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Iveco Group N.V. — Annual Report 2017
Dec 11, 2018
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Annual Report
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Publication
Iveco Magirus Aktiengesellschaft
UIm
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Iveco Magirus AG
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Iveco Magirus AG, Ulm - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Iveco Magirus AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 20. Februar 2018
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Kaschub, Wirtschaftsprüfer
Ptack, Wirtschaftsprüfer
Bilanz zum 31. Dezember 2017
AKTIVA
| Anhang | 31.12.2017 Euro |
31.12.2016 Euro |
|
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 43.134,74 | 90.048,17 | |
| Sachanlagen | 34.883.386,37 | 42.628.989,18 | |
| Finanzanlagen | 71.428.339,23 | 71.070.357,82 | |
| 106.354.860,34 | 113.789.395,17 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (2) | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 564.066,90 | 544.666,50 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 200.532.964,36 | 166.172.288,17 | |
| 201.097.031,26 | 166.716.954,67 | ||
| Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände | (3) | ||
| Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen | 13.930.085,72 | 6.656.390,10 | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 494.261.748,37 | 441.593.560,25 | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.455.848,54 | 6.282.210,16 | |
| 513.647.682,63 | 454.532.160,51 | ||
| Flüssige Mittel | (4) | 694.623,98 | 647.060,80 |
| 715.439.337,87 | 621.896.175,98 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | (5) | 684.838,63 | 520.127,05 |
| 822.479.036,84 | 736.205.698,20 | ||
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2017 Euro |
31.12.2016 Euro |
|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (6) | 50.000.000,00 | 50.000.000,00 |
| Kapitalrücklage | (6) | 683.611.520,43 | 573.611.520,43 |
| Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 14.736.772,57 | 14.736.772,57 | |
| Bilanzverlust | (7) | (651.709.910,78) | (578.471.460,38) |
| 96.638.382,22 | 59.876.832,62 | ||
| Rückstellungen | (8) | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 110.253.219,00 | 109.864.011,00 | |
| Steuerrückstellungen | 9.601.000,00 | 9.153.000,00 | |
| Sonstige Rückstellungen | 250.023.343,23 | 245.140.187,19 | |
| 369.877.562,23 | 364.157.198,19 | ||
| Verbindlichkeiten | (9) | ||
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 565.874,37 | 174.800,00 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen | 64.175.637,47 | 55.250.053,58 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 260.215.637,67 | 230.874.449,01 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31.005.942,88 | 25.872.364,80 | |
| 355.963.092,39 | 312.171.667,39 | ||
| 822.479.036,84 | 736.205.698,20 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017
| Anhang | 2017 Euro |
2016 Euro |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (10) | 1.320.408.474,62 | 1.207.442.086,50 |
| Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | (192.784,77) | (535.234,31) | |
| 1.320.215.689,85 | 1.206.906.852,19 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | (11) | 30.317.064,02 | 5.118.844,28 |
| Materialaufwand | (12) | (1.111.989.559,76) | (999.722.545,14) |
| Personalaufwand | (13) | (77.395.823,37) | (66.792.040,51) |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (14) | (9.557.445,79) | (2.121.785,78) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (15) | (112.825.782,57) | (449.279.281,68) |
| 38.764.142,38 | (305.889.956,64) | ||
| Beteiligungsergebnis | (16) | (90.795.124,26) | (61.742.367,44) |
| Zinsergebnis | (17) | (20.162.310,40) | (19.707.905,71) |
| (72.193.292,28) | (387.340.229,79) | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0,00 | |
| Ergebnis nach Steuern | (72.193.292,28) | (387.340.229,79) | |
| Sonstige Steuern | (1.045.158,12) | (1.102.957,06) | |
| Jahresfehlbetrag | (73.238.450,40) | (388.443.186,85) | |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | (578.471.460,38) | (190.028.273,53) | |
| Bilanzverlust | (651.709.910,78) | (578.471.460,38) |
Anhang
der Iveco Magirus AG, Ulm
Allgemeine Angaben
Die Iveco Magirus AG mit Sitz in Ulm ist beim Amtsgericht Ulm unter HRB 1432 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Wie in den Vorjahren sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung verschiedene Posten zusammengefasst.
Die erforderlichen Einzelangaben sind im Anhang gesondert aufgeführt. Die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden insgesamt im Anhang ausgewiesen.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert beibehalten worden.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als übliche Nutzungsdauer sind 5 Jahre zugrunde gelegt.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.
Die Abschreibungen auf die Zugänge des Jahres 2017 sind einheitlich nach der linearen Methode ermittelt. Die übliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 40 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre. Gegenstände mit einem Wert unter EUR 150 fließen sofort in den Aufwand. Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis einschließlich EUR 1.000 werden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Barwert angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.
Die Bestandsrisiken aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit am Markt sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden abgezinst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der biometrischen „Richttafeln 2005 G“ nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 3,68 (Vorjahr 4,00) Prozent und einem Rententrend von 1,75 (Vorjahr 1,75) Prozent. Die Entgeltsteigerungen werden mit 0- 2,5 (Vorjahr 0-1,75) Prozent berücksichtigt.
Der Abzinsungssatz beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sind bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt.
Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in ihrer Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. dem anzusetzenden Barwert passiviert.
Der Erfüllungsbetrag wird unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig. Bei Effekten aus der Diskontierung wurden die einzelnen Rückstellungen zugunsten des Zinsergebnisses reduziert.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Entstehung bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet.
Die Bilanzierungsvorschriften der Iveco Gruppe sehen vor, die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede in Organgesellschaften auf Ebene der Organgesellschaft zu ermitteln und in der Iveco Magirus AG zu erfassen. Latente Steuern auf quasi-permanente Differenzen und auf Verlustvorträge sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Berechnung der latenten Steuern ergab ausschließlich aktive latente Steuern. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB, die aktiven latenten Steuern nicht zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Damit ergaben sich keine Steuereffekte aus latenten Steuern, somit auch keine Reduzierung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten laufenden Ertragsteuern. Aktive latente Steuern ergeben sich in erster Linie aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen u. a. bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und bei der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen sowie aus Verlustvorträgen. Für die Ermittlung wurde ein Steuersatz von 29,3 Prozent zugrunde gelegt.
Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und Chancen der Fahrzeuge auf den Kunden realisiert. Dies ist der Fall, wenn im Rahmen des Fahrzeugverkaufs dieses dem Händler oder dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. Für mögliche Risiken aus bestehenden Rückkaufverpflichtungen wird im Rahmen der Rückstellungsbildung Vorsorge getroffen. Erlösminderungen in Form von Preisnachlässen, zurückgewährten Entgelten sowie Rückstellungszuführungen für über dem Marktniveau liegende Rücknahmepreise werden von den Umsätzen abgesetzt.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Entwicklung des Anlagevermögens (in '000 EUR)
ANLAGEVERMÖGEN 2017
in ' 000 EUR
| Entwicklung 2017 Sachanlagen | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Sachanlagen Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2017 | 143.497 | 40.131 | 8.549 | 0 | 192.177 |
| Zugänge | 1.347 | 184 | 420 | 1.951 | |
| Abgänge | (1.534) | (71) | (332) | (1.937) | |
| Umbuchungen | 0 | ||||
| Stand am 31.12.2017 | 143.310 | 40.244 | 8.637 | 0 | 192.191 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2017 | 107.179 | 34.785 | 7.584 | 0 | 149.548 |
| Zugänge * | 6.679 | 2.478 | 354 | 9.511 | |
| Abgänge | (1.347) | (71) | (332) | (1.750) | |
| Umbuchungen | 0 | ||||
| Stand am 31.12.2017 | 112.511 | 37.192 | 7.606 | 0 | 157.309 |
| Nettobuchwert am 31.12.2017 | 30.799 | 3.052 | 1.031 | 0 | 34.883 |
| Nettobuchwert am 31.12.2016 | 36.318 | 5.346 | 965 | 0 | 42.628 |
* Enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 7.379 TEUR aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Ulm.
| Entwicklung 2017 Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | Anteile an verbundenen Unternehmen | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | Sonstige Ausleihungen | Finanzanlagen Gesamt | Immaterielle Vermögensgegenstände, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2017 | 64.503 | 6.352 | 224 | 71.079 | 2.352 |
| Zugänge | 971 | 95 | 1.066 | ||
| Abgänge | (593) | (118) | (711) | ||
| Umbuchungen | 0 | ||||
| Stand am 31.12.2017 | 64.503 | 6.730 | 201 | 71.434 | 2.352 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2017 | - | - | 8 | 8 | 2.262 |
| Zugänge | 2 | 2 | 47 | ||
| Abgänge | (5) | (5) | |||
| Umbuchungen | 0 | ||||
| Stand am 31.12.2017 | - | - | 5 | 5 | 2.309 |
| Nettobuchwert am 31.12.2017 | 64.503 | 6.730 | 196 | 71.429 | 43 |
| Nettobuchwert am 31.12.2016 | 64.503 | 6.352 | 215 | 71.070 | 90 |
| NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2017 | 106.355 | ||||
| NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2016 | 113.789 |
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der „Entwicklung des Anlagevermögens“ (Anlagespiegel) dargestellt.
Anteile an verbundenen Unternehmen
| Verbundene Unternehmen | Kapitalanteil % |
Eigenkapital EUR (000) |
|---|---|---|
| Iveco Nord Nutzfahrzeuge GmbH, Hamburg | 100,00 | 4.833 |
| Iveco Bayern GmbH, Nürnberg | 100,00 | 2.276 |
| Iveco Nord-Ost Nutzfahrzeuge GmbH, Berlin | 100,00 | 4.781 |
| Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH, Mannheim | 100,00 | 4.474 |
| Iveco West Nutzfahrzeuge GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 9.076 |
| Iveco Investitions GmbH, Ulm | 99,02 | 2.608 |
| Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil | 90,03 | 40.728 |
Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen.
Daneben bestehen über die Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil (1) und die Iveco Investitions GmbH (2) folgende indirekte Beteiligungen:
| Verbundene Unternehmen | Kapitalanteil % |
Eigenkapital EUR (000) |
Ergebnis EUR (000) |
|---|---|---|---|
| Magirus GmbH, Ulm (1) | 99,76 | 19.492 | 0 * |
| Magirus Camiva, Chambéry (F) (1) | 100,00 | 2.130 ** | 279 ** |
| Magirus Lohr GmbH, Kainbach (A) (1) | 100,00 | 2.087 ** | 511 ** |
| IAV Industrie-Anlagen-Verpachtung GmbH, Ulm (2) | 95,00 | 72 | 0 * |
| EFFE Grundbesitzgesellschaft mbH, Ulm (2) | 90,00 | 9.521 | (2) |
* Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen.
** Laut Jahresabschluss zum 31.12.2016.
2. Vorräte
Das Vorratsvermögen insgesamt hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20,6 Prozent auf EUR 201,1 Millionen erhöht. Der Bestand an Fertigerzeugnissen und Waren stieg dabei um 20,7 Prozent um 20,7 Prozent beziehungsweise EUR 34,4 Millionen auf EUR 200,5 Millionen (Vorjahr EUR 166,2 Millionen), was durch den Ausbau des Fahrzeug-Bestandes begründet ist.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| EUR (000) | 31.12.2017 | davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr | 31.12.2016 | davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| ° Buchforderungen | 13.930 | 4 | 6.656 | 41 |
| 13.930 | 4 | 6.656 | 41 | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | ||||
| ° aus Lieferungen und Leistungen | 22.114 | - | 16.694 | - |
| ° sonstige | 472.148 | - | 424.900 | - |
| 494.262 | - | 441.594 | - | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.456 | - | 6.282 | - |
| 513.648 | 4 | 454.532 | 41 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,3 Millionen auf EUR 13,9 Millionen angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf das höhere Umsatzvolumen zurückzuführen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 52,7 Millionen auf EUR 494,3 Millionen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls angestiegen.
In den sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash Pool Guthaben in Höhe von EUR 380,7 Millionen (Vorjahr EUR 316,9 Millionen) enthalten.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit EUR 5,5 Millionen (Vorjahr EUR 6,3 Millionen) leicht reduziert.
4. Flüssige Mittel
| EUR (000) | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand und Schecks | 9 | 14 | (5) |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 686 | 633 | 53 |
| 695 | 647 | 48 |
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Dieser Posten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen, Mieten und Messen für das 1. Quartal 2018 sowie vorausgezahlte Kfz-Steuern.
6. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Das Grundkapital der Iveco Magirus AG, Ulm, beträgt unverändert EUR 50.000.000,00 und ist in 500.000 Inhaber-Aktien von je EUR 100,00 eingeteilt.
Am 27. Dezember 2017 wurde das Eigenkapital durch die Aktionärin CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande durch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 110,0 Millionen erhöht.
7. Bilanzverlust
| EUR (000) | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Verlustvortrag | (5748.472) | (190.028) | (388.444) |
| Jahresfehlbetrag | (73.238) | (388.443) | 315.205 |
| Bilanzverlust | (651.710) | (578.471) | (73.239) |
8. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 253 Abs. 1,2 HGB mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt EUR 110,3 Millionen (Vorjahr EUR 109,9 Millionen). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf EUR 10,7 Millionen (Vorjahr EUR 9,2 Millionen). Dieser unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen u. a. drohende Verluste aus Rückkaufverpflichtungen und Wartungs- und Reparaturverträgen, Gewährleistungen, sonstige vertriebliche Risiken, Zinssubventionen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Abdeckung von sonstigen Risiken.
Die Europäische Kommission hat mit Entscheidung vom 19. Juli 2016 Verstöße aller namhaften europäischen Lastkraftwagenhersteller einschließlich Iveco gegen das europäische Wettbewerbsrecht im Bereich mittelschwere und schwere Lkw festgestellt.
Die Geldbuße wurde komplett bezahlt und das Verfahren der Kommission ist abgeschlossen.
Nach Abschluss des Kommissionsverfahrens machen Kunden - wie in solchen Fällen üblich - Schadensersatzansprüche geltend. Sie behaupten, durch den von der Kommission festgestellten Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht einen Schaden erlitten zu haben. Die Iveco Magirus AG geht nicht davon aus, dass es durch das von der Europäischen Kommission festgestellte Verhalten zu einem Schaden bei Kunden gekommen ist. Verschiedene Kunden haben ihre vermeintlichen Forderungen außergerichtlich und teilweise auch auf dem Klageweg geltend gemacht. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass es zu keinen nennenswerten zukünftigen Mittelabflüssen kommen wird, kann dies aber nicht vollends ausschließen.
9. Verbindlichkeiten
| EUR (000) | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 566 | 175 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 64.176 | 55.250 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 260.215 | 230.875 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| ° aus Steuern | 24.511 | 19.395 | ||
| ° im Rahmen der sozialen Sicherheit | 23 | 61 | ||
| ° übrige | 6.472 | 6.416 | ||
| 31.006 | 25.872 | |||
| 355.963 | 312.172 |
Insgesamt sind die Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um EUR 43,8 Millionen auf EUR 356,0 Millionen angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Zusammenhang mit dem erhöhten Geschäftsvolumen zum Jahresende um 16,2 Prozent auf EUR 64,2 Millionen gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen sind um EUR 0,4 Millionen angestiegen.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verrechnungskonten in Höhe von EUR 174,2 Millionen (Vorjahr EUR 140,7 Millionen) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 86,0 Millionen (Vorjahr EUR 90,2 Millionen) enthalten.
Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
10. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen und Regionen auf:
| EUR (000) | 2017 | % | 2016 | % |
|---|---|---|---|---|
| Fahrzeuge | 713.210 | 54,0 | 644.589 | 53,5 |
| Gebrauchtfahrzeuge | 94.614 | 7,2 | 73.977 | 6,1 |
| Busse | 157.498 | 11,9 | 146.519 | 12,1 |
| Komponenten, Motoren | 1.155 | 0,1 | 840 | 0,1 |
| Ersatzteile | 217.512 | 16,5 | 215.309 | 17,8 |
| Reparaturen, Sonstige Umsätze | 51.940 | 3,9 | 47.434 | 3,9 |
| sonstige betriebliche Erlöse | 84.479 | 6,4 | 78.774 | 6,5 |
| 1.320.408 | 100,0 | 1.207.442 | 100,0 | |
| Bundesrepublik Deutschland | 1.013.513 | 76,8 | 924.306 | 76,7 |
| Übrige EU-Länder | 178.826 | 13,5 | 169.633 | 14,0 |
| Übriges Europa | 6.141 | 0,5 | 25.731 | 2,1 |
| Außereuropäische Länder | 37.449 | 2,8 | 8.998 | 0,7 |
| sonstige betriebliche Erlöse | 84.479 | 6,4 | 78.774 | 6,5 |
| 1.320.408 | 100,0 | 1.207.442 | 100,0 |
Die Umsatzerlöse konnten um 9,4 Prozent auf EUR 1.320,4 Millionen gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung wurde insbesondere in Deutschland mit EUR 89,2 Millionen, den außereuropäischen Ländern mit EUR 28,5 Millionen sowie den EU-Ländern mit EUR 9,2 Millionen erreicht, während im restlichen Europa ein Umsatzrückgang in Höhe von EUR -19,6 Millionen zu verzeichnen war.
Aufgrund des geringen Absatzvolumens in den übrigen EU-Ländern werden aus dem BREXIT keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.
11. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsdifferenzen, aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Ferner sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.
In der Gesamtsumme von EUR 30,3 Millionen (Vorjahr EUR 5,1 Millionen) sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 17,9 Millionen (Vorjahr EUR 1,8 Millionen), Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens von EUR 1,7 Millionen (Vorjahr EUR 0) sowie Erträge aus Anlagenverkäufen, Versicherungsentschädigungen und sonstige Erträge in Höhe von EUR 3,3 Millionen (Vorjahr EUR 3,4 Millionen).
Des Weiteren sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Erträge aus Weiterberechnungen in Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Ulm in Höhe von EUR 7,4 Millionen enthalten.
12. Materialaufwand
| EUR (000) | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 974.930 | 880.454 | 94.476 |
| Aufwendungen für Fahrzeuge | 0 | 0 | 0 |
| Eigenproduktion | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 137.060 | 119.269 | 17.791 |
| Materialaufwand | 1.111.990 | 999.723 | 112.267 |
Aufgrund der höheren Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen durch den höheren Fahrzeugabsatz sind die Materialaufwendungen um 11,2 Prozent auf EUR 1.112 Millionen gestiegen.
13. Personalaufwand
| EUR (000) | 2017 | 2016 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 62.505 | 57.189 | 5.316 | |||
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 9.538 | 8.812 | 726 | |||
| Aufwendungen für Altersversorgung | 5.353 | 791 | 4.562 | |||
| Summe | 14.891 | 9.603 | 5.288 | |||
| Personalaufwand | 77.396 | 66.792 | 10.604 |
Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 15,9 Prozent angestiegen.
Dieser Anstieg ist zum einen durch die um EUR 5,3 Millionen höheren Löhne und Gehälter und zum anderen durch die erhöhten Zuführungen zur Rückstellung für Altersversorgung in Höhe von EUR 4,6 Millionen begründet.
14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
| EUR (000) | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen Sachanlagen * | 9.510 | 2.045 | 7.465 |
| Planmäßige Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte | 47 | 77 | (30) |
| Abschreibungen | 9.557 | 2.122 | 7.435 |
* Enthalten ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 7,4 Millionen aufgrund der Restrukturierung am Standort Ulm. Hierbei handelt es sich um außergewöhnliche Aufwendungen.
15. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Mieten, Werbekosten, Versicherungen, Provisionen, Ausgangsfrachten, sonstige Dienstleistungen, Pauschalwertberichtigungen sowie Sonderwagnisse und Verlustrisiken.
Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 0,4 Millionen (Vorjahr EUR 0,8 Millionen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,4 Millionen (Vorjahr EUR 0,6 Millionen) enthalten.
16. Beteiligungsergebnis
| EUR (000) | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.976 | 1.969 | 7 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | (92.771) | (63.711) | (29.060) |
| (90.795) | (61.742) | (29.053) |
Die ausgewiesenen Beteiligungsergebnisse stammen von verbundenen Unternehmen.
17. Zinsergebnis
| EUR (000) | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Erträge aus Ausleihungen | |||
| ° von verbund. Unternehmen | 30 | 33 | (3) |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 30 | 33 | (3) |
| Zinsen und ähnliche Erträge | |||
| ° von Dritten | 1 | 20 | (19) |
| ° von verbundenen Unternehmen | 13 | 752 | (739) |
| ° Abzinsungen | 73 | 8 | 65 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 87 | 780 | (693) |
| Zinserträge | 117 | 813 | (696) |
| Abzinsungen auf Finanzanlagen | (2) | (2) | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| ° an Dritte | (5.572) | (5.181) | (391) |
| ° an verbundene Unternehmen | (9.755) | (11.018) | 1.263 |
| ° Aufzinsungen | (4.951) | (4.320) | (631) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (20.278) | (20.519) | 241 |
| Zinsaufwendungen | (20.280) | (20.521) | 241 |
| Zinsergebnis | (20.162) | (19.708) | (454) |
Durch die Diskontierung der Pensionsrückstellungen war ein Aufzinsungsbetrag bei den langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von EUR 4,2 Millionen (Vorjahr EUR 4,3 Millionen) erforderlich.
Das Zinsergebnis weist im Geschäftsjahr 2017 einen Verlust von EUR 20,2 Millionen aus und ist somit nahezu unverändert.
SONSTIGE ANGABEN
18. Aufgliederung der Beschäftigten nach Gruppen (Jahresdurchschnitt)
| Mitarbeiter | Engineering Verwaltung Ulm | Vertrieb und Ersatzteillager | 2017 Gesamt | 2016 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Lohnempfänger | 287 | 15 | 302 | 295 |
| Angestellte | 287 | 192 | 479 | 456 |
| Auszubildende u. ä. | 23 | 12 | 35 | 57 |
| 597 | 219 | 816 | 808 |
Die durchschnittliche Mitarbeiter-Anzahl hat sich um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht.
19. Vorstand, Aufsichtsrat
| 2017 | EUR |
|---|---|
| Bezüge des Vorstands | 876.133,00 |
| Bezüge ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene | 659.780,00 |
| Pensionsverpflichtungen ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene | 9.248.893,00 |
| Vergütung Aufsichtsrat | 135.000,00 |
Die Aufstellungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats befinden sich auf den Seiten am Ende des Anhangs.
20. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
21. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
| EUR (000) zu Barwerten | 2017 |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen fällig 2018 | 6.861 |
| 2019 bis 2022 | 15.674 |
| 2023 und folgende Jahre | 3.711 |
| Investitionsbestell-Obligo | 6.201 |
| Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften | 518.286 |
| 550.733 | |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | - |
| davon gegenüber assoziierten Unternehmen | - |
22. Derivative Instrumente
Das Unternehmen ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die Iveco Magirus AG eine Absicherung gegen Währungsrisiken beabsichtigt, werden derivative Instrumente, ausschließlich Devisenterminkontrakte, eingesetzt. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Wechselkursrisiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden laufend überwacht.
| Derivative Währungsinstrumente | Marktwert | Nominalwert |
|---|---|---|
| EUR (000) | 2017 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Devisenterminverkäufe | 349 | 4.801 |
| Devisenterminkäufe | -101 | 4.553 |
Die Devisentermingeschäfte sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.
23. Konzern-Zugehörigkeit
Die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, eine Aktiengesellschaft nach niederländischem Recht, ist mit Mehrheit an der Iveco Magirus AG, Ulm, beteiligt. Sie erstellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis der Unternehmen.
Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V. ist bei der Handelskammer in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Dieser unter Einbeziehung der Iveco Magirus AG, Ulm, und ihrer wesentlichen verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 291 HGB und befreit somit die Iveco Magirus AG, Ulm, von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.
Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Er enthält folgende, vom deutschen Recht abweichende, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:
| • | Bilanzierung von Geschäften mit Rückkaufverpflichtung |
| • | Bewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19 |
| • | Bewertung latenter Steueransprüche |
| • | Bilanzierung von Entwicklungskosten (Aktivierung) |
24. Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Honorar für Abschlussprüferleistungen einschließlich Auslagenersatz beträgt EUR 115.815.
25. Außerbilanzielle Geschäfte
Als absatzpolitische Maßnahme werden im Zusammenhang mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen Rückkaufverpflichtungen mit den Kunden vereinbart. Diese Vereinbarungen sind im Nutzfahrzeugmarkt üblich. Durch diese Buy-Back-Vereinbarungen wird dem Käufer das Optionsrecht eingeräumt, das Fahrzeug nach einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Rücknahmewert, der über dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Rücknahme liegen kann, zurückzugeben. Die Umsätze aus diesen Verkaufsgeschäften werden bei Gefahrenübergang der Neufahrzeuge realisiert. Dem Risiko aus über den Marktpreisen liegenden Rücknahmepreisen wird durch die Bildung einer Rückstellung zu Lasten der Umsatzerlöse Rechnung getragen.
Der Betrag der zum Bilanzstichtag bestehenden Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften beträgt EUR 518,3 Millionen. Es bestehen - wie bereits im Vorjahr - keine Rückkaufverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Zum 31. Dezember 2017 wurden Forderungen in Höhe von EUR 108,4 Millionen (Vorjahr EUR 69,6 Millionen) an Factoring Gesellschaften veräußert. Das echte Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring Gesellschaft über. Das Debitorenmanagement verbleibt weiter bei der Gesellschaft. Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit dem Factoring werden nicht gesehen.
26. Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 651,7 Millionen auf neue Rechnung vorzutragen.
27. Nachtragsbericht
Seit dem 31. Dezember 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten und die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
MITGLIEDER DES VORSTANDS 2017
| Sascha Kaehne | Ressort Vertrieb (Deutschland und Schweiz) |
| ab 31.07.2017 Ressort Heavy Line | |
| Ausfuhrverantwortlicher | |
| Gianalberto Lupi (bis 30.07.2017) | Ressort Heavy Line |
| Klaus Rekitt | Ressort Finanzen, |
| Verwaltung, Controlling, | |
| Recht, Steuern | |
| Achim Specht | Ressort Personal, |
| Arbeitsdirektor, Personal- und Sozialwesen, | |
| EDV/Informationssysteme |
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
| Andreas Klauser | Vorsitzender |
| Case IH Agricultural Equipment Brand President | |
| Wilfried Schmid * | Stellvertretender Vorsitzender |
| Konzernbetriebsratsvorsitzender der Iveco Magirus AG | |
| Michael Braun * | 2. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer der IG Metall Ulm |
| Markus Görtler * | Konzernbetriebsrat der Iveco Magirus AG |
| Dirk Hofmann * | Vertreter der Leitenden Angestellten der Iveco Magirus AG |
| Riccardo Iessi | Chief Financial Officer EMEA |
| CNH Industrial N.V. | |
| Pierre Lahutte | Iveco Brand President |
| Iveco S.p.A. | |
| Thomas Lechner | Wirtschaftsprüfer, Steuerberater |
| BDO Oberösterreich GmbH | |
| Marco Liccardo | Product Development & Engineering |
| Medium & Heavy Trucks Iveco S.p.A. | |
| Isabella Macrelli | Industrial Relations EMEA |
| CNH Industrial N.V. | |
| Ulrich Raiber * | Mitarbeiter der Magirus GmbH |
| Paul Rodenfels * | Gewerkschaftssekretär |
| IG Metall Vorstandsverwaltung Frankfurt |
* von den Arbeitnehmern gewählt
Ulm, den 20. Februar 2018
Iveco Magirus AG
Der Vorstand
Kaehne
Rekitt
Specht
Lagebericht
der Iveco Magirus AG, Ulm
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Kräftiges Wirtschaftswachstum
Im Jahr 2017 konnte die deutsche Wirtschaft ein deutliches Wachstum erzielen. Mit einem preisbereinigten Plus von 2,2 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent) ist das deutsche Bruttoinlandsprodukts (BIP) im achten Jahr in Folge gewachsen und konnte das Tempo im Vergleich zu den Vorjahren nochmals erhöhen. Erneut konnte damit im Berichtsjahr der Durchschnittswert des Wirtschaftswachstums der letzten zehn Jahre übertroffen werden.
Neben den Konsumausgaben trugen 2017 das Auslandsgeschäft und die Investitionen zur Expansion bei. Speziell in der ersten Hälfte war 2017 von einer hohen konjunkturellen Dynamik gekennzeichnet. Die Wirtschaftsleistung hat insgesamt stärker zugenommen, als die Produktionskapazitäten gewachsen sind. Im Ergebnis ist auch die wirtschaftliche Auslastung gestiegen. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück auf 5,7 Prozent. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (0,5 Prozent) und damit stärker als in den letzten vier Jahren.
Im Euro-Raum konnte die Wirtschaft 2017 mit 2,2 Prozent deutlicher zulegen als im Vorjahr (2016: 1,8 Prozent). Die EU 28-Länder erreichten sogar ein Wachstum von 2,3 Prozent. Impulse kamen dabei sowohl vom Auslandsgeschäft als auch von der Binnenwirtschaft. Der anhaltende Aufschwung ist breit aufgestellt, die Wirtschaft expandiert in nahezu allen Ländern dynamisch.
Auch die Beschäftigung stieg in Europa kräftig an. In den EU 28-Staaten lag die Arbeitslosenquote bei 7,8 Prozent, im Euroraum waren es 9,2 Prozent. Ein rückläufiger Trend war sowohl bei allen 19 Mitgliedsländern des Euroraums als auch im gesamten EU-Raum zu verzeichnen.
Die Geldpolitik im Euroraum ist nach wie vor expansiv ausgerichtet und trägt zur konjunkturellen Belebung bei. Die Kreditzinsen verbleiben nach dem kontinuierlichen Absinken der Vorjahre auf niedrigem Niveau.
Auch die Weltwirtschaft befindet sich mittlerweile in einem Aufschwung. Besonders kräftig legte die Produktion im Frühsommer zu. In den USA, in Japan und im Euroraum stieg die Produktion dabei schneller als im globalen Trend. Die chinesische Wirtschaft expandierte in den vergangenen Quartalen kräftig. Seit Ende 2016 wirkten fiskalische Stimuli der trendmäßigen Verlangsamung im verarbeitenden Gewerbe entgegen, sodass für 2017 mit 6,7 Prozent BIP-Wachstum sogar noch um 0,1 Prozentpunkte mehr auf dem Zähler stehen als im Vorjahr. Indien verzeichnete mit 6,3 Prozent ein verhältnismäßig geringes Wachstum aufgrund kurzfristig negativer Auswirkungen von Reformen. In Russland erholte sich die Konjunktur mit einem Plus von 1,5 Prozent wieder, noch 2015 war ein absoluter Rückgang zu beobachten. In Lateinamerika zieht die Konjunktur nur zögerlich an, in diesem Jahr mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent. Insgesamt stieg das reale BIP in den Schwellenländern um 5,0 Prozent und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften um 2,1 Prozent - in Summe damit um 3,1 Prozent.
In Deutschland bewegte sich 2017 der Zuwachs der privaten Konsumausgaben etwa auf dem Niveau des Vorjahres (preisbereinigt plus 2,0 Prozent gegenüber plus 2,1 Prozent in 2016). Auch die Bruttoanlageinvestitionen lagen mit 3,0 Prozent (preisbereinigt) Wachstum nahe beim Wert für das Vorjahr (3,1 Prozent). Die Konsumausgaben des Staates sind in 2017 mit 1,4 Prozent dagegen deutlich geringer gewachsen als mit 3,7 Prozent im Vorjahr. Die Bauindustrie lief wie im Vorjahr (plus 2,7 Prozent) mit einem Plus von 2,6 Prozent auf Hochtouren.
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist weiter gestiegen auf 44,3 Millionen (Vorjahr: 43,5 Millionen) Personen. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (0,4 Prozentpunkte weniger als 2016) wurde ein neuer Tiefstand erreicht.
Die Preisentwicklung hat 2017 nach einigen Jahren Veränderung im Nachkommabereich wieder an Fahrt aufgenommen, soll sich nach Expertenmeinung nun aber auf dem 2017 erreichten Niveau von 1,7 Prozent stabilisieren.
Der Geschäftsklimaindex für die Stimmung in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands war für das gesamte Berichtsjahr von einem Aufwärtstrend gekennzeichnet. Getragen insbesondere von der Stimmung im Bauhauptgewerbe und - mit leichten Abstrichen - auch vom Verarbeitenden Gewerbe stieg der Indexwert für das Klima in der Gewerblichen Wirtschaft auf 117,2 im Dezember (gegenüber 110,8 im Dezember des Vorjahres und 110,1 im Januar).
Differenzierte Nutzfahrzeugnachfrage
In Westeuropa hat die Nutzfahrzeugnachfrage im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr weiter zugelegt, besonders getragen von den leichteren Segmenten. Bei den Fahrzeugen unter 6,0 Tonnen wurden knapp 1.928.000 Einheiten zugelassen, 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr. In den elf neuen EU-Ländern Osteuropas weitere 164.000, was ebenfalls 4,0 Prozent mehr als 2016 waren. Die 28 EU-Länder zusammen konnten damit 2017 im Bereich bis 6,0 Tonnen einen Zuwachs der Neuzulassungen um 4,0 Prozent auf 2.092.000 Fahrzeuge verzeichnen.
Bei den Fahrzeugen mit 6,0 Tonnen oder mehr zulässigem Gesamtgewicht wurden in Westeuropa knapp 290.000 neue Einheiten zugelassen, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Osteuropas EU-Ländern kamen weitere 64.000 Einheiten hinzu, was dort aber einem Minus von 3,0 Prozent gegenüber 2016 entspricht. West- und Osteuropa zusammen konnten im Berichtsjahr 354.000 Neuzulassungen über 6,0 Tonnen verzeichnen, in etwa dieselbe Größenordnung wie 2016.
Unter den Volumenmärkten verzeichnete Spanien bei den Nutzfahrzeugen unter 6,0 Tonnen mit einem Plus von 16,0 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs, Deutschland (plus 4,0 Prozent) und Frankreich (plus 7,0 Prozent) lagen ebenfalls deutlich im Plus. Einzig das Vereinigte Königreich Großbritannien mit minus 4,0 Prozent und Italien (minus 3,0 Prozent) wiesen einen Rückgang der Neuzulassungen auf.
Etwas anders stellt sich die Situation bei den schweren Nutzfahrzeugen dar. Insbesondere Italien konnte sich weiter erholen und verzeichnete ein Plus von 8,0 Prozent, Frankreich ein Plus von 7,0 Prozent. Die Märkte in Deutschland und Spanien stagnierten. Großbritannien musste auch in diesem Marktsegment einen Rückgang (minus 5,0 Prozent) der Neuzulassungen registrieren.
Geschäftsmodell Iveco Magirus AG
Die Iveco Magirus AG ist ein Unternehmen, das Nutzfahrzeuge entwickelt und vertreibt. Im Jahr 2013 konnte in Ulm das 150-jährige Unternehmensjubiläum der Brandschutzsparte der Magirus GmbH gefeiert werden, 2016 bei der Iveco Magirus AG das 100-jährige Jubiläum der Lkw-Entwicklung, aus der dann 1917 der erste Magirus-Lastwagen hervorging.
Bis heute befindet sich In Ulm das Entwicklungszentrum für Lkw. Die lange Tradition und das Know-how spiegeln sich auch im Iveco Customizing Center wider. Neu hinzugekommen ist 2017 am Standort Ulm das Iveco KundenCenter als Auslieferungszentrum für Lkw und Busse sowie die OK Trucks und OK Bus Gebrauchtwagen-Zentrale Ulm, die - neben der bereits 1997 eröffneten GWZ Hildesheim - vor allem den süddeutschen Raum sowie die Schweiz und Österreich bedient. In Unterschleißheim bei München hat die Vertriebszentrale ihren Sitz. Vertrieb und Service werden daneben von fünf Tochtergesellschaften in Deutschland erbracht.
Das Sortiment umfasst neben leichten, mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen auch Fahrzeuge für den Personentransport sowie Spezialfahrzeuge. Abgerundet wird das Programm durch Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile.
GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER IVECO MAGIRUS AG
Abgeschwächtes Wachstum beim Inlands-Absatz
Die Lkw-Zulassungen in den für Iveco relevanten Marktsegmenten (ab 3,5 Tonnen) legten in Deutschland 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 4,6 Prozent zu. Die prozentuale Steigerung hat sich damit gegenüber dem Niveau des Vorjahres (plus 7,2 Prozent) wieder etwas abgeschwächt und ist fast auf das Niveau von 2015 zurückgekehrt (4,3 Prozent).
Das Plus resultierte vor allem aus einem Zuwachs bei den leichten Lkw (3,5 bis 6,0 Tonnen) um 7,8 Prozent. Die Steigerung im schweren Segment ab 16 Tonnen fiel 2017 mit nur 1,5 Prozent erwartungsgemäß geringer aus als noch im Vorjahr, ebenso gingen die Zulassungszahlen der mittleren Lkw wieder spürbar um 4,2 Prozent zurück - nach einem Rückgang um 2,5 Prozent im Vorjahr.
Die Iveco Magirus AG konnte bei einem leichten Zulassungsrückgang um 0,7 Prozent am insgesamt positiven Trend nicht teilhaben, trotz eines weiter gestiegenen Marktanteils im Bereich Medium (nun bei 25,4 Prozent). In diesem Segment errang Iveco in Deutschland mit knapp 4.700 Einheiten entgegen dem Markttrend einen Zuwachs an Zulassungen von 5,3 Prozent. Bei den leichten Nutzfahrzeugen (3,5 bis 6,0 Tonnen) konnte der noch im Vorjahr gesteigerte Marktanteil bei einem Zulassungsplus von 1,4 Prozent in etwa gehalten werden und liegt nun bei 7,0 Prozent. Bei den schweren Lkw war mit sinkenden Marktanteilen auch ein absoluter Rückgang um knapp 15,0 Prozent auf rund 2.620 Neuzulassungen zu beobachten.
Im Berichtsjahr hat sich der Gesamtabsatz der Iveco Magirus AG an Neufahrzeugen (Lkw) auf 17.247 Einheiten gegenüber dem Vorjahr (16.608) um 3,8 Prozent erhöht. Der Bus-Absatz steigerte sich um 12,2 Prozent auf 954 Einheiten (Vorjahr: 850). Allein im Inland konnten 601 Busse verkauft werden, 353 Einheiten gingen in andere EU-Länder, die meisten mit 303 Einheiten nach Österreich. Bei den Lkw spielte der Auslands-Absatz für die Iveco Magirus AG mit 42 Einheiten nur eine marginale Rolle. Anders bei den Militärfahrzeugen. Von den insgesamt 463 Fahrzeugen gingen mit 278 Einheiten die meisten in den Export und zwar 271 nach Tunesien und sieben in die Schweiz. In Deutschland verblieben 185 Fahrzeuge.
Insgesamt wurden auf dem deutschen Markt 16.742 Fahrzeuge (Lkw) ausgeliefert. Der Inlands-Absatz konnte damit gegenüber dem Vorjahr (16.281) um 2,8 Prozent gesteigert werden.
Ein deutliches Plus gibt es im Berichtsjahr beim Auftragseingang zu verzeichnen. Mit 18.355 Einheiten (Lkw und Militär) errechnet sich ein Zuwachs von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (16.646 Einheiten). Der Auftragsbestand lag im Jahr 2017 mit 3.917 Fahrzeugen 35,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (2.882 Fahrzeuge).
Umsatz
Die Iveco Magirus AG erzielte im Berichtsjahr einem Umsatz von EUR 1.320,4 Millionen. Gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 1.207,4 Millionen war dies eine Steigerung von 9,4 Prozent.
81,7 Prozent des um Weiterbelastungen an andere Konzernunternehmen bereinigten Umsatzes in Höhe von EUR 1.010,4 Millionen wurden im Inland erzielt (Vorjahr: 76,6 Prozent bzw. EUR 924,3 Millionen) und 18,3 Prozent bzw. EUR 225,6 Millionen im Ausland (Vorjahr: 23,3 Prozent bzw. EUR 207,1 Millionen).
Der Handelsumsatz mit von Konzernunternehmen bezogenen Neuwagen machte EUR 713,2 Millionen bzw. 54,0 Prozent vom Umsatz aus. Im Vorjahr lagen die Werte bei EUR 644,6 Millionen bzw. 53,5 Prozent. Mit Gebrauchtfahrzeugen, Komponenten und Motoren, Ersatzteilen, Reparaturen und Bussen ergab sich ein Umsatz in Höhe von EUR 522,7 Millionen, was 39,6 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht (Vorjahr: EUR 484,1 Millionen und 40,0 Prozent).
Erträge aus Weiterbelastungen an andere Konzernunternehmen werden innerhalb der Umsatzerlöse als sonstige betriebliche Erlöse mit EUR 84,5 Millionen (Vorjahr: EUR 78,8 Millionen) ausgewiesen.
Ergebnis
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 war durch einen positiven Trend auf dem Nutzfahrzeugmarkt im Inland geprägt. Das operative Ergebnis hat sich bezogen auf den inländischen Nutzfahrzeugmarkt entsprechend den Prognosen des Vorjahres entwickelt.
Die Margen aus dem Neufahrzeugverkauf waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen harten Wettbewerb um Marktanteile weiter unter Druck. Das Geschäft mit Militärfahrzeugen und besonders Bussen hat einen positiven Beitrag zum Ergebnis gebracht.
Das Betriebsergebnis (vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern) weist im Berichtsjahr einen Gewinn von EUR 38,8 Millionen aus gegenüber einem Betriebsverlust von EUR 305,9 Millionen im Vorjahr. Im Vorjahr war der Anteil der Iveco Magirus AG an der Kartellstrafe enthalten, die gegen die Iveco-Gruppe verhängt wurde (EUR 337,9 Millionen).
Das Beteiligungsergebnis trägt einen Verlust in Höhe von EUR 90,8 Millionen bei (Vorjahr: minus EUR 61,7 Millionen). Hier belasteten unter anderem im Berichtsjahr berücksichtigte Restrukturierungsmaßnahmen bei der Magirus GmbH das Ergebnis. Die Verluste bei den Vertriebsgesellschaften konnten durch den verbesserten Absatz auf dem Nutzfahrzeugmarkt insgesamt deutlich reduziert werden.
Als Ergebnis nach Steuern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von EUR 72,2 Millionen ausgewiesen nach einem Minus von EUR 387,3 Millionen im Vorjahr.
Das Jahresergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 73,2 Millionen gegenüber EUR 388,4 Millionen im Vorjahr.
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 86,3 Millionen auf EUR 822,5 Millionen erhöht.
Dabei ging das Anlagevermögen durch planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2,1 Millionen und aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Ulm um in Höhe von EUR 7,4 Millionen auf EUR 106,4 Millionen zurück, Investitionen in Sachanlagen wurden in Höhe von EUR 2,0 Millionen getätigt.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich um EUR 93,5 Millionen auf EUR 715,4 Millionen (Vorjahr: EUR 621,9 Millionen). Dabei konnte der Anstieg der Vorräte um EUR 34,4 Millionen auf EUR 201,1 Millionen nicht wie im Vorjahr durch einen Abbau der Forderungen kompensiert werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf EUR 13,9 Millionen (Vorjahr EUR 6,7 Millionen) angewachsen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf EUR 494,3 Millionen (Vorjahr EUR 441,6 Millionen) gestiegen.
Neben dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 73,2 Millionen hat eine Einzahlung in die Kapitalrücklage über EUR 110,0 Millionen das Eigenkapital geprägt. Damit hat sich das Eigenkapital insgesamt um EUR 36,8 Millionen auf EUR 96,6 Millionen erhöht, die Eigenkapitalquote im Verhältnis zu Bilanzsumme verbesserte sich auf 11,7 Prozent (Vorjahr 8,1 Prozent).
Einschließlich der Pensionsrückstellungen steht ein langfristig gebundenes Kapital in Höhe von EUR 206,9 Millionen (Vorjahr: EUR 169,7 Millionen) zur Verfügung.
Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um EUR 49,1 Millionen auf EUR 615,6 Millionen (Vorjahr EUR 566,5 Millionen) erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen (EUR 4,9 Millionen) sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 8,9 Millionen) und den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 29,3 Millionen). Es bestanden im Berichtszeitraum unverändert zum Vorjahr keine Bankkredite.
Im Rahmen des Cash Pooling mit CNH Industrial Finance Europe S.A., Luxemburg, stellte das Unternehmen dem CNH Industrial-Konzern liquide Mittel zur Verfügung, die als Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Der Cash Pool wird als Kontokorrent geführt. Vertraglich ist geregelt, dass die Mittel aus dem Cash Pool jederzeit seitens der Gesellschaft abrufbar sind. Das Cash Pool Guthaben in Höhe von EUR 380,7 Millionen (Vorjahr EUR 316,9 Millionen) ist um EUR 63,8 Millionen angestiegen.
Investitionen
Das Unternehmen hat im Berichtsjahr EUR 2,0 Millionen in Sachanlagen investiert (Vorjahr: EUR 3,2 Millionen), davon EUR 1,3 Millionen in das neue Auslieferungszentrum für Lkw und Busse in Ulm, das im April 2017 eröffnet wurde. Daneben wurde im Herbst 2017 ein Investitionsprojekt zur Integration der Kundendienstschule begonnen. Bis Mitte 2018 werden hier insgesamt EUR 1,6 Millionen investiert.
Die Investitionen des Unternehmens wurden aus eigenem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.
Gesamtbeurteilung
Unter Berücksichtigung der positiven Marktbedingungen ist der Vorstand der Auffassung, dass sich die Geschäfte der Iveco Magirus AG im Berichtsjahr insgesamt zufriedenstellend entwickelt haben.
Der Umsatz konnte entsprechend unseren Prognosen leicht gesteigert werden. Dies führte ebenso zu einer Verbesserung des Betriebsergebnisses (nach Bereinigung des Vorjahres um die Kartellstrafe). Ebenso entspricht die Ergebnisverbesserung bei den eigenen Vertriebsgesellschaften unseren Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres.
Hingegen wurde das Ergebnis der Magirus GmbH vor allem aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen nicht wie geplant verbessert.
ENTWICKLUNG
Ulm: Kompetenzzentrum für schwere Lkw
Das Engineering in Ulm ist für die Entwicklung der schweren Iveco-Fahrzeugbaureihen Stralis und Trakker verantwortlich. Der Fahrzeuggesamtentwurf und die Chassis-Entwicklung erfolgen in Ulm. Hier sind auch Experten für elektrische, pneumatische und hydraulische Komponenten sowie für die technische Berechnung tätig. Die Fahrzeugerprobung und der Prototypenbau für die schweren Iveco-Fahrzeuge sind ebenfalls in Ulm angesiedelt.
Die Entwicklungsarbeit war 2017 geprägt von der Fertigstellung der neuen X-Way-Baureihe. Der X-Way verbindet optimale Nutzlast und geringen Kraftstoffverbrauch nicht nur auf der Straße, sondern auch im leichten Offroad-Einsatz. Das modulare Konzept mit vielfältigen Auswahlmöglichkeiten bei der Fahrwerksauslegung und beim Antriebsstrang schließt die Lücke zwischen Stralis und Trakker als perfekte Lösung für die Bauwirtschaft. Neue Achsen, neue Federungskonzepte, neue Rahmen, Sandwich-PTO und Hi-Traction sind nur einige Beispiele für die enorme Herausforderung an Planung, Berechnung, Konstruktion und Erprobung dieser komplexen Baureihe.
Nach dem Stralis NP mit Cursor 9-Erdgasmotor wurde 2017 der völlig neue Cursor 13 NP zur Serienreife entwickelt und sowohl in der Ausführung für komprimiertes als auch für verflüssigtes Erdgas (CNG und LNG) im Oktober 2017 der internationalen Fachpresse vorgestellt. Neben Fahrleistungen und Reichweiten, die dem Diesel nicht nachstehen, verbraucht der Cursor 13 NP rund 15 Prozent weniger Kraftstoff. Er erzeugt außerdem 99 Prozent weniger Partikel und 60 Prozent weniger NOx im Vergleich zu den Euro 6-Grenzwerten.
Parallel wurde intensiv an der Entwicklung innovativer Lösungen für das Nutzfahrzeug von morgen gearbeitet. Dieses soll nicht nur künftige Vorschriften, wie zum Beispiel für die Abgasemissionen oder passive Sicherheitseinrichtungen erfüllen, sondern auch spürbar mehr Nutzen für unsere Kunden bringen.
EINKAUF UND UMWELTSCHUTZ
Einkauf
Das gesamte Einkaufsvolumen nahm im Berichtsjahr um 10,7 Prozent von EUR 880,5 Millionen im Vorjahr auf EUR 974,9 Millionen zu. Dabei stiegen die konzerninternen Bezüge auf EUR 764,5 Millionen (Vorjahr: EUR 713,1 Millionen) und die Bezüge von externen Lieferanten erhöhten sich auf EUR 210,4 Millionen nach EUR 167,3 Millionen im Jahr zuvor.
Von der Iveco Magirus AG wird die gesamte, breit gefächerte Iveco-Produktpalette vom Transporter bis zu den schweren Lkw mit höchstzulässigem Gesamtgewicht sowie Busse vertrieben. Dazu wurden im Berichtsjahr aus den verschiedenen Produktionsstandorten 19.076 Iveco-Fahrzeuge importiert (Vorjahr: 17.414). Der Wert dieser Einfuhren von Neufahrzeugen betrug im Berichtsjahr EUR 652,5 Millionen (Vorjahr: EUR 608,1 Millionen).
Für den Bezug von Ersatzteilen, Gebrauchtfahrzeugen und Materialien für die Anpassung von Kundenfahrzeugen wurden EUR 322,4 Millionen ausgegeben (Vorjahr: EUR 272,3 Millionen). Davon betrafen EUR 112,0 Millionen (Vorjahr: EUR 105,0 Millionen) Lieferungen von Konzernunternehmen und EUR 210,4 Millionen (Vorjahr: EUR 167,3 Millionen) Bezüge von außerhalb der Konzern-Unternehmen.
Iveco Customizing Center Ulm
Im Berichtsjahr wuchs das Auftragsvolumen des Iveco Customizing Center (ICC) in Ulm auf über 3.290 Fahrzeuge (Vorjahr: 1.994). Ganz wesentlichen Anteil an dieser Steigerung um 65 Prozent hatten sowohl die Eröffnung des Iveco KundenCenters (IKC) im April 2017 als auch die ebenfalls neue OK Trucks und OK Bus Gebrauchtwagen-Zentrale. Das ICC übernahm ab dem 1. April 2017 - in einer eigenen Werkstatt des IKC - die Übergabeinspektion (PDI: Pre Delivery Inspection) und die Aufbereitung für die Auslieferung der Neu- und Gebrauchtfahrzeuge an die Kunden. Insgesamt bereitete das ICC 879 Fahrzeuge (386 Militärfahrzeuge, 234 Gebrauchtfahrzeuge, 136 Busse, 88 Trucks und 35 Daily) für die Kundenauslieferung vor. Zusätzlich wurden in der IKC-Werkstatt 220 Fahrzeuge für verschiedene Events wie die Präsentation der neuen Stralis X-Way Baureihe vorbereitet.
In den auch 2016 bereits betreuten Bereichen erreichten mit 737 Einheiten (Vorjahr: 943) der Großkundenvertrieb (Commercial Vehicles) und die Montage der Meiller-Kipper mit 751 Einheiten (Vorjahr: 598) die größten Stückzahlen. Für die Magirus GmbH konnten 249 Fahrzeuge (Vorjahr: 200) abgearbeitet werden, weitere 454 (Vorjahr: 249) Fahrzeuge wurden für den Militärfahrzeug-Vertrieb exakt auf die Bedürfnisse der Auftraggeber angepasst.
Die Iveco Magirus AG kann über das ICC ihren Kunden das einsatzfertige, auf die jeweiligen Erfordernisse zugeschnittene Fahrzeug aus einer Hand liefern. Das Know-how wird zudem durch ausländische Iveco-Vertriebsgesellschaften und die Magirus GmbH mehr und mehr angefragt und genutzt.
Umweltschutz
Die Fortsetzung der konsequenten Abfalltrennung als Voraussetzung für ein effektives Recycling sowie der ressourcensparende Umgang mit Materialien und Energie waren auch im Jahr 2017 Kernziele des Unternehmens im Bereich Umweltschutz. Wie in den Vorjahren trat auch 2017 kein Umweltschaden ein.
VERTRIEB
Nutzfahrzeugmarkt im Wandel
2017 ist das erste Jahr seit Ende der „Lehman-Krise“ (2008/2009), in dem der Nutzfahrzeugabsatz in Deutschland von etwas schwächeren Zuwächsen gekennzeichnet ist. Dennoch gilt: Die Verkäufe befinden sich weiterhin auf hohem Niveau.
Das Thema „Umwelt“ hat über das Jahr hinweg stetig an Relevanz zugenommen. Nicht zuletzt drohende Klagen seitens der EU, der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) und vieler Städte wegen erhöhter NOx-Werte in deutschen Großstädten haben den Dieselmotor als Antriebsquelle in Verruf gebracht. Mit Erdgas betriebenen Nutzfahrzeugen bietet Iveco eine Alternative auf diesem Gebiet.
Die spürbare Kaufzurückhaltung im Gesamtmarkt rührt aber weder vom Warten auf Antriebs-Alternativen noch von einem Konjunkturpessimismus her. Vielmehr ist ein sich abzeichnender Fahrermangel über den gesamten Transportbereich vom kleinen bis zum großen Lkw der wesentliche Grund. Der Fachkräftemangel wird so auch für die Transportwirtschaft immer mehr zum Problem.
MITARBEITER
Konstante Beschäftigtenzahlen
Die Gesamtbelegschaft der Iveco Magirus AG blieb zum Jahresende mit 815 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (819). Sie setzte sich aus 312 (Vorjahr: 323) Lohn- und 503 (Vorjahr: 496) Gehaltsempfängern zusammen. Ohne die in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten sowie im Rahmen der Elternzeit oder zur Weiterbildung freigestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug die aktive Stammbelegschaft 777 (Vorjahr: 762) Personen. Die meisten Mitarbeiter (599) hatten in Ulm, Neu-Ulm und Langenau ihren Arbeitsplatz, 178 waren in Unterschleißheim und anderen Außenstellen beschäftigt.
Im Berichtsjahr haben vier (Vorjahr: zwei) neue Auszubildende eine Ausbildung bei der Iveco Magirus AG begonnen. Übernommen wurden sechs Absolventen, die ihre Ausbildung bzw. ihr Studium im Jahr 2017 abschlossen (zwei Absolventen des Ulmer Modells, drei Kfz-Mechatroniker und ein Industriemechaniker). Darüber hinaus verließen zwei weitere Absolventen das Unternehmen, um weitere Qualifizierungen anzustreben.
Das interne Programm zur Weiterbildung in der Iveco Magirus AG fokussierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Säulen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Sprachen. Im Rahmen der Weiterbildung wurden von 79 Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmern über 1.880 Schulungsstunden absolviert, allein für Sprachtrainings mehr als 1.630 Stunden.
NACHHALTIGKEIT
Umweltbewusstsein wird nicht nur an der Produktpalette gemessen, sondern auch an den vor- und nachgeschalteten Prozessen. Der gesamte CNH Industrial Konzern hat sich mit WCM (World Class Manufacturing) einen Katalog von Leitsätzen verordnet, der eine große Verantwortung gegenüber der Umwelt bedeutet. Das siebte Jahr in Folge wurde CNH Industrial mit seinen Tochterfirmen in den prestigeträchtigen Dow Jones Nachhaltigkeitsindizes (DJSI) Welt und Europa als „Branchenführer” bestätigt und darüber hinaus als „Führer der Branchengruppe” in der Kategorie Investitionsgüter mit immerhin 88 prominenten Teilnehmern benannt. CNH Industrial hat Dank unserer positiven Ergebnisse in der wirtschaftlichen, sozialen und Umwelt-Leistung eine Gesamtzahl von 89 Punkten bei 100 möglichen erreicht. Der DJSI ist für Investoren ein Maßstab für nachhaltige Anlagen.
RISIKOMANAGEMENT
Ziele des Risikomanagements
Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Deshalb entwickelt die Iveco Magirus AG auch in Zukunft den Bereich Risikomanagement kontinuierlich weiter und passt diesen an die veränderten Rahmenbedingungen sowie gesetzlichen Vorschriften an.
Seit dem Jahr 2010 besteht eine fixierte und im Unternehmen kommunizierte Risikostrategie. Die darin enthaltenen Grundsätze fördern das einheitliche Risikoverständnis und bilden die Grundlage für den Umgang mit Risiken bei der Iveco Magirus AG.
Aufbauorganisation
Die Iveco Magirus AG ist als Konzerngesellschaft der Iveco S.p.A. sowie der CNH Industrial N.V. in das konzernweite Risikomanagement mit seinen international übergreifenden Kontrollmechanismen eingebunden. Diese Systeme gewährleisten, dass den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig ergriffen werden können. Eine Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit erfolgt regelmäßig durch die konzerninterne Revision sowie den Vorstand der Iveco Magirus AG.
Das zentral installierte Risikomanagement koordiniert bei der Iveco Magirus AG die Ermittlung der Risiken und ist für die fortlaufende Weiterentwicklung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Prozesse und Methoden zuständig. Grundlage bildet die Organisationsrichtlinie Risikomanagement, welche im Geschäftsjahr 2016 aktualisiert wurde.
Internes Kontrollsystem
Das interne Kontrollsystem der Iveco Magirus AG ist an das konzernübergreifend organisierte interne Kontrollsystem angeschlossen. Die Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten sind definiert sowie die Identifizierung von Risiken und die Implementierung von Kontrollen in den Tochtergesellschaften geregelt. Auf dieser Grundlage lassen sich Effektivität und Effizienz des Systems sicherstellen.
In Ergänzung besitzt die Iveco Magirus AG eigene Kontrollmechanismen wie systematische und manuelle Abstimmungsprozesse, das Vier-Augen-Prinzip, die Trennung von Funktionen, sowie die Sicherstellung der Einhaltung von internen Richtlinien. Hierzu zählen der konzernweit gültige Verhaltenskodex, die Arbeitsordnung, diverse organisatorische Richtlinien und die klar definierten Unterschriftsregelungen bezüglich der Beschaffung von Dienstleistungen und Gütern sowie für alle rechtsverbindlichen Erklärungen.
Darüber hinaus stellen angemessene Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie die Konzernrichtlinien in der Finanzbuchhaltung einschließlich deren definierte Prozesse die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher, die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich sind.
Die Abwicklung der Rechnungslegung erfolgt bei der Iveco Magirus AG teilweise durch den Dienstleister FCA Services Germany GmbH, der bezüglich des Rechnungslegungsprozesses an das konzernübergreifende interne Kontrollsystem der Muttergesellschaft angeschlossen ist.
Der Vorstand der Iveco Magirus AG stellte für das letzte Berichtsjahr die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems fest und schätzt die operativen Risiken als tragbar ein.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Neben den Risiken bestehen auch zahlreiche Chancen für die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche und somit der gesamten Iveco Magirus AG.
Die Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems verfolgt bzw. bearbeitet. Die Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, liegt lokal bei den jeweiligen Geschäftsbereichen und findet damit Eingang in die strategischen sowie die operativen Planungen.
Auch konzernseitig werden Chancen analysiert und verfolgt, welche im Rahmen der Umsetzung von neuen Projekten bzw. Zielvorgaben sowie Maßnahmenverfolgungen lokal unterstützt und umgesetzt werden.
Ziel des Chancenmanagements ist dabei die Wertsteigerung des Unternehmens, welche durch ständige Verbesserungen, Ausbau unseres Kerngeschäftes, Identifikation neuer Märkte, Erweiterung unserer Dienstleistungen sowie Bearbeitung neuer Geschäftsfelder erzielt werden kann.
Die Verzahnung im CNH Industrial Konzern wird von Seiten der Iveco Magirus AG als Chance gesehen. Verstärkte Nutzung von Synergien, insbesondere in den Zentralfunktionen und im Rahmen von Projekten, eine bessere Refinanzierung und ein stärkerer Marktauftritt lassen sich dadurch realisieren. Insgesamt kann eine größere Produktpalette zur Verfügung gestellt werden.
Die Inbetriebnahme des neuen Auslieferungszentrums in Ulm in 2017 für Lkw und Busse eröffnet der Iveco Magirus AG neue Chancen. Die direkte Nähe am Markt - sowohl auf Kunden- als auch auf Aufbauherstellerseite - schafft verbesserte Markt- und Markenpräsenz in Deutschland und den angrenzende Märkten, wodurch Steigerungen der Marktanteile erzielt werden können. Der Standort Ulm bietet mit seiner geographischen Lage, dem am Ort ansässigen Entwicklungskompetenzzentrum und dem Customizing Center sowie seiner sehr gut ausgebauten Infrastruktur die optimalen Voraussetzungen, um einen Mehrwert für Iveco und den Konzern zu generieren.
Für die Iveco Magirus AG wesentliche Risiken, die grundlegende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt.
Risiken der Gesamtwirtschaft
Die internationalen Finanzmärkte stehen weiterhin unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. Es wird erwartet, dass die Verschuldung und die anhaltenden Strukturprobleme in einer Reihe von Ländern - auch außerhalb von Europa (insbesondere den BRIC-Staaten) - noch einige Zeit die Störanfälligkeit der europäischen und der globalen Wirtschaft beeinflussen werden.
Die nach wie vor sehr niedrigen Zinsen, der gegenüber dem US-Dollar schwächer bewertete Euro sowie die sehr niedrigen Energiepreise haben 2017 für eine stabile Konjunktur im Euroraum gesorgt. Auch im Jahr 2018 wird aus heutiger Sicht ein positiv moderater Anstieg des BIP erwartet.
Aufgrund der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation im Euro-Raum ist eine mittelfristige Prognose der Nutzfahrzeug-Nachfrage sehr schwierig. Jüngste Prognosen - basierend auf einer mittelfristigen Konjunktur-Prognose - gehen von einer Stabilisierung des Marktes auf leicht höherem Niveau aus.
Das Thema Ökologisierung gewinnt am Markt immer mehr an Bedeutung. Das Produktangebot an Fahrzeugen am Markt mit alternativen Antriebsformen nimmt rasant zu. Das hierzu bestehende Angebot bei der Iveco Magirus AG unterstreicht die Innovationsfähigkeit und damit den Wert einer strategischen Partnerschaft mit den Kunden.
Auch Marktverschiebungen in anderen Bereich werden laufend beobachtet, um bei Veränderungen das Angebot schnellstmöglich an die veränderte Nachfragesituation anzupassen.
Die Entwicklung der Gesetzgebung hat ebenso Auswirkungen auf die laufende Geschäftstätigkeit und muss bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Schwerpunkt legt die europäische Kommission unter anderem auf die Sicherstellung der Umweltverträglichkeit mit weniger Schadstoffausstoß, schärfere Kontrollen, wirtschaftliche Zwangsinstrumente wie zum Beispiel Straßennutzungsgebühren und die Sicherheit im Straßenverkehr. Es wird davon ausgegangen, dass der Trend zur staatlichen Reglementierung anhalten wird.
Branchenrisiko auf dem Nutzfahrzeugmarkt
Die Nutzfahrzeugbranche reagiert regelmäßig stark zyklisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Konjunktur. Die Konjunktur wird dabei von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die zueinander in bestimmten Abhängigkeiten stehen.
Um den damit verbundenen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken, erfolgt eine permanente Marktbeobachtung. Diese Beobachtungen erstrecken sich sowohl auf den Nutzfahrzeugmarkt, als auch auf die Branchen der Hauptabsatzmärkte. Veränderungen werden analysiert, um zeitnah entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, wodurch Branchenrisiken minimiert werden.
Das Transportaufkommen im gewerblichen Straßenverkehr ist 2017 leicht angestiegen und wird in 2018 nur moderat wachsen. Für das Jahr 2019 wird mit ähnlichen, geringen Zuwächsen gerechnet. Das Risiko der Verlagerung von Transportvolumen von Nutzfahrzeugen hin zu anderen Verkehrsmitteln wird als gering eingeschätzt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht in seiner Langfrist-Prognose 2010 bis 2030 von einem Zuwachs im Lkw-Güterverkehr von 39 Prozent bezogen auf die Tonnenkilometer aus.
Die Bestände an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen haben sich im Berichtsjahr erhöht. Zur Bestandssteuerung werden bei Bedarf konzernweit abgestimmte Abverkaufs-Aktionen als Gegenmaßnahmen eingeleitet. Derzeit besteht hierfür aufgrund des überwiegend jungen Fahrzeugbestandes nur geringer Handlungsbedarf. Gebrauchtfahrzeuge unterliegen grundsätzlich und jederzeit dem Risiko der Marktpreisentwicklung. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die Entwicklung der Marktpreise permanent überwacht, gegebenenfalls Preisanpassungen durchgeführt sowie die dafür erforderlichen Wertberichtigungen gebildet.
Mit Blick auf das Kundenportfolio im Neufahrzeug-Direktvertrieb bestehen Konzentrationsrisiken und damit eine Abhängigkeit von Kunden im Bereich Fahrzeugvermietung und Paketdienst. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird der Fokus verstärkt auf die Neukundengewinnung gelegt, um eine stärkere Diversifikation zu erzielen.
Getroffene Rückkaufverpflichtungen mit Kunden können ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn sich die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtfahrzeugerlöse wesentlich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsabschluss verändern. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird dieses laufend überwacht und aktiv gesteuert. Die Verfahren zur Risikomessung werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die daraus resultierenden Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei findet eine regelmäßige Überprüfung der zugrunde liegenden Parameter statt.
Mit dem Iveco eigenen Vertriebsnetz in Deutschland, das im Wesentlichen aus Tochtergesellschaften, eigenen Händlerbetrieben und dem Servicenetz besteht, profitierte die Iveco Magirus AG von der positiven Binnennachfrage. Dadurch ließen sich auch im Jahr 2017 zusätzliche Absatzchancen realisieren.
Die Stärkung der Leistungskraft und Ertragssituation der Händler macht eine laufende Optimierung der Vertriebskanäle sowie eine wirksame Unterstützung bei erweiterten Dienstleistungen - wie zum Beispiel den Finanzierungen - erforderlich.
Im Vertrieb muss von einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs ausgegangen werden, insbesondere auch bei Ersatzteilen. Die Qualität der Ersatzteile wird mit europaweit verbundenen Lägern sichergestellt. So können die Absatzmärkte flexibel bedient werden. Die Logistikdienstleistung wurde über spezialisierte Partner langfristig gesichert.
Produkt- und Entwicklungsrisiken
Die Fahrzeuge müssen kontinuierlich an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Hierzu zählen insbesondere Bestimmungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit und der Sicherheit. Durch die Mitarbeit in internationalen Gremien und Verbänden wird sichergestellt, dass die Übergangsfristen mit den erforderlichen Entwicklungszeiten in Einklang sind und genügend Vorlaufzeit gewährleistet ist.
Die Produktpalette wird schrittweise um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erweitert. Wegen der noch relativ niedrigen Verkaufsstückzahlen sind die spezifischen Entwicklungskosten nach wie vor sehr hoch. Es handelt sich jedoch um Investitionen in Zukunftstechnologien, die wegen der endlichen Erdölvorkommen unvermeidbar sind und die Zukunft des Unternehmens sichern.
Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ist es unabdingbar, schnell und zielgerichtet auf die wachsenden Anforderungen der globalen Märkte zu reagieren. Diese Anforderungen sind lokal sehr unterschiedlich, da sie von klimatischen Bedingungen, verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten abhängig sind. Ein zentral entwickelter und bewährter Baukasten aus Produkten und Komponenten ermöglicht den Entwicklungsabteilungen, markt- und kundengerechte Lösungen zu finden und mit vergleichsweise geringen Investitionen und Entwicklungszeiten globale Wettbewerbsfähigkeit zu vertretbaren Kosten zu erreichen.
Die Projektsteuerung und -überwachung wird über alle Baureihen hinweg durch so genannte Plattformen - multifunktionale Projektteams - sichergestellt. Auf diese Weise werden alle Abteilungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden und können zeitnah ihre Erfahrungen mit einbringen. Die Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen können durch die globale Zusammenarbeit und die Mitarbeit an neuen Projekten ihr Wissensspektrum erweitern und sind damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Neue Produkte werden vollständig mit CAD (Computer Aided Design) entwickelt und - noch vor dem Bau des ersten realen Prototyps - virtuell als DMU (Digital Mock Up) dargestellt. Funktion, Haltbarkeit und Montagefreundlichkeit werden zunächst durch Simulation am Computer überprüft. Anschließend unterliegen Bauteile, Baugruppen und komplette Prototypfahrzeuge intensiven Prüfungen und durchlaufen ausgiebige Testverfahren, um alle denkbaren Einsatzbedingungen abzudecken. Ein Feldtest mit ausgewählten Kunden schließt die Entwicklung ab und minimiert das Risiko von Schäden im Einsatz bei den Kunden nach Serienstart.
Dennoch bleibt ein geringes Restrisiko von Schäden, die auftreten können, wenn die Produkte bereits am Markt sind. Es können Garantie- und Gewährleistungsansprüche entstehen. Im Extremfall sind Produkthaftungsansprüche und Schadensersatzforderungen vorstellbar. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird die Qualität kontinuierlich überprüft. Zusätzlich werden ständig Informationen aus dem Feld mit den Fachabteilungen ausgetauscht und bei Bedarf Gegenmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Wege geleitet.
Fahrzeugumbau/-aufbau und Beschaffung
Im Iveco Customizing Center (ICC) werden in enger Abstimmung mit dem Vertrieb kundenspezifische Produktanpassungen sowie individuell benötigte Produkterweiterungen realisiert.
Möglichen Risiken im Rahmen der Arbeitssicherheit, des Umweltschutzes und des Energiemanagements wurde durch die Einrichtung von zentralen Verantwortlichen begegnet, die eine kontinuierliche Optimierung und Überwachung sicherstellen. Eventuelle Betriebsstörungen vermeidet man weitgehend durch eine vorbeugende Wartung.
Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Fahrzeuge und Prozesse bewirkt eine Verringerung der Fehlerrate in der Produktion und vermindert damit das Risiko von Garantiekosten und Produkthaftungsrisiken. Die Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9001, welche 2017 wiederholt durchgeführt wurde, unterstützt dabei, die Qualitätsziele laufend zu hinterfragen und zu verbessern, um Risiken weitgehend zu minimieren.
Dem Risiko aus der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Fertigkomponenten wird mit langfristigen Preisbindungen begegnet. Als Teil des CNH Industrial Konzerns partizipiert die Iveco Magirus AG am sehr gut ausgebauten und international vernetzten Einkauf des Konzerns.
Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital des Unternehmens. Der Bereich Human Resources nutzt alle Möglichkeiten, mit einer hohen Qualität und Kreativität beim Erfolgsfaktor Mitarbeiter die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Führungskräften aus einem gesättigten Arbeitsmarkt erfordert den Zugriff auf spezialisierte Rekrutierungskanäle. Dabei ist die Zusammenarbeit mit auf unsere Branche spezialisierten und professionellen Dienstleistern genauso wichtig wie die Nutzung proaktiver Rekrutierungsstrategien wie „Active Sourcing“, insbesondere im online-Bereich sowie über professionelle Netzwerke. Direkte Gespräche mit erfahrenen Persönlichkeiten der Branche auf Fachveranstaltungen und Messen gehören ebenfalls zu den Rekrutierungskanälen, welche die Abdeckung des Bedarfs an Fach- und Führungskräfte erfordert. Ein modernes Online-Bewerbungssystem, lokales und bundesweites Personalmarketing sowie der aktive Austausch mit anderen CNH Industrial-Personalbereichen sichern weiterhin eine professionelle Personalbeschaffung auf höchstem Niveau.
Ein von der Muttergesellschaft CNH Industrial entwickelter, standardisierter Prozess zur Erstellung von Weiterbildungs- und Entwicklungsplänen stellt sicher, dass die Entwicklungsbedürfnisse erkannt werden und Mitarbeiter entsprechend den bestehenden Stellenanforderungen laufend weiterqualifiziert werden.
Flexible Arbeitszeit- und Vertragsmodelle, je nach Bedarf an den verschiedenen Standorten, erlauben bisher eine zeitnahe Anpassung der Personalkapazität an Bedarfsänderungen.
Fehlverhalten von Mitarbeitern kann den Ruf des Unternehmens und damit seine Vermögens- und Ertragskraft schädigen. Seit 2003 definieren ein auf Konzernebene schriftlich fixierter und laufend den veränderten Gegebenheiten angepasster Verhaltenskodex sowie eine in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung erstellte Betriebsordnung den entsprechenden Rahmen, in dem alle Mitarbeiter agieren sollen. Online-Schulungen zu Compliance-Themen wie Korruption und Konzernethik wurden im Berichtsjahr 2017 für alle Mitarbeiter verpflichtend durchgeführt. So werden vom Unternehmen maximale Vorkehrungen getroffen, um das Schadens-Risiko für das Unternehmen durch Fehlverhalten so gering wie möglich zu halten.
Finanzen
Im Geschäftsjahr 2017 hat sich die Niedrigzinsphase fortgesetzt. Es gibt erste Anzeichen, dass sich das Zinsniveau im Jahre 2018 wieder erhöht. Dies wird allerdings nur moderat erwartet und wird deshalb kaum Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft haben.
Größere Währungsrisiken bestehen nicht, da das Unternehmen nahezu ausschließlich in Euro fakturiert und bezahlt. Sofern Transaktionen in Fremdwährung stattfinden, werden die daraus resultierenden Währungsrisiken einzelgeschäftsbezogen abgesichert. Bilanzielle Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.
Händler- und Direktkundengeschäfte werden zum Großteil durch Absatzfinanzierungen über die eigene Finanzierungsgesellschaft bzw. über Drittinstitute abgewickelt. Insolvenzen können ein Risiko darstellen, sofern eine Finanzierungsabsicherung nicht gegeben ist. Infolge regelmäßiger regressloser Forderungsverkäufe werden Adressausfallrisiken reduziert.
Die Gewährung von Lieferantenkrediten im Bereich des Neufahrzeugvertriebes erfolgt unter anderem mit Hilfe systemseitiger Unterstützung bei Bonitätsanalysen, Scoring und Kreditlimit-Kalkulation zentral durch Credit Underwriting seitens CNH Industrial Financial Services S.A..
Exportgeschäfte werden größtenteils über die Iveco S.p.A. abgewickelt. Andernfalls werden diese durch Kreditversicherungen bzw. Export-Akkreditive abgesichert. Geschäfte mit den internationalen Iveco-Gesellschaften werden ebenso konzernübergreifend von Iveco S.p.A. gesteuert. Eine Ausnahme stellt hierbei das Ersatzteilgeschäft im Export dar. Die hierbei möglicherweise entstehenden Risiken werden durch Factoring begrenzt.
Wesentliche Quelle der Liquidität ist der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser wird beeinflusst durch die Rentabilität der Geschäfte und das Nettoumlaufvermögen, primär dem Forderungsbestand. Zur Liquiditätssteuerung bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit diese im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll sind.
Falls darüber hinaus Refinanzierungsmaßnahmen erforderlich werden, kann auf bestehende Bankverbindungen zurückgegriffen werden. Diese können auch als Aval-Linie in Anspruch genommen werden.
Für den heute nicht zu erkennenden Fall, dass die Unterstützung der Konzernmutter für die Brandschutzsparte (Beteiligung an der Iveco Magirus Fire Fighting GmbH) nicht mehr gegeben sein sollte, wäre die Werthaltigkeit dieser Beteiligung in Frage zu stellen.
Die Investitionen des Unternehmens werden eigenfinanziert. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung für schwere Nutzfahrzeuge werden Projektkosten im Auftragsentwicklungsverfahren mit Iveco S.p.A. abgerechnet.
IT-Risiken
Für die Geschäfts- und Produktionsprozesse der Iveco Magirus AG sowie die interne und externe Kommunikation kommt dem Bereich Informationstechnik eine wichtige Bedeutung zu. Eine ständige Verbesserung der Infrastruktur sowie der Sicherheit ist Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.
Der Bereich ICT (Information and Communication Technology) ist auf Konzernebene eng miteinander verzahnt und realisiert ständig Verbesserungen und Maßnahmen zur Prävention und Verminderung von Risiken, die in Zusammenhang mit der Entwicklung der Informationstechnologie stehen. Hierzu wurden im Jahr 2017 konzernweit weitere umfassende Verbesserungen im Bereich Infrastruktur-Sicherheit und Office-Werkzeuge umgesetzt.
Mit den IT-Dienstleistern bestehen vereinbarte Wiederherstell- und Kontinuitätspläne. Fallback-Szenarien sind für geschäftskritische Prozesse eingeführt, Redundanzen bei Infrastrukturen entsprechend der Anforderungen ausgelegt.
Die Einführung neuer Systeme erfolgt nach der CNH Industrial Projekt-Management-Methode, durch die möglichen Risiken bereits im Vorfeld analysiert und begrenzt werden.
Rechtliche Risiken
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit ist die Iveco Magirus AG Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren in den Bereichen allgemeines Vertriebs- und Vertragsrecht, Gewährleistung, Garantie, Produkthaftung, Wettbewerbsrecht und Umwelthaftung sowie Steuern ausgesetzt. Diese Risiken werden unter anderem durch standardisierte Prozesse, transparente Vertragsgestaltung sowie die Einschaltung von externen Rechtsanwälten minimiert.
Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder durch Vereinbarungen von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und somit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben können. Das Unternehmen hat für die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren Rückstellungen gebildet, soweit die sich daraus ergebenden Verpflichtungen hinreichend bestimmbar sind.
Das Verfahren der Europäischen Kommission gegen alle namhaften europäischen Lastkraftwagenhersteller einschließlich Iveco wegen Verstößen gegen das europäische Wettbewerbsrecht im Bereich mittelschwere und schwere Lkw ist abgeschlossen. Die von der Kommission verhängte Geldbuße wurde von der Iveco-Gruppe im Jahr 2016 bezahlt.
Nach Abschluss des Kommissionsverfahrens machen Kunden - wie in solchen Fällen üblich - Schadensersatzansprüche geltend. Sie behaupten, durch den von der Kommission festgestellten Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht einen Schaden erlitten zu haben. Die Iveco Magirus AG geht nicht davon aus, dass es durch das von der Europäischen Kommission festgestellte Verhalten zu einem Schaden bei Kunden gekommen ist. Verschiedene Kunden haben ihre vermeintlichen Forderungen außergerichtlich und teilweise auch auf dem Klageweg geltend gemacht. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass es zu keinen nennenswerten zukünftigen Mittelabflüssen kommen wird, kann dies aber nicht vollends ausschließen.
Compliance
Über den Verhaltenskodex hinaus besteht ein konzernübergreifendes Compliance-Management-System, welches fortlaufend weiterentwickelt wird und Compliance-Verstößen vorbeugend entgegenwirkt. Dieses System beinhaltet einen konzernübergreifend zuständigen Compliance-Officer mit der dazugehörigen Compliance-Organisation. In den lokalen Gesellschaften befinden sich zusätzlich Compliance-Ansprechpartner innerhalb der Rechtsabteilung.
Als einheitliche Informationsmittel stehen das Intranet und die Compliance Helpline international und flächendeckend zur Verfügung. Online-Schulungen und wichtige Informationen zu Compliance-Themen werden für alle Mitarbeiter zentral koordiniert und kommuniziert.
Gesamtbeurteilung der Risikosituation
Das Gesamtrisiko der Iveco Magirus AG setzt sich aus Einzelrisiken aller Risikokategorien innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder zusammen. Nach der Finanzmarktkrise mit deren Auswirkungen in den vergangenen Jahren hat sich die geschäftliche Risikosituation bei der Iveco Magirus AG im Verlauf des Jahres 2017 weiter stabilisiert. Jedoch birgt die finanzwirtschaftliche Situation rund um die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum, die Weiterentwicklung des Brandschutz-Kompetenzzentrums und die Entwicklung im neuen Truck- und Bus-Auslieferungszentrum am Standort Ulm weiterhin Gefahren, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Iveco Magirus AG negativ beeinflussen können.
Der Vorstand stellt auf Grundlage des von der Iveco Magirus AG installierten Risikomanagementsystems fest, dass keine Risiken erkennbar sind, die - allein oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Iveco Magirus AG gefährden könnten.
AUSBLICK
Anhaltend starke Wirtschaft, robuste weltwirtschaftliche Konjunktur-dynamik
Die deutsche Wirtschaft geht auch 2018 robust in das neue Jahr. Die Geschäftserwartungen bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Aufschwung in Deutschland wird sich weiter fortsetzen: Für Deutschland ist im kommenden Jahr mit einem Wachstum des BIP von 2,0 Prozent zu rechnen. Wie schon in den vergangenen Jahren wird die konjunkturelle Entwicklung von der weiterhin lebhaften Konsumnachfrage der privaten Haushalte und der regen Bautätigkeit bestimmt - künftig aber auch zunehmend von Exporten.
Für 2018 und 2019 erwarten die Institute eine weiterhin recht kräftige Expansion der Weltwirtschaft, wobei die Zuwachsraten bei 3,1 Prozent bzw. 2,9 Prozent prognostiziert werden. Hier kommt einerseits die trendmäßige Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China zum Tragen (6,4 Prozent BIP-Wachstum im Jahr 2018), andererseits werden für den Weltwarenhandel kräftigere Zuwachsraten als noch vor einem Jahr erwartet. Für 2018 wird mit 4,0 Prozent gerechnet, etwa doppelt so viel wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Er würde damit wieder zu einem wichtigen Treiber der internationalen Konjunktur.
Auch Russland und Brasilien befinden sich nach Einschätzung der Experten nun wieder auf Expansionskurs. In den USA wird 2018 ein Wachstum von 2,3 Prozent erwartet, das sich dann 2019 leicht auf 1,9 Prozent abkühlt. Für den Euroraum ist 2018 mit einem BIP-Zuwachs von 2,0 Prozent zu rechnen, 2019 noch mit 1,9 Prozent.
Jüngste Befragungen von Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor im Euroraum deuten auf eine weiterhin hohe Dynamik bei der Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion hin.
Erstmals seit drei Jahren geht kein negativer Inflationsbeitrag von den Energieträgern mehr aus, deshalb wird sich im kommenden Jahr der Verbraucherpreisindex um voraussichtlich 1,6 Prozent erhöhen. Ebenso wird sich die Steigerung bei den Lohnstückkosten auf diesem Wert einpendeln. Der Aufschwung führt auch zu einem Beschäftigungsaufbau, der seit Mitte 2015 mit etwa 1,5 Prozent pro Jahr gemessen am Tempo der Produktionsausweitung kräftig ist. Insbesondere in der Baubranche geben mehr und mehr Unternehmen in Deutschland an, dass ein Mangel an Arbeitskräften ihre Produktion beeinträchtigt - bei einer erwarteten Arbeitslosenquote in Deutschland von 5,5 Prozent.
Die Finanzpolitik in Deutschland dürfte im kommenden Jahr konjunkturneutral sein. Das strukturelle Finanzierungssaldo wird in 2018 auf 0,2 Prozent zurückgehen, die Schuldenquote liegt im nächsten Jahr bei 63 Prozent.
Nachfrage 2018 legt leicht zu, alternative Antriebe im Aufwind
Der Gesamtmarkt Nutzfahrzeuge größer 3,5 Tonnen wies im Berichtsjahr eine positive Zuwachsrate von 4,6 Prozent auf, wobei dieser Zuwachs fast ausschließlich dem Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zuzuordnen ist, während der Markt für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge stagniert. Hier macht sich zunehmend die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt für Fahrer bemerkbar, die zu einer Dämpfung der Nachfrage nach neuen Fahrzeugen führt.
Im Segment der leichten Nutzfahrzeuge konnte Iveco seine Marktposition im Wesentlichen stabil halten, der leichte Rückgang im Marktanteil von 0,3 Prozent ist einem geänderten Produktmix zu schulden. Iveco konzentriert sich vermehrt auf aufgebaute Fahrzeugvarianten, die aufgrund der Aufbauzeiten im Vergleich zu Kastenwagen erst mit Verzögerung in die Zulassung gelangen.
Im Segment der schweren Lkw ist 2017 ein Rückgang von 0,8 Prozent zu verzeichnen, wobei ein starker Rückgang im Flottengeschäft durch ein verbessertes Geschäft im Bereich der Fahrgestelle nicht ausgeglichen werden konnte.
Für 2018 wird erwartet, dass sich die Marktvolumina in allen Fahrzeugklassen auf dem letztjährigen, hohen Niveau stabilisieren. Iveco will die Marktanteile in allen Bereichen zumindest stabil halten.
Der Ausblick für den Gesamtmarkt der Nutzfahrzeuge bleibt stabil, wobei sich die Unsicherheiten mit Blick auf den weiteren Verlauf der Eurokrise und der Weltwirtschaft reduziert haben. Aus einem sich weiter stabilisierenden makroökonomischen Umfeld erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 eine leicht positive Entwicklung des Umsatzes und insbesondere des Betriebsergebnisses. Das Unternehmen verfügt über ausreichende und stabile Liquiditätsreserven, um die finanziellen Verpflichtungen des Geschäftsjahres abzudecken und eine Aufstockung der liquiden Reserven durch Bankkredite zu vermeiden.
Mit den Tochtergesellschaften der Iveco Magirus AG bestehen Ergebnisabführungsverträge. In Abhängigkeit von deren Ergebnissen besteht das Risiko, Verluste ausgleichen zu müssen. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine weitere deutliche Verbesserung der Ergebnislage bei der Brandschutzgesellschaft sowie bei den Vertriebsgesellschaften, für die wir in 2018 erstmalig von einem deutlich ausgeglichenen Ergebnis ausgehen.
Die Erholung der südeuropäischen Volkswirtschaften führt generell zu einer positiven Entwicklung des Verkehrsaufkommens im europäischen Wirtschaftsraum. Zudem zeigt sich in Westeuropa eine zunehmende Nachfrage nach alternativen Antriebstechnologien, insbesondere zu LNG. Von beiden Entwicklungen werden der deutsche Markt und die Iveco Magirus AG zunehmend profitieren.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, Vorstand sowie den beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans festgelegt. Ziel der Regelung ist es, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Hierbei war zu berücksichtigen, dass die Nutzfahrzeugbranche traditionell männer-dominiert ist und der weibliche Führungsnachwuchs sich nur zögerlich entwickelt. Entsprechend kann die im Rahmen von Bandbreiten angestrebte Frauenquote auch nur langfristig erreicht werden. Als Untergrenze im Zielkorridor wurde deshalb der aktuelle Status-Quo in 2015 festgelegt. Demnach soll im Aufsichtsrat die Frauenquote zwischen 8 und 16 Prozent betragen, was einem Anteil von 1 bis 2 Frauen entspricht. Im Vorstand wurde die Quote zwischen 0 und 25 Prozent festgelegt, wodurch sich der Frauenanteil von 0 auf 1 erhöhen würde. In den beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans wurde der Zielkorridor mit einem Anteil von jeweils 1 bis 3 Frauen definiert, was einer Quote zwischen 4 und 13 Prozent entspricht.
Zum 30. Juni 2017 wurde die erreichte Frauenquote den gesetzten Zielgrößen gegenübergestellt und der Zielkorridor neu festgelegt. Im Aufsichtsrat ist eine Frau tätig. An dem Zielkorridor von 8 bis 16 Prozent (Anteil von 1 bis 2 Frauen) wird festgehalten. Der Frauenanteil im Vorstand ist mit 0 unverändert, ebenso bleibt die Festlegung der Zielquote zwischen 0 und 1 Frau gleich. Die beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans sind mit keiner (1. Linie) bzw. 3 Frauen (2. Linie) besetzt. An dem Zielkorridor von jeweils 1 bis 3 Frauen wird festgehalten, was einer neuen Quote zwischen 4,5 und 13,6 Prozent (1. Führungsebene) bzw. 3,5 bis 10,7 Prozent (2. Führungsebene) entspricht.
Somit wurde per 30. Juni die gewünschte Frauenquote für Aufsichtsrat, Vorstand und zweiter Führungsebene erreicht. Die Zielsetzung für die erste Führungsebene unterhalb des Geschäftsführungsorgans wurde noch nicht erreicht, da wie oben dargestellt, der weibliche Führungsnachwuchs noch weiter entwickelt werden muss.
An der Erreichung der genannten Zielgrößen für die Frauenquote soll auch in den folgenden 5 Jahren weiter gearbeitet werden (Frist bis 30. Juni 2022).
BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Die Gesellschaft hat gemäß Paragraph 312 AktG für das Geschäftsjahr 2017 einen Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen aufgestellt und ihn nach Paragraph 313 AktG den Abschlussprüfern vorgelegt.
Die Erklärung des Vorstandes lautet: „Unsere Gesellschaft und unsere Beteiligungsgesellschaften erhielten bei jedem der im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Sie wurden durch die getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichtspflichtigen Vorgänge durchgeführt wurden.“
Der Abschlussprüfer hat Einwendungen gegen diesen Bericht nicht erhoben.
Ulm, den 20. Februar 2018
Iveco Magirus AG
Der Vorstand
Kaehne
Rekitt
Specht
Bericht des Aufsichtsrats
Der Vorstand der Iveco Magirus Aktiengesellschaft und die Geschäftsführung der Magirus GmbH hat uns im Geschäftsjahr 2017 in drei ordentlichen Sitzungen eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftsentwicklung unterrichtet und hierüber mit uns beraten.
Gegenstand der Beratungen und gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere die Ergebnisentwicklung, die Beschäftigungslage, sowie besondere Vorgänge, die gemäß Satzung und gesetzlichen Bestimmungen zur Entscheidung vorgelegt wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Stellvertretende Vorsitzende wurden fortlaufend über die Lage des Unternehmens mittels schriftlicher und mündlicher Berichte unterrichtet.
In der Sitzung am 13.07.2017 hat der Aufsichtsrat die Vorstandsmandate der Herren Sascha Kaehne, Klaus Rekitt und Achim Specht jeweils bis zum 30.07.2018 verlängert.
Herr Gianalberto Lupi hat sein Vorstandsmandat zum 30.07.2017 niedergelegt.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie der Lagebericht sind durch den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen.
Unsere eigene Prüfung ergibt ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen.
Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und beschließen, den Jahresfehlbetrag 2017 zusammen mit dem Verlustvortrag aus 2016, insgesamt EUR 651.709.910,78, auf neue Rechnung vorzutragen.
Den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir geprüft und in Ordnung befunden. Die Abschlussprüfer haben dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“ |
Wir schließen uns diesem Urteil der Abschlussprüfer an.
In der Zusammensetzung der Mitglieder des Aufsichtsrats ergaben sich im Jahr 2017 keine Änderungen.
Den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Belegschaftsvertretern danken wir für ihre erbrachten Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz sowie für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Gesellschaft.
Ulm, im März 2018
Der Aufsichtsrat
Vorsitzender