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INTERSHOP Communications AG — Management Reports 2013
Mar 25, 2014
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Management Reports
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Intershop Communications AG
Jena
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht
DER INTERSHOP-KONZERN
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Die INTERSHOP Communications AG mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des Intershop-Konzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2013 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, dem Berliner Tochterunternehmen The Bakery GmbH, der Intershop Communications Australia Pty Ltd., Melbourne, Australien, der Intershop Communications Asia Limited, Hongkong, China sowie weiteren nicht operativ tätigen ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Die INTERSHOP Communications AG hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Ilmenau. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Repräsentanzen in London, Amsterdam, Mailand, Göteborg, Paris und Rio de Janeiro.
Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter Enterprise-Lösungen für B2C- und B2B-Com-merce. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop Commerce-Plattform, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde. Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die zwei Hauptgeschäftsbereiche "Lizenzen" sowie "Serviceleistungen, Wartung und Sonstige". Zu den Serviceleistungen zählen neben den genannten Segmenten Wartung und Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft) die Bereiche Beratung und Schulung sowie Online Marketing. Beratung und Schulung ist das mit Abstand umsatzstärkste Segment der Gruppe (2013: 48 % der Nettoumsätze).
Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die Orchestrierung der gesamten Prozesskette im Omni-Channel-Commerce - angefangen bei der Konzeption von Online-Kanälen über die Implementierung der Software-Plattform bis hin zur Koordinierung der Auslieferung der Ware, dem Fulfillment. Dazu wird die Software kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt. Seit Januar 2014 liegt die neue Version 7.4 vor, die den Vertrieb über mehrere Online- und Offline-Touchpoints vereinfacht und B2C- und B2B-Unternehmen dabei unterstützt, hochgradig individualisierte und personalisierte Markenerfahrungen zu bieten.
Intershop zählt zu den führenden Anbietern von Commerce-Lösungen weltweit. Über 300 Intershop-Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Omni-Channel-Software von Intershop in mehr als 75 Ländern und 50 verschiedenen Sprachen. Durch die Expertise aus über 20 Jahren Softwareentwicklung für den Internethandel verfügt Intershop über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Unter den Kunden sind bedeutende Technologie- und Telekommunikationskonzerne wie Hewlett Packard und die Deutsche Telekom, zahlreiche namhafte Modemarken wie Mexx oder G-Star sowie Automobilhersteller wie BMW und Daimler. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum vorwiegend in Australien tätig. Im Jahr 2013 lag der Umsatz mit Kunden außerhalb Europas bei 38 %.
SYSTEMATISCHER AUSBAU DES PARTNERNETZWERKS FORTGESETZT
Ein wichtiger Eckpfeiler der Intershop-Strategie ist der systematische Ausbau des internationalen Partnernetzwerks. Dieser wurde im Jahr 2013 konsequent fortgesetzt. Die Erweiterung des Netzwerks ist wesentlicher Bestandteil der Vertriebsstrategie von Intershop. Dabei geht es zum einen um die Erhöhung der Reichweite in der Kundenansprache und zum anderen um die Bündelung des Know-hows und der Erfahrung der Unternehmen im Partnernetzwerk. Die E-Commerce-Branche unterliegt einem stetigen Wandel, Technologien werden in immer kürzeren Entwicklungszyklen erneuert, so dass es für einzelne Unternehmen sehr herausfordernd ist, ihren Kunden permanent die bestmögliche Lösung anzubieten.
1 "Intershop" das "Unternehmen", die "Gesellschaft", "Intershop-Konzern"
Mit Hilfe des Partnernetzwerks können heterogene Märkte und Kunden unterschiedlicher Branchen und Kulturen kontinuierlich mit State-of-the-Art-Technologien bedient werden.
Insgesamt schloss die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 19 neue Kooperationsvereinbarungen in den Bereichen Systemintegration, Technologie und Dienstleistungen und erhöhte die Gesamtzahl der Partnerunternehmen auf weltweit rund 150. Im ersten Quartal eröffnete Intershop ein Büro in Hongkong und gewann mit Shinetec einen starken Partner für den boomenden chinesischen Onlinehandel. Darüber hinaus stärkte Intershop seine Präsenz in den schnell wachsenden E-Commerce-Märkten Brasilien und Russland über neue Kooperationen. Weiterhin im Fokus standen auch die bedeutenden europäischen Märkte, allen voran der größte E-Commerce-Markt des Kontinents, Großbritannien, für den mehrere zusätzliche Partner gewonnen wurden. Im Jahr 2014 wird ein Schwerpunkt des Ausbaus in den USA liegen.
FORRESTER RESEARCH POSITIONIERT INTERSHOP 7 ALS GLOBALEN LEADER BEI B2B-PLATTFORMEN
Mit der Entwicklung von Intershop 7 wurde im Jahr 2012 der Grundstein für den weiteren Erfolg der Gesellschaft gelegt. Im Mai 2013 stellte die Gesellschaft die Version Intershop 7.3 vor, die insbesondere erweiterte Möglichkeiten für den Multi-Channel-Handel im B2B-Bereich bietet. Die starke Positionierung von Intershop in diesem Segment wurde in der Anfang Oktober 2013 veröffentlichten Studie des renommierten US-Marktforschungsinstituts Forrester Research bestätigt. Nach Einschätzung der Forrester-Analysten zählt Intershop im Segment B2B-Commerce-Lösungen auf Basis der aktuellen Suite Intershop 7.3 zu den vier führenden Gesellschaften weltweit (Leader) und ist der einzige konzernunabhängige Anbieter unter den Top 4. In der Studie wurden die Anbieter von E-Commerce-Lösungen nach drei Hauptkriterien bewertet: Aktuelles Angebot, Marktposition und Strategie. Diese Bereiche waren wiederum in insgesamt 66 Einzelkriterien wie Sicherheitsmerkmale, technische Architektur, geplante Updates und Anzahl der Neukundenzugänge untergliedert. Die Branchenanalysten unterstrichen in dem Report die langjährige B2B-Expertise von Intershop, die sich in der neu entwickelten Softwareplattform widerspiegele. Intershop ist seit mehr als 20 Jahren im Geschäftskundensegment aktiv. Die Intershop-Lösung für B2B-Organisationen zeichne sich vor allem durch die umfassende technische Architektur, die Eignung für die Internationalisierung des Geschäfts, ausgeprägte Sicherheitsmerkmale sowie die nahtlose Integration in die bestehende IT-Landschaft der Kunden aus.
Auch in der Magic-Quadrant-Analyse des US-Marktforschungsunternehmens Gartner zur Bewertung von Commerce-Plattformen für den B2B- und B2C-Bereich vom Mai 2013 konnte sich Intershop mit seiner Lösung Intershop 7 sehr gut positionieren und gehört aus Sicht von Gartner aktuell zu den Top-8-Anbie-tern weltweit.
Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit (F&E) von Intershop konzentriert sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der innovativen Commerce-Plattform Intershop 7. Da sich die Innovationszyklen im stark wachsenden Commerce-Sektor deutlich verkürzt haben und der Wettbewerb sich verschärft hat, gilt es, innerhalb der bestehenden Produktzyklen innovative Funktionen und Erweiterungen bereitzustellen, um die eigene Marktposition zu verteidigen und auszubauen. Intershop verfügt über ein schlagkräftiges und erfahrenes Entwicklerteam, das beständig am weiteren Erfolg der Produkte des Unternehmens arbeitet.
Konkret gehörte zu den wesentlichen Entwicklungsschritten das Update der Intershop 7 Plattform mit der Version 7.3, die gezielt die bisherigen Funktionen für Multi-Channel-Shops im B2B-Bereich erweitert. Sie beinhaltet eine schlüsselfertige Lösung für einen sofort einsatzbereiten Multi-Channel-B2B-Shop, die Möglichkeit individuelle Nutzererlebnisse zu realisieren, Bestellprozesse zu vereinfachen und die Komplexität kundengerecht zu reduzieren. B2B-Händler können somit noch einfacher und schneller Online-Shops für Geschäftskunden aufsetzen. Zudem ermöglicht Intershop als erster Anbieter seinen Kunden Echtzeitanalysen in ihren Online-Shops. In der zweiten Jahreshälfte 2013 wurde an einem weiteren umfassenden Update gearbeitet, das im Januar 2014 in der Version Intershop 7.4 vorgestellt wurde. Zu den Neuerungen gehört die Möglichkeit, unterschiedliche On- und Offlinevertriebswege mit der Intershop-Plattform zu verknüpfen und damit die komplexe Interaktion eines Multi-Channel-Unternehmens mit seinen Kunden weiter zu vereinfachen. Version 7.4 bietet externen Entwicklern neue Möglichkeiten, die Einkaufsumgebung unkompliziert zu erweitern. Ein vereinfachtes Content Management, zusätzliche Personalisierungsoptionen für B2B-Kunden und die Reduzierung des Aufwands bei der Einrichtung neuer Bezahlsysteme in eine bestehende Plattform runden das Produktupdate ab. Damit trägt Intershop der weiter fortschreitenden Veränderung des klassischen Online-Handels hin zu einem Omni-Channel-Handel Rechnung, der die Absatzkanäle Katalog, Filiale, PC und Smartphone oder Tablet miteinander verknüpft.
Insgesamt beliefen sich die F&E-Ausgaben auf 5,8 Mio. Euro gegenüber 7,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter Berücksichtigung der Aktivierung von Softwareentwicklungskosten betrugen die F&E-Aufwendungen rund 3,5 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahr, was einen Anteil am Gesamtumsatz von 6 % (2012: 9 %) entspricht. Unter den F&E-Aufwendungen sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen erfasst. Vor allem die Fremdleistungen gingen im vergangenen Jahr zurück. Gleichzeitig fiel die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten geringer aus. Der Anteil der aktivierten Softwareentwicklungskosten am Gesamtumsatz sank von 7 % auf 4 %.
Der Ausbau des Partnernetzwerks ist auch für den Bereich Forschung &Entwicklung von zentraler Bedeutung. Der Austausch mit den Partnern wurde im Jahr 2013 deutlich intensiviert, um für den Kunden kontinuierlich Best-in-Class-Lösungen bereitzuhalten.
Steuerungssystem
Intershop ist in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 14 % pro Jahr gewachsen. Auch in Zukunft bleibt die Steigerung der Nettoumsatzerlöse und damit die Gewinnung weiterer Marktanteile in einem wettbewerbsintensiven, dynamischen Markt das oberste Ziel. Aus diesem Grund wird auf allen Managementebenen beobachtet, wie sich die Umsätze über den Zeitablauf entwickeln. Weitere relevante Kennzahlen neben den Nettoumsätzen sind das Bruttoergebnis (Nettoumsatz abzüglich Herstellungskosten) und die dazugehörige Bruttomarge, die die Gesellschaft nachhaltig zu steigern beabsichtigt, um einen höheren Deckungsbeitrag für zusätzliche Investitionen in Vertrieb und Marketing zu erwirtschaften. Darüber hinaus zählt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den wichtigen Erfolgskennzahlen.
Insgesamt strebt Intershop an, seinen Umsatz in den kommenden Jahren deutlich zu steigern, weitere Marktanteile zu gewinnen, insbesondere in den USA und in den wichtigsten Schwellenländern. Darüber hinaus verfolgt Intershop eine stärkere Fokussierung auf seine Kernkompetenz, die Entwicklung von Commerce Software. Mittelfristig wird eine deutliche Verbesserung der Bruttomarge und des EBIT angestrebt.
DAS GESCHÄFTJAHR 2013
Gesamtwirtschaft und Branche
Die Weltwirtschaft wuchs im vergangenen Jahr langsamer als ursprünglich erwartet. Wichtige Gründe waren die andauernden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise, der Haushaltsstreit in den USA, gestiegene Wachstumsrisiken in den Schwellen- und Entwicklungsländern und die negative Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone. In Summe wird das weltweite Wachstum für 2013 in einer aktuellen Schätzung der Weltbank mit 3,1 % veranschlagt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern lag das Wachstum mit 4,8 % auf Vorjahresniveau und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. In den Industriestaaten waren mit insgesamt 1,3 % nur geringe Zuwachsraten zu verzeichnen. In der Eurozone sank das reale Inlandsprodukt sogar um 0,4 %. In Deutschland stieg nach Schätzungen der Bundesbank das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,5 %.
Für Intershop sind zwei Märkte von besonderer Bedeutung für eine Branchenbetrachtung: zum einen die Nachfrageentwicklung der Endkunden im Online-Handel (Commerce-Markt) als Treiber für den Ausbau der Commerce-Infrastruktur und zum anderen die Bereitschaft der Unternehmen, in neue Softwarelösungen zu investieren (Softwaremarkt und IT-Dienstleistungen).
Der weltweite E-Commerce-Sektor ist nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens eMarketer im Jahr 2013 um 17,1 % gewachsen. Der globale Online-Einzelhandel erreichte damit ein neues Rekordvolumen von rund 900 Mrd. Euro. Der größte nationale Markt sind die USA. Dort wurden nach Prognosen von Forrester Research in 2013 Waren im Wert von rund 191 Mrd. Euro umgesetzt. China ist innerhalb weniger Jahre zum mittlerweile zweitgrößten E-Commerce-Markt der Welt aufgestiegen, vor Großbritannien und Japan. In Deutschland, dem fünftgrößten Markt der Welt, hat die E-Commerce-Branche in 2013 ebenfalls neue Rekordmarken erreicht. Zwei Mal innerhalb eines Jahres korrigierte der Bundesverband für Versandhandel (BVH) seine Prognose von Februar 2013 nach oben und ging zuletzt von einem Umsatzwachstum von 44,2 % für das Gesamtjahr aus. Insgesamt hat der Einzelhandel demnach in 2013 Waren im Wert von 39,8 Mrd. Euro über das Internet verkauft.
Weltweit an Bedeutung gewinnt neben dem Online-Einzelhandel der Handel zwischen Geschäftskunden, der sich zunehmend digitalisiert. Anders als der B2C-Handel ist der B2B-Online-Handel aber nur in Ansätzen erfasst. Forrester beziffert das Volumen des amerikanischen B2B-Online-Handels mit 411 Mrd. Euro in 2013 und damit doppelt so hoch wie die Umsätze im digitalen Einzelhandel. Das Institut für Handelsforschung (IFH) schätzt, dass im deutschen B2B-Handel im Jahr 2012 bereits Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 52 Mrd. Euro online umgesetzt wurden. Die Handelsexperten gehen davon aus, dass klassische Onlineshops, wie sie im Privatkundenbereich eingesetzt werden, in Zukunft auch für den B2B-Bereich immer stärker zum Einsatz kommen werden. Laut Forrester Research investieren US-Firmen im B2B-Bereich mittlerweile erhebliche Ressourcen in die Verbesserung ihrer E-Commerce-Technologieinfrastruktur, im Durchschnitt etwa 4 % der Online-Umsätze.
Auch die IT-Branche konnte nach Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO) 2013 zulegen, um insgesamt 3,3 %. Damit liegt das derzeitige IT-Marktvolumen bei rund 1,18 Billionen Euro. Das Geschäft mit Software entwickelte sich mit einem Zuwachs von 5,5 % überdurchschnittlich positiv (Marktvolumen 2013: 302 Mrd. Euro). Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen kam auf ein Volumen von 510 Mrd. Euro in 2013 und wuchs damit um 3,4 %. Für Deutschland geht der Branchenverband BITKOM laut Prognosen von Oktober 2013 von einem IT-Marktwachstum von 2,8 % für das vergangene Jahr aus. Auch in Deutschland hat sich demnach die Softwarebranche besonders dynamisch gezeigt, die nach BITKOM-Schätzung um 4,9 % auf ein Gesamtvolumen von 18,1 Mrd. Euro wuchs. Mit IT-Dienstleistungen wurden rund 35,7 Mrd. Euro umgesetzt, was einem Plus von 2,4 % entspricht.
Zusammenfassung der Entwicklung im Geschäftsjahr 2013
Der Intershop-Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 seine Nettoumsatzerlöse um 3 % auf 53,6 Mio. Euro gesteigert und damit die im Oktober 2013 revidierte Umsatzprognose leicht übertroffen. Zu diesem Zeitpunkt war Intershop von einem Gesamtjahresumsatz für 2013 auf Vorjahresniveau (51,8 Mio. Euro) ausgegangen. Die außerordentlich starke Umsatzentwicklung im vierten Quartal, getragen von hohen Lizenzerlösen, führte zu der Umsatzverbesserung. Dagegen verliefen die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2013 sowohl im Beratungsgeschäft als auch bei Lizenzverkäufen verhalten. Hoher Wettbewerbsdruck und langwierige Entscheidungsprozesse insbesondere bei Großkunden führten zu Verzögerungen bei Projekten. Deshalb musste Intershop im Oktober 2013 neben der Anpassung der Umsatzplanung, die von einer Steigerung der Nettoerlöse im einstelligen Prozentbereich ausging, auch seine Ergebniserwartung von einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis auf ein negatives EBIT im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich anpassen. Der Umsatz- und Ergebnissprung im vierten Quartal konnte die Verluste aus den ersten neun Monaten nicht ausgleichen, so dass im Geschäftsjahr 2013 ein negatives EBIT von 3,2 Mio. Euro erzielt wurde (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro). Die verstärkten Investitionen in Marketing und Vertrieb zur Erhöhung der Marktpräsenz führten zu gestiegenen Kosten und sind neben dem moderat ausgefallenen Umsatzanstieg die wesentliche Ursache für das negative Ergebnis in 2013.
Umsatzentwicklung
Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Intershop einen Nettoumsatz von 53,6 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 3 % gegenüber der Vorjahresperiode. Der Umsatzzuwachs im Gesamtjahr 2013 war vor allem das Ergebnis eines starken vierten Quartals. Nach wie vor größter Umsatzposten bei Intershop ist das Beratungsgeschäft. Die Nettoerlöse aus Beratungsprojekten beliefen sich auf 25,8 Mio. Euro, was jedoch einen Rückgang um 9 % bedeutet. Wesentliche Gründe für diese Entwicklung sind geringere Erlöse bei Großkunden. Das wettbewerbsintensive Lizenzgeschäft verlief in den ersten neun Monaten des Jahres ebenfalls schwächer, zeigte aber im letzten Quartal 2013 eine deutliche Erlössteigerung von 105 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dadurch erreichte Intershop im Gesamtjahr eine Steigerung der Lizenzerlöse um 20 % auf insgesamt 6,3 Mio. Euro. Diese Zahl ist ein positives Signal dafür, dass die gesteigerten Marketing- und Vertriebsaktivitäten erste Früchte tragen und die Intershop-Plattform auf einem umkämpften Markt für Commerce-Softwarelösungen kontinuierlich höhere Akzeptanz erfährt. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Sonstigen Erlöse, worunter primär das Full-Service-Geschäft subsumiert. Nachdem sich dieser Bereich bereits im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt hatte, verbuchte Intershop in 2013 eine weitere Steigerung um 72 % auf Gesamterlöse von 8,7 Mio. Euro. Die Online-Marketing-Erlöse erhöhten sich um 2 % auf 4,4 Mio. Euro, was die solide Entwicklung der Online-Marketing-Tochter Soquero unterstreicht. Weiterhin leicht rückläufig ist der Bereich Wartung. Dort wurden im Geschäftsjahr Nettoumsätze in Höhe von 8,3 Mio. Euro erzielt, ein Minus von 6 %. Insgesamt stiegen im Bereich Serviceleistungen, Wartung und Sonstige die Erlöse um 2 % auf 47,2 Mio. Euro.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:
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| in TEUR | 2013 | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Lizenzen | 6.318 | 5.278 | 20 % |
| Serviceleistungen, Wartung und Sonstige | 47.237 | 46.488 | 2 % |
| Beratung/Schulung | 25.775 | 28.253 | -9 % |
| Wartung | 8.306 | 8.822 | -6 % |
| Online Marketing | 4.417 | 4.338 | 2 % |
| Sonstige Erlöse | 8.739 | 5.075 | 72 % |
| Gesamtnettoumsatz | 53.555 | 51.766 | 3 % |
Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der INTERSHOP Communications AG als Einzelgesellschaft erhöhten sich um 5 % auf 42,0 Mio. Euro. Die Lizenzerlöse der AG sanken von 4,7 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro. Die Erlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige stiegen um 6 % auf 37,5 Mio. Euro.
REKORDLIZENZERLÖSE IM VIERTEN QUARTAL 2013
Wesentlich für das Neukundengeschäft 2013 waren die Weiterentwicklung von Intershop 7 sowie die Verstärkung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Erste Erfolge der ergriffenen Maßnahmen zeigten sich zum Ende des Jahres in einem außerordentlich starken Schlussquartal, das beste seit dem zweiten Quartal 2001. Beim Verkauf von Softwarelizenzen wurden die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt.
Insgesamt gewann die Gesellschaft als Resultat der Vermarktungsoffensive für Intershop 7 weltweit zahlreiche Neukunden. Größere Lizenzabschlüsse verbuchte Intershop mit der australischen Tochter eines der weltweit führenden Händler und Dienstleister für Mobilfunklösungen, einem stark wachsenden, sehr erfolgreichen Online-Optiker sowie einer der größten Supermarktketten im Benelux-Raum, die ihr Geschäftsmodell um den Online-Kanal ergänzt hat. Auch der weltweit führende Anbieter von professionellem Foto-Equipment und Profidiensten, Calumet, treibt seit 2013 die globale Expansion seiner Online-Präsenz gemeinsam mit Intershop voran. In Italien konnte mit dem Uhrenhersteller Binda Group ebenfalls ein neuer Kunde gewonnen werden. Weitere Neuzugänge sind der australische Anbieter von Heimtextilien Linen House und die Australia Post, deren Shops im letzten Jahr an den Start gingen. Mit letzterem wurde zudem ein mehrjähriger Folgevertrag für Serviceleistungen abgeschlossen.
Zu den weiteren Go-Lives in 2013 gehörte der Intershop 7-basierte B2B-Shop der Styrolution Group, ein Kundenportal des in Deutschland beheimateten Weltmarktführers für Styrolkunststoffe. Zudem starteten die E-Commerce-Komplettlösung für das Berliner Buchhandelsunternehmen Ocelot sowie der Shop für eine Marke des belgischen Lingerie-Herstellers Van de Velde. Gemeinsam mit seinem Partner Fenego wird Intershop in Zukunft sämtliche deutschen Online-Shops der Marken des Unternehmens umsetzen. In Finnland wird der größte Magazinverlag des Landes, Sanoma Magazines, sämtliche Online-Shops seiner Magazin-, Comic- und Buchclubsparten gemeinsam mit Intershop umsetzen. Auch im Energiebereich war Neugeschäft zu verzeichnen. Mit den Stadtwerken Rostock gewann Intershop einen neuen Kunden für das gemeinsam mit T-Systems entwickelte schlüsselfertige Online-Portal für Energiedienstleister.
Auch das internationale Netzwerk wurde im Jahr 2013 maßgeblich ausgebaut. In China gewann Intershop mit Shinetec einen der weltweit größten Outsourcing-Dienstleister für Softwareentwicklung als Partner. Gemeinsam soll die Multi-Channel-Plattform von Intershop auf dem stark wachsenden chinesischen Einzelhandelsmarkt eingeführt werden. Weitere Partnerschaften wurden mit dem britischen Payment Service Provider Computop, dem Anbieter von Cloud-Hosting-Lösungen Carrenza und dem weltweit aktiven Anbieter für Online-Zahlungsabwicklung World Pay geschlossen. Im Mai gab Intershop die Zusammenarbeit mit der britischen Markenagentur Coolpink bekannt, die vor allem auf die gemeinsame Optimierung der Webauftritte britischer Einzelhändler abzielt. Im weiteren Jahresverlauf kam mit PEER 1 Hosting ein weiterer Partner aus Großbritannien hinzu. Großbritannien ist der größte E-Commerce-Markt Europas und somit für Intershop von herausragender Bedeutung. Für den US-Markt schloss Intershop eine Vereinbarung mit Rackspace Hosting zur Vermarktung von cloud-basierten E-Commerce-Lösungen.
Auf dem niederländischen Markt wird Intershop seit Mitte letzten Jahres von dem Software- und Dienstleistungsanbieter Calago bei der Implementierung seiner B2B-Commerce-Plattform unterstützt. In Frankreich wurde mit Compario ein führender Dienstleister in den Bereichen Merchandising, Produktempfehlungen und Personalisierung für alle digitalen Kanäle gewonnen. Für den schnell wachsenden brasilianischen E-Commerce-Markt wurde mit PayPal eine Erweiterung der bestehenden Partnerschaft vereinbart. Seit November ist Intershop über seinen neuen Kooperationspartner KORUS Consulting, einem führenden russischen IT-Beratungsunternehmen, im stark wachsenden russischen Markt präsent. Die E-Commerce-Branche in Russland bietet noch viel Potenzial und soll nach Prognosen der Investmentbank Morgan Stanley von einem geschätzten Marktvolumen von 12 Mrd. in 2012 auf 35 Mrd. Euro in 2015 anwachsen. Ende Dezember hat Intershop einen Partnerschaftsvertrag mit Euro.message, dem führenden türkischen Anbieter für E-Mail-Marketing, geschlossen. Die Unternehmen werden gemeinsam Kunden in der Türkei, Deutschland und anderen Ländern in Europa und dem Nahen Osten kombinierte Services im Bereich Omni-Channel-Commerce und digitales Marketing anbieten. In Deutschland ergänzte zuletzt mit Jankofsky e-commerce eine weitere namhafte Agentur zur Implementierung von Intershop 7 das Partnernetzwerk.
Bei der regionalen Umsatzverteilung dominiert weiterhin Europa vor den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Intershop mit europäischen Kunden einen Umsatz von 33 Mio. Euro, was einer Steigerung von 7 % entspricht. Damit stieg der Anteil am gesamten Nettoumsatz auf 62 % nach 60 % im Vorjahr. Nach einer Steigerung um 10 % im letzten Jahr gingen die Umsätze in den USA um 3 % auf nun 14,8 Mio. Euro zurück, was einem Erlösanteil von rund 28 % entspricht. Die im Vorjahr rückläufigen Umsätze in Asien-Pazifik stabilisierten sich durch zahlreiche Neukundengewinne und kamen auf 5,7 Mio. Euro, ein Anteil von rund 11 % am Gesamterlös.
Ergebnisentwicklung
Die wichtigsten Konzernergebnis-Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
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| 2013 | 2012 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| EBIT (in TEUR) | -3.228 | -594 | -443 % |
| EBIT-Marge | -6 % | -1 % | |
| EBITDA (in TEUR) | 488 | 1.754 | -72 % |
| EBITDA-Marge | 1 % | 3 % | |
| Konzernjahresergebnis (in TEUR) | -3.327 | -579 | -475 % |
Intershop hat im vergangenen Jahr das Bruttoergebnis von 17,4 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro gesteigert, ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge lag bei 35 % gegenüber 34 % im Vorjahr. Grund für den leichten Anstieg sind vor allem die höheren Lizenzerlöse im Berichtszeitraum. Das operative Ergebnis vor Abzug der Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich von 1,8 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge kam auf 1 % gegenüber 3 % im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2013 lagen bei knapp 3,7 Mio. Euro im Vergleich zu 2,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) fiel von -0,6 Mio. Euro auf -3,2 Mio. Euro. Der Jahresfehlbetrag lag bei -3,3 Mio. Euro nach -0,6 Mio. Euro im Jahr 2012. Das Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) belief sich auf -0,11 Euro (Vorjahr: -0,02 Euro). Ursachen für das negative Ergebnis sind zum einen der moderat ausgefallene Umsatzanstieg, zum anderen die gestiegenen Kosten für den notwendigen Ausbau der Bereiche Marketing und Vertrieb sowie Einmalaufwendungen durch Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro.
Die Marketing- und Vertriebskosten erhöhten sich im Jahresvergleich kräftig um 3,6 Mio. Euro auf 11,9 Mio. Euro, im Wesentlichen durch gestiegene Personalkosten infolge des Personalaufbaus. Die Aufwendungen für Forschung &Entwicklung verringerten sich von 4,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,5 Mio. Euro. Die allgemeinen Verwaltungskosten fielen um 1 % auf 5,8 Mio. Euro. Die saldierten betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich von 18,0 Mio. Euro auf 22,1 Mio. Euro. Insgesamt lag die Betriebskostenquote mit 41 % (Vorjahr: 35 %) deutlich über dem Niveau der letzten Jahre. Das Finanzergebnis reduzierte sich um knapp 60 TEUR auf 21 TEUR. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen 120 TEUR im Vergleich zu 69 TEUR im Vorjahr.
Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag der AG reduzierte sich auf 2,6 Mio. Euro in 2013 nach einem Jahresfehlbetrag von 3,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 2,3 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich durch den Abbau von Fremdleistungen um 37 % auf 5,8 Mio. Euro. Dagegen erhöhte sich der Personalaufwand auf 24,4 Mio. Euro im Vergleich zu 23,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 14,1 Mio. Euro, ein Anstieg von 2 % gegenüber 2012. Die sonstigen Zinserträge in Höhe von 0,1 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf -2,6 Mio. Euro nach 3,5 Mio. Euro in 2012. Insgesamt erhöhte sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 14,1 Mio. Euro gegenüber 11,5 Mio. Euro im Vorjahr.
Darstellung der Vermögens- und Finanzlage
Die Intershop-Bilanz bleibt auch im Jahr 2013 frei von Finanzverbindlichkeiten und weist eine sehr hohe Eigenkapitalquote auf dem Niveau des Vorjahres von 72 % (Vorjahr: 71 %) auf. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 hat sich allerdings deutlich um 4,9 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro reduziert. Wesentliche Effekte der Bilanzverkürzung sind auf der Aktivseite die Verringerung der liquiden Mittel von 14,4 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro sowie auf der Passivseite der Rückgang des Eigenkapitals von 27,6 Mio. Euro auf 24,2 Mio. Euro. Die langfristigen Schulden subsumieren Rückstellungen in Höhe von 58 TEUR und Umsatzabgrenzungsposten in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich vor allem aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-36 % auf 3,1 Mio. Euro) um insgesamt 11 % auf 9,0 Mio. Euro. Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte von 13,9 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro, was primär auf die höheren Abschreibungen bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich ebenfalls von 24,7 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro. Hier schlug vor allem die Reduzierung der liquiden Mittel um 48 % auf 7,4 Mio. Euro bei gleichzeitiger Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 31 % auf 12,6 Mio. Euro zu Buche.
Intershop hat im Geschäftsjahr 2013 einen negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -4,1 Mio. Euro realisiert. Im Vorjahr lag dieser bei 2,0 Mio. Euro. Gründe für die Reduzierung sind im Wesentlichen das negative Jahresergebnis sowie die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich auf 2,8 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahr, insbesondere durch die gesunkenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Nettoabfluss an liquiden Mitteln von 6,9 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des Berichtszeitraumes von 7,4 Mio. Euro.
Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft im handelsrechtlichen Jahresabschluss reduzierte sich um 15 % auf 29,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013. Das Anlagevermögen sank um 3 % auf 11,4 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen sank im Wesentlichen durch geringere Guthaben bei Kreditinstituten (2013: 5,8 Mio Euro; 2012: 12,2 Mio. Euro) insgesamt um 23 % auf 17,3 Mio. Euro. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 6,9 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro. Das Eigenkapital reduzierte sich von 25,2 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro durch einen erhöhten Bilanzverlust. Die Rückstellungen sanken um 39 % auf 2,7 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten um 35 % auf 2,6 Mio. Euro. Die flüssigen Mittel reduzierten sich von 12,2 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro. Der Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit.
Personal
Intershop beschäftigte zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013 weltweit insgesamt 535 Mitarbeiter. Das sind fünf Beschäftigte mehr als ein Jahr zuvor. Davon entfielen 404 Fachkräfte auf die Technischen Bereiche, darunter insbesondere F&E und Beratung. Wie angekündigt hat Intershop im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Vertriebsaktivitäten zur Vermarktung der Intershop 7 Plattform weiter deutlich ausgebaut. Dagegen wurden die F&E-Aktivitäten entsprechend zurückgefahren. Das Vertriebs- und Marketing-Team wurde im Jahresverlauf 2013 von 52 auf 73 Mitarbeiter verstärkt. Die Zahl der Mitarbeiter in Verwaltungsfunktionen stieg von 52 auf 58 Vollzeitkräfte.
Im Wettbewerb um hochqualifizierte IT-Fachkräfte setzt Intershop auf die Kooperation mit den Forschungseinrichtungen und entsprechenden Lehrstühlen anerkannter Hochschulen. Wie wichtig das Thema Nachwuchs von IT-Fachkräften für Intershop ist, wird auch am Anteil der Hochschulabsolventen an der Belegschaft der AG deutlich, der mit 76 % überdurchschnittlich hoch ist. Intershop achtet durch flexible Arbeitszeitmodelle auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bietet seinen Mitarbeitern fachliche und persönliche Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Neueinsteigern spezielle Einarbeitungsprogramme an. Anfang September 2013 wurde Intershop als "Fair Company" ausgezeichnet. Die Initiative des Handelsblatts zeichnet Unternehmen aus, die Praktikanten, Trainees und Berufseinsteigern faire Bedingungen für eine Beschäftigung bieten. Das Gütesiegel "Fair Company" untermauert das Selbstverständnis von Intershop als Arbeitgeber mit flachen Hierarchien und einer offenen, fairen Unternehmenskultur und unterstützt die Rekrutierung hochqualifizierter IT-Fachkräfte. Im Januar 2014 platzierte sich Intershop in einer unabhängigen Datenerhebung des Magazins Focus unter den besten Arbeitgebern Deutschlands. In der gemeinsam mit dem Business-Netzwerk Xing und Statista durchgeführten Umfrage erreichte Intershop den sechsten Platz in den Branchen Telekommunikation und IT.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr:
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| Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte) | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Technische Abteilungen (Servicebereiche und F&E-Bereich) | 404 | 426 |
| Vertrieb und Marketing | 73 | 52 |
| Allgemeine Verwaltung | 58 | 52 |
| 535 | 530 |
Die regionale Verteilung der Mitarbeiter hat sich gegenüber Ende 2012 weiter leicht zugunsten der außereuropäischen Niederlassungen verändert. Am 31. Dezember 2013 arbeiteten 90 % der Beschäftigten (480 Mitarbeiter) innerhalb Europas, ein Jahr zuvor waren es noch 92 % (488 Mitarbeiter) gewesen. Auf die Niederlassung in San Francisco, USA, entfielen 6 % (Ausbau von 26 auf 31 Mitarbeiter). Der Anteil der Beschäftigten in der asiatisch-pazifischen Region erhöht sich von 1 % auf 3 % (Erhöhung von 16 auf 24 Mitarbeiter).
Die AG als Einzelgesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 410 Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 418 Mitarbeiter).
Vorstand und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2013 gab es bei der INTERSHOP Communications AG drei Organänderungen. Zwei neue Aufsichtsratsmitglieder wurden gewählt sowie ein neues Vorstandsmitglied berufen.
Seit 1. August 2013 verstärkt Dr. Jochen Wiechen als Chief Technical Officer (CTO) das Vorstandsteam um Jochen Moll und Ludwig Lutter. Er verantwortet den Bereich Produktentwicklung, die technischen Abteilungen und den Full-Service-Bereich. Vor seinem Engagement bei Intershop war Dr. Jochen Wiechen bei der SAP AG als Vice President für die Produktstrategieentwicklung sowie das Management, die Entwicklung und den Support des "Workforce Performance Builders" verantwortlich. Zu seinen weiteren beruflichen Stationen zählen die datango AG, die Beteiligungsgesellschaft Martlet Venture Management Ltd., die Psipenta GmbH sowie die PSI AG. Dr. Jochen Wiechen hält einen Doktortitel in Physik.
Mit Wirkung zum 31. Mai 2013 legten die Aufsichtsratsmitglieder Bob van Dijk, Vice und Tobias Hartmann ihre Aufsichtsratsmandate bei der INTERSHOP Communications AG nieder. Tobias Hartmann gehörte dem Aufsichtsrat seit Juli 2011 und Bob van Dijk seit Februar 2012 an.
Auf der Jahreshauptversammlung am 12. Juni 2013 wurden Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer der IFH Institut für Handelsforschung GmbH, sowie Professor Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer und Managing Partner der Mücke, Sturm &Company GmbH, als neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Beide Mitglieder verfügen über langjährige und umfangreiche Erfahrungen in den Branchen Einzelhandel, IT und E-Commerce.
VERGÜTUNGSBERICHT
VERGÜTUNG VORSTAND
Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist an unterschiedliche jährliche und mehrjährige quantitative und qualitative Ziele gebunden, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele, die eine größere Gewichtung haben, sind das Konzern-EBIT, der Konzernumsatz und der Aktienkurs. Qualitative Ziele beziehen sich auf strategische Vorgaben.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich auf 823 TEUR (2012: 752 TEUR), davon entfielen 591 TEUR (2012: 620 TEUR) auf die feste Vergütung und 232 TEUR (2012: 132 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die festen Vergütungsbestandteile umfassen 542 TEUR Festgehalt und 49 TEUR Nebenleistungen (2012: 588 TEUR Festgehalt, 32 TEUR Nebenleistungen).
Die Bezüge teilen sich wie folgt auf die Vorstandsmitglieder auf:
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| Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Gesamtbezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Jochen Moll | 280 | 195 | 117 | 68 | 397 | 263 |
| Ludwig Lutter | 220 | 212 | 85 | 45 | 305 | 257 |
| Dr. Jochen Wiechen (ab 01.08.2013) | 92 | - | 30 | - | 122 | - |
| in 2012 ausgeschiedene Vorstände | - | 212 | - | 18 | - | 232 |
| 591 | 620 | 232 | 132 | 823 | 752 |
Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern nicht gewährt. Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) enden die Vorstandsmandate. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Mit den Vorstandsmitgliedern wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart, das eine von der Gesellschaft zu zahlende Entschädigung für ein Jahr vorsieht. Die Entschädigung umfasst 75 % der zuletzt bezogenen (Grund-)Vergütung ausschließlich Nebenleistungen. Die Entschädigungszahlung entfällt, wenn Intershop auf das Wettbewerbsverbot innerhalb einer bestimmten Frist verzichtet. Die Vorstandsverträge beinhalten im Krankheitsfall einen Anspruch auf sechsmonatige Fortzahlung der festen Grundbezüge bis maximal zum Ende der Laufzeit der Verträge. Im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds haben die Hinterbliebenen einen Anspruch auf die feste monatliche Grundvergütung für den Sterbemonat sowie für die sechs folgenden Monate. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.
VERGÜTUNG AUFSICHTSRAT
Die Vergütung des Aufsichtsrats beinhaltet fixe und variable Bestandteile. Die fixe Vergütung besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12.500 Euro pro Jahr sowie einem Sitzungsgeld von 2.500 Euro pro Sitzung bzw. in Höhe von 500 Euro, sofern anstelle einer Sitzung eine Telefonkonferenz abgehalten wird. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung, sofern das im gebilligten Konzernabschluss ausgewiesene Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr positiv war und festgelegte quantitative Ziele erreicht wurden: 5.000 Euro werden jeweils gewährt, wenn a) das Vorjahres-EBIT erreicht wird, b) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 % gesteigert wurde, c) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % gesteigert wurde sowie d) bei einer Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich ergebenden fixen und variablen Vergütung. Gehören Aufsichtsratsmitglieder nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat an, erhalten sie eine zeitanteilige Vergütung. Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt.
Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2013 eine Gesamtvergütung in Höhe von 111 TEUR (2012: 113 TEUR) zu, davon entfielen 111 TEUR (2012: 113 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2012: 0 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Der Vergütungsanspruch teilt sich wie folgt auf die Aufsichtsratsmitglieder auf:
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| Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Gesamtbezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Herbert May | 59 | 65 | 0 | 0 | 59 | 65 |
| Prof. Dr. Nikolaus Mohr (ab 12.06.2013) | 16 | - | 0 | - | 16 | - |
| Dr. Kai Hudetz (ab 12.06.2013) | 18 | - | 0 | - | 18 | - |
| Tobias Hartmann (bis 31.05.2013) | 9 | 24 | 0 | 0 | 9* | 24* |
| Bob van Dijk (bis 31.05.2013) | 9 | 23 | 0 | 0 | 9* | 23* |
| in 2012 ausgeschiedener Aufsichtsrat | - | 1 | - | 0 | - | 1* |
| 111 | 113 | 0 | 0 | 111 | 113 |
* Das Aufsichtsratsmitglied verzichtete auf seine ihm nach der Satzung zustehende Aufsichtsratsvergütung
Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann und Bob van Dijk verzichteten auf ihre Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 18 TEUR. Infolge dieser Verzichte belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2013 auf 93 TEUR (2012: 65 TEUR).
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Prognosebericht
RAHMENBEDINGUNGEN
In 2014 soll die globale Wirtschaft wieder nachhaltig an Schwung gewinnen. Die Weltbank geht in ihrer aktuellen Schätzungen von Mitte Januar von einem globalen Weltwirtschaftswachstum von 3,2 % aus. Insbesondere in den Industriestaaten sieht die Weltbank nach jahrelanger Krise Zeichen der Erholung. Die größere Stabilität in diesen Ländern werde in 2014 ein Wachstum von 2,2 % generieren. Dadurch wird auch die Konjunktur in den Schwellen- und Entwicklungsländern wieder stärker anziehen und nach Einschätzung der Experten um 5,3 % wachsen. Für Deutschland geht die Bundesbank derzeit von einem Wachstum in 2014 von 1,7 % aus.
Das hohe Wachstum im E-Commerce-Markt hält weiter kontinuierlich an. Die Analysten von eMarketer prognostizieren allein in 2014 ein weltweiten Anstieg um rund 18 %. Bis 2017 wird der Markt dann weiter jährlich um durchschnittlich 13 % wachsen und ein Volumen von rund 1,5 Billionen Euro erreichen. Der amerikanische Markt wird nach Angaben von Forrester Research jährlich um rund 10 % wachsen und bis Ende 2017 ein Gesamtvolumen von 268 Mrd. Euro erreichen. China wird die USA in den nächsten Jahren voraussichtlich als größten E-Commerce-Markt ablösen. Für 2018 prognostiziert Forrester ein Umsatzvolumen im chinesischen Online-Handel von 496 Mrd. Euro. Der gesamteuropäische Markt wird bis 2017 um jährlich 10,5 % wachsen und das Volumen der umgesetzten Waren 183 Mrd. Euro erreichen.
Wichtiger Treiber für die Verlagerung des Handels ins Internet ist der Ausbau der Breitbandnetze. Hier hat nach Angaben von BITKOM Deutschland in den vergangenen Jahren stark aufgeholt. 85 % der Haushalte nutzen mittlerweile einen Breitbandanschluss. Vor fünf Jahren waren es noch 55 % gewesen. Zunehmende Bedeutung bekommen mobile Netze, denn Einkaufen per Smartphone oder Tablet wird immer beliebter. Das Softwareunternehmen Adobe schätzt, dass der Anteil der mobilen Online-Einkäufe im Weihnachtsgeschäft 2013 in den USA bei 14 %, in Europa bei 12,4 % und in Deutschland bei 10,6 % lag.
Auch der globale IT-Markt profitiert vom fortschreitenden Ausbau der Breitband- und Mobilnetze. Die Marktforscher von Gartner prognostizieren bei den weltweiten IT-Ausgaben für 2014 ein Plus von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in den Bereichen Software (+6,8 %) und IT-Dienstleistungen (+4,5 %) sind hohe Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert für den weltweiten Softwaremarkt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von knapp 6 % bis 2017. Der deutsche Softwaremarkt wird nach Prognosen von BITKOM im laufenden Jahr um 5,1 % auf ein Volumen von 19 Mrd. Euro wachsen. Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen soll um 3,2 % auf knapp 37 Mrd. Euro zulegen.
UNTERNEHMENSAUSBLICK
Wie der Branchenausblick zeigt, entwickeln sich die für Intershop relevanten Marktsegmente sehr dynamisch, was die Abgabe zuverlässiger Prognosen erschwert. Der Geschäftsverlauf in 2013 hat gezeigt, dass die Gewinnung insbesondere von Großprojekten im Lizenzgeschäft langwierig und volatil verläuft. Während in den ersten neun Monaten nur wenige neue Lizenzen verkauft wurden, verzeichnete Intershop im vierten Quartal einen kräftigen Umsatzzuwachs in diesem Segment. Das Neugeschäft ist Resultat der verstärkten Investitionen in Marketing und Vertrieb und in den Ausbau des globalen Partnernetzwerks.
Beide Initiativen dienen der Erhöhung der Reichweite zur Vermarktung der Intershop 7 Software und der Gewinnung weiterer Marktanteile. Diese Maßnahmen sollen in 2014 konsequent fortgesetzt werden, was auch mit einem weiteren Ausbau des Vertriebsteams und des Partnernetzwerks einhergeht. Ein regionaler Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten wird im Jahr 2014 auf dem US-Markt liegen. Hier hat Intershop die Mannstärke seines Vertriebsteams bereits deutlich erhöht und plant eine Vermarktungsoffensive auf Basis der positiven Analystenurteile zur Intershop 7 Plattform.
Klarer Fokus innerhalb der Geschäftsbereiche liegt auf dem hochmargigen Lizenzgeschäft, das für Intershop essentiell ist, um weiter wachsen zu können. Denn die Lizenzverkäufe ziehen in der Regel auch Beratungs- und Wartungsumsätze nach sich. Es wird erwartet, dass die weiter verstärkten Vertriebsmaßnahmen zu stark steigenden Umsätzen im Lizenzbereich führen werden. Das Beratungsgeschäft lag im letzten Jahr leicht unter den Erwartungen. Hier ist mit einer leicht positiven Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Für den Bereich Wartung, der im vergangenen Jahr an Umsatz verloren hat, wird aufgrund der gesteigerten Lizenzverkäufe für 2014 eine Stabilisierung prognostiziert. Für die Sonstigen Erlöse erwartet Intershop nach der sehr kräftigen Steigerung im Vorjahr ein etwas geringeres bis stabiles Umsatzniveau. Im Online Marketing rechnet der Vorstand weiter mit leicht steigenden Erlösen bei der Tochter SoQuero. Bei der Umsatzentwicklung der Segmente Europa, USA und Asien/Pazifik wird eine gleichbleibende Verteilung des jeweiligen Erlösanteils am gesamten Nettoumsatz erwartet.
GESAMTAUSSAGE FÜR DAS JAHR 2014
Basierend auf den Annahmen für die jeweiligen Geschäftsbereiche erwartet die Gesellschaft für 2014 eine Steigerung der Nettoumsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich bei moderat steigender Bruttomarge. Aufgrund der anhaltenden Wachstumsinvestitionen in den Bereichen Vertrieb und Marketing geht Intershop für das Gesamtjahr 2014 von einem negativen operativen Ergebnis (EBIT) im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich aus.
Chancen- und Risikobericht
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Dazu wurde ein Risikohandbuch mit der Beschreibung des Risikomanagementsystems erstellt, welches regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Regelmäßig (mindestens quartalsweise) wird der Vorstand vom ernannten Risikomanager des Unternehmens über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentral. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen.
Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert. Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.
Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird eine jährliche (mit quartalsweiser Aktualisierung) Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen die Relevanzskala und die Risikoeigner festgelegt, bereits identifizierte Risiken überprüft sowie neue Risiken erfasst werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP zurückgegriffen. Wenn möglich oder sinnvoll, werden alle Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Der Umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern.
Intershop hat im Zug der Risikoinventuren in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.
UMFELDRISIKEN UND BRANCHENRISIKEN
Intershop agiert als führender Anbieter innovativer Commerce-Lösungen in einem sehr dynamischen Markt. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. Prinzipiell besteht das Risiko, dass Intershop Produkte und Dienstleistungen anbietet, die nicht den Kundenbedürfnissen und Markterwartungen entsprechen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien anzubieten, kann dies zu einer zukünftigen negativen Umsatzentwicklung führen, weil Kunden zu Wettbewerbern wechseln und die Neukundengewinnung erschwert wird. Intershop begegnet diesem Risiko durch eine ständige Marktbeobachtung und Analyse der Kundenbedürfnisse in Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Marktanalysten. So wurde die aktuelle Product Roadmap auf der Basis von Kunden- und Partner-Feedback erarbeitet und in Gesprächen mit Industrieanalysten wie Forrester evaluiert. Dieses Vorgehen führte dazu, dass Intershop in der B2B Forrester Wave 2013 in das Segment Market Leader eingeordnet wurde.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem ganzheitlichen Anbieter von Omni-Channel-Commerce-Lösungen.
Die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potenzielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Intershop setzt dazu im Rahmen seiner Markenstrategie auf ein Re-Branding und Re-Positionierung unter Beachtung eines Added-Value-Ansatzes, um den bestehenden Markenwert nicht zu gefährden und insbesondere in wichtigen außereuropäischen Absatzmärkten die Markenbekanntheit zu erhöhen. Parallel dazu erfolgen der Ausbau der Mitarbeiterzahl in den Auslandsmärkten und eines Netzes von internationalen Vertriebspartnern, die mit unterschiedlichsten Vertriebs- und Werbemaßnahmen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke Intershop beitragen werden.
Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei ist die Kundenbindung ein sehr wichtiger Faktor. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop besser beherrschbar.
Hinsichtlich der Intershop-Software besteht ein für Software typisches Produktmangelrisiko. Durch Fehler in der Entwicklung kann es möglich sein, dass das Produkt mangelhaft ist und insbesondere hinsichtlich Produktsicherheit nicht den Kunden- und Marktanforderungen entspricht. Produktmängel könnten zu einer potenziellen oder tatsächlichen Beeinträchtigung des Betriebs beim Kunden führen und bei schweren Mängeln die Akzeptanz der Produkte von Intershop erheblich mindern. Für Intershop fielen in Folge dessen Zusatzkosten zur Mängelbeseitigung und/oder Kosten für mögliche juristische Auseinandersetzungen/Schadenersatz beim Kunden an. Außerdem ist ein Umsatzrückgang möglich. Das Risiko wird jedoch als gering angesehen, weil ein aufwendiger Qualitätssicherungsprozess die Möglichkeit des Auftretens unerkannter Produktfehler minimiert.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden, insbesondere im Lizenzbereich, oder nicht-zielführende Marketing- und Vertriebsaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, eine deutlich erweiterte Vertriebsstruktur und verstärkte Schulungsmaßnahmen entgegengesteuert, sodass ein Risiko hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.
Aufgrund der Komplexität der Produkte gestaltet sich der Vertrieb über Partner als anspruchsvoll. Intershop setzt vor allem in ausländischen Märkten zwangsläufig auf Vertriebspartner, da der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen zu hohe Kosten nach sich zieht. Um Risiken aus einer fehlerhaften Beratung potenzieller Kunden durch Partner zu vermeiden, setzt Intershop auf gezielte Schulungen, Weiterentwicklung der Partnerprogramme sowie einen Auswahlprozess der Partner, der einem umfangreichen Anforderungskatalog genügen muss.
PERSONALRISIKEN
Die Leistungen und das Know-how der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Dabei besteht insbesondere bei Personal in Schlüsselpositionen das Risiko, dass das spezifische Wissen dieser Mitarbeiter bei einem Wechsel zu einem Wettbewerbsunternehmen dort eingesetzt wird. Ferner ist es grundsätzlich schwieriger, diese Mitarbeiter zu ersetzen. Ein Verlust von Schlüsselpersonen könnte die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg von Intershop verringern. Durch den Einsatz eines modernen Personalmanagements mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen in Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur und flachen Hierarchien wird diesen Risiken entgegengewirkt. Intershop hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die genannten Maßnahmen, die hohe Qualifikation der Mitarbeiter und auch durch ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, sodass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.
INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN
Die Geschäftsprozesse bei Intershop basieren auf Informationstechnologien. Dabei besteht ein typisches inhärentes Datenverlustrisiko. Ferner ist Intershop dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Zusätzlich besteht das Risiko, dass Informationen an Wettbewerber abfließen, die ihnen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit sowie Datensicherungsverfahren weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Sicherheitsrichtlinien und Sicherheitsprozesse werden regelmäßig aktualisiert. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Risiko realisiert, daher als gering ein.
Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Intershop verfügt zum Bilanzstichtag über eine angemessene Liquiditätssituation und finanzielle Stärke. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken werden getroffen.
Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es wird hierzu zusätzlich auf den Konzernanhang, Abschnitt "(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" und "Angaben zu den Finanzinstrumenten" verwiesen.
SONSTIGE RISIKEN
Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass, über die im Konzernanhang angegebenen Rechtsstreitigkeiten hinaus, aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Diese Risiken werden zudem durch Versicherungen abgesichert bzw. es wurden vorsorglich Rückstellungen gebildet. Es wird auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/ Eventualverbindlichkeiten" verwiesen.
Dritte könnten Intershop der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, wie zum Beispiel Patenten oder Urheberrechten, bezichtigen und Schadenersatzforderungen geltend machen oder auch versuchen, den Vertrieb der Intershop-Software zukünftig zu beschränken. Dies gilt vornehmlich für die Staaten, in denen Softwareverfahrenspatente existieren. Intershop prüft zur generellen Risikominimierung daher insbesondere und regelmäßig die Einhaltung von Lizenzbestimmungen Dritter bereits im Entwicklungsprozess.
Für den Vertrieb von Intershop-Produkten werden spezialisierte und standardisierte Verträge und AGBs benutzt. Es kann vorkommen, dass von diesen Verträgen, zum Beispiel auf Kundenwunsch, abgewichen werden muss. In diesen Fällen besteht das Risiko, dass die abweichende vertragliche Regelung von Nachteil für das Unternehmen ist. Dieses Risiko wird begrenzt, in dem grundsätzlich alle Verträge, die von der Standardvorlage bzw. von den Standards-AGBs abweichen, durch die Rechtsabteilung zu prüfen sind.
Das Tochterunternehmen The Bakery GmbH wirtschaftet noch defizitär, deshalb wird die Abdeckung der entstehenden Kosten durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es The Bakery GmbH nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze sowie zusätzliche Kosten. Intershop begegnet diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, insbesondere durch die erweiterte Integration des The-Bakery-Produktportfolios in das Intershop-Produktportfolio. Die Gesellschaft erwartet dadurch Kosteneinsparungseffekte.
Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es schwieriger oder aufwendiger werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.
CHANCEN
Intershop agiert in einem sehr dynamischen und wachsenden Marktumfeld. Im E-Commerce-Sektor ergeben sich ständig neue Chancen. Diese zu identifizieren und zu nutzen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen, ist ein wesentlicher Treiber für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens. Deshalb sind bei Intershop das Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Das Chancenmanagement ist Teil des strategischen Planungsprozesses bei Intershop - hier werden regelmäßig interne und externe Potenziale evaluiert, die sich positiv auf die Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Unternehmens auswirken können.
Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Intershop-Kunden haben eine hohe Zufriedenheit, wie regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen. Daraus können sich auch kurzfristige und außerhalb von Wettbewerbsverfahren nennenswerte Nachfolgeaufträge ergeben. Die Kundenstruktur von Intershop mit einem hohen Umsatzanteil von Großkunden bietet die Chance, ohne erneuten Akquise-Aufwand auch weitere Umsätze mit diesen Kunden und deren verbundenen Unternehmen zu realisieren, da sie aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln. Als Pionier der Branche mit der längsten Erfahrung im Marktsegment hat Intershop den Ruf, ein besonders verlässlicher Projektpartner zu sein, der auch unter schwierigen Voraussetzungen Projekte in Time und Budget zum Erfolg führt. Dies kann zu kurzfristigen Kundengewinnen führen, insbesondere, wenn Kunden zuvor mit anderen Anbietern in einem Projekt gescheitert sind. Weiterhin sieht Intershop erhebliche Chancen bei der Erweiterung der Partner- und Vertriebsstruktur. Dadurch können der Zugang zu bisher nicht erreichbaren Kundensegmenten geöffnet und zusätzliche Umsatzpotenziale ausgeschöpft werden. Durch die Vermarktung von neuen Preismodellen können sich erweiterte Umsatzchancen ergeben, da neue potenzielle Kundenkreise angesprochen werden.
GESAMTRISIKOPOSITION
Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Der Intershop-Konzern ist entsprechend der Vorstandsressorts gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung.
Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt, welche regelmäßig überprüft und wenn notwendig angepasst wird. Die Genehmigungsrichtlinie beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren Umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Es sind Angaben über finanzielle und bilanzielle Auswirkungen sowie Budgeteffekte darzulegen und Alternativen (z. B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Genehmigungsrichtlinie existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. Diese werden ebenfalls regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. In den mindestens zweiwöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.
Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften durch Buchhaltungssysteme erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf eine Tochtergesellschaft, von der zentralen Finanzabteilung im SAP-System der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt mit einer zentralen Konsolidierungssoftware. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen unter Wahrung des Vier-Augen-Systems zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Vom Konzerncontrolling werden monatlich Detailauswertungen erstellt, um die Entwicklung des Konzerns, der Einzelgesellschaften sowie der Kostenstellen und Profitcenter aufzuzeigen. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt durch das Konzerncontrolling die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts, welche durch die Finanzabteilung überprüft werden.
NACHTRAGSBERICHT
Die Gesellschaft macht seit Januar 2014 Zahlungsansprüche aus einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahr 2013 klageweise geltend.
ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 HGB BZW. § 315 ABSATZ 4 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30.183.484 Euro und ist eingeteilt in 30.183.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die GSI Commerce Solutions Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist zum Bilanzstichtag mit 26,14 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die GSI Commerce Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,14 % an der INTERSHOP Communications AG beteiligt. Die eBay Inc., San Jose, Kalifornien, USA, hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,14 % der Stimmrechtsanteile an der INTERSHOP Communications AG. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen zum Bilanzstichtag am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden der INTERSHOP Communications AG nicht mitgeteilt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Es gibt keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, so dass eine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können, ebenfalls nicht existiert.
Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letztgenannter Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen Umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen.
Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang, Abschnitt "Eigenkapital", bzw. auf den Anhang des Einzelabschlusses der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft. Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum vom 12. Februar 2014 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese zusammen mit dem Bericht über die Unternehmensführung (Corporate-Governance-Bericht) auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung öffentlich zugänglich gemacht.
ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat rein vorsorglich für das Geschäftsjahr 2013 einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG aufgestellt. In diesem Bericht werden auch die Beziehungen zu GSI Commerce Solutions Inc. dargestellt. Der Vorstand geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von dem Bestehen eines Abhängigkeitsverhältnisses zur GSI Commerce Solutions Inc. aus. Der Vorstand ist sich jedoch bewusst, dass diese Einschätzung von Unwägbarkeiten und Unsicherheiten abhängt, insbesondere von der Prognose zukünftiger Hauptversammlungsmehrheiten, die sich nicht sicher vorhersehen lassen. Daher wurde der Abhängigkeitsbericht vorsorglich und freiwillig erstattet. Er enthält die folgende Schlusserklärung:
"Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat für die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Jena, 3. März 2014
INTERSHOP Communications AG
Der Vorstand
Jochen Moll
Ludwig Lutter
Dr. Jochen Wiechen
BILANZ
INTERSHOP COMMUNICATIONS AG
AKTIVA
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| in EUR | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2012 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen | 129.015 | 171.306 |
| Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 809.988 | 1.135.210 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.497.342 | 10.496.834 |
| 11.436.345 | 11.803.350 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | ||
| Unfertige Leistungen | 0 | 1.468.818 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 128.105 |
| 0 | 1.596.923 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.400.168 | 6.875.802 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.928.742 | 1.319.625 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 173.939 | 243.995 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 51.249 | 135.159 |
| 11.554.098 | 8.574.581 | |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 5.752.992 | 12.170.992 |
| 17.307.090 | 22.342.496 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 482.693 | 303.782 |
| AKTIVA, insgesamt | 29.226.128 | 34.449.628 |
| PASSIVA | ||
| in EUR | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2012 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 30.183.484 | 30.183.484 |
| Bedingtes Kapital: 0 Euro (Vorjahr: 0 Euro) | ||
| Kapitalrücklage | 6.445.281 | 6.445.281 |
| Bilanzverlust | -14.069.669 | -11.462.119 |
| 22.559.096 | 25.166.646 | |
| Rückstellungen | ||
| Steuerrückstellungen | 0 | 388.918 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.687.753 | 4.014.988 |
| 2.687.753 | 4.403.906 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 0 | 1.524.480 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.055.161 | 1.592.374 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 657.839 | 71.420 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 838.193 | 729.565 |
| davon aus Steuern: 676.814 Euro (Vorjahr: 574.419 Euro) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 35.893 Euro (Vorjahr: 34.272 Euro) | ||
| 2.551.193 | 3.917.839 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.428.086 | 961.237 |
| PASSIVA, insgesamt | 29.226.128 | 34.449.628 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
INTERSHOP COMMUNICATIONS AG
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| 1. Januar bis 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| in EUR | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 41.959.075 | 39.996.160 |
| Verminderung oder Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen | -1.468.818 | 1.025.026 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.761.628 | 2.293.267 |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Waren | -217.199 | -562.214 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -5.843.024 | -9.281.355 |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | -20.942.665 | -19.946.268 |
| Soziale Abgaben | -3.425.104 | -3.124.316 |
| Abschreibungen | ||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -738.794 | -684.896 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.147.596 | -13.863.307 |
| Erträge aus Gewinnabführungsvertrag | 349.130 | 428.211 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 107.302 | 202.901 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 86.137 Euro (Vorjahr: 114.547 Euro) | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.485 | -2.297 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -2.607.550 | -3.519.088 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | -29.373 |
| Jahresfehlbetrag | -2.607.550 | -3.548.461 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -11.462.119 | -7.913.658 |
| Bilanzverlust | -14.069.669 | -11.462.119 |
Anhang
INTESHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT
Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft (Intershop), Jena, für das Geschäftsjahr 2013 wird nach den Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare und gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.
Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert in Höhe von 150 Euro bis 1.000 Euro wird ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird. Von dieser steuerlichen Regelung wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung im Handelsrecht Gebrauch gemacht.
Von dem Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten hat Intershop keinen Gebrauch gemacht.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um erforderliche Wertberichtigungen.
Die Vorräte (unfertige Leistungen) werden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.
Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zu ihrem Nennwert bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, vermindert um gegebenenfalls erforderliche Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen).
Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Anteil der Ausgaben/Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwendungen/Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgte in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für entsprechende Laufzeiten diskontiert. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge führen zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern. Auf die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wird entsprechend des Wahlrechts nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet.
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES
Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:
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| Immaterielle Vermögensgegenstände | Sachanlagen | Finanzanlagen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anteile an verbundenen Unternehmen | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand zum 01.01.2013 | 1.954 | 4.001 | 46.069 | 52.024 |
| Zugänge | 113 | 276 | 0 | 389 |
| Abgänge | -264 | -397 | 0 | -661 |
| Stand zum 31.12.2013 | 1.803 | 3.880 | 46.069 | 51.752 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand zum 01.01.2013 | 1.783 | 2.866 | 35.572 | 40.221 |
| Zugänge | 155 | 584 | 0 | 739 |
| Abgänge | -264 | -380 | 0 | -644 |
| Stand zum 31.12.2013 | 1.674 | 3.070 | 35.572 | 40.316 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2012 | 171 | 1.135 | 10.497 | 11.803 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2013 | 129 | 810 | 10.497 | 11.436 |
Von den Finanzanlagen entfallen 8.863 TEUR auf die Intershop Communications, Inc., 1.628 TEUR auf die SoQuero GmbH. Auf die Anteile an der Intershop Communications, Inc. wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Aufgrund der positiven operativen Ergebnisse in der Folgezeit sowie nach der aktuellen Unternehmensplanung liegen derzeit keine Anhaltspunkte für einen weiteren Wertberichtigungsbedarf bei Intershop Communications, Inc. oder der SoQuero GmbH vor.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 829 TEUR (Vorjahr: 360 TEUR) aus der Konzernfinanzierung, mit 349 TEUR aus der Ergebnisübernahme (Vorjahr: 428 TEUR) von der Tochtergesellschaft SoQuero GmbH und im Übrigen aus laufenden Leistungsbeziehungen.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, analog zum Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, analog zum Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen in Höhe von 622 TEUR der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die aus der Konzernfinanzierung resultieren, haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 8.400 TEUR (31.12.2012: 6.876 TEUR). Es wurden Wertminderungen in Höhe von 1.003 TEUR (2012: 31 TEUR) berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2013 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.048 TEUR überfällig, aber nicht wertgemindert (31.12.2012: 839 TEUR). Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Verzug bis 30 Tage | 1.403 | 748 |
| Verzug 31 bis 60 Tage | 334 | 91 |
| Verzug 61 bis 90 Tage | 1.311 | 0 |
| 3.048 | 839 |
Einzelwertberichtigungen erfolgen nach 90 Tagen. Im Folgejahr können sich Wertberichtigungen für die überfälligen, bisher nicht wertgeminderten Forderungen ergeben.
Das Grundkapital in Höhe von 30.183.484 Euro besteht aus 30.183.484 Stück auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien.
Die Kapitalrücklage beträgt wie zum Vorjahresbilanzstichtag 6.445 TEUR.
Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 11.462 TEUR enthalten.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (779 TEUR; Vorjahr: 1.859 TEUR) und Provisionen (596 TEUR; Vorjahr: 816 TEUR). Die übrigen Rückstellungen betreffen Kosten des Jahresabschlusses und der Hauptversammlung, Urlaubsansprüche, drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen und schwebenden Geschäften, Prozessrisiken sowie Lizenzgebühren.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der laufenden Personalabrechnung sowie zu zahlende Umsatzsteuer.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, analog zum Vorjahr, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen ist wie folgt:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Inland | 19.590 | 18.609 |
| Europäisches Ausland | 10.139 | 5.971 |
| Außereuropäisches Ausland | 12.230 | 15.416 |
| 41.959 | 39.996 |
Die Umsatzerlöse resultieren mit 4.507 TEUR (Vorjahr 4.735 TEUR) aus Lizenzerlösen und mit 37.452 TEUR (Vorjahr 35.261 TEUR) aus Erlösen für Serviceleistungen (Beratung, Wartung und Sonstiges).
Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus Währungsumrechnung betragen 75 TEUR (Vorjahr: 345 TEUR).
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen betreffen 160 TEUR vorhergehende Perioden.
Die Aufwendungen für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzgebühren an Dritte.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 964 TEUR (Vorjahr: 1.323 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von 176 TEUR (Vorjahr: 213 TEUR).
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus dem seit dem Geschäftsjahr 2008 bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der SoQuero GmbH.
SONSTIGE ANGABEN
Genehmigtes Kapital
Zum 31. Dezember 2013 verfügte die Gesellschaft über Genehmigte Kapitalia von 7.500.000 Euro (31. Dezember 2012: 7.656.137 Euro). Gemäß der Satzung der INTERSHOP Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:
| ― | Um bis zu insgesamt 7.500.000 Euro gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis zum 21. Juli 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. |
| ― | Die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 hatte beschlossen, das Genehmigte Kapital II in Höhe von 156.137 Euro aufzuheben. Die Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister erfolgte am 14. August 2013. |
Bedingtes Kapital
Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über kein Bedingtes Kapital.
Zum Bilanzstichtag existieren keine Aktienoptionsrechte.
Zum Bilanzstichtag hielten die eBay Inc. über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. und GSI Commerce Solutions Inc. 26,14 % sowie die Axxion S.A. 5,07 % der Anteile an der INTERSHOP Communications AG. Den Angaben zu der Beteiligung der eBay Inc. liegt die von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekanntgemachte Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG über Stimmrechtsveränderungen im Geschäftsjahr 2011 zugrunde. Den Angaben zu der Beteiligung der Axxion S.A. liegt die von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekanntgemachte Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG über das Überschreiten der 5 %-Schwelle am 31. Dezember 2013 zugrunde, wonach der Stimmrechtsanteil der Axxion S.A. 5,07 % (1.530.622 Stimmrechte) am Bilanzstichtag betrug. Der Streubesitz der INTERSHOP Communications AG beträgt zum Bilanzstichtag 68,79 %.
Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus einem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2013 finanzielle Verpflichtungen von 6,4 Mio. Euro, die bis zum Ende der Mietlaufzeit bis Ende Dezember 2016 ratierlich fällig werden. Daneben bestehen aus weiteren Mietverträgen sowie aus Leasingverhältnissen zu Fahrzeugen und Büroausstattung sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. Euro. Die Miet- und Leasingverhältnisse enthalten die vertragstypischen Vorteile und Risiken.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 417 Mitarbeiter (im Vorjahr: 403 Mitarbeiter) beschäftigt (ausschließlich Angestellte).
Organe der Gesellschaft
Dem Aufsichtsrat gehörten an:
DR. HERBERT MAY
Aufsichtsratsvorsitzender seit 17.11.2010
Mitglied seit 19.10.2010
Dipl.-Ingenieur, Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. May Management Beratungs- und Beteiligungs GmbH
Weitere Aufsichtsratsmandate:
Certon GmbH, Heidelberg (Beirat)
brainloop AG, München
PROF. DR. NIKOLAUS MOHR
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 12.06.2013
Geschäftsführer und Managing Partner der Mücke, Sturm & Company GmbH
Honorarprofessor am Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement der Universität Regensburg
DR. KAI HUDETZ
Mitglied seit 12.06.2013
Geschäftsführer der IFH Institut für Handelsforschung GmbH
TOBIAS HARTMANN
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vom 30.05.2012 bis 31.05.2013
Mitglied vom 01.07.2011 bis 31.05.2013
CEO des Bereichs Global Operations von GSI Commerce Inc.
BOB VAN DIJK
Mitglied vom 01.02.2012 bis 31.05.2013
Vice President eBay Europe, eBay Inc.
Dem Vorstand gehörten an:
JOCHEN MOLL
Sprecher des Vorstands und Vorstandsmitglied seit 01.04.2012
LUDWIG LUTTER
Vorstandsmitglied seit 01.04.2011
DR. JOCHEN WIECHEN
Vorstandsmitglied seit 01.08.2013
BEZÜGE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich auf 823 TEUR (2012: 752 TEUR), davon entfielen 591 TEUR (2012: 620 TEUR) auf die feste Vergütung und 232 TEUR (2012: 132 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2013 eine Gesamtvergütung in Höhe von 111 TEUR (2012: 113 TEUR) zu, davon entfielen 111 TEUR (2012: 113 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2012: 0 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Durch den Vergütungsverzicht von Aufsichtsratsmitgliedern belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat auf 93 TEUR (2012: 65 TEUR). Die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat sind ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen.
Einzelheiten zur Vergütung der Vorstände und Aufsichtsräte werden im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichts und Lageberichts der INTERSHOP Communications AG dargestellt.
Konzernzugehörigkeit
Als börsennotiertes Unternehmen stellt die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht. Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2013 neben der Muttergesellschaft die Tochterunternehmen Intershop Communications, Inc., SoQuero GmbH, The Bakery GmbH, Intershop Communications Australia Pty Ltd, Intershop Communications Nordics AB, Intershop Communications Ventures GmbH sowie die Intershop Communications Asia Limited.
Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2013 gliedert sich wie folgt:
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| Anteil in % |
Eigenkapital* in TEUR |
Jahresergebnis in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA | 100 | -212 | 219 |
| SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland | 100 | 213 | 349*** |
| The Bakery GmbH, Berlin, Deutschland | 100 | -3.292 | -1.253 |
| Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien | 100 | 158 | 151 |
| Intershop Communications Ventures GmbH, Jena, Deutschland | 100 | -2.253 | -29 |
| Intershop Communications Nordics AB, Malmö, Schweden | 100 | 24 | -2 |
| Intershop Communications Asia Limited, Hongkong, China | 100 | 14 | 14 |
* Eigenkapital zum 31.12.2013 umgerechnet zum Stichtagskurs
** (vorläufiges) Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2013, umgerechnet zum Jahresdurchschnittskurs
*** Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft INTERSHOP Communications AG
Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Gesellschaft enthalten.
Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz
Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2013 abgegeben und auf der Unternehmensinternetseite unter
http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance öffentlich zugänglich gemacht.
Verwendung des Jahresergebnisses
Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft schlägt vor, den Bilanzverlust von 14.069.669 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Gesellschaft beschrieben sind.
Jena, 3. März 2014
INTERSHOP Communications AG
Der Vorstand
Jochen Moll
Ludwig Lutter
Dr. Jochen Wiechen
BESTATIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Erfurt, den 5. März 2014
**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2013 seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben war. Er hat kontinuierlich die Führung der Geschäfte durch den Vorstand überwacht und begleitet und sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt.
AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND INHALTE
Im Geschäftsjahr 2013 fanden zehn Sitzungen statt, von denen sechs telefonisch abgehalten wurden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an sämtlichen Sitzungen teil. Der Vorstand nahm an den Sitzungen nur insoweit teil, als es die Erfüllung seiner Berichtspflichten erforderte. Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzungen waren die aktuelle Unternehmenslage, insbesondere die Umsatz-, Ergebnis- und Cashentwicklung, die zukünftige strategische Ausrichtung von Intershop sowie Personalentwicklungen.
In der Sitzung am 11. Januar 2013 stand die Genehmigung des Budgets für das Geschäftsjahr 2012 im Mittelpunkt der Beratung. Des Weiteren wurde die Entsprechenserklärung 2012 beschlossen. In der Sitzung am 20. März 2013 wurde in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer der Jahres- und Konzernabschluss 2012 gebilligt. Ferner fand die Beschlussfassung über die Tagesordnungspunkte der ordentlichen Hauptversammlung 2013 statt. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung unmittelbar nach der Hauptversammlung am 12. Juni 2013 wählte der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Nikolaus Mohr als seinen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. In den Sitzungen am 1. August, 25. September und 29. Oktober 2013 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen und zu erwartenden Geschäftsentwicklung. Schwerpunkte der Sitzung am 5. Dezember 2013 waren das Budget 2014 und die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens. Ferner wurde die Entsprechenserklärung 2013 verabschiedet. In den übrigen Sitzungen (19. Februar, 15. Mai sowie 23. Juli 2013) erörtere und beschloss der Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Verträge und Personalthemen. Zusätzlich zu den in den Sitzungen gefassten Beschlüssen gab es auch Beschlüsse zu Verträgen und Personalfragen im Wege des Umlaufverfahrens.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat Geschäfte, die nach der Geschäftsordnung des Vorstands vom Aufsichtsrat zustimmungspflichtig sind, stets zur Zustimmung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Beschlussvorlagen dazu gründlich geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen. Bedeutende Geschäftsvorgänge für das Unternehmen wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Der Aufsichtsrat stand neben den Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand im regelmäßigen Kontakt und wurde über die aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft sowie der Risikolage und des Risikomanagements und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen informiert.
Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.
CORPORATE GOVERNANCE
Der Aufsichtsrat hatte im Januar 2013 über seine Zustimmung zur Annahme eines Einzelauftrags zu einer im Geschäftsjahr 2010 abgeschlossenen Vereinbarung mit der GSI Commerce Solutions Inc. zu beschließen. In diesem Fall gingen die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann und Bob van Dijk vorsorglich von einem potenziellen Interessenkonflikt wegen ihrer jeweiligen hauptberuflichen Tätigkeit bei GSI Commerce Inc. bzw. eBay Inc. aus. Sie haben dies der Gesellschaft im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex angezeigt und sich in diesem Fall der Stimme enthalten.
Die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Dezember 2013 vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben. Die Vergütungen der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder, individualisiert und nach Bestandteilen untergliedert, sind im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der INTERSHOP Communications AG ausgewiesen.
PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND
Im Geschäftsjahr 2013 gab es drei Veränderungen bei den Verwaltungsorganen, zwei im Aufsichtsrat und eine im Vorstand.
Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann und Bob van Dijk legten mit Wirkung zum 31. Mai 2013 ihre Aufsichtsratsmandate nieder. Tobias Hartmann gehörte dem Aufsichtsrat seit Juli 2011 an, seit Mai 2012 als deren stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Bob van Dijk trat dem Gremium im Februar 2012 infolge seiner Bestellung bei. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Hartmann und Herrn van Dijk für ihren Einsatz für Intershop. Als neue Aufsichtsratsmitglieder wählte die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 Herrn Prof. Dr. Nikolaus Mohr und Herrn Dr. Kai Hudetz jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 Beschluss fasst. In der anschließenden konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Mohr als stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.
Im Mai 2013 bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. August 2013 Herrn Dr. Jochen Wiechen zum Mitglied des Vorstands. Er ist als Chief Technical Officer (CTO) für die Produktentwicklung, die technischen Abteilungen und den Full-Service-Bereich verantwortlich. Mit Herrn Dr. Wiechen gewinnt Intershop einen versierten Technologieexperten und Marktkenner für das Management, die Entwicklung sowie die Marktpositionierung von Software-Lösungen. Der Aufsichtsrat wünscht ihm viel Erfolg.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABHÄNGIGKEITSBERICHT, ABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden.
Außerdem wurde von den Abschlussprüfern der von der Gesellschaft nach § 312 AktG erstellte Abhängigkeitsbericht geprüft und darüber gemäß § 313 Abs. 3 AktG berichtet sowie der folgende uneingeschränkte Vermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Nach eingehender eigener Prüfung, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt der Aufsichtsrat gegen die Abschlüsse und den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Prüfung des Abhängigkeitsberichts an. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 11. März 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge sowie des negativen operativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2013 keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Intershop-Konzerns für den geleisteten Einsatz sowie den Aktionärinnen und Aktionären für das erneut entgegengebrachte Vertrauen im Geschäftsjahr 2013.
Jena, im März 2014
Für den Aufsichtsrat
Dr. Herbert May, Vorsitzender des Aufsichtsrats
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat der INTERSHOP Communications AG ("Intershop") begrüßen den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Mai 2013 aktualisierten Deutschen Corporate Governance Kodex. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2013 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 5. Dezember 2013 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:
Die INTERSHOP Communications AG hat seit der Entsprechenserklärung vom 11. Januar 2013 bis zum 13. Mai 2013 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 und ab dem 14. Mai 2013 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen in der Fassung vom 13. Mai 2013 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen zukünftig entsprechen:
a) Der bestehende D&O-Versicherungsschutz sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor (Kodex-Ziffer 3.8), da der Gesellschaft eine solche nicht zu vergleichsweise günstigeren Konditionen angeboten worden ist. Ferner sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihre Pflichten auch ohne Selbstbehalt verantwortungsbewusst ausüben.
b) Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben (Kodex-Ziffer 5.1.2). Nach Auffassung des Aufsichtsrats ist dieses Kriterium nicht geeignet, für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern den alleinigen Ausschlag zu geben. Bei der Zusammensetzung des Vorstands sollten die fachlichen und persönlichen Qualifikationen der Bewerberin oder des Bewerbers für die Auswahl eines geeigneten Kandidaten vorrangig maßgeblich sein, weil nur hierdurch die Interessen der Gesellschaft bestmöglich gewahrt werden können.
c) Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele benannt, die die Vielfalt (diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsieht (Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2). Auch hat er keine Anzahl von unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern im Sinne von Kodex-Ziffer 5.4.2 festgelegt. Der Aufsichtsrat ist auch vor dem Hintergrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder der Ansicht, dass die konkrete Festlegung von Zielen die Auswahl von geeigneten Aufsichtsratsmitgliedern beschränkt. Vielmehr möchte der Aufsichtsrat über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der entsprechenden Situation individuell frei entscheiden. Gegenwärtig sind jedoch alle drei Aufsichtsratsmitglieder unabhängig.
Diese Entsprechenserklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht worden.