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Iveco Group N.V. Annual Report 2015

Oct 27, 2016

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Annual Report

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Publication

Iveco- Magirus Aktiengesellschaft

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Iveco Magirus AG, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 19. Februar 2016

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kaschub, Wirtschaftsprüfer

Ptack, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Euro Euro
--- --- --- ---
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 151.884,07 250.419,77
Sachanlagen 41.734.182,44 43.332.243,70
Finanzanlagen 74.777.365,54 75.253.272,10
116.663.432,05 118.835.935,57
Umlaufvermögen
Vorräte (2)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 479.934,00 467.523,90
Fertige Erzeugnisse und Waren 135.984.083,17 122.184.375,06
136.464.017,17 122.651.898,96
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände (3)
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 11.367.227,31 18.750.400,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 467.822.813,99 467.133.000,28
Sonstige Vermögensgegenstände 6.445.448,12 4.064.202,87
485.635.489,42 489.947.603,15
Flüssige Mittel (4) 505.245,36 254.745,94
622.604.751,95 612.854.248,05
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 474.867,09 400.563,80
739.743.051,09 732.090.747,42
PASSIVA
Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Euro Euro
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (6) 50.000.000,00 50.000.000,00
Kapitalrücklage (6) 169.611.520,43 139.611.520,43
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 14.736.772,57 14.736.772,57
Bilanzverlust (7) (190.028.273,53) (133.559.644,66)
44.320.019,47 70.788.648,34
Rückstellungen (8)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 115.041.137,00 110.706.766,00
Steuerrückstellungen 8.602.000,00 8.482.591,75
Sonstige Rückstellungen 224.637.215,70 245.371.532,77
348.280.352,70 364.560.890,52
Verbindlichkeiten (9)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.747.042,43 7.327.553,96
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 46.230.686,12 43.476.017,70
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.800.063,12 217.590.112,92
Sonstige Verbindlichkeiten 27.364.887,25 28.347.523,98
347.142.678,92 296.741.208,56
739.743.051,09 732.090.747,42

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015

Anhang 2015 2014
EURO EURO
--- --- --- ---
Umsatzerlöse (10) 1.051.548.115,55 989.412.792,03
Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (954.787,05) (1.093.187,00)
1.050.593.328,50 988.319.605,03
Sonstige betriebliche Erträge (11) 80.871.330,81 70.142.277,73
Materialaufwand (12) (914.654.643,58) (861.744.058,46)
Personalaufwand (13) (70.740.224,00) (64.158.853,04)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) (2.203.894,71) (2.173.557,70)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) (105.321.541,78) (108.211.911,82)
38.544.355,24 22.173.501,74
Beteiligungsergebnis (16) (77.797.431,67) (65.123.813,71)
Zinsergebnis (17) (16.311.703,58) (6.139.051,01)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (55.564.780,01) (49.089.362,98)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 47.767,83 (2.253.217,93)
Sonstige Steuern (951.616,69) (741.889,08)
Jahresfehlbetrag (56.468.628,87) (52.084.469,99)
Verlustvortrag aus dem Vorjahr (133.559.644,66) (81.475.174,67)
Bilanzverlust (190.028.273,53) (133.559.644,66)

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Iveco Magirus AG wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Wie in den Vorjahren sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung verschiedene Posten zusammengefasst.

Die erforderlichen Einzelangaben sind im Anhang gesondert aufgeführt. Die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden insgesamt im Anhang ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als übliche Nutzungsdauer sind 5 Jahre zugrunde gelegt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.

Die Abschreibungen auf die Zugänge 2015 sind einheitlich nach der linearen Methode ermittelt. Die übliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 40 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre. Gegenstände mit einem Wert unter EUR 150 fließen sofort in den Aufwand. Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis einschließlich EUR 1.000 werden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.

Die Bestandsrisiken aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit am Markt sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der biometrischen „Richttafeln 2005 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 3,89 Prozent und einem Rententrend von 1,75 Prozent. Die Entgeltsteigerungen werden mit 0-2,0 Prozent berücksichtigt.

Die Iveco Magirus AG hat von dem Wahlrecht § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sind bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt.

Durch die Diskontierung der Pensionsrückstellungen war ein Aufzinsungsbetrag bei den langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von EUR 4,8 Millionen erforderlich. Der Aufwand wurde im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in ihrer Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. dem anzusetzenden Barwert passiviert.

Der Erfüllungsbetrag wird unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig. Bei Effekten aus der Diskontierung wurden die einzelnen Rückstellungen zugunsten des Zinsergebnisses reduziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Entstehung bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Bilanzierungsvorschriften der Iveco Gruppe sehen vor, die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede in Organgesellschaften auf Ebene der Organgesellschaft zu ermitteln und in der Iveco Magirus AG zu erfassen. Latente Steuern auf quasi-permanente Differenzen und auf Verlustvorträge sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Berechnung der latenten Steuern ergab ausschließlich aktive latente Steuern. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB, die aktiven latenten Steuern nicht zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Damit ergaben sich keine Steuereffekte aus latenten Steuern, somit auch keine Reduzierung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten laufenden Ertragsteuern. Aktive latente Steuern ergeben sich in erster Linie aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen u. a. bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und bei der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und Chancen der Fahrzeuge auf den Kunden realisiert. Dies ist der Fall, wenn im Rahmen des Fahrzeugverkaufs dieses dem Händler oder dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. Für mögliche Risiken aus bestehenden Rückkaufverpflichtungen wird im Rahmen der Rückstellungsbildung Vorsorge getroffen. Erlösminderungen in Form von Preisnachlässen, zurückgewährten Entgelten sowie Rückstellungszuführungen für über dem Marktniveau liegende Rücknahmepreise werden von den Umsätzen abgesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens (in '000 EUR)

Entwicklung 2015

Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2015 147.873 45.463 8.542 201.878
Zugänge 15 276 208 6 505
Abgänge (51) (56) (107)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2015 147.888 45.688 8.694 6 202.276
Abschreibungen
Stand am 01.01.2015 111.271 39.512 7.763 0 158.546
Zugänge 1.219 580 304 2.103
Abgänge (51) (56) (107)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2015 112.490 40.041 8.011 0 160.542
Nettobuchwert am 31.12.2015 35.398 5.647 683 6 41.734
Nettobuchwert am 31.12.2014 36.602 5.951 779 0 43.332
Entwicklung 2015

Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Sonstige Ausleihungen Finanzanlagen Gesamt Immaterielle Vermögengegenstände, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2015 64.503 10.433 341 75.277 2.387
Zugänge 1.445 80 1.525 3
Abgänge (1.867) (143) (2.010)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2015 64.503 10.011 278 74.792 2.390
Abschreibungen
Stand am 01.01.2015 24 24 2.137
Zugänge 4 4 101
Abgänge (13) (13)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2015 - - 15 15 2.238
Nettobuchwert am 31.12.2015 64.503 10.011 263 74.777 152
Nettobuchwert am 31.12.2014 64.503 10.433 317 75.253 250
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2015 116.663
(NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2014 118.835

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen insgesamt hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11,3 Prozent auf EUR 136,5 Millionen erhöht. Der Bestand an Fertigerzeugnissen und Waren stieg dabei um 11,3 Prozent auf EUR 136,0 Millionen gegenüber dem Vorjahresbestand (EUR 122,2 Millionen), was durch den erhöhten Bestand an Fahrzeugen begründet ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

EUR (000) 31.12.2015 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2014 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
° Buchforderungen 11.367 301 18.750 335
11.367 301 18.750 335
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
° aus Lieferungen und Leistungen 27.951 - 34.822 ­
° sonstige 439.872 - 432.311 -
467.823 - 467.133 -
Sonstige Vermögensgegenstände 6.445 - 4.064 -
485.635 301 489.947 335

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche überwiegend verkauft wurden, sind mit EUR 11,4 Millionen gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,4 Millionen vermindert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit EUR 467,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 6,4 Millionen im Wesentlichen durch vertraglich vereinbarte Zahlungen an einen Finanzierungspartner.

In den sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash Pool Guthaben in Höhe von EUR 353,5 Millionen (Vorjahr: EUR 344,1 Millionen) enthalten.

4. Flüssige Mittel

EUR (000) 31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
Kassenbestand und Schecks 7 7 0
Guthaben bei Kreditinstituten 498 248 250
505 255 250

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Versicherungsvorauszahlungen für das 1. Quartal 2016.

6. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der Iveco Magirus AG, Ulm, beträgt EUR 50.000.000,00. Es ist eingeteilt in 500.000 Inhaber-Aktien von je EUR 100,00.

Am 28. Dezember 2015 wurde das Eigenkapital durch Einzahlung von EUR 30,0 Millionen in die Kapitalrücklage durch die Aktionärin CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande erhöht.

7. Bilanzverlust

EUR (000) 2015 2014
Verlustvortrag (133.559) (81.475)
Jahresfehlbetrag (56.469) (52.084)
Bilanzverlust (190.028) (133.559)

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 253 Abs. 1, 2 HGB mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt EUR 115,0 Millionen (Vorjahr EUR 110,7 Millionen).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen u. a. drohende Verluste aus Rückkaufverpflichtungen und Wartungs- und Reparaturverträgen, Gewährleistungen, sonstige vertriebliche Risiken, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Abdeckung von sonstigen Risiken. Die in 2012 für die Maßnahmen zur Schließung der Produktion im Werk Ulm gebildete Rückstellung beläuft sich noch auf EUR 6,5 Millionen.

9. Verbindlichkeiten

EUR (000) 31.12.2015 31.12.2014
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.747 7.328
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.231 43.476
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.800 217.590
Sonstige Verbindlichkeiten
° aus Steuern 21.620 22.409
° im Rahmen der sozialen Sicherheit 116 12
° übrige 5.629 5.926
27.365 28.347
347.143 296.741

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens zum Jahresende um 6,3 Prozent auf EUR 46,2 Millionen gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um EUR 7,4 Millionen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verrechnungskonten in Höhe von EUR 150,4 Millionen (Vorjahr EUR 125,8 Millionen) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 108,4 Millionen (Vorjahr EUR 91,8 Millionen) enthalten.

Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen und Regionen auf:

EUR (000) 2015 % 2014 %
Fahrzeuge 619.219 59,0 603.023 60,9
Gebrauchtfahrzeuge 80.384 7,6 58.294 5,9
Busse 110.759 10,5 97.923 9,9
Komponenten, Motoren 1.626 0,2 2.008 0,2
Ersatzteile 199.122 18,9 189.612 19,2
Reparaturen, Sonstige Umsätze 40.438 3,8 38.477 3,9
Verrechnungsverfahren 0 0,0 76 0,0
1.051.548 100,0 989.413 100,0
Bundesrepublik Deutschland 825.733 78,5 786.305 79,5
Übrige EU-Länder 144.690 13,8 125.683 12,7
Übriges Europa 72.929 6,9 66.339 6,7
Außereuropäische Länder 8.196 0,8 11.010 1,1
Verrechnungsverfahren 0 0,0 76 0,0
1.051.548 100,0 989.413 100,0

Die Umsatzerlöse konnten um 6,3 Prozent auf EUR 1.051,5 Millionen gesteigert werden. In Deutschland hat sich der Absatz von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, Bussen und Ersatzteilen deutlich erhöht.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weiterberechneten Dienstleistungen und Kosten sowie nicht unter Umsatzerlösen auszuweisende Leistungen.

Daneben enthält der Posten Erträge aus Währungsdifferenzen, Mieteinnahmen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Ferner sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Gesamtsumme von EUR 80,9 Millionen (Vorjahr EUR 70,1 Millionen) sind periodenfremde Erträge von EUR 4,8 Millionen (Vorjahr EUR 2,3 Millionen) enthalten, davon EUR 3,9 Millionen (Vorjahr EUR 0,2 Millionen) aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Weiterhin entfallen EUR 56,9 Millionen (Vorjahr EUR 52,5 Millionen) auf weiterberechnete Dienstleistungen und Kosten sowie auf Erträge aus Währungsumrechnung (EUR 1,6 Millionen; Vorjahr EUR 0,2 Millionen).

12. Materialaufwand

EUR (000) 2015 2014 Veränderung
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 811.852 764.739 47.113
Aufwendungen für Fahrzeuge Eigenproduktion 0 68 (68)
Aufwendungen für bezogene Leistungen 102.802 96.937 5.865
Materialaufwand 914.654 861.744 52.910

Aufgrund der höheren Aufwendungen für bezogene Waren durch den höheren Fahrzeugabsatz sind die Materialaufwendungen um 6,1 Prozent auf EUR 914,7 Millionen gestiegen.

13. Personalaufwand

EUR (000) 2015 2014 Veränderung
Löhne und Gehälter 53.519 50.582 2.937
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8.539 8.243 296
Aufwendungen für Altersversorgung 8.682 5.334 3.348
Summe 17.221 13.577 3.644
Personalaufwand 70.740 64.159 6.581

Die Personalaufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 10,3 Prozent erhöht.

14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

EUR (000) 2015 2014 Veränderung
Planmäßige Abschreibungen 2.103 2.063 40
Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 101 111 (10)
Immaterielle Vermögenswerte
Abschreibungen 2.204 2.174 30

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Mieten, Werbekosten, Versicherungen, Provisionen, Ausgangsfrachten, sonstige Dienstleistungen sowie Sonderwagnisse und Verlustrisiken. In der Gesamtsumme von EUR 105,3 Millionen sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 1,8 Millionen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung (EUR 2,6 Millionen; Vorjahr EUR 0,6 Millionen) enthalten.

16. Beteiligungsergebnis

EUR (000) 2015 2014 Veränderung
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.445 1.552 (107)
Aufwendungen aus Verlustübernahmen (79.242) (66.676) (12.566)
(77.797) (65.124) (12.673)

Die ausgewiesenen Ergebnisse stammen von verbundenen Unternehmen.

17. Zinsergebnis

EUR (000) 2015 2014 Veränderung
Erträge aus Ausleihungen
° von verbund. Unternehmen 47 51 (4)
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 47 51 (4)
Zinsen und ähnliche Erträge
° von Dritten 0 167 (167)
° von verbundenen Unternehmen 299 11.000 (10.701)
° Abzinsungen 33 22 11
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 332 11.189 (10.857)
Zinserträge 379 11.240 (10.861)
Abzinsungen auf Finanzanlagen (4) (4) 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
° an Dritte (4.191) (3.090) (1.101)
° an verbundene Unternehmen (7.483) (7.711) 228
° Aufzinsungen (5.013) (6.574) 1.561
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (16.687) (17.375) 688
Zinsaufwendungen (16.691) (17.379) 688
Zinsergebnis I (16.312) (6.139) (10.173)

Die Entwicklung des Zinsergebnisses wird geprägt durch rückläufige Zinserträge aufgrund gesunkener Zinssätze, welcher höhere Zinsaufwendungen aus Händlerfinanzierungen sowie aus Factoring gegenüberstehen. Der Zinsanteil wird in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Zinsergebnis weist im Geschäftsjahr 2015 einen Verlust von EUR 16,3 Millionen aus.

SONSTIGE ANGABEN

18. Aufgliederung der Beschäftigten nach Gruppen (Jahresdurchschnitt)

Mitarbeiter Engineering Verwaltung Ulm Vertrieb und Ersatzteillager 2015

Gesamt
2014

Gesamt
Lohnempfänger 280 15 295 448
Angestellte 257 195 452 483
Auszubildende u. ä. 98 10 108 183
635 220 855 1.114

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank um 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

19. Vorstand, Aufsichtsrat

2015 EUR
Bezüge des Vorstands 895.722,11
Bezüge ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 1.301.628,08
Pensionsverpflichtungen ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 9.418.121,00
Vergütung Aufsichtsrat 135.000,00

Die Aufstellungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats befinden sich auf den Seiten am Ende des Anhangs.

20. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

21. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in

EUR (000) zu Barwerten 2015
Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen
fällig 2016 5.579
2017 bis 2020 13.801
2021 und folgende Jahre 6.281
Investitionsbestell-Obligo 338
Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften 485.985
511.984
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -

22. Derivative Instrumente

Das Unternehmen ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die Iveco Magirus AG eine Absicherung gegen Währungsrisiken beabsichtigt, werden derivative Instrumente, ausschließlich Devisenterminkontrakte, eingesetzt. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Wechselkursrisiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden laufend überwacht.

Derivative Währungsinstrumente

EUR (000)
Marktwert

2015
Nominalwert

2015
Devisenterm inverkäufe 69 9.521

Die Devisentermingeschäfte sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.

23. Anteile an verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil

%
Eigenkapital

EUR (000)
Iveco Nord Nutzfahrzeuge GmbH, Hamburg 100,00 4.833
Iveco Bayern GmbH, Nürnberg 100,00 2.276
Iveco Nord-Ost Nutzfahrzeuge GmbH, Berlin 100,00 4.781
Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH, Mannheim 100,00 4.474
Iveco West Nutzfahrzeuge GmbH, Düsseldorf 100,00 9.076
Iveco Investitions GmbH, Ulm 99,02 2.608
Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil 90,03 40.728

Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen.

Daneben bestehen über die Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil (1) und die Iveco Investitions GmbH (2) folgende indirekte Beteiligungen:

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil

%
Eigenkapital

EUR (000)
Ergebnis

EUR (000)
Magirus GmbH, Ulm (1) 99,76 19.492 0 *
Magirus Camiva, Chambéry (F) (1) 100,00 2.107 ** (158) **
Magirus Lohr GmbH, Kainbach (A) (1) 100,00 1.076 ** (731) **
IAV Industrie-Anlagen-Verpachtung GmbH, Ulm (2) 95,00 72 0*
EFFE Grundbesitzgesellschaft mbH, Ulm (2) 90,00 9.513 0*

* Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen

** Laut Jahresabschluss zum 31.12.2014

24. Konzern-Zugehörigkeit

Die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist mit Mehrheit an der Iveco Magirus AG, Ulm, beteiligt.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., eine Aktiengesellschaft nach niederländischem Recht, ist bei der Handelskammer in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Dieser, unter Einbeziehung der Iveco Magirus AG, Ulm, und ihrer wesentlichen verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 291 HGB und befreit somit die Iveco Magirus AG, Ulm, von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Er enthält folgende, vom deutschen Recht abweichende, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Bilanzierung von Geschäften mit Rückkaufverpflichtung
Bewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19
Bewertung latenter Steueransprüche
Bilanzierung von Entwicklungskosten (Aktivierung)

25. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Honorar für Abschlussprüferleistungen einschließlich Auslagenersatz beträgt EUR 98.280.

26. Außerbilanzielle Geschäfte

Als absatzpolitische Maßnahme werden im Zusammenhang mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen Rückkaufverpflichtungen mit den Kunden vereinbart. Diese Vereinbarungen sind im Nutzfahrzeugmarkt üblich. Durch diese Buy-Back-Vereinbarungen wird dem Käufer das Optionsrecht eingeräumt, das Fahrzeug nach einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Rücknahmewert, der über dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Rücknahme liegen kann, zurückzugeben. Die Umsätze aus diesen Verkaufsgeschäften werden bei Gefahrenübergang der Neufahrzeuge realisiert. Dem Risiko aus über den Marktpreisen liegenden Rücknahmepreisen wird durch die Bildung einer Rückstellung zu Lasten der Umsatzerlöse Rechnung getragen.

Der Betrag der zum Bilanzstichtag bestehenden Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften beträgt EUR 485,4 Millionen. Es bestehen - wie bereits im Vorjahr - keine Rückkaufverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2015 wurden Forderungen in Höhe von EUR 59,5 Millionen (Vorjahr EUR 100,5 Millionen) an Factoring Gesellschaften veräußert. Das echte Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring Gesellschaft über. Das Debitorenmanagement verbleibt weiter bei der Gesellschaft. Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit dem Factoring werden nicht gesehen.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Sascha Kaehne Ressort Vertrieb (Deutschland und Schweiz)
Ausfuhrverantwortlicher
Gianalberto Lupi Ressort Heavy Line
Klaus Rekitt Ressort Finanzen,
Verwaltung, Controlling,
Recht, Steuern
Laurens Snieders Ressort Personal,
(bis 30.04.2015) Arbeitsdirektor, Personal- und Sozialwesen,
EDV/Informationssysteme
Achim Specht Ressort Personal,
(ab 09.07.2015) Arbeitsdirektor, Personal- und Sozialwesen,
EDV/Informationssysteme

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Andreas Klauser Vorsitzender
Case IH Agricultural Equipment Brand President
Wilfried Schmid * Stellvertretender Vorsitzender
Konzernbetriebsratsvorsitzender der Iveco Magirus AG
Michael Braun * 2. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer der IG Metall Ulm
Markus Görtler * Konzernbetriebsrat der Iveco Magirus AG
Dirk Hofmann * Vertreter der Leitenden Angestellten der
Iveco Magirus AG
Riccardo lessi Chief Financial Officer EMEA
CNH Industrial N.V.
Pierre Lahutte Iveco Brand President
Iveco S.p.A.
Thomas Lechner Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
BDO Oberösterreich GmbH
Marco Liccardo Product Development & Engineering
Medium & Heavy Trucks
Iveco S.p.A.
Isabella Macrelli Industrial Relations EMEA
CNH Industrial N.V.
Ulrich Raiber * Mitarbeiter der Magirus GmbH
Paul Rodenfels * Gewerkschaftssekretär
IG Metall Vorstandsverwaltung Frankfurt

* von den Arbeitnehmern gewählt

Ergebnis

Der Jahresverlust der Iveco Magirus AG, Ulm, im Geschäftsjahr 2015 beträgt EUR 56.468.628,87.

Der Bilanzverlust beläuft sich auf EUR 190.028.273,53.

Ulm, den 19.02.2016

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Kaehne

Rekitt

Lupi

Specht

Lagebericht

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Stabiles Wirtschaftswachstum

Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2015 weiter im Aufschwung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war gegenüber 2014 um 1,7 Prozent höher und legte damit etwa um die gleiche Größenordnung zu wie im Vorjahr (plus 1,6 Prozent). Kalenderbereinigt errechnet sich eine etwas niedrigere BIP-Wachstumsrate von plus 1,5 Prozent, da die Anzahl der verfügbaren Arbeitstage im Jahr 2015 höher war als im Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 lag damit über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre.

Im Euro-Raum konnte die Wirtschaft 2015 mit 1,5 Prozent deutlich stärker zulegen als im Vorjahr (plus 0,9 Prozent). Nach wie vor sehr niedrige Zinsen, ein gesunkener Euro-Wert gegenüber dem Dollar und die stark gefallenen Energiepreise waren wichtige Triebfedern. Auch global hat sich 2015 der konjunkturelle Aufschwung fortgesetzt, wobei jedoch regional deutlich unterschiedliche Entwicklungen zu erkennen sind. Während zum Beispiel in den USA und Großbritannien die Konjunktur sehr gut läuft, wird die Entwicklung des Welthandels von der kritischen Situation Russlands (schwache Rohstoffpreise, Wirtschafts-Sanktionen aufgrund des Ukraine-Konflikts) abgeschwächt. Aber auch in den asiatischen Ländern ist eine spürbare Abkühlung der Konjunktur festzustellen. Der Welthandel legte im Berichtsjahr um 1,2 Prozent zu, nach 2,6 Prozent im Vorjahr.

Impulsgeber und wichtigster Wachstumsmotor für die deutsche Konjunktur war im Jahr 2015 der inländische Konsum. Sowohl die privaten Konsumausgaben (preisbereinigt plus 1,9 Prozent) als auch die des Staates (plus 2,8 Prozent) fielen deutlich höher aus als im Vorjahr.

Auch die Investitionen legten zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,6 Prozent mehr in Ausrüstungen als im Vorjahr. Die preisbereinigten Bauinvestitionen erzielten ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Der deutsche Außenhandel gewann im Jahr 2015 weiter an Dynamik: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 5,4 Prozent höher als im Vorjahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2015 kräftig an und erreichte ein neues Rekordniveau von über 43 Millionen (Zuwachs gegenüber 2014: 0,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank gegenüber 2014 um 0,3 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

Die Verbraucherpreise stiegen 2015 mit plus 0,3 Prozent (2014: plus 0,9 Prozent) nur sehr moderat an. Der anhaltende Preisrückgang bei Erdöl-Produkten (Heizöl, Kraftstoffe) hatte daran einen erheblichen Anteil.

Das Berichtsjahr war insgesamt von einer guten Stimmung in der deutschen Wirtschaft geprägt. Zum Jahresende sank der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft jedoch leicht ab und im Januar 2016 hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft dann deutlich verschlechtert: Der ifo Geschäftsklimaindex sank von 108,6 Punkten im Dezember 2015 auf 107,3 Punkte. Die Indexwerte für Klima, Lage und Erwartungen lagen zum Jahresende noch drei Punkte höher als im Vorjahresmonat, zum Jahresbeginn 2016 dann lediglich noch 0,6 Punkte.

Im Verarbeitenden Gewerbe fiel der Geschäftsklimaindex im Januar 2016 auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Besonders im Maschinen- und Fahrzeugbau trübte sich die Stimmung ein. Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima am Jahresende merklich abgekühlt, um sich im Januar 2016 wieder etwas zu erholen. Im Einzelhandel blieb der Index nahezu unverändert. Im Bauhauptgewerbe konnte der Rekordwert vom November 2015 zwar im Dezember nicht gehalten werden und sank auch im Januar 2016 weiter ab, die Bauunternehmen zeigten sich aber trotzdem mit der aktuellen Geschäftssituation sehr zufrieden.

Nutzfahrzeugnachfrage legt zu

Die Nutzfahrzeugnachfrage hat in der Europäischen Union im Jahr 2015 deutlich gegenüber dem Vorjahr angezogen. Die Zulassungssteigerungen bewegten sich über alle zwölf Monate hinweg auf einem hohen Niveau. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2015 in der EU rund 2,08 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Plus von 12,4 Prozent gegenüber 2014 entspricht.

Wie im Vorjahr waren es auch 2015 die Volumenmärkte Spanien (plus 36,4 Prozent), Großbritannien (plus 16,7 Prozent) und Italien (plus 13,2 Prozent), die ihre Absatzzahlen überdurchschnittlich steigern konnten. Weiterhin auf einem deutlichen Erholungspfad befanden sich die von der Euro-Krise besonders betroffenen Länder wie Portugal (plus 19,0 Prozent), Irland (plus 38,4 Prozent) oder Griechenland (plus 15,2 Prozent). Auch in Tschechien und der Slowakei zog die Nutzfahrzeugkonjunktur überdurchschnittlich an. In Deutschland setzte sich die moderate Aufwärtsbewegung des Vorjahres (plus 4,8 Prozent) mit einem Plus von 4,3 Prozent fort.

Es zeigt sich, dass sich die Nutzfahrzeugindustrie nach dem tiefen Einschnitt 2009/2010 weiter langsam erholt und in einer Aufwärtsbewegung befindet. Die Volatilität der Marktsituation bleibt aber vor dem Hintergrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Unsicherheitsfaktoren bestehen.

Geschäftsmodell Iveco Magirus AG

Die Iveco Magirus AG ist ein Unternehmen, das Nutzfahrzeuge entwickelt und vertreibt. Im Vorjahr konnte in Ulm das 150-jährige Unternehmensjubiläum gefeiert werden. In Ulm befindet sich heute die Entwicklung und das Iveco Customizing Center, die Vertriebszentrale hat ihren Sitz in Unterschleißheim bei München. Vertrieb und Service werden daneben von fünf Tochtergesellschaften in Deutschland erbracht. Das Sortiment umfasst neben leichten, mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen auch Fahrzeuge für den Personentransport sowie Spezialfahrzeuge. Abgerundet wird das Programm durch Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER IVECO MAGIRUS AG

Inlands-Absatz deutlich erhöht

Die Lkw-Zulassungen (ab 3,5 Tonnen) legten in Deutschland 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent zu. Die prozentuale Steigerung lag damit signifikant über dem Niveau von 2014 (plus 2,8 Prozent). Das Plus resultierte vor allem aus einem Zuwachs bei den leichten Lkw sowie einer Steigerung im schweren Segment. Bei den mittleren Lkw gingen die Zulassungszahlen dagegen zurück, wenn auch nicht mehr so deutlich wie im Vorjahr.

Der Gesamtabsatz der Iveco Magirus AG an Neufahrzeugen (Lkw) hat sich im Berichtsjahr mit 15.694 Einheiten gegenüber dem Vorjahr (14.888) deutlich gesteigert (plus 5,4 Prozent). Der Bus-Absatz erhöhte sich auf 628 Einheiten (Vorjahr: 599). Der Auslands-Absatz spielte für die Iveco Magirus AG mit 63 Einheiten bei den Lkw nur eine marginale Rolle.

Auf dem deutschen Markt wurden 15.282 Fahrzeuge (Lkw) ausgeliefert. Der Inlands-Absatz konnte damit gegenüber dem Vorjahr (14.400) um 6,1 Prozent gesteigert werden. Auch bei den Bussen fand der überwiegende Teil (464 Einheiten) Kunden auf dem deutschen Markt. Von den insgesamt 349 Militärfahrzeugen (Vorjahr: 374) gingen mit 302 Einheiten die meisten in den Export.

Deutlich zulegen konnte im Berichtsjahr der Auftragseingang. Mit 16.481 Einheiten (Lkw und Militär) ergibt sich ein Plus von 20,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (13.685 Einheiten). Der Auftragsbestand lag im Jahr 2015 mit 2.777 Fahrzeugen um 45,9 Prozent über dem des Vorjahres (1.904 Fahrzeuge). Einem Rückgang bei den Militärfahrzeugen auf 308 Einheiten (minus 12,5 Prozent) steht bei den Lkw ein Zuwachs von 59,1 Prozent auf 2.469 Einheiten gegenüber.

Umsatz

Der Umsatz der Iveco Magirus AG betrug im Berichtsjahr EUR 1.051,5 Millionen. Gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 989,4 Millionen resultiert daraus eine Steigerung um knapp 6,3 Prozent.

78,5 Prozent des bereinigten Umsatzes bzw. EUR 825,7 Millionen wurden im Inland erzielt (Vorjahr: 79,5 Prozent bzw. EUR 786,3 Millionen) und 21,5 Prozent im Ausland (Vorjahr: 20,5 Prozent).

Der Handelsumsatz mit von Konzernunternehmen bezogenen Neuwagen machte EUR 619,2 Millionen bzw. 58,9 Prozent vom Umsatz aus. Die Vorjahreswerte waren hier EUR 603,0 Millionen bzw. 60,9 Prozent. Mit Gebrauchtfahrzeugen, Komponenten, Ersatzteilen und Reparaturen ergab sich ein Umsatz in Höhe von EUR 432,3 Millionen, was 41,1 Prozent vom Gesamtumsatz entspricht (Vorjahr: EUR 386,3 Millionen und 39,1 Prozent).

Ergebnis

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 war durch einen positiven Trend auf dem Nutzfahrzeugmarkt im Inland geprägt. Das operative Ergebnis hat sich bezogen auf den inländischen Nutzfahrzeugmarkt entsprechend den Prognosen des Vorjahres entwickelt.

Die Margen aus dem Neufahrzeugverkauf waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen harten Wettbewerb um Marktanteile weiter unter Druck. Das Geschäft mit Militärfahrzeugen und Bussen hat weiterhin einen positiven Beitrag zum Ergebnis gebracht.

Das Beteiligungsergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 77,8 Millionen (Vorjahr: minus EUR 65,1 Millionen). Die Verluste stammen im Wesentlichen weiterhin aus Anlaufkosten nach der im Jahr 2012 durchgeführten Restrukturierung bei der Magirus GmbH. Nach Konsolidierung verschiedener europäischer Werke ist am Standort Ulm ein Kompetenzzentrum für Feuerwehrfahrzeuge entstanden. Daneben ist das Ergebnis der Magirus GmbH durch Anforderungen im Zusammenhang mit der Rücknahme von Rechtsmitteln gegen eine im Vorjahr festgesetzte Kartellstrafe belastet. Hierdurch konnte die im Vorjahr prognostizierte deutliche Verbesserung der Ertragslage bei der Brandschutzgesellschaft und eine damit einhergehende geringere Verlustübernahme nicht erreicht werden. Die Verluste bei den Vertriebsgesellschaften sind durch den verbesserten Absatz auf dem Nutzfahrzeugmarkt insgesamt rückläufig.

Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit musste im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von EUR 55,6 Millionen ausgewiesen werden gegenüber EUR 49,1 Millionen im Vorjahr.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 56,5 Millionen gegenüber EUR 52,1 Millionen im Vorjahr.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,6 Millionen auf EUR 739,7 Millionen angestiegen.

Das Anlagevermögen verminderte sich um EUR 2,1 Millionen auf EUR 116,7 Millionen, wobei Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 0,5 Millionen getätigt wurden.

Das Umlaufvermögen ist um 1,6 Prozent gegenüber 2014 auf EUR 622,6 Millionen (Vorjahr: EUR 612,9 Millionen) angestiegen. Dies ist insbesondere durch höhere Vorräte bedingt.

Unter Berücksichtigung der Einzahlung von EUR 30,0 Millionen in die Kapitalrücklage sowie des Jahresfehlbetrages von EUR 56,5 Millionen hat sich das Eigenkapital auf EUR 44,3 Millionen vermindert. Die Eigenkapitalquote hat sich unter Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme auf 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (9,7 Prozent) verschlechtert.

Einschließlich der Pensionsrückstellungen steht ein langfristiges Kapital in Höhe von EUR 159,3 Millionen (Vorjahr: EUR 181,5 Millionen) zur Verfügung.

Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital stieg um EUR 29,9 Millionen auf EUR 580,4 Millionen, im Wesentlichen bedingt durch die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestanden im Berichtszeitraum keine Bankkredite.

Im Rahmen des Cash Pooling mit CNH Industrial Finance Europe S.A., Luxemburg, stellte das Unternehmen dem CNH Industrial-Konzern liquide Mittel zur Verfügung, die als Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Der Cash Pool wird als Kontokorrent geführt. Vertraglich ist geregelt, dass die Mittel aus dem Cash Pool jederzeit seitens der Gesellschaft abrufbar sind. Das Cash Pool Guthaben (EUR 353,5 Millionen; Vorjahr EUR 344,1 Millionen) bewegt sich weiter auf dem Niveau des Vorjahres.

Investitionen

Das Unternehmen hat im Berichtsjahr EUR 0,5 Millionen in Sachanlagen investiert (Vorjahr: EUR 1,7 Millionen). Die Investitionen des Unternehmens wurden aus eigenem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Gesamtbeurteilung

Unter Berücksichtigung der positiven Marktbedingungen ist der Vorstand der Auffassung, dass sich die Geschäfte der Iveco Magirus AG im Berichtsjahr insgesamt zufriedenstellend entwickelt haben.

Der Umsatz und das operative Ergebnis konnten entsprechend unseren Prognosen leicht gesteigert werden, ebenso entspricht die Ergebnisverbesserung bei den eigenen Vertriebsgesellschaften unseren Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres.

Hingegen konnte das Ergebnis der Magirus GmbH nicht wie geplant verbessert werden.

ENTWICKLUNG

Kompetenzzentrum für schwere Lkw

Das Engineering in Ulm ist für die Entwicklung der schweren Iveco-Fahrzeugbaureihen Stralis und Trakker verantwortlich. Der Fahrzeuggesamtentwurf und die Chassis-Entwicklung erfolgen in Ulm. Hier sind auch Experten für elektrische, pneumatische und hydraulische Komponenten sowie für die technische Berechnung tätig. Die Fahrzeugerprobung und der Prototypenbau sind unverändert in Ulm angesiedelt.

In der ersten Jahreshälfte 2015 wurden die ab Herbst 2015 gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerassistenzsysteme AEBS und LDWS (autonomes Notbremssystem und Spurhalteassistent) erfolgreich bis zur Serienreife entwickelt. Auch die Arbeiten zur Produktionsfreigabe der Lösungen zur Einhaltung verschärfter gesetzlicher Regelungen für die Abgasgrenzwerte von Erdgasfahrzeugen konnten rechtzeitig abgeschlossen werden.

Nach der Einführung des auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2014 vorgestellten Economy Package arbeitete man 2015 intensiv an der nächsten Stufe zur Kraftstoff-Verbrauchsminderung und Reduzierung der Betriebskosten. Parallel dazu wurden Lösungen entwickelt und erprobt, die die Einhaltung der ab Januar 2017 geltenden, verschärften Onboard-Diagnose-Grenzwerte „Euro-VI Step-C“ garantieren.

Eine besondere Herausforderung für die Entwickler waren die Arbeiten am neuen Multiplex-Bordnetz, das zusammen mit den oben genannten Maßnahmen und mit weiteren Neuerungen an Getriebe, Fahrgestell und Fahrerhaus bei der Stralis-Baureihe im Jahr 2016 eingeführt werden soll.

Kontinuierlich weiterentwickelt wird der Trakker. Neben „Euro-VI Step-C“ standen 2015 vor allem Verbesserungen an Antriebsstrang und Bremsanlage auf der Agenda.

Im Berichtsjahr fiel der Startschuss für die Entwicklung neuer Motorvarianten für die Stralis Erdgas-Fahrzeuge (CNG) und eine Erweiterung des Angebotes an Fahrzeugen mit verflüssigtem Erdgas (LNG).

Berechnungen, Konstruktionen und die Ausführung von Crash-Tests als Voraussetzung zur Einhaltung künftiger Sicherheitsnormen (z. B. ECE R29.03) wurden ebenso getätigt, wie zahlreiche Studien und Messungen zur Vorbereitung für die künftig notwendige CO2-Klassifizierung.

Neben der Unterstützung der Entwicklungskollegen in Lateinamerika und Südafrika wurden auch Arbeiten für den Iveco-Militär-Bereich und für die Magirus GmbH ausgeführt. Die bereichsübergreifende und internationale Zusammenarbeit mit Kollegen von FPT Industrial, Produktion, Einkauf, Vertrieb, Service und vielen anderen wurde 2015 weiter intensiviert.

EINKAUF UND UMWELTSCHUTZ

Einkauf

Das gesamte Einkaufsvolumen nahm im Berichtsjahr um 6,2 Prozent von EUR 764,7 Millionen im Vorjahr auf EUR 811,9 Millionen zu. Dabei stiegen die konzerninternen Bezüge auf EUR 674,5 Millionen (Vorjahr: EUR 633,6 Millionen) und die Bezüge von externen Lieferanten erhöhten sich auf EUR 137,3 Millionen nach EUR 131,1 Millionen im Jahr zuvor.

Von der Iveco Magirus AG wird die gesamte, breit gefächerte Iveco-Produktpalette vom Transporter bis zu den schweren Lkw mit höchstzulässigem Gesamtgewicht sowie Busse vertrieben. Dazu wurden im Berichtsjahr aus den verschiedenen Produktionsstandorten 16.422 Iveco-Fahrzeuge importiert (Vorjahr: 15.101). Der Wert dieser Einfuhren von Neufahrzeugen betrug im Berichtsjahr EUR 564,9 Millionen (Vorjahr: EUR 512,1 Millionen).

Für den Bezug von Ersatzteilen, Gebrauchtfahrzeugen und Materialien für die Anpassung von Kundenfahrzeugen wurden EUR 246,9 Millionen ausgegeben (Vorjahr: EUR 250,0 Millionen). Davon betrafen EUR 109,6 Millionen (Vorjahr: EUR 121,5 Millionen) Lieferungen von Konzernunternehmen und EUR 137,3 Millionen (Vorjahr: EUR 128,5 Millionen) Bezüge von außerhalb des Unternehmens.

Customizing Center Ulm

Das Iveco Customizing Center (ICC) in Ulm ist für den Bereich Großkundenvertrieb mittlerweile eine unverzichtbare Unterstützung geworden. Die Iveco Magirus AG kann damit ihren Kunden das einsatzfertige, auf die jeweiligen Erfordernisse zugeschnittene Fahrzeug aus einer Hand liefern. Das Know-how wird zudem durch ausländische Iveco-Vertriebsgesellschaften mehr und mehr angefragt und genutzt. Im Jahr 2015 haben 1.204 kommerziell eingesetzte Lkw das ICC verlassen, weitere 365 Fahrzeuge wurden für den Militärfahrzeug-Vertrieb exakt auf die Bedürfnisse der Auftraggeber angepasst. Seit August 2015 werden zudem alle Iveco Daily und Eurocargo mit Meiller-Kipper für den deutschen Markt im Ulmer Werk aufgebaut. Zum Jahresabschluss waren es 227 Einheiten.

Umweltschutz

Bei der Gestaltung der Produktionsprozesse nimmt die Umweltfreundlichkeit einen hohen Stellenwert ein. Ziele sind die Reduzierung von Emissionen, ein umweltschonender Umgang mit Ressourcen sowie die Reduzierung von Abfall und die Förderung des Recyclings.

Die Rezertifizierung des Umweltmanagements nach ISO 14001 konnte im Berichtsjahr erfolgreich durchgeführt werden. Das für die nächsten drei Jahre gültige Umweltzertifikat stellte die Zertifizierungsstelle des TÜV Süd aus.

Das neu eingeführte Energiemanagementsystem der Magirus GmbH wurde dieses Jahr erstmalig nach der internationalen Norm ISO 50001 erfolgreich zertifiziert. Damit konnte frühzeitig die Anforderung der neuen EU-Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU (EED) erfüllt werden, die spätestens ab 5. Dezember 2016 einzuhalten ist.

Konsequente Abfalltrennung sowie der schonende Umgang mit Materialien und Energie waren auch im Berichtsjahr Kernthemen bei der Sensibilisierung der Mitarbeiter.

Sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Umgebung von Produktions- und Lagerstätten vor Verunreinigung wurden nachhaltig verfolgt. Wie in den Vorjahren trat auch 2015 kein Schadensfall ein.

VERTRIEB

Erneuerte Produktpalette

Bis auf die mittelschweren Fahrzeuge (7,4 - 15,9 Tonnen) haben alle Segmente im Berichtsjahr zulegen können. Iveco hat seine Produktpalette sukzessiv tiefgehend erneuert. Das letzte neue Familienmitglied ist der Eurocargo. Er ist Ende des Berichtsjahres zum „Truck of the Year 2016“ gewählt worden und komplettiert damit eine noch nie da gewesene Ansammlung der wichtigsten Awards. Iveco ist der einzige Lkw- und Bus-Hersteller, der vier Auszeichnungen „Nutzfahrzeug des Jahres“ für vier aktuell produzierte Baureihen erhalten hat. Vom Stralis über den Daily und den Magelys bis zum Eurocargo. Diese Preise sind Ergebnis und Anerkennung des hohen Investments, das der Konzern in die Erneuerung aller Produkte gesteckt hat. Ganz besonders viele Pluspunkte sammelt dabei die Hi-SCR Motorentechnologie.

Auch im Zukunftssektor ist Iveco unterwegs. Und zwar mit mehreren Technologien. Bereits im Markt befindet sich der Daily Electric, der als reines Elektrofahrzeug zu 100 Prozent emissionsfrei im Einsatzgebiet unterwegs ist. Technologisch führend ist Iveco bei Erdgasfahrzeugen mit komprimiertem (CNG) oder tiefkaltem, verflüssigtem (LNG) Erdgas. Im Busbereich ergänzen im Linienverkehr Hybridantriebe die Produktpalette, eine 12-Meter-Variante mit reinem Elektroantrieb befindet sich in Paris im Test.

Die Werte, die sich Iveco für die Neuausrichtung der Marke auf die Fahnen geschrieben hat, gelten damit auch morgen: Spitzenpositionen in Sachen Technologie, Total Costs of Ownership (TCO), Partnerschaft mit den Kunden und allen anderen Geschäftspartnern sowie Umweltverantwortung.

MITARBEITER

Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen

Die Gesamtbelegschaft der Iveco Magirus AG reduzierte sich zum Jahresende auf 818 (Vorjahr: 1.078) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zusammengesetzt aus 345 (Vorjahr: 566) Lohnempfängern und 473 (Vorjahr: 512) Gehaltsempfängern. Nach Abzug der in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten sowie der im Rahmen der Elternzeit oder zur Weiterbildung freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug die aktive Stammbelegschaft 741 (Vorjahr: 897) Personen. Die meisten Mitarbeiter (557) hatten in Ulm, Neu-Ulm und Langenau ihren Arbeitsplatz, 184 waren in Unterschleißheim und anderen Außenstellen beschäftigt.

Im Berichtsjahr haben keine neuen Auszubildenden (Vorjahr: vier gewerbliche Kfz-Mechatroniker) eine Ausbildung begonnen. Übernommen wurden - mit drei Ausnahmen, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verließen - alle neun Auszubildenden, die ihre Lehre im Berichtsjahr abgeschlossen haben.

Das interne Programm zur Weiterbildung fokussierte sich auf die internationale Kommunikationsfähigkeit und damit auf intensiven Sprachunterricht in englischer Sprache. Dabei absolvierten rund 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 4.570 Schulungsstunden.

NACHHALTIGKEIT

Die Iveco Magirus AG bekennt sich zu den Nachhaltigkeitsgrundsätzen, die durch den Konzern CNH Industrial N.V. und die damit verbundenen Konzerngesellschaften gemeinschaftlich als Selbstverpflichtung verfolgt werden. Hierzu zählt im Rahmen der Geschäftstätigkeit, die Umwelt zu schützen, als auch gesellschaftlich verantwortungsvoll zu handeln. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind konzernweite Berichtssysteme eingerichtet worden, die mit ihrem Fokus auf den Bereich Wirtschaft, Ökologie und Soziales und die damit verbundenen Einflussfaktoren und Themenfelder gerichtet sind. Dieses Berichtssystem ermöglicht es, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Schwachstellen zu erkennen, die mit Finanz- und Reputationsrisiken in Verbindung stehen.

Iveco ist in Bezug auf sauberen Transport auf mehreren Feldern unterwegs. Das sind einmal die „Zero-Emission“-Autos, die am Ort der Verwendung keine Emissionen haben, weder Geräusche noch Abgase. Der Daily Electric wurde im Berichtsjahr komplett überarbeitet. Einmal motorseitig, zum anderen, weil die Batterietechnologie einen Schritt vorwärts gemacht hat. Ein Gewichtsvorteil von 100 Kilogramm geht sogar mit einer Reichweitenerhöhung einher. Das Fahrzeug ist im Bereich von 3,5 - 5,0 Tonnen unangefochten. Dennoch stellen die hohen Batteriekosten noch ein entscheidendes Hindernis für den Durchbruch am Markt dar.

Neben dem Transporter sind es die Stadtbusse, die innerstädtisch unterwegs sind. Auch hier arbeitet Iveco mit seiner Bussparte an Lösungen und hat mit dem elektrisch angetriebenen GX-ELEC in Paris bereits das Erprobungsstadium im Realeinsatz mit mehreren Bussen erreicht. Das 12-Meter-Fahrzeug baut auf einem bereits 400-fach verkauften Hybridbus auf und hat den Verbrennungsmotor gegen ein zusätzliches Akku-Pack ausgetauscht.

Im Lkw-Bereich ist LNG (verflüssigtes, tiefgekühltes Erdgas) die real existierende Alternative zum konventionellen Dieselmotor. LNG hat im Vergleich zu CNG (komprimiertes Erdgas) eine 600-fach höhere Dichte und gibt dem damit betriebenen Lkw die Reichweite, die der Nutzer erwartet. Iveco hat als einziger Hersteller drei Onroad-Baureihen mit CNG-Erdgas und die Stralis Baureihe zusätzlich mit LNG im Produktportfolio. Wenngleich der niedrige Ölpreis allen Alternativen zu Schaffen macht, entwickelt Iveco bereits in Richtung höherer Leistungsklassen. Denn neben der CO2-Ersparnis sind es auch die Geräuscharmut und die nahezu partikelfreien Abgase, die für Erdgas sprechen.

RISIKOMANAGEMENT

Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Deshalb entwickelt die Iveco Magirus AG auch in Zukunft den Bereich Risikomanagement kontinuierlich weiter und passt diesen an die veränderten Rahmenbedingungen sowie gesetzlichen Vorschriften an.

Seit dem Jahr 2010 besteht eine fixierte und im Unternehmen kommunizierte Risikostrategie. Die darin enthaltenen Grundsätze fördern das einheitliche Risikoverständnis und bilden die Grundlage für den Umgang mit Risiken bei der Iveco Magirus AG.

Das Risikomanagement zielt auf die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle von Risiken ab. Das bestehende Risikomanagementsystem der Iveco Magirus AG sowie die damit in Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen ermöglichen es dem Vorstand, von vorhandenen Risiken frühzeitig Kenntnis zu erlangen, um somit entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Aufbauorganisation

Die Iveco Magirus AG ist als Konzerngesellschaft der Iveco S.p.A. sowie der CNH Industrial N.V. in das konzernweite Risikomanagement mit seinen international übergreifenden Kontrollmechanismen eingebunden. Diese Systeme gewährleisten, dass den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig ergriffen werden können. Eine Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit erfolgt regelmäßig durch die konzerninterne Revision sowie den Vorstand der Iveco Magirus AG.

Das zentral installierte Risikomanagement koordiniert bei der Iveco Magirus AG die Ermittlung der Risiken und ist für die fortlaufende Weiterentwicklung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Prozesse und Methoden zuständig. Grundlage bildet die Organisationsrichtlinie Risikomanagement.

Um einen ganzheitlichen und transparenten Überblick über die Risiken zu ermöglichen, sind dezentral vom Vorstand benannte Risikoverantwortliche eingesetzt. Sie decken die wesentlichen Geschäftsbereiche der Iveco Magirus AG ab.

Darüber hinaus hat das Unternehmen sogenannte Risiko-Institutionen eingerichtet, die spezielle Risiken aufzeigen und bei ihrer Vermeidung bzw. Minimierung helfen.

Um das Thema Risikomanagement kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit den laufenden Geschäftsthemen zu vernetzen, hat der Vorstand einen „Risiko-Ausschuss“ als fest installiertes Gremium implementiert.

Risikomanagementprozesse

Seit dem Jahr 2012 erfolgt der Risikomanagementprozess sowie dessen Dokumentation in Anlehnung an den internationalen Risikomanagementstandard ISO 31000.

Den Kern des Risikomanagementprozesses stellt das Risk Assessment (die Risikobeurteilung) dar, das im Rahmen der jährlichen durchgeführten Risikoinventur durchlaufen wird. Die Risikoinventur, die auch im Geschäftsjahr 2015 durchlaufen wurde, zielt auf die systematische Identifizierung, Analyse und Bewertung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken in allen wesentlichen Geschäftsfeldern ab.

Der Risiko-Ausschuss unterstützt bei der Risikoidentifikation, indem er den Risiko-Atlas sowie das bestehende Risiko-Managementsystem jährlich auf Anpassungsbedarf hin überprüft.

Grundlage der Risikoinventur bildet die Erhebung von Daten über die dezentral eingesetzten Risikoverantwortlichen. Dabei werden mögliche Auswirkungen sowie die Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung dieser Risiken berücksichtigt.

Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einem Risikobericht zusammengefasst, welcher auch einen aktualisierten und an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens angepassten Risiko-Atlas beinhaltet. Auf Basis des Risikoberichts können durch den Vorstand bei Bedarf notwendige Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem der Iveco Magirus AG ist an das konzernübergreifend organisierte interne Kontrollsystem angeschlossen. Die Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten sind definiert sowie die Identifizierung von Risiken und die Implementierung von Kontrollen in den Tochtergesellschaften geregelt. Auf dieser Grundlage lassen sich Effektivität und Effizienz des Systems sicherstellen.

In Ergänzung besitzt die Iveco Magirus AG eigene Kontrollmechanismen wie systematische und manuelle Abstimmungsprozesse, das Vier-Augen-Prinzip, die Trennung von Funktionen, sowie die Sicherstellung der Einhaltung von internen Richtlinien. Hierzu zählen der konzernweit gültige Verhaltenskodex, die Arbeitsordnung, diverse organisatorische Richtlinien und die klar definierten Unterschriftsregelungen bezüglich der Beschaffung von Dienstleistungen und Gütern sowie für alle rechtsverbindlichen Erklärungen.

Darüber hinaus stellen angemessene Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie die Konzernrichtlinien in der Finanzbuchhaltung einschließlich deren definierte Prozesse die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher, die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich sind.

Die Abwicklung der Rechnungslegung erfolgt bei der Iveco Magirus AG durch den Dienstleister FCA Services Germany GmbH, der bezüglich des Rechnungslegungsprozesses an das konzernübergreifende interne Kontrollsystem der Muttergesellschaft angeschlossen ist.

Der Vorstand der Iveco Magirus AG stellte für das letzte Berichtsjahr die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems fest und schätzt die operativen Risiken als tragbar ein.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken bestehen auch zahlreiche Chancen für die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche und somit der gesamten Iveco Magirus AG.

Die Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems verfolgt bzw. bearbeitet. Die Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, liegt lokal bei den jeweiligen Geschäftsbereichen und findet damit Eingang in die strategische sowie die operativen Planungen.

Auch Konzernseitig werden Chancen analysiert und verfolgt, welche im Rahmen der Umsetzung von neuen Projekten bzw. Zielvorgaben sowie Maßnahmenverfolgungen lokal unterstützt und umgesetzt werden.

Ziel des Chancenmanagements ist dabei die Wertsteigerung des Unternehmens, welche durch ständige Verbesserungen, Ausbau unseres Kerngeschäftes, Identifikation neuer Märkte, Erweiterung unserer Dienstleistungen sowie Bearbeitung neuer Geschäftsfelder erzielt werden kann.

Die Verzahnung im CNH Industrial Konzern wird von Seiten der Iveco Magirus AG als Chance gesehen. Verstärkte Nutzung von Synergien, insbesondere in den Zentralfunktionen und im Rahmen von Projekten, eine bessere Refinanzierung und ein stärkerer Marktauftritt lassen sich dadurch realisieren. Insgesamt kann eine größere Produktpalette zur Verfügung gestellt werden.

Der Bau des neuen Auslieferungszentrums in Ulm für Lkw und Busse ab 2016 eröffnet der Iveco Magirus AG neue Chancen. Die direkte Nähe am Markt - sowohl auf Kunden- als auch auf Aufbauherstellerseite - schafft verbesserte Markt- und Markenpräsenz in Deutschland und den angrenzende Märkten, wodurch Steigerungen der Marktanteile erzielt werden können. Der Standort Ulm bietet mit seiner geographischen Lage, dem am Ort ansässigen Entwicklungskompetenzzentrum und dem Customizing Center sowie seiner sehr gut ausgebauten Infrastruktur die optimalen Voraussetzungen, um einen Mehrwert für Iveco und den Konzern zu generieren. Die Eröffnung des Auslieferungszentrums ist Anfang 2017 geplant.

Eine weitere Chance sieht die Iveco Magirus AG auch in der 2015 neu organisierten Vertriebsstruktur. Sie erfuhr mit Fokussierung auf die Produktlinien eine neue Ausrichtung.

Für die Iveco Magirus AG wesentliche Risiken, die grundlegende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt.

Risiken der Gesamtwirtschaft

Die internationalen Finanzmärkte stehen weiterhin unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. Es wird erwartet, dass die Verschuldung und die anhaltenden Strukturprobleme in einer Reihe von Ländern - auch außerhalb von Europa (insbesondere die BRIC-Staaten) - noch einige Zeit die Störanfälligkeit der europäischen und der globalen Wirtschaft beeinflussen werden.

Die nach wie vor sehr niedrigen Zinsen, der gegenüber dem US-Dollar schwächer bewertete Euro sowie die sehr niedrigen Energiepreise haben 2015 für eine stabile Konjunktur im Euroraum gesorgt. Auch im Jahr 2016 wird aus heutiger Sicht ein positiv moderater Anstieg des BIP erwartet. Aktuell unkalkulierbare Risiken bleiben die Terrorgefahr sowie die Anzahl und Verteilung der Flüchtlinge und Asylbewerber.

Aufgrund der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation im Euro-Raum ist eine mittelfristige Prognose der Nutzfahrzeug-Nachfrage sehr schwierig. Jüngste Prognosen - basierend auf einer mittelfristigen Konjunktur-Prognose - gehen von einer Stabilisierung des Marktes auf leicht höherem Niveau aus.

Das Thema Ökologisierung gewinnt am Markt immer mehr an Bedeutung. Das Produktangebot an Fahrzeugen am Markt mit alternativen Antriebsformen nimmt rasant zu. Das hierzu bestehende Angebot bei der Iveco Magirus AG unterstreicht die Innovationsfähigkeit und damit den Wert einer strategischen Partnerschaft mit den Kunden.

Auch Marktverschiebungen in anderen Bereich werden laufend beobachtet, um bei Veränderungen das Angebot schnellstmöglich an die veränderte Nachfragesituation anzupassen.

Die Entwicklung der Gesetzgebung hat ebenso Auswirkungen auf die laufende Geschäftstätigkeit und muss bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Schwerpunkt legt die europäische Kommission unter anderem auf die Sicherstellung der Umweltverträglichkeit mit weniger Schadstoffausstoß, schärfere Kontrollen, wirtschaftliche Zwangsinstrumente wie zum Beispiel Straßennutzungsgebühren und die Sicherheit im Straßenverkehr. Es wird davon ausgegangen, dass der Trend zur staatlichen Reglementierung anhalten wird.

Branchenrisiko auf dem Nutzfahrzeugmarkt

Die Nutzfahrzeugbranche reagiert regelmäßig stark zyklisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Konjunktur. Die Konjunktur wird dabei von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die zueinander in bestimmten Abhängigkeiten stehen.

Um den damit verbundenen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken, erfolgt eine permanente Marktbeobachtung. Diese Beobachtungen erstrecken sich sowohl auf den Nutzfahrzeugmarkt, als auch auf die Branchen der Hauptabsatzmärkte. Veränderungen werden analysiert, um zeitnah entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, wodurch Branchenrisiken minimiert werden.

Das Transportaufkommen im gewerblichen Straßenverkehr hat sich im Jahr 2015 gegenüber 2014 deutlich abgeschwächt (von plus 4 Prozent auf plus 1,2 Prozent). Für das Jahr 2016 wird erneut eine schwächere Steigerung um lediglich 0,3 Prozent erwartet. Die längerfristige Prognose zeigt für das Jahr 2017 eine Stagnation des Transportaufkommens. Das Risiko der Verlagerung von Transportvolumen von Nutzfahrzeugen hin zu anderen Verkehrsmitteln wird als gering eingeschätzt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht in ihrer Langfrist-Prognose 2010 - 2030 von einem Zuwachs im Lkw-Güterverkehr von 39 Prozent bezogen auf die Tonnenkilometer aus.

Die Bestände an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen haben sich im Berichtsjahr nur leicht erhöht. Zur Bestandssteuerung werden bei Bedarf Abverkauf-Aktionen als Gegensteuerungsmaßnahme eingeleitet. Hier besteht aufgrund des jungen Fahrzeugbestandes aktuell kaum Handlungsbedarf. Die Fahrzeuge unterliegen dem Risiko der Marktpreisentwicklung. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die Entwicklung der Marktpreise überwacht und gegebenenfalls Wertberichtigungen gebildet.

Mit Blick auf das Kundenportfolio im Neufahrzeug-Direktvertrieb bestehen Konzentrationsrisiken und damit eine Abhängigkeit von Kunden im Bereich Fahrzeugvermietung und Paketdienst. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird der Fokus verstärkt auf die Neukundengewinnung gelegt, um eine stärkere Diversifikation zu erzielen.

Getroffene Rückkaufverpflichtungen mit Kunden können ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn sich die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtfahrzeugerlöse wesentlich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsabschluss verändern. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird dieses laufend überwacht und aktiv gesteuert. Die Verfahren zur Risikomessung werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die daraus resultierenden Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei findet eine regelmäßige Überprüfung der zugrunde liegenden Parameter statt.

Mit dem Iveco eigenen Vertriebsnetz in Deutschland, das im Wesentlichen aus Tochtergesellschaften, eigenen Händlerbetrieben und dem Servicenetz besteht, profitierte die Iveco Magirus AG von der positiven Binnennachfrage. Dadurch ließen sich auch im Jahr 2015 zusätzliche Absatzchancen realisieren.

Die Stärkung der Leistungskraft und Ertragssituation der Händler macht eine laufende Optimierung der Vertriebskanäle sowie eine wirksame Unterstützung bei erweiterten Dienstleistungen wie zum Beispiel den Finanzierungen erforderlich.

Im Vertrieb muss von einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs ausgegangen werden, insbesondere auch bei Ersatzteilen. Die Qualität und Verfügbarkeit der Ersatzteile wird mit europaweit verbundenen Lägern sichergestellt. So können die Absatzmärkte flexibel bedient werden. Die Logistikdienstleistung wurde über spezialisierte Partner langfristig gesichert.

Produkt- und Entwicklungsrisiken

Die Fahrzeuge müssen kontinuierlich an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Hierzu zählen insbesondere Bestimmungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit und Sicherheit. Durch die Mitarbeit in internationalen Gremien und Verbänden wird sichergestellt, dass die Übergangsfristen mit den erforderlichen Entwicklungszeiten in Einklang sind und genügend Vorlaufzeit gewährleistet ist.

Die Produktpalette wird schrittweise um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erweitert. Wegen der noch relativ niedrigen Verkaufsstückzahlen sind die spezifischen Entwicklungskosten nach wie vor sehr hoch. Es handelt sich jedoch um Investitionen in Zukunftstechnologien, die wegen der endlichen Erdölvorkommen unvermeidbar sind und die Zukunft des Unternehmens sichern.

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ist es unabdingbar, schnell und zielgerichtet auf die wachsenden Anforderungen der globalen Märkte zu reagieren. Diese Anforderungen sind lokal sehr unterschiedlich, da sie von klimatischen Bedingungen, verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten abhängig sind. Ein zentral entwickelter und bewährter Baukasten aus Produkten und Komponenten ermöglicht den Entwicklungsabteilungen, markt- und kundengerechte Lösungen zu finden und mit vergleichsweise geringen Investitionen und Entwicklungszeiten globale Wettbewerbsfähigkeit zu vertretbaren Kosten zu erreichen.

Die Projektsteuerung und -überwachung wird über alle Baureihen hinweg durch so genannte Plattformen - multifunktionale Projektteams - sichergestellt. Auf diese Weise werden alle Abteilungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden und können zeitnah ihre Erfahrungen mit einbringen. Die Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen können durch die globale Zusammenarbeit und die Mitarbeit an neuen Projekten ihr Wissensspektrum erweitern und sind damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Neue Produkte werden vollständig mit CAD (Computer Aided Design) entwickelt und - noch vor dem Bau des ersten realen Prototyps - virtuell als DMU (Digital Mock Up) dargestellt. Funktion, Haltbarkeit und Montagefreundlichkeit werden zunächst durch Simulation am Computer überprüft. Anschließend unterliegen Bauteile, Baugruppen und komplette Prototypfahrzeuge intensiven Prüfungen und durchlaufen ausgiebige Testverfahren, um alle denkbaren Einsatzbedingungen abzudecken. Ein Feldtest mit ausgewählten Kunden schließt die Entwicklung ab und minimiert das Risiko von Schäden im Einsatz bei den Kunden nach Serienstart.

Dennoch bleibt ein geringes Restrisiko von Schäden, die auftreten können, wenn die Produkte bereits am Markt sind. Es können Garantie- und Gewährleistungsansprüche entstehen. Im Extremfall sind Produkthaftungsansprüche und Schadensersatzforderungen vorstellbar. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird die Qualität kontinuierlich überprüft. Zusätzlich werden ständig Informationen aus dem Feld mit den Fachabteilungen ausgetauscht und bei Bedarf Gegenmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Wege geleitet.

Fahrzeugumbau/-aufbau und Beschaffung

Im Iveco Customizing Center (ICC) werden in enger Abstimmung mit dem Vertrieb kundenspezifische Produktanpassungen sowie individuell benötigte Produkterweiterungen realisiert.

Möglichen Risiken im Rahmen der Arbeitssicherheit, des Umweltschutzes und des Energiemanagements wurde durch die Einrichtung von zentralen Verantwortlichen begegnet, die eine kontinuierliche Optimierung und Überwachung sicherstellen. Eventuelle Betriebsstörungen vermeidet man weitgehend durch eine vorbeugende Wartung.

Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Fahrzeuge und Prozesse bewirkt eine Verringerung der Fehlerrate in der Produktion und vermindert damit das Risiko von Garantiekosten und Produkthaftungsrisiken. Die Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9001, welche 2015 wiederholt durchgeführt wurde, unterstützt dabei, die Qualitätsziele laufend zu hinterfragen und zu verbessern, um Risiken weitgehend zu minimieren.

Dem Risiko aus der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Fertigkomponenten wird mit langfristigen Preisbindungen begegnet. Als Teil des CNH Industrial Konzerns partizipiert die Iveco Magirus AG vom sehr gut ausgebauten und international vernetzten Einkauf des Konzerns.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital des Unternehmens. Der Personalbereich nutzt alle Möglichkeiten, mit einer hohen Qualität und Kreativität beim Erfolgsfaktor Mitarbeiter die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Führungskräften aus einem gesättigten Arbeitsmarkt erfordert den Zugriff auf spezialisierte Rekrutierungskanäle. Dabei ist die Zusammenarbeit mit auf unsere Branche spezialisierte Dienstleister genauso wichtig wie der Vorstoß in proaktive Rekrutierungsstrategien wie das Active Sourcing, insbesondere im online-Bereich und sowie über professionelle Netzwerke. Ein modernes Online-Bewerbungssystem, lokales und bundesweites Personalmarketing sowie der aktive Austausch mit anderen CNH Industrial-Personalbereichen sichern weiterhin eine professionelle Personalbeschaffung auf höchstem Niveau.

Ein von der Muttergesellschaft CNH Industrial entwickelter, standardisierter Prozess zur Erstellung von Weiterbildungs- und Entwicklungsplänen stellt sicher, dass die Mitarbeiter entsprechend den bestehenden Stellenanforderungen laufend weiterqualifiziert werden.

Flexible Arbeitszeit- und Vertragsmodelle, je nach Bedarf an den Standorten, erlauben bisher eine zeitnahe Anpassung der Personalkapazität an Bedarfsänderungen.

Fehlverhalten von Mitarbeitern kann den Ruf des Unternehmens und damit seine Vermögens- und Ertragskraft schädigen. Seit 2003 definieren ein auf Konzernebene schriftlich fixierter und laufend den veränderten Gegebenheiten angepasster Verhaltenskodex sowie eine in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung erstellte Betriebsordnung den entsprechenden Rahmen, in dem alle Mitarbeiter agieren sollen. Online-Schulungen zu diesem Thema sowie zu Themen wie Korruption und Konzernethik wurden im Berichtsjahr für alle Mitarbeiter durchgeführt. So werden vom Unternehmen maximale Vorkehrungen getroffen, um das Schadens-Risiko für das Unternehmen durch Fehlverhalten zu unterbinden.

Finanzen

Im Geschäftsjahr 2015 hat sich die Niedrigzinsphase fortgesetzt. Es gibt erste Anzeichen, dass sich das Zinsniveau im Jahre 2016 wieder erhöht. Dies wird allerdings nur moderat erwartet und wird deshalb kaum Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft haben.

Größere Währungsrisiken bestehen nicht, da das Unternehmen nahezu ausschließlich in Euro fakturiert und bezahlt. Sofern Transaktionen in Fremdwährung stattfinden, werden die daraus resultierenden Währungsrisiken einzelgeschäftsbezogen abgesichert. Bilanzielle Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.

Händler- und Direktkundengeschäfte werden zum Großteil durch Absatzfinanzierungen über die eigene Finanzierungsgesellschaft bzw. über Drittinstitute abgewickelt. Insolvenzen können ein Risiko darstellen, sofern eine Finanzierungsabsicherung nicht gegeben ist. Infolge regelmäßiger regressloser Forderungsverkäufe werden Adressausfallrisiken reduziert.

Die Gewährung von Lieferantenkrediten im Bereich des Neufahrzeugvertriebes erfolgt unter anderem mit Hilfe systemseitiger Unterstützung bei Bonitätsanalysen, Scoring und Kreditlimit-Kalkulation zentral durch Credit Underwriting seitens CNH Industrial Financial Services S.A..

Exportgeschäfte werden größtenteils über die Iveco S.p.A. abgewickelt. Andernfalls werden diese durch Kreditversicherungen bzw. Export-Akkreditive abgesichert. Geschäfte mit den internationalen Iveco-Gesellschaften werden ebenso konzernübergreifend von Iveco S.p.A. gesteuert. Eine Ausnahme stellt hierbei das Ersatzteilgeschäft im Export dar. Die hierbei möglicherweise entstehenden Risiken werden durch Factoring begrenzt.

Wesentliche Quelle der Liquidität ist der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser wird beeinflusst durch die Rentabilität der Geschäfte und das Nettoumlaufvermögen, primär dem Forderungsbestand. Zur Liquiditätssteuerung bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit diese im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll sind.

Falls darüber hinaus Refinanzierungsmaßnahmen erforderlich werden, kann auf bestehende Bankverbindungen zurückgegriffen werden. Diese können auch als Aval-Linie in Anspruch genommen werden.

Die Investitionen des Unternehmens werden eigenfinanziert. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung für schwere Nutzfahrzeuge werden Projektkosten im Auftragsentwicklungsverfahren mit Iveco S.p.A. abgerechnet.

IT-Risiken

Für die Geschäfts- und Produktionsprozesse der Iveco Magirus AG sowie die interne und externe Kommunikation kommt dem Bereich Informationstechnik eine wichtige Bedeutung zu. Eine ständige Verbesserung der Infrastruktur sowie der Sicherheit ist Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Der Bereich ICT (Information and Communication Technology) realisiert ständig Verbesserungen und Maßnahmen zur Prävention und Verminderung von Risiken, die in Zusammenhang mit der Entwicklung der Informationstechnologie stehen. Hierzu wurden im Jahr 2015 konzernweit weitere umfassende Verbesserungen im Bereich Infrastruktur Sicherheit und Office Werkzeuge umgesetzt.

Mit den IT-Dienstleistern bestehen vereinbarte Wiederherstell- und Kontinuitätspläne. Fallback-Szenarien sind für geschäftskritische Prozesse eingeführt, Redundanzen bei Infrastrukturen entsprechend der Anforderungen ausgelegt.

Die Einführung neuer Systeme erfolgt nach der Iveco Projekt Management Methode, durch die möglichen Risiken bereits im Vorfeld analysiert und begrenzt werden.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit ist die Iveco Magirus AG Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren in den Bereichen allgemeines Vertriebs- und Vertragsrecht, Gewährleistung, Garantie, Produkthaftung, Wettbewerbsrecht und Umwelthaftung sowie Steuern ausgesetzt. Diese Risiken werden unter anderem durch standardisierte Prozesse, transparente Vertragsgestaltung sowie die Einschaltung von externen Rechtsanwälten minimiert.

Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder durch Vereinbarungen von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und somit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben können. Das Unternehmen hat für die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren Rückstellungen gebildet, soweit die sich daraus ergebenden Verpflichtungen hinreichend bestimmbar sind.

Zum Jahresende 2015 bestand lediglich ein Verfahren von Bedeutung, das über die normale Geschäftstätigkeit hinausgeht. Von der EU-Kommission wurde gegen alle namhaften europäischen Lkw-Hersteller, darunter auch die Iveco Magirus AG, ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen vermeintlich unzulässigen Informationsaustausches aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich der Ausgang des Verfahrens und die daraus möglicherweise resultierenden finanziellen Belastungen für das Unternehmen nicht zuverlässig abschätzen, da ein Verfahrensende derzeit nicht absehbar ist und der Ausgang von vielen Faktoren abhängt.

Compliance

Über den Verhaltenskodex hinaus besteht ein konzernübergreifendes Compliance-Management-System, welches fortlaufend weiterentwickelt wird und Compliance-Verstößen vorbeugend entgegenwirkt. Dieses System beinhaltet einen konzernübergreifend zuständigen Compliance-Officer mit der dazugehörigen Compliance Organisation. In den lokalen Gesellschaften befinden sich zusätzlich Compliance-Ansprechpartner innerhalb der Rechtsabteilung.

Als einheitliches Informationsmittel steht die Compliance Helpline international und flächendeckend zur Verfügung. Online-Schulungen und wichtige Informationen zu Compliance-Themen werden für alle Mitarbeiter zentral koordiniert und kommuniziert.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Das Gesamtrisiko der Iveco Magirus AG setzt sich aus Einzelrisiken aller Risikokategorien innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder zusammen. Nach der Finanzmarktkrise mit deren Auswirkungen in den vergangenen Jahren hat sich die geschäftliche Risikosituation bei der Iveco Magirus AG im Verlauf des Jahres 2015 weiter stabilisiert. Jedoch birgt die finanzwirtschaftliche Situation rund um die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum, die Weiterentwicklung des Brandschutz-Kompetenzzentrums und der Aufbau des neuen Truck und Bus Auslieferungszentrums am Standort Ulm weiterhin Gefahren, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Iveco Magirus AG negativ beeinflussen können.

Der Vorstand stellt auf Grundlage des von der Iveco Magirus AG installierten Risikomanagementsystems fest, dass keine Risiken erkennbar sind, die - allein oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Iveco Magirus AG gefährden könnten.

AUSBLICK UND NACHTRAGSBERICHT

Starke Wirtschaft, volatiles Umfeld

Die deutsche Wirtschaft geht in einer äußerst robusten Verfassung in das Jahr 2016 - allen globalen politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen zum Trotz. Die Geschäftserwartungen bewegen sich auf einem hohen Niveau. Auch im Jahr 2016 wird die Binnenkonjunktur die tragende Säule der wirtschaftlichen Entwicklung sein, unterstützt von einem positiven Verlauf des Welthandels. Die Konjunktur im Euroraum wird sich weiter festigen.

Die Steigerung des BIP dürfte im Jahr 2016 in Deutschland bei 1,8 Prozent liegen und damit auf einem ähnlichen Niveau wie 2015. Für den Welthandel ist mit einem Plus von etwa 3,1 Prozent zu rechnen, wobei die jüngsten Veränderungen der wirtschaftlichen Gesamtkonstellation in China und die Krisen der Schwellen- und Ölländer eine gewisse Unsicherheit der Prognosen hervorrufen. Stabilisierend wirkt die gute Konjunktur in den USA. Der Euroraum profitiert stark von den niedrigen Energiepreisen, wird aber weiterhin von hohen Staatsdefiziten einzelner Länder und EU-internen Interessenskonflikten - zum Beispiel bei der Flüchtlingsproblematik - belastet. Zu erwarten sind aus heutiger Sicht rund 1,6 Prozent Zuwachs beim BIP.

Die Entwicklung des Welthandels bietet 2016 Chancen auf eine deutliche Steigerung der deutschen Exporte um real knapp 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran könnte dabei ein wichtiges Wachstumspotenzial eröffnen.

Steigende Absatz- und Gewinnerwartungen der Unternehmen - gepaart mit dem Finanzierungsumfeld und den weiterhin günstig bleibenden Kreditbedingungen - lassen einen deutlichen Anstieg der Investitionen im Ausrüstungsbereich erwarten. Die abgeschwächt positive Entwicklung der Bauinvestitionen im Jahr 2015 wird sich 2016 wieder deutlich positiv entwickeln, getragen im Wesentlichen vom öffentlichen Bau (plus 4,9 Prozent) und dem Wohnungsbau (plus 2,2 Prozent).

Der private Konsum wird auch im Jahre 2016 einen deutlich positiven Beitrag (plus 1,8 Prozent) zum BIP leisten können, wie bereits in den letzten Jahren. Dies ist vor allem der weiterhin guten Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie den auch 2016 steigenden Bruttolöhnen zu verdanken. Hinzu kommt noch die verbraucherfreundliche Preisentwicklung bei Kraftstoffen und Heizöl. Die verfügbaren Einkommen werden real um etwa 3,0 Prozent zunehmen.

Die positive Lage am Arbeitsmarkt wird sich auch 2016 ähnlich wie 2015 fortsetzen, zumindest was die Gesamtzahl der Beschäftigten betrifft. Wie sich allerdings die große Anzahl der Flüchtlinge und Asylbewerber im Laufe des Jahres auf den Arbeitsmarkt bzw. die Arbeitslosenzahlen auswirken wird, bleibt abzuwarten. Ein Anstieg der Arbeitslosenquote gegenüber 2015 ist nicht auszuschließen.

Nachfrage 2016 entwickelt sich weiter positiv

Im Berichtsjahr wiesen die Segmente Light und Heavy deutlich positive Zuwachsraten auf. Im Bereich Medium verloren die mittelschweren Varianten zu Gunsten der schwereren Fahrzeuge weiter an Bedeutung. Iveco konnte bei den leichten und mittleren Lkw seine Marktanteile steigern und bei den schweren Lkw stabil halten. Für 2016 wird erwartet, dass sich die Marktvolumina in den beiden kleineren Fahrzeugklassen auf hohem Niveau stabilisieren und bei den Heavys spürbar zulegen. Insgesamt will Iveco die Marktanteile in allen Bereichen steigern.

Der Ausblick für den Gesamtmarkt der Nutzfahrzeuge bleibt volatil und die Unsicherheiten mit Blick auf den weiteren Verlauf der Eurokrise und der Weltwirtschaft bleiben bestehen. Aus einem sich weiter stabilisierenden makroökonomischen Umfeld erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 eine leicht positive Entwicklung des Umsatzes und des Gewinns aus den operativen Aktivitäten. Das Unternehmen verfügt über ausreichende und stabile Liquiditätsreserven, um die finanziellen Verpflichtungen des Geschäftsjahres abzudecken und eine Aufstockung der liquiden Reserven durch Bankkredite zu vermeiden.

Mit den Tochtergesellschaften der Iveco Magirus AG bestehen Ergebnisabführungsverträge. In Abhängigkeit von deren Ergebnissen besteht das Risiko, Verluste ausgleichen zu müssen. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine deutliche Verbesserung der Ergebnislage bei den Vertriebsgesellschaften und der Brandschutzgesellschaft und damit eine deutlich geringere Verlustübernahme.

Eine wesentliche Voraussetzung für eine Marktbelebung ist eine Erholung der Wirtschaft in Südeuropa. Damit würde der Transportbranche bei der Stabilisierung des Warentransports mehr Sicherheit für verstärkte Investitionen gegeben werden. Mittel- und langfristig bleibt die Nutzfahrzeugindustrie eine Wachstumsbranche mit überproportionalen Steigerungsraten bis zum Jahr 2020.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, Vorstand sowie den beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans festgelegt. Ziel der Regelung ist es, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Hierbei war zu berücksichtigen, dass die Nutzfahrzeugbranche traditionell männer-dominiert ist und der weibliche Führungsnachwuchs sich nur zögerlich entwickelt. Entsprechend kann die im Rahmen von Bandbreiten angestrebte Frauenquote auch nur langfristig erreicht werden. Als Untergrenze im Zielkorridor wurde deshalb der aktuelle Status-Quo festgelegt. Im Aufsichtsrat soll die Frauenquote zwischen 8 und 16 Prozent betragen, was einem Anteil von 1 bis 2 Frauen entspricht. Im Vorstand wurde die Quote zwischen 0 und 25 Prozent festgelegt, wodurch sich der Frauenanteil von 0 auf 1 erhöhen würde. In den beiden Führungsebenen unterhalb des Geschäftsführungsorgans wurde der Zielkorridor mit einem Anteil von jeweils 1 bis 3 Frauen definiert, was einer Quote zwischen 4 und 13 Prozent entspricht.

BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft hat gemäß Paragraph 312 AktG für das Geschäftsjahr 2015 einen Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen aufgestellt und ihn nach Paragraph 313 AktG den Abschlussprüfern vorgelegt.

Die Erklärung des Vorstandes lautet: „Unsere Gesellschaft und unsere Beteiligungsgesellschaften erhielten bei jedem der im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Sie wurden durch die getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichtspflichtigen Vorgänge durchgeführt wurden.“

Der Abschlussprüfer hat Einwendungen gegen diesen Bericht nicht erhoben.

Ulm, den 19.02.2016

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Kaehne

Rekitt

Lupi

Specht

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand der Iveco Magirus Aktiengesellschaft hat uns im Geschäftsjahr 2015 in drei ordentlichen Sitzungen eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftsentwicklung unterrichtet und hierüber mit uns beraten.

Gegenstand der Beratungen und gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere die Ergebnisentwicklung, die Beschäftigungslage, sowie besondere Vorgänge, die gemäß Satzung und gesetzlichen Bestimmungen zur Entscheidung vorgelegt wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Stellvertretende Vorsitzende wurden fortlaufend über die Lage des Unternehmens mittels schriftlicher und mündlicher Berichte unterrichtet.

Herr Laurens Snieders hat sein Vorstandsmandat zum 30.04.2015 niedergelegt.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Achim Specht mit Wirkung zum 09.07.2015 zum weiteren Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Iveco Magirus AG bis zum 30.07.2016 bestellt. Herr Specht ist für das Ressort Personal- und Sozialwesen, EDV und Informationssysteme zuständig.

In der Sitzung am 09.07.2015 hat der Aufsichtsrat die Vorstandsmandate der Herren Sascha Kaehne, Gianalberto Lupi und Klaus Rekitt jeweils bis zum 30.07.2016 verlängert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie der Lagebericht sind durch den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen.

Unsere eigene Prüfung ergibt ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen.

Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und beschließen, den Jahresfehlbetrag 2015 zusammen mit dem Verlustvortrag aus 2014, insgesamt EUR 190.028.273,53, auf neue Rechnung vorzutragen.

Den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir geprüft und in Ordnung befunden. Die Abschlussprüfer haben dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Wir schließen uns diesem Urteil der Abschlussprüfer an.

In der Zusammensetzung der Mitglieder des Aufsichtsrats ergaben sich im Jahr 2015 keine Änderungen.

Den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Belegschaftsvertretern danken wir für ihre erbrachten Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz sowie für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Gesellschaft.

Ulm, im März 2016

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender