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INTERSHOP Communications AG — Management Reports 2012
Apr 16, 2013
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Management Reports
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Intershop Communications AG
Jena
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHÄFTSERGEBNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2012
Der Intershop-Konzern1 verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 eine positive Umsatzentwicklung. Die Gesellschaft baute ihr Geschäft mit E-Commerce-Lösungen weiter aus und übertraf erstmals nach den Boomjahren um die Jahrtausendwende wieder die Marke von 50 Mio. Euro Nettoumsatz. Insgesamt steigerte Intershop die Nettoerlöse um 5 % auf 51,8 Mio. Euro und lag damit am unteren Rand der Prognose einer Umsatzsteigerung von 5 % bis 10 % gegenüber dem Vorjahr. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kam die Gesellschaft auf -0,6 Mio. Euro. Die im Ergebnis enthaltenen Einmalaufwendungen, insbesondere für die Neuausrichtung des Vertriebs, beliefen sich auf 1,4 Mio. Euro. Bereinigt um diese einmaligen Sondereffekte betrug das operative Ergebnis 0,8 Mio. Euro. Angestrebt war ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Im Vorjahr hatte Intershop einen Gewinn von 2,6 Mio. Euro ausgewiesen.
1 "Intershop", das "Unternehmen", die "Gesellschaft"
AUSBAU DES INTERNATIONALEN PARTNERNETZWERKS
Einer der strategischen Schwerpunkte der Gesellschaft im vergangenen Jahr war der zielgerichtete Ausbau des internationalen Partnernetzwerks. Er ist wesentlicher Bestandteil der künftigen Vertriebsstrategie von Intershop. Die E-Commerce-Branche unterliegt einem stetigen Wandel, Technologien werden in immer kürzeren Entwicklungszyklen erneuert, sodass es für einzelne Unternehmen sehr herausfordernd ist, seinen Kunden permanent die bestmögliche Lösung anzubieten. Das gelingt durch die Bündelung des Know-hows und der Erfahrung der Unternehmen im Partnernetzwerk. So können heterogene Märkte und Kunden unterschiedlicher Branchen und Kulturen kontinuierlich mit State-of-the-Art-Technologien bedient werden.
Neben den bestehenden Kooperationen mit dem international führenden E-Commerce-Anbieter GSI Commerce und dem global agierenden Technologiekonzern Hewlett Packard (HP) hat Intershop im Geschäftsjahr 2012 weitere namhafte Partner hinzugewonnen. Dazu zählen Chapter Media und Javelin Group (beide Großbritannien), der schwedische Systemintegrator Sigma AB, die führende Full-Service-Web-Agentur Mirabeau in den Niederlanden sowie die neuen Technologiepartner Shopatron (USA) und Tenzing Managed IT Services (Kanada). Insgesamt sieht das Intershop-Management in der Partnerstrategie einen wichtigen Baustein, die Technologieplattform des Unternehmens vor allem außerhalb Europas schneller auf den Markt zu bringen und Produktinnovationen kurzfristiger umzusetzen.
INTERSHOP 7 MIT "BEST OF 2012" PRÄDIKAT
Mit der neuen Cross-Channel-Software Intershop 7, Nachfolger der "Enfinity Suite", sowie der innovativen Cloud-Lösung "Commerce Cloud Services", vorgestellt auf der IT-Messe CeBIT im März 2012, hat Intershop in der Branche ein deutliches Zeichen gesetzt. Mit über 1.500 neuen Features, entwickelt auf Basis einer Marktuntersuchung in Kooperation mit 150 Online-Händlern weltweit, bildet Intershop 7 ein schlagkräftiges Werkzeug für den umfassenden Multi-Channel-Vertrieb. Die neue Plattform wurde von der Initiative Mittelstand in der Kategorie "E-Commerce" mit dem Prädikat "Best of 2012" ausgezeichnet und wurde als CeBIT Highlight ausgewählt. Ende August 2012 sowie Ende November 2012 wurden mit Intershop 7.1 und Intershop 7.2 die Instrumente für kundenspezifische Werbekampagnen noch einmal erweitert. So können Multi-Channel-Händler ihre On- und Offline-Promotions noch besser steuern und verknüpfen und das Design und Layout ihrer Shops schneller und flexibler anpassen. Seit Mitte 2012 laufen die ersten Implementierungen. Größtes Intershop-7-Projekt bislang ist neben GSI Commerce die europaweite Shopping-Plattform eines der führenden europäischen Einzelhandelsunternehmen im Fashion-Bereich.
KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die INTERSHOP Communications AG mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des Intershop-Konzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2012 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, dem Berliner E-Commerce-Dienstleister TheBakery GmbH, der Intershop Communications Australia Pty Ltd., Melbourne, Australien sowie weiteren nicht operativ tätigen ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Die INTERSHOP Communications AG hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Ilmenau. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Repräsentanzen in London, Mailand und Amsterdam.
Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter E-Commerce-Lösungen. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop-E-Commerce-Software, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde. Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die zwei Hauptgeschäftsbereiche Lizenzen sowie "Serviceleistungen, Wartung und Sonstige". Zu den Serviceleistungen zählen neben den genannten Segmenten Wartung und Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft) die Bereiche Beratung und Schulung sowie Online Marketing. Beratung und Schulung ist das mit Abstand umsatzstärkste Segment der Gruppe.
Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die Orchestrierung der gesamten E-Commerce-Prozesskette von der Konzeption des Onlineshops über die Implementierung der Software-Plattform bis hin zur Koordinierung der Auslieferung der Ware, dem Fulfillment. Im Mittelpunkt des Intershop-Angebots steht der Shop-Manager, der die E-Commerce-Aktivitäten des Kunden verantwortet. Die Intershop-E-Commerce-Lösungen sollen den Shop-Manager in die Lage versetzen, auf allen Stufen der E-Commerce-Prozesskette möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen, um den Umsatz unserer Kunden zu steigern. Dazu wird die Software kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt. Im März 2012 hat die Gesellschaft die gemeinsam mit Partnern entwickelte neue Version "Intershop 7" vorgestellt, die seit November 2012 als Version 7.2 erhältlich ist.
Intershop zählt zu den größten Anbietern von E-Commerce-Lösungen weltweit. Über 300 Intershop-Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Cross-Channel-Software von Intershop. Intershop verfügt über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Unter den Kunden sind mit der Otto Group der zweitgrößte Online-Händler weltweit, bedeutende Technologie- und Telekommunikationskonzerne wie Hewlett Packard und die Deutsche Telekom sowie Automobilhersteller wie BMW und Daimler. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum vorwiegend in Australien tätig. Im Jahr 2012 lag der Umsatz mit Kunden außerhalb Europas bei rund 40 %.
GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE
Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr verlangsamt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2012 um 3,2 % zu, verglichen mit 3,9 % im Jahr 2011. Wie in den Jahren zuvor wurde das Wachstum im Wesentlichen von den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, deren Wirtschaftsleistung um 5,1 % zunahm. Dagegen verbuchten die Industriestaaten lediglich ein Wachstum von 1,3 % im vergangenen Jahr. In der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft nach IWF-Angaben um 0,4 %. Die USA lag im abgelaufenen Jahr mit einem Zuwachs von 2,3 % an der Spitze der großen Industriestaaten, während bei den Schwellenländern China mit einem Plus von 7,8 % die Führungsposition behauptete. Deutschland blieb mit einem Zuwachs von 0,9 % die treibende Wirtschaftskraft innerhalb der Eurozone.
Bei der Branchenbetrachtung sind für Intershop zwei Märkte von besonderer Bedeutung: zum einen die Nachfrageentwicklung der Endkunden im Online-Handel (E-Commerce-Markt) als Treiber für den Ausbau der E-Commerce-Infrastruktur und zum anderen die Bereitschaft der Unternehmen, in neue Softwarelösungen zu investieren (Softwaremarkt).
Das Wachstum im E-Commerce-Sektor erwies sich im Jahr 2012 als äußerst robust. Der Online-Handel wächst seit Jahren kontinuierlich und kam im vergangenen Jahr nach Prognosen des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. auf ein Umsatzvolumen von 29,4 Mrd. Euro, ein Plus von 15 %. Davon entfallen rund 2,8 Mrd. Euro auf den Bereich M-Commerce (Verkäufe über mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones). Laut einer repräsentativen Studie des BVDW ist die Kauflust der Deutschen ungebrochen. Bereits ein Viertel aller Einkäufe erledigen die deutschen Internetnutzer mittlerweile über das World Wide Web. Nach Erhebungen des Branchenverbands BITKOM kaufen neun von zehn Internetnutzern regelmäßig online ein, allein im letzten Jahr mehr als zehn Mal. Auf Unternehmensseite nutzen inzwischen 20 % der Anbieter von Waren und Dienstleistungen das Internet zum Verkauf. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf Rang acht, jedoch klar über dem EU-Durchschnitt.
Die wichtigsten Trends im Online-Handel sind Social Commerce und M-Commerce. Nach einer in Deutschland durchgeführten Studie des BITKOM von Dezember 2012 spielt der Austausch zwischen Verbrauchern eine zunehmend bedeutende Rolle. Fast drei Viertel aller Internetnutzer lesen vor einer Bestellung die Bewertungen anderer Kunden. Die Transaktionen über Smartphones und Tablet-Computer nehmen deutlich zu. Jeder zweite Smartphone-Nutzer kauft bereits Waren oder Dienstleistungen über sein Mobilgerät. Ähnliche Entwicklungen sind in anderen Weltregionen, insbesondere in Asien, das als Vorreiter in Sachen M-Commerce gilt, zu beobachten.
Auch der deutsche Softwaremarkt zeigte im Jahr 2012 eine positive Entwicklung. Nach Angaben der Herbstprognose des BITKOM stiegen die Erlöse in dem Segment um mehr als 4 % auf 16,9 Mrd. Euro, das Geschäft mit IT-Dienstleistungen und Wartung legte um 2 % auf 35 Mrd. Euro zu. Der weltweite Softwaremarkt befindet sich nach Prognosen des US-Marktforschungsunternehmens IDC ebenfalls auf Wachstumskurs. Allerdings fällt der Zuwachs im Jahr 2012 nach IDC-Angaben mit 6 % geringer aus als im Vorjahr, als ein Plus von knapp 10 % zu Buche stand. Wesentliche Garanten des Wachstums sind weiterhin die amerikanischen Märkte sowie die großen Schwellenländer vor allem in Asien.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
UMSATZENTWICKLUNG
Intershop hat im Geschäftsjahr 2012 einen Nettoumsatz von 51,8 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 5 % gegenüber der Vorjahresperiode. Die Erlössteigerung resultierte sowohl aus dem Geschäft mit großen strategischen Kunden als auch aus der Gewinnung neuer Kunden und Projekte in den Bereichen E-Commerce-Lösungen und Online Marketing. Mit dem Umsatzzuwachs im Gesamtjahr 2012 setzt Intershop seinen seit 2008 anhaltenden Wachstumskurs weiter fort. Das schwächere Wachstumstempo war unter anderem auf die Verzögerung bei einigen größeren Projekten sowie den erforderlichen Vorlauf für die Etablierung der neuen E-Commerce-Plattform Intershop 7 im Markt zurückzuführen. Wie in den Vorjahren war das Beratungsgeschäft der dominierende Umsatzträger bei Intershop. Die Nettoerlöse aus Beratungsprojekten beliefen sich auf 28,3 Mio. Euro, was einen Anstieg von 5 % bedeutete. Eine sehr erfreuliche Entwicklung zeigten auch die Bereiche Online Marketing sowie Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft). Die Erlöse mit Marketingkampagnen im Internet erreichten einen Rekordwert von 4,3 Mio. Euro, ein Plus von 24 % gegenüber dem Jahr 2011. Die Sonstigen Erlöse, worunter auch das wichtige Full-Service-Geschäft subsumiert wird, kamen auf eine Steigerung von 47 % auf 5,1 Mio. Euro. Hier machte sich das umsatzbasierte Erlösmodell durch höhere Verkaufserlöse bezahlt. Weniger Umsatz als erwartet erzielte Intershop mit neuen Software-Lizenzen. Hier lagen die Nettoerlöse bei 5,3 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro im Vorjahr. Durch veränderte Rahmenbedingungen mit zwei Großkunden sanken die Wartungserlöse auf 8,8 Mio. Euro nach 9,9 Mio. Euro im Vorjahr. Dagegen entwickelte sich das übrige Wartungsgeschäft positiv und verzeichnete einen Erlösanstieg von 8 %.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:
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| in TEUR | 2012 | 2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Lizenzen | 5.278 | 5.500 | -4 % |
| Beratung/Schulung | 28.253 | 26.807 | 5 % |
| Wartung | 8.822 | 9.899 | -11 % |
| Online Marketing | 4.338 | 3.504 | 24 % |
| Sonstige Erlöse | 5.075 | 3.446 | 47 % |
| Serviceleistungen, Wartung und Sonstige | 46.488 | 43.656 | 6 % |
| Gesamtnettoumsatz | 51.766 | 49.156 | 5 % |
Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der INTERSHOP Communications AG als Einzelgesellschaft beliefen sich auf 40,0 Mio. Euro nach 40,4 Mio. Euro im Vorjahr. Die Lizenzerlöse der AG sanken leicht von 5,0 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro. Die Erlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige betrugen 35,3 Mio. Euro (Vorjahr: 35,4 Mio. Euro).
MARKTEINFÜHRUNG VON INTERSHOP 7
Wichtigster Treiber für das Neukundengeschäft 2012 waren die neue Cross-Channel-Software Intershop 7 sowie die Cloud-Lösung "Commerce Cloud Services", die auf der IT-Messe CeBIT im März 2012 vorgestellt wurde. Die Implementierung erster Shops auf Basis der innovativen E-Commerce-Plattform läuft planmäßig. Größter Neukunde, dessen europaweiter Shop künftig auf Intershop 7 betrieben wird, ist ein führendes europäisches Einzelhandelsunternehmen im Fashion-Bereich. Ebenfalls auf Intershop 7 basiert der geplante B2B-Shop der Styrolution Group GmbH, eines weltweit führenden Anbieters von Styrolkunststoffen.
Beide Neukundengewinne unterstreichen die Branchenkompetenz von Intershop in den Bereichen Fashion und Chemicals. Im Fashion-Bereich stehen bereits der weltgrößte Modehändler Otto Group sowie zahlreiche Markenshops wie Mexx, G-Star, Rösch oder Runner's Point auf der Referenzliste. Im Chemiesektor hat Intershop mit Merck Millipore eines der bedeutendsten B2B-Portale für hochwertige Industrie- und Laborchemikalien entwickelt.
Weitere wichtige Neukunden des vergangenen Jahres waren die LEDON Lamp GmbH, eine Tochter der börsennotierten österreichischen Zumtobel AG, die französische Raja-Gruppe, einer der führenden Distributoren für Verpackungslösungen in Europa, und der Pottermore-Shop. Letzterer ist Exklusivhändler der E-Bücher und digitalen Hörbücher der Harry-Potter-Reihe. Intershops umfassende E-Commerce-Lösung bildet die Grundlage des gesamten Pottermore-Einkaufserlebnisses.
Im ersten Halbjahr 2012 gingen Intershop und die in London ansässige Chapter Media eine Partnerschaft ein, um den E-Commerce-Markt in der Unterhaltungs- und Medienbranche verstärkt zu bedienen. Weitere Partnerschaften wurden mit der Javelin Group, Europas führendem Beratungsunternehmen und Systemintegrator für den Multi-Channel-Handel und E-Commerce, der schwedischen Sigma AB sowie dem US-E-Commerce-Spezialisten Shopatron vereinbart. Ziel der Partnerschaft mit Sigma ist die Vermarktung der Intershop-E-Commerce-Lösungen in Skandinavien. Bei der Shopatron-Kooperation bündeln die Partner ihre Kompetenzen im Multi-Channel-Vertrieb und beim Order-Management. Shopatron hat sich auf technische Lösungen zur Verknüpfung des Filialgeschäfts (stationärer Handel) mit dem Online-Handel spezialisiert und zählt über 1.000 Markenartikler zu seiner Kundschaft.
Zu den umsatzstärksten Bestandskunden von Intershop im Jahr 2012 zählten der US-Konzern HP, der Versandhändler Otto einschließlich Tochtergesellschaften, der australische Telekommunikationskonzern Telstra, GSI Commerce sowie Daimler, die Deutsche Telekom und die Merck-Gruppe.
Bei der regionalen Umsatzverteilung dominiert weiterhin Europa vor den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Intershop mit europäischen Kunden einen Umsatz von 31 Mio. Euro, was einer Steigerung von 13 % entspricht. Damit stieg der Anteil am gesamten Nettoumsatz auf 60 % nach 56 % im Vorjahr. In den USA erzielte Intershop eine Steigerung von 10 % auf 15,3 Mio. Euro, was einem Erlösanteil von rund 29 % entspricht. Die Umsätze in Asien-Pazifik waren rückläufig und kamen auf 5,5 Mio. Euro, ein Anteil von 11 % am Gesamterlös. Ursache für den Rückgang in dieser Region sind vor allem geringere Wartungserlöse mit dem Großkunden Telstra.
ERGEBNISENTWICKLUNG
In der folgenden Übersicht sind die wichtigsten Konzernergebnis-Kennzahlen dargestellt:
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| EBIT (in TEUR) | -594 | 2.627 | -123 % |
| EBIT-Marge | -1 % | 5 % | |
| EBITDA (in TEUR) | 1.754 | 4.514 | -61 % |
| EBITDA-Marge | 3 % | 9 % | |
| Konzernjahresergebnis (in TEUR) | -579 | 3.040 | -119 % |
Intershop hat im vergangenen Jahr ein Bruttoergebnis in Höhe von 17,4 Mio. Euro erzielt und damit 13 % weniger als 2011. Die Bruttomarge lag bei 34 % gegenüber 41 % im Vorjahr. Grund für den Rückgang sind Lizenzerlöse, die niedriger als erwartet ausfielen, höhere Abschreibungen auf die selbsterstellte Software sowie margenschwächere Beratungserlöse im Berichtszeitraum. Das operative Ergebnis vor Abzug der Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich von 4,5 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge kam auf 3 % gegenüber 9 % im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2012 lagen bei knapp 2,4 Mio. Euro. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) lag bei -0,6 Mio. Euro. Im Vorjahr war ein EBIT von 2,6 Mio. Euro angefallen. Der Nettoverlust belief sich ebenfalls auf -0,6 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro im Jahr 2011. Das Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) fiel von 0,10 Euro auf -0,02 Euro. Ursachen für den Verlust sind zum einen geringer als erwartete Umsatzerlöse, zum anderen höhere Kosten für die Markteinführung von Intershop 7 sowie Einmalaufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Vertriebs. Die Maßnahmen waren notwendig, um eine effiziente und zukunftsfähige Vertriebsstruktur zu etablieren. Insgesamt beliefen sich die Einmalaufwendungen auf 1,4 Mio. Euro. Korrigiert um diese Einmaleffekte betrug das operative Ergebnis 0,8 Mio. Euro.
Die Marketing- und Vertriebskosten erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,7 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung verringerten sich von 6,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,5 Mio. Euro. Hier machten sich die Fertigstellung der Intershop-7-Plattform mit höherer Aktivierung von Softwareentwicklungskosten sowie geringere Fremdarbeiten bemerkbar. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 12 % auf 5,9 Mio. Euro. Die saldierten betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich von 17,3 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro. Insgesamt lag die Betriebskostenquote mit 35 % auf dem Niveau des Jahres 2011. Gleiches gilt für das Finanzergebnis, das mit 0,09 Mio. Euro dem Vorjahreswert entsprach. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 0,07 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte Intershop von einer Steuererstattung in Höhe von 0,3 Mio. Euro profitiert.
Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag der AG belief sich auf 3,5 Mio. Euro in 2012 nach einem Jahresüberschuss von 0,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 3,1 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Zuschüsse der öffentlichen Hand betrugen wie im Vorjahr 0,5 Mio. Euro. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich um 7 % auf 9,3 Mio. Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich durch Neueinstellungen von Mitarbeitern, insbesondere im Forschungs- und Entwicklungsbereich und im Vertrieb, auf 23,1 Mio. Euro im Vergleich zu 20,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 12,5 Mio. Euro auf 13,8 Mio. Euro. Die sonstigen Zinserträge in Höhe von 0,2 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug -3,5 Mio. Euro nach 0,4 Mio. Euro in 2011. In 2012 belief sich der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 0,02 Mio. Euro nach einem Steuerertrag in Höhe von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt erhöhte sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 11,5 Mio. Euro gegenüber 7,9 Mio. Euro in 2011.
DARSTELLUNG DER VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanz von Intershop zeigt nach wie vor eine sehr solide Vermögenslage. Bei leichtem Rückgang der Bilanzsumme von 41,2 Mio. Euro auf 38,6 Mio. Euro stieg die Eigenkapitalquote von 69 % auf 71 %. Damit liegt das Unternehmen weit über dem Durchschnitt des deutschen Mittelstands. Unverändert weist die Konzernbilanz von Intershop keine Finanzverbindlichkeiten aus. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 27,6 Mio. Euro im Vergleich zu 28,2 Mio. Euro zum Vorjahresbilanzstichtag. Die langfristigen Schulden subsumierten lediglich Umsatzabgrenzungsposten in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich vor allem aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-15 % auf 4,8 Mio. Euro) und kurzfristiger Rückstellungen (-66 % auf 0,4 Mio. Euro) um insgesamt 12 % auf 10,2 Mio. Euro. Auf der Aktivseite stiegen die immateriellen Vermögenswerte von 9,7 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro, was primär auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten zurückzuführen ist. Die Sachanlagen erhöhten sich von 1,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro. Insgesamt lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 13,9 Mio. Euro um 18 % über dem Vorjahr. Dagegen reduzierten sich die kurzfristigen Vermögenswerte von 29,4 Mio. Euro auf 24,7 Mio. Euro. Hier schlug vor allem die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 19 % auf 9,6 Mio. Euro zu Buche. Die liquiden Mittel ohne Verfügungsbeschränkung zum 31. Dezember 2012 verringerten sich um 15 % auf 14,3 Mio. Euro. Insgesamt bleibt die Liquiditätslage der Gesellschaft komfortabel.
Intershop hat im Geschäftsjahr 2012 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 2,0 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag dieser bei 3,1 Mio. Euro. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich von 3,1 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro, insbesondere durch die gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 0,01 Mio. Euro nach 0,7 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2012 ein Nettoabfluss an liquiden Mitteln von 2,6 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des Berichtszeitraumes von 14,3 Mio. Euro.
Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft im handelsrechtlichen Jahresabschluss reduzierte sich um 11% auf 34,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012. Das Anlagevermögen erhöhte sich leicht von 11,6 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro durch den Zukauf von Sachanlagen. Das Umlaufvermögen sank im Wesentlichen durch niedrigere Forderungen auf Lieferungen und Leistungen (-14 % auf 6,9 Mio. Euro) sowie geringere Guthaben bei Kreditinstituten (-18 % auf 12,2 Mio. Euro) insgesamt um 17 % auf 22,3 Mio. Euro. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich von 2,2 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 1,3 Mio. Euro durch die Teilrückzahlung eines Darlehens einer Tochtergesellschaft. Das Eigenkapital reduzierte sich von 28,7 Mio. Euro auf 25,2 Mio. Euro durch einen erhöhten Bilanzverlust. Die Rückstellungen sanken um 13 % auf 4,4 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten um 11 % auf 3,9 Mio. Euro. Bei den Verbindlichkeiten entwickelten sich die erhaltenen Anzahlungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig. Den erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 1,5 Mio. Euro stehen entsprechende Aufträge in gleicher Höhe gegenüber.
Bei der Einzelgesellschaft reduzierten sich die flüssigen Mittel von 14,8 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro. Der Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Personalaufbau der letzten Jahre im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) ist vorerst abgeschlossen. Die Innovationszyklen im boomenden E-Commerce-Sektor haben sich deutlich verkürzt und der Wettbewerb hat sich verschärft. Mit dem erweiterten Team fühlt sich Intershop gut aufgestellt, seine Rolle als Branchenpionier zu verteidigen.
Mit Einführung der neuen Softwareplattform Intershop 7 sind die F&E-Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Rekordniveau von 2011 zurückgegangen. Die gesamten F&E-Ausgaben beliefen sich auf 7,9 Mio. Euro gegenüber 8,7 Mio. Euro im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Aktivierung von Softwareentwicklungskosten betrugen die F&E-Aufwendungen rund 4,5 Mio. im Vergleich zu 6,4 Mio. Euro im Vorjahr. Es erfolgte eine höhere Aktivierung von Softwareentwicklungskosten im Vergleich zum Vorjahr. Unter den F&E-Aufwendungen sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen erfasst. Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund des Ausbaus der Beschäftigtenzahl im Vorjahreszeitraum. Dagegen reduzierten sich die Fremdleistungen, da die Notwendigkeit der Einbindung zusätzlicher Partner für die Softwareentwicklung entfiel.
Der Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 lag nach wie vor auf der Weiterentwicklung des Kernprodukts Intershop 7, der nächsten Generation der Intershop-E-Commerce-Plattform, die im ersten Halbjahr 2012 in den weltweiten Vertrieb ging. Intershop 7 bietet mehr als 1.500 neue Features gegenüber dem Vorgängerprodukt Enfinity Suite und fungiert als Cross-Channel-Lösung für Internet, mobile Endgeräte, Call-Center und Point of Sale. Darüber hinaus entwickelte Intershop in Zusammenarbeit mit HP eine cloud-basierte Lösung für den Online-Handel als flexible, kosteneffiziente Alternative zu traditionellen Implementierungen.
Das Ergebnis der kontinuierlichen Entwicklungsarbeit sind zahlreiche Verbesserungen und innovative Anwendungen vor allem in den Bereichen Multichannel, Internationalisierung sowie Kampagnen-Management und Analyse. Ende November 2012 wurden mit der neuesten Version Intershop 7.2 die Instrumente für kundenspezifische Werbekampagnen noch einmal erweitert. So können Multi-Channel-Händler ihre On- und Offline-Promotions noch besser steuern und verknüpfen und das Design und Layout ihrer Shops schneller und flexibler anpassen. Die neue Software basiert auf einer umfangreichen Marktanalyse sowie Interviews mit über 150 E-Commerce-Verantwortlichen. Darüber hinaus flossen in das Projekt zusätzlich die Erfahrungen unserer strategischen Partner ein. Der Ausbau des Partnernetzwerks ist auch für den Bereich Forschung & Entwicklung von zentraler Bedeutung. Künftig wird der Austausch mit den Partnern deutlich intensiviert, um für den Kunden kontinuierlich Best-in-Class-Lösungen bereitzuhalten.
PERSONAL
Intershop beschäftigte zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2012 weltweit insgesamt 530 Mitarbeiter (Vorjahr: 470 Mitarbeiter). Davon entfielen 426 Fachkräfte auf die Technische Bereiche, darunter insbesondere F&E und Beratung, 52 Mitarbeiter auf Vertrieb und Marketing sowie 52 Mitarbeiter auf die Verwaltungsfunktionen. Den größten Zuwachs verbuchten mit 42 zusätzlichen Fachkräften die Technische Bereiche, im Vertrieb kamen 14 Mitarbeiter hinzu, die Verwaltung wurde um vier Mitarbeiter erweitert. Der Schwerpunkt des Personalausbaus wird künftig im Vertriebs- und Marketingbereich liegen, wobei die Steigerung der Beschäftigtenzahl in den nächsten Jahren deutlich moderater ausfallen wird.
Der Wettbewerb um hochqualifizierte IT-Fachkräfte ist unverändert groß. Deshalb setzt das Unternehmen bei der Anwerbung von Fachkräften vor allem auf die Kooperation mit den Forschungseinrichtungen und entsprechenden Lehrstühlen anerkannter Hochschulen, um sich möglichst frühzeitig talentierte Nachwuchskräfte zu sichern. Darüber hinaus ist Intershop auf Hochschul- und Absolventenmessen deutschlandweit regelmäßig vertreten. Insgesamt verfügt Intershop über eine besonders junge Belegschaft mit einem Durchschnittsalter von 35,6 Jahren. Der Anteil an Hochschulabsolventen an der Gesamtbelegschaft liegt bei 77 %. Neueinsteigern werden Mentoren an die Seite gestellt; zusätzlich gibt es ein spezielles Einarbeitungsprogramm. Intershop bietet seinen Mitarbeitern individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten und setzt verstärkt auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Mit 17 % Frauenanteil bei den Führungskräften präsentiert sich Intershop weit über dem Durchschnitt von IT-Unternehmen. Intershop achtet durch flexible Arbeitszeitmodelle auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bietet seinen Mitarbeitern Möglichkeiten zur betrieblichen Altersvorsorge. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung wird bei Intershop großgeschrieben, mit modernen ergonomischen Arbeitsplätzen und viel Raum für soziale Interaktion. Nicht umsonst zählt Intershop in Umfragen regelmäßig zu den beliebtesten Arbeitgebern der Branche.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr:
Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte)
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Technische Abteilungen (Servicebereiche und F&E-Bereich) | 426 | 384 |
| Vertrieb und Marketing | 52 | 38 |
| Allgemeine Verwaltung | 52 | 48 |
| 530 | 470 |
Die regionale Verteilung der Mitarbeiter zeigt nur geringe Veränderungen gegenüber dem Jahresultimo 2011. Am 31. Dezember 2012 waren 92 % der Beschäftigten (488 Mitarbeiter) in Europa tätig, ein Jahr zuvor waren es 94 % (443 Mitarbeiter). Auf die Niederlassung in San Francisco, USA, entfielen unverändert 5 % (Ausbau von 21 auf 26 Mitarbeiter). Der Anteil der asiatisch-pazifischen Region erhöht sich von 1 % auf 3 % (Erhöhung von 6 auf 16 Mitarbeiter).
Die AG als Einzelgesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 418 Mitarbeiter (31. Dezember 2011: 384 Mitarbeiter).
VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Im Geschäftsjahr 2012 gab es bei der INTERSHOP Communications AG drei Organänderungen, eine im Aufsichtsrat und zwei weitere im Vorstand.
Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 26. Januar 2012 Bob van Dijk, Vice President eBay Europe, zum Aufsichtsratsmitglied der INTERSHOP Communications AG mit Wirkung zum 1. Februar 2012 bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied James MacIntyre hat sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 30. Mai 2012 wurde Bob van Dijk als Aufsichtsratsmitglied für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 Beschluss fasst, gewählt.
Mit Wirkung zum 1. April 2012 gab es einen Wechsel im Vorstand. Das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Ludger Vogt hat zum 1. April 2012 sein Mandat mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Zum 1. April 2012 trat Herr Jochen Moll sein Amt als Mitglied und Sprecher des Vorstands an. Er verantwortet die Ressorts Vertrieb, Marketing und Consulting.
Mit Wirkung zum 30. September 2012 legte Heinrich Göttler im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Amt als Vorstand der Gesellschaft nieder. Sein Ressort Produktbereiche und New Services wird zunächst von den Vorstandsmitgliedern Ludwig Lutter und Jochen Moll gemeinsam übernommen.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung Vorstand
Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist an unterschiedliche jährliche und mehrjährige quantitative und qualitative Ziele gebunden, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele, die eine größere Gewichtung haben, sind das Konzern-EBIT, der Konzernumsatz und der Aktienkurs. Qualitative Ziele beziehen sich auf strategische Vorgaben.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich auf 752 TEUR (2011: 880 TEUR), davon entfielen 620 TEUR (2011: 624 TEUR) auf die feste Vergütung und 132 TEUR (2011: 256 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die festen Vergütungsbestandteile umfassen 588 TEUR Festgehalt und 32 TEUR Nebenleistungen (2011: 582 TEUR Festgehalt, 42 TEUR Nebenleistungen).
Die Bezüge teilen sich wie folgt auf die Vorstandsmitglieder auf:
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| Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Gesamtbezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ludwig Lutter | 212 | 159 | 45 | 56 | 257 | 216 |
| Jochen Moll (ab 01.04.2012) | 195 | - | 68 | - | 263 | - |
| Dr. Ludger Vogt (bis 01.04.2012) | 53 | 201 | 6 | 100 | 60 | 301 |
| Heinrich Göttler (bis 30.09.2012) | 159 | 212 | 12 | 100 | 172 | 312 |
| in 2011 ausgeschiedener Vorstand | - | 52 | - | 0 | - | 52 |
| 620 | 624 | 132 | 256 | 752 | 880 |
Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Aktienoptionen der Gesellschaft besitzt kein Vorstandsmitglied.
Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) enden die Vorstandsmandate. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Mit den Vorstandsmitgliedern wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart, das eine von der Gesellschaft zu zahlende Entschädigung für ein Jahr vorsieht. Die Entschädigung umfasst 75 % der zuletzt bezogenen (Grund-)Vergütung ausschließlich Nebenleistungen. Die Entschädigungszahlung entfällt, wenn Intershop auf das Wettbewerbsverbot innerhalb einer bestimmten Frist verzichtet. Die Vorstandsverträge beinhalten im Krankheitsfall einen Anspruch auf sechsmonatige Fortzahlung der festen Grundbezüge bis maximal zum Ende der Laufzeit der Verträge. Im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds haben die Hinterbliebenen einen Anspruch auf die feste monatliche Grundvergütung für den Sterbemonat sowie für die sechs folgenden Monate. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.
Mit dem Vorstandsmitglied Dr. Ludger Vogt, das mit Wirkung zum 1. April 2012 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat als Vorstand ausschied, wurde eine vertragliche Vereinbarung über die vorzeitige Beendigung seines Vorstandsdienstvertrages getroffen. Die Vereinbarung beinhaltet die Zahlung einer Abfindung in Höhe von 464 TEUR im Geschäftsjahr 2012 zur Abgeltung aller Ansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages; das nachvertragliche Wettbewerbsverbot aus dem Vorstandsvertrag wurde einvernehmlich aufgehoben.
Mit dem Vorstandsmitglied Heinrich Göttler, der mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2012 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Mandat als Vorstand der Gesellschaft niederlegte, wurde eine Vereinbarung getroffen, die eine Freistellung unter Fortzahlung seiner festen Vergütung inklusive Nebenleistungen und der variablen Vergütung über die Restlaufzeit seines Dienstvertrages vorsieht. Zusätzlich steht Herr Göttler der Gesellschaft als Berater über einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung. Weiterhin besteht ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot über einen bestimmten Zeitraum, für das Herr Göttler eine Karenzentschädigung in Höhe von 75 % der zuletzt bezogenen Leistungen ohne Nebenleistungen und variable Vergütung erhält. Insgesamt beträgt der von Intershop zu zahlende Maximalbetrag aus dieser Vereinbarung 369 TEUR. Im Geschäftsjahr 2012 wurden davon 72 TEUR ausbezahlt und 297 TEUR als Rückstellung gebildet, welche in 2013 in Anspruch zu nehmen sind.
Vergütung Aufsichtsrat
Die Vergütung des Aufsichtsrats beinhaltet fixe und variable Bestandteile. Die fixe Vergütung besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12.500 Euro pro Jahr sowie einem Sitzungsgeld von 2.500 Euro pro Sitzung bzw. in Höhe von 500 Euro, sofern anstelle einer Sitzung eine Telefonkonferenz abgehalten wird. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung, sofern das im gebilligten Konzernabschluss ausgewiesene Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr positiv war und festgelegte quantitative Ziele erreicht wurden: 5.000 Euro werden jeweils gewährt, wenn a) das Vorjahres-EBIT erreicht wird, b) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 % gesteigert wurde, c) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % gesteigert wurde sowie d) bei einer Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich ergebenden fixen und variablen Vergütung. Gehören Aufsichtsratsmitglieder nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat an, erhalten sie eine zeitanteilige Vergütung. Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt.
Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2012 eine Gesamtvergütung in Höhe von 113 TEUR (2011: 161 TEUR) zu, davon entfielen 113 TEUR (2011: 101 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2011: 60 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Der Vergütungsanspruch teilt sich wie folgt auf die Aufsichtsratsmitglieder auf:
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| Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Gesamtbezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Herbert May | 65 | 53 | 0 | 30 | 65 | 83 |
| Tobias Hartmann | 24 | 11 | 0 | 8 | 24* | 19* |
| Bob van Dijk | 23 | - | 0 | - | 23* | - |
| James W. MacIntyre | 1 | 24 | 0 | 15 | 1* | 39* |
| in 2011 ausgeschiedener Aufsichtsrat | - | 13 | - | 8 | - | 21* |
| 113 | 101 | 0 | 60 | 113 | 161 |
* Das Aufsichtsratsmitglied verzichtete auf seine ihm nach der Satzung zustehende Aufsichtsratsvergütung.
Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann, Bob van Dijk sowie James W. MacIntyre verzichteten auf ihre Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 48 TEUR. Infolge dieser Verzichte belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2012 auf 65 TEUR (2011: 83 TEUR). Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann, James W. MacIntyre und Michael R. Conn verzichteten auf ihre Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von insgesamt 78 TEUR.
RISIKOBERICHT
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Dazu wurde ein Risikohandbuch mit der Beschreibung des Risikomanagementsystems erstellt, welches regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Regelmäßig (mindestens quartalsweise) wird der Vorstand vom ernannten Risikomanager des Unternehmens über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentral. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Neu erkannte oder veränderte Risiken werden zeitnah an den Vorstand gemeldet. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen. Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert.
Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.
Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird eine jährliche (mit quartalsweiser Aktualisierung) Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen die Relevanzskala und die Risikoeigner festgelegt, bereits identifizierte Risiken überprüft sowie neue Risiken erfasst werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP zurückgegriffen. Wenn möglich oder sinnvoll werden alle Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und, soweit möglich, Schadenshöhe bewertet. Der Umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern.
Intershop hat im Zug der Risikoinventuren in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.
UMFELDRISIKEN UND BRANCHENRISIKEN
Intershop agiert als führender Anbieter innovativer E-Commerce-Lösungen in einem sehr dynamischen Markt. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. Prinzipiell besteht das Risiko, dass Intershop Produkte und Dienstleistungen anbietet, die nicht den Kundenbedürfnissen und Markterwartungen entsprechen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien anzubieten, kann dies zu einer zukünftigen negativen Umsatzentwicklung führen, weil Kunden zu Wettbewerbern wechseln und die Neukundengewinnung erschwert wird. Intershop begegnet diesem Risiko durch eine ständige Marktbeobachtung und Analyse der Kundenbedürfnisse in Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Marktanalysten. So wurde die neue Intershop-Software Intershop 7 in Zusammenarbeit mit Partnern sowie auf Basis einer Marktuntersuchung in Kooperation mit 150 Online-Händlern weltweit entwickelt. Eine unabhängige Studie im Auftrag von Intershop untersuchte in 2012 Herausforderungen für europäische Händler.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem Lösungsanbieter für Businessmodelle im E-Commerce.
Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei ist die Kundenbindung ein sehr wichtiger Faktor. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop besser beherrschbar.
Hinsichtlich der Intershop-Software besteht ein für Software typisches Produktmangelrisiko. Durch Fehler in der Entwicklung kann es möglich sein, dass das Produkt mangelhaft ist und insbesondere hinsichtlich Produktsicherheit nicht den Kunden- und Marktanforderungen entspricht. Produktmängel könnten zu einer potentiellen oder tatsächlichen Beeinträchtigung des Betriebs beim Kunden führen und bei schweren Mängeln die Akzeptanz der Produkte von Intershop erheblich mindern. Für Intershop fielen in Folge dessen Zusatzkosten zur Mängelbeseitigung und/oder Kosten für mögliche juristische Auseinandersetzungen/Schadensersatz beim Kunden an. Außerdem ist ein Umsatzrückgang möglich. Das Risiko wird jedoch als gering angesehen, weil ein aufwendiger Qualitätssicherungsprozess die Möglichkeit des Auftretens unerkannter Produktfehler minimiert.
Auch die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potentielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Dies ist vor allem im außereuropäischen Ausland der Fall, wenngleich auch im Jahr 2012 sowohl in den USA als auch in der asiatisch-pazifischen Region neue Aufträge gewonnen wurden. Intershop begegnet diesem Risiko mit einem Ausbau der Mitarbeiterzahl in den Auslandsmärkten sowie einem Netz an internationalen Vertriebspartnern, die mit unterschiedlichsten Vertriebs- und Werbemaßnahmen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke Intershop beitragen.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch eine ineffiziente Vertriebsorganisation, die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden oder nicht-zielführende Marketingaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, erweiterte Vertriebsstruktur und verstärkte Schulungsmaßnahmen entgegengesteuert, sodass ein Risiko hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.
Aufgrund der Komplexität der Produkte gestaltet sich der Vertrieb über Partner als anspruchsvoll. Intershop setzt vor allem in ausländischen Märkten zwangsläufig auf Vertriebspartner, da der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen zu hohe Kosten nach sich zieht. Um Risiken aus einer fehlerhaften Beratung potentieller Kunden durch Partner zu vermeiden, setzt Intershop auf gezielte Schulungen und einen Auswahlprozess der Partner, der einem umfangreichen Anforderungskatalog genügen muss.
PERSONALRISIKEN
Die Leistungen und das Know-how der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Dabei besteht insbesondere bei Personal in Schlüsselpositionen das Risiko, dass das spezifische Wissen dieser Mitarbeiter bei einem Wechsel zu einem Wettbewerbsunternehmen dort eingesetzt wird. Ferner ist es grundsätzlich schwieriger, diese Mitarbeiter zu ersetzen. Ein Verlust von Schlüsselpersonen könnte die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg von Intershop verringern. Durch den Einsatz eines modernen Personalmanagements mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen in Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur und flachen Hierarchien wird diesen Risiken entgegengewirkt. Intershop hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die genannten Maßnahmen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter und auch durch ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, so dass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.
INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN
Die Geschäftsprozesse bei Intershop basieren auf Informationstechnologien. Dabei besteht ein typisches inhärentes Datenverlustrisiko. Ferner ist Intershop dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Zusätzlich besteht das Risiko, das Informationen an Wettbewerber abfließen, die ihnen Wettbewerbsvorteile schaffen. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit sowie Datensicherungsverfahren weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Sicherheitsrichtlinien und Sicherheitsprozesse werden regelmäßig aktualisiert. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Risiko realisiert, daher als gering ein.
Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Intershop hat aktuell eine hohe Liquiditätsbasis und finanzielle Stärke, um Risiken tragen zu können. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken werden getroffen.
Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es wird hierzu zusätzlich auf den Konzernanhang, Abschnitt "Angaben zu den Finanzinstrumenten" verwiesen.
SONSTIGE RISIKEN
Mit Intershop 7 führt Intershop alternativ ein neues Lizenzmodell ein: eine Miete der Software auf Basis der Anzahl der Transaktionen. Dieses transaktionsbasierte Preismodell orientiert sich an den Kennzahlen und der Denkweise des Kunden. Es bedeutet aber für Intershop, dass sich im Vergleich zum Lizenzkaufmodell die Umsätze mit dem jeweiligen Kunden über mehrere Jahre strecken, was zu einem Lizenzumsatzeinbruch in der Einführungsphase führen könnte, sofern sich eine große Anzahl von Intershop-7-Kunden für dieses Modell entscheidet. Im Gegenzug würde Intershop in den Folgejahren von den zeitlich verschobenen Lizenzeinnahmen sowie von einer noch stärkeren langfristigen Kundenbindung profitieren. Zusätzlich können aus dem neuen Modell Risiken aus der Umsatzbestimmung resultieren. Außerdem besteht ein strategisches Risiko für Intershop, wenn der Kunde dauerhaft niedrige oder sinkende Umsätze bzw. Transaktionen hat. Intershop versucht das Risiko durch vertragliche Vereinbarungen über garantierte Mindestumsätze sowie vorab festgelegte Transaktionsvolumina zu minimieren.
Das Tochterunternehmen TheBakery GmbH befindet sich in der Entwicklungsphase. Die Abdeckung der entstehenden Kosten wird durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es TheBakery GmbH nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze sowie zusätzliche Kosten. Intershop begegnet diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, welche von Marketingmaßnahmen flankiert werden, sowie durch Erweiterung des TheBakery-Produktportfolios.
Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass, über die im Konzernanhang angegebenen Rechtsstreitigkeiten hinaus, aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Diese Risiken werden zudem durch Versicherungen abgesichert bzw. es wurden vorsorglich Rückstellungen gebildet. Es wird auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/ Eventualverbindlichkeiten" verwiesen.
Dritte könnten Intershop der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, wie zum Beispiel Patenten oder Urheberrechten, bezichtigen und Schadenersatzforderungen geltend machen oder auch versuchen, den Vertrieb der Intershop-Software zukünftig zu beschränken. Dies gilt vornehmlich für die Staaten, in denen Softwareverfahrenspatente existieren. Intershop prüft zur generellen Risikominimierung daher insbesondere und regelmäßig die Einhaltung von Lizenzbestimmungen Dritter bereits im Entwicklungsprozess.
Intershop erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes mit Großkunden. Damit besteht das Risiko, dass der Verlust eines oder mehrerer Großkunden einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Intershop sieht dieses Risiko jedoch als sehr gering an, da seitens der Kunden eine hohe zeitliche und finanzielle Wechselhürde besteht. Zudem wird das Risiko durch langfristige Verträge und eine breite Kundenbasis, die gute Kompensationsmöglichkeiten bietet, zusätzlich minimiert. Darüber hinaus erfolgt permanent eine systematische Projektanalyse um im Bedarfsfall bei Planabweichungen frühzeitig reagieren zu können. Für das entsprechende Projekt wird vor Projektstart ein Projektplan mit Aufwandsschätzung erstellt. Während des Projektes werden die Schätzungen und Projektfortschritte regelmäßig überprüft. Das Projektcontrolling ermittelt mögliche Abweichungen hinsichtlich Aufwand, Umsatz und Marge, Projektdauer bzw. Erreichung bestimmter Meilensteine und schlägt bei Abweichungen mögliche Gegenmaßnahmen vor.
Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es unmöglich werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.
CHANCEN
Intershop agiert in einem sehr dynamischen und wachsenden Marktumfeld. Im E-Commerce-Sektor ergeben sich ständig neue Chancen. Diese zu identifizieren und zu nutzen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen, ist ein wesentlicher Treiber für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens. Deshalb sind bei Intershop das Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Das Chancenmanagement ist Teil des strategischen Planungsprozesses bei Intershop -hier werden regelmäßig interne und externe Potenziale evaluiert, die sich positiv auf die Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Unternehmens auswirken können.
Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Intershop-Kunden haben eine hohe Zufriedenheit, wie regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen. Daraus können sich auch kurzfristige und außerhalb von Wettbewerbsverfahren nennenswerte Nachfolgeaufträge ergeben. Die Kundenstruktur von Intershop mit einem hohen Umsatzanteil von Großkunden bietet die Chance, ohne erneuten Akquise-Aufwand auch weitere Umsätze mit diesen Kunden zu realisieren, da sie aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln. Als Pionier der Branche mit der längsten Erfahrung im Marktsegment hat Intershop den Ruf, ein besonders verlässlicher Projektpartner zu sein, der auch unter schwierigen Voraussetzungen Projekte in Time und Budget zum Erfolg führt. Dies kann zu kurzfristigen Kundengewinnen führen, insbesondere wenn Kunden zuvor mit anderen Anbietern in einem Projekt gescheitert sind. Weiterhin sieht das Unternehmen erhebliche Chancen in einer forcierten Optimierung der Vertriebs- und Partnerstruktur und der Erweiterung der Vertriebsgebiete.
GESAMTRISIKOPOSITION
Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Der Intershop-Konzern ist entsprechend der Vorstandressorts gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung.
Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt, welche regelmäßig überprüft und wenn notwendig angepasst wird. Die Genehmigungsrichtlinie beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren Umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Es sind Angaben über finanzielle und bilanzielle Auswirkungen sowie Budgeteffekte darzulegen und Alternativen (z. B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Genehmigungsrichtlinie existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. Diese werden ebenfalls regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. In den mindestens wöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.
Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften durch Buchhaltungssysteme erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf eine Tochtergesellschaft, von der zentralen Finanzabteilung im SAP-System der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt mit einer zentralen Konsolidierungssoftware. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Vom Konzerncontrolling werden monatlich Detailauswertungen erstellt, um die Entwicklung des Konzerns, der Einzelgesellschaften sowie der Kostenstellen und Profitcenter aufzuzeigen. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt auch die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts.
ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 HGB BZW. § 315 ABSATZ 4 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30.183.484 Euro und ist eingeteilt in 30.183.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die GSI Commerce Solutions Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist zum Bilanzstichtag mit 26,14 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die GSI Commerce Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,14 % an der INTERSHOP Communications AG beteiligt. Die eBay Inc., San Jose, Kalifornien, USA, hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,14 % der Stimmrechtsanteile an der INTERSHOP Communications AG. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen zum Bilanzstichtag am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden der INTERSHOP Communications AG nicht mitgeteilt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden Arbeitnehmer nicht am Kapital beteiligt, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.
Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letztgenannter Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen Umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen. Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang, Abschnitt "Eigenkapital" bzw. auf den Anhang der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft.
Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB
Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum vom 19. Februar 2013 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese zusammen mit dem Bericht über die Unternehmensführung (Corporate-Governance-Bericht) auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung öffentlich zugänglich gemacht.
ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat rein vorsorglich für das Geschäftsjahr 2012 einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG aufgestellt. In diesem Bericht werden auch die Beziehungen zu GSI Commerce Solutions Inc. dargestellt. Der Vorstand geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von dem Bestehen eines Abhängigkeitsverhältnisses zur GSI Commerce Solutions Inc. aus. Der Vorstand ist sich jedoch bewusst, dass diese Einschätzung von Unwägbarkeiten und Unsicherheiten abhängt, insbesondere von der Prognose zukünftiger Hauptversammlungsmehrheiten, die sich nicht sicher vorhersehen lassen. Daher wurde der Abhängigkeitsbericht vorsorglich und freiwillig erstattet. Er enthält die folgende Schlusserklärung:
"Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat für die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die genannten Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum weder getroffen noch unterlassen."
NACHTRAGSBERICHT
Die Gesellschaft veröffentlichte gemäß §15a WpHG, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Herbert May am 25. Februar 2013 10.000 Intershop-Aktien im Gesamtwert von 18.200 Euro und der Vorstandssprecher Jochen Moll am 1. März 2013 10.000 Intershop-Aktien im Gesamtwert von 19.270 Euro gekauft haben.
PROGNOSEBERICHT
RAHMENBEDINGUNGEN
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner jüngsten Prognose mit einer schrittweisen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2013. Allerdings wird für die Eurozone auch im laufenden Jahr noch eine leichte Rezession mit einer Reduzierung der Wirtschaftsleistung um 0,2 % erwartet. In 2014 wird dann ein Turnaround auf 1,0 % prognostiziert. Für die USA wird mit einem leicht reduzierten Wachstumstempo von 2,0 % gerechnet, während für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Zuwachs von 5,5 % veranschlagt wird. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins Jahr 2013. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar 2013 zum dritten Mal in Folge gestiegen. Der Wert für die Zukunftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft hat sich ebenfalls verbessert und liegt so hoch wie seit Mai 2012 nicht mehr. Insgesamt zeigt sich die Wirtschaft optimistischer als die Politik. Im Jahreswirtschaftsbericht 2013 geht die Bundesregierung nur von einem Wachstum von 0,4 % aus und kürzt damit ihre Prognose vom Herbst 2012.
Der Wachstumstrend im E-Commerce-Sektor ist ungebrochen. Der Handel über das Internet ist zu einem bedeutenden Standbein der Wirtschaft avanciert, von dem nicht nur Markenartikler profitieren. So hat beispielsweise die Deutsche Post Tochter DHL dank des Booms im Online-Handel im letzten Jahr so viel Pakete ausgeliefert wie noch nie. Noch beträgt der Anteil der über das Internet erzielten Erlöse nur rund 7,5 % der gesamten Einzelhandelsumsätze in Deutschland. Doch alle Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass dieser Anteil zumindest in den kommenden zehn Jahren weiter steigen wird. Auch international wird für 2013 von einem kräftigen Wachstum ausgegangen. Nach Angaben der Analysten von Goldman Sachs erreicht das weltweite Online-Handelsvolumen im kommenden Jahr knapp die Marke von einer Billion USD (+17 %), wobei Asien mit 323 Mrd. USD zum größten Internetmarkt der Welt avanciert. Für Europa prognostiziert Goldman Sachs ein Volumen von 283 Mrd. USD und damit einen Anteil von rund 29 % am globalen Online-Handel und für die USA ein Volumen von 253 Mrd. USD.
Eines der wichtigsten Themen im Jahr 2013 bleibt die intelligente Verknüpfung von On- und Offlinekanälen. Einzelhändler, die nicht auf den Onlinevertrieb setzen, verlieren zunehmend Marktanteile. Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt spricht von einem "neuen Handelskrieg" zwischen klassischen Einzelhändlern und der wachsenden Zahl an Onlineshops. Branchenverbände erwarten eine weitere Verschmelzung und Integration der Vertriebs- und Marketingkanäle. Kunden wollen künftig selbst entscheiden, wann, wo und wie sie einkaufen, daher wird die Omnipräsenz der Anbieter ein entscheidendes Kriterium für den Verkaufserfolg. Nach Prognosen des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. wächst der Online-Handel in Deutschland im Jahr 2013 um 14 % auf 33,6 Mrd. Euro. Davon entfallen nach BVDW-Angaben 4,3 Mrd. Euro auf den Bereich M-Commerce.
Der deutsche IT-Markt wird nach Prognosen von BITKOM im laufenden Jahr ebenfalls weiter zulegen. Das erwartete Volumen von 74,9 Mrd. Euro liegt um 2,9 % über dem Umsatz des Jahres 2012. Besonders zuversichtlich sind die Anbieter von IT-Dienstleistungen und Software. Acht von zehn Unternehmen (81 bzw. 79 Prozent) gehen laut BITKOM von Umsatzsteigerungen im Jahr 2013 aus. Auch für Europa insgesamt wird ein wachsender IT-Markt prognostiziert. Nach Einschätzung der European Information Technology Observatory (EITO) steigt das Umsatzvolumen in 2013 um 2,8 % auf 330 Mrd. Euro.
UNTERNEHMENSAUSBLICK
Die hohe Marktdynamik, aber auch der verschärfte Wettbewerb um große Mandate mit zum Teil erheblichen Preisnachlässen von oftmals defizitären Wettbewerbern machen es für Intershop schwierig, Vorhersagen zum eigenen Geschäftsverlauf zu treffen. Die Unwägbarkeiten und Projektverzögerungen haben im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die Gesellschaft ihre Prognose im dritten Quartal 2012 senken musste. Im Lizenzbereich hat Intershop im vergangenen Jahr sein Ziel einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr nicht erreicht. Die Markteinführung unserer innovativen E-Commerce-Plattform Intershop 7 hat zu ersten Akquisitionserfolgen geführt, einige Projekte sind in der Pipeline. Die neue Software hat mehr Neuerungen als jedes andere Release-Update der Intershop-Standardsoftware in der Historie. Sie untermauert den Anspruch der Technologie- und Marktführerschaft von Intershop. Jetzt gilt es, die technische Überlegenheit in weitere Mandate umzumünzen.
Vor diesem Hintergrund hat das Management eine grundlegende Neuausrichtung des Vertriebs vorgenommen. Insbesondere der Ausbau des Partnernetzwerks zählt zu den wichtigsten Unternehmenszielen von Intershop. Insgesamt sieht das Intershop-Management in der Partnerstrategie einen wichtigen Baustein, die Technologieplattform des Unternehmens vor allem außerhalb Europas schneller auf den Markt zu bringen und Produktinnovationen kurzfristiger umzusetzen.
Das Beratungsgeschäft hat sich im letzten Jahr planmäßig entwickelt, wenngleich die Marge unter dem Durchschnitt der Vorjahre lag. Hier ist mit einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung zu rechnen. Für den Bereich Wartung, der im vergangenen Jahr an Umsatz verloren hat, wird aufgrund von Nachlaufeffekten für 2013 noch eine leichte Reduzierung prognostiziert. Für die Sonstigen Erlöse erwartet Intershop eine Fortsetzung des deutlichen Wachstums sowohl durch das Full-Service-Geschäft als auch durch steigende Umsätze mit der TheBakery-Plattform. Im Online Marketing rechnet der Vorstand ebenfalls mit weiter steigenden Erlösen bei der Tochter SoQuero. Durch die Auswirkungen von Vertriebsmaßnahmen wird im Lizenzbereich wieder von steigenden Umsätzen in 2013 ausgegangen.
GESAMTAUSSAGE FÜR 2013 UND 2014
Basierend auf den Annahmen für die jeweiligen Geschäftsbereiche erwartet Intershop auf Konzernebene und für die Einzelgesellschaft in 2013 eine Steigerung der Nettoerlöse im einstelligen Prozentbereich. Aufgrund der steigenden Investitionen in den Bereichen Vertrieb und Marketing geht Intershop von einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013 aus. Für das Jahr 2014 prognostiziert Intershop weiter steigende Nettoumsätze bei einem positiven operativen Ergebnis.
Jena, den 11. März 2013
Der Vorstand
Jochen Moll
Ludwig Lutter
Konzernabschluss
Konzernbilanz
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang Nr. | 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2011 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (1) | 11.618 | 9.741 |
| Sachanlagen | (2) | 1.380 | 1.098 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (4) | 26 | 24 |
| Latente Steuern | (21) | 895 | 895 |
| 13.919 | 11.758 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (3) | 9.613 | 11.794 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | (4) | 726 | 676 |
| Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung | (5) | 65 | 67 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (5) | 14.314 | 16.884 |
| 24.718 | 29.421 | ||
| SUMME AKTIVA | 38.637 | 41.179 |
PASSIVA
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| Anhang Nr. | 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2011 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (6) | 30.183 | 30.171 |
| Kapitalrücklage | (6.1) | 7.751 | 7.753 |
| Andere Rücklagen | (6.2) | -10.322 | -9.705 |
| 27.612 | 28.219 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (11) | 0 | 78 |
| Umsatzabgrenzungsposten | (10) | 878 | 1.344 |
| 878 | 1.422 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (11) | 352 | 1.029 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (7) | 4.771 | 5.580 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | (8) | 412 | 579 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (9) | 2.794 | 2.763 |
| Umsatzabgrenzungsposten | (10) | 1.818 | 1.587 |
| 10.147 | 11.538 | ||
| SUMME PASSIVA | 38.637 | 41.179 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
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| in TEUR | Anhang Nr. | 1. Januar bis 31. Dezember 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Bruttoumsatzerlöse | (12) | ||
| Lizenzen | 5.278 | 5.500 | |
| Serviceleistungen, Wartung und Sonstige | 51.447 | 49.878 | |
| 56.725 | 55.378 | ||
| Mediakosten | (13) | -4.959 | -6.222 |
| Nettoumsatzerlöse | (12) | ||
| Lizenzen | 5.278 | 5.500 | |
| Serviceleistungen, Wartung und Sonstige | 46.488 | 43.656 | |
| 51.766 | 49.156 | ||
| Herstellungskosten | (14) | ||
| Lizenzen | -1.928 | -1.118 | |
| Serviceleistungen, Wartung und Sonstige | -32.473 | -28.072 | |
| -34.401 | -29.190 | ||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 17.365 | 19.966 | |
| Betriebliche Aufwendungen und Erträge | |||
| Forschung und Entwicklung | (15) | -4.542 | -6.389 |
| Vertrieb und Marketing | (16) | -8.383 | -6.663 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (17) | -5.898 | -5.252 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (18) | 1.149 | 1.676 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (19) | -285 | -711 |
| -17.959 | -17.339 | ||
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -594 | 2.627 | |
| Zinserträge | (20) | 86 | 92 |
| Zinsaufwendungen | -2 | -2 | |
| Finanzergebnis | 84 | 90 | |
| Ergebnis vor Steuern | -510 | 2.717 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (21) | -69 | 323 |
| Ergebnis nach Steuern | -579 | 3.040 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen: | |||
| aus Währungsumrechnung | -38 | -143 | |
| Gesamtergebnis | -617 | 2.897 | |
| Vom Ergebnis nach Steuern entfallen auf: | |||
| Aktionäre der INTERSHOP Communications AG | -579 | 3.040 | |
| Vom Gesamtergebnis entfallen auf: | |||
| Aktionäre der INTERSHOP Communications AG | -617 | 2.897 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) | (22) | -0,02 | 0,10 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) | (22) | -0,02 | 0,10 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 30.180 | 30.180 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 30.180 | 30.213 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| Anhang | 1. Januar bis 31. Dezember | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Nr. | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||
| Ergebnis vor Steuern | -510 | 2.717 | |
| Anpassungen zur Überleitung Periodenergebnis | |||
| Finanzergebnis | -84 | -90 | |
| Abschreibungen | 2.348 | 1.886 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -15 | 183 | |
| Veränderung der operativen Vermögenswerte und Schulden | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.190 | -3.854 | |
| Sonstige Vermögenswerte | -346 | 441 | |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -1.521 | 2.417 | |
| Umsatzabgrenzungsposten | -206 | -1.049 | |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT VOR ERTRAGSSTEUERN UND ZINSEN | 1.856 | 2.651 | |
| Erhaltene Zinsen | 86 | 92 | |
| Gezahlte Zinsen | -2 | -2 | |
| Erhaltene Ertragsteuern | 66 | 320 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -10 | 0 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.996 | 3.061 | |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | |||
| Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung | 2 | 389 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -3.604 | -2.634 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 2 | 0 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen ohne Aktivierung von Finanzierungsleasing | -905 | -870 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.505 | -3.115 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus der Ausgabe von Stammaktien | 26 | 732 | |
| Kosten aus der Ausgabe von Stammaktien | -16 | -41 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 10 | 691 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands | -71 | -143 | |
| Netto-Veränderung der liquiden Mittel | -2.570 | 494 | |
| Liquide Mittel zu Beginn des Berichtszeitraumes | (5) | 16.884 | 16.390 |
| Liquide Mittel am Ende des Berichtszeitraumes | 14.314 | 16.884 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| Andere Rücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stammaktien (Anzahl Aktien) |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Umstellungs- rücklage |
Kumulierte Gewinne/ Verluste |
Kumulierte Währungs- differenzen |
Summe Eigen- kapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2012 | 30.170.984 | 30.171 | 7.753 | -93 | -11.890 | 2.278 | 28.219 |
| Gesamtergebnis | -579 | -38 | -617 | ||||
| Ausgabe neuer Aktien | 12.500 | 12 | -2 | 10 | |||
| Stand 31. Dezember 2012 | 30.183.484 | 30.183 | 7.751 | -93 | -12.469 | 2.240 | 27.612 |
| Stand 1. Januar 2011 | 29.582.305 | 29.582 | 7.630 | -93 | -14.930 | 2.421 | 24.610 |
| Gesamtergebnis | 3.040 | -143 | 2.897 | ||||
| Aufwand aus Aktienoptionen | 22 | 22 | |||||
| Ausgabe neuer Aktien | 588.679 | 589 | 101 | 690 | |||
| Stand 31. Dezember 2011 | 30.170.984 | 30.171 | 7.753 | -93 | -11.890 | 2.278 | 28.219 |
Konzernanhang
ALLGEMEINE ANGABEN
Die Gesellschaft
Die INTERSHOP Communications AG1 ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Intershop Tower, Leutragraben 1 in 07740 Jena. Die Gesellschaft ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im Prime Standard geführt.
Die INTERSHOP Communications AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena unter der Nummer HRB 209419 eingetragen.
Intershop ist ein führender Anbieter innovativer und umfassender E-Commerce-Lösungen. Das Unternehmen bietet leistungsstarke Standardsoftware für den Vertrieb über das Internet sowie alle zugehörigen Dienstleistungen an. Umfassende Online-Marketing-Services liefert die Intershop-Tochter SoQuero. Darüber hinaus übernimmt Intershop im Auftrag seiner Kunden die gesamte Prozesskette des Online-Handels einschließlich Fulfillment. Mit der Transaktionsplattform der 100-prozentigen Tochter TheBakery profitieren Geschäftspartner darüber hinaus von einem übergreifenden Bestell-, Lieferanten-, Produkt- und Vertriebskanal-Management.
Die Gesellschaft hat ihren Konzernabschluss unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zum 31. Dezember 2012 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel (einschließlich liquider Mittel mit Verfügungsbeschränkung) im Wert von 14,4 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 17,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 71 % (Vorjahr: 69 %). Die Gesellschaft hat keine Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten sind in diesem Zusammenhang als finanzielle verzinsliche Verpflichtungen gegenüber dem Kapitalmarkt oder Kreditinstituten anzusehen). Wir verweisen auf die Aussagen im Konzernlagebericht.
1 "Intershop", das "Unternehmen", die "Gesellschaft", der "Konzern" oder der "Intershop-Konzern"
Rechnungslegungsgrundsätze (Compliance Statement)
Der Konzernabschluss der INTERSHOP Communications AG zum 31. Dezember 2012 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) -den International Financial Reporting Standards (IFRS) - sowie den nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden Vorschriften aufgestellt.
Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde für das Jahr 2012 (1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012) in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.
Für das Geschäftsjahr 2012 waren folgende Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:
| ― | Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" |
| ― | Änderung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" |
| ― | Änderung an IAS 12 "Ertragsteuern" |
Die Änderungen an IFRS 1 beinhalten eine Befreiungsregel bei schwerwiegender Hochinflation und die Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte. Für Intershop haben die Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da das Unternehmen keiner schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt ist. Die Änderung nach IFRS 7 betrifft neue Angabepflichten für übertragene finanzielle Vermögenswerte. Für Intershop kann es zu erweiterten Angabepflichten führen. Der IAS 12 wurde um eine Ausnahme zur Bewertung latenter Steuerschulden oder latenter Steueransprüche aus zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ergänzt. Da Intershop keine Immobilien selbst hält, hat diese Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist. Von einer vorzeitigen Anwendung dieser Standards wurde kein Gebrauch gemacht und auch künftig ist keine vorzeitige Anwendung geplant:
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| IFRS | Änderung | Änderung für Geschäftsjahr ab |
|---|---|---|
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Darlehen der öffentlichen Hand | 01.01.2013 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben zu Saldierung von Vermögenswerten und Schulden | 01.01.2013 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung | 01.01.2015 |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.2013 |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2013 |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | 01.01.2013 |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013 |
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses - Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses | 01.07.2012 |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013 |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | 01.01.2013 |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2013 |
| IAS 32 | Finanzinstrument: Darstellung - Saldierung | 01.01.2014 |
| Jährliche Verbesserungen 2011 | IFRS 1 "Erstmalige Anwendung von IFRS", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung", IAS 34 "Zwischenberichterstattung" | 01.01.2013 |
IFRS 9 befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten und ersetzt Teilabschnitte des IAS 39. Im Mittelpunkt des IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Die konkreten Auswirkungen von IFRS 9 und 10 sowie der anderen genannten Standards für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzerns sind noch zu überprüfen.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Intershop-Konzerns.
Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der Aktienoptionsprogramme erfolgte zum Fair Value.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.
Das Geschäftsjahr der INTERSHOP Communications AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Vorstand der INTERSHOP Communications AG hat den vorliegenden IFRS-Konzernabschluss am 11. März 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses macht es erforderlich, dass der Vorstand Schätzungen und Annahmen trifft, welche die Beträge, die im Konzernabschluss und im dazugehörigen Anhang ausgewiesen werden, beeinflussen. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und anderen Kenntnissen der zu bilanzierenden Geschäftsvorfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse können von solchen Schätzungen abweichen. Daher werden Schätzungen und diesen zugrunde liegende Annahmen regelmäßig überprüft und auf mögliche Auswirkungen auf die Bilanzierung beurteilt.
Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei dem Ansatz und der Bemessung der Rückstellungen für Rechtskosten und Prozessrisiken, Garantierückstellungen und Ertragsteuerrückstellungen, Bestimmung der Optionswerte aus den Aktienoptionsprogrammen sowie bei der Beurteilung der Notwendigkeit sowie der Bemessung einer außerplanmäßigen Abschreibung bzw. Wertberichtigung. Bei den Umsatzerlösen für Beratungsleistungen ist eine Schätzung für den Erfüllungsgrad von Verträgen aus Festpreisprojekten erforderlich.
Der Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen erfolgt auf Basis von finanziellen Schätzungen und Daten, anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für die Verpflichtung gegenüber Dritten muss hinreichend wahrscheinlich sein. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.
Die Prüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes erfolgt nach dem im Abschnitt "Wertminderungen von Vermögenswerten" beschriebenen Werthaltigkeitstest.
Zur Schätzung bei Umsatzerlösen verweisen wir auf das Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Umsatzerlöse".
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2012 neben der Muttergesellschaft die Tochterunternehmen Intershop Communications, Inc., SoQuero GmbH, TheBakery GmbH, Intershop Communications Australia Pty Ltd, Intershop Communications Nordics AB sowie Intershop Communications Ventures GmbH. Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Tochterunternehmen Intershop Communications AB und Aktienbolaget Grundstenen 137724 miteinander verschmolzen und in Intershop Communications Nordics AB umbenannt.
Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications AG am 31. Dezember 2012 gliedert sich wie folgt:
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| Anteil in % |
Währung | Eigenkapital* | Jahresergebnis** | |
|---|---|---|---|---|
| Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA | 100 | Euro | -429.837 | 511.770 |
| SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland | 100 | Euro | 213.151 | 428.211*** |
| TheBakery GmbH, Berlin, Deutschland | 100 | Euro | -2.039.060 | -989.679 |
| Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien | 100 | Euro | 27.574 | 14.883 |
| Intershop Communications Ventures GmbH, Jena, Deutschland | 100 | Euro | -2.224.125 | -28.267 |
| Intershop Communications Nordics AB, Malmö, Schweden | 100 | Euro | 25.069 | -1.947 |
* Eigenkapital zum 31.12.2012 umgerechnet zum Stichtagskurs
** (vorläufiges) Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2012 umgerechnet zum Jahresdurchschnittskurs
*** Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft INTERSHOP Communications AG
Das Tochterunternehmen SoQuero GmbH hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und ist damit von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2012 befreit.
Konsolidierungsmethoden
In den Konzernabschluss der INTERSHOP Communications AG sind die konsolidierten Ergebnisse der Muttergesellschaft und aller in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die INTERSHOP Communications AG direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik der jeweiligen Gesellschaft hat. Der Einbezug der Gesellschaft erfolgt ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf den Intershop-Konzern. Eine Endkonsolidierung wird in der Regel zum Zeitpunkt der Liquidation des Tochterunternehmens bzw. zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf Dritte durchgeführt.
TOCHTERUNTERNEHMEN
Die Kapitalkonsolidierung für von fremden Dritten erworbene Unternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Hierbei werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag aus Kaufpreis und ermittelten Zeitwerten wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand erfasst. Bei Folgekonsolidierungen werden die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden hinsichtlich seiner Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich überprüft und bei Vorliegen einer Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert.
Währungsumrechnung
In den in lokalen Währungen aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften und im Abschluss der Muttergesellschaft werden monetäre Positionen in fremder Währung zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Die funktionale Währung einer Tochtergesellschaft ist die lokale Währung des Landes, in dem die Tochtergesellschaft ansässig ist. Die funktionale Währung der Gesellschaft ist der Euro. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften außerhalb der Euro-Zone erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs, die Erlöse und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter Andere Rücklagen (kumulierte Währungsdifferenzen) ausgewiesen. Im Zeitpunkt des Ausscheidens eines Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst.
Transaktionen in Fremdwährungen werden zu dem am Datum der Transaktion gültigen Umtauschkurs umgerechnet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt. Differenzen im Umtauschkurs zwischen dem Datum, an dem ein auf eine Fremdwährung lautendes Geschäft getätigt wird, und dem Datum, an dem es ab- oder umgerechnet wird, sind in der Gesamtergebnisrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die kumulierten Gewinne und Verluste aus Währungsumrechnungen betrugen im Geschäftsjahr 121 TEUR (2011: -253 TEUR).
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse wichtiger Währungen ergeben sich aus folgender Tabelle:
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| Währung | Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | 1 Eur = | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| USA | USD | 1,32 | 1,29 | 1,29 | 1,39 |
| Australien | AUD | 1,27 | 1,27 | 1,25 | 1,35 |
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im gesamten Intershop-Konzern und für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitlich angewendet.
Geschäfts- und Firmenwert
Der im Rahmen der Konsolidierung entstehende Geschäfts- oder Firmenwert stellt nach IFRS 3 den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit gemäß IAS 36 überprüft. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwertes wird auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Dabei wird der Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeteilt. Soweit der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der den höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung vorgenommen (ausführliche Erläuterung im Abschnitt "Wertminderungen von Vermögenswerten").
Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wie Software, Patente und Kundenbeziehungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten wirtschaftlichen Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger kumulierter Abschreibungen unter Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen und Wertaufholungen bewertet und linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt zwischen zwei und drei Jahren.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer wie Geschäfts- und Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet und sowohl jährlich als auch bei vorliegenden Anhaltspunkten auf Wertminderung geprüft. Es wird hierzu auf Abschnitt "Wertminderungen von Vermögenswerten" verwiesen.
Softwareentwicklungskosten
Entwicklungskosten für neu entwickelte (Software-)Produkte werden nach IAS 38 mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt ist. Die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten erfolgt dann grundsätzlich ab dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit des Produkts, welches die Gesellschaft als Entwicklung eines Prototyps und zusätzlich als Entwicklung einer Betaversion des Software-Produkts definiert. Die aktivierten Softwareentwicklungskosten enthalten die direkten Personalkosten der Mitarbeiter, die Personalnebenkosten sowie direkt zurechenbare Fremdleistungen und angemessene Teile der vernünftig abgrenzbaren Gemeinkosten. Die Abschreibung beginnt mit dem Zeitpunkt der Verfügbarkeit des jeweils neuen Software-Releases für den Kunden und erfolgt leistungsorientiert über die geplante Nutzungsdauer von drei Jahren.
Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen unter Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen und Wertaufholungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände berechnet. Den planmäßigen Abschreibungen liegt hauptsächlich folgende Nutzungsdauer zugrunde:
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| Computer | 3 Jahre |
| Büromöbel/Präsentationsgeräte | 4-5 Jahre |
Mietereinbauten werden linear über den jeweils kürzeren Zeitraum entweder der Laufzeit des Mietvertrages oder der geschätzten gewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Wertminderungen von Vermögenswerten
Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Abschlussstichtag eingeschätzt, ob für die entsprechenden Vermögenswerte Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen nach IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" vorliegen.
Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwandes zu bestimmen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird der Betrag bezeichnet, der durch den Verkauf eines Vermögenswertes in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen vertragswilligen Parteien erzielt werden könnte. Die Bestimmung des Nutzungswerts erfolgt anhand der abgezinsten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse unter Zugrundelegung eines marktgerechten Zinssatzes, der die Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, die sich noch nicht in den geschätzten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüssen niederschlagen. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, so ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Außerplanmäßige Abschreibungen auf selbsterstellte Software erfolgten im Vorjahr in Höhe von 559 TEUR. Bei Wertaufholung in einer Folgeperiode wird der Buchwert des Vermögenswertes entsprechend dem festgestellten erzielbaren Betrag angepasst, es ist jedoch höchstens bis zu dem Betrag zuzuschreiben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte. Die Zuschreibung ist sofort erfolgswirksam zu erfassen. In den Jahren 2012 und 2011 wurden keine derartigen Zuschreibungen vorgenommen.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes wird auf der Ebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt. Der Firmenwert wird dieser zugeordnet. Der Firmenwert beinhaltet das Knowhow an der Software, die aus früheren Unternehmenskäufen erworben wurde (Nettobuchwert zum 31. Dezember 2012: 4.473 TEUR), sowie den Firmenwert, der aus dem Erwerb der SoQuero GmbH für die Erwartung zukünftiger positiver Zahlungsströme aufgrund langfristiger Kundenbeziehungen (Nettobuchwert zum 31. Dezember 2012: 754 TEUR) resultiert. Für den Firmenwert, der aus dem Erwerb der SoQuero GmbH resultiert, entspricht die zahlungsmittelgenerierende Einheit der Tochtergesellschaft SoQuero GmbH.
Die zahlungsmittelgenerierende Einheit, die dem Firmenwert aus dem Know-how an der Software zugeordnet wurde, entspricht dem Segment Europa abzüglich der Bereiche Online Marketing, Full Service und TheBakery GmbH. Es werden im ersten Schritt die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem Nutzungswert verglichen. Zusätzlich werden die Buchwerte in Summe mit dem Marktwert des Unternehmens verglichen. Der Marktwert wird dabei aus der Börsenkapitalisierung der Gesellschaft abgeleitet. Nur wenn der Nutzungswert oder Marktwert unter dem Buchwert liegt, wird in einem zweiten Schritt der Abwertungsbedarf für den Firmenwert ermittelt. Zur Bestimmung der Nutzungswerte für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden die Net-Cashflows für die Jahre 2013 bis 2016 und für die Zeit ab 2017 eine "Ewige Rente" (ohne Wachstumsrate) ermittelt. Die Berechnungen basieren auf der vom Management der Intershop genehmigten Unternehmensplanung für den Zeitraum von 2013 bis 2016, die auf einer Marktprognose unter Berücksichtigung von Parametern wie u. a. Kundenbindung, Marktanteilen und Branchenwachstum aufbaut. Bei der Nutzungswertermittlung wurden Barwerte auf der Grundlage eines Diskontierungszinssatzes von 9,26 % (WACC) errechnet. In 2012 und 2011 waren keine Wertminderungen auf Firmenwerte zu berücksichtigen. Wertberichtigungen von Firmenwerten werden nicht zurückgenommen (keine Zuschreibungen).
Leasingverhältnisse
Gemäß IAS 17 sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing- und Operating-Leasing-Verhältnisse zu klassifizieren. Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Beim Finanzierungsleasing werden die gemieteten Anlagen zum Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die Nutzungsdauer. Leasingzahlungen innerhalb des Operating-Leasings werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Intershop hat ausschließlich Operating-Leasingverhältnisse.
Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, wozu Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen gehören, werden zu dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, an dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Erwerbe oder Verkäufe erfolgen in der Regel zum Handelstag.
Finanzinstrumente werden bei ihrem Erwerb mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Folgebewertung richtet sich nach der folgenden Kategorisierung der Finanzinstrumente: a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, unterschieden nach"zu Handelszwecken gehalten" und"designiert", b) Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte, c) Kredite und Forderungen, d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie
e) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die Zuordnung zur Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" erfolgt, wenn ein finanzieller Vermögenswert mit kurzfristiger Absicht der Veräußerung erworben wurde bzw. zu Handelszwecken gehalten wird. Derivate werden als zu "Handelszwecken gehalten" kategorisiert, wenn sie nicht in eine Sicherungsbeziehung designiert sind. Ist deren Marktwert negativ, führt dies zu einer finanziellen Verbindlichkeit. In dieser Kategorie werden im Rahmen der Folgebewertung die finanziellen Vermögenswerte mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit halten will und kann. Diese werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn dieser Vermögenswert ausgebucht oder wertgemindert wird. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Folgebewertung erfolgt in dieser Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zuzuordnen sind oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Hier erfolgt die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden nach der erstmaligen Erfassung grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, mit Ausnahme von finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Bei Intershop bestehen derzeit als finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag hält Intershop keine Finanzinstrumente, die nach IAS 39 als "bis zur Endfälligkeit gehalten" oder bei erstmaligem Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft sind.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel den Anschaffungskosten entspricht, ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen. Forderungen aus der Vergabe von Softwarelizenzen werden erst dann bilanziert, wenn ein unterzeichneter Vertrag mit dem Kunden vorliegt, eventuell eingeräumte Rückgaberechte verstrichen sind, die Software entsprechend dem Vertrag zur Verfügung gestellt wurde und die Realisierung der Forderung hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Realisation dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Längerfristige Fälligkeiten (> 1 Jahr) sind durch marktübliche Abzinsungen berücksichtigt.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen.
Die Gesellschaft bewertet ihre Fähigkeit, ausstehende Forderungen einzuziehen, und bildet Wertberichtigungen für den Teil der Forderungen, bei dem der Zahlungseingang zweifelhaft ist. Wertberichtigungen werden nach einer gesonderten Prüfung aller größeren noch offenstehenden Rechnungen durchgeführt. Für die Rechnungen, die nicht im Einzelnen untersucht werden, werden Wertberichtigungen je nach Alter der jeweiligen Forderungen in unterschiedlichem Umfang gebildet. Bei der Festsetzung dieser Prozentzahlen berücksichtigt Intershop seine Erfahrung mit dem Einzug in der Vergangenheit und die aktuellen Tendenzen in der Wirtschaft. Falls die historischen Daten, die das Unternehmen zur Berechnung der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen ansetzt, nicht die Fähigkeit widerspiegeln, die ausstehenden Forderungen in der Zukunft einziehen zu können, sind möglicherweise zusätzliche Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen nötig, wodurch die künftige Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflusst werden könnte.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben bei Kreditinstituten, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 90 Tagen beträgt und die zum Nennwert bilanziert werden.
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung
Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel werden gesondert angegeben (siehe Abschnitt "Liquide Mittel").
Aktienoptionsprogramme
Aktienoptionsprogramme erlauben es den Mitarbeitern, Aktien ihres Unternehmens zu erwerben. Die Bilanzierung erfolgt gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der ausgegebenen Optionen, welcher im Personalaufwand sowie einer korrespondierenden Erhöhung des Eigenkapitals erfasst wird. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf den Abschnitt "Eigenkapital".
Folgende Aktienoptionsprogramme gibt es bei Intershop:
AKTIENOPTIONSPLAN 1999
Mit Wirkung zum 21. Juni 1999 hat die Gesellschaft einen Aktienoptionsplan (Plan 1999) zur Ausgabe von Aktien an Vorstandsmitglieder, leitende Angestellte und verschiedene Mitarbeiter aufgelegt. Die Optionen des Plans 1999 werden ratierlich über einen Zeitraum von vier Jahren erworben, beginnend sechs Monate ab dem Zeitpunkt der Gewährung. Nach den anwendbaren Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes in der 1999 gültigen Fassung sind jedoch die Optionen nicht vor Ablauf einer Zweijahresfrist ab dem Zeitpunkt der Gewährung ausübbar, auch wenn ein Teil bereits unverfallbar wäre. Werden die Optionen nicht innerhalb von fünf Jahren ab dem Tag ihrer Gewährung ausgeübt, verfallen sie. Beim Ausscheiden aus dem Unternehmen verfallen die Optionen, die bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens noch nicht ausübbar sind. Der Ausübungspreis der Option beträgt 120 % des Börsenkurses der Aktien zum Zeitpunkt der Gewährung. Dieser Börsenkurs ergibt sich aus dem Durchschnitt der im Prime Standard festgestellten Schlusskurse der letzten zehn Handelstage vor dem Zeitpunkt der Gewährung. Aus dem Plan 1999 wurden letztmalig im Oktober 2007 Optionen gewährt. Es können keine Optionen mehr aus dem Aktienoptionsplan 1999 ausgeübt werden. Wir verweisen auf das Kapitel "Eigenkapital", Abschnitt "Bedingtes Kapital".
AKTIENOPTIONSPLAN 2001
Mit Wirkung zum 1. Januar 2001 hat die Gesellschaft einen Aktienoptionsplan (Plan 2001) zur Ausgabe von Aktien an alle Mitarbeiter aufgelegt. Die Optionen des Plans 2001 werden ratierlich über einen Zeitraum von 50 Monaten erworben, beginnend ab dem Zeitpunkt der Gewährung. Die Optionen sind jedoch nicht vor Ablauf von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt der Gewährung ausübbar, auch wenn ein Teil bereits unverfallbar wäre. Werden die Optionen nicht innerhalb von fünf Jahren ab dem Tag ihrer Gewährung ausgeübt, verfallen sie. Beim Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen verfallen die Optionen, die bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens noch nicht ausübbar sind; ausübbare Optionen können noch bis zu sechs Monate nach dem Ausscheiden ausgeübt werden, danach verfallen sie. Der Ausübungspreis der Optionen basiert auf dem Marktwert am Datum der Gewährung, der dem XETRA-Tagesschlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse für stimmberechtigte Stammaktien der Gesellschaft entspricht. Aus dem Plan 2001 wurden letztmalig im Frühjahr 2008 Optionen gewährt. Es können keine Optionen mehr aus diesem Aktienoptionsplan ausgeübt werden. Wir verweisen auf das Kapitel "Eigenkapital".
Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren tatsächliche Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, die aber wahrscheinlich zu keinem Vermögensabfluss führen oder deren Vermögensabfluss sich nicht zuverlässig quantifizieren lässt. Die Eventualverbindlichkeiten sind gemäß IAS 37 nicht in der Bilanz zu erfassen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden in kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterteilt. Als kurzfristig werden alle Verbindlichkeiten betrachtet, deren Restlaufzeit kleiner als ein Jahr ist. Langfristige Verbindlichkeiten sind dementsprechend Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit größer als ein Jahr ist.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stammen aus folgenden Hauptquellen: Erlöse aus Softwarelizenzen und Umsatzerlöse aus Serviceleistungen, die Umsätze aus Wartung, Beratung und Schulungen, Online Marketing, Full Service und TheBakery-Geschäft beinhalten.
Die Gesellschaft beurteilt, ob vereinbarte Lizenzgebühren zum Zeitpunkt des Verkaufs festgelegt oder bestimmbar sind, und realisiert diese dann als Umsatz, wenn alle anderen Bedingungen für eine Umsatzrealisierung gegeben sind. Bei Lizenzvereinbarungen, die keine wesentliche Änderung oder Anpassung der zugrunde liegenden Software erfordern, weist die Gesellschaft ihre erbrachten Leistungen als Umsatz aus, wenn: (1) sie mit einem Kunden für die Lizenz der Software eine rechtlich verbindliche Vereinbarung eingeht, (2) sie die Produkte liefert und (3) die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Im Wesentlichen werden alle Lizenzerlöse der Gesellschaft auf diese Weise ausgewiesen.
Einige der Softwarevereinbarungen der Gesellschaft beinhalten zusätzlich Installationsdienste, die über Beraterverträge separat verkauft werden. Umsatzerlöse aus diesen Vereinbarungen werden in der Regel getrennt von den Lizenzerlösen ausgewiesen. Zu den wesentlicheren Faktoren, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden, ob Umsatzerlöse getrennt auszuweisen sind, gehören die Art der Dienstleistung (d. h., es wird berücksichtigt, ob die Serviceleistungen für die Funktionalität des lizenzierten Produktes notwendig sind), die Höhe des Risikos, die Verfügbarkeit von Serviceleistungen von anderen Anbietern, die Zahlungsziele und der Einfluss von Meilensteinen oder Akzeptanzkriterien auf die Realisierbarkeit der Lizenzgebühr.
Soweit mehrere Leistungen Gegenstand einer Vereinbarung sind (sog. Mehrkomponentenverträge), teilt die Gesellschaft den Gesamterlös auf die einzelnen Elemente der Transaktion auf Basis ihrer jeweiligen Marktwerte auf. Die Marktwerte werden anhand von anbieterspezifischen, objektiven Nachweisen (sog. Vendor-Specific Objective Evidence,"VSOE") bestimmt. Die VSOE basiert auf den normalen Preis- und Preisnachlasspraktiken für die betreffenden Produkte und Serviceleistungen, wenn diese einzeln verkauft werden. Wenn die VSOE noch nicht erbrachter Leistungen, die in gebündelten Software- und Servicevereinbarungen enthalten sind, nicht bestimmt werden kann, wird der Umsatz bereits erbrachter Leistungen so lange abgegrenzt, bis alle Leistungen ohne VSOE erbracht wurden oder bis die VSOE aller noch nicht erbrachten Leistungen bestimmbar ist. Im letzteren Fall erfolgt die Umsatzrealisierung für bereits erbrachte Leistungen nach der Residualwertmethode. Danach werden die auf Basis der VSOE ermittelten Marktwerte der noch nicht erbrachten Leistungen abgegrenzt und der verbleibende Teil des Gesamterlöses wird als Umsatz realisiert.
Intershops Lizenzvereinbarungen beinhalten in der Regel keine Akzeptanzbestimmungen. Wenn jedoch Akzeptanzbestimmungen innerhalb von zuvor festgelegten Geschäftsbedingungen, auf die in der vorliegenden Vereinbarung Bezug genommen wird, bestehen, bewertet die Gesellschaft die Bedeutung dieser Bestimmung. Wenn die Gesellschaft davon ausgeht, dass die Wahrscheinlichkeit einer Nichtakzeptanz in diesen Vereinbarungen gering ist, wird der Umsatz realisiert, wenn alle oben stehenden Kriterien erfüllt sind. Falls eine solche Feststellung nicht getroffen werden kann, werden die Umsätze zum früheren Zeitpunkt der Zustimmung oder des Ablaufs des Zustimmungszeitraums realisiert.
Umsatzerlöse aus Beratungsleistungen werden in der Regel zum Zeitpunkt der Erbringung der Serviceleistung realisiert. Wenn es beträchtliche Zweifel an der Vollendung eines Projekts oder am Erhalt der Zahlung für die Beratertätigkeiten gibt, wird der Umsatz so lange abgegrenzt, bis diese Unsicherheit in ausreichendem Maße beseitigt ist.
Die Bestimmung der zu realisierenden Umsatzerlöse basiert teilweise auf Schätzungen und Annahmen. So schätzt die Gesellschaft beispielsweise den prozentualen Grad der Erfüllung von Verträgen (Percentage-of-Completion) mit fixen oder "nicht zu übersteigenden" Gebühren auf monatlicher Basis, indem sie die Stunden ansetzt, die bisher als prozentualer Anteil der gesamten geschätzten Stunden für die Fertigstellung des Projektes geleistet worden sind. Dies findet Anwendung im Beratungsbereich bei Festpreisprojekten. Falls Intershop keine ausreichende Grundlage hat, um den Fortschritt hin zur Vollendung des Projektes zu messen, wird der Umsatz realisiert, wenn Intershop die endgültige Zustimmung von Seiten des Kunden erhält. Wenn die geschätzten Gesamtkosten die vertraglich vereinbarten Erlöse übersteigen, bildet Intershop für den geschätzten Fehlbetrag Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Tagessatzes und sämtlicher Aufwendungen von Dritten.
Die Komplexität der Schätzungen und der Fragen in Zusammenhang mit den Annahmen, Risiken und Unsicherheiten, die mit der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode in Verbindung stehen, beeinflussen die Höhe der Umsätze und die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen, die im Konzernabschluss der Gesellschaft ausgewiesen werden. Eine Reihe interner und externer Faktoren können Intershops Schätzungen beeinträchtigen, einschließlich der Kosten für Arbeitskräfte, Schwankungen in der Auslastung und Effizienz sowie Veränderungen der Spezifikations- und Testanforderungen.
Umsatzerlöse aus Wartung werden ratierlich über den Leistungszeitraum realisiert.
Im Bereich Full Service werden umsatzbasierte Abrechnungsmodelle verwendet. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis vereinbarter Prozentsätze am Warenumsatz des entsprechenden Online-Shops.
Die Umsätze aus dem TheBakery-Geschäft bestimmen sich aus einem vereinbarten Preis pro Transaktion aus den kundenspezifischen Verträgen. Eine Transaktion ist dabei ein mit dem Kunden definierter Geschäftsvorgang auf der Transaktionsplattform der TheBakery.
Bei den Umsatzerlösen aus dem Bereich Online Marketing erfolgt eine Saldierung der Bruttoumsatzerlöse mit den Mediakosten, sodass die Nettoumsatzerlöse ausgewiesen werden. In der Gesamtergebnisrechnung werden sowohl die Brutto- als auch die Nettoumsatzerlöse gezeigt.
Herstellungskosten
In den Herstellungskosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen. Das betrifft insbesondere alle Kosten der Bereiche Beratung, Wartung, Schulung, Full Service, TheBakery und Online Marketing. In den Herstellungskosten der Lizenzen sind zusätzlich die Abschreibungen auf die aktivierten Softwareentwicklungskosten enthalten. Im Online-Marketing-Bereich werden jedoch die Kosten, die direkt an den Kunden weitergereicht werden (Mediakosten), von den Umsatzerlösen direkt abgezogen.
Fremdkapitalkosten
Zinsaufwendungen werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie entstehen. Bei Erstellung qualifizierter Vermögenswerte werden grundsätzlich die Zinsen dafür aktiviert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. IAS 20 sieht grundsätzlich eine ergebniswirksame und periodengerechte Behandlung der Zuwendungen vor. Die Gesellschaft weist, wenn alle Auflagen erfüllt sind, Ertragszuschüsse ohne Rückzahlungsforderung als "sonstige betriebliche Erträge" aus.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Gemäß IAS 12 werden unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz latente Steuern gebildet. Für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften werden latente Steueransprüche in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.
Latente Steuern werden zu den Steuersätzen bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung erfasst. Aktive latente Steuern sind nur insoweit auszuweisen, als es wahrscheinlich ist, dass diese gegen zukünftig zu versteuerndes Einkommen genutzt werden können.
Geschäftssegmente
Die Segmente werden nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" dargestellt. Die Segmentberichterstattung erfolgt strukturell und inhaltlich entsprechend der internen Berichterstattung an das Management. Ein Geschäftssegment ist ein Unternehmensbereich, das Geschäftstätigkeiten mit Erträgen und Aufwendungen betreibt, dessen Ergebnisse vom Management regelmäßig überprüft werden und für das Finanzinformationen vorliegen. Das Geschäftssegment wird zum berichtspflichtigen Segment, wenn es abgegrenzt werden kann und bestimmte quantitative Schwellenwerte übersteigt. Die Zurechnung von Aufwendungen erfolgt grundsätzlich prozentual zur Umsatzverteilung.
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" für alle dargestellten Zeiträume ermittelt. Dabei wird das Ergebnis unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Zahl der ausgegebenen Stammaktien ermittelt.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Zahl der ausgegebenen Stammaktien und der noch nicht ausgegebenen Stammaktien und der möglichen Zahl von Stammaktien aufgrund von Optionen oder Garantien, solche Aktien zu erwerben, dargestellt. Bei wandelbaren Wertpapieren wird das verwässerte Ergebnis je Aktie unter der Annahme einer Wandlung ("if-converted method") berechnet. Die ausgeübten Optionen, die sich auf rückkaufbare Aktien beziehen, sind bei der Berechnung der gewichteten durchschnittlichen Zahl der ausgegebenen Aktien zur Ermittlung des Gewinns je Aktie nicht berücksichtigt worden. Alle möglicherweise noch entstehenden Stammaktien sind nicht in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie für 2012 und 2011 einbezogen worden, da dies ansonsten dem Verwässerungseffekt entgegenwirken würde.
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER BILANZ
(1) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | Software | Selbst erstellte Software | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Firmenwert | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2011 | 5.634 | 7.050 | 1.895 | 24.851 | 39.430 |
| Zugänge | 156 | 2.479 | 0 | 0 | 2.635 |
| Abgänge | -1.220 | 0 | 0 | 0 | -1.220 |
| Währungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2011 | 4.570 | 9.529 | 1.895 | 24.851 | 40.845 |
| Zugänge | 151 | 3.454 | 0 | 0 | 3.605 |
| Abgänge | -3.545 | 0 | -10 | 0 | -3.555 |
| Währungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2012 | 1.176 | 12.983 | 1.885 | 24.851 | 40.895 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2011 | 5.466 | 3.928 | 1.895 | 19.624 | 30.913 |
| Zugänge | 103 | 1.307 | 0 | 0 | 1.410 |
| Planmäßige Zugänge | 103 | 748 | 0 | 0 | 851 |
| Außerplanmäßige Zugänge | 0 | 559 | 0 | 0 | 559 |
| Abgänge | -1.219 | 0 | 0 | 0 | -1.219 |
| Währungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2011 | 4.350 | 5.235 | 1.895 | 19.624 | 31.104 |
| Zugänge | 168 | 1.559 | 0 | 0 | 1.727 |
| Abgänge | -3.544 | 0 | -10 | 0 | -3.554 |
| Währungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2012 | 974 | 6.794 | 1.885 | 19.624 | 29.277 |
| Nettobuchwert am 31.12.2011 | 220 | 4.294 | 0 | 5.227 | 9.741 |
| Nettobuchwert am 31.12.2012 | 202 | 6.189 | 0 | 5.227 | 11.618 |
Zur "Selbst erstellten Software" gehören die aktivierten Softwareentwicklungskosten für die Fortentwicklung der Intershop Software Enfinity sowie die aktivierten Entwicklungskosten für die Erstellungen von Online-Shops für die Full-Service-Kunden. Die Abgänge unter "Software" im Geschäftsjahr 2012 resultieren aus einer Inventur. In die Gesamtergebnisrechnung gehen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit 1.641 TEUR (2011: 1.341 TEUR, davon 559 TEUR außerplanmäßige Abschreibungen) in die Herstellungskosten, mit 24 TEUR (2011: 44 TEUR) in die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie mit 61 TEUR (2011: 25 TEUR) in die allgemeinen Verwaltungskosten ein.
Mit Ausnahme des Firmenwerts sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vorhanden.
(2) SACHANLAGEN
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| in TEUR | Computer | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Mietereinbauten | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand am 01.01.2011 | 7.693 | 1.769 | 273 | 9.735 |
| Zugänge | 537 | 326 | 10 | 873 |
| Abgänge | -639 | -23 | -2 | -664 |
| Währungsänderungen | 8 | 5 | 0 | 13 |
| Stand am 31.12.2011 | 7.599 | 2.077 | 281 | 9.957 |
| Zugänge | 689 | 214 | 2 | 905 |
| Abgänge | -5.566 | -740 | -8 | -6.314 |
| Währungsänderungen | -2 | 1 | -1 | -2 |
| Stand am 31.12.2012 | 2.720 | 1.552 | 274 | 4.546 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand am 01.01.2011 | 7.343 | 1.483 | 204 | 9.030 |
| Zugänge | 347 | 106 | 24 | 477 |
| Abgänge | -633 | -23 | -2 | -658 |
| Währungsänderungen | 9 | 1 | 0 | 10 |
| Stand am 31.12.2011 | 7.066 | 1.567 | 226 | 8.859 |
| Zugänge | 405 | 192 | 24 | 621 |
| Abgänge | -5.580 | -739 | -2 | -6.321 |
| Währungsänderungen | 12 | 1 | -6 | 7 |
| Stand am 31.12.2012 | 1.903 | 1.021 | 242 | 3.166 |
| Nettobuchwert am 31.12.2011 | 533 | 510 | 55 | 1.098 |
| Nettobuchwert am 31.12.2012 | 817 | 531 | 32 | 1.380 |
Die Abgänge unter "Computer" im Geschäftsjahr 2012 resultieren aus einer Inventur.
In die Gesamtergebnisrechnung gehen die Abschreibungen auf Sachanlagen mit 304 TEUR (2011: 260 TEUR) in die Herstellungskosten, mit 177 TEUR (2011: 125 TEUR) in die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, mit 34 TEUR (2011: 29 TEUR) in die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sowie mit 106 TEUR (2011: 63 TEUR) in die allgemeinen Verwaltungskosten ein.
(3) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen zum Bilanzstichtag Forderungen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und der Erbringung von Serviceleistungen in Höhe von 9.613 TEUR (2011:11.793 TEUR) mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr (kurzfristige Vermögenswerte). Davon sind insgesamt Forderungen in Höhe von 6.372 TEUR (2011: 6.346 TEUR) noch nicht fällig. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der noch nicht fälligen Forderungen aus Lieferung und Leistungen:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Fällig bis 30 Tage | 4.677 | 4.925 |
| Fällig 31 bis 60 Tage | 1.544 | 888 |
| Fällig 61 Tage bis 1 Jahr | 151 | 533 |
| 6.372 | 6.346 |
Zum 31. Dezember 2012 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.414 TEUR überfällig, aber nicht wertgemindert (31.12.2011: 3.427 TEUR). Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Verzug bis 30 Tage | 1.028 | 3.369 |
| Verzug 31 bis 60 Tage | 134 | 46 |
| Verzug 61 bis 90 Tage | 37 | 12 |
| Verzug über 90 Tage | 215 | 0 |
| 1.414 | 3.427 |
Die Forderungen mit Verzug über 90 Tage in Höhe von 215 TEUR beinhalten Forderungen gegenüber einem Kunden, dessen Gesellschafter gegenüber Intershop eine Patronatserklärung abgegeben hat. Einzelwertberichtigungen erfolgen nach 90 Tagen. Wertberichtigungen wurden in Höhe von 124 TEUR (2011: 952 TEUR) berücksichtigt. Bezüglich der zum Bilanzstichtag fälligen und nicht fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist nicht zu erwarten, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertminderungen veränderten sich wie folgt:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Jahres | 952 | 793 |
| Wertminderungen von Forderungen | 15 | 169 |
| Aufgrund von Uneinbringlichkeit ausgebuchte Beträge | -843 | 0 |
| Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen | 0 | -10 |
| Wertaufholung | 0 | 0 |
| Stand zum Ende des Jahres | 124 | 952 |
(4) SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 26 TEUR (2011: 24 TEUR) beinhalten Mietkautionen. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuerforderungen | 117 | 245 |
| Vorauszahlungen | 515 | 313 |
| Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden | 30 | 0 |
| Forderungen gegen Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter | 0 | 1 |
| Sonstige | 64 | 117 |
| 726 | 676 |
Bei der Position "Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden" handelt es sich um einen Auftrag mit einem Gesamtauftragsvolumen von 808 TEUR. In 2012 wurde aus diesem Projekt ein Umsatz von 758 TEUR realisiert. Die Bewertung erfolgte gemäß dem Projektfortschritt unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode. Die Kosten betrugen 623 TEUR. Es resultiert aus diesem Festpreisprojekt ein Ergebnisbeitrag von 135 TEUR. Geleistete Anzahlungen in Höhe von 728 TEUR wurden mit dem Fertigungsauftrag verrechnet.
(5) LIQUIDE MITTEL
Die liquiden Mittel beinhalten kurzfristige Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung sowie kurzfristige Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die Guthabenbestände bei verschiedenen Kreditinstituten, die jederzeit verfügbar sind, Kassenbestände und Schecks. In den kurzfristigen Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkung sind freiwerdende Barmittel aus Mietsicherheiten enthalten.
(6) EIGENKAPITAL
Die Entwicklung des Eigenkapitals der INTERSHOP Communications AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital beträgt 30.183.484 Euro zum 31. Dezember 2012 und ist eingeteilt in 30.183.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, welche voll eingezahlt sind. Es bestehen keine Beschränkungen der Stimmrechte. Zum 31. Dezember 2011 betrug das gezeichnete Kapital 30.170.984 Euro. Die Veränderung des gezeichneten Kapitals um insgesamt 12.500 Euro ist auf die Ausgabe von neuen Aktien aus Bedingtem Kapital I zurückzuführen. Die Veränderung des gezeichneten Kapitals stellt sich wie folgt dar:
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| in EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 30.170.984 | 29.582.305 |
| Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital | 12.500 | 0 |
| Kapitalerhöhungen aus genehmigtem Kapital | 0 | 588.679 |
| Stand 31. Dezember | 30.183.484 | 30.170.984 |
Zum Bilanzstichtag hielten die eBay Inc. über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. und GSI Commerce Solutions Inc. 26,14 % sowie die Cyrte Investments B.V. 7,15 % der Anteile an der INTERSHOP Communications AG. Den Angaben zu der Beteiligung der eBay Inc. liegt die von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekanntgemachte Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG über Stimmrechtsveränderungen im Geschäftsjahr 2011 zugrunde. Der letzten Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG vom 14. Oktober 2011 zufolge betrug der Stimmrechtsanteil der Cyrte Investments B.V. an der INTERSHOP Communications AG 5,01 %. Aufgrund der Anmeldung der Cyrte Investments B.V. zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahre 2012 hat die Gesellschaft jedoch Kenntnis darüber, dass die Beteiligung sich nunmehr auf 7,15 % beläuft.
Genehmigtes Kapital
Zum 31. Dezember 2012 verfügte die Gesellschaft unverändert gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag über Genehmigte Kapitalia von 7.656.137 Euro. Kapitalerhöhungen aus den Genehmigten Kapitalia fanden im Geschäftsjahr 2012 nicht statt. Gemäß der Satzung der INTERSHOP Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:
| ― | Um bis zu insgesamt 7.500.000 Euro gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis zum 21. Juli 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. |
| ― | Um bis zu insgesamt 156.137 Euro gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Genehmigtes Kapital II). Die Ermächtigung galt befristet bis zum 31. Dezember 2012. Das Genehmigte Kapital II diente der Bedienung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2001. Alle Bezugsrechte sind zum Bilanzstichtag verfallen, somit können keine weiteren Aktien aus dem Genehmigten Kapital II ausgegeben werden (siehe auch Abschnitt Aktienoptionsplan 2001). |
Bedingtes Kapital
Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über kein Bedingtes Kapital. Das Bedingte Kapital I der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012 durch Beschluss der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 aufgehoben. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 28. Juni 2012. Das Bedingte Kapital I war zur Bedienung ausübbarer Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 1999 vorgesehen (siehe auch Abschnitt Aktienoptionsplan 1999). Im März 2012 wurden 12.500 Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 1999 ausgeübt und 12.500 neue Aktien aus dem Bedingten Kapital I zur Erfüllung dieser Bezugsrechte zum 28. März 2012 ausgegeben. Damit reduzierte sich das Bedingte Kapital I auf 47.084 Euro. Die deklaratorische Eintragung dieser Aktienausgabe in das Handelsregister erfolgte am 24. April 2012. Aufgrund des Verfalls und der Nichtentstehung von Bezugsrechten konnten jedoch keine weiteren Aktien aus dem Bedingten Kapital I ausgegeben werden, welches daher durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Mai 2012 aufgehoben wurde.
Kapitalerhöhungen im Geschäftsjahr 2012
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 1999 wurden 12.500 Aktienoptionen ausgeübt. Zu deren Erfüllung erfolgte eine Ausgabe von 12.500 neuen Aktien aus dem Bedingten Kapital I sowie eine entsprechende Durchführung der bedingten Erhöhung des Grundkapitals um 12.500 Euro zum 28. März 2012.
Die ausgegebenen Aktien haben die gleichen Rechte wie die anderen zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe emittierten Aktien. Intershop flossen durch die Kapitalerhöhung liquide Mittel von 26 TEUR zu. Die Transaktionskosten betrugen 16 TEUR.
Im Vorjahr gab es Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital II in Höhe von 588.679 Euro (Aktienoptionsplan 2001); Kapitalerhöhungen aus Bedingtem Kapital wurden nicht durchgeführt.
Aktienoptionspläne
Optionen aus den von Intershop durchgeführten Aktienoptionsplänen geben den Mitarbeitern das Recht, Aktien des Unternehmens zu erwerben. Die Sperrfrist beträgt für den Aktienoptionsplan 2001 sechs Monate und für den Aktienoptionsplan 1999 zwei Jahre. Wird die Option nicht innerhalb von fünf Jahren ab dem Tag ihrer Gewährung ausgeübt, verfällt sie. Beim Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen verfallen die Optionen, die bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens noch nicht ausübbar sind. Ausübbare Optionen können noch bis zu sechs Monate nach dem Ausscheiden ausgeübt werden, danach verfallen sie (für Aktienoptionsplan 2001). Darüber hinaus werden dem Mitarbeiter alle Optionen entzogen, wenn dieser innerhalb der ersten sechs Monate ab Optionsgewährung das Unternehmen verlässt. Die Gesellschaft hat im Rahmen der Aktienoptionsprogramme in den letzten fünf Jahren neue Optionen an Mitarbeiter und Vorstand in den Geschäftsjahren 2006, 2007 sowie letztmalig 2008 gewährt. Sämtliche von Intershop gewährten Aktienoptionsrechte sind zum Bilanzstichtag verfallen.
Die Veränderungen der Optionen aus den Aktienoptionsplänen der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr zum 31. Dezember | 2012 | 2012 | 2011 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Optionen (in Tausend) | Gewichteter Ø Ausübungspreis (Euro) | Anzahl der ausgegebenen Optionen (in Tausend) | Gewichteter Ø Ausübungspreis (Euro) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zu Jahresbeginn | 131 | 1,80 | 903 | 1,80 |
| Gewährt | 0 | - | 0 | - |
| Ausgeübt | -13 | 2,10 | -206 | 1,69 |
| Verfallen | -118 | 1,77 | -566 | 1,85 |
| stand am Jahresende | 0 | - | 131 | 1,80 |
| Ausübbare Optionen am Jahresende | 0 | - | 131 | 1,80 |
Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs für die ausgeübten Optionen am Tag der Ausübung betrug 2,98 Euro (2011: 2,19 Euro).
Im Zusammenhang mit den Aktienoptionsplänen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 Aufwand in Höhe von 0,1 TEUR (2011: 22 TEUR) erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten aus den Aktienoptionsprogrammen (Vorjahr: 17 TEUR).
(6.1) KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält den Aufwand aus den Aktienoptionen sowie die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge. Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
(6.2) ANDERE RÜCKLAGEN
In den anderen Rücklagen sind eine Umstellungsrücklage, Rücklagen aus kumulierten Gewinnen/Verlusten sowie kumulierte Währungsdifferenzen enthalten. Die Umstellungsrücklage beinhaltet den Aufwand aus Aktienoptionen, welcher im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zu erfassen war. Die Rücklage aus kumulierten Währungsdifferenzen zeigt die Differenzen, die aus Währungsumrechnung von Abschlüssen mit den Tochtergesellschaften in Euro resultieren.
(7) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus Lieferungs- und Leistungsverkehr und beliefen sich auf 4.771 TEUR (2011: 5.580 TEUR).
(8) VERBINDLICHKEITEN AUS ERTRAGSTEUERN
Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern beliefen sich auf 412 TEUR (2011: 579 TEUR) und betreffen Ertragsteuern für die Jahre 2009 bis 2012. Zu latenten Steuern verweisen wir auf Abschnitt (21) "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".
(9) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen nur aus kurzfristigen Verbindlichkeiten und enthalten:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen aus Festpreisprojekten | 32 | 163 |
| Sonstige Verbindlichkeiten soziale Sicherheit | 52 | 58 |
| Verbindlichkeiten gegen Mitarbeiter | 1.097 | 1.211 |
| Verbindlichkeiten aus Aktienoptionsprogrammen | 0 | 17 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und Lohnsteuer | 757 | 544 |
| Verbindlichkeiten Berufsgenossenschaft | 130 | 134 |
| Verbindlichkeiten aus ausstehendem Urlaubsanspruch | 579 | 493 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 147 | 143 |
| 2.794 | 2.763 |
Die Verbindlichkeiten gegen Mitarbeiter beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Provisionen und erfolgsabhängigen Vergütungen. Die Position "Anzahlungen aus Festpreisprojekten" beinhaltet einen Auftrag mit einem Gesamtauftragsvolumen von 1.081 TEUR. Diesen Betrag hat die Gesellschaft als Anzahlung erhalten. In 2012 wurde ein Umsatz in Höhe von 1.049 TEUR realisiert und mit der Anzahlung verrechnet. Die Bewertung erfolgte gemäß dem Projektfortschritt unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode. Die Kosten dafür betrugen 822 TEUR. Aus diesem Festpreisprojekt resultiert ein Ergebnisbeitrag von 227 TEUR.
(10) UMSATZABGRENZUNGSPOSTEN
Die Umsatzabgrenzungsposten betreffen Vorauszahlungen von Kunden, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Erlösen aus Wartungsverträgen. Die Auflösung der Umsatzabgrenzungsposten und die Umsatzrealisierung erfolgen in der Periode, in der die Leistung von Intershop erbracht wird. Bei den kurzfristigen Umsatzabgrenzungsposten erfolgt die Auflösung und Umsatzrealisierung innerhalb eines Jahres.
(11) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betragen 0 TEUR (2011: 78 TEUR).
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist im Folgenden dargestellt.
Sonstige langfristige Rückstellungen:
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| in TEUR | |
|---|---|
| Stand 01.01.2012 | 78 |
| Zuführung | 0 |
| Inanspruchnahme | 0 |
| Auflösung | 0 |
| Umgliederung in die kurzfristigen Rückstellungen | -78 |
| Währungsanpassungen | 0 |
| Stand 31.12.2012 | 0 |
Sonstige kurzfristige Rückstellungen:
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| in TEUR | Prozessrisiken | Übrige | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 | 37 | 992 | 1.029 |
| Zuführung | 0 | 255 | 255 |
| Inanspruchnahme | -13 | -613 | -626 |
| Auflösung | -24 | -360 | -384 |
| Umgliederung aus den langfristigen Rückstellungen | 0 | 78 | 78 |
| Währungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2012 | 0 | 352 | 352 |
Die übrigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für die Hauptversammlung, Garantierückstellungen sowie Rückstellungen für Verluste aus Untervermietung für die angemieteten Flächen des Gebäudes des Firmensitzes des Unternehmens für das Jahr 2013.
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER GESAMTERGEBNISRECHNUNG
(12) UMSATZERLÖSE
Bei den Umsatzerlösen wird zwischen Bruttoumsatzerlösen und Nettoumsatzerlösen unterschieden. Die Bruttoumsätze enthalten die Mediakosten, die an den Kunden weitergereicht werden. Die Nettoumsätze resultieren aus den Bruttoumsätzen abzüglich der Mediakosten. Diese Kosten entstehen ausschließlich bei den Online-Marketing-Umsätzen. Damit gibt es Unterschiede zwischen Bruttoumsatzerlösen und Nettoumsatzerlösen nur bei Online-Marketing-Umsätzen.
Die Lizenzerlöse betrugen 5.278 TEUR (2011: 5.500 TEUR). Die Nettoerlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Beratung/Schulung | 28.253 | 26.807 |
| Wartung | 8.822 | 9.899 |
| Online Marketing | 4.338 | 3.504 |
| Sonstige Erlöse | 5.075 | 3.446 |
| 46.488 | 43.656 |
Die Sonstigen Erlöse beinhalten die Full-Service-Erlöse sowie die Erlöse aus dem TheBakery-Geschäft. Die Bruttoumsätze für Online Marketing betragen 9.297 TEUR (2011: 9.726 TEUR).
(13) MEDIAKOSTEN
Intershop plant und führt für seine Kunden Werbekampagnen im Internet durch. Für die Realisierung der Werbekampagnen kauft Intershop auf eigene Rechnung Werbeplätze bei verschiedenen Anbietern wie beispielsweise Google oder Yahoo ein. Die Kosten für den Einkauf dieser Werbeplätze werden den Kunden in der Regel mit einem fest vereinbarten Aufschlag weiterberechnet. Außerdem bietet Intershop seinen Kunden eine Softwarelösung an, die es ermöglicht, Produkte in verschiedenen Online-Vertriebskanälen listen zu lassen. Die Kosten der Anbieter der Online-Vertriebskanäle werden den Kunden von Intershop weiterberechnet.
(14) HERSTELLUNGSKOSTEN
Die Herstellungskosten für Lizenzen in Höhe von 1.928 TEUR (2011: 1.118 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Abschreibungen auf die Softwareentwicklungskosten. Die Herstellungskosten für Serviceleistungen, Wartung und Sonstige teilen sich wie folgt auf:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Beratung/Schulung | 21.854 | 18.274 |
| Wartung | 2.140 | 3.306 |
| Online Marketing | 2.813 | 2.297 |
| Sonstige Herstellungskosten | 5.666 | 4.195 |
| 32.473 | 28.072 |
Die sonstigen Herstellungskosten beinhalten die Full-Service-Kosten sowie die zurechenbaren Kosten für das TheBakery-Geschäft.
(15) FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen sämtliche den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zurechenbare Aufwendungen, wobei der wesentliche Teil Personalaufwand ist. Die Reduzierung der Forschungs- und Entwicklungskosten von 6.389 TEUR auf 4.542 TEUR resultiert im Wesentlichen auf gesunkenen Fremdleistungskosten sowie der höheren Aktivierung von Softwareentwicklungskosten. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht im Abschnitt "Forschung und Entwicklung".
(16) AUFWENDUNGEN FÜR VERTRIEB UND MARKETING
Zu den Vertriebs- und Marketingaufwendungen gehören im Wesentlichen Personalkosten für Vertriebs- und Marketingmitarbeiter, Vertriebsprovisionen, Aufwendungen für Vertriebspartner, Werbung und Ausstellungskosten für verschiedene Messen. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen stiegen um 26 % von 6.663 TEUR auf 8.383 TEUR. Der Kostenanstieg resultiert insbesondere aus erhöhten Ausgaben für Vertriebspartner, höheren Personalkosten durch Personalaufbau sowie intensivierten Marketingaktivitäten. Der Anteil der Aufwendungen für Vertrieb und Marketing am Gesamtumsatz betrug 16 % (2011: 14 %).
(17) ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN
Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten vor allem Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen, die auf den Verwaltungsbereich entfallen. Hierin enthalten sind u. a. Kosten für Investor Relations wie Kosten der Hauptversammlungen, sämtliche Rechtsberatungskosten sowie sonstige Beratungskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen 5.898 TEUR (2011: 5.252 TEUR).
(18) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsgewinnen | 352 | 268 |
| Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand | 515 | 498 |
| Übrige | 282 | 910 |
| 1.149 | 1.676 |
Aus den Erträgen aus Währungsgewinnen resultieren 348 TEUR aus Finanzinstrumenten. Die Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden in 2012 ausbezahlt. Diese Zuwendungen betreffen Forschungs- und Entwicklungsprojekte, welche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Thüringer Aufbaubank gefördert werden.
(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus folgenden Positionen:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Währungsverluste | 231 | 521 |
| Übrige | 54 | 190 |
| 285 | 711 |
Die Aufwendungen aus Währungsverlusten resultieren mit 230 TEUR aus Finanzinstrumenten.
(20) ZINSERTRÄGE
Die Zinserträge in Höhe von 86 TEUR (2011: 92 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben.
(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Gesellschaft bilanziert und bewertet Ertragsteuern unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (sog. Liability-Methode) nach IAS 12. Latente Steuern werden mit den jeweiligen nationalen Ertragsteuersätzen berechnet. Bei der Berechnung der latenten Steuern der inländischen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2012 ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (2011: 15%) zzgl. des Solidaritätszuschlages von 5,5 % (2011: 5,5 %) sowie eines effektiven Gewerbesteuersatzes von 14,70 % (2011: 14,70 %) zugrunde gelegt.
Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Ausland | 40 | -3 |
| Inland | 29 | -320 |
| Latente Steuern | ||
| Ausland | 0 | 0 |
| Inland | 0 | 0 |
| 69 | -323 |
Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wurde der im Geschäftsjahr 2012 gültige Konzernsteuersatz von 30,525 % (auf Basis eines Hebesatzes für die Gewerbesteuer von 420 %) mit dem IFRS-Ergebnis vor Steuern multipliziert.
Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich im Detail wie folgt dar:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| IFRS-Ergebnis vor Steuern | -510 | 2.717 |
| Konzernsteuersatz | 30,53 % | 30,53 % |
| Erwarteter Steueraufwand | -156 | 829 |
| Effekte aus Steuersatzänderung und unterschiedlichen ausländischen Steuersätzen | -1 | -2 |
| Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen | -66 | -697 |
| Permanente Effekte, Steuererstattungen | 312 | -410 |
| Effekte aus Veränderung des Konsolidierungskreises und Übrige | -20 | -43 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 69 | -323 |
Die latenten Steuern setzen sich folgendermaßen zusammen:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Steuern auf anrechenbare Verlustvorträge | 51.988 | 74.721 |
| Übrige | 66 | 92 |
| Wertberichtigung bzw. Nichtansatz gemäß IAS 12.34 | -49.167 | -72.492 |
| 2.887 | 2.321 | |
| Saldierung | -1.992 | -1.426 |
| Aktive latente Steuern nach Saldierung | 895 | 895 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.889 | 1.311 |
| Konsolidierungseffekte | 0 | 19 |
| Übrige | 103 | 96 |
| 1.992 | 1.426 | |
| Saldierung | -1.992 | -1.426 |
| Passive latente Steuern nach Saldierung | 0 | 0 |
| Nettobetrag der aktiven latenten Steuern | 895 | 895 |
Latente Steueransprüche für temporäre Differenzen und für steuerliche Verlustvorträge werden in der Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet, sofern deren Nutzung wahrscheinlich ist. Zum 31. Dezember 2012 wurden aktive latente Steuern gem. IAS 12.24 nur in Höhe des Betrages angesetzt, in dem hinreichend wahrscheinlich ein zu versteuerndes Ergebnis künftig verfügbar sein wird. Die latenten Steuern sind überwiegend als langfristig anzusehen.
Zum 31. Dezember 2012 hatte die Gesellschaft folgende steuerliche Verlustvorträge unter verschiedenen Steuerhoheiten:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| US-Bundessteuern | 91.723 | 93.819 |
| US-Landessteuern | 78.297 | 96.202 |
| Deutsche Körperschaftsteuer | 172.690 | 152.039 |
| Deutsche Gewerbesteuer | 167.755 | 147.513 |
Die Verlustvorträge für US-Bundes- und Landessteuern verfallen in verschiedenen Geschäftsjahren bis zum Jahr 2031. Die Erhöhung dieser US-Verluste resultiert aus der Währungsumrechnung, die die Verminderung aufgrund der tatsächlichen Nutzung überkompensiert hat. Die Verlustvorträge für deutsche Ertragsteuern betreffen die Körperschafts- und Gewerbesteuer und sind unbegrenzt vortragsfähig. Die Veränderung der deutschen Verlustvorträge resultiert aus der nachträglichen Anpassung des anteiligen Untergangs der Verlustvorträge 2011 aufgrund des Beteiligungserwerbs i. S. d. § 8c KStG und aus laufenden Verlusten des Jahres 2012.
(22) ERGEBNIS JE AKTIE
Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf folgenden Daten:
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| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Ergebnis nach Steuern für die Aktionäre der Intershop) | -579 | 3.040 |
| Basis für das verwässerte Ergebnis | -579 | 3.040 |
Die Anzahl der Aktien berechnet sich wie folgt:
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis je Aktie | 30.180 | 30.180 |
| Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: | ||
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktienoptionen | 0 | 33 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis | 30.180 | 30.213 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Ermittlung Ergebnis je Aktie (unverwässert) | ||
| Basis für das unverwässerte Ergebnis (in TEUR) | -579 | 3.040 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (unverwässert) | 30.180 | 30.180 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) (in EUR) | -0,02 | 0,10 |
| Ermittlung Ergebnis je Aktie (verwässert) | ||
| Basis für das verwässerte Ergebnis (in TEUR) | -579 | 3.040 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (verwässert) | 30.180 | 30.213 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) (in EUR) | -0,02 | 0,10 |
| Anpassung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) (in EUR) | -0,02 | 0,10 |
Die ausgegebenen Aktienoptionen werden gemäß IAS 33.47 nur in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses einbezogen, wenn der durchschnittliche Börsenkurs der Intershop-Stammaktien während des Geschäftsjahrs den Ausübungspreis der Aktienoptionen übersteigt. Wenn das verwässerte Ergebnis den Verlust je Aktie reduziert bzw. das Ergebnis je Aktie erhöht, erfolgt eine Anpassung auf den Betrag des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie (Verwässerungsschutz) gemäß IAS 33.43. Gemäß IAS 33.64 wurde die Ermittlung der Aktienanzahl rückwirkend für den Vorjahreswert angepasst.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die liquiden Mittel umfassen ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung wurden nicht mit einbezogen. In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit erläutert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, welches um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt wird, und aus der Veränderung der operativen Vermögenswerte und Schulden im Vergleich zur Bilanz des Vorjahres abgeleitet.
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 1.999 TEUR in 2012 im Vergleich zu einem Mittelzufluss von 3.061 TEUR in 2011. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis. Die zahlungsunwirksamen Abschreibungen erhöhten sich von 1.886 TEUR auf 2.348 TEUR. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich insbesondere durch die gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 4.505 TEUR (2011: 3.115 TEUR). Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 3.604 TEUR (2011: 2.634 TEUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 10 TEUR (2011: 691 TEUR). Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt "Eigenkapital". Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2012 ein Nettoabfluss von 2.570 TEUR gegenüber einem Mittelzufluss im Vorjahr von 494 TEUR. Insgesamt verfügte Intershop zum 31. Dezember 2012 über liquide Mittel von 14.314 TEUR (31. Dezember 2011: 16.884 TEUR).
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung nicht zahlungswirksam sind und eliminiert werden.
SONSTIGE ANGABEN
Segmentberichterstattung
Segmentbericht zum 31. Dezember 2012
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| in TEUR | Europa | USA | Asien/ Pazifik | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettoumsatz mit externen Kunden | |||||
| Lizenzen | 4.570 | 543 | 165 | 0 | 5.278 |
| Beratung und Schulung | 12.344 | 12.934 | 2.975 | 0 | 28.253 |
| Wartung | 5.561 | 907 | 2.354 | 0 | 8.822 |
| Online Marketing | 4.338 | 0 | 0 | 0 | 4.338 |
| Andere | 4.201 | 874 | 0 | 0 | 5.075 |
| Gesamtnettoumsatz mit externen Kunden | 31.014 | 15.258 | 5.494 | 0 | 51.766 |
| Zwischensegmentumsatz | 766 | 734 | 710 | -2.210 | 0 |
| Gesamtnettoumsatz | 31.780 | 15.992 | 6.204 | -2.210 | 51.766 |
| Herstellungskosten | 20.606 | 10.148 | 3.647 | 0 | 34.401 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 10.408 | 5.110 | 1.847 | 0 | 17.365 |
| Betriebliche Aufwendungen und Erträge | 10.757 | 5.298 | 1.904 | 0 | 17.959 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -349 | -188 | -57 | 0 | -594 |
| Finanzergebnis | 84 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | -510 | ||||
| Steuern | -69 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | -579 | ||||
| vermögen | 23.143 | 11.398 | 4.096 | 0 | 38.637 |
| Planmäßige Abschreibung | 1.406 | 693 | 249 | 0 | 2.348 |
Segmentbericht zum 31. Dezember 2011
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| in TEUR | Europa | USA | Asien/ Pazifik | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettoumsatz mit externen Kunden | |||||
| Lizenzen | 4.659 | 656 | 185 | 0 | 5.500 |
| Beratung und Schulung | 11.270 | 11.573 | 3.964 | 0 | 26.807 |
| Wartung | 5.067 | 1.194 | 3.638 | 0 | 9.899 |
| Online Marketing | 3.504 | 0 | 0 | 0 | 3.504 |
| Andere | 3.021 | 425 | 0 | 0 | 3.446 |
| Gesamtnettoumsatz mit externen Kunden | 27.521 | 13.848 | 7.787 | 0 | 49.156 |
| Zwischensegmentumsatz | 1.490 | 983 | 398 | -2.871 | 0 |
| Gesamtnettoumsatz | 29.011 | 14.831 | 8.185 | -2.871 | 49.156 |
| Herstellungskosten | 16.346 | 8.232 | 4.612 | 0 | 29.190 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 11.175 | 5.616 | 3.175 | 0 | 19.966 |
| Betriebliche Aufwendungen und Erträge | 9.709 | 4.890 | 2.740 | 0 | 17.339 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 1.466 | 726 | 435 | 0 | 2.627 |
| Finanzergebnis | 90 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 2.717 | ||||
| Steuern | 323 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 3.040 | ||||
| vermögen | 23.061 | 11.612 | 6.506 | 0 | 41.179 |
| Planmäßige Abschreibung | 744 | 374 | 210 | 0 | 1.328 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen | 414 | 209 | 117 | 0 | 740 |
Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Managements. Das Geschäftssegment wurde vor allem durch den Faktor bestimmt, dass unternehmerische Tätigkeiten in unterschiedlichen geografischen Regionen erbracht werden. Intershop unterscheidet hierbei zwischen den Segmenten "Europa", "USA" und "Asien/Pazifik". Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erzielen ihre Umsätze mit dem Verkauf von Softwarelizenzen (Lizenzen) und verschiedenen Dienstleistungen dafür, die wiederum unterteilt werden in Beratung und Schulung, Wartung, Online Marketing und Sonstige, wobei Letzteres Full Service und TheBakery-Geschäft umfasst.
Die Geschäftssegmente setzen sich wie folgt zusammen:
Das Segment "Europa" beinhaltet die vertrieblichen Aktivitäten der INTERSHOP Communications AG, der SoQuero GmbH sowie der TheBakery GmbH in Europa. Zum Segment "USA" gehören der Vertrieb der Intershop Communications, Inc., der sich auf Nordamerika erstreckt, sowie auch die vertrieblichen Aktivitäten der INTERSHOP Communications AG in dieser Region. Zum Segment "Asien/Pazifik" gehört der Vertrieb des Konzerns, der in dieser Region erfolgt, inklusive der vertrieblichen Aktivitäten der INTERSHOP Communications Australia Pty Ltd. Das Segment "Konsolidierung" beinhaltet alle Geschäftsvorfälle innerhalb der einzelnen Segmente.
Erläuterungen zu den Inhalten der einzelnen Berichtszeilen:
| ― | Der Nettoumsatz mit externen Kunden repräsentiert den Umsatz der Segmente mit Konzern-Externen. |
| ― | Der Zwischensegmentumsatz beinhaltet den Umsatz aus den intersegmentiellen Beziehungen. Dabei werden die Umsätze wie auch bei fremden Dritten angewandt. |
| ― | Die Herstellungskosten beinhalten die Kosten, die jedem Geschäftssegment für die Erzielung seiner Segmentumsätze zugeordnet werden. |
| ― | Das Bruttoergebnis vom Umsatz, das sich aus der Differenz der Segmentumsätze und der Herstellungskosten ermittelt, stellt die erste Beurteilungsstufe für Managemententscheidungen dar. |
| ― | Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge beinhalten die Forschungs- und Entwicklungskosten, die Kosten für Vertrieb und Marketing, allgemeine Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge, die auf die Segmente entsprechend entfallen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sind auch Effekte aus Einmalaufwendungen bzw. -erträgen wie Wertberichtigungen, Währungsverluste bzw. -gewinne berücksichtigt. |
| ― | Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist das Bruttoergebnis abzüglich der betrieblichen Aufwendungen und Erträge als Basis für die Leistungsbeurteilung der Segmente. |
| ― | Zinseinkünfte und Zinserträge sowie Ertragsteuern werden nicht auf die Segmente verteilt, da die Steuerung dieser Geschäftsvorfälle vom Konzern erfolgt. |
| ― | Das Segmentvermögen setzt sich aus den langfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Vermögenswerten des Intershop-Konzerns zusammen, welche dem jeweiligen Segment anhand der prozentualen Umsatzverteilung zugeordnet werden. Es wird keine andere Bewertung des Segmentvermögens angewandt. |
| ― | Die Abschreibungen betreffen die Abschreibungen auf die den einzelnen Regionen zugeordneten Segmentvermögen. |
| ― | Weitere wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen gab es in 2012 nicht. Zu den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in 2011 gehören die Aufwendungen aus den Aktienoptionsprogrammen, die Wertberichtigungen, außerplanmäßige Abschreibungen. Wesentliche zahlungsunwirksame Erträge gab es in beiden Geschäftsjahren nicht und wurden deshalb nicht explizit ausgewiesen. |
Sämtliche im Segmentbericht ausgewiesenen Beträge der Spalte "Konzern" spiegeln die Konzernzahlen aus der Gesamtergebnisrechnung bzw. der Bilanz wider. Die Addition der Geschäftssegmente ergibt die Konzernwerte.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Deutschland. Die Umsätze mit externen Kunden, die in Deutschland erzielt wurden, betrugen 25.045 TEUR (2011: 21.808 TEUR). Mit externen Kunden in anderen Ländern wurden Umsätze von 26.721 TEUR (2011: 27.348 TEUR) erwirtschaftet. Davon entfielen 15.258 TEUR (2011: 13.848 TEUR) der Umsätze auf Kunden in den USA sowie 5.235 TEUR (2011: 7.721) der Umsätze auf Kunden in Australien. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte, ausgenommen latente Steuern, beträgt 12.926 TEUR (2011: 10.768 TEUR) in Deutschland sowie 98 TEUR (2011: 95 TEUR) in den anderen Ländern. Vermögensgegenstände aus Finanzinstrumenten, im Zusammenhang mit Pensionen oder Rechte aufgrund von Versicherungsverträgen existieren nicht.
Im Geschäftsjahr 2012 wurde mit einem einzelnen Kunden ein Umsatz von 7.467 TEUR erzielt. Im Vorjahr betrugen die Umsätze mit zwei einzelnen Kunden 6.105 TEUR bzw. 7.188 TEUR. Die Erlöse entfielen auf die Segmente "Asien/Pazifik" bzw. "USA".
Operating-Leasing
Im Rahmen eines "Operating-Leasing" werden Büroräume und Geschäftsausstattungen gemietet. Die langfristigen Mindestleasingraten betreffen im Wesentlichen die Mietverpflichtungen für das Gebäude des Firmensitzes in Jena.
Die zukünftig zu zahlenden kumulierten Mindestleasingraten aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen | 3.198 | 5.866 | 59 | 9.123 |
Die Summe aus künftigen Mindestzahlungen aus Untermietverhältnissen beträgt zum Bilanzstichtag 318 TEUR. Es wurden 2.512 TEUR an Mietaufwendungen (2011: 2.664 TEUR) aufwandswirksam berücksichtigt. Die Mieterträge beliefen sich auf 653 TEUR (2011: 680 TEUR), welche jeweils komplett mit den Mietaufwendungen verrechnet wurden.
Rechtsstreitigkeiten/Eventualverbindlichkeiten
Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Ein negatives Urteil in einem solchen Rechtsstreit bzw. in mehreren oder allen solchen Rechtsstreiten könnte die Ertragslage der Gesellschaft stark nachteilig beeinflussen. Sämtliche Rechtskosten in Verbindung mit einer Niederlage werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam berücksichtigt.
Im Jahr 2002 wurde ein Schadensersatzanspruch von ca. 5 Mio. Euro wegen angeblicher Verletzung einer Lizenzvereinbarung von einem anderen Softwareunternehmen gerichtlich geltend gemacht. Nachdem zunächst eine außergerichtliche Einigung mit diesem Softwareunternehmen vereinbart wurde, die jedoch abschließend von dem Softwareunternehmen nicht vollzogen wurde, hat das Landgericht München die auf Zahlung gerichtete Klage im Jahr 2004 abgewiesen. Die Gesellschaft ist jedoch zur Erteilung von Auskunft über die Auslieferung von Software des anderen Softwareunternehmens verurteilt worden. Die Gesellschaft hat diese Auskunft inzwischen erteilt. Die Gesellschaft geht danach davon aus, dass keine weitergehenden Ansprüche des anderen Softwareunternehmens bestehen. Darüber hinaus hat das andere Softwareunternehmen der Gesellschaft gegenüber erklärt, dass es das gerichtliche Verfahren aktiv nicht weiterbetreiben werde.
Im Berichtsjahr 2006 hat ein Vertragspartner des Unternehmens, der im Jahr 2004 Standardsoftware von der Gesellschaft erworben und im Jahre 2005 Dienstleistungen von der Gesellschaft bezogen hat, auf Rückabwicklung der Verträge und Rückzahlung des Kaufpreises und Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von insgesamt rund 730 TEUR geklagt. Die Gesellschaft hat außerdem im Dezember 2008 wegen nicht bezahlter Dienstleistungen Widerklage in Höhe von rund 250 TEUR erhoben. Im Hinblick auf die bisherige und noch zu erwartende Verfahrensdauer wurde der Rechtsstreit insgesamt durch Vergleich vom 24. Mai 2012 gegen Zahlung eines Teils der Klageforderung beendet. Die Vergleichssumme unterschreitet die in den Vorjahren gebildete Rückstellung.
Im Januar 2011 wurden der Gesellschaft drei Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären zugestellt, welche diese gegen den auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2010 zu TOP 3 (Erwerbsermächtigung) gefassten Beschluss erhoben haben. Die Klagen wurden verbunden. Sämtliche Parteien haben die Klagen übereinstimmend für erledigt erklärt. Eine rechtskräftige Kostenentscheidung steht noch aus. Weiter wurde der Gesellschaft im Februar 2011 eine Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage von einem Aktionär zugestellt, welche dieser gegen den auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2010 zu TOP 1 (Aufsichtsratswahl) gefassten Beschluss erhoben hat. Diese Klage wurde durch einen Vergleich beigelegt. Der Vergleich zwischen der Gesellschaft und dem Aktionär wurde gemäß §§ 249a, 149 Abs. 2 AktG am 7. April 2011 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Am 27. Juni 2012 ist weiterhin eine endgültige Kostenentscheidung ergangen. Wir verweisen auf die Veröffentlichung im Bundesanzeiger gem. §§ 248a, 249 Abs. 1, 149 Abs. 2 AktG vom 14. Juli 2012.
Neben den im Einzelnen aufgeführten Rechtstreitigkeiten ist die Gesellschaft darüber hinaus Beklagte in verschiedenen weiteren Prozessen, die aus der normalen Geschäftstätigkeit resultieren. Obwohl der Ausgang dieser Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann, ist die Gesellschaft der Auffassung, dass der Ausgang der Verfahren keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft hat.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Intershop unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Transaktionen gewissen Risiken, insbesondere Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird im Lagebericht näher erläutert. Die Gesellschaft steuert ihre Kapitalstruktur mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität ihre Unternehmensziele zu erreichen. Die Kenngröße ist dabei die Eigenkapitalquote. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist zum Vorjahr unverändert. Die Kapitalstruktur hat sich wie folgt verändert und liegt damit im Planbereich:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 27.612 | 28.219 | -2 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.771 | 5.580 | -14 % |
| Sonstige Schulden | 6.254 | 7.380 | -15 % |
| Eigenkapitalquote | 71% | 69% |
Die Eigenkapitalquote wurde aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme ermittelt.
KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN
Die folgende Tabelle zeigt die Umsetzung der nach IFRS 7 geforderten Klassifizierung von Finanzinstrumenten sowie die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt werden, und deren Buchwerte:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertung | Kategorien | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||||
| AKTIVA | |||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | 26 | 26 | 24 | 24 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | 9.613 | 9.613 | 11.794 | 11.794 |
| Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung | Kredite und Forderungen | 65 | 65 | 67 | 67 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Kredite und Forderungen | 14.314 | 14.314 | 16.884 | 16.884 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 726 | 676 | |||
| davon Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden | 30 | 30 | 0 | 0 | |
| PASSIVA | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.771 | 4.771 | 5.580 | 5.580 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.794 | 2.763 | |||
| davon finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 65 | 65 | 81 | 81 | |
| davon derivative Finanzinstrumente zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 2 |
Buchwert aggregiert nach Bewertungskategorien
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 24.018 | 28.769 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.836 | 5.661 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 |
Nettoergebnis pro Bewertungskategorie
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| aus Zinsen | aus Wertberichtigungen | Zeitwertveränderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 84 | 90 | 15 | 159 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeit zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
Die Ermittlung von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen sind, erfolgte mittels der folgenden Bewertungsstufen der sogenannten Fair-Value-Hierarchie.
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| in TEUR | Bewertungsstufe | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate mit negativem Zeitwert (kurzfristig) | 2 | 0 | 2 |
Für die vorhandenen Finanzinstrumente liegen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine im Wesentlichen innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag. Daher weichen die Buchwerte nicht wesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab.
AUSFALLRISIKEN
Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen bezüglich ihrer Kunden durch. Außerdem wird das Ausfallrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dadurch begrenzt, dass die Gesellschaft über eine breit gestreute Kundenstruktur verfügt. Die Gesellschaft verlangt darüber hinaus keine Besicherung ihrer Forderungen. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko durch Vereinbarungen von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es werden außerdem angemessene Wertberichtigungen gebildet. Die liquiden Mittel sind im Wesentlichen bei deutschen und US-amerikanischen Banken in sicheren Anlagen angelegt. Es besteht hier kein wesentliches Ausfallrisiko. Die laufende und zukünftige Rendite wird von der Gesellschaft regelmäßig überwacht. Das maximale Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Intershop hat keine Kredite oder sonstige Bankverbindlichkeiten. Über die vorhandenen Bankguthaben stellt Intershop die Liquiditätsversorgung sicher. Am Bilanzstichtag betrugen die Bankguthaben 14.314 TEUR.
Die folgende Tabelle zeigt den künftigen undiskontierten Cashflow der finanziellen Verbindlichkeiten, die Auswirkungen auf die künftige Liquiditätslage haben:
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| in TEUR | Buchwert zum 31.12.2011 |
Cashflow in 2012 | Buchwert zum 31.12.2012 | Cashflow in 2013 | Cashflow nach 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.580 | 5.580 | 4.771 | 4.771 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.763 | 2.270 | 2.794 | 2.215 | 0 |
ZINSRISIKEN
Ein Zinsrisiko kann grundsätzlich aufgrund der Änderung von Marktzinssätzen mittel- und langfristiger Verbindlichkeiten bestehen. Intershop hat keine Kredite, sodass ein Zinsrisiko nicht besteht.
WÄHRUNGSRISIKEN
Im Intershop-Konzern lauten bestimmte Geschäftsvorfälle auf fremde Währungen. Es entstehen daher Risiken aus Wechselkursschwankungen. Intershop sichert Rechnungen in ausländischer Währung in der Regel mit Währungsoptionen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Währungsoptionen. Intershop ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollars und des Australischen Dollars ausgesetzt.
Der Buchwert der auf diese Währungen lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Bilanzstichtag ist wie folgt:
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| Vermögenswerte | Schulden | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in USD | 1.249 | 1.409 | 31 | 3 |
| in AUD | 666 | 1.102 | 98 | 458 |
In der folgenden Tabelle wird aus Konzernsicht die Sensitivität eines 10%igen Anstiegs oder Falls des Euros gegenüber den beiden Währungen dargestellt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Posten und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an.
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| Ergebnis nach Steuern | Ergebnis nach Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| USD | AUD | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Veränderung durch 10 % Aufwertung des Euros | -111 | -128 | -52 | -59 |
| Veränderung durch 10 % Abwertung des Euros | 135 | 156 | 63 | 72 |
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschaft veröffentlichte gemäß §15a WpHG, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Herbert May am 25. Februar 2013 10.000 Intershop-Aktien im Gesamtwert von 18.200 Euro und der Vorstandssprecher Jochen Moll am 1. März 2013 10.000 Intershop-Aktien im Gesamtwert von 19.270 Euro gekauft haben.
Angaben zu nahestehenden Personen
Neben den Geschäftsbeziehungen zu den konsolidierten Tochterunternehmen existieren Beziehungen zu einem Unternehmen, welches an Intershop beteiligt ist. Die GSI Commerce Solutions Inc. als größter Einzelaktionär der Gesellschaft besaß zum Bilanzstichtag 26,14 % der Anteile an der Gesellschaft. Die GSI Commerce Inc. ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,14 % an Intershop beteiligt. Die eBay Inc. hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,14 % der Stimmrechtsanteile an Intershop. Wir verweisen auf den Lagebericht, Abschnitt "Angaben nach § 289 Absatz 4 HGB bzw. § 315 Absatz 4 HGB nebst erläuterndem Bericht". Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Tobias Hartmann ist CEO des Bereichs Global Operations von GSI Commerce Inc. Das Aufsichtsratsmitglied James W. MacIntyre, welches zum 31. Januar 2012 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausschied, war als Leiter des Bereichs E-Commerce-Technologie für GSI Commerce Inc. tätig. Das seit 1. Februar 2012 amtierende Aufsichtsratsmitglied Bob van Dijk ist als Vice President eBay Europe bei eBay Inc. beschäftigt. Der Intershop-Konzern unterhielt zum Bilanzstichtag keine Beziehungen zu nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Joint Ventures oder assoziierten Unternehmen.
Die mit dem beteiligten Unternehmen erzielten Erträge beliefen sich auf 3.850 TEUR (2011: 7.188 TEUR). Die Erträge enthalten Beratungs- und Wartungsumsätze (im Vorjahr zusätzlich Lizenzumsätze). Der offene Saldo an Forderungen belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 244 TEUR (2011: 1.090 TEUR). Die Forderungen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche noch nicht fällig waren. Es wurden in 2012 und 2011 keine Lieferungen und Leistungen von dem beteiligten Unternehmen bezogen. Zu den Bilanzstichtagen bestanden keine Verbindlichkeiten.
Bezüglich der Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen wir auf den Vergütungsbericht im Lagebericht.
Lokale Offenlegungserfordernisse
VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstand bestand in 2012 aus folgenden Mitgliedern:
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| Name | Vorstandsfunktion | Mitgliedszeitraum |
|---|---|---|
| Ludwig Lutter | Vorstand | ab 01.04.2011 |
| Jochen Moll | Sprecher des Vorstands | ab 01.04.2012 |
| Heinrich Göttler | Vorstand | 23.06.2008 bis 30.09.2012 |
| Dr. Ludger Vogt | Vorstand | 01.12.2008 bis 01.04.2012 |
Folgende Mitglieder gehörten im Geschäftsjahr 2012 dem Aufsichtsrat an:
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| Name | Aufsichtsratsfunktion | Mitgliedszeitraum |
|---|---|---|
| Dr. Herbert May | Aufsichtsratsvorsitzender | ab 19.10.2010 (Vorsitz seit 17.11.2010) |
| Tobias Hartmann | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | ab 01.07.2011 (Stellvertreter seit 30.05.2012) |
| Bob van Dijk | Aufsichtsratsmitglied | ab 01.02.2012 |
| James W. MacIntyre | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 01.06.2010 bis 31.01.2012 (Stellvertreter seit 14.12.2010) |
Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich auf 752 TEUR (2011: 880 TEUR), davon entfielen 620 TEUR (2011: 624 TEUR) auf die feste Vergütung und 132 TEUR (2011: 256 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die Leistungen für die vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit für die im Geschäftsjahr 2012 ausgeschiedenen Vorstände betrugen 833 TEUR.
Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2012 eine Gesamtvergütung in Höhe von 113 TEUR (2011: 161 TEUR) zu, davon entfielen 113 TEUR (2011: 101 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2011: 60 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Durch den Vergütungsverzicht von Aufsichtsratsmitgliedern belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat auf 65 TEUR (2011: 83 TEUR). Die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat sind ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen.
Einzelheiten zur Vergütung der Vorstände und Aufsichtsräte werden im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichts und Lageberichts der INTERSHOP Communications AG dargestellt.
MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERBESTÄNDE UND WERTPAPIERGESCHÄFTE
Zum Bilanzstichtag hielt kein Organmitglied der Gesellschaft Intershop-Inhaberstammaktien. Käufe oder Verkäufe von Intershop-Inhaberstammaktien durch Organmitglieder der Gesellschaft bzw. durch Personen in engen Beziehungen zu den Organmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2012 nicht getätigt.
MITARBEITER
Im Geschäftsjahr 2012 hatte der Intershop-Konzern durchschnittlich 505 Vollzeit-Mitarbeiter, davon waren 502 Angestellte und 3 Organmitglieder (2011: 441 Vollzeit-Mitarbeiter, davon 438 Angestellte und 3 Organmitglieder).
Die Personalaufwendungen betrugen 30.574 TEUR (2011: 26.188 TEUR). Die davon von der Gesellschaft geleisteten Rentenversicherungsbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung beliefen sich auf 1.844 TEUR (2011: 1.620 TEUR).
HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2012 Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen gemäß § 285 Nr. 17 und § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB in Höhe von 105 TEUR (2011: 139 TEUR), für andere Bestätigungsleistungen 6 TEUR (2011: 6 TEUR) und für sonstige Leistungen 20 TEUR (2011: 8 TEUR). Die Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen betrugen 71 TEUR (2011: 17 TEUR).
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 11. Januar 2013 abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Jena, 11. März 2013
Der Vorstand der INTERSHOP Communications AG
Jochen Moll
Ludwig Lutter
BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN
Wir haben den von der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Erfurt, den 13. März 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat kontinuierlich die Führung der Geschäfte durch den Vorstand entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben überwacht und sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt.
AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND INHALTE
Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2012 in zwölf Sitzungen, von denen vier als Präsenzsitzungen stattfanden und acht telefonisch abgehalten wurden. Schwerpunkte der Sitzungen waren die aktuelle wirtschaftliche Unternehmensentwicklung, insbesondere die Umsatz- und Ergebnislage, die Mitarbeiterentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an mehr als der Hälfte der Sitzungen teil. Lediglich Herr James W. MacIntyre, der sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt hat, nahm nicht mehr an der einzigen Sitzung während seiner Restamtszeit im Berichtsjahr teil.
Gegenstand der Sitzungen am 12. Januar 2012 und am 15. Februar 2012 war das Budget für das Geschäftsjahr 2012, welches in letzterer Sitzung verabschiedet wurde. Außerdem berichtete der Vorstand über die Geschäftsergebnisse des Geschäftsjahres 2011. In den Aufsichtsratssitzungen am 19. März 2012 und 1. April 2012 erfolgten Beschlussfassungen zu Vorstandspersonalien. Im Mittelpunkt der Sitzungen am 3. Mai 2012 sowie am 1. August 2012 standen die Berichte des Vorstands zur aktuellen Quartalsentwicklung sowie die zu erwartende Geschäftsentwicklung mit potentiellen Vertriebsprojekten.
In der Sitzung am 29. Mai 2012 war neben Personalthemen im Wesentlichen die Vorbereitung der Hauptversammlung Gegenstand der Tagesordnung. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung unmittelbar nach der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Herbert May als Aufsichtsratsvorsitzenden wieder sowie Herrn Tobias Hartmann als seinen Stellvertreter.
In den Sitzungen am 24. Oktober, 6. Dezember sowie 20. Dezember 2012 erörterte der Aufsichtsrat neben der Geschäftsjahresentwicklung die Planung und Strategien für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die darauffolgenden zwei Jahren. Ferner waren auch Personalthemen Gegenstand dieser Sitzungen.
Zusätzlich zu den Sitzungen gab es schriftliche Umlaufbeschlüsse zu Personalthemen sowie zu zustimmungspflichtigen Verträgen.
Bedeutende Geschäftsvorgänge für das Unternehmen wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Die nach der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte hat der Vorstand dem Aufsichtsrat stets zur Zustimmung vorgelegt. Bei den zustimmungspflichtigen Verträgen und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat die Beschlussvorlagen detailliert geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsratsvorsitzenden neben den Berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft, der Planung, der Risikolage und des Risikomanagements und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen. Im ständigen Kontakt haben der Aufsichtsratsvorsitzende und die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand wichtige Themen des Unternehmens erörtert, analysiert und überwacht.
Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.
CORPORATE GOVERNANCE
Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2012 über seine Zustimmung zu mehreren Änderungsvereinbarungen zu einer im Geschäftsjahr 2010 abgeschlossenen Vereinbarung mit der GSI commerce Solutions Inc. bzw. zur Annahme von Einzelaufträgen im Rahmen dieser Vereinbarung zu beschließen. In diesen Fällen sind die Aufsichtsratsmitglieder James W. Maclntyre und Tobias Hartmann bzw. nach dem 1. Februar 2012 Bob van Dijk vorsorglich von einem potentiellen Interessenkonflikt wegen ihrer jeweiligen hauptberuflichen Tätigkeit bei GSI commerce Inc. bzw. eBay Inc. ausgegangen. Sie haben dies der Gesellschaft im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex angezeigt. Aufgrund dieses potentiellen Interessenkonfliktes haben sie sich vorsorglich in den relevanten Einzelfällen regelmäßig ihrer Stimme enthalten.
Die Vergütungen der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder, individualisiert und nach Bestandteilen untergliedert, sind im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der INTERSHOP Communications AG ausgewiesen.
PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND
Im Geschäftsjahr 2012 gab es drei Organveränderungen: eine im Aufsichtsrat und zwei weitere im Vorstand.
Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 26. Januar 2012 Herrn Bob van Dijk, Vice President eBay Europe, zum Aufsichtsratsmitglied der INTERSHOP Communications AG mit Wirkung zum 1. Februar 2012 bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied James W. Maclntyre hat sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 30. Mai 2012 wurde Herr van Dijk als Aufsichtsratsmitglied für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 Beschluss fasst, gewählt.
Mit Wirkung zum 1. April 2012 gab es einen Wechsel im Vorstand. Das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Ludger Vogt hat zum 1. April 2012 sein Mandat mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Zum 1. April 2012 trat Herr Jochen Moll sein Amt als Mitglied und Sprecher des Vorstands an. Er verantwortet die Ressorts Vertrieb, Marketing und Consulting. Herr Moll verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Management-Funktionen in der IT-Industrie. Herr Dr. Vogt war seit 1999 im Intershop-Konzern tätig. Bis Ende 2006 leitete er als Vice President die Bereiche Consulting, Customer Support und Technical Training, bevor er 2007 die Verantwortung für den Vertrieb übernahm und 2008 zum Vorstandsmitglied berufen wurde. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Vogt für seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren, insbesondere in den Geschäftsjahren 2010 und 2011, bei der 2007 vollzogenen Restrukturierung sowie beim Aufbau der strategischen Partnerschaft mit GSI commerce, Inc.
Mit Wirkung zum 30. September 2012 legte das langjährige Vorstandsmitglied Henry Göttler im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Amt als Vorstand der Gesellschaft nieder. Das Ressort von Herrn Göttler wird zunächst zwischen den Vorstandsmitgliedern Jochen Moll und Ludwig Lutter aufgeteilt. Herr Göttler begann seine Tätigkeit bei Intershop im Jahr 2001 als Director Customer Support Global und war seit 2008 als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft verantwortlich für die Produktbereiche und die New Services. Er hat den Turnaround von Intershop im Jahr 2008 und den nachfolgenden Wachstumskurs der Gesellschaft maßgeblich mitgeprägt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Göttler für sein langjähriges großes Engagement für die Gesellschaft. Er hat mit dafür gesorgt, dass Intershop heute nicht nur technologisch zu den weltweit führenden Anbietern von integrierten E-commerce-Lösungen zählt.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABHÄNGIGKEITSBERICHT, ABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 30. Mai 2012 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden.
Außerdem wurde von den Abschlussprüfern der von der Gesellschaft nach § 312 AktG erstellte Abhängigkeitsbericht geprüft und darüber gemäß § 313 Abs. 3 AktG berichtet sowie der folgende uneingeschränkte Vermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Nach eingehender eigener Prüfung, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt der Aufsichtsrat gegen die Abschlüsse und den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Prüfung des Abhängigkeitsberichts an. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 20. März 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2012 noch keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen für ihr großes Engagement und die erbrachten Leistungen sowie den Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen im Geschäftsjahr 2012.
Jena, im März 2013
Für den Aufsichtsrat
Dr. Herbert May, Vorsitzender des Aufsichtsrats
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat der INTERSHOP Communications AG ("Intershop") begrüßen den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Mai 2012 aktualisierten Deutschen Corporate Governance Kodex. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2012 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 11. Januar 2013 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:
Die INTERSHOP Communications AG hat seit der Aktualisierung der Entsprechungserklärung 2011 vom 17. April 2012 bis zum 15. Mai 2012 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und ab dem 16. Mai 2012 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen in der Fassung vom 15. Mai 2012 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen zukünftig entsprechen:
a) Der bestehende D&O-Versicherungsschutz sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor (Kodex-Ziffer 3.8), da der Gesellschaft eine solche nicht zu vergleichsweise günstigeren Konditionen angeboten worden ist. Ferner sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihre Pflichten auch ohne Selbstbehalt verantwortungsbewusst ausüben.
b) Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben (Kodex-Ziffer 5.1.2). Nach Auffassung des Aufsichtsrats ist dieses Kriterium nicht geeignet, für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern den alleinigen Ausschlag zu geben. Bei der Zusammensetzung des Vorstands sollten die fachlichen und persönlichen Qualifikationen der Bewerberin oder des Bewerbers für die Auswahl eines geeigneten Kandidaten vorrangig maßgeblich sein, weil nur hierdurch die Interessen der Gesellschaft bestmöglich gewahrt werden können.
c) Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele benannt, die die Vielfalt (diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsieht (Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2). Auch hat er keine Anzahl von unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern im Sinne von Kodex-Ziffer 5.4.2 festgelegt. Der Aufsichtsrat ist auch vor dem Hintergrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder der Ansicht, dass die konkrete Festlegung von Zielen die Auswahl von geeigneten Aufsichtsratsmitgliedern beschränkt. Vielmehr möchte der Aufsichtsrat über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der entsprechenden Situation individuell frei entscheiden. Da der Aufsichtsrat nach § 100 Abs. 5 AktG ohnehin mit einem unabhängigen Finanzexperten zu besetzen ist, sieht der nur dreiköpfige Aufsichtsrat auch keine Veranlassung, darüber hinaus eine Anzahl von unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern festzulegen. Er hält die Besetzung mit einem unabhängigen Mitglied für angemessen.
d) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wurde 13 Tage nach der im Kodex genannten Frist, jedoch innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren 4-Monats-Frist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2). Ein früherer Termin für die Veröffentlichung war aufgrund der zeitlichen Abläufe für die Aufstellung, Prüfung und Feststellung des Konzernabschlusses nicht möglich. Wesentliche vorläufige Kennzahlen wurden jedoch vorab veröffentlicht. Zukünftig wird die Gesellschaft dieser Empfehlung des Kodex entsprechen.
Diese Entsprechenserklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht worden.