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JOST Werke AG Audit Report / Information 2017

Mar 22, 2018

237_10-k_2018-03-22_296a4c81-c451-4adc-913e-e7d39357143f.pdf

Audit Report / Information

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JAHRESABSCHLUSS 2017 (HGB) JOST Werke AG

JOST Werke AG Jahresabschluss 2017

Der Lagebericht der JOST Werke AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 HGB zusammengefasst und im Geschäftsbericht 2017 der JOST Werke AG veröffentlicht.

Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der JOST Werke AG für das Geschäftsjahr 2017 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Jahresabschluss der JOST Werke AG und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 stehen auch im Internet unterhttp://ir.jost-world.com/berichte zur Verfügung.

JOST Werke AG (vormals Cintinori Holding GmbH), Neu-Isenburg

Bilanz zum 31. Dezember 2017

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 556.321.424,48 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 402.204,26 402.204,26
556.723.628,74 402.204,26
B. Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 207.807,60 189.498,27
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.066.377,67 41,83
II.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
341.167,67 22.731,60
1.615.352,94 212.271,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 329.606,00 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 3.527.930,21
558.668.587,68 4.142.406,17
Passiva
31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
14.900.000,00 25.000,00
II.
Kapitalrücklage
528.652.875,81 79.728.308,70
III. Bilanzgewinn/ Bilanzverlust 7.450.000,00 -83.281.238,91
551.002.875,81 -3.527.930,21
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 3.527.930,21
551.002.875,81 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.327.000,00 242.633,77
2.327.000,00 242.633,77
C. Verbindlichkeiten
I.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
74.375,00 0,00
II.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5.178.523,77 3.899.772,40
III. Sonstige Verbindlichkeiten 85.813,10 0,00
5.338.711,87 3.899.772,40
558.668.587,68 4.142.406,17

JOST Werke AG (vormals Cintinori Holding GmbH), Neu-Isenburg

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017 2016
EUR EUR
1.) Umsatzerlöse 638.913,42 0,00
2.) Sonstige betriebliche Erträge 81.634.506,00 583.506,39
3.) Gesamtleistung 82.273.419,42 583.506,39
4.) Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.739.201,18 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung -20.739,64 0,00
-2.759.940,82 0,00
5.) Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.058.759,63 -363.569,75
6.) Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 23.074,82 12.282,53
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 23.074,82
(Vorjahr: EUR 12.282,53)
7.) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.908,32 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.898,32
(Vorjahr: EUR 0,00)
8.) Zinsen und ähnliche Aufwendungen -74.394,86 -38.365,09
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00
(Vorjahr: EUR -38.365,09)
9.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 1,00
10.) Ergebnis nach Steuern 70.426.307,25 193.855,08
11.) Sonstige Steuern 574,29 0,00
12.) Jahresüberschuss 70.426.881,54 193.855,08
13.) Verlustvortrag aus dem Vorjahr -83.281.238,91 -83.475.093,99
14.) Entnahmen aus der Kapitalrücklage 20.304.357,37 0,00
15.) Bilanzgewinn/-verlust 7.450.000,00 -83.281.238,91

JOST Werke AG (vormals Cintinori Holding GmbH), Neu-Isenburg

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Die JOST Werke AG (nachfolgend auch "Gesellschaft") wurde am 27. Februar 2008 als Cintinori Holding GmbH gegründet. Am 23. Juni 2017 wurde die Cintinori Holding GmbH von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und in JOST Werke AG umbenannt. Die entsprechende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 7. Juli 2017. Die Aktien wurden am 20. Juli 2017 erstmals an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Siemensstraße 2 in 63263 Neu-Isenburg. Die Gesellschaft ist registriert im Handelsregister des Amtsgerichtes Offenbach am Main unter Sektion B mit der Registernummer 50149.

Der Abschluss für das Geschäftsjahr der JOST Werke AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die JOST Werke AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 S. 2 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Wertminderungen wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt.

Für Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen, sofern Umstände bekannt sind, die Zweifel an der Einbringlichkeit der Forderungen bzw. Werthaltigkeit der sonstigen Vermögensgegenstände aufkommen lassen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen für Aufwendungen der folgenden Jahre. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ab. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen / Finanzanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anschaffungskosten Abschreibungen
Stand Zugang Stand Stand Zuschreibung Stand Buchwerte Buchwerte
01.01.2017 31.12.2017 01.01.2017 31.12.2017 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 79.725 476.597 556.322 79.725 79.725 0 556.322 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 402 0 402 0 0 0 402 402
Finanzanlagen 80.127 476.597 556.724 79.725 79.725 0 556.724 402
Summe 80.127 476.597 556.724 79.725 79.725 0 556.724 402

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Ausleihung betrifft die verbundene Gesellschaft Jasione GmbH, Neu-Isenburg.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich eine Wertaufholung für die Anteile an verbundenen Unternehmen mit EUR 79.725.000,00 sowie eine Erhöhung der Anschaffungskosten um EUR 476.596.424,48 aus der Erhöhung der Kapitalrücklagen bei der Jasione GmbH.

Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ergibt sich wie folgt:

Anteilsbesitzliste der JOST Werke AG zum 31.12.2017
Gesellschaft Anteil der
JOST Werke AG
Eigenkapital
zum
31.12.2017
Ergebnis
2017
Anteile an verbundenen Unternehmen TEUR 1) TEUR 2)
Jasione GmbH 100,00% 5) 346.019 42.570
Neu-Isenburg
JOST-Werke Deutschland GmbH 100,00% 4) 42.611 0
Neu-Isenburg 5)
Jost-Werke International Beteiligungsverwaltung GmbH 100,00% 4) 36.326 0
Neu-Isenburg
Rockinger Agriculture GmbH
100,00% 5)
3)
722 -23
Waltershausen / Deutschland 5)
Regensburger Zuggabel GmbH 100,00% 4) -1.121 0
Neu-Isenburg 5)
JOST France S.à r.l. 100,00% 3) 5.189 654
Paris / Frankreich 6)
JOST Iberica S.A.
Zaragoza / Spanien
100,00% 3)
6)
4.151 1.269
Jost Italia S.r.l. 100,00% 3) 2.232 453
Milan / Italien 6)
Jost GB Ltd. 100,00% 3) 3.701 -145
Bolton / Großbritannien 6)
Jost UK Ltd. 100,00% 3) 3.075 -3.287
Bolton / Großbritannien 6)
ooo JOST RUS 100,00% 3) 1.320 277
Moscow / Russland
JOST Polska Sp. z o.o.
100,00% 6)
3)
21.204 7.654
Nowa Sòl / Polen 6)
Jost Hungaria BT 100,00% 3) 14.887 2.071
Veszprém / Ungarn 6)
JOST TAT LLC 100,00% 3) 1.014 419
Naberezhyne Chelny / Russland 6)
Tridec Holdings B.V. 100,00% 3) 14.265 2.717
Son / Niederlande
Transport Industry Development Centre B.V.
100,00% 6)
3)
4.717 4.052
Best / Niederlande 6)
Tridec Ltda. 100,00% 3) 3.908 783
Cantanhede / Portugal 6)
JOST Achsen Systeme GmbH 100,00% 4) 25 0
Calden / Deutschland 5)
Jost Axle Systems Southern Europe S.A.S. 100,00% 3) 1.866 451
Lattes / Frankreich
JOST (S.A.) Pty. Ltd.
100,00% 6)
3)
5.572 3.308
Chloorkop / Südafrika 5)
JOST Transport Equipment Pty. Ltd. 100,00% 3) 7.719 632
Chloorkop / Südafrika 5)
Jost Australia Pty. Ltd. 100,00% 3) 12.055 2.761
Seven Hills / Australien 6)
JOST International Corp. 100,00% 3) 18.611 7.143
Grand Haven, Michigan / U.S.A. 6) 19.910 6.038
Jost (China) Auto Component Co. Ltd.
Wuhan, Province Hubei / Volksrepublik China
100,00% 3)
6)
Jost (Shanghai) Auto Component Co. Ltd. 100,00% 3) 3.962 -1.175
Shanghai / Volksrepublik China 6)
JOST (Shanghai) Trading Co. Ltd. 100,00% 3) 582 -529
Shanghai / Volksrepublik China 6)
Jost Far East Pte. Ltd. 100,00% 3) 3.389 1.191
Singapur 6)
JOST India Auto Component Pte. Ltd.
Jamshedpur / Indien
100,00% 3)
6)
9.003 1.681
JOST Japan Co. Ltd. 100,00% 3) 246 51
Yokohama / Japan 6)
Beteiligungen
JOST Brasil Sistemas Automotivos Ltda. 49,00% 3) 15.262 4.444
Caxias do Sul / Brasilien 6)

1) Umgerechnet mit den Mittelkursen am Jahresabschlussstichtag

2) Umgerechnet mit den Mittelkursen im Jahresdurchschnitt

3) Mittelbar über die Jasione GmbH gehalten

4) Mittelbar über die Jasione GmbH gehalten, nach Ergebnisabführungsvertrag

5) Daten aus den vorläufigen Einzelabschlüssen der Gesellschaften

6) Daten aus den Reporting Packages der Gesellschaften für Konsolidierungszwecke

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen an die Tochtergesellschaften Jasione GmbH, Neu-Isenburg, Jost-Werke International Beteiligungsverwaltung GmbH, Neu-Isenburg, und Rockinger Agriculture GmbH, Waltershausen, und resultieren aus sonstigen Verrechnungen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Stichtag EUR 329.606,00 (Vorjahr EUR 0,00) und betrifft Zahlungen für eine Versicherung, die über die folgenden Jahre abzugrenzen sind.

4. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag betrug im Vorjahr EUR 3.527.930,21 und resultierte aus Verlustvorträgen. Im Zuge der Kapitalerhöhungen im Juni und Juli 2017 ist das Eigenkapital vollständig gedeckt.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Eigenkapital betrug im Vorjahr EUR 25.000 und war voll eingezahlt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wurde entsprechend auf der Aktivseite unter dem Posten Nr. D ausgewiesen.

Gemäß Beschluss der außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Gesellschaft am 23. Juni 2017 wurde das Eigenkapital der Anteilseigner durch Sacheinlage aus der Abtretung eines Gesellschafterdarlehens um EUR 40.000.000 erhöht (davon entfallen EUR 10.000.000 auf das gezeichnete Kapital und EUR 30.000.000 auf die Kapitalrücklage).

Gemäß einer weiteren Sacheinlagen- und Abtretungsvereinbarung vom 23. Juni 2017 wurde die Kapitalrücklage der Gesellschaft durch Einlage weiterer Gesellschafterdarlehen durch Abtretung im Gesamtbetrag von EUR 312.478.924,48 abermals erhöht.

Mit der Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft wurden die bestehenden GmbH-Anteile in Aktien umgewandelt.

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23. Juni 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 1. Juni 2022 über die Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuen Aktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage (genehmigtes Kapital 2017) einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 5.000.000 zu erhöhen. Weitere Einzelheiten zum genehmigten Kapital 2017 finden sich in Artikel 5 der Satzung. In der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. Juli 2017 wurde eine ordentliche Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 10.025.000 um EUR 4.875.000 auf EUR 14.900.000 unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bareinlage durch Ausgabe von 4.875.000 neuen, nennwertlosen Stückaktien als Inhaberaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 1,00 beschlossen.

Am 20. Juli 2017 wurde der Handel mit den Aktien der Gesellschaft im Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgreich aufgenommen. Der Emissionskurs für die Aktien der JOST Werke AG lag bei EUR 27,00 (Preisspanne: EUR 25,00 bis EUR 31,00). Im Rahmen des Börsengangs wurde die Kapitalerhöhung von 4.875.000 Aktien im Wert von EUR 131.625.000 durchgeführt (davon betreffen EUR 4.875.000 das gezeichnete Kapital und EUR 126.750.000 betreffen die Kapitalrücklage).

Zum 31. Dezember 2017 beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft EUR 14.900.000, welches vollständig eingezahlt ist und sich auf 14.900.000 Stückaktien ohne Nennwert (Inhaberaktien) aufteilt.

Kapitalrücklage 2017 2016
TEUR TEUR
Stand 01.01. 79.728 79.728
Einstellung durch
Gesellschafterversammlung
342.479 0
Einstellung durch neue Aktien im
Rahmen des Börsengangs
126.750 0
Entnahmen des Geschäftsjahrs -20.304 0
Stand 31.12. 528.653 79.728

Entwicklung der Kapitalrücklage:

Bilanzgewinn/-verlust 2017 2016
TEUR TEUR
Stand 01.01. -83.281 -83.475
Jahresüberschuss 2017 70.427 194
Entnahme aus der Kapitalrücklage 20.304 0
Stand 31.12. 7.450 -83.281

Entwicklung des Bilanzgewinns/-verlusts:

Im Bilanzgewinn ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR 83.281.238,91 enthalten. Der in der obigen Tabelle dargestellte Bilanzverlust des Vorjahres umfasst auch den nicht durch Eigenkapital gedeckten Teil des Bilanzverlusts.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen mit EUR 520.000,00 (Vorjahr EUR 242.633,77) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten sowie der Vergütung des Aufsichtsrats. Zudem sind personalbezogene Rückstellungen in Höhe von EUR 1.807.000,00 (Vorjahr EUR 0,00) gebildet worden.

7. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 74.375,00 (Vorjahr EUR 0,00) betreffen Bereitstellungsgebühren für die zum Stichtag nicht in Anspruch genommene revolvierende Fazilität in Höhe von EUR 80 Mio. und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betreffen mit EUR 5.178.523,77 (Vorjahr EUR 3.899.772,40) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Kostenweiterbelastungen und sonstige Verbindlichkeiten mit EUR 85.813,10 (Vorjahr EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 638.913,42 (Vorjahr EUR 0,00) resultieren ausschließlich aus Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Gesellschaften und wurden im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Im abgelaufenen Geschäftsjahr resultieren die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen aus Wertaufholungen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 79.725.000,00. Zudem sind mit EUR 1.001.791,79 Erträge aus Gutschriften der ehemaligen Gesellschafterin Jantinori 2 S.à r.l., Luxemburg enthalten (Vorjahr EUR 579.420,00). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Wertaufholung von Vorsteuerforderungen in Höhe von EUR 657.405,79 (Vorjahr EUR 0,00), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 222.633,77 (Vorjahr EUR 0,00) sowie aus den Gutschriften der ehemaligen Gesellschafterin in Höhe von EUR 319.000,00 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

3. Personalaufwand

Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmalig Personalaufwendungen aus, da seit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft der Vorstand sowie drei weitere Mitarbeiter bei der Gesellschaft angestellt sind.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang sowie Rechts- und Beratungskosten (EUR 7.528.360,30; Vorjahr EUR 151.856,24), Jahresabschlusskosten (EUR 900.955,55; Vorjahr EUR 73.500,00) und Aufwendungen für die Aufsichtsratvergütung (EUR 254.954,57; Vorjahr EUR 0,00). Im Vorjahr waren zudem Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen von Forderungen mit EUR 132.704,98 enthalten.

5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Diese betreffen ausschließlich Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 1.898,32 (Vorjahr EUR 0,00) verbundene Unternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind zudem Erstattungen des Finanzamts für Zinsen aus Vorjahren enthalten mit EUR 21.010,00.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese betreffen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen Gebühren gegenüber Banken mit EUR 74.375,00. Im Vorjahr waren ausschließlich Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten (EUR 38.365,09).

8. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen ausschließlich Umsatzsteuern für Vorjahre.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Im Vorjahr waren der Anteilsbesitz sowie bestimmte Konzernforderungen und Bankguthaben der JOST Werke AG an das Bankenkonsortium als Sicherheit abgetreten. Damit haftete die JOST Werke AG für fremde Verbindlichkeiten von Gesellschaften der JOST-Gruppe (31. Dezember 2016: TEUR 320.025). Im Rahmen der Refinanzierung der JOST-Gruppe in 2017 ist dieses Haftungsverhältnis vollständig entfallen. Zum 31. Dezember 2017 sind keine Sicherheiten an das Bankenkonsortium abgetreten.

2. Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 6 Mitarbeiter. Hierin sind die drei Vorstände sowie drei weitere Angestellte enthalten. Im Jahresdurchschnitt waren es 3 Mitarbeiter.

3. Vorstand (vormals Geschäftsführung)

Lars Brorsen, cand.oecon., Heubach Vorsitzender des Vorstands Chief Executive Officer Aufsichtsratsmitglied verschiedener Gesellschaften

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats, Dinex A/S, Middelfart, Dänemark
  • Mitglied des Aufsichtsrats, JOST Brasil Sistemas Automotives Ltda., Caxias do Sul, Brasilien

Dr.-Ing. Ralf Eichler, Diplom-Ingenieur, Dreieich Chief Operating Officer

Christoph Hobo, Diplom-Kaufmann, Frankfurt am Main Chief Financial Officer

4. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Personen zusammen mit Angabe der weiteren Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien außerhalb der JOST Werke AG:

Manfred Wennemer (Vorsitzender)

Beruf: Aufsichtsrats- und Beiratsmitglied verschiedener Gesellschaften

  • Mitglied des Aufsichtsrats, Allianz Deutschland AG, München, Deutschland
  • Mitglied des Beirats, Brückner Technology Holding GmbH, Siegsdorf, Deutschland
  • Vorsitzender des Gesellschafterausschusses, Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, Deutschland

  • Mitglied des Boards, TI Fluid Systems plc, England

  • Mitglied des Boards, PIAB International AB, Täbi, Schweden
  • Mitglied des Board of Directors, Eurochem AG, Zug, Schweiz

Prof. Dr. Bernd Gottschalk (stellvertretender Vorsitzender)

Beruf: Unternehmensberater, geschäftsführender Gesellschafter der AutoValue GmbH

  • Mitglied des Aufsichtsrats, Schaeffler AG, Herzogenaurach, Deutschland
  • Mitglied des Aufsichtsrats, Plastic Omnium S.A., Paris, Frankreich
  • Mitglied des Beirats, Plastic Omnium Auto Components GmbH, Hörselberg-Hainich, Deutschland
  • Beiratsvorsitzender, WOCO Franz Josef Wolf Holding GmbH, Bad Soden-Salmünster, Deutschland
  • Chairman, Schlemmer Holding GmbH, Poing, Deutschland
  • Beiratsvorsitzender, Facton GmbH, Potsdam, Deutschland
  • Mitglied des Beirats, Serafin Unternehmensgruppe GmbH, München, Deutschland
  • Mitglied des Beirats, BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen, Deutschland
  • Mitglied des Wirtschaftsrats, Bankhaus Lampe, Düsseldorf, Deutschland
  • Managing Director, AutoValue GmbH, Frankfurt, Deutschland

Natalie Hayday

Beruf: Unternehmensberaterin

  • Mitglied im Aufsichtsrat und Prüfungskomitee, LEG Immobilien AG, Düsseldorf, Deutschland

Rolf Lutz

Beruf: Diplom-Ingenieur, in Ruhestand

  • Keine weiteren Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien

Jürgen Schaubel

Beruf: Berater, Oaktree Capital Management

  • Mitglied des Board of Directors, Veridis Environment Israel Ltd. Herzliya, Israel
  • Verwaltungsratsvorsitzender, InMEDiG Holding AG, Baar, Schweiz
  • Managing Director, JS Consultants, Baar, Schweiz

Klaus Sulzbach

Beruf: Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

  • Keine weiteren Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien

5. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Grundzüge des Vergütungssystems und die individualisierte Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts.

Die Gesamtbarbezüge (= Gesamtbezüge) des Vorstands betragen einschließlich der Nebenleistungen TEUR 2.800 (2016: TEUR 0).

6. Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten sowie den größten Kreis der Unternehmen der JOST-Gruppe auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

Der Konzernabschluss der JOST Werke AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) der International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Reporting Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.

7. Abschlussprüferhonorar

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der JOST Werke AG. Der Abschlussprüfer hat neben der Prüfung von Einzel- und Konzernabschluss andere Bestätigungsleistungen (insbesondere Leistungen für die Erteilung eines Comfort Letters im Rahmen der Prospektprüfung) sowie Steuerberatungsleistungen (insbesondere Erstellung von Steuererklärungen, Unterstützung bei Betriebsprüfungen sowie Beratung zu Transferpreisproblematiken) erbracht.

8. Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögensgegenstände und Schuldposten zum 31. Dezember 2017 geführt hätten.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn der JOST Werke AG in Höhe von TEUR 7.450, eine Ausschüttung von EUR 0,50 pro Aktie vorzunehmen.

10. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 26 Abs. 1 WpHG auf unserer Website unter http://ir.jostworld.com veröffentlicht worden sind. Wir verweisen zudem auf die Ausführungen im Abschnitt Übernahmerechtliche Angaben im Lagebericht.

11. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 289f Abs. 1 HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie auf unserer Website unter http://ir.jost-world.com/corporate-governance.

Neu-Isenburg, den 14. März 2018

Lars Brorsen Dr. Ralf Eichler Christoph Hobo

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt und die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben werden.

Neu-Isenburg, den 14. März 2018

Lars Brorsen Dr. Ralf Eichler Christoph Hobo

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die JOST Werke AG, Neu-Isenburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der JOST Werke AG (vormals Cintinori Holding GmbH), Neu-Isenburg, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JOST Werke AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

❶ Bilanzierung der Einlage der Gesellschafterdarlehen und Bewertung der Anteile an der Tochtergesellschaft

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

  • ① Sachverhalt und Problemstellung
  • ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
  • ③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bilanzierung der Einlage der Gesellschafterdarlehen und Bewertung der Anteile an der Tochtergesellschaft

① Im Jahresabschluss der JOST Werke AG werden zum 31. Dezember 2017 unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an der Tochtergesellschaft als Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 556,3 Mio. (99,6% der Bilanzsumme) ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile an der Tochtergesellschaft hat sich im Geschäftsjahr durch eine Zuschreibung von € 79,7 Mio. auf die historischen Anschaffungskosten sowie durch eine getätigte Sacheinlage von Darlehensforderungen in Höhe von € 352,5 Mio. und weiteren Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von € 124,1 Mio. in die Tochtergesellschaft um insgesamt € 556,3 Mio. erhöht.

Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfolgt als Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme (Free Cashflows), die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels eines Discounted-Cashflow-Modells. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt anhand der individuell ermittelten Kapitalkosten.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie vom verwendeten Diskontierungszinssatz und der Wachstumsrate. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögensund Ertragslage der Gesellschaft waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Verwertbarkeit des von einem externen Gutachter zum Einbringungszeitpunkt erstellten Bewertungsgutachtens zu den eingebrachten Gesellschafterdarlehen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die fachliche Qualifikation des externen Gutachters gewürdigt. Zudem haben wir uns insbesondere ein Verständnis über die dem Gutachten zugrundeliegenden Ausgangsdaten, die getroffenen bzw. verwendeten Annahmen und das methodische Vorgehen zur Bewertung verschafft und deren Angemessenheit beurteilt. Angesichts der spezifischen Besonderheiten der Ermittlung der Zinsparameter, der Bewertungsprämissen und der Berechnung haben uns dabei unsere internen Spezialisten für Unternehmensbewertungen unterstützt.

Im Hinblick auf die Bewertung der Anteile an der Tochtergesellschaft zum 31. Dezember 2017 haben wir das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen und beurteilt, ob der beizulegende Wert sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Verfahren unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurde. Hierzu haben wir gewürdigt, ob die zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die angesetzten Kapitalkosten insgesamt eine sachgerechte Grundlage darstellen. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beurteilt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Zusätzlich wurde auch ein Abgleich mit der Marktkapitalisierung der JOST Werke AG vorgenommen, da das gesamte operative Geschäft des Konzerns sich in Gesellschaften unterhalb der Tochtergesellschaft befindet.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt für die Bewertung der Anteile an der Tochtergesellschaft und die bilanzielle Abbildung der Sacheinlage der Gesellschafterdarlehen sowie der weiteren Einzahlungen in die Kapitalrücklage geeignet.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen und deren Werthaltigkeit sind in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie dem Gliederungspunkt 1 "Anlagevermögen/Finanzanlagen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

  • die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts "Geschäftsbericht 2017 JOST Werke AG" – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 23. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Abschlussprüfer der JOST Werke AG, Neu-Isenburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefan Hartwig.

Frankfurt am Main, 14. März 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

gez. Stefan Hartwig gez. ppa. Benedikt Goldschmidt

JOST Werke AG SIEMENSSTRASSE 2 63263 NEU-ISENBURG DEUTSCHLAND

TELEFON: 0049-6102-295-0 FAX: 0049-6102-295-661

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