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Iveco Group N.V. Annual Report 2014

Nov 10, 2015

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Annual Report

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Publication

Iveco- Magirus Aktiengesellschaft

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Solides Wirtschaftswachstum

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2014 insgesamt auf einem relativ stabilen Wachstumspfad befunden. Nach einem starken 1. Quartal und einer Stagnationsphase im 2. Quartal zog die Konjunktur im 3. und 4. Quartal wieder moderat an. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1,5 Prozent und konnte damit mehr zulegen als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,2 Prozent). In den Jahren 2012 und 2013 lagen die Wachstumsraten deutlich unter einem Prozent. Im Euro-Raum lag das Wirtschaftswachstum bei 0,8 Prozent. Der Welthandel ist im Berichtsjahr - auch aufgrund der positiven Entwicklung in den Schwellenländern (BRIC) - deutlich positiver ausgefallen (2014: plus 2,6 Prozent; 2013: plus 2,8 Prozent real).

Der private Konsum war auch 2014 - aufgrund einer sehr gemäßigten Inflationsrate, spürbar höherer realer Einkommen und der deutlich gestiegenen Erwerbstätigkeit - der Treiber der Binnenkonjunktur. Er hat im Jahr 2014 um 1,1 Prozent zulegen können. Nach einer Schwächephase im Sommerhalbjahr sind die Umsätze im Einzelhandel in den letzten Monaten des Jahres kräftig gestiegen.

Die Investitionstätigkeit bei Ausrüstungen blieb auch im Jahre 2014 weiterhin das Sorgenkind; die sich seit dem Frühjahr eintrübenden Absatzerwartungen - auch aus dem Inland - haben sich bis zuletzt fortgesetzt. Lediglich die Bauinvestitionen - vornehmlich getragen vom öffentlichen Bau - zeigten sich 2014 deutlich erholt (plus 3,2 Prozent zum Vorjahr). Aufgrund der weiter unsicheren Situation (Ukraine-Konflikt, Euro-Krise) wurde zunehmend in Sachwerte (Immobilien, Wohnungsbau) investiert.

Die Verbraucherpreise stiegen 2014 mit plus 1,0 Prozent (2013: plus 1,3 Prozent) nur sehr moderat an. Hauptsächlich verantwortlich für die positive Entwicklung ist das deutliche Abrutschen der Erdöl-Preise (Heizöl, Kraftstoffe).

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auch im Jahre 2014 kräftig an und erreichte ein absolutes Rekordniveau von 42,7 Millionen (Zuwachs gegenüber 2013: 370.000 Beschäftigte). Die Arbeitslosenquote sank gegenüber 2013 um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent.

Die Wirtschaftsentwicklung spiegelt sich auch im Verlauf der Geschäftserwartungen wider. Nach dem Optimismus des ersten Halbjahres 2014 ging der ifo Geschäftsklimaindex in den Monaten Juli bis Oktober zurück und stieg im November und Dezember wieder leicht an. Im Januar 2015 zog der Index erneut - und damit zum dritten Mal in Folge - deutlich nach oben.

Während das Bauhauptgewerbe ab März stark negative Tendenzen zeigte, schaffte das Verarbeitende Gewerbe im November die Trendwende. Im Groß- und Einzelhandel gingen der Klimaindex und die Konjunkturerwartungen seit August spürbar zurück, stiegen jedoch - vor allem im Großhandel - in den beiden letzten Jahresmonaten deutlich an. Als zweiter Sektor weisen die Dienstleistungen eine kontinuierliche negative Entwicklung auf, verbleiben per Saldo allerdings auf einem relativ hohen Niveau mit ebenfalls ansteigenden Werten zum Jahresende.

Nutzfahrzeugnachfrage legt deutlich zu

Im Jahr 2014 konnte der europäische Nutzfahrzeugmarkt gegenüber dem Vorjahr einen Aufschwung verzeichnen. Die Zulassungssteigerungen bewegten sich von Januar bis Oktober auf einem guten Niveau und fielen erst in den letzten beiden Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahr etwas ab. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass in den Monaten November und Dezember 2013 die Nutzfahrzeugnachfrage bereits deutlich angezogen hatte und deshalb die Vergleichsbasis relativ hoch angesetzt ist.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2014 in der EU rund 1,85 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Plus von 7,6 Prozent gegenüber 2013 entspricht. Der Abstand zu dem Niveau des Rekord-Jahres 2009 ist damit immer noch groß, damals lag die Gesamtzahl bei 2,5 Millionen Fahrzeugen.

Auf Volumenmärkten wie Spanien (plus 31,6 Prozent), Großbritannien (plus 10,8 Prozent) und Italien (plus 13,9 Prozent) konnten die Absatzzahlen überdurchschnittlich gesteigert werden. Noch deutlicher zeigten sich die Erholungstendenzen in von der Euro-Krise besonders betroffenen Ländern wie Portugal (plus 42,2 Prozent), Irland (plus 46,5 Prozent) oder Griechenland (plus 39,7 Prozent). Auch in Deutschland nahm der Markt mehr Fahrzeuge auf (plus 4,8 Prozent), während in Frankreich (minus 0,4 Prozent) und Belgien (minus 0,8 Prozent) die Nachfrage leicht zurückging.

Es zeigt sich, dass sich die Nutzfahrzeugindustrie nach dem tiefen Einschnitt 2009/2010 langsam erholt und in einer vorsichtigen Aufwärtsbewegung befindet. Die Volatilität der Marktsituation bleibt aber vor dem Hintergrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Unsicherheitsfaktoren bestehen.

Geschäftsmodell Iveco Magirus AG

Die Iveco Magirus AG ist ein Unternehmen, das Nutzfahrzeuge entwickelt und vertreibt. Im Berichtsjahr konnte in Ulm das 150-jährige Unternehmensjubiläum gefeiert werden. Conrad Dietrich Magirus gründete 1864 seine „Feuerwehr Requisiten Fabrik", die Keimzelle der heutigen Iveco Magirus AG und der Magirus GmbH. In Ulm befindet sich heute die Entwicklung und das Iveco Customizing Center, die Vertriebszentrale hat ihren Sitz in Unterschleißheim bei München. Vertrieb und Service werden daneben von fünf Tochtergesellschaften in Deutschland erbracht. Das Sortiment umfasst neben leichten, mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen auch Fahrzeuge für den Personentransport sowie Spezialfahrzeuge. Abgerundet wird das Programm durch Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER IVECO MAGIRUS AG

Inlands-Absatz mit leichtem Rückgang

Die Lkw-Zulassungen (ab 3,5 Tonnen) legten in Deutschland 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent zu. Die prozentuale Steigerung fiel niedriger aus, als in manchen anderen Ländern der Europäischen Union und resultierte aus einem Plus bei den schweren Fahrzeugen wie bei den leichten Lkw. Im mittleren Segment brachen die Zulassungszahlen dagegen deutlich ein.

Der Gesamtabsatz der Iveco Magirus AG an Neufahrzeugen (Lkw) hat sich im Berichtsjahr mit 14.888 Einheiten gegenüber dem Vorjahr (14.794) kaum verändert (plus 0,6 Prozent). Der Bus-Absatz erhöhte sich auf 599 Einheiten (Vorjahr: 548). Der Auslands-Absatz spielt für die Iveco Magirus AG nur noch eine untergeordnete Rolle, konnte jedoch gegenüber dem Vorjahr bei den zivilen Fahrzeugen (Lkw) von 74 auf 114 Einheiten gesteigert werden.

Der deutsche Markt wurde mit 14.400 Fahrzeugen (Lkw) beliefert. Der Inlands-Absatz konnte damit gegenüber dem Vorjahr (14.541) nicht ganz gehalten werden (minus 1,0 Prozent). Auch bei den Bussen fand der überwiegende Teil (449 Einheiten) Kunden auf dem deutschen Markt. Anders bei den insgesamt 374 Militärfahrzeugen (Vorjahr: 351): Mit 295 Einheiten gingen die meisten in den Export.

Beim Auftragseingang zeigt das Berichtsjahr mit 13.685 Einheiten (Lkw und Militär) einen Rückgang um 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (14.878 Einheiten). Der Auftragsbestand lag im Jahr 2014 mit 1.904 Fahrzeugen deutlich (minus 37,0 Prozent) niedriger als im Vorjahr (3.024 Fahrzeuge). Der Rückgang resultiert sowohl aus dem Bereich Lkw mit 1.552 Einheiten (minus 37,8 Prozent) wie aus dem Bereich Militärfahrzeuge mit 352 Einheiten (minus 33,5 Prozent).

Umsatz

Der Umsatz der Iveco Magirus AG betrug im Berichtsjahr EUR 989,4 Millionen. Wie in den Vorjahren sind darin verrechnungsbedingte Einflüsse enthalten, nach deren Bereinigung ein Umsatz von EUR 989,3 Millionen verbleibt. Gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 937,0 Millionen resultiert daraus eine Steigerung um 5,6 Prozent.

79,5 Prozent des bereinigten Umsatzes bzw. EUR 786,3 Millionen wurden im Inland erzielt (Vorjahr: 80,6 Prozent bzw. EUR 754,9 Millionen) und 20,5 Prozent im Ausland (Vorjahr: 19,4 Prozent).

Der Handelsumsatz mit von Konzernunternehmen bezogenen Neuwagen machte EUR 602,9 Millionen bzw. 60,9 Prozent vom Umsatz aus. Die Vorjahreswerte waren hier EUR 571,1 Millionen bzw. 61,0 Prozent. Mit Gebrauchtfahrzeugen, Komponenten, Ersatzteilen und Reparaturen ergab sich ein Umsatz in Höhe von EUR 386,3 Millionen, was 39,0 Prozent vom Gesamtumsatz entspricht (Vorjahr: EUR 365,7 Millionen und 39,0 Prozent).

Ergebnis

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2014 war durch einen positiven Trend auf dem Nutzfahrzeugmarkt im Inland geprägt. Das operative Ergebnis hat sich bezogen auf den inländischen Nutzfahrzeugmarkt entsprechend den Prognosen des Vorjahres entwickelt.

Die Margen aus dem Neufahrzeugverkauf waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen harten Wettbewerb um Marktanteile weiter unter Druck. Das Geschäft mit Militärfahrzeugen und Bussen hat weiterhin einen positiven Beitrag zum Ergebnis gebracht.

Das Beteiligungsergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 65,1 Millionen (Vorjahr: minus EUR 72,2 Millionen). Die Verluste stammen im Wesentlichen aus Anlaufkosten nach der im Jahr 2012 durchgeführten Restrukturierung bei der Magirus GmbH. Nach Konsolidierung verschiedener europäischer Werke ist am Standort Ulm ein Kompetenzzentrum für Feuerwehrfahrzeuge entstanden. Die Verluste bei den Vertriebsgesellschaften sind durch den verbesserten Absatz auf dem Nutzfahrzeugmarkt insgesamt rückläufig.

Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit musste im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von EUR 49,1 Millionen ausgewiesen werden gegenüber EUR 56,0 Millionen im Vorjahr.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 52,1 Millionen gegenüber EUR 59,9 Millionen im Vorjahr.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 36,3 Millionen auf EUR 732,1 Millionen angestiegen.

Das Anlagevermögen verminderte sich um EUR 0,8 Millionen auf EUR 118,8 Millionen, wobei Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 1,7 Millionen getätigt wurden.

Das Umlaufvermögen ist um 6,5 Prozent gegenüber 2013 auf EUR 612,9 Millionen (Vorjahr: EUR 575,7 Millionen) angestiegen. Dies ist insbesondere durch höhere Vorräte und Forderungen gegen verbundene Unternehmen bedingt.

Unter Berücksichtigung der Einzahlung von EUR 50,0 Millionen in die Kapitalrücklage sowie des Jahresfehlbetrages von EUR 52,1 Millionen hat sich das Eigenkapital auf EUR 70,8 Millionen vermindert. Die Eigenkapitalquote hat sich unter Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme auf 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (10,5 Prozent) verschlechtert.

Einschließlich der Pensionsrückstellungen steht ein langfristiges Kapital in Höhe von EUR 181,5 Millionen (Vorjahr: EUR 182,7 Millionen) zur Verfügung.

Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital stieg um EUR 37,5 Millionen auf EUR 550,5 Millionen, im Wesentlichen bedingt durch die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestanden im Berichtszeitraum keine Bankkredite.

Im Rahmen des Cash Pooling mit CNH Industrial Finance Europe S.A., Luxemburg, stellte das Unternehmen dem CNH Industrial-Konzern liquide Mittel zur Verfügung, die als Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Der Cash Pool wird als Kontokorrent geführt. Vertraglich ist geregelt, dass die Mittel aus dem Cash Pool jederzeit seitens der Gesellschaft abrufbar sind. Das Cash Pool Guthaben (EUR 344,1 Millionen; Vorjahr EUR 351,2 Millionen) bewegt sich weiter auf dem Niveau des Vorjahres.

Investitionen

Nach hohen Investitionen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Standortes (EUR 16,9 Millionen im Jahr 2013) hat das Unternehmen im Berichtsjahr weitere EUR 1,7 Millionen in Sachanlagen investiert. Die Investitionen des Unternehmens wurden aus eigenem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Gesamtbeurteilung

Unter Berücksichtigung der positiven Marktbedingungen ist der Vorstand der Auffassung, dass sich die Geschäfte der Iveco Magirus AG im Berichtsjahr insgesamt zufriedenstellend entwickelt haben.

Der Umsatz und das operative Ergebnis konnten entsprechend unseren Prognosen leicht gesteigert werden, ebenso entspricht die Ergebnisverbesserung bei den eigenen Vertriebsgesellschaften unseren Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres.

Hingegen konnte das Ergebnis der Magirus GmbH aufgrund von Verzögerungen beim Produktionsanlauf nicht wie geplant verbessert werden.

ENTWICKLUNG

Kompetenzzentrum für schwere Lkw

Das Engineering in Ulm ist für die schweren Iveco-Fahrzeugbaureihen Stralis und Trakker verantwortlich. Der Fahrzeuggesamtentwurf und die Chassis-Entwicklung erfolgen in Ulm. Komponenten werden in Turin entwickelt und anschließend von den Ulmer Ingenieuren ins Fahrzeug integriert. Die Fahrzeugerprobung und der Prototypenbau sind unverändert in Ulm angesiedelt. Zusätzlich wird in Ulm der Triebstrang für die mittelschwere Eurocargo-Fahrzeugbau reihe entwickelt.

Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit im Jahr 2014 war die Fertigstellung des auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Hannover präsentierten Economy Package für den Stralis, mit dem der Kraftstoffverbrauch von Cursor 11-/13-Motoren um weitere zwei Prozent gesenkt werden konnte. Teil des Paketes ist auch die Erhöhung des Wechselintervalls für den Abgas-Partikelfilter von 450.000 auf 600.000 Kilometer, was die Betriebskosten ebenfalls deutlich reduziert. Die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge ist ein zentrales Entwicklungsziel, daher wurde auch 2014 intensiv an der Entwicklung weiterer Verbrauchssenkungsmaßnahmen gearbeitet.

Die ab Herbst 2015 gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerassistenzsysteme AEBS und LDWS (autonomes Notbremssystem und Spurhalteassistent) haben auf Grund ihrer Komplexität und Sicherheitsrelevanz die Entwickler stark gefordert.

Auch für Erdgas- und Flüssig-Erdgas-Fahrzeuge (CNG/LNG) gibt es neue gesetzliche Regelungen für die Überwachung der Abgasgrenzwerte und für die Sicherheit der Gastankanlage. Die Ingenieure der schweren Baureihe konnten Lösungen zur Serienreife bringen.

Mit der Optimierung einzelner Baugruppen und Bauteile erhöhte man für alle Fahrzeugbaureihen Qualität und Zuverlässigkeit. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Korrosionsschutzes von Bauteilen tragen dazu bei, den Wieder-verkaufswert der Iveco-Fahrzeuge zu steigern. Parallel zu diesen Aktivitäten wurden einige technische Lösungen im Hinblick auf die Optimierung der Produktkosten überarbeitet.

Für die Magirus GmbH entstanden Prototypen, wie zum Beispiel eine Hinterachslenkung für das Flugfeldlöschfahrzeug Dragon 6x6x4 oder eine neue Tragkraft-spritze (mit FIAT Twinair-Motor). Diese Projekte brachten zudem eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit beider Unternehmen.

EINKAUF UND UMWELTSCHUTZ

Einkauf

Das gesamte Einkaufsvolumen nahm im Berichtsjahr um 5,4 Prozent von EUR 725,6 Millionen im Vorjahr auf EUR 764,7 Millionen zu. Dabei stiegen die konzerninternen Bezüge auf EUR 633,6 Millionen (Vorjahr: EUR 608,0 Millionen) und die Bezüge von externen Lieferanten erhöhten sich auf EUR 131,1 Millionen nach EUR 117,6 Millionen im Jahr zuvor.

Von der Iveco Magirus AG wird die gesamte, breit gefächerte Iveco-Produktpalette vom Transporter bis zu den schweren Lkw mit höchstzulässigem Gesamtgewicht sowie Busse vertrieben. Dazu wurden im Berichtsjahr aus den verschiedenen Produktionsstandorten 15.101 Iveco-Fahrzeuge importiert (Vorjahr: 15.319). Der Wert dieser Einfuhren von Neufahrzeugen betrug im Berichtsjahr EUR 512,1 Millionen (Vorjahr: EUR 481,7 Millionen).

Für den Bezug von Ersatzteilen, Gebrauchtfahrzeugen und Sonstigem wurden EUR 250,0 Millionen ausgegeben (Vorjahr: EUR 227,0 Millionen). Davon betrafen EUR 121,5 Millionen (Vorjahr: EUR 115,4 Millionen) Lieferungen von Konzernunternehmen und EUR 128,5 Millionen (Vorjahr: EUR 111,6 Millionen) Bezüge von außerhalb des Unternehmens.

Customizing Center Ulm

Das Iveco Customizing Center (ICC) in Ulm ist für den Bereich Großkundenvertrieb mittlerweile eine unverzichtbare Unterstützung geworden. Die Iveco Magirus AG kann damit ihren Kunden das einsatzfertige, auf die jeweiligen Erfordernisse zugeschnittene Fahrzeug aus einer Hand liefern. Das Know-how wird zudem durch ausländische Iveco-Vertriebsgesellschaften mehr und mehr angefragt und genutzt. Im Jahr 2014 haben wieder weit über 1.000 kommerziell genutzte Lkw das ICC verlassen, weitere über 340 Fahrzeuge wurden für den Militärfahrzeug-Vertrieb exakt auf die Bedürfnisse der Auftraggeber angepasst.

Umweltschutz

Ein äußerst schonender Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen zeichnen nicht nur die am Standort Ulm hergestellten Fahrzeuge aus, sondern auch sämtliche Produktionsprozesse und alle damit verbundenen Aktivitäten. Die wiederholte Zertifizierung des Umweltmanagements nach ISO 14001 und die Adaption an den jeweiligen Standard sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Kontinuierlich erfolgen Optimierungen des Strom-, Fernwärme- und Gasverbrauchs.

Durch den Neubau einer Lackierbox reduzierten sich die Kosten des Energieverbrauchs und entsprechend die benötigte Energiemenge. Der Verbrauch von organischen Lösemitteln und die damit verbundenen Emission konnte ebenfalls weiter durch den Einsatz von Wasserlacken verringert werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass mögliche künftige Änderungen an Lackieranlagen aufgrund der niedrigen

Lösemittelemissionen am Standort Ulm umweltrechtlich nicht mehr genehmigungspflichtig sind.

Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen und der geänderten, neu installierten Produktion, konnte 2014 ein sehr hohes Niveau der Abfalltrennung und des Recyclings (98 Prozent) erreicht werden. Konsequente Abfalltrennung sowie der schonende Umgang mit Materialien und Energie waren auch im Berichtsjahr Themen für die Sensibilisierung der Mitarbeiter.

Sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Umgebung von Produktions- und Lagerstätten vor Verunreinigung wurden nachhaltig verfolgt. Auffangwannen schützten alle oberirdischen Lagerstätten, Umschlagplätze, Anlagen und Maschinen. Rohrleitungen, Tanks, Anlagen und Maschinen unterlagen der ständigen Überprüfung durch interne und externe Prüfstellen. Für den eventuellen Eintritt eines Schadensfalls war das unverzügliche Ergreifen der notwendigen Maßnahmen sichergestellt. Wie in den Vorjahren ist auch 2014 kein Schadensfall eingetreten.

Grundlegende Arbeiten zur Einführung des Energiemanagements sind gemacht worden. Die Zertifizierung ist für 2015 geplant.

VERTRIEB

Differenzierte Marktentwicklung

Das Berichtsjahr ist insgesamt positiv verlaufen, wenngleich zum Jahresende durchgehend ein deutlicher Knick in den Zulassungen nach unten konstatiert werden muss. Die verschiedenen Fahrzeugklassen zeigen zudem ein sehr unterschiedliches Bild. Während sich leichte und schwere Nutzfahrzeuge sehr positiv entwickelten, war im Segment der Mittelschweren ein Rückgang zu verzeichnen. Hintergrund für die geringe Nachfrage sind ordnungspolitische Rahmenbedingungen und daraus abgeleitete Erwartungen. Der generelle Rückgang der Zulassungszahlen im November und Dezember deckt sich direkt mit den Prognosen der Marktforschungsinstitute, die seit Jahresmitte deutlich reduzierte Erwartungen an das BIP dokumentierten. Die zahlreichen Krisenentwicklungen in der Welt - insbesondere der Ukraine-Konflikt - belasteten die wirtschaftlichen Erwartungen. Erst zum Jahresende hin fielen die erhobenen Werte wieder etwas positiver aus.

Der Transportsektor sah sich zusätzlich mit Unwägbarkeiten auf dem Gebiet der Mautpflicht und bei den Schadstoff-Grenzwerten konfrontiert. Der starke Druck auf die Transportpreise tat ein weiteres. Hier sind es vor allem die zunehmenden Fahrleistungen ausländischer Fahrzeuge zu sehr günstigen Konditionen, die Verunsicherung auslösen.

Das Marktvolumen der Transporter ab 3,5 Tonnen hat über das Jahr gesehen um 7,0 Prozent auf 94.797 Einheiten zugelegt, wobei die monatlichen Veränderungen sehr unterschiedliche Werte von minus 13,2 Prozent bis plus 16,5 Prozent zeigten. Die Minuszahlen - und das deckt sich wieder mit den anderen Segmenten - traten am Ende des Jahres auf.

Iveco konnte wegen des Modellwechsels beim Daily dem Wachstum zunächst nicht folgen und musste sogar einen Rückgang auf 7.634 Einheiten (minus 4,8 Prozent) hinnehmen. Die Erneuerung der Baureihe wirft auch ihre Schatten voraus, sodass bereits das Vorgängermodell zwangsläufig einen starken Einbruch erlitten hat. Die Verlaufskurve der Absatzzahlen mit teilweise hohen Zuwächsen im 3. Quartal bestätigt jedoch die schnelle und hohe Marktakzeptanz des Neuen Daily.

Im Bereich zwischen 7,5 und 16 Tonnen hat ein Einbruch des Gesamtmarkts von 20,2 Prozent stattgefunden. Nur noch 17.993 Fahrzeuge fanden den Weg zur Zulassungsstelle. Iveco hat mit dem Eurocargo hingegen einen Zugewinn von 2,6 Prozent auf 2.739 Fahrzeuge erreicht.

Ausschlaggebend für den Marktrückgang ist die sich über das gesamte Jahr hinziehende Mautdiskussion. Nachdem nun fest steht, dass das letzte mautfreie Fahrzeug der 7,49-Tonner ist, erwartet man eine Belebung des Eurocargos.

Im Bereich der schweren Lkw fiel der Zuwachs - mit der Einschränkung des bekannten Einbruchs zum Jahresende - am höchsten aus: zum Jahresende waren 5,8 Prozent mehr Fahrzeuge ab 16 Tonnen zugelassen worden. Nach 52.424 Einheiten im Vorjahr waren es im Berichtsjahr 55.464 Fahrzeuge, davon 82,4 Prozent entsprechend der strengen Schadstoffnorm Euro Vl. Bei Iveco fiel der Zuwachs überproportional gut aus. Iveco konnte mit dem Stralis 17,4 Prozent mehr Zulassungen verbuchen und damit 3.031 Fahrzeuge auf die Straße bringen.

Die Bestellungen im Bereich Bus legten im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent zu. Dank des Crossway, einem erst im Vorjahr komplett erneuerten Citybus mit seinerseits 17 Prozent Marktanteil, liegt der Gesamtmarktanteil nahezu bei 10 Prozent. Mit diesem Modell ist es Iveco Bus gelungen, zum zweiten Mal in Folge eine Ausschreibung des größten Busbetreibers in Deutschland, der DB Regio Bus für sich zu entscheiden. Damit steigt auch das Vertrauen kleinerer Kunden, was sich in vielen Aufträgen regionaler Personentransport-Unternehmer spiegelt.

MITARBEITER

Leichter Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen

Die Gesamtbelegschaft der Iveco Magirus AG reduzierte sich zum Jahresende auf 1.078 (Vorjahr: 1.147) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zusammengesetzt aus 566 (Vorjahr: 613) Lohnempfängern und 512 (Vorjahr: 534) Gehaltsempfängern. Nach Abzug der in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten sowie der im Rahmen der Elternzeit oder zur Weiterbildung freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug die aktive Stammbelegschaft 896 (Vorjahr 981) Personen. Die meisten Mitarbeiter (707) hatten in Ulm, Neu-Ulm und Langenau ihren Arbeitsplatz, 189 waren in Unterschleißheim und anderen Außenstellen beschäftigt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens haben insgesamt vier neue Auszubildende (Vorjahr: 15) ihre Ausbildung begonnen, aufgeteilt in drei gewerbliche und einen Studenten nach dem dualen Studiengang des Ulmer Modells. Übernommen wurden - mit vier Ausnahmen, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verließen - alle Auszubildenden, die ihre Lehre im Berichtsjahr abgeschlossen haben.

Das interne Programm zur Weiterbildung fokussierte sich auf die internationale Kommunikationsfähigkeit und damit auf intensiven Sprachunterricht in englischer Sprache. Dabei absolvierten rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 7.800 Schulungsstunden.

NACHHALTIGKEIT

Die Iveco Magirus AG bekennt sich zu den Nachhaltigkeitsgrundsätzen, die durch den Konzern CNH Industrial N.V. und den damit verbundenen Konzerngesellschaften gemeinschaftlich als Selbstverpflichtung verfolgt werden. Hierzu zählt im Rahmen der Geschäftstätigkeit, die Umwelt zu schützen, als auch gesellschaftlich verantwortungsvoll zu handeln. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind konzernweite Berichtssysteme eingerichtet worden, die mit ihrem Fokus auf den Bereich Wirtschaft, Ökologie und Soziales und die damit verbundenen Einflussfaktoren und Themenfelder gerichtet sind. Dieses Berichtsystem ermöglicht es, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Schwachstellen zu erkennen, die mit Finanz- und Reputationsrisiken in Verbindung stehen.

Für den Logistiker wird der schonende Umgang mit der Umwelt als Wettbewerbsvorteil immer wichtiger. Iveco kann bei der Transportleistung innerhalb der Logistikkette die wesentlichen Impulse liefern. Das beginnt bei den Transportern, wo der Daily Electric seit Jahren als Serienprodukt vorausfährt. Im Schwertransport ist die Elektromobilität wegen der hohen Gewichte und der konstanten Geschwindigkeiten mit wenig Rekuperationspotenzial noch keine Alternative. Hier setzt Iveco auf Erdgas und Biogas in seinen beiden Speicherarten CNG (komprimiertes Erdgas) und LNG (tiefgekühltes, verflüssigtes Erdgas). LNG ist aufgrund seiner hohen Energiedichte fernverkehrstauglich. Die Hauptvorteile von Erdgas als Kraftstoff liegen im Bereich der niedrigen gasförmigen Emissionen sowie der geringen Geräuschentwicklung der Motoren und Kostenvorteilen im Betrieb. Seit kurzem hat der Schwer-Lkw von Iveco, der Stralis, nun die europäische Gesamtbetriebserlaubnis (WVTA) nach ECE R 110 und kann überall zugelassen werden.

Iveco hat mit seinen Erdgasfahrzeugen etliche Auszeichnungen erhalten. Die letzte am Ende des Berichtsjahres von der ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch), die die Entwicklung sparsamer und umweltschonender Technologien fördert. Sie vergibt seit 1980 den Preis der deutschen Gaswirtschaft für Klimaschutz und Innovation.

Für CNH Industrial, die Muttergesellschaft von Iveco, war der Preis ein weiterer Ausweis ihrer Expertise in Sachen Ressourcenschonung. Das Engagement des Konzerns mit seinen 12 Marken wurde im Bereich Nachhaltigkeit auch in diesem Jahr auf höchstem Level honoriert. So wurde das Unternehmen im vierten Jahr in Folge bei den prestigeträchtigen globalen und den europäischen Dow Jones Nachhaltigkeits-Indizes (Dow Jones Sustainability Indexes, DJSI) mit einer Punktezahl von 87 (aus 100 möglichen) als „Industry Leader" bestätigt. Das wiegt umso schwerer, als der Branchendurchschnitt nur 50 Punkte beträgt. Die Zulassung zu den Dow Jones Nachhaltigkeits-Indizes ist zudem ein Privileg, das Unternehmen vorbehalten ist, die nachweislich herausragende ökonomische, ökologische und soziale Leistungen erbracht haben.

RISIKOMANAGEMENT

Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Deshalb entwickelt die Iveco Magirus AG auch in Zukunft den Bereich Risikomanagement kontinuierlich weiter und passt diesen an die veränderten Rahmenbedingungen sowie gesetzlichen Vorschriften an.

Seit dem Jahr 2010 besteht eine fixierte und im Unternehmen kommunizierte Risikostrategie. Die darin enthaltenen Grundsätze fördern das einheitliche Risikoverständnis und bilden die Grundlage für den Umgang mit Risiken bei der Iveco Magirus AG.

Risikomanagement zielt auf die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle von Risiken ab. Das bestehende Risikomanagementsystem der Iveco Magirus AG sowie die damit in Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen ermöglichen es dem Vorstand, von vorhandenen Risiken frühzeitig Kenntnis zu erlangen, um somit entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Aufbauorganisation

Die Iveco Magirus AG ist als Konzerngesellschaft der Iveco S.p.A. sowie der CNH Industrial N.V. in das konzernweite Risikomanagement mit seinen international übergreifenden Kontrollmechanismen eingebunden. Diese Systeme gewährleisten, dass den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig ergriffen werden können. Eine Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit erfolgt regelmäßig durch die konzerninterne Revision sowie die von der Iveco Magirus AG benannten Risikoverantwortlichen. Außerdem partizipiert das Unternehmen an den internationalen Planungsinstrumenten des Konzerns.

Bei der Iveco Magirus AG bildet die seit Ende 2011 geltende Organisationsrichtlinie Risikomanagement die Grundlage für das national installierte Risikomanagementsystem. Die Richtlinie enthält Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Informationspflichten und Vorgaben zur Quantifizierung von Risiken unter Berücksichtigung von Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens.

Das bei der Iveco Magirus AG zentral installierte Risikomanagement koordiniert die Ermittlung der Risiken und ist für die fortlaufende Weiterentwicklung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Prozesse und Methoden zuständig.

Um einen ganzheitlichen und transparenten Überblick über die Risiken zu ermöglichen, sind dezentral vom Vorstand benannte Risikoverantwortliche eingesetzt. Sie decken die wesentlichen Geschäftsbereiche der Iveco Magirus AG ab.

Darüber hinaus hat das Unternehmen sogenannte Risiko-Institutionen eingerichtet, die Risiken aufzeigen und bei ihrer Vermeidung bzw. Minimierung helfen.

Um das Thema Risikomanagement kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit den laufenden Geschäftsthemen zu vernetzen, implementierte der Vorstand einen „Risiko-Ausschuss" als fest installiertes Gremium.

Risikomanagementprozesse

Seit dem Jahr 2012 erfolgt die Optimierung des Risikomanagementprozesses sowie der Dokumentation in Anlehnung an den internationalen Risikomanagementstandard ISO 31000. Im Geschäftsjahr 2014 wurde dieser Prozess weiter vertieft und verbessert.

Den Kern des Risikomanagementprozesses stellt die „Risikoeinschätzung" dar, die im Rahmen der jährlichen durchgeführten Risikoinventur durchlaufen wird. Die Risikoinventur zielt auf die systematische Identifizierung, Bewertung und Überwachung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken in allen wesentlichen Geschäftsfeldern ab.

In der darauf folgenden Risikoanalyse überprüfen und bewerten die Risiko-Verantwortlichen die Risiken. Dabei werden der Einfluss, die Auswirkungen sowie die Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung dieser Risiken berücksichtigt. Die differenzierte Betrachtung erfolgt hinsichtlich der Auswirkungen auf den Geschäftsplan und das Image.

Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einem Risikobericht zusammengefasst. Auf Basis dessen können durch den Vorstand bei Bedarf notwendige Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem der Iveco Magirus AG ist an das konzernübergreifend organisierte interne Kontrollsystem angeschlossen. Grundlage bilden die von der CNH Industrial N.V. veröffentlichten „Guidelines for the Internal Control System". Darin werden die Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten definiert sowie die Identifizierung von Risiken und die Implementierung von Kontrollen in den Tochtergesellschaften geregelt. Auf dieser Grundlage lassen sich Effektivität und Effizienz des Systems sicherstellen.

In Ergänzung besitzt die Iveco Magirus AG eigene Kontrollmechanismen wie systematische und manuelle Abstimmungsprozesse, das Vier-Augen-Prinzip, die Trennung von Funktionen, sowie die Sicherstellung der Einhaltung von internen Richtlinien. Hierzu zählen der konzernweit gültige Verhaltenskodex, die Betriebsordnung, diverse organisatorische Richtlinien und die klar definierten Unterschriftsregelungen bezüglich der Beschaffung von Dienstleistungen und Gütern sowie für alle rechtsverbindlichen Erklärungen.

Darüber hinaus stellen angemessene Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie die Konzernrichtlinien in der Finanzbuchhaltung einschließlich deren definierte Prozesse die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher, die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich sind.

Die Abwicklung der Rechnungslegung erfolgt bei der Iveco Magirus AG durch den Dienstleister Fiat GmbH, der bezüglich des Rechnungslegungsprozesses an das konzernübergreifende interne Kontrollsystem ihrer Muttergesellschaft angeschlossen ist.

Der Vorstand der Iveco Magirus AG stellte für das letzte Berichtsjahr die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems fest und schätzt die operativen Risiken als tragbar ein.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken bestehen auch zahlreiche Chancen für die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche und somit der gesamten Iveco Magirus AG.

Die Chancen werden innerhalb des Risikomanagementsystems identifiziert. Dabei werden ständig eine Verbesserung und der Ausbau des Kerngeschäftes, die Identifikation neuer Märkte, die Erweiterung unserer Dienstleistungen sowie die Bearbeitung neuer Geschäftsfelder gesucht. Die Iveco Magirus AG setzt dabei auf vorhandene Stärken und Know-how zur ständigen Verbesserung der gesamten Wertschöpfungskette. Die Umsetzung erfolgt dezentral bei den jeweiligen Verantwortlichen und findet damit Eingang in die strategische sowie die operativen Planungen.

Sehr gute Absatzchancen werden dem Stralis Hi-Way eingeräumt. Hier wurde das Fahrzeugkonzept mit dem Ziel entwickelt, die Betriebsgesamtkosten (Total Cost of Ownwership) zu senken, die Einsatzkosten (Verbrauch, Wartung) zu minimieren und gleichzeitig Werterhalt und Effizienz der Fahrzeugflotte zu steigern.

Der im Jahr 2014 eingeführte neue Iveco-Transporter „New Daily" erschließt für das Unternehmen zusätzliche Verkaufschancen in neuen Anwendungsbereichen. Der New Daily erhielt die internationale Auszeichnung „Van of the Year 2015", die jährlich von führenden internationalen Fachjournalisten vergeben wird.

Der Eurocargo zählt zu den vielseitigsten und meistverkauften Fahrzeugen seiner Klasse in Europa. Auch auf dem deutschen Markt hat er eine starke Position. Den neuen Euro VI Modellen werden hier gute Absatzchancen eingeräumt.

Die zunehmende Marktpräsenz der Marke Iveco Bus in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird im Jahr 2015 weiterhin als Chance gesehen. Damit steht die Iveco Magirus AG ihren Kunden als kompetenter Partner auch im Busbereich und der damit erweiterten Produktpalette zur Verfügung.

Mit Blick auf das Kundenportfolio im Neufahrzeug-Direktvertrieb bestehen Konzentrationsrisiken und damit eine Abhängigkeit von Kunden im Bereich Fahrzeugvermietung und Paketdienst. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird der Fokus verstärkt auf die Neukundengewinnung gelegt, um eine stärkere Diversifikation zu erzielen.

Getroffene Rückkaufverpflichtungen mit Kunden können ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn sich die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtfahrzeugerlöse wesentlich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsabschluss verändern. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird dieses laufend überwacht und aktiv gesteuert. Die Verfahren zur Risikomessung und Risikoberichterstattung werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei findet eine regelmäßige Überprüfung der zugrunde liegenden Parameter statt.

Auch die Zusammenführung im CNH Industrial Konzern wird von Seiten der Iveco Magirus AG als Chance gesehen. Verstärkte Nutzung von Synergien, insbesondere in den Zentralfunktionen und im Rahmen von Projekten, eine bessere Refinanzierung und ein stärkerer Marktauftritt werden erwartet. Insgesamt kann eine größere Produktpalette zur Verfügung gestellt werden.

Chancen sieht die Iveco Magirus AG auch in der Beteiligung an der Magirus GmbH, welche in 2014 das Großprojekt zum Ausbau des Brandschutzkompetenzzentrums in Ulm fortsetzen konnte. Dadurch wird der Standort Ulm verstärkt ausgelastet und die sehr gut ausgebaute Infrastruktur genutzt.

Für die Iveco Magirus AG wesentliche Risiken, die grundlegende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt.

Risiken der Gesamtwirtschaft

Die internationalen Finanzmärkte stehen weiterhin unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. Es wird erwartet, dass die Verschuldung und die anhaltenden Strukturprobleme in einer Reihe von Ländern - auch außerhalb von Europa (insbesondere die BRIC-Staaten) - noch einige Zeit die Störanfälligkeit der europäischen und der globalen Wirtschaft beeinflussen werden.

Der in Deutschland größte positive Treiber der Konjunktur war auch 2014 die Binnennachfrage mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent. Im Jahr 2015 werden durch die spürbare Belebung des Welthandels sowohl der Export als auch die Ausrüstungsinvestitionen deutlich ansteigen. Aufgrund der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation im Euro-Raum ist eine mittelfristige Prognose der Nutzfahrzeugnachfrage jedoch sehr schwierig.

Die aktuellsten Prognosen - basierend auf einer mittelfristigen Konjunktur-Vorausschau - lassen für die Jahre 2015 und 2016 für Westeuropa Steigerungen der Nachfrage erwarten. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass einige Märkte wie zum Beispiel Spanien und Italien von einem sehr niedrigen Niveau starten.

Mit dem Iveco eigenen Vertriebsnetz in Deutschland, das im Wesentlichen aus Tochtergesellschaften, eigenen Händlerbetrieben und dem Servicenetz besteht, profitierte die Iveco Magirus AG von der positiven Binnennachfrage. Dadurch

ließen sich auch im Jahr 2014 zusätzliche Absatzchancen realisieren. Zukünftig eröffnen sich Chancen im Ausbau des Kompetenzzentrums für Brandschutz am Standort Ulm und des Bus- und Spezialfahrzeuggeschäfts.

Dem Risiko aus der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Fertigkomponenten wird mit langfristigen Preisbindungen begegnet. Als Teil des CNH Industrial Konzerns partizipiert die Iveco Magirus AG vom sehr gut ausgebauten und international vernetzten Einkauf des Konzerns.

Branchenrisiko auf dem Nutzfahrzeugmarkt

Die Nutzfahrzeugbranche reagiert regelmäßig stark zyklisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Konjunktur. Die Konjunktur wird dabei von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die zueinander in bestimmten Abhängigkeiten stehen.

Um den damit verbundenen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken, erfolgt eine permanente Marktbeobachtung. Diese Beobachtungen erstrecken sich sowohl auf den Nutzfahrzeugmarkt, als auch auf die Branchen der Hauptabsatzmärkte. Veränderungen werden analysiert, um zeitnah entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, wodurch Branchenrisiken minimiert werden.

Das Transportaufkommen im gewerblichen Straßenverkehr hat sich im Jahr 2014 gegenüber 2013 mit plus 3,0 Prozent deutlich erhöht. Für das Jahr 2015 wird eine Steigerung von rund 2,3 Prozent erwartet. Bei einer längerfristigen Vorschau für die Jahre 2015 bis 2018 wird gemäß Prognosen mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1,6 Prozent gerechnet. Das Risiko der Verlagerung von Transportvolumen von Nutzfahrzeugen hin zu anderen Verkehrsmitteln wird als gering eingeschätzt.

Die Bestände an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen haben sich im Berichtsjahr erhöht. Abverkauf-Aktionen wurden als Gegensteuerungsmaßnahme bereits eingeleitet. Die Fahrzeuge unterliegen dem Risiko der Marktpreisentwicklung. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die Entwicklung der Marktpreise überwacht und gegebenenfalls Wertberichtigungen gebildet.

Im Vertrieb muss von einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs im Handel ausgegangen werden, besonders bei Ersatzteilen. Die Stärkung der Leistungskraft und Ertragssituation der Händler macht eine laufende Optimierung des Vertriebskanals sowie eine wirksame Unterstützung bei der Finanzierung erforderlich.

Die Qualität und Verfügbarkeit der Ersatzteile wird mit europaweit verbundenen Lägern sichergestellt. So können die Absatzmärkte flexibel bedient werden. Die Logistikdienstleistung wurde über spezialisierte Partner langfristig gesichert.

Produkt- und Entwicklungsrisiken

Die Fahrzeuge müssen kontinuierlich an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Hierzu zählen insbesondere Bestimmungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit und Sicherheit. Durch die Mitarbeit in

internationalen Gremien und Verbänden wird sichergestellt, dass die Übergangsfristen mit den erforderlichen Entwicklungszeiten in Einklang sind und genügend Vorlaufzeit gewährleistet ist.

Die Produktpalette wird schrittweise um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erweitert. Wegen der noch relativ niedrigen Verkaufsstückzahlen sind die spezifischen Entwicklungskosten nach wie vor sehr hoch. Es handelt sich jedoch um Investitionen in Zukunftstechnologien, die wegen der endlichen Erdölvorkommen unvermeidbar sind und die Zukunft des Unternehmens sichern.

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ist es unabdingbar, schnell und zielgerichtet auf die wachsenden Anforderungen der globalen Märkte zu reagieren. Diese Anforderungen sind lokal sehr unterschiedlich, da sie von klimatischen Bedingungen, verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten abhängig sind. Ein zentral entwickelter und bewährter Baukasten aus Produkten und Komponenten ermöglicht den Entwicklungsabteilungen, markt- und kundengerechte Lösungen zu finden und mit vergleichsweise geringen Investitionen und Entwicklungszeiten globale Wettbewerbsfähigkeit zu vertretbaren Kosten zu erreichen.

Die Projektsteuerung und -überwachung wird über alle Baureihen hinweg durch so genannte Plattformen - multifunktionale Projektteams - sichergestellt. Auf diese Weise werden alle Abteilungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden und können zeitnah ihre Erfahrungen mit einbringen. Die Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen können durch die globale Zusammenarbeit und die Mitarbeit an neuen Projekten ihr Wissensspektrum erweitern und sind damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Neue Produkte werden vollständig mit CAD (Computer Aided Design) entwickelt und - noch vor dem Bau des ersten realen Prototyps - virtuell als DMU (Digital Mock Up) dargestellt. Funktion, Haltbarkeit und Montagefreundlichkeit werden zunächst durch Simulation am Computer überprüft. Anschließend unterliegen Bauteile, Baugruppen und komplette Prototypfahrzeuge intensiven Prüfungen und durchlaufen ausgiebige Testverfahren, um alle denkbaren Einsatzbedingungen abzudecken. Ein Feldtest mit ausgewählten Kunden schließt die Entwicklung ab und minimiert das Risiko von Schäden im Einsatz bei den Kunden nach Serienstart.

Dennoch bleibt ein geringes Restrisiko von Schäden, die auftreten können, wenn die Produkte bereits am Markt sind. Es können Garantie- und Gewährleistungsansprüche entstehen. Im Extremfall sind Produkthaftungsansprüche und Schadensersatzforderungen vorstellbar. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird die Qualität kontinuierlich überprüft. Zusätzlich werden ständig Informationen aus dem Feld mit den Fachabteilungen ausgetauscht und bei Bedarf Gegenmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Wege geleitet.

Beschaffung und Fahrzeugumbau/-aufbau

Im Iveco Customizing Center (ICC) werden in enger Abstimmung mit dem Vertrieb kundenspezifische Produktanpassungen sowie individuell benötigte Produkterweiterungen realisiert. Damit steht die Iveco Magirus AG ihren Kunden mit dem umfassenden Know-how der ICC-Spezialisten sowie einer erweiterten Dienstleistungspalette zur Verfügung.

Möglichen Risiken im Rahmen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes wurde durch die Einrichtung von zentralen Verantwortlichen begegnet, die eine kontinuierliche Optimierung und Überwachung sicherstellen. Eventuelle Betriebsstörungen vermeidet man weitgehend durch eine vorbeugende Wartung.

Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Fahrzeuge bewirkt eine Verringerung der Fehlerrate in der Produktion und vermindert damit das Risiko von Garantiekosten.

Mitarbeiter

Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind das wertvollste Kapital unseres Unternehmens. Der Personalbereich nutzt alle Möglichkeiten, mit einer hohen Qualität und Kreativität beim Erfolgsfaktor Mitarbeiter die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Ein im Berichtsjahr mit einem Update aufgewertetes Online-Bewerbungssystem, lokales und bundesweites Personalmarketing, sowie die Zusammenarbeit mit renommierten Personalberatungen sichern eine professionelle Personalbeschaffung auf hohem Niveau. Ein von der Muttergesellschaft CNH Industrial entwickelter, standardisierter Prozess zur Erstellung von Weiterbildungs- und Entwicklungsplänen stellt sicher, dass die Mitarbeiter entsprechend den bestehenden Stellenanforderungen laufend weiterqualifiziert werden.

Fehlverhalten von Mitarbeitern kann den Ruf des Unternehmens und damit seine Vermögens- und Ertragskraft schädigen. Seit 2003 definieren ein auf Konzernebene schriftlich fixierter und im Berichtsjahr zuletzt aktualisierter Verhaltenskodex sowie eine in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung erstellte Betriebsordnung den entsprechenden Rahmen, in dem alle Mitarbeiter agieren sollen.

Flexible Arbeitszeit- und Vertragsmodelle, je nach Bedarf an den Standorten, erlaubten bisher eine zeitnahe Anpassung der Personalkapazität an Bedarfsänderungen.

Finanzen

Geht es nach den aktuellen Aussagen der Notenbanken, so gehört auch das Jahr 2014 zur Ära der Niedrigzinsphase und voraussichtlich wird dies auch 2015 so sein.

Größere Währungsrisiken bestehen nicht, da das Unternehmen nahezu ausschließlich in Euro fakturiert und bezahlt. Sofern Transaktionen in Fremdwährung stattfinden, werden die daraus resultierenden Währungsrisiken einzelgeschäftsbezogen abgesichert. Bilanzielle Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.

Händler- und Direktkundengeschäfte werden zum Großteil durch Absatzfinanzierungen über die eigene Finanzierungsgesellschaft bzw. über Drittinstitute abgewickelt. Insolvenzen können ein Risiko darstellen, sofern eine Finanzierungsabsicherung nicht gegeben ist. Infolge regelmäßiger regressloser Forderungsverkäufe werden Adressausfallrisiken reduziert.

Die Gewährung von Lieferantenkrediten im Bereich des Neufahrzeugvertriebes erfolgt unter anderem mit Hilfe systemseitiger Unterstützung bei Bonitätsanalysen, Scoring und Kreditlimit-Kalkulation zentral durch Credit Underwriting seitens Iveco Capital.

Exportgeschäfte werden größtenteils über die Iveco S.p.A. abgewickelt. Andernfalls werden diese durch Kreditversicherungen bzw. Export-Akkreditive abgesichert. Geschäfte mit den internationalen Iveco-Gesellschaften werden ebenso konzernübergreifend von Iveco S.p.A. gesteuert. Eine Ausnahme stellt hierbei das Ersatzteilgeschäft im Export dar. Die hierbei möglicherweise entstehenden Risiken werden durch Factoring begrenzt.

Getroffene Rückkaufverpflichtungen mit Kunden können ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn sich die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtfahrzeugerlöse wesentlich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsabschluss verändern. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird dieses laufend überwacht und aktiv gesteuert. Die Verfahren zur Risikomessung und Risikoberichterstattung werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei findet eine regelmäßige Überprüfung der zugrunde liegenden Parameter statt.

Wesentliche Quelle der Liquidität ist der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser wird beeinflusst durch die Rentabilität der Geschäfte und das Nettoumlaufvermögen, primär dem Forderungsbestand. Zur Liquiditätssteuerung bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit diese im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll sind.

Falls darüber hinaus Refinanzierungsmaßnahmen erforderlich werden, kann auf bestehende Bankverbindungen zurückgegriffen werden. Diese können auch als Aval-Linie in Anspruch genommen werden.

Die Investitionen des Unternehmens werden eigenfinanziert. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung für schwere Nutzfahrzeuge werden Projektkosten im Auftragsentwicklungsverfahren mit Iveco S.p.A. abgerechnet.

lT-Risiken

Für die Geschäfts- und Produktionsprozesse der Iveco Magirus AG sowie die interne und externe Kommunikation kommt dem Bereich Informationstechnik eine wichtige Bedeutung zu. Eine ständige Verbesserung der Infrastruktur sowie der Sicherheit ist Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Der Bereich ICT (Information Communication Technology) realisiert ständig Verbesserungen und Maßnahmen zur Prävention und Verminderung von Risiken, die in Zusammenhang mit der Entwicklung der Informationstechnologie stehen.

Mit den IT-Dienstleistern bestehen Wiederherstell- und Kontinuitätspläne. Fallback-Szenarien sind für geschäftskritische Prozesse eingeführt, Redundanzen bei Infrastrukturen entsprechend der Anforderungen ausgelegt.

Die Einführung neuer Systeme erfolgt nach der Iveco Projekt Management Methode, durch die möglichen Risiken bereits im Vorfeld analysiert und begrenzt werden.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit ist die Iveco Magirus AG Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren in den Bereichen allgemeines Vertriebs- und Vertragsrecht, Gewährleistung, Garantie, Produkthaftung, Wettbewerbsrecht und Umwelthaftung sowie Steuern ausgesetzt. Diese Risiken werden unter anderem durch standardisierte Prozesse, transparente Vertragsgestaltung sowie die Einschaltung von externen Rechtsanwälten minimiert.

Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder durch Vereinbarungen von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und somit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben können. Das Unternehmen hat für die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren Rückstellungen gebildet, soweit die sich daraus ergebenden Verpflichtungen hinreichend bestimmbar sind.

Zum Jahresende 2014 bestand lediglich ein Verfahren von Bedeutung, das über die normale Geschäftstätigkeit hinausgeht. Von der EU-Kommission wurde gegen alle namhaften europäischen Lkw-Hersteller, darunter auch die Iveco Magirus AG, ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen vermeintlich unzulässigen Informationsaustausches aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich der Ausgang des Verfahrens und die daraus möglicherweise resultierenden finanziellen Belastungen für das Unternehmen nicht zuverlässig abschätzen, da das Verfahren noch einige Zeit andauern wird, der Ausgang von vielen Faktoren abhängt und die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Compliance

Über den Verhaltenskodex hinaus besteht ein konzernübergreifendes Compliance-Management-System, welches fortlaufend weiterentwickelt wird und Compliance-Verstößen vorbeugend entgegenwirkt. Dieses System beinhaltet einen konzernübergreifend zuständigen Compliance-Officer sowie in den lokalen Gesellschaften Compliance-Ansprechpartner innerhalb der Rechtsabteilung.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Das Gesamtrisiko der Iveco Magirus AG setzt sich aus Einzelrisiken aller Risikokategorien innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder zusammen. Nach der Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen in den vergangenen Jahren hat sich die geschäftliche Risikosituation bei der Iveco Magirus AG im Verlauf des Jahres 2014 weiter stabilisiert. Jedoch birgt die derzeitige finanzwirtschaftliche Situation rund um die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sowie der Aufbau des BrandschutzKompetenzzentrums am Standort Ulm weiterhin Gefahren, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Iveco Magirus AG negativ beeinflussen können.

Der Vorstand stellt auf Grundlage des von der Iveco Magirus AG installierten Risikomanagementsystems fest, dass keine Risiken erkennbar sind, die - allein oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Iveco Magirus AG gefährden könnten.

AUSBLICK

Die Weltwirtschaft nimmt wieder Fahrt auf

Nach einer Schwächephase im Sommerhalbjahr 2014 nahm die deutsche Wirtschaft in kleinen Schritten im 3. und 4. Quartal wieder Fahrt auf. Diese Tendenz kann auch für das Jahr 2015 fortgeschrieben werden. Wie im Berichtsjahr wird auch 2015 die Binnenkonjunktur entscheidend zum Wachstum beitragen. Die Binnenwirtschaft profitiert stark vom Rückgang der Rohölpreise. Insgesamt wird für das Jahr 2015 in Deutschland eine Steigerung des BIP um 1,5 Prozent prognostiziert.

Ein deutlicherer Anstieg um 4,0 Prozent wird für den Welthandel erwartet. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von den Schwellenländern mit einem Wachstum von 4,7 Prozent. Aber auch die Konjunktur in den USA und Großbritannien, in denen sich die wirtschaftliche Erholung ähnlich wie in den vergangenen Quartalen fortsetzen dürfte, stärkt die globale Wirtschaft. Im Euroraum ist 2015 insgesamt ein eher schwaches Wirtschaftswachstum zu erwarten. Für Deutschland und Spanien erwarten die Institute ein robustes Wachstum, für die wirtschaftlich wichtigen Länder Frankreich und Italien zeichnet sich nur eine gemäßigte bzw. schwache Entwicklung ab.

Die Prosperität des Welthandels erlaubt 2015 eine deutliche Steigerung der deutschen Exporte in den Euroraum um real 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Sanktionen im Handel mit Russland (3,6 Prozent des Exportvolumens) dürften nur leicht dämpfend wirken.

Steigende Absatz- und Gewinnerwartungen der Unternehmen - gepaart mit dem Finanzierungsumfeld und den weiterhin günstig bleibenden Kreditbedingungen ­lassen einen deutlichen Anstieg der Investitionen im Ausrüstungsbereich erwarten. Die abgeschwächt positive Entwicklung der Bauinvestitionen im Jahr 2015 wird im Wesentlichen vom öffentlichen Bau (plus 2,8 Prozent) und dem Wohnungsbau (plus 2,0 Prozent) getragen, wogegen sich der gewerbliche Bau (plus 0,8 Prozent) eher verhalten entwickelt.

Der private Konsum wird auch im Jahre 2015 einen deutlich positiveren Beitrag (plus 1,7 Prozent) zum BIP leisten können als in den letzten Jahren. Dies ist vor allem der weiterhin positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie den auch 2015 steigenden Bruttolöhnen zu verdanken. Hinzu kommt noch die verbraucherfreundliche Preisentwicklung bei Kraftstoffen und Heizöl. Die verfügbaren Einkommen werden real um etwa 2,5 Prozent zunehmen.

Die positive Lage am Arbeitsmarkt wird sich auch 2015 ähnlich wie 2014 fortsetzen. Allerdings vermindert die abschlagsfreie Rente ab 63 das Erwerbspersonen-potenzial um eine derzeit nicht näher zu beziffernde Zahl. Die Arbeitslosenquote dürfte im Jahresverlauf 2015 unter der Sieben-Prozent-Marke (6,6 Prozent) verharren, bei einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahlen (Erhöhung der Zuwanderung) um etwa 190.000 Erwerbspersonen.

Nachfrage 2015 entwickelt sich positiv

Die verhaltene Stimmung zum Jahresende aufgrund politischer Unsicherheiten und gedämpfter wirtschaftlicher Erwartungen hat sich inzwischen deutlich aufgehellt. Die Zeichen für eine Auflösung des Investitionsstaus stehen gut. Die Dieselpreise sind auf einem sehr niedrigen Niveau und sollten dort auch nach Ansicht aller Experten mittelfristig verbleiben. Niedrigzinsen wirken in dieselbe Richtung, sodass von dieser Seite keine Gefahr für eine positive Prognose droht.

Bei den Transportern verspricht sich der Vorstand ein markt-überproportionales Wachstum durch den Neuen Daily. Im mittelschweren Segment wird aufgrund der nunmehr fixierten Mautregelungen von einem Wachstum ausgegangen. Bei den Schweren geht man davon aus, dass sich nach sehr guten Erfahrungen mit den Euro VI Modellen ohne Abgasrückführung der positive Trend fortsetzt.

Der Ausblick für den Gesamtmarkt der Nutzfahrzeuge bleibt volatil und die Unsicherheiten mit Blick auf den weiteren Verlauf der Eurokrise bleiben bestehen. Aus einem sich weiter stabilisierenden makroökonomischen Umfeld erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 eine leicht positive Entwicklung des Umsatzes und des Gewinns aus den operativen Aktivitäten. Das Unternehmen verfügt über ausreichende und stabile Liquiditätsreserven, um die finanziellen Verpflichtungen des Geschäftsjahres abzudecken und eine Aufstockung der liquiden Reserven durch Bankkredite zu vermeiden.

Mit den Tochtergesellschaften der Iveco Magirus AG bestehen Ergebnisabführungsverträge. In Abhängigkeit von deren Ergebnissen besteht das Risiko, Verluste ausgleichen zu müssen. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine deutliche Verbesserung der Ergebnislage bei den Vertriebsgesellschaften und der Brandschutzgesellschaft und damit eine deutlich geringere Verlustübernahme.

Eine wesentliche Voraussetzung für eine Marktbelebung ist eine Erholung der Wirtschaft in Südeuropa. Damit würde der Transportbranche bei der Stabilisierung des Warentransports mehr Sicherheit für verstärkte Investitionen gegeben werden. Mittel- und langfristig bleibt die Nutzfahrzeugindustrie eine Wachstumsbranche mit überproportionalen Steigerungsraten bis zum Jahr 2020.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft hat gemäß Paragraph 312 AktG für das Geschäftsjahr 2014 einen Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen aufgestellt und ihn nach Paragraph 313 AktG den Abschlussprüfern vorgelegt.

Die Erklärung des Vorstandes lautet: „Unsere Gesellschaft und unsere Beteiligungsgesellschaften erhielten bei jedem der im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Sie wurden durch die getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichtspflichtigen Vorgänge durchgeführt wurden."

Der Abschlussprüfer hat Einwendungen gegen diesen Bericht nicht erhoben.

Ulm, den 18.02.2015

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Kaehne

Lupi

Rekitt

Snieders

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

Anhang 31.12.2014

Euro
31.12.2013

Euro
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 250.419,77 361.641,35
Sachanlagen 43.332.243,70 43.667.317,51
Finanzanlagen 75.253.272,10 75.609.905,26
118.835.935,57 119.638.864,12
Umlaufvermögen
Vorräte (2)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 467.523,90 314.028,00
Fertige Erzeugnisse und Waren 122.184.375,06 104.751.163,69
122.651.898,96 105.065.191,69
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände (3)
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 18.750.400,00 18.328.031,15
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 467.133.000,28 448.388.236,24
Sonstige Vermögensgegenstände 4.064.202,87 2.097.026,15
489.947.603,15 468.813.293,54
Flüssige Mittel (4) 254.745,94 1.820.991,45
612.854.248,05 575.699.476,68
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 400.563,80 435.908,59
732.090.747,42 695.774.249,39
PASSIVA
Anhang 31.12.2014

Euro
31.12.2013

Euro
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (6) 50.000.000,00 50.000.000,00
Kapitalrücklage (6) 139.611.520,43 89.611.520,43
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 14.736.772,57 14.736.772,57
Bilanzverlust (7) (133.559.644,66) (81.475.174,67)
70.788.648,34 72.873.118,33
Rückstellungen (8)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 110.706.766,00 109.858.103,00
Steuerrückstellungen 8.482.591,75 0,00
Sonstige Rückstellungen 245.371.532,77 233.682.885,17
364.560.890,52 343.540.988,17
Verbindlichkeiten (9)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.327.553,96 13.329.096,35
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 43.476.017,70 40.574.027,34
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217.590.112,92 198.258.667,61
Sonstige Verbindlichkeiten 28.347.523,98 27.198.351,59
296.741.208,56 279.360.142,89
732.090.747,42 695.774.249,39

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014

Anhang 2014

EURO
2013

EURO
Umsatzerlöse (10) 989.412.792,03 938.322.851,80
Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (1.093.187,00) (3.371.974,00)
988.319.605,03 934.950.877,80
Sonstige betriebliche Erträge (11) 70.142.277,73 77.423.074,82
Materialaufwand (12) (861.744.058,46) (817.912.421,23)
Personalaufwand (13) (64.158.853,04) (62.606.967,22)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) (2.173.557,70) (2.591.704,04)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) (108.211.911,82) (108.971.417,71)
22.173.501,74 20.291.442,42
Beteiligungsergebnis (16) (65.123.813,71) (72.165.971,55)
Zinsergebnis (17) (6.139.051,01) (4.150.042,09)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (49.089.362,98) (56.024.571,22)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2.253.217,93) (3.074.487,99)
Sonstige Steuern (741.889,08) (811.162,47)
Jahresfehlbetrag (52.084.469,99) (59.910.221,68)
Verlustvortrag aus dem Vorjahr (81.475.174,67) (21.564.952,99)
Bilanzverlust (133.559.644,66) (81.475.174,67)

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Iveco Magirus AG wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Wie in den Vorjahren sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung verschiedene Posten zusammengefasst.

Die erforderlichen Einzelangaben sind im Anhang gesondert aufgeführt. Die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden insgesamt im Anhang ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als übliche Nutzungsdauer sind 5 Jahre zugrunde gelegt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.

Die Abschreibungen auf die Zugänge 2014 sind einheitlich nach der linearen Methode ermittelt. Die übliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 40 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre. Gegenstände mit einem Wert unter EUR 150 fließen sofort in den Aufwand. Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis einschließlich EUR 1.000 werden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.

Die Bestandsrisiken aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit am Markt sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der biometrischen Richttafeln 2005G nach Heubeck ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 4,55 Prozent und einem Rententrend von 1,75 Prozent. Die Entgeltsteigerungen werden mit 0-2,0 Prozent berücksichtigt.

Die Iveco Magirus AG hat von dem Wahlrecht § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sind bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt.

Durch die Diskontierung der Pensionsrückstellungen war ein Aufzinsungsbetrag bei den langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von EUR 5,2 Millionen erforderlich. Der Aufwand wurde im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in ihrer Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. dem anzusetzenden Barwert passiviert.

Der Erfüllungsbetrag wird unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig. Bei Effekten aus der Diskontierung wurden die einzelnen Rückstellungen zugunsten des Zinsergebnisses reduziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Entstehung bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Bilanzierungsvorschriften der Iveco Gruppe sehen vor, die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede in Organgesellschaften auf Ebene der Organgesellschaft zu ermitteln und in der Iveco Magirus AG zu erfassen. Latente Steuern auf quasi-permanente Differenzen und auf Verlustvorträge sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Berechnung der latenten Steuern auf die Bewertungsänderungen ergab aktive latente Steuern. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB, den Aktivüberhang nicht zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Damit ergaben sich keine Steuereffekte aus latenten Steuern, somit auch keine Reduzierung der in

der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten laufenden Ertragsteuern. Aktive latente Steuern ergeben sich in erster Linie aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen u. a. bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und bei der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und Chancen der Fahrzeuge auf den Kunden realisiert. Dies ist der Fall, wenn im Rahmen des Fahrzeugverkaufs dieses dem Händler oder dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. Für mögliche Risiken aus bestehenden Rückkaufverpflichtungen wird im Rahmen der Rückstellungsbildung Vorsorge getroffen. Erlösminderungen in Form von Preisnachlässen, zurückgewährten Entgelten sowie Rückstellungszuführungen für über dem Marktniveau liegende Rücknahmepreise werden von den Umsätzen abgesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens (in '000 EUR)

Entwicklung 2014

Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2014 146.991 45.071 8.253 200.315
Zugänge 882 424 427 1.733
Abgänge (32) (138) (170)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2014 147.873 45.463 8.542 0 201.878
Abschreibungen
Stand am 01.01.2014 110.078 38.949 7.616 156.643
Zugänge 1.193 595 274 2.062
Abgänge (32) (127) (159)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2014 111.271 39.512 7.763 0 158.546
Nettobuchwert am 31.12.2014 36.602 5.951 779 0 43.332
Nettobuchwert am 31.12.2013 36.913 6.122 632 0 43.667
Entwicklung 2014

Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Sonstige Ausleihungen Finanzanlagen Gesamt Immaterielle Vermögengegenstände, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2014 64.503 10.708 448 75.659 2.387
Zugänge 1.551 50 1.601
Abgänge (1.826) (157) (1.983)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2014 64.503 10.433 341 75.277 2.387
Abschreibungen
Stand am 01.01.2014 49 49 2.026
Zugänge 4 4 111
Abgänge (29) (29)
Umbuchungen 0
Stand am 31.12.2014 - - 24 24 2.137
Nettobuchwert am 31.12.2014 64.503 10.433 317 75.253 250
Nettobuchwert am 31.12.2013 64.503 10.708 399 75.610 362
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2014 118.835
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2013 119.639

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen insgesamt hat sich gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent auf EUR 122,7 Millionen erhöht. Der Bestand an Fertigerzeugnissen und Waren stieg dabei um 16,6 Prozent auf EUR 122,2 Millionen gegenüber dem Vorjahresbestand (EUR 104,8 Millionen), was durch den erhöhten Bestand an Fahrzeugen begründet ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

EUR (000) 31.12.2014 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2013 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
° Buchforderungen 18.750 335 18.328 467
° Wechselforderungen - - - -
18.750 335 18.328 467
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
° aus Lieferungen und Leistungen 34.822 - 28.349 -
° sonstige 432.311 - 420.039 -
467.133 - 448.388 -
Sonstige Vermögensgegenstände 4.064 - 2.097 -
489.947 335 468.813 467

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche überwiegend verkauft wurden, bleiben mit EUR 18,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind aufgrund höherer Zinsabgrenzungen um 4,2 Prozent auf EUR 467,1 Millionen gestiegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 4,1 Millionen im Wesentlichen durch vertraglich vereinbarte Zahlungen an den Finanzierungspartner.

In den sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash Pool Guthaben in Höhe von EUR 344,1 Millionen (Vorjahr: EUR 351,2 Millionen) enthalten.

4. Flüssige Mittel

EUR (000) 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Kassenbestand und Schecks 7 11 (4)
Guthaben bei Kreditinstituten 248 1.810 (1.562)
255 1.821 (1.566)

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Versicherungsvorauszahlungen für das 1. Quartal 2015.

6. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der Iveco Magirus AG, Ulm, beträgt EUR 50.000.000,00. Es ist eingeteilt in 500.000 Inhaber-Aktien von je EUR 100,00.

Mit Schreiben gemäß § 20 AktG vom 30. September 2013 hat die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, mitgeteilt, dass die Mehrheit der Anteile von ihr gehalten wird.

Am 12. Dezember 2014 wurde das Eigenkapital durch Einzahlung von EUR 50,0 Millionen in die Kapitalrücklage durch die Aktionärin CNH Industrial N.V. erhöht.

7. Bilanzverlust

EUR (000) 2014 2013
Verlustvortrag (81.475) (21.565)
Jahresfehlbetrag (52.084) (59.910)
Bilanzverlust (133.559) (81.475)

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 253 Abs. 1,2 HGB mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt EUR 110,7 Millionen (Vorjahr EUR 109,9 Millionen).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen u. a. drohende Verluste aus Rückkaufverpflichtungen und Wartungs- und Reparaturverträgen, Gewährleistungen, sonstige vertriebliche Risiken, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Abdeckung von sonstigen Risiken. Die in 2012 für die Maßnahmen zur Schließung der Produktion im Werk Ulm gebildete Rückstellung beläuft sich noch auf EUR 39,4 Millionen.

9. Verbindlichkeiten

EUR (000) 31.12.2014 31.12.2013
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.328 13.329
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.476 40.574
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217.590 198.259
Sonstige Verbindlichkeiten
° aus Steuern 22.409 20.863
° im Rahmen der sozialen Sicherheit 12 3
° übrige 5.926 6.332
28.347 27.198
296.741 279.360

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens zum Jahresende um 7,2 Prozent auf EUR 43,5 Millionen gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen gehen um EUR 6,0 Millionen zurück.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verrechnungskonten in Höhe von EUR 125,8 Millionen (Vorjahr EUR 117,4 Millionen) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 91,8 Millionen (Vorjahr EUR 80,9 Millionen) enthalten.

Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen und Regionen auf:

EUR (000) 2014 % 2013 0/0
Fahrzeuge 603.023 60,9 571.255 61,0
Gebrauchtfahrzeuge 58.294 5,9 51.556 5,5
Busse 97.923 9,9 85.707 9,1
Komponenten, Motoren 2.008 0,2 5.041 0,5
Ersatzteile 189.612 19,2 190.318 20,3
Reparaturen, Sonstige Umsätze 38.477 3,9 33.070 3,5
Verrechnungsverfahren 76 0,0 1.376 0,1
989.413 100,0 938.323 100,0
Bundesrepublik Deutschland 786.305 79,5 754.871 80,5
Übrige EU-Länder 125.683 12,7 106.702 11,4
Übriges Europa 66.339 6,7 62.820 6,7
Außereuropäische Länder 11.010 1,1 12.554 1,3
Verrechnungsverfahren 76 0,0 1.376 0,1
989.413 100,0 938.323 100,0

Die Umsatzerlöse konnten um 5,4 Prozent auf EUR 989,4 Millionen gesteigert werden. In Deutschland hat sich der Absatz von Gebrauchtfahrzeugen, Bussen und Ersatzteilen deutlich erhöht. Der Absatz von Neufahrzeugen war in Deutschland leicht rückläufig.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weiterberechneten Dienstleistungen und Kosten sowie nicht unter Umsatzerlösen auszuweisende Leistungen.

Daneben enthält der Posten Erträge aus Währungsdifferenzen, Mieteinnahmen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Ferner sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Gesamtsumme von EUR 70,1 Millionen (Vorjahr EUR 77,4 Millionen) sind periodenfremde Erträge von EUR 2,3 Millionen (Vorjahr EUR 3,4 Millionen) enthalten, davon EUR 0,2 Millionen (Vorjahr EUR 1,4 Millionen) aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Weiterhin entfallen EUR 52,5 Millionen (Vorjahr EUR 58,1 Millionen) auf weiterberechnete Dienstleistungen und Kosten sowie auf Erträge aus Währungsumrechnung (EUR 0,2 Millionen; Vorjahr EUR 0,2 Millionen).

12. Materialaufwand

EUR (000) 2014 2013 Veränderung
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 764.739 725.562 39.177
Aufwendungen für Fahrzeuge Eigenproduktion 68 1.266 (1.198)
Aufwendungen für bezogene Leistungen 96.937 91.085 5.852
Materialaufwand 861.744 817.913 43.831

Aufgrund der höheren Aufwendungen für bezogene Waren durch den höheren Fahrzeugabsatz sind die Materialaufwendungen um 5,4 Prozent auf EUR 861,7 Millionen gestiegen.

13. Personalaufwand

EUR (000) 2014 2013 Veränderung
Löhne und Gehälter 50.582 50.443 139
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8.243 8.638 (395)
Aufwendungen für Altersversorgung 5.334 3.526 1.808
Summe 13.577 12.164 1.413
Personalaufwand 64.159 62.607 1.552

Die Personalaufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 2,5 Prozent erhöht.

14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

EUR (000) 2014 2013 Veränderung
Planmäßige Abschreibungen 2.063 2.508 (445)
Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 111 84 27
Immaterielle Vermögenswerte
Abschreibungen 2.174 2.592 (418)

Die Abschreibungen sind nach der Schließung der Produktion in 2012 auch im Geschäftsjahr 2014 mit EUR 2,1 Millionen weiter rückläufig.

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Mieten, Werbekosten, Versicherungen, Provisionen, Ausgangsfrachten, sonstige Dienstleistungen sowie Sonderwagnisse und Verlustrisiken. In der Gesamtsumme von EUR 108,2 Millionen sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 8,1 Millionen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung (EUR 0,6 Millionen; Vorjahr EUR 0,3 Millionen) enthalten.

16. Beteiligungsergebnis

EUR (000) 2014 2013 Veränderung
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.552 0 1.552
Aufwendungen aus Verlustübernahmen (66.676) (72.166) 5.490
(65.124) (72.166) 7.042

Die ausgewiesenen Ergebnisse stammen von verbundenen Unternehmen.

17. Zinsergebnis

EUR (000) 2014 2013 Veränderung
Erträge aus Ausleihungen 51 899 (848)
° von verbund. Unternehmen
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 51 899 (848)
Zinsen und ähnliche Erträge
° von Dritten 167 149 18
° von verbundenen Unternehmen 11.000 9.362 1.638
° Abzinsungen 22 967 (945)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.189 10.478 711
Zinserträge 11.240 11.377 (137)
Abzinsungen auf Finanzanlagen (4) (16) 12
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
° an Dritte (3.090) (3.322) 232
° an verbundene Unternehmen (7.711) (5.475) (2.236)
° Aufzinsungen (6.574) (6.714) 140
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17.375) (15.511) (1.864)
Zinsaufwendungen (17.379) (15.527) (1.852)
Zinsergebnis (6.139) (4.150) (1.989)

Die Entwicklung des Zinsergebnisses wird geprägt durch leicht gestiegene Aufwendungen infolge höherer Finanzverbindlichkeiten an verbundene Unternehmen. Der Zinsanteil wird in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Zinsergebnis weist im Geschäftsjahr 2014 einen Verlust von EUR 6,1 Millionen aus.

SONSTIGE ANGABEN

18. Aufgliederung der Beschäftigten nach Gruppen (Jahresdurchschnitt)

Mitarbeiter Engineering Verwaltung Ulm Vertrieb und Ersatzteillager 2014 Gesamt 2013 Gesamt
Lohnempfänger 430 18 448 447
Angestellte 277 206 483 491
Auszubildende u. ä. 170 13 183 254
877 237 1.114 1.192

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

19. Vorstand, Aufsichtsrat

2014 EUR
Bezüge des Vorstands 673.176,88
Bezüge ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 954.078,86
Pensionsverpflichtungen ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 7.912.929,00
Vergütung Aufsichtsrat 135.000,00

Die Aufstellungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats befinden sich auf den Seiten am Ende des Anhangs.

20. Haftungsverhältnisse

EUR (000) 2014 2013 Veränderung
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften
°gegenüber Dritten 0 1.301 (1.301)
°gegenüber verbundenen Unternehmen - - -
0 1.301 (1.301)

Der Abgang der Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten ergibt sich aufgrund der Gewährung von Kreditlinien für die Kunden im Rahmen der Einkaufsfinanzierung durch Iveco Capital.

21. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in

EUR (000) zu Barwerten 2014
Verpflichtungen aus Leasing- und Metverträgen
fällig 2015 6.722
2016 bis 2019 15.332
2020 und folgende Jahre 5.558
Investitionsbestell-Obligo 259
Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften 421.485
449.356
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -

22. Derivative Instrumente

Das Unternehmen ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die Iveco Magirus AG eine Absicherung gegen Währungsrisiken beabsichtigt, werden derivative Instrumente, ausschließlich Devisenterminkontrakte, eingesetzt. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Wechselkursrisiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden laufend überwacht.

Derivative Währungsinstrumente

EUR (000)
Marktwerte Nominalwerte
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Devisenterminverkäufe 12.650 5.711 12.544 5.694

Die Devisentermingeschäfte sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.

23. Anteile an verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil

%
Eigenkapital

EUR (000)
Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH, Mannheim 100,00 4.474
--- --- ---
Iveco Nord Nutzfahrzeuge GmbH, Hamburg 100,00 4.833
Iveco Bayern GmbH, Nürnberg 100,00 2.276
Iveco Nord-Ost Nutzfahrzeuge GmbH, Berlin 100,00 4.781
Iveco West Nutzfahrzeuge GmbH, Düsseldorf 100,00 9.076
Iveco Investitions GmbH, Ulm 99,02 2.608
Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil 90,03 40.728

Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen.

Daneben bestehen über die Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil (1) und die Iveco Investitions GmbH (2) folgende indirekte Beteiligungen:

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil

%
Eigenkapital

EUR (000)
Ergebnis

EUR (000)
Magirus GmbH, Ulm (1) 99,76 19.492 0 *
Magirus Camiva, Chamböry (F) (1) 100,00 2.419 ** (1.506) **
Magirus Lohr GmbH, Kainbach (A) (1) 100,00 55 ** 1.258 **
IAV Industrie-Anlagen-Verpachtung GmbH, Ulm (2) 95,00 72 0 *
EFFE Grundbesitzgesellschaft mbH, Ulm (2) 90,00 9.513 0 *

* Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung/-übernahme ausgeglichen

** Laut Jahresabschluss zum 31.12.2013

24. Konzern-Zugehörigkeit

Die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist mit Mehrheit an der Iveco Magirus AG, Ulm, beteiligt.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., eine Aktiengesellschaft nach niederländischem Recht, ist bei der Handelskammer in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Dieser, unter Einbeziehung der Iveco Magirus AG, Ulm, und ihrer wesentlichen verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 291 HGB und befreit somit die Iveco Magirus AG, Ulm, von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Er enthält folgende, vom deutschen Recht abweichende, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Bilanzierung von Geschäften mit Rückkaufverpflichtung
Bewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19
Bewertung latenter Steueransprüche
Bilanzierung von Entwicklungskosten (Aktivierung)

25. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 berechnete Honorar für Abschlussprüferleistungen einschließlich Auslagenersatz beträgt EUR 98.280.

26. Außerbilanzielle Geschäfte

Als absatzpolitische Maßnahme werden im Zusammenhang mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen Rückkaufverpflichtungen mit den Kunden vereinbart. Diese Vereinbarungen sind im Nutzfahrzeugmarkt üblich. Durch diese Buy-Back-Vereinbarungen wird dem Käufer das Optionsrecht eingeräumt, das Fahrzeug nach einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Rücknahmewert, der über dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Rücknahme liegen kann, zurückzugeben. Die Umsätze aus diesen Verkaufsgeschäften werden bei Gefahrenübergang der Neufahrzeuge realisiert. Dem Risiko aus über den Marktpreisen liegenden Rücknahmepreisen wird durch die Bildung einer Rückstellung zu Lasten der Umsatzerlöse Rechnung getragen.

Der Betrag der zum Bilanzstichtag bestehenden Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften beträgt EUR 421,5 Millionen. Es bestehen - wie bereits im Vorjahr - keine Rückkaufverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2014 wurden Forderungen in Höhe von EUR 100,5 Millionen (Vorjahr EUR 107,8 Millionen) an Factoring Gesellschaften veräußert. Das echte Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring Gesellschaft über. Das Debitorenmanagement verbleibt weiter bei der Gesellschaft.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Giulio Barberis (bis 31.12.2014) Ressort Militär- und Spezialfahrzeuge, Ausfuhrverantwortlicher
Sascha Kaehne (ab 19.12.2014) Ressort Vertrieb Ausfuhrverantwortlicher
Gianalberto Lupi Ressort Heavy Line
Klaus Rekitt Ressort Finanzen, Verwaltung, Controlling, Recht, Steuern
Laurens Snieders Ressort Personal, Arbeitsdirektor, Personal- und Sozialwesen, EDV/Informationssysteme

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Andreas Klauser Vorsitzender Chief Operating Officer EMEA CNH Industrial
Wilfried Schmid * Stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der Iveco Magirus AG und Magirus GmbH
Michael Braun * 2. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer der IG Metall Ulm
Markus Görtler * Betriebsrat der Iveco Magirus AG
Dirk Hofmann * Vertreter der Leitenden Angestellten der Iveco Magirus AG
Norbert Holzer (bis 13.11.2014) Head of Engineering Technical Support Iveco S.p.A.
Riccardo Iessi Chief Financial Officer Iveco S.p.A.
Pierre Lahutte (seit 15.07.2014) Iveco Brand President Iveco S.p.A.
Thomas Lechner Wirtschaftsprüfer, Steuerberater BDO Oberösterreich GmbH
Marco Liccardo (seit 12.12.2014) Product Development & Engineering Medium & Heavy Trucks Iveco S.p.A.
Isabella Macrelli (seit 15.07.2014) Industrial Relations EMEA CNH Industrial N.V.
Alberto Morelli (bis 13.03.2014) Head of Manufacturing Operations APAC CNH Industrial N.V.
Francesco Perciavalle (bis 30.06.2014) HR Business Manager EMEA Iveco S.p.A.
Ulrich Raiber * Mitarbeiter der Magirus GmbH
Paul Rodenfels * Gewerkschaftssekretär IG Metall Vorstandsverwaltung Frankfurt

* von den Arbeitnehmern gewählt

Ergebnis

Der Jahresverlust der Iveco Magirus AG, Ulm, im Geschäftsjahr 2014 beträgt EUR 52.084.469,99.

Der Bilanzverlust beläuft sich auf EUR 133.559.644,66.

Ulm, den 18.02.2015

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Kaehne

Lupi

Rekitt

Snieders

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Iveco Magirus AG, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, 18. Februar 2015

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kaschub, Wirtschaftsprüfer

Liebe, Wirtschaftsprüferin

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Vorstand der Iveco Magirus Aktiengesellschaft hat uns im Geschäftsjahr 2014 in drei ordentlichen Sitzungen eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftsentwicklung unterrichtet und hierüber mit uns beraten.

Gegenstand der Beratungen und gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere die Ergebnisentwicklung, die Beschäftigungslage, sowie besondere Vorgänge, die gemäß Satzung und gesetzlichen Bestimmungen zur Entscheidung vorgelegt wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Stellvertretende Vorsitzende wurden fortlaufend über die Lage des Unternehmens mittels schriftlicher und mündlicher Berichte unterrichtet.

In der Sitzung am 16.07.2014 hat der Aufsichtsrat die Vorstandsmandate der Herren Gianalberto Lupi und Klaus Rekitt jeweils um ein Jahr verlängert.

Das Vorstandsmandat von Herrn Laurens Snieders wurde um ein Jahr verlängert.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Sascha Kaehne mit Wirkung zum 19.12.2014 für die Dauer von einem Jahr zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt. Herr Kaehne ist für das Ressort Vertrieb verantwortlich. Die Zuständigkeit von Herrn Gianalberto Lupi wechselt zum Ressort „Heavy Line". Das Vorstandsmandat von Herrn Giulio Barberis wird nicht verlängert und endet zum 31.12.2014.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie der Lagebericht sind durch den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen.

Unsere eigene Prüfung ergibt ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen.

Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und beschließen, den Jahresfehlbetrag 2014 zusammen mit dem Verlustvortrag aus 2013, insgesamt EUR 133.559.644,66, auf neue Rechnung vorzutragen.

Den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir geprüft und in Ordnung befunden. Die Abschlussprüfer haben dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Wir schließen uns diesem Urteil der Abschlussprüfer an.

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates haben ihre Mandate niedergelegt: Herr Alberto Morelli zum 13.03.2014, Herr Francesco Perciavalle zum 30.06.2014 und Herr Norbert Holzer zum 13.11.2014.

Neue Mitglieder des Aufsichtsrats sind seit 15.07.2014 Frau Isabella Macrelli und Herr Pierre Lahutte sowie seit 12.12.2014 Herr Marco Liccardo, die für die Dauer der restlichen Wahlzeit der ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder gewählt wurden.

Den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Belegschaftsvertretern danken wir für ihre erbrachten Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz sowie für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Gesellschaft.

Ulm, im März 2015

Der Aufsichtsrat, Vorsitzender