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INTERFACE INC Audit Report / Information 2012

Feb 6, 2014

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Audit Report / Information

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Publication

InterFace AG

Unterhaching

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die InterFace AG bietet Dienstleistungen im Umfeld der Informatik (Informationstechnologie) an. Das Leistungsangebot der InterFace AG umfasst drei Schwerpunkte:

· IT-OrganisationProjektmanagement und Projektcoaching, Service-, Qualitäts- und IT-Sicherheitsmanagement sowie Analyse, Design, Implementierung und Optimierung von IT-Prozessen mit besonderem Augenmerk auf Aspekten des Veränderungsmanagements

· IT-InfrastrukturUnterstützung beim Aufbau und Betrieb von großen Rechenzentren mit den Schwerpunkten Virtualisierungs-, Speicher- und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Datenmanagement

· IT-ApplikationenAnforderungsanalyse, Architektur, Design, Implementierung, Pflege und Wartung von Software-Anwendungen, agile Softwareentwicklungsmethoden und spezielle Lösungen für Produktionstext

Diesem Leistungsangebot folgend verfügt die InterFace AG über drei Geschäftsfelder. Jedes Geschäftsfeld konzentriert sich auf die fachliche und geschäftliche Entwicklung seines Leistungsangebotes. Das Know-how der in den drei Geschäftsfeldern eingesetzten Berater ist stark unterschiedlich, ergänzt sich aber zu einem ganzheitlichen Beratungsangebot zur Informationstechnologie.

Alle drei Geschäftsfelder erbringen einen relevanten Anteil an Umsatz und Ergebnis der InterFace AG.

Unterstützt werden die Geschäftsfelder durch ein Vertriebs-, Marketing- und Organisationsteam. Die Vorstände verantworten jeweils ein Geschäftsfeld und nehmen darüber hinaus Querschnittsaufgaben wahr.

Geschäftsfelder:

· Maximilian Buchberger: IT-Infrastruktur

· Dr. Christof Stierlen: IT-Applikationen

· Thomas Vallon: IT-Organisation

Querschnitts-Aufgaben:

· Maximilian Buchberger: Vertrieb und Marketing

· Roland M. Dürre: Corporate Identity, Corporate Communication und Innovations-management

· Dr. Christof Stierlen: Unternehmensstrategie und Portfoliomanagement

· Thomas Vallon: Personal, Organisation und Verwaltung

Die Kunden der InterFace AG sind überwiegend Großunternehmen und Behörden, die IT-Lösungen im unternehmenskritischen Einsatz haben und sich so den Anforderungen eines modernen „Enterprise Computing“ stellen müssen. Die InterFace AG beliefert Endkunden und – als Subunternehmer – große Technologielieferanten und Systemintegratoren, welche die Zulieferung der InterFace AG zum Eigenbedarf nutzen oder – integriert in ihre Leistungserbringung – an Endkunden weitergeben.

Die Firmenzentrale der InterFace AG befindet sich in Unterhaching bei München; daneben unterhält die InterFace AG seit 2008 eine Geschäftsstelle in Nürnberg sowie seit 2011 die Geschäftsstelle „Rhein.Ruhr“ in Duisburg. Unsere Dienstleistung erbringen wir bundesweit.

Das Leitbild der InterFace AG beinhaltet, sich nicht auf die Rolle des Lieferanten von Profilen („Body Leasing“ und „Expert Placement") zu reduzieren. Ziel ist es, Aufgaben ganzheitlich durch Teams mit besonderem Know-how zu übernehmen. Dies bedeutet aber nicht in jedem Fall die gesamte Lieferung „aus einer Hand“. Vielmehr werden Wissenstransfer und „Coaching“ des Kunden und dessen Projekte immer relevanter.

Die Wettbewerbssituation stellt sich für die InterFace AG ambivalent dar. Als kleineres und flexibles Unternehmen sehen wir uns gegenüber größeren Mitbewerbern nicht grundsätzlich im Nachteil. Die gewählte Marktstrategie, den Kunden ein strukturiertes Dienstleistungsangebot mit drei sich ergänzenden Schwerpunkten anzubieten, ist erfolgreich. Die Möglichkeit, Teilleistungen fallweise in ein erweitertes Angebot zu integrieren, stellt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen ähnlicher Größenordnung dar. Die Ergänzung des eigenen Leistungsangebots durch Leistungselemente aus Unternehmen der IF-Group und aus einem wachsenden Partnernetzwerk gewinnt stetig an Bedeutung.

Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Die durch unsere erfolgreiche ISO-Zertifizierung seit 2003 eingeleitete Beschreibung und Verbesserung unserer internen und externen Prozesse wurde auch in 2012 im Rahmen einer umfassenden Systembewertung und Zertifizierung durch die DQS erfolgreich fortgeführt.

2. IF-Group

Die InterFace AG beabsichtigt weiter zu wachsen. Für das Kern-Unternehmen InterFace AG wird dabei ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum angestrebt. Hier wollen wir uns auf unsere zentralen Erfolgsthemen und deren Weiterentwicklung konzentrieren. Weitere, unser Leistungsangebot ergänzende IT-Themen sollen, wo erfolgversprechend, auch im Rahmen von Beteiligungsunternehmen realisiert werden. Die komplementären Leistungsangebote werden in einem Unternehmensverbund, der „IF-Group“ gebündelt, dies gestützt durch Beteiligungsverhältnisse und abgestimmte Marketingkommunikation. Die grundsätzliche unternehmerische Eigenständigkeit soll dabei erhalten bleiben.

Zum 31.12. 2012 verfügt die InterFace AG so über vier Beteiligungsunternehmen: die IF-Agora GmbH, die IF-Blueprint AG, die IF-Localization GmbH sowie die IF-TECH AG.

Für das Jahr 2013 sehen wir Chancen für eine Erweiterung dieser Gruppe.

IF-Agora GmbH

Die IF-Agora ist als reines Internet-Unternehmen konzipiert und realisiert einen „ethisch sauberen“ Marktplatz des Wissens. Derzeit bieten ungefähr 40 ausgewählte Wissensanbieter sich selbst als Mentoren wie Coaches und ihre Vorträge und Seminare in IF-Agora an. Das Ziel von hundert attraktiven Anbietern ist noch nicht erreicht worden.

Zurzeit baut IF-Agora Verbündete als Botschafter/Scouts auf, die verstärkt weitere Wissensanbieter aus ihren Kreisen akquirieren. Die notwendigen Voraussetzungen in Form einer „Kriterienliste für Wissensanbieter“ und eines Kodex der Wissensvermittlung durch IF-Agora sind vorhanden.

Die Rückmeldungen von vielen Gesprächspartnern und Kunden zur IF-Agora sind sehr erfreulich und ermutigend. So ermöglicht die Operation schon jetzt einen Image-Gewinn für die InterFace-Gruppe. Bisher wurden noch keine eigenständigen Umsätze generiert; in 2012 wurde ein Verlust in Höhe von T€ 2 erzielt.

IF-Agora ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der InterFace AG; die Geschäftsführung liegt in den Händen von Roland M. Dürre.

IF-Blueprint AG

Das Unternehmen wurde gemeinsam mit einer Gruppe von Microsoft-Spezialisten der ehemaligen SIS (Siemens IT-Solutions and Services) gegründet. Herr Manfred Kornagel ist als Vorstand zum 30.04.2012 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Zum 01.01.2013 wurde Herr Johannes Lenz als zweiter Vorstand neben Herrn Andreas Essing bestellt.

Das Unternehmen IF-Blueprint AG konzentriert sich – im Gegensatz zur herstellerunabhängigen InterFace AG - auf die Technologie eines einzigen Herstellers, auf Microsoft. Deshalb ist das Unternehmen ausschließlich in Projekten und bei Kunden tätig, in denen Microsoft-Technologie eingesetzt wird.

Die InterFace AG hält an der IF-Blueprint die Mehrheit mit rund 56% der Aktien. Der Aufsichtsrat besteht aus Kornelia Hietmann (Vorsitzende – InterFace AG), Doris Kling (InterFace AG) und Ulrich Kersting (Business Consultant/Microsoft Deutschland GmbH). Die IF-Blueprint hat ein abweichendes Geschäftsjahr; zum 30.06.2012 wurde ein Gewinn von T€ 74 erzielt Das Halbjahresergebnis zum 31.12. weist einen EBIT in Höhe von rd. T€ 117 aus.

IF-Localization GmbH

Eine Motivation der InterFace AG für die Beteiligung an IF-Localization war es, mit diesem Unternehmen das Know-how für die Internationalisierung von Web-Anwendungen im Haus zu haben als eine weitere Option für die Zukunft. IF-Localization baut ihr Geschäft aus eigener Kraft auf.

Die InterFace AG ist an IF-Localization als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt; Luka Komljenović als geschäftsführender Gesellschafter hält 40% der Anteile. Die gesellschaftsrechtliche Vertretung der InterFace AG gegenüber IF-Localization wird von Maximilian Buchberger und Roland M. Dürre wahrgenommen.

Die geplanten Startverluste aus 2010 konnten bislang noch nicht vollständig kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2012 gab es in der ersten Jahreshälfte einen Rückschlag, der in der zweiten Hälfte überwiegend wieder ausgeglichen werden konnte. Der negative Restsaldo zum 31.12.2012 beträgt rund T€ 5.

IF-TECH AG

Die IF-TECH AG ist auf Virtualisierung spezialisiert und richtet ihr Angebot überwiegend an kleinere und mittelständische Unternehmen. So ergänzt IF-TECH das Leistungsangebot des Geschäftsfeldes IT-Infrastruktur der InterFace AG im Detailgeschäft.

An IF-TECH war die InterFace AG als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt, Ende 2012 wurde im Sinne der IF-Group-Strategie einvernehmlich die Mehrheit an die beiden Vorstände übergeben. Aktuell hält die InterFace AG so 35% des Aktienkapitals, Martin Holzner und Stefan Mooser verfügen jeweils über 32,5% der Anteile. Der Aufsichtsrat besteht weiterhin aus den InterFace-Vorständen Maximilian Buchberger, Roland M. Dürre und Thomas Vallon.

Die IF-TECH betreut seit Mitte 2011 die IT-Infrastruktur der InterFace AG und übernimmt den Benutzersupport. Die IF-TECH konnte den Personal- und Kundenbestand kontinuierlich erweitern. Auch das dritte Geschäftsjahr der IF-TECH AG war erfolgreich; es konnte in 2012 ein Überschuss von T€ 86 erwirtschaftet werden.

3. Geschäftsstellen

Die Geschäftsstelle in Nürnberg hat die mit ihr verbundenen Erwartungen weiter erfüllt. Wir haben uns darauf konzentriert, unseren Kunden Bundesagentur für Arbeit optimal zu betreuen und gehen von einer langfristigen und weiterhin stabilen Geschäftsbeziehung aus. Ab Januar 2013 wurde die Geschäftsstelle am gleichen Standort räumlich erweitert. 2012 konnten erstmals Aufträge außerhalb der Bundesagentur akquiriert werden. Die InterFace AG ist mit der Geschäftsstelle Nürnberg nunmehr direkter Lieferant der Audi AG in Ingolstadt. 2013 werden die Bemühungen um die Verbreiterung der Kundenbasis in der Region fortgeführt. In der Geschäftsstelle sind überwiegend ortsansässige Mitarbeiter tätig; die InterFace AG wird mit der Geschäftsstelle als regionaler Arbeitgeber wahrgenommen.

Von der Geschäftsstelle Rhein.Ruhr am Standort Duisburg aus betreuen und versorgen wir unsere Kunden Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste des Landes NRW in Duisburg, die Portigon AG (vormals WestLB) und das Landesamt für Besoldung und Versorgung in Düsseldorf. Auch bei diesen beiden langjährigen Kunden kommen weitgehend Mitarbeiter mit Wohnsitz in der Region zum Einsatz.

4. Ertragslage

Der Umsatz der InterFace AG konnte mit T€ 16.581 in 2012 gegenüber T€ 13.487 in 2011 nochmals deutlich gesteigert werden, das Ergebnis konnte deutlich verbessert werden. Der Jahresüberschuss beträgt nach T€ 347 im Jahr 2011 T€ 572 im Jahr 2012. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

2009 2010 2011 2012
Eigenkapitalrentabilität (in %) 18,8 13,69 12,6 18,9
Umsatzrentabilität (in %) 4,2 3,3 2,6 3,5

Der Personalbestand der InterFace AG zum 31.12.2012 beträgt einschließlich Vorstand insgesamt 93 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vier Mitarbeiter/innen sind teilzeittätig. Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag zwölf Werkstudenten.

2009 2010 2011 2012
Personalbestand zum 31.12. 77 72 78 93
Vorstand 4 4 4 4
Arbeitnehmer/innen in Elternzeit 2 1 1 0
Arbeiternehmer/innen 71 67 73 89
davon Teilzeit 2 2 3 4
davon Altersteilzeit 1 0 0 0
davon Azubi 1 0 0 0
davon Studenten u. Praktikanten 3 3 10 12

Umgerechnet auf „Vollzeitäquivalente“ beträgt der Personalbestand – ohne die Mitglieder des Vorstands und Werkstudenten – zum Stichtag 71 Mitarbeiter/innen (2011: 71; 2010: 63). 2012 wurden – ohne die Mitglieder des Vorstands – insgesamt 152.536 Arbeitsstunden (einschließlich Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten) erbracht (2011: 142.615; 2010: 124.222).

Die InterFace AG als Dienstleistungsunternehmen stützt sich auf einen Kernbestand von Festangestellten. Bei Unterauftragnehmern kooperiert das Unternehmen mit Freiberuflern oder regionalen Klein- und Mittelunternehmen, das Auftragsvolumen an externe Berater wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Eine wesentliche Lieferantenabhängigkeit ist nicht gegeben. Auf Kundenseite wurde die Diversifizierung weiter vorangetrieben, so dass es keine überproportionale Abhängigkeit von einem Kunden gibt.

Das Finanzergebnis hat sich von T€ 23 in 2011 auf T€ 43 in 2012 entwickelt; Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens waren dabei in 2012 in Höhe von T€ 2 zu verzeichnen.

5. Finanzlage

a) Die Investitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2012 betrugen T€ 158.

b) Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie auch in den vorangegangenen Jahren planmäßig durch Eigenkapital. Die wichtigsten Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Finanzierung stellen sich wie folgt dar:

2009 2010 2011 2012
Eigenkapitalquote (in %) 51,5 50,3 51,0 48,7
Anlagenintensität (in %) 8,7 10,0 12,3 9,7
Anlagendeckung (in %) 594,1 500,2 411,8 502,8
Cash Flow (in T€) 692 551 540 772
Dynamischer Verschuldungsgrad 3,5 4,7 5,1 4,4

Das Finanzmanagement des Unternehmens folgt immer dem Grundsatz der kaufmännischen Umsicht. Vorrangige Zielsetzung ist es, eine weitgehende Unabhängigkeit von dritter Seite zu gewährleisten und auch für absehbare Risikoszenarien ausreichende Liquidität vorzuhalten. Alle Ausgaben zur Geschäftsentwicklung werden vom Vorstand sorgfältig geprüft und verantwortlich beschlossen.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Mittel aus Rücklagen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben sind weder geplant noch nötig, ebenso keine Kapitalerhöhungen oder Kapitalherabsetzungen.

Die zugesagten Überziehungskredite in Höhe von T€ 240 werden – seit Jahren – nicht in Anspruch genommen. Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt T€ 87 sichern Ansprüche von Arbeitnehmern aus Langzeitarbeitskonten ab. Im Übrigen bestehen außer den bei Festgeldanlagen üblichen Bindungen keine Beschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten.

Neben den normalen kurzfristigen Verbindlichkeiten wie Steuern und Abgaben sowie mit Ausnahme einzelner Sonderregelungen bei Lohn und Gehalt hat das Unternehmen keine Verbindlichkeiten.

Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen; damit verbundene Auflagen bestehen daher nicht. Ebenso sind aufgrund der Beschaffungsstrategie keine wesentlichen Leasingverpflichtungen vorhanden.

6. Vermögenslage

Wesentliche Abweichungen bei der Vermögenslage gegenüber dem Vorjahr sind nicht vorhanden; die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2012 betrafen insbesondere den Fuhrpark sowie Hardware.

Der Mietvertrag für das von der InterFace AG gemietete Gebäude in Unterhaching wurde verlängert und hat nun eine Laufzeit bis 31. März 2023. Zurzeit nutzt die InterFace AG circa 60% der gemieteten Flächen selbst, der Rest ist untervermietet. Eine kleinere Teilfläche ist aktuell nicht vermietet, sie steht als Reserve für das Unternehmen zur Verfügung.

Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr positiv beurteilt; die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war gut, das Planungsziel wurde deutlich überschritten.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.

8. Risikobericht

Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, diese zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.

Hierzu hat die InterFace AG im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach § 91 Abs. 2 AktG ein dem Geschäftsumfang angemessenes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Schon vor der ISO-Zertifizierung im Jahr 2003 verfügte das Unternehmen über ein eigenes Risikofrüherkennungssystem. Dieses System wurde weiter ausgebaut und ist jetzt Teil der ISO-Prozess-Beschreibungen. Maßnahmen zur Absicherung der Compliance des Unternehmens sind seit 2009 in das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens integriert.

Der Kundenstamm der InterFace AG ist diversifiziert. Eine besondere Abhängigkeit von einem Kunden ist nicht vorhanden. Die InterFace AG steht mit einem nach thematischer Ausrichtung und Form der Leistungserbringung und sich ergänzenden Dienstleistungsangebot vergleichsweise flexibel im Markt.

Trotz der Entwicklung hin zu immer längeren Zahlungszielen gerade bei Großunternehmen und Behörden sind aufgrund der guten Kapitalausstattung keine konkreten finanzwirtschaftlichen Risiken ersichtlich, wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht zu erkennen.

Risiken der Änderung von Verkaufspreisen sind permanent vorhanden; der Preisdruck im Markt ist für Unternehmen wie die InterFace AG unverändert hoch. Aufgrund der Kundenstruktur (Behörden bzw. Kunden mit guter Bonität) sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken im Debitorenbereich zu verzeichnen; auf eine Debitorenversicherung konnte deshalb verzichtet werden.

Rechtliche Bestandgefährdungsrisiken wie Bürgschaften für Dritte oder Patronatserklärungen sind nicht vorhanden, ebenso wie sonstige Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche unwahrscheinlich sind. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

9. Prognosebericht

Aussagen über Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich – sowohl positiv als auch negativ – von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich neben anderem insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Geschäftsfelder, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden.

Der Vorstand der InterFace AG blickt zuversichtlich in die Zukunft. Mit unserem Leistungsangebot liegen wir gut im Markt. Das Unternehmen hat ein hohes Ansehen, der Bekanntheitsgrad steigt weiter, uns wird viel Vertrauen entgegen gebracht. Die guten Kontakte zu Partnern und Kunden erweitern sich laufend. So verfügen wir über ein wertvolles Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit.

Es gibt auch Hemmnisse; die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Nachfragemarkt entwickeln sich widersprüchlich. Einerseits steigt der Anspruch der Mitarbeiter und der Kunden, andererseits korreliert der höhere Gehaltswunsch der Mitarbeiter nicht mit der Forderung der Kunden nach besseren Preisen.

Für die Zukunft des Unternehmens setzen wir auf das Gewinnen und Entwickeln von jungen Informatikern. Deshalb setzen wir unser Programm „IF-Lab“ fort. Hier werden aktuell mehr als zehn junge Informatikstudenten in innovativen Projekten ausgebildet. Diese werden von einem Softwarearchitekten und erfahrenen Kollegen intensiv betreut. Wir gehen davon aus, dass diese Investition langfristig Früchte tragen wird.

Durch Regionalisierungsprogramme wie auch die Gründung der beiden Geschäftsstellen und weiterer lokaler Konstrukte versuchen wir dem Bedürfnis vieler Mitarbeiter entgegen zu kommen, an ihrem Wohnort zu arbeiten. Dazu haben wir auch unsere Stützpunkte in Darmstadt und Stuttgart verstärkt und planen mittelfristig die Eröffnung einer weiteren Geschäftsstelle in Stuttgart.

Die Maßnahmen aus 2011 (Rücknahme Kontierungsquote bei Führungskräften, Einstellung branchenerfahrener Manager zur Betreuung der strategisch wichtigen Kunden und Stärkung der Regionalisierung) haben erste Früchte getragen.

Ein besonderes Anliegen ist der InterFace AG die Pflege und Weiterentwicklung einer unterscheidenden, personal orientierten und nachhaltigen Unternehmenskultur. Diese ist gerade in einem Markt, in dem qualifizierte Mitarbeiter „händeringend“ gesucht werden, von zentraler Bedeutung. Anstrengungen hier sind mit Investitionen verbunden, da notwendige Freiräume Arbeitszeit kosten und Einbußen beim Umsatz bedeuten.

Auch die Weiterbildung, persönliche Entwicklung und fachliche Zertifizierung unserer Berater ist uns wichtig. So haben wir in 2012 die Ausgaben für Qualifikationsentwicklung nochmals (um T€ 35) gesteigert.

Ohne diese Maßnahmen wäre – kurzfristig – wahrscheinlich ein höheres Ergebnis denkbar gewesen. Der Vorstand der InterFace AG ist aber der Meinung, dass all diese Ausgaben für die Zukunftssicherung wichtig und sinnvoll sind und deshalb Priorität haben.

Die stabile Aktionärssituation erlaubt dem Management der InterFace AG ein kontinuierliches und nachhaltiges Arbeiten. Wir blicken trotz manch schwieriger Randbedingungen vertrauensvoll in die Zukunft.

Trotz dieser InterFace-spezifischen Stärken sind wir uns der massiven Risiken der allgemeinen, aktuell volatilen Wirtschaftslage bewusst. Auch Schlüsselkunden der InterFace AG sind derzeit nicht im Stande, langfristige Geschäftsprognosen abzugeben und eine längerfristig stabile Planungsperspektive zu ermöglichen. Die Zukunft kann von Faktoren abhängig sein, die außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen. Dank einer guten Vorsorgepolitik, der hohen Reputation des Unternehmens bei seinen Kunden sowie auf verschiedenen Ebenen angelegter (wirtschaftlicher und struktureller) Reserven ist das Unternehmen unseres Erachtens auch für schwierige Zeiten mit eventuell disruptiven Ereignissen, soweit wie möglich, gerüstet.

Zusammenfassend wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für die nächsten beiden Jahre wie folgt beurteilt:

Der Vorstand der InterFace AG geht zuversichtlich in die Jahre 2013 und 2014. Für 2012 war geplant, den Vorjahresumsatz zu steigern. Dieses Ziel haben wir deutlich über Plan erreicht. Auch das Ergebnis konnte verbessert werden, obwohl wir auch im letzten Jahr viel in eine breit angelegte Zukunftsvorsorge investiert haben. Wir gehen davon aus, dass wir auch 2013 im Umsatz weiter zulegen werden und hoffen, die im Jahre 2012 erreichte Rendite halten zu können.

Unterhaching, den 15. Februar 2013

Roland M. Dürre

Maximilian Buchberger

Dr. Christof Stierlen

Thomas Vallon

Bilanz

Aktiva

31.12.2012

EUR
31.12.2011

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.490,00 9
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.482,20 469
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.625,00 211
2. Beteiligungen 17.500,00 0
641.097,20 689
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 20.040,24 69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.566.764,01 2.296
davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 41.963,66 (3)
III. Sonstige Wertpapiere 14.149,28 16
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.344.438,78 2.485
5.945.392,31 4.866
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.825,32 10
6.618.314,83 5.565
Passiva
31.12.2012

EUR
31.12.2011

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 27.419,38 27
III. Gewinnrücklage 572.580,62 573
IV. Bilanzgewinn 1.623.263,29 1.237
3.223.263,29 2.837
B. Rückstellungen 1.101.289,00 813
C. Verbindlichkeiten 2.263.092,71 1.884
davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 73.915,55 (34)
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 7.983,42 (0)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 30.669,83 31
6.618.314,83 5.565

Gewinn- und Verlustrechnung

2012

EUR
2012

EUR
2011

TEUR
1. Rohergebnis 9.427.735,92 8.337
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.261.836,24 5.611
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 836.918,49 800
davon für Altersversorgung: EUR 29.520,29 7.098.754,73 (29)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 164.200,23 187
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.417.448,56 1.273
747.332,40 466
5. Erträge aus Beteiligungen 21.000,00 1
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (1)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.106,28 21
7. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.626,03 0
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 790.812,65 488
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 214.904,31 135
10. Sonstige Steuern 4.127,27 6
11. Jahresüberschuss 571.781,07 347
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.051.482,22 890
13. Bilanzgewinn 1.623.263,29 1.237

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer (bzw. beim Altbestand) degressiver Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die planmäßigen Nutzungsdauern.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 150,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis einschließlich EUR 410,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (handelsrechtliche Vereinfachungsregelung).

Bei der Entwicklung des Anlagevermögens sind die tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandskosten, die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten und die Bewertung der geleisteten Anzahlungen zum Nominalwert.

Die Bewertung der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. So weit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen von den Forderungen abgesetzt.

Bei den Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere, die verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

(2) Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2012

EUR
Zugang 2012

EUR
Abgang 2012

EUR
Umbuchung 2012

EUR
31.12.2012

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 649.072,77 2.125,14 0,00 0,00 651.197,91
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.098.860,49 155.618,42 109.411,08 0,00 1.145.067,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 235.625,00 0,00 12.500,00 -17.500,00 205.625,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 17.500,00 17.500,00
235.625,00 0,00 12.500,00 0,00 223.125,00
1.983.558,26 157.743,56 121.911,08 0,00 2.019.390,74
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2012

EUR
Zugang 2012

EUR
Abgang 2012

EUR
31.12.2012

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 640.126,77 5.581,14 0,00 645.707,91
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 629.425,62 158.619,09 80.459,08 707.585,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
1.294.552,39 164.200,23 80.459,08 1.378.293,54
Restbuchwerte
31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.490,00 8.946,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.482,20 469.434,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.625,00 210.625,00
2. Beteiligungen 17.500,00 0,00
198.125,00 210.625,00
641.097,20 689.005,87

(3) Beteiligungen

Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2012

TEUR
Ergebnis 2012

TEUR
IF-TECH AG, Unterhaching 35% 141 55
IF-Localization GmbH, Unterhaching 60% 45 1
IF-Agora GmbH, Unterhaching 100% 27 -2
IF-Blueprint AG, Unterhaching *) 55,50% 328 78

*) Bilanzstichtag 30.06.2012

(4) Forderungen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1) enthalten.

(5) Grundkapital

Das Grundkapital ist mit EUR 1.000.000,00 ausgewiesen. Sämtliche ausgegebenen Anteile sind in voller Höhe einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 928.830 nennwertlose Stückaktien; es handelt sich um Namensaktien.

(6) Gesetzliche Rücklagen

Die gesetzlichen Rücklagen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB unter Beachtung des § 150 Abs. 2 AktG in vorgeschriebener Höhe dotiert.

(7) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

TEUR
Personalverpflichtungen in Höhe von 1.036
Sonstige Verpflichtungen in Höhe von 71
1.107

Die von der Gesellschaft gebildeten Rückstellungen für Langzeitarbeitszeitkonten mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 73 wurden mit dem zuzuordnenden Deckungsvermögen der Position der an die Mitarbeiter verpfändeten Wertpapiere in den Rückstellungen verrechnet.

Die Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betrugen TEUR 73, der verrechnete beizulegende Zeitwert TEUR 73. Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens entsprechen den Kurswerten der Wertpapiere zum 31.12.2012.

(8) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten besteht zum 31.12.2012 wie im Vorjahr ebenfalls nicht.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 74 (Vj. TEUR 35) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 8 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

III. Sonstige Angaben

(9) Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt (ohne die Mitarbeiter, die als Volontäre beschäftigt sind, und ohne die Vorstandsmitglieder):

2012 2011
Angestellte 78 75

(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von derzeit TEUR 303 p. a. (Vj. TEUR 315) und betreffen im Wesentlichen die Gebäudemiete Unterhaching.

Wesentliche Laufzeiten bis maximal 31.03.2013.

(11) Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Broy,
Hochschullehrer,
Oberhaching - Vorsitzender des Aufsichtsrats -
Dipl.-Ing. Peter G. Jilek,
Geschäftsführer i. R.,
Grünwald - stellvertretender Vorsitzender -
Prof. Dr. Kathrin Möslein,
Hochschullehrerin,
Nürnberg
(ab 01.01.2013)
Dipl.-El.-Ing. ETH Wolf Geldmacher,
Systemberater,
Goldach (Schweiz)
(ausgeschieden zum 31.12.2012)
Vorstand
Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre - Vorsitzender des Vorstands -
Maximilian Buchberger
Dr. Christof Stierlen
Thomas Vallon M.A.

(12) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr TEUR 1.068 betragen (Vj. TEUR 885).

(13) Bezüge des Aufsichtsrats

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Jahresabschluss 2012 Vergütungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 45) berücksichtigt.

(14) Anteilsbesitz

Zum Abschlussstichtag hält die Belras AG, Schweiz, einen Anteil von 28,89 % an der InterFace AG.

(15) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf TEUR 27.

(16) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

TEUR
Gewinnvortrag 1.237
./. Gewinnausschüttung in 2011 -186
+ Jahresüberschuss 2012 572
Stand 31.12.2012 1.623

(17) Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 1.623.263,29 einen Betrag in Höhe von EUR 278.649,00 auszuschütten; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,30 pro Stückaktie. Des Weiteren soll ein Betrag von EUR 500.000,00 in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Der verbleibende Betrag von EUR 844.614,29 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterhaching, den 15. Februar 2013

Der Vorstand

Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre

Maximilian Buchberger

Dr. Christof Stierlen

Thomas Vallon M.A.

Hinweis nach § 325 Abs. 1 sowie § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 HGB:

Vorstehender Jahresabschluss wurde am 19.04.2013 festgestellt.

Der Gewinnverwendungsbeschluss vom 19.04.2013 entspricht dem Gewinnverwendungsvorschlag.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterFace AG, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Jahresabschluss entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss; er vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der InterFace AG, Unterhaching, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 18. Februar 2013

**Dr. Fritz Kesel & Partner OHG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

München**

Lutz Weigell, Wirtschaftsprüfer

ppa. Lars Dörries, Wirtschaftsprüfer

Hinweis nach § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 HGB:

Vorstehender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2012 der InterFace AG, Unterhaching.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 die ihm gesetzlich und satzungsmäßig zukommenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der InterFace AG laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in seinen Sitzungen und anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte über die Geschäftsentwicklung der InterFace AG informieren lassen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer bestellten Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an.

Aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2012 von EUR 1.623.263,29 sollen EUR 278.649,00 ausgeschüttet werden; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,30 pro Stückaktie. Des Weiteren wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, einen Betrag von EUR 500.000,00 in die Anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der verbleibende Betrag von EUR 844.614,29 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Gewinnverwendungsvorschlag an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterFace AG für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat dankt insbesondere auch seinem scheidenden Mitglied Wolf Geldmacher für die enge, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohl der Gesellschaft. Wolf Geldmacher gehörte dem Aufsichtsrat der Gesellschaft seit deren Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1999 ohne Unterbrechung an.

Unterhaching, den 8. März 2013

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, Vorsitzender des Aufsichtsrates