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INTERFACE INC — Audit Report / Information 2013
Feb 17, 2015
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Audit Report / Information
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Publication
InterFace AG
Unterhaching
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
LAGEBERICHT DER INTERFACE AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Die InterFace AG bietet Dienstleistungen im Umfeld der Informatik (Informationstechnologie) an. Das Leistungsangebot der InterFace AG umfasst drei Schwerpunkte:
• IT-Organisation
Projektmanagement und Projektcoaching, Service-, Qualitäts- und IT-Sicherheitsmanagement sowie Analyse, Design, Implementierung und Optimierung von IT-Prozessen mit besonderem Augenmerk auf Aspekten des Veränderungsmanagements
• IT-Infrastruktur
Unterstützung beim Aufbau und Betrieb von großen Rechenzentren mit den Schwerpunkten Virtualisierungs-, Speicher- und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Datenmanagement
• IT-Applikationen
Anforderungsanalyse, Architektur, Design, Implementierung, Pflege und Wartung von Software-Anwendungen, agile Softwareentwicklungsmethoden und spezielle Lösungen für Produktionstext
Diesem Leistungsangebot folgend ist die InterFace AG in drei Geschäftsfelder gegliedert. Jedes Geschäftsfeld konzentriert sich auf die fachliche und geschäftliche Entwicklung seines Leistungsangebotes. Das Know-how der in den drei Geschäftsfeldern eingesetzten Berater ist stark unterschiedlich, ergänzt sich aber zu einem ganzheitlichen Beratungsangebot zur Informationstechnologie.
Alle drei Geschäftsfelder erbringen einen relevanten Anteil an Umsatz und Ergebnis der InterFace AG.
Unterstützt werden die Geschäftsfelder durch ein Vertriebs-, Marketing- und Organisationsteam. Die Vorstände verantworten jeweils ein Geschäftsfeld und nehmen darüber hinaus Querschnittsaufgaben wahr.
Geschäftsfelder:
| • | Maximilian Buchberger: IT-Infrastruktur |
| • | Dr. Christof Stierlen: IT-Applikationen |
| • | Thomas Vallon: IT-Organisation |
Querschnitts-Aufgaben:
| • | Maximilian Buchberger: Vertrieb und Marketing |
| • | Roland M. Dürre: Corporate Identity, Corporate Communication und Innovations-management |
| • | Dr. Christof Stierlen: Unternehmensstrategie und Portfoliomanagement |
| • | Thomas Vallon: Personal, Organisation und Verwaltung |
Die Kunden der InterFace AG sind überwiegend Großunternehmen und Behörden, die IT-Lösungen im unternehmenskritischen Einsatz haben und sich so den Anforderungen eines modernen „Enterprise Computing“ stellen müssen. Die InterFace AG beliefert Endkunden und – als Subunternehmer – große Technologielieferanten und Systemintegratoren, welche die Zulieferung der InterFace AG zum Eigenbedarf nutzen oder – integriert in ihre Leistungserbringung – an Endkunden weitergeben.
Die Firmenzentrale der InterFace AG befindet sich in Unterhaching bei München; daneben unterhält die InterFace AG seit 2008 eine Geschäftsstelle in Nürnberg sowie seit 2011 die Geschäftsstelle „Rhein.Ruhr“ in Duisburg. In 2014 bereiten wir die Eröffnung einer weiteren Geschäftsstelle in Stuttgart vor. Unsere Dienstleistung erbringen wir bundesweit.
Das Leitbild der InterFace AG beinhaltet, sich nicht auf die Rolle des Lieferanten von Profilen („Body Leasing“ und „Expert Placement") zu reduzieren. Ziel ist es, Aufgaben ganzheitlich durch Teams mit besonderem Know-how zu übernehmen. Dies bedeutet aber nicht in jedem Fall die gesamte Lieferung „aus einer Hand“. Vielmehr werden Wissenstransfer und „Coaching“ des Kunden und dessen Projekte immer relevanter.
Die Wettbewerbssituation stellt sich für die InterFace AG ambivalent dar. Als kleineres und flexibles Unternehmen sehen wir uns gegenüber größeren Mitbewerbern nicht grundsätzlich im Nachteil. Die gewählte Marktstrategie, den Kunden ein strukturiertes Dienstleistungsangebot mit drei sich ergänzenden Schwerpunkten anzubieten, ist erfolgreich. Die Möglichkeit, Teilleistungen fallweise in ein erweitertes Angebot zu integrieren, stellt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen ähnlicher Größenordnung dar. Die Ergänzung des eigenen Leistungsangebots durch Leistungselemente aus Unternehmen der IF-Group und aus einem wachsenden Partnernetzwerk gewinnt stetig an Bedeutung.
Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.
Die durch unsere erfolgreiche ISO-9001-Zertifizierung seit 2003 eingeleitete Beschreibung und Verbesserung unserer internen und externen Prozesse wurde auch in 2013 im Rahmen einer umfassenden Systembewertung und Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) erfolgreich fortgeführt. In 2014 bereiten wir die Zertifizierung eines Informationssicherheits-Managementsystems nach ISO 27001 vor; die Zertifizierung selbst ist für 2015 geplant. Eine entsprechende Zertifizierung folgt Kundenanforderungen; sie berücksichtigt zudem eine absehbar zunehmende Leistungserbringung in eigenen Räumen und auf eigenen Systemen.
2. IF-Group
Die InterFace AG beabsichtigt weiter zu wachsen. Für das Kern-Unternehmen InterFace AG wird dabei ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum angestrebt. Hier wollen wir uns auf unsere zentralen Erfolgsthemen und deren Weiterentwicklung konzentrieren. Weitere, unser Leistungsangebot ergänzende IT-Themen können, wo erfolgversprechend, auch im Rahmen von Beteiligungsunternehmen realisiert werden. Die komplementären Leistungsangebote werden in einem Unternehmensverbund, der „IF-Group“ gebündelt, dies gestützt durch Beteiligungsverhältnisse und abgestimmte Marketingkommunikation. Die grundsätzliche unternehmerische Eigenständigkeit soll dabei erhalten bleiben.
Zum 31.12.2013 verfügt die InterFace AG über vier Beteiligungsunternehmen: die IF-Agora GmbH, die IF-Blueprint AG, die IF-Localization GmbH sowie die IF-TECH AG. In 2013 wurde die IF-Group nicht erweitert.
IF-Agora GmbH
Die IF-Agora ist als reines Internet-Unternehmen konzipiert und intendiert einen „ethisch sauberen“ Marktplatz des Wissens zu realisieren. Derzeit bieten ungefähr 50 ausgewählte Wissensanbieter ihre Leistungen als Mentoren und Coachs sowie Vorträge und Seminare über diese Plattform an.
Die erforderliche kritische Masse ist damit bislang nicht erreicht. Umsätze konnten auch in 2013 nicht generiert werden; in 2013 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2 aufgrund administrativer Kosten erzielt.
Ungeachtet des mit dem Unternehmenskonzept erreichten Imagegewinns ist daher die betriebswirtschaftliche Perspektive des Unternehmens 2014 kritisch zu prüfen.
IF-Agora ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der InterFace AG; Geschäftsführer ist Roland M. Dürre.
IF-Blueprint AG
Das Unternehmen wurde gemeinsam mit einer Gruppe von Microsoft-Spezialisten der ehemaligen SIS (Siemens IT-Solutions and Services) gegründet. Das Unternehmen IF-Blueprint AG konzentriert sich – im Gegensatz zur herstellerunabhängigen InterFace AG - auf die Technologie eines einzigen Herstellers, auf Microsoft. Deshalb ist das Unternehmen ausschließlich in Projekten und bei Kunden tätig, in denen Microsoft-Technologie eingesetzt wird.
Die InterFace AG hält an der IF-Blueprint die Mehrheit mit rund 56% der Aktien. Der Vorstand besteht aus Andreas Essing und Johannes Lenz. Der Aufsichtsrat besteht aus Kornelia Hietmann (Vorsitzende – InterFace AG), Doris Kling (InterFace AG) und Ulrich Kersting (Microsoft Deutschland GmbH). Die IF-Blueprint hat ein abweichendes Geschäftsjahr; zum 30.06.2013 beträgt der Bilanzgewinn T€ 122. Das Halbjahresergebnis zum 31.12. weist einen EBIT in Höhe von rd. T€ 110 aus.
IF-Localization GmbH
Eine Motivation der InterFace AG für die Beteiligung an IF-Localization war es u.a., sich mit diesem Unternehmen Know-how für die Internationalisierung von Web-Anwendungen zu sichern. IF-Localization baut ihr Geschäft aus eigener Kraft auf.
Die InterFace AG ist an IF-Localization als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt; Luka Komljenović als geschäftsführender Gesellschafter hält 40% der Anteile. Die gesellschaftsrechtliche Vertretung der InterFace AG gegenüber IF-Localization wird von Maximilian Buchberger und Roland M. Dürre wahrgenommen.
Der negative Restsaldo zum 31.12.2012 von rund T€ 5, konnte im Geschäftsjahr 2013 komplett ausgeglichen werden. Der Jahresüberschuss zum 31.12.2013 beträgt T€ 47, für die Zukunft erwarten wir hier kontinuierlich gute Ergebnisse.
IF-TECH AG
Die IF-TECH AG ist auf Virtualisierung spezialisiert und richtet ihr Angebot überwiegend an kleinere und mittelständische Unternehmen. So ergänzt IF-TECH das Leistungsangebot des Geschäftsfeldes IT-Infrastruktur der InterFace AG im Detailgeschäft. Die IF-TECH betreut seit Mitte 2011 die IT-Infrastruktur der InterFace AG und den Benutzersupport. Die IF-TECH konnte den Personal- und Kundenbestand kontinuierlich erweitern.
Die InterFace AG hält 35% des Aktienkapitals, die beiden Vorstände Martin Holzner und Stefan Mooser verfügen jeweils über 32,5% der Anteile. Der Aufsichtsrat besteht weiterhin aus den InterFace-Vorständen Maximilian Buchberger, Roland M. Dürre und Thomas Vallon.
Auch das vierte Geschäftsjahr der IF-TECH AG war erfolgreich; der Bilanzgewinn per 31.12.2013 beträgt T€ 118.
3. Geschäftsstellen
In der Geschäftsstelle in Nürnberg haben wir uns darauf konzentriert, unseren Kunden Bundesagentur für Arbeit optimal zu betreuen und gehen von einer langfristigen und weiterhin stabilen Geschäftsbeziehung aus. Im Januar 2013 wurde die Geschäftsstelle am gleichen Standort räumlich erweitert. Die InterFace AG ist mit der Geschäftsstelle Nürnberg ferner nunmehr direkter Lieferant der Audi AG in Ingolstadt. In 2013 waren die Bemühungen für die Verbreiterung der Kundenbasis in der Region in ersten Schritten erfolgreich. In der Geschäftsstelle sind überwiegend ortsansässige Mitarbeiter tätig.
Von der Geschäftsstelle Rhein.Ruhr am Standort Duisburg aus betreuen und versorgen wir unsere Kunden Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste des Landes NRW (LZPD) in Duisburg, die Portigon AG (vormals WestLB) und das Landesamt für Besoldung und Versorgung in Düsseldorf. Auch bei diesen langjährigen Kunden kommen weitgehend Mitarbeiter mit Wohnsitz in der Region zum Einsatz. Das Volumen der Dienstleistungen für die LZPD konnte in 2013 erweitert werden.
4. Ertragslage
Der Umsatz der InterFace AG konnte mit T€ 18.549 in 2013 gegenüber T€ 16.581 in 2012 nochmals gesteigert werden, das Ergebnis konnte deutlich verbessert werden. Der Jahresüberschuss beträgt nach T€ 572 im Jahr 2012 T€ 611 im Jahr 2013. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität (in %) | 13,69 | 12,6 | 18,9 | 18,0 |
| Umsatzrentabilität (in %) | 3,3 | 2,6 | 3,5 | 3,3 |
Der Personalbestand der InterFace AG zum 31.12.2013 beträgt einschließlich Vorstand insgesamt 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, drei Mitarbeiter/innen sind teilzeittätig. Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag siebzehn Werkstudenten:
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Personalbestand zum 31.12. | 72 | 78 | 93 | 113 |
| Vorstand | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Arbeitnehmer/innen in Elternzeit | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Arbeiternehmer/innen | 67 | 73 | 89 | 109 |
| davon Teilzeit | 2 | 3 | 4 | 3 |
| davon Altersteilzeit | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon Azubi | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon Studenten u. Praktikanten | 3 | 10 | 12 | 17 |
| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
| Personalbestand zum 31.12. | 77 | 72 | 78 | 93 |
| Vorstand | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Arbeitnehmer/innen in Elternzeit | 2 | 1 | 1 | 0 |
| Arbeiternehmer/innen | 71 | 67 | 73 | 89 |
| davon Teilzeit | 2 | 2 | 3 | 4 |
| davon Altersteilzeit | 1 | 0 | 0 | 0 |
| davon Azubi | 1 | 0 | 0 | 0 |
| davon Studenten und Praktikanten | 3 | 3 | 10 | 12 |
Umgerechnet auf „Vollzeitäquivalente“ beträgt der Personalbestand – ohne die Mitglieder des Vorstands und Werkstudenten – zum Stichtag 83 Mitarbeiter/innen (2012: 73; 2011: 71). 2013 wurden – ohne die Mitglieder des Vorstands – insgesamt 164.938 Arbeitsstunden (einschließlich Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten) erbracht (2012: 152.536; 2011: 142.615).
Die InterFace AG als Dienstleistungsunternehmen stützt sich auf einen Kernbestand von Festangestellten. Bei Unterauftragnehmern kooperiert das Unternehmen mit Freiberuflern oder regionalen Klein- und Mittelunternehmen. Das Auftragsvolumen an externe Berater wurde im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich erhöht. Eine wesentliche Lieferantenabhängigkeit ist nicht gegeben. Wir gehen davon aus, dass mittelfristig der Anteil der Leistungserbringung durch externe Consultants rückläufig sein wird, da die Kunden mittlerweile mehr Problembewusstsein für die Risiken von Scheinselbständigkeit und verdeckter Arbeitnehmerüberlassung entwickeln. In diesem Rahmen werden wir in Zukunft unsere seit 1997 geltende und ab 2007 unbefristet erteilte „Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung“ in größerem Umfang als bisher nutzen.
Auf Kundenseite wurde die Diversifizierung weiter vorangetrieben, so dass es keine dominante Abhängigkeit von einem Kunden gibt. Überproportional erhöht haben sich in 2013 unsere Umsätze im Bereich „Automotive“, wo wir mit Audi, BMW und Daimler bei allen Premium-Herstellern als Direktlieferant vertreten sind. In 2014 richtet sich die vertriebliche Konzentration verstärkt auf andere Branchen; dafür haben wir uns personell gezielt verstärkt.
5. Finanzlage
a) In 2013 haben wir das Kapital der InterFace AG von T€ 1.000 auf T€ 1.500 aus Rücklagen erhöht. Diese Kapitalerhöhung folgte dem in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Umsatz. Wir wollen damit dem Markt zeigen, dass wir ein starkes und solides Unternehmen sind.
b) Die Investitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2013 betrugen T€ 347.
c) Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie auch in den vorangegangenen Jahren planmäßig durch Eigenkapital. Die wichtigsten Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Finanzierung stellen sich wie folgt dar:
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote (in %) | 50,3 | 51,0 | 48,7 | 47,9 |
| Anlagenintensität (in %) | 10,0 | 12,3 | 9,7 | 10,3 |
| Anlagendeckung (in %) | 500,2 | 411,8 | 502,8 | 467,3 |
| Cash Flow (in T€) | 551 | 540 | 772 | 782 |
| Dynamischer Verschuldungsgrad | 4,7 | 5,1 | 4,4 | 4,9 |
Das Finanzmanagement des Unternehmens folgt immer dem Grundsatz der kaufmännischen Umsicht. Vorrangige Zielsetzung ist es, eine weitgehende Unabhängigkeit von dritter Seite zu gewährleisten und auch für absehbare Risikoszenarien ausreichende Liquidität vorzuhalten. Alle Ausgaben zur Geschäftsentwicklung werden vom Vorstand sorgfältig geprüft und verantwortlich beschlossen.
Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Mittel aus Rücklagen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben sind weder geplant noch nötig, ebenso keine weiteren Kapitalmaßnahmen.
Die zugesagten Überziehungskredite in Höhe von T€ 240 werden – seit Jahren – nicht in Anspruch genommen. Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt T€ 107 sichern Ansprüche von Arbeitnehmern aus Langzeitarbeitskonten ab. Im Übrigen bestehen außer den bei Festgeldanlagen üblichen Bindungen keine Beschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten.
Neben den normalen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Steuern und Abgaben hat das Unternehmen keine wesentlichen Verbindlichkeiten.
Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen; damit verbundene Auflagen bestehen daher nicht. Ebenso sind aufgrund der Beschaffungsstrategie keine wesentlichen Leasingverpflichtungen vorhanden.
6. Vermögenslage
Wesentliche Abweichungen bei der Vermögenslage gegenüber dem Vorjahr sind nicht vorhanden; die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2013 betrafen insbesondere den Fuhrpark sowie Hardware.
Der Mietvertrag für das von der InterFace AG gemietete Gebäude in Unterhaching wurde verlängert und hat nun eine Laufzeit bis 31. März 2023. Zurzeit nutzt die InterFace AG circa 60% der gemieteten Flächen selbst, der Rest ist untervermietet. Eine kleinere Teilfläche ist aktuell nicht vermietet, sie steht als Reserve für das Unternehmen zur Verfügung.
Die Büroräume am Standort Duisburg sind bis 31. März 2017, jene am Standort Nürnberg bis 31. Januar 2018 angemietet. Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr positiv beurteilt; die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war gut, das Planungsziel wurde deutlich überschritten. Ein wesentlicher Grund war die überdurchschnittlich und so nicht erwartete Steigerung der Umsätze in der „Automotive-Branche“. Auch gelang es uns, die Kosten in budgetiertem Umfang zu halten.
7. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.
8. Risikobericht
Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, diese zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.
Hierzu hat die InterFace AG im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach § 91 Abs. 2 AktG ein dem Geschäftsumfang angemessenes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Schon vor der ISO-Zertifizierung im Jahr 2003 verfügte das Unternehmen über ein eigenes Risikofrüherkennungssystem. Dieses System wurde weiter ausgebaut und ist jetzt Teil der ISO-Prozess-Beschreibungen. Maßnahmen zur Absicherung der Compliance des Unternehmens sind seit 2009 in das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens integriert.
Der Kundenstamm der InterFace AG ist diversifiziert. Eine kritische Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden ist nicht vorhanden. Die InterFace AG steht mit einem nach thematischer Ausrichtung und Form der Leistungserbringung und sich ergänzenden Dienstleistungsangebot vergleichsweise flexibel im Markt.
Trotz der Entwicklung hin zu immer längeren Zahlungszielen gerade bei Großunternehmen sind aufgrund der guten Kapitalausstattung keine konkreten finanzwirtschaftlichen Risiken ersichtlich, wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht zu erkennen.
Risiken der Änderung von Verkaufspreisen sind permanent vorhanden; der Preisdruck im Markt ist für Unternehmen wie die InterFace AG unverändert hoch. Aufgrund der Kundenstruktur (Behörden bzw. Kunden mit guter Bonität) sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken im Debitorenbereich zu verzeichnen; auf eine Debitorenversicherung konnte deshalb verzichtet werden.
Rechtliche Bestandgefährdungsrisiken wie Bürgschaften für Dritte oder Patronatserklärungen sind nicht vorhanden, ebenso wie sonstige Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche unwahrscheinlich sind. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
9. Prognosebericht
Aussagen über Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich – sowohl positiv als auch negativ – von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich neben anderem insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Geschäftsfelder, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden.
Der Vorstand der InterFace AG blickt zuversichtlich in die Zukunft. Mit unserem Leistungsangebot liegen wir gut im Markt. Das Unternehmen hat ein hohes Ansehen, der Bekanntheitsgrad steigt stetig, uns wird viel Vertrauen entgegen gebracht. Die guten Kontakte zu Partnern und Kunden erweitern sich laufend. So verfügen wir über ein wertvolles Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit.
Es gibt auch Hemmnisse; die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Nachfragemarkt entwickeln sich widersprüchlich. Die Anzahl der Bewerber steigt, allerdings erfüllen die Bewerber häufig trotz guter formaler Qualifikation nicht unsere Anforderungen. Auch die Gehaltsstrukturen sind nicht immer stimmig, die Zusammenhänge zwischen Ausbildung, Gehalt und erzielbaren Stundensätzen sind nicht immer rational nachvollziehbar.
Für die Zukunft des Unternehmens setzen wir insbesondere auch auf das Gewinnen und Entwickeln von jungen Informatikern. Deshalb setzen wir unser Programm „IF-Lab“ fort. Hier sollen im Jahresdurchschnitt zirka fünfzehn junge Informatikstudenten in innovativen Projekten ausgebildet werden. Diese werden von einem Softwarearchitekten und erfahrenen Kollegen intensiv betreut.
Zwei der Studenten aus dem IF-Lab konnten in 2013 zu festangestellten Mitarbeitern umgewandelt werden. Wir gehen davon aus, dass diese Investition auch weiter Früchte tragen wird.
Durch die Fortsetzung unseres Regionalisierungsprogramms versuchen wir dem Bedürfnis vieler Mitarbeiter entgegen zu kommen, wohnortnah zu arbeiten. Dazu haben wir auch unsere Stützpunkte in Darmstadt und Stuttgart verstärkt, die Eröffnung der Geschäftsstelle in Stuttgart ist jetzt konkret eingeleitet. Die Betreuung unserer Kunden durch mehr Festangestellte und ein wachsendes Erfordernis der Leistungserbringung außerhalb des Kundenbetriebs kann die Anmietung von Büroräumen an weiteren Lokationen (auch kurzfristig) erforderlich machen.
Die Maßnahmen der letzten Jahre (Rücknahme der Kontierungsquote bei Führungskräften, Einstellung branchenerfahrener Manager zur Betreuung der strategisch wichtigen Kunden und Stärkung der Regionalisierung) haben erste Früchte getragen.
Ein besonderes Anliegen ist der InterFace AG die Pflege und Weiterentwicklung einer unterscheidenden, personal orientierten und nachhaltigen Unternehmenskultur. Diese ist gerade in einem Markt, in dem wirklich qualifizierte Mitarbeiter gesucht werden, von zentraler Bedeutung. Anstrengungen hier sind oftmals mit Investitionen verbunden, da notwendige Freiräume zumindest kürzerfristig Arbeitszeit kosten und Einbußen beim Umsatz bedeuten.
Grundsätzlich zeigt sich ein verstärktes Anliegen von Mitarbeitern, Beruf und Privatleben in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Ein Symptom ist, dass Mitarbeiterinnen wie Mitarbeiter in wesentlich höherem Maße als bislang Elternzeit in Anspruch nehmen. Auch zeigt sich wachsender Bedarf an Zeit für Pflege- und Betreuung älterer Angehöriger. Insgesamt steigt so die Nachfrage nach reduzierter oder individuell gestaltbarer Arbeitszeit.
Entscheidendes Element einer differenzierenden Unternehmenskultur ist auch das hohe Gewicht, das die InterFace AG auf die kontinuierliche Weiterbildung, eine umfassende persönliche Entwicklung und ein stets am State of the Art ausgerichteten fachliches Zertifizierungsniveau ihrer Mitarbeiter legt. So lagen in 2013 die Ausgaben für Qualifikationsentwicklung wieder auf dem hohen Stand des Vorjahres.
Die stabile Aktionärssituation erlaubt dem Management der InterFace AG ein kontinuierliches und nachhaltiges Arbeiten. Unter diesen Rahmenbedingungen blicken wir trotz manch schwieriger Randbedingungen grundsätzlich vertrauensvoll in die Zukunft.
Trotz dieser InterFace-spezifischen Stärken sind wir uns der massiven Risiken der allgemeinen, nach wie vor volatilen Wirtschaftslage bewusst. Auch Schlüsselkunden der InterFace AG sind derzeit nicht im Stande, langfristige Geschäftsprognosen abzugeben und eine längerfristig stabile Planungsperspektive zu ermöglichen. Die Zukunft kann von Faktoren abhängig sein, die außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen. Dank einer guten Vorsorgepolitik, der hohen Reputation des Unternehmens bei seinen Kunden sowie auf verschiedenen Ebenen angelegter (wirtschaftlicher und struktureller) Reserven ist das Unternehmen unseres Erachtens auch für schwierige Zeiten mit eventuell disruptiven Ereignissen, soweit wie möglich, gerüstet.
Zum 31. Dezember 2014 wird der Firmengründer und Vorstandsvorsitzende Roland M. Dürre aus dem Unternehmen ausscheiden. Die Familie Dürre als Mehrheitsaktionär beabsichtigt, die Firma weiter als stabiler Hauptgesellschafter zu unterstützen, ein Verkauf von Unternehmensanteilen an Dritte ist nicht geplant. Sie wird nach dem Ausscheiden von Roland M. Dürre aus dem Vorstand im Aufsichtsrat vertreten sein.
Zusammenfassend wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für das Jahr 2014 wie folgt beurteilt:
Der Vorstand der InterFace AG geht zuversichtlich in das Jahr 2014.
Wir gehen davon aus, 2014 bei maßvoll steigendem Umsatz eine Rendite etwa im Bereich des Vorjahres erzielen zu können.
Unterhaching, 14. Februar 2014
Roland M. Dürre
Maximilian Buchberger
Dr. Christof Stierlen
Thomas Vallon
Bilanz zum 31. Dezember 2013
AKTIVA
| 31.12.2013 EUR |
31.12.2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 7.126,00 | 5 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 556.133,00 | 437 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 180.625,00 | 181 |
| 2. Beteiligungen | 17.500,00 | 18 |
| 761.384,00 | 641 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 65.186,63 | 20 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3.457.430,90 | 3.567 |
| davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 558,16 | (42) | |
| III. Wertpapiere | ||
| Sonstige Wertpapiere | 18.426,21 | 14 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 3.077.568,09 | 2.344 |
| 6.618.611,83 | 5.945 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 33.785,05 | 32 |
| 7.413.780,88 | 6.618 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2013 EUR |
31.12.2012 TEUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.500.000,00 | 1.000 |
| II. Kapitalrücklage | 27.419,38 | 27 |
| III. Gewinnrücklage | 603.126,50 | 573 |
| IV. Bilanzgewinn | 1.424.985,98 | 1.623 |
| 3.555.531,86 | 3.223 | |
| B. Rückstellungen | 1.103.699,02 | 1.101 |
| C. Verbindlichkeiten | 2.723.927,68 | 2.263 |
| davom gegenüber verbundenen Unternehmen EUR: 34.352,74 | (74) | |
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 3.986,16 | (8) | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 30.622,32 | 31 |
| 7.413.780,88 | 6.618 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013
| 2013 | 2012 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Rohergenis | 10.273.170,74 | 9.428 | |
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 6.819.999,88 | 6.236 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 952.221,63 | 863 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 28.682,69 | 7.772.221,51 | (30) | |
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 180.258,56 | 164 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.495.306,04 | 1.417 | |
| 825.384,63 | 748 | ||
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 15.000,00 | 21 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 15.000,00 | (0) | ||
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13.476,33 | 24 | |
| 7. Zuschreibung (Vj. Abschreibungen) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 94,87 | 2 | |
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 853.955,83 | 791 | |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 237.289,04 | 215 | |
| 10. Sonstige Steuern | 5.749,22 | 4 | |
| 11. Jahresüberschuss | 610.917,57 | 572 | |
| 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.344.614,29 | 1.051 | |
| 13. Einstellung in die gesetzliche Rücklage | 30.545,88 | 0 | |
| 14. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | 500.000,00 | 0 | |
| 15. Bilanzgewinn | 1.424.985,98 | 1.623 |
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2013
I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS
(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer (bzw. beim Altbestand) degressiver Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die planmäßigen Nutzungsdauern.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 150,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis einschließlich EUR 410,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (handelsrechtliche Vereinfachungsregelung).
Bei der Entwicklung des Anlagevermögens sind die tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen.
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandskosten, die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten und die Bewertung der geleisteten Anzahlungen zum Nominalwert.
Die Bewertung der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. Bei den Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen; Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich.
Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere, die verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(2) Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2013 EUR |
Zugänge 2013 EUR |
Abgänge 2013 EUR |
Umbuchungen 2013 EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 651.197,91 | 5.924,77 | 0,00 | 0,00 | 657.122,68 |
| II. Sachanlagen | |||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.145.067,83 | 340.846,59 | 137.950,72 | 0,00 | 1.347.963,70 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 205.625,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 205.625,00 |
| 2. Beteiligungen | 17.500,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 17.500,00 |
| 223.125,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 223.125,00 | |
| 2.019.390,74 | 346.771,36 | 137.950,72 | 0,00 | 2.228.211,38 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2013 EUR |
Zugänge 2013 EUR |
Zuschreibungen 2013 EUR |
Abgänge 2013 EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 645.707,91 | 4.288,77 | 0,00 | 0,00 | 649.996,68 |
| II. Sachanlagen | |||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 707.585,63 | 175.969,79 | 0,00 | 91.724,72 | 791.830,70 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 25.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 25.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 25.000,00 | |
| 1.378.293,54 | 180.258,56 | 0,00 | 91.724,72 | 1.466.827,38 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2013 EUR |
31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.126,00 | 5.490,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 556.133,00 | 437.482,20 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 180.625,00 | 180.625,00 |
| 2. Beteiligungen | 17.500,00 | 17.500,00 |
| 198.125,00 | 198.125,00 | |
| 761.384,00 | 641.097,20 |
(3) Beteiligungen
| Anteil am Kapital % | Eigenkapital 31.12.2013 TEUR |
Ergebnis 2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| IF-TECH AG, Unterhaching | 35 % | 173 | 32 |
| IF-Localization GmbH, Unterhaching | 60 % | 92 | 47 |
| IF-Agora GmbH, Unterhaching | 100 % | 25 | - 2 |
| IF-Blueprint AG, Unterhaching*) | 55,5 % | 379 | 79 |
*) Bilanzstichtag 30.06.2013
(4) Forderungen
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1) enthalten.
(5) Grundkapital
Das Grundkapital ist mit EUR 1.500.000,00 ausgewiesen. Sämtliche ausgegebenen Anteile sind in voller Höhe einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 928.830 nennwertlose Stückaktien; es handelt sich um Namensaktien.
(6) Gesetzliche Rücklagen
Die gesetzlichen Rücklagen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB unter Beachtung des § 150 Abs. 2 AktG in vorgeschriebener Höhe dotiert. Zum 31.12.2013 wurden der gesetzlichen Rücklage EUR 30.545,88 zugeführt.
(7) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
| 2013 TEUR |
2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalverpflichtungen in Höhe von | 1.000 | 962 |
| Sonstige Verpflichtungen in Höhe von | 77 | 71 |
| 1.077 | 1.033 |
Die von der Gesellschaft gebildeten Rückstellungen für Langzeitarbeitszeitkonten mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 89 wurden mit dem zuzuordnenden Deckungsvermögen der Position der an die Mitarbeiter verpfändeten Wertpapiere in den Rückstellungen verrechnet.
Die Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betrugen TEUR 89, der verrechnete beizulegende Zeitwert TEUR 89. Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens entsprechen den Kurswerten der Wertpapiere zum 31.12.2013.
(8) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten besteht zum 31.12.2013 wie im Vorjahr ebenfalls nicht.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 74) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 4 (Vj. TEUR 8) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
III. SONSTIGE ANGABEN
(9) Mitarbeiter
Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt (ohne die Mitarbeiter, die als Volontäre beschäftigt sind, und ohne die Vorstandsmitglieder):
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 92 | 78 |
(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von derzeit TEUR 319 p. a. (Vj. TEUR 303) und betreffen im Wesentlichen die Gebäudemiete Unterhaching (Laufzeit bis 31.03.2023).
(11) Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
| Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Broy, Hochschullehrer, Oberhaching - Vorsitzender des Aufsichtsrats - |
|
| Dipl.-Ing. Peter G. Jilek, Geschäftsführer i. R., Grünwald - stellvertretender Vorsitzender - |
|
| Prof. Dr. Kathrin Möslein, Hochschullehrerin, Nürnberg (ab 01.01.2013) |
Vorstand
| Roland M. Dürre - Vorsitzender des Vorstands -Dipl.-Math. Univ. Neubiberg |
|
| Maximilian Buchberger Informations-Elektroniker Gauting |
|
| Dr. Christof Stierlen Dipl.-Kaufmann Univ. Eichenau |
|
| Thomas Vallon Dipl.-Theol. Univ., M.A. Grafing |
(12) Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr TEUR 1.093 betragen (Vj. TEUR 1.068).
(13) Bezüge des Aufsichtsrats
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Jahresabschluss 2013 Vergütungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 45) berücksichtigt.
(14) Anteilsbesitz
Zum Abschlussstichtag hält die Belras AG, Schweiz, einen Anteil von 28,89 % an der InterFace AG.
(15) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf TEUR 27.
(16) Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| TEUR | |
|---|---|
| Gewinnvortrag | 1.623 |
| ./. Gewinnausschüttung in 2013 | ./. 279 |
| 1.344 | |
| ./. Einstellung in die gesetzlichen Rücklagen | ./. 30 |
| ./. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | ./. 500 |
| + Jahresüberschuss 2013 | 611 |
| Stand 31.12.2013 | 1.425 |
(17) Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 1.424.985,98 einen Betrag in Höhe von EUR 278.649,00 auszuschütten; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,30 pro Stückaktie. Der verbleibende Betrag von EUR 1.146.336,98 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Unterhaching, 14. Februar 2014
Der Vorstand
Roland M. Dürre
Maximilian Buchberger
Dr. Christof Stierlen
Thomas Vallon
Hinweis nach § 325 Abs. 1 sowie § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 HGB:
Vorstehender Jahresabschluss wurde durch den Aufsichtsrat am 28.03.2014 festgestellt.
Der Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2014 entspricht dem Gewinnverwendungsvorschlag.
Bericht des Aufsichtsrates
der InterFace Aktiengesellschaft
Unterhaching
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 die ihm gesetzlich und satzungsmäßig zukommenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der InterFace AG laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in seinen Sitzungen und anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte über die Geschäftsentwicklung der InterFace AG informieren lassen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer bestellten Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an.
Aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2013 von EUR 1.424.985,98 sollen EUR 278.649,00 ausgeschüttet werden; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,30 pro Stückaktie. Der verbleibende Betrag von EUR 1.146.336,98 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Gewinnverwendungsvorschlag an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterFace AG für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Unterhaching, 28. März 2014
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterFace AG, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Der Jahresabschluss entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss; er vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der InterFace AG, Unterhaching, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 17. Februar 2014
**Dr. Fritz Kesel & Partner OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Lutz Weigell, Wirtschaftsprüfer
ppa. Lars Dörries, Wirtschaftsprüfer
Hinweis nach § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 HGB:
Vorstehender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2013 der InterFace AG, Unterhaching.