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IVU Traffic Technologies AG — Annual Report 2011
Apr 12, 2012
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Annual Report
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IVU Traffic Technologies AG
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der IVU Traffic Technologies AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 16. März 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Weiß, Wirtschaftsprüfer
Glöckner, Wirtschaftsprüfer
Anlage 1
Bilanz zum 31. Dezember 2011
IVU Traffic Technologies AG, Berlin
AKTIVA
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| € | € | 31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen | 447.863,10 | 166 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.262.258,00 | 2.742 | |
| 2.710.121,10 | 2.908 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 257.574,47 | 28 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 818.165,56 | 792 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 155.445,12 | 0 | |
| 1.231.185,15 | 820 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.937.347,05 | 1.855 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Unfertige Leistungen | 12.570.013,82 | 9.467 | |
| 2. Waren | 1.187.653,47 | 1.112 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 197.426,62 | 102 | |
| 13.955.093,91 | 10.681 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.419.428,51 | 10.779 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.107.223,73 | 1.354 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 68.726,52 | 175 | |
| 12.595.378,76 | 12.308 | ||
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 2.041.401,63 | 1.424 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 84.408,29 | 212 | |
| 34.554.935,89 | 30.208 | ||
| Passiva | |||
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 17.719.160,00 | 17.719 | |
| II. Kapitalrücklage | 49.102.472,94 | 49.103 | |
| III. Bilanzverlust | 53.120.835,64 | 53.707 | |
| 13.700.797,30 | 13.115 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.892.673,69 | 2.734 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 84 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 5.415.317,33 | 5.016 | |
| 8.307.991,02 | 7.834 | ||
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.920,11 | 0 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 7.133.613,21 | 4.682 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.549.567,98 | 2.981 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 897.875,49 | 683 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 622.126,78 | 778 | |
| davon aus Steuern € 550.657,36 (Vj. T€ 753) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 9.874,41 (Vj. T€ 7) | |||
| 12.209.103,57 | 9.124 | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 337.044,00 | 135 | |
| 34.554.935,89 | 30.208 |
Anlage 2
Gewinn- und Verlustrechnung für 2011
IVU Traffic Technologies AG, Berlin
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| € | € | 2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 32.123.666,31 | 31.641 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen | 3.103.108,00 | 3.587 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.528.566,43 | 1.106 | |
| 36.755.340,74 | 36.334 | ||
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 7.200.948,63 | 6.749 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.391.739,89 | 3.482 | |
| 10.592.688,52 | 10.231 | ||
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 15.215.680,15 | 14.526 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung € 88.687,26 (Vj. T€ 138) | 2.618.831,69 | 2.574 | |
| 17.834.511,84 | 17.100 | ||
| 6. Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 1.349.390,36 | 1.135 | |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | 72.469,24 | 0 | |
| 1.421.859,60 | 1.135 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.981.472,73 | 6.763 | |
| 35.830.532,69 | 35.229 | ||
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 92.248,41 | 91 | |
| 9. Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vj. T€ 635) | 0,00 | 635 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13.916,92 | 15 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen € 14.947,47 (Vj. T€ 14) davon Aufwendungen aus der Abzinsung € 210.422,00 (Vj. T€ 207) | 384.002,03 | 389 | |
| -277.836,70 | 352 | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 646.971,35 | 1.457 | |
| 13. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 968 | |
| 14. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | -968 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 45.616,52 | 0 | |
| 16. Sonstige Steuern | 15.497,51 | 35 | |
| 17. Jahresüberschuss | 585.857,32 | 454 | |
| 18. Verlustvortrag | 53.706.692,96 | 54.161 | |
| 19. Bilanzverlust | 53.120.835,64 | 53.707 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
IVU Traffic Technologies AG, Berlin
I. Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, bewertet.
Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden in Abweichung zu § 285 Nr. 13 HGB über 11 bzw. 15 Jahre planmäßig abgeschrieben, was der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entspricht.
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten einschließlich Anschaffungsnebenkosten.
Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten, Waren nach der FiFo-Methode (First in First out) bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einschließlich Verwaltungskosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen und Vertriebskosten werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Soweit die erwarteten Verkaufserlöse aus Aufträgen nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten decken, erfolgen Abschläge, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen.
Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedriger Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt
Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 5,14 % und unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2005G ermittelt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Der Jahresabschluss enthält Positionen, denen Beträge in fremder Währung zu Grunde liegen. Posten in Fremdwährung in der Bilanz wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Aus der Gegenüberstellung von aktiven und passiven latenten Steuern (einschließlich der Differenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen) ergab sich zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang. Temporäre Differenzen i. S. v. § 274 HGB ergeben unter Verwendung eines Steuersatzes von 30,79 % sich bei folgenden Bilanzposten:
| • | Immaterielle Vermögensgegenstände (passive latente Steuern) |
| • | Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuern) |
| • | Sonstige Rückstellungen (aktive latente Steuern) |
Darüber hinaus bestehen ungenutzte steuerliche Verlustvorträge, deren Realisierung durch zukünftige positive Steuerbemessungsgrundlagen hinreichend sicher scheint. Auch hieraus ergibt sich eine aktive latente Steuer. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern, sodass ein Aktivüberhang vorliegt, der entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird.
III. Angaben zu bestimmten Bilanzpositionen sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.
In den immateriellen Vermögensgegenständen werden zum Bilanzstichtag Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 2.262 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr betrugen die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte T€ 480.
Im Geschäftsjahr wurden auf Grund von dauerhaften Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 95 vorgenommen.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter € 410 betragen, wurden im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst. Der in den Vorjahren im Rahmen der Anwendung der Poolabschreibung gebildete Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 wurde planmäßig zu einem Fünftel abgeschrieben. Im Jahr 2011 wurden Investitionen teilweise im Rahmen von Mietkaufverträgen durchgeführt.
Der Anteilsbesitz stellt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | (lokale) Währung | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital T€ |
Ergebnis T€ |
|---|---|---|---|---|
| IVU – Gesellschaft für Informatik, Verkehrs- und Umweltplanung mbH, Berlin ("IVU GmbH") | EUR | 100,00 | 480 | 0* |
| IVU Benelux B.V., Veenendaal, Nie- derlande ("IVU Benelux") | EUR | 100,00 | 447 ** | -10 ** |
| IVU Traffic Technologies Italia s.r.l., Rom, Italien ("IVU Italia") | EUR | 100,00 | 947 ** | 524 ** |
| IVU Traffic Technologies UK Ltd., Birmingham, Großbritannien ("IVU UK") | GBP | 100,00 | 40 ** | -35 ** |
| IVU Chile LTDA., Santiago de Chile, Chile ('IVU Chile') | CLP | 99,00 | 39 ** | 5 ** |
* nach Ergebnisübernahme durch IVU Traffic Technologies AG
** nach IFRS Einzelabschluss
Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten, der Warenbestand ist zu Anschaffungskosten, jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips, bewertet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nominalbeträgen abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben mit Ausnahme der Sicherheitseinbehalte eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sicherheitseinbehalte, die zum Stichtag erst nach einem Jahr zur Auszahlung gelangen, betragen T€ 3.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.107 (Vj. T€ 1.354).
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Steuerforderungen in Höhe von T€ 16 sowie Zuwendungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Höhe von T€ 13. Insgesamt sind in den sonstigen Vermögensgegenständen wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
Die Flüssigen Mittel enthalten in Höhe von T€ 1.817 (Vj. T€ 911) Termingelder, die als Sicherheit für ausgereichte Bürgschaften hinterlegt und nicht frei verfügbar sind.
In den Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalrückstellungen in Höhe von T€ 1.705, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 976 und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 952.
Die Pensionsrückstellungen werden nach der „Projected Unit Credit“ (PUC) Methode unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005G ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,14 % (Vj. 5,15 %) verwendet.
Für Verpflichtungen wurden erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % p. a. (Vorjahr 2,0 % p. a.) und Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) berücksichtigt.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:
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| T€ | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 4.213 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 1.320 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 1.328 |
| Verrechnete Aufwendungen | 0 |
| Verrechnete Erträge | 0 |
Insgesamt wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB Vermögenswerte, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, in Höhe von T€ 1.320 mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte):
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| Restlaufzeit | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6 | (0) | 0 | 0 | 6 | (0) |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 7.134 | (4.682) | 0 | 0 | 7.134 | (4.682) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.295 | (2.669) | 255 | (312) | 3.550 | (2.981) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 898 | (683) | 0 | 0 | 898 | (683) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 622 | (778) | 0 | (0) | 622 | (778) |
| 11.955 | (8.812) | 255 | (312) | 12.210 | (9.124) |
Kreditlinien bei der Deutsche Bank AG und der Landesbank Berlin AG in Höhe von jeweils T€ 1.500 sind durch Globalzession von Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen und aus der Vergabe von Lizenzen gesichert. Die Kreditlinien wurden zum Stichtag in Höhe von T€ 6 in Anspruch genommen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Dauerschuldverhältnissen (Mietverträgen und Leasingverträgen), die zu folgenden Zahlungen führen:
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| Mietzahlungen T€ |
Leasingzahlungen T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|
| 2012 | 906 | 206 | 1.112 |
| 2013 | 906 | 168 | 1.074 |
| 2014 | 906 | 121 | 1.027 |
| 2015 und später | 3.721 | 56 | 3.777 |
| Gesamt | 6.439 | 551 | 6.990 |
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Zum Bilanzstichtag besteht ein kurzfristiges Darlehen gegenüber der hundertprozentigen Tochtergesellschaft IVU Benelux in Höhe von T€ 264. Das Darlehen ist mit einem Zinssatz in Höhe von 2,5 % p. a. verzinst.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Public Transport | 26.569 | 27.514 |
| Logistics | 5.504 | 3.634 |
| Sonstige | 51 | 493 |
| 32.124 | 31.641 | |
| Inland | 19.823 | 18.665 |
| Ausland | 12.301 | 12.976 |
| 32.124 | 31.641 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 703, Erträge aus dem Zahlungseingang von in den Vorjahren wertberichtigten Forderungen in Höhe von T€ 453 sowie Erträge aus Zuwendungen für Forschung und Entwicklung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Höhe von insgesamt T€ 68.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Gängigkeitsabschlägen für Vorräte in Höhe von T€ 72 sowie der Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von T€ 29.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen T€ 92 (Vj. T€ 91) betreffen den gemäß Ergebnisabführungsvertrag abgeführten Gewinn des Geschäftsjahres 2011 der IVU GmbH - an die IVU Traffic Technologies AG (IVU AG).
Die außerordentlichen Aufwendungen im Jahr 2010 beinhalten ausschließlich den Effekt aus der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen (T€ 967) und der Rückstellung für Sterbegeld (T€ 1) infolge der erstmaligen Anwendungen der Vorschriften des BilMoG zum 1. Januar 2010.
IV. Sonstige Angaben
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag € 17.719.160 eingeteilt in 17.719.160 Stückaktien zum rechnerischen Wert von je € 1.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 wurde das genehmigte Kapital 2002/I aufgehoben und der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Mai 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu € 1.000.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010/I). Zum 31. Dezember 2011 betrug das genehmigte Kapital € 0.
Organe und Organbezüge
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft vertreten durch die Vorstände:
| Herrn Martin Müller-Elschner (Vorsitzender) | |
| Herrn Frank Kochanski | |
| Herrn Dr. Helmut Bergstein |
Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 772 (2010: T€ 768). Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem fixen Anteil und einem variablen Anteil zusammen. Im Berichtsjahr betrug der variable Vergütungsanteil ca. 25 % (2010: 24 %) der Gesamtbezüge. Die Hauptversammlung hat am 25. Mai 2011 beschlossen, die Gesellschaft von der Offenlegung der Bezüge einzelner Mitglieder des Vorstands zu befreien.
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren bestellt.
Herr Klaus-Gerd Kleversaat (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Berlin
| Vorstand der quirin bank AG, Berlin, | |
| Vorstand der Tradegate Wertpapierhandelsbank AG, Berlin, | |
| Aufsichtsratsmitglied der Stream Films AG, Berlin, | |
| Aufsichtsratsmitglied der Orbit Software AG, Berlin. |
Herr André Neiß, Hannover
| Vorstandsvorsitzender der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, Hannover, | |
| Geschäftsführer der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH, Hannover, | |
| Aufsichtsratsmitglied des Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen beka mbH, Köln, | |
| Mitglied des Verwaltungsrats der KKH-Allianz (Ersatzkasse), Hannover, | |
| Beirat der Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. Passerelle KG, Hannover, | |
| Beirat Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen (HDN), Bochum. |
Herr Prof. Dr. Herbert Sonntag, Berlin
| Vizepräsident der Technischen Hochschule Wildau (FH), | |
| Vorsitzender des Vorstands Logistiknetz Berlin Brandenburg e. V., Berlin – Potsdam, | |
| Mitglied des Vorstandes der Allianz pro Schiene e. V., Berlin |
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beträgt im Berichtsjahr T€ 37,5 (2010: T€ 37,5).
Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von T€ 129 (2010: T€ 81) geleistet.
Für frühere Organmitglieder bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.448 (2010: T€ 2.425) vor Saldierung mit Vermögensgegenständen.
Mitarbeiter
Übersicht über die beschäftigten Mitarbeiter:
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| Anzahl durchschnittlich Beschäftigter in 2011 | Mitarbeiter per 31. Dezember 2011 | |
|---|---|---|
| Angestellte Vollzeit | 245 | 244 |
| Angestellte Teilzeit | 26 | 27 |
| Aushilfen | 44 | 46 |
| 315 | 317 |
Erklärung gemäß § 289a HGB zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde gemäß § 289a Abs. 1 HGB veröffentlicht und den Aktionären auf der Internetseite der IVU AG zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex.
Mitteilungen nach dem WpHG
Der IVU AG wurden im Geschäftsjahr 2011 die folgenden Anteilserwerbe nach § 15a WpHG gemeldet:
| ― | Im Geschäftsjahr 2011 hat Martin Müller-Elschner, der Vorsitzende des Vorstands, 25.000 IVU-Aktien erworben. |
| ― | Im Geschäftsjahr 2011 hat Frank Kochanski, Mitglied des Vorstands, 11.500 IVU-Aktien erworben. |
| ― | Im Geschäftsjahr 2011 hat Dr. Helmut Bergstein, Mitglied des Vorstands, 10.000 IVU-Aktien erworben. |
Der IVU AG wurden im Geschäftsjahr 2010 die folgenden Anteilserwerbe nach § 15a WpHG gemeldet:
| ― | Im Geschäftsjahr 2010 hat Klaus-Gerd Kleversaat, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, 30.000 IVU-Aktien erworben. |
| ― | Im Geschäftsjahr 2010 hat Dr. Helmut Bergstein, Mitglied des Vorstands, 5.000 IVU-Aktien erworben. |
| ― | Im Geschäftsjahr 2010 hat Frank Kochanski, Mitglied des Vorstands, hat 3.500 IVU-Aktien erworben. |
Prüfungs- und Beratungshonorare
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 94. Der Aufwand für Steuerberatungsleistungen beträgt T€ 22.
Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Im Geschäftsjahr 2011 wurde der IVU AG keine Über- oder Unterschreitung der Schwellenwerte gemäß § 21 Abs. 1 WpHG gemeldet.
Im Geschäftsjahr 2010 wurde der IVU AG die Über- oder Unterschreitung der folgenden Schwellenwerte gemäß § 21 Abs. 1 WpHG gemeldet:
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst Denert, Deutschland, hat der IVU AG am 15. April 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der IVU Traffic Technologies AG, Bundesallee 88, 12161 Berlin, Deutschland, am 29. März 2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,7 % (1.720.000 Stimmrechtsaktien) betrug. |
Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB.
Berlin, 12. März 2012
Der Vorstand
Anlage 3
Entwicklung des Anlagevermögens 2011
IVU Traffic Technologies AG, Berlin
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| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2011 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen | 7.598.820,70 | 620.619,23 | 0,00 | 8.219.439,93 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 7.195.406,91 | 0,00 | 0,00 | 7.195.406,91 |
| 14.794.227,61 | 620.619,23 | 0,00 | 15.414.846,84 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 2.661.887,71 | 245.000,00 | 44.828,58 | 2.862.059,13 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.215.863,71 | 541.109,51 | 30.861,80 | 3.726.111,42 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 155.445,12 | 0,00 | 155.445,12 |
| 5.877.751,42 | 941.554,63 | 75.690,38 | 6.743.615,67 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.375.432,82 | 82.252,26 | 0,00 | 12.457.685,08 |
| 12.375.432,82 | 82.252,26 | 0,00 | 12.457.685,08 | |
| 33.047.411,85 | 1.644.426,12 | 75.690,38 | 34.616.147,59 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
31.12.2011 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen | 7.432.810,70 | 338.766,13 | 0,00 | 7.771.576,83 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.453.319,91 | 479.829,00 | 0,00 | 4.933.148,91 |
| 11.886.130,61 | 818.595,13 | 0,00 | 12.704.725,74 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 2.633.409,62 | 15.903,62 | 44.828,58 | 2.604.484,66 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.423.916,05 | 514.891,61 | 30.861,80 | 2.907.945,86 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.057.325,67 | 530.795,23 | 75.690,38 | 5.512.430,52 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.520.338,03 | 0,00 | 0,00 | 10.520.338,03 |
| 10.520.338,03 | 0,00 | 0,00 | 10.520.338,03 | |
| 27.463.794,31 | 1.349.390,36 | 75.690,38 | 28.737.494,29 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2011 € |
31.12.2010 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen | 447.863,10 | 166 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.262.258,00 | 2.742 |
| 2.710.121,10 | 2.908 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 257.574,47 | 28 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 818.165,56 | 792 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 155.445,12 | 0 |
| 1.231.185,15 | 820 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.937.347,05 | 1.855 |
| 1.937.347,05 | 1.855 | |
| 5.878.653,30 | 5.583 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
IVU Traffic Technologies AG, Berlin
1. Die IVU und der Markt
Städte sind die Motoren der Wirtschaft. Sie sind die Ballungszentren von Industrie und Handel. In entwickelten Ländern werden mehr als 80 Prozent der Wirtschaftsleistung in den Städten erbracht und die Tendenz ist steigend. Leistungsfähige Infrastrukturen zum Transport von Menschen und Gütern sind die Grundvoraussetzung für die Entwicklungsfähigkeit der Metropolen. Der wachsende Transportbedarf und das zunehmende Umweltbewusstsein verstärken die Investitionen in öffentliche Verkehrsnetze weltweit. Das zeigt sich auch in den steigenden Umsatzzahlen der IVU.
Die globale Verstädterung hält auch zukünftig an. Laut Schätzungen der UNO werden 2040 mehr als die Hälfte der Menschen in so genannten Megastädten leben – riesigen Stadtgebilden mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Was mit der Industrialisierung der Gesellschaft in den Metropolen Europas und Nordamerikas begann, setzt sich heute in Asien, Indien, Afrika und Lateinamerika fort. Die Megastädte wachsen mit gewaltiger Dynamik. Die einzige Möglichkeit sie zu gestalten und dem Chaos zu begegnen, ist das Wachstum vorausschauend zu lenken. Nachhaltige Infrastrukturen sind gefragt, die keinen Obergrenzen unterliegen und die immer größer werdenden Einwohnerzahlen bewältigen können.
Die IVU ist mit ihren IT-Systemen dicht am Puls der Zeit. Die Branche ‚Verkehr und Logistik' bleibt ein Wachstumsmarkt. Die Metropolen und Megastädte verlangen nach Gesamtlösungen, die die Anforderungen der Zukunft mit den Fragen der Stadtentwicklung zusammendenken. Deshalb arbeitet die IVU in der Produktentwicklung eng mit Kunden und Forschungsinstitutionen zusammen. Als einer der wenigen international agierenden Softwarehersteller für den öffentlichen Verkehr bietet sie mit der IVU.suite eine Komplettlösung für alle Anforderungen eines Verkehrsunternehmens, die entsprechend den Kundenanforderungen und Flottengrößen skaliert werden kann. So gelang ihr 2011 als erstem Systemhersteller die Skalierung des Fahrgastinformationssystems auf eine Flottengröße von 10.000 Fahrzeugen, deren Echtzeit-Abfahrtszeiten an bis zu 20.000 Haltestellen integriert und verarbeitet werden können. In der Millionenmetropole London kommt das System erstmals zum Einsatz.
Die IVU hat den Trend der zunehmenden Urbanisierung früh erkannt und in ihre Produktentwicklung integriert. Besonders in Lateinamerika ist sie durch ihr Erfolgsprojekt in Cali zur festen Marktgröße geworden. Im März 2011 erhielt das Projekt ‚Mio para todos' durch die Auszeichnung des UITP-Weltverbandes mit dem ‚Research and Knowledge Award' internationale Aufmerksamkeit.
Bahn im Wettbewerb.
Auch der Eisenbahnverkehr im In- und Ausland bleibt ein wichtiges Wachstumsfeld. Der Wettbewerbsdruck im Schienenverkehr nimmt durch stetig wachsende Marktanteile und die steigende Anzahl von Erstvergaben stetig zu. Mittelfristig geht der Verband zur Förderung des Bahnverkehrs, Allianz pro Schiene, allein im Schienenpersonenverkehr (SPNV) von einem Marktwachstum auf 15 Prozent aus. Die Vergabevolumina haben sich hier auf 60 Mio. Zugkilometer pro Jahr geradezu verdoppelt. Im Mai 2011 betrug die Quote der Erstvergaben im deutschen SPNV 49,9 Prozent. Und was in Deutschland gilt, ist auch in anderen Ländern zu beobachten. Längst macht der Wettbewerb im Schienenverkehr nicht mehr vor nationalen Grenzen halt.
So wird Effektivität bei steigendem Fahrgastkomfort auch im Schienenverkehr zum wichtigsten wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Softwarelösungen speziell für den Bahnverkehr. Mit IVU.rail, dem Planungs- und Optimierungssystem eigens für Bahnbetriebe, hält die IVU die passende Lösung bereit. Sowohl ausschreibende Institutionen als auch Betreiber können mit dem System die optimalen Fahr- und Umlaufpläne erstellen sowie die notwendigen Fahrzeug- und Personalzahlen planen.
Im Berichtsjahr konnte die IVU mit ihrer Bahnlösung weitere wichtige Erfolge erzielen. Mit der CP aus Portugal hat sich die sechste Staatsbahn für die IVU entschieden. In Frankreich konnte sie mit einem Auftrag bei Europorte einen wichtigen Schritt auf den Markt des Schienengüterverkehrs machen.
Logistik. Neue Marktchancen.
Damit Metropolen in Bewegung bleiben, kommt es nicht nur auf einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr an. Auch die Versorgungsnetze müssen reibungslos funktionieren. Die effiziente Planung von Instandhaltungsmaßnahmen, Zustellwegen oder Filialstandorten sind der Schlüssel zum Erfolg. Auch für die Logistikprodukte der IVU ergeben sich durch den Urbanisierungstrend neue Einsatzbereiche.
In Hamburg konnte 2011 die Einführung des IVU.winterservice abgeschlossen werden. Hier werden die Optimierungsalgorithmen aus der bewährten Entsorgungslösung IVU.waste mit den weitreichenden Dokumentationsvorschriften im Winterdienst, seinen speziellen Materialanforderungen und Ad-hoc-Einsätzen verknüpft.
Für IVU.locate ergeben sich durch die Integration der Tourenoptimierung aus IVU.workforce neue Anwendungsbereiche in der Tourenplanung, Gebietsplanung und -optimierung sowie der Vertriebsplanung und -steuerung. Die Deutsche Post DHL hat die Entwicklung dieser Lösung durch ihre besonderen Bedürfnisse bei der Optimierung von Zustellnetzen vorangetrieben und wird das System bei strategischen Entscheidungen zur Größe und zum Leistungsangebot von Packstationen zum Einsatz bringen.
So wachsen die Systeme der IVU immer enger zu intelligenten Gesamtkonzepten zusammen. Aus der Kombination der Stärken einzelner Produkte entstehen neue, leistungsfähige Lösungen. Sie alle werden unter dem Markendach IVU vereint. Die Produktentwicklung der IVU hat die Zukunftstrends frühzeitig erkannt und profitiert von den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Höhepunkte 2011
Ausland. Deutsche IT-Kompetenz ist gefragt
Großbritannien. Fahrgastinformation in London.
Das britische Verkehrsunternehmen Transport for London (TfL) setzt auf die nächste Generation der dynamischen Fahrgastinformation: Um die täglich rund sechs Millionen Fahrgäste des Verkehrsunternehmens jederzeit umfassend zu informieren, kommt zukünftig das Fahrgastinformationssystem IVU.realtime zum Einsatz. IVU.realtime bildet das Herz und die zentrale Datendrehscheibe des neuen Auskunftssystems. So werden die aktuellen Abfahrtszeiten der 8.500 Londoner Busse an den rund 19.000 Haltestellen von IVU.realtime gesammelt, aufbereitet und via elektronischem Anzeiger, Smartphone und Internet bereitgestellt. Neu ist auch die Integration der Cloud- Technologie, mit der die Echtzeit-Daten für externe Anwendungen zur Verfügung gestellt werden.
Im Oktober 2011 erfolgte die offizielle Inbetriebnahme der SMS- und Internetauskunft. Innerhalb weniger Monate stieg die Nutzerzahl auf über 700.000 an. Seit November 2011 werden die elektronischen Anzeiger an den 2.500 Haupthaltestellen schrittweise installiert und im Sommer 2012 geht die IVU.realtime.cloud in den Testbetrieb. Die IVU führt dieses Projekt in Zusammenarbeit mit ihrem Partner telent durch, der als Generalunternehmer die Gesamtverantwortung trägt.
Israel. Jerusalem setzt ganz auf die IVU.suite.
Um für schnellere Verbindungen zwischen den Sehenswürdigkeiten der Stadt sowie höheren Reisekomfort zu sorgen, beschloss die für den öffentlichen Verkehr zuständige Behörde JTMT (Jerusalem Transportation Master Plan Team) im Frühjahr 2011 die Einführung der Planungs- und Fahrgastinformationssysteme der IVU.suite. Nur wenige Monate später konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Seit Juni 2011 planen und optimieren die IVU-Systeme täglich bis zu 6.500 Fahrten auf 90 Linien für rund 700 Busse.
Nach erfolgreicher Projektumsetzung orderte JTMT noch im Sommer 2011 weitere Module der IVU.suite. Derzeit wird die Fahrplanung IVU.plan durch das geografische Informationssystem IVU.plan.map ergänzt. Zudem soll die Fahrgastinformation IVU.journey durch neue Apps für Apple- und Android-Systeme auch per Smartphone abrufbar sein. Geplant ist außerdem die Ausweitung der Fahrplanung auf weitere Regionen Jerusalems und damit verbunden die Integration der arabischen Sprache. Bis zum Frühjahr 2012 sollen dann auch die Dienstplanung, das Flottenmanagement sowie die Abrechnung und Leistungskontrolle von IVU-Systemen übernommen werden.
Portugal. IVU.rail überzeugt weitere Staatsbahn.
Mit der Caminhos de Ferro Portugueses (CP) hat sich die sechste Staatsbahn für die Produkte der IVU.suite entschieden. Auf einem Streckennetz von 2.830 km werden zukünftig die Fahrten und Umläufe für 375 Fahrzeuge sowie die Dienste für 1.500 Mitarbeiter mit IVU.rail geplant und optimiert.
Zusammen mit dem portugiesischen Projektpartner Meticube, ebenfalls spezialisiert auf die Konzeption und Implementierung von Prozessmanagement- und Informationssystemen für den Schienenverkehr, installiert die IVU ihre Fahr-, Umlauf- und Dienstplanung sowie die Dienstoptimierung, Dienstreihenfolge und Fahrzeugdisposition bei der Staatsbahn. Dabei hatte die IVU im Rahmen der internationalen Ausschreibung insbesondere durch die speziell auf die Anforderungen des Schienenverkehrs abgestimmten Planungstools überzeugt. Mit diesem neuen Auftrag gelang der IVU ein weiterer wichtiger Schritt auf den vielversprechenden iberischen Markt.
Frankreich. Optimierung im Schienengüterverkehr.
Nicht nur im Personenverkehr, auch im Schienengüterverkehr konnte IVU.rail neue Kunden gewinnen. Das französische Cargo-Verkehrsunternehmen Europorte, eine Tochter der Eurotunnel Group, setzt bei Fahr-, Umlauf-, Dienstplanung und Personaldisposition zukünftig auf die IVU-Lösung. Mit dem speziell auf die Bedürfnisse von Bahnkunden abgestimmten Softwaresystem wird Europorte sein bestehendes System ablösen, um die Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität des Frachtverkehrs weiter zu verbessern.
Mehr als 100 Fahrten pro Woche sollen dann mit IVU.rail geplant werden. Dabei erfordern die speziellen Bedürfnisse des Frachtverkehrs von Planungs- und Dispositionssystemen ein Höchstmaß an Flexibilität. So gelten für alle Waren besondere Transport- und Sicherheitsregeln. IVU.rail kombiniert mit speziellen Dienstregeln und Planungsalgorithmen die Anforderungen des Fracht- mit denen des Bahnverkehrs für eine zuverlässige und wirtschaftlich günstige Planung.
Deutschland. Innovative Technik überzeugt
Münster. E-Ticketing Lösung als Vorreiter für landesweite Konzepte.
Als eines der ersten Verkehrsunternehmen in Deutschland werden die Stadtwerke Münster das elektronische Ticketing einführen und dabei umfangreiche, über die reine Einstiegskontrolle hinausgehende Funktionen anbieten. Besonders attraktiv für die Fahrgäste wird die automatische Fahrpreisfindung mit nachträglicher Abrechnung sein. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr einfacher und wirtschaftlicher zu gestalten sowie den Komfort für die Fahrgäste deutlich zu erhöhen. Dazu wurden bei der IVU 400 Validatoren und die zugehörige Software für den Fahrscheinverkauf und zur Abrechnung bestellt.
Für den Fahrgast wird das Bezahlen so nicht nur deutlich schneller und einfacher, sondern auch kostengünstiger. Dank IVU.ticket erhält er stets die günstigste Tarifvariante, ohne sich im entsprechenden Tarifsystem auskennen zu müssen. Was in Münster beginnt, soll bald ein länderübergreifendes Projekt werden. Immer mehr Regionen rüsten um, so dass in einigen Jahren das bargeldlose Bezahlen mit der eigenen Chip-Karte in vielen Verkehrsverbünden Alltag sein wird.
Bremen. Fahrgastinformation in der Region.
Um den täglichen Betrieb im gesamten Verbundgebiet Bremen/Niedersachsen (VBN) effizient zu gestalten, wünschte sich der VBN eine zentrale Datendrehscheibe, die alle Unternehmen mit den relevanten Echtzeit-Betriebsdaten und die Fahrgäste mit den aktuellen Abfahrtzeiten versorgt. Möglich werden sollte dies über VDV-Schnittstellen, die alle 36 Verbundmitglieder miteinander vernetzt – trotz teilweise sehr unterschiedlicher Systemlandschaften. Einen Baustein der Lösung fand der VBN in einer neuen mandantenfähigen Version von IVU.fleet und dem Fahrgastinformationssystem IVU.realtime.
Im Rahmen des Projektes wird das Betriebslenkungssystem IVU.fleet nicht nur mandantenfähig, sondern zudem auch für die Einbindung fremder Bordrechnersysteme optimiert. Diese Light-Version (Regio.RBL) ist besonders für den Einsatz im ländlichen Raum wie beispielsweise für Verkehrsverbünde mit wenigen Großstädten im Einzugsgebiet geeignet. Die Vorteile liegen in einer hohen Kostenersparnis durch das Abschalten nicht benötigter Funktionen sowie der daraus resultierenden einfachen Bedienbarkeit.
Logistik. Neue Anwendungsbereiche.
Bundesamt für Güterverkehr. Mautkontrolle mit IVU.plan.
Dass die Systeme der IVU.suite auch außerhalb des öffentlichen Verkehrs gefragt sind, beweist ein Auftrag des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG). Künftig will das BAG die Planung und Disposition der Mautkontrolle mit den Systemen IVU.plan und IVU.crew effektiver gestalten und für mehr Transparenz sorgen. Dazu wird im Rahmen eines Forschungsprojektes in Zusammenarbeit mit dem Konrad-Zuse-Institut für Informationstechnik (ZIB) ein spezieller Optimierungsalgorithmus entwickelt. Mit diesem sollen die Dienstpläne der Mautkontrolleure an das Verkehrsaufkommen auf mautpflichtigen Strecken gekoppelt werden. Die Produkte der IVU.suite erschließen damit neue Einsatzbereiche, an die zukünftig angeknüpft werden soll.
DHL Paket Deutschland. Strategische Tourenoptimierung für Packstationen.
Mit der Deutschen Post AG hat die IVU schon seit 1998 einen guten Partner, mit dem das Geoinformationssystem IVU.locate kontinuierlich weiterentwickelt werden konnte. Nachdem IVU.locate bereits erfolgreich für die Planung und Optimierung des deutschen Packstationen-Netzes sorgt, sollen nun auch alternative Zustellszenarien mit dem Geomarketingsystem simuliert werden. Die Integration der Tourenoptimierung in IVU.locate unterstützt die Konzerntochter DHL Paket Deutschland bei strategischen Entscheidungen zur Größe und zum Leistungsangebot der einzelnen Packstationen. Dazu werden die hochentwickelten Optimierungsalgorithmen aus der Tourenplanung der IVU in das Geomarketingsystem eingebunden. Für die IVU bedeutet dies nicht nur ein engeres Zusammenwachsen der Logistikprodukte, sondern auch die Erschließung neuer Branchen und Märkte. So eröffnen sich neue Anwendungsbereiche in der Tourenplanung, der Gebietsplanung und -optimierung sowie der Vertriebsplanung und-steuerung.
Stadtreinigung Hamburg. Neuer Winterservice komplett eingeführt.
Um schon bei den ersten Schneeflocken für freie Straßen und Wege sorgen zu können, bestellte die Stadtreinigung Hamburg (SRH) bei der IVU ein Softwaresystem zur effektiven Planung und Durchführung des Winterdienstes in der zweitgrößten Stadt Deutschlands – den IVU.winterservice. Besonders durch die Unberechenbarkeit des Wetters, ein hohes Gefahrenpotential und weitreichende Dokumentationsvorschriften gestaltet sich der Winterdienst deutlich komplexer als die normale Straßenreinigung. Deshalb hat die IVU die Entsorgungslösung IVU.waste an die speziellen Anforderungen des Winterdienstes der SRH angepasst und mit bewährten Optimierungsalgorithmen verknüpft. Bereits in den letzten drei Wintern hatte sich das System im Probebetrieb auf Hamburgs Straßen bewährt. Im Dezember 2011 erfolgte dann der Projektabschluss. Nahezu alle großen Streufahrzeuge der SRH sind nun mit Bordcomputern und der zugehörigen Software ausgestattet, die für einen effektiven Streustoffeinsatz und die lückenlose Dokumentation der Winterdiensteinsätze sorgen.
Veranstaltungen. IVU international gefragt.
Anwenderforum. 400 Teilnehmer aus 16 Ländern
Mit 400 Teilnehmern aus 16 Ländern und allen Bereichen des öffentlichen Verkehrs war das Public Transport Anwenderforum 2011 für die IVU wieder ein voller Erfolg. Am 14. und 15. März trafen sich die Teilnehmer im Estrel Hotel Berlin zum fachlichen Austausch in verschiedenen Vortragsreihen, Fachdiskussionen, User-Group-Sitzungen und einer begleitenden Ausstellung. Auf 700 m² Ausstellungsfläche wurden ihnen sämtliche Systeme der IVU.suite anhand echter Anwendungsfälle präsentiert. Die Kunden lernten die neuen Funktionalitäten und Releases der IVU-Produkte kennen und die Entwickler konnten sich über aktuelle Trends und künftige Anforderungen informieren.
Vietnam. Staatsbesuch mit Merkel.
Zusammen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vertretern 15 deutscher mittelständischer Unternehmen war die IVU als einzige Berliner Firma auf Staatsbesuch in Vietnam. Ziel des Besuchs in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt war das deutsch-vietnamesische Wirtschaftsforum zum Ausbau gemeinsamer Geschäftsbeziehungen. Mit seinen 87 Millionen Einwohnern hat Vietnam einen hohen Mobilitätsbedarf. Systeme zum Aufbau eines modernen öffentlichen Verkehrs sind gefragter denn je.
Weltkongress. Cali erhält Auszeichnung.
Vom 10. bis zum 13. April präsentierte sich die IVU auf dem 59. UITP-Weltkongress in Dubai. Als einer der international führenden Hersteller von Softwarelösungen für den öffentlichen Verkehr stellte sie dem interessierten Publikum ihre breite Produktpalette vor. Besonderes Interesse fanden die Softwaresysteme, die in der kolumbianischen Millionenmetropole Santiago de Cali zum Einsatz kamen und dort für wesentliche Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur beitrugen. So lieferte die IVU in Cali die Systeme zur Planung, Disposition und Betriebslenkung der Flotte von insgesamt rund 1.000 Bussen und deren Ausstattung mit Bordcomputern. Außerdem stellte sie ihre Systeme für die aktuelle Fahrgastinformation an den Haltestellen bereit. Das kolumbianische Großprojekt ‚Mio para todos' wurde noch auf der UITP für seine Vorreiterrolle beim Auf- und Ausbau eines zukunftsfähigen und umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrs mit dem UITP ‚Research and Knowledge Award 2011' ausgezeichnet.
Forschung und Entwicklung
Investitionen in Softwaresysteme müssen Investitionen in langfristig werthaltige Lösungen sein, um am Markt dauerhaft Erfolg zu haben. Um ihren Kunden diese Werthaltigkeit garantieren zu können, investiert die IVU viel in ihre Produktentwicklung und entsprechende Forschungsprojekte. Im Jahr 2011 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 2,7 Mio. €. Die für die Produktentwicklung zuständige Abteilung aus hochqualifizierten Softwareingenieuren und Mathematikern garantiert die Weiterentwicklung der Systeme nach den Ansprüchen des Marktes, der Kunden aber auch der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens selbst.
So wurde 2011 die IVU.ticket.box zur Serienreife gebracht. Der modulare Innenaufbau der Geräte erlaubt nun eine kundenspezifische Ausstattung der Elektronik sowie eine einfache Aufrüstung. Damit schafften es die IVU-Ingenieure die wirtschaftliche Serienproduktion nach individuellen Vorgaben zu ermöglichen. Bei unserem Fertiger in Mainz ist bereits die gesamte Montagehalle mit der Produktion der IVU.ticket.box belegt, die auf einer SMD-Bestückungsstraße mit den inneren Bauelementen versehen und anschließend an den Montagetischen Schritt für Schritt nach strengen Vorgaben zusammengesetzt wird.
Zukunftsthemen sehen die Entwickler insbesondere im Bereich der Bedienerführung. Sie orientiert sich immer stärker an den Benutzeroberflächen der Consumer Produkte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Eine übersichtliche Dialoggestaltung mit Icons, die Gestensteuerung oder auch die Multi-Touch-Bedienung sind Elemente, die bei der Weiterentwicklung der IVU.ticket.box aufgegriffen werden.
Neue Kommunikationsverfahren.
Mit dem stetigen Wachstum der Metropolen steigen auch die Anforderungen an die öffentlichen Verkehrsnetze und ihre Systeme. Immer größere Datenmengen müssen übertragen und verarbeitet werden. Deshalb engagiert sich die IVU in mehreren Forschungsprojekten zu den Themen Funkverfahren und Kommunikation.
So beteiligte sie sich an dem Forschungsprojekt DISTEL (Dienste in ÖPNV-Verbundnetzen mit standardisierten Linien), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wurde. Ziel des Forschungsprojektes war es, durch die Standardisierung der Daten- und Sprachkommunikation über verschiedenste digitale (Funk-) Kommunikationsnetze und das Bereitstellen standardisierter Dienste für die Betriebsführung, Fahrgastinformation und Anschluss-Koordination den Verkehrsverbünden im ÖV eine wirtschaftliche Betriebsführung und Steuerung der beteiligten Verkehrsunternehmen zu ermöglichen. Nach Abschluss des Forschungsprojektes erfolgt seit 2011 die Umsetzung aller Ergebnisse in VDV-Schriften (Verband deutscher Verkehrsunternehmen).
Zudem engagierte sich die IVU im Berichtsjahr in dem Forschungsprojekt IP-KOM-ÖV, das ebenfalls vom BMWi unterstützt wird. Hier geht es um die Entwicklung eines Nachfolgekommunikationsstandards im Bereich der IP-basierten Kommunikationsdienste im ÖV. Die IVU setzte sich hier insbesondere für die Realisierung eines Kommunikationsstandards ein, der den seit mehr als 30 Jahren bestehenden IBIS-Standard ablösen soll. Aufgrund zu geringer Datenraten ist dieser den hohen Anforderungen moderner Fahrgastinformations- und E-Ticketing-Systeme nicht mehr gewachsen. Mit IP-KOMÖV soll die effiziente und standardisierte Bereitstellung der kollektiven Fahrgastinformation in den Fahrzeugen und in personalisierter Form für das mobile Internet möglich werden. Die Ergebnisse fließen in die internationale Normung ein.
Ein Buch setzt Standards.
Seit November 2011 ist das Buch ‚IT-Systeme für Verkehrsunternehmen: Informationstechnik im öffentlichen Personenverkehr' im dpunkt.verlag erhältlich. Der Autor Dr. Gero Scholz war viele Jahre Chefarchitekt der IVU. So haben auch einige IVU-Spezialisten maßgeblich zur inhaltlichen Gestaltung des Buches beigetragen. Mit dem Standardwerk wurde eine gemeinsame Verständigungsbasis zwischen Verkehrsbetrieben und Systemanbietern geschaffen, die den Akteuren als Argumentationsgrundlage dienen und die Kommunikation wesentlich vereinfachen soll.
Die Leistung des Buches liegt vor allem in der übergreifenden Modellierung der zahlreichen Geschäftsprozesse als Grundlage für die Abbildung in IT-Systemen. Mittels der Modellierungssprache UML und des Modellierungswerkzeugs Enterprise Architect wird ein Branchenmodell mit Bahnen, Bussen und Straßenbahnen entwickelt, das die Kerngeschäftsprozesse, die IT-Systemlandschaft zur Unterstützung dieser Prozesse sowie ein Klassenmodell als Architekturgrundlage von IT-Systemen und deren Vernetzung integriert. Dr. Scholz treibt mit diesem Buch die Standardisierung im ÖPV wesentlich voran und schafft eine allgemein verbindliche Grundlage für die zukünftige Systementwicklung.
2. Personal
Personalentwicklung
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| 2011 | 2010 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anzahl der Mitarbeiter zum 31.12. | 317 | 312 | +1,6 % |
| Personalkapazität 1 im Jahresdurchschnitt | 272 | 265 | +2,6 % |
1 unter Personalkapazität versteht man die rechnerische Anzahl von Vollzeitarbeitskräften.
Wir. Über uns.
Um die kontinuierlich wachsenden Projektherausforderungen im nationalen und internationalen Umfeld meistern zu können, hat die IVU im Berichtsjahr ihr Team qualitativ und quantitativ weiter ausgebaut. So hat sich die Mitarbeiterkapazität durch gezieltes Personalmarketing um 2,6 % auf 272 FTE erhöht. Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die IVU AG damit insgesamt 317 Mitarbeiter (Vorjahr: 312) – inklusive Teilzeitkräften und studentischen Mitarbeitern. Entsprechend stieg der Personalaufwand im Berichtsjahr um 4 % auf 17,8 Mio. €.
Personelle Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg im internationalen Projektgeschäft. Mit Mitarbeitern aus 15 Nationen und einem Akademikeranteil von 84 % ist die IVU auch für kommende Herausforderungen gut gerüstet. Die Leistungsstärke des IVU-Teams zeigt sich vor allem im Pro-Kopf-Rohertrag (Rohergebnis dividiert durch Personalkapazität im Jahresdurchschnitt), der mit 91 T€ nur leicht unter dem guten Wert des Vorjahres liegt (2010: 94 T€). Eine hohe Qualifikation und Identifikation mit den Fachthemen und Unternehmenswerten sind nach wie vor der Leitgedanke der Teamentwicklung.
Eine im Juni 2011 durch das Führungsnachwuchsteam organisierte Hausmesse ist ein Beispiel für die Förderung junger Talente und des Miteinanders im Unternehmen. Zwei Tage lang stellten alle Unternehmensfelder sich, ihre Projekte und Produkte vor, diskutierten mit Kollegen neue Lösungsansätze und unterstützten so den Wissenstransfer über Bereichs- und Standortgrenzen hinweg.
Vom 30.6. bis zum 1.7. wurden alle Mitarbeiter der IVU nach Berlin geladen, um ihre Kollegen und deren Arbeit besser kennen zu lernen. Begeistert nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, Neues über einzelne Projekte, Produktneuentwicklungen oder auch Funktionalitäten zu erfahren und beim Testen der Systeme mal selbst Teil des anderen Teams zu werden.
Die Unternehmenskultur der IVU ist durch ein offenes und vertrauensvolles Arbeitsumfeld gekennzeichnet, das Mitarbeiter zu unternehmerischem Denken und Eigeninitiative motiviert. Ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum ist auch weiterhin ein Kernelement der Firmenphilosophie.
Neben der personellen ist auch die fachliche Weiterentwicklung des IVU-Teams für die Qualität der Produkte entscheidend. Im Berichtsjahr besuchten rund 100 Mitarbeiter Fachseminare, Entwicklerworkshops, Konferenzen und Sprachkurse. Zudem hatten die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auf der Persönlichkeitsebene in verschiedensten Trainingseinheiten weiterzuentwickeln.
Auch 2012 wird die IVU ihr Team quantitativ und qualitativ weiter ausbauen. Denn nur ein starkes Team garantiert Markterfolge. Neue Mitarbeiter zu gewinnen, bestehende Teams zu halten und zu fördern bleibt ein strategisches Ziel, das die IVU konsequent verfolgt.
3. Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2011 setzt die IVU ihr solides Wachstum fort. Der Umsatz stieg um 2 % auf 32,1 Mio. € (Vorjahr: 31,6 Mio. €). Mit 35,2 Mio. € liegt die Gesamtleistung auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Das Rohergebnis verminderte sich gegenüber 2010 leicht um 1 %. Bei nahezu gleichbleibendem Materialaufwand und einem um 4 % höheren Personalaufwand infolge der gestiegenen Personalkapazität sowie individueller Gehaltsanpassungen konnte die IVU AG ihr Jahresergebnis um 0,1 Mio. € auf 0,6 Mio. € steigern.
Internationalisierung
Der Heimatmarkt dient der IVU vorwiegend zur Weiterentwicklung ihrer Produkte nach neuesten technischen Standards. Doch auch hier wurde in 2011 wieder stärker investiert, so dass die Umsätze auf dem deutschen Markt das Exportgeschäft im Berichtsjahr mit 61 % sogar übersteigen. Die Exportumsätze betrugen in 2011 12,3 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €). Ein Grund für diese Schwankungen ist der saisonale Charakter des Projektgeschäftes. So werden die höchsten Umsätze erfahrungsgemäß während und unmittelbar nach der Initialisierungsphase der Projekte erzielt. Aufgrund der in 2011 gestiegenen internationalen Präsenz und neuer Akquisitionserfolge wird für 2012 ein Anstieg des Auslandsumsatzes erwartet.
Ein wichtiger Zielmarkt im Berichtsjahr war Südamerika. Hier konnte die IVU ihre Position durch die erfolgreiche Projektumsetzung in Cali weiter stärken. Die verantwortlichen Politiker in Südamerika haben erkannt, dass viele Metropolen aufgrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums vor einem Verkehrskollaps stehen und steuern mit neuen Konzepten dagegen. Hinzu kommt ein stärkeres Umweltbewusstsein, das Investitionen in den öffentlichen Verkehr fördert. Durch ihre bisherigen Erfolge ist die IVU auf dem südamerikanischen Markt bekannt und wird den Plan zum Ausbau des Südamerikageschäftes kontinuierlich weiterverfolgen.
Wichtige Erfolge erzielte die IVU 2011 auch auf bewährten Märkten. In Großbritannien überzeugte sie mit der neuen Leistungsfähigkeit ihres Fahrgastinformationssystems in der Millionenmetropole London. Und in Israel übernehmen IVU-Systeme zukünftig die Planung und Optimierung des Stadtverkehrs in Jerusalem.
Weltweit erkennen immer mehr Städte die Vorteile europäischer Verkehrskonzepte und ihrer IT-Lösungen. So ist beispielsweise das öffentliche Nahverkehrsnetz in München dichter als das in Singapur. Die Komplexität und Leistungsstärke deutscher ÖV-Standards werden zum Musterbeispiel für zukunftsfähige Infrastrukturen. Die Positionierung der IVU in ihrem Kernmarkt, dem öffentlichen Personenverkehr, ist weiterhin vielversprechend.
Kosten und Abschreibungen
Mit 17,8 Mio. € und einem Plus von 4 % hat sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr (17,1 Mio. €) entsprechend der gestiegenen Personalkapazität sowie individueller Gehaltsanpassungen erhöht. Die neu gewonnenen Großprojekte, unter anderem in London und Jerusalem, sowie die Investitionen in die Produktentwicklung erfordern hohe Personalkapazitäten. Der kontinuierliche Ausbau des IVU-Teams mit qualifiziertem Fachpersonal ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor.
Durch die notwendige Modernisierung der hauseigenen IT-Infrastruktur (Hard- und Software) sind die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte um 19 % auf 1,3 Mio. € angewachsen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hingegen sind um 12 % auf 6,0 Mio. € gesunken (2010: 6,8 Mio. €). Hierunter fallen unter anderem Reisekosten für die Realisierung internationaler Projekte sowie Akquisekosten. In 2010 enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine nennenswerte Position für die Bildung einer Einzelwertberichtigung. Die effektiven Betriebskosten der IVU AG liegen damit in 2011 auf Vorjahresniveau.
Die hohe Produktivität der IVU wird durch ein konsequentes Qualitätsmanagement nach ISO 9001, ein adäquates Kostenmanagement sowie eine intelligente Produktentwicklung bei hoher Systemqualität gesichert.
Eigenkapitalquote spiegelt stabile Vermögenslage wider
Die hohe Ertragskraft der IVU AG drückt sich auch in der Eigenkapitalquote, also dem Verhältnis vom Eigenkapital zur Bilanzsumme, aus. Mit 40 % liegt die Eigenkapitalquote deutlich über dem Durchschnitt und spricht für die stabile Vermögenslage der IVU AG (Vorjahr: 43 %). Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr um 0,6 Mio. € auf 13,7 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €). Die seit vier Jahren anhaltend positive Vermögensentwicklung sorgt für eine gute Bonität und positive Bewertungen durch potentielle Auftraggeber. Die IVU AG kann sich selbst finanzieren und hat durch die Tilgung aller Bankdarlehen nur geringe Zinsaufwendungen.
Liquidität
Zum 31.12.2011 betrugen die liquiden Mittel 2,0 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahresstichtag sind sie um 0,6 Mio. € deutlich angestiegen. Diese Erhöhung resultiert unter anderem aus der verbesserten Vorfinanzierungsquote in Form von erhaltenen Anzahlungen im Rahmen der Projektabwicklung. Im Berichtsjahr war die IVU jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die gute Auftragslage für 2012, noch bestehende Forderungen in Höhe von 11,4 Mio. € sowie eine komfortable Kreditlinie sorgen auch im Folgejahr für eine gute Liquidität.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit 1,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau (0,5 Mio. €). Im Berichtsjahr wurde verstärkt in die Modernisierung der hauseigenen IT-Infrastruktur sowie die Produktentwicklung investiert. Notwendige Sachinvestitionen und Investitionen in Forschung und Entwicklung kann die IVU AG auch 2012 aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanzieren.
Auftragslage
Der Auftragsbestand für 2012, definiert durch die unterschriebenen Verträge, beläuft sich zum 29. Februar 2012 auf 34,6 Mio. €. Damit sind die für 2012 geplanten Ziele bereits zu einem erheblichen Teil durch die Auftragslage abgedeckt.
2011 in Kürze
Das Geschäftsjahr 2011 bestätigt die stabile Entwicklung der IVU AG. Die Gesamtleistung liegt mit 35,2 Mio. € auf dem hohen Niveau des Vorjahrs; das Rohergebnis liegt mit 24,6 Mio. € nur leicht unter dem Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss konnte demgegenüber um 0,1 Mio. € auf 0,6 Mio. € gesteigert werden.
Das Wachstum der IVU in maßvollen Schritten sichert vor allem die notwendigen Teamerweiterungen durch hochausgebildete Fachleute für erfolgreiche Projektumsetzungen. Die Finanzkraft des Unternehmens wurde zu keiner Zeit überreizt. Das Heimatgeschäft ist stark und garantiert die kontinuierliche Produktentwicklung nach hohen technischen Standards.
4. Nachtragsbericht
Seit dem 31. Dezember 2011 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
5. Risiken
Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, zielen wir auf eine frühzeitige Identifikation, Analyse und Kontrolle der Risiken ab. Das Risikomanagement umfasst sämtliche Regelungen zur Erkennung und zum Umgang mit Risiken. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse im Unternehmen. Dazu gehören alle Faktoren, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können.
Das Risikomanagement basiert auf dem monatlichen Berichtswesen (Controlling Report), das wesentliche Kennzahlen beinhaltet und die Plan- den Ist-Zahlen gegenüberstellt. Dazu gehören auch die Budgets aus den jeweiligen Projekten. Die Tochtergesellschaften sind in das Berichtssystem einbezogen. Die Abweichungsanalysen dienen dem Management als Instrument der Unternehmenssteuerung.
Regelmäßige Soll/Ist-Gespräche mit den Verantwortlichen zur Umsatz-, Kosten- und Terminentwicklung ermöglichen es, den Vorstand über kritische Entwicklungen rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen einzuleiten.
Um sicherzustellen, dass die vorhandene Liquidität und die Kreditlinien ausreichen, wird die Liquidität rollierend geplant und die Entwicklung der liquiden Mittel täglich überwacht.
Analyse der Chancen und Risiken
Unsere Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, die gute Stellung im nationalen Markt weiterhin auszubauen und die sich ergebenden Chancen der Internationalisierung konsequent zu nutzen. Wachstumsimpulse resultieren aus den weltweiten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, aus der zunehmenden Urbanisierung und dem wachsenden Bedarf nach gut organisiertem Verkehr. Vertriebserfolge im Exportgeschäft verringern die Abhängigkeit vom deutschen Markt. Den Chancen der Internationalisierung stehen die Kosten der Markterschließung gegenüber. Darüber hinaus unterliegt die IVU AG den allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in den Ländern, in denen sie tätig ist.
Das Projektgeschäft der IVU beruht fast vollständig auf Werkverträgen. Darin liegt naturgemäß das Risiko, dass der tatsächlich zu leistende Aufwand den Plan übersteigt. Aus möglichen Lieferverzögerungen können Pönalen resultieren. Wir setzen auf ein effizientes Projektmanagement, um Strafzahlungen zu vermeiden.
Durch eine konsequente Qualitätskontrolle sichern wir den hohen Standard unserer IT-Systeme. Sollten dennoch Mängel in der gelieferten Software auftreten, können diese die Abnahme und damit die Bezahlung von Rechnungen verzögern, wodurch ein Liquiditätsengpass entstehen kann.
Ein spezialisiertes Softwareunternehmen wie die IVU erreicht seine Stärke am Markt, weil hochqualifizierte Fachkräfte anspruchsvolle Projekte vorantreiben und spezielle Kundenwünsche realisieren. Aus diesem Grund verfolgen wir eine langfristig angelegte Personalpolitik. Wir streben eine niedrige Fluktuationsrate an und setzen auf starke Mitarbeiterbindung. Risiken ergeben sich aus dem potenziellen Verlust von Know-how-Trägern.
Zahlungsverzögerungen und eventuell sogar -ausfälle sind in allen großen und/oder internationalen Projekten eine Gefahr. Da ein Großteil unserer Kunden aus dem öffentlichen Sektor kommt, war dies in der Vergangenheit jedoch ein relativ geringes Risiko. Durch lieferorientierte Zahlungspläne sowie den Einsatz von Instrumenten der Zahlungssicherung versuchen wir, uns bestmöglich zu schützen.
Die Transaktionen sind in den überwiegenden Fällen in Euro denominiert.
Da die IVU einen Teil ihres Geschäfts außerhalb der Euro-Währungsländer tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Währungsrisiken bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entsprechen. Die Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden systematisch erfasst und analysiert. Eine Sicherung des Fremdwährungsrisikos erfolgt in der Regel z. B. mit Hilfe von sogenannten Devisenswaps.
6. Ausblick
Die IVU hat sich eine solide Basis für ihr weiteres Wachstum geschaffen. Das belegen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2011. International etablieren sich ihre Produkte immer stärker. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die große Popularität des Projektes in Santiago de Cali sowie neue Großprojekte in London und Jerusalem. Die Bekanntheit der Metropolen fördert die öffentliche Aufmerksamkeit. Das Leitmotto ‚Systeme für lebendige Städte' wurde auch im Berichtsjahr technisch und kommunikativ umgesetzt. Es spiegelt den anhaltenden weltweiten Bedarf nach logistischen Lösungen wider, den die Urbanisierung hervorruft. Besonders im öffentlichen Verkehr ist die Nachfrage nach zukunftsfähigen Konzepten ungebrochen. Mobilität ist der Motor der Wirtschaft. Entsprechend wachsen die Investitionen in Infrastrukturen weltweit stetig an.
Die IVU konnte sich 2011 auf den margenstarken Märkten in Südamerika und Asien-Pazifik weiter etablieren. Im Folgejahr wird daran angeknüpft. Viele Städte stehen hier vor der Herausforderung, ihre ungesteuert gewachsenen Verkehrssysteme zu ordnen und zu modernisieren. Die IVU wird dieses Potential nutzen. Der Heimatmarkt hingegen bleibt ein Garant für die Weiterentwicklung der Systeme. Hier werden internationale Branchenstandards vorangetrieben, um die Anschlussfähigkeit und langfristige Werthaltigkeit der IT-Lösungen langfristig zu garantieren.
Für 2012 wird eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung bei solidem Wachstum erwartet. Der Umsatz wird mit gut 36,0 Mio. € und das Rohergebnis mit 23,6 Mio. € geplant. Abhängig von einzelnen sich anbahnenden Großaufträgen kann das Ergebnis entsprechend über den Erwartungen liegen. Auch für 2013 wird mit einem anhaltend positiven Geschäftsverlauf gerechnet.
7. Ergänzende Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB und § 289 Abs. 4 HGB und § 289a HGB
Der Vorstand der IVU AG hat im Geschäftsjahr 2011 Bezüge in Höhe von T€ 772 erhalten. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem fixen Anteil und einem variablen Anteil zusammen. Im Berichtsjahr betrug der variable Vergütungsanteil ca. 25 % (2010: 24 %) der Gesamtbezüge. Der variable Vergütungsanteil bemisst sich nach dem Ergebnis vor Steuern im IFRS Konzernabschluss.
Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält keine erfolgsorientierte Komponente und besteht aus einer fixen Grundvergütung. Ein Sitzungsgeld ist nicht vereinbart. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von € 17.719.160 ist eingeteilt in 17.719.160 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je € 1. Es besteht ein genehmigtes Kapital bis zum 18. Mai 2015 in Höhe von € 1.000.000.
Es liegen keine Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen vor. Vereinbarungen dieser Art zwischen einzelnen Gesellschaftern sind dem Vorstand nicht bekannt. Ferner sind keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die Regelungen für einen Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots enthalten.
Die Gesellschaft hat auf ihrer Internetseite www.ivu.de die Erklärung zur Unternehmensführung öffentlich zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex.
Gemäß § 7 der Satzung ernennt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Weitere Einzelheiten der Ernennung und der Abberufung regelt §§ 84f. AktG.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 17 der Satzung zu Änderungen der Satzung berechtigt, die nur ihre Fassung betreffen. Ansonsten wird die Satzung gemäß § 179 AktG durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen.
Berlin, 12. März 2012
Der Vorstand