Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

IVU Traffic Technologies AG Annual Report 2016

Mar 29, 2017

233_rns_2017-03-29_c5cb5f78-6917-4056-ad6e-c6d82d1028c2.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

IVU Traffic Technologies AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

scroll

31.12.2015

T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 175.819,00 498
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 445
175.819,00 943
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 176.259,60 232
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.147.460,41 1.256
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 316.633,61 18
1.640.353,62 1.506
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 664.063,52 666
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 15.658.209,86 12.150
2. Waren 1.182.710,07 2.306
3. Geleistete Anzahlungen 884.513,33 906
17.725.433,26 15.362
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.203.352,27 14.641
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.842.079,90 3.906
3. Sonstige Vermögensgegenstände 551.969,02 758
15.597.401,19 19.305
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.718.714,81 7.904
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.792,33 49
45.549.577,73 45.735
PASSIVA
31.12.2015

T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 17.719.160,00 17.719
II. Kapitalrücklage 1.771.916,00 4.638
III. Bilanzverlust (Vj. Bilanzgewinn) -866.060,98 0
18.625.015,02 22.357
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.608.267,55 3.633
2. Steuerrückstellungen 20.427,82 61
3. Sonstige Rückstellungen 5.152.708,36 4.904
8.781.403,73 8.598
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.999.275,97 9.247
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.295.608,88 3.686
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 136.050,20 117
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.502.393,93 1.500
davon aus Steuern € 1.465.094,95 (Vj. T€ 1.190)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 10.623,65 (Vj. T€ 0)
17.933.328,98 14.550
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 209.830,00 230
45.549.577,73 45.735

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

scroll

2015

T€
1. Umsatzerlöse 44.613.175,40 43.939
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 4.982.091,04 4.503
3. Sonstige betriebliche Erträge 976.787,13 1.601
davon Erträge aus Währungsumrechnung € 79.357,67 (Vj. T€ 105)
50.572.053,57 50.043
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.203.984,52 10.780
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.727.592,46 6.298
15.931.576,98 17.078
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.997.230,82 20.438
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.598.776,93 3.563
davon für Altersversorgung € 109.110,34 (Vj. T€ 264)
26.596.007,75 24.001
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.807.764,17 1.479
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.474.036,00 775
3.281.800,17 2.254
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.048.472,82 8.136
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 112.014,70 (Vj. T€ 146)
54.857.857,72 51.469
8. Erträge aus Beteiligungen 900.000,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen € 900.000,00 (Vj. T€ 0)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 182,08 2
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 325.176,96 399
davon an verbundene Unternehmen € 0,00 (Vj. T€ 0)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung € 167.915,00 (Vj. T€ 186)
575.005,12 -397
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.268,66 250
12. Ergebnis nach Steuern -3.725.067,69 -2.073
13. Sonstige Steuern 6.782,65 8
14. Jahresfehlbetrag -3.731.850,34 -2.081
15. Gewinnvortrag 0,00 376
16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 2.865.789,36 1.705
17. Bilanzverlust (Vj. Bilanzgewinn) -866.060,98 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. REGISTERINFORMATIONEN

Die Gesellschaft ist unter der Firma IVU Traffic Technologies AG mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 69310 B eingetragen.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Infolge der Änderungen aus dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) enthält der Jahresabschluss Posten, deren Ausweis mit dem Vorjahr nicht vergleichbar ist. Die betreffenden abweichenden Posten sind hinsichtlich ihres Betrags und ihrer Art im Anhang erläutert.

Darüber hinaus bleiben die für die Aufstellung des Jahresabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, bewertet.

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden in Abweichung zu § 253 Abs. 3 HGB über 15 Jahre planmäßig abgeschrieben, was der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entspricht (§ 285 Nr. 13 HGB).

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten einschließlich Anschaffungsnebenkosten.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einschließlich Verwaltungskosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen und Vertriebskosten werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Soweit die erwarteten Verkaufserlöse aus Aufträgen nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten decken, erfolgen Abschläge, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält Positionen, denen Beträge in fremder Währung zu Grunde liegen. Posten in Fremdwährung in der Bilanz wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Aus der Gegenüberstellung von aktiven und passiven latenten Steuern (einschließlich der Differenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen) ergab sich zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang. Temporäre Differenzen i. S. v. § 274 HGB ergeben sich unter Verwendung eines Steuersatzes von 30,82 % bei folgenden Bilanzposten:

Immaterielle Vermögensgegenstände (aktive latente Steuern)
Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuern)
Sonstige Rückstellungen (aktive latente Steuern)

Darüber hinaus bestehen ungenutzte steuerliche Verlustvorträge, deren Realisierung durch zukünftige positive Steuerbemessungsgrundlagen hinreichend sicher scheint. Auch hieraus ergibt sich eine aktive latente Steuer. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern, sodass ein Aktivüberhang vorliegt, der entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB (Wahlrecht) nicht aktiviert wird.

IV. ANGABEN ZU BESTIMMTEN BILANZPOSITIONEN SOWIE ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.

In den immateriellen Vermögensgegenständen werden zum Bilanzstichtag keine Geschäfts- oder Firmenwerte mehr ausgewiesen (Vj. 446 T€). Im Geschäftsjahr betrugen die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 446 T€ (Vj. 446 T€). Zum Bilanzstichtag sind die Geschäfts- oder Firmenwerte vollständig abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter 410 € betragen, wurden im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Im Jahr 2016 wurden keine Investitionen im Rahmen von Mietkaufverträgen durchgeführt.

Der Anteilsbesitz stellt sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft (lokale) Währung Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2016

T€
Ergebnis 2016

T€
IVU Benelux B.V., Veenendaal, Niederlande ("IVU Benelux") EUR 100,00 302** 24**
IVU Traffic Technologies Italia s.r.l., Rom, Italien ("IVU Italia") EUR 100,00 768* 162*
IVU Traffic Technologies UK Ltd., Birmingham, Großbritannien ("IVU UK") GBP 100,00 11** 1**
IVU Chile LTDA., Santiago de Chile, Chile (" IVU Chile") CLP 100,00 79** 26**
IVU Traffic Technologies Israel Ltd., Tel Aviv ("IVU Israel") ILS 100,00 1* -10*
IVU Traffic Technologies Inc., Wilmington, USA ("IVU USA") USD 100,00 16** 30**

* nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften Jahresabschluss 2016 nach Gewinnausschüttung

** nach IFRS

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten, der Warenbestand ist zu Anschaffungskosten, jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips, bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nominalbeträgen abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten in Höhe von 768 T€ (Vj. 514 T€) Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 2.842 T€ (Vj. 3.906 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Steuerforderungen in Höhe von 299 T€ (Vj. 483 T€ ) sowie Zuwendungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Höhe von 0 T€ (Vj. 99 T€). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Es handelt sich dabei um Mietkautionen in Höhe von 8 T€ (Vj. 7 T€).

Die flüssigen Mittel enthalten in Höhe von 2.609 T€ (Vj. 2.635 T€) Termingelder, die als Sicherheit für ausgereichte Bürgschaften hinterlegt und nicht frei verfügbar sind.

Im Geschäftsjahr hat der Vorstand im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses 2.866 T€ aus der Kapitalrücklage entnommen und mit dem Jahresfehlbetrag verrechnet.

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Bilanzgewinn wie folgt entwickelt:

scroll

Bilanzgewinn 01.01.2016 T€ 0
Dividendenausschüttung T€ 0
Jahresfehlbetrag 2016 T€ -3.732
Verrechnung mit Entnahme aus Kapitalrücklage T€ 2.866
Bilanzverlust 31.12.2016 T€ -866

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 17.719.160 € eingeteilt in 17.719.160 Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 €.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. Mai 2021 einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 30 % des derzeitigen Grundkapitals in Höhe von 17.719.160,00 €, also 5.315.748,00 € durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Von der Ermächtigung wurde in 2016 kein Gebrauch gemacht.

Des Weiteren wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu jedem nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen und nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.771.916,00 € beschränkt, das sind 10 % des Grundkapitals in Höhe von 17.719.160,00 €.

In den Sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalrückstellungen in Höhe von 3.150 T€ (Vj. 2.942 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 917 T€ (Vj. 1.022 T€), Rückstellungen für Vertragsrisiken 296 T€ (Vj. 147 T€) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 530 T€ (Vj. 428 T€).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Devisentermingeschäfte (Vj. Nominalbetrag 456 T€ / Zeitwert -56 T€). Entsprechend wurde keine Drohverlustrückstellung gebildet (Vj. 56 T€).

Die Pensionsrückstellungen werden nach der "Projected Unit Credit" (PUC) Methode unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,01 % verwendet. Zusätzlich wurde gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zusätzlich der durchschnittliche Markzinssatz aus den vergangen sieben Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,24 % (Vj. 3,89 %) ermittelt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 391 T€, unterliegt einer Ausschüttungssperre und ermittelt sich wie folgt:

scroll

T€
Erfüllungsbetrag (Rechnungszins 10-Jahres-Durchschnitt) 4.264
Erfüllungsbetrag (Rechnungszins 7-Jahres-Durchschnitt) 4.655
Unterschiedsbetrag 391

Für Verpflichtungen wurden erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % p. a. (Vorjahr 2,0 % p. a.) und Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) berücksichtigt.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

scroll

T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 4.264
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 656
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 656
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 0

Insgesamt wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Vermögenswerte, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, in Höhe von 656 T€ mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte):

scroll

Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.432 (1.762) 6.567 (7.485) 13.999 (9.247)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.296 (3.686) 0 (0) 2.296 (3.686)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 136 (117) 0 (0) 136 (117)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.502 (1.500) 0 (0) 1.502 (1.500)
11.366 (7.065) 6.567 (7.485) 17.933 (14.550)

Wie im Vorjahr bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Die widerruflichen Kreditlinien bei der Deutsche Bank AG und Berliner Sparkasse sind wie im Vorjahr in Höhe von jeweils 1.500 T€ durch Globalzession von Forderungen aus Warenlieferungen sowie aus der Vergabe von Lizenzrechten besichert. Die Kreditlinien wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus innerkonzernlichen Leistungsverrechnungen.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

scroll

2016

T€
2015

T€
Public Transport 39.595 38.691
Logistics 4.939 5.114
Sonstige 79 134
44.613 43.939
Inland 31.801 28.677
Ausland 12.812 15.262
44.613 43.939

Die Umsatzerlöse enthalten in 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 1.529 T€, welche infolge der Änderungen aus dem BilRUG erstmalig unter diesem Posten auszuweisen sind, und betreffen innerkonzernliche Leistungserbringungen. Sie werden in 2016 unter "Public Transport" bzw. "Ausland" erfasst. Bei Anwendung der Änderungen aus dem BilRUG bereits in 2015 wären die Umsatzerlöse unter "Public Transport" bzw. "Ausland" um 190 T€ höher.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (515 T€; Vj. 626 T€) sowie Erträge aus Zuwendungen für Forschung und Entwicklung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (116 T€; Vj. 350 T€).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 515 T€ (Vj. 626 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten in 2015 Erträge aus Verrechnungspreisen mit Tochtergesellschaften in Höhe von 190 T€. In 2016 werden die entsprechenden Erträge infolge der Änderungen aus dem BilRUG erstmalig in Höhe von 1.529 T€ unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten für die Unterstützung der Tochtergesellschaften im Ausland in Höhe von 1.207 T€ (Vj. 667 T€) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 147 T€ (Vj. 458 T€) aus der Ausbuchung von Forderungen und Bildung von Einzelwertberichtigungen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Dauerschuldverhältnissen (Mietverträgen und Leasingverträgen), die zu folgenden Zahlungen führen:

scroll

Mietzahlungen

T€
Leasingzahlungen

T€
Summe

T€
2017 1.029 178 1.207
2018 783 91 874
2019 706 48 754
2020 und später 0 21 21
Gesamt 2.518 338 2.856

Hiervon bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und entfallen keine Verpflichtungen auf Altersversorgung.

Ausschüttungssperre

Entsprechend dem im Abschnitt Pensionsrückstellungen oben dargestellten Unterschiedsbetrags ergibt sich eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 391 T€.

Organe und Organbezüge

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft vertreten durch die Vorstände:

Martin Müller-Elschner (Vorsitzender und ab 1. November 2016 Finanzvorstand)
Dr. Helmut Bergstein (Mitglied des Vorstands, Finanzvorstand und Niederlassungsleiter Aachen bis zum 31. Oktober 2016)
Matthias Rust (Mitglied des Vorstands ab 1. November 2016)

Der Vorstand der IVU AG hat für das Geschäftsjahr 2016 Bezüge von 707 T€ (2015: 848 T€) erhalten. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem fixen Anteil (527 T€) und einem variablen Anteil (180 T€) zusammen. Im Berichtsjahr betrug der variable Vergütungsanteil 25 % (2015: 45 %) der Gesamtbezüge. Der variable Vergütungsanteil bemisst sich nach dem Ergebnis vor Steuern im IFRS Konzernabschluss. Darüber hinaus wurde eine einmalige Leistung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (624 T€) gewährt.

Die Hauptversammlung hat am 25. Mai 2016 beschlossen, die Gesellschaft von der Pflicht zur Offenlegung der Bezüge einzelner Mitglieder des Vorstands für die Geschäftsjahre 2016 bis einschließlich 2020 zu befreien.

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren bestellt:

Prof. Dr. Herbert Sonntag, Berlin (Vorsitzender)

Professor für Verkehrslogistik und Leiter der Forschungsgruppe Verkehrslogistik an der Technischen Hochschule (TH) Wildau,

Vorstandsmitglied des Allianz pro Schiene e.V., Berlin.
Andre Neiß, Hannover

Vorstandsvorsitzender der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, Hannover,

Geschäftsführer der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH, Hannover,

Mitglied des Beirats der Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. Passerelle KG, Hannover,

Vorsitzender der Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen (HDN), Bochum,

Stellvertretender Vorsitzender des Verbundausschusses der Großraum-Verkehr Hannover GmbH (GVH), Hannover,

Vorstandsmitglied der VDV-Akademie e.V., Köln,

Mitglied des Beirats der VDV-Akademie GmbH, Köln.
Ulrike Mayer-Johanssen, Berlin

Founder der MetaDesign AG, Berlin,

Externe Sachverständige Bereich Wirtschaft des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums Düsseldorf, Düsseldorf,

Ehrensenatorin Hochschulrat Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd,

Mitglied des deutschen Werberats, Berlin,

Mitglied im Deutschen Designer Club, Frankfurt a.M.,

Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Berlinische Galerie, Berlin.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder betrug im Berichtsjahr 45 T€ (2015: 45 T€).

Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 151 T€ (2015: 151 T€) geleistet.

Für frühere Organmitglieder bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.210 T€ (2015: 2.314 T€) vor Saldierung mit Vermögensgegenständen.

Mitarbeiter

Übersicht über die beschäftigten Mitarbeiter:

scroll

Anzahl durchschnittlich Beschäftigter in 2016
Angestellte Vollzeit 327
Angestellte Teilzeit 54
Aushilfen 73
454

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt 98 T€. Der Aufwand für andere Dienstleistungen durch den Abschlussprüfer gliedert sich wie folgt:

scroll

■ Steuerberatungsleistungen 60 T€
■ Transfer Pricing Dokumentation für diverse Länder 50 T€
■ Beratung im Zusammenhang mit Entsendungen 11 T€
■ Sonstige Leistungen 5 T€

Bei den Nicht-Prüfungsdienstleistungen durch den Abschlussprüfer handelt es sich um reine Compliance-Tätigkeiten, d.h. Erstellung von Steuerdeklarationen und Dokumentationen.

Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Im Geschäftsjahr 2016 wurden der IVU AG folgende Über- oder Unterschreitung der Schwellenwerte gemäß § 21 Abs. 1 WpHG gemeldet.

DB Platinum IV, Luxembourg: 3,01 % (533.624 Anteile); Datum der Schwellenberührung: 29.02.2016

Dr. Joachim Winckler: 2,9331 % (519.714 Anteile); Datum der Schwellenberührung: 7.6.2016

DB Platinum IV, Luxembourg: 2,97 % (526.472 Anteile); Datum der Schwellenberührung: 20.6.2017

Im Geschäftsjahr 2015 wurde der IVU AG keine Über- oder Unterschreitung der Schwellenwerte gemäß § 21 Abs. 1 WpHG gemeldet.

Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die IVU AG hat für 2016 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 26. Februar 2016 abgegeben und über die Homepage der IVU AG (www.ivu.de) öffentlich zugänglich gemacht.

Konzernverhältnisse

Die IVU AG, Berlin, erstellt für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen einen Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Berlin, den 9. März 2017

Der Vorstand

Martin Müller-Elschner

Matthias Rust

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

scroll

Anschaffungskosten
1.1.2016

Zugänge

Abgänge

31.12.2016

--- --- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 9.496.423,64 204.817,73 0,00 9.701.241,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.195.406,91 0,00 0,00 7.195.406,91
16.691.830,55 204.817,73 0,00 16.896.648,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.996.618,03 0,00 0,00 2.996.618,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.311.582,90 653.260,42 139.962,05 4.824.881,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.397,80 316.633,61 18.397,80 316.633,61
7.326.598,73 969.894,03 158.359,85 8.138.132,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.850.683,21 0,00 1.871,26 1.848.811,95
1.850.683,21 0,00 1.871,26 1.848.811,95
25.869.112,49 1.174.711,76 160.231,11 26.883.593,14

scroll

Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016

Zugänge

Abgänge

31.12.2016

--- --- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 8.998.526,64 526.895,73 0,00 9.525.422,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.749.798,91 445.608,00 0,00 7.195.406,91
15.748.325,55 972.503,73 0,00 16.720.829,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.764.972,43 55.386,00 0,00 2.820.358,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.055.851,50 761.476,64 139.907,28 3.677.420,86
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 18.397,80 18.397,80 0,00
5.820.823,93 835.260,44 158.305,08 6.497.779,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.184.748,43 0,00 0,00 1.184.748,43
1.184.748,43 0,00 0,00 1.184.748,43
22.753.897,91 1.807.764,17 158.305,08 24.403.357,00

scroll

Buchwerte
31.12.2016

31.12.2015

T€
--- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 175.819,00 498
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 445
175.819,00 943
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 176.259,60 232
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.147.460,41 1.256
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 316.633,61 18
1.640.353,62 1.506
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 664.063,52 666
664.063,52 666
2.480.236,14 3.115

Erklärung zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit gemäß den Bestimmungen des § 161 des Aktiengesetzes, dass die IVU Traffic Technologies AG die Bestimmungen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß der aktuellen Fassung vom 05.05.2015 beachtet hat und weiter beachten wird mit folgenden Ausnahmen:

(Die nachfolgende Nummerierung entspricht den so nummerierten Punkten des Kodex.)

3.4 Informations- und Berichtspflichten des Vorstands

Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands nicht förmlich festgelegt, da der Vorstand bereits gesetzlich dazu verpflichtet ist, den Aufsichtsrat umfassend zu informieren und der Aufsichtsrat bislang keinen Grund zur Beanstandung der Informationspolitik des Vorstands hatte.

3.8 Selbstbehalt bei einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat

Da die Aufsichtsratstantieme relativ gering ist, hält die Gesellschaft einen nennenswerten Selbstbehalt für den Aufsichtsrat für nicht zumutbar. Auch ohne Selbstbehalt besteht eine ausreichende Grundlage für pflichtgemäßes Verhalten des Aufsichtsrats.

4.2.4 Ausweisen der Vorstandsbezüge

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2016 nicht individualisiert. Die Gesellschaft hat bisher die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25.05.2016 gem. § 286 Abs. 5 HGB. Die Gesellschaft hält den Persönlichkeitsschutz für vorrangig.

5.1.2 Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, Diversity

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wird der Aufsichtsrat nicht festlegen. Die Gesellschaft sieht keine Veranlassung, eine Art Altersgrenze für den Vorstand vorzusehen, da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und ein allein altersbedingter Ausschluss des Vorstands nicht sachgerecht erscheint.

Bei der Besetzung von Vorstandspositionen achtet der Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft hauptsächlich auf das Vorhandensein größtmöglicher fachlicher Kompetenzen und zieht erst danach weitere Kriterien in Betracht. Aufgrund der Internationalität des Unternehmens wird bei Bewerbern dabei insbesondere auf das Vorhandensein von Schlüsselqualifikationen, sprachlichen Fähigkeiten und Branchenerfahrungen Wert gelegt.

5.3 Bildung von Ausschüssen

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Aufgrund der geringen Anzahl seiner Mitglieder wird die Bildung von Ausschüssen, insbesondere eines Prüfungsausschusses und eines Nominierungsausschusses, vom Aufsichtsrat als nicht notwendig angesehen. Sämtliche Aufgaben dieser Ausschüsse werden vom Aufsichtsrat als Gesamtgremium wahrgenommen.

5.4 Zusammensetzung und Vergütung des Aufsichtsrats

Der Kodex empfiehlt im Punkt 5.4.1, dass der Aufsichtsrat für eine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

Außer der vom "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" vorgeschriebenen Festlegung von Zielgrößen hat der Aufsichtsrat bisher keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt und sieht dies nach Abwägung der unternehmensspezifischen Situation zunächst auch nicht vor. Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats wird im Interesse der Gesellschaft hauptsächlich auf das Vorhandensein größtmöglicher fachlicher Kompetenzen sowie internationaler Erfahrungen Wert gelegt, erst danach werden weitere Kriterien in Betracht gezogen.

Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats achtet die Gesellschaft auf die Unabhängigkeit aller Aufsichtsratsmitglieder.

Die Gesellschaft verzichtet zudem auf die Festlegung einer Altersgrenze für den Aufsichtsrat, da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen soll und ein allein altersbedingter Ausschluss nicht sachgerecht erscheint.

Des Weiteren empfiehlt der Kodex im Punkt 5.4.5, dass die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats bei, für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen angemessen unterstützen soll. Grundsätzlich unterstützt die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats bei angemessenen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen der satzungsgemäßen Auslagenerstattung. Da derzeit noch ungeklärt ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Unterstützung durch die Gesellschaft im Rahmen dieser Kodex-Empfehlung als angemessen angesehen wird, wird vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung erklärt.

Berlin, den 23.02.2017

Für den Vorstand

Martin Müller-Elschner, Vorsitzender des Vorstands

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Herbert Sonntag, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Andre Neiß

Uli Mayer-Johanssen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Einleitung

Grundlagen der Gesellschaft

Die IVU AG ist Anbieter von IT-Lösungen für den öffentlichen Verkehr und Logistik. Sie entwickelt und liefert integrierte Systemlösungen für die Mobilität von Personen sowie für den Transport von Gütern und Informationen. Die IVU AG ist in den zwei Segmenten "Public Transport" und "Logistics" tätig:

Public Transport

Die integrierten Standardprodukte IVU.suite und IVU.rail decken das gesamte Spektrum von Planung, Betrieb und Qualitätssicherung für öffentliche Verkehrsbetriebe ab. Die Soft- und Hardware-Systeme der IVU AG erstellen Fahrpläne, planen und optimieren den Einsatz von Zügen und Bussen, disponieren Fahrer und Fahrzeuge, lenken und überwachen den Betrieb von Fahrzeugflotten, verkaufen Fahrscheine, rechnen Einnahmen ab und erstellen Statistiken. Damit steigern sie die Effizienz und verbessern die Qualität des öffentlichen Verkehrs.

Logistics

Die Logistikprodukte der IVU AG optimieren die operativen Prozesse in der Informations- und Transportlogistik. Die GIS-Lösung IVU.locate analysiert Geodaten, plant dynamische Touren in der Zustelllogistik und optimiert das Standortnetz großer Filialisten. IVU.workforce disponiert Fahrzeuge und Mitarbeiter (im Außendienst) und unterstützt dabei, Aufträge effizient und medienbruchfrei abzuwickeln. Die Wahlsoftware IVU.elect unterstützt die Vorbereitung und korrekte Durchführung politischer Wahlen und rundet zusammen mit maßgeschneiderten IT-Lösungen das Portfolio der IVU AG ab.

Mit ihren Standorten in Berlin (Hauptsitz), Aachen (Deutschland), Basel (Schweiz), Veenendaal (Niederlande), Paris (Frankreich), Rom (Italien), Birmingham (Großbritannien), Budapest (Ungarn), Tel Aviv (Israel), Montreal (Kanada), San Francisco (Vereinigte Staaten), Bogota (Kolumbien), Santiago (Chile), Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) betreut die IVU AG Kunden weltweit. Kernmärkte der IVU AG sind Deutschland, Italien, das übrige Europa sowie Eisenbahnunternehmen weltweit.

Die IVU und der Markt

Der Megatrend Digitalisierung hält weiter an. Er verändert nachhaltig die Art, wie wir leben, kommunizieren und arbeiten. Ganze Branchen stehen vor tiefgreifenden Umwälzungen - auch der öffentliche Verkehr.

Auf der InnoTrans 2016, der größten Eisenbahn- und Verkehrsmesse der Welt, die alle zwei Jahre unter dem Berliner Funkturm stattfindet, war die Digitalisierung weiterhin das dominierende Thema. In Gesprächen, auf Diskussionsforen und an den Ständen der Hersteller zeigte sich, dass die digitale Revolution des Verkehrswesens gerade erst am Anfang steht. Verkehrsunternehmen und Lieferanten entwickeln immer neue Ideen, wie sich mithilfe digitaler Unterstützung Prozesse optimieren, Effizienz steigern und Geschäftsmodelle schaffen lassen.

Ganz vorne mit dabei: die IVU AG. Während viele Marktteilnehmer die Möglichkeiten der Digitalisierung erst jetzt zu verstehen beginnen, treibt die IVU AG die Entwicklung schon seit 40 Jahren aktiv voran und unterstützt Verkehrsunternehmen weltweit dabei, mithilfe digitaler Systeme ihre Leistung nachhaltig zu verbessern. Ob Ressourcenplanung und -einsatz, Betriebssteuerung, Fahrgastinformation oder Leistungsabrechnung, zahlreiche Aufgaben profitieren von den Lösungen der IVU AG.

Einen besonderen Vorteil stellt der integrierte Ansatz der IVU-Systeme dar. Gerade im Rahmen der Digitalisierung ergeben sich dadurch neue Chancen, Bereiche miteinander zu verknüpfen, Daten umfassend zu nutzen und Arbeitsabläufe nachhaltig zu beschleunigen. Dass solche Lösungen am Markt gefragt sind, zeigen nicht zuletzt die Vertriebserfolge des vergangenen Jahres.

Digitalisierung der Fahrer

Mit dem IVU.pad konnte die IVU AG ein neues, innovatives Produkt erfolgreich am Markt platzieren. Die Tablet-App ist der ständige Begleiter für Fahrpersonal, Kundenbetreuer und stationäre Mitarbeiter. Sie bleiben damit stets auf dem Laufenden - jederzeit und überall. Wichtige Dokumente wie Dienstpläne, Handbücher oder Formulare stehen auf Fingertipp bereit. Gleichzeitig unterstützt das IVU.pad bei den wichtigsten Prozessen: von der Schadensmeldung über den Ticketverkauf bis zur Dienstplanung. Auf diese Weise integriert es das Fahrpersonal vollständig in den bereits bestehenden Workflow bei Verkehrsunternehmen, so dass künftig alle wichtigen Aufgaben auf digitalem Wege erledigt werden können.

Bereits bei der Vorstellung der App beim IVU-Anwenderforum äußerten zahlreiche IVU-Kunden großes Interesse an dem System. Auch bei den großen Messen IT-Trans und InnoTrans stieß die Tablet-Lösung auf positive Resonanz. Schon im März 2016 war Projektstart beim Schweizer Verkehrsunternehmen AAR bus+bahn, das seine rund 200 Fahrerinnen und Fahrer mit neuen Tablets ausstattete. Als Pilotkunde konnte das Unternehmen wesentlich zur Entwicklung der Software beitragen. Viele Detailverbesserungen in der Funktionalität der Software gingen auf die Rückmeldungen der Anwender zurück. Im Laufe des Jahres konnten zudem weitere Kunden für das IVU.pad gewonnen werden.

Bahnlösung weiter gefragt

Die speziell für Eisenbahnen entwickelte Softwarelösung IVU.rail bleibt am Markt auch weiterhin das einzige, vollintegrierte System für die Planung und Disposition von Fahrzeugen und Personal gleichermaßen. Besonders im Bereich der hochkomplexen Umlaufplanung ist die IVU-Lösung international führend. Denn die Planungsbedingungen für Züge stellen Software vor hohe Herausforderungen: Züge sind immer an ein Gleis gebunden, verkehren auf Teilstrecken in wechselnder Wagenstärke und sind oft tagelang unterwegs. IVU.rail ermöglicht es, die anspruchsvollen Umlaufpläne von Zügen automatisiert zu optimieren - und damit wertvolle Ressourcen zu sparen.

Das überzeugt: Im vergangenen Jahr entschieden sich mehrere wichtige Bahnunternehmen für IVU.rail, darunter MTR Pendeltägen und Transdev Sverige. Beide Unternehmen sind Töchter international operierender Verkehrskonzerne. Gemeinsam mit dem schwedischen Eisenbahnkonzern SJ AB, der sich im Vorjahr für das IVU-System entschieden hatte, zählt die IVU AG nun die drei wichtigsten Bahnbetreiber Schwedens zu seinen Kunden. Auch BLS AG, die führende Privatbahn der Schweiz, bestellte IVU.rail für den Aufbau eines konzernweiten Planungssystems. In Deutschland erteilte unter anderem die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft aus Karlsruhe einen Auftrag zur Lieferung der IVU-Software.

Kompetenz bei Wahlen

Im Geschäftsfeld Logistik hat sich die IVU AG mit ihren Lösungen fest etabliert. Die Deutsche Post baute mithilfe von IVU.locate ihr Angebot für Wunschzeitzustellung und das immer wichtigere Same-Day-Delivery deutschlandweit aus. Gefragt ist zudem die Expertise der IVU AG bei der Durchführung politischer Wahlen und Abstimmungen. Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus sowie zu den Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin kam nun erstmals IVU.elect für die gesamte Ergebnisermittlung von der Stimmenauszählung bis zur Veröffentlichung zum Einsatz.

Internationale Entwicklung

Aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen in 2016 musste die IVU AG bei internationalen Projekten im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertberichtigungen auf den Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von 1,5 Mio. € vornehmen. Alle bekannten Risiken sind damit im Ergebnis 2016 berücksichtigt. Trotz dieses Rückschlages bietet das internationale Geschäft weiterhin große Potenziale, die die IVU AG gezielt und umsichtig verfolgen wird.

So gelang der IVU AG der Einstieg in zwei neue Märkte. Der erste Auftrag aus der Türkei kommt aus der zentral-anatolischen Industrie- und Handelsmetropole Kayseri. Der Verkehrsbetrieb der Stadt beauftragte die IVU AG mit der Lieferung von IVU.plan und IVU.crew für die Planung und Disposition von Fahrzeugen und Personal der Straßenbahn. In Mexiko gewann die IVU AG einen Auftrag der Regionalregierung von Puebla für den Aufbau eines modernen Fahrgastinformationssystems mithilfe von IVU.realtime und IVU.fleet.

Forschung und Entwicklung

Seit über 40 Jahren entwickelt die IVU AG hochkomplexe Softwarelösungen für den öffentlichen Verkehr und die Logistik. Die fortgesetzte Investition in die Neu- und Weiterentwicklung wegweisender Produkte sowie die Beteiligung an vielversprechenden Forschungsprojekten haben einen wesentlichen Anteil an ihrer Innovationskraft und technischen Führungsrolle. Im engen Austausch mit Verkehrsunternehmen und Partnern aus Industrie und Wissenschaft entstehen Impulse für neue Funktionalitäten und Anwendungsmodelle der IVU-Systeme.

In User Groups sprechen IVU-Kunden regelmäßig mit IVU-Ingenieuren über ihre Anforderungen an die IVU-Software. Organisiert nach derzeit sechs Fachthemen berichten in den Gruppen einzelne Kunden über ihre Erfahrungen in der betrieblichen Praxis und ihre Anforderungen an die IVU-Produkte. So gelangt das Wissen aus der Praxis auf direktem Weg in die Entwicklung. Die IVU AG verfügt zudem über gute Kontakte zu Fachhochschulen und Universitäten - darunter die TU Ilmenau, die RWTH Aachen und die TH Wildau. Dadurch entsteht ein ständiger Austausch mit der Forschung. Auf diese Weise fließen neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft kontinuierlich in die IVU-Produkte ein.

Im vergangenen Jahr investierte die IVU AG 1,4 Mio. € in Forschung und Entwicklung. Diese langfristigen Investitionen legen die Basis für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der IVU AG. Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Produkte im Rahmen festgelegter Releasezyklen lag der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf innovativen Lösungen für den öffentlichen Verkehr, insbesondere im Bereich mobiler Anwendungen. Die beiden Geschäftsbereiche der IVU AG arbeiteten dabei eng zusammen, um entstehende Potenziale über die gesamte Produktpalette zu nutzen.

Personal

Die positive Entwicklung der Auftragslage spiegelt sich auch in der wachsenden Mitarbeiterzahl der IVU AG wider. Um die akquirierten Projekte abzuarbeiten, die Produktpalette weiterzuentwickeln und Kunden hochwertigen Support zu liefern, benötigt die IVU AG gut ausgebildete Software- und Projektingenieure mit branchenspezifischen Fachkenntnissen. Ihre Qualifikation und Motivation bilden die Basis für nachhaltigen Erfolg und weiteres Wachstum. Der Großteil der IVU-Mitarbeiter verfügt daher über einen Hochschulabschluss. Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Anteil durchschnittlich 84,5 %.

Der Arbeitsmarkt für Fachkräfte im IT-Bereich blieb auch im vergangenen Jahr weiter angespannt. Dass es dennoch gelungen ist, die benötigten Mitarbeiter zu gewinnen, spricht für den guten Ruf der IVU AG als Arbeitgeber und das Arbeitsklima im Unternehmen. Zum 31. Dezember 2016 zählte die IVU AG inklusive Teilzeitkräften und Studenten 463 Mitarbeiter (2015: 434). Die durchschnittliche Personalkapazität erhöhte sich um 11 % auf 371 FTE (2015: 333). Entsprechend stieg der Personalaufwand um 11 % auf 26,6 Mio. € (2015: 24,0 Mio. €). Generell bewegt sich die IVU AG dabei in einem Umfeld mit hohem Lohnniveau.

Fortbildungen

Nur wer immer auf dem Stand der Technik ist, kann komplexe IT-Systeme entwickeln. Deshalb ermöglicht die IVU AG ihren Mitarbeitern, sich kontinuierlich weiterzubilden. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für qualitativ hochwertige Systeme, auf die sich die Kunden verlassen können. Daraus ist eine aktive Wissenskultur im Unternehmen entstanden. Ein Beispiel dafür ist die hausinterne Developer School. Sie bietet den Software-Ingenieuren der IVU AG die Chance, sich gemeinsam mit ihren Kollegen über neue Techniken und Weiterentwicklungen ihrer Programmierumgebungen auszutauschen.

Rekrutierungsmaßnahmen

Um Fachkräfte und Hochschulabsolventen zu gewinnen, beteiligt sich die IVU AG regelmäßig an Karrieremessen, insbesondere an den Hauptstandorten Aachen und Berlin. Im vergangenen Jahr nahm die IVU AG an 15 dieser Veranstaltungen teil. Auch bei Fachmessen wie der InnoTrans präsentiert sich die IVU AG Interessierten als potenzieller Arbeitgeber.

Eine wichtige Rolle in der Mitarbeiterwerbung spielen Kooperationen mit Universitäten. Dabei unterstützen Software-Ingenieure der IVU AG mit ihrer Expertise bei Projekten oder gestalten Seminare und Vorlesungen. Studierende erhalten auf diese Weise einen Einblick in die technischen Herausforderungen im öffentlichen Verkehr und die alltäglichen Aufgaben bei der IVU AG. Zu den Kooperationspartnern zählten 2016 unter anderem TU Berlin, TH Wildau, TU Ilmenau und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Qualifizierungsprogramm

Für den Erfolg der IVU-Projekte kommt es vor allem auch auf eine schnelle und umfassende Qualifizierung neuer Mitarbeiter an. Die IVU AG hat daher ein strukturiertes Einarbeitungsprogramm aufgelegt. In intensiven Schulungen erlernen die künftigen Software- und Projekt-Ingenieure das notwendige Grundwissen, um ihre Aufgaben erfolgreich erfüllen zu können. Die Seminare befassen sich unter anderem mit der Funktionsweise des öffentlichen Verkehrs, den IVU-Produkten und den Anforderungen an ein kundenorientiertes Projektmanagement. Neue Kollegen sind so schneller einsatzfähig und können bereits nach kurzer Zeit eigene Projekte übernehmen.

Vielfalt

Die IVU AG zeichnet sich durch eine offene Unternehmenskultur aus. Mitarbeiter sollen sich im Unternehmen wohl fühlen. Diversität hat daher eine große Bedeutung für die IVU AG. Insgesamt arbeiten an den verschiedenen Standorten Menschen aus 26 Nationen. Der Frauenanteil beträgt 40 %. Er liegt damit deutlich über der Absolventinnenquote von durchschnittlich 15 % in den relevanten MINT-Fächern.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Schwieriges Jahr 2016

Die IVU AG blickt aufgrund von unvorhergesehenen Einmaleffekten im Auslandsgeschäft auf ein schwieriges Jahr zurück. Mit der Rohergebnissteigerung setzt sie dennoch ihren grundsätzlich profitablen Wachstumskurs fort und blickt positiv in die Zukunft.

Umsatz wächst

Im Geschäftsjahr 2016 stieg der Umsatz leicht um 2 % auf 44,6 Mio. € (2015: 43,9 Mio. €). Die Prognose von 50 Mio. € wurde vor allem wegen geringerer Hardwareumsätze und bereits angearbeiteter, aber noch nicht realisierter Projektgewinne nicht erreicht.

Die Umsatzerlöse enthalten in 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 1,5 Mio. €, welche infolge der Änderungen aus dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz ("BilRUG") erstmalig unter diesem Posten auszuweisen sind, und betreffen innerkonzernliche Leistungserbringungen. Bei Anwendung der Änderungen aus dem BilRUG bereits in 2015 wären die Umsatzerlöse um 0,2 Mio. € höher.

Materialaufwand sinkt

Der Materialaufwand sank um 1,2 Mio. € durch geringere projektbezogene Hardwarelieferungen und Fremdleistungen auf 15,9 Mio. € (2015: 17,1 Mio. €). Im Materialaufwand sind Wertberichtigungen auf Vorräte von 0,4 Mio. € ausgewiesen.

Rohergebnis steigt

Die eigene Wertschöpfung der IVU AG spiegelt sich vor allem im Rohergebnis wider, das sich um 5 % auf 34,6 Mio. € erhöhte (2015: 33,0 Mio. €). Das für 2016 prognostizierte Rohergebnis von 36 Mio. € wurde aufgrund der vorgenannten Gründe verfehlt.

Kosten und Abschreibungen

Der Personalaufwand stieg 2016 um 11 % auf 26,6 Mio. € (2015: 24,0 Mio. €) im etwa gleichen Verhältnis wie die Personalkapazität. Unter Berücksichtigung der hierin erfassten Aufwendungen für Abfindungen an ausgeschiedene Mitarbeiter von 0,7 Mio. € stieg die Mitarbeiterzahl leicht stärker als der Personalaufwand. In der Wettbewerbsbranche ^Informatik' bewegt sich die IVU AG weiterhin auf einem generell hohen Gehaltsniveau für gut ausgebildete Fachkräfte.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Bestand unfertiger Leistungen in Höhe von -1,5 Mio. € auf 3,3 Mio. € (2015: 2,3 Mio. €). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen hauptsächlich zwei Projekte in Israel sowie ein Projekt in Kolumbien.

In den Abschreibungen ist letztmalig die Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von -0,4 Mio. € enthalten.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,9 Mio. € auf 9,0 Mio. € (2015: 8,1 Mio. €) ist vor allem auf Vertriebsunterstützung im Ausland und wachstumsbedingte Kostensteigerungen sowie auf Mehraufwendungen bei den Rechts- und Beratungsleistungen zurückzuführen.

Betriebsergebnis sinkt

Das Ergebnis spiegelte das Wachstum im Rohergebnis leider nicht wieder. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank durch die unvorhergesehenen, negativen Sondereffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -4,3 Mio. € (2015: -1,4 Mio. €).

Die Sondereffekte summierten sich insgesamt auf rund -2,6 Mio. € und enthielten vor allem die oben genannten Sonderabschreibungen auf unfertige Leistungen (-1,5 Mio. €), Abfindungen an ausgeschiedene Mitarbeiter (-0,7 Mio. €) und Abwertungen auf Lagerbestände (-0,4 Mio. €).

Ein weiterer wesentlicher Grund für das negative Betriebsergebnis ist die konservative Ertragsrealisierung entsprechend der HGB-Bilanzierungsvorschriften. Dadurch wird bei langlaufenden Projekten meistens erst nach der Endabnahme der vertraglich geschuldeten Leistung, also in den Folgejahren, der Gewinn realisiert.

Ein positiver Effekt konnte mit Erträgen aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,9 Mio. € erreicht werden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital sank dementsprechend im Berichtsjahr um -3,8 Mio. € auf 18,6 Mio. € (2015: 22,4 Mio. €). Im Geschäftsjahr hat der Vorstand im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses 2.866 T€ aus der Kapitalrücklage entnommen und mit dem Jahresfehlbetrag verrechnet. Mit 41 % lag die Eigenkapitalquote 2016 unter dem hohen Vorjahresniveau (2015: 49 %). Die Vermögenslage des Unternehmens ist stabil, die Finanzkraft insgesamt weiterhin als sehr gut zu bewerten.

Gute Liquidität

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die IVU AG durch die Reduktion der Forderungen und der Zunahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen einen operativen Cashflow in Höhe von 2,7 Mio. € (2015: -6,0 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Cashflows für Investitionstätigkeit von -0,9 Mio. € (2015: -1,2 Mio. €) hat sich der Finanzmittelfonds um 1,8 Mio. € erhöht.

Mit 9,7 Mio. € liquiden Mitteln zum 31.12.2016 (2015: 7,9 Mio. €) kann die Liquidität der IVU AG als sehr gut eingestuft werden.

Im Berichtsjahr war die IVU AG jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die der Gesellschaft eingeräumten Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. € wurden nicht in Anspruch genommen. Die Bonität der IVU AG wird von Auftraggebern entsprechend positiv bewertet.

Gute Auftragslage

Der Auftragsbestand beträgt zum 28.02.2017 für das laufende Geschäftsjahr rund 35 Mio. €. Die für 2017 geplanten Ziele sind damit zu einem erheblichen Teil durch die Auftragslage abgedeckt.

Zusammenfassung

Die IVU AG blickt insgesamt auf ein schwieriges Jahr 2016 zurück, das von Wachstum im Rohergebnis geprägt ist, gleichzeitig aber durch unvorhersehbare Einmaleffekte und noch nicht realisierte Projektgewinne belastet wurde.

Für 2017 erwarten wir die Fortsetzung des grundsätzlich profitablen Wachstumskurses und blicken aufgrund der guten Auftragslage und vielversprechenden Vertriebschancen zuversichtlich in die Zukunft.

Prognosebericht

Ausblick

Die IVU AG hat ihre Position im Kernmarkt öffentlicher Verkehr in 2016 weiter ausgebaut und ist ein national und international gefragter Ansprechpartner. Neben der integrierten Produktpalette IVU.suite wird der standardisierte Einführungsprozess IVU.xpress und die Rundum-Sorglos-Betriebsführung in der IVU.cloud von Verkehrsbetrieben aller Art und Größe geschätzt.

Mit der integrierten Bahnlösung IVU.rail konnten wir auch im Berichtsjahr mehrere neue Kunden gewinnen und unsere sehr gute Marktposition weiter ausbauen. Als weiterhin einziges Standardprodukt für den gesamten Bahnsektor (Nah-, Fern-, Regional- und Güterverkehr) sind die Aussichten für IVU.rail auch 2017 gut.

Das Logistiksegment entwickelte sich in 2016 stabil. Die Bindungen zu den Bestandskunden sind stark und münden immer wieder in Folgeaufträge.

Die wesentlichen Steuerungsgrößen für das Erreichen der strategischen Ziele sind hierbei die Entwicklung der Umsatzerlöse als Kennzahl für die Wachstumsrate, das Rohergebnis (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge und abzüglich Materialaufwand) als Kennzahl für die eigene Wertschöpfung und das Betriebsergebnis (EBIT) als Kennzahl für die Profitabilität. Unsere zentrale Kennzahl für die Effizienz ist das Verhältnis EBIT/Rohergebnis.

Bei einem unverändert guten Marktumfeld erwarten wir für 2017 eine positive Geschäftsentwicklung und damit eine Rückkehr zu den guten Gewinnmargen der Vorjahre. Der Umsatz wird stark durch projektbezogene Hardwarelieferungen beeinflusst, die sich hinsichtlich der Jahresabgrenzung verschieben können. Der Umsatz wird auf Basis des Auftragsbestandes und erwarteter Abschlüsse für 2017 mit rund 50 Mio. € (Ist 2016: 44,6 Mio. €), das Rohergebnis mit rund 40 Mio. € (Ist 2016: 34,6 Mio. €) und das Betriebsergebnis (EBIT) mit ca. 1 Mio. € geplant.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, müssen Risiken aller Art erkannt und gemanagt werden. Unser Risikomanagement zielt auf eine frühzeitige Identifikation, Analyse und Kontrolle der Risiken ab. Das interne Kontrollsystem ist dabei in das Risikomanagementsystem eingebettet. Abweichungsanalysen dienen dem Management als Instrument der Unternehmenssteuerung.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse im Unternehmen. Dazu gehören alle Faktoren, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können.

Das Risikomanagement basiert auf dem monatlichen Berichtswesen, das wesentliche Kennzahlen beinhaltet und die Plan-Zahlen den Ist-Zahlen gegenüberstellt. Die Tochtergesellschaften sind in das Berichtssystem einbezogen. Regelmäßige Gespräche mit den Verantwortlichen zur Umsatz-, Kosten- und Terminentwicklung ermöglichen es, den Vorstand über kritische Entwicklungen rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Um sicherzustellen, dass die vorhandene Liquidität und die Kreditlinien ausreichen, wird die Liquidität rollierend geplant und die Entwicklung der liquiden Mittel täglich überwacht.

Das Risikomanagement ist ein fester Tagesordnungspunkt jeder Aufsichtsratssitzung und wird in jeder Sitzung ausführlich besprochen. Die relevanten Risiken werden entsprechend der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Gesellschaft hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit sowie hinsichtlich ihrer Schadenshöhe in gering, mittelhoch und hoch klassifiziert und bewertet. Die nachfolgenden Risiken und Chancen beziehen sich gleichermaßen auf die Segmente Public Transport und Logistics.

Risiken

Exportgeschäft

Den Chancen jeder Internationalisierung stehen die Kosten der Markterschließung gegenüber, die immer eine Vorinvestition in ungewisse Erfolge sind. Darüber hinaus unterliegt die IVU AG den allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in den Ländern, in denen sie tätig ist. Hierin liegt naturgemäß das Risiko von Projektverzögerungen bis hin zum Projektabbruch und Zahlungsausfällen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe werden unverändert als mittelhoch eingeschätzt. Um solche Risiken zu begrenzen, versuchen wir, Markterschließungskosten durch die strategische Fokussierung auf aussichtsreiche Länder in Zielmärkten gering zu halten. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen nutzen wir verschiedene Instrumente der Zahlungssicherung, wie Akkreditive, Anzahlungen, Abschlagszahlungen oder Vorkasse.

Die Erfahrungen des letzten Jahres zeigen, dass in neuen Märkten die Risiken vielfältiger als erwartet sind. Wir werden diese daher zukünftig noch strenger bewerten und die Anzahl parallel laufender Großprojekte in für uns neuen Märkten begrenzen.

Zahlungsverzögerungen

Zahlungsverzögerungen sind in allen großen und vor allem auch internationalen Projekten ein potenzielles Risiko, da sich hier die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen erfahrungsgemäß schnell ändern. Insbesondere Wechsel von Entscheidungsträgern können sich auf Zahlungstermine auswirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird unverändert als hoch und die Schadenshöhe unverändert als mittelhoch bewertet. Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen, sind lieferorientierte Zahlungspläne und ein effizientes Projektmanagement. Zudem ist die Zahlungsmoral unserer Kunden allgemein als gut zu bewerten, da ein Großteil dem öffentlichen Sektor entstammt.

Projektgeschäft

Das Projektgeschäft der IVU AG beruht fast vollständig auf Werkverträgen, die auf den Standardprodukten der IVU.suite aufbauen. Darin liegt naturgemäß das Risiko, dass der tatsächlich zu leistende Aufwand den Plan übersteigt. Aus möglichen Lieferverzögerungen können Pönalen resultieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe werden unverändert als mittelhoch bewertet. Maßnahmen zur Reduzierung dieser Risiken sind ein effizientes Projektmanagement, Termintreue und das Einhalten von Qualitätsstandards.

Qualitätsmängel

Sollten Mängel in der gelieferten Software oder Hardware auftreten, können diese die Abnahme und damit die Bezahlung von Rechnungen verzögern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird unverändert als mittelhoch und die Schadenshöhe ebenfalls unverändert als mittelhoch eingeschätzt. Eine Maßnahme, um dieses Risiko zu begrenzen, ist ein konsequentes Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Zudem mindert der stetig wachsende Standardisierungsgrad der IVU-Systeme die Gefahr von Qualitätsmängeln, da statt Sonderentwicklungen lediglich kundenspezifische Anpassungen notwendig sind und alle Produkte intensiven Tests unterzogen werden können.

Währungsrisiken

Da die IVU AG einen Teil ihres Geschäfts außerhalb der Euro-Währungsländer tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Währungsrisiken bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht der funktionalen Währung der IVU AG entsprechen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird unverändert als hoch und die mögliche Schadenshöhe unverändert als gering bewertet. Zur Absicherung von Zahlungsströmen in fremder Währung schließt die IVU AG im Bedarfsfall Devisentermingeschäfte ab. Dabei werden ausgehend von geschlossenen Verträgen und getroffenen Zahlungsvereinbarungen die erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge eingeschätzt. Bewertungseinheiten zur Schaffung von Sicherungsbeziehungen werden derzeit nicht gebildet. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Devisentermingeschäfte (im Vorjahr nominal 0,5 Mio. €).

Mangel an Fach- und Führungskräften

Ein spezialisiertes Softwareunternehmen wie die IVU AG erreicht seine Stärke am Markt, weil hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte anspruchsvolle Projekte vorantreiben und spezielle Kundenwünsche realisieren. Risiken ergeben sich aus dem potenziellen Verlust von Know-how-Trägern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten wir unverändert als gering, die Schadenshöhe weiterhin als mittelhoch. Maßnahmen, um diese Risiken zu reduzieren, sind eine langfristig angelegte Personalpolitik, die eine niedrige Fluktuationsrate sicherstellt, sowie eine offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur, die eine hohe Mitarbeiterbindung fördert.

Einschätzung des Gesamtrisikos

Wir gehen weiterhin von einem geringen Gesamtrisiko aus.

Chancen

Die Vertriebsstrategie der IVU AG ist darauf ausgerichtet, die gute Stellung im nationalen Markt auszubauen und die sich ergebenden Chancen der Internationalisierung konsequent zu nutzen. Als einer der wenigen Systemhersteller weltweit bietet die IVU AG IT-Lösungen für alle Prozesse eines Verkehrsbetriebs - von der Planung über den Betrieb bis zur Abrechnung. Mit unseren Systempaletten für den öffentlichen Verkehr, der IVU.suite, gehören wir zu den Marktführern für ganzheitliche Lösungen.

Unser Geschäft ist vor allem im Heimatmarkt und bei kleinen und mittleren Projekten sehr stabil und daher gut vorhersagbar. Die Auftragsvergabe und der Projektverlauf von Großprojekten in ausländischen Megacities und bei Staatsbahnen sind hingegen schwer zu planen. Hier kann eine einzelne Entscheidung einen großen Einfluss auf das Ergebnis der IVU AG haben, so dass auch eine deutliche Abweichung nach oben möglich ist.

Insgesamt sind die Chancen für die IVU AG als sehr gut zu bewerten. Wir profitieren von dem anhaltenden Trend zur Urbanisierung, der von den Städten immer höhere Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Infrastrukturen fordert. Durch erfolgreiche Projektumsetzungen ist die IVU AG zu einem gefragten Ansprechpartner geworden. Diese gute Reputation werden wir nutzen und unsere Marktstellung durch gezielte Vertriebsaktivitäten in unseren Zielmärkten weiter ausbauen.

Ergänzende Angaben nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB und § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Der Vorstand der IVU AG hat für das Geschäftsjahr 2016 Bezüge von 707 T€ (2015: 848 T€) erhalten. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem fixen Anteil (527 T€) und einem variablen Anteil (180 T€) zusammen. Im Berichtsjahr betrug der variable Vergütungsanteil 25 % (2015: 45 %) der Gesamtbezüge. Darüber hinaus wurde eine einmalige Leistung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (624 T€) an ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied gewährt. Der variable Vergütungsanteil bemisst sich nach dem Ergebnis vor Steuern im IFRS Konzernabschluss.

Die Hauptversammlung hat am 25. Mai 2016 beschlossen, die Gesellschaft von der Pflicht zur Offenlegung der Bezüge einzelner Mitglieder des Vorstands für die Geschäftsjahre 2016 bis einschließlich 2020 zu befreien.

Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält keine erfolgsorientierte Komponente und besteht aus einer fixen Grundvergütung. Ein Sitzungsgeld ist nicht vereinbart.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 17.719.160 € ist eingeteilt in 17.719.160 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1 €. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. Mai 2021 einmalig oder mehrmalig um bis zu 30 % des derzeitigen Grundkapitals in Höhe von 17.719.160 €, also auf 5.315.748 € durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand kann von dieser Ermächtigung zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck Gebrauch machen. Von der Ermächtigung wurde in 2016 kein Gebrauch gemacht.

Des Weiteren wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu jedem nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen und nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.771.916 € beschränkt, das sind 10 % des Grundkapitals in Höhe von 17.719.160 €.

Es liegen keine Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen vor. Vereinbarungen dieser Art zwischen einzelnen Gesellschaftern sind dem Vorstand nicht bekannt. Ferner sind keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die Regelungen für einen Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots enthalten.

Gemäß § 7 der Satzung ernennt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Weitere Einzelheiten der Ernennung und der Abberufung regelt §§ 84f. AktG.

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 17 der Satzung zu Änderungen der Satzung berechtigt, die nur ihre Fassung betreffen. Ansonsten wird die Satzung gemäß § 179 AktG durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen.

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Gesellschaft hat auf ihrer Internetseite www.ivu.de die Erklärung zur Unternehmensführung öffentlich zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex.

Berlin, 9. März 2017

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

im Berichtsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands gemäß Gesetz und Satzung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Er hat sich umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung, wichtige Geschäftsereignisse sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens informiert. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat zeitnah und regelmäßig. Dem Aufsichtsrat lagen alle Sachverhalte rechtzeitig vor, die für anstehende Entscheidungen wichtig waren. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand über die Sitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand.

Veränderungen im Vorstand

Dr. Helmut Bergstein hat sich mit dem Aufsichtsrat der IVU Traffic Technologies AG auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt. Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung der IVU. Sein Amt als Vorstand legte Herr Dr. Bergstein zum 31.10.2016 nieder. Der Aufsichtsrat und die Gesellschaft danken Herrn Dr. Bergstein für die gute Zusammenarbeit.

Der Aufsichtsrat hat gleichzeitig Matthias Rust ab dem 1.11.2016 zum Mitglied des Vorstands ernannt. Er wird die IVU gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Martin Müller-Elschner führen, dessen Vertrag bis Ende 2022 verlängert wurde.

Sitzungen

2016 fanden vier planmäßige Sitzungen statt, am 18.3., 24.5., 30.8. und 23.11.2016.

Der Aufsichtsrat bildete keine Ausschüsse, alle zustimmungspflichtigen Geschäfte haben wir gemeinsam entschieden.

Schwerpunkte der Beratungen

Im Fokus der Beratungen standen die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, die Perspektiven und die zukünftige Ausrichtung im internationalen Wettbewerbsumfeld.

Wichtige Punkte in den Sitzungen waren:

Prüfung und Genehmigung der Planung für das Geschäftsjahr 2016
Billigung des Konzernabschlusses
Feststellung des Einzelabschlusses
Liquiditätsplanung
Besprechung der Quartalsabschlüsse
Personalentwicklung
Risikomanagement
Großprojekte und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen
Vorbereitung der Hauptversammlung
Internationalisierungsstrategie
Personelle Veränderungen im Vorstand

Corporate Governance

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und nachhaltige Wertschöpfung ist für die IVU Traffic Technologies AG von großer Bedeutung. Daher haben Aufsichtsrat und Vorstand auch im Berichtsjahr 2016 die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erörtert und die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben.

Jahres- und Konzernabschluss

In unserer Bilanzsitzung am 21.3.2017 haben wir uns eingehend mit dem Jahresabschluss der IVU Traffic Technologies AG und dem Konzernabschluss zum 31.12.2016 sowie den jeweiligen Lageberichten befasst. Der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, stand während der Sitzung für Fragen zur Verfügung. Nach eingehender Prüfung und Erörterung haben wir sowohl den Konzernabschluss gebilligt als auch den Einzelabschluss der AG festgestellt.

Berlin, im März 2017

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Herbert Sonntag, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss hat der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IVU Traffic Technologies AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Berlin, den 21. März 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Seifert, Wirtschaftsprüfer