Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Iveco Group N.V. Annual Report 2013

Mar 31, 2015

7333_rns_2015-03-31_680cfd8e-8649-4c12-bb7d-5a55571042dc.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Iveco Magirus Aktiengesellschaft

Ulm

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

Lagebericht

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Verhaltenes Wirtschaftswachstum

Die wirtschaftliche Dynamik hat sich in Deutschland - trotz der insgesamt guten Konjunkturlage - gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Das reale Bruttoinlandsprodukt nahm nur noch um 0,4 Prozent gegenüber 2012 zu, nach einem Plus von 0,7 Prozent im Vorjahr. Im Euro-Raum lag das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2013 bei minus 0,4 Prozent, was vor allem durch einen schwachen Jahresbeginn zu begründen ist. In den Krisenländern des Euro-Raums verbesserte sich jedoch die Wettbewerbsfähigkeit, was im Laufe des Jahres zu günstigeren Entwicklungen führte. Der Welthandel konnte insgesamt mit einem deutlich höheren Wachstum von 2,4 Prozent aufwarten.

Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 Prozent, die des Staates um 1,1 Prozent. Die Investitionen von Unternehmen und Staat in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge gingen dagegen um 2,2 Prozent zurück. Weniger ausgeprägt war der Rückgang bei den Bauinvestitionen mit einem Minus von 0,3 Prozent.

Anders als in den Vorjahren bremste 2013 der Außenhandel insgesamt den Aufschwung - trotz des größten weltweit erzielten Leistungsbilanzüberschusses von rund EUR 190 Milliarden. So konnten zwar preisbereinigt 0,6 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert werden, gleichzeitig legten aber die Importe um 1,3 Prozent zu, sodass die Differenz (Außenbeitrag) mit einem negativen Beitrag von 0,3 Prozentpunkten auf die BIP-Entwicklung durchschlug.

Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2013 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2,0 Prozent). Preistreibend wirkten vor allem die Nahrungsmittel mit einem Plus von 4,4 Prozent, während Energie sich lediglich um 1,4 Prozent verteuerte; bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen waren sogar deutlich fallende Preise gegenüber dem Jahr 2012 zu verzeichnen.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2013 in Deutschland um 0,6 Prozent (rund 233.000) auf 42,2 Millionen und markierte damit einen neuen Höchststand. Auch die Zahl der Arbeitslosen nahm leicht zu, sodass die Quote auf 6,9 Prozent (2012: 6,8 Prozent) anstieg.

Nutzfahrzeugnachfrage legt nur gering zu

Im Jahr 2013 verharrte der europäische Nutzfahrzeugmarkt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Im ersten Quartal 2013 lagen die Zulassungszahlen sogar noch deutlich unter denen des Vorjahreszeitraums. Erst in der zweiten Jahreshälfte und verstärkt in den letzten vier Monaten zog die Nachfrage an.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2013 in der EU etwas über 1,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber 2012 entspricht. Der Abstand zu dem Niveau vor dem Beginn der Krise im Jahr 2009 ist damit immer noch groß, damals lag das Volumen bei 2,5 Millionen Fahrzeugen.

Deutlich zurück ging der Absatz in den Märkten mit großem Marktvolumen vor allem in Italien (minus 11,7 Prozent), Niederlande (minus 6,5 Prozent), Frankreich (minus 3,7 Prozent) und Deutschland (minus 2,0 Prozent). Auf anderen wichtigen Volumenmärkten wie Großbritannien (plus 14,5 Prozent) und Spanien (plus 9,7 Prozent) konnten dagegen deutlich mehr Fahrzeuge als im Vorjahr verkauft werden.

Damit hat die Nutzfahrzeugindustrie die Krise noch nicht überwunden und auch die im letzten Quartal 2013 sichtbaren Erholungstendenzen lassen lediglich eine langsame Aufwärtsentwicklung erwarten.

Geschäftsmodell Iveco Magirus AG

Die Iveco Magirus AG ist ein Unternehmen, das Nutzfahrzeuge entwickelt und vertreibt. Durch den Rückgang der Nachfrage nach Nutzfahrzeugen bedingt durch die Eurokrise wurde in 2012 die Produktion von schweren Lkw von Ulm nach Madrid verlagert. Vom Lkw-Bereich verblieben Entwicklung und Customizing Center in Ulm, die Vertriebszentrale befindet sich unverändert in Unterschleißheim. Der Vertrieb und der Service wird daneben von fünf Tochtergesellschaften in Deutschland erbracht. Das Sortiment umfasst dabei neben leichten, mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen auch Fahrzeuge für den Personentransport sowie Spezialfahrzeuge. Abgerundet wird das Programm durch Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER IVECO MAGIRUS AG

Inlands-Absatz gegen den Markttrend gesteigert

Wie in den meisten Ländern der Europäischen Union ging auch in Deutschland der Lkw-Absatz im Berichtsjahr in allen Gewichtsklassen zurück. Zum Jahresende zog die Nachfrage zwar deutlich an, die schwächeren Monate konnten jedoch nicht mehr ausgeglichen werden. Nachdem im August 2012 die Lkw-Produktion in Ulm eingestellt worden ist und Exporte zentral bei der Iveco S.p.A. abgewickelt werden, spielte der Auslands-Absatz von Fahrzeugen im Jahr 2013 für die Iveco Magirus AG nur noch eine geringfügige Rolle. Der Gesamtabsatz an Neufahrzeugen (Lkw) hat sich gegenüber dem Vorjahr vor allem deshalb um 13,2 Prozent auf 14.794 Einheiten reduziert. Der Bus-Absatz konnte auf 548 Einheiten deutlich gesteigert werden (Vorjahr: 328).

Bedient wurde mit 14.541 Fahrzeugen (Lkw) dabei fast ausschließlich der deutsche Markt. Der Inlands-Absatz konnte damit gegenüber dem Vorjahr (13.114 Einheiten) um 10,9 Prozent gesteigert werden. Auch bei den Bussen wurde der überwiegende Teil (449 Einheiten) auf dem deutschen Markt verkauft. Für den Export schlugen lediglich noch die Militärfahrzeuge mit 276 Einheiten nennenswert zu Buche.

Auch beim Auftragseingang zeigt das Berichtsjahr mit 14.878 Einheiten (Lkw und Militär) ein Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (13.157 Einheiten). Der Auftragsbestand lag im Jahr 2013 bei 3.024 Fahrzeugen und mit minus 0,9 Prozent nahe dem Niveau des Vorjahres (3.050 Fahrzeuge). Deutlich zugelegt um 8,8 Prozent hat dabei der Auftragsbestand für Lkw (2.495 Einheiten), während bei den Militärfahrzeugen ein Rückgang um 30,1 Prozent festzustellen ist.

Umsatz

Der Umsatz der Iveco Magirus AG betrug im Berichtsjahr EUR 938,3 Millionen. Wie in den Vorjahren sind darin verrechnungsbedingte Einflüsse enthalten, nach deren Bereinigung ein Umsatz von EUR 937,0 Millionen verbleibt. Gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 1.041,8 Millionen resultiert daraus eine Minderung um 10,1 Prozent. Der Rückgang ergibt sich durch die Schließung der Produktion in 2012 und liegt damit im Rahmen der Erwartungen des Vorjahres.

80,6 Prozent des bereinigten Umsatzes bzw. EUR 754,9 Millionen wurden im Inland erzielt (Vorjahr: 63,9 Prozent bzw. EUR 666,1 Millionen) und 19,4 Prozent im Ausland (Vorjahr: 36,1 Prozent).

Mit den Fahrzeugen aus Eigenproduktion wurde nur noch ein marginaler Umsatz von EUR 147.000 des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Im Vorjahr betrug dieser Wert noch EUR 239,0 Millionen (22,9 Prozent). Der Handelsumsatz mit von Konzernunternehmen bezogenen Neuwagen machte EUR 571,1 Millionen bzw. 61,0 Prozent vom Umsatz aus. Die Vorjahreswerte waren hier EUR 495,4 Millionen bzw. 47,6 Prozent. Mit Gebrauchtfahrzeugen, Komponenten, Ersatzteilen und Reparaturen ergab sich ein Umsatz in Höhe von EUR 365,7 Millionen, was 39,0 Prozent vom Gesamtumsatz entspricht (Vorjahr: EUR 307,4 Millionen und 29,5 Prozent).

Ergebnis

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2013 war durch einen positiven Trend auf dem Nutzfahrzeugmarkt im Inland geprägt. Gegenläufig wirkte der durch die Schließung der Produktion im Werk Ulm im Jahr 2012 gesunkene Export an Fahrzeugen, so dass das operative Geschäft insgesamt ein rückläufiges Ergebnis ausweist. Das operative Ergebnis hat sich bezogen auf den inländischen Nutzfahrzeugmarkt entsprechend den Prognosen des Vorjahres entwickelt.

Die Margen aus dem Neufahrzeugverkauf waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen harten Wettbewerb um Marktanteile weiter rückläufig. Das Geschäft mit Militärfahrzeugen und Bussen hat weiterhin einen positiven Beitrag zum Ergebnis gebracht.

Der Rückgang der Personalaufwendungen wie auch Abschreibungen ist durch die Restrukturierung im Vorjahr bedingt. Die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich aufgrund gestiegener Vertriebsaufwendungen.

Das Beteiligungsergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 72,2 Millionen (Vorjahr: minus EUR 37,7 Millionen). Die Verluste stammen im Wesentlichen aus Anlaufkosten nach der im Jahr 2012 durchgeführten Restrukturierung bei der Magirus GmbH. Nach Konsolidierung verschiedener europäischer Werke ist am Standort Ulm ein Kompetenzzentrum für Feuerwehrfahrzeuge entstanden. Die Verluste bei den Vertriebsgesellschaften sind durch den verbesserten Absatz auf dem Nutzfahrzeugmarkt insgesamt leicht rückläufig.

Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit musste im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von EUR 56,0 Millionen ausgewiesen werden gegenüber EUR 6,8 Millionen im Vorjahr.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf einen Verlust von EUR 59,9 Millionen gegenüber EUR 62,7 Millionen im Vorjahr.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 118,0 Millionen auf EUR 695,8 Millionen angestiegen, insbesondere aufgrund einer zum Geschäftsjahresende vorgenommenen Einzahlung in die Kapitalrücklage durch eine Aktionärin.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 2,2 Millionen auf EUR 119,6 Millionen, wobei Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 16,9 Millionen getätigt wurden.

Das Umlaufvermögen ist um 25,1 Prozent gegenüber 2012 auf EUR 575,7 Millionen (Vorjahr: EUR 460,0 Millionen) angestiegen. Dies ist insbesondere durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen bedingt. Zum Bilanzstichtag waren insgesamt EUR 107,8 Millionen (Vorjahr: EUR 54,1 Millionen) Forderungsverkäufe getätigt worden.

Unter Berücksichtigung der Einzahlung von EUR 80,0 Millionen in die Kapitalrücklage sowie des Jahresverlustes von EUR 59,9 Millionen hat sich das Eigenkapital auf EUR 72,9 Millionen erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich unter Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme auf 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (9,1 Prozent) verbessert.

Einschließlich der Pensionsrückstellungen steht ein langfristiges Kapital in Höhe von EUR 182,7 Millionen (Vorjahr: EUR 164,0 Millionen) zur Verfügung.

Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital stieg um EUR 99,2 Millionen auf EUR 513,0 Millionen, im Wesentlichen bedingt durch die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es bestanden im Berichtszeitraum keine Bankkredite.

Im Rahmen des Cash Pooling mit CNH Industrial Finance Europe S.A., Luxemburg, stellte das Unternehmen dem CNH Industrial-Konzern liquide Mittel zur Verfügung, die als Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Der Cash Pool wird als Kontokorrent geführt. Vertraglich ist geregelt, dass die Mittel aus dem Cash Pool jederzeit seitens der Gesellschaft abrufbar sind. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Cash Pool Guthaben (EUR 351,2 Millionen; Vorjahr EUR 251,4 Millionen) vor allem bedingt durch Einzahlung in die Kapitalrücklage sowie durch Forderungsverkäufe deutlich erhöht.

Investitionen

Im Berichtsjahr hat das Unternehmen EUR 16,9 Millionen in Sachanlagen investiert. Die Investitionen sind überwiegend im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Standortes zu sehen. Die Investitionen des Unternehmens wurden aus eigenem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Gesamtbeurteilung

Unter Berücksichtigung der schwierigen Marktbedingungen ist der Vorstand der Auffassung, dass sich die Geschäfte der Iveco Magirus AG im Berichtsjahr insgesamt zufriedenstellend entwickelt haben.

ENTWICKLUNG

Kompetenzzentrum für schwere Lkw

Mit der Integration der Iveco Magirus AG in die CNH Industrial-Gruppe wurde auch der Engineering-Bereich neu organisiert. Das Engineering in Ulm ist für die schweren Fahrzeugbaureihen Stralis und Trakker verantwortlich. Der Fahrzeuggesamt-entwurf und die Chassis-Entwicklung erfolgen in Ulm. Komponenten werden in Turin entwickelt und anschließend von den Ulmer Ingenieuren ins Fahrzeug integriert. Die Fahrzeugerprobung und der Prototypenbau sind unverändert in Ulm angesiedelt. Zusätzlich wird in Ulm der Triebstrang für die mittelschwere Eurocargo Fahrzeugbaureihe entwickelt.

Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit waren wie bereits in den Vorjahren die Euro 6-Fahrzeugfamilien. Erste Vorserienfahrzeuge wurden Ende des Jahres 2012 gebaut. Die Euro 6-Entwicklung konnte Ende 2013 mit der Dokumentation der Nischenmodelle abgeschlossen werden.

Mit der Optimierung einzelner Baugruppen und Bauteile hat man für alle Fahrzeugbaureihen Qualität und Zuverlässigkeit erhöht. Zusätzlich schuf die Anpassung der Fahrzeugdokumentation an die Fertigungsprozesse des Heavy Truck Produktionswerks in Madrid die Grundlage für eine optimale und fehlerfreie Montage der Fahrzeuge. Parallel zu diesen Aktivitäten wurden technische Lösungen im Hinblick auf die Optimierung der Produktkosten überarbeitet.

Für die Magirus GmbH entwickelte das Ulmer Engineering auf Basis des Trakker 6x6 ein spezifisches Fahrgestell für ein Flugfeldlöschfahrzeug. Der Dragon 6x6 wird bis zur Fußballweltmeisterschaft in Brasilien auf allen brasilianischen Flughäfen eingesetzt.

EINKAUF UND UMWELTSCHUTZ

Einkauf

Nach der bereits im August 2012 erfolgten Verlagerung der Lkw-Produktion von Ulm nach Madrid nahm das Einkaufsvolumen um 11,0 Prozent von EUR 815,2 Millionen im Vorjahr auf EUR 725,6 Millionen im Berichtsjahr ab. Dabei stiegen die konzerninternen Bezüge auf EUR 608,0 Millionen (Vorjahr: EUR 525,9 Millionen) und die Bezüge von externen Lieferanten reduzierten sich auf EUR 117,6 Millionen nach EUR 289,2 Millionen im Jahr zuvor.

Der Aufwand für das gesamte Produktionsmaterial betrug EUR 16,9 Millionen (Vorjahr: EUR 220,4 Millionen). Aus Konzernunternehmen stammte davon Produktionsmaterial für EUR 11,0 Millionen (Vorjahr: EUR 77,4 Millionen) und damit 65,0 Prozent vom gesamten Produktionsmaterial.

Externe Anbieter außerhalb des Konzerns lieferten Material für die Produktion in Höhe von EUR 5,9 Millionen (Vorjahr: EUR 143,0 Millionen).

Von der Iveco Magirus AG wird die gesamte, sehr breite Iveco-Produktpalette vom Transporter bis zu den schweren Lkw mit höchstzulässigem Gesamtgewicht sowie Busse vertrieben. Dazu wurden im Berichtsjahr aus den verschiedenen Produktionsstandorten 15.319 Iveco-Fahrzeuge importiert (Vorjahr: 11.059 Einheiten). Der Wert dieser Einfuhren von Neufahrzeugen betrug im Berichtsjahr EUR 481,7 Millionen (Vorjahr: EUR 299,1 Millionen).

Für den Bezug von Ersatzteilen, Gebrauchtfahrzeugen und Sonstigem wurden EUR 227,0 Millionen ausgegeben (Vorjahr: EUR 295,6 Millionen). Davon betrafen EUR 115,4 Millionen (Vorjahr: EUR 149,4 Millionen) Lieferungen von Konzernunternehmen und EUR 111,6 Millionen (Vorjahr: EUR 146,2 Millionen) Bezüge von außerhalb des Unternehmens.

Customizing Center Ulm

Mit der Reorganisation wurden im Jahr 2013 die Prozesse, die Abläufe, das Produkt-Engineering, das Lieferanten-Management, die Logistik und andere Teilbereiche optimiert. In Ulm verblieben nach der Verlagerung der Stralis-Produktion von der Iveco Magirus AG das Zentrum für Forschung und Entwicklung, der Testing-Bereich sowie der Umbau, der zum Customizing Center Ulm ausgebaut wird.

Im Customizing Center werden zum einen Fahrzeuge für den Militärfahrzeug-Vertrieb (DVD) den Wünschen der Kunden angepasst, zum anderen werden zivile Lkw mit Um- und Anbauten auf spezifische Kundenanforderungen hin ausgerüstet. Im Geschäftsjahr rollten so 310 Militärfahrzeuge und über 1.000 Lkw für den Groß-kundenvertrieb aus dem Ulmer Werkstor.

Umweltschutz

Ein äußerst schonender Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen zeichnen nicht nur die von Iveco hergestellten Fahrzeuge, sondern auch sämtliche Produktionsprozesse und alle damit verbundenen Aktivitäten im Ulmer Werk der Iveco Magirus AG aus. Die wiederholte Zertifizierung des Umweltmanagements nach ISO 14001 und die Adaption an den jeweiligen Standard sind bei der Iveco Magirus AG zur Selbstverständlichkeit geworden. Seit mehreren Jahren werden kontinuierlich Optimierungen des Strom-, Fernwärme- und Gasverbrauchs der Heizanlagen sowie des Stromverbrauchs der Beleuchtung und Drucklufterzeugung vorgenommen.

Im Laufe des Jahres wurden die intensiven Maßnahmen am Standort Ulm für den Aufbau des Kompetenzzentrums der Magirus GmbH (vormals Iveco Magirus Brandschutztechnik GmbH) vorangetrieben. Die Produktionsanlagen für die Stralis-Montage mussten rückgebaut werden, um Platz zu schaffen für die neuen Produktionslinien der Magirus GmbH, die nunmehr die Produktionshalle nutzt. Die bei diesen Arbeiten angefallenen Abfälle wurden soweit möglich umweltverträglich recycelt. Bei der Neugestaltung der Produktionsstätten wurde der neueste technische Stand für energiesparende Maßnahmen umgesetzt, wie zum Beispiel neue effiziente Heizsysteme, effizientere Beleuchtung sowie verbesserte Dämmungen von Dach und Fassaden.

Durch die Demontagen der beiden großen Chassis-Lackieranlagen der ehemaligen Lkw-Produktion sowie deren dazugehörige Farb- und Öllager, konnte neben dem spezifischen Verbrauch von Lack - einschließlich der damit verbundenen Lösemittelemissionen - auch das Risiko der Rechtskonformität der Anlagen verringert werden. Zudem wurden alle Tankanlagen, die nicht mehr benötigt werden, stillgelegt, rückgebaut bzw. demontiert.

Trotz der anhaltenden Umbaumaßnahmen und der geänderten, neu installierten Produktion, konnte auch 2013 ein sehr hohes Niveau in Bezug auf die Abfalltrennung und das Recycling (79 Prozent) erreicht werden. Lässt man die durch die Umbaumaßnahmen angefallenen Abfälle außer Betracht, konnte sogar eine Quote von 93 Prozent erreicht werden. Konsequentes Abfallrecycling sowie der schonende Umgang mit Materialien und Energie waren auch im Berichtsjahr Themen für die Sensibilisierung der Mitarbeiter.

Sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Umgebung von Produktions- und Lagerstätten vor Verunreinigung wurden auch im Berichtsjahr nachhaltig verfolgt. Auffangwannen schützten alle oberirdischen Lagerstätten, Umschlagplätze, Anlagen und Maschinen. Rohrleitungen, Tanks, Anlagen und Maschinen unterlagen der ständigen Überprüfung durch interne und externe Überwachung. Für den eventuellen Eintritt eines Schadensfalls war das unverzügliche Ergreifen der notwendigen Maßnahmen sichergestellt. Wie in den Vorjahren ist auch 2013 kein Schadensfall eingetreten.

Als Ergänzung des bestehenden Umweltmanagement-Systems ist der erste Schritt hin zum Energiemanagement ISO 50001 gemacht worden. Die Nachweisprüfung gemäß Spitzenausgleich-Effizienzverordnung (SpaEfV) wurde in die Wege geleitet.

VERTRIEB

lveco behauptet sich auf schrumpfendem Markt

Das Berichtsjahr war nach verhaltenem Start ab Jahresmitte von einem anziehenden Nutzfahrzeugmarkt gekennzeichnet. Der Aufwärtstrend zum Ende des Jahres konnte jedoch den schwachen Beginn nicht mehr ausgleichen, so dass im zweiten Jahr in Folge die Zulassungszahlen in Deutschland rückläufig waren. Nach einem Minus von deutlichen 6,0 Prozent bei den Zulassungen ab 3,5 Tonnen im Vorjahr, steht allerdings 2013 lediglich ein Minus von 1,7 Prozent zu Buche.

Ein leichtes Plus von 0,4 Prozent zeigt sich im Berichtsjahr lediglich für die schweren Lkw ab 16 Tonnen mit 52.264 Fahrzeugen. Im Bereich der mittleren Lkw (7,4 bis 15,9 Tonnen) reduzierte sich das Marktvolumen um 2,0 Prozent auf 22.435 Einheiten, im Teilsegment Transporter (2,8 bis 7,3 Tonnen) um 3,2 Prozent auf 183.752 Fahrzeuge.

Die geringe Investitionsbereitschaft in der Transportbranche lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Zum einen zwingen knappere Margen im Transportgeschäft die Unternehmer zu einer längeren Haltedauer der Fahrzeuge, was vor allem im Bereich der Transporter von besonderer Relevanz war. Zum anderen blockierte die lange Zeit unklare Situation, ob Euro 6-Lkw eine Mautermäßigung erhalten oder nicht, Investitionsentscheidungen.

Insgesamt erreichte die Iveco Magirus AG im Berichtsjahr ab 3,5 Tonnen einen Marktanteil von 8,3 Prozent (Vorjahr: knapp 8,0 Prozent) und 14.540 Zulassungen. Während im Transporter-Bereich bis 7,3 Tonnen mit dem Daily (plus 0,6 Prozent auf 9,2 Prozent) und mit der mittelschweren Eurocargo-Baureihe im Bereich 7,4 bis 15,9 Tonnen (plus 0,9 Prozent auf 12,9 Prozent) Zugewinne bei den Marktanteilen erzielt werden konnten, war im Bereich der schweren Lkw ein leichtes Minus von 0,1 Prozent auf 4,9 Prozent zu verzeichnen. Besonders im Bereich bis 10 Tonnen fuhr der Eurocargomit plus 1,2 Prozent deutliche Markanteilsgewinne auf 14,0 Prozent ein.

Die zum 1. Januar 2012 integrierte Bussparte legte im Berichtsjahr stark zu. Mit 548 Einheiten lag der Absatz um 67,1 Prozent höher als im Vorjahr. Allein im Rahmen eines Großauftrags der Deutsche Bahn AG konnten fast 200 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Die Iveco Magirus AG ist mit Iveco Bus mittlerweile der drittstärkste Anbieter auf dem deutschen Busmarkt und steigerte im Berichtsjahr den Marktanteil deutlich auf 6,9 Prozent (2012: 4,9 Prozent).

MITARBEITER

Neuausrichtung des Standorts Ulm vollzogen

Die Gesamtbelegschaft der Iveco Magirus AG reduzierte sich zum Jahresende auf 1.147 (Vorjahr: 1.364) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zusammengesetzt aus 613 (Vorjahr: 800) Lohnempfängern und 534 (Vorjahr: 564) Gehaltsempfängern. Nach Abzug der in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindlichen Beschäftigten sowie der im Rahmen der Elternzeit oder zur Weiterbildung freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug die aktive Stammbelegschaft 981 (Vorjahr 1.145) Personen. Die meisten Mitarbeiter (785) hatten in Ulm, Neu-Ulm und Langenau ihren Arbeitsplatz, 196 Angestellte waren in Unterschleißheim und anderen Außenstellen beschäftigt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens haben insgesamt 16 neue Auszubildende (Vorjahr: 23) ihre Ausbildung begonnen, aufgeteilt in 14 gewerbliche und zwei Studenten nach dem dualen Studiengang des Ulmer Modells. Übernommen wurden - mit einer Ausnahme - alle Auszubildenden, die ihre Lehre im Berichtsjahr abgeschlossen haben.

Das interne Programm zur Weiterbildung fokussierte sich auf die im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses zunehmend wichtiger werdende internationale Kommunikationsfähigkeit und damit auf intensiven Sprachunterricht. Dabei absolvierten rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 9.058 Schulungsstunden, schwerpunktmäßig in englischer, teilweise noch in italienischer Sprache.

NACHHALTIGKEIT

Die Iveco Magirus AG bekennt sich zu den Nachhaltigkeitsgrundsätzen, die durch den Konzern CNH Industrial N.V. und den damit verbundenen Konzerngesellschaften gemeinschaftlich als Selbstverpflichtung verfolgt werden. Hierzu zählt im Rahmen der Geschäftstätigkeit, die Umwelt zu schützen, als auch gesellschaftlich verantwortungsvoll zu handeln. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind konzernweite Berichtssysteme eingerichtet worden, die mit ihrem Fokus auf den Bereich Wirtschaft, Ökologie und Soziales und die damit verbundenen Einflussfaktoren und Themenfelder gerichtet sind. Dieses Berichtsystem ermöglicht es, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Schwachstellen zu erkennen, die mit Finanz- und Reputationsrisiken in Verbindung stehen.

Im dritten Jahr in Folge wurde Fiat Industrial S.p.A. - jetzt CNH Industrial N.V. - 2013 als führendes Unternehmen seiner Branche auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit in den Dow Jones Sustainability (DJSI) World und Europe Index aufgenommen. Der Investitionsgüterkonzern hat unter 98 Teilnehmern die beste Beurteilung erhalten.

Dabei wurde die höchste Punktzahl in den zentralen Untersuchungsbereichen „Umwelt" und „Soziales“ außerdem bei „Risiko-, Krisen- und Lieferkettenmanagement“ erzielt.

Zu diesen außerordentlich guten Ergebnissen trägt auch die Iveco Magirus AG mit ihrem Engagement bei, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit weiter sicherzustellen. Iveco hat seine Produktpalette schwerer Lkw bereits vor der gesetzlichen Frist auf die strengste Schadstoffnorm weltweit (Euro 6) umgestellt. Bei alternativen Antrieben gilt es, zwischen der existierenden Variante mit Methan als Treibstoff (gasförmig und verflüssigt) sowie potenziellen technischen Lösungen wie Elektroantrieb und die Brückentechnologie des Hybrid-Antriebs, zu unterscheiden. Beim Erdgas hat Iveco aufgrund seiner starken Stellung in Ländern mit einer größeren Nachfrage nach entsprechenden Fahrzeugen einen Entwicklungsvorsprung. Die Kunden können auf die breiteste und über drei Baureihen gehende Fahrzeugpalette zwischen 3,5 und 40 Tonnen zurückgreifen.

Die Stralis Baureihe gibt es sogar mit einer Antriebstechnologie für verflüssigtes Erdgas. Diese Motoren erreichen ohne weitere Abgasnachbehandlung die Euro 6-Werte und sind zudem wesentlich leiser als Dieselaggregate. Als Bestätigung ihrer Bemühungen hat Iveco zum Ende des Berichtsjahres den „Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit“ erhalten. Die Entscheidung traf eine hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus Praktikern aus dem Transportgewerbe, dem Verband der Automobilindustrie (VDA), der Presse, Forschungsinstituten und staatlichen Institutionen.

Bei den Potenzialträgern mit Elektro- und Hybrid-Antrieb verfügt Iveco in der Daily-Baureihe über eine im Praxiseinsatz bewährte Elektrovariante. Aufgrund des modularen Aufbaus vermag das Fahrzeug problemlos alle künftigen Entwicklungen in der Batterie-Technologie ohne Systemänderung zu integrieren. Hybridfahrzeuge haben ihre Praxistests bei namhaften Paketdiensten - zum Beispiel in Mailand - bestanden.

RISIKOMANAGEMENT

Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Daher entwickelt die Iveco Magirus AG auch in Zukunft den Bereich Risikomanagement kontinuierlich weiter und passt diesen an die veränderten Rahmenbedingungen sowie gesetzlichen Vorschriften an.

Seit dem Jahr 2010 besteht eine fixierte und im Unternehmen kommunizierte Risikostrategie. Die darin enthaltenen Grundsätze fördern das einheitliche Risikoverständnis und bilden die Grundlage für den Umgang mit Risiken bei der IvecoMagirus AG.

Risikomanagement zielt auf die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle von Risiken ab. Das bestehende Risikomanagementsystem der Iveco Magirus AG sowie die damit in Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen ermöglichen es dem Vorstand, von vorhandenen Risiken frühzeitig Kenntnis zu erlangen, um somit entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Aufbauorganisation

Die Iveco Magirus AG ist als Konzerngesellschaft der IvecoS.p.A. sowie der CNH Industrial N.V. in das konzernweite Risikomanagement mit seinen international übergreifenden Kontrollmechanismen eingebunden. Diese Systeme gewährleisten, dass den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig ergriffen werden können. Eine Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit erfolgt regelmäßig durch die konzerninterne Revision sowie die intern bei der Iveco Magirus AG benannten Risikoverantwortlichen. Außerdem partizipiert das Unternehmen an den internationalen Planungsinstrumenten des Konzerns.

Bei der Iveco Magirus AG bildet die seit Ende 2011 geltende Organisationsrichtlinie Risikomanagement die Grundlage für das national installierte Risikomanagementsystem. Die Richtlinie enthält Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Informationspflichten und Vorgaben zur Quantifizierung von Risiken unter Berücksichtigung von Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens.

Das bei der Iveco Magirus AG zentral installierte Risikomanagement koordiniert die Ermittlung der Risiken und ist für die fortlaufende Weiterentwicklung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Prozesse und Methoden zuständig.

Um einen ganzheitlichen und transparenten Überblick über die Risiken zu ermöglichen, sind dezentral vom Vorstand benannte Risikoverantwortliche eingesetzt, welche die wesentlichen Geschäftsbereiche der Iveco Magirus AG abdecken.

Darüber hinaus wurden beim Unternehmen sogenannte Risiko-Institutionen eingerichtet, die Risiken aufzeigen und bei ihrer Vermeidung bzw. Minimierung helfen.

Um das Thema Risikomanagement kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit den laufenden Geschäftsthemen zu verzahnen, wurde vom Vorstand ein „Risiko-Ausschuss“ als fest installiertes Gremium implementiert.

Risikomanagementprozesse

Seit dem Jahr 2012 erfolgt die Optimierung des Risikomanagementprozesses sowie der Dokumentationen in Anlehnung an den internationalen Risikomanagementstandard ISO 31000. Im Geschäftsjahr 2013 wurde dieser Prozess weiter vertieft und verbessert.

Den Kern des Risikomanagementprozesses stellt das Risk Assessment (die Risikoeinschätzung) dar, welches im Rahmen der jährlichen durchgeführten Risikoinventur durchlaufen wird. Die Risikoinventur zielt auf die systematische Identifizierung, Bewertung und Überwachung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken in allen wesentlichen Geschäftsfeldern ab. Grundlage bildet die Erhebung von Daten über die dezentral eingesetzten Risikoverantwortlichen.

Dabei erfolgt die Risikoidentifikation sowohl durch den Risiko-Ausschuss als auch durch die einzelnen Risikoverantwortlichen. Als Ergebnis wird der aktualisierte und an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens angepasste Risiko-Atlas ermittelt.

In der darauf folgenden Risikoanalyse werden durch die der jeweiligen Risikokategorie zugeordneten Experten die Risiken überprüft und bewertet. Dabei werden der Einfluss, die Auswirkungen sowie die Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung dieser Risiken berücksichtigt. Eine differenzierte Betrachtung hinsichtlich der Auswirkungen auf die Finanzen bzw. das Image wird mit einbezogen.

Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einem Risikobericht zusammengefasst. Auf Basis dessen können durch den Vorstand bei Bedarf notwendige Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem der Iveco Magirus AG ist an das konzernübergreifend organisierte interne Kontrollsystem angeschlossen. Grundlage bilden die von der CNN Industrial N.V. veröffentlichten „Guidelines for the Internal Control System“. Darin werden die Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten definiert sowie die Identifizierung von Risiken und die Implementierung von Kontrollen in den Tochtergesellschaften geregelt. Auf dieser Grundlage können Effektivität und Effizienz des Systems sichergestellt werden.

In Ergänzung besitzt die Iveco Magirus AG eigene Kontrollmechanismen wie systematische und manuelle Abstimmungsprozesse, das Vier-Augen-Prinzip, die Trennung von Funktionen, sowie die Sicherstellung der Einhaltung von internen Richtlinien. Hierzu zählen der konzernweit gültige Verhaltenskodex, die Betriebsordnung, diverse organisatorische Richtlinien und die klar definierten Unterschriftsregelungen bezüglich der Beschaffung von Dienstleistungen und Gütern sowie für alle rechtsverbindlichen Erklärungen.

Darüber hinaus stellen angemessene Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie die Konzernrichtlinien in der Finanzbuchhaltung einschließlich deren definierte Prozesse die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher, die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich sind. Die Abwicklung der Rechnungslegung erfolgt bei der Iveco Magirus AG durch den Dienstleister Fiat GmbH, der bezüglich des Rechnungslegungsprozesses ebenfalls an das konzernübergreifende interne Kontrollsystem angeschlossen ist.

Der Vorstand der Iveco Magirus AG stellte für das Berichtsjahr die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems fest und schätzt dabei die operationellen Risiken als tragbar ein.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken bestehen auch zahlreiche Chancen für die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche und somit der gesamten Iveco Magirus AG.

Die Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems verfolgt bzw. bearbeitet. Die Verantwortung, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, liegt lokal bei den jeweiligen Geschäftsbereichen und findet damit Eingang in die strategische sowie die operativen Planungen.

Auch konzernseitig werden Chancen analysiert und verfolgt, die dann - im Rahmen der Umsetzung von neuen Projekten bzw. Zielvorgaben sowie Maßnahmen - lokal unterstützt und umgesetzt werden.

Ziel des Chancen-Managements ist dabei die Wertsteigerung des Unternehmens. Dies kann durch ständige Verbesserung, Ausbau unseres Kerngeschäftes, Identifikation neuer Märkte, Erweiterung unserer Dienstleistungen sowie Bearbeitung neuer Geschäftsfelder erzielt werden.

Die Ergreifung von Chancen dient damit nachhaltig unserem unternehmerischen Erfolg. Die Iveco Magirus AG setzt dabei unter anderem auch auf vorhandene Stärken und Know-how zur ständigen Verbesserung der gesamten Wertschöpfungskette (Produkte, Einkauf, Logistik, Vertrieb u.v.m.).

Sehr gute Absatzchancen werden dem 2012 auf der Internationalen Automobilausstellung IAA von Iveco neu präsentierten Stralis Hi-Way eingeräumt. Das Fahrzeug bildet die perfekte Einheit aus Komfort und Produktivität. Ein Fahrzeugkonzept, das mit dem Ziel entwickelt wurde, die Betriebsgesamtkosten (Total Cost of Ownwership, TCO) zu senken, die Einsatzkosten (Verbrauch, Wartung) zu minimieren und gleichzeitig Werterhalt und Effizienz der Fahrzeugflotte zu steigern. Der Stralis Hi-Way erhielt die internationale Auszeichnung „Truck of the Year 2013“, die jährlich von führenden internationalen Fachjournalisten vergeben wird.

Im Jahr 2013 bekam Ivecomit dem Stralis LNG (verflüssigtes Erdgas) den „Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit“ verliehen. Nachhaltigkeit ist mehr als das Endprodukt: Wertungskriterium war - dem Anspruch der Jury entsprechend - ein nachhaltiger Produktionsprozess und die Schonung von Ressourcen sowie der Schutz der Umwelt. Dies zeichnet Iveco als einen der Zukunft gegenüber verantwortungsbewussten Hersteller aus.

Auch der bereits 2012 eingeführte neue Iveco-Transporter New Daily mit erhöhter Nutzlast, neuen und stärkeren Motorisierungen sowie einer gesteigerten Umweltfreundlichkeit erschließt für das Unternehmen zusätzliche Verkaufschancen in neuen Anwendungsbereichen. Eine Bestätigung dessen erfolgte bereits kurz nach der Markteinführung durch die Verleihung mehrerer europäischer Auszeichnungen aus dem Transportwesen. So erhielt der New Daily in Spanien den „Europäischen Preis für den Transport“ und in Deutschland holte der Elektro-Daily den „Europäischen Preis für die Nachhaltigkeit im Transportwesen“.

Ende des Jahres präsentierte Ivecodie Euro 6-Modelle der mittelschweren Baureihe Eurocargo. Auch beim Eurocargo Euro VI kommt die patentierte HI-eSCR-Technologie zum Einsatz, die ohne Abgasrückführung die strengen Grenzwerte einhält. Gleichzeitig bringen die neuen Euro 6-Motoren ein Leistungsplus gegenüber den Vorgängern. Mit mehr als 11.000 möglichen Varianten zählt der Eurocargo zu den vielseitigsten und meistverkauften Fahrzeugen Europas in seiner Klasse. Auch auf dem deutschen Markt hat er eine starke Position.

Im Rahmen der Deutschland-Premiere im Oktober 2013 wurden die neuen Iveco Bus Euro 6-Modellreihen vorgestellt, sowohl mit der patentierten Euro 6 SCR-only-Motorentechnologie, als auch mit dem neuen Iveco-Gesicht. Die zunehmende Marktpräsenz der Marke Iveco Bus in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie die durch die Eingliederung realisierten Synergieeffekte werden im Jahr 2014 weiterhin als Chance gesehen. Damit steht die Iveco Magirus AG ihren Kunden als kompetenter Partner auch im Busbereich und der damit erweiterten Produktpalette zur Verfügung.

Auch die Reorganisation auf Ebene des CNH Industrial Konzerns und dessen Konzerngesellschaften wird von Seiten der Iveco Magirus AG als Chance gesehen. Verstärkte Nutzung von Synergien, insbesondere in den Zentralfunktionen und im Rahmen von Projekten, eine bessere Refinanzierung und ein stärkerer Marktauftritt werden erwartet. Insgesamt kann eine größere Produktpalette zur Verfügung gestellt werden.

Chancen sieht die Iveco Magirus AG auch in der Beteiligung an der Magirus GmbH, welche im Rahmen des erfolgreichen Großprojektes zum Ausbau des Brandschutzkompetenzzentrums im Geschäftsjahr 2013 mit der Produktion beginnen konnte. Dadurch wird der Standort Ulm verstärkt ausgelastet und die sehr gut ausgebaute Infrastruktur genutzt.

Mit dem Iveco Customizing Center, dem ehemaligen Bereich Umbau in Ulm, bündelt das Unternehmen am Standort vorhandenes Know-how, um kundenspezifische Anforderungen zu erfüllen. Im Berichtsjahr konnten bereits über 1.000 Fahrzeuge mit Um- und Anbauten angepasst werden, zusätzlich zu den Fahrzeugen für die deutsche Bundeswehr und die Schweizer Armee. Das Customizing Center soll weiter ausgebaut werden.

Für die Iveco Magirus AG wesentliche Risiken, die grundlegende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, werden in den nachfolgenden Kapiteln im Detail dargestellt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die internationalen Finanzmärkte stehen weiterhin unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. Die Verschuldung und die anhaltenden Strukturprobleme in einer Reihe von Ländern auch außerhalb des Euro-Gebiets werden noch einige Zeit die Störanfälligkeit der europäischen und der globalen Wirtschaft beeinflussen. Auch im Jahr 2013 war die deutsche Konjunktur-Entwicklung dadurch belastet, was sich durch die engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem Euroraum auch bei der Iveco Magirus AG bemerkbar machte.

Der in Deutschland größte positive Treiber der Konjunktur war die Binnennachfrage mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Im Jahr 2014 werden auch vom Export wieder deutlich positive Impulse erwartet.

Aufgrund der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation im Euro-Raum ist eine mittelfristige Prognose der Nutzfahrzeugnachfrage sehr schwierig. Die aktuellsten Prognosen - basierend auf einer mittelfristigen Konjunktur-Prognose - gehen von einer Stabilisierung des Marktes auf leicht höherem Niveau aus.

Mit dem Iveco eigenen Vertriebsnetz in Deutschland, das im Wesentlichen aus Tochtergesellschaften, eigenen Händlerbetrieben und dem Servicenetz besteht, profitierte die Iveco Magirus AG von der positiven Binnennachfrage, wodurch auch im Jahr 2013 zusätzliche Absatzchancen realisiert werden konnten. Zukünftig werden Chancen im Ausbau des Kompetenzzentrums für Brandschutz am Standort Ulm und in dem Ausbau des Bus- und Spezialfahrzeuggeschäfts gesehen.

Dem Risiko aus der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Fertigkomponenten wird mit langfristigen Preisbindungen begegnet. Als Teil des CNH Industrial-Konzerns partizipiert die Iveco Magirus AG vom sehr gut ausgebauten und international vernetzten Einkauf des Konzerns.

Branchenrisiko auf dem Nutzfahrzeugmarkt

Die Nutzfahrzeugbranche reagiert regelmäßig stark zyklisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Konjunktur. Die Konjunktur wird dabei von zahlreichen Faktoren, die zueinander in bestimmten Abhängigkeiten stehen, beeinflusst.

Um den damit verbundenen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken, erfolgt eine permanente Marktbeobachtung. Diese Beobachtungen erstrecken sich sowohl auf den Nutzfahrzeugmarkt, als auch auf die Branchen der Hauptabsatzmärkte. Veränderungen werden analysiert, um zeitnah entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, wodurch Branchenrisiken minimiert werden.

Das Transportaufkommen im gewerblichen Straßenverkehr hat sich im Jahr 2013 gegenüber 2012 mit plus 0,5 Prozent leicht erhöht. Für das Jahr 2014 wird eine deutlich positive Steigerung von rund 2,1 Prozent erwartet. Bei einer längerfristigen Vorschau für die Jahre 2014 bis 2017 wird gemäß Prognosen ein durchschnittliches Wachstum von 1,1 Prozent erwartet. Es ist davon auszugehen, dass nach Überwindung der Schwächephase der Nutzfahrzeugmarkt in Europa aufgrund des steigenden Transportaufkommens auch in Zukunft Wachstumsmarkt bleibt. Das Risiko der Verlagerung von Transportvolumen von Nutzfahrzeugen hin zu anderen Verkehrsmitteln wird als gering eingeschätzt.

Die Bestände an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen haben sich im Berichtsjahr erhöht. Abverkauf-Aktionen wurden als Gegensteuerungsmaßnahme bereits eingeleitet. Die Fahrzeuge unterliegen dem Risiko der Marktpreisentwicklung. Um diesem Risikoentgegenzuwirken werden die Entwicklung der Marktpreise überwacht und gegebenenfalls Wertberichtigungen gebildet.

Im Vertrieb muss von einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs im Handel - besonders bei Ersatzteilen - ausgegangen werden. Die Stärkung der Leistungskraft und Ertragssituation der Händler macht eine laufende Optimierung des Vertriebskanals sowie eine wirksame Unterstützung bei der Finanzierung erforderlich.

Produkt- und Entwicklungsrisiken

Die Produktpalette wird schrittweise um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erweitert. Hierzu zählen Erdgas-Antriebe mit CNG (Compressed Natural Gas) und LNG (Liquid Natural Gas), Hybrid- oder vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge. Wegen der noch relativ niedrigen Verkaufsstückzahlen sind die spezifischen Entwicklungskosten nach wie vor sehr hoch. Hier handelt es sich jedoch um Investitionen in Zukunftstechnologien, die wegen der endlichen Erdölvorkommen unvermeidbar sind und die Zukunft des Unternehmens sichern.

Die Projektsteuerung und -überwachung wird über alle Baureihen hinweg über sogenannte Plattformen - multifunktionale Projektteams - sichergestellt. Sie sind in der Lage, schnell und zielgerichtet zu agieren, um auf die wachsenden und sich ständig ändernden Anforderungen der Märkte zu reagieren. Dabei können sie auf den zentral entwickelten und bewährten Baukasten aus Produkten und Komponenten zugreifen, um daraus vor Ort mit den lokalen Entwicklungsabteilungen markt- und kundengerechte Lösungen zu entwickeln. Diese Adaption an lokale klimatische Bedingungen und verkehrstechnische Gegebenheiten ist dann mit vergleichsweise geringen Investitionen und Entwicklungszeiten vor Ort zu bewerkstelligen und verspricht globale Wettbewerbsfähigkeit zu vertretbaren Kosten.

Zu diesem Zweck wurden die Kompetenzzentren in der Produktentwicklung ausgebaut. Die Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen können durch die globale Zusammenarbeit und die Mitarbeit an neuen Projekten ihr Wissensspektrum deutlich erweitern und sind damit den Herausforderungen der Zukunft gewachsen. Investiert wird dafür auch in die Infrastruktur der Werke und in die weltweite Vereinheitlichung der IT Entwicklungs- und Dokumentationssysteme in allen Entwicklungsbereichen.

Neue Produkte werden vollständig mit CAD entwickelt und - noch vor dem Bau des ersten realen Prototyps - virtuell als DMU dargestellt. Funktion, Haltbarkeit und Montagefreundlichkeit werden zunächst durch Simulation auf dem Computer überprüft. Anschließend unterliegen Bauteile, Baugruppen und komplette Prototypfahrzeuge intensiven Prüfungen und durchlaufen ausgiebige Testverfahren, die alle denkbaren Einsatzbedingungen abdecken. Ein Feldtest mit ausgewählten Kunden schließt die Entwicklung ab und minimiert das Risikovon Schäden im Einsatz bei den Kunden nach Serienstart.

Dennoch bleibt ein geringes Restrisikovon Schäden, die auftreten können, wenn die Produkte bereits am Markt sind. Es können Garantie- und Gewährleistungsansprüche entstehen. Im Extremfall sind Produkthaftungsansprüche und Schadensersatzforderungen vorstellbar. Um diesem Risikoentgegenzuwirken, wird die Qualität kontinuierlich überprüft. Zusätzlich werden ständig Informationen aus dem Feld mit den Fachabteilungen ausgetauscht und bei Bedarf Gegenmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Wege geleitet.

Beschaffung und Fahrzeugumbau/-aufbau

Im Jahre 2013 konnte der Bereich Fahrzeugumbau/-aufbau am Standort Ulm zum erweiterten Iveco Customizing Center ausgebaut werden. Hier werden in enger Abstimmung mit dem Vertrieb kundenspezifische Produktanpassungen sowie individuell benötigte Produkterweiterungen umgesetzt. Damit steht die Iveco Magirus AG mit ihren Spezialisten-Teams mit umfassendem Know-how sowie einer erweiterten Dienstleistungspalette zur Verfügung.

Möglichen Risiken im Rahmen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes wurde durch die Einrichtung von zentralen Verantwortlichen begegnet, die eine kontinuierliche Optimierung und Überwachung sicherstellen. Eventuelle Betriebsstörungen vermeidet man weitgehend durch eine vorbeugende Wartung und in einem Brandfall sind sie durch Versicherungen abgedeckt.

Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Fahrzeuge bewirkt eine Verringerung der Fehlerrate in der Produktion und vermindert damit das Risiko von Garantiekosten. Dennoch entsteht mit der teilweisen Auslagerung von Eigenfertigung eine Abhängigkeit, insbesondere dann, wenn das Unternehmen nur auf einen einzigen Lieferanten angewiesen ist. Mit einer standardisierten Vertragsgestaltung im Bereich Einkauf sowie einer ständigen Beobachtung der Preisentwicklungen wird den Risiken im Bereich der Lieferanten vorgebeugt.

Mitarbeiter

Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind das wertvollste Kapital unseres Unternehmens. Der Personalbereich nutzt alle Möglichkeiten, mit einer hohen Qualität und Kreativität beim Erfolgsfaktor Mitarbeiter die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Ein im Berichtsjahr eingeführtes Online-Bewerbungssystem, lokales und bundesweites Personalmarketing sowie die Zusammenarbeit mit renommierten Personalberatungen sichern eine professionelle Personalbeschaffung auf hohem Niveau. Ein standardisierter Prozess zur Erstellung von Weiterbildungs- und Entwicklungsplänen stellt sicher, dass die Mitarbeiter entsprechend den bestehenden Stellenanforderungen laufend weiterqualifiziert werden.

Die laufende Optimierung der Prozesse wird von den Mitarbeitern im Rahmen des internen Vorschlagswesens unterstützt, das kontinuierlich ausgebaut wird. Durch interne Kontrollen wird die Einhaltung von Richtlinien in den Geschäftsprozessen sichergestellt. Dies führt zu einer Reduzierung der Risiken und bildet einen Schutz des Vermögens.

Im Personalbereich wird ausschließlich über ein eigens dafür implementiertes Kommunikationssystem zwischen der Iveco Magirus AG und dem Servicedienstleister Fiat GmbH kommuniziert. Es ermöglicht den strukturierten, standardisierten Austausch von Informationen bezüglich administrativer Prozesse, um die mit der standardisierten Bearbeitung zusammenhängenden Risiken zu minimieren.

Fehlverhalten von Mitarbeitern kann den Ruf des Unternehmens und damit seine Vermögens- und Ertragskraft schädigen. Seit 2003 definieren ein auf CNH Industrial Gruppenebene schriftlich fixierter und 2012 zuletzt aktualisierter Verhaltenskodex sowie eine in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung erstellte und 2013 überarbeitete Betriebsordnung den entsprechenden Rahmen, in dem alle Mitarbeiter agieren sollen.

Flexible Arbeitszeit- und Vertragsmodelle erlaubten bisher eine zeitnahe Anpassung der Personalkapazität an Bedarfsänderungen.

Finanzen

Durch das weiterhin gedämpfte Wachstum und die Auswirkungen der noch nicht überstandenen Schulden- und Eurokrise ist auch für 2014 mit einer weiterhin niedrigen Zinsentwicklung zu rechnen.

Größere Währungsrisiken bestehen nicht, da das Unternehmen nahezu ausschließlich in Euro fakturiert und bezahlt. Sofern Transaktionen in Fremdwährung stattfinden, werden die daraus resultierenden Währungsrisiken einzelgeschäftsbezogen abgesichert. Bilanzielle Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.

Händler- und Direktkundengeschäfte werden zum Großteil durch Absatzfinanzierungen über die eigene Finanzierungsgesellschaft Iveco Finance GmbH, über unseren Vendor-Partner bzw. über Drittinstitute abgewickelt. Insolvenzen können ein Risikodarstellen, sofern eine Finanzierungsabsicherung nicht gegeben ist. Infolge regelmäßiger regressloser Forderungsverkäufe werden Adressausfallrisiken reduziert.

Die Gewährung von Lieferantenkrediten im Bereich des Neufahrzeugvertriebs erfolgt primär mit Hilfe systemseitiger Unterstützung (Scoring und Kreditlimit-Kalkulation) zentral durch das Kreditmanagement.

Exportgeschäfte werden größtenteils über die Iveco S.p.A. abgewickelt. Andernfalls werden diese durch Kreditversicherungen bzw. Export-Akkreditive abgesichert. Geschäfte mit den internationalen Iveco-Gesellschaften werden ebenso konzernübergreifend von Iveco S.p.A. gesteuert. Eine Ausnahme stellt hierbei das Ersatzteilgeschäft im Export dar. Die hierbei möglicherweise entstehenden Risiken werden durch Factoring begrenzt.

Getroffene Rückkaufverpflichtungen mit Kunden können ein zusätzliches Risiko darstellen, wenn sich die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtfahrzeugerlöse wesentlich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsabschluss verändern. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird dieses laufend überwacht und aktiv gesteuert. Die Verfahren zur Risikomessung und Risikoberichterstattung werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei findet eine regelmäßige Überprüfung der zugrunde liegenden Parameter statt.

Wesentliche Quelle der Liquidität ist der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser wird beeinflusst durch die Rentabilität der Geschäfte und das Nettoumlaufvermögen, primär den Forderungsbestand. Zur Liquiditätssteuerung bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit diese im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll sind.

Falls darüber hinaus Refinanzierungsmaßnahmen erforderlich werden, kann auf bestehende Bankverbindungen zurückgegriffen werden. Diese können auch als Aval-Linie in Anspruch genommen werden.

Die Investitionen des Unternehmens werden eigenfinanziert. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung für schwere Nutzfahrzeuge werden Projektkosten im Auftragsentwicklungsverfahren mit Iveco S.p.A. abgerechnet.

Mit Blick auf das Kundenportfolio im Neufahrzeug-Direktvertrieb besteht ein gewisses Konzentrationsrisiko und damit eine Abhängigkeit von Kunden im Bereich Fahrzeugvermietung und Paketdienst. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird der Fokus verstärkt auf die Neukundengewinnung gelegt, um eine stärkere Diversifikation zu erzielen.

lT-Risiken

Für die Geschäfts- und Produktionsprozesse der Iveco Magirus AG sowie die interne und externe Kommunikation kommt dem Bereich Informationstechnik eine wichtige Bedeutung zu. Eine ständige Verbesserung der Infrastruktur sowie der Sicherheit ist Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Der Bereich ICT (Information and Communication Technology) realisiert ständig Verbesserungen und Maßnahmen zur Prävention und Verminderung von Risiken, die in Zusammenhang mit der Entwicklung der Informationstechnologie stehen.

Mit den IT-Dienstleistern bestehen Wiederherstell- und Kontinuitätspläne. Fall-back-Szenarien sind für geschäftskritische Prozesse eingeführt, Redundanzen bei Infrastrukturen entsprechend der Anforderungen ausgelegt.

Sicherheitssysteme wie Antivirenprogramme, Firewall- oder Intrusion-Prevention-Systeme begegnen dem Risiko des unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten.

Die IT-Sicherheit wird durch die Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf die bestehenden IT-Systeme zusätzlich erhöht.

Die Einführung neuer Systeme erfolgt nach der Iveco Projekt Management Methode, durch die mögliche Risiken bereits im Vorfeld analysiert und begrenzt werden.

Wegen der rasant fortschreitenden Entwicklung im IT-Bereich besteht für die IT-Sicherheit ein lediglich geringes Restrisiko.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit ist die Iveco Magirus AG Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren in den Bereichen allgemeines Vertriebs- und Vertragsrecht, Gewährleistung/Garantie, Produkthaftung, Wettbewerbsrecht und Umwelthaftung sowie Steuern ausgesetzt. Diese Risiken werden unter anderem durch standardisierte Prozesse, transparente Vertragsgestaltung sowie die Einschaltung von externen Rechtsanwälten minimiert.

Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder durch Vereinbarungen von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und somit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben können. Das Unternehmen hat für die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren Rückstellungen gebildet, soweit die sich daraus ergebenden Verpflichtungen hinreichend bestimmbar sind.

Zum Jahresende 2013 bestand lediglich ein Verfahren von Bedeutung, das über die normale Geschäftstätigkeit hinausgeht. Von der EU-Kommission wurde gegen alle namhaften europäischen Lkw-Hersteller, darunter auch die Iveco Magirus AG, ein Ermittlungsverfahren wegen vermeintlich unzulässigen Informationsaustausches aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich der Ausgang des Verfahrens und die daraus möglicherweise resultierenden finanziellen Belastungen für das Unternehmen nicht zuverlässig abschätzen, da solche EU-Verfahren in der Regel mehrere Jahre dauern, ihr Ausgang von vielen Faktoren abhängt und die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Compliance

Über den Verhaltenskodex hinaus besteht ein konzernübergreifendes Compliance-Management-System, welches fortlaufend weiterentwickelt wird. Dieses System beinhaltet einen konzernübergreifend zuständigen Compliance-Officer sowie in den lokalen Gesellschaften Compliance-Ansprechpartner innerhalb der Rechtsabteilung.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Das Gesamtrisiko der Iveco Magirus AG setzt sich aus Einzelrisiken aller Risikokategorien innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder zusammen. Nach der Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen in den vergangenen Jahren hat sich die geschäftliche Risikosituation bei der Iveco Magirus AG im Verlauf des Jahres 2013 weiter stabilisiert. Jedoch birgt die derzeitige finanzwirtschaftliche Situation rund um die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sowie die aktuell stattfindende Neuorganisation im Konzern - international: CNH Industrial N.V.; national: Aufbau des Kompetenzzentrums Brandschutztechnik am Standort Ulm - weitere Gefahren, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Iveco Magirus AG negativ beeinflussen können. Diese Auswirkungen werden nicht als dauerhaft angesehen, beinhalten jedoch ein kalkulierbares Risiko.

Der Vorstand stellt auf Grundlage des von der Iveco Magirus AG installierten Risikomanagementsystems fest, dass keine Risiken erkennbar sind, die - allein oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Iveco Magirus AG gefährden könnten.

AUSBLICK

Die Weltwirtschaft nimmt wieder Fahrt auf

In den letzten Monaten des Berichtsjahres haben die Wachstumsraten sowohl für die Weltwirtschaft wie für Europa und die deutsche Wirtschaft angezogen. Treibende Kraft für den Aufschwung waren vor allem die Industrieländer, während wichtige Schwellenländer eine Schwächephase durchschritten. Diese Entwicklung wird sich im Jahr 2014 fortsetzen. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex signalisiert eine weltweit positive Konjunkturprognose, wenn auch einige Volkswirtschaften im Euroraum die Krise noch nicht überwunden haben und nur mit geringfügigen Wachstumsraten oder sogar einem schrumpfenden BIP rechnen müssen.

Insgesamt wird für das Jahr 2014 in Deutschland eine Steigerung des BIP um 1,9 Prozent prognostiziert. Als Basis für diese Erwartung wird ein durchschnittlicher Ölpreis von 110 Dollar pro Barrel sowie ein Wechselkurs des Euro von 1,34 US-Dollar unterstellt.

Für den Welthandel wird im Jahr 2014 ein Anstieg um über 4,0 Prozent erwartet. Der deutsche Export dürfte zwar um 5,9 Prozent zulegen, aber nach wie vor unter den unsicheren Szenarien in einigen Staaten der Eurozone leiden. Noch deutlicher werden mit plus 6,5 Prozent die Importe ansteigen, sodass per Saldovom Außenhandel keine Impulse für den Anstieg des BIP ausgehen dürften.

Wie im Berichtsjahr wird die Binnennachfrage treibende Kraft des Aufschwungs sein. Der private Konsum wird mit einem Plus von 1,5 Prozent noch deutlicher zulegen als 2013 (plus 0,9 Prozent). Dies ist vor allem der weiterhin stabilen Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie den gestiegenen Bruttolöhnen zu verdanken.

Daneben ist nach zwei Jahren mit zurückgehenden Investitionen auch ein deutlicher Anstieg der Bruttoanlageninvestitionen in Ausrüstungen und Bauten zu erwarten. Dafür spricht auch der optimistische Blick in die Zukunft, den die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im ifo Geschäftsklimaindex Ende 2013 zum Ausdruck bringt. Steigende Absatz- und Gewinnerwartungen der Unternehmen - gepaart mit dem Finanzierungsumfeld und den günstig bleibenden Kreditbedingungen - lassen einen deutlichen Anstieg (plus 5,6 Prozent) der Investitionen im Ausrüstungsbereich erwarten. Die sehr positive Entwicklung der Bauinvestitionen (plus 4,2 Prozent) wird im Jahr 2014 im Wesentlichen vom Wohnungsbau (plus 4,3 Prozent) und vom öffentlichen Bausektor (plus 8,7 Prozent) getragen. Der gewerbliche Bau wird sich dagegen mit einem Plus von 2,2 Prozent eher verhalten entwickeln.

Die positive Lage am Arbeitsmarkt wird sich 2014 fortsetzen und mit 42,1 Millionen Erwerbstätigen auf hohem Niveau bleiben. Vor allem in den exportorientierten Branchen ist jedoch zu erwarten, dass die Erhöhung der Beschäftigtenquote spürbar langsamer vor sich geht. Dennoch dürfte die Arbeitslosenquote im Jahr 2014 wieder unter der Sieben-Prozent-Marke bleiben, bei einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahlen (Erhöhung der Zuwanderung) um etwa 250.000 Personen.

Nachfrage nach Nutzfahrzeugen steigt

In Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung wird erwartet, dass die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen auf dem deutschen Markt gegenüber 2013 zunimmt. Besonders für die leichten Nutzfahrzeuge bis sechs Tonnen sowie die mittleren Lkw bis 15,9 Tonnen ist grundsätzlich Zuwachspotenzial vorhanden.

Mit den 2012 erneuerten Baureihen der schweren Straßen- und Baufahrzeuge, New Stralis und New Trakker sowie den 2013 vorgestellten Euro 6-Modellen der Eurocargo-Baureihe und der Busse kann Iveco für die unterschiedlichsten Marktanforderungen innovative und passgenaue Antworten liefern. Eine besondere Motorentechnologie ermöglicht die Einhaltung der Euro 6-Abgasgrenzwerte ohne Abgasrückführung und damit eine sehr effiziente Kraftstoffverwertung.

Das Unternehmen rechnet für 2014 vor allem in den Segmenten Light und Heavy, mit einem moderat steigenden Marktanteil. Bei den schweren Lkw setzt sich der Stralis mit den Euro 6-Motoren am Markt immer besser durch.

Die Prognose für die Marktentwicklung im Gesamtjahr 2014 bleibt jedoch insgesamt vorsichtig optimistisch. Einer der Antriebsfaktoren für die Lkw-Nachfrage könnte die Umstellung auf die neue Abgasnorm Euro 6 sein.

Der Ausblick für den Gesamtmarkt der Nutzfahrzeuge bleibt volatil und die Unsicherheiten mit Blick auf den weiteren Verlauf der Eurokrise bleiben bestehen. Aus einem sich weiter stabilisierenden makroökonomischen Umfeld erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 eine leicht positive Entwicklung des Umsatzes und des Gewinns aus den operativen Aktivitäten. Das Unternehmen verfügt über ausreichende und stabile Liquiditätsreserven, um die finanziellen Verpflichtungen des Geschäftsjahres abzudecken und eine Aufstockung der liquiden Reserven durch Bankkredite zu vermeiden.

Mit den Tochtergesellschaften der Iveco Magirus AG bestehen Ergebnisabführungsverträge. In Abhängigkeit von deren Ergebnissen besteht das Risiko, Verluste ausgleichen zu müssen. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine deutliche Verbesserung der Ergebnislage bei den Vertriebsgesellschaften und der Brandschutzgesellschaft und damit eine deutlich geringere Verlustübernahme.

Eine wesentliche Voraussetzung für eine Marktbelebung ist eine Erholung der Wirtschaft in Südeuropa. Damit würde der Transportbranche bei der Stabilisierung des Warentransports mehr Sicherheit für verstärkte Investitionen gegeben werden. Mittel- und langfristig bleibt die Nutzfahrzeugindustrie eine Wachstumsbranche mit überproportionalen Steigerungsraten bis zum Jahr 2020.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hat gemäß Paragraph 312 AktG für das Geschäftsjahr 2013 einen Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen aufgestellt und ihn nach Paragraph 313 AktG den Abschlussprüfern vorgelegt.

Die Erklärung des Vorstandes lautet: „Unsere Gesellschaft und unsere Beteiligungsgesellschaften erhielten bei jedem der im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Sie wurden durch die getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichtspflichtigen Vorgänge durchgeführt wurden."

Der Abschlussprüfer hat Einwendungen gegen diesen Bericht nicht erhoben.

Ulm, den 19.02.2014

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Barberis

Lupi

Rekitt

Snieders

Bilanz zum 31. Dezember 2013

AKTIVA

31.12.2013 31.12.2012
Anhang Euro Euro
--- --- --- ---
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 361.641,35 67.582,18
Sachanlagen 43.667.317,51 33.861.249,71
Finanzanlagen 75.609.905,26 83.474.608,50
119.638.864,12 117.403.440,39
Umlaufvermögen
Vorräte (2)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 314.028,00 1.143.533,98
Fertige Erzeugnisse und Waren 104.751.163,69 83.426.923,43
105.065.191,69 84.570.457,41
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände (3)
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 18.328.031,15 43.738.340,36
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 448.388.236,24 319.332.779,36
Sonstige Vermögensgegenstände 2.097.026,15 11.092.401,48
468.813.293,54 374.163.521,20
Flüssige Mittel (4) 1.820.991,45 1.274.050,19
575.699.476,68 460.008.028,80
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 435.908,59 395.499,04
695.774.249,39 577.806.968,23
PASSIVA
31.12.2013 31.12.2012
Anhang Euro Euro
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (6) 50.000.000,00 50.000.000,00
Kapitalrücklage (6) 89.611.520,43 9.611.520,43
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 14.736.772,57 14.736.772,57
Bilanzverlust (7) (81.475.174,67) (21.564.952,99)
72.873.118,33 52.783.340,01
Rückstellungen (8)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 109.858.103,00 111.223.963,00
Steuerrückstellungen 0,00 2.534.057,18
Sonstige Rückstellungen 233.682.885,17 230.468.442,65
343.540.988,17 344.226.462,83
Verbindlichkeiten (9)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.329.096,35 22.520.953,26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 40.574.027,34 51.251.448,46
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 198.258.667,61 92.159.935,93
Sonstige Verbindlichkeiten 27.198.351,59 14.864.827,74
279.360.142,89 180.797.165,39
695.774.249,39 577.806.968,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

2013 2012
Anhang EURO EURO
--- --- --- ---
Umsatzerlöse (10) 938.322.851,80 1.126.531.207,61
Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (3.371.974,00) (10.689.998,78)
934.950.877,80 1.115.841.208,83
Sonstige betriebliche Erträge (11) 77.423.074,82 87.613.058,55
Materialaufwand (12) (817.912.421,23) (978.091.426,38)
Personalaufwand (13) (62.606.967,22) (86.022.946,54)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) (2.591.704,04) (12.292.802,95)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) (108.971.417,71) (93.422.922,09)
20.291.442,42 33.624.169,42
Beteiligungsergebnis (16) (72.165.971,55) (37.729.142,71)
Zinsergebnis (17) (4.150.042,09) (2.741.500,14)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (56.024.571,22) (6.846.473,43)
Außerordentliches Ergebnis (18) 0,00 (54.875.577,84)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.074.487,99) (219.427,63)
Sonstige Steuern (811.162,47) (758.996,00)
Jahresfehlbetrag (59.910.221,68) (62.700.474,90)
Verlust- / Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (21.564.952,99) 41.135.521,91
Bilanzverlust (81.475.174,67) (21.564.952,99)

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Iveco Magirus AG wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Wie in den Vorjahren sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung verschiedene Posten zusammengefasst.

Die erforderlichen Einzelangaben sind im Anhang gesondert aufgeführt. Die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden insgesamt im Anhang ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als übliche Nutzungsdauer sind 5 Jahre zugrunde gelegt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.

Die Abschreibungen auf die Zugänge 2013 sind einheitlich nach der linearen Methode ermittelt. Die übliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 40 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre. Gegenstände mit einem Wert unter EUR 150 fließen sofort in den Aufwand. Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis einschließlich EUR 1.000 werden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten.

Die Bestandsrisiken aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit am Markt sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der biometrischen Richttafeln 2005G nach Heubeck ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 4,91 Prozent und einem Rententrend von 1,75 Prozent. Die Entgeltsteigerungen werden mit 0-2,0 Prozent berücksichtigt.

Die Iveco Magirus AG hat von dem Wahlrecht § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sind bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt.

Durch die Diskontierung der Pensionsrückstellungen war ein Aufzinsungsbetrag bei den langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von EUR 5,4 Millionen erforderlich. Der Aufwand wurde im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in ihrer Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. dem anzusetzenden Barwert passiviert.

Der Erfüllungsbetrag wird unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig. Bei Effekten aus der Diskontierung wurden die einzelnen Rückstellungen zugunsten des Zinsergebnisses reduziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Entstehung bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Bilanzierungsvorschriften sehen vor, die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede in Organgesellschaften auf Ebene der Organgesellschaft zu ermitteln und in der Iveco Magirus AG zu erlassen. Latente Steuern auf quasi-permanente Differenzen und auf Verlustvorträge sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Berechnung der latenten Steuern auf die Bewertungsänderungen ergab aktive latente Steuern. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB, den Aktivüberhang nicht zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Damit ergaben sich keine Steuereffekte aus latenten Steuern, somit auch keine Reduzierung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten laufenden Ertragsteuern. Aktive latente Steuern ergeben sich in erster Linie aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen u. a. bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und bei der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und Chancen der Fahrzeuge auf den Kunden realisiert. Dies ist der Fall, wenn im Rahmen des Fahrzeugverkaufs dieses dem Händler oder dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. Für mögliche Risiken aus bestehenden Rückkaufverpflichtungen wird im Rahmen der Rückstellungsbildung Vorsorge getroffen. Erlösminderungen in Form von Preisnachlässen, zurückgewährten Entgelten sowie Rückstellungszuführungen für über dem Marktniveau liegende Rücknahmepreise werden von den Umsätzen abgesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Entwicklung des Anlagevermögens (in '000 EUR)

Entwicklung 2013 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2013 137.418 75.707 9.840 349 223.314
Zugänge 9.813 6.843 242 0 16.898
Abgänge (240) (37.479) (1.829) (349) (39.897)
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2013 146.991 45.071 8.253 0 200.315
Abschreibungen
Stand am 01.01.2013 109.138 71.274 9.041 0 189.453
Zugänge 1.018 1.137 353 0 2.508
Abgänge (78) (33.462) (1.773) 0 (35.313)
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2013 110.078 38.949 7.621 0 156.648
Nettobuchwert am 31.12.2013 36.913 6.122 632 0 43.667
Nettobuchwert am 31.12.2012 28.280 4.433 799 349 33.861
Entwicklung 2013 Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Sonstige Ausleihungen Konzessionen, Finanzanlagen Gesamt Immaterielle Vermögengegenstände, entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2013 64.503 18.503 568 83.574 2.691
Zugänge 0 2.611 161 2.772 378
Abgänge 0 (10.406) (281) (10.687) (682)
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2013 64.503 10.708 448 75.659 2.387
Abschreibungen
Stand am 01.01.2013 0 0 100 100 2.623
Zugänge 0 0 16 16 84
Abgänge 0 0 (67) (67) (682)
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2013 - - 49 49 2.025
Nettobuchwert am 31.12.2013 64.503 10.708 399 75.610 362
Nettobuchwert am 31.12.2012 64.503 18.503 469 83.475 67
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2013 119.639
NETTOBUCHWERT ANLAGEVERMÖGEN AM 31.12.2012 117.403

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Der Ausweis der technischen Anlagen und Maschinen sowie der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zur Vereinheitlichung der gruppenweiten Bilanzierung geändert. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Die Zugänge in Sachanlagen ohne geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau belaufen sich auf EUR 16,9 Millionen.

Im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion des Ulmer Werkes in 2012 wurde bisher für die Produktion benötigtes Anlagevermögen an andere Werke des Iveco-Konzerns veräußert bzw. verschrottet.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen insgesamt hat sich gegenüber dem Vorjahr um 24,2 Prozent auf EUR 105,1 Millionen erhöht. Der Bestand an Fertigerzeugnissen und Waren stieg dabei um 25,6 Prozent auf EUR 104,8 Millionen gegenüber dem Vorjahresbestand (EUR 83,4 Millionen), was durch den erhöhten Bestand an Fahrzeugen begründet ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

EUR (000) 31.12.2013 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2012 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
° Buchforderungen 18.328 467 43.738 604
° Wechselforderungen - - - -
18.328 467 43.738 604
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
° aus Lieferungen und Leistungen 28.349 - 67.682 -
° sonstige 420.039 - 251.651 -
448.388 - 319.333 -
Sonstige Vermögensgegenstände 2.097 - 11.092 -
468.813 467 374.163 604

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 58,1 Prozent auf EUR 18,3 Millionen ist durch einen erhöhten Forderungsverkauf zum Geschäftsjahresende begründet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind aufgrund höherer Cash Pool Guthaben um 40,4 Prozent auf EUR 448,4 Millionen gestiegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 2,1 Millionen im Wesentlichen durch die zum 31. Dezember 2012 noch enthaltenen geleisteten Anzahlungen.

In den sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash Pool Guthaben in Höhe von EUR 351,2 Millionen (Vorjahr: EUR 251,4 Millionen) bei der CNN Industrial Finance Europe S.A., Luxemburg enthalten.

4. Flüssige Mittel

EUR (000) 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Kassenbestand und Schecks 11 8 3
Guthaben bei Kreditinstituten 1.810 1.266 544
1.821 1.274 547

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Versicherungsvorauszahlungen für das 1. Quartal 2014.

6. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der Iveco Magirus AG, Ulm, beträgt EUR 50.000.000,00. Es ist eingeteilt in 500.000 Inhaber-Aktien von je EUR 100,00.

Mit Schreiben gemäß § 20 AktG vom 30. September 2013 hat die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, mitgeteilt, dass die Mehrheit der Anteile von ihr gehalten wird.

Am 20. Dezember 2013 wurde das Eigenkapital durch Einzahlung von EUR 80,0 Millionen in die Kapitalrücklage durch die Aktionärin CNH Industrial N.V. erhöht.

7. Bilanzverlust

EUR (000) 2013 2012
Verlust- / Gewinnvortrag (21.565) 41.135
Jahresfehlbetrag (59.910) (62.700)
Bilanzverlust (81.475) (21.565)

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 253 Abs. 1, 2 HGB mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt EUR 109,9 Millionen (Vorjahr EUR 111,2 Millionen).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen u. a. drohende Verluste aus Rück-kaufverpflichtungen und Wartungs- und Reparaturverträgen, Gewährleistungen, sonstige vertriebliche Risiken, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Abdeckung von sonstigen Risiken. Die in 2012 für die Maßnahmen zur Schließung der Produktion im Werk Ulm gebildete Rückstellung beläuft sich noch auf EUR 43,5 Millionen.

9. Verbindlichkeiten

EUR (000) 31.12.2013 31.12.2012
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.329 22.521
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.574 51.251
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 198.259 92.160
Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten
° aus Steuern 20.863 11.261
° im Rahmen der sozialen Sicherheit 3
° übrige 6.332 3.604
27.198 14.865
279.360 180.797

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der Schließung der Produktion in 2012 um 20,8 Prozent auf EUR 40,6 Millionen gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen gehen um EUR 9,2 Millionen zurück.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verrechnungskonten in Höhe von EUR 117,4 Millionen (Vorjahr EUR 75,2 Millionen) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 80,9 Millionen (Vorjahr EUR 17,0 Millionen) enthalten.

Durch Grundschulden gesicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen und Regionen auf:

EUR (000) 2013 % 2012 %
Fahrzeuge 571.255 61,0 734.411 65,3
Gebrauchtfahrzeuge 51.556 5,5 40.911 3,6
Busse 85.707 9,1 41.010 3,6
Komponenten, Motoren 5.041 0,5 11.584 1,0
Ersatzteile 190.318 20,3 184.198 16,4
Reparaturen, Sonstige Umsätze 33.070 3,5 29.703 2,6
Verrechnungsverfahren 1.376 0,1 84.714 7,5
938.323 100,0 1.126.531 100,0
Bundesrepublik Deutschland 754.871 80,5 666.092 59,1
Übrige EU-Länder 106.702 11,4 291.655 25,9
Übriges Europa 62.820 6,7 52.538 4,7
Außereuropäische Länder 12.554 1,3 31.532 2,8
Verrechnungsverfahren 1.376 0,1 84.714 7,5
938.323 100,0 1.126.531 100,0

Bei einer Eliminierung der konzerninternen Verrechnung von Fahrzeugen reduzieren sich die Umsatzerlöse auf EUR 936,9 Millionen. Diese Umsatzentwicklung liegt im Rahmen der zugrundeliegenden gesamten Absatzentwicklung und ist bedingt durch die Schließung der Produktion im Vorjahr. In Deutschland hat sich der Absatz von Gebrauchtfahrzeugen, Bussen und Ersatzteilen deutlich, sowie der Absatz von Neufahrzeugen leicht erhöht.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weiterberechneten Dienstleistungen und Kosten sowie nicht unter Umsatzerlösen auszuweisende Leistungen.

Daneben enthält der Posten Erträge aus Währungsdifferenzen, Mieteinnahmen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Ferner sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Gesamtsumme von EUR 77,4 Millionen (Vorjahr EUR 87,6 Millionen) sind periodenfremde Erträge von EUR 3,4 Millionen (Vorjahr EUR 13,7 Millionen) enthalten, davon EUR 1,4 Millionen (Vorjahr EUR 9,4 Millionen) aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Weiterhin entfallen EUR 58,1 Millionen (Vorjahr EUR 63,2 Millionen) auf weiterberechnete Dienstleistungen und Kosten sowie auf Erträge aus Währungsumrechnung (EUR 0,2 Millionen; Vorjahr EUR 0,4 Millionen).

12. Materialaufwand

EU R (000) 2013 2012 Veränderung
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 725.562 815.155 (89.593)
Aufwendungen für Fahrzeuge Eigenproduktion 1.266 85.940 (84.674)
Aufwendungen für bezogene Leistungen 91.085 76.996 14.089
Materialaufwand 817.913 978.091 (160.178)

Der Materialaufwand für Produktion sank um 98,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Schließung der Produktion in 2012. Somit fiel der gesamte Materialaufwand um 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau.

13. Personalaufwand

EUR (000) 2013 2012 Veränderung
Löhne und Gehälter 50.443 68.156 (17.713)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8.638 15.035 (6.397)
Aufwendungen für Altersversorgung 3.526 2.832 694
Summe 12.164 17.867 (5.703)
Personalaufwand 62.607 86.023 (23.416)

Durch die Restrukturierungsmaßnahmen aufgrund der Stilllegung der Produktion in 2012 sanken die Personalaufwendungen um 27,2 Prozent.

14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

EUR (000) 2013 2012 Veränderung
Planmäßige Abschreibungen Sachanlagen 2.508 12.230 (9.722)
Planmäßige Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte 84 63 21
Abschreibungen 2.592 12.293 (9.701)

Der Rückgang der Abschreibungen ist in Zusammenhang mit der Schließung der Produktion im Vorjahr zu sehen.

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Mieten, Werbekosten, Versicherungen, Provisionen, Ausgangsfrachten, sonstige Dienstleistungen sowie Sonderwagnisse und Verlustrisiken. In der Gesamtsumme von EUR 109,0 Millionen sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 7,9 Millionen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung (EUR 0,3 Millionen; Vorjahr EUR 0,5 Millionen) enthalten.

16. Beteiligungsergebnis

EU R (000) 2013 2012 Veränderung
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0 4.129 (4.129)
Aufwendungen aus Verlustübernahmen (72.166) (41.858) (30.308)
(72.166) (37.729) (34.437)

Die ausgewiesenen Ergebnisse stammen von verbundenen Unternehmen.

17. Zinsergebnis

EUR (000) 2013 2012 Veränderung
Erträge aus Ausleihungen
° von Dritten 0 1 (1)
° von verbund. Unternehmen 899 911 (12)
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 899 912 (13)
Zinsen und ähnliche Erträge
° von Dritten 149 168 (19)
° von verbundenen Unternehmen 9.362 11.213 (1.851)
° Abzinsungen 967 65 902
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.478 11.446 (968)
Zinserträge 11.377 12.358 (981)
Abzinsungen auf Finanzanlagen (16) (25) 9
Zinsen und ähnliche
° an Dritte (3.322) (4.501) 1.179
° an verbundene Unternehmen (5.475) (4.912) (563)
° Aufzinsungen (6.714) (5.661) (1.053)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (15.511) (15.074) (437)
Zinsaufwendungen (15.527) (15.099) (428)
Zinsergebnis (4.150) (2.741) (1.409)

Die Entwicklung des Zinsergebnisses wird geprägt durch leicht niedrigere Erträge infolge gesunkener Finanzforderungen an verbundene Unternehmen und ein niedrigeres Zinsniveau. Entsprechend den Bilanzierungsvorschriften wird der Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Zinsergebnis weist im Geschäftsjahr einen Verlust von EUR 4,2 Millionen aus.

18. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres von - EUR 54,9 Millionen setzte sich aus außerordentlichen Aufwendungen von EUR 103,3 Millionen sowie außerordentlichen Erträgen von EUR 48,4 Millionen zusammen, welche im Zusammenhang mit der in 2012 vorgenommenen Restrukturierung angefallen sind.

SONSTIGE ANGABEN

19. Aufgliederung der Beschäftigten nach Gruppen (Jahresdurchschnitt)

Mitarbeiter Engineering Verwaltung Ulm Vertrieb und Ersatzteillager 2013 Gesamt 2012 Gesamt
Lohnempfänger 430 17 447 933
Angestellte 287 204 491 549
Auszubildende u. ä. 241 13 254 313
958 234 1.192 1.795

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank - bedingt durch die Restrukturierung in 2012 - um 33,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

20. Vorstand, Aufsichtsrat

2013 EUR
Bezüge des Vorstands 703.373,16
Bezüge ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 1.020.813,33
Pensionsverpflichtungen ehem. Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene 6.897.437,00
Vergütung Aufsichtsrat 129.000,00

Die Aufstellungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats befinden sich auf den Seiten am Ende des Anhangs.

21. Haftungsverhältnisse

EUR (000) 2013 2012 Veränderung
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften
° gegenüber Dritten 1.301 10.346 (9.045)
° gegenüber verbundenen Unternehmen - -
1.301 10.346 (9.045)

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen ausschließlich aus eingegangenen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Absatzfinanzierungen im Inland und Ausland.

Die Reduzierung der Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten ergibt sich aufgrund der Gewährung von Kreditlinien für eine weitere Kundengruppe im Rahmen der Einkaufsfinanzierung durch Iveco Capital. Es bestehen Bürgschaften im Gesamtbetrag von EUR 1,3 Millionen. Diese betreffen im Wesentlichen Ausfallbürgschaften zugunsten der Iveco Händlerbetriebe. Auf Basis der Kreditanalysen ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen.

22. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in

EUR (000) zu Barwerten 2013
Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen
fällig 2014 7.007
2015 bis 2018 13.902
2019 und folgende Jahre 5.558
Investitionsbestell-Obligo 1.236
Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften 367.347
395.050
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -

23. Derivative Instrumente

Das Unternehmen ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die Iveco Magirus AG eine Absicherung gegen Währungsrisiken beabsichtigt, werden derivative Instrumente, ausschließlich Devisenterminkontrakte, eingesetzt. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Wechselkursrisiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden laufend überwacht.

Derivative Währungsinstrumente Marktwerte Nominalwerte
EUR (000) 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Devisenterminverkäufe 5.711 4.145 5.694 4.160

Die Devisentermingeschäfte sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.

24. Anteile an verbundenen Unternehmen

Kapitalanteil Eigenkapital
Verbundene Unternehmen % EUR (000)
--- --- ---
Iveco Nord Nutzfahrzeuge GmbH, Hamburg 100,00 4.833
Iveco Bayern GmbH, Nürnberg 100,00 2.276
Iveco Nord-Ost Nutzfahrzeuge GmbH, Berlin 100,00 4.781
Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH, Mannheim 100,00 4.474
Iveco West Nutzfahrzeuge GmbH, Düsseldorf 100,00 9.076
Iveco Investitions GmbH, Ulm 99,02 2.608
Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil 90,03 40.728

Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung / -übernahme ausgeglichen.

Daneben bestehen über die Iveco Magirus Fire Fighting GmbH, Weisweil (1) und die Iveco Investitions GmbH (2) folgende indirekte Beteiligungen:

Verbundene Unternehmen Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis
% EUR (000) EUR (000)
--- --- --- --- ---
Magirus GmbH, Ulm (1) 99,76 19.492 0 *
Magirus Camiva, Chambéry (F) (1) 100,00 1.870 ** (7.710) **
Magirus Lohr GmbH, Kainbach (A) (1) 100,00 (1.203) ** (2.475) **
IAV Industrie-Anlagen-Verpachtung GmbH, Ulm (2) 95,00 26 0 *
EFFE Grundbesitzgesellschaft mbH, Ulm (2) 90,00 10.226 0 *

* Die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen sind nach Ergebnisabführung / -übernahme ausgeglichen

** Laut Jahresabschluss zum 31.12.2012

25. Konzern-Zugehörigkeit

Die CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist mit Mehrheit an der Iveco Magirus AG, Ulm, beteiligt.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., eine Aktiengesellschaft nach niederländischem Recht, ist bei der Handelskammer in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Dieser, unter Einbeziehung der Iveco Magirus AG, Ulm, und ihrer wesentlichen verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 291 HGB und befreit somit die Iveco Magirus AG, Ulm, von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Der Konzernabschluss der CNH Industrial N.V., Amsterdam, Niederlande, ist nach IFRS erstellt.

Er enthält folgende, vom deutschen Recht abweichende, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Bilanzierung von Geschäften mit Rückkaufverpflichtung
Bewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19
Bewertung latenter Steueransprüche
Bilanzierung von Entwicklungskosten (Aktivierung)

26. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 berechnete Honorar für Abschlussprüferleistungen einschließlich Auslagenersatz beträgt EUR 98.280.

27. Außerbilanzielle Geschäfte

Als absatzpolitische Maßnahme werden im Zusammenhang mit dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen Rückkaufverpflichtungen mit den Kunden vereinbart. Diese Vereinbarungen sind im Nutzfahrzeugmarkt üblich. Durch diese Buy-Back-Vereinbarungen wird dem Käufer das Optionsrecht eingeräumt, das Fahrzeug nach einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Rücknahmewert, der über dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Rücknahme liegen kann, zurückzugeben. Die Umsätze aus diesen Verkaufsgeschäften werden bei Gefahrenübergang der Neufahrzeuge realisiert. Dem Risiko aus über den Marktpreisen liegenden Rücknahmepreisen wird durch die Bildung einer Rückstellung zu Lasten der Umsatzerlöse Rechnung getragen.

Der Betrag der zum Bilanzstichtag bestehenden Rückkaufverpflichtungen aus Liefergeschäften beträgt EUR 367,3 Millionen. Es bestehen - wie bereits im Vorjahr - keine Rückkaufverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2013 wurden Forderungen in Höhe von EUR 107,8 Millionen (Vorjahr EUR 54,1 Millionen) an Factoring Gesellschaften veräußert. Das echte Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring Gesellschaft über. Das Debitorenmanagement verbleibt weiter bei der Gesellschaft.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Peter Barschkis

(bis 30.07.2013)
Ressort Finanzen, Verwaltung, Controlling, Recht, Steuern
Giulio Barberis Ressort Militär- und Spezialfahrzeuge, Ausfuhrverantwortlicher
Gianalberto Lupi Ressort Vertrieb, Export, Logistik, Marketing und Kommunikation
Klaus Rekitt

(ab 31.07.2013)
Ressort Finanzen, Verwaltung, Controlling Recht, Steuern
Laurens Snieders Ressort Personal, Arbeitsdirektor, Personal- und Sozialwesen, EDV / Informationssysteme

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Andreas Klauser

(ab 06.03.2013)
Vorsitzender

Chief Operating Officer EMEA CNH Industrial
Alfredo Altavilla

(bis 28.02.2013)
Vorsitzender

Chief Operating Officer EMEA Fiat S.p.A.
Bernhard Maurer **

(bis 15.03.2013)
Stellvertretender Vorsitzender
Wilfried Schmid * Stellvertretender Vorsitzender

Betriebsratsvorsitzender der Iveco Magirus AG
Ralf Ailinger *

(bis 15.03.2013)
Vertreter der Leitenden Angestellten der Iveco Magirus AG
Michael Braun * 2. Bevollmächtigter der IG Metall Ulm
Enzo Gioachin

(bis 15.03.2013)
Senior Vice President Iveco S.p.A.

Sales & Marketing
Markus Görtler * Betriebsrat der Iveco Magirus AG
Dirk Hofmann *

(ab 06.06.2013)
Vertreter der Leitenden Angestellten der Iveco Magirus AG
Norbert Holzer Head of Engineering Technical Support Iveco S.p.A.
Riccardo lessi

(ab 16.07.2013)
Chief Financial Officer Iveco S.p.A.
Thomas Lechner

(ab 16.07.2013)
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

BDO Oberösterreich GmbH
Alberto Morelli Head of Manufacturing Operations APAC CNH Industrial
Francesco Perciavalle HR Business Manager EMEA Iveco S.p.A.
Ulrich Raiber *

(ab 06.06.2013)
Betriebsratsvorsitzender der Magirus GmbH
Paul Rodenfels * Hauptvorstand der IG Metall
Stephane Viez

(bis 15.03.2013)
Senior Vice President Iveco S.p.A.

Finance

* von den Arbeitnehmern gewählt

** als Vertreter der Arbeitnehmer gerichtlich bestellt

Ergebnis

Der Jahresverlust der Iveco Magirus AG, Ulm, im Geschäftsjahr 2013 beträgt EUR 59.910.221,68.

Der Bilanzverlust beläuft sich auf EUR 81.475.174,67.

Ulm, den 19.02.2014

Iveco Magirus AG

Der Vorstand

Barberis

Lupi

Rekitt

Snieders

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Iveco Magirus AG, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Stuttgart, 19. Februar 2014

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hummel, Wirtschaftsprüfer

Liebe, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand der IvecoMagirus Aktiengesellschaft hat uns im Geschäftsjahr 2013 in drei ordentlichen Sitzungen eingehend über die Lage der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftsentwicklung unterrichtet und hierüber mit uns beraten.

Gegenstand der Beratungen und gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere die Ergebnisentwicklung, die Beschäftigungslage, die Auswirkungen durch die Schließung der Produktion am Standort Ulm im Vorjahr sowie besondere Vorgänge, die gemäß Satzung und gesetzlichen Bestimmungen zur Entscheidung vorgelegt wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Stellvertretende Vorsitzende wurden fortlaufend über die Lage des Unternehmens mittels schriftlicher und mündlicher Berichte unterrichtet.

In der Sitzung am 30.07.2013 hat Herr Peter Barschkis sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat widerrief die Bestellung von Herrn Barschkis zum Mitglied des Vorstands zum 30.07.2013.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Klaus Rekitt mit Wirkung zum 31.07.2013 für die Dauer von einem Jahr zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt. Herr Rekitt ist für das Ressort Finanzen zuständig.

In der Sitzung am 05.12.2013 hat der Aufsichtsrat die Vorstandsmandate der Herren Laurens Snieders und Giulio Barberis jeweils um ein Jahr verlängert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie der Lagebericht sind durch den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen.

Unsere eigene Prüfung ergibt ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen.

Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und beschließen, den sich aus dem Jahresfehlbetrag 2013 und dem Verlustvortrag aus 2012 ergebenden Bilanzverlust von EUR 81.475.174,67 auf neue Rechnung vorzutragen.

Den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir geprüft und in Ordnung befunden. Die Abschlussprüfer haben dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Wir schließen uns diesem Urteil der Abschlussprüfer an.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Herr Alfredo Altavilla hat sein Mandat zum 28.02.2013 niedergelegt. Neues Mitglied des Aufsichtsrats seit 06.03.2013 ist Herr Andreas Klauser. In der Sitzung am 15.03.2013 wurde Herr Andreas Klauser als neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.

Aufgrund des Ablaufs der Amtszeit nach den gesetzlichen Bestimmungen wurde der Aufsichtsrat im Jahr 2013 neu gewählt. Ausgeschieden sind die Herren Ralf Ailinger, Enzo Gioachin, Bernhard Maurer und Stephane Viez. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren Dirk Hofmann, Riccardo lessi, Thomas Lechner und Ulrich Raiber.

In der Konstituierenden Sitzung am 30.07.2013 ist der Aufsichtsrat in seiner neuen Besetzung erstmals zusammengetreten. Herr Andreas Klauser wurde erneut als Aufsichtsratsvorsitzender gewählt. Herr Wilfried Schmid wurde zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Belegschaftsvertretern danken wir für ihre erbrachten Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz sowie für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Gesellschaft.

Ulm, im März 2014

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender