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INTERFACE INC Management Reports 2010

Dec 8, 2011

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Management Reports

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Publication

InterFace AG

Unterhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

der InterFace AG

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die InterFace AG bietet unverändert Dienstleistungen im Umfeld der Informatik (Informationstechnologie) an. Das Leistungsangebot der InterFace AG umfasst drei Schwerpunkte:

IT-Organisation Projektleitung, Projekt- und Servicemanagement sowie Analyse, Design, Optimierung und Implementierung von IT-Prozessen mit besonderem Augenmerk auf Qualitätsaspekte
IT-Infrastruktur Unterstützung beim Aufbau und Betrieb von großen Rechenzentren mit den Schwerpunkten Virtualisierungs-, Speicher- und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Datenmanagement
IT-Applikationen Anforderungsanalyse, Architektur, Design, Implementierung, Pflege und Wartung von Software-Anwendungen, agile Softwareentwicklungsmethoden und spezielle Lösungen für Produktionstext

Diesem Leistungsangebot folgend verfügt die InterFace AG über drei Geschäftsfelder. Jedes Geschäftsfeld konzentriert sich auf die fachliche und geschäftliche Entwicklung seines Leistungsangebotes. Das Know-how der in den drei Geschäftsfeldern eingesetzten Berater ist stark unterschiedlich, ergänzt sich aber zu einem ganzheitlichen Beratungsangebot zur Informationstechnologie.

Unterstützt werden die Geschäftsfelder durch eine Vertriebs- und eine Organisationsabteilung. Die Vorstände verantworten jeweils ein Geschäftsfeld und nehmen darüber hinaus Querschnitts-Aufgaben wahr.

Geschäftsfelder:

Thomas Vallon: IT-Organisation
Maximilian Buchberger: IT-Infrastruktur
Dr. Christof Stierlen: IT-Applikationen

Querschnitts-Aufgaben:

Thomas Vallon: Personal, Organisation und Verwaltung,
Maximilian Buchberger: Vertrieb und Marketing,
Dr. Christof Stierlen: Strategie und Unternehmensphilosophie,
Roland M. Dürre: Integration der Geschäftsfelder und -stellen ins Unternehmensgesamt, Geschäftserweiterung, strategische Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Kunden der InterFace AG sind überwiegend Großunternehmen und Behörden, die IT-Lösungen im unternehmenskritischen Einsatz haben und sich so den Anforderungen eines modernen „Enterprise Computing“ stellen müssen. Die InterFace AG beliefert Endkunden und – als Subunternehmer – große Technologielieferanten und Systemintegratoren, welche die Zulieferung der InterFace AG zum Eigenbedarf nutzen oder – integriert in ihre Leistungserbringung – an Endkunden weitergeben.

Die Firmenzentrale der InterFace AG befindet sich in Unterhaching bei München; daneben unterhält die InterFace AG seit 2008 eine Geschäftsstelle in Nürnberg. Die Dienstleistung wird bundesweit erbracht.

Das Leitbild der InterFace AG beinhaltet, sich nicht auf die Rolle des Lieferanten von Profilen („Body Leasing“ und „Expert Placement") zu reduzieren. Ziel ist es, Aufgaben ganzheitlich durch Teams mit besonderem Know-how zu übernehmen. Dies bedeutet aber nicht in jedem Fall, die gesamte Lieferung „aus einer Hand“ erfüllen zu wollen.

Die Wettbewerbssituation stellt sich für die InterFace AG ambivalent dar. Als kleineres und flexibles Unternehmen sehen wir uns gegenüber größeren Mitwettbewerbern nicht grundsätzlich im Nachteil. Die Rückmeldungen auf die gewählte Marktstrategie, den Kunden ein strukturiertes Dienstleistungsangebot mit drei sich ergänzenden Schwerpunkten anzubieten, sind weiter positiv.

Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Die durch unsere erfolgreiche ISO-Zertifizierung seit 2003 eingeleitete Beschreibung und Verbesserung unserer internen und externen Prozesse wurde auch in 2010 im Rahmen einer umfassenden Systembewertung und Rezertifizierung durch die DQS erfolgreich fortgeführt.

2. IF-Group

Die InterFace AG beabsichtigt weiter zu wachsen. Für das Kern-Unternehmen InterFace AG wird dabei vor allem ein kontinuierliches Wachstum angestrebt. Hier wollen wir uns auf unsere zentralen Erfolgsthemen und deren Weiterentwicklung konzentrieren. Weitere, unser Leistungsangebot ergänzende IT-Themen sollen, wo erfolgversprechend, auch im Rahmen von Tochterunternehmen realisiert werden. Die komplementären Leistungsangebote sollen sich längerfristig in einem Unternehmensverbund, der „IF-Group“, gestützt durch Beteiligungsverhältnisse und abgestimmte Marketingkommunikation bei grundsätzlicher unternehmerischer Eigenständigkeit entwickeln. Zum 31.12. verfügt die InterFace AG über vier Unternehmenstöchter: die IF-Agora GmbH, die IF-TECH AG, die IF-Localization GmbH sowie die IF-PHOTOGRAPHY GmbH i.L..

IF-Agora GmbH (vormals: IF-TRAINING GmbH)

Die IF-TRAINING GmbH wurde am 07.08.2009 auf Initiative von Jens-Christian Lang gegründet, der mit 35% an der Gesellschaft beteiligt war. Gegenstand des Unternehmens war die Konzeption, Vermarktung und Durchführung von Seminaren sowie Coaching- und Beratungsleistungen zur Qualifikations- und Personalentwicklung mit dem Ziel der Steigerung der Service-Qualität und der Nutzung von Mehrwertpotenzialen bei Serviceleistungen. Die geplante Entwicklung hat sich nicht realisieren lassen; die IF-TRAINING GmbH konnte dennoch das Geschäftsjahr 2010 ohne Verlust abschließen.

Am 13.12.2010 wurde die Gesellschaft in IF-Agora GmbH umbenannt und der Sitz nach Unterhaching verlegt; seit dem 31.12.2010 hält die InterFace AG 100% der Anteile. Unternehmenszweck ist jetzt der Aufbau eines Internet-Marktplatzes für Wissen, der auf den Vertrauensstrukturen eines mächtigen Netzwerks aufbaut. Die Umsätze sollen durch Gebühren für Wissensuche, Vermittlung von Veranstaltungen und eigene Wissensberatung - gestützt auf das Netzwerk - generiert werden.

IF-TECH AG

Zu Beginn 2010 ist die IF-TECH AG gegründet worden. IF-TECH AG ist auf Virtualisierung spezialisiert und richtet ihr Angebot überwiegend an kleinere und mittelständische Unternehmen. So ergänzt IF-TECH das Leistungsangebot des Geschäftsfeldes IT-Infrastruktur der InterFace AG im Detailgeschäft. Die Gründer von IF-TECH sind Stefan Mooser und Martin Holzner, die schon lange erfolgreich im IT-Markt als Freiberufler tätig und uns bekannt waren. Die beiden hatten gemeinsam eine Gründung vorbereitet; es gelang uns, sie für die IF-Group zu gewinnen. An IF-TECH ist die InterFace AG als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt, der Aufsichtsrat besteht aus den InterFace-Vorständen Buchberger, Dürre und Vallon.

Das erste Geschäftsjahr der IF-TECH AG war sehr erfolgreich, es konnte ein Überschuss von 27.585 € erwirtschaftet werden.

IF-Localization GmbH Die IF-Localization GmbH wurde als Tochterunternehmen am 01.06.2010 gegründet. Luka Komljenovic als Abteilungsleiter des Marktführers im Bereich Lokalisierung plante ein eigenständiges Unternehmen zu gründen. Auf seiner Suche nach Partnern traf er auf die InterFace AG, da er mit Roland Dürre persönlich bekannt war. Dies führte zur Gründung von IF-Localization.

Eine Motivation der InterFace AG für die Beteiligung an IF-Localization ist, mit diesem Unternehmen das Know-How für die Internationalisierung von WEB-Anwendungen im Haus zu haben. Dies ist aber eine Option für die Zukunft, IF-Localization baut sein Geschäft aktuell völlig aus eigener Kraft auf.

An IF-Localization ist die InterFace AG als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt, Luka Komljenovic ist ergänzender Gesellschafter mit 40% und Geschäftsführer. Luka Komljenovic plant, an seinen Gründungspartner Nathan Kurz zeitnah 15% der Gesellschaftsanteile abzutreten. Aus dem InterFace-Vorstand wird die IF-Localization von Roland Dürre supervisioniert.

Das erste Geschäftsjahr der IF-Localization war erfreulich. Die geplanten Startverluste konnten zu einem großen Teil schon in 2010 kompensiert werden; im 1. Quartal 2011 wird der „break-even“ erwartet.

IF-PHOTOGRAPHY GmbH i.L.

Die IF-PHOTOGRAPHY GmbH befindet sich in Liquidation und soll in 2011 gelöscht werden.

3. Geschäftsstelle Nürnberg

Die Geschäftsstelle in Nürnberg hat die mit ihr verbundenen Erwartungen weiter erfüllt. Wir haben uns im letzten Jahr ausschließlich darauf konzentriert, unseren Kunden Bundesagentur für Arbeit optimal zufrieden zu stellen und gehen davon aus, dass dies überwiegend gelungen ist.

Der Aufbau von Geschäft in der Region Nürnberg außerhalb der Bundesagentur ist bisher nicht erfolgt. Auch in diesem Jahr wird die Priorität auf der Bewahrung und Verbesserung unserer guten Position bei der Bundesagentur liegen. Gleichwohl werden Optionen im Großraum Nürnberg/Erlangen besonders intensiv verfolgt, bisher freilich ohne konkrete Ergebnisse.

Das „Modell Nürnberg“ bewerten wir grundsätzlich als Muster für den Aufbau weiterer regionaler Geschäftsstellen. In 2011 soll die Gründung einer Geschäftsstelle Rhein.Ruhr am Standort Duisburg erfolgen.

4. Ertragslage

Das Jahr 2010 brachte der InterFace AG nicht ganz das Ergebnis des Vorjahres. Der Umsatz konnte mit T€ 11.416 in 2010 gegenüber T€ 11.327 in 2009 trotz weiterer Einbußen bei Preisen gesteigert werden. Die Beratungsleistungen stiegen auf T€ 11.176 gegenüber T€ 11.085 in 2009, der Produktanteil von T€ 240 ist gegenüber T€ 242 in 2009 nahezu unverändert. Der Jahresüberschuss reduzierte sich von T€ 476 im Jahr 2009 auf T€ 369 im Jahr 2010. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

2007 2008 2009 2010
Eigenkapitalrentabilität (in %) 14,7 23,9 18,8 13,3
Umsatzrentabilität (in %) 3,7 5,1 4,2 3,3

Der Personalbestand der InterFace AG zum 31.12.2010 beträgt einschließlich Vorstand insgesamt 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon befindet sich eine Mitarbeiterin in Elternzeit. zwei Mitarbeiter/innen sind teilzeittätig. Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag drei Werkstudenten.

2007 2008 2009 2010
Personalbestand zum 31.12. 63 74 77 72
Vorstand 3 4 4 4
Arbeitnehmer/innen in Elternzeit 2 3 2 1
Arbeiternehmer/innen 58 67 71 67
davon Teilzeit 2 2 2 2
davon Altersteilzeit 2 2 1 0
davon Azubi 1 1 1 0
davon Studenten u. Praktikanten 1 1 3 3

Umgerechnet auf „Vollzeitäquivalente“ beträgt der Personalbestand – ohne die Mitglieder des Vorstands und Werkstudenten – zum Stichtag 63 Mitarbeiter/innen (2009: 63; 2008: 63). 2010 wurden – ohne die Mitglieder des Vorstands – insgesamt 124.222 Arbeitsstunden (einschließlich Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten) erbracht (2009: 125.686; 2008: 105.850).

Die InterFace AG als Dienstleistungsunternehmen arbeitet mehrheitlich mit Festangestellten. Bei Unterauftragnehmern kooperiert das Unternehmen mit Freiberuflern oder Kleinunternehmen, das Auftragsvolumen an externe Berater wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Eine wesentliche Lieferantenabhängigkeit ist nicht gegeben. Auf Kundenseite wurde die Diversifizierung weiter vorangetrieben, so dass es keine überproportionale Abhängigkeit von einem Kunden gibt.

Das Finanzergebnis hat sich von T€ -20 in 2009 auf T€ 22 in 2010 entwickelt; Abschreibungen auf Finanzanlagen waren dabei in 2010 nicht zu verzeichnen (2009: T€ 63).

5. Finanzlage

a) Die Investitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2010 betrugen T€ 309.
b) Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie auch in den vorangegangenen Jahren planmäßig durch Eigenkapital. Die wichtigsten Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Finanzierung stellen sich wie folgt dar:
2007 2008 2009 2010
Eigenkapitalquote (in %) 47,5 46,7 51,5 50,3
Anlagenintensität (in %) 9,2 7,4 8,7 10,0
Anlagendeckung (in %) 517,4 632,2 594,1 500,2
Cash Flow (in T€) 431 665 692 551
Dynamischer Verschuldungsgrad 5,0 3,9 3,5 4,7

Das Finanzmanagement des Unternehmens folgt immer dem Grundsatz der kaufmännischen Umsicht. Vorrangige Zielsetzung ist es, eine weitgehende Unabhängigkeit von dritter Seite zu gewährleisten und ausreichende Liquidität vorzuhalten. Alle Ausgaben zur Geschäftsentwicklung werden vom Vorstand sorgfältig geprüft und verantwortlich beschlossen.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Mittel aus Rücklagen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben sind weder geplant noch nötig, ebenso keine Kapitalerhöhungen oder Kapitalherabsetzungen.

Die zugesagten Überziehungskredite in Höhe von T€ 240 werden nicht ausgenutzt. Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt T€ 88 sichern Ansprüche von Arbeitnehmern aus Langzeitarbeitskonten ab. Im Übrigen bestehen außer den bei Festgeldanlagen üblichen Bindungen keine Beschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten.

Neben den normalen kurzfristigen Verbindlichkeiten wie Steuern und Abgaben bzw. durch Sonderregelungen bei Lohn und Gehalt hat das Unternehmen keine Verbindlichkeiten.

Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen; damit verbundene Auflagen bestehen daher nicht. Ebenso sind aufgrund der Beschaffungsstrategie keine wesentlichen Leasingverpflichtungen vorhanden.

6. Vermögenslage

Wesentliche Abweichungen bei der Vermögenslage gegenüber dem Vorjahr sind nicht vorhanden; die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2010 betrafen insbesondere den Fuhrpark sowie Hardware.

Der Mietvertrag für von der InterFace AG gemietete Gebäude in Unterhaching hat eine Laufzeit bis 31. März 2013. Zurzeit nutzt die InterFace AG ca. 50% der gemieteten Flächen selbst, der Rest ist untervermietet.

Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr positiv beurteilt; die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war noch gut und lag über Plan.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.

8. Risikobericht

Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, sie zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.

Hierzu hat die InterFace AG im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach § 91 Abs. 2 AktG ein dem Geschäftsumfang angemessenes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Schon vor der ISO-Zertifizierung im Jahr 2003 verfügte das Unternehmen über ein eigenes Risikofrüherkennungssystem. Dieses System wurde weiter ausgebaut und ist jetzt Teil der ISO-Prozess-Beschreibungen. Maßnahmen zur Absicherung der Compliance des Unternehmens sind seit 2009 in das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens integriert.

Der Kundenstamm der InterFace AG ist diversifiziert. Eine besondere Abhängigkeit von einem Kunden ist nicht vorhanden. Auch thematisch steht die InterFace AG mit einem sich ergänzenden Dienstleistungsangebot im Markt.

Trotz der Entwicklung hin zu immer längeren Zahlungszielen gerade bei Großunternehmen und Behörden sind aufgrund der guten Kapitalausstattung keine konkreten finanzwirtschaftlichen Risiken ersichtlich, wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht zu erkennen.

Risiken der Änderung von Verkaufspreisen sind permanent vorhanden. Aufgrund der Kundenstruktur (Behörden bzw. Kunden mit guter Bonität) sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken im Debitorenbereich zu verzeichnen; auf eine Debitorenversicherung konnte deshalb verzichtet werden.

Rechtliche Bestandgefährdungspotenziale wie Bürgschaften für Dritte oder Patronatserklärungen sind nicht vorhanden, ebenso wie sonstige Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche unwahrscheinlich sind. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

9. Prognosebericht

Aussagen über Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich – sowohl positiv als auch negativ – von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich neben anderem insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Geschäftsfelder, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden.

Der Vorstand der InterFace AG blickt zuversichtlich in die Zukunft. Mit unserem Leistungsangebot liegen wir gut im Markt. Das Unternehmen hat ein hohes Ansehen, der Bekanntheitsgrad steigt. Vertrieblich bestehen zahlreiche Kontakte zu Partnern und Kunden, die ein wertvolles Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit beinhalten.

Trotzdem gibt es auch Hemmnisse. Der Arbeitsmarkt hat sich eindeutig zu einem „Mitarbeiter-Markt“ entwickelt. Gehaltliche Ansprüche der Mitarbeiter steigen, die Kompromiss-Bereitschaft der Mitarbeiter bei Themen wie Einsatzort oder Aufgabe ebenso.

Für die Zukunft des Unternehmens ist das Gewinnen und Entwickeln von jungen Informatikern mit hohem fachlichem und menschlichem Potenzial aber von größter Wichtigkeit. Leider sind viele Bewerber – auch mit guter Papierform – unseren Ansprüchen nicht gewachsen. Die oft notwendige mehrmonatige Ausbildung von neuen Mitarbeitern ist aufgrund immer noch großen Margendrucks nicht möglich.

Dennoch hat InterFace weiter für ein mittelständisches Unternehmen überdurchschnittliche Chancen. Dazu gehören auch nach wie vor aktuelle Schwächen von Mitwettbewerbern. Wir sehen also trotz einer für uns sehr schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt durchaus Möglichkeiten, unser Geschäft weiter zu entfalten und zu stabilisieren.

Eine konkrete Chance ergibt sich für uns im ersten Quartal durch eine Ausschreibung des Freistaates Bayern. Da wir uns in den letzten Jahren hier als Lieferant bewährt haben und aufgrund guter vertrieblicher Vorleistungen sehen wir hier sehr gute Chancen, ein größeres und für die Zukunft wesentliches Projekt zu gewinnen.

Natürlich sind wir uns trotz vieler InterFace-spezifischer positiver Aussichten der massiven Risiken der aktuell außergewöhnlichen allgemeinen Situation bewusst. Die Zukunft kann von Faktoren abhängig sein, die außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen. Dank einer guten Vorsorgepolitik und auf verschiedenen Ebenen angelegter Reserven ist das Unternehmen auch für schwierige Zeiten gerüstet.

Dies vorausgeschickt wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für die nächsten beiden Jahre wie folgt beurteilt:

Der Vorstand der InterFace AG geht zuversichtlich in die Jahre 2011 und 2012. Für 2010 war geplant, den Vorjahresumsatz zu halten. Dieses Ziel wurde leicht übertroffen. In 2011 werden wir im Umsatz deutlich zu legen und hoffen, die im Jahre 2010 erreichte Rendite wieder steigern zu können.

Unterhaching, den 18. Februar 2011

Roland M. Dürre

Maximilian Buchberger

Dr. Christof Stierlen

Thomas Vallon

Bilanz zum 31. Dezember 2010

InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching zur Offenlegung gem. § 325 ff. HGB

AKTIVA

31.12.2010

EUR
31.12.2009

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.275,00 3
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.568,00 424
III. Finanzanlagen 85.625,00 16
535.468,00 443
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 47.285,85 20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.157.486,44 1.823
davon gegen verbundene Unternehmen EUR 19.457,16 (0)
III. Wertpapiere 14.430,75 89
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.548.447,80 2.718
4.767.650,84 4.650
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.037,32 21
5.325.156,16 5.114
PASSIVA
31.12.2010

EUR
31.12.2009

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 27.419,38 27
III. Gewinnrücklage 572.580,62 573
IV. Bilanzgewinn 1.075.629,74 1.032
2.675.629,74 2.632
B. Rückstellungen 846.050,58 1.033
C. Verbindlichkeiten 1.763.654,60 1.412
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 13.412,04 (0)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 39.821,24 37
5.325.156,16 5.114

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2010

InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching Offenlegung gem. § 325 ff. HGB

2010 2009
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Rohergebnis 7.517.439,79 7.992
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.935.572,99 5.027
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 669.036,81 692
davon für Altersversorgung: EUR 29.501,09 5.604.609,80 (29)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 178.367,02 145
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.234.183,21 1.417
500.279,76 711
5. Erträge aus Beteiligungen 1.500,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.500,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.916,23 43
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 559,81 63
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 522.136,18 691
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 146.917,99 209
11. Sonstige Steuern 5.060,00 6
12. Jahresüberschuss 370.158,19 476
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 706.471,55 556
14. Bilanzgewinn 1.076.629,74 1.032

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2010

InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching - zur Offenlegung nach §§ 325 ff. HGB -

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind - vorbehaltlich von Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz - zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer bzw. degressiver Abschreibungen bewertet. Die angesetzte Nutzungsdauer für die einzelnen Anlagengegenstände ist nach den steuerlichen Vorschriften ausgerichtet.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 150,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis einschließlich EUR 410,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Bei der Entwicklung des Anlagevermögens sind die tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Einstandskosten.

Bei den Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere, die verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(2) Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010 31.12.2010
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 638.353,07 1.190,67 0,00 639.543,74
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 954.699,78 238.830,35 127.462,06 1.066.068,07
Finanzanlagen
Beteiligungen 41.250,00 69.375,00 0,00 110.625,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 37.500,00 0,00 0,00 37.500,00
78.750,00 69.375,00 0,00 148.125,00
1.671.802,85 309.396,02 127.462,06 1.853.736,81
Abschreibungen
01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010 31.12.2010
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 635.068,07 2.200,67 0,00 637.268,74
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.240,78 176.166,35 88.907,06 796.314,19
Finanzanlagen
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 37.500,00 0,00 0,00 37.500,00
62.500,00 0,00 0,00 62.500,00
1.228.808,85 178.367,02 88.907,06 1.496.082,93
Buchwert
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.275,00 3.285,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.568,00 423.459,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 85.625,00 16.250,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
85.625,00 16.250,00
535.468,00 442.994,00

(3) Beteiligungen

Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2010

EUR
Ergebnis 2010

EUR
IF-TECH AG, Unterhaching 60% 79.037,00 29.037,00
IF-Localization GmbH, Unterhaching 60% 25.740,75 -24.259,25
IF-Agora GmbH, Unterhaching 100% 31.937,58 4.619,11
IF-PHOTOGRAPHY GmbH i. L., Unterhaching 100% -30.258,92 -1.561,23

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

(5) Grundkapital

Das Grundkapital ist mit EUR 1.000.000,00 ausgewiesen. Sämtliche ausgegebenen Anteile sind in voller Höhe einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 928.830 nennwertlose Stückaktien; es handelt sich um Namensaktien.

(6) Gesetzliche Rücklagen

Die gesetzlichen Rücklagen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB unter Beachtung des § 150 Abs. 2 AktG in vorgeschriebener Höhe dotiert.

(7) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten besteht zum 31.12.2010 wie im Vorjahr ebenfalls nicht.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(8) Verrechnung von Deckungsvermögen

Bei der Verrechnung von Deckungsvermögen mit den korrespondierenden Schuldposten gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden aus den Zinserträgen EUR 300,00 aus Deckungsvermögen mit dem Personalaufwand in Höhe von EUR 300,00 verrechnet.

IV. SONSTIGE ANGABEN

(9) Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) betrug im Jahresdurchschnitt (ohne die Mitarbeiter, die als Volontäre beschäftigt sind, und ohne die Vorstandsmitglieder):

2010 2009
Angestellte 64 67

(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 227 p. a. (Vj. TEUR 235) und betreffen im Wesentlichen die Gebäudemiete Unterhaching.

Laufzeiten bis maximal 31.03.2013.

(11) Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Broy, Hochschullehrer, Oberhaching - Vorsitzender des Aufsichtsrats -

Dipl.-Ing. Peter G. Jilek, Geschäftsführer i. R., Grünwald - stellvertretender Vorsitzender -

Dipl.-El.-Ing. ETH Wolf Geldmacher, Systemberater, Goldach (Schweiz)

Vorstand

Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre - Vorsitzender des Vorstands -

Maximilian Buchberger

Dr. Christof Stierlen

Thomas Vallon M.A.

(12) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr TEUR 945 betragen (Vj. TEUR 1.011).

(13) Bezüge des Aufsichtsrats

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Jahresabschluss 2011 Vergütungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 45) berücksichtigt.

(14) Anteilsbesitz

Zum Abschlussstichtag hält die Belras AG, Schweiz, einen Anteil von 28,89 % an der InterFace AG.

(15) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf EUR 27.419,38.

(16) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

EUR
Gewinnvortrag 1.031.561,76
./. Gewinnausschüttung in 2010 -325.090,21
+ Jahresüberschuss 2010 369.158,19
Stand 31.12.2010 1.075.629,74

(17) Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 1.075.629,74 einen Betrag in Höhe von EUR 185.766,00 auszuschütten; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,20 pro Stückaktie.

Der verbleibende Betrag von EUR 903.591,74 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterhaching, den 18. Februar 2011

Der Vorstand

(Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre)

(Maximilian Buchberger)

(Dr. Christof Stierlen)

(Thomas Vallon M.A.)

Hinweis nach § 325 Abs. 1 sowie § 328 Abs. 1. Nr. 1 S. 2 HGB:

Vorstehender Jahresabschluss wurde am 01.04.2011 festgestellt. Der Gewinnverwendungsbeschluss entspricht dem Gewinnverwendungsvorschlag.

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 (326, 327a) HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterFace AG, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Jahresabschluss entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss; er vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der InterFace AG, Unterhaching, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 21. Februar 2011

Dr. Fritz Kesel & Partner OHG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft München

Florentin Kesel (Wirtschaftsprüfer)

Lutz Weigell (Wirtschaftsprüfer)

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Bericht des Aufsichtsrates

der InterFace Aktiengesellschaft Unterhaching

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 die ihm gesetzlich und satzungsmäßig zukommenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der InterFace AG laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in seinen Sitzungen und anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte über die Geschäftsentwicklung der InterFace AG informieren lassen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer bestellten Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an.

Aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2010 in Höhe von € 1.075.629,74 sollen € 185.766,50 ausgeschüttet werden; dies entspricht einer Dividende von € 0,20 pro Stückaktie. Der Restbetrag von € 903.591,74 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Gewinnverwendungsvorschlag an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterFace AG für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Unterhaching, den 1. April 2011

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy Vorsitzender des Aufsichtsrates