlich angezogen. Die Entwicklung im Agrarbereich war schwächer als im 2. Quartal, was die übliche Saisonalität des Marktes reflektiert. Nichtsdestotrotz hat das übernommene Geschäft mit landwirtschaftlichen Frontladern einen wichtigen Beitrag zum operativen Ergebnis der Region geleistet.

JOST konnte im 3. Quartal 2020 in Europa das bereinigte EBIT gegenüber dem Vorjahr um 3,1% auf 9,3 Mio.EUR steigern (Q3 2019: 9,0 Mio.EUR) und eine bereinigte EBIT-Marge von 8,0% erzielen (Q3 2019: 8,8%). Im Vergleich zum Vorquartal konnte JOST somit die bereinigte EBIT-Marge in Europa um +5,2 Prozentpunkte verbessern (Q2 2020: 2,8%).

Nordamerika

Nach einem pandemiebedingt extrem schwachen 2. Quartal 2020 konnte sich der nordamerikanische Markt zum Ende des 3. Quartals langsam erholen. Insbesondere die Nachfrage nach schweren LKW ist in der Region gegenüber dem Vorquartal stark gestiegen, wenngleich sie noch unter dem Rekordhoch des Vorjahresquartals blieb. Das starke Geschäft mit Ersatzteilen hat das operative Ergebnis von JOST trotz der sinkenden Umsätze kräftig unterstützt. Gegenläufig haben die Zusatzkosten infolge der Verlagerung des US-Produktionswerkes von Ålö von Telford, Tennessee, nach Simpsonville, South Carolina, das operative Ergebnis in Nordamerika unter Druck gesetzt.

Entsprechend belief sich das bereinigte EBIT im 3. Quartal 2020 auf 2,5 Mio. EUR (Q3 2019: 4,3 Mio. EUR) und die bereinigte Marge lag bei 6,1% (Q3 2019: 10,0%). Auch in Nordamerika gelang es JOST, die bereinigte EBIT-Marge gegenüber dem Vorquartal zu erhöhen (Q2 2020: 5,4%).

Asien-Pazifik-Afrika

In APA konnte JOST im 3. Quartal 2020 das rasante Wachstum in China für sich nutzen. Auch andere Länder der Region wie Australien, Neuseeland und Südafrika haben sich im Laufe des Quartals wieder erholt und konnten das Ergebnis der Region entscheidend verbessern. Nur in Indien blieb die Lage unverändert kritisch; allerdings haben hier die bereits im Vorquartal erfolgreich eingeführten Kostensenkungsmaßnahmen den negativen Einfluss des indischen Markteinbruchs auf das Ergebnis begrenzt.

Entsprechend konnte JOST im 3. Quartal ein Umsatzwachstum von 20,8 % in APA erreichen und das bereinigte EBIT gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 63,1% auf 7,6 Mio. EUR steigern (Q3 2019: 4,7 Mio.EUR). Somit erreichte die bereinigte EBIT-Marge ein bisher nicht erzieltes Niveau von 19,7% (Q3 2019: 14,6%).

Vermögenslage

Passiva
30.09.2020 31.12.2019 in TEUR 30.09.2020 31.12.2019
521.866 313.477 Eigenkapital 246.316 263.130
388.604 325.075 Langfristige Schulden 413.665 267.851
Kurzfristige Schulden 250.489 107.571
910.470 638.552 910.470 638.552

In den ersten neun Monaten 2020 sank das Eigenkapital der JOST Werke AG um –6,4 % auf 246,3 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 263,1 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf nichtliquiditätswirksame Währungsumrechnungsdifferenzen von ausländischen Gesellschaften zurückzuführen. Zum 30. September 2020 reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 27,1% (31. Dezember 2019: 41,2%). Neben dem Rückgang des Eigenkapitals war vor allem der Anstieg der langfristigen und kurzfristigen Schulden im Zuge der Übernahme der Ålö-Gruppe der wesentliche Grund für die Reduktion der Eigenkapitalquote.

Zur Finanzierung des Erwerbs von Ålö hat JOST mit einem Bankenkonsortium eine Finanzierung über 120,0 Mio.EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Dies ist der Hauptgrund für den Anstieg der langfristigen Schulden auf 413,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 267,9 Mio.EUR). JOST hat zudem im Laufe des 3. Quartals liquide Mittel eingesetzt, um 42,5 Mio. EUR von der im Rahmen der Übernahme zusätzlich beanspruchten revolvierenden Kreditlinie zurückzuführen. So waren zum 30. September 2020 nur noch 67,5 Mio.EUR gezogen.

Spiegelbildlich stiegen die langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns aufgrund der Erstkonsolidierung der Ålö-Gruppe. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden wesentliche Step-ups auf immaterielle Vermögenswerte (81,3 Mio. EUR) wie Kundenlisten und Markennamen identifiziert und bewertet. Aufgrund der starken Marktposition und hohen Profitabilität der Ålö-Gruppe und der erwarteten Synergien wurde zudem ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 79,7 Mio. EUR in den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Eine detaillierte Übersicht über die identifizierten Vermögenswerte im Rahmen der Übernahme findet sich im Anhang, Textziffer 3.

Der Anstieg der Sachanlagen um 14,4 Mio. EUR auf 124,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 109,7 Mio. EUR) ist maßgeblich auf die Übernahme von Ålö zurückzuführen. Insgesamt stiegen die langfristigen Vermögenswerte zum 30. September 2020 um 208,4 Mio. EUR auf 521,9 Mio.EUR (31. Dezember 2019: 313,5 Mio.EUR).

Der Anstieg der Vorräte um 30,0 Mio. EUR auf 138,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 108,2 Mio. EUR) ist ebenfalls einerseits auf die Erstkonsolidierung von Ålö zurückzuführen und beinhaltete zum 30. September 2020 noch eine Aufwertung des Vorratsvermögens von Ålö in Höhe 2,6 Mio.EUR, die mit der Kaufpreisallokation zusammenhängt. Die Erhöhung der Vorräte wurde gegenüber dem 31. Dezember 2019 andererseits durch saisonale Effekte verstärkt, denn Vorräte und Forderungen sind zum Jahresende üblicherweise niedriger. Neben der Erstkonsolidierung von Ålö war dies der wesentliche Grund dafür, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 42,9 Mio.EUR auf 132,9 Mio. EUR zum 30. September 2020 gestiegen sind (31. Dezember 2019: 89,9 Mio. EUR). Analog stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 43,5 Mio. EUR auf 107,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 64,2 Mio.EUR). Damit erhöhte sich das Working Capital in den ersten neun Monaten 2020 um 21,9% auf 163,2 Mio.EUR (31. Dezember 2019: 133,9 Mio.EUR). Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres stieg das Working Capital lediglich um 9,1% (9M 2019: 149,6 Mio. EUR), was überwiegend mit der Konsolidierung von Ålö zusammenhängt.

Das Verhältnis von Working Capital zum Umsatz der letzten zwölf Monate stieg auf 21,1% (9M 2019: 19,5%). Hauptgrund dieser Entwicklung ist der starke Rückgang des Umsatzes in den ersten neun Monaten 2020 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres, bedingt durch den Einbruch des Nutzfahrzeugmarkts vor allem im 1. Halbjahr 2020. Um eine weitere Verzerrung der Kennzahlen zu vermeiden, wurden die Ålö-Umsätze der letzten zwölf Monate berücksichtigt.

Aufgrund der hohen Cash-Generierung von JOST konnte das Unternehmen die liquiden Mittel zum 30. September 2020 mit 97,3 Mio.EUR auf einem hohen Niveau stabil halten (31. Dezember 2019: 104,8 Mio.EUR), obwohl das Unternehmen zur Finanzierung des Erwerbs im 1. Quartal 2020 rund 50 Mio. EUR aus vorhandener Liquidität verwendet hat und im 3. Quartals 2020 zusätzliche liquide Mittel in Höhe von 42,5 Mio. EUR für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten eingesetzt hat. 20 Mio.EUR davon waren im 1. Halbjahr 2020 aus der revolvierenden Kreditfazilität zur Überbrückung möglicher Liquiditätsengpässe in Folge der Coronavirus-Pandemie gezogen. Diese Mittel wurden jedoch nicht benötigt und folgerichtig im Juli 2020 zurückgeführt. Die restlichen 22,5 Mio. EUR hat JOST im operativen Geschäft generiert und zur Reduktion der Finanzschulden eingesetzt.

Entsprechend reduzierte sich die Nettoverschuldung gegenüber dem Vorquartal auf 241,0 Mio.EUR (30. Juni 2020: 268,0 Mio.EUR) und die Leverage-Ratio (Verhältnis zwischen Verschuldung und bereinigtem EBITDA der letzten zwölf Monate) verbesserte sich auf 2,65x (30. Juni 2020: 2,84x). Gegenüber dem 31. Dezember 2019 sind diese Kennzahlen durch die Übernahme von Ålö jedoch gestiegen. Die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2019 belief sich auf 46,3 Mio. EUR und die Leverage-Ratio betrug 0,46x.

Die deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorquartal untermauert die gute operative Performance von JOST und zeigt, dass sich das Unternehmen zügig der Zielmarke einer Leverage-Ratio kleiner 2,0x nähert.

Finanzlage

Cashflow 9M

in TEUR 9M 2020 9M 2019
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 74.098 56.378
davon Veränderungen des Net Working Capital 8.014 –7.661
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –255.020 –7.566
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 176.400 –24.031
Zahlungswirksame Veränderungen der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –4.522 24.781
Wechselkursbedingte Veränderungen der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –2.989 714
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zum 1. Januar 104.812 66.087
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zum 30. September 97.301 91.582

Cashflow Q3

in TEUR Q3 2020 Q3 2019
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 36.267 34.021
davon Veränderungen des Net Working Capital 13.312 9.227
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –4.324 –2.330
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –45.836 –3.554
Zahlungswirksame Veränderungen der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –13.893 28.137
Wechselkursbedingte Veränderungen der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –1.694 209
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zum 1. Juli 112.888 63.236
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zum 30. September 97.301 91.582

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg in den ersten neun Monaten 2020 auf +74,1 Mio. EUR, insbesondere aufgrund der Verbesserung des Working Capitals (9M 2019: +56,4 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war im 3. Quartal 2020 mit +36,3 Mio.EUR ebenfalls besser als im Vergleichsquartal des Vorjahres (Q3 2019: +34,0 Mio.EUR).

Durch den Erwerb von Ålö mit Wirkung zum 31. Januar 2020 belief sich der Cashflow der Investitionstätigkeit in den ersten neun Monaten 2020 auf –255,0 Mio.EUR (9M 2019: –7,6 Mio.EUR). Die Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich auf –8,3 Mio.EUR gegenüber dem Vorjahr (9M 2019: –10,2 Mio.EUR). Im 3. Quartal 2020 betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit –4,3 Mio. EUR (Q3 2019: –2,3 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich dabei auf –3,2 Mio.EUR (Q3 2019: –3,7 Mio.EUR).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurde ebenfalls in den ersten neun Monaten 2020 durch den Erwerb von Ålö wesentlich geprägt. Aufgrund von Einzahlungen aus langfristigen Darlehen (+120,0 Mio.EUR) und kurzfristigen Darlehen (+67,5 Mio.EUR) stieg er auf +176,4 Mio.EUR im Berichtszeitraum (9M 2019: –24,0 Mio.EUR). Durch die Rückzahlung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 42,5 Mio.EUR reduzierte sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im 3. Quartal 2020 auf –45,8 Mio.EUR (Q3 2019: –3,6 Mio.EUR).

Trotz Rückzahlung stiegen die liquiden Mittel zum Ende des 3. Quartals 2020 im Vergleich zum Vorjahr auf +97,3 Mio. EUR (Q3 2019: +91,6 Mio.EUR).

Chancen und Risiken

Die Risikolage des JOST Konzerns hat sich seit der Aufstellung des Geschäftsberichts 2019 wesentlich verändert. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht massive Beeinträchtigungen für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Da die Dauer und die Härte der Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie stark von Land zu Land abweichen und sich dynamisch verändern, sind die Folgen für die zukünftige Entwicklung einzelner Volkswirtschaften sowie der Weltwirtschaft nicht verlässlich einschätzbar.

JOST ist von den Auswirkungen der Pandemie in allen Bereichen der Wertschöpfungskette betroffen. Risiken ergeben sich insbesondere aus einer anhaltend rückläufigen Nachfrage sowie aus möglichen Produktions- und Lieferkettenunterbrechungen infolge der Pandemie sowie den zur Eindämmung der Pandemie verhängten Quarantänemaßnahmen. Ebenfalls kann die Wettbewerbsintensität aufgrund der weltweit sinkenden Nachfrage weiter steigen. Weitere Herausforderungen ergeben sich im Hinblick auf den Schutz der Gesundheit unserer Belegschaft weltweit. JOST hat in allen Produktionswerken zusätzliche Hygiene- und Schutzmaßnahmen etabliert, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und den Betrieb sicherzustellen.

Der Vorstand von JOST erwartet aktuell weltweit negative Auswirkungen auf das operative Geschäft. Insgesamt haben die identifizierten Risiken keinen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und werden vom Vorstand aus heutiger Sicht als beherrschbar beurteilt.

Ausblick

Seit der Aufstellung des Geschäftsberichts am 13. März 2020 haben sich die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie weltweit deutlich verschärft. In den meisten Ländern haben OEM-Kunden als Reaktion im 1. Halbjahr 2020 die vorübergehende Schließung ihrer Werke oder eine Reduktion der Produktionsprogramme durchgeführt. Nationale Quarantänemaßnahmen übten ebenfalls im 1. Halbjahr 2020 zusätzlichen Druck auf die Produktion von Kunden und Lieferanten aus. Auch einige unserer Standorte mussten teilweise aufgrund nationaler Bestimmungen geschlossen werden. Im 3. Quartal 2020 waren jedoch alle Werke von JOST wieder in Betrieb.

Aus diesen Gründen treffen Prämissen, die der Prognose im Geschäftsbericht 2019 zugrunde lagen, nicht länger zu. Durch den starken negativen Einfluss der Pandemie auf den Nutzfahrzeugmarkt rechnet JOST nun im Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr (Umsatz 2019: 736,7 Mio.EUR). Dieser lediglich nur leichte Rückgang ist überwiegend auf den positiven Effekt durch die Erstkonsolidierung der Ålö-Gruppe zurückzuführen.

Das bereinigte EBIT des Konzerns wird 2020 aufgrund des negativen Einflusses von pandemiebedingten Werksschließungen im 1. Halbjahr 2020 und den damit einhergehenden Fixkosteneffekten stärker als der Konzernumsatz sinken (bereinigtes EBIT 2019: 76,8 Mio.EUR). Entsprechend wird die bereinigte EBIT-Marge 2020 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls signifikant rückläufig sein (bereinigte EBIT-Marge 2019: 10,4%). JOST erwartet jedoch eine Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge im Laufe des zweiten Halbjahrs 2020, sodass sie für das gesamte Geschäftsjahr 2020 höher als im 1. Halbjahr 2020 sein wird (bereinigte EBIT-Marge H1 2020: 7,0%).

Das konzernweite bereinigte EBITDA wird sich 2020 etwas besser als das bereinigte EBIT entwickeln, dennoch gegenüber dem Vorjahr auch schrumpfen (bereinigtes EBITDA 2019: 100,8 Mio. EUR). Analog wird sich die bereinigte EBITDA-Marge 2020 gegenüber dem Vorjahr verringern aber noch zweistellig bleiben (bereinigte EBITDA-Marge 2019: 13,7%).

Diese Prognose steht unter der Prämisse, dass im verbleibenden Geschäftsjahr 2020 keine weiteren pandemiebedingten Werksschließungen bei JOST oder bei wichtigen JOST-Kunden stattfinden. Sie setzt auch voraus, dass nationale Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nur regional umgesetzt werden und keine weiteren landesweiten Lockdowns eingeführt werden.

JOST arbeitet intensiv daran, zügig die Kosten, Strukturen und Prozesse an die sich schnell veränderte Situation anzupassen. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass JOST in der Lage ist, erfolgreich und ergebnisorientiert mit den aktuellen Herausforderungen umzugehen und dass der Konzern gestärkt aus der aktuellen Krise kommen wird.

Der Vorstand der JOST Werke AG

Neu-Isenburg, 12. November 2020

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

für die neun Monate bis zum 30. September 2020 Neu-Isenburg, Deutschland

14

VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG – UMSATZKOSTENVERFAHREN

für die neun Monate bis zum 30. September 2020 JOST Werke AG

in TEUR Anhang 9M 2020 9M 2019 Q3 2020 Q3 2019
Umsatzerlöse (6) 563.601 579.083 196.927 177.847
Umsatzkosten –411.685 –428.425 –137.985 –131.694
Bruttoergebnis 151.916 150.658 58.942 46.153
Vertriebsaufwendungen –87.463 –66.772 –36.348 –21.579
davon: Abschreibungen auf Vermögenswerte –24.251 –21.095 –7.691 –7.042
davon: Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen –2.066 –1.629 –862 –553
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –10.143 –10.310 –3.016 –3.421
Verwaltungsaufwendungen (7, 12) –45.348 –31.268 –13.382 –10.090
Sonstige Erträge (8) 7.401 3.634 2.843 1.324
Sonstige Aufwendungen (8) –6.609 –2.988 –1.520 –958
Anteil am Ergebnis von nach der
Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1.962 2.686 815 937
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 11.716 45.640 8.334 12.366
Finanzerträge (9) 1.716 1.739 591 934
Finanzaufwendungen (9) –8.942 –6.202 –3.970 –1.605
Netto-Finanzergebnis –7.226 –4.463 –3.379 –671
Ergebnis vor Steuern 4.490 41.177 4.955 11.695
Ertragsteuern (10) 790 –6.772 –397 –594
Ergebnis nach Steuern 5.280 34.405 4.558 11.101
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Aktien 14.900.000 14.900.000 14.900.000 14.900.000
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (11) 0,35 2,31 0,30 0,75

VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG – UMSATZKOSTENVERFAHREN

für die neun Monate bis zum 30. September 2020 JOST Werke AG

in TEUR 9M 2020 9M 2019 Q3 2020 Q3 2019
Ergebnis nach Steuern 5.280 34.405 4.558 11.101
Posten, die in den Folgeperioden möglicherweise in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Währungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe –20.068 3.719 –11.697 868
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen –2.895 –12.614 –1.042 –3.440
Latente Steuern im Zusammenhang mit dem sonstigen Ergebnis 869 3.784 313 1.032
Sonstiges Ergebnis –22.094 –5.111 –12.426 –1.540
Gesamtergebnis –16.814 29.294 –7.868 9.561

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ

zum 30. September 2020 JOST Werke AG

Aktiva
in TEUR Anhang 30.09.2020 31.12.2019
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert (3) 78.045 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (3) 300.310 184.233
Sachanlagen 124.138 109.716
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 8.968 10.851
Latente Steueransprüche 9.390 7.348
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.015 1.329
521.866 313.477
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 138.124 108.173
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) 132.858 89.937
Ertragsteuerforderungen 4.208 4.799
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (13), (14) 746 628
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 15.367 16.726
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 97.301 104.812
388.604 325.075
Summe Aktiva 910.470 638.552
in TEUR Anhang 30.09.2020 31.12.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 14.900 14.900
Kapitalrücklage 474.653 474.653
Sonstige Rücklagen –61.632 –39.538
Gewinnrücklagen –181.605 –186.885
246.316 263.130
Langfristige Schulden
Pensionsverpflichtungen (15) 71.179 69.098
Sonstige Rückstellungen 3.321 2.405
Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen (16) 270.049 150.444
Latente Steuerschulden 39.250 16.661
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (13) 25.157 25.161
Sonstige langfristige Schulden 4.709 4.082
413.665 267.851
Kurzfristige Schulden
Pensionsverpflichtungen (15) 1.897 1.897
Sonstige Rückstellungen 19.165 7.331
Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen (16) 67.808 311
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 107.749 64.223
Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.565 3.407
Vertragsverbindlichkeiten 3.914 4.571
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (13), (17) 9.094 7.419
Sonstige kurzfristige Schulden 35.297 18.412
250.489 107.571
Summe Passiva 910.470 638.552

Passiva

VERKÜRZTE KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

für die neun Monate bis zum 30. September 2020 JOST Werke AG

Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die neun Monate bis zum 30. September 2020

Währungs
umrechnungs -
differenzen
ausländischer
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Geschäftsbetriebe
Stand zum 1. Januar 2020 14.900 474.653 –10.025
Ergebnis nach Steuern 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 –20.068
Latente Steuern im Zusammenhang mit dem sonstigen Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 –20.068
Stand zum 30. September 2020 14.900 474.653 –30.093

Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die neun Monate bis zum 30. September 2019

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungs
umrechnungs -
differenzen
ausländischer
Geschäftsbetriebe
Stand zum 1. Januar 2019 14.900 499.399 –12.529
Ergebnis nach Steuern 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 3.719
Latente Steuern im Zusammenhang mit dem sonstigen Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 3.719
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Stand zum 30. September 2019 14.900 499.399 –8.810

Sonstige Rücklagen

differenzen
Neubewertungen von
ausländischer
leistungsorientierten
Summe
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Geschäftsbetriebe
Pensionsplänen
Sonstige Rücklagen Gewinnrücklagen Konzern-Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2020
14.900
474.653
–10.025
–29.410
–103 –186.885 263.130
Ergebnis nach Steuern
0
0
0
0
0 5.280 5.280
Sonstiges Ergebnis
0
0
–20.068
–2.895
0 0 –22.963
Latente Steuern im Zusammenhang mit dem sonstigen Ergebnis
0
0
0
869
0 0 869
Gesamtergebnis
0
0
–20.068
–2.026
0 5.280 –16.814
Stand zum 30. September 2020
14.900
474.653
–30.093
–31.436
–103 –181.605 246.316

Sonstige Rücklagen

differenzen
Neubewertungen von
ausländischer
leistungsorientierten
Summe
in TEUR
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Geschäftsbetriebe
Pensionsplänen
Sonstige Rücklagen Gewinnrücklagen Konzern-Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2019
14.900
499.399
–12.529
–21.289 –103
–228.765
251.613
Ergebnis nach Steuern
0
0
0
0 0
34.405
34.405
Sonstiges Ergebnis
0
0
3.719
–12.614 0 0
–8.895
Latente Steuern im Zusammenhang mit dem sonstigen Ergebnis
0
0
0
3.784 0 0
3.784
Gesamtergebnis
0
0
3.719
–8.830 0
34.405
29.294
Gezahlte Dividenden
0
0
0
0 0
–16.390
–16.390
Stand zum 30. September 2019
14.900
499.399
–8.810
–30.119 –103
–210.750
264.517

VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

für die neun Monate bis zum 30. September 2020 JOST Werke AG

in TEUR 9M 2020 9M 2019 Q3 2020 Q3 2019
Ergebnis vor Steuern 4.490 41.177 4.955 11.695
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf langfristige Vermögenswerte 42.922 36.460 14.370 12.220
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen –194 386 779 –495
Veränderung der Vorräte 4.546 –2.738 4.030 –2.025
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –19.453 313 –10.915 16.566
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.921 –5.236 20.197 –5.314
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Schulden 25.851 –4.921 7.477 4.767
Ertragsteuerzahlungen –6.985 –9.063 –4.626 –3.393
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 74.098 56.378 36.267 34.021
Auszahlungen für die Beschaffung von immateriellen Vermögenswerten –3.905 –888 –1.442 –374
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 2.332 122 101 –8
Auszahlungen für die Beschaffung von Sachanlagen –8.305 –10.167 –3.196 –3.726
Erwerb Tochtergesellschaft, abzüglich erworbener Zahlungsmittel –245.419 0 0 0
Erhaltene Dividenden 0 2.813 0 1.730
Erhaltene Zinsen 277 554 213 48
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –255.020 –7.566 –4.324 –2.330
Gezahlte Zinsen –4.223 –2.192 –1.389 –1.110
Einzahlungen aus kurzfristigen verzinslichen Darlehen und Ausleihungen 110.000 0 0 0
Einzahlungen aus langfristigen verzinslichen Darlehen und Ausleihungen 120.000 0 0 0
Refinanzierungskosten –510 0 0 0
Rückzahlung kurzfristiger verzinslicher Darlehen und Ausleihungen –42.729 –150 –42.572 –75
An die Anteilseigner der Gesellschaft gezahlte Dividenden 0 –16.390 0 0
Tilgung Leasingverbindlichkeiten –6.138 –5.299 –1.875 –2.369
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 176.400 –24.031 –45.836 –3.554
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
–4.522
–2.989
24.781
714
–13.893
–1.694
28.137
209
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar /1. Juli 104.812 66.087 112.888 63.236
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. September 97.301 91.582 97.301 91.582

ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2020 JOST Werke AG

1. ALLGEMEINE ANGABEN

JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie.

Der Firmensitz der JOST Werke AG ist in der Siemensstraße 2 in 63263 Neu-Isenburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister von Offenbach am Main in Abteilung B unter der Nummer 50149 eingetragen.

Die Aktien der JOST Werke AG (nachstehend auch "JOST", "Gruppe", "Gesellschaft" oder "JOST Werke Konzern") wurden am 20. Juli 2017 erstmals an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Zum 30. September 2020 befindet sich der überwiegende Anteil der JOST-Aktien in der Hand von institutionellen Anlegern.

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses der JOST Werke AG wurde vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen.

2. GRUNDLAGEN DER AUFSTELLUNG DES ZWISCHENABSCHLUSSES

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss (nachstehend auch "Zwischenabschluss") für die neun Monate bis zum 30. September 2020 (nachstehend auch "Berichtszeitraum 2020") umfasst die JOST Werke AG, ihre Tochterunternehmen und das Gemeinschaftsunternehmen. Dieser Zwischenabschluss wurde nach den zum Berichtsstichtag gültigen, vom International Accounting Standards Board (IASB) in London herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) herausgegebenen Interpretationen aufgestellt.

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfolgt gemäß IAS 34 Zwischenberichterstattung. Er enthält nicht alle Angaben, die für einen vollständigen Jahresabschluss nach IFRS erforderlich sind. Zur Erläuterung von Ereignissen und Geschäftsvorfällen, die wesentlich sind für das Verständnis der Veränderungen der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gruppe seit dem letzten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2019 abgelaufene Geschäftsjahr, sind ausgewählte erläuternde Hinweise enthalten. Der Zwischenabschluss ist zusammen mit dem Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2019 abgelaufene Geschäftsjahr zu lesen, der unter http://ir.jost-world.com/ heruntergeladen werden kann. Die neuen und geänderten International Financial Reporting Standards und Interpretationen (Änderungen an IAS 1 und IAS 8 – Definition von "wesentlich", Änderungen an IFRS 3 – Definition eines Geschäftsbetriebs, Überarbeitetes Rahmenkonzept der IFRS sowie Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 – Reform der Referenzzinssätze), die für Geschäftsjahre gelten, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen, hatten keine Auswirkungen auf die Berichtsperiode oder frühere Perioden und werden sich wahrscheinlich nicht wesentlich auf zukünftige Perioden auswirken.

Um die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie zu erschweren bzw. zu verhindern, sind an unseren Standorten umfangreiche Maßnahmen ergriffen worden. Diese reichen von Maßnahmen zum Social Distancing über Home Office-Regelungen bis hin zu Kurzarbeit in Deutschland. Dabei halten wir uns an die Empfehlungen und Anordnungen der internationalen, nationalen und lokalen Behörden. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und unserer Kunden hat oberste Priorität. Wo gearbeitet wird, wurden entsprechende Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen.

Der JOST Konzern stellt wichtige Dienstleistungen und schnelle Ersatzteilversorgung für seine Kunden weltweit sicher. Dadurch können wir dazu beitragen, dass der Transport auf der Straße, vor allem mit Medikamenten und Nahrungsmitteln, auch in Krisenzeiten sichergestellt ist.

Die Situation an unseren Standorten in China, Südafrika, Brasilien und Indien, die über mehrere Wochen in Q1 und Q2 vorübergehend geschlossen waren, hat sich weitestgehend normalisiert. Die Mitarbeiter sind zwischenzeitlich zurückgekehrt und die Produktion ist wieder planmäßig angelaufen. Aktuell sind alle JOST Werke weltweit in Betrieb und die Verfügbarkeit aller unserer Produkte ist gewährleistet. Die erste Welle der Pandemie und den darauffolgenden Produktionsanlauf konnte JOST ohne größere Zwischenfälle meistern.

Mit Blick auf das vierte Quartal 2020 sind weitere wirtschaftliche Konsequenzen der Covid–19 Pandemie zu erwarten – wie weitere Lockdowns –, die den internationalen Warenverkehr beeinflussen und damit auch JOST betreffen. Unser Fokus für das restliche Jahr liegt darauf, in diesem schwierigen Umfeld weiterhin die Lieferfähigkeit unserer Produkte sowie aller Dienstleistungen für unsere Kunden weltweit aufrecht zu erhalten.

Der Vorstand hat den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der JOST Werke AG für den Zeitraum bis zum 30. September 2020 am 12. November 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.

3. UNTERNEHMENSZUSAMMEN-SCHLÜSSE

Erwerb der Ålö Holding AB, Umeå, Schweden

Am 31. Januar 2020 erwarb die Tochtergesellschaft Jost-Werke International Beteiligungsverwaltung GmbH für einen Kaufpreis von 159,2 Mio. EUR 100 % der Anteile an Ålö Holding AB, einem international führenden Hersteller von landwirtschaftlichen Frontladern der Marke Quicke. Es handelt sich dabei um 14.207.973 Anteile mit einem Nominalwert von 10 SEK pro Anteil. Hauptgrund für den Erwerb ist, dass JOST durch die Übernahme sein erfolgreiches Geschäfts- und insbesondere Vertriebsmodell sowie seine industrielle Kompetenz als Hersteller und Lieferant von Systemen und Komponenten im Bereich der Landwirtschaft ausbauen möchte.

Hätte die Ålö-Gruppe bereits zum 1. Januar 2020 zum Konsolidierungskreis gehört, wären in der verkürzten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusätzliche 14,5 Mio.EUR Umsatzerlöse ausgewiesen worden. Die auf Ålö entfallenden Umsatzerlöse würden für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2020 135,5 Mio. EUR betragen. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September hätte die Ålö-Gruppe in Summe mit 0,2 Mio.EUR zum Konzernergebnis beigetragen statt dem Ergebnis von 2,3 Mio. EUR für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 30. September 2020.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für den Unternehmenserwerb übertragene Gegenleistung sowie die Zeitwerte der zum Erwerbszeitpunkt vorläufig identifizierten Vermögenswerte und übernommen Schulden dar:

in TEUR Übertragene Gegenleistung

Gesamt 159.160
Bedingte Gegenleistung 0
Geleistete Zahlung in bar 159.160

in TEUR

Erworbenes Reinvermögen 159.160
Zuzüglich: Geschäfts- oder Firmenwert 79.677
Erworbenes identifizierbares Reinvermögen 79.483
Sonstige Vermögenswerte und Schulden –17.951
Latente Steuerschulden –32.037
Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen –98.904
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –23.142
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.318
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.676
Vorräte 49.250
Sachanlagen 25.464
Immaterielle Vermögenswerte 137.809

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden wesentliche Step-ups (Zeitwertanpassungen) auf immaterielle Vermögenswerte wie Kundenlisten (32,5 Mio. EUR) und Markennamen (48,8 Mio. EUR), aber auch materielle Vermögenswerte wie Vorräte (9,5 Mio. EUR) und Sachanlagen (2,6 Mio.EUR) identifiziert sowie bewertet. Der erworbene Geschäftsoder Firmenwert in Höhe von 79,7 Mio. EUR ist auf die starke Marktposition und hohe Profitabilität der Ålö-Gruppe und die erwarteten Synergien zurückzuführen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die übernommenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 99 Mio. EUR sind von JOST zum 31. Januar 2020 abgelöst worden.

Aus der Kaufpreisallokation ergeben sich in 2020 Abschreibungen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Kundenlisten sowie erworbene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3.034 TEUR. Zudem ergeben sich negative Ergebniseffekte aus den Step-ups auf Vorräte in Höhe von 6.943 TEUR.

Kosten aus Unternehmenszusammenschlüssen

Die Kosten aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 2.244 TEUR (2019: 2.482 TEUR) sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Verwaltungsaufwendungen dargestellt. Weitere Einzelheiten zu den Sondereinflüssen siehe Anhangangabe 12.

Bedingte Gegenleistung

Sollte die Bruttomarge der Ålö Holding AB im Geschäftsjahr 2020 eine bestimmte absolute Höhe übersteigen, ist der Konzern verpflichtet, den ehemaligen Eigentümern der Ålö Holding AB bis zu 25 Mio. EUR zu zahlen.

Die potenziellen aus dieser Vereinbarung resultierenden Zahlungsverpflichtungen des Konzerns liegen zwischen 1 EUR und 25 Mio.EUR und werden, sofern die Bruttomarge eine bestimmte Höhe übersteigt, im Jahr 2021 zur Auszahlung fällig.

Auf Basis der Einschätzung zum Erwerbszeitpunkt wurde ein Wert von Null für die bedingte Gegenleistung erfasst. Zum Abschlussstichtag ist die Einschätzung unverändert.

4. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Segmentberichterstattung bis zum 30. September 2020

Asien, Pazifik
in TEUR Europa Nordamerika und Afrika Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse* 546.317 132.362 152.783 –267.861 563.601**
davon: externe Umsatzerlöse* 343.775 122.981 96.845 0 563.601
davon: interne Umsatzerlöse* 202.542 9.381 55.938 –267.861 0
Bereinigtes EBIT*** 22.830 7.794 13.525 1.962 46.111
davon: Abschreibungen 13.873 3.711 3.625 0 21.209
Bereinigte EBIT-Marge 6,6% 6,3% 14,0% 8,2%
Bereinigtes EBITDA*** 36.703 11.505 17.150 1.962 67.320
Bereinigte EBITDA-Marge 10,7% 9,4% 17,7% 11,9%

* Umsatz nach Zielort im Berichtszeitraum:

– Europa: 288.946 TEUR

– Nord- und Südamerika: 133.276 TEUR

– Asien, Pazifik und Afrika: 141.379 TEUR

** Die Umsatzerlöse in den Segmenten sind nach Herkunft ausgewiesen.

*** Das bereinigte EBIT/ EBITDA enthält den Anteil am Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, der keinem Segment zugeordnet ist und daher in der Überleitungsspalte hinzugerechnet wird.

In folgender Tabelle sind zur besseren Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen des JOST Werke Konzerns die wesentlichen Kennzahlen der bisherigen JOST Werke Gruppe und der übernommenen Ålö-Gruppe für den Zeitraum bis zum 30. September 2020 dargestellt.

in TEUR Ålö-Gruppe JOST (ohne Ålö) Konzernabschluss
Umsatzerlöse 121.005 442.596 563.601
Bereinigtes EBIT 12.952 33.159 46.111
davon: Abschreibungen 3.552 17.657 21.209
Bereinigte EBIT-Marge 10,7% 7,5% 8,2%
Bereinigtes EBITDA 16.504 50.816 67.320
Bereinigte EBITDA-Marge 13,6% 11,5% 11,9%

Segmentberichterstattung bis zum 30. September 2019

Asien, Pazifik
in TEUR Europa Nordamerika und Afrika Überleitung Konzernabschluss
Umsatzerlöse* 557.151 130.168 134.835 –243.071 579.083**
davon: externe Umsatzerlöse* 343.021 129.285 106.777 0 579.083
davon: interne Umsatzerlöse* 214.130 883 28.058 –243.071 0
Bereinigtes EBIT*** 35.522 12.141 15.179 2.686 65.528
davon: Abschreibungen 11.874 3.010 2.749 0 17.633
Bereinigte EBIT-Marge 10,4% 9,4% 14,2% 11,3%
Bereinigtes EBITDA*** 47.396 15.151 17.928 2.686 83.161
Bereinigte EBITDA-Marge 13,8% 11,7% 16,8% 14,4%

* Umsatz nach Zielort im Berichtszeitraum:

– Europa: 299.518 TEUR

– Nord- und Südamerika: 135.457 TEUR

– Asien, Pazifik und Afrika: 144.108 TEUR

** Die Umsatzerlöse in den Segmenten sind nach Herkunft ausgewiesen.

*** Das bereinigte EBIT/ EBITDA enthält den Anteil am Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, der keinem Segment zugeordnet ist und daher in der Überleitungsspalte hinzugerechnet wird.

Überleitung der bereinigten Ertragszahlen

in TEUR 9M 2020 9M 2019
Ergebnis nach Steuern 5.280 34.405
Ertragsteuern 790 –6.772
Netto-Finanzergebnis –7.226 –4.463
EBIT 11.716 45.640
PPA-Abschreibungen –21.713 –18.827
Sonstige Effekte –12.682 –1.061
Bereinigtes EBIT 46.111 65.528
Abschreibungen auf Sachanlagen –18.752 –16.168
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte –2.457 –1.465
Bereinigtes EBITDA 67.320 83.161

Die sonstigen Effekte sind in Anhangangabe 12 näher erläutert.

5. SAISONALE EINFLÜSSE AUF DIE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Saisonale Einflüsse während des Geschäftsjahres können zu Schwankungen bei Umsatz und dem daraus resultierenden Ergebnis führen. Umsatz und Ergebnis des JOST Werke Konzerns liegen im ersten Halbjahr in der Regel höher, da Großkunden ihre Produktionsbetriebe zu Beginn des zweiten Halbjahrs zur Sommerpause schließen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist nicht auszuschließen, dass sich auch saisonale Verschiebungen ergeben.

6. UMSATZERLÖSE

Die im Rahmen des Erwerbs der Ålö-Gruppe hinzugewonnenen Umsatzerlöse sind der Anhangangabe 4 zu entnehmen. Bereinigt um die Umsatzerlöse der Ålö-Gruppe ergibt sich für alle Regionen ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse, der im Wesentlichen mit der COVID-19-Pandemie aber auch der für 2020 erwarteten Eintrübung der Nutzfahrzeugmärkte zusammenhängt.

Zu den Auswirkungen aus der COVID-19-Pandemie verweisen wir auf die Erläuterungen in Anhangangabe 2.

7. VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr steht im Zusammenhang mit den Aufwendungen aus dem Erwerb der Ålö-Gruppe (2,2 Mio. EUR; vgl. Anhangangabe 12) sowie den Verwaltungsaufwendungen der Ålö-Gruppe selbst (8,6 Mio.EUR).

8. SONSTIGE ERTRÄGE / SONSTIGE AUFWENDUNGEN

Für den Berichtszeitraum 2020 beliefen sich die sonstigen Erträge auf 7,4 Mio.EUR (Berichtszeitraum 2019: 3,6 Mio.EUR) und die sonstigen Aufwendungen auf 6,6 Mio.EUR (Berichtszeitraum 2019: 3,0 Mio.EUR).

Sowohl im Berichtszeitraum 2020 als auch im Berichtszeitraum 2019 bestehen die sonstigen Erträge hauptsächlich aus Währungsgewinnen (Berichtszeitraum 2020: 4,3 Mio. EUR; Berichtszeitraum 2019: 2,0 Mio. EUR) und staatlichen Zuschüssen (Berichtszeitraum 2020: 0,3 Mio.EUR; Berichtszeitraum 2019: 0,6 Mio.EUR). Im Berichtszeitraum 2020 sind zudem Erträge aus Anlagenabgängen i.H.v. 1,5 Mio.EUR enthalten (Berichtszeitraum 2019: 0,1 Mio. EUR). Die sonstigen Aufwendungen betreffen insbesondere Währungsverluste.

9. FINANZERGEBNIS

Die Finanzerträge setzen sich aus den folgenden Posten zusammen:

Gesamt 1.716 1.739
Sonstige Finanzerträge 12 31
Ergebnis aus Derivatebewertung 28 0
Nicht realisierte Währungsgewinne 1.390 1.456
Realisierte Währungsgewinne 3 79
Zinserträge 283 173
in TEUR 9M 2020 9M 2019

Die Finanzaufwendungen setzen sich aus den folgenden Posten zusammen:

in TEUR 9M 2020 9M 2019
Zinsaufwendungen –5.271 –2.688
davon Zinsaufwendungen aus Leasing –669 –425
Realisierte Währungsverluste –195 –104
Nicht realisierte Währungsverluste –2.970 –1.977
Ergebnis aus Derivatebewertung 0 –1.034
Sonstige Finanzaufwendungen –506 –399
Gesamt –8.942 –6.202

Aus der zusätzlichen Finanzierungsvereinbarung vom 19. Dezember 2019 zur Finanzierung des Erwerbs der Ålö Holding AB ergab sich ein Aufwand in Höhe von 0,3 Mio.EUR in den sonstigen Finanzaufwendungen.

10. ERTRAGSTEUERN

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Ertragsteuern:

Ertragsteuern 790 –6.772
Latente Steuern 9.915 3.695
Tatsächliche Steuern –9.125 –10.467
in TEUR 9M 2020 9M 2019

Die Ermittlung der Steueraufwendungen erfolgt auf Grundlage der bestmöglichen Schätzung der Geschäftsleitung des gewichteten jährlichen Ertragsteuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr, multipliziert mit dem Vorsteuerergebnis der Zwischenberichtsperiode.

11. ERGEBNIS JE AKTIE

Zum 30. September 2020 liegen weiterhin 14.900.000 Stückaktien ohne Nennwert (Inhaberaktien) vor.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie (in EUR) entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Ergebnis je Aktie

9M 2020 9M 2019
Ergebnis nach Steuern (in TEUR) 5.280 34.405
Gewichtete durchschnittliche
Anzahl von Aktien 14.900.000 14.900.000
Unverwässertes und verwässertes
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,35 2,31

12. SONDEREINFLÜSSE

Die im Folgenden dargestellten bereinigten Effekte dienen dem besseren Verständnis der Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Berichtszeitraum 2020 wurden Aufwendungen von insgesamt 34.395 TEUR (2019: 19.888 TEUR) innerhalb des EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) bereinigt.

Die Bereinigungen innerhalb des EBIT beziehen sich in Höhe von 21.713 TEUR (2019: 18.827 TEUR) auf Vertriebsaufwendungen, die sich aus Kaufpreisallokationen (PPA-Abschreibungen) ergeben. Des Weiteren wurden Aufwendungen für sonstige Effekte in Höhe von 12.682 TEUR (2019: 1.061 TEUR) innerhalb der Umsatzkosten, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- und der Verwaltungsaufwendungen sowie der sonstigen Erträge bereinigt. Die sonstigen Effekte betreffen im Wesentlichen die Aufwendungen im Rahmen des Erwerbs der Ålö Holding AB in Höhe von 2.244 TEUR, Ergebniseffekte aus dem Verbrauch der Step-Ups auf Vorräte in Höhe von 6.943 TEUR sowie Aufwendungen für ein vermutlich bis Ende 2020 abgeschlossenes Optimierungsprojekt von Ålö in Höhe von 2.399 TEUR.

Im Berichtszeitraum 2020 sind zudem Aufwendungen aus dem Abschluss der Akquisitionsfinanzierung in Höhe von 240 TEUR (2019: 0 TEUR) innerhalb des Finanzergebnisses bereinigt worden.

Die sich nach den Bereinigungen ergebenden fiktiven Ertragsteuern wurden im Berichtszeitraum 2020 in Höhe von 11.738 TEUR (2019: 18.320 TEUR) angesetzt.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen das um diese Effekte bereinigte Ergebnis:

1. Januar –
30. Septem
1. Januar –
30. Septem
ber 2020 PPA Summe ber 2020
in TEUR Unbereinigt Abschreibungen Sonstige Effekte Bereinigungen Bereinigt
Umsatzerlöse 563.601 0 563.601
Umsatzkosten –411.685 7.928 7.928 –403.757
Bruttoergebnis 151.916 0 7.928 7.928 159.844
Vertriebsaufwendungen –87.463 21.713 1.191 22.904 –64.559
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –10.143 61 61 –10.082
Verwaltungsaufwendugen –45.348 4.956 4.956 –40.392
Sonstige Erträge 7.401 –1.454 –1.454 5.947
Sonstige Aufwendungen –6.609 0 –6.609
Anteil am Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1.962 0 1.962
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 11.716 21.713 12.682 34.395 46.111
Finanzerträge 1.716 0 1.716
Finanzaufwendungen –8.942 240 240 –8.702
Netto-Finanzergebnis –7.226 0 240 240 –6.986
Ergebnis vor Steuern 4.490 21.713 12.922 34.635 39.125
Ertragsteuern 790 –11.738
Ergebnis nach Steuern 5.280 27.387
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Aktien 14.900.000 14.900.000
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,35 1,84
in TEUR
Umsatzerlöse
1. Januar –
30. Septem
ber 2019
Unbereinigt
579.083
PPA
Abschreibungen
Sonstige Effekte Summe
Bereinigungen
0
1. Januar –
30. Septem
ber 2019
Bereinigt
579.083
Umsatzkosten –428.425 238 238 –428.187
Bruttoergebnis 150.658 0 238 238 150.896
Vertriebsaufwendungen –66.772 18.827 159 18.986 –47.786
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen –10.310 0 –10.310
Verwaltungsaufwendugen –31.268 596 596 –30.672
Sonstige Erträge 3.634 0 3.634
Sonstige Aufwendungen –2.988 68 68 –2.920
Anteil am Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 2.686 0 2.686
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 45.640 18.827 1.061 19.888 65.528
Finanzerträge 1.739 0 1.739
Finanzaufwendungen –6.202 0 –6.202
Netto-Finanzergebnis –4.463 0 0 0 –4.463
Ergebnis vor Steuern 41.177 18.827 1.061 19.888 61.065
Ertragsteuern –6.772 –18.320
Ergebnis nach Steuern 34.405 42.746
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Aktien 14.900.000 14.900.000
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,31 2,87

13. FINANZIELLE VERMÖGENS-WERTE UND FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die Buchwerte, beizulegenden Zeitwerte, Kategorien und Klassen der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten lauten wie folgt:

Gesamt 230.905 230.905 195.377 195.377
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 746 746 628 628 n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 132.858 132.858 89.937 89.937 n/a
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FAAC 97.301 97.301 104.812 104.812 n/a
Vermögenswerte
in TEUR Bewertungs
kategorie nach
IFRS 9
Buchwert
30.09.2020
Beizulegender
Zeitwert
30.09.2020
Buchwert
31.12.2019
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2019
Stufe

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte haben im Allgemeinen eine kurze Laufzeit. Daher entspricht der beizulegende Zeitwert näherungsweise dem Buchwert. Zum Stichtag, wie auch schon zum 31. Dezember 2019, sind sämtliche sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (FAAC = Financial Assets at Amortised Costs) bewertet.

kategorie nach Zeitwert Buchwert Zeitwert
Buchwert
30.09.2020
30.09.2020 31.12.2019 31.12.2019 Stufe
FLAC 107.749 107.749 64.223 64.223 n/a
FLAC 380.765 381.085 151.076 151.396 2
n/ a** 31.849 31.849 30.618 n/a
FLAC 857 857 389 389 n/a
FLtPL 1.545 1.545 1.573 1.573 2
522.765 523.085 247.879 217.581
IFRS 9

* ohne abgegrenzte Finanzierungsaufwendungen (siehe Anhangangabe 16)

** im Anwendungsbereich von IFRS 16

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben eine kurze Laufzeit, daher unterscheiden sich Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nicht. Die in der Tabelle aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten allesamt zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC = Financial Liabilities at Amortised Costs) bewertet. Letztere sind zum beizulegenden Zeitwert (FLtPL = Financial Liabilities through Profit or Loss) bewertet.

Leasingverbindlichkeiten fallen in den Anwendungsbereich von IFRS 16 und sind daher keiner der unter IFRS 9 gebildeten Bewertungskategorien zuzuordnen.

Der JOST Werke Konzern verwendet die folgende Hierarchie zur Ermittlung und Angabe des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten nach Bewertungsmethode:

Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten

Stufe 2: Inputfaktoren mit Ausnahme von auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preisen, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar sind – entweder unmittelbar (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. abgeleitet aus Preisen)

Stufe 3: Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Zwischen den Stufen der Hierarchie beizulegender Zeitwerte wurden in den Jahren 2020 und 2019 keine Umgliederungen vorgenommen.

Der beizulegende Zeitwert der verzinslichen Darlehen und Ausleihungen wird für die Jahre 2020 und 2019 unter Berücksichtigung tatsächlicher Zinskurven ermittelt und als Stufe 2 der Hierarchie beizulegender Zeitwerte klassifiziert.

Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten wird in der Anhangangabe 17 beschrieben.

14. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten hauptsächlich Kautionen in Höhe von 611 TEUR (31. Dezember 2019: 431 TEUR) und Überzahlungen an Lieferanten in Höhe von 126 TEUR (31. Dezember 2019: 197 TEUR). Zum Stichtag liegen keine finanziellen Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität vor. Der Bruttobuchwert entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Zum Stichtag sind keine finanziellen Vermögenswerte als ausfallgefährdet bekannt.

15. PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

Die Pensionsverpflichtungen beliefen sich zum 30. September 2020 auf 73,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 71,0 Mio. EUR). Die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden getroffen:

Annahmen
30.09.2020 31.12.2019
Abzinsungssatz 0,6% 0,8%
Inflationsrate /künftige Rentenerhöhungen 2,0% 2,0%
Zukünftige Gehaltssteigerungen 2,0% 2,0%

16. VERZINSLICHE DARLEHEN UND AUSLEIHUNGEN

Die nachstehende Tabelle zeigt die Darlehensverbindlichkeiten der Gruppe zum 30. September 2020:

in TEUR 30.09.2020 31.12.2019
Schuldscheindarlehen 5 Jahre fix 29.000 29.000
5 Jahre variabel 86.500 86.500
7 Jahre fix 20.000 20.000
7 Jahre variabel 14.500 14.500
150.000 150.000
Darlehen 5 Jahre variabel 120.000 0
Revolvierende Kreditfazilität 67.500 0
Sonstige 841 1.076
Verzinsliche Darlehen 338.341 151.076
Abgegrenzte
Finanzierungsaufwendungen –484 –321
Gesamt 337.857 150.755

Zur Finanzierung des Erwerbs der Ålö Holding AB hat JOST im Dezember 2019 mit einem Bankenkonsortium eine Finanzierung über 120 Mio.EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen.

Zum 30. September 2020 hat die Gruppe die verfügbare revolvierende Kreditlinie in Höhe von 67,5 Mio.EUR beansprucht (31. Dezember 2019: 0 Mio.EUR). Es wurden Zinszahlungen in Höhe von 3.391 TEUR geleistet (Berichtszeitraum 2019: 1.756 TEUR).

Die revolvierende Kreditfazilität hat eine kurzfristige Laufzeit und ist daher unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Sie ist variabel verzinst, in Abhängigkeit der EURIBOR Entwicklung sowie des konzernweiten Verschuldungsgrades von JOST.

Die im Rahmen der bisherigen Finanzierungsvereinbarung angefallenen Kosten werden, soweit abgrenzbar, gemäß der Effektivzinsmethode anteilsmäßig bis Mitte 2025 und die aus der zusätzlichen Finanzierungsvereinbarung vom 19. Dezember 2019 bis Ende 2024 verteilt.

17. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die zukünftige Zinsvolatilität aus den variabel verzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens wird mit vier Zinsswaps abgesichert. Insgesamt betrachtet haben die Zinsswaps zum 30. September 2020 (Markto-Market-Bewertung) einen negativen beizulegenden Zeitwert von 1.545 TEUR (31. Dezember 2019: 1.573 TEUR), der in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen wird. Einzelheiten zu den Laufzeiten von Krediten siehe Anhangangabe 16.

Die Gruppe hat wie im Vorjahr im Berichtszeitraum keine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS 9 vorgenommen.

18. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTER-NEHMEN UND PERSONEN

IAS 24 definiert nahestehende Unternehmen und Personen als Unternehmen und Personen, die eine andere Partei beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf sie ausüben können.

Die Struktur der Gruppe zum 30. September 2020, einschließlich der Tochterunternehmen und des Gemeinschaftsunternehmens, hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 durch den Erwerb der Ålö Holding AB und derer Tochterunternehmen verändert. Die folgenden Gesellschaften, mit Angabe des Sitzes und der erworbenen Anteile der Gesellschaften, wurden in diesem Zusammenhang erworben.

  • Ålö Holding AB, Umeå, Schweden (100%)
  • Ålö Group AB, Umeå, Schweden (100%)
  • Ålö Intressenter AB, Umeå, Schweden (100%)
  • Ålö AB, Umeå, Schweden (100%)
  • Alö Deutschland Vertriebs-GmbH, Dieburg, Deutschland (100%)
  • Alo Danmark A/S, Skive, Dänemark (100%)
  • Ålö Norge A/S, Rakkestad, Norwegen (100%)
  • Alo UK Ltd., Droitwich, Großbritannien (100%)
  • Alo France S.A.S., Blanzac-Les-Matha, Frankreich (100%)
  • Agroma S.A.S., Blanzac-Les-Matha, Frankreich (100%)
  • Alo Canada Inc., Vancouver, Kanada (100%)
  • Alo USA Inc., Elgin, IL, USA (100%)
  • Alo Tennessee Inc., Telford, TN, USA (100%)
  • Alo Agricult. Machinery (Ningbo) Co. Ltd., Ningbo, VR China (100%)
  • Alo Trading (Ningbo) Co. Ltd., Ningbo, VR China (100%)
  • Alo Brasil Ltda., Brasilien (100%)

Die Gesellschaft Alo France S.A.S., Blanzac-Les-Matha, Frankreich ist mit Wirkung zum 1. Juni 2020 auf die Gesellschaft Agroma S.A.S., Blanzac-Les-Matha, Frankreich verschmolzen worden.

Der Vorstand setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen, die alle nahestehende Personen gemäß IAS 24 sind:

Joachim Dürr, Diplom-Ingenieur, Dachau Vorsitzender des Vorstands Chief Executive Officer

Dr.-Ing. Ralf Eichler, Diplom-Ingenieur, Dreieich Chief Operating Officer

Dr. Christian Terlinde, Diplom-Kaufmann, Dinslaken Chief Financial Officer

Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Manfred Wennemer (Vorsitzender)

Prof. Dr. Bernd Gottschalk (stellvertretender Vorsitzender)

Natalie Hayday

Rolf Lutz

Jürgen Schaubel

Klaus Sulzbach

Während des Berichtszeitraums 2020 gab es ansonsten keine wesentlichen Änderungen an bestehenden oder neuen Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

19. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Es gab keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.

PRÜFERISCHE DURCHSICHT

Der Zwischenbericht wurde weder gemäß §317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Neu-Isenburg, 12. November 2020

Joachim Dürr Dr. Ralf Eichler Dr. Christian Terlinde

FINANZ-KALENDER

Rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die aktuellen Ansichten, Erwartungen und Annahmen des Managements wider und beruhen auf Informationen, die dem Management aktuell zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen garantieren nicht das Eintreffen zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher aufgrund verschiedener Faktoren erheblich von den in diesem Dokument wiedergegebenen Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des allgemeinen Wettbewerbsumfelds. Darüber hinaus beeinflussen die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursänderungen sowie Änderungen nationaler und internationaler Gesetze, insbesondere im Hinblick auf steuerliche Bestimmungen, sowie andere Faktoren die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen des Unternehmens. Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften verpflichten sich zur Aktualisierung der in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir im vorliegenden Zwischenbericht jeweils nur die männliche Form (zum Beispiel für "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" nur "Mitarbeiter"). Personenbezeichnungen gelten immer für jedes Geschlecht.

Dieser Zwischenbericht wurde ebenfalls ins Englische übersetzt. Die vorliegende deutsche Version und die englische Übersetzung stehen im Internet unter http://ir.jost-world.com/ zum Download bereit. Bei Abweichungen hat die deutsche Fassung des Zwischenberichts Vorrang gegenüber der englischen Übersetzung.

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