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INTERFACE INC Annual Report 2015

Feb 21, 2017

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Annual Report

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Publication

InterFace AG

Unterhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching

AKTIVA

31.12.2015 31.12.2014
EUR TEUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 41.549,00 26
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.578,00 770
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 30
2. Beteiligungen 116.125,00 116
967.252,00 942
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 68.381,25 19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.721.681,72 3.429
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 22.713,25 20
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.660.419,48 3.327
7.473.195,70 6.795
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.852,62 32
8.487.300,32 7.769
PASSIVA
31.12.2015 31.12.2014
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500
II. Kapitalrücklage 27.419,38 27
III. Gewinnrücklage 622.580,62 609
IV. Bilanzgewinn 2.192.503,11 1.253
4.342.503,11 3.389
B. Rückstellungen 1.195.532,00 1.477
C. Verbindlichkeiten 2.932.391,53 2.874
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.873,68 29
8.487.300,32 7.769

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2015

InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching

2015 2014
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Rohergebnis 14.570.040,75 12.246
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.250.714,68 7.994
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.283.672,90 1.223
davon für Altersversorgung: EUR 29.781,09 (28)
10.534.387,58
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 282.214,11 242
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.314.746,16 2.704
1.438.692,90 83
5. Erträge aus Beteiligungen 29.266,25 37
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 9.000,00 (6)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.443,99 9
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.469.403,14 129
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 414.385,44 10
9. Sonstige Steuern 8.251,47 7
10. Jahresüberschuss 1.046.766,23 112
II. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.159.604,02 1.146
12. Einstellung in die gesetzliche Rücklage 13.867,14 6
13. Bilanzgewinn 2.192.503,11 1.252

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2015

InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer (bzw. beim Altbestand) degressiver Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die planmäßigen Nutzungsdauern.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 150,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis einschließlich EUR 410,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (handelsrechtliche Vereinfachungsregelung).

Bei der Entwicklung des Anlagevermögens sind die tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten und die Bewertung der geleisteten Anzahlungen zum Nominalwert.

Die Bewertung der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. So weit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen von den Forderungen abgesetzt. Bei den Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere, die verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(2) Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2015 Zugänge 2015 Abgänge 2015 Umbuchungen 2015 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 682.584,18 30.239,11 0,00 0,00 712.823,29
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.722,60 291.303,00 45.005,68 0,00 1.797.019,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 0,00 0,00 0,00 30.000,00
2. Beteiligungen 116.125,00 0,00 0,00 0,00 116.125,00
146.125,00 0,00 0,00 0,00 146.125,00
2.379.431,78 321.542,11 45.005,68 0,00 2.655.968,21
Abschreibungen/Zuschreibungen
1.1.2015 Zugänge 2015 Zuschreibungen 2015 Abgänge 2015 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 656.925,18 14.349,11 0,00 0,00 671.274,29
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 780.831,60 267.865,00 31.254,68 1.017.441,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.437.756,78 282.214,11 0,00 31.254,68 1.688.716,21
Buchwerte
31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.549,00 25.659,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.578,00 769.891,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000,00 30.000,00
2. Beteiligungen 116.125,00 116.125,00
146.125,00 146.125,00
967.252,00 941.675,00

(3) Beteiligungen

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2015 Ergebnis 2015
% TEUR TEUR
--- --- --- ---
IF-TECH AG, Unterhaching 35% 431 136
IF-Localization GmbH, Unterhaching 60% 175 57
IF-Blueprint AG, Unterhaching *) 43,83 % 455 84

*) Bilanzstichtag 30.06.2015

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) und Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 0) enthalten.

(5) Grundkapital

Das Grundkapital ist mit EUR 1.500.000,00 ausgewiesen. Sämtliche ausgegebenen Anteile sind in voller Höhe einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 928.830 nennwertlose Stückaktien; es handelt sich um Namensaktien.

(6) Gesetzliche Rücklagen

Die gesetzlichen Rücklagen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB unter Beachtung des § 150 Abs. 2 AktG in vorgeschriebener Höhe dotiert. Zum 31.12.2015 wurden der gesetzlichen Rücklage TEUR 14 zugeführt.

(7) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten besteht zum 31.12.2015 wie im Vorjahr ebenfalls nicht.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 63 (Vj. TEUR 181) enthalten.

III. SONSTIGE ANGABEN

(8) Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt (ohne die Mitarbeiter, die als Volontäre beschäftigt sind, und ohne die Vorstandsmitglieder):

2015 2014
Angestellte 110 104

(9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von derzeit TEUR 386 p. a. (Vj. TEUR 348) und betreffen im Wesentlichen die Gebäudemiete Unterhaching (Laufzeit bis 31.03.2023).

(10) Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Broy, Hochschullehrer, Oberhaching - Vorsitzender des Aufsichtsrats -
Prof. Dr. Kathrin Möslein, Hochschullehrerin, Nürnberg - stellvertretende Vorsitzende -
Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre, Unternehmer, Neubiberg

Vorstand

Paul Schuster Dipl. Phys. Univ. Taufkirchen - Sprecher des Vorstands -
Maximilian Buchberger Informations-Elektroniker Gauting
Dr. Christof Stierlen Dipl.-Kaufmann Univ. Eichenau

(11) Vorschüsse an die Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Vorschüsse auf Tantiemen in Höhe von TEUR 34 bezahlt. Diese sind unverzinslich und nicht besichert. Die Verrechnung erfolgt mit der Tantiemenauszahlung in 2016.

(12) Bezüge des Aufsichtsrats

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Jahresabschluss 2015 Vergütungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 45) berücksichtigt.

(13) Anteilsbesitz

Zum Abschlussstichtag hält die Belras AG, Schweiz, einen Anteil von 28,89 % an der InterFace AG.

(14) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf TEUR 27.

(15) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

TEUR
Gewinnvortrag 1.253
./. Gewinnausschüttung in 2015 ./. 93
1.160
./. Einstellung in die gesetzlichen Rücklagen ./.14
./. Einstellung in die Anderen Gewinnrücklagen ./. 0
+ Jahresüberschuss 2015 1.047
Stand 31.12.2015 2.193

(16) Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 2.192.503,11 einen Betrag in Höhe von EUR 371.532,00 auszuschütten; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,40 pro Stückaktie. Der verbleibende Betrag von EUR 1.820.971,11 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterhaching, den 12. Februar 2016

Der Vorstand

(Paul Schuster)

(Maximilian Buchberger)

(Dr. Christof Stierlen)

Hinweis nach § 325 Abs. 1 sowie § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 HGB:

Vorstehender Jahresabschluss wurde durch den Aufsichtsrat am 18.03.2016 festgestellt.

Der Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 12.05.2016 entspricht dem Gewinnverwendungsvorschlag.

Lagebericht der InterFace AG für das Geschäftsjahr 2015

1. Geschäft und Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2015

Die InterFace AG bietet Dienstleistungen im Umfeld der Informatik (Informationstechnologie) an. Das Leistungsangebot der InterFace AG umfasst mehrere fachliche Schwerpunkte:

IT-Governance

Projektmanagement und Projektcoaching, Service-, Qualitäts- und IT-Sicherheitsmanagement sowie Analyse, Design, Implementierung und Optimierung von IT-Prozessen mit besonderem Augenmerk auf Aspekten des Veränderungsmanagements
IT-Rechenzentrum

Unterstützung beim Aufbau und Betrieb von großen Rechenzentren mit den Schwerpunkten Virtualisierungs-, Speicher- und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Datenmanagement
IT-Anwendungsentwicklung

Anforderungsanalyse, Architektur, Design, Implementierung, Pflege und Wartung von Software-Anwendungen, agile Softwareentwicklungsmethoden und spezielle Lösungen für Produktionstext
IT-Arbeitsplatz

Sicherstellen der Arbeitsfähigkeit durch intelligentes und professionelles Arbeitsplatzmanagement. Strategie, Konzeption, Umsetzung, Betrieb. Sourcing, Provider-, Roll-out- und Release- Management. Gestaltung, Durchführung und Bewertung von Ausschreibungen

Anfang 2015 ist, der Unternehmenserweiterung und Umsatzsteigerung folgend, eine Umorganisation des Unternehmens erfolgt. Die bisherigen drei großen Geschäftsfelder wurden neu organisiert in feiner untergliederte Geschäftseinheiten mit jeweils einem regionalen beziehungsweise thematischen Schwerpunkt. Das Kerngeschäft der InterFace AG bleibt dabei unverändert. Die Änderungen beziehen sich lediglich auf die interne Organisation des Unternehmens, um trotz des Wachstums weiterhin mit unseren Prozessen möglichst nahe an unseren Kunden und den relevanten Themen des Marktes zu bleiben.

Jede Geschäftseinheit konzentriert sich auf die fachliche und geschäftliche Entwicklung ihres Leistungsangebotes. Das Know-how der in den Geschäftseinheiten eingesetzten Berater ist stark unterschiedlich, ergänzt sich aber zu einem ganzheitlichen Beratungsangebot zur Informationstechnologie. Alle Geschäftseinheiten erbringen einen relevanten Anteil an Umsatz und Ergebnis der InterFace AG und werden von einem dedizierten Geschäftseinheitsverantwortlichen geleitet. Unterstützt werden die Geschäftseinheiten durch ein Vertriebs-, Marketing- und Organisationsteam. Die Vorstände verantworten insgesamt die Leistungen der Geschäftseinheiten und übernehmen darüber hinaus schwerpunktmäßig die Führung für folgende Themen:

• Maximilian Buchberger für Finanzen, Vertrieb und Geschäftsentwicklung

• Paul Schuster für Personal, Marketing, Portfoliomanagement und Unternehmensorganisation

• Dr. Christof Stierlen für Unternehmensstrategie, Softwareentwicklung und Leistungserbringung

Die Kunden der InterFace AG sind überwiegend Großunternehmen und Behörden, die IT-Lösungen im unternehmenskritischen Einsatz haben und sich so den Anforderungen eines modernen „Enterprise Computing“ stellen müssen. Die InterFace AG beliefert Endkunden und – als Subunternehmer – große Technologielieferanten und Systemintegratoren, welche die Zulieferung der InterFace AG zum Eigenbedarf nutzen oder – integriert in ihre Leistungserbringung – an Endkunden weitergeben.

Die Firmenzentrale der InterFace AG befindet sich in Unterhaching bei München; daneben unterhält die InterFace AG seit 2008 eine Geschäftsstelle in Nürnberg, seit 2011 die Geschäftsstelle „Rhein.Ruhr“ in Duisburg und seit 2014 eine weitere Geschäftsstelle in Stuttgart. Unsere Dienstleistung erbringen wir bundesweit.

Das Leitbild der InterFace AG beinhaltet, sich nicht auf die Rolle des Lieferanten von Profilen („Body Leasing“ und „Expert Placement") zu reduzieren. Ziel ist es, Aufgaben ganzheitlich durch Teams mit besonderem Know-how zu übernehmen. Dies bedeutet aber nicht in jedem Fall die gesamte Lieferung „aus einer Hand“. Vielmehr werden Wissenstransfer und „Coaching“ des Kunden und dessen Projekte immer relevanter.

Die Wettbewerbssituation stellt sich für die InterFace AG ambivalent dar. Als kleineres und flexibles Unternehmen sehen wir uns gegenüber größeren Mitbewerbern nicht grundsätzlich im Nachteil. Die gewählte Marktstrategie, den Kunden ein strukturiertes Dienstleistungsangebot mit sich ergänzenden Schwerpunkten anzubieten, ist erfolgreich. Die Möglichkeit, Teilleistungen fallweise in ein erweitertes Angebot zu integrieren, stellt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen ähnlicher Größenordnung dar. Die Ergänzung des eigenen Leistungsangebots durch Leistungselemente aus Unternehmen der IF-Group und aus einem wachsenden Partnernetzwerk gewinnt stetig an Bedeutung.

Die anspruchsvollen Ziele für das Jahr 2015 wurden sowohl beim Umsatz als auch bei der Umsatzrendite übertroffen.

Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Die durch unsere erfolgreiche ISO-9001-Zertifizierung seit 2003 eingeleitete Beschreibung und Verbesserung unserer internen und externen Prozesse wurde auch in 2015 im Rahmen einer umfassenden Systembewertung und Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) erfolgreich fortgeführt.

2. IF-Group

Die InterFace AG beabsichtigt weiter zu wachsen. Für das Kern-Unternehmen InterFace AG wird dabei ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum angestrebt. Hier wollen wir uns auf unsere zentralen Erfolgsthemen und deren Weiterentwicklung konzentrieren. Weitere, unser Leistungsangebot ergänzende IT-Themen können, wo erfolgversprechend, auch im Rahmen von Beteiligungsunternehmen realisiert werden. Die komplementären Leistungsangebote werden in einem Unternehmensverbund, der „IF-Group“ gebündelt, dies gestützt durch Beteiligungsverhältnisse und abgestimmte Marketingkommunikation. Die grundsätzliche unternehmerische Eigenständigkeit soll dabei erhalten bleiben.

Zum 31.12.2015 verfügt die InterFace AG über drei Beteiligungsunternehmen: die IF-Blueprint AG, die IF-Localization GmbH sowie die IF-TECH AG. Die IF-Group wurde in 2015 nicht erweitert.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung der InterFace AG konnte mit T€ 24.434 in 2015 gegenüber T€ 20.503 in 2014 nochmals gesteigert werden. Das Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden trotz zusätzlicher personeller und administrativer Investitionen für die im Jahr 2015 vorgenommene Umorganisation. Der Jahresüberschuss beträgt nach T€ 112 im Jahr 2014 T€ 1.047 im Jahr 2015. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

2012 2013 2014 2015
Eigenkapitalrentabilität (in %) 18,9 18,0 3,2 27,1
Umsatzrentabilität (in %) 3,5 3,3 0,5 4,3

Der Personalbestand der InterFace AG zum 31.12.2015 beträgt einschließlich Vorstand insgesamt 134 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon befinden sich zwei Mitarbeiterinnen in Elternzeit, acht Mitarbeiter/innen sind teilzeittätig. Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag dreizehn Werkstudenten und einen Auszubildenden:

2012 2013 2014 2015
Personalbestand zum 31.12. 93 113 128 134
Vorstand 4 4 4 3
Arbeitnehmer/innen in Elternzeit 0 0 3 2
Arbeiternehmer/innen 89 109 121 129
davon Teilzeit 4 3 4 8
davon Altersteilzeit 0 0 0 0
davon Azubi 0 0 1 1
davon Studenten u. Praktikanten 12 17 12 13

Umgerechnet auf „Vollzeitäquivalente“ beträgt der Personalbestand – ohne die Mitglieder des Vorstands und Werkstudenten – zum Stichtag 109 Mitarbeiter/innen (2014: 104; 2013: 83). 2014 wurden – ohne die Mitglieder des Vorstands – insgesamt 214.550 Arbeitsstunden (einschließlich Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten) erbracht (2014: 197.954; 2013: 164.938).

Die InterFace AG als Dienstleistungsunternehmen stützt sich auf einen Kernbestand von Festangestellten. Bei Unterauftragnehmern kooperiert das Unternehmen mit Freiberuflern oder regionalen Klein- und Mittelunternehmen. Das Auftragsvolumen an externe Berater ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. Eine wesentliche Lieferantenabhängigkeit ist nicht gegeben. Wir gehen davon aus, dass mittelfristig der Anteil der Leistungserbringung durch externe Consultants rückläufig sein wird, da die Kunden mittlerweile mehr Problembewusstsein für die Risiken von Scheinselbständigkeit und verdeckter Arbeitnehmerüberlassung entwickeln. In diesem Rahmen werden wir auch in Zukunft unsere seit 1997 geltende und ab 2007 unbefristet erteilte „Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung“ nutzen.

4. Finanzlage

a) Die Investitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2015 betrugen T€ 321.

b) Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie auch in den vorangegangenen Jahren planmäßig durch Eigenkapital. Die wichtigsten Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Finanzierung stellen sich wie folgt dar:

2012 2013 2014 2015
Eigenkapitalquote (in %) 48,7 47,9 43,6 51,2
Anlagenintensität (in %) 9,7 10,3 12,1 11,4
Anlagendeckung (in %) 502,8 467,3 359,8 449,0
Cash Flow (in T€) 772 782 344 1.345
Dynamischer Verschuldungsgrad 4,4 4,9 12,7 3,1

Das Finanzmanagement des Unternehmens folgt immer dem Grundsatz der kaufmännischen Umsicht. Vorrangige Zielsetzung ist es, eine weitgehende Unabhängigkeit von dritter Seite zu gewährleisten und auch für absehbare Risikoszenarien ausreichende Liquidität vorzuhalten. Alle Ausgaben zur Geschäftsentwicklung werden vom Vorstand sorgfältig geprüft und verantwortlich beschlossen.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Mittel aus Rücklagen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben sind weder geplant noch nötig, ebenso keine weiteren Kapitalmaßnahmen.

Die zugesagten Überziehungskredite in Höhe von T€ 240 werden – seit Jahren – nicht in Anspruch genommen. Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt T€ 139 sichern Ansprüche von Arbeitnehmern aus Langzeitarbeitskonten ab. Im Übrigen bestehen außer den bei Festgeldanlagen üblichen Bindungen keine Beschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten.

Neben den normalen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Steuern und Abgaben hat das Unternehmen keine wesentlichen Verbindlichkeiten.

Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen; damit verbundene Auflagen bestehen daher nicht. Ebenso sind aufgrund der Beschaffungsstrategie keine wesentlichen Leasingverpflichtungen vorhanden.

5. Vermögenslage

Wesentliche Abweichungen bei der Vermögenslage gegenüber dem Vorjahr sind nicht vorhanden; die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2015 betrafen insbesondere den Fuhrpark sowie Hardware.

Der Mietvertrag für das von der InterFace AG gemietete Gebäude in Unterhaching hat eine Laufzeit bis 31. März 2023. Zurzeit nutzt die InterFace AG circa 70% der gemieteten Flächen selbst, der Rest ist untervermietet.

Die Büroräume am Standort Duisburg sind bis 31. März 2017, jene am Standort Nürnberg bis 31. Januar 2018 angemietet; der Mietvertrag am Standort Stuttgart hat eine Laufzeit bis 14.07.2020.

Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr positiv beurteilt.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.

7. Risikobericht

Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, diese zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.

Hierzu hat die InterFace AG im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach § 91 Abs. 2 AktG ein dem Geschäftsumfang angemessenes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Schon vor der ISO-Zertifizierung im Jahr 2003 verfügte das Unternehmen über ein eigenes Risikofrüherkennungssystem. Dieses System wurde weiter ausgebaut und ist jetzt Teil der ISO-Prozess-Beschreibungen. Maßnahmen zur Absicherung der Compliance des Unternehmens sind seit 2009 in das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens integriert.

Der Kundenstamm der InterFace AG ist diversifiziert. Gewisse Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden sind nicht von der Hand zu weisen, aber im Rahmen der bestehenden Risikostrategie beherrschbar. Die InterFace AG steht mit einem sich nach thematischer Ausrichtung und Form der Leistungserbringung ergänzendem Dienstleistungsangebot vergleichsweise flexibel im Markt.

Trotz der Entwicklung hin zu immer längeren Zahlungszielen gerade bei Großunternehmen sind aufgrund der guten Kapitalausstattung keine konkreten finanzwirtschaftlichen Risiken ersichtlich, wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht zu erkennen.

Risiken der Änderung von Verkaufspreisen sind permanent vorhanden; der Preisdruck im Markt ist für Unternehmen wie die InterFace AG unverändert hoch. Aufgrund der Kundenstruktur (Behörden bzw. Kunden mit guter Bonität) sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken im Debitorenbereich zu verzeichnen; auf eine Debitorenversicherung konnte deshalb verzichtet werden.

Rechtliche Bestandgefährdungsrisiken wie Bürgschaften für Dritte oder Patronatserklärungen sind nicht vorhanden, ebenso wie sonstige Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche unwahrscheinlich sind. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

8. PROGNOSEBERICHT

Aussagen über Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich – sowohl positiv als auch negativ – von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich neben anderem insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Geschäftsfelder, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden.

Der Vorstand der InterFace AG blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Mit unserem Leistungsangebot liegen wir gut im Markt. Das Unternehmen hat ein hohes Ansehen, der Bekanntheitsgrad steigt stetig, uns wird viel Vertrauen entgegen gebracht. Die guten Kontakte zu Partnern und Kunden erweitern sich laufend. So verfügen wir über ein wertvolles Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit.

Es gibt auch Hemmnisse; die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Nachfragemarkt entwickeln sich widersprüchlich. Die Anzahl der Bewerber steigt, allerdings erfüllen die Bewerber häufig trotz guter formaler Qualifikation nicht unsere Anforderungen. Auch die Gehaltsstrukturen sind nicht immer stimmig, die Zusammenhänge zwischen Ausbildung, Gehalt und erzielbaren Stundensätzen sind nicht immer rational nachvollziehbar.

Der Abschluss eines Großprojektes Ende 2015 macht sich im Ergebnis des Jahres 2015 positiv bemerkbar, benötigt in 2016 allerdings der Kompensation durch Aufbau von zusätzlichem Neugeschäft.

Durch die Fortsetzung unseres Regionalisierungsprogramms versuchen wir dem Bedürfnis vieler Mitarbeiter entgegen zu kommen, wohnortnah zu arbeiten. Dazu haben wir auch unsere Standorte in Darmstadt und Stuttgart verstärkt. Die Betreuung unserer Kunden durch mehr Festangestellte und ein wachsendes Erfordernis der Leistungserbringung außerhalb des Kundenbetriebs macht erforderlich, den Standort Nürnberg ab 2016 zu erweitern und ein Büro in Ingolstadt zu eröffnen. Die Anmietung von Büroräumen an weiteren Lokationen kann auch künftig (auch kurzfristig) erforderlich sein.

Die Maßnahmen der letzten Jahre (Rücknahme der Kontierungsquote bei Führungskräften, Einstellung branchenerfahrener Manager zur Betreuung der strategisch wichtigen Kunden und Stärkung der Regionalisierung) haben erste Früchte getragen.

Ein besonderes Anliegen ist der InterFace AG die Pflege und Weiterentwicklung einer unterscheidenden, personal orientierten und nachhaltigen Unternehmenskultur. Diese ist gerade in einem Markt, in dem wirklich qualifizierte Mitarbeiter gesucht werden, von zentraler Bedeutung. Anstrengungen hier sind oftmals mit Investitionen verbunden, da notwendige Freiräume zumindest kurzfristig Arbeitszeit kosten und Einbußen beim Umsatz bedeuten.

Grundsätzlich zeigt sich ein verstärktes Anliegen von Mitarbeitern, Beruf und Privatleben in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Ein Symptom ist, dass Mitarbeiterinnen wie Mitarbeiter in wesentlich höherem Maße als bislang Elternzeit in Anspruch nehmen. Auch zeigt sich wachsender Bedarf an Zeit für Pflege- und Betreuung von Kindern und älteren Angehöriger. Insgesamt steigt so die Nachfrage nach reduzierter oder individuell gestaltbarer Arbeitszeit.

Entscheidendes Element einer differenzierenden Unternehmenskultur ist auch das hohe Gewicht, das die InterFace AG auf die kontinuierliche Weiterbildung, eine umfassende persönliche Entwicklung und ein stets am State of the Art ausgerichteten fachliches Zertifizierungsniveau ihrer Mitarbeiter legt. So lagen in 2015 die Ausgaben für Qualifikationsentwicklung wieder auf dem hohen Stand des Vorjahres.

Die stabile Aktionärssituation erlaubt dem Management der InterFace AG ein kontinuierliches und nachhaltiges Arbeiten. Unter diesen Rahmenbedingungen blicken wir trotz manch schwieriger Randbedingungen grundsätzlich vertrauensvoll in die Zukunft.

Trotz dieser InterFace-spezifischen Stärken sind wir uns der massiven Risiken der allgemeinen, nach wie vor volatilen Wirtschaftslage bewusst. Unser besonderes Augenmerk gilt hier der Automobilbranche aufgrund des Abgasskandals. Auch Schlüsselkunden der InterFace AG sind derzeit nicht im Stande, langfristige Geschäftsprognosen abzugeben und eine längerfristig stabile Planungsperspektive zu ermöglichen. Die Zukunft kann von Faktoren abhängig sein, die außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen. Dank einer guten Vorsorgepolitik, der hohen Reputation des Unternehmens bei seinen Kunden sowie auf verschiedenen Ebenen angelegter (wirtschaftlicher und struktureller) Reserven ist das Unternehmen unseres Erachtens auch für schwierige Zeiten mit eventuell disruptiven Ereignissen, soweit wie möglich, gerüstet.

Zusammenfassend wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für das Jahr 2016 wie folgt beurteilt:

Der Vorstand der InterFace AG geht verhalten optimistisch in das Jahr 2016.

Wir gehen davon aus, dass in 2016 sowohl die Umsätze als auch die Umsatzrendite unter dem Niveau des sehr guten Vorjahres liegen werden, da der positive Sondereinfluss eines abgeschlossenen Großprojektes entfällt. Unabhängig davon erwarten wir, eine angemessene Umsatzrendite erzielen zu können.

Unterhaching, den 12. Februar 2016

Paul Schuster

Maximilian Buchberger

Dr. Christof Stierlen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterFace AG, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Jahresabschluss entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss; er vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der InterFace AG, Unterhaching, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 15. Februar 2016

**Dr. Fritz Kesel & Partner OHG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

München**

gez. Lutz Weigell (Wirtschaftsprüfer)

gez. ppa. Lars Dörries (Wirtschaftsprüfer)

Hinweis nach § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 HGB:

Vorstehender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2014 der InterFace AG, Unterhaching.

Bericht des Aufsichtsrates

der InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 die ihm gesetzlich und satzungsmäßig zukommenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der InterFace AG laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in seinen Sitzungen und anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte über die Geschäftsentwicklung der InterFace AG informieren lassen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer bestellten Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an.

Aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2015 von EUR 2.192.503,11 sollen EUR 371.532,00 ausgeschüttet werden; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,40 pro Stückaktie. Der verbleibende Betrag von EUR 1.820.971,11 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Gewinnverwendungsvorschlag an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterFace AG für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Unterhaching, den 18. März 2016

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, Vorsitzender des Aufsichtsrates