Annual Report • Apr 20, 2011
Annual Report
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Technologien für die Umwelt!
| Der Konzern | 2008 in TEUR |
2009 in TEUR |
2010 in TEUR |
Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27.325 | 23.283 | 31.245 | 34,2% |
| Umsatzrendite | - | - | - | - |
| EBITDA | -91 | 3.024 | 2.913 | -3,7% |
| EBIT | -3.773 | -494 | -1.350 | - |
| EBT | -3.925 | -829 | -1.834 | - |
| Jahresergebnis | -3.333 | -870 | -2.174 | - |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert/unverwässert in EUR) | -0,78 | -0,22 | -0,53 | - |
| Cashfl ow gesamt | 8.542 | -5.315 | -5.158 | - |
| Nettozahlungsmittelfl uss aus betrieblicher Tätigkeit | -2.044 | -1.350 | 861 | - |
| Investitionen | 4.844 | 4.264 | 5.628 | 32,0% |
| 31.12.2008 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
Veränderung | |
| Bilanzsumme | 40.189 | 36.652 | 39.674 | 8% |
| Eigenkapital | 21.478 | 20.906 | 18.943 | -9% |
| Eigenkapitalquote | 53 % | 57 % | 48% | - |
| Mitarbeiter (Anzahl zum Stichtag) | 241 | 267 | 447 | 67,4% |
| (bis 31. März) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Die Aktie | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
| Jahresschluss (in EUR) | 1,7 | 3,95 | 4,2 | 4,2 |
| Jahreshöchstkurs (in EUR) | 9,04 | 4,37 | 5,25 | 5,1 |
| Jahrestiefstkurs (in EUR) | 1,4 | 1,34 | 3,75 | 4,01 |
| Marktkapitalisierung zum Jahresschluss (in Mio. EUR) | 7,3 | 16,9 | 18,0 | 18,0 |
| Anzahl Aktien | 4.287.000 | 4.287.000 | 4.287.000 | 4.287.000 |
Die Aktienkurse sind Schlusskurse im Xetra-Handel
| Der Konzern | 4 |
|---|---|
| Vorwort | 4 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 6 |
| Organe der Gesellschaft | 9 |
| Unternehmensportrait | 10 |
| Aktie und Investor Relations | 19 |
| Corporate Governance Bericht | 22 |
| Konzernlagebericht | 26 |
| Risikomanagement und Risikobericht | 36 |
| Nachtragsbericht | 39 |
| Prognosebericht | 39 |
| Konzernabschluss | 41 |
| Konzernbilanz | 43 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 44 |
| Konzern-Kapitalfl ussrechnung | 45 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 46 |
| Konzernanhang | 48 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 76 |
| Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers | 78 |
| Technisches Glossar | 80 |
| Finanzkalender | 83 |
"Zukunft durch Innovation" lautet der Leitspruch bei InTiCa Systems. Hinter diesem Leitspruch verbirgt sich die Überzeugung, dass Wachstum dauerhaft nur durch innovative Produkte erzielt werden kann und nur so lässt sich die Zukunft des Unternehmens sicherstellen. Dies gelingt, wenn wir mit innovativen Produkten Nutzen für unsere Kunden schaffen und so deren eigene Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Heute können wir mit Recht sagen, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren erfolgreich den Wandel von einem Ein-Produkt-Unternehmen hin zu einem Innovationsführer mit einer breiten Produktpalette in mittlerweile vier unabhängigen Geschäftsbereichen vollzogen hat. Den dynamischen Wachstumsschub generiert das Unternehmen aus den neu aufgebauten Geschäftsbereichen Automobiltechnologie und Industrieelektronik, die beide zusammen bereits im letzten Jahr mit über 60% zum Konzernumsatz beitrugen. Das Jahr 2010 stand bei InTiCa Systems dementsprechend deutlich im Zeichen der "Zukunft durch Innovation".
Aufbauend auf unser breites Produktportfolio, welches ständig weiter entwickelt wird, und unsere Adressierung von wachsenden Märkten, arbeiten unsere Entwickler im Wesentlichen an Neuentwicklungen von induktiven Komponenten, mechatronischen Baugruppen und analoger Schaltungstechnik zur Optimierung der Energieeffi zienz und Leistungsfähigkeit von emissionsarmen PKW-Technologien, regenerativer Energiequellen sowie Kabelnetzen für die Breitbandübertragung. Laut McKinsey ergibt sich bis zum Jahr 2020 allein aus effi zienteren und emissionsärmeren PKW-Technologien ein Marktpotenzial für die Automobilhersteller von 325 Milliarden Euro.
Konzern
Mit der Etablierung des erst drei Jahre alten Geschäftsfeldes Industrieelektronik, das sich mittlerweile zum Bereich mit dem stärksten Wachstum und den besten Ergebnissen entwickelt hat, steuerte dieses im letzten Jahr einen Anteil am Konzernumsatz von über 30% bei. Auch weiterhin gehen wir in diesem Bereich von sehr starkem Wachstum aus. Mittelfristig sind wir davon überzeugt, dass dieses Segment rund 50% unserer Umsätze ausmachen wird. Mit der neuen Produktgruppe Kabelkonfektion erweitern wir zudem unsere Wertschöpfungstiefe, wodurch wir zusätzliche Umsatzpotenziale in neuen Märkten erschließen wollen.
Die Erfolge, die wir in den letzten Monaten und Jahren erzielt haben, sind aus den Zahlen des Ihnen vorliegenden Konzernabschlusses leider nur auf der Absatzseite ersichtlich. Zwar zeigt sich aus der Cashfl ow Betrachtung, dass die operative Ebene in Folge der guten Geschäftslage mit EUR 1,3 Mio. deutliche
Steigerungen und die Rückkehr in den positiven Bereich erzielen konnte, auf der Ergebnisebene führten aber hohe Rohstoff- und Sondertransportkosten in Q3 und Q4 noch zu einem unter den ursprünglichen Erwartungen liegenden Resultat. Das EBITDA lag mit EUR 2,9 Mio. noch in etwa auf dem Vorjahresniveau von EUR 3,0 Mio., EBIT und EBT waren auch aufgrund der im letzten Jahr getätigten Investitionen in den Ausbau der Geschäftstätigkeit jedoch schlechter als im Vorjahr. Da aber die Auftragseingänge zum Ende 2010 auf einem Rekordhoch in der Unternehmensgeschichte lagen und InTiCa Systems im Produktportfolio nun diversifi zierter ist als je zuvor, haben wir das Unternehmen in eine gute Ausgangsstellung auf nachhaltige Profi tabilität gebracht. Dies, in Verbindung mit unserer hohen Innovationskraft, macht uns zuversichtlich, in 2011 ein positives Ergebnis erzielen zu können.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Mitarbeiter, sehr geehrte Geschäftsfreunde und -partner, wir bedanken uns ganz herzlich für das uns von Ihnen im letzten Jahr entgegengebrachte Vertrauen. Welche neuen Herausforderungen das laufende Geschäftsjahr 2011 für uns alle auch bringen wird: wir sind der Überzeugung, hierfür innovative Lösungen zu fi nden. Bitte unterstützen Sie uns dabei weiterhin.
Passau, im April 2011
Ihr
Vorstandsvorsitzender Vorstand
Walter Brückl Günther Kneidinger
der Aufsichtsrat beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2010 umfassend mit der operativen und strategischen Entwicklung der Gesellschaft. Dabei wurden die im letzten Jahr ausgearbeiteten Planungen mit dem Ist-Stand abgeglichen und wesentliche Abweichungen mit dem Vorstand diskutiert. Wesentliche Themen der Aufsichtsratssitzungen, an denen der Vorstand regelmäßig teilnahm, waren die Finanzierung der Geschäftstätigkeit, die aktuelle produktions- und absatzseitige Lage und die Erwartung an die weitere Kostenentwicklung in den Produktionsprozessen. Der Aufsichtsrat diskutierte dabei in jeder Sitzung die operative Lage des Unternehmens. Darüber hinaus wurden verschiedene aufsichtsrechtliche Fragen behandelt.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum die Herren Dr. Walter Hasselkus (Vorsitzender), Dr. Horst Hollstein (stv. Vorsitzender) und Dr. Wulfdieter Braun (jeweils bis zum 4. August 2010) sowie die Herren Werner Paletschek, Christian Fürst und Detlef Hölzel (jeweils seit 5. August 2010) an. Die Herren Dr. Hasselkus, Dr. Hollstein und Dr. Braun schieden im Berichtszeitraum aus dem Aufsichtsrat nach Niederlegung ihrer Ämter aus. Auf Bestellung durch das Amtsgericht Passau vom 5. August 2010 sind die Herren Paletschek, Fürst und Hölzel im Amt. Die konstituierende Sitzung vom 25. August hat Herrn Paletschek zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestimmt und Herrn Fürst als seinen Stellvertreter gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Dr. Hasselkus, Dr. Hollstein und Dr. Braun für ihre mehrjährige, konstruktive Zusammenarbeit.
Aufgrund der Anzahl von nur drei Aufsichtsratsmitgliedern wurden keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat behandelt die relevanten Themen im gesamten Gremium.
In Erfüllung seiner ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Überwachungsfunktionen hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 die Tätigkeit des Vorstands im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre laufend überwacht und diesen beratend begleitet. Maßstab für diese Überwachung waren namentlich die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung und Konzernleitung. Zu allen Geschäften und Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Darstellung und Begründung vorgelegt und die erforderliche Zustimmung eingeholt. Die Informationsübermittlung des Vorstands an den Aufsichtsrat erfolgte kontinuierlich, umfassend und zeitnah in mündlicher, als auch schriftlicher Form.
Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen sowie von den Budgets wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen von ihm überprüft. Außerhalb der regulären Sitzungen des Aufsichtsrats bestand zwischen Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden ein enger Informationsaustausch. Der Vorstand berichtete zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und fi nanzielle Lage der Gesellschaft und hat mit dem Aufsichtsrat die Unternehmensplanung erörtert.
Im Geschäftsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat zu acht regulären Sitzungen zusammen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats waren bei sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats anwesend.
18.03.2010: Der vorläufi ge Jahresabschluss und Lagebericht des Geschäftsjahrs 2009 sowie die Entsprechenserklärung wurden erläutert. Des Weiteren standen der aktuelle Geschäftsverlauf und die Abstimmungen mit Herrn Brückl für einen neuen Dienstvertrag im Mittelpunkt der Beratung.
Der neue Dienstvertrag wurde im April 2010 mit Herrn Brückl abgeschlossen.
19.04.2010: Der Jahresabschluss und Lagebericht des Geschäftsjahrs 2009 wurden erläutert und gebilligt. Des Weiteren standen der aktuelle Geschäftsverlauf, Beschlussfassungen und die Verabschiedung der Entsprechenserklärung als Themen an.
24.06.2010: Der aktuelle Geschäftsverlauf wurde besprochen, des Weiteren stand die Präsentation zur Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratung.
27.07.2010: Der aktuelle Geschäftsverlauf stand im Mittelpunkt der Beratung.
25.08.2010: Durchführung der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats nach Bestellung der Herren Paletschek, Fürst und Hölzel durch das Amtsgericht. In der Sitzung wurde Herr Paletschek als Vorsitzender des Gremiums und Herr Fürst als sein Stellvertreter gewählt. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat umfassend über das Unternehmen, die Strategie sowie den Geschäftsverlauf informiert.
29.09.2010: Schwerpunkt der Sitzung war die Erörterung der Entwicklung der Ergebnissituation der vergangenen Monate. Ferner wurden die Grundzüge der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011 diskutiert. Ebenfalls wurde eingehend über die Finanzierung des Unternehmens gesprochen und Beschlüsse diesbezüglich gefasst. In der Aufsichtsratsitzung wurde neben anderen Personalthemen auch über eine zukünftig geplante Neuregelung der Aufsichtsrat-Bezüge gesprochen.
26.10.2010: Der aktuelle Geschäftsverlauf sowie verschiedene Maßnahmen, wie z. B. die Optimierung der Supply Chain, der Bestandsführung und des ERP-Systems mit Unterstützung externer Berater, standen im Mittelpunkt der Beratung und wurden eingehend erörtert.
01.12.2010: Der Aufsichtsrat wurde über den aktuellen Geschäftsverlauf informiert. Es wurde ein Aktions- und Maßnahmenplan vorgestellt und erörtert, welcher die zukünftige positive Geschäftsentwicklung fördern und das geplante Umsatz- und Ergebniswachstum in 2011 absichern soll. Im Zuge der Ausrichtung des Unternehmens für die nächsten Jahre wurde über die Zuständigkeiten im Vorstand gesprochen und Änderungen festgelegt. Des Weiteren wurde die Unternehmensplanung für das Jahr 2011 im Detail erörtert und vom Aufsichtsrat unterstützt.
Im Dezember 2010 wurde mit Herrn Kneidinger vom Aufsichtsrat seine weitere Bestellung als Vorstand besprochen und ein neuer Dienstvertrag verhandelt. Der Dienstvertrag wurde im Januar mit Herrn Kneidinger geschlossen.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nirschl, Grössl & Koll GmbH, Eging am See, wurde durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 zum Jahresabschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer gewählt, der Aufsichtsrat hat den entsprechenden Prüfungsauftrag erteilt.
Der vorliegende Lagebericht und der Jahresabschluss der InTiCa Systems Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 nach HGB, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 nach IFRS/IAS sowie der Konzernlagebericht wurden durch den Abschlussprüfer unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Prüfung der Umsatzrealisierung sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden als Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer vereinbart. Auch das Risikofrüherkennungssystem des Konzerns war gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Gegenstand der Abschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat ließ sich vom Abschlussprüfer regelmäßig über den Fortgang der Abschlussprüfung informieren und hat dessen Prüfungsberichte zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten und dem Aufsichtsrat ausgehändigten Lagebericht, Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 auch selbst eingehend geprüft und festgestellt, dass nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind.
Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat am 8. April sowie im Zuge der Aufsichtsratssitzung vom 12. April den Jahresabschluss vorgestellt und erläutert und den Aufsichtsratsmitgliedern Fragen zur Prüfung beantwortet. Am 19. April 2011 wurde der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der Bericht über die Lage der InTiCa Systems AG und des Konzerns vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Jahres- und Konzernabschlüsse sind damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus mit aktuellen Fragen und der Weiterentwicklung der Corporate Governance beschäftigt und berücksichtigte dabei gesetzliche Änderungen sowie die Aktualisierung des Deutschen Corporate Governance Kodex im Mai 2010. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §161 AktG wurde am 12. April 2011 verabschiedet und wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft zugänglich gemacht. Interessenkonfl ikte im Aufsichtsrat sind dem Aufsichtsrat nicht bekannt.
Weitere Ausführungen zum Thema Corporate Governance fi nden sich im gemeinsamen Corporate Governance-Bericht des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern des Konzerns für ihr tatkräftiges Engagement und die erbrachten Leistungen im Geschäftsjahr 2010.
Passau, den 19. April 2011
Werner Paletschek Vorsitzender des Aufsichtsrats
Vorsitzender Strategie, Finanzen, Personal, Produktion, Fertigungstechnologie, IT, Investor und Public Relations
(Aufsichtsratsmitglieder bis 4. August 2010)
Vorsitzender Jurist Gräfelfi ng
Aufsichtsratsmitglied der DAF Trucks NV, Eindhoven Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ehlebracht AG, Enger Non-Exec. Director Wincanton plc, Chippenham, U.K. Aufsichtsratsvorsitzender Wincanton GmbH, Mannheim Mitglied des Aufsichtsrats W.E.T. Automotive Systems AG, Odelzhausen
stellv. Vorsitzender Diplom-Kaufmann Jesteburg Mitglied des Aufsichtsrats der Otto M. Schröder Bank AG, Hamburg Mitglied des Beirats der MAINKA Bauunternehmung August Mainka GmbH & Co., Lingen
Diplom-Physiker Passau
(Aufsichtsratsmitglieder seit 5. August 2010)
Vorsitzender Diplom-Betriebswirt (FH) Fürstenzell Geschäftsführer der OWP Brillen GmbH, Passau
stellv. Vorsitzender Diplom-Betriebswirt (FH) Thyrnau Vorsitzender des Aufsichtsrats der Electrovac Hacht & Huber GmbH Geschäftsführender Gesellschafter der Ziel Management Consulting GmbH
Diplom-Ingenieur (FH) Ingolstadt Geschäftsführender Gesellschafter der PCE-GmbH, Ingolstadt
InTiCa Systems ist ein führender europäischer Anbieter in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von induktiven Komponenten, passiver analoger Schaltungstechnik und mechatronischer Baugruppen. Das Unternehmen arbeitet in den Geschäftsfeldern Kommunikationstechnik, Automobiltechnologie sowie Industrieelektronik und beschäftigt an den Standorten in Passau, Prachatice/Tschechien und Neufelden/Österreich über 450 Mitarbeiter.
Zufriedene Kunden, langfristige Geschäfts beziehungen und marktgerechte, zukunfts weisende Produkte sind das oberste Ziel von InTiCa Systems. Qualität wird von allen Mitarbeitern durch "Denken und Handeln" täglich gelebt.
Eine "Idee" zu einem marktfähigen Produkt zu entwickeln ist sicherlich eine der größten Herausforderungen eines Produktionsunternehmens. Ein Schlüssel hierzu ist die Fertigungstechnologie. Sie setzt die Grenzen für die Realisierung der Merkmale und Eigenschaften der Produkte unserer Kunden.
InTiCa Systems ist sich dieser Tatsache bewusst und hat aus diesem Grund ein eigenes Experten-Team, welches sich ausschließlich mit neuen und innovativen Fertigungstechnologien und Fertigungsprozessen beschäftigt.
an Perfektion für unsere Kunden sicherstellen. …. am Ende der zufriedene Kunde!
Hier werden die physikalischen Grenzen ausgelotet, maßgeschneiderte Konzepte entwickelt und umgesetzt. Das Fertigungsequipment konzipieren wir selbst und können dadurch kleine wie auch große Stückzahlen mit dem gleichen Anspruch
Kommunikations- und Datennetzwerke über Kabel, Funk oder Satellit erfordern höchste Ansprüche in Qualität und Sicherheit.
Unser Expertenteam hat eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung, Konstruktion und Realisierung von Produkten und Fertigungstechnologien für zukunftsweisende Komponenten der Breitbandübertragungstechnik.
Diese setzen wir zielgerichtet ein, um in einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Kunden innovative Zukunftsprojekte in kürzester Zeit realisieren zu können.
InTiCa Systems entwickelt und produziert zum Beispiel seit vielen Jahren erfolgreich Splitter-Anwendungen für höchste Datenraten und maximale Packungsdichte.
CPE SPLITTER (CUSTOMER PREMISES EQUIPMENT)
CO SPLITTER (CENTRAL OFFICE)
MDF SPLITTER (MAIN DISTRIBUTION FRAME)
Der Automobilbereich erstreckt sich auf Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Lösungen und Systemen für Sensorik, elektronische Steuerung und Netzwerktopologie.
Die Produkte werden über die Fertigungstechnologiebereiche Kunststofftechnik, Wickel-, Löt-, Schweiß- und Prüftechnik sowie der Verguss- und Montagetechnik durchgängig vom Konzern gefertigt. Unsere Produkte fi nden sich in allen bekannten Automarken wieder.
Induktive Komponenten und mechatronische Module erhöhen den Komfort und die Sicherheit von Automobilen, steigern die Leistungsfähigkeit von Elektro- sowie Hybridfahrzeugen und reduzieren CO2 -Emissionen.
Unsere induktiven Komponenten und mechatronischen Module sorgen für mehr Komfort und Sicherheit und tragen zur CO2 -Reduzierung bei
KEYLESS-ENTRY
ENERGIE- UND MOTORENMANAGEMENTSTEUERUNG
FAHRBERECHTIGUNGSSYSTEME
AGGREGATSTEUERUNG FÜR HYBRIDFAHRZEUGE
REIFENDRUCKKONTROLLSYSTEME
Im Bereich Industrieelektronik hat sich InTiCa Systems auf die Entwicklung und Produktion hochwertiger, kundenspezifi scher induktiver Bauelemente sowie mechatronischer Modul- und Systemlösungen für regenerative Energiequellen (Solar) sowie die Automatisierungs- und Antriebstechnik spezialisiert.
Umfangreiches Know How in der Entwicklung von induktiven Komponenten kombiniert mit umfassendem Expertenwissen garantieren unseren Kunden schnelle, bauraum-, leistungs- und kostenoptimierte Lösungen auf höchstem Qualitätsniveau.
sorgen an entscheidender Stelle dafür, dass z. B. durch Solarmodule gewonnene Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt wird
LEISTUNGSBAUTEILE
PFC- UND SPEICHERDROSSELN
FILTER UND ENTSTÖRKOMPONENTEN
ÜBERTRAGER UND TRANSFORMATOREN
KOMPONENTEN FÜR BERÜHRUNGSLOSE ÜBERTRAGUNG (RFID)
MECHATRONISCHE MODULE UND SYSTEME
Höchste Effi zienz durch Automatisierung zum Beispiel im Bereich Wickeltechnologie
Die konjunkturelle Erholung fand an den Kapitalmärkten im Allgemeinen je nach Branche und Markt in unterschiedlicher Stärke ihren Niederschlag. Insgesamt verbesserte sich die allgemeine Verfassung an den internationalen Kapitalmärkten in 2010 auf Ganzjahressicht zunehmend. Die Euro-Krise, die sich bis zur Jahresmitte immer weiter verschärfte, und die die hohe Verschuldung mehrerer Euromitgliedsländer zum Hintergrund hat, führte in den ersten Monaten des Jahres zu hoher Unsicherheit und Nervosität an den Märkten. Erst nach Etablierung des so genannten Eurorettungsschirms der Euro-Staaten, der EZB und des IWF entspannte sich die Stimmungslage an den internationalen Finanzmärkten deutlich. Die Notenbanken weltweit trugen mit einer fortgesetzten Niedrigzinspolitik und weiteren Liquiditätsmaßnahmen (quantitative easing) dazu bei, die Lage an den Märkten zu beruhigen und zu stabilisieren, was, einhergehend mit einer weltweit weiter anziehenden Konjunktur, zu deutlichen Kursgewinnen an den globalen Kapitalmärkten führte. In den betroffenen Ländern der Schuldenkrise war sowohl die konjunkturelle als auch die Kursentwicklung an den Märkten deutlich gehemmt.
Der DAX verzeichnete zum Jahresende ein Plus von rund 16% gegenüber dem Vorjahr. Der solarindustriestarke TecDAX Index verbesserte sich allerdings nur um knapp 4%, wohingegen der breiter aufgestellte DAXsector Technology Index, der von der Deutsche Börse AG berechnet wird und alle Technologieunternehmen im Prime Standard umfasst, um rund 59% im Jahresvergleich zulegen konnte.
Nach einem kurzen Zwischenhoch im April und Mai, als sich die Aktie stark verteuerte, fi el der Anteilschein Mitte des Jahres aber wieder auf ihr Ausgangsniveau zurück. Bis zum Herbstbeginn verlief die Kursentwicklung mit Ausnahme des beschriebenen Ausreißers nahezu parallel zu der des DAX. Danach stieg der DAX stark an. Der TecDAX entwickelte sich hingegen schon seit April deutlich schlechter als das InTiCa Systems-Papier, konnte gegen Jahresende aber wieder aufholen. Die Aktie von InTiCa Systems schloss das Jahr bei EUR 4,20, was im Jahresvergleich einem Zugewinn von rund 6% entsprach. Die Marktkapitalisierung betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2010 somit EUR 18,0 Mio. Der bedeutendste Handelsplatz der InTiCa Systems-Aktie war mit rund 71% die elektronische Plattform XETRA, gefolgt vom Frankfurter Parkett mit etwa 25%. Das durchschnittliche Handelsvolumen lag in 2010 bei rund 116.000 InTiCa Systems-Aktien pro Monat (XETRA). Die Liquiditätsunterstützung zur Gewährleistung der Handelbarkeit der InTiCa Systems-Aktie im vollelektronischen Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG wurde von der BankM sichergestellt.
Die Kursentwicklung der InTiCa Systems-Aktie lag im abgelaufenen Jahr nach der überaus guten Vorjahresperformance in 2009, als der Anstieg der Vergleichsindizes deutlich übertroffen wurde, unter der des DAX, jedoch über der des TecDAX.
| InTiCa Systems-Aktie | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Jahreshöchstkurs (XETRA®-Schlusskurs) |
5,25 | 4,37 |
| Jahrestiefstkurs (XETRA®-Schlusskurs) |
3,75 | 1,34 |
| Marktkapitalisierung am Jahresende in EUR Mio. |
18,0 | 16,9 |
| Schlusskurse | 2010 | 2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| InTiCa Systems-Aktie (XETRA®) |
4,20 | 3,95 | 6,3 % |
| DAX | 6.914,19 | 5.957,43 | 16,1 % |
| TecDAX | 850,67 | 817,58 | 4,0 % |
| DAXsector Technology | 503,83 | 316,46 | 59,2 % |
| DAXsubsector Communi cations Technology |
116,04 | 72,99 | 59,0 % |
Der Vorstand der InTiCa Systems AG informierte die Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit im Geschäftsjahr 2010 wie in den Vorjahren zeitnah über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung. Durch die Teilnahme an mehreren Investorenveranstaltungen wie z. B. Kapitalmarktkonferenzen und Road shows und das Führen von intensiven Gesprächen mit Investoren und Analysten, hat der Vorstand zahlreiche Möglichkeiten genutzt, die Erwartungshaltung der verschiedenen Marktteilnehmer zu verbessern. InTiCa Systems war darüber hinaus auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in verschiedenen aufl agestarken Börsenfachpublikationen und Anlegerzeitschriften mit Hintergrundberichten und Vorstandsinterviews vertreten.
Investoren und der interessierten Öffentlichkeit wird nach wie vor regelmäßig die Möglichkeit gegeben, sich zeitnah über Details zu Unternehmensmeldungen und Geschäftsergebnissen von InTiCa Systems aus der Sicht erfahrener Kapitalmarktanalysten zu informieren, die ihrerseits Einschätzungen bezüglich des weiteren Verlaufs der Geschäftsentwicklung bei InTiCa Systems abgeben. Die veröffentlichten Researchberichte stehen auch im Investor Relations Bereich auf der InTiCa Systems-Internetseite zum Abruf bereit. Außerdem sind die Kennzahlenschätzungen auf den Webseiten von den größten Internet-Finanzportalen und Online-Brokern eingestellt und erfahren hierdurch eine hohe Verbreitung.
InTiCa Systems beabsichtigt, sich auch im laufenden Jahr in ähnlichem Umfang wie im Vorjahr neuen Kapitalmarktmultiplikatoren und professionellen Anlegern im Rahmen von Road shows vorzustellen und in vertiefenden Einzelgesprächen mit gegenwärtigen und potenziellen Investoren über die Unternehmensentwicklung zu berichten. An der Auffassung, dass eine aktive, offene und transparente Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern, aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit und den Medien, unabdinglich ist, hält der Vorstand weiterhin fest.
| ISIN | DE0005874846 |
|---|---|
| Wertpapierkennummer | 587 484 |
| Börsenkürzel | IS7 |
| Tickersymbol Bloomberg | IS7:GR |
| Tickersymbol Reuters | IS7G.DE |
| Anzahl Aktien | 4.287.000 |
| Börsensegment | Regulierter Markt, Prime Standard |
|---|---|
| Handelsplätze/Börsen | XETRA®, Frankfurt, Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Düsseldorf |
| Designated Sponsor | BankM |
| Research Coverage | BankM |
| Wesentliche Aktionäre zum Stichtag: | Beteiligungsquote: |
|---|---|
| Thorsten Wagner | über 15 % |
| Dr. Dr. Axel Diekmann | über 10 % |
| UBS Global Asset Management (Deutschland) GmbH | über 5 % |
| KST Beteiligung AG | über 5 % |
| UBS Fund Management (Switzerland) AG | über 3 % |
| Dr. Paul und Maria Grohs | über 3 % |
| Karl Kindl | über 3 % |
| Eigene Anteile | 1,5 % |
InTiCa Systems AG DAX TecDAX
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet die Erklärung zur Unternehmensführung der InTiCa Systems AG auch über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance Bericht).
Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften erklären jährlich, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Diese Erklärung muss der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden und ist auch im Internet unter www.intica-systems.de im Bereich "Investor Relations / Corporate Governance" verfügbar.
Die Gesellschaft hat in den abgelaufenen Geschäftsjahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in seiner jeweiligen Fassung mit denjenigen Ausnahmen entsprochen, die in den Erklärungen gemäß § 161 AktG für die Vorjahre jeweils aufgeführt sind. Vom Geschäftsjahr 2011 an wird die Gesellschaft den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziff. 2.3.2). Die Gesellschaft veröffentlicht ihre HV-Einladungen im elektronischen Bundesanzeiger und stellt ihren Aktionären die HV-Einladungen und die Geschäftsberichte darüber hinaus über die Depotbanken in gedruckter Form zur Verfügung. Die HV-Einladungen und die Einberufungsunterlagen stehen vom Zeitpunkt der Einberufung an auch auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download bereit. Vorstand und Aufsichtsrat sind davon überzeugt, dass die Finanzdienstleister, Aktionäre und Aktionärsvereinigungen damit über ausreichende Informationsmöglichkeiten verfügen und ein elektronischer Versand der HV-Einladungen und der Einberufungsunterlagen durch die Gesellschaft weder erforderlich noch zweckmäßig ist.
Der Aufsichtsrat wird beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf achten, dass für Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine angemessene Obergrenze vereinbart wird. Der Empfehlung, zwei Jahresvergütungen als Obergrenze festzulegen (Kodex Ziff. 4.2.3) schließt sich der Aufsichtsrat nicht an, er hält es für zweckmäßiger, entsprechende Zahlungen auf die feste Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages zu beschränken, die Fortzahlung variabler Vergütungen also auszuschließen.
Eine Entscheidung bei der Auswahl von geeigneten Kandidaten zur Bestellung als Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied erfolgt gemäß des Gleichbehandlungsgrundsatzes ausschließlich fachbezogen. Altersgrenzen sind für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates nicht vorgesehen (Kodex Ziff. 5.1.2; 5.4.1). Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats können nach Gesetz und Satzung jeweils höchstens für einen Zeitraum von fünf Jahren bestellt werden. Vorstand und Aufsichtsrat halten es für zweckmäßig, wenn sich das für die Bestellung zuständige Organ im Zeitpunkt der erstmaligen Bestellung oder einer erneuten Bestellung mit dem Lebensalter der Kandidaten befasst und auch die Möglichkeit hat, auf die besondere Berufsund Lebenserfahrung älterer Kandidaten zurückzugreifen, ohne an starre Altersgrenzen gebunden zu sein.
Der Aufsichtsrat hat sich keine Geschäftsordnung gegeben (Kodex Ziff. 5.1.3) und hat keine Ausschüsse gebildet (Kodex Ziff. 5.3.1; 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Personen. Da jedem beschließenden Ausschuss kraft Gesetzes ebenfalls drei Personen angehören müssten, ist die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats weder erforderlich noch zweckmäßig. Auf die Aufstellung einer eigenen Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat bisher verzichtet, weil sich die insoweit im Gesetz und in der Satzung enthaltenen Regelungen als ausreichend erwiesen haben. Ebenso hat der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt. Demzufolge werden die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung nicht im Corperate Governance Bericht veröffentlicht. (Kodex Ziff. 5.4.1)
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nicht zwingend eine erfolgsorientierte Vergütung (Kodex Ziff. 5.4.6). Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass die Hauptversammlung jeweils darüber entscheidet, ob den Mitgliedern des Aufsichtsrats neben der festen Vergütung auch eine am Bilanzgewinn orientierte weitere Vergütung gewährt wird. Die Satzung schließt eine erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats also nicht aus, überlässt die Entscheidung aber der Hauptversammlung. Diese fl exible Regelung ist aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat der vom Kodex empfohlenen starren Regelung vorzuziehen.
Der Konzernabschluss wird voraussichtlich nicht schon binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte werden voraussichtlich nicht binnen 45 Tagen nach dem Ende des Berichtszeitraumes öffentlich zugänglich sein (Kodex Ziff. 7.1.2). Die Gesellschaft kann die Einhaltung der vom Kodex empfohlenen Fristen angesichts der notwendigen Einbeziehung ausländischer Unternehmen in Konzernabschluss und Zwischenberichte nicht garantieren. Der Konzernabschluss wird aber spätestens vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres und auch die Zwischenberichte werden innerhalb der gesetzlichen Fristen veröffentlicht, die Vorstand und Aufsichtsrat für angemessen halten.
Die Erfüllung der Corporate Governance Richtlinien ist für InTiCa Systems die wesentliche Basis verantwortungsvoller und werteorientierter Unternehmensführung und zugleich Voraussetzung für die effi ziente Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Schaffung von Transparenz in der Berichterstattung und der Implementierung eines funktionierenden Risikomanagements.
InTiCa Systems verfügt durch den direkten Kontakt zum Kunden immer über einen Blick auf neue Märkte und sich verändernde Anforderungen. Durch Verknüpfung der Kernkompetenzen über alle Geschäftsfelder gelingt es InTiCa Systems permanent, neue Produkte für die verschiedensten Geschäftsfelder und Markterfordernisse zu entwickeln. Zufriedene Kunden, langfristige Geschäftsbeziehungen und marktgerechte, zukunftsweisende Produkte sind das oberste Ziel von InTiCa Systems. Qualität wird von allen Mitarbeitern durch "Denken und Handeln" täglich gelebt.
Die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist Leitlinie des Handelns der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der InTiCa Systems AG. Das Vertrauen der Investoren und weiterer am Unternehmen beteiligter Gruppen in eine effektive und transparente Unternehmensführung ist von vorrangiger Bedeutung. Ziel der Investor Relations Arbeit bei InTiCa Systems ist es, die Erwartungen der Kapitalmärkte nach Transparenz zu erfüllen und den Aktionären ein richtiges Bild des Unternehmens (True and Fair View) zu vermitteln. Dabei werden dem Prinzip des "Fair Disclosure" folgend, alle Aktionäre und wesentliche Zielgruppen informationell grundsätzlich gleich behandelt. Die zu Grunde liegende Regel ist, die Eigentümer der Gesellschaft zuverlässig und zeitnah über wesentliche Ereignisse in ihrem Unternehmen zu informieren.
Transparenz zu zeigen bedeutet auch, die Chance zu haben, neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen. Daher arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat laufend daran, die Kommunikation zu optimieren, um eine nachhaltige und angemessene Bewertung der InTiCa Systems-Aktie zu erzielen.
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle der Gesellschaft eng und vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft, richtet die Gesellschaft strategisch aus, führt deren Geschäfte, plant das Budget, legt es fest und kontrolliert die Geschäftsbereiche. Er stellt ein angemessenes Risikomanagement- und Kontrollsystem im Unternehmen sicher. Das systematische Risikomanagement im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt, analysiert und bewertet sowie Risikopositionen optimiert werden.
Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Gedankenaustausch. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über die Entwicklungen der Gesellschaft, die aktuelle Lage der Gesellschaft, bestehende Risiken und deren Entwicklung. Gemeinsam wird die vom Vorstand erarbeitete Strategie erörtert und abgestimmt. Der Stand der Umsetzung der strategischen Planung und mögliche Abweichungen werden an den Aufsichtsrat berichtet. Wesentliche Entscheidungen sind an dessen Zustimmung gebunden. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat über das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand bei seinen Tätigkeiten und ist in Entscheidungen von fundamentaler Bedeutung für die Gesellschaft unmittelbar eingebunden. Über die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erhält der Aufsichtsrat monatlich schriftliche Berichte. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen werden dem Aufsichtsrat detailliert erläutert. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird darüber hinaus regelmäßig und unmittelbar über die aktuelle Situation, wichtige Geschäftsvorfälle und bevorstehende bedeutsame Entscheidungen unterrichtet.
Der aus drei Personen bestehende Aufsichtsrat der Gesellschaft hat keine Ausschüsse gegründet, da dies für nicht sinnvoll und praktikabel erachtet wird, und behandelt die relevanten Themen im gesamten Gremium. Dies betrifft maßgeblich die Prüfung der Quartals- und Jahresabschlüsse sowie Personalien des Vorstands. Der Vorstand nimmt regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil, berichtet schriftlich und mündlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und Beschlussvorlagen und beantwortet die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder.
Gemäß Aktiengesetz bestellt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat entscheidet nach § 5 der Satzung, wie viele Mitglieder der Vorstand haben soll (laut Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen) und kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat erlässt eine Geschäftsordnung und einen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand. Die Geschäftsordnung enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte. Der Aufsichtsrat entscheidet, ob die Vorstandsmitglieder an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilnehmen sollen. Der Aufsichtsrat legt für seine Tätigkeit eine Geschäftsordnung fest. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung.
Für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder besteht eine D&O-Versicherung mit Selbstbehalt.
Im Jahre 2008 führte InTiCa Systems erstmals Vereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern über variable Vergütungskomponenten mit Kopplung an den Unternehmenserfolg (um Sondereinfl üsse bereinigtes EBIT) ein (mit Änderungen in 2010). Auf variable Bestandteile der Vergütung wurde zuvor aufgrund der Beteiligung der ehemals tätigen Vorstände am Unternehmen, anders als durch den Kodex empfohlen, verzichtet. Der Aufsichtsrat von InTiCa Systems erhält eine feste Vergütung. Die Hauptversammlung hat gemäß der Satzung der Gesellschaft die Möglichkeit dem Aufsichtsrat zusätzlich eine Beteiligung am Bilanzgewinn zu gewähren.
Weitere Details zum Vergütungssystem der Organe sind im Abschnitt 7 "Vergütungssystem der Organe" im Lagebericht aufgeführt.
Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat halten in geringem Umfang Anteile am Unternehmen. Insgesamt liegt der Besitz beider Organe deutlich unter 3%. Herr Walter Brückl hält zum 12. April 2011 insgesamt 18.000 Aktien der InTiCa Systems AG (0,4%), Herr Werner Paletschek 1.000 Aktien (0,02%) und Herr Christian Fürst ebenfalls 1.000 Aktien (0,02%). Herr Dr. Wulfdieter Braun war im Zeitraum seiner Aufsichtsratstätigkeit (bis 04. August 2010) mit 26.015 Aktien (0,61%) an der InTiCa Systems AG beteiligt. Die Gesellschaft selbst hält zum 12. April 2011 insgesamt 64.180 eigene Aktien (1,5%).
2010 fanden folgende Wertpapiergeschäfte von mitteilungspfl ichtigen Personen gemäß § 15a WpHG aus dem Vorstand und Aufsichtsrat der InTiCa Systems AG statt:
| Datum | Meldepfl ichtiger | Gremium | Kauf/Verkauf | Stückzahl | Kurs in EUR | Volumen in EUR | Börse |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 02.12.2010 | Christian Fürst | Aufsichtsrat | Kauf | 1.000 | 4,01 | 4.010 | Xetra |
| 19.11.2010 | Werner Paletschek | Aufsichtsrat | Kauf | 1.000 | 3,99 | 3.990 | München |
| 14.07.2010 | Walter Brückl | Vorstand | Kauf | 500 | 4,09 | 2.045 | Frankfurt |
| 01.06.2010 | Walter Brückl | Vorstand | Kauf | 1.000 | 4,136 | 4.136 | Frankfurt |
| 29.01.2010 | Walter Brückl | Vorstand | Kauf | 1.000 | 3,85 | 3.850 | Xetra |
| 22.01.2010 | Walter Brückl | Vorstand | Kauf | 1.000 | 3,85 | 3.850 | Xetra |
Der Konzernlagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Konzern-Finanzdaten und den Angaben im Anhang in diesem Dokument gelesen werden. Diese folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von Annahmen, die detailliert im Anhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält der Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der InTiCa Systems AG übernimmt keine Verpfl ichtung, die diesem Dokument zugrunde liegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Das Management der InTiCa Systems AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielereichung führen kann. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" detailliert beschrieben.
InTiCa Systems gehört in Deutschland und Europa zu den Markt- und Technologieführern bei Produkten und Lösungen, die auf High-Tech-Induktivität basieren:
Die Fähigkeit einer Spule, durch ein Magnetfeld in den eigenen Wicklungen Spannung zu erzeugen oder vice versa mittels Spannung in einer Spule ein Magnetfeld zu generieren, nutzt das Unternehmen für
InTiCa Systems verfügt somit über eine breit anwendbare Basistechnologie für eine Vielzahl von industriellen Anwendungen. Wesentlicher Vorteil dieser passiven induktiven Bauelemente ist: Sie benötigen für ihre Funktionen keine zusätzliche Energiequelle wie Netz-, Akku- oder Batteriestrom. Darüber hinaus arbeiten diese Komponenten weitestgehend verschleißfrei und zuverlässig.
Diese Technologie fi ndet Anwendung in Produkten für den schnellen Datenaustausch in der Telekommunikation (ADSL+, VDSL+, zusammengefasst: xDSL), den InTiCa Systems im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik abdeckt. Das Geschäftsfeld Automobiltechnologie entwickelt und produziert Produkte, Lösungen und komplette Systeme für die Sensorik, die elektronische Steuerung und Netzwerktopologien im Automobil und das 2007 neu geschaffene Geschäftsfeld Industrieelektronik liefert leistungsstarke Drosseln und Transformer für Wechselrichter in Solarsystemen sowie zur Steigerung der Energie- und Kosteneffi zienz. Des Weiteren werden Komponenten und Systeme für Industrieautomation entwickelt.
Seit 2010 ist InTiCa Systems zudem im Bereich der Entwicklung und Vermarktung von hochwertigen Kabelsystemen für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie tätig. Die Vermarktung hochwertiger Kabelsysteme ergänzt das Portfolio von In-TiCa Systems in geeigneter Weise, da bereits in der Produktentwicklung bei InTiCa Systems die weitere Verbindungstechnik berücksichtigt werden muss. Dadurch entsteht ein sofortiger und deutlicher Mehrwert für die Kunden von InTiCa Systems. Mit ihren Entwicklungen und Produkten ist InTiCa Systems auf den internationalen Märkten in den folgenden drei Geschäftsfeldern – aufgegliedert nach Technologiebereichen – aktiv:
Für den breitbandigen Internetzugang über das vorhandene und künftige Telefonnetz entwickelt und produziert InTiCa Systems optimierte Lösungen für ADSL und VDSL. Die gegenüber ADSL verbesserte VDSL-Technologie wurde entwickelt, um sogenannte "Triple-Play-Dienste" anbieten zu können. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Zusammenführung von klassischen Telefonie-Diensten in Form von Analog-/ISDN- beziehungsweise IP-Telefonie, breitbandigem Internet sowie IPTV. Seit 2008 installieren Netzbetreiber zunehmend VDSL2-Splitter für die Amtseite (Seite des Providers) sowohl in kupfer- als auch glasfaserbasierten Gebieten. VDSL bietet theoretisch erreichbare Datenübertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s.
Zusätzlich zur technologisch aufgerüsteten Amtseite liefert InTiCa Systems an die Telekommunikationsgesellschaften schon seit 2006 die auf Endkundenseite benötigten VDSL-Teilnehmersplitter aus, die durch ihre Abwärtskompatibilität sowohl die Übertragungsraten von ADSL2+ (bis 16 Mbit/s) als auch die VDSL-Übertragungsraten (bis 50 Mbit/s) unterstützen.
Basis bei allen Produkten sind in der Regel sehr unterschiedliche Spezifi kationen der aktuellen wie auch der potenziellen Kunden. Dies sind einerseits Telekom-Gesellschaften, die die Splitter für die Teilnehmerseite nachfragen, andererseits aber auch die Systemlieferanten dieser Telekom-Gesellschaften, die bei InTiCa Systems die amtseitigen Splitter ordern. DSLAM Splitter und Hauptverteiler (HVT)-Splitter, die InTiCa Systems für die Multifunktionsgehäuse auf der Straße liefert, die VDSL näher an die Haushalte der Endkunden bringen, komplettieren das Sortiment im Segment Kommunikationstechnik.
Die Erlöse im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 12,1 Mio. (2009: EUR 13,5 Mio.). Damit ist der Anteil am Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa dreizehn Prozentpunkte auf rund 39% weiter gesunken (2009: 58%; 2008: 76%). InTiCa Systems verfügt nach eigenen Schätzungen in Deutschland im Splitterbereich bei rückläufi gen Absatzzahlen noch über einen Marktanteil von rund 50%. In den letzten Jahren sind verstärkt auch Anbieter aus dem asiatischen Raum im europäischen Markt tätig. Insbesondere aufgrund von starkem und durch den zunehmenden Wettbewerb aus diesen Billiglohnländern verursachten hohen Preisverfall, konnte der Rückgang des Umsatzes nicht verhindert werden. Zudem ist das Wachstumspotenzial im Splittermarkt in den letzten Jahren insgesamt rückläufi g. Der Ausbau des VDSL-Netzes durch die Deutsche Telekom AG ist darüber hinaus noch nicht in dem Maße fortgeschritten, wie dies ursprünglich einmal vorgesehen war. Dies liegt auch darin begründet, dass die Diskussion über zukünftige alternative Übertragungsformen anhält und die Investitionsbereitschaft in ein fl ächendeckendes VDSL-Netz zusätzlich reduziert.
Der Umsatzrückgang konnte weder durch die Erfolge der implementierten Effi zienzsteigerungsmaßnahmen, noch durch das Splitter-Auslandsgeschäft sowie der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte kompensiert werden, so dass auch im Geschäftsjahr 2010 mit EUR -1,7 Mio. (2009: EUR -1,1 Mio.) ein negatives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) für das Geschäftsfeld anfi el.
Im Geschäftsfeld Automobiltechnologie entwickelt und produziert InTiCa Systems Produkte, Lösungen und komplette Systeme für Zutrittsberechtigungssysteme, Sicherheitssysteme, Motor- und Energiemanagement-Systeme (u. a. für Elektro-/ Hybridfahrzeuge) für viele Fahrzeugklassen von der Luxuslimousine oder dem High End-Sportwagen bis zur preisgünstigen Kompakt-Klasse. Das Unternehmen liefert Wegfahrsperren, Keyless Entry-, Reifendruck-Kontrollsysteme oder Aggregatsteuerungen für Elektro-/Hybridfahrzeuge (CO2 -reduzierende Komponenten) bei verschiedenen europäischen Fahrzeugherstellern an namhafte europäische, amerikanische und asiatische Hersteller bzw. deren Systemlieferanten. Die Gewinnung von mehrjährigen Aufträgen bei namhaften neuen Kunden im abgelaufenen Jahr sowie auch zu Beginn des neuen Jahres, eröffnet InTiCa Systems den Zugang zu zusätzlichen Umsatzpotentialen in weiteren Anwendungs- und Produktfeldern im Automobilbereich. Das Geschäftsfeld Automobiltechnologie steuerte im Geschäftsjahr 2010 rund EUR 10,0 Mio. zum Gesamtumsatz bei, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 23% bedeutete (Vj. EUR 8,1 Mio.).
Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 32%, damit ist das Geschäftsfeld Automobiltechnologie zu einem stabilen Standbein für InTiCa Systems geworden (Vj. 35%), wobei das operative Ergebnis EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) des Geschäftsbereichs aufgrund von Rohstoffkostenerhöhungen und Sondertransportkosten mit EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,4 Mio.) negativ war.
Umrichter- bzw. Wechselrichtertechnik, wie sie bei der Umwandlung von Solarenergie in netzfähigen Strom oder der Automatisierungstechnik benötigt wird, sind im Wesentlichen die Anwendungen, für die InTiCa Systems im Geschäftsfeld Industrieelektronik Lösungen produziert und liefert. Dabei setzt InTiCa Systems auf das Know-how und die Technologieführerschaft, die das Unternehmen bei Leistungsübertragern und Entstörkomponenten, Spulen und Filtern besitzt – die vorhandenen Synergien werden konsequent genutzt. Aufgrund der sehr breiten Anwendungsmöglichkeiten und der breit gefächerten Kundengruppen sind in diesem Geschäftsfeld die Kunden- und Technologierisiken geringer als in den anderen Geschäftsfeldern. Die Komponenten, die InTiCa Systems beispielsweise für Wechselrichter bei regenerativen Energiequellen herstellt, wandeln erneuerbare Energien in Strom um – bei einem möglichst hohen Wirkungsgrad, also geringen Verlusten. Die Verbesserung des Wirkungsgrads geht dabei einher mit einer Reduzierung des Bauraums, so dass dem Kunden ein enormer Nutzen entsteht. Im Geschäftsjahr 2010 konnte InTiCa Systems im Geschäftsfeld Industrieelektronik die Umsätze von EUR 1,7 Mio. im Vorjahr auf rund EUR 9,2 Mio. im Geschäftsjahr 2010 steigern. Dies entspricht einer Steigerung von 441%. Damit ist die Industrieelektronik der Hauptwachstumstreiber der InTiCa Systems. Mittlerweile beträgt der Anteil am Gesamtumsatz rund 29% (Vj. 7%). Dabei konnte ein operatives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von EUR 0,4 Mio. erzielt werden (Vj. 0,1 Mio.)
Im Jahr 2010 konnte sich die Weltwirtschaft von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich erholen. Laut IWF (Internationaler Währungsfonds) lag das weltweite Wirtschaftswachstum bei ca. 5%. Der zuvor in 2009 zu verzeichnende Konjunktureinbruch war die tiefste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Maßgeblich für die schnelle Erholung der Weltwirtschaft waren die staatlichen Konjunkturprogramme und eine äußerst expansive Geldpolitik der weltweit bedeutendsten Notenbanken in Verbindung mit dem starken Wirtschaftswachstum der asiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländer, wie China, Indien oder Brasilien. Einer der Hauptwachstumstreiber in den Schwellenländern war dabei der private Konsum.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise führte im Ergebnis zu einer Verschiebung der wirtschaftlichen Kräfte zu Gunsten Asiens. Die Schwellenländer Asiens, die von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Vorjahr deutlich geringer betroffen waren als die westlichen Industriestaaten, konnten in 2010 ihr Wachstum verstärkt fortsetzen. So wuchs Berechnungen des IWF zufolge die Wirtschaft Chinas im Jahr 2010 mit 10,3% (2009: 9,2%). In Indien betrug das Wirtschaftswachstum 9,7% nach (2009: 5,7%). Im Vergleich dazu fi el das Wachstum in den USA aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und privaten Verschuldung sowie der daraus resultierenden Konsumzurückhaltung mit 2,9% sehr moderat aus. Auch das durchschnittliche Wirtschaftswachstum im Euroraum war laut IWF in 2010 mit 1,8% eher schwach. Spanien (-0,3%), Irland (-0,5%) und Griechenland (-4,2%) hatten aufgrund der hohen Staatsverschuldungen und den deshalb notwendig gewordenen Einsparungen sogar eine rückläufi ge Wirtschaftsentwicklung zu verzeichnen.
Deutschland hingegen konnte mit 3,6% das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung erreichen. Die positive Entwicklung in Deutschland wurde getrieben von der Erholung des Exports, begünstigt durch die positive Entwicklung der Weltkonjunktur, die Nachholeffekte von in der Wirtschaftskrise aufgeschobenen Investitionen, der fortgeführten Niedrigzinspolitik und der expansiven Fiskalpolitik der Bundesregierung. Als effektives Mittel zur Bekämpfung der Auswirkungen der Krise hat sich der Einsatz von Kurzarbeit und Arbeitszeitkonten erwiesen. Laut Angaben der International Labour Organisation (ILO) sank die durchschnittliche Erwerbslosenquote 2010 in Deutschland auf 6,8%. Von 2007 bis 2010 konnte somit die Erwerbslosenquote trotz Finanz- und Wirtschaftskrise von 8,4% um 1,6 Prozentpunkte gesenkt werden. Im Vergleich dazu stieg die Erwerbslosenquote in den USA im selben Zeitraum von 4,6% auf 9,6%. Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in Deutschland betrug gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamts 2010 moderate 1,1%. Im Vergleich zum Wirtschaftswachstum entwickelte sich der private Konsum in Deutschland eher verhalten und konnte im Vergleich zum Vorjahr nur einen Zuwachs von 0,5% verbuchen.
Im Geschäftsjahr 2010 sank der Gesamtumsatz aus Telekommunikationsdienstleistungen laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Deutschland geringfügig auf ca. EUR 63,6 Mrd. (2009: EUR 63,7 Mrd.). Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks sanken nach Angaben der Deutschen Telekom AG die Preise für Dienstleistungen im Festnetz und im Internet gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,8% und für mobile Sprach- und Datenverbindungen sogar um 2,8%. Während die Anzahl der klassischen Festnetz-
anschlüsse stagnierte, stieg die Anzahl an Breitbandanschlüssen laut dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) in Deutschland um rund 7,2% auf ca. 27 Mio. Anschlüsse. Hauptsächlich profi tierten davon jedoch die Kabelnetzbetreiber, die in der Lage sind, dem Endkunden Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 128 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sowie integrierte Produkte (Telefonie, Internet und TV) anzubieten. Telekommunikationsunternehmen wie Deutsche Telekom, Vodafone oder 1&1 bieten derzeit Datenübertragungsraten mit einer Geschwindigkeit von maximal bis zu 50 Mbit/s an. Mit Investitionen in ein fl ächendeckendes Glasfasernetz, das bis zum Endkunden ausgebaut werden soll, wollen die Telekommunikationsunternehmen nachziehen. Die hohen Übertragungsraten werden benötigt, um Video oder Fernsehen fl üssig und in hochaufl ösender Qualität per Internetanbindung zu übermitteln. Zukünftig werden auch vermehrt die mobilen Breitbandanschlüsse (Mobile Internet) in Konkurrenz zu den stationären Breitbandanschlüssen treten. In Deutschland hat InTiCa Systems im Splittergeschäft einen ernsthaften Mitbewerber und hält derzeit ca. 50% des Gesamtmarkts. International steht das Unternehmen im Wettbewerb mit vier relevanten Wettbewerbern, wobei der wesentliche Anteil der Produkte im europäischen Ausland geliefert wird. Im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik herrscht weiter hoher Preisdruck überwiegend von asiatischen Wettbewerbern, die auf den für InTiCa Systems relevanten europäischen Markt expandieren.
Im Zuge der konjunkturellen Erholung konnten nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die weltweiten Absatzzahlen für PKW und leichte Nutzfahrzeuge trotz des Auslaufens vieler staatlicher Förderungsprogramme im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 63,8 Mio. um rund 9,2% auf 69,6 Mio. Fahrzeuge gesteigert werden. Dies lag hauptsächlich an der hohen Nachfrage aus den asiatischen Schwellenländern, insbesondere aus China. China baute seine 2009 eroberte Stellung als größter Automobilmarkt der Welt mit einem Zuwachs von 32,4% und einer Anzahl von 18,1 Mio. verkauften Fahrzeugen weiter aus. Der ehemals größte Automobilmarkt, die USA, verzeichnete ein robustes Wachstum. Die Anzahl verkaufter Fahrzeuge stieg um 11,1% von 10,4 Mio. auf 11,6 Mio. In der Europäischen Union ging die Automobilnachfrage aufgrund der ausgelaufenen staatlichen Förderungsprogramme insgesamt um 5,5% auf 13,4 Mio. Fahrzeuge zurück. Die Anzahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland reduzierte sich in 2010 um rund ein Viertel auf 2,9 Mio. Fahrzeuge.
Die Nachfrage nach preiseffi zienter komfort- und sicherheitsrelevanter Ausstattung im Automobilbau, auch bei Mittelklasseund Kleinwagen, wird auch zukünftig weiter steigen.
InTiCa Systems erwartet bei steigenden Gesamtabsatzzahlen der Automobilhersteller, zunehmende Umsätze aus der Einführung der InTiCa Systems-Komponenten in den anlaufenden Volumenmodellen international führender Automobilkonzerne. Wachstumsmarkt der Automobilbranche wird weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit Asien darstellen. InTiCa Systems prüft daher derzeit verschiedene Möglichkeiten, sich in diesem regionalen Wachstumsmarkt zu positionieren. Darüber hinaus könnte das Unternehmen insbesondere vom Zukunftsmarkt der Elektro- und Hybridfahrzeuge profi tieren, in welchem InTiCa Systems bei europäischen Herstellern aussichtsreich positioniert ist. Intica Systems entwickelt und fertigt induktive Komponenten, die für CO2 -reduzierende Maßnahmen bei verschiedenen europäischen Fahrzeugherstellern Anwendung fi nden, die diese wiederum in unterschiedlichen Modellreihen für emissionsarme Fahrzeuge (u. a. Elektro- und Hybridfahrzeuge) einsetzen. Der Zugang zu Kunden, welche als Systemlieferanten zu den weltweit führenden Automobilzulieferunternehmen zählen, eröffnet InTiCa Systems nach Auffassung des Vorstands den Zugang zu zusätzlichen Umsatzpotentialen in weiteren Anwendungsund Produktfeldern.
InTiCa Systems priorisiert unter dem Aspekt potenzieller Umsatzzuwächse die Anwendungsbereiche erneuerbare Energien (vorw. Solarenergie) und Automatisierungstechnik. Weltweit werden Photovoltaik-Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie in Regionen mit hoher Sonnenscheindauer gebaut, bei welchen die Effi zienz der Energiegewinnung durch den Einsatz der induktiven Komponenten und mechatronischen Module für die Wechselrichtertechnologie von InTiCa Systems teilweise erheblich gesteigert werden kann. Bis Ende 2010 waren nach Einschätzung des Bundesverbands der Solarwirtschaft (BSW-Solar) in Deutschland rund 840.000 Photovoltaik-Anlagen installiert mit einer Photovoltaik-Kapazität von rund 17.000 Megawatt-Peak (MWp) und einem Anteil am deutschen Bruttostromverbrauch von ca. 2%. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil auf ca. 10% ausgebaut werden. Laut BSW-Solar wird sich das Volumen der Wechselrichterproduktion in Deutschland in diesem Zeitraum verdoppeln.
InTiCa Systems erhält zunehmend Aufträge von Kunden aus der Solarindustrie zur Entwicklung und Fertigung induktiver Komponenten und mechatronischer Module, da mit den von InTiCa Systems entwickelten Produkten eine Verbesserung des Wirkungsgrads bei einer einhergehenden Reduzierung des Bauraums einherging.
Darüber hinaus entwickelt und produziert InTiCa Systems Produkte für Übertragungstechnologien mit Kunden wie Kathrein, sowie weitere industrielle Anwendungen in der Automatisierungstechnik.
Dank zahlreicher Neukunden und eines enormen Umsatzzuwachses im Berichtszeitraum, vor allem im Bereich Solartechnik, ist dieses Geschäftsfeld mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit der InTiCa Systems.
Trotz der technologischen Vorreiterstellung von InTiCa Systems muss sich die Gesellschaft kostenseitig den Gegebenheiten des Markts anpassen. Hierzu sind striktes Kostenmanagement, eine Optimierung der Wertschöpfungstiefe und die Reduktion der Fixkostenbelastungen von zentraler Bedeutung.
Auf der anderen Seite können bei allen Produktbereichen, die InTiCa Systems abdeckt, die ständigen Innovationen, der rapide technische Fortschritt und die steigenden Erwartungen an die Leistungsparameter nur mit neuesten und modernsten Fertigungstechniken und State-of-the-Art-Produktionsmaschinen abgedeckt und erreicht werden. Mit den in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen wird die Eigenfertigungstiefe weiter erhöht und die Abhängigkeit von einzelnen Kunden bzw. einzelnen Produkten weiter reduziert werden. InTiCa Systems besitzt nichtsdestotrotz bereits heute erhebliche Stärken (wie z. B. tiefes Know-how im Bereich induktive Komponenten, Filteranwendungen und mechatronische Systeme) und ist in der Lage, von einer konjunkturell bedingten anstehenden Marktbereinigung über Marktanteilsgewinne zu profi tieren. Mit dem zentralen Produktionsstandort Prachatice/Tschechien verfügt InTi-Ca Systems darüber hinaus über eine hochmoderne, integrierte und erweiterbare Fertigungsstätte, die geschäftsbereichübergreifend verfügbar ist. Die ersten Erfolge dieser Strategie konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits erzielt werden.
Eckpunkte der mittelfristigen strategischen Zielsetzung sind die Entwicklung innovativer Produkte, kontinuierliche Weiterentwicklung der Fertigung in den Schlüsseltechnologien bei gleichzeitig wettbewerbsfähigen Preisen. Eine noch stärkere Internationalisierung soll sowohl bezogen auf die Absatzseite, als auch bezogen auf die Produktion, erfolgen.
Im Geschäftsjahr 2010 konnte InTiCa Systems trotz des starken Umsatzanstiegs, ergebnisseitig noch nicht in die Profi tabilität zurückkehren. Im Wesentlichen führte das starke Wirtschaftswachstum zu einer erheblichen Erhöhung der Rohstoffpreise einhergehend mit Lieferengpässen von Vormaterial. Dies führte vorwiegend im 2.-ten Halbjahr 2010 zu spürbaren Erhöhungen der Stückkosten, welche nicht zeitnah an die Kunden weitergegeben werden konnten und hohen Sondertransportkosten, um den Lieferverpfl ichtungen gegenüber den Kunden gerecht zu werden. Zudem musste im Laufe des Geschäftsjahrs eine weitere spürbare Preisreduzierung für Splitterprodukte des Segments Kommunikationstechnik hingenommen werden, was die Ergebnisentwicklung zudem negativ belastet hat. Jedoch aufgrund der zahlreich gewonnenen Neuaufträge insbesondere im Bereich Industrieelektronik, welche zu einer wesentlichen Erweiterung des Kundenstamms und des Produktportfolios geführt haben, und aufgrund der weiterhin positiven Entwicklung des Bereichs Automobiltechnologie und einem Auftragsbestand auf historischem Höchststand, besteht eine reelle Chance den Turnaround im Geschäftsjahr 2011 auch auf der Ergebnisseite zu realisieren.
Nach Auffassung des Vorstands ist InTiCa Systems in dem vom konjunkturellen Aufschwung geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld für 2011 kosten- und produktseitig gut aufgestellt. Die in den letzten Monaten bei führenden Technologieanbietern neu gewonnenen Aufträge in den Geschäftsfeldern Automobiltechnologie und Industrieelektronik unterstreichen die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte. So ist z. B. für Kunden aus der Solarindustrie die Verbesserung des Wirkungsgrads bei einer einhergehenden Reduzierung des Bauraums der von In-TiCa Systems entwickelten induktiven Komponenten und mechatronischen Baugruppen ein entscheidender Vorteil. Kunden aus der Automobilindustrie beauftragen InTiCa Systems zur Entwicklung und Fertigung induktiver Komponenten insbesondere deshalb, weil das von InTiCa Systems entwickelte Design den hohen technologischen und qualitativen Anforderungen der Kunden entspricht. Der historisch hohe Auftragsbestand erhöht die Planungssicherheit für InTiCa Systems in den nächsten Jahren und ermöglicht - aufgrund der getätigten hohen Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten - eine nahezu volle Kapazitätsauslastung am tschechischen Produktionsstandort.
Diese Erfolge geben dem Vorstand die Zuversicht, den Kunden von InTiCa Systems auch zukünftig durch innovative Produkte einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten zu können.
Das Ziel des Managements ist es, bei wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen auch weiterhin innovative Produkte und Anwendungen zu entwickeln und zu produzieren und die Technologieführerschaft in den Geschäftsfeldern auszubauen.
Die allgemeine konjunkturelle Erholung wirkte sich auch auf die Geschäftslage bei InTiCa Systems aus. So war die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2010 durch das starke Wachstum in den Geschäftsfeldern Industrieelektronik und Automobiltechnologie geprägt, wurde jedoch im Wesentlichen durch die gestiegenen Materialaufwendungen und Sondertransportkosten negativ beeinfl usst. Die Belastungen führten insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlich negativen Ergebnis und somit zu einem Verlust auf Jahresbasis. Während sich die langfristig gebundenen Vermögensgegenstände aufgrund von Investitionen erhöhten, blieb das kurzfristige Vermögen stabil. Aufgrund der anhaltenden Vorfi nanzierung von Kundenaufträgen erhöhten sich das Vorratsvermögen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistung zu Lasten der liquiden Mittel. Das Eigenkapital reduzierte sich wegen des Jahresfehlbetrags, im Gegenzug stiegen das langfristig und das kurzfristig gebundene Fremdkapital deutlich an. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich demzufolge im Vorjahresvergleich um rund neun Prozentpunkte auf 48%.
Die Umsatzerlöse des Konzerns konnten im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr von EUR 23,3 Mio. um ca. 34% auf EUR 31,2 Mio. gesteigert werden. Während im Bereich Kommunikationstechnik ein Umsatzrückgang von EUR 13,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 12,2 Mio. in 2010 zu verzeichnen war, konnten die Geschäftsfelder Automobiltechnologie und Industrieelektronik diesen Rückgang mehr als überkompensieren. Den stärksten Zuwachs hatte das Geschäftsfeld Industrieelektronik. Insbesondere aufgrund der enormen Nachfrage nach induktiven Komponenten und Modulen für Wechselrichter seitens der Solarindustrie stieg der Umsatz von EUR 1,7 Mio. in 2009 um über 440% auf EUR 9,2 Mio. in 2010. Auch die positive Entwicklung im Bereich Automobiltechnologie konnte im Geschäftsjahr 2010 weiter fortgesetzt werden. So konnte der Umsatz um ca. 22% auf EUR 10,0 Mio. (2009: EUR 8,2 Mio.) gesteigert werden.
Aufgrund der weltweit stark gestiegenen Nachfrage nach Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bzw. Waren, vor allem im Bereich der Fertigung von Komponenten für die Automobil- und Solarindustrie, kam es in der zweiten Jahreshälfte bei den Zulieferern von InTiCa Systems zu Lieferengpässen. Die dadurch verursachten Mehrkosten bei der Beschaffung, Störungen im Produktionsablauf und der fristgerechten Auslieferung der Endprodukte an die Kunden führten insbesondere im 2.-ten Halbjahr zu einer Erhöhung der Materialaufwandsquote und Sonderfrachtkosten. Durchschnittlich lag die Materialaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 71,1% (2009: 64,1%). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg um ca. 44% auf 351 (davon 44 Leiharbeiter) (2009: 244). Dabei konnte die Personalaufwandsquote von 21,0% auf 18,6% reduziert werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Aufwendungen für die tschechischen Leiharbeiter in Höhe von EUR 0,4 Mio. unter sonstigen Aufwendungen erfasst werden. Um diesen Effekt bereinigt, sank die Personalaufwandsquote trotzdem leicht auf ca. 20,0%.
Wegen der getätigten Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte lag der Abschreibungsaufwand im Berichtsjahr mit EUR 4,3 Mio. rund 21% über dem Vorjahreswert (2009: EUR 3,5 Mio.). Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum deutlich um ca. 23% auf EUR 3,7 Mio. (2009: EUR 3,0 Mio.), dabei entfallen rund EUR 0,3 Mio. auf Sondertransportkosten, sowie EUR 0,4 Mio. auf Aufwendungen für Leiharbeiter in der tschechischen Produktionsstätte.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 2,6 Mio. (2009: EUR 2,4 Mio.). Die Entwicklungstätigkeiten konzentrierten sich hauptsächlich auf die Geschäftsbereiche Automobiltechnologie und Industrieelektronik. Aufwendungen in Höhe von EUR 0,6 Mio. wurden davon ergebniswirksam erfasst (2009: EUR 0,4 Mio.).
Das operative Ergebnis EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 2,9 Mio. und lag damit geringfügig unter dem Wert des Vorjahres von EUR 3,0 Mio. Die Stagnierung des EBITDA trotz einer Umsatzsteigerung von ca. 34%, ist auf die gestiegene Materialaufwandsquote und Sondertransportkosten zurückzuführen. Positiv hingegen wirkten sich die Nettoerträge aus Währungsumrechnung von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) aus.
Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag aufgrund der gestiegenen Materialkosten und Sondertransportkosten mit EUR -1,4 Mio. deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres von EUR -0,5 Mio.
Das Geschäftsfeld Industrieelektronik erzielte eine signifi kante Umsatz- und Ergebnissteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Mit EUR 0,4 Mio. im Geschäftsfeld Industrieelektronik erreichte das Segment ein deutlich positives EBIT (2009: EUR 0,1 Mio.). Das Finanzergebnis in 2010 betrug EUR -0,48 Mio. (2009: EUR -0,34 Mio.). Finanzerträgen von EUR 0,05 Mio. (2009: EUR 0,2 Mio.) steht ein Finanzaufwand von EUR 0,53 Mio. (2009: EUR 0,53 Mio.) entgegen. Während die Finanzaufwendungen konstant gehalten werden konnten, reduzierten sich die Finanzerträge aufgrund der ungünstigen Anlagenzinsentwicklung und geringeren Finanzanlagen deutlich.
Der Konzernverlust vor Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR -1,8 Mio. (2009: EUR -0,8 Mio.). Aufgrund von latenten Steuern in Höhe von EUR 0,4 Mio. ergibt sich somit ein Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von EUR -2,2 Mio. (2009: EUR -0,9 Mio.). Das Ergebnis pro Aktie lag bei EUR -0,53 (Vorjahr: EUR -0,22).
Die im Berichtszeitraum zu beobachtenden Veränderungen der Konzernbilanz lassen sich auf folgende Faktoren zurückführen. Die Investitionen in den Ausbau des Geschäftsbetriebs führten zu einer Erhöhung der langfristig gebundenen Vermögenswerte. Die kurzfristigen Vermögenswerte blieben ungefähr auf Vorjahresniveau, jedoch führte die Vorfi nanzierung von Kundenaufträgen, für die ein Zahlungseingang noch ausstehend ist, zu einem Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie zu einer Reduzierung der liquiden Mittel. Das Eigenkapital reduzierte sich aufgrund des Jahresfehlbetrags und das langfristig und kurzfristig gebundene Fremdkapital stieg an. Zum 31. Dezember 2010 war im Konzern ein Eigenkapital in Höhe von EUR 18,9 Mio. vorhanden (2009: EUR 20,1 Mio.). Dies entspricht bei einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 39,7 Mio. (2009: EUR 36,7 Mio.) einer nach wie vor soliden Eigenkapitalquote von rund 48% (2009: 57%). Das Fremdkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem Vorjahr von EUR 15,7 Mio. um rund 32% auf EUR 20,7 Mio.
Aufgrund von Investitionen in das Sachanlagevermögen, aktivierten Entwicklungskosten und anderen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, sowie dem Aufbau einer langfristigen Forderung, stiegen die langfristigen Vermögensgegenstände auf EUR 26,3 Mio. zum 31. Dezember 2010 (2009: EUR 23,1 Mio.). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich aufgrund von Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten auf EUR 17,9 Mio. (2009: EUR 16,5 Mio.).
Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 13,4 Mio. und lagen damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres von EUR 13,6 Mio. Während sich im Berichtsjahr die Vorräte von EUR 4,0 Mio. auf EUR 5,8 Mio. erhöht haben und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 4,3 Mio. auf EUR 6,1 Mio. gestiegen sind, reduzierten sich im Gegenzug die liquiden Mittel von EUR 5,0 Mio. auf EUR 1,1 Mio. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der fortgeführten Vorfi nanzierung von Kundenaufträgen aus den Geschäftsbereichen Automobiltechnologie und Industrieelektronik, für die der Zahlungseingang noch ausstehend ist.
Zum 31. Dezember 2010 beträgt das langfristige Fremdkapital insgesamt EUR 12,2 Mio. (2009: EUR 11,5 Mio.) und setzt sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 10,1 Mio. (2009: EUR 9,5 Mio.) und latenten Steuern in Höhe von EUR 2,1 Mio. (2009: EUR 2,0 Mio.) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus festverzinslichen Darlehensvereinbarungen mit einer Restlaufzeit von bis zu sechs Jahren. Mit Ausnahme des endfälligen Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 5 Mio., erfolgt die Rückzahlung in gleich bleibenden halbjährlichen Tilgungsraten. Darüber hinaus wurde ein Annuitätendarlehen in Höhe EUR 1,3 Mio. mit einer dreijährigen Laufzeit aufgenommen. Die Zinssätze belaufen sich zwischen 3,8 % und 5,27 % und sind bis zur Endlaufzeit der Darlehen festgeschrieben.
Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich im Berichtsjahr deutlich von EUR 4,3 Mio. auf EUR 8,5 Mio., hauptsächlich aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 2,1 Mio. auf EUR 4,3 Mio. und der Ausweitung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von EUR 1,1 Mio. auf EUR 2,9 Mio.
Aufgrund des Jahresfehlbetrags in Höhe von EUR -2,2 Mio. hat sich das Eigenkapital im Konzern im Vergleich zum Vorjahr reduziert und betrug zum Bilanzstichtag EUR 18,9 Mio. (2009: EUR 21,0 Mio.). Die positiven Währungsumrechnungsdifferenzen aus der tschechischen Tochtergesellschaft betrugen zum 31. Dezember 2010 EUR 0,4 Mio. (2009: EUR 0,2 Mio.) Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Stichtagsvergleich deutlich von 57% zum 31. Dezember 2009 auf 48% zum 31. Dezember 2010.
Der Nettozahlungsmittelfl uss aus betrieblicher Tätigkeit konnte im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr 2010 signifi kant verbessert werden und belief sich auf EUR 0,9 Mio. (2009: EUR -1,4 Mio.). Der Mittelzufl uss konnte trotz des Jahresfehlbetrags, dem Aufbau an Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erzielt werden.
Der Nettozahlungsmittelfl uss aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum EUR -7,1 Mio. (2009: EUR -4,0 Mio.). In der Berichtsperiode wurden erhebliche Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte getätigt. Die Investitionen dienten hauptsächlich dem Ausbau der Geschäftstätigkeit. Der Nettozahlungsmittelfl uss aus Finanzierungstätigkeit lag aufgrund von Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen mit EUR 1,04 Mio. über dem Vorjahresniveau (2009: EUR -0,04 Mio.). Den Einzahlungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. standen die planmäßigen Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 0,25 Mio. gegenüber.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen am 31. Dezember 2010 rund EUR 1,1 Mio. (2009: EUR 5,0 Mio.). Abzüglich der in Anspruch genommenen Kontokorrentkreditlinien belief sich der Zahlungsmittelfond zum 31. Dezember 2010 auf EUR -1,1 Mio. (2009 EUR 4,1 Mio.). Darüber hinaus wird unter den sonstigen langfristigen Forderungen eine festverzinsliche Anlage in Höhe von EUR 1,5 Mio. ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2010 investierte InTiCa Systems EUR 5,6 Mio. in das Anlagevermögen (2009 EUR: 4,3 Mio.). Hauptinvestitionsträger waren selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, der vorgenommene Ausbau der Produktionsfl äche um ca. 2700 m² sowie technische Anlagen und Maschinen zum Ausbau der Produktionskapazitäten.
Aufgrund der Produktionsausweitung wurde die Anzahl der Mitarbeiter durch Neueinstellungen von 267 Vollzeitkräften zum 31. Dezember 2009 auf 447 Vollzeitkräfte (davon 123 Leiharbeiter, deren Aufwand in Höhe von TEUR 432 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst ist) zum 31. Dezember 2010 erhöht. Die Personalaufwandsquote inklusive der sonstigen Aufwendungen für die Leiharbeiter in Tschechien konnte dabei mit rund 20% sogar leicht reduziert werden (2009: 21%).
| Segment | Kommunikationstechnik | Automobiltechnologie | Industrieelektronik | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Umsatz | 12.124 | 13.467 | 9.970 | 8.128 | 9.151 | 1.688 | 31.245 | 23.283 |
| Ergebnis (vor Steuern) | -1.708 | -1.050 | -51 | 445 | 409 | 111 | -1.350 | -494 |
Der Konzern unterscheidet geographisch zwischen In- und Ausland (sekundäres Segment).
| Inland | Ausland | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Umsatz | 18.934 | 18.100 | 12.311 | 5.183 | 31.245 | 23.283 |
| Segmentvermögen | 9.088 | 10.279 | 26.182 | 19.382 | 35.270 | 29.661 |
| Ø Mitarbeiterzahl | 56 | 50 | 295 | 194 | 351 | 244 |
Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fi xe monatliche Vergütung sowie nach Abschluss des Geschäftsjahrs eine am Unternehmenserfolg orientierte variable Vergütung. Deren Höhe orientiert sich an branchenüblichen Werten und der Unternehmensgröße. Zusätzlich werden Beiträge zur Altersvorsorge geleistet und jedem Vorstandsmitglied ein Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Die Beitragszahlungen zur Altersversorgung fl ießen in eine Unterstützungskasse. Die Vorstandsverträge enthalten keine besonderen Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit. Change of Control-Klauseln sind ebenso nicht vorgesehen. Versorgungszusagen für spätere Pensions- oder Ruhegeldzahlungen für Mitglieder des Vorstands bestehen nicht. Für die individualisierten Bezüge des Vorstands wird auf Ziff. 28.3 des Anhangs verwiesen.
§ 11 der Satzung der InTiCa Systems regelt die Bezüge des Aufsichtsrats. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und einer ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine nach Ablauf des Geschäftsjahres fällige Vergütung in Form eines fi xen Betrags sowie eines Entgelts für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats. Es obliegt der Hauptversammlung über eine Beteiligung am Bilanzgewinn für den Aufsichtsrat zu entscheiden. Hiervon wurde bisher noch nicht Gebrauch gemacht. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält eine jährliche fi xe Vergütung in Höhe von EUR 30.000, sein Stellvertreter EUR 25.000 und einfache Mitglieder EUR 15.000. Das Sitzungsentgelt beträgt EUR 1.500. Die Gesellschaft hat die Aufsichtsratsmitglieder in eine Vermögensschaden-Haftpfl ichtversicherung für Organmitglieder (D&O-Versicherung) mit einer Deckungssumme bis zur Höhe von EUR 3 Mio. einbezogen und die insoweit anfallenden Versicherungsprämien übernommen. Für die individualisierten Bezüge des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum wird auf Ziff. 27.3 des Anhangs verwiesen.
Insgesamt belief sich die Vergütung für beide Organe im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 470 (Vj. TEUR 421).
Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften erklären jährlich, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Diese Erklärung muss der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden.
Vorstand und Aufsichtsrat der InTiCa Systems AG haben am 12. April 2011 die Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen und Anregungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen wurde und wird. Vorstand und Aufsichtsrat der InTiCa Systems AG beabsichtigen, diese auch in Zukunft einzuhalten.
Der Corporate Governance Bericht auf den Seiten 22 ff. dieses Geschäftsberichts sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex auf Seite 22 ff. sind Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung steht im Internet unter www.intica-systems.de unter der Rubrik Investor Relations / Corporate Governance zur Verfügung.
Das Grundkapital der InTiCa Systems AG beträgt EUR 4.287.000 und ist eingeteilt in 4.287.000 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und einen anteiligen Betrag von EUR 1,00 je Aktie am Grundkapital aufweisen. Alle Aktien verfügen über die gleichen Stimmrechts- und Dividendenansprüche. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pfl ichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben (§§ 71b, 136 AktG). Dem Vorstand sind daneben keine Beschränkungen für die Ausübung des Stimmrechts oder die Übertragung der Aktien bekannt.
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspfl icht ist 3%. Nach Ende des Berichtszeitraums haben Herr Dr. Dr. Diekmann sowie Herr Thorsten Wagner der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft halten, die 10% bzw. 15% der Stimmrechte überschreiten.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Für die InTiCa Systems AG besteht derzeit kein Mitarbeiteraktienprogramm.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG geregelt. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften (§ 179 Abs. 1 AktG) bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses durch die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 8 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft dazu ermächtigt, Änderungen an der Satzung vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.
Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2007 ermächtigt worden, § 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2007 und nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfrist zu ändern.
Gemäß § 3 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 1.672.500,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Weitere Einzelheiten hierzu fi nden sich in § 3 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft, die auf der Internetseite des Unternehmens im Segment Unternehmen/Allgemeine Downloads zur Verfügung steht.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2008 war die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 28. November 2009 eigene Aktien mit einem Anteil von insgesamt bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 428.700 Stück Aktien zurückzukaufen. Von diesem Beschluss wurde durch Erwerb von 263.889 eigenen Aktien Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2010 hielt InTiCa Systems noch 210.489 eigene Aktien im Bestand.
Die InTiCa Systems verfügt über ein Schuldscheindarlehen von insgesamt EUR 5 Mio., das ein Kündigungsrecht des Darlehensgebers für den Fall vorsieht, dass ein Wechsel im Aktionärs-, Gesellschafter- oder Inhaberkreis der Darlehensnehmerin eintritt, der dazu führt, dass der im Zeitpunkt der Darlehensgewährung bestehende Aktionärs-, Gesellschafter- oder Inhaberkreis die Kontrolle über die Darlehensnehmerin aufgibt oder eine Person oder eine Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen mehr als 50% der Stimmrechte und/oder mehr als 50% des Kapitals an der Darlehensnehmerin erwerben, sofern nicht vorher die Zustimmung des Gläubigers eingeholt wurde.
Darüber hinaus besteht dieses außerordentliche Kündigungsrecht für den Kreditgeber einer Kontokorrentlinie in Höhe von EUR 2 Mio. Dieses Kündigungsrecht tritt in Kraft, wenn eine andere Person mindestens 30 Prozent der Stimmrechte am Kreditnehmer übernimmt und zwischen den Parteien keine Einigkeit über die Neugestaltung der Konditionen erzielt wird.
Es bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit den Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen, für den Fall eines Übernahmeangebots.
Wesentliche Elemente der Management- und Führungsinstrumentarien sind die Überwachung, die Analyse und die Steuerung von Risiken, wie sie § 91 Absatz 2 Aktiengesetz zwingend verlangt. Das Handelsgesetzbuch schreibt weiter vor, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Chancen und Risiken zu berichten.
Potenzielle Risiken werden mit dem bei InTiCa Systems installierten Risikomanagement-System erfasst, analysiert und bewertet. In Planungsrunden werden die Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und Ziele abgeleitet. Der Ziel-Erfüllungsgrad wird durch ein Controlling- und Berichtssystem kontrolliert. Über diese Systeme werden eine Vielzahl von Kennzahlen ermittelt, welche sich u. a. auf folgende wesentlichen Punkte beziehen: Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Auftrags- und Lagerbestand, Rohertrag, Materialverbrauch, Ausschuss, Personal, Liquidität, Investitionen. Der Vorstand kann per EDV-System aktiv auf den jeweiligen Report zugreifen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten. Eine Aktualisierung der Risikopotenziale erfolgt auf regelmäßiger Basis auf Bereichsleiterebene. Monatliche Risikopotenziale werden aus der Vielzahl der erzeugten Einzeldarstellungen ersichtlich. Dabei werden die Risiken aus der aktuellen Geschäftstätigkeit der einzelnen Geschäftsfelder und Unterbereiche sowie von den Unternehmenszielen abgeleitet. Der Vorstand befasst sich in der jeweils folgenden Vorstandssitzung mit den vorgelegten Fakten.
Die Effi zienz des gesamten Risikomanagementsystems wird regelmäßig überwacht und bewertet. Sollten Verbesserungspotenziale festgestellt werden, gelangen diese zum Vorstand und werden anschließend unverzüglich umgesetzt. Zur installierten Systematisierung und Überwachung gehört auch, das gesamte Risikomanagement- und Früherkennungssystem regelmäßig zu dokumentieren und auf Effektivität und Zweckmäßigkeit hin zu überprüfen.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess werden die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Investor Relations konzernübergreifend durch die Muttergesellschaft gesteuert. Die Funktionen und Verantwortlichkeiten werden in diesen Bereichen klar getrennt bzw. zugeordnet, wobei durch die gegenseitigen Kontrollprozesse ein kontinuierlicher Informationsaustausch vorliegt und sichergestellt werden kann. Grundlage des internen Kontrollsystems im Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind neben defi nierten präventiven und überwachenden Kontrollmechanismen wie systematischen und manuellen Abstimmprozessen, vordefi nierte Genehmigungsprozesse, die Trennung von Funktionen und die Einhaltung von Richtlinien. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Es wird ausschließlich Standardsoftware bei den Finanzbuchhaltungssystemen genutzt. Die Einhaltung einer einheitlichen Rechnungslegung wird durch die Verwendung von Konzernbilanzierungsrichtlinien und standardisierten Berichtsformaten gewährleistet. Die Richtlinien und Berichtsformate werden durch den Vorstand der Muttergesellschaft bestimmt und die Einhaltung fortlaufend durch die Mitarbeiter der Finanzabteilung überwacht. Dafür werden neben systemtechnischen Kontrollen manuelle und analytische Prüfungshandlungen vorgenommen. Für Neuerungen und komplexe Bilanzierungssachverhalten erfolgt ein Hinzuziehen von externen Sachverständigen wie Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Bezug auf den Rechnungslegungsprozess ist vollumfänglich im Qualitätssicherungsprozess des Konzerns eingebunden und liegt in einer geschlossenen Dokumentation vor.
Das zentrale Ziel des Finanzmanagements von InTiCa Systems ist es, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, fi nanzielle Risiken zu vermeiden und die fi nanzielle Flexibilität zu sichern. Basis für die Liquiditätssicherung ist eine integrierte Finanz- und Liquiditätsplanung. InTiCa Systems bezieht grundsätzlich alle konsolidierten Tochterunternehmen in diese Planung mit ein. Die operative Geschäftstätigkeit der Segmente und der daraus resultierende Mittelzufl uss stellen die Hauptliquiditätsquelle des InTiCa Systems-Konzerns dar. Basis der operativen Planung ist die längerfristige Liquiditätsprognose, wobei kurz- und mittelfristige Prognosen monatlich aktualisiert werden. Überschüssige Mittel im Konzern werden mittels Cash Pooling an konzerninterne Bedarfsstellen verteilt, um den externen Finanzierungsbedarf zu reduzieren und die Netto-Zinsaufwendungen zu optimieren. Zur Sicherung der Liquidität nutzt InTiCa Systems auch verschiedene interne und externe Finanzierungsinstrumente, wie Kreditvereinbarungen, die den Rahmen für kurz- und mittelfristige Finanzierungen bilden, Finanzierungsleasing und Lieferantendarlehen. Mit der verfügbaren Kapitalausstattung und den getroffenen Finanzierungsmaßnahmen hat InTiCa Systems nach Auffassung des Vorstands die wesentlichen Voraussetzungen für die künftige Finanzierung geschaffen.
Mit den Geschäftsfeldern Kommunikationstechnik, Automobiltechnologie und Industrieelektronik ist InTiCa Systems in Bereichen aktiv, die von allgemeinen Konjunkturschwankungen abhängig sind. Insbesondere im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik ist das Unternehmen von politischen und/oder strategischen Entscheidungen einiger wesentlicher Kunden abhängig, entweder die DSL-Technologie oder andere Breitband Technologien zu fördern. Auch wenn die Kundenbasis sich zwischenzeitlich erweitert und internationalisiert hat, bleibt ein erhebliches Risiko bzgl. der Abhängigkeit von politischen und strategischen Entscheidungen. Des Weiteren nimmt der Wettbewerb, insbesondere von asiatischen Unternehmen weiterhin zu, was insbesondere durch einen gegenüber dem Euro fallenden US-Dollar begünstigt werden würde.
Grundsätzlich unterliegt das derzeit noch umsatzstärkste Geschäftsfeld Kommunikationstechnik größeren branchentypischen Schwankungen als die Geschäftsfelder Automobiltechnologie und Industrieelektronik. Die Geschäftsfelder Automobiltechnologie und Industrieelektronik unterliegen den für diese Branchen üblichen konjunkturellen Risiken, welche das erwartete Wachstum erheblich dämpfen könnten. Dies wäre insbesondere dann der Fall, wenn Kunden von InTiCa Systems wegen einer allgemein schlechten Wirtschaftslage oder der Reduzierung von Fördermittel den Produktionsstart von neuen, mit Komponenten von InTiCa Systems ausgestatteten Produktserien verzögern sollten.
InTiCa Systems generierte im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 36% des Umsatzes im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik mit einem Kunden, rund 51% des Umsatzes in diesem Geschäftsfeld wurden mit weiteren fünf Kunden abgewickelt. Mit Ausnahme eines Kunden im Geschäftsfeld Industrieelektronik (9,4% Anteil am Gesamtumsatz) verteilt sich in den beiden anderen Geschäftsfeldern der jeweilige Umsatz breiter gestreut auf verschiedene Kundengruppen.
Mittel- bis langfristig ist eine Substitution der Splittertechnologie durch die komplette Digitalisierung des Festnetzes denkbar. Lösungen, die den unternehmerischen Erfolg der InTiCa Systems AG - zumindest im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik - gefährden könnten, basieren entweder auf dem Fernsehkabelnetz, der Satelliten- und Funkübertragung, den herkömmlichen Stromleitungen (Powerline) oder der Verkabelung via Glasfaser. Dabei liegen die Kosten für eine technische Aufrüstung des Fernsehkabelnetzes weitaus höher als für die Aufrüstung der bestehenden Kupfer-Telefonnetze für die VDSL-Technologie. Auch Powerline konnte sich bislang nicht durchsetzen. Ebenso benötigt die Glasfasertechnologie, die derzeit die höchsten Übertragungskapazitäten erzielt, bei einer bundesweiten Installation immense Investitionen. Für den Übergang in die Kupferkabel der Haushalte werden zudem wieder Wandler und Splitter benötigt, wie sie InTiCa Systems bislang als Marktführer zur Verfügung stellt.
Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs besteht ein Risiko der Abwanderung von wichtigen Mitarbeitern, insbesondere im Segment Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. InTiCa Systems steuert diesem Risiko durch das Lohnmodell, Sozialleistungen und zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen entgegen. So wird einerseits die Fluktuation reduziert, andererseits positioniert sich das Unternehmen als Arbeitgeber, der langfristig Sicherheit und Aufstiegschancen ermöglicht.
Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus Aufträgen in Fremdwährungen und aus der Finanzierungstätigkeit der AG. Hierbei könnte insbesondere ein sehr starker Euro dem im Wesentlichen in der Eurozone produzierenden Unternehmen erheblichen Schaden zufügen.
InTiCa Systems besitzt derzeit ein Schuldscheindarlehen bei einer führenden deutschen Geschäftsbank, das zu 50% mit einer in Tschechien eingetragenen Grundschuld und einer Festgeldanlage in Höhe EUR 1,0 Mio. abgesichert ist, sowie ein KfW-Darlehen. Außerdem besteht zum Stichtag ein dreijähriges Annuitätendarlehen von EUR 1,3 Mio.
Alle drei Darlehen dienen der langfristigen Liquiditätssicherung. In Höhe von EUR 3,1 Mio. bestehen darüber hinaus zugesicherte Kreditlinien, die zum Stichtag in Höhe von EUR 2,1 Mio. in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus zählen liquide Mittel in Höhe von EUR 1,1 Mio. und sonstige langfristige Forderungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. zur Finanzausstattung der Gesellschaft.
Das Währungsrisiko von InTiCa Systems ist im Wesentlichen durch operative Kosten der Fertigung in Tschechien und vereinzelte Kundenverträge in US-Dollar begründet. 2010 wurde wie in den Vorjahren aufgrund des geringen US-Dollar-Verkaufsvolumens auf eine Kurssicherung verzichtet. Der Kurs des Euro hatte sich gegenüber dem des US-Dollars von 1,4329 EUR/US-Dollar am 31. Dezember 2009 auf 1,3384 am 31. Dezember 2010 verringert. In der ersten Jahreshälfte 2010 befand sich der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar in einem Fall. Das Tief wurde am 07. Juni 2010 mit einem Wert von 1,1953 EUR/US-Dollar erreicht. Danach erholte sich der Kurs wieder bis auf über 1,40 EUR/US-Dollar. Nach einer Korrektur im November bis auf 1,30 EUR/USD stieg der Kurs bis zum Jahresende wieder. Mit Ausnahme einer kurzen Schwächephase zu Beginn des Jahres 2011, steigt der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar im neuen Jahr weiter an. Mitte März wurde bereits wieder die Schwelle von 1,40 EUR/US-Dollar überschritten. Aufträge des Jahres 2011 und künftige Auftragseingänge auf Basis eines schwächeren US-Dollars hätten damit wieder geringere Margen in Euro.
Der Wettbewerbsdruck mit Unternehmen, die im US-Dollar-Raum produzieren und auf Basis eines günstigen Wechselkursverhältnisses billig in den Euro-Raum exportieren können, kann bei einem starken Euro zunehmen. Diese Effekte konnten durch währungsbedingt günstige Material- und Rohstoffeinkäufe im US-Dollar-Raum oder von Waren, die vornehmlich in US-Dollar abgerechnet werden, voll kompensiert werden.
Die Fertigung von InTiCa Systems in Tschechien bezieht Waren aus dem Euro-Raum. Lieferungen erfolgen ausschließlich in Euro an die InTiCa Systems AG und an externe Fertiger, die nachgelagerte Produktionsschritte durchführen. Das Währungsrisiko für tschechische Kronen beschränkt sich somit auf den lokalen Lohn- und Gemeinkostenanteil und die Verbindlichkeiten der tschechischen Gesellschaft gegenüber dem Konzern. Auf eine Kurssicherung wurde auch hier verzichtet. Das Risiko besteht in einem weiteren Anstieg der tschechischen Krone – sofern diese nicht durch Effi zienzsteigerungen, Materialpreisreduzierungen oder in Preiserhöhungen abgefangen werden kann.
Unabhängig von dieser Entwicklung sind Währungsgewinne und -aufwendungen zu sehen, die aus der Zahlung und Verrechnung von konzerninternen Lieferungen und Leistungen mit selbständigen Tochtergesellschaften resultieren, deren funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht. Bedingt durch Zahlungsüberhänge in der Konzernwährung ergaben sich im Berichtszeitraum durch den Anstieg der tschechischen Krone Währungsgewinne.
Das Zinsrisiko aus kurzfristigen Zinsänderungen ist auf der Seite der beiden großen Darlehen aufgrund der Restlaufzeiten von sechs Jahren KfW und vier Jahren bei der deutschen Geschäftsbank begrenzt. Die Schulden der InTiCa Systems AG basieren auf festen Zinssätzen. Es entsteht jedoch bei den Zinserträgen eine Abhängigkeit vom kurzfristigen Geldmarkt mit dem Risiko, bei fallendem Zinsniveau nur geringen Zinsertrag zu erwirtschaften. Es wurde eine Kapitalanlagerichtlinie verabschiedet, die diese konservative Anlagestrategie dokumentiert.
Das Unternehmen hält derzeit keine Aktien von dritten Unternehmen im Bestand und plant auch nicht, Aktien zu erwerben. Das Aktienrisiko beschränkt sich somit auf den im Geschäftsjahr 2010 auf Basis des vom Vorstand am 2. Juli 2008 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms erworbenen Bestands an eigenen Aktien, der nach erfolgten Veräußerungen nach Ende des Berichtszeitraums derzeit noch 64.430 Aktien umfasst. Diese Aktien unterliegen den üblichen Marktpreisschwankungen.
Trotz des einsetzenden Aufschwungs schätzt der Vorstand aufgrund der nicht durchgehend guten Liquiditätslage einer Vielzahl von Unternehmen das Risiko des Forderungsausfalls als nicht unerheblich ein. Diesem Risiko wird mit umfassenden Bonitätsprüfungen sowie einem intensiven Forderungsmanagement begegnet. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Kunden von InTiCa Systems unerwarteter Weise ihre Zahlungsfähigkeit verlieren. Mit der zunehmenden Verbreiterung der Kundenbasis verliert das einzelne Risiko im Geschäftsverlauf an Bedeutung.
Zusätzlich ist zu beachten, dass insbesondere in der zyklischen Automobilbranche, einem der zentralen Zukunftsmärkte von InTiCa Systems, durch den Rückgang der Konjunktur und bei rückläufi gen Absatzzahlen ein erhebliches Branchenrisiko zu verzeichnen ist. Auf den Abschluss einer Kreditversicherung wurde bisher verzichtet. Darlehen werden von InTiCa Systems derzeit weder an Mitarbeiter noch an externe Schuldner vergeben.
Die InTiCa Systems AG hält 100% der Anteile an den folgenden Zweigniederlassungen:
Der Standort in Tschechien ist ein Produktionsstandort. In der Zweigniederlassung in Österreich erfolgen Produktentwicklungen für das Segment Industrieelektronik, welche im Wesentlichen in der Serienfertigung am tschechischen Standort hergestellt werden.
Aufgrund der marktbedingten Entwicklungen im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik, investiert InTiCa Systems verstärkt in die neueren Geschäftsfelder Automobiltechnologie und Industrieelektronik mit dem Ziel, diese Geschäftsfelder als tragende Umsatzsäulen weiter auszubauen.
Neben RFID-Produktlösungen für Fahrzeugzutrittsberechtigungssysteme (Remote Keyless Entry) und Sicherheits- und Überwachungssysteme (Reifendruckkontrolle oder Power Steering) liefert das Unternehmen Komponenten und Systeme für Motor- und Energiemanagement-Systeme (u. a. für Elektround Hybridfahrzeuge) und die klassische Bestückung und Assemblierung. Diese Produkte produziert InTiCa Systems für viele Fahrzeugklassen von der Luxuslimousine oder dem High End-Sportwagen bis zur Kompakt-Klasse. Innerhalb von knapp drei Jahren ist es dem Unternehmen gelungen, namhafte deutsche, französische, amerikanische und asiatische Systemlieferanten der Automobilindustrie (bzw. OEMs) als Kunden zu gewinnen. Zahlreiche Langzeitaufträge konnten gewonnen werden, die bereits in Serienfertigung gegangen sind bzw. zum Teil im Geschäftsjahr 2011 in die Serienfertigung gehen werden und deren Laufzeit in der Regel zwischen fünf und acht Jahren beträgt. Der Preisdruck, den die Automobilhersteller auf ihre Komponentenlieferanten ausüben, könnte aber die Margen der InTi-Ca Systems beeinträchtigen und den unternehmerischen Erfolg schmälern. Eine unangefochtene technologische Spitzenposition ist daher von extrem hoher Bedeutung, da das Unternehmen einem reinen Preiswettbewerb nur bedingt standhalten könnte.
Des Weiteren wird auch das Geschäftsfeld Industrieelektronik, für das im letzten Jahr bereits zahlreiche Aufträge eingeholt und Produkte entwickelt wurden und das sich somit zu einer der tragenden Säulen von InTiCa Systems entwickelt konnte, im Geschäftsjahr 2011 konsequent weiter ausgebaut. Im Geschäftsfeld Industrieelektronik entwickelt und produziert InTiCa Systems insbesondere induktive Komponenten und Module für Umrichter- bzw. Wechselrichter, wie sie bei der Umwandlung von Solarenergie in netzfähigen Strom benötigt werden, sowie Komponenten und Produkte für Automatisierungstechnik. Dabei werden konsequent das herausragende Entwicklungs- und Fertigungs-Know-how ausgeschöpft, die das Unternehmen für induktive Komponenten (Spulen, Drosseln, Übertrager etc.), passive analoge Schaltungen (elektronische Filteranwendungen) und mechatronische Module (Verschaltung verschiedener induktiver Komponenten in einer Baugruppe) besitzt. Zudem werden vorhandene Synergien genutzt, wie sie beispielsweise die Energiewandlung bei Elektro- und Hybridfahrzeugen liefert. Dieser Know-how-Transfer und Synergien fi nden unter allen Unternehmens- und Technologiebereichen permanent statt und sorgen dafür, dass existente Produkte und Lösungen neue Anwendungen initiieren.
Nach Ende des Berichtszeitraums wurden insgesamt 146.059 eigene Aktien aus dem Bestand veräußert, so dass derzeit noch 64.430 eigene Aktien gehalten werden.
Es ist geplant den Standort in Österreich als eigenständige Gesellschaft aufzugeben und beim Tochterunternehmen in Tschechien eine Erhöhung des langfristigen Kapitals in Höhe von 10 Mio. EUR vorzunehmen.
Die Wachstumschancen basieren dabei vor allem auf der Tatsache, dass die Nachfrage nach innovativen Produkten von InTiCa Systems für die Automobil- und Solarindustrie ständig steigt.
Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Kundenorientierung in Verbindung mit der Fähigkeit, schnell und gezielt Entwicklungen für Produkte und Fertigungstechnologien vorantreiben zu können.
Die Ausweitung der regionalen Präsenz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der zukünftigen Entwicklung. Dabei geht es darum, über internationale Vertriebs- und Produktionsniederlassungen langfristig erfolgreich in den Märkten präsent sein zu können.
Ein verstärkter Wettbewerb im Zulieferbereich und der Übertragungstechnologie, einhergehend mit einem starken Preisdruck und die Investitionszurückhaltung in den Ausbau des Breitbandnetzes führten in den vergangenen Jahren zu einem überdurchschnittlichen Umsatz- und Margenrückgang für Splitter-Produkte von InTiCa Systems.
Insgesamt musste die Gesellschaft aus dieser Situation in den vergangenen drei Jahren einen Umsatzrückgang in Höhe von ca. 21 Mio. Euro und Preisreduzierungen in Höhe von über 27% hinnehmen. Alleine für das Geschäftsjahr 2010 reduzierten sich die Preise um 12,3%. Um dieser Situation gegensteuern zu können, wurden in den vergangenen Jahren mit Nachdruck verschiedene neue innovative Produkte für den Markt entwickelt.
Diese Neuentwicklungen haben u. a. ihre Anwendung in kupfer- und glasfasergeführten DSL-Breitbandnetzen oder dienen zur Entstörung von Stromnetzen. Durch diese neuen Produkte erwartet der Vorstand die Umsatzentwicklung zu stabilisieren und mittelfristig wieder neue Wachstumsimpulse generieren zu können. Für das Geschäftsjahr 2011 liegt die Umsatzerwartung des Vorstands bei rd. 9 Mio.
Die eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung der Stückkosten und der Entwicklung neuer Produkte werden im Geschäftsfeld Kommunikationstechnik im Geschäftsjahr 2011 wieder zu einer spürbaren Verbesserung der Ertragssituation führen.
Die Nachfrage nach preiseffi zienter komfort- und sicherheitsrelevanter Ausstattung im Automobilbau, auch bei Mittelklasse- und Kleinwagen, wird auch zukünftig weiter steigen. InTiCa Systems erwartet bei steigenden Gesamtabsatzzahlen der Automobilhersteller, zunehmende Umsätze aus der Einführung der InTiCa Systems-Komponenten in den anlaufenden Volumenmodellen international führender Automobilkonzerne. Den größten Wachstumsmarkt der Automobilbranche wird weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit Asien darstellen. Darüber hinaus könnte das Unternehmen insbesondere vom Zukunftsmarkt der Elektro- und Hybridfahrzeuge profi tieren, in welchem InTiCa Systems bei europäischen Herstellern aussichtsreich positioniert ist.
Bereits heute ist InTiCa Systems mit innovativen Produkten z. B. für Fahr- und Zutrittsberechtigungssysteme sowie der Leistungs-/ Motorelektronik in über 130 Fahrzeugmodellen vertreten. Diese bestehenden Aufträge und zahlreiche neue Projektanfragen, vor allem auch aus dem Bereich Leistungs-/Motorelektronik für emissionsarme Kraftfahrzeuge, geben uns die Zuversicht auch weiterhin unsere ehrgeizigen mittelfristigen Wachstumsziele von ca. 30% pro Jahr erreichen zu können. Für das Geschäftsjahr 2011 liegt die Umsatzerwartung bei rd. 13,5 Mio. Euro, was einer Steigerung von ca. 35% zum Vorjahr entspricht.
Bis Ende 2010 waren nach Einschätzung des Bundesverbands der Solarwirtschaft (BSW-Solar) in Deutschland rund 840.000 Photovoltaik-Anlagen installiert mit einer Photovoltaik-Kapazität von rund 17.000 Megawatt-Peak (MWp) und einem Anteil am deutschen Bruttostromverbrauch von ca. 2%. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil auf ca. 10% ausgebaut werden. Laut BSW-Solar wird sich das Volumen der Wechselrichterproduktion in Deutschland in diesem Zeitraum verdoppeln.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte dieses Segment vorwiegend mit induktiven Komponenten und mechatronischen Baugruppen für Wechselrichter der Solarindustrie ein Wachstum von rd. 440% erreichen und bereits einen positiven Beitrag zur Unternehmensentwicklung leisten. Auf Basis dieser Erfolge erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2011 eine Verdoppelung des Umsatzes auf ca. 20 Mio. Euro. Die aufgrund der Vorfälle in Japan zu erwartende Forcierung der regenerativen Energiequellen durch den Gesetzgeber wird nach Ansicht des Vorstands mittelfristig zu weiteren überdurchschnittlichen Wachstumsimpulsen führen.
Im ersten Quartal 2011 konnte der Konzernumsatz zum Vorjahreszeitraum um rund 70% auf ca. EUR 10,9 Mio. (2010: rd. EUR 6,4 Mio.) gesteigert werden. Dementsprechend wird für Q1 mit einem positiven EBIT gerechnet. Mit der Veräußerung eines Teils der eigenen Anteile sowie einer Erhöhung der Kontokorrentlinie um EUR 1,0 Mio. konnte die Liquiditätslage gestärkt werden. Gleichzeitig fl ossen im 1. Quartal ca. EUR 1,5 Mio. ins Anlageund Nettoumlaufvermögen ab.
Insgesamt geht der Vorstand bei einem weiterhin positiven konjunkturellen Umfeld davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 35% auf über EUR 40 Mio. gesteigert werden kann. Des Weiteren rechnet der Vorstand in 2011 auch mit dem Turnaround auf Ergebnisebene und einer positiven EBIT-Marge in Höhe von ca. 3%. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Vorstand bei einer dementsprechend positiven konjunkturellen Entwicklung ein weiteres Wachstum in Umsatz und Ertrag.
Durch den derzeitigen Auftragsbestand im InTiCa Systems Konzern von ca. EUR 43 Mio. (2009: EUR 17 Mio.), sieht der Vorstand das erwartete Umsatzwachstum und die angestrebte Ergebnisentwicklung als realistisch an.
Passau, den 20. April 2011
Der Vorstand
Vorstandsvorsitzender Vorstand
Walter Brückl Günther Kneidinger
Höchste Qualität durch modernstes Mess-Equipment
der InTiCa Systems nach IFRS
zum 31. Dezember 2010
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|
| Vermögen | Anhang | TEUR | TEUR |
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 14 | 5.386 | 4.852 |
| Sachanlagevermögen | 13 | 17.921 | 16.503 |
| Sonstige langfristige Forderungen | 16 | 1.500 | 0 |
| Latente Steuern | 10.3 | 1.513 | 1.719 |
| Langfristiges Vermögen, gesamt | 26.320 | 23.074 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 17 | 5.835 | 3.975 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 6.128 | 4.331 |
| Steuerforderungen | 10.2 | 9 | 91 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 16 | 283 | 233 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 29 | 1.099 | 4.948 |
| Kurzfristiges Vermögen, gesamt | 13.354 | 13.578 | |
| Summe Vermögen | 39.674 | 36.652 |
| Eigen- und Fremdkapital | 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 19 | 4.287 | 4.287 |
| Eigene Anteile | 19 | -210 | -210 |
| Kapitalrücklage | 20 | 14.426 | 14.808 |
| Gewinnrücklagen | 21 | 0 | 1.792 |
| Umrechnungsrücklage | 21 | 440 | 229 |
| Eigenkapital, gesamt | 18.943 | 20.906 | |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Langfristige verzinsliche Schulden | 22 | 10.088 | 9.500 |
| Latente Steuern | 2.124 | 1.991 | |
| Langfristiges Fremdkapital, gesamt | 12.212 | 11.491 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 23 | 683 | 466 |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden | 22 | 2.893 | 1.133 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24; 27.2 | 4.252 | 2.095 |
| Finanzierungsleasing | 26 | 0 | 290 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 25 | 691 | 271 |
| Kurzfristiges Fremdkapital, gesamt | 8.519 | 4.255 | |
| Summe Eigen- und Fremdkapital | 39.674 | 36.652 | |
| Eigenkapitalquote | 47,7% | 57,0% |
| Anhang | Geschäftsjahr TEUR |
Vorjahr TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse 5; 6.2 |
31.245 | 23.283 |
| Sonstige Erträge 7 |
1.100 | 618 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17 |
569 | 217 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.769 | 1.838 |
| Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren | 22.215 | 14.925 |
| Personalaufwand 11.4 |
5.822 | 4.880 |
| Abschreibungen 11.2 |
4.263 | 3.518 |
| Sonstige Aufwendungen 7 |
3.733 | 3.127 |
| Betriebsergebnis | -1.350 | -494 |
| Finanzaufwand 9 |
534 | 529 |
| Sonstige Finanzerträge 8 |
50 | 194 |
| Verlust vor Steuern | -1.834 | -829 |
| Ertragsteuern 10.1 |
340 | 41 |
| Jahresfehlbetrag | -2.174 | -870 |
| Sonstiges Konzern-Periodenergebnis | ||
| Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 211 | 87 |
| Sonstiges Konzern-Periodenergebnis nach Steuern | 211 | 87 |
| Konzern-Gesamtergebnis | -1.963 | -783 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert/unverwässert in Euro) | -0,53 | -0,22 |
| Anhang | Geschäftsjahr TEUR |
Vorjahr TEUR |
|---|---|---|
| Cashfl ows aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Jahresergebnis | -2.174 | -870 |
| Erfolgswirksam erfasster Ertragssteueraufwand 10.1 |
340 | 41 |
| Erfolgswirksam erfasster Finanzierungsaufwand 9 |
534 | 529 |
| Erfolgswirksam erfasste Erträge aus Finanzinvestitionen 8 |
-50 | -194 |
| Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten 11.2 |
4.263 | 3.518 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -427 | -13 |
| Zu-/Abnahme des Aktivvermögens, das nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen ist | ||
| Vorräte 17 |
-1.860 | -1.389 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 |
-1.797 | 549 |
| Sonstige Aktiva | -17 | -145 |
| Zu-/Abnahme des Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen ist | ||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen 23 |
217 | -139 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.2 |
2.157 | -1.956 |
| Sonstige Passiva | 127 | -830 |
| Zahlungsmittelfl uss aus betrieblicher Tätigkeit | 1.313 | -899 |
| Erhaltene Ertragssteuern | 80 | 31 |
| Gezahlte Zinsen | -532 | -482 |
| Nettozahlungsmittelfl uss aus betrieblicher Tätigkeit | 861 | -1.350 |
| Cashfl ows aus Investitionstätigkeit | ||
| Erhaltene Zinsen | 18 | 329 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 51 | 9 |
| Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte 14 |
-2.060 | -2.033 |
| Auszahlungen für Sachanlagen 13 |
-3.568 | -2.231 |
| Auszahlungen für langfristige Forderungen 16 |
-1.500 | 0 |
| Nettozahlungsmittelfl uss aus Investitionstätigkeit | -7.059 | -3.926 |
| Cashfl ows aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Veräußerung von eigenen Anteilen | 0 | 211 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 1.290 | 0 |
| Rückzahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -250 | -250 |
| Nettozahlungsmittelfl uss aus Finanzierungstätigkeit | 1.040 | -39 |
| Cashfl ows gesamt | -5.158 | -5.315 |
| Zahlungsmittelfonds am Anfang der Periode | 4.065 | 9.379 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den in Fremdwährung gehaltenen Liquiditätsbestand | 0 | 1 |
| Zahlungsmittelfonds am Ende der Periode 29 |
-1.093 | 4.065 |
vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Eigene Anteile TEUR |
Kapital rücklage TEUR |
Gewinn rücklagen TEUR |
Umrechnungs rücklage TEUR |
Eigenkapital gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2009 | 4.287 | -264 | 14.650 | 2.663 | 142 | 21.478 |
| Jahresfehlbetrag | 0 | 0 | 0 | -870 | 0 | -870 |
| Sonstiges Konzern-Periodenergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | 87 | 87 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -870 | 87 | -783 |
| Aktienverkäufe | 0 | 54 | 158 | 0 | 0 | 212 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 4.287 | -210 | 14.808 | 1.793 | 229 | 20.907 |
| Jahresfehlbetrag | 0 | 0 | -381 | -1.793 | 0 | -2.174 |
| Sonstiges Konzern-Periodenergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | 211 | 211 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | -381 | -1.793 | 211 | -1.963 |
| Aktienverkäufe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 4.287 | -210 | 14.427 | 0 | 440 | 18.944 |
(Rundungsdifferenz -1)
Wechselrichter zur Solarstromgewinnung tragen zur CO2 -Ausstoßreduzierung bei
Die InTiCa Systems AG wurde am 16. August 2000 gegründet und ist beim Amtsgericht Passau (HR B 3759) ins Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft ist seit dem 8. November 2004 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN DE0005874846, Ticker IS7).
Der Hauptsitz der Gesellschaft befi ndet sich in Passau, Deutschland. Die Anschrift lautet InTiCa Systems AG, Spitalhofstraße 94, 94032 Passau. Die Gesellschaft hält Beteiligungen an Gesellschaften in Österreich und Tschechien. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sind in der Textziffer 6 "Segmentinformationen" und Textziffer 15 "Tochterunternehmen" beschrieben.
Die folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen einschließlich der Änderungen aus dem IFRS Improvementprojekt 2009 wurden in diesem Konzernabschluss angewendet. Die Anwendungen hatten keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss des aktuellen Jahres und der vorhergehenden Jahre, mag aber die Bilanzierung künftiger Transaktionen oder Vereinbarungen beeinfl ussen.
Die Änderungen besagen, wenn eine Schuld mit Bedingungen verbunden ist, nach denen diese aufgrund einer Option der Gegenpartei durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten erfüllt werden kann, so beeinfl usst dies nicht die Einstufung der Schuld als kurz- oder langfristig.
Aus der Überarbeitung ergibt sich, dass bei der Darstellung der Zahlungsströme lediglich solche Auszahlungen der Investitionstätigkeit zugeordnet werden können, die zum Ansatz eines Vermögenswertes führen.
Die Anwendung führt zu Änderungen der Bilanzierungsmethoden im Hinblick auf Veränderungen des Anteilsbesitzes an Tochterunternehmen.
Die Änderungen führen zur Klarstellung zweier Aspekte bei der Bilanzierung von Sicherheitsbeziehungen: Zum einen wird die Infl ation als sicherbares (Teil-)Risiko genannt, zum anderen die Absicherung mittels Optionen behandelt.
Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards mit zusätzlichen Ausnahmen für Erstanwender.
Die Änderung betrifft die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden.
Die Änderung erlaubt ein transaktionsbezogenes Wahlrecht im Erwerbszeitpunkt für die Bewertung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.
Die Änderungen sehen vor, dass alle Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten einzustufen sind, falls das Mutterunternehmen an einen Verkaufsplan gebunden ist, der den Verlust der Beherrschung des Tochterunternehmens zur Folge hat, unabhängig davon, ob das Mutterunternehmen nach dem Verkauf einen nicht beherrschenden Anteil am Tochterunternehmen behält.
Die IFRIC Interpretation 12 wurde im November 2006 veröffentlicht und war grundsätzlich erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im März 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 28. März 2009 anzuwenden war. Die Interpretation regelt die bilanzielle Behandlung von im Rahmen von Dienstleistungskonzessionen übernommenen Verpfl ichtungen und erhaltenen Rechten im Abschluss des Konzessionsnehmers.
Die IFRIC Interpretation 15 wurde im Juli 2008 veröffentlicht und war grundsätzlich erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im Juli 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Dezember 2009 anzuwenden war. Diese Interpretation gibt Leitlinien zum Zeitpunkt und Umfang der Ertragsrealisierung aus Projekten zur Errichtung von Immobilien.
Die Interpretation beinhaltet Leitlinien zur angemessenen bilanziellen Behandlung für Fälle, in denen eine Gesellschaft Sachausschüttungen an Eigentümer vornimmt.
Die Interpretation betrifft die Bilanzierung aus Sicht der empfangenden Partei von Übertragungen von Vermögenswerten durch Kunden und trifft die Schlussfolgerung, dass in solchen Fällen, in denen der übertragene Vermögenswert die Defi nition eines Vermögenswertes aus Sicht der empfangenden Partei erfüllt, diese empfangende Partei den Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Übertragung ansetzt. Die Gegenbuchung wird als Erlös im Einklang mit IAS 18 (Erlöse) erfasst.
Im Folgenden werden die Standards und Interpretationen aufgeführt, die durch die EU anerkannt wurden, deren Anwendung jedoch in der Zukunft liegt:
| Anwendung für Geschäftsjahre, |
|||
|---|---|---|---|
| Lfd. | die am oder | ||
| Nr. | Vorschrift und Titel | nach beginnen | Bedeutung |
| 1 | IFRS 1 "Erstmalige Anwen dung der International Finan cial Reporting Standards" |
1. Juli 2010 | keine Relevanz oder vorzeitige Anwendung |
| 2 | Improvements to IFRS (2010) | 1. Juli 2010 | keine Relevanz oder vorzeitige Anwendung |
| 3 | IAS 24 "Angaben über Bezie hungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" |
1. Januar 2011 | keine Relevanz oder vorzeitige Anwendung |
| 4 | IFRIC 19 "Tilgung fi nan zieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten" |
1. Juli 2010 | keine Relevanz oder vorzeitige Anwendung |
| 5 | IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindest dotierungsverpfl ichtungen" |
1. Januar 2011 | keine Relevanz oder vorzeitige Anwendung |
| 6 | IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" |
1. Februar 2010 | keine Relevanz oder vorzeitige Anwendung |
Die Änderung von IFRS 1 wurde im Januar 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnt. Die Neuregelung erlaubt es den IFRS-Erstanwendern, die für die im März 2009 veröffentlichte Änderung des IFRS 7 - Verbesserung der Angaben geltenden Übergangsregelungen - in Anspruch zu nehmen. Diese Bestimmungen befreien im ersten Jahr der Anwendung von der Pfl icht, für die geforderten Angaben Vergleichsinformationen in den Anhang aufzunehmen. Die Bestimmungen des IFRS 1 richten sich an die Erstanwender von IFRS und haben daher keine Auswirkungen auf den Konzern.
Der IASB hat am 6. Mai 2010 den jährlich erscheinenden Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS, die sogenannten "Improvements to IFRS" veröffentlicht. Ein Großteil der Änderungen ist erstmals rückwirkend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden. Die folgende Änderung an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" ist allerdings bereits für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden, wobei eine frühere freiwillige Anwendung zulässig ist. Mit der Überarbeitung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" wurde die Behandlung bedingter Kaufpreisbestandteile ("Contingent Considerations") dahingehend wesentlich geändert, dass diese nunmehr unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zum Erstkonsolidierungszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen sind. Aus diesem Grund werden bedingte Kaufpreisbestandteile auch nicht länger vom Anwendungsbereich des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" sowie des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ausgenommen. Um klarzustellen, dass diese IFRS aber nicht auf bedingte Kaufpreiszahlungen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen anzuwenden sind, deren Erwerbsstichtag vor dem Tag der erstmaligen Anwendung des überarbeiteten IFRS 3 liegt, wurden die zeitlichen Anwendungsbestimmungen der Folgeänderungen aus der Überarbeitung des IFRS 3 entsprechend angepasst. Zudem wurden die Übergangsregelungen des IFRS 3 um die für diese bedingten Kaufpreiszahlungen weiterhin anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften des ersetzten IFRS 3 ergänzt. Insgesamt wurde damit klargestellt, dass die Neuregelungen des überarbeiteten IFRS 3 in Bezug auf bedingte Kaufpreisbestandteile nicht rückwirkend auf Altfälle anzuwenden sind.
Am 4. November 2009 veröffentlichte der IASB den überarbeiteten Standard IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen". Die Änderungen beinhalten im Wesentlichen eine Anpassung der Defi nition von nahestehenden Unternehmen und Personen (related parties). Weiterhin wird klargestellt, dass auch schwebende Geschäfte (executory contracts) unter die berichtspfl ichtigen Geschäftsvorfälle fallen. Die überarbeitete Fassung des IAS 24 ist erstmals verpfl ichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, wobei die Möglichkeit besteht, allein die neue Befreiungsvorschrift für regierungsverbundene Unternehmen vorzeitig anzuwenden.
IFRIC 19 "Tilgung fi nanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" stellt klar, wie Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren sind, wenn ein Unternehmen die Konditionen einer fi nanziellen Verbindlichkeit neu aushandelt und zu deren vollständiger oder teilweiser Tilgung Eigenkapitalinstrumente ausgibt. Die Regelung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
Die Änderungen der Interpretation von IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpfl ichtungen" sind von Relevanz, wenn ein Versorgungsplan eine Mindestdotierungsverpfl ichtung vorsieht und das Unternehmen Beitragsvorauszahlungen auf diese leistet. Die Änderungen sind verpfl ichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige freiwillige Anwendung ist zulässig.
Der IASB hat am 8. Oktober 2009 Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" bezüglich der Klassifi zierung von Bezugsrechten (Classifi cation of Rights Issues) veröffentlicht. IAS 32 wird dahingehend ergänzt, dass Bezugsrechte, Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrumente auszuweisen sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klasse gewährt werden. Die Änderungen sind verpfl ichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.
Die dargestellten Änderungen werden nach der Einschätzung des Vorstandes auf zukünftige Abschlüsse des Konzerns voraussichtlich keinen oder nur geringen Einfl uss haben.
Bei den durch die europäische Union noch nicht anerkannten Rechnungslegungsvorschriften handelt es sich um folgende Standards:
| Lfd. Nr. |
Vorschrift und Titel | Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach beginnen |
Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 1 | IFRS 9 "Finanzinstrumente" (veröffentlicht 12. November 2009) |
1. Januar 2013 | Prüfung auf Relevanz |
| 2 | IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"(Amendments) (ver öffentlicht 7. Oktober 2010) |
1. Juli 2011 | Prüfung auf Relevanz |
| 3 | IAS 12 "Ertragssteuern" | 1. Januar 2012 | Prüfung auf Relevanz |
Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9 "Finanzinstrumente" zur Klassifi zierung und Bewertung von Finanzinstrumenten herausgegeben. Mit IFRS 9 werden neue Vorschriften für die Klassifi zierung und Bewertung vorerst für fi nanzielle Vermögenswerte eingeführt. Die Ansatz-, Klassifi zierungs- und Bewertungsvorschriften für die Verbindlichkeiten wurden am 28. November 2010 durch den IASB ergänzt. Diskutiert werden derzeitig die Exposure-Drafts zu "Fortgeführte Anschaffungskosten und Impairment" vom 5. November 2009 und zum "Hedge Accounting" vom 9. Dezember 2010. Ziel ist es, beide Entwürfe nach abschließender Diskussion in den IFRS 9 zu übernehmen und damit IAS 39 abzulösen. Die Vorschriften sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Entscheidung über eine Anerkennung des Standards durch die EU ist derzeit noch offen. Die entsprechenden Auswirkungen auf den Konzern für die bereits verabschiedeten Teile des IFRS 9 werden geprüft.
Der IASB hat am 7. Oktober 2010 Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen sind die Angabepfl ichten im Zusammenhang mit dem Transfer von fi nanziellen Vermögenswerten. Mit der Änderung des Standards sind umfassende Angaben zu möglicherweise zurückbehaltenen bzw. im Rahmen der Transaktion übernommenen Rechten und Pfl ichten erforderlich. Die Änderungen des IFRS 7 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, verpfl ichtend anzuwenden. Im ersten Jahr der Anwendung sind Vergleichszahlen nicht erforderlich. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit geprüft.
Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Die Änderung sieht vor, dass aktive und passive latente Steuern für bestimmte Vermögenswerte basierend auf der widerlegbaren Vermutung bewertet werden, dass der Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung realisiert wird. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit geprüft.
Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erörtert. Die Reihenfolge der Erläuterung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Notes wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht modifi ziert. Bei Angaben von "TEUR" können aufgrund von Rundungen Positions- oder Transaktionsbeträge um +/-1 abweichen.
Für die bilanzielle Abbildung von Sachverhalten bzw. Geschäftsvorfällen gilt der Grundsatz der Stetigkeit. Ein Methodenwechsel ist stets so abzubilden, als wäre die neue Methode bereits im Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung angewandt worden (retrospective application). Hingegen bei Änderung von Bilanzierungsannahmen (changes in accounting estimates) erfolgt die Anpassung in der Regel erfolgswirksam im laufenden Ergebnis. Sollte eine Unterscheidung zwischen Methodenwechsel und Änderungen der Bilanzierungsannahmen im Einzelfall nicht zweifelsfrei festgestellt werden können, sind die Regelungen für Änderungen der Bilanzierungsannahmen anzuwenden (IAS 8.35). Siehe hierzu Tz. 4 "Steuereffekte bei Kosten der Eigenkapitalbeschaffung".
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm kontrollierten Unternehmen. Kontrolle liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.
Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, an die im Konzern zur Anwendung kommenden, anzugleichen.
Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bestimmten sich aus der Summe der zum Tauschzeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenden Vermögenswerte, der eingegangenen und übernommenen Schulden und der vom Konzern ermittelten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten wurden ebenfalls als Anschaffungskosten behandelt, sofern sie direkt zurechenbar waren. Die identifi zierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt erfasst, wenn die entsprechenden Ansatzvoraussetzungen erfüllt waren. Derzeit wurden alle Geschäftsbetriebe von der Muttergesellschaft mittels Bargründung erworben.
Umsatzerlöse werden zum beiliegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Kundenrückgaben, Rabatte und andere ähnliche Abzüge gekürzt.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Danach sind im Grunde Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern zu erfassen, wenn die Güter geliefert wurden und der rechtliche Eigentumsübergang erfolgt ist.
Zinserträge sind zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufl ießen wird und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge sind nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abzugrenzen. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des fi nanziellen Vermögenswertes exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden.
Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifi ziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifi ziert.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Konzernbilanz als Verpfl ichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpfl ichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens (Fremdwährungen) lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag sind monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umzurechnen. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten auch für selbständige ausländische Tochtergesellschaften werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Davon ausgenommen sind Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden Posten von/an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist (und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb sind), die anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden.
Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sind die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro (€) umzurechnen, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus diesem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Folgende Kurse waren im Konzernabschluss maßgebend:
| Land | Stichtagskurse | Durchschnittskurse | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| Tschechien | 1 EUR/ 25,06 CZK |
1 EUR/ 26,46 CZK |
1 EUR/ 25,283 CZK |
1 EUR/ 26,430 CZK |
| USA | 1,338 US \$ | 1,441 US \$ | 1,327 US \$ | 1,380 US \$ |
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar.
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträge, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Abschlussstichtages in Kürze geltenden Steuersätze berechnet.
Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus der erstmaligen Erfassung von Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben.
Der Buchwert der latenten Steuern wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Abschlussstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.
Laufende oder latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall ist die laufende und latente Steuer ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital zu erfassen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Kosten der laufenden Instandhaltung – abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Diese Kosten umfassen die Kosten für den Ersatz eines Teils eines solchen Gegenstandes zum Zeitpunkt des Anfalls der Kosten, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind.
Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt.
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der linearen Methode über folgende Nutzungsdauern vorgenommen:
Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Bei Durchführung jeder größeren Wartung werden die Kosten im Buchwert der Sachanlage als Ersatz erfasst, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.
Gesondert erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Der Abschreibungsaufwand wird linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandwirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 bis 5 Jahren.
Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Es erfolgen keine Aktivierungen von Fremdkapitalkosten.
Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungsaktivität ergibt, wird nur dann erfasst, wenn die nachfolgenden Nachweise erbracht werden können.
Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert erstmalig aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erfüllt. Wenn ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen.
In den Folgeperioden werden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 bis 6 Jahren, die Abschreibung erfolgt linear.
Ein immaterieller Vermögenswert ist auszubuchen bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen von seiner Nutzung oder seinem Abgang erwartet wird. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes, bewertet mit der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes, ist im Zeitpunkt der Ausbuchung des Vermögenswertes als Gewinn oder Verlust zu erfassen.
Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Ertrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Ertrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann.
Bei immateriellen selbsterstellten Vermögenswerten, auch für die, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.
Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit diese nicht bereits Eingang in den Schätzungen der Zahlungsströme gefunden haben.
Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrags erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsoder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.
Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlaghäufi gkeit vorgenommen.
Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen und faktischen Verpfl ichtungen gebildet, die auf vergangene Ereignisse beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfl uss von Ressourcen führen oder deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Sie stellen ungewisse Verpfl ichtungen dar, deren Betrag nach bestmöglicher Schätzung ermittelt wird. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst.
Die Kategorisierung von fi nanziellen Vermögenswerten erfolgt in die folgenden Kategorien:
Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der fi nanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang.
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines fi nanziellen Vermögenswertes und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstige Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Buchwert abgezinst werden.
Erträge werden bei Schuldtitel auf Basis der Effektivverzinsung erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der fi nanzielle Vermögenswert zu Handelszwecken gehalten wird. Dies ist dann der Fall, wenn dieser hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, ihn kurzfristig in der Zukunft zu verkaufen. Der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Der erfasste Nettogewinn oder -verlust schließt etwaige Dividenden und Zinsen des fi nanziellen Vermögenswertes mit ein.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht derivative fi nanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen der Konzern die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Nach erstmaliger Erfassung werden bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.
» Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative fi nanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder weder (a) als Kredite und Forderungen, (b) bis zur Endfälligkeit zu haltende Investitionen oder (c) fi nanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eingestuft sind.
Vom Konzern gehaltene börsennotierte Anleihen, die in einem Markt gehandelt werden, werden als zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte kategorisiert und an jedem Abschluss zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sonstige Änderungen des Buchwerts von zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswerten werden im sonstigen Ergebnis erfasst sowie in einer Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelt. Wird eine Finanzanlage veräußert oder wird bei ihr eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Gewinne und Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Kredite und Forderungen (einschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Bankguthaben und Barmittel) werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden Zinserträge gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizuliegenden Zeitwert bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme der Finanzlage negativ verändert haben.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die keine Wertminderung auf Einzelbasis festgestellt wird, wird auf Portfoliobasis auf Wertminderungsbedarf überprüft.
Ein objektiver Hinweis für eine Wertminderung eines Portfolios von Forderungen könnten Erfahrungen des Konzerns mit Zahlungseingängen in der Vergangenheit, ein Anstieg der Häufi gkeit von Zahlungsausfällen innerhalb eines Portfolios über die durchschnittliche Kreditdauer von 60 Tagen sowie beobachtbare Veränderungen des nationalen oder lokalen Wirtschaftsumfelds, mit denen Ausfälle von Forderungen in Zusammenhang gebracht werden, sein.
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten fi nanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen Buchwert des Vermögenswerts und dem mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des fi nanziellen Vermögenswerts ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme.
Bei zu Anschaffungskosten bewerteten fi nanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen Buchwert des Vermögenswertes und dem mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren fi nanziellen Vermögenswertes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Solche Wertberichtigungen dürfen in Folgeperioden nicht rückgängig gemacht werden.
Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen fi nanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen als uneinbringlich eingeschätzt, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Nachträgliche Eingänge bereits abgeschriebener Beträge werden ebenfalls gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Abschreibungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für den Fall, dass ein zur Veräußerung verfügbar klassifi zierter fi nanzieller Vermögenswert als wertgemindert eingeschätzt wird, sind die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne und Verluste in der Periode in die Gewinn- oder Verlustrechnung umzugliedern.
Verringert sich die Höhe der Wertminderung eines fi nanziellen Vermögenswerts, der nicht als zur Veräußerung verfügbarer fi nanzieller Vermögenswert kategorisiert ist, in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden, wird die vormals erfasste Wertminderung über die Gewinn- und Verlustrechnung rückgängig gemacht. Dabei wird jedoch auf keinen höheren Wert zugeschrieben als den, der sich als fortgeführte Anschaffungskosten ergeben hätte, wäre keine Wertminderung erfolgt.
Der Konzern bucht einen fi nanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem fi nanziellen Vermögenswert auslaufen oder es den fi nanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen überträgt noch behält und weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenden Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines übertragenen fi nanziellen Vermögenswerts zurückhält, hat der Konzern weiterhin den fi nanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung zu erfassen. Bei der vollständigen Ausbuchung eines fi nanziellen Vermögenswertes ist die Differenz zwischen dem Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelt und aller kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, im Gewinn oder Verlust zu erfassen.
Im Zusammenhang mit der Kategorisierung fi nanzieller Vermögenswerte und Schulden werden nachfolgende Abkürzungen verwandt:
AfS = Available for Sale FVTPL = Fair Value through Profi t and Loss LaR = Loans and Receivables HfT = Held for Trading OL = Other Liabilities
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete fi nanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige fi nanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete fi nanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert, wenn sie zu Handelszwecken gehalten werden. Dies ist dann der Fall, wenn sie hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, kurzfristig zurückgekauft zu werden. Dabei werden sämtliche aus der Bewertung resultierende Gewinne oder Verluste erfolgswirksam vereinnahmt. Der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Nettogewinn oder -verlust schließt die für die fi nanzielle Verbindlichkeit bezahlten Zinsen mit ein und wird im Posten Sonstige Erträge/Sonstige Aufwendungen ausgewiesen.
Sonstige fi nanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich aufgenommener Kredite) werden gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Konzern bucht eine fi nanzielle Verpfl ichtung dann aus, wenn die entsprechenden Verpfl ichtungen des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Die Differenz zwischen dem Buchwert der ausgebuchten fi nanziellen Verbindlichkeit und der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung ist im Gewinn oder Verlust zu erfassen.
Im Zusammenhang mit der Kategorisierung der fi nanziellen Verbindlichkeiten werden die Abkürzungen in Tz. 3.14 verwandt.
Bei der Anwendung der in Tz. 3 dargestellten Konzernbilanzierungsrichtlinien muss die Geschäftsführung in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.
Die den Schätzungen zu Grunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt, falls die Änderung die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betrifft, entsprechend in dieser und den folgenden Perioden beachtet.
Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten am Bilanzstichtag angegeben, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, sodass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird.
Die Geschäftsleitung entscheidet anhand des Projektfortschritts ab wann die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt auf Basis von Lohnkosten der beteiligten Mitarbeiter sowie gesondert geführter Materialstücklisten und unechter Gemeinkosten.
Während des Geschäftsjahres hat die Geschäftsleitung die Werthaltigkeit der aus der Entwicklungsabteilung des Konzerns resultierenden selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte erneut beurteilt. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte sind in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010 mit 5,3 Mio. EUR (2009: 4,7 Mio. EUR) berücksichtigt.
Die Projekte sind insgesamt zufrieden stellend verlaufen und auch die Kundenresonanz hat die vorangegangenen Schätzungen der Geschäftsführung hinsichtlich erwarteter Erlöse aus den Projekten bestätigt. Die Geschäftsführung überprüft in regelmäßigen Abständen ihre Annahmen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen und erwarteter Gewinnmargen für die Produkte. Nach einer detaillierten Sensitivitätsanalyse ist die Geschäftsführung zur Überzeugung gelangt, dass die Buchwerte der Vermögenswerte trotz möglicherweise niedrigerer Erlöse in voller Höhe realisiert werden. Die Situation wird aufmerksam beobachtet und sollte es die künftige Marktsituation erfordern, werden in den folgenden Geschäftsjahren Anpassungen erfolgen, sofern dies sachgerecht ist.
Steuereffekte aus Vorjahren im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Kosten der Eigenkapitalbeschaffung werden nicht mehr aktiviert, sondern sind ergebniswirksam im laufenden Steueraufwand berücksichtigt worden. Hiermit nimmt man Abstand von einer Mindermeinung im Rahmen der Kommentierung zu IFRS und schließt sich der herrschenden Literaturmeinung an. Die geänderte Bilanzierungsannahme betrifft bei den aktiven latenten Steuern einen Vortragswert in Höhe von TEUR 401. Die Veränderungen sind in Tz. 10.1 und 10.3 aufgeführt.
Der Konzern hat für Bankverbindlichkeiten Sicherheitsleistungen durch Globalzession (siehe Tz. 18), Sicherungsübereignungen (siehe Tz. 13) und Verpfändungen (siehe Tz. 29) gestellt. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung wird eine Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich angesehen.
Die Aufgliederung der Konzernumsätze für das Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Handelsumsätze | 8.053 | 6.655 |
| Fertigungsumsätze | 23.192 | 16.628 |
| Summe aus dem Verkauf von Gütern |
31.245 | 23.283 |
Im Konzern werden Verkäufe als Handelsumsätze bezeichnet, die nach dem Bezug keiner oder nur einer geringen Verarbeitung unterliegen. Im Gegensatz hierzu sind Fertigungsumsätze Verkäufe von Gütern, die einen wesentlichen Fertigungsprozess durchlaufen.
Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung über Konzernbereiche abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesen Segmenten und der Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft wird. An die Geschäftsleitung als verantwortliche Unternehmensinstanz berichtete Informationen zum Zwecke der Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente eines Unternehmens sowie der Bewertung ihrer Ertragskraft beziehen sich zumeist auf die Arten von Gütern, die hergestellt werden. Der Produktionsstandort befindet sich in Prachatice (Tschechien). Die berichtspflichtigen Segmente stellen sich somit wie folgt dar:
Der Geschäftsbereich umfasst den schnellen Datentransfer mittels DSL Splitter. Schwerpunkt der Tätigkeit des Konzerns sind die Entwicklung, die Produktion sowie der Vertrieb von Splitterhardware für die Amtsseite und private Haushalte. Die Produktion der Splitter erfolgt in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und erstreckt sich auf die wesentlichen Baugruppen. Die Kundenstruktur umfasst alle bekannten Telekommunikationsanbieter.
Der Automobilbereich erstreckt sich auf Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Lösungen und Systemen für Sensorik, elektronische Steuerung und Netzwerktopologien. Ein Großteil der Produkte wird durchgängig vom Konzern gefertigt und betrifft die Bereiche Kunststofftechnik, Wickel-, Löt-, Schweißund Prüftechnik sowie Verguss- und Montagetechnik. Zu den Kunden zählen Automobilzulieferer sämtlich bekannter Automarken.
Im Bereich Industrieelektronik hat sich InTiCa Systems auf die Entwicklung und Produktion hochwertiger, kundenspezifischer induktiver Bauelemente sowie mechatronischer Modul- und Systemlösungen für regenerative Energiequellen (Solar) sowie die Automatisierungs- und Antriebstechnik spezialisiert.
Segmentumsatzerlöse Segmentergebnis
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Kommunikations technik |
12.124 | 13.467 | -1.708 | -1.050 |
| Automobiltechno logie |
9.970 | 8.128 | -51 | 445 |
| Industrieelektronik | 9.151 | 1.688 | 409 | 111 |
| Summe | 31.245 | 23.283 | -1.350 | -494 |
| Aufwendungen und Erträge aus nicht zugeordneten Vermögenswerten |
0 | 0 | ||
| Finanzergebnis | -484 | -335 | ||
| Verlust vor Steuern | -1.834 | -829 |
Bei den oben dargestellten Umsatzerlösen handelt es sich um Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden. Verkäufe zwischen den Segmenten fanden nicht statt (2009: Null).
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente sind die gleichen wie die in Tz. 3 beschriebenen Konzernbilanzierungsrichtlinien. Das Segmentergebnis zeigt das EBIT jedes einzelnen Segments. Diese Kennzahl wird dem Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft berichtet.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Kommunikationstechnik | 11.137 | 15.789 |
| Automobiltechnologie | 14.398 | 10.976 |
| Industrieelektronik | 9.735 | 2.896 |
| Summe Segmentvermögen |
35.270 | 29.661 |
| Nicht zugeordnete Vermögenswerte |
4.404 | 6.991 |
| Konsolidierte Summe Vermögenswerte |
39.674 | 36.652 |
Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten beobachtet der Hauptentscheidungsträger die materiellen, immateriellen und finanziellen Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Eine Verteilung der Vermögenswerte auf die Segmente erfolgt mit Ausnahme nachfolgender Positionen:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
1.099 | 4.948 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen |
283 | 233 |
| Steuerforderung | 9 | 91 |
| Latente Steuern | 1.513 | 1.719 |
| Sonstige langfristige Forderungen |
1.500 | 0 |
| 4.404 | 6.991 |
| Planmäßige Abschreibungen |
Zugänge zu lang fristigen Vermögen |
|||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
| Kommunikations technik |
1.635 | 1.898 | 1.510 | 1.517 |
| Automobil | 1.775 | 1.243 | 2.154 | 1.857 |
| Industrie | 853 | 177 | 1.964 | 890 |
| 4.263 | 3.318 | 5.628 | 4.264 |
Zusätzlich zu der oben angegebenen planmäßigen Abschreibung wurde bei den immateriellen Vermögenswerten ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 0 (2009: TEUR 200) erfasst. Der Vorjahreswert betraf das Segment Automobil.
Die Umsatzerlöse des Konzerns der Hauptprodukte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Kleinsignalelektronik | 6.871 | 7.098 |
| Leistungselektronik | 11.217 | 5.513 |
| Mechatronische Komponenten und Systeme |
6.988 | 5.252 |
| Sonstige | 6.169 | 5.420 |
| 31.245 | 23.283 |
Der Konzern unterscheidet sich im Wesentlichen geografisch nach In- und Ausland.
| Umsatzerlöse aus Geschäf ten mit externen Kunden |
Langfristiges Vermögen |
|||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
| Inland | 18.934 | 18.100 | 7.362 | 7.272 |
| Ausland | 12.311 | 5.183 | 15.945 | 14.083 |
| Summe | 31.245 | 23.283 | 23.307 | 21.355 |
| Nicht zugeordnete Vermögenswerte |
3.013 | 1.719 | ||
| Langfristiges Vermögen, gesamt |
26.320 | 23.074 |
Das langfristige Segmentvermögen im Ausland bezieht sich überwiegend auf die eigene Produktionsstätte in Tschechien.
Von den Umsatzerlösen aus Direktverkäufen entfallen rund TEUR 4.329 (2009: TEUR 4.894) und TEUR 2.941 (2009: TEUR 4.788) auf Umsätze mit den beiden größten Kunden des Konzerns. Gemessen am Gesamtumsatz sind dies 13,8 % (2009: 23,2 %) bzw. 9,4 % (2009: 20,5 %). Die Kunden sind den Bereichen Telekommunikation und Industrieelektronik zuzuordnen. In 2010 und 2009 unterliegt der übrige Kundenbestand einer breiten Streuung und der Anteil pro Kunde liegt durchschnittlich unter 1 % am Umsatz.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagen |
3 | 1 |
| Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung |
1.008 | 488 |
| Sonstige | 89 | 129 |
| 1.100 | 618 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Währungsverluste | 281 | 385 |
| Raumkosten | 498 | 414 |
| Versicherungen, Beiträge, Abgaben |
182 | 145 |
| Fahrzeugkosten | 245 | 215 |
| Werbe-, Reisekosten | 124 | 139 |
| Kosten der Warenabgabe | 811 | 417 |
| Reparaturen, Instandhaltungen | 274 | 344 |
| Personalleasing | 432 | 29 |
| Sonstige betriebliche Kosten | 886 | 1.068 |
| 3.733 | 3.127 |
Nach Bewertungskategorien aufgegliederte Aufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (OL) |
534 | 529 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | 2 | 7 |
| Latente Steuern | 338 | 34 |
| 340 | 41 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinserträge: | ||
| Bankguthaben | 20 | 194 |
| Sonstige Forderungen | 30 | 0 |
| 50 | 194 |
Nach Bewertungskategorien aufgegliederte Erträge aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Guthaben bei Kreditinstituten (LaR) |
20 | 194 |
| Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertete finanzielle |
||
| Vermögenswerte (LaR) | 30 | 0 |
| 50 | 194 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinsen auf Kontokorrent und Bankkredite |
519 | 500 |
| Zinsen auf Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen |
15 | 29 |
| 534 | 529 |
Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -1.834 | -830 |
| Theoretischer Steuerertrag | -550 | -247 |
| Auswirkung steuerfreier Erträge/ nicht abzugsfähige Aufwendungen |
56 | 59 |
| Auswirkung von Steuerfreiheit bei ausländischen Tochterunternehmen |
417 | 228 |
| Auswirkungen von ungenutzten und nicht als latenten Steuererstattungs ansprüche erfassten steuerlichen Verlustvorträgen |
15 | 0 |
| Auswirkung abweichender Steuer sätze bei Tochterunternehmen in anderen Rechtskreisen |
1 | 1 |
| Auswirkung von Auflösung der Steueransprüche im Zusammenhang mit Eigenkapitalbeschaffungskosten (siehe Tz. 4) |
401 | 0 |
| 340 | 41 |
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung der Jahre 2010 und 2009 angewendete Steuersatz entspricht dem von Unternehmen in Deutschland zu leistenden Unternehmenssteuersatz von rund 30 % auf steuerbare Gewinne gemäß dem gültigen Steuerrecht.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Laufende | ||
| Steuererstattungsansprüche | 9 | 91 |
| Anfangsbestand | Erfolgswirksam in der Gewinn- u. Verlustrechnung |
Erfolgswirksam im sonstigen Gesamtergebnis |
Unmittelbar im Eigenkapital erfasst |
Endbestand | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR |
| Temporäre Differenzen Immaterielle Vermögenswerte |
-1.390 | -165 | 0 | 0 | -1.555 |
| Sachanlagen Umrechnungsdifferenzen ausländischer Tochtergesellschaften |
-510 -91 |
33 0 |
0 | 0 | -477 -91 |
| Kosten im Zusammenhang von Aktien ausgaben (siehe Tz.4) |
401 | -401 | 0 | 0 | 0 |
| Steuerliche Verluste | 1.318 | 195 | 0 | 0 | 1.513 |
| Summe | -272 | -338 | 0 | 0 | -610 |
| 2009 | |||||
| Temporäre Differenzen | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | -1.162 | -228 | 0 | 0 | -1.390 |
| Sachanlagen | -475 | -35 | -510 | ||
| Umrechnungsdifferenzen ausländischer Tochtergesellschaften |
-91 | 0 | 0 | 0 | -91 |
| Kosten im Zusammenhang von Aktien ausgaben (siehe Tz.4) |
401 | 0 | 0 | 0 | 401 |
| Steuerliche Verluste | 1.086 | 232 | 1.318 | ||
| Sonstiges | 3 | -3 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | -238 | -34 | 0 | 0 | -272 |
Die zugrunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge bei den aktivierten latenten Steueransprüchen beziehen sich auf die negativen Steuerergebnisse der Konzernmuttergesellschaft in den Jahren 2007 bis 2010.
Für steuerliche Verluste wurden latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 43 (2009: TEUR 0) nicht erfasst.
Gewinne der Tochtergesellschaft in Tschechien sind kumuliert bis zu einer Höhe von rund 11 Mio. EUR steuerfrei, die Steuerfreiheit gilt bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2018. Die Höhe der Steuerfreiheit resultiert aus durchgeführten Investitionen am Standort Tschechien.
Darüber hinaus erfolgt kein Ansatz von latenten Steuern für sog. "outside basis differences", da keine Veräußerungsabsicht bezüglich der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen besteht und diese Vorgänge dem steuerfreien Bereich zuzuordnen wären.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Wertminderung auf einen Beteiligungsansatz für eine 100 %ige Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 68. Die Abwertung wurde jedoch im Rahmen der Konzernkonsolidierungen vollständig aus dem Konzernabschluss eliminiert.
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Wertminderungen von | ||
| Forderungen aus Lieferungen | ||
| und Leistungen | 0 | 47 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibung von Sachanlagen |
2.736 | 2.160 |
| Wertminderungen im Geschäftsjahr von immateriellen Vermögenswerten |
0 | 200 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten |
1.527 | 1.158 |
| 4.263 | 3.518 |
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Sofort aufwandswirksam | ||
| erfasste Forschungs- und | ||
| Entwicklungskosten | 551 | 282 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (siehe Tz. 32) aus beitragsorientierten Plänen |
591 | 474 |
| Sonstige Leistungen an Arbeitnehmer |
5.231 | 4.406 |
| 5.822 | 4.880 |
Die Ergebnisse und die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Stammaktien, die in der Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie eingehen, sind nachfolgend wiedergegeben:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag | -2.174 | -870 |
| Gewichteter Durchschnitt an Stammaktien (Stück in Tausend) |
4.077 | 4.037 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | -0,53 | -0,22 |
Beim gewichteten Durchschnitt der Stammaktien werden die Aktienkäufe/-verkäufe der eigenen Anteile (Tz.19) berücksichtigt.
| Andere Anlagen, | Geleistete | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Technische | Betriebs- und | Anzahlungen | |||
| In TEUR | Grundstücke, Bauten |
Anlagen und Maschinen |
Geschäfts ausstattung |
und Anlagen im Bau |
Gesamt |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
|||||
| Stand 01. Januar 2009 | 4.515 | 15.425 | 972 | 599 | 21.511 |
| Zugänge | 117 | 754 | 218 | 1.142 | 2.231 |
| Umbuchungen | 3 | 51 | 66 | -101 | 19 |
| Abgänge | 0 | 0 | -22 | 0 | -22 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 68 | 36 | 5 | 0 | 109 |
| Stand 31. Dezember 2009 / Stand 01. Januar 2010 |
4.703 | 16.266 | 1.239 | 1.640 | 23.848 |
| Zugänge | 1.020 | 2.140 | 356 | 52 | 3.568 |
| Umbuchungen | 663 | 507 | 48 | -1.218 | 0 |
| Abgänge | 0 | -51 | -17 | 0 | -68 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 224 | 451 | 6 | 35 | 716 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 6.610 | 19.313 | 1.632 | 509 | 28.064 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01. Januar 2009 | 246 | 4.521 | 418 | 0 | 5.185 |
| Abschreibungen | 180 | 1.758 | 222 | 0 | 2.160 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 9 | 0 | 9 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2 | 1 | -12 | 0 | -9 |
| Stand 31. Dezember 2009 / Stand 01. Januar 2010 |
428 | 6.280 | 637 | 0 | 7.345 |
| Abschreibungen | 232 | 2.208 | 296 | 0 | 2.736 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | -5 | -13 | 0 | -18 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 8 | 58 | 14 | 0 | 80 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 668 | 8.541 | 934 | 0 | 10.143 |
| Bilanzwert 31. Dezember 2010 | 5.942 | 10.772 | 698 | 509 | 17.921 |
| Bilanzwert 31. Dezember 2009 | 4.275 | 9.986 | 602 | 1.640 | 16.503 |
Für die im Eigentum des Konzerns stehenden bebauten Grundstücke mit einem Buchwert von TEUR 5.603 (2009: TEUR 4.509) erfolgte eine Eintragung von Grundschulden (TEUR 1.500) zur Absicherung von Bankverbindlichkeiten des Konzerns.
Für Maschinen und technische Anlagen mit einem Buchwert von 1,6 Mio. EUR (2009: 0 Mio. EUR) erfolgte zur Absicherung einer Kreditverbindlichkeit (1,6 Mio.EUR) eine Sicherungsübereignung.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 bestehen keine Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen (siehe Tz. 26), die durch Rechte der Leasinggeber an den Leasinggegenständen besichert sind. Die Leasinggegenstände hatten im Geschäftsjahr 2009 einen Buchwert von TEUR 1.748.
| Selbsterstellte | Sonstige | ||
|---|---|---|---|
| immaterielle | immaterielle | ||
| In TEUR | Vermögens gegenstände |
Vermögens gegenstände |
Gesamt |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||
| Stand 01. Januar 2009 | 6.267 | 429 | 6.696 |
| Zugänge | 2.014 | 19 | 2.033 |
| Umbuchungen | 0 | -19 | -19 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 3 | 3 |
| Stand 31. Dezember 2009 / | |||
| Stand 01. Januar 2010 | 8.281 | 432 | 8.713 |
| Zugänge | 2.021 | 39 | 2.060 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | -1 | -1 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 10.302 | 470 | 10.772 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01. Januar 2009 | 2.262 | 239 | 2.501 |
| Abschreibungen | 1.268 | 90 | 1.358 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 2 | |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2009 / | |||
| Stand 01. Januar 2010 | 3.530 | 331 | 3.861 |
| Abschreibungen | 1.469 | 58 | 1.527 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | -2 | -2 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 4.999 | 387 | 5.386 |
| Bilanzwert 31. Dezember 2010 | 5.303 | 83 | 5.386 |
| Bilanzwert 31. Dezember 2009 | 4.751 | 101 | 4.852 |
Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, bei denen die zugrunde liegenden Projekte noch nicht abgeschlossen oder keine Verkäufe erfolgt sind (Buchwert TEUR 1.798, 2009 TEUR 2.521) unterliegen bisher keinen planmäßigen Abschreibungen.
Nur im Vorjahr ist für ein Entwicklungsprojekt im Posten Abschreibungen in der Gesamtergebnisrechnung neben den planmäßigen Abschreibungen zusätzlich eine Wertminderung von TEUR 200 (2010: TEUR 0) erfasst. Die Wertminderung ist entstanden, da der Kunde entgegen den ursprünglichen Prognosen keine weiteren Bestellungen vornehmen wird. Der Buchwert der Entwicklungskosten ist vollständig wertgemindert, da auch im Rahmen eines Verkaufs kein positiver Nettoveräußerungswert zu erwarten war.
Einzelheiten zu den Tochterunternehmen zum 31.12.2010 sind nachstehend zu entnehmen:
| Name des Tochterunternehmens |
Sitz | Kapitalanteil in % |
Stimmrechts anteil in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis in TEUR |
Haupt geschäft |
|---|---|---|---|---|---|---|
| InTiCa Systems Ges.m.b.H. | Neufelden, Österreich | 100 | 100 | 7 | - 43 | Produkt entwicklung |
| (2009: | 100 | 100 | 40 | 17) | ||
| InTiCa Systems s.r.o. | Prachatice, Tschechien | 100 | 100 | 3.112 | -1.353 | Produktion |
| (2009: | 100 | 100 | 3.656 | -641) |
Der Konzern hat am 20. Juli 2009 sein Tochterunternehmen InTiCom Components GmbH in Griechenland liquidiert. Im Rahmen der Endkonsolidierung kam es beim Konzern zu keinem Abgang von Vermögenswerten und Schulden. Aus der Liquidation erfolgte kein Zufl uss von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten. Das Liquidationsergebnis in 2009 lag bei TEUR - 4.
Für das Tochterunternehmen in Tschechien ist geplant, eine Erhöhung des langfristigen Kapitals in Höhe von 10 Mio. EUR vorzunehmen.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige fi nanzielle Vermögenswerte |
1.541 | 3 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 60 | 68 |
| Geleistete Anzahlungen | 93 | 2 |
| Kurzfristige Steuerforderungen | 89 | 160 |
| 1.783 | 233 | |
| Langfristig | 1.500 | 0 |
| Kurzfristig | 283 | 233 |
| 1.783 | 233 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.106 | 2.816 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.014 | 546 |
| Fertige Erzeugnisse | 715 | 613 |
| 5.835 | 3.975 |
Die Summe der aufwandswirksam erfassten Wertminderungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen beträgt TEUR 80 (2009 TEUR 0). Zum Stichtag beläuft sich der Buchwert dieser Vorräte auf TEUR 226 (Vj. TEUR 0).
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertete Forderungen |
||
| Schuldscheindarlehen | 1.500 | 0 |
| Sonstige fi nanzielle Vermögenswerte |
41 | 3 |
| 1.541 | 3 | |
| Langfristig | 1.500 | 0 |
| Kurzfristig | 41 | 3 |
| 1.541 | 3 |
Der Konzern hält ein unkündbares Schuldscheindarlehen. Die Verzinsung liegt bei 2,3% p.a. und ist im Februar 2012 zur Rückzahlung fällig. Der Schuldner verfügt über eine Bonität der Klasse A- (Rating Fitch) und die Anlage unterliegt dem Einlagensicherungsfond. Der Vermögenswert ist nicht wertgemindert.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.168 | 4.378 |
| Wertminderung | -40 | -47 |
| 6.128 | 4.331 |
Bei Verkäufen von Produkten wird üblicherweise ein Zahlungsziel von 30-90 Tagen gewährt. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 180 Tage sind, werden auf Grundlage historisch belegter Erfahrungen bei den Ausfällen wertberichtigt.
Vor Aufnahme eines neuen Kunden wird durch den Konzern eine Kreditwürdigkeitsprüfung durchgeführt und individuelle Kreditlimits vergeben. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden einmal im Jahr geprüft.
Zum Stichtag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 253 (2009: TEUR 1.694) gegenüber den beiden größten Kunden des Konzerns. Es gibt insgesamt 3 (Vorjahr 4) Kunden, denen gegenüber Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die mehr als 5 % (Vorjahr 5 %) der Gesamtsumme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausmachen.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 350 (2009: TEUR 537), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| 1 bis 30 Tage | 151 | 227 |
| zwischen 30 bis 60 Tage | 22 | 70 |
| mehr als 60 Tage | 177 | 240 |
| 350 | 537 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand zum Beginn des Jahres | 47 | 49 |
| Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forde rungen |
-7 | -49 |
| Wertminderung von Forderungen | 0 | 47 |
| Stand zum Ende des Jahres | 40 | 47 |
Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen innerhalb des Kundenstammes bestehen. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist. Die wertgeminderten Forderungen weisen eine Altersstruktur von durchschnittlich 515 Tagen (2009: 150 Tagen) auf.
Zur Sicherung einer Kreditlinie von 2,0 Mio. EUR erfolgte eine Globalzession für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Muttergesellschaft. Zum Bilanzstichtag betrug der Buchwert der Forderungen 5,7 Mio. EUR.
| Gezeichnetes Kapital und Stammaktien | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
||
| 4.287.000 voll eingezahlte Stammaktien (2008: 4.287.000) |
4.287 | 4.287 | |
| Eigene Anteile | -210 | -210 | |
| 4.077 | 4.077 |
| Eigene Anteile | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anteil | Anteil | |||
| am gez. | am gez. | |||
| 31.12.2010 | Kapital | 31.12.2009 | Kapital | |
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| Stand zum Beginn | ||||
| des Jahres | 210 | 4,899 | 264 | 6,158 |
| Aktienverkäufe | 0 | 0 | -54 | 1,260 |
| Aktienrückkäufe | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 210 | 4,899 | 210 | 4,899 |
Die voll eingezahlten Stammaktien haben einen rechnerischen Nennwert von 1 EUR, tragen jeweils ein Stimmrecht und sind dividendenberechtigt.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2007 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 24. Mai 2012 gegen Bar- und/ oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.672.500,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2007/1).
Bezüglich der Veräußerung eigener Anteile nach dem Bilanzstichtag wird auf die Angaben im Lagebericht unter Punkt 13 Nachtragsbericht verwiesen.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand zum Beginn des Jahres | 14.808 | 14.650 |
| Aktienverkäufe (eigene Anteile) | 0 | 158 |
| Anteiliger Jahresfehlbetrag | -381 | 0 |
| Summe | 14.427 | 14.808 |
| Rundungsdifferenz | (-1) | (0) |
Abweichend zu den Einzelabschlüssen erfolgt im Konzernabschluss eine Verrechnung des nicht durch die Gewinnrücklage gedeckten Fehlbetrags am Jahresergebnis mit der Kapitalrücklage (siehe Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung Zeile Jahresfehlbetrag, auch Tz. 21).
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Gewinnrücklage | 0 | 1.792 |
| Umrechnungsrücklage | 440 | 229 |
| Summe sonstige Rücklagen | 440 | 2.021 |
| Summe Kapital- und sonstige Rücklagen |
14.866 | 16.829 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand zum Beginn des Jahres | 1.793 | 2.663 |
| Anteiliger Jahresfehlbetrag | -1.793 | -870 |
| Summe | 0 | 1.793 |
| Rundungsdifferenz | (-1) |
Abweichend zu den Einzelabschlüssen erfolgt im Konzernabschluss die Verrechnung des Jahresfehlbetrags nur bis zur Höhe der Gewinnrücklage (siehe Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung Zeile Jahresfehlbetrag, auch Tz. 20).
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Ungesichert – zu fort ge führten Anschaffungskosten |
||
| Kontokorrentkredite | 503 | 15 |
| Kredite | 4.500 | 9.750 |
Anschaffungskosten
| Kontokorrente | 1.688 | 868 |
|---|---|---|
| Kredite | 6.290 | 0 |
| 12.981 | 10.633 | |
| Kurzfristig | 2.893 | 1.133 |
| Langfristig | 10.088 | 9.500 |
| Summe | 12.981 | 10.633 |
Zusammenfassung der Vereinbarungen für die Kreditaufnahme:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand zum Beginn des Jahres | 229 | 142 |
| Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe |
211 | 87 |
| Summe | 440 | 229 |
Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (EUR) werden im Konzernabschluss direkt in der Umrechnungsrücklage erfasst.
| 1.1.2010 in TEUR |
Verbrauch in TEUR |
Aufl ösung in TEUR |
Zuführung in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen | |||||
| Ausstehende Rechnungen (i) | 280 | 280 | 0 | 530 | 530 |
| Personalkosten (ii) | 100 | 100 | 0 | 133 | 133 |
| Sonstige (iii) | 86 | 86 | 0 | 20 | 20 |
| Summe | 466 | 466 | 0 | 683 | 683 |
(i) Die Rückstellungen beinhalten bezogene Waren- und Dienstleistungen, für die noch kein Rechnungseingang zu verzeichnen war.
(ii) Die Personalkostenrückstellung umfasst die Jahresurlaubsansprüche der Mitarbeiter und die zu erwartenden Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 13.
Die Kontokorrentkredite unterliegen einer variablen Verzinsung innerhalb eines Jahres. Auf die Kredite werden Zinsen von 1,8% - 5,29% p.a. (2009: 1,7 % p.a.) fällig.
Die langfristigen Kredite unterliegen einer Festverzinsung von durchschnittlich 4,6% p.a. (2009: 4,6 % p.a.)
(iii) Die sonstigen Rückstellungen umfassen überwiegend ausstehende Gutschriften.
Die oben dargestellten Rückstellungen sind kurzfristig; ein Zahlungsabfl uss innerhalb der nächsten 12 Monate wird als wahrscheinlich erachtet.
Für Käufe bestimmter Güter werden Zahlungsziele von durchschnittlich 14-45 Tagen gewährt. Für die gewährten Zahlungsziele werden keine Zinsen erhoben. Der Konzern hat Finanzrisikomanagement-Richtlinien implementiert, um sicherzustellen, dass alle Verbindlichkeiten innerhalb des gewährten Zahlungsziels beglichen werden. Darüber hinaus wurden soweit wie möglich die Zahlungsziele der Rohstoffl ieferanten auf die Zahlungskonditionen der Kunden angepasst.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzung | 4 | 4 |
| Erhaltene Anzahlungen | 250 | 0 |
| Sonstige Schulden | 137 | 131 |
| Sonstige fi nanzielle Verbindlichkeiten |
300 | 136 |
| Summe | 691 | 271 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 300 | 136 |
Es bestehen im Konzern derzeit keine Finanzierungsleasingverhältnisse.
| Barwert der Mindestleasingzahlungen Mindestleasingzahlungen |
||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
| Mit einer Restlauf zeit bis 1 Jahr |
0 | 305 | 0 | 290 |
| abzüglich Finanzierungskosten |
0 | -15 | 0 | 0 |
| Barwert der Min destleasingzahlung |
0 | 290 | 0 | 290 |
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können, und zugleich die Unternehmenserträge durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber 2009 unverändert.
Das Eigenkapital des Konzerns besteht aus ausgegebenen Aktien, der Kapital- und den sonstigen Rücklagen. Dieses wird in den Bezug zum Betriebsvermögen des Konzerns gesetzt, welches das lang- und kurzfristige Vermögen umfasst. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
Das Risikomanagement des Konzerns überprüft monatlich den Verschuldungsgrad und die Eigenkapitalquote. Der Konzern defi niert hier ein Limit von 45%, unter den die Eigenkapitalquote nicht fallen soll. Zum Jahresende stellt sich die Eigenkapitalquote wie folgt dar:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 18.973 | 20.906 |
| Summe Vermögen | 39.674 | 36.652 |
| Eigenkapitalquote | 47,7 % | 57,0 % |
| Kategorie | 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte |
8.768 | 9.282 | |
| Zahlungsmittel und Gut haben bei Kreditinstituten |
LaR | 1.099 | 4.948 |
| Forderungen aus Liefe rungen und Leistungen |
LaR | 6.128 | 4.331 |
| Zu fortgeführten Anschaf fungskosten bewertete fi nanzielle Vermögenswerte |
LaR | 1.541 | 3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
17.533 | 13.154 | |
| Zu fortgeführten Anschaf fungskosten bewertete fi nanzielle Verbindlichkeiten |
OL | 13.281 | 11.059 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
OL | 4.252 | 2.095 |
Die fi nanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und es ergibt sich auch aufgrund der Kurzfristigkeit keine Abweichungen zwischen der Zugangsbewertung und dem beizulegenden Zeitwert.
Finanzinstrumente, die fi nanzielle Verpfl ichtungen darstellen, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die bilanziellen Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.
Das Finanzrisikomanagement überwacht und steuert die mit den Geschäftsbereichen des Konzerns verbundenen Finanzrisiken durch die interne Risikoberichterstattung, die Risiken nach Grad und Ausmaß des Risikos analysiert. Diese Risiken beinhalten das Marktrisiko (einschließlich Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken), das Ausfallsrisiko und das Liquiditätsrisiko.
Der Konzern versucht mit dem Risikomanagementsystem die Auswirkungen dieser Risiken zu minimieren. Eine detaillierte Beschreibung des Risikomanagementsystems ist im Lagebericht enthalten.
Bestimmte Geschäftsvorfälle im Konzern lauten auf fremde Währungen. Aus Sicht des Konzerns werden die Risiken aus Währungsschwankungen als nicht wesentlich eingestuft. Hintergrund ist zum einen, dass der wesentliche Teil der Währungsergebnisse auf konzerninternen Lieferungen und Leistungen mit selbständigen Tochtergesellschaften beruht und zum anderen, dass auf Basis einer durchgeführten Sensitivitätsanalyse die Ergebnisauswirkungen bei einer 10% Veränderung des Wechselkurses nach unten (1 € = 1,204 US \$) und nach oben (1 € = 1,472 US \$) bei TEUR 43 bzw. TEUR – 35 liegt. Zukünftig geht der Konzern von einem Anstieg bei Geschäftsvorfällen in fremden Währungen aus.
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Konzerns sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Wert bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Sensitivitätsanalysen wurden für variable verzinsliche Schulden mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 22 geringer (höher) gewesen.
Der Konzern hält zum Stichtag keine Beteiligungen oder zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte. Daher unterliegt der Konzern zum Bilanzstichtag keinem Aktienpreisrisiko.
Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpfl ichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultiert die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen. Kreditrisiken bestehen überwiegend bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Vorgaben der Geschäftsleitung bestimmen, dass Geschäftsverbindungen nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien eingegangen werden, um die Risiken eines Verlustes aus der Nichterfüllung von Verpfl ichtungen zu mindern. Dafür erfolgt eine regelmäßige Bewertung der Kunden. Die Abwicklungen von laufenden Transaktionen werden fortlaufend überwacht und der aggregierte Betrag der abgeschlossenen Transaktionen mittels Limits je Vertragspartei gesteuert. Darüber hinaus werden ständige Kreditbeurteilungen hinsichtlich des fi nanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt.
Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragspartnern mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Das maximale Ausfallsrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Abzug von Wertminderungen.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken und weiteren Fazilitäten sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashfl ows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofi le von fi nanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Nachfolgend zeigt eine Aufl istung zusätzlicher sowie genutzter Kreditlinien, die dem Konzern zur Verfügung stehen, um künftige Liquiditätsrisiken weiter zu reduzieren.
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Kreditlinien | ||
| Genutzte Beträge | 2.191 | 883 |
| Ungenutzte Beträge | 859 | 2.417 |
| 3.050 | 3.300 |
Die folgende Übersicht zeigt die vertragliche Restlaufzeit der nicht derivativen fi nanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns. Die Tabelle beruht auf undiskontierten Cashfl ows fi nanzieller Verbindlichkeiten basierend auf dem frühesten Tag, an dem der Konzern zur Zahlung verpfl ichtet werden kann. Die Tabelle enthält sowohl Zins- als auch Tilgungszahlungen.
| bis 1– 5 | über | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr | Jahre | 5 Jahre | Gesamt | |
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| 2009 | ||||
| Variabel verzinsliche | ||||
| Schulden | 900 | 0 | 0 | 900 |
| Festverzinsliche Schulden | ||||
| und Verbindlichkeiten | 706 | 9.750 | 1.262 | 11.718 |
| Summe | 1.606 | 9.750 | 1.262 | 12.618 |
| 2010 | ||||
| Variabel verzinsliche | ||||
| Schulden | 2.250 | 0 | 0 | 2.250 |
| Festverzinsliche Schulden | ||||
| und Verbindlichkeiten | 1.133 | 9.907 | 1.262 | 12.302 |
| Summe | 3.383 | 9.907 | 1.262 | 14.552 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 396 (2009: TEUR 354). Die erfolgsunabhängigen Komponenten umfassen die Festgehälter, Zuzahlungen zu Sozialversicherungsbeiträgen, Sachbezüge für die Überlassung von Dienstwägen und Zukunftssicherungsleistungen. Die erfolgsabhängigen Bestandteile bestehen aus Tantiemen, die entsprechend der Erreichung der mit dem Vorstand vereinbarten persönlichen Ziele gewährt wurden.
| erfolgsunabhängige | erfolgsabhängige | ||
|---|---|---|---|
| Vergütung | Vergütung | Gesamt | |
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| 2009 | |||
| Walter Brückl | 207 | 0 | 207 |
| Günther Kneidinger | 147 | 0 | 147 |
| Summe | 354 | 0 | 354 |
| 2010 | |||
| Walter Brückl | 206 | 0 | 206 |
| Günther Kneidinger | 190 | 0 | 190 |
| Summe | 396 | 0 | 396 |
Kredite an Mitglieder des Vorstands bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder bestehen nicht.
§ 11 der Satzung der InTiCa Systems regelt die Bezüge des Aufsichtsrats. Die Bezüge umfassen einen fi xen Betrag sowie ein Entgelt für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats.
| Gesamt |
|---|
| in TEUR |
| 27 |
| 24 |
| 16 |
| 67 |
| 2010 | |||
|---|---|---|---|
| Werner Paletschek | 6 | 3 | 9 |
| Christian Fürst | 5 | 3 | 8 |
| Detlef Hölzel | 4 | 3 | 7 |
| Dr. Walter Hasselkus | 17 | 3 | 20 |
| Dr. Horst Rüdiger Hollstein | 15 | 3 | 18 |
| Dr. Wulfdieter Braun | 9 | 3 | 12 |
| Summe | 56 | 18 | 74 |
Die vorstehenden Vergütungen sind Nettobeträge ohne gesetzliche Mehrwertsteuer. Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder bestehen nicht.
Aktienbesitz der Organe (inkl. mitteilungspfl ichtige Personen)
| Aktienbesitz in Stücken | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|||
| Walter Brückl | 18.000 | 14.500 | ||
| Werner Paletschek | 1.000 | n.a. | ||
| Christian Fürst | 1.000 | n.a. | ||
| Dr. Wulfdieter Braun | n.a. | 26.015 |
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Verpfl ichtungen zum Erwerb von Sachanlagen |
50 | 181 |
Die Operatingleasingvereinbarungen beziehen sich auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen mit Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren und einer Verlängerungsoption für weitere 10 Jahre. Für den Konzern besteht die Möglichkeit, den Leasinggegenstand am Ende der Leasinglaufzeit zu Marktwerten zu erwerben.
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Als Aufwand erfasste Zahlungen: |
||
| Mindestleasingzahlungen | 323 | 361 |
| Mietleasingvereinbarungen: | ||
| Bis zu 1 Jahr | 292 | 314 |
| Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren |
853 | 1.029 |
| Länger als 5 Jahre | 138 | 135 |
| 1.283 | 1.478 |
Wesentliche Aktionäre
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Thorsten Wagner | über 15 | über 10 |
| Dr. Dr. Axel Diekmann | über 5 | über 5 |
| KST Beteiligungs AG, Stuttgart |
über 5 | über 5 |
| UBS Global Asset Manage ment (Deutschland) GmbH |
über 5 | über 5 |
| Karl Kindl | über 3 | über 3 |
| UBS Fund Management (Switzerland) AG |
über 3 | über 3 |
| Dr. Paul und Maria Grohs | über 3 | über 3 |
| InTiCa Systems AG | über 3 | über 3 |
Aktienbesitz in %
Für Zwecke der Kapitalfl ussrechnung umfasst der Zahlungsmittelfond die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kassenbestände, Guthaben auf Bankkonten und Investitionen in Geldmarktinstrumente abzüglich ausstehender Kontokorrentkredite. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres, wie sie in der Kapitalfl ussrechnung dargestellt werden, können auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Bilanz wie folgt übergeleitet werden:
| 31.12.2010 in TEUR |
31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Barmittel und Bankguthaben | 1.099 | 4.948 |
| Kontokorrentkredite | -2.192 | -883 |
| Summe | -1.093 | 4.065 |
Die Arbeitnehmer des Konzerns gehören einem staatlichen Versorgungsplan an, der jeweils durch die staatlichen Behörden verwaltet wird. Das Mutter- sowie die Tochterunternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz seines Personalaufwands in den Versorgungsplan einzahlen. Die einzige Verpfl ichtung hinsichtlich dieses Altersversorgungsplanes besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beträge. Darüber hinaus existieren noch freiwillige Leistungen von einigen Mitarbeitern und des Vorstands an Versicherungsunternehmen. Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen (Tz. 11.4) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu diesen Versorgungsplänen gemäß den dort geregelten Beitragssätzen dar.
Es ist geplant den Standort in Österreich als eigenständige Gesellschaft aufzugeben.
Der Abschluss wurde am 19. April 2011 vom Aufsichtsrat gebilligt und wird am 20. April 2011 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der InTiCa Systems AG für das Geschäftsjahr 2010 werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Der InTiCa Systems AG sind im Geschäftsjahr 2010 folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG meldepfl ichtiger Beteiligungen zugegangen:
Die UBS Global Asset Management (Deutschland) GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland hat uns gemäß §21 Abs. 1 WphG am 24.02.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 23.02.2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,6% (das entspricht 240.000 Stimmrechten) beträgt.
Die UBS Fund Management (Switzerland) AG, Basel, Schweiz hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 01.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 23.02.2010 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,67% (das entspricht 200.000 Stimmrechten) beträgt.
Die UBS Fund Holding (Switzerland) AG, Basel, Schweiz hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 01.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 23.02.2010 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,67% (das entspricht 200.000 Stimmrechten) beträgt. Davon sind UBS Fund Holding (Switzerland) AG gemäß §22 Abs.1 Satz 1 Nr.1 WpHG 4,67% (das entspricht 200.000 Stimmrechte) zuzurechnen.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von UBS Fund Holding (Switzerland) AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:
-UBS Fund Management (Switzerland) AG
Die UBS AG, Zürich, Schweiz hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 01.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 23.02.2010 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,67% (das entspricht 200.000 Stimmrechten) beträgt.
Davon sind UBS AG gemäß §22 Abs.1 Satz 1 Nr.1 WpHG 4,67% (das entspricht 200.000 Stimmrechte) zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von UBS AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: -UBS Fund Holding (Switzerland) AG -UBS Fund Management (Switzerland) AG
Die UBS Fund Holding (Switzerland) AG, Basel, Schweiz hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 02.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 06.02.2006 die Schwelle von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 8,35% (das entspricht 108.600 Stimmrechten) beträgt. Davon sind UBS Fund Holding (Switzerland) AG gemäß §22 Abs.1 Satz 1 Nr.1 WpHG 8,35% (das entspricht 108.600 Stimmrechten) zuzurechnen.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von UBS Fund Holding (Switzerland) AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechte an der InTiCa Systems AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:
-UBS Fund Management (Switzerland) AG
Die UBS AG, Zürich, Schweiz hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 02.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Sytems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 06.02.2006 die Schwelle von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 8,35% (das entspricht 108.600 Stimmrechten) beträgt. Davon sind UBS AG gemäß §22 Abs.1 Satz 1 Nr.1 WpHG 8,35% (das entspricht 108.600 Stimmrechten) zuzurechnen.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von UBS AG kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechte an der InTiCa Systems AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: -UBS Fund Holding (Switzerland) AG -UBS Fund Management (Switzerland) AG
Darüber hinaus gingen der InTiCa Systems AG in 2011 während der Erstellung des Jahresabschlusses noch nachfolgende wesentliche Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zu meldepfl ichtiger Beteiligungen zu:
Die Global Derivative Trading GmbH, Lehrte, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 31.08.2007 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02% (das entspricht 129.627 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt.
Herr Thorsten Wagner, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 31.08.2007 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02% (das entspricht 129.627 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt. Davon sind Herrn Thorsten Wagner, 3,02% der Stimmrechte (das entspricht 129.627 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die Global Derivative Trading GmbH gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% und mehr beträgt.
Die Global Derivative Trading GmbH, Lehrte, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 14.01.2008 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 5,04% (das entspricht 215.962 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt.
Herr Thorsten Wagner, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 14.01.2008 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 5,04% (das entspricht 215.962 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt. Davon sind Herrn Thorsten Wagner, 5,04% der Stimmrechte (das entspricht 215.962 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die Global Derivative Trading GmbH gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% und mehr beträgt.
Die Global Derivative Trading GmbH, Lehrte, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 06.03.2008 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 10,24% (das entspricht 439.145 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt.
Herr Thorsten Wagner, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 06.03.2008 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 10,24% (das entspricht 439.145 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt. Davon sind Herrn Thorsten Wagner, 10,24% der Stimmrechte (das entspricht 439.145 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die Global Derivative Trading GmbH gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% und mehr beträgt.
Die Global Derivative Trading GmbH, Lehrte, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 09.06.2008 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 16,46% (das entspricht 705.518 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt.
Herr Thorsten Wagner, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 09.06.2008 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 16,46% (das entspricht 705.518 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt. Davon sind Herrn Thorsten Wagner, 16,46% der Stimmrechte (das entspricht 705.518 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die Global Derivative Trading GmbH gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% und mehr beträgt.
Die Global Derivative Trading GmbH, Lehrte, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 16.06.2008 die Schwelle von 15% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 14,12% (das entspricht 605.518 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt.
Herr Thorsten Wagner, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 16.06.2008 die Schwelle von 15% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 14,12% (das entspricht 605.518 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt. Davon sind Herrn Thorsten Wagner, 14,12% der Stimmrechte (das entspricht 605.518 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die Global Derivative Trading GmbH gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% und mehr beträgt.
Herr Thorsten Wagner, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 22.01.2010 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 15,18% (das entspricht 650.965 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt. Davon sind Herrn Thorsten Wagner, 15,18% der Stimmrechte (das entspricht 650.965 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die Global Derivative Trading GmbH gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems AG jeweils 3% und mehr beträgt.
Die Global Derivative Trading GmbH, Lehrte, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.03.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der InTiCa Systems Aktiengesellschaft, Passau, Deutschland, ISIN: DE0005874846, WKN: 587484 am 22.02.2010 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 15,16% (das entspricht 649.965 Stimmrechten) der gesamten Stimmrechtsanteile beträgt.
Vorstand und Aufsichtsrat der InTiCa Systems AG erklären, inwieweit den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite www.intica-systems.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance dauerhaft den Aktionären zugänglich gemacht.
Passau, den 20. April 2011
Der Vorstand
Vorstandsvorsitzender Vorstand
Walter Brückl Günther Kneidinger
Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2010 307 (2009: 244) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 71 | 63 |
| Arbeiter | 229 | 176 |
| Auszubildende | 3 | 2 |
| Geringfügig Beschäftigte | 4 | 3 |
| 307 | 244 |
Für erbrachte Dienstleistungen des Abschlussprüfers, die Nirschl, Grössl & Koll. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eging, sind folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr erfasst:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 46 | 45 |
| Sonstige Beratungsleistung | 0 | 0 |
| 46 | 45 |
Die Honorare für Abschlussprüfung umfassen vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Passau, den 20. April 2011
Der Vorstand
Vorstandsvorsitzender Vorstand
Walter Brückl Günther Kneidinger
Wachstum durch Innovationen für eine gesicherte Zukunft!
Wir haben den von der InTiCa Systems AG, Passau, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalfl ussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eging am See, den 20. April 2011
Nirschl, Grössl & Koll. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
W. Keil Wirtschaftsprüfer
ADSL Asymmetric Digital Subscriber Line; Breitbandtechnik auf der Basis herkömmlicher Telefonleitungen, bei der beim Downloading schnellere Datenübertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden als beim Uploading.
ADSL2 Die maximale Datenrate für ADSL2 ist höher als die für ADSL und führt durch eine verbesserte Signalverarbeitung und Kodierung zu höheren relativen Datenraten für eine gegebene Entfernung. Die Datenübertragungsrate bei ADSL2 beträgt bei einer Bandbreite von 1,1 MHz theoretisch bis zu 12 MBit/s im Downstream und 1 MBit/s im Upstream.
ADSL2+ Neuer Übertragungsstandard, mit dem höhere Downstreamgeschwindigkeiten als bisher erreicht werden. ADSL2+ erweitert die Bandbreite des ADSL-Signals auf 2,2 MHz und erhöht hiermit die maximale Datenrate auf 24 MBit/s in Empfangsrichtung und auf 1 MBit/s in Senderichtung. Dies ist nur auf relativ kurzen und hochwertigen Leitungen möglich und deshalb auch nicht überall verfügbar.
Antennen Antennen im Sinne der RFID-Technik sind sowohl Sende- als auch Empfangsantennen auf der Basis von Wickelgütern (Induktive Bauelemente bzw. Spulen).
Automatisierungstechnik Ziel der Automatisierungstechnik ist es, dass eine Maschine oder Anlage völlig selbstständig und unabhängig vom Menschen arbeitet. Je besser dieses Ziel erreicht wird, umso höher ist der Automatisierungsgrad. Häufi g bleiben für den Menschen noch Überwachung, Nachschub, Fertigteilabtransport, Wartung und ähnliche Arbeiten übrig. Zur Automatisierungstechnik zählen unter anderem verschiedenste Themen der Gebäude- und Fabrikautomation, wie zum Beispiel Messung, Steuerung, Regelung, Überwachung, Fehlerdiagnose und Optimierung von Prozessabläufen.
Bit Binary Digit; kleinste digitale Informationseinheit bzw. kleinste Speichereinheit eines Computers. Es kann die Werte eins oder null annehmen.
Customizing (to customize = anpassen) Englischer Ausdruck für die Anpassung eines Serienprodukts (wie etwa Fahrzeuge oder Software) an die Bedürfnisse eines Kunden.
Download Unter Download versteht man den Transport aller Dateien aus dem Internet auf einen Rechner.
Drossel Induktive Bauteile in der Elektrotechnik und Elektronik. Die Begriffe "Drossel" und "Spule" sind nicht klar getrennt.
DSL Digital Subscriber Line; Breitbandtechnik (schneller Datentausch über das Internet) auf der Basis herkömmlicher Telefonleitungen. Mit einer Download-Geschwindigkeit von 768 KBit pro Sekunde und mehr ist sie wesentlich schneller als ein analoges Modem und als ISDN (mit einer Leitung). Die Upload-Geschwindigkeit liegt mit 128 KBit pro Sekunde so hoch wie die Nutzung von beiden ISDN Leitungen parallel.
Ferrite sind elektrisch schlecht oder nicht leitende ferrimagnetische keramische Werkstoffe aus Eisenoxid Hämatit (Fe2O3), seltener Magnetit (Fe3O4) und weiteren Metalloxiden. Ferrite leiten, im nicht gesättigten Fall, den magnetischen Fluss sehr gut und haben eine hohe magnetische Leitfähigkeit (Permeabilität). Diese Werkstoffe weisen somit im Regelfall einen kleinen magnetischen Widerstand auf.
Filter, Filterspulen siehe induktive Bauelemente; elektronische Baugruppe zur Trennung unterschiedlicher Signalquellen.
High End-Produzent Produzent, welcher Waren mit besonders fortentwickelter Technologie herstellt.
Hubmagnete Dies sind magnetische Aktoren, die bevorzugt für Ventilsteuerungen u. ä. eingesetzt werden.
HVT Hauptverteilertechnik; Netzknotenpunkte der Telekomgesellschaften für Teilnehmeranschlüsse.
Hybridfahrzeug Fahrzeug, in dem mindestens zwei En ergie umwandler und zwei im Fahrzeug eingebaute Energiespeichersysteme vorhanden sind, um das Fahrzeug anzutreiben. Energiewandler sind beispielsweise Elektro-, Otto- und Dieselmotoren, Energiespeicher sind beispielsweise Batterie oder Kraftstofftank.
Immobilizer (deutsch: Wegfahrsperre) sind Einrichtungen an Kraftfahrzeugen, die verhindern sollen, dass diese unbefugt in Betrieb genommen werden können. Man unterscheidet mechanische, elektronische und unfreiwillige Wegfahrsperren.
Induktivität, High Tech-Induktivität ist eine elektrische Eigenschaft eines stromdurchfl ossenen elektrischen Leiters aufgrund des ihn umgebenden durch den Stromfl uss hervorgerufenen Magnetfeldes. Sie gibt das Verhältnis zwischen dem mit dem Leiter verketteten magnetischen Fluss und dem durch den Leiter fl ießenden Strom an.
Induktive Bauelemente Induktive Bauelemente bestehen in der Regel aus Ferritkern, Wickelträger aus Kunststoff und Kupferdraht für die Übertragung, Filterung und Ausstrahlung bzw. Empfang von elektrischen Signalen und sind auch ohne externe Energie funktionsfähig.
Industriewägetechnik Industriewaagen beinhalten eine Vielzahl elektronischer Komponenten. Insbesondere die Gewichtssensoren und die Spannungsversorgung sind interessante Anwendungen für spezielle induktive Bauelemente.
Internet Der Name leitet sich ursprünglich aus "Interconnecting Network" (inter = zwischen; net = Netz) ab, also ein Netz, dass einzelne Netze untereinander verbindet. Mittlerweile besteht das Internet aus einer immensen Zahl regionaler und lokaler Netze in aller Welt, die zusammen "Das Netz der Netze" bilden. Das Internet verwendet ein einheitliches Adressierungsschema sowie TCP/IP Protokolle zur Datenübertragung. Dieses globale digitale Netzwerk verknüpfte zu Beginn hauptsächlich Rechner in Forschungszentren miteinander.
IPTV IPTV (Internet Protocol Television; deutsch: Internet-Protokoll - Fernsehen) bezeichnet die digitale Übertragung von breitbandigen Anwendungen, wie Fernsehprogrammen und Filmen, über ein digitales Datennetz. Hierzu wird das auch dem Internet zugrunde liegende Internet Protocol (IP) verwendet.
ISDN Integrated Services Digital Network. ISDN nutzt die bestehenden Telefonleitungen und überträgt alle Dateien digital statt wie bisher analog. Mit Kanalbündelung erreicht man eine Geschwindigkeit von 128 KBit pro Sekunde.
Keyless Entry, Keyless Go, Remote Keyless Entry Technik zur Fahrzeugent- bzw. -verriegelung; statt eines Schlüssels gibt es nur noch eine Chipkarte, die Signale mit dem Auto austauscht. Sobald man sich dem Auto nähert oder die Türgriffe berührt, öffnet der Wagen. Zum Starten wird nur ein Tipp-Taster oder Starterknopf gedrückt.
KBit/s Kilo Bit pro Sekunde: Maß für die Übertragungsrate bzw. der Geschwindigkeit von Datenübertragungen.
Photovoltaikanlage Eine Photovoltaikanlage, auch PV-Anlage (bzw. PVA) oder Solarstromanlage genannt, ist ein Kraftwerk, in dem mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird. Diese direkte Art der Energiewandlung bezeichnet man als Photovoltaik.
Powerline Die Powerline-Technik ermöglicht die Übertragung von Daten im Internet über das öffentliche Stromnetz.
RFID Radio Frequency Identifi cation; drahtloses Übertragungssystem zur Objekterkennung.
Sendeanlage Eine Sendeanlage (kurz Sender) ist eine Einrichtung zur Erzeugung und Abstrahlung von elektromagnetischen Wellen. Sie besteht grundsätzlich mindestens aus einem Oszillator und einer Sendeantenne. Ist eine Nutzung zur Nachrichtenübermittlung vorgesehen, so ist auch stets eine Einrichtung zur Modulation der Schwingung nötig.
Sensor Ein Sensor ist ein technisches Bauteil, das bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften (z. B. Wärmestrahlung, Temperatur, Feuchtigkeit, Druck, Schall, Helligkeit oder Beschleunigung) und/oder die stoffl iche Beschaffenheit seiner Umgebung qualitativ oder als Messgröße quantitativ erfassen kann. Diese Größen werden mittels physikalischer oder chemischer Effekte erfasst und in weiterverarbeitbare Größen (meist elektrische Signale) umgewandelt.
Solarwechselrichter Der Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen gewonnenen Gleichstrom in einen mit dem herkömmlichen Stromnetz vergleichbaren Wechselstrom um. Dies ermöglicht, die selbstproduzierte Solarenergie in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen.
Splitter Elektronische Baugruppe zur Zusammenführung bzw. Trennung von Sprach- und Datensignalen.
Spule Siehe unter Induktive Bauelemente.
Time to Market Unter dem Begriff time to market (TTM) (englisch, etwa: Vorlaufzeit, Produkteinführungszeit) versteht man die Zeitdauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt.
Triple Play ist in der Telekommunikation seit etwa 2005 ein Marketingbegriff für das gebündelte Anbieten der drei Dienste audiovisuelle Unterhaltung (Fernsehen, Video-on-Demand), (IP-)Telefonie und Internet.
U-ADSL Universal Asymmetric Digital Subscriber Line; VDSL und U-ADSL sind Weiterentwicklungen des derzeitigen DSL-Systems mit dem Ziel, höhere Datenübertragungsraten zu realisieren – beide Systeme befi nden sich noch im Entwicklungsstatus.
Upload Als Upload bezeichnet man die Daten, die von dem eigenen Rechner ins Internet geladen werden.
VDSL Very High Data Rate Digital Subscriber Line; ist eine DSL-Technik, die wesentlich höhere Datenübertragungsraten über gebräuchliche Telefonleitungen liefert als beispielsweise ADSL oder ADSL2+.
VDSL2 VDSL2 basiert auf dem Übertragungsverfahren Discrete Multitone (DMT) und bietet bei einer Grenzfrequenz von 30 MHz theoretisch erreichbare Datenübertragungsraten von bis zu 200 MBit/s im Up- und Downstream.
VoIP (Voice over Internet Protocol) Unter der IP-Telefonie versteht man das Telefonieren über Computernetzwerke, welche nach Internet-Standards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, d. h. Sprache und Steuerinformationen z. B. für den Verbindungsaufbau, über ein auch für Datenübertragung nutzbares Netz übertragen. Bei den Gesprächsteilnehmern können sowohl Computer, für IP-Telefonie spezialisierte Telefonendgeräte, als auch über spezielle Adapter angeschlossene klassische Telefone die Verbindung ins Telefonnetz herstellen.
Wechselrichter Ein Wechselrichter (auch Inverter) ist ein elektrisches Gerät, das Gleichspannung in Wechselspannung bzw. Gleichstrom in einen Wechselstrom umrichtet. Wechselrichter können je nach Schaltung sowohl für die Erzeugung von einphasigem Wechselstrom als auch für die Erzeugung von dreiphasigem Wechselstrom (Drehstrom) ausgelegt sein.
xDSL Sammelbegriff für die Datenübertragungstechnologien DSL, ADSL, VDSL, U-ADSL etc.
| 20.04.2011 | Veröffentlichung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2010 |
|---|---|
| 20.04.2011 | Bilanzpressekonferenz / Conference Call |
| 19.05.2011 | Veröffentlichung des 3-Monatsabschlusses 2011 |
| 08.07.2011 | Hauptversammlung in Passau |
| 25.08.2011 | Veröffentlichung des 6-Monatsabschlusses 2011 |
| 21. - 23.11.2011 | Veröffentlichung des 9-Monatsabschlusses 2011 |
| 21. - 23.11.2011 | 2011 Deutsches Eigenkapitalforum in Frankfurt |
Gestaltung, Fotografi e und Realisierung: creativpartner Agentur für Werbung und Marketing GmbH Deggendorf, www.creativpartner.com
InTiCa Systems AG Spitalhofstraße 94 94032 Passau
Telefon +49 (0) 851 9 66 92-0 Telefax +49 (0) 851 9 66 92-15
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