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Iveco Group N.V. Annual Report 2016

Nov 27, 2017

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Annual Report

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Publication

Iveco Magirus Aktiengesellschaft

UIm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Iveco Magirus AG, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 21. Februar 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kaschub, Wirtschaftsprüfer

Ptack, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

Anhang 31.12.2016

Euro
31.12.2015

Euro
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 90.048,17 151.884,07
Sachanlagen 42.628.989,18 41.734.182,44
Finanzanlagen 71.070.357,82 74.777.365,54
113.789.395,17 116.663.432,05
Umlaufvermögen
Vorräte (2)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 544.666,50 479.934,00
Fertige Erzeugnisse und Waren 166.172.288,17 135.984.083,17
166.716.954,67 136.464.017,17
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände (3)
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 6.656.390,10 11.367.227,31
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 441.593.560,25 467.822.813,99
Sonstige Vermögensgegenstände 6.282.210,16 6.445.448,12
454.532.160,51 485.635.489,42
Flüssige Mittel (4) 647.060,80 505.245,36
621.896.175,98 622.604.751,95
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 520.127,05 474.867,09
736.205.698,20 739.743.051,09
PASSIVA
Anhang 31.12.2016

Euro
31.12.2015

Euro
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (6) 50.000.000,00 50.000.000,00
Kapitalrücklage (6) 573.611.520,43 169.611.520,43
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 14.736.772,57 14.736.772,57
Bilanzverlust (7) (578.471.460,38) (190.028.273,53)
59.876.832,62 44.320.019,47
Rückstellungen (8)
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 109.864.011,00 115.041.137,00
Steuerrückstellungen 9.153.000,00 8.602.000,00
Sonstige Rückstellungen 245.140.187,19 224.637.215,70
364.157.198,19 348.280.352,70
Verbindlichkeiten (9)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 174.800,00 14.747.042,43
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 55.250.053,58 46.230.686,12
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 230.874.449,01 258.800.063,12
Sonstige Verbindlichkeiten 25.872.364,80 27.364.887,25
312.171.667,39 347.142.678,92
736.205.698,20 739.743.051,09

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016

Anhang 2016

EURO
2015

EURO
Umsatzerlöse (10) 1.207.442.086,50 1.051.548.115,55
Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (535.234,31) (954.787,05)
1.206.906.852,19 1.050.593.328,50
Sonstige betriebliche Erträge (11) 5.118.844,28 80.871.330,81
Materialaufwand (12) (999.722.545,14) (914.654.643,58)
Personalaufwand (13) (66.792.040,51) (70.740.224,00)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) (2.121.785,78) (2.203.894,71)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) (449.279.281,68) (105.321.541,78)
(305.889.956,64) 38.544.355,24
Beteiligungsergebnis (16) (61.742.367,44) (77.797.431,67)
Zinsergebnis (17) (19.707.905,71) (16.311.703,58)
(387.340.229,79) (55.564.780,01)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 47.767,83
Ergebnis nach Steuern (387.340.229,79) (55.517.012,18)
Sonstige Steuern (1.102.957,06) (951.616,69)
Jahresfehlbetrag (388.443.186,85) (56.468.628,87)
Verlustvortrag aus dem Vorjahr (190.028.273,53) (133.559.644,66)
Bilanzverlust (578.471.460,38) (190.028.273,53)

Anhang

der Iveco Magirus AG, Ulm

Allgemeine Angaben

Die Iveco Magirus AG mit Sitz in Ulm ist beim Amtsgericht Ulm unter HRB 1432 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Wie in den Vorjahren sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung verschiedene Posten zusammengefasst.

Die erforderlichen Einzelangaben sind im Anhang gesondert aufgeführt. Die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden insgesamt im Anhang ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert beibehalten worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als übliche Nutzungsdauer sind 5 Jahre zugrunde gelegt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.

Die Abschreibungen auf die Zugänge des Jahres 2016 sind einheitlich nach der linearen Methode ermittelt. Die übliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 40 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre. Gegenstände mit einem Wert unter EUR 150 fließen sofort in den Aufwand. Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis einschließlich EUR 1.000 werden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.

Die Bestandsrisiken aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit am Markt sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der biometrischen „Richttafeln 2005 G“ nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 4,00 (Vorjahr 3,89) Prozent und einem Rententrend von 1,75 (Vorjahr 1,75) Prozent. Die Entgeltsteigerungen werden mit 0-1,75 (Vorjahr 0 - 2,0) Prozent berücksichtigt.

Der Abzinsungssatz beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sind bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in ihrer Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. dem anzusetzenden Barwert passiviert.

Der Erfüllungsbetrag wird unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig. Bei Effekten aus der Diskontierung wurden die einzelnen Rückstellungen zugunsten des Zinsergebnisses reduziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Entstehung bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Bilanzierungsvorschriften der Iveco Gruppe sehen vor, die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede in Organgesellschaften auf Ebene der Organgesellschaft zu ermitteln und in der Iveco Magirus AG zu erfassen. Latente Steuern auf quasi-permanente Differenzen und auf Verlustvorträge sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Berechnung der latenten Steuern ergab ausschließlich aktive latente Steuern. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB, die aktiven latenten Steuern nicht zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Damit ergaben sich keine Steuereffekte aus latenten Steuern, somit auch keine Reduzierung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten laufenden Ertragsteuern. Aktive latente Steuern ergeben sich in erster Linie aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen u. a. bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und bei der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und Chancen der Fahrzeuge auf den Kunden realisiert. Dies ist der Fall, wenn im Rahmen des Fahrzeugverkaufs dieses dem Händler oder dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. Für mögliche Risiken aus bestehenden Rückkaufverpflichtungen wird im Rahmen der Rückstellungsbildung Vorsorge getroffen. Erlösminderungen in Form von Preisnachlässen, zurückgewährten Entgelten sowie Rückstellungszuführungen für über dem Marktniveau liegende Rücknahmepreise werden von den Umsätzen abgesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens (in '000 EUR)

Entwicklung 2016 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2016 147.888 45.688 8.694 6 202.276
Zugänge 2.314 343 570 3.227
Abgänge (6.711) (5.900) (715) (13.326)
Umbuchungen 6 (6) 0
Stand am 31.12.2016 143.497 40.131 8.549 0 192.176
Abschreibungen
Stand am 01.01.2016 112.490 40.040 8.011 0 160.541
Zugänge 1.166 593 286 2.045
Abgänge (6.477) (5.848) (714) (13.039)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2016 107.179 34.785 7.584 0 149.547
Nettobuchwert am 31.12.2016 36.318 5.346 965 0 42.629
Nettobuchwert am 31.12.2015 35.398 5.647 683 6 41.734
Entwicklung 2016 Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Sonstige Ausleihungen Konzessionen, Finanzanlagen Gesamt Immaterielle Vermögengegenstände, entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2016 64.503 10.011 278 74.792 2.390
Zugänge 1.817 32 1.849 15
Abgänge (5.476) (86) (5.562) (52)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2016 64.503 6.352 224 71.079 2.352
Abschreibungen
Stand am 01.01.2016 15 15 2.238
Zugänge 2 2 77
Abgänge (8) (8) (52)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2016 - - 8 8 2.262
Nettobuchwert am 31.12.2016 64.503 6.352 215 71.070 90
Nettobuchwert am 31.12.2015 64.503 10.011 263 74.777 152
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2016 113.789
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2015 116.663

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der „Entwicklung des Anlagevermögens“ (Anlagespiegel) dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil

%
Eigenkapital

EUR (000)
Iveco Nord Nutzfahrzeuge GmbH, Hamburg 100,00 4.833
Iveco Bayern GmbH, Nürnberg 100,00 2.276
Iveco Nord-Ost Nutzfahrzeuge GmbH, Berlin 100,00 4.781
Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH, Mannheim 100,00 4.474
Iveco West Nutzfahrzeuge GmbH, Düsseldorf 100,00 9.076
Iveco Investitions GmbH, Ulm 99,02 2.608
Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil 90,03 40.728

Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen.

Daneben bestehen über die Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil (1) und die Iveco Investitions GmbH (2) folgende indirekte Beteiligungen:

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil

%
Eigenkapital

EUR (000)
Ergebnis

EUR (000)
Magirus GmbH, Ulm (1) 99,76 19.492 0 *
Magirus Camiva, Chambéry (F) (1) 100,00 2.109 ** 46 **
Magirus Lohr GmbH, Kainbach (A) (1) 100,00 1.575 ** 499 **
IAV Industrie-Anlagen-Verpachtung GmbH, Ulm (2) 95,00 72 0 *
EFFE Grundbesitzgesellschaft mbH, Ulm (2) 90,00 9.512 (2)

* Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen.

** Laut Jahresabschluss zum 31.12.2015.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen insgesamt hat sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 22,2 Prozent auf EUR 166,7 Millionen erhöht. Der Bestand an Fertigerzeugnissen und Waren stieg dabei um 22,2 Prozent auf EUR 166,2 Millionen (Vorjahr EUR 136,0 Millionen), was durch den Ausbau des Fahrzeug-Bestandes begründet ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

EUR (000) 31.12.2016 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2015 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
° Buchforderungen 6.656 41 11.367 301
° Wechselforderungen - - -
6.656 41 11.367 301
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
° aus Lieferungen und Leistungen 16.694 - 27.951 -
° sonstige 424.900 - 439.872 -
441.594 - 467.823 -
Sonstige Vermögensgegenstände 6.282 - 6.445 -
454.532 41 485.635 301

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch erhöhtes Factoring-Volumen von EUR 11,4 Millionen im Vorjahr auf EUR 6,7 Millionen zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit EUR 441,6 Millionen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht zurückgegangen.

In den sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash Pool Guthaben in Höhe von EUR 316,9 Millionen (Vorjahr EUR 353,5 Millionen) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit EUR 6,3 Millionen (Vorjahr EUR 6,4 Millionen) nahezu unverändert geblieben.

4. Flüssige Mittel

EUR (000) 31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
Kassenbestand und Schecks 14 7 7
Guthaben bei Kreditinstituten 633 498 135
647 505 142

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Versicherungsvorauszahlungen für das 1. Quartal 2017 sowie vorausgezahlte Kfz-Steuern.

6. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der Iveco Magirus AG, Ulm, beträgt unverändert EUR 50.000.000,00 und ist in 500.000 Inhaber-Aktien von je EUR 100,00 eingeteilt.

Am 27. Dezember 2016 wurde das Eigenkapital durch die Aktionärin CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande durch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 404,0 Millionen erhöht.

7. Bilanzverlust

EUR (000) 2016 2015
Verlustvortrag (190.028) (133.559)
Jahresfehlbetrag (388.443) (56.469)
Bilanzverlust (578.471) (190.028)

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 253 Abs. 1, 2 HGB mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt EUR 109,9 Millionen (Vorjahr EUR 115,0 Millionen). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf EUR 9,2 Millionen. Dieser unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen u. a. drohende Verluste aus Rückkaufverpflichtungen und Wartungs- und Reparaturverträgen, Gewährleistungen, sonstige vertriebliche Risiken, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Abdeckung von sonstigen Risiken.

Die Europäischen Kommission hat mit Entscheidung vom 19. Juli 2016 Verstöße aller namhaften europäischen Lastkraftwagenhersteller einschließlich Iveco (mit Ausnahme eines Herstellers, gegen den weiter ermittelt wird) gegen das europäische Wettbewerbsrecht im Bereich mittelschwere und schwere Lkw festgestellt und gegen die Iveco-Gruppe wegen dieses Sachverhalts eine Geldbuße in Höhe von knapp Euro 495 Millionen verhängt. Von dieser Geldbuße trägt die Iveco Magirus AG knapp Euro 338 Millionen. Das Verfahren der Kommission ist abgeschlossen.

Nach Abschluss des Kommissionsverfahrens machen Kunden - wie in solchen Fällen üblich - Schadensersatzansprüche geltend. Sie behaupten, durch den von der Kommission festgestellten Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht einen Schaden erlitten zu haben. Die IVECO Magirus AG geht nicht davon aus, dass es durch das von der Europäischen Kommission festgestellte Verhalten zu einem Schaden bei Kunden gekommen ist. Es ist zu erwarten, dass einzelnen Kunden ihre Forderungen auch im Klageweg geltend machen werden. Näheres dazu lässt sich derzeit nicht abschätzen.

9. Verbindlichkeiten

EUR (000) 31.12.2016 31.12.2015
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 175 14.747
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.250 46.231
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 230.875 258.800
Sonstige Verbindlichkeiten
° aus Steuern 19.395 21.620
° im Rahmen der sozialen Sicherheit 61 116
° übrige 6.416 5.629
25.872 27.365
312.172 347.143

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Zusammenhang mit dem erhöhten Geschäftsvolumen zum Jahresende um 19,5 Prozent auf EUR 55,3 Millionen gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen sind um EUR 14,6 Millionen zurückgegangen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verrechnungskonten in Höhe von EUR 140,7 Millionen (Vorjahr EUR 150,4 Millionen) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 90,2 Millionen (Vorjahr EUR 108,4 Millionen) enthalten.

Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen und Regionen auf:

EUR (000) 2016 % 2015 %
Fahrzeuge 644.589 53,5 619.219 59,0
Gebrauchtfahrzeuge 73.977 6,1 80.384 7,6
Busse 146.519 12,1 110.759 10,5
Komponenten, Motoren 840 0,1 1.626 0,2
Ersatzteile 215.309 17,8 199.122 18,9
Reparaturen, Sonstige Umsätze 47.434 3,9 40.438 3,8
sonstige betriebliche Erlöse * 78.774 6,5 0 0,0
1.207.442 100,0 1.051.548 100,0
Bundesrepublik Deutschland 924.306 76,7 825.733 78,5
Übrige EU-Länder 169.633 14,0 144.690 13,8
Übriges Europa 25.731 2,1 72.929 6,9
Außereuropäische Länder 8.998 0,7 8.196 0,8
sonstige betriebliche Erlöse * 78.774 6,5 0 0,0
1.207.442 100,0 1.051.548 100,0

* sonstige betriebliche Erlöse in 2015 betrugen TEUR 71.071

Die Umsatzerlöse konnten um 14,8 Prozent auf EUR 1.207,4 Millionen gesteigert werden. Allerdings sind die Vorjahreswerte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BILRUG in 2016 nur bedingt vergleichbar. Im Berichtsjahr sind gemäß dieser Vorschriften Erträge aus Weiterbelastungen von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert worden. Bereinigt um diesen Effekt beträgt die Umsatzsteigerung 7,3 Prozent. Bei Anwendung des BILRUG in 2015 hätten sich die Umsatzerlöse auf EUR 1.122,6 Millionen belaufen.

Die Umsatzsteigerung wurde in Deutschland und den EU-Ländern erreicht, während im restlichen Europa ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsdifferenzen, aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Ferner sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Gesamtsumme von EUR 5,1 Millionen (Vorjahr EUR 80,9 Millionen) sind periodenfremde Erträge von EUR 3,0 Millionen (Vorjahr EUR 4,8 Millionen) enthalten, davon EUR 1,8 Millionen (Vorjahr EUR 3,9 Millionen) aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Weiterhin entfallen EUR 0,6 Millionen (Vorjahr EUR 1,6 Millionen) auf Erträge aus Währungsumrechnung.

Der Vorjahresbetrag enthielt darüber hinaus Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von EUR 71,1 Millionen, die im Berichtsjahr gemäß den Vorschriften des BILRUG unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden.

12. Materialaufwand

EUR (000) 2016 2015 Veränderung
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 880.454 811.852 68.602
Aufwendungen für Fahrzeuge Eigenproduktion 0 0 0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 119.269 102.802 16.467
Materialaufwand 999.723 914.654 85.069

Aufgrund der höheren Aufwendungen für bezogene Waren durch den höheren Fahrzeugabsatz sind die Materialaufwendungen um 9,3 Prozent auf EUR 999,7 Millionen gestiegen.

13. Personalaufwand

EUR (000) 2016 2015 Veränderung
Löhne und Gehälter 57.189 53.519 3.670
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8.812 8.539 273
Aufwendungen für Altersversorgung 791 8.682 (7.891)
Summe 9.603 17.221 (7.618)
Personalaufwand 66.792 70.740 (3.948)

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 5,6 Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang hängt mit der Umstellung des Rechnungszinses für die Berechnung der Pensions-Rückstellungen vom 7-jährigen auf den 10-jährigen Durchschnittszinssatz zusammen.

14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

EUR (000) 2016 2015 Veränderung
Planmäßige Abschreibungen Sachanlagen 2.045 2.103 (58)
Planmäßige Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte 77 101 (24)
Abschreibungen 2.122 2.204 (82)

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Mieten, Werbekosten, Versicherungen, Provisionen, Ausgangsfrachten, sonstige Dienstleistungen sowie Sonderwagnisse und Verlustrisiken. Im Berichtsjahr war zusätzlich zum normalen Geschäftsbetrieb eine Kartellstrafe in Höhe von EUR 337,9 Millionen als außergewöhnlicher Aufwand zu verbuchen. Darüber hinaus sind in der Gesamtsumme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 449,3 Millionen periodenfremde Aufwendungen von EUR 0,8 Millionen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung (EUR 0,6 Millionen; Vorjahr EUR 2,6 Millionen) enthalten.

16. Beteiligungsergebnis

EUR (000) 2016 2015 Veränderung
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.969 1.445 524
Aufwendungen aus Verlustübernahmen (63.711) (79.242) 15.531
(61.742) (77.797) 16.055

Die ausgewiesenen Ergebnisse stammen von verbundenen Unternehmen.

17. Zinsergebnis

EUR (000) 2016 2015 Veränderung
Erträge aus Ausleihungen
° von verbund. Unternehmen 33 47 (14)
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 33 47 (14)
Zinsen und ähnliche Erträge
° von Dritten 20 0 20
° von verbundenen Unternehmen 752 299 453
° Abzinsungen 8 33 (25)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 780 332 448
Zinserträge 813 379 434
Abzinsungen auf Finanzanlagen (2) (4) 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
° an Dritte (5.181) (4.191) (990)
° an verbundene Unternehmen (11.018) (7.483) (3.535)
° Aufzinsungen (4.320) (5.013) 693
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (20.519) (16.687) (3.832)
Zinsaufwendungen (20.521) (16.691) (3.830)
Zinsergebnis (19.708) (16.312) (3.396)

Leicht gestiegenen Zinserträgen stehen deutlich erhöhte Zinsaufwendungen gegenüber. Dieser Anstieg hängt im Wesentlichen mit unterjährig höheren Cash-Pool-Verbindlichkeiten aufgrund der Zahlung der Kartellstrafe zusammen. Durch die Diskontierung der Pensionsrückstellungen war ein Aufzinsungsbetrag bei den langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von EUR 4,3 Millionen erforderlich.

Das Zinsergebnis weist im Geschäftsjahr 2016 einen Verlust von EUR 19,7 Millionen aus.

SONSTIGE ANGABEN

18. Aufgliederung der Beschäftigten nach Gruppen (Jahresdurchschnitt)

Mitarbeiter Engineering Verwaltung Ulm Vertrieb und Ersatzteillager 2016 Gesamt 2015 Gesamt
Lohnempfänger 281 14 295 295
Angestellte 263 193 456 452
Auszubildende u. ä. 41 16 57 108
585 223 808 855

Die durchschnittliche Mitarbeiter-Anzahl ist um weitere 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

19. Vorstand, Aufsichtsrat

2016 EUR
Bezüge des Vorstands 913.289,73
Bezüge ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 657.420,12
Pensionsverpflichtungen ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 9.114.086,00
Vergütung Aufsichtsrat 135.000,00

Die Aufstellungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats befinden sich auf den Seiten am Ende des Anhangs.

20. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

21. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR (000) zu Barwerten 2016
Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen
fällig 2017 6.294
2018 bis 2021 11.350
2022 und folgende Jahre 3.831
Investitionsbestell-Obligo 1.273
Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften 519.464
542.212
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -
davon gegenüber assoziierten Unternehmen -

22. Derivative Instrumente

Das Unternehmen ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die Iveco Magirus AG eine Absicherung gegen Währungsrisiken beabsichtigt, werden derivative Instrumente, ausschließlich Devisenterminkontrakte, eingesetzt. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Wechselkursrisiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden laufend überwacht.

Derivative Währungsinstrumente EUR (000) Marktwert 2016 Nominalwert 2016
Devisenterm inverkäufe -53 7.928
Devisenterminkäufe 2 743

Die Devisentermingeschäfte sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.

23. Konzern-Zugehörigkeit

Die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, eine Aktiengesellschaft nach niederländischem Recht, ist mit Mehrheit an der Iveco Magirus AG, Ulm, beteiligt. Sie erstellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis der Unternehmen.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V. ist bei der Handelskammer in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Dieser unter Einbeziehung der Iveco Magirus AG, Ulm, und ihrer wesentlichen verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 291 HGB und befreit somit die Iveco Magirus AG, Ulm, von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Er enthält folgende, vom deutschen Recht abweichende, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Bilanzierung von Geschäften mit Rückkaufverpflichtung
Bewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19
Bewertung latenter Steueransprüche
Bilanzierung von Entwicklungskosten (Aktivierung)

24. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 berechnete Honorar für Abschlussprüferleistungen einschließlich Auslagenersatz beträgt EUR 97.423.

25. Außerbilanzielle Geschäfte

Als absatzpolitische Maßnahme werden im Zusammenhang mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen Rückkaufverpflichtungen mit den Kunden vereinbart. Diese Vereinbarungen sind im Nutzfahrzeugmarkt üblich. Durch diese Buy-Back-Vereinbarungen wird dem Käufer das Optionsrecht eingeräumt, das Fahrzeug nach einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Rücknahmewert, der über dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Rücknahme liegen kann, zurückzugeben. Die Umsätze aus diesen Verkaufsgeschäften werden bei Gefahrenübergang der Neufahrzeuge realisiert. Dem Risiko aus über den Marktpreisen liegenden Rücknahmepreisen wird durch die Bildung einer Rückstellung zu Lasten der Umsatzerlöse Rechnung getragen.

Der Betrag der zum Bilanzstichtag bestehenden Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften beträgt EUR 519,5 Millionen. Es bestehen - wie bereits im Vorjahr - keine Rückkaufverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2016 wurden Forderungen in Höhe von EUR 69,6 Millionen (Vorjahr EUR 59,5 Millionen) an Factoring Gesellschaften veräußert. Das echte Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring Gesellschaft über. Das Debitorenmanagement verbleibt weiter bei der Gesellschaft. Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit dem Factoring werden nicht gesehen.

26. Nachtragsbericht

Seit dem 1. Januar 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten und die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Sascha Kaehne Ressort Vertrieb (Deutschland und Schweiz)
Ausfuhrverantwortlicher
Gianalberto Lupi Ressort Heavy Line
Klaus Rekitt Ressort Finanzen, Verwaltung, Controlling, Recht, Steuern
Achim Specht Ressort Personal, Arbeitsdirektor, Personal- und Sozialwesen, EDV/Informationssysteme

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Andreas Klauser Vorsitzender Case IH Agricultural Equipment Brand President
Wilfried Schmid * Stellvertretender Vorsitzender Konzernbetriebsratsvorsitzender der Iveco Magirus AG
Michael Braun * 2. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer der IG Metall Ulm
Markus Görtler * Konzernbetriebsrat der Iveco Magirus AG
Dirk Hofmann * Vertreter der Leitenden Angestellten der Iveco Magirus AG
Riccardo Lessi Chief Financial Officer EMEA CNH Industrial N.V.
Pierre Lahutte Iveco Brand President Iveco S.p.A.
Thomas Lechner Wirtschaftsprüfer, Steuerberater BDO Oberösterreich GmbH
Marco Liccardo Product Development & Engineering Medium & Heavy Trucks Iveco S.p.A.
Isabella Macrelli Industrial Relations EMEA CNH Industrial N.V.
Ulrich Raiber * Mitarbeiter der Magirus GmbH
Paul Rodenfels * Gewerkschaftssekretär IG Metall Vorstandsverwaltung Frankfurt

* Von den Arbeitnehmern gewählt.

Ulm, den 21. Februar 2017

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Kaehne

Lupi

Rekitt

Specht

Lagebericht

der Iveco Magirus AG, Ulm

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Stabiles Wirtschaftswachstum

Das Jahr 2016 war für die deutsche Wirtschaft weiterhin von einem moderaten Aufschwung gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber 2015 um 1,9 Prozent (preisbereinigt) und legte noch etwas stärker zu als im Vorjahr (plus 1,7 Prozent). Das Wirtschaftswachstum lag damit im Berichtsjahr erneut über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre.

Anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen mit sehr niedrigen Zinsen - von denen insbesondere für die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen positive Impulse ausgehen - waren starke Triebkräfte, ebenso wie Konsumausgaben des Staates im Zusammenhang mit der Flüchtlingsmigration. Getragen wurde der Aufschwung außerdem von den Dienstleistungssektoren und dem dort stattfindenden Beschäftigungsaufbau. Maßgeblich für das Wachstum war aber wieder die Binnennachfrage. Die Konsumausgaben expandierten vor dem Hintergrund der günstigen Beschäftigungs- und Lohnentwicklung sowie den insgesamt niedrigen Preissteigerungsraten.

Im Euro-Raum konnte die Wirtschaft 2016 mit 1,7 Prozent (EU 28: 1,8 Prozent) etwas geringer zulegen als im Vorjahr (2,0 Prozent, EU 28: 2,2 Prozent). Im ersten Halbjahr zeigte sich die Grunddynamik der Konjunktur noch verhalten mit einem stark vom privaten Konsum getragenen Zuwachs von 0,5 Prozent im ersten Quartal und von jeweils 0,3 Prozent im zweiten und dritten Quartal. Eine besondere Rolle spielten die Ausfuhren, vor allem in die USA und nach Japan. Im vierten Quartal sorgten eine stabilisierte Zuwachsrate des privaten Konsums und eine etwas kräftiger zulegende Auslandsnachfrage für eine leicht beschleunigte Expansion (0,4 Prozent).

Weltweit setzte sich 2016 der konjunkturelle Aufschwung ebenfalls fort - mit zunächst ähnlichen Quartalsraten wie in der Eurozone: knapp 0,6 Prozent im ersten Quartal und etwas mehr als 0,5 Prozent im zweiten Quartal. In der zweiten Jahreshälfte sorgten Raten zwischen 0,8 und 0,7 Prozent dafür, dass die Gesamtjahresbilanz mit rund 2,5 Prozent über den europäischen Wachstumsraten liegt. Wieder gab es hierbei regional deutliche Unterschiede: Während zum Beispiel in den USA mit 1,6 Prozent, in Großbritannien - trotz des Brexit-Votums - mit über 1,8 Prozent und in China mit 6,6 Prozent die Konjunktur noch sehr gut lief und sich in diesen Regionen das Wirtschaftsklima auch weiter aufhellt, schwächten Lateinamerika, aber auch Osteuropa oder Russland mit leicht negativem Wachstum die Gesamtentwicklung. Der Welthandel legte im Berichtsjahr um 0,3 Prozent zu, nach 1,6 Prozent im Vorjahr.

Wichtigster Wachstumsmotor für die deutsche Konjunktur war im Jahr 2016 erneut der inländische Konsum mit plus 2,5 Prozent. Sowohl die privaten Konsumausgaben (plus 2,0 Prozent) - die besonders im zweiten Halbjahr unter anderem durch die Erhöhung der gesetzlichen Renten, aber auch durch die Erhöhung des Kindergeldes stimuliert wurden - als auch die des Staates (plus 4,2 Prozent) fielen höher aus als im Vorjahr.

Die Bruttoanlageinvestitionen legten in Deutschland insgesamt mit 2,5 Prozent (preisbereinigt) gegenüber dem Jahr 2015 (1,7 Prozent) stärker zu. Besonders die Bauindustrie erlebte einen Boom mit einem Plus von 3,1 Prozent bei den Bauinvestitionen nach 0,3 Prozent Zuwachs im Vorjahr. Weniger deutlich trugen die Ausrüstungsinvestitionen mit 1,7 Prozent zum Gesamtergebnis bei, die 2015 noch mit einem Plus von 3,7 Prozent eine besonders prägende Rolle spielten. Auch das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) konnte mit 1,6 Prozent Wachstum (wie im Vorjahr) nicht ganz mithalten.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist weiter gestiegen auf 43,5 Millionen (plus 1,0 Prozent) Personen. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent (0,3 Prozentpunkte weniger als 2015) wurde ein neuer Tiefstand erreicht.

Die Preisentwicklung hat zwar gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 0,5 Prozent (2015: plus 0,3 Prozent) leicht an Fahrt aufgenommen, liegt aber noch deutlich unter früheren Werten. Zu Jahresende zog die Inflationsrate jedoch deutlich an (+1,7 Prozent im Dezember), vor allem auf Grund der gestiegenen Energiepreise.

Der Geschäftsklimaindex für die Stimmung in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands war für das gesamte Berichtsjahr von einem Aufwärtstrend gekennzeichnet. Getragen insbesondere von der Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und dem Großhandel stieg der Indexwert für Klima, Lage und Erwartungen von insgesamt 105,9 im Februar bis auf 111,0 im Dezember, den höchsten Stand seit Februar 2012. Zum Ende des Jahres hat sich der Indexwert vor allem dank des steigenden Optimismus im Bauhauptgewerbe und des Großhandels weiter erhöht, auch im verarbeitenden Gewerbe zogen Nachfrage und Auftragsbestand merklich an.

Steigende Nutzfahrzeugnachfrage

In der Europäischen Union hat die Nutzfahrzeugnachfrage im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt. Insgesamt wurden mit über 2,3 Millionen Fahrzeugen 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr zugelassen. Den Löwenanteil machten Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen aus. Sie brachten es insgesamt auf über 1,9 Millionen Zulassungen. Bei den schweren Lkw ab 16 Tonnen stiegen die Zulassungen in der EU um 12,3 Prozent auf über 292.000 Einheiten.

Unter den Volumenmärkten konnte Italien (plus 49,9 Prozent) einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs verzeichnen. Spanien (plus 11,3 Prozent), Frankreich (plus 8,3 Prozent) und Deutschland (plus 7,0 Prozent) zeigten ein solides Wachstum, während Großbritannien mit lediglich plus 1,2 Prozent nicht mithalten konnte.

Geschäftsmodell Iveco Magirus AG

Die Iveco Magirus AG ist ein Unternehmen, das Nutzfahrzeuge entwickelt und vertreibt. Vor zwei Jahren konnte in Ulm das 150-jährige Unternehmensjubiläum der Brandschutzsparte der Magirus GmbH gefeiert werden. In Ulm befindet sich heute die Entwicklung und das Iveco Customizing Center, die Vertriebszentrale hat ihren Sitz in Unterschleißheim bei München. Vertrieb und Service werden daneben von fünf Tochtergesellschaften in Deutschland erbracht. Das Sortiment umfasst neben leichten, mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen auch Fahrzeuge für den Personentransport sowie Spezialfahrzeuge. Abgerundet wird das Programm durch Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER IVECO MAGIRUS AG

Inlands-Absatz mit positivem Trend

Die Lkw-Zulassungen (ab 3,5 Tonnen) legten in Deutschland 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Prozent zu. Die prozentuale Steigerung nahm damit gegenüber dem Niveau des Vorjahres (plus 4,4 Prozent) nochmals an Fahrt auf.

Das Plus resultierte vor allem aus einem Zuwachs bei den leichten Lkw (3,5 - 6,0 Tonnen) um 7,4 Prozent sowie einer Steigerung im schweren Segment ab 16 Tonnen um 5,6 Prozent. Bei den mittleren Lkw gingen die Zulassungszahlen erneut leicht - um 2,5 Prozent - zurück.

Die Iveco Magirus AG konnte am insgesamt positiven Trend mit einem Wachstum von 5,9 Prozent teilhaben, besonders aufgrund eines gestiegenen Marktanteils im Bereich Medium. In diesem Segment errang Iveco in Deutschland mit 4.425 Einheiten entgegen dem Markttrend einen Zuwachs an Zulassungen von 8,7 Prozent. Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen (3,5 bis 6,0 Tonnen) konnte der Marktanteil mit einem Zulassungsplus von 9,4 Prozent leicht gesteigert werden. Nur bei den schweren war mit sinkenden Marktanteilen auch ein absoluter Rückgang um rund 5,7 Prozent auf 3.080 Neuzulassungen zu beobachten.

Im Berichtsjahr hat sich der Gesamtabsatz der Iveco Magirus AG an Neufahrzeugen (Lkw) mit 16.608 Einheiten gegenüber dem Vorjahr (15.694) deutlich gesteigert (plus 5,8 Prozent). Der Bus-Absatz erhöhte sich um 35,4 Prozent auf 850 Einheiten (Vorjahr: 628). Allein im Inland konnten 618 Busse verkauft werden, 194 Einheiten gingen nach Österreich. Bei den Lkw spielte der Auslands-Absatz für die Iveco Magirus AG mit 98 Einheiten nur eine untergeordnete Rolle.

Auf dem deutschen Markt wurden 16.281 Fahrzeuge (Lkw) ausgeliefert. Der Inlands-Absatz konnte damit gegenüber dem Vorjahr (15.281) um 6,5 Prozent gesteigert werden. Von den insgesamt 229 Militärfahrzeugen (Vorjahr: 349) waren die meisten (174 Einheiten) für den deutschen Markt bestimmt.

Ein leichtes Plus gibt es im Berichtsjahr beim Auftragseingang zu verzeichnen. Mit 16.646 Einheiten (Lkw und Militär) errechnet sich ein Zuwachs von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (16.481 Einheiten). Der Auftragsbestand lag im Jahr 2016 mit 2.882 Fahrzeugen um 3,8 Prozent über dem des Vorjahres (2.777 Fahrzeuge). Einem Rückgang bei den Lkw auf 2.315 Einheiten (minus 6,2 Prozent) steht bei den Militärfahrzeugen ein deutlicher Zuwachs von 84,1 Prozent auf 567 Einheiten (Vorjahr: 259 Einheiten) gegenüber.

Umsatz

Mit einem Umsatz von EUR 1.207,4 Millionen erzielte die Iveco Magirus AG im Berichtsjahr eine Steigerung von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 1.051,5 Millionen.

76,7 Prozent des bereinigten Umsatzes bzw. EUR 924,3 Millionen wurden im Inland erzielt (Vorjahr: 78,5 Prozent bzw. EUR 825,7 Millionen) und 23,3 Prozent im Ausland (Vorjahr: 21,5 Prozent).

Der Handelsumsatz mit von Konzernunternehmen bezogenen Neuwagen machte EUR 644,6 Millionen bzw. 53,5 Prozent vom Umsatz aus. Im Vorjahr lagen die Werte bei EUR 619,2 Millionen bzw. 59,0 Prozent. Mit Gebrauchtfahrzeugen, Komponenten und Motoren, Ersatzteilen, Reparaturen und Bussen ergab sich ein Umsatz in Höhe von EUR 484,1 Millionen, was 40,0 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht (Vorjahr: EUR 432,3 Millionen und 41,0 Prozent).

Gemäß den Vorschriften des BILRUG sind im Berichtsjahr Erträge aus Weiterbelastungen in die Umsatzerlöse umgegliedert worden und werden dort als sonstige betriebliche Erlöse mit EUR 78,8 Millionen ausgewiesen. Insofern sind Vorjahresvergleiche nur bedingt aussagefähig.

Ergebnis

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 war durch einen positiven Trend auf dem Nutzfahrzeugmarkt im Inland geprägt. Das operative Ergebnis hat sich bezogen auf den inländischen Nutzfahrzeugmarkt entsprechend den Prognosen des Vorjahres entwickelt.

Die Margen aus dem Neufahrzeugverkauf waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen harten Wettbewerb um Marktanteile weiter unter Druck. Das Geschäft mit Militärfahrzeugen und besonders Bussen hat einen positiven Beitrag zum Ergebnis gebracht.

Das Betriebsergebnis (vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern) weist im Berichtsjahr einen Verlust von EUR 305,9 Millionen aus gegenüber einem Betriebsgewinn von EUR 38,5 Millionen im Vorjahr. Ursächlich hierfür ist der Anteil der Iveco Magirus AG an der Kartellstrafe, die gegen die Iveco-Gruppe verhängt wurde. Der Aufwand in Höhe von EUR 337,9 Millionen wurde unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht.

Das Beteiligungsergebnis trägt einen Verlust in Höhe von EUR 61,7 Millionen bei (Vorjahr: minus EUR 77,8 Millionen). Hier belasteten im Berichtsjahr weiterhin die Anlaufkosten nach der im Jahr 2012 durchgeführten Restrukturierung bei der Magirus GmbH mit dem entstandenen Kompetenzzentrum für Feuerwehrfahrzeuge am Standort Ulm. Die Magirus GmbH musste zudem einen Rückgang bei Umsatz und Absatz hinnehmen, sodass eine Verbesserung der Ertragslage bei der Brandschutzgesellschaft und eine damit einhergehende geringere Verlustübernahme nicht erreicht werden konnte. Die Verluste bei den Vertriebsgesellschaften konnten durch den verbesserten Absatz auf dem Nutzfahrzeugmarkt insgesamt deutlich reduziert werden.

Als Ergebnis nach Steuern musste im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von EUR 387,3 Millionen ausgewiesen werden nach einem Minus von EUR 55,5 Millionen im Vorjahr.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 388,4 Millionen gegenüber EUR 56,5 Millionen im Vorjahr.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,5 Millionen auf EUR 736,2 Millionen reduziert werden.

Dabei ging das Anlagevermögen durch planmäßige Abschreibungen um EUR 2,9 Millionen auf EUR 113,8 Millionen zurück, wobei Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 3,2 Millionen getätigt wurden.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich leicht auf EUR 621,9 Millionen (Vorjahr: EUR 622,6 Millionen). Dabei konnte der Anstieg der Vorräte um EUR 30,3 Millionen durch einen Abbau der Forderungen in Höhe von EUR 31,1 Millionen überkompensiert werden.

Neben dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 388,4 Millionen hat eine Einzahlung in die Kapitalrücklage über EUR 404,0 Millionen das Eigenkapital geprägt. Damit hat sich das Eigenkapital insgesamt um EUR 15,6 Millionen auf EUR 59,9 Millionen erhöht, die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 8,1 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent).

Einschließlich der Pensionsrückstellungen steht ein langfristiges Kapital in Höhe von EUR 169,7 Millionen (Vorjahr: EUR 159,3 Millionen) zur Verfügung.

Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital konnte um EUR 13,9 Millionen auf EUR 566,5 Millionen reduziert werden. Dabei wurde der Anstieg der sonstigen Rückstellungen (plus EUR 20,5 Millionen) durch einen Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgefangen (minus EUR 27,9 Millionen). Es bestanden im Berichtszeitraum keine Bankkredite.

Im Rahmen des Cash Pooling mit CNH Industrial Finance Europe S.A., Luxemburg, stellte das Unternehmen dem CNH Industrial-Konzern liquide Mittel zur Verfügung, die als Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Der Cash Pool wird als Kontokorrent geführt. Vertraglich ist geregelt, dass die Mittel aus dem Cash Pool jederzeit seitens der Gesellschaft abrufbar sind. Das Cash Pool Guthaben (EUR 316,9 Millionen; Vorjahr EUR 353,5 Millionen) ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Investitionen

Das Unternehmen hat im Berichtsjahr EUR 3,2 Millionen in Sachanlagen investiert (Vorjahr: EUR 0,5 Millionen), davon EUR 1,9 Millionen in das neue Auslieferungszentrum für Lkw und Busse in Ulm. Bis zur Fertigstellung und Eröffnung 2017 ist es geplant, dass hierfür rund EUR 3,1 Millionen investiert werden.

Die Investitionen des Unternehmens wurden aus eigenem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Gesamtbeurteilung

Unter Berücksichtigung der positiven Marktbedingungen ist der Vorstand der Auffassung, dass sich die Geschäfte der Iveco Magirus AG im Berichtsjahr insgesamt zufriedenstellend entwickelt haben.

Der Umsatz konnte entsprechend unseren Prognosen leicht gesteigert werden, während das Betriebsergebnis außergewöhnlich durch die Kartellstrafe belastet wurde. Ebenso entspricht die Ergebnisverbesserung bei den eigenen Vertriebsgesellschaften unseren Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres.

Hingegen konnte das Ergebnis der Magirus GmbH vor allem aufgrund von Absatzrückgängen im Exportgeschäft von Löschfahrzeugen nicht wie geplant verbessert werden.

ENTWICKLUNG

Ulm: Kompetenzzentrum für schwere Lkw

Das Engineering in Ulm ist für die Entwicklung der schweren Iveco-Fahrzeugbaureihen Stralis und Trakker verantwortlich. Der Fahrzeuggesamtentwurf und die Chassis-Entwicklung erfolgen in Ulm. Hier sind auch Experten für elektrische, pneumatische und hydraulische Komponenten sowie für die technische Berechnung tätig. Die Fahrzeugerprobung und der Prototypenbau für die Stralis- und Trakker-Baureihen sind ebenfalls in Ulm angesiedelt.

Im Juli 2016 stellte Iveco in Madrid den neuen Stralis XP der internationalen Presse und der Iveco-Händler-Organisation vor. Mit seinen zahlreichen Varianten ist der Stralis XP der krönende Abschluss jahrelanger, sehr intensiver Entwicklungsarbeit. Viele innovative Lösungen zur Minderung des Kraftstoffverbrauches konnten realisiert werden.

Nahezu parallel zum Stralis XP wurde 2016 auch der erdgasbetriebene Stralis NP zur Serienreife gebracht. Der neue Motor Cursor-9 CNG in Verbindung mit dem automatisierten EuroTronic-Getriebe, dem Active Space Fahrerhaus und vor allem mit verflüssigtem Erdgas (LNG) erreicht fernverkehrstaugliche Fahrleistungen und Reichweiten.

Außer zahlreichen Studien und Messungen zur Vorbereitung für die künftig notwendige CO2-Klassifizierung arbeitete das Engineering intensiv an neuen Ideen zur Qualitätsverbesserung und zur Optimierung zahlreicher Komponenten und Baugruppen.

Neben der Unterstützung der Entwicklungskollegen in Lateinamerika und Südafrika standen auch Arbeiten für den Iveco-Militär-Bereich und für die Magirus GmbH auf der Agenda.

EINKAUF UND UMWELTSCHUTZ

Einkauf

Das gesamte Einkaufsvolumen nahm im Berichtsjahr um 8,4 Prozent von EUR 811,9 Millionen im Vorjahr auf EUR 880,5 Millionen zu. Dabei stiegen die konzerninternen Bezüge auf EUR 713,1 Millionen (Vorjahr: EUR 674,5 Millionen) und die Bezüge von externen Lieferanten erhöhten sich auf EUR 167,3 Millionen nach EUR 137,3 Millionen im Jahr zuvor.

Von der Iveco Magirus AG wird die gesamte, breit gefächerte Iveco-Produktpalette vom Transporter bis zu den schweren Lkw mit höchstzulässigem Gesamtgewicht sowie Busse vertrieben. Dazu wurden im Berichtsjahr aus den verschiedenen Produktionsstandorten 17.414 Iveco-Fahrzeuge importiert (Vorjahr: 16.422). Der Wert dieser Einfuhren von Neufahrzeugen betrug im Berichtsjahr EUR 608,1 Millionen (Vorjahr: EUR 564,9 Millionen).

Für den Bezug von Ersatzteilen, Gebrauchtfahrzeugen und Materialien für die Anpassung von Kundenfahrzeugen wurden EUR 272,3 Millionen ausgegeben (Vorjahr: EUR 246,9 Millionen). Davon betrafen EUR 105,0 Millionen (Vorjahr: EUR 109,6 Millionen) Lieferungen von Konzernunternehmen und EUR 167,3 Millionen (Vorjahr: EUR 137,3 Millionen) Bezüge von außerhalb des Unternehmens.

Customizing Center Ulm

Das Iveco Customizing Center (ICC) in Ulm konnte im Berichtsjahr sein Auftragsvolumen weiter steigem. Neben Fahrzeugen für den Bereich Großkundenvertrieb (Commercial Vehicles) spielen bei den Stückzahlen die Meiller-Kipper eine wichtige Rolle. Die Iveco Magirus AG kann über das ICC ihren Kunden das einsatzfertige, auf die jeweiligen Erfordernisse zugeschnittene Fahrzeug aus einer Hand liefern. Das Know-how wird zudem durch ausländische Iveco-Vertriebsgesellschaften und die Magirus GmbH mehr und mehr angefragt und genutzt. Im Jahr 2016 haben 1.994 (Vorjahr: 1.796) Fahrzeuge das ICC verlassen. Den größten Anteil hatten mit 943 Einheiten (Vorjahr: 1.204) Commercial Vehicles, gefolgt von 598 (Vorjahr: 227) Meiller-Kippern. Für die Magirus GmbH konnten 200 Fahrzeuge abgearbeitet werden, weitere 249 (Vorjahr: 365) Fahrzeuge wurden für den Militärfahrzeug-Vertrieb exakt auf die Bedürfnisse der Auftraggeber angepasst.

Umweltschutz

Bei der Gestaltung der Produktionsprozesse nimmt die Umweltfreundlichkeit einen hohen Stellenwert ein. Ziele sind die Reduzierung von Emissionen, ein umweltschonender Umgang mit Ressourcen, die Reduzierung von Abfall sowie die konsequente Umsetzung der Abfalltrennung und des Recyclings.

Nach der erfolgreichen Re-Zertifizierung des Umweltmanagementsystems im Vorjahr, konnte im Juni des Berichtsjahres auch das Überwachungsaudit nach ISO 14001 erfolgreich abgeschlossen werden.

VERTRIEB

Hohe Qualität als Verkaufsargument

Iveco hat seine Fertigungsanlagen und Prozesse im Zusammenhang mit den Neuvorstellungen aller Produktbaureihen gründlich optimiert. Nach der vor Jahren eingeführten Methodik des „World Class Manufacturing“ (WCM) in allen Werken werden die Ergebnisse der kontinuierlichen Verbesserung jetzt deutlich sichtbar. Das Schwer-Lkw-Werk Madrid hat am Ende des Berichtsjahres sogar den Excellence Award des Kaizen Instituts erhalten. Das zeigt positive Auswirkungen bei der Fahrzeugqualität. Sie ist über alle Baureihen hinweg signifikant gestiegen und entwickelt sich zu einem starken Verkaufsargument. Sowohl zufriedene Kunden als auch Langzeit-Pressetests dokumentieren die Zuverlässigkeit der Iveco-Nutzfahrzeuge.

Die beweist auch die bewährte HI-SCR Technik. Die Euro VI-Grenzwerte werden durch eine patentierte Methode eingehalten, die auf eine Abgasrückführung verzichtet. Das hat für Nutzer den entscheidenden Vorteil, dass die Fahrzeugverfügbarkeit höher ist, weil zugesetzte Partikelfilter nicht - verbunden mit kaum planbarem Fahrzeugstillstand - freigebrannt werden müssen. In sicherheitsrelevanten Bereichen (Raffinerien) und personenfrequentierten Räumen (Busbahnhöfen) sind das wichtige Eigenschaften.

MITARBEITER

Stabile Beschäftigtenzahlen

Die Gesamtbelegschaft der Iveco Magirus AG hielt sich zum Jahresende mit 819 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Niveau des Vorjahres (818). Sie bestand aus 323 (Vorjahr: 345) Lohn- und 496 (Vorjahr: 473) Gehaltsempfängern. Nach Abzug der in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten sowie der im Rahmen der Elternzeit oder zur Weiterbildung freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug die aktive Stammbelegschaft 762 (Vorjahr: 741) Personen. Die meisten Mitarbeiter (573) hatten in Ulm, Neu-Ulm und Langenau ihren Arbeitsplatz, 189 waren in Unterschleißheim und anderen Außenstellen beschäftigt.

Nachdem im Vorjahr kein neuer Ausbildungsplatz bereitgestellt wurde, haben im Berichtsjahr zwei neue Auszubildende eine Ausbildung begonnen. Übernommen wurden - bis auf vier Ausnahmen, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verließen - alle 20 Auszubildenden, die ihre Ausbildung bzw. ihr Studium im Jahr 2016 abschließen konnten. Bei der Iveco Magirus AG starteten zwei Absolventen des Ulmer Modells und zwei Kfz-Mechatroniker ins Berufsleben, die Magirus GmbH übernahm einen Ulmer-Modell-Studenten und 15 Auszubildende.

Das interne Programm zur Weiterbildung fokussierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die vier wesentlichen Säulen: Sicherheit/Gesundheit, Umwelt, Produktionssystem, internationale Kommunikationsfähigkeit. Im Rahmen der Weiterbildung wurden von 256 Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmern über 4.600 Schulungsstunden absolviert, allein 2.700 für Sprachentrainings.

NACHHALTIGKEIT

Die EU hat gegen Deutschland wegen fortgesetzter Überschreitungen von Partikel- und Stickoxyd-Grenzwerten mit massiven Strafen bzw. der Einleitung von Verfahren gedroht. Damit hat das Thema Nachhaltigkeit im Verkehr einen neuen Stellenwert erhalten. Im Klimaschutzplan der Bundesregierung ist festgeschrieben, dass der Verkehr (Pkw, Busse und Lkw) Einsparungen gegenüber dem Basisjahr 1990 im Bereich von 40 - 42 Prozent erbringen muss. Der Güterverkehr ist dabei in der Klemme, weil zwar die Emissionen der Fahrzeuge deutlich gesunken sind, das nahezu explosionsartig gestiegene Güteraufkommen auf der Straße dies aber überlagert. Zudem ist die Elektromobilität wegen fehlender Speicherlösungen für Energie (Batterien) bei Schwerfahrzeugen auf längere Sicht keine Alternative. Vor diesem Hintergrund sind Erdgas betriebene Verbrennungsmotoren im Berichtsjahr in die förderungswürdigen Technologien aufgenommen worden. Sie sind die einzige real existierende Alternative zum Diesel und versprechen schnelle Ergebnisse.

Die Erdgaspalette reicht bei Iveco hoch bis zum 40-Tonner. Damit ist Iveco mit einem Komplettprogramm Spitzenreiter. Als Besonderheit gilt der auf der IAA 2016 vorgestellte Stralis NP in seiner LNG-Version (tiefgekühltes, verflüssigtes Erdgas) mit einer Reichweite von bis zu 1.500 km. Als einziger gasbetriebener Lkw verfügt der Stralis LNG zudem über eine Fernverkehrsausstattung, wie sie bisher nur ein Dieselfahrzeug bieten konnte: Großraumfahrerhaus und automatisiertes Getriebe.

Iveco ist mit dem Daily Electric, den es sowohl als Transporter bis 5,2 Tonnen als auch als Minibus gibt, auch für die elektrische Zukunft gut aufgestellt. Den Transporter gibt es zudem in einer CNG-Version (komprimiertes Erdgas) mit dem klassenstärksten Motor.

RISIKOMANAGEMENT

Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Deshalb entwickelt die Iveco Magirus AG auch in Zukunft den Bereich Risikomanagement kontinuierlich weiter und passt diesen an die veränderten Rahmenbedingungen sowie gesetzlichen Vorschriften an.

Seit dem Jahr 2010 besteht eine fixierte und im Unternehmen kommunizierte Risikostrategie. Die darin enthaltenen Grundsätze fördern das einheitliche Risikoverständnis und bilden die Grundlage für den Umgang mit Risiken bei der Iveco Magirus AG.

Aufbauorganisation

Die Iveco Magirus AG ist als Konzerngesellschaft der Iveco S.p.A. sowie der CNH Industrial N.V. in das konzernweite Risikomanagement mit seinen international übergreifenden Kontrollmechanismen eingebunden. Diese Systeme gewährleisten, dass den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig ergriffen werden können. Eine Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit erfolgt regelmäßig durch die konzerninterne Revision sowie den Vorstand der Iveco Magirus AG.

Das zentral installierte Risikomanagement koordiniert bei der Iveco Magirus AG die Ermittlung der Risiken und ist für die fortlaufende Weiterentwicklung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Prozesse und Methoden zuständig. Grundlage bildet die Organisationsrichtlinie Risikomanagement, welche im Geschäftsjahr 2016 aktualisiert wurde.

Um einen ganzheitlichen und transparenten Überblick über die Risiken zu ermöglichen, sind dezentral vom Vorstand benannte Risikoverantwortliche eingesetzt. Sie decken die wesentlichen Geschäftsbereiche der Iveco Magirus AG ab.

Darüber hinaus hat das Unternehmen sogenannte Risiko-Institutionen eingerichtet, die spezielle Risiken aufzeigen und bei ihrer Vermeidung bzw. Minimierung helfen.

Um das Thema Risikomanagement kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit den laufenden Geschäftsthemen zu vernetzen, hat der Vorstand einen „Risiko-Ausschuss“ als fest installiertes Gremium implementiert.

Risikomanagementprozesse

Seit dem Jahr 2012 erfolgt der Risikomanagementprozess sowie dessen Dokumentation in Anlehnung an den internationalen Risikomanagementstandard ISO 31000.

Den Kern des Risikomanagementprozesses stellt das Risk Assessment (die Risikobeurteilung) dar, das im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur durchlaufen wird. Die Risikoinventur zielt auf die systematische Identifizierung, Analyse und Bewertung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken in allen wesentlichen Geschäftsfeldern ab.

Grundlage der Risikoinventur bildet die Erhebung von Daten über die dezentral eingesetzten Risikoverantwortlichen. Dabei werden mögliche Auswirkungen sowie die Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung dieser Risiken berücksichtigt.

Der Risiko-Ausschuss unterstützt bei der Risikoidentifikation, indem er den Risiko-Atlas sowie das bestehende Risiko-Managementsystem jährlich auf Anpassungsbedarf hin überprüft.

Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einem Risikobericht zusammengefasst, welcher auch einen aktualisierten und an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens angepassten Risiko-Atlas beinhaltet. Auf Basis des Risikoberichts können durch den Vorstand bei Bedarf notwendige Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem der Iveco Magirus AG ist an das konzernübergreifend organisierte interne Kontrollsystem angeschlossen. Die Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten sind definiert sowie die Identifizierung von Risiken und die Implementierung von Kontrollen in den Tochtergesellschaften geregelt. Auf dieser Grundlage lassen sich Effektivität und Effizienz des Systems sicherstellen.

In Ergänzung besitzt die Iveco Magirus AG eigene Kontrollmechanismen wie systematische und manuelle Abstimmungsprozesse, das Vier-Augen-Prinzip, die Trennung von Funktionen, sowie die Sicherstellung der Einhaltung von internen Richtlinien. Hierzu zählen der konzernweit gültige Verhaltenskodex, die Arbeitsordnung, diverse organisatorische Richtlinien und die klar definierten Unterschriftsregelungen bezüglich der Beschaffung von Dienstleistungen und Gütern sowie für alle rechtsverbindlichen Erklärungen.

Darüber hinaus stellen angemessene Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie die Konzernrichtlinien in der Finanzbuchhaltung einschließlich deren definierte Prozesse die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher, die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich sind.

Die Abwicklung der Rechnungslegung erfolgt bei der Iveco Magirus AG teilweise durch den Dienstleister FCA Services Germany GmbH, der bezüglich des Rechnungslegungsprozesses an das konzernübergreifende interne Kontrollsystem der Muttergesellschaft angeschlossen ist.

Der Vorstand der Iveco Magirus AG stellte für das letzte Berichtsjahr die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems fest und schätzt die operativen Risiken als tragbar ein.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken bestehen auch zahlreiche Chancen für die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche und somit der gesamten Iveco Magirus AG.

Die Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems verfolgt bzw. bearbeitet. Die Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, liegt lokal bei den jeweiligen Geschäftsbereichen und findet damit Eingang in die strategischen sowie die operativen Planungen.

Auch Konzernseitig werden Chancen analysiert und verfolgt, welche im Rahmen der Umsetzung von neuen Projekten bzw. Zielvorgaben sowie Maßnahmenverfolgungen lokal unterstützt und umgesetzt werden.

Ziel des Chancenmanagements ist dabei die Wertsteigerung des Unternehmens, welche durch ständige Verbesserungen, Ausbau unseres Kerngeschäftes, Identifikation neuer Märkte, Erweiterung unserer Dienstleistungen sowie Bearbeitung neuer Geschäftsfelder erzielt werden kann.

Die Verzahnung im CNH Industrial Konzern wird von Seiten der Iveco Magirus AG als Chance gesehen. Verstärkte Nutzung von Synergien, insbesondere in den Zentralfunktionen und im Rahmen von Projekten, eine bessere Refinanzierung und ein stärkerer Marktauftritt lassen sich dadurch realisieren. Insgesamt kann eine größere Produktpalette zur Verfügung gestellt werden.

Der Bau des neuen Auslieferungszentrums in Ulm für Lkw und Busse eröffnet der Iveco Magirus AG neue Chancen. Die direkte Nähe am Markt - sowohl auf Kunden- als auch auf Aufbauherstellerseite - schafft verbesserte Markt- und Markenpräsenz in Deutschland und den angrenzende Märkten, wodurch Steigerungen der Marktanteile erzielt werden können. Der Standort Ulm bietet mit seiner geographischen Lage, dem am Ort ansässigen Entwicklungskompetenzzentrum und dem Customizing Center sowie seiner sehr gut ausgebauten Infrastruktur die optimalen Voraussetzungen, um einen Mehrwert für Iveco und den Konzern zu generieren. Die Eröffnung des Auslieferungszentrums ist Anfang 2017 geplant.

Für die Iveco Magirus AG wesentliche Risiken, die grundlegende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt.

Risiken der Gesamtwirtschaft

Die internationalen Finanzmärkte stehen weiterhin unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. Es wird erwartet, dass die Verschuldung und die anhaltenden Strukturprobleme in einer Reihe von Ländern - auch außerhalb von Europa (insbesondere den BRIC-Staaten) - noch einige Zeit die Störanfälligkeit der europäischen und der globalen Wirtschaft beeinflussen werden.

Die nach wie vor sehr niedrigen Zinsen, der gegenüber dem US-Dollar schwächer bewertete Euro sowie die sehr niedrigen Energiepreise haben 2016 für eine stabile Konjunktur im Euroraum gesorgt. Auch im Jahr 2017 wird aus heutiger Sicht ein positiv moderater Anstieg des BIP erwartet.

Aufgrund der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation im Euro-Raum ist eine mittelfristige Prognose der Nutzfahrzeug-Nachfrage sehr schwierig. Jüngste Prognosen - basierend auf einer mittelfristigen Konjunktur-Prognose - gehen von einer Stabilisierung des Marktes auf leicht höherem Niveau aus.

Das Thema Ökologisierung gewinnt am Markt immer mehr an Bedeutung. Das Produktangebot an Fahrzeugen am Markt mit alternativen Antriebsformen nimmt rasant zu. Das hierzu bestehende Angebot bei der Iveco Magirus AG unterstreicht die Innovationsfähigkeit und damit den Wert einer strategischen Partnerschaft mit den Kunden.

Auch Marktverschiebungen in anderen Bereich werden laufend beobachtet, um bei Veränderungen das Angebot schnellstmöglich an die veränderte Nachfragesituation anzupassen.

Die Entwicklung der Gesetzgebung hat ebenso Auswirkungen auf die laufende Geschäftstätigkeit und muss bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Schwerpunkt legt die europäische Kommission unter anderem auf die Sicherstellung der Umweltverträglichkeit mit weniger Schadstoffausstoß, schärfere Kontrollen, wirtschaftliche Zwangsinstrumente wie zum Beispiel Straßennutzungsgebühren und die Sicherheit im Straßenverkehr. Es wird davon ausgegangen, dass der Trend zur staatlichen Reglementierung anhalten wird.

Branchenrisiko auf dem Nutzfahrzeugmarkt

Die Nutzfahrzeugbranche reagiert regelmäßig stark zyklisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Konjunktur. Die Konjunktur wird dabei von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die zueinander in bestimmten Abhängigkeiten stehen.

Um den damit verbundenen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken, erfolgt eine permanente Marktbeobachtung. Diese Beobachtungen erstrecken sich sowohl auf den Nutzfahrzeugmarkt, als auch auf die Branchen der Hauptabsatzmärkte. Veränderungen werden analysiert, um zeitnah entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, wodurch Branchenrisiken minimiert werden.

Das Transportaufkommen im gewerblichen Straßenverkehr ist 2016 gleich geblieben. Für das Jahr 2017 wird eine geringe Steigerung erwartet. Die längerfristige Prognose zeigt für das Jahr 2018 eine Stagnation des Transportaufkommens. Das Risiko der Verlagerung von Transportvolumen von Nutzfahrzeugen hin zu anderen Verkehrsmitteln wird als gering eingeschätzt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht in ihrer Langfrist-Prognose 2010 bis 2030 von einem Zuwachs im Lkw-Güterverkehr von 39 Prozent bezogen auf die Tonnenkilometer aus.

Die Bestände an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen haben sich im Berichtsjahr erhöht. Zur Bestandssteuerung werden bei Bedarf konzernweit abgestimmte Abverkaufs-Aktionen als Gegenmaßnahmen eingeleitet. Derzeit besteht hierfür aufgrund des überwiegend jungen Fahrzeugbestandes nur geringer Handlungsbedarf. Gebrauchtfahrzeuge unterliegen grundsätzlich und jederzeit dem Risiko der Marktpreisentwicklung. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die Entwicklung der Marktpreise permanent überwacht, gegebenenfalls Preisanpassungen durchgeführt sowie die dafür erforderlichen Wertberichtigungen gebildet.

Mit Blick auf das Kundenportfolio im Neufahrzeug-Direktvertrieb bestehen Konzentrationsrisiken und damit eine Abhängigkeit von Kunden im Bereich Fahrzeugvermietung und Paketdienst. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird der Fokus verstärkt auf die Neukundengewinnung gelegt, um eine stärkere Diversifikation zu erzielen.

Getroffene Rückkaufverpflichtungen mit Kunden können ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn sich die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtfahrzeugerlöse wesentlich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsabschluss verändern. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird dieses laufend überwacht und aktiv gesteuert. Die Verfahren zur Risikomessung werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die daraus resultierenden Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei findet eine regelmäßige Überprüfung der zugrunde liegenden Parameter statt.

Mit dem Iveco eigenen Vertriebsnetz in Deutschland, das im Wesentlichen aus Tochtergesellschaften, eigenen Händlerbetrieben und dem Servicenetz besteht, profitierte die Iveco Magirus AG von der positiven Binnennachfrage. Dadurch ließen sich auch im Jahr 2016 zusätzliche Absatzchancen realisieren.

Die Stärkung der Leistungskraft und Ertragssituation der Händler macht eine laufende Optimierung der Vertriebskanäle sowie eine wirksame Unterstützung bei erweiterten Dienstleistungen - wie zum Beispiel den Finanzierungen - erforderlich.

Im Vertrieb muss von einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs ausgegangen werden, insbesondere auch bei Ersatzteilen. Die Qualität der Ersatzteile wird mit europaweit verbundenen Lägern sichergestellt. So können die Absatzmärkte flexibel bedient werden. Die Logistikdienstleistung wurde über spezialisierte Partner langfristig gesichert.

Produkt- und Entwicklungsrisiken

Die Fahrzeuge müssen kontinuierlich an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Hierzu zählen insbesondere Bestimmungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit und der Sicherheit. Durch die Mitarbeit in internationalen Gremien und Verbänden wird sichergestellt, dass die Übergangsfristen mit den erforderlichen Entwicklungszeiten in Einklang sind und genügend Vorlaufzeit gewährleistet ist.

Die Produktpalette wird schrittweise um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erweitert. Wegen der noch relativ niedrigen Verkaufsstückzahlen sind die spezifischen Entwicklungskosten nach wie vor sehr hoch. Es handelt sich jedoch um Investitionen in Zukunftstechnologien, die wegen der endlichen Erdölvorkommen unvermeidbar sind und die Zukunft des Unternehmens sichern.

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ist es unabdingbar, schnell und zielgerichtet auf die wachsenden Anforderungen der globalen Märkte zu reagieren. Diese Anforderungen sind lokal sehr unterschiedlich, da sie von klimatischen Bedingungen, verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten abhängig sind. Ein zentral entwickelter und bewährter Baukasten aus Produkten und Komponenten ermöglicht den Entwicklungsabteilungen, markt- und kundengerechte Lösungen zu finden und mit vergleichsweise geringen Investitionen und Entwicklungszeiten globale Wettbewerbsfähigkeit zu vertretbaren Kosten zu erreichen.

Die Projektsteuerung und -überwachung wird über alle Baureihen hinweg durch so genannte Plattformen - multifunktionale Projektteams - sichergestellt. Auf diese Weise werden alle Abteilungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden und können zeitnah ihre Erfahrungen mit einbringen. Die Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen können durch die globale Zusammenarbeit und die Mitarbeit an neuen Projekten ihr Wissensspektrum erweitern und sind damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Neue Produkte werden vollständig mit CAD (Computer Aided Design) entwickelt und - noch vor dem Bau des ersten realen Prototyps - virtuell als DMU (Digital Mock Up) dargestellt. Funktion, Haltbarkeit und Montagefreundlichkeit werden zunächst durch Simulation am Computer überprüft. Anschließend unterliegen Bauteile, Baugruppen und komplette Prototypfahrzeuge intensiven Prüfungen und durchlaufen ausgiebige Testverfahren, um alle denkbaren Einsatzbedingungen abzudecken. Ein Feldtest mit ausgewählten Kunden schließt die Entwicklung ab und minimiert das Risiko von Schäden im Einsatz bei den Kunden nach Serienstart.

Dennoch bleibt ein geringes Restrisiko von Schäden, die auftreten können, wenn die Produkte bereits am Markt sind. Es können Garantie- und Gewährleistungsansprüche entstehen. Im Extremfall sind Produkthaftungsansprüche und Schadensersatzforderungen vorstellbar. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird die Qualität kontinuierlich überprüft. Zusätzlich werden ständig Informationen aus dem Feld mit den Fachabteilungen ausgetauscht und bei Bedarf Gegenmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Wege geleitet.

Fahrzeugumbau/-aufbau und Beschaffung

Im Iveco Customizing Center (ICC) werden in enger Abstimmung mit dem Vertrieb kundenspezifische Produktanpassungen sowie individuell benötigte Produkterweiterungen realisiert.

Möglichen Risiken im Rahmen der Arbeitssicherheit, des Umweltschutzes und des Energiemanagements wurde durch die Einrichtung von zentralen Verantwortlichen begegnet, die eine kontinuierliche Optimierung und Überwachung sicherstellen. Eventuelle Betriebsstörungen vermeidet man weitgehend durch eine vorbeugende Wartung.

Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Fahrzeuge und Prozesse bewirkt eine Verringerung der Fehlerrate in der Produktion und vermindert damit das Risiko von Garantiekosten und Produkthaftungsrisiken. Die Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9001, welche 2016 wiederholt durchgeführt wurde, unterstützt dabei, die Qualitätsziele laufend zu hinterfragen und zu verbessern, um Risiken weitgehend zu minimieren.

Dem Risiko aus der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Fertigkomponenten wird mit langfristigen Preisbindungen begegnet. Als Teil des CNH Industrial Konzerns partizipiert die Iveco Magirus AG vom sehr gut ausgebauten und international vernetzten Einkauf des Konzerns.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital des Unternehmens. Der Bereich Human Resources nutzt alle Möglichkeiten, mit einer hohen Qualität und Kreativität beim Erfolgsfaktor Mitarbeiter die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Führungskräften aus einem gesättigten Arbeitsmarkt erfordert den Zugriff auf spezialisierte Rekrutierungskanäle. Dabei ist die Zusammenarbeit mit auf unsere Branche spezialisierten und professionellen Dienstleistern genauso wichtig wie die Nutzung proaktiver Rekrutierungsstrategien wie „Active Sourcing“, insbesondere im online-Bereich sowie über professionelle Netzwerke. Direkte Gespräche mit erfahrenen Persönlichkeiten der Branche auf Fachveranstaltungen und Messen gehören ebenfalls zu den Rekrutierungskanälen, welche die Abdeckung des Bedarfs an Fach- und Führungskräfte erfordert. Ein modernes Online-Bewerbungssystem, lokales und bundesweites Personalmarketing sowie der aktive Austausch mit anderen CNH Industrial-Personalbereichen sichern weiterhin eine professionelle Personalbeschaffung auf höchstem Niveau.

Ein von der Muttergesellschaft CNH Industrial entwickelter, standardisierter Prozess zur Erstellung von Weiterbildungs- und Entwicklungsplänen stellt sicher, dass die Entwicklungsbedürfnisse erkannt werden und Mitarbeiter entsprechend den bestehenden Stellenanforderungen laufend weiterqualifiziert werden.

Flexible Arbeitszeit- und Vertragsmodelle, je nach Bedarf an den verschiedenen Standorten, erlauben bisher eine zeitnahe Anpassung der Personalkapazität an Bedarfsänderungen.

Fehlverhalten von Mitarbeitern kann den Ruf des Unternehmens und damit seine Vermögens- und Ertragskraft schädigen. Seit 2003 definieren ein auf Konzernebene schriftlich fixierter und laufend den veränderten Gegebenheiten angepasster Verhaltenskodex sowie eine in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung erstellte Betriebsordnung den entsprechenden Rahmen, in dem alle Mitarbeiter agieren sollen. Online-Schulungen zu Compliance-Themen wie Korruption und Konzernethik wurden im Berichtsjahr 2016 für alle Mitarbeiter verpflichtend durchgeführt. So werden vom Unternehmen maximale Vorkehrungen getroffen, um das Schadens-Risiko für das Unternehmen durch Fehlverhalten so gering wie möglich zu halten.

Finanzen

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich die Niedrigzinsphase fortgesetzt. Es gibt erste Anzeichen, dass sich das Zinsniveau im Jahre 2017 wieder erhöht. Dies wird allerdings nur moderat erwartet und wird deshalb kaum Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft haben.

Größere Währungsrisiken bestehen nicht, da das Unternehmen nahezu ausschließlich in Euro fakturiert und bezahlt. Sofern Transaktionen in Fremdwährung stattfinden, werden die daraus resultierenden Währungsrisiken einzelgeschäftsbezogen abgesichert. Bilanzielle Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.

Händler- und Direktkundengeschäfte werden zum Großteil durch Absatzfinanzierungen über die eigene Finanzierungsgesellschaft bzw. über Drittinstitute abgewickelt. Insolvenzen können ein Risiko darstellen, sofern eine Finanzierungsabsicherung nicht gegeben ist. Infolge regelmäßiger regressloser Forderungsverkäufe werden Adressausfallrisiken reduziert.

Die Gewährung von Lieferantenkrediten im Bereich des Neufahrzeugvertriebes erfolgt unter anderem mit Hilfe systemseitiger Unterstützung bei Bonitätsanalysen, Scoring und Kreditlimit-Kalkulation zentral durch Credit Underwriting seitens CNH Industrial Financial Services S.A..

Exportgeschäfte werden größtenteils über die Iveco S.p.A. abgewickelt. Andernfalls werden diese durch Kreditversicherungen bzw. Export-Akkreditive abgesichert. Geschäfte mit den internationalen Iveco-Gesellschaften werden ebenso konzernübergreifend von Iveco S.p.A. gesteuert. Eine Ausnahme stellt hierbei das Ersatzteilgeschäft im Export dar. Die hierbei möglicherweise entstehenden Risiken werden durch Factoring begrenzt.

Wesentliche Quelle der Liquidität ist der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser wird beeinflusst durch die Rentabilität der Geschäfte und das Nettoumlaufvermögen, primär dem Forderungsbestand. Zur Liquiditätssteuerung bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit diese im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll sind.

Falls darüber hinaus Refinanzierungsmaßnahmen erforderlich werden, kann auf bestehende Bankverbindungen zurückgegriffen werden. Diese können auch als Aval-Linie in Anspruch genommen werden.

Für den heute nicht zu erkennenden Fall, dass die Unterstützung der Konzernmutter für die Brandschutzsparte (Beteiligung an der Iveco Magirus Fire Fighting GmbH) nicht mehr gegeben sein sollte, wäre die Werthaltigkeit dieser Beteiligung in Frage zu stellen.

Die Investitionen des Unternehmens werden eigenfinanziert. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung für schwere Nutzfahrzeuge werden Projektkosten im Auftragsentwicklungsverfahren mit Iveco S.p.A. abgerechnet.

IT-Risiken

Für die Geschäfts- und Produktionsprozesse der Iveco Magirus AG sowie die interne und externe Kommunikation kommt dem Bereich Informationstechnik eine wichtige Bedeutung zu. Eine ständige Verbesserung der Infrastruktur sowie der Sicherheit ist Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Der Bereich ICT (Information and Communication Technology) ist auf Konzernebene eng miteinander verzahnt und realisiert ständig Verbesserungen und Maßnahmen zur Prävention und Verminderung von Risiken, die in Zusammenhang mit der Entwicklung der Informationstechnologie stehen. Hierzu wurden im Jahr 2016 konzernweit weitere umfassende Verbesserungen im Bereich Infrastruktur-Sicherheit und Office-Werkzeuge umgesetzt.

Mit den IT-Dienstleistern bestehen vereinbarte Wiederherstell- und Kontinuitätspläne. Fallback-Szenarien sind für geschäftskritische Prozesse eingeführt, Redundanzen bei Infrastrukturen entsprechend der Anforderungen ausgelegt.

Die Einführung neuer Systeme erfolgt nach der CNH Industrial Projekt-Management-Methode, durch die möglichen Risiken bereits im Vorfeld analysiert und begrenzt werden.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit ist die Iveco Magirus AG Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren in den Bereichen allgemeines Vertriebs- und Vertragsrecht, Gewährleistung, Garantie, Produkthaftung, Wettbewerbsrecht und Umwelthaftung sowie Steuern ausgesetzt. Diese Risiken werden unter anderem durch standardisierte Prozesse, transparente Vertragsgestaltung sowie die Einschaltung von externen Rechtsanwälten minimiert.

Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder durch Vereinbarungen von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und somit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben können. Das Unternehmen hat für die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren Rückstellungen gebildet, soweit die sich daraus ergebenden Verpflichtungen hinreichend bestimmbar sind.

Die Europäische Kommission hat mit Entscheidung vom 19. Juli 2016 Verstöße aller namhaften europäischen Lastkraftwagenhersteller einschließlich Iveco gegen das europäische Wettbewerbsrecht im Bereich mittelschwere und schwere Lkw festgestellt (mit Ausnahme eines Herstellers, gegen den weiter ermittelt wird). Gegen die Iveco-Gruppe wurde wegen dieses Sachverhalts eine Geldbuße in Höhe von knapp EUR 495 Millionen verhängt. Von dieser Geldbuße trägt die Iveco Magirus AG knapp EUR 338 Millionen. Das Verfahren der Kommission ist abgeschlossen.

Nach Abschluss des Kommissionsverfahrens machen Kunden - wie in solchen Fällen üblich - Schadensersatzansprüche geltend. Sie behaupten, durch den von der Kommission festgestellten Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht einen Schaden erlitten zu haben. Die Iveco Magirus AG geht nicht davon aus, dass es durch das von der Europäischen Kommission festgestellte Verhalten zu einem Schaden bei Kunden gekommen ist. Es ist zu erwarten, dass einzelne Kunden ihre Forderungen auch im Klageweg geltend machen werden. Näheres dazu lässt sich derzeit nicht abschätzen. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass es zu keinen nennenswerten zukünftigen Mittelabflüssen kommen wird, kann dies aber nicht vollends ausschließen

Compliance

Über den Verhaltenskodex hinaus besteht ein konzernübergreifendes Compliance-Management-System, welches fortlaufend weiterentwickelt wird und Compliance-Verstößen vorbeugend entgegenwirkt. Dieses System beinhaltet einen konzernübergreifend zuständigen Compliance-Officer mit der dazugehörigen Compliance-Organisation. In den lokalen Gesellschaften befinden sich zusätzlich Compliance-Ansprechpartner innerhalb der Rechtsabteilung.

Als einheitliche Informationsmittel stehen das Intranet und die Compliance Helpline international und flächendeckend zur Verfügung. Online-Schulungen und wichtige Informationen zu Compliance-Themen werden für alle Mitarbeiter zentral koordiniert und kommuniziert.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Das Gesamtrisiko der Iveco Magirus AG setzt sich aus Einzelrisiken aller Risikokategorien innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder zusammen. Nach der Finanzmarktkrise mit deren Auswirkungen in den vergangenen Jahren hat sich die geschäftliche Risikosituation bei der Iveco Magirus AG im Verlauf des Jahres 2016 weiter stabilisiert. Jedoch birgt die finanzwirtschaftliche Situation rund um die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum, die Weiterentwicklung des Brandschutz-Kompetenzzentrums und der Aufbau des neuen Truck und Bus Auslieferungszentrums am Standort Ulm weiterhin Gefahren, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Iveco Magirus AG negativ beeinflussen können.

Der Vorstand stellt auf Grundlage des von der Iveco Magirus AG installierten Risikomanagementsystems fest, dass keine Risiken erkennbar sind, die - allein oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Iveco Magirus AG gefährden könnten.

AUSBLICK

Anhaltend starke Wirtschaft, schwieriges Umfeld

Die deutsche Wirtschaft geht in einer stabilen Verfassung in das Jahr 2017 - wenn auch die Dynamik im kommenden Jahr voraussichtlich etwas nachlassen wird. Die Geschäftserwartungen bewegen sich auf einem hohen Niveau. Auch im Jahr 2017 wird die Binnenkonjunktur wieder die tragende Säule der wirtschaftlichen Entwicklung sein, unterstützt von einem positiven Verlauf des Welthandels - allerdings bei weiter hohen Risiken. Die Konjunktur im Euroraum wird sich zögerlich weiter festigen.

Die Steigerung des BIP dürfte im Jahr 2017 in Deutschland bei 1,8 Prozent liegen und damit auf einem ähnlichen Niveau wie 2016. Die BIP-Prognosen für die Welt bewegen sich derzeit zwischen einem Plus von 2,3 Prozent und 3,4 Prozent - für die USA werden einheitlich 2,2 Prozent vorhergesagt, in China nimmt die Wachstumsrate langsam auf hohem Niveau ab - es ist hier von plus 6,2 Prozent auszugehen.

Der Euroraum profitiert stark von den weiter relativ niedrigen Energiepreisen, wird aber weiterhin von hohen Staatsdefiziten einzelner Länder und EU-internen Interessenskonflikten - zum Beispiel bei der Flüchtlingsproblematik - belastet. Auch die Ungewissheit über den wirtschaftspolitischen Kurs der neuen US-Regierung sowie die Unklarheit über die Umsetzung des britischen EU-Austritts können sich negativ auswirken. Zu erwarten sind aus heutiger Sicht rund 1,5 Prozent Zuwachs beim BIP.

Steigende Absatz- und Gewinnerwartungen der Unternehmen - gepaart mit dem Finanzierungsumfeld und den günstig bleibenden Kreditbedingungen - lassen einen weiteren Anstieg der Investitionen im Ausrüstungsbereich erwarten. Die positive Entwicklung der Bauinvestitionen im Jahr 2016 wird sich 2017 leicht abschwächen, getragen im Wesentlichen vom öffentlichen Bau (plus 2,2 Prozent) und dem Wohnungsbau (plus 2,3 Prozent).

Der private Konsum wird auch im Jahre 2017 einen deutlich positiven Beitrag (plus 1,5 Prozent) zum BIP leisten können, wie bereits in den letzten Jahren. Zu verdanken ist dies vor allem der nach wie vor guten Entwicklung am Arbeitsmarkt. Mit Blick auf die Gesamtzahl der Beschäftigten und die Arbeitslosenquote dürfte sich die positive Lage am Arbeitsmarkt auch 2017 fortsetzen.

Nachfrage 2017 stabil erwartet, alternative Antriebe im Aufwind

Im Berichtsjahr wiesen die Segmente Light und Heavy weiterhin positive Zuwachsraten auf. Im Bereich Medium verloren die mittelschweren Varianten zu Gunsten der schwereren Fahrzeuge weiter an Bedeutung. Iveco konnte bei den leichten und mittleren Lkw seine Marktanteile steigern, während bei den schweren Lkw im Rahmen der Produkteinführung Stralis XP leichte Rückgänge zu verzeichnen waren. Für 2017 wird erwartet, dass sich die Marktvolumina in allen Fahrzeugklassen auf dem letztjährigen, hohen Niveau stabilisieren. Insgesamt will Iveco die Marktanteile in allen Bereichen leicht steigem.

Der Ausblick für den Gesamtmarkt der Nutzfahrzeuge bleibt volatil und die Unsicherheiten mit Blick auf den weiteren Verlauf der Eurokrise und der Weltwirtschaft bleiben bestehen. Aus einem sich weiter stabilisierenden makroökonomischen Umfeld erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 eine leicht positive Entwicklung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses. Das Unternehmen verfügt über ausreichende und stabile Liquiditätsreserven, um die finanziellen Verpflichtungen des Geschäftsjahres abzudecken und eine Aufstockung der liquiden Reserven durch Bankkredite zu vermeiden.

Mit den Tochtergesellschaften der Iveco Magirus AG bestehen Ergebnisabführungsverträge. In Abhängigkeit von deren Ergebnissen besteht das Risiko, Verluste ausgleichen zu müssen. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine deutliche Verbesserung der Ergebnislage bei der Brandschutzgesellschaft und bei den Vertriebsgesellschaften, für die wir in 2017 von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgehen.

Die Erholung der südeuropäischen Volkswirtschaften führt generell zu einer positiven Entwicklung des Verkehrsaufkommens im europäischen Wirtschaftsraum. Zudem zeigt sich in Westeuropa eine zunehmende Nachfrage nach alternativen Antriebstechnologien, insbesondere zu LNG. Von beiden Entwicklungen werden der deutsche Markt und die Iveco Magirus AG mittelfristig profitieren.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, Vorstand sowie den beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans festgelegt. Ziel der Regelung ist es, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Hierbei war zu berücksichtigen, dass die Nutzfahrzeugbranche traditionell männer-dominiert ist und der weibliche Führungsnachwuchs sich nur zögerlich entwickelt. Entsprechend kann die im Rahmen von Bandbreiten angestrebte Frauenquote auch nur langfristig erreicht werden. Als Untergrenze im Zielkorridor wurde deshalb der aktuelle Status-Quo in 2015 festgelegt. Im Aufsichtsrat soll die Frauenquote zwischen 8 und 16 Prozent betragen, was einem Anteil von 1 bis 2 Frauen entspricht. Im Vorstand wurde die Quote zwischen 0 und 25 Prozent festgelegt, wodurch sich der Frauenanteil von 0 auf 1 erhöhen würde. In den beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans wurde der Zielkorridor mit einem Anteil von jeweils 1 bis 3 Frauen definiert, was einer Quote zwischen 4 und 13 Prozent entspricht. Die Erreichung der Zielgrößen ist für den 30.06.2017 geplant.

BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft hat gemäß Paragraph 312 AktG für das Geschäftsjahr 2016 einen Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen aufgestellt und ihn nach Paragraph 313 AktG den Abschlussprüfern vorgelegt.

Die Erklärung des Vorstandes lautet: „Unsere Gesellschaft und unsere Beteiligungsgesellschaften erhielten bei jedem der im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Sie wurden durch die getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichtspflichtigen Vorgänge durchgeführt wurden.“

Der Abschlussprüfer hat Einwendungen gegen diesen Bericht nicht erhoben.

Ulm, den 21. Februar 2016

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Kaehne

Lupi

Rekitt

Specht

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand der Iveco Magirus Aktiengesellschaft und die Geschäftsführung der Magirus GmbH hat uns im Geschäftsjahr 2016 in drei ordentlichen Sitzungen eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftsentwicklung unterrichtet und hierüber mit uns beraten.

Gegenstand der Beratungen und gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere die Ergebnisentwicklung, die Beschäftigungslage, sowie besondere Vorgänge, die gemäß Satzung und gesetzlichen Bestimmungen zur Entscheidung vorgelegt wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Stellvertretende Vorsitzende wurden fortlaufend über die Lage des Unternehmens mittels schriftlicher und mündlicher Berichte unterrichtet.

In der Sitzung am 14.07.2016 hat der Aufsichtsrat die Vorstandsmandate der Herren Sascha Kaehne, Gianalberto Lupi, Klaus Rekitt und Achim Specht jeweils bis zum 30.07.2017 verlängert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie der Lagebericht sind durch den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen.

Unsere eigene Prüfung ergibt ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen.

Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beschließen, den Jahresfehlbetrag 2016 zusammen mit dem Verlustvortrag aus 2015, insgesamt EUR 578.471.460,38, auf neue Rechnung vorzutragen.

Den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir geprüft und in Ordnung befunden. Die Abschlussprüfer haben dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Wir schließen uns diesem Urteil der Abschlussprüfer an.

In der Zusammensetzung der Mitglieder des Aufsichtsrats ergaben sich im Jahr 2016 keine Änderungen.

Den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Belegschaftsvertretern danken wir für ihre erbrachten Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz sowie für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Gesellschaft.

Ulm, im März 2017

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender