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IVU Traffic Technologies AG Audit Report / Information 2014

May 8, 2015

233_rns_2015-05-08_782cd03a-75c9-4009-b116-ad7c2d969f21.html

Audit Report / Information

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IVU Traffic Technologies AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IVU Traffic Technologies AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 13. März 2015

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Weiß, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

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31.12.2013

T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 534.805,00 221
2. Geschäfts- oder Firmenwert 891.216,00 1.337
1.426.021,00 1.558
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 287.030,60 343
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 994.454,46 869
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.950,80 18
1.301.435,86 1.230
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 658.304,27 1.137
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 8.265.181,82 6.763
2. Waren 2.439.760,76 1.540
3. Geleistete Anzahlungen 840.589,69 992
11.545.532,27 9.295
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.656.698,52 15.624
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.651.103,89 2.024
3. Sonstige Vermögensgegenstände 750.897,84 256
16.058.700,25 17.904
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.990.921,94 12.504
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 63.876,22 100
47.044.791,81 43.728
Passiva
31.12.2013

T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 17.719.160,00 17.719
II. Kapitalrücklage 6.342.833,64 6.343
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.262.140,74 0
25.324.134,38 24.062
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.286.576,34 3.015
2. Steuerrückstellungen 372.507,50 1.259
3. Sonstige Rückstellungen 5.538.374,08 5.681
9.197.457,92 9.955
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.105.943,41 4.816
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.635.778,10 2.824
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 70.337,22 656
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.545.600,68 1.242
davon aus Steuern € 1.154.334,55 (Vj. T€ 1.210)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 29.745,77 (Vj. T€ 10)
12.357.659,41 9.538
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 165.540,10 173
47.044.791,81 43.728

Gewinn- und Verlustrechnung für 2014

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2013

T€
1. Umsatzerlöse 38.387.427,02 44.625
2. Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen 1.501.817,00 -1.446
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.594.634,86 5.313
davon Erträge aus Währungsumrechnung € 17.587,09 (Vj. T€ 6)
44.483.878,88 48.492
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.578.274,67 8.033
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.563.610,75 3.769
11.141.885,42 11.802
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.168.692,89 18.135
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.196.664,14 2.902
davon für Altersversorgung € 112.004,14 (Vj. T€ 75)
22.365.357,03 21.037
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.318.305,72 1.337
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 44
1.318.305,72 1.381
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.927.633,47 7.331
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 0,00 (Vj. T€ 6)
42.753.181,64 41.551
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 91
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 350
davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vj. T€ 350)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.368,32 18
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 300
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 412.538,44 449
davon an verbundene Unternehmen € 1.332,20 (Vj. T€ 11)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung € 194.620,00 (Vj. T€ 203)
-404.170,12 -290
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.326.527,12 6.651
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 48.509,88 712
15. Sonstige Steuern 15.876,50 31
16. Jahresüberschuss 1.262.140,74 5.908
17. Verlustvortrag aus dem Jahr 0,00 -48.668
18. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 42.760
19. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.262.140,74 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, bewertet.

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden in Abweichung zu § 285 Nr. 13 HGB über 15 Jahre planmäßig abgeschrieben, was der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entspricht.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten einschließlich Anschaffungsnebenkosten.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einschließlich Verwaltungskosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen und Vertriebskosten werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Soweit die erwarteten Verkaufserlöse aus Aufträgen nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten decken, erfolgen Abschläge, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält Positionen, denen Beträge in fremder Währung zu Grunde liegen. Posten in Fremdwährung in der Bilanz wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Aus der Gegenüberstellung von aktiven und passiven latenten Steuern (einschließlich der Differenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen) ergab sich zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang. Temporäre Differenzen i. S. v. § 274 HGB ergeben sich unter Verwendung eines Steuersatzes von 30,90 % bei folgenden Bilanzposten:

Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuern)
Sonstige Rückstellungen (aktive latente Steuern)

Darüber hinaus bestehen ungenutzte steuerliche Verlustvorträge, deren Realisierung durch zukünftige positive Steuerbemessungsgrundlagen hinreichend sicher scheint. Auch hieraus ergibt sich eine aktive latente Steuer. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern, sodass ein Aktivüberhang vorliegt, der entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird.

III. Angaben zu bestimmten Bilanzpositionen sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.

In den immateriellen Vermögensgegenständen werden zum Bilanzstichtag Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 891 (Vj. T€ 1.337) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr betrugen die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte T€ 446 (Vj. T€ 446).

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter € 410 betragen, wurden im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Der in den Vorjahren im Rahmen der Anwendung der Poolabschreibung gebildete Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 wurde planmäßig zu einem Fünftel abgeschrieben. Im Jahr 2014 wurden Investitionen teilweise im Rahmen von Mietkaufverträgen durchgeführt.

Der Anteilsbesitz stellt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:

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Name und Sitz der Gesellschaft (lokale) Währung Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2014

T€
Ergebnis 2014

T€
IVU Benelux B.V., Veenendaal, Niederlande ("IVU Benelux") EUR 100,00 70* 7*
IVU Traffic Technologies Italia s.r.l., Rom, Italien ("IVU Italia") EUR 100,00 1.038* 1 23*
IVU Traffic Technologies UK Ltd., Birmingham, Großbritannien ("IVU UK") GBP 100,00 3** -37**
IVU Chile LTDA., Santiago de Chile, Chile ('IVU Chile') CLP 100,00 46** 1**
IVU Traffic Technologies Israel Ltd., Tel Aviv ILS 100,00 1* 0*

* nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften Jahresabschluss 2014

** nach IFRS

Die IVU-Gesellschaft für Informatik, Verkehrs- und Umweltplanung mit beschränkter Haftung, Bundesallee 88, ist auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 03.06.2014 durch Übergang ihres Vermögens als Ganzes unter Auflösung ohne Abwicklung auf die IVU Traffic Technologies AG mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 69310) verschmolzen worden.

Die Verschmelzung ist mit der gleichzeitig erfolgten Eintragung in das Register des Sitzes des übernehmenden Rechtsträgers wirksam geworden. Die Firma ist erloschen.

Der mit der IVU Traffic Technologies AG bestehende Unternehmenspachtvertrag vom 21.06.1999 ist mit dem Wirksamwerden der Verschmelzung beendet.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten, der Warenbestand ist zu Anschaffungskosten, jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips, bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nominalbeträgen abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten in Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 1.252) Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt T€ 3.614 (Vj. T€ 2.024) sowie sonstige Forderungen in Höhe von T€ 37 (Vj. T€ 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Steuerforderungen in Höhe von T€ 235 (Vj. T€ 19) sowie Zuwendungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Höhe von T€ 154 (Vj. T€ 203). Insgesamt sind in den sonstigen Vermögensgegenständen wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die flüssigen Mittel enthalten in Höhe von T€ 3.389 (Vj. T€ 3.061) Termingelder, die als Sicherheit für ausgereichte Bürgschaften hinterlegt und nicht frei verfügbar sind.

In den Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalrückstellungen in Höhe von T€ 3.106 (Vj. T€ 2.495), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 1.165 (Vj. T€ 1.445), Rückstellungen für Vertragsrisiken T€ 121 (Vj. T€ 500) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 818 (Vj. T€ 1.101).

Die Gesellschaft schließt zur Absicherung von Zahlungsströmen in fremder Währung Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Dabei werden ausgehend von geschlossenen Verträgen und getroffenen Zahlungsvereinbarungen die erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge eingeschätzt. Bewertungseinheiten zur Schaffung von Sicherungsbeziehungen wurden nicht gebildet. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte in Höhe von T€ 1.156 (Nominalbetrag), deren Zeitwert T€ -13 (Vj. T€ 0) beträgt. Es wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 13 T€ (Vj. 0 T€) gebildet.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der "Projected Unit Credit" (PUC) Methode unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,53 % (Vj. 4,88 %) verwendet.

Für Verpflichtungen wurden erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % p. a. (Vorjahr 2,0 % p. a.) und Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) berücksichtigt.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:

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T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 4.225
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 939
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 939
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 0

Insgesamt wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB Vermögenswerte, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, in Höhe von T€ 939 mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte):

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Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.084 (4.816) 2.022 0 6.106 (4.816)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.478 (2.468) 158 (356) 4.636 (2.824)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 70 (656) 0 (0) 70 (656)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.369 (1.242) 177 (0) 1.546 (1.242)
10.001 (9.182) 2.357 (356) 12.358 (9.538)

Kreditlinien bei der Deutsche Bank AG und der Landesbank Berlin AG in Höhe von jeweils T€ 1.500 sind durch Globalzession von Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen und aus der Vergabe von Lizenzen gesichert. Die Kreditlinien wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Dauerschuldverhältnissen (Mietverträgen und Leasingverträgen), die zu folgenden Zahlungen führen:

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Mietzahlungen

T€
Leasingzahlungen

T€
Summe

T€
2015 1.031 318 1.349
2016 777 227 1.004
2017 707 110 817
2018 und später 1.411 39 1.450
Gesamt 3.926 694 4.620

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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2014

T€
2013

T€
Public Transport 32.708 37.570
Logistics 5.625 4.506
Sonstige 54 2.549
38.387 44.625
Inland 27.569 25.413
Ausland 10.818 19.212
38.387 44.625

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Verrechnungspreisen mit den Tochtergesellschaften (T€ 2.500; Vj. T€ 3.494), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 981; Vj. T€ 1.155) sowie Erträge aus Zuwendungen für Forschung und Entwicklung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (T€ 858;Vj. T€ 474).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 981 (Vj. T€ 1.155) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten für die Umstellung des ERP-Systems in Höhe von T€ 193 und Aufwendungen für die Bildung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.143.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.143 (Vj. T€ 889) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer (T€ 31; Vj. T€ 343), Solidaritätszuschlag (T€ 2; Vj. T€ 19) und Gewerbesteuer (T€ 11; Vj. T€ 350).

IV. Sonstige Angaben

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag € 17.719.160 eingeteilt in 17.719.160 Stückaktien zum rechnerischen Wert von je € 1.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 wurde das genehmigte Kapital 2002/I aufgehoben und der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Mai 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu € 1.000.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010/I). Bis zum 31. Dezember 2014 wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Organe und Organbezüge

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft vertreten durch die Vorstände:

Martin Müller-Elschner (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Helmut Bergstein (Mitglied des Vorstands, Niederlassungsleiter Aachen, ab 1.1.2015 Finanzvorstand)

Frank Kochanski (Finanzvorstand, bis 31.12.2014)

Der Vorstand der IVU AG hat im Geschäftsjahr 2014 Bezüge in Höhe von T€ 1.634 (Vj. T€ 952) erhalten. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem fixen Anteil und einem variablen Anteil zusammen. Im Berichtsjahr betrug der variable Vergütungsanteil ca. 35 % (2013: 33 %) der Gesamtbezüge. Der variable Vergütungsanteil bemisst sich nach dem Ergebnis vor Steuern im IFRS Konzernabschluss.

Die Hauptversammlung hat am 25. Mai 2011 beschlossen, die Gesellschaft von der Offenlegung der Bezüge einzelner Mitglieder des Vorstands zu befreien.

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren bestellt.

Klaus-Gerd Kleversaat, Berlin (Vorsitzender bis 3.6.2014)

Vorstand der quirin bank AG, Berlin, bis 30.5.2014,

Aufsichtsratsmitglied der quirin bank AG, Berlin, ab 13.6.2014,

Vorstandsmitglied der Tradegate Wertpapierhandelsbank AG, Berlin,

Aufsichtsratsmitglied der Stream Films AG, Berlin.

Prof. Dr. Herbert Sonntag, Berlin (Vorsitzender seit 3.6.2014)

Professor für Verkehrslogistik und Leiter der Forschungsgruppe Verkehrslogistik an der Technischen Hochschule (TH) Wildau,

Vorsitzender des Vorstands des Logistiknetz Berlin Brandenburg e. V., Berlin-Potsdam,

Vorstandsmitglied des Allianz pro Schiene e. V., Berlin.

André Neiß, Hannover

Vorstandsvorsitzender der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, Hannover,

Geschäftsführer der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH, Hannover,

Mitglied des Beirats der Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. Passerelle KG, Hannover,

Vorsitzender der Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen (HDN), Bochum,

Aufsichtsratsmitglied der Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen beka GmbH, Köln.

Ulrike Mayer-Johanssen, Berlin (seit 3.6.2014)

Founder and Non-Executive Chairwoman der MetaDesign AG, Berlin,

Externe Sachverständige Bereich Wirtschaft des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums Düsseldorf, Düsseldorf,

Mitglied Hochschulrat Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd,

Beiratsmitglied Travel Industry Club, Frankfurt a. M.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder betrug im Berichtsjahr T€ 45 (2013: T€ 37,5).

Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von T€ 151 (2013: T€ 141) geleistet.

Für frühere Organmitglieder bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.239 (2013: T€ 2.226) vor Saldierung mit Vermögensgegenständen.

Mitarbeiter

Übersicht über die beschäftigten Mitarbeiter:

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Anzahl durchschnittlich Beschäftigter in 2014
Angestellte Vollzeit 284
Angestellte Teilzeit 35
Aushilfen 64
383

Erklärung gemäß § 289a HGB zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde gemäß § 289a Abs. 1 HGB veröffentlicht und den Aktionären auf der Internetseite der IVU AG zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex.

Mitteilungen nach dem WpHG

Der IVU AG wurden im Geschäftsjahr 2014 die folgenden Anteilserwerbe und Anteilsverkäufe nach § 15a WpHG gemeldet:

Im Geschäftsjahr 2014 hat Martin Müller-Elschner, Vorsitzender des Vorstands, 37.200 IVU-Aktien erworben.

Der IVU AG wurden im Geschäftsjahr 2013 die folgenden Anteilserwerbe nach § 15a WpHG gemeldet:

Im Geschäftsjahr 2013 hat Klaus-Gerd Kleversaat, Vorsitzender des Aufsichtsrats, 50.000 IVU-Aktien erworben.
Im Geschäftsjahr 2013 hat Martin Müller-Elschner, Vorsitzender des Vorstands, 48.200 IVU-Aktien erworben.
Im Geschäftsjahr 2013 hat Frank Kochanski, Mitglied des Vorstands, 10.000 IVU-Aktien erworben.
Im Geschäftsjahr 2013 hat sich der Aktienbestand von Prof. Dr. Herbert Sonntag, Mitglied des Aufsichtsrats, um 300.000 IVU-Aktien vermindert.

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 114. Der Aufwand für Steuerberatungsleistungen beträgt T€ 49. Der Aufwand für sonstige Leistungen beträgt T€ 19.

Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Im Geschäftsjahr 2014 wurde der IVU AG keine Über- oder Unterschreitung der Schwellenwerte gemäß § 21 Abs. 1 WpHG gemeldet.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde der IVU AG keine Über- oder Unterschreitung der Schwellenwerte gemäß § 21 Abs. 1 WpHG gemeldet.

Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die IVU AG hat für 2014 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 18. März 2014 abgegeben. Sie ist den Aktionären über die Homepage der IVU AG (www.ivu.de) dauerhaft zugänglich.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft erstellt für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB.

Berlin, im März 2015

Der Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

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Anschaffungskosten
1.1.2014

Zugänge

Abgänge

31.12.2014

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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 8.537.946,27 636.106,82 0,00 9.174.053,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.195.406,91 0,00 0,00 7.195.406,91
15.733.353,18 636.106,82 0,00 16.369.460,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.007.522,98 0,00 10.904,95 2.996.618,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.691.308,91 620.771,72 0,00 5.312.080,63
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.397,80 1.553,00 0,00 19.950,80
7.717.229,69 622.324,72 10.904,95 8.328.649,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.457.685,08 1.059,32 10.615.691,70 1.843.052,70
12.457.685,08 1.059,32 10.615.691,70 1.843.052,70
35.908.267,95 1.259.490,86 10.626.596,65 26.541.162,16

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2014

Zugänge

Abgänge

31.12.2014

--- --- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 8.317.087,27 322.160,82 0,00 8.639.248,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.858.582,91 445.608,00 0,00 6.304.190,91
14.175.670,18 767.768,82 0,00 14.943.439,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.664.478,52 55.380,00 10.271,09 2.709.587,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.822.469,27 495.156,90 0,00 4.317.626,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.486.947,79 550.536,90 10.271,09 7.027.213,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.320.338,03 0,00 10.135.589,60 1.184.748,43
11.320.338,03 0,00 10.135.589,60 1.184.748,43
31.982.956,00 1.318.305,72 10.145.860,69 23.155.401,03

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Buchwerte
31.12.2014

31.12.2013

T€
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 534.805,00 221
2. Geschäfts- oder Firmenwert 891.216,00 1.337
1.426.021,00 1.558
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 287.030,60 343
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 994.454,46 869
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.950,80 18
1.301.435,86 1.230
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 658.304,27 1.137
658.304,27 1.137
3.385.761,13 3.925

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Einleitung

Die IVU und der Markt

Mobilität unterlag in den vergangenen Jahren einem starken Wandel. Vor allem in den urbanen Zentren verzichten junge Menschen heute häufig auf das Auto und nutzen je nach Bedarf flexibel die unterschiedlichen Verkehrsangebote. Der öffentliche Nahverkehr muss mit dieser Entwicklung Schritt halten, um nicht hinter die Konkurrenz von Car Sharing und neuen Diensten wie Uber zurückzufallen. Viele Verkehrsunternehmen reagieren auf den Trend zu mehr Flexibilität und kommen dem Nutzungsverhalten ihrer Kunden entgegen. Apps liefern aktuelle Informationen zu Verbindungen und Betriebssituation direkt auf das Smartphone der Fahrgäste und erleichtern so die Reiseplanung. Spezielle E-Ticketing-Angebote ermöglichen darüber hinaus, Verkehrsmittel spontan nach den eigenen Wünschen zu nutzen. Mit ihren Systemen bietet die IVU Traffic Technologies AG, Berlin (nachfolgend kurz "IVU" oder "Gesellschaft") hierfür Lösungen an, die von immer mehr Unternehmen weltweit nachgefragt werden.

In den ländlichen Gebieten hat sich das Nutzungsverhalten der Menschen ebenfalls verändert. Die Bedeutung öffentlicher Verkehrsangebote nimmt auch hier stetig zu. In Deutschland sind zuletzt vielerorts neue Regionalbahnangebote privater Bahnunternehmen entstanden, die eine große Zahl Fahrgäste für sich gewinnen konnten. Diesen wachsenden Markt bedient die IVU erfolgreich mit ihrem integrierten System IVU.rail. Es ist speziell auf die Anforderungen des Schienenverkehrs zugeschnitten und unterstützt Bahnunternehmen dabei, Fahrzeuge und Mitarbeiter effizient einzusetzen.

Die Liberalisierung des Fernbusmarktes im Jahr 2013 hat in Deutschland starke Veränderungen im Fernverkehr ausgelöst. Viele Menschen sind von anderen Verkehrsmitteln auf die preisgünstigen Busse umgestiegen und haben für einen sprunghaften Anstieg der Fahrgastzahlen gesorgt. Gleichzeitig besteht zwischen den Anbietern ein starker Konkurrenzkampf. Entsprechend groß ist der Bedarf an Systemen für die effiziente Planung und Betriebssteuerung. In diesem dynamischen Markt ist die IVU mit ihren Systemen erfolgreich vertreten. So setzt Postbus, die Fernbustochter der Deutschen Post, vollständig auf IVU-Produkte.

Internationalisierung

Die internationalen Märkte haben für die IVU große Bedeutung. Der Vertrieb wurde daher 2014 in diesem Bereich weiter verstärkt. Ein wichtiger Schritt war auch die Vertriebspartnerschaft mit Scheidt & Bachmann, einem führenden Anbieter von Systemen und Geräten für Fahrscheinverkauf und -kontrolle. Das Unternehmen aus Mönchengladbach ist besonders im nordamerikanischen Markt stark vertreten. Im Rahmen der Kooperation werden die IVU und Scheidt & Bachmann sich weltweit gemeinsam an Ausschreibungen beteiligen und Projekte durchführen.

Wichtige vertriebliche Schwerpunktregionen bleiben zudem weiterhin Lateinamerika und Südostasien. So baut die kolumbianische Großstadt Ibagué mithilfe der IVU ein E-Ticketing-System sowie eine zentrale Leitstelle für die Steuerung der mehr als 1.000 Busse der Stadt auf. Auch in Vietnam weitet die IVU ihre Aktivitäten weiter aus. Nachdem 2012 die Vietnamesische Staatsbahn als Kunde gewonnen wurde, ging die IVU im vergangenen Jahr eine Kooperation mit der University of Transport and Communications (UTC) ein. Ziel ist es, ein Schulungszentrum für die Aus- und Fortbildung von Managern von Verkehrsbetrieben zu errichten, um sie auf die Herausforderungen der wachsenden Mobilität im Land vorzubereiten.

Entsprechend der zunehmenden Internationalisierung ihres Geschäfts hat die IVU im vergangenen Jahr weitere Standorte eröffnet. In Tel Aviv gibt es nun eine Tochtergesellschaft, um das Projektgeschäft in Israel zu betreuen. Mit den Büros in Chicago und Montreal ist die IVU zudem nun auch in Nordamerika präsent.

Standardisierung

Die Einführung komplexer IT-Systeme bei Verkehrsunternehmen ist oft mit einem hohen Aufwand verbunden. Auf der Basis ihrer Erfahrungen aus Projekten mit über 500 Kunden hat die IVU daher einen Prozess entwickelt, um die IVU-Standardsysteme schnell und unkompliziert bei ihren Kunden zu implementieren. Eine klar strukturierte Vorgehensweise und der planbare Projektverlauf reduzieren Kosten und sorgen dafür, dass neue Systeme bereits nach kurzer Zeit in Betrieb genommen werden können. Damit gelang es der IVU in nur zwei Jahren, die Infrastruktur für die komplette Betriebssteuerung der Budapester Verkehrsbetriebe (BKK) aufzubauen. Nach dem Projektstart 2012 konnte die BKK im vergangenen Jahr ihre neue Betriebsleitzentrale offiziell einweihen.

E-Ticketing

Weltweit steigt die Nachfrage nach modernen Ticketing-Systemen. Viele Verkehrsunternehmen möchten flexible Tarife anbieten, die sich nach den Nutzungsgewohnheiten ihrer Kunden richten. Die IVU profitiert von diesem Trend. In Israel rüstet sie für das private Busunternehmen Superbus Ltd. 300 Fahrzeuge unter anderem mit E-Ticketing-Systemen nach dem internationalen Standard Calypso aus. In Deutschland hat sich zuletzt die evm Verkehrs GmbH in Koblenz für das IVU-System entschieden, um die bislang verwendete Chip-Karte zu ersetzen. Die Stadtwerke Münster konnten mit den IVU-Lösungen ein deutschlandweit einzigartiges Tarifmodell umsetzen, bei dem die Preise an die Fahrtzeit gekoppelt sind.

Logistik

Das Internet und das veränderte Konsumverhalten der Menschen konfrontieren Logistikdienstleister mit neuen Aufgaben. Viele Kunden möchten Waren, die sie online bestellen, so rasch wie möglich erhalten. Online-Supermärkte benötigen eine zeitnahe Zustellung, um verderbliche Waren anbieten zu können. Diese Entwicklung greift DHL Kurier auf. Kunden bekommen dort ihre Sendungen innerhalb eines frei wählbaren Zeitfensters zugestellt, auf Wunsch sogar noch am selben Tag. Realisiert wird dieser Service mit IVU.locate. Es ist zu erwarten, dass der Markt für diese Systeme weiter wächst.

Höhepunkte 2014

Deutschland

Effizienz zählt

München. Mandantenfähiges Integrationssystem für Echtzeitdaten und Vertrieb

Auf über 200 Linien mit mehr als 3.600 Haltestellen und einer Streckenlänge von 4.300 Kilometern stellen rund 40 eigenständige Verkehrsunternehmen mit fast 600 Fahrzeugen einen flächendeckenden Nahverkehr im Münchner Umland sicher. Um die Fahrgäste in der Region ab Dezember 2015 mit Echtzeitdaten versorgen zu können, hat die MVV GmbH (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund) im Anschluss an eine europaweite Ausschreibung das Projekt ISE (Integrationssystem für Echtzeitdaten) bei der IVU in Auftrag gegeben. Besonderen Wert legte die MVV GmbH auf die Mandantenfähigkeit der diskriminierungsfreien Lösung.

Mit IVU.fleet und IVU.fare liefert die IVU die Hauptkomponenten für das ISE samt elektronischem Fahrgeldmanagement. Im Verlauf des Projektes haben sich darüber hinaus mehrere Verkehrsunternehmen entschlossen, die Bordrechner und Fahrscheindrucker IVU.ticket.box für ihre Fahrzeuge anzuschaffen. Alle Geräte sind bereits für E-Ticketing vorbereitet und damit zukunftssicher.

Mainz. Live-Informationen für MVG-Kunden

Seit Juli 2014 können die Kunden der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) mit der App "MVG Mainz" ihre Fahrten mit Bus und Straßenbahn mobil planen. Die Basis dafür bildet die IVU.realtime.app, die bereits bei Verkehrsbetrieben in verschiedenen Ländern Europas zum Einsatz kommt.

Im Gegensatz zum stationären Fahrplan zeigt die IVU.realtime.app die tatsächlichen Fahrzeiten eines Busses an, jederzeit und überall. Bei jeder Abfrage liefert die App sekundenschnell die Echtzeitdaten direkt aus der Leitstelle auf das Smartphone. Um diesen Service zu ermöglichen, registriert das Hintergrundsystem IVU.realtime ununterbrochen, wo sich ein Fahrzeug gerade befindet. Auch Verspätungen oder andere Störungen im Betriebsablauf werden dort eingespeist. Anhand dieser Daten berechnet das System minutengenau die voraussichtlichen Abfahrtszeiten an der Haltestelle sowie aller folgenden auf der gleichen Linie. Fahrgäste wissen so immer, wann der Bus fährt - ob an der Haltestelle, zu Hause oder im Bus selbst.

Koblenz. Umstellung auf modernes ITCS und E-Ticketing

Für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in und um Koblenz war der 4. Dezember 2014 Stichtag. An diesem Tag startete die evm Verkehrs GmbH das neue E-Ticketing-System, das die alte Chip-Karte ablöste. Für einen reibungslosen Start sorgte die IVU. In enger Abstimmung mit der evm implementierte sie in nur wenigen Monaten ein komplett neues ITCS (Intermodal Transport Control System) für die Betriebslenkung und Fahrgastinformation sowie die Soft- und Hardware für das elektronische Fahrgeldmanagement.

Mehr als 80 Busse der evm Verkehrs GmbH und Kraftwagen-Verkehr Koblenz wurden mit den Bordrechnern IVU.ticket.box sowie dem Kundenterminal IVU.validator ausgestattet. Kunden können damit nicht nur beim Fahrer, sondern auch selbst an einem der Terminals ihr Ziel angeben und sofort einen bargeldlosen Fahrschein buchen. Fahrgäste profitieren zudem von der höheren Servicequalität, die das ITCS ermöglicht. In der Leitstelle sammelt IVU.fleet kontinuierlich die Positionsdaten aller Fahrzeuge. Dadurch kennen die Disponenten stets die aktuelle Betriebssituation und können bei Bedarf lenkend eingreifen.

Münster. Flexible Tarifgestaltung dank E-Ticketing

Der Trend zu multi- oder intermodalen Fahrten, also der Verbindung verschiedener Verkehrsmittel, ist in vielen Metropolen zu beobachten. Fahrgäste sind flexibler geworden: sie kombinieren die ÖPNV-Nutzung mit Car Sharing-Angeboten oder der Fahrt mit dem Rad. Diesen veränderten Nutzungsgewohnheiten tragen die Stadtwerke Münster (SWMS) mit intelligenten und flexiblen Tarifen Rechnung.

Um das zu ermöglichen, setzen die SWMS auf die umfassende E-Ticketing-Lösung der IVU. Damit konnte eine deutschlandweit einmalige Tarifstruktur umgesetzt werden: Im Gelegenheitsverkehr zahlt der Kunde dank der Bestpreisberechnung den seinem Nutzungsverhalten entsprechend jeweils günstigsten Betrag. Das Hintergrundsystem IVU.fare bildet die dafür nötigen tariflichen Regeln detailliert ab. IVU.ticket garantiert, dass Nutzungs- und persönliche Daten getrennt voneinander auf den Chipkarten gespeichert und kryptografisch verschlüsselt werden. Das verhindert Missbrauch bei Verlust oder Diebstahl der Karte.

Ausland

Integrierte Systeme gewünscht

Belgien. Flottenmanagement und Echtzeit-Informationen für die Kusttram

Das flämische Verkehrsunternehmen De Lijn ist bekannt für die Kusttram, mit 68 Kilometern die längste Straßenbahnlinie der Welt. Insgesamt betreibt das Unternehmen rund 3.600 Busse und 360 Straßenbahnen in den flämischen Provinzen Antwerpen, Ostflandern, Flämisch-Brabant, Limburg und Westflandern. Rund 540 Millionen Fahrgäste nutzten im Jahr 2013 die Verkehrsangebote von De Lijn im Stadt- und Regionalverkehr.

Innerhalb eines Jahres baut die IVU nun ein komplett neues Flottenmanagementsystem auf, das in die bestehende Planungssoftware sowie die On-Board-Systeme integriert wird. IVU.fleet verwaltet die gesamte Kommunikation, die Positionsbestimmung aller Fahrzeuge sowie Störungen, sobald sie entstehen. Zusätzlich liefert IVU.realtime die Echtzeitdaten für angebundene Fahrgastinformationssysteme. Die Kunden von De Lijn erhalten dadurch bessere Auskünfte zu Abfahrten und Reisezeiten über alle Informationskanäle hinweg.

Ungarn. Modernisierung der Betriebssteuerung im Expresstempo

Im Rahmen eines offiziellen Festakts weihten die Budapester Verkehrsbetriebe (BKK) im Oktober 2014 das neue ITCS sowie die komplett neue, moderne Betriebsleitzentrale Budapests ein. Die Leitstelle mit 32 Arbeitsplätzen entstand im Rahmen des ambitionierten FUTÄR-Projekts, das der umfassenden Modernisierung des Budapester Nahverkehrs diente und mit Unterstützung der IVU in nur zwei Jahren umgesetzt wurde.

Dass das gelang, ermöglichte IVU.xpress. Der IT-Prozess beinhaltet vordefinierte Projektschritte, um die Standardsoftware der IVU rasch in heterogenen IT-Umgebungen zu installieren. Die Module der IVU.suite steuern die rund 2.200 Busse, Straßenbahnen und Trolleybusse auf den etwa 220 Linien in der Donaumetropole. In allen Fahrzeugen - sowie den Donaufähren als Teil des städtischen Verkehrsangebots - wurde der Bordrechner IVU. box installiert, der kontinuierlich Daten an das Betriebsleitsystem IVU.fleet sendet. IVU.realtime versorgt darüber hinaus rund 300 neue Fahrgastinformationsanzeiger in ganz Budapest mit minutengenauen Abfahrtszeiten aller Straßenfahrzeuge und Schiffe.

Israel. Komplettlösung auf Hebräisch

Das private israelische Busunternehmen Superbus Ltd. betreibt auf seiner neuen Konzession Ha'Amakim am See Genezareth rund 300 Busse. Die IVU.suite liefert die IT-Unterstützung für alle Aufgaben, die dabei anfallen: von der Fahrplanerstellung über die Disposition und Betriebssteuerung bis hin zu Ticketing, Fahrgastinformation und Abrechnung.

Die IVU.suite läuft auf einem in Israel gehosteten Server, auf den die Mitarbeiter in der Betriebsstelle per Webclient zugreifen. Zudem ist die gesamte Software auf Hebräisch verfügbar, damit auch Mitarbeiter ohne Englischkenntnisse das System problemlos nutzen können. Zu dem über zwölf Jahre laufenden Vertrag zählen neben der IVU.suite auch die Bordrechner der IVU.ticket.box für den Fahrscheinverkauf beim Fahrer. Die Geräte wurden eigens an die Erfordernisse des israelischen Marktes angepasst und sind vollständig mit dem dort geltenden E-Ticketing-Standard Calypso kompatibel. Damit unterstützt das IVU-System nun die wichtigsten internationalen Normen für elektronische Fahrscheine.

Kolumbien. E-Ticketing für mehr Sicherheit

Insgesamt sieben Verkehrsunternehmen betreiben mit über 1.000 Bussen den Stadtverkehr in der kolumbianischen 500.000-Einwohner-Stadt Ibagué. Um die Wirtschaftlichkeit ihres Busbetriebes zu steigern, setzt Ibagué nun das E-Ticketing-System der IVU inklusive Planung und Flottenmanagement ein.

Mit dem bargeldlosen E-Ticketing möchte die Stadt die Sicherheit der Fahrgeldeinnahmen erhöhen. Dafür werden alle Busse an der Einstiegstür mit dem IVU.validator und einem Drehkreuz ausgerüstet. Kassen und Bargeld gibt es in den Fahrzeugen nicht mehr, stattdessen sind Fahrscheine ausschließlich an bestimmten Verkaufsstellen erhältlich. Als Verkaufsterminal kommt die IVU.ticket.box zum Einsatz, wobei ein elektronisches Einnahmelimit sicherstellt, dass der Bargeldbestand pro Verkaufsstelle nicht zu hoch wird. Das Hintergrundsystem IVU.fare verwaltet die Karten, Geräte, Verkaufsstellen, Verkäufer, Verkäuferkonten und Limitierungen. Zusätzlich sorgt als zentrales Leitsystem IVU.fleet für optimale Fahrzeugumläufe, mit denen die Flottengröße reduziert und die Wirtschaftlichkeit des Busbetriebes zusätzlich verbessert werden können.

Logistik

Gefragte Lösungen

Logistik. Sicher versorgt

Das Leben in Metropolen bedarf effizienter Organisation. Millionen Menschen müssen täglich mit den Produkten des Alltags versorgt werden: Nahrung und Konsumartikel zählen ebenso dazu wie Strom, Wasser und Gas. Die Stadt ist durchzogen von unsichtbaren Versorgungsnetzen. Sie gewährleisten, dass alle diese Produkte bei den Einwohnern ankommen. Dahinter stecken umfangreiche logistische Prozesse. Touren für Paketzusteller müssen geplant, politische Wahlen und Abstimmungen vorbereitet, Leitungen geprüft werden. All das ermöglichen die IVU-Logistiklösungen.

IVU.locate. Same Day Delivery

Mit DHL Kurier bietet DHL die Zustellung von Paketen innerhalb vordefinierter Wunschzeitfenster und sogar am selben Tag an. Um die dafür notwendige Flexibilität zu erreichen, setzt das Unternehmen auf IVU.locate. Das System importiert automatisch die für die Zustellung relevanten Daten und bezieht sie in die Tourenberechnung ein. Am Ende steht eine Gesamtliste mit allen für einen Tag relevanten Sendungen und den dafür jeweils vorgesehenen Zeitfenstern. Sämtliche Prozesse von der Kundenbestellung bis hin zur fertigen Tourenplanung wurden so vollständig automatisiert. Mithilfe von IVU.locate konnte DHL einen komplett neuen und innovativen Service einführen. IVU.locate kommt dabei als Standardlösung zum Einsatz, die lediglich an die für diesen Anwendungsfall relevanten Vorbereitungsprozesse angepasst werden muss.

IVU.elect. Reibungslose Europawahlen

Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2014 unterstützte IVU.elect wieder die Wahlbehörden in Deutschland und den Niederlanden maßgeblich in allen Stufen des Wahlprozesses. In der Vorbereitung erleichterte das System die Verwaltung der Kandidaten und Parteien, half bei der Erstellung von Listen und Wahlunterlagen und vereinfachte die Registrierung der Wahlberechtigten. Auch Wahlhelfer und Wahllokale konnten mit der Software unkompliziert organisiert werden. Frühzeitige Prognosen am Wahlabend, welche Abgeordneten künftig Deutschland im Europäischen Parlament vertreten, hat ebenfalls IVU.elect ermöglicht.

IVU.workforce. Effizient geplant

Mit rund 800.000 Kunden und einem Rohrnetz von über 13.600 Kilometern Länge, das sich von Berlin über weite Teile Brandenburgs bis nach Sachsen und Sachsen-Anhalt erstreckt, ist die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) eine der größten örtlichen Verteilnetzbetreiberinnen in Deutschland. Sie ist gesetzlich dazu verpflichtet, Rohre, Hausanschlüsse und Armaturen regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit zu prüfen. Die Wartungsaufträge dafür vergibt sie an verschiedene Dienstleister. Als zentrales System für Auftragsdisposition und Personaleinsatzplanung verwendet die NBB IVU.workforce. Damit lassen sich automatisch Einsatzpläne erstellen, die die Qualifikation und Verfügbarkeit der Mitarbeiter berücksichtigen. Der Mobilclient IVU.workforce.mobile unterstützt vor Ort die schnelle Datenerfassung und Auftragsbearbeitung.

Veranstaltungen

Mit der Branche im Gespräch

Anwenderforum. Die ÖV-Branche in Berlin

Auch das 26. Anwenderforum der IVU verzeichnete wieder Rekordteilnehmerzahlen. Rund 450 Vertreter öffentlicher Verkehrsbetriebe aus 12 Ländern folgten der Einladung nach Berlin. Die Vortragsthemen widmeten sich unter anderem den Bereichen E-Ticketing, Innovationen in der Fahr-, Umlauf- und Dienstplanung sowie Echtzeit-Apps und Google-Dienste. Welche technischen Neuerungen und IT-Systeme hinter diesen Diensten stecken, zeigten die IVU-Ingenieure in der begleitenden Ausstellung. Dabei konnten alle Systeme getestet und Fragen ausführlich erörtert werden.

IT for Rail. Internationale Spitzenkonferenz

Mehr als 20 Führungskräfte namhafter europäischer Bahnkonzerne folgten im September 2014 der Einladung von IVU und SBB Cargo zur ersten "IT for Rail"-Konferenz nach Zürich. Sie loteten gemeinsam mit Wissenschaftlern und IVU-Experten den Nutzen und die Chancen von IT-Systemen bei Bahnunternehmen aus. Den Schwerpunkt der beiden Konferenztage bildete das Thema "Optimierung". Anhand interner Auswertungen zeigten die Vorträge der Unternehmensvertreter, wie integrierte Softwarelösungen für den Einsatz von Personal und Fahrzeugen optimierte Abläufe ermöglichen, dadurch Kosten sparen und die Effizienz steigern. Im exklusiven Kreis sprachen die Führungskräfte aus ganz Europa offen über die Strategien ihrer Unternehmen beim Einsatz von IT-Systemen. Auch außerhalb des Konferenzraums entwickelte sich ein reger Austausch zwischen den anwesenden Managern, die die Veranstaltung auch dazu nutzten, Kontakte zu knüpfen und im kleinen Kreis geschäftliche Themen zu besprechen.

InnoTrans. Leitmesse für Verkehr

Die Jubiläumsausgabe der InnoTrans im vergangenen September hat alle Rekorde gebrochen. Über 2.700 Aussteller und fast 140.000 Fachbesucher aus über 100 Ländern unterstrichen erneut die Bedeutung der Messe unter dem Berliner Funkturm für die internationale Verkehrsbranche. Auch für die IVU war die zehnte InnoTrans die erfolgreichste Messe seit deren Erstausgabe im Jahr 1996. Interessenten von Verkehrsbetrieben weltweit informierten sich am IVU-Stand über IT-Lösungen für Busse und Bahnen. Neben Unternehmensvertretern aus Deutschland begrüßten die IVU-Mitarbeiter Gäste aus so unterschiedlichen Regionen wie Vietnam, Finnland oder der Türkei.

Forschung und Entwicklung

Im dynamischen Markt spezialisierter IT-Systeme trägt eine konsequente Forschungs- und Entwicklungsarbeit wesentlich zum unternehmerischen Erfolg bei. Um ihren Kunden auch in Zukunft innovative und leistungsfähige Lösungen anbieten zu können, investiert die IVU fortgesetzt in die Produktentwicklung. Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 1.102 T€. Die IVU-spezifische Mischung aus hochqualifizierten Software-Ingenieuren, Mathematikern und Verkehrswissenschaftlern gewährleistet, dass die IVU-Systeme frühzeitig auf künftige Anforderungen des Marktes und der Kunden vorbereitet sind. Aus der engen Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen ebenfalls zahlreiche Entwicklungen, die direkt in die IVU-Produkte einfließen. So beruht etwa die neue Laufplanoptimierung in IVU.rail auf Forschungsergebnissen des Zuse Instituts Berlin.

E-Ticketing

Immer mehr Städte weltweit setzen auf modernes E-Ticketing für den bargeldlosen Fahrscheinverkauf. So verwenden beispielsweise die Verkehrsbetriebe in Münster und der kolumbianischen Großstadt Ibagué sowie seit kurzem das private israelische Busunternehmen Superbus Ltd. die bewährten Lösungen der IVU. Die Ticketing-Module der IVU.suite werden kontinuierlich weiterentwickelt und an den Stand der Technik angepasst. Die Systeme unterstützen nun neben dem deutschen Standard VDV-KA auch den internationalen E-Ticketing-Standard Calypso. Der Bordrechner IVU.ticket.box sowie das Kundenterminal IVU.validator können die kontaktlosen Smartcards sowohl lesen als auch beschreiben. Auch IVU. ticket, die Software für den Fahrscheinverkauf, sowie das zentrale Abrechnungssystem IVU.fare wurden entsprechend angepasst.

IVU.xpress

Komplexe IT-Systeme sind aus dem Alltag von Verkehrsbetrieben nicht mehr wegzudenken. Oft ist ihre Einführung jedoch langwierig und mit großem Aufwand verbunden. Aus diesem Grund hat die IVU mit IVU.xpress einen maßgeschneiderten Prozess entwickelt, mit dem IVU-Systeme schnell, effizient und ressourcenschonend implementiert werden können. IVU-Kunden profitieren von der klar strukturierten Vorgehensweise und einem planbaren Projektverlauf. Der Prozess beschleunigt die Inbetriebnahme und ermöglicht ein zügiges Rollout der Software. Diese kann von Beginn an produktiv genutzt werden und deckt bereits alle Anwendungsfälle ab, die für einen reibungslosen Betrieb notwendig sind. Detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten sorgen für Flexibilität und minimieren Entwicklungsaufwände.

Mobile Mitarbeiterinformation

Der neue Webclient IVU.crew.mobile verbessert die Kommunikation zwischen Personaldisponenten und Fahrern erheblich. Durch die mobile Datenerfassung kennen Disponenten stets den Status und die Wünsche des Personals. Mitarbeiter können Informationen direkt im System hinterlegen - jederzeit und ortsunabhängig. Das beginnt bei der Arbeitszeiterfassung im Webclient, der bereits für mobile Endgeräte optimiert ist. Weitere Funktionen wie ein Urlaubszeitkonto oder eine Dienstbörse, die den Diensttausch zwischen Mitarbeitern ermöglicht, vereinfachen die gesamte Personaldisposition. Umgekehrt können sich Mitarbeiter mit dem Webclient jederzeit und überall über aktuelle Dienstzeiten, Abwesenheiten und Urlaube informieren. Auf Änderungen am Dienstplan weist das System mit einer Warnmeldung hin. Darüber hinaus können Disponenten einzelnen Mitarbeitern oder Mitarbeitergruppen gezielt Nachrichten senden.

Laufplanoptimierung für Bahnen

Auch die Standardsysteme IVU.suite und IVU.rail erhielten viele Erweiterungen und Detailverbesserungen. Seit Release 14 gestattet die Laufplanoptimierung für Bahnen eine detaillierte Modellierung von Wartungsanlagen und deren Kapazitäten. Sie ermöglicht es, Wartungsplätze für verschiedene Baureihen innerhalb einer Wartungsanlage zu unterscheiden. IVU.rail beachtet darüber hinaus Zugformationen und erlaubt deren umfassende Planung. Fahrzeuge und Formationen lassen sich anhand der benötigten Traktionsleistungen im Güterverkehr bzw. der benötigten Passagierkapazitäten im Personenverkehr leicht auswählen und zusammenstellen. Darüber hinaus wurde die zentrale Anwendung der IVU.suite für das Erstellen und Bearbeiten von Fahrplänen umfassend überarbeitet. Die IVU-Ingenieure entwarfen die Nutzeroberfläche komplett neu und integrierten moderne Bedienkonzepte, ohne bewährte Arbeitsabläufe aufzugeben. Anwender können nun unter anderem grafische und tabellarische Bearbeitungsansichten parallel verwenden.

Personal

Wir. Über uns

Der Arbeitsmarkt für Fachkräfte im IT-Bereich ist nach wie vor angespannt. Dennoch gelingt es der IVU weiterhin, genügend neue hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die geringe Personalfluktuation spricht zudem für das Betriebsklima im Unternehmen. Die Personalkapazität nahm auch im vergangenen Jahr weiter zu. Zum 31.12.2014 hat die IVU AG inklusive Teilzeitkräften und Studenten 389 Mitarbeiter (2013: 370). Entsprechend erhöhte sich die Personalkapazität um 4 % auf 313 FTE (2013: 300).

Internationales Team

Die Internationalisierung der IVU wirkt sich auch auf die Personalentwicklung aus und trägt zur kulturellen Vielfalt im Unternehmen bei. An den verschiedenen Standorten werden verstärkt lokale Kräfte eingestellt, die den jeweiligen Markt und die Bedürfnisse der Kunden kennen. Mit ihrer regionalen Expertise unterstützen sie die Projektmitarbeiter an den deutschen Standorten. Vermehrt werden zudem erfahrene Projektmanager aus Deutschland temporär in einzelne Büros im Ausland entsandt, um dort Kunden und Projekte direkt zu betreuen. Insgesamt nimmt die Reisetätigkeit im Unternehmen zu. Die IVU fördert den Aufbau interkultureller und sprachlicher Kompetenzen durch Mitarbeiterschulungen und Sprachkurse.

Kooperationen mit Universitäten

Die IVU arbeitet seit langem eng mit Hochschulen zusammen, um Studenten frühzeitig mit den Fragen des öffentlichen Verkehrs vertraut zu machen und sie für das Thema zu interessieren. Im August 2014 gab die IVU wieder jungen Informatikern der RWTH Aachen im Rahmen einer einwöchigen Blockvorlesung einen Einblick in die IT-Systeme, die den öffentlichen Verkehr rollen lassen. Gemeinsam mit der türkischen Sakarya University veranstaltete sie zudem die erste "IVU-Sakarya University Summer School", bei der türkische Studenten eine Woche lang in Aachen an praxisnahen Beispielen Erfahrungen mit den IVU-Systemen sammeln konnten. Als Förderer des Eisenbahn-Betriebs- und Experimentierfelds (EBuEf) der Technischen Universität Berlin trägt die IVU dazu bei, Eisenbahnkompetenz zu vermitteln. Anhand einer anschaulichen Modellanlage lernen die Studenten hier die Grundlagen des Schienenverkehrs und Bahnbetriebs.

Auch außerhalb Deutschlands unterstützt die IVU die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Seit Dezember 2014 besteht mit der vietnamesischen University of Transport and Communications (UTC) eine Vereinbarung über den Aufbau eines gemeinsamen Training Centers für Public Transport. Mit der fortschreitenden Modernisierung des Landes gibt es dort einen hohen Bedarf an gut ausgebildeten Führungskräften. Mit ihrem Fachwissen und Erfahrung aus hunderten Projekten weltweit kann die IVU einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die dortigen Verkehrsunternehmen auf die Herausforderungen wachsender Mobilität vorzubereiten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Realisierung von Prognoseaussagen im Vorjahr

Die Umsatzprognose für 2014 in Höhe von 41,0 Mio. € wurde mit 38,4 Mio. € abrechnungsbedingt nicht erreicht. Das für 2014 prognostizierte Rohergebnis in Höhe von 33,0 Mio. € wurde mit 33,3 Mio. € hingegen leicht übertroffen.

Damit haben sich die wesentlichen zugrundeliegenden Annahmen bezüglich der Projektabwicklung und der daraus abgeleiteten Umsatz- und Ergebnisauswirkung realisiert.

Umsatz und Rohergebnis

Im Geschäftsjahr 2014 sank der Umsatz um 14 % auf 38,4 Mio. € (2013: 44,6 Mio. €). Da gleichzeitig der Materialaufwand abnahm, verringerte sich das Rohergebnis nur um 9 % auf 33,3 Mio. € (2013: 36,7 Mio. €).

Kosten und Abschreibungen

Der Personalaufwand 2014 stieg um 6 % auf 22,4 Mio. € (2013: 21,0 Mio. €) planmäßig im etwa gleichen Verhältnis wie die Personalkapazität.

Durch ein gutes Kostenmanagement bewegten sich die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte auf dem Vorjahresniveau von 1,3 Mio. € (2013: 1,3 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen 2014 um 8 % auf 7,9 Mio. € (2013: 7,3 Mio. €). Gründe hierfür sind insbesondere zusätzliche Aufwendungen aus Reisekosten sowie notwendige Einzelwertberichtigungen auf Kundenforderungen in Höhe von 1.143 T€.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1.715 T€ (2013: 6.910 T€) infolge eines geringeren Volumens abrechenbarer Leistungen sowie geringerer Erträge aus konzerninternen Verrechnungen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf 1.327 T€ (2013: 6.651 T€).

Sehr gute Finanzkraft

Die Eigenkapitalquote lag 2014 mit 54 % (2013: 55 %) leicht unter dem Vorjahresniveau. Sie liegt jedoch weiterhin deutlich über dem marktüblichen Durchschnittswert. Die Vermögenslage des Unternehmens ist stabil, die Finanzkraft insgesamt als sehr gut zu bewerten. Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr um 1,0 Mio. € auf 25,3 Mio. € an (2013: 24,1 Mio. €).

Hohe Liquidität

Im Geschäftsjahr 2014 erreicht die IVU einen operativen Cashflow in Höhe von 4,3 Mio. € (2013: 7,2 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Cashflows für Investitionstätigkeit (-0,8 Mio. €) hat sich der Finanzmittelfonds um 3,5 Mio. € erhöht. Mit 16,0 Mio. € liquiden Mitteln zum 31.12.2014 (2013: 12,5 Mio. €) kann die Liquidität der IVU weiterhin als sehr gut eingestuft werden. Im Berichtsjahr war die IVU jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die der Gesellschaft eingeräumten Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. € wurden nicht in Anspruch genommen.

Gute Auftragslage

Der Auftragsbestand der IVU ist weiterhin hoch. Er beträgt zum 28.2.2015 für das laufende Geschäftsjahr, definiert durch die unterschriebenen Verträge, rund 38,9 Mio. €. Die fest zugesagten Aufträge haben ein Volumen von 2,9 Mio. €. Die für 2015 geplanten Ziele sind damit zu einem erheblichen Teil durch die Auftragslage abgedeckt.

Ausblick

Der öffentliche Verkehr bleibt ein Wachstumsmarkt. Die IVU hat ihre Reputation auf diesem Markt auch in 2014 weiter ausgebaut und ist ein auch international gefragter Ansprechpartner. Für 2015 werden neue Aufträge aus den Zielmärkten Europa, Südamerika und Asien erwartet. Außerdem wollen wir uns neue Chancen in Nordamerika erarbeiten und werden unsere Vertriebsaktivitäten entsprechend verstärken. Neue Präsenzen in Montreal, Chicago und Tel Aviv unterstützen diese Unterfangen.

Im Schienenverkehr sind die Marktchancen für die IVU weiterhin erfolgsversprechend. Mit der integrierten Bahnlösung IVU.rail konnte sie im Berichtsjahr neue Kunden gewinnen und sich eine sehr gute Marktposition sichern. Als einziges Standardprodukt für den gesamten Bahnsektor (Nah-, Fern-, Regional- und Güterverkehr) sind die Aussichten auch 2015 gut.

Ebenso positiv entwickelt sich der Logistiksektor. Die Kundenbindungen sind stark und münden immer wieder in Folgeaufträge.

Für 2015 wird eine positive Geschäftsentwicklung bei solidem Wachstum erwartet. Der Umsatz wird mit rund 41,0 Mio. € und das Rohergebnis mit rund 33,0 Mio. € geplant. Bei einem unverändert guten Marktumfeld wird in 2016 eine erneute Steigerung der wesentlichen Kennzahlen erwartet.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, zielen wir auf eine frühzeitige Identifikation, Analyse und Kontrolle der Risiken ab. Das Risikomanagement umfasst sämtliche Regelungen zur Erkennung und zum Umgang mit Risiken. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse im Unternehmen. Dazu gehören alle Faktoren, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können.

Das Risikomanagement basiert auf dem monatlichen Berichtswesen, das wesentliche Kennzahlen beinhaltet und die Plan-Zahlen den Ist-Zahlen gegenüberstellt. Dazu gehören auch die Budgets aus den jeweiligen Projekten. Die Abweichungsanalysen dienen dem Management als Instrument der Unternehmenssteuerung.

Regelmäßige Soll/Ist-Gespräche mit den Verantwortlichen zur Umsatz-, Kosten- und Terminentwicklung ermöglichen es, den Vorstand über kritische Entwicklungen rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Um sicherzustellen, dass die vorhandene Liquidität und die Kreditlinien ausreichen, wird die Liquidität rollierend geplant und die Entwicklung der liquiden Mittel täglich überwacht.

Das Risikomanagement ist ein fester Tagesordnungspunkt jeder Aufsichtsratssitzung und wird in jeder Sitzung ausführlich besprochen. Die Relevanz der Risiken wird entsprechend der möglichen Schadenshöhe bewertet. Insgesamt gehen wir von einem moderaten Schadensrisiko aus.

Die Gesellschaft hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Schadenshöhe bewertet:

Risiken

Exportgeschäft

Den Chancen jeder Internationalisierung stehen die Kosten der Markterschließung gegenüber, die immer eine Vorinvestition in ungewisse Erfolge sind. Darüber hinaus unterliegt die IVU den allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in den Ländern, in denen sie tätig ist. Hierin liegt naturgemäß das Risiko von Projektverzögerungen bis hin zu Zahlungsausfällen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe werden unverändert als mittelhoch eingeschätzt. Um solche Risiken zu begrenzen, versuchen wir, Markterschließungskosten durch die strategische Fokussierung auf aussichtsreiche Länder in Zielmärkten gering zu halten. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen schützen wir uns mit verschiedenen Instrumenten der Zahlungssicherung, wie Akkreditiven oder Anzahlungen/Vorkasse.

Zahlungsverzögerungen

Zahlungsverzögerungen sind in allen großen und vor allem auch internationalen Projekten ein potenzielles Risiko, da sich hier die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen erfahrungsgemäß schnell ändern. Insbesondere Wechsel von Entscheidungsträgern können sich auf Zahlungstermine auswirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als hoch (Vorjahr: mittelhoch) und die Schadenshöhe unverändert als mittelhoch bewertet. Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen, sind lieferorientierte Zahlungspläne und ein effizientes Projektmanagement. Zudem ist die Zahlungsmoral unserer Kunden allgemein als gut zu bewerten, da ein Großteil dem öffentlichen Sektor entstammt.

Projektgeschäft

Das Projektgeschäft der IVU beruht fast vollständig auf Werkverträgen. Darin liegt naturgemäß das Risiko, dass der tatsächlich zu leistende Aufwand den Plan übersteigt. Aus möglichen Lieferverzögerungen können Pönalen resultieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird unverändert als mittelhoch, die Schadenshöhe eher gering bewertet. Maßnahmen zur Reduzierung dieser Risiken sind ein effizientes Projektmanagement, Termintreue und das Einhalten von Qualitätsstandards.

Qualitätsmängel

Sollten Mängel in der gelieferten Software auftreten, können diese die Abnahme und damit die Bezahlung von Rechnungen verzögern. Dadurch kann ein projektbezogener Liquiditätsengpass entstehen. Unverändert wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und die Schadenshöhe als mittelhoch eingeschätzt. Eine Maßnahme, um dieses Risiko zu begrenzen, ist ein konsequentes Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Zudem mindert der stetig wachsende Standardisierungsgrad der IVU-Systeme die Gefahr von Qualitätsmängeln, da statt Sonderentwicklungen lediglich kundenspezifische Anpassungen notwendig sind und alle Produkte intensiven Tests unterzogen werden können.

Währungsrisiken

Da die IVU einen Teil ihres Geschäfts außerhalb der Euro-Währungsländer tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Währungsrisiken bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entsprechen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird unverändert als hoch und die mögliche Schadenshöhe unverändert als gering bewertet. Zur Absicherung von Zahlungsströmen in fremder Währung schließt die IVU im Bedarfsfall Devisentermingeschäfte ab. Dabei werden ausgehend von geschlossenen Verträgen und getroffenen Zahlungsvereinbarungen die erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge eingeschätzt. Bewertungseinheiten zur Schaffung von Sicherungsbeziehungen werden derzeit nicht gebildet. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte in Höhe von nominal 1,2 Mio. €. Für die offenen Positionen wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von 13 T€ gebildet.

Fachkräftemangel

Ein spezialisiertes Softwareunternehmen wie die IVU erreicht seine Stärke am Markt, weil hochqualifizierte Fachkräfte anspruchsvolle Projekte vorantreiben und spezielle Kundenwünsche realisieren. Risiken ergeben sich aus dem potenziellen Verlust von Know-how-Trägern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten wir unverändert als gering, die Schadenshöhe als mittelhoch (Vorjahr: gering). Maßnahmen, um diese Risiken zu reduzieren, sind eine langfristig angelegte Personalpolitik, die eine niedrige Fluktuationsrate sicherstellt, sowie eine offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur, die eine hohe Mitarbeiterbindung fördert.

Chancen

Die Vertriebsstrategie der IVU ist darauf ausgerichtet, die gute Stellung im nationalen Markt auszubauen und die sich ergebenden Chancen der Internationalisierung konsequent zu nutzen. Als einer der wenigen Systemhersteller weltweit bietet die IVU IT-Lösungen für alle Prozesse eines Verkehrsbetriebs - von der Planung über den Betrieb bis zur Abrechnung. Unsere Systeme sind dichter zusammengewachsen und mit unserer Systempalette für den öffentlichen Verkehr, der IVU.suite, gehören wir zu den Marktführern in ganzheitlichen Lösungen.

Unser Geschäft ist vor allem im Heimatmarkt und bei kleinen und mittleren Projekten sehr stabil und daher gut vorhersagbar. Die Auftragsvergabe und der Projektverlauf von Großprojekten in ausländischen Megacities und bei Staatsbahnen sind hingegen schwer zu planen. Hier kann eine einzelne Entscheidung einen großen Einfluss auf das Ergebnis der IVU haben, so dass stets auch eine deutliche Abweichung nach oben möglich ist.

Insgesamt sind die Chancen für die IVU als sehr gut zu bewerten. Wir profitieren von dem anhaltenden Trend zur Urbanisierung, der von den Städten immer höhere Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Infrastrukturen fordert. Durch erfolgreiche Projektumsetzungen ist die IVU zu einem gefragten Ansprechpartner geworden. Diese gute Reputation werden wir nutzen und unsere Marktstellung durch gezielte Vertriebsaktivitäten in unseren Zielmärkten weiter ausbauen.

Nachtragsbericht

Seit dem 31.12.2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

ERGÄNZENDE ANGABEN NACH § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB UND § 289 Abs. 4 HGB UND § 289a HGB

Der Vorstand der IVU AG hat im Geschäftsjahr 2014 Bezüge in Höhe von TEUR 1.634 erhalten. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem fixen Anteil und einem variablen Anteil zusammen. Im Berichtsjahr betrug der variable Vergütungsanteil ca. 35 % (2013: 33 %) der Gesamtbezüge. Der variable Vergütungsanteil bemisst sich nach dem Ergebnis vor Steuern im IFRS Konzernabschluss.

Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält keine erfolgsorientierte Komponente und besteht aus einer fixen Grundvergütung. Ein Sitzungsgeld ist nicht vereinbart.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von € 17.719.160 ist eingeteilt in 17.719.160 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je € 1. Es besteht ein genehmigtes Kapital bis zum 18. Mai 2015 in Höhe von € 1.000.000.

Es liegen keine Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen vor. Vereinbarungen dieser Art zwischen einzelnen Gesellschaftern sind dem Vorstand nicht bekannt. Ferner sind keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die Regelungen für einen Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots enthalten.

Die Gesellschaft hat auf ihrer Internetseite www.ivu.de die Erklärung zur Unternehmensführung öffentlich zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex.

Gemäß § 7 der Satzung ernennt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Weitere Einzelheiten der Ernennung und der Abberufung regelt §§ 84f. AktG.

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 17 der Satzung zu Änderungen der Satzung berechtigt, die nur ihre Fassung betreffen. Ansonsten wird die Satzung gemäß § 179 AktG durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen.

Berlin, im März 2015

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

im Berichtsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands gemäß Gesetz und Satzung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Er hat sich umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung, wichtige Geschäftsereignisse sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens informiert. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat zeitnah und regelmäßig. Dem Aufsichtsrat lagen alle Sachverhalte rechtzeitig vor, die für anstehende Entscheidungen wichtig waren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen über die Sitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Die ordentliche Hauptversammlung der IVU Traffic Technologies AG hat am 3.6.2014 einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Klaus-Gerd Kleversaat, bisheriger Vorsitzender des Aufsichtsrats, ist mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Gremium ausgeschieden. Als neues Mitglied wurde Uli Mayer-Johanssen gewählt. Für eine weitere Amtsperiode gehören Prof. Dr. Herbert Sonntag und André Neiß dem Aufsichtsrat an. In seiner konstituierenden Sitzung bestimmte der Aufsichtsrat Prof. Dr. Herbert Sonntag zum neuen Vorsitzenden sowie André Neiß zu seinem Stellvertreter. Der Aufsichtsrat und die Gesellschaft danken Herrn Kleversaat für seinen langjährigen Einsatz für die IVU.

Finanzvorstand Frank Kochanski hat sich mit dem Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen über sein Ausscheiden aus dem Vorstand zum 31.12.2014 verständigt. Der Aufsichtsrat und die Gesellschaft danken Herrn Kochanski für die gute Zusammenarbeit.

Sitzungen

2014 fanden fünf planmäßige Sitzungen statt, am 20.3., 30.5., 3.6., 27.8. und 28.11.2014.

Der Aufsichtsrat bildete keine Ausschüsse, alle zustimmungspflichtigen Geschäfte haben wir gemeinsam entschieden.

Schwerpunkte der Beratungen

Im Fokus der Beratungen standen die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, die Perspektiven und die zukünftige Ausrichtung im internationalen Wettbewerbsumfeld.

Wichtige Punkte in den Sitzungen waren:

Prüfung und Genehmigung der Planung für das Geschäftsjahr 2014
Genehmigung des Konzernabschlusses der IVU und des Einzelabschlusses der IVU AG
Liquiditätsplanung
Besprechung der Quartalsabschlüsse
Personalentwicklung
Risikomanagement
Großprojekte und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen
Vorbereitung der Hauptversammlung
Internationalisierungsstrategie
Personelle Veränderungen im Vorstand

Corporate Governance

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und nachhaltige Wertschöpfung ist für die IVU Traffic Technologies AG von großer Bedeutung. Daher haben Aufsichtsrat und Vorstand auch im Berichtsjahr 2014 die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erörtert und die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben.

Jahres- und Konzernabschluss

In unserer Bilanzsitzung am 25.3.2015 haben wir uns eingehend mit dem Jahresabschluss der IVU Traffic Technologies AG und dem Konzernabschluss zum 31.12.2014 sowie den jeweiligen Lageberichten befasst. Der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, stand während der Sitzung für Fragen zur Verfügung. Nach eingehender Prüfung und Erörterung haben wir sowohl den Konzernabschluss gebilligt als auch den Einzelabschluss der AG festgestellt.

Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Er lautet im Auszug:

"Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Der Bestätigungsvermerk ist auf der Website der IVU (www.ivu.de) in voller Länge hinterlegt.

Berlin, im März 2015

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Herbert Sonntag, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit gemäß den Bestimmungen des § 161 des Aktiengesetzes, dass die IVU Traffic Technologies AG die Bestimmungen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß der aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014 beachtet hat und weiter beachten wird mit folgenden Ausnahmen:

(Die nachfolgende Nummerierung entspricht den so nummerierten Punkten des Kodex.)

2.3.2 Benennung eines Stimmrechtsvertreters

Der Vorstand hat bei der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 im Jahre 2014 keinen Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre gestellt.

Die Gesellschaft hat bislang von der Benennung eines Stimmrechtsvertreters abgesehen, weil bisher seitens der Aktionäre nicht der Wunsch geäußert worden ist, einen Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung der Stimmrechte durch die Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

3.8 Selbstbehalt bei einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat

Da die Aufsichtsratstantieme relativ gering ist, hält die Gesellschaft einen nennenswerten Selbstbehalt für den Aufsichtsrat für nicht zumutbar. Auch ohne Selbstbehalt besteht eine ausreichende Grundlage für pflichtgemäßes Verhalten des Aufsichtsrates.

4.2.4 Ausweisen der Vorstandsbezüge

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 nicht individualisiert.

Die Gesellschaft hat bisher die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25.5.2011 gem. § 286 Abs. 5 HGB. Die Gesellschaft hält den Persönlichkeitsschutz für vorrangig.

5.1.2 Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, Diversity

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird der Aufsichtsrat nicht festlegen. Die Gesellschaft sieht keine Veranlassung, eine Art Altersgrenze für den Vorstand vorzusehen, da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und ein allein altersbedingter Ausschluss des Vorstands nicht sachgerecht erscheint.

Bei der Besetzung von Vorstandspositionen achtet der Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft hauptsächlich auf das Vorhandensein größtmöglicher fachlicher Kompetenzen und zieht erst danach weitere Kriterien in Betracht. Aufgrund der Internationalität des Unternehmens wird bei Bewerbern dabei insbesondere auf das Vorhandensein von Schlüsselqualifikationen, sprachlichen Fähigkeiten und Branchenerfahrungen Wert gelegt.

5.4 Zusammensetzung und Vergütung des Aufsichtsrates

Seit der geänderten Fassung vom 15.05.2012 empfiehlt der Kodex, dass der Aufsichtsrat für eine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.

Konkrete Ziele für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat bisher nicht benannt und sieht dies nach Abwägung der unternehmensspezifischen Situation zunächst auch nicht vor. Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates wird im Interesse der Gesellschaft hauptsächlich auf das Vorhandensein größtmöglicher fachlicher Kompetenzen sowie internationaler Erfahrungen Wert gelegt, erst danach werden weitere Kriterien in Betracht gezogen.

Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates achtet die Gesellschaft auf die Unabhängigkeit aller Aufsichtsratsmitglieder.

Die Gesellschaft verzichtet zudem auf die Festlegung einer Altersgrenze für den Aufsichtsrat, da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen soll und ein allein altersbedingter Ausschluss nicht sachgerecht erscheint.

Des Weiteren empfiehlt der Kodex, dass die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats bei, für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen angemessen unterstützen soll. Grundsätzlich unterstützt die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats bei angemessenen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen der satzungsgemäßen Auslagenerstattung. Da derzeit noch ungeklärt ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Unterstützung durch die Gesellschaft im Rahmen dieser Kodex-Empfehlung als angemessen angesehen wird, wird vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung erklärt.

Berlin, den 26.02.2015

Für den Vorstand

Martin Müller-Elschner, Vorsitzender des Vorstands

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Herbert Sonntag, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der IVU Traffic Technologies AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 1.262.140,74 Euro wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 0,05 Euro

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je dividendenberechtigte Stückaktie: 885.950,00 Euro
Gewinnvortrag: 376.190,74 Euro

Berlin, 25. März 2015

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

Berlin, im März 2015

Der Vorstand

Martin Müller-Elschner

Dr. Helmut Bergstein