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INTERFACE INC — Annual Report 2011
Nov 28, 2012
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Annual Report
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Publication
InterFace Aktiengesellschaft
Unterhaching
Jahresabschluss zum 31.12.2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
der InterFace AG
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Die InterFace AG bietet Dienstleistungen im Umfeld der Informatik (Informationstechnologie) an. Das Leistungsangebot der InterFace AG umfasst drei Schwerpunkte:
· IT-OrganisationProjektmanagement und ProjektCoaching, Service-, Qualitäts- und IT-Sicherheitsmanagement sowie Analyse, Design, Implementierung und Optimierung von IT-Prozessen mit besonderem Augenmerk auf Aspekte des Veränderungsmanagements
· IT-InfrastrukturUnterstützung beim Aufbau und Betrieb von großen Rechenzentren mit den Schwerpunkten Virtualisierungs-, Speicher- und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Datenmanagement
· IT-ApplikationenAnforderungsanalyse, Architektur, Design, Implementierung, Pflege und Wartung von Software-Anwendungen, agile Softwareentwicklungsmethoden und spezielle Lösungen für Produktionstext
Diesem Leistungsangebot folgend verfügt die InterFace AG über drei Geschäftsfelder. Jedes Geschäftsfeld konzentriert sich auf die fachliche und geschäftliche Entwicklung seines Leistungsangebotes. Das Know-how der in den drei Geschäftsfeldern eingesetzten Berater ist stark unterschiedlich, ergänzt sich aber zu einem ganzheitlichen Beratungsangebot zur Informationstechnologie.
Alle drei Geschäftsfelder erbringen einen relevanten Anteil an Umsatz und Ergebnis der InterFace AG.
Unterstützt werden die Geschäftsfelder durch ein Vertriebs-, Marketing- und Organisationsteam. Die Vorstände verantworten jeweils ein Geschäftsfeld und nehmen darüber hinaus Querschnitts-Aufgaben wahr.
Geschäftsfelder:
· Thomas Vallon: IT-Organisation
· Maximilian Buchberger: IT-Infrastruktur
· Dr. Christof Stierlen: IT-Applikationen
Querschnitts-Aufgaben:
· Thomas Vallon: Personal, Organisation und Verwaltung,
· Maximilian Buchberger: Vertrieb und Marketing,
· Dr. Christof Stierlen: Unternehmensstrategie und Portfoliomanagement,
· Roland M. Dürre: Corporate Identity, Corporate Communication und Innovationsmanagement
Die Kunden der InterFace AG sind überwiegend Großunternehmen und Behörden, die IT-Lösungen im unternehmenskritischen Einsatz haben und sich so den Anforderungen eines modernen „Enterprise Computing“ stellen müssen. Die InterFace AG beliefert Endkunden und – als Subunternehmer – große Technologielieferanten und Systemintegratoren, welche die Zulieferung der InterFace AG zum Eigenbedarf nutzen oder – integriert in ihre Leistungserbringung – an Endkunden weitergeben.
Die Firmenzentrale der InterFace AG befindet sich in Unterhaching bei München; daneben unterhält die InterFace AG seit 2008 eine Geschäftsstelle in Nürnberg. 2011 wurde die Geschäftsstelle „Rhein.Ruhr“ in Duisburg ins Leben gerufen. Unsere Dienstleistung erbringen wir bundesweit.
Das Leitbild der InterFace AG beinhaltet, sich nicht auf die Rolle des Lieferanten von Profilen („Body Leasing“ und „Expert Placement") zu reduzieren. Ziel ist es, Aufgaben ganzheitlich durch Teams mit besonderem Know-how zu übernehmen. Dies bedeutet aber nicht in jedem Fall die gesamte Lieferung „aus einer Hand“. Vielmehr werden Wissenstransfer und „Coaching“ des Kunden und dessen Projekte immer relevanter.
Die Wettbewerbssituation stellt sich für die InterFace AG ambivalent dar. Als kleineres und flexibles Unternehmen sehen wir uns gegenüber größeren Mitbewerbern nicht grundsätzlich im Nachteil. Die gewählte Marktstrategie, den Kunden ein strukturiertes Dienstleistungsangebot mit drei sich ergänzenden Schwerpunkten anzubieten, ist erfolgreich. Die Möglichkeit, Teilleistungen fallweise in ein erweitertes Angebot zu integrieren, stellt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen ähnlicher Größenordnung dar.
Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.
Die durch unsere erfolgreiche ISO-Zertifizierung seit 2003 eingeleitete Beschreibung und Verbesserung unserer internen und externen Prozesse wurde auch in 2011 im Rahmen einer umfassenden Systembewertung und Zertifizierung durch die DQS erfolgreich fortgeführt.
2. IF-Group
Die InterFace AG beabsichtigt weiter zu wachsen. Für das Kern-Unternehmen InterFace AG wird dabei ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum angestrebt. Hier wollen wir uns auf unsere zentralen Erfolgsthemen und deren Weiterentwicklung konzentrieren. Weitere, unser Leistungsangebot ergänzende IT-Themen sollen, wo erfolgversprechend, auch im Rahmen von Tochterunternehmen realisiert werden. Die komplementären Leistungsangebote werden in einem Unternehmensverbund, der „IF-Group“ gebündelt, dies gestützt durch Beteiligungsverhältnisse und abgestimmte Marketingkommunikation. Die grundsätzliche unternehmerische Eigenständigkeit soll dabei erhalten bleiben.
In 2011 wurde die InterFace AG um ein weiteres Tochterunternehmen ergänzt, die „IF-Blueprint AG“.
Zum 31.12. 2011 verfügt die InterFace AG so über vier Unternehmenstöchter: die IF-Agora GmbH, die IF-Blueprint AG, die IF-Localization GmbH sowie die IF-TECH AG.
IF-Agora GmbH (vormals: IF-TRAINING GmbH)
Die IF-Agora ist konzipiert als reines Internet-Unternehmen und realisiert einen „sauberen“ Marktplatz des Wissens. Derzeit bieten ungefähr 30 ausgewählte Wissensanbieter sich selbst als Mentoren wie Coaches und ihre Vorträge und Seminare in IF-Agora an. Damit sind wir von der kritischen Masse von geschätzt um die hundert Anbieter noch ein gutes Stück entfernt.
Zurzeit baut IF- Agora Verbündete als Botschafter/Scouts auf, die verstärkt weitere Wissensanbieter aus ihren Kreisen akquirieren. Die notwendigen Voraussetzungen in Form einer „Kriterienliste für Wissensanbieter“ und eines Kodex der Wissensvermittlung durch IF-Agora sind vorhanden.
Die Rückmeldungen von vielen Gesprächspartnern und Kunden zur IF-Agora sind sehr erfreulich und ermutigend. So ermöglicht die Operation schon jetzt einen schönen Image-Gewinn für die InterFace-Gruppe. Bisher wurden dabei noch keine eigenständigen Umsätze generiert; in 2011 wurde ein Verlust in Höhe von T€ 3 erzielt.
IF-Blueprint AG
Am 1. Juli 2011 ist die IF-Blueprint AG gegründet worden. Das Unternehmen wurde gemeinsam mit einer Gruppe von Microsoft-Spezialisten der ehemaligen SIS (Siemens IT-Solutions and Services) um Andreas Essing und Manfred Kornagel gegründet. Herr Essing und Herr Kornagel sind beide geschäftsführenden Vorstände.
Das Unternehmen IF-Blueprint AG konzentriert sich – im Gegensatz zur herstellerunabhängigen InterFace AG - auf die Technologie eines einzigen Herstellers – auf Microsoft. Deshalb ist das Unternehmen ausschließlich in Projekten und bei Kunden tätig, in denen Microsoft-Technologie eingesetzt wird.
Der Name Blueprint soll zeigen, dass das Unternehmen seine Kunden nicht nur mit Dienstleistung rund um Microsoft versorgt, sondern auch konzeptionelle Beratung und Architektur-Dienstleistungen für komplizierte Microsoft-Projekte in Form von „Blaupausen“ erbringt.
Die InterFace AG hält an der IF-Blueprint die Mehrheit mit rd. 56% der Aktien. Der Aufsichtsrat besteht aus Kornelia Hietmann (Vorsitzende – InterFace AG), Doris Kling (InterFace AG) und Ulrich Kersting. (Business Consultant bei Microsoft Deutschland GmbH). Die IF-Blueprint hat ein abweichendes Geschäftsjahr zum 30.06. Das Halbjahresergebnis zum 31.12. weist einen EBIT in Höhe von rd. T€ 71 aus. Neben den beiden Vorständen verfügt das Unternehmen über 4 Mitarbeiter.
IF-Localization GmbH
Die IF-Localization GmbH wurde als Tochterunternehmen am 01.06.2010 gegründet.
Eine Motivation der InterFace AG für die Beteiligung an IF-Localization war es, mit diesem Unternehmen das Know-how für die Internationalisierung von Web-Anwendungen im Haus zu haben als eine weitere Option für die Zukunft. IF-Localization baut sein Geschäft aus eigener Kraft auf.
An IF-Localization ist die InterFace AG als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt, Luka Komljenović ist alleiniger Geschäftsführer und ergänzender Gesellschafter mit 25% der Anteile. Nathan Kurz verfügt über 15% der Gesellschaftsanteile. IF-Localization wird von der InterFace AG durch Roland Dürre betreut und kontrolliert.
Das erste volle Geschäftsjahr der IF-Localization war erfreulich. Die geplanten Startverluste aus 2010 konnten zu einem großen Teil schon in 2011 kompensiert werden. Der negative Restsaldo zum 31.12.2011 betrug rd. T€ 6. Am Ende des Geschäftsjahres 2012 erwarten wir hier saldiert ein positives Ergebnis.
IF-TECH AG
Die IF-TECH AG ist auf Virtualisierung spezialisiert und richtet ihr Angebot überwiegend an kleinere und mittelständische Unternehmen. So ergänzt IF-TECH das Leistungsangebot des Geschäftsfeldes IT-Infrastruktur der InterFace AG im Detailgeschäft.
An IF-TECH ist die InterFace AG als Mehrheitsaktionär mit 60% beteiligt, der Aufsichtsrat besteht aus den InterFace-Vorständen M. Buchberger, R. M. Dürre und Th. Vallon. Die IF-TECH betreut seit Mitte 2011 die IT-Infrastruktur der InterFace und ist zusätzlich mit dem Mitarbeitersupport beauftragt. Auch als Kunde sind wir mit der Leistung des Unternehmens sehr zufrieden.
Die IF-TECH ist mittlerweile „gut angewachsen“ und hat die ersten fest angestellten Mitarbeiter. Auch das zweite Geschäftsjahr der IF-TECH AG war erfolgreich, es konnte in 2011 ein Überschuss von T€ 22 erwirtschaftet werden.
IF-PHOTOGRAPHY GmbH
Die IF-PHOTOGRAPHY GmbH wurde in 2011 liquidiert und aus dem Handelsregister gelöscht.
3. Geschäftsstellen
Die Geschäftsstelle in Nürnberg hat die mit ihr verbundenen Erwartungen weiter erfüllt. Wir haben uns darauf konzentriert, unseren Kunden Bundesagentur für Arbeit vertrieblich optimal zu betreuen und gehen von einer langfristigen und weiterhin stabilen Geschäftsbeziehung aus.
Der Aufbau von Geschäft in der Region Nürnberg außerhalb der Bundesagentur ist bisher nicht wesentlich erfolgt. In 2012 wird sich die Geschäftsstellenleitung um erste Aufträge in der Region auch außerhalb der Bundesagentur für Arbeit bemühen. Die Geschäftsstelle betreut ferner die ortsansässigen Mitarbeiter und wird als regionaler Arbeitgeber wahrgenommen.
Da sich das „Modell Nürnberg“ bewährt hat, haben wir in 2011 die Geschäftsstelle Rhein.Ruhr am Standort Duisburg gegründet. Von Duisburg aus betreuen und versorgen wir unsere Kunden Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste des Landes NRW in Duisburg und die WestLB in Düsseldorf. Auch bei diesen beiden langjährigen Kunden kommen weitgehend Mitarbeiter mit Wohnsitz in der Region zum Einsatz.
4. Ertragslage
Der Umsatz der InterFace AG konnte mit T€ 13.487 in 2011 gegenüber T€ 11.416 in 2010 deutlich gesteigert werden. Das sehr gute Ergebnis der Jahre 2008 und 2009 konnte nicht wiederholt werden. Der Jahresüberschuss beträgt nach T€ 369 im Jahr 2010 T€ 347 im Jahr 2011. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität (in %) | 23,9 | 18,8 | 13,9 | 12,6 |
| Umsatzrentabilität (in %) | 5,1 | 4,2 | 3,3 | 2,6 |
Der Personalbestand der InterFace AG zum 31.12.2011 beträgt einschließlich Vorstand insgesamt 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon befindet sich eine Mitarbeiterin in Elternzeit, drei Mitarbeiter/innen sind teilzeittätig. Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag zehn Werkstudenten.
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Personalbestand zum 31.12. | 74 | 77 | 72 | 78 |
| Vorstand | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Arbeitnehmer/innen in Elternzeit | 3 | 2 | 1 | 1 |
| Arbeiternehmer/innen | 67 | 71 | 67 | 73 |
| davon Teilzeit | 2 | 2 | 2 | 3 |
| davon Altersteilzeit | 2 | 1 | 0 | 0 |
| davon Azubi | 1 | 1 | 0 | 0 |
| davon Studenten u. Praktikanten | 1 | 3 | 3 | 10 |
Umgerechnet auf „Vollzeitäquivalente“ beträgt der Personalbestand – ohne die Mitglieder des Vorstands und Werkstudenten – zum Stichtag 71 Mitarbeiter/innen (2010: 63; 2009: 62). 2011 wurden – ohne die Mitglieder des Vorstands – insgesamt 142.615 Arbeitsstunden (einschließlich Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten) erbracht (2010: 124.222; 2009: 125.686).
Die InterFace AG als Dienstleistungsunternehmen arbeitet mehrheitlich mit Festangestellten. Bei Unterauftragnehmern kooperiert das Unternehmen mit Freiberuflern oder regionalen Klein- und Mittelunternehmen, das Auftragsvolumen an externe Berater wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Eine wesentliche Lieferantenabhängigkeit ist nicht gegeben. Auf Kundenseite wurde die Diversifizierung weiter vorangetrieben, so dass es keine überproportionale Abhängigkeit von einem Kunden gibt.
Das Finanzergebnis hat sich von T€ 22 in 2010 auf T€ 23 in 2011 entwickelt; Abschreibungen auf Finanzanlagen waren dabei in 2011 wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen.
5. Finanzlage
a) Die Investitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2011 betrugen T€ 58.
b) Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie auch in den vorangegangenen Jahren planmäßig durch Eigenkapital. Die wichtigsten Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Finanzierung stellen sich wie folgt dar:
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote (in %) | 46,7 | 51,5 | 50,3 | 51,0 |
| Anlagenintensität (in %) | 7,4 | 8,7 | 10,0 | 12,3 |
| Anlagendeckung (in %) | 632,2 | 594,1 | 500,2 | 411,8 |
| Cash Flow (in T€) | 665 | 692 | 551 | 534 |
| Dynamischer Verschuldungsgrad | 3,9 | 3,5 | 4,7 | 5,1 |
Das Finanzmanagement des Unternehmens folgt immer dem Grundsatz der kaufmännischen Umsicht. Vorrangige Zielsetzung ist es, eine weitgehende Unabhängigkeit von dritter Seite zu gewährleisten und ausreichende Liquidität vorzuhalten. Alle Ausgaben zur Geschäftsentwicklung werden vom Vorstand sorgfältig geprüft und verantwortlich beschlossen.
Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Mittel aus Rücklagen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben sind weder geplant noch nötig, ebenso keine Kapitalerhöhungen oder Kapitalherabsetzungen.
Die zugesagten Überziehungskredite in Höhe von T€ 240 werden – seit Jahren – nicht in Anspruch genommen. Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt T€ 100 sichern Ansprüche von Arbeitnehmern aus Langzeitarbeitskonten ab. Im Übrigen bestehen außer den bei Festgeldanlagen üblichen Bindungen keine Beschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten.
Neben den normalen kurzfristigen Verbindlichkeiten wie Steuern und Abgaben sowie mit Ausnahme einzelner Sonderregelungen bei Lohn und Gehalt hat das Unternehmen keine Verbindlichkeiten.
Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen; damit verbundene Auflagen bestehen daher nicht. Ebenso sind aufgrund der Beschaffungsstrategie keine Leasingverpflichtungen vorhanden.
6. Vermögenslage
Wesentliche Abweichungen bei der Vermögenslage gegenüber dem Vorjahr sind nicht vorhanden; die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2011 betrafen insbesondere den Fuhrpark sowie Hardware.
Der Mietvertrag für das von der InterFace AG gemietete Gebäude in Unterhaching hat eine Laufzeit bis 31. März 2013. Zurzeit nutzt die InterFace AG ca. 60% der gemieteten Flächen selbst, der Rest ist bis auf einen Flügel untervermietet. Der Vorstand ist geneigt, den Standort über 2013 hinaus weiterzuführen.
Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr positiv beurteilt; die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr war gut, auch wenn das Planziel nicht erreicht wurde.
7. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.
8. Risikobericht
Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, sie zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.
Hierzu hat die InterFace AG im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach § 91 Abs. 2 AktG ein dem Geschäftsumfang angemessenes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Schon vor der ISO-Zertifizierung im Jahr 2003 verfügte das Unternehmen über ein eigenes Risikofrüherkennungssystem. Dieses System wurde weiter ausgebaut und ist jetzt Teil der ISO-Prozess-Beschreibungen. Maßnahmen zur Absicherung der Compliance des Unternehmens sind seit 2009 in das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens integriert.
Der Kundenstamm der InterFace AG ist diversifiziert. Eine besondere Abhängigkeit von einem Kunden ist nicht vorhanden. Auch thematisch steht die InterFace AG mit einem sich ergänzenden Dienstleistungsangebot im Markt.
Trotz der Entwicklung hin zu immer längeren Zahlungszielen gerade bei Großunternehmen und Behörden sind aufgrund der guten Kapitalausstattung keine konkreten finanzwirtschaftlichen Risiken ersichtlich, wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht zu erkennen.
Risiken der Änderung von Verkaufspreisen sind permanent vorhanden. Aufgrund der Kundenstruktur (Behörden bzw. Kunden mit guter Bonität) sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken im Debitorenbereich zu verzeichnen; auf eine Debitorenversicherung konnte deshalb verzichtet werden.
Rechtliche Bestandgefährdungspotenziale wie Bürgschaften für Dritte oder Patronatserklärungen sind nicht vorhanden, ebenso wie sonstige Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche unwahrscheinlich sind. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
9. Prognosebericht
Aussagen über Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich – sowohl positiv als auch negativ – von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich neben anderem insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Geschäftsfelder, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden.
Der Vorstand der InterFace AG blickt zuversichtlich in die Zukunft. Mit unserem Leistungsangebot liegen wir gut im Markt. Das Unternehmen hat ein hohes Ansehen, der Bekanntheitsgrad steigt weiter, uns wird viel Vertrauen entgegen gebracht. Die vertrieblichen Kontakte zu Partnern und Kunden erweitern sich laufend. So verfügen wir über ein wertvolles Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit.
Es gibt auch Hemmnisse. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich immer mehr zu einem „Mitarbeiter-Markt“. Die gehaltlichen Ansprüche der Bewerber und Mitarbeiter steigen, die Kompromissbereitschaft der Mitarbeiter bei Themen wie Einsatzort oder Aufgabe sinkt dagegen.
Für die Zukunft des Unternehmens ist das Gewinnen und Entwickeln von jungen Informatikern mit hohem fachlichem und menschlichem Potenzial von größter Wichtigkeit. Leider sind viele Bewerber unseren Ansprüchen nicht gewachsen. Eine mehrmonatige Ausbildung von neuen Mitarbeitern aufgrund von Nachholbedarf in der wissenschaftlichen Ausbildung und gestiegenen Kundenansprüchen ist immer öfters notwendig.
Deshalb haben wir unter anderem ein Programm „IF-Lab“ aufgesetzt. In unserem IF-Lab werden aktuell rund 10 junge Informatik-Studenten und –Praktikanten in innovativen Projekten ausgebildet. Diese werden von einem SW-Architekten und erfahrenen Kollegen intensiv betreut. Wir gehen davon aus, dass diese Investition langfristig Früchte tragen wird.
Durch Regionalisierungsprogramme wie auch die Gründung der beiden Geschäftsstellen und weiterer lokaler Konstrukte versuchen wir dem Bedürfnis vieler Mitarbeiter entgegen zu kommen, an ihrem Wohnort zu arbeiten.
Des Weiteren haben wir in Einzelfällen die Kontierungsquote zurückgenommen. So haben wir Führungskräfte mit starker vertrieblicher Multiplikativität aus Projekten herausgenommen, damit sie sich auf Vertrieb und Mitarbeiterbetreuung konzentrieren. Das führt kurzfristig zu Umsatzverlusten, die komplett zu Lasten des Ergebnis gehen. Zusätzlich haben wir zwei sehr branchenerfahrene Manager eingestellt, die strategisch wichtige Kunden betreuen. Dieses Investment trägt bereits die ersten Früchte.
Ein besonderes Anliegen ist der InterFace die Pflege und Weiterentwicklung einer besonderen Unternehmenskultur. Diese ist gerade in einem Markt, in dem gute Leute händeringend gesucht werden, von zentraler Bedeutung. Auch das ist teuer, denn die dazu notwendigen Freiräume kosten natürlich wertvolle Arbeitszeit und führen so zu Einbußen beim Umsatz.
Dies gilt auch für die Weiterbildung, persönliche Entwicklung und fachliche Zertifizierung unserer Berater. In 2011 haben wir gut T€ 50 mehr für Weiterbildung ausgegeben als in 2010.
Alle diese Maßnahmen gehen natürlich zunächst zu Lasten des Ergebnisses. Der Vorstand der InterFace AG ist aber der Meinung, dass all diese Ausgaben für die Zukunft wichtig und sinnvoll sind. Das hier eingesetzte Geld erscheint uns gut investiert. Nur so kann die InterFace AG in schwierigen Märkten auf hohem Niveau verlässlich überleben.
Gestärkt auch durch eine stabile Aktionärssituation hat die InterFace eine gute Perspektive. Uns helfen hier auch aktuelle Schwächen bei Mitbewerbern, die ihre Unternehmenskultur bestimmten Größen- oder Profitzielen opfern.
Wir sehen also trotz einer für uns sehr schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt durchaus Möglichkeiten, unser Geschäft weiter zu entfalten und zu stabilisieren.
Natürlich sind wir uns trotz vieler InterFace-spezifischer positiver Aussichten der massiven Risiken der aktuell außergewöhnlichen allgemeinen Situation bewusst. Die Zukunft kann von Faktoren abhängig sein, die außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen. Dank einer guten Vorsorgepolitik und auf verschiedenen Ebenen angelegter Reserven ist das Unternehmen auch für schwierige Zeiten gerüstet.
Zusammenfassend wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für die nächsten beiden Jahre wie folgt beurteilt:
Der Vorstand der InterFace AG geht zuversichtlich in die Jahre 2012 und 2013. Für 2011 war geplant, den Vorjahresumsatz zu steigern. Dieses Ziel haben wir sehr gut erreicht. Wegen der erwähnten Maßnahmen zur Zukunftssicherung konnte das Ergebnis in 2011 nicht mit dem Umsatz schritthalten. In 2012 werden wir im Umsatz weiter zulegen und hoffen, die im Jahre 2011 erreichte Rendite auch prozentual wieder steigern zu können.
Unterhaching, den 17. Februar 2012
Roland M. Dürre
Maximilian Buchberger
Dr. Christof Stierlen
Thomas Vallon
Bilanz zum 31. Dezember 2011
zur Offenlegung gem. §§ 325 ff. HGB
InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching
Aktiva
| 31.12.2011 EUR |
31.12.2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.946,00 | 2 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 469.434,87 | 447 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 210.625,00 | 86 |
| 689.005,87 | 535 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 68.678,55 | 47 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2.296.365,03 | 2.158 |
| davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 2.583,97 | (20) | |
| III. Wertpapiere | 16.329,06 | 15 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2.484.812,59 | 2.548 |
| 4.866.185,23 | 4.768 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.962,03 | 22 |
| 5.565.153,13 | 5.325 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2011 EUR |
31.12.2010 TEUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.000.000,00 | 1.000 |
| II. Kapitalrücklage | 27.419,38 | 27 |
| III. Gewinnrücklage | 572.580,62 | 573 |
| IV. Bilanzgewinn | 1.237.248,22 | 1.076 |
| 2.837.248,22 | 2.676 | |
| B. Rückstellungen | 812.587,00 | 846 |
| C. Verbindlichkeiten | 1.884.377,16 | 1.763 |
| davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 34.500,21 | (13) | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 30.940,75 | 40 |
| 5.565.153,13 | 5.325 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2011
zur Offenlegung gem. §§ 325 ff. HGB
InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching
| 2011 EUR |
EUR | 2010 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Rohergebnis | 8.336.155,36 | 7.517 | |
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 5.636.566,42 | 4.936 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 774.138,35 | 669 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 29.501,09 | 6.410.704,77 | (29) | |
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 186.722,11 | 178 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.272.977,44 | 1.235 | |
| 465.751,04 | 499 | ||
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 1.500,00 | 2 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.500,00 | (2) | ||
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 21.114,07 | 21 | |
| 7. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 151,12 | 1 | |
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 488.213,99 | 521 | |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 135.300,17 | 147 | |
| 10. Sonstige Steuern | 5.530,00 | 5 | |
| 11. Jahresüberschuss | 347.383,82 | 369 | |
| 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 889.864,40 | 707 | |
| 13. Bilanzgewinn | 1.237.248,22 | 1.076 |
Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2011
zur Offenlegung nach §§ 325 ff. HGB
InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer (bzw. beim Altbestand) degressiver Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die planmäßigen Nutzungsdauern.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 150,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis einschließlich EUR 410,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (handelsrechtliche Vereinfachungsregelung).
Bei der Entwicklung des Anlagevermögens sind die tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen.
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandskosten, die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten und die Bewertung der geleisteten Anzahlungen zum Nominalwert.
Die Bewertung der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert.
Bei den Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere, die verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
II. Erläuterungen zur Bilanz
(2) Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 EUR |
Zugang 2011 EUR |
Abgang 2011 EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 639.543,74 | 9.529,03 | 0,00 | 649.072,77 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.066.068,07 | 258.616,95 | 225.824,53 | 1.098.860,49 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 110.625,00 | 125.000,00 | 0,00 | 235.625,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 37.500,00 | 0,00 | 37.500,00 | 0,00 |
| 148.125,00 | 125.000,00 | 37.500,00 | 235.625,00 | |
| 1.853.736,81 | 393.145,98 | 263.324,53 | 1.983.558,26 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 EUR |
Zugang 2011 EUR |
Zuschreibungen 2011 EUR |
Abgang 2011 EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 637.268,74 | 2.858,03 | 0,00 | 0,00 | 640.126,77 |
| II. Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 618.500,07 | 183.864,08 | 0,00 | 172.938,53 | 629.425,62 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen | 25.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 25.000,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 37.500,00 | 0,00 | 5.799,02 | 31.700,98 | 0,00 |
| 62.500,00 | 0,00 | 5.799,02 | 31.700,98 | 25.000,00 | |
| 1.318.268,81 | 186.722,11 | 5.799,02 | 204.639,51 | 1.294.552,39 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2011 EUR |
31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.946,00 | 2.275,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 469.434,87 | 447.568,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 210.625,00 | 85.625,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 210.625,00 | 85.625,00 | |
| 689.005,87 | 535.468,00 |
(3) Beteiligungen
| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital 31.12.2011 EUR |
Ergebnis 2011 EUR |
|
|---|---|---|---|
| IF-TECH AG, Unterhaching | 60% | 98.463,73 | 21.926,73 |
| IF-Localization GmbH, Unterhaching | 60% | 43.836,82 | 18.096,07 |
| IF-Agora GmbH, Unterhaching | 100% | 28.839,51 | -3.098,07 |
| IF-Blueprint AG, Unterhaching | 55,50% | -*) | -*) |
*) Die IF-Blueprint AG, Unterhaching, wurde 2011 mit einem Eigenkapital von EUR 225.000,00 gegründet. Das erste Rumpfgeschäftsjahr endet mit Ablauf des 30.06.2012, so dass zum 31.12.2011 weder der Wert für das Eigenkapital noch das Ergebnis vorlagen.
(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 20) enthalten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1 (Vj. TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.
(5) Grundkapital
Das Grundkapital ist mit EUR 1.000.000,00 ausgewiesen. Sämtliche ausgegebenen Anteile sind in voller Höhe einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 928.830 nennwertlose Stückaktien; es handelt sich um Namensaktien.
(6) Gesetzliche Rücklagen
Die gesetzlichen Rücklagen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB unter Beachtung des § 150 Abs. 2 AktG in vorgeschriebener Höhe dotiert.
(7) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten besteht zum 31.12.2011 wie im Vorjahr ebenfalls nicht.
In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 13) enthalten.
III. Sonstige Angaben
(8) Mitarbeiter
Die Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) betrug im Jahresdurchschnitt (ohne die Mitarbeiter, die als Volontäre beschäftigt sind, und ohne die Vorstandsmitglieder):
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 75 | 64 |
(9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von derzeit TEUR 315 p. a. (Vj. TEUR 288) und betreffen im Wesentlichen die Gebäudemiete Unterhaching.
Wesentliche Laufzeiten bis maximal 31.03.2013.
(10) Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
| Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Broy, Hochschullehrer, Oberhaching | - Vorsitzender des Aufsichtsrats - |
| Dipl.-Ing. Peter G. Jilek, Geschäftsführer i. R., Grünwald | - stellvertretender Vorsitzender - |
| Dipl.-El.-Ing. ETH Wolf Geldmacher, Systemberater, Goldach (Schweiz) |
Vorstand
| Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre | - Vorsitzender des Vorstands - |
| Maximilian Buchberger | |
| Dr. Christof Stierlen | |
| Thomas Vallon M.A. |
(11) Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr TEUR 851 betragen (Vj. TEUR 945).
(12) Bezüge des Aufsichtsrats
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Jahresabschluss 2011 Vergütungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 45) berücksichtigt.
(13) Anteilsbesitz
Zum Abschlussstichtag hält die Belras AG, Schweiz, einen Anteil von 28,89 % an der InterFace AG.
(14) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf EUR 27.419,38.
(15) Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Gewinnvortrag | 1.075.629,74 |
| ./. Gewinnausschüttung in 2011 | -185.765,34 |
| + Jahresüberschuss 2011 | 347.383,82 |
| Stand 31.12.2011 | 1.237.248,22 |
(16) Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 1.237.248,22 einen Betrag in Höhe von EUR 185.766,00 auszuschütten; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,20 pro Stückaktie.
Der verbleibende Betrag von EUR 1.051.482,22 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Unterhaching, den 17. Februar 2012
Der Vorstand
Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre
Maximilian Buchberger
Dr. Christof Stierlen
Thomas Vallon M.A.
Hinweis nach § 325 Abs. 1 sowie § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 HGB:
Vorstehender Jahresabschluss wurde am 24.03.2012 festgestellt. Der Gewinnverwendungsbeschluss entspricht dem Gewinnverwendungsvorschlag.
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 (326, 327a) HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterFace AG, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Der Jahresabschluss entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss; er vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der InterFace AG, Unterhaching, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 20. Februar 2012
**Dr. Fritz Kesel & Partner OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
München**
Lutz Weigell, Wirtschaftsprüfer
ppa. Lars Dörries, Wirtschaftsprüfer
Hinweis nach § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 HGB:
Vorstehender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2011 der InterFace AG, Unterhaching.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 die ihm gesetzlich und satzungsmäßig zukommenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der InterFace AG laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in seinen Sitzungen und anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte über die Geschäftsentwicklung der InterFace AG informieren lassen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer bestellten Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an.
Aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2011 in Höhe von € 1.237.248,22 sollen € 185.766,00 ausgeschüttet werden; dies entspricht einer Dividende von € 0,20 pro Stückaktie. Der Restbetrag von € 1.051.482,22 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Gewinnverwendungsvorschlag an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterFace AG für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Unterhaching, den 24. März 2012
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, Vorsitzender des Aufsichtsrates