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Intertainment AG — Earnings Release 2008
May 19, 2008
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Earnings Release
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News Details
Ireland | 19 May 2008 20:13
Intertainment AG: Verlust von Intertainment steigt aufgrund von Wechselkurseffekten
Intertainment AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Verlust von Intertainment steigt aufgrund von Wechselkurseffekten
München, 19. Mai 2008 - Die Intertainment AG, München, hat im ersten
Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008 schlechter abgeschnitten als im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum, bei den Rechtsstreitigkeiten in den USA
aber Fortschritte erzielt.
Aufgrund der anhängigen Rechtsstreitigkeiten verfügte Intertainment auch im
ersten Quartal 2008 nur über ein sehr eingeschränktes operatives Geschäft.
Der Konzernumsatz fiel in der Berichtsperiode auf 0,2 Mio. Euro nach 0,5
Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse
resultierten aus dem Verkauf sowie der Verwertung von Filmrechten aus dem
Altbestand von Intertainment. Neue Filmrechte wurden im Berichtszeitraum
nicht erworben. Das EBIT des Konzerns sank auf -2,6 Mio. nach -0,3 Mio.
Euro im ersten Quartal 2007. Diese negative Ergebnisentwicklung resultiert
insbesondere aus Wechselkursverlusten. Aufgrund der Veränderung des
US-Dollars zum Euro wurden die bilanzierten Schadensersatzforderungen aus
den Rechtsstreitigkeiten in USA weiter verringert. Diese reduzierten sich
zum 31. März 2008 auf 36,6 Mio. Euro, nach 39,3 Mio. Euro zum 31. Dezember
2007. Darüber hinaus beinhaltet das negative Ergebnis insbesondere die
laufenden Verwaltungskosten von Intertainment.
Die flüssigen Mittel betrugen zum Ende des ersten Quartals 0,2 Mio. Euro,
nach 0,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2007.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit von Intertainment bildete im ersten Quartal
2008 weiterhin die Durchsetzung der eigenen Ansprüche in den anhängigen
Rechtsstreitigkeiten in USA.
Diese umfassen die weitere Abwicklung des Insolvenzverfahrens von Franchise
Pictures und das laufende Schiedsverfahren gegen die Comerica Bank.
Insolvenzverfahren von Franchise Pictures
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens des US-Filmproduzenten Franchise Pictures
konnte sich Intertainment im Berichtszeitraum mit dem Insolvenzverwalter
über die verbindliche Anerkennung der Ansprüche von Intertainment einigen.
Franchise Pictures verzichtet in diesem Zusammenhang auf das Recht,
Berufung gegen das im Schadensersatzprozess gegen Franchise Pictures
gefällte Urteil einzulegen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde
rechtswirksam abgeschlossen und vom Insolvenzgericht bestätigt.
Entwicklung des Schiedsverfahrens gegen die Comerica Bank
Das Schiedsgerichtsverfahren gegen die Comerica Bank befand sich im ersten
Quartal 2008 weiter in der Beweiserhebungsphase. Das Schiedsgericht lehnte
Mitte Februar 2008 den Antrag der Comerica Bank sowie der Bank-Manager
Rector und Underwood ab, die Betrugs- und Vertragsverstoß-Klagen von
Intertainment gegen sie und für die Filme 'The Whole Nine Yards', 'Art of
War', 'Driven', 'Get Carter', 'Angel Eyes', 'Heist', '3000 Miles to
Graceland' und 'The Pledge' wegen mangelnder Erfolgsaussichten abzuweisen.
Damit entschieden die Schiedsrichter, dass über die aus Sicht von
Intertainment wichtigsten Filme ein mündliches Verfahren stattfinden wird.
Für die vier weniger wichtigen Filme 'The Third Miracle', 'Hospitaliy
Suite', 'Rangers' und 'Battlefield Earth' billigten die Richter
erwartungsgemäß den Antrag der Gegenseite.
Im Zusammenhang mit der von den Schiedsrichtern angeordneten Auswertung des
gesamten E-Mail-Verkehrs von Intertainment hat der mit der Aufbereitung der
E-Mails betraute unabhängige Sachverständige inzwischen seine Tätigkeiten
abgeschlossen. Die E-Mails werden der Comerica Bank damit in Kürze zur
Verfügung gestellt.
Kapitalerhöhung
Zur Verbesserung der Liquiditätssituation führte Intertainment im April und
Mai 2008 eine Kapitalerhöhung durch. Den Aktionären wurden insgesamt
1.173.753 Stück neue auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Preis von
1,28 Euro je Aktie angeboten. Die angebotenen Aktien wurden vollständig
gezeichnet, so dass Intertainment mit der Eintragung ins Handelsregister
rund 1,5 Mio. Euro an Liquidität zufließen. Das Grundkapital der
Gesellschaft wird sich von 16.505.667,09 Euro auf 18.008.070,93 Euro
erhöhen.
Rahmenkreditvertrag mit MK Medien Beteiligungs GmbH
Am 21. April 2008 schloss Intertainment mit dem Großaktionär MK Medien
Beteiligungs GmbH einen Rahmenkreditvertrag ab. Dieser sieht vor, dass die
Intertainment AG für den Fall eines möglichen Liquiditätsengpasses einen
Kredit von bis zu 1,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt bekommt.
Aufgrund der Kapitalerhöhung und des abgeschlossenen Rahmenkreditvertrags
mit der MK Medien Beteiligungs GmbH hat sich die Finanzlage von
Intertainment wesentlich entspannt.
Neuer Vorstand
Im ersten Quartal fand ein Führungswechsel bei Intertainment statt. Der
bisherige Alleinvorstand Achim Gerlach ist zum 9. Januar 2008 im
gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen ausgeschieden. Seine
Nachfolge trat ebenfalls am 9. Januar 2008 Jörg Brockmann an. Der Jurist
bringt langjährige nationale und internationale Management-Erfahrung mit,
insbesondere aus den Bereichen IT, Telekommunikation und M&A.
Bestandsgefährdende Risiken
Auch zum ersten Quartal 2008 bestehen unverändert die im Jahresabschluss
2007 beschriebenen bestandsgefährdenden Risiken. Der Fortbestand von
Intertainment ist daher weiterhin von den im Folgenden genannten drei
wesentlichen Unsicherheiten geprägt:
- Realisierung der Mittelzuflüsse aus der Abwicklung der
Rechtsstreitigkeiten gegen Franchise Pictures und andere Parteien,
- Realisierung der Mittelzuflüsse aus der Abwicklung der
Rechtsstreitigkeiten gegen die Comerica Bank und
- Realisierung von Mittelzuflüssen aus der im April 2008 eingeleiteten
Kapitalerhöhung und der Aufnahme weiterer Darlehen im Geschäftsjahr 2008.
Soweit die Mittelzuflüsse der Finanzplanung nicht wie geplant eintreten,
ist der Fortbestand von Intertainment in hohem Maße wegen drohender
Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung sowie der damit verbundenen
Einleitung eines Insolvenzverfahrens gefährdet.
Durch das Urteil im Rechtsstreit gegen Franchise Pictures und weitere
Parteien sowie aus dem Schiedsgerichtsverfahren gegen die Comerica Bank und
weitere Parteien erwartet Intertainment weiterhin mindestens die in der
Bilanz als Schadensersatzforderungen ausgewiesenen Mittelzuflüsse. Für die
weiterführende Darstellung der bestandsgefährdenden Risiken und der
Beschreibung der übrigen Risiken verweisen wir auf den Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2007.
Ausblick
Intertainment wird sich im Geschäftsjahr 2008 weiterhin auf die
Rechtsstreitigkeiten in den USA konzentrieren. Dabei rechnet das Management
damit, dass die mündliche Verhandlung gegen die Comerica Bank im vierten
Quartal 2008 oder spätestens im ersten Quartal 2009 stattfinden wird. Im
Übrigen bestätigt Intertainment die im Ausblick des Lageberichts 2007
getroffenen Aussagen und verweist auf diesen.
19.05.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Sprache: Deutsch
Emittent: Intertainment AG
Frauenplatz 7
80331 München
Deutschland
Internet: [email protected]
Ende der Mitteilung DGAP News-Service